Edinburgh in Schottland: 31 Tipps für 2026, was du sehen und erleben kannst

Edinburgh in Schottland ist genau so, wie du es dir vielleicht in deinen kühnsten Träumen ausmalst. Dunkle gotische Türme ragen über kopfsteingepflasterten Gassen empor, von Weitem dringen die wehmütigen Klänge von Dudelsäcken zu dir herüber, und über allem wacht majestätisch ein Schloss auf dem Gipfel eines erloschenen Vulkans. Die Stadt besitzt einen unglaublichen Zauber, der dich sofort in den Bann zieht und nicht mehr loslässt.

Bei deinen Streifzügen durch die Stadt wirst du feststellen, dass sie aus zwei völlig unterschiedlichen Welten besteht. Auf der einen Seite verzaubern dich die verwinkelten mittelalterlichen Gassen der Altstadt voller Rätsel und Legenden, während sich ein paar Straßen weiter die georgianische Eleganz der Neustadt mit ihren breiten Boulevards vor dir auftut. Beide Stadtteile sind so einzigartig, dass sie zu Recht in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden.

Ich habe für dich 31 konkrete Orte und Erlebnisse zusammengestellt, von den berühmtesten bis hin zu versteckten Schätzen, an denen die meisten Touristen vorbeilaufen. Dazu gibt es Tipps, wo du übernachten solltest, wie du den Menschenmassen entkommst und was du über die neue Einreisegenehmigung wissen musst, ohne die du bald gar nicht mehr nach Großbritannien kommst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Foto: Igor Passchier / Pexels

Artikelinhalt

Zusammenfassung für Eilige

  • Neue Pflicht für Reisende aus der EU: Seit April 2025 brauchst du für die Einreise nach UK eine elektronische Genehmigung (ETA) für £20 (ca. 24 €), die du bequem über die offizielle App beantragst.
  • Tickets rechtzeitig sichern: Die Karten für Edinburgh Castle sind in der Saison schnell ausverkauft, also buche sie mehrere Wochen im Voraus online.
  • Achtung im August: Während der August-Festivals ist die Stadt komplett überfüllt und die Unterkunftspreise steigen auf das Doppelte bis Dreifache.
  • Vieles ist kostenlos: Das Nationalmuseum, der atemberaubende Ausblick vom Calton Hill oder ein Spaziergang durch das malerische Dean Village kosten dich keinen einzigen Pfund.
  • Zahle mit Karte: Die Stadt ist fast bargeldlos, sogar in Bussen hältst du einfach deine Karte ran, mit einer Tagesobergrenze von £5,70 (ca. 7 €).
  • Vergiss den Adapter nicht: In Schottland gibt es britische Steckdosen vom Typ G, also kommst du ohne Reiseadapter nicht aus.
Wann nach Edinburgh reisen
Foto: Valentine Kulikov / Pexels

Wann du nach Edinburgh in Schottland reisen solltest

Das schottische Wetter ist berüchtigt für seine Unberechenbarkeit, und die Einheimischen sagen gern, dass man hier locker vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag erlebt. Das milde ozeanische Klima bringt das ganze Jahr über häufige Schauer und starken Wind mit sich, deshalb lohnt es sich, immer eine gute wasserdichte Jacke dabeizuhaben und auf den Zwiebellook zu setzen. Denk beim Packen unbedingt an mehrere dünne Schichten, die du je nach Wetterlage an- und ausziehen kannst. Den Regenschirm lässt du lieber zu Hause – bei einer kräftigen Böe wäre er sofort kaputt. Investiere stattdessen in eine wirklich gute Regenjacke.

Der beste Kompromiss für einen entspannten Besuch sind die Monate Mai und September, wenn angenehme Temperaturen herrschen, die Tage lang genug sind und du den größten Touristenmassen entgehst. Im Sommer liegen die Temperaturen im Schnitt bei 17 bis 19 Grad, dabei dehnen sich die Tage auf unglaubliche 17 Stunden Tageslicht aus. Die Winter sind hier nicht extrem frostig, aber die hohe Luftfeuchtigkeit und die kurzen Tage machen sie zu einer Herausforderung für die hartgesottensten Reisenden.

Eine große Warnung gilt für den gesamten Monat August, wenn die Stadt das berühmte Fringe-Festival und das beliebte Military Tattoo beherbergt. In dieser Zeit platzen die Straßen aus allen Nähten, in Restaurants bekommst du ohne Reservierung keinen Platz und die Unterkunftspreise schießen in astronomische Höhen. Wenn du also nicht gezielt zu den Festivals reist, wähle für deine Reise lieber einen anderen Termin.

Wo in Edinburgh übernachten
Foto: Emiliano LG / Pexels

Wo du in Edinburgh übernachten kannst

💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten vergleichst und buchst du dann am besten über GetYourGuide.

Edinburgh ist eine recht kompakte Stadt mit riesiger Nachfrage nach Unterkünften, deshalb lohnt sich eine frühzeitige Reservierung über Booking unter allen Umständen. Die meisten Hotels bieten kostenlose Stornierung an, also buche ruhig im Voraus und sag im Zweifel stressfrei wieder ab.

Wenn du absoluten Luxus suchst oder eine besondere Feier planst, empfehle ich das ikonische Fünf-Sterne-Hotel The Balmoral mit seinem prächtigen Uhrturm direkt über dem Bahnhof Waverley. Für verliebte Paare ist das Boutique-Hotel The Witchery by the Castle ein absoluter Traum – es versteckt sich direkt am Schlosstor und bietet gotische Suiten mit unvergleichlich romantischer Atmosphäre.

Den goldenen Mittelweg mit hervorragendem Preis-Lage-Verhältnis bietet das Motel One Edinburgh-Royal, von dem aus du wirklich nur ein paar Schritte zur Royal Mile hast. Eine tolle Wahl ist auch das designorientierte Vier-Sterne-Hotel Radisson Collection Royal Mile mit modernen Zimmern mitten im Geschehen, oder das kleinere Boutique-Hotel The Inn on the Mile, das durch den feinfühligen Umbau einer ehemaligen historischen Bank entstand.

Für junge Reisende und alle mit kleinerem Budget ist das Castle Rock Hostel eine absolute Legende – es punktet mit fantastischer Community-Atmosphäre und der Lage direkt unterhalb des Schlossfelsens. Eine interessante Alternative sind die modernen Kapsel-Pods im Hostel CoDE Pod The Court, das in einem faszinierenden ehemaligen Gefängnisgebäude residiert und überraschend viel Privatsphäre bietet.

31 Tipps, was man in Edinburgh sehen und erleben kann
Foto: Oleksiy Yeshtokyn,🌻🇺🇦🌻 / Pexels

31 Tipps, was man in Edinburgh sehen und erleben kann

Schauen wir uns gemeinsam die konkreten Orte an, die diese Stadt so außergewöhnlich machen. Ich habe für dich einen Mix aus berühmten Sehenswürdigkeiten und kleineren Geheimtipps zusammengestellt, damit du die besten Erlebnisse mit nach Hause nimmst und auch Ecken entdeckst, an die sich normale Touristen meist gar nicht verirren.

