Wenn es um die ideale Stadt für ein verlängertes Wochenende geht, steht Budapest in Ungarn bei uns – also Lukáš und mir – immer ganz oben auf der Liste. Es ist eine Stadt, die absolut alles bietet, was man von einer europäischen Metropole erwartet, und sich dabei trotzdem ihre ganz eigene, leicht melancholische und unglaublich romantische Atmosphäre bewahrt.
Schon dieses Gefühl, wenn man zum ersten Mal am Donauufer entlangspaziert und den riesigen Fluss sieht, der die Stadt in zwei Welten teilt, ist es wert. Auf der einen Seite ragt das altehrwürdige, hügelige Buda mit der Burg und seinen engen Gassen empor, auf der anderen pulsiert das flache Pest mit breiten Boulevards und unzähligen Cafés.
Wir kommen regelmäßig hierher zurück und entdecken jedes Mal etwas Neues. Mal schlendern wir einfach durch das jüdische Viertel und stöbern in versteckten Ruinenbars, mal verbringen wir ganze Stunden eingetaucht in heißes Thermalwasser, während es draußen friert.
Wenn du zum ersten Mal in die ungarische Hauptstadt reist, kann ihre Größe ziemlich tückisch sein. Die Sehenswürdigkeiten verteilen sich auf beide Flussufer, und ohne einen guten Plan läufst du völlig unnötig Dutzende Kilometer. Deshalb habe ich für dich detaillierte Reisepläne vorbereitet – ganz nach dem, wie viel Zeit du zur Verfügung hast.
Zusammenfassung
- Wie viele Tage du brauchst: Budapest lässt sich an einem Tag abklappern, aber für ein echtes Erlebnis und einen Thermalbad-Besuch empfehle ich, ganze drei Tage hier zu verbringen.
- Was du sehen musst: Lass dir auf keinen Fall das Parlamentsgebäude, die Aussicht von der Fischerbastei, eine abendliche Bootsfahrt auf der Donau und die berühmten Thermalbäder entgehen.
- Wo du übernachten solltest: Die beste strategische Lage bietet die Pester Seite des Flusses, idealerweise die Bezirke V, VI oder VII, von wo aus du die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichst.
- Wann du reisen solltest: Am schönsten ist die Stadt im Frühling und im Herbst, wenn die Temperaturen ideal zum Laufen sind, oder im Dezember während der zauberhaften Weihnachtsmärkte.
- Top-Tipp: Tickets fürs Parlament und für die abendliche Bootsfahrt immer rechtzeitig online kaufen – vor Ort sind sie meist hoffnungslos ausverkauft.
Budapest in Ungarn an 1 Tag: das Beste (Best of)

Du hast nur 24 Stunden für die ungarische Metropole? Es wird ziemlich rasant, und deine Füße werden dir am Abend wohl nicht so recht danken, aber die größten Highlights lassen sich tatsächlich schaffen. Der Schlüssel zum Erfolg: früh aufstehen und eine klare Route haben, damit du nicht ständig den Fluss hin und her überquerst.
Beginne morgens auf der Buda-Seite, und das so früh wie möglich. Steh so auf, dass du idealerweise schon vor neun Uhr morgens an der Fischerbastei bist. Das hat gleich zwei riesige Vorteile, die du zu schätzen wissen wirst. Der erste: absolute Ruhe ohne Touristenmassen mit ausgefahrenen Selfie-Sticks. Der zweite: Der Zugang zu den oberen Türmen ist bis neun Uhr komplett kostenlos.
So sparst du etwa 1.700 HUF (rund 4,30 €), und als Belohnung gibt es einen perfekten Blick auf die erwachende Stadt und das gegenüberliegende Parlamentsgebäude im weichen Morgenlicht. Gleich neben der Bastei solltest du dir die Matthiaskirche ansehen, deren buntes Dach mit Rautenmuster einen wunderbaren Kontrast zum weißen Stein bildet. Der Eintritt kostet rund 2.500 HUF (etwa 6,30 €), und das Innere ist herrlich verziert.
