Vielleicht träumt ihr schon seit Jahren von einer Reise nach Irland – grüne Klippen, urige Pubs mit Live-Musik und dieses Gefühl, dass die Zeit hier langsamer vergeht. Doch dann kommt der praktische Teil: Was kostet das Ganze, wann lohnt sich die Reise eigentlich am meisten (damit es nicht mehr regnet als ohnehin schon), und sollte man eine bequeme Pauschalreise buchen oder lieber mit dem Mietwagen auf eigene Faust die Küste entlangfahren? Genau in dieser Unsicherheit steckten wir auch – also haben wir alles an einem Ort zusammengetragen.
Hier findet ihr drei Dinge: aktuelle Preise für Pauschalreisen und Flüge, die wir jeden Morgen aktualisieren, unsere persönlichen Tipps aus eigenen Reisen und Artikeln sowie einen einfachen Plan, wann ihr was buchen solltet, um nicht unnötig draufzuzahlen.

Was man in Irland sehen und erleben kann
Irland ist kleiner, als die meisten denken – und genau deshalb lässt sich auch in einer Woche viel erleben. Wir starten immer in der Hauptstadt und brechen dann zur Natur an der Westküste auf.
- Dublin – die lebendige Hauptstadt, der ideale Ausgangspunkt. Trinity College, Temple Bar, die Guinness-Brauerei und Spaziergänge am Fluss Liffey. Unsere komplette Auswahl findet ihr im Artikel über die besten Dinge, die man in Dublin unternehmen kann.
- Cliffs of Moher – die berühmtesten Klippen Irlands, die aus über 200 Metern Höhe senkrecht ins Meer abfallen. An klaren Tagen reicht der Blick bis zu den Aran-Inseln.
- Ring of Kerry – die Rundroute über die Halbinsel Iveragh, eine der schönsten Panoramastraßen des Landes.
- Galway – die bohemienhafte Hafenstadt im Westen, voller Musik und Pubs, ein hervorragender Stützpunkt für Ausflüge in die Umgebung.
- Connemara und der Burren – wilde, einsame Landschaften, genau so, wie man sich Irland vorstellt.

Wann ist die beste Reisezeit für Irland
Irland hat keine wirklich schlechte Jahreszeit – nur unterschiedlich regnerische. Das beste Verhältnis aus Wetter und Ruhe bieten Mai, Juni und September: Die Tage sind lang, das Grün ist satt und es sind weniger Touristen unterwegs als in den Ferien. Der Sommer (Juli und August) ist am wärmsten und lebhaftesten, aber auch am teuersten und an den Hauptattraktionen am vollsten.
Das irische Wetter ist berüchtigt für seine Unberechenbarkeit – selbst im Sommer solltet ihr damit rechnen, an einem einzigen Tag Regen und Sonne zu erleben. Im Sommer liegen die Temperaturen um die 15–20 °C, im Winter eher bei 5–10 °C und es ist oft sehr windig. Die gute Nachricht: Dank des Golfstroms gibt es hier kaum Frost.
Laut unseren Daten starten die Pauschalreisen am häufigsten in den Monaten Januar, Februar, März, April, Juni, Juli, August und September – wenn ihr das beste Wetter wollt, setzt auf den Spätfrühling und den Frühherbst.
Das sind die Erlebnisse, die ihr in Irland nicht vergessen werdet – wir wählen aus dem, was wir selbst erlebt und in unseren Artikeln festgehalten haben.
- Ein Abend im Pub mit irischer Live-Musik – am schönsten in Dublin in der Temple Bar oder in Galway. Ein Pint, Geige und eine Atmosphäre, die ihr nirgendwo sonst erlebt.
- Besichtigung der Guinness-Brauerei in Dublin – zum Abschluss ein frisches Pint mit Blick über die ganze Stadt.
- Ein Spaziergang an den Cliffs of Moher – Klippen, die direkt in den Atlantik abfallen, eines der eindrucksvollsten Erlebnisse der ganzen Reise.
