Ein Urlaub in Kroatien mit Kindern ist ein absoluter Klassiker, der wohl keiner Familie jemals langweilig wird. Das Land der tausend Inseln bietet die ideale Kombination aus sauberem, sicherem Meer, einer gastfreundlichen Kultur und hervorragender Erreichbarkeit mit dem Auto von Deutschland aus. Seit 2023 ist Kroatien zudem vollwertiges Mitglied des Schengen-Raums geworden und man bezahlt hier mit dem Euro, was den ganzen Familienurlaub unglaublich vereinfacht und beschleunigt hat. Wenn ihr ein Reiseziel sucht, an dem sowohl ihr als auch eure Sprösslinge zur Ruhe kommt, seid ihr hier genau richtig.
In diesem Ratgeber schauen wir uns gemeinsam die besten Regionen für Familien mit Kindern an, entdecken die seltenen Sandstrände und verraten euch, wo es den besten Wasserspaß gibt. Außerdem erfahrt ihr wichtige praktische Informationen rund um die Anreise, die medizinische Versorgung und das Packen der Reiseapotheke. Das Ziel: Ihr sollt euren Urlaub ganz ohne unnötigen Stress genießen und nur die schönsten gemeinsamen Erinnerungen an die sonnige Adria mit nach Hause nehmen.
Viele Eltern fürchten sich vor Kieselstränden oder langen Anfahrten – doch mit ein wenig Planung lassen sich all diese Stolperfallen leicht umgehen. Ihr werdet feststellen, dass kroatische Campingplätze zur absoluten europäischen Spitze gehören und einen Komfort bieten, von dem ihr vielleicht nicht einmal zu träumen gewagt habt. Tauchen wir also ein in die Planung eures Familienurlaubs und zeigen euch all die Geheimtipps, mit denen ihr die Reise so angenehm wie möglich gestaltet.

Zusammenfassung
- Beste Regionen: Istrien und die Kvarner-Bucht liegen Deutschland am nächsten, Zadar bietet großartige Resorts und Ausflüge in die Nationalparks.
- Sandstrände: Sie sind in Kroatien eine Seltenheit, aber es gibt sie. Zu den besten zählen der Paradiesstrand auf Rab, die Lagune von Nin oder Sakarun auf der Insel Dugi otok.
- Gesundheit und Sicherheit: Packt immer Badeschuhe ein – wegen Seeigeln und scharfen Steinen. Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) gilt hier, doch eine private Reiseversicherung ist Pflicht.
- Ausflüge mit Kindern: Den Nationalpark Krka schafft ihr auch mit Kinderwagen, für die Plitvicer Seen nehmt lieber eine Trage mit – wegen der schmalen Stege und Treppen.
- Beste Reisezeit: Ideal ist Juni oder September, so umgeht ihr den August-Trubel und die größte Hitze, die für kleine Kinder gefährlich werden kann.
- Unterkunft: Mobilheime auf den Campingplätzen sind das Familien-Ideal – mit Klimaanlage, eigener Küche und Animationsprogramm nur wenige Schritte vom Meer entfernt.

10 Dinge, die du wissen musst

1. Warum Kroatien die ideale Wahl für Familien ist
Die Erreichbarkeit mit dem Auto ist für Familien mit kleineren Kindern oft das entscheidende Kriterium bei der Urlaubswahl. Nach Istrien gelangt ihr von München aus in etwa sieben bis acht Stunden Fahrt, was sich an einem einzigen Tag schaffen lässt – auch mit regelmäßigen Pausen zum Beinevertreten. Wer nach Dalmatien fährt, sollte eher mit elf bis dreizehn Stunden rechnen, aber selbst dann habt ihr den riesigen Vorteil, dass ihr alles in den Kofferraum packen könnt, was eure Kinder brauchen – inklusive Lieblingsspielzeug oder spezieller Babynahrung.
Die Einführung des Euro und der Beitritt zum Schengen-Raum 2023 bedeuteten für Urlauber aus Deutschland eine enorme Erleichterung. Die langwierigen Grenzkontrollen zwischen Slowenien und Kroatien, wo sich früher endlose Schlangen bildeten, sind weggefallen, und ihr müsst euch nicht mehr mit dem komplizierten Umrechnen von Kuna oder der Suche nach günstigen Wechselstuben herumschlagen. Die Adria gehört zudem seit Langem zu den saubersten Meeren ganz Europas, sie kann hunderte Strände mit der Blauen Flagge vorweisen, und ihr glasklares Wasser lässt Kinder sicher bis auf den Grund sehen.
Das Land verfügt über eine sehr gut entwickelte touristische Infrastruktur und ein dichtes Netz an Apotheken und Polikliniken, was euch das nötige Gefühl von Sicherheit gibt. Wenn ihr auf die Inseln möchtet, freut ihr euch sicher, dass die Fähren sehr modern und geräumig sind und die Überfahrt zu den meisten näher gelegenen Inseln nur etwas mehr als eine Stunde dauert. In den lokalen Tavernen bekommt ihr außerdem problemlos fleischlose Gerichte – von hervorragender Pasta bis zur Pizza, die kleine Kinder einfach lieben.
💡 Tipp: Fährtickets der staatlichen Gesellschaft Jadrolinija kauft am besten rechtzeitig online, damit ihr im Hafen den Warteschlangen an den Kassen entgeht und euch einen Platz an Bord zur gewünschten Zeit sichert.

