Ein Kind auf dem Schoß der Eltern ist bei unerwarteten Turbulenzen nicht geschützt, denn der übliche Loop-Gurt für Kinder hält es nicht. Laut Luftfahrtbehörden ist ein zugelassener Autositz im Flugzeug auf einem eigenen Sitzplatz die sicherste Art, mit den Kleinsten zu reisen. Ohne das richtige Label lässt man dich damit allerdings nicht an Bord.
Wenn du den Autositz nicht mit in die Kabine nehmen möchtest, kannst du ihn bei den meisten Airlines kostenlos als Kinderausstattung aufgeben. Es gibt auch weitere zugelassene Alternativen für ältere Kinder, etwa die speziellen Fluggurte CARES, die für Kinder ab einem Jahr und zehn Kilogramm zugelassen sind.
Ich selbst habe ihn nicht mit ins Flugzeug genommen, deshalb stützt sich dieser Text auf Empfehlungen der Luftfahrtbehörden und die Regeln der Airlines. Du erfährst hier, wie du den richtigen Sitz erkennst, wann du deinem Kind einen eigenen Sitzplatz kaufen musst und welche Leihmöglichkeiten du am Zielort hast.

Zusammenfassung
- Der sicherste Platz für dein Kind ist im eigenen Sitz: Laut der US-Behörde FAA ist ein zugelassener Autositz auf einem eigenen Sitzplatz deutlich sicherer als ein Kind auf dem Schoß – vor allem wegen unvorhersehbarer Turbulenzen.
- Das Aufgeben des Autositzes ist meist kostenlos: Die meisten Airlines wie Ryanair oder Wizz Air lassen dich den Autositz als Teil der Kinderausstattung gratis in den Frachtraum aufgeben.
- Achte auf die Zulassungslabel für den Flugbetrieb: Wenn du den Autositz direkt mit an Bord nehmen willst, muss er ein spezielles Zulassungslabel haben, sonst lässt dich das Personal damit gar nicht ins Flugzeug.
- Die CARES-Gurte sind eine super Alternative: Für Kleinkinder ab 1 Jahr mit einem Gewicht von 10 bis 20 Kilogramm gibt es spezielle Fluggurte, die von der EASA und vielen großen Airlines zugelassen sind.
- Aufblasbare Betten sind nicht überall erlaubt: Hilfsmittel wie JetKids oder aufblasbare Fußstützen sind bei vielen Fluggesellschaften wie Emirates oder Lufthansa strikt verboten.
- Am Zielort gelten harte Regeln: In Spanien braucht ein Kind bis 135 Zentimeter einen Sitz auf der Rückbank, sonst droht ein Bußgeld von rund 300 EUR, in Italien liegt die Grenze sogar bei 150 Zentimetern.
- Die Reklamation eines beschädigten Sitzes duldet keinen Aufschub: Wenn die Airline deinen Autositz beschädigt, musst du direkt am Flughafen ein PIR-Protokoll anfordern und die Reklamation schriftlich innerhalb von maximal 7 Tagen einreichen.
10 Dinge, die du zum Autositz im Flugzeug wissen musst
1. Autositz im Flugzeug kostenlos als Baby-Item
Die meisten Eltern wählen den goldenen Mittelweg: Das Kind sitzt an Bord auf dem Schoß, und der Autositz wandert in den Frachtraum, damit er am Zielort für den Mietwagen zur Verfügung steht. Die gute Nachricht ist, dass praktisch alle gängigen Airlines den Autositz kostenlos aufgeben, du also für den Transport im Frachtraum keine unsinnigen Gebühren zahlen musst.
Der irische Ryanair etwa nimmt gleich zwei Teile Kinderausstattung pro Kind kostenlos mit, dazu zählen etwa ein Kinderwagen und eben ein Autositz, und das bis zum Alter von 11 Jahren. Ähnlich entgegenkommend ist auch der ungarische Wizz Air, bei dem du einen zusammenklappbaren Kinderwagen oder einen Autositz sogar bis zum 14. Lebensjahr des Kindes gratis in den Frachtraum aufgeben kannst.
