Bergen, Norwegen: 14 Tipps für das Tor zu den Fjorden

TL;DRBergen, Norwegens zweitgrößte Stadt, lockt vor allem mit dem historischen Hanseviertel Bryggen, das zum UNESCO-Welterbe gehört, mit der Aussicht von der Fløibahn und dem Hafen, von dem aus Schiffe in die Fjorde ablegen, etwa zum nahen Mostraumen. Im Beitrag findest du 14 konkrete Tipps für Bergen, darunter die Festung Bergenhus, die Galerie KODE und der Fischmarkt Fisketorget. Fürs Zentrum und die Museen reichen 1 bis 2 Tage, als Ausgangspunkt für Fjordausflüge solltest du mindestens 3 Tage einplanen. Die beste Reisezeit ist Mai bis August mit Temperaturen zwischen 15 und 20 °C, auch wenn Bergen zu den regenreichsten Orten Europas zählt mit über 200 Regentagen im Jahr. Vom Flughafen Flesland kommst du mit der Stadtbahn Bybanen in etwa 45 Minuten ins Zentrum, und bei einem vollen Programm lohnt sich die Bergen Card mit Ermäßigungen für Nahverkehr und Museen.

Die zweitgrößte Stadt Norwegens wird oft nur als schnelle Zwischenstation auf dem Weg zu den Naturschönheiten des Nordens gesehen. Das ist meiner Meinung nach aber ein riesiger Fehler. Bergen in Norwegen hat nämlich eine ganz unverwechselbare Atmosphäre, geprägt von der jahrhundertealten Geschichte der Hansekaufleute und der dramatischen Natur der sogenannten sieben Berge ringsum. Das kompakte Zentrum voller Holzhäuschen lädt geradezu dazu ein, mit einem Kaffee in der Hand durch die Gassen zu schlendern.

Obwohl sich die Stadt rühmen kann, einer der regenreichsten Orte Europas zu sein, lass dich davon nicht abschrecken. Auch im Regen hat dieser Ort einen ungeheuren Charme, du musst dich nur gut anziehen und die nordische Ruhe in dich aufnehmen. Hier findest du großartige Museen, gemütliche Cafés und historische Gässchen, in denen du dich stundenlang verlieren kannst.

In diesem Reiseführer schauen wir uns das Spannendste an, was du im Tor zu den norwegischen Fjorden erleben kannst. Ich habe 14 Tipps für tolle Orte für dich vorbereitet, helfe dir bei der Wahl der Unterkunft und ergänze praktische Infos zur Anreise vom Flughafen. Lass uns gemeinsam deinen Trip in den Norden planen.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit für den ganzen Artikel haben

  • Historisches Bryggen: Die ikonischen bunten Häuschen am Kai gehören zum UNESCO-Welterbe und sind ein absolutes Muss für jeden Besucher.
  • Die besten Aussichten: Die Standseilbahn Fløibanen bringt dich in wenigen Minuten über die Stadt und bietet den berühmtesten Blick auf die Bucht.
  • Tor zu den Fjorden: Vom Hafen legen täglich Schiffe zu den tiefen Fjorden ab, darunter der nahe gelegene Mostraumen.
  • Wetter: Rechne damit, dass es hier an mehr als 200 Tagen im Jahr regnet. Eine gute Regenjacke gehört zur Grundausstattung.
  • Spare mit der Bergen Card: Wenn du Museen besuchen und öffentliche Verkehrsmittel nutzen willst, macht sich die Stadtkarte sehr schnell bezahlt.
  • Anreise vom Flughafen: Vom Flughafen Flesland kommst du am bequemsten mit der Stadtbahn Bybanen in rund 45 Minuten ins Zentrum.

Wann nach Bergen reisen: Wetter in Norwegen

Die Planung einer Reise nach Norwegen dreht sich immer ums Wetter, und in dieser Stadt gilt das doppelt. Die beste Reisezeit sind die Sommermonate von Mai bis August. Die Tage sind wunderschön lang, die Temperaturen liegen bei angenehmen 15 bis 20 Grad und die Chance auf Sonnentage ist statistisch am höchsten. Außerdem laufen im Sommer alle Bootstouren in die umliegenden Fjorde problemlos.

Gleichzeitig gilt aber: Du solltest zu jeder Jahreszeit auf Regen vorbereitet sein. Die Stadt liegt an der Küste und hält die Wolken vom Atlantik zurück, sodass hier eine Menge Niederschlag fällt. Dank des Golfstroms gibt es jedoch keine extremen Fröste. Wenn du im Winter anreist, genießt du schöne Weihnachtsmärkte und die geheimnisvolle nordische Dunkelheit – für lange Bergtouren ist das allerdings weniger geeignet.

Wo in Bergen übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Das historische Zentrum ist recht klein und du erreichst überall bequem zu Fuß. Am strategischsten ist es, eine Unterkunft in der Nähe des Hafens zu suchen oder beim Hauptbahnhof, wo auch die Stadtbahn vom Flughafen ankommt. Die Übernachtungspreise in Norwegen sind generell hoch: Für eine Nacht im Doppelzimmer zahlst du im Schnitt 1.500 bis 2.500 NOK, was etwa 130 bis 220 € entspricht. Hier sind konkrete Tipps für tolle Hotels, die du leicht zum Beispiel über Booking buchen kannst:

  • Thon Hotel Orion: Dieses Hotel bietet eine absolut perfekte Lage gleich neben dem historischen Bryggen. Reisende loben in den Bewertungen besonders das reichhaltige Frühstück und oft ist auch ein leichtes Abendessen inklusive, was dir im teuren Norwegen viel Geld spart.
  • Zander K Hotel: Wenn du modernes nordisches Design bevorzugst, wird dich dieses Hotel begeistern. Es liegt direkt neben dem Bahnhof, sodass du nur wenige Schritte zum Zug hast, falls du die berühmte norwegische Bahn nutzen willst.
  • Opus XVI: Für Liebhaber von Luxus und Geschichte gibt es dieses wunderschöne Boutique-Hotel. Gegründet haben es Verwandte des berühmten Komponisten Edvard Grieg, und das gesamte Interieur verweist auf klassische Musik und erstklassige Eleganz.

Historisches Herz und Aussichten: Die ersten 6 Sehenswürdigkeiten in Bergen

Bergen ist eine Stadt, eingebettet in eine unglaublich fotogene Landschaft. Im ersten Teil schauen wir uns die Orte an, die das Aushängeschild der Stadt bilden. Hier findest du die ältesten architektonischen Schätze und ich nehme dich gleichzeitig mit zu Aussichtspunkten, von denen du diese ganze Schönheit aus der Vogelperspektive bewundern kannst.

Bei einem Spaziergang durch das historische Zentrum versetzt du dich ganz leicht um mehrere Jahrhunderte zurück. Ich empfehle, für diese Gegend mindestens einen ganzen Tag einzuplanen, damit du es nicht eilig hast und in Ruhe einen Kaffee in einer der verwinkelten Gassen genießen kannst.

1. Hanseviertel Bryggen (UNESCO)

Die ikonischen bunten Häuschen mit Holzfassaden sind wahrscheinlich das Erste, was dir in den Sinn kommt, wenn von dieser Stadt die Rede ist. Dieses historische Viertel gehört zum UNESCO-Welterbe und bildet das absolute Herz des gesamten Hafens. Historischen Quellen zufolge residierten hier die Hansekaufleute schon ab dem 14. Jahrhundert und kontrollierten den Handel mit Stockfisch und Getreide in ganz Nordeuropa.

Beim Spaziergang am Kai solltest du nicht nur aus der Ferne fotografieren. Verirre dich unbedingt in die schmalen Durchgänge zwischen den Häusern, wo sich alte Holztreppen, kleine Kunstgalerien und Handwerkswerkstätten verbergen. Der Geruch von altem Holz und Teer ist ein wirklich einzigartiges Erlebnis.

Die Häuser wurden in der Vergangenheit mehrmals von verheerenden Bränden heimgesucht. Die heutige Gestalt stammt überwiegend aus dem frühen 18. Jahrhundert, doch die Gebäude wurden stets sorgfältig mit den ursprünglichen Methoden rekonstruiert. Heute findest du hier auch gemütliche Cafés, in die du dich vor dem typischen norwegischen Regen flüchten kannst.

2. Standseilbahn Fløibanen und Berg Fløyen

Wenn du die Stadt von oben sehen willst, ohne auch nur einen Schritt zu viel zu gehen, dann ab zur Standseilbahn Fløibanen. Die Talstation findest du gleich neben dem Kai von Bryggen und die Fahrt nach oben dauert nur etwa sechs Minuten. Die modernen verglasten Waggons bringen dich auf 320 Meter über dem Meer, von wo sich der ikonischste Blick auf die Stadt, die Bucht und die umliegenden Inseln öffnet.

Auf dem Gipfel des Fløyen endet es mit der Aussicht aber längst nicht. Hier findest du ein weit verzweigtes Netz gepflegter Wanderwege, die tief in die Wälder führen. Für Familien mit Kindern gibt es den geheimnisvollen Wald Trollskogen voller geschnitzter Holztrolle und Hindernisparcours.

💡 Tipp: In den Sommermonaten bilden sich hier riesige Warteschlangen an der Kasse. Ich empfehle, das Ticket vorab online zu kaufen oder die Vorteile der Bergen Card zu nutzen, damit du direkt zu den Drehkreuzen gehen kannst. Zurück in die Stadt kannst du dann bei einem angenehmen Spaziergang über die gepflegten Wege absteigen.

