Tower of London: Eintritt, Kronjuwelen und 12 Tipps für 2026

TL;DRDer Eintritt in den Tower of London kostet 2026 für Erwachsene 37 Pfund, wobei es keine Familientickets gibt und der Online-Kauf den Preis nicht senkt, sondern nur einen Zeitslot garantiert. Das Gelände ist fast ganzjährig geöffnet (geschlossen nur vom 24. bis 26. Dezember und an Neujahr), plane für den Besuch mindestens 3 Stunden ein – am besten kommst du gleich zur Öffnung um 9:00 Uhr. Am begehrtesten sind die Kronjuwelen inklusive der Krone von St. Edward und dem Diamanten Cullinan I – nachmittags stehst du hier schon mal anderthalb Stunden an. Der Artikel liefert 12 konkrete Tipps, was du in der Festung nicht verpassen solltest, etwa die kostenlose Führung mit einem Beefeater, den White Tower, die Kapelle St Peter ad Vincula oder das Traitors' Gate, dazu praktische Ratschläge zu Anreise, Unterkunft und Verpflegung in der Umgebung.

Als wir nach einem Jahr in Kanada in London ankamen, war unser Geldbeutel dünn wie Papier. Damals fuhren wir mit dem Fahrrad durch die ganze Stadt und sparten wirklich an jeder erdenklichen Ecke.

Deshalb verstehe ich vollkommen, wenn dir beim Blick auf das Ticket für 37 Pfund (rund 43 €) für den Tower of London kurz die Luft wegbleibt. Das ist nicht gerade wenig Geld, und viele Londoner Museen sind ja umsonst – aber diese fast tausend Jahre alte Festung ist die Investition offenbar wert.

Wir haben dir deshalb 12 Tipps zusammengestellt, was du drinnen nicht verpassen solltest – dazu einen praktischen Teil, den du dir sonst mühsam auf englischen Seiten zusammensuchen müsstest. Wir verraten dir, wie du die endlose Schlange vor den Kronjuwelen umgehst, wann du kommen solltest, um nicht unnötig anzustehen, und warum du bei den tückischen Londoner Brücken aufpassen solltest.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit für den ganzen Artikel haben

  • Der Eintritt kostet 37 Pfund für Erwachsene, wobei es keine Familientickets gibt und der Online-Kauf nicht günstiger ist, dir aber einen Zeitslot sichert.
  • Ein Fast-Track funktioniert hier nicht, auch nicht mit dem beliebten London Pass (du gehst einfach zur nächsten freien Zeit).
  • Zu den Kronjuwelen geh gleich um 9:00 Uhr, nachmittags stehst du angeblich schon mal anderthalb Stunden an.
  • Die Führung mit einem Beefeater ist im Ticketpreis kostenlos enthalten und die einzige Möglichkeit, in die Kapelle St Peter ad Vincula zu kommen.
  • Fotografieren ist fast überall erlaubt – außer bei den Kronjuwelen, dort ist es strengstens verboten.
  • Lass dein Gepäck im Hotel oder in einem öffentlichen Schließfach, mit großem Gepäck lässt man dich nicht hinein.

Tower of London, Tower Bridge oder London Bridge?

Bevor wir uns dem Besuch selbst widmen, müssen wir einen der häufigsten Touristenirrtümer überhaupt klären. Man schätzt nämlich, dass die meisten London-Besucher die Namen der ikonischen Wahrzeichen durcheinanderbringen.

Der Tower of London ist eine riesige Burg und Festung, um die es in diesem ganzen Artikel geht. Direkt daneben steht die Tower Bridge, jene berühmte Brücke mit zwei gotischen Türmen und blauem Hubmechanismus aus dem späten 19. Jahrhundert.

Ein Stück flussaufwärts befindet sich dann die London Bridge, heute eine ziemlich langweilige Betonbrücke. Die Geschichte, dass die alte London Bridge 1968 vom amerikanischen Unternehmer Robert McCulloch gekauft wurde, weil er glaubte, er kaufe die hübsche Tower Bridge, ist übrigens ein reiner Mythos. McCulloch wusste angeblich genau, wofür er zahlte, und widersprach der Geschichte nur nicht, weil sie ihm hervorragende Gratiswerbung machte.

Eintrittspreise und Öffnungszeiten des Tower of London 2026

Der Eintritt in den Tower of London gehört zu den höchsten der Stadt, und beim Blick auf die Summe stockt selbst hartgesottenen Reisenden der Atem. Plane deinen Besuch also gut – und rechne damit, dass es praktisch keine günstigere Variante gibt. Hier sind die aktuellen Preise direkt von der offiziellen Website.

TicketartAlter / BedingungenPreis in PfundEtwa in Euro
Erwachsene18–64 Jahre£37,00~43 €
Kind5–15 Jahre (mit Erwachsenem)£18,50~22 €
Jugendliche16–17 Jahre (mit Ausweis)£18,50~22 €
Studierende18+ (mit Studienausweis)£29,50~35 €
Senioren65+£29,50~35 €
Kinder unter 50–4 Jahrekostenlos0 €
Begleitperson (Carer)Begleitung von Menschen mit Behinderungkostenlos0 €

Ich muss dich gleich enttäuschen: Ein günstigeres Familienticket gibt es nicht. Jedes Familienmitglied zahlt einzeln, was beim aktuellen Kurs ganz schön ins Geld geht. Vielleicht denkst du, du könntest durch den Kauf im Voraus sparen – aber der Online-Preis liegt bei denselben 37 Pfund wie an der Kasse. Der Hauptvorteil des Online-Kaufs ist die Garantie eines Zeitslots, sodass du dir das endlose Anstehen an der Ticketkasse ersparst.

Denk daran, dass das Ticket nur für einen Eintritt gilt und ein erneuter Zutritt zum Gelände nicht möglich ist. Tickets bekommst du zwar auch über GetYourGuide, aber direkt bei der Organisation Historic Royal Palaces (HRP) ist es oft günstiger, weil Wiederverkäufer ihre Marge draufschlagen. HRP arbeitet als gemeinnützige Organisation ohne staatliche Gelder und bietet dir beim Bezahlen eine freiwillige zehnprozentige Spende an, die du im Warenkorb einfach wegklicken kannst.

Wenn du nach Sparmöglichkeiten suchst: Für normale Touristen aus Deutschland ist der Tower leider nie kostenlos. Ein-Pfund-Rabatte gelten nur für Bewohner des Londoner Stadtteils Tower Hamlets oder für Empfänger britischer Sozialleistungen. Die einzige sinnvolle Rettung ist die HRP Membership, die bei 75 Pfund pro Jahr beginnt. Das lohnt sich finanziell in dem Moment, wenn du während deiner Reise mehrere königliche Paläste abklappern möchtest.

Bevor du losziehst, check die aktuellen Öffnungszeiten, die sich je nach Jahreszeit ändern. Die Festung ist fast ganzjährig geöffnet, aber an Weihnachten vom 24. bis 26. Dezember und an Neujahr bleiben die Tore geschlossen.

SaisonWochentageÖffnungszeitenLetzter Einlass
Sommer (ca. 1.3. – 31.10.)Di–Sa09:00 – 17:3016:30
So–Mo10:00 – 17:3016:30
Winter (ca. 1.11. – 28.2.)Di–Sa09:00 – 16:3016:00
So–Mo10:00 – 16:3016:00

💡 Tipp: Für einen ordentlichen Besuch der Festung solltest du dir mindestens 3 Stunden Zeit nehmen. Das Gelände ist riesig, und wenn du die Atmosphäre ohne Hetze aufsaugen willst, verbringst du hier locker einen halben Tag.

Wann nach London und zum Tower

Das Wetter in Großbritannien kann dir zu jeder Jahreszeit zusetzen, aber die angenehmsten Temperaturen erwarten dich von Mai bis September. Der Tower hat in der Sommersaison (etwa von März bis Oktober) von Dienstag bis Samstag zwischen 9:00 und 17:30 Uhr geöffnet, sonntags und montags öffnet er erst um 10:00 Uhr.

In den Wintermonaten schließt das Gelände schon um 16:30 Uhr, du musst deinen Besuch also etwas früher planen. Die Festung ist nur während der Weihnachtsfeiertage vom 24. bis 26. Dezember sowie an Neujahr komplett geschlossen.

Für den Besuch selbst solltest du dir mindestens drei Stunden Zeit einplanen, aber wenn du wirklich alles in Ruhe sehen willst, verbringst du hier auch problemlos einen halben Tag. Reisende empfehlen, gleich zur Öffnung um 9:00 Uhr zu kommen, denn gegen Mittag ist das Gelände oft schon zum Bersten voll.

Kauf deine Tickets unbedingt im Voraus für einen konkreten Zeitslot, das geht entweder auf der offiziellen Website von Historic Royal Palaces oder über die beliebte Plattform GetYourGuide, wo der Kauf oft benutzerfreundlicher ist. HRP ist meist etwas günstiger, GetYourGuide bietet dafür eine unkomplizierte Stornierung, falls sich deine Pläne ändern.

Wie du zum Tower of London kommst

Der einfachste und schnellste Weg zur Festung führt mit der Londoner U-Bahn, der berühmten „Tube“. Du steigst einfach an der Station Tower Hill aus, die von den Linien District und Circle bedient wird, und läufst rund fünf Minuten zum Haupteingang. Erfreulich: Diese Station hat einen barrierefreien Ausgang direkt auf die Straße, du musst also keinen Kinderwagen über Treppen schleppen. Falls es dir besser passt, findest du innerhalb von 15 Gehminuten auch die Stationen Monument, Bank, Aldgate, London Bridge oder Fenchurch Street.

Wenn du die Anfahrt mit Aussicht genießen willst, empfehle ich dir, aufs Boot zu steigen und über das Wasser zu kommen. Der Anleger Tower Pier liegt direkt am Eingang, hier halten die Boote von Uber Boat by Thames Clippers. Besonders die Anfahrt von Westminster aus bietet ein absolut grandioses Panorama mit Festung und Brücke in einem Bild. Zum Eingang bringt dich auch eine ganze Reihe roter Busse, konkret die Linien 15, 42, 78, 100 und 343.

Die Idee, mit dem Mietwagen oder eigenen Auto zum Tower zu fahren, kannst du gleich vergessen – das erspart dir jede Menge Nerven. Der ganze Tower Hill ist eine strenge autofreie Zone, und bei der Sehenswürdigkeit gibt es schlicht keine Parkplätze. Außerdem fällt das Gebiet unter die sogenannte Congestion Charge, du würdest also für die Einfahrt ins Zentrum eine saftige Gebühr zahlen. Zur Planung jeder Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln schau direkt auf TfL.

Wir haben London vor allem mit dem Fahrrad erkundet, und das war das günstigste Fortbewegungsmittel, das wir finden konnten. Die Leihräder Santander Cycles bekommst du fast an jeder Ecke. Eine halbstündige Fahrt kostet nur £1,65 (rund 2 €), und der Tagespass kostet £3 (rund 3,50 €) – für die gemächliche Erkundung der Umgebung ist das absolut ideal.

Wo übernachten in der Nähe des Towers

In fußläufiger Nähe zum Tower und zur Themse zu wohnen ist ein riesiger Vorteil, denn so entfällt das morgendliche Pendeln in der überfüllten U-Bahn. Beliebte Hotels in der Umgebung sind wirklich schnell weg, es lohnt sich also, so früh wie möglich zu buchen.

citizenM Tower of London ist ein tolles modernes Hotel für Liebhaber von Design und smarter Technik. Die Zimmer werden per Tablet gesteuert, und aus den oberen Etagen oder von der Dachbar hast du einen absolut atemberaubenden Blick direkt auf Festung und Brücke.

The Tower Hotel liegt buchstäblich am Themseufer, und beim Blick aus dem Fenster hast du die Tower Bridge direkt vor dir. Es ist ein riesiger Komplex, der von außen zwar nicht am modernsten wirkt, aber eine absolut konkurrenzlose Lage hat.

Leonardo Royal London City ist eine tolle Wahl für alle, die sich nach einem Tag voller Laufen erholen wollen. Das Hotel hat nämlich einen eigenen 25-Meter-Pool und einen Wellnessbereich, was mitten in London ein riesiger Luxus ist.

DoubleTree by Hilton Tower of London überzeugt dich schon an der Rezeption, wo jeder Gast einen warmen Schoko-Cookie bekommt. Die Zimmer sind sehr ruhig, und ein Stück vom Hotel entfernt findest du jede Menge beschauliche Gässchen mit Cafés.

Novotel London Tower Bridge ist wohl die beste Wahl für Familien mit Kindern, denn es bietet geräumigere Zimmer und eine sehr entspannte Atmosphäre. Zur Festung und zur U-Bahn läufst du bequem in fünf Minuten.

12 Tipps, was im Tower of London zu sehen und zu erleben ist

Das Gelände ist riesig, und ohne Plan verläufst du dich hier leicht. Deshalb haben wir Orte und Geschichten ausgewählt, die dir hinter den Mauern nicht entgehen sollten. Ein guter Plan spart dir jede Menge Zeit und Nerven.

1. Kronjuwelen und das Laufband

Der größte Magnet der ganzen Festung sind natürlich die Kronjuwelen, die hier schon seit den 1660er-Jahren aufbewahrt werden. Du siehst hier zum Beispiel die Krone von St. Edward, mit der 2023 König Charles III. gekrönt wurde, und die beeindruckende Imperial State Crown.

Ausgestellt ist hier auch der Cullinan I, der größte geschliffene farblose Diamant der Welt, sowie der berühmte Koh-i-Noor, um dessen Rückgabe Großbritannien bis heute mit Indien und Pakistan streitet. Denk daran, dass drinnen absolutes Fotografierverbot herrscht, worüber ein strenges Sicherheitspersonal wacht.

💡 Tipp für den Besuch: Geh gleich morgens hin! Die Juwelen betrachtest du von einem langsamen Laufband aus, das dich nicht anhalten lässt. Morgens kannst du aber vom Band steigen oder mehrmals durchfahren, während dich am Nachmittag die Menge unerbittlich nach draußen drängt.

Interessant ist ein Diebstahlversuch aus dem Jahr 1671, als Colonel Thomas Blood den Wächter betäubte und die Krone mit einem Holzhammer platt schlug, um sie unter seinem Mantel zu verstecken. König Charles II. verzieh ihm aber überraschend und gewährte ihm sogar eine großzügige lebenslange Rente.

2. White Tower und die königliche Rüstkammer

Der ikonische White Tower mitten im Innenhof ist der älteste Teil des gesamten Komplexes aus dem Jahr 1078, den schon Wilhelm der Eroberer errichten ließ. Heute beherbergt er einen Teil der Ausstellung der Royal Armouries mit einer tollen Sammlung historischer Waffen.

Das dankbarste Ausstellungsstück ist die persönliche Rüstung von König Heinrich VIII., an der man schön sieht, wie sich die Statur des Herrschers mit zunehmendem Alter und Übergewicht deutlich verbreiterte. Die Waffenausstellung namens Line of Kings ist zudem stolze 350 Jahre alt.

3. Führung mit einem Yeoman Warder (Beefeater)

Das solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen, denn die Führung mit den berühmten Wächtern ist völlig kostenlos im Ticketpreis enthalten. Sie beginnen alle 45 Minuten am Bell Tower, und die Guides erzählen die morbide Geschichte mit dem typischen trockenen britischen Humor.

Um ein Beefeater zu werden, musst du mindestens 22 Jahre tadellosen Militärdienst hinter dir haben. Die Wächter leben zudem mit ihren Familien direkt in der Festung und gehen abends nach dem Weggang der Touristen angeblich in ihren eigenen geheimen Pub.

4. Kapelle St Peter ad Vincula und Tower Green

Dank der Führung mit einem Beefeater kommst du in die Kapelle St. Peter in Ketten, in die Einzelbesucher gar nicht dürfen. Genau hier sind unter dem Boden drei hingerichtete englische Königinnen bestattet.

Direkt daneben liegt der Rasen Tower Green, wo private Hinrichtungen adeliger Gefangener stattfanden – von denen innerhalb der Burg nur etwa zehn hingerichtet wurden. Die meisten gewöhnlichen Verurteilten endeten auf der öffentlichen Richtstätte Tower Hill draußen vor den Mauern, in Anwesenheit riesiger Menschenmengen.

💡 Tipp für Geschichtsfans: Anne Boleyn wurde hier 1536 auf ihren eigenen Wunsch mit dem Schwert enthauptet, nicht mit dem Beil. Viel schlimmer erging es der 67-jährigen Margaret Pole im Jahr 1541, die ein unerfahrener Henker elfmal zuschlagen musste, bevor ihm das Werk gelang.

5. Bloody Tower und das Rätsel der Prinzen im Tower

Der Bloody Tower erhielt seinen unheimlichen Namen wegen eines der größten ungelösten Fälle der britischen Geschichte. 1483 wurden hier der zwölfjährige Eduard V. und sein jüngerer Bruder Richard untergebracht, die im Herbst desselben Jahres spurlos verschwanden.

Ihres Mordes wird meist ihr Onkel Richard III. beschuldigt, auch wenn die Forscherin Philippa Langley 2023 mit der kontroversen Theorie kam, dass die Jungen möglicherweise überlebten und nach Europa flohen.

Als Arbeiter 1674 unter einer Treppe Kinderknochen entdeckten, ließ der König sie in der Westminster Abbey bestatten. Bis heute weiß man aber nicht mit Sicherheit, ob die Überreste tatsächlich den verschwundenen Prinzen gehören, denn DNA-Tests wurden nie erlaubt.

6. Traitors‘ Gate (Verrätertor)

Wenn du zum Fluss hinschaust, siehst du einen dunklen Wassertunnel, durch den man Gefangene per Boot in die Festung brachte. Genau hier fuhren Anne Boleyn und Sir Thomas More auf dem Weg in ihre Zellen hindurch.

Der Anblick des Tores ist ein sehr emotionales Erlebnis, wenn dir bewusst wird, dass es für die meisten Menschen der letzte Weg ihres Lebens war. Das Themsewasser plätschert bis heute hierher und unterstreicht die düstere Atmosphäre des mittelalterlichen Kerkers.

7. Die Raben und die entlarvte Legende

Es heißt, wenn die Raben den Tower verlassen, fallen die Krone und ganz Britannien – deshalb ließ König Charles II. sie hier halten. Historiker fanden aber kürzlich heraus, dass diese Sage wahrscheinlich erst eine viktorianische Erfindung ist und die ältesten Aufzeichnungen über die Vögel erst aus dem späten 19. Jahrhundert stammen.

Heute leben auf dem Gelände dauerhaft acht Raben, um die sich der Ravenmaster kümmert, Herr Barney Chandler. Die Vögel haben leicht gestutzte Flügel, bekommen erstklassiges Fleisch und werden von ihren Pflegern angeblich manchmal mit in Blut getränkten Keksen verwöhnt.

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in London übernachten kann
6 Unterkünfte — Hotels, Wellnesshotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

8. Die königliche Menagerie voller Exotik

Kaum jemand weiß, dass der Tower Jahrhunderte lang als erster Londoner Zoo diente. Die englischen Herrscher brachten hier exotische Geschenke ausländischer Diplomaten unter, sodass hier Löwen, Leoparden und ein Elefant lebten.

Der bizarrste Bewohner war ein Eisbär, den Heinrich III. 1252 bekam. Der Bär ging an einer langen Kette in der Themse schwimmen, wo er zur Freude der zuschauenden Londoner geschickt Fische fing. Die Menagerie wurde erst 1835 aus Sicherheitsgründen aufgelöst.

9. Folterkammer, Guy Fawkes und berühmte Gefangene des 20. Jahrhunderts

In den unteren Etagen des White Tower entdeckst du eine kleine Ausstellung von Folterinstrumenten, die zwar recht bescheiden, aber umso gruseliger ist. Auf der hiesigen Streckbank wurde 1605 Guy Fawkes brutal verhört, nach dem gescheiterten Gunpowder Plot.

Seine Gebrochenheit ist bis heute deutlich an historischen Dokumenten zu erkennen, wo er nach der Folter nur noch mit einem kaum leserlichen Gekritzel unterschreiben konnte. Die Festung diente aber auch viel später in der modernen Geschichte als Gefängnis.

💡 Tipp zur Kuriosität: Im Zweiten Weltkrieg wurde hier 1941 als letzter Hingerichteter der deutsche Spion Josef Jakobs erschossen. Ein paar Monate zuvor verbrachte hier Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß vier Tage, und die allerletzten Gefangenen der Geschichte waren 1952 die berüchtigten Mafia-Brüder Kray.

10. Medieval Palace (Mittelalterliche Gemächer)

Während die meisten den Tower nur als Gefängnis und Schatzkammer wahrnehmen, war er ursprünglich das luxuriöse Zuhause der englischen Könige. In diesen rekonstruierten Gemächern kannst du sehen, wie das königliche Leben im 13. Jahrhundert aussah.

Du siehst hier reich verzierte Betten, riesige Kamine und farbige Wände, die stark mit dem grauen Stein draußen kontrastieren. Es ist ein toller Ort, an dem du dich einen Moment von den Menschenmengen und den düsteren Hinrichtungsgeschichten erholen kannst.

11. Mauern und Ausblicke auf den Fluss (Wall Walk)

Vergiss nicht, auf die Mauern zu steigen, von denen sich fantastische Blickwinkel auf die Tower Bridge und die modernen Wolkenkratzer im Hintergrund bieten. Der Spaziergang über die Wehrgänge führt dich durch mehrere kleinere Verteidigungstürme.

Reisende weisen darauf hin, dass es oben von der Themse ziemlich stark weht, also pack dir auch im Sommer lieber eine leichte Extraschicht ein. Gerade von den Mauern aus wird dir bewusst, welch riesige Fläche die ganze Sehenswürdigkeit einnimmt.

12. Abendliche Ceremony of the Keys

Jeden Abend genau um 21:30 Uhr findet das feierliche Abschließen der Festung statt, eine über siebenhundert Jahre alte Tradition. Während der Zeremonie tauschen die Wächter in völliger Stille Losungen und Schlüssel aus, und Fotografieren ist streng verboten.

Hierher zu kommen ist aber ganz schön knifflig, denn die Tickets für 10 bis 50 Pfund werden immer einen Monat im Voraus freigegeben und sind innerhalb weniger Minuten weg. Reservieren kannst du ausschließlich online auf der HRP-Website, und du brauchst wirklich schnelle Finger.

Geschichten, die der Tower of London verbirgt

Der Tower of London ist nicht nur ein Haufen alter Steine mit Kronen darin. Es ist ein Ort, an dem sich neunhundert Jahre lang Dinge abspielten, bei denen einem heute der Verstand stehenbleibt. Umso mehr habe ich in Büchern gestöbert und die Geschichte dieses Ortes verschlungen. Diese Mauern bergen nämlich wirklich frostige Geheimnisse.

Die Prinzen im Tower: ein 500 Jahre alter ungelöster Fall

1483 wurden hierher der erst zwölfjährige Eduard V. und sein jüngerer Bruder Richard geschickt. In die Festung schaffte sie ihr Onkel, der spätere König Richard III., angeblich, damit sie dort sicher auf die Krönung warten sollten. Die Jungen aber verschwanden aus heiterem Himmel spurlos und wurden nie wieder lebend gesehen.

Fast zweihundert Jahre später, im Jahr 1674, fanden Arbeiter unter einer Treppe Kinderknochen. Alle schlossen sofort, es handle sich um die verschwundenen Prinzen, und die Überreste wurden feierlich in die Westminster Abbey überführt. Damit schien der Fall für die Geschichte für immer abgeschlossen.

Doch neuere Forschung stellt alles auf den Kopf. Neue historische Untersuchungen zweifeln nämlich an der Schuld Richards III. und zeigen mit dem Finger auf ganz andere Verdächtige aus der damaligen Hofclique. Dieses Rätsel ist auch nach einem halben Jahrtausend noch lebendig und ungelöst.

Der Diebstahl der Kronjuwelen, für den niemand büßte

Falls du denkst, dass es unmöglich ist, die bestbewachte Festung Englands auszurauben, würde Colonel Blood dir widersprechen. 1671 gelang es ihm tatsächlich, die königlichen Insignien zu stehlen. Um die Krone überhaupt unter seinen Mantel zu bekommen, schlug er sie kurzerhand mit einem Holzhammer platt.

Natürlich schnappte man ihn am Ende, und alle erwarteten die blutigste aller Strafen. König Charles II. befand aber, dass Bloods Frechheit eigentlich ungemein amüsant war, und begnadigte den Verbrecher überraschend. Als wäre das nicht genug, zahlte er ihm bis an sein Lebensende auch noch eine fette Rente.

Der Eisbär, der in der Themse Fische fing

Der Tower diente nicht nur als Folterkammer, sondern auch als sehr bizarre königliche Menagerie. 1252 bekam Heinrich III. ein völlig verrücktes Geschenk vom norwegischen König in Form eines lebenden Eisbären. Für die damaligen Londoner muss das gewesen sein wie die Ankunft von Außerirdischen.

Der arme Bär lebte an einer langen Kette, die ihm erlaubte, direkt in der Themse Fische zu fangen. Gesellschaft leisteten ihm in der Festung auch Löwen oder ein Elefant. Diese ganze königliche Menagerie wurde schließlich erst 1835 aufgelöst, und ihre Tiere bildeten die Grundlage für den heutigen Londoner Zoo.

Hinrichtungen, über die man nicht spricht

Man denkt oft, dass innerhalb der Burg wie am Fließband hingerichtet wurde, aber das ist ein großer Irrtum. Der Rasen Tower Green erlebte nur eine Handvoll sogenannter privater Hinrichtungen für hochrangige Adelige. Das meiste blutige Spektakel für die Massen fand draußen auf dem Tower Hill statt, wo mehr als hundert Verurteilte um einen Kopf kürzer gemacht wurden.

Das berühmteste Opfer innerhalb der Mauern ist zweifellos die zweite Frau Heinrichs VIII., Anne Boleyn. Falls du dir Richtblock und Beil vorstellst, irrst du dich, denn Anne wurde 1536 mit einem scharfen Schwert hingerichtet. Ein grausames Schicksal ereilte hier auch ihre Cousine Catherine Howard oder die erst sechzehnjährige Lady Jane Grey.

Die gruseligste Geschichte gehört aber der siebenundsechzigjährigen Margaret Pole aus dem Jahr 1541. Sie wurde von einem völlig unerfahrenen Henker hingerichtet, der seine Arbeit nicht sauber erledigte. Obwohl sich lange die Geschichte hielt, dass die verzweifelte Gräfin vor ihm um den Block lief, zweifeln Historiker an dieser wilden Legende heute sehr stark.

Der letzte Hingerichtete und der letzte Gefangene

Der Tower war nicht nur im Mittelalter ein Gefängnis, seine düstere Rolle reicht überraschend bis in die moderne Geschichte. Der allerletzte Hingerichtete war hier der deutsche Spion Josef Jakobs im Zweiten Weltkrieg 1941. Beim Fallschirmsprung brach er sich den Knöchel, sodass ihn das Erschießungskommando sitzend auf einem Stuhl erschießen musste.

Wir dürfen ihn aber nicht mit dem letzten Staatsgefangenen verwechseln, das war Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß. Der saß in der Festung nur vier Tage im Mai 1941.

Wenn wir aber die absolut letzten Menschen suchen, hinter denen hier ein Gitter zuschnappte, müssen wir ins Jahr 1952. Damals wurden hier für ein paar Tage die berühmten Londoner Gangster, die Kray-Brüder, eingesperrt, die sich nur dem Antritt des Militärdienstes entzogen.

Wo du rund um den Tower essen kannst

Eines solltest du vorher wissen: Aus dem Tower kann man nicht hinaus- und wieder zurückgehen. Das Ticket gilt für einen Eintritt, du isst also entweder drinnen oder erst nach dem Besuch.

Es gibt dort jede Menge vegetarische und vegane Möglichkeiten, was für uns als eingefleischte Pflanzenfresser immer eine riesige Erleichterung ist. Das Angebot an fleischlosen Gerichten wechselt zwar im Laufe der Zeit, aber mit leerem Magen leidest du hier schlicht nicht. Fleischliebhaber kommen natürlich auch auf ihre Kosten, denn auf der Karte tauchen auch Klassiker mit Fleisch auf.

All das ist wichtig, denn aus dem Tower darf man nicht hinaus- und wieder zurückgehen, weil das Ticket nur für einen Durchgang gilt. Überleg dir also vorher, ob du drinnen isst oder bis nach dem Besuch wartest. Wenn du die zweite Möglichkeit wählst, geh ein Stück weiter ins Viertel St Katharine Docks.

Dort findest du jede Menge ruhigere Restaurants mit wunderschönem Blick auf die vor Anker liegenden Boote. Ein noch besseres kulinarisches Erlebnis ist dann der berühmte Markt Borough Market, den du bei einem angenehmen Spaziergang erreichst. Dort werden absolut alle satt, von Streetfood-Liebhabern bis zu anspruchsvollen Gourmets.

Praktische Tipps, die dir Nerven sparen

  • Ein Gepäckaufbewahrung gibt es hier schlicht NICHT, komm also gar nicht erst mit großen Rucksäcken. Koffer, großes Gepäck und sogar Rolltaschen dürfen nicht hinein. Die Palastverwaltung schickt dich kompromisslos weg und verweist auf die kommerzielle Gepäckaufbewahrung Stasher irgendwo in der Nähe.
  • Fotografieren ist meist problemlos, solange du keinen Blitz, keine Stative oder nervige Selfie-Sticks benutzt. Völlig VERBOTEN ist das Fotografieren im Jewel House, wo die Kronjuwelen aufbewahrt werden.
  • Die Barrierefreiheit ist stark eingeschränkt, es handelt sich schließlich um eine mittelalterliche Festung voller Treppen und unebenem Pflaster. Der White Tower hat einen Aufzug nur bis ins Untergeschoss, und die Führung mit einem Beefeater umfasst 21 Stufen, was für manche ein entscheidendes Hindernis sein kann.
  • Beefeater-Führungen finden nur auf Englisch statt und führen überhaupt nicht zu den Kronjuwelen. Andererseits sind sie aber die absolut einzige Möglichkeit, ins Innere der Kapelle St Peter ad Vincula zu schauen.
  • Die letzte Führung mit einem Yeoman Warder beginnt immer um 15:15 Uhr, plane das also gut ein. Morgens starten sie von Dienstag bis Samstag um 10:00 Uhr, sonntags und montags erst um 10:45 Uhr. Danach geht es alle 45 Minuten vom Bell Tower los.
  • Rechne mit null erneutem Eintritt, dein Ticket piepst am Tor einfach nur einmal. Drinnen wie draußen gilt außerdem ein striktes Rauch- und Vaping-Verbot, und Hunde dürfen nur als Assistenzhunde hinein.
  • Besucher berichten von bis zu 90 Minuten Schlange vor den Juwelen, wobei der eigentliche Durchgang dann kaum ein paar Minuten dauerte. Wer aber früh aufstand und gleich zur Öffnung kam, wartete meist gar nicht.
  • Die Folterkammer ist oft eine Enttäuschung, erwarte also keine ausgefeilten Hollywood-Kulissen. Es ist im Grunde nur ein Raum mit einer Streckbank, richte deinen Besuch besser nicht danach aus.

Wohin weiter vom Tower

Wenn du schon am Fluss bist, empfehle ich dir, die Umgebung zu erkunden. Direkt neben der Festung befindet sich der malerische Hafen St Katharine Docks, wo luxuriöse Yachten ankern und du ruhigere Cafés findest. Wenn du Hunger hast, gibt es ein Stück über den Fluss rund um die London Bridge tolle vegane Restaurants wie Mildreds und Unity Diner, wo sie hervorragende fleischlose Burger haben, die ich dir mit gutem Gewissen empfehle.

Und wenn du auf guten Kaffee stehst, schau in unseren Ratgeber zu den besten Cafés in London – wir haben nur Läden mit einer Google-Bewertung über 4,6 ausgewählt.

Ein Stück vom Parlament entfernt steht die Westminster Abbey – Ort der Krönungen und königlichen Gräber, den du beim Evensong sogar kostenlos betreten kannst.

Magst du Geschichte und Kunst? Dann lass dir das British Museum nicht entgehen – der Eintritt ist kostenlos, und in unserem Ratgeber findest du, was du in ein paar Stunden nicht verpassen solltest.

Und direkt neben der Festung steht die berühmte Tower Bridge – in unserem Ratgeber findest du, wann sich die Brücke hebt und ob sich die kostenpflichtige Ausstellung mit dem Glasboden lohnt.

Monarchiefans lockt sicher auch der Buckingham Palace – wir verraten dir, wo du bei der Wachablösung stehen solltest, damit du nicht nur die Rücken der Menge siehst. Und wenn du dich nach einem Blick über die ganze Stadt sehnst, dreht sich ein Stück flussaufwärts das London Eye, zu dem du in unserem Ratgeber findest, wann es sich lohnt und wann du lieber zum kostenlosen Sky Garden gehst.

Wenn du weitere Tage in der Metropole planst, lass dich unbedingt von unserem großen Ratgeber inspirieren, was es in London zu sehen und zu erleben gibt. Filmliebhaber dürfen dann die magischen Harry Potter Studios London nicht auslassen.

Und wenn du nach dem Trubel der Stadt Sehnsucht nach Natur oder Geschichte außerhalb der Hauptstadt hast, denk über einen Ausflug zum magischen Stonehenge nach. Oft ziehen Leute von hier weiter nach Norden, deshalb könnte dir unser Artikel darüber, was Edinburgh zu bieten hat, oder unsere Tipps für einen Urlaub in Schottland nützlich sein.

Häufig gestellte Fragen

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Cafés in London: 18 Tipps für Spezialitätenkaffee 2026

TL;DRDie besten Adressen für Spezialitätenkaffee in London liegen vor allem in Shoreditch, Soho, Fitzrovia und Farringdon. Im Beitrag findest du 18 Empfehlungen mit mindestens 4,6 Sternen auf Google, darunter Prufrock Coffee, Origin Coffee oder Algerian Coffee Stores. Ein guter Flat White kostet in der Innenstadt rund 4 Pfund, während ein Espresso zum Mitnehmen im traditionsreichen Algerian Coffee Stores in Soho schon ab 1,20 Pfund zu haben ist. Pflanzenmilch, allen voran Hafermilch von Oatly oder Minor Figures, gehört in Londons Spezialitätenkaffees zum Standard – meist ohne Aufpreis. Die beste Reisezeit, um die Cafés zu Fuß zu erkunden, ist Mai bis September, doch die Kaffeekultur der Stadt lebt das ganze Jahr über.

Ich liebe guten Kaffee und vor dem Besuch einer neuen Stadt suche ich mir immer die besten Cafés heraus und speichere sie mir auf der Karte, damit ich jederzeit einen hervorragenden Kaffee bekomme, wenn mich die Lust packt.

Die britische Hauptstadt ist heute eine echte europäische Kaffee-Großmacht. Seit Mitte der 2000er läuft hier die sogenannte dritte Kaffeewelle, und großen Anteil daran haben Australier und Neuseeländer. Genau diese Enthusiasten vom anderen Ende der Welt sollen hinter fast jedem guten Café in London stecken, das in den letzten zwanzig Jahren eröffnet hat. Sie brachten die Kultur des präzisen Espressos mit perfekt aufgeschäumter Milch mit und machten aus der Kaffeezubereitung ein echtes Handwerk.

Damit du in der riesigen Flut an Läden nicht den Überblick verlierst, haben wir eine Liste der allerbesten Adressen für Spezialitätenkaffee zusammengestellt. In unsere engere Auswahl kamen nur Cafés mit einer Google-Bewertung über 4,6 Sternen, was für uns immer die beste Qualitätsgarantie ist. Mach deine Geschmacksknospen bereit – wir erkunden jetzt die Londoner Kaffeeszene.

Zusammenfassung

  • Die Bewertung ist entscheidend: Alle Läden in diesem Artikel haben bei Google mindestens 4,6 Sterne und gehören zur absoluten Spitze.
  • Pflanzendrinks dominieren: Hafermilch (oft von Oatly oder Minor Figures) ist in Londoner Spezialitätencafés absoluter Standard und wird mancherorts sogar automatisch eingeschenkt.
  • Preise: Für einen guten Flat White im Zentrum zahlst du rund 4,60 € (etwa 4 Pfund), am teuersten sind Läden in Zone 1.
  • Günstigster Espresso: Der historische Laden Algerian Coffee Stores in Soho bietet Kaffee zum Mitnehmen ab etwa 1,40 € (rund 1,20 Pfund).
  • Kaffeeviertel: Die größte Dichte an tollen Röstereien und Cafés findest du in den Vierteln Shoreditch, Fitzrovia und Soho.
  • Soziales Engagement: Viele Londoner Cafés funktionieren als Sozialunternehmen und helfen Obdachlosen oder Menschen mit Behinderung.

Wann nach London reisen

Die britische Metropole lebt ihre Kaffeekultur das ganze Jahr über, und einen guten Espresso bekommst du hier im Januar genauso wie im Juli. Wenn du aber vorhast, mehrere Läden abzuklappern und verschiedene Viertel zu Fuß zu erkunden, erwartet dich das beste Wetter zwischen Mai und September. In den Frühlings- und Sommermonaten kannst du deinen Kaffeebecher außerdem mit in einen der vielen wunderschönen Londoner Parks nehmen und ihn auf einer Bank genießen.

Im Winter hat die Stadt dagegen eine wunderbar gemütliche Atmosphäre, und sich vor dem typischen britischen Nieselregen in ein warmes Café zu flüchten, ist unbezahlbar. Rechne nur damit, dass viele beliebte Läden ziemlich klein sind und es in den kalten Monaten schwieriger sein kann, einen Sitzplatz zu ergattern. An Wochenenden zur Brunch-Zeit bilden sich vor den berühmtesten Adressen zudem regelmäßig Schlangen.

Wo in London übernachten

Wenn du die besten Cafés buchstäblich nur ein paar Schritte vom Bett entfernt haben möchtest, empfehle ich, in Vierteln wie Shoreditch, Clerkenwell oder Bloomsbury nach einer Unterkunft zu suchen. Diese Gegenden sind nicht nur voller toller Läden, sondern du erreichst von hier auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten problemlos zu Fuß. Bei einer Buchung über Booking.com solltest du nicht zögern, denn bezahlbare Unterkünfte im Zentrum sind schnell weg.

Schau dir Hotels wie das The Hoxton Shoreditch oder das moderne citizenM Shoreditch an, von wo aus du es zu den Röstereien im Osten Londons nur ein Stück hast. Wenn du eine elegantere Umgebung bevorzugst, ist das The Bloomsbury Hotel in der Nähe des British Museum eine tolle Wahl, oder das stilvolle The Zetter Clerkenwell. Design-Fans mit Vorliebe für Flussblick wählen gerne das ikonische Hotel Sea Containers London am Südufer der Themse.

Flat White: der Londoner Klassiker, den London nicht erfunden hat

Wenn von der Londoner Kaffeekultur die Rede ist, denken die meisten sofort an den Flat White. Dieses beliebte Getränk besteht aus einem kräftigen Espresso und fein aufgeschäumter Milch (dem sogenannten Microfoam), wobei es weniger Schaum und einen intensiveren Kaffeegeschmack als ein klassischer Cappuccino hat. Es ist schlicht die ideale Balance für alle, die den Geschmack der Bohnen spüren, aber gleichzeitig die cremige Textur der Milch lieben wollen.

Interessant ist aber, dass dieses ikonische Getränk gar nicht aus Großbritannien stammt. Um seine Entstehung streiten sich seit den Achtzigern Australien und Neuseeland erbittert. Während man in Sydney behauptet, er sei 1985 erfunden worden, erzählt man in Wellington die Geschichte eines Baristas von 1989, dem angeblich der Schaum für einen Cappuccino misslungen sei.

Die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren, aber Fakt bleibt, dass London eine Schlüsselrolle spielte. Um 2005 herum kam das Getränk dank der Einwanderer von den Antipoden in die britische Metropole, und London hat es anschließend für den Rest Europas populär gemacht. Deshalb gilt der Flat White heute als absoluter Londoner Café-Klassiker.

Spezialitätenkaffee vs. Ketten

Vielleicht fragst du dich, warum man in London kleine unabhängige Cafés suchen sollte, wenn an jeder Ecke ein Costa, Pret A Manger oder Starbucks steht. Der Unterschied liegt im sogenannten Spezialitätenkaffee (Specialty Coffee). Während die großen Ketten auf dunklere, standardisierte Röstungen setzen, die immer gleich durchschnittlich schmecken, kaufen unabhängige Läden sortenreine Bohnen mit nachvollziehbarer Herkunft direkt von den Farmern.

Diese Bohnen werden dann deutlich heller geröstet, damit ihre natürlichen fruchtigen oder schokoladigen Aromen zur Geltung kommen. Das Getränk bereitet dir außerdem ein bestens ausgebildeter Barista zu, der Wassertemperatur und Extraktionszeit genau im Blick hat. Der Kaffee aus den Ketten ist zwar etwas günstiger und geht schneller, geschmacklich lässt er sich mit dem Spezialitätenkaffee aber überhaupt nicht vergleichen.

