TL;DRDie Monty eSIM ist eine Daten-eSIM von Monty UK Global Limited, die über 190 Länder abdeckt. Die Preise starten bei 0,99 USD, Datenpakete für Europa (Schweiz, Türkei) gibt es schon ab 1,99 USD pro 1 GB – günstig, aber nicht ganz ohne Tücken. Die Pakete reichen von 500 MB bis 50 GB mit einer Gültigkeit von 7 bis 30 Tagen, und die Installation per QR-Code dauert nur wenige Minuten. Telefonate sind allerdings nicht möglich, und der Support läuft ausschließlich auf Englisch über WhatsApp. Ein Nachteil ist die instabile Verbindung mit einer Latenz von bis zu 300 ms – Probleme wurden aus Ägypten, Dubai und Vietnam gemeldet. Der Kundenservice schneidet auf Trustpilot mit nur 2,5/5 schwach ab. Positiv sind dagegen 10 % Cashback nach dem dritten Kauf sowie die Möglichkeit, Datenvolumen nachzuladen. Insgesamt gibt es 3,5/5 Punkte – geeignet für entspannte Reisen durch Europa, weniger empfehlenswert für Geschäftsreisen, die eine stabile Internetverbindung erfordern.
Planst du eine Reise ins Ausland und suchst nach einer zuverlässigen Internetverbindung ohne teure Roaming-Gebühren? Wenn es um eine eSIM zum Reisen geht, präsentiert sich Monty eSIM als günstige Alternative zu klassischen SIM-Karten. Schauen wir uns an, ob der Dienst wirklich Aufmerksamkeit verdient oder ob der niedrige Preis Kompromisse bei der Qualität bedeutet.
Zusammenfassung, falls du keine Zeit hast, den ganzen Artikel zu lesen
Abdeckung in über 190 Ländern
Datenpakete ab 0,99 USD
App nur auf Englisch, Installation per QR-Code
Keine Telefonate – nur Datenpakete
Hauptvorteile: Sehr niedrige Preise, vor allem für Europa (1 GB ab 1,99 USD), einfache Installation in wenigen Minuten, 10 % Cashback für Stammkunden, regionale und globale Pakete, Möglichkeit zum Aufladen von Daten
Hauptnachteile: Instabile Verbindung an manchen Orten, hohe Latenz (Probleme bei Videoanrufen), Support nur über WhatsApp, nur auf Englisch, häufige Beschwerden über den Kundenservice, keine unbegrenzten Pakete
Fazit: Eine günstige Alternative für anspruchslose Europa-Reisende. Für Geschäftsreisen und eine stabile Verbindung solltest du lieber zu einem teureren, aber zuverlässigeren Anbieter greifen.
Monty eSIM ist eine digitale SIM-Karte des Unternehmens Monty UK Global Limited, die Datenpakete für Reisen in mehr als 190 Ländern weltweit anbietet. Der Dienst startete am 1. September 2022 und versucht seitdem, mit den etablierten Größen auf dem eSIM-Markt zu konkurrieren.
Der größte Vorteil der eSIM-Technologie ist, dass du keine physische SIM-Karte brauchst – alles wird digital direkt per QR-Code auf deinem Handy installiert. Das bedeutet: keine Suche nach SIM-Karten-Shops nach der Landung, kein lästiges Wechseln von Kärtchen und kein Risiko, deine eigentliche SIM zu verlieren.
Test: Monty eSIM zum Reisen
Abdeckung und Angebot an Datenpaketen
Wie sieht es bei Monty eSIM mit Abdeckung und Paketauswahl aus? Lies weiter.
Verfügbarkeit in den Ländern
Monty eSIM deckt über 190 Länder ab und gehört damit zur Spitze unter den eSIM-Anbietern. Die meisten Pakete funktionieren gleich in mehreren Ländern auf einmal – praktisch, wenn du auf einer Reise mehrere Destinationen besuchen willst.
Das Angebot umfasst:
lokale Pakete für einzelne Länder,
regionale Pakete (zum Beispiel für Europa, Asien, Lateinamerika),
globale Pakete – Achtung, nicht alle funktionieren tatsächlich überall, prüfe vor dem Kauf immer die Liste der unterstützten Länder.
Datenvolumen und Gültigkeit
Die Datenpakete beginnen bei bescheidenen 500 MB und reichen bis zu 50 GB. Für die meisten Länder findest du mindestens ein 10-GB-Paket, was für den normalen Gebrauch ausreichen sollte.
Die Gültigkeit der Pakete liegt üblicherweise zwischen 7 und 30 Tagen, je nach Preis. Je kürzer die Gültigkeit, desto niedriger der Preis für dieselbe Datenmenge.
Wichtiger Hinweis: Die Gültigkeit beginnt mit der Verbindung zum lokalen Netz, nicht mit dem Kauf des Pakets. Das heißt: Wenn du eine eSIM für die Schweiz kaufst, die auch in Deutschland funktioniert, und sie schon zu Hause installierst, läuft die Gültigkeit bereits in Deutschland los. Wir empfehlen, das Paket möglichst spät vor der Abreise zu aktivieren und die eSIM zu Hause auszuschalten.
Die Preise beginnen bereits bei 0,99 USD (etwa 0,90 €), was verlockend klingt. Am günstigsten sind die Preise vor allem für:
Europa – zum Beispiel die Schweiz oder die Türkei: 1 GB schon ab 1,99 USD,
beliebte asiatische Reiseziele – gute Preise für Thailand, Vietnam,
Nordamerika – konkurrenzfähige Angebote für die USA und Kanada,
Weniger günstig sind die Pakete für Balkanländer wie Albanien oder Montenegro.
Kuriosität bei den Preisen
Ein interessantes Paradox sind die Preise für Martinique und Guadeloupe. Diese karibischen Inseln gehören zu Frankreich, weshalb dort die EU-Regeln gelten. Theoretisch könntest du also ein EU-eSIM-Paket für 2,15 USD nutzen statt eines speziellen Karibik-Pakets für 6,99 USD.
Die meisten Pakete lassen sich aufladen. Wenn dir also die Daten ausgehen, musst du keine neue eSIM installieren – du lädst einfach die bestehende auf.
Installation und Nutzung
Wie wird Monty eSIM installiert?
So funktioniert die Installation
Der Installationsprozess ist wirklich einfach:
Lade die App Monty eSIM herunter (iOS oder Android).
Prüfe die Kompatibilität – stelle sicher, dass dein Handy eSIM unterstützt.
Wähle ein Paket und bezahle (mit Karte, Apple Pay oder Google Pay).
Scanne den QR-Code, den du per E-Mail erhältst.
Aktiviere die eSIM bei der Ankunft im Zielland.
Die App ist intuitiv und übersichtlich, sodass sich darin eigentlich jeder zurechtfinden sollte. Ein Nachteil ist, dass sie nur auf Englisch verfügbar ist.
Monty eSIM – mobile Daten zum Reisen
Registrierung und Anmeldung
Monty nutzt eine ungewöhnliche Anmeldemethode – statt eines Passworts schickt dir der Dienst bei jeder Anmeldung einen Bestätigungscode per E-Mail. Das kann manchmal nerven, andererseits meldest du dich praktisch nur beim Kauf an.
Geschwindigkeit und Verbindungsqualität
Hier wird die Sache komplizierter. Laut Tests und Nutzerbewertungen ist die Leistung von Monty eSIM inkonsistent.
Was gut funktioniert
Die Download- und Upload-Geschwindigkeit ist in Städten überraschend gut.
Die Basisnutzung – Surfen, Social Media, E-Mails – funktioniert problemlos.
Streaming läuft in der Regel.
Was schlechter funktioniert
Hohe Latenz (Ping) – in manchen Fällen bis zu 300 ms wegen des weiten Routings über die USA.
Instabile Verbindung auf dem Land und in weniger entwickelten Regionen.
Probleme bei Videoanrufen wegen der hohen Latenz.
Online-Gaming – nicht wirklich nutzbar.
Einige Nutzer berichteten, dass die Verbindung nach mehreren Tagen Nutzung komplett aufhörte zu funktionieren, vor allem in Ägypten, Dubai und Vietnam. Andere beklagten häufige Ausfälle – die Verbindung lief, brach dann ab, und man musste den Flugmodus ein- und ausschalten.
Hotspot und Datenfreigabe
Technisch ist der Hotspot bei den meisten Paketen erlaubt, das heißt, du kannst die Verbindung mit weiteren Geräten teilen. Das ist super, wenn du Laptop oder Tablet verbinden musst.
Aber Vorsicht: Einige Nutzer meldeten Probleme damit, dass der Hotspot nicht funktionierte, obwohl er unterstützt sein sollte. Außerdem verbraucht das Teilen über Hotspot die Daten deutlich schneller.
Hier schneidet Monty eSIM am schlechtesten ab. Zwar bietet der Anbieter Support rund um die Uhr, doch die Servicequalität ist sehr ungleichmäßig:
Pluspunkte
24/7-Verfügbarkeit,
relativ schnelle Antworten (in manchen Fällen).
Minuspunkte
Nur über WhatsApp – E-Mail und Kontaktformular leiten dich zu WhatsApp weiter, was für alle, die diese App nicht nutzen, nicht ideal ist.
Nur auf Englisch.
Inkonsistente Qualität – während der Support mit normalen Fragen klarkommt, kann er bei technischen Problemen (etwa nicht funktionierendem Hotspot oder Verbindungsausfällen) oft keine Lösung anbieten.
Probleme bei Rückerstattungen – einigen Nutzern wurde die Rückzahlung verweigert, obwohl der Dienst gar nicht funktionierte.
Treueprogramm
Monty eSIM bietet einen der großzügigsten Cashbacks auf dem Markt – 10 % von jedem Einkauflanden wieder auf deinem Konto. Gibt es einen Haken? Der Cashback wird erst ab dem dritten Einkauf ausgezahlt, danach nach jedem weiteren.
Außerdem gibt es bei Monty eSIM ein Empfehlungsprogramm– wenn du einen Freund wirbst, bekommt ihr beide 3 USD Guthaben.
Für Vielreisende kann sich dieses Programm lohnen, für Gelegenheitsnutzer ist es aber wenig attraktiv.
Monty eSIM Test
Vor- und Nachteile von Monty eSIM – die Zusammenfassung
Fassen wir das Ganze noch einmal zusammen.
✅ Vorteile
Sehr konkurrenzfähige Preise, vor allem in Europa
Breite Abdeckung in über 190 Ländern
Einfache Installation über die App
10 % Cashback für wiederkehrende Kunden
Möglichkeit zum Aufladen von Daten
Regionale und globale Pakete
Hotspot wird (theoretisch) unterstützt
❌ Nachteile
Keine unbegrenzten Datenpakete
Instabile Verbindung in manchen Regionen
Hohe Latenz wegen des weiten Routings
Kundenservice nur über WhatsApp
Nur auf Englisch
Aktivierungsprobleme bei manchen Nutzern
Funktioniert nicht für klassische Telefonate (nur Daten)
Gemischte Erfahrungen bei Rückerstattungen
Für wen ist Monty eSIM geeignet?
Monty eSIM kann eine gute Wahl sein für:
Reisen innerhalb Europas – hier sind die Preise wirklich günstig.
Anspruchslose Nutzer – wenn du nur eine Basisverbindung für WhatsApp, Karten und Social Media brauchst.
Vielreisende – dank des Cashback-Programms.
Reisende mit knappem Budget – wenn der Preis das Hauptkriterium ist.
Monty eSIM empfehlen wir nicht für:
Geschäftsreisen, die eine stabile und schnelle Verbindung erfordern.
Videoanrufe – die hohe Latenz verursacht Probleme.
Online-Gaming – dasselbe Latenzproblem.
Abgelegene Regionen – höheres Risiko für Ausfälle.
Nutzer, die einen zuverlässigen Support auf Deutsch oder einer anderen Sprache als Englisch brauchen.
Alternativen zu Monty eSIM im Vergleich
Für einen schnellen Überblick haben wir Monty eSIM neben die häufigste Konkurrenz gestellt. Es handelt sich um einen groben Vergleich – die Preise ändern sich je nach Destination und Aktionen, nimm sie daher als Orientierung.
Monty eSIM ist eine interessante günstige Alternative für Reisende, die sparen wollen und denen gelegentliche technische Probleme nichts ausmachen. Die niedrigen Preise und die breite Abdeckung sind verlockend, aber du musst damit rechnen, dass Qualität und Zuverlässigkeit nicht immer konstant sind.
Wenn du durch Europa reist, nur eine Basisverbindung brauchst und Abenteuer magst (inklusive gelegentlicher Fehlersuche), kann Monty eSIM eine gute Wahl sein. Brauchst du aber eine stabile Verbindung für die Arbeit, Videoanrufe oder schlicht innere Ruhe, investiere lieber ein paar Dollar mehr in einen bewährteren Anbieter.
Unsere Bewertung: 3,5/5 – gut als günstige Notlösung oder für anspruchslose Nutzung, aber nicht für alle, die einen Premium-Service erwarten.
💡 Nützlicher Tipp
Lies vor dem Kauf immer die aktuellen Bewertungen für dein konkretes Reiseziel – die Erfahrungen unterscheiden sich je nach Land dramatisch. Und vergiss nicht zu prüfen, ob dein Handy mit der eSIM-Technologie kompatibel ist!
Preise, Abdeckung und Konditionen ändern sich bei eSIM-Diensten häufig. Die Angaben im Artikel sind Richtwerte und wurden im Juni 2026 geprüft – kontrolliere vor dem Kauf immer das aktuelle Angebot direkt in der App des Anbieters.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet Monty eSIM?
Preise beginnen ab 0,99 USD für die kleinsten Pakete. Die beliebtesten Pakete für Europa kosten ab 1,99 USD für 1 GB. Der Preis hängt vom Reiseziel, Datenvolumen (500 MB bis 50 GB) und der Gültigkeitsdauer (7-30 Tage) ab. Ein Aufladen des bestehenden Pakets ist ebenfalls möglich.
Ist Monty eSIM zuverlässig?
Die Erfahrungen sind gemischt. In Großstädten und in Europa funktioniert es meistens gut. In einigen Ländern (Ägypten, Vietnam, Dubai) berichteten Nutzer von häufigen Ausfällen und einer geringen Verbindungsqualität. Die Bewertung auf Trustpilot liegt bei nur 2,5/5, was auf Probleme mit der Konsistenz des Dienstes hindeutet.
Funktioniert der Hotspot mit Monty eSIM?
Ja, Hotspot wird theoretisch bei den meisten Paketen unterstützt. Du kannst die Verbindung mit anderen Geräten teilen. Einige Nutzer haben jedoch Probleme mit der Hotspot-Funktionalität gemeldet, trotz offizieller Unterstützung. Das Teilen von Daten beschleunigt auch deren Verbrauch erheblich.
Wie schnell ist die Verbindung mit Monty eSIM?
Rychlost stahování a nahrávání ist in den Städten meistens gut (4G/LTE, manchmal 5G). Das Problem ist die hohe Latenz (bis zu 300 ms) aufgrund des Routings über die USA, was bei Videoanrufen und Online-Spielen zu Problemen führt. Auf dem Land ist die Verbindung oft langsamer oder instabil.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRUnser 3-Tage-Programm für New York gliedert sich nach Stadtvierteln. Der erste Tag gehört Midtown mit Central Park, Top of the Rock, Rockefeller Centre, Times Square und abends dem Broadway. Am zweiten Tag stehen Brooklyn und das Financial District auf dem Plan: Brooklyn Bridge, DUMBO, Freiheitsstatue, Wall Street und das 9/11 Memorial. Der dritte Tag ist für ein Museum deiner Wahl und Wolkenkratzer wie das Chrysler Building, die Grand Central Terminal und das Empire State Building reserviert. Ohne Flug kostet der Aufenthalt pro Person 15.000 bis 35.000 Kč, mit dem New York CityPASS sparst du bis zu 34 % bei den Eintritten. Am besten übernachtest du direkt auf Manhattan, idealerweise in Midtown, Flatiron oder im Financial District. Die beste Reisezeit ist Mai, Juni, September und Oktober. In der U-Bahn zahlst du inzwischen kontaktlos über das OMNY-System, 3 USD pro Fahrt.
Du fragst dich, was du in New York in 3 Tagen sehen kannst? Wir waren schon mehrmals in New York USA und kennen die Stadt daher ziemlich gut. Hier kommt eine Reiseroute, mit der du in 72 Stunden das Beste von New York erlebst.
New York Urlaub: Was du in 3 Tagen in New York sehen kannst
💡 Was du vor der Reise wissen solltest (2026): Für die USA brauchst du eine ESTA (ca. 40 USD, neuerdings auch mit Selfie – beantrage sie rechtzeitig auf esta.cbp.dhs.gov). In der U-Bahn gilt die Papier-MetroCard nicht mehr, gefahren wird kontaktlos über OMNY (eine Fahrt 3 USD, nach 12 Fahrten pro Woche ist der Rest gratis). Und wenn du im Sommer 2026 unterwegs bist, rechne wegen der Fußball-WM und der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Jubiläum der US-Unabhängigkeit mit großem Andrang und hohen Preisen.
Für einen Besuch in New York eignen sich am besten Herbst, Winter und Frühling. Im Sommer fand ich es in New York ziemlich heiß, und auch wenn du dich leicht in ein Museum flüchten kannst, gibt es schlicht bessere Ziele für den Sommerurlaub. Außerdem sind im Sommer die meisten Touristen in New York unterwegs.
Obwohl es in den Wintermonaten recht kalt ist – wenn es schneit, gibt es keinen magischeren Ort als New York. Am schönsten ist New York im Mai, Juni, September und Oktober.
Monat
Durchschn. Max.-Temperatur (°C)
Durchschn. Min.-Temperatur (°C)
Durchschn. Niederschlag (mm)
Durchschn. Regentage
Januar
3
-3
94
10
Februar
4
-2
79
9
März
9
1
110
10
April
16
7
114
11
Mai
22
12
105
11
Juni
27
18
112
10
Juli
29
20
117
11
August
28
19
112
9
September
24
15
108
8
Oktober
18
9
112
8
November
12
4
102
9
Dezember
6
-1
101
10
Wo übernachten in New York: Die besten Hotels in New York USA
Für einen 3-tägigen Aufenthalt in New York empfehle ich eine Unterkunft direkt in Manhattan, damit du keine Zeit mit langen Wegen aus anderen Stadtteilen verlierst. New York ist wirklich riesig, und die Wege dauern deutlich länger als etwa in München oder Berlin.
Zu unseren Lieblingshotels zählen das Artezen Hotel an der Wall Street sowie das Best Western Plus Soho Hotel in der Nähe von SoHo und Chinatown. Wir suchen unsere Unterkünfte am liebsten auf Booking.com.
Wo übernachten in New York: Best Western Plus Soho Hotel
Wie du bis zu 34 % beim Eintritt in New York sparst
Kaufe dir auf GetYourGuide den sogenannten New York CityPASS, mit dem du rund 34 % beim Eintritt sparst. Enthalten ist der Zugang zu:
Empire State Building
American Museum of Natural History
Und dann kannst du 3 dieser Attraktionen auswählen:
Top of the Rock® Observation Deck
Ferry Access to Statue of Liberty and Ellis Island
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Was du in New York in 3 Tagen sehen kannst: Die Reiseroute
Wir haben die Route so zusammengestellt, dass du dich nicht mehr als nötig fortbewegen musst – damit du also nicht ständig hin und her fährst. Wenn du eine Aktivität austauschen willst, wirf vorher einen Blick auf die Karte, damit du keine unnötigen Umwege läufst.
Tag 1: Midtown Manhattan
Je nachdem, wann du aufstehst, kannst du deinen Morgen mit einem Spaziergang im Central Park beginnen – ohne ihn wäre ein Besuch in New York einfach nicht komplett. Ganz durchlaufen wirst du ihn bestimmt nicht, er hat über 340 Hektar. 😁
Top of the Rock – Aussichtsplattform
Top of the Rock – nichts geht über den Blick auf die Stadt von oben. Wenn du keinen CityPASS gekauft hast, hol dir dein Ticket für Top of the Rock auf GetYourGuide. Von hier siehst du auch das berühmte Empire State Building, wohin du natürlich ebenfalls hinaufkannst – aber unserer Meinung nach ist die Aussicht von hier viel schöner. Wenn du etwas Moderneres suchst, sind die Aussichtsplattformen Edge in den Hudson Yards oder SUMMIT One Vanderbilt mit ihren Spiegelsälen eine tolle Alternative.
Schau dir das Rockefeller Center an, und wenn du LEGO magst, mach einen Abstecher in den Store auf der 5th Avenue, bevor du weiter zur St. Patrick’s Cathedral gehst. Diese Kathedrale ist die ikonische katholische Kirche der Stadt, sie liegt an der Fifth Avenue im Herzen von New York, gegenüber dem Rockefeller Center.
Wenn du ein Kunstfan bist, steuere das MoMA an – das Museum für moderne Kunst. Ansonsten geht es weiter Richtung Times Square, wo du neben den leuchtenden Billboards auch einige berühmte Stores findest, etwa Hershey’s Chocolate World oder Disney.
Lass den Tag mit einem Spaziergang über den Broadway und den Columbus Circle ausklingen. Wenn du gut Englisch kannst, empfehlen wir dir, ein Ticket für eine Show zu kaufen (sicher buchen lässt sich das zum Beispiel auf GetYourGuide). Kaufe keine Tickets auf der Straße! Das sind oft Betrügereien.
Beginne den zweiten Tag in Brooklyn – und zwar auf der Brooklyn Heights Promenade, von wo du einen herrlichen Blick auf Manhattan hast. Von hier geht es über das Viertel DUMBO zur Brooklyn Bridge. (DUMBO, die Abkürzung für „Down Under the Manhattan Bridge Overpass“, ist ein kleines, aber bedeutendes Viertel in Brooklyn, an der Grenze zwischen Brooklyn und Manhattan. Von hier hast du einen wunderschönen Blick auf die Brooklyn Bridge.)
Brooklyn Bridge
Battery Park – Schau dir den berühmten Battery Park an, wo du The Sphere findest, ein Friedenssymbol, das zwischen den Twin Towers im World Trade Center stand, bis es bei den Anschlägen vom 11. September beschädigt und anschließend hierher versetzt wurde. Vom Battery Park fährt die Fähre nach Ellis Island und zur Freiheitsstatue. Wenn du den Zugang zur Freiheitsstatue nicht über den CityPASS gekauft hast, buche ihn auf GetYourGuide, damit du keine Zeit in der Ticketschlange verlierst.
💡 TIPP: Probier die Fähren-Suchmaschine und den Preisvergleich Ferryscanner aus.
Was du in New York sehen kannst: Freiheitsstatue
Wenn du zurückgefahren bist, geh zur Wall Street und schau dir das berühmteste Finanzviertel der Welt an. An der Wall Street findest du auch die berühmte Statue Charging Bull, die einen optimistischen und prosperierenden Finanzmarkt symbolisiert.
Von hier kannst du weiter zum 9/11 Memorial und Museum – eine Gedenkstätte und zugleich ein Museum, das zur Erinnerung an die fast 3.000 Menschen errichtet wurde, die bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center ums Leben kamen. Du findest es an der Stelle, wo die Twin Towers des World Trade Center standen.
Wenn du noch Zeit hast, empfehlen wir dir auch die Aussichtsplattform One World Observatory. Das Ticket bekommst du wieder über GetYourGuide.
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Verbinde das Abendessen mit einem Bummel durch das Viertel Little Italy oder das chinesische Viertel Chinatown.
Tag 3: Museen oder Attraktionen nach deiner Wahl
Besuche zumindest ein Museum, das dich interessiert, du wirst es nicht bereuen. Wir empfehlen:
Metropolitan Museum, wo du zwei Millionen Kunstwerke findest, darunter Gemälde von Malern wie Vincent van Gogh, Rembrandt, Vermeer, Cézanne und Tizian.
Guggenheim Museum – das nur einen kurzen Weg vom Metropolitan Museum entfernt liegt und Werke vieler bedeutender Künstler beherbergt, darunter Pablo Picasso, Vincent van Gogh und Wassily Kandinsky.
Intrepid Museum, offiziell bekannt als Intrepid Sea, Air & Space Museum – für alle, die sich für Flugzeuge, Schiffe, U-Boote und das Weltall interessieren.
New Museum – wenn du wie wir zeitgenössische Kunst magst, ist das eines der besten Museen der Welt.
American Museum of Natural History – eines der beliebtesten Museen der Welt, das jährlich über 5 Millionen Menschen besuchen.
American Museum of Natural History
Geh weiter zum Chrysler Building und schau dir einen der ikonischsten Wolkenkratzer New Yorks an, der 1930 im Art-déco-Stil erbaut wurde.
Vom Chrysler Building ist es nur ein kurzer Weg zur Grand Central Station / Grand Central Terminal, dem ikonischen Bahnhof, den du vielleicht aus dem Film „Freunde mit gewissen Vorzügen“ mit Mila Kunis und Justin Timberlake kennst.
Von hier kannst du zum Empire State Building gehen und, falls du genügend Zeit hast, natürlich hinauffahren. Kauf dein Ticket aber vorab (zum Beispiel über GetYourGuide).
Vom Empire State Building aus, sofern dir die Füße noch nicht wehtun, spaziere zu einem weiteren bedeutenden Wolkenkratzer: dem Flatiron Building, dessen Form an ein Bügeleisen erinnert.
Was du in New York sehen kannst: Flatiron Building
Am Abend empfehlen wir dir eine Abendfahrt rund um Manhattan. Wir haben sie gemacht und es war ein super Erlebnis. Damals haben wir sie auf GetYourGuide gefunden. Die Verfügbarkeit hängt von der Saison ab – im Winter fahren andere Touren als im Sommer.
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Wie geht es weiter
Du willst wissen, ob es in New York sicher ist, was du sonst noch sehen kannst oder was du dort probieren solltest? Lies unseren weiteren Artikel mit 44 Tipps, was du in New York sehen kannst.
Drei Tage reichen für die wichtigsten Highlights — die Freiheitsstatue, den Central Park, Times Square, das Empire State Building oder Top of the Rock, die Brooklyn Bridge und das 9/11 Memorial. Wenn Sie auch Museen und einzelne Stadtteile intensiver erkunden möchten, planen Sie besser 5 Tage ein.
Was kann man in New York in 3 Tagen sehen?
Tag 1 gehört Midtown (Central Park, Top of the Rock, Rockefeller Center, Times Square und abends Broadway), Tag 2 Brooklyn und dem Financial District (Brooklyn Bridge, DUMBO, Freiheitsstatue, Wall Street und 9/11 Memorial) und Tag 3 einem Museum Ihrer Wahl und Wolkenkratzern wie dem Chrysler Building, Grand Central und dem Empire State.
Was kostet ein 3-Tages-Trip nach New York?
Ohne Flug rechnen Sie mit etwa 600–1.400 € pro Person, je nach Unterkunftsniveau und Ausgaben. Der größte Posten ist die Unterkunft auf Manhattan; sparen lässt sich mit dem CityPASS bei den Eintrittspreisen sowie durch Essen von Ständen und Supermärkten.
Wo sollte man sich in New York für 3 Tage einquartieren?
Für einen Kurzbesuch definitiv direkt auf Manhattan, damit Sie keine Zeit mit Transfers verschwenden. Bewährte Gegenden sind Midtown, Flatiron oder das Financial District mit guter Anbindung an die U-Bahn.
Was kostet ESTA für die USA im Jahr 2026?
ESTA kostet rund 40 USD, ist zwei Jahre gültig und neu müssen Sie ein Selfie hochladen. Beantragen Sie es ausschließlich auf der offiziellen Website esta.cbp.dhs.gov und ruhig ein paar Tage vor Abflug, die Genehmigung kann bis zu 72 Stunden dauern.
Wie bezahlt man in der New Yorker U-Bahn?
Die Papier-MetroCard wurde 2026 abgeschafft. In der U-Bahn und in Bussen zahlt man kontaktlos mit dem OMNY-System — Sie halten einfach Ihre Bankkarte oder Ihr Handy an das Lesegerät. Eine Fahrt kostet 3 USD, und nach zwölf Fahrten innerhalb einer Woche fahren Sie den Rest der Woche kostenlos.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRDer Reiseplan für New York 2026 kommt in drei Varianten je nach Aufenthaltsdauer: 3 Tage (Freiheitsstatue, Brooklyn Bridge, Times Square, Empire State Building), 5 Tage (dazu Brooklyn, Museen, SoHo, Chelsea Market, High Line) und 7 Tage (zusätzlich Williamsburg, DUMBO, Coney Island). Das Budget für 5 Tage pro Person liegt bei 27.000 Kč (Budget-Variante), 46.000–70.000 Kč (mittlere Kategorie) oder 92.000+ Kč (Komfort), jeweils inklusive Flug, Unterkunft, Essen, Transport und Eintritten. Bei den Touristenkarten lohnen sich Go City Explorer (5 Attraktionen, ca. 139 $) für 3 Tage, CityPASS (146 $) für 5 Tage und Go City All-Inclusive (289 $) für 7 Tage. Die beste Reisezeit ist Mai, Juni, September und Oktober – angenehmes Wetter und weniger Touristen.
Haben Sie bereits unseren Artikel mit 44 Tipps, was man in New York sehen kann gelesen, wissen aber nicht, wie Sie das in 5 Tagen unterbringen sollen, oder sind Sie zum ersten Mal hier und brauchen Hilfe bei der Reiseplanung? Egal, ob Sie Inspiration suchen, was man in New York in 5 Tagen sehen kann, Tipps suchen, in welchem Teil von New York man übernachten sollte, oder sich fragen, wie man bei Eintrittskarten sparen kann – wenn Sie weiterlesen, erfahren Sie all das.
Wetter in New York: Wann sollte man nach New York fliegen?
Für mich ist der Herbst, Winter und Frühling am besten, im Sommer war es in New York zu heiß und vor allem gab es viel zu viele Touristen. Im Allgemeinen hat aber jede Jahreszeit ihren Reiz. Auch wenn es im Dezember und Januar in New York ziemlich kalt ist, ist es eine magische Zeit, besonders wenn es schneit.
Am schönsten fand ich New York im Mai, Juni, September und Oktober.
Monat
Durchschnittliche Höchsttemperatur (°C)
Durchschnittliche Tiefsttemperatur (°C)
Durchschnittlicher Niederschlag (mm)
Durchschnittliche Anzahl Regentage
Januar
3
-3
94
10
Februar
4
-2
79
9
März
9
1
110
10
April
16
7
114
11
Mai
22
12
105
11
Juni
27
18
112
10
Juli
29
20
117
11
August
28
19
112
9
September
24
15
108
8
Oktober
18
9
112
8
November
12
4
102
9
Dezember
6
-1
101
10
Flüge nach New York
Flüge nach New York sind zu unterschiedlichen Preisen erhältlich, je nach Saison, Fluggesellschaft und Dauer der Zwischenstopps. Direktflüge aus Europa werden üblicherweise von Fluggesellschaften wie Delta, American Airlines, United Airlines oder Lufthansa angeboten, während man mit Zwischenstopp beispielsweise mit Swiss, KLM, Air France oder TAP Air Portugal fliegen kann.
Wie viel kosten Flüge nach New York?
Nebensaison (Januar–März, Oktober–November): ca. 10.000–14.000 CZK
Hauptsaison (Mai–September, Dezember): ca. 15.000–25.000 CZK
Last-Minute- und Aktionsflüge: können auf bis zu 8.000–10.000 CZK sinken, wenn Sie sie rechtzeitig verfolgen.
Wann ist die beste Zeit, Flüge nach New York zu kaufen?
Im Allgemeinen sind die günstigsten Flugpreise 2–4 Monate vor dem Abflug. Wenn Sie eine Reise über Weihnachten, die Sommerferien oder andere Feiertage planen, ist es besser, die Flüge früher zu buchen.
Ich habe bereits in einem früheren Artikel über New York (was man in 3 Tagen sehen kann) erwähnt, dass es am vorteilhaftesten ist, auf Manhattan zu übernachten, damit Sie keine Zeit mit der Anreise aus anderen Stadtteilen verlieren.
Wenn Sie Glück haben und Zimmer verfügbar sind, empfehle ich entweder das Artezen Hotel an der Wall Street oder das Best Western Plus Soho Hotel in der Nähe von SoHo und Chinatown.
Wo übernachten in New York: Best Western Plus Soho Hotel
Was man in New York unternehmen kann: Wie man in New York bis zu 34 % beim Eintritt spart
Auf GetYourGuide können Sie den sogenannten New York CityPASS kaufen, mit dem Sie beim Eintritt ca. 34 % sparen. Im New York CityPass ist der Eintritt zu folgenden Attraktionen enthalten:
Empire State Building
American Museum of Natural History
Und dann können Sie wählen 3 dieser Attraktionen
Top of the Rock® Observation Deck
Ferry Access to Statue of Liberty and Ellis Island
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Was man in New York in 5 Tagen sehen kann: Reiseplan New York
Fünf Tage sind schon eine recht lange Zeit für New York, es sei denn, Sie sind wie ich und müssen nicht alle Museen besuchen – dafür reicht nicht einmal eine Woche. 😁 Schauen wir uns also an, was man in 5 Tagen in New York sehen kann.
Tag 1: Midtown Manhattan
Beginnen Sie Ihren Spaziergang im Central Park, dieser ikonische Park ist über 340 Hektar groß, sodass Sie ihn sicherlich nicht ganz durchqueren werden, aber es ist schön, morgens die Beine zu vertreten, und vor allem vermeiden Sie die größten Menschenmassen und treffen Einheimische.
Top of the Rock – Aussichtsplattform
Top of the Rock – Persönlich mag ich diesen Aussichtspunkt in New York am liebsten, und ich war wirklich auf allen und nicht nur einmal. Von hier aus hat man einen Blick auf das Empire State Building. Wenn Sie aus irgendeinem Grund keinen CityPass kaufen, besorgen Sie sich ein Ticket für Top of the Rock auf GetYourGuide.
Von hier aus machen Sie eine richtige Tour durch das Rockefeller Center, diejenigen unter Ihnen, die den Weihnachtsfilm Kevin – Allein zu Haus mögen, werden sich wahrscheinlich vor dem Gebäude der Radio City Music Hall fotografieren lassen wollen, und für uns LEGO-Fans ist ein obligatorischer Halt im Geschäft an der 5th Avenue, bevor es weitergeht zur St. Patrick’s Cathedral.
Wenn Sie Kunst mögen, gibt es hier die Möglichkeit, das MoMA – das Museum für moderne Kunst – zu besuchen, ansonsten fahren Sie weiter in Richtung Times Square, wo Sie neben den leuchtenden Werbetafeln auch einige der berühmten Geschäfte wie Hershey’s Chocolate World oder Disney finden.
Beenden Sie den Tag mit einem Spaziergang über den Broadway und den Columbus Circle. Denjenigen unter Ihnen, die gut Englisch sprechen, empfehlen wir, eine Show zu besuchen, es lohnt sich (Tickets können sicher zum Beispiel auf GetYourGuide gekauft werden). Kaufen Sie keine Tickets auf der Straße! Das sind oft Betrügereien.
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Tag 2: Brooklyn und Financial District
Den zweiten Tag beginnen wir schön in Brooklyn – und zwar auf der beliebten Promenade Brooklyn Heights Promenade, Sie können sich die Beine vertreten und außerdem Panoramafotos mit Blick auf Manhattan machen.
Dann bewegen wir uns langsam zur Brooklyn Bridge über das Viertel DUMBO. (DUMBO, Abkürzung für „Down Under the Manhattan Bridge Overpass,“ ist ein kleines, aber bedeutendes Viertel in Brooklyn, das an der Grenze zwischen Brooklyn und Manhattan liegt. Von hier aus haben Sie wunderschöne Ausblicke auf die Brooklyn Bridge).
Brooklyn Bridge
Battery Park – Der zweite große Halt ist der Battery Park, wo Sie The Sphere finden, ein Friedenssymbol, das zwischen den Twin Towers im World Trade Center stand, bevor es bei den Anschlägen vom 11. September beschädigt und anschließend hierher verlegt wurde.
Vom Battery Park aus fahren Sie mit der Fähre nach Ellis Island und zur Freiheitsstatue. Wenn Sie den Eintritt zur Freiheitsstatue nicht im CityPass kaufen, können Sie ihn über GetYourGuide erwerben, damit Sie keine Zeit in der Warteschlange für Tickets verbringen.
💡 TIPP: Probieren Sie die Fährsuchmaschine und den Preisvergleich Ferryscanner aus.
Sehenswürdigkeiten in New York: Freiheitsstatue
Vom Battery Park aus begeben Sie sich direkt zum 9/11 Memorial and Museum – es ist eine Gedenkstätte und gleichzeitig ein Museum, das zum Gedenken an die fast 3.000 Menschen geschaffen wurde, die bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center ums Leben kamen. Sie finden es an der Stelle, wo die Twin Towers des World Trade Centers standen.
Sie werden sehen, wie viel Zeit Sie haben werden, aber wenn Ihnen etwas Zeit bleibt, können Sie auch das One World Observatory besuchen. Das Ticket kaufen Sie wieder über GetYourGuide.
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Tag 3: Museen oder Attraktionen nach Ihrer Wahl
Widmen Sie den dritten Tag den Museen, in New York finden Sie die besten Museen der Welt, und sie sind auch für diejenigen interessant, die zuletzt in der Schule im Museum waren. 😁
Metropolitan Museum – darin finden Sie zwei Millionen Kunstwerke, darunter Gemälde von Malern wie Vincent van Gogh, Rembrandt, Vermeer, Cézanne und Tizian.
Guggenheim Museum – das ein Stück vom Metropolitan Museum entfernt ist und Werke vieler führender Künstler enthält, darunter Pablo Picasso, Vincent van Gogh, Wassily Kandinsky.
Intrepid Museum – offiziell bekannt als Intrepid Sea, Air Space Museum – für alle, die sich für Flugzeuge, Schiffe, U-Boote und den Weltraum interessieren.
Amerikanisches Naturkundemuseum – American Museum of Natural History – eines der beliebtesten Museen der Welt, das jährlich von über 5 Millionen Menschen besucht wird.
Amerikanisches Naturkundemuseum – American Museum of Natural History
Begeben Sie sich zum Chrysler Building und besichtigen Sie einen der ikonischsten Wolkenkratzer New Yorks, der 1930 im Art-Déco-Stil erbaut wurde.
Vom Chrysler Building ist es nur ein Katzensprung zur Grand Central Station / Grand Central Terminal, einem ikonischen Bahnhof, den Sie vielleicht aus dem Film Freunde mit gewissen Vorzügen kennen, in dem Mila Kunis und Justin Timberlake mitspielten.
Von hier aus können Sie zum Empire State Building gehen, wenn Sie genug Zeit haben, können Sie hinauffahren. Kaufen Sie aber Ihr Ticket im Voraus (zum Beispiel über GetYourGuide).
