Zermatt in der Schweiz: 17 Tipps für 2026, was du sehen und erleben musst

Der ikonische Berg von der Toblerone-Schokolade ist wohl das Erste, was den meisten von uns einfällt, wenn man an die Schweiz denkt. Zermatt in der Schweiz und sein majestätisches Matterhorn gehören zu den Orten, die auf Fotos schon kaum zu glauben aussehen, in Wirklichkeit aber noch eine Spur atemberaubender und monumentaler sind.

Interessant ist, dass man in dieses berühmte Alpendorf gar nicht mit dem Auto hineinfahren darf, was ihm eine völlig einzigartige und wunderbar ruhige Atmosphäre verleiht. Züge und Bergbahnen fahren hier so pünktlich, dass man sich fast wie im Traum vorkommt – oder eben einfach wie in der Schweiz. 😁 Statt Autos schlängeln sich hier leise kleine Elektrotaxis zwischen den Holzchalets hindurch.

Ich habe für dich siebzehn Tipps zusammengestellt – von den höchsten Bergbahnen Europas bis zu versteckten Bergseen, zu denen die meisten Touristen vom Hauptweg aus gar nicht kommen. Außerdem erfährst du alle wichtigen Infos zu den Ticketpreisen, ich helfe dir bei der Wahl einer strategisch günstigen Unterkunft und gebe dir jede Menge Tipps, wie du in diesem Hochgebirgsurlaub nicht dein ganzes Gehalt liegen lässt.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Foto: Jean-Paul Wettstein / Pexels

Zusammenfassung

  • Zermatt ist autofrei: Das Auto musst du im riesigen Parkterminal in Täsch stehen lassen und den Rest der Strecke mit dem Pendelzug zurücklegen, der alle zwanzig Minuten fährt. Zum Terminal gelangst du bequem über gut ausgeschilderte Straßen.
  • Der frühe Vogel fängt den Wurm: Rund um den Gipfel des Matterhorns bildet sich sehr oft schon nach zehn Uhr vormittags Bewölkung – brich also gleich mit der ersten Morgenverbindung zu allen wichtigen Aussichtspunkten auf.
  • Die besten Aussichten auf den Berg: Die schönsten Postkartenmotive schießt du vom Gornergrat, vom Riffelsee oder vom Gipfel des Rothorn, von wo aus der Berg in voller Pracht zu sehen ist.
  • Höchste Bergbahn Europas: Das Matterhorn Glacier Paradise bringt dich bis auf 3.883 Meter über dem Meer, wo du durch einen Gletscherpalast spazieren oder sogar mitten im heißen Sommer Ski fahren kannst.
  • Sparen mit Pässen: Wenn du mehrere Tage bleibst und Bergbahnen nutzen willst, rechne unbedingt nach, ob sich der sommerliche Peak Pass oder das ganzjährige Halbtax-Abo für dich lohnt.
  • Essen aus dem Coop: Der größte Posten deines Budgets wird wahrscheinlich das Essen in Restaurants sein, aber zum Glück gibt es hier die Supermärkte Coop und Migros mit hervorragenden Fertiggerichten.
  • Unterkunft frühzeitig buchen: Zermatt gehört zu den begehrtesten Reisezielen der Welt und die besten Hotels sind oft monatelang im Voraus ausgebucht.
Wann nach Zermatt reisen
Foto: Jean-Paul Wettstein / Pexels

Wann nach Zermatt reisen und das Wetter

Das Wetter in den Alpen kann ziemlich unberechenbar sein, und für Zermatt gilt das doppelt. Die größte Chance auf klaren Himmel hast du früh am Morgen, denn laut den Einheimischen bilden sich rund um die Spitze des Matterhorns schon Schlag zehn Uhr Wolken. Nachmittags ziehen in den Sommermonaten oft schnelle Bergstürme auf – plane deshalb alle wichtigen Outdoor-Aktivitäten ausschließlich für die erste Tageshälfte. Eine große Hilfe sind die örtlichen Webcams, die dir gleich morgens zeigen, ob es sich lohnt, Tickets nach oben zu kaufen.

