Wetter in Norwegen und die beste Reisezeit: ein Guide Monat für Monat

Die Planung einer Reise nach Skandinavien bringt eine große Besonderheit mit sich, die selbst erfahrene Reisende überraschen kann. Norwegen ist ein unglaublich wunderschönes Land voller dramatischer Klippen und tiefer Fjorde, aber wer dorthin reisen möchte, muss sich darauf einstellen, dass das Wetter in Norwegen nach eigenen Regeln spielt. Manchmal wechseln sich innerhalb einer einzigen Stunde strahlend blauer Himmel, heftiger Regen und dichter Nebel ab – Flexibilität wird also dein bester Freund.

Den richtigen Termin für deinen Urlaub zu wählen ist absolut entscheidend, denn jede Jahreszeit bietet ein völlig anderes Erlebnis und erfordert eine andere Vorbereitung. Wenn du von endlosen Wanderungen in den Bergen und Bootsfahrten träumst, reist du zu einer anderen Zeit, als wenn die magischen Nordlichter oder eine Hundeschlittenfahrt dein Hauptziel sind. Ich habe für dich einen ausführlichen Guide vorbereitet, der dir hilft zu verstehen, wie das norwegische Wetter funktioniert und wann die beste Zeit für deine konkreten Pläne ist.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Die Hauptsommersaison dauert von Juni bis August, wenn alle Bergstraßen geöffnet sind, die Tage am längsten sind und die Temperaturen im Süden angenehme 18 bis 22 °C erreichen können.
  • Zum Beobachten der Nordlichter reist du am besten zwischen September und März, wobei der absolute Höhepunkt der Saison mit den längsten Nächten von November bis Februar fällt.
  • Die Mitternachtssonne erlebst du nördlich des Polarkreises etwa von Ende Mai bis Mitte Juli, was es dir ermöglicht, die Schönheit des Nordens selbst um Mitternacht zu entdecken.
  • Die Westküste rund um Bergen ist extrem regnerisch – rechne hier mit über 200 Regentagen im Jahr, eine gute wasserdichte Jacke ist also in jedem Monat absolut unverzichtbar.
  • Die Wintermonate im Norden bringen Temperaturen von meist −10 bis −15 °C, während es im Süden rund um Oslo mit Werten um null Grad deutlich milder bleibt.
  • Das beste Preis-Ruhe-Verhältnis ohne Touristenmassen bieten die Frühlingsmonate (Mai) oder der frühe Herbst (September), wenn sich zudem schon wieder die Nordlichter zeigen.
  • Das Zwiebelprinzip ist die Grundlage des Erfolgs, denn das norwegische Wetter ändert sich ständig und du brauchst Funktionsunterwäsche, eine wärmende Mittelschicht und eine robuste wasserdichte Außenschicht.

8 Dinge, die du über das Wetter in Norwegen wissen solltest

Schauen wir uns genauer an, was du von den einzelnen Regionen und Jahreszeiten erwarten kannst. Die Unterschiede zwischen Süden und Norden sind gewaltig, denn Norwegen erstreckt sich über mehr als 1.700 Kilometer und reicht weit über den Polarkreis hinaus. Ich verrate dir, wie du mit diesen Schwankungen umgehst und worauf du bei der Planung deiner Route besonders achten solltest.

1. Das Wetter unterscheidet sich dramatisch je nach Region

Ein Blick auf die Norwegen-Karte macht sofort klar: In Oslo und hoch oben im Norden in Tromsø herrschen nicht dieselben Bedingungen. Südnorwegen rund um Oslo und die Region Sørlandet ist der wärmste und sonnigste Teil des Landes, wo die Sommertemperaturen meist zwischen 18 und 22 °C liegen. Die Menschen baden hier im Sommer sogar im Meer und genießen recht stabile Sonnentage, die an einen mitteleuropäischen Frühling erinnern.

