Wenn du den Norden Norwegens entdecken möchtest, beginnt deine Reise auf die Lofoten in Norwegen höchstwahrscheinlich genau hier: in Svolvær, dem wichtigsten Verkehrstor zu diesem magischen Archipel. Diese lebendige Hafenstadt bietet eine perfekte Mischung aus rauer nordischer Natur und Zivilisation – nach einem anstrengenden Flug bekommst du hier bequem alles, vom guten Kaffee bis zum wärmenden Regenmantel.
Svolvær ist der ideale Ausgangspunkt für alle, die eine komplette Infrastruktur mit großen Supermärkten und Apotheken direkt um die Ecke haben wollen, ohne dabei auf atemberaubende Ausblicke aufs Meer verzichten zu müssen. Direkt über der Stadt ragen ikonische Felsgipfel empor, die dich sofort in die echte nordische Atmosphäre hineinziehen und garantiert nicht mehr loslassen.
Mach dir vor der Reise bewusst, dass das Wetter nördlich des Polarkreises absolut unberechenbar ist – deshalb lohnt es sich immer, einen flexiblen Plan für sonnige Tage und unerwartete Sturmböen parat zu haben. In diesem Guide zeige ich dir, wie du aus deinem Besuch in Svolvær das absolute Maximum herausholst und welche der schönsten Ausflüge sich von hier aus lohnen.

Zusammenfassung
- Strategische Basis: Svolvær bietet die beste Infrastruktur der gesamten Inselgruppe – hier findest du große Geschäfte, zuverlässige Apotheken und Filialen von Mietwagenanbietern.
- Ausgangspunkt für Bootstouren: Vom örtlichen Hafen legen täglich leise Elektroboote in den beeindruckenden, steilen Trollfjord ab.
- Adrenalin am Svolværgeita: Der ikonische Felsturm mit seinen zwei Hörnern lockt erfahrene Kletterer zum legendären, wenn auch sehr gefährlichen Sprung.
- Rettung bei Regen: Wenn das Wetter plötzlich umschlägt, retten dich ein Besuch der eisigen Magic-Ice-Bar oder das interessante Kriegsmuseum.
- Logistik und Anreise: Vom Festlandflughafen Evenes erreichst du Svolvær bequem in zweieinhalb Stunden mit dem Auto – ganz ohne lästiges Warten auf die Fähre.
- Ideale Aufenthaltsdauer: Um die gesamten Lofoten von Svolvær aus zu erkunden, empfehle ich mindestens sieben Tage einzuplanen, damit du eine Chance hast, das wechselhafte Wetter auszutricksen.
Wann du nach Svolvær reisen solltest
Die Reiseplanung für die Lofoten in Norwegen dreht sich vor allem ums Wetter, das sich hier innerhalb weniger Minuten von strahlend blauem Himmel zu waagerechtem Regen wandeln kann. Die Hauptsaison läuft von Ende Juni bis Mitte August, wenn du die faszinierende Mitternachtssonne genießen kannst und die Temperaturen meist bei angenehmen 15 Grad Celsius liegen. In dieser Zeit musst du allerdings mit einem riesigen Touristenansturm und verstopften Straßen rechnen, denn die schmale Hauptverkehrsader E10 ist den einer Million Besuchern pro Jahr schlicht nicht gewachsen.
Wenn du den größten Menschenmassen und langen Kolonnen langsamer Wohnmobile entgehen willst, solltest du eine Reise in den Randmonaten wie Mai oder September in Erwägung ziehen, wenn die Inseln in herrlichen Herbst- oder Frühlingsfarben leuchten. Vergiss nicht, dir die norwegische Wetter-App yr.no aufs Handy zu laden – sie ist für eine sichere Fortbewegung auf den Inseln absolut unverzichtbar. Eine tolle Ergänzung ist außerdem die App Windy, denn die Beobachtung der Windböen kann dir buchstäblich die Autotür retten, wenn du sie unbedacht in eine plötzliche Sturmbö öffnen willst.