Edinburgh Castle: Wahrzeichen der Stadt auf dem Vulkanfelsen
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1. Edinburgh Castle: Das Wahrzeichen auf dem Vulkanfelsen

Die meistbesuchte kostenpflichtige Attraktion ganz Schottlands thront majestätisch auf einem schwarzen Vulkanfelsen und dominiert die gesamte Stadt. Der Eintritt für Erwachsene kostet online £21,50 (ca. 25 €), wobei du beim Onlinekauf sparst und dir vor allem deinen Platz sicherst, denn Tickets vor Ort bekommst du oft gar nicht mehr. Das Areal selbst ist wie eine kleine Festungsstadt angelegt, und du findest hier Gebäude aus verschiedenen Epochen, die zusammen ein faszinierendes Mosaik der schottischen Geschichte ergeben.

Für eine gründliche Besichtigung des weitläufigen Komplexes solltest du mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Neben den Mauern mit überwältigenden Ausblicken auf die Stadt findest du hier interessante Museen, königliche Gemächer und das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt, die kleine St. Margaret’s Chapel aus dem frühen 12. Jahrhundert.

💡 Tipp: Kaufe deine Tickets mindestens zwei bis vier Wochen im Voraus, während der August-Festivals ruhig auch ein Vierteljahr früher, sonst kommst du gar nicht erst auf den Schlosshof.

Kronjuwelen und der Kanonenschuss am Schloss
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2. Kronjuwelen und der Kanonenschuss

Bei der Besichtigung des Schlosses darfst du auf keinen Fall die legendäre One O’Clock Gun verpassen, eine Kanone, die jeden Tag außer sonntags pünktlich um 13 Uhr abgefeuert wird. Ursprünglich diente dieser Schuss als Zeitsignal für die im nahen Hafen von Leith ankernden Schiffe, heute ist er eine beliebte touristische Tradition.

Das Highlight sind zweifellos die schottischen Kronjuwelen, die zu den ältesten in ganz Europa gehören. Zusammen mit ihnen ist hier auch der berühmte Stone of Destiny ausgestellt, auf dem über Jahrhunderte hinweg die schottischen Könige gekrönt wurden.

Ich muss dich aber darauf hinweisen, dass der Crown Room 2026 umfassend renoviert wird. Prüfe vor deinem Besuch also die aktuelle Verfügbarkeit der Ausstellung, damit du vor Ort nicht enttäuscht bist, und schau dir in der Zwischenzeit unbedingt Mons Meg an, die riesige mittelalterliche Belagerungskanone aus dem 15. Jahrhundert.

Royal Mile: Die Lebensader der Altstadt
Foto: Rino Adamo / Pexels

3. Royal Mile: Die Lebensader der Altstadt

Das Rückgrat des gesamten historischen Zentrums ist die berühmte Royal Mile, ein durchgehendes Band aneinandergereihter Straßen, die vom Schlosstor hinunter bis zum königlichen Palast führen. Beginne oben an der Esplanade und gehe nach und nach über die Abschnitte Lawnmarket, High Street und Canongate bergab. Jeder dieser Teile hat seine eigene Architektur und einen etwas anderen Charakter. Sie misst ungefähr eine schottische Meile, also rund 1,8 Kilometer, und ist von den schönsten historischen Steinhäusern gesäumt.

Achte beim Spaziergang unbedingt auf die sogenannten Closes und Wynds, schmale, oft dunkle und überdachte Gassen, die rechtwinklig von der Hauptachse abzweigen. Viele von ihnen verbergen wunderbare Überraschungen, etwa den malerischen und vor Touristen oft versteckten Dunbar’s Close Garden, in den du völlig kostenlos hineinkommst.

Die ganze Straße ist von Läden mit traditionellen Souvenirs, Tartan und Kaschmirschals gesäumt, aber auch von zahlreichen Straßenkünstlern und Dudelsackspielern. Es ist ein Ort, an dem ständig etwas los ist – und doch reicht es, in einen der Durchgänge abzubiegen, und du befindest dich in völliger Stille historischer Innenhöfe.

St Giles' Cathedral: Gotische Schönheit mit Kronturm
Foto: Mario Spencer / Pexels

4. St Giles‘ Cathedral: Gotische Schönheit mit Kronturm

Mitten im Herzen der Royal Mile stößt du auf die prächtige St Giles‘ Cathedral, die du sicher an ihrem charakteristischen Turm in Form einer königlichen Krone erkennst. Dieser gotische Bau ist das wichtigste religiöse Zentrum der Stadt und spielte während der stürmischen schottischen Reformation eine Schlüsselrolle.

Der grundlegende Eintritt in die Kathedrale ist völlig kostenlos, auch wenn es üblich ist, einen kleinen freiwilligen Beitrag zur Instandhaltung zu hinterlassen. Im Inneren beeindrucken dich wunderschöne Buntglasfenster, massive Steinpfeiler und eine unglaublich ruhige Atmosphäre, die in scharfem Kontrast zum Trubel auf der Straße draußen steht.

Wenn du Zeit hast, wirf unbedingt einen Blick in die wunderschön verzierte Thistle Chapel, die Heimat des schottischen Ritterordens vom Distel. Ihre Holzschnitzereien sind unglaublich detailliert und gehören zum Schönsten, was du in schottischen Kircheninterieurs überhaupt sehen kannst.

The Real Mary King's Close: Die unterirdische Geisterstadt
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5. The Real Mary King’s Close: Die unterirdische Geisterstadt

Direkt unter den belebten Straßen der Altstadt verbirgt sich ein Komplex zugemauerter Gassen und Häuser aus dem 17. Jahrhundert, in dem einst nur die Ärmsten lebten. Während der Pestepidemien und des späteren Stadtumbaus wurden diese Räume einfach mit neuen Gebäuden überbaut, wodurch ein faszinierendes unterirdisches Labyrinth voller unglaublicher historischer Zeugnisse entstand.

Die Besichtigung von The Real Mary King’s Close findet ausschließlich mit kostümiertem Guide statt und kostet £35 (ca. 41 €). Während der einstündigen Tour erfährst du eiskalte Geschichten über das damals harte Leben, Krankheiten und Verbrechen, die sich in diesen dunklen Ecken tatsächlich abspielten.

💡 Tipp: Die Untergrund-Tour ist äußerst beliebt und die Gruppen haben begrenzte Kapazität, also reserviere dein Zeitfenster-Ticket frühzeitig. Die Atmosphäre unten ist wirklich beengt, deshalb ist das Erlebnis für Menschen mit Klaustrophobie nicht ideal.