Wenn du in erster Linie wegen des Bergwanderns herkommst, ist die ideale Reisezeit der Sommer von Ende Juni bis September, wenn auf den Wegen über 2.500 Metern kein Schnee mehr liegt. Du musst dich aber darauf einstellen, dass Juli und August die absolute Hochsaison darstellen – das bedeutet die größten Menschenmassen und auch die teuersten dynamischen Bergbahnpreise.

Für Ruhesuchende ist der Herbstübergang Ende September bis Oktober eine absolut fantastische Wahl, wenn sich die umliegenden Lärchenwälder in unglaubliche Goldtöne färben. Der Winter von Dezember bis April ist hier wiederum das gelobte Land der Skifahrer, aber denk daran, dass im November und im Frühjahr einige Bergbahnen regelmäßige technische Wartungspausen haben. Prüfe deshalb vor einer Reise außerhalb der Saison alles sorgfältig.

Wo in Zermatt übernachten
Foto: Phil Evenden / Pexels

Hotels in Zermatt: wo übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unsere Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Zermatt ist dafür berüchtigt, dass es sehr oft lange im Voraus ausgebucht ist – schiebe deine Buchung über Booking also auf keinen Fall auf den letzten Moment. Die Unterkünfte reichen hier vom absoluten Fünf-Sterne-Luxus bis zu einfachen Backpacker-Hostels, und ich empfehle dir, vor allem danach auszuwählen, wie nah du es zum Bahnhof oder zu den Bergbahnen haben willst.

Wenn du etwas für einen wirklich besonderen Anlass suchst und das Budget keine Rolle spielt, schau dir das The Omnia an. Es ist ein erstklassiges Fünf-Sterne-Designhotel mit der Bewertung 9,7, das auf einem Felsen direkt über dem Zentrum thront – nach oben bringt dich ein privater Aufzug im Fels.

Liebhaber von schönem Wellness und Skifahren werden das CERVO Mountain Resort mit einem Score von 9,1 sicher zu schätzen wissen – es liegt direkt am Ende der Piste und bietet den besten modernen Alpenstil. Für die goldene Mitte ist das Hotel Pollux ideal – ein sehr beliebtes Hotel direkt an der Haupteinkaufsstraße Bahnhofstrasse, von wo aus du es überallhin nur ein paar Schritte hast.

Und dann gibt es noch das 3100 Kulmhotel Gornergrat, das höchstgelegene Hotel der ganzen Schweiz. Eine Nacht in dieser Höhe verbringen und morgens für einen privaten Sonnenaufgang über dem Matterhorn nach draußen laufen, während die Touristen noch schlafen? Na, sag selbst. ☺️

Reisende mit knapperem Budget loben dagegen sehr das Hotel Bahnhof, das ein perfektes Preis-Leistungs-Verhältnis direkt gegenüber dem Hauptbahnhof bietet. Und wenn du nur das absolut günstigste Bett im Mehrbettzimmer suchst, kannst du das schlichte Matterhorn Hostel ausprobieren, das rein zum schnellen Übernachten dient.

17 Tipps, was man in Zermatt sehen und erleben kann
Foto: Christian Marohn / Pexels

17 Tipps, was man in Zermatt sehen und erleben kann

Es sind hier siebzehn Tipps zusammengekommen, aber such dir ruhig nur die heraus, die zu deinem Tempo und deinem Geldbeutel passen. 😉

Gornergrat Zahnradbahn und atemberaubende Aussicht
Foto: Jean-Paul Wettstein / Pexels

1. Gornergrat-Zahnradbahn und atemberaubende Aussicht

Das ist der absolute Klassiker, den man bei einem Besuch keinesfalls auslassen sollte. Die historische Gornergratbahn ist die älteste elektrische Zahnradbahn der Schweiz und bringt seit 1898 begeisterte Reisende vom Zentrum Zermatts bis auf 3.089 Meter über dem Meer. Die Fahrt selbst dauert etwas mehr als eine halbe Stunde, und die ganze Zeit über öffnen sich völlig fantastische Ausblicke auf die umliegenden Alpenriesen. Damit du schon unterwegs die besten Aussichten hast, setz dich im Zug auf die rechte Seite in Fahrtrichtung – dann hast du das Matterhorn die ganze Zeit wie auf dem Präsentierteller.

