Wenn du glaubst, dass ein Urlaub im Paradies mit schneeweißem Sand und türkisblauem Wasser nur für Auserwählte ist, dann darf ich dich eines Besseren belehren. Ein Malediven-Urlaub günstig zu gestalten ist längst kein Widerspruch mehr, und wie viel so eine Reise kostet, wird dich vielleicht sehr angenehm überraschen. Ich habe für dich herausgefunden, dass die Malediven absolut nicht nur für Millionäre sind und sich locker auch mit ganz normalem Budget meistern lassen. Der Trick besteht darin, dass du statt in überteuerte Privatresorts auf die sogenannten lokalen Inseln fährst, wo du ein schönes Guesthouse findest – und der ganze Urlaub kostet dich dann nur einen Bruchteil. Ein einwöchiger Aufenthalt inklusive Flug ist realistisch schon ab etwa 1.100 bis 1.300 € pro Person machbar, ein Betrag, für den du in einer luxuriösen Wasservilla aus dem Katalog nicht einmal zwei Nächte verbringen würdest.

Zusammenfassung
- Der entscheidende Unterschied bei der Unterkunft: Lokale Inseln mit Guesthouses sind locker fünfmal günstiger als Privatresorts – eine Übernachtung mit Frühstück bekommst du schon ab 40 USD (rund 37 €).
- Die günstigste Reisezeit: Wenn du in der Nebensaison von Mai bis November fährst, sparst du bei Unterkunft und Flügen 25 bis 50 % gegenüber den Wintermonaten.
- Transport zwischen den Inseln: Die öffentliche Fähre kostet nur 2 USD, während dich das geteilte Speedboat 25 bis 35 USD pro Fahrt kostet.
- Essen für kleines Geld: Mahlzeiten in lokalen Lokalen (den sogenannten Hotaa) kosten einen Bruchteil dessen, was du im Hotel zahlst – ein üppiges vegetarisches Curry mit Reis gibt es schon für 5 bis 10 USD.
- Ausflüge und Handeln: Aktivitäten wie Schnorcheln oder Delfinbeobachtung kaufst du grundsätzlich erst vor Ort an der Rezeption, wo sich der Preis viel niedriger verhandeln lässt als im Internet.
- Alkohol und Luxus: Auf den lokalen Inseln gilt strenges Alkoholverbot, aber die Lösung ist der Kauf eines Tagestickets (Day-Pass) für ein Luxusresort für 120 bis 150 USD.
- Versteckte Gebühren: Zu jedem Preis im Restaurant oder für die Unterkunft musst du versteckte Steuern von rund 28 % und die verpflichtende Umweltsteuer Green Tax hinzurechnen.
- Was du für das Minimum nicht bekommst: Die günstige Variante bedeutet einfachere Unterkunft, Baden nur an ausgewiesenen Stränden und keine Wasservilla über dem Ozean wie im Katalog.

Malediven günstig: 9 Dinge, die du wissen musst
Den Traumurlaub zu planen, ohne dabei die Ersparnisse der letzten fünf Jahre zu verpulvern, klingt auf den ersten Blick wie Science-Fiction – aber es geht wirklich. Du musst nur deine Erwartungen ein wenig anpassen, einen großen Bogen um die teuersten Katalog-Verlockungen machen und wissen, wo genau du zugreifst.
Hier sind die neun wichtigsten Tricks und Regeln, mit denen du die Kosten auf ein Minimum drückst und die Malediven ganz ohne Sorgenfalten auf der Stirn genießt.

1. Lokale Insel statt Resort
Wenn du die Kosten auf das absolute Minimum drücken willst, musst du die Privatresorts streichen und auf die Inseln fahren, auf denen die Einheimischen leben. Genau hier steckt nämlich die eine Ersparnis, die die ganze Reise wirklich umkrempelt. Während eine Nacht im günstigsten Resort bei 250 USD beginnt und locker auf 800 USD pro Person klettert, bekommst du ein anständiges Guesthouse auf einer lokalen Insel für 40 bis 130 USD – inklusive reichhaltigem Frühstück. Eine Reisende zahlte zum Beispiel für fünf Nächte in Guesthouses insgesamt 271 USD, für nur zwei Nächte im Resort ließ sie dagegen unglaubliche 2.040 USD.