Damit deine Reise auch wirklich Sinn ergibt und du sie nicht nur mit Warten auf das Ende des Regens verbringst, plane für deinen Lofoten-Besuch idealerweise sieben volle Tage ein. Vier Tage sind für ein so weit entferntes Reiseziel zu wenig, denn wenn die klassische nordische Wetterfront eintrifft und es drei Tage am Stück durchregnet, siehst du von der Natur praktisch gar nichts. Ein Zeitfenster von einer Woche gibt dir eine gute Chance, das norwegische Wetter am Ende doch auszutricksen und zumindest ein paar sonnige Tage zu erwischen. Was die Anreise betrifft, ist es für maximale Entspannung am besten, einen Flug zum Festlandflughafen Evenes (EVE) zu wählen – von dort fährst du in zweieinhalb Stunden ganz entspannt nach Svolvær und umgehst das stressige Warten auf die Fähre aus Bodø, deren Tickets im Sommer schon Wochen im Voraus ausverkauft sind.

Wo du in Svolvær übernachten kannst
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Die Stadt fungiert als Verwaltungs- und Logistikzentrum, was sie zu einer äußerst praktischen Basis für deinen Aufenthalt macht – auch wenn ihr die einsame Romantik der kleinen Fischerdörfer ganz im Süden fehlt. Du findest hier die größte Auswahl an Unterkünften auf den gesamten Inseln: von luxuriösen Hotels direkt an der Uferpromenade bis hin zu traditionellen roten Fischerhütten, den sogenannten Rorbuer, die die Ränder des weitläufigen Hafens säumen. Eine frühzeitige Reservierung über Portale wie Booking.com ist absolut Pflicht, denn die besten Unterkünfte sind im Juli schon ein halbes Jahr im Voraus weg. Svolvær als dein Hauptquartier zu wählen bedeutet, dass du jeden Morgen frisches Gebäck aus der Bäckerei zur Hand hast und abends ohne ermüdende Fahrten ins Restaurant gehen kannst.
Wenn du die sogenannte Ein-Basislager-Strategie bevorzugst, um nicht jeden Tag die Koffer packen und dich mit Ortswechseln stressen zu müssen, ist Svolvær im nördlichen Teil der Inseln dafür absolut ideal. Suchst du klassischen Hotelkomfort mit hervorragendem Frühstück, empfehle ich dir einen Blick auf das Thon Hotel Lofoten, das direkt im Herzen des Hafens liegt und herrliche Ausblicke aufs Meer bietet. Eine sehr gute und beliebte Alternative im Zentrum ist außerdem das moderne Scandic Svolvær, das sich auf einer kleinen Insel befindet und ein modernes, komfortables Ambiente bietet.
Wenn du dich nach einem authentischeren nordischen Erlebnis sehnst, reserviere eine Unterkunft im Komplex Svinøya Rorbuer, der etwas außerhalb des Zentrums auf einer eigenen, über eine fotogene Brücke verbundenen Insel liegt. Hier kannst du eine wunderschön renovierte historische Fischerhütte mieten, von deren Holzterrasse aus du die vorbeiziehenden Boote und majestätischen Berge beobachten kannst. Egal, wofür du dich entscheidest – stell dich darauf ein, dass die Preise pro Nacht in der Hauptsaison meist zwischen etwa 160 und 320 Euro liegen, was für die begehrten Lofoten-Lagen völlig normal ist. Eine Unterkunft mit kompletter Infrastruktur spart dir im Gegenzug eine Menge Zeit, die du sonst auf verstopften Straßen bei Einkaufsfahrten verbringen würdest.

6 Tipps, was du in Svolvær sehen und unternehmen kannst

1. Erkunde den Hafen und fülle deine Reisevorräte auf
Das Herz der gesamten Stadt ist zweifellos ihr weitläufiger Hafen, in dem alles vor Anker liegt – von kleinen Fischerbooten bis zu den riesigen Schiffen der berühmten Küstenexpresslinie Hurtigruten. Genau hier saugst du die echte Lofoten-Atmosphäre auf, während du über die Promenade schlenderst und den Möwen zusiehst, die über den Booten kreisen. Von der Hafenpromenade hast du außerdem einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge, die die Stadt eng umschließen und eine fantastische Kulisse für deine Urlaubsfotos bilden.
