Wenn du irgendwo mitten in Südfrankreich aus dem Auto steigst, brennt die Sonne hier mit einer solchen Intensität, dass die Farben am Mittag ihre Konturen verlieren und ins Weiße verblassen. Die Luft duftet sofort nach Kiefernharz, Salzwasser und Thymian, während die Geräuschkulisse vom ohrenbetäubenden, ununterbrochenen Zirpen der Zikaden bestimmt wird. Die Provence in Frankreich ist eben keine gewöhnliche Urlaubsdestination, sondern ein absolut fesselndes, körperliches Erlebnis, das dich sofort in seinen Bann zieht. Doch es ist nicht nur die glatte, romantische Postkarte aus Filmen, auf der man Roséwein auf der Terrasse eines alten Steinhauses trinkt. Es ist auch der raue Mistralwind, die ausgetrocknete Erde und die unerbittlichen Sommertemperaturen jenseits der vierzig Grad. Wer diesen Winkel Frankreichs wirklich verstehen und genießen möchte, muss ihn in seinen vollen Kontrasten erleben. Und genau die Lavendelfelder, die sich bis zum Horizont erstrecken und von Millionen Bienen summen, sind das ikonischste Symbol, für das jedes Jahr Reisende aus aller Welt hierherkommen.
Die überfüllte Küste der Riviera lassen wir jetzt aber getrost links liegen und konzentrieren uns auf das wahre, duftende Herz der Region. Auf Orte, an denen reiche Geschichte geschrieben wurde, wo der Maler Paul Cézanne mit Begeisterung schuf und wo die besten und intensivsten Düfte der Welt entstehen. Viele Menschen reisen im August in die Provence, zahlen Tausende für luxuriöse Unterkünfte und schauen dann mit Tränen in den Augen auf abgeerntete, ausgedörrte braune Felder, denn der Lavendel wartet auf niemanden. Damit dir diese Enttäuschung erspart bleibt, habe ich für dich einen kompletten Reiseführer für 2026 vorbereitet, der dir genau zeigt, wohin und vor allem wann du zu diesem violetten Wahnsinn aufbrechen solltest. Du erfährst, wie du den größten Touristenmassen entgehst, wo du die schönsten Fotos schießt und welche Regeln du auf den Feldern beachten solltest, damit du nur die schönsten Erinnerungen mit nach Hause nimmst.

Zusammenfassung
- Hauptblütezeit: Die größte Sicherheit auf blühende Felder hast du von Ende Juni bis etwa Mitte Juli.
- Hochebene Valensole: Hier findest du die berühmten, endlos langen Felder bis zum Horizont, aber sie blühen und werden auch als Erste geerntet.
- Rettung in Sault: Wenn du erst im August fährst, steuere das höher gelegene Sault an, wo der Lavendel viel länger blüht.
- Auto ist ein Muss: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommst du nicht zu den Feldern, ohne eigenes oder gemietetes Auto geht in dieser Region praktisch nichts.
- Vorsicht bei Festivals: Sie feiern oft schon die Ernte selbst, daher können die Felder rund um die Feste leider bereits abgemäht sein.
- Fotografieren: Brich am besten zum Sonnenaufgang zu den Feldern auf, so entgehst du nicht nur den riesigen Reisebus-Massen, sondern auch der drückenden Nachmittagshitze.

Wann in die Provence zum Lavendel reisen
Das Timing deiner Reise ist bei der Jagd nach den Lavendelfeldern absolut entscheidend und stellt die größte Herausforderung dar. Die Hauptblütezeit dauert etwa von Mitte Juni bis Ende Juli, aber das genaue Datum hängt von der Höhenlage und dem jeweiligen Wetter im betreffenden Jahr ab. Der absolute Höhepunkt, wenn die Felder am sattesten violett leuchten und am intensivsten duften, fällt gewöhnlich auf die letzte Juniwoche und die ersten beiden Juliwochen. In dieser Zeit hast du fast hundertprozentige Sicherheit, die Provence genau so zu sehen, wie du sie aus den besten Reisemagazinen kennst. Die idealen Monate, um die ganze Region zu erkunden, sind ansonsten Mai, Juni und September, wenn das Wetter am angenehmsten und die Menschenmengen erträglich sind.
