Mallorca, Spanien: 25 Tipps, was man sehen und tun kann

Kennst du das Gefühl, wenn du von einem Ort so oft gehört hast, dass du das Gefühl bekommst, ihn schon in- und auswendig zu kennen? Mallorca Spanien ist genau so eine Destination – sie leidet und lebt zugleich von ihrem Ruf. Ich war zwar einmal als Kind mit meiner Mutter und meinem Bruder hier, aber ehrlich gesagt erinnere ich mich nur noch an Sandburgenbauen und eine riesige Portion Eis. 😅 Wenn man diese größte Baleareninsel jedoch mit erwachsenen, praktischen Augen betrachtet, stellt man fest, dass sie eigentlich ein faszinierender Mikrokontinent ist. Sie bietet nämlich absolut alles, was man von einem perfekten Urlaub erwartet, und begeistert sowohl ambitionierte Radfahrer als auch Kunst- und Geschichtsliebhaber.

In diesem Artikel findest du 25 Tipps, was du auf Mallorca sehen und tun kannst, damit du die Insel in vollen Zügen genießt und die schlimmsten Touristenfallen vermeidest. Wir schauen uns die majestätischen Sehenswürdigkeiten in Palma an, erkunden die dramatischen Berge der Serra de Tramuntana und lassen die schönsten Buchten mit türkisblauem Wasser nicht aus. Ich erkläre dir außerdem, wo du am besten übernachtest, wie der lokale Nahverkehr funktioniert und worauf du achten solltest, um keine saftigen Bußgelder für Falschparken in Schutzgebieten zu kassieren.

Mallorca Spanien Überblick
Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de

Artikelinhalt

Zusammenfassung

  • Hauptstadt Palma: Das Wahrzeichen ist die beeindruckende gotische Kathedrale La Seu – Tickets unbedingt vorab online kaufen – sowie die historische Altstadt voller Tapas-Bars.
  • Berge und Dörfer: Das Gebirge Serra de Tramuntana (UNESCO) birgt Juwelen wie Valldemossa, das Künstlerdorf Deià und das Städtchen Sóller, zu dem ein legendärer historischer Zug fährt.
  • Dramatischer Norden: Cap de Formentor bietet die schönsten Aussichten, aber im Sommer gilt dort ein striktes Fahrverbot für Autos – du musst den Pendelbus nutzen.
  • Beste Strände: Im Süden und Osten findest du den karibischen Strand Es Trenc sowie die fotogenen Buchten Cala Mondragó und Cala Llombards.
  • Touristensteuer: Auf allen Baleareninseln wird die sogenannte Ecotasa erhoben, die je nach Unterkunftsart variiert und vor Ort bezahlt wird.
  • Anreise: Von deutschen Flughäfen fliegen Eurowings, Ryanair und Condor direkt nach Mallorca; auf der Insel kommt man am besten mit einem Mietwagen voran, in die Berge reichen aber oft auch die gut funktionierenden Busse.
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Wann nach Mallorca reisen

Wenn du überlegst, wann du dein Ticket buchen sollst, ist die Nebensaison das ideale Zeitfenster für einen Besuch – also die Monate Mai, Juni sowie September und Oktober. In diesen Monaten ist das Meer bereits oder noch angenehm warm (im September hält das Wasser wohltuende 26 °C), und du vermeidest zuverlässig die schlimmsten Hitzewellen sowie die extremen Touristenmassen. Mallorca ist zwar theoretisch eine ganzjährige Destination, aber bedenke, dass in den Wintermonaten die meisten Hotels und Restaurants an der Küste geschlossen sind. Der Winter ist dafür ideal zum Radfahren und Wandern, da die Temperaturen bei etwa 15 Grad bleiben.

Vergiss bei der Budgetplanung nicht, dass die balearische Regierung eine Nachhaltigkeitstourismussteuer, die sogenannte Ecotasa, erhebt. Sie wird von jedem Besucher ab 16 Jahren direkt in der Unterkunft bezahlt. In der Hauptsaison von Mai bis Oktober kostet eine Nacht im Vier-Sterne-Hotel 3 bis 4 Euro extra pro Person, in normalen Apartments sind es etwa 2 Euro. Ab dem neunten Aufenthaltstag halbiert sich dieser Satz, was ein nettes Bonbon für alle ist, die einen längeren Urlaub planen. Außerhalb der Saison sind diese Gebühren nur ein Bruchteil davon.

Wo auf Mallorca übernachten

💡 Unterkunfts- und Aktivitäten-Tipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornierungsbedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen.

Die Wahl der Unterkunftslage ist absolut entscheidend und hängt vor allem davon ab, was du auf der Insel machen möchtest. Wer Geschichte erkunden, Gastronomie genießen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln Ausflüge unternehmen möchte, ist in der Hauptstadt Palma de Mallorca bestens aufgehoben. Für Bergliebhaber, Radfahrer und alle, die ruhige Abende bevorzugen, ist die nordwestliche Küste rund um das Städtchen Sóller ideal. Familien mit Kindern wählen oft die nördliche Bucht bei der historischen Alcúdia, wo breite Sandstrände mit sehr flachem Einstieg ins Meer locken. Buchungen solltest du immer frühzeitig vornehmen, denn die besten Kapazitäten sind schon im Frühjahr vergriffen. Booking.com eignet sich hervorragend zur Reservierung – von Luxusvillen bis hin zu gemütlichen Apartments findest du dort alles.

