66 beste Tipps: Sehenswürdigkeiten in Budapest (+ Karte für dein Handy)

TL;DRBudapest, die ungarische Metropole an der Donau, verzaubert mit majestätischer Architektur und einer entspannten Atmosphäre. Für beide Donauufer und einen Thermalbad-Besuch solltest du dir idealerweise drei bis vier Tage einplanen. Verpass auf keinen Fall das Parlamentsgebäude, die Fischerbastei, das Burgviertel, das Széchenyi- oder Gellért-Thermalbad sowie die typischen Ruin Bars im jüdischen Viertel. Eine Karte fürs Handy und Tipps, wie du den Menschenmassen entkommst, helfen dir zusätzlich. Am schönsten ist es hier im Frühling und im Herbst. In diesem Guide findest du 66 beste Tipps, was du sehen musst, wo du übernachten kannst und wie der Nahverkehr funktioniert.

Wenn du am Donauufer stehst und zusiehst, wie die untergehende Sonne das Parlamentsgebäude golden färbt, verstehst du sofort, warum man Budapest in Ungarn die Perle Mitteleuropas nennt. Lukáš und ich haben in der ungarischen Hauptstadt mehr als eine Woche verbracht und ich muss ehrlich sagen, sie hat uns komplett in ihren Bann gezogen. ☺️

Wir sind mindestens hundert Kilometer gelaufen, haben mehr Cafés ausprobiert, als überhaupt gesund ist, und den Zauber alter Ruin Bars sowie versteckter Vintage-Läden entdeckt. Die Stadt bietet einen unglaublichen Mix aus majestätischer Architektur und einer leicht frechen, lockeren Atmosphäre, die dich einfach am Herzen packt.

In diesem Artikel findest du unsere 66 besten Tipps, was du in Budapest sehen und erleben kannst, damit du die Stadt in vollen Zügen genießt. Ich verrate dir, wo du am besten strategisch übernachtest, wie der Nahverkehr funktioniert und in welche Thermalbäder du gehen solltest, um den unnötigen Touristenmassen zu entkommen. 😉

Artikelinhalt

Zusammenfassung

  • Ideale Aufenthaltsdauer: Beide Donauufer und ein Thermalbad-Besuch kosten dich idealerweise drei bis vier Tage, aber auch an einem verlängerten Wochenende schaffst du das Wichtigste.
  • Transfer vom Flughafen: Am schnellsten kommst du mit dem Bus 100E oder der App Bolt ins Zentrum – meide unbedingt die klassischen Taxis auf der Straße.
  • Landeswährung: Bezahlt wird mit dem ungarischen Forint (HUF), lass Euro also lieber zu Hause und meide die Euronet-Geldautomaten mit ihrem miserablen Wechselkurs.
  • Badekultur: Ein Besuch der Thermen ist absolute Pflicht, am bekanntesten ist das Széchenyi-Bad, aber wir schwören auf die ruhigere Atmosphäre im Rudas-Bad.
  • Geschlossene Sehenswürdigkeiten: Das ikonische Gellért-Bad ist wegen Renovierung geschlossen, mindestens bis 2028.
  • Neuerung bei Unterkünften 2026: Im noblen VI. Bezirk gilt jetzt ein striktes Verbot für Kurzzeitvermietungen (Airbnb), such dort also ausschließlich klassische Hotels.
  • Karte fürs Handy: Am Ende des Artikels findest du eine Karte mit allen Points of Interest, die du dir direkt aufs Handy laden kannst.

Wann du nach Budapest reisen solltest

Budapest hat ein ausgeprägt kontinentales Klima, was in der Praxis brütend heiße Sommer und ziemlich klamme Winter bedeutet. Die beste Reisezeit ist definitiv der Frühling (April bis Juni) oder der Herbst (September und Oktober), wenn sich die Temperaturen um angenehme zwanzig Grad halten. Die Stadt lebt in dieser Zeit draußen, die Terrassen der Cafés sind voll und die Menschenmengen an den Sehenswürdigkeiten sind noch erträglich. Wir kommen am liebsten im Herbst her, weil die herbstliche Sonne das gesamte Ufer in traumhaft goldene Töne taucht.

Im Sommer verwandeln sich die Straßen in einen glühenden Backofen und die Temperaturen klettern regelmäßig über dreißig Grad. Wenn du im Juli oder August herkommst, musst du dein Programm etwas anpassen und die anstrengendsten Wanderungen auf die Budaer Hügel gleich für den frühen Morgen einplanen. Im August ist die Stadt außerdem Gastgeber des riesigen Musikfestivals Sziget, was bedeutet, dass die Straßen aus allen Nähten platzen und die Übernachtungspreise steil nach oben schießen. Ein ähnliches Preischaos erlebst du auch Ende Juli während des Formel-1-Rennens.

Aber auch der Winter hat seinen unverwechselbaren Zauber. Zwar hält sich der Schnee hier selten und der Himmel ist oft bedeckt, doch das allgegenwärtige heiße Thermalwasser macht alles wett. Im Außenbecken des Széchenyi-Bads zu sitzen, während es ringsum friert, ist ein unbezahlbares Erlebnis. Im Dezember erwacht die Stadt zudem in einer wunderschönen festlichen Atmosphäre und die Weihnachtsmärkte in Budapest landen regelmäßig auf den vordersten Plätzen ganz Europas. ☺️

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Budapest übernachten kann
6 Unterkünfte — Hotels, Wellness-Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
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Wo du in Budapest übernachten kannst

Die Wahl des richtigen Viertels beeinflusst dein Wochenend-Erlebnis ganz entscheidend. Ich empfehle dir, direkt im Zentrum auf der Pester Seite zu übernachten, denn Budapest kannst du fast komplett zu Fuß erkunden und sparst dir so eine Menge Zeit. Die häufigste Wahl ist der V. Bezirk (Belváros), der voller schöner Boulevards ist und von dem aus du es sowohl zum Parlament als auch zum Fluss nicht weit hast. Wenn du eher eine günstigere und alternativere Bleibe suchst, steuere den VII. Bezirk (das jüdische Viertel) an, wo zwar nachts mehr los ist, du dafür aber nur ein paar Schritte von den besten Ruin Bars entfernt bist.

Seit Anfang 2026 gilt allerdings eine riesige Warnung. Im noblen VI. Bezirk (Terézváros) gilt jetzt ein absolutes Verbot von Airbnb und Kurzzeitvermietungen. Die Bewohner haben das per Referendum beschlossen, wenn du also auf eine verdächtig günstige Privatwohnung in der Umgebung der Staatsoper stößt, lass die Finger davon, denn den Vermietern drohen enorme Bußgelder. In diesem Gebiet musst du dich rein auf klassische Hotels oder lizenzierte Pensionen verlassen. Buchungen erledigen wir traditionell über Booking.com, wo sich echte Perlen zu vernünftigen Preisen finden lassen.

Wenn du eine günstige Unterkunft suchst, probier das Flow Hostel, in dem wir selbst gewohnt haben, als wir jeden Euro umdrehen mussten. Es ist ein ziemlich designiges und nettes Hostel, nur einen kurzen Weg von der Markthalle entfernt, und dazu noch super günstig. Wer eine luxuriösere Unterkunft sucht, wird das Aria Hotel Budapest zu schätzen wissen, wo wir letztes Jahr gewohnt haben und das großartige Frühstücke und wunderschöne Zimmer bietet. Eine sehr angenehme goldene Mitte stellt das Eurostars Danube Budapest dar, das an einem strategischen Ort liegt und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. 😅

⭐ Das Beste vom Besten: Ikonen, die du nicht verpassen darfst

1. Das Budapester Parlament (Országház)

Mit seinen 691 Räumen gehört das Budapester Parlament zu den drei größten Regierungsgebäuden der Welt und für mich ist es wohl auch das allerimposanteste. Als der Architekt Imre Steindl diese neogotische Pracht am Donauufer entwarf, wollte er bescheiden den ungarischen Geist einfangen. Das Ergebnis ist ein Bau, bei dem dir die Kinnlade herunterfällt.