Vom Empire State Building aus, wenn Ihre Füße noch nicht schmerzen, spazieren Sie zu einem weiteren bedeutenden Wolkenkratzer: dem Flatiron Building, das die Form eines Bügeleisens hat.
Was man in New York sehen sollte: Flatiron Building
Für den Abend empfehlen wir eine Abendfahrt um Manhattan, wir haben sie gemacht und es war ein tolles Erlebnis. Damals haben wir sie auf GetYourGuide gefunden. Die Verfügbarkeiten sind saisonabhängig. Im Winter gibt es andere Fahrten als im Sommer.
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Tag 4. SoHo und Chinatown
Sie werden sich wahrscheinlich von den Museen erholen wollen, und so fahren wir nach SoHo, das bekannt ist für seine beeindruckenden Gusseisengebäude aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Dieses Viertel war schon immer als Zentrum der Kunstszene bekannt.
Von hier aus begeben wir uns ins chinesische Viertel Chinatown, unterwegs können Sie im ungewöhnlichen Eismuseum (Museum of Ice Cream) vorbeischauen oder wenn Sie zeitgenössische Kunst lieben, empfehle ich die Galerie New Museum.
Und auf nach Chinatown! Sobald Sie dort eintreten, finden Sie sich plötzlich in einer völlig anderen Welt wieder.😁 Auf GetYourGuide können Sie sogar eine Food Tour durch Chinatown und Little Italy buchen.
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Wenn Sie das chinesische Viertel in New York gesehen haben, dürfen Sie ein weiteres sehr beliebtes Viertel nicht vergessen – das italienische, das Little Italy genannt wird. Historisch gesehen lebte hier eine recht große italienische Gemeinschaft, die sich leider immer weiter verkleinert, weshalb wir empfehlen, sie so bald wie möglich zu besuchen.
Nun müssen Sie entscheiden, wie es um Ihre Zeit steht, entweder holen Sie etwas nach, was Sie in den Vortagen verpasst haben, oder wir haben einen Tipp für einen Nachmittagsausflug für Sie – fahren Sie nach Coney Island, Sie brauchen aber genügend Zeit, allein die Fahrt dauert eine Stunde.
Auf Coney Island finden Sie einen historischen Vergnügungspark mit der weltberühmten Achterbahn Cyclone, einer der ältesten Holzachterbahnen der Welt, und dem Wonder Wheel, einem Riesenrad, das wunderschöne Ausblicke bietet
Außerdem ist auf Coney Island einfach viel los, besonders im Sommer finden hier viele Veranstaltungen statt und es gibt auch einen ziemlich ausgedehnten öffentlichen Strand.
Tag 5. Chelsea und Greenwich
Am letzten Tag fahren wir gleich am Vormittag zum Chelsea Market, den Sie in einem der elegantesten Viertel New Yorks finden. Hier können Sie originelle Souvenirs kaufen, anstatt der traditionellen Nippes, die an jeder Ecke verkauft werden.
In der Nähe des Chelsea Market finden Sie zwei weitere Museen / Galerien für zeitgenössische Kunst, die erwähnenswert sind (und einen Besuch wert, aber ich weiß, dass nicht jeder ein Kunstfanatiker ist), eine davon ist die Galerie David Zwirner und die andere ist das Whitney Museum.
Lukas und ich gehen in New York gerne in Museen.
Vom Chelsea Market aus begeben Sie sich in Richtung des Parks High Line. Es handelt sich um einen innovativen Park, der auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke angelegt wurde, er liegt 9 Meter über der Stadt und bietet wunderschöne Ausblicke auf New York.
Danach begeben wir uns zu Hudson Yards, wo Sie weitere interessante Bauwerke der letzten Jahre finden. Eines der schönsten ist wohl Vessel, eine Struktur aus miteinander verbundenen Treppen, die einen einzigartigen Turm bilden, der an einen umgedrehten Bienenstock erinnert.
Was man in New York sehen sollte: St. Vessel
Ein weiteres interessantes Bauwerk ist die Aussichtsplattform The Edge, die 2020 erbaut wurde. Es ist die höchste Freiluft-Aussichtsplattform der westlichen Hemisphäre, die sich in 345 Metern Höhe im 100. Stockwerk des Wolkenkratzers 30 Hudson Yards befindet. Im Gegensatz zu traditionellen Aussichtsplattformen ragt Edge 24 Meter aus der Seite des Gebäudes heraus, was die Illusion erzeugt, dass es in der Luft schwebt. Vergessen Sie nicht, Ihr Ticket im Voraus auf GetYourGuide zu kaufen, um Warteschlangen zu vermeiden.
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Ein weiteres interessantes Gebäude ist The Shed, ein Kunstzentrum, das verschiedenen Kunstformen gewidmet ist. Interessant ist aber vor allem die Konstruktion des Gebäudes: Die eine Hälfte des Bauwerks ist fest an das Hochhaus angebaut, die andere Hälfte fungiert als bewegliche Erweiterung, die bei Bedarf einen Teil des angrenzenden Hofes überdachen und einen temporären Saal für 1.250 sitzende und bis zu 2.000 stehende Zuschauer schaffen kann.
Begeben Sie sich nach Greenwich Village, dieses Viertel war in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts das Epizentrum der Bürgerrechts-, Frauenrechts- und LGBT-Bewegung, und hier lebten berühmte amerikanische Künstler wie Bob Dylan, Andy Warhol oder Jackson Pollock.
Greenwich Village
Planen Sie für den letzten Tag ein ungewöhnliches Erlebnis ein, uns hat überrascht, dass ein Helikopterflug über New York eigentlich recht erschwinglich ist (zumindest im Vergleich zu Preisen anderswo).
Auch wenn es in New York regnet, werden Sie sich definitiv nicht langweilen. Die Stadt bietet viele Aktivitäten, die es Ihnen ermöglichen, ihre Atmosphäre und Kultur kennenzulernen, ohne nass zu werden.
1. Besuchen Sie weltberühmte Museen
The Metropolitan Museum of Art (Met) – Eine riesige Kunstsammlung von der Antike bis zur Gegenwart.
Museum of Modern Art (MoMA) – Ein Paradies für Liebhaber moderner Kunst mit Werken von Picasso, Van Gogh und Warhol.
American Museum of Natural History – Der ideale Ort, um Dinosaurier und faszinierende Ausstellungen über Natur und Weltraum zu bestaunen.
2. Erkunden Sie den Grand Central Terminal
Dieses ikonische Bahnhofsgebäude ist ein großartiger Ort zum Entdecken. Sie können einen Kaffee in der Great Northern Food Hall trinken, die Sternendecke in der Haupthalle bestaunen oder ein Flüstern-Spiel in der „Whispering Gallery“ spielen.
3. Genießen Sie das Einkaufen in luxuriösen Kaufhäusern
Macy’s Herald Square – Eines der größten Kaufhäuser der Welt.
Bloomingdale’s – Luxuriöses Einkaufen in ikonischer Umgebung.
Hudson Yards The Shops at Columbus Circle – Moderne Einkaufszentren mit schöner Aussicht.
4. Spazieren Sie über den Times Square und besuchen Sie interaktive Attraktionen
Madame Tussauds New York – Wachsfigurenkabinett mit Prominenten.
Ripley’s Believe It or Not! – Ein Ort voller Kuriositäten und unglaublicher Exponate.
The Museum of Broadway – Großartig für Fans der Theaterkunst.
5. Gönnen Sie sich einen Drink in einer eleganten Bar
In New York gibt es viele gemütliche Bars, in denen Sie sich vor dem Regen verstecken und großartige Cocktails genießen können, zum Beispiel:
Please Don’t Tell (PDT) – Eine versteckte Speakeasy-Bar in Manhattan.
The Campbell – Eine historische Bar im Grand Central Terminal.
230 Fifth Rooftop Bar – Hat einen überdachten Bereich mit Blick auf das Empire State Building.
6. Besuchen Sie eine Broadway-Show oder Stand-up-Comedy
New York ist die Heimat weltberühmter Theater. Wenn es regnet, ist eine Vorstellung am Broadway eine ausgezeichnete Wahl, wo Sie Musicals wie Hamilton, The Lion King oder Chicago genießen können. Wenn Sie Humor mögen, gehen Sie in den Comedy Cellar oder den Gotham Comedy Club.
7. Entspannen Sie in Buchhandlungen und Cafés
The Strand Bookstore – Legendäre Buchhandlung mit einer riesigen Auswahl an Büchern.
McNally Jackson Books – Gemütliche Buchhandlung mit Café.
Bluestone Lane oder Birch Coffee – Tolle Orte für Kaffee und Entspannung.
8. Probieren Sie die Gourmet-Küche
New York ist ein Paradies für Feinschmecker. Besuchen Sie:
Chelsea Market – Eine ausgezeichnete Wahl, um lokale Spezialitäten zu probieren.
Eataly – Ein italienisches Gastronomie-Paradies.
Smorgasburg (Indoor-Version im Winter) – Ein Markt mit verschiedenen Streetfood-Ständen.
Wohin als Nächstes
Möchten Sie wissen, ob New York sicher ist, was es sonst noch zu sehen gibt oder was Sie dort probieren können? Lesen Sie unseren weiteren Artikel mit 44 Tipps, was man in New York sehen kann.
TIPP: Bei Reisen in die USA ist es nützlich, den aktuellen Wechselkurs des Dollars zur Krone zu kennen – besonders wenn Sie ein Budget in tschechischen Kronen erstellen möchten.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Zeit, um New York zu besuchen?
New York ist das ganze Jahr über großartig, aber die besten Reisezeiten sind Frühling (April–Juni) und Herbst (September–November), wenn das Wetter angenehm ist und es weniger Touristen gibt. Der Winter ist magisch dank der Weihnachtsdekoration, aber es kann sehr kalt sein. Der Sommer ist oft heiß und feucht.
Wie komme ich vom Flughafen ins Zentrum?
New York hat drei Hauptflughäfen – JFK, Newark (EWR) und LaGuardia (LGA). JFK: AirTrain + U-Bahn (ca. 10 $), Taxi (ca. 70 $), Shuttlebus. Newark: AirTrain + NJ Transit (ca. 15 $), Taxi (ca. 80 $). LaGuardia: Bus + U-Bahn (ca. 3 $), Taxi (ca. 40–50 $).
Wie bewegt man sich am besten in New York fort?
Die beste Art der Fortbewegung ist die U-Bahn, die schnell und 24/7 verfügbar ist. Man kann eine MetroCard kaufen oder mit Karte (OMNY) bezahlen. Alternativen sind Busse, Taxis oder Dienste wie Uber und Lyft.
Wie sicher ist New York für Touristen?
New York ist im Allgemeinen sicher, aber wie in jeder Großstadt gelten grundlegende Vorsichtsregeln: – Achten Sie auf Taschendiebe, besonders in der U-Bahn und in Touristengebieten. – Meiden Sie nachts unbeleuchtete Straßen. – Tragen Sie keine Wertsachen sichtbar und achten Sie auf Betrüger.
Wie viel kosten die Eintritte zu den Hauptattraktionen?
– Empire State Building: ca. 44–79 $ – Top of the Rock: ca. 40 $ – One World Observatory: ca. 45 $ – Freiheitsstatue + Ellis Island: ca. 25 $ – The Edge: ca. 40 $ – Broadway-Show: 50–200 $ (günstigere Tickets können über TKTS gekauft werden) TIPP: Wenn Sie mehrere Attraktionen planen, lohnt sich der New York CityPASS oder Go City Pass, der Geld spart.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRFür 2025/2026 haben wir 20 Tipps für Ägypten zusammengestellt – vom lebhaften Hurghada über das ruhigere Marsa Alam bis zum sinaitischen Sharm el-Sheikh, dem alternativen Dahab oder dem luxuriösen El Gouna. Dazu kommen Sehenswürdigkeiten wie die Pyramiden von Gizeh, das neue Grand Egyptian Museum (GEM) in Kairo, Luxor mit dem Tal der Könige und das südlich gelegene Abu Simbel. Die beste Reisezeit ist April, Mai, Oktober und November mit Temperaturen von 28 bis 32 Grad. Im Sommer wird es dagegen mit über 40 Grad extrem heiß. Ein Direktflug nach Hurghada dauert vier Stunden und eine Viertelstunde, das Touristenvisum kostet 25 US-Dollar (etwa 575 Kč) und der Eintritt ins GEM liegt bei rund 30 US-Dollar (690 Kč). Das Rote Meer zählt dank Riffen wie Ras Mohammed oder dem Wrack der SS Thistlegorm zu den besten Tauchzielen der Welt.
Kennst du dieses ungemütliche Gefühl, wenn es draußen trist und grau ist, kalter Nieselregen herumwirbelt und du dich morgens noch bei völliger Dunkelheit zur Arbeit schleppst? In solchen Momenten ist es wirklich schwer, nicht von einem schönen Ort zu träumen, an dem gerade jetzt die angenehme Sonne den Rücken wärmt und die Luft verheißungsvoll nach Meer duftet. Stell dir ein Reiseziel vor, das ganz zuverlässig wie eine Notbremse gegen die typische Winterdepression wirkt und dir herrliche Wärme nur vier Flugstunden von zu Hause entfernt serviert. Genau dafür ist ein Urlaub in Ägypten wie geschaffen.
Ägypten bietet nämlich eine so unglaubliche Vielfalt an Erlebnissen, dass du sie dir ganz genau nach deiner aktuellen Stimmung zusammenstellen kannst. Du kannst hierher fliegen, nur um den Kopf am Pool komplett abzuschalten – doch sobald es dich packt, stehst du am nächsten Tag mit offenem Mund vor jahrtausendealten Pyramiden oder schwebst mit Taucherbrille über einem Korallenriff voller bunter Fische, die aussehen, als wären sie gerade aus einem Märchenfilm herausgeschwommen.
Sich in diesem riesigen Angebot an Badeorten und Ausflügen zurechtzufinden, kann manchmal ganz schön knifflig sein. Deshalb habe ich für dich diesen ausführlichen Wegweiser zusammengestellt, mit dem du das spielend meisterst. Du findest darin gleich 20 konkrete Tipps für tolle Orte – egal ob du gerade eine belebte Promenade voller Geschäfte, eine stille Bucht zum ganztägigen Schnorcheln oder ein echtes Abenteuer in der tiefen Wüste suchst. Wir schauen uns die allerbesten Regionen an, werfen einen Blick auf das neu eröffnete Museum in Kairo und natürlich gebe ich dir auch wichtige praktische Tipps zum Visum sowie ehrliche Warnungen, wie du den lästigsten Straßenhändlern ganz einfach nicht auf den Leim gehst.
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Beste Badeorte: Hurghada ist riesig und absolut ideal für Familien und Erstbesucher, während das südlichere Marsa Alam dir absolute Ruhe, deutlich besser erhaltene Riffe und in den Wintermonaten etwas wärmeres Meer bietet.
Wann reisen: Die Hauptsaison für einen richtig angenehmen Urlaub reicht von Oktober bis April, wenn die Temperaturen schön erträglich sind. Im Sommer musst du dagegen mit extremer Hitze über vierzig Grad rechnen, die sich nur am Wasser aushalten lässt, nicht beim Besichtigen aufgeheizter Denkmäler.
Neue Attraktion: In Kairo eröffnet nach endlosen Jahren des Wartens endlich das Große Ägyptische Museum (GEM), wo zum allerersten Mal in der Geschichte der gesamte überwältigende Schatz aus dem Grab des Tutanchamun komplett ausgestellt ist.
Visum und Geld: Das klassische Touristenvisum kostet 25 USD (etwa 23 €) und gezahlt wird in Ägyptischen Pfund. Bei vielen Sehenswürdigkeiten werden heute ausschließlich Kartenzahlungen akzeptiert, etwas Kleingeld behältst du also eher nur fürs Trinkgeld, das sogenannte Bakschisch.
Unterwasserwelt: Das Rote Meer gehört völlig zu Recht und seit Langem zu den allerbesten Tauchrevieren der ganzen Welt, und in vielen Hotels beginnen die schönsten Korallen schon wenige Meter von deiner Strandliege entfernt.
Sicherheit und Gesundheit: Die touristischen Badeorte werden sorgfältig bewacht und sind wirklich sehr sicher. Aber glaub mir, du solltest immer ausschließlich abgefülltes Wasser trinken und unbedingt feste Wasserschuhe einpacken – wegen Seeigeln und scharfen Korallenstücken.
Wann nach Ägypten reisen und wohin je nach Jahreszeit
Ein riesiger Vorteil eines Urlaubs am Roten Meer ist die schöne Tatsache, dass du praktisch zu jeder Zeit im Jahr hierherreisen kannst – du solltest dir nur vorab deine eigenen Erwartungen ein wenig klarmachen. Die angenehmste Reisezeit sind eindeutig Frühling und Herbst, also die Monate April, Mai, Oktober und November, wenn sich die Lufttemperaturen in dieser absolut idealen Zeit um angenehme 28 bis 32 Grad bewegen, das Meer schon herrlich aufgewärmt ist und die Abende gerade lau genug sind, um lange mit einem Glas Wein draußen zu sitzen.
Wenn du aber direkt vor dem strengsten Winter in Deutschland fliehen willst, dann wähle dein Reiseziel doch etwas sorgfältiger aus. Januar und Februar sind in Ägypten insgesamt am kühlsten, dabei können die Tagestemperaturen auf etwa 20 Grad fallen und an der Küste weht oft ein recht kalter Wind vom Meer, sodass du dich abends eher in einen Pullover einkuschelst. In dieser frostigeren Zeit ist für mich die südlicher gelegene Region der absolute Sieger, denn Meer und Luft sind dort einfach immer ein paar Grad wärmer als im Norden.
Die Sommermonate, also Juli und August, bedeuten für das ganze Land dagegen wirklich extreme Hitze, die regelmäßig über 40 Grad im Schatten klettert. Das Meer erinnert dann eher an ein aufgeheiztes Thermalbad und ist völlig unbewegt, was alle lieben, die sich gern am Strand grillen lassen. Der Sommer ist aber absolut ungeeignet für Reisen zu Sehenswürdigkeiten nach Kairo oder Luxor, denn der allgegenwärtige glühende Stein und das völlige Fehlen von Schatten machen aus so einem Ausflug eine körperliche Belastungsprobe, die ich dir wirklich nicht wünschen würde 😅.
Für einen detaillierten Überblick, welche Temperaturen und Bedingungen dich in den einzelnen Monaten genau erwarten, lies unbedingt unseren ausführlichen Artikel Wann nach Ägypten reisen / Wetter. Dort findest du auch einen konkreten Vergleich der Wassertemperaturen zwischen den einzelnen großen Badeorten, damit du für deinen Traumurlaub die allerbeste Variante auswählen kannst, die genau zu deinem Termin passt.
Wo in Ägypten übernachten
Zu den konkreten Resorts, die bei Urlaubern seit Langem punkten, gehören etwa das Steigenberger Al Dau Beach in Hurghada, das Steigenberger Coraya Beach im ruhigen Marsa Alam, das Reef Oasis Beach Resort in Sharm mit Riff direkt am Strand oder das familienfreundliche Fort Arabesque in der Makadi Bay. Ausführlichere Hoteltipps findest du in den Artikeln zu den einzelnen Badeorten.
Die Wahl des richtigen Hotels ist in diesem Land absolut entscheidend, denn seien wir ehrlich: Einen großen Teil deines Urlaubs verbringst du in deinem weitläufigen All-inclusive-Resort, und seine Qualität beeinflusst dein gesamtes Erlebnis ganz grundlegend. Bei der Suche nach dem richtigen Plätzchen empfehle ich dir, auf drei Hauptdinge zu achten. Das allererste ist das sogenannte Hausriff. Glaub mir: Wenn ein Hotel schöne Korallen direkt am Strand hat, ist das einfach unbezahlbar für Schnorchel-Liebhaber, die so nicht jeden Tag den Geldbeutel zücken und teure Bootsausflüge bezahlen müssen.
Der zweite enorm wichtige Faktor ist der Zugang zum Meer und die Lage der gewählten Bucht. Schau also lieber vorab in den Bewertungen nach, ob man zum tiefen Wasser nicht zufällig über einen kilometerlangen Holzsteg gehen muss, der wegen starkem Wind und hohen Wellen oft komplett gesperrt ist. Die ideale Wahl für ruhiges Familienbaden mit Kindern sind eher Hotels in natürlich geschützten Buchten, wo die Wasseroberfläche auch an etwas windigeren Tagen schön ruhig bleibt.
Das Niveau der Unterkünfte am Meer kann sich auch innerhalb der prunkvollen Fünf-Sterne-Kategorie ziemlich stark unterscheiden, deshalb ist es immer gut, vor allem nach geprüften persönlichen Erfahrungen und Empfehlungen anderer Reisender auszuwählen. Wenn du garantierten Luxus und Spitzenservice mitten im Geschehen suchst, ist das Steigenberger ALDAU Beach Hotel für mich die absolute sichere Wahl mit riesigen Pools, wo es dir an nichts fehlen wird. Für Liebhaber von absoluter Ruhe und Schnorcheln im Süden ist dagegen das Jaz Lamaya Resort eine fantastische Wahl, das in jener zauberhaften geschützten Bucht mit herrlichem Riff ohne große Wellen liegt.
Und wenn du in diesem Jahr auf die Sinai-Halbinsel reist und dir Premium-Service wünschst, bietet das großartige Rixos Sharm El Sheikh herrliche Ausblicke und eine absolut perfekte Gastronomie. Damit du dir aber eine bessere Vorstellung davon machen kannst, welche Region am besten zu dir passt, koch dir einen Kaffee und schau dir unseren ausführlichen Artikel Hurghada oder Marsa Alam? an.
💡 Tipp für die besten Preise bei Reisen und Flügen: Die Unterkunftspreise ändern sich ständig und es lohnt sich wirklich, sie eine Weile im Auge zu behalten. Bevor du also etwas überstürzt buchst, wirf einen Blick auf unseren Vergleich von Ägypten-Reisen, wo unsere clevere künstliche Intelligenz täglich die Angebote verschiedener Reiseveranstalter für genau dieselben Hotels und Termine vergleicht. Wenn du lieber auf eigene Faust fliegst, verfolge unbedingt die Flugpreise, die unser System ehrlich alle zwanzig Minuten für dich aktualisiert.
Wohin in den Urlaub: die besten Badeorte in Ägypten
Das ist einfach die absolut wichtigste Entscheidung noch vor dem Abflug, denn die Küste misst hunderte Kilometer und die einzelnen Resorts unterscheiden sich enorm voneinander, auch wenn sie auf den schönen Katalogfotos irgendwie alle sehr ähnlich aussehen. An manchen Orten erwarten dich wilde Nachtclubs und brüllende Animateure am Pool, anderswo findest du absolute Ruhe, gestört nur vom beruhigenden Rauschen der Wellen.
Wähle deinen Badeort also genau danach aus, wie du dir deinen idealen Erholungsmoment am Meer vorstellst, denn er wird bald zu deiner Basisstation für alle Ausflüge. Schauen wir uns also gemeinsam neun der allerinteressantesten Orte an, von belebten Zentren mit Cafés bis hin zu schön verborgenen, exklusiven Buchten.
1. Hurghada ist der pulsierende Klassiker für jeden
Hurghada ist wohl ohne Diskussion der größte, lebhafteste und auch historisch am leichtesten erreichbare ägyptische Badeort, der hier einst den gesamten Massentourismus geprägt hat. Du findest hier wirklich absolut alles, von riesigen Komplexen voller bunter Rutschen bis hin zur belebten neuen Marina, wo du dir abends einen guten Kaffee gönnen und die luxuriösen Yachten beobachten kannst. Es ist eine absolut ideale Wahl für Familien mit kleinen Kindern und auch für all jene, die zum ersten Mal hierherfliegen und alles griffbereit haben wollen.
Ein riesiges Plus dieses beliebten Ortes ist der kurze Direktflug von Deutschland, der von Frankfurt oder München mit Eurowings oder Condor etwa vier Stunden dauert, sodass du nach der Ankunft nicht stundenlang mit dem Bus durch die aufgeheizte Einöde holpern musst – viele der schönen Hotels sind nur etwa fünfzehn Fahrminuten vom Flughafen entfernt. Ein ehrlicher Nachteil des alten Stadtzentrums ist aber leider, dass an den Stränden meist schöne Korallenriffe fehlen und du für besseres Schnorcheln einfach auf kostenpflichtige Bootsausflüge aufs offene Meer hinausfahren musst.
Die Stadt hat glücklicherweise auch ihr ursprüngliches und sehr authentisches Zentrum namens El Dahar, wo du dich mit Freude leicht auf einem typischen arabischen Markt verlieren kannst, endlos um den Preis von duftenden Gewürzen feilschen und in vollen Zügen ein bisschen vom lokalen nordafrikanischen Chaos einatmen kannst 😅. Wenn du noch mehr wissen möchtest, findest du alle Details und konkrete Ausflugstipps schön aufgeschrieben in unserem Artikel Hurghada: 13 Tipps.
2. Marsa Alam bietet ein Paradies für Taucher und Ruhe
Während die nördliche Küste wohl niemals schläft, ist die Region Marsa Alam, die rund 270 Kilometer südlicher liegt, eine echte, von nichts gestörte Oase der Ruhe, in die sich vor allem leidenschaftliche Taucher und Menschen verliebt haben, die einfach dringend den lauten Menschenmassen und dem Stress entfliehen müssen. Du findest hier keine große Stadt und nicht einmal belebte Einkaufspromenaden, denn die meisten weitläufigen Hotels stehen hier irgendwie einsam in der Wüste entlang der wunderschönen Küste.
Die absolute Hauptattraktion ist hier aber natürlich die atemberaubende Natur, denn diese Region bietet eines der am besten erhaltenen Hausriffe im ganzen Land, die praktisch direkt am Strandrand beginnen und voller Leben sind. Glaub mir: Hier kannst du ganz alltäglich Seite an Seite mit riesigen Meeresschildkröten schwimmen und mit etwas Reiseglück in der berühmten Bucht Abu Dabbab sogar auf einen seltenen Dugong, die Seekuh, treffen.
Ein weiterer riesiger Bonus ist das hier sehr angenehme Klima, denn dank der deutlich südlicheren Lage näher am Äquator sind hier in unseren Wintermonaten nachweislich Meer und Luft wärmer. Für so einen trüben Januar-Urlaub ist das für mich also die allerbeste Wahl. Für jede Menge weiterer Inspiration und praktischer Tipps wirf unbedingt einen Blick auf unseren ausführlichen Artikel Marsa Alam: 13 Tipps.
3. Sharm el-Sheikh ist das Juwel der Sinai-Halbinsel
Diese berühmte Stadt findest du an der südlichsten Spitze der Sinai-Halbinsel, und glaub mir, sie hat eine ganz andere, viel europäischere Atmosphäre als der afrikanische Teil des Landes. Über all den luxuriösen Resorts erheben sich imposante felsige Berge, die der gesamten Küste ein dramatisches und herrlich fotogenes Aussehen verleihen. Das Zentrum des ganzen Geschehens ist die außergewöhnlich lebendige Bucht Naama Bay, wo eine Menge moderner Cafés und Geschäfte auf dich warten.
Das absolut Beste verbirgt sich aber unter der salzigen Oberfläche, wo du unbedingt hineinschauen musst. Die Region ist weltweit berühmt für ihr erstklassiges Tauchen, denn sie liegt in unmittelbarer Nähe des berühmten Nationalparks Ras Mohammed. Die Korallenwände fallen hier unglaublich steil in riesige blaue Tiefen ab und die Farbenpracht der hiesigen Riffe verschlägt selbst erfahrenen Tauchern mit tausenden Tauchgängen den Atem.
Eine gute Nachricht für uns bequeme Reisende: Nach Jahren der Pause gibt es wieder Direktflüge von Deutschland mit Condor und Eurowings, sodass die langwierigen und ermüdenden Zwischenstopps komplett wegfallen ☺️. Alle Wissenswertes über dieses faszinierende Reiseziel haben wir für dich im ausführlichen Reiseführer Sharm el-Sheikh: 13 Tipps zusammengefasst.
4. Dahab ist ein Bohème-Dorf ohne große Resorts
Wenn dir schon bei der Vorstellung von schreienden Animateuren und organisierter Unterhaltung in einem riesigen All-inclusive-Hotel eine Gänsehaut den Rücken hinunterläuft, dann mach dich lieber auf, Dahab zu entdecken. Diese entspannte Stadt an der Ostküste des Sinai entstand aus einem ursprünglichen Beduinendorf und wurde in den siebziger Jahren von freidenkenden Hippies entdeckt. Bis heute hat sie sich ihre herrlich ungezwungene Atmosphäre voller kleiner Familienpensionen und süßer Strandcafés bewahrt.
Heute ist dieser Ort geradezu ein Magnet für unabhängige Rucksacktouristen und moderne digitale Nomaden, die gern mit Blick auf die Wellen arbeiten. Es ist auch ein berühmtes Mekka für Freitaucher, vor allem dank der Nähe der ikonischen und etwas unheimlichen Stelle namens Blue Hole, einem über hundert Meter tiefen Schlund nur ein kleines Stück vom Ufer entfernt. Schnorchelausrüstung leihst du dir hier bequem an jeder Ecke für ein paar Cent aus.
Dank des speziellen Trichters, der von den umliegenden Bergen gebildet wird, weht hier zudem fast ständig ein sehr starker und beständiger Wind, was den Ort zu einer absolut fantastischen Basis fürs Windsurfen macht. Für jene unter euch, die traditionelle Luxuspools und Marmorhallen suchen, ist es wohl nicht das ideale Reiseziel. Aber wenn du eine authentische alternative Atmosphäre einatmen und mit ins Sand vergrabenen Füßen zwischen Kissen am Strand einen Drink schlürfen willst, wirst du garantiert begeistert sein 😅.
5. El Gouna erinnert an ein ägyptisches Venedig voller Luxus
Stell dir unglaublich saubere Gassen ohne Müll vor, luxuriöse Millionärsyachten am Steg und keinen einzigen lästigen Verkäufer, der dich anschreit. Genau so ist El Gouna, ein sehr exklusiver und abgeschlossener Badeort, der etwa fünfundzwanzig Kilometer nördlich des belebten Flughafens liegt. Es wurde komplett künstlich auf einem recht komplexen Netz verschlungener Kanäle erbaut, weshalb es zu Recht das ägyptische Venedig genannt wird.
Diese ganze schöne Stadt funktioniert wie eine sichere, sorgfältig bewachte Mikrowelt mit absolut hochwertigen Dienstleistungen. Die Hotels haben hier oft ein deutlich höheres Niveau als im Rest des Landes und außerdem wird hier großer Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit gelegt. Es ist ein ideales Refugium für anspruchsvollere Reisende oder Paare im Romantikurlaub, die ein Glas guten Wein in absoluter Ruhe und Privatsphäre genießen wollen.
Die flachen türkisfarbenen Lagunen mit feinem Sandboden sind außerdem absolut perfekt zum sicheren Erlernen des Kitesurfens, denn das Wasser ist hier glatt wie ein Spiegel. Rechne nur damit, dass du für diese überdurchschnittliche Ruhe und das hohe Serviceniveau im Vergleich zu klassischen Angeboten etwas mehr bezahlst – aber ab und zu muss man sich diesen Luxus eben einfach gönnen 🙂.
6. Makadi Bay bietet Familienruhe in einer geschützten Bucht
Etwa dreißig Kilometer südlich des Großstadttrubels verbirgt sich die Makadi Bay, die für mich einen absolut perfekten Urlaubskompromiss darstellt. Es ist keine völlig abgelegene Einöde wie im Süden, aber zugleich findest du hier kein lautes Stadtzentrum voller hupender Autos, was eine erhebliche Erleichterung ist. Die ganze Region besteht praktisch nur aus einer Reihe großer und moderner Resorts, die recht clever durch eine schöne Fußgängerpromenade verbunden sind.
Diese Region ist bei Familien mit kleinen Kindern außerordentlich beliebt, und zwar gleich aus mehreren sehr praktischen Gründen. Die meisten Hotels hier haben in ihrer Anlage fantastische Aquaparks und der Zugang zum Meer vom Strand aus ist schön flach abfallend. Du musst dir hier überhaupt keine Sorgen wegen riesiger Wellen machen, denn die Bucht ist irgendwie natürlich und sehr gut vor dem starken Wind vom offenen Meer geschützt.
Und was ist das Allerbeste daran? Die Bucht verbirgt in ihren Gewässern für Taucher sehr ordentliche und bunte Korallenriffe in herrlich bequemer Erreichbarkeit von den Hotels. Für deine ersten Schnorchelerlebnisse musst du also wirklich nicht gleich teure Ganztagesausfahrten auf einem großen Boot buchen – meist reicht es, ein kleines Stück vom Ufer wegzuschwimmen, und schon hast du es vor dir wie auf dem Präsentierteller 😁.
7. Soma Bay bedeutet Golf, Kite und Premium-Ruhe
Noch ein kleines Stück südlicher schneidet sich die schöne Halbinsel Soma Bay in die tiefen Gewässer. Diese abgeschlossene Region ist ein echtes Synonym für Ruhe und höheren Standard, denn die Hotels stehen in ausreichendem Abstand voneinander und nicht zusammengepfercht. Du findest hier überwiegend Premium-Hotelmarken, die riesige saubere Pools und sehr luxuriöse Wellnessbereiche für den perfekten Erholungsmoment bieten.
Der Ort ist weltweit vor allem wegen zweier absolut außergewöhnlicher Dinge bekannt, für die Kenner aus ganz Europa hierherkommen. Das erste ist ein erstklassiger 18-Loch-Golfplatz, der unglaublich grün mitten in der gelben Wüste mit Blick auf das tiefblaue Meer leuchtet. Das zweite sind die absolut phänomenalen Bedingungen für Wassersport, denn die hiesige Bucht wirkt wie ein perfekter Windkanal.
Für begeisterte Taucher und Schwimmer verbirgt sich direkt unter der Oberfläche ein wunderschönes Hausriff, das aus mehreren riesigen Korallentürmen besteht, die sich bis zur Oberfläche selbst erheben. Es ist einfach ein Ort, der sportliche Betätigung mit luxuriöser Erholung an einem Ort kombiniert, an dem dich wirklich gar nichts stört, sodass du dich einfach hinsetzen, ausruhen und den Urlaub in vollen Zügen genießen kannst.
8. Sahl Hasheesh ist moderne Eleganz nahe am Flughafen
Sahl Hasheesh ist so ein relativ neuer und meiner Meinung nach sehr clever durchdachter Badeort, der nur wenige Kilometer südlich des Hauptflughafens liegt. Das bedeutet für dich in der Praxis einen riesigen Vorteil, nämlich einen blitzschnellen und sehr bequemen Transfer direkt zum Hotel. Glaub mir, das Gefühl, wenn du vom Flugzeug innerhalb einer unglaublichen halben Stunde ohne unnötiges, ermüdendes Warten im Bus auf dein Zimmer und zur ersehnten Liege am Pool kommst, ist einfach unbezahlbar.
Der ganze Badeort ist von Anfang an sehr modern, schön luftig und irgendwie angenehm angeordnet konzipiert. Seine Hauptattraktion ist eine zwölf Kilometer lange gepflasterte Promenade, gesäumt von hohen Palmen, auf der du in Ruhe und Sicherheit mit einem Kaffee in der Hand spazieren oder eines der beliebten Elektrofahrzeuge ausleihen kannst. Die Architektur vieler hiesiger Hotels erinnert zudem oft eher an prunkvolle Paläste, die direkt aus den romantischen Märchen aus Tausendundeiner Nacht herausgeschnitten wurden.
In der geschützten und ruhigen Bucht ist das Meer meist sehr sanft, und hier verbirgt sich auch eine recht interessante Unterwasser-Kuriosität für alle neugierigen Schwimmer. Ein Stück vom Ufer entfernt wurde nämlich eine künstliche versunkene Stadt voller Statuen und Säulen geschaffen, die nach und nach von Korallen bewachsen wird und so eine absolut fantastische, leicht geheimnisvolle Kulisse für angehende Taucher mit Schnorchel und Maske bildet 🙂.
9. Marsa Matrouh verbirgt das türkisfarbene afrikanische Mittelmeer
Wenn man Urlaub in diesem Land sagt, stellt sich wohl jeder von uns automatisch nur das sonnige Rote Meer vor. Doch oben im Norden liegt auch eine überraschend lange Küste am Mittelmeer, und ihr Hauptjuwel ist der absolut wunderschöne Badeort Marsa Matrouh. Mach dich auf ein völlig anderes visuelles Erlebnis gefasst, denn das Wasser hat hier eine unglaubliche türkisfarbene Farbe und all die langen Strände sind mit schneeweißem Sand bedeckt, der mit seiner Farbe eher an eine exotische Karibik erinnert.
Diese Stadt ist nämlich ein sehr beliebtes Sommerrefugium der wohlhabenderen Ägypter selbst, die hierher ein wenig massenhaft vor der glühenden Augusthitze aus Kairo fliehen. Genau deshalb weht dir hier eine viel authentischere und traditionellere lokale Atmosphäre entgegen als in den klassischen großen internationalen Resorts im Osten. Du findest hier zum Beispiel auch die atemberaubende felsige Lagune Agiba, die geschickt vor den Blicken der größten Massen verborgen ist.
Es ist aber enorm wichtig zu wissen, dass die Touristensaison hier eigentlich genau umgekehrt funktioniert als unten im Süden. Die ganze Region lebt ausschließlich im Sommer von Juni bis September auf, wenn das Klima sehr angenehm ist, während hier in den Wintermonaten ein recht kalter Wind vom Meer weht und du nicht einfach so ins Wasser steigst, es sei denn, du bist ein begeisterter Eisbader 😁.
Was sehen: die antiken Sehenswürdigkeiten Ägyptens
Tausende Kilometer nur wegen des Meeres zu fliegen und nicht einmal ein winziges Stück der atemberaubenden jahrtausendealten Geschichte aus der Nähe zu sehen, wäre meiner Meinung nach eine ziemlich große Sünde. Die bekanntesten antiken Denkmäler liegen entlang des lebensspendenden Nils verstreut, und die meisten lassen sich überraschend bequem als organisierter Tagesausflug vom Meer aus bewältigen, oft mit einem schnellen Inlandsflug oder dem klassischen Nachtbus mit Schlafsitzen.
Beim Planen all dieser längeren Ausflüge rechne bitte mit einer sehr wichtigen praktischen Sache, nämlich dass die Klimaanlage in den Fernbussen ständig auf Maximum läuft. Pack dir deshalb unbedingt einen wärmeren Hoodie oder einen leichten Pullover in den Rucksack, damit du dich nicht gleich am ersten Tag unnötig erkältest. Unten stelle ich dir fünf der allergrößten historischen Ikonen vor, wegen denen Menschen aus der ganzen Welt hierherkommen und die wir für dich ausführlich in unserem großen Artikel Was in Ägypten sehen behandeln.