Neben dem Genießen der Aussicht solltest du Svolvær nutzen, um alle nötigen Vorräte aufzufüllen, bevor du in die abgelegeneren Teile der Inseln aufbrichst. Du findest hier gleich mehrere große, gut sortierte Supermärkte – die bekanntesten sind die Discounter Rema 1000 und Kiwi, wo du Lebensmittel zu den günstigsten norwegischen Preisen bekommst und auch eine große Auswahl an Babynahrung findest, falls du mit Familie unterwegs bist. Rechne aber damit, dass du selbst in diesen günstigeren Läden für einen normalen Einkauf etwa das Dreifache von dem zahlst, was du von zu Hause gewohnt bist – eine durchdachte Einkaufsliste lohnt sich also auf jeden Fall.
💡 Tipp: Svolvær ist auch der Ort, an dem du auf voll ausgestattete Apotheken und Outdoor-Geschäfte triffst. Wenn du nach der Ankunft feststellst, dass deine Jacke dem nordischen Wind nicht standhält, kannst du dir hier hochwertige norwegische Wollpullover oder wasserdichte Schichten kaufen, die dich auf den weiteren Ausflügen zuverlässig warm und trocken halten.

2. Unternimm eine Bootstour in den majestätischen Trollfjord
Vom örtlichen Hafen legen täglich Ausflugsboote zu einem der schönsten Fjorde ganz Norwegens ab: dem unglaublich engen und steilen Trollfjord. Sobald du am Wasser ankommst, siehst du jede Menge Werbung für sogenannte RIB-Safaris in gelben Anzügen – die ich dir aber dringend empfehle, weiträumig zu meiden. Diese harten Schlauchboote springen über die Wellen, die Stöße gehen direkt in die Wirbelsäule und für kleinere Kinder gibt es eine strikte Altersgrenze – für einen entspannten und sicheren Ausflug ist das wirklich nicht die beste Wahl.
Wähle lieber das moderne Reisen und reserviere eine Tour mit dem innovativen Unternehmen Brim Explorer. Dieses Hybrid-Elektroboot hat den riesigen Vorteil, dass es absolut leise und vibrationsfrei fährt – so verschreckt es die umliegende Wildnis nicht und du kannst die nordische Ruhe in vollen Zügen genießen. Die Fahrt hin und zurück dauert etwa dreieinhalb bis vier Stunden, in denen du einen angenehm beheizten Salon mit Panoramafenstern, ein Café mit Snacks und saubere, geräumige Toiletten nutzen kannst. Während der Fahrt hast du gute Chancen, majestätische Seeadler zu sehen – mehr Details findest du in unserem ausführlichen Artikel über die Bootstour in den Trollfjord.
💡 Tipp: Tickets für diese sehr beliebte Attraktion solltest du weit im Voraus online kaufen, denn in der Sommersaison sind die Boote oft schon mehrere Wochen vorher hoffnungslos ausverkauft. Die Reservierung kannst du bequem im Voraus erledigen, zum Beispiel über das Reiseportal GetYourGuide, was dir vor Ort eine Menge unnötigen Stress erspart.

3. Richte deinen Blick zur Felsenziege Svolværgeita
Wenn du vom Stadtzentrum aus zu den Bergen blickst, fällt dir sofort die imposante Felsformation namens Svolværgeita auf, was übersetzt „Svolvær-Ziege“ bedeutet. Dieser bemerkenswerte Granitmonolith zeichnet sich durch seine zwei markanten Gipfel aus, die an Ziegenhörner erinnern, und bildet ein unverkennbares Wahrzeichen der gesamten Stadt, das du schlicht nicht übersehen kannst. Schon der bloße Anblick dieses majestätischen Felsens aus der Sicherheit eines Hafencafés hinterlässt einen starken Eindruck, und du verstehst schnell, warum hierher Abenteurer aus aller Welt reisen.