Palace of Holyroodhouse: Die königliche Residenz
Foto: Muhammed Zahid Bulut / Pexels

6. Palace of Holyroodhouse: Die königliche Residenz

Am unteren Ende der Royal Mile steht der prächtige Palace of Holyroodhouse, der bis heute als offizielle schottische Residenz des britischen Monarchen dient. Über Jahrhunderte war der Palast Schauplatz der bedeutendsten historischen Ereignisse, und noch heute spürst du hier die Präsenz der berühmten schottischen Königin Maria Stuart, die hier einen Teil ihres bewegten Lebens verbrachte. Der reguläre Eintritt kostet £22 (ca. 26 €), und im Preis inbegriffen ist der Rundgang durch die prunkvollen Staatsgemächer, in denen bis heute wichtige Zeremonien stattfinden.

Zum Areal gehören auch die romantischen Ruinen der Holyrood Abbey und die weitläufigen königlichen Gärten, die für sich genommen schon wunderschön sind. 2026 öffnen sich den Besuchern zudem die zuvor unzugänglichen privaten Gemächer der verstorbenen Königin Elisabeth II.

Du musst aber auf die Öffnungszeiten achten, denn der Palast ist nach wie vor in Betrieb, sodass die Monarchie ihn gelegentlich für die Öffentlichkeit schließt. Geschlossen ist garantiert vom 14. bis 18. Mai und vom 26. Juni bis 2. Juli 2026. Prüfe den Betrieb lieber noch am Tag vor deinem geplanten Besuch auf der offiziellen Seite der Royal Collection.

Erloschener Vulkan Arthur's Seat über Edinburgh
Foto: Richard Park / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

7. Arthur’s Seat und Salisbury Crags: Aufstieg auf den Vulkan

Direkt hinter dem königlichen Palast erhebt sich die wilde Natur des Holyrood Park, beherrscht von einem erloschenen Vulkan mit dem Gipfel namens Arthur’s Seat auf 251 Metern Höhe. Der Park umfasst eine Fläche von über 600 Acres, und du kommst dir hier eher wie in einem abgelegenen Teil der rauen schottischen Highlands vor als mitten im Herzen einer europäischen Metropole. Der Aufstieg selbst dauert etwa 30 bis 45 Minuten und ist die beste Art, die ganze Stadt aus der Vogelperspektive zu betrachten – völlig kostenlos.

Der Weg nach oben ist kein Spaziergang, das letzte Stück ist steinig und rutschig, also lass die Turnschuhe im Hotel und nimm solide Schuhe mit. Oben musst du mit starkem Wind rechnen, der hier praktisch ununterbrochen weht, aber der atemberaubende Blick auf das Schloss und die Förde Firth of Forth ist die kleine Mühe absolut wert.

Wenn du eine etwas leichtere, aber nicht weniger schöne Route suchst, spaziere entlang der dramatischen Klippen der Salisbury Crags, die sich direkt über der Stadt erheben. Besonders bei Sonnenauf- oder -untergang machst du hier dank des herrlich weichen Lichts absolut fantastische Fotos.

Monumente auf dem Calton Hill in Edinburgh
Foto: Daniel Kraft / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

8. Calton Hill: Die ikonischsten Ausblicke kostenlos

Wenn du keine Lust hast, auf den hohen Vulkan zu klettern, geh zum nahe gelegenen Calton Hill, den du vom Zentrum aus in knapp zehn Minuten bequem hinaufsteigst. Dieser niedrige Hügel am östlichen Rand der Neustadt ist ein absolutes Muss für jeden, der die ikonischsten Aufnahmen machen möchte. Die Einheimischen kommen außerdem gerne hierher, um das traditionelle Feuerfestival Beltane zu feiern, das hier Ende April immer den Himmel zum Leuchten bringt.

Du findest hier gleich mehrere interessante Bauwerke, von denen das auffälligste das unvollendete National Monument ist, das an den Parthenon in Athen erinnern sollte, aber wegen Geldmangels nur bei ein paar Säulen blieb. Heute wird es manchmal augenzwinkernd „Schande Edinburghs“ genannt, doch die Einheimischen haben es schließlich ins Herz geschlossen.

Der eigentliche Grund herzukommen ist aber das Dugald Stewart Monument mit seiner charakteristischen Kuppel, durch das man das berühmte Panorama der Altstadt mit dem Schloss im Hintergrund fotografiert. Der Zugang zum gesamten Hügel ist frei und es ist der ideale Ort für ein romantisches Picknick am Abend.

Scott Monument: Aufstieg über enge Treppen
Foto: Clément Proust / Pexels

9. Scott Monument: Aufstieg über enge Treppen

An der Grenze zwischen Alt- und Neustadt kannst du den majestätischen gotischen Turm zu Ehren von Walter Scott (angeblich das größte literarische Denkmal der Welt) nicht übersehen. Den Eintritt von £8 bis £9 (ca. 9–11 €) bezahlst du ausschließlich persönlich vor Ort, Onlinereservierungen funktionieren hier nicht.

Stell dich darauf ein, dass dich ein Aufstieg über 287 sehr enge und gewundene Stufen erwartet, die sich nach oben hin immer weiter verengen. Belohnt wirst du jedoch mit großartigen Ausblicken von mehreren verschiedenen Galerien mitten in die belebte Princes Street und auf den gegenüberliegenden Schlossfelsen.

Dieses dunkle Steingebäude sieht durch die Verschmutzung aus Zeiten der Industriellen Revolution aus, als wäre es vom Feuer versengt worden, was ihm ein unglaublich dramatisches und leicht düsteres Aussehen verleiht, das perfekt zur Stadt passt.

Princes Street Gardens: Die grüne Lunge des Zentrums
Foto: Emiliano LG / Pexels

10. Princes Street Gardens: Die grüne Lunge des Zentrums

Direkt unterhalb des Schlosses, im Tal, das die beiden historischen Stadtteile trennt, erstrecken sich wunderschöne öffentliche Gärten, in die sich Einheimische wie Touristen vor dem Großstadttrubel zurückziehen. Der Zugang ist frei, und die gepflegten Rasenflächen laden geradezu zum Ausruhen mit einem Kaffee in der Hand ein.

Kaum ein Besucher ahnt, dass sich an dieser Stelle einst der stark verschmutzte See Nor Loch befand, in den sämtliche Abwässer der Altstadt geleitet wurden und in dem Hexenproben abgehalten wurden. Im 19. Jahrhundert wurde der See zum Glück trockengelegt und durch diese wunderschönen Parks voller Blumenbeete ersetzt.

In den Wintermonaten verwandeln sich die Gärten bis zur Unkenntlichkeit, denn hier finden die traditionellen Weihnachtsmärkte mit einer riesigen Eisbahn und einem Riesenrad statt. Im August stößt du hier dafür auf zahlreiche Straßenvorführungen im Rahmen der Sommerfestivals.