Die Westküste mit ihren ikonischen Fjorden hat dagegen ein ganz eigenes Klima, das vom Golfstrom geprägt ist. Dieser verhindert zwar das Zufrieren der Häfen, bringt aber auch enorme Niederschlagsmengen mit sich. Bergen und die umliegenden Fjorde sind für ihr regnerisches Wetter bekannt, die Sommertemperaturen halten sich hier eher zwischen 15 und 20 °C, und Regen kann wirklich jederzeit kommen. Die Einheimischen sind so an den Regen gewöhnt, dass er für sie zum ganz normalen Alltag gehört.

Nordnorwegen und die arktischen Regionen sind eine völlig andere Welt mit raueren Klima und kürzerem Sommer. In den Sommermonaten klettern die Temperaturen hier nur auf 12 bis 16 °C, die Winter dagegen sind lang, sehr dunkel und frostig. Die Landschaft jenseits des Polarkreises ist jedoch absolut faszinierend – und das raue norwegische Wetter gehört einfach untrennbar dazu.

💡 Tipp: Bei der Planung eines Roadtrips durchs Land solltest du immer die aktuelle Vorhersage für den jeweiligen Ort prüfen, denn eine Bergüberquerung von Ost nach West kann einen Temperatursturz von zehn Grad und den Wechsel von klarem Himmel zu dichtem Nebel bedeuten.

2. Sommer (Juni bis August) bedeutet lange Tage und offene Wege

Die Sommermonate sind zweifellos die beliebteste Reisezeit, denn die Natur zeigt sich in voller Kraft und die Reiselogistik ist am einfachsten. Erst im Juni öffnen sich alle hochgelegenen Bergpässe, darunter die berühmte Trollstigen-Straße, die den Rest des Jahres hoffnungslos zugeschneit ist. Wenn du die nationalen Touristenstraßen befahren möchtest, garantiert dir der Sommer, dass du überall hinkommst, wo du hin möchtest.

Diese Zeit ist absolut ideal zum Wandern und zum Erklimmen berühmter Aussichtspunkte wie Preikestolen oder Trolltunga. Dank der langen Tage hast du für deine Wanderungen reichlich Zeit und musst keine Angst haben, dass dich in den Bergen früh die Dunkelheit überrascht. Im Norden kannst du dich zudem auf das Phänomen der Mitternachtssonne freuen, die der Landschaft eine unglaublich magische und energiegeladene Atmosphäre verleiht.

Nachteil der Sommersaison sind natürlich die Touristenmassen und deutlich höhere Preise für Unterkünfte und Dienstleistungen. Die bekanntesten Fjord-Attraktionen sind im Juli und August oft sehr voll, deshalb solltest du Fähren und Hotels weit im Voraus reservieren. Das norwegische Wetter kann im Sommer wunderschön sein, aber selbst im Juli kann es an den Fjorden mehrere Tage am Stück regnen.

💡 Tipp: Nutze die langen, hellen Abende, um die beliebtesten Orte zu besuchen. Brich erst am späten Nachmittag zu den bekannten Wanderungen auf, so umgehst du die größten Menschenmengen der Ausflugsschiffe und genießt eine viel ruhigere Atmosphäre.

3. Winter (Dezember bis März) lockt mit Nordlichtern und Schnee

Das winterliche Norwegen verwandelt sich in ein zauberhaftes Eiskönigreich, das Abenteuerlustige und Wintersportler anzieht. Im Norden des Landes erlebst du einen echten arktischen Winter, in dem die Temperaturen meist zwischen −10 und −15 °C liegen, in klaren Nächten aber noch deutlich tiefer fallen können. Der Winter ist hier zwar wegen der Polarnacht dunkel, aber keineswegs langweilig, denn der Schnee reflektiert das Restlicht wunderschön und verleiht der Landschaft einen bläulichen Schimmer.

Das ist die richtige Zeit für die fantastischsten Winteraktivitäten, die du dir nur vorstellen kannst. Du kannst auf eine Hundeschlittenfahrt gehen, Schneemobil-Touren unternehmen oder Wale beobachten in der Gegend um Tromsø, wo sie sich im Winter auf Nahrungssuche sammeln. Für Skifahrer bietet das mittlere und südliche Norwegen perfekt präparierte Pisten und tausende Kilometer Langlaufloipen in herrlicher Berglandschaft.