Wenn du einen Besuch der berühmten Hochebene von Valensole planst, musst du dich wirklich beeilen. Die hiesigen endlosen Felder beginnen früh zu blühen und die Ernte findet hier schon um die Mitte des Juli statt. Sobald die Landwirte ihre Traktoren anwerfen, verschwindet die violette Pracht buchstäblich vor deinen Augen mit Blitzgeschwindigkeit. Für Reisende, die an die Schulferien gebunden sind und erst im August aufbrechen können, gibt es zum Glück noch eine Rettung. Die höher gelegene Hochebene Albion rund um das Städtchen Sault bietet ein kühleres Klima, weshalb die Pflanzen hier später aufblühen und gewöhnlich bis Mitte August in voller Pracht durchhalten – auch wenn du Ende des Monats auch hier schon kahle Stoppelfelder antriffst.
Bei der Reiseplanung musst du auch das extreme Sommerwetter berücksichtigen, das Südfrankreich regelmäßig heimsucht. Juli und August sind temperaturmäßig das absolute Extrem, wenn das Thermometer üblicherweise auf 35 bis 43 °C klettert und die Landschaft oft vom starken Mistralwind ausgetrocknet wird. Die steinernen, historischen Städte strahlen die Hitze dann noch um Mitternacht ab, und sich mittags draußen zu bewegen ist geradezu zermürbend. Außerdem beginnen Anfang Juli die achtwöchigen französischen Ferien und das ganze Land verlagert sich in den Süden, was auf den Autobahnen A6 und A7 die sogenannten schwarzen Tage voller Staus verursacht. Die ideale Strategie ist es daher, früh am Morgen oder am späten Nachmittag zu den Feldern aufzubrechen und sich über die größte Mittagshitze in einem klimatisierten Museum, im Schatten jahrhundertealter Platanen oder im erfrischenden Wasser der nahen Seen zu verkriechen.

Wo in der Provence übernachten
💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und kauft man dann am besten über GetYourGuide.
Die Wahl der richtigen Basis für deine Ausflüge kann dir Stunden im aufgeheizten Auto und jede Menge unnötigen Stress ersparen. Die Provence ist riesig und ihre interessanten Orte liegen recht weit auseinander, daher ist eine strategische Lage der Unterkunft das A und O. Die Sommersaison ist hier zudem extrem ausgelastet und die besten Zimmer sind im Nu vergriffen, deshalb solltest du deine Unterkunft mit ruhig einem halben bis dreiviertel Jahr Vorlauf reservieren. Wenn du dem Lavendel möglichst nahe sein und morgens zum Sonnenaufgang fotografieren möchtest, empfehle ich dir, eine Unterkunft direkt rund um das Städtchen Valensole oder Manosque zu suchen. Eine beliebte Wahl mit authentischer Atmosphäre ist zum Beispiel die zauberhafte Pension Les Terrasses de Valensole, die vollkommene Ruhe und Ausblicke in die Landschaft bietet, oder das gemütliche Hotel Le Chemin.
Für diejenigen unter euch, die das Abendleben, elegante Cafés und eine größere Auswahl ausgezeichneter Restaurants bevorzugen, ist die Stadt Aix-en-Provence in Frankreich die ideale Wahl. Sie bietet eine perfekte Mischung aus Geschichte und modernem Komfort, wobei du von hier zu den Lavendelfeldern etwa eine Stunde bequemer Autofahrt hast. Ein schönes Erlebnis bietet beispielsweise das Hotel Aquabella, das direkt an den alten römischen Thermen liegt, oder das luxuriösere, von herrlichen Gärten umgebene Hotel Le Pigonnet. Aix ist kurzum ein ausgezeichneter Ausgangspunkt, von dem aus du sowohl ins Landesinnere als auch zur Erkundung der Küste in Richtung Marseille aufbrechen kannst.
Wenn du dich nach der Romantik typischer provenzalischer Dörfchen sehnst, steuere das Luberon-Gebirge an. Diese Gegend ist voller Steinhäuser, die an steilen Felsen kleben, und bietet die wahre Buch-Atmosphäre wie aus den Romanen von Peter Mayle. Städtchen wie Gordes oder Roussillon sind absolute Perlen der Region, von denen es zu kleineren Lavendelfeldchen nur wenige Minuten sind. In Gordes kannst du einen unvergesslichen Aufenthalt im Le Jas de Gordes erleben, wo du morgens mit Blick auf das gesamte Tal aufwachst. Rechne aber damit, dass Unterkünfte im Luberon zu den allerteuersten der ganzen Gegend gehören und die Preise hier in den Sommermonaten recht steil nach oben klettern.

12 Tipps, was man in der Provence sehen und erleben kann
Schauen wir uns gemeinsam das Beste an, was dir dieser duftende Winkel Frankreichs bieten kann. Ich habe für dich zwölf konkrete Orte und Erlebnisse vorbereitet, die in deinem Reiseplan auf keinen Fall fehlen sollten, wenn du das Maximum aus dieser Reise herausholen möchtest. Du erfährst, wie du Naturschönheiten mit historischen Sehenswürdigkeiten verbindest und wo du Touristenfallen entgehst.

