Hurghada oder Marsa Alam? Welches Ägypten-Urlaubsziel wählen

Wenn du abends mit einem Glas Wein in der Hand anfängst, die Angebote für einen sonnigen Urlaub am Roten Meer durchzublättern, stößt du früher oder später wahrscheinlich auf ein ziemlich grundlegendes Dilemma. Solltest du dich für deinen Ägypten-Urlaub für Hurghada oder doch lieber für Marsa Alam entscheiden? Glaub mir, obwohl beide beliebten Urlaubsorte an derselben Küste liegen und nur knapp dreihundert Kilometer voneinander entfernt sind, bieten sie dir ein völlig unterschiedliches Erlebnis. Es geht nämlich überhaupt nicht darum, welcher Ort objektiv besser ist, sondern vielmehr darum, welche Stimmung du gerade hast, was du von deiner freien Zeit erwartest und mit wem genau du verreist.

Stell dir nur einmal vor, du reist mit kleinen Kindern, die von morgens bis abends endlose Sandburgen bauen und auf den Wasserrutschen kreischen wollen. In so einem Fall wirst du von den etwas lebhafteren Resorts begeistert sein, die flache Sandstrände und riesige Aquaparks bieten. Wenn du dagegen göttliche Ruhe suchst, einfach nur in die Stille der Unterwasserwelt eintauchen und auch mitten im Januar mit riesigen Schildkröten im möglichst warmen Wasser schwimmen möchtest, würde dich derselbe Urlaubsort vermutlich ziemlich enttäuschen – dann musst du einfach ein ordentliches Stück weiter nach Süden.

In diesem Guide schauen wir uns in aller Ruhe gemeinsam einen detaillierten Vergleich beider Reiseziele an, damit du ein für alle Mal Klarheit hast. Wir gehen wirklich alles durch – von der Logistik und der Erreichbarkeit per Flug über die Qualität der Strände und Korallenriffe bis hin zu den gesamten Kosten, denn das Budget ist nun mal wichtig. Du erfährst genau, wo lästige Schlepper auf dich warten und wo du dagegen nur das Rauschen der Wellen hörst 😅. Am Ende des Artikels weißt du also ganz genau, welche Variante für deinen Traumurlaub wirklich die richtige ist.

Strand im Urlaubsort Hurghada am Roten Meer

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Hurghada ist ein deutlich größerer und lebhafterer Urlaubsort, der die mit Abstand meisten Direktflüge ab Deutschland sowie ein riesiges Angebot an Unterhaltung und ausgelassenem Nachtleben bietet.
  • Marsa Alam ist die ruhigere und naturnähere Alternative, an die man vor allem wegen der heilsamen Stille und der allerbesten Korallenriffe direkt am Hotel fährt.
  • In den Wintermonaten ist das Meer in Marsa Alam wärmer (etwa zwei bis drei Grad Celsius), während Hurghada oft unter ziemlich starkem und kühlerem Wind leidet.
  • Für Familien mit kleinen Kindern gewinnt Hurghada auf ganzer Linie dank der flachen Strände mit wunderbar feinem Sand und den riesigen Hotel-Aquaparks.
  • Leidenschaftliche Taucher und Schnorchler sollten dagegen eindeutig Marsa Alam wählen, wo man in den Buchten Abu Dabbab und Marsa Mubarak regelmäßig Meeresschildkröten und sogar seltene Dugongs antrifft.
  • Preislich ist Hurghada meist etwas günstiger, denn die enorme Konkurrenz von Tausenden Hotelbetten und die häufigeren Flüge drücken die Gesamtpreise der Reisen zuverlässig nach unten.
  • Das Visum für Ägypten kostet einheitlich 25 USD und du erledigst es ganz ohne unnötigen Stress direkt nach der Ankunft am Flughafen am Bankschalter.
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Schneller Vergleich der Urlaubsorte

Falls du dich schnell entscheiden musst und gerade keine Zeit hast, alle Details zu studieren, habe ich für dich eine übersichtliche Vergleichstabelle vorbereitet. Die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Reisezielen findest du darin schön nebeneinander aufgelistet, und die ausführlichere Erklärung der einzelnen Punkte wartet gleich darunter auf dich.