10. Die Pyramiden von Gizeh und die geheimnisvolle Sphinx rauben den Atem
Auf eigenen Füßen unter dem einzigen erhaltenen Weltwunder der Antike zu stehen, ist ein enorm starkes Gefühl, das sich ehrlich gesagt durch kein noch so schönes Foto zufriedenstellend beschreiben lässt. Die drei riesigen majestätischen Pyramiden, allen voran die berühmte Cheops-Pyramide, und die ikonische Große Sphinx erheben sich am Rand der glühenden Wüste, während sich von der anderen Seite die laute Zwanzig-Millionen-Hauptstadt unerbittlich an sie drängt. Glaub mir, erst aus der Nähe begreift man das völlig irrsinnige Ausmaß und das unfassbare Gewicht all dieser Steinblöcke.
Wenn du hierherreist, wappne dich bitte mit einer großen Portion Geduld und lass dich nicht von den allgegenwärtigen und manchmal recht aufdringlichen Schleppern verärgern. Das ganze Gelände ist riesig und ständig wird dir jemand einen Kamelritt angeblich fast umsonst aufschwatzen wollen – das ist so ein absolut klassischer Touristentrick, der bedeutet, dass das Aufsitzen zwar kostenlos ist, du aber fürs Absteigen vom armen Tier dann locker auch zwanzig Euro bezahlst. Die beste Verteidigung ist hier ganz einfach: Es reicht, mit einem netten Lächeln, aber wirklich sehr bestimmt das englische „No“ zu wiederholen und entschlossen weiterzuschlendern.
Wenn du die allerbesten und bekanntesten Fotos ohne lästige Menschenmassen ergattern willst, geh ein kleines Stück weiter zu Fuß zum erhöhten Panorama-Aussichtspunkt in der Wüste, von wo du herrlich alle drei Pyramiden in einer absolut perfekten Linie einfängst. Ich weise darauf hin, dass für den Eintritt ins Innere der größten Pyramide extra bezahlt wird und es wegen des recht spürbaren Mangels an frischer Luft eher eine kleine sportliche Leistung ist 😅.
11. Kairo und das neue Große Ägyptische Museum (GEM)
Kairo selbst ist einfach eine riesige Stadt, die dich nach der Ankunft entweder völlig mit ihrer ungezähmten Energie verschlingt oder aus der du wegen des allgegenwärtigen Lärms sofort fliehen willst. Es ist ein sehr chaotischer und zugleich enorm faszinierender Mix verschiedenster Kulturen, wo sich in endlosen Verkehrsstaus verbeulte alte Autos mit Eselskarren verflechten und die Luft intensiv nach geheimnisvollen exotischen Gewürzen duftet. Neben dem wunderschönen alten islamischen Zentrum ist für die meisten von uns natürlich die atemberaubende antike Geschichte die größte Attraktion.
Eine riesige und wirklich lang erwartete Nachricht ist, dass ein Stück bei den Pyramiden endlich das architektonisch absolut überwältigende Große Ägyptische Museum, bekannt unter der Abkürzung GEM, vollständig eröffnet hat. Es ist mit Abstand das größte archäologische Museum der ganzen Welt, das sich nur einer einzigen Zivilisation widmet, wo dich unter einem gigantischen Dach über hunderttausend atemberaubende historische Exponate erwarten, über die du ungläubig den Kopf schütteln wirst.
Der absolute Höhepunkt dieser gewaltigen Ausstellung ist die Tatsache, dass hier zum allerersten Mal in der modernen Geschichte der komplette Schatz aus dem Grab des Tutanchamun ausgestellt ist, einschließlich seiner ikonischen und atemberaubenden goldenen Totenmaske. Eine praktische Anmerkung für dich: Die Eintrittskarten für Ausländer kosten hier etwa 30 Dollar, also rund 28 Euro, und pass gut auf, denn sie werden ausschließlich online über das offizielle System gekauft – mit Bargeld in der Tasche kommst du vor Ort einfach nicht mehr weiter.
12. Luxor und das berühmte Tal der Könige
Die Stadt Luxor, die schön im Süden des Landes liegt, wird unter uns Reisenden wohl wirklich nicht umsonst das größte Freilichtmuseum der Welt genannt. Diese atemberaubende Stadt an den fruchtbaren Ufern des Nils war nämlich einst das berühmte Theben, und glaub mir, die Konzentration gewaltiger Denkmäler ist hier unglaublich. Wenn du am Ostufer umherwanderst, wird dich garantiert der gigantische Tempelkomplex Karnak mit seiner riesigen und absolut faszinierenden, reich verzierten Säulenhalle überwältigen.
Das Westufer des Flusses gehörte in der Antike dagegen ausschließlich den Toten und hier fanden seltsame Begräbnisrituale statt. Genau hier findest du das berühmte und geheimnisvolle Tal der Könige, verborgen in den ausgedörrten Sandsteinfelsen, wo sich die Pharaonen raffiniert verschlungene Grabkammern tief in den Untergrund meißeln ließen, nur um sie vor gierigen Grabräubern zu schützen. Was an all dem aber wohl am faszinierendsten ist, ist die Tatsache, dass die jahrtausendealten Wandmalereien bis heute unglaublich satte und leuchtende Farben behalten haben, als hätte sie jemand erst gestern gemalt.
Das gekaufte Basisticket für dieses Tal erlaubt dir üblicherweise den Eintritt in drei beliebige geöffnete Grabkammern, mit Ausnahme der allerberühmtesten, wie etwa der des Tutanchamun, für die immer ein nicht geringer Aufpreis bezahlt wird. Ehrlich gesagt muss ich dich aber warnen, dass es hier in den Sommermonaten wirklich absolut unerträglich heiß ist, denn die umliegenden Felsen wirken wie ein aufgeheizter Ofen – brich also am besten gleich früh morgens auf, bevor aus dir ein wandelndes Grillhähnchen wird 😅.
13. Eine Nilkreuzfahrt zeigt die Geschichte vom Deck aus
Wenn du auch wie ich danach sehnst, ein wenig echte altweltliche Romantik zu erleben und dich zumindest für einen kleinen Moment wie in einem spannenden Roman von Agatha Christie zu fühlen, dann mach dich unbedingt auf eine mehrtägige Nilkreuzfahrt auf. Es ist wohl mit Abstand die bequemste und eleganteste Art, den südlichen Teil des Landes in die Tiefe kennenzulernen. Die Kreuzfahrt selbst findet meist auf einem sehr komfortablen Kabinenschiff mit Vollpension und kleinem Pool auf dem Dach statt, wobei diese Pracht typischerweise drei oder vier Nächte dauert.
Ein riesiger Vorteil dieser entspannten Reiseart ist einfach die Tatsache, dass du nicht jeden Tag aufwendig packen und von Hotel zu Hotel umziehen musst, was ich auf Reisen wirklich zu schätzen weiß. Stell dir vor, du wachst morgens bequem in deiner gemütlichen Kajüte auf, das Schiff liegt schon schön an einem neuen antiken Tempel, du schaust ihn dir in aller Ruhe mit einem lokalen Guide an und nach einem guten Mittagessen sitzt du schon wieder mit einem Kaffee auf dem Sonnendeck und beobachtest verträumt die vorbeiziehenden Ufer.
Während dieser Kreuzfahrt Richtung Süden wird regelmäßig an großartigen und sehr gut erhaltenen Denkmälern gehalten, wie etwa dem einzigartigen Doppeltempel in Kom Ombo, bei dem du eine Gänsehaut bekommst. Diese großartige Kreuzfahrt kannst du leicht als eigenständige intensive Rundreise buchen oder sie sehr clever mit einer anschließenden Woche Strandentspannung kombinieren, was mir als absolut ideale Variante erscheint, um aus dem Urlaub das maximale Erlebnis mitzunehmen und sich zugleich ein wenig zu erholen.
14. Abu Simbel und das ruhige nubische Assuan
Die südliche Stadt Assuan ist so ein imaginäres heißes Tor nach Schwarzafrika und dir weht eine völlig andere, deutlich ruhigere und freundlichere nubische Atmosphäre entgegen, als sie das unglaublich hektische Kairo im Norden hat. Auf dem breiten Fluss gleiten hier sehr elegant und leise weiße Segelboote namens Feluken und auf einer solchen kleinen Insel mitten in der Strömung steht der wunderschöne Philae-Tempel, der mit Liebe der mächtigen Göttin Isis gewidmet wurde.
Der wichtigste Grund, warum sich Menschen überhaupt bis in den fernen Süden zur sudanesischen Grenze aufmachen, ist aber der überwältigende kolossale Komplex Abu Simbel, den du mit eigenen Augen sehen musst. Die beiden herrlichen Felstempel, die hier einst der mächtige Pharao Ramses II. errichten ließ, werden nämlich von riesigen zwanzig Meter hohen Steinstatuen des unglaublich selbstbewussten Herrschers selbst bewacht, der starr irgendwohin in die Ferne blickt.
Die Geschichte dieses geheimnisvollen und magischen Ortes ist vor allem deshalb faszinierend, weil die Tempel in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts komplett in tausende Blöcke zersägt und um Dutzende Meter höher versetzt werden mussten. Sonst wären sie nämlich wegen des Baus eines riesigen Staudamms für immer unter dem Wasserspiegel des neu entstehenden Stausees verschwunden, und wir würden von dieser Pracht überhaupt nichts mehr sehen, was wirklich ein riesiger Verlust für die ganze Menschheit gewesen wäre.
Was erleben: das Rote Meer und die Wüste
Glaub mir, dieses Land besteht wirklich nicht nur aus alten trockenen Mumien und uralten Steintempeln, aus denen dir nur Vergangenheit entgegenweht. Zwei riesige und sehr wilde Naturspielplätze, nämlich das tiefe Meer und die endlose Wüste, bieten dir hier solche Adrenalin- und visuellen Erlebnisse, wegen denen Menschen mit riesiger Begeisterung locker auch zehnmal im Leben zurückkehren. Du musst nur ein wenig die Urlaubsfaulheit überwinden und für ein paar Stunden die Sicherheit und Bequemlichkeit deiner geliebten Strandliege verlassen 🙂.
15. Tauchen im Roten Meer auf Weltklasseniveau
Egal ob du zu den sehr erfahrenen professionellen Tauchern gehörst oder noch nie im Leben aus einer Stahlflasche geatmet hast – die hiesige Unterwasserwelt wird dich garantiert in die Knie zwingen. Diese großartige Region gehört nämlich dauerhaft und völlig zu Recht zu den Top Ten der besten Tauchreviere der Welt, und für uns Europäer ist es wohl eindeutig die am leichtesten erreichbare Spitze, die unglaublich voller buntem und farbenfrohem Leben ist.
Für sehr fortgeschrittene und zertifizierte Taucher gibt es hier legendäre und etwas anspruchsvollere Spots irgendwo weit draußen auf dem offenen Meer. Du kannst so das berühmte Wrack des britischen Schiffs SS Thistlegorm erkunden, das bis heute randvoll mit verrosteten Motorrädern und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg ist, oder per Boot zu sehr entfernten Riffen wie Elphinstone fahren, wohin man gern zur Beobachtung der atemberaubenden Weißspitzen-Hochseehaie fährt.
Wenn du dagegen wie ein Fisch auf dem Trockenen und absoluter Anfänger bist, der das Wasser erst langsam entdeckt, musst du dir überhaupt keine Sorgen machen, denn fast jedes größere Hotel hat einen guten Zugang zu einem zertifizierten Tauchzentrum. Dort nehmen sie dich für ein paar Dutzend Euro sehr bereitwillig zu einem sogenannten Schnuppertauchgang in geringer Tiefe mit, bei dem dich der Instruktor die ganze Zeit sicher an der Hand hält und wirklich jeden deiner Atemzüge gewissenhaft überwacht, sodass du nichts zu befürchten hast.
16. Schnorcheln und die Schönheit der Hausriffe
Hast du keine Lust, in der irren afrikanischen Hitze schwere Neoprenausrüstung herumzuschleppen, und schreckt dich auch die Vorstellung von tiefem Wasser ein wenig? Das macht überhaupt nichts, denn ein Großteil des allerschönsten Unterwasserlebens spielt sich in einer sicheren Tiefe von nur wenigen Metern unter der Oberfläche ab, wohin das wärmste Sonnenlicht fällt. Für uns etwas faulere Reisende sind außerdem die bereits erwähnten Hausriffe ein riesiger Vorteil, zu denen du schön bequem direkt vom aufgewärmten Hotelstrand kommst.
Im Grunde reicht es, nur eine gut sitzende Maske aufzusetzen, ein paar langsame Schwimmzüge zu machen, und schon befindest du dich über einem Korallenriff, wo um dich herum ganz aus der Nähe Schwärme leuchtend bunter Fische schwimmen, verspielte Papageifische zufrieden an den Korallen knabbern und dazwischen majestätische, wenn auch etwas giftige Rotfeuerfische schweben. Besonders in den abgelegeneren Regionen im Süden und auf dem Sinai sind diese Riffe noch in unglaublich gutem natürlichem Zustand, du hast dich also wirklich auf was zu freuen.
Behalte aber bitte bei jedem Gang ins Wasser eine absolut grundlegende Regel im Kopf, die ich dir ans Herz lege. Korallen sind extrem zerbrechliche und sehr empfindliche Lebewesen, tritt deshalb niemals auf sie, fass sie nicht mit den Händen an und nimm wirklich nichts aus dem Meer als Andenken mit nach Hause. Und vergiss nicht, gewissenhaft feste Wasserschuhe in den Koffer zu packen, die dich vor einem sehr schmerzhaften Moment nach dem Tritt auf einen versteckten Seeigel schützen 😅.
17. Der Nationalpark Ras Mohammed ist voller Leben
Im äußersten und ständig sonnenbeschienenen Süden der Sinai-Halbinsel findest du den allerersten und historisch ältesten ägyptischen Nationalpark, der als Ras Mohammed bekannt ist. Genau an diesem einzigartigen Ort treffen und vermischen sich wild die Gewässer des Golfs von Suez und des Golfs von Akaba, wodurch hier recht starke Meeresströmungen entstehen, die ständig riesige Mengen so dringend benötigter Nährstoffe für das gesamte Unterwasser-Ökosystem mit sich bringen.
Die berühmteste und wohl auch am meisten fotografierte Stelle in diesem ganzen weitläufigen Park ist zweifellos der Tauchgang an den Riffen Shark und Yolanda Reef. Glaub mir, auch wenn du gerade nicht mit schwerem Gerät auf dem Rücken tauchst, ist schon der Bootsausflug allein in Verbindung mit gewöhnlichem Schnorcheln ein unglaubliches Erlebnis fürs ganze Leben, denn unter der Oberfläche siehst du riesige Schwärme von Barrakudas und vielleicht sogar die Reste der etwas komischen Fracht von Toilettenschüsseln aus dem versunkenen Schiff Yolanda.
In diesen großartigen Park kannst du dich aber auch sehr leicht auf dem Landweg in angenehm klimatisierten Geländewagen aufmachen, was du vor allem im heißen Sommer schätzen wirst. Du kannst dort in einem magischen und sehr salzigen Seelein baden, das laut alten Beduinenlegenden geheime Wünsche erfüllen soll, und dir die einzigartigen Mangrovenbestände ansehen, die wie durch ein Wunder direkt im salzigen Meerwasser wachsen.
18. Wüstensafari unter den Sternen
Während die endlose Wüste in der grellen Mittagshitze eher wie eine unwirtliche und tödliche, aufgeheizte Glut wirkt, verwandelt sie sich mit Einbruch des Abends in einen absolut magischen Ort voller langer Schatten. Eine halbtägige abenteuerliche Wüstensafari ist eine sehr beliebte und recht günstige Abwechslung zum gewöhnlichen Strandaufenthalt, die wohl von jedem größeren Badeort aus organisiert wird und meist mit einer nachmittäglichen Adrenalinfahrt auf ziemlich lauten Quads über hohe Sanddünen beginnt.
Die meisten dieser beliebten Ausflüge beinhalten auch einen kurzen Stopp in einem traditionellen, wenn auch ehrlich gesagt etwas touristischeren Beduinendorf, wo du siehst, wie über dem Feuer flaches Brot gebacken wird. Der allerschönste und für mich persönlich ruhigste Moment des ganzen Ausflugs ist aber der Sonnenuntergang selbst, wenn sich der allgegenwärtige Sand in ein unglaublich sattes Orange und beinahe blutiges Rot färbt, von dem du die Augen nicht abwenden kannst.
Nach einem einfachen, aber sehr leckeren vegetarischen Abendessen, das über offenem Feuer zubereitet wird, kommt der Hauptgrund, warum man überhaupt in die nächtliche Wüste fährt. Das ist nämlich der absolut überwältigende und dunkle Nachthimmel, denn dank der völlig fehlenden Lichtverschmutzung siehst du hier die leuchtende Milchstraße so scharf und klar wie wohl nirgends in unserem übervölkerten Europa 🙂.
19. Die Weiße Wüste sieht aus wie eine Landschaft von einem anderen Planeten
Wenn du auch manchmal nach einem echten und etwas raueren Abenteuer fernab der sicheren Touristenzentren mit ihren perfekt blauen Pools sehnst, dann verbirgt die tiefe Westliche Wüste eines der größten Naturwunder ganz Afrikas. Der wunderschöne Nationalpark Weiße Wüste sieht genau so aus, wie er heißt, denn diese ganze weitläufige Region ist übersät mit riesigen leuchtend weißen Kalksteingebilden, die der unermüdliche Wind nach und nach zu Formen von riesigen Pilzen und verschiedensten Tieren geschliffen hat.
Ehrlich gesagt warne ich dich, dass das definitiv kein einfacher Nachmittagsausflug ein kleines Stück hinter das Hotel ist, sondern eine richtige und deutlich anspruchsvollere mehrtägige Expedition, die meist mit einer langen Überfahrt zur Oase Bahariya beginnt. Dort steigst du mit einheimischen und sehr erfahrenen Guides in speziell umgebaute Geländewagen und machst dich auf einen langen Weg tief in die Einöde auf, wo du jegliches Handynetz gleich vergessen kannst.
Das absolut stärkste und romantischste Erlebnis der ganzen Reise ist aber die Übernachtung im Beduinenzelt selbst oder sogar einfach so im warmen Schlafsack direkt unter den Sternen, mitten in diesen seltsamen Kalksteinskulpturen. Besonders in der frühen Morgendämmerung fangen die Felsen wunderschöne rosa und violette Pastelltöne ein, sodass du dich plötzlich wie ein mutiger Entdecker auf der Oberfläche eines völlig unbekannten Planeten fühlst.
20. Die Oase Siwa ist ein abgelegenes berberisches Wunder
Noch weiter in den heißen Westen, nur unweit der gut bewachten Grenze zu Libyen, liegt die faszinierende Oase Siwa. Wenn du echte Exotik suchst, mach dich genau hierher auf, denn es ist einer der abgelegensten und authentischsten Orte in ganz Nordafrika, der über lange Jahrhunderte physisch vom Rest der ägyptischen Zivilisation isoliert war und sich dadurch herrlich seine eigene eigenständige berberische Kultur und Bräuche bewahrt hat.
Die wichtigste visuelle Dominante dieser grünen Oase sind die weitläufigen und sehr fruchtbaren Palmenhaine und die uralte Lehmfestung Shali, die unglaublich imposant wirkt, auch wenn sie vor den Augen schon ein wenig zerfällt. Die Atmosphäre der ganzen Stadt ist unfassbar langsam, still und beruhigend, sodass man auf den staubigen Sandwegen ganz alltäglich nur auf alten Fahrrädern oder auf hölzernen Karren fährt, die niedliche Eselchen ziehen.
Eine riesige Attraktion für moderne Reisende sind aber die wunderschönen türkisfarbenen Salzseen, in denen die Salzkonzentration so extrem hoch ist, dass du mühelos wie ein Korken an der Oberfläche schwebst. Ich gebe ehrlich zu, dass die Fahrt von Kairo hierher im zermürbenden Nachtbus über zehn Stunden dauert, aber die großartigen Erinnerungen und Fotos sind diesen Moment der Unbequemlichkeit zu hundert Prozent wert ☺️.
Praktische Infos: Visum, Geld und Sicherheit
Die Vorbereitung auf eine reibungslose Reise in dieses faszinierende nordafrikanische Land ist zum Glück nicht besonders kompliziert, aber es gibt doch ein paar sehr wichtige bürokratische und praktische Regeln, die man am besten vorab kennt. Glaub mir, du sparst dir so jede Menge unnötiger Nerven und Geld gleich in dem Moment nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug und wirst von den hiesigen Besonderheiten überhaupt nicht überrascht, die sich von unseren europäischen doch ziemlich stark unterscheiden.
Der notwendige Papierkram und die Visumspflicht sind die absolute Grundlage. Deine ersehnte Reise mit deinem deutschen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate nach deiner Rückkehr gültig sein muss, kommt leider nicht ohne das klassische Touristenvisum für eine Einreise aus. Dieses Einreisevisum kostet pauschal und überall genau gleich 25 US-Dollar, was umgerechnet etwa 23 Euro sind, und berechtigt dich zu einem geruhsamen Aufenthalt von maximal dreißig Tagen im Land.
Im Grunde hast du zwei Möglichkeiten, wie du dieses wichtige Dokument bekommst. Entweder erledigst du es schön vorab in Ruhe von zu Hause online über das offizielle Portal visa2egypt, oder du kaufst es einfach erst nach der Ankunft. Hier gilt aber eine große ehrliche Warnung von mir und große Vorsicht vor der Flughafenfalle: Kaufe das Visum ausschließlich am offiziellen Bankschalter und ignoriere mit absoluter Gelassenheit die Mitarbeiter an den sogenannten VIP-Schaltern, die es dir recht dreist für locker fünfzig Dollar aufzwingen wollen, unter dem verlogenen Vorwand einer schnelleren Abwicklung. All diese behördlichen Formalitäten erklären wir ausführlich im Artikel Visum für Ägypten.
Für manche von euch gibt es aber eine sehr angenehme Ausnahme, und das ist der sogenannte Sinai-Stempel, der völlig kostenlos ist. Du bekommst ihn eigentlich ganz automatisch nach der Ankunft am Flughafen in Sharm el-Sheikh und er gilt schöne fünfzehn Tage. Aber pass auf, denn er beschränkt dich ausschließlich auf den Aufenthalt in der Region Südsinai. Wenn du dann auf einen langen Ausflug zu den Pyramiden möchtest, reicht dieser Stempel leider nicht aus und du müsstest es anders regeln.
Was das Geld angeht, so ist die offizielle Landeswährung das Ägyptische Pfund (EGP), wobei der Kurs für uns recht günstig ist und sich um etwa zwei Cent pro Pfund bewegt. Obwohl in den großen Touristenresorts ganz alltäglich und gern mit Euro oder Dollar in bar operiert wird, ist es für die traditionellen Einkäufe auf duftenden Märkten oder das Bezahlen lokaler Taxis immer viel vorteilhafter, gerade in der einheimischen Währung zu zahlen, damit du nicht unnötig durch einen sehr schlechten Kurs verlierst.
Was sich aber in den letzten Jahren radikal zum Besseren verändert hat, ist das Bezahlen der Eintritte selbst. Stell dir vor, dass heute schon bei vielen der bedeutenden Sehenswürdigkeiten, direkt bei den Pyramiden oder im großartigen Großen Ägyptischen Museum (GEM) ausschließlich Kartenzahlungen akzeptiert werden und sie dich mit jeglichem Bargeld einfach wegschicken. Das klassische Bargeld in kleinen Stückelungen behältst du aber trotzdem unbedingt für das sogenannte Bakschisch, also das Trinkgeld, auf dem diese lächelnde lokale Servicekultur buchstäblich aufgebaut ist.
In der Praxis gibt man dann gewöhnlich ein paar Pfund dem netten Gepäckträger für die Hilfe mit dem Gepäck, etwa zwanzig Pfund täglich für das fleißige Zimmermädchen und den großartigen Guides auf Tagesausflügen etwa fünf bis zehn Euro. Versuch immer, genug kleine Geldscheine bei dir zu haben, denn die Einheimischen können mit unseren Euro- oder Dollarmünzen in ihrer Bank überhaupt nichts anfangen und können sie einfach nicht umtauschen.
Sicherheit und Gesundheit sind wohl bei jedem Glas Wein vor dem Abflug das häufigste Diskussionsthema. Was die gewöhnliche Kriminalität angeht, so werden die großen Touristenbadeorte am Meer wirklich sehr sorgfältig von der Polizei bewacht und sind absolut sicher, was im Übrigen auch die offizielle Empfehlung des Auswärtigen Amtes bestätigt. Ein eigenes Kapitel sind dann die ständig medial breitgetretenen Haiangriffe, die aber statistisch extrem selten sind, sofern du die wichtigste Grundregel einhältst und nicht in der Dämmerung oder sehr früh am Morgen im Meer badest, wenn diese Meeresräuber gewöhnlich auf Nahrungssuche sind.
Glaub mir, eine viel größere Wahrscheinlichkeit als eine filmreife Begegnung mit einem Hai hat die sogenannte Rache des Pharaos, also jene furchtbar unangenehmen Magen-Darm-Beschwerden 😅. Die goldene Überlebensregel lautet eigentlich einfach: Trink niemals Leitungswasser und sei auch bei Eis in Mixgetränken sehr vorsichtig, sofern du nicht absolut sicher weißt, dass es aus abgefülltem Wasser hergestellt ist. Falls dich diese Beschwerden aber trotzdem erwischen, vergiss gleich deine mitgebrachten Medikamente und kauf in jeder lokalen Apotheke das sehr wirksame und günstige Mittel Antinal.
Eine große Prüfung deiner angeschlagenen Nerven können auch die sehr hartnäckigen Straßenhändler bei den Sehenswürdigkeiten und auf den farbenfrohen Märkten sein, die versuchen werden, enormen psychologischen Druck auf dich auszuüben. Deine grundlegende Verteidigung ist, niemals etwas von ihnen in die Hand zu nehmen, was sie mit einem Lächeln als großartiges Geschenk umsonst bezeichnen, denn gleich darauf würden sie sehr aggressiv die Bezahlung verlangen. Lerne einfach, mit einem leichten Lächeln, aber wirklich sehr bestimmt ein klares Nein zu sagen, und gehe mit ruhigem Kopf einfach weiter.
Ägypten mit Kindern und für wen es ideal ist
Wenn du gerade über einen richtigen großen Familienurlaub nachdenkst, dann wisse, dass die hiesige Kultur Familien mit kleinen Kindern außerordentlich entgegenkommend und wirklich liebevoll begegnet. Den kürzeren Flug von nur etwas über vier Stunden schaffen mit Zeichentrickfilmen auf dem Tablet in der Hand auch die meisten unserer kleinen Vorschulkinder ohne größere hysterische Anfälle, und die weitläufigen All-inclusive-Resorts selbst sind auf alle erdenklichen Bedürfnisse von Familien fantastisch und bis ins letzte Detail vorbereitet.
Direkt in den weitläufigen Hotelanlagen findest du ganz alltäglich riesige bunte Aquaparks, absolut sichere Kinderclubs und so reichhaltige Animationsprogramme, die dir mit einem Lächeln garantieren, dass du von deinen geliebten Sprösslingen locker auch einen halben Tag lang überhaupt nichts mitbekommst und einen Moment für dich genießt. Von den beliebten Badeorten ist für Familien mit Abstand das große Hurghada oder die geschützte und herrlich ruhige Makadi Bay am besten, wo der Zugang zum Meer wirklich vorbildlich flach und feinsandig ist und überhaupt keine gefährlichen Wellen drohen.
Insgesamt ist es einfach ein absolut ideales und preislich sehr erschwingliches Reiseziel für alle von euch, die zuverlässiges Aufwärmen der durchgefrorenen Knochen mitten in unserem hässlichen europäischen Winter mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Ganz ehrlich ist es aber wohl kein ganz geeigneter Ort für eingefleischte Introvertierte, die absolute ruhige Wildnis ohne Menschen suchen, oder für jene von euch, die das ständige arabische Feilschen und den spezifischen Lärm der orientalischen Straße nur schwer ertragen.
Wo essen
Die Verpflegung während des Urlaubs am Meer läuft meist über die wunderbar reichhaltigen Hotelbuffets ab, wo du immer einen guten Mix aus klassischer europäischer und etwas angepasster lokaler Küche findest. Wenn du Vegetarier bist wie ich, habe ich für dich eine wirklich großartige Nachricht, denn die traditionelle arabische Küche ist voller absolut großartiger und sättigender fleischloser Gerichte, du bist also definitiv nicht nur auf trockene Nudeln und einen traurigen Salat angewiesen.
Ein absoluter Nationalschatz, den du zu hundert Prozent probieren musst, ist das Streetfood-Gericht namens Koshary. Es ist eine wunderbar sättigende, sehr günstige Kohlenhydrat-Bombe, die in einer Schüssel witzig Linsen, Reis, Kichererbsen und Nudeln mischt, und das Ganze ist mit einer leicht pikanten Tomatensoße übergossen und großzügig mit wunderbar knusprigen Röstzwiebeln bestreut.
Von weiteren fleischlosen Köstlichkeiten auf den Buffets oder in lokalen Restaurants triffst du ganz alltäglich auf hervorragende Kichererbsen- oder Bohnen-Falafel, die die Einheimischen liebevoll Ta’meya nennen, und natürlich auf den besten seidig zarten Hummus oder cremigen Auberginen-Dip Baba Ganoush. Zum Frühstück essen die Ägypter am allerhäufigsten Ful Medames, einen sehr langsam und lange gekochten Brei aus Fava-Bohnen, der reichlich mit Kreuzkümmel und Olivenöl gewürzt ist. Die Einheimischen lieben zwar über alles auch gegrilltes Fleisch oder Fisch, aber du kommst hier mit der pflanzlichen Kost absolut königlich aus.
Wohin weiter
Wenn dich eine viel detailliertere und tiefere Erkundung konkreter beliebter Reiseziele lockt, haben wir für dich eine Serie sehr ausführlicher Reiseführer vorbereitet, damit dir die Planung so einfach wie möglich fällt. Lies unseren Artikel Hurghada: 13 Tipps, in dem wir dieses belebteste Zentrum voller Unterhaltung im Detail behandeln, oder erkunde im Gegenteil den deutlich ruhigeren und stilleren Süden im Reiseführer Marsa Alam: 13 Tipps.
Für jene von euch, die eher die raue Schönheit der Berge und das allerbeste Tauchen weit und breit lockt, empfehle ich, gleich zum Artikel Sharm el-Sheikh: 13 Tipps zu steuern. Und wenn du dir jetzt bei einem Kaffee sagst, dass du dir immer noch nicht ganz sicher bist, welche der beiden bekanntesten Regionen du für deine erste Reise wählen sollst, dann hilft dir garantiert unser ausführlicher VergleichsartikelHurghada oder Marsa Alam?.
Wir haben aber auch die Liebhaber von Geschichte und praktischen Tipps nicht vergessen, denn ohne die ginge es einfach nicht. Für jene, die die echte geheimnisvolle Atmosphäre der Antike einatmen und Ausflüge zu den Pyramiden planen, haben wir die umfangreiche Liste Was in Ägypten sehen zusammengestellt. Und damit du zu Hause bloß nichts Wichtiges vergisst, geh vor dem Kofferpacken in Ruhe unsere sehr praktische Checkliste Was für den Ägypten-Urlaub einpacken durch.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Zeit, um nach Ägypten zu reisen?
Das allerbeste und angenehmste Wetter herrscht hier etwa von Oktober bis April, wenn die Tagestemperaturen zwischen herrlichen 28 bis 32 Grad liegen – einfach perfekt, um die eingefrorenen Knochen aufzuwärmen. Frühling und Herbst sind der absolut ideale Kompromiss für endloses Baden im Meer und gelegentliches Erkunden heißer Sehenswürdigkeiten. Im Sommer solltet ihr dagegen besser mit extremer Hitze über 40 Grad rechnen, und das ist wirklich nur was für die größten Hitzeliebhaber.
Ist Ägypten sicher und was ist mit den Haien?
Die Touristenresorts am Roten Meer sind wirklich sehr sorgfältig bewacht und vom Außenministerium offiziell als sicher eingestuft. Haiangriffe sind statistisch gesehen zwar extrem selten, wobei es völlig ausreicht, das vernünftige Badeverbot in den frühen Morgenstunden oder bei Sonnenuntergang einzuhalten und immer nur schön in den ausgewiesenen Zonen zu schwimmen, sodass ihr euch definitiv keine Sorgen machen müsst.
Brauche ich ein Visum für Ägypten?
Ja, tschechische Staatsbürger benötigen für die Einreise ein klassisches Touristenvisum, das 25 USD kostet. Ihr könnt es ganz bequem im Voraus online auf dem Portal visa2egypt beantragen, oder ihr kauft es einfach am Bankschalter direkt nach der Ankunft am Flughafen. Eine große Ausnahme ist der kostenlose Sinai-Stempel, den bekommt ihr aber nur, wenn ihr ausschließlich im beliebten Süden des Sinai bleibt.
Soll ich mich für Hurghada oder Marsa Alam entscheiden?
Hurghada ist wesentlich lebhafter, voller großer Aquaparks und Nachtleben, was vor allem für Familien mit quirligen Kindern absolut großartig ist. Marsa Alam im Süden ist hingegen eine wahre Oase der Ruhe, hat wesentlich schönere und lebendigere Korallenriffe direkt am Hotelstrand und bietet in den Wintermonaten immer ein paar Grad wärmeres Meer, was ich persönlich sehr zu schätzen weiß.
Wie lange dauert der Flug nach Ägypten?
Ein direkter Charterflug von Prag ins etwas nördlichere Hurghada schafft ihr in angenehmen vier Stunden und fünfzehn Minuten, sodass ihr kaum ein paar Kapitel aus eurem Buch schafft. Der Flug zur südlicheren Destination Marsa Alam dauert ungefähr eine Viertelstunde länger. Ins beliebte Sharm el-Sheikh auf dem Sinai fliegt man direkt in etwas mehr als vier Stunden.
Welche Währung wird verwendet und wie sieht es mit Trinkgeld aus?
Obwohl die offizielle Landeswährung das ägyptische Pfund ist, werden in den Resorts gerne und üblicherweise auch Euro und Dollar akzeptiert. Für Eintritte zu Sehenswürdigkeiten benötigt man heutzutage in erster Linie eine Kreditkarte, aber etwas Bargeld sollte man auf jeden Fall für Bakschisch dabei haben, das hier einfach zur gesellschaftlichen Norm gehört – für das freundliche Zimmermädchen oder die hilfsbereiten Fahrer.
Wie wehrt man sich gegen aufdringliche Schlepper und Verkäufer?
Ich sage euch ganz ehrlich, dass in den Straßenbasaren und bei den Pyramiden ziemlich viel Druck auf euch ausgeübt wird. Der Schlüssel zum Erfolg ist, absolut nichts in die Hand zu nehmen, was scheinbar kostenlos aussieht, denn dann werden sie natürlich Geld von euch verlangen, und vor allem müsst ihr lernen, mit einem Lächeln, aber wirklich sehr bestimmt Nein zu sagen und einfach weiterzugehen 😅.
Brauche ich Badeschuhe fürs Meer?
Packt sie auf jeden Fall ein, glaubt mir. Das Rote Meer ist nämlich unglaublich voller Leben und neben den wunderschönen bunten Fischen verstecken sich bei den Korallenriffen manchmal auch unauffällige Seeigel, scharfe Muschelstücke oder sehr brennende Feuerkorallen. Die festen Wasserschuhe ersparen euch zuverlässig eine Menge unnötiger und vor allem schmerzhafter gesundheitlicher Komplikationen, die ihr im Urlaub wirklich nicht haben wollt.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRDer perfekte Roadtrip von Vancouver nach Banff dauert 7 bis 10 Tage und führt über eine Strecke von rund 850 Kilometern (mindestens neun Stunden reine Fahrzeit). Die Route verläuft über Kamloops, Revelstoke, Golden und den Yoho-Nationalpark bis zu Highlights wie Lake Louise, Moraine Lake und dem Icefields Parkway mit dem Peyto Lake. Am besten reist du Ende Juni oder im Übergang von August zu September, wenn die Luft nicht durch Waldbrandrauch getrübt ist – alternativ lohnt sich die zweite Septemberhälfte wegen der goldenen Lärchen im Larch Valley. Für die Einwegmiete zwischen Vancouver und Calgary verlangen Autovermietungen 300 bis 500 CAD, dafür ist vom 19. Juni bis 7. September 2026 der Eintritt in alle Nationalparks dank des Canada Strong Pass kostenlos.
Du planst einen Kanada Roadtrip von Vancouver nach Banff? Dann muss ich dich gleich zu Beginn vor etwas warnen. Beim Blick auf die Karte erliegt man nämlich oft einer ziemlich brutalen optischen Täuschung und glaubt, dass es von Vancouver bis zum Banff-Nationalpark eigentlich nur ein Katzensprung ist. Die Realität sieht aber so aus, dass dich rund 850 Kilometer und mindestens neun Stunden reine Fahrzeit erwarten – ohne eine einzige Pause für die Toilette oder fürs Fotografieren von Bären am Straßenrand. Es ist eine absolut ikonische Strecke, die dich durch Regenwälder, die trockene Halbwüste im Landesinneren von British Columbia bis hin zu den dramatischen Kalksteinwänden der Rocky Mountains führt, bei denen dir glatt die Luft wegbleibt. Also lass uns diese Route ordentlich durchplanen, damit du vorbereitet ankommst und mit voller Speicherkarte wieder abreist.
Lukáš am türkisfarbenen Bow Lake am Icefields Parkway
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Mietwagen und Einwegmiete: Wenn du das Auto in Vancouver mietest und in Calgary zurückgibst, berechnen dir die Vermieter eine sogenannte Drop-Fee in Höhe von 300 bis 500 CAD (rund 200 bis 340 €).
Kanadische Entfernungen täuschen: Das ideale Tempo für diese Strecke sind 7 bis 10 Tage, wobei eine kürzere Dauer bedeutet, dass du den Großteil deines Urlaubs damit verbringst, auf die Rücklichter der Wohnmobile vor dir zu starren.
Eintritte in die Parks 2026: Die kanadische Regierung hat den sogenannten Canada Strong Pass eingeführt, dank dem du vom 19. Juni bis 7. September 2026 freien Eintritt in alle Nationalparks hast.
Moraine Lake autofrei: Zum schönsten See Kanadas kommst du mit dem eigenen Auto überhaupt nicht mehr, du musst dir mit riesigem Vorlauf einen Platz im Parks-Canada-Shuttlebus reservieren.
Achtung vor Rauch und Tieren: August und September stehen in British Columbia oft im Zeichen von Waldbränden, im Herbst musst du in Banff dagegen besonders auf aggressive Wapiti-Hirsche in der Brunftzeit achten.