2. Die schönsten Sand- und Flachstrände
Kroatien ist für seine Kiesel- und Felsbuchten berühmt, echten Sand müsst ihr also ganz gezielt aufsuchen. Ein absolutes Juwel ist der Paradiesstrand im Ort Lopar, der stattliche anderthalb Kilometer misst und einen unglaublich sanften Einstieg ins Wasser bietet. Das Meer ist hier so flach, dass ihr selbst vierhundert Meter vom Ufer entfernt noch bequem den Grund erreicht – das macht ihn zu einem perfekten und sicheren Sandkasten auch für Kleinkinder.
Ein weiterer magischer Ort ist der Strand Sakarun auf der Insel Dugi otok, der mit rund achthundert Metern strahlend weißem Sand und türkisfarbenem Wasser an die Karibik erinnert. Wenn ihr das Festland bevorzugt, ist der Königinnenstrand in Nin unweit von Zadar mit fast drei Kilometern Länge der längste Sandstrand des Landes überhaupt. Sein großer Vorteil ist das sehr warme Wasser und das heilende Peloid-Schlammvorkommen, in dem sich Kinder mit Begeisterung austoben.
Auch im überwiegend kiesigen Istrien lässt sich ein Sandschatz finden, konkret der Strand Bijeca in Medulin, der einen Kilometer lang ist und eine tolle Ausstattung bietet – inklusive Schatten unter Pinien, Duschen und Toiletten. Im Süden könnt ihr die Strände Vela Pržina oder Bilin Žal in Lumbarda auf der Insel Korčula erkunden, die malerisch zwischen den örtlichen Weinbergen verstreut liegen. Prüft immer vorab, welcher Untergrund euch erwartet, damit ihr vor Ort nicht überrascht werdet.
💡 Tipp: Auch wenn ihr an einen ausgesprochenen Sandstrand fahrt, packt euren Kindern Badeschuhe ein. Manchmal ist der Übergang vom Sand ins Meer von einem Streifen kleiner Steine oder Anschwemmungen gesäumt, die zarten Kinderfüßchen unangenehm drücken könnten. Wenn euch mehr Details interessieren, schaut euch unseren Artikel direkt zur Insel Rab (Sandstrände) an.

3. Welche Regionen ihr wählen und welche ihr lieber meiden solltet
Bei der Wahl des richtigen Reiseziels spielt nicht nur die Entfernung eine Rolle, sondern auch die Gesamtatmosphäre und das Profil der Küste. Istrien liegt von Deutschland aus am nächsten und bietet ein fantastisches Netz an Premium-Campingplätzen, geschützte Flachbuchten und eine wunderschöne Natur rund um das Kap Kamenjak. Die Kvarner-Bucht mit der Insel Krk ist dank der Brücke hervorragend – sie erspart euch das Warten auf die Fähre – und bietet sehr ruhige Ferienorte mit ausreichend Schatten und Familienidylle.
Die Region um Zadar und Norddalmatien ist die goldene Mitte für alle, die Baden mit Ausflügen verbinden möchten. Zadar selbst hat tolle Familienresorts im Stadtteil Borik und liegt strategisch günstig nahe dem schönen historischen Nin und den Nationalparks. Die hiesige Küste ist sehr zerklüftet und bietet viele kleine, geschützte Buchten, wo es kein offenes Meer und keine großen Wellen gibt.
Mit kleinen Kindern rate ich dagegen, eine Reise nach Dubrovnik gut zu überdenken. So wunderschön die Stadt auch ist – sie leidet in der Saison unter riesigen Touristenmassen, ständiger Hitze und den allgegenwärtigen steilen Treppen, die das Manövrieren mit dem Kinderwagen zum Albtraum machen. Genauso solltet ihr die Stadt Hvar in der Hauptsaison oder den Strand Zrće auf der Insel Pag meiden, denn diese Orte sind für ausgelassene und laute Partys bis tief in die Nacht berüchtigt.
💡 Tipp: Wenn ihr noch über den konkreten Ort für eure Familie unschlüssig seid, durchstöbert unsere umfangreiche Übersicht und Tipps, wohin in den Urlaub in Kroatien, wo wir die einzelnen Regionen noch viel ausführlicher behandeln.