1. Hochebene Valensole und die endlosen Felder
Wenn man Provence und Lavendel hört, fällt der überwiegenden Mehrheit der Menschen sofort die Hochebene von Valensole ein. Es ist eine riesige, leicht gewellte landwirtschaftliche Fläche, auf der sich violette Felder buchstäblich von Horizont zu Horizont erstrecken und das typischste Bild der gesamten Region schaffen. Genau hier entstehen die bekanntesten Fotos, die die sozialen Netzwerke überschwemmen, und genau hier spürst du den intensivsten, fast berauschenden Duft. Die Landwirte bauen hier oft direkt neben dem Lavendel auch leuchtend gelbe Sonnenblumen an, was einen absolut atemberaubenden Farbkontrast schafft, der jeden Fotografen erfreut. Du musst aber damit rechnen, dass hier überwiegend der sogenannte Lavandin angebaut wird, ein robusterer Hybrid, der riesige runde Sträucher bildet, und die Ernte findet hier recht früh statt, gewöhnlich schon um die Mitte des Juli.
Sei darauf gefasst, dass dieser Ort extrem beliebt ist und es in der Sommersaison hier wirklich voll wird. Wenn du die Ruhe und magische Atmosphäre genießen möchtest, musst du eben früh aufstehen und schon gegen sechs Uhr morgens auf den Feldern eintreffen. Der Sonnenaufgang, wenn die ersten Strahlen auf die violetten Blüten treffen und der Morgentau langsam zu verdunsten beginnt, ist ein Erlebnis, das du nie vergisst und das du fast für dich allein haben wirst. Gegen zehn Uhr vormittags treffen nämlich schon die ersten großen Reisebusse ein, die Luft beginnt vor unangenehmer Hitze zu flimmern und jegliche Romantik verschwindet sehr schnell.
💡 Tipp: Hetze nicht und erkunde auch die kleineren Straßen D8 und D15, die die ganze Hochebene durchkreuzen. Oft entdeckst du dort schöne abgelegene Felder, an denen keine Touristenscharen mit Kameras stehen.

2. Sault und die Rettung für August-Reisende
Das Städtchen Sault, das auf der Hochebene Albion in einer Höhe von knapp 800 Metern liegt, ist ein wahrer Segen für alle Reisenden, die aus welchem Grund auch immer die Haupt-Julisaison verpassen. Dank des kühleren Bergklimas blüht hier der Lavendel etwa drei Wochen später als in den aufgeheizten Niederungen rund um Valensole. Die Kulisse zu diesen Feldern bildet zudem der majestätische Gipfel des Mont Ventoux, ein legendärer Berg, der aus den schweren Etappen des Radrennens Tour de France bekannt ist. Sein kahler, weißer Kalksteingipfel kontrastiert scharf mit dem violetten Tal und schafft einen herrlichen Hintergrund für Fotos. Die Felder halten hier mit Leichtigkeit bis Anfang August durch.
Die Felder rund um Sault sind zwar etwas kleiner und zerklüfteter als die in Valensole, haben aber ihren unverwechselbaren und viel wilderen Reiz. Hier wird überwiegend der sogenannte echte Lavendel angebaut, der zwar zierlicher ist, sich aber eines viel feineren und raffinierteren Dufts rühmt. Die Atmosphäre ist hier insgesamt viel ruhiger und authentischer, weil hier eben nicht so viele Riesenbusse herfahren und sich die Menschenmengen besser verteilen. Du kannst hier auch einen schönen Spaziergang auf dem ausgeschilderten fünf Kilometer langen Lavendelweg (Chemin des Lavandes) machen, der dich direkt zwischen die Feldchen und kleinen lokalen Farmen führt.
💡 Tipp: Im Zentrum von Sault findest du mehrere bekannte Bäckereien und Bistros, wo du einen ausgezeichneten vegetarischen Quiche mit Käse und frischem Gemüse genießen oder lokale Kräuter-Macarons probieren kannst.

3. Abtei Sénanque inmitten von Lavendel
Die Abtei Sénanque (Abbaye Notre-Dame de Sénanque) ist wahrscheinlich das meistfotografierte Kloster in ganz Frankreich, dessen Bild wohl wirklich jeder kennt. Dieser schlichte romanische Bau aus dem 12. Jahrhundert liegt versteckt in einem tiefen Tal des Luberon-Gebirges und vor seiner Fassade erstreckt sich ein perfektes Lavendelfeld. Das Kloster wird noch immer von Zisterziensermönchen bewohnt, die sich um die Felder kümmern, ihren eigenen großartigen Honig abfüllen und hier in stiller, alltäglicher Kontemplation leben. An der Steinmauer innezuhalten und auf die violetten Blüten mit dem historischen Bau im Hintergrund zu blicken, ist ein Ort mit einer unermesslich starken spirituellen Atmosphäre und tiefer Ruhe.
