Telč in Tschechien ist ein kleines Städtchen im Hochland Vysočina, das dich aber auf den ersten Blick mit seiner Großartigkeit und Geschlossenheit überrascht. Mit einem der schönsten und am besten erhaltenen Renaissance-Plätze Europas, gesäumt von altehrwürdigen Häusern mit Arkaden, wirkt es eher wie eine sorgfältig gemalte Kulisse aus einem Historienfilm. Der historische Kern gehört zudem seit 1992 zu den allerersten tschechischen Denkmälern auf der UNESCO-Liste – gleich neben Prag und Český Krumlov.
Dank der drei Wasserflächen, die das historische Zentrum von allen Seiten umgeben, wird die Stadt oft und sehr treffend als Mährisches Venedig bezeichnet. Die bunten Renaissance-Giebel und das majestätische, mit Sgraffiti verzierte Schloss spiegeln sich wunderschön auf der Wasseroberfläche und erzeugen eine unvergleichliche Atmosphäre, die Reisende wie Einheimische gleichermaßen lieben.
Für ein verlängertes Wochenende ist dieser Winkel des Hochlands eine sichere Bank. Wir gehen gemeinsam durch, was du in Telč sehen kannst, ich verrate dir, wo du direkt am Platz übernachtest, und gebe dir Tipps für Ausflüge in die Umgebung. Lade nur den Fotoapparat richtig auf – hier wirst du ihn fast pausenlos in der Hand halten.

Zusammenfassung: Was du in Telč sehen und unternehmen kannst
- Marktplatz Zachariáš von Hradec: Bewundere die märchenhaften Häuser mit Arkaden und bunten Renaissance-Giebeln.
- Schloss Telč: Besichtige die prunkvolle Residenz mit Sgraffiti und dem berühmten Goldenen Saal.
- Die Teiche von Telč: Mach einen ruhigen Spaziergang rund ums Wasser im Mährischen Venedig.
- Aussichtstürme: Steig auf den Turm des Heiligen Geistes oder auf den Turm der Kirche St. Jakob dem Älteren für die beste Aussicht.
- Schlossgarten und Park: Ruh dich im Schatten der Bäume aus und schlendere durch die Lindenallee in die Natur.
- Ausflüge in die Umgebung: Plane einen Abstecher zur nahen Burg Roštejn, nach Dačice oder in die Krippenstadt Třešť.
Wann du nach Telč fahren solltest
Bei Telč kommt es darauf an, was du dir von deinem Ausflug erwartest. Die Hauptsaison läuft hier vom späten Frühling bis zum Frühherbst, wenn das Schlossareal geöffnet ist und alle Sehenswürdigkeiten im Normalbetrieb laufen. Wenn du Straßen voller Leben, Musik und Kultur erleben willst, lohnt sich die Anreise Ende Juli bis Anfang August, denn dann findet regelmäßig das sehr beliebte Musikfestival „Ferien in Telč“ statt. In dieser Zeit musst du allerdings mit mehr Besuchern und volleren Unterkünften rechnen – deine Hotelbuchung solltest du also nicht auf den letzten Drücker verschieben.
Für alle, die eher ruhige Spaziergänge bevorzugen und sich nicht gern durch Touristengruppen drängeln, sind Mai, Juni oder auch der September die ideale Wahl. Das Wetter ist meist noch sehr angenehm für Streifzüge rund ums Wasser, aber die Gassen wirken deutlich beschaulicher. Das Schloss selbst ist etwa von April bis Oktober geöffnet (mit dem traditionellen Ruhetag am Montag). Wenn also die Besichtigung der Innenräume dein Hauptziel ist, solltest du die Reise auf keinen Fall in die Wintermonate legen, wenn das Hauptareal in den Winterschlaf fällt.
Wo du in Telč übernachten kannst
Auch wenn es sich um einen relativ kleinen Ort handelt, findest du hier viele sehr angenehme Möglichkeiten, um nach einem Tag voller Spaziergänge den Kopf zur Ruhe zu betten. Das größte Erlebnis ist natürlich eine Übernachtung direkt im historischen Kern am Marktplatz oder in unmittelbarer Nähe, von wo aus du zu allen Sehenswürdigkeiten und Cafés nur ein paar Schritte hast. So kannst du auch die Abendstimmung ungestört genießen, wenn die Tagestouristen abgereist sind und sich die Stadt wunderbar leert.

