Malta ist einer der kleinsten Staaten der Welt, aber auf so wenig Fläche steckt angeblich mehr an Sehenswürdigkeiten und Geschichte als in den meisten riesigen Ländern. Und von Frankfurt aus bist du mit einem Direktflug in nur zweieinhalb Stunden dort, sodass du dir die endlose Anreise sparst und fast sofort mit dem Entdecken loslegen kannst. Aus dem Flugzeug steigst du in angenehme Wärme, hörst überall Englisch und merkst sofort, dass auf den Straßen links gefahren wird.
Wenn dich ein Urlaub auf Malta reizt, bist du hier genau richtig – in diesem Artikel voller praktischer Infos. Ich habe für dich einen ausführlichen Guide zusammengestellt, in dem wir gemeinsam durchgehen, was du auf Malta sehen und welche Orte du auf keinen Fall verpassen solltest und worauf du bei der Planung achten musst. Reisende loben diesen Archipel für seine unglaubliche Vielfalt, in der sich antike Tempel mit dem glasklaren Mittelmeer mischen.
In den folgenden Zeilen findest du genau 24 Tipps für Ausflüge und Aktivitäten, aber auch eine detaillierte Wettertabelle Monat für Monat auf Basis von Zehn-Jahres-Daten. Ich berate dich bei der Wahl der strategisch besten Unterkunft, wir besprechen, wie der lokale Nahverkehr funktioniert, orientierende Preise und ich gebe dir noch Empfehlungen für tolles vegetarisches Essen dazu.

Zusammenfassung
- Malta, Gozo und Comino sind die drei bewohnten Inseln dieses kleinen Archipels, wobei jede von ihnen eine völlig andere Stimmung und Atmosphäre hat.
- Valletta ist die kleinste Hauptstadt der Europäischen Union und ihr gesamtes historisches Zentrum steht stolz auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
- Die besten Monate für einen Besuch sind laut historischen Klimadaten Mai, Juni, September und Oktober.
- Im Juli und August herrscht große Hitze (die Temperaturen klettern auf 30,2 und 30,3 °C) und es regnet fast gar nicht, Niederschlag gibt es nur an 0,3 und 1,4 Tagen im Monat.
- Das Meer ist am wärmsten im August, wenn es 27,8 °C erreicht, und selbst im Oktober hält es sehr angenehme 25,0 °C.
- Sandstrände findest du auf Malta kaum, gebadet wird vor allem von steinigen Plattformen und felsigen Klippen aus.
- Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird ganz klassisch mit dem Euro, aber auf den Straßen wird links gefahren.
- Die Blaue Lagune auf Comino ist zwar optisch absolut atemberaubend, in der Sommersaison aber leider extrem überlaufen.
Warum nach Malta reisen (und für wen es nicht das Richtige ist)
Die Entscheidung für das nächste Reiseziel kann manchmal ein kleines Rätsel sein, gerade wenn jedes Land seine Besonderheiten hat und mit etwas anderem lockt. Schauen wir uns an, worin dieser Inselstaat absolut brilliert und für wen ein Urlaub auf Malta vielleicht gar nicht passt. Angeblich ist es ein Ort der Kontraste, in den man sich entweder sofort verliebt oder schnell merkt, dass man einen ganz anderen Erholungstyp bevorzugt.
6 Gründe, warum du dich in Malta verliebst
Geschichte an jeder Ecke. Du findest hier beeindruckende megalithische Tempel, die nachweislich älter sind als die ägyptischen Pyramiden, mächtige Festungen der Johanniterritter und faszinierende Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg. Wenn du das Erkunden enger Gassen und historischer Denkmäler liebst, fühlst du dich hier wie in einem riesigen Freilichtmuseum.
Englisch und keine Sprachbarriere. Da Englisch eine der beiden Amtssprachen ist, verständigst du dich hier absolut überall, vom kleinen Laden bis ins abgelegene Dorf. So entfällt der klassische Urlaubsstress mit dem Wörterbuch in der Hand, was viele Reisende sehr zu schätzen wissen.
Wirklich kurze Entfernungen. Die gesamte Hauptinsel durchquerst du mit dem Auto locker in nur einer Stunde, sodass du die ganze Zeit an einem Ort wohnen und von dort aus sternförmige Ausflüge unternehmen kannst. Du musst also nicht ständig packen und von Hotel zu Hotel ziehen, was jede Menge kostbare Energie und Zeit spart.
Die längste Badesaison Europas. Während man anderswo am Mittelmeer im Oktober längst die Pullover herausholt, baden die Leute hier laut Statistik noch ganz normal im Meer. Das ist die ideale Wahl für alle, die ihren Sommer bis in den späten Herbst verlängern und noch Sonne tanken möchten.
Glasklares Wasser und tolles Schnorcheln. Die felsige Küste hat einen riesigen Vorteil: die absolute Klarheit des Wassers ohne ständig aufgewirbelten Sand. Rezensionen zufolge bietet Malta einige der besten Bedingungen zum Tauchen und Erkunden der Unterwasserwelt in ganz Europa.
Gute Erreichbarkeit und faire Preise. Im Vergleich zum beliebten Italien oder Frankreich fallen Flüge, Verkehr und Verpflegung etwas günstiger aus, und die Servicequalität ist trotzdem hoch. Ein Direktflug mit KM Malta Airlines von Frankfurt dauert rund drei Stunden, sodass du schnell dort bist und nicht den ganzen Tag unterwegs verbringst.
Für wen Malta nicht passt
Auch wenn es auf den Fotos wie das reinste Paradies aussieht, ist diese steinige Insel nicht für jeden die ideale Wahl. Überlege dir lieber ein ganz anderes Reiseziel, wenn du dich in einer der folgenden Kategorien wiederfindest. ☺️
- Du suchst lange Sandstrände, denn davon gibt es hier wirklich ein absolutes Minimum und sie machen nur einen Bruchteil der Küste aus.
- Du hasst Menschenmengen, denn Malta ist das am dichtesten besiedelte Land der Europäischen Union und in der Saison ist das dort deutlich zu spüren.
- Du reist wegen wilder Natur und tiefer Wälder – die findest du hier nämlich überhaupt nicht.
- Du planst deinen Urlaub im August und verträgst Hitze schlecht, denn die Sommertemperaturen sind hier wirklich gnadenlos.
- Du willst absolute Ruhe und würdest aus Versehen eine Unterkunft im Viertel St Julian’s buchen, der wichtigsten Partyzone der ganzen Insel.
Wann nach Malta reisen: das Wetter auf Malta Monat für Monat
Das richtige Timing ist für einen gelungenen Trip absolut entscheidend, deshalb schauen wir uns die genauen Zahlen im Detail an. Die folgenden Daten sind keine groben Schätzungen, sondern Zehn-Jahres-Durchschnitte aus den Jahren 2015 bis 2024 aus der fortschrittlichen Klima-Reanalyse ERA5.
Die Angaben zur Meerestemperatur stammen präzise aus dem Meeresmodell für die Jahre 2019 bis 2024. So bekommst du eine völlig klare Vorstellung davon, welche Bedingungen dich im jeweiligen Monat erwarten, und packst deinen Koffer viel besser.
| Monat | Tagsüber | Nachts | Meer | Regentage | Sonne/Tag |
|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 15 °C | 12 °C | 17 °C | 8,1 | 8,7 h |
| Februar | 16 °C | 12 °C | 16 °C | 5,9 | 9,4 h |
| März | 17 °C | 12 °C | 16 °C | 6,7 | 10,5 h |
| April | 19 °C | 14 °C | 17 °C | 3,2 | 11,1 h |
| Mai | 22 °C | 17 °C | 19 °C | 3,1 | 12,5 h |
| Juni | 27 °C | 21 °C | 23 °C | 0,9 | 13,6 h |
| Juli | 30 °C | 24 °C | 27 °C | 0,3 | 13,9 h |
| August | 30 °C | 25 °C | 28 °C | 1,4 | 12,5 h |
| September | 28 °C | 23 °C | 27 °C | 4,7 | 11,2 h |
| Oktober | 24 °C | 20 °C | 25 °C | 7,1 | 9,8 h |
| November | 21 °C | 17 °C | 23 °C | 10,9 | 8,6 h |
| Dezember | 17 °C | 14 °C | 19 °C | 7,6 | 8,2 h |
Die besten Monate je nach Urlaubstyp
- Baden und Strandurlaub: Ideal ist die Zeit von Juni bis Oktober, wenn die Meerestemperatur zwischen schönen 23,4 und 27,8 °C liegt.
- Sightseeing und Denkmäler erkunden: Die besten Bedingungen herrschen im April, Mai und Oktober, wenn die Tagestemperaturen angenehme Werte um 18 bis 24 °C erreichen.
- Die günstigsten Termine: Es lohnt sich, von November bis März zu fliegen, allerdings musst du damit rechnen, dass das Meer nur 16 bis 19 °C hat und es zum Beispiel im November durchschnittlich an 10,9 Tagen im Monat regnet.
- Wann du lieber verzichten solltest: Der August ist für viele wegen der extremen Hitze, der allgegenwärtigen Touristenmassen und der deutlich höheren Preise zu anstrengend.
Winter auf Malta: Lohnt sich das?
Vielleicht fragst du dich, ob es überhaupt Sinn ergibt, mitten im Winter in den Süden Europas zu fliegen, wenn man längst nicht mehr baden kann. In den Wintermonaten liegen die Temperaturen um 15 bis 17 °C, es regnet an rund 6 bis 8 Tagen im Monat und das Meer hat kühle 16 bis 19 °C. Zum Sonnen im Badeanzug ist das also sicher nichts, aber für lange Spaziergänge im leichten Pullover absolut ideal. 😅
Wenn dich vor allem das Entdecken alter Denkmäler, das Sitzen in gemütlichen Cafés und ruhige Wanderungen entlang der Klippen reizen, wird dich der Winter garantiert begeistern. Außerdem ergatterst du in dieser Zeit die günstigsten Flüge und genießt die halb leeren Gassen von Valletta, was im heißen Sommer ein absolut unmögliches Unterfangen wäre.
Was du auf Malta sehen solltest: 24 Tipps, die deine Zeit wert sind
Dieser Inselstaat, in dem mit dem Euro gezahlt wird, ist zwar winzig, aber du findest hier so viele Sehenswürdigkeiten, dass du gar nicht weißt, wo du zuerst hinspringen sollst. Der Direktflug von Frankfurt mit KM Malta Airlines dauert rund drei Stunden, sodass du schnell an einem Ort landest, an dem du dich problemlos auf Englisch verständigst. Wir teilen diesen Archipel jetzt logisch auf in das elegante Valletta, die ruhige Inselmitte, den historischen Süden, das malerische Comino, das grünere Gozo und die besten Strände.
Ein riesiger Vorteil Maltas ist die Tatsache, dass du problemlos an einem einzigen Ort wohnen und alle Sehenswürdigkeiten bequem mit den gelb-grünen Bussen des Unternehmens Tallinja abklappern kannst. Pack vor der Reise einfach einen britischen Adapter für die Steckdosen vom Typ G ein und denk daran, dass hier auf den Straßen links gefahren wird. Falls du also gerade überlegst, wohin im September, ist dieses europäische Fleckchen Mittelmeer schlicht eine großartige Wahl.
1. Valletta: die kleinste Hauptstadt der EU
Valletta trägt den Titel der kleinsten Hauptstadt der Europäischen Union und steht angeblich vollständig und verdient auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Diesen unglaublich fotogenen Ort errichteten die Johanniterritter direkt nach der Großen Belagerung im Jahr 1565, sodass du heute einen streng geometrischen Rasterplan bewundern kannst, der von typischen barocken Balkonen in allen erdenklichen Farben ergänzt wird.