Die schönsten Außenaufnahmen machst du früh am Morgen vom gegenüberliegenden Budaer Ufer, wenn die Ostsonne die Fassade in weiches Licht taucht. Willst du auch einen Blick nach drinnen werfen, musst du eine geführte Tour buchen, denn ein Einzeleintritt ist nicht möglich. Die Tickets solltest du online mehrere Wochen im Voraus kaufen, vor Ort sind sie hoffnungslos ausverkauft.

Die Eintrittspreise sind ab 2026 wieder leicht gestiegen. Ein erwachsener EU-Bürger zahlt 7.000 HUF (rund 18 €), während Touristen von außerhalb der EU das Doppelte zahlen. Drinnen siehst du das prunkvolle Haupttreppenhaus aus Gold und Marmor sowie den streng bewachten Kuppelsaal, in dem die Heilige Krone von König Stephan aufbewahrt wird. ☺️

2. St.-Stephans-Basilika

Die größte Kirche der ganzen Stadt verbirgt in ihrem Inneren die allerheiligste ungarische Reliquie. In einer kleinen Kapelle hinter dem Hauptaltar liegt die mumifizierte Heilige Rechte des ersten ungarischen Königs. Wirfst du eine Münze in den speziellen Automaten, leuchtet die Vitrine auf und du kannst dir dieses historische Artefakt im Detail ansehen.

Der Bau selbst ist ein architektonisches Juwel und seine Kuppel reicht genau 96 Meter in die Höhe. Diese Zahl verweist auf das Jahr 896, in dem die ungarischen Stämme das hiesige Becken besiedelten. Interessant ist, dass das Parlamentsgebäude genau dieselbe Höhe hat, was das absolute Gleichgewicht zwischen religiöser und weltlicher Macht im Staat symbolisieren soll.

Der Eintritt in das Kirchenschiff ist heute nicht mehr kostenlos, rechne mit etwa 2.000 HUF (rund 5 €) für den Basiseintritt. Wenn du nicht unter Höhenangst leidest, zahl unbedingt den Aufpreis für das Ticket zur Aussichtsterrasse in der Kuppel. Dort führen zwar über dreihundert Stufen hinauf, aber zum Glück gibt es auch einen Aufzug – und der 360-Grad-Blick über die Stadt ist es wirklich wert.

3. Die märchenhafte Fischerbastei (Halászbástya)

Dieser Ort ist der absolute Traum jedes Fotografen und wirkt, als sei er einem Disney-Märchen entsprungen. Romantische Steinbögen und sieben weiße Türme bieten den schönsten Blick auf den Fluss und das Parlament im Hintergrund. Kein Wunder, dass hier Touristen aus aller Welt zusammenströmen, um das perfekte Selfie zu machen.

Sei aber gewarnt, denn selbst außerhalb der Hauptsaison drängen sich hier unglaublich viele Menschen. Komm deshalb lieber gleich früh am Morgen her, idealerweise gegen acht Uhr. Nicht nur entgehst du so den Massen, sondern der Zugang zu den oberen, kostenpflichtigen Aussichtstürmen ist vor neun Uhr morgens komplett gratis.

Tagsüber wird für den Zugang zu den obersten Rundgängen ein Eintritt fällig, ein Erwachsenenticket kostet dich 1.700 HUF (rund 4 €). Die Kassen akzeptieren ausschließlich Karten, mit Bargeld kommst du hier also nicht weiter. Die unteren Terrassen und die breite Promenade bleiben zum Glück den ganzen Tag über frei zugänglich, ganz ohne Gebühr. 😉

4. Der Burgpalast-Komplex (Budavári Palota)

Ähnlich wie die Prager Burg bildet auch die Budaer Burg einen riesigen Komplex aus Palästen und mittelalterlichen Gassen. Der ursprüngliche Sitz der ungarischen Könige wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals zerstört und wieder aufgebaut, sodass die heutige Gestalt ein faszinierender Mix aus Barock und Nachkriegs-Rekonstruktion ist.

Ein Spaziergang über die weitläufigen Innenhöfe und Burgterrassen ist völlig kostenlos und du kannst dich hier ruhig zwei Stunden treiben lassen. Halte am wunderschönen Matthiasbrunnen, den man manchmal den Budapester Trevi-Brunnen nennt. Er zeigt König Matthias Corvinus auf der Jagd und die Details der Skulpturen sind einfach fantastisch.

Wenn du Kunst liebst, kannst du auch in die Innenräume der Burg eintauchen. Hier residiert die Ungarische Nationalgalerie, die eine riesige Gemäldesammlung bietet, sowie das Historische Museum Budapest. Von den Burgmauern hast du dann die gesamte Pester Seite der Stadt wie auf dem Präsentierteller.

5. Die Kettenbrücke Széchenyi lánchíd

Die erste feste Brücke über die Donau verband 1849 die Städte Buda und Pest und wurde zum absoluten Symbol des modernen Budapest. Ihr Design entwarfen britische Ingenieure und an beiden Enden bewachen sie riesige steinerne Löwenskulpturen, um die sich zahlreiche lokale Legenden ranken.

Obwohl man sie gemeinhin Kettenbrücke nennt, handelt es sich technisch gesehen um eine Hängebrücke. Zur Zeit ihrer feierlichen Eröffnung zählte sie zu den größten Ingenieurwundern der Welt. Kürzlich wurde sie umfassend und sehr kostspielig renoviert, sodass sie heute wie neu erstrahlt.

Ein Spaziergang über die Brücke ist natürlich völlig kostenlos und bietet großartige Fotoperspektiven. Am zauberhaftesten ist es hier kurz nach Sonnenuntergang, wenn die historischen Laternen angehen und sich die Brücke in ein leuchtendes Band zwischen beiden Ufern verwandelt. ☺️

Sehenswürdigkeiten in Pest

6. Der Boulevard Andrássy út

Diese zweieinhalb Kilometer lange Straße wird oft mit den Pariser Champs-Élysées verglichen. Sie verbindet das lebhafte Zentrum mit dem Stadtpark und steht als Ganzes auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Gesäumt wird sie von wunderschönen Neorenaissance-Palästen, luxuriösen Boutiquen und gemütlichen Cafés mit Außenterrassen.

Direkt unter der Oberfläche dieses Boulevards fährt die historische gelbe Metrolinie M1. Es ist die älteste U-Bahn Kontinentaleuropas, die schon 1896 in Betrieb ging. Die Stationen sehen genau aus wie am Ende des 19. Jahrhunderts, und die Fahrt in den kleinen Holzwaggons ist ein Erlebnis für sich.

7. Der monumentale Heldenplatz (Hősök tere)

Die Andrássy út führt dich direkt auf einen riesigen Platz, der zur Feier des tausendsten Jahrestages der Ankunft der Ungarn errichtet wurde. Der Raum ist wirklich gigantisch und wird von einer hohen Säule mit der Statue des Erzengels Gabriel beherrscht.

Um die Säule herum stehen in einer halbkreisförmigen Kolonnade Bronzestatuen der bedeutendsten Könige und Nationalhelden. Der Ort ist dank seiner perfekten Symmetrie sehr fotogen. Zu beiden Seiten des Platzes findest du die prächtigen Gebäude des Museums der Bildenden Künste und der Kunsthalle.

