Norwegische Fjorde: Die 12 schönsten, die du 2026 sehen solltest

Norwegen ist ein Land, das dich einfach umhaut – und seine Fjorde sind genau der Grund, warum es Reisende aus aller Welt hierherzieht. Die norwegischen Fjorde sind der absolute Höhepunkt der europäischen Natur, wo steile Felswände tief in dunkelblaue Gewässer abtauchen. Wenn du eine Reise in den hohen Norden planst, sollten die norwegischen Fjorde ganz oben auf deiner Liste stehen, denn keine Fotos können diese gewaltige Pracht in der Realität einfangen.

In diesem Artikel schauen wir uns gemeinsam die 12 schönsten norwegischen Fjorde an, die du dieses Jahr auf keinen Fall verpassen solltest. Du erfährst, wie du am besten dorthin kommst, was die beliebten Bootstouren kosten und warum sich eine leise Elektrofahrt statt der klassischen, lauten Fähre lohnt. Ich gebe dir die praktischsten Infos mit, damit du aus Norwegen perfekte Erinnerungen mitnimmst und unnötige Fehler vermeidest.

Egal, ob du dich für einen Mietwagen und die Freiheit an den Aussichtspunkten entscheidest oder lieber epische Panoramafahrten direkt unter mächtigen Wasserfällen wählst – ich verrate dir, wo du strategisch dein Lager aufschlägst. Lass uns gleich mit der Planung deines nordischen Traumurlaubs loslegen, damit du genau weißt, in welchen tiefen Fjord du dich zuerst verliebst.

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Geirangerfjord und Nærøyfjord sind absolute Klassiker und stehen auf der UNESCO-Liste – sie bilden das Rückgrat der meisten Norwegen-Routen.
  • Die beste Reisezeit ist von Juni bis August, wenn alle Bootslinien zuverlässig fahren und die Tage endlos lang sind.
  • Der Sognefjord ist der längste und tiefste, wird „König der Fjorde“ genannt und bietet unzählige Seitenarme zum Erkunden.
  • Bootstickets immer im Voraus buchen – in der Sommersaison sind die besten Abfahrtszeiten oft schon Wochen vorher ausverkauft.
  • Unterkünfte frühzeitig sichern – die Kapazitäten in kleinen Dörfern wie Flåm oder Geiranger sind sehr begrenzt und Last-Minute-Preise schießen in die Höhe.
  • Kombiniere Auto und Boot, denn nur so bekommst du sowohl den Blick von den atemberaubenden Aussichtspunkten oben als auch das Gefühl der eigenen Winzigkeit direkt vom Wasser.

Was ist eigentlich ein Fjord und wie ist er entstanden

Bevor du dich auf den Weg machst, lohnt es sich zu wissen, was dich genau erwartet und wie diese Naturwunder entstanden sind. Ein Fjord ist ein tiefer, sehr schmaler Meeresarm, der sich tief ins Land hineinschneidet. Ganz Norwegen hat über tausend davon, aber die bekanntesten und dramatischsten findest du an der Westküste des Landes.

Für ihre Existenz ist die raue Eiszeit verantwortlich, als riesige Gletscher tiefe U-förmige Täler ins Land gruben. Als die Gletscher nach Jahrtausenden schmolzen und sich zurückzogen, stieg der Meeresspiegel und salziges Meerwasser flutete diese Täler. Das Ergebnis ist eine Landschaft, bei der einem bis heute der Verstand stillsteht.

Typisch für die norwegischen Fjorde sind extrem steile Felswände, von denen tosende Wasserfälle direkt ins Meer stürzen. Vielleicht überrascht es dich, dass die Wassertiefe oft über 1.300 Meter beträgt, was es selbst den größten Hochseeschiffen ermöglicht, überraschend weit ins Landesinnere zu fahren.

Wann zu den norwegischen Fjorden reisen – beste Reisezeit und Wetter

Das richtige Timing ist bei nordischen Reisezielen absolut entscheidend, denn das Wetter kann hier sehr unberechenbar sein. Die meisten Reisenden sind sich einig, dass die Hauptsaison im Sommer von Juni bis August für einen ersten Besuch der Fjorde die sicherste und schönste Wahl ist. Die Tage sind unglaublich lang, die Temperaturen angenehm und alle Angebote laufen auf Hochtouren.

