Wer einen Urlaub in Südspanien plant, erwartet eine Region, die das europäische Sommergefühl seit Jahrzehnten definiert. Die Wellen des Mittelmeers bespülen ein Küstenstreifen, der seinen Beinamen „Sonnenkuste“ absolut zu Recht trägt. Die Costa del Sol ist ein Ort faszzinierender Gegensätze, an dem du buchstäblich alles findest, was ein perfekter Urlaub braucht – pulsierende Betonresorts mit lebhaftem Nachtleben, exklusive Yachthäfen voller Superyachten und stille Bergdörfer, von denen man bei guter Sicht bis nach Afrika blicken kann. Die Costa del Sol Sehenswürdigkeiten reichen von antiken Festungen bis zu modernen Kunstmuseen und machen diese Küste zu einem der vielseitigsten Reiseziele Europas.
Das andalusische Küstenland bietet aber weit mehr als Strandliegen und All-inclusive-Hotels. Es ist eine stolze Region, in der das Talent des berühmten Pablo Picasso aufblühte, in der die älteste dauerhaft besiedelte Stadt Europas liegt und in der man eine unverfälschte südländische Energie spürt. Ich habe für euch einen ausführlichen Reiseführer zusammengestellt, der euch hilft, die perfekte Reise zu planen. Gemeinsam schauen wir uns 16 Tipps an, was es an der Costa del Sol zu sehen und zu erleben gibt – inklusive praktischer Hinweise zu Transport und Unterkunft. 😉

Zusammenfassung
- Málaga ist mehr als nur ein Flughafen: Die Stadt hat sich zu einer selbstbewussten Kulturmetropole entwickelt und verdient mindestens zwei Tage deiner Aufmerksamkeit.
- Beste Reisezeit: Vermeide die Augusthitze und reise lieber im Mai, Juni, September oder Oktober – das Meer ist angenehm warm und die Menschenmassen überschaubar.
- Luxus und Authentizität: Marbella und Puerto Banús bieten eine Parade des Reichtums, während das östlichere Nerja oder das Bergdorf Mijas eine bodenständigere Atmosphäre bewahren.
- Ausflug nach Gibraltar: Wer freilaufende Affen und ein Stück Großbritannien sehen möchte, braucht unbedingt einen gültigen Reisepass.
- Mietwagen: Für den Strandurlaub reicht der hervorragende Regionalzug, aber für Ausflüge in weiße Bergdörfer oder nach Cádiz ist ein Auto unverzichtbar.
- Andalusische Gastronomie: Spanier essen spät zu Abend – authentische Lokale füllen sich erst nach 21 Uhr, und an der Küste regieren frisches Gemüse und lokale Tapas.
Wann die Costa del Sol besuchen – Wetter und beste Reisezeit
Die Wahl des richtigen Reisezeitpunkts ist für einen Besuch in Südandalusien absolut entscheidend. Viele fragen sich, ob der August an der Südküste wirklich so eine schlechte Wahl ist. Die Antwort ist eindeutig: Wer extreme Hitze nicht mag, sollte die Hochsaison meiden. Im Landesinneren klettern die Temperaturen im Sommer regelmäßig auf über 40 °C. An der Küste selbst ist es dank der Meeresbrise etwas kühler, aber die hohe Luftfeuchtigkeit und die überfüllten Resorts machen den Aufenthalt anstrengend.
Die ideale Reisezeit sind die Frühjahrsmonate Mai und Juni sowie der Herbst von September bis Oktober. Das Mittelmeer ist dann noch angenehm warm zum Baden, die Lufttemperaturen liegen bei komfortablen 25 bis 28 °C. Dazu sind die Touristenmassen kleiner und die Unterkünfte deutlich günstiger. Das Frühjahr eignet sich außerdem hervorragend für einen aktiven Urlaub mit Wanderungen in die Berge oder Golfrunden.