4. Wann ans Meer fahren und wie lange bleiben
Das richtige Timing eures Urlaubs ist für den Erfolg der Reise absolut entscheidend, besonders wenn ihr mit kleinen Kindern reist, die extreme Temperaturen schlechter vertragen. Die besten Monate für einen Besuch sind Juni oder September, wenn die Adria schon oder noch angenehm aufgeheizt ist, die Luft aber keine sengenden Temperaturen erreicht. In diesen Monaten sind auch die Ferienorte deutlich ruhiger, die Strände halbleer und die Übernachtungspreise spürbar familienfreundlicher.
Der August ist in Kroatien die mit Abstand betriebsamste und heißeste Zeit des Jahres. Die Temperaturen überschreiten häufig und über längere Zeit dreißig Grad Celsius im Schatten, die Strände platzen unter dem Ansturm italienischer und deutscher Touristen aus allen Nähten, und die Preise erreichen ihr absolutes Maximum. Wer an die Schulferien gebunden ist, sollte versuchen, gleich Anfang Juli oder ganz am Ende des August zu fahren, wenn die Hauptwelle des Andrangs langsam abklingt.
Was die ideale Aufenthaltsdauer betrifft, empfehle ich, mindestens sieben bis zehn Tage inklusive Anreise einzuplanen. Mit kleineren Kindern ist es viel sinnvoller, eine feste Basis zu wählen und von dort aus kürzere Halbtagesausflüge zu unternehmen, statt einen anstrengenden Roadtrip mit häufigem Umziehen und Kofferpacken zu wagen. Kinder brauchen eine gewisse Zeit zur Akklimatisierung und zum Aufbau einer sicheren Routine in der neuen Umgebung.
💡 Tipp: Wenn ihr die beliebten Nationalparks wie die Plitvicer Seen oder die Krka-Wasserfälle besuchen wollt, meidet möglichst die Sommerwochenenden, an denen sich hier die größten Massen bilden, und plant den Ausflug lieber gleich am frühen Morgen eines Werktags.

5. Campingplätze und Glamping als Familienparadies
Kroatische Campingplätze haben absolut nichts mit der Vorstellung von spartanischem Zelten aus den Neunzigern zu tun – in Wirklichkeit gehören sie zur absoluten europäischen Spitze. Moderne Mobilheime, sogenannte Mobile Homes, bieten jeden erdenklichen Komfort, inklusive starker Klimaanlage, voll ausgestatteter Küche, eigenem Bad und geräumiger Holzterrasse. Sie verschaffen euch den Komfort eines Apartments, aber mit dem riesigen Vorteil, dass ihr direkt im Pinienhain wohnt – oft nur wenige Dutzend Meter vom Meer entfernt.
Die meisten Premium-Campingplätze funktionieren zudem wie riesige Unterhaltungsdörfer, die für Familien absolut ideal sind. Teil der Anlagen sind weitläufige Poolkomplexe und Aquazonen, moderne Spielplätze, separate Planschbecken und professionelle Animationsprogramme. Zu den am besten bewerteten zählen etwa der riesige Camping Lanterna bei Poreč, der schöne Bi Village in Fažana oder das luxuriöse Resort Amarin in Rovinj mit perfekter Ausstattung.
Wenn ihr absolute Sorgenfreiheit sucht und ein höheres Budget kein Problem ist, könnt ihr spezialisierte Familienresorts wählen. Ein hervorragendes Beispiel ist das Falkensteiner Club Funimation Borik in Zadar, das nach dem All-inclusive-Prinzip funktioniert und über einen eigenen Wasserpark, den Kinderclub Falky Land und ein spezielles Kindermenü verfügt. Es ist ein Ort, an dem ihr euch um Programm und Essen überhaupt nicht kümmern müsst und einfach nur entspannen könnt.
💡 Tipp: Mobilheime in beliebten Campingplätzen sind oft Monate im Voraus ausgebucht. Bucht eure Unterkunft in Kroatien deshalb idealerweise schon in den Wintermonaten, um euch ein Häuschen in bester Lage zu sichern – am besten im Schatten und nahe am Strand.

