Panoramazüge Schweiz: Glacier Express, Bernina Express & Co. + Preise 2026

Wenn du eine Reise in die Schweiz planst, weißt du wahrscheinlich schon, dass die dortige Eisenbahn mit ihrer sprichwörtlichen Pünktlichkeit funktioniert. Was du vielleicht noch nicht ahnst: Die Fahrt mit dem Zug in der Schweiz ist oft das größte Erlebnis des ganzen Urlaubs überhaupt.

Panoramazüge mit riesigen verglasten Dächern bringen dich über Alpenpässe, vorbei an Gletschern und über ikonische Viadukte, bei denen dir der Atem stockt.

Ich selbst habe Dutzende Stunden damit verbracht, Fahrpläne, Pässe und Preise für 2026 zu studieren, um dir diesen ausführlichen Ratgeber zusammenstellen zu können. Die Schweiz ist nämlich kein günstiges Reiseziel, und die richtige Wahl des Tickets oder das Wissen um lokale Tricks kann dir mehrere Hundert Euro sparen. Da du wohl kaum eine Bank ausrauben willst, nur um Gletscher zu sehen, findest du hier alles, was du wissen musst.

Zusammenfassung

  • Der Glacier Express ist 2026 teurer geworden. Das Basisticket in der 2. Klasse kostet 159 CHF (ca. 170 €), dazu kommt die obligatorische Reservierung für 54 CHF.
  • Es geht auch ohne Aufpreis. Dieselbe Strecke unter den Gletschern fahren auch normale Regionalzüge, bei denen du keine Pflichtreservierung zahlst und sogar das Fenster für perfekte Fotos öffnen kannst.
  • Der Bernina Express ist der einzige auf der UNESCO-Liste. Diese Strecke führt dich über das berühmte Kreisviadukt von Brusio bis ins italienische Tirano.
  • Der Swiss Travel Pass ist die sichere Wahl. Für eine einwöchige Zugrundreise lohnt sich am meisten die 8-Tages-Variante für 439 CHF, die Zugfahrten, Schiffe und den Eintritt in Hunderte Museen abdeckt.
  • Der Gotthard Panorama Express erfordert die 1. Klasse. Er kombiniert die Fahrt auf einem historischen Raddampfer mit einem Panoramazug, kostet aber entsprechend mehr.
  • Essen vom Coop ist überlebenswichtig. Die Preise in den Speisewagen sind astronomisch, deshalb bringen die meisten Reisenden ihren eigenen Proviant aus dem Supermarkt mit.

8 Dinge, die du über die Panoramazüge der Schweiz wissen musst

Das Reisen mit dem Schweizer Zug hat seine klaren Regeln und Besonderheiten. Auf den ersten Blick scheint es, als müsstest du nur zum Bahnhof gehen, ein Ticket kaufen und einsteigen – doch bei den Premium-Panoramalinien läuft es etwas anders. Unterschiedliche Reservierungssysteme, dynamische Preise und saisonale Sperrungen können unerfahrene Reisende ganz schön ärgern. Vor allem, wenn man die dortigen Preise dazurechnet, die keinen einzigen Planungsfehler verzeihen. Für mehr Details zu den Regionen kannst du jederzeit auch ins offizielle Portal MySwitzerland schauen.

Zum Glück ist das keine Raketenwissenschaft, sobald du ein paar Grundprinzipien verstanden hast. Ich habe für dich eine Übersicht der wichtigsten Punkte vorbereitet, die dir Zeit, Geld und Nerven sparen. Vom Kauf der Sitzplatzreservierungen zum exakten Zeitpunkt bis zur Wahl der richtigen Seite im Wagen für die besten Fotos. Los geht’s.

1. Glacier Express und seine astronomischen Preise

Der Glacier Express trägt stolz den Titel des langsamsten Schnellzugs der Welt. Die Strecke zwischen Zermatt und St. Moritz bewältigt er in rund acht Stunden, während derer du über 291 Brücken und durch 91 Tunnel fährst. Höhepunkt der Reise ist die Fahrt über den Oberalppass in über zweitausend Metern Höhe und die atemberaubende Rheinschlucht (Ruinaulta), die oft als der Schweizer Grand Canyon bezeichnet wird. Der Zug bietet riesige Panoramafenster, die bis ins Dach reichen, sodass dir von den Alpengipfeln wirklich nichts entgeht. Zermatt selbst ist übrigens ein idyllisches, autofreies Städtchen, das du ausschließlich mit dem Zug erreichst – das verleiht dem Start der Reise einen unglaublichen Zauber.