Wenn du den Massen entgehen willst, empfehlen Einheimische, entweder früh am Morgen oder erst nach 16 Uhr auf die Hauptstraße Republic Street zu kommen. Tagsüber füllt sich die Stadt nämlich mit Ausflüglern von den großen Kreuzfahrtschiffen, was den Gesamteindruck etwas trüben kann, und so genießt du lieber in Ruhe die lokalen Cafés mit deutlich besserer Atmosphäre ☺️.
2. St. John’s Co-Cathedral: Barock, der den Atem raubt
Auf den ersten Blick wirkt dieses Bauwerk von außen wie eine ziemlich schlichte Festung, aber sobald du eintrittst, erwartet dich buchstäblich eine goldene Barock-Explosion. Reisende sind sich einig, dass es eine der schönsten Kirchen Europas ist, deren Boden aus fast vierhundert wunderschön verzierten Marmor-Grabplatten der Johanniterritter besteht, über die du hinwegläufst.

Der Eintritt ist zwar kostenpflichtig, aber die Besichtigung ist das Geld auf jeden Fall wert, besonders wenn du bedenkst, dass drinnen zwei berühmte Gemälde von Caravaggio hängen. Das wertvollste Stück ist natürlich das monumentale Gemälde „Die Enthauptung Johannes des Täufers“, übrigens das einzige Werk, das dieser berühmte italienische Maler jemals persönlich signiert hat – und du kannst es mit eigenen Augen sehen.
3. Upper Barrakka Gardens und die Mittagssalve
Wenn du den absolut besten Ort zum Fotografieren suchst, musst du dir diese wunderschönen Gärten anschauen, von denen sich ein spektakulärer Blick auf den gesamten Grand Harbour und die gegenüberliegenden Drei Städte öffnet. Die Gärten dienten ursprünglich nur privaten Zwecken der italienischen Ritter, doch heute kannst du hier am Brunnen entspannen und dich unter den verzierten Arkaden sicher vor der brennenden Sommersonne verstecken.