3. Seilbahn auf den Ulriken und Gratwanderung Vidden

Während der Fløyen eher eine entspannte Angelegenheit ist, lockt der Berg Ulriken echte Bergfreunde. Mit 643 Metern Höhe ist er der höchste der sieben Berge, die die Stadt umgeben. Nach oben bringt dich bequem die Gondelbahn Ulriken643, oder du gibst richtig Gas und steigst die tausenden Steinstufen hinauf, die von nepalesischen Sherpas gebaut wurden.

Wenn du längere Touren magst und das Wetter mitspielt, empfehlen die Einheimischen sehr die Gratwanderung Vidden. Diese Route verbindet eben den Ulriken mit dem Fløyen und bietet fantastische Panoramablicke auf die raue norwegische Natur. Die Tour dauert etwa fünf bis sechs Stunden und ist mittelschwer.

Vergiss nicht, dass sich das Wetter in den norwegischen Bergen von Minute zu Minute ändert. Auch wenn in der Stadt die Sonne scheint, kann oben ein starker Wind wehen, also pack immer eine Windjacke und eine warme Schicht in den Rucksack. Auf dem Gipfel des Ulriken kannst du dir dann zur Belohnung einen Kaffee im modernen verglasten Restaurant gönnen.

4. Festung Bergenhus und Rosenkrantz-Turm

Direkt an der Einfahrt zum historischen Hafen stößt du auf einen der ältesten und am besten erhaltenen Steinkomplexe Norwegens. Die Festung Bergenhus diente als königliche Residenz in der Zeit, als die Stadt die Hauptstadt des gesamten Königreichs war. Das Areal ist frei zugänglich und bietet einen schönen Ort zur Entspannung auf den gepflegten Rasenflächen.

Die größte Attraktion der Festung ist die majestätische Haakonshalle aus dem 13. Jahrhundert. Gleich daneben erhebt sich der Wehrturm Rosenkrantz, der mittelalterliche Architektur mit Renaissance-Elementen verbindet. Wenn du Eintritt zahlst, kannst du über die engen Wendeltreppen bis aufs Dach des Turms steigen.

Laut Reisenden ist die interaktive Ausstellung im Inneren des Turms sehr gelungen und zeichnet die bewegte Geschichte der Stadt hervorragend nach. Manchmal finden im Festungsareal auch große Sommerkonzerte unter freiem Himmel statt – wenn du Glück hast, erlebst du hier also eine einmalige musikalische Atmosphäre.

5. Marienkirche Mariakirken

Bei deinen Streifzügen hinter dem historischen Kai entgeht dir das anmutige Steingebäude mit zwei Türmen garantiert nicht. Die Marienkirche, auf Norwegisch Mariakirken, ist das älteste erhaltene Gebäude der ganzen Stadt. Ihre Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück und sie ist ein wunderschönes Beispiel romanischer Architektur.

Interessant ist, dass diese Kirche über Jahrhunderte den deutschen Hansekaufleuten diente. Dank ihres Reichtums blieb im Inneren eine prachtvolle Ausstattung erhalten, die in starkem Kontrast zu den schlichten lutherischen Kirchen in anderen Teilen Norwegens steht. Die größte Aufmerksamkeit zieht die reich verzierte barocke Kanzel auf sich.

Der Eintritt in die Kirche ist kostenpflichtig, mit der Stadtkarte ist er aber gratis. Selbst wenn du sie nur von außen betrachtest, bilden ihre massiven Steinmauern, umgeben von hohen Bäumen, einen wunderschönen Winkel, ideal für einen Moment der stillen Besinnung.

6. Alte Holzgassen und das Viertel Gamle Bergen

Wenn du die Atmosphäre des alten Norwegens ohne Touristenmassen erleben willst, geh ein Stück außerhalb des Hauptzentrums. In der Gegend rund um den Kai Richtung Stadtteil Sandviken triffst du auf zauberhafte schmale Gassen, gesäumt von weißen Holzhäuschen voller Blumentöpfe. Diese Wohngegend ist absolut ruhig und unglaublich romantisch.

Ein noch authentischeres Erlebnis bietet das Freilichtmuseum Gamle Bergen (Alt-Bergen). Es ist eine rekonstruierte Kleinstadt aus dem 18. und 19. Jahrhundert, in die historische Holzgebäude aus verschiedenen Teilen der Stadt zusammengetragen wurden. Hier findest du eine alte Bäckerei, eine Apotheke und die Häuser der damaligen Oberschicht.

In der Sommersaison erwacht das Museum zum Leben. Mitarbeiter in historischen Kostümen spielen hier Szenen aus dem Alltag, sodass du das Gefühl hast, wirklich in der Zeit gereist zu sein. Ein fantastischer Ort für Familien und Liebhaber historischer Fotografie.

Museen, Fjorde und Stadtleben: 8 weitere Tipps

In der zweiten Hälfte unseres Reiseführers schauen wir uns die Orte an, die die Stadt mit Leben, Kultur und einzigartigen Erlebnissen füllen. Ich führe dich in Galerien, zeige dir Möglichkeiten zur Flucht in die Natur und natürlich lassen wir auch die Tipps fürs gute Essen nicht aus.

Bergen ist eine sehr lebendige Universitätsstadt voller Studenten und Künstler. Hier wird dir bestimmt nicht langweilig, selbst wenn es gerade regnet, denn die lokale Kulturszene ist für norwegische Verhältnisse ungeheuer reich. Lass uns weitere tolle Orte entdecken.

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7. Fischmarkt (Fisketorget)

Direkt im Herzen des Hafens, wo Dutzende Boote ankern, erstreckt sich einer der bekanntesten Marktplätze Europas. Der historische Markt Fisketorget existiert hier schon seit dem 13. Jahrhundert und bildet bis heute den pulsierenden Mittelpunkt der Stadt. Der Markt gliedert sich in traditionelle Außenstände und eine moderne verglaste überdachte Halle.

Die örtlichen Händler bieten hier eine unglaubliche Auswahl an Meeresfrüchten. Auf den Theken liegen frischer Lachs, riesige Krabben und Berge von Garnelen, die sich Besucher oft direkt vor Ort zubereiten lassen. Rund um den Markt vermischt sich ständig der Duft des Meeres mit dem Rufen der Händler in vielen Sprachen der Welt.

Für Vegetarier ist es zwar kein Ort zum Mittagessen, aber die Atmosphäre lohnt sich. Neben Fisch findest du hier auch Stände mit frischem Obst, lokalen Käsesorten und interessanten Souvenirs. Die Preise auf dem Markt sind oft sehr überteuert, daher empfehlen erfahrene Reisende, eher wegen des Erlebnisses und der Fotos herzukommen als für einen großen Einkauf.

8. Hanseatisches Museum und Schøtstuene

Um zu verstehen, wie hart das Leben der mittelalterlichen Kaufleute war, musst du die Geschichte aus der Nähe erkunden. Das Hanseatische Museum zeigt dir die Kehrseite des bunten Bryggen, wo in engen, dunklen Kammern junge Lehrlinge aus Norddeutschland überlebten. Die Regeln waren hier kompromisslos und die Arbeit unglaublich schwer.

Die Ausstellung führt dich durch authentische Innenräume mit Originalmobiliar. Du siehst hier in die Wände eingebaute Schrankbetten, die die Bewohner vor der klirrenden Kälte schützen sollten, da in den Häusern aus Angst vor Bränden gar nicht geheizt werden durfte.

Teil des Rundgangs sind auch die nahe gelegenen Versammlungssäle Schøtstuene. Das waren die einzigen Orte, an denen Feuer gemacht werden durfte, sodass die Kaufleute hier die Winterabende verbrachten, ihr Essen wärmten und wilde Feste feierten. Das Museum verbindet trockene Fakten sehr fesselnd mit realen Geschichten konkreter Menschen.

9. KODE-Galerien und Edvard Griegs Heim Troldhaugen

Kunstliebhaber sind in Bergen im siebten Himmel. Die KODE-Galerien bilden einen der größten Museumskomplexe in ganz Skandinavien und erstrecken sich über gleich vier große Gebäude rund um einen zentralen Teich. Hier findest du alles vom zeitgenössischen Design bis zu klassischen Gemälden.

Der größte Magnet ist zweifellos die Sammlung norwegischer Kunst. Im Pavillon KODE 3 hängen mehrere berühmte Werke von Edvard Munch, und das in einer sehr ruhigen Umgebung ohne die riesigen Menschenmassen, die wir aus den Galerien in Oslo kennen. Zu sehen sind auch fantastische romantische Landschaftsmalereien der norwegischen Berge und Fjorde.

Wenn du Musik magst, mach einen Ausflug in den Vorort zur Villa Troldhaugen. Dieses bezaubernde Holzhaus gehörte dem berühmten Komponisten Edvard Grieg und liegt in einem wunderschönen Garten direkt am See Nordåsvatnet. In den Sommermonaten finden hier regelmäßig Klavierkonzerte in einem modernen Saal mit verglaster Wand zur Natur hin statt.

10. Aquarium Akvariet

Wenn du mit Kindern reist oder einfach die Unterwasserwelt magst, mach dich auf zur Spitze der Halbinsel Nordnes. Das hiesige Aquarium gehört zu den größten in Nordeuropa und bietet eine tolle Ausweichoption für Regentage. Du kannst bei einem angenehmen Spaziergang aus dem Zentrum herkommen oder die kleine Fähre über die Bucht nutzen.