Als Vegetarier freuen wir uns über eine Sache ganz besonders: In Londoner Spezialitätencafés sind Pflanzendrinks absoluter Standard. Ganz selbstverständlich bekommst du hier hochwertige Hafermilch von Marken wie Oatly oder dem lokalen Minor Figures – und oft ohne Aufpreis. Hafermilch lässt sich zudem hervorragend aufschäumen und überdeckt den Geschmack des Spezialitätenespressos in keiner Weise.

18 Tipps für die besten Cafés in London

Damit du die Londoner Kaffeeszene leichter erkunden kannst, haben wir unsere Auswahl nach den einzelnen Vierteln geordnet. Egal ob du im belebten Soho, im eleganten Bloomsbury oder im hippen Shoreditch unterwegs bist – du weißt immer, wohin du für das beste Koffein-Erlebnis gehst.

Soho und Fitzrovia

Diese Gegend im Herzen des West End ist voller enger Gassen, Theater und unabhängiger Boutiquen. Die Kaffeeszene ist hier enorm stark, und du findest sowohl historische Ikonen als auch moderne, minimalistische Espressobars.

1. Algerian Coffee Stores

Ein Besuch in diesem hundert Jahre alten Lädchen in Soho ist wie eine faszinierende Reise zurück in die Zeit. Kaffeeliebhaber sind geradezu verzaubert von der altweltlichen Atmosphäre voller Duft frisch gerösteter Bohnen aus aller Welt. Neben dem Einkauf einer unglaublich großen Kaffeeauswahl für zuhause gönnen sich hier alle gern einen perfekt extrahierten Espresso zum Mitnehmen, der für die beste Energie beim weiteren Erkunden Londons sorgt.

2. Kaffeine

In diesem australischen Café unweit des Oxford Circus umgibt dich eine unglaublich herzliche und freundliche Atmosphäre, für die ein stets gut gelauntes Team sorgt. Die Gäste kommen begeistert wieder für den besten ausgewogenen Espresso der Stadt und einen perfekt zubereiteten Long Black. Für Fans alternativer Zubereitungen ist auch der präzise Pour Over ein riesiger Anziehungspunkt, dem man die große Liebe zum Kaffeehandwerk anmerkt.

3. Attendant Coffee Roasters

Ein Besuch dieses Ladens ist ein absolutes Muss, denn er befindet sich in einer wunderschön restaurierten viktorianischen öffentlichen Toilette aus den 1890er-Jahren. Die Leute haben dieses verrückte und kreative Konzept ins Herz geschlossen, bei dem man seinen hervorragenden Kaffee direkt zwischen alten Pissoirs genießen kann. Neben dem einzigartigen historischen Ambiente werden hier außerdem die ausgezeichneten leichten Mittagsgerichte mit fluffigem Gebäck und toll abgeschmeckten Saucen sehr gelobt.

4. Archetype Coffee

In diesem kleinen, gemütlichen Rückzugsort mit schönem Logo und künstlerischer Deko herrscht eine unglaublich entspannte Atmosphäre. Die Gäste plaudern hier sehr gern mit dem freundlichen Inhaber und kommen begeistert für seinen hervorragenden Flat White mit schönem Latte Art zurück. Auch wenn der Raum wirklich winzig ist, lohnt sich dieser Stopp für die Spitzenqualität des Kaffees und die angenehmen Preise auf jeden Fall.

5. Kiss the Hippo

In diesem schönen, lichtdurchfluteten Laden zaubern dir die gut gelaunten Baristas nicht nur einen außergewöhnlichen Flat White, sondern auf Wunsch auch verspieltes Latte Art in Form von Hello Kitty. Neben dem präzisen Kaffee aus der eigenen Rösterei loben die Gäste besonders das toll zubereitete Matcha Latte. Und als süßer Abschluss darf das hervorragende Bananenbrot nicht fehlen, für das die Gäste immer wieder gerne zurückkommen.

Covent Garden, Bloomsbury und Westminster

Diese eleganten Viertel in der Nähe der wichtigsten Touristenattraktionen verbergen einige fantastische Cafés, von denen sich viele zudem auf die Unterstützung benachteiligter Menschen konzentrieren.

6. Lever & Bloom Coffee

Dieser reizende Laden ist ein absolutes Paradies für alle Liebhaber ausgefallenen süßen Gebäcks. Die Leute kommen vor allem für die fantastischen Kardamomknoten und die geradezu himmlischen Stücke mit Feigen, Mascarpone und Honig begeistert zurück. Neben den außergewöhnlichen Leckereien werden hier auch der tolle Kaffee und die unglaublich nette Bedienung hoch gelobt, mit der man morgens gerne einen Plausch hält.

7. Neal Street Espresso

Dieser stilvolle Rückzugsort im Herzen von Covent Garden hat die Herzen der Gäste nicht nur mit seiner entspannten Atmosphäre, sondern auch mit dem unglaublich sympathischen Personal erobert. Die Besucher sind sich einig, dass man hier einen absolut fantastischen Kaffee macht, der zudem deutlich günstiger ist als im restlichen Viertel. Zur tollen Koffein-Ladung lohnt es sich hier immer, noch etwas Süßes aus dem verlockenden Angebot mitzunehmen.

8. Fair Shot Cafe

In diesem Laden mit riesigem Herz genießt du nicht nur den Kaffee, sondern unterstützt gleichzeitig ein wunderbares Ausbildungsprojekt für Erwachsene mit Behinderung. Der Raum ist unglaublich gemütlich, bietet viele Sitzplätze, und dich empfängt immer das netteste Personal. Die Gäste schwören auf das tolle Matcha Latte, den leckeren Chai und das absolut himmlische Zitronenbrot.

9. Knockbox Coffee

In dieses lichtdurchflutete Eckcafé kommt man für einen perfekt zubereiteten Cortado und einen unglaublich saftigen Espresso, den die Einheimischen schlicht lieben. Die Vitrine platzt hier immer aus allen Nähten unter der Last herrlicher Desserts, unter denen auch tolle glutenfreie Leckereien nicht fehlen. Neben dem Kaffee loben die Gäste vor allem den sehr herzlichen Empfang durch das Personal und das schön dekorierte Interieur.

10. Bloomsbury Coffee Co.

Ganz in der Nähe des Russell Square entdeckst du diesen gemütlichen unabhängigen Laden, in den die Leute gerne für einen makellos aufgeschäumten trockenen Cappuccino zurückkehren. Große Aufmerksamkeit erregen hier die absolut fantastischen veganen Süßigkeiten und die großzügigen Portionen frischer Sandwiches. Die Gäste sparen nicht mit Lob für das freundliche Personal und das insgesamt tolle Preis-Leistungs-Verhältnis, das für Londoner Verhältnisse eine echte Seltenheit ist.

11. Formative Coffee

In diesem modernen Café mit hohen Decken genießen die Gäste einen absolut erstklassigen Kaffee, begleitet von einer tollen Musikauswahl. Die Baristas zaubern hier mit Kaffees voller reicher Fruchtnoten, und die Leute loben besonders, wie perfekt seidig sie die Milch aufschäumen. Für Fans des puren Geschmacks wird hier zudem der hervorragende Filterkaffee wärmstens empfohlen, der auch die anspruchsvollsten Feinschmecker zufriedenstellt.

City und Farringdon

Das Londoner Finanzzentrum wirkt zwar streng und geschäftsmäßig, aber Kaffee beherrschen sie hier aus dem Effeff. Genau in diese Viertel strömen die anspruchsvollsten Londoner Banker und Anwälte für ihre Koffein-Dosis.

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo in London übernachten
6 Unterkünfte — Hotels, Wellness-Hotels und weitere Unterkunftsmöglichkeiten

12. Prufrock Coffee

In diesem belebten, minimalistischen Café loben die Gäste den perfekten Flat White über alle Maßen, der angeblich genauso schmeckt wie in Neuseeland. Kaffee-Enthusiasten schätzen hier vor allem das enorme Wissen der Baristas und den sorgfältig zubereiteten Kaffee mit süßeren Fruchtnoten. Für einen tollen Start in den Tag wird hier zudem das hervorragende Frühstück empfohlen, bei dem ordentliche Eier oder glutenfreies Mandelgebäck nicht fehlen dürfen.

13. Rosslyn Coffee

Dieser kleine Laden im Industrial-Stil ist ein echtes Paradies für alle, die auf hochwertige Kaffeebohnen und perfektes Latte Art stehen. Die Gäste sind geradezu begeistert vom unglaublich sanften Flat White und entdecken hier gern das ständig wechselnde Angebot an Gastkaffees. Für das perfekte Erlebnis am Fenster lohnt es sich, auch nach etwas Gutem aus der hervorragenden Backecke zu greifen.

14. Host Café

Einen Spezialitätenkaffee und frische Scones direkt unter dem verzierten Gewölbe einer alten gotischen Kirche zu genießen, ist wirklich ein unvergessliches Erlebnis. Die Gäste sind verzaubert von der überaus beruhigenden Atmosphäre, die diesen Ort zum perfekten Rückzugsort vor dem englischen Wetter macht. Neben dem hervorragenden Kaffee und der schönen Arbeitsumgebung werden hier auch die ehrlichen Bio-Suppen zu sehr freundlichen Preisen viel gelobt.

15. Barbican Cafe

Dieser überaus gemütliche Laden unweit des Barbican ist berühmt für seine ordentlichen Frühstücksportionen, die absolut fantastisch aussehen und schmecken. Die Leute lieben hier die reichhaltigen Wochenend-Brunches voller goldbraun gebratener Hash Browns, Eier und tollem Kaffee. Wer lieber süß in den Tag startet, sollte auf keinen Fall die wunderschön angerichteten Pancakes mit frischem Obst verpassen, die von der unglaublich netten Bedienung serviert werden.

Shoreditch (Osten) und Süden Londons

Der hippe Osten ist die geistige Heimat der Londoner Röstereien, während die Viertel südlich des Flusses mit interessanten lokalen Läden und einer Gemeinschaftsatmosphäre locken.

16. Origin Coffee

In dieses minimalistische Café in Shoreditch kommt man für sorgfältig ausgewählten sortenreinen Kaffee mit überraschenden Geschmacksprofilen. Die Gäste loben hier das wunderbar ausgewogene Cortado sowie die mutigeren fermentierten Bohnen, die dir die sehr aufmerksamen Baristas mit einem Lächeln vorstellen. Es ist ein unglaublich gemütlicher Ort mit ruhiger Atmosphäre, ideal zum Arbeiten, wozu die riesige Auswahl an leckerem veganem Gebäck nicht fehlen darf.

17. WatchHouse

Nur ein Stück von der Tower Bridge entfernt verbirgt sich ein wunderschöner Raum mit belebter, aber dennoch sehr gemütlicher Atmosphäre. Die Leute lieben hier die großzügigen Wochenend-Brunches, besonders die hervorragenden pochierten Eier und den frischen Avocado-Toast aus Sauerteigbrot. Zum perfekten Spezialitätenkaffee können die Gäste zudem die herrlich zarten und buttrigen Croissants oder die unwiderstehlichen Kardamomknoten kaum genug loben.

18. Old Spike

Dieses winzige Nachbarschaftscafé direkt neben dem Park macht nicht nur einen hervorragenden Filterkaffee aus der eigenen Rösterei, sondern hilft auch enorm obdachlosen Menschen. Die Gäste schätzen dieses schöne soziale Engagement sehr und unterstützen hier gerne die gute Sache. Neben der freundlichen Atmosphäre genießen hier alle begeistert die tolle brasilianische Mischung, zu der der lokale fluffige Mandelknoten perfekt passt.

Die Kaffeeviertel Londons: wohin für guten Kaffee

London ist riesig, und die Koffein-Szene ballt sich logischerweise in mehreren markanten Knotenpunkten. Wenn du dir deine eigene Kaffeetour planen möchtest, macht es Sinn, schön Viertel für Viertel vorzugehen. So sparst du dir viele U-Bahn-Fahrten und schmerzende Füße. Außerdem hat jede Gegend eine völlig andere Atmosphäre und zieht eine etwas andere Kaffee-Blase an.

Shoreditch und East London

Das hier ist die absolute geistige Heimat des Londoner Spezialitätenkaffees. Genau im Osten der Stadt findest du die höchste Dichte an unabhängigen Röstereien und Cafés mit ordentlich kreativer und alternativer Atmosphäre. An einem Ort funktionieren hier Schwergewichte wie Origin, das neuseeländische Ozone mit tollem fleischlosem Brunch oder das kultige Allpress nebeneinander. Am Wochenende darfst du dann das brummende Climpson & Sons nicht verpassen, eine absolute Ikone unweit des Broadway Market.

Soho und Fitzrovia

Im Herzen des West End vermischt sich die moderne Kaffeewelle mit tiefer Geschichte. Aus der neueren Ära regiert hier der minimalistische australische Klassiker Kaffeine, das nachhaltige Kiss the Hippo oder das bizarre Attendant, das in einem ehemaligen viktorianischen Pissoir untergebracht ist. Für die echte Nostalgie musst du aber ein paar Straßen weiter. Die Algerian Coffee Stores verkaufen ununterbrochen seit 1887 Kaffee, und das legendäre Bar Italia mit unverfälschtem italienischem Espresso öffnet seine Türen seit 1949.

City und Farringdon

Hier regiert das harte Geschäft, und die lokalen Cafés sind perfekt auf die Menschen aus den Büros abgestimmt. Das bedeutet nur eines: schneller und erstklassiger Espresso, kein langes Herumsitzen mit dem Laptop. Eine absolute Legende ist hier Prufrock in der Leather Lane, aber auch der No-Nonsense-Laden Rosslyn oder Formative bedienen die Menge an Anzugträgern zuverlässig. Wie eine echte Offenbarung wirkt dann das Host Café, das sich fantastisch direkt in einer historischen Kirche verbirgt.

Süden: Bermondsey und Peckham

Wenn du gerne Kaffee mit tollem Essen verbindest, werden dich die Foodie-Viertel rund um die Themse begeistern. Rund um den berühmten Borough Market triffst du auf die bekannte Schlange vor der Rösterei Monmouth, wo dir die Hafermilch direkt in den Pfandbecher gegossen wird. Ein Stück weiter in der Bermondsey Street sitzt die gemütliche lokale Kette WatchHouse. Wenn du noch etwas weiter nach Süden fährst, landest du im kreativen Peckham, wo die Rösterei Old Spike nicht nur toll röstet, sondern auch obdachlosen Menschen Arbeit gibt.

Wie man sich durch die Kaffeeviertel bewegt

Die meisten der besten Läden liegen zum Glück in Zone 1 und 2, sodass man mit der U-Bahn ganz entspannt zwischen ihnen pendeln kann. Oft schaffst du es aber auch zu Fuß, denn die Londoner Kaffee-Tour lässt sich genial mit einer Sightseeing-Runde verbinden. Direkt an der Tower Bridge rettet dich zum Beispiel ein toller Espresso von WatchHouse. Ganz in der Nähe des British Museum sitzt wiederum das unscheinbare Bloomsbury Coffee Co.

💡 Tipp: Rechne damit, dass viele Top-Läden winzig sind und nur wirklich wenige Sitzplätze haben. Tagsüber, besonders um die Mittagszeit, platzen sie aus allen Nähten und es bilden sich Schlangen. Wenn du deinen morgendlichen Flat White in Ruhe genießen und einen Stuhl ergattern willst, ist die beste Strategie, früh am Morgen loszuziehen.

Was kostet Kaffee in London

Wenn du an die Preise aus deutschen Kleinstädten gewöhnt bist, werden dich Londoner Cafés vielleicht etwas überraschen. Für einen guten Flat White im Spezialitätencafé zahlst du heute im Schnitt rund 4,60 € (etwa 4 Pfund). Ein Cappuccino in den renommierten Läden der zentralen Zone 1 bewegt sich gewöhnlich auch um die 5,20 € (rund 4,50 Pfund).

Große Ketten wie Costa oder Starbucks sind zwar etwas günstiger, aber der Unterschied ist heute nicht mehr so gewaltig wie früher – und geschmacklich merkst du ihn definitiv. Wenn du wirklich sparen willst, geh in den bereits erwähnten historischen Laden Algerian Coffee Stores in Soho, wo der Espresso ab 1,40 € (rund 1,20 Pfund) kostet.

Praktische Tipps für Kaffeeliebhaber

Vor dem Besuch der Londoner Cafés ist es gut, ein paar praktische Dinge zu wissen. Vergiss das Bargeld. London ist heute praktisch eine bargeldlose Stadt, und die Zahlung mit Karte oder Handy wird fast überall vorausgesetzt. Viele kleinere Läden nehmen Scheine gar nicht mehr an.

Rechne damit, dass viele der besten Adressen wirklich winzig sind und eher im Take-away-Modus funktionieren. In Stoßzeiten bilden sich häufig Schlangen bis auf die Straße, aber die Londoner Baristas sind unglaublich schnell, und die Schlange löst sich meist zügig auf.

Wenn du bei einem Kaffee am Laptop arbeiten möchtest, prüfe lieber vorher, ob das im jeweiligen Laden erwünscht ist. Einige beliebte Cafés bieten bewusst kein WLAN an und verbieten die Nutzung von Laptops, damit die Gäste ihren Kaffee in Ruhe genießen können und der Platz für die nächsten Wartenden frei wird.

💡 Tipp: Wenn du mehr über die Londoner Gastronomie und Kaffeekultur direkt von Einheimischen erfahren möchtest, sind organisierte kulinarische Touren eine tolle Wahl, die sich bequem über GetYourGuide buchen lassen.

Wohin weiter von London

London ist riesig, und Kaffee ist nur der Anfang. Wenn deine Batterien aufgeladen sind, mach dich auf, weitere großartige Orte der britischen Metropole zu entdecken. Wir haben für dich einen ausführlichen Artikel mit Tipps vorbereitet, was man in London sehen und unternehmen kann.

Liebhaber von Märkten und Streetfood erwartet nur ein Stück von den Cafés in Camden entfernt der Camden Market — wir haben 12 Tipps zusammengestellt, was man dort sehen und probieren kann.

Von den historischen Sehenswürdigkeiten solltest du auf keinen Fall die berühmte Festung Tower of London auslassen, wo die Kronjuwelen aufbewahrt werden. Wenn dich die Königsfamilie reizt, spaziere zum Sitz des britischen Monarchen, dem ikonischen Buckingham Palace. Für die besten Ausblicke über die ganze Stadt geht es dann aufs riesige Riesenrad London Eye, das sich direkt über der Themse erhebt.

Häufig gestellte Fragen

Wo finde ich den besten Kaffee in London?

Größte Konzentrationen an erstklassigen Specialty Coffee Cafés und Röstereien findet man in den Vierteln Shoreditch, Soho und Fitzrovia. Zur absoluten Spitze mit einer Bewertung über 4,6 auf Google gehören Läden wie Prufrock Coffee, Rosslyn Coffee oder Origin Coffee.

Wie viel kostet ein Kaffee in London?

Za einen Flat White oder Cappuccino in einem gehobenen Café im Zentrum Londons zahlt man im Durchschnitt 4 bis 4,50 Pfund (etwa 4,80 bis 5,30 EUR). Ein Espresso in historischen Geschäften wie den Algerian Coffee Stores kann auch unter zwei Pfund kosten.

Haben die Londoner Cafés pflanzliche Milch?

Ja, pflanzliche Milch ist in Londoner Specialty-Cafés absoluter Standard. Am häufigsten findet man hochwertige Hafermilch der Marken Oatly oder Minor Figures. In einigen Lokalen wird sie sogar ohne jeglichen Aufpreis angeboten.

Wer hat den Flat White erfunden?

Der genaue Ursprung des Flat White ist umstritten und wird sowohl von Australien als auch von Neuseeland mit Geschichten aus den achtziger Jahren beansprucht. Nach Europa brachten ihn jedoch um 2005 herum Australier und Neuseeländer über London, das das Getränk anschließend populär machte.

Kann man in Londoner Cafés mit dem Laptop arbeiten?

Das hängt vom jeweiligen Lokal ab. Einige größere Cafés wie Prufrock erlauben das Arbeiten am Laptop, aber viele kleine und beliebte Lokale im Zentrum verbieten Notebooks oder bieten gar kein WLAN an.

Brauche ich in London Bargeld für einen Kaffee?

Überhaupt nicht. London funktioniert mittlerweile fast ausschließlich bargeldlos und die Zahlung per Karte, Uhr oder Handy ist heutzutage in praktisch allen modernen Cafés und Geschäften üblich.

Wie erkenne ich ein ausgewähltes Café von einer Kette?

Auswahl-Cafés (Specialty Coffee) verwenden heller geröstete Bohnen mit klarer Herkunft von bestimmten Farmern. Sie legen Wert auf Saisonalität, die Arbeit geschulter Baristas und das perfekte Aufschäumen der Milch zu Mikroschaum.

Gibt es in London Cafés, die Menschen helfen?

Ja, London hat eine starke Tradition sozialer Unternehmen. Zum Beispiel beschäftigt Old Spike Roastery obdachlose Menschen, Neal Street Espresso hilft Menschen nach Verbüßung einer Strafe und Fair Shot Cafe bildet junge Menschen mit geistiger Behinderung aus. EXCERPT: Entdeckt die 18 besten Londoner Cafés mit einer Bewertung von über 4,6 Sternen, von historischen Ikonen in Soho bis hin zu erstklassigen Röstereien in Shoreditch.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Kroatien Wetter: Wann ans Meer fahren (Temperaturen Monat für Monat) im Jahr 2026

TL;DRDie besten Reisemonate für Kroatien 2026 sind August und September – im August erreicht das Meer mit 25 bis 26 °C sein Jahresmaximum, im September bleibt es bei angenehmeren 23 bis 24 °C, dazu mildere Luft und weniger Touristen. Zum Baden eignet sich die Zeit von Juni bis September, wenn das Wasser über 20 °C liegt, während es im Mai mit rund 18 °C eher für Plitvicer Seen oder Krk reicht. Süddalmatien (Split, Dubrovnik) ist ganzjährig wärmer als Istrien und die Kvarner-Bucht im Norden, dort kühlt das Meer langsamer ab. Die sonnigste Ecke ist die Insel Hvar mit bis zu 2760 Sonnenstunden im Jahr, der regenreichste Monat im Süden ist dagegen der November mit bis zu 145 mm Niederschlag in Dubrovnik.

Du planst dieses Jahr eine Reise an die Adria und fragst dich, welcher Monat wohl der allerbeste für deinen Trip ist? Das Kroatien Wetter ist für viele von uns fast schon vertraut, aber es ist keineswegs überall und immer gleich. Während du dich in Süddalmatien noch tief im Oktober in der Sonne aalen kannst, überraschen die Bergregionen im Landesinneren um dieselbe Zeit schon mit dem ersten Frost. Ob du dir ein warmes Meer mit über fünfundzwanzig Grad wünschst oder eher ideale Bedingungen für Spaziergänge durch historische Städte ohne einen Tropfen Schweiß auf der Stirn suchst – das richtige Timing ist absolut entscheidend. Ich habe für dich einen ausführlichen Ratgeber zum Wetter in Kroatien für das Jahr 2026 vorbereitet, in dem wir uns Luft- und Wassertemperaturen Monat für Monat genau anschauen. Du erfährst, wann du den Menschenmassen entkommst, welche Winde dir die Fährüberfahrt vermasseln können und welcher Monat der sprichwörtliche goldene Mittelweg für einen perfekten und günstigeren Urlaub ist.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Das wärmste Meer gibt es im August: Die Wassertemperatur klettert an der gesamten Küste auf 25 bis 26 °C – ideal für Familien mit Kindern und Sonnenanbeter.
  • Der September ist der beste Kompromiss: Du bekommst ein noch herrlich warmes Meer um die 23 bis 24 °C, deutlich weniger Touristen und viel angenehmere Unterkunftspreise.
  • Der Süden ist wärmer als der Norden: Wenn du den Sommer verlängern willst, fahr nach Süddalmatien (Dubrovnik), wo man länger baden kann als in Nordistrien.
  • Der Mai ist zum Baden nur etwas für Hartgesottene: Das Meer hat erst rund 18 °C, aber es ist eine absolut fantastische Zeit für den Besuch von Nationalparks und Sehenswürdigkeiten.
  • Die meiste Sonne bietet Hvar: Diese Insel rühmt sich mit mehr als 2700 Sonnenstunden pro Jahr, was sie zum sonnigsten Ort Europas macht.
  • Vorsicht vor Herbstregen im Süden: Im November fällt in Dubrovnik der meiste Niederschlag des ganzen Jahres, also keine ideale Zeit für Spaziergänge an der Küste.
  • Der Bora-Wind kann den Verkehr lahmlegen: Besonders im Winter und Frühling kann dieser kalte und starke Wind Fähren zu den Inseln streichen.

9 Dinge, die du wissen musst

Wenn du das absolute Maximum aus deinem Kroatien-Urlaub herausholen willst, musst du verstehen, wie das hiesige Klima wirklich funktioniert. Es geht nicht nur darum, in einer App auf die Durchschnittstemperatur zu schauen – du musst auch die Besonderheiten der einzelnen Regionen und die Tücken der lokalen Winde kennen. Schauen wir uns neun absolut grundlegende Fakten an, die dir helfen, deine Reise genau nach deinen Vorstellungen zu planen und unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

1. Klimaunterschiede zwischen Norden, Süden und Landesinnerem

Kroatien hat keineswegs nur ein einheitliches Wetter, denn es teilt sich in zwei völlig unterschiedliche Klimazonen. Während an der Küste ein klassisches mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern herrscht, beginnt gleich hinter dem majestätischen Velebit-Gebirge das Landesinnere mit kontinentalem Klima. Dort sind die Winter sehr kalt und schneereich, und die Temperaturschwankungen über das Jahr fallen deutlich stärker aus.

Aber auch an der Küste selbst spürst du enorme Unterschiede, je nachdem, ob du nach Nordistrien oder ganz in den Süden nach Dalmatien fährst. Istrien und die Kvarner-Bucht sind etwas milder, was du im heißen Sommer zu schätzen weißt, doch das Meer kühlt hier im Herbst viel schneller ab und fällt im Winter auf gerade einmal zehn Grad. Das bedeutet eine spürbar kürzere Badesaison in den Gegenden rund um Pula oder Rovinj.

Mittel- und Süddalmatien rund um Split und Dubrovnik ist dagegen der wärmste Teil des ganzen Landes. Die Sommertemperaturen erreichen hier regelmäßig einunddreißig Grad, und das Meer hält seine herrlich angenehme Wärme bis tief in den Oktober. In Süddalmatien kannst du also deutlich länger und mit viel größerer Sicherheit auf sonnigen Himmel baden.

💡 Tipp: Wenn du deinen Urlaub erst für Ende September oder Anfang Oktober planst, dann fahr unbedingt so weit wie möglich in den Süden nach Dalmatien, wo du die größte Chance auf Sonne und ein warmes Meer hast.

2. Winde, die dir einen Strich durch die Rechnung machen können

Die Küstenwinde sind in Kroatien ein echtes Phänomen, und die Einheimischen richten ihren Alltag buchstäblich nach ihnen aus. Den größten Respekt genießt die berüchtigte Bora (kroatisch bura) – ein sehr kalter, trockener und böiger Wind, der aus Nordosten über die Bergmassive Richtung Meer weht. Am stärksten ist sie im Winter und Frühling, wenn ihre Böen ausnahmsweise sogar kaum glaubliche 200 Kilometer pro Stunde überschreiten können. Sie türmt scharfe Wellen auf und legt regelmäßig die Fähren der staatlichen Gesellschaft Jadrolinija sowie die kleineren schnellen Katamarane lahm.

Ein weiterer markanter Wind ist der Jugo oder Scirocco, der aus dem Süden direkt vom afrikanischen Kontinent kommt. Er bringt dagegen enorme Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, oft auch kräftigen Regen und manchmal sogar feinen Sahara-Sand mit. Der Jugo türmt lange, sanft rollende Wellen auf und kann tagelang am Stück wehen. Den Einheimischen bringt er nach alten Überlieferungen angeblich schlechte Laune, Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Im Sommer triffst du zum Glück meist auf den angenehmen Wind namens Maestral, der aus West bis Nordwest weht. Es ist ein typischer thermischer Wind, der am Vormittag einsetzt und Stärken von zwei bis fünf Beaufort erreicht. Am Nachmittag erfrischt er die heißen Sommertage herrlich und beruhigt sich gegen Abend wieder, was absolut ideale Bedingungen zum Segeln und für Yachten schafft.

3. Wann man wirklich baden kann und die Meerestemperatur

Viele Reisende glauben irrtümlich, dass die wärmste Luft automatisch das wärmste Meer bedeutet – doch Wasser hat eine enorme Wärmeträgheit. Deshalb ist das Meer im August spürbar wärmer als im Juli und erreicht sein absolutes Jahresmaximum von rund 25 bis 25,5 °C. Im Süden kann das Wasser in geschlossenen, flachen Buchten am Ende der Ferien sogar herrliche sechsundzwanzig Grad erreichen.

An der gesamten Küste überschreitet die Wassertemperatur die magische Grenze von zwanzig Grad ab Mitte Juni, und diese angenehme Wärme hält die Adria bis Ende Oktober. Für Familien mit kleineren Kindern oder empfindlichere Menschen liegt die Komfortgrenze allerdings meist bei etwa zweiundzwanzig Grad. Das schränkt die wirklich sorglose Badesaison zuverlässig auf die Monate Juni bis September ein.

Am kältesten ist die Adria paradoxerweise im Februar und März, wenn die Wassertemperatur im Norden auf gerade einmal zehn bis elf Grad sinkt und sich im Süden bei rund dreizehn Grad hält. Im Mai beginnt sich die Oberfläche unter der Frühlingssonne dann langsam aufzuwärmen. Mit einer Durchschnittstemperatur von etwa achtzehn Grad ist das Baden aber wirklich nur ein Vergnügen für die härtesten Naturen.

💡 Tipp: Wenn du das wärmste Wasser in ganz Kroatien suchst, mach dich im August auf zu den flachen, geschützten Buchten im Süden der Inseln, wo die Meerestemperatur lokal bis auf unglaubliche 26 °C steigen kann.

4. Vorsaison im Mai und Juni

Die Frühlingsmonate sind in Kroatien die Zeit des herrlichen Erwachens der Natur und absoluter Ruhe vor dem sommerlichen Ansturm. Der Mai bietet wunderbare Tagestemperaturen zwischen 22 und 24 °C, was absolut fantastische Bedingungen zum Wandern, Radfahren und Entdecken historischer Altstädte schafft. Die Gassen der alten Städte sind noch halb leer, und du kannst stundenlang durch die Sehenswürdigkeiten schlendern, ohne im eigenen Schweiß zu baden. Das Meer hat zwar nur achtzehn Grad, aber die Sonne hat schon enorme Kraft, und an den leeren Stränden lässt es sich herrlich sonnen.

Der Juni bringt bereits vollwertiges Sommerwetter mit mehr als zehn Sonnenstunden täglich und einem absoluten Minimum an Niederschlag. Die Lufttemperatur an der Küste steigt auf sommerliche 27 bis 28 °C, und das Meer erwärmt sich allmählich auf komfortable zweiundzwanzig Grad. Ab Mitte Juni kannst du also im ganzen Land zuverlässig und sehr angenehm baden.

Der größte Vorteil dieser Vorsaison sind die überschaubaren Touristenmengen und deutlich freundlicheren Preise für Unterkünfte und in Restaurants. Du bekommst so ein absolut authentisches Erlebnis, sitzt ohne vorherige Reservierung in beliebten Lokalen, und das Personal hat viel mehr Zeit für dich. Das Gemüse auf den Märkten ist frisch, und das ganze Land wirkt herrlich erholt.

Ideal ist diese Frühlingszeit für den Besuch der berühmten Nationalparks Plitvicer Seen oder Krka. Im Frühjahr sind die majestätischen Wasserfälle dank der Schneeschmelze aus den Bergen voller kristallklarem Wasser, und die umgebende Natur strahlt in allen Schattierungen von frischem Grün. In den Sommermonaten werden aus diesen Naturjuwelen oft eher ausgetrocknete Rinnsale, umringt von undurchdringlichen Menschenmassen – doch Mai und Juni zeigen sie dir in voller Pracht.

5. Hochsaison im Juli und August

Juli und August sind die Monate, in denen die kroatische Küste buchstäblich aus allen Nähten platzt und die Sonne mit größtmöglicher Intensität brennt. Die Luft hält sich stabil zwischen 29 und 31 °C, wobei die Sommertemperaturen im Landesinneren regelmäßig extreme dreiunddreißig Grad und mehr erreichen können. Das Meer hat im Juli herrliche fünfundzwanzig Grad und erreicht im August sein Jahresmaximum, was absolut perfekte Bedingungen für einen ganztägigen Aufenthalt im Wasser schafft.

In dieser Zeit fällt ein absolutes Minimum an Niederschlag, der Himmel ist fast durchgehend azurblau und die Tage sind sehr lang. In Dubrovnik fallen im Juli beispielsweise durchschnittlich nur rund dreißig Millimeter Regen. Ab und zu kann ein kurzes, sehr heftiges Sommergewitter auftreten, das die Luft aber eher angenehm reinigt. Die nachmittägliche Hitze vertreibt an den Stränden der kühlende Maestral-Wind, dank dem sich auch diese tropischen Temperaturen recht gut aushalten lassen.

Der Preis für das perfekte Strandwetter sind allerdings maximale Touristenmengen, volle Parkplätze und die allerhöchsten Preise des ganzen Jahres. Für den Besuch historischer Sehenswürdigkeiten und ausgedehnte Stadtbesichtigungen sind diese Ferienmonate wirklich sehr anstrengend. Deshalb empfehle ich, Ausflüge in die Stadtgassen entweder sehr früh am Morgen mit Sonnenaufgang oder erst spät am Abend zu unternehmen, wenn die Glut etwas nachlässt.

💡 Tipp: Wenn du im Sommer an beliebten Bootstouren, beim Schnorcheln teilnehmen oder abendliche Weinverkostungen ausprobieren willst, musst du weit im Voraus planen. Die besten Aktivitäten sind oft ausverkauft, deshalb sicherst du dir Tickets und Ausflüge besser rechtzeitig über bewährte Portale wie GetYourGuide. So vermeidest du Enttäuschungen vor Ort und Schlangen an den Kassen.

6. Nachsaison im September und Oktober

Der September gilt unter erfahrenen Reisenden als der absolute heilige Gral des Kroatien-Urlaubs – und sobald du ihn einmal ausprobiert hast, willst du zu keiner anderen Zeit mehr fahren. Er bringt nämlich den bestmöglichen Kompromiss zwischen schönem Wetter und absoluter Entspannung. Die Lufttemperaturen sinken im September auf sehr angenehme 24 bis 26 °C, aber das Meer ist nach dem heißen Sommer noch fantastisch aufgewärmt auf herrliche 23 °C. Das Wasser ist morgens oft sogar wärmer als die Luft.

Im September leeren sich die Strände langsam, die Kinder kehren in die Schulen zurück, und du kannst Baden und Sehenswürdigkeiten in absoluter Ruhe genießen. Im Oktober beginnt sich die Lage dann allmählich zu ändern. Während die erste Monatshälfte noch sehr oft schönes und warmes Altweibersommer-Wetter bietet, musst du dich in der zweiten schlicht auf häufigere Bewölkung und kürzere Tage einstellen.

Der Oktober hat zwar noch rund zwanzig Grad an Luft und Wasser, doch das Risiko kräftiger Regenschauer steigt deutlich, besonders in Süddalmatien. Während es im Sommer im Süden fast gar nicht regnet, gehören die Herbstmonate hier zu den regenreichsten des ganzen Landes. In Dubrovnik können im Oktober bis zu 130 Millimeter Niederschlag fallen, eine leichte Regenjacke ist also ein Muss.

Diese Herbstzeit ist aber absolut perfekt für Liebhaber guten Weins und lokaler Gastronomie. Im ganzen Land läuft die ausgelassene Weinlese, die Olivenernte beginnt allmählich, und in den familiengeführten Tavernen herrscht eine herrliche Atmosphäre. Du kannst in aller Ruhe eine großartige Pizza mit frischen Trüffeln oder ausgezeichnete hausgemachte Pasta genießen, ohne dass dir eine müde Bedienung wegen der nächsten wartenden Reservierung im Nacken sitzt.

7. Winter und Monate außerhalb der Saison

Von November bis April versinkt die kroatische Küste in einem tiefen Winterschlaf, der zwar seinen eigenwilligen und sehr melancholischen Charme hat, aber wahrlich keine Zeit für sommerliche Vergnügungen ist. Die Meerestemperaturen sinken auf 11 bis 17 °C, ans Baden kannst du also mit absoluter Sicherheit nicht denken. Die meisten Hotels, Restaurants und kleinen Läden auf den Inseln und in kleineren Ferienorten haben den ganzen Winter über komplett geschlossen, und die Straßen sind wie leergefegt.

Das Wetter ist im Winter an der Küste relativ mild, aber sehr oft überraschend regnerisch und extrem windig. In Dubrovnik fallen im November beispielsweise rund 145 Millimeter Niederschlag, was ihn zum absolut regenreichsten Monat des Jahres macht. Die eisige Bora kann die gefühlte Temperatur zudem tief unter null drücken, selbst an Tagen, an denen strahlende Sonne am Himmel steht. Eine warme, wasserdichte Jacke ist in dieser Zeit ein absolutes Muss.

Der Schiffs- und Fährverkehr geht in einen stark eingeschränkten Winterbetrieb über und reagiert extrem empfindlich auf Streichungen wegen schlechten Wetters und hoher Wellen. Wenn du dich im Winter auf die Inseln aufmachst, brauchst du einen sehr flexiblen Reiseplan und musst damit rechnen, dass du vielleicht ein paar Tage nicht aufs Festland zurückkommst.

Der Winter ist dagegen eine absolut großartige Zeit für den Besuch der großen historischen Städte ohne einen einzigen Touristen. Die menschenleeren mittelalterlichen Stadtmauern von Dubrovnik oder der stille Diokletianpalast in Split zu durchwandern ist ein magisches Erlebnis fürs ganze Leben. Du kannst auch ins Landesinnere zu den berühmten und wunderschön geschmückten Adventmärkten in Zagreb aufbrechen oder dich in einem der vielen ausgezeichneten Thermalbäder unweit der Hauptstadt aufwärmen.

8. Wann fahren – je nach deinem Ziel

Die Wahl des richtigen Monats sollte sich rein danach richten, was genau du im Urlaub machen willst und was deine Prioritäten sind. Für klassisches Strandliegen und tägliches Baden sind die Monate von Juni bis September die klare Wahl. Das absolute Optimum für Familien mit kleineren Kindern, die das Wasser lieben wie ihren Kaffee, bietet der warme August.

Wenn dein Hauptziel das Entdecken wunderschöner historischer Städte und das Streifen durch Nationalparks ist, plane deine Reise auf Mai, Juni oder den Übergang von September zu Oktober. In diesen Monaten ist das Wetter herrlich erträglich, und du entgehst sicher der höllischen Sommerhitze, die das Gehen über die aufgeheizten Steine in den Stadtzentren zur echten Qual macht.

Für Liebhaber eines aktiven Urlaubs, etwa begeisterte Radfahrer oder Wanderer und Trekker, gelten sehr ähnliche Regeln. Das ideale Zeitfenster für körperliche Anstrengung sind die Monate April bis Juni und danach September und Oktober. In den Bergen brutzelt dich die aggressive Sonne nicht, und die Natur bietet die schönsten und frischesten Farben.

Und wenn du einen cleveren Weg suchst, um deutlich zu sparen und den günstigsten Urlaub zu bekommen, dann halte nach Terminen im Mai und Oktober Ausschau. Außerhalb der Hauptferienmonate fallen die Preise für schöne Unterkünfte oft auf die Hälfte der Sommerbeträge. Du kannst dir so deutlich mehr Luxus leisten – ein Apartment direkt am Strand oder eine bessere Aussicht zum Bruchteil des Preises.

9. Wo die beste Sonne finden und dem Regen entgehen

Wenn du fast hundertprozentig sicher sein willst, dass dir der ersehnte Urlaub nicht ins Wasser fällt, solltest du wissen, dass sich der Niederschlag in Kroatien sehr ungleichmäßig verteilt. Der Sommer bringt an der gesamten Küste ein absolutes Minimum an Niederschlag, die Tage sind lang und voller Sonne. In Dubrovnik fallen im Juli beispielsweise durchschnittlich nur dreißig Millimeter Regen, was ein absolutes Minimum ist.

Herbst und Winter sind dagegen deutlich wilder, und paradoxerweise ist der regenreichste Monat an der gesamten Südküste der November. Wenn du also außerhalb der Hauptsaison zum Erkunden von Städten fährst, sollten eine leichte Regenjacke und ein guter kleiner Regenschirm in deinem Koffer auf keinen Fall fehlen.