Diese Ruhe ist allerdings sehr relativ, denn Mitte Juli platzt der Parkplatz vor dem Kloster unter dem Andrang der Besucher aus aller Welt buchstäblich aus allen Nähten. Wenn du jenes ikonische Foto ohne Scharen fremder Menschen im Bild aufnehmen möchtest, musst du hier vor neun Uhr morgens eintreffen, idealerweise noch früher, bevor die Sonne die umliegenden Hügel überwindet. Die eigentliche Besichtigung der Innenräume des Klosters ist eine faszinierende Sonde in das Leben mittelalterlicher Mönche, du siehst den herrlichen Kreuzgang, den alten Schlafsaal und den Kapitelsaal mit unglaublicher Akustik.
💡 Tipp: Für 2026 gilt die strenge Regel, dass du die Eintrittskarten für die Klosterbesichtigung vorab online auf der offiziellen Website reservieren musst, sonst riskierst du, dass du wegen ausverkaufter Kapazitäten im Sommer überhaupt nicht hineinkommst.

4. Lavendel vs. Lavandin und wie man sie erkennt
Kaum ein Tourist ahnt beim Fotografieren, dass die riesigen, überwältigenden Felder, die er auf der Hochebene von Valensole so bewundert, eigentlich gar nicht mit echtem Lavendel bepflanzt sind. In Wirklichkeit handelt es sich um Lavandin, einen widerstandsfähigen Hybrid aus echtem Lavendel und Großem Speik. Lavandin wächst zu viel größeren, robusteren und ordentlich runden Sträuchern, hat mehr Blüten an einem Stängel und sein Duft ist sehr stark, fast leicht kampferartig. Gerade wegen seiner enormen Ergiebigkeit ist er bei den Landwirten so beliebt und wird hauptsächlich zur Massenproduktion von Naturseifen, Reinigungsmitteln und günstigeren Haushaltsparfüms verwendet.
Der echte Lavendel (Lavandula angustifolia) ist im Gegensatz dazu wesentlich zierlicher, wächst in unregelmäßigen Büscheln, die nicht so perfekt rund sind, und jeder seiner Stängel trägt nur eine einzige Blüte. Sein großer Vorteil ist jedoch der unermesslich feine, süße und komplexe Duft, für den ihn die besten Parfümeure der Welt seit jeher lieben. Echter Lavendel ist eine recht wählerische Pflanze und gedeiht nur in höheren Lagen (idealerweise über 600 Meter), daher musst du für ihn eben in das erwähnte höher gelegene Sault oder in die kühleren Hügel des Luberon aufbrechen.
💡 Tipp: Wenn du im Lädchen ätherisches Öl als Souvenir kaufst, kontrolliere immer gut das Etikett. Echtes Lavendelöl ist zwar deutlich teurer, hat aber eine starke beruhigende Wirkung, während Lavandinöl eher anregend wirkt.

5. Perfekte Fotos ohne Menschenmassen und Etikette
Das Fotografieren der Lavendelfelder hat seine klaren und ungeschriebenen Regeln, die jeder anständige Reisende unbedingt einhalten sollte. Die Landwirte zäunen ihre Felder gewöhnlich gar nicht ein, was eine sehr entgegenkommende Geste gegenüber Touristen ist, aber sie erfordert hundertprozentigen gegenseitigen Respekt. Reiße niemals die Pflanzen mitsamt den Wurzeln aus und schneide dir keine riesigen Sträuße für zu Hause, es handelt sich schließlich um Privateigentum und die ganzjährige harte Arbeit anderer Menschen. Ebenso ist es absolut verboten, mit dem Auto über die Feldränder zu fahren oder so rücksichtslos zu parken, dass du die schmalen Wege für die Durchfahrt schwerer Landmaschinen blockierst.
Beim Bewegen zwischen den violetten Reihen versuche vorsichtig aufzutreten und die zerbrechlichen Pflanzen nicht zu zerstören. Was das eigentliche Erlebnis angeht, sei darauf gefasst, dass die Felder buchstäblich voller Bienen sind. Dieses tiefe, ununterbrochene Summen überrascht dich anfangs vielleicht, aber die Bienen beachten dich überhaupt nicht, wenn du sie nicht gezielt reizt oder in sie hineinstößt. Sie sind vollauf mit dem Sammeln von Nektar beschäftigt. Wenn du die besten Aufnahmen möchtest, spiele mit den Linien der Reihen, die das Auge des Betrachters natürlich und elegant bis zum Horizont führen.