Beim Reisen im Winter musst du allerdings mit erheblichen logistischen Einschränkungen rechnen. Viele Bergstraßen und kleinere Pässe sind über den Winter komplett gesperrt, und selbst die Hauptverbindungen können wegen Schneestürmen vorübergehend unpassierbar sein. Das Fahren unter diesen Bedingungen erfordert Erfahrung und viel Vorsicht.

💡 Tipp: Wenn du in den Wintermonaten einen Mietwagen fahren möchtest, stell dich darauf ein, dass die Straßen oft mit einer Schicht festgefahrenem Schnee und Eis bedeckt sind. Die Autovermietungen statten die Wagen glücklicherweise automatisch mit hochwertigen Spike-Winterreifen aus, die das Fahren deutlich erleichtern.

4. Frühling (April bis Mai) erweckt die Natur und die Wasserfälle

Der Frühling ist in Norwegen recht kurz, aber eine ungemein dynamische Zeit, in der die Natur aus dem Winterschlaf erwacht. Der schmelzende Schnee in den Bergen füllt Flüsse und Wasserfälle, die sich im Mai und Juni in ihrer ganzen Majestät zeigen und mit gewaltiger Kraft tosen. Der Anblick der herabstürzenden Wassermassen ist in dieser Zeit wirklich unübertrefflich.

Ein großer Anziehungspunkt der Frühlingsmonate ist die Obstbaumblüte, vor allem in der Region des Hardangerfjords. Ende April und Anfang Mai färben sich die steilen Hänge rund um den Fjord weiß und rosa, was im Kontrast zu den verschneiten Berggipfeln im Hintergrund eine unglaublich fotogene Kulisse schafft. Der Frühling ist außerdem eine großartige Wahl, wenn du die beliebten Orte viel entspannter ohne die Sommermassen genießen willst.

Du musst aber bedenken, dass das norwegische Wetter im Frühling außergewöhnlich unberechenbar ist. Während es unten an den Fjorden schon angenehm warm und sonnig sein kann, liegen in den Bergen noch Meter von Schnee und viele Wanderwege sind wegen Lawinengefahr und Matsch unpassierbar. Die Hochgebirgsstraßen öffnen zudem meist erst ganz am Ende des Mai.

💡 Tipp: Der Mai gilt als einer der besten Monate für einen Besuch in Süd- und Mittelnorwegen. Du genießt lange Tage, die erwachende Natur und deutlich niedrigere Übernachtungspreise als in der Hauptsommersaison.

5. Herbst (September bis Oktober) bringt Farben und die Rückkehr der Nordlichter

Die Herbstmonate verwandeln die norwegische Landschaft in eine perfekte Palette aus Gold-, Orange- und satten Rottönen. Der September ist ein absolut fantastischer Monat zum Wandern, denn die Luft ist herrlich klar und frisch, die Wälder leuchten in Farben und die Wanderwege leeren sich nach dem Sommeransturm wieder. Die Natur wirkt sehr ruhig und melancholisch – ideal für alle, die der Hektik der Großstadt entfliehen wollen.

Mit dem nahenden Herbst werden die Tage recht schnell kürzer, was aber einen riesigen Vorteil hat. Schon ab September zeigen sich am Nachthimmel wieder die magischen Nordlichter, und du hast die Chance, sie noch vor dem klirrenden Winterfrost zu sehen. September und Oktober sind eigentlich ein hervorragender Kompromiss zwischen anständigem Wetter für Ausflüge und dunklen Nächten zur Aurora-Jagd.

Im Herbst musst du jedoch damit rechnen, dass das norwegische Wetter deutlich wilder wird. Häufiger treten heftige Herbststürme und ergiebige Regenfälle auf, und in den Bergen kann schon im Oktober der erste Schnee fallen. Manche Sommerattraktionen und Dienstleistungen schränken ihre Öffnungszeiten ein, und die Fähren wechseln auf die ausgedünnten Winterfahrpläne.