Im Sommer kannst du dir sicher sein, dass alle Bootstouren und Fähren nach vollem Fahrplan verkehren. Außerdem sind auch die höchstgelegenen Bergstraßen und Aussichtspunkte geöffnet, die wegen Schnee bis Ende Mai oder Anfang Juni gesperrt sein können. Du musst allerdings damit rechnen, an den bekanntesten Orten nicht allein zu sein.

Wenn du dir etwas wirklich Besonderes wünschst und dir kühleres Wetter nichts ausmacht, denk über die Frühlingsmonate Ende April und Anfang Mai nach. Genau zu dieser Zeit erblüht die ganze Region am Hardangerfjord mit Tausenden Obstbäumen. Der Kontrast aus weißen Blüten, blauem Wasser und schneebedeckten Berggipfeln ist angeblich absolut unvergesslich.

Der Herbst bringt herrliche goldene und rote Farben in die Fjorde, aber die Tage werden schnell kürzer und es gibt mehr Regentage. Wenn du außerhalb der Sommersaison reist, überprüfe immer im Voraus sorgfältig die Fährfahrpläne, denn viele Verbindungen wechseln in einen stark eingeschränkten Winterbetrieb.

Wo du an den norwegischen Fjorden übernachtest

💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Touren und Aktivitäten vergleichst und buchst du am besten über GetYourGuide.

Die Wahl des richtigen Standorts ist für die Erkundung der Westküste sehr wichtig, denn die Entfernungen zwischen den einzelnen Fjorden täuschen und Fahrten über Bergstraßen dauern länger, als es auf der Karte scheint. Es empfiehlt sich, den Aufenthalt auf mehrere Orte aufzuteilen und sich schrittweise weiterzubewegen. Die Kapazitäten in kleinen Dörfern verschwinden rasend schnell, sichere dir die Zimmer also weit im Voraus.

Die Preise pro Nacht im Doppelzimmer liegen üblicherweise zwischen 1.500 und 2.800 NOK (etwa 130 bis 240 €), wobei sie in der Hauptsaison im Sommer auch noch höher klettern können. Die Buchung über Booking.com ist absolut üblich und zuverlässig. Hier sind konkrete Tipps für bewährte Hotels an strategischen Standorten, von denen aus sich die meisten Ausflüge unternehmen lassen.

Im historischen Bergen, dem idealen Tor zur Region, übernachtest du im Thon Hotel Orion. Es liegt in unmittelbarer Nähe der berühmten Hafenpromenade Bryggen und bietet ein tolles Frühstück sowie komfortable Zimmer. Von hier aus kannst du leicht zu Bootstouren aufbrechen oder in den Zug Richtung Berge steigen.

Wenn du direkt im Herzen des Geschehens am Sognefjord schlafen möchtest, wähle das ikonische Fretheim Hotel im Dörfchen Flåm. Dieses historische Hotel steht nur wenige Schritte vom Fjord und vom Bahnsteig der berühmten Eisenbahn entfernt, sodass du alle Hauptattraktionen direkt vor dem Fenster hast. Für einen Besuch der nördlicheren Gebiete ist das Hotel Union Geiranger perfekt, das neben fantastischen Ausblicken auf den Geirangerfjord selbst auch einen hervorragenden Wellnessbereich bietet. Im wunderschönen Jugendstil-Städtchen Ålesund schwören Reisende dann auf das Hotel Brosundet, das direkt am Wasserkanal liegt und eine unglaubliche Atmosphäre ausstrahlt.

Die berühmtesten Fjorde Westnorwegens

Die Westküste Norwegens ist die Heimat der bekanntesten Namen, die die Seiten aller Reisemagazine füllen. Diese Fjorde sind ein absolutes Muss für jeden Besucher, der zum ersten Mal ins Land reist. Stell dich darauf ein, dass du gerade hier die meisten Touristen triffst – aber die Schönheit dieser Orte ist das bisschen Massentrubel definitiv wert.