Aufpassen solltest du aber bei einigen bestimmten Billigfliegern, denn beim spanischen Vueling ist das Aufgeben des Autositzes oft kostenpflichtig – prüfe also vor dem Ticketkauf immer die aktuelle Preisliste. Beachte außerdem: Wenn das Kind gar nicht mitreist und du den Sitz zum Beispiel zur Oma bringst, zählt er als normales Gepäckstück und du zahlst den vollen Preis.
💡 Tipp: Auch wenn der Transport kostenlos ist, achte auf Gewicht und Maße gemäß den Bedingungen der jeweiligen Airline, damit du am Schalter unangenehme Komplikationen und Nachzahlungen für Übergröße vermeidest.
2. Wann sich ein eigener Sitzplatz lohnt und der Autositz mit an Bord kommt

Das ist etwas, das Airlines nur sehr ungern laut aussprechen: Laut der US-amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde (FAA) ist der sicherste Platz für ein Kind unter zwei Jahren ein zugelassenes Rückhaltesystem im eigenen Sitz. Ein Kind auf dem Schoß der Eltern stellt nämlich ein enormes Sicherheitsrisiko dar, denn die Physik fragt bei starken Turbulenzen oder einer Notlandung nicht nach.
Ein Erwachsener hat absolut keine Chance, ein Kind bei einem plötzlichen Absacken des Flugzeugs im Arm zu halten, und genau Turbulenzen sind mit Abstand die häufigste Ursache für Verletzungen von Kindern an Bord. Die US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB) drängt sogar seit 1990 auf die Abschaffung der Ausnahme für Kinder auf dem Schoß, ist damit bis heute aber nicht durchgekommen, weil man befürchtet, dass Familien aufs Auto ausweichen, wo statistisch mehr Unfälle passieren.
Wenn du dich also für maximale Sicherheit entscheidest, musst du deinem Kind ein normales Ticket mit eigenem Sitzplatz kaufen und einen zugelassenen Autositz mit an Bord bringen. Die meisten Eltern fliegen mit einem Baby unter zwei Jahren zwar auf dem Schoß, was völlig legal und üblich ist, aber es ist nur fair, alle Risiken zu kennen und auf Basis harter Fakten zu entscheiden.
💡 Tipp: Ein Kind unter 2 Jahren wird auf dem Schoß mit einem speziellen Verlängerungsgurt (Loop-Gurt) gesichert, der ihm jedoch keinen mit einem zugelassenen Rückhaltesystem vergleichbaren Schutz bietet – deshalb ist ein eigener Sitz immer die beste Wahl.
3. Wie du einen für den Flugbetrieb zugelassenen Kindersitz erkennst (TÜV)
Damit du den Autositz direkt in der Kabine nutzen kannst, reicht es nicht, dass er fürs Auto sicher ist – er muss eine spezielle Zulassung für den Flugbetrieb haben. Ohne dieses Zulassungslabel muss dich das Bordpersonal mit dem Autositz gar nicht ins Flugzeug lassen, selbst wenn du für dein Kind brav einen eigenen Sitzplatz bezahlt hast.
Europäische, für die Nutzung im Flugzeug zugelassene Kindersitze tragen meist eine Zulassung von TÜV Rheinland und ein gut sichtbares Label mit der Aufschrift „For Use in Aircraft“. Bevor du überhaupt ans Packen denkst, prüfe die Maße deines Autositzes immer sorgfältig bei der Airline, denn die Sitzbreite in der Economy Class ist unerbittlich und breite Modelle passen dort einfach nicht rein.
Eine weitere wichtige Regel betrifft die Platzierung an Bord, denn der Autositz muss immer am Fenster stehen, damit er bei einer Notevakuierung nicht den Weg der anderen Passagiere blockiert. Neben ihm muss dann ein Elternteil oder eine Begleitperson über 16 Jahre sitzen – vergiss also gleich jede strategische Sitzverteilung im Flugzeug.
💡 Tipp: Ein Erwachsener mit Säugling muss bei vielen Airlines auch deshalb am Fenster sitzen, weil nur über diesen Sitzen eine zusätzliche Sauerstoffmaske zur Verfügung steht.
4. CARES-Harness als leichte Alternative zum Autositz

Wenn du ein Kleinkind ab 1 Jahr mit einem Gewicht zwischen 10 und 20 Kilogramm hast, gibt es auf dem Markt einen genialen Kompromiss zwischen Sicherheit und Logistik: den CARES-Harness. Es handelt sich um ein spezielles Gurt-Rückhaltesystem, das das Kind bei Turbulenzen sicher am Sitz fixiert und dabei in eine kleine Tasche im Handgepäck passt.