In der Hauptstadt Palma kannst du zum Beispiel im wunderschönen Hotel Saratoga übernachten, das einen Dachpool mit atemberaubendem Blick direkt auf die Kathedrale bietet und in der Nähe der Altstadt liegt. Wer etwas Intimeres in der Tramuntana-Region sucht, findet im charmanten Ecocirer Healthy Stay in Sóller wunderschön gestaltete Zimmer und fantastische vegetarische Frühstücke aus lokalen Zutaten. In Alcúdia im Norden der Insel kannst du das Boutique-Hotel Hotel Can Mostatxins ausprobieren, das in einem renovierten historischen Gebäude untergebracht ist und eine einzigartige Atmosphäre ausstrahlt.

25 Tipps, was man auf Mallorca sehen und tun kann

Mallorca ist unglaublich vielseitig und bietet so viele interessante Orte, dass ein einziger Urlaub definitiv nicht ausreicht. Lass uns einen Blick auf das Beste werfen, was die Insel zu bieten hat – von majestätischen historischen Sehenswürdigkeiten über Bergdörfer bis hin zu versteckten Buchten, die du nicht verpassen solltest.

1. Kathedrale La Seu in Palma

Das Wahrzeichen Palmas ist die beeindruckende Kathedrale La Seu, die stolz direkt über der Promenade thront und alle Schiffe begrüßt, die in den Hafen einlaufen. Dieses Meisterwerk der levantinischen Gotik wurde über mehrere Jahrhunderte errichtet, und seine Sandsteinwände leuchten beim Sonnenuntergang in unglaublichen Farben. Ein Eintritt ins Innere lohnt sich in jedem Fall, denn das Interieur ist wenn möglich noch beeindruckender als das Äußere.

Im Inneren verschlägt dir eines der größten Rosettenfenster der Welt den Atem – es wird liebevoll „Auge der Gotik“ genannt. Morgens scheint die Sonne hindurch und zaubert ein magisches Farbenspiel an die gegenüberliegende Wand. Am Interieur wirkte zudem Anfang des 20. Jahrhunderts der berühmte katalanische Architekt Antoni Gaudí mit, dessen Handschrift am riesigen Kronleuchter über dem Altar zu erkennen ist.

💡 Lokaler Tipp: Kaufe die Tickets unbedingt vorab auf der offiziellen Website, um endlose Warteschlangen zu vermeiden. Wenn möglich, zahle den Aufpreis für den Zugang zu den Dachterrassen (meist von Frühjahr bis Herbst zugänglich) – der Panoramablick auf die ganze Stadt ist phänomenal.

2. Verlier dich in den Gassen der Altstadt von Palma

Direkt hinter der Kathedrale beginnt ein verschachteltes Labyrinth der Altstadt, das seinen mittelalterlichen und arabischen Charakter bewahrt hat. Der beste Weg, es zu erkunden, ist einfach die Karte wegzupacken und sich von den engen Gassen treiben zu lassen. Du stößt auf schattige Innenhöfe alter Stadtpalais, kleine Kunsthandwerksläden und gemütliche Cafés, die zum Verweilen einladen.

Die Hauptachse dieses Viertels ist die breite Promenade Passeig del Born, gesäumt von Platanen und Luxusboutiquen. Rundherum gibt es Dutzende hervorragende Tapas-Bars, die qualitativ dem spanischen Festland in nichts nachstehen. Abends pulsiert das Leben hier auf eine unwiderstehliche Weise.

💡 Lokaler Tipp: Schau im historischen Markt Mercat de l’Olivar vorbei, wo du die frischesten lokalen Zutaten findest – eine riesige Auswahl an Käse, Oliven und frischem Obst. Ein großartiger Ort für ein authentisches und günstiges Mittagessen.

3. Die runde Burg Castell de Bellver

Etwa drei Kilometer vom Zentrum Palmas entfernt thront auf einem bewaldeten Hügel das Castell de Bellver, eine einzigartige gotische Burg aus dem 14. Jahrhundert. Was sie so besonders macht, ist ihr völlig einzigartiger runder Grundriss mit einem wunderschönen Innenhof, der von zweigeschossigen Arkaden umgeben ist. Vergleichbare Bauwerke gibt es in Europa kaum.

Ursprünglich diente sie als königliche Residenz, später als Militärgefängnis – heute beherbergt sie ein interessantes Stadthistorisches Museum. Der Eintritt kostet etwa 4 Euro und belohnt dich mit dem besten Panoramablick auf ganz Palma, die Bucht und das Tramuntana-Gebirge im Hintergrund.

💡 Lokaler Tipp: Sonntags ist der Eintritt in die Burg für alle kostenlos. Man kann mit dem Auto hinauffahren, aber viel schöner ist ein Spaziergang durch den Kiefernwald direkt aus der Stadt.