Für Kletterer stellt dieser Turm eine enorme Herausforderung dar, wobei der größte Reiz der legendäre Sprung zwischen den beiden Hörnern ist, die durch einen rund eineinhalb Meter breiten Abgrund getrennt sind. Auch wenn das nach absolutem Wahnsinn klingt, vollführen erfahrene Kletterer mit professioneller Sicherung dieses Kunststück regelmäßig – und ihnen aus der Ferne mit dem Fernglas zuzusehen, ist ein faszinierendes Erlebnis, bei dem dir vielleicht ein wenig der Atem stockt. Wenn du keine Kletterausrüstung und keinen zuverlässigen ortskundigen Guide hast, versuche den Aufstieg auf keinen Fall, denn das Gelände ist extrem steil und tatsächlich gefährlich.
💡 Tipp: Zum Fuß des Berges führt ein recht steiler und körperlich anspruchsvoller Wanderweg, den du gehen kannst, wenn du wirklich gut in Form bist und rutschfestes, festes Schuhwerk trägst. Als Belohnung für deinen Schweiß erwartet dich ein absolut fantastischer Panoramablick auf die ganze Stadt, die umliegenden rauen Inseln und den endlosen Ozean, der tief unter dir glitzert.

4. Kühle dich in der magischen Eisbar ab
Das Wetter auf den Lofoten kann sehr ungemütlich sein, deshalb ist es enorm wichtig, immer interessante Aktivitäten für den Fall von Dauerregen in der Hinterhand zu haben, der hier auch mehrere Tage am Stück anhalten kann. Eine der beliebtesten Indoor-Attraktionen direkt im Zentrum von Svolvær ist das einzigartige Lokal namens Magic Ice – eine weitläufige Halle, in der das gesamte Interieur inklusive der Bar selbst aus kristallklarem Eis besteht. Das ist eine absolut tolle Möglichkeit, die Tagesroutine zu durchbrechen und sich zu beschäftigen, wenn sich der Himmel mit dunklen Wolken zuzieht und draußen ein Sturm tobt.
Gleich am Eingang bekommst du einen warmen Winterponcho und Handschuhe, damit du in der eisigen Umgebung überhaupt durchhältst, und machst dich dann auf den Rundgang zu den beeindruckenden Eisskulpturen. Diese präzise geschnitzten Kunstwerke stellen Szenen aus dem Leben der einheimischen Fischer und der nordischen Mythologie dar und sind zudem wunderschön mit farbigen Scheinwerfern beleuchtet. Der Rundgang selbst nimmt zwar nicht mehr als etwa dreißig Minuten in Anspruch, weil deine Füße länger einfach nicht durchhalten, aber das visuelle Erlebnis ist wirklich sehr intensiv und unterhaltsam.
💡 Tipp: Im Eintrittspreis ist üblicherweise auch ein Getränk in einem speziellen, aus Eis geschnitzten Glas enthalten, das du direkt an der Eistheke trinkst. Vergiss nicht, unter dem ausgegebenen Poncho deinen eigenen Wollpullover zu tragen, denn die Temperatur drinnen bleibt dauerhaft unter dem Gefrierpunkt und es wird dir sehr schnell ungemütlich kalt.

5. Tauche ein in die Geschichte im Lofoten War Memorial Museum
Wenn du dich für Geschichte interessierst und nach einer weiteren tollen Option für einen trüben Tag suchst, solltest du auf keinen Fall den Besuch des Lofoten War Memorial Museum verpassen, das zweifellos zu den am besten bewerteten Einrichtungen seiner Art in ganz Norwegen gehört. Dieses private Museum beherbergt eine absolut überwältigende Sammlung von Uniformen, Artefakten und Dokumenten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, die mit enormem Gespür für historische Details und maximale Authentizität zusammengestellt ist.
Die Ausstellung konzentriert sich vor allem auf die Ereignisse rund um die deutsche Besatzung Norwegens und das Wirken des Widerstands unter den rauen nordischen Bedingungen. Du findest hier Hunderte seltener Objekte, die der Museumsbesitzer über Jahrzehnte hinweg weltweit gesammelt hat, und viele davon sind auf unserem Planeten völlig einzigartig. Die Atmosphäre im Inneren ist sehr eindringlich, und die fesselnde Ausstellung zieht dich mühelos für mehrere Stunden in die bewegte europäische Geschichte hinein.