Für Familien auf Langstreckenflügen oder bei Reisen in exotische Länder ist das eine absolut großartige Alternative, denn du musst keine schwere Plastikschale um die halbe Welt schleppen und hast trotzdem die Gewissheit, dass dein Kind sicher ist. Dieses System ist von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) anerkannt und erfüllt strenge Normen für den Flugverkehr.
Von den konkreten Airlines akzeptieren ihn zum Beispiel Ryanair, Aer Lingus, Lufthansa, SWISS oder Emirates ausdrücklich. Prüfe diese Erlaubnis vor dem Abflug aber immer bei deiner konkreten Airline und für den jeweiligen Flugzeugtyp, denn die Regeln können sich ändern und das Kabinenpersonal ist manchmal irritiert, wenn es etwas Ungewöhnliches sieht.
💡 Tipp: Auch mit dem CARES-System musst du deinem Kind einen eigenen Sitzplatz kaufen, denn die Gurte werden direkt über die Rückenlehne eines normalen Flugzeugsitzes gezogen.
5. Sitzerhöhung und Booster Seat im Flugzeug
Wenn du bereits ein größeres Schulkind hast, brauchst du keinen klassischen großen Autositz mehr, aber eine Sitzerhöhung fürs Auto am Zielort trotzdem unbedingt. Der logische Gedanke vieler Eltern lautet: Die Sitzerhöhung nimmt das Kind einfach in die Hand oder in den Rucksack mit in die Kabine, weil sie nichts wiegt und nicht stört.
Ob du sie direkt als Teil des Handgepäcks mit an Bord nehmen darfst, hängt allein von der Politik der jeweiligen Airline ab – kläre das also lieber vorher ab. Sicher ist aber, dass sich die Sitzerhöhung problemlos als Kinderausstattung aufgeben lässt, wobei sie bei Ryanair als eines der zwei Teile zählt, die du zum Ticket völlig kostenlos hast.
Du kannst das gleich am Check-in-Schalter erledigen, aber steck sie immer in eine Tasche oder einen festen Beutel und verschnür sie gut, damit sie nicht herausfällt und auf den Gepäckbändern beschädigt wird. Das Personal befördert sie dann im Rahmen der erlaubten Limits für Familien in den Frachtraum.
💡 Tipp: Wenn du unsicher bist, nimm die Sitzerhöhung in einer festen Tasche gleich mit zum Flughafen und frag am Schalter, ob sie sie aufgeben wollen – meistens machen sie damit nicht das geringste Problem.
6. Autositz fürs Flugzeug verpacken und aufgeben – Taschen und Schutz
Das ist ein absolut kritischer Punkt der ganzen Reise, denn die Sortierbänder am Flughafen und die Verlader gehen mit dem Gepäck nicht gerade zimperlich um und der zerbrechliche Kunststoff des Autositzes kann leicht brechen. Die praktischste Lösung ist, eine spezielle feste Tasche für den Autositz mit Rückengurten anzuschaffen, denn am Flughafen brauchst du zwingend beide Hände frei für Kinder und Dokumente.
Wenn du den Sitz wie einen Rucksack auf dem Rücken trägst, kannst du problemlos zusätzlich das Kind, den Bordkoffer tragen und dich ohne unnötigen Stress durch die Sicherheitskontrolle kämpfen. Ein weiterer riesiger Vorteil einer solchen Tasche ist, dass auch weiterer weicher Inhalt hineinpasst, sodass du zum Sitz noch ein Paket Windeln, eine Decke oder Winterjacken packen kannst, die dir sonst kostbaren Platz im Koffer wegnehmen würden.
Achte aber ganz besonders auf die Regeln der Airline Smartwings, die ausdrücklich angibt, dass der Beförderer für Schäden an nicht verpackten Kinderwagen und Ausstattung keinerlei Haftung übernimmt. Eine Hülle, eine feste Tasche oder zumindest ein sorgfältiges Einwickeln in durchsichtige Folie ist dort absolute Pflicht, wenn du unnötige Komplikationen bei einer möglichen Reklamation vermeiden willst.