Die Wahl der konkreten Insel bestimmt dann dein Gesamtbudget und die Erlebnisse, die du mit nach Hause nimmst – deshalb lohnt es sich, ein wenig zu recherchieren. Konkrete Tipps, auf welche Inseln und in welche Guesthouses du fahren solltest, habe ich dir weiter unten in einem eigenen Abschnitt zusammengestellt. Es gibt nämlich viele lokale Inseln, und jede bietet eine etwas andere Atmosphäre – vom lebhafteren Touristenzentrum bis hin zum absolut ruhigen landwirtschaftlichen Paradies.
💡 Tipp: Wenn du ein Guesthouse auf Booking auswählst, prüfe immer sorgfältig die Entfernung zum sogenannten Bikini Beach. Auf den lokalen Inseln darfst du nämlich nirgendwo anders in Badebekleidung baden als an diesen strikt für Touristen ausgewiesenen Stränden.

2. Beste Reisezeit für die Malediven: Nebensaison von Mai bis November
Das Timing der Reise entscheidet über den Endpreis mehr, als du vielleicht denkst – deshalb solltest du die Wintertermine auslassen. Den größten Touristenansturm erleben die Malediven von Dezember bis April, wenn die Preise für alles steil nach oben schießen. Wenn du aber in der Nebensaison fährst, also von Mai bis November, fallen die Preise für Unterkunft und Flüge um 25 bis 50 %. Der historisch günstigste Monat für einen Besuch ist meist der November, in dem sich die besten Angebote ergattern lassen.
Natürlich hat das seinen Haken beim Wetter, denn in dieser Zeit besteht ein höheres Risiko für Niederschläge und bedeckten Himmel. Die Malediven liegen in der Tropenzone und Regen bedeutet hier meist einen kurzen, aber sehr intensiven Nachmittagsschauer, nach dem wieder die Sonne herauskommt und alles schnell trocknet. Die Luft- und Wassertemperaturen bleiben das ganze Jahr über konstant bei rund 30 Grad Celsius, kalt wird dir also auch während der Monsunzeit garantiert nicht.
💡 Tipp: Wenn du Angst hast, dass dir der ganze Urlaub verregnet, versuche es mit dem Übergang von Ende Oktober auf Anfang November. Das Meer ist zu dieser Zeit voller Plankton, was riesige Schwärme von Mantarochen und Walhaien anzieht – so erlebst du trotz gelegentlicher Wolke das beste Tauchen.

3. Öffentliche Fähre statt Speedboat
Der Transport vom Flughafen in Malé zu deiner Insel ist ein Punkt, an dem sich unnötig viel Geld verbrennen lässt – dabei musst du nur eine Sache wissen. Die absolut günstigste Variante ist die öffentliche Fähre (die sogenannte Dhoni), die lächerliche 2 USD pro Fahrt kostet. Die Fahrt zum beliebten Maafushi dauert mit dieser Fähre etwa anderthalb Stunden und du sparst dabei enorm viel Geld. Zum Vergleich: Die Fahrt mit dem geteilten Schnellboot (Speedboat) zur selben Insel kostet 25 bis 35 USD pro Person, sodass der Unterschied bei einer Hin- und Rückfahrt für ein Paar locker 100 USD betragen kann.