Der Winter an der Sonnenkuste – also Monate wie Januar und Februar – erfreut sich großer Beliebtheit bei digitalen Nomaden und Reisenden aus Nordeuropa und Deutschland. Tagsüber liegen die Temperaturen oft zwischen 15 und 18 °C – zu kalt zum Baden, aber ideal für Strandspaziergänge und Städtetouren. Die Sonne scheint hier mehr als 300 Tage im Jahr, sodass ein verregneter Urlaub kaum zu befürchten ist.
Wo übernachten an der Costa del Sol
💡 Unterkunfts-Tipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com – dort gibt es in der Regel die besten Stornierungsbedingungen. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen.
Die Küste erstreckt sich über rund siebzig Kilometer, und jeder Urlaubsort hat eine ganz eigene Atmosphäre. Wer zum ersten Mal nach Südspanien fliegt und Strände mit Kultur kombinieren möchte, dem empfehle ich, sich direkt in Málaga oder in unmittelbarer Nähe einzuquartieren. Die Stadt ist hervorragend per Regionalzug (Cercanías) mit dem Flughafen und den umliegenden Stränden verbunden. Familien mit Kindern, die einen flachen Meereseingang und Ruhe suchen, sind in Fuengirola oder Benalmádena bestens aufgehoben.
Wer hingegen Luxus und erstklassige Gastronomie sucht und bereit ist, dafür mehr auszugeben, sollte die Gegend rund um Marbella und Estepona ins Auge fassen. Diese Küstenabschnitte sind deutlich grüner, exklusiver und bieten hochwertige Boutiquehotels. Mit der Buchung nicht zu lange zögern – auf Booking.com sind die besten Häuser in der Frühjahrs- und Herbstsaison oft schon Wochen im Voraus ausgebucht.
Hier sind drei konkrete Unterkunftstipps je nach deinen Urlaubswünschen:
- Vincci Larios Diez (Málaga): Wunderschönes modernes Hotel direkt im historischen Herzen Málagas, nur wenige Schritte vom Dom entfernt. Die Dachterrasse mit Panoramablick lädt zu einem Morgenkaffee ein, bevor man ins Stadtgetümmel eintaucht.
- Amàre Beach Hotel (Marbella): Luxushotel nur für Erwachsene, direkt an der Strandpromenade in Marbella. Eine tolle Wahl für einen romantischen Paarurlaub mit perfektem Service und stilvollen Beachclub.
- Hotel IPV Palace & Spa (Fuengirola): Großzügiges Resort direkt neben der mittelalterlichen Burg Sohail mit riesigem Pool und direktem Strandzugang. Eine fantastische Basis für Familien, die alles auf einmal wollen.
16 Tipps: Costa del Sol Sehenswürdigkeiten und Highlights
Lass uns gemeinsam das Beste entdecken, was die andalusische Küste zu bieten hat – von pulsierenden Städten über Luxushäfen bis hin zu Naturwundern, die sich versteckt hinter den belebten Resorts verbergen. Aus dieser Liste lässt sich wunderbar ein perfektes Reiseprogramm zusammenstellen. ☺️
1. Málaga und sein historisches Herz

Lange Jahre diente Málaga Millionen von Urlaubern lediglich als Transitflughafen, von dem aus man schnell weiter in die westlichen Strandresorts eilte. Heute hat sich das Bild grundlegend gewandelt: Die Stadt hat sich zu einer selbstbewussten Kulturstadt gemausert. Das historische Zentrum ist wunderbar kompakt, größtenteils autofrei und von schattigen, marmorgesteinten Gassen durchzogen, die geradezu zum ziellosen Schlendern einladen.
Über dem Stadtzentrum thront majestätisch die maurische Festung Alcazaba aus dem 11. Jahrhundert. Im Vergleich zur berühmten Alhambra in Granada wirkt sie intimer und kompakter – und bietet dennoch fantastische Ausblicke auf den Hafen und die benachbarte Stierkampfarena. Direkt unterhalb ihrer Mauern entdeckt man die Ruinen eines antiken römischen Theaters, das Arbeiter erst in den 1950er Jahren zufällig wiederentdeckten.
