Alaska Kreuzfahrt: Der komplette Reiseführer 2026 (Inside Passage, Glacier Bay, Preise)

So schön Skagway auch ist – der eigentliche Grund, weshalb die Menschen hierher kommen, ist die Bahn. Die historische Schmalspurbahn White Pass & Yukon Route ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Die Prospektoren bauten sie in unglaublichen sechsundzwanzig Monaten und sprengten dabei über vierhundertfünfzig Tonnen Sprengstoff in den harten Granitfelsen.

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Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Alaska übernachten kann
2 Unterkünfte — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

9. Die Bärenrettungsstation Fortress of the Bear

Einen Bären in freier Wildbahn in Alaska zu sehen ist der Traum fast jedes Reisenden – aber seien wir ehrlich: Von den touristenreichen Häfen halten sich Bären weit fern. Wer Bären sehen möchte, dem empfehle ich einen Besuch der Rettungsstation Fortress of the Bear, die sich etwas außerhalb von Sitka befindet.

Das ist kein Zoo, sondern eine gemeinnützige Organisation, die sich um verwaiste Bärenjungen kümmert, deren Mütter oft bei Kollisionen mit Fahrzeugen oder durch Wilderer ums Leben kamen. Die Bären leben in großen Gehegen, die aus ehemaligen Papierfabrik-Kläranlagen umgebaut wurden – nicht gerade natürlich, aber die Tiere haben hier Sicherheit und erstklassige Pflege.

Der Eintritt beträgt nur rund 15 USD, und ehrlich gesagt – als ich die Bären aus unmittelbarer Nähe sah, bedauerte ich, nicht mehr gegeben zu haben. Die Tierpfleger erzählen dir wunderbare Geschichten über jedes Tier beim Namen.

10. Pflichtstopp in Victoria, Kanada

Wenn deine Kreuzfahrt im amerikanischen Seattle beginnt und endet, wirst du mit ziemlicher Sicherheit einen kurzen Stopp im kanadischen Hafen Victoria auf Vancouver Island im Programm haben. Der Grund ist rein bürokratischer Natur: Ein amerikanisches Gesetz (der sogenannte Passenger Vessel Services Act, kurz PVSA) verbietet Schiffen unter ausländischer Flagge, Passagiere zwischen zwei amerikanischen Häfen zu befördern, ohne im Ausland Zwischenstopp zu machen.

Das Schiff legt daher meist am Abend an, oft nur für vier bis sechs Stunden. Die meisten Passagiere strömen sofort in Busse Richtung der berühmten Butchart Gardens – einem der schönsten und bestgepflegten botanischen Gärten der Welt.

Wer für den Garteneintritt kein Geld ausgeben möchte, dem empfehle ich, sich ein Taxi vom Hafen zu nehmen oder in das Zentrum von Victoria zu spazieren. Es ist ein wunderschönes Städtchen mit tief verwurzelter britischer Tradition, einem festlich beleuchteten Parlamentsgebäude und dem eleganten Fairmont Empress Hotel.

11. Schiffsausflüge vs. Ausflüge auf eigene Faust

Die Buchung von Ausflügen in den Häfen ist der Moment, wo das Budget am häufigsten strapaziert wird. Reedereiausflüge haben einen enormen Aufschlag – in der Regel dreißig bis fünfzig Prozent. Der Vorteil dieses Preises ist aber die Sicherheit: Schiffsexkursionen garantieren, dass das Schiff nie ohne dich ablegt, selbst wenn der Reisebus einen Reifenplatzer hat.

In Alaska bevorzugen wir persönlich unabhängige lokale Anbieter. Das bedeutet günstigere Preise, viel kleinere Gruppen und einen persönlicheren Zugang (wie ich beim Whale Watching beschrieben habe). Es gibt aber ein riesiges ABER: Wenn du die Abfahrt des Schiffes verpasst, wartet der Kapitän nicht auf dich. Hotel und Flug zum nächsten Hafen zahlst du dann knallhart aus eigener Tasche. Plane deshalb immer mindestens zwei Stunden Puffer vor der offiziellen Abfahrtszeit ein (dem sogenannten „All Aboard Time“).

