Kinder im Flugzeug beschäftigen: 10 Tipps nach Alter

Eine gelungene Reise mit kleinen Kindern beginnt nicht erst, wenn ihr euch in den Sitz setzt, sondern schon nach der Ankunft am Flughafen. Wer seine Kinder im Flugzeug beschäftigen will, sollte sie vorher durchs Terminal laufen lassen – ein Kind, das vor dem Abflug seine überschüssige Energie loswird, ist an Bord deutlich ruhiger.

Wichtig ist ein abwechslungsreiches Arsenal an Beschäftigung – aber pack es nicht gleich nach dem Start aus. Viel besser funktioniert es, neue Kleinigkeiten nach und nach zu dosieren über den ganzen Flug verteilt, statt dem Kind ein großes Paket Spielzeug auf einmal in die Hand zu drücken.

Weiter unten findest du praktische Tipps, was bei welcher Altersgruppe funktioniert – vom Säugling bis zum Schulkind. Ich verrate dir, welches Spielzeug am wenigsten Chaos macht und wann der richtige Zeitpunkt ist, mit reinem Gewissen zum Tablet zu greifen.

Zusammenfassung

  • Die 30-Minuten-Regel: Hol nicht alle Spielsachen vor dem Start heraus, sondern dosiere neue Aktivitäten nach und nach im Halbstundentakt.
  • Der Trick mit dem Geschenkpapier: Wickle auch ganz gewöhnliche, günstige Kleinigkeiten in Papier – allein das Auspacken beschäftigt das Kind lange.
  • Bildschirme ohne schlechtes Gewissen: Laut Kinderärzten schadet ein Tablet über ein paar Flugstunden dem Kind nicht – lade die Inhalte aber vorher offline herunter.
  • Flüssigkeiten und Sicherheitskontrolle: Die Regeln unterscheiden sich je nach Flughafen und Terminal (Babynahrung ist ausgenommen, aber ⚠️ die Praxis kann abweichen).
  • Rechte bei Verspätung: Die Revision der EU-Verordnung 261/2004 wurde am 13. Juli 2026 beschlossen, tritt aber realistisch erst Mitte 2027 in Kraft.
  • Kopfhörer mit Kabel: Kabellose Kopfhörer sind praktisch, für den Anschluss ans Bordsystem brauchst du aber immer ein klassisches Kabel und einen Lautstärkebegrenzer.
  • Physik und Ohren: Der Sinkflug ist für Kinderohren meist viel schmerzhafter als der Start – heb dir die besten Tricks fürs Ende des Fluges auf.

10 Dinge, die du wissen musst

Wenn dir der erste Flug mit einem kleinen Reisenden bevorsteht, hast du wahrscheinlich den Kopf voller Katastrophenszenarien von einem durchweinten Flug und genervten Blicken der Mitreisenden. Schauen wir uns zehn konkrete Taktiken und Regeln an, die dir helfen, die ganze Reise mit kühlem Kopf zu meistern – egal ob du mit einem wenige Monate alten Baby oder einem quirligen Vorschulkind fliegst. Wir gehen alles durch, von den physikalischen Gesetzen in der Kabine bis hin dazu, wie du das Tablet strategisch einsetzt, damit du und deine Umgebung den Flug genießen könnt.

1. Beschäftigung beim Warten am Flughafen und Logistik

Ein gelungener Flug beginnt nicht erst nach dem Einsteigen, sondern schon in dem Moment, in dem du die Sicherheitskontrolle passierst – hier entscheidet sich alles. Ein großer Fehler ist es, das Kind mit dem Tablet in der Hand am Gate sitzen zu lassen, denn die angestaute Energie entlädt sich dann zwangsläufig im engen Gang des Flugzeugs. Lass es lieber durchs Terminal laufen, zeig ihm die startenden Flugzeuge hinter den großen Fenstern oder nutz einen Flughafen-Spielplatz, den du an vielen großen Flughäfen wie Frankfurt oder München findest, von denen Lukáš und ich am häufigsten fliegen.

Für die Wege am Flughafen nutzen wir den kompakten Reisebuggy Joolz Aer, mit dem wir absolut zufrieden sind, weil er sich auch in Menschenmengen hervorragend manövrieren lässt. Das Kind sollte physisch müde ins Flugzeug steigen, also lass es ruhig herumlaufen und die Umgebung erkunden, solange es die Sicherheitsregeln des Flughafens erlauben.