2. Die Kathedrale – von Einheimischen „La Manquita“ genannt
Bei einem Stadtspaziergang durch Málaga kommt man an der Kathedrale Nuestra Señora de la Encarnación nicht vorbei. Dieser gewaltige Renaissancebau dominiert die gesamte Innenstadt – hat aber eine Besonderheit: Die Einheimischen nennen sie liebevoll „La Manquita“, was so viel wie „die Einarmige“ bedeutet. Ihr südlicher Turm wurde im 18. Jahrhundert aus chronischem Geldmangel nie fertiggestellt.
Das Innere der Kathedrale ist außerordentlich prächtig, und die reich verzierten Holzchorgestühle rauben einem den Atem. Wer keine Höhenangst hat, sollte unbedingt ein Ticket kaufen, das den Zugang zum Dach der Kathedrale ermöglicht. Ein Spaziergang über die steinernen Gewölbe hoch über der Stadt bei Sonnenuntergang ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.
3. Auf den Spuren von Pablo Picasso
Das größte kulturelle Aushängeschild des modernen Málaga ist zweifellos sein berühmtester Sohn. Pablo Picasso wurde hier im Jahr 1881 geboren, und sein künstlerisches Erbe prägt die Stadt auf Schritt und Tritt. Am Plaza de la Merced steht bis heute sein Geburtshaus, das heute ein kleines Museum zu seinem frühen Leben beherbergt.
Das eigentliche Highlight wartet jedoch wenige Straßen weiter. Das Museo Picasso ist in einem prachtvoll restaurierten Palais – dem Palacio de Buenavista – untergebracht und zeigt über zweihundert Werke, die die gesamte Karriere des Künstlers abdecken. Diese umfangreiche Sammlung wurde dem Museum direkt von Picassos Familienmitgliedern übergeben, was der Ausstellung eine sehr persönliche Note verleiht. Tickets am besten vorab online kaufen, denn die Schlangen können lang werden.
4. Nerja und der ikonische Balcón de Europa

Während die meisten Besucher vom Flughafen Málaga nach Westen fahren, offenbart die Fahrt nach Osten ein etwas ruhigeres Gesicht der Region. Das absolute Highlight dieses Küstenabschnitts ist das Städtchen Nerja. Dieses ehemalige Fischerdorf hat seinen Charme bewahrt – nicht zuletzt deshalb, weil es hier keine massiven Hochhäuser gibt, die für die westlichen Resorts so charakteristisch sind.
Absoluter Mittelpunkt des Geschehens ist der Balcón de Europa, eine runde Aussichtsterrasse auf einer Klippe direkt über den Wellen des Mittelmeers. Ursprünglich diente der Platz als Artilleriebatterie, heute ist er der schönste Ort für einen Abendspaziergang. Straßenkünstler sorgen für Unterhaltung, und der Blick auf die zerklüftete Küste, wo die Sierra de Almijara steil ins Meer abfällt, ist unvergesslich.
5. Das Höhlensystem Cueva de Nerja
Etwa fünf Kilometer vom Zentrum Nerjas entfernt befindet sich ein gewaltiges Naturwunder, das man auf keinen Fall verpassen sollte. Die Cueva de Nerja ist ein ausgedehntes Höhlensystem, das 1959 von einer Gruppe von Jungen zufällig entdeckt wurde. Es beherbergt einige der größten Stalaktiten der Welt, und die weitläufigen unterirdischen Säle wirken wie natürliche Kathedralen.
💡 Insider-Tipp: Im andalusischen Sommer, wenn die Temperaturen draußen die 40-Grad-Marke erreichen, sind die Höhlen eine perfekte Abkühlung. Im Inneren herrscht das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von rund 19 °C. In der Hauptsaison ist es jedoch absolut notwendig, Tickets mehrere Tage im Voraus online zu buchen – sonst sind alle Zeitfenster an der Kasse längst ausverkauft.