1. Geirangerfjord

Dieser Fjord ist wahrscheinlich der am meisten fotografierte Ort in ganz Norwegen, und sein Eintrag auf der UNESCO-Liste ist absolut berechtigt. Die dunkelblaue Wasseroberfläche windet sich hier zwischen steilen Bergen und schafft eine Kulisse, die dir garantiert den Atem raubt. Die Bootstouren, die direkt vom Dörfchen Geiranger ablegen, gehören zu den besten Erlebnissen, die du dir gönnen kannst.

Während der Fahrt siehst du garantiert den berühmten Wasserfall Sieben Schwestern, dessen Quellen im freien Fall die glatte Felswand hinabstürzen. Ein Stück weiter wetteifert sinnbildlich der Wasserfall „Der Freier“ mit ihm, was dem Ort einen Hauch alter nordischer Legenden verleiht. Vom Deck des Bootes hast du die beste Perspektive auf die verlassenen Höfe, die halsbrecherisch hoch an den Klippen hängen.

Vergiss nicht, dir den Fjord auch von oben anzuschauen. Die lokalen Straßen führen dich zum atemberaubenden Aussichtspunkt Ørnesvingen oder noch höher zum schneebedeckten Plateau Dalsnibba auf 1.500 Metern über dem Meer. Wenn du mehr über dieses Juwel erfahren möchtest, lies unseren ausführlichen Artikel Geirangerfjord.

2. Nærøyfjord

Wenn du einen Ort suchst, an dem du dich winzig klein fühlst, fahr zum Nærøyfjord. Er ist der dramatischste und schmalste Arm in ganz Norwegen und misst an seiner engsten Stelle nur 250 Meter. Die hohen Felswände ragen hier so dicht beieinander empor, dass die Sonnenstrahlen nur für ein paar Stunden am Tag hineindringen.

Der beste Weg, diese wilde Natur in sich aufzunehmen, ist eine Fahrt zwischen den Orten Gudvangen und Flåm. Das Wasser ist hier oft so ruhig, dass es wie ein perfekter Spiegel die umliegenden schneebedeckten Gipfel reflektiert. Dank seines einzigartigen Profils steht auch er auf der UNESCO-Liste.

In Gudvangen, ganz am Ende des Fjords, befindet sich das authentische Wikingerdorf Njardarheimr. Du kannst hier zwischen Holzhäusern spazieren, Handwerkern bei der Arbeit zusehen und die Atmosphäre jener Zeit einsaugen, als Wikingerschiffe durch diese schmalen Gewässer fuhren, voller wagemutiger Seefahrer.

3. Sognefjord

Der Sognefjord trägt seinen Beinamen „König der Fjorde“ nicht umsonst. Er ist der längste und tiefste Fjord in ganz Norwegen und erstreckt sich unglaubliche 204 Kilometer vom Ozean bis tief in die Nationalparks hinein. An seinen tiefsten Stellen würdest du über 1.300 Meter unter der Oberfläche messen.

Dank seiner enormen Ausdehnung dient er als Hauptverkehrsader und Eingangstor zu vielen kleineren, malerischeren Armen. Seine Ufer säumen zauberhafte Dörfer wie Lærdal oder Aurland, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Es ist eine Gegend voller Geschichte, alter Holzkirchen und endloser Wanderwege.

Wenn es dich reizt, dieses riesige Wasserreich genauer zu erkunden, haben wir einen eigenen Guide für dich vorbereitet. Schau dir unseren ausführlichen Artikel Sognefjord und Nærøyfjord an, wo du jede Menge weiterer Tipps findest.

4. Aurlandsfjord und Stegastein

Der Aurlandsfjord ist einer der malerischsten Arme des Sognefjords und bietet eine Kombination aus ruhiger Wasseroberfläche und beeindruckender Architektur. Direkt aus dem Wasser erheben sich steile Hügel, die mit kleinen Höfen und weidenden Schafen übersät sind. Diese Gegend ist ideal für alle, die langsames Reisen lieben und schöne Ausblicke schätzen.

