Norwegen ist ein riesiges Land voller tiefer Fjorde, steiler Berge und endloser Wälder – und am besten erkundest du es einfach auf eigene Faust. Wenn du überlegst, wie du zu den schönsten Aussichtspunkten und abgelegenen Wanderwegen kommst, dann ist ein Roadtrip durch Norwegen mit dem Auto eindeutig die beste Wahl. Denn nur so hast du die absolute Freiheit, genau dort anzuhalten, wo es dir gerade gefällt. Bevor du aber Gas gibst, lohnt es sich, dich auf ein paar lokale Besonderheiten vorzubereiten.
Die norwegischen Straßen sind zwar in einem perfekten Zustand, doch wegen des allgegenwärtigen Wassers und der Berge erwarten dich jede Menge Fähren und Mautstationen. Außerdem dauern die Strecken hier deutlich länger, als es auf der Karte auf den ersten Blick scheint. Schauen wir uns gemeinsam alles an, was du vor der Reise wissen musst – von der Automiete bis hin zu konkreten Routenvorschlägen –, damit du die nordische Landschaft in vollen Zügen und ganz ohne Stress genießen kannst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Ein Auto ist ein Muss: Für Fahrten zu den malerischen Fjorden und zu den Ausgangspunkten der Wanderungen ist ein Auto ideal. Zwischen den großen Städten funktionieren aber auch Züge oder Inlandsflüge hervorragend.
- Maut wird nicht bar bezahlt: Alles läuft automatisch über das System AutoPASS bzw. EPC ab – die Rechnung kommt entweder nach der Reise oder wird direkt über deine Autovermietung abgebucht.
- Fähren sind wie Brücken: Sie verbinden ganz selbstverständlich Straßen über das Wasser. Ein Ticket für einen Pkw kostet 150 bis 300 NOK und wird mit Karte oder Chip bezahlt.
- Lass dir Zeit: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerorts liegt meist bei 80 km/h, und die Bußgelder für Überschreitungen sind in Norwegen geradezu astronomisch.
- Elektromobilität regiert: Norwegen hat das dichteste Ladenetz der Welt, deshalb lohnt sich die Miete eines E-Autos hier enorm und spart dir viel Geld.
- Spritpreise: Wenn du klassisch fährst, stell dich auf Benzin- und Dieselpreise von rund 21 bis 24 NOK pro Liter ein (etwa 1,90 bis 2,10 € für 2026).

8 Dinge, die du über die Reise mit dem Auto wissen solltest
Durch die norwegische Landschaft zu fahren ist ein unglaubliches Erlebnis, denn hinter jeder Kurve öffnet sich ein neuer atemberaubender Blick auf die Wasseroberfläche eines Fjords oder auf schneebedeckte Berggipfel. Damit dein Urlaub aber völlig entspannt verläuft und du dich von den örtlichen Vorschriften nicht überraschen lässt, habe ich für dich die acht wichtigsten Punkte zusammengestellt, die du vor der Reise gründlich durchgehen solltest.

1. Automiete und was du vorab regeln solltest
Die häufigste Variante ist, das Auto direkt am Flughafen abzuholen – egal, ob du in Oslo, im regnerischen Bergen, in Stavanger oder im hohen Norden in Tromsø landest. Ich empfehle immer, den Wagen rechtzeitig zu reservieren, vor allem, wenn du deine Reise in die Sommermonate legst, wenn die Preise steil in die Höhe schießen und kleinere Filialen schnell ausgebucht sind. Ein Vergleichsportal hilft dir, die besten Angebote zu finden – lies dir aber unbedingt gründlich alle Geschäftsbedingungen durch.
💡 Tipp: Unterschätze die Versicherung auf keinen Fall und schließe für ein ruhiges Gewissen eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung ab, denn selbst die Reparatur eines kleinen Kratzers durch einen aufgewirbelten Stein ist in Norwegen extrem teuer. Eine Grüne Karte brauchst du unterwegs zwar nicht mehr, doch achte auf die hohen Gebühren für Einwegmieten, falls du das Auto in einer ganz anderen Stadt zurückgeben möchtest. Frag am Schalter am besten gleich nach, ob der Wagen automatisch mit einem Chip für die Mautzahlung ausgestattet ist.