EigenschaftHurghadaMarsa Alam
FlugverbindungenAusgezeichnet (von vielen deutschen Flughäfen)Gut (weniger Verbindungen, manchmal Transfer)
StrandtypFlach, sandig, sanfter EinstiegRiffstrände, oft Einstieg über Steg
Korallen am Hotel (House Reef)Schwächer, oft durch Tourismus zerstörtWunderschön, lebendig, voller Fische
Meerestemperatur im WinterKühler (oft starker Wind)2 bis 3 °C wärmer (südlichere Lage)
Attraktionen und AquaparksRiesige Auswahl, große AnlagenMinimal, eher kleinere Pools
Nachtleben und ShoppingSehr lebhaft (Marina, Clubs, Märkte)Nahezu null (Ausnahme: Port Ghalib)
Seltene TiereEher auf Bootsausflügen zu sehenSchildkröten und Dugongs am Strand
PreisniveauMeist etwas günstigerEtwas teurer (man zahlt für Ruhe und Riff)
Ideal fürFamilien mit Kindern, ErstbesucherPaare, Taucher, Naturliebhaber

Worin sich Hurghada und Marsa Alam unterscheiden

Tauchen wir also endlich in die wirklich wichtigsten Details ein, die diese beiden beliebten Regionen voneinander unterscheiden. Obwohl beide sicher in Ägypten liegen und dieselbe Kultur und Währung teilen, haben sich ihre Atmosphäre und ihre gesamte Infrastruktur in völlig unterschiedlichem Tempo entwickelt. Hurghada ist schon seit Jahrzehnten so ein klassischer Touristengigant, während sich Marsa Alam immer noch ein bisschen den Charme eines deutlich exklusiveren und ein Stück wilderen Reiseziels bewahrt.

1. Erreichbarkeit und Anreise aus Deutschland

Urlaubsort Marsa Alam mit warmem Meer

Was die reine Logistik angeht, hat hier eindeutig Hurghada die Nase vorn, denn es ist nun mal der größte und mit Abstand am besten erreichbare ägyptische Urlaubsort an der gesamten Küste des Roten Meeres. Aus Deutschland fliegen hierher mit Abstand die meisten Direktflüge – sowohl Charter als auch klassische Linienflüge. Eurowings, Condor, Lufthansa und Co. bieten in der Hauptsaison Verbindungen ab fast allen großen Flughäfen wie Berlin, München, Frankfurt, Düsseldorf oder Hamburg an, sodass du Flüge oder komplette Pauschalreisen ganz einfach findest.

Der Flug nach Hurghada dauert nur etwas mehr als vier Stunden, was meiner Meinung nach immer noch eine sehr angenehme Zeit ist, die man locker übersteht. Sobald du dann am modernen internationalen Flughafen landest, dauert der Transfer zu den meisten Hotels höchstens dreißig Minuten. Ehrlich gesagt ist diese blitzschnelle Erreichbarkeit ein riesiges Plus, vor allem für all jene, die mit kleinen und oft ziemlich ungeduldigen Kindern reisen und so schnell wie möglich am Meer sein wollen.

Nach Marsa Alam wird zwar aus Deutschland auch direkt geflogen, aber die Frequenz dieser Verbindungen ist deutlich geringer, und ab kleineren Flughäfen ist das Angebot oft ziemlich dürftig. Hinzu kommt leider, dass Reiseveranstalter manchmal heimlich einen Aufenthalt in Marsa Alam mit Ankunft am Flughafen Hurghada kombinieren. Ich warne dich: In so einem Fall erwartet dich ein wirklich langer und ziemlich ermüdender Bustransfer durch die Wüste, der locker drei bis vier Stunden reine Fahrzeit beanspruchen kann.

Wenn dir also eine möglichst unkomplizierte Anreise, die größte Terminauswahl wichtig sind und du einfach keine weiteren kostbaren Urlaubsstunden im Bus verbringen möchtest, ist Hurghada die unvergleichlich bequemere Wahl. Bei Marsa Alam solltest du dagegen immer sorgfältig prüfen, an welchem Flughafen dein Flug tatsächlich landet, um die wirklich unangenehme Überraschung in Form einer nächtlichen Überlandfahrt zu vermeiden, von der du nur müde wärst.

