Wann nach Japan reisen: Wetter, Kirschblüte und Herbstlaub 2026

Japan ist genau das Reiseziel, bei dem das richtige Timing darüber entscheidet, ob du völlig begeistert oder eher verschwitzt und erschöpft nach Hause zurückkehrst. Wer einen Japan Urlaub plant, sollte deshalb genau wissen, wann sich die Reise am meisten lohnt. Während sich das ganze Land im Frühling in zartes Rosa hüllt und im Herbst in den kräftigen Farben der Ahornbäume leuchtet, können die Sommermonate mit extremer Luftfeuchtigkeit ordentlich zusetzen. Die Wintermonate verwandeln die nördlichen Inseln dagegen in ein Paradies für Liebhaber von tiefem Pulverschnee. Schauen wir uns gemeinsam an, wann die beste Reisezeit ist, damit du das Land der aufgehenden Sonne genau nach deinen Vorstellungen genießen kannst. In diesem praktischen Guide findest du einen detaillierten Überblick über das Wetter, die Termine der Kirschblüte sowie über die japanischen Feiertage, um die du lieber einen großen Bogen machen solltest.

Zusammenfassung

  • Beste Reisezeit: Frühling (März bis Mai) und Herbst (Oktober und November) bieten die angenehmsten Temperaturen und eine wunderschöne Natur, allerdings musst du mit den größten Touristenmassen und höheren Preisen rechnen.
  • Kirschblüte 2026: Es wird eine frühere Blüte erwartet. In Tokio zeigen sich die ersten Blüten wahrscheinlich um den 19. März, während die volle Blüte zwischen dem 26. und 31. März einsetzt.
  • Herbstlaub (Momiji): Der Höhepunkt der Herbstfarben im beliebten Kyoto und in Tokio findet meist von Ende November bis Anfang Dezember statt.
  • Sommerliche Extreme: Juni und Juli bringen die Regenzeit namens Tsuyu, an die sich im August drückende Hitze mit hoher Luftfeuchtigkeit und Taifun-Risiko anschließt – ausgeglichen durch die grandiosen Sommerfestivals.
  • Winterfreuden: Von Dezember bis Februar ist Japan ein Paradies für Skifahrer. Besonders die Nordinsel Hokkaido bietet legendären Pulverschnee und das Baden in heißen Quellen inmitten verschneiter Landschaften.
  • Wann du lieber nicht reisen solltest: Meide die japanischen Feiertage, vor allem die sogenannte Golden Week Ende April und Anfang Mai, wenn Millionen Einheimische unterwegs sind und alles hoffnungslos ausgebucht ist.

Wann nach Japan reisen: 8 Dinge, die du wissen musst

Wenn du deine Reise wirklich perfekt planen möchtest, musst du einige entscheidende Faktoren berücksichtigen. Japan erstreckt sich nämlich über Tausende Kilometer von Nord nach Süd, sodass sich die klimatischen Bedingungen an ein und demselben Tag grundlegend unterscheiden können.

1. Sakura – die Jagd nach Kirschblüten und Touristenmassen

Die Kirschblüte ist zweifellos die ikonischste Zeit, um Japan zu besuchen. Die Kirschblütenfront (die sogenannte Sakura Zensen) zieht vom warmen Süden in Richtung des kühleren Nordens. Während auf der Südinsel Kyushu die ersten Blüten schon Mitte März erscheinen, fällt die Hauptsaison in Tokio und Kyoto meist auf Ende März und Anfang April. Wenn du auf die Nordinsel Hokkaido in die Gegend um Sapporo möchtest, erlebst du die rosa Pracht erst in der ersten Maihälfte.

Für die Saison 2026 sagen Meteorologen aufgrund eines wärmeren Februars und Märzes eine recht frühe Blüte voraus. In Tokio sollten die ersten Blüten etwa am 19. März erscheinen, während die schönste volle Blüte (Mankai) um den 26. bis 27. März erwartet wird. Im historischen Kyoto musst du dich ein klein wenig länger gedulden: Die ersten Blüten entfalten sich um den 24. März, die volle Blüte setzt in den letzten Märztagen ein. Das universellste und sicherste Zeitfenster für einen Besuch der Großstädte liegt somit etwa zwischen dem 29. März und dem 7. April.