6. Das zauberhafte weiße Dorf Frigiliana
Wer schon in Nerja ist, fährt nur etwa sieben Kilometer bergaufwärts und landet in einer völlig anderen Welt. Frigiliana gilt als eines der schönsten weißen Dörfer ganz Andalusiens. Sein historisches Zentrum maurischen Ursprungs ist ein Labyrinth steiler, enger Gassen, gepflastert mit Kieselsteinen und gesäumt von strahlend weißen Hausfassaden.
Überall sieht man Türen in pastelligen Farbtönen und Hunderte blauer Blumentöpfe, die in bunten Geranien übergehen. Am schönsten ist es, früh morgens oder im späten Nachmittag herzukommen, wenn die Sonne nicht zu grell ist und die Gassen sich von Tagesausflüglern leeren. Von den oberen Terrassen des Dörfchens hat man einen atemberaubenden Blick über bewaldete Täler bis hin zur tiefblauen Meeresfläche.
7. Torremolinos für Strandliebhaber und Partyurlauber

Direkt westlich von Málaga beginnt der lebendigste Abschnitt der Sonnenkuste. Torremolinos war bereits in den 1960er und 70er Jahren ein Symbol für Freiheit und Liberalität im damals noch streng konservativen Spanien. Heute ist es ein unglaublich lebhaftes Urlaubsressort mit einem riesigen Unterkunftsangebot, das sich vor allem an Urlauber richtet, die garantierten Sonnenschein und endlosen Spaß suchen.
Es gibt kilometerlange, breite und sehr flache Strände, die hervorragend gepflegt sind und von belebten Promenaden gesäumt werden. Die Stadt ist voll mit Wasserparks, Souvenirläden und Nachtclubs. Wer Ruhe und Romantik sucht, ist hier vielleicht nicht am besten aufgehoben – wer aber möchte, dass auf seinem Urlaub etwas los ist, wird Torremolinos lieben.
8. Benalmádena und der einzigartige Hafen Puerto Marina

Nahtlos geht Torremolinos in das benachbarte Benalmádena über. Das Städtchen bietet eine etwas abwechslungsreichere Küstenlinie mit kleineren Buchten, doch sein absolutes Wahrzeichen ist zweifellos der riesige Yachthafen Puerto Marina. Seine Architektur ist höchst ungewöhnlich und erinnert an eine Art märchenhaften arabischen Palast, vermischt mit einem modernen Einkaufszentrum.
Der Hafen ist von künstlichen Inseln durchzogen, auf denen Luxusapartments stehen, und zwischen ihnen liegen Hunderte von glänzenden Booten. Tagsüber shoppen Besucher gerne in den kleinen Boutiquen, abends verwandelt sich das gesamte Areal in ein pulsierendes Nachtleben-Zentrum voller Bars und Restaurants. Für Familien mit Kindern gibt es zudem das Meeresaquarium Sea Life sowie einen Schmetterlingspark.
9. Fuengirola und die mittelalterliche Burg Sohail

Das dritte der klassischen Massenresorts ist Fuengirola. Die Stadt lockt vor allem mit acht Kilometern langen Sandstränden, die regelmäßig mit der Blauen Flagge für Sauberkeit ausgezeichnet werden. Die Strandpromenade Paseo Marítimo soll die längste ganz Spaniens sein – eine Fahrradtour entlang dieser Promenade auf einem gemieteten Fahrrad ist ein wunderbarer Nachmittagsausflug.
Auf einem kleinen Hügel über dem Fluss am Stadtrand thront die mittelalterliche maurische Burg Castillo de Sohail. Obwohl sie in der Vergangenheit mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde, ist sie heute schön restauriert und bietet schöne Ausblicke auf die Küste. In den Sommermonaten dient die Burg außerdem als fantastische historische Kulisse für Musikfestivals und Open-Air-Konzerte.