Von der oberen Aussichtsplattform siehst du dann gleich 29 Viertausender, darunter das Monte-Rosa-Massiv, wo sich auch der höchste Berg der Schweiz, die Dufourspitze, erhebt. Die Hin- und Rückfahrt kostet in der Sommersaison 132 CHF (ca. 140 €) und im Winter 96 CHF (ca. 102 €) – wenn du aber ein Halbtax-Abo besitzt, kommst du auf den halben Betrag.

💡 Tipp: Wenn du etwas Besonderes erleben und den Massen entgehen willst, kauf dir ein Ticket für die allererste Morgenverbindung, die schon gegen sieben Uhr losfährt. Sichere dir die Tickets lieber vorab auf der offiziellen Website gornergrat.ch, und wenn du geführte Ausflüge magst, kannst du auch nach Paketen über GetYourGuide schauen.

Riffelsee und Spiegelung des Matterhorns
Foto: Tim L / Pexels

2. Riffelsee und die Spiegelung des Matterhorns

Wenn du jemals das perfekte Foto vom Matterhorn gesehen hast, das sich auf der ruhigen Oberfläche eines Bergsees spiegelt, dann war es höchstwahrscheinlich genau hier. Der Riffelsee liegt nur fünf Gehminuten von der Bahnstation Rotenboden entfernt, der vorletzten Station der Zahnradbahn auf dem Weg zum Gornergrat.

Die beste Strategie ist, wirklich früh am Morgen hochzufahren, an der Station Rotenboden auszusteigen und zum See zu laufen, solange kein Wind weht und die Oberfläche völlig ruhig ist. Die Spiegelung des Bergs im Wasser sieht unglaublich klar aus, und du bekommst hier Fotos, um die dich jeder beneiden wird.

Danach kannst du entweder mit dem Zug bis zum eigentlichen Gipfel Gornergrat weiterfahren oder eine etwa vierzigminütige Wanderung machen, die jede Menge weiterer schöner Fotostopps bietet. Der Weg führt leicht bergauf und ist ziemlich anspruchslos, sodass ihn auch weniger erfahrene Wanderer schaffen.

Matterhorn Glacier Paradise
Foto: Bran HAO / Pexels

3. Matterhorn Glacier Paradise

Stell dich darauf ein, dass du dich wirklich weit oben befindest, denn das Matterhorn Glacier Paradise ist die höchstgelegene Bergbahnstation Europas. Sie liegt auf 3.883 Metern über dem Meer, und schon die Fahrt nach oben in der luxuriösen Crystal-Ride-Kabine mit Glasboden ist ein riesiges, atemberaubendes Erlebnis.

Die Ticketpreise sind hier dynamisch und ändern sich je nach Saison, wobei du in der sommerlichen Hochsaison für das Hin- und Rückticket ab 207 CHF (ca. 220 €) zahlst, während die Preise im Winter bei 143 CHF (ca. 152 €) beginnen. Oben erwartet dich eine grandiose Aussichtsplattform, von der du an klaren Tagen bis zum französischen Mont Blanc blicken kannst, sowie ein fantastischer Gletscherpalast mit Skulpturen, die direkt in das Eis geschnitzt sind.

Aber Achtung: In fast viertausend Metern Höhe ist die Luft schon deutlich dünner, beweg dich also sehr langsam, trink genug und fahr lieber eine Station tiefer, falls dir schwindelig wird. Während es unten in Zermatt fünfundzwanzig Grad haben und du im T-Shirt herumlaufen kannst, ist es oben auf dem Gletscher ruhig unter null – pack also unbedingt eine ordentliche Winterjacke und eine Mütze ein. Die aktuellen Preise und Betriebszeiten prüfst du am besten immer auf der Website matterhornparadise.ch.