Es ist aber ungemein wichtig zu wissen, dass die Schönheit der Sakura äußerst vergänglich ist. Ein einzelner Baum blüht rund zehn bis vierzehn Tage, doch der absolute Höhepunkt dauert nur fünf bis sieben Tage – und wenn ein stärkerer Frühlingsregen oder Wind aufkommt, können die Blütenblätter in einer einzigen Nacht abfallen. Hinzu kommt, dass diese Pracht mit dem absoluten Höhepunkt der Touristensaison zusammenfällt. Unterkünfte sind in dieser Zeit am teuersten im ganzen Jahr, und die Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge sind oft bis auf den letzten Platz ausgebucht.

💡 Tipp: Verfolge sorgfältig die japanischen Wettervorhersagen, etwa Websites wie die Japan Meteorological Corporation (JMC), die ihre Prognosen jede Woche aktualisieren. Buche deine Unterkunft für Ende März und Anfang April ruhig schon sechs bis acht Monate im Voraus über Booking.com.

2. Momiji – wenn sich die Ahornbäume im Herbst rot färben

Während der Frühling dem zarten Rosa gehört, steht der Herbst im Zeichen kräftiger Rot-, Orange- und Goldtöne. Die Beobachtung des Herbstlaubs, für die die Japaner die Begriffe Momiji oder Koyo haben, ist im Land genauso beliebt wie die Kirschblüte im Frühling – nur verläuft sie genau in die entgegengesetzte Richtung, von Nord nach Süd. Die Verfärbung der Blätter beginnt in den höchsten Lagen und wandert allmählich in die Tiefebenen und südlicheren Präfekturen hinab.

Im nördlichen Hokkaido rund um Sapporo beginnt das herbstliche Schauspiel schon Mitte September und dauert bis Anfang Oktober. Die herrlichen Japanischen Alpen und die Region Kamikochi erreichen ihren Höhepunkt etwa von Anfang bis Mitte Oktober. Die berühmte historische Region Nikko färbt sich von Ende Oktober bis Mitte November, während der Herbst in Tokio und Kyoto erst ganz am Ende November seinen Höhepunkt erreicht und oft bis in die ersten Dezembertage hineinreicht.

Gerade Kyoto ist für einen Herbstbesuch ein absolutes Juwel. Warme Jahre können die Hauptsaison verschieben, doch das ideale Zeitfenster für einen Besuch der Tempel Tofuku-ji, des beliebten Viertels Arashiyama oder des berühmten Kiyomizu-dera-Tempels liegt meist zwischen dem 20. November und dem 5. Dezember. In Tokio solltest du auf keinen Fall den traditionellen Rikugien-Garten verpassen, der in dieser Zeit auch nach Einbruch der Dunkelheit wunderschön beleuchtet ist.

💡 Tipp: Besuche die beliebten Tempel in Kyoto am besten direkt zur Öffnungszeit gegen sechs oder sieben Uhr morgens. An Herbstwochenenden sind in Kyoto so viele Menschen unterwegs, dass sich schon allein für den Eintritt in die Tempelgärten Schlangen bilden.

3. Der Frühling insgesamt und die erwachende Natur

Der Frühling in Japan bedeutet nicht nur Sakura. Die Monate von März bis Mai bieten insgesamt ein sehr angenehmes und mildes Wetter, das sich perfekt für lange Spaziergänge durch die Städte und Ausflüge in die Natur eignet. Die Temperaturen bewegen sich im April und Mai in Zentraljapan meist zwischen 15 und 25 °C, das heißt, für die Reise reicht dir eine leichte Jacke oder ein Pullover.