💡 Tipp: Wenn es um Flüssigkeiten und Essen am Flughafen geht, pass gut auf, von wo du fliegst. Die Regeln zu Flüssigkeiten in Behältern unterscheiden sich je nach Flughafen und Terminal teils deutlich – an manchen Kontrollen gilt weiterhin das strenge 100-ml-Limit, an anderen sind größere Mengen erlaubt. Babynahrung und Milch sind zwar von dieser Regel ausgenommen, aber ⚠️ es kommt immer auf die konkrete Sicherheitskontrolle an, die die Nahrung sehen oder sogar probieren lassen möchte.

2. Was bei Start und Landung funktioniert

Die häufigste Ursache für Kindergeschrei an Bord ist nicht die Angst vorm Fliegen oder der enge Raum, sondern schlichte Physik und der Druckwechsel. Ohrenschmerzen entstehen, wenn sich der Kabinendruck nicht über die Eustachische Röhre ausgleicht – und der Sinkflug ist für Kinderohren viel schlimmer und unangenehmer als der Start selbst.

Was wirklich hilft, ist Schlucken, denn die Kieferbewegung und der Schluckreflex helfen, die verstopften Höhlen sicher zu entlasten. Wenn du mit einem Baby fliegst, ist Stillen oder die Milchflasche die beste Waffe – alternativ kannst du einen Schnuller nutzen, der eine super Reserve für Momente ist, in denen das Kind gerade keinen Hunger hat. Bei älteren Kindern funktioniert das Trinken aus einer Flasche mit Strohhalm hervorragend, ebenso das Lutschen eines Bonbons oder ein Kaugummi, den du ihnen kurz vor Beginn des Sinkflugs gibst.

💡 Tipp: Auf unserem Flug nach Paris wollte Jonáš bei Start und Landung nicht mit dem Kindergurt angeschnallt sein, was in einem kleinen Kampf endete – beim letzten Flug war das zum Glück gar kein Problem mehr. Hat das Kind Schnupfen, wird die Sache komplizierter und ⚠️ bevor du irgendwelche Schmerzmittel gibst oder Nasentropfen verwendest, solltest du das lieber immer mit deinem Kinderarzt abklären.

3. Die Regel: Aktivitäten im Halbstundentakt dosieren

Der häufigste Fehler, den Flugbegleiterinnen bei nervösen Eltern sehen, ist das Auspacken aller sorgfältig vorbereiteten Tricks, noch bevor das Flugzeug überhaupt von der Startbahn abhebt. Die Triebwerke sind noch nicht mal gestartet und das Kind isst schon die dritte Sorte Chips, hält in einer Hand das eingeschaltete Tablet und untersucht in der anderen das neue leuchtende Auto.

Die Grundlage des Erfolgs ist eine eiserne Taktik und die Abwechslungsregel: Dosiere die Aktivitäten höchstens im Halbstundentakt und verschieß nicht gleich am Anfang alles. Erkunde erst gemeinsam die Sicherheitsanweisungen in der Sitztasche, schau eine Weile aus dem Fenster und erst wenn die erste Welle der Langeweile kommt, hol das erste Buch oder Spielzeug heraus.

💡 Tipp: Wenn du das Buch fertig gelesen hast, mach eine kleine Snackpause und nach weiteren zwanzig Minuten hol etwa ein Magnet-Puzzle oder Sticker heraus. Kinder verlieren sehr schnell die Aufmerksamkeit, und wenn du ihnen das ganze Arsenal auf einmal zeigst, wissen sie nicht, womit sie zuerst spielen sollen – und nach einer Flugstunde hast du gar nichts mehr in Reserve.

4. Der Trick mit eingewickelten Kleinigkeiten und Post-its

Du musst vor jedem Urlaub keine Spielwarenläden leerkaufen und Hunderte Euro für spezielle Reise-Sets ausgeben, denn die besten Tricks kosten buchstäblich nur ein paar Cent. Super funktioniert es, mehrere ganz gewöhnliche Kleinigkeiten aus dem Schreibwarenladen zu kaufen und jede sorgfältig in Geschenkpapier einzuwickeln.

