Prachover Felsen in Tschechien: Rundwege, Eintritt & 12 Tipps 2026

Sandsteintürme, die hoch in den Himmel ragen, schattige, enge Schluchten und eine geologische Geschichte, die stolze hundert Millionen Jahre zurückreicht: Die Prachover Felsen in Tschechien (Prachovské skály) gehören zu den bekanntesten Naturreservaten im Landschaftsschutzgebiet Böhmisches Paradies und haben auf der Landkarte lohnenswerter Ausflugsziele einen absolut unverzichtbaren Platz. Sie liegen nur knapp sieben Kilometer von Jičín (Jitschin) entfernt und bieten einen faszinierenden Einblick in eine einzigartige Felsenstadt, die aus Ablagerungen am Grund eines flachen Kreidemeeres entstanden ist.

Vielleicht überrascht es dich, dass dieses Naturjuwel heute in Privatbesitz ist – das Areal gehört drei Frauen aus dem Geschlecht der Schlicks. Die Schwestern Margareta Pospíchalová und Ilona Schliková haben zusammen mit ihrer Cousine Helena Zajíčková das Gut 1996 im Rahmen der Restitution zurückerhalten und sorgen bis heute dafür, dass die Wege sicher und die Aussichtspunkte gepflegt sind. Genau deshalb wird hier seit über fünfzig Jahren Eintritt erhoben, der direkt in den Erhalt der Besucherinfrastruktur fließt.

Bei der Planung deines Ausflugs wirst du es zu schätzen wissen, dass du zwischen mehreren unterschiedlich anspruchsvollen Rundwegen wählen kannst, die dich durch das Beste führen, was der Ort zu bieten hat. Hier findet jeder seine Route – von Familien mit Kinderwagen bis hin zu Wanderfans, die gern steile Treppen erklimmen. Dazu gebe ich dir einen kompletten Überblick über aktuelle Preise, das Parken und zwölf konkrete Orte, die man bei einem Besuch auf keinen Fall verpassen sollte.

Zusammenfassung

  • Lage: Naturreservat im Landschaftsschutzgebiet Böhmisches Paradies, rund 5 bis 7 Kilometer nordwestlich von Jičín.
  • Öffnungszeiten: Das Areal ist von 7:00 bis 19:00 Uhr zugänglich, die Rundwege müssen spätestens bis 20:00 Uhr verlassen werden.
  • Eintritt und Parkgebühr: Es gilt ein Tageseintritt (ca. 8 € für Erwachsene in der Hauptsaison) und eine Parkgebühr (ca. 4 € pro Auto), beides ist mit Karte zahlbar.
  • Hauptrouten: Gelb (die kürzeste, 1,5 km), Grün (die längste und anspruchsvollste, 3,5 km) und die rote Fernverbindung.
  • Für Kinderwagen: Geeignet ist die blaue Route ab dem Dorf Prachov oder der neue Pelíšek-Kinderlehrpfad.
  • Hunde: Sind gegen Gebühr erlaubt (ca. 2 € in der Saison, ca. 1 € außerhalb) und müssen an der Leine geführt werden.
  • Haupttipp: Wenn du genug Zeit und Kondition hast, wähle unbedingt den grünen Rundweg, der die meisten attraktiven Aussichtspunkte bietet.

Welchen Rundweg wählen

Die Felsenstadt bietet vier grundlegende markierte Wege, die sich nicht nur in ihrer Gesamtlänge unterscheiden, sondern vor allem im Höhenprofil und im Schwierigkeitsgrad des Geländes.

RouteLängeGehzeitCharakter der Route
Gelb (Kleiner Rundweg)1,5 kmmind. 45 MinutenDie kürzeste und am wenigsten anspruchsvolle Variante.
Grün (Großer Rundweg)3,5 kmbis 2,5 StundenDie längste und körperlich anspruchsvollste, aber attraktivste.
Rot2,5 kmkeine AngabeDient in erster Linie als Fernverbindung durch das Areal.
Blau (ab dem Dorf Prachov)fast 5 kmkeine AngabeFührt über befestigte Wege und ist für Kinderwagen geeignet.

Die gelbe Route ist die ideale Wahl für alle, die wenig Zeit haben oder keine allzu großen Höhenunterschiede bewältigen möchten. Sie beginnt an der Touristenhütte auf der linken Seite und führt dich gleich zu Beginn durch eine enge Spalte, die als „Mäuseloch“ (Myší díra) bekannt ist. Anschließend steigst du zum berühmten Aussichtspunkt des Böhmischen Paradieses hinauf, gehst am Wegpunkt „U buku“ vorbei bis zum Aussichtspunkt Míru, von wo der Pfad weiter zur Kreuzung „Nad Císařskou chodbou“ führt. Der abschließende Abstieg führt dich durch den monumentalen Kaisergang (Císařská chodba) – ein Erlebnis, das absolut jeden Besucher begeistert.

