Beste Reisezeit Lofoten in Norwegen: Wetter Monat für Monat & Mitternachtssonne 2026

Der norwegische Sommer ist ein kleiner Widerspruch in sich, und wer in den hohen Norden aufbricht, sollte die Beständigkeit, die man von sonnigen Urlaubsorten in Südeuropa kennt, am besten sofort vergessen. Das Wetter jenseits des Polarkreises kann sich von einer Minute auf die andere drehen, weshalb es für deinen Urlaub auf den Lofoten in Norwegen absolut entscheidend ist, in welchem Monat du deine Reise planst. Die Lofoten haben zwar nur rund 25.000 ständige Einwohner, doch jedes Jahr strömen über eine Million Touristen hierher – die allermeisten davon versuchen, sich in das schmale Zeitfenster zwischen Ende Juni und Mitte August zu quetschen.

Damit du nicht im endlosen Stau auf der schmalen Hauptstraße E10 feststeckst oder dein gesamtes Gehalt beim örtlichen Autovermieter lässt, solltest du genau wissen, worauf du dich in den einzelnen Phasen des Jahres einlässt. In diesem ausführlichen Guide zeige ich dir, wann die beste Reisezeit für die Lofoten in Norwegen ist – mit Blick auf Niederschlag, Durchschnittstemperaturen, Menschenmassen und dein Gesamtbudget. Norwegen ist nämlich ein Reiseziel, bei dem das richtige Timing darüber entscheidet, ob du Erinnerungen an märchenhafte Fjorde mitbringst oder nur an Nebel und durchnässte Schuhe.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zusammenfassung

Wann ist die beste Reisezeit für die Lofoten in Norwegen? Der goldene Kompromiss ist für die meisten Reisenden der Juni, denn statistisch regnet es dann am wenigsten, die Straßen sind noch nicht hoffnungslos verstopft und du kannst die Mitternachtssonne mit eigenen Augen bewundern. Wer dagegen Polarlichter sehen möchte und mit mehr Kälte zurechtkommt, sollte im September oder Oktober anreisen.

  • Wärmster Monat: Juli mit durchschnittlich 12 bis 15 °C, ganz ausnahmsweise kann das Thermometer aber auch auf bis zu 25 °C klettern.
  • Trockenster Sommermonat: Juni, der deutlich stabilere Bedingungen bietet als der regnerischere August (mit statistisch bis zu 11 Regentagen).
  • Mitternachtssonne: Dieses magische Phänomen dauert auf den Lofoten ununterbrochen genau vom 28. Mai bis zum 14. Juli.
  • Teuerste Zeit: Der Juli ist der Monat mit den absolut höchsten Preisen – traditionelle Rorbuer (Fischerhütten) kosten dann 2.000 bis 3.500 NOK (ca. 175 bis 305 €) pro Nacht.
  • Wassertemperatur: Im Juni hat das Wasser an den traumhaften weißen Stränden nur 4 bis 6 °C, im August „erwärmt“ sich der Ozean dann leicht auf 13 °C.
  • Diese App brauchst du unbedingt: Die norwegische Wetter-App yr.no, die unverzichtbare 90-Minuten-Vorhersagen für die schnelle Planung bietet.
7 Dinge, die du über die Jahreszeiten wissen musst
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
✈️ Günstige Flüge
Suchen Sie günstige Flüge?
Vergleichen Sie alle Airlines und finden Sie die günstigsten Termine. · Mehr günstige Flüge →
Flüge finden →
📶 DATEN FÜR DIE REISE
Mobiles Internet im Urlaub — per eSIM
⚡ QR-Aktivierung in 2 Min. · 📱 keine physische SIM · 🌍 37 Länder · ab 3 €
eSIM für Europa holen →
✅ Vom Team des Reiseblogs Loudavým krokem · Unser eigenes Projekt — lk-sim.com

7 Dinge, die du über die Jahreszeiten wissen musst

Juni: Licht, Ruhe und eiskaltes Wasser
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

1. Juni: Licht, Ruhe und eiskaltes Wasser

Der Juni ist für viele Reisende der schlauste Kompromiss überhaupt, wenn man den nordischen Sommer in seiner angenehmsten und ruhigsten Form erleben möchte. Statistisch ist es nämlich der trockenste Monat der gesamten Sommersaison, was in einer Region, die für ihre häufigen und unerwarteten Schauer bekannt ist, ein riesiges Plus für die Planung von Wanderungen ist. Die Touristenmassen aus aller Welt bilden sich in dieser Zeit erst langsam, sodass die Lofoten-Hauptader in Form der E10 herrlich befahrbar bleibt, ohne dass du alle fünf Minuten mühsam vor einem deutschen Wohnmobil zum nächsten Rastplatz zurücksetzen musst.