Matterhorn Alpine Crossing nach Italien
Foto: Christian Marohn / Pexels

4. Matterhorn Alpine Crossing nach Italien

Wusstest du, dass man die Alpen allein mit Bergbahnen von einem Land ins andere überqueren kann? Das Projekt Matterhorn Alpine Crossing wurde 2023 vollständig in Betrieb genommen und ermöglicht es Reisenden, von der höchsten Schweizer Station über den Gipfel Testa Grigia direkt in das italienische Skigebiet Cervinia weiterzufahren.

Von einem Land ins andere allein in einer Bergbahnkabine zu fahren ist ehrlich gesagt eines jener Erlebnisse, die sich schwer erklären lassen – das musst du einfach selbst ausprobieren. Aus der Kabine siehst du Gletscherspalten aus nächster Nähe, und auf der italienischen Seite erwartet dich wieder eine völlig andere Atmosphäre und ein hervorragender Kaffee. Vergiss auf keinen Fall, deinen Reisepass oder Personalausweis einzupacken, denn du überquerst physisch die Staatsgrenze, und prüfe vorab auch die aktuellen Öffnungszeiten, da dieser Abschnitt vor allem in der Saison läuft.

5-Seenweg, die Fünf-Seen-Wanderung
Foto: Léonard Dinichert / Pexels

5. 5-Seenweg – die Fünf-Seen-Wanderung

Wenn du in Zermatt nur Zeit für einen ordentlichen Ganztagesausflug in die Natur hast, empfehle ich dir auf jeden Fall den 5-Seenweg. Es handelt sich um einen großartigen Rundweg von knapp zehn Kilometern, der dich an fünf wunderschönen Hochgebirgsseen vorbeiführt und etwa drei Stunden gemütliches Gehen in Anspruch nimmt.

Der Weg beginnt traditionell an der Station Blauherd auf 2.571 Metern und führt hinab zur Haltestelle Sunnegga. Der größte Star der ganzen Wanderung ist zweifellos der Stellisee, in dem sich bei gutem Wetter das Matterhorn genauso perfekt spiegelt wie im bekannteren Riffelsee – aber hier sind meist etwas weniger Leute unterwegs.

Interessant ist, dass du in drei der fünf Seen die Spiegelung des berühmten Bergs siehst und in zweien davon, konkret im Grünsee und im Leisee, an heißen Sommertagen sogar baden kannst. Pack also unbedingt die Badesachen in den Rucksack, denn eine Abkühlung nach einem anstrengenderen Abschnitt kommt unglaublich gelegen.

Sunnegga für Familien und zum Entspannen
Foto: Susanne Jutzeler, suju-foto / Pexels

6. Sunnegga für Familien und zum Entspannen

Die Station Sunnegga ist ein kleines Paradies für alle, die das Matterhorn schnell und ohne kompliziertes Reisen sehen wollen. Du gelangst hierher mit einer einzigartigen unterirdischen Standseilbahn direkt aus dem Zentrum von Zermatt, die die ganze Strecke in nur vier Minuten schafft – das Hin- und Rückticket kostet dich rund 26 CHF (ca. 28 €).

Für Familien mit kleineren Kindern ist das wohl der entspannteste Ort in ganz Zermatt: Die Kinder spielen am Wasser, du genießt einen Kaffee mit Blick auf das Matterhorn, und niemand verlangt von irgendjemandem, dass er sich beeilt. 😅 Morgens kannst du hier manchmal sogar herumlaufende Murmeltiere entdecken, was für Kinder meist das größte Erlebnis des ganzen Tages ist. Der Ort ist wunderschön angelegt, und mehr Infos dazu findest du auch auf der offiziellen Website von Zermatt.

