Uherské Hradiště in Tschechien ist die heimliche Hauptstadt der Volkskunderegion Slovácko – also einer zauberhaften Landschaft des Weins, der Zimbalmusik, prächtig verzierter Trachten und lebendiger Folklore. Gegründet wurde die Stadt bereits im Jahr 1257 von König Přemysl Otakar II. auf einer Insel in den Armen der March (Morava), und zwar als Grenzfestung gegen Einfälle aus Ungarn. Später wuchs daraus eine ausgedehnte barocke Bastionsfestung.
Gleichzeitig liegt der Ort im Herzen des Großmährischen Reiches aus dem 9. Jahrhundert, nur einen Katzensprung vom berühmten Wallfahrtsort Velehrad entfernt. Es ist das sinnbildliche Tor zur Slovácko-Region – eine Stadt, in der barocke Plätze, malerische Weinkeller im Stadtteil Mařatice und tausendjährige Geschichte aufeinandertreffen.
Wir gehen gemeinsam durch, was du in Uherské Hradiště in Tschechien sehen solltest, damit du das Beste aus deinem Besuch herausholst. Ich verrate dir, wann die beste Zeit für Wein und Sehenswürdigkeiten ist, wo du bequem übernachtest und welche spannenden Orte in der Umgebung du auf keinen Fall verpassen darfst.

Zusammenfassung: Was du in Uherské Hradiště sehen solltest
- Historisches Zentrum: der Masaryk-Platz und der Marienplatz mit beeindruckenden Kirchen und der barocken Pestsäule.
- Mährisch-Slowakisches Museum: der ideale Ort, um die regionale Folklore und die prächtig verzierten Trachten kennenzulernen.
- Großmähren: faszinierende archäologische Ausgrabungen in Staré Město, die Fundamente aus dem 9. Jahrhundert freilegen.
- Wein und Tradition: malerische Weinkeller in Mařatice und das in schöner Natur versteckte Freilichtmuseum Rochus.
- Bata-Kanal: ein historischer Wasserweg, der zu entspannten Bootsfahrten und einem aktiven Sommerurlaub einlädt.
- Ausflüge in die Umgebung: der Wallfahrtsort Velehrad, die mächtige Burg Buchlov oder die einzigartige Ausstellung Živá voda in Modrá.
Wann nach Uherské Hradiště reisen
Wenn du überlegst, wann du deine Reise in die Slovácko-Region planen solltest, kommt es vor allem darauf an, was du dir von dem Ausflug erwartest. Ihren Charme hat die Stadt das ganze Jahr über, doch der Höhepunkt der Saison ist zweifellos das zweite Septemberwochenende. Dann finden nämlich die großen Slovácko-Wein- und Denkmaltage statt, die hier seit 2003 veranstaltet werden. Durch die Straßen zieht ein festlicher Umzug mit über dreitausend Teilnehmern in Tracht, überall spielt Zimbalmusik und das Verkosten von Federweißer und regionalem Wein nimmt kein Ende. Ein Erlebnis, das sich kein Folklore-Fan entgehen lassen sollte.
Frühling und Sommer sind dagegen ideal für aktivere Reisende, die die Umgebung vom Fahrradsattel oder vom Bootsdeck aus erkunden möchten. Die Radwege entlang der March und der Bata-Kanal selbst erwachen mit den ersten warmen Tagen zum Leben und bieten beste Bedingungen für Touren. Die Sommermonate sind etwas trubeliger, aber dank der langen Abende kannst du das Sitzen in den Gartenlokalen der örtlichen Cafés so richtig genießen. Im Winter wird die Stadt ruhiger, doch die Adventszeit bringt malerische Weihnachtsmärkte, die dem historischen Zentrum eine unglaublich romantische Atmosphäre verleihen.
Wo du in Uherské Hradiště übernachtest
Bei der Planung deines Aufenthalts in der Metropole der Slovácko-Region hast du die Wahl zwischen zahlreichen angenehmen Hotels und Pensionen. Am häufigsten entscheiden sich Reisende für eine Unterkunft direkt im historischen Zentrum, von wo aus es nur ein paar Schritte zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten und in die beliebten Cafés sind. Wenn du jedoch Ruhe bevorzugst, kannst du die Randbezirke der Stadt wählen, die ein hervorragender Ausgangspunkt für Radausflüge in die Umgebung sind.