12. Fähren für langsame Abenteurer (AMHS)

Wenn dich die Vorstellung, mit weiteren viertausend Menschen auf einem riesigen Schiff zusammengepfercht zu sein und abends in formeller Kleidung ins Restaurant zu gehen, aufrichtig erschreckt, gibt es eine hervorragende lokale Alternative: den Alaska Marine Highway System (AMHS), das staatliche Fährennetz.

Es funktioniert wie eine Art Wasserautobahn für die Einheimischen. Ein Ticket für Erwachsene von Washington State nach Alaska kostet etwa 250 bis 350 USD (ca. 230 bis 320 €). Auf diesen Schiffen gibt es keine Pools oder Kasinos – nur schlichte Beförderung. Das Budget lässt sich hier deutlich drücken, indem man keine teure Kabine bucht, sondern sein eigenes Zelt direkt auf dem offenen Achterdeck aufschlägt und unter dem Sternenhimmel schläft, wie ein echter Abenteurer. ☺️

Wann du auf Alaska Kreuzfahrt fahren solltest und wie das Ganze funktioniert

Die Kreuzfahrtsaison nach Alaska ist durch das unberechenbare Wetter eng begrenzt. Die ersten Schiffe legen Ende April ab, die letzten verlassen die Gletscherbuchten üblicherweise gegen Ende September. Wer den goldenen Mittelweg zwischen gutem Preis und erträglichem Wetter sucht, dem empfehle ich Ende Mai oder Anfang September. Seattle als Abfahrtshafen erwartet 2026 einen Rekordansturm – ein Jahr im Voraus zu planen ist daher keine Option mehr, sondern absolute Pflicht. Das Überlebensgeheimnis in Alaska heißt außerdem: Lagen-Prinzip. Morgens herrscht Frost, mittags in der Sonne zieht man das T-Shirt aus, und abends an Deck sucht man wieder die Mütze.

Bereits die Alaska Kreuzfahrt 2024 brach alle historischen Besucherrekorde, und 2026 verspricht noch mehr Trubel, da neue Reedereien in alaskische Gewässer vordringen. Wer ab Seattle oder Vancouver startet, braucht nur einen einfachen Flug aus Europa. Vom Flughafen kommst du dann bequem per Uber oder Schiffstransfer direkt zum Terminal.

Viele fragen uns, wie man zum Hafen Seward kommt – grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten. Von Anchorage (wo du landest) erreichst du Seward entweder mit dem landschaftlich atemberaubenden Zug der Alaska Railroad (selbst schon ein Erlebnis) oder mit einem Sonderbus. Die Fahrt dauert rund zweieinhalb bis drei Stunden durch spektakuläre Natur.

Wie du die richtige Kabine wählst

Bei der Kabinenwahl muss ich dich eindringlich vor einem Fehler warnen. Innenkabinen ohne Fenster mögen preislich verlockend wirken – sie beginnen schon ab etwa 400 bis 700 USD pro Woche –, aber für Alaska ist das schlicht die schlechteste Idee überhaupt. Das Wetter draußen ist oft rau, und die Vorstellung, sich mit dreitausend anderen Passagieren auf dem offenen Oberdeck bei starkem Wind um den Blick auf einen abbrechenden Gletscher zu streiten, hat wenig Romantisches.

Ich halte eine Balkonkabine für absolut unverzichtbar. Glaub mir: Das Gefühl, morgens in eine Decke eingewickelt heißen Tee auf dem eigenen Balkon zu trinken, während blaue Eisbrocken vorbeischwimmen, ist schlicht unbezahlbar. Innenkabinen mögen in der Karibik funktionieren, wo man den ganzen Tag am Pool liegt – Alaska aber lebt von den Ausblicken.