National Galleries of Scotland: Kunst ohne Eintritt
Foto: Richard Harris / Pexels

11. National Galleries of Scotland: Kunst ohne Eintritt

Schottland glänzt mit seinem Umgang mit Kultur: Der Zugang zu den Dauerausstellungen aller Nationalgalerien ist völlig kostenlos. Bezahlt wird gegebenenfalls nur für spezielle Sonderausstellungen, die du je nach Interesse an der Rezeption dazubuchen kannst.

Deine ersten Schritte sollten in die Scottish National Gallery auf dem künstlichen Damm The Mound führen, wo du klassische Meisterwerke von Künstlern wie Rembrandt, Turner oder Botticelli findest. Die Räume sind wunderschön lichtdurchflutet, und du findest hier auch eine umfangreiche Sammlung schottischer Landschaftsmaler, die dir die raue Schönheit der hiesigen Landschaft näherbringt.

Erwähnenswert ist auch die National Portrait Gallery in der Neustadt, die in einem beeindruckenden neugotischen Gebäude aus rotem Sandstein residiert und die schottische Geschichte anhand von Porträts ihrer bedeutendsten Persönlichkeiten erzählt. Sie ist eine tolle Rettung an Tagen, an denen dich draußen der typische ausdauernde Regen überrascht.

Dean Village und Water of Leith: Ein Märchen am Fluss
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12. Dean Village und Water of Leith: Ein Märchen am Fluss

Nur etwa zehn Gehminuten von der belebten Princes Street entfernt versteckt sich die ehemalige Müllersiedlung Dean Village, die aussieht, als wäre sie aus einer ganz anderen Zeit. Malerische Steinhäuschen ducken sich an den Ufern eines schmalen Flusses, und der ganze Ort hat eine unglaublich ruhige, fast dörfliche Atmosphäre.

Das meistfotografierte Gebäude ist hier der rote Sandsteinkomplex Well Court aus dem späten 19. Jahrhundert, der ursprünglich als Musterwohnung für die örtlichen Arbeiter diente. Versuche, schon früh am Morgen herzukommen, denn in den engen Gassen zwischen den Häusern wird es tagsüber wegen der Fotografen ziemlich eng.

Von hier aus kannst du auf den schönen Fußweg Water of Leith Walkway abbiegen, der dem Flusslauf folgt und dich im Schatten hoher Bäume bis zur nahe gelegenen Galerie für moderne Kunst oder ins Viertel Stockbridge führt. Es ist ein absolut idyllischer Spaziergang.

Stockbridge: Bohemische Atmosphäre und Märkte
Foto: Micheile Henderson / Pexels

13. Stockbridge: Bohemische Atmosphäre und Märkte

Nördlich der eleganten Neustadt liegt das Viertel Stockbridge, das sich den Charakter eines eigenständigen, unabhängigen Dorfes bewahrt hat. Du findest hier die besten Cafés mit Spezialitätenkaffee, Antiquitätenläden, Plattenläden und jede Menge kleiner unabhängiger Weinhandlungen.

Ein absolutes Highlight ist der sonntägliche Stockbridge Market, der regelmäßig von 10 bis 16 Uhr stattfindet. Der kleine Platz füllt sich mit Ständen voller großartigem Street Food, Handwerksprodukten, frischem Gebäck und lokalen Käsesorten.

Mach Halt in der skandinavischen Bäckerei Söderberg – ihre Zimt- und Kardamomschnecken sind so gut, dass du dir gleich eine zweite für unterwegs kaufst. Dieses malerische Viertel bietet das ideale Refugium für alle, die faule Sonntagnachmittage lieben.

Grassmarket: Geschichte unterhalb des Schlosses
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14. Grassmarket: Geschichte unterhalb des Schlosses

Der geräumige Platz Grassmarket liegt in einer tiefen Senke direkt unter der Südwand des Schlosses und hat eine sehr düstere Vergangenheit hinter sich. Einst fanden hier öffentliche Hinrichtungen statt und Vieh wurde verkauft, heute ist es eine der lebendigsten Gegenden voller historischer Pubs und Restaurants.

Du findest hier Lokale mit Namen, die auf örtliche Legenden anspielen, etwa einen Pub, der nach Maggie Dickson benannt ist, einer Frau, die angeblich ihre eigene Hinrichtung überlebte. Es ist der ideale Ort für einen Abend draußen, wenn sich über dir der dramatisch beleuchtete Schlossfelsen erhebt.

Wenn dich der Appetit auf etwas Gesünderes überkommt, besuche in dieser Gegend das vegane Café Pumpkin Brown, wo es hervorragende frische Salate und ehrliche warme Gerichte aus rein pflanzlichen Zutaten gibt. Ein Stück weiter in der West Port solltest du dir auch die handgemachten Kuchen im gemütlichen Café Lovecrumbs nicht entgehen lassen.

Victoria Street: Vorbild für die Winkelgasse
Foto: Muhammed Zahid Bulut / Pexels

15. Victoria Street: Vorbild für die Winkelgasse

Vom Grassmarket steigt die Victoria Street in einem geschwungenen Bogen nach oben, die laut vielen Fans das Vorbild für die berühmte Winkelgasse aus den Harry-Potter-Büchern ist. Ihre untere Ebene bilden die wunderschön bunten Schaufenster kleiner Läden, während die obere Ebene eine steinerne Fußgängerterrasse bildet.

Du findest hier Buchläden, Scherzartikelgeschäfte und spezialisierte Boutiquen, die sich gerade auf Hexen-Souvenirs konzentrieren. Am schönsten ist die Straße von unten betrachtet, vom sogenannten West Bow aus, von wo du die richtige Neigung und Farbigkeit aller Fassaden einfängst.

Auch wenn J.K. Rowling nie offiziell bestätigt hat, dass gerade diese Straße ihre direkte Inspiration war, ist die visuelle Ähnlichkeit einfach unübersehbar, und beim Spaziergang hast du das Gefühl, du gehst gleich Schulsachen für Hogwarts einkaufen.

Greyfriars Kirkyard: Ein Friedhof voller Legenden
Foto: Ivan Dražić / Pexels

16. Greyfriars Kirkyard: Ein Friedhof voller Legenden

Dieser atmosphärische alte Friedhof unweit der Royal Mile hat einen unverwechselbaren Zauber, vor allem wenn der Nebel fällt. Der Zugang ist kostenlos und du spazierst hier zwischen uralten Grabsteinen, die an Zeiten erinnern, in denen die Stadt von Grabräubern heimgesucht wurde, die den örtlichen Anatomen Leichen lieferten.

Der berühmteste Bewohner des Friedhofs ist ein Skye Terrier namens Greyfriars Bobby, der laut Legende ganze vierzehn Jahre lang das Grab seines Herrchens bewachte. Seine kleine Statue findest du an der Ecke der George IV Bridge und Candlemaker Row, und die Einheimischen bitten dich, dem Hund nicht zur Glücksbringerei über die Nase zu reiben, weil das die wertvolle Bronzepatina beschädigt.