Wenn du nach dem Rundum-Erlebnis suchst und dir das gelegentliche Außer-Atem-Kommen auf den Treppen nichts ausmacht, solltest du unbedingt die grüne Route wählen, die als das Schönste gilt, was du hier findest. Der Weg führt dich zur Pecha-Aussicht, bringt dich durch die „Fortna“ und zeigt dir den interessanten Schiefen Turm. Du kommst auch an einer Gedenktafel für Vojta Náprstek vorbei, gehst über die Kreuzung „U buku“ zum Aussichtspunkt Míru und wanderst dann weiter über den herrlichen Kamm Bukovina. Die ganze Tour beendest du am Hlaholská-Aussichtspunkt, von dem sich fantastische Ausblicke ins Land eröffnen.

Eintritt, Parkgebühr und Öffnungszeiten

Treppen, Geländer und Sandsteinwege in einem so exponierten Gelände in perfektem Zustand zu halten, erfordert enorme Anstrengung und beträchtliche finanzielle Mittel. Deshalb wird in den Prachover Felsen ein Tageseintritt erhoben, der direkt in die Instandhaltung und den Schutz dieses einzigartigen Naturdenkmals zurückfließt. Eintritts- und Parktickets kannst du bequem vor Ort kaufen und neben Bargeld problemlos auch mit Karte bezahlen; sportlich orientierte Besucher können sogar die Multisport-Karte nutzen.

Hauptsaison (1.6. – 30.9.):

KategoriePreis für 2026
Erwachseneca. 8 € (200 Kč)
Kinder 3–15 Jahre, Studenten bis 26, Senioren 65+, Menschen mit Behinderungca. 6 € (150 Kč)
Familie (2 Erwachsene + 2 Kinder)ca. 22 € (550 Kč)
Hundca. 2 € (50 Kč)
Kinder 0–2 Jahrekostenlos

Nebensaison (1.10. – 31.5.):

KategoriePreis für 2026
Erwachseneca. 6 € (150 Kč)
Kinder 3–15 Jahre, Studenten bis 26, Senioren 65+, Menschen mit Behinderungca. 4 € (100 Kč)
Familie (2 Erwachsene + 2 Kinder)ca. 16 € (400 Kč)
Hundca. 1 € (30 Kč)
Kinder 0–2 Jahrekostenlos

Wenn du mit dem eigenen Auto anreist, rechne mit einer Tagesparkgebühr, die für Pkw und Motorrad glatte 4 € (100 Kč) beträgt. Fahrer von Bussen, Wohnwagen und Wohnmobilen zahlen rund 20 € (500 Kč); der Parkplatz bietet ausreichend Kapazität für den normalen Touristenbetrieb. Vor deiner Anreise empfehle ich dir dennoch, die aktuelle Preisliste zu prüfen – auf der offiziellen Website des Reservats, damit du auf der ganz sicheren Seite bist.

Das gesamte Areal öffnet seine Tore täglich von 7:00 bis 19:00 Uhr, sodass sowohl Frühaufsteher als auch Liebhaber später Nachmittagsspaziergänge auf ihre Kosten kommen. Der Ticketverkauf und die Verfügbarkeit einiger Angebote können sich je nach Wetterlage leicht ändern, aber die Regel zum Verlassen der Felsen gilt für alle strikt. Die Rundwege musst du spätestens bis 20:00 Uhr verlassen, und zwar vor allem zum Schutz der empfindlichen Natur und der Ruhe der heimischen Wildtiere.

So kommst du zu den Prachover Felsen

Der bequemste Weg bleibt das eigene Auto, mit dem du bis zu den ausgewiesenen Stellflächen an den Haupteingängen des Reservats gelangst. Der ideale Ausgangspunkt und die logische Basis für den ganzen Ausflug ist das nahe Städtchen Jičín, von dem es zu den Felsen nur fünf bis sieben Kilometer in Richtung Nordwesten sind. Reist du aus Deutschland an, planst du am besten die Anreise nach Prag ein – etwa mit einem Direktflug von Berlin, München oder Frankfurt nach Prag und dann rund 100 Kilometer weiter mit dem Mietwagen. Die Strecke ist sehr gut ausgeschildert und führt dich problemlos direkt zum zentralen Parkplatz, wo du Parkgebühr und Eintritt gleich vor Ort zahlen kannst.

Mit Kindern und Kinderwagen

Das Reisen mit den kleinsten Entdeckern erfordert etwas Planung, denn die Hauptaussichtsrundwege voller Treppen und enger Spalten sind für Räder überhaupt nicht ausgelegt. Wenn du mit Kinderwagen unterwegs bist, wähle die blaue Route, die ab dem Dorf Prachov beginnt und über bequeme, befestigte Wege in einer Gesamtlänge von fast fünf Kilometern führt. Seit Juli 2024 ist außerdem der neue Pelíšek-Kinderlehrpfad eröffnet, der am Touristeninformationszentrum beginnt und dich sicher durch flacheres Gelände rund um den Stausee Pelíšek führt.

Wo übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann, über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Eine Unterkunft findest du hier problemlos: vom Campingplatz am Teich über Hütten in der Natur bis zu Pensionen in Jičín – such dir einfach aus, was besser zu dir passt. Die ideale Basis für den ganzen Ausflug ist das nahe Städtchen Jičín, das nur fünf bis sieben Kilometer von den Eingangstoren des Reservats entfernt liegt. Du hast die Wahl zwischen voll ausgestatteten Campingplätzen in der Natur und gemütlichen Pensionen im Familienstil, die auch anspruchsvollere Reisende zufriedenstellen. Wenn du die absolute Nähe zu den Felsen bevorzugst, steht direkt am Eingang zum Areal die bekannte Touristenhütte.