Ein praktischer Tipp ist, deinen Besuch genau auf Punkt zwölf Uhr mittags oder 16 Uhr zu legen, wenn ein Stockwerk tiefer auf der Terrasse der Saluting Battery die traditionelle Kanonensalve stattfindet. Es ist angeblich ziemlich laut, aber eine sehr beliebte historische Vorführung, die dich sofort einige Jahrhunderte zurückversetzt in die Zeit der unerschrockenen Verteidiger dieser kleinen Insel.
4. Grand Harbour: ein Naturhafen, der Geschichte schrieb
Dieser riesige Naturhafen prägte die Geschichte des gesamten Mittelmeerraums und gehört laut vielen Reiseführern zu den imposantesten der Welt. Mächtige Bastionen und Verteidigungsmauern stehen hier wie stumme Zeugen dramatischer Ereignisse, wobei der Hafen im Zweiten Weltkrieg eine besonders entscheidende Rolle spielte – wofür ganz Malta vom britischen König das berühmte George Cross für Tapferkeit erhielt.

Die Mächtigkeit der gesamten Befestigung erfasst du angeblich am besten direkt von der Wasseroberfläche aus, daher lohnt es sich sehr, eine organisierte Bootsrundfahrt zu machen. Tickets kannst du direkt an der Uferpromenade in Valletta kaufen, und vom Deck des Bootes bekommst du auf die hohen Mauern und historischen Festungen eine ganz andere, viel spannendere Perspektive als vom Festland.
5. Die Drei Städte: Vittoriosa, Senglea und Cospicua
Direkt gegenüber der Hauptstadt liegen Vittoriosa, Senglea und Cospicua, historische Städtchen, in denen du angeblich eine viel authentischere Atmosphäre findest als in Valletta selbst. Touristen kommen hierher deutlich weniger, sodass du in Ruhe durch die engen Gassen schlendern, luxuriöse Yachten in der Marina bewundern und die majestätische Festung Fort St Angelo erkunden kannst.

Reisende empfehlen, den Weg von Valletta nicht mit dem Bus zu unternehmen, sondern sich lieber mit einem traditionellen Holzboot namens Dgħajsa ans gegenüberliegende Ufer bringen zu lassen. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten und kostet meist rund zwei Euro. Vergiss nur nicht, eine gute Reiseversicherung abzuschließen, denn es handelt sich um kleine Boote und Sicherheit geht immer vor.
6. Sliema und St Julian’s: Promenade, Shopping und Nachtleben
Wenn du dich nach modernem Stadttrubel, Einkaufszentren und einer breiten Uferpromenade sehnst, werden dich diese beiden verbundenen Viertel garantiert nicht enttäuschen. Während die malerische Bucht Spinola Bay voller fotogener bunter Boote ist, bietet die Küstenpromenade angeblich ideale Bedingungen für abendliche Spaziergänge und beliebtes Baden direkt von Betonmolen und Felsen aus.

Reisende warnen allerdings vor dem Gebiet Paceville im Viertel St Julian’s, das wie eine einzige riesige und sehr laute Partyzone funktioniert. Wenn du gerade nicht nach wilden Nachtclubs und billigen Bars voller Sprachschüler suchst, meidest du diesen Ort nachts lieber weiträumig und wohnst in einem ruhigeren Teil der Insel 😅.
7. Mdina: die stille Stadt hinter Mauern
Die ehemalige Hauptstadt liegt sicher hinter hohen Mauern im Zentrum der Insel versteckt und trägt dank ihrer einzigartigen Atmosphäre völlig zu Recht den Beinamen „Stille Stadt“. Serienfans erkennen sicher das majestätische Haupttor Mdina Gate, denn hier wurden Szenen für die berühmte Serie Game of Thrones gedreht, doch das Gewirr aus engen Sandsteingassen verzaubert zuverlässig alle Besucher.

Tagsüber ist es innerhalb der Mauern ziemlich lebhaft, deshalb empfiehlt es sich, erst am frühen Abend zur Besichtigung zu kommen, wenn die meisten organisierten Ausflüge wieder zum Meer zurückfahren. Nach Einbruch der Dunkelheit bleiben die historischen Gassen fast menschenleer, die Laternen werfen lange Schatten und erst in diesem Moment begreifst du vollständig, warum Mdina seinen stillen Namen wirklich verdient.
8. Rabat und die Katakomben des heiligen Paulus
Direkt hinter den Mauern von Mdina schließt sich nahtlos das Nachbarstädtchen Rabat an, das unter seinen Straßen eine faszinierende, weitläufige frühchristliche unterirdische Begräbnisstätte verbirgt. Genau hier kannst du sicher die dunklen Katakomben erkunden, in denen einst die Toten bestattet wurden, und einen Blick in die verehrte Grotte des heiligen Paulus werfen, in der dieser Apostel angeblich nach seinem Schiffbruch verweilte.

Die Besichtigung der verwinkelten unterirdischen Gänge dauert mindestens eine Stunde, und es ist gut zu wissen, dass es unten ziemlich kühl ist, sodass dir ein leichter Pullover gut tun wird. Die Öffnungszeiten überprüfst du lieber immer vorab auf der offiziellen Website, denn sie können sich je nach Saison ändern, und einige Abschnitte sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht ganz leicht zugänglich.
9. Die Rotunde in Mosta und die Geschichte der Bombe
Die monumentale Kirche im Städtchen Mosta rühmt sich einer der größten freitragenden Kuppeln in ganz Europa und bildet schon von Weitem ein unübersehbares Wahrzeichen der ganzen Insel. Es geht aber nicht nur um die beeindruckende Architektur, denn an diesen Ort knüpft sich eine fast unglaubliche Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg, die ihn zu einem der beliebtesten Orte Maltas gemacht hat.

Im April 1942 durchschlug nämlich während einer Messe eine deutsche Fliegerbombe die riesige Kuppel, fiel mitten in die volle Kirche, explodierte aber wie durch ein Wunder überhaupt nicht. Heute kannst du dir drinnen eine exakte Replik dieser berühmten Bombe ansehen, und die Einheimischen glauben bis heute fest daran, dass damals über den dreihundert Gläubigen schlicht alle Heiligen standen.
10. Dingli Cliffs: Klippen über der Westküste
Für Natur- und Ausblicksliebhaber sind diese mächtigen Klippen an der Westküste ein absolutes Muss, denn sie bilden den höchsten Punkt des gesamten Archipels. Die Kalksteinwände fallen steil direkt ins Meer ab, und nach den Erfahrungen anderer Reisender erlebst du hier den schönsten und ruhigsten Spaziergang, bei dem dich nur das Rauschen des Windes und der Meeresbrandung begleitet.

Am bezauberndsten sind die Klippen logischerweise am frühen Abend, wenn Fotografen hierher strömen, um die besten Aufnahmen des Sonnenuntergangs einzufangen. Um hierher zu kommen, steigst du einfach in den Bus, aber denk daran, dass du von der Haltestelle ein Stück zu Fuß gehen musst, sodass bequeme Schuhe die deutlich bessere Wahl sind als dünne Badelatschen.
11. Mosta, Naxxar und Palazzo Parisio
Wenn du schon die Inselmitte rund um das Städtchen Mosta erkundest, solltest du das benachbarte Dorf Naxxar auf keinen Fall verpassen, wo ein absolut atemberaubender Adelssitz steht. Der Palast Palazzo Parisio hat sich unter Touristen nämlich den Beinamen „Maltas kleines Versailles“ verdient, vor allem dank seines reich verzierten Interieurs und des wunderschön gepflegten Gartens.