Der absolute König des sonnigen Wetters und des blauen Himmels ist die berühmte Insel Hvar. Dieses wunderschöne Stück Land rühmt sich mit unglaublichen 2718 bis 2760 Sonnenstunden pro Jahr und bietet rund dreihundert Sonnentage im Jahr. Das macht sie nicht nur zur sonnigsten Insel ganz Kroatiens, sondern gleich zu einem der sonnigsten Orte in ganz Europa.

💡 Tipp: Wenn du irgendwann von Juni bis September an die Küste fährst, vergiss nicht, gute Wasserschuhe einzupacken. Die meisten kroatischen Strände bestehen aus feinen Kieseln oder scharfen Felsen, wo das Barfußlaufen wehtut. Zudem sind die klaren Gewässer hier voller Seeigel, die einem nackten Fuß sehr schnell und schmerzhaft den ganzen Urlaub verderben können.

Praktische Zusammenfassung und Richtpreise

Damit deine Planung für 2026 so einfach wie möglich ist, habe ich eine übersichtliche Tabelle mit den Durchschnittstemperaturen vorbereitet. Denk daran, dass die Nordküste (Istrien und Kvarner) immer etwas kühler ist als die Südküste (Region Dalmatien), was sich vor allem an der Meerestemperatur in den Randmonaten der Saison zeigt.

MonatLuft Norden (°C)Luft Süden (°C)Meer Norden (°C)Meer Süden (°C)Was dich erwartet
:—:—:—:—:—:—
Januar9,812,612,514,0Winter, windig, häufige Bora. Nur für Städte ohne Menschen geeignet.
Februar10,713,011,014,0Kürzeste und sehr kalte Tage. Das Meer hat sein Jahresminimum.
März13,915,211,514,0Der Frühling erwacht langsam, super für Radfahren und Trekking.
April17,818,214,015,0Angenehm warm in der Sonne, aber das Meer ist noch eiskalt.
Mai22,322,818,018,0Herrlich warm für Ausflüge, Baden nur für Hartgesottene.
Juni26,826,922,522,0Vorsaison. Der Sommer beginnt, das Meer ist schön, wenig Leute.
Juli29,529,725,024,5Hochsaison. Hitze, kaum Regen, volle Strände.
August29,430,125,525,0Wärmstes Meer. Maximale Menschenmengen, höchste Preise.
September24,326,223,023,5Idealer Kompromiss. Das Wasser ist warm, die Luft erträglich.
Oktober19,421,920,020,5Saisonende. Der Süden wird regnerisch, aber in der Sonne ist es schön.
November14,817,516,517,5Regenreichster Monat im Süden. Alles schließt und verstummt.
Dezember11,113,814,515,5Adventmärkte in den Städten, kalter Wind an der Küste.

Hinweis: Die Werte stellen langjährige Mittelwerte der maximalen Tageslufttemperaturen und der durchschnittlichen Wassertemperaturen dar. Bei extremen sommerlichen Hitzewellen können die Tagestemperaturen deutlich über 33 °C steigen.

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Wie geht es weiter

Wenn du dir schon im Klaren darüber bist, wann du losfahren willst, schau dir weitere praktische Artikel an, die dir helfen, den perfekten Reiseplan für deinen Adria-Trip zusammenzustellen.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist das Meer in Kroatien eigentlich am wärmsten?

Das wärmste Wasser findet man immer im August, wenn die Meerestemperatur dank der enormen Wärmespeicherung entlang der gesamten Küste durchschnittlich 25 bis 25,5 °C erreicht. In geschützten flachen Buchten im Süden Dalmatiens kann das Wasser Ende August sogar fantastische 26 °C erreichen, was besonders Familien mit kleinen Kindern und Menschen zu schätzen wissen, die einfach keine Temperaturschocks beim Einstieg ins Wasser mögen.

Kann man Anfang Mai schon im Meer baden?

Leider können im Mai in Kroatien nur wirklich hartgesottene Eisbader schwimmen. Die Wassertemperatur liegt in diesem Frühlingsmonat durchschnittlich nur bei etwa 18 °C, was für normales Freizeitschwimmen wirklich sehr kalt ist. Der Mai ist aber absolut fantastisch zum Sonnenbaden am leeren Strand und für lange Wanderungen in den Nationalparks, wo euch garantiert keine drückende Sommerhitze plagen wird.

Wohin soll ich fahren, um die größte Garantie auf warmes Wetter zu haben?

Wenn Sie den längstmöglichen Sommer und die höchsten Temperaturen suchen, fahren Sie ganz in den Süden nach Dalmatien. Die Region um Split und Dubrovnik ist das ganze Jahr über deutlich wärmer als das nördliche Istrien und Kvarner. Das Meer kühlt hier im Herbst viel langsamer ab, sodass Sie in Süddalmatien oft noch Anfang Oktober sehr angenehm baden können, wenn der Norden bereits kälter ist.

Regnet es in Kroatien während der Sommerferien?

Während Juli und August fällt an der kroatischen Küste ein absolutes Minimum an Niederschlag, sodass klassischer ganztägiger Regen hier im Sommer eine riesige Seltenheit ist und die Tage voller Sonne sind. Es kann aber ein kurzes und sehr intensives Sommergewitter auftreten, das allerdings schnell vorüberzieht und die Luft dadurch herrlich reinigt und für einen Moment erfrischend abkühlt.

Was ist der Bora-Wind und wie beeinflusst er meinen Urlaub?

Bora (Bura) ist ein sehr kalter und heftiger nordöstlicher Wind, der aus dem Landesinneren über die Gebirgsmassive kommt. Er kann in Böen mit enormer Geschwindigkeit wehen und oft stellen Fähren und schnelle Katamarane zu den Inseln deswegen ihren Betrieb ein. Am stärksten ist die Bora in den Wintermonaten und im Frühling, aber sie kann euch auch lokal mitten im Sommer überraschen.

Warum sagen alle, dass man am besten im September hinfahren sollte?

September bietet das beste Verhältnis zwischen herrlichem Wetter und Entspannung. Das Meer ist nach dem August immer noch wunderbar aufgewärmt auf etwa 23 bis 24 °C, die Luft hat aber keine mörderischen dreißig Grad mehr und man kann darin normal atmen. Hinzu kommt, dass die Strände von den Massen an Familien mit schulpflichtigen Kindern befreit sind und die Unterkunftspreise merklich sinken.

Welche Schuhe soll ich für den Strand einpacken?

Egal in welchem Monat ihr von Mai bis Oktober fahrt, nehmt unbedingt Badeschuhe mit. Die kroatische Küste besteht überwiegend aus Kies- und Felsstränden, wo Barfußlaufen nicht besonders angenehm ist, und außerdem gibt es unter der Wasseroberfläche massenhaft Seeigel, auf die ihr auf keinen Fall treten wollt, denn das kann euch den ganzen Urlaub verderben.

Fahren die Fähren zu den Inseln das ganze Jahr über?

Ja, die Hauptverkehrsverbindungen funktionieren ganzjährig, aber von November bis April stellt die Gesellschaft Jadrolinija auf einen sehr eingeschränkten Winterfahrplan um. Die Verbindungen verkehren nicht so häufig und sind in den Wintermonaten zudem sehr anfällig für Ausfälle wegen starkem Wind, sodass ihr immer einen großen Zeitpuffer für die Rückkehr aufs Festland einplanen müsst, damit ihr eure Heimreise nicht verpasst.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Maafushi Malediven: 15 Tipps, was tun + wo übernachten 2026

TL;DRMaafushi ist eine günstige Lokalinsel auf den Malediven und perfekt als erste Station für Reisende mit kleinerem Budget. Vom Velana Airport kommst du mit einem geteilten Speedboot in rund 45 Minuten hin, für etwa 30 Dollar. Plan am besten drei bis vier Tage ein. Von unseren fünfzehn Tipps lohnen sich vor allem Baden am Bikini Beach, Schnorcheln mit Schildkröten, ein Ausflug zur Sandbank oder Schwimmen mit Ammenhaien. Einen Besuch wert ist auch die Floating Bar Kaani Princess – wegen der örtlichen Alkoholprohibition eine der wenigen Optionen. Bei den Unterkünften gibt es das gehobenere Kaani Grand Seaview ab 105 USD, das Arena Beach Hotel im mittleren Segment ab 90 USD oder das günstige Palmcasa ab 50 USD pro Nacht. Die beste Reisezeit ist Februar und März, wenn das Wetter am trockensten ist – dafür ist die Insel dann voller Touristen und die Preise am höchsten.

Die Malediven sind längst kein unerreichbarer Traum mehr, der nur Millionären vorbehalten ist – und ein Urlaub auf Maafushi Malediven ist der beste Beweis dafür. Diese lokale Insel öffnet die Türen zum tropischen Paradies auch für alle, die nicht ihr ganzes Gehalt für eine einzige Woche ausgeben wollen.

Eins muss ich euch aber gleich zu Beginn sagen, damit ihr nicht mit einer allzu rosaroten Brille anreist. Maafushi ist ein ziemlich lebhafter Ort voller Kontraste, an dem ihr auf der einen Seite schneeweißen Sand findet, auf der anderen euch aber morgendlicher Baustellenlärm oder der Blick auf eine schwelende Mülldeponie an der Ostküste überraschen kann.

Trotzdem hat dieser Ort einen enormen Charme, denn er bietet den günstigsten und einfachsten Einstieg für eure erste Malediven-Reise. Ihr findet hier jede Menge tolle Cafés, preiswerte Ausflüge und vor allem die Möglichkeit, die lokale Kultur hautnah kennenzulernen – etwas, das euch kein Luxusresort aus dem Katalog jemals bieten kann.

Zusammenfassung

  • Erreichbarkeit: Vom Flughafen in Malé kommt ihr sehr einfach mit einem geteilten Schnellboot in rund 45 Minuten hierher, was die Insel zum idealen ersten Stopp macht.
  • Bikini Beach: Baden in Badekleidung ist nur an einem einzigen ausgewiesenen Strand erlaubt, der in der Hauptsaison sehr voll ist – steht also früh auf.
  • Schnorcheln: Die Insel hat leider kein eigenes, vom Ufer aus erreichbares Korallenriff – zu allen Unterwasserabenteuern fährt man mit dem Boot.
  • Ausflüge: Gerade das vielfältige Angebot an günstigen Ausflügen (Haie, Mantas, Sandbänke) ist der Hauptgrund, warum Reisende aus aller Welt hierherkommen.
  • Alkohol: Auf der Insel herrscht Prohibition, aber einen Drink könnt ihr an der sogenannten Floating Bar genießen – einer Jacht, die ein Stück vom Ufer entfernt vor Anker liegt.
  • Ideale Aufenthaltsdauer: Bleibt etwa drei bis vier Tage und macht euch dann auf, um weitere ruhigere lokale Inseln zu entdecken oder gönnt euch eine Nacht in einem Luxusresort.

Wann nach Maafushi reisen

Das Wetter auf den Malediven ist das ganze Jahr über herrlich warm und die Temperaturen halten sich konstant um die 30 Grad, sodass ihr eure Badesachen wirklich jederzeit gebrauchen könnt. Der entscheidende Faktor für die Reiseplanung ist jedoch die Regen- und Monsunzeit, die nicht nur die Niederschläge, sondern auch die Übernachtungspreise beeinflusst.

Die Haupt- und trockenste Saison läuft von Dezember bis April, wenn euch azurblauer Himmel und minimale Niederschläge erwarten. Februar und März sind überhaupt die besten Monate für einen Besuch, ihr müsst aber damit rechnen, dass die Insel voller Touristen ist und die Preise nach oben schießen.

Umgekehrt kommt von Mai bis November der Monsun, der gelegentliche tropische Schauer und mehr Bewölkung mit sich bringt. Es handelt sich dabei aber nicht um tagelange Regengüsse, meist regnet es eine Stunde und dann ist es wieder schön. Zudem sinken in dieser Zeit die Hotelpreise oft um bis zu vierzig Prozent und dank des Planktons tummeln sich mehr Mantas im Meer.

Wo auf Maafushi übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unsere Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Maafushi bietet überhaupt die größte Konzentration an Unterkünften von allen lokalen Inseln, sodass hier Backpacker wie auch anspruchsvollere Reisende fündig werden. Die meisten Gästehäuser und Hotels konzentrieren sich im nördlichen Teil der Insel nahe des Touristenstrands, während der Süden ruhiger ist und dort das örtliche Gefängnis liegt, von dem ihr als Touristen aber überhaupt nichts mitbekommen werdet.

Achtet bei der Auswahl der Unterkunft immer darauf, dass das Hotel eine gute Bewertung und echte Fotos hat, denn es kommt gelegentlich vor, dass manche Webseiten Aufnahmen von ganz anderen Inseln zeigen. Ich empfehle, die Buchung rechtzeitig über das klassische Booking zu regeln, wo ihr auf der sicheren Seite seid und oft sogar eine kostenlose Stornierung möglich ist.

HotelSegmentAb Preis pro NachtFür wen ideal
:—:—:—:—
Kaani Grand SeaviewGehobene Klasse97 €Für anspruchsvollere Paare und Ausblick-Liebhaber
Arena Beach HotelMittelklasse83 €Für Erstreisende und Frühstücksliebhaber
Kaani Village & SpaMittelklasse83 €Für Familien mit Kindern (mit Pool und Spa)
PalmcasaBudget46 €Für Paare mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
Kaani Beach HotelBudget30 €Für Taucher und aktive Reisende

Wenn ihr auf einer lokalen Insel etwas von diesem sinnbildlichen Resort-Luxus sucht, werft einen Blick auf das Kaani Grand Seaview, das zum absolut Besten auf der Insel gehört. Es bietet einen herrlichen Dachpool mit Blick aufs Meer und liegt direkt am Bikini Beach, sodass ihr nur wenige Schritte bis ins Wasser habt.

Der goldene Mittelweg und ein absoluter Renner ist das Arena Beach Hotel, das direkt am Strand liegt und dessen reichhaltiges Frühstücksbuffet von den Reisenden über den grünen Klee gelobt wird. Es ist der absolute Klassiker für alle, die zum ersten Mal auf die Malediven fahren und sich hochwertigen Service sowie bestens organisierte Ausflüge direkt an der Rezeption wünschen.

Für alle mit knapperem Budget ist das Palmcasa eine absolut tolle Wahl, das ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und Spitzenbewertungen hält. Eine sehr beliebte günstigere Variante ist außerdem das Kaani Beach Hotel, das sogar ein eigenes Tauchzentrum hat, was vor allem aktive Sportler zu schätzen wissen, oder das Stingray Beach Inn für anspruchslose Reisende.

15 Tipps, was auf Maafushi zu sehen und zu tun ist

Diese kleine Insel bietet überraschend viel, man sollte nur wissen, worauf man sich einlässt. Ich verrate euch, wie ihr den Menschenmassen entgeht, wo ihr Geld spart und welche Ausflüge ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet.

1. Wie man clever auf die Insel kommt

Eure Reise beginnt am internationalen Flughafen Velana in der Nähe der Hauptstadt Malé, von wo aus ihr grundsätzlich zwei Hauptmöglichkeiten der Weiterreise habt. Die erste und beliebteste ist das geteilte Schnellboot, das Speedboat, das euch in etwa fünfundvierzig Minuten auf die Insel bringt und ungefähr dreißig Dollar pro Person kostet.

Die zweite Möglichkeit ist die öffentliche Fähre der Gesellschaft MTCC, die nur etwa drei Dollar kostet, aber anderthalb Stunden für die Fahrt braucht und nicht direkt vom Flughafen abfährt, sondern vom Hafen in Malé selbst. Ihr müsst also zuerst mit der Flughafenfähre dorthin fahren, was nach einem langen Flug aus Europa etwas anstrengend sein kann.

💡 Tipp: Wenn ihr an einem Freitag ankommt, vergesst die günstige öffentliche Fähre gleich, denn am muslimischen Feiertag fahren diese Boote überhaupt nicht. Die geteilten Schnellboote funktionieren zum Glück jeden Tag normal, ihr solltet sie nur vorab über eure Unterkunft reservieren.

2. Ein Tag am Bikini Beach und der örtliche Dresscode

Da die Malediven ein streng muslimisches Land sind, gelten auf den lokalen Inseln Kleidungsregeln und ihr könnt nicht einfach in Badekleidung durchs Dorf spazieren. Für Touristen ist an der Nordspitze der Insel ein spezieller Bikini Beach ausgewiesen, wo das Baden in Bikini und normaler Badekleidung völlig legal und geduldet ist.

In der Hauptsaison füllt er sich sehr schnell, wenn ihr also einen guten Platz haben wollt (oder wenigstens die Chance, eine Liege für fünf Dollar zu ergattern), macht euch gleich gegen acht Uhr auf den Weg ans Wasser.

Außerhalb dieser ausgewiesenen Zone, also in den Straßen des Dorfes, in Geschäften und Restaurants, muss ein respektvoller Dresscode eingehalten werden. Das bedeutet, Schultern und Knie bei Männern wie Frauen bedeckt zu halten, was in der Praxis ein einfaches T-Shirt mit kurzen Ärmeln und eine leichte Leinenhose oder ein längerer Rock lösen.

3. Halbtägiger Schnorchelausflug zu den Schildkröten

Eine der größten Überraschungen für viele Reisende ist die Tatsache, dass Maafushi kein eigenes hochwertiges Korallenriff direkt vom Ufer aus erreichbar hat. Das Wasser am Strand ist zwar herrlich sauber zum Baden, aber wenn ihr das farbenprächtige Unterwasserleben sehen wollt, müsst ihr euch auf einen organisierten Bootsausflug begeben.

Das beste Einstiegserlebnis ist ein halbtägiger Schnorchelausflug, der etwa vier bis fünf Stunden dauert und euch sympathische fünfundzwanzig bis fünfzig Dollar kostet. Während dieses Vormittags bringen sie euch an drei verschiedene Orte, an denen ihr eine riesige Chance habt, neben Meeresschildkröten zu schwimmen und ein nahegelegenes Schiffswrack zu erkunden.

Diese Ausflüge könnt ihr in fast jedem Hotel oder in kleinen Agenturen an der Hauptstraße buchen. Ich empfehle immer, abends durch den Ort zu schlendern, die Preise bei mehreren Anbietern zu vergleichen und die Tour gleich für den nächsten Tag zu vereinbaren, was deutlich günstiger ist als eine Vorabbuchung im Internet.

4. Romantik beim Sandbank-Picknick

Wenn ihr das absolut perfekte Malediven-Erlebnis wie aus dem Katalog sucht, dürft ihr das sogenannte Sandbank-Picknick auf keinen Fall auslassen. Es handelt sich um einen Ausflug zu einer einsamen Sandbank, die nur ein Stück über den Meeresspiegel ragt und rundherum von nichts als endlosem Blau umgeben ist.

Die Fahrt von der Insel dauert mit dem Boot nur etwa fünfzehn Minuten und dieses Erlebnis ist oft Teil der Schnorchelpakete, oder ihr könnt es separat für ungefähr dreißig Dollar buchen. Die Crew baut euch auf dem schneeweißen Sand einen Sonnenschirm auf, bereitet einen kleinen Snack zu und ihr habt Zeit zum Baden und Fotografieren.

💡 Tipp: Die Sonne brennt hier wirklich erbarmungslos und auf der Sandbank gibt es überhaupt keinen natürlichen Schatten. Nehmt unbedingt einen Hut, ein Wasser-Shirt und eine gute, korallensichere Sonnencreme mit, damit ihr euch von dem romantischen Ausflug keinen Sonnenstich mitbringt.

5. Schwimmen mit Walhaien (die ehrliche Realität)

Den größten Fisch des Planeten mit eigenen Augen zu sehen, ist ein riesiger Traum, aber über diesen Ausflug von Maafushi aus muss man die volle Wahrheit sagen. Walhaie halten sich ganzjährig im geschützten Gebiet des South Ari Atoll auf, wohin die Fahrt mit dem Motorboot über anderthalb Stunden pro Richtung dauert, sodass euch ein anstrengender Ganztagestransfer erwartet.

Die Begegnung mit dem Tier selbst erinnert dann leider oft an einen hektischen Zoo, denn an einem einzigen Hai können über zwanzig Boote zusammenkommen und hundert Leute springen ins Wasser. Das ist traurig, aber besser, man weiß es vorher.

Wenn es euer Lebenstraum ist, wählt grundsätzlich ethische Anbieter mit klaren Verhaltensregeln und fragt nach der Gruppengröße. Für eine ruhigere und intimere Begegnung mit den Haien ist es aber ehrlich gesagt viel besser, sich auf den Inseln Dhigurah oder Maamigili einzuquartieren, die direkt in diesem Gebiet liegen – so umgeht ihr das lange Pendeln.

6. Nächtliches Abenteuer mit Rochen und Ammenhaien

Eine viel zuverlässigere und oft auch unterhaltsamere Alternative für Liebhaber großer Meerestiere ist ein Ausflug zu den sogenannten Nurse Sharks, also Ammenhaien. Diese friedlichen Geschöpfe werden bis zu drei Meter lang, stellen keine Gefahr für den Menschen dar und das Schwimmen mit ihnen ist ein absolut faszinierendes Erlebnis.

Dieser Ausflug findet oft am frühen Abend oder in der Nacht statt und kostet euch rund dreißig Dollar. Die Betreiber wissen genau, wohin sie mit dem Boot fahren müssen, und ihr findet euch im Wasser voller Dutzender dieser eleganten Knorpelfische wieder, zu denen sich oft auch riesige Rochen gesellen, die im Sand nach Nahrung suchen.

Auch wenn diese Tiere an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt sind, denkt an die Grundregel: Berührt sie niemals und versperrt ihnen nicht den Weg. Es reicht, ruhig an der Oberfläche zu treiben und sie von selbst zu euch schwimmen zu lassen, was sie meist ohne jede Scheu tun.

7. Entspannte Fahrt zu den Delfinen bei Sonnenuntergang

Wenn euch Adrenalin-Tauchgänge nicht reizen und ihr lieber an Deck bleibt, gönnt euch eine sogenannte Sunset Cruise. Während der etwa anderthalbstündigen Fahrt bringt euch der Kapitän aufs offene Meer, wo ihr eine riesige Chance habt, ganze Schulen wilder Delfine zu beobachten, die über die Oberfläche springen.

Das Erlebnis wird dadurch verstärkt, dass es genau zu der Zeit stattfindet, wenn die Sonne den Himmel in unglaubliche Orange- und Rosatöne taucht. Delfine schwimmen sehr gerne in unmittelbarer Nähe des Bootes und führen oft unglaubliche akrobatische Kunststücke vor, die euch völlig umhauen werden.

Der Ausflug kostet gewöhnlich um die dreißig Dollar und ist eine tolle Wahl für Familien mit Kindern oder als ruhiges Programm für euren letzten Abend auf der Insel. Ich empfehle, einen leichten Pullover mitzunehmen, denn sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, kann es auf offenem Meer etwas windig werden.

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man auf Maafushi übernachten kann
6 Unterkünfte — Hotels, Wellness-Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

8. Tauchen für absolute Anfänger

Maafushi ist ein absolut idealer Ort für eure ersten Tauchschritte, denn hier gibt es gleich mehrere hervorragend bewertete zertifizierte Zentren, wie zum Beispiel Maafushi Dive & Water Sports. Die Instruktoren sind an nervöse Anfänger gewöhnt und erklären euch alles in Ruhe und ausführlich.

Ihr müsst nicht gleich einen ganzen Kurs machen, es reicht, einen sogenannten Schnuppertauchgang für Anfänger zu buchen, der um die fünfundsiebzig Dollar kostet. Ihr bekommt die komplette Ausrüstung, durchlauft eine kurze Einweisung im flachen Wasser und dann geht es mit dem Instruktor in eine sichere Tiefe, wo ihr die Unterwasserwelt aus einer völlig neuen Perspektive seht.

Auch erfahrene Taucher kommen hier auf ihre Kosten, denn die umliegenden Atolle bieten Dutzende wunderschöne Spots voller Leben, bunter Korallen und Unterwasserhöhlen. Tauchen auf einer lokalen Insel ist zudem deutlich günstiger als in den Resorts, wo ihr für den Eintritt in die Blase mehr zahlt als für den gesamten Flug.

9. Wassersport und eine Portion Adrenalin

Wenn euch das gemütliche Liegen auf der Sonnenliege langweilt, könnt ihr eine ganze Reihe von Wasservergnügen ausprobieren, die die entlang des Strands verstreuten Zentren anbieten. Sehr beliebt ist der Verleih von Paddleboard oder Kajak, für den ihr um die zehn Dollar pro Stunde zahlt und die Insel mal schön aus der Ferne betrachten könnt.

Für Freunde des schnelleren Vergnügens gibt es hier Jetski-Touren, Bananenboot-Fahrten oder Parasailing, bei dem euch der Fallschirm hoch über die Oberfläche trägt. Der Blick aus der Höhe auf die türkisfarbenen Lagunen und die umliegenden Inselchen ist etwas, das sich euch für sehr lange Zeit einprägt.

Sportliche Betätigung findet ihr auch an Land, die Einheimischen spielen sehr gerne Beachvolleyball und beziehen dabei oft auch Touristen mit ein. Das ist eine prima Möglichkeit, ein bisschen ins Schwitzen zu kommen und Kontakt zu den Einheimischen zu knüpfen, die übrigens wirklich gut spielen.

10. Floating Bar oder wie man das Alkoholverbot umgeht

Wie ich schon erwähnt habe, sind die Malediven eine islamische Republik und der Verkauf sowie der Konsum von Alkohol sind auf den bewohnten Inseln streng verboten. Ihr findet ihn in keinem Restaurant, kauft ihn in keinem Geschäft und dürft ihn auch nicht im Koffer von zu Hause mitbringen, denn er würde euch gleich am Flughafen abgenommen.

Findige Einheimische haben aber einen genialen Kniff im Gesetz gefunden und die sogenannten Floating Bars geschaffen. Es handelt sich um große Jachten, die etwa einen Kilometer vom Ufer entfernt vor Anker liegen, formell nicht den Inselregeln unterliegen und auf denen Alkohol legal ausgeschenkt werden darf. Das bekannteste Lokal ist das Schiff Kaani Princess, das oft bis ein Uhr morgens geöffnet hat.

Ihr kommt sehr einfach dorthin, vom Hafen bringt euch ein kleines Motorboot kostenlos hinüber, die einzige Bedingung ist gewöhnlich, dass ihr auf dem Schiff etwas kauft. Haltet aber eine gut gefüllte Geldbörse bereit, denn ein gewöhnliches Bier kostet hier um die sechs Dollar und für einen Cocktail zahlt ihr locker zehn – es lohnt sich also, auf Aktionen wie die Happy Hour zu achten.

11. Resort Day Pass als Kostprobe des Luxus

Möchtet ihr den echten Katalog-Luxus erleben, Drinks am Pool schlürfen und über endlose Strände spazieren, aber nicht Tausende Dollar pro Nacht dafür zahlen? Die Lösung ist der sogenannte Resort Day Pass, ein Tagesticket für eine nahegelegene Luxusinsel, das euch erlaubt, deren Ausstattung von morgens bis zum späten Nachmittag zu nutzen.

Die Ausflüge kosten gewöhnlich von fünfunddreißig bis rund einhundertachtzig Dollar je nach Exklusivität des Resorts und dem, was im Paket enthalten ist. Sehr beliebt ist zum Beispiel die nahe Insel Biyadhoo, auf die ihr für knapp siebzig Dollar inklusive Mittagessen kommt und wo ihr zudem ein fantastisches Korallenriff findet.

💡 Tipp: Bucht diese Ausflüge erst vor Ort über eure Unterkunft oder lokale Büros, auf keinen Fall über große internationale Vermittler wie GetYourGuide, wo die Preise durch enorme Provisionen unnötig überhöht sind. Auf einer lokalen Insel könnt ihr die Angebote zudem schön vergleichen.

12. Wo und was essen (nicht nur) ohne Fleisch

Das Essen auf der Insel ist überraschend vielfältig und dank des starken indischen und sri-lankischen Einflusses ist die hiesige Küche absolut ideal auch für Vegetarier. Für Vegetarier ist es fast ein Märchen. Hier erwarten euch köstliches Dhal, Gemüsecurry, frische Roshi-Fladen und tropische Früchte an jeder Ecke.

Zu den beliebtesten Lokalen gehören das Symphony Lagoon, das ein Stück vom Wasser entfernt liegt und eine wunderschöne Atmosphäre bietet, oder das Stingray Cafe, wo man fantastische indische vegetarische und vegane Spezialitäten zubereitet. Die Preise sind hier sehr vernünftig, für ein reichhaltiges Buffet-Abendessen zahlt ihr um die zwölf Dollar, für einen guten Cappuccino dann rund drei Dollar.

Die traditionelle lokale Küche dreht sich ansonsten überwiegend um Fisch, ein klassischer Insel-Frühstückshit ist also Mas Huni, eine Mischung aus geräuchertem Fisch, Kokos und Zwiebeln, oder Garudhiya, eine kräftige Fischbrühe. Diese Gerichte werden euch in fast jedem Gästehaus bereitwillig serviert, wo man euch aber auf Wunsch problemlos auch eine rein fleischlose Variante zubereitet.

13. Geld, Geldautomaten und versteckte Steuern

Beim Bezahlen auf den Malediven ist der US-Dollar der absolute König, den man hier praktisch überall akzeptiert und der in vieler Hinsicht praktischer ist als die lokale Rufiyaa. Bringt euch unbedingt genug Dollar in bar mit, idealerweise in kleineren Scheinen, denn einen Hunderter für einen Kaffee zu wechseln, kann zum Problem werden.

Auf der Insel findet ihr zwar einen Geldautomaten der Bank of Maldives, aber er berechnet eine Gebühr von über sechs Dollar pro Abhebung und gibt euch nur die lokale Währung aus, die ihr dann nirgendwo sonst auf der Welt loswerdet. Mit Karte kann man in größeren Hotels und Zentren zahlen, oft wird aber ein Aufschlag von rund drei Prozent berechnet, während man in kleinen Cafés nur Bargeld nimmt.

Passt gut auf die Preisschilder auf, denn zu den meisten angegebenen Beträgen werden automatisch nicht unerhebliche Steuern und Gebühren hinzugerechnet, die man „++“ nennt. Es handelt sich um eine siebzehnprozentige Touristensteuer, einen zehnprozentigen Servicezuschlag und dazu noch die ökologische Green Tax in Höhe von sechs Dollar pro Person und Nacht.

14. Elektronisches Visum IMUGA und wie man ins Internet kommt

Noch bevor ihr überhaupt zum Flughafen aufbrecht, müsst ihr eine wesentliche administrative Pflicht erledigen, nämlich das Ausfüllen der elektronischen IMUGA-Deklaration. Dieses Formular ist völlig kostenlos, wird höchstens sechsundneunzig Stunden vor Ankunft und Abflug ausgefüllt – achtet darauf, keine betrügerische Webseite zu benutzen, die Geld von euch verlangt. Das Visum selbst bekommt ihr dann bei der Ankunft kostenlos für dreißig Tage.

Während ihr in den Luxusresorts mit dem Hotel-WLAN auskommt, ist es auf einer lokalen Insel auf jeden Fall praktisch, eigene mobile Daten zur Navigation oder zum Übersetzen zu haben. Der Empfang ist hier ausgezeichnet und die lokalen Anbieter bieten eine zuverlässige 4G-Abdeckung.

Die einfachste Lösung ist, sich eine vorausbezahlte eSIM zu besorgen – zum Beispiel von Dhiraagu oder Ooredoo, die ihr euch schon zu Hause aufs Handy ladet und euch vor Ort direkt verbindet. Praktisch und ganz ohne Wartezeit funktioniert auch eine eSIM von Holafly oder Yesim. Ein gängiger Touristentarif mit zwanzig Gigabyte Daten pro Monat kostet euch rund vierzig Dollar.

15. Wie man die Insel clever kombiniert

Maafushi ist ein schöner Ort, aber seien wir mal ehrlich: Die Insel durchquert ihr im gemächlichen Tempo von einem Ende zum anderen in etwa zwanzig Minuten. Viele Reisende sind sich einig, dass nach drei oder vier Tagen das sogenannte Inselfieber einsetzt und man das Gefühl hat, schon alles gesehen und überall gewesen zu sein.

Die beste Strategie ist deshalb, die Insel mit weiteren Orten zu kombinieren und nicht ganze zwei Wochen hierzubleiben. Ihr könnt euch auf viel ruhigere und verschlafenere lokale Inseln wie Guraidhoo oder Gulhi begeben, wo ihr wieder ein etwas anderes, authentischeres Gesicht der Malediven ohne große Hotels kennenlernt.

💡 Tipp: Denkt aber an eine wichtige logistische Sache: Zwischen weiter entfernten Atollen gibt es keine direkte Verbindung. Wenn ihr zum Beispiel von Maafushi auf die beliebte Insel Thoddoo fahren wollt, müsst ihr immer mit dem Boot zurück zum Flughafen nach Malé und von dort mit einer weiteren Verbindung weiter, was ziemlich viel Zeit kostet.

Wohin von Maafushi aus weiter

Die Malediven sind zauberhaft, aber wenn ihr einmal so zu reisen beginnt, ist es schwer, damit aufzuhören – hier also ein paar Tipps, wohin es das nächste Mal gehen könnte.

  • Wenn ihr auch weitere Atolle erkunden wollt und nach umfassenden Informationen sucht, lest unseren kompletten Malediven-Reiseführer, in dem ihr jede Menge praktische Tipps findet.
  • Reizt euch eine Insel, die neben Stränden auch wunderschöne Berge, Wasserfälle und Nationalparks bietet? Dann könnte euch ein Urlaub auf Mauritius interessieren.
  • Für alle, die günstiges Reisen, wilde Natur, Teeplantagen und großartiges Essen verbinden wollen, ist das grüne Sri Lanka eine absolut ideale Wahl.
  • Und wenn ihr afrikanische Exotik mit würzigem Duft und faszinierender Geschichte sucht, lasst euch unbedingt von unserem Artikel über Sansibar inspirieren.

Häufig gestellte Fragen

Plant ihr eure Reise und ein paar praktische Kleinigkeiten gehen euch noch im Kopf herum? Ich habe für euch die häufigsten Fragen zusammengestellt, damit ihr vor dem Abflug völlig entspannt seid.

Wie viel kostet ein Urlaub auf Maafushi?

Das Budget hängt von deinen Ansprüchen ab, aber man kann es sehr günstig bekommen. Eine Nacht in einem ordentlichen Guesthouse bekommst du ab fünfzig Dollar pro Zimmer, Essen in einem lokalen Restaurant kostet fünf bis zwölf Dollar und ein Ganztagesausflug liegt bei etwa fünfzig Dollar. Ein einwöchiger Aufenthalt ohne Flüge lässt sich für fünfhundert bis achthundert Dollar pro Person bewältigen.

Wie viele Tage auf der Insel bleiben?

Ideal sind drei bis vier Tage, in denen ihr die besten Ausflüge ausprobieren, am Strand entspannen und die lokale Atmosphäre aufsaugen könnt. Danach ist es toll, zu einer anderen, ruhigeren Insel weiterzuziehen, denn Maafushi ist wirklich klein und könnte euch schnell langweilig werden.

Wie kommt man vom Flughafen auf die Insel?

„`html
Die beste und schnellste Option ist das geteilte Motorboot (Speedboat), das etwa dreißig Dollar kostet und euch in fünfundvierzig Minuten ans Ziel bringt. Es fährt mehrmals täglich und es empfiehlt sich, es im Voraus über eure Unterkunft zu reservieren.
„`

Fährt die Fähre zur Insel auch am Freitag?

Nein, die günstige öffentliche Fähre der MTCC fährt am Freitag überhaupt nicht, da dies ein muslimischer Feiertag ist. Wenn du am Freitag ankommst, ist deine einzige Transportmöglichkeit ein privates oder geteiltes Schnellboot.

Darf man auf der Insel Bikinis tragen?

Ja, aber nur an einem einzigen dafür vorgesehenen Strand namens Bikini Beach im Norden der Insel. Überall sonst, also im Dorf, in den Geschäften oder an anderen Küstenabschnitten, müssen Schultern und Knie bedeckt sein.

Kann ich auf der Insel Alkohol kaufen?

Direkt auf der Insel gilt striktes Alkoholverbot und ihr bekommt nirgendwo Alkohol zu kaufen. Ihr könnt aber den kostenlosen Transfer zur sogenannten Floating Bar nutzen – das ist eine Jacht, die ein Stückchen vor der Küste auf dem Meer ankert, wo Alkohol legal verkauft wird.

Wann ist die beste Chance, Walhaie zu sehen?

Walhaie halten sich in der Gegend des South Ari Atolls ganzjährig auf, aber am meisten Nahrung (Plankton) finden sie während der Monsunzeit von Mai bis November. Eine Begegnung mit ihnen von Maafushi aus bedeutet einen ganztägigen Ausflug aufs Meer und die Erfolgsquote ist nie hundertprozentig.

Hat Maafushi einen schönen Strand und ein Korallenriff?

Bikini Beach ist schön, aber relativ klein und in der Hochsaison ziemlich überfüllt. Die Insel hat leider kein eigenes Korallenriff, das vom Strand aus erreichbar wäre, weshalb man für ordentliches Schnorcheln immer einen Bootsausflug buchen muss.

Kann man mit Kindern auf die Insel fahren?

Auf jeden Fall ja, die Insel ist absolut sicher, das Wasser am Strand ist flach und ruhig und es gibt hier jede Menge familienfreundliche Pensionen. Die Kinder werden von den Delfin-Ausflügen und vom Schnorcheln mit Schildkröten begeistert sein, man muss nur mit einer längeren Bootsfahrt rechnen.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Japan zum ersten Mal: JR Pass, Preise und praktische Tipps für 2026

TL;DRDer klassische JR Pass lohnt sich für die erste Japanreise meist nicht mehr – nach der Preiserhöhung im Herbst 2023 kostet die Sieben-Tage-Version 50.000 JPY (rund 300 Euro) und rechnet sich erst ab etwa acht längeren Shinkansen-Fahrten pro Woche. Die Route Tokio–Kyōto–Hiroshima–Tokio kommt mit Einzeltickets auf etwa 44.180 JPY. Günstiger sind oft regionale Passes wie der Kansai-Hiroshima Area Pass für 17.000 JPY für fünf Tage. Zum Bezahlen eignet sich die digitale Suica-Karte in Apple Wallet, zusätzlich solltest du 10.000 JPY in bar für ländliche Gegenden und kleinere Geschäfte dabeihaben. Das neue elektronische Visum JESTA kommt frühestens im Fiskaljahr 2028, bis dahin reicht ein gültiger Reisepass. Die beste Reisezeit sind März, April, Oktober und November.

Japan ist ein absolut faszinierendes Land, das dich mit seinen Kontrasten sofort in den Bann zieht – gleichzeitig kann es unvorbereitete Reisende aber auch ganz schön auf die Probe stellen. Wenn du zum ersten Mal ins Land der aufgehenden Sonne reist, schwirren dir wahrscheinlich unzählige Fragen zum komplizierten Verkehr, zum Umgang mit Geld und zu den strengen lokalen Gepflogenheiten durch den Kopf. Die gute Nachricht: Dank des derzeit außergewöhnlich günstigen Wechselkurses des japanischen Yen ist eine Reise durch Japan preislich deutlich erschwinglicher als noch vor einigen Jahren. Schauen wir uns also gemeinsam alles Wesentliche an, was du vor dem Abflug wissen solltest, damit du deinen Urlaub ohne unnötigen Stress genießt und teure Anfängerfehler vermeidest.

Zusammenfassung

  • Der JR Pass ist drastisch teurer geworden und lohnt sich meistens nicht. Für einen 7-Tages-Pass zahlst du 2026 satte 50.000 JPY (rund 290 €), sodass es für die klassische Route Tokio, Kioto und zurück günstiger ist, Einzeltickets zu kaufen.
  • Das JESTA-Gesetz muss dich vorerst nicht beschäftigen. Auch wenn über die neue elektronische Autorisierung viel geredet wird, startet das System frühestens im Fiskaljahr 2028 – bis dahin reist du visumfrei nur mit dem Reisepass.
  • Digitalisiere deine Geldbörse über Apple Wallet. Wenn du ein iPhone hast, lade dir die virtuelle Suica-Karte herunter, mit der du in der U-Bahn und in kleinen Läden per Tap bezahlst, ohne das Display entsperren zu müssen.
  • Großes Gepäck im Zug braucht eine Reservierung. Wenn dein Koffer eine Seitensumme von 160 cm überschreitet, musst du im Shinkansen vorab kostenlos einen speziellen Sitzplatz mit Gepäckraum reservieren, sonst riskierst du eine unangenehme Strafe.
  • Bargeld ist auf dem Land noch immer König. Auch wenn sich die Lage in den Städten nach der Pandemie deutlich verbessert hat, solltest du für kleinere Tempel oder abgelegene Dörfer immer mindestens 10.000 JPY in Scheinen dabei haben.
  • Gib niemals und nirgends Trinkgeld. In der japanischen Kultur gilt Trinkgeld als beleidigend, und das Personal würde dir das Geld vermutlich hinterherlaufen, um es dir zurückzugeben.
  • Lade dir ein Offline-Wörterbuch und Karten herunter. Englisch rettet dich außerhalb der großen Touristenzentren und Bahnhöfe nicht, weshalb ein Übersetzer mit Textfoto-Funktion täglich dein bester Freund sein wird.