Von der Kirche aus gehst du zu Fuß Richtung Budaer Burg – ein angenehmer Spaziergang durch historische Gassen voller alter Häuser. Der Burgkomplex selbst ist riesig, und der Zugang zum Innenhof ist kostenlos. Genieße die Aussicht und steige dann über die Königstreppe hinunter zum Fluss. Bewusst rate ich dazu, die historische Standseilbahn auszulassen – sie ist für so eine kurze Fahrt ziemlich teuer und es gibt meist eine lange Schlange.
Am Vormittag steht der Wechsel nach Pest an. Überquere die Donau über die kürzlich renovierte Kettenbrücke, das absolute Wahrzeichen der Stadt. Der Spaziergang über den Fluss dauert etwa fünfzehn Minuten und führt dich direkt ins Geschehen. Von dort geht es direkt weiter zur Stephansbasilika, der bedeutendsten Kirche des Landes.
Wenn es dir nichts ausmacht, ein paar Stufen zu erklimmen oder dich für den Aufzug anzustellen, solltest du dir den Eintritt zur Aussichtsterrasse in der Kuppel unbedingt gönnen – er kostet etwa 3.200 HUF (rund 8 €). Von dort hast du einen grandiosen Rundumblick über ganz Pest.
Gegen Mittag wirst du garantiert Hunger bekommen, also ist es Zeit für die Große Markthalle. Es ist eine riesige historische Halle aus Ziegeln und Stahl, in der es unglaublich duftet und brummt. Im Erdgeschoss findest du Berge von frischem Gemüse und gemahlenem Paprika, in der oberen Etage gibt es Essensstände.
Wir gönnen uns hier immer einen ordentlichen ungarischen Langosch mit einer riesigen Käsehaube und Knoblauch – ein Klassiker, den du dir nicht entgehen lassen darfst. Achte aber auf die Öffnungszeiten, denn sonntags ist die Markthalle leider komplett geschlossen. Wenn du gerade an einem Sonntag hier bist, empfehle ich, in eines der kleineren Restaurants rund um die Promenade Váci utca einzukehren und zum Beispiel einen vegetarischen Bohnengulasch zu probieren.
Das Nachmittagsprogramm gehört dem meistfotografierten Bauwerk ganz Ungarns. Die Parlamentsführung ist ein riesiges Erlebnis, aber denk daran, dass du ohne Guide und ohne rechtzeitige Reservierung nicht hineinkommst. Tickets für EU-Bürger kosten 7.000 HUF (rund 17,50 €), und du solltest sie ruhig schon drei Wochen vorher online kaufen.
Die Führung dauert knapp eine Stunde, und du siehst dabei die wunderschöne goldene Treppe sowie die berühmte Stephanskrone, die von einer Ehrengarde bewacht wird. Gleich nach der Führung solltest du einen Spaziergang am Donauufer nach Süden machen.
Nach etwa fünf Gehminuten stößt du auf das Denkmal „Schuhe am Donauufer“. Es ist ein sehr stiller und emotionaler Ort mit sechzig Paar eisernen Schuhen, die an die Opfer des faschistischen Regimes vom Ende des Zweiten Weltkriegs erinnern. Mir läuft hier immer ein Schauer über den Rücken, wenn mir diese tragische Geschichte im Kontrast zum heutigen ruhigen Fließen des Flusses bewusst wird.
Am Abend wartet dann nur noch wohlverdiente Entspannung – aber im allerbesten Stil. Denn Budapest ist nach Einbruch der Dunkelheit noch schöner als bei Tag. Kauf dir ein Ticket für eine abendliche Donau-Bootsfahrt, die von Anbietern wie Legenda oder Silverline angeboten wird.
Eine fünfzigminütige Fahrt mit Welcome-Drink kostet dich etwa fünfzehn Euro. Wenn du an Deck sitzt, Prosecco schlürfst und das majestätisch beleuchtete Parlament an dir vorbeigleitet, ist das genau der Moment, in dem du dich für immer in diese Stadt verliebst. Tickets für die Bootsfahrt lassen sich bequem über Portale wie GetYourGuide buchen.