4. Das Gebirge Serra de Tramuntana (UNESCO)

Serra de Tramuntana Gebirge Mallorca UNESCO
Foto: H. Zell / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Das Rückgrat der Westseite der Insel bildet das monumentale Kalksteingebirge Serra de Tramuntana, das wegen seiner einzigartigen Kulturlandschaft zum UNESCO-Welterbe zählt. Das ist ein völlig anderes Mallorca, als du es aus Reisekatalogen kennst. Steile Gipfel fallen hier direkt ins Meer, terrassenförmige Felder sind mit uralten Olivenbäumen bepflanzt, und die Luft duftet nach Rosmarin und Kiefern.

Durch das gesamte Gebirge schlängelt sich die fantastische, wenn auch anspruchsvolle Straße Ma-10, die ein absolutes Paradies für Autofahrer und Radfahrer ist. Diese kurvenreichen Serpentinen erfordern etwas Konzentration, aber die Aussichten, die sich hinter jeder Kurve auftun, sind schlicht unbezahlbar.

💡 Lokaler Tipp: Wenn du ein Auto mietest, wähle lieber ein kleineres Modell. Die Bergstraßen sind eng, das Ausweichen mit entgegenkommenden Bussen ist oft adrenalinreich, und mit einem kleinen Auto findest du viel leichter einen Parkplatz.

5. Das romantische Valldemossa

Valldemossa ist wohl das berühmteste Bergdorf der ganzen Insel – und das zu Recht. Die steinernen Häuschen mit dunkelgrünen Fensterläden schmiegen sich in ein von Bergen umrahmtes Tal, und jede Gasse ist mit Hunderten von Blumentöpfen geschmückt. Weltberühmt wurde der Ort vor allem durch den polnischen Komponisten Frédéric Chopin und die französische Schriftstellerin George Sand, die hier im Winter 1838/1839 einen berühmten, wenn auch etwas unglücklichen Aufenthalt verbrachten.

Man kann das alte Kartäuserkloster besuchen, in dem Chopin seine Préludes komponierte, aber der größte Zauber liegt im einfachen Schlendern durch die Gassen. Das Dorf ist unglaublich fotogen, voller kleiner Galerien und Cafés, in denen man den Nachmittagskaffee in Ruhe genießen kann.

💡 Lokaler Tipp: Valldemossa ist tagsüber voll von Kreuzfahrttouristen. Komm entweder früh morgens oder erst am späten Nachmittag, wenn die Massen verschwunden sind und das Dorf seine magische Atmosphäre zurückgewinnt.

6. Die Künstlerenklave Deià

Nur ein paar Kilometer weiter auf der Küstenstraße stößt du auf Deià, ein Dörfchen, das sich den Ruf als inoffizielle Künstler- und Bohème-Hauptstadt Mallorcas erworben hat. Der englische Schriftsteller Robert Graves verbrachte den Großteil seines Lebens hier, und nach ihm strömten Maler, Musiker und Hollywood-Prominenz herbei, die Ruhe und Inspiration suchten.

Deià thront hoch auf einem Hügel, und die ockerfarbenen Häuser kaskadieren hangabwärts. Vom Dorf führt ein steiler, aber wunderschöner Wanderweg hinunter ans Meer zur Bucht Cala Deià, wo ein kleiner Kieselstrand und zwei rustikale Restaurants direkt am Wasser auf dich warten.

💡 Lokaler Tipp: Parken in Deià ist der reinste Alptraum, da Stellplätze absolute Mangelware sind. Am besten lässt du das Auto am Parkplatz am Ortsrand stehen oder nimmst den lokalen Bus von Palma, der sehr zuverlässig fährt.

7. Der historische Holzzug nach Sóller

Die Fahrt von Palma nach Sóller gilt als eines der schönsten Erlebnisse auf ganz Mallorca. Seit 1912 fährt hier nämlich ein historischer Holzzug, der sich langsam durch die Berglandschaft schlängelt. In knapp einer Stunde Fahrtzeit passierst du 13 Tunnel, überquerst mehrere Viadukte und genießt die Aussicht auf Mandel- und Olivenhaine.

Der Innenraum des Zuges mit Holzbänken und Messingdetails versetzt dich sofort hundert Jahre zurück. Die Hin- und Rückfahrkarte kostet etwa 25 Euro – absolut jeden Cent wert. Ein Erlebnis, das nicht nur Kinder, sondern auch romantikbegeisterte Erwachsene lieben werden.

💡 Lokaler Tipp: In der Saison sind Zugtickets schnell ausverkauft, also sei mindestens eine halbe Stunde vor Abfahrt am Bahnhof in Palma. Die besten Ausblicke sollen auf der linken Seite des Waggons in Fahrtrichtung sein.