Der Friedhof hat eine besonders geheimnisvolle Atmosphäre und ist oft Schauplatz abendlicher Gruseltouren. Genau hierher kam die Schriftstellerin J.K. Rowling, um Inspiration zu schöpfen für ihre berühmtesten Werke.

Auf den Spuren von Harry Potter
Foto: Sonny Vermeer / Pexels
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17. Auf den Spuren von Harry Potter

Da wir gerade bei Harry Potter sind: Auf dem Greyfriars-Friedhof musst du die Grabsteine von Thomas Riddell und William McGonagall finden, deren Namen als offensichtliche Inspiration für die Figuren Lord Voldemort und Professorin McGonagall dienten. Vom Friedhof aus siehst du außerdem wunderbar auf die Privatschule George Heriot’s School, deren vier Häuser auffällig an die Aufteilung von Hogwarts erinnern.

Ein weiterer Kultort ist das Café The Elephant House an der George IV Bridge, wo die Autorin Stunden mit Schreiben verbrachte – mit Blick auf das Schloss. Leider brannte das Gebäude im August 2021 aus, und sowohl der Betrieb als auch das Datum der vollständigen Wiedereröffnung sind nach wie vor sehr unklar. Prüfe die Situation vorher also vorsichtshalber und nutze gegebenenfalls die kleinere Filiale direkt an der Victoria Street.

💡 Tipp: Du kannst dich einer der beliebten Potter-Trail-Touren zu Fuß anschließen, die nach dem Prinzip des freiwilligen Trinkgelds funktionieren und bei denen dich Guides in Zaubererumhängen zu allen Schlüsselorten führen.

Gebäude des National Museum of Scotland in Edinburgh
Foto: Nachosan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

18. National Museum of Scotland: Von Dinosauriern bis zum Schaf

Dieses großartige Museum an der Chambers Street ist ein architektonisches Juwel mit einer wunderschönen verglasten Halle aus der viktorianischen Ära. Der Eintritt ist erneut völlig kostenlos, und im Inneren findest du eine unglaubliche Mischung aus Exponaten, von der schottischen Geschichte bis zu Naturwissenschaften und Technik.

Das größte Highlight für neugierige Besucher ist zweifellos das ausgestopfte Schaf Dolly, das 1996 zum allerersten geklonten Säugetier der Welt wurde und im nahe gelegenen Forschungsinstitut in Roslin geboren wurde. Das Museum ist riesig und bietet viele interaktive Elemente, deshalb ist es die ideale Rettung für verregnete Nachmittage.

Fahr unbedingt mit dem Aufzug ganz hinauf auf die Dachterrasse im siebten Stock, von wo aus dir ein fantastischer und ungestörter Blick auf die gesamte Altstadt mit dem Schloss geboten wird. Die Öffnungszeiten kannst du direkt auf der offiziellen Website des Museums prüfen.

Gewächshäuser im Royal Botanic Garden Edinburgh
Foto: Richard West / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

19. Royal Botanic Garden: Grünes Paradies in Inverleith

Wenn du dich eine Weile von den steinernen Straßen erholen möchtest, fahr nördlich des Zentrums in den königlichen botanischen Garten. Das gesamte weitläufige Außenareal von 70 Acres ist ohne Eintritt zugänglich, auch wenn du am Eingang Spendenkästen für einen kleinen freiwilligen Beitrag findest.

Der Garten gehört zu den ältesten der Welt und begeistert dich mit sorgfältig gepflegten Beeten, Steingärten und riesigen Rhododendren, die hier im Frühling wunderschön blühen. Bezahlt wird nur für den Zugang zu den historischen Gewächshäusern, die exotische Pflanzen und riesige Seerosen aus tropischen Regenwäldern beherbergen.

Den Spaziergang durch den Garten kannst du wunderbar mit einem Besuch des angrenzenden Viertels Stockbridge verbinden, oder dir hier einen Kaffee auf der Terrasse mit Blick auf das ferne Stadtpanorama gönnen. Du kommst aus dem belebten Zentrum und hörst plötzlich nur noch Vögel und Wind. Das ist das Edinburgh, über das die Reiseführer kaum schreiben.

Pinguine im Edinburgh Zoo
Foto: Mark Owens / Wikimedia Commons, OGL v1.0

20. Edinburgh Zoo: Berühmte Pinguine auf dem Marsch

Der Zoo liegt an einem sanften Hang im Viertel Corstorphine, wohin du leicht mit einem normalen Stadtbus gelangst. Der Eintritt für Erwachsene kostet £29,50 (ca. 34 €), aber wenn du die Tickets online im Voraus kaufst, bekommst du einen kleinen Rabatt. Der Zoo konzentriert sich auf den Schutz bedrohter Arten und beteiligt sich an vielen internationalen Projekten, deshalb unterstützt dein Besuch eine gute Sache.

Das Highlight ist hier die riesige Kolonie von mehr als hundert Pinguinen, die den beliebten Penguin Rock bewohnen. Wenn das Wetter und die Laune der Vögel es zulassen, kannst du hier die berühmte Penguin Parade erleben, bei der die Pinguine einen kurzen Spaziergang auf einer abgesperrten Route mitten zwischen den Besuchern unternehmen.

Achtung, die berühmten Großen Pandas siehst du hier nicht mehr, Ende 2023 kehrten sie nach einem langen Aufenthalt nach China zurück. Trotzdem findest du hier hunderte weitere faszinierende Tiere, darunter Koalas und Schimpansen.

Leith und The Royal Yacht Britannia: Maritime Geschichte
Foto: Valentine Kulikov / Pexels

21. Leith und The Royal Yacht Britannia: Maritime Geschichte

Das Hafenviertel Leith im Norden der Stadt hat sich vom rauen Arbeitermilieu in eine absolut erstklassige Gastronomie-Destination mit Michelin-Bistros verwandelt. Wenn du hierher kommst, empfehle ich dir den fantastischen rein veganen Gastropub Harmonium, wo es ausgezeichnete pflanzliche Mac & Cheese gibt und du sogar einen tollen vegetarischen Haggis probieren kannst, der dem fleischigen Original in nichts nachsteht.

In den örtlichen Docks beim Einkaufszentrum Ocean Terminal liegt die berühmte königliche Yacht Britannia vor Anker, die jahrzehntelang der Herrscherfamilie auf ihren Reisen rund um die Welt diente. Für einen Eintritt von £21 (ca. 25 €) kannst du frei über ihre Decks spazieren – mit einem Audioguide, der in vielen Sprachen verfügbar ist.

Du siehst hier die bescheidenen Schlafräume der Matrosen ebenso wie die prunkvollen Empfangssäle und kannst dir sogar einen Nachmittagstee direkt auf dem königlichen Deck gönnen. Aktuelle Informationen und Zeiten findest du auf der Website der königlichen Yacht. Angesichts der Kapazität ist hier keine strikte Zeitreservierung nötig.