Budapest an 2 Tagen: das klassische Wochenende

Zwei Tage sind eine deutlich vernünftigere Zeitspanne, denn sie erlauben dir, die Stadt in zwei logische Hälften aufzuteilen. Einen Tag kannst du in Ruhe den Hügeln und der Geschichte auf der Buda-Seite widmen, während du den anderen für das flache Pest, die Museen und wohlverdiente Entspannung im Thermalwasser reservierst.
Tag 1: Burgberg und Sonnenuntergänge (Buda)

Den ersten Tag beginnst du genau nach der Anleitung aus dem Eintages-Reiseplan. Erkunde den Burgberg von der Fischerbastei über die Matthiaskirche bis zum Areal der Budaer Burg. Lass dir bewusst Zeit und genieße die Atmosphäre der alten gepflasterten Straßen. Mach unbedingt Halt in der ältesten Konditorei Budapests, der Ruszwurm, die hier schon seit dem 19. Jahrhundert besteht.
Ihre traditionelle Dobos-Torte mit harter Karamellkruste oder die zarte Cremeschnitte sind ein absoluter Traum und passen perfekt zum Kaffee. Nach dem Mittagessen und dem Erkunden der Burghöfe gehst du gemütlich zum Fuß des Gellértbergs, der sich direkt über dem Fluss erhebt.
Hier erwartet dich ein etwa dreißigminütiger Aufstieg auf einem Waldpfad, der ein wenig an den Weg auf einen Stadthausberg erinnert. Es ist kein Extremsport, aber im heißen Sommer kommst du ordentlich ins Schwitzen. Das Ziel ist die Zitadelle und die riesige Freiheitsstatue ganz oben auf dem Gipfel.
Vom Gipfel des Hügels bietet sich das absolut beste Panorama über den gesamten Donaubogen, alle ikonischen Brücken und das Parlamentsgebäude. Komm idealerweise am späten Nachmittag hierher, denn das weiche Licht kurz vor Sonnenuntergang taucht die ganze Stadt in herrliche Goldtöne. Beachte aber, dass die Zitadelle gerade umfassend renoviert wird, sodass einige enge Abschnitte rund um die Festung teilweise gesperrt sein können.
Am Abend steigst du wieder hinunter zum Fluss und gönnst dir eine romantische abendliche Bootsfahrt. Wenn du etwas Außergewöhnlicheres möchtest, kannst du auch eine Fahrt mit Vier-Gänge-Dinner und Live-Musik buchen, die etwa hundert Dollar kostet und über zwei Stunden dauert.
Tag 2: Boulevards, Geschichte und Entspannung (Pest)

Den zweiten Tag widmest du vormittags den Pester Wahrzeichen. Beginne beim majestätischen Parlamentsgebäude und dem Schuhe-Denkmal am Ufer, von wo aus du dann zur Stephansbasilika weitergehst. Dieses gesamte Gebiet ist voller breiter Straßen und wunderschöner historischer Fassaden, sodass es sich hier herrlich flanieren lässt.
Gegen Mittag machst du dich auf zur berühmten Andrássy-Allee, die so etwas wie das Budapester Pendant zu den Pariser Champs-Élysées ist. Unter der Hausnummer sechzig befindet sich das Haus des Terrors, ein Museum im ehemaligen Sitz der Geheimpolizei. Der Besuch dieses Museums ist ein sehr starkes emotionales Erlebnis, das dir hilft, die komplizierte ungarische Geschichte des 20. Jahrhunderts zu verstehen.
Der Eintritt kostet rund 4.000 HUF (etwa 10 €), und rechne damit, dass du drinnen mindestens anderthalb Stunden verbringst. Tickets gibt es ausschließlich vor Ort an der Kasse, daher lohnt es sich, früh zu kommen und lange Schlangen zu vermeiden. Am Ende dieses prächtigen Boulevards erreichst du dann den monumentalen Heldenplatz voller riesiger Statuen, der nahtlos in den weitläufigen Stadtwäldchen-Park übergeht.