Ein riesiger Vorteil des Juni-Termins ist außerdem das völlige Fehlen lästiger Mücken, die der frische Wind vom Ozean und der kühlere Start in den nordischen Sommer noch zuverlässig in Schach halten. Der Preis für diese Ruhe und relative Trockenheit ist allerdings die Wassertemperatur, die dich definitiv nicht zu einem langen, freudigen Badevergnügen verleiten wird. An den schönsten Stränden wie Haukland oder Rambergstranda hat das glasklare Wasser im Juni nur etwa 4 bis 6 °C.

Der Sand ist hier zwar fein und strahlend weiß wie irgendwo in der Karibik, doch der eiskalte Ozean lässt dich keine Sekunde vergessen, dass du dich hoch oben jenseits des Polarkreises befindest. Rechne damit, dass selbst Spaziergänge am Strand in warmen Pullovern und Windjacken deutlich angenehmer sind als in luftiger Sommerkleidung, denn der kalte Wind kann die gefühlte Temperatur sehr schnell und unerbittlich nach unten drücken.

💡 Tipp: Buche Unterkunft und Mietwagen für den Juni am besten mit großem Vorlauf – ruhig auch ein halbes Jahr im Voraus. Auch wenn der Höhepunkt der Sommersaison noch lange nicht erreicht ist, verschwinden die besten Preis-Leistungs-Angebote der traditionellen Rorbuer schon im frühen Frühjahr aus den Buchungssystemen.

Sommerstrand Haukland
Foto: Michele Agostini / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

2. Juli: Die norwegische Riviera, Massen und Mücken

Der Juli ist auf den Lofoten voll – und zwar buchstäblich zum Bersten, denn sowohl in Norwegen selbst als auch in weiten Teilen des restlichen Europas sind gerade die langen Schulferien. Die Preise für die klassischen Fischerhütten schießen in diesem Monat steil nach oben auf 2.000 bis 3.500 NOK pro Nacht, was umgerechnet für 2026 etwa 175 bis 305 € für eine einzige Übernachtung bedeutet. Ein gewaltiger Einschnitt in dein Reisebudget ist auch die Anmietung eines ganz normalen Kleinwagens, der dich im Juli 7.000 bis 11.000 NOK pro Woche (ca. 610 bis 960 €) kostet – ein geräumigeres SUV kann sogar auf astronomische 17.000 NOK (rund 1.480 €) klettern.

Im Juli erlebst du die norwegischen Inseln in ihrer wärmsten Form, wenn das Thermometer in seltenen Fällen sogar unglaubliche 25 °C anzeigen kann. Verlass dich darauf aber auf keinen Fall, denn der langjährige Sommerdurchschnitt hält sich hartnäckig und stabil zwischen 12 und 15 °C, sodass eine gute Daunenjacke in deinem Koffer definitiv nicht fehlen sollte.

Wenn gerade kein starker Wind weht und die wärmende Sonne zum Vorschein kommt, betreten kleine Fliegen und Mücken die Bühne, die jedes abendliche Beisammensein auf der Terrasse ordentlich verleiden können. Im Vergleich zum norwegischen Binnenland, wo die Insektenschwärme oft unerträglich sind, ist das an der Küste zwar nur ein laues Lüftchen, aber ein gutes Insektenschutzmittel mit hohem DEET-Gehalt ist absolute Pflicht – besonders, wenn du Spaziergänge an Binnenseen planst.

💡 Tipp: Wenn du an einen betrieblichen Urlaub gebunden bist und schlichtweg im Juli reisen musst, wappne dich mit einer großen Portion Geduld bei der Suche nach Parkplätzen. Zu beliebten Orten wie dem Dorf Reine oder dem Strand Haukland fährst du entweder sehr früh morgens oder spät abends, um den größten Touristenmassen aus dem Weg zu gehen.