2. Maut und das AutoPASS-System
In Norwegen ist auf vielen Straßen Maut fällig – die sogenannte bompenger –, und dich überrascht vielleicht schon zu Beginn, dass du hier keine klassischen bemannten Kassenhäuschen findest. Das ganze System läuft vollautomatisch über moderne Kameras, die beim Durchfahren dein Nummernschild fotografieren oder das kleine Kästchen hinter der Windschutzscheibe auslesen. Du musst also nirgends bremsen und in den Taschen nach Kleingeld suchen, sondern fährst einfach flüssig weiter.
💡 Tipp: Wenn du einen Mietwagen hast, ist er meist bereits mit dem AutoPASS-System ausgestattet, und der Mautbetrag wird nach der Rückgabe einfach von deiner Kreditkarte abgebucht. Fährst du mit dem eigenen Auto aus Deutschland an, solltest du dich noch vor der Abreise beim EPC-System registrieren, damit die Rechnungen korrekt bei dir zu Hause ankommen. Maut wird übrigens nicht nur auf neuen Autobahnen und in Tunneln fällig, sondern auch bei der Einfahrt in größere Städte, die spezielle Umweltzonen eingerichtet haben.

3. Fähren über die Fjorde als Teil der Straßen
Ein Blick auf die verworrene Karte Norwegens macht sofort klar: Dem tiefen Wasser entkommst du einfach nicht, und die Fähren funktionieren hier im Grunde wie bewegliche Brücken. Oft fährst du auf einer traumhaften Straße, die plötzlich am Wasser endet, du reihst dich brav in die Spur ein und wartest auf das ankommende Schiff, das dich samt Auto sicher ans andere Ufer bringt. Ein gewöhnliches Ticket für einen Pkw mit Fahrer kostet ungefähr 150 bis 300 NOK, je nachdem, wie lang die jeweilige Strecke ist.
💡 Tipp: Für die allermeisten normalen Fähren musst du überhaupt keine Reservierung im Voraus vornehmen – du kommst einfach zum Hafen und wartest in der Schlange. Die Zahlung ist ganz einfach: Ein Mitarbeiter kommt in der Regel mit einem Terminal direkt an dein Fenster, wo du mit Kreditkarte bezahlst, oder der Betrag wird wieder automatisch über deinen AutoPASS-Chip abgebucht. Eigentlich ist es eine richtig angenehme Abwechslung auf einer langen Fahrt, denn du kannst dich ausruhen, einen Kaffee trinken und die schönen Ausblicke direkt vom Deck aus genießen.

4. Straßen und nationale Panoramarouten
Die wichtigste Verkehrsader, die das Land vom Süden bis in den hohen Norden durchzieht, ist die Schnellstraße mit der Bezeichnung E6, während du auf den fotogenen Lofoten meist die berühmte E10 befährst. Norwegen bietet aber noch etwas viel Großartigeres: achtzehn nationale Touristenrouten, die speziell so angelegt sind, dass sie dich durch die absolut schönste nordische Landschaft führen. Du findest hier architektonisch perfekte Aussichtspunkte, designte Rastplätze und beeindruckende Wasserfälle.
💡 Tipp: Nimm auf jeden Fall die berühmte Atlantikstraße mit ihren geschwungenen Brücken, die atemberaubenden Bergserpentinen der Trollstigen oder die dramatischen Überfahrten über Sognefjellet und Aurlandsfjellet in deine Planung auf. Stell dich aber darauf ein, dass die norwegischen Bergstraßen oft sehr schmal sind, kaum breit genug für ein einziges Auto, und dass du geschickt die Ausweichbuchten nutzen musst. Das Fahren erfordert hier volle Konzentration und eine ordentliche Portion Rücksicht auf die anderen Fahrer.