Der bekannteste Halt ist zweifellos die futuristische Aussichtsplattform Stegastein. Die Holzkonstruktion ragt 30 Meter ins Leere hinaus und hängt in unglaublichen 650 Metern direkt über der Fjordoberfläche. Das Gefühl, wenn du am gläsernen Geländer stehst und in die Tiefe blickst, bringt dir garantiert das Blut in Wallung.

Zum Stegastein gelangst du über die berühmte Schneestraße Aurlandsvegen. Diese nationale Panoramaroute führt hoch über die Berge und wird oft auch mitten im Sommer von Schneewänden gesäumt. Sie ist eine fantastische Alternative zum langen Lærdal-Tunnel, und die Fahrt selbst ist ein riesiges Erlebnis.

Königreich der Wasserfälle und steilen Abhänge

Manche Fjorde sind berühmt für ihre Blumengärten, andere verbergen wiederum die verrücktesten Felsklippen der Welt. Dieser Teil Norwegens ist wie geschaffen für Wanderfreunde und Menschen, die sich beim Aufstieg zu atemberaubenden Aussichtspunkten gerne selbst übertreffen.

5. Hardangerfjord

Den Hardangerfjord nennen die Einheimischen liebevoll den „Obstgarten Norwegens“, und wenn du im Frühling hierherkommst, verstehst du sofort warum. Die ganze Gegend ist mit riesigen Apfel- und Kirschgärten übersät, die Ende April und Anfang Mai wunderschön erblühen. Die Kombination aus weißen Blüten und blauem Wasser ist eine Augenweide.

Neben dem Obst ist diese Region für ihre majestätischen Wasserfälle bekannt, von denen der berühmteste der tosende Vøringsfossen ist. Das Wasser stürzt hier in eine tiefe Schlucht, und du kannst dieses Naturwunder sicher von modernen Stegen aus betrachten. In der Ferne erhebt sich zudem der riesige Gletscher Folgefonna, der der Landschaft echten nordischen Charakter verleiht.

Für anspruchsvollere Wanderer bietet sich hier der berühmte Trek Dronningstien an, der „Königinnenweg“, der auch die norwegische Königin Sonja selbst lieb gewonnen hat. Mehr Informationen über diese beeindruckende Region findest du in unserem Artikel Hardangerfjord.

6. Lysefjord

Im Süden, in der Nähe der Stadt Stavanger, schneidet sich der Lysefjord ins Land, der ein Synonym für Adrenalin-Aussichtspunkte ist. Die Fahrt über den Fjord selbst ist wunderschön, aber die Hauptattraktion ragt Hunderte Meter über deinem Kopf empor. Genau von hier brechen Wagemutige zu den bekanntesten norwegischen Treks auf.

Sicher hast du schon von der Felskanzel Preikestolen gehört, einem riesigen, kantigen Felsen, der sich 604 Meter senkrecht über dem Wasser erhebt. Der Blick von hier oben ist absolut ikonisch. Für noch Mutigere gibt es den Kjeragbolten, einen runden Felsbrocken, der in einer Felsspalte eingeklemmt ist und auf den man sich mit ein bisschen Mut stellen kann.

Wenn du Herausforderungen liebst, kannst du versuchen, die Holztreppe im Dorf Flørli zu bezwingen. Auf dich warten unglaubliche 4.444 Stufen, die entlang einer alten Rohrleitung steil bergauf führen. Alles über den Aufstieg auf den bekanntesten Felsen findest du in unserem Artikel Preikestolen — Aufstieg über dem Lysefjord.

Juwele abseits der großen Massen

Auch in Norwegen findest du Orte, an denen du nicht über Massen mit Fotoapparaten stolperst. Es reicht, von den Hauptrouten abzufahren, und du entdeckst Fjorde, die sich ihr wildes, unberührtes Gesicht bewahrt haben. Diese Orte lieben vor allem die Norweger selbst, die hierherkommen, um absolute Ruhe zu finden.

7. Hjørundfjord

Unweit der Stadt Ålesund liegt der Hjørundfjord, den viele Reisende leider unbeachtet links liegen lassen. Und das ist ein riesiger Fehler! Dieser Fjord ist von den zerklüfteten Gipfeln der Sunnmøre-Alpen umgeben und bietet eine der besten Voraussetzungen für Bergwandern ohne Menschenmassen.