Während der Weinfeste sind die Unterkünfte oft schon Monate im Voraus ausgebucht, zögere also mit der Reservierung für die Septembertermine auf keinen Fall. Zu den beliebten und sehr gut bewerteten Optionen gehört zum Beispiel das Hotel Mariánský Dvůr Uherské Hradiště, das eine gemütliche Atmosphäre und eine ideale Ausgangslage für Streifzüge durch die Stadt bietet.
Eine weitere tolle Wahl für Liebhaber eines traditionelleren Stils ist das Hotel Koníček Uherské Hradiště, wo die Gäste vor allem das sehr freundliche Personal und die entspannte Atmosphäre loben. Den goldenen Mittelweg mit moderner Ausstattung bietet das Hotel Mlýnská Uherské Hradiště, an dem Besucher besonders die Sauberkeit und die geräumigen Zimmer schätzen. Und wenn du etwas wirklich nah am Herzen des Geschehens suchst, kannst du das Hotel U hejtmana Šarovce Uherské Hradiště ausprobieren, von dem aus du beide Hauptplätze in buchstäblich nur wenigen Minuten zu Fuß erreichst.
Was du in Uherské Hradiště sehen und unternehmen kannst
Was solltest du also im Zentrum von Uherské Hradiště und seiner Umgebung auf keinen Fall verpassen? Ob du nun Geschichte liebst, dich für Volksarchitektur interessierst oder einfach gerne durch enge Gassen schlenderst und den Zauber vergangener Zeiten entdeckst – diese Stadt wird dich garantiert nicht enttäuschen. Ich habe für dich eine Liste mit neun Orten zusammengestellt, die du bei deinem Besuch nicht auslassen solltest.
1. Masaryk-Platz und die Kirche des heiligen Franz Xaver

Der Hauptplatz der Altstadt ist das natürliche Zentrum allen Geschehens und der ideale Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden. Er wird von einer Reihe reizvoller Bürgerhäuser gesäumt, und in seiner Mitte erhebt sich ein wunderschöner barocker Brunnen mit Delfinen. Das größte Wahrzeichen ist allerdings zweifellos die ehemalige Jesuitenkirche des heiligen Franz Xaver. Dieser imposante Bau entstand zwischen 1670 und 1685 nach einem Entwurf des angesehenen Architekten Jan Dominik Orsi, während die eigentliche Bauleitung Jan Jeroným Canevalle innehatte.
Die Kirche war ursprünglich Teil eines weitläufigen Jesuitenkomplexes, und sowohl ihr Inneres als auch ihr Äußeres sind ein Musterbeispiel meisterhafter Barockbaukunst. Interessant ist, dass sich direkt unter dem Pflaster des heutigen Platzes die Fundamente der längst verschwundenen Kirche des heiligen Georg verbergen – was nur unterstreicht, wie reich und vielschichtig die Geschichte dieses Ortes ist. Ein Spaziergang über den Platz mit einem Kaffee in der Hand ist die beste Art, die lokale Atmosphäre aufzusaugen.
2. Die Reduta