Die Preise für Balkonkabinen bewegen sich 2026 im Schnitt zwischen 1.300 und 2.500 USD (ca. 1.200 bis 2.300 €) pro Person. Das ist ein Aufpreis, der sich aber lohnt: Wenn du morgens im Bademantel Kaffee auf deinen eigenen Balkon trägst und dabei einen Orca vorbeigleiten siehst, vergisst du jeden ausgegebenen Dollar. Traditionelle Marktführer sind Princess Cruises und Holland America Line, die bevorzugten Zugang zu den Gletscherbuchten genießen. Eine ausgezeichnete Wahl für anspruchsvollere Reisende ohne Kinder ist Celebrity Cruises. Wer mit der Familie unterwegs ist und lebhaftere Unterhaltung nicht scheut, ist bei Norwegian Cruise Line Alaska oder der zauberhaften Disney Cruise Alaska bestens aufgehoben. Deutsche Reisende sollten übrigens auch Alaska Kreuzfahrt Mein Schiff (TUI Cruises) und Alaska Kreuzfahrt AIDA auf dem Radar haben – beide bieten deutschsprachige Programme und ein vertrautes Ambiente an Bord.

Der Grundpreis der Kreuzfahrt ist allerdings nur der Anfang – das solltest du im Budget unbedingt einkalkulieren. Hinzu kommen Hafengebühren und Steuern (rund 250 USD), das obligatorische Trinkgeld für das Personal (etwa 18 bis 25 USD pro Tag) sowie optionale Internet- oder Getränkepakete, die pro Tag leicht weitere 100 USD kosten können.

Vor dem Einsteigen (oder nach der Ankunft) wirst du fast sicher mindestens eine Nacht in der Hafenstadt verbringen müssen. Fliege nie am selben Tag ab, an dem das Schiff auslegt – jede Flugverspätung würde bedeuten, dass das Schiff ohne dich ablegt. In Seattle übernachten wir gerne in der Nähe des Pike Place Market, von wo es nur ein kurzer Weg zum Terminal Pier 66 ist. Einen Blick wert ist zum Beispiel das schöne Hotel The Edgewater, das direkt am Wasser liegt.

Routen: Wohin die Fahrt geht und wie du die richtige Strecke wählst

Diese Entscheidung beschäftigt die meisten am intensivsten. Rundreise ab Seattle oder Einweg ab Vancouver? Spoiler: Es hängt vor allem davon ab, wie viel Logistik du rund um die Flüge lösen möchtest. Gut vier Fünftel der Reisenden entscheiden sich für die Rundreise – und das ist auch unser Tipp für die erste Alaska-Reise. Jede Route hat aber ihre Besonderheiten und Tücken. Wer etwa empfindlich auf Seekrankheit reagiert, sollte das unbedingt in die Überlegung einbeziehen.

Die beliebteste Wahl ist die Rundkreuzfahrt ab Seattle. Die Reise beginnt und endet am selben Ort, was bei den Rückflügen nach Deutschland enorm Geld spart. Diese Schiffe müssen allerdings an der Westküste der Vancouver Island durch den offenen Pazifik fahren, wo es gelegentlich etwas rauer werden kann. Ein typisches Itinerar führt nach Juneau, Skagway, Ketchikan und zu einer Gletscherpassage. Wer aus Deutschland startet, findet gute Direktflüge nach Seattle etwa mit Lufthansa oder über Umsteigeverbindungen mit Eurowings oder Condor.

Die zweite sehr beliebte Variante ist die Alaska Kreuzfahrt ab Vancouver. Der Vorteil: Die Schiffe durchfahren vom ersten Tag an die geschützten Gewässer der Inside Passage (Innerer Durchgang), wo dank der umliegenden Inseln kaum Wellengang herrscht. Seekrankheit ist hier wirklich kaum ein Thema. Vancouver ist übrigens mit Air Canada und Condor ab mehreren deutschen Städten gut erreichbar.

Wer Alaska in seiner ganzen Vielfalt erleben und auch das Landesinnere mit dem Denali-Nationalpark erkunden möchte, dem empfehle ich die sogenannte Glacier Discovery Route. Es handelt sich um eine einseitige siebentägige Kreuzfahrt von Vancouver zu den alaskischen Häfen Whittier oder Seward (oder umgekehrt). Nach der Landung kann man die Reise mit Zug und Bus tiefer in die alaskische Wildnis fortsetzen. Logistisch aufwändiger und teurer, da Einwegflüge nötig sind – aber man sieht Alaska in seiner vollen Pracht.

Das Gletscher-Duell: Welche man sehen sollte und was man erwartet

Ein ganzer Tag deiner Kreuzfahrt ist ausschließlich der Gletscherbeobachtung gewidmet. An diesem Tag verlässt du das Schiff nicht, ziehst das Wärmste an, was du hast, und stehst mit einem Becher heißer Schokolade an Deck, während der Kapitän langsam in einer eisbedeckten Bucht manövriert.

