Wenn du eine Reise hoch in den Norden planst, werden dich die Lofoten in Norwegen mit ihrer rauen Schönheit und magischen Atmosphäre vollkommen in den Bann ziehen. Diese norwegischen Inseln bieten atemberaubende Landschaften, wie du sie sonst kaum irgendwo in Europa findest – kein Wunder also, dass Reisende aus aller Welt immer wieder hierher zurückkehren.
Das wohl ikonischste Erlebnis ist die Übernachtung in einem traditionellen Rorbu – einer alten Fischerhütte, die auf Pfählen direkt über dem Wasser des Fjords steht. Morgens kochst du dir einen Kaffee, setzt dich auf die Holzterrasse und blickst auf die dramatischen Berggipfel, die direkt aus dem wilden Ozean emporragen.
In diesem Artikel zeige ich dir, wo du dich auf den Inseln strategisch klug einquartierst, damit du nicht unnötig viel Zeit im Auto verbringst und deinen Urlaub entspannt genießen kannst. Wir schauen uns die besten Regionen an, geben praktische Tipps zur Auswahl der Hütte und nennen die Preise, mit denen du für 2026 rechnen musst.

Zusammenfassung
- Ein Basislager ist der Schlüssel zum Erfolg: Zelte nicht jeden Tag woanders, sondern such dir ein oder zwei Standorte aus und unternimm von dort sternförmige Ausflüge.
- Ein Rorbu ist ein Muss: Die traditionellen Fischerhütten kosten im Sommer zwar über 2000 NOK pro Nacht (rund 175 €), aber das authentische nordische Erlebnis ist es allemal wert.
- Die eigene Küche spart Geld: Restaurants in Norwegen sind extrem teuer, Selbstkochen mit Vorräten aus dem Supermarkt ist der beste Weg zum Sparen.
- Denk an die Verdunkelung: Ab Ende Mai geht die Sonne nicht mehr unter – gute Blackout-Vorhänge oder ein Reise-Rollo retten dir buchstäblich den Schlaf.
- Süden für Fotos, Mitte für die Logistik: Reine und Hamnøy sind am fotogensten, aber Ballstad und Leknes liegen genau in der Mitte und ersparen dir Stunden hinterm Steuer.
- Buche mit riesigem Vorlauf: Die besten Hütten mit Aussicht sind schon ein halbes Jahr im Voraus weg, eine Last-Minute-Planung lohnt sich hier wirklich nicht.

Wann sollte man auf die Lofoten reisen
Die Wahl der richtigen Jahreszeit beeinflusst ganz entscheidend, welches Erlebnis du aus Norwegen mitnimmst und wie viele Kleidungsschichten du einpacken musst. Das Wetter auf den Inseln ist das ganze Jahr über unberechenbar, und eine klassische Nordfront kann durchaus drei Tage Dauerregen mit peitschendem Wind bringen. Deshalb lohnt es sich, die norwegische App yr.no herunterzuladen und die Pläne flexibel an die aktuelle Lage anzupassen. Wer nur über ein verlängertes Wochenende herfährt, riskiert, wegen schlechtem Wetter gar nichts zu sehen – ideal ist daher ein Zeitfenster von sieben bis zehn Tagen.
Wenn du dich nach langen Tagen und der Mitternachtssonne sehnst, ist die beste Zeit der Übergang von Juni zu Juli, wenn das Licht praktisch nie verschwindet und das Gehirn sich oft weigert zu glauben, dass es Zeit zum Schlafen ist. So kannst du problemlos um Mitternacht zu einer Wanderung aufbrechen, umgehst dabei zuverlässig die größten Menschenmassen an den beliebten Aussichtspunkten und genießt die unglaublichen Farben des Himmels in völliger Stille. Du musst aber bedenken, dass dies die absolute Hochsaison ist, in der die Preise für alles steil nach oben schießen und die besten Unterkünfte schon ein halbes Jahr vorher ausgebucht sind.
Der Spätsommer und Frühherbst bringen dagegen die ersten Chancen, das Polarlicht zu sehen, während sich die Natur in wunderschöne erdige Töne verfärbt und der Touristentrubel langsam abebbt. Es ist die ideale Zeit für Reisende, die etwas ruhigere Inseln erleben möchten und denen kühlere Nächte nichts ausmachen, in denen man Wollpullover und Regenjacke voll ausreizt. In dieser Zeit lassen sich zudem traditionelle Hütten zu deutlich günstigeren Preisen ergattern.