Ein weiteres unübersehbares Gebäude im Stadtzentrum ist die Reduta. Viele Besucher glauben auf den ersten Blick fälschlicherweise, es handle sich um das historische Rathaus, doch die Wahrheit ist weit spannender. Es ist ein markanter Bau rein jesuitischen Ursprungs, der einst als Teil des Jesuitengymnasiums diente. Sein Stolz war ein prächtiger Theatersaal, der 1729 fertiggestellt wurde und in dem sich das kulturelle Leben der damaligen Gesellschaft formte.
Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Reduta zahlreiche Veränderungen und auch dunklere Zeiten – in manchen Phasen diente sie sogar als Gefängnis. Heute ist das Gebäude zu seinen kulturellen Wurzeln zurückgekehrt und fungiert als bedeutendes gesellschaftliches Zentrum. Im Inneren findest du außerdem eine fesselnde Ausstellung zur Stadtgeschichte, die auch die Erinnerung an jene Gefängnisjahre nicht vergisst. Ein Ort voller Kontraste, der die verwobene Geschichte der Region wunderbar veranschaulicht.
3. Das Mährisch-Slowakische Museum

Wenn du die Seele der Slovácko-Region wirklich verstehen möchtest, müssen deine Schritte unbedingt ins Mährisch-Slowakische Museum führen. Diese Institution wurde bereits 1914 gegründet und sammelt und bewahrt seither sorgfältig die Schätze der regionalen Volkskunde. Das Hauptgebäude befindet sich seit 1931 in der angenehmen Umgebung des Smetana-Parks, wo du in die Welt der Volkskunst, des traditionellen Weinbaus und der lebendigen Folklore eintauchen kannst.
Die größte Attraktion sind für viele Besucher die prächtig verzierten Trachten, die in allen Farben leuchten und das unglaubliche Geschick der hiesigen Vorfahren zeigen. Das Museum beschränkt sich jedoch nicht auf ein einziges Gebäude – dazu gehören auch die beeindruckende Galerie des Mährisch-Slowakischen Museums, untergebracht in den Räumen eines barocken Zeughauses, und das nahegelegene Denkmal Großmährens. Die Ausstellungen sind modern konzipiert, sodass sie auch jene begeistern, die mit Folkloremuseen sonst eher wenig anfangen können.
4. Franziskanerkloster und die Kirche Mariä Verkündigung

Für Momente der Ruhe und Besinnung empfehle ich dir einen Besuch im Areal des Franziskanerklosters. Die Franziskaner kamen bereits 1491 in die Stadt, und zwar auf Einladung von Bischof Jan Filipec, der zum Gründer dieses spirituellen Ortes wurde. Die Kirche Mariä Verkündigung selbst birgt einen beeindruckenden gotischen Kern aus der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert, an den sich nahtlos elegante barocke Umgestaltungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert anschließen.
Das Kloster ist bis heute voll funktionsfähig, was ihm eine außergewöhnlich authentische und beruhigende Atmosphäre verleiht. Im Klosterhof herrscht spürbar mehr Ruhe als wenige Schritte entfernt auf dem Platz. Die Einheimischen kommen oft hierher, um sich vor der Sommerhitze zu schützen und die architektonischen Details zu bewundern, die an die jahrhundertealte Geschichte der Stadt erinnern.
5. Marienplatz und die Pestsäule

Der zweite bedeutende Platz von Uherské Hradiště trägt den Namen Marienplatz und bietet eine etwas andere, intimere Atmosphäre als der weitläufigere Masaryk-Platz. Sein absolutes Wahrzeichen ist die prächtige Mariensäule aus Sandstein, die zwischen 1718 und 1721 als Dank für die Abwendung einer verheerenden Pestepidemie errichtet wurde. Daher stammt auch ihre volkstümliche Bezeichnung als Pestsäule.
An der Spitze dieses Kunstwerks steht eine Madonnenstatue, die im unteren Teil von Figuren bedeutender Pestpatrone umgeben ist. Die Säule ist ein wunderbares Beispiel barocker Bildhauerkunst und bildet den fotogenen Mittelpunkt des gesamten Platzes. Viele verwechseln den Standort dieser Säule mit dem Hauptplatz, aber glaub mir: Für dieses Denkmal musst du genau hierher, auf den Marienplatz.
6. Denkmal Großmährens in Staré Město