8. Das erschütternde Haus des Terrors (Terror Háza)

Wenn du die komplizierte Geschichte des 20. Jahrhunderts verstehen willst, darfst du dieses Museum einfach nicht auslassen. Das Gebäude in der Andrássy út 60 diente der faschistischen Polizei und später der kommunistischen Staatssicherheit. Die Ausstellung ist visuell wie emotional enorm eindringlich und lässt niemanden kalt.

Tickets kann man nicht online kaufen, rechne also damit, dass du die Eintrittskarte für 4.000 HUF (rund 10 €) erst vor Ort erwirbst. Oft bilden sich hier Schlangen, daher empfehle ich dir, gleich morgens zur Öffnungszeit zu kommen. Nimm dir unbedingt einen Audioguide, ohne ihn würde dir der wichtige historische Kontext fehlen.

9. Die Große Synagoge in der Dohány utca

Das jüdische Viertel verbirgt ein architektonisches Juwel, das die größte Synagoge Europas und die zweitgrößte der Welt ist. Sie wurde im beeindruckenden maurisch-byzantinischen Stil erbaut, sodass ihre Türme mit den zwiebelförmigen Kuppeln ein wenig an eine märchenhafte Moschee erinnern.

Teil des gesamten Komplexes ist auch ein Museum und ein sehr bewegendes Holocaust-Mahnmal in Form einer metallenen Trauerweide. Auf jedem kleinen Blatt dieses Baumes ist der Name eines Opfers eingraviert. Kauf die Eintrittskarten lieber vorab online, so vermeidest du unnötiges Warten an den Kassen.

10. Die traditionelle Große Markthalle (Nagyvásárcsarnok)

Für alle Feinschmecker ist diese riesige Halle aus dem Ende des 19. Jahrhunderts ein absolutes Muss. Das Erdgeschoss ist ein Paradies aus frischen Zutaten, Würsten und duftenden Gewürzen. Wir kommen immer her, um Vorräte an hochwertigem gemahlenem Paprika in diesen schönen Blechdosen zu kaufen.

Im ersten Stock findest du dann Stände mit Schnellimbiss und Souvenirs. Wir gönnen uns hier immer einen traditionellen Lángos mit einer ordentlichen Portion Käse und Schmand. Pass nur auf: Die Markthalle ist sonntags traditionell geschlossen und samstags schließen die Tore schon am frühen Nachmittag. 😅

11. Die touristische Váci utca

Das ist wohl die bekannteste Einkaufsstraße der ganzen Stadt. Die Straße ist voller Läden weltweiter Marken und Souvenirgeschäfte. Für einen Spaziergang und um das Treiben aufzusaugen ist sie ganz nett, aber mehr würde ich sie eigentlich nicht empfehlen.

Es ist nämlich eine klassische Touristenfalle. Setz dich hier auf keinen Fall in die Restaurants an der Hauptstraße, denn das Essen ist eher mittelmäßig und die Preise dafür extrem überzogen. Lokale, vor denen Werber stehen und dich hineinlocken wollen, ignorierst du am besten gleich mit einem Lächeln.

12. Der Vörösmarty tér

Am äußersten Ende der Váci utca stößt du auf diesen eleganten Platz, der das Herz der Fußgängerzone bildet. Im Dezember finden gerade hier die schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt statt, wo es nach Zimt und gerösteten Kastanien duftet.

Der Platz ist vor allem durch die berühmte historische Konditorei Gerbeaud bekannt. Es ist ein Lokal mit riesiger Tradition, in dem du dir ein luxuriöses Dessert in nobler Umgebung gönnen kannst, aber halte dafür ein recht großzügiges Budget bereit.

13. Die Ungarische Staatsoper

Wenn du entlang der Andrássy út spazierst, wirst du diese Neorenaissance-Pracht garantiert nicht übersehen. Das Operngebäude hält jedem Vergleich mit der berühmten Wiener Oper stand und sein Innenraum ist schlichtweg überwältigend.

Du musst nicht unbedingt teure Tickets für eine Abendvorstellung kaufen. Tagsüber finden hier regelmäßige geführte Touren statt, bei denen man dich durch die schönsten Säle führt und dir den goldverzierten Zuschauerraum zeigt. ☺️

14. Das Mahnmal Schuhe am Donauufer

Nur wenige Gehminuten vom Parlament entfernt stößt du auf eines der eindringlichsten Mahnmale Europas. Sechzig Paar eiserne Schuhe liegen scheinbar achtlos am Rand der Ufermauer. Sie erinnern an die Opfer des faschistischen Regimes am Ende des Zweiten Weltkriegs.

Menschen wurden hierher getrieben, gezwungen, sich die Schuhe auszuziehen, und anschließend so erschossen, dass ihre Körper direkt in den eiskalten Fluss fielen. Der Ort ist rund um die Uhr frei zugänglich, und die Menschen hinterlassen hier oft brennende Kerzen oder kleine Steine aus Respekt vor den Opfern.

15. Der grüne Stadtpark (Városliget)

Gleich hinter dem Heldenplatz erstreckt sich eine riesige grüne Fläche, wo die Einheimischen ihre faulen Sonntage verbringen. Der Park ist voller alter Bäume, breiter Wege und kleiner Seen, auf denen man im Sommer Boot fährt und die sich im Winter in eine riesige Eisbahn verwandeln.

Genau hier findest du das berühmte Széchenyi-Bad, aber auch jede Menge Stände mit Baumstriezel und kleinen Snacks. Wenn du dich von der lebhaften Stadt erholen möchtest, ist das die beste Wahl auf der Pester Seite.

16. Die märchenhafte Burg Vajdahunyad

Direkt im Stadtpark steht ein Gebäude, das wie eine Kulisse aus einem Historienfilm aussieht. Ursprünglich wurde es aus Holz und Karton für die großen Millenniumsfeiern errichtet, um einen Querschnitt durch alle Baustile des damaligen Ungarn zu zeigen.

Den Menschen gefiel dieser romantische Bau aber so gut, dass sie ihn später aus festen Ziegeln und Stein nachbauen ließen. Ein Spaziergang über den Burghof und entlang des Wassergrabens ist völlig kostenlos und bietet schöne Ecken für Fotos.

17. Der historische Zoo und Botanische Garten

Gleich in der Nachbarschaft des Parks stößt du auf einen der ältesten Zoos Europas. Er wurde bereits 1866 eröffnet und viele Pavillons haben bis heute ihre wunderschöne Jugendstil-Architektur bewahrt, es geht hier also nicht nur um Tiere, sondern auch um Geschichte.

Wenn du mit Kindern reist, plane ruhig einen halben Tag für den Besuch ein. Der Familieneintritt bewegt sich je nach Tickettyp zwischen 6.800 HUF und 14.000 HUF (rund 17–35 €), prüf die aktuellen Preise also lieber immer auf der Website.

18. Die nostalgische Kindereisenbahn (Gyermekvasút)

Das ist ein absolutes Unikat, das sich in den Budaer Hügeln versteckt. Es handelt sich um eine elf Kilometer lange Bahnstrecke, die ausschließlich von schulpflichtigen Kindern betrieben wird. Unter der sorgfältigen Aufsicht Erwachsener verkaufen sie hier Tickets, rufen die Stationen aus und kümmern sich um die Weichen.

Die Fahrt in historischen Waggons durch die Wälder ist ein unglaublich charmantes Erlebnis, nicht nur für Familien mit Kindern. Den Ausflug kannst du leicht mit einer Fahrt in der nahen Sessellift-Bahn (Libegő) verbinden und dir so einen schönen Tag abseits des lebhaften Zentrums gestalten.

19. Das futuristische House of Music

Bei deinen Streifzügen durch den Stadtpark wirst du diesen neuen, architektonisch absolut beeindruckenden Bau garantiert nicht verpassen. Sein goldenes Dach erinnert an einen riesigen Pilz mit breitem Hut oder an schwingende Schallwellen und verschmilzt perfekt mit den umliegenden Bäumen.

