Lake Louise, Kanada: 11 Tipps, was du sehen und erleben musst + Reiseführer

Kennst du das, wenn dir jemand sagt „das musst du gesehen haben“ und du im Stillen denkst „klar, klar, schon wieder völlig übertriebene Erwartungen“? Genau so bin ich an Lake Louise in Kanada herangegangen. Das Internet ist voll von diesen perfekten Fotos mit dem türkisfarbenen See und schneebedeckten Bergen im Hintergrund, und ich war überzeugt, dass es nur eine Frage des Filters und des richtigen Winkels sei. Aber dann habe ich ihn zum ersten Mal mit meiner Mutter gesehen – es war Spätsommer und in Lake Louise schneite es gerade (ja, auch das kann passieren) – und es war einfach perfekt. 😅

Lake Louise in Kanada ist schlicht der Ort, an dem die Natur gezeigt hat, was sie kann – und dann noch einen draufgesetzt hat. Die Farbe des Wassers ist so unwirklich, dass dein Gehirn sich weigert zu glauben, dass es echt ist. Es ist kein Filter, kein Photoshop – es ist Gletscherstaub, der aus einem gewöhnlichen Bergsee etwas macht, das aussieht wie verschüttete türkise Tinte.

Wir haben Lake Louise während unseres ersten Roadtrips durch Westkanada besucht und dann hier mit Lukáš sogar gelebt, als wir als Bergführer gearbeitet haben. Es gibt nur wenige Orte, die wir hier nicht gesehen haben … Deshalb habe ich mich hingesetzt und das hier zusammengestellt – einen kompletten Reiseführer mit 11 Tipps, was du in Lake Louise sehen und erleben kannst, wo du übernachten kannst, was das Ganze kostet und worauf du achten solltest, damit du es ohne unnötigen Stress genießen kannst.

Moraine Lake und das Valley of Ten Peaks

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Lake Louise liegt im Banff-Nationalpark in Alberta, etwa 2 Autostunden von Calgary und 40 Minuten vom Städtchen Banff entfernt. Ein Auto ist Pflicht.
  • Die beste Reisezeit ist Juni bis September – die türkise Farbe des Sees ist ab Ende Juni am intensivsten. September und Oktober bieten herrlich goldene Lärchen und weniger Menschen.
  • Der Parkplatz am See füllt sich im Sommer schon vor Sonnenaufgang – plane mit dem Shuttlebus von Parks Canada.
  • Moraine Lake ist seit 2023 nur noch per Shuttle erreichbar (keine Privatautos!) – buche deine Tickets rechtzeitig.
  • Für den Eintritt in den Park brauchst du den Parks Canada Discovery Pass – der Tagespass kostet 10,50 CAD (~7 €), der Jahrespass 72,25 CAD (~48 €).
  • Die Unterkünfte in Lake Louise sind teuer – rechne mit mindestens 450–530 CAD/Nacht (~300–350 €). Das Fairmont Chateau kostet ab 1.000 CAD/Nacht (~660 €).
  • Die schönsten Ausflüge: Lake Agnes Tea House (nur Barzahlung!), Plain of Six Glaciers, Johnston Canyon.
  • Vergiss das Bärenspray nicht – wir sind hier in Bärenland.
  • Der Icefields Parkway von Lake Louise nach Jasper ist wohl die schönste Straße, die du je fahren wirst.
  • Im Winter: Skifahren, Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen See und der eisige Johnston Canyon.
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Wann nach Lake Louise reisen und wie du dich in der Region zurechtfindest

Lake Louise liegt auf 1.600 Metern Höhe im Herzen des Banff-Nationalparks in der Provinz Alberta. Und weil wir uns in den kanadischen Rocky Mountains befinden, macht das Wetter hier, was es will, und die Jahreszeiten unterscheiden sich wie Tag und Nacht – im wahrsten Sinne des Wortes.

Sommer (Juni–September): Hauptsaison und türkise Pracht

Sommerlicher Blick auf Lake Louise mit Touristen am Ufer
Sommer am Lake Louise – die Hauptsaison, wenn die türkise Farbe am intensivsten ist.

Die Hauptsaison ist von Juni bis September und das ist auch die einzige Zeit, in der du die berühmte türkise Farbe des Sees in voller Pracht erlebst. Die Farbe entsteht durch das sogenannte Glacial Flour – feiner Gletscherstaub, der sich aus schmelzenden Gletschern löst und das Licht so reflektiert, dass das Wasser aussieht wie flüssiges Türkis. Am intensivsten ist sie von Ende Juni bis Anfang September, wenn die Gletscher am stärksten schmelzen.

Der Nachteil? Die Menschen. Massen von Menschen. Im Juli und August ist Lake Louise total überlaufen und der Parkplatz am See füllt sich noch vor sechs Uhr morgens. Das ist keine Übertreibung. Wir kamen um halb sieben an und es war schon voll. 😅

Wenn es sich irgendwie einrichten lässt, ist der September der goldene Kompromiss – der See ist immer noch wunderschön türkis, es sind deutlich weniger Touristen unterwegs und obendrein färben sich die Lärchen (Larch Trees) goldgelb. Der Kontrast aus goldenen Bäumen und türkisem Wasser ist etwas, das du dein Leben lang nicht vergisst.

Herbst (Oktober): Lärchen und Ruhe

Herbst am Lake Louise mit goldenen Lärchen und Schnee auf den Gipfeln
Oktober in Lake Louise – die Lärchen werden golden und der erste Schnee schmückt die Gipfel.

Der Oktober ist herrlich für die Farben des Herbstlaubs, aber rechne damit, dass viele Dienstleistungen und Teehäuser (Lake Agnes, Plain of Six Glaciers) bereits schließen. Außerdem wird es kälter und der erste Schnee kann fallen. Die Moraine Lake Road wird in der Regel Mitte Oktober gesperrt.