Der Eintritt wird am Haupttor bezahlt, und die Besichtigung begeistert angeblich wirklich jeden Liebhaber opulenter Barockarchitektur. Nach dem Rundgang durch den Palast kannst du dir außerdem eine kleine Freude machen und bei einem Kaffee oder Tee direkt in den Palastgärten einkehren, was den Rezensionen zufolge ein unglaublich romantischer Abschluss des Tages ist.
12. Ta‘ Qali und das Handwerksdorf
Der ehemalige Militärflugplatz verwandelte sich im Laufe der Zeit in einen weitläufigen Park, dessen Hauptattraktion ein sehr beliebtes Handwerksdorf ist, in das man vor allem wegen der lokalen Produkte fährt. Wenn du aus dem Urlaub hochwertige Souvenirs mitbringen willst, die nicht aus China stammen, findest du hier Werkstätten voller traditionellem, mundgeblasenem Glas und feinem Silberfiligran.

Bei vielen Werkstätten kannst du den Meisterglasern außerdem direkt über die Schulter schauen und beobachten, wie diese zerbrechlichen Produkte direkt vor dir entstehen. Den Besuch planst du am besten für die Vormittagsstunden an Werktagen, denn am Wochenende sind die meisten Manufakturen leider geschlossen, worauf so mancher uninformierte Tourist ungewollt hereinfällt.
13. Marsaxlokk: Fischerdorf mit bunten Booten
Dieses äußerst fotogene Fischerdorf im Süden der Insel lockt vor allem mit einer Bucht voller traditioneller, bunter Boote, die man Luzzu nennt. An ihrem Bug entdeckst du immer das aufgemalte magische Osiris-Auge, das die Fischer vor Gefahren auf See schützen soll und wohl das typischste maltesische Motiv überhaupt bildet.

Touristen strömen am häufigsten zum riesigen Sonntagsmarkt hierher, aber ich muss dich ehrlich warnen, dass es sich überwiegend um einen Fischmarkt handelt, sodass es für uns Vegetarier eher ein kulturelles Schauspiel als ein verlockender Gastro-Stopp ist ☺️. Sei außerdem darauf gefasst, dass die Busse am Sonntagvormittag aus allen Nähten platzen, und daher ist es schlicht besser, so früh wie möglich am Morgen loszufahren.
14. Die Blaue Grotte (Blue Grotto)
Das als Blue Grotto bekannte Naturwunder besteht aus einem massiven Felsbogen und einer Reihe verbundener Meereshöhlen, in denen das Wasser in wohl allen Türkistönen schillert. Die Sonnenstrahlen reflektieren hier vom weißen Sandgrund, und den Rezensionen zufolge ist es ein absolut fantastisches Schauspiel, das auszulassen wirklich eine große Sünde wäre.

Die Boote legen vom nahegelegenen Dörfchen Wied iż-Żurrieq ab, die Fahrt selbst dauert rund zwanzig bis dreißig Minuten, und für die besten Lichtverhältnisse empfiehlt es sich, gleich am Vormittag zu kommen. Denk aber daran, dass bei starkem Wellengang logischerweise nicht ausgelaufen wird, sodass du dir diesen Ausflug bei viel Wind an der Küste lieber für einen deutlich ruhigeren Tag aufhebst.
15. Ħaġar Qim und Mnajdra: Tempel älter als die Pyramiden
Malta kann sich mit Bauwerken rühmen, die sogar älter sind als die ägyptischen Pyramiden, und diese beiden fantastischen megalithischen Tempel stammen aus der Zeit um etwa 3600 bis 3200 vor Christus. Beide prähistorischen Komplexe stehen unweit der Klippen über dem Meer, stehen auf der UNESCO-Liste und strahlen eine enorme historische Mystik aus, die Reisende sehr loben.

Damit die wertvollen Steine nicht weiter erodieren, sind beide Tempel geschickt mit riesigen Schutzzelten überdacht, was zudem den Vorteil hat, dass sie im Sommer gnädigen Schatten spenden. Angesichts der hohen Sommertemperaturen vergiss trotzdem nicht, ausreichend Trinkwasser mitzunehmen, denn das Areal ist ziemlich weitläufig und die Besichtigung dauert eine Weile.
16. St Peter’s Pool: Naturbecken im Fels
Nur einen Katzensprung vom Dorf Marsaxlokk entfernt liegt eines der beliebtesten Naturbecken, das das Meerwasser über Jahrtausende direkt in den glatten Kalkstein gemeißelt hat. Das Wasser ist hier herrlich klar und tief, weshalb der Ort vor allem die jüngeren Jahrgänge und alle anzieht, die das effektvolle Springen ins Wasser von unterschiedlich hohen Felsvorsprüngen lieben.

An diesem Naturbad findest du absolut keine touristische Infrastruktur, keine Imbissstände und keine Sonnenschirme, deshalb musst du alles selbst mitbringen. Pack unbedingt festes Schuhwerk oder Wasserschuhe ein, denn die Felsen sind rutschig und scharf, und wenn du Ruhe suchst, komm lieber früh am Morgen, bevor sich die Kalkfelsen mit Handtüchern füllen.
17. Hypogäum von Ħal Saflieni
Dieses dreistöckige unterirdische Heiligtum, tief in den Fels gemeißelt, stellt eine absolute Weltrarität dar und ist angeblich das geheimnisvollste Denkmal auf ganz Malta. Entdeckt wurde es rein zufällig von Arbeitern beim Ausheben von Fundamenten für neue Häuser, und heute ist es ein Ort, der mit seiner komplexen Architektur beeindruckt und einer absolut perfekten Akustik in den tiefen Kammern.

Zum Schutz des einzigartigen Mikroklimas wird nur in kleinen Gruppen eingelassen, und der Eintritt ist logischerweise pro Person zu bezahlen. Wenn du diesen Ort mit eigenen Augen sehen willst, musst du die Tickets online mehrere Monate im Voraus reservieren, denn sie sind unglaublich schnell ausverkauft, und vor Ort hast du keine Chance mehr, welche zu bekommen.
18. Die Blaue Lagune auf Comino
Das leuchtend türkise Wasser, das mit dem weißen Sandgrund kontrastiert, hat diese Bucht mit Abstand zum fotogensten Ort des gesamten Archipels gemacht. Sie liegt an den Ufern der kleinen Insel Comino, auf die überhaupt kein Auto kommt, sodass du dir ein Ausflugsboot von Malta oder Gozo bezahlen musst, und auf den Fotos sieht es dort aus wie in einem echten karibischen Paradies.