Nach dem Fallen der Kirschblüten beginnt die Zeit des sogenannten frischen Grüns, in der die Natur nach dem Winter endgültig erwacht. Die Parks sind voller blühender Azaleen, Glyzinien und Tulpen. Es ist außerdem eine großartige Zeit, um die lokale Gastronomie zu entdecken, vor allem wenn du Süßes liebst. Cafés und traditionelle Teehäuser bieten die verschiedensten Desserts mit Matcha-Geschmack sowie die traditionellen Frühlingssüßigkeiten Wagashi an, die kunstvoll in Blütenform gestaltet und völlig frei von tierischen Bestandteilen sind – da kommen also auch Vegetarier auf ihre Kosten.

Die Frühlingsmonate sind auch ideal für einen Besuch ländlicher Regionen, wo du das traditionelle Reispflanzen auf gefluteten Feldern beobachten kannst, in denen sich der Himmel spiegelt. Das Wetter ist in dieser Zeit recht stabil mit wenig Niederschlag, was den Frühling zur sicheren Wahl für alle macht, die zum ersten Mal nach Japan reisen.

💡 Tipp: Der Mai, direkt nach dem Ende der Golden Week, ist ein absoluter Geheimtipp. Das Wetter ist bereits schön warm, die Massen der Sakura-Jäger sind längst weg und die Natur ist herrlich frisch und grün.

4. Der Sommer bringt Tsuyu, Taifune, Hitze und grandiose Festivals

Die Sommermonate sind in Japan recht speziell und erfordern gute Vorbereitung. Etwa von Mitte Juni bis Mitte Juli kommt die Regenzeit namens Tsuyu. Das bedeutet nicht, dass es von morgens bis abends durchregnet, doch die Tage sind oft bewölkt und schwül, und häufige Schauer zwingen dich dazu, ständig einen Regenschirm dabeizuhaben. Die Temperaturen halten sich zwischen 22 und 28 °C, und in dieser feuchten Zeit blühen wunderschöne blaue und violette Hortensien.

Richtig extrem wird es allerdings Ende Juli und Anfang August, wenn der Höhepunkt der Sommerhitze einsetzt. In Tokio und Kyoto werden regelmäßig 35 °C erreicht, doch aufgrund der enormen Luftfeuchtigkeit von 78 bis 83 % steigt die gefühlte Temperatur noch deutlich höher. Der Aufenthalt im Freien während der Mittagsstunden kann sehr anstrengend sein, und es besteht ein reales Risiko eines Hitzschlags. August und September sind zudem die Hauptsaison für Taifune, die vor allem Okinawa, Kyushu und Shikoku treffen. Diese starken Stürme können deine Pläne leicht durchkreuzen, da wegen ihnen Flüge und Zugverbindungen ausfallen können.

Warum also überhaupt im Sommer reisen? Die Antwort sind die faszinierenden Sommerfestivals Matsuri und die Feuerwerke Hanabi. Der Juli gehört dem berühmten Gion Matsuri in Kyoto, im August erwacht die nördliche Stadt Aomori mit riesigen leuchtenden Wagen beim Nebuta-Festival zum Leben, und Osaka feiert auf dem Fluss beim Tenjin Matsuri. Sommerabende im Yukata (einem leichten Baumwoll-Kimono) mit Blick auf gigantische Feuerwerke haben schlichtweg eine unvergleichliche Atmosphäre.

💡 Tipp: Wenn du im Sommer reist, pack hochwertige Funktionswäsche ein und probier unbedingt die traditionelle Sommer-Leckerei Kakigori. Das ist fein geraspeltes Eis, übergossen mit süßen Sirupen, das dich in der japanischen Hitze garantiert abkühlt.

5. Der Winter im Zeichen von Skifahren, Onsen und Schneeaffen

Wenn du nicht zu den Hitzeliebhabern gehörst, wird dich der japanische Winter womöglich verzaubern. Während die Winter in Tokio und im zentralen Landesteil zwar kalt, aber sehr trocken und sonnig sind, erleben die Bergregionen und die Nordinseln gewaltige Schneemengen. Von Dezember bis März verwandelt sich Japan in eine Weltmacht im Wintersport, wobei die Hauptskisaison mit dem besten Schnee im Januar und Februar ihren Höhepunkt erreicht.