💡 Tipp: Das Sonnenlicht ist in der sommerlichen Provence sehr scharf und hart. Die besten fotografischen Ergebnisse erzielst du in der sogenannten goldenen Stunde, etwa eine Stunde nach Sonnenaufgang oder umgekehrt eine Stunde vor Sonnenuntergang, wenn die Farben eine unglaubliche Sättigung gewinnen.

6. Lokale Destillerien und duftende Souvenirs
Ein Besuch der Provence wäre eben nicht komplett, wenn du nicht einen Blick hinter die Kulissen der Verarbeitung dieses zauberhaften, duftenden Krauts werfen würdest. In der ganzen Gegend der weitläufigen Hochebene von Valensole sowie in der bergigen Umgebung von Sault findest du Dutzende kleiner Familiendestillerien und größerer Verarbeitungsbetriebe, die sehr oft kostenlose Führungen anbieten. Dabei siehst du mit eigenen Augen riesige traditionelle Kupferkessel und erfährst, wie komplex der Prozess ist und wie aus einer Tonne frisch geschnittener Blüten mithilfe von heißem Dampf nur ein paar Liter wertvolles ätherisches Öl gewonnen werden.
Der Kauf von Souvenirs direkt auf den Farmen hat den großen Vorteil, dass du die lokalen Erzeuger direkt unterstützt und die absolute Gewissheit hundertprozentiger Qualität hast. Neben reinen Ölen findest du hier fantastische Naturseifen, duftende Säckchen für den Wäscheschrank, natürliche Lavendelkosmetik oder ausgezeichneten Lavendelhonig, der einen spezifischen und leicht bitterlichen Geschmack hat. Viele Farmen haben auch kleine Läden voller großartiger lokaler Delikatessen, die wie geschaffen für Vegetarier sind – hier kaufst du von hervorragender Oliventapenade bis zu vorzüglichem handwerklichem Ziegenkäse alles.
💡 Tipp: Halte zum Beispiel auf der herrlichen Farm Lavandes Angelvin unweit von Valensole, die zu den allerbekanntesten gehört und eine großartige Erklärung bietet, oder in der kleineren und familiäreren Destillerie Les Agnels in der Nähe des Städtchens Apt.

7. Lavendelfestivals und worauf man achten sollte
Die Franzosen lieben Feste über alles und die Lavendelfestivals (Fêtes de la Lavande) sind ein Ereignis, zu dem begeisterte Menschen aus der ganzen weiten Umgebung anreisen. Die Straßen der historischen Städtchen füllen sich mit Ständen voller lokaler Produkte, es spielt Live-Folkloremusik, die Einheimischen tragen stolz traditionelle provenzalische Trachten und überall duftet frisch geschnittener Lavendel. Das bekannteste Festival findet in Valensole statt und der Termin fällt immer auf den dritten Sonntag im Juli. Es ist ein schönes kulturelles Erlebnis voller Tanz und großartigem vegetarischem Essen wie dem traditionellen herzhaften Kuchen Pissaladière (vergiss nicht, nach der Variante ohne Sardellen zu fragen) oder frischem Käse mit Oliven.
Darin verbirgt sich aber eine große und oft übersehene Touristenfalle, über die in den bunten Flyern lieber geschwiegen wird. Diese Festivals sind nämlich sehr oft als großartige Feier des Erntendes konzipiert. So kann es dir leicht passieren, dass du zum Fest nach Valensole kommst, die umliegenden Felder aber bereits kahl abgemäht sind und nur braune Stoppeln übrig bleiben. Wenn es dein Hauptziel ist, die endlosen violetten Teppiche in voller Blüte zu sehen, plane deine Reise lieber auf Ende Juni. Ein weiteres großes Festival in Sault findet dann sogar erst am 15. August statt, und obwohl es ein großartiges Fest mit Umzug ist, sind auch hier die meisten Felder zu dieser Zeit längst ohne Farbe.
💡 Tipp: Wenn du primär zum Fotografieren der herrlichen Blüten fährst, meide die Festivals paradoxerweise lieber ganz, denn sie bringen extreme Verkehrsstaus und hoffnungslos volle Parkplätze in der weiten Umgebung mit sich.