Ich muss aber absolut ehrlich zu dir sein, denn im Juli und August ist es hier angeblich ein einziges großes und sehr lautes Gedränge, bei dem du keine Chance hast, auch nur dein Handtuch abzulegen. Einheimische empfehlen daher dringend, gleich mit dem ersten Boot am frühen Morgen loszufahren oder den Besuch außerhalb der Hauptsaison zu planen – und vor allem Wasser und Schatten mitzubringen.
19. Victoria und die Zitadelle
Die Hauptstadt der grüneren Insel Gozo, die Einheimische oft bei ihrem ursprünglichen Namen Rabat nennen, verbirgt in ihrem Zentrum eine majestätische befestigte Zitadelle. Diese uneinnehmbare Festung schützte die Bewohner einst vor Piratenüberfällen und bietet heute einen herrlichen Panoramablick über die ganze Insel, in den du dich den Besuchern zufolge garantiert verliebst.

Nach Gozo kommst du entweder mit der Fähre vom Hafen Ċirkewwa, was rund 25 Minuten dauert, oder du nutzt den schnellen Katamaran von Valletta aus, der etwa dreiviertel Stunden fährt. Eine praktische Besonderheit ist, dass die Fahrt auf die Insel kostenlos ist – das Fährticket kaufst du erst bei der Rückfahrt nach Malta, sodass du dir unnötiges Aufhalten bei der Abfahrt sparst.
20. Dwejra und das Inland Sea
Dieser Teil der Insel Gozo war vor allem für das Azure Window berühmt, einen riesigen Felsbogen, der 2017 während eines starken Sturms leider ins Meer stürzte. Aber auch ohne ihn führt die Natur hier ein unglaubliches Schauspiel auf, denn es blieb das faszinierende Inland Sea und hervorragende Bedingungen zum Tauchen in tiefen Höhlen.

Das Inland Sea besteht eigentlich aus einer kleinen, flachen Lagune, die über einen engen Felstunnel mit dem offenen Meer verbunden ist, durch den kleine Ausflugsboote gerne hindurchfahren. Erfahrene Reisende loben hier die hervorragenden Schnorchelbedingungen, warnen aber gleichzeitig, dass die scharfe felsige Küste Vorsicht und feste Wasserschuhe erfordert.
21. Ramla Bay: der schönste Sandstrand des Archipels
Wenn du auf Gozo den allerschönsten Sandstrand suchst, schicken dich alle sofort an die Nordküste in die weitläufige Ramla-Bucht. Ihr absolut charakteristischer orange-roter Sand kontrastiert mit dem klaren Wasser, und hoch über der Bucht ragt die berühmte Kalypso-Grotte auf, in der die Nymphe Kalypso der Sage nach den sagenhaften Odysseus ganze sieben Jahre lang festhielt.

Direkt zum Sand kommst du bequem mit den lokalen Bussen, die regelmäßig von der Inselhauptstadt hierher fahren. Wenn du während des gesamten Aufenthalts Geld beim Transport sparen willst, lohnt sich auf jeden Fall eine touristische Wochenkarte, die rund 25 Euro kostet.
22. Ġgantija: die ältesten freistehenden Bauwerke der Welt
Historiker sind sich einig, dass dieser fantastische Tempelkomplex auf der Insel Gozo dich buchstäblich vom Hocker haut, wenn du die Antike liebst. Diese massiven megalithischen Bauwerke, die natürlich von der UNESCO geschützt sind, stellen angeblich die ältesten freistehenden Bauwerke der ganzen Welt dar und stecken damit spielend sogar das britische Stonehenge in die Tasche.

Die riesigen Kalksteinblöcke wiegen mehrere Dutzend Tonnen, und alten Legenden zufolge mussten Riesen sie hierher bringen, weil sich die damaligen Bewohner ihre Errichtung nicht anders erklären konnten. Die Besichtigung des Areals ist sehr gut organisiert und beginnt in einem modernen Besucherzentrum, wo es sich empfiehlt, die ausgestellten Artefakte gründlich zu studieren, damit du den Kontext hast.
23. Xlendi und Marsalforn
Diese beiden sehr ruhigen und sympathischen Küstenorte sind die ideale Basis für einen entspannten Urlaub auf der Insel Gozo. Während die schmale Bucht Xlendi mit dramatischen Klippen und wunderschönen Sonnenuntergängen betört, lockt Marsalforn mit einer hübschen Promenade und einzigartigen historischen Salzpfannen, die direkt in die Küstenfelsen gleich hinter der Stadt gemeißelt sind.

Beide Städtchen bieten eine recht gute Busverbindung zur Hauptstadt Victoria, sodass du von hier aus leicht Ausflüge über die ganze Insel unternimmst. Gebadet wird hier vor allem von gepflegten Felsterrassen mit Leitern aus, entlang derer du jede Menge Restaurants mit lokalen Spezialitäten findest. Und du musst nur noch schauen, wie du günstige Flüge findest, und schon kann es losgehen.
24. Die schönsten Strände: Golden Bay, Għajn Tuffieħa und Mellieħa Bay
Zum Abschluss müssen wir natürlich das Wichtigste für Strandfaulenzer zusammenfassen, denn Malta bietet drei große Sandschönheiten. Familien mit Kindern schätzen angeblich am meisten die flache Bucht Mellieħa Bay, während ein Stück weiter die beliebte Golden Bay liegt und gleich daneben die ruhigere Għajn Tuffieħa, zu der man über steile Treppen hinabsteigen muss.