💡 Tipp: Wenn du dich nach Herbstfarben und Wanderungen ohne Menschenmassen sehnst, reise in der ersten Septemberhälfte, wenn das Wetter noch relativ stabil ist und die meisten Bergstraßen für den Verkehr geöffnet bleiben.

6. Nordlichter brauchen Dunkelheit und klaren Himmel

Nordlicht-Jäger reisen aus aller Welt nach Norwegen, doch dieses atemberaubende Naturschauspiel kann dir niemand zu hundert Prozent garantieren. Die Hauptsaison dauert von September bis März, wobei der absolute Höhepunkt mit den längsten und dunkelsten Nächten von November bis Februar fällt. Je mehr Stunden Dunkelheit dir zur Verfügung stehen, desto größer ist deine Chance, das grüne Schauspiel am Himmel zu erleben.

Für das beste Erlebnis musst du hoch in den Norden reisen, weit über den Polarkreis hinaus. Die besten Orte zur Beobachtung sind Tromsø, die Lofoten, die Insel Senja oder die Stadt Alta, die direkt unter dem sogenannten Auroral-Oval liegen. In diesen Gebieten ist die geomagnetische Aktivität am stärksten, und die Lichter zeigen sich hier auch bei schwächeren Sonneneruptionen recht häufig.

Neben einem guten Standort brauchst du noch eine ganz entscheidende Sache: einen klaren Himmel ohne Wolken. Das norwegische Wetter kann im Norden sehr bedeckt sein, deshalb lohnt es sich, ein Auto zu haben und die lokalen Wetterradare zu verfolgen. Manchmal reicht es, nur ein paar Dutzend Kilometer ins Landesinnere oder auf die andere Seite der Berge zu fahren, damit sich der Himmel wie durch ein Wunder aufklart.

💡 Tipp: Für aktuelle Infos zur Sonnenaktivität und zur Bewölkungsvorhersage empfehle ich, dir spezielle Nordlicht-Apps aufs Handy zu laden. Sie helfen dir einzuschätzen, in welche Richtung du fahren solltest und wie groß deine Chance an einem bestimmten Abend ist.

7. Die Mitternachtssonne bringt deinen Biorhythmus durcheinander

Das Phänomen der Mitternachtssonne ist das genaue Gegenteil der winterlichen Dunkelheit und erlebst du nur in den Sommermonaten nördlich des Polarkreises. Die Sonne geht in dieser Zeit überhaupt nicht hinter dem Horizont unter, sondern nähert sich ihm nur an und beginnt dann wieder zu steigen. Die ganze Nacht über durchflutet so ein unglaublich weiches, goldenes Licht die Landschaft – ein absoluter Traum für jeden Fotografen.

Die Zeit der Mitternachtssonne hängt davon ab, wie weit du in den Norden reist. Am berühmten Nordkap dauert sie etwa von Mitte Mai bis Ende Juli, während du sie etwas weiter südlich auf den Lofoten von Ende Mai bis Mitte Juli erleben kannst. In dieser Zeit herrscht im Norden eine enorme Energie, die Einheimischen verbringen die Nächte draußen und du hast das Gefühl, gar keinen Schlaf zu brauchen.

Es ist die ideale Zeit für nächtliche Wanderungen, zum Angeln oder Kajakfahren in völliger Stille unter goldenem Himmel. Das ständige Licht kann jedoch deinen inneren Biorhythmus gehörig durcheinanderbringen, sodass du dich leicht um drei Uhr morgens voller Energie wiederfindest und nicht einschlafen kannst.

💡 Tipp: Wenn du bei Helligkeit Schlafprobleme hast, pack auf jeden Fall eine gute Schlafmaske ein. Die meisten norwegischen Hotels haben zwar Verdunklungsvorhänge, aber in Campingplätzen oder Hütten kann das ständige Tageslicht beim Einschlafen ziemlich störend sein.