Die Preise für 2026 sind allerdings nichts für schwache Nerven. Das Ticket in der 2. Klasse kostet ab 159 CHF, in der 1. Klasse dann 272 CHF. Dazu muss jedoch absolut jeder Reisende die obligatorische Sitzplatzreservierung für 54 CHF bezahlen. Diese Reservierung wird von keinem Spar-Pass abgedeckt, du zahlst sie also immer. Die Reservierungen öffnen genau 93 Tage im Voraus, und ich empfehle dir, sie sofort zu kaufen, denn die Sommertermine verschwinden blitzschnell. Die aktuellen Bedingungen überprüfst du am besten immer auf der offiziellen Website glacierexpress.ch.

Wenn du dir maximalen Luxus gönnen willst, gibt es die sogenannte Excellence Class. Für eine Reservierungsgebühr von 540 CHF bekommst du einen garantierten Fensterplatz, ein Fünf-Gänge-Menü mit Weinen und einen persönlichen Concierge-Service. Normalsterbliche können ein Drei-Gänge-Menü mit Zustellung an den Platz für 49 CHF bestellen. Hier eine gute Nachricht auch für alle, die kein Fleisch essen: Die vegetarische und vegane Menü-Variante ist meist günstiger und wird von Reisenden sehr gelobt. Vergiss außerdem nicht, dass der Zug jährlich eine Herbstpause hat und zwischen dem 11. Oktober und dem 4. Dezember 2026 überhaupt nicht fährt.

💡 Tipp: Auf der Fahrt von Zermatt nach St. Moritz versuche, dich auf die rechte Seite des Zuges zu setzen. Du hast dann den besseren Blick auf das Mattertal und die Rheinschlucht. In Chur wechselt der Zug allerdings die Fahrtrichtung, sodass sich die Seiten auf halber Strecke vertauschen.

2. Der Geheimtipp mit Regionalzügen für clevere Reisende

In Reiseforen taucht regelmäßig eine hitzige Debatte auf, in der sogar Schweizer selbst behaupten, der Glacier Express sei leicht überbewertet. Die ganze berühmte Strecke kannst du nämlich mit normalen Regionalzügen ganz ohne Aufpreis befahren. Diese Verbindungen der Gesellschaften MGB und RhB fahren stündlich und werden vom Swiss Travel Pass oder dem klassischen Interrail vollständig abgedeckt. Du musst keine 54 CHF für die Reservierung zahlen und kannst viel spontaner reisen.

Das hat natürlich seine Besonderheiten. Du musst rund viermal umsteigen (typischerweise in Visp, Andermatt, Disentis und Reichenau), was die Gesamtfahrzeit auf etwa acht Stunden und zwanzig Minuten verlängert. Für viele ist das aber eher ein Vorteil. Du kannst die Reise aufteilen, am Oberalppass aussteigen, einen Kaffee trinken und mit der nächsten Verbindung weiterfahren. Der Panorama-Express sperrt dich quasi acht Stunden lang in einen Wagen. Die Umstiege funktionieren zudem mit legendärer Pünktlichkeit und liegen oft am selben Bahnsteig, sodass du für den Umstieg buchstäblich nur ein paar Minuten brauchst.

Diesen Trick lieben Fotografen ganz besonders. Die Panoramafenster des teuren Express lassen sich nämlich nicht öffnen, und im Sommer staut sich darunter unangenehme Hitze. Außerdem spiegelt sich im gewölbten Glas alles. Normale Regionalzüge haben klassische Schiebefenster, aus denen du absolut klare Aufnahmen ohne Reflexe machst. Wenn du also sparen willst oder vor allem auf der Jagd nach perfekten Fotos bist, sind die normalen Verbindungen eine ausgezeichnete Wahl.