- Trinity College und das Book of Kells – eine mittelalterliche Handschrift und eine prachtvolle Bibliothek im Herzen Dublins.
- Eine Fahrt über den Ring of Kerry – eine Panorama-Rundroute mit Seen, Bergen und Küste.
- Ein Ausflug nach Connemara – eine wilde Landschaft, einsame Strände und das Gefühl, am Ende der Welt zu sein.
Anreise nach Irland
Am schnellsten erreicht ihr Irland mit dem Flugzeug. Von Prag gibt es Direktflüge nach Dublin – der Flug dauert rund 2,5 Stunden. Dublin ist das wichtigste Tor zum Land mit der besten Anbindung; kleinere Flughäfen wie Cork oder Shannon im Westen werden eher über Umsteigeverbindungen angeflogen.
Die Anreise mit dem Auto oder der Fähre aus Mitteleuropa ergibt wenig Sinn – Irland ist eine Insel, und ihr müsstet ganz Europa sowie Großbritannien inklusive Fährüberfahrt durchqueren. Wenn ihr ein eigenes Auto wollt, lohnt es sich eher, es vor Ort zu mieten und mit einem günstigen Flug zu kombinieren. Die meisten Reisenden wählen deshalb die Kombination Flugzeug + Mietwagen oder eine organisierte Pauschalreise.
Mietwagen vor Ort
Ein Auto ergibt in Irland Sinn, wenn ihr die Westküste abfahren wollt – den Ring of Kerry, Connemara oder die Cliffs of Moher erschließt ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur mühsam und langsam. Für Dublin selbst braucht ihr dagegen kein Auto: In der Stadt ist es eher hinderlich (Parken, Einbahnstraßen) und ihr kommt überall mit den Öffentlichen oder zu Fuß hin.
- Bucht im Voraus über ein Mietwagen-Vergleichsportal – in der Hochsaison schnellen die Preise vor Ort in die Höhe und die Auswahl schrumpft.
- Achtet auf Versicherung und Kaution – der Grundpreis wirkt verlockend, aber Zuschläge für die Vollkaskoabdeckung können den Preis verdoppeln.
- Man fährt links und die Straßen im Westen sind oft eng – rechnet mit einem gemächlicheren Tempo.
- Achtung bei der Maut auf den Autobahnen rund um Dublin (oft schrankenlos, Bezahlung online).
Unterkünfte in Irland
Wo ihr euer Haupt zur Ruhe bettet, hängt vor allem vom Reisestil ab. Wenn ihr hauptsächlich Dublin und die Umgebung erkunden wollt, übernachtet direkt in der Stadt und verlasst euch auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Für eine Rundreise entlang der Westküste ist es praktischer, in Bewegung zu bleiben und alle ein bis zwei Nächte die Unterkunft zu wechseln.
- Dublin – Zentrum: am teuersten, aber alles ist zu Fuß erreichbar. Ideal für 2–3 Nächte zu Beginn.
- Galway und die Westküste: ein hervorragender Stützpunkt für Ausflüge zu den Cliffs of Moher und nach Connemara.
- B&Bs und Gästehäuser: irischer Klassiker – ein hausgemachtes Frühstück inklusive und Tipps von den Gastgebern. Oft das beste Preis-Erlebnis-Verhältnis.
- Hostels: für Rucksacktouristen, in Dublin und den größeren Städten gibt es davon genug.
Unterkünfte sind in Irland nicht günstig, besonders in der Hochsaison. Unsere Tipps: Bucht frühzeitig und rechnet am Wochenende mit höheren Preisen als unter der Woche.
Pauschalreise oder auf eigene Faust?
Die Frage, die wir vor jeder Reise klären. Bei Irland sehen wir das so:
- Eine Pauschalreise lohnt sich, wenn: ihr alles organisiert haben und euch nicht mit dem Linksverkehr stressen wollt; ihr zum ersten Mal fahrt und das Wichtigste sehen möchtet; ihr einen günstigen Preis sucht (Pauschalreisen schon ab 95 €, Rabatte bis −60 %); ihr euch weder um Unterkunft noch um die Route kümmern wollt.