August: Rückkehr der Dunkelheit und Rabatte für den Geldbeutel
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

3. August: Rückkehr der Dunkelheit und Rabatte für den Geldbeutel

Mitte August atmet das gesamte Archipel endlich tief durch, was du sofort an der allgemeinen Atmosphäre und am Stand deines Kontos spürst. Die Übernachtungspreise fallen um sehr angenehme 20 bis 30 %, sodass du stilvolle Rorbuer mit Fjordblick zu deutlich sympathischeren Beträgen bekommst. Auch auf die stark frequentierte Fähre, die zwischen Bodø und Moskenes pendelt, kommst du selbst ohne langfristige Reservierung deutlich leichter – mit voll beladenem Auto ist es allerdings immer sicherer, das Ticket vorab über die Website der Reederei Torghatten zu kaufen.

Es gibt aber einen ziemlich grundlegenden Haken, nämlich die deutlich erhöhte Niederschlagsmenge, die mit dem nahenden Ende des nordischen Sommers kommt. Statistisch regnet es im August an rund 11 Tagen im Monat, also drei Regentage mehr als im relativ trockeneren Juni, sodass deine regenfeste Kleidung ordentlich gefordert wird.

Der Ozean ist nach der langen Sommer-Sonneneinstrahlung auf sein Jahresmaximum „erwärmt“, was rund 13 °C beträgt, aber leider werden die ungemütlichen und windigen Tage langsam mehr. Der riesige Vorteil des August-Termins ist jedoch die allmähliche Rückkehr der Dunkelheit, wodurch die Nächte länger werden und der Schlaf plötzlich deutlich leichter und tiefer fällt, weil dein Gehirn nicht mehr vom ständigen Licht verwirrt wird.

💡 Tipp: Die zweite Augusthälfte ergibt enorm viel Sinn, wenn du Hunderte Euro bei Mietwagen und Unterkunft sparen willst und nicht unbedingt die Mitternachtssonne brauchst. Wenn du damit klarkommst, dass es dir auf einer Bergwanderung mal in den Kragen regnet, bekommst du ein viel authentischeres Erlebnis ohne allgegenwärtiges Gedränge.

September und Herbst: Der goldene Mittelweg für Polarlichter
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

4. September und Herbst: Der goldene Mittelweg für Polarlichter

September und Oktober werden von erfahrenen Reisenden oft als der heimliche „Sweet Spot“ des gesamten Lofoten-Jahres bezeichnet, weil sie die Vorteile des bunten Herbstes mit der Hoffnung auf unvergessliche Himmelsschauspiele verbinden. In dieser Zeit werden die Tage dramatisch kürzer, was genug Dunkelheit für die nächtliche Beobachtung der magischen Polarlichter über den Lofoten in Norwegen bringt, gleichzeitig schenkt dir die Natur aber noch ausreichend Tageslicht für ganztägige Ausflüge und anspruchsvolle Bergwanderungen.

Die Natur kleidet sich im Laufe des Septembers nach und nach in unglaublich satte Gelb-, Orange- und Rottöne, was die Lofoten-Täler zum absoluten Paradies für alle Liebhaber der Landschaftsfotografie macht. Gleichzeitig sind die Straßen und die malerischen Fischerdörfer schon fast menschenleer, sodass du das beharrliche Gefühl hast, die raue nordische Schönheit endlich ganz für dich allein zu haben.

Das Wetter ist in diesen Monaten allerdings deutlich unberechenbarer, und du musst realistisch mit häufigen Herbststürmen, starkem Wind und plötzlichen Temperaturstürzen rechnen, die auf den Berggipfeln schnell gegen null fallen können. Im Herbst beginnen außerdem einige saisonale Restaurants und abgelegenere Cafés zu schließen, sodass es sehr klug ist, eine Unterkunft mit eigener Küche zu reservieren und Vorräte in den lokalen Supermärkten zu kaufen.

💡 Tipp: Wenn dein Hauptziel und großer Traum die Polarlichter sind, komm am besten zwischen Ende September und Ende Oktober hierher. Vergiss ein stabiles Stativ und gute warme Kleidung nicht, denn das Warten auf die grünen Lichter mitten in einer frostigen Nacht kann zur echten Geduldsprobe werden.