2. Strände, Meer und Wintertemperaturen

Meeresschildkröte in der Bucht Abu Dabbab bei Marsa Alam

Der Unterschied im Charakter der Strände ist wohl der allerwichtigste Faktor, wenn du dir mit Familie oder Freunden den Kopf über die Wahl zerbrichst. Hurghada glänzt nämlich mit überwiegend flachen und sandigen Stränden mit so feinem und sanftem Einstieg ins Meer, dass du locker Dutzende Meter vom Ufer entfernt stehen kannst und das Wasser dir kaum bis zur Hüfte reicht – das macht sie zu einem absolut sicheren und idealen Spielplatz für kleinere Kinder und Gelegenheitsschwimmer.

Doch jede schöne Geschichte hat ihr Aber, und der Preis für diese perfekten Sandstrände ist in Hurghada ziemlich hoch. Kurz gesagt: Wegen der massiven Hotelbebauung und jahrzehntelangem, nicht gerade schonendem Tourismus sind die hiesigen Korallenriffe direkt am Strand oft tot oder komplett zerstört. Wenn du also die echten Unterwasserfarben erleben möchtest, bleibt dir nichts anderes übrig, als einen Ganztags-Bootsausflug zu buchen – fahr zum Beispiel zur beliebten Insel Giftun, wo das Meer noch glasklar und voller Leben ist.

Marsa Alam bietet dagegen das komplette Gegenteil, denn die Strände dort sind deutlich wilder und typischerweise Riffstrände. Für dich bedeutet das, dass man hier ins tiefere Wasser und zu den Korallen selbst oft über einen langen Holzsteg gelangt, der das flache Wasser elegant überbrückt. Auch wenn das für kleine Kinder bei Weitem nicht so bequem ist, glaub mir: Die Belohnung ist ein absolut fantastisches Korallenriff, das sogenannte House Reef, in das du dich gleich an deinem Hotel verlieben wirst.

Den entscheidenden Unterschied spürst du vor allem in den Wintermonaten, denn dadurch, dass Marsa Alam stolze dreihundert Kilometer weiter südlich liegt, ist das hiesige Meer im Januar und Februar zwei bis drei Grad wärmer als im Norden. Hurghada liegt zudem leider in einer Region, in der im Winter sehr oft ein unangenehmer kalter Wind weht, der die gefühlte Temperatur nach dem Verlassen des Wassers ordentlich nach unten drückt 😅. Für deine winterliche Flucht in die warme Sonne ist dieser sonnige Süden daher ein klarer und unbestreitbarer Sieger.

3. Schnorcheln und Tauchen

Marina in Hurghada

Obwohl das gesamte fantastische Rote Meer unglaubliche Unterwasserschätze birgt, ist Marsa Alam ohne Übertreibung ein wahres Paradies für Liebhaber der Unterwasserwelt. Genau hierher reisen begeisterte Taucher aus ganz Europa, denn die hiesigen Riffe sind einfach viel besser erhalten, wunderschön bunter und vor allem deutlich weniger überfüllt mit lauten Booten und Touristenmassen.

Die wohl größte Attraktion dieses südlichen Urlaubsorts sind zweifellos die seltenen Meerestiere, die du hier in völliger Ruhe in ihrer natürlichen Umgebung beobachten kannst. In den beliebten Buchten Abu Dabbab und Marsa Mubarak triffst du regelmäßig riesige Meeresschildkröten, und mit etwas Glück lugt sogar ein scheuer Dugong, also eine Seekuh, hervor, der hier am Grund grasen kommt – während ein Stück weiter südlich am Sataya Reef verspielte Schwärme wilder Delfine auf dich warten.

Hurghada bietet zwar auf den ersten Blick ebenfalls hervorragende Tauchbedingungen, aber die Realität sieht so aus, dass das eher in Form von Massen-Bootsausflügen abläuft, bei denen rund um ein Riff oft Dutzende Boote gleichzeitig ankern, was die Fische verständlicherweise verscheucht und das Gesamterlebnis etwas trübt. Für absolute Anfänger, die den Schnorchel zweimal im ganzen Urlaub aufsetzen wollen, reicht das völlig – erfahrene Taucher würden hier aber wirklich nicht begeistert sein.