💡 Tipp: Auch wenn du den Sitz in Folie wickelst und Windeln dazustopfst, behalte das Gesamtgewicht des Pakets im Auge, damit du am Schalter kein unnötiges Aufsehen erregst und nichts peinlich umschichten musst.
7. Reisebett im Flugzeug, Bassinet und aufblasbare JetKids-Betten

Wenn du mit einem Baby auf Langstrecke fliegst, geht es wahrscheinlich um das sogenannte Bassinet, eine spezielle Babywanne, die das Personal an der festen Trennwand vor der ersten Sitzreihe befestigt. Für Eltern kleiner Kinder ist das der absolute heilige Gral, hat aber einen entscheidenden Haken: Auf kurzen europäischen Strecken mit Billigfliegern findest du in der Regel überhaupt kein Bassinet.
Wenn du bereits ein älteres Kleinkind hast, hast du vielleicht überlegt, dir die beliebten Kinderkoffer vom Typ JetKids BedBox von Stokke oder verschiedene aufblasbare Fußstützen zuzulegen, die den Fußraum ausfüllen und eine ebene Schlaffläche schaffen. Diese Lösung stößt aber auf die harte Realität, denn diese Hilfsmittel sind bei einer riesigen Zahl von Airlines aus Sicherheitsgründen strikt verboten.
Konkret kommst du damit nicht durch, denn sie werden strikt von Emirates, British Airways, Air France, Lufthansa, Qatar, Delta und United verboten. Sehr kulant gehen dagegen Gesellschaften wie KLM, Singapore Airlines oder Virgin Atlantic damit um und erlauben sie – prüfe also vor der Investition in einen teuren Koffer immer gründlich die Politik der Airline, mit der du tatsächlich fliegst.
💡 Tipp: Wenn du es mit einem aufblasbaren Bett bei British Airways oder Emirates versuchst, zwingt dich das Kabinenpersonal kompromisslos, das Ding wieder abzulassen und im Fach über dem Kopf zu verstauen.
8. Autositz am Zielort, Mietwagen und Gesetze in Italien, Spanien und Griechenland

Das ist das ewige Dilemma jedes reisenden Elternteils, denn die Gesetze in beliebten europäischen Urlaubsorten sind oft viel strenger, als wir es von zu Hause gewohnt sind. In Italien müssen Kinder zum Beispiel bis zu einer Größe von 150 Zentimetern unabhängig vom Alter im Autositz sitzen, und wenn du ein in Italien zugelassenes Auto für ein Kind unter 4 Jahren mietest, muss es verpflichtend einen funktionierenden Alarm gegen das Vergessen des Kindes haben.
In Spanien gilt wiederum, dass Kinder unter 135 Zentimetern in einem zugelassenen Sitz und ausschließlich auf der Rückbank sitzen müssen, wobei das Bußgeld bei Nichteinhaltung bei rund 300 EUR liegt. Griechenland verlangt dann, dass Kinder unter 3 Jahren immer in einem Rückhaltesystem sitzen – darauf zu vertrauen, dass es im Urlaub schon irgendwie durchgeht, kann dich also ordentlich teuer zu stehen kommen.
Wenn du ein Auto bei einer klassischen Autovermietung mietest, ist die Verfügbarkeit konkreter und sauberer Sitzmodelle oft ein einziges großes Lotteriespiel. Eine viel verlässlichere Alternative sind heute spezialisierte Verleihe für Kinderausstattung mit Lieferung direkt zum Flughafen, wie etwa die Plattform Babonbo, die an Hunderten Zielorten funktioniert und Sitze liefert, die die strengen europäischen Normen erfüllen.
💡 Tipp: Taxifahrten sind in der EU von der Autositzpflicht meist ausgenommen, aber prüfe die konkrete Regelung immer vor Ort, denn manche Länder können strengere Vorschriften haben.
9. Was tun, wenn der Autositz nicht ankommt oder beschädigt wird
Du stehst am Gepäckband am Zielort, alle sind bereits gegangen und dein Autositz ist nirgends – oder er kommt mit einem riesigen Riss in der Schale aus dem Inneren des Flughafens. In diesem Fall schützt dich zum Glück das Montrealer Übereinkommen, das die Haftungsgrenze der Airline für Gepäck bei etwa 2.175 USD festlegt, und das gilt auch für am Flugzeug abgegebene Kinderausstattung.