💡 Tipp: Das Museum ist relativ klein und die Exponate stehen dicht beieinander, sodass du dich drinnen durch schmale Gänge zwischen den Vitrinen bewegst. Wenn du mit kleinen Kindern reist, die hier Gefahr laufen könnten, etwas umzustoßen, fahre lieber ins nahe gelegene Kabelvåg ins großartige Lofoten Aquarium, wo sie die Fütterung von Robben und niedlichen Ottern garantiert begeistern wird.

6. Entdecke die Lofoten-Gastronomie und Kaffeekultur
Svolvær ist ein toller Ort, um die nordische Kaffeekultur zu entdecken, denn hier findest du gleich mehrere gemütliche Cafés mit hervorragendem Spezialitätenkaffee. Vergiss auf keinen Fall, das traditionelle norwegische Gebäck zu probieren – ein absoluter Klassiker ist die süße Zimtschnecke namens Kanelbolle, die dich nach einem ganztägigen Ausflug bei kühlem Wetter garantiert wieder auf die Beine bringt und dir die nötige Energie liefert. Sie ist praktisch in jeder örtlichen Bäckerei zu bekommen und eignet sich perfekt als schneller Snack für die Touren in die Berge.
Was die typische lokale Küche betrifft, siehst du an jeder Ecke trocknenden Kabeljau – wenn du aber pflanzliche Ernährung bevorzugst, wirst du vom Angebot vor Ort angenehm überrascht sein. Viele moderne Lokale passen sich heute hervorragend an und in den meisten Restaurants bekommst du problemlos schmackhafte fleischlose Gerichte. Ich empfehle dir auf jeden Fall, die ausgezeichnete lokale vegetarische Pizza oder die deftigen Gemüsesuppen mit hausgemachtem Brot zu probieren, die dich im typisch trüben norwegischen Klima perfekt aufwärmen und dir Kraft für weitere Abenteuer geben.
💡 Tipp: Die Restaurants in Svolvær sind ziemlich teuer und für ein Hauptgericht zahlst du meist zwischen 200 und 400 NOK (etwa 17 bis 34 Euro), daher lohnt es sich, sorgfältig auszuwählen, wohin du zum warmen Abendessen gehst. Für ein tolles Kaffeeerlebnis in außergewöhnlicher Umgebung fahre ins nahe gelegene Henningsvær ins Lokal Trevarefabrikken – eine zu einem riesigen, beeindruckenden Café umgebaute alte Fabrik, von der aus du durch die verglasten Wände einen herrlichen Blick direkt aufs aufgewühlte Meer hast.
Wohin von Svolvær aus weiter
Die Stadt hat eine strategische Lage, dank der du Tagesausflüge in beide Richtungen unternehmen kannst. Fährst du nur ein kleines Stück nach Südwesten, erreichst du in knapp einer halben Stunde ein bezauberndes Fischerdorf, das über mehrere kleine Inseln verstreut liegt – mehr dazu liest du in unserem Guide zu Henningsvær. Unterwegs kannst du auch im nahen Kabelvåg halten, wo sich das beliebte Lofoten Aquarium befindet, in dem regelmäßig Otter und Robben gefüttert werden.
Geschichtsliebhabern empfehle ich, noch ein Stück weiter ins Dorf Borg zu fahren, wo du das großartige Lofotr Viking Museum entdeckst. Hier wurde eine originalgroße Nachbildung des größten Wikingerhauses der Welt errichtet – drinnen brennt ein Feuer, es duftet nach Suppe und die Menschen tragen historische Gewänder. Es ist ein absolut fantastisches Erlebnis, das dich zuverlässig um tausend Jahre in die Vergangenheit teleportiert und dich einen ganzen Nachmittag lang beschäftigt.
Wenn dich die ikonischen Ausblicke auf rote Häuschen unter scharfen Gipfeln reizen, musst du auf der Hauptstraße E10 ganz in den Süden ins Dorf Reine fahren. Studiere vor der Reise unbedingt unseren großen Lofoten-Guide, damit du weißt, was dich erwartet. Behalte aber im Hinterkopf, dass die Fahrt von Svolvær nach Reine über zwei Stunden reine Fahrtzeit in eine Richtung dauert, denn die Straße ist schmal, voller blinder Kurven und im Sommer von langsamen Wohnmobilen blockiert.
