Norwegen habt ihr vermutlich als Fjorde, Polarlichter und kleine Dörfer mit roten Häuschen über eiskaltem Wasser im Kopf – und genau so wunderschön ist es auch. Doch dann kommt die praktische Unsicherheit: Was kostet das Ganze, wann fährt man am besten und sollte man eine Pauschalreise buchen oder lieber auf eigene Faust los? Wir beide haben das alles durchgemacht und wissen, dass einen gerade diese Fragen am meisten bremsen.
Hier findet ihr drei Dinge an einem Ort: aktuelle Preise für Pauschalreisen und Flüge, die wir jeden Morgen aktualisieren, damit sie stimmen; unsere Tipps aus eigenen Reisen und Artikeln, in denen wir konkret und ohne Geschwafel beraten; und einen Plan, wann und was ihr buchen solltet, um nicht unnötig draufzuzahlen. Keine leeren Superlative – nur das, was euch bei der Reiseplanung wirklich hilft. ☺️

Was man in Norwegen sehen und erleben kann
Das Herz Nordnorwegens sind für uns die Lofoten – ein Archipel, wo sich scharfe Gipfel direkt aus dem Meer erheben und sich dazwischen Fischerdörfchen ducken. Am fotogensten sind Reine und Hamnøy, zauberhaft ist auch der Hafen von Henningsvær, das „Venedig des Nordens“, und ganz am Ende der Straße liegen Å und Nusfjord.
- Der Aufstieg zum Reinebringen über die Sherpa-Treppe mit Blick auf Reine – oder wählt aus weiteren Wanderungen und Touren auf den Lofoten, auch für weniger Geübte.
- Die weißen Sandstrände Haukland und Uttakleiv, die aussehen wie die Karibik mit arktischem Wasser.
- Geschichte im Lofotr Viking Museum in einem rekonstruierten Wikinger-Langhaus.
- Polarlichter im Winter und die verschneiten Lofoten – eine völlig andere Atmosphäre als im Sommer.
- Die weniger entdeckten Nachbarinseln Senja und die Vesterålen – und unsere Hidden Gems, wohin keine Massen kommen.
Das Tor zur Arktis ist die lebendige Stadt Tromsø mit Kathedrale, Seilbahn und Polarlicht-Touren. Und falls ihr nicht wisst, wie ihr alles zusammensetzen sollt, haben wir einen fertigen 7-Tage-Reiseplan Tag für Tag.
Wann ist die beste Reisezeit für Norwegen
Norwegen hat zwei völlig unterschiedliche Gesichter und keines ist „besser“ – es kommt darauf an, was ihr erleben möchtet. Im Sommer, etwa von Juni bis August, herrscht im Norden die Mitternachtssonne, es ist am wärmsten, man kann wandern und alle Straßen und Fähren fahren mit voller Kapazität. Es ist aber auch die teuerste und meistbesuchte Zeit, also kümmert euch rechtzeitig um Unterkünfte.
Im Winter, ungefähr von Oktober bis März, kommt die Polarnacht und die Hauptattraktion – die Polarlichter. Das Wetter ist rauer, die Tage kurz und das Fahren auf verschneiten Straßen will geübt sein, dafür ist die Stimmung märchenhaft. Frühling und Herbst sind als Übergangszeiten ein Kompromiss mit niedrigeren Preisen und weniger Menschen. Im Detail beschreiben wir das im Artikel Wann zu den Lofoten reisen: Wetter Monat für Monat.
Wenn ihr auf eine Pauschalreise setzt, sind Abflüge praktisch das ganze Jahr über verfügbar – in unserem Angebot tauchen die Monate Januar, Februar, März, April, Juni, Juli, August und September auf, sodass ihr sowohl für die Polarlichter als auch für die Sommersonne etwas findet.
Náš tip z místa
Náš tip z místa
Náš tip z místaTohle jsou zážitky, kvůli kterým se do Norska podle nás vyplatí jet – vybíráme je z vlastních cest a z toho, co nás bavilo nejvíc:
- Výstup na Reinebringen – ten výhled na Reine z výšky je odměna za každý schod.
- Lov polární záře za jasné zimní noci – zážitek, na který se nezapomíná.
- Den na plážích Haukland a Uttakleiv – arktický Karibik bez davů.
- Výlet na Senju nebo do Vesterál za velrybami a klidem mimo hlavní trasy.
- Cesta lanovkou nad Tromsø a ochutnávka života v arktickém městě.
- Procházka Henningsværem a vesničkou Å na konci silnice.