Vergiss aber für beide Urlaubsorte auf keinen Fall, gute Wasserschuhe einzupacken – das ist mein ehrlicher Rat und absolute Pflicht. Am Grund verstecken sich nämlich oft unauffällig scharfe Bruchstücke toter Korallen oder unangenehme Seeigel, und diese Schuhe schützen dich zuverlässig vor Verletzungen, die dir sonst den Rest deiner ersehnten Zeit am Meer verderben könnten. Und wenn du schon etwas Erfahrung im Schwimmen hast, nimm dir unbedingt auch deine eigene Schnorchelausrüstung mit, denn die aus den örtlichen Verleihen ist manchmal in ziemlich erbärmlichem Zustand.

4. Unterhaltung, Ausflüge und Nachtleben

Wer im Urlaub auch ein bisschen Trubel sucht und nicht ganze Abende brav mit einem Buch im Zimmer sitzen will, der gewinnt auf ganzer Linie mit Hurghada. Diese Stadt hat sich nämlich in den letzten Jahrzehnten in eine riesige und pulsierende Metropole der Unterhaltung verwandelt, wo du moderne Aquaparks mit Dutzenden verrückten Wasserrutschen, ein gewaltiges Meeresaquarium und sogar das Touristen-U-Boot Sindbad findest, das dich auf eine völlig trockene Exkursion tief unter die Wasseroberfläche mitnimmt.

Abends lockt dich Hurghada förmlich zu langen Spaziergängen, denn du kannst direkt in die schöne und moderne Marina voller luxuriöser Yachten, Cafés und Restaurants gehen, wo das Leben bis spät in die Nacht pulsiert. Ich muss dich aber ehrlich auch vor der Schattenseite all dieses Trubels warnen, denn in den Straßen kommst du nur sehr schwer an den aufdringlichen Schleppern vorbei, die dich auf jede erdenkliche Weise in ihre Läden mit Gewürzen und Parfüms locken wollen – und das kann nach ein paar Tagen ziemlich anstrengend werden.

Marsa Alam ist dagegen das komplette Synonym für absolute, ungestörte Ruhe, die wir uns alle ab und zu so sehr gönnen müssen. Die meisten Luxusresorts liegen hier wunderschön einsam inmitten der goldenen Wüste, und außerhalb der Hotelmauern findest du so gut wie kein Leben, sodass jegliches Zentrum mit Geschäften fehlt und dich keine einheimischen Verkäufer belästigen. Glaub mir, hierher fährt man vor allem, um die heilige Stille zu genießen, dem Rauschen der Wellen zu lauschen und sich abends im Anblick des unglaublich klaren Sternenhimmels zu verlieren.

Die einzige kleine Ausnahme im Süden ist das hübsche Hafenstädtchen Port Ghalib, wo es eine kleine Promenade mit einigen Läden und gemütlichen Cafés gibt, zu der die Hotels recht oft abendliche Shuttle organisieren. Behalte aber im Hinterkopf, dass das Angebot an organisierten Ausflügen zu Sehenswürdigkeiten von Marsa Alam aus doch deutlich bescheidener ist und die Fahrt zu den historischen Schätzen nach Luxor oder Kairo einige Stunden länger dauert als von den nördlicheren Urlaubsorten – für diese Schönheiten musst du dir also mehr Zeit einplanen.

5. Für wen sich welcher Urlaubsort eignet

Wenn wir das alles also zusammenfassen, wem gefällt es wo am besten? Hurghada sollten vor allem Familien mit Kindern wählen und alle, die zum allerersten Mal nach Ägypten fliegen und nichts falsch machen wollen. Der feine Sand, die sicheren Strände, die schnelle Fahrt vom Flughafen zum Hotel und die endlosen Unterhaltungsmöglichkeiten in Form von Animationsprogrammen und riesigen Aquaparks machen es zur absolut perfekten Wahl für einen aktiven Urlaub voller Kinderlachen.