  • Autokemp Jinolice liegt in unmittelbarer Nähe des Teichs Oborský rybník, der offiziell als Badestelle ausgewiesen ist. So hast du eine perfekte Basis mitten in der Natur mit der Möglichkeit einer herrlichen Erfrischung nach einem anstrengenden Tag zwischen den Sandsteintürmen.
  • Kemp na Výsluní findest du direkt im Dorf Jinolice unweit der Prachover Felsen. Es bietet sehr ruhige, familiäre Unterkünfte in sieben sorgfältig gepflegten Hütten für ein bis vier Personen, was kleinere Familien und Paare zu schätzen wissen.
  • Chatky v Českém ráji liegen im Dorf Nemyčeves bei Jičín und bieten viel Privatsphäre abseits des größten Trubels. Zur Verfügung stehen vier eigenständige gemauerte Hütten, von denen jede eine eigene praktische Küchenzeile, Toilette und Dusche für maximalen Komfort hat.
  • Penzion Vlastník ist die ideale Wahl für alle, die ein festes Dach über dem Kopf und vollen Hotelkomfort in der Nähe von Jičín bevorzugen.

Angesichts der enormen Beliebtheit der gesamten Region Böhmisches Paradies empfehle ich dir, die Unterkunft rechtzeitig zu buchen. Besonders in den Sommermonaten und an verlängerten Wochenenden sind die besten Kapazitäten oft lange im Voraus vergeben. Überlege dir auch, ob du die Ruhe in der Natur am Wasser bevorzugst oder lieber die Nähe zum historischen Zentrum von Jičín mit seinen abendlichen Restaurants und Cafés genießen möchtest.

Wo essen

Nach einem ganzen Tag auf den Sandsteintreppen wirst du garantiert hungrig. Direkt am Eingang zu den Felsen steht die Touristenhütte, an der du den größten Hunger stillen kannst – prüfe das aktuelle Angebot und die Öffnungszeiten aber lieber vorher, denn sie ändern sich je nach Saison. Wenn du eine größere Auswahl suchst, lohnt sich die Fahrt zurück nach Jičín.

Direkt am malerischen Wallenstein-Platz (Valdštejnovo náměstí) und in den umliegenden Gassen entdeckst du gleich mehrere sehr angenehme Restaurants und gemütliche Cafés. Bei einem ausgezeichneten Kaffee kannst du dann in Ruhe deine weiteren Ausflüge in der Umgebung planen.

12 Dinge, die du in den Prachover Felsen nicht verpassen solltest

Wenn du zum ersten Mal in die Felsenstadt kommst, interessiert dich sicher, welche konkreten Orte du nicht verpassen solltest. Ich habe für dich zwölf Orte und Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, die das eigentliche Herz der Prachover Felsen bilden – von ikonischen Aussichtspunkten und tiefen Schluchten bis zu historischen Spuren und nahen Denkmälern.

1. Der monumentale Kaisergang

Wenn du dich auf den beliebten gelben Rundweg begibst, führt dich der Pfad früher oder später an Orte, an denen du dich zwischen gigantischen Wänden plötzlich wie eine vergessene Ameise fühlst. Der Kaisergang (Císařská chodba) ist die bekannteste und breiteste Schlucht im gesamten Naturreservat, wo du dich zwischen den riesigen Steinwänden wirklich winzig fühlen wirst. Der Spaziergang durch diesen Abschnitt wirkt ungemein erhaben, Schatten tanzen auf dem rauen Sandstein, und dank der guten Zugänglichkeit genießen ihn auch weniger erfahrene Wanderer. Zu diesem Naturwunder gelangst du über die Kreuzung „Nad Císařskou chodbou“, von der dich ein faszinierender Abstieg erwartet.

Ihren Namen erhielt diese imposante Schlucht recht pathetisch, und sie gehört zu Recht zu den meistfotografierten Orten im ganzen Böhmischen Paradies. Den Abstieg in ihr kühles Halbdunkel wirst du besonders in den heißen Sommermonaten zu schätzen wissen, wenn die massiven Felsen als perfekte natürliche Klimaanlage wirken. Nimm dir hier unbedingt einen Moment mehr Zeit, halte inne und beobachte einfach, wie hoch sich die umliegenden Felstürme auftürmen.

Die gesamte gelbe Route misst nur eineinhalb Kilometer, sodass der Spaziergang nicht mehr als fünfundvierzig Minuten reine Gehzeit in Anspruch nimmt. Gerade der Kaisergang bildet das großartige Finale dieses kleinen Rundwegs, nach dem du voller Eindrücke zum Ausgangspunkt zurückkehrst. Vergiss die Kamera nicht, denn das Spiel von Licht und Schatten in der tiefen Schlucht schafft absolut perfekte Bedingungen für Fotos und Videos.

2. Der Durchschlupf durch das enge Mäuseloch

Während der monumentale Kaisergang mit seinem enormen Raum beeindruckt, fasziniert das Mäuseloch (Myší díra) mit dem genauen Gegenteil. Es handelt sich um eine extrem enge Felsspalte, durch die du gleich zu Beginn der gelben Route hindurchmusst. Wenn du von der beliebten Touristenhütte aus nach links losgehst, empfängt dich diese enge Spalte praktisch sofort und zieht dich gleich ins Geschehen. Der Durchgang ist besonders für Kinder ein großes Abenteuer, aber auch Erwachsene müssen sich hier oft leicht seitlich drehen, um sich überhaupt zwischen den kalten Wänden hindurchzuzwängen.