Das markanteste Wahrzeichen ist der scharfe Berggipfel Slogen, der sich wie eine riesige Pyramide direkt aus dem Wasser erhebt. Der Aufstieg ist ziemlich anspruchsvoll, aber die Ausblicke vom Gipfel gehören zu den schönsten des Landes. Die ganze Gegend wirkt sehr wild und melancholisch.

Am Ufer des Fjords entdeckst du das legendäre historische Hotel Union Øye, in dem früher europäische Monarchen und berühmte Schriftsteller nächtigten. Halte hier zumindest auf einen Kaffee an, dich überkommt die unverfälschte Atmosphäre des 19. Jahrhunderts.

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8. Nordfjord und Loen

Die Region am Nordfjord ist ein absolutes Paradies für Liebhaber von Farben und Kontrasten. Das größte Juwel ist der türkisfarbene See Lovatnet, dessen Farbe geradezu unnatürlich kräftig wirkt. Das Wasser erhält seinen Farbton durch Mineralien, die der schmelzende Gletscher in den See trägt.

Wenn du nicht unter Höhenangst leidest, fahr ins Dörfchen Loen und steig in die moderne Seilbahn Loen Skylift. In nur fünf Minuten bringt sie dich auf den Gipfel des Berges Hoven auf 1.011 Meter Höhe, von wo aus du den ganzen Fjord und die umliegenden Gletscher wie auf dem Präsentierteller hast.

Eben die Gletscher sind die nächste große Attraktion dieser Gegend. Ein leichter Spaziergang führt dich zum Arm des Gletschers Briksdalsbreen, wo du die bläulichen Spalten im uralten Eis bewundern kannst. Es ist ein idealer Ausflug auch für Familien mit Kindern, der Weg zum Gletscher ist sehr bequem.

9. Lustrafjord

Der Lustrafjord ist eigentlich der innerste Arm des riesigen Sognefjords und reicht tief ins Innere der norwegischen Berge hinein. Das Wasser hat hier eine wunderbare smaragdgrüne Farbe und die Atmosphäre ist hier deutlich ruhiger und verschlafener als im belebten Flåm.

Die größte historische Attraktion der Gegend ist die einzigartige Stabkirche Urnes. Dieser Holzbau ist der älteste seiner Art in Norwegen und steht zu Recht auf der UNESCO-Liste. Die faszinierende Schnitzerei verbindet christliche Motive mit alten Wikingertraditionen.

Vom Lustrafjord ist es auch nur ein Katzensprung zum monumentalen Gletscher Nigardsbreen. Du kannst hier einen Guide bezahlen und einen sicheren Trek direkt über die Gletschermasse unternehmen, ausgestattet mit Steigeisen und Eispickeln. Es ist ein unvergessliches Erlebnis.

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Dramatische Fjorde des Nordens und wilde Berge

Sobald du weiter nach Norden fährst, wird die Landschaft rauer und wilder. Die Berge sind spitzer, das Wetter launischer und die Natur zeigt ihre ungezähmte Kraft. Die hiesigen Fjorde haben einen völlig anderen Charakter und versprechen die besten Abenteuer.

10. Trollfjord

Dieser außergewöhnlich schmale Fjord liegt weit im Norden, unweit der magischen Lofoten. Er ist nur etwas mehr als zwei Kilometer lang, aber seine Einfahrt ist nur 100 Meter breit. Wenn große Schiffe in ihn einfahren, sieht es so aus, als würden sie jeden Moment mit ihren Seiten die umliegenden Felsen streifen.

Der Trollfjord ist mit dem Auto absolut unerreichbar, die einzige Möglichkeit ist eine Bootstour. Genau hierher fahren oft die Schiffe der Küstenexpresslinie Hurtigruten, aber ein viel besseres Erlebnis bekommst du auf kleinen Ausflugsbooten. Die Gegend ist außerdem die Heimat majestätischer Seeadler, die du während der Fahrt sehr wahrscheinlich über deinem Kopf kreisen siehst.