6. Aquaparks und endloser Wasserspaß
Wenn die Kinder das Sandburgenbauen oder Muschelsuchen langweilt, ist es Zeit, das schwere Geschütz in Form moderner Aquaparks aufzufahren. Istralandia unweit des Städtchens Brtonigla ist mit einer Fläche von über achtzigtausend Quadratmetern der größte Wasserpark des Landes und bietet über zwanzig verschiedene Rutschen und Tobogans. Die Anlage liegt in wunderschöner Natur und bietet neben Adrenalin-Attraktionen auch weitläufige Zonen für die kleinsten Besucher mit flachem Wasser.
Konkurrenz macht ihm der nahe gelegene Aquacolors Poreč, der vielleicht noch etwas stärker auf Familien mit ganz kleinen Kindern ausgerichtet ist. Hier findet ihr spezielle babyfreundliche Zonen, sichere Mini-Rutschen, die schon für Kinder um das erste Lebensjahr geeignet sind, und eine perfekte Ausstattung mit ausreichend sauberen Wickeltischen. Das Personal achtet auf strenge Sicherheitsregeln, und die ganze Anlage ist so konzipiert, dass man sich auch mit einem größeren Sportkinderwagen bequem bewegen kann.
Wenn ihr euren Urlaub eher in Dalmatien verbringt, besucht unbedingt den Aquapark Dalmatia bei Šibenik, der zum weitläufigen Komplex Amadria Park Solaris gehört. Es ist der erste thematisch gestaltete Aquapark Kroatiens, der Kinder mit seiner Piratendekoration, Wasserburgen und einem Lazy River verzaubert. Viele Familien-Campingplätze auf den Inseln, etwa die Zone Čikat auf Lošinj, haben zudem eigene kleinere Wasserparks, die direkt im Aufenthaltspreis enthalten sind.
💡 Tipp: Eintrittskarten für die großen Aquaparks kauft am besten über die offiziellen Webseiten ein bis zwei Tage im Voraus. So spart ihr oft einen Teil des Familienbudgets und entgeht vor allem dem langen Anstehen in der Sonne vor den Kassen am Eingang.

7. Naturausflüge mit Kinderwagen und Trage
Es ist toll, den Aufenthalt am Meer mit einem Ausflug in einen der atemberaubenden Nationalparks abzuwechseln – aber mit Kindern müsst ihr die Route sorgfältig wählen. Der Nationalpark Krka ist sehr familienfreundlich, denn die zwei Kilometer lange Hauptrunde um die Wasserfälle Skradinski buk schafft ihr zum Großteil auch mit einem geländegängigen Kinderwagen. Die Holzstege sind hier relativ breit und der Höhenunterschied ist keineswegs dramatisch, auch wenn ihr hier und da auf ein paar Stufen stoßt.
Die legendären Plitvicer Seen sind dagegen mit Kinderwagen praktisch unbefahrbar und höchst ungeeignet. Die Holzstege über die Seen sind sehr schmal, oft fehlt ihnen jegliches Geländer, und in der Saison drängen sich darauf die Massen, was das Manövrieren mit dem Kinderwagen unmöglich macht. Für einen Besuch von Plitvice mit kleinen Kindern ist eine gute ergonomische Trage oder ein Tragetuch absolut unverzichtbar, und wir empfehlen kürzere Aussichtsrunden mit den Buchstaben A oder E, die kleine Beinchen nicht so sehr ermüden.
Es ist sehr wichtig zu wissen, dass die Naturschutzregeln in den letzten Jahren deutlich verschärft wurden. Während man sich früher unter den Wasserfällen im NP Krka abkühlen konnte, ist das Baden hier seit 2021 streng verboten – zum Schutz des fragilen Ökosystems. An den Plitvicer Seen gilt dieses Badeverbot schon seit Jahrzehnten, deshalb müsst ihr für diese konkreten Ausflüge gar keine Badesachen einpacken.
💡 Tipp: Plant die Ausflüge in beide Parks für Tage ein, an denen es bewölkt oder etwas kühler ist. Die offene Fläche rund um die Wasserfälle kann in der sommerlichen Mittagssonne erschöpfend sein, und Schatten findet ihr auf den Holzstegen nur wenig.