Lukáš unterwegs mit herbstlich gelben Espen und Bergen im Hintergrund
Wann lohnt sich der Roadtrip von Vancouver nach Banff
Westkanada hat seine ganz eigenen Regeln und das Wetter in den Rocky Mountains ignoriert den Kalender mit absoluter Gelassenheit. Es passiert ganz normal, dass selbst mitten im Sommer jeder fünfte Tag verregnet ist oder es sogar schneit – du musst dich also wirklich auf jedes Wetter einstellen. Die Einheimischen nennen den Juni gerne „Monsoon June“ wegen der häufigen Regenfälle, dafür findest du zu dieser Zeit aber die schönsten grünen Wiesen und Wasserfälle in voller Pracht.
Den größten Touristenansturm erlebt die Region im Juli und August, wenn die Straßen zwar schneefrei und die Seen schön aufgetaut sind, gleichzeitig aber das Risiko von Waldbränden steigt. Der August ist in British Columbia traditionell der Monat des Rauchs, in dem die Sicht auf ein Minimum sinken kann und die Sonne nur noch wie ein unheilvoller roter Punkt am Himmel aussieht. Wenn du primär wegen perfekter Fotos der türkisfarbenen Seen kommst, ist Ende Juni oder die Wende von August zu September meist die deutlich sicherere Wahl, weil sich die Luft dann in der Regel wieder klärt. Der Winter ist hier dann ein Kapitel für sich, denn die Temperaturen fallen oft auf -30 °C und ein Sommerschlafsack reicht dir in den Bergen definitiv nicht aus.
Eine absolut magische Zeit ist die zweite Septemberhälfte, wenn die sogenannte Larch Madness ausbricht. Die Nadeln der Berglärchen färben sich leuchtend golden und Scharen von Touristen brechen zu Wanderungen ins Larch Valley auf, um diese Schönheit mit eigenen Augen zu sehen. Gerade im Herbst musst du aber extrem auf die Tiere aufpassen, denn es ist Brunftzeit der Wapiti-Hirsche und die Männchen sind extrem aggressiv und greifen sogar Autos an. Für einen Familienurlaub oder den ersten Besuch würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, die großzügige Regierungsaktion Canada Strong Pass zu nutzen, die dir vom 19. Juni bis 7. September 2026 eine Menge Geld für Eintritte spart, weil der Zugang zu allen Nationalparks komplett kostenlos ist. Der normale jährliche Discovery Pass würde dich sonst 83,50 CAD für einen Erwachsenen kosten.
Fairmont Banff Springs Hotel mit den Bow Falls im Vordergrund
Wo übernachten auf dem Weg von Vancouver in die Rocky Mountains
💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Die Planung der Übernachtungen entlang dieser Route erfordert strategisches Denken, denn die Preise im Herzen der Nationalparks erreichen astronomische Höhen. Während der Fahrt von Vancouver bieten sich gleich mehrere Durchgangsstädte an, die eine hervorragende Infrastruktur haben und bei Weitem nicht so viel kosten wie die Bergresorts. Eine Unterkunft in der Saison bekommst du ohne Reservierung mindestens ein paar Monate im Voraus praktisch nicht – die beliebte Devise „wir fahren hin und schauen mal“ kannst du hier lieber gleich vergessen.
In der ersten Phase der Reise ist die Stadt Kamloops der absolut ideale Übernachtungsort, wo du dutzende klassische Motels und bessere Hotels findest, in denen der Durchschnittspreis bei vernünftigen 150 bis 250 CAD (etwa 100 bis 170 €) pro Nacht liegt. In den folgenden Tagen fährst du dann in die Berge und als Basislager in British Columbia eignet sich perfekt das sympathische Städtchen Revelstoke, dem zum Glück die etwas snobistische Arroganz des berühmteren Banff fehlt, das aber eine nicht weniger atemberaubende Natur hat. Eine luxuriösere Unterkunft bekommst du hier zum Beispiel im Sutton Place Revelstoke für rund 300 CAD, während Rucksacktouristen das saubere HI Revelstoke Hostel schätzen werden, wo ein Bett um die 80 CAD kostet.
Ein grundlegendes Dilemma erwartet dich allerdings nach der Weiterfahrt nach Alberta, wo die Preise steil nach oben schießen. Banff selbst ist zwar ein wunderschönes Zentrum des Geschehens mit hübschen Gässchen, aber die Unterkünfte starten hier in der Saison ganz normal bei 600 CAD (über 400 €) für eine einzige Nacht. Vom berühmten Fairmont Chateau Lake Louise mit einem Preisschild von über 800 CAD pro Nacht ganz zu schweigen. Eine viel cleverere Strategie ist es, etwa zwanzig Minuten mit dem Auto weiterzufahren und im benachbarten Ort Canmore zu übernachten. Er liegt nämlich knapp außerhalb der Grenze des Nationalparks und ist eher so ein authentisches Bergsteiger-Basislager. Schöne Apartments mit Küchenzeile, wie zum Beispiel die Blackstone Mountain Lodge, bekommst du hier über das beliebte Portal Booking für 350 bis 450 CAD. Das bedeutet für dein Budget bei einem mehrtägigen Aufenthalt eine enorme Ersparnis, und außerdem kannst du dir aus eigenen Vorräten kochen.
Banff Townsite am Abend mit Feuerwerk über den Bergen
Wo man unterwegs gut essen kann
Gutes Essen rund um die Nationalparks zu finden, kann manchmal ein bisschen knifflig sein, vor allem wenn du nicht jeden Tag ein Vermögen für überteuerte Touristenfallen ausgeben willst. Auf dem Weg von Vancouver nach Alberta bieten sich aber jede Menge tolle Orte an, an denen man nicht nur lecker, sondern auch für vernünftiges Geld essen kann. Meist gilt die goldene Regel: Je weiter du von den Hauptstraßen und den ikonischen Seen entfernt bist, desto authentischer und günstiger ist das Essen.
Außerdem solltest du auf keinen Fall vergessen, dir genügend Snacks fürs Auto einzukaufen. Hunger auf den langen Bergetappen kann die Stimmung schneller verderben als bewölktes Wetter, deshalb empfehle ich, den Kofferraum schon beim ersten größeren Halt in einer Stadt mit Wasser und Energieriegeln zu füllen.
In Kamloops ist The Noble Pig Brewhouse eine sichere Bank, wo sie fantastisches Bier brauen und ausgezeichnete Sandwiches mit Pulled Pork machen. Es ist der ideale Ort, um nach der ersten langen Etappe von Vancouver am Abend zu entspannen. Die Portionen sind hier riesig, du kannst dir also ruhig ein Gericht teilen und es bleibt trotzdem noch was übrig.
Wenn du dann in Banff ankommst und Lust auf etwas richtig Kanadisches hast, halte Ausschau nach dem klassischen Poutine in lokalen Bistros. Pommes mit Käsestückchen, übergossen mit heißer Soße, bringen dich nach einer ganztägigen Wanderung zuverlässiger wieder auf die Beine als ein Liter Kaffee. Hervorragend machen sie es zum Beispiel im Banff Poutine direkt im Stadtzentrum, wo sich zwar manchmal Schlangen bilden, das aber definitiv einen Versuch wert ist.
Aussicht vom Gipfel des Sulphur Mountain über Banff
10 Etappen und Stopps auf dem Kanada Roadtrip von Vancouver nach Banff
Beim Blick auf die Karte sieht es nicht so aus, aber die ganze Strecke von der Pazifikküste bis zum Fuß der Rocky Mountains ergibt eine ordentliche Reiseroute. In jeder Etappe erfährst du, wie lange du fährst, wo genau du halten solltest und welche Fehler du strategisch vermeiden kannst, damit du die Fahrt ohne unnötigen Stress genießt.
1. Von Vancouver durch den Fraser Canyon nach Kamloops
Entfernung: 350 km, Fahrzeit: 4 Stunden
Für diese erste Etappe brichst du am besten gleich gegen acht Uhr morgens aus Vancouver auf, um den schlimmsten Berufsverkehr zu vermeiden. Der Highway Nr. 1 bringt dich relativ schnell aus der Stadt heraus und nach etwa zwei Stunden Fahrt erreichst du das malerische Städtchen Hope, wo du dir unbedingt die Beine vertreten solltest. Du findest hier nämlich die faszinierenden Othello Tunnels, ein einfacher 3,5 Kilometer langer Spaziergang, der durch alte, direkt in den massiven Granit gehauene Eisenbahntunnel führt. Ein toller Auftakt für den ganzen Roadtrip und der ideale Ort für den ersten Morgenkaffee.
Sobald du aus Hope herausfährst, verändert sich die Landschaft vor deinen Augen absolut dramatisch. Die Regenwälder und das allgegenwärtige Grün der Küste weichen zurück und du durchquerst das tiefe Tal des Fraser Canyon, wo sich die Natur fast in eine trockene Halbwüste verwandelt. Wenn du im Herbst 2026 hier durchfährst, mach unbedingt einen kleinen Abstecher in den Roderick Haig-Brown Provincial Park am Adams River. Dort findet nämlich das sogenannte „Big Year“ statt, bei dem in den Fluss über zwei Millionen Sockeye-Lachse zum Laichen ziehen – ein absolut überwältigendes Schauspiel, und das mit komplett kostenlosem Eintritt. Am Nachmittag kommst du dann ganz entspannt in Kamloops an, das den perfekten logistischen Punkt für deine erste Übernachtung auf der Strecke bildet.
💡 Tipp: Kauf deine Essensvorräte nicht gleich in Vancouver ein, wo alles unnötig teuer ist. Halte erst in den Supermärkten in Kamloops, wo du große Wasserkanister und Snacks für die nächsten Tage in den Bergen zu viel günstigeren Preisen bekommst.
Foto: Jakub Fryš / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
2. Einfahrt in die Berge und Zedernwälder in Revelstoke
Entfernung: 210 km, Fahrzeit: 2,5 Stunden
Am zweiten Morgen warten endlich die ersehnten Berge auf dich, konkret das Gebirge Columbia Mountains in der Provinz British Columbia. Die Fahrt nach Revelstoke vergeht wie im Flug und nach der Ankunft solltest du auf keinen Fall den Mount Revelstoke National Park auslassen. Es ist nämlich der einzige Nationalpark in ganz Kanada, in dem du bequem mit dem Auto über die atemberaubende 26 Kilometer lange Straße Meadows in the Sky Parkway fast bis ganz nach oben fahren kannst. Wenn du im August herkommst, empfangen dich oben wunderschön blühende Alpenwiesen, die in allen Farben leuchten und fantastische Ausblicke ins Tal bieten.
Auf dem Weg in die Stadt solltest du auch nicht vergessen, einen kurzen Spaziergang über die Holzstege namens Giant Cedars Boardwalk zu machen. Du gehst durch einen uralten Zedernwald, der fachlich Inland-Regenwald genannt wird, und hier umfängt dich eine unglaubliche Ruhe und Stille. Die Bäume selbst sind hier Hunderte von Jahren alt und der Spaziergang dauert kaum eine halbe Stunde, eignet sich also auch für kleinere Kinder.
Den Abend empfehle ich dann im Zentrum von Revelstoke zu verbringen, das jede Menge tolle, unabhängige Cafés und eine sehr entspannte, authentische Bergatmosphäre bietet. Die Stadt ist dem Massentourismus bisher nicht in dem Maße verfallen wie die Resorts in Alberta, sodass du hier immer noch die echte kanadische Bergsteiger-Gelassenheit ohne unnötigen Snobismus genießen kannst.
💡 Tipp: Anders als in Alberta wird in British Columbia eine 12-prozentige Steuer auf Waren und Dienstleistungen erhoben, wenn du also größere Souvenirkäufe planst, lohnt es sich, damit bis hinter die Provinzgrenze zu warten.
Foto: bulliver, CC BY-SA 2.0, Wikimedia Commons
3. Über den Gletscherpass nach Golden
Entfernung: 150 km, Fahrzeit: 2 Stunden
Diese Etappe ist zwar in Kilometern kürzer, aber du verbringst hier wegen der atemberaubenden Ausblicke deutlich mehr Zeit. Du überquerst nämlich den berühmten Rogers Pass mitten im Herzen des Glacier National Park. Mach unbedingt einen Halt im örtlichen Discovery Centre, wo du absolut faszinierende Geschichten darüber erfährst, wie die Eisenbahner hier im neunzehnten Jahrhundert einen aussichtslosen und oft tragischen Kampf gegen riesige Lawinen führten. Die Natur hier ist herrlich rau und die Straße schlängelt sich unter steilen Gipfeln und Gletschern hindurch, die aus dem Autofenster fast zum Greifen nah wirken.
Pass hier aber gut aufs Wetter auf, denn der Pass ist für seine schnellen Wetterwechsel bekannt und selbst im Sommer kann dich hier ein Schneeschauer überraschen. Dein Ziel für die Mittagspause ist die Stadt Golden, die am strategischen Zusammenfluss zweier Gletscherflüsse liegt und jede Menge angenehme Bistros bietet. Hier kannst du zu Mittag essen und Kräfte tanken, bevor du in die bekanntesten Nationalparks einfährst, die gleich hinter der nächsten Kurve des Highways auf dich warten.
💡 Tipp: Wenn du als Familie reist und Tiere magst, befindet sich ein Stück hinter Golden das Wolfsreservat Northern Lights Wildlife Wolf Centre. Du erfährst dort eine riesige Menge über den Schutz der kanadischen Wölfe und es ist eine tolle Abwechslung auf der langen Autofahrt, vor allem wenn du gerade eine Pause von anstrengenden Bergwanderungen brauchst.
Lucie in roter Schwimmweste im Kanu auf dem Emerald Lake in Yoho
4. Das versteckte Juwel des Yoho National Park
Entfernung: 80 km, Fahrzeit: 1 Stunde (plus lange Stopps)
Die meisten Touristen rauschen leider gedankenlos durch den Yoho-Park in British Columbia, weil sie nur möglichst schnell in Banff sein wollen. Du aber tritt unbedingt auf die Bremse und halte gleich bei der Natural Bridge, einer beeindruckenden natürlichen Steinbrücke, unter der wild der türkisfarbene Kicking-Horse-Fluss tost. Es ist ein atemberaubender Anblick, wie sich das Wasser über Jahrtausende seinen Weg durch den massiven Fels gebahnt hat.
Ein Stück weiter musst du dann zum absolut märchenhaften Emerald Lake abbiegen, der mit einer so satt grünen Farbe glänzt, dass du deinen eigenen Augen nicht trauen wirst. Hier herrscht bei Weitem nicht so ein Andrang wie an den bekannteren Seen in Alberta und der Spaziergang um das Ufer ist Balsam für die Seele. Du kannst dir hier auch ein Kanu ausleihen, auch wenn die Mietpreise in der Saison ziemlich hoch klettern. Erst gegen Abend überquerst du an der Continental Divide die Provinzgrenze, stellst deine Uhr eine Stunde vor und fährst feierlich in den Banff-Nationalpark ein, wo Alberta auf die Provinzsteuer verzichtet und alles schlagartig 7 % günstiger ist.
💡 Tipp: Wenn du Exklusivität und Nervenkitzel beim Planen magst, versuch in Yoho an der Lotterie um den Zugang zum streng geschützten Lake O’Hara teilzunehmen, wo keine Privatautos hindürfen. Für die Saison 2026 läuft die Anmeldung vom 2. bis 23. März. Die Gewinnchance liegt leider nur bei etwa 10 bis 20 Prozent, aber wenn du Erfolg hast, erlebst du die schönsten türkisfarbenen Seen komplett ohne Menschenmassen.
Blick auf das Fairmont Chateau Lake Louise über dem türkisfarbenen See
Entfernung von Banff/Canmore: 60 km, Fahrzeit: 45 Minuten
Ein Besuch am Lake Louise erfordert eine Logistik auf dem Niveau einer Militäroperation, denn das Parken am See kostet 36,75 CAD pro Tag (ca. 25 €), der riesige Parkplatz ist meist schon vor sechs Uhr morgens hoffnungslos voll und die Ranger schicken die meisten Autos dann kompromisslos wieder zurück. Viel bequemer ist es, die Park-and-Ride-Parkplätze zu nutzen und mit dem offiziellen Pendelbus von Parks Canada zu kommen. Der Sonnenaufgang am See ist das frühe Aufstehen aber definitiv wert, vor allem wenn die ersten Strahlen den Victoria-Gletscher im Hintergrund treffen.
Sobald du dich an den Ausblicken von unten satt gesehen hast, mach dich auf den Aufstieg zum historischen Lake Agnes Tea House. Diese Strecke ist 3,4 Kilometer lang mit 400 Metern Höhenunterschied und oben erwartet dich ein zauberhaftes Teehaus aus dem Jahr 1901, das überhaupt keinen Strom hat und in das das Personal alle Vorräte auf dem Rücken trägt. Belohnt wirst du mit hervorragend zubereitetem Tee und frischem Gebäck, aber vergiss nicht, genügend Bargeld mitzunehmen, denn Karten werden hier wirklich nicht akzeptiert.
💡 Tipp: Wenn du dir den Traum erfüllen und mit dem Kanu vom ikonischen Fairmont Boathouse über den See paddeln willst, leg dir ein ordentliches Bündel Geld bereit. Für nicht-übernachtende Gäste kostet hier eine Stunde Bootsmiete astronomische 170 CAD, es lohnt sich also, das Boot mit bis zu drei Personen zu füllen, um die Kosten etwas aufzuteilen.
Moraine Lake und Valley of the Ten Peaks
6. Moraine Lake und die neuen Regeln für 2026
Entfernung vom Lake Louise: 14 km (nur mit dem Bus)
Der Moraine Lake mit seinem berühmten Tal der zehn Gipfel (Ten Peaks) ist wohl die meistfotografierte Landschaft ganz Kanadas. Gerade wegen des extremen Andrangs gilt hier seit 2023 ein striktes Fahrverbot für Privatautos, eine neue Realität, auf die du dich einstellen musst. Die einzige Chance ist die Reservierung eines Parks-Canada-Shuttlebusses, dessen System für die Saison 2026 genau am 15. April um 8:00 Uhr Bergzeit öffnet. Rechne damit, dass in der Online-Warteschlange locker 75.000 Leute warten, und die Reservierungsgebühr beträgt 3,50 CAD.
Wenn es dir gelingt, ein Ticket für die allerfrüheste Morgenverbindung zu ergattern, erlebst du etwas Unfassbares. Du steigst hinauf zum ikonischen steinigen Aussichtspunkt namens Rockpile, der oft „Twenty Dollar View“ genannt wird, weil dieser Anblick einst die kanadische Zwanzig-Dollar-Banknote zierte. Mit offenem Mund wirst du beobachten, wie die Sonne langsam die scharfen Berggipfel rosa färbt, während sie sich in der völlig ruhigen, satt türkisfarbenen Wasseroberfläche spiegeln. Dafür steht man um vier Uhr morgens auf und die Schlange für den Bus ergibt plötzlich Sinn. 😁
💡 Tipp: Wenn du den April-Reservierungstermin für die Busse verpasst, verzweifle nicht. Etwa 60 % der Kapazität werden über das sogenannte Rolling-Release-System freigegeben, immer genau zwei Tage vor der geplanten Abfahrt um 8:00 Uhr morgens. Du musst aber am Computer sitzen und blitzschnell klicken, denn die Tickets verschwinden innerhalb von Sekunden.
Banff Avenue mit Kirche und Cascade Mountain im Hintergrund
7. Zentrum von Banff, Thermalquellen und Seilbahn
Entfernung: Fahrten innerhalb der Stadt
Das Städtchen Banff selbst ist zauberhaft, auch wenn es in der Sommersaison unter dem Ansturm von Touristen aus aller Welt aus allen Nähten platzt. Schlendere über die Hauptstraße Banff Avenue, von der aus du den ikonischen Blick auf den Cascade Mountain hast, und richte dann deine Aufmerksamkeit auf den historischen Ort Cave & Basin. Genau hier entdeckten 1883 Eisenbahnarbeiter Thermalquellen, was zur Entstehung des allerersten kanadischen Nationalparks führte. Baden ist hier zwar streng verboten, um eine bedrohte Schneckenart zu schützen, aber die historische Ausstellung ist absolut faszinierend.
Vor Sonnenuntergang empfehle ich dir wärmstens, mit der Banff Gondola auf den Gipfel des Sulphur Mountain zu fahren. Die Tickets haben eine dynamische Preisgestaltung und kosten um die 60 bis 80 CAD, zu denen du 2026 noch 17,50 CAD fürs Parken an der Talstation dazurechnen musst. Die Ausblicke von den Holzstegen auf dem Dach der Welt sind aber jeden Cent wert. Am Abend kannst du dann deine von den Wanderungen müden Muskeln in den Außenbecken der Banff Upper Hot Springs entspannen, wo der Eintritt überraschend sehr vernünftig ist und um die 19,75 CAD liegt.
💡 Tipp: Wenn du in der Stadt ein luxuriöseres Abendessen planst, empfehle ich das berühmte Lokal The Bison Restaurant. Sie konzentrieren sich auf lokale Zutaten aus Alberta und das Angebot wechselt je nach Saison. Definitiv einen Versuch wert, vor allem wenn dich nach einem ganzen Tag Wandern die Lust auf mehr als nur ein Tankstellen-Sandwich überkommt.
Kurvenreiche Straße Bow Valley Parkway zwischen hohen Kiefern
8. Bow Valley Parkway und sichere Tierbeobachtung
Entfernung: 50 km Panoramafahrt
Statt zwischen Banff und Lake Louise über den langweiligen und schnellen Highway zu fahren, biege auf die parallele Panoramastraße Bow Valley Parkway (gekennzeichnet als Highway 1A) ab. Die Geschwindigkeit ist hier streng auf lediglich 30 km/h begrenzt, um Wildtiere und Radfahrer zu schützen, was sie zur absolut idealen Alternative für langsames Reisen macht. Gerade auf dieser Strecke hast du nämlich eine riesige Chance, direkt aus der Sicherheit deines Autos einen Schwarzbären zu sehen, wie er sich ein Stück von der Straße entfernt frische Beeren schmecken lässt.
Etwa in der Mitte dieser Fahrt solltest du unbedingt halten und dich auf die Erkundung des beliebten Johnston Canyon begeben. Es ist ein sehr zugänglicher und einfacher Spaziergang, bei dem dich betonierte Wege und direkt am Felsen aufgehängte Eisenstege zuverlässig zu den herrlichen Wasserfällen Lower und Upper Falls führen. Zum unteren Wasserfall sind es nur 1,2 Kilometer, die Strecke schaffen also problemlos auch kleinere Kinder oder ältere Reisende. Rund um das fallende Wasser bildet sich im Sommer außerdem ein angenehmer, erfrischender Nebel, der für willkommene Abkühlung sorgt.
💡 Tipp: Zum Fotografieren der morgendlichen Bergspiegelungen auf der Wasseroberfläche fahr zu den nahegelegenen Vermilion Lakes. Es sind flache Seen direkt hinter der Stadt Banff, und bei Windstille schießt du dort die schönsten Spiegelfotos des ikonischen Mount Rundle, ohne dich mit Massen anderer Touristen drängeln zu müssen.
Türkisfarbener Peyto Lake vom Aussichtspunkt Bow Summit
9. Epische Fahrt über den Gletscher-Highway Icefields Parkway
Entfernung: 230 km Richtung Jasper
Der Icefields Parkway (Highway 93) gehört einfach zu den Straßen, auf denen man langsam und mit heruntergelassenem Fenster fahren möchte, wobei sich auf den gesamten 232 Kilometern jede zweite Kurve zum Rahmen eignet. Mach gleich am Morgen einen Halt am Bow Lake, wo das legendäre rote Dach der historischen Num-Ti-Jah Lodge mit der Gletscherspiegelung ein perfektes Kompositionsfoto ergibt.
Ein Stück weiter erwartet dich dann der Aufstieg zum berühmten Peyto Lake, der sich am höchsten Punkt des Passes auf über zweitausend Metern Höhe befindet. Die Farbe dieses Sees ist so unglaublich blau, dass er fast wie von einem anderen Planeten aussieht, und seine Form aus der Vogelperspektive erinnert an einen riesigen Wolfskopf. Wenn du bis zum Athabasca-Gletscher fährst, kannst du eine Fahrt mit dem speziellen Bus Ice Explorer direkt auf die Eismasse ausprobieren, was etwa 116 CAD kostet.
💡 Tipp: Auf diesem gesamten Highway fehlt jeglicher Handyempfang und es gibt auch keine Wildzäune, du musst also wirklich vorsichtig fahren und die Offline-Karten heruntergeladen haben. Der einzige Ort, an dem du unterwegs tanken kannst, ist Saskatchewan Crossing, aber die Benzinpreise sind dort absolut astronomisch, also tank schon morgens in Banff oder am Lake Louise voll.
Panorama von Long Beach im Pacific Rim National Park auf Vancouver Island
10. Alternativen und Verlängerung der Route um Inseln und Dinosaurier
Entfernung: Je nach gewählter Route
Wenn du mehr als eine Woche Zeit hast (und warum auch nicht), lohnt es sich, die Strecke zu verlängern und zwei Abstecher hinzuzufügen, die man nicht auslassen sollte. Gleich zu Beginn der Reise kannst du dir einen Abstecher auf das wilde Vancouver Island gönnen, wohin du mit der Fähre der Gesellschaft BC Ferries gelangst. Die Überfahrt kostet rund 117 CAD pro Auto und 18,50 CAD pro Passagier. Die Tickets musst du aber mindestens drei Wochen im Voraus reservieren, sonst riskierst du, im Hafen bis zu sechs Stunden mit Warten zu verbringen. Auf der Insel erwartet dich dann die wunderschöne Hauptstadt Victoria oder die Walbeobachtung auf dem offenen Ozean.
Vor dem Abflug aus Alberta ist es dann eine tolle Variante, einen Tagesausflug von Calgary in die ausgedörrte Region Badlands rund um die Stadt Drumheller zu machen. Die Landschaft verwandelt sich hier dramatisch von hohen Bergen in tiefe Canyons und du findest hier das absolut weltklasse paläontologische Museum Royal Tyrrell Museum, wo der Eintritt 25 CAD kostet.
💡 Tipp: Wenn du über eine Fahrt nach Norden über den Icefields Parkway bis nach Jasper nachdenkst, vergiss nicht, vorab sehr sorgfältig die Übernachtungskapazitäten zu prüfen. Der Nationalpark erholt sich nämlich immer noch vom verheerenden Waldbrand vom Juli 2024 und der Wiederaufbau der Stadt sowie einiger Touristenrouten, wie zum Beispiel des beliebten Maligne Canyon, wird noch einige Zeit dauern.
Wohin noch in Kanada
Wenn dir diese Route gefallen hat und du nach weiterer Inspiration für deine Reise ins Land des Ahornsirups suchst, habe ich für dich noch weitere ausführliche Artikel vorbereitet. Du erfährst darin jede Menge praktische Tipps für die einzelnen Regionen:
Bei der Planung eines so großen Roadtrips tauchen immer jede Menge praktische Fragen auf. Beim Blick auf die Karte kann einem bei all den Möglichkeiten und Regeln leicht der Kopf schwirren.
Deshalb habe ich für dich die Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt, die mir von euch zukommen. Du findest hier alles von der Bürokratie bis zur Lösung für mobile Daten, damit du vor dem Abflug nichts Wichtiges vergisst.
Brauche ich ein Visum für die Einreise nach Kanada?
Als tschechische Staatsbürger benötigt ihr kein klassisches Visum, aber ihr müsst eine elektronische Registrierung eTA beantragen. Sie kostet nur 7 CAD, wird online beantragt und gilt volle fünf Jahre oder bis zum Ablauf eures Reisepasses. Passt gut auf und beantragt sie ausschließlich über die offizielle Website der kanadischen Regierung (canada.ca/eTA), denn das Internet ist voll von betrügerischen Agenturen, die euch locker auch mal 100 Dollar für dasselbe Formular berechnen. Achtung, ohne genehmigte eTA kommt ihr nicht ins Flugzeug.
Was tun, wenn ich auf dem Trail einem Bären begegne?
Die Grundregel lautet: Tragt immer sogenanntes Bear Spray bei euch (Bärenspray), das etwa 40 bis 60 CAD kostet und bis zu 9 Meter weit reicht. Habt es immer an der Brust oder am Gürtel befestigt, verstaut es niemals ganz unten im Rucksack. Wenn ihr einen Bären seht, nähert euch ihm nicht, rennt nicht weg und weicht langsam zurück, während ihr ruhig mit dem Tier sprecht.
Kann ich Bärenspray mit ins Flugzeug nehmen?
Nein, auf keinen Fall. Du darfst es weder im Handgepäck noch im aufgegebenen Gepäck mit ins Flugzeug nehmen, da dies streng durch die Luftfahrtbestimmungen (IATA) verboten ist. Du musst das Spray erst nach deiner Ankunft in Outdoor-Geschäften in Kanada kaufen und vor dem Rückflug nach Hause in spezielle Entsorgungsbehälter (disposal bins) direkt am Flughafen werfen.
Wie ist das mit der Krankenversicherung für Kanada?
Die medizinische Versorgung ist in Kanada astronomisch teuer und ein Tag im Krankenbett verschlingt locker 5.000 CAD, also steigt ohne eine gute Versicherung gar nicht erst ins Flugzeug. Ihr braucht eine Versicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 5 bis 10 Millionen Kronen und vergesst nicht zu überprüfen, dass sie explizit auch Hochgebirgswanderungen über 2.000 Meter Seehöhe abdeckt. Ich kann euch wärmstens empfehlen, euch zum Beispiel unsere SafetyWing-Rezension anzuschauen.
Wie löst man das Problem mit mobilen Daten in Kanada?
Daten über die tschechische SIM-Karte werden dich im Roaming zuverlässig ruinieren. Die ideale und sehr günstige Lösung ist es, sich vor dem Abflug eine elektronische SIM-Karte (eSIM) zu besorgen, über die du ausreichend Daten für die Navigation für ein paar Euro bekommst. Lies unsere Holafly eSIM Bewertung, die wir aus vielen Ländern getestet haben und die unbegrenzte Daten bietet, oder du kannst günstigere Pakete von Airalo nutzen. Rechne aber damit, dass sobald du auf den Icefields Parkway fährst, das Signal auf null fällt und in den Bergen solltest du nicht viel erwarten, daher lade dir vorher Offline-Karten herunter, idealerweise Google Maps für Fahrten und AllTrails für Wanderungen.
Funktioniert der Jasper-Nationalpark nach dem großen Waldbrand wieder?
Die meisten Naturdenkmäler im Jasper-Nationalpark öffnen in der Saison 2026 wieder für Touristen, aber die Stadt selbst erholt sich noch immer von den Folgen des verheerenden Brandes im Sommer 2024, der etwa 30 % aller Gebäude zerstört hat. Wenn ihr hierher fahren und übernachten möchtet, müsst ihr rechtzeitig bei eurem konkreten Hotel nachfragen, ob das Gebäude in Betrieb ist und tatsächlich Gäste empfangen werden. Rechnet auch damit, dass einige beliebte Routen wie der Maligne Canyon oder die Zufahrtsstraße Edith Cavell Road im Jahr 2026 aufgrund laufender Reparaturarbeiten weiterhin gesperrt bleiben.
Wie funktioniert die Einweggebühr (Drop Fee) bei Mietwagen?
Wenn Sie ein Auto am Flughafen in Vancouver mieten und es erst am Flughafen in Calgary zurückgeben möchten, berechnen Ihnen die Autovermietungen eine sogenannte Drop Fee (Einweggebühr). Diese Gebühr liegt typischerweise zwischen 100 bis 165 EUR. Das ist zwar eine happige Abgabe, aber wenn Sie für die gesamte Reise nur etwa eine Woche Zeit haben, macht es Sinn, sie zu bezahlen. So sparen Sie eine Menge kostbare Zeit und müssen nicht die ganzen 850 Kilometer auf derselben Strecke zurück zur Küste fahren. EXCERPT: Ihr plant einen Roadtrip von Vancouver zum Banff-Nationalpark? Wir haben für euch eine detaillierte Route für 7 bis 10 Tage mit den schönsten Stopps in den Bergen zusammengestellt.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRDer GR20 auf Korsika gilt mit rund 180 Kilometern und 12.000 Höhenmetern als der schwerste Fernwanderweg Europas. Normale Wanderer brauchen 15 bis 16 Tage zwischen dem Dorf Calenzana im Norden und der Gemeinde Conca im Süden. Die Route ist in 16 Etappen unterteilt, übernachtet wird ausschließlich in Berghütten (refuges) – wildes Zelten ist verboten. Für 2026 solltest du dir Plätze schon früh im Voraus sichern. Die beste Reisezeit ist Mitte Juni bis Anfang Juli oder der September, den August solltest du wegen der Menschenmassen, der Hitze und teurer Fährpreise eher meiden. Die nördliche Hälfte der Strecke ist technisch anspruchsvoll und felsig, mit dem berühmten Cirque de la Solitude, während der südliche Abschnitt Richtung Porto-Vecchio und Strand Palombaggia sanfter und grüner ausfällt.
Wenn du von der Fähre steigst und zum ersten Mal tief einatmest, spürst du es sofort. Eine Mischung aus wildem Thymian, Rosmarin, Myrte und sonnenverbrannter Erde bildet einen Duft, den die Korsen Maquis nennen. Diese grüne Insel mitten im Mittelmeer ist aber bei Weitem nicht nur etwas für romantische Strände und Erholung. Korsika ist ein echtes Gebirge, das jemand genommen und ins Meer geworfen hat – und die höchsten Gipfel bilden die Kulisse für eines der größten Abenteuer Europas.
Wenn du einen Trek suchst, der dich körperlich auspresst, deine Psyche auf die Probe stellt und dir gleichzeitig die schönsten Bergszenerien bietet, dann bist du hier genau richtig. Korsika ist rau, stolz und verzeiht in den Bergen keine Fehler. Die legendäre Route GR20 zieht sich über die ganze Insel und verspricht ein Erlebnis, von dem du noch im Ruhestand erzählen wirst.
Lass uns gemeinsam alles durchgehen, was du wissen musst, bevor du die Wanderstiefel schnürst. Ich verrate dir, wie du die ganze Expedition planst, wo sich die Etappen verkürzen lassen und worauf du in den Bergen am meisten achten solltest.
Zusammenfassung
Länge und Höhenmeter: Die Route misst rund 180 Kilometer, und die gesamten Höhenmeter belaufen sich auf brutale 12.000 Meter.
Zeitlicher Aufwand: Normale Wanderer brauchen für die Durchquerung der ganzen Insel 15 bis 16 Tage.
Unterkunft auf der Route: Wildes Übernachten ist streng verboten, schlafen darfst du ausschließlich bei den Berghütten (Refuges).
Reservierung: Für 2026 ist es absolut Pflicht, Plätze in den Hütten oder einen Stellplatz für das Zelt viele Monate im Voraus zu buchen.
Beste Zeit: Ideale Bedingungen herrschen von Mitte Juni bis Anfang Juli oder im September.
Schwierigkeit: Das ist kein gewöhnliches Wandern, dich erwartet technisches Klettern über Felsen und das Festhalten an Ketten.
Aufteilung der Route: Die nördliche Hälfte ist deutlich schwerer und felsiger, die südliche etwas grüner und sanfter.
Foto: unbekannter Autor / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Wann du nach Korsika und in die Berge aufbrechen solltest
Die Wahl des Termins ist für den erfolgreichen Abschluss des Treks absolut entscheidend. Die meisten Berghütten öffnen von Ende Mai/Anfang Juni bis Anfang Oktober. Wenn du früher aufbrichst, riskierst du, dass in den höchsten Sätteln noch gefährlich viel Schnee liegt und dir zugleich die Versorgung durch die Hütten fehlt. Die besten Monate für die Bergüberquerung sind zweifellos Juni und September. Im Juni sind die Tage am längsten, die Natur erwacht und die Temperaturen in den Bergen sind für eine ganztägige körperliche Belastung mit schwerem Rucksack viel erträglicher. Im September ist der Tag zwar schon etwas kürzer, dafür ist das Wetter meist stabiler – und nach dem Abstieg kannst du dich mit einem Bad im Meer belohnen, das nach dem Sommer herrlich aufgewärmt ist.
Der Monat, den du unbedingt meiden solltest, ist ohne Diskussion der August. Nicht nur, dass auf Korsika dann zwei- bis dreimal so viele Touristen unterwegs sind wie in anderen Monaten – es herrscht auch extreme Hitze, die steile Aufstiege zur echten Tortur macht. An Augusttagen bilden sich in den Bergen am Nachmittag zudem regelmäßig gefährliche und sehr schnelle Wärmegewitter. Der August bringt außerdem einen enormen Anstieg der Preise für sämtliche Verkehrsmittel. Während du außerhalb der Saison für die Fähre einen vernünftigen Betrag zahlst, kann dich ein Rückfahrticket für zwei Personen mit Auto im August irgendwo zwischen 250 und 1000 Euro kosten.
Auf die Insel gelangst du am häufigsten mit den Schiffen der Gesellschaft Corsica Ferries, die von mehreren französischen Häfen ablegen. Die schnellste Verbindung bietet die Strecke von Nizza nach Bastia, die rund sechs bis sieben Stunden dauert. Wählst du die Abfahrt von Toulon, rechne mit acht bis zehn Stunden Überfahrt. Am längsten sitzt du auf dem Schiff bei der Fahrt ab Marseille, von wo die Reise gut und gerne vierzehn Stunden dauert. Für Reisende aus Deutschland bietet sich oft auch ein günstiger Flug nach Bastia oder Ajaccio mit Eurowings oder Lufthansa an, zum Beispiel ab München oder über einen Zwischenstopp in Nizza. Die Straßen verwandeln sich in dieser Sommerzeit zudem in einen einzigen großen Parkplatz und die schönsten Strände sind hoffnungslos überfüllt. Ideal ist es daher, die Reise explizit außerhalb der französischen und italienischen Hauptferien zu planen, damit du die Insel in Ruhe genießen kannst.
Foto: Pikkupapupata / Wikimedia Commons, CC0
Wo du vor und nach dem Trek übernachten kannst
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Vor dem Start des Treks und nach seinem Abschluss brauchst du zwingend eine gute Basis, um wieder zu Kräften zu kommen. Der nördliche Startpunkt liegt im Dörfchen Calenzana, während du den südlichen im Ort Conca findest. Ich empfehle dir, die Unterkunft an diesen Punkten mit großem Vorlauf über Booking zu sichern, denn die Kapazitäten sind in der Saison schnell vergriffen. Wenn du im Norden startest, ist Calenzana selbst oder die nahe Küstenstadt Calvi die ideale Basis. In Calvi kannst du vor dem Trek rund um die riesige historische Zitadelle spazieren, die auf einem Felsvorsprung über dem Meer thront, und in den gepflasterten Gassen die Atmosphäre aufsaugen.