Zur Erkundung dieses mystischen Ortes bieten sich die leisen Elektroboote von Brim Explorer an, die das Wild nicht verschrecken, oder im Gegenteil schnelle und adrenalingeladene RIB-Boote, auf denen du dich so richtig austoben kannst.

11. Romsdalsfjord und Åndalsnes

Den Romsdalsfjord umgeben die steilsten Berge des Landes, und das Städtchen Åndalsnes gilt als Hauptstadt des norwegischen Bergsteigens. Das Wasser kontrastiert hier mit den dunklen, senkrechten Wänden, die Adrenalin-Enthusiasten aus aller Welt anziehen.

Den größten Respekt flößt die furchteinflößende Wand Trollveggen (Trollwand) ein. Sie ist die höchste senkrechte Felswand Europas, misst über tausend Meter und überhängt an vielen Stellen sogar. Schon der Anblick aus dem Tal lässt dir garantiert einen Schauer über den Rücken laufen.

Wenn du Wandern dem Klettern vorziehst, mach dich auf den berühmten Gratweg Romsdalseggen. Es ist eine anspruchsvolle Ganztagestour, aber die Ausblicke auf den Fjord und das umliegende Meer aus zerklüfteten Bergen entschädigen dich hundertprozentig für die Mühe. Von hier aus beginnt auch die berühmte Straße Trollstigen.

Warum die norwegischen Fjorde ein weltweites Unikat sind

Zum Abschluss unserer Liste gehört es sich zu erklären, warum zwei bestimmte Orte eine so außergewöhnliche Stellung haben. Nicht alle Fjorde stehen unter internationalem Schutz, und die, die es geschafft haben, repräsentieren das Beste der norwegischen Natur.

12. Geirangerfjord und Nærøyfjord als UNESCO-Erbe

Im Jahr 2005 wurden diese beiden Fjorde gemeinsam unter dem Namen „Western Norwegian Fjords“ in die prestigeträchtige UNESCO-Liste aufgenommen. Du fragst dich, warum gerade diese beiden? Die Antwort ist ihre unberührte Natur und ihre enorme geologische Einzigartigkeit. Sie stellen nämlich das klassischste und reinste Beispiel dafür dar, wie westnorwegische Fjorde aussehen.

Während der Geirangerfjord mit seinen perfekten Wasserfällen und der symmetrischen Form blendet, fasziniert der Nærøyfjord durch seine extreme Enge und das Gefühl völliger Isolation. Zusammen ergeben sie ein perfektes Bild einer von der Eiszeit geformten Landschaft.

Der UNESCO-Eintrag bedeutet auch, dass beide Gebiete streng vor massiver Bebauung und Kommerzialisierung geschützt sind. Auch deshalb führt man hier strenge Regeln für den Schiffsverkehr ein, damit dieses Naturjuwel im ursprünglichen Zustand erhalten bleibt – auch für künftige Generationen.

Schnelle Übersicht der bekanntesten Fjorde – die Karte im Kopf

FjordRegionWie erkundenWofür am bekanntesten
:—:—:—:—
GeirangerfjordMøre og RomsdalBoot, Auto (Aussichtspunkte)Wasserfall Sieben Schwestern, UNESCO
NærøyfjordVestlandBoot, KajakSchmalster Arm, Wikingerdorf
SognefjordVestlandAuto, BootLängster und tiefster, „König der Fjorde“
HardangerfjordVestlandAuto, zu FußBlühende Obstgärten im Frühling, Vøringsfossen
LysefjordRogalandBoot, zu FußKlippen Preikestolen und Kjerag
TrollfjordNordlandNur BootExtrem schmale Einfahrt, Seeadler

Wie du die norwegischen Fjorde am besten erlebst

Fotos im Internet zu sehen ist eine Sache, aber die Fjorde am eigenen Leib zu erleben erfordert ein bisschen Planung. Die Art, wie du dich fortbewegst, beeinflusst deinen Gesamteindruck ganz entscheidend. Ideal ist es, gleich mehrere Fortbewegungsarten zu kombinieren, um das komplette Erlebnis zu bekommen.