Diesen nördlicheren Urlaubsort wirst du aber auch hundertprozentig zu schätzen wissen, wenn du das Einkaufen von Souvenirs liebst, das echte arabische Feilschen auf traditionellen Märkten und das abendliche Cocktail-Schlürfen in pulsierenden Bars. Es ist einfach so ein Reiseziel für extrovertierte Naturen, die ein Stück vom echten lokalen Trubel aufsaugen wollen und denen eine etwas lautere und lebhaftere Umgebung überhaupt nichts ausmacht.

Auf der anderen Seite ist Marsa Alam das perfekte Refugium für Paare, die sich nach Romantik sehnen, für leidenschaftliche Taucher und Menschen, die einen absoluten digitalen und mentalen Detox von den alltäglichen Sorgen suchen. Wenn deine Vorstellung vom idealen Urlaub ist, gleich nach dem Aufwachen am Morgen an einem völlig menschenleeren Korallenriff zu schwimmen und abends in absoluter Stille auf der Terrasse ein Buch mit einem Glas Wein aufzuschlagen, bist du hier förmlich im siebten Himmel.

Gleichzeitig ist es ein Reiseziel, das ich mit ruhigem Gewissen allen Winterreisenden wärmstens empfehle. Wenn es in Deutschland klirrend kalt ist und du dich wirklich richtig aufwärmen möchtest, glaub mir, dass die zwei bis drei Grad mehr bei der Meeres- und Lufttemperatur einen riesigen Unterschied machen. Du vermeidest nämlich den unangenehmen Wind und kannst auch in den Monaten herrlich baden, in denen du in Hurghada womöglich in ein flauschiges Handtuch eingewickelt auf der Liege sitzen würdest.

6. Preise und Budget für den Urlaub

Bei einem schnellen Blick in die Kataloge der Reiseveranstalter stellst du wahrscheinlich ziemlich bald fest, dass Hurghada preislich meist etwas günstiger ist. Der Grund ist ganz einfach und rein wirtschaftlich: Es gibt hier nun mal eine enorme Dichte an Hotels aller Art, die ständig um jeden einzelnen Kunden kämpfen müssen. Wenn dazu noch die große Anzahl etwas günstigerer Charterflüge kommt, drückt das die Gesamtpreise der Reisen recht angenehm nach unten.

Einen standardmäßigen einwöchigen Aufenthalt in einem ordentlichen Vier-Sterne-Hotel mit All Inclusive in Hurghada bekommst du außerhalb der Hauptsaison üblicherweise schon ab etwa 480 bis 560 € pro Person. Außerdem findest du hier recht einfach auch sehr günstige Unterkunftsvarianten im Stadtzentrum, die ideal für Rucksacktouristen und etwas anspruchslosere Reisende sind, die ohnehin die meiste Zeit auf Ausflügen in der Umgebung verbringen.

Marsa Alam zielt dagegen auf eine etwas andere und spezifischere Klientel ab. Die hiesigen Resorts sind meist neuer, deutlich weitläufiger und konzentrieren sich eher auf das Premium-Erlebnis verbunden mit der Erkundung der Unterwasserwelt. Für diese absolute Ruhe, die Abgeschiedenheit von der Zivilisation und das wunderschöne Korallenriff zahlst du in der Regel etwas mehr, ungefähr zehn bis zwanzig Prozent mehr als für ein vergleichbares Hotel im Norden.

💡 Tipp: Wenn du sparen möchtest, empfehle ich dir wärmstens, dich nicht gleich vom ersten glänzenden Angebot verführen zu lassen. Bevor du überhaupt etwas bezahlst, vergleiche in Ruhe die Preise verschiedener Anbieter für dasselbe Hotel – so findest du den niedrigsten Preis. Und wenn du eine Abenteurerseele hast und lieber auf eigene Faust fliegst, vergiss nicht, die aktuellen Flugpreise zu prüfen, damit du nicht unnötig draufzahlst. Für deine Touren vor Ort kannst du außerdem Ausflüge ganz bequem online buchen – schau dir das Angebot bei GetYourGuide an.