12 Dinge, die du vor der Reise wissen musst

Werfen wir einen Blick auf das Wichtigste, was du vor deinem ersten Besuch in Japan wissen solltest.

1. JR Pass: Was er kostet und wann er sich lohnt

Noch vor wenigen Jahren war der Japan Rail Pass ein absolutes Muss für jeden Touristen, doch im Herbst 2023 kam es zu einer enormen Preiserhöhung von fast 70 Prozent. Aktuell zahlst du für die 7-Tage-Standardversion 50.000 JPY (rund 290 €), für die 14-Tage-Variante 80.000 JPY und für den Drei-Wochen-Pass 100.000 JPY. Wer luxuriöser in der ersten Klasse, dem sogenannten Green Car, reisen möchte, muss für eine Woche 70.000 JPY einplanen – das ist bereits ein empfindlicher Einschnitt ins Reisebudget.

Für die meisten normalen Touristen lohnt sich dieser landesweite Pass schlichtweg nicht. Der Break-even-Punkt für den 7-Tage-Pass ist erst erreicht, wenn du innerhalb einer Woche etwa acht längere Shinkansen-Fahrten unternimmst. Wenn du nur die beliebte Grundroute von Tokio nach Kioto, weiter nach Hiroshima und zurück nach Tokio planst, kosten dich die Einzeltickets rund 44.180 JPY – mit dem Kauf des Passes würdest du also draufzahlen. Zudem gilt der Pass ohne saftigen Aufpreis nach wie vor nicht für die allerschnellsten Verbindungen Nozomi und Mizuho.

Der JR Pass ergibt nur dann Sinn, wenn du wirklich in atemberaubendem Tempo lange Strecken zurücklegst. Er kann sich für Reisende lohnen, die innerhalb einer Woche Tokio, Kioto, Hiroshima, Kanazawa schaffen und dann noch zurückwollen. Für ein entspannteres Entdecken des Landes ist es jedoch viel vernünftiger, jede Fahrt einzeln zu bezahlen oder kleinere regionale Alternativen zu nutzen.

💡 Tipp: Auch wenn im Herbst 2026 eine weitere Preisanpassung bei ausländischen Anbietern geplant ist, sollte die offizielle Website japanrailpass.net die bisherigen Preise beibehalten. Deshalb empfiehlt es sich, den Pass ausschließlich dort zu kaufen und Zwischenhändler zu meiden.

2. Regionale Bahnpässe als clevere Alternative

Wenn sich der landesweite Pass nicht lohnt, kommen die sogenannten Regionalpässe ins Spiel, die die einzelnen Ableger der japanischen Bahn anbieten. Diese Pässe sind oft die versteckte Rettung für dein Budget, weil sie sich nur auf bestimmte Inseln oder Präfekturen konzentrieren und ihr Preis unverhältnismäßig niedriger ist. Wenn du zum Beispiel vor allem die Region rund um Tokio erkunden und für den Schnee in den Norden fahren möchtest, ist der JR East Pass für die Region Tohoku oder Nagano ideal.

Das absolut günstigste Angebot für Touristen mit Ziel Westen ist derzeit der Kansai-Hiroshima Area Pass von JR West. Er kostet hervorragende 17.000 JPY, gilt volle fünf Tage und deckt unbegrenzte Fahrten zwischen Kioto, Osaka, Himeji, Hiroshima und sogar die Fähre zur heiligen Insel Miyajima ab. Allein die Hin- und Rückfahrt mit dem Shinkansen von Osaka nach Hiroshima kostet üblicherweise mehr als der Pass selbst, sodass sich diese Investition praktisch sofort amortisiert.

Eine weitere großartige Variante ist der Kansai Wide Area Pass, der bei etwa 12.000 JPY beginnt und dir reichlich Spielraum für die komplette Erkundung des weiten Umlands von Osaka, Kioto und Nara bietet. Ich empfehle immer, Google Maps zur Hand zu nehmen, die geplanten Fahrten im Reiter für öffentliche Verkehrsmittel durchzusimulieren und einfach zusammenzurechnen, wie viel die normalen Tickets im Vergleich zum Preis des gewählten Regionalpasses kosten würden.

💡 Tipp: Regionalpässe lassen sich meist direkt an den großen Bahnhöfen kaufen, aber beim Online-Kauf vorab auf den offiziellen Seiten der Betreiber bekommst du oft einen kleinen Rabatt und sparst dir die Zeit in der Warteschlange.

3. IC-Karten Suica und Pasmo: Bezahlen per Handy-Tap

In Japan triffst du auf ein System aufladbarer Chipkarten, die sogenannten IC-Karten, wobei Suica, Pasmo und Icoca die bekanntesten sind. Diese Karten entstanden ursprünglich, um Fahrten in U-Bahn und Vorortzügen zu bezahlen, funktionieren heute aber als universelle elektronische Geldbörse, mit der du in Supermärkten, an Getränkeautomaten und in manchen Restaurants im ganzen Land bezahlst – unabhängig davon, in welcher Stadt du sie gekauft hast.

Der absolute Game-Changer für 2026 ist die Möglichkeit, die Suica-Karte direkt in Apple Wallet auf deinem iPhone hinzuzufügen. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Sekunden, du lädst die Karte mit deiner deutschen Bankkarte über Apple Pay auf und hältst dank Express-Modus dann einfach das ausgeschaltete Handy an die U-Bahn-Schranken. Das ist unglaublich praktisch und löst elegant das Problem des Mangels an physischen Chipkarten, das Japan in den letzten Jahren wegen der weltweiten Halbleiterknappheit plagt.

Wenn du ein Android-Handy nutzt oder einfach eine physische Karte bevorzugst, kannst du dir an den Flughäfen die spezielle Touristenversion Welcome Suica besorgen. Sie erfordert keine Anfangskaution, hat ein schönes Design mit Kirschblüten und gilt genau 28 Tage ab Aktivierung, was für die meisten Urlaube reichlich ausreicht. Behalte aber im Kopf, dass du mit keiner IC-Karte mit dem Shinkansen zwischen verschiedenen Regionen fahren kannst – sie dient ausschließlich dem lokalen und Vorortverkehr.

💡 Tipp: Versuche, die mobile Suica-Karte schon vor dem Abflug in Deutschland zu deinem iPhone hinzuzufügen. Das Aufladen über europäische Visa-Karten zickt nämlich manchmal etwas, während Transaktionen mit Mastercard völlig problemlos ablaufen.

4. Shinkansen: Reservierungen und strenge Gepäckregeln

Eine Fahrt mit dem japanischen Schnellzug, dem Shinkansen, ist ein riesiges Erlebnis, das aber seine eigenen Regeln hat. Sitzplatzreservierungen für die meisten Züge kannst du völlig kostenlos einen Monat im Voraus über die offizielle App smartEX, im Web oder direkt am Bahnhof an den Selbstbedienungsautomaten vornehmen. Zwar bieten die Züge auch Waggons ohne Reservierung für alle, die sich spontan entscheiden, doch in japanischen Feiertagszeiten oder der Hauptsaison ist die Reservierung eines konkreten Sitzplatzes ein absolutes Muss.

Die wichtigste Änderung der letzten Jahre sind die strengen Regeln für das Reisen mit Übergepäck. Wenn dein Koffer in der Summe aller drei Seiten (Höhe, Breite, Tiefe) zwischen 160 und 250 Zentimetern misst, musst du auf den meistfrequentierten Linien Tokaido, Sanyo und Kyushu verpflichtend einen speziellen Sitzplatz in der letzten Reihe des Waggons reservieren. Diese Reservierung ist zwar kostenlos, doch es gibt nur wenige Plätze und sie sind schnell weg. Steigst du mit einem großen Koffer ohne diese spezielle Reservierung ein, verhängt der Schaffner eine kompromisslose Strafe von 1.000 JPY und bringt deinen Koffer in einen anderen Waggon.

In den Zügen herrscht eine perfekte Kultur der Rücksichtnahme und Stille. Telefonieren am Sitzplatz ist ein absolutes Tabu, für Gespräche musst du immer in den Gang zwischen den Waggons gehen. Essen dagegen ist in den Zügen mehr als willkommen, und der Kauf einer traditionellen Zug-Lunchbox namens Ekiben voller lokaler Spezialitäten gehört zu den unverzichtbaren Ritualen jeder längeren Fahrt – nimm dir am Bahnhof also Zeit für die Auswahl des schönsten Snacks.

💡 Tipp: Achte beim Warten auf den Shinkansen auf die Markierungen am Boden, die genau anzeigen, wo die Türen deines Waggons sein werden. Die Leute stellen sich hier in mustergültigen Reihen an, und niemand drängelt sich vor.

5. Visum und das Schreckgespenst namens JESTA

Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise nach Japan aus bürokratischer Sicht sehr angenehm, denn du brauchst kein klassisches Visum. Du kannst hier bis zu 90 Tage im Rahmen des touristischen visumfreien Verkehrs verbringen, wobei nur ein gültiger Reisepass genügt. Die einzige Bedingung ist, dass dein Pass mindestens für die gesamte Dauer deines geplanten Aufenthalts gültig ist – die berüchtigten sechs Monate zusätzliche Gültigkeit wie in manchen asiatischen Staaten brauchst du nicht.

In letzter Zeit wird im Internet viel über das neue System der elektronischen Autorisierung namens JESTA diskutiert, das ähnlich wie das amerikanische ESTA funktionieren soll. Dieses Gesetz wurde zwar kürzlich verabschiedet, doch die japanische Regierung kündigte an, den scharfen Start frühestens für das Fiskaljahr 2028 zu planen. Das bedeutet, dass dich diese Neuerung für Reisen in den Jahren 2026 und 2027 überhaupt nicht beschäftigen muss und du wie gewohnt ohne das Ausfüllen von Online-Fragebögen nach Japan fliegst.

Vor dem eigentlichen Abflug solltest du aber unbedingt das Online-Formular auf dem Portal Visit Japan Web ausfüllen. Dort werden dir QR-Codes für die Einwanderungskontrolle und die Zolldeklaration generiert, die du dann am Flughafen in Tokio oder Osaka einfach auf dem Handydisplay vorzeigst. Das beschleunigt deinen Durchgang am Flughafen erheblich und du vermeidest das langwierige Ausfüllen von Papierkärtchen in der Ankunftshalle nach einem langen Flug.

💡 Tipp: Auch wenn das JESTA-System noch Zukunftsmusik ist, können die Einwanderungsbeamten am Schalter verlangen, dass du eine gebuchte Unterkunft für die ersten Tage und ein Rückflugticket nachweist. Halte diese Dokumente daher ausgedruckt oder offline im Handy bereit.

6. Geld und Geldautomaten: Japan liebt noch immer Bargeld

Obwohl wir uns Japan alle als ein Land aus der Zukunft voller Roboter vorstellen, ist beim Thema Geld die Zeit stehen geblieben und Bargeld ist nach wie vor enorm wichtig. In den Großstädten, modernen Hotels und Ketten zahlst du heute zwar völlig problemlos mit Karte oder Handy, doch sobald du in kleinere Familienrestaurants gehst, Eintrittskarten für historische Tempel kaufst oder das Land erkundest, kommst du ohne raschelnde Scheine einfach nicht aus.

Dein bester Freund fürs Geldabheben werden die Geldautomaten der Seven Bank sein, die du in jeder 7-Eleven-Filiale findest. Sie haben rund um die Uhr geöffnet, verfügen über ein hervorragendes englisches Menü und akzeptieren problemlos die allermeisten europäischen Karten. Das Limit für eine Abhebung liegt üblicherweise bei etwa 100.000 JPY. Eine weitere zuverlässige Alternative sind die Geldautomaten der japanischen Post (JP Post Bank), wo das Limit bei 50.000 JPY pro Transaktion liegt.

Die goldene Regel beim Abheben am Automaten oder beim Bezahlen mit Karte am Terminal lautet: Wähle immer die Abrechnung in Landeswährung, also in japanischen Yen. Stimme niemals dem DCC-Service (Dynamic Currency Conversion) zu, der dir die Umrechnung direkt in Euro anbietet, denn dieser Kurs ist extrem ungünstig und du würdest unnötig etliche Euro an Gebühren verlieren.

💡 Tipp: Versuche, für alle Fälle ständig eine Reserve von etwa 10.000 JPY in bar dabei zu haben – das rettet dich in Situationen, in denen du plötzlich in einem großartigen, versteckten Lokal landest, wo Karten hartnäckig abgelehnt werden.

7. Internet auf dem Handy: eSIM vs. Pocket WLAN

In Japan ohne Internetverbindung zu sein, ist wie der Versuch, sich mit verbundenen Augen in einem Labyrinth zurechtzufinden. Sich auf öffentliche WLAN-Netze in Cafés oder an Bahnhöfen zu verlassen, ist sehr frustrierend, denn sie erfordern oft eine komplizierte Registrierung auf Japanisch oder sind unglaublich langsam. Für Einzelreisende oder Paare ist im Jahr 2026 die klare Wahl eine elektronische SIM-Karte, also eine eSIM, die du dir noch zu Hause aufs Handy lädst und die sich gleich nach der Landung von selbst aktiviert.

Der Vorteil einer eSIM von Anbietern wie Holafly, Yesim oder Airalo ist die enorme Flexibilität. Ein Wochenpaket mit ausreichend Daten bekommst du schon ab 4 bis 15 Euro, und nach der Reise musst du nirgendwo etwas zurückgeben. Vor dem Kauf musst du nur überprüfen, dass dein Smartphone die eSIM-Technologie unterstützt und nicht auf einen bestimmten Anbieter gesperrt ist – bei modernen Geräten ist das zum Glück längst Standard.

Die Miete der traditionellen Pocket-WLAN-Box, die früher den Touristenmarkt beherrschte, ergibt heute nur noch für größere Gruppen oder Familien ab drei Personen Sinn. Die Box erzeugt einen Hotspot für alle, sodass sich die Kosten verteilen – du musst dich aber damit abfinden, dass du sie ständig aufladen, im Rucksack mitschleppen und am Ende des Urlaubs nicht vergessen darfst, sie am Flughafen abzugeben oder per Post an den Betreiber zurückzuschicken.

💡 Tipp: Wenn du dich für eine eSIM entscheidest, lade sie in Ruhe zu Hause über schnelles WLAN aufs Handy und aktiviere sie erst im Flugzeug vor der Landung, damit du sofort nach dem Aussteigen Daten für die Navigation zum Hotel hast.

8. Etikette, Onsen und warum man niemals Trinkgeld gibt

Die japanische Gesellschaft funktioniert nach festen Regeln der Rücksichtnahme, und als Tourist solltest du sie respektieren. Grundlage ist das Ausziehen der Schuhe. Ausziehen wirst du dich praktisch überall – außer in modernen Hotels und Läden – beim Betreten von Tempeln, in traditionellen Unterkünften namens Ryokan und oft auch in kleineren Restaurants. Achte auf die erhöhte Stufe am Eingang, den sogenannten Genkan – das ist das klare Signal zum Ausziehen der Schuhe. Besondere Vorsicht gilt bei den Tatami-Matten, die du nicht einmal in Hausschuhen betreten darfst, sondern nur in sauberen Socken.

Der Besuch der traditionellen Thermalbäder Onsen hat ebenfalls seine strengen Regeln. Ins Wasser geht man grundsätzlich ohne Badebekleidung, weshalb Männer und Frauen getrennte Bereiche haben. Bevor du überhaupt in die heiße Quelle steigst, musst du dich gründlich mit Seife auf kleinen Hockern im Duschbereich waschen. Nimm das Handtuch niemals mit ins Wasser – die Japaner legen es sich üblicherweise auf den Kopf, damit es nicht nass wird. Wenn du Tätowierungen am Körper hast, wirst du in die meisten öffentlichen Bäder gar nicht hineingelassen, sodass du spezielle tattoo-freundliche Betriebe suchen oder ein privates Bad namens Kashikiri mieten musst.

Ein weiterer enormer Kulturschock ist das System der Belohnung. In Japan gibt man niemals und unter keinen Umständen Trinkgeld. Weder im Restaurant, noch im Taxi, noch dem Reinigungspersonal im Hotel. Guter Service gilt hier als Selbstverständlichkeit, und der Versuch, Trinkgeld zu geben, wird als grobe Beleidigung empfunden, weil er suggeriert, dass der Arbeitgeber seine Leute schlecht bezahlt.

💡 Tipp: Genauso strenge Regeln gelten für einen ganz normalen Schnupfen. Sich in der Öffentlichkeit die Nase in ein Taschentuch zu putzen, gilt als äußerst unhöflich – die Einheimischen ziehen die Nase lieber ständig hoch oder gehen auf die Toilette.

9. Sprachbarriere und wie man sich verständigt

Stell dich darauf ein, dass das Englischniveau in Japan überraschend niedrig ist. Mit Ausnahme der großen Bahnknotenpunkte, Premium-Hotels und der bekanntesten Touristenattraktionen in Tokio oder Kioto stößt du auf eine starke Sprachbarriere. Die Einheimischen werden zwar mit aller Kraft versuchen, dir zu helfen, doch oft endet das nur bei verlegenem Lächeln und intensiver Gestik.

Deine wichtigste Überlebenswaffe wird die App Google Translate, konkret ihre Funktion zum Fotografieren über die Kamera. Damit scannst du täglich unlesbare Speisekarten in Restaurants, Lebensmitteletiketten im Supermarkt oder die komplizierten Tasten der Klimaanlagen-Fernbedienung im Hotelzimmer. Vergiss nicht, das japanische Wörterbuch für die Offline-Nutzung aufs Handy zu laden, denn in Kellerrestaurants fällt der Handyempfang oft aus.

Auch wenn dir die Technik zur Verfügung steht: Ein paar Grundfloskeln zu lernen öffnet dir die Herzen der Einheimischen. Das allerwichtigste Wort ist Sumimasen, was sowohl „Entschuldigung“ als auch „Verzeihung“ bedeutet – du nutzt es beim Durchdrängen durch die Menge oder beim Rufen des Personals im Restaurant. Das Dankeschön „Arigato gozaimasu“ zaubert jedem Verkäufer ein Lächeln ins Gesicht, und beim Bezahlen im Lokal hilft dir die Floskel „O-kaikei onegai shimasu“.

💡 Tipp: Viele Restaurants haben am Eingang Vitrinen mit perfekten Plastikmodellen der angebotenen Gerichte. Wenn du die Speisekarte nicht verstehst, nimm das Personal einfach mit nach draußen, zeig mit dem Finger auf das gewählte Modell und sag „Kore onegai shimasu“ (Das bitte).

10. Steckdosen, Adapter und die Rettung namens Konbini

Deine europäischen Ladegeräte funktionieren in Japan nicht. Das Land nutzt Steckdosen vom Typ A mit zwei flachen Stiften, die du aus den USA kennst, und zudem beträgt die Spannung hier nur 100 V. Zum Laden von Handy oder Laptop reicht dir ein simpler Plastikadapter für ein paar Euro, denn moderne Elektronik kommt mit der niedrigeren Spannung problemlos zurecht (auf dem Etikett des Ladegeräts findest du die Aufschrift 100–240 V). Wenn du aber leistungsstärkere Geräte von zu Hause mitnehmen willst, brauchen sie einen schweren und teuren Spannungswandler – lass sie also lieber zu Hause.

Ein Grundpfeiler der japanischen Gesellschaft sind die rund um die Uhr geöffneten Läden namens Konbini, wobei die bekanntesten Ketten 7-Eleven, Lawson und FamilyMart sind. Diese Mini-Märkte leuchten an jeder Ecke und retten dir buchstäblich das Leben. Du bekommst hier fantastisches und günstiges Essen, findest Pflaster, saubere Socken und Regenschirme, hebst Geld am Automaten ab oder druckst deine Reservierung für Attraktionen aus. Ihr Standard ist unvergleichlich höher als der jedes europäischen Kiosks.

Ein faszinierendes Element der Straßen sind auch die Getränkeautomaten, auf die du selbst an den unwahrscheinlichsten Orten stößt, mitten im Wald inklusive. Du kaufst dort nicht nur kalte, sondern auch heiße Getränke (mit roter Farbe gekennzeichnet), was in den Wintermonaten die absolute Rettung ist. Zudem akzeptieren die meisten modernen Automaten problemlos die Zahlung mit deiner Suica-Karte, sodass du kein Kleingeld aus den Taschen kramen musst.

💡 Tipp: Wenn du im Konbini eine Lunchbox (Bento) oder das beliebte Reisdreieck (Onigiri) kaufst, fragt dich das Personal automatisch, ob du das Essen in der Mikrowelle aufwärmen möchtest, und legt dir auch Einwegstäbchen dazu.

11. Apps, die dir das Leben retten

Ein Smartphone voller richtiger Apps macht aus einer komplizierten Reise durch Japan ein reibungsloses und problemloses Erlebnis. Die absolute Grundlage ist Google Maps, das hier auf unglaublich detailliertem Niveau funktioniert. Bei der Suche nach einer Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zeigt es dir genau, wie viel die Fahrt kostet, auf welchen Bahnsteig du gehen musst, und rät dir sogar, in welchen U-Bahn-Waggon du am besten einsteigst, um beim Umsteigen am nächsten zu den Rolltreppen zu sein.

Für die Planung längerer Bahnreisen empfehle ich, die hervorragende App Japan Travel by NAVITIME herunterzuladen. Du kannst darin einstellen, welche konkreten Bahnpässe du besitzt, und die App findet dir die genauen Routen und Verbindungen, für die deine Pässe gelten, sodass du unangenehme Nachzahlungen vermeidest. Sie enthält auch Offline-Karten der U-Bahn großer Städte, was du unter der Erde ohne Empfang zu schätzen weißt.

Neben dem bereits erwähnten Google Übersetzer loben viele Reisende auch die App DeepL, die mit den komplexen japanischen Nuancen bei der Übersetzung ganzer Sätze in Textform oft besser zurechtkommt. Für bequeme Shinkansen-Reservierungen lade dir die App smartEX herunter, wo du deine Sitzplätze bequem vom Hotelbett aus zusammenklickst und das Ticket dann einfach mit deiner IC-Karte für den mühelosen Durchgang an der Schranke verknüpfst.

💡 Tipp: Google Maps kann dich sogar durch die riesigen unterirdischen Komplexe der japanischen Bahnhöfe navigieren – schalte es daher gleich beim Aussteigen aus dem Zug ein, um aus dem Labyrinth der Gänge den richtigen Ausgang zur Straße zu finden.

12. Budget: Wie viel kostet Japan pro Tag

Japan galt lange als eines der teuersten Reiseziele der Welt, doch dank der jüngsten wirtschaftlichen Veränderungen und des schwachen Yen ist es heute außergewöhnlich preiswert. Wenn du als sparsamer Rucksacktourist reist, in Hostels schläfst und dich in schnellen Nudellokalen verpflegst, lässt sich dein Tagesbudget locker auf 10.000 bis 15.000 JPY drücken, ohne Kosten für Fahrten zwischen den Städten. Reisende auf der Suche nach dem goldenen Mittelweg mit hübschen 3-Sterne-Hotels und Abendessen in klassischen Lokalen sollten mit etwa 20.000 bis 35.000 JPY pro Person und Tag rechnen.

Vegetarier werden es mit dem Budget und der Essenssuche etwas schwerer haben. Die japanische Küche basiert stark auf dem Fischsud Dashi, der wirklich überall versteckt ist, sogar in scheinbar fleischlosen Nudeln. Die App HappyCow wird für Vegetarier zum wahren Heiligen Gral – mit ihr findest du moderne Lokale mit veganem Ramen oder die traditionelle buddhistische Küche Shojin Ryori in den Tempeln von Kioto. In der Not retten dich Onigiri aus dem Konbini mit einer Füllung aus eingelegter Pflaume Umeboshi oder Algen.

Vergiss nicht, auch die kleinen versteckten Gebühren in deine Pläne einzurechnen. Die Regierung hat neu eine Ausreise-Touristensteuer von 1.000 JPY eingeführt (die aber meist schon geschickt im Preis deines Flugtickets versteckt ist), und einige beliebte Attraktionen und Tempel beginnen langsam mit dem sogenannten Dual Pricing zu experimentieren, bei dem ausländische Touristen einen etwas höheren Eintritt zahlen als die Einheimischen.

💡 Tipp: Eine großartige Möglichkeit, das Budget im Zaum zu halten, sind die Mittagsmenüs in Restaurants namens Teishoku. Während du am Abend im Lokal Tausende Yen liegen lässt, bekommst du mittags ein riesiges Tablett mit Hauptgericht, Reis, Suppe und Salat für ein paar Hundert.

Praktische Zusammenfassung und Richtpreise

Für eine bessere Vorstellung davon, welches Budget du für die Reise einplanen solltest, hier eine Übersicht mit den Durchschnittspreisen gängiger Posten im Jahr 2026. Die Preise können sich natürlich leicht unterscheiden, je nachdem, ob du dich im Zentrum von Tokio oder auf dem abgelegeneren Land befindest.

  • Flasche Wasser am Automaten: 110 bis 150 JPY
  • Kaffee bei Starbucks: rund 450 JPY
  • Schüssel Ramen-Nudeln im normalen Lokal: 800 bis 1.200 JPY
  • Onigiri (Reisdreieck) im Konbini: 120 bis 160 JPY
  • Eine U-Bahn-Fahrt in Tokio: ab 180 JPY je nach zurückgelegter Strecke
  • Eintritt in einen bedeutenden Tempel: 500 bis 1.000 JPY
  • Übernachtung in einem soliden Business-Hotel für zwei: 8.000 bis 14.000 JPY
  • Ein halber Liter lokales Bier vom Fass (Nama Biru): 500 bis 700 JPY

Wohin als Nächstes

Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Japan?

Japan ist das ganze Jahr über wunderschön, aber touristisch am beliebtesten sind die Monate März und April wegen der berühmten Kirschblüte, und dann der Übergang von Oktober zu November, wenn sich die Bäume in satte Herbstfarben färben. Die Sommermonate sollte man lieber meiden, es herrscht eine unerträgliche Luftfeuchtigkeit, die Temperaturen steigen auf extreme Werte und außerdem besteht die Gefahr von Taifunen.

Kann ich in Japan mit einem tschechischen Führerschein ein Auto mieten?

Leider nein, der klassische internationale Führerschein, der in Tschechien ausgestellt wird (gemäß Wiener Übereinkommen), gilt in Japan nicht, da die Japaner ausschließlich das Genfer Abkommen von 1949 anerkennen. Wenn ihr hier fahren möchtet, müsstet ihr euch eine offizielle behördliche Übersetzung eures tschechischen Führerscheins direkt bei der Botschaft oder über die japanische Automobilvereinigung JAF besorgen, was ein zeitaufwändiger und geduldserfordernder Prozess ist.

Ist Japan für Touristen sicher?

Seit jeher gilt Japan als eines der absolut sichersten Länder auf dem gesamten Planeten. Die Straßenkriminalität ist hier nahezu bei null, in Cafés lassen die Leute ganz selbstverständlich ihre Laptops auf dem Tisch liegen, wenn sie zur Toilette gehen, und selbst nächtliche Spaziergänge durch die dunklen Gassen Tokios stellen keinerlei Sicherheitsrisiko dar.

Ist das Leitungswasser trinkbar?

Ja, das Leitungswasser ist in ganz Japan absolut sicher, sehr sauber und trinkbar. In Parks und an Bahnhöfen findet ihr sogar spezielle Trinkbrunnen, also nehmt auf jeden Fall eine wiederverwendbare Flasche mit und spart euch das Geld für den ständigen Kauf von Flaschenwasser aus Automaten.

Was soll ich im Falle eines Erdbebens tun?

Jetzt übersetze ich den tschechischen Text ins Deutsche mit einem natürlichen Reiseblog-Ton:

Japan liegt in einer seismisch sehr aktiven Region und kleinere Beben gehören dort zur Tagesordnung. Solltest du ein stärkeres Erdbeben spüren, bewahre unbedingt Ruhe, versteck dich unter einem stabilen Tisch, schütze deinen Kopf und warte ab, bis die Erschütterungen vorüber sind. Moderne Gebäude sind so konstruiert, dass sie enormen Schwankungen standhalten, und die Japaner sind für solche Situationen perfekt trainiert – es reicht also, ihr Verhalten zu beobachten und ihnen zu folgen.

Wie ist das mit der Nutzung von Drohnen?

Die Regeln für Drohnenflüge sind in Japan extrem streng. Das Fliegen ist flächendeckend verboten in dicht besiedelten Gebieten, über Parks, Sehenswürdigkeiten und in der Nähe von Flughäfen, was praktisch alle Orte abdeckt, die ihr filmen möchtet. Wenn ihr keine komplizierte Sondergenehmigung von den Behörden eingeholt habt, empfehle ich euch, die Drohne lieber zu Hause im Schrank eingeschlossen zu lassen.

Wo bekomme ich am besten Tickets für Attraktionen?

Die beliebtesten Orte wie teamLab Planets, Tokyo Skytree oder die Universal Studios in Osaka sind oft Wochen im Voraus ausverkauft. Die einfachste Lösung für Touristen ist der Kauf elektronischer Tickets über Plattformen wie GetYourGuide oder Klook, wo ihr alles übersichtlich auf Englisch habt und die Tickets einfach in die mobile App ladet, ohne etwas ausdrucken zu müssen.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Buckingham Palace: Tickets, Wachablösung & Tipps für 2026

TL;DRDie State Rooms im Buckingham Palace sind 2026 nur vom 9. Juli bis 27. September für Besucher geöffnet. Das Ticket im Vorverkauf kostet 33 Pfund pro Erwachsenem, die Besichtigung dauert 2 bis 2,5 Stunden. Die berühmte Wachablösung ist kostenlos und findet montags, mittwochs und freitags um 11:00 Uhr sowie sonntags um 10:00 Uhr statt. Direkt am Haupttor siehst du allerdings vor allem Hinterköpfe – einen besseren Blick bieten die Treppen am Victoria Memorial oder die Wellington Barracks. Das Kombiticket Royal Day Out (Palast, Royal Mews und King’s Gallery) kommt auf 65,70 Pfund. Ob der König gerade zu Hause ist, erkennst du an der Flagge über dem Palast: Die königliche Standarte bedeutet, er ist da, der Union Jack, dass er unterwegs ist.

Wenn man an London denkt, kommt den meisten sofort der Buckingham Palace in den Sinn – die Residenz des britischen Monarchen und eines der bekanntesten Gebäude der Welt. Wir kamen einst nach einem Jahr in Kanada nach London und erkundeten die ganze Stadt damals mit dem Fahrrad, während wir kräftig sparten. Bezahlte Führungen standen deshalb nicht auf dem Programm, doch der Palast hat den Zauber, dass einen seine Majestät schon beim Näherkommen ans Haupttor umfängt.

Bei der Vorbereitung auf unsere nächste Reise habe ich allerdings festgestellt, dass der Besuch des Palasts strenge Regeln hat. Wer sich nicht vorab informiert, kann vor Ort ziemlich enttäuscht werden. Die meisten Leute ahnen nämlich gar nicht, dass die berühmte Wachablösung vom Haupttor aus eigentlich furchtbar schlecht zu sehen ist, oder dass man nur im Sommer ins Innere gelangt. Um die gesamte Residenz ranken sich schlichtweg viele Mythen.

Deshalb habe ich für euch diesen ultimativen Guide zusammengestellt. Darin erfahrt ihr alles Wichtige – von den genauen Ticketpreisen und den besten Fotostellen bis hin zu faszinierenden Geschichten darüber, wie ein Eindringling ins Schlafzimmer der Königin gelangte. Zückt eure Notizen, wir gehen planen, damit ihr aus der königlichen Residenz das absolute Maximum herausholt.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Ins Innere nur im Sommer: Die State Rooms sind für die Öffentlichkeit rund zehn Wochen im Jahr zugänglich, dieses Jahr vom 9. Juli bis 27. September.
  • Die Wachablösung findet nicht täglich statt: Die Zeremonie läuft montags, mittwochs und freitags um 11:00 Uhr sowie sonntags um 10:00 Uhr. Bei starkem Regen wird sie auch kurzfristig abgesagt.
  • Meidet das Gitter: Bei der Wachablösung seht ihr vom Haupttor aus vor allem die Hinterköpfe anderer Touristen. Bessere Sicht bieten die Stufen des Victoria Memorial oder die nahe gelegene Kaserne.
  • Achtet auf die Flagge: Weht über dem Dach die bunte königliche Standarte (Royal Standard), ist der König zu Hause. Seht ihr die britische Flagge (Union Jack), ist der Monarch unterwegs.
  • Kauft die Tickets im Voraus: Tickets vor Ort sind teurer und schnell vergriffen. Eine Online-Buchung ist absolut ein Muss.
  • Für Familien mit Kindern: Die langwierige Wachablösung langweilt Kinder oft, viel mehr begeistern sie die königlichen Kutschen in den Royal Mews.

Buckingham Palace Tickets und Öffnungszeiten 2026

Das ist die absolut entscheidende Info: Die Innenräume, die sogenannten State Rooms, sind für die Öffentlichkeit NUR im Sommer geöffnet, und zwar vom 9. Juli bis 27. September 2026. Den Rest des Jahres habt ihr schlicht Pech, denn der Palast läuft dann auf Hochtouren und der König residiert dort. Wer außerhalb dieser Sommer-Hauptsaison anreist, muss sich mit einem Foto durchs Gitter begnügen.

Ihr wollt die Räume sehen, in denen Staatsbesuche empfangen werden? Der Rundgang ist als eigenständige Route für etwa 2 bis 2,5 Stunden angelegt, und im Ticketpreis ist bereits ein hervorragender Audioguide enthalten. Vor Ort gekaufte Tickets sind immer etwas teurer und vor allem blitzschnell ausverkauft. Kauft sie daher lieber rechtzeitig online, damit ihr nicht mit leeren Händen dasteht.

KategorieVorverkaufVor OrtUngefähr in €
Erwachsene (25+)£33£37~38 / 43 €
Junge Erwachsene (18–24)£21,50~£23–25~25 €
Kind (5–17)£16,50~£18–20~19 €
Unter 5 Jahrenkostenlos0 € (Reservierung nötig)

Wenn ihr mit Kindern nach London reist, bietet die offizielle Website gelegentlich günstigere Familientickets an. Deren genaue Höhe und Bedingungen ändern sich allerdings gerne. Prüft das deshalb lieber direkt im Warenkorb auf der offiziellen Seite, bevor ihr bezahlt.

Der Palast bietet aber noch weitere Attraktionen, die separat bezahlt werden. Der Einzeleintritt in die königlichen Stallungen Royal Mews kostet Erwachsene £18. Ein Ticket für die The King’s Gallery kostet £22, und dieses Jahr läuft dort eine einzigartige Ausstellung über das Leben von Elizabeth II. Wer wirklich alles sehen und den ganzen Tag hier verbringen möchte, greift zum Kombiticket Royal Day Out für £65,70.

Fasziniert dich der berühmte Balkon, von dem aus die Königsfamilie regelmäßig winkt? Neuerdings kann man gegen Aufpreis eine Premium-Führung durch den East Wing buchen, dank der du sogar in den Centre Room direkt hinter dem Balkon gelangst. Das Ticket kostet ungefähr stolze £93, prüfe zur Sicherheit aber den aktuellen Betrag auf rct.uk. Als kleine Kuriosität sei erwähnt, dass Briten mit bestimmten Sozialleistungen Anspruch auf Tickets für ein symbolisches Pfund haben.

Eingelassen wird man immer in exakten Fünfzehn-Minuten-Slots, sodass man kein endloses Gedränge fürchten muss. Die wenigsten Leute triffst du, wenn du dir gleich den allerersten Einlass am Morgen sicherst.

ZeitraumÖffnungszeiten
9. 7. – 31. 8. 2026täglich 9:30–19:30
1. 9. – 27. 9. 2026kürzere Tage (genaue Zeiten des letzten Einlasses auf rct.uk)

💡 Mein Tipp: Tickets für die State Rooms kaufst du ausschließlich auf der offiziellen Website des Royal Collection Trust. Über das Portal GetYourGuide lassen sich dagegen prima verschiedene Rundfahrten und Kombinationen mit anderen Londoner Attraktionen buchen.

Wann nach London und zum Palast reisen

Wenn ihr die Innenräume sehen wollt, habt ihr eigentlich keine Wahl und müsst in den Sommermonaten anreisen. Die Königsfamilie fährt in dieser Zeit nach Schottland auf Schloss Balmoral, und der Palast öffnet sich für rund zehn Wochen der Öffentlichkeit. Das bedeutet allerdings, dass ihr euch mit den größten Touristenmassen herumschlagen müsst – ein gehöriges Maß an Geduld ist hier also wirklich angebracht.

Für die bloße Besichtigung von außen sind Frühling oder Herbst ideal. Die Londoner Parks ringsum sind wunderschön verfärbt und die Temperaturen laden zu langen Spaziergängen ein. Die Wachablösung findet ganzjährig statt, doch im Winter tragen die Soldaten graue Mäntel, die auf Fotos nicht so effektvoll wirken wie die traditionellen roten Sommeruniformen.

Zum Tor selbst empfehle ich, früh morgens oder eher spät am Nachmittag zu kommen. Am Vormittag strömen die Massen wegen der Wachablösung her und der Platz vor dem Palast platzt aus allen Nähten. Dagegen könnt ihr das Gebäude im Abendlicht in relativer Ruhe und mit viel schönerer Atmosphäre fotografieren.

Buckingham Palace Wachablösung: wo stehen, um nicht nur Rücken zu sehen

Die berühmte Wachablösung, das Changing of the Guard, ist in London ein absoluter Klassiker. Ein riesiger Vorteil ist, dass diese Parade völlig kostenlos ist und du kein Ticket dafür brauchst. Du musst einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Es gibt aber einen großen Haken, an dem sich viele Touristen die Zähne ausbeißen.

Die meisten Reiseführer vergessen nämlich, dir das Wichtigste zu sagen. Wenn du dich direkt ans vordere Gitter des Palasts stellst, siehst du wahrscheinlich nur die Rücken der Leute vor dir und das mächtige Tor. Die eigentliche Zeremonie spielt sich nämlich ziemlich weit hinter dem Zaun im Innenhof ab. Wer nicht mindestens 90 Minuten vorher hier ist, geht meist ziemlich enttäuscht wieder.

Wo ist also der beste Platz? Steuere direkt die Stufen des Denkmals Victoria Memorial an, das genau vor dem Palast steht. Es ist ein erhöhter Standort, sodass du prima über die Köpfe der Menge hinweg sowohl den Palast selbst als auch das Kommen und Gehen der Wachen sehen kannst. Die beste Sicht bietet die dem Palast zugewandte Seite des Denkmals, doch diese füllt sich am allerschnellsten – sei in den Sommermonaten daher schon gegen 10:15 Uhr dort.

Der Zeitplan hat sich 2026 zudem etwas verändert und die Wachablösung findet nicht mehr täglich statt. Montags, mittwochs und freitags beginnt alles um 11:00 Uhr, während sich sonntags der Ablauf der Zeremonie ändert und schon um 10:00 Uhr gestartet wird. Die gesamte Zeremonie dauert rund 45 Minuten. Überprüfe das konkrete Datum aber immer im offiziellen Kalender, denn die Pläne ändern sich gerne.

Das englische Wetter kann einem einen Strich durch die Rechnung machen, sodass die Zeremonie bei starkem Regen gnadenlos abgesagt wird. Die Entscheidung fällt manchmal buchstäblich in letzter Minute, ruhig auch erst um 10:45 Uhr. Deshalb lohnt es sich, einen Plan B in der Hinterhand zu haben, falls es gerade wie aus Eimern schüttet.

Wenn du riesige Menschenmengen nicht ausstehen kannst, gibt es viel cleverere Alternativen. Versuch es gegen 10:45 Uhr an der Kaserne Wellington Barracks am Birdcage Walk. Hier kannst du aus nächster Nähe und ohne Gedränge das Antreten und die Inspektion der neuen Wache beobachten, noch bevor sie überhaupt losmarschiert. Ein toller Anblick ist auch die breite Prachtstraße The Mall, durch die die Wachen mit Musik marschieren und du sie wie auf dem Präsentierteller vor dir hast.