Rothorn mit Blick auf den ganzen Berg
Foto: Christian Buergi / Pexels

7. Rothorn mit Blick auf den ganzen Berg

Während du vom Gornergrat das Matterhorn ein bisschen in die umliegende Landschaft eingebettet siehst, siehst du vom Aussichtspunkt auf dem Rothorn-Gipfel auf 3.103 Metern den Berg in voller Größe – vom felsigen Fuß bis zur berühmten Nadel oben, die in den Himmel ragt. Der Weg hierher ist etwas länger, denn du musst auf Sunnegga und dann noch an der Station Blauherd umsteigen.

Im Hochsommer zahlst du für das Hin- und Rückticket von Zermatt bis aufs Rothorn rund 89 CHF (ca. 95 €), dafür wirst du aber mit einer viel ruhigeren Atmosphäre als auf den touristischen Hauptadern belohnt. Toll ist, dass du diesen Aussichtspunkt leicht mit einem anschließenden Abstieg über die erwähnte Fünf-Seen-Wanderung verbinden kannst.

Hörnlihütte als Basislager
Foto: Christopher Politano / Pexels
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8. Hörnlihütte als Basislager

Die Hörnlihütte auf 3.260 Metern ist ein legendärer Ort, von dem aus erfahrene Bergsteiger nachts zum eigentlichen Gipfel des Matterhorns aufbrechen. Für uns andere, die das Klettern in den Felsen lieber den Profi-Bergsteigern überlassen, ist das der nächste Punkt, an den man dem Berg kommt.

Der Aufstieg zur Hütte beginnt an der Bergbahnstation Schwarzsee und ist eine anspruchsvolle Wanderung von vier Kilometern mit über 700 Metern Höhenunterschied, die etwa zwei Stunden steilen Aufstieg in Anspruch nimmt. Die Strecke enthält auch mit Stahlketten gesicherte Abschnitte und Treppen, also brich nur mit sehr festem Schuhwerk, genug Wasser und guter körperlicher Verfassung hierher auf. Das Wetter schlägt hier unglaublich schnell um.

Die Hütte ist von Ende Juni bis Mitte September geöffnet, und eine Reservierung im Voraus ist absolute Pflicht. Und noch eine Sache: Nimm Bargeld in Münzen mit, denn schon die Dusche kostet hier rund 6 CHF (ca. 6,40 €) und Karten gibt es hier so gut wie gar nicht.

Station Schwarzsee und die Kapelle
Foto: Jean-Paul Wettstein / Pexels

9. Station Schwarzsee und die Kapelle

Die Bergbahn Richtung Glacier Paradise hat eine sehr strategische Station namens Schwarzsee, die direkt unter der bedrohlich aussehenden Nordwand des Matterhorns liegt. Hier findest du einen malerischen schwarzen Bergsee und die kleine Kapelle Maria zum Schnee, die die ohnehin schon recht dramatische Atmosphäre des ganzen Ortes abrundet.

Abgesehen davon, dass dieser Ort der Ausgangspunkt zur Hörnlihütte ist, ist er auch ein toller Spot für alle, die weniger überlaufene Aussichten suchen. Du kannst hier nur einen kurzen Spaziergang ums Wasser machen, die Spiegelung des Bergs fotografieren und dann nahtlos mit der Bergbahn in höhere Lagen weiterfahren.

Geheimnisvolle Schlucht Gorner Gorge
Foto: Oskar Gross / Pexels

10. Die geheimnisvolle Gornerschlucht

Wenn das Wetter in den Bergen umschlägt oder du einen freien Nachmittag nach der Rückkehr aus den hohen Lagen hast, geh unbedingt in die fantastische Gornerschlucht (Gorner Gorge). Sie liegt nur etwa fünfzehn Gehminuten vom südlichen Rand Zermatts entfernt und ist eine absolut fantastische und obendrein sehr günstige Aktivität.

Du spazierst über Holzstege, die direkt am Felsen hoch über dem reißenden türkisfarbenen Fluss Gornervispa befestigt sind. Der Eintritt kostet 5 CHF (ca. 5,30 €) für Erwachsene, bezahlt wird ausschließlich in bar (Kleingeld mitnehmen!), und die Schlucht ist etwa von Ende Mai bis Mitte Oktober zugänglich.