Gerade wegen der Treppen ist die Bucht Għajn Tuffieħa etwas weniger überlaufen, und trotzdem will ich noch einmal an eine große maltesische Besonderheit erinnern. Der Großteil des normalen Badens im gesamten Archipel findet nämlich von Felsen und Betonplattformen aus statt, sodass du dir, wenn du ausgesprochen lange Sandstrände liebst, deine Unterkunft logischerweise genau in der Nähe dieser drei erwähnten Buchten planst.
Wo du auf Malta übernachtest: die besten Gegenden und konkrete Hotels
Malta ist zwar flächenmäßig ziemlich winzig, aber bei der Wahl der Unterkunft kommt es eigentlich kaum darauf an, denn du kannst problemlos an einem einzigen Ort wohnen und von dort aus bequem die ganze Insel abklappern. Viel wichtiger ist die Atmosphäre der jeweiligen Gegend, denn jedes Städtchen bietet ein völlig anderes Erlebnis und andere Möglichkeiten für den Abend.
Während du irgendwo ruhige historische Gassen wie geschaffen für romantische Spaziergänge findest, erwartet dich anderswo ein ausgelassenes Nachtleben voller Bars und sehr lauter Musik. Ich empfehle dir, dir vorab zu überlegen, welchen Urlaubstyp du eigentlich suchst, und danach dein Zuhause auf Zeit für die freien Tage auszuwählen.
💡 Tipp: Bevor du ein konkretes Hotel aussuchst, schau dir das aktuelle Unterkunftsangebot auf Malta an und setze den Filter auf kostenlose Stornierung. In der Hauptsaison sind die bestbewerteten Hotels oft schon mehrere Monate im Voraus ausverkauft.
Welche Gegend du wählen solltest
- Sliema: Bietet eine wunderschöne, von Geschäften gesäumte Promenade, Baden direkt von Felsplattformen und einen riesigen Vorteil in Form der Fähre, mit der du in angenehmen zehn Minuten nach Valletta kommst.
- St Julian’s und Paceville: Wenn du pulsierendes Nachtleben und jede Menge Restaurants suchst, bist du hier begeistert, aber stell dich auf eine wirklich laute Umgebung ein, die vor allem junge Reisende anzieht.
- Valletta: Reiche Geschichte und einzigartige Atmosphäre in wunderschönen Boutique-Hotels umwehen dich, abends beruhigt sich das Städtchen angenehm, nur rechne mit einem enormen Mangel an Parkplätzen.
- Mellieħa und der Norden: Ruhigere Gegend, ideal für Familien mit Kindern, von der aus du es am nächsten zu den großen Sandstränden und zum Hafen mit den Fähren nach Gozo hast.
- Gozo: Hier vergeht die Zeit in einem ganz anderen Tempo, und die Insel ist berühmt für ihre Bauernhäuser, die Farmhouses, mit privatem Pool, was sie zum idealen Ziel für die zweite Hälfte deines Aufenthalts macht.
Konkrete Unterkunftstipps
- The Embassy Valletta Hotel: Dieses tolle Hotel liegt direkt im historischen Zentrum, und sein größtes Highlight ist die Dachterrasse mit Pool und traumhaftem Ausblick auf die ganze Umgebung.
- Hotel Juliani: Schönes Boutique-Hotel direkt an der Spinola Bay, das den Rezensionen zufolge tollen Service und eine zauberhafte Atmosphäre bietet.
- Corinthia St George’s Bay: Luxuriöses Fünf-Sterne-Resort direkt an der Bucht, wo du maximalen Komfort und erstklassigen Service für Anspruchsvolle genießt.
- Hyatt Centric Malta: Modern eingerichtetes Hotel in der lebhafteren Gegend von St Julian’s, das Reisende mit einem stylischen Pool auf dem Dach lockt.
- db Seabank Resort + Spa: Beliebte Anlage mit All-inclusive-Verpflegung, die nur einen Katzensprung vom besten Sandstrand in der beliebten Gegend Mellieħa entfernt liegt.
- Kempinski Hotel San Lawrenz: Ruhiges, weitläufiges Resort im Inneren der Insel Gozo, wo du eine absolute Oase der Ruhe für perfekte Erholung findest.
Was du auf Malta essen solltest: ein Guide für Vegetarier und alle anderen
Die maltesische Küche ist unglaublich vielfältig und spiegelt perfekt die Lage der Insel an der Kreuzung zwischen Europa und Nordafrika wider. In ihr mischen sich starke italienische Einflüsse mit arabischen Traditionen, sodass angeblich sowohl Liebhaber von Pasta und Käse als auch Fans deftiger Gemüsegerichte und Hülsenfrüchte auf ihre Kosten kommen.