Eine weitere absolut großartige Möglichkeit ist die Wachablösung auf der Horse Guards Parade. Sie ist zwar eine etwas kürzere Zeremonie von etwa 30 Minuten, aber hier gibt es nur ein Minimum an Touristen. Es reicht völlig, wenn du zehn Minuten vor Beginn eintriffst, und du hast trotzdem einen luxuriösen Platz in der ersten Reihe. So entgehst du dem schlimmsten Wahnsinn, der am Hauptpalast herrscht.

Das ist übrigens ein genialer Tipp für Familien mit Kindern. Für die Kleinen ist das Gedränge in der Menge am Haupttor des Buckingham Palace reine Frustration, weil sie durch die Erwachsenen einfach gar nichts sehen. An den Horse Guards oder Wellington Barracks nehmen sie dagegen ein tolles Erlebnis mit und du sparst dir die Nerven.

Wo in der Nähe des Buckingham Palace übernachten

In Gehweite der Residenz des britischen Monarchen zu wohnen bedeutet, dass ihr euch in den prestigeträchtigsten Vierteln Londons befindet, etwa Westminster oder St James’s. Die Preise sind hier logischerweise höher, dafür spart ihr aber viel Zeit beim Pendeln mit der U-Bahn und habt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten praktisch um die Ecke.

Wer echten Luxus mit Geschichte sucht, reserviert eine Übernachtung im The Goring. Dieses ikonische Hotel liegt nur wenige Schritte vom Palast entfernt und trägt sogar ein königliches Siegel – schon die Königinmutter mochte es, und Prinzessin Kate verbrachte hier die Nacht vor ihrer Hochzeit. Eine weitere fantastische Wahl für Anspruchsvolle ist das The Rubens at the Palace, das direkt gegenüber den königlichen Stallungen steht und Zimmer mit atemberaubendem Blick auf die Palastmauern bietet.

Für Liebhaber moderner Eleganz kombiniert mit Klassik empfehle ich das Sofitel London St James oder das nahe gelegene Conrad London St James. Beide Hotels bieten erstklassigen Service und liegen in angenehmer Gehweite zur The Mall und den umliegenden Parks. Ein tolles Boutique-Erlebnis bietet dann das versteckte St. James’s Hotel and Club, das mit einem fantastischen Restaurant und einer unglaublich ruhigen Atmosphäre punktet.

Wenn ihr ein begrenzteres Budget habt, aber trotzdem strategisch günstig wohnen möchtet, schaut euch das Premier Inn London Victoria an. Dieses Hotel bietet saubere und moderne Zimmer zu einem vernünftigen Preis, liegt direkt am Bahnhof Victoria, und zum Palast lauft ihr bequem in knapp zehn Minuten. Hotels empfehle ich immer weit im Voraus über Booking zu reservieren, denn die Kapazitäten im Londoner Zentrum verschwinden im Blitztempo.

10 Tipps, was am Buckingham Palace zu sehen und zu tun ist

1. Wachablösung ohne Enttäuschung und Menschenmassen

Die Wachablösung (Changing of the Guard) ist wohl das meistgesuchte Ereignis in ganz London. Alle wollen die Soldaten in ihren roten Röcken mit den riesigen Bärenfellmützen sehen. Die Realität ist aber, dass die meisten Besucher, die sich direkt ans Haupttor des Palasts stellen, enttäuscht wieder gehen. Von diesem Platz aus siehst du nämlich vor allem die Hinterköpfe anderer Leute, ein Stück Eisentor, und die eigentliche Zeremonie spielt sich zu weit weg im Innenhof ab.

Erfahrene Reisende raten deshalb, einen strategischeren Platz zu wählen. Der beste sind die Stufen des Victoria Memorial direkt gegenüber dem Palast. Hier stehst du erhöht über der Menge und hast einen schönen Überblick über das Kommen der Wachen und das Geschehen hinter dem Zaun. Du musst aber etwa um 10:15 Uhr eintreffen, um dir einen guten Platz zu sichern. Sobald die Zeremonie beginnt, kommst du aus der Menge nicht mehr heraus.

💡 Tipp: Wenn du Gedränge nicht ausstehen kannst, lass den Palast links liegen und geh zu den nahe gelegenen Wellington Barracks am Birdcage Walk. Gegen 10:45 Uhr siehst du hier das Antreten und die Inspektion der neuen Wache schön aus der Nähe und mit deutlich weniger Touristen. Eine noch bessere Alternative ist die Zeremonie auf der Horse Guards Parade, die nur dreißig Minuten dauert, wo nicht so ein Andrang herrscht und du die Soldaten buchstäblich in Griffweite hast.

Bedenkt außerdem, dass die Wachablösung am Palast nicht täglich stattfindet. Der aktuelle Zeitplan für dieses Jahr sieht Montag, Mittwoch und Freitag um 11:00 Uhr sowie Sonntag um 10:00 Uhr vor. Alles kann sich zudem ändern, und bei starkem Regen wird die Veranstaltung gnadenlos abgesagt, ruhig erst um 10:45 Uhr. Prüft vor der Reise deshalb immer den aktuellen Kalender auf der offiziellen Website der Household Division.

2. Woran man erkennt, dass der König zu Hause ist

Das ist so ein super praktisches Detail, mit dem ihr eure Mitreisenden beeindrucken könnt. Viele Leute glauben, dass ihnen der König aus dem Fenster winkt, sobald sie am Palast ankommen. In Wirklichkeit erkennt ihr, ob der Monarch physisch im Gebäude anwesend ist, mit einem einzigen Blick auf das Dach.

Weht am Hauptmast die bunte königliche Standarte (Royal Standard) mit Löwen und irischer Harfe, bedeutet das, dass Charles III. gerade zu Hause ist. Diese Flagge wird übrigens niemals auf halbmast gesetzt, nicht einmal beim Tod des Monarchen, denn der Thron ist niemals leer.

Reist der König auf ein anderes Anwesen oder ins Ausland, weht über dem Palast die klassische britische Flagge, also der bekannte Union Jack. Interessant ist, dass dieser Brauch mit der britischen Nationalflagge erst 1997 eingeführt wurde. Früher galt, dass der Mast einfach leer blieb, wenn der Monarch nicht zu Hause war.

3. Besuch der State Rooms (Staatsgemächer)

Wie schon erwähnt, öffnen sich die Innenräume des Palasts nur für einen kurzen Sommerzeitraum. Dieses Jahr fällt das auf den Zeitraum vom 9. Juli bis 27. September. Ihr durchschreitet neunzehn atemberaubende Säle, die für offizielle Staatsbesuche und Zeremonien dienen. Ihr seht den berühmten Thronsaal (Throne Room) mit dramatischem Bogen, den riesigen Ballsaal (Ballroom) sowie die Gemäldegalerie mit Werken von Rembrandt oder Rubens.

Der Eintritt für Erwachsene kostet im Vorverkauf 33 Pfund (ca. 38 €), junge Leute bis 24 Jahre zahlen 21,50 Pfund und Kinder 16,50 Pfund. Tickets vor Ort sind einige Pfund teurer, aber vor allem meist hoffnungslos ausverkauft. Der Rundgang selbst läuft ohne Live-Guide, im Preis erhaltet ihr aber einen tollen Audioguide, und er dauert etwa zwei bis zweieinhalb Stunden.

💡 Buchungstipp: Viele Leute kaufen Tickets über Vermittler, was bei verschiedenen Kombi-Führungen Sinn ergibt. Wenn ihr aber nur ein Basisticket wollt, schaut zuerst auf die offizielle Website des Royal Collection Trust. Für weitere Aktivitäten in London könnt ihr dann die Suchmaschine GetYourGuide nutzen, wo ihr super Tipps für Rundfahrten oder Ausflüge aufs Land findet. Das Fotografieren in den Sälen ist übrigens meist streng eingeschränkt oder ganz verboten, rechnet also damit, dass ihr die Eindrücke vor allem im Gedächtnis speichert.

4. East Wing und der berühmte Balkon, den die ganze Welt kennt

Der Ostflügel (East Wing) mit jenem berühmten Balkon war eigentlich kein Teil des ursprünglichen Baus. Er wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts auf Wunsch von Königin Victoria angebaut, weil der Palast für ihre wachsende Familie schlichtweg zu klein war. Den Balkon entwarf Prinz Albert selbst, und Königin Victoria winkte von dort erstmals 1851 bei der Eröffnung der Weltausstellung den Menschenmassen zu.

Seitdem wurde er zum Symbol der britischen Monarchie. Genau hier spielte sich der historische Moment am 8. Mai 1945 ab, als König George VI., Königin Elizabeth und die damals jungen Prinzessinnen vor die jubelnde Menge traten, um das Kriegsende in Europa zu feiern. An jenem Tag erschienen sie gleich achtmal auf dem Balkon, einmal sogar an der Seite von Premierminister Winston Churchill.

Heute dient der Balkon vor allem bei königlichen Hochzeiten, Jubiläen und den Geburtstagsfeiern im Juni. Seit 2024 finden zudem spezielle Führungen durch den Ostflügel statt, die auch einen Besuch des sogenannten Centre Room einschließen. Genau aus diesem Raum betritt man den Balkon selbst, sodass ihr mit denselben Augen auf die The Mall blicken könnt wie die Mitglieder der Königsfamilie. Diese Führungen sind allerdings teurer und sehr schnell vergriffen.

5. The Royal Mews und die überwältigende goldene Kutsche

Wenn ihr mit Kindern reist, wird sie die Wachablösung selbst wahrscheinlich nach ein paar Minuten langweilen. Ein viel besseres Erlebnis für sie sind die königlichen Stallungen namens The Royal Mews. Es handelt sich um funktionierende Stallungen, in denen die Pferde versorgt und all die prächtigen historischen Kutschen aufbewahrt werden, die wir bei festlichen Anlässen im Fernsehen sehen.

Der absolute Höhepunkt des Rundgangs ist der Gold State Coach, eine riesige goldene Kutsche, über 260 Jahre alt. Sie wird bei jeder Krönung schon seit den Zeiten von George IV. verwendet, und sie live zu sehen ist wirklich der Hammer. In echt ist sie überraschend riesig und die detaillierten Verzierungen sind atemberaubend. Kinder finden hier zudem interaktive Ecken mit einem Holzpony und Ausmalbildern.

Der Eintritt in die Stallungen kostet für Erwachsene 18 Pfund (rund 21 €) und sie haben von März bis November geöffnet. Familien können die aktuellen Preispakete direkt auf der offiziellen Website prüfen. Beachtet nur eine ehrliche Warnung: Es handelt sich um funktionierende Stallungen, sodass die Pferde zum Zeitpunkt eures Besuchs möglicherweise nicht da sind, wenn sie gerade andere Pflichten haben.

6. The King’s Gallery und künstlerische Schätze

Direkt neben dem Palast findet ihr die The King’s Gallery, früher unter dem Namen der Königin bekannt. Diese Galerie beherbergt regelmäßig wechselnde Ausstellungen von Kunstwerken aus der riesigen königlichen Sammlung (Royal Collection). Es ist ein idealer Ort für Kunstliebhaber, die außerhalb der Sommersaison nach London reisen, wenn die Haupt-State-Rooms geschlossen sind.

Dieses Jahr bietet eine faszinierende Ausstellung über Leben und Stil von Elizabeth II. Ihr seht hier Hunderte Objekte, von denen viele erstmals überhaupt der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das Ticket für Erwachsene kostet 22 Pfund, junge Leute zahlen 14 Pfund und Kinder 11 Pfund.

Der Vorteil der Galerie ist, dass ihr einen Multimedia-Guide im Preis habt und die Räume nicht so riesig sind, sodass der Besuch euch nicht völlig erschöpft. Wenn ihr die State Rooms, die Stallungen und die Galerie an einem Tag besuchen wollt, lohnt es sich, das Kombiticket Royal Day Out zu kaufen, das knapp 66 Pfund kostet und euch viel Geld spart.

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in London übernachten kann
6 Unterkünfte — Wellnesshotels, Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

7. Der königliche Garten und vegetarische Köstlichkeiten im Garden Café

Der Garten des Buckingham Palace hat unglaubliche 39 Acre (rund 16 Hektar) und ist damit der größte private Garten in ganz London. Er ist buchstäblich eine Oase mitten in der Stadt, wo ihr über tausend Bäume, einen riesigen See und sogar einen Tennisplatz findet. Am See lebte früher sogar eine Kolonie rosa Flamingos, bis der gesamte Schwarm 1996 leider von einem Fuchs getötet wurde.

Interessant ist, dass auf einer kleinen Insel mitten im See vier Bienenstöcke stehen. Die einheimischen italienischen Bienen produzieren jährlich rund 160 Gläser goldenen Honig, der direkt in die königliche Küche wandert. Während des Sommers, wenn die State Rooms geöffnet sind, durchquert ihr am Ende des Rundgangs genau einen Teil dieses Gartens.

Auf der Terrasse am Ausgang gibt es zudem das saisonale Garden Café, wo ihr euch mit Blick auf den Rasen ausruhen könnt. Ich empfehle euch wärmstens, ihren fantastischen „Plant Power“-Salat mit Quinoa und Linsen oder die mediterrane Gemüse-Quiche zu probieren. Es gibt hier auch tollen Kaffee, und für Süßschnäbel machen sie ein hervorragendes pflanzliches Vanilleeis. Kurzum ein idealer Abschluss der königlichen Besichtigung.

8. Die Geschichte des Eindringlings im Schlafzimmer (Fakt vs. Legende)

Um den Palast ranken sich viele unglaubliche Geschichten, aber die vom 9. Juli 1982 klingt wie ein Filmdrehbuch. Ein gewisser Michael Fagan kletterte damals über die vier Meter hohe Mauer, kraxelte ein Fallrohr hinauf und gelangte bis direkt ins Schlafzimmer der schlafenden Königin Elizabeth II. Der Bewegungsmelder löste zwar Alarm aus, aber die Polizei hielt ihn für defekt und stellte ihn leiser.

Jahrelang kursierte die Legende, dass sich Fagan auf die Bettkante der Königin setzte und sie sich lange unterhielten, bis Hilfe eintraf. Fagan selbst widerlegte diesen Mythos aber in späteren Interviews. In Wirklichkeit wartete die Königin auf nichts, sondern verließ schnell barfuß das Zimmer und rief die Sicherheit.

Am bizarrsten an allem ist, dass es nicht Fagans erster Einbruch war. Schon einen Monat zuvor war er in den Palast eingedrungen, hatte Käse und Kekse gegessen, etwas Wein getrunken und war unbemerkt wieder gegangen. Die damaligen Gesetze klassifizierten einen Einbruch in den Palast nicht als Straftat, sodass er lediglich wegen des Diebstahls jenes Weins angeklagt wurde. Der gesamte Vorfall führte jedenfalls zu einer riesigen Reform der königlichen Sicherheit.

9. Der Palast im Zweiten Weltkrieg

Die Geschichte dieses Gebäudes ist nicht nur mit pompösen Festen verbunden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Palast Opfer der deutschen Bombardierung und gleich neunmal von Bomben getroffen. Der schlimmste Angriff kam im September 1940, als eine Bombe die Palastkapelle komplett zerstörte, während sich König George VI. und seine Frau ganz in der Nähe in der Residenz aufhielten.

Das Königspaar weigerte sich damals, London zu verlassen, obwohl ihre Töchter im sichereren Windsor untergebracht waren. Königin Elizabeth (die spätere Königinmutter) sprach nach der Zerstörung der Kapelle ihren heute schon legendären Satz aus: „Ich bin froh, dass wir bombardiert wurden. Endlich habe ich das Gefühl, den Menschen aus dem East End direkt in die Augen sehen zu können.“

Genau diese Entscheidung, in der zerstörten Stadt zu bleiben und das Kriegsschicksal mit den gewöhnlichen Londonern zu teilen, stärkte die Popularität der Monarchie enorm. Der Ort, an dem die zerstörte Kapelle stand, wurde nach dem Krieg umgebaut, und heute befindet sich dort genau die Queen’s Gallery, also die heutige The King’s Gallery.

10. Faszinierende Zahlen und die große Renovierung

Beim Lesen verschiedener Reiseführer stoßt ihr oft auf die veraltete Angabe, dass der Palast rund 660 Zimmer hat. Die offiziellen Zahlen sind aber viel beeindruckender. Der Buckingham Palace verbirgt insgesamt 775 Räume, davon 19 repräsentative Säle, 52 königliche Schlafzimmer und unglaubliche 78 Badezimmer. Dazu kommen 1.514 Türen und 760 Fenster, die alle sechs Wochen geputzt werden müssen.

Damit diese riesige Maschinerie weiter funktioniert, läuft aktuell ein enormes zehnjähriges Programm namens Reservicing. Es begann 2017 und sein Ende ist genau für 2027 geplant. Ziel ist der komplette Austausch veralteter Elektroinstallationen, Rohrleitungen, Aufzüge und Kessel, von denen viele noch aus den Fünfzigerjahren stammen.

Dieses Riesenprojekt verschlingt astronomische 369 Millionen Pfund, was in Großbritannien ziemlich leidenschaftliche Debatten auslöste. Für euch als Besucher bedeutet das nur eines: Manche Teile des Palasts können während eurer Reise hinter Gerüsten verborgen sein. Lasst euch davon aber keinesfalls abschrecken – trotz der laufenden Arbeiten bewahrt das Gebäude seine unübersehbare Majestät.

Woran man erkennt, dass der König zu Hause ist

Über dem Palast weht immer eine Flagge, und genau die verrät dir, ob der Monarch drinnen ist. Immer wenn du am Mast die bunte königliche Standarte (Royal Standard mit Löwen und Harfe) siehst, bedeutet das, dass der amtierende König gerade zu Hause ist. Es ist eine alte Regel, die früher bedeutete, dass der Mast leer blieb, wenn der Monarch unterwegs war.

Das änderte sich aber 1997 nach dem Tod von Prinzessin Diana. Seitdem gilt, dass über dem Palast die britische Nationalflagge weht, also der berühmte Union Jack, wenn der König nicht anwesend ist. Die königliche Standarte wird zudem niemals auf halbmast gesetzt, denn der Thron ist aus historischer Sicht niemals leer.

Es ist zwar nur eine visuelle Kleinigkeit, aber in London sorgt sie immer zuverlässig für Vergnügen. Besonders Kinder lieben dieses Detail und erforschen schon von Weitem begeistert, welcher Stoff im Wind flattert. So kannst du mit ihnen leicht echte Kenner der Hofetikette spielen.

Wie man zum Buckingham Palace gelangt

Zum Palast gelangst du ganz einfach, und am besten kommst du mit der ganz normalen U-Bahn. Steig an der Station Green Park aus, von wo dich ein etwa achtminütiger und sehr angenehmer Spaziergang direkt durchs Grüne erwartet. Als weitere logische Möglichkeiten bieten sich die nahe Station Victoria oder die Haltestelle St James’s Park an. Die Verbindung suchst du lieber vorab über die offizielle Website von Transport for London heraus.

Den Besuch des Palasts empfehle ich als breiteren Fußrundgang anzulegen, denn du verbindest ihn wunderbar mit der Umgebung. An einem gemütlichen Vormittag lässt sich die legendäre rote Prachtstraße The Mall und beide angrenzenden Parks ablaufen. Es besteht kein Grund zur Eile, außerdem triffst du unterwegs jede Menge freche Eichhörnchen und Wasservögel.

💡 Ich habe auch einen Geheimtipp für ein Foto für dich. Die allerschönste Aussicht auf den Palast bietet sich angeblich nicht von vorne durch das Gitter, sondern vom Teich im St James’s Park. Über die Wasseroberfläche siehst du das Victoria Memorial exakt zwischen den Bäumen eingerahmt, und Touristenmassen verderben dir das Foto nicht.

Wenn du Tickets für die State Rooms hast, achte auf die Größe deines Gepäcks. Alle Rucksäcke oder Taschen größer als das Format A4 musst du gleich am Eingang in der Garderobe abgeben. Diese steht glücklicherweise völlig kostenlos zur Verfügung, du musst also keine weiteren unangenehmen Gebühren fürchten.

Geschichten, die der Palast verbirgt

Der Mann, der neben der Königin aufwachte

Im Jahr 1982 ereignete sich einer der bizarrsten Sicherheitsskandale der britischen Geschichte. Ein gewisser Michael Fagan kletterte über die Palastmauer und drang trotz der Wachen unbemerkt bis ins persönliche Schlafzimmer von Königin Elizabeth II. vor. Das klingt wie eine Szene aus einer verrückten Komödie, aber die Sicherheit der Residenz versagte damals schlichtweg komplett.

Jahrelang kursierte dann unter den Leuten die populäre Legende, dass die Monarchin einen kühlen Kopf bewahrte und sich lange am Bettrand mit dem Eindringling unterhielt. Fagan selbst gab aber 2012 in einem Interview zu, dass die Realität viel prosaischer war.

Die Königin wartete ihm zufolge auf nichts, sondern lief schnell barfuß aus dem Zimmer, um auf dem Flur Hilfe zu rufen. Dieser dreiste Morgenbesuch bedeutete jedenfalls, dass die Sicherheitsmaßnahmen des Palasts von Grund auf umgekrempelt und verschärft werden mussten.

Der Balkon, den die ganze Welt kennt

Als der Palast 1847 unter Königin Victoria radikal umgebaut wurde, kam Prinz Albert auf die Idee, dass das Gebäude einen zentralen Balkon haben sollte. Ursprünglich gab es hier nämlich nur einen offenen Innenhof, der sich gerade durch den Anbau des neuen Ostflügels schloss. Genau von diesem Balkon winkt die Königsfamilie heute bei allen wichtigen Ereignissen, von Hochzeiten bis zur Juni-Parade Trooping the Colour.

Einen der stärksten Momente erlebten die Briten hier am Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 während des sogenannten VE Day. Die Königsfamilie erschien damals gleich achtmal am Tag vor der jubelnden Menge. Bei einem dieser historischen Auftritte gesellte sich sogar Premierminister Winston Churchill zu ihnen.

Für einen normalen Sterblichen ist der Balkon selbst logischerweise unzugänglich. Wenn du dir aber im Sommer die teuerste Premium-Führung durch die Innenräume leistest, lugst du zumindest in den sogenannten Centre Room, der sich genau dahinter befindet.

Der Palast in Kriegszeiten

Der Buckingham Palace bekam es während der nächtlichen Bombardierung Londons wirklich hart ab und kassierte insgesamt neun Volltreffer. Eine der zerstörerischen Bomben machte sogar die Palastkapelle dem Erdboden gleich.

König George VI. und Königin Elizabeth weigerten sich damals, in Sicherheit zu fliehen, und blieben trotz enormem persönlichen Risiko in der Hauptstadt. So wollten sie den einfachen Menschen zeigen, dass sie im schlimmsten Leid mit ihnen im selben Boot saßen.

Die Königin sprach damals einen berühmten und sehr starken Satz aus, der in die britischen Geschichtsbücher einging. Sie erklärte nämlich, dass sie über die Bombardierung eigentlich froh sei, weil sie nun endlich dem zerstörten East End direkt in die Augen sehen könne.

Der geheime Garten hinter dem Palast

Direkt hinter dem riesigen Gebäude versteckt sich der größte private Garten Londons, der sich über beachtliche 39 Acre erstreckt. Ihr findet darin nicht nur einen riesigen gepflegten Rasen für die berühmten Gartenpartys, sondern sogar einen großen privaten See mit zwei Inseln.

Lange Jahre zierte diese grüne Oase mitten in der Metropole ein Schwarm rosa Flamingos, die dem Ort ordentlich Exotik verliehen. Im Jahr 1996 kämpfte sich hier aber leider ein hungriger Fuchs durch und tötete alle Vögel bis auf den letzten.

Heute ist es auf dem Inselchen mitten im See etwas sicherer, und hier haben die Bienen das Sagen. Die königlichen Gärtner kümmern sich hier gewissenhaft um vier Bienenstöcke, aus denen sie jährlich rund 160 Gläser exklusiven hauseigenen Honig schleudern.

Wo man am Palast essen kann

Wenn du Tickets für das Innere hast, findest du auf der Terrasse mit Seeblick das sommerliche Garden Café. Für uns ist absolut entscheidend, dass es tolles vegetarisches Essen anbietet, sodass wir keinen Hunger leiden müssen. Sie legen Wert auf pflanzliche Köstlichkeiten, vom Salat mit Quinoa und Linsen über mediterrane Quiche bis hin zu Vanilleeis ohne Palmfett. Wenn du dagegen mit jemandem reist, der auf einen klassischen Nachmittagstee mit Fleisch- oder Fischsandwiches steht, finden sich diese im Angebot natürlich auch.

Wer den Palast nur von der Straße bewundert, hat rundherum endlose Parkflächen wie geschaffen für ein Mittagessen im Gras. Es reicht, Essen zum Mitnehmen zu kaufen und sich einen ruhigen Platz im benachbarten St James’s Park zu suchen. Wenn du lieber im Warmen sitzt, steuere das angrenzende Viertel Victoria an. Dort findest du jede Menge nette Cafés und Restaurants, in denen du deine Beine nach langem Gehen regenerierst.

Praktische Tipps, die euch Enttäuschung ersparen

  • Den König siehst du nicht. Der Palast dient primär als Arbeitsplatz und Amtssitz, nicht als Ort für ein Treffen mit dem Monarchen. Wer mit der Hoffnung auf ein königliches Selfie ans Gitter kommt, wird schlichtweg enttäuscht sein.
  • Die State Rooms öffnen nur im Sommer. Ins Innere schaust du nur in einem begrenzten Zeitraum, konkret vom 9. Juli bis 27. September 2026. Den Rest des Jahres kannst du den Palast nur von außen durchs Gitter bewundern.
  • Der Balkon ist unzugänglich. Den Ort, von dem aus die Familie den Massen zuwinkt, fotografierst du nicht aus der Nähe. Den berühmten Raum dahinter erhaschst du nur, wenn du für die Premium-Führung durch den East Wing draufzahlst.
  • Die Wachablösung ist nicht täglich. 2026 findet sie nur montags, mittwochs, freitags und sonntags statt, prüfe den Zeitplan daher lieber auf der offiziellen Website. Bei stärkerem Regen wird die Zeremonie nämlich gnadenlos abgesagt.
  • Das Fotografieren im Inneren der State Rooms ist meist eingeschränkt. Die Regeln ändern sich mit der Zeit ziemlich, frag daher lieber immer das Personal nach den aktuellen Vorgaben. Vergiss aber gleich die Verwendung von Blitz oder Stativ.
  • Es läuft eine Renovierung. Der Palast durchläuft eine riesige zehnjährige Sanierung namens Reservicing, die erst 2027 enden soll. Rechne damit, dass ein Teil der Räume verdeckt sein kann und nicht ganz fotogen ist.
  • Komm früh. Sich einen guten Platz bei der Wachablösung zu erkämpfen bedeutet, mindestens 45 bis 90 Minuten vorher einzutreffen. Wenn du auf die beste Aussicht von den Stufen des Victoria Memorial scharf bist, musst du noch früher kommen.

Wohin weiter vom Buckingham Palace

Sobald ihr den Palast fotografiert und den angrenzenden Park durchquert habt, liegt euch London zu Füßen. Ein Stück weiter beginnt das Gebiet von Westminster voller weiterer historischer Highlights. Wenn ihr weitere Inspiration sucht, lest unseren ausführlichen Artikel darüber, was man in London sehen und tun kann.

Ein Stück vom Parlament entfernt steht die Westminster Abbey – Ort der Krönungen und königlichen Gräber, wohin man auch kostenlos zum Evensong gelangt.

Mögt ihr Geschichte und Kunst? Dann lasst euch das British Museum nicht entgehen – der Eintritt ist kostenlos, und in unserem Guide findet ihr, was man in ein paar Stunden nicht verpassen sollte.

Und gleich neben der Festung steht die berühmte Tower Bridge – in unserem Guide findet ihr, wann sich die Brücke hebt und ob sich die kostenpflichtige Ausstellung mit dem Glasboden lohnt.

Und wenn ihr London von oben sehen wollt, schaut in unseren Guide zum Riesenrad London Eye – wir verraten euch, ob es sich lohnt oder ob der kostenlose Sky Garden die bessere Wahl ist.

Liebhaber der düstereren Geschichte begeistert sicher die Festung am Ufer der Themse, über die wir im Guide zum Tower of London schreiben. Für Familien mit Kindern ist dann ein Ausflug in die Welt der Magie absolute Pflicht, schaut euch unsere Tipps für das Harry Potter Studio London an. Und wenn ihr ein Auto zur Verfügung habt oder längere Ausflüge außerhalb der Hauptstadt plant, begeistert euch sicher das mystische Stonehenge oder weiter im Norden das wunderschöne Edinburgh.

Häufig gestellte Fragen

Kann man das ganze Jahr über ins Innere des Buckingham Palace gehen?

Ne, die Innenräume bzw. State Rooms sind für die Öffentlichkeit nur in den Sommermonaten geöffnet, ungefähr von Juli bis Ende September. Den Rest des Jahres nutzt die königliche Familie den Palast aktiv zum Arbeiten und Wohnen.

Wie viel kostet der Eintritt zum Palast?

Im Jahr 2026 kostet das Basisticket für die State Rooms für Erwachsene 33 Pfund im Online-Vorverkauf. Tickets vor Ort sind etwas teurer und sehr oft im Voraus ausverkauft. Kinder und Studenten erhalten Ermäßigungen.

Wann findet der Wachwechsel statt und was kostet er?

Die Wachablösungszeremonie ist völlig kostenlos und Sie benötigen dafür keine Eintrittskarte. Sie findet allerdings nicht jeden Tag statt, im Jahr 2026 läuft sie montags, mittwochs und freitags um 11:00 Uhr sowie sonntags um 10:00 Uhr.

Wohnt der König im Palast?

Ja, es ist der offizielle Londoner Sitz des britischen Monarchen. Ob der König gerade physisch im Gebäude anwesend ist, erkennt man an der königlichen Standarte (Royal Standard), die in diesem Fall auf dem Dach weht.

Wo ist der beste Platz, um die Wachablösung zu fotografieren?

Stehen Sie auf keinen Fall direkt am Palastgitter, Sie werden nur die Rücken der anderen sehen. Die beste Aussicht bietet die erhöhte Treppe des Victoria Memorial, wo Sie aber etwa dreiviertel Stunden im Voraus ankommen müssen.

Ist das Fotografieren im Palast erlaubt?

Fotografieren ist innerhalb der Staatsgemächer traditionell streng verboten, auch wenn sich die Regeln gelegentlich leicht ändern. Überprüft zur Sicherheit immer die aktuellen Bedingungen am Eingang. Draußen im Garten dürft ihr ohne Einschränkungen fotografieren.

Wie komme ich am besten zum Palast?

Am einfachsten geht’s mit der U-Bahn. Du kannst an der Station Green Park aussteigen, von wo aus du quer durch den Park in acht Minuten hinkommst. Weitere tolle Möglichkeiten sind die Stationen Victoria oder St James’s Park, beide liegen ganz in der Nähe. EXCERPT: Du planst einen Besuch am Buckingham Palace? Erfahre, welche Tickets du kaufen solltest, wann du am besten losziehst und von welchem Platz aus du die berühmte Wachablösung am besten siehst.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Adults-only Hotels an der Algarve in Portugal: 11 Tipps für Paare

TL;DRDie besten Hotels nur für Erwachsene an der Algarve sind das Falésia Hotel und das Vila Galé Collection Praia (beide ab 16 Jahren). Bei All-inclusive führt das TUI BLUE Falésia (ab 16, Bewertung 8,7), und die strengste Ruhe bietet das Rocamar Exclusive Hotel and Spa (ab 18). Von insgesamt 11 ausgewählten Tipps konzentriert sich der Großteil rund um Albufeira (Olhos d’Água, Santa Eulália), außerdem bei Tavira im Osten sowie bei Lagos und Portimão im Westen, wo das boutiqueartige Palmares Beach House mit nur zwanzig Zimmern heraussticht. Für die Flitterwochen eignet sich das historische Bela Vista Hotel and Spa (ab 13) mit seinem Michelin-Restaurant. Die beste Reisezeit für einen romantischen Aufenthalt ist Mai, Juni, September und Oktober – dann fallen die Preise im Vergleich zum August um bis zu 30 %. Boutique-Hotels solltest du am besten 6 bis 8 Monate im Voraus buchen.

Die Algarve in Portugal ist unsere absolute Herzensangelegenheit – seit 2020 kommen wir regelmäßig hierher und diese portugiesische Perle überrascht uns jedes Mal aufs Neue. Wenn ihr gerade einen romantischen Kurzurlaub zu zweit plant und nach völliger Ruhe ohne Kindergeschrei am Pool sucht, dann sind Hotels nur für Erwachsene die beste Wahl für perfekte Entspannung.

Ein Urlaub ohne Kinder hat im Süden Portugals einen ganz besonderen Reiz – egal ob ihr euch nach luxuriösen Wellness-Anwendungen sehnt oder nach stillen Morgenkaffees mit Blick auf den Ozean. Die Auswahl an Unterkünften mit dem Label „adults only“ ist hier in den letzten Jahren schön gewachsen, sodass ihr zwischen Boutique-Residenzen und großen Resorts mit Rundum-Service wählen könnt.

Nur auf eine Sache solltet ihr achten, auf die ihr häufig stoßt: Nicht jedes Hotel mit dem Etikett „adults only“ ist wirklich ausschließlich für Erwachsene. Deshalb geben wir bei jedem Tipp die genaue Altersgrenze an (16+, 18+ oder nur „adults friendly“), damit ihr genau wisst, worauf ihr euch einlasst.

Zusammenfassung

Welche Region wählen

Bevor ihr euch für eine konkrete Unterkunft entscheidet, lohnt es sich zu verstehen, was die portugiesischen Hotelbezeichnungen genau bedeuten. Die häufigste Kategorie in der Region ist die Kennzeichnung 16+, zu der nur ältere Teenager und Erwachsene Zutritt haben – das garantiert eine sehr ruhige Atmosphäre an den Pools. Wenn ihr hundertprozentige Gewissheit über eine reine Erwachsenenumgebung sucht, müsst ihr nach strikten 18+-Hotels Ausschau halten, von denen es hier etwas weniger gibt, die aber den höchsten Standard an ungestörter Ruhe bieten. Begriffe wie Adults Friendly, 14+ oder 13+ bedeuten dagegen, dass sich das Hotel primär an Paare richtet, ältere Kinder oder Minderjährige in Begleitung ihrer Eltern hier aber in gewissem Maße erlaubt sind.

Was die Lage betrifft, findet ihr die absolut größte Konzentration an Erwachsenenhotels rund um Albufeira, konkret in den Gebieten Olhos d’Água und Santa Eulália, wo sich luxuriöse Komplexe direkt über den Klippen erheben. Dieser Küstenabschnitt ist ideal für alle, die Entspannung im Hotel mit abendlichen Spaziergängen ins lebhaftere Zentrum kombinieren möchten – schaut euch dazu die Hotels in Albufeira für einen breiteren Überblick an.

Wenn ihr euch mehr Authentizität und Ruhe wünscht, ist die Ost-Algarve rund um die Stadt Tavira ein wahres Juwel, wo sich Boutique-Hotels in historischen Gassen oder am Naturschutzgebiet Ria Formosa verstecken. Der Westen rund um Lagos und Portimão lockt dagegen mit designorientierten Boutique-Unterkünften und Golfresorts, die anspruchsvolle Reisende auf der Suche nach luxuriöser Gastronomie und der Nähe zu ikonischen Stränden zu schätzen wissen.

Wann hinfahren und wann buchen

Für einen romantischen Urlaub zu zweit ist es absolut ideal, im Frühling oder Herbst aufzubrechen, konkret von Mai bis Juni sowie im September und Oktober. In diesen Monaten ist der Ozean bereits angenehm erfrischend (oder noch vom Sommer aufgewärmt), die Sonne wärmt schön, aber ihr entgeht der größten Sommerhitze und den Touristenmassen. Die September- und Oktobertermine haben außerdem den Vorteil, dass die Preise für Luxusunterkünfte problemlos um dreißig Prozent sinken im Vergleich zur Hochsaison im August.

Wenn ihr eine Reise in kleinere Boutique-Hotels plant, die vielleicht nur zwanzig oder vierzig Zimmer haben, empfehle ich euch, den Aufenthalt ruhig sechs bis acht Monate im Voraus zu buchen. Zimmer mit direktem Meerblick verschwinden in den besten Resorts rasend schnell, besonders wenn ihr einen Aufenthalt zum Jahrestag oder für die Flitterwochen plant. Die Sommermonate sind zwar eine Garantie für heißes Wetter, aber die Erwachsenenhotels stellen in dieser Zeit eine echte rettende Oase der Ruhe vor den ansonsten sehr belebten Stränden dar.

Die 11 besten Adults-only Hotels an der Algarve in Portugal

1. TUI BLUE Falésia (16+)

Dieses beeindruckende Resort findet ihr im beliebten Gebiet Olhos d’Água unweit von Albufeira und es gehört zur absoluten Spitze für Liebhaber sorglosen Urlaubs. Das Hotel nimmt nur Gäste ab sechzehn Jahren auf und sein größter Vorzug ist die fantastische Lage direkt an der Kante der typischen roten Klippen mit atemberaubendem Blick auf den Atlantik. Die Gärten sind wunderbar gepflegt und über eine Holztreppe gelangt ihr direkt zu einem der längsten Strände der Region.

Die kulinarischen Erlebnisse sind hier auf sehr hohem Niveau, wobei ihr das beliebte All-inclusive-Programm nutzen könnt – was bei Erwachsenenhotels in Portugal kein absoluter Standard ist. Die Bewertung auf Booking hält sich stabil bei hervorragenden 8,7 Punkten, die Gäste loben vor allem die ruhige Atmosphäre ohne Animationsprogramme für Kinder und das erstklassige Personal.

💡 Tipp: Verwechselt dieses Hotel nicht mit dem ähnlich klingenden Falésia Hotel – es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche und getrennt geführte Komplexe, auch wenn sich beide an eine erwachsene Klientel richten.

2. Falésia Hotel (16+)

Während das zuvor genannte Resort direkt auf der Klippe liegt, befindet sich dieses Juwel etwa achthundert Meter vom Strand entfernt und bietet einen etwas anderen Erlebnistyp. Die Altersgrenze liegt hier ebenfalls bei sechzehn Jahren, doch die Anlage besticht durch unglaublich weitläufige und stille Gärten, die wie Balsam für die Seele wirken. Es ist einer der bestbewerteten Orte der Region (die Booking-Wertung übersteigt oft 9,2 aus Tausenden von Rezensionen) und die Gäste kehren sehr gern immer wieder zurück.

Die Entfernung zum Ozean stört überhaupt nicht, denn das Hotel organisiert einen regelmäßigen und sehr zuverlässigen Transfer zum Strand, sodass ihr euch um nichts kümmern müsst. Für Paare, die echte Entspannung inmitten von Grün suchen, mit der Möglichkeit, abends bei einem Glas Wein und Live-Musik auf der Terrasse zu sitzen, ist dies eine absolut phänomenale Wahl mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis.

💡 Tipp: Bucht Zimmer mit Blick auf den Garten und den Pool – sie sind deutlich ruhiger als jene zur Zufahrtsstraße hin und bieten euch die richtige romantische Kulisse.

3. Palmares Beach House (Adults Only)

Wenn absolute Intimität und modernes Design euer Traum sind, müsst ihr das Gebiet Meia Praia unweit von Lagos entdecken. Dieses Fünf-Sterne-Boutique-Hotel hat nur zwanzig Zimmer, was es zu einem der exklusivsten und ruhigsten Orte an der gesamten Küste macht. Ihr müsst euch mit keinen Altersgrenzen wie 16 oder 18 Jahren beschäftigen – das gesamte Konzept ist von Grund auf strikt nur für erwachsene Gäste ausgelegt, die ein Premium-Erlebnis suchen.

Das Hotel liegt direkt auf einem renommierten Golfplatz und aus jedem Zimmer eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama auf die Bucht von Lagos. All-inclusive gibt es zwar nicht, doch das hauseigene À-la-carte-Restaurant kocht absolut fantastisch und setzt auf frische regionale Zutaten. Es ist ein ideales Refugium für anspruchsvolle Paare, die tagsüber Golf spielen oder die geheimen Strände der Westküste erkunden möchten.

💡 Tipp: Werft unbedingt einen Blick in unseren Artikel über Luxusresorts, wo ihr weitere Inspiration findet: Luxusresorts an der Algarve.

4. Vila Galé Collection Praia (16+)

Dieses schöne Boutique-Projekt bei Albufeira zeigt, dass die Marke Vila Galé auch sehr intime und persönliche Unterkünfte gestalten kann. Mit nur vierzig Zimmern und einer Altersgrenze ab sechzehn Jahren habt ihr die Gewissheit, euch am Pool nicht in der Menge zu drängen und stets eine freie Liege für die Nachmittagssiesta zu finden. Die Gästebewertung bewegt sich stabil um hervorragende neun Punkte, was die Qualität der gebotenen Leistungen nur bestätigt.