10. Das Bergdorf Mijas – ein echtes Pueblo Blanco
Wer eine Pause vom Trubel der Küste braucht, fährt ein paar Kilometer ins steile Hügelland oberhalb von Fuengirola. Dort stößt man auf das traditionelle Pueblo Blanco namens Mijas, das sich buchstäblich an die Flanke schroffer Berge schmiegt. Es ist genau das andalusische Dorf wie auf einer Postkarte: gleißend weiße Häuschen, enge verschlungene Gässchen.
Obwohl Mijas tagsüber recht touristisch ist, hat es seinen großen Reiz nicht verloren. Kleine Handwerksbetriebe, in Fels gehauene Kapellen und Panoramaaussichten, von denen man Dutzende Kilometer Küste überblickt, warten auf Besucher. Am späten Nachmittag setzt man sich am besten auf die Terrasse eines kleinen Cafés, bestellt ein kühles Getränk und schaut der untergehenden Sonne zu.
11. Das traditionelle Gesicht Marbella
Je weiter man von Málaga nach Westen fährt, desto exklusiver wird die Küste. Marbella ist seit Jahrzehnten der klare Inbegriff von spanischem Luxus und Reichtum. Doch sein historisches Zentrum, das Casco Antiguo, ist überraschend traditionell – keinen Hauch von geschmacklosem Betonmassentourismus. Es ist ein wunderschönes Gassengeflecht, das seinen alten maurischen Stadtgrundriss bewahrt hat.
Das Herz der Altstadt ist der Plaza de los Naranjos, ein Platz voller duftender Orangenbäume. Drumherum stehen ein Renaissancerathaus und Dutzende kleiner Tapas-Bars, die abends ihre Tische nach draußen stellen. Durch die Altstadt zu schlendern, wo man sich unter blumengeschmückten Balkonen hindurchschlängelt, gehört zu den schönsten Erfahrungen, die die Küste zu bieten hat.
12. Luxushafen Puerto Banús
Die wahre Parade des Reichtums findet ein paar Kilometer westlich vom Marbellaer Zentrum statt, im Hafen Puerto Banús. Hier liegen die größten Superyachten der Welt vor Anker, und die Promenade ist gesäumt von Luxusboutiquen weltbekannter Marken wie Dior, Gucci und Louis Vuitton. Puerto Banús ist ein Ort zum Sehen und Gesehenwerden.
Durch die Hafenstraßen gleiten unaufhörlich die neuesten Modelle von Ferrari, Lamborghini und Rolls-Royce, deren Besitzer gekommen sind, um bei absurden Preisen einen Kaffee zu trinken. Auch wenn man nicht plant, Tausende Euro für eine Handtasche auszugeben, ist ein Spaziergang am Steg mit einer riesigen Eistüte und dem Anblick von Jachten in der Größe kleiner Wohnanlagen ein amüsantes Nachmittagsprogramm.
13. Das blühende Estepona
Weiter westlich liegt Estepona, das in den letzten Jahren einen außerordentlichen Aufschwung erlebt hat. Die Stadtverwaltung entschied sich vor einiger Zeit, auf das Image des „Gartens der Costa del Sol“ zu setzen, und das gesamte historische Zentrum ist heute buchstäblich in Hunderttausende lebendige Blumen gehüllt. Jede Gasse hat eine eigene Blumentopffarbe – ein unglaublich fotogenes Ambiente.
Estepona ist deutlich ruhiger als das benachbarte Marbella und bewahrt einen viel authentischeren andalusischen Charakter. Die lokalen Strände sind breit, nicht überfüllt, und das Zentrum lebt im beschaulichen spanischen Rhythmus. An den Hausfassaden hat die Stadtverwaltung zudem Dutzende riesige Kunstwandmalereien (Murales) schaffen lassen, die man anhand einer speziellen Karte entdecken kann.