Der Winter im Norden ist ein Kapitel für sich, denn die Landschaft versinkt im Schnee und die Tage sind während der Polarnacht sehr kurz, was eine unglaublich gemütliche Atmosphäre für Abende bei heißem Tee schafft. Du musst aber im Voraus bedenken, dass das Fahren auf vereisten Straßen echte Erfahrung erfordert und einige Wanderwege völlig unpassierbar oder schlichtweg gefährlich sein werden.

Wo auf den Lofoten in Norwegen übernachten
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu kaufen.
Die Suche nach der idealen Unterkunft auf den Inseln mag anfangs kompliziert wirken, denn die Entfernungen auf der Karte täuschen gewaltig und die schmale Hauptstraße E10 ist in der Saison oft voll mit langsam fahrenden Wohnmobilen. Statt ständig die Koffer zu packen, empfehle ich dir dringend die Basislager-Strategie: Du verbringst mehrere Nächte an einem Ort, füllst den Kühlschrank mit Einkäufen aus dem Supermarkt und brichst zu sternförmigen Ausflügen auf. Allein die Fahrt vom nördlichen Svolvær ins südliche Reine dauert über zwei Stunden reine Fahrtzeit in eine Richtung – das würde dich beim täglichen Pendeln völlig erschöpfen.
Wenn du für eine ganze Woche kommst, macht die Aufteilung auf zwei Basislager riesigen Sinn und erspart dir viel Stress mit langen Fahrten. Ideal ist es, drei Nächte im dramatischen Süden und vier Nächte im zentralen oder nördlichen Teil zu verbringen, damit du alle Highlights in Reichweite hast, ohne einen halben Tag hinterm Steuer zu sitzen. Für Familien mit Kindern oder Reisende, die maximale Ruhe suchen, ist dann ein einziges Basislager genau in der Mitte der Inseln rund um Ballstad oder Leknes die beste Wahl.
Bei der Auswahl eines konkreten Ortes solltest du immer prüfen, ob deine Hütte einen eigenen Parkplatz direkt vor der Tür hat, denn Taschen im nordischen Regen von einem öffentlichen Parkplatz zu schleppen ist alles andere als angenehm. Der mit Abstand wichtigste Parameter für alle Besucher ist eine gut ausgestattete Küche, mit der du dir eigenes Essen kochen und so den astronomischen Preisen in den lokalen Restaurants entgehen kannst. Diese verlangen in der Saison locker zwischen 200 und 400 NOK (rund 17–35 €) für ein ganz gewöhnliches Abendessen.
Wenn du die klassischste fotogene Ikone suchst, ist Eliassen Rorbuer in Hamnøy eine absolute Legende mit roten Hütten, während die benachbarten Sakrisøy Rorbuer schon von Weitem in Gelb leuchten. Für alle, die Geschäfte und Supermärkte in der Nähe haben möchten, ist Svinøya Rorbuer in Svolvær eine fantastische Wahl, wo sich historischer Charme mit dem Komfort einer Kleinstadt verbindet. Und wenn du den goldenen Mittelweg aus gutem Preis und guter Logistik suchst, wirf einen Blick auf die Unterkunft Kræmmervika Havn im ruhigen Ballstad.

7 Tipps, was man auf den Lofoten sehen und erleben kann
Die Inseln bieten eine unerschöpfliche Fülle an Erlebnissen, von anspruchsvollen Aufstiegen bis zu ruhigen Spaziergängen zwischen Holzhäusern mit dem Duft von Meersalz. Schauen wir uns die sieben wichtigsten Tipps und Orte an, die in deinem Reiseplan auf keinen Fall fehlen sollten – und finden heraus, wo es sich dort am besten wohnt.

1. Das Erlebnis einer Übernachtung im traditionellen Rorbu
Ein Rorbu ist nicht einfach nur eine gewöhnliche Touristenhütte, es ist eine historische Institution, die seit Jahrhunderten untrennbar zum Norden Norwegens gehört und die lokale Kultur prägt. Ursprünglich waren es sehr karge Holzbuden auf Pfählen über dem Wasser, in denen sich im Winter die Fischer dicht an dicht drängten, während unter dem Boden das eiskalte Meer schwappte und ein kalter Wind wehte. Heute haben sich diese Häuser in die begehrteste Art der Unterkunft verwandelt, die allen modernen Komfort bietet, sich aber dennoch ihren ganz eigenen Geruch und ihre unverwechselbare Atmosphäre alter Zeiten bewahrt hat.