Häufig gestellte Fragen
Wie kommt man am besten nach Svolvær?
Die schnellste Route ist ein Flug zum Festlandflughafen Evenes (EVE), von wo aus ihr mit einem Mietwagen über die Straße E10 in etwa zweieinhalb Stunden ankommt, ohne auf eine Fähre warten zu müssen. Die zweite Möglichkeit ist ein Flug in die Stadt Bodø und anschließend eine langwierige Überfahrt mit der Fähre in den Süden der Lofoten, was deutlich mehr Zeit und Planung erfordert. Detaillierte Informationen findet ihr in unserem Artikel wie man zu den Lofoten kommt.
Wo kann ich die aktuelle Wettervorhersage verfolgen?
Der einzige verlässliche Anhaltspunkt in dieser Gegend ist die norwegische App yr.no, die ihr jeden Morgen vor der Abfahrt checken solltet. Extrem hilfreich ist auch die Windy-App für detaillierte Wind- und Radarinfos, denn starke Böen können euch auf den Inseln schnell mal die Autotür aus der Hand reißen, wenn ihr nicht aufpasst.
Wie ist das mit den Parkgebühren auf den Inseln?
Norwegen ist eine nahezu hundertprozentig bargeldlose Gesellschaft und das Parken bildet da keine Ausnahme. Ladet euch auf euer Handy die Apps EasyPark oder Parka herunter und verknüpft sie mit eurer Kreditkarte. An touristischen Orten wie bekannten Stränden (beispielsweise Haukland) zahlt ihr für einen Tag Parken üblicherweise 100 bis 200 NOK, in den Städten wird dann meist ein Stundentarif abgerechnet.
Gibt es auf norwegischen Straßen eine Maut?
Ja, in Norwegen funktioniert ein automatisches System namens AutoPass, das Kennzeichen per Kamera an neuen Tunneln und vielbefahrenen Straßen erfasst. Wenn ihr ein Auto von einer lokalen Autovermietung habt, ist der Chip bereits montiert und die Maut wird euch von der Autovermietung von der Kreditkarte abgebucht, etwa vier bis sechs Wochen nach Ende der Mietzeit. Ihr müsst selbst nirgendwo etwas melden oder vor Ort regeln.
Ist es notwendig, die Fährtickets im Voraus zu reservieren?
Wenn Sie die Strecke Bodø – Moskenes in der Sommersaison fahren, ist eine Reservierung bei Torghatten absolut notwendig. Genau die Hälfte der Schiffskapazität wird online im Voraus verkauft und der Rest funktioniert nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Ohne Reservierung riskieren Sie mehrstündige Wartezeiten in der Schlange am Hafen, weil Sie einfach nicht an Bord passen.
Schaffe ich es, auf der Hauptstraße E10 zu fahren?
Die Straße E10 ist qualitativ gut asphaltiert, aber sehr schmal, voller unübersichtlicher Kurven und hat keine Standspuren, sodass die Durchschnittsgeschwindigkeit nur bei etwa 40 bis 50 km/h liegt. In den Sommermonaten muss man viel Geduld mitbringen, denn der Verkehr wird durch Wohnmobile und ausländische Touristen mit Wohnwagen ausgebremst, die sich auf den schmalen Brücken schwer ausweichen lassen.
Wo kann ich in Svolvær am günstigsten Lebensmittel einkaufen?
Die beste Wahl zum Einkaufen sind die großen Discounter-Supermärkte Rema 1000 und Kiwi, die ihr etwas außerhalb des Stadtzentrums findet und wo ihr bequem parken könnt. Die Auswahl ist hier riesig und frisch, aber rechnet damit, dass die Lebensmittelpreise etwa dreimal so hoch sind wie in Tschechien, was leider für ganz Norwegen gilt, egal wo ihr einkauft.
🚗 Mietwagen auf ReisenGeprüfte Mietwagen in NorwegenSuchen Sie über den DiscoverCars-Vergleich — er vergleicht Preise von Dutzenden lokalen und internationalen Vermietern, und die meisten Buchungen sind kostenlos stornierbar.
Autpreise in Norwegen vergleichen →Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