Der Glacier Bay National Park ist der Moment, wegen dem Menschen nach Alaska reisen. Und nachdem wir dort waren, verstehen wir vollkommen warum. Es handelt sich um einen streng geschützten Nationalpark, in den die Verwaltung täglich nur zwei große Kreuzfahrtschiffe einlässt. Priorität haben hauptsächlich Schiffe von Princess und Holland America. An Bord kommt aus einem kleinen Boot ein echter Ranger der Parkverwaltung, der dann über die Schiffsanlage faszinierende Geschichten über Bären, Buckelwale und die Geschichte des urzeitlichen Eises erzählt. Die Bucht ist voller Leben, und der Anblick des ikonischen Margerie Glacier ist wohl der stärkste Moment der gesamten Reise.

Wenn dein Schiff keine Genehmigung für die Glacier Bay hat, fährt es höchstwahrscheinlich zum Hubbard Glacier. Das ist ein echtes Monster. Es handelt sich um den größten Gezeitengletscher Nordamerikas, dessen Stirnwand unglaubliche elf Kilometer breit ist und über hundertzwanzig Meter aus dem Meer ragt. Er wird der galoppierende Gletscher genannt und ist für massives Kalben bekannt – also das Abbrechen gewaltiger Eisstücke, das wie ein Kanonenschuss klingt, dem ein Donnergrollen folgt. Ich muss allerdings ehrlich warnen: Der Weg zu ihm führt durch einen etwas wilderes Gewässer. Wenn dichter Nebel fällt oder zu viele Eisschollen im Meer treiben, nähert sich der Kapitän aus Sicherheitsgründen nicht heran.

Die dritte beliebte Alternative ist der enge Fjord Tracy Arm mit dem Dawes Glacier an seinem Ende. Es ist eine wunderschöne, dramatische Granitschlucht voller rauschender Wasserfälle. Da der Fjord sehr schmal ist, haben große Kreuzfahrtschiffe hier Manövrierprobleme und kommen dem Eis oft nicht nahe genug.

Stopps auf der Route: 12 Orte und Erlebnisse, die du nicht verpassen solltest

Jeder Hafen entlang der Inside Passage erfüllt eine etwas andere Rolle. Ich muss dich aber gleich am Anfang warnen: Erwarte keine romantische, stille Wildnis. Sobald drei Kreuzfahrtriesen gleichzeitig am Pier liegen, verwandeln sich die Zentren dieser kleinen Städtchen innerhalb kürzester Zeit in einen pulsierenden Touristentrubel. Dennoch findest du hier absolut fantastische Dinge. Das sind unsere Tipps.

1. Juneau und der majestätische Mendenhall Glacier

Juneau ist die Hauptstadt Alaskas, zu der keine einzige Straße führt. Man kann nur hinfliegen oder hinfahren – per Schiff. Es ist eine faszinierende Stadt, umgeben von steilen Bergen. Das Hauptattraktion, zu dem so ziemlich alle pilgern, ist der Mendenhall Glacier, der nur knapp zwanzig Kilometer vom Zentrum entfernt liegt.

Der Eintritt zum Gletscher und zum Besucherzentrum ist praktisch kostenlos (oder gegen eine kleine Gebühr). Man kommt einfach mit Lokalzügen dorthin, die direkt vom Schiffsterminal pendeln und rund 60 USD für die Hin- und Rückfahrt kosten. Der Spaziergang zum riesigen Nugget Falls Wasserfall, der direkt neben dem Gletscher stürzt, ist absolut zauberhaft.

Ich muss aber eine traurige Tatsache erwähnen: Der Gletscher zieht sich durch die Erderwärmung mit erschreckender Geschwindigkeit zurück und wird jedes Jahr kleiner. Auch deshalb empfehle ich, einen Alaskabesuch nicht auf die lange Bank zu schieben. Nach der Rückkehr vom Gletscher kann man im Zentrum von Juneau mit der Mt Roberts Tramway auf den Berg über der Stadt fahren, von wo es einen fantastischen Ausblick auf den gesamten Hafen und dein Schiff gibt. Lukáš hat zwar leichte Höhenangst, aber in die Gondel haben wir ihn schließlich gelockt – und der Ausblick hat die Nerven mehr als aufgewogen.