- Auf eigene Faust solltet ihr fahren, wenn: ihr im eigenen Tempo unterwegs sein und dort anhalten wollt, wo es euch gefällt; euch der Linksverkehr nichts ausmacht; ihr Zeit zum Planen und Preisvergleichen habt; ihr auch weniger bekannte Orte abseits der Hauptroute entdecken wollt.
Wir beide bevorzugen die Kombination: Dublin und Umgebung auf eigene Faust (Flug + ein paar Nächte in der Stadt) und für die Westküste entweder einen Mietwagen oder eine Rundreise, wenn wir uns nicht um die Logistik kümmern wollen. Für die erste Irlandreise ist eine Pauschalreise eine sichere und entspannte Wahl.
Budget: Tageskosten in Irland
| Kategorie | Unterkunft | Essen | Transport & Aktivitäten | Gesamt/Tag |
|---|---|---|---|---|
| Rucksacktourist | 30 €–40 € (Hostel) | 16 €–25 € | 16 €–25 € | ca. 60 €–85 € |
| Standard | 60 €–100 € (B&B / 3*) | 30 €–45 € | 30 €–45 € | ca. 120 €–190 € |
| Komfort | 140 €+ (4*-Hotel) | 45 €+ | 60 €+ | ca. 240 €+ |
Die Preise sind Richtwerte und gehen vom irischen Preisniveau aus, das in Europa zu den höheren zählt. Der größte Posten sind meist die Unterkunft und der Mietwagen – beim Essen und bei den Aktivitäten lässt sich am meisten sparen.
Sparen bei der Planung
- Flüge bucht ihr idealerweise 2–4 Monate im Voraus, für den Sommer ruhig noch früher. Meidet die Ferienzeiten, wenn ihr nicht müsst. Flüge findet ihr in unserer Suche.
- Eine Pauschalreise lohnt sich entweder als First Minute (für die Hauptsaison) oder umgekehrt als Last Minute, wenn ihr flexibel seid – die Rabatte erreichen bis zu −60 %. Schaut in den Bereich der aktuellen Pauschalreisen.
- Unterkünfte werden in Irland teurer, je näher der Termin rückt, und am Wochenende, also bucht rechtzeitig. Dabei helfen unsere Unterkunftstipps.
- Aktivitäten und Ausflüge zu den Top-Spots (Cliffs of Moher) reserviert ihr am besten vorab, damit ihr nicht in der Schlange steht oder vor Ort draufzahlt – seht euch an, was ihr rechtzeitig buchen solltet.
- Wo man am meisten draufzahlt: Essen direkt an den Touristenattraktionen und Taxis. Frühstückt im B&B und esst ein Stück abseits vom Zentrum – das spart locker ein Drittel.
Praktische Informationen
- Sprache: Englisch (offiziell auch Irisch/Gälisch). Mit Englisch kommt ihr überall zurecht.
- Währung: Euro (€). In Nordirland gilt das britische Pfund – denkt daran, wenn ihr über die Grenze fahrt.
- Bezahlen: Mit Karte zahlt ihr praktisch überall, Bargeld braucht ihr nur auf Märkten und in kleineren Pubs.
- Konnektivität: Eine eSIM richtet ihr schon vor dem Abflug ein und habt gleich nach der Landung Daten – kein lästiges SIM-Suchen am Flughafen.
- Linksverkehr: In Irland fährt man links – darauf solltet ihr vor allem beim Mietwagen achten.
- Sicherheit: Irland gehört zu den sichersten Ländern Europas, die übliche Vorsicht in der Stadt reicht völlig aus.
Ein praktischer Tipp zum Schluss: Packt immer eine wasserdichte Jacke und Kleidung im Zwiebelprinzip ein. Das Wetter wechselt von Stunde zu Stunde und ein Regenschirm hilft euch im Wind nicht viel ☺️.