Direkt in der Anlage findet ihr ein bestens ausgestattetes Wellnesscenter, das sich ideal zur Erholung nach einem langen Ausflugstag eignet. Die Lage ein Stück vom Zentrum entfernt ist sehr strategisch, denn ihr bewahrt eure private Ruhe, könnt aber jederzeit zu Fuß zur abendlichen Unterhaltung oder in die beliebten lokalen Cafés und Restaurants aufbrechen.

💡 Tipp: Nutzt die hauseigene Spa-Zone auch in den frühen Abendstunden – dann herrscht hier meist völlige Ruhe und die Atmosphäre mit gedämpftem Licht ist für Paare außerordentlich romantisch.

5. Bela Vista Hotel and Spa (13+)

Bei der Suche nach dem perfekten Ort für die Flitterwochen findet ihr kaum etwas Ikonischeres als dieses historische Schlösschen aus dem Jahr 1918 am Strand von Praia da Rocha. Fairerweise muss man darauf hinweisen, dass das Hotel eine Altersgrenze von 13+ hat, es ist also kein striktes Adults-only ohne Ausnahmen, doch die Atmosphäre ist hier so kultiviert und erwachsen, dass es ein großer Fehler wäre, es auszulassen. Das Schlösschen gehört zum renommierten Netzwerk Relais & Châteaux und die designorientierten Interieurs versetzen euch sofort in die Ära des großen Gatsby.

Der größte Anziehungspunkt ist zweifellos das hoteleigene Restaurant VISTA mit einem Michelin-Stern, das ein wunderbares Degustationsmenü inklusive raffinierter vegetarischer Varianten bietet. Fügt dem noch das luxuriöse Spa mit Kosmetik von L’Occitane hinzu und ihr versteht, warum dieser Ort als absoluter Gipfel der Romantik in der Region gilt.

💡 Tipp: Reserviert einen Tisch zum Abendessen bei Sonnenuntergang weit im Voraus, selbst wenn ihr im Hotel wohnt, denn die Nachfrage nach der hiesigen Gastronomie ist unter Feinschmeckern riesig.

6. Jupiter Marina Hotel – Couples and Spa (16+)

Schon der Name verrät, dass dieses Vier-Sterne-Juwel in Portimão ausschließlich mit Blick auf verliebte Paare gestaltet wurde. Der Zutritt ist nur Personen ab sechzehn Jahren gestattet und das gesamte Konzept dreht sich um gemeinsame Erholung, Wellness-Anwendungen und eine entspannte Atmosphäre. Das Hotel liegt nicht direkt am Strand, sondern an der modernen Marina, was ihm einen sehr schicken, leicht urbanen Charakter voller stilvollem Design verleiht.

Das absolute Highlight ist die fantastische Rooftop-Bar mit Infinity-Pool, von wo ihr einen perfekten Blick auf den Fluss Arade und die Umgebung habt. Das große Spa-Center bietet spezielle Pakete für Paare, wenn ihr also einen Urlaub plant, der sich vor allem ums Verwöhnen des Körpers und ums Aufladen der Batterien dreht, seid ihr hier in den besten Händen.

💡 Tipp: Abendliche Drinks auf dem Dach mit Blick auf die beleuchtete Stadt gehören zu den schönsten Erlebnissen, die Gäste von hier mitnehmen – plant also unbedingt mindestens einen romantischen Abend dafür ein.

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in der Algarve übernachten kann
6 Unterkünfte — Wellnesshotels, Resorts und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
⭐ TOP WAHL 🌲 Resort
TUI BLUE Falésia
Atemberaubendes Resort mit Altersbeschränkung 16+ in Olhos d’Água direkt an den Klippen mit Blick auf den Atlantik. Bietet All-Inclusive-Programm und hervorragende Bewertung von 8,7 Punkten.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
🏨 Hotel
Falésia Hotel
Eines der bestbewerteten Hotels in der Region (9,2+ Punkte) mit Altersbeschränkung 16+. Liegt 800 Meter vom Strand entfernt in weitläufigen ruhigen Gärten mit regelmäßigem Shuttle zum Strand.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
⭐ Luxury
Palmares Beach House
Fünf-Sterne-Boutique-Hotel mit nur zwanzig Zimmern, strikt nur für Erwachsene. Eingebettet in einen prestigeträchtigen Golfplatz mit Panoramablick auf die Bucht von Lagos.
★★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
🏨 Hotel
Vila Galé Collection Praia
Boutique-Hotel mit nur vierzig Zimmern und Altersbeschränkung 16+. Bewertung um 9 Punkte, ausgestattet mit Wellnesscenter und in ruhiger Lage nahe dem Zentrum von Albufeira.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
⭐ Luxury
Bela Vista Hotel and Spa
Historisches Schlösschen aus dem Jahr 1918 an der Praia da Rocha, Mitglied der Relais & Châteaux-Vereinigung mit Altersbeschränkung 13+. Bietet das Michelin-Restaurant VISTA und luxuriöses Spa mit L’Occitane-Kosmetik.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen
🏨 Hotel
Jupiter Marina Hotel – Couples and Spa
Vier-Sterne-Hotel exklusiv für Paare konzipiert mit Altersbeschränkung 16+. Liegt an der modernen Marina mit fantastischer Rooftop-Bar mit Infinity-Pool und großem Spa-Center.
★★★★ Preise prüfen
Verfügbarkeit prüfen

7. Rocamar Exclusive Hotel and Spa (18+)

Wenn ihr absolut keine Kompromisse machen wollt und hundertprozentige Gewissheit über eine kinderfreie Umgebung verlangt, ist dies euer Ziel. Das Hotel hat eine strikte Altersgrenze von 18+ und zählt damit zu den am strengsten reservierten Erwachsenenzonen in ganz Albufeira. Architektonisch ist das Gebäude sehr interessant direkt in die Klippe eingebettet, wodurch es aus praktisch jeder Ecke dramatische Ausblicke auf den Ozean bietet.

Die Gäste schätzen hier besonders das ruhige Erwachsenen-Wellness und die stille Atmosphäre auf den Sonnenterrassen, wo euch nichts außer dem Rauschen der Wellen stört. Es ist eine ausgezeichnete Wahl für ältere Paare oder Reisende, die sich nach einem anstrengenden Arbeitsjahr einen mentalen Detox in schöner Umgebung gönnen möchten.

💡 Tipp: Überprüft bei der Buchung über Booking den Zimmertyp – die Investition in eine Variante mit direktem Meerblick lohnt sich hier dank der Lage auf der Klippe wirklich jeden Cent.

8. AP Maria Nova Lounge (16+)

Die Ost-Algarve hat eine völlig andere, viel authentischere Atmosphäre als der lebhafte Westen und dieses Hotel in der historischen Stadt Tavira ist ein schöner Beweis dafür. Mit einer Altersbeschränkung ab sechzehn Jahren bietet es einen Zufluchtsort für Reisende, die tagsüber den Zauber der alten Gassen entdecken und abends in eine moderne, ruhige Umgebung zurückkehren möchten. Die Bewertung auf den Buchungsportalen hält sich sehr stabil knapp unter der Neun-Punkte-Grenze.

Ein großes Plus ist die tolle Rooftop-Bar namens Nomad, von der ihr die Stadt wie auf der Handfläche seht und wo fantastische Abendcocktails gemixt werden. Das Hotel setzt nicht auf Strandlage (zum Ozean fährt man in Tavira mit dem Boot), sondern auf gehobene Ruhe, ausgezeichnete Frühstücke und perfekte Erreichbarkeit der traditionellen lokalen Cafés.

💡 Tipp: Tavira ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge in den Osten – werft unbedingt einen Blick in unsere Übersicht der besten Hotels an der Algarve, wo ihr Tipps für weitere Orte in diesem ruhigeren Küstenabschnitt findet.

9. AP Cabanas Beach and Nature (14+)

Wir bleiben noch einen Moment im Osten unweit von Tavira, wo sich am wunderschönen Naturschutzgebiet Ria Formosa dieses moderne, ökologisch angehauchte Resort befindet. Hier müsst ihr mit einer Altersgrenze von 14+ rechnen, es ist also kein reinrassiges Erwachsenenhotel, aber die Atmosphäre ist sehr gemäßigt und auf die Verbindung mit der Natur ausgerichtet. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten in dieser Gegend, in der ihr hochwertige Leistungen ohne die Anwesenheit kleiner Kinder genießen könnt.

Ein enormer Vorteil für viele Paare ist die Tatsache, dass das Resort ein sehr reichhaltiges All-inclusive-Programm bietet, das euch erlaubt, völlig abzuschalten und euch nicht um die täglichen Ausgaben fürs Essen zu kümmern. Der Weg zum Strand erfolgt in Form einer kurzen und romantischen Überfahrt mit dem Solarboot über die Lagune, was dem gesamten Aufenthalt einen wunderbaren Hauch von Abenteuer und Exklusivität verleiht.

💡 Tipp: Nehmt euch Zeit für Spaziergänge durch das Naturschutzgebiet – die lokale Fauna und Flora genießt ihr vor allem am frühen Morgen, wenn hier göttliche Ruhe herrscht und das Licht wunderschön zum Fotografieren ist.

10. Velamar Boutique Hotel (Adults Friendly)

Dieses kleinere und sehr sympathische Hotel in der Ortschaft Olhos d’Água ist die perfekte Wahl für Paare, die eine schöne Umgebung suchen, aber ein etwas knapperes Budget haben. Es funktioniert im Adults-Friendly-Modus, was in der Praxis bedeutet, dass sich das Hotel primär an Erwachsene richtet, Minderjährige aber in Begleitung ihrer Eltern anreisen dürfen. Dank dieses Ansatzes und des insgesamt ruhigen Konzepts trefft ihr hier Familien mit kleinen Kindern jedoch normalerweise nicht an.

Die Zimmer wurden vor Kurzem sehr geschmackvoll renoviert und aus den oberen Etagen eröffnet sich ein herrliches Panorama auf den Atlantik. Die Lage ist hervorragend für Wanderungen entlang der Küste und ein Stück von hier beginnen die schönsten Klippenszenerien, die ihr euch nicht entgehen lassen dürft.

💡 Tipp: Nur ein Stück von hier befinden sich die bekanntesten Strände – studiert unseren Guide und erfahrt, was Praia da Marinha und ihre Umgebung alles zu bieten haben.

11. Aqua Pedra dos Bicos Design Beach (Adults Friendly)

Dieses Design-Hotel im Gebiet Santa Eulália bei Albufeira lockt mit moderner Architektur, eingebettet in einen Pinienhain nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Ich muss euch aber eindringlich auf eine Sache bezüglich der Alterspolitik hinweisen, denn obwohl das Hotel oft den Status 18+ bewirbt, führt das Portal Booking es derzeit nur als Adults Friendly und Gäste melden in den Rezensionen gelegentlich die Anwesenheit von Kindern. Ich empfehle euch daher, vor der endgültigen Buchung die aktuellen Regeln zu überprüfen, damit ihr vor Ort nicht überrascht werdet.

Wenn euch dieser leichte Kompromiss nicht stört, werdet ihr mit einer wunderschönen Unterkunft belohnt, die einen sehr starken Fokus auf Ästhetik und Design legt. Das Restaurant bietet tolle lokale Spezialitäten (inklusive schmackhafter fleischloser Varianten) und der von hohen Bäumen umgebene Außenpool erzeugt die perfekte Illusion einer privaten Oase inmitten eines ansonsten recht lebhaften Badeorts.

💡 Tipp: Überprüft die aktuellen Bedingungen direkt beim Hotel oder per Buchungsnachricht, falls die absolute Abwesenheit von Kindern für euch eine absolut kritische Voraussetzung für einen gelungenen Urlaub ist.

Wie ihr das richtige Hotel auswählt

Die Entscheidung fällt euch leichter, wenn ihr eure wichtigsten Erwartungen im Voraus klar definiert. Wenn ihr nur liegen und euch nicht ums Portemonnaie kümmern wollt, greift zu Resorts mit All-inclusive-Programm wie dem Flaggschiff TUI BLUE Falésia oder AP Cabanas im Osten. Diese Komplexe haben alles bis ins kleinste Detail durchdacht und ihr müsst die ganze Woche keinen Schritt vor die Tür setzen.

Für Liebhaber von Intimität und ausgezeichneter Abendgastronomie sind dagegen kleinere Boutique-Hotels ohne Verpflegungsprogramme die klare Wahl, bei denen auf die Qualität der À-la-carte-Restaurants gesetzt wird. Ich empfehle euch, das Palmares bei Lagos oder die historische Perle Bela Vista in Betracht zu ziehen. Wenn ihr die Umgebung erkunden und ein Auto mieten möchtet, sucht eine Unterkunft eher am Stadtrand oder im Ort Vilamoura, damit ihr nicht jeden Tag im Stau in den engen Ortszentren steckt.

Was ihr euch noch anschauen solltet

Reist ihr dagegen mit Kindern? Werft einen Blick auf unsere Übersicht der Familienhotels an der Algarve. Und wenn ihr Luxus sucht, schaut euch die Luxusresorts oder die breitere Auswahl der besten Hotels an.

Häufig gestellte Fragen

Zum Schluss noch die Antworten auf die Fragen, die euch bei einem Aufenthalt nur für Erwachsene an der Algarve am meisten beschäftigen.

Was ist das beste Adults-only-Hotel an der Algarve?

Zur absoluten Spitze mit den besten Bewertungen gehören das Falésia Hotel (16+) dank seiner herrlichen Gärten und das Boutique-Hotel Vila Galé Collection Praia (16+). Wenn ihr nach All-Inclusive sucht, ist der klare Gewinner das TUI BLUE Falésia. Für die anspruchsvollsten Paare und Flitterwochen empfehle ich das Bela Vista (13+) oder das Palmares Beach House.

Wo gibt es in der Region die meisten Hotels nur für Erwachsene?

Die größte Konzentration dieser Resorts finden Sie in der Umgebung von Albufeira, konkret in den Ortsteilen Olhos d’Água und Santa Eulália. Sehr beliebt ist auch der Osten rund um die Stadt Tavira und Cabanas, wo eine wesentlich ruhigere und authentischere Atmosphäre herrscht. Boutique-Varianten befinden sich dann bei Lagos und Portimão.

Ist das TUI BLUE Falésia wirklich nur für Erwachsene?

Ja, dieses beliebte Cliff-Resort ist strikt nur für Gäste ab sechzehn Jahren reserviert. Kinder werden hier nicht aufgenommen, sodass ihr euch auf eine sehr ruhige Atmosphäre freuen könnt. Das Hotel bietet All-Inclusive und hält sich konstant bei einer ausgezeichneten Bewertung von etwa 8,7 Punkten.

Bieten Erwachsenenhotels All-Inclusive-Verpflegung an?

Ist zwar keine absolute Regel, die meisten kleineren Boutique-Hotels setzen auf Frühstück und hochwertige Abendrestaurants. Falls Sie all-inclusive ausdrücklich bevorzugen, empfehle ich Ihnen das Flaggschiff TUI BLUE Falésia in der Nähe von Albufeira zu buchen oder das ökologischer ausgerichtete AP Cabanas (14+) im Osten bei Tavira.

Was ist der Unterschied zwischen 16+, 18+ und Adults Friendly?

Termine 16+ und 18+ bedeuten eine strikte Altersgrenze, unter der Gäste das Hotel überhaupt nicht betreten dürfen. Die Bezeichnung Adults Friendly (oft auch 14+ oder 13+) bedeutet, dass das Hotel primär auf erwachsene Paare ausgerichtet ist, aber unter bestimmten Bedingungen oder in Begleitung der Eltern können hier auch ältere Minderjährige untergebracht werden.

Welches Hotel ist am besten für die Flitterwochen?

Pro absolute Ruhe ohne Kompromisse empfehle ich dann das Rocamar (18+).

Für perfekte Romantik und Luxus empfehle ich das historische Schlösschen Bela Vista (13+) mit Michelin-Restaurant. Wunderschön ist auch das Boutique-Hotel Palmares Beach House bei Lagos mit nur zwanzig Zimmern oder das Jupiter Marina mit hervorragendem Spa. Für absolute Ruhe ohne Kompromisse empfehle ich dann das Rocamar (18+).

Wann ist die beste Zeit für einen Urlaub zu zweit?

Die idealen Monate sind Mai und Juni oder auch September und Oktober. Ihr meidet die Hauptferienzeit, das Wetter ist herrlich warm und die Preise der besten Hotels sind oft deutlich günstiger als im überfüllten August. EXCERPT: Auf der Suche nach absoluter Ruhe für euren Urlaub zu zweit? Entdeckt die 11 besten Adults-Only-Hotels an der Algarve – von luxuriösen Boutique-Hotels bis hin zu romantischen All-Inclusive-Resorts.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Malediven günstig: Was kostet der Urlaub und wie du ohne Vermögen 2026 verreist

TL;DREinen Urlaub auf den Malediven bekommst du für 27.000 bis 30.000 Kč pro Person und Woche inklusive Flug hin, wenn du statt teurer Privatresorts auf ein Guesthouse auf einer der lokalen Inseln wie Maafushi, Gulhi, Thoddoo oder Dhigurah setzt. Der Trick liegt in der Kombination aus günstiger Unterkunft ab 40 USD pro Nacht, der öffentlichen Fähre für 2 USD statt eines Speedboots für 25 bis 35 USD, Essen in lokalen Garküchen (Hotaa) für 2 bis 9 USD und Ausflügen, die du erst vor Ort und mit Verhandlungsgeschick buchst. Am günstigsten reist du in der Nebensaison von Mai bis November, wenn die Preise um 25 bis 50 % fallen – November ist meist der billigste Monat. Ein klassisches Resort mit Wasservilla kostet dagegen 90.000 bis 250.000 Kč pro Person und Woche.

Wenn du glaubst, dass ein Urlaub im Paradies mit schneeweißem Sand und türkisblauem Wasser nur für Auserwählte ist, dann darf ich dich eines Besseren belehren. Ein Malediven-Urlaub günstig zu gestalten ist längst kein Widerspruch mehr, und wie viel so eine Reise kostet, wird dich vielleicht sehr angenehm überraschen. Ich habe für dich herausgefunden, dass die Malediven absolut nicht nur für Millionäre sind und sich locker auch mit ganz normalem Budget meistern lassen. Der Trick besteht darin, dass du statt in überteuerte Privatresorts auf die sogenannten lokalen Inseln fährst, wo du ein schönes Guesthouse findest – und der ganze Urlaub kostet dich dann nur einen Bruchteil. Ein einwöchiger Aufenthalt inklusive Flug ist realistisch schon ab etwa 1.100 bis 1.300 € pro Person machbar, ein Betrag, für den du in einer luxuriösen Wasservilla aus dem Katalog nicht einmal zwei Nächte verbringen würdest.

Zusammenfassung

  • Der entscheidende Unterschied bei der Unterkunft: Lokale Inseln mit Guesthouses sind locker fünfmal günstiger als Privatresorts – eine Übernachtung mit Frühstück bekommst du schon ab 40 USD (rund 37 €).
  • Die günstigste Reisezeit: Wenn du in der Nebensaison von Mai bis November fährst, sparst du bei Unterkunft und Flügen 25 bis 50 % gegenüber den Wintermonaten.
  • Transport zwischen den Inseln: Die öffentliche Fähre kostet nur 2 USD, während dich das geteilte Speedboat 25 bis 35 USD pro Fahrt kostet.
  • Essen für kleines Geld: Mahlzeiten in lokalen Lokalen (den sogenannten Hotaa) kosten einen Bruchteil dessen, was du im Hotel zahlst – ein üppiges vegetarisches Curry mit Reis gibt es schon für 5 bis 10 USD.
  • Ausflüge und Handeln: Aktivitäten wie Schnorcheln oder Delfinbeobachtung kaufst du grundsätzlich erst vor Ort an der Rezeption, wo sich der Preis viel niedriger verhandeln lässt als im Internet.
  • Alkohol und Luxus: Auf den lokalen Inseln gilt strenges Alkoholverbot, aber die Lösung ist der Kauf eines Tagestickets (Day-Pass) für ein Luxusresort für 120 bis 150 USD.
  • Versteckte Gebühren: Zu jedem Preis im Restaurant oder für die Unterkunft musst du versteckte Steuern von rund 28 % und die verpflichtende Umweltsteuer Green Tax hinzurechnen.
  • Was du für das Minimum nicht bekommst: Die günstige Variante bedeutet einfachere Unterkunft, Baden nur an ausgewiesenen Stränden und keine Wasservilla über dem Ozean wie im Katalog.

Malediven günstig: 9 Dinge, die du wissen musst

Den Traumurlaub zu planen, ohne dabei die Ersparnisse der letzten fünf Jahre zu verpulvern, klingt auf den ersten Blick wie Science-Fiction – aber es geht wirklich. Du musst nur deine Erwartungen ein wenig anpassen, einen großen Bogen um die teuersten Katalog-Verlockungen machen und wissen, wo genau du zugreifst.

Hier sind die neun wichtigsten Tricks und Regeln, mit denen du die Kosten auf ein Minimum drückst und die Malediven ganz ohne Sorgenfalten auf der Stirn genießt.

1. Lokale Insel statt Resort

Wenn du die Kosten auf das absolute Minimum drücken willst, musst du die Privatresorts streichen und auf die Inseln fahren, auf denen die Einheimischen leben. Genau hier steckt nämlich die eine Ersparnis, die die ganze Reise wirklich umkrempelt. Während eine Nacht im günstigsten Resort bei 250 USD beginnt und locker auf 800 USD pro Person klettert, bekommst du ein anständiges Guesthouse auf einer lokalen Insel für 40 bis 130 USD – inklusive reichhaltigem Frühstück. Eine Reisende zahlte zum Beispiel für fünf Nächte in Guesthouses insgesamt 271 USD, für nur zwei Nächte im Resort ließ sie dagegen unglaubliche 2.040 USD.

Die Wahl der konkreten Insel bestimmt dann dein Gesamtbudget und die Erlebnisse, die du mit nach Hause nimmst – deshalb lohnt es sich, ein wenig zu recherchieren. Konkrete Tipps, auf welche Inseln und in welche Guesthouses du fahren solltest, habe ich dir weiter unten in einem eigenen Abschnitt zusammengestellt. Es gibt nämlich viele lokale Inseln, und jede bietet eine etwas andere Atmosphäre – vom lebhafteren Touristenzentrum bis hin zum absolut ruhigen landwirtschaftlichen Paradies.

💡 Tipp: Wenn du ein Guesthouse auf Booking auswählst, prüfe immer sorgfältig die Entfernung zum sogenannten Bikini Beach. Auf den lokalen Inseln darfst du nämlich nirgendwo anders in Badebekleidung baden als an diesen strikt für Touristen ausgewiesenen Stränden.

2. Beste Reisezeit für die Malediven: Nebensaison von Mai bis November

Das Timing der Reise entscheidet über den Endpreis mehr, als du vielleicht denkst – deshalb solltest du die Wintertermine auslassen. Den größten Touristenansturm erleben die Malediven von Dezember bis April, wenn die Preise für alles steil nach oben schießen. Wenn du aber in der Nebensaison fährst, also von Mai bis November, fallen die Preise für Unterkunft und Flüge um 25 bis 50 %. Der historisch günstigste Monat für einen Besuch ist meist der November, in dem sich die besten Angebote ergattern lassen.

Natürlich hat das seinen Haken beim Wetter, denn in dieser Zeit besteht ein höheres Risiko für Niederschläge und bedeckten Himmel. Die Malediven liegen in der Tropenzone und Regen bedeutet hier meist einen kurzen, aber sehr intensiven Nachmittagsschauer, nach dem wieder die Sonne herauskommt und alles schnell trocknet. Die Luft- und Wassertemperaturen bleiben das ganze Jahr über konstant bei rund 30 Grad Celsius, kalt wird dir also auch während der Monsunzeit garantiert nicht.

💡 Tipp: Wenn du Angst hast, dass dir der ganze Urlaub verregnet, versuche es mit dem Übergang von Ende Oktober auf Anfang November. Das Meer ist zu dieser Zeit voller Plankton, was riesige Schwärme von Mantarochen und Walhaien anzieht – so erlebst du trotz gelegentlicher Wolke das beste Tauchen.

3. Öffentliche Fähre statt Speedboat

Der Transport vom Flughafen in Malé zu deiner Insel ist ein Punkt, an dem sich unnötig viel Geld verbrennen lässt – dabei musst du nur eine Sache wissen. Die absolut günstigste Variante ist die öffentliche Fähre (die sogenannte Dhoni), die lächerliche 2 USD pro Fahrt kostet. Die Fahrt zum beliebten Maafushi dauert mit dieser Fähre etwa anderthalb Stunden und du sparst dabei enorm viel Geld. Zum Vergleich: Die Fahrt mit dem geteilten Schnellboot (Speedboat) zur selben Insel kostet 25 bis 35 USD pro Person, sodass der Unterschied bei einer Hin- und Rückfahrt für ein Paar locker 100 USD betragen kann.

Die öffentlichen Fähren haben allerdings ihre sehr strengen Eigenheiten, die du bei der Planung berücksichtigen musst. Die wichtigste Regel: Freitags fahren die Fähren überhaupt nicht (es handelt sich um den muslimischen Feiertag). Außerdem haben sie feste Abfahrtszeiten, meist nur ein- oder zweimal täglich, sodass du die Fähre wahrscheinlich verpasst, wenn du am Nachmittag landest, und in Malé übernachten musst. Die Fahrpläne solltest du immer vorab auf der offiziellen Website des Betreibers MTCC prüfen.

💡 Tipp: Wenn du nur für kürzere Zeit fliegst und keine Zeit mit komplizierter Logistik verlieren willst, ist das geteilte Speedboat der ideale goldene Mittelweg. Es fährt mehrmals täglich, verkürzt die Fahrt auf ein Drittel und ist gegenüber einem Privattransfer oder Wasserflugzeug immer noch eine sehr günstige Angelegenheit.

4. Wo du essen kannst: Guesthouse mit Frühstück und Essen im lokalen Hotaa

Lass dich bei der Buchung der Unterkunft auf einer lokalen Insel nicht von Halbpensions- oder gar All-inclusive-Angeboten verlocken. Es reicht völlig, ein Guesthouse nur mit Frühstück zu nehmen, das meist schon im Grundpreis enthalten ist und aus Eiern, Toast, Würstchen und frischem Obst besteht. Wenn du im Angebot das traditionelle maledivische Frühstück namens Mashuni siehst, probier es unbedingt – es ist eine erfrischende Mischung aus Thunfisch, Kokosnuss, Zwiebeln und Chili, serviert mit Brotfladen. Mittag- und Abendessen regelst du dann auf eigene Faust, denn das Essen in den Hotels ist unnötig überteuert und das Touristenmenü kostet dich 8 bis 15 USD pro Person.

Ein viel größeres Erlebnis und vor allem eine echte Ersparnis ist das Essen in den sogenannten Hotaa, das sind kleine lokale Lokale, die vor allem für die Einheimischen gedacht sind. Hier isst du für unglaubliche 2 bis 9 USD und probierst authentische Küche, die stark von indischen und srilankischen Traditionen geprägt ist. Auf der beliebten Insel Maafushi solltest du zum Beispiel unbedingt ins bekannte Restaurant Hot Bite oder ins Lokal Mr. Octopus gehen, wo hervorragender frischer Fisch zu sehr vernünftigen Preisen zubereitet wird. Für Vegetarier ist es das absolute Paradies, denn überall stößt du auf ausgezeichnetes Dhal aus Linsen, pikantes Gemüsecurry mit Kokosmilch oder die traditionellen Roshi-Fladen. Pro Tag kostet dich das Essen so höchstens 12 bis 25 €.

💡 Tipp: Lokale Restaurants berechnen zu jeder Mahlzeit automatisch Zusatzgebühren, meist 10 % Servicegebühr und 16 bis 18 % staatliche Steuer. Schau daher immer in die Speisekarte, ob die Preise inklusive Steuer angegeben sind – sonst erwartet dich beim Bezahlen eine unangenehme Erhöhung der Rechnung um mehr als ein Viertel.

5. Ausflüge vor Ort kaufen und handeln

Bei Ausflügen lässt sich überraschend viel sparen, aber nur, wenn du der Versuchung widerstehst, alles vorab bequem von zu Hause aus zu buchen. Die Online-Preise sind oft überzogen und bieten keinen Spielraum zum Verhandeln. Die viel bessere Strategie ist, bis vor Ort zu warten, ein paar Guesthouses in deiner Umgebung abzuklappern und zu schauen, welche Preise sie an der Rezeption anbieten.

Auf den lokalen Inseln stehen die Unterkunftsbesitzer nämlich stark in Konkurrenz zueinander und sind daher sehr bereit, Rabatte zu geben. Ein halbtägiges Schnorcheln bekommst du üblicherweise für 25 bis 50 USD, ein Ausflug zu einer einsamen Sandbank kostet rund 25 bis 40 USD und eine Fahrt zur Delfinbeobachtung kommt auf 25 bis 35 USD. Wenn du zu den riesigen Walhaien willst, richtet sich der Preis nach deinem Ausgangspunkt. Von der nahen Insel Dhigurah zahlst du 50 bis 70 USD, aber vom beliebten Maafushi kostet dich derselbe Ausflug wegen der längeren Bootsfahrt 90 bis 120 USD. Denk nur daran, dass die Unterwasserwelt hier atemberaubend ist, die Korallen wegen der Erwärmung der Ozeane aber leider ihre Farbe verlieren – erwarte also eher riesige Fischschwärme und Schildkröten als leuchtend bunte Gärten.

💡 Tipp: Handeln ist völlig normal, besonders wenn du mehrere Ausflüge auf einmal buchst oder in einer größeren Gruppe reist. Kinder bekommen bei den meisten Bootsausflügen zudem meist 50 % Rabatt – frag aktiv danach, nicht vergessen.

6. Resort für einen Tag (Day-Pass) statt teurer Übernachtung

Das Wohnen auf einer lokalen Insel hat einen großen Nachteil, und das ist das absolute Alkoholverbot. Auf den Malediven herrscht strenges islamisches Recht, sodass du im Guesthouse oder im lokalen Restaurant weder ein Bier noch einen Cocktail bekommst. Es gibt aber einen völlig legalen und sehr cleveren Trick, wie du Luxus und legalen Alkohol genießen kannst, ohne Tausende Dollar für die Unterkunft zahlen zu müssen. Dieser Trick heißt Day-Pass, also ein Tagesticket für ein nahegelegenes Luxusresort.

Die meisten Resorts bieten Touristen von den lokalen Inseln die Möglichkeit, einen ganzen Tag bei ihnen zu verbringen. Der Preis für so ein Ticket liegt zwischen 35 und 180 USD, aber typischerweise zahlst du rund 120 bis 150 USD pro Person. In diesem Preis ist meist der Bootstransfer in beide Richtungen enthalten, unbegrenztes Essen, voller Zugang zu den luxuriösen Stränden, Pools, einem fantastischen House Reef und vor allem unbegrenzte Getränke inklusive Alkohol. Am Abend bringt dich das Boot dann zurück in dein günstiges Guesthouse.

💡 Tipp: Von der Insel Maafushi werden täglich Ausflüge in die Resorts angeboten und die Auswahl ist riesig. Bevor du einen Day-Pass kaufst, überprüfe, wie viel Zeit du realistisch im Resort verbringst und ob wirklich alles im Preis enthalten ist, auch die alkoholischen Getränke.

7. Kombiniere Inseln und meide Weihnachten

Ganze zehn Tage auf einer einzigen kleinen Insel zu verbringen, die du in zwanzig Minuten zu Fuß durchquerst, mag romantisch klingen, aber die Realität sieht meist anders aus. Die meisten Reisenden überkommt nach drei bis vier Tagen das sogenannte „Island Fever“, also der Lagerkoller vom kleinen Raum. Deshalb empfehle ich dir, während eines Urlaubs mindestens zwei verschiedene Inseln zu kombinieren. Ideal ist es, auf dem lebhafteren Maafushi voller Ausflüge und Restaurants zu beginnen und dann auf das ruhigere Dhigurah oder das landwirtschaftliche Thoddoo zum perfekten Entspannen zu wechseln.

Bei der Terminplanung mach einen großen Bogen um die Weihnachts- und Silvesterfeiertage, konkret um den Zeitraum vom 15. Dezember bis 15. Januar. In dieser Zeit gibt es absolut keine Rabatte und die Preise für alles erreichen ihre Jahreshöchstwerte. Guesthouses und Resorts verlangen zudem oft eine Mindestaufenthaltsdauer und zwingen die Gäste, für obligatorische Gala-Dinner zu zahlen, nach denen von deinem Geldbeutel rein gar nichts übrig bleibt.

💡 Tipp: Die Wechsel zwischen den lokalen Inseln müssen nicht zwangsläufig über die Hauptstadt Malé führen. Erkundige dich bei deinem Guesthouse nach den Möglichkeiten lokaler Atollfähren, die benachbarte Inseln für ein paar Dollar verbinden und dir viel Zeit sparen.

8. Beim Flug sparen

Der größte Posten im Budget jeder Malediven-Reise ist in der Regel der Transport. Der übliche Preis für einen Hin- und Rückflug von Deutschland (z. B. ab Frankfurt oder München) nach Malé mit einem Umstieg liegt zwischen etwa 650 und 950 €, wenn du mit einer guten Airline fliegst. Wenn du den Preis so weit wie möglich drücken willst, lohnt es sich, verschiedene Abflughäfen zu vergleichen – oft sparst du bei einem Abflug ab einem anderen Flughafen wie Wien oder München mehrere Hundert Euro pro Ticket, was für ein Paar bereits ein spürbarer Betrag ist. Gut ist es außerdem, regelmäßig die Angebote auf Portalen wie Google Flights zu verfolgen oder die Newsletter beliebter Airlines wie Qatar Airways zu abonnieren.

Direktflüge nach Malé, die rund 9 bis 10 Stunden dauern, gibt es zwar, aber sie sind meist nicht einzeln buchbar. Sie funktionieren primär als Wintercharter für Kunden von Reiseveranstaltern, die ganze Pakete buchen. Wenn du auf eigene Faust fliegst, musst du dich damit abfinden, dass dich ein Umstieg in Doha, Istanbul oder Dubai erwartet. Die meisten Umstiege sind zum Glück ziemlich schnell und bequem.

💡 Tipp: Kaufe die Flüge auf die Malediven rechtzeitig, idealerweise drei bis fünf Monate im Voraus. Die günstigsten Tarife findest du in den Monaten außerhalb der Hauptsaison, also von Mai bis Oktober, wenn die Airlines die Preise flächendeckend senken.

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man auf den Malediven übernachten kann
4 empfohlene Unterkünfte für Ihren Urlaub

9. Ausrüstung von zu Hause und versteckte Steuern

Die Malediven haben ein sehr spezielles Steuersystem, an dem viele Touristen unangenehm draufzahlen. Bei jedem Preis, egal ob für Unterkunft, Essen oder Ausflüge, musst du mit versteckten Gebühren von rund 28 % rechnen. Diese Gebühr setzt sich aus 17 % Waren- und Dienstleistungssteuer (TGST) und 10 % Servicegebühr zusammen. Dazu kommt die verpflichtende Umweltsteuer, die sogenannte Green Tax, die 6 USD pro Person und Nacht im Guesthouse beträgt, was für einen einwöchigen Aufenthalt fast 40 € ausmacht.

Enorm viel Geld sparst du auch, indem du viele Dinge von zu Hause mitbringst. Pack auf jeden Fall eine gute, meeresschonende Sonnencreme (reef-safe SPF 50) und ein langärmeliges Wasser-Shirt (Lycra) zum Schnorcheln ein. Die Preise für diese Artikel sind auf den Inseln um ein Vielfaches höher als bei uns. Es lohnt sich auch, ein paar Basismedikamente mitzunehmen, denn die Apotheken auf den lokalen Inseln haben ein sehr begrenztes Sortiment.

💡 Tipp: Selbst normales Flaschenwasser kann das Budget in die Höhe treiben. Auf den lokalen Inseln kostet eine Flasche rund 1 USD, aber in den Luxusresorts verlangen sie locker 8 bis 12 USD. Nimm dir deshalb für den Anfang der Reise eine leere Filterflasche von zu Hause mit.

Wo du übernachten kannst

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo die Stornobedingungen meist am besten sind. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dagegen über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Nachdem wir uns nun einig sind, dass die lokalen Inseln der richtige Weg zu einem günstigen Urlaub sind, schauen wir uns konkrete Orte an. Die Wahl der Insel bestimmt nämlich ganz entscheidend, wie dein Urlaub am Ende aussieht. Du kannst Trubel und jede Menge Ausflüge haben oder absolute Ruhe und landwirtschaftliche Gelassenheit.

Das beliebte Maafushi und Gulhi

Am günstigsten und touristisch am weitesten entwickelt ist Maafushi oder das benachbarte Gulhi, wo du völlig problemlos und zu den niedrigsten Preisen eine Übernachtung findest. Sie beginnen nämlich schon bei rund 38 bis 45 USD pro Nacht. Wenn du eine bewährte Unterkunft suchst, ist zum Beispiel das Guesthouse Palmcasa mit einem Preis ab 50 USD pro Nacht eine tolle Wahl. Von hier hast du es nur einen Katzensprung zum Strand und zu allen Ausflugsständen. Auf diesen Inseln gibt es zwar mehr Touristen, aber dafür findest du hier die größte Konkurrenz und damit die besten Preise für Bootsausflüge und Dienstleistungen.

Das landwirtschaftliche Thoddoo und das ruhige Dhigurah

Die Insel Thoddoo dagegen ist bekannt für ihre weitläufigen landwirtschaftlichen Plantagen, die Menge an frischer Papaya und den absolut herrlichen Strand. Die hervorragend bewertete Pension Holiday Cottage bietet hier schöne Zimmer schon ab 60 USD pro Nacht. Liebhaber von Walhaien und wunderschöner, unberührter Natur zieht es dann sehr oft auf das entferntere und deutlich ruhigere Dhigurah. Hier kannst du im angenehmen Whaleshark Beach ab rund 100 USD pro Nacht unterkommen. Jede dieser Inseln bietet dir ein etwas anderes, aber garantiert großartiges Erlebnis – du musst nur die auswählen, die deinem Herzen am nächsten ist.

Praktische Zusammenfassung und Richtpreise

Damit du eine bessere Vorstellung davon bekommst, wie viel dich der ganze Spaß kostet, habe ich für dich Modellbudgets für einen einwöchigen Aufenthalt (7 Nächte) für eine Person vorbereitet. Diese Kalkulationen gehen von einem Abflug aus Deutschland mit einem Umstieg außerhalb der Hauptsaison aus. Den Kurs rechne ich orientierend mit 0,92 € pro US-Dollar.

UrlaubsniveauUnterkunftTransport zur InselEssen pro WocheAusflügeGESAMT inkl. Flug
:—:—:—:—:—:—
Ultra-Budget (Maafushi/Gulhi, öffentliche Fähre, 1–2 einfache Ausflüge)~40 USD/NachtFähre ~30 USD~105 €1–2 (~60 €)~1.200 € (drückbar auf ~1.100 €)
Mittel (besseres und ruhigeres Guesthouse, geteiltes Speedboat, 3–4 Ausflüge)~70 USD/NachtSpeedboat ~60 USD~150 €3–4 (~190 €)~1.780 €
Comfort (5 Nächte lokale Insel + 2 Nächte Strandresort mit Halbpension, Speedboat)Mix aus Guesthouse und ResortSpeedboat (ohne Wasserflugzeug)Mix aus lokalem Hotaa und Resort~2.060 €

Zum Vergleich: Wenn du dir ein klassisches Katalogresort mit einer Wasservilla auf Stelzen über dem Ozean aussuchst, zahlst du für eine Woche rund 3.600 bis 10.000 € pro Person. Dass es auch günstig geht, beweisen echte Reiseberichte aus Foren: Ein Paar verbrachte zum Beispiel zwei Wochen mit dem Bereisen von sechs lokalen Inseln und gab zusammen nur 1.818 USD für beide aus (ohne Flüge). Eine Woche auf dem beliebten Maafushi kostet im Schnitt 640 bis 930 USD ohne Flug.

Was du für den günstigen Preis nicht bekommst

Ein Urlaub für 1.200 € wird nicht wie aus der Bounty-Werbung aussehen – das muss man gleich klar sagen. Für diesen Preis bekommst du keine romantische Wasservilla, sondern kommst in einem einfacheren, wenn auch sauberen Zimmer mit Klimaanlage unter. Du musst dich auch damit abfinden, dass es auf den lokalen Inseln keinen Alkohol gibt und du in Badebekleidung nur am ausgewiesenen Bikini Beach baden darfst – außerhalb davon müssen Schultern und Knie bedeckt sein. Wenn du dich für das günstigste Maafushi entscheidest, erwartet dich eine lebhaftere und dicht bebaute Insel, deren kleiner Strand oft voller Touristen ist, an den Inselenden stößt du manchmal auf Müll und vor allem hat sie kein eigenes House Reef, sodass du für jedes Schnorcheln mit einem kostenpflichtigen Boot fahren musst. Während des Ramadans musst du außerdem damit rechnen, dass alle lokalen Restaurants tagsüber geschlossen sind.