Anreise nach Norwegen
Von Tschechien aus fliegt man mit Umstieg nach Norwegen – Direktflüge in den Norden gibt es nicht. Das wichtigste Tor ist Oslo, von wo aus Inlandsflüge nach Bodø oder direkt auf die Lofoten anschließen (Flughäfen Leknes und Svolvær). Für Nordnorwegen und Tromsø ist die Umstiegskombination über Oslo am häufigsten, gegebenenfalls über skandinavische Drehkreuze. Die gesamte Reise ab Tschechien kann je nach Verbindung gut und gerne einen ganzen Tag dauern, plant das beim ersten und letzten Tag mit ein.
Die zweite Variante ist die Ankunft in Bodø und von dort per Fähre auf die Inseln. Abenteurer reisen auch mit dem Auto oder Wohnmobil durch Skandinavien, was eine lange, aber wunderschöne Reise ist. Alle Möglichkeiten – Flug, Fähre und Auto – haben wir im Artikel Wie ihr zu den Lofoten kommt zusammengefasst.
Do severního Norska se z Česka létá vždy s přestupem – hlavní branou je Oslo, odkud navazují regionální lety na Bodø i přímo na Lofoty (letiště Leknes a Svolvær). Pro Tromsø a daleký sever se nejčastěji přestupuje rovněž přes Oslo, případně přes skandinávské uzly. Konkrétní varianty rozebíráme v článku Jak se dostat na Lofoty.
Mietwagen vor Ort
Ein Auto ist in Nordnorwegen fast schon Pflicht – die Entfernungen sind groß, der öffentliche Verkehr dünn und die schönsten Orte liegen abseits der Buslinien. Es lohnt sich, wenn ihr unabhängig sein wollt, dem Sonnenuntergang hinterherfahren und versteckte Buchten entdecken möchtet. Wenn ihr dagegen eine Pauschalreise mit eigenem Transport bucht oder in einer Stadt bleibt, braucht ihr kein Auto.
- Im Voraus über Vergleichsportale reservieren – in der Saison werden Autos knapp und die Preise vor Ort sind spürbar höher.
- Achtet auf Versicherung und Kaution – die Grunddeckung reicht oft nicht aus, eine gute Zusatzversicherung erspart Nerven.
- Rechnet mit Maut und Fähren – die Maut wird auf den Hauptstrecken automatisch über das Kennzeichen abgebucht, Fähren werden separat bezahlt.
- Im Winter Winterausrüstung beachten und das Fahren auf Schnee – wenn ihr keine Erfahrung habt, überlegt lieber einen organisierten Transfer.
Unterkünfte in Norwegen
Der Klassiker in Nordnorwegen sind Rorbuer – umgebaute Fischerhütten direkt über dem Wasser, oft mit eigener Küche, was im teuren Norwegen viel beim Essen spart. Daneben gibt es Pensionen, Apartments und in der Saison auch Campingplätze und Stellplätze für Wohnmobile. Hotels findet ihr eher in Städten wie Svolvær, Leknes oder Tromsø.
- Reine und Umgebung – die fotogenste Basis, aber auch die teuerste und in der Saison schnell ausgebucht.
- Leknes / Henningsvær – praktische Lage für Ausflüge auf beide Seiten der Inseln.
- Svolvær – die größte Auswahl an Unterkünften und gute Verkehrsanbindung.
- Wohnmobil – Freiheit zum Preis von Regeln; lest Lofoten mit dem Wohnmobil: Stellplätze und Regeln.
Konkrete Gebiete und Unterkunftstypen besprechen wir im Artikel Wo auf den Lofoten übernachten – dort findet ihr auch die fünf besten Gegenden, je nachdem, was ihr von der Reise erwartet.



Pauschalreise oder auf eigene Faust?
Eine Pauschalreise lohnt sich, wenn …
- ihr Transport, Unterkunft und Programm geregelt haben und euch nicht mit der Logistik stressen wollt;
- ihr zum ersten Mal fahrt und im teuren Norwegen einen vorab bekannten Preis schätzt;
- ihr im Winter den Polarlichtern nachjagt und euch nicht ums Fahren auf Schnee kümmern wollt;
- ihr wenig Zeit habt und das Beste ohne Planung sehen möchtet.
Auf eigene Faust reist, wenn …
- ihr maximale Freiheit wollt – im Morgengrauen aufstehen und Pläne je nach Wetter ändern;
- euch das Planen und das Sparen über Selbstkochen und Rorbuer Spaß macht;
- ihr länger bleiben oder auch nach Senja und auf die Vesterålen fahren wollt;
- es euch nichts ausmacht, euch um Auto, Fähren und Unterkunft selbst zu kümmern.