Winter (November–März): Skifahren und Märchen

Im Winter ist Lake Louise eine völlig andere Welt – der See friert zu, bedeckt sich mit Schnee und sieht aus wie aus dem Film „Die Eiskönigin“. Du kannst direkt auf dem zugefrorenen See Schlittschuh laufen (das Fairmont verleiht Schlittschuhe), den Ice Walk im Johnston Canyon machen (gefrorene Wasserfälle!) oder im Lake Louise Ski Resort Ski fahren, das zu den besten Kanadas gehört.

Zugefrorener Lake Louise mit Eisburg im Winter
Zugefrorener Lake Louise mit Eisburg im Winter (Foto: Nancymcmillan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)

Winterreifen sind in Alberta auf den meisten Bergstraßen vom 1. November bis 1. April Pflicht – und glaub mir, du wirst sie brauchen.

So findest du dich zurecht

Lake Louise selbst ist ein winziges Dorf (Village of Lake Louise) am Trans-Canada Highway (Highway 1), wo du ein paar Hotels, eine Tankstelle, einen Laden und Restaurants findest. Der eigentliche Lake Louise liegt etwa 5 km vom Dorf entfernt die Lake Louise Drive hinauf. Moraine Lake ist weitere rund 14 km über eine andere Abzweigung entfernt.

Die Stadt Banff liegt 57 km südlich (ca. 40 Minuten Fahrt) und bietet deutlich mehr Restaurants, Geschäfte und Nachtleben. Viele Leute übernachten in Banff und pendeln nach Lake Louise – was eine absolut sinnvolle Strategie ist, vor allem wenn du sparen möchtest. Aktuelle Informationen zur gesamten Region findest du auf der offiziellen Website von Banff & Lake Louise Tourism.

Anreise nach Lake Louise: Flüge, Auto und Parks Canada Pass

Ohne Auto kommst du praktisch nicht nach Lake Louise – theoretisch ja, aber realistisch betrachtet nicht. Der nächste große Flughafen ist der Calgary International Airport (YYC), von dem es etwa 185 km (knapp 2 Stunden Fahrt) über den hervorragend gepflegten Trans-Canada Highway sind.

⚠️ Update 2026: Was sich in Lake Louise geändert hat

  • Canada Strong Pass – Eintritt KOSTENLOS: Vom 19. Juni bis 7. September 2026 ist der Eintritt in den Banff-Nationalpark (und damit auch zum Lake Louise) für alle völlig kostenlos. Camping in diesem Zeitfenster gibt es mit 25 % Rabatt. Wenn du bereits einen Jahres-Discovery-Pass hast, verlängert er sich automatisch um 3 Monate.
  • Neue Preise: Außerhalb des kostenlosen Zeitfensters kostet der Tageseintritt in den Park für Erwachsene 12,25 CAD (falls im Artikel irgendwo noch 10,50 steht – das ist veraltet). Der Jahres-Familien-Discovery-Pass: 167,50 CAD.
  • Moraine Lake – Reservierungs-Drama: Die Straße zum Moraine ist seit 2023 dauerhaft für Autos gesperrt. Die einzige Möglichkeit ist der Shuttle von Parks Canada (12,75 CAD Erwachsener, 4 CAD Kind). Die Reservierungen für den Sommer 2026 öffneten am 15. April um 8:00 MDT und im selben Moment hingen über 75.000 Menschen in der Warteschlange. 40 % der Kapazität waren an diesem Tag weg, die übrigen 60 % werden jeweils 48 Stunden vor der Fahrt freigegeben. Wer es nicht schafft – private Anbieter verlangen bis zu 550 CAD pro Ausflug.
  • Alpine Start Shuttle: Für Sonnenaufgangsfotografen gibt es einen speziellen Parks-Canada-Shuttle, der schon um 4:00 Uhr morgens startet (normale Shuttles erst ab 6:30). Lohnt sich brutal, wenn du die klassische goldene Stunde über dem Valley of the Ten Peaks einfangen willst.
  • Parken am Lake Louise: Preis 36,75 CAD/Tag, der Parkplatz ist schon vor 6:00 Uhr voll. Wohnmobile länger als 6 m oder höher als 1,8 m haben auf dem Hauptparkplatz Lakeshore absolutes Einfahrverbot – sie müssen auf den Parkplatz Fairview 1,5 km vom See entfernt.
  • Sicherheit – tödlicher Bärenangriff 2023: Im Herbst 2023 wurden im Park das erfahrene Paar Doug Inglis und Jenny Gusse getötet, obwohl sie Bärenspray dabei hatten. Trage das Spray am Brustkorb in einem Chest-Holster (nicht im Rucksack), bewege dich in Gruppen von 3+ Personen und mache dich lautstark bemerkbar. Das Spray darf nicht ins Flugzeug – kaufe es in Canmore oder Calgary nach der Ankunft.
  • BASIN Glacial Waters (neue Attraktion): Das Fairmont Chateau Lake Louise hat 2025 einen neuen Thermalkomplex direkt am See eröffnet. Eintritt für Nicht-Gäste begrenzt, Hotelgäste kostenlos. Wenn du über eine luxuriöse Nacht nachdenkst, bringt diese Neuheit echten Mehrwert.
  • Larch Madness – goldene Lärchen: Wenn du auf die fotogenste Woche des Jahres abzielst, ist es der 22.–30. September 2026, wenn die Nadeln der Lärchen (Larix lyallii) über dem Moraine Lake golden werden. Der Trail Larch Valley + Sentinel Pass ist in dieser Woche absolut überlaufen – reserviere den Shuttle einen Monat im Voraus.
  • Lake Louise Kanu-Preise 2026: Fairmont Boathouse Verleih 170 CAD + GST/Stunde (110 CAD für Hotelgäste). Moraine Lake Lodge Canoe 160 CAD/Stunde, max. 3 Personen im Boot, keine Hunde.

