Stell dir vor, du stehst in völliger Dunkelheit an einem verschneiten Strand, vom Ozean weht ein eisiger Wind, der tief unter die Jacke kriecht, und trotzdem kannst du deinen Blick nicht vom Himmel abwenden. Denn über den majestätischen Berggipfeln haben gerade grüne und rosafarbene Lichtbänder begonnen, sich zu wellen und wie ein himmlischer Vorhang zu tanzen. Das Polarlicht, auch Aurora Borealis genannt, ist schlichtweg eines der schönsten Naturschauspiele, das unser Planet zu bieten hat. Die Lofoten in Norwegen zählen dank ihrer Lage hoch über dem Polarkreis und ihrer dramatischen Landschaft zu den absolut besten und fotogensten Orten der Welt, um dieses Phänomen zu beobachten. In diesem ausführlichen Ratgeber findest du alle wichtigen Infos und genau 7 Dinge, die du wissen musst, um deine Chancen auf eine erfolgreiche Jagd zu maximieren. Du erfährst, wann die Hauptsaison ist, an welchen konkreten Spots du die besten Fotos machst, wie du die norwegischen Wettervorhersagen richtig liest und wie du dich kleiden solltest – denn der nordische Winter kann gnadenlos sein. Ich gebe dir auch Tipps zu den Kameraeinstellungen und zur Orientierung in den passenden Apps, damit dir nicht einmal der kleinste Hauch grüner Schönheit entgeht.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Wann hinfahren: Die offizielle Polarlichtsaison dauert von Ende September bis Mitte April, wenn es im Norden dunkel genug ist.
- Beste Tageszeit: Statistisch tritt die stärkste Aktivität zwischen 22:00 und 02:00 Uhr nachts auf.
- Top-Fotospots: Die dankbarsten Kulissen bieten die Strände Uttakleiv, Gimsøy, Eggum und die berühmte Brücke im Dörfchen Hamnøy.
- Das Wetter ist der absolute Schlüssel: Du kannst extreme Sonnenaktivität haben, aber durch dichte Wolken siehst du gar nichts – das Wetter hat also immer Vorrang vor dem KP-Index.
- Unverzichtbare Apps: Lade dir die norwegische App yr.no für präzises Wetter und eine beliebige Aurora-App für Benachrichtigungen über die Aktivität herunter.
- Notwendige Ausrüstung: Für ein scharfes Foto brauchst du ein stabiles Stativ und jede Menge Geduld – die Kälte kriecht nämlich unter die Fingernägel.
- Richtpreise: Rechne 2026 damit, dass die Wochenmiete eines Autos mit Spikereifen rund 8.000 NOK (ca. 700 €) kostet.
7 Dinge, die du über die Polarlichter auf den Lofoten in Norwegen wissen musst
Die Lofoten liegen im sogenannten Aurora-Oval. Das bedeutet, dass die Chance auf ein Polarlicht hier riesig ist – selbst bei sehr geringer Sonnenaktivität. Doch die Aurora-Jagd besteht nicht nur darin, aus dem Fenster einer beheizten Hütte zu schauen und auf den Auslöser des Handys zu drücken. Es erfordert präzise Planung, die Bereitschaft, draußen zu frieren, und die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Werfen wir einen Blick auf die 7 wichtigsten Tipps, die dich auf dein nächtliches Abenteuer vorbereiten und dafür sorgen, dass du die schönsten Erinnerungen und Fotos mit nach Hause nimmst.

1. Wann ist die Hauptsaison und zu welcher Zeit aufbrechen
Obwohl die Sonne das ganze Jahr über Teilchen ins All schleudert und das Polarlicht theoretisch ununterbrochen leuchtet, brauchst du absolute Dunkelheit, um es mit eigenen Augen zu sehen. Und genau die fehlt im Norden Norwegens im Sommer schlichtweg. In den Sommermonaten herrscht auf den Lofoten die Mitternachtssonne, was bedeutet, dass die Haupt-Jagdsaison erst Ende September beginnt und Mitte April endet. Wenn du im Juli kommst, genießt du wunderschöne Wanderungen, aber von einem grünen Himmel wirst du nichts sehen.