8. Spaß und Tiere an der Küste
Kinder lieben Tiere, und die kroatische Küste bietet großartige Möglichkeiten, sie sicher in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Die Insel Lošinj ist berühmt für ihre ganzjährige und recht zahlreiche Population an Großen Tümmlern, die sich hier im offenen Meer aufhalten. Ihr könnt ein Bildungszentrum besuchen, das ihrem Schutz gewidmet ist, oder auf eine rücksichtsvolle Boots-Safari aufbrechen, bei der ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit diese wunderschönen Tiere verspielt aus den Wellen springen seht.
Ein weiteres fantastisches Familienziel ist der Nationalpark Brijuni unweit des Ferienorts Fažana in Istrien. Diese Inselgruppe bietet eine einzigartige Kombination aus historischen Sehenswürdigkeiten und einem offenen Safaripark, in dem Zebras, Lamas oder Elefanten frei weiden, die der ehemalige Präsident Tito hier hinterlassen hat. Die ganze Insel könnt ihr zu Fuß, mit Leihfahrrädern oder im Elektro-Golfwagen erkunden, was an sich schon ein riesiges Abenteuer ist. Aufmerksame Kinder können hier sogar gut erhaltene Dinosaurier-Fußabdrücke in den Felsen an der Küste entdecken.
Für etwas ältere und mutigere Kinder ist die Adrenalin-Aussichtsplattform Biokovo Skywalk hoch über der Makarska-Riviera ein riesiges Erlebnis. Es handelt sich um einen Glassteg, der sich über einem tiefen Abgrund erhebt, eure Tapferkeit testet und euch mit einem phänomenalen Blick auf die gesamte Küste und die Inseln belohnt. Der Eintritt in den Nationalpark liegt bei etwa acht Euro für Kinder über sieben Jahre, und die Auffahrt über die schmale Bergstraße ist ein Erlebnis für sich.
💡 Tipp: Selbst der gewöhnlichste und kürzeste Ausflug mit einem kleinen Boot oder einer Fähre ist für Kinder im Vorschulalter ein riesiges Abenteuer. Ihr müsst nicht gleich teure Ganztagsexkursionen bezahlen, oft reicht eine kurze Überfahrt zwischen einem Festlandhafen und der nächsten kleinen Insel. Tickets und kurze Ausflüge in der Umgebung könnt ihr euch bequem auch auf Plattformen wie GetYourGuide ansehen.

9. Gesundheit, Sicherheit und die Tücken des Meeres
Obwohl die Adria sehr sicher ist, birgt sie eine ziemlich unangenehme Tücke, und das sind Seeigel. Diese stacheligen Kugeln verstecken sich gern zwischen Steinen gleich am Einstieg ins Wasser, und draufzutreten kann den ganzen Urlaub verderben. Feste Badeschuhe sind für alle Familienmitglieder ausnahmslos absolut Pflicht. Sollte doch ein Unfall passieren, versucht nicht, die Stacheln mit Gewalt herauszuziehen, sondern packt euch eine Zugsalbe in die Reiseapotheke, die den Stachel über Nacht von selbst aus der Haut „herauszieht“.
Was die medizinische Versorgung betrifft, gilt in allen staatlichen Einrichtungen und Krankenhäusern eure Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), die euch eine Akutversorgung zu denselben Bedingungen wie den Einheimischen sichert. In Kroatien gibt es allerdings ein System der finanziellen Selbstbeteiligung (die sogenannte Partizipation) bei Behandlungen und Medikamenten, deshalb ist es absolut entscheidend, für die ganze Familie zusätzlich eine gute private Reiseversicherung abzuschließen, die diese Zuzahlungen zuverlässig abdeckt.
Das Apothekennetz (achtet auf die Aufschrift „ljekarna“ mit dem grünen Kreuz) ist in den größeren Ferienorten sehr dicht, und die Apotheker sprechen üblicherweise Englisch oder zumindest grundlegendes Deutsch. Die meisten gängigen Medikamente gegen Fieber oder Durchfall bekommt ihr hier problemlos. Babynahrung und spezielle Kleinkindmilch bringt aber lieber in ausreichender Menge von zu Hause mit, denn die örtlichen Supermärkte haben vielleicht nicht genau die Marke, an die euer Baby gewöhnt ist und die es verträgt.
💡 Tipp: Schützt eure Kinder vor Sonnenstich und Sonnenbrand. Im Juli und August brennt die Sonne mit enormer Kraft schon am frühen Vormittag, deshalb nehmt an den Strand immer ein faltbares Strandzelt oder einen guten Sonnenschirm mit, verwendet Cremes mit höchstem Lichtschutzfaktor und achtet darauf, dass die Kinder ständig ein Hütchen auf dem Kopf tragen und genug sauberes Wasser trinken.