Flüge nach Calgary

Von Deutschland aus kommst du mit einem Direktflug nach Calgary – ab Frankfurt fliegt zum Beispiel Air Canada oder Lufthansa direkt, ab anderen Flughäfen geht es mit einem Umstieg (meist in Frankfurt, London oder Toronto) recht schmerzlos. Hin- und Rückflüge bewegen sich je nach Saison zwischen 600 und 1.000 €. Günstige Flüge findest du bei Kiwi.com – das ist unsere Lieblingssuchmaschine und manchmal poppen dort wirklich gute Preise auf.

Mietwagen – Pflicht, kein Luxus

In den kanadischen Rocky Mountains ist ein Auto absolute Pflicht. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es praktisch nicht (außer den Shuttlebussen zu den Seen in der Hauptsaison) und die Entfernungen sind riesig. Automatikgetriebe sind auf kanadischen Straßen Standard und die Straßen sind in hervorragendem Zustand.

Wir nutzen mit Lukáš üblicherweise den Vergleichsdienst RentalCars.com, wo du die Preise aller Vermieter an einem Ort vergleichst. Ein Mietwagen in Calgary kostet ab ca. 60–100 CAD/Tag (~40–66 €) je nach Saison und Fahrzeugtyp. Im Sommer solltest du so früh wie möglich buchen – die Preise schießen in die Höhe.

Wichtig: Wenn du im Winter fährst, stelle sicher, dass das Auto Winterreifen (Winter Tires) hat. Die meisten Vermieter bieten sie im Winter automatisch an, aber überprüfe das lieber. Und tanke immer, wenn du kannst – Tankstellen in den Bergen sind selten und teuer.

Parks Canada Discovery Pass

Für den Eintritt in den Banff-Nationalpark (in dem Lake Louise liegt) brauchst du den Parks Canada Discovery Pass. Kaufen kannst du ihn online auf der Website von Parks Canada oder vor Ort an der Parkeinfahrt.

  • Tagespass: 10,50 CAD/Person (~7 €)
  • Jahrespass: 72,25 CAD/Person (~48 €) – gilt für alle Nationalparks in Kanada

Wenn du planst, mehr als 7 Tage in den Parks zu verbringen (was du bei einem Roadtrip durch Westkanada tun wirst), lohnt sich der Jahrespass eindeutig.

Übernachten in Lake Louise + was es kostet

Die Unterkünfte in Lake Louise sind, um es diplomatisch auszudrücken … teuer. Wir befinden uns in einem der beliebtesten Reiseziele Kanadas, mitten im Nationalpark, also entsprechen die Preise dem. Aber es gibt Wege, das ein wenig abzumildern.

Fairmont Chateau Lake Louise – für das Erlebnis

Fairmont Chateau Lake Louise vom Aussichtspunkt über dem See
Fairmont Chateau Lake Louise – das ikonische Hotel direkt am See.

Das ikonische Hotel direkt am Ufer des Sees, das von all den Fotos. Der Blick aus dem Fenster geht buchstäblich auf den türkisen See mit dem Gletscher im Hintergrund. Die Preise? Ab 1.000 CAD/Nacht (~660 €) in der Hauptsaison, im Winter etwas weniger. Es ist eine Extravaganz, aber wenn du dir einen Traum erfüllen willst, ist es ein Erlebnis fürs Leben. Auch wenn du nicht dort übernachtest, schau auf jeden Fall wenigstens auf einen Kaffee oder Drink in der Lobbybar vorbei – der Blick ist derselbe und der Kaffee kostet nur 7 CAD. 😉

Reservierung: Fairmont Chateau Lake Louise

Mountaineer Lodge – unser Tipp

Eine gemütliche Lodge direkt im Dorf Lake Louise, mit Pool, Whirlpool und Frühstück inklusive. Die Zimmer sind sauber und komfortabel, nichts Luxuriöses, aber alles, was du nach einem Tag in den Bergen brauchst. Ca. 465 CAD/Nacht (~310 €) inklusive Frühstück. Für Lake-Louise-Verhältnisse eine vernünftige Wahl.

Du findest sie auf Booking.com – vergleiche die Preise immer mit der offiziellen Website des Hotels.

Lake Louise Inn – solide Basis

Das größte Hotel im Dorf, mit mehreren Zimmertypen von Standard bis hin zu Apartments mit Küchenzeile. Eine Küchenzeile ist super, wenn du beim Essen sparen willst (Restaurants in Lake Louise sind teuer). Ca. 530 CAD/Nacht (~350 €).

Alternative: Übernachte in Banff

Wenn du sparen möchtest und dir 40 Minuten Pendeln nichts ausmachen, bietet Banff eine viel breitere Auswahl an Unterkünften zu besseren Preisen – von Hotels über Hostels bis hin zu Airbnb. In Banff findest du Zimmer schon ab ca. 200–300 CAD/Nacht (~130–200 €). Außerdem ist die Auswahl an Restaurants und das Abendprogramm in Banff unvergleichlich besser.

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Lake Louise übernachten kann
6 Unterkünfte — Wellness-Hotels, Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
⭐ TOP WAHL ⭐ Luxury
Fairmont Chateau Lake Louise
Ikonisches Hotel direkt am Seeufer mit Blick auf den türkisfarbenen See und Gletscher im Hintergrund. Im Jahr 2025 wurde der neue Thermalkomplex BASIN Glacial Waters eröffnet. Die luxuriöseste Unterkunft in der Region.
★★★★ ab 1.000 CAD/Nacht (~680 EUR)
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🏨 Hotel
Mountaineer Lodge
Gemütliche Lodge direkt im Dorf Lake Louise, mit Pool, Whirlpool und Frühstück inklusive. Die Zimmer sind sauber und komfortabel, alles was man nach einem Tag in den Bergen braucht. Zu finden auf Booking.com.
★★★★ ca. 465 CAD/Nacht (~315 EUR) inkl. Frühstück
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🏨 Hotel
Lake Louise Inn
Das größte Hotel im Dorf mit verschiedenen Zimmertypen von Standard bis Apartments mit Küchenzeile. Die Küchenzeile ist ideal, wenn Sie beim Essen sparen möchten.
★★★★ ca. 530 CAD/Nacht (~360 EUR)
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🏔️ Mountain
Num-Ti-Jah Lodge
Historische Lodge am Bow Lake am Icefields Parkway, bekannt durch Fotos dank des roten Daches. Hier können Sie einen Kaffee mit Blick auf den Bow Glacier genießen.
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🏡 Hostel
HI Lake Louise
Hostel mit dem Café Bill Peyto’s Café, das das günstigste Essen in Lake Louise bietet — einfache Suppen, Sandwiches und Pizza. Ideal für Reisende mit kleinem Budget.
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Was Lake Louise kostet – Budget für 3 Nächte zu zweit