Hier sind einige Tipps für gut bewertete Unterkünfte – je nachdem, welchen Unterkunftstyp du auf Reisen bevorzugst:
Hotel Celerin Telč Dieses Hotel liegt direkt am Hauptplatz und bietet Unterkunft in einem altehrwürdigen Gebäude – die echte historische Atmosphäre umweht dich also gleich nach dem Aufwachen. Gäste loben hier vor allem die hervorragende Lage mit Aussicht und das äußerst zuvorkommende Personal.
Pension Steidler Telč Eine hervorragende Wahl für alle, die einen ruhigeren, familiären Ansatz und gemütlich eingerichtete Zimmer suchen. Die Pension hat dank ihrer Sauberkeit und der entspannten, häuslichen Atmosphäre top Bewertungen – nach einem langen Tag auf den Beinen immer ein großes Plus.
Hotel Telč Dieser Betrieb erfreut Besucher, die sich gern etwas mehr Komfort, ein moderneres Ambiente und schönes Design gönnen, dabei aber in Gehweite zum historischen Zentrum bleiben wollen. Besonders Paare buchen ihn gern für romantische Kurzurlaube.
Pension Telč Kamenné slunce Die Pension ist in einem der zauberhaften Bürgerhäuser untergebracht und bietet ein sehr authentisches und gemütliches Aufenthaltserlebnis. Wenn du Gebäude mit einer starken Geschichte und Seele liebst, wird dich dieser Ort wahrscheinlich sehr angenehm überraschen.
Telč Sehenswürdigkeiten: Was du sehen und erleben kannst
Wenn du weißt, wo du den Kopf zur Ruhe bettest und wann der beste Zeitpunkt für die Anreise ist, kommt das Wichtigste an die Reihe. Die Stadt selbst lässt sich bequem zu Fuß durchqueren, du brauchst keinerlei öffentlichen Nahverkehr und alles Wesentliche liegt auf recht kleiner Fläche nah beieinander. Die folgenden acht nummerierten Tipps zeigen dir das Beste der lokalen Geschichte, damit du keine der bedeutenden Sehenswürdigkeiten und keinen versteckten Winkel rund um die Teiche verpasst.
1. Marktplatz Zachariáš von Hradec

Dieser langgezogene und außergewöhnlich fotogene Platz ist einer der schönsten und am besten erhaltenen Renaissance-Plätze in ganz Europa. Seine längste Seite misst über zweihundert Meter und ist auf der gesamten Länge von einer Reihe von rund 72 Bürgerhäusern gesäumt. Diese Bauten haben zwar tiefe gotische Kerne, erhielten aber nach dem großen verheerenden Brand von 1530 ihre heutige unverwechselbare Gestalt mit Arkaden und bunten Giebeln, die klare Elemente von Renaissance, Barock und Klassizismus tragen.
Neben den Fassaden selbst, die du stundenlang betrachten kannst und an denen du immer neue Details entdeckst, verdienen auch die Mariensäule aus den Jahren 1716 bis 1720 und zwei historische Brunnen Beachtung. Ein Spaziergang durch die Gassen am frühen Abend, wenn die Sonne langsam untergeht und ihre Strahlen auf die bunten Häuser fallen, ist wohl die schönste Einstimmung auf den Besuch dieses Winkels des Hochlands.
2. Schloss Telč

Ursprünglich stand an dieser Stelle eine recht schmucklose gotische Burg, doch 1553 begann Zachariáš von Hradec ihren umfangreichen und sehr kostspieligen Umbau. Genau in seiner Ära erlebte die Stadt ihr goldenes Zeitalter, denn er berief geschickte italienische Handwerker und Künstler hierher. Vermutlich nach dem Entwurf des italienischen Baumeisters Baldassare Maggi entstand so das Schloss Telč als prunkvolle Residenz, deren Mauern reich mit Sgraffiti verziert sind und deren Inneres ein sehr eleganter Arkadenhof belebt.
Bei der Besichtigung der Innenräume fasziniert angeblich alle Besucher am meisten der prachtvolle Goldene Saal mit seiner reich geschnitzten Kassettendecke von 1561. Sehenswert ist auch die Schlosskapelle Allerheiligen aus dem Jahr 1580, in der sich die Marmorgruft von Zachariáš selbst und seiner Frau Katharina befindet. Denk nur daran, dass das Areal im Saisonbetrieb von April bis Oktober läuft und du zwischen zwei Besichtigungsrundgängen wählen kannst.
3. Turm des Heiligen Geistes