Wir beide reisen am liebsten auf eigene Faust – das gibt uns die Freiheit, anzuhalten, wo wir wollen. Aber wir verstehen völlig, dass eine Pauschalreise für die erste Reise, im Winter oder wenn ihr nur ein paar Tage habt, die entspanntere und oft auch günstigere Wahl ist. Es geht nicht darum, was „besser“ ist, sondern was zu euch passt. ☺️
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−8 %Budget: Tageskosten in Norwegen
| Niveau | Unterkunft | Essen | Transport & Aktivitäten | Gesamt/Tag |
|---|---|---|---|---|
| Rucksacktourist | 1 200–1 800 Kč (Camping, Hostel, geteilte Rorbu) | 400–600 Kč (Selbstversorgung) | 800–1 200 Kč (geteiltes Auto, Wanderungen kostenlos) | ca. 2 400–3 600 Kč |
| Standard | 2 500–4 000 Kč (Rorbu, Apartment) | 800–1 200 Kč (Mix aus Supermarkt und Restaurant) | 1 500–2 500 Kč (eigenes Auto, 1 bezahlte Aktivität) | ca. 4 800–7 700 Kč |
| Komfort | 4 500–7 000 Kč (Hotel, Premium-Rorbu) | 1 500–2 500 Kč (Restaurant) | 3 000–5 000 Kč (Bootstouren, Polarlicht-Touren) | ca. 9 000–14 500 Kč |
Die Zahlen sind Richtwerte und berücksichtigen das Preisniveau Norwegens, das zu den teuersten Ländern Europas gehört. Einen realen Kalkulator sowie Tipps, wo man am meisten sparen kann, findet ihr im Artikel Was eine Reise zu den Lofoten kostet.
Sparen bei der Planung
- Flüge 2–4 Monate im Voraus buchen – in den Norden Norwegens führen oft nur anschließende Inlandsflüge, die sich nicht verbilligen lassen, also je früher, desto besser. „Sucht Flüge in unserer Suchmaschine.“
- Unterkünfte im Sommer auch ein halbes Jahr im Voraus reservieren – beliebte Rorbuer in Reine sind als Erstes weg und die letzten freien sind meist überteuert. Unsere Unterkunftstipps.
- Pauschalreisen entweder First Minute buchen für die Sicherheit von Termin und Platz, oder umgekehrt Last Minute, wenn ihr flexibel seid und einen Rabatt ergattern wollt. Aktuelle Pauschalreisen findet ihr hier.
- Aktivitäten und Polarlicht-Touren im Voraus buchen – in der Saison füllen sich die Kapazitäten und vor Ort bleibt oft nichts übrig. Was rechtzeitig zu buchen ist.
- Am meisten zahlt man für Essen im Restaurant drauf – kocht in der Rorbu oder im Apartment selbst, das spart pro Aufenthalt schnell Tausende Kronen.
Praktische Informationen
- Sprache und Verständigung: Amtssprache ist Norwegisch, aber mit Englisch kommt ihr überall problemlos durch.
- Zahlungen: Norwegen ist nahezu bargeldlos – mit Karte zahlt ihr auch Kleinigkeiten, Bargeld braucht ihr praktisch nicht. Achtet auf Gebühren, eine Karte mit gutem Wechselkurs lohnt sich.
- Konnektivität: der Empfang ist auch in abgelegenen Gebieten ordentlich; am bequemsten ist eine eSIM, die ihr noch vor dem Abflug aktiviert und euch nicht um Roaming kümmern müsst.
- Sicherheit: Norwegen gehört zu den sichersten Ländern der Welt, das Hauptrisiko sind Wetter und Straßen – fahrt im Winter vorsichtig und beobachtet die Vorhersage.
- Packen: das Wetter ändert sich schnell, der Zwiebellook und eine wasserdichte Jacke sind ein Muss – es hilft unsere Packliste für jede Saison.
Und wenn der Regen kommt – und im Norden kommt er – verzweifelt nicht. Einen Plan B haben wir im Artikel Was man auf den Lofoten bei Regen unternehmen kann bereit.
Häufige Fragen
Wann reist man am besten nach Norwegen?
Was kostet eine Reise nach Norwegen?
Wie komme ich von Tschechien zu den Lofoten?
Lohnt sich in Norwegen ein Mietwagen?
Brauche ich in Norwegen Bargeld?
Komme ich in Norwegen mit Englisch zurecht?
Ist eine Pauschalreise oder eine Reise auf eigene Faust besser?
Sehe ich in Norwegen die Polarlichter?
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Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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