Zmutt und uralte Atmosphäre
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11. Zmutt und seine uralte Atmosphäre

Reisende bewundern oft nur die hohen Berge, aber der Spaziergang in die traditionelle Siedlung Zmutt gehört zu meinen liebsten Erholungsrouten. Dieses kleine Dörfchen besteht aus etwa zwanzig Holzhäusern, die von der Bergsonne tiefschwarz gebrannt sind und schon seit fast fünfhundert Jahren hier stehen.

Von Zermatt erreichst du es in gemütlichem Schritttempo in knapp zwei Stunden, wobei du knapp drei Kilometer mit sehr mildem Höhenunterschied zurücklegst. Der Weg führt dich über schöne blühende Wiesen und schattige Lärchenwälder, und sobald du am Ziel ankommst, kannst du dich mit einem Kaffee in einem kleinen örtlichen Restaurant belohnen.

Gassen des Hinterdorf und ausgezeichnetes Essen
Foto: Ilia Bronskiy / Pexels

12. Die Gassen der Altstadt Hinterdorf und gutes Essen

Die Altstadt von Zermatt, Hinterdorf genannt, ist ein Ort, an dem dich echte Geschichte aus der Zeit umfängt, als es hier noch keine Bergbahnen gab. Hier findest du die ursprünglichen Walliser Holzhäuser und alte Speicher, die auf merkwürdigen Steinpilzen stehen – eine clevere Verteidigung der damaligen Bewohner gegen Mäuse.

Beim Bummeln durch diese altehrwürdigen Gassen bekommst du wahrscheinlich Hunger. Auch Vegetarier und Veganer kommen in Zermatt nicht zu kurz – ich empfehle wärmstens die Vegistube und das Restaurant Bazaar, beide mit hundertprozentig pflanzlicher Speisekarte, und Reisende loben sie in den Bewertungen in den höchsten Tönen.

Wenn du dagegen den traditionellen Schweizer Bergklassiker suchst, geh unbedingt auf ein deftiges Käsefondue oder Raclette. Zu den absoluten Legenden in Zermatt gehören die berühmte Whymper-Stube oder das etwas zugänglichere Restaurant Du Pont, wo der Käse genau so zerläuft, wie du es aus der Werbung kennst.

Ikonische Brücke Kirchbrücke
Foto: Christopher Politano / Pexels

13. Die ikonische Kirchbrücke

Die meisten Fotos, die du in den sozialen Netzwerken mit Blick auf das Matterhorn direkt aus dem Stadtzentrum siehst, entstehen genau hier. Die Kirchbrücke spannt sich über das reißende Flüsschen Vispa unweit der örtlichen Kirche und bietet die klassischste Postkartenkomposition – und das völlig kostenlos.

Ich empfehle dir, früh am Morgen oder am frühen Abend herzukommen, wenn das Licht am weichsten ist, und außerdem musst du dann nicht mit Dutzenden anderer Fotografen mit großen Stativen um einen Platz kämpfen. Es ist so ein kleines Detail, das dir bei jedem Stadtspaziergang garantiert die Laune hebt.

Matterhorn Museum voller Geschichte
Foto: Jean-Paul Wettstein / Pexels

14. Matterhorn Museum voller Geschichte

Das unterirdische Museum Zermatlantis, das du gleich neben der Kirche auf einem kleinen Platz findest, bietet einen faszinierenden Einblick in die raue Geschichte der Eroberung der Alpengipfel. Der größte Anziehungspunkt der Ausstellung ist das originale gerissene Seil von 1865 von der allerersten Besteigung durch die Expedition von Edward Whymper, die in einer riesigen Tragödie endete.

Außerdem kannst du hier durch originalgetreue Nachbauten alter Berghäuser spazieren und interessante Multimedia-Präsentationen ansehen. Der Eintritt für Erwachsene kostet 12 CHF (ca. 13 €) und ist eine absolut perfekte Programmrettung in dem Moment, wenn Zermatt von einem starken Dauerregen heimgesucht wird.