Legendäre Orte wie Niseko auf Hokkaido, Hakuba in Nagano oder die Region Niigata sind weltweit für die unschlagbare Qualität ihres Pulverschnees bekannt. Auch wenn du nicht Ski fährst, bietet der Winter fantastische Erlebnisse. Das schönste ist das sogenannte Yukimi-Buro, also das Baden in heißen Freiluftquellen (Onsen) inmitten des Schnees. Dieser Kontrast aus heißem Wasser und eisiger Luft ist absolut entspannend.

In Nagano kannst du außerdem von Dezember bis März den Jigokudani-Park besuchen, wo wilde Makaken genau dasselbe tun wie die Menschen und sich in heißen Teichen aufwärmen. Der Eintritt kostet rund 800 japanische Yen (etwa 5 €), und der Anblick der Affen mit verschneiten Köpfen ist unvergesslich. Städte wie Tokio oder Osaka erwachen im Winter dagegen mit riesigen Lichtinstallationen und winterlichen Illuminationen zum Leben, zu deren bekanntesten die Gegenden Marunouchi und Midtown gehören.

💡 Tipp: Buche dir für mindestens eine Nacht eine traditionelle Ryokan-Unterkunft mit eigenem Freiluft-Onsen. Anfang Februar solltest du außerdem das riesige Sapporo Snow Festival auf Hokkaido nicht verpassen, wo Künstler gigantische Skulpturen aus Schnee und Eis erschaffen.

6. Japanische Feiertage, die du unbedingt meiden solltest

Eines der wichtigsten Dinge bei der Planung einer Japanreise ist der Blick in den dortigen Feiertagskalender. Es gibt nämlich drei Zeiträume im Jahr, in denen das ganze Land gleichzeitig reist, die Preise für alles steil nach oben schießen und die Menschenmassen an Bahnhöfen und Sehenswürdigkeiten praktisch unerträglich werden.

Der schlimmste Zeitraum für ausländische Touristen ist die sogenannte Golden Week, die meist vom 29. April bis 6. Mai stattfindet. Dabei handelt es sich um eine Häufung von vier Feiertagen innerhalb einer Woche. Die Japaner nehmen Urlaub und besuchen ihre Familien oder machen Ausflüge. Die Shinkansen-Züge sind oft bis auf den letzten Stehplatz ausgebucht, die Hotelpreise vervielfachen sich und vor den Sehenswürdigkeiten bilden sich endlose Schlangen.

Der zweite riskante Termin ist das Sommerfest Obon, das etwa auf den 13. bis 16. August fällt. Es handelt sich um ein buddhistisches Fest zur Ahnenverehrung, verbunden mit massiven Bevölkerungsbewegungen aus den Großstädten zurück in die Heimatprovinzen. Der dritte problematische Zeitraum ist schließlich die Neujahrsfeier, etwa vom 29. Dezember bis 4. Januar. In dieser Zeit sind zwar nicht so viele Menschen auf den Straßen, doch die meisten Geschäfte, Restaurants, Museen und Tempelgärten haben schlichtweg geschlossen, sodass du als Tourist in den Städten kaum Möglichkeiten hast, etwas zu unternehmen.

💡 Tipp: Falls deine Reise genau auf diese Termine fällt und du sie nicht ändern kannst, reserviere Zugtickets und sämtliche Unterkünfte viele Monate im Voraus und bring eine gehörige Portion Geduld für die Fortbewegung in den Menschenmassen mit.

7. Monatlicher Überblick über Wetter und Temperaturen in den Regionen

Um dir die Planung zu erleichtern, haben wir eine Orientierungstabelle mit den durchschnittlichen maximalen Tagestemperaturen vorbereitet. Daraus siehst du deutlich, wie riesig die Unterschiede zwischen dem nördlichen Hokkaido (Sapporo), dem zentralen Japan (Tokio, Kyoto/Osaka) und dem subtropischen Süden (Okinawa) sind.