Drinnen finden Ausstellungen und Konzerte statt, aber das Gebäude ist auch nur von außen eine genaue Betrachtung wert. Es gehört zu den modernsten Bauten der Stadt und zeigt, wie großartig Budapest Geschichte und Gegenwart verbinden kann.

20. Der unscheinbare Kálvin tér und seine Umgebung

Dieser Platz fungiert als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, ist aber zugleich das Eingangstor zu den sehr angenehmen Gässchen des neunten Bezirks. Ein Stück weiter beginnt die Ráday utca, die geradezu übersät ist mit hervorragenden Restaurants und Cafés, in die vor allem Einheimische gehen.

Du findest hier auch interessante Kirchen und moderne Glasbauten, die einen scharfen Kontrast zur alten Bebauung bilden. Wenn du den überteuerten Touristenzonen entkommen willst, ist das ein großartiger Ausgangspunkt für die abendliche Jagd nach einem guten Abendessen. 😉

Sehenswürdigkeiten in Buda

21. Die Matthiaskirche (Mátyás-templom)

Gleich neben der Fischerbastei steht ein gotisches Juwel, das man nicht übersehen kann. Sein Dach ist mit bunten Keramikziegeln aus der berühmten Zsolnay-Manufaktur bedeckt, die das wunderschöne, typische Rautenmuster bilden, das weithin erstrahlt.

Historisch diente sie als Krönungsort der ungarischen Könige und ihr Innenraum ist unglaublich reich bemalt. Der Eintritt in die Kirche wird separat berechnet und kostet dich etwa 2.500 HUF (rund 6 €), aber die bunten Buntglasfenster und Fresken im Inneren sind diese Gebühr definitiv wert.

22. Die historische Standseilbahn Sikló

Wenn du unten an der Kettenbrücke stehst und keine Lust hast, den Berg hochzulaufen, kannst du dieses schöne technische Denkmal nutzen. Die hölzernen Kabinen bringen dich in knapp zwei Minuten hinauf zum Innenhof der Budaer Burg und bieten unterwegs einen netten Blick auf den Fluss.

Die Fahrt ist zwar romantisch, aber recht teuer. Ein Rückfahrticket für Erwachsene kostet 5.500 HUF (rund 14 €) und rechne damit, dass die Bahn an jedem ungeraden Montag wegen der regelmäßigen Wartung außer Betrieb ist. Wir laufen meistens zu Fuß, aber für das Erlebnis ist es schon nett. ☺️

23. Das erschütternde Felsenkrankenhaus (Sziklakórház)

Das ist eines der besten versteckten Juwelen der Stadt. Direkt unter dem Burgberg befindet sich ein verwinkeltes System natürlicher Höhlen, das während des Zweiten Weltkriegs zu einem geheimen unterirdischen Militärkrankenhaus und später zu einem Atombunker umgebaut wurde.

Die Tour durch die engen, in den Fels gehauenen Gänge dauert etwa eine Stunde und ist ein sehr eindringliches Erlebnis. Dutzende von Wachsfiguren und die originale medizinische Ausstattung veranschaulichen eindrucksvoll, unter welch verzweifelten Bedingungen hier einst Leben gerettet wurden.

24. Die Festung Citadella

Auf dem Gipfel des Gellértbergs thront eine massive Steinfestung. Errichtet wurde sie hier von den Habsburgern im 19. Jahrhundert, und zwar nicht, um die Stadt zu schützen, sondern eher, um ihre aufsässigen Bewohner einzuschüchtern.

Die Festung selbst durchläuft in den letzten Jahren eine sehr umfassende Renovierung, sodass manche ihrer Teile vorübergehend abgesperrt sein können. Die Ausblicke von den angrenzenden Parkwegen werden dadurch zum Glück nicht sonderlich getrübt.

25. Die majestätische Freiheitsstatue (Szabadság-szobor)

Diese vierzehn Meter hohe Bronzefrau, die einen Palmzweig über den Kopf hält, siehst du schon von Weitem. Sie wurde 1947 als Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs errichtet und dient bis heute als einer der wichtigsten Orientierungspunkte am Horizont.

Wenn du dich über die Waldpfade zu ihr hinaufkämpfst, verstehst du, warum so viele Menschen herkommen. Sie steht nämlich am allerbesten Aussichtspunkt, von dem aus du die ganze ungarische Metropole buchstäblich wie auf dem Präsentierteller hast.

26. Der Gellértberg

Dieser bewaldete Hügel ist so etwas wie der Budapester Hausberg. Vom Fuß bei der Elisabethbrücke erwartet dich ein etwa dreißigminütiger Aufstieg über Steinstufen und geschwungene Wege, die von Rastbänken gesäumt sind.

Der Aufstieg mag etwas ermüdend erscheinen, aber der 360-Grad-Blick auf den Donaubogen, alle Brücken und das Parlament entschädigt dich für jede Mühe reichlich. Der Zugang zum gesamten Park und zu den Aussichtsterrassen ist zudem völlig kostenlos.

27. Der Nullkilometerstein am Clark Ádám tér

Wenn du vom Burgberg hinunter auf den Platz vor der Kettenbrücke gehst, achte auf das große Steinmonument in Form der Ziffer Null. Von diesem Punkt aus werden offiziell alle Straßenentfernungen in ganz Ungarn gemessen.

Es ist so ein kleines, unscheinbares Detail, an dem sich Touristen gerne fotografieren. Der Platz selbst fungiert als hervorragender Verkehrsknotenpunkt, von dem Busse hinauf zur Burg fahren, falls du keine Lust hast, für die Standseilbahn zu zahlen.

28. Die Königstreppe

Wenn du das Geld für die Standseilbahn sparen und zugleich dem Gedränge im überfüllten Bus entgehen willst, mach dich zu Fuß nach oben auf. Gleich neben der Station der Standseilbahn beginnt die breite Königstreppe, die dich durch wunderschön angelegte Schlossgärten führt.

Der Weg nach oben dauert nur etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Die Gärten sind voller Skulpturen, Brunnen und versteckter Aussichtspunkte, von denen du viel originellere Fotos machst als aus einer vollgestopften Seilbahnkabine. 😅

29. Die Biedermeier-Konditorei Ruszwurm

Wenn dir vom vielen Bergwandern die Füße wehtun, gönn dir eine süße Pause. Diese älteste noch existierende Konditorei der Stadt liegt nur wenige Schritte von der Matthiaskirche entfernt und ihr Holzinterieur sieht genauso aus wie vor hundertfünfzig Jahren.

Auch wenn wir nicht die größten Naschkatzen sind, gehört ihre berühmte Dobostorte mit Karamellglasur angeblich zu den besten des Landes. Es ist hier zwar ziemlich voll, aber ein Sitzplatz in dieser historischen Atmosphäre ist das Warten definitiv wert.

30. Die geheimnisvolle Felsenkirche

Direkt in den Fels des Gellértbergs ist ein einzigartiger sakraler Raum gehauen, der vom Paulinerorden verwaltet wird. Es handelt sich um eine echte Kirche, verborgen in natürlichen Höhlen, die eine unglaublich ruhige und leicht mystische Atmosphäre hat.

Während der kommunistischen Ära wurde der Eingang zur Höhle sogar zubetoniert und der Orden grausam verfolgt. Heute ist der Ort wieder für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet einen stillen Zufluchtsort vor der sommerlichen Hitze und dem Trubel der Großstadt.

Donau, Brücken und die schönsten Ausblicke

31. Abendliche Donau-Bootsfahrt

Das ist einfach ein absolutes Muss und meiner Meinung nach das schönste Erlebnis in ganz Budapest. Lukáš und ich lieben Bootsfahrten, denn das beleuchtete Parlament und die Budaer Burg von der dunklen Wasseroberfläche aus zu sehen, ist absolut magisch.