In Papier eingewickelte neue Kleinigkeiten beschäftigen das Kind viel länger, denn schon das Auspacken und Papierreißen ist für Kleinkinder ein riesiger Spaß und Teil des Spiels. Sobald das Kind das Spielzeug ausgepackt hat, spielt es eine Weile damit, und wenn es langweilig wird, kannst du nach einer weiteren halben Stunde das nächste geheimnisvolle Päckchen aus dem Rucksack holen.

💡 Tipp: Eine absolut günstige und bewährte Variante für Krisensituationen sind ganz normale bunte Post-its und Filzstifte. Du kannst Gesichter oder Tierchen darauf malen und das Kind klebt sie dann auf die Rückseite des Sitzes vor dir, ans Fenster oder auf den ausgeklappten Tisch – sie hinterlassen keine Klebespuren und nach dem Flug wirfst du sie einfach weg.

5. Was du auf keinen Fall mit ins Flugzeug nehmen solltest

Beim Packen des Rucksacks unter dem Sitz musst du auch etwas egoistisch gegenüber den anderen Passagieren sein und alles aussortieren, was die Umgebung in den Wahnsinn treiben könnte. Ins Flugzeug gehören definitiv keine Spielsachen, die Melodien spielen, laut piepen, blinken oder irgendwelche anderen unkontrollierbaren Geräusche machen.

Mach genauso einen großen Bogen um alles, was aus vielen kleinen Teilen besteht, wie kleines Lego oder Perlen, denn einen verschwundenen Baustein unter den Sitzen in der dunklen Kabine zu suchen, ist ein absoluter Albtraum. Nimm auch nichts Rieselndes mit, keine Knete, die sich in den Teppich drückt, und keine Filzstifte, die sich nicht leicht mit Wasser abwaschen lassen.

💡 Tipp: Wenn du deinem Kind Malbücher mitgeben willst, nimm sogenannte Wasser-Malbücher, bei denen der spezielle Pinsel nur mit sauberem Wasser gefüllt wird und sich die Bilder beim Anfeuchten von selbst färben. So drohen keine bemalten Flugzeugwände, keine ruinierten Klamotten und keine verlorenen Stiftkappen, die immer genau dorthin rollen, wo du nicht hinkommst.

6. Säuglinge bis zu einem Jahr beschäftigen

Ein kleines Baby an Bord zum Schlafen zu bringen oder zu beschäftigen, ist nach der Erfahrung der meisten Eltern viel einfacher, als mit einem Kleinkind zu reisen. Babys lieben nämlich weißes Rauschen, und das ständige monotone Brummen der Triebwerke, das uns Erwachsene eher nervt, wirkt auf Säuglinge wie ein riesiges und sehr effektives Einschlafmittel.

Wenn das Baby wach ist, brauchst du keine komplizierten Spielsachen, sondern vor allem sensomotorische Reize und deine Aufmerksamkeit. Super funktioniert eine gewöhnliche Packung Papiertaschentücher, aus der du es ein Tuch nach dem anderen ziehen lässt, oder eine leere Plastikflasche, in die du ein paar trockene Nudeln wirfst und so eine improvisierte Rassel bastelst.

💡 Tipp: Ein absoluter Retter ist die Babytrage, in die du das Baby einspannst und langsam durch den Gang flanieren kannst, denn Bewegung und dein Herzschlag wirken zuverlässig. Denk aber an die Sicherheit: Die Trage darfst du ausschließlich in Reiseflughöhe verwenden, bei Start und Landung muss das Kind immer mit einem speziellen Gurt auf deinem Schoß angeschnallt sein.

7. Kleinkinder und Vorschulkinder beschäftigen

Das ist objektiv die schwierigste Altersgruppe, weil das Kind schon laufen und die Welt entdecken will und seine Aufmerksamkeit noch nicht für einen ganzen Spielfilm halten kann. Der heilige Gral für dieses Alter sind wiederablösbare Sticker fürs Flugzeugfenster oder eine magnetische Zaubertafel, die keine Stifte hat, sondern mit einem speziellen Stift bemalt wird.