Und genau im Stadtwäldchen erwartet dich das Highlight des zweiten Tages. Denn hier befindet sich das berühmte Széchenyi-Bad, das größte und ikonischste Thermalbad der Stadt. Sein strahlend gelbes neobarockes Gebäude mit Außenbecken ist ganzjährig geöffnet und ein unvergessliches Erlebnis.
Nach einem ganzen Tag voller Laufen ins heiße Thermalwasser unter freiem Himmel einzutauchen, ist Balsam für Körper und Seele. Das Basisticket kostet knapp 15.000 HUF (rund 37 €) und lohnt sich definitiv. Nach der perfekten Entspannung im Bad geht es am Abend ins jüdische Viertel auf einen Drink ins Szimpla Kert. Es ist die wohl berühmteste Ruinenbar der Welt – voller altem Gerümpel, blinkender Lichter und einer unglaublichen Energie, die du einfach erleben musst.
Budapest an 3 Tagen: der Goldstandard
Drei Tage sind nach unserer Erfahrung und auch laut den Ratschlägen vieler Reisender die absolut ideale Zeit für einen Besuch. Du musst dich nirgendwo hetzen, schaffst alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, hast Zeit für kulinarische Entdeckungen, entspannte Spaziergänge durch die Parks und ordentliche Thermalbad-Entspannung.
Tag 1: Budaer Panoramen und der Fluss

Halte dich an den Plan für den ersten Tag aus dem Zweitages-Reiseplan, aber diesmal hetze wirklich nirgendwo hin. Geh in Ruhe durch das gesamte Burgviertel und such dir ein verstecktes kleines Café in den engen Gassen rund um die Matthiaskirche.
Am Nachmittag steigst du auf den Gellértberg für den schönsten Sonnenuntergang. Den Abend empfehle ich auch hier wieder auf den Wellen der Donau ausklingen zu lassen. Für dieses Dreitages-Szenario kannst du ruhig eine Bootsfahrt mit unbegrenztem Prosecco-Genuss buchen, die ein toller Auftakt fürs Wochenende ist und dich etwa dreißig Dollar kostet.
Tag 2: Das prächtige Pest und die Ruinenbars

Beginne morgens beim Parlament und geh anschließend weiter zur Stephansbasilika. Ein Stück entfernt liegt die Staatsoper, wo du tagsüber eine kommentierte Führung durch die prächtigen Innenräume buchen kannst. Auf einen Kaffee gehst du ins berühmte New York Café. Oft wird es als das schönste Café der Welt bezeichnet, und das Interieur ist wirklich atemberaubend.
Sei aber darauf vorbereitet, dass du für diesen Luxus ordentlich draufzahlst und wahrscheinlich eine Schlange am Eingang in Kauf nehmen musst. Am Nachmittag gehst du die Andrássy-Allee entlang, besuchst das Haus des Terrors und erreichst schließlich den Heldenplatz.
Am Abend tauchst du dann voll ein in den Trubel des siebten Bezirks, also des berühmten jüdischen Viertels. Außer dem erwähnten Szimpla Kert findest du hier Dutzende weitere originelle Ruinenbars und tollen Streetfood. Wir haben die kleine Gasse Karaván direkt neben dem Szimpla Kert sehr lieb gewonnen, wo es jede Menge Stände gibt – sie machen dort einen ausgezeichneten vegetarischen Langosch-Burger und großartigen Hummus.
Tag 3: Erlebnisse, Geschmäcker und Thermalbäder

Am Morgen des dritten Tages gehst du mit leerem Magen in die Große Markthalle. Sauge hier die echte lokale Atmosphäre auf, kauf dir gemahlenen Paprika als Souvenir für zu Hause und probiere frisches Gebäck. Von dort ist es nur ein Katzensprung zurück ins jüdische Viertel, wo du dir bei Tageslicht die gewaltige Dohány-Synagoge anschauen solltest, die größte in ganz Europa.