8. Das Städtchen Sóller und seine Zitrusfrüchte

Sóller Mallorca Städtchen Zitrusfrüchte
Foto: Kritzolina / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Sóller selbst, gelegen in einem fruchtbaren Tal umgeben von den höchsten Gipfeln der Tramuntana, ist absolut bezaubernd. Die Stadt wird „Orangental“ genannt, denn dank ihres einzigartigen Mikroklimas gedeihen hier Zitrusfrüchte außerordentlich gut. Diese bildeten im 19. Jahrhundert die Haupteinnahmequelle der Stadt, was sich auch in der wunderschönen modernistischen Architektur der hiesigen Stadtpalais widerspiegelt.

Das Herz der Stadt ist der lebhafte Plaza de la Constitución, über dem die majestätische Kirche Sant Bartomeu thront. In einem der Cafés zu sitzen, frisch gepressten Orangensaft zu trinken und das bunte Treiben zu beobachten – das ist einfach die Definition mallorquinischer Gelassenheit.

💡 Lokaler Tipp: Versäume nicht den Besuch des lokalen Botanischen Gartens (Jardí Botànic), der sich auf die Erhaltung seltener balearischer Pflanzen spezialisiert hat – eine wunderschöne Oase der Ruhe, nur wenige Schritte vom Zentrum entfernt.

9. Die historische Straßenbahn nach Port de Sóller

Von Sóller musst du nicht zu Fuß ans Meer laufen – einfach in die historische Straßenbahn einsteigen, die seit 1913 in Betrieb ist. Die fünf Kilometer lange Strecke führt dich direkt durch Gärten voller Zitronen- und Orangenbäume, manchmal so nah an Häuserwänden vorbei, dass du sie fast berühren könntest, und setzt dich direkt an der Uferpromenade von Port de Sóller ab.

Port de Sóller ist ein wunderschöner hufeisenförmiger Hafen, den zwei Leuchttürme bewachen. Entlang der Bucht führt eine breite Promenade mit Restaurants, und es gibt einen angenehmen Sandstrand, wo du dich nach einem anstrengenden Tag in den Bergen erfrischen kannst.

💡 Lokaler Tipp: Das Straßenbahnticket wird direkt beim Schaffner im Wagen gekauft (kostet ca. 8 Euro pro Strecke). Ein kombiniertes Ticket für Zug aus Palma und Straßenbahn ist deutlich günstiger als der Kauf der einzelnen Abschnitte.

10. Fornalutx: Das schönste Dorf Spaniens

Oberhalb von Sóller liegt das Dörfchen Fornalutx, das regelmäßig auf den vorderen Plätzen der Listen der schönsten Dörfer ganz Spaniens landet – und das aus gutem Grund. Die goldenen Steinhäuser mit roten Dächern verschmelzen hier perfekt mit den umliegenden Bergen und den Terrassen voller Orangenbäume.

Es ist ein Ort, an dem es sich lohnt, einfach durch die engen Gassen zu schlendern, die traditionellen bemalten Dachziegel zu bewundern und die unglaubliche Stille zu genießen. Vom Dorf aus führen mehrere herrliche Wanderwege in die umliegenden Hügel mit tollen Ausblicken auf das gesamte Sóller-Tal.

💡 Lokaler Tipp: Unternimm eine Wanderrunde von Sóller durch das Dörfchen Biniaraix bis nach Fornalutx. Das dauert etwa zwei Stunden gemütlicher Wanderung durch herrliche Natur und ist viel entspannter als die Parkplatzsuche mit dem Auto.

11. Die wilde Straße zur Sa Calobra

Wenn du gerne fährst und keine Höhenangst hast, wird die Fahrt zur Bucht Sa Calobra ein unvergessliches Erlebnis für dich sein. Der italienische Ingenieur Antonio Parietti entwarf diese zwölf Kilometer lange Straße in den 1930er-Jahren so, dass sie die Natur so wenig wie möglich beeinträchtigt. Das Ergebnis ist ein unglaubliches Ingenieursbauwerk voller Haarnadelkurven, die 800 Höhenmeter bis ans Meer hinabsteigen.

Die berühmteste Stelle der Route ist die Haltestelle Nus de Sa Corbata (Krawatten-Knoten), wo die Straße sich in einer 270-Grad-Schlaufe selbst unterquert. Es ist eines der meistfotografierten Motive auf Mallorca, und obwohl das Fahren starke Nerven erfordert, sind die Ausblicke spektakulär.

💡 Lokaler Tipp: Fahre hier entweder sehr früh morgens oder erst am späten Nachmittag hin. Tagsüber fahren Dutzende großer Touristenbusse auf der Straße, denen man in den engen Kurven nur sehr schwer ausweichen kann, und es bilden sich oft lange Staus.

12. Die dramatische Schlucht Torrent de Pareis

Am Ende der verrückten Straße zur Sa Calobra wartet als Belohnung eine der eindrucksvollsten Naturkulissen der gesamten Insel. Nach einem kurzen Spaziergang durch beleuchtete Felsentunnel erreichst du einen kleinen Kieselstrand an der Mündung der gigantischen Kalksteinschlucht Torrent de Pareis.