Camera Obscura und Outlook Tower an der Royal Mile
Foto: Enric / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

22. Camera Obscura & World of Illusions: Spaß nicht nur für Kinder

Direkt neben dem Schlosstor residiert in einem historischen Turm eine absolut einzigartige Unterhaltungsattraktion, die Erwachsene wie Kinder zuverlässig begeistert. Es ist im Grunde die älteste eigens errichtete Attraktion der Stadt, die schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb ist. Der Eintritt kostet £21,95 (ca. 26 €), und dich erwarten insgesamt fünf Etagen voller optischer Illusionen, Lichttricks und unterhaltsamer Spiegellabyrinthe.

Der Höhepunkt der Tour ist die eigentliche viktorianische Camera Obscura ganz oben auf dem Dach, die mithilfe eines Systems aus Spiegeln und Linsen ein Live-Bild des Geschehens aus den umliegenden Straßen auf einen großen Tisch in einem dunklen Raum projiziert. Es ist ein unglaublich faszinierendes Stück alter Technik.

Von der Dachterrasse aus bietet sich dir außerdem einer der besten Ausblicke auf die Royal Mile und die ganze Stadt, was du besonders beim Fotografieren zu schätzen weißt. Die Attraktion ist sehr beliebt, also lohnt es sich wieder, die Tickets vorab online zu kaufen.

Ein Glas schottischer Whisky
Foto: Andrew Patrick Photo / Pexels

23. Ein Erlebnis mit schottischem Whisky

In Schottland zu sein und Whisky zu ignorieren wäre eine Sünde, selbst wenn du kein eingefleischter Fan davon bist. Gleich am oberen Ende der Royal Mile findest du The Scotch Whisky Experience, wo man dich für £24 (ca. 28 €) im Rahmen des Basispakets Silver in einen kleinen Wagen in Fassform setzt und mit dir durch den gesamten Herstellungsprozess dieses goldenen Getränks fährt.

Teil der Tour sind natürlich auch eine Verkostung und der Besuch der größten privaten Whiskysammlung der Welt, die tausende Flaschen umfasst und in den beleuchteten Vitrinen wirklich beeindruckend aussieht. Wenn du eher eine moderne Interpretation suchst, geh ans andere Ende des Zentrums in das neue Erlebniszentrum Johnnie Walker Princes Street.

Die dortige Dachbar 1820 Rooftop Bar bietet neben fantastischen Cocktails auch einen unvergesslichen Blick auf das beleuchtete Schloss. Wenn du zum Whisky auch ein ordentliches Essen möchtest, mach dich auf den Weg ins nahe gelegene Restaurant David Bann mit seiner gerühmten pflanzlichen Küche, oder reserviere einen Tisch im legendären Henderson’s. Obwohl die Einheimischen traditionell fleischigen Haggis, Fish & Chips oder Lachs essen, ist die Stadt unglaublich freundlich gegenüber fleischloser Ernährung, und diese lokalen Spezialitäten findest du hier üblicherweise auch in rein pflanzlichen Varianten.

Royal Edinburgh Military Tattoo auf der Schloss-Esplanade
Foto: U.S. Army photo by Staff Sgt. Gabriel Bacewicz / Wikimedia Commons, Public domain

24. Edinburgh Fringe und Military Tattoo: die größte Festivalstadt der Welt

Wenn du Edinburgh in seiner wildesten Form erleben möchtest, komm im August. Jährlich findet hier das Edinburgh Festival Fringe statt, das größte Kunstfestival der Welt, das 2026 vom 7. bis 31. August läuft. Auf hunderten Bühnen in der ganzen Stadt finden rund fünfzehnhundert Vorstellungen statt, von Comedy über Theater bis Zirkus, und ein großer Teil der Straßenauftritte direkt auf der Royal Mile ist völlig kostenlos.

Parallel dazu findet auf der Schloss-Esplanade das festliche Royal Edinburgh Military Tattoo statt – eine mitreißende neunzigminütige Show von Dudelsackspielern und Militärkapellen mit dem beleuchteten Schloss im Hintergrund. Der Eintritt beginnt bei etwa £89 (ca. 104 €) und die Tickets sind oft schon mehrere Monate im Voraus ausverkauft, also kümmere dich rechtzeitig darum.

💡 Tipp: Der August ist magisch, aber rechne damit, dass die ganze Stadt überfüllt ist und die Unterkunftspreise auf das Doppelte bis Dreifache steigen. Wenn dich die Festivals nicht direkt locken und du Ruhe willst, plane deinen Besuch lieber im Mai oder September.

Eisenbahnbrücke Forth Bridge über den Firth of Forth
Foto: Kabelleger / David Gubler / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

25. South Queensferry und die Brücken über den Firth of Forth

Ein kleines Stück außerhalb der Stadt liegt das malerische Hafenstädtchen South Queensferry, über dem sich drei beeindruckende Brücken über die Förde Firth of Forth spannen. Die berühmteste ist die ziegelrote Auslegerkonstruktion Forth Bridge aus dem Jahr 1890, die seit 2015 zum UNESCO-Welterbe gehört – täglich überqueren sie rund zweihundert Züge, und sie zählt zu den meistfotografierten Bauwerken Schottlands.

Du kommst mit dem Zug vom Bahnhof Edinburgh Waverley in nur 25 Minuten hierher (steige an der Station Dalmeny aus) oder mit dem Bus. Vom Anleger aus starten zudem Bootsausflüge zur kleinen Insel Inchcolm mit ihrer gut erhaltenen Abtei.

💡 Tipp: Das stärkste Erlebnis ist, die Brücke mit dem Zug in Richtung der Region Fife zu überqueren und auf der anderen Seite in North Queensferry auszusteigen, von wo du den besten Blick auf die gesamte Konstruktion von unten hast.

Urquhart Castle am See Loch Ness
Foto: Eusebius / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

26. Auf den Spuren von Nessie: Tagesausflug in die Highlands und zum Loch Ness

Edinburgh ist die ideale Basis für einen Ausflug in die dramatischen schottischen Highlands. Von hier starten dutzende ganztägige Busausflüge, die etwa £55 bis £75 (ca. 64 bis 88 €) kosten und rund zwölf Stunden dauern. Die klassische Route führt durch das malerische Tal Glencoe zum legendären See Loch Ness, wo dich am Ufer die romantische Ruine von Urquhart Castle und natürlich die Aussicht auf die geheimnisvolle Nessie erwarten.

Harry-Potter-Fans sollten die Variante zum Viadukt Glenfinnan nicht verpassen, über das der Dampfzug Jacobite Steam Train, das Vorbild des berühmten Hogwarts-Expresses, fährt. Die Fahrkarte für den Zug selbst musst du aber separat und weit im Voraus reservieren, denn sie ist Monate vorher ausverkauft.