Der größten Beliebtheit erfreuen sich hier die Außenbecken. Besucher loben besonders die kommentierten Fütterungen der Pinguine und der verspielten Seehunde, die hier schöne, ihrer natürlichen Umgebung nachempfundene Gehege haben. Die Innenpavillons verbergen riesige Becken mit nordischen Fischarten und Haien.

Das Aquarium legt großen Wert auf Bildung und Naturschutz. Du findest hier auch eine Tropenabteilung mit Krokodilen und Schlangen, auch wenn die Hauptattraktion eben das kalte Leben unter der Oberfläche des norwegischen Meeres bleibt.

11. Bootstouren in die Fjorde ab Bergen

In dieser Stadt zu sein und nicht aufs Wasser zu fahren, wäre eine Sünde. Bergen ist der ideale Ausgangspunkt zur Erkundung der norwegischen Fjorde, und zwar selbst dann, wenn du nur ein paar Stunden Zeit hast. Direkt vom Haupthafen Vågen legen täglich moderne Schiffe und leise Elektro-Katamarane ab.

Die beliebteste Halbtagesvariante ist die Tour in den schmalen Fjord Mostraumen. Das Schiff fährt durch eine dramatische Landschaft voller steiler Felsen und Wasserfälle, wobei der Sund in manchen Abschnitten so eng ist, dass du das Gefühl hast, du könntest den Fels direkt vom Deck aus berühren.

💡 Tipp: Die Touren sind in der Saison schnell ausverkauft. Ich empfehle, die Tickets für die Fahrten rechtzeitig im Voraus zu reservieren, dafür kannst du zum Beispiel das beliebte Portal GetYourGuide nutzen, wo du übersichtliche Bewertungen der einzelnen Anbieter findest. Für eine längere Erkundung bieten sich dann Ganztagesfahrten bis in den majestätischen Sognefjord an.

12. Bergen als Tor zu Norway in a Nutshell

Wenn du das Beste der norwegischen Natur in einem Paket erleben willst, ist das die richtige Wahl. Die Stadt fungiert als Hauptstartpunkt für die legendäre Rundreise Norway in a Nutshell, die Reisen mit Zug, Bus und Schiff durch die schönsten Kulissen kombiniert.

Die Route beginnt üblicherweise mit einer Fahrt über die norwegische Bergenbahn nach Voss. Von dort geht es per Bus über steile Serpentinen hinunter zum Fjord, wo du auf ein Schiff umsteigst, das durch den wunderschönen, in die UNESCO-Liste eingetragenen Nærøyfjord fährt. Das ganze Erlebnis gipfelt dann in einer Fahrt über die unglaublich steile Strecke, die wir in unserem Artikel über die Flåmbahn ausführlich beschreiben.

Diese Rundreise lässt sich an einem sehr langen Tag schaffen, aber die Einheimischen empfehlen, sie aufzuteilen. Die Tickets kannst du als komplettes Paket bei einer Agentur kaufen, oder du klickst dir die einzelnen Abschnitte selbst bei der norwegischen Bahn zusammen, was etwas günstiger ist.

13. Streetfood, Cafés und vegetarisches Essen

Obwohl die norwegische Gastronomie stark auf Fisch und Fleisch ausgerichtet ist, wirst du hier auch als Veganer oder Vegetarier keinen Hunger leiden. Bergen bietet eine fantastische alternative und Hipster-Szene, die jeden Liebhaber von gutem Essen und Spezialitätenkaffee erfreut.

Wenn du eine entspannte Atmosphäre suchst, ab in die Halle Bergen Street Food. Dieses moderne Konzept vereint Foodstände aus aller Welt, du findest hier tolle vegetarische und vegane Optionen und am Abend verwandelt sich der Raum in einen lebendigen Ort mit Musik und Drinks. Ein idealer Unterschlupf bei schlechtem Wetter.

Und was wäre ein Ausflug in den Norden ohne süßen Abschluss? Du musst unbedingt das traditionelle Skillingsboller probieren, eine lokale Variante einer reichhaltigen Zimtschnecke. Die besten backen angeblich kleine Familienbäckereien direkt in den Gassen rund um Bryggen.

14. Regen in Bergen und wie du ihn genießt

Zum Schluss sprechen wir über etwas, das untrennbar zu dieser Stadt gehört. Mit mehr als 200 Regentagen im Jahr hält Bergen den Rekord in Europa, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass du nass wirst, an Sicherheit grenzt. Die Einheimischen sind die Launen des Wetters aber gewohnt und lassen sich davon nicht die Laune verderben.

Das Geheimnis liegt in der richtigen Ausrüstung und Einstellung. Eine gute wasserdichte Jacke und gute Schuhe sind ein absolutes Muss, während ein Regenschirm hier wegen des häufigen starken Windes meist wenig hilft. Die Stadt hat im Regen eine unglaublich melancholische und fotogene Atmosphäre.

Wenn es richtig zu schütten beginnt, ändere einfach deine Pläne. Verzieh dich in eines der vielen gemütlichen Cafés, bestell dir ein heißes Getränk und beobachte durch das beschlagene Fenster das Treiben draußen. Oder nutze die Zeit für einen Besuch der KODE-Galerie oder des Hanseatischen Museums. Der Regen bildet schlicht die Seele dieses Ortes.

Praktische Infos: Anreise und Spartipps

Für die Fortbewegung in der Stadt sind ein paar praktische Infos nützlich. Vom Flughafen Flesland kommst du am bequemsten ins Zentrum. Direkt von der Flughafenhalle fährt die moderne Stadtbahn Bybanen (Linie 1), die dich in rund 45 Minuten bis zur Endhaltestelle Byparken im Herzen der Stadt bringt. Das Ticket kaufst du einfach in der App Skyss oder an den Automaten an der Haltestelle. Direktflüge nach Bergen gibt es übrigens unter anderem ab Frankfurt, München und über Drehkreuze wie Oslo oder Kopenhagen.

Wenn du ein aktives Programm planst, denk über den Kauf der Stadtkarte nach. Die Bergen Card bietet kostenlose Fahrten im ÖPNV und deutliche Rabatte auf Eintritte, darunter die Standseilbahn Fløibanen und die meisten Museen. Kaufen kannst du sie für 24 bis 96 Stunden online oder im Touristeninformationszentrum beim Fischmarkt. Angesichts der hohen norwegischen Preise zahlt sich die Investition in die Karte schon beim Besuch von zwei bis drei Attraktionen pro Tag sehr schnell aus.

Wohin weiter von Bergen

Wenn du in Norwegen mehr Zeit hast, wäre es schade, nur an einem Ort zu bleiben. Schau dir unsere weiteren Artikel an und plane einen unvergesslichen Roadtrip durch den Norden:

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage braucht man für einen Besuch in Bergen?

Na das historische Zentrum selbst, Museen und eine Fahrt mit der Seilbahn reichen euch 1 bis 2 volle Tage. Wenn ihr aber plant, Bergen als Ausgangspunkt für Bootsausflüge zu den Fjorden zu nutzen, solltet ihr mindestens 3 Tage einplanen.

Regnet es in Bergen wirklich ständig?

Regen ist hier sehr häufig, es regnet mehr als 200 Tage im Jahr aufgrund der Lage zwischen den Bergen und dem Ozean. Dabei handelt es sich aber meist nicht um Dauerregen, das Wetter wechselt schnell. Nehmt auf jeden Fall wasserfeste Kleidung mit, die Stadt hat auch im Regen ihren Charme.

Lohnt sich die Bergen Card?

Ja, wenn Sie ein aktives Programm planen. Die Karte lohnt sich, sobald Sie die Straßenbahn vom Flughafen nutzen, mit der Fløibanen-Standseilbahn fahren und mindestens zwei kostenpflichtige Museen besuchen. Außerdem sparen Sie Zeit beim Ticketkauf.

Wie kommt man am besten vom Flughafen Flesland ins Zentrum?

Die günstigste und bequemste Möglichkeit ist die Straßenbahn Bybanen (Linie 1). Sie fährt direkt vom Untergeschoss des Flughafens ab und bringt dich in 45 Minuten ohne Umsteigen ins Zentrum zur Haltestelle Byparken. Die Fahrt kostet genauso viel wie ein normales Ticket für den öffentlichen Nahverkehr.

Ist Bergen ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Fjorden?

Absolut ideal. Der Hafen wird als Tor zu den Fjorden bezeichnet und täglich legen hier Schiffe zu halbtägigen und ganztägigen Fahrten ab. Von hier aus erreichen Sie leicht den Sognefjord oder die beliebte Route Norway in a Nutshell.

Wo kann man in Bergen vegetarisch essen?

Trotz der traditionellen Ausrichtung auf Fisch findest du hier großartige Möglichkeiten. Hervorragende vegetarische und vegane Gerichte bietet die Halle Bergen Street Food oder unzählige moderne Cafés im Zentrum. Lass dir auf keinen Fall die Zimtschnecke Skillingsboller entgehen.

Was man in Bergen sehen kann, wenn es richtig heftig regnet?