Wenn du die besten fotografischen Bedingungen haben möchtest, denk über Monate wie Oktober, Februar oder März nach, in denen das Wetter statistisch etwas stabiler ist als im dunklen und regnerischen Dezember. Im Spätwinter bedeckt zudem tiefer Schnee die Landschaft, der das Restlicht wunderschön reflektiert und den Fotos eine unglaubliche Atmosphäre verleiht. Der Herbst bietet dagegen den Vorteil nicht zugefrorener Seen und Fjorde, auf deren Wasseroberfläche sich das Polarlicht perfekt spiegelt.
Was die Tageszeit betrifft, lässt sich das natürlich nicht auf die Minute genau planen, aber die höchste Aktivität tritt meist zwischen 22:00 und 02:00 Uhr auf. Manchmal zeigt sich die grüne Schönheit schon Schlag sechs Uhr abends, ein anderes Mal wartest du vergeblich bis in die frühen Morgenstunden. Geduld ist bei der Aurora-Jagd absolut notwendig, und es lohnt sich, auch ein bisschen Schlaf zu opfern, denn die Natur macht eben, was sie will.
💡 Tipp: Ruh dich tagsüber ausreichend aus und stell deinen Biorhythmus aufs Nachtleben um, damit du nicht schon in den ersten Tagen deines Urlaubs erschöpft bist und genug Energie für die ganze Nacht hast.

2. Die fünf schönsten Orte zur Beobachtung
Die Lofoten sind an sich unglaublich fotogen, doch für das perfekte Erlebnis brauchst du freie Sicht auf den nördlichen Himmel ohne starke Lichtverschmutzung. Ein absoluter Klassiker ist die berühmte Brücke in Hamnøy, von der aus die ikonischen roten Fischerhütten (Rorbu) mit dem majestätischen Berg Festvågtind im Hintergrund fotografiert werden. Dieser Ort ist bei Fotografen so beliebt, dass du nachts wahrscheinlich nicht allein sein wirst – aber das Ergebnis ist die Mühe wert.
Gleich nebenan liegt das malerische Dörfchen Reine, das atemberaubende Kulissen bietet und Buchten, in denen sich das grüne Licht spiegelt. Hier musst du allerdings etwas mehr auf die Straßenbeleuchtung achten, die das Foto leicht überstrahlen kann. Suche dir eine dunklere Ecke am Rand des Dorfes oder fahre zu den nahe gelegenen Aussichtspunkten entlang der E10.
Wenn du der Zivilisation entfliehen und das Polarlicht in völliger Stille genießen möchtest, mach dich auf zu den Stränden an der Nordseite der Inseln. Der Strand Uttakleiv ist unter Polarlichtjägern legendär wegen seiner runden Felsbrocken und der dramatischen Wellen, die im Vordergrund eines Fotos absolut fantastisch aussehen. Hier hast du den nördlichen Horizont direkt vor dir.
Ein weiterer großartiger Ort ist die felsige Küste von Eggum, wo dich ein weiter offener Horizont und ein Minimum an Lichtverschmutzung erwarten, sodass du das Polarlicht schon bei seinen ersten schwachen Regungen knapp über dem Meer verfolgen kannst. Und wir dürfen auch die Insel Gimsøy nicht vergessen, die sehr flach ist und eine 360-Grad-Sicht bietet, sodass dir kein Stückchen Nachthimmel entgeht – egal, aus welcher Richtung die Aktivität gerade kommt.
💡 Tipp: Bevor du nachts zur Sache gehst, schau dir die ausgewählten Orte schon tagsüber an, damit du genau weißt, wo du das Stativ sicher aufstellen kannst, und im Dunkeln nicht in unerwartete Löcher oder auf glatte Steine gerätst.

3. Wetter und klarer Himmel als absolute Grundlage
Viele Anfänger machen den entscheidenden Fehler, nur die Sonnenaktivität zu verfolgen und das Wichtigste zu vergessen: die Wolken. Das Polarlicht spielt sich in rund 100 Kilometern Höhe über der Erdoberfläche ab – wenn es also bewölkt ist, kann über dir ein historischer Sturm toben, und du siehst trotzdem einfach nichts. Das Wetter hat immer Vorrang vor jeder Aurora-App.