5. Verkehrsregeln und strenge Tempolimits
Wenn du vom deutschen Autobahntempo verwöhnt bist, wirst du in Norwegen wirklich deutlich langsamer fahren und dich auf Entschleunigung einstellen müssen. Die üblich erlaubte Geschwindigkeit außerorts liegt meist bei nur 80 km/h, innerorts bei den klassischen 50 km/h – und glaub mir, es lohnt sich überhaupt nicht, diese Limits auch nur um ein paar Kilometer zu überschreiten. Auf den Straßen lauert eine riesige Zahl an stationären Blitzern, und die Bußgelder sind so hoch, dass sie dir zuverlässig den ganzen Urlaub verderben könnten.
💡 Tipp: Vergiss nicht, dass in Norwegen Lichtpflicht am helllichten Tag gilt – auch bei strahlendem Sonnenschein mitten im Sommer. Wenn du in den kälteren Monaten in den Norden aufbrichst, sind gute Winterreifen eine absolute und gesetzlich vorgeschriebene Notwendigkeit, ohne die du die vereisten Bergpässe gar nicht hinaufkämst. Eine Kuriosität für Fahrer sind die unglaublich langen Tunnel: Der längste, der Lærdal-Tunnel, misst knapp 25 Kilometer, und in seinem Inneren findest du sogar blau beleuchtete Hallen, in denen sich deine Augen erholen können.

6. Tanken und ein Paradies für Elektroautos
Norwegen ist weltweiter Vorreiter in Sachen Elektromobilität, und du findest hier vermutlich das allerdichteste Netz moderner Ladestationen der Welt. Die Miete eines Elektroautos ist hier eine sehr clevere und deutlich günstigere Wahl, denn du sparst nicht nur beim Sprit selbst, sondern E-Autos bekommen sehr oft Rabatte auf die Maut oder bei den Fährkosten. Das Einzige, worauf du ein wenig achten musst, ist eine sorgfältigere Planung des Ladens in den abgelegenen Gebieten des hohen Nordens.
💡 Tipp: Wenn du dich für ein klassisches Auto mit Verbrennungsmotor entscheidest, stell dich darauf ein, dass ein Liter Benzin oder Diesel um die 21 bis 24 NOK kostet. Die Preise an den Tankstellen schwanken im Laufe der Woche ziemlich stark, deshalb empfehle ich, vor allem in größeren Städten zu tanken, wo der Sprit etwas günstiger ist als an den einsamen Stationen hoch oben in den Bergen. Versuche immer, eine ausreichende Reserve im Tank zu haben, damit du nicht mit flatternden Nerven eine blinkende Warnleuchte mitten in der leeren Wildnis anstarrst.

7. Reiseroute für 7, 10 oder 14 Tage
Die Planung deiner Norwegen-Route hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit du zur Verfügung hast, denn das Land lässt sich schlichtweg nicht in einer einzigen Woche in Ruhe komplett durchfahren. Für einen siebentägigen Ausflug ist es absolut ideal, sich nur auf die Fjorde Westnorwegens zu konzentrieren: Du startest in Bergen, durchquerst die obstreiche Region Hardanger, machst Halt in Flåm und fährst bis zum majestätischen Geirangerfjord. Diese kürzere Route ist voller ikonischer Ausblicke, die Norwegen überhaupt zu bieten hat (verschiedene Fjordtouren kannst du übrigens ganz einfach vorab über GetYourGuide buchen).
💡 Tipp: Wenn du schöne zehn Tage für deine Reise hast, dann ergänze den Süden und die Stadt Stavanger, von wo aus du frühmorgens zum berühmten Felsplateau Preikestolen aufbrechen kannst. Erst mit vierzehn oder mehr Tagen macht es Sinn, über einen epischen Roadtrip vom Süden bis in den Norden nachzudenken – also von Oslo über die Fjorde, das historische Trondheim und dann mit Hilfe einer Fähre oder eines Inlandsflugs bis zum zauberhaften Lofoten-Archipel. Es ist einfach immer besser, ein kleineres Gebiet zu wählen und es gründlich zu erkunden, als ganze Tage erschöpft nur hinter dem Steuer zu verbringen.