Lukáš und ich suchen auf Reisen immer nach fleischlosen lokalen Köstlichkeiten, und Reisende loben, dass diese Insel in dieser Hinsicht jede Menge tolle Möglichkeiten bietet. Schauen wir uns die typischsten Gerichte an, die du den Empfehlungen der Einheimischen zufolge während deines Besuchs unbedingt probieren solltest.
- Pastizzi: Traditionelle Blätterteigtaschen mit reichhaltiger Ricotta- oder Erbsenfüllung fungieren als Nationalsnack und sind für Vegetarier die absolut ideale Wahl.
- Ftira: Dieses runde Sauerteigbrot, das seit 2020 sogar auf der Liste des immateriellen UNESCO-Erbes steht, wird am häufigsten mit frischem Gemüse, Oliven, Kapern und Tomaten gefüllt.
- Bigilla: Ein dicker und geschmacklich sehr intensiver Aufstrich aus Bohnen erfreut jeden, der eine authentische und von Natur aus vegetarische Köstlichkeit sucht.
- Ġbejniet: Der lokale Schafskäse gehört zu den absoluten Grundlagen der maltesischen Küche und du kannst ihn entweder frisch oder getrocknet mit einer ordentlichen Portion pikantem Pfeffer probieren.
- Kapunata: Die lokale Variante des berühmten französischen Ratatouille, die Aubergine, Tomaten, Paprika und Kapern zu einem perfekten Sommergericht kombiniert.
- Ross il-forn: Traditioneller Reisauflauf gehört zu den beliebten Ofengerichten, und in vielen Lokalen triffst du auch auf seine fleischlose vegetarische Variante.
- Kinnie: Beliebtes bittersüßes alkoholfreies Getränk aus bitteren Chinotto-Orangen und Kräutern, das nur auf Malta gebraut wird und an heißen Sommertagen herrlich erfrischt.
- Lokale Spezialitäten mit Fleisch und Fisch: Die Insel ist historisch berühmt für Gerichte wie den geschmorten Kaninchen, genannt Fenek, und den Fisch Lampuki – Gerichte, die vielen Reiseführern zufolge die Basis der fleischhaltigen Küche bilden und auf die die Einheimischen sehr stolz sind.
💡 TIPP: In jedem größeren Dorf findest du eine sogenannte Pastizzeria, wo frische Pastizzi nur ein paar Cent kosten und dich prima sättigen. In größeren Städten wie Valletta oder Sliema ist heute außerdem ein breites vegetarisches und veganes Angebot moderner Bistros völlig normal ☺️.
Verkehr auf Malta: Busse, Fähre und Auto
Das Herumkommen auf der Insel kann ein kleines Abenteuer für sich sein und erfordert manchmal eine Portion Geduld. Du hast gleich mehrere Möglichkeiten und jede hat ihre Vor- und Nachteile, ob du dich nun auf den öffentlichen Nahverkehr verlässt oder das Steuer lieber selbst in die Hand nimmst.
Tallinja-Busse
Den öffentlichen Nahverkehr übernehmen die auffälligen grünen Busse des Unternehmens Tallinja, die praktisch die gesamte Insel sehr gut und zuverlässig abdecken. Das Basisticket gilt zwei Stunden und du kannst damit beliebig umsteigen, wobei der Preis meist um zwei Euro pro Fahrt liegt.
Für längere Aufenthalte lohnt sich angeblich sehr eine touristische Wochenkarte, die rund 25 Euro kostet und dir den Ärger mit dem ständigen Ticketkauf erspart. Ich muss dich aber ehrlich warnen, dass die Verbindungen auf beliebten Strecken in den Sommermonaten deutlich langsamer sind, als der offizielle Fahrplan verspricht.
Fähre nach Gozo und Comino
Wenn du die Nachbarinsel Gozo erkunden willst, kannst du die klassische Fähre vom Hafen Ċirkewwa nutzen, deren Überfahrt knapp eine halbe Stunde dauert. Von Valletta fährt dann ein schneller Katamaran, mit dem du in etwa 45 Minuten am Ziel bist, und interessant ist, dass die Hinfahrt kostenlos ist und du das Ticket erst bei der Rückkehr kaufst.
Auf die kleinste Insel Comino und zu ihrer berühmten Blauen Lagune kommst du dann ausschließlich per Boot von den umliegenden Häfen. Autos dürfen überhaupt nicht auf dieses kleine Stückchen Land, sodass dort eine angenehme Ruhe herrscht, die nur von den Scharen begeisterter Ausflügler gestört wird.
Mietwagen: ja oder nein?
Die Entscheidung für einen Mietwagen solltest du dir gut überlegen, denn hier wird nach britischem Vorbild links gefahren, die Straßen sind sehr eng und die einheimischen Fahrer fahren ziemlich temperamentvoll. Ein riesiges Problem ist auch das Parken, das in Städten wie Valletta und Sliema praktisch unmöglich ist und viele Nerven kostet.
Wenn du Angst vor dem Fahren auf der anderen Seite hast, empfiehlt es sich, die Apps Bolt und eCabs zu nutzen, die auf der Insel hervorragend funktionieren. Nimm auf keinen Fall einfach ein Taxi auf der Straße, denn die Preise aus den mobilen Apps sind viel freundlicher und vor allem kennst du sie immer im Voraus.
Was ein Urlaub auf Malta kostet
Malta ist vollwertiges Mitglied der Europäischen Union und man zahlt hier mit dem Euro, sodass du keine exotische Währung tauschen musst. Generell gilt, dass diese Insel etwas günstiger ist als das benachbarte Italien, andererseits zahlst du hier mehr drauf als etwa in Bulgarien oder Albanien.
Das folgende Budget für zwei Personen für eine Woche ist nur eine grobe Schätzung, denn der Endbetrag hängt stark davon ab, in welcher Saison du reist.
- Flüge: Ein Hin- und Rückflug ab Frankfurt oder München kostet dich meist 100 bis 200 Euro pro Person.
- Unterkunft: Für ein durchschnittliches Doppelzimmer in einem angenehmen Hotel zahlst du rund 500 bis 900 Euro pro Woche für zwei.
- Essen: Wenn du Essen aus Bäckereien mit Abendessen im Restaurant kombinierst, rechne mit einem Betrag von 300 bis 450 Euro pro Woche.
- Verkehr: Wochenkarten für die Busse und gelegentliche Fahrten mit Fähre oder Bolt schlucken rund 70 bis 100 Euro für zwei Personen.
- Eintritte und Ausflüge: Besuche historischer Tempel und Bootsfahrten kosten schätzungsweise 80 bis 150 Euro für ein Paar.
💡 TIPP: Wenn du auf der Reise sparen willst, behalte unbedingt die Aktionen der Fluggesellschaften im Auge. Wirf einen Blick in unseren Artikel wie du günstige Flüge findest, wo du jede Menge nützliche Tipps zum Aufspüren günstiger Verbindungen findest.
Worauf du auf Malta achten solltest
Obwohl das ganze Land sehr sicher ist und Touristen keine große Gefahr droht, gibt es ein paar lokale Besonderheiten, die dich leicht überraschen können. Fassen wir die wichtigsten Dinge zusammen, auf die du dich vor der Reise mental vorbereiten solltest, damit dir vor Ort nicht die Laune verhagelt wird.
- Linksverkehr und enge Straßen: Für Mitteleuropäer kann das Fahren auf der anderen Seite ziemlich stressig sein, und viele Landstraßen sind wirklich nur für ein Auto ausgelegt.
- Britische Steckdosen: Die Insel verwendet noch immer britische Dreipol-Steckdosen vom Typ G, sodass du ohne den richtigen Reiseadapter dein Handy leider nicht auflädst.
- Quallen im Spätsommer: Wenn sich das Wasser gegen Ende des Sommers stark aufheizt, tauchen an der Küste Quallen auf, weshalb es gut ist, lokale Websites mit aktuellen Meldungen zu verfolgen.
- Wenige Sandstrände und Baden von Felsen: Malta ist kein typisches Strandziel, ins Wasser geht man oft über Leitern von Betonplattformen, und Wasserschuhe werden dir auf jeden Fall gute Dienste leisten.
- Überfüllte Blaue Lagune: In der Hauptsaison platzt dieser zauberhafte Ort aus allen Nähten, sodass du, wenn du Ruhe suchst, ganz früh am Morgen hierher kommen musst.
- Lärm in Paceville: Diese Gegend ist ein bekanntes Zentrum des Nachtlebens, und die Bars spielen bis in den frühen Morgen laut, sodass du für ruhigen Schlaf lieber woanders übernachten solltest.
- Starker Wind und abgesagte Bootstouren: Das Inselwetter ist unberechenbar, und bei starkem Wellengang kommt es häufig vor, dass Fähren oder Ausflugsboote aus Sicherheitsgründen gar nicht auslaufen.
Malta mit Kindern
Ein Familienurlaub auf dieser sonnigen Insel ergibt riesig viel Sinn, denn der Direktflug von Frankfurt mit KM Malta Airlines dauert rund drei Stunden, was auch kleinere Reisende schaffen. Die Einheimischen sind zudem sehr kinderfreundlich, und an jeder Ecke lassen sich Aktivitäten finden, die die ganze Familie begeistern 😅.