Das Wetter im Norden Norwegens ist extrem wechselhaft und ändert sich buchstäblich von Minute zu Minute. Sonne, dichten Schneefall, Nebel und starken eisigen Wind innerhalb eines einzigen Nachmittags zu erleben, ist absoluter Standard, der dich nicht aus der Ruhe bringen darf. Die Einheimischen sagen gern: Wenn dir das aktuelle Wetter nicht gefällt, warte einfach zehn Minuten.
Vergiss die üblichen globalen Apps auf deinem Handy und lade dir die norwegische yr.no herunter, die für die Einheimischen die absolute Bibel ist. Sie funktioniert sehr präzise, und du solltest darin vor allem die Wolkenkarte und die Kurzfristprognosen für die nächsten Stunden im Auge behalten. Konzentriere dich auf die Radarbilder, die dir zeigen, wohin sich die Wolken bewegen.
Manchmal reicht es, mit dem Auto zwanzig Kilometer weiter über den Berg zu fahren, und schon findest du einen völlig klaren Himmel, während es über deiner Unterkunft gerade in Strömen regnet. Die Lofoten haben dank ihrer steilen Berge und tiefen Fjorde zahlreiche Mikroklimata. Eine Planung für ganze Tage im Voraus funktioniert hier wirklich nicht – geplant wird höchstens stundenweise.
💡 Tipp: Bleib flexibel und sei bereit, sofort ins Auto zu steigen und einem Loch in den Wolken hinterherzufahren, sobald das Radar in der App yr.no eine vielversprechende Lücke in der Bewölkung anzeigt.

4. Wie man die Vorhersage und den KP-Index liest
Wenn du über dir freie Sicht hast, kommt als Nächstes die Beobachtung der eigentlichen Aurora-Aktivität mithilfe spezieller Handy-Apps. Der bekannteste und meistgenannte Indikator ist der sogenannte KP-Index, der auf einer Skala von null bis neun gemessen wird. Je höher die Zahl, desto stärker ist der geomagnetische Sturm.
Während du in Mitteleuropa für eine Beobachtung extreme Werte um KP 7 oder 8 brauchst, reichen dir auf den Lofoten dank der nördlichen Lage schon schlichte KP 1 oder 2. Wenn die App im Norden KP 3 oder 4 meldet, erwartet dich wahrscheinlich eine unglaubliche Show voller tanzender grüner und rosafarbener Bänder, die die gesamte Landschaft erleuchtet.
Auf deinem Handy sollte auf keinen Fall eine App wie My Aurora Forecast oder Aurora Alerts fehlen, die dir eine Benachrichtigung schicken, sobald die Chance auf eine Beobachtung in deiner Region deutlich steigt. Diese Apps sammeln Daten direkt von Satelliten und können die Entwicklung für die nächste Stunde recht genau einschätzen.
Wichtig ist auch, den Bz-Parameter (der im negativen Bereich liegen sollte) und die Geschwindigkeit des Sonnenwinds zu beobachten – Indikatoren, die erfahrenen Jägern oft mehr verraten als der KP-Index selbst. Ist der Sonnenwind schnell und dicht, wird das Polarlicht deutlich dynamischer sein.
Lass dich aber nicht entmutigen, wenn die Apps gerade keine idealen Zahlen anzeigen. Die Natur überrascht oft sehr, und das Polarlicht kann aus dem Nichts auftauchen – selbst in Momenten, in denen die Diagramme völlig hoffnungslos aussehen.
💡 Tipp: Starre nicht nur auf das Display voller Diagramme. Steck das Handy ab und zu tief in die Tasche und schau einfach zum nördlichen Horizont – deine Augen müssen sich außerdem an die Dunkelheit gewöhnen, um auch schwächeres Polarlicht erkennen zu können.

5. Wie man das Polarlicht mit Handy und Spiegelreflexkamera fotografiert
Wenn die Pracht endlich losbricht, willst du sie natürlich als Andenken festhalten. Für ein gelungenes Polarlichtfoto brauchst du unbedingt ein gutes Stativ, weil du mit langer Belichtung fotografierst, und die kleinste Handbewegung würde das Foto unrettbar verwischen.
