Frankreich ist ein Traum, den wir schon lange mit uns herumtragen – Lavendelfelder, ein Café mit Croissant, Alpengipfel über dem See und wilde Klippen über dem Meer. Doch dann kommt die praktische Unsicherheit: Was kostet das alles, wann lohnt sich die Reise wirklich und sollten wir lieber eine bequeme Pauschalreise buchen oder alles auf eigene Faust organisieren? Genau in diesem Moment sind wir beide für euch da, damit ihr in aller Ruhe entscheiden könnt.
Hier findet ihr drei Dinge: aktuelle Preise für Pauschalreisen und Flüge, die wir jeden Morgen aktualisieren, damit ihr echte Zahlen seht und keine alten Versprechen; unsere Tipps aus eigenen Reisen und Artikeln, in denen wir auch ehrlich darüber schreiben, was sich nicht lohnt; und einen Plan, wann ihr was buchen solltet, damit ihr weder für Flüge noch für Unterkünfte oder Ausflüge unnötig draufzahlt.

Was man in Frankreich sehen und erleben kann
Frankreich ist nicht ein einziges Reiseziel, sondern locker zehn Urlaube in einem Land. Wir haben es kreuz und quer bereist und hier sind die Orte, für die sich die Reise wirklich lohnt – zu jedem findet ihr den Link zu unserem ausführlichen Artikel.
Die Normandie und der Norden stehen für Meer, Geschichte und malerische Häfen. Auf keinen Fall verpassen solltet ihr den Mont-Saint-Michel, den Malerhafen Honfleur, das Kathedralenstädtchen Rouen, das elegante Duo Deauville und Trouville und die ergreifenden Landungsstrände in der Normandie.
Die Provence und der Süden sind das, was sich die meisten von uns unter Frankreich vorstellen – der Duft von Lavendel, Sonne und Meer. Macht euch auf zu den Lavendelfeldern der Provence, in die felsigen Buchten von Cassis und den Calanques, zum „Venedig des Languedoc“ Sète, ins lebendige Montpellier und zur märchenhaften Festung Carcassonne.
Der Südwesten und der Atlantik haben eine ganz andere Stimmung – Surferwellen, Austern und baskische Küche. Wir empfehlen Biarritz und das französische Baskenland, die Austernbucht von Arcachon und Cap Ferret, das rosafarbene Backsteinstädtchen Toulouse und den Wallfahrtsort Rocamadour mit dem Schlund Gouffre de Padirac.
Die Alpen, das Burgund und Korsika sind für uns ein Volltreffer, wenn ihr Berge und Wein wollt. Fahrt zum See von Annecy, unter den Mont Blanc nach Chamonix, in die Schlucht der Ardèche, auf einen Wein ins Burgund mit seinem Zentrum Dijon und nach Korsika – Bastia und Cap Corse, Calvi und die Balagne sowie das bergige Hinterland rund um Corte.
Und falls ihr noch überlegt, wohin es überhaupt gehen soll, werft einen Blick in unsere große Übersicht 30 Orte für den Urlaub in Frankreich oder in unsere Auswahl der schönsten Dörfer Frankreichs.

Wann ist die beste Reisezeit für Frankreich
Frankreich lässt sich das ganze Jahr über besuchen, doch das ideale Zeitfenster ist unserer Meinung nach von Mai bis September. Mai und Juni sind der goldene Mittelweg – angenehm warm, blühende Landschaften und noch erträgliche Menschenmengen und Preise. Im Juli und August ist es am wärmsten und lebhaftesten, aber auch am teuersten und im Süden richtig heiß (locker über 30 °C).
Wenn ihr für ein bestimmtes Erlebnis reist, achtet auf das richtige Timing. Der Lavendel in der Provence blüht ungefähr von Mitte Juni bis Mitte Juli – außerhalb dieses Zeitfensters findet ihr nur abgeerntete Felder. Zum Surfen ins Baskenland und an den Atlantik fahrt ihr am besten im Spätsommer, zum Wandern in die Alpen im Juli und August und zum Skifahren nach Chamonix umgekehrt im Winter.
Den September mögen wir beide am liebsten – das Meer ist noch warm, die Weinlese im Burgund in vollem Gange und die Touristenmassen werden weniger. Frühling und Herbst bedeuten zudem deutlich günstigere Flüge und Unterkünfte. Pauschalreisen nach Frankreich starten laut Angebot von Februar bis Oktober, der Spielraum für ein Schnäppchen außerhalb der Saison ist also groß.
Das sind die Erlebnisse, an die wir uns in Frankreich am meisten erinnern – alle haben wir selbst ausprobiert und in unseren Artikeln beschrieben. Unter diesem Text findet ihr Karten, über die ihr sie gleich buchen könnt.