Vom bequemen Bett aus blickst du oft direkt aufs Wasser, was besonders beim morgendlichen Kaffee magisch ist, wenn der Nebel über dem Fjord liegt und die Möwen ihren Tag beginnen. Achte bei der Buchung aber gut darauf, ob die Hütte wirklich gute Blackout-Vorhänge hat, denn von Ende Mai bis Mitte Juli geht die Sonne überhaupt nicht unter und der Polartag kann den Organismus ganz schön durcheinanderbringen. Pack auf jeden Fall ein Reise-Verdunkelungsrollo mit Saugnäpfen und ein richtig scharfes Messer von zu Hause ein, denn die Standardausstattung der Hütten schneidet oft nicht einmal frisches Brot.
Die Preise für Rorbuer werden in der Sommer-Hochsaison 2026 etwa zwischen 2000 und 3500 NOK pro Nacht liegen, also umgerechnet rund 175 bis 305 €, weshalb es sich lohnt, mit vier bis sechs Monaten Vorlauf auf die Jagd zu gehen. Wenn du ein Premium-Erlebnis suchst, ist Hattvika Lodge in Ballstad eine großartige Wahl, die renovierte Hütten mit skandinavischem Design und eigener Sauna bietet.
💡 Tipp: Versuch ein Rorbu zu finden, dessen Terrasse nach Osten oder Westen ausgerichtet ist, damit du die magischen Farben der Mitternachtssonne direkt von deiner eigenen Liege aus voll auskosten kannst.

2. Erkunde den Postkarten-Süden in Reine und Hamnøy
Der äußerste Süden der Inseln ist genau der Ort, an dem all diese berühmten Kalenderfotos entstehen – mit roten und gelben Häusern unter steilen Berggipfeln. In Reine, Hamnøy oder auf der nahen kleinen Insel Sakrisøy zu wohnen bedeutet, dass du buchstäblich im Reisekatalog lebst und die schönsten Naturkulissen nur ein paar Schritte von deiner Tür entfernt hast. Du kannst im berühmten Komplex Eliassen Rorbuer übernachten oder in den gelben Hütten der Sakrisøy Rorbuer, neben denen du auch ein tolles Museum mit historischem Spielzeug findest.
Diese Schönheit hat in den Sommermonaten aber ihren Preis, denn hierher strömen Touristenmassen aus aller Welt und die engen Gassen sind von morgens bis abends bis zum Anschlag verstopft. Das Parken wird hier manchmal zum kleinen Albtraum: Auf dem Parkplatz Reine Outer Harbor zahlst du etwa 35 NOK pro Stunde (rund 3 €) und kostenlose Stellplätze verschwinden in atemberaubendem Tempo – ein eigener Stellplatz an der Unterkunft ist hier also absolute Pflicht.
Wenn du dich entscheidest, genau hier dein Basislager aufzuschlagen, bekommst du einen perfekten Ausgangspunkt für den Besuch des historischen Dörfchens Å oder für den morgendlichen Aufstieg zum atemberaubenden Aussichtspunkt Reinebringen, bevor die anderen Touristen eintreffen. Von hier erreichst du auch wunderbar den Bootsausflug zum traumhaften, abgelegenen Strand Bunes. Rechne aber damit, dass jeder Ausflug in den Norden der Inseln viel Zeit kostet, denn allein die Fahrt nach Svolvær dauert über zweieinviertel Stunden reine Fahrtzeit in eine Richtung.

3. Verlier dich in den Gassen von Henningsvær
Henningsvær wird oft als das Venedig des Nordens bezeichnet und seine zauberhafte Atmosphäre fesselt dich sofort, sobald du über die Reihe schmaler Brücken fährst, die die einzelnen Inselchen verbinden. Dieses Fischerdorf, verstreut auf felsigen Landzungen, bietet eine überraschend hippe Atmosphäre, voller gemütlicher Cafés mit Spezialitätenkaffee, Kunstgalerien und kleiner Boutiquen mit lokalem Design. Hier kannst du stundenlang umherschlendern, die salzgeschwängerte Luft einatmen und die riesigen hölzernen Trockengestelle für Kabeljau bewundern, die eine allgegenwärtige Erinnerung an die raue Fischertradition sind.
Genau hier, am äußersten Ende des Dorfes, findest du den berühmtesten Fußballplatz der Welt, der auf eine felsige Klippe gequetscht ist und aus der Vogelperspektive wie eine völlige Erscheinung wirkt. Als Basislager zum Wohnen ist Henningsvær großartig, wenn du reicheres kulturelles Leben und gute Gastronomie suchst, logistisch liegt es aber ziemlich abseits östlich der Hauptstraße E10. Ein eventueller Ausflug in den fotogenen Süden nach Reine bedeutet von hier mehr als zwei Stunden im Auto.