Der entscheidende Schritt, den du im Schock nicht vergessen darfst, ist, direkt zum Reklamationsschalter in der Gepäckhalle zu gehen und dir sofort ein sogenanntes PIR-Protokoll ausstellen zu lassen (Property Irregularity Report). Anschließend musst du den Schaden oder Verlust der Airline schriftlich innerhalb von maximal 7 Tagen nach Erhalt des Gepäcks melden, sonst verlierst du jeglichen Anspruch auf Entschädigung.
Wenn der Autositz nicht angekommen ist und vor dem Flughafen dein Mietwagen wartet, gerate nicht in Panik und frag direkt am Reklamationsschalter nach. An vielen größeren Flughäfen gibt es Ersatz-Autositze zum Ausleihen aus dem Lager, du musst nur fragen – denn wer nicht fragt, bleibt dumm.
💡 Tipp: Bewahre die Bordkarte und den Gepäckanhänger vom Check-in sorgfältig auf und fotografiere alle Risse am Sitz direkt in der Flughafenhalle detailliert ab.
10. Autositz-Regeln bei Ryanair, Wizz Air, Smartwings und klassischen Airlines
Jede Airline hat ihre eigenen Tücken, die dich beim Check-in unangenehm überraschen können – bereite dich also lieber vorher darauf vor. Wenn du mit Wizz Air fliegst und für einen Säugling wegen des Autositzes einen eigenen Sitzplatz kaufen willst, gibt es einen tollen Trick: Du kaufst ein normales Erwachsenenticket und schreibst in das Namensfeld das Wort INFANT, wodurch du die spezielle Säuglingsgebühr elegant umgehst.
Bei Smartwings stößt du auf eine unangenehme Systembeschränkung, denn wenn du für ein Baby einen freien Sitzplatz kaufen willst, lässt sich das nicht online anklicken und du musst es ausschließlich telefonisch über die Kundenhotline erledigen. Klassische Netzwerk-Airlines wie Lufthansa oder KLM nehmen Kinderwagen und Autositz zwar in der Regel kostenlos mit, aber ⚠️ bei den günstigsten Light-Tarifen können strengere Einschränkungen gelten – prüfe das also lieber zweimal in der Preisliste.
Wenn du auf den irischen Ryanair setzt, denk daran, dass ein Erwachsener mit Säugling am Fenster sitzen muss, und wenn du auf die kostenlose zufällige Sitzzuweisung vertraust, landet die Familie fast sicher im hinteren Teil des Flugzeugs, weil der vordere Teil an zahlende Passagiere verkauft wird. Halte auf deinem Handy außerdem immer die offizielle Seite der Airline mit den Regeln für Kindergepäck geöffnet, damit du am Gate ein wasserdichtes Argument in der Hand hast.
💡 Tipp: Vergiss nicht, dir Ryanair Gepäck: Maße, Gewicht und Gebühren sorgfältig durchzulesen, denn die Regeln für Handgepäck ändern sich oft und jedes zusätzliche Kilo wird teuer.
Praktische Zusammenfassung und Richtpreise
Bei der Entscheidung, was du mit dem Autositz machst, hilft dir am besten ein Vergleich der drei Hauptvarianten, die sich Familien bieten. Preise und Regeln entsprechen der Situation für 2026.
| Lösungsvariante | Vorteile | Nachteile und Richtkosten |
|---|---|---|
| :— | :— | :— |
| Eigener Autositz an Bord | Maximale Sicherheit fürs Kind laut FAA, das Kind ist fixiert und ruhiger. | Du musst den vollen Ticketpreis für einen zusätzlichen Sitzplatz zahlen. Zulassungslabel und Sitzbreite müssen geprüft werden. |
| Sitz im Frachtraum aufgeben | Bei den meisten Airlines (Ryanair, Wizz Air) ist das völlig kostenlos. | Bei unsanfter Behandlung droht ein Schaden an der Plastikschale, du musst in eine gute Tasche investieren. |
| CARES-Harness-Gurte an Bord | Extrem leicht, EASA-zugelassen und passen dir in die Rucksacktasche. | Geeignet erst für Kinder ab 1 Jahr (10–20 kg). Auch hier musst du ein Ticket mit eigenem Sitzplatz zahlen. |
| Autositz am Zielort leihen | Kein Stress mit dem Schleppen eines schweren Teils durch den Flughafen, alles wartet vor Ort. | Spezialverleihe berechnen Gebühren pro Tag, die Qualität bei Autovermietungen ist manchmal recht ungewiss. |
Wie geht es weiter
Die Vorbereitung auf den Familienurlaub endet nicht beim Sitz, schau dir also unbedingt unsere weiteren Artikel an, die dir viele Nerven sparen. Wenn dich der gesamte Ablauf vom Ticketkauf bis zur Unterhaltung an Bord interessiert, lies unseren kompletten Ratgeber Fliegen mit Kindern. Eine zentrale Frage ist auch der Transport am Flughafen, den wir ausführlich im Artikel Kinderwagen im Flugzeug behandeln.