Am Ufer legen zahlreiche Anbieter an und ein einfaches Abendticket bekommst du für etwa 15 €. Du kannst aber auch einen Aufpreis für eine Fahrt mit unbegrenztem Prosecco-Genuss oder Live-Musik zahlen. Reserviere die Tickets unbedingt ein paar Tage im Voraus, in der Saison sind sie schnell weg. 😉

32. Die grüne Margareteninsel (Margit-sziget)

Mitten im breiten Fluss liegt ein riesiger, zweieinhalb Kilometer langer Park, in den Autos strengstens verboten sind. Es ist eine perfekte Oase der Ruhe, in die die Einheimischen am Wochenende zum Joggen, Picknicken oder einfach zum Herumliegen im Gras kommen.

Du kannst dir hier ein Tretmobil oder einen E-Roller ausleihen und die ganze Insel kreuz und quer durchfahren. Du findest hier mittelalterliche Ruinen, einen schönen japanischen Garten und sogar einen kleinen Zoo, sodass du hier problemlos einen ganzen Nachmittag verbringen kannst.

33. Der singende Springbrunnen

An der Südspitze der Margareteninsel stößt du auf die größte Attraktion, die für alle Besucher völlig kostenlos ist. Ein riesiger Springbrunnen sprudelt hier regelmäßig Wasser im Rhythmus klassischer und moderner Musik und ergänzt das Ganze am Abend um eine wunderschöne Lichtshow.

Die Menschen setzen sich auf die Bänke oder gleich ins Gras und genießen dieses Wasserkonzert. In den warmen Sommermonaten ist es ein ungemein erfrischender Halt, der Erwachsene wie kleine Kinder gleichermaßen begeistert.

34. Der historische Wasserturm

Wenn du die Margareteninsel etwas tiefer erkundest, stößt du auf diesen schönen Jugendstilbau aus dem Jahr 1911. Der Wasserturm dient heute als Aussichtsturm und ist sogar in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen.

Wenn du dich nach oben kämpfst, erwartet dich ein schöner Blick über die Baumkronen und den umliegenden Fluss. Im Erdgeschoss des Turms finden häufig verschiedene Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen statt.

35. Die grüne Freiheitsbrücke (Szabadság híd)

Diese elegante Stahlbrücke verbindet die Markthalle auf der Pester Seite direkt mit dem Fuß des Gellértbergs. Ihre dunkelgrüne Konstruktion ist ungemein fotogen und wir wohnten in unserem geliebten Flow Hostel nur wenige Gehminuten von ihr entfernt.

Auf den Spitzen der Brückenpfeiler sitzen die mythologischen Turul-Vögel, die über den Fluss wachen. An Sommerwochenenden wird die Brücke manchmal für Autos gesperrt und verwandelt sich in eine große Fußgängerpromenade voller Straßenmusikanten.

36. Die weiße Elisabethbrücke (Erzsébet híd)

Die modernere und rein weiße Hängebrücke trägt den Namen der beliebten Kaiserin Sisi. Ihre ursprüngliche historische Version wurde leider im Krieg zerstört und der heutige, etwas strengere Bau entstand in den sechziger Jahren.

Auch wenn sie vielleicht nicht diesen altehrwürdigen Zauber wie die Kettenbrücke besitzt, bietet sie eine großartige und sehr schnelle Verbindung zwischen der lebhaften Váci utca und dem Budaer Ufer.

37. Die geknickte Margaretenbrücke (Margit híd)

Diese Brücke ist architektonisch dadurch interessant, dass sie nicht gerade ist, sondern sich in der Mitte des Flusses in einem stumpfen Winkel knickt. Genau an diesem Knick führt eine Abzweigung direkt auf die grüne Margareteninsel, was sie zu einer sehr frequentierten Route macht.

Von ihren Gehwegen hat man zudem einen der besten Ausblicke auf das Parlamentsgebäude selbst, das du von hier aus wie auf dem Präsentierteller hast. Es ist zwar oft ziemlich windig, aber die Fotos von hier gelingen fantastisch. ☺️

38. Die Donaupromenade

Der gesamte Uferabschnitt auf der Pester Seite, der sich etwa von der Kettenbrücke bis zur Elisabethbrücke zieht, ist in eine breite Fußgängerzone verwandelt. Gesäumt wird sie von luxuriösen Hotels und Baumkronen, unter denen man lange Stunden verbringen kann.

Es ist der ideale Ort für einen ruhigen Abendspaziergang, wenn am gegenüberliegenden Ufer der ganze Burgkomplex erleuchtet wird. Die Restaurantterrassen platzen aus allen Nähten, aber schon das bloße Sitzen auf der Ufermauer hat seinen enormen Reiz.

39. Das Parlament von der Wasseroberfläche

Ich habe es zwar schon erwähnt, aber dieser Anblick wird einfach nie langweilig. Während du das Parlament von der Straße aus eher seitlich siehst, zeigt es sich dir von der Wasseroberfläche in seiner ganzen neunhundert Meter langen Breite.

Wenn du nicht für ein touristisches Ausflugsboot zahlen willst, kannst du die normalen Fährlinien des Nahverkehrs (D11/D12) nutzen. Für den Preis eines klassischen Nahverkehrstickets bekommst du dieselben luxuriösen Ausblicke wie von einer privaten Jacht. 😅

40. Der Blick von der Kuppel der Basilika

Wenn du die Donau und die Brücken aus der Vogelperspektive sehen willst, mach dich auf zur Aussichtsterrasse der St.-Stephans-Basilika. Von hier oben, aus fünfundsechzig Metern Höhe, verstehst du, wie genau der Fluss die Stadt teilt.

Der Weg nach oben kostet dich zwar etwa 3.200 HUF (rund 8 €), aber der weite Rundblick von der Margareteninsel bis zum Gellértberg ist unbezahlbar, besonders wenn du einen klaren und sonnigen Tag erwischst.

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Karte mit Sehenswürdigkeiten fürs Handy

Thermalbäder

Die Budapester Thermalbäder sind ein Kapitel für sich, und ohne sie wäre ein Besuch der Stadt nicht komplett. Ausführlichere Informationen findest du auch in unserem Artikel über die Thermalbäder in Ungarn.

41. Das ikonische Széchenyi-Bad

Dieser gelb-weiße Neobarock-Palast im Stadtpark ist das absolute Flaggschiff aller Budapester Thermen. Drinnen und draußen verbergen sich achtzehn Becken mit bis zu 40 °C warmem Wasser, in denen einheimische Herren seelenruhig Schach spielen.

Die Eintrittspreise steigen jedes Jahr, und für ein Wochenendticket mit Schließfach zahlst du schon rund 14.800 HUF (rund 37 €). Ich empfehle dir dringend, die Tickets vorab online zu kaufen und gleich um sieben Uhr morgens da zu sein, denn nach dem Mittag verwandelt sich das Areal in ein riesiges Touristengedränge.

42. Das türkische Rudas-Bad

Unsere Lieblingstherme liegt direkt unter dem Gellértberg und stammt schon aus dem 16. Jahrhundert. Ihr Herzstück ist ein dunkles, intimes Hamam mit einem achteckigen Becken unter einer Steinkuppel, in das nur schmale Lichtstrahlen dringen.

Der größte Anziehungspunkt ist aber der moderne Wellness-Anbau, wo du einen Dachwhirlpool mit Panoramablick auf die Donau findest. Pass nur auf die Wochentage auf, denn der alte Teil des Bades ist entweder nur Männern oder nur Frauen vorbehalten, und der gemischte Betrieb funktioniert zuverlässig erst am Wochenende.