3. Bernina Express und die ikonischen Viadukte

Während der Glacier Express der bekannteste ist, gilt der Bernina Express vielen als der allerschönste. Als einzige Bahnstrecke der Welt (zusammen mit der indischen Bergbahn und dem österreichischen Semmering) hat es diese auf die UNESCO-Welterbeliste geschafft. Die Strecke verbindet Chur oder St. Moritz mit dem italienischen Städtchen Tirano und führt dich über 196 Brücken. Du siehst den überwältigenden Palü-Gletscher, den türkisfarbenen Lago Bianco, und der Zug steigt bis auf 2.253 Meter über dem Meer – und das völlig ohne Zahnradtechnik.

Die größten Highlights für Touristen sind das berühmte Landwasserviadukt und die unglaubliche Kreisspirale bei der Ortschaft Brusio, wo der Zug unter sich selbst hindurchfährt. Das Ticket von Chur nach Tirano kostet in der 2. Klasse ab 96 CHF. Für die verglasten Panoramawagen musst du auch hier eine Reservierung dazukaufen. Diese liegt 2026 je nach Saison bei 40 bis 44 CHF. Die Reservierungen öffnen ganze 365 Tage im Voraus. Kauf sie ruhig sofort, sobald du deine Unterkunft gebucht hast. Den Link zum offiziellen Kauf findest du auf rhb.ch. Der Zug fährt ganzjährig, achte nur auf die geplante Streckensperrung zwischen dem 29. Oktober und dem 13. November 2026.

Auch auf dieser Strecke funktioniert der Trick mit den lokalen Verbindungen. Die stündlichen Allegra-Züge fahren auf denselben Gleisen ganz ohne Aufpreis. Sie haben zu öffnende Fenster und ermöglichen dir, etwa an der Station Alp Grüm auszusteigen, wo dich eine Terrasse mit fantastischem Blick auf den Gletscher erwartet. Wenn du die ganze Strecke bis nach Italien fährst, kannst du auch den anschließenden Bernina Express Bus nutzen. Der bringt dich entlang des Comer Sees von Tirano bis ins schweizerische Lugano – ideal, um eine geschlossene Rundreise zu gestalten, ohne dieselbe Strecke zurückzufahren.

💡 Tipp: Auf der Fahrt Richtung Süden nach Tirano setz dich auf die rechte Seite. So hast du einen viel besseren Blick auf die Spirale in Brusio, den Lago Bianco und das Landwasserviadukt.

4. Das technische Wunderwerk namens GoldenPass Express

Der GoldenPass Express, der Montreux am Ufer des Genfersees mit dem alpinen Interlaken verbindet, ist eine Weltrarität. Der Zug kann nämlich während der Fahrt im laufenden Betrieb die Spurweite wechseln. Ein Teil der Strecke verläuft auf einer Schmalspurbahn, und in der Station Zweisimmen passt er sich innerhalb weniger Minuten an die Normalspur an. Für die Reisenden bedeutet das enormen Komfort, denn sie steigen einmal ein und schauen drei Stunden lang einfach nur aus dem Fenster.

Die Strecke ist visuell prachtvoll. Du beginnst zwischen den terrassierten Weinbergen über dem Genfersee, fährst durch den Luxusort Gstaad und über das Simmental hinunter bis zum Thunersee. Interlaken ist wiederum die heimliche Hauptstadt des Schweizer Adrenalins, sodass schon der Endbahnhof selbst viele Möglichkeiten für weitere Ausflüge bietet. Das Basisticket für die 2. Klasse kostet rund 56 CHF, die empfohlene Sitzplatzreservierung weitere 20 CHF. Die Züge fahren rund viermal täglich, und den aktuellen Fahrplan sowie die genauen Preise prüfst du am besten immer auf der Website gpx.swiss.

Für echte Feinschmecker bietet diese Verbindung die sogenannte Prestige Class. Dabei handelt es sich um eine erhöhte Kabine an den Zugenden, in der nur 18 beheizte Ledersessel Platz finden. Die Sitze lassen sich um 180 Grad drehen, sodass du immer in Fahrtrichtung sitzt und den Ausblick wie ein Lokführer genießt. Dieses Erlebnis erfordert ein Ticket der 1. Klasse und eine spezielle Pflichtreservierung für 49 CHF.