2. Buckelwal-Beobachtung von kleinen Booten aus

Wenn du Tiere liebst und Wale sehen möchtest – konkret Buckelwale und gelegentlich Orcas –, ist Juneau wohl der beste Ort der Welt dafür. Die Wale kommen im Sommer zum Fressen hierher und halten sich in den flachen Gewässern nahe des Hafens auf.

Der größte Fehler ist, eine Massenexkursion über die Reederei auf einem riesigen Katamaran für hundert Personen zu buchen. Stattdessen empfehle ich, einen Ausflug bei lokalen unabhängigen Anbietern zu reservieren (zum Beispiel Harv & Marv’s Outback Alaska), die dich auf einem kleinen Boot für maximal sechs Personen mitnehmen.

Der Preis liegt zwar zwischen 180 und 360 USD (ca. 165 bis 330 €), aber die Wale sind so unglaublich nah, dass Lukáš und ich fast vergaßen zu atmen – ganz ohne nervendes Gedränge am Reling. Die lokalen Kapitäne wissen genau, wohin sie fahren müssen, und garantieren drei volle Stunden direkt auf dem Wasser. Dazu bringen diese erfahrenen Anbieter dich zuverlässig rechtzeitig zurück zum Schiff.

3. Das Städtchen Skagway und das Flair des Goldrauschs

Skagway liegt am nördlichsten Zipfel der Inside Passage und funktioniert im Grunde als lebendiges Museum des legendären Klondike-Goldrauschs von 1898. Beim Spaziergang durch das Zentrum fühlt man sich wie in einem Westernfilm. Wenn man die Augen schließt, kann man sich lebhaft vorstellen, wie vor hundert Jahren verzweifelte Goldsucher durch den Schlamm wateten.

Das gesamte Zentrum ist gesäumt von Holzstegen, historischen Gebäuden und Saloon-Bars aus der Gründerzeit. Das ist unglaublich fotogen, obwohl ich ehrlich zugeben muss, dass in der Hochsaison bis zu viertausend Touristen täglich von Bord gehen, was das Erlebnis doch recht überfüllt macht. 😅

Nicht verpassen darfst du den berühmten Red Onion Saloon, der früher als exklusives Bordell für Goldsucher diente. Heute trinkt man hier ausgezeichnetes Bier, und die Bedienungen in historischen Korsetts erzählen bereitwillig pikante Geschichten aus der Vergangenheit.

4. Fahrt mit der White Pass & Yukon Route Bahn

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Wo man essen sollte

Das Thema Essen an Bord können Lukáš und ich stundenlang diskutieren. Im Preis inbegriffen sind das Hauptrestaurant mit mehrgängigem Abendmenü und ein riesiges Buffet, das von früh bis spät geöffnet ist – für uns eine gewisse Versuchung. Lachs begegnete uns überraschend häufig auch an Bord, und er war ausgezeichnet. Was nicht im Preis enthalten ist: die sogenannten Specialty Restaurants (Steakhäuser, Sushi-Bars), für die ein Aufpreis von 30 bis 50 USD pro Person fällig wird. Bedenke außerdem, dass Getränke – abgesehen von Wasser, Filterkaffee und Morgensäften im Buffet – separat bezahlt werden. Wer gerne zum Mittag- und Abendessen Wein trinkt oder ein paar Cocktails am Pool genießt, sollte vorher durchrechnen, ob sich ein All-inclusive-Getränkepaket lohnt.

Wenn du die Festlandhäfen erkundest, gönne dir eine Pause vom Schiffsessen. In Skagway oder Juneau stößt du auf lokale Restaurants, die einen Salmon Bake anbieten: riesige Filets frischer alaskischer Lachse, die langsam auf einem Rost über offenem Erlenholzfeuer im Freien gegart werden. Kein günstiges Abendessen, aber diesen Duft und Geschmack findest du nirgendwo sonst auf der Welt. In Juneau stehen Lukáš und ich immer gerne in der Schlange bei Tracy’s King Crab Shack für unglaublich leckere Krabben. Und wer Lust auf ein richtiges Fischmahl mit Hafenblick direkt in Skagway hat, geht am besten gleich ins Skagway Fish Company – die besten Fish and Chips weit und breit.