In Calenzana selbst bietet das Hotel A Flatta in ruhiger Umgebung mit Bergblick eine hervorragende Erholung vor der Tour. Die günstigere Variante für Rucksackreisende ist die örtliche Unterkunft Gîte d’étape, wo du viele weitere Enthusiasten triffst, die sich auf denselben Weg vorbereiten. Nach dem Abschluss des Treks im Süden im Ort Conca ziehen die meisten erschöpften Wanderer in den nahegelegenen Urlaubsort Porto-Vecchio weiter. Hier kannst du dir nach zwei Wochen Verzicht einen verdienten Luxus gönnen und die schönsten Strände der Insel besuchen. Sehr beliebt ist das Hotel Costa Salina, das direkt am Hafen liegt und einen riesigen Pool für die geschundenen Muskeln hat. Für einen ruhigeren Aufenthalt in Strandnähe versuche das gemütliche Le Goéland.
Von hier aus kannst du dann leicht zum berühmten Strand Palombaggia aufbrechen, der von den Kronen der Schirmpinien gesäumt wird und aus dessen Wasser hier und da fotogene rote Porphyrfelsen ragen. Einen Besuch lohnt auch die Bucht Santa Giulia, die zu einem perfekten Hufeisen geformt ist und eine flache natürliche Lagune bildet. Eine großartige Wahl ist außerdem der Strand Rondinara, der mit seiner Form an eine Muschel erinnert und es 2019 sogar in das Ranking der TOP 10 der schönsten Strände der Welt geschafft hat. Wenn du ein Auto hast, fahr unbedingt ins nahe Bonifacio. Die dortigen Häuser balancieren auf der Kante leuchtend weißer Klippen, und du kannst die legendären 187 Stufen des Escalier d’Aragon erklimmen, die direkt in die steile Felswand unter der Zitadelle gehauen sind.
Foto: Lenka Janochová / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
11 Tipps, die du vor dem GR20 auf Korsika kennen solltest
Schauen wir uns die konkreten Tipps und Ratschläge an, die dir helfen, dich auf Europas härtesten Trek vorzubereiten. Von der Logistik über die körperliche Vorbereitung bis hin zum Aufenthalt in den Bergen selbst.
1. Warum es eigentlich Europas härtester Trek ist
Wenn jemand sagt, eine Route sei die schwerste in Europa, denken viele Leute zuerst an eine riesige Distanz. Die Realität des GR20 ist aber etwas anders und viel tückischer. Die ganze Route misst insgesamt rund 180 Kilometer, was ein erfahrener Wanderer auf einer gewöhnlichen Ebene spielend in wenigen Tagen schaffen würde. Der Hauptgrund, warum Menschen den Trek so oft aufgeben, ist das extreme Profil und die brutalen Höhenmeter. Während der empfohlenen 16 Etappen steigst du nämlich unglaubliche 12.000 Höhenmeter auf, was du in wirklich jedem Muskel spürst.
Das ist ungefähr so, als würdest du vom Meeresspiegel auf den Mount Everest steigen und dann noch einmal bis zur Hälfte. Jeden Tag erwarten dich steile Anstiege in die Bergsättel und anschließende heftige Abstiege, die für deine Knie oft viel schlimmer sind als der Weg nach oben. Der Untergrund besteht zudem keineswegs aus weichen Waldpfaden oder schön angelegten Wegen. Die meiste Zeit wirst du über riesige Granitblöcke springen, dich durch Geröllfelder kämpfen und auf glatten Felsplatten nach Halt suchen.
Das ist kein klassisches Wandern, sondern viel öfter sogenanntes Scrambling, also technisches Klettern mit Schwierigkeitsgrad drei bis vier. Du musst regelmäßig die Hände einsetzen, dich an Stahlketten hochziehen und ständig im schwierigen Gelände balancieren. Das ist nicht nur einfaches Gehen, es ist ständige Arbeit des ganzen Körpers und absolute Konzentration auf wirklich jeden einzelnen Schritt.
💡 Tipp: Die Geschwindigkeit des Vorankommens zählt hier nicht in Kilometern, sondern ausschließlich in Stunden. Oft brauchst du für einen nur drei Kilometer langen Abschnitt mehr als zwei volle Stunden – plane daher immer eine große zeitliche Reserve ein.
2. Der nördliche vs. der südliche Teil der Route
Der Trek teilt sich ganz natürlich in zwei Hälften, die der kleine Bahnhof im Ort Vizzavona trennt. Die nördliche Hälfte gilt allgemein als deutlich schwerer, viel technischer und insgesamt raueres Erlebnis. Genau hier befinden sich die steilsten Etappen, auf denen du sehr oft die Hände zum Klettern brauchst und dich an Stahlketten festhältst. Die Landschaft im Norden erinnert an eine Hochgebirgswüste voller scharfer Granitgipfel und tiefer Abgründe, die deine Psyche auf die Probe stellen.
Wenn du in Calenzana startest, zeigt dir die Insel gleich in den ersten drei Tagen ihr unerbittliches Gesicht. Viele Wanderer beenden ihr Abenteuer genau in dieser Anfangsphase, weil sie schlicht ihre Kräfte und die technische Schwierigkeit des Geländes unterschätzen. Die südliche Hälfte von Vizzavona hinunter ins Ziel Conca ist dagegen etwas sanfter und deutlich grüner. Du gehst durch duftende Kiefernwälder, über grasige Hochebenen und triffst insgesamt auf viel mehr Wasserquellen.
Auf dem Weg nach Süden wird dich sicher auch das Gebiet Aiguilles de Bavella beeindrucken, faszinierende zerklüftete Granittürme, die sich über den Wäldern erheben. Dieses Gebiet ist übrigens auch ein riesiges Paradies für Kletterer und Canyoning-Liebhaber. Trotzdem ist das noch kein Sonntagsspaziergang im Stadtpark, denn auch der Süden hat seine steilen Sättel und heftigen Abstiege. Spürbar weniger werden hier aber die reinen Kletterpassagen, und die Fortbewegung verläuft etwas flüssiger.
💡 Tipp: Wenn du dir bei deiner Kondition unsicher bist, kannst du für den Anfang nur den südlichen Teil wählen, der etwas gnädiger zum Körper ist und keine so großen Kletterfähigkeiten erfordert.
3. Etappen und Berghütten (Refuges)
Die ganze Route ist offiziell in 16 sehr anspruchsvolle Etappen unterteilt, die deine Ausdauer auf die Probe stellen. Die meisten gedruckten Reiseführer empfehlen, ein Tempo von einer Etappe pro Tag zu halten, damit du den Körper nicht überlastest. Das bedeutet rund sechs bis acht Stunden reines Gehen pro Tag – und da sind die Pausen zum Ausruhen und Essen noch gar nicht eingerechnet. Superfitte Personen verbinden gelegentlich zwei Etappen zu einer, aber das erfordert wirklich eine erstklassige körperliche Verfassung und das Aufstehen in tiefster Dunkelheit.
Am Ende jeder Etappe erwartet dich eine Berghütte, die auf Korsika Refuge genannt wird. Diese Hütten werden vom korsischen Nationalpark verwaltet und sind wirklich nur sehr einfach ausgestattet. Erwarte keinen österreichischen oder Schweizer Standard mit beheiztem Speisesaal und weichem Bett. Geschlafen wird auf einfachen Pritschen in engen Schlafsälen, die Duschen haben oft nur kaltes Wasser und die Toiletten sind meist klassische Hocktoiletten.
In jeder Hütte kannst du dir aber zum Glück eine einfache warme Mahlzeit zum nötigen Kalorienauffüllen kaufen. Am häufigsten gibt es einfache Nudeln, eine deftige Linsensuppe und hervorragende lokale Schafskäse. Nach einem anstrengenden Tag wird dir sogar eine gewöhnliche heiße Suppe oder das berühmte korsische Kastanienbier Pietra wie der größte Luxus der Welt vorkommen. Die Vorräte werden oft per Hubschrauber oder auf Mauleseln in die Hütten gebracht, also rechne mit einem entsprechenden Hochgebirgsaufschlag.
💡 Tipp: Habe immer genug Euro in kleinen Scheinen und Münzen in bar dabei, in den Bergen werden Kreditkarten absolut nicht akzeptiert und einen Geldautomaten findest du hier nirgends.
4. Wie und wann du die Unterkunft für 2026 buchst
Das ist ein absolut entscheidender Punkt der gesamten Vorbereitung, den du nicht unterschätzen darfst. Wildes Übernachten außerhalb der ausgewiesenen Plätze bei den Hütten ist auf Korsika streng verboten und wird unter hohen Strafen kontrolliert. Angesichts der enormen Beliebtheit des Treks in ganz Europa ist die Logistik und Planung heute oft komplizierter als das Gehen selbst. Für die kommenden Saisons gilt die kompromisslose Regel, dass du die Plätze viele Monate im Voraus online reservieren musst.
Das Reservierungssystem des korsischen Nationalparks öffnet meist zu Beginn des Kalenderjahres, und freie Plätze verschwinden in einem geradezu blitzartigen Tempo. Du kannst entweder ein Bett im Inneren der Hütte reservieren, die Miete eines bereitgestellten Zeltes draußen oder nur einen Stellplatz für dein eigenes Zelt. Wenn du ohne gültige Reservierung aufbrichst, riskierst du gleich am ersten Tag enorme Probleme. Die Parkwächter können dir kompromisslos die Übernachtung verweigern und dich zurück ins Tal schicken.
In den Bergen, wo es nirgendwo anders hinzugehen gibt, stellt das eine reale Gefahr und das sofortige Ende deiner Tour dar. Auch wenn du dein eigenes Zelt trägst und auf dich selbst angewiesen bist, musst du eine im Voraus reservierte und bezahlte Fläche haben, auf der du es über Nacht aufstellen darfst. Der Nationalpark versucht so, den enormen Touristenandrang zu regulieren und die fragile Bergnatur vor Zerstörung zu schützen.
💡 Tipp: Drucke dir die Reservierungsbestätigung immer sorgfältig auf Papier aus. In den Bergen gibt es oft überhaupt keinen Empfang, und Handys entladen sich in der Kälte sehr schnell.
5. Legendäre Abschnitte und der Cirque de la Solitude
Der größte Schreck und zugleich die Legende des gesamten Treks war lange Jahre der Abschnitt namens Cirque de la Solitude. Dieser dunkle und sehr steile Felskessel erforderte das Hinabklettern an senkrechten Ketten und Eisenleitern direkt über einem tiefen Abgrund. Es war zweifellos der schwerste und exponierteste Teil des gesamten GR20. 2015 ereignete sich hier jedoch eine enorme Tragödie, als ein massiver Erdrutsch nach einem heftigen Gewitter mehrere Wanderer verschüttete.
Seitdem ist die ursprüngliche Route über den Cirque de la Solitude offiziell und dauerhaft gesperrt. Sie wurde durch eine völlig neue Variante ersetzt, aber denk bloß nicht, dass der neue Weg auch nur ansatzweise einfach wäre. Die neue Route führt über den anspruchsvollen Sattel Pointe des Éboulis und steigt bis zu einer beachtlichen Höhe von über 2.600 Metern über dem Meer an. Du befindest dich so nur ein kleines Stück unter dem Gipfel des höchsten Berges der ganzen Insel, dem majestätischen Monte Cinto.
Es ist ein ungemein rauer und endloser Aufstieg in instabilem, rutschendem Geröll, der dir auch die letzten Reste deiner körperlichen Kräfte raubt. Du musst dich ständig darauf konzentrieren, wohin genau du trittst, damit kein Stein mit dir wegrutscht. Die wunderschönen Ausblicke vom Gipfel auf die umliegenden Felsgipfel entschädigen am Ende aber reichlich für jeden Schweißtropfen, den du am Hang lässt.
💡 Tipp: Brich für genau diese Etappe wirklich früh am Morgen auf, die Nachmittagsgewitter sind in dieser Höhe extrem gefährlich, und du willst sie nicht auf dem Grat erleben.
6. Körperliche Vorbereitung und Erfahrung
Um den GR20 zu bewältigen, musst du zwar kein professioneller Bergsteiger mit kompletter Ausrüstung sein, aber du musst eine absolut exzellente körperliche Verfassung haben. Entscheidend ist vor allem die Trittsicherheit in exponiertem Gelände und die Fähigkeit, viele Tage am Stück in Höhen mit schwerem Rucksack auf dem Rücken zu funktionieren. Die Vorbereitung vor der Abreise darfst du keinesfalls unterschätzen, sonst verabschiedest du dich sehr schnell vom Trek.
Gewöhnliches Joggen in der Ebene im Stadtpark hilft dir hier wirklich nicht, die steilen Felsen zu überwinden. Du musst aktiv das Bergaufgehen an steilen Hängen trainieren, idealerweise schon mit dem Rucksack, der genau so viel wiegt, wie du auf die Insel mitnehmen willst. Der Körper muss sich nach und nach an die tägliche Belastung gewöhnen, und deine Knie müssen gründlich auf die endlosen Stöße bei den heftigen Abstiegen in die tiefen Täler vorbereitet sein.
Wenn du auch nur die geringste Höhenangst hast, ist dieser Trek vermutlich überhaupt nicht für dich geeignet. Du überwindest nämlich regelmäßig Stellen, an denen der Pfad nur fußbreit ist und sich direkt unter dir ein hundert Meter tiefer Abgrund auftut. Sicherheit in den Beinen, perfektes Gleichgewicht und ein kühler Kopf sind hier absolute Notwendigkeit, denn Panik auf einer rutschigen Felsplatte kann sehr ernste Folgen haben.
💡 Tipp: Konzentriere dich im Training vor allem auf endlose Abstiege, die sind für untrainierte Beine meist viel schmerzhafter und zermürbender als die Aufstiege selbst.
7. Was du in den Rucksack packen solltest
Auf dem gesamten Trek gilt eine sehr einfache und unerbittliche Regel. Denk daran, dass du jedes Gramm, das du auf dem Rücken trägst, bald hassen wirst. Dein Hauptziel sollte es sein, dich so zu packen, dass das Grundgewicht des Rucksacks ohne Wasser und Essen 10 bis 12 Kilogramm nicht überschreitet. Sobald der Rucksack über diese magische Grenze hinaus schwer wird, verlierst du auf den technischen Felsabschnitten sehr schnell das so dringend benötigte Gleichgewicht.
Der Schlüssel zum Erfolg ist das clevere Schichten von Kleidung aus hochwertiger Merinowolle, die auch nach mehreren Tagen intensiven Tragens nicht müffelt. Die Abende in den Bergen sind nach Sonnenuntergang überraschend kühl, also sind eine gute Daunenjacke und ein leichter, aber ausreichend warmer Schlafsack eine absolute Notwendigkeit. Auch wenn du drinnen in den Hütten im Bett schläfst, ist der eigene Schlafsack auf der Insel aus hygienischen Gründen absolut Pflicht.
Vergiss nicht die erstklassigen und festen Trekkingschuhe, die du von zu Hause schon perfekt eingelaufen hast. Nimm auf keinen Fall völlig neue Schuhe mit, schmerzhafte Blasen würden dich schon am dritten Tag kompromisslos außer Gefecht setzen. Pack außerdem einen zuverlässigen Wasserfilter oder Tabletten zur Wasserreinigung, eine gute Reiseapotheke mit genug Pflastern und eine leistungsstarke Stirnlampe für die frühen Morgenstarts ein.
💡 Tipp: Trekkingstöcke sind kein optionales Wanderzubehör, auf dem GR20 retten sie deine Knie buchstäblich vor der völligen Zerstörung auf den endlosen, steilen Abstiegen.
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man auf Korsika übernachten kann
5 Unterkünfte — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Zum Beginn des Treks zu gelangen erfordert etwas logistische Planung, ist aber nichts Unbewältigbares. Korsika hat zwar vier internationale Flughäfen, aber die meisten Reisenden wählen den bequemeren Weg per Fähre vom französischen oder italienischen Festland. Die Schiffe der Gesellschaft Corsica Ferries legen am häufigsten von den französischen Städten Nizza, Toulon oder Marseille ab.
Von Nizza dauert die Überfahrt rund sechs bis sieben Stunden, von Marseille kannst du dagegen bis zu vierzehn Stunden fahren. Aus Italien fährt man dagegen sehr oft vom Hafen Livorno in die korsischen Städte Bastia oder Ile Rousse, was historisch die finanziell günstigste Variante ist. Wer aus Deutschland anreist, fliegt am bequemsten direkt nach Bastia oder Ajaccio – etwa mit Eurowings ab München oder mit Lufthansa über einen Zwischenstopp. Sobald du auf der Insel bist und traditionell im Norden startest, ist dein Hauptziel das Eingangsdörfchen Calenzana.
Der einfachste Weg dorthin führt über die Hafenstadt Calvi, von der in der Sommerhauptsaison regelmäßige lokale Busse nach Calenzana fahren. Alternativ kannst du dir für die letzten paar Kilometer ein Taxi nehmen. Wenn du dich entscheidest, den Trek in umgekehrter Richtung von Süden nach Norden zu gehen, beginnst du deine Tour im Dorf Conca. Hierher kommst du am besten mit dem Bus aus dem bekannten Urlaubsort Porto-Vecchio. An beiden Enden des Treks findest du kleine Läden für den Einkauf der letzten Vorräte.
💡 Tipp: Wenn du mit dem Auto anreist und es an einem Ende des Treks stehen lässt, musst du nach Abschluss der ganzen Strecke die kompliziertere Busverbindung für die Rückkehr nutzen, was fast einen ganzen Tag in Anspruch nimmt.
9. Sicherheit und Markierung auf der Route
Sich auf dem GR20 bei gutem Wetter zu verlaufen ist relativ schwer, wenn du gut aufpasst und dich nicht beeilst. Die ganze Route ist nämlich sehr sorgfältig mit rot-weißen Streifen markiert, die auf Felsen, große Steine und Bäume gemalt sind. Sobald du mehr als zwanzig Minuten gehst und vor dir keine weitere Markierung siehst, bist du wahrscheinlich vom Weg abgekommen und kehrst besser sofort vorsichtig zur letzten zurück.
Die größte Gefahr auf der Route sind überraschenderweise weder wilde Tiere noch das Verlaufen, sondern das unberechenbare und sehr aggressive Bergwetter. Nachmittägliche Gewitter kommen auf Korsika mit unglaublicher Geschwindigkeit und enormer Kraft. Die glatten Granitfelsen verwandeln sich innerhalb weniger Minuten Regen in eine gefährliche Rutschbahn, und ein Blitzeinschlag auf den exponierten Felsgraten ist eine reale und häufige Bedrohung.
Die goldene Regel aller erfahrenen Bergsteiger ist es deshalb, gleich bei der ersten Dämmerung zur Etappe aufzubrechen, idealerweise schon gegen fünf Uhr morgens. Das Ziel ist, die höchsten und exponiertesten Sättel noch vor Mittag sicher hinter sich zu haben, bevor sich die typischen schweren Gewitterwolken bilden. Am Nachmittag solltest du idealerweise schon sicher auf der Hütte ausruhen.
💡 Tipp: Erkundige dich abends auf der Hütte immer direkt beim Hüttenwart nach der aktuellen Wettervorhersage, die Einheimischen kennen die Besonderheiten der korsischen Berge am besten und können nahende Gefahren einschätzen.
10. Kürzere Varianten für alle, die keine 16 Tage haben
Nicht jeder hat leider die Möglichkeit, sich auf der Arbeit mehr als zwei Wochen am Stück Urlaub zu nehmen, um die ganze Route zu schaffen. Die gute Nachricht ist aber, dass sich der Trek sehr elegant und logisch in zwei kürzere Teile aufteilen lässt. Dank der alten Schmalspurbahn, die die Insel genau in der Mitte durchquert, bietet sich eine großartige logistische Lösung für kürzere Bergtouren, die du auch innerhalb einer Woche schaffst.
Der Bahnhof Vizzavona liegt genau auf der gedachten Hälfte der gesamten Route. Wenn du nur begrenzt Zeit hast, kannst du nur den schwereren nördlichen Teil von Calenzana nach Vizzavona bewältigen. Nach dessen Abschluss steigst du einfach in das malerische Bergbähnchen und fährst bequem zurück in die Zivilisation Richtung der großen Städte Bastia oder Ajaccio, von wo dein Flugzeug fliegt oder die Fähre ablegt.
Genauso kannst du umgekehrt mit dem Zug nach Vizzavona kommen und nur die südliche Hälfte gehen, bis ins Zieldorf Conca. Diese zweite Variante ist absolut großartig für alle, die die einzigartige Atmosphäre des berühmten Treks erleben wollen, sich aber nicht an die extremsten nördlichen Passagen voller technischem Klettern und Stahlketten herantrauen.
💡 Tipp: Auch die Hälfte des GR20 ist eine enorme sportliche Leistung, für die du dich vor anderen Bergsteigern keineswegs schämen musst und die dir unvergessliche Erlebnisse beschert.
11. Alternativen auf Korsika für weniger Fitte und Familien
Wenn du nach Einschätzung deiner Kräfte feststellst, dass der GR20 schlicht über deine Möglichkeiten geht, bietet Korsika zum Glück wunderschöne Fernwanderwege mit viel sanfterem Profil. Du musst deinen Traum von einer schönen Bergüberquerung also überhaupt nicht aufgeben, du musst nur eine geeignetere und sicherere Alternative wählen. Eine großartige Wahl ist der beliebte Weg Mare e Monti (Vom Meer zu den Bergen), der sich malerisch entlang der rauen Westküste der Insel schlängelt. Seine Begehung dauert rund zehn Tage, die gesamten Höhenmeter sind absolut erträglich und schlafen wirst du in schönen alten korsischen Dörfchen. Dort kannst du dir jeden Abend eine warme Dusche in der Pension gönnen und nach dem ganzen Tag köstliches vegetarisches Essen in den lokalen Familienrestaurants genießen, etwa hervorragende Nudeln mit frischem Schafskäse Brocciu oder ehrliche Gemüsesuppen.
Für Familien mit größeren Kindern oder für Gelegenheitswanderer ist dann der Weg Mare a Mare (Vom Meer zum Meer) absolut hervorragend, der die ganze Insel von West nach Ost durchquert. Das Tempo ist hier viel gemächlicher, die Pfade sind breiter und die ganze Atmosphäre des Treks ist spürbar weniger stressig. Es geht hier eher um das entspannte Entdecken des verborgenen korsischen Hinterlands, der tiefen Kastanienwälder im Gebiet Castagniccia und das erfrischende Baden in klaren Bergflüsschen, wo du den großen Menschenmengen zuverlässig aus dem Weg gehst.
💡 Tipp: Auf diesen leichteren Wegen kannst du im Gegensatz zum kompromisslosen GR20 auch die sehr beliebten Gepäcktransport-Dienste zwischen den einzelnen Unterkünften nutzen, sodass du die ganze Zeit nur mit einem leichten Rucksack auf dem Rücken gehst.
Wohin von Korsika aus weiter
Wenn du nach dem Trek noch ein paar Tage übrig hast, erkunde unbedingt auch den Rest der Insel. Miete dir ein Auto und brich zu den wunderschönen türkisfarbenen Stränden im Süden rund um Porto-Vecchio auf oder entdecke die faszinierenden Klippen bei der historischen Stadt Bonifacio. Einen kompletten Reiseführer für den Inselroadtrip und weitere praktische Tipps findest du in unserem ausführlichen Artikel Korsika.
Und wenn dich die langen Bergüberquerungen gepackt haben und du eine weitere europäische Herausforderung suchst, die aber etwas bessere touristische Infrastruktur bietet und dir epische Ausblicke auf echte Gletscher beschert, empfehle ich dir unbedingt einen Blick in unseren großen Reiseführer Chamonix und Mont Blanc. Dort findest du alle nötigen Informationen für den berühmten Rundweg Tour du Mont Blanc, der etwas gnädiger, fürs Auge aber vielleicht noch ein Stück schöner ist.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, den GR20 zu wandern?
Für normale Touristen mit guter körperlicher Kondition dauert die gesamte Route üblicherweise 15 bis 16 Tage, was einem gesunden Tempo von einer Etappe pro Tag entspricht. Erfahrene Bergsteiger, die enorme Höhenunterschiede problemlos bewältigen und gelegentlich zwei Etappen zu einer verbinden, schaffen es in 10 bis 12 Tagen. Extremläufer bzw. Skyrunner können die gesamte Strecke zwar in weniger als 40 Stunden durchlaufen, aber das ist für einen normalen Sterblichen mit schwerem Rucksack absolut unvorstellbar und grenzt an unnötiges Hasardspiel.
Gibt es auf der Strecke ausreichend Trinkwasser?
Bei absolut jeder Berghütte bzw. Refuge findet ihr eine zuverlässige Trinkwasserquelle, wo ihr eure Vorräte für den nächsten Tag auffüllen könnt und müsst. Während der Etappen selbst, und das vor allem im trockenen und felsigen Norden, sind natürliche Wasserquellen jedoch sehr selten und trocknen im heißen Sommer oft komplett aus. Ihr müsst daher immer mindestens 2 bis 3 Liter Wasser pro Person schon vom frühen Morgen an mit euch tragen, um einer gefährlichen Dehydrierung in der brennenden Sonne vorzubeugen.
Kann ich die Wanderung in umgekehrter Richtung machen (von Süden nach Norden)?
Ja, der gesamte Trek lässt sich problemlos in beide Richtungen gehen. Die meisten Leute starten klassischerweise im Norden im Dorf Calenzana, um die schwersten und steilsten Abschnitte hinter sich zu haben, solange sie noch voller Kraft und anfänglicher Motivation sind. Der große Vorteil der entgegengesetzten Richtung von Süden nach Norden ist hingegen die Tatsache, dass euch den Großteil des Tages nicht die unangenehme Sonne direkt in die Augen scheint, ihr euch allmählich an die Anforderungen des Geländes gewöhnt und auf der Strecke etwas weniger Menschenmassen begegnet.
Kann man auf den Hütten mit Karte zahlen?
Absolut nicht, Zahlungskarten könnt ihr in den Bergen gleich vergessen. Im gesamten korsischen Hinterland fehlt an vielen Stellen ein stabiles Signal, sodass Kartenterminals hier logischerweise überhaupt nicht funktionieren. Für die gesamte Dauer des Treks müsst ihr daher ausreichend Bargeld in Euro bei euch haben. Geld werdet ihr brauchen für die Bezahlung der Unterkunft, gegebenenfalls warmes Essen, den Morgenkaffee sowie kleine Einkäufe notwendiger Vorräte in den Hütten, wo zudem logischerweise ein Hochgebirgszuschlag für den aufwendigen Helikopter-Nachschub einkalkuliert wird.
Kann ich meinen Hund mitnehmen?
Obwohl es nicht gesetzlich auf der gesamten Streckenlänge verboten ist, wird dringend davon abgeraten, einen Hund auf den extrem nördlichen Teil des GR20 mitzunehmen. Technische Abschnitte mit steilen Leitern, glatten Felsplatten und Stahlketten würde kein Hund sicher bewältigen können. Man müsste ihn umständlich in einem speziellen Klettergurt über tiefe Abgründe tragen, was extrem stressig und sehr gefährlich ist – sowohl für das Tier selbst als auch für das eigene Gleichgewicht am Fels.
Kann man den GR20 alleine gehen?
Ja, viele erfahrene Wanderer gehen diese anspruchsvolle Route völlig alleine. In der Hauptsaison von Juni bis September seid ihr außerdem auf der Strecke nie ganz allein. Tagsüber trefft ihr jede Menge andere Enthusiasten und abends in den Hütten findet ihr euch immer mit derselben Gruppe von Leuten zusammen, mit denen ihr euch sehr schnell anfreundet. Aus Sicherheitsgründen ist es aber absolut wichtig, regelmäßig eure Familie über eure Pläne zu informieren und ein aufgeladenes Handy für Notfälle dabei zu haben.
Brauche ich für den Trek einen Führer?
Für die Orientierung im Gelände selbst braucht ihr keinen Bergführer, denn die gesamte Strecke ist sehr gut und dicht mit rot-weißen Streifen markiert. Falls ihr euch aber nicht sicher seid mit euren Fähigkeiten im ausgesetzten Felsgelände, euch Erfahrung mit Hochgebirgstouren fehlt oder ihr euch einfach nicht um die sehr komplizierte Logistik und Hüttenreservierungen kümmern wollt, könnt ihr die Dienste organisierter Gruppen nutzen. Diese funktionieren entweder über beliebte Plattformen wie GetYourGuide oder direkt bei lokalen korsischen Bergagenturen.
Funktioniert das Handynetz in den Bergen?
Mobilfunknetz ist im korsischen Hinterland sehr unregelmäßig und insgesamt unzuverlässig. Auf den höchsten Gipfeln oder in offenen Bergsätteln verbindet man sich zwar oft mit dem Netz und fängt gelegentlich sogar einen italienischen Betreiber vom benachbarten Sardinien, aber sobald man in die tiefen Täler zu den Hütten selbst absteigt, verschwindet das Signal meistens komplett. Rechnet daher lieber damit, dass ihr auch mehrere Tage völlig offline sein werdet, und ladet euch alle notwendigen Offline-Karten und Reservierungsbestätigungen besser vorher herunter.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRLourdes im Südwesten Frankreichs ist eine Wallfahrtsstadt am Fuß der Pyrenäen, die jährlich vier bis sechs Millionen Besucher anzieht. Zu den besten Tipps zählen die Grotte Massabielle mit der Marienerscheinung, die gotische Basilika der Unbefleckten Empfängnis, die brutalistische unterirdische Pius-X.-Basilika für 25.000 Menschen und die abendliche Lichterprozession. Der Zutritt zum gesamten Heiligtum ist kostenlos, empfehlenswerte Unterkünfte wie das Grand Hôtel Moderne kosten 130 bis 180 Euro pro Nacht. Die beste Reisezeit ist Ende Mai/Anfang Juni oder Oktober, wenn es nicht so überlaufen ist wie zwischen Ostern und Ende Oktober. Von Lourdes fährst du gut eine Stunde (50 km) zum Cirque de Gavarnie mit seinem 422 Meter hohen Wasserfall, und mit der Seilbahn geht es auch hinauf zum Pic du Midi auf 2877 Meter Höhe.
Frankreich hat viele Gesichter, doch Lourdes in Frankreich am Fuße der Pyrenäen ist eine ganz eigene Welt. Jedes Jahr empfängt das kleine Städtchen im Südwesten des Landes Millionen von Besuchern. Manche kommen mit großer Hoffnung hierher, andere lockt eher die pure Neugier.
In diesem Artikel findest du 11 praktische Tipps, mit denen du diesen faszinierenden Wallfahrtsort in vollen Zügen genießt. Du erfährst, wo du eine strategisch günstige Unterkunft findest und wann die beste Reisezeit ist. So saugst du die unglaubliche Atmosphäre ganz leicht auf – selbst wenn du nicht zu den tief Gläubigen gehörst.
Zusammenfassung
Die magische Grotte von Massabielle: Der Ort der Erscheinung, wo absolute Stille herrscht und wo du den heiligen Fels berühren kannst.
Die abendliche Lichterprozession: Die intensivsten Emotionen erlebst du nach Einbruch der Dunkelheit, wenn Tausende Menschen mit brennenden Kerzen durch die Nacht schreiten.
Das Wasser von Lourdes: Die wundersame Quelle, aus der du Wasser in Fläschchen abfüllen oder das traditionelle Ritual vollziehen kannst.
Die unterirdische Basilika: Ein faszinierender Betonkoloss in Form eines umgedrehten Schiffsrumpfs, in den unglaubliche 25.000 Besucher passen.
Ausflüge in die Pyrenäen: Die Stadt ist ein absolut idealer Ausgangspunkt für Touren zu den Wasserfällen von Gavarnie oder auf den Gipfel des Pic du Midi.
Kommerz vs. Spiritualität: Stell dich auf einen gewaltigen Kontrast zwischen den Neon-Souvenirläden in den Gassen und dem stillen Gebet im Heiligtum ein.
Lourdes erwacht vor allem in der Zeit von Ostern bis Ende Oktober zum Leben, wenn die meisten Besucher hierherströmen und die ganze Stadt auf Hochtouren läuft. Jedes Jahr kommen unglaubliche vier bis sechs Millionen Menschen hierher, wobei der absolute Höhepunkt der Touristen- und Pilgersaison traditionell in die heißen Sommermonate fällt. Besonders intensiv ist der 15. August, an dem Mariä Himmelfahrt gefeiert wird und an dem die Straßen und Hotels unter dem Ansturm der Pilger aus aller Welt buchstäblich aus allen Nähten platzen.
Wenn du deine Reise für 2026 planst, solltest du wissen, dass Lourdes in einen neuen dreijährigen Zyklus eintritt, der dem heiligen Lukas gewidmet ist. Verschiedene Diözesen aus aller Welt organisieren in dieser Zeit riesige nationale Wallfahrten, sodass die Logistik in der Stadt extrem angespannt ist und Unterkünfte blitzschnell ausgebucht sind. Die britische Diözese etwa schickt Ende August eine gewaltige organisierte Pilgerreise hierher, weshalb ich für einen ruhigeren Besuch eher den Wechsel von Mai auf Juni oder den warmen Oktober empfehle, wenn die Menschenmassen abnehmen, das Wetter im Vorland der Pyrenäen aber immer noch sehr angenehm ist.
Und wie kommst du am besten aus Deutschland hierher? Am sinnvollsten ist ein Flug nach Toulouse oder Bordeaux – etwa mit Lufthansa oder Eurowings ab Frankfurt oder München – und direkt am Flughafen ein zuverlässiges Auto zu mieten. Die Fahrt vom Flughafen Toulouse dauert über die Autobahn rund zwei Stunden, in denen du die 175 Kilometer bis zum Fuß der Berge zurücklegst. Ein Auto gibt dir auf jeden Fall enorme Freiheit, denn die schönsten Pyrenäen-Wasserfälle und Gletscherseen erreichst du allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln wirklich nur sehr schwer.
Foto: John Samuel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wo in Lourdes übernachten
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleichst und buchst du dann am besten über GetYourGuide.
Lourdes ist buchstäblich übersät mit Hotels und Pensionen, doch du musst damit rechnen, dass die meisten von ihnen vor allem auf große organisierte Gruppen ausgerichtet sind und oft einen leichten Retro-Charme vergangener Jahrzehnte versprühen. Wenn du etwas Persönlicheres und Komfortableres suchst, lohnt es sich auf jeden Fall, dein Zimmer mit großem Vorlauf über Booking zu reservieren. Wähle idealerweise eine Unterkunft in Gehweite zum heiligen Bezirk, damit du dich nicht mit dem komplizierten abendlichen Parken herumschlagen musst – das ist in den engen Gassen während der Sommersaison ein absoluter Albtraum, und die Polizei verteilt nur allzu gern Strafzettel fürs Falschparken.
Eine ausgezeichnete Wahl ist das berühmte Grand Hôtel Moderne, das dich sofort mit seiner historischen Atmosphäre und der wunderschönen Architektur aus der Belle Époque verzaubert. Es liegt nur wenige Schritte vom Haupteingang des Heiligtums entfernt, sodass du es zur magischen Abendprozession wirklich nur einen Katzensprung hast und dich nicht durch die Menschenmassen quer durch die Stadt drängen musst. Die Preise pro Nacht für zwei Personen liegen hier in der Saison 2026 orientierungsweise bei etwa 130 bis 180 Euro, was für eine derart prestigeträchtige Lage durchaus angemessen ist.
Wenn du moderneres und ruhigeres Ambiente bevorzugst, schau dir das Hôtel Roissy oder das sehr beliebte Hôtel Alba an, die ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, blitzsaubere Zimmer und freundliches Personal bieten. Normale Reisende sollten allerdings besser Unterkünfte direkt im Epizentrum der lautesten Einkaufsstraßen meiden. Eine Alternative für Naturliebhaber ist es, das Basislager in den nahen Bergstädtchen wie Cauterets oder Luz-Saint-Sauveur aufzuschlagen, von wo aus du nah an den Pyrenäen-Trekkings bist und Lourdes nur als Nachmittagsausflug besuchen kannst.
Foto: John Samuel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
11 Tipps, was man in Lourdes sehen und unternehmen kann
Schauen wir uns 11 konkrete Tipps an, was du in Lourdes und der näheren Umgebung sehen und unternehmen kannst. Egal ob du spirituellen Trost suchst oder dich eher für architektonische und landschaftliche Sehenswürdigkeiten interessierst – hier kommst du garantiert auf deine Kosten.
Foto: Thomon / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
1. Die Grotte von Massabielle und die Erscheinung
Genau hier ist der heilige Ort, an dem 1858 alles begann und der die Geschichte der gesamten Region für immer veränderte. Damals behauptete das erst vierzehnjährige Mädchen Bernadette Soubirous, ihr sei in der flachen Grotte von Massabielle wiederholt die Jungfrau Maria erschienen. Heute ist dieser kleine Felsvorsprung am Ufer des Flusses Gave de Pau das pulsierende Herz des gesamten Wallfahrtsgeländes, zu dem jedes Jahr Millionen Gläubige aus aller Welt strömen.
Wenn du näher an die Grotte herankommst, ergreift dich sofort die absolute, sehr respektvolle Stille, die hier herrscht. Die Menschen stehen in langen, aber disziplinierten Schlangen, beten leise, zünden Kerzen an und berühren voller Hoffnung den feuchten Kalkstein. Über die langen Jahrzehnte ist der Fels von Millionen Händen unglaublich glatt geschliffen, und die ganze Szene wirkt selbst auf überzeugte Atheisten, die nur aus Neugier herkommen, sehr eindrücklich.
💡 Tipp: Wenn du den größten Menschenmassen entgehen und den Ort in seiner reinsten Form erleben möchtest, komm früh am Morgen gegen sieben Uhr zur Grotte. Das Gelände des Heiligtums ist bereits ab Tagesanbruch geöffnet, und der Morgennebel, der vom eiskalten Bergfluss aufsteigt, verleiht dem ganzen Platz eine unbeschreiblich mystische und ruhige Atmosphäre.
Foto: Kaitu / Wikimedia Commons, CC0
2. Die Basilika der Unbefleckten Empfängnis
Direkt über der Erscheinungsgrotte erhebt sich ein prachtvolles weißes Bauwerk, das als visuelles Wahrzeichen und Orientierungspunkt von ganz Lourdes dient. Die Basilika der Unbefleckten Empfängnis wurde 1871 fertiggestellt, und ihr eleganter, scharf geschnittener schlanker Turm ist dank der erhöhten Lage wohl aus jedem Winkel des Städtchens sichtbar. Der strahlend weiße Stein bildet zudem einen absolut fantastischen Kontrast zu den tiefgrünen Pyrenäenhängen, die sich gleich hinter dem Gelände erheben.
Wirf unbedingt auch einen Blick ins Innere, denn das neugotische Interieur ist wirklich wunderschön und detailreich gestaltet. Die atemberaubenden bunten Glasfenster erzählen die komplette Geschichte der Erscheinung und lassen an sonnigen Tagen ein schönes, weiches Licht herein, das die Steinwände einfärbt. Ringsum siehst du Hunderte von Marmor-Danktafeln von Pilgern aus den verschiedensten Ecken der Welt, die glauben, dass dieser Ort ihnen die ersehnte Heilung oder Trost im Leben gebracht hat.