Gerade dieser markante Kontrast zwischen weiten Tälern und engen Spalten verleiht den Prachover Felsen ihre typische Dynamik. Das Mäuseloch wirkt wie ein toller Vorgeschmack, der dich sofort in die geheimnisvolle Atmosphäre der ganzen Felsenstadt versetzt. Du spürst die Kühle des Sandsteins auf beiden Schultern und bereitest dich auf weitere geologische Besonderheiten vor, die gleich hinter der nächsten Wegbiegung auf dich warten.

Auch wenn dieser Abschnitt kurz ist, vergisst du ihn so schnell nicht und er wird schnell zur meistdiskutierten Station des ganzen Ausflugs. Ein Kinderwagen oder ein großer Rucksack passt hier aber wirklich nicht durch, also geh mit leichtem Gepäck.

3. Aussichtspunkt des Böhmischen Paradieses

Wenn du den ersten Anstieg erfolgreich bewältigt und dich durch die engen Durchgänge der gelben Route gewunden hast, eröffnet sich vor dir die Belohnung in Form des Aussichtspunkts des Böhmischen Paradieses. Dieser Ort gehört zu den absoluten Klassikern und bietet ikonische Blicke auf die umliegenden Sandsteinmassive, die aus den dichten grünen Wäldern auftauchen. Zu diesem Aussichtspunkt gelangst du sicher kurz nach dem Durchgang durch das Mäuseloch und befindest dich auf einmal hoch über den Baumwipfeln. Genau von hier machst du die schönsten Panoramafotos, die sich in jedem Familienalbum sehen lassen können.

Der Aussichtspunkt ist so konzipiert, dass er eine maximale Rundumsicht bietet, und auch wenn es hier in der Saison recht voll ist, ist der Ausblick die kurze Wartezeit auf jeden Fall wert. Ein sicheres Metallgeländer säumt den Rand der Klippe, sodass du dich bedenkenlos vorbeugen und die faszinierenden Formen der Felstürme tief unter dir erkunden kannst.

Dieser Punkt ist der ideale Ort für eine erste größere Rast während der Wanderung durch die Felsen. Hier kannst du in Ruhe verschnaufen, aus dem eigenen Vorrat Wasser trinken und das Gefühl genießen, den ganzen riesigen Naturpark wie auf der Handfläche vor dir zu haben. Anschließend folgst du der gelben Markierung weiter Richtung Kreuzung „U buku“.

4. Der Panorama-Aussichtspunkt Míru

Ob du dich für den kürzeren gelben Rundweg entscheidest oder die anspruchsvollere grüne Route wählst – beide Wege führen dich am Ende zuverlässig zum Aussichtspunkt Míru. Es ist ein strategischer Punkt, von dem aus du den zentralen Teil der Prachover Felsen in seiner ganzen unglaublichen Schönheit siehst. Von hier bekommst du einen großartigen Überblick darüber, wie die gesamte Felsenstadt räumlich angeordnet ist und wie tiefe Täler sie durchziehen. Der Weg hierher führt von der bekannten Kreuzung „U buku“ und ist sehr gut markiert.

Viele Besucher und ortskundige Führer halten gerade diesen Ausblick für den allerschönsten im ganzen Naturreservat. Dank seiner zentralen Lage bietet er eine etwas andere Perspektive als die Aussichtspunkte am Rand und einen herrlichen Blick auf die Struktur der Sandsteinblöcke. An diesen steilen Wänden kann man aus der Ferne oft die kleinen Silhouetten von Kletterern beobachten, die langsam die anspruchsvollen Routen bezwingen.

Diesen Ort solltest du wirklich nicht auslassen – erst hier begreifst du, wie groß dieses Felslabyrinth eigentlich ist. In den Sommermonaten triffst du hier zwar auf mehr Menschen, aber das großartige Panoramaerlebnis entschädigt reichlich für ein mögliches Warten auf den besten Platz am Geländer.

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Prachovské skály übernachten kann
6 Unterkünfte — Hotels, Campingplätze und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

5. Der Aufstieg zur Pecha-Aussicht

Wenn du nach etwas körperlicher Anstrengung suchst und dich für den großen grünen Rundweg entscheidest, ist eines deiner ersten großen Ziele die Pecha-Aussicht (Pechova vyhlídka). Der Weg dorthin erfordert etwas Mühe, doch als Belohnung erwartet dich ein fantastischer Blick in die Schluchten, die von anderen Teilen des Areals überhaupt nicht sichtbar sind. Hier würdigst du in vollem Umfang die raue Schönheit der hiesigen Natur und die enorme Höhe der einzelnen Steinblöcke. Die gesamte grüne Route misst dreieinhalb Kilometer, und du solltest ruhig bis zu zweieinhalb Stunden dafür einplanen.