Ganzjähriges Skifahren auf dem Gletscher
Foto: Christopher Politano / Pexels

15. Ganzjähriges Skifahren auf dem Gletscher

Zermatt ist ein Paradies für alle Wintersport-Fanatiker, denn hier befindet sich das riesige Matterhorn Ski Paradise. Zusammen mit der italienischen Seite bietet das Skigebiet beachtliche 360 Pistenkilometer, und das Wichtigste: Dank der hohen Lage des Gletschers endet die Skisaison hier nie, man fährt sogar im Juli Ski.

Die Skipasspreise sind hier sehr variabel, je nachdem, wie früh du sie kaufst, aber rechne mit einem Betrag von rund 96 CHF (ca. 102 €) für einen Skitag im Winter. Wenn du im Sommer herkommst und Ski fahren willst, musst du etwa 38 CHF zum sommerlichen Peak Pass dazuzahlen, aber das Erlebnis, im T-Shirt zu fahren, ist das den meisten Menschen auf jeden Fall wert.

Fahrt mit dem Glacier Express
Foto: Christian Buergi / Pexels

16. Fahrt mit dem Glacier Express

An die Fahrt mit diesem legendären Zug mit Panoramadach wirst du dich dein Leben lang erinnern. Der Glacier Express (der „langsamste Schnellzug der Welt“) nimmt dich mit auf eine achtstündige faszinierende Reise von Zermatt bis ins luxuriöse St. Moritz – über 291 Brücken und Viadukte.

Das Ticket für die zweite Klasse kostet rund 153 CHF (ca. 163 €), aber Achtung: Zusätzlich zum eigentlichen Fahrpreis musst du verpflichtend auch eine Platzreservierung für 54 CHF (ca. 57 €) bezahlen. Aufgrund der enormen Beliebtheit öffnet das Reservierungssystem genau 93 Tage im Voraus und die Plätze sind blitzschnell weg. Behalte den Termin also gut im Auge und buche über die offizielle Website sbb.ch. Die Fahrt in diesem Zug mit Panoramafenstern bietet die fantastischsten Ausblicke auf tiefe Täler und schneebedeckte Gipfel, sodass die acht Stunden wie im Flug vergehen.

Wie man Zermatt übersteht und dabei spart
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17. Wie man Zermatt übersteht und dabei spart

Schweizer Franken, rechne mit einem höheren Budget
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Sagen wir es ganz offen: Die Schweiz ist teuer und Zermatt gehört zu ihren teuersten Ecken – aber trotzdem lässt sich hier sehr clever sparen. Die Grundlage ist, das Auto auf dem großen Parkplatz in Täsch für 17 CHF pro Tag (ca. 18 €) stehen zu lassen und bequem mit dem Pendelzug nach Zermatt zu fahren, der alle zwanzig Minuten verkehrt und dessen Hin- und Rückticket 16,40 CHF (ca. 17,50 €) kostet.

Wenn du weißt, dass du mehrere Tage hintereinander mit den Bergbahnen unterwegs sein wirst, lohnt sich die Investition in den sommerlichen Peak Pass enorm, der rund 320 CHF (ca. 340 €) für vier Tage kostet und absolut alle Strecken und Bergbahnen in der Region abdeckt. Eine Alternative für einen längeren Aufenthalt in der Schweiz ist das Halbtax-Abo für 150 CHF (ca. 160 €), mit dem du alle Tickets zum halben Preis bekommst.

Das meiste Geld gibst du aber für Essen aus, weshalb der örtliche Supermarkt Coop, der direkt gegenüber dem Bahnhof liegt, die absolute Rettung ist. Du kaufst hier hervorragende Fertiggerichte und frische Sandwiches im Bereich von drei bis sieben Franken, was gegenüber fünfzig Franken in einem normalen Restaurant ein unglaublicher Unterschied ist. Und vergiss nicht: Das Wasser aus dem Hahn und aus allen Brunnen in der Stadt ist kristallklar und trinkbar.