- Ein Spaziergang über den von Gezeiten umspülten Mont-Saint-Michel und das Schauspiel, wie ihn das Meer umschließt – plant euren Besuch nach den Gezeiten.
- Eine Bootsfahrt zwischen den Kalksteinklippen in den Calanques-Buchten bei Cassis – die Farbe des Wassers raubt euch den Atem.
- Ein Foto zwischen den blühenden Lavendelfeldern der Provence zur Blütezeit.
- Eine Weinverkostung direkt in den Kellern des Burgunds bei den Winzern an der Route des Grands Crus.
- Die Seilbahnfahrt auf die Aiguille du Midi über Chamonix mit Blick auf den Mont Blanc.
- Eine Kajak- oder Kanutour durch die Ardèche-Schlucht unter dem berühmten Felsbogen Pont d’Arc.












Anreise nach Frankreich
Mit dem Flugzeug geht es von Prag am bequemsten – nach Paris fliegt ihr rund 2 Stunden und von den großen Flughäfen kommt ihr dann mit dem TGV praktisch überallhin. Direktflüge ab Tschechien bringen euch auch in weitere Regionalstädte, ansonsten wird in Paris oder über große europäische Drehkreuze umgestiegen. In den Süden (Provence, Languedoc, Baskenland) und nach Korsika fliegt man meist mit Zwischenstopp.
Mit dem Auto ist es vor allem eine Option für das Elsass, das Burgund und die Alpen – nach Ostfrankreich fahrt ihr in 8–10 Stunden, in den Süden eher in anderthalb Tagen. Rechnet mit der französischen Maut (péage), die nicht gerade günstig ist. Nach Korsika setzt man vom französischen Festland mit der Fähre über (ab Marseille, Nizza oder Toulon), was ein Erlebnis für sich ist – plant die Reservierung aber rechtzeitig ein.
Mietwagen vor Ort
Ein Auto in Frankreich ergibt Sinn, sobald ihr das Land abseits der Städte kennenlernen wollt – die Provence, das Burgund, die Dordogne, die Ardèche oder die Dörfer lassen sich ohne nur schwer erkunden, und der öffentliche Verkehr fährt dort spärlich. In den großen Städten (Paris, Lyon, Marseille) hält euch das Auto dagegen eher auf und das Parken ist teuer – dort setzt auf ÖPNV und den TGV.
- Reserviert vorab über einen Mietwagenvergleich – vor Ort ist es in der Saison teuer und oft ausgebucht, vor allem auf Korsika und an den Flughäfen.
- Versicherung: Achtet auf die Selbstbeteiligung – eine Zusatzversicherung ohne Selbstbeteiligung lohnt sich bei längeren Mieten.
- Die Kaution wird auf der Kreditkarte blockiert, haltet dort genügend Reserve bereit.
- Maut (péage): Die Autobahnen sind gebührenpflichtig und nicht billig – rechnet das ins Budget ein, gezahlt wird mit Karte an den Mautstationen.
- Auf Korsika müsst ihr mit engen Serpentinen rechnen – ein kleines Auto ist dort von Vorteil, nicht von Nachteil.
Unterkünfte in Frankreich
Die Unterkünfte in Frankreich sind wirklich vielfältig und hängen stark von der Region ab. Wir wählen am häufigsten Apartments und kleinere Pensionen – sie geben euch Freiheit, eine eigene kleine Küche (Ersparnis beim Frühstück) und oft auch eine bessere Lage als ein großes Hotel.
- Apartments und Gîtes auf dem Land (Provence, Burgund, Dordogne) – ideal mit dem Auto und für längere Aufenthalte, oft mit Pool.
- Pensionen und Chambres d’hôtes in Städten und Dörfern – persönlicher Service, Frühstück, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Hotels in den Zentren großer Städte (Paris, Lyon, Toulouse) – teuer, bucht weit im Voraus.
- Campingplätze und Mobilheime am Meer und in den Bergen – beliebte und günstigere Variante in der Hauptsaison.
In den Badeorten und in der Provence solltet ihr die Unterkunft im Juli und August ruhig 3–4 Monate im Voraus gebucht haben – die Kapazitäten sind schnell weg und die Last-Minute-Preise steigen. Unsere konkreten Tipps findet ihr weiter unten auf der Seite.
Pauschalreise oder auf eigene Faust?
Das ist das ewige Dilemma, und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, was ihr von der Reise erwartet. Hier ist unser Vergleich ohne Schönfärberei.