PostenPreis in CADPreis in EUR
Unterkunft (3 Nächte, mittlere Kategorie)1.400925 €
Mietwagen (3 Tage inkl. Benzin)350230 €
Parks Canada Pass (2 Personen, 3 Tage)6342 €
Essen (3 Tage, Restaurant + gelegentlich Laden)300200 €
Aktivitäten (Gondel, Shuttle, Kanu)200130 €
Gesamt2.313~1.530 €

Ja, billig ist es nicht. Aber es ist eine der schönsten Naturkulissen des Planeten, also … es lohnt sich. ☺️

Lake Louise, Kanada: 11 Tipps, was du sehen und erleben kannst

Und jetzt zur Hauptsache – schauen wir uns die 11 Orte und Erlebnisse an, die du in der Umgebung von Lake Louise auf keinen Fall verpassen solltest. Vom See selbst über herrliche Wanderungen bis zur schönsten Straße der Welt. Manche Tipps füllen einen ganzen Tag, andere schaffst du in einem Stündchen. Kombiniere nach Wetter, Laune und der Zeit, die du hast.

Panorama von Lake Louise mit dem Hotel Fairmont Chateau
Panorama von Lake Louise mit dem Hotel Fairmont Chateau (Foto: Bernard Spragg. NZ from Christchurch, New Zealand / Wikimedia Commons, CC0)

1. Der See Lake Louise – die türkise Pracht, wegen der alle herkommen

Blick auf den türkisfarbenen See Lake Louise

Das ist der Ort. Der Hauptstar. Der Grund, warum hierher jedes Jahr über 4 Millionen Menschen kommen. Und das völlig zu Recht.

Der See Lake Louise liegt auf 1.600 Metern Höhe, umgeben von steilen Bergen und dem Victoria Glacier, der sich über ihm wie eine Filmkulisse erhebt. Die Farbe des Wassers ändert sich im Laufe des Tages und der Saison – von strahlendem Blau über Türkis bis fast Smaragdgrün. Das liegt am Gletscherstaub (Rock Flour), dem feinen Sediment, das sich aus schmelzenden Gletschern löst und das Sonnenlicht reflektiert.

Am See verläuft eine schöne Uferpromenade, auf der du spazieren und aus allen Winkeln fotografieren kannst. An einem Ende steht das majestätische Fairmont Chateau Lake Louise und am anderen beginnen die Wanderwege in die Berge. Wenn du das ikonische Erlebnis willst, leihe dir ein Kanu – es kostet zwar unchristliche 155 CAD/Stunde (~102 €), aber über diesen türkisen Spiegel mit dem Gletscher vor dir zu paddeln, ist einfach magisch. Wir haben uns gesagt, das ist einmal im Leben, und bereuen keinen Cent.

Praktischer Tipp: Komm im Sommer entweder sehr früh am Morgen (vor 6:00 Uhr!) oder nutze den Shuttlebus von Parks Canada, der vom Park-&-Ride-Parkplatz fährt. Der Parkplatz am See hat begrenzte Kapazität und füllt sich unglaublich schnell. Alternativ komm am Nachmittag nach 16:00 Uhr, wenn die Leute zurückkehren.

2. Moraine Lake und Valley of Ten Peaks – vielleicht noch schöner als Lake Louise

Klassischer Blick auf Moraine Lake vom Rockpile Trail
Moraine Lake vom Rockpile Trail – der Ausblick, der auf der kanadischen Zwanzig-Dollar-Note war.
Moraine Lake umgeben von Berggipfeln

Ich sage es dir ganz offen: Moraine Lake ist wohl noch schöner als Lake Louise. Ich weiß, das klingt verrückt, aber die Kombination aus türkisem Wasser und zehn Berggipfeln im Hintergrund (Valley of Ten Peaks) ist einfach zum Niederknien. Diese Kulisse war auf der alten kanadischen Zwanzig-Dollar-Note – und das zu Recht.

Wichtige Änderung seit 2023: Zum Moraine Lake kommst du seit 2023 nicht mehr mit dem Privatauto. Parks Canada hat wegen der Überfüllung ein verpflichtendes Shuttlesystem eingeführt. Der Shuttle fährt vom Lake Louise Park & Ride alle 20 Minuten und kostet 8 CAD/Erwachsener (~5 €).

Die Tickets werden über die Website von Parks Canada reserviert – 40 % der Plätze werden im Frühjahr freigegeben (das Datum gibt Parks Canada jedes Jahr bekannt) und die übrigen 60 % der Plätze werden laufend jeweils 2 Tage im Voraus um 8:00 Uhr morgens (Mountain Time) freigeschaltet. Sei punktgenau am Rechner, die Tickets sind innerhalb von Minuten ausverkauft. Das ist keine Übertreibung, das ist ein Kampf. 😅

Wenn du dort angekommen bist, mach dich auf den kurzen Rockpile Trail (300 Meter, 5 Minuten) – das ist der berühmte Aussichtspunkt, von dem all diese perfekten Fotos stammen. Du findest ihn direkt am Parkplatz und der Ausblick ist absolut atemberaubend.

Die Moraine Lake Road ist ungefähr von Juni bis Mitte Oktober geöffnet – das genaue Datum hängt von den Schneeverhältnissen ab.