14. Costa del Golf – Paradies für Sportbegeisterte

Für Golfer trägt diese Region eigentlich einen ganz anderen Namen: Costa del Golf. Mit mehr als siebzig erstklassigen Golfplätzen hat die Costa del Sol die größte Dichte an Golfinfrastruktur auf dem europäischen Festland. Die Plätze sind makellos gepflegt und in eine wunderschöne hügelige Landschaft mit Meeresblick eingebettet.
Die Anlagen sind weit mehr als simple Grünflächen. Der berühmte Club Valderrama gilt als einer der besten – und schwierigsten – Golfplätze Europas und war Gastgeber des prestigeträchtigen Ryder Cup. Weitere Resorts wie Finca Cortesín bieten erstklassigen Luxus und makellosen Service. Die Golfsaison erreicht hier ihren Höhepunkt genau im Frühjahr und Herbst, wenn die Temperaturen für ein ganzes Tag auf dem Platz ideal sind.
15. Gibraltar und die britischen Berberaffen

Von den Stränden der westlichen Küste fällt ein massiver Kalksteinfelsen ins Auge, der den Horizont beherrscht. Gibraltar, ein britisches Überseegebiet mit einer Fläche von knapp sieben Quadratkilometern, ist eine faszinierende geografische Anomalie. Die Fahrt von Marbella dauert mit dem Auto rund eine Stunde. Direkt nach dem Grenzübertritt erlebt man das bizarre Phänomen, dass die Hauptstraße die Start- und Landebahn des lokalen Flughafens kreuzt.
⚠️ Wichtiger Hinweis für die Einreise: Gibraltar ist NICHT Teil des Schengen-Raums. Für die Einreise benötigt man einen gültigen Reisepass – ein Personalausweis reicht möglicherweise nicht aus, und die Grenzkontrollen sind streng. Das Hauptziel der Touristen ist eine Fahrt mit der Seilbahn zum Upper Rock, einem Naturschutzgebiet auf dem Felsengipfel. Dort erwarten einen atemberaubende Ausblicke nach Afrika und die berühmten Berberaffen – die einzigen freilebenden Primaten in Europa. Achtung: Die Tiere sind sehr dreist und klauen gerne Essen aus Rucksäcken.
16. Cádiz und die wilde Atlantikküste
Wer von Gibraltar noch weiter nach Westen fährt, passiert das Surfer-Mekka Tarifa und gelangt an die Costa de la Luz. Das Mittelmeer weicht dem Atlantik, und auf einer schmalen Halbinsel, die in den Ozean ragt, liegt Cádiz. Die Phönizier gründeten die Stadt bereits um 1100 v. Chr., was sie zur ältesten dauerhaft besiedelten Stadt Europas macht. Cádiz hat eine völlig eigene, leicht verwitterte und melancholische Atmosphäre voller enger Gassen.
Die atlantischen Strände der Stadt, allen voran die weitläufige Playa de la Victoria, zählen zu den besten Stadtstrände ganz Spaniens. Sie sind breit, mit feinem hellem Sand und einer erfrischenden Ozeanbrize. Die Stadt erwacht besonders im Februar zum Leben, wenn hier einer der größten und wildesten Karnevale des Landes stattfindet – ein Fest, das auf Musik, Humor und scharfer politischer Satire beruht.
Weiter erkunden: Ausflüge von der Costa del Sol
Das andalusische Küstenland ist ein perfekter Ausgangspunkt, um ganz Südspanien zu erkunden. Mit einem Mietwagen eröffnen sich unzählige Möglichkeiten für fantastische Ausflüge ins Landesinnere – in historische Städte oder auf abenteuerliche Wanderungen in die Berge.
- Wer dramatische Ausblicke liebt, sollte die Stadt Ronda besuchen, die für ihre gewaltige Steinbrücke über eine tiefe Schlucht berühmt ist.
- Für Abenteuerlustige gibt es den nahe gelegenen Pfad Caminito Del Rey – einst als gefährlichster Weg der Welt bekannt, heute perfekt saniert und sicher.
- Besuche auch die maurischen Kulturjuwelen im Landesinneren: Unser ausführlicher Granada-Reiseführer steckt voller Tipps zur Alhambra, oder du stöberst im Artikel zu Córdoba: 15 Sehenswürdigkeiten.