8. Was du einpacken solltest und wie das Zwiebelprinzip funktioniert

Das Geheimnis einer entspannten Skandinavien-Reise liegt in der richtigen Ausrüstung. Die goldene Regel ist, sich nach dem Zwiebelprinzip zu kleiden, also Kleidungsschichten zu tragen, die du je nach Laune des norwegischen Wetters leicht an- und ausziehen kannst. Auch im Sommer passiert es dir regelmäßig, dass du morgens in Jacke und Mütze losziehst, mittags im kurzärmeligen T-Shirt unterwegs bist und dich nachmittags ein Wolkenbruch erwischt.

Die Grundlage von allem ist eine gute Basisschicht, idealerweise aus Merinowolle, die auch dann wärmt, wenn du schwitzt, und selbst nach mehreren Tragetagen nicht riecht. Die Mittelschicht sollte isolierend sein, zum Beispiel ein Fleecepullover oder eine dünne Daunenjacke, die die Körperwärme hält. Absolut unverzichtbar ist dann die Außenschicht – eine wirklich gute wasser- und winddichte Jacke, ohne die du in Norwegen schlicht nicht auskommst.

Vergiss auch feste und bequeme Trekkingschuhe nicht, die Matsch, Steine und nasses Gras meistern. Pack selbst in den Sommerrucksack immer eine dünne Mütze und Handschuhe ein, denn hoch in den Bergen oder bei einer Bootsfahrt über den Fjord kann der Wind sehr scharf und kalt sein. Wenn du im Winter reist, ergänze die Ausrüstung um ordentliche Funktionsunterwäsche, warme Winterstiefel und dicke Wollsocken.

💡 Tipp: Vertrau auf die erprobten Ratschläge erfahrener Reisender und lass den Regenschirm lieber gleich zu Hause. Der starke Wind an den Fjorden würde ihn sofort umstülpen, und außerdem hättest du unnötig die Hände voll. Ein guter Regenponcho oder eine Gore-Tex-Jacke leisten dir viel bessere Dienste.

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Praktische Zusammenfassung und Richtpreise

Damit wir das Ganze übersichtlich zusammenfassen, habe ich für dich eine grobe Temperaturübersicht und einen schnellen Saisonüberblick vorbereitet. Bitte nimm diese Werte mit Vorsicht, denn extreme Schwankungen sind in Norwegen völlig normal – für die grundlegende Orientierung hilft dir diese Übersicht aber bestimmt.

  • Sommer (Juni–August): Beste Zeit für Fjorde, Wanderungen und Mitternachtssonne. Temperaturen im Süden 18–22 °C, an den Fjorden 15–20 °C, im Norden 12–16 °C. Alle Dienstleistungen sind verfügbar, die Straßen offen, aber die Preise am höchsten.
  • Winter (Dezember–März): Ideal für Nordlichter und Wintersport. Temperaturen im Süden um 0 °C, im Norden −10 bis −15 °C. Viele Bergstraßen gesperrt, Winterausrüstung erforderlich.
  • Frühling (Mai) und Herbst (September): Ein hervorragender Kompromiss für entspanntes Reisen ohne Menschenmassen. Die Temperaturen bewegen sich im Schnitt zwischen 8–14 °C. Im Mai blühen die Obstgärten, im September färbt sich das Laub und die Nordlicht-Saison beginnt. Die Übernachtungspreise sind meist günstiger.
  • Budget (Richtwerte für 2026): Rechne damit, dass Norwegen ein sehr teures Reiseland ist. Die norwegische Krone (NOK) liegt langfristig bei etwa 0,09 €. Ein normales Doppelzimmer in der Sommersaison kostet etwa 100 bis 160 € pro Nacht, ein einfaches Essen im Bistro rund 16 bis 24 € und ein Liter Benzin liegt über der Grenze von 1,80 €. Außerhalb der Saison können die Übernachtungspreise um bis zu 30 % sinken.

Für die Buchung von Ausflügen wie Fjordfahrten oder abendlichen Nordlicht-Touren empfehlen Reisende oft, im Voraus über Portale wie GetYourGuide zu reservieren, wo du dir einen Platz sicherst und übersichtliche Stornobedingungen hast.