Die Felswände ragen hier über 200 Meter empor und bilden ein gewaltiges natürliches Amphitheater. Wer gut in Form ist und festes Schuhwerk trägt, kann sich auf einen Trek tiefer in die Schlucht wagen. Das Gelände ist allerdings recht anspruchsvoll – voller riesiger Felsblöcke – also bitte die eigenen Kräfte nicht überschätzen.

💡 Lokaler Tipp: Dank der hohen Schluchtenwände herrscht hier eine großartige Akustik, und im Sommer werden gelegentlich beeindruckende A-cappella-Konzerte veranstaltet. Das Wasser am Strand ist wegen der Tiefe selbst im August recht kalt – ideal also zum Abkühlen.

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13. Der Leuchtturm auf den Klippen von Cap de Formentor

Cap de Formentor Leuchtturm Mallorca Klippen
Foto: Isiwal / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die nördliche Spitze der Insel, die Halbinsel Formentor, bietet die absolut dramatischsten Ausblicke auf den gesamten Balearen. Die schmale Straße schlängelt sich hier auf den Klippen hoch über dem Meeresspiegel entlang, passiert mehrere wunderschöne Aussichtspunkte (unbedingt am Mirador es Colomer anhalten) und endet an einem einsamen Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert, wo man das Gefühl hat, am Ende der Welt zu stehen.

⚠️ Achtung: strenge Verkehrsbeschränkungen! Wegen des enormen Verkehrsdrucks und zum Schutz der empfindlichen Natur ist die Straße zum Leuchtturm vom 1. Juni bis 30. September für Privatfahrzeuge täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr vollständig gesperrt. In diesem Zeitfenster erreichst du das Kap ausschließlich mit dem speziellen Pendelbus (Linie 334), der von Alcúdia oder Port de Pollença abfährt. Das Ignorieren dieses Verbots zieht automatisch ein saftiges Bußgeld durch ein Kamerasystem nach sich.

💡 Lokaler Tipp: Wer Formentor mit dem Auto und ohne Menschenmassen erleben möchte, sollte früh aufstehen und zum Sonnenaufgang herfahren. Ein absolut magisches Erlebnis, die Beschränkungen treffen zu dieser Zeit noch nicht zu, und die Kulisse im Morgenlicht ist unvergesslich.

14. Das historische Alcúdia und seine alten Stadtmauern

Im Nordosten der Insel liegt Alcúdia, eine wunderschön erhaltene mittelalterliche Stadt, die vollständig restauriert wurde. Das historische Zentrum ist von mächtigen Steinmauern aus dem 14. Jahrhundert umgeben, auf denen man zum Großteil sogar spazieren und die Stadt von oben bewundern kann.

Innerhalb der Mauern findest du ein Netz malerischer Fußgängergassen mit Renaissancepalästen, kleinen Boutiquen und hervorragenden Restaurants. Gleich hinter der Stadt befinden sich zudem die Ruinen der antiken römischen Stadt Pollentia, die belegen, dass diese Gegend schon vor mehr als zweitausend Jahren besiedelt war.

💡 Lokaler Tipp: Jeden Dienstag und Sonntag vormittags finden in Alcúdia riesige traditionelle Märkte statt. Die Stadt füllt sich mit Ständen voller lokaler Produkte, Kleidung und Kunsthandwerk. Eine tolle Gelegenheit für Souvenirs – aber rechne mit echtem Trubel.

15. Pollença und die 365 Stufen zur Kalvarienbergkapelle

Nur ein kurzes Stück von Alcúdia ins Landesinnere liegt das Städtchen Pollença, das sich eine sehr authentische und ruhige Atmosphäre bewahrt hat. Seine größte Herausforderung und zugleich schönste Sehenswürdigkeit ist der Kalvarienberg (El Calvari), zu dessen Gipfel genau 365 Steinstufen führen – eine für jeden Tag des Jahres.

Der Aufstieg, gesäumt von alten Zypressen, kostet in der Sommerhitze zwar etwas Kraft, aber der Ausblick von der kleinen Kapelle auf dem Gipfel über die ganze Stadt und die Nordküste ist die Mühe allemal wert. Unten auf der Plaça Major kannst du dich dann mit einem hervorragenden Kaffee belohnen und das lokale Treiben beobachten.

💡 Lokaler Tipp: Etwas außerhalb von Pollença befindet sich die alte Römerbrücke (Pont Romà), die noch immer in Betrieb ist – ein schöner, ruhiger Ort für eine kurze Rast und ein Foto.

16. Die Unterwelt der Coves del Drach

Mallorca ist buchstäblich von Höhlensystemen durchzogen, aber die Drachenhöhlen (Coves del Drach) beim Städtchen Porto Cristo an der Ostküste sind ein absolutes Unikat. Dieser riesige unterirdische Komplex verbirgt eine faszinierende Tropfsteinwelt, die wunderschön und stimmungsvoll beleuchtet ist.

Das eigentliche Highlight ist aber einer der größten unterirdischen Seen der Welt – der Martel-See. Die Höhlentour gipfelt in einem riesigen Saal, wo du im Dunkeln sitzt und beleuchtete Boote mit Musikern auf dich zufahren, die ein Live-Konzert mit klassischer Musik spielen. Das ist zwar ziemlich touristisch, visuell aber sehr beeindruckend.