8. Reisen mit Wohnwagen und Wohnmobil
Das Reisen mit dem Häuschen auf Rädern ist in Norwegen extrem beliebt, und die lokale Infrastruktur ist auf Wohnmobile bestens vorbereitet. Du findest hier ein dichtes Netz an hochwertigen, sauberen Campingplätzen sowie schöne offizielle Rastplätze, und obendrein gilt das einzigartige sogenannte Jedermannsrecht (allemannsretten). Es erlaubt dir theoretisch, frei in der Natur zu campen, sofern du die Regel des Mindestabstands von 150 Metern zum nächsten Wohnhaus strikt einhältst und dich der nordischen Natur gegenüber maximal rücksichtsvoll und ruhig verhältst.
💡 Tipp: Bevor du dir aber ein riesiges Wohnmobil mietest, überlege ehrlich, wie es um deine Fahrkünste und deine Erfahrung steht. Mit einem großen Fahrzeug enge und steile Serpentinen zu bewältigen, wie sie etwa die Bergstraße Trollstigen hat, erfordert schon ziemlich viel Übung und wirklich starke Nerven. Manchmal ist es zum Erkunden der Fjorde viel praktischer, sich nur einen kleineren Campervan zu mieten, mit dem du auf schmalen Straßen viel leichter wendest und problemlos an jedem kleineren Aussichtspunkt parkst.