Bootstouren und Kreuzfahrten: Die Fjorde von der Wasseroberfläche aus

Der Blick von unten ist absolut unersetzlich. Erst wenn du über die Wasseroberfläche gleitest, wird dir die wahre Monumentalität der umliegenden Berge bewusst. Die besten Fahrten findest du in Geiranger, wo dich eine etwa 90-minütige Rundfahrt rund 300 bis 400 NOK (ca. 26 bis 35 €) kostet. Eine weitere fantastische Route ist die Fahrt durch den Nærøyfjord zwischen Gudvangen und Flåm mit einem Preis von etwa 400 bis 500 NOK (ca. 35 bis 44 €). 💡 Tipp: Diese Erlebnisse sind oft schnell ausverkauft, deshalb empfehle ich, Bootstouren online weit im Voraus über Plattformen wie GetYourGuide zu buchen. Wer mehr Komfort sucht, kann die norwegischen Fjorde übrigens auch auf einer klassischen Kreuzfahrt erleben – Anbieter wie AIDA oder Mein Schiff steuern viele dieser Fjorde von deutschen Häfen aus an.

Wenn es dir nichts ausmacht, ein bisschen mehr zu zahlen, wähle das leise Elektroboot Brim Explorer. Dank des fehlenden lauten Motors ist die Fahrt unglaublich ruhig, was viel bessere Bedingungen zum Fotografieren und Tiere beobachten bietet. Das genaue Gegenteil sind die schnellen und lauten RIB-Boote, die Adrenalin-Liebhaber und Wind-im-Haar-Fans zu schätzen wissen.

Im Süden lohnt sich definitiv die Fahrt über den Lysefjord von Stavanger aus, wo du für ein Ticket rund 500 NOK und mehr (ca. 44 €) zahlst. Während dieser Fahrt siehst du die ikonische Felskanzel Preikestolen aus einer Perspektive, die Wanderer nie erleben.

Mit dem Auto zu den besten Aussichtspunkten

Mit dem eigenen oder gemieteten Auto zu reisen gibt dir absolute Freiheit und Flexibilität. Du kannst an Aussichtspunkten wie Stegastein oder Dalsnibba genau dann anhalten, wenn das beste Licht fällt. Die norwegischen Panoramastraßen sind selbst ein Meisterwerk, und Fahren ist hier die reinste Freude.

Du musst allerdings damit rechnen, dass die Fjorde ein riesiges natürliches Hindernis darstellen. Stell dich auf die sehr häufige Nutzung lokaler Fähren ein, die die einzelnen Ufer verbinden. Die meisten dieser Fähren funktionieren nach dem Prinzip des automatischen Kennzeichen-Scannings, sodass du dich nicht mit dem Suchen nach Kleingeld aufhalten musst.

Im Kajak für Abenteuerlustige

Wenn du das intimste Erlebnis suchst, leih dir ein Seekajak. Das Paddeln knapp über der Wasseroberfläche, wenn du nur das Plätschern des Wassers und das Schreien der Möwen hörst, ist einfach magisch. Gute Verleihe samt Guides findest du zum Beispiel in Flåm oder in Geiranger.

Das Kajakerlebnis wird durch die Tatsache verstärkt, dass du an Orte gelangst, wo große Ausflugsschiffe nicht hinpassen. Auch wenn es körperlich anstrengend klingen mag, ist das Wasser in den Fjorden meist sehr ruhig und grundlegende Touren schaffen auch absolute Anfänger.

Norway in a Nutshell: Das Beste an einem Tag

Du hast wenig Zeit und willst trotzdem das Maximum sehen? Eine geniale Lösung ist das Paket namens Norway in a Nutshell. Es ist eine durchdachte Tour, die eine Fahrt mit dem Panoramazug Bergensbanen, der berühmten Bergbahn Flåmsbana und eine Fahrt über den Nærøyfjord kombiniert.

Diese Tour kannst du an einem einzigen Tag mit Abfahrt von Oslo oder Bergen absolvieren, sodass sie ideal für Reisende mit vollem Programm ist. Alle Umstiege passen perfekt aufeinander, und du musst dich um keine Logistik kümmern – du genießt einfach die Ausblicke aus dem Fenster.