Zur Basilika führt ein eindrucksvolles architektonisches Element in Form eines Systems gewaltiger steinerner Rampen, die den Hauptplatz wie zwei riesige schützende Arme umschließen. Von hier aus eröffnet sich dir ein perfekter Panoramablick auf den gesamten heiligen Bezirk, und erst aus der Vogelperspektive wird dir das gewaltige, endlose Strömen der Menschen in Richtung Grotte voll bewusst.
Foto: Editions Brun (Perpignan, début XXème siècle) / Wikimedia Commons, Public domain
3. Die unterirdische Basilika Pius X.
Das ist ein gewaltiger architektonischer Schock, den du in einer traditionell verzierten, von Neugotik geprägten Wallfahrtsstadt wohl überhaupt nicht erwarten würdest. Die unterirdische Basilika des heiligen Pius X. ist ein gigantisches Betonbauwerk im reinen Stil des Brutalismus, das 1958 zum hundertjährigen Jubiläum der ersten Erscheinung feierlich geweiht wurde. Für viele Liebhaber moderner Architektur ist gerade dieser Raum der interessanteste des gesamten Komplexes.
Von außen siehst du sie fast gar nicht, denn sie ist geschickt unter der Erdoberfläche verborgen, und ihr Dach besteht aus einer weitläufigen grünen Rasenfläche. Sobald du aber die breiten Treppen hinabsteigst, überwältigt dich ein Raum von riesigen Ausmaßen, der an den umgedrehten Rumpf eines Schiffes erinnert. Das gesamte Bauwerk ist technisch so konzipiert, dass in sein elliptisches Inneres ohne die geringsten Probleme unglaubliche 25.000 Besucher auf einmal passen.
💡 Tipp: Selbst wenn gerade keine große internationale Messe stattfindet und der Raum gähnend leer ist, steig unbedingt hinunter und geh am Rand entlang. Der Spaziergang durch die riesige Betonhalle hat eine eigentümliche, fast leicht dystopische und rohe Atmosphäre, die scharf und höchst interessant mit der romantischen, verspielten Architektur der oberen historischen Basiliken kontrastiert.
Foto: Carnage 2000 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
4. Die abendliche Lichterprozession
Das absolut intensivste emotionale Erlebnis erwartet dich in Lourdes nicht tagsüber, sondern erst lange nach Einbruch der Dunkelheit. Täglich, etwa von April bis Ende Oktober, findet auf dem Hauptplatz pünktlich um 21:00 Uhr die berühmte Marienprozession statt. Tausende Menschen aus aller Welt versammeln sich mit brennenden Kerzen in den Händen und schreiten langsam, in völligem Gleichklang, über die breiten Wege des Wallfahrtsgeländes.
Es ist ein visuell absolut überwältigendes Schauspiel, das garantiert jeden Besucher ergreift und zu Tränen rührt – ganz unabhängig von der Konfession. Die Menschenmengen bilden unter dem ununterbrochenen Gesang des traditionellen Ave Maria einen endlosen Fluss flackernden Lichts, der sich durch die Dunkelheit zieht. Die Kraft der geteilten Hoffnung nimmt hier eine fast greifbare, physische Form an, und die gesamte nächtliche Atmosphäre ist unbeschreiblich ergreifend.
Eine Kerze mit Papierschutzhülle gegen den Wind kannst du für ein paar Cent praktisch an jeder Ecke in den Gassen rund um das Gelände kaufen. Ich empfehle, etwas früher zum Hauptplatz zu kommen, um dir einen guten erhöhten Platz auf den Treppen zum Beobachten und Fotografieren zu sichern – oder du schließt dich einfach der Menge an und wirst selbst Teil dieses faszinierenden Rituals.
Foto: Carnage 2000 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
5. Das Wasser von Lourdes und die Reinigungsbäder
Das klare Wasser, das aus der Quelle direkt in der Grotte von Massabielle entspringt, ist ein Phänomen für sich und der Hauptgrund, warum viele hierherkommen. Pilger aus aller Welt glauben fest an seine wundersame, heilende Wirkung auf Körper und Seele. Entlang der Felswand findest du heute Dutzende ordentlich aufgereihter steinerner Wasserhähne, an denen du das Wasser kostenlos in Fläschchen abfüllen und ein Stück Lourdes mit nach Hause nehmen kannst.
Historisch kamen schwerkranke Menschen hierher, um in den dafür vorgesehenen steinernen Becken ein komplettes Reinigungsbad zu nehmen. In den letzten Jahren rückt man aus hygienischen Gründen allerdings vom vollständigen Eintauchen in das eiskalte Wasser etwas ab. Stattdessen wird die sogenannte Wassergeste praktiziert, bei der du unter Aufsicht von Freiwilligen symbolisch Gesicht und Hände wäschst – ein sichereres, aber immer noch sehr spirituelles Erlebnis.
💡 Tipp: Wenn du das Wasser von Lourdes als Andenken mitnehmen möchtest, kaufe keine unnötig überteuerten Plastikkanister in den Einkaufsgassen. Eine ganz normale, saubere Flasche aus dem Supermarkt reicht völlig aus. Das Quellwasser wird regelmäßig und sehr streng in Laboren getestet, ist absolut trinkbar, herrlich kühl und an heißen Sommertagen wunderbar erfrischend.
Foto: Multiples / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
6. Der monumentale Kreuzweg auf dem Hügel
Wenn du dich für eine Weile vom ständigen Strömen der Menschenmassen auf dem Hauptplatz erholen und gleichzeitig in der Natur die Beine vertreten möchtest, mach dich auf zum örtlichen Kreuzweg. Er schlängelt sich den steilen, bewaldeten Hügel Colline des Espélugues direkt über dem Heiligtum hinauf und bietet einen schönen, stillen Spaziergang im angenehmen Schatten mächtiger Bäume – das wirst du im Sommer sicher zu schätzen wissen.
Der gesamte Weg ist nach und nach mit 115 monumentalen Statuen aus goldfarbenem Metall bestückt, die in Überlebensgröße modelliert sind. Die realistischen Szenen aus den letzten Tagen im Leben Christi wirken in der natürlichen, wilden Umgebung sehr dramatisch, wobei die gesamte Strecke etwa anderthalb Kilometer recht steil bergauf misst und dich körperlich durchaus fordert.
Für ältere Besucher, Familien mit Kinderwagen oder Menschen im Rollstuhl ist diese bewaldete Strecke leider zu anstrengend und nicht zugänglich. Direkt im unteren Gelände in der Ebene findest du aber zum Glück noch einen weiteren, modernen und vollständig barrierefreien Kreuzweg, sodass keinem Besucher dieses intensive künstlerische und spirituelle Erlebnis entgeht.
7. Die Burg und das Pyrenäen-Museum
Lourdes ist nicht nur ein weltberühmtes Wallfahrtsgelände, sondern auch eine interessante historische Stadt mit einer prächtigen mittelalterlichen Festung, die das ganze Tal überragt. Das Château Fort de Lourdes thront auf einem hohen, steilen Felsen mitten in der Stadt und diente jahrhundertelang als uneinnehmbarer militärischer Wächter der strategischen Handelsroute, die tief in die Pyrenäen hineinführte.
Heute musst du zum Glück keine anstrengenden Treppen mehr steigen, denn du gelangst bequem mit einem verglasten Aufzug hinauf, und von den massiven Mauern eröffnet sich dir ein absolut konkurrenzloser Panoramablick auf das gesamte Heiligtum und die umliegenden grünen Berggipfel. Es ist der mit Abstand beste Ort, um die spektakulärsten Fotos des gesamten Tals von Lourdes aus der Vogelperspektive zu schießen.
Im Inneren des Burgkomplexes solltest du dann unbedingt das Pyrenäen-Museum besuchen, das auf packende Weise das harte, traditionelle Leben der einheimischen Bergbewohner zeigt. Du findest hier interessante Beispiele alter Handwerkskünste, kunstvoll verzierte Trachten sowie verkleinerte Modelle typischer ländlicher Behausungen und Bauernhöfe aus der weitläufigen Region Südwestfrankreichs.
Foto: Britchi Mirela / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Lourdes übernachten kann
4 Unterkünfte — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
8. Die Atmosphäre der Wallfahrten und großen Feiertage
Ein Besuch in Lourdes während der bedeutendsten kirchlichen Feiertage ist ein Kapitel für sich und erfordert ein wenig mentale Vorbereitung. Die ganze Stadt verwandelt sich in diesen Tagen in einen einzigen riesigen, pulsierenden Organismus, in dem die Straßen ununterbrochen von Hunderten aufopferungsvoller Freiwilliger durchzogen werden, die blaue Rollstühle schieben – mit schwerkranken Pilgern, die hierhergekommen sind, um Heilung zu suchen.
Es ist absolut faszinierend, die unglaubliche Logistik und Organisation zu beobachten, die eine Stadt mit gerade einmal fünfzehntausend ständigen Einwohnern bewältigen kann. Am örtlichen Bahnhof treffen aus ganz Europa spezielle weiße Züge ein, die zu fahrenden Krankenhäusern umgebaut wurden, und überall herrscht eine ansteckende Atmosphäre gegenseitiger Hilfe und zwischenmenschlicher Solidarität, die in der heutigen schnelllebigen Welt durchaus einzigartig ist.
💡 Tipp: Während der großen Augustfeiertage wie Mariä Himmelfahrt oder während der nationalen Wallfahrten (2026 etwa die große britische Wallfahrt Ende August) rechne mit extremen Wartezeiten bei absolut allem. Von Plätzen in Restaurants über das Parken bis hin zum Zugang zur Grotte selbst. Wenn du keine Menschenmassen magst, mach um diese stark frequentierten Termine einen großen Bogen.
Foto: Benh LIEU SONG / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
9. Ausflug auf den Pic du Midi
Wenn du von der spirituellen Atmosphäre und dem städtischen Trubel gerade genug hast, mach dich auf, um die wilde, ungezähmte Natur zu entdecken. Lourdes ist nämlich ein absolut fantastischer Ausgangspunkt für Tagestouren in die Hochgebirge. Eines der besten und am leichtesten zugänglichen Erlebnisse ist die Auffahrt mit der riesigen Seilbahn auf den majestätischen Gipfel des Pic du Midi de Bigorre in eine atemberaubende Höhe von 2877 Metern über dem Meer.
Die Reise beginnt im nahen Skiort La Mongie, und die moderne Seilbahn bringt dich im Nu direkt auf den steilen, felsigen Gipfel, wo du den plötzlichen Temperatursturz zu spüren bekommst. Oben ist seit Ende des neunzehnten Jahrhunderts ununterbrochen das berühmte astronomische Observatorium in Betrieb, denn hier herrschen einige der allerbesten und klarsten Bedingungen zur Beobachtung des Nachthimmels in ganz Europa.
Von den riesigen Aussichtsterrassen überblickst du bei klarem Wetter die gesamte gewaltige Mauer der Pyrenäen, die sich über Hunderte Kilometer erstreckt. Für echte Feinschmecker und Romantiker gibt es sogar die Möglichkeit, auf dem Gipfel eine exklusive Übernachtung zu reservieren, den Abend mit einheimischen Astronomen unter dem Sternenhimmel zu verbringen und am Morgen hoch über den Wolken mit Blick auf den Sonnenaufgang aufzuwachen.
Foto: Benh LIEU SONG / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
10. Der Cirque de Gavarnie und die Wasserfälle
Wenn du in den gesamten Pyrenäen nur ein einziges Naturwunder sehen kannst, dann sei es auf jeden Fall der überwältigende Cirque de Gavarnie, den du von Lourdes aus mit dem Auto in etwa eineinviertel Stunden (50 Kilometer) erreichst. Dieses gewaltige Gletscher-Amphitheater, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, beschrieb der berühmte Schriftsteller Victor Hugo als natürliches Kolosseum – und beim Anblick stellst du fest, dass er keineswegs übertrieben hat.
Stell dir eine gigantische Felswand vor, die sich steil über 1500 Meter in die Höhe türmt, einen perfekten Halbkreis von sechs Kilometern Durchmesser bildet und das ganze Tal abschließt. Aus dieser mächtigen Kalksteinmauer stürzen zahllose eisige Quellen herab, wobei der größte Wasserfall, die Grande Cascade, unglaubliche 422 Meter misst und damit zu den allerhöchsten in ganz Europa gehört.
Der Weg vom Parkplatz im Dorf zum Wasserfall selbst ist überraschend einfach, führt durch sanftes Gelände und dauert etwa eineinhalb Stunden gemütlicher Wanderung. Du kannst dir hierher auch problemlos organisierte Ausflüge über GetYourGuide reservieren, falls du dich nicht mit der Anreise im eigenen Auto und dem Fahren über die engen, kurvigen Bergsträßchen herumschlagen möchtest.
11. Wallfahrtskommerz und Souvenirs
Der letzte Tipp ist eher eine praktische Beobachtung der rauen örtlichen Realität, die dich vielleicht überrascht. Lourdes ist nämlich eine Stadt der gewaltigen und oft schwer nachvollziehbaren Extreme. Gleich hinter den Toren des heiligen, stillen und beruhigenden Geländes beginnt eine wilde Kommerzzone voller grell leuchtender Neonschilder und Hunderter Souvenirläden, die sich gegenseitig darin überbieten, deine Aufmerksamkeit zu erregen.
Stell dich darauf ein, Schaufenster zu sehen, die überquellen mit bunten Plastikfläschchen in Form der Jungfrau Maria, im Dunkeln leuchtenden Rosenkränzen, Kanistern für Weihwasser und kitschigen Figürchen jeder erdenklichen Art. Dieser massive visuelle Ansturm ist für viele Menschen geradezu schockierend, aber er gehört zum Kolorit von Lourdes und zum Funktionieren der örtlichen Wirtschaft seit vielen Jahrzehnten einfach untrennbar dazu.
💡 Tipp: Schau dir die Souvenirs in Ruhe als interessantes kulturelles Phänomen an, aber denk daran, dass die Preise in den Gassen am nächsten zum Heiligtum deutlich überzogen sind. Wenn du für dich oder deine Lieben ein etwas dezenteres Andenken suchst, stöbere lieber in den kleineren Läden, die tiefer im historischen Stadtzentrum versteckt sind, abseits des Hauptstroms der Touristen.
Wohin weiter von Lourdes aus
Wenn du von der spirituellen Atmosphäre von Lourdes und den majestätischen Bergen gerade genug hast, empfehle ich, gleich Richtung Ozean aufzubrechen. Nur etwas mehr als zwei Stunden Autofahrt trennen dich von einer völlig anderen Welt, in der Surfkultur, lange Strände und eine sehr entspannte Stimmung herrschen.
Du findest hier das berühmte Biarritz und das Baskenland, das dich sofort mit seinen wilden Klippen und der authentischen Architektur verzaubert. Halt im wunderschönen historischen Bayonne auf eine traditionell dickflüssige heiße Schokolade an oder erkunde die malerischen Fischergassen in Saint-Jean-de-Luz. Es ist ein absolut idealer Kontrast zu den stillen Bergtälern.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet der Eintritt in die Anlage in Lourdes?
Der Eintritt zum gesamten heiligen Bezirk, einschließlich der Grotte von Massabielle, des Prozessionsplatzes und aller Basiliken, ist völlig kostenlos und für alle offen, unabhängig von der Konfession. Bezahlt wird nur freiwillig für Kerzen, gegebenenfalls für den Eintritt in die historischen Museen oder zur mittelalterlichen Burg, die sich über der Stadt erhebt.
Können auch Nichtgläubige die Basiliken und die Grotte besuchen?
Absolut ja, Sie brauchen keine Bedenken zu haben. Lourdes ist offen für Menschen aller Glaubensrichtungen sowie für neugierige nicht-gläubige Besucher, die hierher kommen, um die Architektur und das Phänomen des Ortes zu bewundern. Es wird lediglich grundlegender menschlicher Respekt für den Ort und ein ruhiges, rücksichtsvolles Verhalten in unmittelbarer Nähe der Grotte erwartet, wo sich Menschen auf stilles Gebet konzentrieren.
Kann man das Lourdes-Wasser normal trinken?
Ja, das Wasser, das direkt in der Höhle aus der Bergquelle entspringt, wird regelmäßig und sehr streng in Laboren getestet, um alle Hygienevorschriften zu erfüllen. Es ist absolut reines, erfrischendes Quellwasser, das ihr bedenkenlos trinken und in eure eigenen Flaschen an den dafür vorgesehenen steinernen Trinkbrunnen in der Nähe der Höhle abfüllen könnt.
Wie kleidet man sich für den Besuch eines Heiligtums?
Da es sich um einen der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Welt handelt, wird logischerweise respektvolle und angemessen anständige Kleidung erwartet. Es wird empfohlen, Schultern und idealerweise auch Knie zu bedecken, also lasst sehr kurze Strandshorts, tiefe Ausschnitte oder Tanktops lieber im Hotel, um ältere Pilger nicht unnötig zu verärgern.
Ist Lourdes für Rollstuhlfahrer geeignet?
Lourdes ist wahrscheinlich die am besten barrierefrei zugängliche Stadt der ganzen Welt. Angesichts der enormen Anzahl an kranken Pilgern im Rollstuhl findet man hier überall bequeme Rampen, geräumige Aufzüge, perfekt angelegte breite Wege und sogar einen speziell angepassten ebenen Kreuzweg im unteren Teil des Geländes.
Wie viel kostet ein Aufenthalt in Lourdes für ein paar Tage?
Die Preisniveaus sind hier im Vergleich zu Paris oder der französischen Riviera überraschend günstig. Ein Zimmer für zwei Personen in einem ordentlichen Drei-Sterne-Hotel bekommt man in der Saison 2026 für etwa 100 bis 150 Euro pro Nacht. Ein Kaffee kostet etwa 3 Euro und ein einfaches Mittagessen in einem lokalen Bistro abseits der Haupttouristenströme gibt es für rund 15 Euro pro Person.
Finde ich in Lourdes gutes vegetarisches Essen?
Frankreich kann für Vegetarier manchmal etwas knifflig sein, aber in Lourdes und Umgebung werdet ihr das problemlos meistern. Besucht die traditionellen lokalen Crêperien für hervorragende herzhafte Pfannkuchen gefüllt mit lokalem Käse und Champignons, oder ihr findet dank der internationalen Kundschaft jede Menge italienische Restaurants mit guter Pizza und Pasta. Probiert auf jeden Fall auch die köstlichen lokalen Hartkäse aus Schafsmilch, die typisch für die Pyrenäenregion sind.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRDie Champagne punktet mit der Kombination aus Reims mit seiner gotischen Kathedrale Notre-Dame (hier wurden 33 französische Könige gekrönt) und Épernay mit der Avenue de Champagne, unter der über 200 Millionen Flaschen lagern. Der Beitrag liefert 12 Tipps, darunter die Kreidekeller der Champagnerhäuser Taittinger, Moët & Chandon und Mercier, das mit Dom Pérignon verbundene Dorf Hautvillers und der Leuchtturm von Verzenay. Verkostungen kosten 2026 zwischen 40 und 90 Euro, in den Kellern herrschen konstant rund 10 bis 12 °C. Die beste Reisezeit ist Mai, Juni oder September. Von Paris nach Reims fährst du mit dem TGV nur 45 Minuten.
Stell dir ein Glas mit feiner Perlage im Schatten einer gotischen Kathedrale vor, wo sich alles um Perfektion dreht. Wenn dich französischer Wein reizt, entdeckst du das wahre Herz dieses Weinerbes in der Champagne in Frankreich, gleich östlich von Paris.
Echter Champagner ist eine stolze geschützte Marke und ein geologisches Unikat, für das Genießer aus aller Welt anreisen. Erwarte hier aber keine kleinen verstaubten Kellerchen. Vor dir öffnet sich eine faszinierende Welt berühmter Häuser und unterirdischer Labyrinthe, die Millionen kostbarer Flaschen verbergen.
Mach deine Geschmacksknospen bereit für eine Reise in eine Region, in der die Zeit in Jahrgängen gemessen wird. Dich erwartet ein unvergessliches Erlebnis an Orten, an denen das Leben jeden Tag gefeiert wird.
Foto: Tournasol7 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Zusammenfassung
Vorab reservieren ist Pflicht: In berühmte Häuser wie Taittinger oder Moët & Chandon kommst du ohne ein Wochen im Voraus gekauftes Online-Ticket schlicht nicht hinein.
Zwei Hauptbasen: Reims bietet großstädtisches Treiben und eine gotische Kathedrale, während Épernay die reinrassige Hauptstadt der Bläschen mit opulenter Architektur ist.
Warme Kleidung für die Keller: In den Kreidetunneln herrschen das ganze Jahr über etwa 10 bis 12 °C, ohne Pullover oder leichte Jacke kommst du also selbst an einem schwülen Sommernachmittag nicht aus.
Preise für Verkostungen 2026: Halte dein Portemonnaie bereit, denn die Basisführungen beginnen bei 40 Euro und die exklusiven klettern bis in den dreistelligen Bereich.
Vergiss das Land nicht: Fahr ins malerische Dörfchen Hautvillers, wo der legendäre Mönch Dom Pérignon wirkte, oder ins historische Troyes.
Umweltplakette fürs Auto: Wenn du mit dem eigenen Wagen fährst, brauchst du für Reims unbedingt die Crit’Air-Plakette wegen der strengen Umweltzonen.
Die ideale Zeit für einen Besuch dieses zauberhaften Winkels Frankreichs fällt auf Mai, Juni oder September, wenn die Tage angenehm lang sind und die Weinberge in allen Farben leuchten. Im September erlebst du außerdem das unvergleichliche Treiben der Weinlese, das die ganze Region in einen einzigen großen, summenden Bienenstock verwandelt. Das genaue Datum des Erntebeginns, das sogenannte Ban des vendanges, wird jedes Jahr exakt nach Reife der Trauben verkündet, es lohnt sich also, die offiziellen Winzer-Webseiten zu verfolgen und die Pläne ruhig erst auf den letzten Drücker festzulegen. In dieser Zeit ist zwar überall viel los, aber diese Atmosphäre voller Duft des gärenden Mosts ist das hundertprozentig wert.
Den August solltest du dagegen meiden, denn die Franzosen haben massenhaft Urlaub und viele kleine Familienweingüter haben paradoxerweise geschlossen. Außerdem erleben die Autobahnen im August die sogenannten schwarzen Tage, an denen das ganze Land in den Süden zieht und du Stunden in endlosen Staus verbringen würdest. Die Adventszeit im November und Dezember ist hier zwar kalt und verregnet, lockt aber mit der enormen Nachfrage nach Weihnachtsmärkten, die aus dem benachbarten Elsass herüberschwappen und eine märchenhafte Stimmung schaffen. Rechne allerdings damit, dass die Hotelkapazitäten blitzschnell schwinden und die Preise steil nach oben schießen.
Wer nicht stundenlang hinterm Steuer sitzen möchte, wählt am besten die Anreise über Paris mit dem Hochgeschwindigkeitszug TGV, der dich vom Bahnhof Gare de l’Est in sagenhaften 45 Minuten nach Reims bringt. Von Deutschland aus erreichst du Paris bequem mit dem TGV ab Frankfurt, Stuttgart oder München, oder du fliegst direkt mit Lufthansa nach Paris. Tickets buchst du am besten so früh wie möglich, denn das System funktioniert genau wie bei Flugtickets: Je näher der Abfahrt, desto tiefer greifst du in die Tasche. Autofahrer müssen an die tückischen Umweltzonen in Reims denken, für die du unbedingt die Crit’Air-Plakette brauchst. Das kostet dich rund fünf Euro und erledigst du online, aber ohne sie riskierst du ein saftiges Bußgeld. Auf den französischen Autobahnen solltest du außerdem auf das neue Mautsystem Free-Flow achten, bei dem es keine Schranken mehr gibt, sondern Kameras dein Kennzeichen erfassen und du die Gebühr innerhalb von 72 Stunden online bezahlen musst 😅.
Foto: Diliff / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Wo übernachten in der Champagne
💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Den richtigen Ort für deine Basis zu wählen ist absolut entscheidend für einen reibungslosen Verlauf der ganzen Reise, denn die beiden Hauptstädte bieten ein völlig unterschiedliches Erlebnis. Reims ist eine großartige Wahl für Liebhaber des Stadtlebens, denn die Stadt bietet direkten TGV-Anschluss, ein reiches Nachtleben und die größten Kreidekeller liegen dir buchstäblich zu Füßen. Ein toller Tipp ist eine Unterkunft in unmittelbarer Nähe der Kathedrale, etwa im eleganten Hotel La Caserne Chanzy, von wo aus du die besten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichst. Reims kann auf manche eher wie eine geschäftige Metropole als ein romantisches Weinland wirken, macht das aber mit perfekter Infrastruktur und einer riesigen Auswahl ausgezeichneter Restaurants wett.
Wenn du eine intimere Atmosphäre bevorzugst und direkt im Epizentrum des Weingeschehens sein willst, ist Épernay die richtige Destination. Diese kleinere Stadt ist der absolute Mittelpunkt der Bläschen, und von einem Hotel wie dem Hôtel Jean Moët erreichst du die berühmte Avenue de Champagne in nur wenigen Minuten. Das kompakte und gut zu Fuß erkundbare Zentrum bedeutet, dass du dich abends nach den Verkostungen nicht um Taxis kümmern musst, sondern einfach durch die beleuchteten Gassen zurück aufs Zimmer schlenderst. Der kleine Nachteil von Épernay ist, dass die Unterkünfte in der Hauptsaison und während der Weinlese extrem schnell ausgebucht sind und die Preise im Vergleich zu Reims etwas höher liegen können.
Die größte Auswahl an Unterkünften aller Art findest du klassisch auf dem Portal Booking.com, wo du genau das herausfiltern kannst, was du suchst – vom luxuriösen Schlösschen inmitten der Weinberge bis zum gemütlichen modernen Apartment. Wenn du mit dem eigenen Auto reist, prüfe immer vorab Verfügbarkeit und Preis der Parkplätze, denn Stellplätze in den historischen Zentren beider Städte sind ein knappes und sehr teures Gut. Ideal ist ein Hotel mit eigenem bewachten Innenhof, damit du das Auto in Ruhe stehen lassen und zu Fuß auf Glas-Entdeckungstour gehen kannst ☺️.
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in der Champagne übernachten kann
3 Unterkünfte — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Foto: Gros Thony / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
12 Tipps, was man in der Champagne in Frankreich sehen und tun kann
Tauchen wir gemeinsam in das Beste ein, was diese glanzvolle Region zu bieten hat – von majestätischer Architektur bis zu tiefen Kreidetunneln voller flüssigem Gold. In den folgenden zwölf Tipps findest du eine perfekte Mischung aus Geschichte, praktischen Ratschlägen für Verkostungen und wunderschönen Orten, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest.
Foto: Uoaei1 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
1. Kathedrale Notre-Dame in Reims und die Krönung der Könige
Reims ist eine Stadt mit zwei Gesichtern, und über der Erde überwältigt dich sofort die monumentale Kathedrale Notre-Dame, ein Meisterwerk der Gotik, das auf der UNESCO-Liste steht. Genau an diesem heiligen Ort wurden im Laufe der Jahrhunderte dreiunddreißig französische Könige gekrönt, was sie zu einem der wichtigsten historischen und politischen Gebäude des ganzen Landes macht. Ihre Majestät und die unglaublich reiche Skulpturenverzierung der Hauptfassade lassen dich in stummem Staunen verharren, sobald du aus den angrenzenden Gassen auf den Hauptplatz trittst.
Bei der Besichtigung des dämmrigen Innenraums darfst du auf keinen Fall die wunderschönen Glasfenster verpassen, wobei die im hinteren Teil vom berühmten Künstler Marc Chagall geschaffen wurden und dem altehrwürdigen Raum einen unerwartet modernen, traumhaften Anstrich verleihen. Die Kombination aus blauen Tönen und gotischen Bögen wirkt geradezu magisch. Der Eintritt in die Kathedrale selbst ist kostenlos, aber wenn du auf die Türme steigen und den Panoramablick über die ganze Stadt genießen möchtest, empfehle ich, ein Ticket vorab online zu kaufen, um lange Warteschlangen zu vermeiden. 💡 Tipp: Versuch früh morgens oder am späten Nachmittag herzukommen, wenn die durch die bunten Fenster fallenden Sonnenstrahlen ein faszinierendes Spiel aus Licht und Schatten auf dem Steinboden zaubern.
Foto: Eric Salard / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
2. Kreidekeller von Reims und ihre Unterwelt
Der wahre Reichtum von Reims liegt nicht nur an der Oberfläche, sondern verbirgt sich Dutzende Meter unter dem Pflaster in einem riesigen unterirdischen Labyrinth. Unter der Stadt ziehen sich Hunderte Kilometer in reine weiße Kreide gehauene Gänge, die man crayères nennt und die als perfekte, natürlich klimatisierte Reifekeller dienen. Diese Räume entstanden ursprünglich als antike römische Steinbrüche, doch heute bergen sie den teuersten Wein der Welt. Die Temperatur hält sich hier ganzjährig bei etwa 10 bis 12 °C und die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass nach einer Weile Wasser auf deiner Kleidung kondensiert – ein Pullover ist also Pflicht.
Gönn dir eine Führung im berühmten Haus Taittinger, dessen Keller zu den atemberaubendsten zählen und mit einem Eintrag auf der UNESCO-Liste glänzen. Du steigst über steile Treppen hinab in tiefe Stille, die nur ein gelegentliches Klirren von Glas und die gedämpften Schritte des Führers durchbrechen. Die Führungen kosten hier 40 bis 90 Euro, je nachdem, welchen Jahrgang und wie viele Proben du zum Abschluss verkosten möchtest, und eine Reservierung über Webseiten wie Champagne Booking ist absolut unerlässlich. Ihre unterirdischen Paläste haben hier auch weitere Giganten wie Veuve Clicquot, das allerälteste Haus Ruinart oder das berühmte Pommery, wo man die Besichtigung der dunklen Gänge zusätzlich mit Installationen moderner Kunst verbindet, was ein absolut bizarres und visuell überwältigendes Erlebnis schafft 😁.
Foto: Paul Vidal de La Blache (1845-1918) / Wikimedia Commons, Public domain
3. Épernay und die teuerste Straße der Welt, die Avenue de Champagne
Während Reims wie eine echte Großstadt wirkt, liegt etwa eine halbe Autostunde südlich Épernay, das als absolute Hauptstadt des Schaumweins gilt. Alles Wesentliche dreht sich hier um die berühmte Avenue de Champagne, über die Winston Churchill einst scherzhaft sagte, sie sei die trinkbarste Straße der Welt. Die ganze breite Promenade säumen opulente Anwesen aus dem 19. Jahrhundert, hinter deren schmiedeeisernen Zäunen und gepflegten Gärten die größten Marktakteure residieren.
Beim Spaziergang durch diese luxuriöse Straße fühlst du dich wie in einem anderen Jahrhundert, und unter deinen Füßen liegen in diesem Moment über 200 Millionen Flaschen in tiefen Kreidetunneln. Es ist ein unglaublicher Kontrast zwischen der ruhigen Wohnstraße an der Oberfläche und der massiven globalen Industrie im Untergrund. Viele dieser prächtigen Häuser bieten Sitzplätze in ihren Höfen, wo du einfach ein Glas bestellen und die snobistische, aber zugleich sehr entspannte Sommeratmosphäre aufsaugen kannst. 💡 Tipp: Reserviere für die Avenue de Champagne mindestens einen ganzen Nachmittag, denn das Wandern von einem schönen Hof zum nächsten ist unglaublich süchtig machend und die Zeit verfliegt hier gefährlich schnell.
Foto: SAplants / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
4. Unterirdisches Labyrinth von Moët & Chandon und das Bähnchen bei Mercier
Direkt an der Avenue de Champagne residiert die legendäre Marke Moët & Chandon, die unter sich unglaubliche achtundzwanzig Kilometer präzise angelegter Keller hat. Die Führung ist hier außerordentlich professionell, perfekt organisiert und zeigt dir, wie genau die Produktion im riesigen weltweiten Maßstab funktioniert. Du gehst durch endlose Gänge voller Staub und Geschichte, in denen die besten Jahrgänge reifen. Die Verkostungspreise beginnen hier bei etwa 48 Euro und können bei exklusiven Verkostungen bis zu schwindelerregenden Beträgen von über 400 Euro klettern.
Wenn du etwas Entspannteres und Unterhaltsameres zur Auflockerung des Tages suchst, fahr unbedingt ins benachbarte Haus Mercier. Hier erwartet dich kein langweiliges Zu-Fuß-Gehen, sondern du steigst direkt in ein spezielles unterirdisches Bähnchen, das dich bequem durch die weitläufigen Kreidegänge fährt. Es ist zwar ein bisschen touristischer Kitsch, aber das riesige Holzfass mit eigenen Augen zu sehen – es fasste das Äquivalent von 200.000 Flaschen und Gründer Eugène Mercier zog es einst mit einem Ochsengespann zur Weltausstellung nach Paris – hat seinen unverwechselbaren historischen Charme und begeistert zuverlässig auch jene, die sich sonst nicht für Weingeschichte interessieren.
Foto: APictche / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
5. Hautvillers und die Legende namens Dom Pérignon
Fahr aus dem lebhaften Épernay nur ein paar Kilometer in die Hügel hinauf, und schon umgibt dich ein endloses Meer malerischer grüner Weinberge. Mittendrin liegt Hautvillers, ein unscheinbares Dorf mit gewaltigem historischem Erbe. Genau in der dortigen altehrwürdigen Abtei wirkte im 17. Jahrhundert der Mönch Dom Pérignon, von dem die Legende behauptet, er habe den Champagner erfunden und beim ersten Schluck begeistert ausgerufen, er trinke gerade die Sterne.
Auch wenn dir Historiker trocken erklären, dass dieser Mönch im Gegenteil verbissen versuchte, die Bläschen aus dem Wein zu verbannen, weil der Druck damals die zerbrechlichen Glasflaschen zerriss, lebt der schöne Mythos weiter, und sein Grab in der örtlichen Kirche ist buchstäblich ein Wallfahrtsort für alle Weinliebhaber. Das Dorf selbst ist unglaublich zauberhaft, voller schmiedeeiserner Aushängeschilder und enger gepflasterter Gassen, die zum ziellosen Bummeln einladen. Du findest hier viele kleine Familienweingüter, in denen du einen ausgezeichneten Tropfen für einen Bruchteil des Preises der großen kommerziellen Häuser aus Épernay verkostest und dich obendrein direkt mit den Menschen unterhalten kannst, die ihn mit Liebe gemacht haben.
Foto: ŠJů / Wikimedia Commons, CC BY 4.0
6. Geheimnis der Herstellung: Wie Champagner entsteht
Den komplexen Herstellungsprozess zu verstehen ist der absolute Schlüssel dazu, jedes Glas wirklich in vollen Zügen genießen und seinen Preis nachvollziehen zu können. Grundlage ist die sogenannte méthode champenoise, ein streng reguliertes Verfahren, bei dem der Wein eine zweite Gärung direkt in der verschlossenen Flasche durchläuft. Genau während dieses langwierigen und heiklen Prozesses entstehen jene feinen, eleganten Bläschen, die aus einem gewöhnlichen Wein ein weltweites Phänomen machen.
Ein faszinierender Teil der Produktion ist das Rütteln der Hefe, die sogenannte Remuage, bei der die in speziellen Holzpulten mit dem Hals nach unten gelagerten Flaschen täglich von Hand um einen genauen Winkel gedreht werden. Auch wenn diese mühsame Arbeit bei großen Produzenten heute clevere Maschinen namens Gyropaletten übernehmen, siehst du in vielen traditionellen Kellern noch immer Meister, die mit einer bloßen Handgelenksbewegung blitzschnell Tausende Flaschen pro Tag drehen können. Der ganze Reifeprozess auf der Hefe dauert mindestens fünfzehn Monate, bei den besten Jahrgängen zieht er sich aber auch über mehrere Jahre, was dem Getränk den typischen Geschmack nach gerösteten Toasts und Brioche verleiht.
7. Regeln der Verkostung: Wie man probiert und Preise für 2026
Eine Verkostung in dieser prestigeträchtigen Region hat ihre ungeschriebenen Regeln und ist keineswegs ein schnelles Trinken an der Bar vor dem Abendessen. Bei der Probe bekommst du immer eine fachkundige Erläuterung zu den Rebsorten, am häufigsten Chardonnay, Pinot Noir und Meunier, und solltest vor dem ersten Schluck auf Farbe, Perlage und Duft achten. Du musst dich überhaupt nicht scheuen, die bereitgestellten Spuckgefäße zu benutzen, besonders wenn du an einem Tag mehrere Häuser besuchen willst und einen Mietwagen fährst.
Das Preisniveau hat sich 2026 ziemlich hoch eingependelt, und du musst damit rechnen, dass für Qualität und Exklusivität hier großzügig bezahlt wird. Basisführungen mit Verkostung von ein oder zwei Proben bewegen sich bei den großen Marken um die 40 bis 60 Euro pro Person. Wenn du aber in die kleineren Familienweingüter eintauchst, die über das Land verstreut sind, erlassen sie dir die Verkostungsgebühr oft gern, wenn du zum Abschluss ein paar Flaschen für zu Hause kaufst. Ausflüge und Verkostungen lassen sich oft sehr leicht über Plattformen wie GetYourGuide finden und buchen, was dir viele Nerven beim Übersetzen französischer Webseiten spart und dir eine sofortige Terminbestätigung beschert.
Foto: Paul Cézanne / Wikimedia Commons, Public domain
8. UNESCO-Weinberge und Naturpark Montagne de Reims
Die Landschaft zwischen Reims und Épernay besteht aus bewaldeten Hügeln und weitläufigen Hängen, die zum geschützten Naturpark Montagne de Reims gehören. Dieses Gebiet ist in der Weinwelt berühmt für den Anbau der blauen Rebsorte Pinot Noir, die den hiesigen Weinen die so nötige Kraft und Struktur verleiht. Das einzigartige Terroir hier – die perfekte Kombination aus spezifischem Kreideboden, Hanglage und günstigem Mikroklima – ist so wertvoll, dass es sich einen prestigeträchtigen Eintrag auf der Liste des UNESCO-Welterbes verdient hat.
Die beste Art, diese herrliche Landschaft im Detail zu erkunden, ist, sich ein E-Bike zu leihen und über die kleinen Sträßchen entlang der einzelnen Rebparzellen zu fahren. Du fährst durch ruhige Dörfer mit der Bezeichnung Grand Cru – der höchstmöglichen Qualitätsklassifizierung von Weinbergen in Frankreich – und vor dir öffnen sich Panoramablicke, die einem wirklich den Atem rauben. 💡 Tipp: Halt am Rand eines Weinbergs und schau dir den schneeweißen Boden aus der Nähe an, so siehst du mit eigenen Augen die reine Kreide, die wie ein perfekter natürlicher Schwamm Wasser für heiße Sommertage speichert.