Verschneites Hamnøy im rosa Morgenlicht
Foto: Depositphotos

5. Winter (Dezember bis März): Polarnacht und Schnee

Die Lofoten im Winter sind ein Kapitel für sich und stellen eine völlig andere Welt voller dramatischer visueller Kontraste, tiefer Stille und faszinierender frostiger Schönheit dar. Während die Sonne im Sommer gar nicht untergeht, erlebst du im Winter umgekehrt die dunkle Polarnacht, in der sich die Sonnenscheibe überhaupt nicht über dem Horizont zeigt, und die gesamte verschneite Landschaft wird nur von einem magischen blauen Dämmerlicht erhellt, das sich auf der Oberfläche der Fjorde spiegelt.

Diese raue Zeit ist die absolute Königsklasse für leidenschaftliche Polarlichtjäger, denn die endlos langen Nächte bieten das maximal mögliche Zeitfenster für die Beobachtung dieses Naturschauspiels. Gleichzeitig ist es die Zeit, in der die Dörfer intensiv nach getrocknetem Stockfisch duften, der an riesigen Holzgestellen hängt, und die ganze Landschaft bekommt unter einer frischen Schneeschicht einen unglaublich märchenhaften und unberührten Hauch.

Reisen im Winter erfordert allerdings eine deutlich gründlichere logistische Vorbereitung, denn die Straßen können permanent vereist, die Bergpässe wegen Lawinengefahr zeitweise gesperrt und die Tage extrem kurz für längere Strecken sein. Die Temperaturen fallen dank des Einflusses des Golfstroms zwar selten tief unter -5 °C, aber der scharfe eisige Wind vom Ozean kann die gefühlte Kälte auf deutlich unangenehmere Werte drücken.

💡 Tipp: Reizen dich verschneite Romantik und die Jagd auf grüne Lichter am nächtlichen arktischen Himmel? Stöbere in unserem ausführlichen Artikel darüber, was es auf den Lofoten im Winter zu sehen gibt, wo du alle wichtigen Infos für sicheres Reisen auf Schnee und Eis findest.

Mitternachtssonne: Die Magie, die dich nicht schlafen lässt
Foto: Virtual-Pano / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man auf den Lofoten übernachten kann
2 Unterkünfte — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

6. Mitternachtssonne: Die Magie, die dich nicht schlafen lässt

Stell dir diese leicht surreale Szene vor: Es ist halb elf abends, du sitzt zufrieden auf der Holzterrasse deiner Unterkunft am Fjord, und es sieht nach einem schönen späten Nachmittag aus – dabei rückt unaufhaltsam Mitternacht näher. Die Mitternachtssonne dauert auf den Lofoten genau vom 28. Mai bis zum 14. Juli, wenn die strahlende Sonnenscheibe den Meereshorizont nur leicht berührt, aber überhaupt nicht hinter ihm untergeht und wieder zu steigen beginnt.

Für begeisterte Fotografen und Liebhaber langer Abendspaziergänge ist das ein wahr gewordener Traum, aber für deinen natürlichen biologischen Rhythmus kann es die reinste logistische und physiologische Hölle bedeuten, wenn du unvorbereitet anreist. Der Körper braucht für tiefen Schlaf und die Melatoninproduktion Dunkelheit – wenn das Licht also nicht verschwindet, bekommt dein Gehirn schlicht kein Signal zum Ausruhen, und du wälzt dich frustriert bis in die frühen Morgenstunden im Bett.

Die meisten moderneren Rorbuer und besseren Hotels verstehen zum Glück sehr gut, dass Touristen aus dem Süden nachts Dunkelheit brauchen, und haben deshalb in den Schlafzimmern blickdichte Verdunkelungsvorhänge oder Rollos installiert. Verlass dich aber keinesfalls hundertprozentig darauf und pack für alle Fälle eine Rolle gutes Malerkrepp und ein paar stabile schwarze Müllsäcke ein, die dir den Urlaub buchstäblich retten können.

💡 Tipp: Wenn du feststellst, dass die Hotelvorhänge an den Rändern viel Licht durchlassen, lösen schwarze Müllsäcke, die du mit Klebeband direkt auf die Fensterscheibe klebst, das Problem in unter fünf Minuten elegant. Vergiss diverse Klammern, Magnete oder eingeklemmte Handtücher, die an glatten Fenstern in der Praxis nie halten und mitten in der Nacht mit Getöse herunterfallen.