8. Wie man die Provence mit dem Auto erkundet
Das weitläufige Landesinnere der Provence und die abgelegenen Lavendelfelder ohne Auto zu erkunden, ist wie der Versuch, Suppe mit der Gabel zu essen. Es geht, aber du wirst unermesslich leiden und viel kostbare Zeit verlieren. Die TGV-Schnellzüge verbinden zwar großartig und bequem große Städte wie Marseille, Aix oder Avignon, aber in die abgelegenen Dörfer und direkt zu den Feldern kommst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln eben nicht. Ein Mietwagen direkt am Flughafen in Marseille oder Nizza ist daher eine absolute Notwendigkeit, die du dir idealerweise mit ausreichendem Vorlauf über Online-Vergleichsportale sicherst, denn im Sommer steigt die Nachfrage enorm. Von Deutschland aus fliegst du mit Eurowings oder Lufthansa bequem direkt nach Marseille oder Nizza.
Die Straßen in der Provence sind gut, aber die französischen Autobahnen sind über Mautstellen (péages) kostenpflichtig, nicht über eine Vignette. Für 2026 rechne mit Kosten von etwa 9,50 Euro pro 100 gefahrene Autobahnkilometer (wenn du mit dem Auto bis aus dem Norden anreist, kostet dich die Maut in den Süden zwischen 70 und 90 Euro). Abseits der Autobahnen stelle dich auf schmale, sehr kurvige Sträßchen ein, die eine feste Hand am Lenkrad erfordern. Sei besonders aufmerksam, wenn du nach Marseille fährst. Die Stadt hat ab 2026 ihre Umweltzone (ZFE-m) verschärft und für die Einfahrt brauchst du eine online gekaufte Crit’Air-Plakette (kostet ca. 5 Euro). Autos mit den Plaketten 4 und 5 haben Einfahrverbot und dir droht eine wirklich unangenehme Geldstrafe von bis zu 375 Euro.
💡 Tipp: Lade dir für die Fahrten zwischen den Feldern ins Navi nicht nur die großen Hauptverkehrsstraßen, sondern lass dich auch über kleinere ländliche Nebenstraßen leiten – oft entdeckst du dort hinter der Kurve die schönsten Ausblicke ohne einen einzigen Touristen.

9. Die besten Aussichtspunkte und Geheimtipps
Den absolut perfekten Blickwinkel zu finden, erfordert manchmal etwas Geduld und die Bereitschaft, von der vielbefahrenen Hauptstraße abzubiegen. Eine der allerschönsten und fotogensten Strecken zum Bewundern des Lavendels ist die sogenannte Route de Manosque, die Straße mit der Bezeichnung D8, die von der Stadt Manosque direkt auf die Hochebene von Valensole führt. Sobald du in die Hügel hinaufzusteigen beginnst, öffnen sich vor dir fantastische Panoramen, in denen sich satte violette Felder mit Mandelbaumgärten und goldenem Weizen abwechseln. Es gibt hier gleich mehrere unbefestigte Rastplätze, wo du absolut sicher parken und in Ruhe diese Pracht genießen kannst.
Ein weiterer herrlicher und sehr beliebter Abschnitt ist die Straße D6 zwischen den Dörfern Riez und Valensole. Hier findest du besondere Stellen, an denen sich die Felder sanft ins Tal neigen und perfekte geometrische Wellen bilden, die auf Fotos eine unglaubliche Tiefe haben. Wenn du etwas weniger bekannte Geheimtipps in der Luberon-Region suchst, versuche, die Straße D943 in Richtung des Dörfchens Saignon zu nehmen. Oben vom Kalksteinfelsen über dem Dorf bietet sich dir ein fantastischer Blick ins gesamte Tal, und die Lavendelfelder sehen von hier oben aus wie kleine violette Teppiche, ordentlich nebeneinandergelegt.
💡 Tipp: Denke immer an die Verkehrssicherheit auf den schmalen Straßen. Halte das Auto niemals unerwartet in einer unübersichtlichen Kurve an, nur weil du ein hübsches Feld erspäht hast. Suche dir immer eine sichere, verbreiterte Stelle am Straßenrand.
10. Kombination mit der Verdonschlucht
Es wäre ein riesiger Jammer, auf die Hochebene von Valensole zu fahren und die nahe Verdonschlucht (Gorges du Verdon) auszulassen, die unter Reisenden oft als die allerschönste Schlucht in ganz Europa bezeichnet wird. Von den Lavendelfeldern ist es etwa eine Stunde sehr malerischer Autofahrt, sodass sich das hervorragend im Rahmen eines ganztägigen Ausflugs bewältigen lässt. Die Schlucht ist in steile weiße Kalksteinfelsen eingegraben und auf ihrem Grund fließt ein Fluss von unglaublich leuchtender, türkiser Farbe, die aussieht, als hätte sie jemand künstlich aus einem Eimer Farbe gefärbt.