💡 Lokaler Tipp: Der Eintritt kostet etwa 17 Euro, und eine Online-Reservierung für einen bestimmten Zeitslot ist absolut notwendig, da die Kapazität begrenzt ist und es vor Ort oft hoffnungslos ausverkauft ist.

17. Die mittelalterliche Burg in Capdepera

An der östlichsten Spitze der Insel überragt das Städtchen Capdepera eine imposante mittelalterliche Festung aus dem 14. Jahrhundert. Sie wurde zum Schutz der Einheimischen vor ständigen Piratenüberfällen erbaut, und bis heute sind ihre mächtigen Mauern mit Wehrtürmen erhalten.

Das Burggelände ist überraschend weitläufig und bietet fantastische Aussichten auf die Ostküste. Bei klarem Wetter kann man von hier über das Meer sogar die Nachbarinsel Menorca sehen. Besonders im Frühling, wenn die Umgebung der Burg in wilden Blumen erblüht, ist es ein romantischer Anblick.

💡 Lokaler Tipp: Der Aufstieg zur Burg führt durch recht steile Gässchen aus dem Ortszentrum. Fahr nicht mit dem Auto bis nach oben – die Straßen sind dort unglaublich eng, und das Parken an der Burg ist praktisch unmöglich. Lass das Auto unten auf dem Hauptparkplatz stehen.

18. Der karibische Strand Es Trenc

Wer einen langen Streifen strahlend weißen Sandes und türkisblaues Wasser sucht, sollte in den Süden der Insel zum Strand Es Trenc fahren. Es ist wahrscheinlich der berühmteste Naturstrand auf Mallorca und wird oft als das europäische Karibik bezeichnet. Er misst stattliche drei Kilometer, und in seiner unmittelbaren Umgebung stehen keine großen Hotelkomplexe.

Den Strand säumt ein Schutzgebiet aus Sanddünen und Kiefernhainen, hinter denen sich traditionelle Salzfelder (Salinas) befinden, auf denen das berühmte mallorquinische Meersalz bis heute gewonnen wird. Das Wasser ist unglaublich flach und klar – ideal für Familien mit Kindern.

💡 Lokaler Tipp: Das Parken bei Es Trenc ist kostenpflichtig (ca. 7 Euro pro Tag) und in der Saison schnell voll. Die Zufahrtsstraße führt durch eine enge Straße zwischen den Salzfeldern, sodass es nachmittags, wenn die Leute abfahren, zu unangenehmen Staus kommen kann.

19. Die dramatische Bucht Caló des Moro

Caló des Moro ist optisch eine der atemberaubendsten Buchten, die du je in deinem Leben sehen wirst. Die tief in hohe Klippen eingeschnittene Bucht bietet ein Wasser, das so blau ist, dass es retuschiert wirkt. Leider ist genau diese Fotogenität ihr zum Verhängnis geworden, und in den letzten Jahren ist sie extrem überlaufen.

⚠️ Wichtige Warnung: Hier gibt es keine Rettungsschwimmer, Toiletten oder Imbissständer, und der eigentliche Sandstrand ist winzig. Wenn du hierher möchtest, musst du sehr früh morgens ankommen (idealerweise vor acht Uhr) und Wochenenden unbedingt meiden. Tagsüber drängen sich die Menschen buchstäblich auf den Felsen, und man muss oft lange Schlange stehen, nur um hinunterzusteigen.

💡 Lokaler Tipp: Das Auto muss auf dem kostenlosen Parkplatz im Dorf Cala Llombards stehen bleiben, und man geht etwa 20 Minuten zu Fuß. Überprüfe die Navigation, da die umliegenden Straßen für Nicht-Anwohner streng gesperrt sind und die Polizei hier Bußgelder am laufenden Band verteilt.

20. Naturpark und Bucht Cala Mondragó

Wer von den Massen am Caló des Moro abgeschreckt wird, findet in Cala Mondragó im Südosten eine hervorragende und deutlich ruhigere Alternative. Sie liegt inmitten eines geschützten Naturparks, sodass es hier keine massive Bebauung gibt – nur eine wunderschöne Bucht, gesäumt von dichten Pinienwäldern, die angenehmen natürlichen Schatten spenden.

Die Bucht bietet unglaublich feinen Sand und einen sehr flachen Meereseinstieg. Außerdem führt von hier ein schöner in den Fels gehauener Küstenweg, über den man in fünf Minuten den benachbarten, etwas größeren und ebenso schönen Strand S’Amarador erreicht.

💡 Lokaler Tipp: Im Naturpark Mondragó gibt es mehrere kurze Wanderrouten (1 bis 3 Kilometer). Geh sie am späten Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr so brennt, und genieße den Duft der Kiefern und die Aussichten von den Klippen.

21. Die fotogene Cala Llombards

Ganz in der Nähe von Caló des Moro liegt ein weiteres Juwel der südöstlichen Küste – Cala Llombards. Es handelt sich um eine klassische schmale „Cala“ (Bucht), die tief in die Kalksteinfelsen eingeschnitten ist. Das Wasser ist hier absolut ruhig, wind- und wellengeschützt und unglaublich klar – perfekt zum Schnorcheln entlang der Felswände.