7. Die App yr.no: Dein norwegisches Heiligtum und die Planung auf die Stunde

Egal, ob du dich am Ende für den sonnigen, ruhigen Juni oder den ungemütlicheren August entscheidest – das Lofoten-Wetter macht schlicht, was es selbst für richtig hält, und du musst dich ihm anpassen. Grelle Sonne, heftigen Regen, undurchdringlichen Nebel und böigen Wind an einem einzigen Nachmittag zu erleben, ist hier absoluter und völlig normaler Standard, der dich nicht aus der Ruhe bringen darf.

Vergiss deshalb deutsche Wetter-Apps oder globale Vorhersagen, die in diesen speziellen Breitengraden oft versagen, und mach in deinem Handy Platz für die norwegische App yr.no. Diese App funktioniert sehr ähnlich wie die präzisen Modelle für Surfer, und du musst darin vor allem die detaillierten 90-Minuten-Vorhersagen für konkrete Orte aufmerksam verfolgen.

Eine Planung mehrere Tage im Voraus funktioniert hier nämlich überhaupt nicht – auf den Lofoten müssen Pläne ausschließlich auf die Stunde gemacht und kurzfristig geändert werden. Wenn du auf dem Radar siehst, dass es von zehn bis halb eins stark regnen soll, bleib im Rorbu, spiel Brettspiele und koch dir Mittagessen, damit du Punkt eins, wenn die Wolken aufreißen, gleich zur Wanderung aufbrechen kannst.

💡 Tipp: Trotz sehr präziser Daten in den Apps darfst du nie die große Schwankung von Jahr zu Jahr vergessen, denn die raue Natur jenseits des Polarkreises spielt immer nach eigenen Regeln. Du kannst einen Juni erleben, in dem es vierzehn Tage am Stück regnet, und einen August, in dem du am Strand im kurzen T-Shirt schwitzt.

Praktische Zusammenfassung und Richtpreise

Damit du dir besser vorstellen kannst, was dich in den einzelnen Monaten realistisch erwartet und wie viel das Ganze kostet, habe ich für dich eine übersichtliche Zusammenfassung der wichtigsten Daten vorbereitet. Alle angegebenen Preise sind sorgfältig für die Sommersaison 2026 geschätzt und entsprechen dem üblichen touristischen Standard.

  • Preis für Rorbu-Unterkunft (Juli): Liegt üblicherweise zwischen 2.000 und 3.500 NOK (ca. 175 bis 305 €) pro Nacht.
  • Preis für Rorbu-Unterkunft (August): Rund 20 bis 30 % günstiger, also etwa angenehmere 1.500 bis 2.500 NOK pro Nacht.
  • Mietwagen (Kleinwagen) pro Woche (Juli): Kostet dich 7.000 bis 11.000 NOK (ca. 610 bis 960 €).
  • SUV pro Woche (Juli): Kann auf bis zu 17.000 NOK (rund 1.480 €) klettern, deshalb rechtzeitig reservieren.
  • Durchschnittstemperaturen im Sommer: Meist 12 bis 15 °C (wobei seltene Temperaturspitzen bis zu 25 °C erreichen können).
  • Wassertemperatur: Von eiskalten 4 bis 6 °C im Juni bis zu erträglicheren 13 °C ganz am Ende des Augusts.
  • Anzahl der Regentage: Der Juni ist statistisch am trockensten, während es im August im Schnitt ganze 11 Tage regnet.
  • Essen und Verpflegung: Norwegen ist insgesamt extrem teuer, sodass du wirklich deutlich sparst, wenn du selbst aus Zutaten vom Discounter Rema 1000 kochst. Falls du ins Restaurant gehst, findest du immer problemlos hervorragende vegetarische Optionen wie deftige Gemüsesuppen, Salate mit lokalem Käse oder ausgezeichnete Pizza, die dich nach einem langen Tag auf den Beinen zuverlässig satt machen.

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleichst und buchst du am besten über GetYourGuide.

Wohin als Nächstes

Wenn du gerade intensiv deine Nordlandreise planst und deinen Reiseplan zusammenstellst, werden dir unsere weiteren ausführlichen Artikel bestimmt helfen, die dir die gesamte Vorbereitung deutlich erleichtern und viel Zeit sparen:

Häufig gestellte Fragen

Wann ist eigentlich die beste Zeit für die Lofoten?