7. Praktische Tipps, die für beide Urlaubsorte gelten

Egal, ob du dich am Ende für den Norden oder den Süden entscheidest, es gibt ein paar ganz praktische Regeln, die in ganz Ägypten universell gelten. Die erste ist die Visumpflicht. Das touristische Visum für Ägypten kostet immer 25 USD (alternativ zahlst du in Euro), und du kaufst es ganz entspannt und ohne Stress gleich nach der Ankunft an den Bankschaltern in der Flughafenhalle noch vor der Passkontrolle. Lass dich bitte nicht von den überteuerten Diensten mancher Reiseleiter verführen, die dafür oft gerne unsinnige Aufschläge berechnen.

Eine weitere Besonderheit, auf die du dich einfach ein bisschen psychisch einstellen musst, ist die allgegenwärtige Trinkgeld-Kultur, das sogenannte Bakschisch. Eine kleine Münze wird hier nämlich für absolut alles erwartet – vom Tragen der Koffer über die tägliche Zimmerreinigung bis hin zur Bedienung im Hotelrestaurant. Es ist daher absolut entscheidend, gleich nach der Ankunft Geld in kleine Scheine zu wechseln (idealerweise in normale Ein-Dollar-Scheine), damit du das lächelnde Personal belohnen kannst – das garantiert dir während deines gesamten Urlaubs einen merklich besseren Service.

Was Gesundheit und ein bisschen grundlegende Sicherheit angeht, behalte immer im Hinterkopf, dass Leitungswasser in Ägypten nicht trinkbar ist und du damit lieber auch nicht versuchen solltest, dir die Zähne zu putzen. Greif immer zu abgefülltem Wasser. Und falls dich doch die allen bestens bekannten Magen-Darm-Beschwerden überfallen (ja, ich spreche von der berühmten Rache des Pharaos), verzweifle bloß nicht und hol dir in der örtlichen Apotheke direkt das bewährte Mittel Antinal, das gegen die dortigen Bakterien viel besser und schneller wirkt als jegliche von zu Hause mitgebrachten Tabletten 😅.

Und was die schaurigen Ängste vor Haien angeht, die ab und zu die Schlagzeilen aller Zeitungen füllen, kannst du eigentlich ziemlich gelassen bleiben. Angriffe im Roten Meer sind nämlich völlig außergewöhnlich und statistisch wirklich sehr selten. Es reicht, einfach den gesunden Menschenverstand zu bewahren, nicht zu früh am Morgen oder umgekehrt in der Dämmerung im offenen Meer zu baden und auf keinen Fall die Fische am Riff zu füttern. Glaub mir, die überwältigende Mehrheit der Touristen begegnet während ihres Aufenthalts keinem einzigen scharfzahnigen Räuber.

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Fazit: Wem Hurghada und wem Marsa Alam zusagt

Die Entscheidung zwischen diesen beiden ägyptischen Dauerbrennern ist am Ende rein eine Frage deiner persönlichen Prioritäten und dessen, was du von der Erholung eigentlich erwartest. Glaub mir, es gibt hier wirklich keine falsche Wahl, nur die, die einfach ein bisschen besser zu deinem konkreten Reisestil passt.

Wähle Hurghada vor allem dann, wenn du mit kleineren Kindern in den Urlaub fährst und unbedingt die wunderbar feinen Sandstrände mit sehr flachem Einstieg ins Wasser brauchst. Es ist die absolut perfekte Wahl für alle, die zum ersten Mal in die arabische Welt fliegen, keine langen Stunden im klimatisierten Bus bei der Fahrt vom Flughafen verbringen wollen und stattdessen aktive Tage voller riesiger Wasserrutschen, endlosem Shopping und abendlicher Spaziergänge durch die schön beleuchtete und lebhafte Marina suchen.

Wähle dagegen Marsa Alam, wenn für dich der wahre Höhepunkt des Urlaubs eher göttliche Stille und unberührte Natur sind. Es ist ein absolutes Muss für jeden, der das Schnorcheln wirklich liebt und die riesigen Meeresschildkröten und wunderschön bunten Korallen gleich ein Stück vom Hotelsteg entfernt haben möchte. Und vergiss nicht: Wenn du eine klassische Flucht vor dem deutschen Winter im Januar oder Februar planst, bietet dir der Süden ein merklich wärmeres Meer und viel weniger von dem unangenehmen kalten Wind.