5. Romantik auf dem Schiff mit dem Gotthard Panorama Express

Dieses Erlebnis kombiniert zwei verschiedene Verkehrsmittel, und ehrlich gesagt hat dieses Kombi-Erlebnis etwas für sich. Die Reise beginnt in Luzern, wo du auf einen historischen Raddampfer steigst. Fast drei Stunden lang fährst du über den wunderschönen Vierwaldstättersee bis zum Hafen Flüelen. Dort wartet bereits der Panoramazug auf dich, der dich über die alte Gotthard-Bergstrecke bis ins sonnige Lugano im Süden des Landes bringt.

Der Zugteil ist berühmt für seine Kehrtunnel beim Dörfchen Wassen. Dank des raffinierten Schleifensystems siehst du das örtliche Barockkirchlein aus drei verschiedenen Höhen und Blickwinkeln. Der Zug fährt nicht durch den modernen Basistunnel unter den Alpen, sodass du die gute alte Bergbahn in voller Pracht erlebst. Der ganze Ausflug dauert rund fünfeinhalb Stunden und funktioniert nur in der Saison, konkret vom 18. April bis zum 18. Oktober 2026.

Dieses Premium-Erlebnis hat eine wesentliche Besonderheit. Der Zugteil verkehrt ausschließlich mit Wagen der 1. Klasse. Das Ticket für Schiff und Zug kostet dich 164 CHF, dazu kommt der obligatorische Aufpreis von 24 CHF. Wenn du einen Swiss Travel Pass für die 2. Klasse hast, musst du das Upgrade in die höhere Klasse zuzahlen. Eine kostenlose Alternative sind die normalen InterRegio-Verbindungen, die auf derselben alten Strecke fahren, nur ohne verglaste Dächer und ohne den Zwang, die teure 1. Klasse zu zahlen.

6. Weitere landschaftliche Leckerbissen, die einen Gedanken wert sind

Die Schweiz dreht sich nicht nur um die drei berühmtesten Express-Züge. Wenn du weniger Zeit hast, nimm unbedingt auch kürzere Strecken in deinen Plan auf. Ein hervorragendes Beispiel ist der Luzern-Interlaken Express, der den Brünigpass überwindet. In rund zwei Stunden Fahrt kommst du an fünf wunderschönen Seen vorbei, darunter dem unglaublich türkisfarbenen Lungernsee. Dieser Zug erfordert keine Pflichtreservierung und fährt stündlich.

Ein weiterer Geheimtipp ist die Centovalli-Bahn, also das Tal der hundert Täler. Sie verbindet das schweizerische Locarno mit dem italienischen Domodossola und überwindet auf 52 Kilometern 83 Viadukte und Brücken in wilder Natur. Das Ticket in der 2. Klasse kostet sehr angenehme 47 CHF. Diese Strecke fungiert als geniale Verbindung, wenn du vom südlichen Kanton Tessin Richtung Matterhorn reisen möchtest, ohne die halbe Schweiz umrunden zu müssen.

Auch die berühmten Bergbahnen dürfen wir nicht vergessen. Von Interlaken aus kannst du zum Jungfraujoch fahren, dem sogenannten Top of Europe, wo du den höchstgelegenen Bahnhof Europas auf 3.454 Metern Höhe findest. Von Zermatt aus lohnt es sich, die Zahnradbahn auf den Gornergrat auszuprobieren, die dich für 132 CHF (in der Sommersaison) direkt vor das majestätische Matterhorn bringt. Rechne nur damit, dass die Pässe auf Bergbahnen nicht voll gelten und nur einen prozentualen Rabatt gewähren.

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7. Swiss Travel Pass vs. Half Fare Card

Das ist wahrscheinlich der wichtigste Abschnitt, wenn du in der Schweiz nicht pleitegehen willst. Einzelne Tickets von A nach B sind extrem teuer, deshalb nutzt die überwältigende Mehrheit der Touristen Spar-Karten. Am beliebtesten ist zweifellos der Swiss Travel Pass (STP). Er funktioniert wie ein Zauberstab. Du kaufst ihn für eine bestimmte Anzahl von Tagen (etwa 3, 4, 6, 8 oder 15) und steigst dann frei in jeden Zug, jedes Schiff oder den öffentlichen Stadtverkehr ein. Und als Bonus kommst du damit kostenlos in über 500 Schweizer Museen – wer also auch kulturelle Stopps plant, hat einen deutlichen Vorteil.