3. Lake Agnes Tea House – die Wanderung mit der besten Belohnung

Paar am Aussichtspunkt Big Beehive über dem Lake Louise
Big Beehive – ausgetretene Abzweigung vom Lake Agnes Tea House mit dem besten Blick auf den See.

Das ist wohl unsere Lieblingswanderung in der gesamten Region Lake Louise und ehrlich gesagt eines der besten Wandererlebnisse, die wir in Kanada hatten. Die Kombination aus einem herrlichen Weg, einem Bergsee und einem historischen Teehaus am Ende – was will man mehr?

Der Weg beginnt direkt am Fairmont Chateau Lake Louise und führt 3,5 km (eine Richtung) mit etwa 400 Höhenmetern. Der Weg führt durch dichten Wald, vorbei an Wasserfällen und mit sich nach und nach öffnenden Ausblicken auf den Lake Louise unter dir. Nach etwa anderthalb Stunden erreichst du den Lake Agnes – einen weiteren wunderschönen türkisen Bergsee – und an seinem Ufer steht das Lake Agnes Tea House.

Das Teehaus existiert seit 1901 (!), hat weder Strom noch fließendes Wasser und alle Vorräte werden auf dem Rücken hochgetragen. Es bietet Tees aus aller Welt, hausgemachte Kuchen und Sandwiches. Und hier Achtung – Bezahlung ist nur in bar möglich! Keine Karten, kein Apple Pay. Nimm genug kanadische Dollar mit. Wir hätten fast keine gehabt und Lukáš musste alle Taschen leeren. 😅

Das Teehaus ist ungefähr von Juni bis Oktober geöffnet (je nach Wetter) und es gibt oft eine Schlange, aber sie geht recht schnell. Der Tee mit Blick auf den Bergsee und die umliegenden Gipfel ist jede Minute Wartens wert.

4. Plain of Six Glaciers Trail – für alle, die mehr wollen

Ausblick vom Plain of Six Glaciers Trail

Wenn dir Lake Agnes nicht genügt (oder du einen Tag übrig hast), ist der Plain of Six Glaciers Trail eine längere und anspruchsvollere Alternative, die dich noch näher an die Gletscher bringt. Der Weg führt vom See Lake Louise entlang seines Ufers und steigt dann zum Aussichtspunkt auf sechs Gletscher gleichzeitig an.

Die Strecke misst etwa 5,5 km in eine Richtung mit 365 Höhenmetern und dauert ungefähr 2 Stunden. Unterwegs stößt du auf ein weiteres historisches Teehaus – das Plain of Six Glaciers Tea House – wo du dich erfrischen kannst (wieder nur Bargeld!). Das Teehaus ist kleiner und intimer als Lake Agnes und die Ausblicke auf die Gletscher sind von hier absolut phänomenal.

Beide Wanderungen (Lake Agnes und Plain of Six Glaciers) lassen sich zu einer großen Runde über den Sattel Big Beehive verbinden – rechne aber mit 6–8 Stunden Gehzeit und solider Kondition. Wir haben das gemacht und ich muss sagen, an dem Abend sind wir früher als sonst ins Bett gefallen. Aber es hat sich gelohnt. ☺️

5. Johnston Canyon – Wasserfälle, die einem den Atem rauben (und im Winter zufrieren!)

Upper Falls im Johnston Canyon
Upper Falls im Johnston Canyon – der Wasserfall, für den es sich lohnt, bis ganz nach oben zu gehen.

Der Johnston Canyon ist wohl die beliebteste und am leichtesten zugängliche Wanderung im gesamten Banff-Nationalpark. Und das aus gutem Grund – der Weg ist befestigt, stellenweise mit an der Felswand befestigten Stegen, und führt entlang eines schönen Canyons mit Wasserfällen.

Vom Parkplatz sind es etwa 1,1 km zu den unteren Wasserfällen (Lower Falls) – ein gemütlicher Spaziergang, den auch die Oma schafft. Zu den oberen Wasserfällen (Upper Falls) sind es weitere 1,6 km und es wird etwas steiler, aber immer noch absolut machbar für jeden mit vernünftiger Kondition.

Die unteren Wasserfälle sind wunderschön – das Wasser stürzt in eine enge Schlucht und du kannst über einen Steg so nah herankommen, dass es dich ein wenig bespritzt. Die oberen Wasserfälle sind mächtiger und der Blick von oben ist großartig.

Im Winter ist der Johnston Canyon ein völlig anderes, aber genauso magisches Erlebnis – die Wasserfälle frieren zu und bilden riesige Eiswände. Du kannst einen Ice Walk mit Guide machen (Spikes für die Schuhe, Stirnlampen) und den Canyon in seiner Winterpracht durchwandern. Es ist eines der einzigartigsten Wintererlebnisse in Kanada.

Tipp: Komm früh am Morgen oder spät am Nachmittag. Zwischen 10:00 und 15:00 Uhr ist hier im Sommer absoluter Andrang. Der Parkplatz ist groß, aber selbst der füllt sich.

6. Lake Louise Gondola – Ausblicke und (vielleicht) Bären

Sommerfahrt mit dem offenen Sessellift der Lake Louise Gondola
Lake Louise Gondola im Sommer – du kannst zwischen geschlossener Gondel und offenem Sessel wählen.

Die Lake Louise Gondola (betrieben vom Lake Louise Ski Resort) bringt dich auf den Kamm des Whitehorn Mountain, von wo aus du einen Panoramablick auf Lake Louise, das Valley of Ten Peaks, das Bow Valley und eine Reihe weiterer Gipfel der Rocky Mountains hast.

Die Fahrt nach oben dauert etwa 14 Minuten und oben findest du eine Aussichtsplattform, ein Restaurant und mehrere kurze Wege. Und jetzt das Beste – die Gegend rund um die Gondel ist als einer der besten Orte im Park bekannt, um Grizzlybären aus sicherer Entfernung zu beobachten. Die Bären grasen hier im Sommer an den Hängen unter der Gondel an Beeren. Wir haben keinen gesehen (typisch 😅), aber viele Leute haben mehr Glück.