Bevor du die Koffer packst, prüfe lieber die aktuellen Limits in den Texten Wizz Air Gepäck oder Smartwings Gepäck, damit du am Flughafen keine unsinnigen Beträge nachzahlst. Nützlich ist dir auch die praktische Übersicht Was darf ich mit ins Flugzeug nehmen und was nicht. Und wenn du an die Adria willst, darfst du unsere Tipps für Kroatien mit Kindern nicht verpassen.
Häufig gestellte Fragen
Zahle ich etwas für das Aufgeben eines Autositzes im Frachtraum?
In den allermeisten Fällen zahlst du überhaupt nichts, weil Gesellschaften wie Ryanair oder Wizz Air den Autositz als Teil der kostenlosen Kinderausstattung betrachten. Eine Ausnahme ist zum Beispiel die spanische Vueling, wo dies kostenpflichtig ist, also überprüfe immer die Preisliste.
Kann ich einen Autositz mit in die Flugzeugkabine nehmen?
Ja, aber du musst für das Kind ein klassisches Flugticket mit eigenem Sitzplatz kaufen und der Autositz muss ein Zertifizierungsetikett für die Verwendung im Flugzeug haben. Ohne bezahlten Platz und korrektes Etikett lässt dich das Personal aus Sicherheitsgründen nicht mit an Bord.
Was sind CARES-Gurte und für wen sind sie geeignet?
Es handelt sich um ein spezielles leichtes Rückhaltesystem aus Gurten, das direkt auf den klassischen Sitz im Flugzeug gezogen wird und das Kind bei Turbulenzen sicher fixiert. Sie sind für Kleinkinder ab 1 Jahr bestimmt, die zwischen 10 und 20 Kilogramm wiegen, und werden von der EASA zugelassen.
Erlaubt mir die Fluggesellschaft aufblasbare Bettchen wie JetKids?
Das ist eine riesige Lotterie, denn während KLM oder Virgin Atlantic sie problemlos erlauben, verbieten sie eine enorme Anzahl von Fluggesellschaften strikt. Zu denjenigen, die dir die Verwendung an Bord nicht erlauben, gehören Emirates, British Airways, Lufthansa oder Qatar.
Ist das Kind auf dem Schoß sicher angeschnallt?
Ein Kind bis 2 Jahre wird auf dem Schoß mit einem speziellen Verlängerungsgurt angeschnallt, der ihm aber laut der amerikanischen Behörde FAA keinen Schutz bietet, der mit einem zertifizierten Rückhaltesystem vergleichbar ist. Bei starken Turbulenzen hat ein Erwachsener keine physische Chance, das Kind sicher in den Armen zu halten.
Kann ich nur eine gewöhnliche Sitzerhöhung mit ins Flugzeug nehmen?
Eine Sitzerhöhung für ältere Kinder kannst du absolut problemlos als Kinderausstattung im Frachtraum aufgeben, bei Ryanair zählt sie als eines von zwei kostenlosen Stücken. Ob du sie mit in die Kabine nehmen kannst, hängt von den Handgepäckgrenzen deiner Fluggesellschaft ab.
Wie soll ich den Autositz vor der Abgabe am Flughafen verpacken?
Am praktischsten ist es, sich eine feste Tasche für den Autositz mit Rucksackgurten zu besorgen, dank der du die Hände frei hast für Dokumente und Kinder. Einige Fluggesellschaften wie Smartwings geben außerdem ausdrücklich an, dass sie keine Verantwortung für Beschädigungen an unverpackter Ausstattung übernehmen.
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