💡 Tipp: Auf eigene Faust an einem einzigen Tag in die Highlands zu fahren lohnt sich nicht, denn du würdest die ganze Zeit am Steuer sitzen. Verlässliche Anbieter sind Rabbie’s oder Highland Explorer.

Dunkles steinernes Untergewölbe
Foto: Kostiantyn Klymovets / Pexels

27. Edinburgh Vaults: dunkler Untergrund und Gruseltouren

Unter den mächtigen Bögen der South Bridge verbirgt sich ein Netz dunkler Kammern aus dem späten 18. Jahrhundert, die Edinburgh Vaults. Einst waren sie Werkstätten und Lager, später Zuflucht der ärmsten Bewohner der Stadt, und heute gehören sie zu den gruseligsten Orten Edinburghs. Besuchen kannst du sie nur in Begleitung eines Guides auf einer geführten, oft abendlichen Tour.

Der Eintritt für diese Touren beginnt bei etwa £17 (ca. 20 €), und die Tour selbst, oft nur bei Kerzenschein, dauert rund 75 bis 120 Minuten. Edinburgh wird nicht umsonst die Welthauptstadt der Geister genannt.

💡 Tipp: Die Abendtermine füllen sich schnell, also reserviere sie im Voraus. Wenn du mit kleineren Kindern reist oder eher empfindlich bist, wähle lieber die historische Tagesvariante der Tour.

Strand und Promenade in Portobello bei Edinburgh
Foto: M J Richardson / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

28. Portobello Beach: Edinburghs Meeresküste

Kaum jemand erwartet, dass die schottische Metropole einen eigenen Strand hat, und dabei liegt nur ein paar Kilometer vom Zentrum entfernt der viktorianische Küstenvorort Portobello mit breitem Sandstrand und einem Kilometer langer Promenade. Die Einheimischen kommen hierher zum morgendlichen Schwimmen, für einen Kaffee, ein Eis und Wochenendspaziergänge, sodass du Edinburgh ein wenig von seiner heimischen Seite erlebst.

Von der Princes Street fährst du in knapp zwanzig Minuten mit dem Bus hierher (Linien 12, 21 oder 26, die alle fünfzehn Minuten fahren), und der Zugang zum Strand ist natürlich kostenlos. Auf der Promenade stößt du außerdem auf die historischen Portobello Turkish Baths.

💡 Tipp: Am schönsten ist es hier an einem klaren Nachmittag, wenn sich die einheimischen Familien auf der Promenade einfinden – ein angenehmer Kontrast zur herausgeputzten touristischen Altstadt.

Damm zur Gezeiteninsel Cramond Island
Foto: Lewis Clarke / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

29. Cramond und Cramond Island: Gezeiteninsel für Abenteurer

Wenn du Orte magst, die die meisten Touristen nicht kennen, mach dich auf den Weg ins ruhige Küstendörfchen Cramond im Nordwesten der Stadt. Hier erwarten dich weiße Häuschen, eine Flussmündung und vor allem Cramond Island, eine kleine Insel, zu der man bei Ebbe zu Fuß über einen betonierten Damm hinüberlaufen kann, der von Panzersperren aus dem Zweiten Weltkrieg gesäumt ist.

Hier gilt aber eine entscheidende Regel: sicher hinüber kommst du nur etwa zwei Stunden vor der Ebbe und zwei Stunden danach, denn das Wasser steigt anschließend schneller, als du erwarten würdest. Vom Zentrum aus kommst du in etwa einer halben Stunde mit dem Bus hierher, und der Zugang ist kostenlos.

💡 Tipp: Die aktuellen sicheren Überquerungszeiten hängen auf einer Tafel direkt am Anfang des Damms aus. Unterschätze sie niemals, jedes Jahr müssen hier leichtsinnige Ausflügler gerettet werden, die auf der Insel festsitzen.

See Duddingston Loch im Holyrood Park
Foto: PAUL FARMER / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

30. Holyrood Park und der geheime Dr Neil’s Garden

Gleich hinter dem Palace of Holyroodhouse erstreckt sich der weitläufige Holyrood Park, ein Stück echter Wildnis mitten im Herzen der Stadt mit Klippen, kleinen Seen und dem Gipfel Arthur’s Seat. In seinem südöstlichen Zipfel verbirgt sich aber ein Schatz, an dem die meisten Besucher vorbeilaufen – Dr Neil’s Garden, ein geheimer Garten am See Duddingston Loch, in den der Eintritt frei ist und der täglich von 10 Uhr bis zur Dämmerung geöffnet hat.

Gleich daneben liegt Duddingston Village, eine der ältesten Siedlungen Edinburghs, mit einem der ältesten Pubs Schottlands. Auf dem Weg durch den Park stößt du auch auf den kleinen See St Margaret’s Loch mit Schwänen und der romantischen Ruine der St Anthony’s Chapel.

💡 Tipp: Verbinde diese Orte zu einem ruhigen halbtägigen Spaziergang. Es ist genau die Art von Edinburgh-Idylle, die andere Touristen völlig übersehen.

Weihnachtsmarkt unterhalb des Edinburgh Castle
Foto: Jim Barton / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

31. Edinburgh’s Christmas und Hogmanay: Wintermärchen unterm Schloss

Wenn du einen Besuch im Winter erwägst, dann wisse, dass Edinburgh zu den besten Adressen in ganz Europa gehört. Die traditionellen Weihnachtsmärkte in den East Princes Street Gardens starten etwa ab Mitte November, und der Eintritt dazu ist kostenlos (bezahlt werden nur einzelne Attraktionen wie Karussells, die Eisbahn und das Aussichts-Riesenrad direkt unterhalb des Schlosses).

Der absolute Höhepunkt ist aber Hogmanay, die weltberühmte schottische Silvesterfeier. Sie beginnt mit einem Fackelzug am 29. Dezember und gipfelt in einem grandiosen Feuerwerk um Mitternacht am 31. Dezember, das den Himmel direkt über dem Schloss zum Leuchten bringt. Für die große Street Party und das Konzert kauft man Tickets im Voraus.

💡 Tipp: Für das Neujahrsfeuerwerk selbst musst du kein teures Ticket kaufen. Einige der besten Ausblicke gibt es nämlich völlig kostenlos vom Gipfel des Calton Hill.

Wo in Edinburgh essen
Foto: Gül Işık / Pexels
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Wo du in Edinburgh essen kannst

Die örtliche Gastronomieszene dreht sich längst nicht mehr nur um frittierten Fisch mit Pommes und den traditionellen Schaf-Haggis. Die Stadt hat sich in den letzten Jahren in ein echtes Paradies für Feinschmecker verwandelt, und du findest hier alles von entspannten Cafés bis zu erstklassigen veganen Bistros. Wenn du gut essen willst, hast du wirklich die Qual der Wahl.