Der Preis liegt bei ca. 65 CAD/Erwachsener (~43 €) – nicht wenig, aber die Ausblicke sind phänomenal und wenn du dich vor anspruchsvolleren Wanderungen scheust, ist es die bequemste Art, in die Höhe zu kommen.

Mehr Infos auf der Website von Lake Louise Ski Resort.

7. Bow Lake – verborgenes Juwel auf dem Weg zum Icefields Parkway

Panorama des Bow Lake am Icefields Parkway
Bow Lake – der erste große Stopp, wenn du auf den Icefields Parkway aufbrichst.

Der Bow Lake liegt etwa 40 km nördlich von Lake Louise am Anfang des berühmten Icefields Parkway und ist einer dieser Orte, an denen viele Leute nur vorbeifahren, weil sie zum Peyto Lake eilen. Ein Fehler.

Der See ist wunderschön, umgeben von Bergen und dem Bow Glacier, und vor allem – hier sind deutlich weniger Menschen als am Lake Louise oder Moraine Lake. Du kannst am Ufer spazieren, auf den Steinen sitzen und einfach die Schönheit in Ruhe genießen. Am See steht die historische Num-Ti-Jah Lodge (das rote Dach, das du von Fotos kennst), wo du einen Kaffee trinken kannst.

Für aktivere Reisende führt vom See ein Weg zu den Bow Glacier Falls – ein schöner Wasserfall etwa 4,5 km vom Parkplatz entfernt (eine Richtung). Der Höhenunterschied ist gering und der Weg führt durch herrliche Natur.

8. Peyto Lake – der See in Form eines Fuchses (oder Wolfs, je nach Fantasie)

Peyto Lake in Fuchsform am Icefields Parkway

Der Peyto Lake ist wohl der fotogenste See in den kanadischen Rocky Mountains – und das will etwas heißen. Der See hat eine unglaublich intensive türkise Farbe und sieht vom Aussichtspunkt Bow Summit (höchster Punkt des Icefields Parkway, 2.088 m) aus wie ein See in Form eines Fuchses. Oder eines Wolfs. Kommt darauf an, wen du fragst – Lukáš und ich haben uns darüber den ganzen Rückweg gestritten. 😁

Vom Parkplatz sind es zum Aussichtspunkt nur etwa 10 Minuten Fußweg auf einem befestigten Weg – also auch wenn du keine Wanderungen magst, das schaffst du. Der Ausblick ist absolut fantastisch und es ist einer dieser Orte, an denen dir klar wird, warum die Rocky Mountains der „kanadische Schatz“ genannt werden.

Tipp: Der Peyto Lake liegt etwa 40 km nördlich von Lake Louise und eignet sich hervorragend als Stopp auf der Fahrt über den Icefields Parkway. Brich morgens zum Bow Lake auf, dann zum Peyto Lake und fahre weiter Richtung Norden.

9. Icefields Parkway – die schönste Straße der Welt (ohne Übertreibung)

Bergkulisse entlang des Icefields Parkway

Der Icefields Parkway (Highway 93 North) ist eine 232 km lange Straße, die Lake Louise mit der Stadt Jasper verbindet, und ich scheue mich nicht zu sagen, dass es die schönste Straße ist, die wir je gefahren sind. Und wir sind schon einiges gefahren.

Die Straße führt durch das Herz der Rocky Mountains, vorbei an Gletschern, türkisen Seen, Wasserfällen und Berggipfeln. An jedem Punkt willst du anhalten und fotografieren. Ohne Stopps dauert die Fahrt etwa 3 Stunden, aber realistisch solltest du mit einem ganzen Tag rechnen, weil du alle paar Kilometer anhalten wirst.

Die wichtigsten Stopps auf dem Weg (von Lake Louise Richtung Norden):

  • Bow Lake (km 36)
  • Peyto Lake / Bow Summit (km 41)
  • Mistaya Canyon (km 72) – schöne enge Schlucht, 15 Minuten vom Parkplatz
  • Saskatchewan River Crossing (km 77) – die einzige Tankstelle auf der gesamten Strecke! Tanken!
  • Columbia Icefield (km 127) – riesiger Gletscher, Ice-Explorer-Tour auf den Gletscher
  • Athabasca Falls (km 200) – mächtige Wasserfälle
  • Jasper (km 232)

Wichtige Warnung: Saskatchewan River Crossing ist die einzige Tankstelle auf der gesamten 232-km-Strecke und im Winter geschlossen. Tanke in Lake Louise voll. Ernsthaft.

Wenn du einen ganzen Roadtrip inklusive Icefields Parkway planst, schau dir unseren ausführlichen Roadtrip-Reiseplan durch Westkanada an, in dem wir die Route Tag für Tag aufgeschrieben haben.

10. Lake Louise Ski Resort – Winterparadies für Skifahrer

Seilbahn im Lake Louise Ski Resort in bewölkten Bergen
Lake Louise Ski Resort – auch im Sommer kannst du wegen der Ausblicke mit der Seilbahn hinauffahren.

Wenn du im Winter anreist, ist das Lake Louise Ski Resort eines der größten und schönsten Skigebiete Nordamerikas. Mit 4.200 Acres Pisten, 145 Abfahrten und durchschnittlich 360 cm Schnee pro Jahr ist es ein Paradies für Skifahrer und Snowboarder.

Was das Lake Louise Ski Resort besonders macht, ist nicht nur die Größe, sondern die Ausblicke. Du fährst Ski mit Panoramablick auf das Valley of Ten Peaks, das Bow Valley und Dutzende verschneite Gipfel. Das ist einfach ein anderes Level als ein Alpengebiet.

Der Tagesskipass kostet ab 135 CAD (~89 €) und die Saison dauert ungefähr von November bis Mai. Mehr Infos auf skilouise.com.