Auf einer Seite des Felsens findest du malerische alte Garagen für Fischerboote, die dem Ort einen authentischen Charakter verleihen und einen wunderbaren Hintergrund für Fotos bieten. Am Strand ist in der Saison außerdem eine kleine Strandbar (Chiringuito) geöffnet, die hervorragende Cocktails mixt.

💡 Lokaler Tipp: Der Parkplatz ist direkt am Strand und kostenlos, aber die Kapazität ist begrenzt. Erkunde die rechte Seite des Felsens, wo in den Stein gehauene Stufen zu kleinen Betonplattformen führen, von denen man ins Wasser springen kann – und wo deutlich mehr Ruhe herrscht.

22. Die romantische Bucht Cala Pi

An der Südküste, von steilen kiefernbewachsenen Klippen umgeben, verbirgt sich Cala Pi. Dieser Strand ist vor allem wegen des ikonischen Ausblicks vom Klippenrand bekannt, wo sich eine kleine Aussichtsplattform befindet, von der man die besten Fotos des gesamten türkisfarbenen Fjords schießt.

Um an den Strand zu gelangen, muss man eine ziemlich steile steinerne Treppe hinuntersteigen (ca. 150 Stufen) – das sollte man im Hinterkopf haben, wenn man mit kleinen Kindern oder viel Gepäck unterwegs ist. Die Bucht ist recht schmal und tief ins Festland eingeschnitten, sodass sie perfekt vor Wellen geschützt ist.

💡 Lokaler Tipp: In der Nähe der Bucht befindet sich der historische Wehrturm Torre de Cala Pi, zu dem ein kurzer Spaziergang führt. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf das offene Meer und die nahe gelegene Insel Cabrera.

23. Windmühlen und Mandelbäume im Landesinneren

Während die meisten Touristen automatisch an die Küste strömen, hat das flache Landesinnere Mallorcas (die Region Es Pla) seinen ganz eigenen, sehr ruhigen Charme. Das typische Bild dieser Gegend sind historische Windmühlen mit Leinwandflügeln, die früher zum Abpumpen von Wasser für die Bewässerung der Felder dienten. Viele davon siehst du bereits auf dem Weg vom Flughafen.

Wer die Insel an der Wende von Januar zu Februar besucht, erlebt ein absolutes Naturschauspiel: Ganz Mallorca erblüht in Millionen von Mandelbäumen. Die blühenden Bäume hüllen die Insel in einen weißen und zart rosafarbenen Schleier, und die gesamte Landschaft duftet unglaublich.

💡 Lokaler Tipp: Mache einen Zwischenstopp im Landwirtschaftsstädtchen Sineu direkt im Herzen der Insel. Jeden Mittwoch findet hier der älteste und traditionsreichste Markt Mallorcas statt, der bereits seit dem Mittelalter abgehalten wird und eine wunderbar authentische, fast dörfliche Atmosphäre hat.

24. Der Ballermann und die Playa de Palma

Wenn man von Massentourismus auf Mallorca spricht, denken die meisten an die endlosen Ferienanlagen östlich von Palma – konkret das Gebiet Playa de Palma und S’Arenal. Diese Gegend ist vor allem als Hochburg deutscher Urlauber bekannt, die hierher zur Unterhaltung kommen. Es ist kein Ort, an dem man stille Authentizität sucht, aber es ist gut zu wissen, wie dieses Phänomen funktioniert.

Entlang des langen Sandstrandes verläuft eine belebte Promenade, die in fünfzehn Abschnitte namens „Balnearios“ unterteilt ist. Der bekannteste davon ist Balneario 6 (als Ballermann 6 bekannt), wo sich die größten Biergärten und Clubs befinden, die deutsche Hits spielen. Eine Welt voller Neonlichter und Sangria-Eimern.

💡 Lokaler Tipp: Wer die Partyszene nicht interessiert, aber trotzdem am langen Strand entlangschlendern möchte, leiht sich in Palma ein Fahrrad und fährt auf dem tollen Radweg am Meer entlang hierher. Abseits des Unterhaltungszentrums ist der Strand eigentlich sehr schön und gepflegt.

25. Probiere vegetarischen Tumbet und die süße Ensaïmada

Die balearische Küche ist sehr bodenständig und basiert auf dem, was der trockene Boden und die lokale Sonne hergeben. Für Vegetarier (und alle Gemüseliebhaber) ist es ein absolutes Muss, den traditionellen Tumbet zu probieren. Das ist Mallorcas Antwort auf das französische Ratatouille – köstliche Schichten aus gebratenem Auberginen, Kartoffeln und roten Paprika, die mit einer dichten und reichhaltigen Tomatensauce überbacken werden. Sättigend, geschmacksintensiv und absolut fantastisch.