43. Das ruhigere Lukács-Bad

Während das Széchenyi-Bad die Instagram-Feeds füllt, kommen hierher in den zweiten Bezirk vor allem die Budapester selbst zum Entspannen. Der Komplex ist ein bisschen wie ein Labyrinth und wirkt nicht so aufpoliert, hat aber eine unverwechselbare und sehr authentische Atmosphäre.

Touristenmassen verirren sich selten hierher, und obendrein freut es deinen Geldbeutel. Der Eintrittspreis liegt bei sympathischeren 7.000 HUF (rund 17 €) und das Wasser aus den örtlichen Quellen ist berühmt für seine hervorragende Heilwirkung bei Rückenschmerzen. ☺️

44. Das versteckte Veli-Bej-Bad

Wenn du absoluten Zen und Ruhe suchst, musst du dieses kleine historische Bad finden, das clever im Inneren eines modernen Krankenhauskomplexes versteckt ist. Es wurde während der osmanischen Ära erbaut und kürzlich wunderschön renoviert.

Dank seiner Lage und begrenzten Kapazität bleibt es vor dem großen Touristenstrom perfekt verborgen. Es ist an jedem Wochentag voll gemischt, du kannst also bedenkenlos zu zweit herkommen und eine stille Entspannung ohne Lärm und Menschenmassen genießen.

45. Warnung: Das Gellért-Bad ist geschlossen!

Wenn du dich auf die wunderschönen Jugendstil-Mosaike und das verglaste Dach des berühmten Gellért-Bads gefreut hast, muss ich dich enttäuschen. Diese ikonische Therme wurde im Oktober 2025 komplett geschlossen und durchläuft eine gigantische Generalrenovierung.

Die Bauarbeiten sind auf mehrere Jahre angesetzt und eine Wiedereröffnung wird frühestens 2028 erwartet. Plane es also gar nicht erst in deine Route ein, du würdest nur auf verschlossene Türen und Baugerüste stoßen.

46. Das Palatinus-Bad für Familien

Seit August 2025 gilt eine strenge Regierungsverordnung, die Kindern unter 14 Jahren den Zugang zu Heil- und Thermalbecken verbietet. Grund sind die zu hohe Temperatur und die Mineralbelastung, sodass man dich mit Kindern ins Széchenyi oder Rudas schlicht nicht hineinlässt.

Nimm deine Familie stattdessen hierher, in das riesige Areal auf der Margareteninsel. Es funktioniert eher wie ein klassischer Aquapark mit Außenbecken, Rutschen und Wellenbad, wo sich die Kinder austoben können und niemand sie beim Planschen einschränkt. 😉

47. Das Bierbad (Beer Spa)

Das ist so ein unkonventioneller Abstecher, den du direkt in den Arealen des Széchenyi- oder Lukács-Bads findest. Du mietest dir einen Holzbottich, gefüllt mit heißem Thermalwasser, in das dir das Personal Hopfen, Malz und Bierhefe einrührt.

Das Beste daran ist, dass du dir direkt aus dem Zapfhahn an der Seite des Bottichs die ganze Zeit unbegrenzt helles Lagerbier zapfen kannst. Für fünfundvierzig Minuten Entspannung zahlst du zwar rund 69 €, aber nach einem ganzen Tag Herumlaufen in der Stadt tut das richtig gut.

Erlebnisse und Abend

48. Die legendäre Ruin Bar Szimpla Kert

Diesen Ort im jüdischen Viertel musst du einfach gesehen haben, selbst wenn du gar keinen Alkohol trinkst. Es ist ein riesiges, psychedelisches Labyrinth, errichtet in einer verlassenen Ofenfabrik, in dem von der Decke Pflanzen, alte Fernseher und Discokugeln hängen.

Jeder Raum hat seine eigene Bar, und sitzen kannst du ruhig in einer alten Badewanne oder im Wrack eines alten Trabant. Wir schauen gerne sonntagvormittags vorbei, wenn sich der ganze chaotische Raum in einen fantastischen Bauernmarkt mit lokalen Käsesorten und Marmeladen verwandelt.

49. Street Food Karaván

Gleich neben der Szimpla findest du den bekanntesten Budapester Street-Food-Hof. Er ist voller Hipster-Stände und Foodtrucks, wo du alles bekommst, von mexikanischen Tacos über vegane Burger bis hin zu echter italienischer Pizza.

Am beliebtesten ist hier aber der sogenannte Langos Burger, ein traditioneller Paprika-Lángos, gefüllt mit Schafskäse und Rucola. Die Preise sind hier wegen der lukrativen Lage etwas höher, aber die entspannte Abendatmosphäre unter den Glühbirnen ist es wert. 😅

50. Das elegante Restaurant Mazel Tov

Das ist eigentlich so eine viel sauberere und luxuriösere Version einer Ruin Bar. Du findest hier freigelegte Ziegelwände, ein verglastes Dach und Hunderte romantischer Lichterketten, unter denen eine fantastische mediterran-israelische Fusion serviert wird.

Wir gönnen uns hier immer den hervorragenden Hummus mit frischem Pita-Brot und muss sagen, das Ambiente ist absolut ideal für ein Abend-Date. Vergiss nur nicht, dass du in der touristischen Hauptsaison ohne vorherige Tischreservierung schlicht keinen Platz bekommst.

51. Das goldene New York Café

Dieses Ende des 19. Jahrhunderts eröffnete Café gewinnt regelmäßig Titel als schönstes Café der Welt. Es ist ein Neorenaissance-Wahnsinn voller Marmorsäulen, Fresken und riesiger venezianischer Kronleuchter, bei dem dir die Augen übergehen.

Man geht vor allem zum Staunen und Fotografieren hinein, denn die Preise für einen Kaffee und ein gewöhnliches Dessert klettern hier locker über zwanzig Euro pro Person. Die Schlange vor dem Eingang ist oft lang, aber das Gefühl, in einem Schlosssaal zu sitzen, musst du wohl einmal im Leben ausprobieren.

52. Spezialitätenkaffee im Café Kontakt

Wenn du wirklich guten Kaffee liebst und dich opulente Kronleuchter kaltlassen, steuere die modernen Hipster-Lokale an. Mehr davon findest du in unserer Liste der besten Cafés in Budapest. Unser persönlicher Favorit ist das minimalistische Café Kontakt, wo der Kaffee wirklich mit Liebe gemacht wird.

Sie spezialisieren sich auf Spezialitätenbohnen und ihr Flat White gehört zu den besten, die wir je getrunken haben. Die Baristas hier wissen genau, was sie tun, und die Atmosphäre ist wunderbar ruhig und ungezwungen. ☺️

53. Wochenend-Brunch bei Szimply

Budapest kann Brunch vielleicht noch einen Tick besser als Prag, und dieser Ort ist der klare Beweis dafür. Versteckt in einem kleinen Innenhof unweit des Zentrums, bietet er absolut himmlische und visuell perfekte Frühstückskreationen.

Ihre Avocado-Toasts, fluffigen Pfannkuchen und saisonalen Schalen voller frischem Obst sind einfach ein Gedicht. Der Raum ist winzig, du wartest also vielleicht eine Weile auf einen Tisch, aber ich garantiere dir, dieses morgendliche Warten zahlt sich reichlich aus.

54. Vintage-Shopping im Szputnyik Shop

Wenn uns die Sehenswürdigkeiten langweilen, durchstöbern wir schrecklich gern die lokalen Secondhand-Läden, denn die Budapester sind einfach perfekt. Am meisten begeistern uns die Läden des Szputnyik Shop, die mehrere Filialen in der Stadt haben und einen fantastischen Mix aus Retro und modernem Design bieten.