Wohin als Nächstes

Wenn du bereits eine Vorstellung davon hast, welches norwegische Wetter dich erwartet, und an deiner konkreten Route feilst, werden dir bestimmt auch unsere weiteren praktischen Guides nützlich sein, die wir auf dem Blog vorbereitet haben. Darin findest du jede Menge Inspiration für die Planung deiner Nordlandreise.

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Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Norwegen?

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Wenn ihr die Fjorde entdecken, Hochgebirgstrekkings unternehmen und die Mitternachtssonne erleben wollt, solltet ihr in der Hauptsaison von Juni bis August fahren, wenn alle Bergstraßen geöffnet sind. Wenn euer Hauptziel die Beobachtung der Polarlichter ist, plant eure Reise für die Zeit von September bis März.
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Wann und wo kann ich Polarlichter sehen?

Polarlichter erscheinen am Himmel von September bis März, wobei die besten Bedingungen mit langen dunklen Nächten von November bis Februar herrschen. Für die höchste Erfolgsaussicht reist nach Norden über den Polarkreis, idealerweise in Regionen wie Tromsø, auf die Lofoten, zur Insel Senja oder in die Stadt Alta.

Wann und wo gibt es die Mitternachtssonne?

Mitternachtssonne, bei der die Sonnenscheibe überhaupt nicht hinter dem Horizont untergeht, erlebt man nur oberhalb des Polarkreises. Am nördlichsten Punkt Nordkapp dauert dieses Phänomen ungefähr von Mitte Mai bis Ende Juli, etwas südlicher auf den Lofoten dann von Ende Mai bis Mitte Juli.

Wie ist das Wetter in Norwegen im Sommer?

Das norwegische Sommerwetter ist sehr wechselhaft und lokal unterschiedlich. Im Süden rund um Oslo ist es in der Regel angenehm mit Temperaturen zwischen 18 und 22 °C. An den westlichen Fjorden erwarten euch Temperaturen zwischen 15 und 20 °C und sehr häufige Schauer, während im hohen Norden die Sommertemperaturen eher zwischen 12 und 16 °C liegen.

Regnet es in Norwegen eigentlich ständig?

Abhängig von der Region. Die Westküste ist extrem feucht und die Stadt Bergen verzeichnet mehr als 200 Regentage im Jahr, sodass es dort wirklich sehr oft regnet. Auf der anderen Seite sind der östliche Teil des Landes und der Süden rund um Oslo deutlich trockener und genießen wesentlich mehr Sonnentage.

Was soll man auf die Reise mitnehmen?

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Die Grundlage ist immer das Zwiebelprinzip, auch im Sommer. Packt eine hochwertige wasserdichte und winddichte Jacke ein, eine mittlere Isolationsschicht (Fleece oder Merinowolle), feste wasserdichte Schuhe und sicherheitshalber auch eine dünne Mütze und Handschuhe. Im Winter kommen dicke Thermounterwäsche und warme Winterschuhe dazu.
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Wann ist es in Norwegen am günstigsten?

Die besten Chancen auf günstigere Unterkunfts- und Mietwagenpreise habt ihr außerhalb der Hauptsommersaison und abseits der großen Winterfeiertage. Ideal sind die Frühlingsmonate (vor allem Mai) und der Herbst (September und Oktober), wenn der Touristenansturm bereits nachlässt, das Wetter aber immer noch bestens geeignet ist, um die Landschaft zu erkunden.

Ist der norwegische Winter extrem?

Im Norden jenseits des Polarkreises und hoch in den Bergen ist der Winter wirklich rau, mit Temperaturen, die häufig auf −10 bis −15 °C fallen, und sehr kurzen Tagen. Im Süden und entlang der Westküste ist der Winter jedoch dank des Einflusses des Golfstroms viel milder, und die Temperaturen bleiben um den Gefrierpunkt.

Wann sind die Bergstraßen geöffnet?

Hochgebirgspässe und berühmte Touristenrouten, wie zum Beispiel der Trollstigen, sind in der Regel von Ende Mai oder Anfang Juni bis Oktober geöffnet. Im Winter sind sie aufgrund enormer Schneemassen völlig unpassierbar und im Frühling wartet man stets auf ihre aufwändige Räumung.

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