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Weitere Reiseziele

Wenn dich der wilde Norden der USA und Alaska fasziniert, schau dir auch unsere weiteren ausführlichen Artikel zu diesem atemberaubenden Reiseziel an, in denen wir noch mehr ins Detail gehen:

Tipps & Tricks für eine reibungslose Reise

Das sind unsere bewährten Websites und Dienste, die Lukáš und ich selbst seit Jahren nutzen und ohne die wir nicht mehr verreisen.

Wo man Flüge findet

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Reiseversicherung nicht vergessen

Auf einer Kreuzfahrt – und erst recht in den USA mit ihrem teuren Gesundheitssystem – ist eine gute Reiseversicherung absolut unverzichtbar. Für kürzere Reisen setzen wir auf klassische Anbieter wie die HanseMerkur oder ERGO, für längere Entdeckungsreisen verlassen wir uns auf True Traveller. Mehr dazu erfährst du in unserer SafetyWing Rezension.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Alaska Kreuzfahrt

Hier sind die Antworten auf die Fragen, die ich von Lesern am häufigsten erhalte, wenn sie ihre erste Alaska Kreuzfahrt planen.

So schön Skagway auch ist – der eigentliche Grund, weshalb die Menschen hierher kommen, ist die Bahn. Die historische Schmalspurbahn White Pass & Yukon Route ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Die Prospektoren bauten sie in unglaublichen sechsundzwanzig Monaten und sprengten dabei über vierhundertfünfzig Tonnen Sprengstoff in den harten Granitfelsen.

Wenn du auf deiner Alaska Kreuzfahrt morgens aufwachst, den Vorhang deiner Kabine zur Seite ziehst und statt ödem Ozean majestätische schneebedeckte Berggipfel siehst, die direkt aus türkisfarbenem Wasser ragen, begreifst du sofort: Das hier wird ein absolut spektakuläres Erlebnis. Mit Lukáš haben wir in Alaska eine entscheidende Erkenntnis gewonnen. Ein Roadtrip mit dem Auto frisst den Großteil von Energie und Geld, weil man in abgelegenen Gegenden nach überteuerten Motels sucht und hofft, nachts auf der dunklen Straße keinem Elch zu begegnen.

Ein Kreuzfahrtschiff hingegen erfordert etwa fünf Prozent des Aufwands – du steigst einfach in Seattle ein, und dein Hotel samt Restaurant gleitet mit dir durch die schönsten Buchten der Welt. ☺️ Beim nächsten Mal also nur noch per Schiff.

Was dich hier erwartet? Ich helfe dir, das richtige Schiff, die passende Kabine und die beste Route zu wählen, verrate dir, was uns dieser Spaß im Jahr 2026 gekostet hat, und gebe dir lokale Tipps aus jedem Hafen – einschließlich solcher, über die kein Reiseführer spricht.

Hafen Whittier, Alaska
Hafen Whittier, Ausgangspunkt der Alaska Kreuzfahrt

Zusammenfassung

  • Beste Route: Die beliebtesten und logistisch unkompliziertesten Routen sind siebentägige Kreuzfahrten ab Seattle oder Vancouver. Keine nervigen Inlandsflüge nötig.
  • Gletscher sind ein Muss: Wähle immer ein Itinerar, das den Glacier Bay National Park oder den Hubbard Glacier beinhaltet. Das ist das Herzstück, weshalb man hierher fährt.
  • Balkon ist Pflicht: An einer Innenkabine ohne Fenster zu sparen ist ein riesiger Fehler. In Alaska willst du Wale vom Bett aus beobachten – nicht bei Regen auf dem Außendeck um einen Platz kämpfen.
  • Reisezeit: Die Saison läuft von Mai bis September. Am wärmsten ist es im Juli, die besten Preise und weniger Menschenmassen gibt es im Mai oder September.
  • Budget: Rechne mit etwa 1.500 bis 2.500 USD (ca. 1.400 bis 2.300 €) pro Person für eine siebentägige Kreuzfahrt in einer Balkonkabine – plus Flug ab Deutschland und Taschengeld für Ausflüge.
  • Welcher Monat ist am besten für eine Alaska-Kreuzfahrt?