Für Liebhaber der ältesten Geschichte ist ein Besuch in Staré Město absolute Pflicht. Dieser Stadtteil ist heute eng mit Uherské Hradiště verwachsen, und genau hier, an einem Ort namens Na Valách, stand eines der wichtigsten Zentren des berühmten Großmährischen Reiches. Im Jahr 1949 gelang dem bedeutenden Archäologen Vilém Hrubý hier eine Entdeckung von europaweiter Bedeutung, als er die Fundamente einer großmährischen Kirche aus dem 9. Jahrhundert freilegte. Es war die überhaupt erste nachgewiesene großmährische Architektur auf tschechischem Gebiet.
Heute erhebt sich über diesen kostbaren Fundamenten das Denkmal Großmährens, das ein nationales Kulturdenkmal ist und zum Mährisch-Slowakischen Museum gehört. Die unterirdische Ausstellung ist mit modernen Elementen ergänzt, und seit 2022 kam auch ein brandneues Kyrill-und-Method-Zentrum hinzu. Wenn man über diesen Fundamenten steht, wird einem so richtig bewusst, wie hoch entwickelt die Gesellschaft war, die hier schon vor über tausend Jahren lebte.
7. Park Rochus und das Freilichtmuseum Rochus

Wenn du dich von der städtischen Bebauung erholen möchtest, mach dich auf in den Naturpark Rochus, der sich am Hang des Černá hora im Randbezirk Mařatice erstreckt. Dieses weitläufige Areal von rund sechzig Hektar bietet schöne Ausblicke in die Landschaft und wird von der historischen Kapelle des heiligen Rochus überragt. Ein idealer Ort für einen Nachmittagsspaziergang, bei dem du herrlich den Kopf frei bekommst.
Das größte Juwel des Parks ist allerdings das gleichnamige Freilichtmuseum Rochus, das 2012 eröffnet wurde. Dieses Museum unter freiem Himmel zeigt einfühlsam die Volksarchitektur aus der gesamten Region um Uherské Hradiště. Zwischen den uralten Bauernhäusern und Scheunen zu spazieren, fühlt sich wie eine Reise in die Vergangenheit an. Betrieben wird es von einer eigenständigen gemeinnützigen Gesellschaft, die dafür sorgt, dass diese angenehme Verbindung aus Natur, Ausblicken und Folklore auch für die kommenden Generationen erhalten bleibt.
8. Mařatice und die Weinkeller

In der Slovácko-Region zu sein und keine Weinkeller zu besuchen, wäre schlichtweg eine Sünde. Das Weinviertel Mařatice ist berühmt für seine malerischen Gassen voller traditioneller Keller, vor allem in der beliebten Lage Stará Hora. Ein Spaziergang zwischen diesen Bauten zählt zu den typischen Symbolen der Region, und Reisende können die ruhige Atmosphäre hier gar nicht genug loben.
Boden und Klima eignen sich hier hervorragend für den Weinbau. Zu den häufigsten Sorten, die die örtlichen Winzer mit Liebe pflegen, gehören die weißen Müller-Thurgau, Weißburgunder und Rheinriesling, bei den roten Sorten führt klar der Blaufränkische. Auch wenn gerade keine großen Feste stattfinden, findest du hier immer einen geöffneten Keller, in dem du bei einem Glas guten Slovácko-Weins verweilen kannst.
9. Der Bata-Kanal und Bootsfahrten