Der Zugang zu diesem Aussichtspunkt ist von steileren Steintreppen gesäumt, daher kommen hierher deutlich weniger Menschen als auf die zentrale und leicht zugängliche gelbe Route. So herrscht hier eine etwas ruhigere Atmosphäre, in der du dich in Ruhe hinsetzen, nach dem Aufstieg verschnaufen und ungestört die Kraft der Natur bewundern kannst. Du bekommst das Gefühl, einen Teil des Reservats zumindest für einen Moment ganz für dich allein zu haben.

Der Aufstieg zur Pecha-Aussicht stellt deine Kondition gleich im ersten Drittel des Ausflugs perfekt auf die Probe. Vergiss deshalb nicht, festes Wanderschuhwerk mit guter Sohle mitzunehmen, denn die Treppen können hier manchmal mit feinem Sand bedeckt sein und man rutscht leicht darauf aus.

6. Der faszinierende Schiefe Turm und die Fortna

Die grüne Route birgt eine ganze Reihe einzigartiger Felsformationen, unter denen der sogenannte Schiefe Turm (Šikmá věž) besonders heraussticht. Dieser massive Sandsteinblock widerspricht auf den ersten Blick allen Gesetzen der Schwerkraft und bildet einen der kuriosesten Fotopunkte im Reservat. Die geneigte Wand wirkt, als könnte sie jeden Moment umstürzen, steht hier aber schon seit Tausenden von Jahren sicher. Ganz in der Nähe stößt du auf einen dramatischen Durchgang namens Fortna, der der Route eine weitere Prise Abenteuer verleiht und dich zwingt, jeden Schritt genau zu beobachten.

Achte beim Durchgang durch diesen Teil des Rundwegs auch auf die kleinen, in den Stein gemeißelten Details. Unterwegs kommst du nämlich an einer Gedenktafel für Vojta Náprstek vorbei, die an die spannende Geschichte des tschechischen Tourismus erinnert und diesem Abschnitt eine interessante kulturelle Tiefe verleiht. Gerade dank solcher Enthusiasten können wir heute bequem auf markierten und sicheren Wegen gehen.

Die Kombination aus ungewöhnlichen Formen, tiefen Durchgängen und historischen Bezügen macht die grüne Route zu einem wirklich vielseitigen Erlebnis für alle Sinne. Dieser Abschnitt erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit beim Gehen, aber die visuelle Belohnung in Form bizarrer Felsformationen ist die Mühe zu hundert Prozent wert.

7. Der Kamm Bukovina und der Hlaholská-Aussichtspunkt

Wenn du der grünen Markierung hinter dem Aussichtspunkt Míru weiter folgst, gelangst du auf den wunderschönen bewaldeten Kamm namens Bukovina. Dieser Teil der Route ist ausgesprochen angenehm, denn er verläuft überwiegend über entspannteres, flaches Gelände und der Schatten hochgewachsener Laubbäume schützt dich, die im Herbst in allen Farben leuchten. Das ist eine sehr willkommene Abwechslung nach dem Bezwingen steiler Treppen in tiefen Schluchten. Der Kamm selbst endet dann am atemberaubenden Hlaholská-Aussichtspunkt, der als perfekter Schlusspunkt des ganzen großen Rundwegs dient.

Vom Hlaholská-Aussichtspunkt eröffnet sich eine weite und offene Aussicht ins Land, die im scharfen Kontrast zu den beengten Blicken aus dem Inneren der Felsenstadt steht. Du kannst dich an der umliegenden grünen Landschaft des Böhmischen Paradieses erfreuen und den sanft gewellten Horizont betrachten, der dir eine große Ruhe vermittelt. Dieser Punkt gehört zu den entspanntesten Orten im ganzen Areal.

Es ist der ideale Ort, um dich hinzusetzen, durchzuatmen und in Ruhe zu verarbeiten, was du an diesem Tag gesehen hast, bevor du hinabsteigst. Hier kannst du aus dem eigenen Vorrat eine Kleinigkeit essen und alle Eindrücke der ganztägigen Wanderung durch die Sandsteintürme auf dich wirken lassen, bevor du dich auf den Heimweg oder zurück zu deiner Unterkunft machst.

8. Der historische Schlick-Aussichtspunkt

Zu Ehren der Familie, die die Geschichte der ganzen Region geprägt hat und der die Prachover Felsen bis heute gehören, ist der berühmte Schlick-Aussichtspunkt (Schlikova vyhlídka) benannt. Dieses historische Geschlecht erlangte bereits 1437 den Herrenstand, als Kaiser Sigismund von Luxemburg den damaligen Kanzler Kaspar Schlick feierlich erhob. Die ganze Familie wurde anschließend durch den Abbau von Silbererzen ungemein reich und wurde unter anderem durch das Prägen der weltberühmten Joachimsthaler Taler bekannt, die die europäische Wirtschaft beeinflussten.

Interessant ist, dass die Schlicks das Gut mit den Prachover Felsen 1637 in ihren Besitz brachten und sich – mit einer kurzen Unterbrechung – bis heute darum kümmern. Nach 1810 führten sie hier sogar einen großen Kahlschlag durch, dem eine gezielte künstliche Aufforstung folgte, die den festen Grundstock für die heutigen hochgewachsenen Wälder legte. Vom Aussichtspunkt, der ihren berühmten Namen trägt, blickst du also auf eine Landschaft, deren Schicksal seit Jahrhunderten fest mit diesem Geschlecht verbunden ist.