Verstecken Sie sich im weitläufigen Galerie-Komplex KODE, erkunden Sie die Geschichte im Hansemuseum oder besuchen Sie mit Kindern das riesige Aquarium Akvariet. Interessant ist auch der Ausblick von der Fløibanen-Seilbahn, deren Kabinen verglast und überdacht sind.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Trondheim, Norwegen: 12 Tipps für die Stadt des Nidarosdoms

TL;DRTrondheim präsentiert sich in zwölf zentralen Tipps rund um die Nidarosdomen-Kathedrale, den größten mittelalterlichen Bau Skandinaviens, errichtet über dem Grab des heiligen Olav. Zu den wichtigsten Stationen zählen das bunte Viertel Bakklandet mit der alten Brücke Gamle Bybro, der einzigartige Fahrradlift Trampe, der Holzpalast Stiftsgården, die Festung Kristiansten sowie die Insel Munkholmen, wo du im Sommer auch baden kannst. Für die Innenstadt und Bakklandet reichen ein bis zwei Tage, für eine Bootstour und die Museen plan lieber einen Tag mehr ein. Die beste Reisezeit ist Mai bis August mit Temperaturen von 18 bis 22 Grad, und am schönsten reist du mit dem Zug von Oslo über die Dovrebahn – die Fahrt dauert rund sechseinhalb Stunden.

Wenn du eine Reise in den hohen Norden planst, fragst du dich vielleicht, wo sich ein strategischer Zwischenstopp lohnt. Trondheim in Norwegen ist das historische Herz des Landes und eine Stadt, die viele Reisende auf der Jagd nach den Fjorden zu Unrecht links liegen lassen. Dabei findest du genau hier eine faszinierende Mischung aus tiefer Geschichte, wunderschöner nordischer Architektur und einer unglaublich entspannten Atmosphäre, die der Stadt vor allem die zahlreichen Studenten verleihen.

Obwohl Trondheim einst als Hauptstadt diente und hier bis heute die norwegischen Könige gekrönt werden, wirkt die Stadt eher wie ein gemütliches, freundliches Städtchen. Die bunten Holzspeicher entlang des Flusses Nidelva bilden einen herrlichen Kontrast zu den majestätischen Türmen des gewaltigen Doms, und überall laden kleine Cafés zum Verweilen bei einem ausgezeichneten Kaffee ein. Kein Wunder, dass dieser Ort regelmäßig zu den lebenswertesten Städten Skandinaviens gezählt wird.

Schauen wir uns gemeinsam die 12 besten Tipps an, was du in Trondheim sehen solltest, damit du das Allerbeste aus deinem Besuch herausholst. Ich verrate dir, wo du den weltweit einzigartigsten Fahrradlift findest, in welchen Vierteln es das beste vegetarische Essen gibt und wie du deine Zugfahrt von Oslo clever planst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Größtes Wahrzeichen: Der Nidarosdom ist das größte mittelalterliche Bauwerk Skandinaviens und ein absolutes Muss bei einem Besuch der Stadt.
  • Fotogenes Viertel: Bakklandet verzaubert dich mit bunten Holzhäusern auf Pfählen und der alten Brücke Gamle Bybro.
  • Einzigartiges Erlebnis: Am steilen Hang zur Festung Kristiansten findest du den einzigen Fahrradlift der Welt, genannt Trampe.
  • Wohin zum Essen: Die ehemaligen Docks im Viertel Solsiden gelten heute als Zentrum hervorragender Restaurants und Bistros.
  • Bootsausflug: Im Sommer solltest du unbedingt zur kleinen Insel Munkholmen fahren, wo man baden und picknicken kann.
  • Anreise: Am schönsten ist die Zugfahrt von Oslo auf der Strecke Dovrebanen, alternativ kannst du den internationalen Flughafen Værnes nutzen.

Wann nach Trondheim reisen – das Wetter in Norwegen

Das norwegische Wetter kann unberechenbar sein, aber wenn du die Stadt in vollen Zügen genießen möchtest, ist der Sommer eindeutig die beste Wahl. Von Mai bis August werden die Tage unglaublich lang, die Sonne geht erst spät in der Nacht unter und du hast jede Menge Zeit, um die Gassen zu erkunden. Die Einheimischen leben in dieser Zeit richtig auf, füllen die Außenterrassen der Cafés und vom Ufer strahlt eine unbeschreibliche Gelassenheit aus.

Der Sommer ist außerdem die einzige Zeit, in der du bequem mit dem Boot zur beliebten Insel Munkholmen gelangst, wohin man zum Baden und Entspannen fährt. Die Temperaturen liegen im Juli und August meist bei angenehmen 18 bis 22 Grad Celsius, was perfekt zum Wandern ohne drückende Hitze ist. Vergiss aber nicht, eine leichte Regenjacke einzupacken, denn Schauer können hier wirklich jederzeit auftauchen.

Der Winter hat dagegen seinen ganz eigenen, dunkleren, aber sehr romantischen Zauber. Die Weihnachtsmärkte vor dem festlich beleuchteten Nidarosdom gehören zu den schönsten des ganzen Landes. Zwar sind die Tage sehr kurz und die Temperaturen fallen unter den Gefrierpunkt, doch wenn du dich gut anziehst, belohnt dich eine zauberhafte Winteratmosphäre ganz ohne Touristenmassen. Frühling und Herbst sind eher ruhigere Übergangszeiten, in denen du mit häufigerem Regen und Wind rechnen musst.

Wo in Trondheim übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die Wahl des richtigen Hotels kann dein Stadterlebnis auf ein ganz anderes Level heben, gerade in Norwegen, wo der Unterkunftsstandard sehr hoch ist. Rechne mit Preisen von etwa 1.400 bis 2.600 NOK (ungefähr 120 bis 225 €) pro Nacht im Doppelzimmer. Die meisten der besten Hotels liegen in Gehweite der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, sodass du dir um umständliche Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr gar keine Gedanken machen musst.

Wenn du dir echten historischen Luxus gönnen möchtest, reserviere ein Zimmer im ikonischen Britannia Hotel. Dieser prachtvolle Fünf-Sterne-Palast mitten im Zentrum bietet erstklassigen Service, ein wunderschönes Spa und ein unglaublich reichhaltiges Frühstück. Es ist die ideale Wahl für besondere Anlässe oder ein romantisches Wochenende, an das du dich noch lange erinnern wirst.

Für Feinschmecker ist das Scandic Nidelven direkt am Fluss eine echte Legende. Dieses Hotel trägt nämlich regelmäßig den Titel für das beste Hotelfrühstück in ganz Norwegen, was in einem Land mit derart hohen kulinarischen Standards eine riesige Auszeichnung ist. Eine tolle und etwas günstigere Variante ist das Clarion Collection Hotel Bakeriet, das in einer historischen ehemaligen Bäckerei untergebracht ist und oft sogar ein leichtes Abendessen im Übernachtungspreis enthält, was dir in Norwegen ordentlich Geld spart.

Wie du nach Trondheim kommst

Die Anreise in diese nordische Stadt kann schon für sich ein riesiges Erlebnis sein. Am schönsten ist die Zugfahrt von Oslo auf der berühmten Strecke namens Dovrebanen. Die Fahrt dauert rund sechseinhalb Stunden und bietet dir absolut atemberaubende Ausblicke auf die norwegischen Berge, tiefe Täler und die wilde Natur des Nationalparks Dovrefjell. Die Tickets solltest du rechtzeitig im Voraus über die norwegische Bahn kaufen, denn die Preise steigen mit näher rückendem Abfahrtsdatum deutlich an.

Wenn du es eilig hast oder von weiter her anreist, ist das Flugzeug zum internationalen Flughafen Værnes die schnellste Variante. Von Deutschland aus – etwa von Berlin, München oder Frankfurt – gelangst du meist mit einem Umstieg in Oslo, Kopenhagen oder Amsterdam hierher. Der Flughafen selbst liegt rund 35 Kilometer östlich des Zentrums, wohin dich anschließend bequem und schnell die regelmäßigen Flughafenbusse oder lokale Züge bringen.

Trondheim funktioniert außerdem als ideales Tor für die weitere Reise in den hohen Norden. Genau hier beginnt nämlich die nächste berühmte Bahnstrecke, die Nordlandsbanen, die dich bis hinter den Polarkreis in die Stadt Bodø bringt. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung mit der Fähre zu den magischen Lofoten, sodass sich die Stadt hervorragend als mehrtägiger Zwischenstopp auf einem längeren Skandinavien-Roadtrip eignet.

Historisches Zentrum und königliche Sehenswürdigkeiten

Das Stadtzentrum ist recht kompakt und alle wichtigen historischen Schätze kannst du problemlos zu Fuß ablaufen. Genau hier spürst du am stärksten das majestätische Erbe der Vergangenheit, als die Stadt als wichtigstes Machtzentrum des ganzen Landes diente. Die Architektur reicht hier nahtlos von mittelalterlichen Steinmauern bis zu prächtigen Holzpalästen, die bis heute ihrem ursprünglichen Zweck dienen.

Wenn du durch die gepflasterten Gassen rund um den Hauptplatz Torvet schlenderst, achte unbedingt auf die Statue des Stadtgründers, des Wikingerkönigs Olav Tryggvason. Von diesem zentralen Punkt aus findest du leicht zu allen drei wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die das Herzstück der norwegischen königlichen und geistlichen Geschichte bilden.

1. Der Nidarosdom

Dieses gewaltige Bauwerk ist ein absolutes Juwel und die größte mittelalterliche Kathedrale ganz Skandinaviens. Sie wurde über dem Grab des heiligen Olav, des Schutzpatrons Norwegens, errichtet, und ihre mit dutzenden präzise gemeißelten Skulpturen verzierte Westfassade verschlägt dir schlicht den Atem. Der Überlieferung nach finden hinter diesen Mauern bis heute die Krönungen und Segnungen der norwegischen Herrscher statt, was dem Ort eine enorme Würde verleiht.