10. Was einpacken und wie die Reise meistern
Das Packen für die Familie gleicht oft einer komplizierten logistischen Operation, aber das A und O ist, die Strandausrüstung nicht zu unterschätzen. Vergesst neben den erwähnten Badeschuhen und dem Sonnenschirm nicht ausreichend leichte, atmungsaktive Kleidung, eine gute Sonnenbrille mit UV-Filter und natürlich Spielzeug für Sand oder Steine, das die Kinder stundenlang beschäftigt. Fürs Auto bereitet eine Kühltasche mit frischem Obst und genug Getränken für die lange Fahrt vor.
Wenn euch eine Überfahrt mit der Fähre auf die Inseln erwartet, ist es gut, sich auf mögliche Seekrankheit vorzubereiten, auch wenn die großen Rumpffähren der Gesellschaft Jadrolinija sehr stabil sind. Hat ein Kind einen empfindlicheren Magen, haltet euch auf dem mittleren oder unteren Deck im hinteren Teil des Schiffes auf, wo das Schiff am wenigsten schaukelt. Wichtig ist, die Kinder zu motivieren, nach draußen auf den festen Horizont zu schauen, und ihnen vor der Überfahrt nur leichteres und trockenes Essen zu geben.
Widmet auch der Reiseapotheke große Aufmerksamkeit. Packt neben Mitteln zur Fiebersenkung, Nasen- und Ohrentropfen oder Pflastern auch Probiotika zur Regulierung der Verdauung und ein zuverlässiges Mückenschutzmittel ein, denn die Mücken können an den Abenden am Wasser ziemlich aufdringlich sein. Wenn ihr nichts Wichtiges vergessen wollt, geht vor der Abfahrt unbedingt unsere detaillierte Liste durch, was ihr für Kroatien einpacken solltet, die euch Schritt für Schritt durch den Prozess führt.
💡 Tipp: Besorgt euch für die Rücksitze des Autos Organizer und ladet euch eure Lieblingstrickfilme oder Hörbücher aufs Tablet herunter, falls ihr auf der Autobahn oder an einer Mautstation in einem Stau stecken bleibt – was in der sommerlichen Hauptsaison recht häufig vorkommt.

Praktische Zusammenfassung und Richtpreise
- Entfernung und Fahrtzeit: München – Istrien (Rovinj) sind rund 600 km und etwa 6,5 Stunden reine Fahrt. München – Zadar sind rund 750 km und dauern etwa 8 Stunden Fahrt.
- Währung und Preise (Richtwerte für 2025/2026): Bezahlt wird vollständig in Euro. Eine Kugel Eis kostet zwischen 2 und 3 €, eine Mittagspizza im Restaurant rund 10 bis 15 €, ein großer Kaffee 2,50 bis 4 €.
- Autobahngebühren: In Österreich und Slowenien braucht ihr eine elektronische Vignette. Die kroatischen Autobahnen selbst funktionieren über Mautstationen (ihr zahlt für die gefahrene Strecke mit Karte oder bar an der Ausfahrt).
- Fähren: Für einen Pkw auf kürzeren Strecken (z. B. auf die Insel Cres oder Rab) zahlt ihr rund 15 bis 25 € pro Fahrzeug und etwa 4 bis 6 € pro Erwachsenen, Kinder haben je nach Alter oft Ermäßigung oder fahren kostenlos.
- Eintritte in die Parks: Der Nationalpark Krka und die Plitvicer Seen haben dynamische Preise. In der sommerlichen Hauptsaison kostet ein Erwachsenenticket rund 40 €, außerhalb der Saison sinkt der Preis auf weniger als die Hälfte.
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unsere Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und bucht ihr am besten über GetYourGuide.