Die Zufahrtsstraße ins Dorf selbst ist zudem sehr schmal und kurvig, also musst du in der Sommer-Hochsaison deine Nerven wappnen, wenn du entgegenkommenden Wohnmobilen und Bussen ausweichst. Wenn du deinen Aufenthalt aber in zwei Teile aufteilst, dient Henningsvær als absolut perfekte Basis für die Erkundung der nördlichen Hälfte des Archipels.

4. Nutze Svolvær als praktisches Basislager
Svolvær fungiert als inoffizielle Hauptstadt der Inseln und bietet absolut jede denkbare Infrastruktur, die du auf deiner langen Reise brauchen könntest. Aus Sicht der Praktikabilität und Logistik ist es der absolute Sieger: Hier findest du Apotheken, riesige Lebensmittelgeschäfte, Verleihstationen für Outdoor-Ausrüstung und sogar die berühmte Eisbar Magic Ice für ein ausgefallenes Abendvergnügen. Eine tolle Unterkunftsmöglichkeit ist hier der Komplex Svinøya Rorbuer, der auf einer eigenen, durch eine Brücke verbundenen kleinen Insel liegt – ins Zentrum gehst du bequem zu Fuß.
Vom geschäftigen Hafen vor Ort starten auch die besten organisierten Bootsausflüge, egal ob du auf Seeadlerbeobachtung gehen oder mit einem modernen Elektroboot durch den stillen und majestätischen Trollfjord fahren möchtest. Wenn du auf dem Flughafen Evenes (EVE) landest, bist du mit dem Auto in bequemen zweieinhalb Stunden hier, was die Stadt zum absolut idealen ersten Stopp nach einem anstrengenden Flug macht.
Der einzige Nachteil von Svolvær ist die schlichte Tatsache, dass ihm einfach diese wilde und abgeschiedene Naturromantik fehlt, die du in den kleineren Fischerdörfern im äußersten Süden findest. Es ist eben eine ganz normale, lebendige Stadt voller Autos und Menschen, aber für jemanden, der alle Dienstleistungen unmittelbar in Reichweite braucht, ist es die sicherste und komfortabelste Wahl für einen Nordlandurlaub.

5. Wähle die Inselmitte rund um Ballstad und Leknes
Wenn du deinen Urlaub clever verbringen und Stress vermeiden willst, ist die Region rund um Ballstad und Leknes ein geheimer Trumpf, der dir eine riesige Menge Zeit hinterm Steuer spart. Geografisch liegt sie nämlich genau in der Mitte des gesamten Archipels, sodass du es auf beide Seiten relativ kurz hast und von einem Ort aus bequem alle wichtigen Naturdenkmäler erreichst. Leknes selbst glänzt zwar nicht gerade durch Schönheit und dient eher als Verwaltungszentrum, liegt aber in unmittelbarer Nähe der schönsten Strände wie Haukland oder Uttakleiv, die du in nur 15 Minuten erreichst.
Ballstad, das nur ein kleines Stück südlicher liegt, bewahrt sich dagegen weiterhin seine raue Fischeratmosphäre und bietet sehr authentische Rorbuer zu etwas günstigeren Preisen als der überfüllte Süden. Eine tolle und preisgünstige Basis ist hier zum Beispiel Kræmmervika Havn, wo du eine klassische Hütte um die 170 € pro Nacht bekommst, was für norwegische Verhältnisse ein sehr solides Angebot ist. Von hier kannst du morgens nach dem Frühstück aufbrechen und bist binnen einer Stunde bei den Wikingern in Borge oder am berühmten Strand Skagsanden.
Der Preis für diese absolut perfekte Logistik ist die Tatsache, dass du hier oft auf den ikonischen Blick vom Bett auf die scharfen Gipfel verzichten musst, weil die Landschaft hier einfach nicht so steil und dramatisch ist. Für praktisch denkende Reisende ist es aber absolut der beste Ort, wo du dir zudem in der Nachbarstadt Gravdal des einzigen großen Krankenhauses auf den gesamten Inseln sicher sein kannst.