Wenn dir das Wetter wohlgesonnen ist und die Sonne scheint, leih dir am Nachmittag ein Fahrrad oder einen per App geteilten E-Roller und mach dich auf zur Margareteninsel. Es ist eine riesige grüne Oase mitten in der breiten Donau, auf der für Autos strenges Fahrverbot herrscht.
Hier findest du mittelalterliche Ruinen, eine Laufbahn und in den warmen Monaten auch einen riesigen Musikbrunnen an der Südspitze der Insel, der Wasser im Takt klassischer Musik sprudelt. Es ist der perfekte Ort zum Ausruhen und für ein Picknick im Gras.
Den letzten Abend hebst du dir für die Thermalbäder auf. Falls du keine Lust auf die bekanntesten und oft überfüllten Széchenyi-Bäder hast, habe ich einen tollen Alternativtipp für dich. Probier das Rudas-Bad auf der Buda-Seite des Flusses aus.
Es handelt sich um ein sehr authentisches türkisches Bad aus dem 16. Jahrhundert, das zudem auf dem Dach einen modernen Panorama-Whirlpool mit grandiosem Blick auf die Donau hat. Auf eine Sache möchte ich dich aber für die aktuelle Saison nachdrücklich hinweisen. Das berühmte Gellért-Bad ist seit Ende 2025 komplett geschlossen wegen einer riesigen und langwierigen Renovierung – plan es also gar nicht erst ein, du würdest vor verschlossenen Türen stehen.
Thematische Anpassungen: mit wem du reist
Nicht jeder Reiseplan passt für alle gleich gut, und es ist klar, dass du mit Kindern ganz andere Prioritäten hast als mit einer Truppe Freunde auf einem Junggesellenabschied. Deshalb habe ich für dich ein paar kleine Programm-Anpassungen vorbereitet.
Für Paare und Romantiker: Budapest ist wie geschaffen für Verliebte. Steh gleich am ersten Tag früh zum Sonnenaufgang an der Fischerbastei auf – du bist dort ganz allein, und die Fotos zu zweit werden perfekt. Statt der großen Bäder empfehle ich eher den Dach-Whirlpool im Rudas-Bad, und am Abend darf auf keinen Fall eine Donau-Bootsfahrt fehlen. Ein Spaziergang über die abends beleuchtete Kettenbrücke ist dann ein absoluter Volltreffer.
Für Familien mit Kindern: Wenn du kleinere Reisende dabeihast, streich schwere Museen wie das Haus des Terrors aus dem Programm. Geh stattdessen in den Zoo im Stadtwäldchen, der älteste des Landes mit vielen interaktiven Ausstellungen. Ein tolles Erlebnis ist auch eine Fahrt mit der Kinderbahn in den Budaer Bergen, die unter Aufsicht von Erwachsenen von den Kindern selbst bedient wird. Statt der klassischen Thermalbäder probiert die Außenbecken des Palatinus auf der Margareteninsel.
Für Cliquen und Junggesellenabschiede: Pest wird euer Hauptrevier sein. Tanke tagsüber im Széchenyi-Bad neue Kraft, das gelegentlich auch wilde Nacht-„Spartys“ mit elektronischer Musik direkt in den Becken veranstaltet. Den Abend startest du auf dem Boot mit Prosecco bis zum Abwinken und erkundest den Rest der Nacht den riesigen Instant-Fogas-Komplex – ein unfassbares Labyrinth aus mehreren Clubs, die zu einer einzigen gigantischen Partyfläche verbunden sind.
Für Senioren und ein ruhigeres Tempo: Konzentriere dich auf den Genuss und minimiere lange Bergaufmärsche. Auf den Burgberg fährst du vom Platz Clark Ádám tér lieber mit dem kleinen Bus Nummer 16 statt mit der teuren Standseilbahn. Gönn dir nachmittags Kaffee und Kuchen in einem der klassischen Cafés an der Andrássy-Allee und entspanne im heilenden Wasser der Thermalbäder, zum Beispiel im ruhigeren Lukács-Bad, das obendrein günstiger ist.