Wenn du Ausblicke aus der Höhe magst und dir ein bisschen Anstrengung auf den Stufen nichts ausmacht, steuere unbedingt den spätromanischen Turm der Kirche des Heiligen Geistes an. Es ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt, denn er stammt bereits aus dem zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts. Hier weht dich eine wirklich tiefe Geschichte an, und das mächtige Steinmauerwerk flößt auf den ersten Blick großen Respekt ein.
Der Turm selbst misst stattliche 49 Meter und dient heute als Aussichtspunkt, zu dem dich 97 Stufen führen. Du bewältigst sie auch mit einer kleinen Pause, und als Belohnung erwartet dich ein schöner Blick auf den gesamten Marktplatz, die roten Dächer der Bürgerhäuser und die ruhigen Wasserflächen der umliegenden Teiche.
4. Kirche St. Jakob der Ältere

Das westliche Ende des historischen Marktplatzes dominiert selbstbewusst die gotische Pfarrkirche St. Jakob der Ältere mit ihrem sehr hohen und schlanken Turm. Die ersten schriftlichen Erwähnungen der hiesigen Pfarre stammen bereits aus dem Jahr 1372, das Bauwerk hat also wirklich viele historische Ereignisse miterlebt. Es ist so ein verlässlicher Orientierungspunkt, den du wohl aus jeder kleinen Gasse im Zentrum siehst.
Auch dieser Kirchturm ist in der Saison für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet einen fantastischen Fernblick über die Landschaft. Die Aussichtsgalerie liegt in etwa 33 Metern Höhe, und diesmal musst du 162 Stufen erklimmen. Reisende können sich angeblich oft nicht einigen, welcher der beiden Türme von Telč das bessere Erlebnis bietet – wenn du also Zeit und Energie hast, probier am besten beide gewissenhaft aus.
5. Kirche Namen Jesu und Jesuitenkolleg

In unmittelbarer Nachbarschaft des Hauptplatzes und des Schlosses steht die barocke Jesuitenkirche Namen Jesu, die zwischen 1663 und 1667 unter der Leitung des italienischen Baumeisters Stefano Perti errichtet wurde. Ihre verzierte Fassade und die Innenräume sind ein Musterbeispiel der damaligen Architektur, die beeindrucken, Ehrfurcht wecken und die Gläubigen aus dem weiten Umkreis anziehen sollte.
Direkt neben dieser Kirche erstreckt sich das ehemalige Jesuitenkolleg aus den Jahren 1651 bis 1655. Es dient heute Bildungszwecken und gehört der Masaryk-Universität, denn hier hat das Universitätszentrum Telč seinen Sitz. Für gewöhnliche Besucher ist es vor allem deshalb interessant, weil sich in seinem Areal ein sehr beliebtes Universitätscafé befindet, in das du auf einen guten Kaffee einkehren kannst.
6. Die Teiche von Telč und das Mährische Venedig

Der historische Kern ist sehr geschickt von drei Wasserflächen umgeben, konkret handelt es sich um die Teiche Ulický, Štěpnický und Staroměstský. Diese Teiche sind natürlich nicht nur zur Zierde da, denn früher bildeten sie einen festen Bestandteil der ausgeklügelten Wasserbefestigung der Stadt, die die Einwohner vor unerwünschten Überfällen und Feinden schützte.
Genau ihnen verdankt Telč seinen berühmten und romantischen Beinamen Mährisches Venedig. Die ganze Stadt spiegelt sich atemberaubend auf der ruhigen Wasseroberfläche, und ein gemächlicher Spaziergang entlang der Ufer gehört zu den schönsten Erlebnissen, die du von hier mitnimmst. Du kannst eine schöne Runde ums Wasser drehen und das historische Zentrum aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.
7. Die Stadttore