6. Spare mit Campingplätzen und gemütlichen Airbnbs
Die Unterkunft in traditionellen Häusern auf dem Wasser kann dem Budget ordentlich zusetzen, aber zum Glück gibt es Wege, die Kosten deutlich zu senken, ohne bei deinen Ansprüchen an Wärme und Komfort Abstriche machen zu müssen. Viele Lofoten-Campingplätze bieten die Vermietung einfacher Holzhütten an, die eine Elektroheizung, eine eigene kleine Küche und Etagenbetten haben und dabei nur einen Bruchteil des Preises der Premium-Pfahlhäuser kosten. Eine ausgezeichnete Wahl sind hier zum Beispiel die beliebten Lofoten Cabins.
Ein großartiges Erlebnis ist auch die Unterkunft direkt am Ozean im Lofoten Beach Camp am Strand Skagsanden, wo du morgens die Tür öffnest und direkt auf den schneeweißen Sand blickst, während um dich herum begeisterte Surfer im Neopren ins eiskalte Wasser rennen. Diese Hütten sind zwar nicht so geräumig und luxuriös, aber für aktive Reisende, die ohnehin den ganzen Tag draußen auf Wanderungen sind, dienen sie als absolut ideales und wärmendes Refugium vor dem unberechenbaren Wetter.
Sehr gut und zuverlässig funktioniert hier auch die Vermietung über das Portal Airbnb, wo du oft das komplett eingerichtete Erdgeschoss eines Familienhauses mieten kannst. Du verlierst zwar ein Stück Lofoten-Holzromantik, bekommst dafür aber riesigen Platz und vor allem eine Waschmaschine, was sich im regnerischen norwegischen Klima buchstäblich mit Gold aufwiegt – besonders, wenn du länger oder mit Kindern reist.
7. Nutze die eigene Küche und entdecke die Lofoten-Cafés
Wie ich schon eingangs erwähnt habe, ist dreimal täglich in norwegischen Restaurants zu essen finanzieller Selbstmord, weshalb die eigene Küche in der Unterkunft der wichtigste Posten der ganzen Reise ist. Ein normales Essen im Lokal kostet dich 200 bis 400 NOK pro Person (rund 17–35 €), also sind Einkäufe in Supermärkten wie Rema 1000 oder Kiwi ein Muss, obwohl du auch dort mit etwa dem Dreifachen der üblichen deutschen Preise rechnen musst. Wenn du dir das Hauptgericht aber im Rorbu selbst kochst, bleibt dir genug Geld für kleine Freuden während der Ausflüge.
Wenn du dir doch mal etwas gönnen willst, geh in eine der wunderbaren lokalen Bäckereien, wo es herrlich nach frischen Zimtschnecken und köstlichen Kardamomknoten duftet. In Dörfern wie Henningsvær oder im größeren Svolvær findest du jede Menge hippe Cafés mit erstklassigem Spezialitätenkaffee, wo du dir die eingefrorenen Hände wärmen und dich nach einem langen, windigen Spaziergang an der Küste ausruhen kannst.
Für Vegetarier ist es heute überhaupt kein Problem mehr, tolles fleischloses Essen zu finden, sehr oft stößt du auf ausgezeichnete vegetarische Pizza, kräftige heiße Gemüsesuppen oder frische Käse-Sandwiches, die dir zuverlässig Energie für weiteres Entdecken geben. Die Grundzutaten kauf aber wirklich gleich am ersten Tag in großen Mengen in den großen Geschäften in Leknes oder Svolvær, denn die kleinen Dorfläden im Süden haben eine sehr begrenzte Auswahl.
Wohin weiter von den Lofoten
Wenn du eine umfassendere Erkundung des Nordens planst und sichergehen willst, dass dir nichts entgeht, schau dir unbedingt unseren großen Lofoten-Reiseführer an, in dem du eine detaillierte Auflistung aller Sehenswürdigkeiten findest. Bei der richtigen Terminwahl hilft dir der Artikel zur Frage, wann man auf die Lofoten reisen sollte, damit dich die Polarnacht nicht überrascht.
Die finanzielle Seite der Sache und detaillierte Ausgabenaufstellungen aus unserer Recherche findest du im Text darüber, was eine Reise auf die Lofoten kostet. Und wenn du dich genauer auf konkrete Regionen konzentrieren möchtest, haben wir für dich ausführliche Informationen über die Gebiete Reine und Hamnøy sowie über das malerische Henningsvær vorbereitet.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eigentlich ein Rorbu?