Zum Kaffee solltest du unbedingt eine Ensaïmada bestellen. Dieses ikonische süße Gebäck in Spiralform, bestäubt mit Puderzucker, findest du in jeder Bäckerei. Traditionell wird dem Teig Schweineschmalz (Saïm) beigegeben, was ihm seine charakteristische Zartheit verleiht – strenge Veganer sollten daher aufpassen, aber geschmacklich ist es eine Offenbarung. Die Insel ist außerdem für ihre Wurst Sobrasada bekannt, die auf rustikalem Brot als Aufstrich gereicht wird und ein typisches lokales Souvenir ist.

💡 Lokaler Tipp: Die Ensaïmada gibt es in zwei Grundversionen: entweder pur (lisa) oder gefüllt (rellena) – meistens mit Vanillecreme oder „Engelshaar“ (karamellisiertem Kürbis). Am besten schmeckt sie gefüllt und frisch aus dem Ofen.

Wohin weiter von Mallorca

Wenn dich die spanische Atmosphäre begeistert hat und du weitere Reisen auf die Iberische Halbinsel planst, schau dir unbedingt unsere anderen Reiseführer an. Eine tolle Kombination zur Inselruhe ist das pulsierende Barcelona, das von Mallorca bequem per Fähre in wenigen Stunden erreichbar ist. Für Kunst- und Geschichtsliebhaber empfehle ich, Madrid zu erkunden. Wer der Faszination Südspaniens mit arabischer Architektur und Flamenco erliegt, sollte unseren umfangreichen Andalusien-Reiseführer lesen oder direkt in die Tipps zu Sevilla und Granada eintauchen. Und wer auf den Inseln bleiben möchte, aber mehr Partyatmosphäre sucht, liest unseren Artikel über das wilde Ibiza.

Häufig gestellte Fragen

Wie kommt man vom Flughafen in Palma ins Zentrum?

Vom internationalen Flughafen (PMI) fährt die regelmäßige Buslinie A1 ins Zentrum von Palma. Die Haltestelle befindet sich direkt vor der Ankunftshalle, die Busse verkehren etwa alle 15 Minuten und ein Ticket kostet 5 Euro (Zahlung beim Fahrer). Die Fahrt zum Hauptplatz Plaça d’Espanya dauert ungefähr 20 Minuten.

Lohnt es sich, auf Mallorca ein Auto zu mieten?

Wenn ihr das Tramuntana-Gebirge und die versteckten Buchten im Osten der Insel erkunden möchtet, ist ein Auto absolut unverzichtbar. Es liegt ganz bei euch, ob ihr es für den gesamten Aufenthalt oder nur für ein paar Ausflugstage mietet. Das öffentliche Busnetz (TIB) ist zwar hervorragend und modern, aber zu den schönsten abgelegenen Stränden bringt es euch nicht.

Ist das Leitungswasser auf Mallorca trinkbar?

Das Leitungswasser auf Mallorca ist zwar theoretisch unbedenklich und hygienisch kontrolliert, schmeckt aber wegen des hohen Kalk- und Chlorgehalts überhaupt nicht gut. Die Einheimischen trinken es normalerweise nicht und kaufen sich Flaschenwasser zum direkten Verzehr. Zum Kochen, Zähneputzen und für Kaffee ist es aber völlig problemlos.

Gibt es auf Mallorca Mücken?

Leider ja, besonders in den Sommermonaten und in Gegenden nahe stehender Gewässer (zum Beispiel beim Nationalpark s’Albufera in der Nähe von Alcúdia). Packt auf jeden Fall ein zuverlässiges Mückenspray ein und für die Steckdosen in der Unterkunft empfiehlt sich ein elektrischer Insektenstecker, damit ihr nachts ruhig schlafen könnt.

Wie sieht es mit dem Bezahlen auf der Insel aus, brauche ich Bargeld?

Mallorca ist ein sehr modernes Reiseziel und ihr könnt fast überall mit Karte zahlen – in Restaurants, Supermärkten und an Tankstellen. Sogar Bustickets bei TIB werden mit Karte bezahlt. Etwas Bargeld (in Euro) solltet ihr euch aber für ländliche Märkte, Trinkgeld in Cafés und den Kauf von Souvenirs bei kleinen Händlern aufheben.

Wie teuer ist Mallorca im Vergleich zum Rest Spaniens?

Mallorca gehört zu den teureren spanischen Reisezielen. Die Preise in Restaurants und Cafés in Palma oder Sóller sind mit Prag vergleichbar oder etwas höher. Deutlich sparen könnt ihr, wenn ihr die großen Touristenpfade meidet und dort esst, wo die Einheimischen essen (sucht nach dem sogenannten menu del día, also dem vergünstigten Mittagsmenü).

Ist Mallorca ein sicheres Reiseziel?

Generell ist Mallorca sehr sicher und die Kriminalität ist niedrig. Das einzige reale Problem sind Taschendiebe, die vor allem in der Hochsaison an überfüllten Orten wie der Kathedrale in Palma, auf lokalen Märkten oder in vollen Bussen operieren. Es reicht, grundsätzlich auf Wertsachen aufzupassen.

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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ReisenEuropaMallorca, Spanien: 25 Tipps, was man sehen und tun kann

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