Während der Spaziergang um das Äußere des majestätischen Bauwerks völlig kostenlos ist, wird für den Eintritt in die Innenräume und den Aufstieg auf den Turm Eintritt verlangt. Drinnen begeistern dich wunderschöne Buntglasfenster und eine düster-gotische Atmosphäre, die im Kontrast zur typisch nordischen Schlichtheit steht. Wenn du Ausblicke magst, steig unbedingt die schmalen Stufen zum Hauptturm hinauf – von dort hast du einen herrlichen Blick über die ganze Stadt und den Fjord.

💡 Tipp: Tickets für die Besichtigung des Doms, aber auch für verschiedene Fjordfahrten oder geführte Stadtrundgänge kannst du ganz einfach im Voraus über Plattformen wie GetYourGuide reservieren, damit du vor Ort entspannt bleibst und Warteschlangen umgehst.

2. Der Holzpalast Stiftsgården

Mitten im belebten Zentrum stößt du auf ein riesiges gelbes Gebäude, das auf den ersten Blick wie eine Kulisse aus einem Historienfilm wirkt. Stiftsgården ist das größte hölzerne Palastgebäude Skandinaviens und dient bis heute als offizielle königliche Residenz, wenn die Herrscherfamilie die Stadt besucht. Es wurde Ende des 18. Jahrhunderts ursprünglich für eine wohlhabende und ehrgeizige Kauffrau errichtet, was schon allein den damaligen Reichtum der lokalen Eliten zeigt.

In den Sommermonaten sind für Besucher die wunderschönen historischen Innenräume geöffnet, in die du im Rahmen von Führungen gelangst. Du kannst prunkvolle Möbel und kunstvolle Tapeten bewundern und allerlei Spannendes darüber erfahren, wie man in einem so riesigen Holzgebäude einst lebte und heizte. Selbst wenn du nur vorbeigehst, nimm dir auf jeden Fall Zeit für einen Spaziergang durch den schönen angrenzenden Park, der frei zugänglich ist.

3. Der Pilgerweg des heiligen Olav

Vielleicht überrascht es dich, aber Trondheim ist seit Jahrhunderten das Ziel hunderttausender Gläubiger und Abenteurer aus ganz Europa. Der Pilgerweg St. Olavsleden ist eine Art nordisches Pendant zum berühmten Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Die Routen führen über wilde Berge, stille Wälder und malerische Täler und laufen alle symbolisch am Grab des heiligen Olav im Nidarosdom zusammen.

Heute nutzen diese Route längst nicht mehr nur Gläubige, sondern sie lockt immer öfter Wanderfreunde und Anhänger des langsamen Reisens an. Auch wenn du nicht vorhast, hunderte Kilometer zu gehen, kannst du wenigstens die letzten paar Kilometer vor den Toren der Stadt ablaufen und die besondere Atmosphäre dieses Wegs aufsaugen, den Generationen von Pilgern über Jahrtausende ausgetreten haben. Im Informationszentrum nahe des Doms erfährst du faszinierende Geschichten über die Geschichte dieser nordischen Wanderung.

Ikonische Viertel und Ausblicke auf die Stadt

Sobald du die Schatten der mittelalterlichen Mauern verlässt, öffnet sich dir ein viel bunteres und verspielteres Gesicht der Stadt. Die Holzarchitektur und die steilen Hügel bieten ein fantastisches Fotopotenzial, das du bei jedem Schritt zu schätzen weißt. Die Stadt ist hervorragend auf Fußgänger ausgelegt, sodass du all diese ikonischen Ausblicke an einem einzigen Nachmittag einsammeln kannst.

Das Wasser spielt hier die Hauptrolle, denn der Fluss Nidelva schlängelt sich träge mitten durch die Stadt und schafft herrliche Spiegelbilder für die umliegenden Häuschen. Der Übergang über die alten Brücken in die Randviertel versetzt dich gefühlt in jene Zeiten zurück, als hier statt Touristen Seeleute, Händler und Hafenarbeiter flanierten, die Stockfisch verluden.

4. Das zauberhafte Viertel Bakklandet

Wenn es einen Ort gibt, in den du dich sofort verliebst, dann ist es Bakklandet. Dieses Viertel ist berühmt für seine alten Holzspeicher auf Pfählen, die die Flussufer säumen und in allen Farben leuchten – von kräftigem Ocker bis zum traditionellen Falunrot. Ursprünglich war es ein ärmliches Arbeiterviertel, doch heute hat es sich in den charmantesten und bohemischsten Ort der weiteren Umgebung verwandelt.

Die schmalen gepflasterten Gassen sind voller unabhängiger Boutiquen, kleiner Galerien und gemütlicher Cafés, in denen sich die Einheimischen bei einer Tasse Filterkaffee und frischen Zimtschnecken treffen. Vergiss nicht, die ganze Szenerie vom gegenüberliegenden Ufer nahe des Doms zu fotografieren, denn von dort kommen die Pfahlhäuser, die sich auf der Wasseroberfläche spiegeln, absolut perfekt zur Geltung. Es ist eine Szenerie wie aus einer Postkarte.

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5. Die alte Brücke Gamle Bybro

Damit dein Übergang ins Viertel Bakklandet stilvoll wird, musst du die berühmteste Brücke der Stadt benutzen. Die Gamle Bybro stammt aus dem 17. Jahrhundert und hat sich dank ihrer ikonischen roten geschnitzten Portale den schönen Spitznamen „Tor des Glücks“ verdient. Die Einheimischen glauben angeblich, dass sich ein Wunsch, den man sich unter ihren Bögen wünscht, mit großer Wahrscheinlichkeit bald erfüllt.

Die Brücke selbst ist ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer, sodass du hier in Ruhe stehen bleiben und die Ausblicke auf beide Flussseiten genießen kannst. Genau von hier machst du die schönsten Fotos der bunten Speicher, und wenn du Glück mit ruhigem Wetter hast, ist die Spiegelung der Häuschen auf der Wasseroberfläche absolut makellos. Die Brücke ist nicht nur tagsüber wunderschön, sondern auch abends, wenn sie behutsam und romantisch beleuchtet wird.

6. Der Fahrradlift Trampe

Radfahren ist in Norwegen ungemein beliebt, aber die steilen Hügel können selbst für trainierte Menschen eine echte Herausforderung sein. Deshalb entstand hier ein absolutes Weltunikat namens Trampe, ein spezieller Lift für Radfahrer, der direkt in den Gehweg eingebaut ist. Du findest ihn gleich hinter der Brücke Gamle Bybro, und er erleichtert den Leuten die anstrengende Auffahrt den steilen Hügel Brubakken hinauf.

Er funktioniert überraschend einfach, auch wenn es beim ersten Mal etwas Übung erfordert. Der Radfahrer stützt sich mit dem rechten Fuß auf eine kleine Metallplatte, die aus der Schiene herausfährt, und diese schiebt ihn samt Fahrrad mit der Geschwindigkeit eines flotten Spaziergangs nach oben. Selbst wenn du nicht selbst Fahrrad fährst, halte hier kurz an und beobachte, wie die Einheimischen mit völliger Eleganz und ohne Anstrengung den sonst mörderischen Höhenunterschied bewältigen.

7. Die barocke Festung Kristiansten

Wenn du es auf irgendeine Weise auf den Hügel oberhalb des Viertels Bakklandet geschafft hast, sollten deine Schritte zu den weißen Mauern führen. Die Festung Kristiansten wurde nach einem großen Brand im 17. Jahrhundert erbaut, um die Stadt vor Angriffen aus dem Osten zu schützen, vor allem vor der schwedischen Armee. Ihre massiven Mauern und alten Kanonen erinnern bis heute an die bewegte Militärgeschichte der gesamten Region.

Heute ist sie vor allem ein beliebter Erholungsort mit einem weitläufigen Park, in den Familien zum Wochenend-Picknick kommen. Der Hauptmagnet ist hier aber der fantastische Panoramablick auf die Stadt, das gesamte Viertel Bakklandet, den mächtigen Dom und die tiefblauen Wasser des nahen Fjords. Der Eintritt in den äußeren Festungsbereich ist das ganze Jahr über kostenlos, was sie zum idealen Ziel für einen nachmittäglichen Spaziergang macht.

Musik, Inseln und modernes Leben

Trondheim lebt keineswegs nur von seiner berühmten Vergangenheit, im Gegenteil – durch seine Adern pulsiert jede Menge jugendliche Energie. Dank der Präsenz der größten Universität Norwegens ist die Stadt voller Studenten, die den Ton der heutigen Kultur, Café-Szene und des Nachtlebens angeben. Alte Industriezonen verwandeln sich hier ständig in moderne Kulturzentren.

Wenn du Kunst und Musik magst, wirst du absolut begeistert sein. Du findest hier Museen von Weltklasse, die sich sowohl klassischen Instrumenten als auch modernem Pop und Rock widmen. Die Verbindung aus Industriearchitektur, Meeresküste und einem innovativen Umgang mit dem öffentlichen Raum macht diesen Teil der Stadt zu einem ungemein inspirierenden Ort zum Erkunden.

8. Das nationale Musikmuseum Rockheim

Gleich am Hafen fällt dir ein Gebäude mit einem seltsamen leuchtenden Würfel auf dem Dach auf, der schon von Weitem Besucher anlockt. Rockheim ist ein fantastisches interaktives Museum der Popmusik, das die norwegische Musikszene von den 1950er Jahren bis in die brandheiße Gegenwart abbildet. Vergiss langweilige Vitrinen – hier dreht sich alles ums Erleben und Ausprobieren am eigenen Leib.