Ein Rorbu ist eine traditionelle nordische Fischerhütte, die historisch auf Holzpfählen direkt über dem Meeresspiegel oder Fjord gebaut wurde. Früher diente sie zur Unterbringung von Fischern während der rauen Wintersaison, wenn sie sich auf engem Raum drängten. Heute handelt es sich um renovierte und sehr beliebte Ferienhäuschen, die jeden modernen Komfort bieten, eine eigene ausgestattete Küche und eine absolut unvergessliche Atmosphäre mit Blick aufs Wasser direkt vom Bett aus.
Wo übernachtet man am besten beim ersten Besuch?
Für die erste Reise empfehle ich Ihnen am meisten, die Gegend um die Städte Leknes oder Ballstad zu wählen, da sie genau im geografischen Zentrum des Archipels liegen. So erhalten Sie einen perfekten Ausgangspunkt, von dem aus es relativ nah nach Norden und Süden ist, Sie sparen Stunden im Auto auf verstopften Straßen und haben die größten Supermärkte sowie das einzige örtliche Krankenhaus im nahen Gravdal in Reichweite.
Wie viel kostet eine Unterkunft auf den Lofoten?
Die Preise variieren extrem je nach Saison, im Sommer 2026 rechnen Sie bei einem traditionellen Rorbu mit einem Betrag von 2000 bis 3500 NOK pro Nacht, das sind etwa 170 bis 300 Euro. Wenn Sie eine günstigere Variante suchen, können Sie Holzhütten auf Campingplätzen oder Vermietungen über Airbnb wählen, wo sich sehr schöne und praktische Unterkünfte für einen Bruchteil des Preises finden lassen, besonders wenn Sie in einer größeren Gruppe reisen und die Kosten aufteilen.
Muss ich die Unterkunft im Voraus reservieren?
Wenn Sie im Zeitraum von Juni bis August fahren, ist eine Reservierung lange im Voraus eine absolute und unausweichliche Notwendigkeit. Die schönsten Hütten mit ikonischem Blick auf die Berge sind oft schon vier bis sechs Monate im Voraus ausgebucht, sodass eine spontane Unterkunftssuche in letzter Minute Sie entweder viele Nerven oder eine riesige Menge Geld für überteuerte Hotels kosten wird, die noch im Angebot übrig sind.
Was darf in der Schlafausrüstung nicht fehlen?
Für die Sommermonate sind der absolut wichtigste Gegenstand hochwertige Verdunkelungs-Blackout-Vorhänge oder Reise-Rollos mit Saugnäpfen, denn die Mitternachtssonne scheint die ganze Nacht und Schlaf ohne Dunkelheit ist sehr schwierig. Packen Sie unbedingt auch eine Schlafmaske und sicherheitshalber Ohrstöpsel ein, denn in Holzhütten hört man oft den Wind, das Plätschern des Wassers oder das Geschrei der allgegenwärtigen Möwen.
Kann man auf den Lofoten ohne Auto zurechtkommen?
Theoretisch ist das dank der örtlichen Busse möglich, aber in der Praxis wird es Sie enorm viel Zeit kosten und Sie verzichten auf die Freiheit, überall anzuhalten, wo es Ihnen gefällt. Ein eigenes oder gemietetes Auto ist hier nahezu unverzichtbar für eine bequeme Erkundung abgelegener Strände und kleiner Dörfer, die von öffentlichen Verkehrsmitteln nur sehr selten oder in ungünstigen Intervallen angefahren werden.
Ist eine Basis besser oder jeden Tag umziehen?
Ich rate Ihnen definitiv davon ab, jeden Tag umzuziehen, denn das Packen der Koffer und ständige Check-ins rauben Ihnen wertvolle Zeit und Energie. Für einen einwöchigen Aufenthalt ist es ideal, die Unterkunft auf zwei strategische Basen aufzuteilen, zum Beispiel drei Tage mit der Erkundung des Südens von Reine oder Ballstad aus zu verbringen und weitere vier Tage den nördlicheren Gebieten mit Unterkunft in der Umgebung von Svolvær oder Henningsvær zu widmen.
Wo kann man auf den Inseln am besten Lebensmittel einkaufen?
Die größten und am besten sortierten Supermärkte finden Sie in den Städten Leknes und Svolvær, wo Ketten wie Rema 1000, Kiwi oder Extra ansässig sind. Ich empfehle, gleich nach der Ankunft einen großen Einkauf haltbarer Lebensmittel zu machen, denn in den kleinen Fischerdörfern im Süden sind die Geschäfte deutlich kleiner, haben ein sehr begrenztes Sortiment und die Preise sind dort oft noch etwas höher als in den Städten.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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