Die öffentlichen Fähren haben allerdings ihre sehr strengen Eigenheiten, die du bei der Planung berücksichtigen musst. Die wichtigste Regel: Freitags fahren die Fähren überhaupt nicht (es handelt sich um den muslimischen Feiertag). Außerdem haben sie feste Abfahrtszeiten, meist nur ein- oder zweimal täglich, sodass du die Fähre wahrscheinlich verpasst, wenn du am Nachmittag landest, und in Malé übernachten musst. Die Fahrpläne solltest du immer vorab auf der offiziellen Website des Betreibers MTCC prüfen.
💡 Tipp: Wenn du nur für kürzere Zeit fliegst und keine Zeit mit komplizierter Logistik verlieren willst, ist das geteilte Speedboat der ideale goldene Mittelweg. Es fährt mehrmals täglich, verkürzt die Fahrt auf ein Drittel und ist gegenüber einem Privattransfer oder Wasserflugzeug immer noch eine sehr günstige Angelegenheit.

4. Wo du essen kannst: Guesthouse mit Frühstück und Essen im lokalen Hotaa
Lass dich bei der Buchung der Unterkunft auf einer lokalen Insel nicht von Halbpensions- oder gar All-inclusive-Angeboten verlocken. Es reicht völlig, ein Guesthouse nur mit Frühstück zu nehmen, das meist schon im Grundpreis enthalten ist und aus Eiern, Toast, Würstchen und frischem Obst besteht. Wenn du im Angebot das traditionelle maledivische Frühstück namens Mashuni siehst, probier es unbedingt – es ist eine erfrischende Mischung aus Thunfisch, Kokosnuss, Zwiebeln und Chili, serviert mit Brotfladen. Mittag- und Abendessen regelst du dann auf eigene Faust, denn das Essen in den Hotels ist unnötig überteuert und das Touristenmenü kostet dich 8 bis 15 USD pro Person.
Ein viel größeres Erlebnis und vor allem eine echte Ersparnis ist das Essen in den sogenannten Hotaa, das sind kleine lokale Lokale, die vor allem für die Einheimischen gedacht sind. Hier isst du für unglaubliche 2 bis 9 USD und probierst authentische Küche, die stark von indischen und srilankischen Traditionen geprägt ist. Auf der beliebten Insel Maafushi solltest du zum Beispiel unbedingt ins bekannte Restaurant Hot Bite oder ins Lokal Mr. Octopus gehen, wo hervorragender frischer Fisch zu sehr vernünftigen Preisen zubereitet wird. Für Vegetarier ist es das absolute Paradies, denn überall stößt du auf ausgezeichnetes Dhal aus Linsen, pikantes Gemüsecurry mit Kokosmilch oder die traditionellen Roshi-Fladen. Pro Tag kostet dich das Essen so höchstens 12 bis 25 €.
💡 Tipp: Lokale Restaurants berechnen zu jeder Mahlzeit automatisch Zusatzgebühren, meist 10 % Servicegebühr und 16 bis 18 % staatliche Steuer. Schau daher immer in die Speisekarte, ob die Preise inklusive Steuer angegeben sind – sonst erwartet dich beim Bezahlen eine unangenehme Erhöhung der Rechnung um mehr als ein Viertel.

5. Ausflüge vor Ort kaufen und handeln
Bei Ausflügen lässt sich überraschend viel sparen, aber nur, wenn du der Versuchung widerstehst, alles vorab bequem von zu Hause aus zu buchen. Die Online-Preise sind oft überzogen und bieten keinen Spielraum zum Verhandeln. Die viel bessere Strategie ist, bis vor Ort zu warten, ein paar Guesthouses in deiner Umgebung abzuklappern und zu schauen, welche Preise sie an der Rezeption anbieten.