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Wohin von Zermatt aus weiter

Wenn du dich an den Ausblicken auf das Matterhorn satt gesehen und alle schönen Wege gegangen bist, hat die Schweiz noch jede Menge weiterer absolut einzigartiger Orte im Ärmel, die einen Besuch wert sind. Die Bahnverbindung ist hier so genial, dass du dich leicht in weitere zauberhafte Alpentäler oder zu riesigen, glasklaren Seen aufmachst.

Ich habe für dich einige unserer weiteren Artikel ausgewählt, die dir bei der Planung deiner nächsten Route helfen:

Häufig gestellte Fragen

Ich habe für dich die Antworten auf die allerhäufigsten Fragen zusammengestellt, die mit der Planung einer Reise nach Zermatt verbunden sind. Ich hoffe, sie erleichtern dir die Vorbereitungen.

Wie viel kostet die Seilbahn auf das Matterhorn?

Auf den eigentlichen Gipfel des Matterhorns führt keine Seilbahn. Sie können bis zur höchstgelegenen Station Matterhorn Glacier Paradise auf eine Höhe von 3 883 Metern fahren, wobei eine Hin- und Rückfahrkarte je nach Saison etwa von 143 CHF im Winter bis 207 CHF in der Sommer-Hochsaison kostet (ca. 150 bis 215 EUR).

Kann man direkt mit dem Auto nach Zermatt fahren?

Nein, Zermatt ist eine strenge autofreie Zone und die Einfahrt mit normalen Autos ist verboten. Ihr Fahrzeug muss im riesigen Terminal im Dorf Täsch geparkt werden (Parkgebühr beträgt 17 CHF pro Tag) und die letzten paar Kilometer fährt man mit dem Pendelzug, der sehr zuverlässig alle zwanzig Minuten verkehrt.

Wann ist das Matterhorn am besten ohne Wolken zu sehen?

Regel Nummer eins ist, die Aussichtspunkte immer so früh wie möglich am Morgen aufzusuchen. Nach zehn Uhr vormittags bildet sich um den Gipfel sehr oft Bewölkung und am Nachmittag ist der Berg oftmals völlig verhüllt, wobei im Sommer auch regelmäßige Nachmittagsgewitter drohen.

Lohnt sich der Swiss Travel Pass für Zermatt?

Wenn Sie planen, Ihren Urlaub nur in Zermatt und Umgebung zu verbringen, lohnt sich der Swiss Travel Pass wahrscheinlich nicht, da er auf die teuren Bergbahnen nur 50% Ermäßigung gewährt. In diesem Fall ist es viel besser, sich den Sommer Peak Pass oder die günstigere Half Fare Card zu besorgen.

Kann man das Matterhorn in normalem Wandertempo besteigen?

Ne, die Besteigung des Gipfels auf 4.478 Metern ist eine anspruchsvolle und sehr schwierige Bergtour, die nur mit einem erfahrenen Bergführer durchgeführt werden kann. Als normale und körperlich fitte Wanderer kommt ihr maximal bis zur Hörnlihütte auf 3.260 Metern Höhe.

Wie viele Tage sollte ich für Zermatt einplanen?

Damit Ihr Besuch nicht nur zu einem stressigen Rennen zwischen den Bergbahnen wird, sind zwei bis drei volle Tage ideal. Am ersten Tag könnt ihr zum Gornergrat und Riffelsee aufbrechen, am zweiten Tag das Matterhorn Glacier Paradise erkunden und am dritten Tag die fantastische Fünf-Seen-Wanderung 5-Seenweg unternehmen.

Kann man in Zermatt wirklich auch im Sommer Ski fahren?

Ja, und es ist ein riesiges Erlebnis. Die Gletscherpisten im Gebiet Matterhorn Glacier Paradise sind ganzjährig geöffnet, was dieses Skigebiet zu einem absoluten Unikat in den gesamten Alpen macht, auch wenn man für das Sommerskifahren zum normalen Skipass einen kleinen Aufpreis zahlt.

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