Vorschulkinder lieben schon Geschichten und konzentrierte Beschäftigung, daher lohnt es sich, Bücher mit vielen Stickern einzupacken oder ein sogenanntes Quiet Book – ein Stoffbuch voller Reißverschlüsse, Knöpfe und Schnüre. Ein bewährter Gratis-Trick ist es, sich gleich am Flughafen in den Duty-free-Shops einen gedruckten Spielzeug- oder Parfümkatalog zu schnappen, in dem Kinder faszinierte lange Minuten blättern können.

💡 Tipp: Ein toller Trick für Kleinkinder ist ein Papier-Klebeband mit Straßenaufdruck, das du einfach auf den ausgeklappten Plastiktisch klebst. Das Kind kann mit einem kleinen Auto darauf fahren, ist beschäftigt, und du reißt das Band vor der Landung mit einer Bewegung wieder ab – ganz ohne Spuren.

8. Das Tablet im Flugzeug und wie du es clever einsetzt

Viele Eltern haben zu Hause recht strenge Regeln für die Bildschirmzeit und plagen sich dann im Flugzeug mit riesigen Gewissensbissen, wenn sie dem Kind einen Zeichentrickfilm zeigen. Experten für kindliche Entwicklung sind sich aber einig, dass ein Bildschirm über ein paar Flugstunden nichts verdirbt – und die Stellungnahme der Amerikanischen Akademie für Kinderheilkunde besagt klar, dass die Nutzung von Medien zur Beschäftigung eines Kindes auf einer langen Flugreise keinen Schaden anrichtet.

Halt das Tablet aber in Reserve als deine allerletzte und stärkste Waffe für Momente, in denen das Kind wirklich nicht mehr kann, müde ist oder sich der Flug unangenehm in die Länge zieht. Kombiniere es nicht gleich von Anfang an mit anderen Spielsachen und achte immer darauf, alle Lieblingsinhalte vorher heruntergeladen zu haben.

💡 Tipp: Sich auf das Bord-WLAN zu verlassen, ist ein riesiges Risiko, denn es ist meist teuer, extrem langsam oder auf vielen Flügen gar nicht vorhanden. Lade viermal so viele Inhalte aufs Gerät, wie du glaubst, tatsächlich zu brauchen, denn Kinder wechseln im Flugzeug oft und was sie zu Hause lieben, kann sie in fremder Umgebung nach fünf Minuten langweilen.

9. Kopfhörer für Kinder im Flugzeug

Die Flugzeugkabine ist überraschend laut, und das monotone Brummen der Triebwerke verleitet Kinder dazu, die Filme auf dem Tablet auf volle Lautstärke zu stellen, was für ihr Gehör nicht ideal ist. Wenn du ihnen einen Film oder ein interaktives Spiel zeigen willst, sind gute Kopfhörer absolute Pflicht – aber du musst sehr sorgfältig auswählen.

Kinderkopfhörer mit Lautstärkebegrenzung dämpfen den Motorenlärm und stellen sicher, dass das Kind den Ton nicht versehentlich auf ein gefährliches Niveau erhöhen kann (⚠️ auch wenn die genauen Angaben zu sicheren Dezibel im Flugzeug oft variieren). Viele Eltern schwören auf Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC), die älteren Kindern eine ruhigere Blase schaffen und ihnen die Erschöpfung durch das ständige Brummen nehmen.

💡 Tipp: Auch wenn kabellose Bluetooth-Kopfhörer heute ein riesiger Hit sind, brauchst du fürs Flugzeug immer auch ein abnehmbares klassisches Kabel. Viele ältere Bord-Unterhaltungssysteme in den Sitzen lassen sich nämlich gar nicht kabellos koppeln, und wenn du die Kopfhörer an ein Klangspielzeug anschließen willst, geht das ohne Kabel schlicht nicht.

10. Krisensituationen und die Angst vor der Blamage

Und jetzt zum schlimmsten Szenario, vor dem wir alle Angst haben, selbst wenn wir alles richtig machen und eine volle Tasche Snacks und ein aufgeladenes Tablet dabeihaben. Das Kind beschließt einfach, dass es die Nase voll hat, fängt an zu weinen, wirft sich in den Rücken durch und du spürst, wie sich die halbe Kabine zu dir umdreht und dir vor Schreck die Wangen glühen.