Heute gehört das Areal drei Frauen aus diesem Geschlecht, nämlich den Schwestern Margareta Pospíchalová und Ilona Schliková sowie ihrer Cousine Helena Zajíčková. Diese Damen erhielten das Familiengut 1996 im Rahmen der Restitution zurück und kümmern sich sorgfältig darum, dass das gesamte Reservat gedeiht. Vom Aussichtspunkt bewunderst du also nicht nur die Natur, sondern auch ein Stück faszinierender tschechischer Geschichte.

9. Die geheimnisvolle Amerikanische Höhle

Abseits der Hauptkämme und sonnigen Aussichtspunkte verbergen die Prachover Felsen auch interessante Winkel wie zum Beispiel die Amerikanische Höhle (Americká sluj). Diese markante Naturformation ist ein faszinierender geologischer Halt, der eine etwas andere Seite des Sandsteinmassivs zeigt. Die dunkle und kühle Umgebung der Höhle bildet einen großartigen Temperatur- und Sichtkontrast zu den aufgeheizten, sonnendurchfluteten Türmen an der Oberfläche der Felsenstadt.

Der Halt an der Amerikanischen Höhle hilft dir, viel besser zu verstehen, wie Wasser und Wind die weichen Gesteinsschichten allmählich erodiert haben. Das ganze Gebiet ist eigentlich eine einzige riesige geologische Torte aus abwechselnden Schichten von Sandstein, Mergelstein und Pläner, die vor hundert Millionen Jahren am Meeresgrund entstanden ist – lass dir das ruhig einen Moment auf der Zunge zergehen. Es ist ein Ort, an dem du die enorme Kraft der Naturgewalten in ihrer langfristigen Wirkung anschaulich sehen kannst.

Ich empfehle dir, an der Höhle für einen Moment anzuhalten und die Struktur der Wände aus der Nähe zu betrachten. Du wirst bewundern, welch vielfältige Formen die Natur im Laufe von Hunderttausenden Jahren ganz ohne menschliches Zutun schaffen kann. Diesen Punkt werden vor allem jene von euch zu schätzen wissen, die ruhigere und nachdenklichere Orte abseits der Haupt-Fotopunkte suchen.

10. Die Felsenstadt als Lehrbuch der Geologie

Das gesamte Massiv der Prachover Felsen ist im Grunde ein einziges großes Geschichtsbuch, das im Erdmittelalter vor etwa hundert Millionen Jahren entstand. Damals lag das ganze Gebiet am Grund eines flachen Kreidemeeres, wo sich nach und nach und sehr langsam mächtige Schichten von Ablagerungen absetzten. Als sich nach Millionen von Jahren das urzeitliche Meer zurückzog, begann das freigelegte geologische Plateau aus Sandstein, Mergelstein und Pläner unter dem Einfluss des rauen Wetters zu zerbröckeln und sich in seine heutige Form zu bringen.

Die Geschichte dieses faszinierenden Ortes endet aber nicht bei den Meeresablagerungen. Später drangen kleine vulkanische Körper durch diese Sedimentgesteine, was die gesamte Struktur stark aufbrach. Gerade diese vulkanische Aktivität ließ jene engen Schluchten, tiefen Abgründe und hohen Felstürme entstehen, die wir heute mit so viel Staunen bewundern. Ein Spaziergang zwischen den Felsen ist damit eine direkte Zeitreise tief in die geologische Vergangenheit unseres Planeten.

Wenn du dich durch enge Spalten windest oder über gemeißelte Treppen aufsteigst, versuche dir die Struktur des Steins aus der Nähe anzusehen. An vielen Stellen siehst du deutlich die einzelnen Schichten abgelagerten Sandes, die die Geschichte eines längst verschwundenen Ozeans erzählen. Es ist eine absolut einzigartige Gelegenheit, sich die gewaltigen Kräfte, die die Erdoberfläche lange vor der Ankunft des Menschen geformt haben, praktisch vorzustellen.

11. Die Ruine der Felsenburg Pařez

Am südwestlichen Ende des Felsgebiets stößt du auf beeindruckende Zeugnisse der Geschichte in Form der mittelalterlichen Felsenburg Pařez. Dieses faszinierende Objekt wurde direkt in einen isolierten Felsblock gehauen, der mit seiner einzigartigen Form tatsächlich an einen riesigen Baumstumpf erinnert (tschechisch „pařez“). Es ist ein absolut großartiges Beispiel dafür, wie mittelalterliche Baumeister das natürliche Relief bis ins Detail nutzten, um einen uneinnehmbaren und geschützten Sitz in den tiefen Wäldern zu errichten.

Der Besuch der Burg ist eine tolle Abwechslung zu einem naturorientierten Ausflug und sollte deiner Aufmerksamkeit auf keinen Fall entgehen. Die Erkundung der uralten Gänge und der gehauenen Stuben macht Erwachsenen und kleinen Entdeckern gleichermaßen Spaß und verleiht dem ganzen Ausflug einen etwas anderen, romantischen Hauch. Nimm dir mindestens eine Viertelstunde für die Erkundung der gehauenen Gänge – es lohnt sich.