Wenn du mit einer Spiegelreflex- oder modernen Systemkamera fotografierst, schalte in den vollen manuellen Modus. Stelle die Blende auf den niedrigstmöglichen Wert (zum Beispiel f/2.8 oder f/1.4), um möglichst viel Nachtlicht ins Objektiv zu lassen. Den Fokus musst du auf manuell umschalten und auf unendlich scharfstellen, am besten anhand eines hellen Sterns am Himmel.
Den ISO-Wert kannst du nach Bedarf auf Werte zwischen 1600 und 3200 anheben und die Belichtungszeit an die Bewegungsgeschwindigkeit des Polarlichts anpassen. Wenn sich die grünen Bänder schnell bewegen und tanzen, wähle eine kürzere Zeit von etwa 2 bis 5 Sekunden, damit Farben und Formen nicht zu einem großen, einheitlichen Schmierfleck verschwimmen. Bei einem schwachen, statischen Polarlicht kannst du den Verschluss ruhig 15 bis 20 Sekunden offen lassen.
Wenn du keine professionelle Ausrüstung hast, verzweifle nicht. Moderne Smartphones haben heute hervorragende Nachtmodi, die wunderschöne Aufnahmen zaubern können. Lehne das Handy einfach stabil an einen Stein, nutze den Selbstauslöser oder stelle es auf ein kleines Reisestativ und lass die Algorithmen ihre Arbeit machen.
💡 Tipp: Bei Kälte entladen sich die Akkus unglaublich schnell, also steck die Ersatzakkus für die Kamera in die Innentasche deiner Jacke, schön nah am Körper, damit sie warm bleiben und sich nicht entladen, bevor die eigentliche Vorstellung beginnt.

6. Was du für die nächtliche Jagd einpacken solltest
Das Warten auf das Polarlicht bedeutet stundenlanges Stehen im eisigen Wind und sehr oft auch im tiefen Schnee. Die richtige Kleidung entscheidet also darüber, ob du dieses einzigartige Erlebnis mit einem Lächeln auf den Lippen genießt oder es mit klappernden Zähnen erleidest und zurück ins Auto flüchtest.
Der Schlüssel zum Überleben ist gründliches Schichten, wobei du als Basisschicht ausschließlich hochwertige Merinowolle wählen solltest. Sie leitet Feuchtigkeit hervorragend ab und wärmt, auch wenn du beim kurzen Aufstieg zum Aussichtspunkt mit schwerem Rucksack ein wenig ins Schwitzen kommst. Baumwolle solltest du dagegen meiden, denn sobald sie feucht wird, kühlt sie dich unangenehm aus.
Über das Merino zieh dir einen warmen Fleecepullover oder einen dicken Wollpulli, und darüber eine ordentliche Daunenjacke, die dich zuverlässig vor dem eisigen Wind vom Ozean schützt. An die Beine gehören dicke, gefütterte Hosen oder gleich eine Skihose, unter der du warme Thermounterwäsche nicht vergessen solltest.
Absolut notwendig sind zwei Paar warme Socken, wasserdichte Winterstiefel mit fester, dicker Sohle und natürlich gute Fäustlinge. Wenn du fotografieren und ständig die Kameraeinstellungen anpassen willst, besorg dir spezielle Fotohandschuhe, bei denen du nur die Fingerspitzen bequem umklappen kannst.
💡 Tipp: Pack immer eine große Thermoskanne mit heißem Tee und ein paar chemische Handwärmer in den Rucksack, die du einfach knickst und in die Taschen steckst. Im nordischen Winter ist das die reinste Rettung, wenn die Finger den Dienst verweigern 😅.

7. Mietwagen und nächtliche Fahrten auf der E10
Um bei der Jagd ausreichend mobil zu sein und den Wolken effektiv ausweichen zu können, kommst du auf den Lofoten nicht ohne Mietwagen aus. Der öffentliche Nahverkehr funktioniert nachts praktisch nicht, und sich nur darauf zu verlassen, dass das Polarlicht zu dir kommt, würde ein enormes Risiko bedeuten, gar nichts zu sehen.