Auf den lokalen Inseln stehen die Unterkunftsbesitzer nämlich stark in Konkurrenz zueinander und sind daher sehr bereit, Rabatte zu geben. Ein halbtägiges Schnorcheln bekommst du üblicherweise für 25 bis 50 USD, ein Ausflug zu einer einsamen Sandbank kostet rund 25 bis 40 USD und eine Fahrt zur Delfinbeobachtung kommt auf 25 bis 35 USD. Wenn du zu den riesigen Walhaien willst, richtet sich der Preis nach deinem Ausgangspunkt. Von der nahen Insel Dhigurah zahlst du 50 bis 70 USD, aber vom beliebten Maafushi kostet dich derselbe Ausflug wegen der längeren Bootsfahrt 90 bis 120 USD. Denk nur daran, dass die Unterwasserwelt hier atemberaubend ist, die Korallen wegen der Erwärmung der Ozeane aber leider ihre Farbe verlieren – erwarte also eher riesige Fischschwärme und Schildkröten als leuchtend bunte Gärten.
💡 Tipp: Handeln ist völlig normal, besonders wenn du mehrere Ausflüge auf einmal buchst oder in einer größeren Gruppe reist. Kinder bekommen bei den meisten Bootsausflügen zudem meist 50 % Rabatt – frag aktiv danach, nicht vergessen.

6. Resort für einen Tag (Day-Pass) statt teurer Übernachtung
Das Wohnen auf einer lokalen Insel hat einen großen Nachteil, und das ist das absolute Alkoholverbot. Auf den Malediven herrscht strenges islamisches Recht, sodass du im Guesthouse oder im lokalen Restaurant weder ein Bier noch einen Cocktail bekommst. Es gibt aber einen völlig legalen und sehr cleveren Trick, wie du Luxus und legalen Alkohol genießen kannst, ohne Tausende Dollar für die Unterkunft zahlen zu müssen. Dieser Trick heißt Day-Pass, also ein Tagesticket für ein nahegelegenes Luxusresort.
Die meisten Resorts bieten Touristen von den lokalen Inseln die Möglichkeit, einen ganzen Tag bei ihnen zu verbringen. Der Preis für so ein Ticket liegt zwischen 35 und 180 USD, aber typischerweise zahlst du rund 120 bis 150 USD pro Person. In diesem Preis ist meist der Bootstransfer in beide Richtungen enthalten, unbegrenztes Essen, voller Zugang zu den luxuriösen Stränden, Pools, einem fantastischen House Reef und vor allem unbegrenzte Getränke inklusive Alkohol. Am Abend bringt dich das Boot dann zurück in dein günstiges Guesthouse.
💡 Tipp: Von der Insel Maafushi werden täglich Ausflüge in die Resorts angeboten und die Auswahl ist riesig. Bevor du einen Day-Pass kaufst, überprüfe, wie viel Zeit du realistisch im Resort verbringst und ob wirklich alles im Preis enthalten ist, auch die alkoholischen Getränke.

7. Kombiniere Inseln und meide Weihnachten
Ganze zehn Tage auf einer einzigen kleinen Insel zu verbringen, die du in zwanzig Minuten zu Fuß durchquerst, mag romantisch klingen, aber die Realität sieht meist anders aus. Die meisten Reisenden überkommt nach drei bis vier Tagen das sogenannte „Island Fever“, also der Lagerkoller vom kleinen Raum. Deshalb empfehle ich dir, während eines Urlaubs mindestens zwei verschiedene Inseln zu kombinieren. Ideal ist es, auf dem lebhafteren Maafushi voller Ausflüge und Restaurants zu beginnen und dann auf das ruhigere Dhigurah oder das landwirtschaftliche Thoddoo zum perfekten Entspannen zu wechseln.
Bei der Terminplanung mach einen großen Bogen um die Weihnachts- und Silvesterfeiertage, konkret um den Zeitraum vom 15. Dezember bis 15. Januar. In dieser Zeit gibt es absolut keine Rabatte und die Preise für alles erreichen ihre Jahreshöchstwerte. Guesthouses und Resorts verlangen zudem oft eine Mindestaufenthaltsdauer und zwingen die Gäste, für obligatorische Gala-Dinner zu zahlen, nach denen von deinem Geldbeutel rein gar nichts übrig bleibt.