Der Weg zu Pařez ist nicht kompliziert und lässt sich wunderbar mit einem Spaziergang durch die Randbereiche der Prachover Felsen verbinden. Hier genießt du eine wunderbare Atmosphäre vergangener Zeiten und machst schöne Fotos eines Denkmals, das organisch mit dem Sandsteinfelsen verwächst. Es ist die perfekte Ergänzung deines Reiseplans, wenn du Geschichte in Verbindung mit wilder Natur liebst.

12. Die Stadt Jičín und die Wallenstein-Loggia

Auch wenn die Sandsteinfelsen selbst ein reiches Programm für einen ganzen Tag bieten, wäre es enorm schade, ihre unmittelbare Umgebung auszulassen. Wie schon am Anfang erwähnt, ist der logische Ausgangspunkt die Stadt Jičín, die nur fünf bis sieben Kilometer entfernt ist. Diese historische Stadt Jičín mit ihrem wunderschönen Platz bietet jede Menge toller Cafés und Restaurants, in denen du einen anstrengenden Tag auf den Wanderwegen entspannt bei gutem Essen ausklingen lassen kannst.

In unmittelbarer Nähe von Jičín liegt außerdem die herrliche Wallenstein-Loggia (Valdštejnská lodžie), ein frühbarockes Lustschloss mit angrenzendem Park, das der berühmte Albrecht von Wallenstein errichten ließ. Es ist ein unglaublich fotogener und ruhiger Ort, der einen perfekten kulturellen Gegenpol zur wilden Natur bildet. Ein Spaziergang durch den gepflegten Park rund um diese architektonische Perle lädt deine positive Energie auf und begeistert garantiert alle Geschichtsliebhaber.

Jičín ist insgesamt eine sehr lebendige Stadt, die als pulsierendes Herz der ganzen Region Böhmisches Paradies fungiert. Neben den Sehenswürdigkeiten bekommst du hier alle nötige Ausrüstung, kaufst Lebensmittel für die kommenden Tage ein und erhältst im örtlichen Informationszentrum weitere Ausflugstipps. Den Besuch der Felsen mit einer Besichtigung dieser märchenhaften Stadt zu verbinden, ist schlicht eine sichere Bank.

✈️ Günstige Flüge
Suchen Sie günstige Flüge?
Vergleichen Sie alle Airlines und finden Sie die günstigsten Termine. · Mehr günstige Flüge →
Flüge finden →

Wann zu den Prachover Felsen aufbrechen

Das Naturreservat zeigt sich zu jeder Jahreszeit von seiner freundlichen Seite, für das absolut beste Erlebnis lohnt es sich jedoch, den Termin deines Besuchs gut zu überlegen. In der Sommerhauptsaison musst du damit rechnen, dass sich auf den engen Pfaden und Aussichtspunkten Warteschlangen bilden, denn hierher strömen Besuchermassen aus ganz Tschechien und dem Ausland. Wenn dir Menschenmengen nicht behagen, brich lieber früh am Morgen gleich um sieben Uhr auf, wenn das Areal öffnet und die erwachende Natur eine unvergleichliche Atmosphäre hat. Oder verlege deinen Besuch auf die Frühlings- oder Herbstmonate, wenn die Luft klarer ist und die Mischwälder in wunderschönen Farben leuchten.

Das gesamte Areal ist täglich von 7:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, sodass du sowohl einen Morgenausflug als auch einen späten Nachmittagsspaziergang leicht planen kannst. Eines gilt aber ausnahmslos: Die Rundwege musst du spätestens bis 20:00 Uhr verlassen, und zwar vor allem zum Schutz der empfindlichen Natur und zur Sicherung der Ruhe für die heimischen Wildtiere. Respektiere diese Vorschrift, um den natürlichen Biorhythmus der Tiere nicht zu stören, die hier leben und nachts Ruhe brauchen.

Die Nebensaison von Oktober bis Mai bringt zudem den angenehmen Bonus eines niedrigeren Eintritts, was garantiert das Familienbudget freut. Während in der Sommerspitze ein erwachsener Besucher rund 8 € (200 Kč) zahlt, sind es außerhalb der Saison angenehme 6 € (150 Kč). Für welchen Termin du dich auch entscheidest – vergiss nicht, vor der Reise die aktuelle Wettervorhersage zu prüfen, denn nasse Sandsteintreppen können nach Regen sehr tückisch und rutschig sein.

Praktische Tipps zum Schluss

💡 Tipp: Überlege dir gut das passende Schuhwerk. Lass die Sandalen zu Hause und zieh gute Wanderschuhe mit ordentlicher Sohle an, denn die Sandsteintreppen können nach Regen gefährlich rutschig sein. 💡 Tipp: Nimm an heißen Tagen genug zu trinken mit, denn auf den Rundwegen selbst kannst du dein Wasser nirgends auffüllen und die Aufstiege zu den Aussichtspunkten sind fordernd. 💡 Tipp: Wenn du dich fürs Klettern interessierst, schau vorher auf die offizielle Website des Betreibers, wo du genaue Regeln und Infos zur Ausgabe von Genehmigungen findest. 💡 Tipp: Am Stausee Pelíšek findest du einen angenehmen Kinderlehrpfad, denk aber daran, dass der Stausee selbst eher als Spaziergangsziel dient und nicht als attraktiver Badeort. 💡 Tipp: Wenn du mit Haustier unterwegs bist, halt Kleingeld für die Hundegebühr bereit und vergiss nicht, dass Hunde im gesamten Reservat strikt an der Leine geführt werden müssen.