MonatTokioKyoto/OsakaSapporo (Hokkaido)Okinawa (Süden)
Januar10 °C9 °C-1 °C19 °C
Februar10 °C10 °C0 °C19 °C
März13 °C14 °C4 °C21 °C
April19 °C20 °C11 °C24 °C
Mai23 °C25 °C17 °C27 °C
Juni25 °C28 °C21 °C30 °C
Juli29 °C33 °C25 °C31 °C
August31 °C34 °C26 °C31 °C
September27 °C30 °C22 °C30 °C
Oktober21 °C23 °C16 °C28 °C
November17 °C17 °C8 °C25 °C
Dezember12 °C11 °C1 °C21 °C

Aus der Tabelle wird deutlich, wie vielfältig die Klimazonen Japans wirklich sind. Während du in Kyoto im August bei 34 °C im eigenen Schweiß badest, herrschen im nördlichen Hokkaido sehr angenehme 26 °C, was Sapporo zum perfekten Zufluchtsort vor der Sommerhitze macht. In Okinawa ist es dagegen das ganze Jahr über warm, und selbst im Januar fallen die Temperaturen hier nicht unter angenehme 19 °C.

💡 Tipp: Japan ist tatsächlich sehr langgestreckt, sodass es leicht passieren kann, dass du auf dem verschneiten Hokkaido noch im tiefen Pulverschnee Ski fährst, während du auf dem subtropischen Okinawa schon am Strand die Sonne genießen kannst.

8. Shoulder Season – die Enthüllung der allerbesten Reisezeit

Wenn wir das alles zusammenfassen, entdecken wir etwas Interessantes. Den absoluten Höhepunkt der Saison bilden zwar der April mit seinen Sakura und der November mit den roten Ahornbäumen, doch diese Monate fordern einen hohen Tribut in Form extremer Touristenmengen und hoher Unterkunftspreise. Die Kehrseite sind die Monate Juni und Juli mit dem unangenehmen Tsuyu-Regen sowie der anschließende August und September voller drückender Hitze und drohender Taifune.

Das wahre Geheimnis erfahrener Reisender ist deshalb die sogenannte Shoulder Season, also die Randzeit der Hauptsaison, die das absolut beste Verhältnis zwischen schönem Wetter, erträglichen Preisen und einer vernünftigen Menschenmenge bietet. Diese Monate sind vor allem die zweite Maihälfte und fast der gesamte Oktober.

Im Mai (strikt erst nach dem Ende der Golden Week) ist die Natur herrlich grün, die Tage sind lang und die Temperaturen halten sich um die idealen 23 bis 25 °C. Der herbstliche Oktober dagegen bringt Erleichterung nach der Sommerhitze, die Luftfeuchtigkeit sinkt endlich und der Himmel ist schön blau und klar. In beiden Monaten sinkt zudem das Risiko ausgefallener Verbindungen durch Taifune deutlich, und die Hotels bieten viel freundlichere Preise als im April- oder November-Ansturm.

💡 Tipp: Der Oktober ist laut vielen Reisenden überhaupt der beste Monat, um ganz Japan zu besuchen, denn er bietet ideale Bedingungen für lange Spaziergänge durch die Städte ebenso wie für anspruchsvollere Bergtouren.

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Praktische Zusammenfassung und Richtpreise für 2026

Bei der Budgetplanung ist es entscheidend zu wissen, dass das Timing deiner Reise einen enormen Einfluss auf deine Ausgaben hat. Nachfolgend nennen wir die ungefähren Preisunterschiede je nach Saison:

  • Unterkunft in der Hauptsaison (April, November): Ein Zimmer in einem ordentlichen Drei-Sterne-Hotel in Tokio oder Kyoto kostet dich etwa 100 bis 160 € pro Nacht. Ryokans können auch 240 € und mehr kosten.
  • Unterkunft außerhalb der Hochsaison (Juni, Februar, Randzeiten): Dasselbe Zimmer bekommst du oft 30 bis 40 % günstiger, meist um die 60 bis 90 € pro Nacht.
  • Flüge: Der Flugpreis richtet sich eher nach globalen Trends, doch Flüge über die Feiertage (Weihnachten, Neujahr) und kurz vor der Sakura-Saison sind meist am teuersten (oft über 1.000 €). Herbst- oder Wintertermine lassen sich mit etwas Glück dagegen auch unter 700 € finden. Direktflüge nach Tokio gibt es unter anderem ab Frankfurt und München mit Lufthansa oder ANA.
  • Essen und Transport: Diese Posten bleiben das ganze Jahr über stabil. Eine Schale ausgezeichnete Nudelsuppe kostet dich rund 6 bis 10 €, während sich Zugtickets und Tempeleintritte saisonal nicht ändern.