Ich empfehle dir auf jeden Fall, bis zum See Sainte-Croix (Lac de Sainte-Croix) zu fahren, wo der mächtige Fluss aus der Schlucht in die ruhige Wasseroberfläche mündet. Hier kannst du dir ein Tretboot, ein Kajak oder ein kleines Elektroboot ausleihen und über das Wasser direkt zwischen die hunderte Meter aufragenden Felswände gleiten. Es ist ein fantastisches und sehr erfrischendes Erlebnis nach einem heißen, verschwitzten Morgen voller Fotografieren auf den Lavendelfeldern. Rund um die ganze Schlucht führt dann eine Panoramastraße, die stellenweise schwindelerregende Blicke in die Tiefe bietet, aber sei darauf gefasst, dass das Fahren über den Felsen hier manchmal ganz ordentlicher Nervenkitzel ist.
💡 Tipp: Die Bootsverleihe am See Sainte-Croix nehmen in der Sommersaison keine Reservierungen im Voraus an und funktionieren nach dem strengen Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Komm idealerweise schon am Vormittag her, damit du nicht in einer langen Schlange in der prallen Sonne warten musst.
11. Kombination mit den Steindörfern des Luberon
Die Gegend des Luberon-Gebirges, zu der auch die oben erwähnte Abtei Sénanque gehört, ist berühmt für ihre „perched villages“ – also historische Dörfchen, die buchstäblich an steilen Hügeln und Kalksteinfelsen kleben. Wenn du in diese Gegend fährst, um Lavendel zu fotografieren, reserviere dir auf jeden Fall mindestens einen halben Tag für ihre Erkundung. Ein absolutes Juwel ist das Dorf Gordes, das dich schon mit seiner majestätischen Erscheinung mit dem Renaissanceschloss auf dem Gipfel überwältigt, wenn du dich ihm auf der kurvigen Straße näherst. Im Inneren findest du schmale gepflasterte Gässchen voller Boutiquen, Steinhäuser und zauberhafte versteckte Plätzchen.
Nur ein Stück von Gordes liegt ein weiteres Unikat, das du nicht verpassen solltest – das Dorf Roussillon. Im Gegensatz zum hellen Kalkstein des restlichen Provence ist Roussillon aus Ziegeln in der Farbe von sattem Ocker gebaut, weil es auf einer riesigen Lagerstätte dieses Minerals liegt. Die Häuser spielen hier in allen Schattierungen von Gelb über Orange bis Dunkelrot. Direkt hinter dem Dorf befindet sich der berühmte Ockerpfad (Le Sentier des Ocres), ein ehemaliger Steinbruch, durch den du gegen Gebühr spazieren kannst. Das visuelle Erlebnis, das stark an den Wilden Westen irgendwo in Colorado erinnert, ist diesen Spaziergang eindeutig wert.
💡 Tipp: Nimm dir nach Roussillon und auf den Ockerpfad auf keinen Fall deine geliebten weißen Sneaker oder helle Kleidung mit. Der rote Ockerstaub aus dem Steinbruch ist sehr fein, gelangt überall hin, färbt stark ab und lässt sich wirklich nur sehr schwer auswaschen.

12. Aix-en-Provence als elegante Basis
Wenn du für deinen Aufenthalt die Stadt Aix-en-Provence (von Einheimischen oft nur als Aix abgekürzt) wählst, findest du dich in der wahren Verkörperung bürgerlicher französischer Eleganz wieder. Es ist eine Stadt der tausend Brunnen, breiten Platanenalleen und herrlichen Ockerfassaden, wo die Zeit irgendwie langsamer und angenehmer vergeht als im wilden Marseille. Das Leben dreht sich hier überwiegend um den Cours Mirabeau, einen unglaublich breiten, von Bäumen und historischen Cafés gesäumten Boulevard, wo die wichtigste örtliche Disziplin darin besteht, die Passanten mit einer Tasse gutem Espresso in der Hand zu beobachten (rechne mit einem Preis von etwa 2 bis 2,50 Euro).
Aix ist aber vor allem die Geburtsstadt des Vaters der modernen Kunst, des berühmten Malers Paul Cézanne. Du kannst hier sein faszinierendes Atelier des Lauves besuchen, ein Studio, das genau in dem Zustand geblieben ist, in dem der Künstler es vor Jahren verlassen hat, mit seinen Pinseln und Mänteln. Einen Besuch wert ist auch der Familiensitz Bastide Jas de Bouffan, der nach langer Renovierung wieder öffnet. In den Straßen von Aix triffst du auch auf die besten provenzalischen Märkte der weiten Umgebung. Sie sind voller ausgezeichneter lokaler und rein vegetarischer Leckereien wie Berge frischer Oliven, verschiedene Sorten fantastischer reifender Käse, frisches saisonales Obst und Lavendelseifen.