Und selbst wenn du nicht Ski fährst – im Winter kannst du auf dem zugefrorenen Lake Louise Schlittschuh laufen (das Fairmont Chateau verleiht Schlittschuhe), Schneeschuhwandern gehen oder einfach die Ruhe und Stille der verschneiten Berge genießen.

11. Das Städtchen Banff – wo du alles findest, was in Lake Louise fehlt

Blick auf das Städtchen Banff in den Rocky Mountains

Banff liegt nur 57 km (40 Minuten Fahrt) von Lake Louise entfernt und ist die perfekte Basis oder Ergänzung zu deinem Besuch. Wo Lake Louise ein kleines Dorf mit einer Handvoll Dienstleistungen ist, ist Banff ein lebendiges Städtchen voller Restaurants, Bars, Geschäfte und Galerien.

Was in Banff auf jeden Fall einen Besuch wert ist:

  • Banff Gondola auf den Sulphur Mountain – Panoramablick auf die gesamte Region
  • Banff Upper Hot Springs – heiße Quellen mit Blick auf die Berge (perfekt nach einem Tag in den Bergen!)
  • Bow Falls – kleine, aber fotogene Wasserfälle direkt in der Stadt
  • Bear Street und Banff Avenue – die Hauptstraße mit Restaurants, Geschäften und Galerie

Banff ist auch ein großartiger Ort zum Abendessen – die Auswahl an Restaurants ist unvergleichlich größer als in Lake Louise und die Preise sind etwas günstiger.

Wenn du auch andere Orte in Kanada besuchen möchtest, etwa die Niagarafälle, ist Banff ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für die Planung einer größeren Reise.

Was man in Lake Louise essen sollte: Ein Guide für genussfreudige Reisende

Ich sage es ehrlich – Lake Louise ist kein gastronomisches Mekka. Die Auswahl an Restaurants ist begrenzt, die Preise sind hoch und die Qualität ist … unterschiedlich. Aber ein paar Schätze findest du trotzdem, und an weitere kommst du in Banff.

Laggan’s Mountain Bakery & Delicatessen

Das ist wohl der beliebteste Ort für Frühstück und Mittagessen in ganz Lake Louise und das zu Recht. Die kleine Bäckerei direkt im Dorf bietet frisch gebackene Bagels, Sandwiches, Kuchen und ausgezeichneten Kaffee. Die Portionen sind groß, die Preise für Lake-Louise-Verhältnisse vernünftig (Sandwich ca. 15 CAD / 10 €) und die Atmosphäre angenehm ungezwungen.

Erwarte eine Schlange – Laggan’s ist beliebt und der Platz ist klein. Wir haben etwa 15 Minuten gewartet, aber das Sandwich war es wert.

Lake Louise Station Restaurant

Ein Restaurant in einem historischen Bahnhof von 1910 – ein schönes Interieur mit originalen Holzbalken und Blick auf die Gleise. Es bietet Steaks, Fisch, Burger und eine solide Auswahl an kanadischen Weinen. Die Preise sind höher (Hauptgericht 30–50 CAD / 20–33 €), aber Atmosphäre und Qualität entsprechen dem.

Historische Lake Louise Station – ehemaliger Bahnhof
Historische Lake Louise Station – ehemaliger Bahnhof (Foto: Royalbroil / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0)

Bill Peyto’s Café (HI Lake Louise)

Die günstigste Variante in Lake Louise – ein Café im Hostel HI Lake Louise. Es bietet einfaches Essen (Suppen, Sandwiches, Pizza) zu vernünftigen Preisen. Wenn du sparen willst und kein Fine Dining brauchst, ist es eine solide Wahl.

Restaurants im Fairmont Chateau

Das Fairmont Chateau bietet mehrere Restaurants von formell (Fairview Bar & Restaurant mit Degustationsmenü) bis ungezwungen (Alpine Social mit Pizza und Burgern). Die Preise entsprechen einem Fünf-Sterne-Hotel (Hauptgericht ab 40 CAD / 26 € aufwärts), aber wenigstens ein Abendessen hier empfehle ich – mit Blick auf den türkisen See beim Sonnenuntergang zu essen, ist einfach ein Erlebnis.

Spartipp: Wenn du eine Unterkunft mit Küchenzeile hast (das Lake Louise Inn bietet Apartments), kaufe im Village Market im Dorf ein. Die Auswahl ist begrenzt und die Preise höher als in der Stadt, aber du sparst gegenüber den Restaurants. Den größeren Einkauf erledige in Calgary oder Banff.

Praktische Ratschläge und Tipps, bevor du nach Lake Louise aufbrichst

Ein paar Dinge, die wir am eigenen Leib gelernt haben und die dir Zeit, Geld und Nerven sparen.

Parken und Shuttlesystem

Im Sommer ist das Parken am Lake Louise ein Albtraum. Der Parkplatz am See füllt sich vor 6:00 Uhr morgens und lässt danach keine weiteren Autos mehr durch. Parks Canada betreibt einen Shuttlebus vom Park-&-Ride-Parkplatz im Dorf Lake Louise, der regelmäßig fährt und bei Weitem die bequemste Art ist, zum See zu kommen.

Moraine Lake ist seit 2023 ausschließlich per Shuttle erreichbar – keine Privatautos. Reserviere deine Tickets so früh wie möglich auf der Website von Parks Canada.

Bärenspray

Wir sind in Bärenland – im Banff-Nationalpark leben sowohl Schwarzbären als auch Grizzlys. Bärenspray kannst du in jedem Outdoor-Geschäft in Banff oder Lake Louise für ca. 50 CAD (~33 €) kaufen. Auf manchen Strecken empfiehlt Parks Canada, in Gruppen von mindestens 4 Personen zu gehen.

Bären sind wunderschön, aber respektiere sie. Mach Lärm auf dem Trail (sprich, klatsche, trage ein Glöckchen), bewahre kein Essen im Auto auf (Bären können Türen öffnen) und nähere dich niemals einem Bären.