Wie geht es weiter

Wenn du bereits weißt, wann du losfährst, schau dir unsere weiteren Artikel an, die dir helfen, den Rest der Reise zu planen und dich im lokalen Verkehr zurechtzufinden:

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Häufig gestellte Fragen

Wann ist die absolut beste Zeit für einen Besuch in Japan?

Das beste Wetter mit angenehmen Temperaturen und einem Minimum an Extremen erlebst du im Frühling (April bis Mai) und im Herbst (Oktober bis November). Diese Monate bieten herrliche Naturkulissen, aber du musst mit einer größeren Anzahl an Touristen und höheren Preisen rechnen.

Wann genau blüht die Kirschblüte im Jahr 2026?

Erwartet wird eine relativ frühe Blüte. In Tokio sollten die ersten Blüten um den 19. März sprießen und die Vollblüte findet zwischen dem 26. und 31. März statt. In Kyoto wird die Situation sehr ähnlich sein, das ideale Zeitfenster für einen Besuch liegt etwa vom 29. März bis zum 7. April.

Ist es sicher, im Sommer während der Taifunsaison nach Japan zu reisen?

Ja, Reisen ist sicher, die japanische Infrastruktur ist hervorragend auf Taifune vorbereitet. Du musst aber damit rechnen, dass ein starker Taifun im August oder September zur Streichung von Inlandsflügen und zur Einstellung des Hochgeschwindigkeitszugverkehrs führen kann, was deinen Reiseplan unangenehm durcheinanderbringen könnte.

Was ist die Golden Week und warum sollte ich sie meiden?

Golden Week ist eine Reihe von Feiertagen Ende April/Anfang Mai (ungefähr vom 29. April bis 6. Mai), in der die meisten Japaner Urlaub nehmen. Das bedeutet extrem überfüllte Züge, hoffnungslos ausgebuchte Hotels und endlose Warteschlangen bei allen bedeutenden Sehenswürdigkeiten.

Wann ist in Japan die Regenzeit?

Die Regenzeit, bekannt als Tsuyu, dauert im Großteil des Landes (mit Ausnahme des nördlichen Hokkaido) etwa von Mitte Juni bis Mitte Juli. Es handelt sich dabei nicht um andauernde Regengüsse, aber die Tage sind oft bewölkt, sehr feucht und Schauer gehören zur Tagesordnung.

Wie weit im Voraus muss ich eine Unterkunft für die Kirschblütensaison buchen?

Für die Aprilsaison empfehlen wir, die Unterkünfte in Tokio und Kyoto mindestens sechs Monate im Voraus zu buchen. Wenn du dir eine gute Lage und vernünftige Preise sichern möchtest, kannst du ruhig schon im Herbst des Vorjahres nach Hotels suchen.

Wo kann man die Herbstahorne am besten beobachten?

Absoluter Höhepunkt ist das historische Kyoto mit seinen herrlichen Tempelgärten (zum Beispiel der Tofuku-ji-Tempel), die Region Nikko in der Nähe von Tokyo und die wilde Natur rund um die Japanischen Alpen. Die Blätter färben sich allmählich von Norden nach Süden während Oktober und November.

Was sind Onsen und wann besucht man sie am besten?

Onsens sind traditionelle japanische Bäder, die natürliche heiße Quellen vulkanischen Ursprungs nutzen. Sie können das ganze Jahr über besucht werden, aber das mit Abstand beste Erlebnis bieten sie in den Wintermonaten (Dezember bis Februar), wenn man im heißen Wasser im Freien baden kann, während ringsum Schnee liegt.

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