In diesem Moment musst du innehalten und durchatmen, denn deine eigene Nervosität hilft dem Kind an Bord überhaupt nicht und der Stress überträgt sich nur auf es. Du hast das Ticket genauso bezahlt wie alle anderen und dein Kind hat das absolute Recht, in diesem Flugzeug zu sein, denn ein Flugzeug ist schlicht ein öffentliches Verkehrsmittel und keine Ruhezone in der Bibliothek.

💡 Tipp: Die Leute, die dich beim Einsteigen anfunkelten, laufen nach der Landung zu den Gepäckbändern auseinander und haben innerhalb von zehn Minuten komplett vergessen, dass ein weinendes Kleinkind mit ihnen geflogen ist. Leg dir vorher ein paar Rettungssätze zurecht, lächle und sag den Nachbarn, dass ihm die Zähne wachsen oder dass ihm die Ohren vom Druck wehtun – das beruhigt die allermeisten Menschen sofort und zeigt ihnen, dass du die Situation aktiv im Griff hast.

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Praktische Zusammenfassung und Orientierungshilfen

Beim Packen und Planen eines Fluges mit Kindern ist es gut, eine schnelle Übersicht parat zu haben, was du je nach Alter mitnimmst und welche Regeln aktuell gelten. Unten findest du zwei praktische Tabellen, die dir helfen, dich beim Wichtigsten zurechtzufinden.

Was du dem Kind je nach Alter einpacken solltest (Aktivitäten-Katalog):

Alter des KindesBeste Aktivitäten fürs FlugzeugWovon du die Finger lassen solltest
:—:—:—
Säuglinge (0–1 Jahr)Stoffbücher, Papiertaschentücher, leere Flasche mit Nudeln, BabytrageLaute Rasseln, Kleinteile
Kleinkinder (1–3 Jahre)Wiederablösbare Sticker, Wasser-Malbücher, Post-its, MagnettafelFilzstifte, Knete, rieselndes Spielzeug
Vorschulkinder (3–6 Jahre)Quiet Book (Stoffbuch), Aufgabenhefte, Flughafenkataloge, Tablet (offline)Spielzeug mit vielen Kleinteilen (kleines Lego)
Schulkinder (6+ Jahre)E-Reader, Reise-Kartenspiele (Dobble, Uno), Tablet, gute Kopfhörer mit KabelSich aufs Bord-WLAN verlassen

Aktuelle Regeln und Limits für 2026:

Regel / SituationAktueller Stand und GültigkeitWorauf du achten solltest
:—:—:—
Flüssigkeiten über 100 mlRegeln unterscheiden sich je nach Flughafen und TerminalAn vielen Kontrollen gilt weiter das 100-ml-Limit!
Babynahrung und MilchAusnahme vom 100-ml-Limit (richtet sich nach dem Flughafen, nicht der Airline)⚠️ Kontrolle kann Nahrung sehen/probieren wollen
Fluggastrechte (EU 261)Revision beschlossen am 13. 7. 2026Tritt real erst Mitte 2027 in Kraft
Schlafmittel (Melatonin)Kindern unter 2 Jahren nicht gebenBei Älteren ⚠️ ausschließlich nach Rücksprache mit dem Arzt
Kindergurt im FlugzeugPflicht für Kinder unter 2 Jahren auf dem Schoß bei Start/LandungKind darf während Start und Sinkflug nicht in der Trage sein

Wohin als Nächstes

Wenn dir ein Familienurlaub bevorsteht und du sichergehen willst, dass du alles im Griff hast, schau unbedingt in unsere weiteren Artikel. Darin haben wir ausführliche Erfahrungen und praktische Anleitungen zusammengetragen, die dir viele Nerven sparen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich meinem Kind vor dem Flug Schlafmittel oder Melatonin geben, damit es die Reise verschläft?

Wir empfehlen niemals, Kindern Schlafmittel nur wegen der Bequemlichkeit während des Fluges zu geben. Melatonin sollte Kindern unter 2 Jahren überhaupt nicht verabreicht werden, und bei älteren Kindern kann es ⚠️ ausschließlich nach gründlicher Rücksprache mit eurem Kinderarzt in Betracht gezogen werden. Konzentriere dich lieber darauf, den Flug auf die natürliche Schlafenszeit zu legen und das Kind vor dem Boarding ordentlich zu ermüden.