💡 Tipp: Die Wechsel zwischen den lokalen Inseln müssen nicht zwangsläufig über die Hauptstadt Malé führen. Erkundige dich bei deinem Guesthouse nach den Möglichkeiten lokaler Atollfähren, die benachbarte Inseln für ein paar Dollar verbinden und dir viel Zeit sparen.

8. Beim Flug sparen
Der größte Posten im Budget jeder Malediven-Reise ist in der Regel der Transport. Der übliche Preis für einen Hin- und Rückflug von Deutschland (z. B. ab Frankfurt oder München) nach Malé mit einem Umstieg liegt zwischen etwa 650 und 950 €, wenn du mit einer guten Airline fliegst. Wenn du den Preis so weit wie möglich drücken willst, lohnt es sich, verschiedene Abflughäfen zu vergleichen – oft sparst du bei einem Abflug ab einem anderen Flughafen wie Wien oder München mehrere Hundert Euro pro Ticket, was für ein Paar bereits ein spürbarer Betrag ist. Gut ist es außerdem, regelmäßig die Angebote auf Portalen wie Google Flights zu verfolgen oder die Newsletter beliebter Airlines wie Qatar Airways zu abonnieren.
Direktflüge nach Malé, die rund 9 bis 10 Stunden dauern, gibt es zwar, aber sie sind meist nicht einzeln buchbar. Sie funktionieren primär als Wintercharter für Kunden von Reiseveranstaltern, die ganze Pakete buchen. Wenn du auf eigene Faust fliegst, musst du dich damit abfinden, dass dich ein Umstieg in Doha, Istanbul oder Dubai erwartet. Die meisten Umstiege sind zum Glück ziemlich schnell und bequem.
💡 Tipp: Kaufe die Flüge auf die Malediven rechtzeitig, idealerweise drei bis fünf Monate im Voraus. Die günstigsten Tarife findest du in den Monaten außerhalb der Hauptsaison, also von Mai bis Oktober, wenn die Airlines die Preise flächendeckend senken.

9. Ausrüstung von zu Hause und versteckte Steuern
Die Malediven haben ein sehr spezielles Steuersystem, an dem viele Touristen unangenehm draufzahlen. Bei jedem Preis, egal ob für Unterkunft, Essen oder Ausflüge, musst du mit versteckten Gebühren von rund 28 % rechnen. Diese Gebühr setzt sich aus 17 % Waren- und Dienstleistungssteuer (TGST) und 10 % Servicegebühr zusammen. Dazu kommt die verpflichtende Umweltsteuer, die sogenannte Green Tax, die 6 USD pro Person und Nacht im Guesthouse beträgt, was für einen einwöchigen Aufenthalt fast 40 € ausmacht.
Enorm viel Geld sparst du auch, indem du viele Dinge von zu Hause mitbringst. Pack auf jeden Fall eine gute, meeresschonende Sonnencreme (reef-safe SPF 50) und ein langärmeliges Wasser-Shirt (Lycra) zum Schnorcheln ein. Die Preise für diese Artikel sind auf den Inseln um ein Vielfaches höher als bei uns. Es lohnt sich auch, ein paar Basismedikamente mitzunehmen, denn die Apotheken auf den lokalen Inseln haben ein sehr begrenztes Sortiment.
💡 Tipp: Selbst normales Flaschenwasser kann das Budget in die Höhe treiben. Auf den lokalen Inseln kostet eine Flasche rund 1 USD, aber in den Luxusresorts verlangen sie locker 8 bis 12 USD. Nimm dir deshalb für den Anfang der Reise eine leere Filterflasche von zu Hause mit.

Wo du übernachten kannst
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo die Stornobedingungen meist am besten sind. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dagegen über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Nachdem wir uns nun einig sind, dass die lokalen Inseln der richtige Weg zu einem günstigen Urlaub sind, schauen wir uns konkrete Orte an. Die Wahl der Insel bestimmt nämlich ganz entscheidend, wie dein Urlaub am Ende aussieht. Du kannst Trubel und jede Menge Ausflüge haben oder absolute Ruhe und landwirtschaftliche Gelassenheit.