In den Wintermonaten sind glücklicherweise alle Fahrzeuge aus den norwegischen Mietwagenfirmen automatisch mit hochwertigen Reifen mit Metallspikes ausgestattet, die überraschend gut auf vereisten Straßen haften. Das Fahren auf Spikes ist etwas lauter, gibt dir aber die nötige Sicherheit auf festgefahrenem Schnee.
Die Hauptverkehrsader, die schmale und kurvige Straße E10, ist in der Regel recht gut instand gehalten und wird regelmäßig geräumt, aber denk daran, dass die Abzweigungen zu kleineren, abgelegenen Stränden stark verschneit und sehr glatt sein können. Fahre daher äußerst vorsichtig, überschätze deine Fähigkeiten nicht und halte wirklich sicheren Abstand.
Bei nächtlichen Fahrten achte besonders auf unerwartetes Wild oder andere Jäger und Fotografen, die manchmal direkt am Straßenrand auftauchen, in dunkle Kleidung gehüllt und mit dem Blick gen Himmel. Nutze das Fernlicht mit Bedacht, um weder den Gegenverkehr noch Menschen mit eingerichteten Kameras zu blenden.
Wenn du ein Auto mieten möchtest, rechne damit, dass die Preise in Norwegen traditionell sehr hoch sind und du die Buchung weit im Voraus erledigen musst. Nutze verschiedene bewährte Vergleichsportale, denn vor Ort wirst du höchstwahrscheinlich keine günstigere Variante mehr finden und zahlst unnötig viel.
💡 Tipp: Parke während der nächtlichen Jagd niemals in unübersichtlichen Kurven, auf schmalen Brücken oder auf privaten Einfahrten – die Einheimischen nehmen das sehr übel. Suche dir immer einen offiziellen Rastplatz oder eine geräumte Bucht.
Praktische Zusammenfassung und Richtpreise
Norwegen gehört allgemein nicht zu den günstigen Reisezielen, und die Lofoten bilden in dieser Hinsicht definitiv keine Ausnahme. Damit du deine Winterreise besser planen kannst und dein Budget nicht gleich nach der Ankunft sprengst, habe ich für dich Richtpreise zusammengestellt, mit denen du 2026 rechnen musst.
- Miete einer klassischen Rorbu (Fischerhütte): In der Wintersaison liegen die Preise bei rund 1.800 bis 2.500 NOK pro Nacht (ca. 155 – 215 €), je nach Lage und Ausstattung der Hütte.
- Mietwagen (kleineres Auto) für eine Woche: Im Winter mit den vorgeschriebenen Spikes kostet dich ein zuverlässiges Auto aus der Mietwagenfirma etwa 8.000 bis 10.000 NOK (ca. 700 – 870 €).
- Ein Liter Benzin: Der Spritpreis hält sich in Norwegen stabil sehr hoch, rechne mit etwa 22 bis 24 NOK pro Liter (ca. 1,90 – 2,10 €).
- Einkauf im Supermarkt: Am günstigsten kaufst du bei den Ketten Rema 1000 oder Kiwi ein. Ein Grundeinkauf für zwei Personen für einen Tag (Nudeln, Käse, Brot) kostet rund 300 NOK (ca. 26 €).
- Abendessen im Restaurant: Eine einfache Pizza oder ein vegetarischer Burger mit Pommes kostet etwa 250 bis 350 NOK (ca. 22 – 30 €). Lokale Spezialitäten wie traditionelle Gerichte aus Stockfisch oder frischem Lachs können noch deutlich teurer ausfallen.
- Kaffee im Café: Für einen beliebten Cappuccino wärmst du dich für etwa 50 bis 60 NOK auf (ca. 4,30 – 5,20 €).
- Eintritte und Exkursionen: Organisierte Bootstouren durch die Fjorde oder abendliche geführte Touren (buchbar zum Beispiel über GetYourGuide) liegen üblicherweise zwischen 1.000 und 2.500 NOK pro Person.
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und bucht man dann am besten über GetYourGuide.
Wohin als Nächstes
Wenn du nun weißt, wie und wo du das Polarlicht einfängst, wirf auch einen Blick auf unsere weiteren Artikel voller nützlicher Infos, die dir die Planung deiner gesamten Norwegen-Reise erheblich erleichtern.