Wie geht es weiter

  • Möchtest du diesen lebhafteren nördlichen Urlaubsort wirklich bis ins Detail erkunden, bevor du Flüge buchst? Dann lies unbedingt unseren Artikel Hurghada: 13 Tipps, was man sehen und unternehmen kann, in dem du einen ausführlichen Guide zu diesem ägyptischen Giganten findest.
  • Reizt dich eher der etwas ruhigere Süden und hoffst du heimlich, mit Meeresschildkröten zu schwimmen? Dann klick dich in Marsa Alam: 13 Tipps, was man sehen und unternehmen kann für die besten Tipps zum zauberhaftesten Schnorcheln.
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Häufig gestellte Fragen

Hurghada oder Marsa Alam, was ist besser?

Das ist wahrscheinlich die häufigste Frage, aber glaubt mir, es hängt einzig und allein davon ab, welchen Urlaubsstil ihr eigentlich sucht. Hurghada ist deutlich lebhafter, leichter erreichbar und bietet riesige Hotel-Aquaparks sowie schön flache Strände, passt also absolut perfekt für Familien mit Kindern und Erstbesucher. Marsa Alam ist hingegen deutlich ruhiger, kann mit herrlichen Korallenriffen direkt am Strand aufwarten und ist meiner Meinung nach absolut ideal für verliebte Paare und leidenschaftliche Taucherfreunde.

Wo ist das Meer wärmer, in Hurghada oder in Marsa Alam?

Wenn ihr in den Wintermonaten unterwegs seid (und das besonders im Januar und Februar), ist das Meer in Marsa Alam eindeutig wärmer. Normalerweise macht das etwa zwei bis drei Grad aus, weil diese Region einfach deutlich südlicher liegt und näher am Äquator. Hurghada kann in dieser Zeit außerdem ziemlich windig sein, also wenn ihr im Winter explizit Sonne und Wärme sucht, rate ich euch ehrlich gesagt, lieber den Süden zu wählen ☺️.

Welches Reiseziel ist besser für Familien mit Kindern?

Für Familien mit kleinen Kindern ist Hurghada in der Regel die deutlich bessere Wahl, und zwar gleich aus mehreren praktischen Gründen. Dort findet man nämlich feine Sandstrände mit sehr flachem Zugang zum Meer, jede Menge riesiger Hotel-Aquaparks und insgesamt einfach mehr Möglichkeiten, die Kleinsten zu unterhalten. In Marsa Alam sind die Küsten deutlich häufiger von Riffen geprägt, sodass der Einstieg ins Wasser etwas umständlicher über lange Stege erfolgt, was mit herumtollenden Kindern nicht immer ganz ideal ist.

Wo ist das Schnorcheln besser?

Viel besseres Schnorcheln direkt vom Hotelstrand bietet euch ohne Frage Marsa Alam. Hier findet ihr wunderschön erhaltene und lebendige Riffe, und wenn ihr Glück habt, erwarten euch in den berühmten Buchten wie Abu Dabbab oder Marsa Mubarak große Meeresschildkröten und sogar die seltene Dugong. In Hurghada sind die Riffe an den Stränden leider schon ziemlich zerstört, sodass ihr für die wahren Schönheiten unter Wasser meistens kostenpflichtige Bootsausflüge unternehmen müsst.

Wohin kommt man von Tschechien aus leichter?

Hier werde ich wohl niemanden überraschen, wenn ich sage, dass man deutlich einfacher und häufiger zum Urlaubsort Hurghada fliegt. Es handelt sich nämlich um den absolut größten ägyptischen Flughafen am Meer, zu dem mit Abstand die meisten direkten Charterflüge aus Prag führen und während der Hauptsaison sogar auch aus Brünn und Ostrau. Nach Marsa Alam fliegt man aus Tschechien zwar auch schön direkt, aber diese Verbindungen sind deutlich weniger und die Auswahl an freien Terminen ist manchmal etwas eingeschränkter, also rechnet bei der Planung definitiv damit.

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