Das beliebte Maafushi und Gulhi
Am günstigsten und touristisch am weitesten entwickelt ist Maafushi oder das benachbarte Gulhi, wo du völlig problemlos und zu den niedrigsten Preisen eine Übernachtung findest. Sie beginnen nämlich schon bei rund 38 bis 45 USD pro Nacht. Wenn du eine bewährte Unterkunft suchst, ist zum Beispiel das Guesthouse Palmcasa mit einem Preis ab 50 USD pro Nacht eine tolle Wahl. Von hier hast du es nur einen Katzensprung zum Strand und zu allen Ausflugsständen. Auf diesen Inseln gibt es zwar mehr Touristen, aber dafür findest du hier die größte Konkurrenz und damit die besten Preise für Bootsausflüge und Dienstleistungen.

Das landwirtschaftliche Thoddoo und das ruhige Dhigurah
Die Insel Thoddoo dagegen ist bekannt für ihre weitläufigen landwirtschaftlichen Plantagen, die Menge an frischer Papaya und den absolut herrlichen Strand. Die hervorragend bewertete Pension Holiday Cottage bietet hier schöne Zimmer schon ab 60 USD pro Nacht. Liebhaber von Walhaien und wunderschöner, unberührter Natur zieht es dann sehr oft auf das entferntere und deutlich ruhigere Dhigurah. Hier kannst du im angenehmen Whaleshark Beach ab rund 100 USD pro Nacht unterkommen. Jede dieser Inseln bietet dir ein etwas anderes, aber garantiert großartiges Erlebnis – du musst nur die auswählen, die deinem Herzen am nächsten ist.
Praktische Zusammenfassung und Richtpreise
Damit du eine bessere Vorstellung davon bekommst, wie viel dich der ganze Spaß kostet, habe ich für dich Modellbudgets für einen einwöchigen Aufenthalt (7 Nächte) für eine Person vorbereitet. Diese Kalkulationen gehen von einem Abflug aus Deutschland mit einem Umstieg außerhalb der Hauptsaison aus. Den Kurs rechne ich orientierend mit 0,92 € pro US-Dollar.
| Urlaubsniveau | Unterkunft | Transport zur Insel | Essen pro Woche | Ausflüge | GESAMT inkl. Flug |
|---|---|---|---|---|---|
| :— | :— | :— | :— | :— | :— |
| Ultra-Budget (Maafushi/Gulhi, öffentliche Fähre, 1–2 einfache Ausflüge) | ~40 USD/Nacht | Fähre ~30 USD | ~105 € | 1–2 (~60 €) | ~1.200 € (drückbar auf ~1.100 €) |
| Mittel (besseres und ruhigeres Guesthouse, geteiltes Speedboat, 3–4 Ausflüge) | ~70 USD/Nacht | Speedboat ~60 USD | ~150 € | 3–4 (~190 €) | ~1.780 € |
| Comfort (5 Nächte lokale Insel + 2 Nächte Strandresort mit Halbpension, Speedboat) | Mix aus Guesthouse und Resort | Speedboat (ohne Wasserflugzeug) | Mix aus lokalem Hotaa und Resort | 3× | ~2.060 € |
Zum Vergleich: Wenn du dir ein klassisches Katalogresort mit einer Wasservilla auf Stelzen über dem Ozean aussuchst, zahlst du für eine Woche rund 3.600 bis 10.000 € pro Person. Dass es auch günstig geht, beweisen echte Reiseberichte aus Foren: Ein Paar verbrachte zum Beispiel zwei Wochen mit dem Bereisen von sechs lokalen Inseln und gab zusammen nur 1.818 USD für beide aus (ohne Flüge). Eine Woche auf dem beliebten Maafushi kostet im Schnitt 640 bis 930 USD ohne Flug.