Du kannst versuchen, deinen eigenen Hip-Hop-Track zu mixen, in schallisolierten Übungsräumen die Grundlagen der E-Gitarre zu lernen oder originalgetreue Nachbildungen von Teenagerzimmern aus verschiedenen Jahrzehnten durchstreifen. Das macht riesigen Spaß für Erwachsene wie für Familien mit Kindern und du verbringst hier problemlos einen halben Tag. Vom obersten Stockwerk und dem Restaurant hast du außerdem einen tollen Blick auf den Hafen und das umliegende Meer.

9. Das Musikmuseum Ringve

Wenn du klassischere Töne und eine ruhigere Umgebung bevorzugst, musst du ein Stück außerhalb der Stadt auf ein schönes altes Gut fahren. Das Ringve-Museum beherbergt eine riesige Sammlung seltener Musikinstrumente aus aller Welt, untergebracht in herrlichen historischen Innenräumen. Anders als im modernen Rockheim weht dich hier die ruhige Atmosphäre alter Zeiten und adliger Salons an.

Ein großer Mehrwert dieses Ortes ist auch seine Umgebung. Das Gebäude ist nämlich von einem weitläufigen und sorgfältig gepflegten botanischen Garten umgeben, der sich ideal für lange romantische Spaziergänge zwischen blühenden Blumen und seltenen Gehölzen eignet. Die Verbindung aus Geschichte, Musik und schöner Natur macht Ringve zu einem der zauberhaftesten Geheimtipps der ganzen Region.

10. Die Insel Munkholmen

Wenn du vom Hafen aus in Richtung Fjord blickst, fällt dir sicher ein kleines Stück Land auf, das unweit der Küste aus dem Wasser ragt. Die Insel Munkholmen hat eine unglaublich abwechslungsreiche und düstere Geschichte hinter sich, denn sie diente als Richtstätte, Kloster, Militärfestung und bewachtes Gefängnis. Heute warten hier zum Glück keine Schrecken mehr und der Ort hat sich in eine beliebte Erholungszone verwandelt.

Während der Sommersaison fahren vom zentralen Hafen regelmäßig kleine Personenboote voller Einheimischer und Touristen hierher. Es ist einer der besten Orte in der Umgebung zum sommerlichen Baden und Picknicken auf den Grünflächen hinter den alten Mauern. Du findest hier auch ein angenehmes kleines Café und kannst eine geführte Besichtigung der Reste der alten Festung und des Klosters bezahlen, die dich durch die verwickelte Geschichte der Insel führt.

11. Studentenatmosphäre und das Viertel Solsiden

Dank der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie (NTNU) machen Studenten fast ein Fünftel aller Einwohner der Stadt aus, was auf den Straßen enorm spürbar ist. Diese junge Energie konzentriert sich am stärksten im Viertel Solsiden, was übersetzt „Sonnenseite“ bedeutet. Es handelt sich um ein ehemaliges Gebiet alter Docks und Werften, das eine fantastische Revitalisierung durchlaufen hat und heute zu den modernsten und lebendigsten Adressen gehört.

Die Backsteinmauern alter Fabriken und die erhaltenen rostigen Kräne schaffen hier einen faszinierenden industriellen Kontrast zu modernem Design und Glasfassaden. Die Promenade ist gesäumt von einer riesigen Anzahl an Bars, Restaurants und Clubs, in denen vom frühen Nachmittag bis in die späten Nachtstunden das Leben tobt. Es ist der ideale Ort für einen abendlichen Drink, um nach einem anstrengenden Tag voller Sehenswürdigkeiten die entspannte nordische Atmosphäre aufzusaugen.

12. Streetfood, Cafés und vegetarisches Essen

Die norwegische Gastronomie dreht sich längst nicht mehr nur um Stockfisch, im Gegenteil – die moderne nordische Küche legt enormen Wert auf lokale Zutaten und Innovation. Wenn du tolle vegetarische Optionen suchst, steuere die Viertel Bakklandet und Solsiden an, wo du viele progressive Bistros mit köstlichen pflanzlichen Gerichten, hausgemachtem Hummus oder modern interpretierten Gemüsesuppen findest. Wer lokale Fleischspezialitäten probieren möchte, bekommt in traditionellen Lokalen Rentiergulasch oder frischen Lachs als Kostprobe des lokalen Erbes serviert.

Liebhaber von gutem Kaffee fühlen sich hier wie im wahren Paradies, denn die Kultur des Specialty-Coffee ist in Norwegen zur Perfektion gebracht. Vergiss zum Kaffee unbedingt nicht das traditionelle norwegische Gebäck wie Zimtschnecken oder Kardamomzöpfe, die hier unglaublich saftig und duftend gebacken werden. Besonders rund um die Markthalle lassen sich tolle Streetfood-Häppchen ergattern, die dich für einen Bruchteil des Preises klassischer Luxusrestaurants satt machen.

Wohin von Trondheim aus weiter

Sobald du die historischen Gassen und Cafés in vollen Zügen genossen hast, dient dir die Stadt als perfektes Sprungbrett für weitere Abenteuer. Norwegen ist riesig und bietet unzählige Orte, die es zu entdecken lohnt. Wenn du die atemberaubende Natur hinter dem Polarkreis weiter erkunden möchtest, lies unbedingt unseren ausführlichen Reiseführer Was man auf den Lofoten sehen sollte (großer Guide).

Zieht es dich dagegen eher nach Süden oder Westen und sehnst du dich nach den bekanntesten Naturszenerien, hilft dir unser Artikel Norwegische Fjorde — Reiseführer. Für einen kompletten Überblick über das ganze Land und die Planung größerer Roadtrips solltest du die Liste Norwegen: 50 Tipps, was man sehen sollte nicht verpassen. Und wenn du über die Hauptstadt zurückreist oder von dort einfliegst, findest du jede Menge Inspiration im Guide Oslo: was man sehen sollte.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage reichen für Trondheim?

Für die Besichtigung der historischen Altstadt selbst, den Besuch der riesigen Nidaros-Kathedrale und das Schlendern durch die Gassen von Bakklandet reichen dir bequem ein bis zwei volle Tage. Wenn du aber auch mit dem Boot zur Insel Munkholmen fahren oder mehrere Museen besuchen möchtest, lohnt es sich definitiv, noch einen weiteren Tag einzuplanen.

Muss man Eintritt für die Nidaros-Kathedrale bezahlen?

Ja, der Spaziergang durch das wunderschöne Außengelände ist zwar kostenlos, aber für den Eintritt in die Innenräume der Kathedrale selbst und für den Aufstieg auf den hohen Aussichtsturm muss Eintritt bezahlt werden. Tickets kauft man am besten vorab online, um in der Hauptsaison im Sommer lange Warteschlangen an der Kasse zu vermeiden.

Wie kommt man nach Trondheim?

Der bequemste und landschaftlich schönste Weg ist die Zugfahrt von Oslo auf der berühmten Bahnstrecke Dovrebanen, die etwa sechseinhalb Stunden Fahrt durch herrliche Natur dauert. Die Stadt verfügt zudem über den internationalen Flughafen Værnes, den Sie einfach und relativ günstig per Flugzeug von Oslo oder anderen europäischen Metropolen aus erreichen.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Ideale Reisezeit ist von Mai bis August, wenn du unglaublich lange und helle Tage genießen kannst und mit dem Boot zur beliebten Insel Munkholmen fahren kannst. Der Winter ist hier ziemlich dunkel und recht kalt, aber dafür wirst du mit der zauberhaften Atmosphäre der wunderschönen Weihnachtsmärkte ohne Touristenmassen belohnt.

Ist Trondheim ein guter Zwischenstopp auf dem Weg nach Norden?

Auf jeden Fall ja, die Stadt fungiert als absolut perfektes und strategisches Tor für Reisen tiefer in den Norden zum Polarkreis. Hier beginnt die beliebte Bahnstrecke Nordlandsbanen, mit der ihr bequem in die Stadt Bodø gelangt, und von dort aus ist es nur noch ein Katzensprung per Fähre zu den magischen Lofoten-Inseln.

Wo kann man in Trondheim vegetarisch essen?

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Die besten Möglichkeiten für pflanzliche Küche findest du im Studentenviertel Solsiden und in den gemütlichen Cafés rund um Bakklandet. Hier gibt es jede Menge moderne Bistros mit Fokus auf gesundes Streetfood, tolle Cafés mit veganen Desserts sowie Restaurants mit hochwertigen vegetarischen Versionen nordischer Gerichte.
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Was kann man in Trondheim mit Kindern sehen?

Für Familien mit Kindern ist das interaktive Museum für populäre Musik Rockheim ein absoluter Hit, wo sie das Spielen verschiedener Instrumente ausprobieren können. Im Sommer ist eine Bootsfahrt zur Insel Munkholmen in Verbindung mit dem Baden ein tolles Erlebnis, und die Kinder werden sich bestimmt auch beim Beobachten des einzigartigen Fahrrad-Lifts Trampe an einem steilen Hügel amüsieren.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Ålesund in Norwegen: 12 Tipps für die Jugendstilstadt am Meer 2026

TL;DRÅlesund ist eine Jugendstil-Hafenstadt in Norwegen, die nach einem verheerenden Brand 1904 im Jugendstil wieder aufgebaut wurde. Sie eignet sich ideal als Ausgangspunkt für Ausflüge zum Geirangerfjord und Hjørundfjord. Zu den 12 wichtigsten Tipps zählen ein Spaziergang am Kanal Brosundet, der Aufstieg über 418 Stufen zum Aussichtspunkt Aksla, ein Besuch im Aquarium Atlanterhavsparken und die Papageientaucher-Beobachtung auf der Insel Runde von April bis Mitte August. Für die Innenstadt und den Aussichtspunkt reicht ein Tag, für die ganze Region mit Ausflügen plan lieber 2 bis 3 Tage ein. Die beste Reisezeit ist der Sommer, also Mai bis August, wenn die Tage am längsten und das Wetter am angenehmsten sind. Nach Ålesund kommst du mit dem Flugzeug über den Flughafen Vigra, mit den Hurtigruten-Schiffen oder mit dem Auto über die Küstenstraßen von Oslo oder Bergen.