- Großer Lofoten-Guide: Was man sehen und unternehmen kann – ein kompletter Überblick über die schönsten Orte und Wanderungen, die du nicht verpassen darfst.
- Die Lofoten im Winter: praktische Ratschläge und Tipps – wie du die Kälte sicher überstehst, was du außer dem Polarlicht noch erleben kannst und wie du das Fahren im Schnee meisterst.
- Wann auf die Lofoten reisen – eine detaillierte Analyse der einzelnen Monate, Jahreszeiten und des Wetters im Jahresverlauf.
- Island, Finnland und Norwegen: Wie man das Polarlicht einfängt – ein großer Vergleich der besten nordischen Reiseziele für die Aurora-Jagd.
Häufig gestellte Fragen
Kann man Polarlichter auch durch Wolken sehen?
Leider nein. Polarlichter entstehen hoch oben in der Atmosphäre, etwa 100 Kilometer über der Erdoberfläche. Wenn der Himmel von tiefen oder mittleren Wolken bedeckt ist, dringt kein Licht durch die Wolken, selbst wenn die Sonnenaktivität auf dem Maximum wäre. Die Beobachtung von Wolkenradaren in der App yr.no ist daher viel wichtiger als der KP-Index selbst.
Wann hat man die größte Chance, Polarlichter zu sehen?
Auf den Lofoten dauert die Hauptsaison von Ende September bis Mitte April. Statistisch gesehen ist der Himmel am klarsten und das Wetter am stabilsten im Oktober sowie im Februar und März. Die ideale Tageszeit für die Beobachtung sind die späten Abendstunden, üblicherweise etwa zwischen 22 Uhr abends und 2 Uhr morgens.
Brauche ich zum Fotografieren eine professionelle Kamera?
Heutzutage ist das definitiv keine Notwendigkeit mehr. Die neuesten Smartphones mit fortgeschrittenem Nachtmodus können Polarlichter absolut perfekt und in fantastischen Farben einfangen. Allerdings gilt nach wie vor die Regel, dass man für wirklich scharfe Fotos unbedingt ein stabiles Stativ benötigt, um jegliches Verwackeln während der längeren Belichtungszeit zu vermeiden.
Kann ich von meiner Unterkunft aus zu Fuß auf Polarlichtjagd gehen?
Manchmal hat man Glück und die Lichter zeigen sich in voller Pracht direkt über dem eigenen Rorbu. Viel häufiger aber muss man mit dem Auto zu dunkleren Orten fahren, wie zu den abgelegenen Stränden Haukland oder Uttakleiv, um der Lichtverschmutzung aus den Dörfern und Straßenlaternen zu entkommen, die das visuelle Erlebnis erheblich dämpfen kann.
Lohnt es sich, eine organisierte Tour mit Reiseführer zu buchen?
Wenn man sich das nächtliche Fahren auf vereisten und engen Straßen nicht zutraut, sind ortskundige Guides eine absolut hervorragende Wahl. Sie haben einen detaillierten Überblick über das Mikroklima, kommunizieren ständig per Funkgerät mit anderen Polarlichtjägern und wissen ganz genau, in welchen Fjord man gerade für klaren Himmel fahren sollte.
Wie kalt wird es beim Warten?
Die Temperaturen auf den Lofoten fallen dank des warmen Golfstroms selten tief unter -10 °C, die gefühlte Temperatur ist jedoch aufgrund des scharfen arktischen Windes vom Meer viel niedriger. Langes Stehen an einem Ort kann den Körper schnell auskühlen, daher sind eine hochwertige Daunenjacke, zwei Paar Handschuhe und ordentliche Merinowolle absolute Notwendigkeit.
Kann ich mit Ganzjahresreifen auf die Lofoten fahren?
Auf keinen Fall sollten Sie das versuchen. Norwegische Gesetze verlangen entsprechende Winterbereifung und alle Autos von lokalen Vermietern sind automatisch mit speziellen Spikereifen ausgestattet. Die Straßen können oft von einer dicken Schicht aus purem Eis bedeckt sein, auf der man mit normalen Reifen sofort in den nächsten Graben rutschen würde.
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