Hängt ganz von euren persönlichen Prioritäten ab, aber als goldener Mittelweg gilt meist der Juni oder Anfang September. Im Juni erlebt ihr die magische Mitternachtssonne, die wenigsten Niederschläge und leerere Straßen, während ihr im September den Sommermassen ausweicht und eine einzigartige Chance bekommt, zum ersten Mal die herbstlichen Polarlichter zu sehen.

Wann scheint auf den Lofoten genau die Mitternachtssonne?

Dieses faszinierende magische Phänomen, bei dem die Sonne überhaupt nicht hinter dem Meereshorizont untergeht, könnt ihr hier mit eigenen Augen genau vom 28. Mai bis 14. Juli beobachten. Während dieser Zeit ist es draußen ununterbrochen taghell, was euren Schlafrhythmus unangenehm stören kann, falls ihr keine ordentlich abgedunkelten Fenster im Schlafzimmer habt.

Stimmt es, dass es im Sommer auf den Lofoten viele Mücken gibt?

Ja, besonders im warmen Juli werdet ihr auf Mücken und kleine beißende Fliegen treffen, aber zum Glück ist es nicht so eine Katastrophe wie im Norden im Landesinneren. Ein hochwertiges Mückenschutzmittel mit hohem DEET-Anteil sollte auf jeden Fall fester Bestandteil eurer Reiseausrüstung sein, vor allem wenn ihr abendliche Spaziergänge in der Nähe von stehendem Wasser plant.

Wie viel kostet die Unterkunft in traditionellen Rorbu-Häuschen wirklich?

In der absoluten Hochsaison im Juli zahlt man für eine Nacht in einem traditionellen roten Rorbu durchschnittlich 2 000 bis 3 500 NOK (etwa 170 bis 300 EUR). Wenn ihr erst in der zweiten Augusthälfte oder im September anreist, fallen die Preise für diese Unterkunft um etwa zwanzig bis dreißig Prozent.

Macht es überhaupt Sinn, im August auf die Lofoten zu fahren?

Auf jeden Fall, und zwar besonders nach Mitte August, wenn der größte Ansturm nachlässt. Ihr entgeht überfüllten Menschenmassen und den höchsten Preisen, und die zurückkehrende Dunkelheit erleichtert euch das abendliche Einschlafen erheblich. Ihr müsst allerdings realistisch damit rechnen, dass der August statistisch etwas regnerischer ist als der Juni, weshalb ein guter Regenmantel absolut unverzichtbar ist.

Kann man auf den Lofoten normal im Meer baden?

Es hängt vor allem von eurer persönlichen Abhärtung ab, aber für einen normalen Sterblichen, der an das Mittelmeer gewöhnt ist, ist es eher eine sehr schnelle Erfrischung als irgendein Schwimmen. Im Juni hat das Wasser an den Stränden nur etwa 4 bis 6 °C, Ende August kann sich der Ozean dann maximal auf 13 °C erwärmen, was immer noch eine große Portion Mut erfordert.

Wann ist die beste Zeit, um Polarlichter zu sehen?

Zur Beobachtung der Aurora Borealis benötigt ihr absolute Dunkelheit, daher öffnet sich das beste Zeitfenster von Ende September bis Ende März. Im Sommer habt ihr aufgrund der Mitternachtssonne und der endlos langen Tage einfach keine Chance, das Polarlicht am Himmel zu sehen, selbst wenn die Sonnenaktivität noch so groß wäre.

Welche Wetter-App sollte man in Norwegen nutzen?

Lade dir vor der Reise unbedingt die norwegische App yr.no auf dein Handy. Weder tschechische noch gängige internationale Modelle funktionieren hier bei weitem nicht so gut wie dieser lokale Dienst, der sehr präzise 90-Minuten-Vorhersagen bietet, was für das schnell wechselhafte Lofoten-Wetter absolut entscheidend ist.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Verwandte Artikel

ANTWORT SCHREIBEN

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Sie sind hier:

ReisenEuropaBeste Reisezeit Lofoten in Norwegen: Wetter Monat für Monat & Mitternachtssonne...

Aktuelle Blogbeiträge