💡 Tipp: Verschiedene organisierte Ausflüge von Aix-en-Provence direkt zu den Lavendelfeldern kannst du dir leicht über die Plattform GetYourGuide ansehen und reservieren, falls du dir das Fahren auf den schmalen Straßen in Frankreich einfach nicht selbst zutraust.
Wohin weiter aus der Provence
Wenn du in Südfrankreich mehr Zeit hast und deine Reise mit weiteren großartigen Orten verbinden möchtest, bietet diese Region eine unerschöpfliche Menge an Möglichkeiten. Lies auf jeden Fall unseren ausführlichen Provence-Reiseführer, in dem du jede Menge weiterer Informationen über Städte wie Avignon mit seinem riesigen Papstpalast oder das raue, aber faszinierende Marseille voller Street Art findest. Und wenn dich die Idee begeistert hat, Lavendel und Baden in einem türkisen Fluss zu verbinden, schau dir unsere Tipps an, wie du die Verdonschlucht am besten genießt.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die absolut beste Zeit für einen Besuch der Lavendelfelder?
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Wenn Sie die größte Sicherheit haben möchten, die lila Felder in voller Blüte zu erleben, brechen Sie zur Wende von Juni und Juli auf. Mitte Juli beginnt in der Gegend von Valensole bereits die große Ernte und auf den Feldern bleiben nur braune Stoppeln zurück. Rettung kann dann nur das höher gelegene Sault sein, wo die Blüten bis Anfang August durchhalten.
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Brauche ich ein Auto, um durch die Provence zu reisen?
Ja, ohne eigenes oder gemietetes Auto kommst du zu den meisten Lavendelfeldern und malerischen Dörfchen überhaupt nicht hin. Die öffentlichen Verkehrsmittel verbinden zwar die großen Städte wie Aix oder Avignon hervorragend, aber für die Felder ist ein Auto für diese Art von Ausflug absolut unverzichtbar.
Ist der Eintritt zu den Lavendelfeldern kostenpflichtig?
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Der Zutritt zu den landwirtschaftlichen Feldern selbst ist völlig kostenlos, sie sind nicht eingezäunt. Denken Sie jedoch immer daran, dass es sich um Privateigentum der Landwirte handelt, verhalten Sie sich daher mit größtem Respekt, pflücken Sie nichts, blockieren Sie keine Traktorwege und beschädigen Sie keine Pflanzen.
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Was tun, wenn ich Angst vor Bienen habe, von denen es auf den Feldern nur so wimmelt?
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Die Bienen auf den Lavendelfeldern sind vollauf mit dem Sammeln von Nektar beschäftigt und beachten die Menschen überhaupt nicht. Ihr braucht keine Angst vor ihnen zu haben, solange ihr nicht absichtlich nach ihnen greift. Es reicht, sich ruhig und langsam zwischen den Reihen zu bewegen und ihr beruhigendes Summen zu genießen.
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Darf ich mir ein Lavendelsträußchen zum Andenken abschneiden?
Auf keinen Fall. Das Pflücken oder Schneiden von Pflanzen direkt von den Feldern ist streng verboten, da es sich um den Lebensunterhalt der örtlichen Landwirte handelt. Getrocknete Sträuße, Seifen und echte ätherische Öle könnt ihr sehr günstig und mit gutem Gewissen in den nahegelegenen Hofläden und Destillerien kaufen.
Wie ist das mit der Unterkunft, muss ich lange im Voraus buchen?
Ja, die Sommersaison in der Provence ist extrem ausgebucht und Unterkünfte verschwinden blitzschnell. Ich empfehle, Hotels oder Pensionen ruhig ein halbes Jahr bis neun Monate vor der geplanten Abreise zu buchen, damit ihr eine Chance auf eine gute Lage zu einem vernünftigen Preis habt.
Schaffe ich den Besuch der Lavendelfelder und der Verdonschlucht an einem Tag?
Ja, von der Hochebene von Valensole sind es etwa eine Autostunde zum Sainte-Croix-See am Rande der Verdonschlucht. So lässt sich ein morgendliches Fotoshooting in den Lavendelfeldern ohne Menschenmassen wunderbar mit einem erfrischenden Bad am Nachmittag und dem Ausleihen eines Boots direkt in der türkisfarbenen Schlucht verbinden.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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