Wo du übernachten solltest

Bei der Wahl der Unterkunft ist die Regel ziemlich einfach. Die beste strategische Lage bietet eindeutig die Pester Seite des Flusses. Von den Bezirken V, VI und VII erreichst du die allermeisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß, abends ist hier viel los, und du hast es überall hin zu Restaurants und tollen Cafés nicht weit.
Wenn du etwas Elegantes suchst und Wert auf gutes Design legst, schau dir unbedingt das Hotel Moments Budapest an, das direkt an der berühmten Andrássy-Allee liegt. Es ist ein wunderschön renoviertes Gebäude mit exzellentem Frühstück und einem Personal, das dir jeden Wunsch von den Augen abliest.
Für alle, die nach einem Tag voller Laufen etwas Extra-Entspannung möchten, kann ich das Cortile Budapest Hotel empfehlen. Dieses Designschmuckstück hat nämlich auf dem Dach einen verglasten Pool mit Blick auf die Stadt – einfach grandios.
Falls du eher eine budgetfreundlichere Variante suchst, aber trotzdem mittendrin im Geschehen wohnen möchtest, schau dir das Roombach Hotel Budapest Center an. Es liegt direkt im Herzen des jüdischen Viertels, hat moderne, saubere Zimmer, und zu den besten Ruinenbars sind es buchstäblich nur ein paar Schritte. All diese Hotels lassen sich bequem über Booking.com buchen, wo du oft auch interessante saisonale Rabatte findest.
Praktische Infos

Die Fahrt vom Flughafen Ferenc Liszt ins Stadtzentrum ist unglaublich einfach und günstig. Die beste Wahl ist der Direktbus 100E, der dich bis zum zentralen Platz Deák Ferenc tér bringt. Das Ticket kostet ein paar Euro und lässt sich einfach am Automaten oder direkt per Handy kaufen. Wenn du Komfort bevorzugst, lade dir die App Bolt herunter – klassische auf der Straße angehaltene Taxis sind meist unnötig überteuert. Von Deutschland aus fliegen übrigens unter anderem Wizz Air, Lufthansa und Eurowings nach Budapest, etwa von München, Berlin oder Frankfurt aus.
Für die Fortbewegung in der Stadt ist die App BudapestGO praktisch. Über sie kannst du Einzeltickets sowie Tagespässe für alle Straßenbahnen, Busse und die ikonische alte Metro kaufen. Achte aber genau auf die richtige Entwertung der Tickets in der App – die Kontrolleure sind hier ziemlich streng und kontrollieren gewissenhaft.
In Ungarn wird nach wie vor mit Forint bezahlt, und hier kommt eine riesige Warnung. Mach einen großen Bogen um die Geldautomaten der Firma Euronet, die über das ganze Zentrum verstreut sind. Sie haben absolut wahnsinnige Wechselkurse und drängen dir die sogenannte DCC, also die dynamische Währungsumrechnung, auf, bei der du locker zweistellige Prozentbeträge verlierst.
Genauso solltest du beim Bezahlen mit Karte im Restaurant immer die Zahlung in Landeswährung wählen, also in Forint. Ehrlich gesagt brauchst du in Budapest heute kaum noch Bargeld – Lukáš und ich zahlen sogar an versteckten Marktständen mit Karte.
Was die Preise für das aktuelle Jahr angeht, solltest du damit rechnen, dass Budapest längst nicht mehr das superbillige Reiseziel wie vor zehn Jahren ist. Für ein Hauptgericht im Restaurant zahlst du üblicherweise rund 4.000 bis 6.000 HUF (etwa 10 bis 15 €), ein Kaffee kostet 1.200 HUF (rund 3 €) und ein ÖPNV-Ticket etwa 450 HUF (rund 1,10 €). Die Eintritte zu den Sehenswürdigkeiten sind ziemlich gestiegen, aber es kommt immer noch günstiger als zum Beispiel ein verlängertes Wochenende in Wien.
Wohin weiter
Wenn du mehr Tage in Budapest hast und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bereits abgelaufen sind, bieten sich mehrere tolle Ausflüge in die Umgebung an. Am beliebtesten ist das malerische Barockstädtchen Szentendre, das du mit der Vorortbahn in knapp einer Dreiviertelstunde erreichst. Es ist voller Galerien, enger Gassen und hat eine wunderschöne Uferpromenade.