Vorsicht vor Geldfallen

Die Malediven bergen einige Fallstricke, die aus einem günstigen Urlaub einen finanziellen Albtraum machen können. Eine zentrale Falle ist der erzwungene Transfer per Wasserflugzeug in entfernte Resorts, der dich 300 bis 600 USD pro Person kostet, in der Luxusversion locker über tausend Dollar. Wähle deshalb immer Inseln, die per Speedboat erreichbar sind. Aufpassen solltest du auch bei Unterkünften mit Halbpension, bei denen keine Getränke im Preis enthalten sind – allein für die Getränke zum Abendessen kann ein Paar Hunderte Dollar ausgeben. Eine weitere beliebte Falle sind „garantierte“ Haiausflüge. Kein fairer Anbieter gibt dir eine Garantie für ein wildes Tier – zahle lieber für ethische Guides. Zum Schluss möchte ich dich vor betrügerischen Websites für das Ausfüllen der Einreisedeklaration IMUGA warnen. Das Ausfüllen auf dem offiziellen Portal ist immer völlig kostenlos (maximal 96 Stunden vor Ankunft).

Pauschalreise oder auf eigene Faust?

Wenn du die absolut günstigste Variante suchst und es dir nichts ausmacht, dich um die Transferlogistik und das Beachten der freitäglichen Fährausfälle zu kümmern, fahr auf jeden Fall auf eigene Faust. Du kaufst den Flug, buchst über Booking ein Guesthouse, vereinbarst vor Ort die Ausflüge und bleibst bei 1.100 bis 1.700 €. Eine Pauschalreise ergibt dagegen viel Sinn, wenn du dich nach sorglosem Luxus sehnst, einen direkten Winterflug ohne Umstieg willst und ein Resort mit All-inclusive-Verpflegung verlangst. Pakete von Reiseveranstaltern mit Direktflug und All-inclusive beginnen bei rund 2.200 €. Es gilt eine einfache Regel: Je luxuriöser das Resort und je entfernter das Atoll, desto mehr lohnt sich das Paket mit ausgehandeltem Transfer – je mehr du Flexibilität und lokale Erlebnisse willst, desto eher solltest du auf eigene Faust reisen.

Wohin als Nächstes

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet eine Woche auf den Malediven?

Der Preis hängt vom Reisestil ab. Auf einer lokalen Insel kostet dich eine Woche inklusive Flug, Unterkunft, Verpflegung und grundlegenden Ausflügen etwa 1.200 bis 1.800 EUR pro Person. Eine Woche in einem Luxusresort mit Vollpension beginnt bei 3.600 EUR und kann bis zu 10.000 EUR steigen.

Kann man für unter 30.000 auf die Malediven reisen?

Ja, das lässt sich schaffen, aber es erfordert Disziplin. Du musst einen Flug außerhalb der Hauptsaison ergattern (zum Beispiel ab Wien um die 650 EUR), in einem günstigen Guesthouse auf der Insel Maafushi oder Gulhi übernachten (ab 38 USD pro Nacht), nur die öffentlichen Fähren für 2 USD nutzen und in lokalen Restaurants hotaa essen.

Wann ist die beste Zeit für eine günstige Reise?

Die günstigste Zeit ist die sogenannte Nebensaison, die von Mai bis November dauert. In diesen Monaten sinken die Preise für Flüge und Unterkünfte um bis zur Hälfte im Vergleich zur Winterhochsaison. Ihr müsst allerdings mit einem höheren Risiko kurzer, intensiver Regenschauer rechnen, da es sich um die Monsunzeit handelt.

Ist ein Resort oder eine lokale Insel besser?

Es hängt von Ihrem Budget und Ihren Erwartungen ab. Das Resort bietet absolute Privatsphäre, luxuriöse Wasservillen, Alkohol ohne Einschränkungen und ein eigenes Korallenriff, ist aber extrem teuer. Die lokale Insel ist fünfmal günstiger, Sie lernen dort die einheimische Kultur kennen, müssen aber die muslimischen Regeln einhalten, es gibt keinen Alkohol und die Strände sind oft voller.

Wie kommt man günstig vom Flughafen auf die Insel?

Die absolut günstigste Variante sind die öffentlichen Fähren, die sogenannten Dhoni, die etwa 2 USD kosten. Sie fahren allerdings nur zu bestimmten Zeiten und freitags gibt es wegen der Gebete einen kompletten Betriebsausfall. Der goldene Mittelweg sind die geteilten Schnellboote (Speedboats), die zwischen 25 und 35 USD pro Fahrt kosten.

Wie kann man auf den Malediven günstig essen?

Die beste und günstigste Möglichkeit sind die lokalen Speiselokale namens Hotaa, die in erster Linie für Einheimische gedacht sind. Ein köstliches vegetarisches Curry, Linsen-Dhal mit Reis oder Roshi-Fladenbrote bekommt man hier schon ab 5 bis 10 USD, während man in touristischen Restaurants für eine gewöhnliche Mahlzeit mindestens das Doppelte bezahlt.

Lohnt sich All-Inclusive auf den Malediven?

Na lokalen Inseln wird All-Inclusive überhaupt nicht angeboten, das Frühstück reicht völlig aus. In Resorts lohnt es sich nur für diejenigen, die viel Alkohol trinken möchten. Der Wendepunkt liegt meist bei etwa drei bis vier alkoholischen Cocktails pro Tag – wer weniger trinkt, macht mit dem All-Inclusive-Programm wahrscheinlich finanziell ein Minusgeschäft.

Soll ich eine Pauschalreise buchen oder auf eigene Faust reisen?

Auf eigene Faust ist es deutlich günstiger und flexibler, ideal für einen Aufenthalt auf den lokalen Inseln. Eine Pauschalreise über ein Reisebüro wählt man dann, wenn man bequem mit einem Direktcharterflug von Prag fliegen möchte und einen Aufenthalt in einem teuren Resort plant, wo der komplizierte Transfer per Wasserflugzeug bereits im Paket enthalten ist.

Was bietet die günstige Unterkunftsvariante nicht?

Beim günstigen Reisen müsst ihr auf die typische Holzvilla auf Stelzen über dem Wasser und romantische Abendessen mit einem Glas Wein verzichten, denn auf den lokalen Inseln gilt Prohibition. Ihr werdet euch den ausgewiesenen Strand mit anderen Touristen teilen, die Unterkunft wird eher einfacher sein und außerhalb des Strandes müsst ihr verhüllt gehen.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

26 Tipps, was man in London sehen und erleben kann 2026 (+ Karte)

TL;DRWir haben 26 Tipps zusammengestellt, was man in London sehen und erleben kann – vom Buckingham Palace, Big Ben und der Tower Bridge bis zu kostenlosen Museen wie dem British Museum, der National Gallery und der Tate Modern, aber auch ausgefallenere Ecken wie Camden, Shoreditch oder den Sky Garden. Für drei Tage teilst du die Besichtigung am besten so auf: Westminster und Big Ben, dann City und Tower, und schließlich Museen oder Camden. Für den Nahverkehr nutzt du am besten eine kontaktlose Karte mit einer Tagesobergrenze von 8,90 £, der Bus kostet einheitlich 1,75 £. Die angenehmste Reisezeit ist Mai bis September, dann fällt in London am wenigsten Regen und die Temperaturen sind am höchsten. Ab dem 25. Februar 2026 brauchen deutsche Staatsbürger außerdem die Einreisegenehmigung UK ETA, die 20 Pfund kostet.

Nach einem ganzen Jahr in Kanada kamen wir mit ziemlich schmalem Geldbeutel und nur einem einzigen Plan in London, England an: die Stadt mit dem Rad erkunden. Im Nachhinein war das die beste Idee der ganzen Reise. Von der Millennium Bridge zum Tower bist du in zehn Minuten – und musst dir keine Gedanken darüber machen, was die U-Bahn heute wieder kostet.

Etwas anderes hat uns aber noch mehr überrascht. Vieles vom Besten, was London zu bieten hat, kostet keinen einzigen Pfund. British Museum, National Gallery, Tate Modern, ein Spaziergang durch die Parks. Und sogar durch die Drehorte aus Harry Potter führte uns ein Guide, dem du am Ende so viel gibst, wie du für angemessen hältst.

Wir haben für dich 56 Tipps zusammengestellt, was man in London sehen und erleben kann — vom Big Ben über Camden bis zu Ecken, in die Touristen normalerweise nicht kommen. Dazu ein praktischer Teil: wann du losfahren solltest, wie du hinkommst, was der Nahverkehr heute wirklich kostet und wo du übernachtest, damit du nicht den halben Urlaub in der U-Bahn verbringst.

Zusammenfassung für alle, die es eilig haben

  • Wann fahren: Am angenehmsten ist es von Mai bis September, aber London funktioniert das ganze Jahr — im Dezember wegen der Beleuchtung, im Januar wegen der Preise.
  • Verkehr: Zahle einfach ganz normal kontaktlos mit Karte oder Handy, das ist mit Abstand am einfachsten. Der Bus kostet einheitlich 1,75 £, die U-Bahn im Zentrum startet bei 3 £ und dank des cleveren Systems werden nie mehr als 8,90 £ pro Tag abgebucht.
  • Kostenlos: British Museum, National Gallery, Tate Modern und die meisten großen Museen haben ihre Dauerausstellungen ohne Eintritt.
  • Nicht vergessen: Für die Einreise brauchst du eine elektronische Reisegenehmigung UK ETA für 20 £. Kümmere dich in Ruhe vor der Reise darum, denn ohne sie kommst du nicht mal an Bord.
  • Für drei Tage: erster Tag Westminster und Big Ben, zweiter Tag City und Tower, dritter Tag Museen oder Camden. Mehr solltest du nicht einplanen.
  • Unterkunft: Es lohnt sich, für eine zentrumsnahe Lage etwas mehr zu zahlen — die gesparte Fahrtzeit ist unbezahlbar.

Wo in London übernachten – nah am Zentrum

Wenn du den idealen Kompromiss zwischen Preis und Zentrumsnähe suchst, wirf einen Blick auf das The Z Hotel Trafalgar. Dank der hervorragenden Anbindung an U-Bahn und Busse kommst du von hier auch spielend leicht in die entlegeneren Ecken der Stadt.

Wenn du nicht jeden Pfund umdrehen musst, könnte dir das The Cavendish London gefallen. Für ein noch eine Spur luxuriöseres Erlebnis empfehlen wir dann das hervorragend bewertete Middle Eight – Preferred Hotels and Resorts.

Könnte dich interessieren: Was man in Irland unternehmen kann

Wetter in London – wann losfahren

Die Gerüchte, dass es in London oft regnet, lügen leider nicht. Von November bis Januar erwartet dich hier ziemlich nasskaltes Wetter, und rechne auch mit einigen geschlossenen Sehenswürdigkeiten. Wenn du das beste Wetter willst, komm im Spätfrühling oder im Sommer. Im Juli und August fällt hier zudem der wenigste Regen.

Monat123456789101112
6 °C6 °C8 °C10 °C13 °C16 °C19 °C19 °C16 °C12 °C9 °C7°C

Wie kommt man nach London: Anreise von Deutschland nach London

Reisegenehmigung UK ETA

Bevor du die Koffer packst, achte auf eine wichtige Neuerung. Für die Einreise nach Großbritannien brauchst du eine elektronische Reisegenehmigung ETA (Electronic Travel Authorisation). Ohne diese Genehmigung lässt dich die Fluggesellschaft unter Umständen gar nicht ins Flugzeug, denk also rechtzeitig daran.

Die Genehmigung kostet 20 Pfund (etwa 24 €), gilt zwei Jahre und berechtigt zu wiederholten Aufenthalten von bis zu sechs Monaten. Denk daran, dass jeder Reisende sie braucht, auch Kinder. Du erledigst sie in wenigen Minuten über die offizielle App „UK ETA“ oder auf der Website gov.uk, aber lass das nicht auf den letzten Drücker und beantrage sie mindestens drei Werktage vor der Reise. Vorsicht vor inoffiziellen Websites, damit du keinen unnötig hohen Aufschlag zahlst.

Mit dem Auto nach London

Wenn du mit dem Auto aus Berlin losfährst, stell dich auf eine Strecke von rund 1100 km und eine Fahrtzeit von über 11 Stunden ein. Egal welche Route du wählst, du musst immer zuerst nach Frankreich, von wo aus dich die finale Überfahrt mit der Fähre oder dem Eurotunnel direkt nach England erwartet.

  1. Von Berlin über Dortmund und Antwerpen nach Calais oder Dunkerque.
  2. Aus dem Süden über Frankfurt am Main, Köln, Brüssel und ebenfalls Calais oder Dunkerque. Das ist die schnellste mögliche Route.

Wenn du aus München startest, bleiben die Routen im Grunde gleich, du musst dich nur zuerst Richtung Frankfurt durchschlagen. Dein Hauptziel auf dem Festland bleibt so oder so Frankreich.

Von Frankreich aus hast du dann zwei Möglichkeiten:

  1. Die Fähre aus den Häfen in Calais oder Dunkerque ist eine ganz angenehme Abwechslung auf der Reise. Auf den Wellen schaukelst du je nach Abfahrtsort etwa 1,5 bis 2 Stunden. Glaub uns, die Tickets solltest du mit großem Vorlauf reservieren, damit du nicht unnötig am Ufer wartest.
  2. Der Eurotunnel – er führt vom französischen Calais ins englische Folkestone. Auf der anderen Seite bist du in 35 Minuten.

Mit dem Bus nach London

Nach England kommst du auch mit dem Bus, etwa mit FlixBus. Rechne damit, dass die Fahrt rund 18 Stunden dauert, deshalb fährt man in der Regel über Nacht – und wir empfehlen ein bequemes Nackenkissen. Ein Rückfahrticket bekommst du ab etwa 60 bis 120 €, in der Saison auch teurer. FlixBus sammelt Reisende nicht nur in Berlin ein, sondern startet auch aus München, Frankfurt oder Köln.

Mit dem Zug nach London

Im Zug von Deutschland nach London verbringst du mehrere Stunden und musst umsteigen. Nutzen kannst du den Hochgeschwindigkeitszug Eurostar, der durch den Eurotunnel fährt – allerdings startet er nur aus Paris und Brüssel.

Mit dem Flugzeug nach London

Aus unserer Erfahrung wissen wir: London erreichst du am einfachsten mit dem Flugzeug. Wenn du klassische Airlines bevorzugst, schau dir Lufthansa und British Airways an. Willst du lieber mit einer Billigfluglinie sparen, fliegen von Berlin, München und Frankfurt Ryanair und Eurowings, zum Flughafen Luton bringt dich Wizzair. Auch die beliebte easyJet lohnt sich.

Normalerweise kosten dich die Tickets 60 bis 120 €, aber mit etwas Glück bei den Billigfliegern schnappst du sie schon für 20 €. Schau bei uns im Blog vorbei, wo wir verraten, wie du günstige Flüge findest.

Autofahren in England

Wenn du dich ans Steuer wagst, pack den internationalen Führerschein und die gültige Grüne Karte ein. Vergiss vor allem nicht, dass hier links gefahren wird – miete dir deshalb am besten gleich ein britisches Auto mit dem Lenkrad auf der anderen Seite.

Verkehr in London

Die beste Möglichkeit, sich in London fortzubewegen, ist der öffentliche Nahverkehr. Neben den klassischen Verkehrsmitteln kannst du auch spezielle Londoner Transportmittel nutzen.

Doppeldeckerbusse

Der typische rote Doppeldeckerbus ist eines der vielen Wahrzeichen Londons. Er fährt sehr häufig und du kommst mit ihm wirklich überallhin, denn er verkehrt auf den ganz normalen Buslinien. Diese Busse tragen die Nummern 9, 12, 15, 49, 74 und 453. Der Fahrpreis ist einheitlich: 1,75 £ pro Fahrt, egal ob du zwei Haltestellen oder quer durch die halbe Stadt fährst – Zonen spielen hier keine Rolle. Und wenn du innerhalb einer Stunde in einen weiteren Bus umsteigst, ist die zweite Fahrt dank des sogenannten Hopper fare kostenlos. Pro Tag zahlst du in Bussen nie mehr als 5,25 £. Bargeld nimmt der Fahrer nicht an, gezahlt wird nur mit Karte, Handy oder Oyster.

Mit dem Zug durch London

Tickets und Zugverbindungen findest du auf der Website National Rail. Kauf sie schön mit Vorlauf, damit du nicht ohne Platzreservierung am Bahnsteig stehst. Züge sind in England etwas teurer als Busse, sie eignen sich also eher für längere Fahrten zwischen den Städten.

Mit dem Boot durch London

Die Boote dienen hier nicht als Fähre von Ufer zu Ufer, sondern bringen dich entlang des Flusses zwischen verschiedenen Stadtteilen von London. Diese Dampfer auf der Themse heißen River Bus, und ein normales Nahverkehrsticket gilt hier nicht. Sie legen alle 20 Minuten ab, und direkt vom Deck aus genießt du den Blick auf das Parlament, den Tower of London oder Greenwich.

Taxi

In London kannst du ein klassisches schwarzes Taxi heranwinken. Es reicht, dem Fahrer ein Zeichen zu geben, und er hält an. Günstig ist das allerdings nicht: der Mindestpreis liegt bei 4,40 £, danach rechnet der Taxameter rund 2,50 £ pro Kilometer, abends und nachts noch mehr. Eine kürzere Fahrt durch das Zentrum kostet so meist 15 bis 25 £.

Wie man Nahverkehrstickets kauft

Kontaktlose Zahlung mit Karte

Wenn du eine kontaktlose Bankkarte im Portemonnaie hast, hast du gewonnen und kannst damit in jedem Verkehrsmittel fahren. Du musst sie nur beim Einsteigen an die Schranke halten und dann nicht vergessen, beim Aussteigen erneut aufzulegen.

Was es kostet: Eine Fahrt mit der U-Bahn in der zentralen Zone 1 kostet 3,10 £ zur Stoßzeit und 3,00 £ außerhalb, quer durch die Zonen 1–2 zahlst du 3,60 £ beziehungsweise 3,10 £. Stoßzeit ist werktags von 6:30 bis 9:30 Uhr und nachmittags von 16:00 bis 19:00 Uhr. Das Beste daran ist das Tageslimit von 8,90 £ — sobald du es erreicht hast, fährst du den Rest des Tages in den jeweiligen Zonen kostenlos und musst auf nichts achten.

Oyster Card

Diese berühmte „Austernkarte“ funktioniert nach dem Prinzip eines Guthabens, das dir dann an den gelben Schranken abgezogen wird. Eine Fahrt kostet genauso viel wie mit deiner Bankkarte, aber für die Oyster Card selbst zahlst du 10 £, die du nicht wiedersiehst. Für uns und die meisten Touristen lohnt sie sich heute nicht: Die ganz normale Karte im Handy hat dieselben Preise und Tageslimits, und du sparst dir die nicht erstattbare Gebühr. Sie lohnt sich höchstens beim Reisen mit Oyster Card für Kinder, die damit günstiger fahren, und du bekommst mit ihr einen Rabatt auf den River Bus.

Was man in London sehen kann: die bekanntesten Sehenswürdigkeiten

In London gibt es wirklich viel zu sehen, und kaum jemand schafft alles bei einem einzigen Besuch. Wir haben deshalb Sehenswürdigkeiten ausgewählt, die du nicht verpassen solltest — und dazu ein paar Orte, über die in den Reiseführern nicht so viel steht.

1. Buckingham Palace

Der Buckingham Palace ist eines der größten Wahrzeichen Londons und der offizielle Sitz des britischen Monarchen, wo die wichtigsten Staatsereignisse stattfinden. Um dir die riesige Fläche vorstellen zu können: Insgesamt verbergen sich darin 775 Zimmer. Ursprünglich entstand er 1703 nur als Privatsitz für den Duke of Buckingham and Normanby.

Erst 1826 wurde das Gebäude zu einem Palast umgebaut, und zur wichtigsten königlichen Residenz wurde es 1837 unter Königin Victoria. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Buckingham Palace gleich siebenmal Ziel von Luftangriffen. Ins Innere kommst du normalerweise nicht, du musst dich also mit der traditionellen Wachablösung vor den Toren begnügen. Eine Ausnahme ist der Zeitraum von August bis September, wenn der Westflügel des Palasts der Öffentlichkeit zugänglich ist und dich eine Armee von rund 200 Guides hindurchführt.

2. Big Ben

Zwar bezeichnen wir alle den ganzen Turm als Big Ben, in Wirklichkeit ist das aber nur der Name der Großen Glocke (Great Bell), die im Elizabeth Tower verborgen ist, der zum Palace of Westminster gehört. Es ist die allergrößte der fünf Glocken, die in diesem 96 Meter hohen Turm des Architekten Augustus Pugin aus dem 19. Jahrhundert hängen. Nach oben steigst du genau 334 Stufen, aber vergiss nicht, dir auch von außen die Details der Fassade anzuschauen, wo du die Symbole aller vier Nationen des Vereinigten Königreichs findest.

3. London Eye

Das London Eye, ein weiteres der vielen typischen Londoner Wahrzeichen, wurde 1999 eröffnet. Bis 2006 war es das größte Riesenrad der Welt. Es misst 135 Meter, hat insgesamt 32 Kabinen und eine Umdrehung dauert 30 Minuten. Oben erwartet dich ein atemberaubender Blick auf die Stadt. Ein online gekauftes Ticket startet bei etwa 29 £, vor Ort zahlst du eher 39 £ — und stehst dazu noch in der Schlange.

4. Tower Bridge

Die ikonische Klappbrücke Tower Bridge spannt sich schon seit 1894 über die Themse, und täglich fahren über 40.000 Autos darüber. In beiden massiven Türmen findest du eine Ausstellung mit einer Dauerpräsentation, die dich durch die Geschichte dieses berühmten Bauwerks führt. Wenn dich auch die Technik dahinter interessiert, mach eine Führung durch das alte Maschinenhaus, das Ticket dafür musst du dort allerdings extra kaufen.

5. Palace of Westminster

Am Ufer der Themse ragt majestätisch der historische Palast empor, in dem heute das Parlament des Vereinigten Königreichs tagt, also das House of Lords und das House of Commons. Bis ins 16. Jahrhundert diente er zwar als Residenz der Monarchen, aber sein ältester Teil reicht schon bis ins Jahr 1097 zurück. Ins Innere kommst du normalerweise nicht, denn für die Öffentlichkeit ist der Palast nur während der Parlamentsferien geöffnet.

6. Westminster Abbey

Diese imposante gotische Kirche, die zur anglikanischen Kirche gehört, dient als letzte Ruhestätte der Monarchen, und seit 1066 finden hier die Krönungen aller englischen Könige und Königinnen statt. Genau in diesen monumentalen Räumen gaben sich auch Königin Elizabeth II. und der Duke of Edinburgh, Philip, das Jawort. Wenn du das Interieur bewunderst, schau dich aufmerksam um — du findest hier nämlich auch ein Denkmal für die tschechoslowakischen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg kämpften.

7. Greenwich Observatory

Das Royal Observatory in Greenwich, das 1675 auf Anordnung von König Karl II. gegründet wurde, diente einst als Zuhause des königlichen Astronomen. Heute findest du darin ein tolles Museum voller alter astronomischer und nautischer Instrumente, von dem sich außerdem ein wunderschöner Blick auf die Umgebung bietet. Unter den Exponaten fehlt auch nicht der historische Chronometer, der einst John Harrison gehörte.

8. Trafalgar Square

Seinen Namen erhielt der Platz nach der berühmten Schlacht von Trafalgar im Jahr 1805, als die britische Marine in den Napoleonischen Kriegen triumphierte. Seine heutige Gestalt stammt bereits aus dem Jahr 1845, und glaub uns, seitdem hat sich hier optisch nicht viel verändert. Genau in der Mitte ragt die Nelsonsäule empor, umgeben von Springbrunnen und vier bronzenen Löwen. Wenn du das alles fotografiert hast, kannst du gleich in die National Gallery auf der Nordseite spazieren.

9. Downing Street

Ein kurzes Stück vom Palace of Westminster entfernt liegt die Downing Street, wohl die allerbekannteste kleine Straße im Zentrum Londons. Jeder kennt die Adresse Downing Street 10 als offiziellen Sitz des britischen Premierministers, aber neben ihm haben hier auch weitere wichtige Institutionen ihren Sitz, etwa das Kabinettsbüro und das Finanzministerium.

10. Churchill War Rooms

Diese weitläufigen unterirdischen Räume entstanden 1938, um der britischen Regierung eine sichere Zuflucht für ihre Beratungen zu bieten. Obwohl die Bunkerräume für maximalen Schutz konzipiert wurden, ist heute nur ein Teil der Anlage der Öffentlichkeit zugänglich. Das Herzstück des gesamten Komplexes bleibt der Cabinet Room, wo sich hinter verschlossenen Türen die entscheidenden Beratungen von Churchills Regierung abspielten.

Das gesamte Museum ist so gestaltet, dass dich die authentische Atmosphäre der damaligen Zeit anhaucht, inklusive der originalen Karten an den Wänden. Das Churchill Museum selbst führt dich dann durch das faszinierende Leben dieses Staatsmanns. Der Eintritt kostet je nach Saison 33 bis 34 £, Kinder bis fünf Jahre kommen kostenlos rein. Denk daran, dass die Tickets nur online für ein bestimmtes Zeitfenster verkauft werden — an der Kasse vor Ort kommst du nicht weiter.

11. The Monument

Das Monument ist ein 62 Meter hoher Turm, der als Erinnerung an den Großen Brand entstand, der 1666 einen erheblichen Teil Londons zerstörte. Auf den Turm kannst du über 311 Stufen hinaufsteigen. Er befindet sich unweit der London Bridge.

12. Globe Theatre

Das heutige Globe Theatre ist eine gelungene Nachbildung des ursprünglichen, in dem einst die Stücke von William Shakespeare aufgeführt wurden. Du findest es direkt am Ufer der Themse, und wenn du im Sommer herkommst, erwischst du vielleicht auch die berühmten Shakespeare-Festspiele. Neben den Aufführungen erwartet dich hier auch das größte Shakespeare-Museum der Welt.

13. Camden

Camden Town ist ein Viertel voller Nachtleben, Jazzbars, urig-alter Pubs und günstiger Restaurants. Es ist vor allem eine Zuflucht der alternativen Kultur, und wenn du ein außergewöhnliches Erlebnis suchst, besuch auf jeden Fall die hiesigen Märkte. Wir haben darüber einen eigenen Guide mit 12 Tipps geschrieben, was man am Camden Market sehen und probieren kann.

14. Baker Street

Diese berühmte Straße in Westminster verbindet wohl jeder von uns mit der Figur des Sherlock Holmes. Der geniale Detektiv wohnte hier laut den Büchern, und zwar konkret in der damals nicht existierenden Hausnummer 221B. Heute findest du an der Adresse natürlich das stilvolle Sherlock Holmes Museum, das alle Fans begeistert.

Moderne Gebäude und Viertel in London

15. The Shard

Der Name dieses Londoner Wolkenkratzers lässt sich treffend als „Scherbe“ übersetzen, und mit einer Höhe von 310 Metern ist er das höchste Gebäude Großbritanniens und belegt Platz sieben in der weltweiten Rangliste. Im Bauwerk des Architekten Renzo Piano verbergen sich Büros und Wohnungen, dich wird aber vor allem die Aussicht ganz oben interessieren. Die Tickets starten bei etwa 22 £ und können je nach Uhrzeit auf 32 £ klettern. Wir raten dir aber, zu sparen und lieber in den Sky Garden zu gehen — dort hast du die Aussicht kostenlos, denk nur daran, rechtzeitig eine kostenlose Reservierung zu ergattern.

16. Piccadilly Circus

Dieser beliebte Platz, benannt nach seiner speziellen Form, verbindet elegant die belebten Einkaufsstraßen Regent Street und Piccadilly. Beim Spaziergang stechen dir die riesigen Neonreklamen ins Auge, aber auch der Shaftesbury Memorial Fountain und der London Pavilion sind einen Blick wert.

17. Soho

Soho in Westminster ist ein Begriff, wo einstige Weiden von einem multikulturellen Viertel abgelöst wurden, das von buntem Nachtleben pulsiert. Du findest hier alles von gemütlichen Cafés und Restaurants über Kinos bis zu unabhängigen Theatern. Der Ort wurde früher durch seine wilde Vergangenheit im Zusammenhang mit der Erotikindustrie bekannt, heute ist die Lage aber unter Kontrolle. Vor allem Liebhaber der alternativen Kultur und des unabhängigen Films kommen hier auf ihre Kosten.

Teil des Viertels ist auch Chinatown, das Zentrum der chinesischen Gemeinschaft in London. Hier kannst du zahlreiche chinesische Restaurants und Geschäfte besuchen und die Dekorationen bewundern. Jedes Jahr finden hier die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr statt.

18. Shoreditch

Shoreditch ist heute ein unglaublich lebendiges Viertel voller bemalter Gebäude, kreativer Künstler und Designerrestaurants. Schon im 19. und 20. Jahrhundert funktionierte es hier als Kunstzentrum, umgeben von Theatern und Konzerthäusern. Wenn du Nachtleben, Kultur und allgegenwärtige Straßenkunst magst, setz diesen Ort auf deine Liste oder übernachte gleich hier.

19. Harrods

Ein kurzes Stück vom Hyde Park im Zentrum Londons steht das wohl bekannteste und am längsten bestehende Luxuskaufhaus der Welt, dessen Verkaufsfläche über eine Million Quadratfuß einnimmt. Du bekommst hier praktisch alles, von Parfüm und Brautkleidern über eine Jacht bis hin zu einem Flugzeug, einer Arztpraxis oder einer Beerdigung. Die Geschichte hier ist faszinierend — A. A. Milne kaufte hier den originalen Winnie Puuh und Präsident Ronald Reagan sogar ein Elefantenbaby. Diese opulente „Stadt in der Stadt“ musst du mit eigenen Augen sehen, und außerdem isst du hier auch ganz gut.

Was man in London besuchen kann: die besten Museen

20. British Museum

Es befindet sich in Camden und ist eines der bedeutendsten Museen der Welt, seine Ausstellung umfasst mehrere Millionen Stücke. Die Ausstellung zeichnet die Geschichte der Menschheit nach und ist in mehrere Bereiche nach Epoche und Ort unterteilt. Hier gibt es zum Beispiel die Mumie der Kleopatra, Zeichnungen von Michelangelo oder eine Moai-Statue von den Osterinseln. Der Eintritt ist kostenlos.

21. Tate Modern – Museum für moderne Kunst

Wenn du zu den Fans zeitgenössischer Kunst gehörst, führen dich deine Schritte wohl in die Tate Modern. Das Galerie-Netzwerk gründete 1897 Henry Tate, und heute ist es eine der beliebtesten Kunststationen der Welt, wobei die Tate Britain als eine weitere Filiale funktioniert. Du findest hier Werke von Meistern wie Moore, Dalí, Picasso, Monet oder Mondrian. Uns gefällt an ihr auch das industrielle Ambiente selbst, denn früher diente dieses Gebäude als Kraftwerk.

22. Brixton Academy

Bis heute finden in diesem Saal mit einer Kapazität von 5.000 Personen wilde Konzerte statt. In der Vergangenheit brachten hier etwa Green Day oder Madonna die Menge zum Toben. Seit 2009 trägt dieses legendäre Gebäude den offiziellen Namen O2 Academy Brixton.

23. The National Gallery

Das fünftmeistbesuchte Museum der Welt bewahrt in seiner Sammlung mehr als 2000 Gemälde aus den Jahren 1250 bis 1900. Ganz kostenlos betrachtest du hier Werke von Piero della Francesca, Leonardo da Vinci, Velázquez oder Rembrandt. Die größte Attraktion sind aber zweifellos die Sonnenblumen von Vincent van Gogh und tolle Stücke weiterer Impressionisten.

Was man in London sehen kann: Parks und Natur

24. Hyde Park

Dieser königliche Gigant im Zentrum Londons gehört zu den größten grünen Oasen der Stadt. Im letzten Jahrhundert konnte man hier sogar kostenlos Live-Konzerte von Legenden wie The Rolling Stones oder Queen hören. Heute ist der Hyde Park vor allem ein toller Ort für einen ruhigen Spaziergang und um die Beine zu vertreten, zu dem untrennbar auch der berühmte Marble Arch gehört.

25. Regent’s Park

The Regent’s ist ein weiterer der königlichen Parks, in dem du sorgfältig geschnittene Blumengärten, Sportplätze, einen See und einen Zoo findest.

26. Sky Garden

Der Garten in den Wolken thront in einer Höhe von 140 Metern, genauer im 36. Stock des Wolkenkratzers „The Fenchurch Building“. Zwischen exotischen Pflanzen verbergen sich hier Restaurants und gemütliche Cafés, und dank der Glaswände bekommst du einen der schönsten Ausblicke auf ganz London.

Was man in London erleben kann: Aussichtspunkte

Neben den beliebten Klassikern wie London Eye, The Shard, Sky Garden oder dem Observatory kannst du in London auch weitere Aussichtspunkte genießen:

  • Oxo Tower – ein toller Blick auf die Stadt, der dich im Viertel South Bank erwartet.
  • Parliament Hill – dieser 98 Meter hohe Gipfel liegt direkt im Park Hampstead Heath und bietet dir London wie auf dem Silbertablett, schön aus der Ferne.
  • St Paul’s Cathedral – das berühmte Panorama verbirgt sich direkt in ihrer Kuppel, aber rechne damit, dass du es dir über 530 Stufen ehrlich erarbeiten musst.
  • Primrose Hill verbirgt direkt im Zentrum des Parks einen 64 Meter hohen Gipfel. Wenn du diesen Hügel erklimmst, wirst du mit weiteren tollen Ausblicken auf die Stadt belohnt.
  • Horizon 22 ist der höchste kostenlose Aussichtspunkt in London, versteckt im 58. Stock eines Wolkenkratzers in Bishopsgate. Für den Eintritt zahlst du zwar keinen einzigen Pfund, aber kümmere dich vorher um die Reservierung.
  • Beim Lift 109 (Battersea Power Station) bringt dich ein gläserner Aufzug 109 Meter hoch direkt in den Schornstein des ikonischen ehemaligen Kraftwerks. Stell dich auf einen fantastischen Rundumblick über die ganze Stadt ein.

Harry Potter – Orte, die man in London besuchen sollte

London und Harry Potter gehören zusammen, schließlich wurde die ganze Zaubererwelt genau hier geboren. Als echter Fan musst du dich auf seine Spuren begeben. Wenn du Englisch beherrschst, empfehlen wir dir eine der Walking Tours. Lukáš und ich haben eine kostenlose Tour gemacht und uns dabei prächtig amüsiert.

Gleis 9 ¾

Am Londoner Bahnhof King’s Cross, genau zwischen den Gleisen 9 und 10, findest du den geheimen Eingang zum Gleis 9 ¾. Genau von hier fuhren die Schüler von Hogwarts jedes Jahr zur Schule. Stell dich ruhig zu dem Wagen, der aus der Steinmauer ragt, und probiere aus, ob du durch sie hindurchkommst oder ob du nur ein gewöhnlicher Muggel bleibst.

Gleis 9 ¾ am Bahnhof King's Cross in London

Lukáš a Lucie
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo übernachten in London
3 Unterkünfte — Wellnesshotels, Hotels und weitere Unterkunftsmöglichkeiten
Lukáš und Lucie
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo in London übernachten
3 Unterkünfte — Hotels, Wellnesshotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

Charing Cross Road

Diese Straße nahe dem Trafalgar Square diente als Vorlage für die Muggelstraße mit dem Tropfenden Kessel. Hagrid führte Harry hier zum ersten Mal zum Einkaufen in die Winkelgasse. In der echten Welt erwarten dich hier statt Zaubern vor allem jede Menge Buchhandlungen und Antiquariate.

Das Reptilienhaus

Erinnerst du dich an den Anfang des ersten Teils (Harry Potter und der Stein der Weisen), als Harry mit den Dursleys in den Zoo geht und sich im Reptilienhaus mit einer Schlange verquatscht? Diese berühmte Szene wurde direkt im Zoo im Regent’s Park gedreht.

Millennium Bridge

Diese Brücke war in den Filmen nicht zu übersehen. Im Teil Harry Potter und der Halbblutprinz wurde sie effektvoll von Voldemorts Todessern zerstört. In Wirklichkeit handelt es sich um die Millennium Bridge über die Themse, und trotz der filmischen Zerstörung kannst du in aller Ruhe darüber spazieren.

Grimmauldplatz Nummer 12

Genau an dieser Adresse steht das alte Haus der Familie Black, in dem die Mitglieder des Ordens des Phönix ihr geheimes Versteck einrichteten. Zwar erscheint dir das Gebäude nur nach einer Einladung durch ein Ordensmitglied, aber der Spaziergang lohnt sich. Den Drehort findest du am Claremont Square 23 – 29.

Die Winkelgasse

Für gewöhnliche Sterbliche ist der Leadenhall Market nur eine fotogene Passage, aber Zauberer sehen in ihr die Winkelgasse voller Zauberstäbe, Kessel und Bücher. Genau hier findest du am Eingang zu einem Optiker in der Bull’s Head Passage jenen berühmten Zugang zur Winkelgasse aus dem Tropfenden Kessel.

Piccadilly Circus

Genau auf diesen Platz apparierten Harry, Ron und Hermine von der Hochzeit von Bill und Fleur, als sie nach dem Fall des Zaubereiministeriums vor den Todessern flohen. Die Szene sollte ursprünglich woanders gedreht werden, aber die Filmemacher wählten am Ende genau diese Location.

Der Ligusterweg

Ligusterweg Nummer 4 in Little Whinging ist die berühmte Adresse des Hauses der Dursleys, wo Harry seine Kindheit verbrachte. In Wirklichkeit findest du dieses unscheinbare Häuschen an der Adresse 12 Picket Post Cl, Winkfield Road.

Gringotts-Bank

Wenn dir die Galleonen ausgehen, mach dich auf zur Gringotts-Bank. Von außen bewunderst du sie am Gebäude von Australia House direkt im Zentrum Londons. Rechne aber damit, dass sie dich als gewöhnlichen Muggel leider nicht hineinlassen.

Warner Bros. Studio

Dieses Studio ist komplett der Welt von Harry Potter gewidmet, und als Fan darfst du es dir nicht entgehen lassen. Du gehst durch die Winkelgasse, wirfst einen Blick in die Große Halle und in Dumbledores Arbeitszimmer, wozu du kein geheimes Passwort brauchst. Zum Schluss erkundest du die Gemeinschaftsräume der Häuser und siehst dir aus der Nähe originale Requisiten samt den Kostümen der Schauspieler an.

Das Theaterstück Harry Potter und das verwunschene Kind

Das Theaterstück Das verwunschene Kind schrieben Jack Thorne und John Tiffany unter der aufmerksamen Aufsicht von J. K. Rowling. Wenn du Englisch beherrschst, schau es dir im Palace Theatre an. Wir müssen dich nur ehrlich warnen, dass Last-Minute-Tickets ohne großen Vorlauf leicht auch mehr als 400 GBP verschlingen können.

Harry-Potter-„Tour“

Du willst alle Zauber-Locations sehen, aber die Planung schreckt dich ab? Lukáš und ich haben einen kostenlosen Stadtspaziergang gemacht, du kannst dir aber auch organisierte „Harry-Potter-Touren“ leisten. Es liegt ganz bei dir, ob du die Warner Bros. Studios, eine Harry-Potter-Tour für Muggel oder eine Tour im privaten Taxi zu den Top-Orten von Harry Potter wählst.

Wir sind damals auf eine kostenlose Führung gegangen — der Guide führte uns zu den Drehorten, und am Ende gaben wir ihm so viel, wie wir für angemessen hielten. So funktionieren zum Beispiel die Strawberry Tours oder London with a Local, die sich vor dem Palace Theatre am Leicester Square treffen. Rechne mit 5 bis 15 £ pro Person als Trinkgeld — das ist immer noch ein Bruchteil des Preises für bezahlte Führungen.

Unser Tipp: Wenn du wieder zu Hause bist, wetten wir, dass du Lust bekommst, die ganze Filmreihe noch einmal durchzuschauen. Schau bei den gängigen Streaming-Portalen vorbei, wo du leicht herausfindest, auf welchen Plattformen sie gerade läuft.