Wohin von den norwegischen Fjorden aus weiter

Wenn dir nach der Erkundung der tiefen Täler noch Zeit bleibt, bietet Norwegen jede Menge weiterer Möglichkeiten, wohin du deine Schritte lenken kannst. Küstenstädte und Bergbahnen sind der ideale Kontrast zur wilden Natur. Hier sind weitere Tipps, was du dir ansehen und lesen solltest.

Lass dir auf keinen Fall Bergen: was du sehen solltest entgehen, denn diese regnerische, aber unglaublich fotogene Stadt mit UNESCO-Eintrag ist das kulturelle Herz der Westküste. Ihre alten hölzernen Hansehäuser und der berühmte Fischmarkt haben eine unvergessliche Atmosphäre, in der sich Geschichte und modernes nordisches Leben wunderbar mischen.

Für einen umfassenden Überblick über das ganze Land lies unbedingt unseren großen Artikel Norwegen: 50 Tipps, was du sehen solltest. Wenn dich der Gedanke begeistert, mit dem Zug durch steile Täler zu reisen, schau dir die Details zur Flåmbahn an, die zu den steilsten und schönsten Strecken der ganzen Welt gehört.

Häufig gestellte Fragen

Welcher norwegische Fjord ist der schönste?

Es ist schwer, nur einen auszuwählen. Der Geirangerfjord gilt als der berühmteste dank seiner Wasserfälle und Aussichtspunkte. Der Nærøyfjord ist der dramatischste aufgrund seiner engen Felswände und der Sognefjord beeindruckt durch seine gewaltige Länge. Jeder von ihnen bietet ein völlig anderes Erlebnis und eine eigene Atmosphäre.

Geirangerfjord oder Nærøyfjord – welchen soll man wählen?

Beide stehen auf der UNESCO-Liste und beide sind atemberaubend. Der Geirangerfjord lockt mit berühmten Wasserfällen und hoch gelegenen Aussichtspunkten wie Dalsnibba. Der Nærøyfjord ist dagegen extrem schmal und wirkt wesentlich mystischer und beengter. Wenn ihr könnt, besucht unbedingt beide.

Wie kommt man zur Fjord-Bootstour?

Bootsausflüge starten von den wichtigsten touristischen Knotenpunkten. Am häufigsten legt man von Geiranger, Flåm, Gudvangen oder von Stavanger ab. Ich empfehle euch auf jeden Fall, die Tickets vorab online zu kaufen, da in den Sommermonaten die besten Zeiten schnell ausgebucht sind.

Wie viel kostet eine Fjordfahrt?

Die Preise variieren je nach Länge und Art des Bootes. Eine normale Sightseeing-Fahrt kostet ca. 300 bis 500 NOK pro Person (ungefähr 27 bis 45 EUR). Teurer sind Adrenalin-RIB-Boote oder ruhige elektrische Fahrten, bei denen man für ein Premium-Erlebnis mehr bezahlt.

Wann ist die beste Zeit für die norwegischen Fjorde?

Eindeutig der Sommer, also die Zeit von Juni bis August, wenn alle Dienstleistungen und Fähren in Betrieb sind und die langen Tage perfekt für Ausflüge sind. Wenn ihr jedoch die farbenprächtigen Obstgärten im Frühling sehen möchtet, fahrt im April oder Mai zum Hardangerfjord, wenn die gesamte Region unglaublich aufblüht.

Ist es besser, die Fjorde mit dem Auto oder mit dem Schiff zu erkunden?

Ideal ist eine Kombination aus beidem. Das Auto bietet dir absolute Freiheit und bringt dich zu den besten Panorama-Aussichtspunkten hoch oben in den Bergen. Das Schiff hingegen zeigt dir die Majestät der steilen Klippen direkt vom Wasser aus, ein Anblick, den du von der Straße aus nicht sehen wirst.

Was genau ist Norway in a Nutshell?

Es ist ein beliebtes Ganztagestouristenpaket, das eine Fahrt mit dem regulären Zug, einer Bergbahn und einer Bootsfahrt kombiniert. Es ermöglicht Ihnen, das Beste aus Westnorwegen an einem einzigen Tag zu sehen, ohne komplizierte Umsteigeplanung, mit Abfahrt von Oslo oder Bergen.

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