In den Sommermonaten kannst du auch zum Plattensee fahren. Die Zugfahrt zum Badeort Siófok dauert etwa anderthalb Stunden und ist für einen Tagesausflug zum Baden absolut ideal.
Du möchtest noch mehr Details über die ungarische Metropole erfahren? Lies unsere ausführliche Liste mit 66 Tipps, was man in Budapest sehen kann, wo du auch jede Menge versteckte Schätze findest.
Wenn dich eher die Entspannung im heißen Wasser reizt, haben wir für dich einen ausführlichen Ratgeber zu den Thermalbädern in Ungarn vorbereitet. Und wenn du im Winter herkommen willst, lass dir auf keinen Fall unseren Artikel darüber entgehen, wie du die zauberhaften Weihnachtsmärkte in Budapest genießen kannst.
Häufig gestellte Fragen
Für wie viele Tage nach Budapest reisen?
Für einen Besuch in Budapest empfehlen wir, sich drei volle Tage Zeit zu nehmen. So könnt ihr ganz in Ruhe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an beiden Ufern des Flusses erkunden, die Thermalbäder genießen und auch die lokale kulinarische Szene ohne unnötige Hektik entdecken.
Lässt sich Budapest an einem Tag schaffen?
Ja, das ist machbar, aber es wird sehr straff. Du schaffst die Grundroute von der Fischerbastei über die Kettenbrücke zum Parlament, aber es bleibt dir keine Zeit für Museen oder eine längere Auszeit in den Thermalbädern.
Wann ist die beste Reisezeit?
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Am schönsten ist Budapest im Frühling von April bis Mai und im Herbst im September und Oktober. Die Temperaturen sind angenehm für ganztägige Spaziergänge und die Sehenswürdigkeiten sind nicht so überfüllt wie während der Sommerferien.
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Sind die Thermalbäder auch im Winter geöffnet?
Ja, die meisten Thermalbäder, einschließlich der berühmtesten Széchenyi-Therme, sind ganzjährig geöffnet. Das Baden in heißen Außenbecken, wenn die Umgebungsluft nahe dem Gefrierpunkt liegt, ist übrigens ein absolut fantastisches Erlebnis.
Brauche ich in Budapest Bargeld?
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Die meiste Zeit kommst du nur mit Kreditkarte aus. Kartenterminals haben heutzutage sogar Marktstände und kleinere Cafés. Ein kleinerer Betrag in Forint ist nur für Trinkgelder oder eventuell für die Bezahlung öffentlicher Toiletten nützlich.
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Ist Budapest ein teures Reiseziel?
Die Preise sind in den letzten Jahren gestiegen und Budapest ist nicht mehr so günstig wie früher. Die Kosten für Unterkunft und Essen sind vergleichbar mit Prag, aber es ist immer noch wesentlich günstiger als in westlichen Metropolen wie Wien oder London.
Ist es besser, in Buda oder in Pest zu wohnen?
Für die überwältigende Mehrheit der Touristen ist es viel besser, sich in Pest einzuquartieren. Hier ist das Gelände flach, hier befinden sich die meisten Restaurants, Ruinenbars und Geschäfte, und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind fußläufig erreichbar.
Wie kommt man am besten vom Flughafen weg?
Die bequemste und günstigste Variante ist die Nutzung der direkten Buslinie 100E. Sie fährt sehr häufig, das Ticket kostet nur ein paar Euro und bringt Sie direkt zum zentralen Umsteigeknotenpunkt Deák Ferenc tér im Stadtzentrum.
Ist Budapest sicher?
Budapest ist allgemein eine sehr sichere Stadt. Hier gelten die gleichen Regeln wie in anderen europäischen Metropolen. In Menschenmengen rund um die Hauptsehenswürdigkeiten und in öffentlichen Verkehrsmitteln solltet ihr auf Taschendiebe achten und eure Sachen nicht unbeaufsichtigt lassen.
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