Für eine klassische Zugrundreise durchs ganze Land lohnt sich am besten die 8-Tages-Variante für 439 CHF (in der 2. Klasse). Mit diesem Pass sind die Tickets für alle genannten Panorama-Express-Züge abgedeckt, du zahlst nur jene Reservierungsgebühr für den Sitzplatz nach. Der Pass gilt zudem für viele Stadtbusse, Trams und ausgewählte Seilbahnen. Wenn du mit Kindern unter 16 Jahren reist, beantragst du einfach kostenlos die Swiss Family Card, und dein Nachwuchs reist die ganze Zeit völlig gratis mit. Alle Pass-Varianten findest du übersichtlich auf sbb.ch.

Die zweite Möglichkeit ist die Half Fare Card für 150 CHF mit einer Gültigkeit von einem Monat. Diese Karte gibt dir 50 % Rabatt auf alle Tickets. Sie lohnt sich eher für diejenigen, die an einen Ort reisen, dort wandern wollen und nur ein paar Mal Zug fahren. Eine clevere Kombination ist der Kauf der Half Fare Card und die Jagd auf die sogenannten Saver Day Passes. Diese Tageskarten haben einen dynamischen Preis, und mit der Halbtaxkarte bekommst du sie bei rechtzeitigem Kauf bereits ab 29 CHF. Das erfordert aber eine präzise Planung Monate im Voraus.

Wo übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die Wahl der richtigen Unterkunft entlang der Schweizer Bahnstrecken kann deinen Urlaub entweder unglaublich angenehm machen oder ihn ordentlich verkomplizieren. Es gibt nichts Schlimmeres, als nach einer ganztägigen Zugfahrt mit Umstiegen festzustellen, dass dein Hotel eine weitere halbe Stunde Fußmarsch den steilen Alpenhang hinauf liegt. Deshalb rate ich immer, sich vorrangig auf Lagen in unmittelbarer Nähe der Bahnhöfe zu konzentrieren.

Auch wenn die Unterkünfte in der Schweiz zu den teureren in Europa zählen, findest du mit etwas Planung tolle Orte. Hier sind einige Tipps für strategisch gelegene Hotels, die dir die Logistik der ganzen Reise vereinfachen und dir das Kofferschleppen ersparen.

Strategische Hotels entlang der Strecke

Wie ich schon in den vorherigen Tipps erwähnt habe: In Zermatt solltest du das legendäre Hotel Bahnhof in Betracht ziehen. Es liegt buchstäblich nur wenige Schritte vom Bahnsteig entfernt und bietet sowohl klassische Zimmer als auch günstigere Schlafsaal-Unterkünfte, die Reisende mit knapperem Budget zu schätzen wissen. Außerdem hast du von dort einen blitzschnellen Zugang zur Zahnradbahn auf den Gornergrat.

Wenn du in Zürich startest oder endest oder in Luzern umsteigst, kannst du dich nach der Schweizerhof-Kette umsehen. Ob es sich nun um das Hotel Schweizerhof Luzern oder das elegante Hotel Schweizerhof Bern handelt – beide bieten enormen Komfort direkt im Zentrum des Geschehens und in Gehweite zu den Hauptbahnhöfen. Es ist ein etwas höherer Standard, aber für das perfekte Schweizer Erlebnis ohne Sorgen ist es definitiv eine Überlegung wert.

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Wo unterwegs essen

Die Schweizer Gastronomie lockt mit Käsefondue, Rösti und perfekter Schokolade. Allerdings bedeutet dreimal täglich in einem klassischen Restaurant zu essen, dass dein Urlaubsbudget nach ein paar Tagen wohl weinen wird. Ein normales Abendessen für eine Person kostet dich leicht 30 bis 40 Franken, und da hast du dir noch nichts zu trinken gegönnt.