Was tun, wenn das Kind vor dem Flug Schnupfen hat?

Fliegen mit Schnupfen kann für Kinder wegen des Drucks in den Nebenhöhlen schmerzhaft sein. Wenn das Kind Schnupfen hat, empfehlen Eltern oft, vor dem Start und erneut vor dem Sinkflug Nasenspray anzuwenden, aber ⚠️ die Verwendung jeglicher Medikamente oder Tropfen bei kleinen Kindern solltest du immer vorab mit dem Arzt absprechen. Bei Säuglingen, die nicht schnäuzen können, ist ein guter Nasensauger unbezahlbar.

Wie ist das mit den Regeln für Flüssigkeiten und Babynahrung an deutschen Flughäfen?

An deutschen Flughäfen gelten weiterhin die Standard-Sicherheitsregeln für Flüssigkeiten (maximal 100 ml pro Behälter in einem transparenten 1-Liter-Beutel). Babynahrung und Muttermilch sind von dieser Regel ausgenommen, aber ⚠️ die Sicherheitskontrolle kann verlangen, dass du sie vorzeigst oder probierst.

Macht es wirklich nichts, wenn das Kind im Flugzeug mehrere Stunden auf ein Tablet schaut?

Experten für kindliche Entwicklung, einschließlich der Amerikanischen Akademie für Pädiatrie, sind sich einig, dass Bildschirmzeit für ein paar Flugstunden dem Kind nichts schadet. Das Flugzeug ist eine außergewöhnliche Stresssituation, und die Nutzung von Medien zur Unterhaltung des Kindes verursacht keinen Schaden. Wichtig ist, Inhalte vorher im Offline-Modus herunterzuladen und das Tablet erst als eine der letzten Möglichkeiten einzusetzen.

Warum ist der Sinkflug für die Ohren schlimmer als der Start selbst?

Beim Sinkflug erhöht sich der Umgebungsdruck und drückt von außen auf das Trommelfell, was den Druckausgleich über die Eustachische Röhre erschwert. Deshalb weinen Kinder oft gerade beim Landeanflug, auch wenn sie den Start ohne Probleme gemeistert haben. Es ist entscheidend, das Stillen, Trinken aus der Flasche oder Kauen von Bonbons genau auf den Moment zu legen, wenn der Kapitän den Beginn des Sinkflugs ankündigt.

Was soll ich tun, wenn das Kind einen Wutanfall bekommt und sich nicht beruhigen lässt?

Vor allem versuche, selbst ruhig zu bleiben, denn deine Nervosität überträgt sich sofort auf das Kind. Lass dich nicht von den Blicken anderer Passagiere aus der Ruhe bringen – ihr habt für euer Ticket genauso bezahlt wie sie, und das Kind hat das Recht, im Flugzeug zu sein. Du kannst den Sitznachbarn höflich sagen, dass das Kind Ohrenschmerzen hat oder zahnt, was meistens sofort die Spannung löst.

Ändern sich die Regeln bei Flugverspätungen irgendwie, wenn wir mit Kindern reisen?

Die Überarbeitung der europäischen Verordnung EU 261/2004 über Fluggastrechte, die auch Situationen von Familien mit Kindern regelt, wurde zwar bereits am 13. Juli 2026 verabschiedet, tritt aber aufgrund einer Übergangsphase in der Praxis erst ab Mitte 2027 in Kraft. Bis dahin müsst ihr euch auf die bestehenden Regeln verlassen, bei denen ein Säugling auf dem Schoß ohne eigenen Sitzplatz oft keinen Anspruch auf finanzielle Entschädigung hat.

Kann ich das Kind während des Fluges die ganze Zeit in der Babytrage haben?

Die Babytrage ist eine riesige Hilfe, mit der du mit einem unruhigen Baby im Gang herumlaufen kannst, aber du darfst sie nur während der Reiseflughöhe verwenden. Bei Start, Sinkflug, Landung und jedes Mal, wenn das Anschnallzeichen wegen Turbulenzen aufleuchtet, muss das Kind immer aus der Trage herausgenommen und sicher mit dem Kindergurt auf deinem Schoß angeschnallt werden.

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