Da gute Lokale enorm gefragt sind, empfehle ich dir, Tische zum Abendessen mindestens einige Tage im Voraus zu reservieren. Das gilt besonders an Wochenenden und in den Sommermonaten, wenn die besten Tische blitzschnell vergeben sind und unangemeldete Gäste schlicht abgewiesen werden. Leitungswasser wird in Restaurants ganz selbstverständlich und kostenlos serviert, du musst nur freundlich danach fragen.

Toller Kaffee und schnelle Frühstücke

Kaffee und Frühstück in einem Edinburgher Café
Foto: Georgie Devlin / Pexels

Bei den morgendlichen Streifzügen lohnt es sich definitiv, frisches Gebäck und ausgezeichneten Kaffee anzusteuern. Die skandinavische Bäckerei Söderberg im Viertel Stockbridge kriegt dich mit ihren sündhaft guten Kardamomschnecken, die der absolut ideale Start in einen ungemütlichen Tag sind. Ein Stück vom Grassmarket entfernt findest du wiederum das großartige vegane Café Pumpkin Brown, wo man üppige Frühstücksbowls aus rein pflanzlichen Zutaten zaubert. Für die Rettung am Nachmittag nach anstrengendem Laufen ist dann das nahe gelegene Café Lovecrumbs eine sichere Bank, das eine der besten Auswahlen an handgemachten Kuchen weit und breit bietet.

Ehrliche Mittagessen und luxuriöse Abendessen

Vegetarisches Gericht in einem Edinburgher Restaurant
Foto: Sarah Arasco / Pexels

Wenn du tagsüber ins Hafenviertel Leith aufbrichst, darfst du den gerühmten Gastropub Harmonium nicht verpassen. Ihre deftigen veganen Varianten britischer Klassiker sind legendär und geben dir die Energie für die weitere Besichtigung der Stadt. Der Abend im Zentrum steht dann im Zeichen vielfältiger Geschmäcker. Ein großartiges Erlebnis erwartet dich im Restaurant David Bann, das die pflanzliche Gastronomie auf die höchste Ebene hebt, und das auch noch in einem wunderschönen, sanft beleuchteten Ambiente. Ein Klassiker für Liebhaber hochwertiger fleischloser Küche bleibt das traditionelle Lokal Henderson’s, das seit langen Jahrzehnten zu den Grundpfeilern der örtlichen Kulinarikszene gehört.

Wohin von Edinburgh aus weiter

Wenn du mehr als zwei Tage für deinen Besuch hast, mach dich unbedingt auf, die Schönheiten außerhalb der Stadt zu entdecken. Zu den einfachsten Halbtagesausflügen gehört der Besuch von South Queensferry, von wo aus du die ikonische rote Eisenbahnbrücke Forth Bridge bestaunst, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Dieses gewaltige Ingenieurwerk fasziniert Reisende seit über hundert Jahren, und das Städtchen selbst, voller bunter Häuser an der Küste, hat einen enormen Charme.

Sehr beliebt ist auch die nahe gelegene wunderschön verzierte Rosslyn Chapel, die der Roman „Sakrileg“ (The Da Vinci Code) berühmt machte, oder das majestätische Stirling Castle mit reicher Geschichte und atemberaubenden Ausblicken in die Landschaft. Wenn dich die raue Natur der Highlands lockt, dann wisse, dass wir empfehlen, Tickets fürs Schloss und den ganztägigen Ausflug zum Loch Ness vorab über GetYourGuide zu kaufen; kleinere Gruseltouren und Tickets für den Aussichts-Stadtbus bekommst du problemlos auch direkt vor Ort bei den lokalen Anbietern.

Häufig gestellte Fragen

Vor der Reise gehen dir sicher jede Menge praktischer Fragen durch den Kopf. Schottland hat seine Besonderheiten, und nach dem Brexit haben sich für Reisende aus der EU ein paar Dinge geändert. Deshalb habe ich Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt, die dir helfen, unnötige Überraschungen zu vermeiden und deine Reise völlig entspannt zu planen.

Was ist die UK ETA und brauche ich sie für Schottland?

Ja, ab April 2025 benötigen alle tschechischen Staatsbürger für die Einreise nach Großbritannien eine elektronische Reisegenehmigung ETA. Diese kostet £20 (ca. 24 €) und kann über die offizielle mobile App oder die Regierungswebsite gov.uk beantragt werden. Sie ist zwei Jahre gültig und der Antrag sollte einige Tage vor dem Abflug gestellt werden.

Wie funktioniert der öffentliche Nahverkehr und das Bezahlen in den Bussen?

MHD wird von Verkehrsbetrieben wie Lothian Buses betrieben und das System ist super einfach. Beim Einsteigen einfach mit der Zahlungskarte kontaktlos bezahlen (TapTapCap-System) und den Rest erledigt das System für dich, wobei niemals mehr als die Tagesobergrenze von £5,70 (ca. 7 EUR) abgebucht wird, egal wie oft du fährst. Zum Flughafen verkehren außerdem die praktischen Expresslinien Airlink oder die bequeme moderne Straßenbahn.

Brauche ich für Schottland einen Steckdosenadapter?

Auf jeden Fall ja. In Großbritannien werden Steckdosen vom Typ G verwendet mit drei massiven rechteckigen Stiften und einer Spannung von 230 V. Tschechische flache oder runde Stecker passen ohne speziellen Reiseadapter nicht hinein, daher kauft ihn am besten schon zu Hause, denn am Flughafen sind Adapter meist ziemlich überteuert.

Ist das Leitungswasser in Edinburgh trinkbar?

Ja, das schottische Leitungswasser ist absolut sicher zu trinken und gilt zudem als eines der leckersten in ganz Europa. Nimm ruhig eine wiederverwendbare Flasche mit und fülle sie tagsüber an den Trinkbrunnen in der ganzen Stadt auf.

Wie ist das mit dem Bezahlen und Bargeld?

Die Stadt ist nahezu bargeldlos und mit Karte kannst du buchstäblich überall bezahlen – von Bussen über Cafés bis hin zu Eintritten für Sehenswürdigkeiten. Schottische Banken drucken zwar eigene Pfund-Banknoten, aber die gelten überall gleich, sodass du dir über den Geldwechsel keine Gedanken machen musst.

Funktioniert mein Roaming in Schottland kostenlos?

Da das Vereinigte Königreich außerhalb der Europäischen Union liegt, ist Roaming hier nicht mehr automatisch kostenlos und hängt ganz von eurem tschechischen Anbieter ab. Einige Anbieter bieten es zwar noch an, aber die mit Abstand beste und günstigste Variante ist eine elektronische eSIM-Karte für Europa.

Brauche ich für Schottland eine spezielle Reiseversicherung?

Auf jeden Fall solltest du eine abschließen. Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) garantiert hier zwar nach dem Brexit Zugang zu notwendiger Notfallversorgung, deckt aber weder eine eventuelle Rückführung, Reiserücktritt noch Behandlungen in privaten Einrichtungen ab, was richtig teuer werden kann.

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Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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