Beim Reisen mit den Panoramazügen ist außerdem oft die Zeit gegen dich. Bevor du mitten am Tag einen freien Tisch in einer Berghütte suchst, lohnt es sich, vorauszudenken und das zu nutzen, was die Einheimischen ganz selbstverständlich tun.

Supermärkte sind deine besten Freunde

Der beste Rettungsanker sind die Supermärkte der Ketten Coop und Migros, die du buchstäblich an jedem größeren Bahnhof findest. Erwarte von ihnen aber keine gewöhnlichen Läden voller trockener Fertiggerichte. Sie sind meist mit fantastischen Selbstbedienungstheken ausgestattet, mit frischen Salaten, warmen Sandwiches und vielfältigem frischem Gebäck. Du nimmst dir genau das, worauf du Lust hast, fügst eine Packung lokalen Käse hinzu, und das Mittagessen ist zu einem Bruchteil des Preises erledigt.

Den eigenen Proviant im Zug zu essen ist in der Schweiz völlig akzeptiert und üblich. So kannst du frisches, knuspriges Brot und Käse mit Blick auf die majestätischen Alpen direkt aus dem Fenster des Regionalzugs genießen, ohne dich mit den astronomischen Preisen im Speisewagen quälen zu müssen. Viele größere Bahnhöfe bieten zudem Mikrowellen, um gekaufte Gerichte direkt in den Räumen des Ladens aufzuwärmen.

Die ultimative 7-tägige Zugrundreise

All diese Bahnwunder in einem Urlaub zu verbinden ist überhaupt keine Science-Fiction. Du kannst die Route nutzen, die offiziell Grand Train Tour heißt. Beginne deine Reise in Zürich, von wo du mit einem normalen Zug ins historische Luzern am Seeufer fährst. Hier empfehle ich, etwa im schönen Hotel Schweizerhof Luzern zu übernachten, das du nahe am Wasser findest. Am folgenden Tag nutzt du das Schiff und den Gotthard Panorama Express, um in den sonnigen Süden nach Lugano zu gelangen.

Am dritten Tag steigst du in den Bernina Express Bus entlang des italienischen Comer Sees nach Tirano, und am Nachmittag genießt du den ikonischen Bernina Express bis nach St. Moritz. Am Morgen wartet der berühmte Glacier Express auf dich, der dich in einer ganztägigen achtstündigen Fahrt unter das Matterhorn bringt. In Zermatt ist das Hotel Bahnhof eine hervorragende Wahl, das fantastisch direkt gegenüber dem Bahnhof liegt. Eine Unterkunft direkt am Bahnhof ist kein Zufall: Die Züge fahren hier früh und spät, und das Letzte, was du willst, ist, Koffer durch die halbe autofreie Stadt zu schleppen. Buche die Hotels lieber mit großem Vorlauf über Booking.

Nach einem Tag unter dem Matterhorn fährst du hinunter ins Tal und steigst in Montreux in den revolutionären GoldenPass Express Richtung Interlaken. Von dort ist es nur ein Katzensprung in die Hauptstadt Bern, wo du im eleganten Hotel Schweizerhof Bern direkt an den Bahnsteigen übernachten kannst. Am letzten Tag erwartet dich nur noch eine entspannte Fahrt zurück zum Flughafen Zürich.

💡 Tipp: Lade dir die App SBB Mobile aufs Handy. Dort siehst du Verspätungen, Gleisnummern und die Auslastung der Züge. Merk dir gleichzeitig die älteste goldene Regel des Reisens durch die Schweiz: Die Speisewagen sind teuer, deshalb geh vor der Fahrt in den Supermarkt Coop oder Migros. Kauf frisches Gebäck, lokale Käse und Salate. Wenn du komplett sorgenfrei reisen willst und keine Lust hast, alles im Detail zu planen, schau dir die fertigen Pakete und Ausflüge über den Textlink bei GetYourGuide an.

Praktische Zusammenfassung und Richtpreise

In der folgenden Tabelle findest du eine Übersicht der Preise für die 2. Klasse in der Hauptsaison 2026. Bitte beachte, dass es sich um Preise für das Ticket ohne Spar-Karten handelt. Wenn du einen Swiss Travel Pass hast, zahlst du nur die Spalte „Reservierung“.