Norwegen ist berühmt für seine schroffen Berge und unendlich tiefen Fjorde, doch eine Stadt sprengt diese klassische Vorstellung völlig. Ålesund in Norwegen ist ein märchenhafter Hafen, der nach einem verheerenden Brand im Jahr 1904 in einem atemberaubenden Jugendstil aus der Asche auferstanden ist – und genau deshalb zählt er heute zu Recht zu den größten architektonischen Schätzen ganz Skandinaviens.

Die Stadt erstreckt sich über mehrere Inseln direkt an der Atlantikküste, sodass dich neben den eleganten, verzierten Fassaden auch der allgegenwärtige Duft des Meeres und das Kreischen der Möwen erwarten. Und wenn du den perfekten Ausgangspunkt zum Entdecken der Westküste suchst, könntest du dir kaum eine strategisch günstigere Lage für deinen Norwegen-Urlaub wünschen.

In diesem Artikel schauen wir uns gemeinsam 12 Tipps an, was man in Ålesund sehen und unternehmen kann, damit du das absolute Maximum aus deinem Besuch herausholst. Ich verrate dir, wo du den allerschönsten Blick über die Stadt findest, wohin du für die putzigen Papageientaucher fahren solltest und wie du einen unvergesslichen Ausflug in die umliegende Wildnis planst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Jugendstil-Architektur: Das gesamte Stadtzentrum ist in einem einheitlichen Jugendstil erbaut, den du am besten bei einem Spaziergang entlang des Kanals Brosundet bewunderst.
  • Bester Ausblick: Vom Aussichtspunkt Aksla genießt du den ikonischen Blick über die Stadt und die umliegenden Inseln – hinauf führen genau 418 Stufen.
  • Ausflüge in die Fjorde: Ålesund dient als wichtigstes Tor zum berühmten Geirangerfjord und zum ruhigeren Hjørundfjord.
  • Tierwelt und Natur: Auf der Insel Runde kannst du im Sommer Tausende Papageientaucher beobachten und im Aquarium Atlanterhavsparken die Unterwasserwelt des Ozeans kennenlernen.
  • Anreise: Du erreichst die Stadt bequem per Flugzeug über den Flughafen Vigra, mit den Hurtigruten-Schiffen oder bei einer landschaftlich reizvollen Autofahrt entlang der norwegischen Küste.

Wann nach Ålesund reisen – das Wetter in Ålesund

Wenn du die Stadt und die umliegenden Inseln in voller Pracht erleben möchtest, ist der Sommer eindeutig die beste Reisezeit – also der Zeitraum von Mai bis August. Die Tage sind in diesen Monaten unglaublich lang, die Natur erwacht zum Leben und du hast die größte Chance auf angenehmes, sonniges Wetter.

Der Sommer ist auch absolut entscheidend, wenn du Papageientaucher auf der Insel Runde beobachten willst, denn diese kleinen Vögel brüten hier etwa von April bis Mitte August. In den Wintermonaten würdest du auf den Inseln vergeblich nach den beliebten Gesellen suchen.

Dank des Einflusses des Golfstroms herrscht in Ålesund das ganze Jahr über ein recht mildes Klima, doch andererseits musst du mit sehr wechselhaftem Wetter rechnen, bei dem Sonne und Regenschauer sich innerhalb weniger Minuten abwechseln können. Pack also unbedingt eine gute wasserdichte Jacke und bequeme Schuhe ein – egal, in welchem Monat du in den Norden aufbrichst.

Wo übernachten in Ålesund

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unsere Unterkunft suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleichst und buchst du am besten über GetYourGuide.

Bei der Reiseplanung empfehle ich, eine Unterkunft möglichst nah am historischen Zentrum und am Kanal Brosundet zu suchen – von dort aus erreichst du alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß. Norwegen gehört generell nicht zu den günstigsten Reisezielen, und die Preise für eine Nacht im Doppelzimmer liegen hier üblicherweise zwischen 1.500 und 2.600 NOK, was umgerechnet etwa 130 bis 225 € entspricht.

Buche deine Unterkunft am besten rechtzeitig über Booking, denn die Kapazitäten sind in der Sommersaison wirklich rasend schnell vergriffen. Hier sind konkrete Hoteltipps, die Reisende seit langem als die besten der Stadt bewerten:

  • Hotel Brosundet: Ein wunderschönes Designhotel direkt am Hauptkanal, das sogar die Möglichkeit bietet, im alten Leuchtturm Molja zu übernachten.
  • Scandic Parken: Eine tolle und preislich erschwinglichere Wahl direkt im Stadtzentrum, wo du dich zudem auf ein berühmt reichhaltiges Frühstück freuen kannst.
  • Quality Hotel Waterfront: Eine moderne Unterkunft direkt am Hafen mit herrlichem Meerblick und sehr bequemen Zimmern zum Ausruhen nach den Ausflügen.

Wie du nach Ålesund kommst

Der schnellste Weg aus Deutschland führt über den internationalen Flughafen Vigra, der auf einer nahe gelegenen Insel liegt und den regelmäßige Verbindungen aus Oslo, Bergen sowie weiteren europäischen Metropolen anfliegen. Von Berlin oder München aus reist du in der Regel mit einem Umstieg in Oslo an, von wo aus du bequem nach Vigra weiterfliegst. Vom Flughafen erreichst du das Stadtzentrum dann ganz einfach und komfortabel mit regelmäßigen Bussen.

Wenn du das langsamere und romantischere Reisen bevorzugst, ist Ålesund eine wichtige Station der berühmten Postschiffe Hurtigruten, die die norwegische Küste vom Süden bis in den hohen Norden befahren. Die Einfahrt in den Hafen am frühen Morgen oder bei Sonnenuntergang ist ein Erlebnis, das zu einem Norwegen-Urlaub einfach unweigerlich dazugehört.

Für Reisende mit Mietwagen ist die Stadt über wunderschöne Küstenstraßen aus Oslo oder Bergen erreichbar, auch wenn du gelegentlich Fähren benutzen musst, die die einzelnen Festlandabschnitte verbinden. Von Ålesund aus kannst du dann nahtlos weiter über die berühmte Adlerstraße (Ørnevegen) direkt ins Herz des Geirangerfjords fahren.

Das Jugendstil-Herz der Stadt und atemberaubende Ausblicke

Die historische Altstadt von Ålesund ist absolut einzigartig und wird dich womöglich mit ihrer eleganten Architektur überraschen, die du in der rauen nordischen Natur wohl kaum erwarten würdest. Schauen wir uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an, derentwegen Kunstliebhaber aus aller Welt hierher strömen.

Am besten planst du für die Erkundung des Zentrums mindestens einen ganzen Tag ein, damit du genug Zeit zum Schlendern durch die engen Gassen, zum Aufsaugen der Atmosphäre und für den Aufstieg zum berühmten Aussichtspunkt direkt über der Stadt hast.

1. Jugendstil-Architektur in der Altstadt

Als 1904 ein gewaltiger Brand fast die gesamte damals hölzerne Stadt zerstörte, mussten die Bewohner komplett von vorn anfangen. Dank internationaler Hilfe und junger norwegischer Architekten entstand eine neue Stadt aus Stein und Ziegeln im damals modischen Jugendstil, was sie zu einem absoluten Unikat weltweit macht.

Heute kannst du entlang des malerischen Kanals Brosundet spazieren und Dutzende pastellfarbene Häuser bewundern, die mit den verschiedensten Türmchen, Bögen und kunstvollen Ornamenten verziert sind. Die schönsten Fotos gelingen dir von den Brücken, die sich über den Kanal spannen, wo sich die historischen Fassaden auf der ruhigen Wasseroberfläche spiegeln.

💡 Tipp: Vergiss beim Spaziergang nicht, den Kopf nach oben zu heben, denn die schönsten Details und von der nordischen Mythologie inspirierten Reliefs verbergen sich oft erst direkt unter den Dächern der einzelnen Häuser.

2. Aussichtspunkt Aksla und Fjellstua

Wenn es einen Ort gibt, den du bei deinem Besuch auf keinen Fall verpassen darfst, dann ist es der Aussichtspunkt Aksla. Vom Stadtpark Byparken erwartet dich ein Aufstieg über genau 418 Stufen, die dich auf die Spitze des Hügels direkt über der Altstadt führen.

Als Belohnung für die kleine körperliche Anstrengung erwartet dich ein absolut ikonischer und unvergesslicher Ausblick auf die märchenhaften Dächer der Stadt, die umliegenden verstreuten Inseln und die majestätischen Gipfel der Sunnmøre-Alpen in der Ferne. Direkt auf dem Gipfel befindet sich das Restaurant und Café Fjellstua, wo du dir einen verdienten Kaffee gönnen und die Schönheit genießen kannst.