In den historischen Kern gelangte man früher ausschließlich über bewachte Tore, die das Verteidigungssystem aus Teichen und Mauern logisch ergänzten. Von der ursprünglichen Stadtbefestigung ist bis heute das Obere oder Große Tor aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts sehr gut erhalten, das von außen mit schönen Sgraffiti verziert ist, ähnlich wie die Schlossmauern.
Auf der gegenüberliegenden Seite, unweit des Schlosses, findest du dann das Untere, das sogenannte Kleine Tor, dessen heutige Gestalt etwa auf das Jahr 1611 zurückgeht. Unter diesen alten Steinbögen hindurchzugehen ist, als würdest du durch ein imaginäres Portal einige Jahrhunderte zurücktreten – besonders am frühen Morgen, wenn noch keine Ausflüglergruppen die Straßen füllen und völlige Ruhe herrscht.
8. Schlossgarten und Park

Direkt an das Schlossareal grenzt ein sorgfältig gepflegter Renaissance-Garten aus den siebziger Jahren des 16. Jahrhunderts. Er ist von zwei Seiten von ordentlichen Arkaden gesäumt, und in seiner Mitte ruht ein historischer barocker Brunnen. Es ist ein sehr ruhiger Ort, an dem du dich auf eine Bank setzen und all die historischen Eindrücke der Besichtigung in Ruhe verarbeiten kannst.
An diesen Garten schließt sich fließend ein weitläufiger Stadtpark und der bekannte Lehrpfad Lipky an. Diese lange Baumallee führt dich direkt aus der Stadt hinaus in die umliegende Natur des Hochlands. Wenn du den Kopf schon voller Sehenswürdigkeiten hast und einen Tapetenwechsel brauchst, ist ein Spaziergang unter den Kronen hochgewachsener Bäume ein garantiertes Rezept zur Erholung.
💡 Tipp mit Kindern: Wenn du mit Familie und kleinen Kindern reist, kannst du das Programm neben dem Entenfüttern an den Teichen im Schlosspark oder mit dem Besuch eines der Aussichtstürme aufpeppen, wo die Kleinen die erklommenen Stufen fleißig mitzählen können.
Wo du in Telč essen kannst
Beim Entdecken der architektonischen Details wirst du früher oder später hungrig, und zum Glück gibt es im Zentrum gleich mehrere interessante Möglichkeiten, wo du auf einen Spezialitätenkaffee oder einen kleinen Snack einkehren kannst. Die Stadt hat ein überraschend starkes Café-Angebot, das problemlos auch anspruchsvollere Reisende und Naschkatzen zufriedenstellt.
Verpass auf keinen Fall das RoPraKAFE, eine kleine Familienrösterei und ein Café in einem, wo man wirklich viel Wert auf die sorgfältige Kaffeezubereitung legt. Ein weiterer toller Halt ist das Universitätscafé Telč direkt im historischen Areal des ehemaligen Jesuitenkollegs, in das die Leute angeblich aus dem weiten Umkreis anreisen, vor allem wegen seiner berühmten hausgemachten Torten. Für einen entspannten Sonntagmorgen eignet sich das Café Telč im Zentrum, wo man ausgezeichnete Frühstücke zubereitet und frische Desserts anbietet. Wenn du ein moderneres gastronomisches Konzept suchst, probier das Bistro Café Friends unweit des Marktplatzes. Neben Frühstück gibt es hier auch Tapas und guten Wein, außerdem ist es ein sehr freundlicher Ort mit Angeboten für Vegetarier.
Was die traditionelle Küche des Hochlands angeht, sind für die lokalen Restaurants verschiedenste Kartoffelgerichte typisch – von deftigen Suppen über klassische Kartoffelpuffer bis hin zu traditionellen Fladen. Als Vegetarier werden wir uns an den lokalen Fleischspezialitäten wohl nicht so richtig laben können, aber gefüllte Obstknödel, hausgemachte Kartoffelpuffer oder den klassischen gebackenen Käse (Smažený sýr) findest du auf der Karte vieler örtlicher Wirtshäuser – und nach einem ganzen Tag an der frischen Luft schmecken sie wohl jedem.
Ausflüge ab Telč
Wenn du die Stadt selbst kreuz und quer durchwandert hast, wäre es ein riesiger Jammer, nicht auch die weitere Umgebung zu erkunden. Die Landschaft des Hochlands ist voller tiefer Wälder, kleiner Teiche und weiterer interessanter Sehenswürdigkeiten, die nach Aufmerksamkeit rufen. Hier sind ein paar erprobte Tipps für kürzere und längere Ausflüge:

- Schloss Roštejn: liegt etwa 11 Kilometer von Telč entfernt. Es ist ein sehr malerisches Jagdschlösschen, tief in den Wäldern versteckt, dessen Hauptmerkmal ein 45 Meter hoher siebeneckiger Turm ist – heute beherbergt es ein Museum.
- Třešť: Das rund 15 Kilometer entfernte Städtchen ist landesweit für seine reiche Tradition beim Bau von Holzkrippen berühmt. Wenn du im winterlichen Advent hierher kommst, geh unbedingt den sogenannten Krippenweg ab.
- Dačice: Etwa 25 Kilometer entfernt liegt die Stadt, die in die Weltgeschichte einging, weil hier 1843 der allererste Würfelzucker der Welt erfunden wurde. Du findest hier sogar ein augenzwinkerndes Denkmal für den Zuckerwürfel und ein schönes Schloss.
- Slavonice: liegt 25 bis 30 Kilometer entfernt und wird oft gerade mit Telč verglichen, dank seiner schönen Renaissance-Häuser mit Sgraffiti. Ein großer Anziehungspunkt für Neugierige ist hier auch die geheimnisvolle Unterwelt der Stadt.
- Grüner Berg (Zelená hora) bei Žďár nad Sázavou: Dieser Ausflug ist schon etwas weiter, rechne mit rund 70 Kilometern Fahrt. Die Wallfahrtskirche St. Johannes von Nepomuk ist aber ein geniales Beispiel der Barockgotik des Architekten Jan Santini. Sie hat einen einzigartigen sternförmigen Grundriss, steht auf der UNESCO-Liste und verdient auf jeden Fall einen eigenen Tagesausflug.

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Häufig gestellte Fragen
Bevor du dich nach Telč aufmachst, findest du hier Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Anreise, Öffnungszeiten und darauf, wie viel Zeit du für das Renaissance-Städtchen einplanen solltest.
Wie lange dauert die Fahrt von Prag aus und wie kommt man am besten dorthin?
Mit dem Auto sind es von der Hauptstadt etwa 150 Kilometer, und über die Autobahn D1 via Jihlava dauert die Fahrt rund zwei Stunden reine Fahrzeit. Wenn ihr die öffentlichen Verkehrsmittel bevorzugt, ist die bequemste Variante der Direktbus von Prag aus, der etwa zweieinviertel Stunden unterwegs ist. Mit dem Zug ist die Verbindung leider sehr kompliziert, langwierig und kann sich wegen notwendiger Umstiege locker über vier Stunden hinziehen – daher würde ich das eher nicht empfehlen.
Wie viel Zeit sollte man für die Stadtbesichtigung einplanen?
Na das historische Zentrum und den Platz selbst reicht euch in gemütlichem Tempo ein halber Tag. Wenn ihr aber auch eine Besichtigung der Schlossinterieurs plant, alle drei Teiche entlanglaufen, bei einem Kaffee verweilen und den Aussichtsturm besteigen möchtet, empfehle ich euch, für die Stadt einen ganzen Tag einzuplanen.
Wann ist das Staatsschloss Telč geöffnet?
Das Schlossareal ist im klassischen Saisonbetrieb geöffnet, was bedeutet, dass es etwa ab April öffnet und bis Ende Oktober zugänglich ist. Wichtig ist zu beachten, dass es wie die meisten unserer Sehenswürdigkeiten montags geschlossen hat, daher plant euren Besuch idealerweise auf andere Wochentage, damit ihr nicht enttäuscht werdet.
Ist die Stadt für einen Besuch mit Kindern geeignet?
Ja, das historische Zentrum lässt sich sehr einfach auch mit kleineren Kindern erkunden und dank seiner kompakten Größe werden sie nicht allzu müde. Außerdem bieten sich angenehme Spaziergänge entlang der Wasserflächen an, ein Besuch im Schlosspark sowie der Aufstieg zum Aussichtsturm, was für Familien eine schöne Abwechslung darstellt.
Welche Teiche umgeben die historische Altstadt?
Rund um das Zentrum erstrecken sich genau drei Wasserflächen: der Ulický-, Štěpnický- und Staroměstský-Teich. In der Vergangenheit dienten sie als wichtiger Bestandteil des wasserbasierten Verteidigungssystems, heute prägen sie die romantische Atmosphäre und spiegeln die Renaissancefassaden der Häuser wider.
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