ZugStreckePreis 2. KlasseReservierungSaison
:—:—:—:—:—
Glacier ExpressZermatt – St. Moritzab 159 CHF54 CHFFährt nicht 11.10. – 4.12.2026
Bernina ExpressChur – Tiranoab 96 CHF40 – 44 CHFGanzjährig
GoldenPass ExpressMontreux – Interlakenab 56 CHF20 CHFGanzjährig
Gotthard PanoramaLuzern – Lugano164 CHF (nur 1. Kl.)24 CHF18.4. – 18.10.2026
CentovalliLocarno – Domodossolaab 47 CHF5 CHF (optional)Ganzjährig

Wohin als Nächstes

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet eine Fahrt mit dem Glacier Express?

V 2026 kostet ein Standardticket der zweiten Klasse 159 CHF. Dazu muss unbedingt eine obligatorische Sitzplatzreservierung für 54 CHF hinzugekauft werden, sodass ihr insgesamt etwa 213 CHF (circa 215 EUR) bezahlt. Wenn ihr im Besitz eines Swiss Travel Pass seid, zahlt ihr nur die Reservierungsgebühr.

Lohnt sich der Kauf des Swiss Travel Pass?

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Für einen Urlaub mit Schwerpunkt auf Zugtouren und Panoramaexpresszügen lohnt es sich definitiv. Die Acht-Tage-Version für 439 CHF deckt alle Fahrkarten für Schiffe, Busse und Panoramazüge vollständig ab, bei denen ihr nur noch kleinere Gebühren für die Platzreservierung bezahlt. Außerdem erhaltet ihr Eintritt in 500 Museen.
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Muss ich den Bernina Express im Voraus reservieren?

Für die verglasten Panoramawagen ist eine Reservierung verpflichtend und kostet je nach Saison zwischen 40 und 44 CHF. Wenn Sie aber sparen möchten, können Sie die regulären Regionalzüge auf derselben Strecke nutzen. Diese erfordern keine Reservierung und bieten herrliche, zu öffnende Fenster zum Fotografieren.

Welcher Zug ist besser, der Glacier oder der Bernina Express?

Bernina Express ist kürzer, günstiger und als einziger auf der UNESCO-Liste vertreten. Außerdem bietet er spektakuläre Abfahrten bis nach Italien und die Fahrt am Gletscher in unmittelbarer Nähe ist wirklich atemberaubend. Glacier Express ist eher ein ganztägiges Premium-Erlebnis mit Service und Essen direkt am Platz. Für die meisten Menschen mit begrenzter Zeit ist Bernina attraktiver.

Kann man in Schweizer Zügen vegetarisches Essen bekommen?

Ja, zum Beispiel bietet der Glacier Express ein großartiges Drei-Gänge-Menü an, bei dem man im Voraus eine vegetarische oder vegane Variante bestellen kann, die sogar günstiger als die Fleischvariante ist. In normalen Zügen bekommt man Essen in der Minibar, aber am sichersten ist es, sich vorher Salate und Käse im Supermarkt zu besorgen.

Wann ist die beste Zeit für die Sitzplatzreservierung?

U Glacier Express öffnen sich die Reservierungen genau 93 Tage vor Abfahrt und im Sommer sind sie blitzschnell vergriffen. Tickets für den Bernina Express können Sie bis zu 365 Tage im Voraus buchen. Bei der luxuriösen Prestige Class im GoldenPass Express empfehle ich, den Kauf nicht aufzuschieben und ihn gleich zu erledigen, sobald Sie das Reisedatum kennen.

Haben die Panoramazüge eine Betriebspause?

Bernina Express und GoldenPass Express fahren das ganze Jahr über, wobei die winterliche Landschaft einen ganz besonderen Zauber hat. Der Glacier Express macht allerdings eine reguläre Herbstpause für Wartungsarbeiten und fährt 2026 zwischen dem 11. Oktober und 4. Dezember nicht. Der Gotthard Panorama Express verkehrt nur in der Sommersaison von April bis Oktober.

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