Du findest hier top erhaltene Jeansjacken, alte Lederrucksäcke und verrückte Hemden aus den Neunzigern. Die Kleidung ist hier schön sortiert, duftend und sauber, sodass selbst ein eingefleischter Secondhand-Muffel hier locker eine Stunde verbringt.

55. Die wilde SPArty bei Nacht

Wenn du zum Feiern nach Budapest kommst, ist das das bizarrste Cluberlebnis Europas. Jede Samstagnacht verwandeln sich die Außenbecken des Széchenyi-Bads in eine riesige Tanzfläche, wo elektronische Musik läuft und Laser blitzen.

Im heißen Thermalwasser zu tanzen, während über dir eine Schaumkanone sprüht, ist der Wahnsinn. Die Tickets beginnen bei 65 € und bezahlt wird drinnen mit einem speziellen Armband. Ich warne dich nur: Wenn du nach einem anstrengenden Tag ruhige Entspannung suchst, findest du sie hier definitiv nicht. 😅

56. Konzerte im Akvárium Klub

Direkt im Zentrum am Erzsébet tér, teils unter Straßenniveau und einem flachen Becken versteckt, liegt dieser großartige Musikclub. Er ist ein Zentrum des modernen Nachtlebens, in das man zu Live-Konzerten und DJ-Sets geht.

Der Club bietet erstklassigen Sound, tolle Beleuchtung und eine riesige Außenterrasse, wo man im Sommer bis zum Morgengrauen Bier trinkt und quatscht. Es ist eine etwas geschliffenere Alternative zu den schmuddeligen Ruin Bars, aber die Energie hier ist absolut fantastisch.

Budapest kostenlos, mit Kindern und romantisch

57. Rettung vor dem Regen im Aquaworld

Wenn das Wetter am Wochenende nicht mitspielt und du Kinder dabeihast, ist das deine sichere Bank. Einer der größten überdachten Wasserparks Mitteleuropas liegt ein Stück außerhalb der Stadt und verbirgt unter einer riesigen Glaskuppel siebzehn Becken und elf Rutschen.

Die Kinder können sich hier im künstlichen Wellenbad austoben, während du dich in den warmen Thermal-Whirlpools erholst. Der Familieneintritt ist nicht gerade der günstigste, aber für die ganztägige Ruhe vor gelangweilten Kindern ist es das einfach wert.

58. Picknick auf der Margareteninsel

Es gibt nichts Besseres, als in der Markthalle frisches Gebäck und Käse zu kaufen und hierher in den Schatten der alten Bäume aufzubrechen. Die Insel ist riesig, sodass du immer ein ruhiges Fleckchen Rasen nur für dich findest, weit weg vom Autolärm und den klingelnden Straßenbahnen.

Wir gönnen uns hier manchmal einen faulen Nachmittag mit einem Buch. Die Parks sind wunderschön gepflegt und sauber, und wenn dir das Herumliegen zu langweilig wird, kannst du dir die nahegelegenen Ruinen eines alten Klosters ansehen. ☺️

59. Ein Spaziergang auf den Spuren der Street Art

Das jüdische Viertel ist nicht nur eine Ansammlung von Kneipen, es ist eine riesige Galerie unter freiem Himmel. Wenn du genau hinschaust, entdeckst du an den fensterlosen Wänden der Mietshäuser gigantische Wandmalereien, die die sonst grauen Straßen zum Leben erwecken.

Diese riesigen Murals reagieren oft auf die ungarische Geschichte oder moderne Kultur, und die besten Stücke in den Straßen Kazinczy oder Dob aufzuspüren, ist ein großartiger Zeitvertreib für einen ganzen Nachmittag, der dich nicht einen einzigen Forint kostet.

60. Free Walking Tours durchs Zentrum

Wenn du über die Stadt mehr erfahren willst als nur, wo es das günstigste Bier gibt, schließ dich diesen Touren an. Einheimische Guides führen dich durch die interessantesten Ecken der Stadt und erzählen dir großartige Geschichten, die du in keinem gedruckten Reiseführer findest.

Die klassischen Touren starten meist am Vörösmarty tér und funktionieren nach dem Prinzip des freiwilligen Trinkgelds. Am Ende gibst du dem Guide einfach so viel in den Hut, wie dir das zweistündige Erlebnis wert ist.

61. Sonnenuntergang vom Gellértberg

Ich habe zwar schon darüber geschrieben, aber dieser Moment ist einfach der Höhepunkt der Romantik. Wenn du kurz vor Sonnenuntergang zur Freiheitsstatue hinaufsteigst, erlebst du die sogenannte goldene Stunde in voller Pracht.

Die Stadt unter dir beginnt sich langsam zu erleuchten, der Fluss nimmt einen tiefblauen Ton an und das Parlament am Horizont beginnt wie eine goldene Schmuckschatulle zu strahlen. Ich empfehle dir, eine Decke und ein Gläschen von etwas Gutem mitzunehmen. 😉

62. Nachtfotografie an der Kettenbrücke

Sobald völlige Dunkelheit einbricht, verwandelt sich das Zentrum Budapests in ein Paradies für Fotografen. Die kürzlich renovierte Kettenbrücke ist absolut perfekt beleuchtet und ihre Spiegelung auf der Donauoberfläche wirkt auf Fotos unglaublich gut.

Spazier über die Pester Promenade in Richtung Parlament, die Straßen sind sicher, wunderschön beleuchtet und voller flanierender Paare. Die Atmosphäre der nächtlichen Metropole ist hier viel ruhiger und entspannter als tagsüber.

63. Der Zoo für kleine Entdecker

Wenn du den Kindern Tiere versprichst, kannst du gar nichts falsch machen. Der Zoo im Stadtpark hat eine wunderschöne Jugendstil-Architektur der Elefantenhäuser und Pavillons, sodass auch Erwachsene hier etwas zu bestaunen haben.

Neben den klassischen Tieren findest du hier auch großartige interaktive Spielplätze und jede Menge Grün. Ein Familienticket kostet dich etwa 14.000 HUF (rund 35 €), aber du verbringst hier problemlos einen ganzen Nachmittag, ohne dass ein Kind auch nur einmal gähnt.

64. Romantik in den nächtlichen Gassen von Buda

Während in Pest nachts die Bässe aus den Clubs dröhnen, wird das historische Burgviertel am anderen Ufer nach neun Uhr abends völlig still. Die von altertümlichen Laternen beleuchteten Kopfsteinpflastergassen leeren sich, und du hast das Gefühl, die Zeit sei hundert Jahre zurückgesprungen. Ein Spaziergang um die beleuchtete Matthiaskirche und die Burgmauern ist absolut zauberhaft, und du triffst hier fast keine Touristenmassen.

Es ist der ideale Ort für verliebte Paare, die eine Flucht vor dem lauten Pest suchen. Von den Mauern aus siehst du zudem die wunderschön beleuchtete Kettenbrücke und den ganzen östlichen Teil der Stadt, ein Ausblick, an dem du dich einfach nie sattsiehst. ☺️

65. Der grüne Park Kopaszi gát für Familien

Wenn du mit Kindern reist und einen ruhigen Ort zum Erholen suchst, mach dich in den Süden der Stadt auf zu diesem rekultivierten Donaudamm. Kopaszi gát ist eine wunderschön angelegte grüne Halbinsel voller Kinderspielplätze, glatter Wege für Laufräder und gemütlicher Cafés.

Der Eintritt in den Park ist völlig kostenlos, und im Sommer kannst du dir hier direkt am Wasser eine Decke ausbreiten und ein Familienpicknick machen. Es ist ein riesiger Kontrast zum lebhaften Zentrum, und die Kinder haben hier viel sicheren Platz zum Herumtoben.