Foto: Chabe01 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
9. Erlebnis Weinlese und das Programm Vendangeur d’un jour
Wenn du die Region in ihrer urigsten und authentischsten Form erleben willst, plane deine Reise auf die Wende von August zu September. In dieser Zeit findet die lang ersehnte Weinlese statt und die ganze Gegend schläft praktisch überhaupt nicht. Schmale Straßen blockieren langsame Traktoren, überall in der Luft liegt der süße Duft des gärenden Mosts und in den Weinbergen arbeiten Tausende Saisonarbeiter, denn die maschinelle Ernte ist hier per Gesetz streng verboten und jede Traube muss von Hand abgeschnitten werden.
Für Besucher ist das spezielle Programm namens Vendangeur d’un jour, also Erntehelfer für einen Tag, ein riesiger Anreiz. Gegen eine feste Gebühr nimmt dich ein örtlicher Winzer mit Schere und Korb direkt in die Reihen mit, zeigt dir, wie man die Trauben schonend und richtig abschneidet, und diese körperlich anstrengende Erfahrung beschließt du mit einem üppigen Mittagessen und einer wohlverdienten Verkostung direkt im sonnenverwöhnten Weinberg. Es ist ein unwiederholbares Erlebnis, das dir einen völlig neuen Blick darauf gibt, wie viel ehrliche menschliche Mühe hinter jeder luxuriösen Flasche in den Regalen steckt ☺️.
Foto: Myrabella / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
10. Stadt Troyes und mittelalterliche Fachwerkhäuser
Wenn du dich etwas weiter nach Süden begibst, stößt du auf die historische Stadt Troyes, die einst die ursprüngliche Hauptstadt der ganzen reichen Region war. Ihr historisches Zentrum ist aus der Vogelperspektive genau wie ein Champagnerkorken geformt, eine unglaubliche Laune des Schicksals und des mittelalterlichen Städtebaus. Troyes verzaubert dich sofort mit seiner fantastisch erhaltenen Architektur und den engen gepflasterten Gassen, die zu langen Spaziergängen einladen.
Der größte Anziehungspunkt der Stadt sind die wunderschönen krummen Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert, die sich oft so nah zueinander neigen, dass sie sich in den obersten Stockwerken fast berühren. Schlendere durch die berühmte Gasse Ruelle des Chats, wo du wirklich Katzen von Dach zu Dach springen siehst, besuche die großartige gotische Kathedrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul und genieße eine viel ruhigere, intimere Atmosphäre ohne die riesigen Touristenmassen, die sich meist nur im nördlicheren Teil rund um Reims konzentrieren.
Foto: Vassil / Wikimedia Commons, Public domain
11. Leuchtturm Verzenay und Blicke bis ins Unendliche
Eines der bizarrsten und meistfotografierten Bauwerke inmitten der französischen Weinberge ist zweifellos der Phare de Verzenay, ein unübersehbarer Leuchtturm, der sich auf einem Hügel verdammt weit von jedem Meer erhebt. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem örtlichen Unternehmer rein als raffinierter Werbegag errichtet, der die Aufmerksamkeit auf seine damalige Weinmarke lenken sollte – und diesen Zweck erfüllt er als perfekter visueller Leuchtturm bis heute makellos.
Heute befindet sich im Inneren dieses kuriosen und leicht deplatzierten Bauwerks ein interaktives Weinmuseum, in dem du auf unterhaltsame Weise jede Menge Wissenswertes über die Geschichte des Traubenanbaus in der ganzen Region und die Arbeit der Winzer im Lauf der Jahreszeiten erfährst. Die größte Belohnung ist aber der Aufstieg über die Wendeltreppe zur Spitze des Leuchtturms, von wo aus sich ein Rundumblick auf das endlose Meer grüner Weinberge öffnet und du bei klarem Wetter bis zu den Umrissen der Kathedrale von Reims am fernen Horizont blickst.
Foto: Euro RSCG. Agence de publicité (création) / Wikimedia Commons, Public domain
12. Gastronomie und lokale Käsesorten zu den Bläschen
Das Reiseerlebnis wäre definitiv nicht komplett ohne ein gründliches Erkunden der lokalen Gastronomie, die seit Jahrhunderten perfekt auf die Kombination mit Schaumwein abgestimmt ist. Selbst wenn du kein Fleischliebhaber bist, wird dich die französische Käsekultur hier vollkommen begeistern und reicht dir für den ganzen Aufenthalt. Zum perlenden Tropfen passen fantastisch lokale Käsesorten wie der cremige Chaource oder der kräftige Langres, dessen typische Mulde an der Oberseite vor dem Servieren manchmal mit einem kleinen Tropfen des lokalen Tresterbrands Marc de Champagne übergossen wird, für ein extra Geschmackserlebnis.
Neben den gereiften Käsesorten darfst du nicht abreisen, ohne die berühmten rosa Kekse Biscuits Roses de Reims probiert zu haben, die in den örtlichen Bäckereien seit dem 17. Jahrhundert nach einem traditionellen geheimen Rezept gebacken werden. Ihre absolut einzigartige Eigenschaft ist, dass man sie vor dem Verzehr leicht direkt ins Champagnerglas taucht, wobei sie dank ihres speziellen doppelten Backens nicht die Form verlieren und sich nicht im Getränk aufweichen. Es ist ein überaus eleganter, süßer und hundertprozentig vegetarischer Schlusspunkt für jeden großartigen Tag zwischen den Weinbergen.
Wohin weiter ab der Champagne
Wenn du schon die Reise in diesen Teil Frankreichs auf dich genommen hast, wäre es schade, nicht auch weitere berühmte Regionen zu erkunden, die in Fahrtdistanz liegen und ganz andere Erlebnisse bieten.
Richte deine Aufmerksamkeit nach Süden und entdecke das Burgund, wo der rote Pinot Noir, berühmte Weinberge und das legendäre mittelalterliche Hospiz Hospices de Beaune mit seinem buntem Dach regieren.
Wenn dich eher märchenhafte Architektur und Weißweine reizen, mach dich nach Osten auf, wo dich die atemberaubende Elsässer Weinstraße mit blumengeschmückten Dörfern und Storchennestern erwartet.
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Häufig gestellte Fragen
Wie kommt man am besten in die Champagne von Paris aus?
Die schnellste und bequemste Variante ist die Nutzung der Hochgeschwindigkeitszüge TGV, die vom Pariser Bahnhof Gare de l’Est abfahren. Die Fahrt nach Reims dauert nur 45 Minuten und nach Épernay etwas über eine Stunde. Ich empfehle, die Tickets rechtzeitig im Voraus über die offizielle SNCF-App zu kaufen, da die Preise in letzter Minute deutlich steigen und die Züge oft ausgebucht sind.
Brauche ich für Reims ein Auto und eine Umweltplakette?
Ohne Auto kommst du in Reims selbst oder in Épernay gut zurecht, aber für die Erkundung der Dörfer und ländlichen Weingüter ist ein Wagen ein großer Vorteil. Falls du allerdings direkt nach Reims hineinfährst, brauchst du unbedingt die französische Umweltplakette Crit’Air (kostet etwas mehr als fünf Euro), denn die Stadt liegt in einer strengen Niedrigemissionszone und ohne sie riskierst du ein Bußgeld von 68 Euro.
Wie viel kosten Verkostungen und Kellerführungen?
Die Preise im Jahr 2026 bewegen sich bei den großen und berühmten Häusern zwischen 40 und 90 Euro für eine Grundbesichtigung mit Verkostung von ein oder zwei Proben. Wenn Sie kleine familiengeführte Winzer auf dem Land besuchen, sind die Verkostungen deutlich günstiger und oft wird Ihnen die Gebühr sogar erlassen, wenn Sie am Ende ein paar Flaschen als Andenken mit nach Hause kaufen.
Muss ich den Besuch der Weinkeller im Voraus reservieren?
Ja, bei allen großen kommerziellen Marken und bekannten Häusern ist eine Reservierung im Voraus absolut notwendig, und zwar durchaus auch einen Monat im Voraus, besonders in der Sommersaison und während der Weinlese im September. Ohne gültiges Online-Ticket lässt man euch nicht hinein, denn die Führungen finden in kleinen Gruppen mit einem Guide statt und die Kapazitäten der unterirdischen Räumlichkeiten sind streng begrenzt.
Wie ist das Wetter in den unterirdischen Kreidekellern?
In den tiefen Kreidetunneln, die crayères genannt werden, herrscht ganzjährig eine konstante Temperatur von etwa 10 bis 12 °C und es ist sehr feucht, sodass euch schnell kalt werden kann. Auch wenn draußen tropische Sommerhitze herrscht, packt für die einstündige Besichtigung der Unterwelt immer einen Pullover, eine leichte Jacke und geschlossene Schuhe ein, damit ihr euch das Erlebnis nicht durch eine Erkältung vermiest.
Ist die Region auch für Vegetarier geeignet?
Auf jeden Fall! Die französische Gastronomie dreht sich zwar oft um Fleisch, aber in dieser Region finden Sie eine fantastische Auswahl an lokalen Käsesorten wie den herrlich cremigen Chaource oder den kräftigen Langres, die perfekt zu den Bläschen passen. In Restaurants können Sie problemlos fleischlose Menüs bestellen, und vergessen Sie nicht, die berühmten rosafarbenen Kekse aus Reims zu probieren.
Kann ich einfach so kostenlos durch die Weinberge spazieren?
Ja, die meisten Weinberge sind frei zugänglich für Spaziergänge zu Fuß sowie für Radtouren auf befestigten Wegen und Asphaltstraßen zwischen den einzelnen Parzellen. Denkt aber bitte daran, dass die Weinreihen selbst Privateigentum sind, also achtet darauf, keine Trauben zu pflücken, die Rebstöcke nicht zu beschädigen und die schweren Maschinen zu respektieren, die häufig auf den Wegen unterwegs sind.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRNizza hält 14 zentrale Ausflugstipps bereit, von der Promenade des Anglais und der Altstadt Vieux Nice über das Musée National Marc Chagall bis zu Zugausflügen nach Monaco, Èze und in die Bucht von Villefranche-sur-Mer. Die beste Reisezeit ist Frühling von April bis Juni oder Herbst im September und Oktober, wenn die Temperaturen bei rund 25 °C liegen, während es im Juli und August auf 35 bis 43 °C hochgeht. Für die Stadt und die Umgebung solltest du vier bis sieben Tage einplanen. Mit dem Zug erreichst du von Nizza aus Monaco in 20 Minuten für 4 bis 6 Euro oder Cannes in knapp einer Stunde für 7 bis 10 Euro. Eine Unterkunft im Zentrum kostet 2026 zwischen 120 und 180 Euro pro Nacht. Am besten verzichtest du auf einen Mietwagen und setzt stattdessen auf die TER-Züge und Straßenbahnen.
Schließe die Augen und stell dir den sonnenverwöhnten Süden Frankreichs vor, wo die steilen Gipfel der Alpen unmittelbar ins Mittelmeer abfallen. Wahrscheinlich denkst du sofort an die berühmte Côte d’Azur, die schon seit dem 19. Jahrhundert als Synonym für Eleganz und perfekte Erholung gilt. Wer Nizza in Frankreich besuchen will, betritt damit die mit Abstand begehrteste Region des ganzen Landes. Ursprünglich kamen vor allem britischer und russischer Adel hierher, um die milden Winter zu genießen – heute ist die Nachfrage aus dem Ausland so groß, dass sie selbst Ikonen wie das Loiretal locker in den Schatten stellt.
In diesem Artikel findest du genau 14 Tipps, was du in Nizza und seiner unmittelbaren Umgebung sehen und erleben solltest, damit sich dein Urlaub wirklich lohnt. Ich verrate dir, wann die beste Reisezeit ist, wo du dich strategisch klug einquartierst und wie du dich völlig stressfrei entlang der Küste bewegst. Außerdem erfährst du, warum du den Mietwagen besser gleich vergisst und welche Ausflüge ins Umland du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest.
Foto: Virtual-Pano / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Zusammenfassung
Beste Basis: Nizza ist dank der hervorragenden Bahnverbindungen der ideale Ausgangspunkt, um die ganze Riviera zu entdecken.
Verkehr: Vergiss das Auto – die Küstenstraßen kollabieren in der Saison und die TER-Züge fahren zuverlässig drei- bis viermal pro Stunde.
Schönster Ausblick: Du findest ihn auf dem Hügel Colline du Château, zu dem du mit einem kostenlosen Aufzug im Fels hinauffahren kannst.
Was du probieren solltest: Auf dem Markt Cours Saleya unbedingt die traditionelle Socca, einen dünnen Fladen aus Kichererbsenmehl.
Baden: Die Strände direkt in der Stadt sind Kiesstrände, also pack unbedingt Badeschuhe ein, damit der Einstieg ins Meer angenehmer wird.
Kultur: Besonders sehenswert sind das Marc-Chagall-Nationalmuseum und das wunderschöne Musée Matisse mitten in einem Olivenhain.
Ausflüge: Mit dem Zug bist du in wenigen Minuten in Monaco, im mittelalterlichen Èze oder in der malerischen Bucht von Villefranche-sur-Mer.
Foto: W. M. Connolley / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Wann du nach Nizza und an die Riviera reisen solltest
Die Côte d’Azur hat einen großen Haken: den erdrückenden Touristenansturm und die extreme Hitze während der Hauptferienzeit. Im Juli und August klettern die Temperaturen regelmäßig auf 35 bis 43 °C, die Sonne ist gnadenlos und die schmalen Küstenstraßen verwandeln sich in einen einzigen endlosen Parkplatz. Wer mit der Vorstellung menschenleerer Filmstrände blind hierherreist, erlebt wahrscheinlich einen harten Aufprall mit der Realität überfüllter Badeorte und lahmgelegtem Verkehr. Der Schlüssel zu einem gelungenen Urlaub an der Riviera ist schlicht das richtige Timing und der Respekt vor dem lokalen Rhythmus.
Die ideale Reisezeit sind daher die Frühlingsmonate von April bis Juni oder umgekehrt der Herbst im September und Oktober. Die Temperaturen liegen bei angenehmen rund 25 °C, das Meer ist im Herbst noch herrlich warm und du umgehst zuverlässig die größten Menschenmassen. Ein großer Vorteil ist auch die gute Erreichbarkeit aus Deutschland: Direktflüge nach Nizza gibt es von München, Frankfurt und Berlin mehrmals täglich mit Lufthansa, Eurowings oder easyJet, und außerhalb der Hauptsaison bekommst du Hin- und Rückflüge zu sehr sympathischen Preisen. Im Mai erwacht zudem die ganze Region dank des Filmfestivals im nahen Cannes zum Leben, was der Küste eine ganz unverwechselbare Atmosphäre verleiht.
Auch ein Besuch im Februar lohnt sich auf jeden Fall – er bietet ein völlig anderes Erlebnis und zeigt die Riviera in unerwarteten Farben. Die Stadt veranstaltet nämlich den berühmten Karneval von Nizza, der zu den größten Europas gehört, und im nahen Menton findet das fantastische Zitronenfest statt. Die Wintermonate sind zwar nicht zum Baden geeignet, aber für Spaziergänge auf der Promenade und das Entdecken der Kunstmuseen bei rund 15 °C absolut perfekt. Für eine gründliche Erkundung der Stadt und Umgebung solltest du dir idealerweise vier bis sieben Tage Zeit nehmen, damit auch genug Raum für einen entspannten Kaffee bleibt.
Foto: Cayambe / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Hotel in Nizza, Frankreich: Wo übernachten und was es kostet
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleichst und buchst du am besten über GetYourGuide.
Der größte strategische Fehler ist meist der Versuch, Südfrankreich mit dem Auto zu bereisen, denn die Parkplatzsuche in den engen Gassen raubt dir zuverlässig Nerven und kostbare Zeit. Wähle Nizza als dein Hauptquartier, von dem aus du bequem mit dem Zug entlang der gesamten Küste auf Ausflüge gehst. Such dir eine Unterkunft am besten in Gehweite des Hauptbahnhofs Gare de Nice-Ville oder in der Nähe einer Haltestelle der modernen Straßenbahn. 2026 liegen die Preise für ein solides Doppelzimmer im Zentrum je nach Saison und Buchungszeitpunkt etwa zwischen 120 und 180 Euro pro Nacht.
Wenn du dir nach Romantik sehnst und dich gelegentlicher Straßenlärm nicht stört, quartier dich direkt in der Altstadt Vieux Nice ein. Von dort sind es nur ein paar Schritte zum morgendlichen Markt und zu den besten Restaurants, und die Atmosphäre der engen Gassen mit ihren ockerfarbenen Fassaden ist schlicht unbezahlbar. Vom Bahnhof aus erreichst du dann mühelos die umliegenden Hotspots. Nach Monaco fährst du zum Beispiel in nur zwanzig Minuten mit einem Ticket für rund 4 bis 6 Euro, während die Fahrt nach Cannes knapp eine Stunde dauert und dich 7 bis 10 Euro kostet. Die Züge fahren dabei sehr zuverlässig rund drei- bis viermal pro Stunde.
Von konkreten Hotels bietet sich zum Beispiel das stilvolle Hotel Florence Nice an, das mit einem tollen ökologischen Konzept punktet und in idealer Lage zwischen Bahnhof und Strand liegt. Suchst du etwas Günstigeres für eine anspruchslose Übernachtung, dann schau dir das Ibis Styles Nice Centre Gare an, von dem es zu den Zügen wirklich nur ein paar Dutzend Meter sind. Und wer sich absoluten Luxus gönnen möchte, für den gibt es natürlich das legendäre Hotel Negresco direkt an der Strandpromenade mit Blick aufs Meer.
Foto: Spike / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Nizza: 14 Tipps, was du an der Riviera sehen und erleben solltest
Schauen wir uns gemeinsam das Beste an, was diese ungekrönte Königin der Riviera zu bieten hat. Du erfährst, wo du Kunst erleben kannst und wo du den schönsten Blick auf das azurblaue Meer findest, das der ganzen Küste ihren Namen gab.
Foto: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
1. Promenade des Anglais und Baie des Anges
Die Promenade des Anglais bildet das absolute Herz der ganzen Stadt, und deine ersten Schritte sollten genau hierher führen. Dieser sieben Kilometer lange Boulevard säumt die atemberaubende Engelsbucht, auf Französisch Baie des Anges, und bietet einen perfekten Ausblick auf das endlose blaue Meer. Errichten ließ sie im 19. Jahrhundert die britische High Society, die einen eleganten Raum für ihre nachmittäglichen Spaziergänge im milden Winterklima brauchte.
Heute triffst du hier eine bunte Mischung aus Einheimischen und Touristen – von morgendlichen Joggern über Familien auf Inlineskates bis zu verliebten Paaren. Beim Spaziergang darfst du auf keinen Fall die märchenhafte Fassade des Hotels Negresco verpassen, das mit seiner rosa Kuppel zu den bekanntesten architektonischen Wahrzeichen der gesamten Côte d’Azur gehört. Hol dir einen Kaffee to go, setz dich auf eine der ikonischen blauen Bänke mit Blick aufs Wasser und beobachte einfach das Treiben rundherum. Es ist das beste kostenlose Theater der Stadt.
💡 Tipp: Geh möglichst früh am Morgen auf die Promenade, wenn das Licht zum Fotografieren am weichsten ist und du der größten Mittagshitze sowie den Touristenmassen zuverlässig entkommst.
Foto: Myrabella / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
2. Altstadt (Vieux Nice)
Direkt neben der lebhaften Promenade liegt Vieux Nice, ein wunderschönes altes Viertel voller enger, schattiger Gassen. Die Fassaden der Häuser spielen in allen erdenklichen Tönen von Ocker, Gelb und Terrakotta, was am starken Einfluss des nahen Italiens und der historischen savoyischen Architektur liegt. Du fühlst dich hier eher wie in Genua als in Frankreich. Es ist genau die Art von Ort, an dem man sich am liebsten verirrt und an jeder Ecke eine versteckte Sehenswürdigkeit entdeckt.
Die Atmosphäre der Altstadt wird durch gespannte Wäscheleinen, kleine Handwerksläden und überraschend reich verzierte Barockkirchen abgerundet, die von außen recht unscheinbar wirken. Ich empfehle dir, völlig ziellos durch die Gassen zu schlendern und dich vom Duft frischen Gebäcks und provenzalischer Gewürze treiben zu lassen. Wenn dich der Hunger packt, kehr in eines der kleinen Bistros ein und gönn dir frische Pasta oder eine traditionelle Pizza Margherita, die dank der italienischen Wurzeln hier einfach fantastisch schmeckt. Abends erstrahlt das ganze Viertel und wird zum Zentrum des Nachtlebens.
💡 Tipp: Wenn du die echte Atmosphäre erleben willst, meide die Hauptstraßen und steuere die engsten Gassen an, in denen du nur selten auf Touristen triffst.
Foto: Zairon / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
3. Markt Cours Saleya und die lokale Socca
Früher oder später führen dich deine Füße in der Altstadt unweigerlich auf den langgestreckten Platz Cours Saleya. Dieser Ort fungiert als Hauptmarkt der Stadt und ist ein wahres Fest für alle Sinne. Jeden Morgen außer montags breiten die Händler hier ihre Stände mit frischen Blumen, leuchtend buntem Obst, duftendem Gemüse und einer fantastischen Auswahl an lokalem Käse aus. Der perfekte Ort, um Zutaten für ein nachmittägliches Picknick am Meer einzukaufen.
Genau hier musst du unbedingt den absoluten Klassiker der lokalen Streetfood-Küche probieren. Halt an einem der Stände und gönn dir eine traditionelle Socca, einen dünnen, über Holz gebackenen Fladen aus Kichererbsenmehl. Er wird noch heiß serviert und großzügig mit grobem schwarzem Pfeffer bestreut. Diese von Natur aus vegetarische Köstlichkeit kostet nur ein paar Euro und passt hervorragend zu einem kräftigen Morgen-Espresso, der dich in einer nahen Bar etwa zwei Euro kostet.
💡 Tipp: Montags findet auf dem Cours Saleya statt des üblichen Lebensmittelmarkts ein riesiger Floh- und Antiquitätenmarkt statt, auf dem du echte Schätze und ungewöhnliche Souvenirs ergattern kannst.
Foto: APictche / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
4. Colline du Château und der unvergessliche Ausblick
Wenn dir der Trubel der Altstadt gerade genug ist, geh auf dem Hügel Colline du Château neue Kraft tanken. Lass dich aber nicht vom Namen täuschen – ein majestätisches Schloss steht hier längst nicht mehr, denn es wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von der Armee König Ludwigs XIV. dem Erdboden gleichgemacht. Geblieben ist jedoch ein herrlich weitläufiger Park voller hoher Pinien, der an unerträglich heißen Sommertagen so willkommenen Schatten spendet.
Vom Gipfel aus eröffnet sich dir der wohl ikonischste und meistfotografierte Blick auf die gesamte Promenade des Anglais und das azurblaue Meer unter dir. Der Aufstieg über hunderte Stufen kann in der Sommerhitze ganz schön anstrengend sein, doch zum Glück gibt es auch einen kostenlosen Aufzug, der clever direkt in den Fels gehauen wurde. Du findest ihn am Fuß des Hügels nahe der Küste, was dir jede Menge kostbare Energie für die weitere Erkundung der Stadt spart.
💡 Tipp: Oben im Park gibt es einen schönen künstlichen Wasserfall, an dem sich die Luft angenehm abkühlt und an dem wunderschöne Fotos mit einem leuchtenden Regenbogen im Hintergrund entstehen.
Foto: Choinowski / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
5. Kiesstrände und Baden direkt in der Stadt
Die Stadtstrände von Nizza bestehen im Gegensatz zu vielen anderen Badeorten an der Küste aus großen runden Kieselsteinen. Wenn du feinen Sand gewohnt bist, vergiss nicht, Badeschuhe einzupacken, denn barfuß über die heißen Steine zu laufen ist meist ein recht schmerzhaftes Erlebnis. Als Belohnung für die kleine Unannehmlichkeit erwartet dich allerdings unglaublich klares und kristallklares Wasser, das in der Sonne in allen erdenklichen Blautönen funkelt und sofort zum Sprung einlädt.
Die Küste teilt sich in kostenlose öffentliche Abschnitte und private Strandclubs, in denen du bequeme Liegen und große Sonnenschirme mieten kannst. Die Preise für eine Liege in einem privaten Club liegen bei rund 25 bis 35 Euro pro Tag, was dir Komfort inklusive Bedienung und Zugang zu sauberen Duschen sichert. An den öffentlichen Stränden solltest du auf deine Sachen achten und eine wirklich dicke Isomatte oder gepolsterte Unterlage mitnehmen, damit dich die Steine nicht in den Rücken drücken.
💡 Tipp: Wenn du unbedingt feinen Sand willst, steig in den Zug und fahr ins nahe Antibes oder Menton, wo du einen viel weicheren Untergrund zum ganztägigen Faulenzen findest.
Foto: chovanecpeter / Wikimedia Commons, CC BY 2.0
6. Marc-Chagall-Nationalmuseum
Die Stadt gilt als erstklassiges Kunstziel, denn das einzigartige Licht der Riviera zog über Jahrhunderte die größten Maler und Visionäre hierher. Einer der absoluten Höhepunkte ist das Marc-Chagall-Nationalmuseum, das seinen atemberaubenden Zyklus von siebzehn großformatigen Gemälden mit tiefer biblischer Botschaft beherbergt. Der Künstler selbst war aktiv am Entwurf des Gebäudes beteiligt, damit seine Meisterwerke genau die richtige natürliche Beleuchtung erhalten.
Die Räume des Museums sind unglaublich ruhig und harmonisch, während die riesigen Leinwände in unglaublich satten Blau- und Rottönen leuchten. Das Erlebnis wird durch einen wunderschönen Garten voller Olivenbäume und typisch mediterraner Pflanzen abgerundet, in dem du dich nach dem Rundgang an einem kleinen Café ausruhen kannst. Buch deine Tickets am besten vorab online, um in den Sommermonaten unnötiges Warten in langen Schlangen an der Kasse zu vermeiden.
💡 Tipp: Der Audioguide ist meist im Ticketpreis enthalten und liefert fantastischen Kontext zu Chagalls bewegtem Leben sowie zur reichen Symbolik, die in seinen zeitlosen Bildern verborgen ist.
Foto: JackyM59 / Wikimedia Commons, Public domain
7. Musée Matisse im hügeligen Viertel
Wenn du moderne Kunst und das Spiel mit Farben liebst, sollten deine nächsten Schritte ins faszinierende Musée Matisse führen. Dieses außergewöhnliche Museum ist in einer wunderschönen genuesischen Villa aus dem 17. Jahrhundert untergebracht, deren sattrote Fassade scharf mit dem Grün der hohen Bäume kontrastiert. Henri Matisse verbrachte einen großen Teil seines Lebens in der Stadt, und die Sammlung umfasst alles von seinen frühen Gemälden bis zu den berühmten farbigen Papierschnitten.
Die Räume des Museums sind nicht riesig, sodass dich der Rundgang nicht für den Rest des Tages erschöpft – dafür ist die Ausstellung umso intimer und eindringlicher. Ein großer Vorteil ist auch die Lage im hügeligen Viertel Cimiez, das die perfekte Flucht aus dem Trubel des überfüllten Zentrums in die ruhige Umgebung der Olivenhaine bietet. Du kommst sehr leicht mit dem Stadtbus direkt aus dem Zentrum hierher, die Fahrt dauert rund zwanzig Minuten.
💡 Tipp: Das Museum ist üblicherweise dienstags geschlossen, plane deinen Besuch also sorgfältig auf einen anderen Wochentag, damit du nicht enttäuscht vor verschlossenen Türen stehst.
Foto: Eric Coffinet / Wikimedia Commons, Public domain
8. Viertel Cimiez und die antiken römischen Thermen
Wenn du schon wegen Matisse ins Viertel Cimiez fährst, nimm dir unbedingt auch Zeit, die weitere Umgebung zu erkunden. Diese ruhige und überaus elegante Wohnzone birgt ein gewaltiges Stück Geschichte, denn genau hier befand sich die antike römische Siedlung Cemenelum. Bis heute kannst du die faszinierenden Ruinen der alten römischen Thermen durchstreifen und die Überreste eines kleinen Amphitheaters erkunden, das echte antike Atmosphäre atmet.
Gleich neben den archäologischen Ruinen steht ein wunderschönes Franziskanerkloster, umgeben von sorgfältig gepflegten Gärten. Aus den Klostergärten eröffnet sich ein herrlicher und sehr stiller Blick ins Tal des Flusses Paillon, und im Gegensatz zur Strandpromenade triffst du hier nur ein absolutes Minimum an Touristen. Ein idealer Ort für eine kleine Pause mit einem guten Buch oder ein romantisches Picknick im Schatten jahrhundertealter Bäume.
💡 Tipp: Der Eintritt in die Klostergärten und zu den römischen Ruinen ist oft kostenlos, was diese historische Gegend zu einem tollen Tipp für Reisende mit begrenztem Budget macht.
Foto: European Union, Copernicus Sentinel-2 imagery / Wikimedia Commons, Attribution
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo übernachten in Nizza
4 Unterkünfte — Hotels, Wellnesshotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Beim Spaziergang durch das weitere Stadtzentrum überrascht dich vielleicht der Anblick eines Bauwerks, das visuell auf den ersten Blick überhaupt nicht hierherpasst. Die Nikolaus-Kathedrale ist nämlich die größte orthodoxe Kirche außerhalb Russlands, und ihre reich verzierten Zwiebeltürme wirken inmitten der mediterranen Bebauung wie eine wahre Erscheinung. Erbauen ließ sie die zahlreiche russische Adelsgemeinde, die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert hierher in die Wärme reiste.
Die Fassade der Kathedrale strahlt in satten Farben, markanten Golddetails und präzisen Keramikverkleidungen, die sie zu einem unglaublich fotogenen Ort machen. Auch wenn die Kirche in erster Linie eine riesige Touristenattraktion ist, erfüllt sie weiterhin voll ihren religiösen Zweck, sodass strenge Kleidervorschriften einzuhalten sind. Frauen sollten Schultern und Knie bedecken und idealerweise auch ein Tuch über dem Haar tragen, Männer müssen lange Hosen anhaben.
💡 Tipp: Die Kathedrale liegt etwas abseits des touristischen Zentrums in der Nähe des Bahnhofs, sodass du in rund fünfzehn Minuten bequem zu Fuß hinkommst.
Foto: Biorn, Emil (18..-19.. ; compositeur). Compositeur / Wikimedia Commons, Public domain
10. Februar-Spektakel: Karneval von Nizza
Wenn du dich traust und im Februar in den Süden Frankreichs aufbrichst, erwartet dich ein visuelles Erlebnis fürs Leben. Die Stadt veranstaltet nämlich den großartigen Karneval von Nizza, der sich mit seiner Größe, Tradition und elektrisierenden Atmosphäre stolz neben die berühmten Feiern in Venedig oder Rio de Janeiro stellt. Ganze zwei Wochen leben die Straßen von riesigen Umzügen mit allegorischen Wagen, unglaublichen Lichtshows und tausenden Tänzern in extravaganten Kostümen.
Eine absolute Besonderheit der lokalen Feierlichkeiten sind die sogenannten Blumenschlachten (Bataille de Fleurs) direkt auf der Promenade des Anglais. Wunderschön gekleidete Models werfen von riesigen Wagen hunderttausende frische Blumen direkt in die begeisterte Menge, was ein unglaublich farbenfrohes und duftendes Schauspiel erzeugt. Die Tickets für die Haupttribünen sind ziemlich teuer und vor allem schnell ausverkauft, also musst du sie mehrere Monate im Voraus online buchen.
💡 Tipp: Lass dir während des Karnevals auf keinen Fall das nahe Fête du Citron in Menton entgehen, wo du riesige und völlig bizarre Skulpturen siehst, die ausschließlich aus Zitronen und Orangen gebaut sind.
11. Wie du dich ohne Auto in der Stadt bewegst
Wie ich schon in der Einleitung betont habe, ist ein Mietwagen an der Riviera eher eine riesige Last als ein echter Vorteil. Die Stadt verfügt über ein fantastisches und sehr übersichtliches Netz moderner Straßenbahnen, die dich sicher zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten und zum internationalen Flughafen bringen. Die Linien sind perfekt sauber, voll klimatisiert und fahren in wirklich kurzen Abständen, sodass du nie unnötig in der prallen Sonne an der Haltestelle wartest.
Für Ausflüge entlang der gesamten Küste gibt es das geniale Netz der Regionalzüge TER, die zwischen Cannes und Menton verkehren. Wenn du intensive Fahrten planst, hol dir das günstige Regionalticket Pass SudAzur, das dir unbegrenztes Reisen im gesamten Département eröffnet. Einzeltickets für den Zug kaufst du an den blauen Automaten am Bahnhof oder über die SNCF-App, wobei du das Papierticket vor dem Betreten des Bahnsteigs immer am gelben Entwerter abstempeln musst.
💡 Tipp: Die Flughafen-Straßenbahn der Linie L2 bringt dich von beiden Terminals in knapp einer halben Stunde direkt ins Herz der Stadt, und das Ticket kostet nur einen Bruchteil eines normalen Taxis.
12. Ausflug mit dem Zug zum Luxus nach Monaco
Wenn du schon an der Riviera wohnst, wäre es eine Sünde, den berühmten zweitkleinsten Staat der Welt nicht zu besuchen. Die Zugfahrt von Nizza nach Monaco dauert nur zwanzig Minuten, und ein einfaches Ticket kostet dich rund vier bis sechs Euro. Der Bahnhof in Monaco selbst ist ein gewaltiges architektonisches Meisterwerk, das tief in den Fels gehauen wurde, und nach dem Aussteigen befindest du dich direkt im Zentrum des Geschehens.
An einem einzigen Tag schaffst du es, in Ruhe den legendären Hafen voller der teuersten Yachten der Welt zu durchstreifen, einen Blick auf das berühmte Casino in Monte Carlo zu werfen und die Strecke der Formel-1-Rennen aus der Nähe abzulaufen. Lass dir auf keinen Fall die Altstadt Monaco-Ville entgehen, die hoch auf einem Felsen thront und wo der Fürstenpalast und das wunderschöne ozeanographische Museum mit riesigen Aquarien zu Hause sind. Rechne aber damit, dass die Preise für einen einfachen Kaffee und ein Mittagessen im Restaurant hier noch deutlich höher sind als in Frankreich.
💡 Tipp: Verschiedene Sightseeing-Bootstouren und organisierte Bootsausflüge entlang der Küste kannst du vorab einfach und sicher online über das beliebte Portal GetYourGuide buchen.
13. Das mittelalterliche Adlernest Èze
Wenn du dich nach Höhen und wirklich dramatischen Kulissen sehnst, steig in den Zug und fahr Richtung Osten in das Dörfchen Èze. Dieses faszinierende mittelalterliche Adlernest balanciert auf einem steilen Felsen über vierhundert Meter über dem Meeresspiegel und ist ein absolutes Unikat der gesamten Region. Der Zug bringt dich zur Station Èze-sur-Mer unten am Wasser, von wo du mit dem örtlichen Bus oder einem recht anspruchsvollen Fußmarsch über den berühmten Nietzsche-Weg, auf dem der berühmte Philosoph Inspiration suchte, nach oben weiterkommst.
Èze selbst bildet ein verwinkeltes Labyrinth aus engen Steingassen, die dich unweigerlich immer höher Richtung Himmel führen. Ganz oben in den Ruinen der alten Festung liegt der wunderschöne Jardin Exotique, ein botanischer Garten voller riesiger Kakteen und vielfältiger Sukkulenten. Die Kombination aus stacheligen Pflanzen im Vordergrund und der endlosen blauen Fläche tief unter dir ist schlicht ein atemberaubendes Erlebnis, das du dir nicht entgehen lassen darfst 😅.
💡 Tipp: Mach dich möglichst früh am Morgen oder umgekehrt später am Nachmittag auf den Fußmarsch, denn die Steingassen füllen sich gegen Mittag mit Touristen, und der Aufstieg in der Sommerhitze ist wirklich anstrengend.
14. Die bunte Bucht von Villefranche-sur-Mer
Nur sieben Minuten Zugfahrt vom Hauptbahnhof in Nizza entfernt erwartet dich eine völlig andere und deutlich ruhigere Welt. Villefranche-sur-Mer rühmt sich einer der tiefsten und schönsten Naturbuchten der gesamten Küste, die das Städtchen zuverlässig vor heftigem Wind und Wellen schützt. Die bunten Häuschen fallen kaskadenartig die steilen Hänge bis hinunter zum kristallklaren Wasser ab und bilden die perfekte fotogene Kulisse für deine Urlaubsbilder.
Im Gegensatz zur lebhaften Metropole bietet Villefranche eine viel intimere und entspanntere Meeresatmosphäre. Schlendere über die zauberhafte Uferpromenade voller toller Cafés und entdecke die faszinierende dunkle Gasse Rue Obscure, die teilweise überdacht ist und im Mittelalter als sicheres Versteck vor Piratenangriffen diente. Der hiesige Strand hat zudem viel feinere Kieselsteine und gröberen Sand, sodass der Einstieg ins Wasser hier weit angenehmer und weniger schmerzhaft ist als an den Stränden von Nizza.
💡 Tipp: Das Städtchen ist recht klein, sodass du den Besuch problemlos mit einem Ausflug auf die nahe, mit Luxusvillen übersäte Halbinsel Saint-Jean-Cap-Ferrat verbinden kannst, die gleich gegenüber liegt.
Wohin weiter von Nizza aus und Umgebung
Die Küste wirkt wie ein riesiger Magnet, und die Möglichkeiten zum Entdecken sind hier wirklich unzählig. Wenn du mit dem Zug Richtung Westen fährst, erreichst du in knapp einer Stunde das berühmte Cannes, das Synonym für Filmglanz, Luxusboutiquen und eine breite Palmenpromenade ist. Halt unterwegs unbedingt im historischen Antibes, wo du die alten Stadtmauern entlanggehen und das großartige Pablo-Picasso-Museum besuchen kannst, das direkt im Gebäude einer ehemaligen Burg untergebracht ist.
Wenn dich der größere Zusammenhang der ganzen Region reizt, wirf einen Blick auf unseren ausführlichen Artikel und Reiseführer zur gesamten Côte d’Azur. Viele träumen von einem Besuch im ikonischen Saint-Tropez, aber hier muss ich dich ehrlich warnen. In die Stadt führt keine Bahn, und die Zufahrtsstraße verwandelt sich im Sommer in einen lahmgelegten Stau, also fahr ausschließlich außerhalb der Hauptsaison im Mai oder September hin. Und wenn du das ruhigere Hinterland mit Lavendelduft bevorzugst, studiere unsere Tipps für die zauberhafte Provence.