Wohin als Nächstes

Häufig gestellte Fragen

Bei der Vorbereitung eines Ausflugs ins Böhmische Paradies fragen sich die Leute am häufigsten nach ein paar grundlegenden praktischen Dingen. Hier habe ich für dich die Antworten auf die wichtigsten davon zusammengestellt.

Wie lange dauert es, die Prachovské skály zu durchwandern?

Die Besuchsdauer hängt von der gewählten Route ab. Den kürzesten gelben Rundweg schaffen Sie in flottem Tempo in etwa 45 Minuten. Hingegen nimmt die längste und anspruchsvollste grüne Route durchaus zweieinhalb Stunden in Anspruch, besonders wenn Sie häufig an den Aussichtspunkten anhalten.

Wie viel kostet der Eintritt in die Prachovské skály?

In der Hauptsaison im Sommer zahlt ein erwachsener Besucher 8 € (200 Kč), während Kinder, Studenten und Senioren ermäßigte Tickets für 6 € (150 Kč) erhalten. Der Familieneintritt kostet dann 22 € (550 Kč). Außerhalb der Saison sind die Preise generell niedriger, und ich empfehle, diese immer auf der offiziellen Website zu überprüfen.

Wem gehören die Prachovské skály?

Dieses Naturschutzgebiet befindet sich im Privatbesitz der Familie Schlick. Konkret gehört das Areal heute drei Frauen: den Schwestern Margareta Pospíchalová und Ilona Schliková sowie ihrer Cousine Helena Zajíčková, die das Anwesen 1996 im Rahmen der Restitution erhielten. Die Familie kümmert sich sorgfältig um das Gelände, und die eingenommenen Eintrittsgelder fließen direkt zurück in die Instandhaltung der Wanderwege.

Wie kommt man zu den Prachovské skály?

Der einfachste Zugang erfolgt mit dem eigenen Auto, mit dem Sie direkt zu den offiziellen gebührenpflichtigen Parkplätzen an den Eingängen zum Gelände fahren können. Das Tagesparken für einen Pkw kostet 4 € (100 Kč). Ein idealer Ausgangspunkt für den Ausflug ist dann die historische Stadt Jičín, die nur fünf bis sieben Kilometer vom Naturschutzgebiet entfernt liegt und sämtliche Infrastruktur bietet.

Kann man mit Kinderwagen in die Prachovské skály?

Die Haupt-Rundwege voller Treppen und enger Felsspalten sind für Kinderwagen leider nicht geeignet. Sie können sich aber auf die fast fünf Kilometer lange blaue Route begeben, die vom Dorf Prachov ausgeht, oder den neuen Pelíšek-Kinderlehrpfad nutzen. Dieser wurde im Juli 2024 eröffnet, beginnt beim Informationszentrum und führt über ebeneres Gelände entlang des Wasserspeichers Pelíšek.

Kann man mit Hund in die Prachovské skály?

Ja, Ihre vierbeinigen Lieblinge haben Zugang zum gesamten Gelände. Für sie wird eine Tages-Eintrittsgebühr erhoben, die 2 € (50 Kč) in der Hauptsaison im Sommer und 1,20 € (30 Kč) außerhalb der Saison beträgt. Achten Sie jedoch darauf, dass Hunde zum Schutz der Natur und der einheimischen Wildtiere während des gesamten Besuchs streng an der Leine geführt werden müssen.

Welchen Rundweg sollte man wählen?

Wenn Sie wenig Zeit haben oder nicht so gut konditioniert sind, wählen Sie den kürzeren gelben Rundweg mit der monumentalen Kaisergasse und dem Aussichtspunkt Český ráj. Für ein umfassendes Erlebnis und Liebhaber schöner Ausblicke ist hingegen die längere grüne Route ideal, die dreieinhalb Kilometer misst und Sie zu den absolut besten Orten im Schutzgebiet führt, einschließlich des Schiefen Turms.

Was sollte man in den Prachovské skály besuchen?

Verpassen Sie auf keinen Fall den Durchgang durch das extrem enge Mauseloch und die majestätische Kaisergasse. Von den Sandstein-Aussichtspunkten lohnt es sich, den ikonischen Aussichtspunkt Český ráj, den zentralen Aussichtspunkt Míru oder den sogenannten Schiefen Turm zu erklimmen. Sehenswert ist auch die mittelalterliche Burg Pařez, die in einen isolierten Felsblock am Rand des Schutzgebiets gehauen wurde.

📶 DATEN FÜR DIE REISE · Tschechische Republik
Mobiles Internet im Urlaub — per eSIM
⚡ QR-Aktivierung in 2 Min. · 📱 keine physische SIM · 🌍 35 Länder · ab 4,50 €
eSIM für Europa holen →
✅ Vom Team des Reiseblogs Loudavým krokem · Unser eigenes Projekt — lk-sim.com

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Verwandte Artikel

ANTWORT SCHREIBEN

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Sie sind hier:

ReisenEuropaPrachover Felsen in Tschechien: Rundwege, Eintritt & 12 Tipps 2026

Aktuelle Blogbeiträge