Wie geht es weiter
- Sucht ihr die beste Ausstattung für eure Familie? Lest unseren ausführlichen Artikel zur Unterkunft in Kroatien.
- Wollt ihr keine Stunden mit Packen verbringen? Nutzt unsere praktische Checkliste und schaut, was ihr für Kroatien einpacken solltet.
- Seid ihr noch beim konkreten Reiseziel unentschlossen? Lasst euch von unserer großen Übersicht inspirieren, wohin in den Urlaub in Kroatien.
- Locken euch Sanddünen? Erkundet mit uns ausführlich die Insel Rab (Sandstrände).

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Wo gibt es in Kroatien Sandstrände?
Sandstrände sind in Kroatien eher eine Seltenheit, aber man kann sie finden. Zu den bekanntesten und beliebtesten Familienstränden gehören der lange Paradiesstrand im Ferienort Lopar auf der Insel Rab, der Königinnenstrand in Nin bei Zadar mit heilendem Schlamm oder der wunderschöne Strand Sakarun auf der Insel Dugi otok.
Kann ich mit dem Kinderwagen in den Nationalpark Krka?
Ja, der Hauptrundweg um die Wasserfälle Skradinski buk misst etwa zwei Kilometer und lässt sich mit einem Gelände- oder Sportkinderwagen ohne größere Probleme bewältigen. Die Holzstege sind hier ausreichend breit, wobei man an einigen Stellen eine kleinere Anzahl von Stufen überwinden muss.
Kann man in den Plitvicer Seen oder im NP Krka baden?
Na den Plitvicer Seen ist das Baden seit mehreren Jahrzehnten streng verboten. Im Nationalpark Krka war das Baden unterhalb der Hauptwasserfälle früher sehr beliebt, aber seit 2021 hat die Parkverwaltung auch hier ein striktes Badeverbot eingeführt, um das empfindliche Ökosystem zu schützen.
Wann ist die beste Zeit, um mit kleinen Kindern nach Kroatien zu fahren?
Absolut ideale Monate für einen Urlaub mit kleinen Kindern sind der Juni oder die erste Septemberhälfte. Das Meer ist dann bereits ausreichend warm zum Baden, aber man vermeidet so die extreme Augusthitze, die über dreißig Grad erreichen kann, sowie die ermüdenden Touristenmassen an den Stränden und auf den Autobahnen.
Braucht man in Kroatien wirklich Badeschuhe?
Ja, qualitativ hochwertige Wasserschuhe sind für Kinder und Erwachsene absolut notwendig. Die Adriaküste ist größtenteils steinig und im Wasser verstecken sich oft in Ufernähe Seeigel, deren Stacheln sehr schmerzhafte Verletzungen verursachen und so den Rest des gesamten Urlaubs verderben können.
Gilt die tschechische Gesundheitskarte in Kroatien?
Ja, Ihre blaue Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) ist in allen staatlichen Gesundheitseinrichtungen gültig. Es ist jedoch unbedingt erforderlich, auch eine kommerzielle Reiseversicherung abzuschließen, da es in Kroatien ein System der finanziellen Eigenbeteiligung der Patienten an Behandlungen und Medikamenten gibt.
Wohin in Kroatien mit dem Auto am nächsten fahren?
Wenn Sie die Fahrzeit auf ein Minimum verkürzen möchten, konzentrieren Sie sich auf die Halbinsel Istrien oder die Region Kvarner. Zu Ferienorten wie Umag, Poreč oder Rovinj gelangen Sie von Prag aus in etwa acht bis neun Stunden Fahrt, was mit Kindern im Auto sehr bequem an einem Tag zu bewältigen ist.
Was tun auf der Fähre gegen Seekrankheit?
Wenn eure Kinder das Schaukeln schlecht vertragen, wählt einen Platz im mittleren oder hinteren Teil des Schiffes auf einem der unteren Decks, wo die Bewegungen des Rumpfes am geringsten sind. Die Kinder sollten leichte Kost im Magen haben, sollten nach draußen auf den festen Horizont schauen und habt für den Notfall ein Mittel gegen Reiseübelkeit zur Hand.
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