Was du für den günstigen Preis nicht bekommst
Ein Urlaub für 1.200 € wird nicht wie aus der Bounty-Werbung aussehen – das muss man gleich klar sagen. Für diesen Preis bekommst du keine romantische Wasservilla, sondern kommst in einem einfacheren, wenn auch sauberen Zimmer mit Klimaanlage unter. Du musst dich auch damit abfinden, dass es auf den lokalen Inseln keinen Alkohol gibt und du in Badebekleidung nur am ausgewiesenen Bikini Beach baden darfst – außerhalb davon müssen Schultern und Knie bedeckt sein. Wenn du dich für das günstigste Maafushi entscheidest, erwartet dich eine lebhaftere und dicht bebaute Insel, deren kleiner Strand oft voller Touristen ist, an den Inselenden stößt du manchmal auf Müll und vor allem hat sie kein eigenes House Reef, sodass du für jedes Schnorcheln mit einem kostenpflichtigen Boot fahren musst. Während des Ramadans musst du außerdem damit rechnen, dass alle lokalen Restaurants tagsüber geschlossen sind.
Vorsicht vor Geldfallen
Die Malediven bergen einige Fallstricke, die aus einem günstigen Urlaub einen finanziellen Albtraum machen können. Eine zentrale Falle ist der erzwungene Transfer per Wasserflugzeug in entfernte Resorts, der dich 300 bis 600 USD pro Person kostet, in der Luxusversion locker über tausend Dollar. Wähle deshalb immer Inseln, die per Speedboat erreichbar sind. Aufpassen solltest du auch bei Unterkünften mit Halbpension, bei denen keine Getränke im Preis enthalten sind – allein für die Getränke zum Abendessen kann ein Paar Hunderte Dollar ausgeben. Eine weitere beliebte Falle sind „garantierte“ Haiausflüge. Kein fairer Anbieter gibt dir eine Garantie für ein wildes Tier – zahle lieber für ethische Guides. Zum Schluss möchte ich dich vor betrügerischen Websites für das Ausfüllen der Einreisedeklaration IMUGA warnen. Das Ausfüllen auf dem offiziellen Portal ist immer völlig kostenlos (maximal 96 Stunden vor Ankunft).
Pauschalreise oder auf eigene Faust?
Wenn du die absolut günstigste Variante suchst und es dir nichts ausmacht, dich um die Transferlogistik und das Beachten der freitäglichen Fährausfälle zu kümmern, fahr auf jeden Fall auf eigene Faust. Du kaufst den Flug, buchst über Booking ein Guesthouse, vereinbarst vor Ort die Ausflüge und bleibst bei 1.100 bis 1.700 €. Eine Pauschalreise ergibt dagegen viel Sinn, wenn du dich nach sorglosem Luxus sehnst, einen direkten Winterflug ohne Umstieg willst und ein Resort mit All-inclusive-Verpflegung verlangst. Pakete von Reiseveranstaltern mit Direktflug und All-inclusive beginnen bei rund 2.200 €. Es gilt eine einfache Regel: Je luxuriöser das Resort und je entfernter das Atoll, desto mehr lohnt sich das Paket mit ausgehandeltem Transfer – je mehr du Flexibilität und lokale Erlebnisse willst, desto eher solltest du auf eigene Faust reisen.
Wohin als Nächstes
- Kompletter Malediven-Reiseführer
- Wo du auf den Malediven übernachtest
- Reiseführer für die Insel Maafushi
- Wann du auf die Malediven reisen solltest
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet eine Woche auf den Malediven?
Der Preis hängt vom Reisestil ab. Auf einer lokalen Insel kostet dich eine Woche inklusive Flug, Unterkunft, Verpflegung und grundlegenden Ausflügen etwa 1.200 bis 1.800 EUR pro Person. Eine Woche in einem Luxusresort mit Vollpension beginnt bei 3.600 EUR und kann bis zu 10.000 EUR steigen.