66. Der Philosophengarten und kostenlose Ausblicke

Wenn du den Gellértberg erkundest, verpass auf keinen Fall diesen schönen und oft übersehenen Ort. Der Philosophengarten verbirgt Bronzestatuen der größten Denker der Welt und es herrscht hier absolute Ruhe, weil sich kaum ein Tourist hierher verirrt.

Gleich neben dem Garten findest du eine Aussichtsterrasse, von der du einen der besten kostenlosen Ausblicke auf die Budaer Burg hast. Du kannst hier stundenlang auf einer Bank sitzen, die Schiffe auf der Donau beobachten und gibst dabei nicht einen einzigen Forint aus. 😉

Reiseplan: Was du in 1, 2 und 3 Tagen schaffst

Wenn du überlegst, wie du diese riesige Menge an Sehenswürdigkeiten logisch zusammenstellst, haben wir für dich einen kurzen Überblick über das Wichtigste vorbereitet. Budapest ist groß, der Schlüssel zum Erfolg ist also, nicht unnötig von einem Ufer zum anderen zu wechseln.

  • 1 Tag in Budapest: Beginne früh am Morgen auf der Budaer Burg und der Fischerbastei, um den Massen zu entgehen. Gegen Mittag gehst du über die Kettenbrücke zum Parlament und zur St.-Stephans-Basilika. Am Nachmittag gönnst du dir einen Lángos in der Großen Markthalle und den Abend schließt du mit einer Donau-Bootsfahrt ab.
  • 2 Tage in Budapest: Widme den ersten Tag ganz Pest, geh die Andrássy út, das Haus des Terrors und den Heldenplatz ab. Am zweiten Tag erkundest du das hügelige Buda, steigst auf den Gellértberg und gehst abends im Rudas-Bad oder in der Ruin Bar Szimpla Kert entspannen.
  • 3 Tage in Budapest: Drossle das Tempo. Nimm dir Streifzüge durch das jüdische Viertel ins Programm, ein Picknick und eine Radtour auf der Margareteninsel und reserviere dir mindestens einen halben Tag für echte Entspannung im Széchenyi- oder Lukács-Bad.

Ausflugsziele rund um Budapest

Wenn du in der ungarischen Metropole mehrere Tage verbringst und auch etwas anderes als nur die Großstadt sehen willst, bietet die Umgebung absolut großartige Ausflüge. Das beliebteste Ziel ist das barocke Städtchen Szentendre, das nur vierzig Minuten Fahrt mit der Vorortbahn HÉV nördlich des Zentrums liegt. Sobald du dort aussteigst, weht dir eine unglaublich entspannte Künstleratmosphäre entgegen. Du findest hier enge Kopfsteinpflastergassen, pastellfarbene Häuschen und viele kleine Galerien. Wir haben die dortige Uferpromenade lieben gelernt, wo man wunderbar mit einem Kaffee sitzen und die Boote beobachten kann.

Eine weitere fantastische Option ist das sogenannte Donauknie, wo der Fluss die Berge durchbricht und eine dramatische Biegung bildet. Steuere die historische Stadt Visegrád an, wo sich über dem Fluss eine mächtige mittelalterliche Zitadelle erhebt. Der Aufstieg zu ihr gibt dir zwar ein bisschen zu tun, aber die Panoramablicke auf den gewundenen Lauf der Donau sind die Mühe definitiv wert. Ein Stück weiter liegt dann Esztergom mit einer riesigen klassizistischen Basilika, die die überhaupt größte Kirche in ganz Ungarn ist.

Und wenn dir Wasser und echtes Sommerfeeling fehlen, steig in den Zug und fahr zum Plattensee (Balaton). Die Fahrt an die Südküste ins Ferienörtchen Siófok dauert nur etwas mehr als anderthalb Stunden. Das ungarische Meer bietet großartige Strände, seichtes, aufgewärmtes Baden und hervorragenden lokalen Wein. Wenn du eher weitere heiße Quellen erkundest, wirf unbedingt einen Blick in unseren ausführlichen Artikel über die Thermalbäder in Ungarn. Fans winterlicher Romantik freut sicher unser Guide zu den Weihnachtsmärkten in Budapest und für Koffeinliebhaber haben wir die besten Cafés in Budapest zusammengestellt. ☺️

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage braucht man für Budapest?

Für eine entspannte Erkundung der Stadt empfehlen wir drei bis vier Tage. An einem verlängerten Wochenende könnt ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf beiden Seiten der Donau besichtigen, in Thermalbädern baden und lokale Spezialitäten probieren. Wenn ihr nur zwei Tage habt, müsst ihr das Programm ziemlich straffen.

Wo sollte man in Budapest übernachten?

Die strategisch beste Wahl ist der V. Bezirk im Zentrum von Pest, von wo aus ihr die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen könnt. Großartig ist auch der VII. Bezirk in der Nähe der Ruinenbars, aber rechnet mit mehr nächtlichem Lärm. Vorsicht im noblen VI. Bezirk, wo ab 2026 ein absolutes Airbnb-Verbot gilt.

Wann sollte man nach Budapest reisen?

Ideales Wetter erwartet euch im Frühling im Mai und im Herbst im September, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Stadt nicht so überfüllt ist. Im Sommer kann es extrem heiß werden mit über dreißig Grad. Aber auch der Winter hat seinen Charme, vor allem dank der berühmten Weihnachtsmärkte und heißen Thermalbäder.

Ist Budapest teuer?

Trotz der jüngsten Preiserhöhungen ist die ungarische Hauptstadt immer noch deutlich günstiger als Wien und etwas günstiger als München. Sparen könnt ihr vor allem bei Unterkunft und Essen in lokalen Restaurants. Der größte Posten im Budget ist meist der Eintritt in die historischen Thermalbäder und ins Parlament.

Wie kommt man vom Flughafen ins Zentrum von Budapest?

Die beste und günstigste Option ist der direkte Flughafenbus 100E, der euch in vierzig Minuten direkt zum Deák Ferenc tér bringt. Das Ticket kostet 2.500 HUF und ihr könnt es mit Karte direkt beim Fahrer kaufen. Eine zweite sichere Möglichkeit ist, sich ein Auto über die Bolt-App zu bestellen.

Womit bezahlt man in Budapest?

Die offizielle Währung ist der ungarische Forint (HUF) und ihr solltet lieber nicht mit Euro bezahlen, da Restaurants sehr ungünstige Wechselkurse verwenden. Fast überall kann man mit Karte zahlen, daher braucht ihr nur wenig Bargeld. Beim Geldabheben am Automaten meidet immer die teuren Euronet-Geldautomaten.

Was sind die besten Thermalbäder in Budapest?

Die bekanntesten und größten sind die gelb-weißen Széchenyi-Bäder mit Außenbecken, aber sie sind oft sehr überfüllt. Wir persönlich empfehlen die türkischen Rudas-Bäder, die auf dem Dach einen Panorama-Whirlpool mit Blick auf die Donau haben. Beachtet, dass die ikonischen Gellért-Bäder derzeit geschlossen sind.

Was kann man in Budapest bei Regen machen?

Flüchtet in Museen oder ins heiße Wasser. Eine großartige Wahl ist das erschütternde Terrorhaus-Museum oder eine Führung durch die atemberaubenden Innenräume des Budapester Parlaments. Mit Kindern könnt ihr auch in den riesigen überdachten Wasserpark Aquaworld fahren, der etwas außerhalb der Stadt liegt.

Ist Budapest sicher?

Budapest gehört zu den sehr sicheren europäischen Städten und Gewaltkriminalität ist hier minimal. Das Einzige, worauf ihr wirklich achten müsst, sind Taschendiebe in der überfüllten Metro und Betrug in zwielichtigen Nachtbars. Steigt auch niemals in nicht gekennzeichnete Taxis auf der Straße ein.

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