Praktische Zusammenfassung und Richtpreise
Fassen wir noch schnell das ungefähre Budget und die wichtigen Posten für 2026 zusammen, damit du eine klare Vorstellung hast, was dich erwartet. Der aktuelle Kurs liegt bei rund 0,088 € pro 1 NOK (also etwa 11,40 NOK pro Euro), sodass du die Preise recht leicht umrechnen kannst. Unterkünfte in Hotels oder Hütten suchst du am besten rechtzeitig über Booking.com, damit du eine große Auswahl hast.
- Benzin und Diesel: Liegt zwischen 21 und 24 NOK (rund 1,90–2,10 €) pro Liter.
- Fähre mit Auto: Üblicherweise zahlst du 150 bis 300 NOK (etwa 13–26 €) für eine Überfahrt über den Fjord.
- Der längste Tunnel Lærdal: Dieses 24,5 km lange Bauwunder durchfährst du völlig kostenlos.
- Tempolimits: Strenge 50 km/h innerorts und maximal 80 km/h außerorts.
- Reale Fahrzeit Oslo–Bergen: Rund 7 Stunden reine Fahrt ohne größere Essenspausen.
- Reale Zeit Bergen–Geiranger: Etwa 6 Stunden Fahrt plus zusätzliche Wartezeit an den Fähren.
Behalte immer im Hinterkopf, dass die Entfernungen in Norwegen sehr täuschen und sich in die Länge ziehen. Wegen der ständig kurvigen Straßen entlang der tiefen Fjorde und des langsamen Fahrtempos legst du am Tag deutlich weniger Kilometer zurück, als du es von den Autobahnen Mitteleuropas gewohnt bist. Plane deshalb immer eine ausreichende Zeitreserve für spontanes Fotografieren und Landschaftsgenuss ein, denn anhalten wirst du wirklich alle paar Minuten wollen.
Wohin als Nächstes
Wenn du gerade sorgfältig an deiner Traum-Route durch Norwegen bastelst, kommen dir bestimmt auch weitere ausführliche Reiseführer gelegen, die du auf dem Blog findest. Ich habe jede Menge zusätzlicher Inspiration für die Planung für dich vorbereitet.
- Norwegen: 50 Tipps, was du sehen solltest
- Die norwegischen Fjorde — Reiseführer
- Atlantikstraße und Trollstigen
- Wetter in Norwegen und wann du reisen solltest
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich in Norwegen ein Auto?
Wenn ihr mit eigenen Augen die schönsten Naturwunder sehen, abgelegene Fjordabschnitte erkunden und bequem zu den Ausgangspunkten beliebter Trekkingtouren gelangen wollt, werdet ihr definitiv ein Auto brauchen, denn Busse fahren in entlegene Gegenden kaum. Falls ihr aber nur zwischen den Hauptstädten wie Oslo und Bergen unterwegs seid, kommt ihr mit den komfortablen Zügen oder Inlandsflügen bestens zurecht.
Wie genau funktioniert die Maut in Norwegen?
Das Mautsystem ist im ganzen Land vollautomatisch, sodass ihr nirgendwo anhalten oder nach Kleingeld suchen müsst. Die Kameras an den Mautstellen fotografieren einfach euer Kennzeichen oder lesen den Chip aus der Ferne aus. Mietwagen haben das AutoPASS-System meist schon eingebaut und die Gebühren werden euch am Ende von der Karte abgebucht. Bei eurem eigenen Wagen lohnt es sich sehr, euch vorab online im EPC-System zu registrieren, damit euch die Rechnungen problemlos nach Hause zugestellt werden.
Wie viel kosten die Fähren mit Auto?
Die Preise richten sich natürlich nach der konkreten Strecke und ihrer Gesamtlänge, aber für einen Pkw mit einem Fahrer rechnet normalerweise mit einem Betrag von etwa 150 bis 300 NOK pro Überfahrt. Die Zahlung selbst geht sehr schnell, entweder per Piep über den gelesenen AutoPASS-Chip oder ihr zahlt den Mitarbeitern auf dem Schiff einfach mit Kreditkarte direkt über das mitgebrachte Terminal am Fenster.
Welche Reifen brauche ich für die Reise?
Außerhalb der Wintermonate kommt ihr auf den Hauptstraßen und im Süden des Landes problemlos mit guten Sommerreifen zurecht. Wenn ihr aber im Winter oder im zeitigen Frühjahr nach Norwegen reist, sind Winterreifen streng vorgeschrieben und absolut notwendig, denn die Gebirgspässe sind oft unter Schnee und tückischem Eis verborgen.
Kann man Norwegen mit einem Wohnwagen bereisen?
Ja, Norwegen ist ein absolut ideales Reiseziel zum Campen und du findest hier ein unglaublich dichtes Netz an hervorragend ausgestatteten und sauberen Campingplätzen. Du musst nur sehr darauf achten, dass einige Panorama-Bergstraßen wie zum Beispiel der Trollstigen sehr schmal sind und voller enger Serpentinen, sodass das Fahren mit einem großen und schweren Fahrzeug bereits erhebliche Fahrerfahrung erfordert.
Wie viele Tage sollte man für einen Road Trip einplanen?
Für eine entspannte Erkundung der westlichen Fjorde von Bergen aus reichen etwa 7 Tage, aber wenn ihr auch die Region um Stavanger und die berühmte Felskanzel Preikestolen hinzufügen möchtet, solltet ihr mindestens 10 Tage einplanen. Falls ihr das Land komplett von Süden bis zu den nördlichen Lofoten bereisen möchtet, braucht ihr mindestens 14 Tage oder idealerweise sogar drei Wochen, damit ihr nicht nur hinter dem Steuer hetzt.
Wie lange dauern die Autofahrten tatsächlich?
Die auf der Karte oder im Navi angegebenen Zeiten solltet ihr immer mit viel Puffer einplanen, denn die tatsächlichen Fahrten dauern in Norwegen deutlich länger. Allein die Fahrt von Oslo nach Bergen nimmt über 7 Stunden reine Fahrzeit in Anspruch, denn in den Bergen halten euch schmale kurvenreiche Straßen, sehr niedrige Tempolimits und unvermeidliche Wartezeiten auf die regelmäßigen Fähren übers Wasser auf.
Lohnt es sich, ein Elektroauto zu mieten?
Auf jeden Fall ja, denn Norwegen ist nämlich ein großer europäischer Vorreiter und verfügt über ein unglaublich dichtes Netz an hochwertigen Schnellladestationen. Ihr bekommt dadurch viel günstigeren Betrieb, oft niedrigere Gebühren für Autobahnmaut und Fähren, nur bei langen Fahrten in den abgelegenen Norden hinter den Polarkreis müsst ihr eure Ladestopps etwas sorgfältiger planen.
Wo kann man am günstigsten klassischen Kraftstoff tanken?
Die Benzin- und Dieselpreise ändern sich praktisch täglich und die Unterschiede zwischen den Tankstellen sind oft enorm. Generell gilt jedoch die Regel, dass ihr den günstigsten Sprit in größeren Städten findet und näher an der Zivilisation, daher empfehle ich euch, vollzutanken, bevor ihr euch in abgelegene Bergtäler und entlegene Fjorde begebt, wo die Preise immer am höchsten sind.
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