Ein technisches Unikat und heute eine der beliebtesten Touristenattraktionen der weiten Umgebung – das ist der Bata-Kanal. Dieser historische Wasserweg entstand zwischen 1934 und 1938 und ist rund zweiundfünfzig Kilometer lang. Ursprünglich verlief er teils über die March, teils durch ein eigenes Bett von Otrokovice bis Rohatec, und sein Zweck war rein industriell: Er diente dem Transport von Braunkohle für die riesigen Bata-Werke.
Heute hat sich der Kanal in einen beliebten Wasserweg verwandelt, der zu romantischen Ausflügen und aktiver Erholung einlädt. Vom Hafen bei Staré Město legen regelmäßig Ausflugsschiffe ab, die dich durch die schönsten Abschnitte fahren. Wenn du es lieber privat magst, kannst du hier problemlos kleine Motorboote mieten, für deren Steuerung du nicht einmal einen Bootsführerschein brauchst. Der Blick auf die Landschaft der Slovácko-Region von der Wasseroberfläche aus ist absolut bezaubernd.
💡 Tipp mit Kindern: KOVOZOO in Staré Město und der Aquapark Uherské Hradiště. Wenn du mit der Familie reist, solltest du den einzigartigen KOVOZOO auf keinen Fall verpassen. Es ist der einzige Zoo in Europa, in dem du über fünfhundert lebensgroße Tiere findest, die ausschließlich aus Metallschrott gefertigt sind. Das Areal ist seit 2012 in Betrieb und auch der Aussichtsturm „Maják Šrotík“ wird die Kinder begeistern. Nach einem anstrengenden Tag kommt dann der Aquapack Uherské Hradiště gerade recht, der einen Innen- und Außenbereich voller Rutschen sowie eine tolle Saunawelt für die Eltern bietet.
Wo du in Uherské Hradiště essen kannst
Uherské Hradiště bietet eine überraschend reiche Gastronomieszene mit einer Vielzahl gemütlicher Cafés und moderner Bistros. Wenn du Spezialitätenkaffee liebst, darfst du das Kafec U Komína auf keinen Fall verpassen, wo du neben einem hervorragenden Espresso auch herrliche Waffeln und reichhaltige Frühstücke direkt mit Blick auf den Fluss genießen kannst. Eine weitere beliebte Anlaufstelle ist das Zelený pokoj am Masaryk-Platz, ein zauberhaftes Café in Verbindung mit Bäckerei und Bistro (aber Achtung: montags ist meist geschlossen). Für einen kräftigen Morgen-Brunch empfehlen Reisende gerne das DOMA bistro am Palacký-Platz. Familien mit Kindern wiederum schätzen das BO café, wo es tolle Pfannkuchen und eine große Spielecke gibt. Hervorragende Kaffeespezialitäten ein Stück vom Zentrum entfernt zaubert auch das Lokal Caféčko.
Auch Vegetarier kommen hier nicht zu kurz. In den örtlichen Bistros bekommst du fleischlose Frühstücke, moderne Brunches und abwechslungsreiche Mittagsmenüs auf Basis frischer Zutaten. Was die typische regionale Küche betrifft, ist die Slovácko-Region vor allem für ihre Süßigkeiten berühmt. Die örtlichen Bäckereien bieten herrliche Slovácko-„Vdolečky“ (kleine Hefekuchen) mit Pflaumenmus und Streuseln oder zarte frittierte „Boží milosti“ (knuspriges Schmalzgebäck). Zum abendlichen Beisammensein gehört untrennbar der Wein aus den lokalen Kellern. Traditionelle Fleischspezialitäten der Slovácko-Region wie Würste oder Schlachtfest-Köstlichkeiten sind seit jeher fester Bestandteil der Folklore – auch wenn wir beide sie als Vegetarier nur schwer probieren.
Ausflugsziele rund um Uherské Hradiště
Wenn du für die Erkundung der Slovácko-Region mehrere Tage eingeplant hast, bietet die Umgebung der Stadt eine unglaubliche Fülle an historischen und natürlichen Zielen. Hier sind die interessantesten davon:

- Velehrad (ca. 6 km): der größte Wallfahrtsort Mährens, eng mit der Kyrill-und-Method-Tradition verbunden. Die hiesige Basilika Mariä Himmelfahrt und der heiligen Kyrill und Method ist ein nationales Kulturdenkmal und die größte Barockkirche Tschechiens. Die Hauptwallfahrt findet hier jedes Jahr am fünften Juli statt.
- Archäologisches Freilichtmuseum und Živá voda in Modrá (ca. 10 km): Das Freilichtmuseum ist eine faszinierende Nachbildung einer befestigten großmährischen Siedlung aus dem 9. Jahrhundert mit lebendigen Vorführungen alter Handwerke. Direkt nebenan liegt die Ausstellung Živá voda, wo du durch einen verglasten Tunnel unter der Wasseroberfläche eines Teichs gehst und riesige schwimmende Störe beobachten kannst.
- Burg Buchlov (ca. 12 km): eine mächtige gotische Königsburg aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie thront hoch auf einem Hügel im Gebirge Chřiby und gehört zu den ältesten erhaltenen Burgen Tschechiens.
- Schloss Buchlovice (ca. 10 km): ein wunderschönes Barockschloss im Stil italienischer Villen aus dem frühen 18. Jahrhundert. Es ist von einem weitläufigen englischen Park voller seltener Gehölze umgeben, und im Sommer finden hier regelmäßig die beliebten Knoblauchfeste statt.
- Luftfahrtmuseum Kunovice: Ein Stück außerhalb der Stadt befindet sich seit 1970 eine Freiluftausstellung mit Dutzenden historischer Flugzeuge. Das Museum entstand direkt beim Hersteller der berühmten L-410-Maschinen und begeistert alle Technikfans.

💡 Tipp: Wenn du Aktivitäten gerne im Voraus planst und sicher Eintrittskarten oder spezielle Führungen haben möchtest, empfehle ich dir, die Plattform GetYourGuide zu durchstöbern. Kleinere lokale Sehenswürdigkeiten sind dort zwar meist nicht zu finden, aber für größere Attraktionen in der weiteren Umgebung ist es oft die bequemste Art der Reservierung.
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Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Besichtigung von Uherské Hradiště?
Na das historische Zentrum selbst und die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt reicht euch bequem ein ganzer Tag. Wenn ihr allerdings die gesamte Slowakei erkunden, eine Schifffahrt machen, Freilichtmuseen besuchen und die umliegenden Burgen und Schlösser besichtigen möchtet, plant idealerweise zwei bis drei Tage für euren Besuch ein.
Wie kommt man am besten nach Uherské Hradiště?
Wenn Sie von Prag aus fahren, beträgt die Strecke mit dem Auto über die Autobahn D1 etwa 290 Kilometer und dauert rund drei Stunden reine Fahrzeit. Sehr bequem ist auch die Anreise mit dem Zug, da es direkte Verbindungen in die Stadt gibt, die die Strecke in drei bis dreieinhalb Stunden schaffen, meistens mit Durchfahrt über das nahe gelegene Otrokovice.
Wann finden die Slowakischen Weinfeste statt?
Dieses größte und am meisten erwartete folkloristische Ereignis des Jahres findet traditionell immer am zweiten September-Wochenende statt. Die Stadt füllt sich in diesen Tagen vollständig mit Tausenden von Menschen in traditionellen Trachten und Weinverkostungen finden an jeder Ecke statt. Die Unterkunft für diesen Termin muss mit großem Vorlauf organisiert werden.
Ist es möglich, ein Boot auf dem Baťa-Kanal ohne Führerschein zu steuern?
Ja, auf jeden Fall. Zum Führen kleiner Motorboote, die man an den Anlegestellen normalerweise mieten kann, benötigt man keinen speziellen Bootsführerschein. Vor dem Ablegen weist euch das Personal kurz ein, erklärt die Schifffahrtsregeln und dann könnt ihr auch schon ganz alleine aufs Wasser hinausfahren.
Gibt es im Zentrum Probleme mit dem Parken?
Historischer Stadtkern ist eine geschützte Zone, aber in unmittelbarer Nähe des Zentrums finden Sie mehrere gebührenpflichtige Park-and-Ride-Parkplätze. An Wochenenden ist die Situation entspannter, jedoch während der Sommerferien oder zur Zeit der Weinfeste empfehle ich, Parkplätze weiter vom Zentrum entfernt zu nutzen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
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