Kann man für unter 30.000 auf die Malediven reisen?
Ja, das lässt sich schaffen, aber es erfordert Disziplin. Du musst einen Flug außerhalb der Hauptsaison ergattern (zum Beispiel ab Wien um die 650 EUR), in einem günstigen Guesthouse auf der Insel Maafushi oder Gulhi übernachten (ab 38 USD pro Nacht), nur die öffentlichen Fähren für 2 USD nutzen und in lokalen Restaurants hotaa essen.
Wann ist die beste Zeit für eine günstige Reise?
Die günstigste Zeit ist die sogenannte Nebensaison, die von Mai bis November dauert. In diesen Monaten sinken die Preise für Flüge und Unterkünfte um bis zur Hälfte im Vergleich zur Winterhochsaison. Ihr müsst allerdings mit einem höheren Risiko kurzer, intensiver Regenschauer rechnen, da es sich um die Monsunzeit handelt.
Ist ein Resort oder eine lokale Insel besser?
Es hängt von Ihrem Budget und Ihren Erwartungen ab. Das Resort bietet absolute Privatsphäre, luxuriöse Wasservillen, Alkohol ohne Einschränkungen und ein eigenes Korallenriff, ist aber extrem teuer. Die lokale Insel ist fünfmal günstiger, Sie lernen dort die einheimische Kultur kennen, müssen aber die muslimischen Regeln einhalten, es gibt keinen Alkohol und die Strände sind oft voller.
Wie kommt man günstig vom Flughafen auf die Insel?
Die absolut günstigste Variante sind die öffentlichen Fähren, die sogenannten Dhoni, die etwa 2 USD kosten. Sie fahren allerdings nur zu bestimmten Zeiten und freitags gibt es wegen der Gebete einen kompletten Betriebsausfall. Der goldene Mittelweg sind die geteilten Schnellboote (Speedboats), die zwischen 25 und 35 USD pro Fahrt kosten.
Wie kann man auf den Malediven günstig essen?
Die beste und günstigste Möglichkeit sind die lokalen Speiselokale namens Hotaa, die in erster Linie für Einheimische gedacht sind. Ein köstliches vegetarisches Curry, Linsen-Dhal mit Reis oder Roshi-Fladenbrote bekommt man hier schon ab 5 bis 10 USD, während man in touristischen Restaurants für eine gewöhnliche Mahlzeit mindestens das Doppelte bezahlt.
Lohnt sich All-Inclusive auf den Malediven?
Na lokalen Inseln wird All-Inclusive überhaupt nicht angeboten, das Frühstück reicht völlig aus. In Resorts lohnt es sich nur für diejenigen, die viel Alkohol trinken möchten. Der Wendepunkt liegt meist bei etwa drei bis vier alkoholischen Cocktails pro Tag – wer weniger trinkt, macht mit dem All-Inclusive-Programm wahrscheinlich finanziell ein Minusgeschäft.
Soll ich eine Pauschalreise buchen oder auf eigene Faust reisen?
Auf eigene Faust ist es deutlich günstiger und flexibler, ideal für einen Aufenthalt auf den lokalen Inseln. Eine Pauschalreise über ein Reisebüro wählt man dann, wenn man bequem mit einem Direktcharterflug von Prag fliegen möchte und einen Aufenthalt in einem teuren Resort plant, wo der komplizierte Transfer per Wasserflugzeug bereits im Paket enthalten ist.
Was bietet die günstige Unterkunftsvariante nicht?
Beim günstigen Reisen müsst ihr auf die typische Holzvilla auf Stelzen über dem Wasser und romantische Abendessen mit einem Glas Wein verzichten, denn auf den lokalen Inseln gilt Prohibition. Ihr werdet euch den ausgewiesenen Strand mit anderen Touristen teilen, die Unterkunft wird eher einfacher sein und außerhalb des Strandes müsst ihr verhüllt gehen.
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