- Mellieħa Bay: Dieser Strand ist bei Familien mit Abstand am beliebtesten, denn er hat einen wirklich sehr flachen Einstieg ins Meer und feinen Sand zum Bauen großer Burgen.
- Popeye Village: Die ehemaligen Filmkulissen aus dem Popeye-Film mit Robin Williams haben sich in ein zauberhaftes Freizeitdorf verwandelt, das Kinder einfach lieben.
- Ausflugsboote im Grand Harbour: Eine Fahrt mit einem traditionellen, bunten Boot über den großen Hafen von Valletta ist für kleine Entdecker ein tolles Erlebnis.
- Malta National Aquarium: Falls das Wetter mal nicht mitspielt, rettet dich dieses moderne Aquarium voller Haie und Rochen zuverlässig über einen ganzen Nachmittag.
- Kurze Entfernungen und die Sprache: Alle Attraktionen liegen dicht beieinander, sodass Kinder nicht unter langen Fahrten leiden, und ein riesiger Vorteil ist die Tatsache, dass du dich absolut überall auf Englisch verständigst.
Wohin als Nächstes: weitere Tipps für den Urlaub am Meer
Wenn du noch nicht ganz entschieden bist und auch andere europäische Ziele in Betracht ziehst, habe ich für dich eine Liste weiterer nützlicher Artikel zusammengestellt. Vielleicht lockt dich am Ende ein anderes Fleckchen des sonnigen Mittelmeers, oder du kannst praktische Tipps für die Planung deiner nächsten Sommerreise gebrauchen.
- Wohin in den Urlaub im September
- Urlaub auf Sizilien
- Wann nach Italien reisen
- Wie du günstige Flüge findest
- Reiseversicherung
Häufig gestellte Fragen
Ganz zum Schluss habe ich Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt, die Reisende vor dem Abflug meist beschäftigen. Falls dir im Artikel eine rein praktische Information gefehlt hat, ist die Chance groß, dass du sie genau in dieser kurzen Info-Zusammenfassung findest.
Wann ist die beste Zeit für einen Malta-Urlaub?
Das schönste Wetter und ideale Bedingungen für Reisen herrschen auf der Insel besonders im Mai, Juni, September und auch im Oktober. In diesen Monaten vermeidest du die größten Menschenmassen und genießt sehr angenehme Temperaturen, die sich sowohl zum Erkunden von Sehenswürdigkeiten als auch zum Entspannen eignen. Wenn du einen Sommerurlaub in Betracht ziehst, musst du damit rechnen, dass zum Beispiel der Juli durchschnittliche Temperaturen um die 30,2 °C aufweist und normalerweise nur 0,3 Regentage im gesamten Monat hat. Das klingt zwar wie ein perfektes Paradies für Sonnenanbeter, aber stelle dich auf enorme Touristenmassen und deutlich höhere Unterkunftspreise ein. Daher empfiehlt es sich eher, die Randzeiten der Hauptsaison zu wählen.
Wie lange braucht man für Malta?
Die Aufenthaltsdauer hängt sehr davon ab, welche Pläne du hast und wie viele Inseln du insgesamt sehen möchtest. Für die Hauptinsel selbst reichen dir in gemütlichem Tempo etwa vier bis fünf Tage, in denen du die wichtigsten historischen Städte sowie einige Naturphänomene schaffst. Wenn du aber auch einen Ausflug auf die benachbarten Inseln Gozo und Comino hinzufügen möchtest, solltest du dir auf jeden Fall eine ganze Woche einplanen. Reisende, die einen wirklich entspannten Urlaub mit genügend Zeit zum Ausruhen am Pool und abendlichen Spaziergängen durch enge Gassen genießen wollen, schwärmen sehr von einem zehntägigen Aufenthalt. In zehn Tagen musst du dich nämlich überhaupt nicht hetzen und kannst in Ruhe die echte südländische Atmosphäre aufsaugen.
Kann man auf Malta baden, obwohl es keine Sandstrände hat?
Baden ist hier absolut üblich, es sieht nur einfach etwas anders aus als in klassischen Strandresorts. Ins Meer steigt man am häufigsten direkt von felsigen Klippen oder von angelegten Betonplattformen, wo für den Komfort der Touristen feste Metallleitern bereitstehen. Sandliebhaber müssen aber nicht verzweifeln, denn einige schöne Sandstrände gibt es hier dennoch. Auf der Hauptinsel findest du die beliebte Mellieħa Bay, die malerische Golden Bay oder die nahegelegene Għajn Tuffieħa. Wenn du mit der Fähre auf das benachbarte Gozo fährst, solltest du auf keinen Fall den Strand Ramla Bay verpassen, der für seinen ungewöhnlich gefärbten rötlichen Sand und sehr flachen Einstieg ins Wasser berühmt ist.
Komme ich auf Malta mit Englisch zurecht?
Mit der Kommunikation brauchst du dir hier überhaupt keine Sorgen zu machen. Englisch ist nämlich neben Maltesisch die zweite Amtssprache, sodass du dich damit absolut überall und ohne die geringsten Probleme verständigen kannst. Alle Einheimischen, von Busfahrern bis hin zu Verkäufern in den kleinsten Dorfbäckereien, sprechen fließend Englisch und haben oft einen leicht charmanten britischen Akzent. Alle Schilder, Speisekarten in Restaurants sowie Informationstafeln bei Sehenswürdigkeiten sind immer auf Englisch verfügbar. Angeblich ist das auch einer der Hauptgründe, warum im Sommer so viele Studenten zu beliebten Sprachaufenthalten und Englisch-Sommerkursen hierherkommen.
Brauche ich auf Malta ein Auto?
Ein Mietwagen ist definitiv keine Notwendigkeit, denn ein dichtes Busnetz deckt zuverlässig die gesamte Insel ab und bringt dich zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten und Stränden. Andererseits muss ich erwähnen, dass die Verbindungen in den Sommermonaten oft überfüllt sind und sich im dichten Verkehr sehr langsam bewegen. Wenn du dir doch ein Auto mietest, gewinnst du enorme Freiheit, musst dich aber darauf einstellen, dass hier Linksverkehr herrscht und die Straßen oft extrem schmal sind. Die meisten Besucher verlassen sich daher auf eine Kombination aus Bussen und Apps wie Bolt, was laut Bewertungen ein Kompromiss ist, der absolut hervorragend funktioniert und ohne unnötigen Stress am Steuer auskommt.
Ist Malta teuer?
Aus finanzieller Sicht liegt diese Insel irgendwo in der Mitte des üblichen europäischen Durchschnitts. Sie ist definitiv günstiger als ein Urlaub in beliebten italienischen Destinationen, aber andererseits wird sie dich teurer kommen als zum Beispiel eine Reise auf den Balkan. Den größten Posten in deinem Budget wird zweifellos die Unterkunft ausmachen, deren Preise in der Hochsaison im Sommer wirklich steil nach oben schießen. Essen in normalen Restaurants bewegt sich in akzeptablen Beträgen und die Fahrt mit dem Bus ist geradezu eine günstige Angelegenheit. Wenn du außerhalb der geschäftigsten Ferienmonate reist, kannst du sehr hochwertige Dienstleistungen zu recht vernünftigen Preisen genießen, die deine Geldbörse nicht völlig ruinieren.
Lohnt es sich, auf Gozo zu übernachten?
Nach den Erfahrungen vieler Reisender ist ein Aufenthalt auf dieser Nachbarinsel eine absolut großartige Idee. Es empfiehlt sich, mindestens zwei Nächte auf Gozo einzuplanen, denn die Insel hat ein völlig anderes Tempo und eine viel entspanntere dörfliche Atmosphäre. Während die Hauptinsel geschäftig und voller Verkehr ist, bietet Gozo echte Ruhe, herrliche Ausblicke von den Klippen und zauberhafte Steinhäuschen mit Pools. Wenn nachmittags die Tagestouristen abfahren, leeren sich die abendlichen Plätze und du kannst in Ruhe ein Abendessen in einer der lokalen Gaststätten genießen. Es ist ein perfekter Kontrast, der deinen Urlaub wunderbar belebt und ihm die richtige erholsame Note verleiht.
Ist Malta sicher?
Diese sonnige Insel gehört seit langem zu den sichersten Ländern in ganz Europa und schwere Kriminalität kommt hier praktisch nicht vor. Du kannst dich ohne Bedenken abends durch die Straßen bewegen und dich absolut entspannt fühlen. Die Hauptrisiken für Touristen stellen eher der chaotische Verkehr vor Ort dar, denn die Fahrer fahren sehr flott und Bürgersteige für Fußgänger fehlen manchmal komplett. Eine weitere Sache, auf die man aufpassen sollte, sind unberechenbare Meeresströmungen und die erwähnten Quallen im Spätsommer. Selbstverständlich gelten die grundlegenden Vorsichtsregeln, also pass an Orten mit hoher Menschenkonzentration auf deine persönlichen Sachen vor möglichen Taschendieben auf, aber ansonsten kannst du völlig beruhigt sein.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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