Was du einpacken solltest

  • Wanderschuhe – absolute Pflicht. Die Trails sind steinig und manchmal rutschig. Wenn du keine hast, schau dir unsere Tipps zur Auswahl von Wanderschuhen an.
  • Kleidung im Zwiebellook – auch im Sommer kann es in den Bergen kalt sein (morgens 5 °C, nachmittags 25 °C).
  • Regenjacke/wasserdichte Jacke – nachmittägliche Gewitter sind in den Bergen üblich.
  • Sonnencreme und Sonnenbrille – die UV-Strahlung ist auf 1.600 m deutlich stärker.
  • Bargeld in CAD – für die Teehäuser am Trail (Lake Agnes, Plain of Six Glaciers).
  • Bärenspray (siehe oben).

Weitere Tipps zum Packen findest du in unserem Artikel wie man fürs Handgepäck packt.

Benzin und Auto

  • In Lake Louise gibt es eine Tankstelle – tanke, wenn du kannst.
  • Am Icefields Parkway gibt es eine Tankstelle (Saskatchewan River Crossing) – im Winter geschlossen!
  • Winterreifen sind vom 1.11.–1.4. auf Bergstraßen Pflicht.
  • Reserviere das Auto über RentalCars.com so früh wie möglich – im Sommer sind die Preise deutlich höher.

Mobile Daten und Internet

In Lake Louise und Banff ist der Mobilfunkempfang solide, aber auf den Trails und am Icefields Parkway gibt es praktisch keinen Empfang. Lade dir vorab Offline-Karten herunter (Google Maps, Maps.me). Für mobile Daten in Kanada empfehlen wir eine eSIM von Holafly – funktioniert hervorragend und du musst dich nicht um eine lokale SIM-Karte kümmern.

Reiseversicherung

Fahre auf keinen Fall ohne Versicherung nach Kanada. Die medizinische Versorgung für Ausländer ist in Kanada extrem teuer – ein gebrochenes Bein auf einer Wanderung kann dich Zehntausende Dollar kosten. Achte auf eine Auslandsreisekrankenversicherung, die auch Outdoor-Aktivitäten inklusive Wandern abdeckt.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Lake Louise

Hier sind die Antworten auf die häufigsten Fragen, die ich von Lesern bekomme, die eine Reise zum Lake Louise planen.

Wie spricht man Lake Louise aus?

Ausgesprochen wird es „lejk lu-ÍZ“ (Lake Louise). Der See wurde nach Prinzessin Louise Caroline Alberta benannt, der Herzogin von Argyll und Tochter von Königin Victoria. Nach ihr ist auch die gesamte Provinz Alberta benannt.

Warum ist das Wasser im Lake Louise türkisfarben?

Za der türkisfarbenen Farbe steht der sogenannte Gletscherstaub (rock flour/glacial flour) – feine Gesteinspartikel, die von den Gletschern bei ihrer Bewegung zermahlen werden. Diese mikroskopischen Partikel gelangen ins Wasser und reflektieren den blauen und grünen Anteil des Sonnenlichts. Die Farbe ist am intensivsten von Ende Juni bis September, wenn die Gletscher am stärksten schmelzen.

Wann ist die beste Zeit, um Lake Louise zu besuchen?

Für die türkisfarbene Farbe und die besten Bedingungen zum Wandern: Ende Juni bis September. Für goldene Lärchen und weniger Menschen: September–Anfang Oktober. Für Skifahren und Wintererlebnisse: Dezember–März. Ich würde den Mai und die erste Junihälfte meiden — der Schnee schmilzt, die Wege sind oft matschig und der See hat noch nicht seine berühmte Farbe.

Brauche ich ein Auto für den Besuch am Lake Louise?

Praktisch ja. Von Calgary nach Lake Louise fährt ein Shuttlebus (Brewster Express), aber nach der Ankunft seid ihr auf das Shuttle-System von Parks Canada angewiesen, das nur in der Hauptsaison und nur zu den Seen fährt. Für den Besuch des Johnston Canyon, des Icefields Parkway und weiterer Orte in der Umgebung ist ein Auto unerlässlich.

Kann ich mit dem eigenen Auto zum Moraine Lake fahren?

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Seit 2023 nicht mehr. Der Zugang zum Moraine Lake ist nur mit dem Shuttle-Bus von Parks Canada möglich. Die Tickets kosten 8 CAD/Erwachsener und müssen im Voraus auf der Website von Parks Canada reserviert werden. Der Shuttle fährt alle 20 Minuten vom Park-and-Ride-Parkplatz im Dorf Lake Louise ab.
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Ist Lake Louise sicher? Wie ist das mit den Bären?

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Lake Louise ist sicher, aber wir befinden uns in der Wildnis. Im Banff-Nationalpark leben sowohl Schwarzbären als auch Grizzlybären. Tragt Bärenspray bei euch, geht in Gruppen, macht Lärm auf dem Wanderweg und respektiert die Regeln von Parks Canada. Bären meiden Menschen normalerweise, aber es ist gut, vorbereitet zu sein.
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Wie viele Tage brauche ich für Lake Louise?

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Mindestens 2–3 Tage — ein Tag für den Lake Louise selbst + Lake Agnes Tea House, ein Tag für Moraine Lake + Johnston Canyon und gegebenenfalls ein Tag für den Icefields Parkway. Wenn ihr mehr Wanderungen und ein langsameres Tempo wollt, sind 4–5 Tage ideal. Kombiniert den Aufenthalt mit Banff für ein komplettes Erlebnis.
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Ich hoffe, dieser Reiseführer hilft dir, einen unvergesslichen Ausflug zum Lake Louise zu planen! Wenn du eine längere Reise durch Kanada planst, vergiss nicht, einen Blick auf unseren kompletten Roadtrip-Reiseplan durch Westkanada zu werfen, in dem du die Route Tag für Tag findest, inklusive aller Tipps zu Unterkünften, Restaurants und Aktivitäten.

Hast du eine Frage oder einen eigenen Tipp? Schreib mir in die Kommentare – ich berate dich gern! ☺️

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