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Häufig gestellte Fragen
Wie kommt man vom Flughafen ins Zentrum von Nice?
Die schnellste und günstigste Variante ist die Nutzung der modernen Straßenbahnlinie L2, die beide Flughafenterminals direkt mit dem Stadtzentrum verbindet. Die Fahrt dauert etwa dreißig Minuten und ein Einzelfahrschein für knapp zwei Euro lässt sich bequem am roten Automaten direkt an der Haltestelle vor dem Terminal kaufen.
Ist das Leitungswasser trinkbar?
Ja, Leitungswasser ist an der gesamten Französischen Riviera absolut sicher und trinkbar. Ihr könnt eure eigene Flasche im Hotel bedenkenlos auffüllen sowie an vielen öffentlichen Brunnen, die ihr verstreut in Parks und auf historischen Plätzen in der Stadt findet.
Wie viel kostet das Essen im Restaurant?
„`html
Die Preise sind hier verständlicherweise höher als bei uns. Beim Mittagessen lohnt es sich, nach dem sogenannten Menu du jour (Tagesmenü) Ausschau zu halten, das euch für zwei Gänge zwischen 15 und 25 Euro kostet. Ein Abendessen in einem gewöhnlichen Bistro ohne Wein liegt dann bei etwa 20 bis 35 Euro pro Person, während ihr für einen Kaffee an der Bar rund zwei Euro bezahlt.
„`
Wie ist das in Frankreich mit dem Trinkgeld?
Die Rechnung im Restaurant enthält gesetzlich immer einen fünfzehnprozentigen Zuschlag für die Bedienung (service compris), sodass das Trinkgeld bereits in den Preis eingerechnet ist. Es ist jedoch guter Brauch, den Betrag aufzurunden oder ein paar Münzen auf dem Tisch liegen zu lassen. Achtung, über das Kartenterminal lässt sich Trinkgeld nur sehr umständlich hinzufügen.
Brauche ich Wasserschuhe für den Strand?
V Nizza auf jeden Fall ja. Die gesamte Engelsbucht und die angrenzenden öffentlichen Strände sind mit ziemlich großen und sonnenheißen Kieselsteinen bedeckt, auf denen man barfuß wirklich sehr schlecht laufen kann. Badeschuhe ersparen euch jede Menge unnötiger Schmerzen beim Hinein- und Hinausgehen ins Meer.
Wie funktionieren die Regionalzüge TER?
Züge der TER verkehren sehr zuverlässig zwischen Cannes und Menton, etwa drei- bis viermal pro Stunde. Tickets könnt ihr an den blauen Automaten im Bahnhof oder über die mobile App der SNCF kaufen, wobei das Papierticket vor dem Einsteigen immer am gelben Entwerter auf dem Bahnsteig entwertet werden muss.
Ist es in Nizza sicher?
Die Stadt ist generell sehr sicher, auch für abendliche Spaziergänge entlang der Uferpromenade. Während der Hauptsaison sollten Sie jedoch sehr auf geschickte Taschendiebe achten, insbesondere in überfüllten Straßenbahnen vom Flughafen oder im Gedränge auf den morgendlichen Märkten in der Altstadt.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRDie Insel Brač, die drittgrößte Insel der Adria, lockt vor allem mit dem berühmten Strand Zlatni Rat bei Bol und der Aussicht vom höchsten Adria-Gipfel Vidova Gora (778 Meter). Wir haben 12 Tipps für die Insel zusammengestellt, darunter die Klosterruine Blaca, das Steinmetz-Städtchen Pučišća mit seinem berühmten weißen Kalkstein und die Drachenhöhle bei Murvica. Für ruhigeres Erkunden sind Mai, Juni und September am besten geeignet, während Juli und August dank des beständigen Maestral-Winds ideal zum Windsurfen sind. Auf die Insel kommst du mit der Jadrolinija-Fähre von Split nach Supetar (die Überfahrt mit Fahrzeug kostet rund 25 Euro) oder in der Saison mit dem Katamaran direkt nach Bol in knapp einer Stunde.
Wenn du dieses Jahr noch überlegst, wohin ans Meer, dann sollte die Insel Brač in Kroatien unbedingt auf deiner Liste stehen, denn sie bietet eine absolut einzigartige Kombination aus unberührter Natur und historischen Städtchen. Es handelt sich um die drittgrößte Insel der gesamten Adria und gleichzeitig um die flächenmäßig größte Insel Dalmatiens, auf der dauerhaft knapp vierzehntausend Menschen leben.
Während die meisten Touristen auf die Festland-Riviera strömen, fließt die Atmosphäre hier in einem viel langsameren Tempo, das dich sofort dazu bringt, alle Sorgen über Bord zu werfen. Weltberühmt ist die Insel vor allem für ihren blendend weißen Kalkstein, aus dem schon seit der Römerzeit die prächtigsten Paläste errichtet werden – und natürlich für einen der meistfotografierten Strände Europas.
Egal, ob du zu den Liebhabern eines Aktivurlaubs mit Windsurfen gehörst oder lieber durch enge Steingassen schlenderst und das hervorragende lokale Olivenöl verkostest – auf Brač findest du garantiert dein ganz persönliches Highlight. Ich habe für dich einen ausführlichen Reiseführer vorbereitet, mit dem du deinen perfekten Urlaub planst.
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Der ikonische Strand Zlatni Rat: Er liegt beim Städtchen Bol, und seine Kiesspitze verändert ständig ihre Form, je nachdem, wie der Wind weht und die Meeresströmungen verlaufen.
Der höchste Gipfel der Adria: Die Vidova gora ragt 778 Meter in die Höhe und bietet atemberaubende Panoramablicke auf die Nachbarinseln Hvar und Vis.
Der weiße Brač-Stein: Aus diesem lokalen Kalkstein ist der berühmte Diokletianpalast in Split erbaut, und man erzählt sich, dass er sogar beim Bau des Weißen Hauses in Washington verwendet wurde.
Die geheimnisvolle Einsiedelei Blaca: Der einzigartige Klosterkomplex aus dem 16. Jahrhundert ist direkt in die Felswand gebaut und nur zu Fuß erreichbar.
Anreise auf die Insel: Mit dem Auto musst du die Fähre von Split nach Supetar nehmen, ohne Auto kannst du mit dem schnellen Katamaran direkt zum Ferienort Bol fahren.
Ein Paradies fürs Windsurfen: Dank des regelmäßigen Nachmittagswindes Maestral gehört die Südküste der Insel zu den besten Surfspots Europas.
Wann du in die Ferienorte auf Brač reisen solltest
Die Wahl des richtigen Reisetermins ist für einen Inselurlaub absolut entscheidend, denn jede Jahreszeit bietet ein völlig anderes Erlebnis. Der Hochsommer im Juli und August ist die absolute Hauptsaison, in der die meisten Fähren fahren und die Insel so richtig zum Leben erwacht. Genau diese Ferienmonate sind ideal, wenn du Windsurfen oder Kitesurfen möchtest. Der Grund ist der regelmäßige Nachmittagswind Maestral, der an der Südküste nahezu jeden Tag mit eiserner Zuverlässigkeit weht. Andererseits musst du im Sommer damit rechnen, dass die Preise ihren Höchststand erreichen und an den bekanntesten Orten wirklich viele Menschen aus der ganzen Welt unterwegs sind.
Wenn du jedoch lieber in Ruhe Sehenswürdigkeiten erkundest und lange Wanderungen unternimmst, sind die Monate Mai, Juni und September die ideale Wahl. Im Frühling und Frühherbst entgehst du den größten Menschenmassen und der sengenden Sommerhitze ganz elegant. Besonders im September ist die Adria vom ganzen Sommer wunderbar aufgeheizt, sodass du problemlos baden kannst, während die Sonne bei anspruchsvollen Aufstiegen in die Berge nicht mehr so brennt. Außerdem sinken die Unterkunftspreise nach den Ferien etwas, und an den Kiesstränden findest du viel mehr von der ersehnten Privatsphäre.
Bei der Planung einer Reise außerhalb der Hauptsaison musst du nur im Voraus bedenken, dass manche schnellen Katamarane nur während der Sommersaison verkehren. Die schnelle Verbindung von Split direkt zum Ferienort Bol funktioniert in der Regel nur von Mitte Mai bis etwa Ende September. Wenn du also im frühen Frühjahr oder im Spätherbst nach Brač reist, musst du dich ausschließlich auf die klassischen großen Fähren verlassen, die ganzjährig den Nordhafen Supetar ansteuern. Von dort gelangst du dann ganz einfach mit dem Auto oder dem örtlichen Bus in alle Ecken der Insel.
Wo du auf der Insel Brač übernachten kannst
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Bei der Unterkunftsplanung wirst du dich vermutlich zwischen zwei Hauptzentren entscheiden: dem lebhafteren Ferienort Bol im Süden und dem praktischen Hafen Supetar im Norden. Die Wahl der idealen Lage hängt stark davon ab, ob du mit dem eigenen Auto reist oder dich nur auf Schiffsverbindungen und Fußwege verlässt. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Städtchen sind nämlich riesig, und jedes hat eine ganz eigene Atmosphäre.
Wenn du die Fähre von Split sozusagen direkt vor der Nase haben und täglich Ausflüge über die ganze Insel unternehmen möchtest, ist Supetar die praktischste Basis. Das Städtchen bietet eine hervorragende Infrastruktur, viele Geschäfte, Familienstrände, und hier findest du zum Beispiel das ausgezeichnete Hotel Osam. Es ist nur für Erwachsene gedacht und bietet daher völlige Ruhe zur Erholung nach einem anstrengenden Tag. Für Familien mit Kindern, die noch mehr Gemütlichkeit ohne Trubel suchen, gibt es in dieser Nordregion auch etwas ruhigere Dörfer wie Sutivan, Milna oder das nahe gelegene malerische Postira.
Für leidenschaftliche Liebhaber von Wassersport, belebteren Abendpromenaden und Nachtleben ist hingegen der Ferienort Bol die eindeutige Wahl, der in unmittelbarer Nähe des berühmten Strandes Zlatni Rat liegt. Die hiesige Atmosphäre ist zwar deutlich touristischer und lauter, doch das wird durch die wunderschönen Kulissen und die riesige Auswahl an Aktivitäten direkt am Meer mehr als wettgemacht. Du machst garantiert nichts falsch, wenn du dir rechtzeitig ein schönes Zimmer im designorientierten Boutique Hotel Bol reservierst, das wirklich erstklassigen Service bietet. Alternativ kannst du die sehr beliebte und etwas günstigere Villa Daniela wählen, von der du in wenigen Minuten bequem zum Meer spazierst.
Wenn du etwas wirklich Einzigartiges suchst und dir das tägliche Pendeln zum Baden nichts ausmacht, bietet auch das Inselinnere oder das Steinmetz-Städtchen Pučišća eine zauberhafte und sehr ruhige Atmosphäre. Diese abgelegeneren Orte sind absolut ideal für alle, die sich nach dem authentischen dalmatinischen Landleben sehnen, gerne lokalen Wein direkt an der Quelle verkosten und die bekanntesten Strände nicht gleich vor dem Fenster brauchen.
12 Tipps, was du auf der Insel Brač sehen und erleben kannst
Egal, ob du dich fürs Faulenzen auf warmen Kieseln entscheidest oder lieber versteckte historische Schätze entdeckst – die Insel wird dich garantiert nicht enttäuschen. Schauen wir uns die zwölf Orte und Erlebnisse genauer an, die du bei deinem Besuch auf keinen Fall auslassen solltest, damit du die schönsten Erinnerungen mit nach Hause nimmst.
1. Der ikonische Strand Zlatni Rat
Dieses einzigartige geomorphologische Denkmal ist wahrscheinlich das Allererste, was dir in den Sinn kommt, wenn von der kroatischen Küste die Rede ist. Es handelt sich um eine gewaltige Kieszunge, die etwa einen halben Kilometer direkt in die tiefblauen Gewässer der Adria hinausragt. Faszinierend am Zlatni Rat ist vor allem, dass seine ikonische Spitze ständig ihre Form verändert. Sie biegt sich mal zur einen, mal zur anderen Seite – je nachdem, wie der Wind weht und in welche Richtung die starken Meeresströmungen wirken. So sieht der Strand jeden Tag ein bisschen anders aus und überrascht seine Besucher immer wieder aufs Neue.
Da es sich um ein absolutes Symbol ganz Kroatiens und einen der meistfotografierten Strände Europas handelt, musst du in der Hauptsaison mit einer riesigen Menge an Touristen rechnen. Ein großer Vorteil ist jedoch die enorme Größe des Strandes und die Tatsache, dass eine seiner Seiten fast immer ruhiger und schön windgeschützt ist. Das wirst du besonders dann zu schätzen wissen, wenn du mit kleineren Kindern reist, die in großen Wellen nicht schwimmen würden. Der Einstieg ins Wasser ist hier ziemlich steil, die Kiesel sind herrlich sauber und das kristallklare Meer lädt einfach zum ganztägigen Baden ein.
💡 Tipp: Vom Zentrum des Ferienortes Bol führt zum Strand eine wunderschöne schattige Promenade, gesäumt von hochgewachsenen, duftenden Pinien, über die du bei einem sehr angenehmen Spaziergang in knapp zwanzig Minuten hierher gelangst. So musst du dich gar nicht erst mit dem komplizierten Parken herumärgern, das im Sommer direkt am Strand ziemlich teuer und vor allem hoffnungslos überfüllt ist.
2. Das romantische Städtchen Bol
Bol ist nicht nur ein praktischer Ausgangspunkt für den Besuch des berühmten Strandes, sondern vor allem ein absolut bezaubernder historischer Ferienort mit unverwechselbarer dalmatinischer Atmosphäre. Sein Herzstück ist der malerische Hafen, um den sich jahrhundertealte, enge Steingassen winden. Die hiesige Promenade ist übrigens mit dem berühmten Brač-Stein gepflastert, sodass sie wirklich majestätisch und elegant wirkt. Bei abendlichen Spaziergängen triffst du auf unzählige gemütliche Cafés, traditionelle Restaurants, sogenannte Konobas, und kleine Handwerksläden mit lokalen Produkten.
Wenn du gerne historische Sehenswürdigkeiten entdeckst und ruhigere Winkel suchst, empfehle ich dir einen Ausflug auf die malerische Halbinsel Glavica. Genau dort thront stolz das altehrwürdige Dominikanerkloster aus dem fünfzehnten Jahrhundert. In seinem historischen Inneren verbirgt sich ein wertvolles Museum und sogar ein seltenes Altargemälde, das dem berühmten italienischen Meister Tintoretto zugeschrieben wird. Aus den sorgfältig gepflegten Klostergärten eröffnet sich zudem ein wunderschöner, romantischer Blick auf die glitzernde Meeresoberfläche, den du am besten beim Sonnenuntergang genießt.
💡 Tipp: Gleich neben dem Dominikanerkloster findest du den Kiesstrand Martinica, der eine deutlich ruhigere Alternative zum ständig belebten Zlatni Rat ist. Du findest dort zwar nicht so viel touristische Infrastruktur und Attraktionen, dafür aber sehr authentisches und ungestörtes Baden mit einer atemberaubenden historischen Kulisse im Hintergrund.
Foto: Vladimir Srajber / Pexels
3. Aufstieg auf die majestätische Vidova gora
Mit einer Höhe von 778 Metern ist die Vidova gora nicht nur der höchste Punkt der Insel Brač, sondern sogar der allerhöchste Gipfel aller Adriainseln. Von ihrem kahlen, sehr steinigen Gipfel eröffnet sich ein absolut spektakulärer Panoramablick. Bei klarem Sommerwetter siehst du von hier wunderbar auf die Nachbarinseln Hvar und Vis, die Halbinsel Pelješac und bei wirklich außergewöhnlich guter Sicht reicht der Blick bis zu den italienischen Küsten. Auf dem Gipfel triffst du auch auf ein zwölf Meter hohes Steinkreuz und die Überreste der mittelalterlichen Kirche des heiligen Veit aus dem dreizehnten Jahrhundert.
Der Blick aus der Vogelperspektive direkt hinunter aufs Meer offenbart dir zudem den berühmten Zlatni Rat in seiner ganzen Pracht und ungewöhnlichen Form – ein visuelles Erlebnis, das du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Auf den Gipfel kannst du von Bol aus zu Fuß über einen markierten Wanderweg gehen, was ein ziemlich anspruchsvoller, zweistündiger Aufstieg ist. Wenn du jedoch kein Fan von Bergwanderungen in der Hitze bist, kannst du die ganze Strecke ganz bequem mit dem Auto bis zum Sendemast fahren, wo ein kostenloser Parkplatz zur Verfügung steht.
💡 Tipp: Wenn du den Aufstieg zu Fuß wählst, brich wirklich früh am Morgen auf, bevor die gnadenlose Sommersonne auf die Hänge knallt. Ein großer Teil des Weges führt nämlich durch ungeschütztes Gelände ohne ein bisschen Schatten. Vergiss auf keinen Fall, ausreichend Trinkwasser und gutes, festes Schuhwerk für das steinige Gelände einzupacken.
4. Supetar als Haupttor zur Insel
Für die überwiegende Mehrheit der Reisenden, die mit dem eigenen Auto vom Festland nach Brač kommen, ist die nördliche Hafenstadt Supetar der allererste Ort, dem sie auf der Insel begegnen. Mit rund dreieinhalbtausend ständigen Einwohnern handelt es sich um die größte Inselsiedlung, die das ganze Jahr über in ihrem eigenen gemächlichen Tempo lebt – und nicht nur während der kurzen Sommersaison. Es ist ein toller Ort zum Einkaufen auf dem lokalen Markt, für abendliche Spaziergänge über die Promenade und zum Probieren dalmatinischer Spezialitäten.
Sehenswert ist hier auf jeden Fall das beeindruckende neubyzantinische Mausoleum der Familie Petrinović aus dem Jahr 1914. Dieser imposante Bau aus weißem Stein dominiert majestätisch den örtlichen Friedhof auf der Halbinsel des heiligen Nikolaus und gilt als ein Meisterwerk des bekannten Bildhauers Toma Rosandić. Für ein weiteres kulturelles Erlebnis kannst du dann die Galerie des berühmten einheimischen Künstlers Ivan Rendić besuchen. Dieser begabte Künstler gilt als Begründer der modernen kroatischen Bildhauerei, und seine wunderschönen Werke zieren heute so manchen bedeutenden Platz im ganzen Land.
💡 Tipp: Von Supetar führt entlang der Nordküste eine schöne und unanstrengende Route in Richtung des malerischen Dörfchens Postira. Diese rund sieben Kilometer lange Strecke ist absolut ideal für einen Ausflug mit dem Seekajak oder dem Stand-up-Paddleboard, denn sie führt dich an vielen einsamen Buchten vorbei, in denen du eine private Badepause einlegen kannst.
5. Die Steinmetztradition in Pučišća
Das malerische Städtchen Pučišća, tief in einer sicheren und schmalen Meeresbucht gelegen, ist dank seiner unglaublich langen Tradition der Kalksteinverarbeitung ein absolutes Unikat weltweit. Hier befindet sich nämlich die berühmte Steinmetzschule, die bereits 1909 gegründet wurde. Sie ist bis heute die einzige Bildungseinrichtung ihrer Art in ganz Europa, in der die Schüler lernen, den rohen Stein ausschließlich mit alten Handtechniken und traditionellem, über Generationen weitergegebenem Werkzeug zu bearbeiten. Ihre Absolventen sind dann ungemein gefragt bei der Restaurierung historischer Denkmäler in aller Welt.
Genau aus den umliegenden, mächtigen Steinbrüchen stammt jener legendäre, strahlend weiße Brač-Stein, der auf der Insel von unschätzbarem Wert ist. Historisch wurde er für den Bau vieler bedeutender Gebäude verwendet, darunter der prächtige Diokletianpalast im nahen Split. Die Einheimischen werden dir zudem mit Stolz erzählen, dass ihr weißer Stein bis an die Fassade des Weißen Hauses in Washington gelangte. Obwohl Historiker diesen populären Mythos bis heute eher anzweifeln und keine Belege dafür haben, ändert das nichts am Charme des Städtchens.
💡 Tipp: Während der Sommersaison ist das Schulgebäude für die Öffentlichkeit zugänglich, und du kannst dir hier die beeindruckenden Skulpturen und Zierelemente, die von den Schülern selbst geschaffen wurden, im Detail ansehen. Es ist ein faszinierendes Schauspiel, das uralte Steinmetzhandwerk direkt in der Praxis lebendig zu erleben.
6. Die abgelegene Einsiedelei Blaca
Der Besuch dieses faszinierenden historischen Klosterkomplexes gehört zweifellos zu den eindrucksvollsten Erlebnissen, die du von deiner Kroatienreise mit nach Hause nehmen kannst. Die Einsiedelei Blaca wurde 1551 von glagolitischen Mönchen gegründet, die hierher in Sicherheit vor den harten osmanischen Überfällen flüchteten. Das gesamte Areal ist buchstäblich in eine steile Felswand gehauen und organisch an sie geschmiegt, in einer tiefen, sehr schwer zugänglichen Schlucht, was ihm eine absolut mystische und geheimnisvolle Atmosphäre verleiht.
Das Kloster war unglaublich lange in Betrieb, und die Mönche verließen es erst im Jahr 1963. Die hiesigen Bewohner waren sehr gebildet und schufen hier nicht nur eine beachtliche Bibliothek mit über elftausend kostbaren Bänden, sondern fügten im neunzehnten Jahrhundert sogar eine bedeutende astronomische Sternwarte hinzu. Was sie sich unter so unwirtlichen Bedingungen aufbauen konnten, ist schlichtweg atemberaubend. Der Eintritt ins heutige Museum beträgt 8 Euro für Erwachsene, und die Öffnungszeiten variieren je nach Saison, wobei das Areal montags ausnahmslos für die Öffentlichkeit geschlossen ist.
💡 Tipp: Zum Komplex gelangst du vom Parkplatz aus nur zu Fuß über einen rund zweieinhalb Kilometer langen, steinigen Ziegenpfad, was etwa vierzig Minuten zügiges Gehen in Anspruch nimmt. Festes, geschlossenes Schuhwerk und genügend Trinkwasser sind für diese Wanderung absolut notwendig – versuch auf keinen Fall, den Weg in leichten Badelatschen zurückzulegen.
7. Škrip und die Spuren uralter Geschichte
Wenn du während deines Urlaubs einen Blick in die wirklich tiefe Vergangenheit werfen möchtest, mach unbedingt einen Ausflug ins Binnendorf Škrip. Mit einer über dreitausend Jahre langen Geschichte handelt es sich um die älteste belegte Siedlung der gesamten Insel. Die hiesige Atmosphäre ist absolut magisch, unglaublich still und ruhig, was einen riesigen und sehr angenehmen Kontrast zu den belebten Küstenpromenaden voller Touristen, lauter Musik und Souvenirständen darstellt.
Bei einem Spaziergang durchs Dorf kannst du die Überreste der mächtigen illyrischen Mauern bewundern, die aus der Zeit um 1400 vor Christus stammen, und triffst sogar auf ein antikes römisches Mausoleum. Die größte historische Attraktion ist jedoch das Museum der Insel Brač, das stilvoll in der historischen Verteidigungsfestung Castel Radojković aus dem siebzehnten Jahrhundert untergebracht ist. Genau hier kannst du dir die wertvollsten archäologischen Funde der gesamten Region an einem Ort im Detail ansehen.
💡 Tipp: In den Museumsausstellungen solltest du auf keinen Fall die einzigartigen Objekte aus der berühmten Höhle Kopačina und die faszinierenden antiken römischen Grabsteine auslassen, die die Geschichten der ersten Inselbewohner erzählen. Es ist übrigens ein toller Ort, um der Mittagssonne im Sommer zu entfliehen, denn die dicken Steinmauern der Festung halten das Innere wunderbar kühl.
8. Die mystische Drachenhöhle (Zmajeva špilja)
Hoch in den steilen Kalksteinhängen über dem malerischen Dörfchen Murvica, das nur ein kleines Stück von Bol entfernt liegt, verbirgt sich die geheimnisvolle Drachenhöhle. Dieser magische Ort ist ein faszinierender Schnittpunkt verschiedener Religionen und antiker Kulturen. Im fünfzehnten Jahrhundert ließen sich genau hier glagolitische Mönche nieder, die in die weichen Höhlenwände nach und nach beeindruckende und sehr detaillierte Reliefs meißelten. In ihrer Kunst vermischt sich auf absolut einzigartige Weise klassische christliche Symbolik mit alter slawischer Mythologie und heidnischen Motiven aus längst vergangenen Zeiten.
Das markanteste Werk des gesamten unterirdischen Raumes ist ein riesiges Relief eines furchterregenden Drachen, nach dem die ganze Höhle ihren heutigen Namen erhielt. Der Zugang zu diesem geschützten historischen Schatz ist ziemlich steil und körperlich recht anstrengend. Zudem musst du damit rechnen, dass du das Innere zum Schutz des Denkmals in der Regel nicht ohne lizenzierten Führer betreten darfst, da das Eingangsportal von einem massiven, verschlossenen Eisengitter geschützt wird.
💡 Tipp: Die Höhlenbesichtigung solltest du in der Sommersaison immer rechtzeitig über das örtliche Tourismusbüro reservieren, denn die Gruppenkapazität ist streng begrenzt und das Interesse groß. Der Aufstieg vom Parkplatz in Murvica zur Höhle dauert knapp eine Stunde, also vergiss auch hier nicht, gutes Schuhwerk und vor allem eine Wasserflasche mitzunehmen.
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo übernachten auf der Insel Brač
4 Unterkünfte — Hotels, Wellnesshotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Neben dem allgegenwärtigen und berühmten Zlatni Rat bietet die Küste der Insel eine riesige Anzahl weiterer wunderschöner Buchten, die oft viel mehr Ruhe und die ersehnte Privatsphäre bieten. Die meisten hiesigen Strände bestehen aus perfekt glatten weißen Kieseln, dank derer das Wasser unglaublich klar, türkis und absolut ideal zum Schnorcheln und Beobachten der Unterwasserwelt ist. Vergiss aber auf keinen Fall, gute Wasserschuhe einzupacken, die dir den ansonsten ziemlich harten und steinigen Einstieg ins Meer deutlich angenehmer machen.
Wenn du direkt im Norden in Supetar wohnst, kannst du die sehr beliebten und leicht erreichbaren Stadtstrände Tri Mosta oder Acapulco besuchen. Sie verfügen über jede erdenkliche Ausstattung, von der Liegenvermietung über Sonnenschirme bis zu tollen Strandbars mit eisgekühlten Drinks. Wenn du jedoch in Kroatien den seltenen Sand suchst, mach unbedingt einen Tagesausflug zum Strand Vela Luka, der sich am Westrand von Supetar befindet.
💡 Tipp: Der erwähnte Strand Vela Luka hat wirklich sehr feinen Sand und einen schön flachen Einstieg ins Wasser, sodass er eine absolut perfekte und sichere Wahl für Familien mit kleinen Kindern oder für Nichtschwimmer ist. In der Hauptsaison ist es hier zwar etwas belebter, aber der enorme Komfort beim Baden ist es allemal wert.
10. Wie du auf die Insel Brač kommst
Die Organisation der Anreise ist der wichtigste Punkt der gesamten Planung, und deine Möglichkeiten unterscheiden sich grundlegend danach, ob du mit dem eigenen Auto reist. Die Anreise auf die Insel erfolgt für die meisten Reisenden aus Deutschland zunächst per Auto nach Split – etwa über die Autobahn durch Österreich und Slowenien (Vignette für beide Länder nicht vergessen). Autos werden ausschließlich von der staatlichen kroatischen Gesellschaft Jadrolinija auf die Insel transportiert. Ihre großen und geräumigen Fähren legen regelmäßig vom Festland-Split zum Nordhafen Supetar ab, wobei die bequeme Überfahrt etwa fünfzig Minuten dauert. Im Hochsommer verkehren die Schiffe wirklich häufig, oft bis zu vierzehnmal täglich. Der Preis für den Transport eines Pkw bis fünf Meter Länge liegt 2025 bei rund 25 Euro, während jeder erwachsene Fußpassagier etwas über 6 Euro zahlt.
Wenn du das Auto zu Hause lässt oder auf dem Festland parkst, kannst du die viel schnellere und direktere Verbindung mit den schnellen Katamaranen der Gesellschaften Krilo oder Kapetan Luka nutzen. Diese modernen Schiffe bringen dich in knapp einer Stunde von Split direkt in den beliebten südlichen Ferienort Bol. Die Preise für einfache Fahrkarten bewegen sich meist in einer recht breiten Spanne von etwa 9 bis 25 Euro, wobei es stark darauf ankommt, wie früh im Voraus du die Tickets kaufst. Du musst jedoch bedenken, dass diese Katamarane nur eine Saisonangelegenheit sind.
💡 Tipp: Die Fährtickets fürs Auto solltest du in der Hauptsaison lieber einige Tage im Voraus online über die offizielle Website von Jadrolinija kaufen. So ersparst du dir viele unnötige Nerven und langes, zermürbendes Warten in den Schlangen an den Hafenkassen unter der glühenden Sonne.
Foto: Alex Proimos from Sydney, Australia / Wikimedia Commons, CC BY 2.0
11. Windsurfen und Wassersport
Dank der absolut speziellen Witterungsbedingungen gilt die Südseite der Insel seit Langem als einer der besten Orte für Wassersport in ganz Europa. Während der Sommerferienmonate herrscht hier nämlich fast jeden Tag der regelmäßige und starke thermische Wind namens Maestral. Dieses Phänomen beginnt in der Regel kurz nach Mittag, erreicht gegen zwei Uhr seinen Höhepunkt und schafft absolut perfekte Bedingungen fürs Windsurfen sowie das sehr beliebte adrenalingeladene Kitesurfen. Das Schauspiel der Dutzenden bunten Drachen, die über dem Meer fliegen, ist auch dann faszinierend, wenn du sie nur vom Ufer aus beobachtest.
Rund um den berühmten Strand Zlatni Rat findest du gleich mehrere professionelle Schulen und erstklassig ausgestattete Verleihstationen für die verschiedensten Aktivitäten. Erfahrene lizenzierte Instruktoren nehmen sich dort gerne deiner an, ganz egal, ob du blutiger Anfänger bist, der nie zuvor im Leben auf einem Brett stand, oder eher ein fortgeschrittener Fahrer, der an seiner Technik feilt. Verschiedene geführte Ausflüge und Sportkurse kannst du zudem ganz einfach und sicher auch vorab online über die Plattform GetYourGuide buchen.
💡 Tipp: Wenn du eher ruhigere Aktivitäten auf dem Wasser bevorzugst und dich adrenalingeladene Sprünge in den Wellen nicht reizen, ist die Miete eines Seekajaks oder Stand-up-Paddleboards ein tolles Erlebnis für die ganze Familie. Besonders früh am Morgen, solange das Meer spiegelglatt ist und der erwähnte Maestral noch nicht weht, ist das Erkunden versteckter Felsbuchten ein riesiges Vergnügen.
Foto: Vladimir Srajber / Pexels
12. Was du von der lokalen Gastronomie probieren solltest
Die dalmatinische Küche ist weit und breit für ihre wunderbare Leichtigkeit und die reichliche Verwendung frischer lokaler Zutaten bekannt, was auf dem sonnigen Brač gleich doppelt gilt. Die Insel ist ein sehr bedeutender Anbauer und Produzent hochwertiger Oliven, deshalb solltest du unbedingt das hiesige Spitzen-Olivenöl probieren und mit nach Hause kaufen, das einen unglaublich reichen Geschmack hat. Wir genießen es am liebsten einfach so mit frischem hausgemachtem Brot und kräftigem Schaf- oder Ziegenkäse von den örtlichen duftenden Weiden. Für ein abendliches Beisammensein empfehle ich dir wärmstens, ein Glas des schwereren Rotweins der berühmten Rebsorte Plavac Mali zu bestellen, die an den heißen Südhängen außergewöhnlich gut gedeiht und perfekt zum Käse passt.
Eine traditionelle lokale kulinarische Spezialität für Fleischliebhaber ist der sogenannte Vitalac. Dabei handelt es sich um Innereien vom Zicklein oder Lamm, die auf einen Spieß gesteckt und langsam über glühender Kohle gegart werden – dieses spezielle Gericht aus dem Dorf Dol ist sogar in die Liste des geschützten immateriellen Kulturerbes eingetragen. Egal, ob du dich für die leichten Gemüsegerichte voller Bio-Produkte aus den örtlichen Gärten oder das erwähnte Insel-Lammfleisch entscheidest, geh auf jeden Fall zum Essen in die traditionellen rustikalen Konobas.
💡 Tipp: Authentische dalmatinische Atmosphäre und wirklich hervorragendes Essen findest du zum Beispiel im renommierten Restaurant Kopačina im malerischen Dorf Donji Humac oder im Lokal Konoba Dolac, wo dich die echte historische Atmosphäre umweht und du einen unvergesslichen Abend verbringst.
Wohin weiter von der Insel Brač
Wenn du für die Entdeckung der wunderschönen dalmatinischen Küste mehr Zeit eingeplant hast, kann Brač selbst nur ein sehr angenehmer Anfang deines großen Sommerabenteuers sein. Von den örtlichen Häfen bieten sich unzählige Möglichkeiten, wohin du nahtlos weiterreisen kannst – ins Landesinnere oder auf die Nachbarinseln, die wiederum einen ganz anderen und einzigartigen Charakter haben.
Zurückkehren kannst du bequem mit der Fähre und das historische Zentrum von Split im Detail erkunden, wo der beeindruckende Diokletianpalast und die stets belebte Promenade Riva auf dich warten.
Wenn dich das Inselleben weiterhin reizt, erwäge einen Wechsel auf die benachbarte Insel Hvar, die für ihre duftenden Lavendelfelder und das sehr lebhafte Nachtleben bekannt ist.
Für einen Gesamtüberblick über die besten Sommerdestinationen und Ferienorte lies unbedingt unseren großen Artikel darüber, wohin in den Urlaub in Kroatien.
Wenn du dich nach absoluter Unabhängigkeit und Romantik auf den Wellen sehnst, erkunde die Möglichkeiten, Kroatien mit dem Boot zu erleben, was dir erlaubt, auch die abgelegensten einsamen Buchten ohne Touristen zu entdecken.
Bei der Planung deiner nächsten Reise helfen dir sicher auch unsere praktischen Tipps für die beste Unterkunft in Kroatien, damit du die perfekte Wohnung oder das perfekte Hotel ganz ohne Stress findest.
🔗 Affiliate-Links — kein Aufpreis für dich, sie helfen uns, Inhalte zu erstellen. · Alle Erlebnisse →
Häufig gestellte Fragen
Besteht der berühmte Strand Zlatni Rat aus Sand?
Auch wenn es auf vielen bearbeiteten Werbefotos auf den ersten Blick so aussehen mag, ist Zlatni Rat kein Sandstrand. Er besteht komplett aus sehr feinen und perfekt glatten weißen Kieselsteinen, die ziemlich steil direkt ins tiefe Wasser abfallen. Packt auf jeden Fall gute Wasserschuhe ein, denn das Laufen über die heißen Steinchen kann mit der Zeit ziemlich unangenehm werden.
Kann man mit dem eigenen Auto auf die Insel Brač gelangen?
Ja, das Reisen mit dem eigenen Auto auf der Insel ist völlig normal und absolut unproblematisch. Für die Überfahrt übers Meer müsst ihr aber die große Fähre der staatlichen Gesellschaft Jadrolinija nutzen, die regelmäßig vom Festland in Split ablegt und im nördlichen Hafen Supetar anlegt. Die schnellen Katamarane, die zum Ferienort Bol im Süden fahren, befördern ausschließlich Fußgänger ohne Fahrzeuge.
Wie viel kostet eine Fährticket von Split?
Die Preise werden zwar jede neue Saison leicht angepasst, aber für das Jahr 2025 solltet ihr damit rechnen, dass ihr für einen Standard-PKW bis fünf Meter Länge etwa 25 Euro für eine einfache Fahrt bezahlt. Das Ticket für einen erwachsenen Fußgänger auf derselben Strecke liegt dann bei knapp 7 Euro, wobei ich empfehle, die Tickets lieber online zu kaufen.
Schaffe ich den Aufstieg auf den höchsten Berg Vidova gora?
Der Wanderweg vom Ferienort Bol direkt auf den Gipfel wird als mittelschwer eingestuft und dauert etwa zwei Stunden bei durchgehendem Anstieg. Das Hauptproblem ist normalerweise gar nicht so sehr das steinige Gelände selbst, sondern vielmehr die brennende Sommerhitze, da ein großer Teil des Weges in der prallen Sonne völlig ohne Schatten verläuft. Falls ihr euch das nicht zutraut, könnt ihr bis zum Sender auf dem Gipfel ganz bequem mit dem Auto hochfahren.
Wie lange dauert die Fahrt mit dem Katamaran zum Ferienort Bol?
Der schnelle moderne Katamaran, der in der Sommersaison von den beliebten Gesellschaften Krilo oder Kapetan Luka betrieben wird, schafft die Strecke von Split direkt nach Bol in knapp 55 bis 60 Minuten. Das ist zweifelsohne die allerschnellste und bequemste Art der Anreise auf die Insel, wenn ihr mit leichtem Gepäck ohne eigenes Auto unterwegs seid und keine Zeit verlieren wollt.
Wann ist die beste Zeit zum Windsurfen?
Für Liebhaber des Windsurfings und des adrenalingeladenen Kitesurfings sind die Haupturlaubsmonate Juli und August absolut ideal. In dieser Zeit weht hier nämlich der thermische Wind Maestral mit eiserner Regelmäßigkeit fast jeden Tag. Normalerweise beginnt er gegen zwei Uhr nachmittags stärker zu werden und hält bis zum Abend an, wobei er perfekte Wellen erzeugt.
Kann man zur Einsiedelei Blaca mit dem Auto fahren?
Nein, dieser einzigartige und geheimnisvolle Klosterkomplex ist tief in einer felsigen Schlucht verborgen und ist nur zu Fuß erreichbar. Das Auto muss auf dem ausgewiesenen oberen Parkplatz zurückgelassen werden, und anschließend erwartet euch eine etwa zweieinhalb Kilometer lange Wanderung hinunter über einen sehr steinigen und unebenen Ziegenpfad, für den ihr unbedingt festes, geschlossenes Schuhwerk benötigt.
Was ist denn dieser berühmte Bračer Stein?
Es handelt sich um einen hochwertigen und strahlend weißen Kalkstein, der in den örtlichen weitläufigen Steinbrüchen bereits seit der Antike abgebaut wird. Seine bekannteste historische Verwendung ist zweifelsohne der Bau des atemberaubenden Diokletianpalastes im nahegelegenen Split, und das traditionelle Handwerk der manuellen Bearbeitung dieses kostbaren Steins wird bis heute in der berühmten Steinmetzschule im Städtchen Pučišća gelehrt.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!