Was man in London erleben kann: Ausflüge in die Umgebung

London funktioniert als tolle Basis für Ausflüge in die Umgebung. Du hast keine Lust, alles kompliziert auf eigene Faust zu planen? Wirf einen Blick auf das Portal GetYourGuide und überlass die Sorgen anderen. Wir empfehlen dir, vor allem diese Orte zu erkunden:

  • Windsor: Steig in den Zug und schon nach einer Stunde steigst du in einem Städtchen aus, das von der ikonischen Windsor Castle dominiert wird.
  • Oxford: Die berühmte Universitätsstadt liegt von London ebenfalls nur eine Stunde mit dem Zug entfernt. Sie gewinnt dich mit ihrer wunderschönen historischen Architektur und den berühmten Colleges, allen voran dem Christ Church College, wo sich die Filmemacher von Harry Potter inspirieren ließen.
  • Stonehenge und Salisbury: Dieses berühmte prähistorische Denkmal müssen wir wohl nicht lange vorstellen. Es liegt rund zwei Stunden von London entfernt, und am besten verbindest du es gleich mit dem nahen Städtchen Salisbury. Alle praktischen Infos zu Eintritt und Anreise findest du in unserem eigenen Guide Stonehenge: Eintritt und Tipps für die Umgebung.
  • Cambridge: Rund eine Stunde von London entfernt stößt du auf diese malerische Universitätsstadt. Erkunde die historischen Colleges, allen voran das berühmte King’s College, und lass dir auch eine Fahrt mit dem traditionellen Stechkahn auf dem Fluss Cam nicht entgehen.
  • Brighton: Sobald du Lust auf Meeresluft bekommst, steig in den Zug und nach einer Stunde steigst du in Brighton aus. Die Stadt bezaubert dich mit ihren bunten Gassen The Lanes und dem ikonischen Brighton Pier.
  • Cotswolds: Diese wunderschöne ländliche Region liegt rund zwei Stunden Fahrt von London entfernt und wurde durch zauberhafte Dörfchen mit Häusern aus honigfarbenem Stein berühmt. Mach einen Ausflug etwa nach Castle Combe oder nach Bibury, das oft als das schönste Dorf in ganz England bezeichnet wird.
  • Harry-Potter-Studio (Warner Bros.): In den Studios in Leavesden, wo alle acht Filmteile entstanden, schlägt jedes Zaubererherz höher. Du kannst hier durch die Große Halle gehen, einen Blick in die Winkelgasse werfen und das detailgetreue Modell von Hogwarts bewundern. Mehr verraten wir dir im Artikel Harry Potter Studio London.
  • Edinburgh und Schottland: Von London bietet sich auch die tolle Möglichkeit, in Zug oder Flugzeug zu steigen und den Ausflug bis nach Schottland auszudehnen. Wie du so eine Reise planst, verraten dir unsere Guides Edinburgh und Schottland.

London-Reiseroute: Was man in London an 3 Tagen sehen kann

Während eines dreitägigen Trips nach London schaffst du in Ruhe das Ikonischste ab und schnupperst noch ein bisschen normales lokales Leben.

Der erste Tag sollte dem historischen Zentrum gehören. Mach dich morgens zum Buckingham Palace auf, zur Wachablösung, und spaziere dann durch den St. James’s Park bis zur Westminster Abbey. Hier haucht dich die Geschichte an, denn hier finden seit Jahrhunderten Krönungen und Beerdigungen der königlichen Familie statt. Unterwegs lass dann den Halt beim Big Ben und den Houses of Parliament nicht aus.

Am Nachmittag überquerst du den Fluss zum London Eye, von wo du die Stadt wie auf dem Silbertablett hast. Abends setz dich dann in Covent Garden, wo es dank Restaurants, Bars und verspielten Straßenkünstlern immer lebendig zugeht.

Den zweiten Tag heb dir für den östlichen Teil Londons auf. Starte beim Tower of London mit den Kronjuwelen, der Tower Bridge und spaziere über die South Bank, wo du dir gleich einen Kaffee mit Blick auf die Themse gönnst. Unterwegs wirf einen Blick in die Galerie Tate Modern mit Weltkunst und schau dir Shakespeares Globe Theatre aus der elisabethanischen Ära an. Am Nachmittag verirr dich dann auf den Borough Market für tolles Essen aus aller Welt oder steig in eine Bootsfahrt auf der Themse.

Am dritten Tag tauchst du ins British Museum mit seinen beeindruckenden Sammlungen aus aller Welt ein. Eine Alternative ist das Natural History Museum oder das Victoria and Albert Museum, nach denen du leicht auf dem Rasen im Hyde Park oder Regent’s Park durchatmest. Wenn du bohèmehafte Atmosphäre magst, mach dich ins Viertel Notting Hill auf, um die bunten Häuser und versteckten Läden zu erkunden. Abends lüfte deinen Geldbeutel auf der Oxford Street durch oder kehr in einem der Restaurants und Bars im lebendigen Soho ein.

Was man in London an 4 Tagen sehen kann

Wenn du 4 Tage für London hast, probier unsere Reiseroute:

Tag 1: Klassisches London

  • Buckingham Palace und Wachablösung (vormittags)
  • Spaziergang durch den St. James’s Park
  • Westminster Abbey und Big Ben
  • Fahrt mit dem London Eye (Blick auf die Stadt)
  • Abendspaziergang entlang der South Bank (z. B. zur Tower Bridge)

Tag 2: Geschichte und Kultur

  • Tower of London (Besichtigung der Kronjuwelen)
  • Tower Bridge (Besuch der Aussichtsgalerie)
  • Borough Market (Mittagessen und Marktatmosphäre)
  • Tate Modern (moderne Kunst, kostenloser Eintritt)
  • St Paul’s Cathedral

Tag 3: Königliche Gärten und Museen

  • Hyde Park und Kensington Gardens (Besuch des Kensington Palace)
  • Natural History Museum oder Science Museum (kostenloser Eintritt)
  • Victoria and Albert Museum (Kunst und Design, kostenlos)
  • Spaziergang über die Oxford Street oder Regent Street (Shopping)
  • Abend in Covent Garden (Theater, Straßenkünstler)

Tag 4: Alternatives London

  • Camden Market (außergewöhnlicher Markt und Straßenkunst)
  • Spaziergang entlang des Regent’s Canal
  • Besuch von Primrose Hill (schöner Blick auf die Stadt)
  • British Museum (Geschichte, kostenloser Eintritt)
  • Chinatown und Soho (Abendessen und abendliche Unterhaltung)

Was man in London an 2 Tagen sehen kann

Wenn du nur 2 Tage für London hast, kannst du diese Sehenswürdigkeiten schaffen:

Tag 1: Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten

  • Buckingham Palace und St. James’s Park
  • Westminster Abbey und Big Ben
  • Fahrt mit dem London Eye
  • Tower of London und Tower Bridge
  • Abendspaziergang über die South Bank

Tag 2: Museen und Stadtatmosphäre

  • Hyde Park und Kensington Gardens
  • Natural History Museum oder Victoria and Albert Museum
  • Spaziergang über die Oxford Street oder Regent Street
  • Covent Garden und Soho

Was man in London an 1 Tag sehen kann

Dir bleibt nur ein einziger Tag für London? Verzweifle nicht, auch so genießt du die Stadt großartig. Unbedingt besuchen solltest du:

  • Buckingham Palace (Besichtigung von außen)
  • Spaziergang durch den St. James’s Park zur Westminster Abbey und zum Big Ben
  • Fahrt mit dem London Eye
  • Tower of London und Tower Bridge (nur von außen)
  • Kurzer Halt in Covent Garden oder Soho zum Abendessen

Was man in London kostenlos sehen kann

London gilt zwar als eine der teuersten Städte des Planeten, aber zum Glück verbirgt es viele Orte, an denen du keinen einzigen Pfund ausgibst. Fang zum Beispiel bei den weltberühmten Museen mit kostenlosem Eintritt an. Zu den größten Magneten gehören das British Museum, das Natural History Museum und die Tate Modern.

Wenn du dich vom Trubel der Großstadt erholen willst, spazier in die berühmten Parks wie Hyde Park, Regent’s Park oder Greenwich Park. Im Hyde Park findest du den Serpentine Lake, während du vom Observatory Hill im Greenwich Park die Stadt wie auf dem Silbertablett hast. Ein wunderbares Schauspiel bietet auch der Sky Garden – ein Hochhaus mit herrlichem Blick auf London, in das du nach vorheriger Reservierung kostenlos hineinkommst.

Wenn du Straßenkunst magst, mach dich ins Viertel Shoreditch auf, wo du an den Wänden berühmte Wandbilder findest, darunter Werke von Banksy. Die tolle bohèmehafte Atmosphäre voller Mode- und Kunststände schnupperst du dann auf dem nahen Camden Market. Für Live-Musik mach dich hingegen nach Covent Garden auf, wo lokale Straßenmusiker für das Programm sorgen.

London: Außergewöhnliche Orte

Die meisten Touristen übersehen oft St Dunstan in the East – einen romantischen Garten, versteckt in den Ruinen einer ausgebombten Kirche, wo sich Kletterpflanzen die Wände hochranken und du keinen Eintritt zahlst. Ein kurzes Stück von Covent Garden stößt du wiederum auf Neal’s Yard, einen winzigen, fotogenen Innenhof, der in allen Farben des Regenbogens leuchtet. Und für Freunde von Neuheiten öffnet 2026 in Smithfield (übrigens ein ehemaliger Fleischmarkt) das brandneue London Museum, das dich durch die Geschichte der Stadt führt.

Wenn du den Menschenmassen mit Kameras entfliehen willst, verbirgt auch London Orte mit deutlich authentischerer Atmosphäre. Fang zum Beispiel im Viertel Hackney an, das dich mit seinen unabhängigen Cafés, Galerien und lebhaften lokalen Märkten bezaubert, allen voran dem Broadway Market.

In der Gegend um Walthamstow versteckt sich God’s Own Junkyard, eine verrückte Galerie aus Neonschriften und Lichtern, die du so schnell nicht vergisst. Architekturbegeisterte freut wiederum das Barbican Centre – ein massiver brutalistischer Bau, der als Kulturzentrum funktioniert, wo du neben Konzertsälen und Galerien auch einen überraschenden Wintergarten findest.

Wenn dir Grün fehlt, mach dich in den Epping Forest auf, einen wunderbar weitläufigen Waldpark im Nordosten Londons. Für etwas geheimnisvollere Atmosphäre mach dich auf den alten Friedhof Highgate Cemetery, wo berühmte Persönlichkeiten ruhen, darunter Karl Marx.

Für ein etwas ungewöhnliches Londoner Erlebnis besuch Little Venice. In dieser malerischen, von Kanälen durchzogenen Gegend bewunderst du bunte Hausboote und genießt eine unerwartet friedliche Atmosphäre.

Wenn du ein außergewöhnliches Erlebnis suchst, versuch die Londoner Untergrundgeheimnisse in Form verlassener U-Bahn-Stationen zu erkunden. Einen Besuch wert ist auch das The Old Operating Theatre Museum, wo dich eine leicht schaurige Geschichte der Medizin anhaucht.

Wohin zum Fußball in London

Quidditch spielen kannst du hier leider nicht, dafür hat England tolle Fußballmannschaften. Wenn du auch nur ein bisschen mit dem Sport lebst, lass dir ein lokales Spiel nicht entgehen und feuer von den Rängen aus mit! Welchen Klubs kannst du die Daumen drücken?

Filme, die in London gedreht wurden

In London wurden viele Filme und Serien gedreht, von denen einige international bekannt und ikonisch sind. Hier ein paar Beispiele:

  • Harry Potter – die Filmemacher nutzten eine ganze Reihe Londoner Gassen und Gebäude, wobei der größte Magnet die King’s Cross Station mit dem berühmten Gleis 9 ¾ bleibt.
  • Bridget Jones – die Hauptfiguren leben direkt in London, und viele ikonische Szenen setzten die Filmemacher auf den Borough Market oder an die Tower Bridge.
  • Paddington – die Geschichte des liebenswerten Bären spielt in London, sodass du auf der Leinwand leicht etwa die Paddington Station oder die bunte Portobello Road erkennst.
  • James Bond – viele Szenen aus verschiedenen Filmen wurden in London gedreht, darunter Actionszenen auf der Tower Bridge und am MI6-Turm.
  • Sherlock Holmes – der legendäre Detektiv streift durch die Gassen Londons, und viele Filmaufnahmen findest du direkt im historischen Zentrum der Stadt verstreut.
  • Notting Hill – die berühmte romantische Komödie mit Julia Roberts nimmt dich mit auf die bunte Portobello Road und in die angrenzende malerische Umgebung.
  • V wie Vendetta – der harte Streifen wurde teilweise in London gedreht und bietet dir spannende Actionszenen vom Trafalgar Square und aus dem dunklen Ambiente der U-Bahn.

Wo man in London essen kann

Die Londoner Gastroszene gehört zu den vielfältigsten der Welt, und du isst hier buchstäblich aus allen Ecken des Planeten. Eines sagen wir aber gleich vorweg: wir essen kein Fleisch, nimm die Tipps unten also so, wie sie gemeint sind. Bei den vegetarischen Läden sprechen wir aus eigener Erfahrung, bei den Fleischlokalen fassen wir nur zusammen, was die Londoner selbst empfehlen.

London ist auch eine europäische Hochburg für Specialty Coffee. Wenn du einen wirklich guten Flat White willst, haben wir die besten Cafés in London zusammengestellt — nur die mit einer Google-Bewertung über 4,6.

Luxusrestaurants in London

  • Für moderne europäische Küche mit 2 Michelin-Sternen mach dich ins The Ledbury auf.
  • Erstklassige moderne britische Küche mit 3 Michelin-Sternen bekommst du im Core by Clare Smyth.
  • Fleischesser schicken wir in die Kette Hawksmoor, die sich in London auf Steaks und Fleischgerichte spezialisiert.
  • The Palomar – israelische Küche.
  • Für moderne chinesische Küche in elegantem Ambiente mach dich ins Hakkasan auf.
  • St. John lockt mit traditioneller britischer Küche, wo man auf Saisonalität und die Qualität der Zutaten setzt.
  • Das verspielte Sketch nimmt dich mit in mehrere bunte Räume, jeder mit anderem Design und anderem Angebot.
  • Im The River Cafe gönnst du dir italienische Küche gleich mit herrlichem Blick auf die Themse.
  • Liebhaber der indischen Küche genießen das luxuriöse Ambiente im Gymkhana.

Günstige, aber hervorragende Restaurants in London

Günstig essen kann man in London durchaus, man muss nur wissen wo. Die Preise unten sind Richtwerte und steigen ständig, nimm sie deshalb mit einem Körnchen Salz.

💡 Tipp: Am günstigsten und am besten haben wir in Chinatown an der Gerrard Street gegessen. Eine Schüssel Nudeln mit Gemüse und Tofu kostet dort ein paar Pfund, und man sitzt dabei unter roten Lampions mitten in der Straße. Klappt auch super als Flucht vor dem Regen.

  • Faire Preise und tolle indische Küche bietet Dishoom mit mehreren Filialen in ganz London.
  • In der Pizzeria Franco Manca starten die Preise schon ab 5 Pfund, und in London stößt du auf mehrere Filialen.
  • Bao – taiwanesisches Bistro mit mehreren Londoner Filialen, wo du tolle vegetarische und Fleischgerichte findest.
  • Honest Burgers – spezialisiert auf Burger, mehrere Filialen in London.
  • Homeslice – eine feine Pizzeria mit mehreren Londoner Filialen, wo dich eine Portion schon ab 4 Pfund kostet.
  • Flat Iron – ein Lokal mit mehreren Londoner Filialen, das sich auf Steaks für rund 10 Pfund spezialisiert.
  • Padella – ehrliche italienische Küche mit Fokus auf Pasta und Risotto zu sehr freundlichen Preisen ab 5 Pfund.
  • The Breakfast Club – für ein traditionelles Frühstück oder einen üppigen Brunch für rund 10 Pfund geh in eine ihrer vielen Filialen.
  • The Regency Cafe – ein traditionelles Londoner Café, in das man für typische englische Frühstücke und andere Gerichte mit Preisen um 5 Pfund geht.
  • KaoSarn – wenn du Lust auf thailändische Küche bekommst, isst du in ihren mehreren Londoner Filialen schon ab 7 Pfund.

10 Tipps, was man in London mit Kindern erleben kann

Es kommt zwar immer darauf an, wie alt die Kinder sind, die du dabei hast, aber London verbirgt zum Glück jede Menge Aktivitäten für jeden. Wenn du zu Hause kleine Harry-Potter-Fans großziehst, darfst du die oben genannten Drehorte einfach nicht auslassen.

  1. London Zoo – plane einen Ausflug in den Regent’s Park und erkunde einen der ältesten und größten Zoos der Welt.
  2. Das Natural History Museum zieht dich in eine Welt faszinierender Exponate, wo du mit eigenen Augen riesige Dinosaurierfossilien und Meteoriten erkundest.
  3. Science Museum – ein unterhaltsames und interaktives Museum für alle kleinen Wissenschaftsbegeisterten.
  4. Madame Tussauds – Kinder lieben das Wachsfigurenkabinett, ich selbst erinnere mich von meinem ersten London-Besuch genau daran.
  5. Vom London Eye, dem höchsten Riesenrad Europas, bietet sich dir ein unvergesslicher Panoramablick auf die ganze Stadt.
  6. Wenn ihr den bebrillten Zauberer liebt, lasst euch die Harry Potter Studio Tour nicht entgehen, denn die interaktive Führung durch die berühmten Filmkulissen verspricht ein zauberhaftes Erlebnis.
  7. Während der Warner Bros. Studio Tour London – The Making of Harry Potter erkundest du die echten Studios, in denen die Harry-Potter-Filme gedreht wurden, und siehst dir aus der Nähe originale Kostüme, Requisiten und Kulissen an.
  8. Der Tower of London verbirgt als berühmte historische Festung jede Menge düstere und faszinierende Geschichten und Legenden, mit denen du die Kinder zuverlässig beeindruckst.
  9. Versuch, mit den Kindern einen Blick in Hamleys zu werfen, das größte Spielwarengeschäft Europas, wo sie ein Haufen Attraktionen und unterhaltsamer Aktivitäten erwartet.
  10. Etwa eine Stunde Fahrt von der Stadt entfernt liegt das berühmte Legoland Windsor , wo sich die Kinder an Dutzenden Attraktionen austoben, die vom legendären Lego-Baukasten inspiriert sind.

Was man in London bei Regen unternehmen kann

In London nieselt es ab und zu, lass dich von einem leichten Schauer also überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Wenn es aber wie aus Kübeln gießt, verkriech dich in eines der genannten Museen, wobei Lukáš und ich auf British Museum, Tate Modern und National Gallery schwören. Wer mit dem Englischen keine Probleme hat, kann sich abends Tickets für eine Theatervorstellung in einer West End Show reservieren.

Ein regnerischer Tag ist auch ideal für Madame Tussauds. Ich war als Kind dort und erinnere mich vor allem an eines: stundenlange Schlangen. Heute lässt sich das vermeiden — das Ticket kaufst du online ab etwa 29 £ für ein bestimmtes Zeitfenster, während du vor Ort um die 39 bis 42 £ zahlst und trotzdem anstehst. Genauso funktioniert es beim British Museum: Der Eintritt ist zwar kostenlos, aber von April bis August reservierst du dir besser ein kostenloses Zeitfenster-Ticket, sonst verbringst du locker eine Dreiviertelstunde in der Schlange.

Karte mit Sehenswürdigkeiten fürs Handy

London: Wissenswertes

Unter London liegt ein riesiges Netz ungenutzter Tunnel

Unter den belebten Straßen verbirgt sich ein riesiges Netz verlassener Tunnel, U-Bahn-Stationen und Bunker. Im Zweiten Weltkrieg versteckten sich die Menschen darin, ein andermal dienten sie als geheime Fluchtwege oder als schlichte Lager. Wenn du Geschichte magst, wird dir die Mail Rail gefallen, eine geheime unterirdische Eisenbahn, über die einst die Post durch London befördert wurde.

In London gibt es mehr indische Restaurants als in Delhi

Die britische Küche hat Einflüsse aus aller Welt aufgesogen, aber nichts ist hier so angesagt wie indisches Essen. London hat sogar mehr indische Restaurants als das indische Delhi selbst. Bei Briten und Touristen führt hier konkurrenzlos Chicken Tikka Masala, ein Gericht, das manchen Theorien zufolge direkt in Großbritannien entstand.

Die berühmten roten Telefonzellen haben ihren eigenen Duft

Die klassischen roten Telefonzellen sehen auf Fotos toll aus, in Wirklichkeit haben sie aber einen ziemlich speziellen Geruch. Die Mischung aus altem Metall, vergilbtem Papier und allgegenwärtiger Feuchtigkeit ist hier so stark, dass daraus sogar ein Parfüm für eine britische Duftgalerie gemischt wurde. Damit einparfümieren würden Lukáš und ich uns zwar nicht, aber es hat etwas.

An der Themse tauchen „Schlammwühler“ auf

Eine der bizarreren Londoner Freizeitbeschäftigungen ist das sogenannte Mudlarking, also nichts anderes als im Schlamm an der Themse zu wühlen und historische Schätze zu suchen. Während es im viktorianischen Zeitalter noch eine harte Überlebensstrategie war, ziehen die Leute heute mit Begeisterung alte Münzen, freigelegte Knochen oder sogar jahrhundertealte Waffen aus den Uferzonen des Flusses.

London hatte einst eigene Eisbären

Der Tower of London war einst Heimat exotischer Tiere, die Geschenke an die englischen Könige waren. Im 13. Jahrhundert schenkte der norwegische König England einen Eisbären, der sogar die Erlaubnis hatte, an einer Kette in der Themse zu schwimmen.

In London gibt es geheime Bars, die man nur mit Passwort findet

Die verborgene Kultur der Speakeasy-Bars aus der Zeit der amerikanischen Prohibition lebt hier weiter und hat eine tolle Atmosphäre. In manche Lokale kommst du nur mit einem speziellen Passwort hinein, oder du musst genau wissen, auf welche Klingel du drücken sollst. Wenn du Rätsel magst, probier die Bar Evans & Peel Detective Agency, die sich von außen als unscheinbares Detektivbüro tarnt.

London ist die regenreichste Stadt? Auf keinen Fall!

Trotz seines Rufs als Regenstadt hat London weniger Niederschlag als etwa Rom, Sydney oder New York. Der Regen ist zwar häufig, aber eher in Form von feinem Nieseln als heftiger Güsse.

London hat die älteste U-Bahn der Welt, aber nicht die tiefste

Die Londoner U-Bahn darf sich damit rühmen, dass sie 1863 als erste der Welt eröffnet wurde. Trotz dieser Vorreiterrolle ist sie aber nicht die tiefste — ihre am tiefsten gelegene Station Hampstead liegt „nur“ 58 Meter unter der Oberfläche. Zum Vergleich: Die U-Bahn in Nordkorea führt in eine unglaubliche Tiefe von 110 Metern.

London hat mehr Bäume als Menschen

Obwohl es eine riesige Stadt ist, ist London voller Grün – es hat mehr als 8 Millionen Bäume, was mehr ist als die Zahl der Einwohner. Deshalb wird es von der UNO als „Waldstadt“ eingestuft.

Häufig gestellte Fragen

Wohin als Nächstes: unsere ausführlichen Guides für Großbritannien

Mit London ist noch lange nicht Schluss. Wenn du eine längere Reise planst oder dir einen der Orte richtig genau ansehen willst, wirf einen Blick auf unsere weiteren Guides.

  • London Eye — Eintritt, wann du wegen des Sonnenuntergangs fahren solltest und ob es sich lohnt, oder lieber kostenlos in den Sky Garden.
  • Buckingham Palace — Eintritt in die State Rooms, wo du bei der Wachablösung stehen solltest, und die Geschichten von Balkon und geheimem Garten.
  • Tower of London — Eintritt, Kronjuwelen, Raben und 12 Tipps, was du drinnen nicht verpassen solltest. Die meistbesuchte Festung Londons.
  • Harry Potter Studio London — Tickets, Preise und wie du zu den Studios kommst. Das beste Erlebnis für Fans der Saga.
  • Stonehenge — wirf einen Blick auf unsere Übersicht zu Eintritt, Anreise von London und Tipps, was du sonst noch in der Umgebung sehen kannst.
  • Edinburgh — mach dich mit unseren 31 Tipps in den Norden auf, was in der schottischen Metropole sehenswert ist.
  • Urlaub in Schottland — bei uns findest du 30 Tipps, was man sehen kann und wohin man fahren sollte, von den Highlands bis zu den Inseln.
  • Camden Market und Camden Town: 12 Tipps zum berühmtesten Londoner Markt — Streetfood, Amy-Winehouse-Statue und Bootsfahrt auf dem Kanal.

Wann ist die beste Zeit, London zu besuchen?

Die ideale Zeit für einen Besuch in London ist im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter angenehm ist und weniger Touristen unterwegs sind. Die Weihnachtszeit ist ebenfalls beliebt wegen der festlichen Atmosphäre und der Weihnachtsmärkte.

Welche Art von Reisekarte ist am günstigsten?

Am einfachsten ist es, mit einer gewöhnlichen kontaktlosen Karte oder dem Handy zu bezahlen — die Fahrpreise und Tagesobergrenzen sind dieselben wie bei der Oyster, aber es kostet nichts extra. Die Oyster-Karte kostet heute 10 £ nicht erstattbare Gebühr und lohnt sich für die meisten Touristen nicht mehr. Sinnvoll ist sie hauptsächlich für Kinder von 11 bis 15 Jahren.

Was sollte man in London probieren?

Klassiker sind Fish and Chips, das volle englische Frühstück und Afternoon Tea mit Scones. Wir sind aber Vegetarier, daher empfehlen wir aus eigener Erfahrung von diesen drei vor allem den Afternoon Tea — und dazu die indische Küche, die in London außergewöhnlich gut und preiswert ist.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Was für Lappland einpacken: die richtige Kleidung für den arktischen Winter

TL;DRFür den arktischen Winter in Lappland (Rovaniemi und Umgebung) gilt das Drei-Schichten-Prinzip: Merino-Thermounterwäsche, Fleece oder Pullover und eine wasserdichte Winterjacke mit gefütterter Hose, dazu Mütze über den Ohren, Schlauchschal, Fäustlinge und Wollsocken in Schuhen, die eine Nummer größer sind. Die Temperaturen in Rovaniemi liegen meist zwischen −5 und −20 °C, im Januar und Februar kann es auch unter −30 °C fallen – die Kälte ist aber trocken und lässt sich besser aushalten als feuchte Winterluft. Thermo-Overalls für Husky-Safaris, Schneemobiltouren, Rentierfarmen und Nordlichter-Touren leihst du dir direkt vor Ort, auch in Kindergrößen – kaufen musst du sie nicht. Unverzichtbar sind außerdem Badesachen für die Sauna, fetthaltige Kälteschutzcreme, Sonnenbrille, Stirnlampe und eine Powerbank, denn die Kälte entlädt Akkus im Nu. Die komplette Packliste für 4–6 Tage lässt sich gut um ein aufgegebenes Gepäckstück für zwei Personen ergänzen – der Sommer verlangt dagegen eine ganz andere Ausrüstung mit Insektenschutz und Schlafmaske.

Minus fünfundzwanzig Grad. Diese Zahl jagt den meisten Leuten, die ihre erste Reise nördlich des Polarkreises planen, gehörig Angst ein und treibt sie zum Kauf einer Polarexpedition-Ausrüstung für viel Geld. Sagen wir es also gleich im ersten Satz ganz offen: so viel neue Ausrüstung brauchst du gar nicht. Die trockene arktische Kälte erträgt man erstaunlich gut, der Schlüssel liegt im richtigen Schichten – und das Wichtigste (die Thermo-Overalls fürs Safari) leiht man dir vor Ort sowieso. Wer einen Lappland Urlaub im Winter plant, ist damit bestens gerüstet. ☺️

In diesem Guide findest du eine komplette Packliste für Lappland: wie das Zwiebelprinzip bei extremer Kälte funktioniert, was du wirklich kaufen und was du dir leihen kannst, wie du Hände, Füße und Gesicht schützt, was du mit deiner Elektronik im Frost machst und wie du für den Sommer packst. Nach der Rückkehr wirst du merken, dass die Hälfte der Angst vor dem arktischen Winter unbegründet war.

Wenn du Termin und Programm noch abstimmst, wirf einen Blick in die Artikel wann nach Lappland reisen und was man in Lappland sehen sollte.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Basis = 3 Schichten: Merino-Thermowäsche (plus Wechselset), Fleece oder Wolle, wasserdichte gefütterte Jacke und Hose.
  • Die wichtigsten Details: Mütze über die Ohren, Schlauchschal statt Schal, Fäustlinge (plus dünne Handschuhe darunter), Wollsocken und Winterstiefel eine Nummer größer.
  • Den Thermo-Overall für Husky-Touren, Motorschlitten und Rentiere leihst du dir vor Ort, auch in Kindergrößen. Kauf ihn nicht.
  • Nicht vergessen: Badesachen (Sauna!), fettige Kältecreme, Sonnenbrille, Stirnlampe, Thermoskanne und Powerbank – Kälte frisst Akkus.
  • Der Sommer ist ein anderes Lied: Schichten, Regenjacke, feste Schuhe und vor allem Mückenschutz.

Wie kalt es in Lappland wirklich ist

Bevor wir zur Liste kommen, ein kleiner Reality-Check. In Rovaniemi liegen die Wintertemperaturen üblicherweise zwischen −5 und −20 °C, im Januar und Februar kann es auch unter −30 °C fallen (die aktuelle Vorhersage findest du beim finnischen Wetterdienst). Das klingt brutal, aber es gibt ein großes ABER: die Kälte in Lappland ist trocken. Ohne Feuchtigkeit und oft auch ohne Wind erträgt man −15 °C besser als −3 °C mit Nieselregen in Deutschland.

Die zweite gute Nachricht: In Lappland bewegst du dich zwischen beheizten Innenräumen und kurzen Aufenthalten draußen viel häufiger, als du denkst. Kritisch wird es nur, wenn du ins Schwitzen kommst (nasse Schichten kühlen im Frost aus) oder wenn du Hände, Ohren und Füße unterschätzt. Genau darauf ist das folgende System ausgelegt.

Das Zwiebelprinzip: 3 Schichten, die für alles reichen

Vergiss die eine „Mega-Jacke“. Bei arktischer Kälte funktioniert das Drei-Schichten-System, das du je nach Aktivität und Wetter an- und ausziehst.

  • 1. Basisschicht (direkt am Körper): Thermowäsche, idealerweise Merino, Langarmshirt und lange Unterhose. Wärmt, leitet Schweiß ab und riecht nicht. Nimm zwei Sets mit, eins für Aktivitäten, eins trocken für den Abend. Baumwolle vermeidest du – nass kühlt sie aus.
  • 2. Isolationsschicht: Fleecepulli, Wollpullover oder leichte Daunenjacke. Bei größter Kälte ruhig zwei dünnere übereinander, die isolierende Luft dazwischen wärmt.
  • 3. Außenschicht: wasserdichte und winddichte Winterjacke (am besten länger, über den Po) und gefütterte wasserdichte Hose. Ein Ski-Set eignet sich hervorragend, du musst nichts Spezielles kaufen.

💡 Tipp: Die goldene Regel lautet nicht zu viel anziehen. Wenn du beim Gehen ins Schwitzen kommst, kühlt dich nasse Kleidung im Frost schnell aus. Geh lieber mit dem Gefühl „mir ist ein bisschen kalt“ los, nach ein paar Minuten Bewegung passt es genau.

Kopf, Hände, Füße: hier entscheidet sich die Kälte

Neunzig Prozent des Unbehagens im Frost gehen auf das Konto von drei Stellen: Ohren, Finger und Füße. Hier lohnt es sich, nicht zu sparen.

  • Kopf: warme Mütze, die die Ohren bedeckt, plus Schlauchschal (Multifunktionstuch oder Fleeceschlauch), den du über Kinn und Nase ziehst. Ein normaler Schal verrutscht und lässt den Wind darunter.
  • Hände: Fäustlinge wärmen deutlich besser als Fingerhandschuhe. Darunter dünne Handschuhe, mit denen du das Polarlicht fotografierst, ohne die nackten Finger rausholen zu müssen. Ein Ersatzpaar ist praktisch, nasse Handschuhe = Spaß vorbei.
  • Füße: Wollsocken (nicht drei Paar Baumwollsocken übereinander!) und Winterstiefel eine Nummer größer mit guter Sohle. Die Luft um die Zehen isoliert, eingequetschte Zehen frieren. Für die Stadt reichen gute Winterstiefel, Snowboots mit Membran sind ein Bonus.
  • Gesicht: fettige Kältecreme (ohne Wasser als Basis) für Erwachsene und Kinder. Und eine Sonnenbrille, die Märzsonne auf dem Schnee blendet extrem.

Was du dir vor Ort leihst (und nicht kaufen musst)

Das ist der wichtigste Rat des ganzen Artikels: Für organisierte Aktivitäten bekommst du die Polarausrüstung vor Ort. Husky-Safari, Motorschlitten, Rentierfarmen und Polarlichtjagd – bei allen ist meist im Preis inbegriffen: arktischer Thermo-Overall, Winterstiefel, Fäustlinge und eine Sturmhaube oder ein Helm, und das sogar in Kindergrößen. Überzeugen kannst du dich in den Aktivitätsbeschreibungen bei Visit Rovaniemi. Buchen kannst du solche Erlebnisse bequem über GetYourGuide.

Deine eigene Ausrüstung muss also vor allem das normale Bummeln in der Stadt, das Santa Claus Village und die abendliche Polarlichtsuche abdecken. Dafür reichen die oben beschriebenen Schichten locker aus. Und falls doch etwas fehlt: Finnische Geschäfte (auch normale Supermärkte) verkaufen hochwertige und erschwingliche Winterkleidung, du kannst also vor Ort nachkaufen.

Komplette Packliste: was du für den Winter in Lappland einpackst

Hier ist die ganze Liste für 4–6 Tage auf einen Blick, zum Abhaken:

  • 2× Merino-Thermowäsche (Shirt + lange Hose), 4–6× Wollsocken, Unterwäsche
  • 2× Fleece oder Pullover, 1× leichte Daunenjacke (bei Frost unter −20 °C)
  • wasserdichte Winterjacke + gefütterte Hose (Ski-Set)
  • Mütze über die Ohren, Schlauchschal, Fäustlinge + dünne Handschuhe, Ersatzhandschuhe
  • Winterstiefel eine Nummer größer, bequeme Schuhe für drinnen/im Hotel
  • Badesachen! (Sauna und Eisbaden gehören zu Finnland) + schnelltrocknendes Handtuch
  • fettige Kältecreme, Lippenbalsam, Sonnenbrille
  • Stirnlampe (schon am Nachmittag dunkel), Thermoskanne, Powerbank
  • Medikamente, Reiseversicherung, Karte und etwas Bargeld in Euro (bezahlt wird aber fast überall mit Karte)
  • optional: Schlafmaske, Wärmflasche, beheizbare Schuheinlagen, Stativ fürs Polarlichtfotografieren

💡 Tipp: Wie du das alles ins Flugzeug bekommst, ohne für Gepäck draufzuzahlen, erkläre ich ausführlich im Artikel Handgepäck und Rucksack fürs Flugzeug. Die Winterausrüstung ist voluminös, deshalb lohnt sich für Lappland meist ein aufgegebenes Gepäckstück für zwei Personen.

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Lappland übernachten kann
4 Unterkünfte — Resorts, Wellnesshotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

Wo übernachten (und was du dafür einpackst)

Die Wahl der Unterkunft beeinflusst auch das Packen. In einem Hotel im Zentrum wie dem Santa’s Hotel Santa Claus in Rovaniemi kommst du mit der Stadtausrüstung und Badesachen für die Sauna aus. In Resorts außerhalb wie dem Apukka Resort ist eine zusätzliche Stirnlampe praktisch (abendliche Wege zwischen den Hütten), und in Glasiglus, etwa im Kakslauttanen Arctic Resort, packst du eine Schlafmaske ein, wegen der helleren Nächte zu Saisonbeginn und -ende. Einen kompletten Überblick über Unterkünfte findest du in den Artikeln was man in Rovaniemi sehen sollte und Glasiglus in Lappland.

Elektronik und Fotografieren im Frost

Frost ist ein Akku-Killer. Ein Handy, das zu Hause einen Tag durchhält, entlädt sich im Frost in einer Stunde oder schaltet sich gleich ab. Trag es in einer Innentasche am Körper, hol es nur für ein Foto raus und pack eine Powerbank ein (auch die warm halten). Der Kamera helfen im Frost Ersatzakkus am Körper, und fürs Polarlicht vergiss das Stativ nicht – wie du es einstellst, beschreibe ich im Artikel Polarlicht in Lappland.

Achtung bei Kondenswasser: Wenn du von −20 °C in die Wärme kommst, lass die Kamera im Rucksack oder in einem geschlossenen Beutel akklimatisieren, sonst beschlägt sie von innen. Und wenn du im Winter mit dem Auto fährst, denk daran, dass dir die Mietwagenfirma die Zusatzausrüstung (Eiskratzer, Kabel) stellt, mehr dazu in meinem Reiseplan durch Lappland.

Und der Sommer? Eine ganz andere Liste

Der Sommer in Lappland (Juni bis August) hat Temperaturen von 15 bis 20 °C und man packt dafür wie für einen Herbst in den Bergen: Schichten, Regenjacke, feste Schuhe für Wanderungen in den Nationalparks und Badesachen für die Seen.

Zwei Sommer-Besonderheiten: Mückenschutz (im Juni und Juli gibt es reichlich davon, vor allem am Wasser) und eine Schlafmaske, denn die Mitternachtssonne geht nicht unter und die helle Nacht bringt den Schlaf mehr durcheinander als der Frost. Wann genau Sommer und Mitternachtssonne ihren Höhepunkt erreichen, findest du im Artikel wann nach Lappland reisen.

Weiterlesen: Tipps für weitere Artikel

Gepackt? Dann fehlen nur noch Programm und Termin:

Häufig gestellte Fragen zum Packen für Lappland

Was man im Winter nach Lappland mitnehmen sollte?

Grundlage sind drei Schichten: Merino-Thermounterwäsche (2 Sets), Fleece oder Pullover und eine wasserdichte Winterjacke mit gefütterten Hosen. Dazu eine Mütze über die Ohren, ein Schlauchschal, Fäustlinge, Wollsocken, Winterschuhe eine Nummer größer, Badesachen für die Sauna, Fettcreme gegen Kälte, Stirnlampe und Powerbank.

Muss ich mir spezielle Polarkleidung kaufen?

Nein. Für organisierte Aktivitäten (Huskys, Schneemobile, Rentiere, Nordlichtjagd) werden Thermoanzug, Stiefel und Fäustlinge vor Ort ausgeliehen, auch für Kinder. Deine eigene Ausrüstung muss nur das normale Herumlaufen in der Stadt abdecken, dafür reicht eine gute Ski-Ausrüstung und Schichten.

Wie zieht man sich bei −30 °C an?

Zwiebelprinzip: Merino-Thermounterwäsche, zwei Isolationsschichten (Fleece + leichte Daunenjacke), wasserdichte Außenschicht, Fäustlinge mit dünnen Handschuhen darunter, Mütze über die Ohren, Halstuch über die Nase und Wollsocken in Schuhen eine Nummer größer. Und vor allem nicht zu dick anziehen, Schweiß kühlt bei Frost aus.

Warum sollte man Badekleidung mit nach Lappland nehmen?

Wegen der Sauna, die gehört zu Finnland genauso wie der Schnee. Viele Hotels haben eine Sauna im Preis inbegriffen und ein Klassiker ist das Avanto, das Eintauchen in ein Eisloch im gefrorenen See. Ohne Badekleidung (und schnelltrocknendes Handtuch) würdet ihr einen großen Teil des finnischen Erlebnisses verpassen.

Wie schützt man Handy und Kamera vor Kälte?

Kälte entlädt Akkus schnell: Trage dein Handy in der Innentasche am Körper, Ersatzakkus und Powerbank warm. Nach der Rückkehr in die Wärme lass die Technik im Rucksack akklimatisieren, sonst beschlägt sie von innen. Zum Fotografieren von Polarlichtern eignen sich ein Stativ und dünne Handschuhe unter den Fäustlingen.

Was packe ich für Lappland im Sommer ein?

Im Sommer herrschen 15 bis 20 °C, gepackt wird wie fürs Gebirge: Schichten, wasserdichte Jacke, feste Schuhe, Badesachen. Zwei Besonderheiten: Insektenschutzmittel (Mücken im Juni und Juli) und eine Schlafmaske, denn die Mitternachtssonne geht nicht unter und die hellen Nächte bringen den Schlaf durcheinander.

Reicht Handgepäck für Lappland?

Na die Winterreise schwierig, Schichten und Stiefel sind sperrig. Ein bewährtes Modell ist ein aufgegebenes Gepäckstück für zwei plus Handgepäck-Rucksäcke. Die sperrigsten Sachen (Jacke, Stiefel) tragt im Flugzeug und nutzt aus, dass Overalls für Aktivitäten vor Ort ausgeliehen werden.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!