- Wer Inspirationen für einen Roadtrip durch die Region sucht, findet sie in unserem Artikel Die 20 schönsten Orte in Andalusien – Itinerar mit Karte.
- Wer die lokale Küche kennenlernen möchte, sollte sich unseren Reiseführer Typisch spanisches Essen durchlesen.
Häufig gestellte Fragen
Wie kommt man vom Flughafen Málaga in die Badeorte?
Der Flughafen ist fantastisch an die Vorortbahn namens Cercanías angebunden. Sie verkehrt in sehr dichten Intervallen und bringt euch bequem sowohl ins Zentrum von Málaga als auch in die andere Richtung über Torremolinos und Benalmádena bis zur Endstation in Fuengirola. Die Tickets kauft ihr ganz einfach an den Automaten vor dem Bahnsteig.
Brauche ich für den Ausflug nach Gibraltar einen Reisepass?
Ja, ein Reisepass ist absolut unerlässlich. Gibraltar gehört seit dem Brexit nicht mehr zum Schengen-Raum und die Grenzkontrollen sind sehr gründlich. Ein gewöhnlicher Personalausweis reicht euch zum Überschreiten der spanisch-britischen Grenze nicht mehr aus, also denkt beim Kofferpacken unbedingt daran.
Wann öffnen die spanischen Restaurants zum Abendessen?
Die Spanier essen sehr spät und die andalusische Küste ist da keine Ausnahme. Authentische Restaurants öffnen frühestens gegen acht Uhr abends und die Einheimischen treffen erst gegen halb zehn ein. Wenn ein Restaurant schon um sechs Uhr abends voll ist, dann ist es höchstwahrscheinlich rein auf Touristen ausgerichtet und die Qualität kann zu wünschen übrig lassen.
Was ist dieser Espeto, der überall an den Stränden duftet?
Es handelt sich um eine absolut ikonische lokale Spezialität der Provinz Málaga. Traditionell sind es auf einen Schilfstab gespießte Sardinen, die direkt am Strand über glühenden Kohlen gegrillt werden, die oft in alten Booten entfacht werden. Für Vegetarier und Veganer bieten die Chiringuitos (Strandbars) dann hervorragende fleischlose Tapas wie Patatas Bravas oder frittierte Aubergine, beträufelt mit Rohrzuckerhonig.
Ist die Costa del Sol ein geeignetes Reiseziel für einen Urlaub mit Kindern?
Die Region ist für Familien absolut perfekt vorbereitet. Vom Flughafen erreicht ihr euer Hotel in wenigen Minuten, die Strände in Badeorten wie Fuengirola oder Torremolinos haben einen flachen und sicheren Einstieg ins Meer und überall findet ihr jede Menge Aquaparks und Attraktionen. Die All-inclusive-Hotels funktionieren hier zudem wirklich erstklassig.
Brauche ich an der Küste einen Mietwagen?
Das hängt von euren Plänen ab. Wenn ihr nur am Strand liegen und ab und zu nach Málaga fahren wollt, kommt ihr mit der lokalen Bahn Cercanías bestens zurecht. Wenn ihr aber die weißen Dörfer in den Bergen entdecken, an den Ozean nach Cádiz fahren oder einsamere Buchten erkunden wollt, ist die Anmietung eines eigenen Wagens absolut notwendig.
Wie ist das mit dem Bezahlen auf Gibraltar?
Die offizielle Währung ist das Gibraltar-Pfund, das fest an das britische Pfund gekoppelt ist. In der überwiegenden Mehrheit der Geschäfte und an den Sehenswürdigkeiten akzeptiert man aber ganz normal auch Euro, ihr müsst nur damit rechnen, dass euch die Händler zu einem etwas schlechteren Touristenkurs umrechnen. Ideal ist es natürlich, überall mit Karte zu zahlen, was meistens problemlos geht.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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