Eine Pauschalreise lohnt sich, wenn ihr:
- Anreise, Unterkunft und Programm geregelt haben und euch nicht mit der Logistik stressen wollt,
- zum ersten Mal fahrt und euch nicht um Sprache oder Reservierungen kümmern möchtet,
- einen bestimmten Termin zu einem vernünftigen Preis sucht – im Angebot beginnen sie ab 65 € und mit Rabatt von bis zu −30 %,
- für kürzere Zeit reist und in wenigen Tagen das Maximum sehen wollt.
Auf eigene Faust fahrt, wenn ihr:
- die Freiheit wollt, Pläne zu ändern und anzuhalten, wo es euch gefällt,
- das Hinterland, die Dörfer und einen Roadtrip mit dem Auto plant,
- Spaß daran habt, eure eigenen Bistros, Märkte und Unterkünfte zu finden,
- für längere Zeit reist und euer Tempo selbst bestimmen wollt.
Wir beide sind mit ganzem Herzen das „Auf-eigene-Faust“-Team – Frankreich ist wie geschaffen für einen Roadtrip. Doch wenn ihr nur schnell und sorgenfrei in Paris oder an der Côte d’Azur reinschnuppern wollt, erspart euch eine gut gewählte Pauschalreise jede Menge Planung und oft auch Geld. Kombiniert es ruhig: die Pauschalreise als Basis und ein paar Tage extra auf eigene Faust.
Budget: Tageskosten in Frankreich
| Niveau | Unterkunft | Essen | Transport & Aktivitäten | Gesamt/Tag |
|---|---|---|---|---|
| Rucksacktourist | 30 €–45 € (Hostel, Camping) | 16 €–25 € (Supermarkt, Baguettes) | 12 €–20 € (ÖPNV, zu Fuß) | ca. 55 €–85 € |
| Standard | 60 €–100 € (Pension, Apartment) | 30 €–45 € (Mittagessen im Bistro, Abendessen) | 25 €–40 € (Auto, Eintritte) | ca. 115 €–185 € |
| Komfort | 120 €–200+ € (Hotel, Boutique) | 60 €–100 € (Restaurant, Wein) | 40 €–80 € (Ausflüge, Mietwagen) | ca. 220 €–380+ € |
Die Zahlen sind Richtwerte, pro Person und Tag und gehen davon aus, dass ihr euch die Unterkunft zu zweit teilt. Frankreich gehört zu den teureren europäischen Reisezielen – die größten Unterschiede seht ihr bei den Preisen für Unterkunft und Restaurants, bei Essen von lokalen Märkten und aus dem Supermarkt lässt sich viel sparen.
Sparen bei der Planung
- Flüge kauft idealerweise 2–4 Monate im Voraus, für die Hauptsaison ruhig noch früher. Am teuersten sind die Sommerferien und verlängerte Wochenenden. Flüge findet ihr in unserer Suchmaschine.
- Unterkünfte in der Provence und am Meer bucht für den Sommer 3–4 Monate im Voraus – in der Last Minute zahlt ihr deutlich mehr und es bleiben nur die schlechteren Lagen übrig. Unsere Unterkunftstipps.
- Eine Pauschalreise lohnt sich entweder als First Minute (bessere Auswahl an Terminen und Hotels) oder umgekehrt als Last Minute außerhalb der Ferien, wenn ihr nicht an ein bestimmtes Datum gebunden seid. Aktuelle Reisen aktualisieren wir jeden Morgen.
- Aktivitäten und Eintritte (Seilbahnen, Bootstouren, Verkostungen) reserviert vorab online – an beliebten Orten spart ihr Zeit in der Schlange und auch Geld. Was man rechtzeitig buchen sollte.
- Wo am meisten draufgezahlt wird: Restaurants an den Hauptplätzen und das Frühstück im Hotel. Kauft auf dem Markt ein, nehmt mittags das menu du jour (meist günstiger) und spart so Hunderte pro Tag.
Praktische Informationen
- Sprache: Mit Französisch und Englisch kommt ihr in Städten und an touristischen Orten zurecht, auf dem Land schwieriger – ein paar Höflichkeitsfloskeln (bonjour, merci) öffnen aber Türen.
- Bezahlung: Mit Karte zahlt ihr fast überall, doch für Märkte, kleinere Bistros und Toiletten solltet ihr etwas Bargeld dabeihaben. In Euro natürlich.
- Konnektivität: Die Netzabdeckung ist hervorragend; am einfachsten ist eine eSIM, die ihr noch vor dem Abflug aktiviert – um Roaming müsst ihr euch in Europa nicht kümmern.
- Sicherheit: Frankreich ist sicher, passt nur in den großen Städten und im ÖPNV (Paris, Marseille) auf Taschendiebe auf.
- Öffnungszeiten: Viele Geschäfte und Restaurants haben eine Mittagspause und sonntags geschlossen – plant Einkäufe im Voraus.






