Wenn man überlegt, was man in Tschechien sehen sollte, endet das oft damit, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst anfangen soll – wohin am Wochenende, wohin mit den Kindern, was man eigentlich noch gar nicht entdeckt hat. Wir kennen das nur zu gut: Nach Jahren haben wir selbst gemerkt, dass es sich am schönsten im eigenen Land reist – nah, günstig und ganz ohne Flughafen. ☺️
\nDeshalb haben wir hier drei Dinge zusammengetragen, die euch bei der Planung helfen: unsere Tipps aus eigenen Ausflügen, damit ihr wisst, was wirklich die Zeit wert ist und was eher Touristenfalle; einen Überblick, wann ihr wohin fahren und was ihr rechtzeitig buchen solltet (Unterkünfte und Tickets sind in der Saison schnell weg); und eine Orientierung nach Regionen und Kreisen, damit ihr euren Ausflug danach planen könnt, wo ihr gerade seid.

Was man in Tschechien sehen und erleben kann
Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an – Prag. Auch wenn ihr es schon „kennt“, hat es immer noch viel zu bieten: Schlendert früh am Morgen über die Karlsbrücke, fahrt hinauf auf den Petřín oder verliert euch im Josefov. Und wenn ihr von der Stadt genug habt, legt eine Pause in einem der Prager Cafés ein.
\nDie zweitgrößte Stadt, Brünn, hat eine ganz andere Atmosphäre – entspannter und günstiger. Von hier ist es nur ein Katzensprung nach Südmähren, wo wir Mikulov und seine Weinregion lieben. Im Westen Böhmens solltet ihr die Kurstädte Karlsbad und Marienbad nicht verpassen.
\nUnd dann gibt es noch den Klassiker – einen Ausflug zur Burg. Die bekannteste und von Prag aus am leichtesten erreichbare ist Karlštejn, die ihr mit dem Zug in knapp einer Stunde erreicht. Wenn ihr lieber Wasser und Wärme statt Wandern wollt, haben wir unsere liebsten Thermen in Tschechien und für Familien mit Kindern einen Überblick über die besten Aquaparks.
Wann hinfahren
Frühling und Herbst sind unserer Meinung nach die allerschönste Zeit für Ausflüge in Tschechien – das Wetter hält noch bzw. schon, die Städte sind nicht überfüllt und die Unterkünfte sind günstiger als in der Hauptsaison. Mai und September sind unsere klaren Favoriten, vor allem für Südmähren, wo im Herbst zusätzlich der Wein gelesen wird.
\nDer Sommer (Juli–August) gehört der Natur, dem Wasser und den Kindern in den Ferien – rechnet aber damit, dass es an den bekanntesten Orten (Prag, Burgen, beliebte Naturbadeteiche) voll und teuer wird. Fahrt lieber früh am Morgen los oder wählt weniger bekannte Ziele. Der Winter hingegen lädt zum Genießen ein: Wellness-Aufenthalte und Thermen laufen auf Hochtouren, und die Kurstädte sind im Winter herrlich ruhig.
\nDen Menschenmassen entgeht ihr ganz einfach – reist außerhalb von Wochenenden und Feiertagen. Ein Ausflug nach Karlštejn am Mittwoch ist eine ganz andere Liga als der am Samstag. ☺️
Unterwegs in Tschechien
In Tschechien reist es sich hervorragend mit dem Zug – die meisten Städte sowie viele Burgen und Schlösser erreicht ihr bequem und ohne Parkplatzstress. Besonders lohnt sich das auf längeren Strecken (Prag–Brünn, Prag–Karlsbad) und an Orten, deren Zentrum eine Fußgängerzone ist. Haltet Ausschau nach günstigen Rückfahrkarten und Rabatten für Familien und Gruppen – zu zweit oder mehr sinkt der Preis pro Person ordentlich.
\nDas Auto schätzt ihr auf dem Land und in Regionen ohne öffentlichen Nahverkehr – Südmähren, Böhmerwald, Burgen abseits der Hauptrouten. Rechnet aber damit, dass das Parken in den Zentren großer Städte teuer ist; wir parken auf den P+R-Parkplätzen am Stadtrand und fahren mit den Öffentlichen ins Zentrum. Für kürzere Strecken zwischen Städten ist meist der Fernbus am günstigsten – das Ticket solltet ihr aber im Voraus kaufen.
Wo man in Tschechien übernachtet
Die Unterkunft in Tschechien wählen wir je nach Art des Ausflugs aus. In den Städten nehmen wir Hotels und Pensionen nah am Zentrum, damit wir alles zu Fuß erreichen – auch wegen so einer Perle wie dem The Julius Prague, das wir ehrlich getestet haben. Für einen Kur- und Erholungsaufenthalt steuern wir Wellnesshotels in Karlsbad an oder wählen aus unseren Tipps für Wellness-Aufenthalte zu zweit.
\nFür Ausflüge in die Natur und mit Kindern setzen wir auf Hütten, Ferienhäuser und Campingplätze – das kommt günstiger, ihr habt mehr Privatsphäre und oft sogar eine eigene Küche. In Südmähren lieben wir die Weinpensionen, wo es Frühstück und gleich einen Tipp für den Weinkeller dazu gibt. Generell gilt: je weiter weg vom Touristenzentrum, desto besser das Preis-Leistungs-Verhältnis.
So sparst du
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- Bucht die Unterkunft frühzeitig. Für den Sommer und Südmähren im September bucht ruhig 2–3 Monate im Voraus – in der Saison sind die guten Pensionen zuerst weg und es bleiben die teuren. \n
- Nutzt Frühbucher- und nicht erstattbare Tarife. Wenn der Termin sicher steht, ist der nicht erstattbare Preis meist 10–20 % günstiger als der flexible. \n
- Fragt nach Familien- und Gruppentickets. Bei Burgen, Schlössern und Aquaparks lohnt sich das Familienticket, sobald ihr zwei Erwachsene und Kinder seid. \n
- Reist außerhalb der Wochenenden. Unterkünfte und Eintritte sind unter der Woche meist günstiger und ohne Schlangen. \n
- Achtung, wo ihr draufzahlt: Restaurants direkt am Marktplatz, Parken im Zentrum und Souvenirs bei den Hauptsehenswürdigkeiten – ein paar Straßen weiter gibt’s das für einen Bruchteil des Preises. \n
Falls ihr gerade überlegt, wo ihr euer Haupt bettet, schaut euch unsere Unterkunftstipps an – wir haben nach Preis-Leistung ausgewählt, nicht nach den hübschesten Fotos.
Häufige Fragen
Wohin am Wochenende in Tschechien?
Wohin mit Kindern in Tschechien?
Wann ist die beste Zeit für Ausflüge in Tschechien?
Lohnt sich in Tschechien der Zug oder das Auto?
Wie weit im Voraus sollte man die Unterkunft buchen?
Wo zahlt man in Tschechien am meisten drauf?
Was in Prag sehen, wenn ich es schon kenne?
Kann man Tschechien günstig bereisen?
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