    Das beste Wetter mit den längsten Tagen und der geringsten Regenwahrscheinlichkeit erwartet euch im Juli und August. Allerdings ist das die Hochsaison, rechnet also mit den höchsten Preisen und Touristenmassen. Wenn ihr einen guten Kompromiss sucht, lieben wir Ende Mai und Anfang Juni. Auf den Berggipfeln liegt noch jede Menge dramatischer Schnee und die Bären erwachen gerade zum Leben.

    Welche Reederei ist für Alaska am besten?

    Es gibt keine universelle Antwort, das hängt davon ab, mit wem ihr reist. Princess und Holland America sind hier seit Jahren etabliert und haben praktisch garantierten Zugang zur Glacier Bay, was für uns das Argument Nummer eins ist. Wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, sind Disney Cruise Line oder NCL mit ihren Vergnügungsparks auf den oberen Decks am besten. Schaut euch die Bewertungen der einzelnen Schiffe entsprechend eurer Prioritäten an.

    Was kostet eine einwöchige Alaska-Kreuzfahrt?

    Für eine einwöchige Kreuzfahrt pro Person in einer schönen Balkonkabine zahlt ihr durchschnittlich zwischen 1.500 und 2.500 USD, je nach Monat und Reederei. Dazu kommen aber noch Flüge nach Seattle oder Vancouver, Hafengebühren (ca. 250 USD), Trinkgelder (ca. 150 USD pro Woche) und Landausflüge (normalerweise 100–300 USD pro Exkursion).

    In welchem Monat ist eine Alaska-Kreuzfahrt am günstigsten?

    Die günstigsten Monate (sogenannte Shoulder Season) sind Mai und Ende September. Die Reedereien müssen am Rand der Saison ihre riesigen Schiffe füllen, daher fallen die Kabinenpreise locker um ein Drittel. Der Mai ist etwas kühler und auf dem Meer können die Wellen höher sein, der September ist oft schon ungemütlicher mit häufigerem Regen, aber die Natur ist wunderschön.

    Wie ist das mit der Seekrankheit auf einer Alaska-Kreuzfahrt?

    Die Inside Passage ist durch eine Vielzahl von Inseln geschützt, sodass das Meer hier die meiste Zeit über absolut ruhig wie ein Teich ist. Wenn ihr von Vancouver ablegt, seid ihr praktisch durchgehend geschützt. Legt ihr jedoch von Seattle ab, erwartet euch ein Tag auf offenem Ozean, wo es gelegentlich etwas schaukeln kann. Ich empfehle definitiv, vorsorglich Pflaster oder Reisetabletten mitzunehmen.

    Brauche ich für die Kreuzfahrt Visa für die USA oder Kanada?

    Ja, und achtet sehr genau darauf. Da ein Großteil der Schiffe in Kanada startet, endet oder anlegt (Vancouver, Victoria) und gleichzeitig amerikanische Häfen in Alaska anläuft, benötigt ihr genehmigte elektronische Visa für beide Länder. Es handelt sich um die amerikanische ESTA und die kanadische eTA. Das Schiffspersonal kontrolliert das sehr gründlich bereits beim Boarding, und ohne diese kommt ihr schlichtweg nicht an Bord.

    Kann man auf einer Alaska-Kreuzfahrt saisonal arbeiten?

    Auf jeden Fall, auf einem Schiff durch Alaska zu arbeiten klingt nach einem großen Abenteuer. Die Reedereien stellen ständig Tausende von Mitarbeitern für Positionen als Kellner, Barkeeper, Stewards oder Rezeptionisten ein. Rechnet aber damit, dass es harte Arbeit ist. Man arbeitet üblicherweise 10 bis 14 Stunden täglich, sieben Tage die Woche über mehrere Monate hinweg. Belohnt werdet ihr mit einem ordentlichen Verdienst, da ihr auf dem Schiff keine Kosten für Verpflegung und Unterkunft habt, und die freien Stunden verbringt ihr mit Spaziergängen durch die Häfen Alaskas.
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