Falls die Stufen für dich ein zu großes Hindernis wären oder du mit kleinen Kindern reist, kannst du den Aussichtspunkt ganz bequem auch mit dem Auto erreichen – über die Straße, die an der Rückseite des Hügels hinaufführt. Ich empfehle dir aber unbedingt, am frühen Abend hierherzukommen, wenn die untergehende Sonne die ganze Stadt in herrliche goldene Töne taucht.

3. Jugendstilzentrum (Jugendstilsenteret) und die Galerie KUBE

Für ein tieferes Verständnis davon, wie die Stadt nach dem Brand aus der Asche auferstand, empfehle ich einen Besuch des Jugendstilzentrums, das in einem wunderschönen Gebäude einer ehemaligen Apotheke aus dem Jahr 1907 untergebracht ist. Schon allein das erhaltene Apotheken-Interieur mit der originalen Holzeinrichtung ist die Aufmerksamkeit wert.

Im Museum erwarten dich faszinierende Ausstellungen zur Stadtgeschichte, eine sogenannte Zeitmaschine, die den Verlauf des verheerenden Brandes zeigt, und natürlich reiche Sammlungen an Jugendstil-Möbeln, Schmuck und Kunst. Die Ausstellung ist sehr modern gestaltet und vermag selbst jene Besucher zu fesseln, die sich sonst kaum für Architektur interessieren.

In unmittelbarer Nachbarschaft, mit der das Museum verbunden ist, findest du außerdem die Galerie für moderne Kunst KUBE, in der regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer norwegischer und internationaler Künstler stattfinden. Du kannst ein gemeinsames Ticket für beide Einrichtungen kaufen und so ein tolles Kulturprogramm für einen verregneten Nachmittag genießen.

4. Leuchtturm Molja und der Hafen Brosundet

Ganz am Ende der Mole, die die Einfahrt in den Haupthafen schützt, steht der kleine rot-weiße Leuchtturm Molja, der unweigerlich zur Silhouette der Stadt gehört. Obwohl er im Durchmesser nur etwas mehr als drei Meter misst, navigiert er Schiffe schon seit über 150 Jahren zuverlässig.

Interessant ist, dass das Innere dieses historischen Leuchtturms vor Kurzem komplett renoviert wurde und heute als absolut einzigartiges Hotelzimmer dient, das zum nahe gelegenen Hotel Brosundet gehört. Auch wenn du hier nicht übernachtest, bietet ein Spaziergang über den Wellenbrecher bis zum Leuchtturm schöne Blicke zurück auf das Stadtzentrum.

Der Hafen Brosundet selbst ist das schlagende Herz von Ålesund, wo luxuriöse Yachten neben traditionellen Fischerbooten ankern und die gesamte Promenade von gemütlichen Cafés und Restaurants mit Außenplätzen gesäumt ist.

Natur, Freilichtmuseen und Unterwasserwelt

Ålesund ist nicht nur eine Stadt der Gassen, sondern auch eng mit der wilden nordischen Natur verbunden, die sie von allen Seiten umgibt. Es wäre ein riesiger Fehler, nur im Zentrum zu bleiben, wenn du in unmittelbarer Nähe faszinierende natürliche und historische Attraktionen findest.

Nimm dir Zeit, die Unterwasserwelt und die lokale Geschichte zu erkunden, denn diese Erlebnisse helfen dir, besser zu verstehen, wie hart und gleichzeitig schön das Leben an der Atlantikküste über Jahrhunderte war.

5. Aquarium Atlanterhavsparken

Nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt das Atlanterhavsparken, das sich mit dem Titel eines der größten Meeresaquarien in ganz Nordeuropa schmückt. Einzigartig ist es vor allem deshalb, weil es zum großen Teil behutsam direkt in die schroffen Küstenfelsen am Ufer des Ozeans eingelassen ist.

Im Inneren beeindrucken riesige Salzwasserbecken, in denen majestätische Dorsche, Heilbutte und andere Bewohner der nördlichen Meere schwimmen. Die größte Attraktion ist aber die regelmäßige nachmittägliche Fischfütterung, bei der Taucher direkt ins Hauptbecken hinabsteigen – das begeistert kleine und große Besucher zuverlässig.

Im weitläufigen Außengelände befinden sich dann riesige Becken mit verspielten Robben und Pinguinen, bei denen du viel Zeit damit verbringen kannst, ihre Wasserakrobatik zu beobachten. Der gesamte Park ist zudem von schönen Wanderwegen mit Meerblick umgeben, also plane ruhig einen halbtägigen Ausflug hierher ein.

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6. Sunnmøre-Museum (Freilichtmuseum und Schiffe)

Wenn du dich ein paar Jahrhunderte in die Vergangenheit versetzen möchtest, mach dich auf den Weg zum großartigen Freilichtmuseum Sunnmøre, das ein Stück außerhalb der Stadt in einer wunderschönen bewaldeten Gegend liegt. Es handelt sich um ein weitläufiges Museum unter freiem Himmel, das Dutzende historische Bauten aus der weiteren Umgebung versammelt.

Beim Spaziergang zwischen alten Höfen, Scheunen und Häuschen mit den typischen Grasdächern bekommst du eine wunderbare Vorstellung davon, wie man vor vielen Jahrhunderten in Norwegen lebte. Die Häuser sind oft geöffnet, und im Inneren findest du zeitgenössische Einrichtung, was dem ganzen Ort eine enorme Authentizität verleiht.

Das Freilichtmuseum kann aber noch mit einer weiteren riesigen Attraktion aufwarten, nämlich einer umfangreichen Sammlung historischer Schiffe und Boote, darunter beeindruckende Repliken alter Wikingerschiffe. Die Schiffe sind in speziellen Hallen und direkt auf dem Wasser ausgestellt und unterstreichen perfekt die Bedeutung der Seefahrt für diese nordische Region.

7. Wanderung auf den Berg Sukkertoppen

Der Aussichtspunkt Aksla bietet zwar den klassischen Blick über die Stadt, doch wenn du etwas Wandern in der Natur suchst, mach dich auf den Berg namens Sukkertoppen (übersetzt „Zuckerhut“) auf. Dieser kegelförmige Gipfel misst 314 Meter und liegt auf der Insel Hessa, die über Brücken mit dem Zentrum verbunden ist.

Der Aufstieg ist zwar etwas anspruchsvoller als das Treppensteigen vom Stadtpark, aber jeder durchschnittlich fitte Wanderer schafft ihn, wobei der Weg vom Parkplatz aus etwa eineinhalb Stunden dauert. Die Route führt zunächst durch den Wald und steigt anschließend über einen offenen, felsigen Grat an.

Vom Gipfel eröffnet sich dir ein fantastisches Panorama in alle Richtungen: Du siehst nicht nur Ålesund selbst, sondern auch den endlosen Ozean, die Inseln und die tiefen Fjorde, die sich ins Festland schneiden. Es ist ein bei den Einheimischen sehr beliebter Ort, an den sie nach der Arbeit gern zum Entspannen kommen.

Inseln, Fjorde und Bootsausflüge in die Umgebung

Die geografische Lage von Ålesund macht es zum perfekten Sprungbrett für Ausflüge in die weitere Umgebung – egal, ob dich dramatische Klippen auf den Inseln oder die tiefen Gewässer der Festlandsfjorde reizen. Aufs Meer zu fahren ist hier schlichtweg ein Muss, ohne das dein Urlaub nicht komplett wäre.

In diesem Abschnitt konzentrieren wir uns auf Tipps, die eine Fahrt mit dem Auto oder den Kauf eines Bootstickets erfordern – aber glaub mir, jede investierte norwegische Krone zahlt sich hundertfach in Form unvergesslicher Erlebnisse aus.

8. Ålesund als Tor zum Geirangerfjord und Hjørundfjord

Von der Stadt aus ist es nur ein Katzensprung zu den berühmtesten Naturwundern ganz Norwegens. Ålesund dient nämlich als offizielles Eingangstor zum berühmten Geirangerfjord, der auf der UNESCO-Liste steht und Besucher mit seinen steilen Hängen und tosenden Wasserfällen verzaubert.

Nicht weniger beeindruckend, touristisch aber viel ruhiger, ist der benachbarte Hjørundfjord, gesäumt von den schroffen Gipfeln der Sunnmøre-Alpen, der ein ursprünglicheres und unberührteres Naturerlebnis bietet. Zu beiden Fjorden gelangst du von der Stadt aus mit dem Auto über landschaftlich reizvolle Straßen, ergänzt durch kurze Fährfahrten.

💡 Tipp: Bootsausflüge direkt in die Fjorde kannst du ganz einfach online über Portale wie GetYourGuide buchen, was ich in der Sommersaison wärmstens empfehle, und zwar rechtzeitig, denn die Kapazitäten der Ausflugsfahrten sind oft sehr schnell ausverkauft.

9. Leuchtturm Alnes auf der Insel Godøy

Eine nur kurze Autofahrt vom Stadtzentrum, bei der du durch mehrere beeindruckende Unterwassertunnel fährst, bringt dich auf die malerische Insel Godøy. Genau hier, am äußersten Rand der wilden, von Wellen gepeitschten Küste, steht der ikonische Leuchtturm Alnes.

Dieser fotogene rot-weiße Leuchtturm kontrastiert mit der rauen Natur und bietet die Möglichkeit, bis hinauf zur Aussichtsplattform zu steigen, von wo aus sich ein faszinierender Blick über den weiten Ozean eröffnet. Direkt am Leuchtturm gibt es zudem ein tolles Café und eine Galerie, wo du ein heißes Getränk und traditionelle norwegische Waffeln genießen kannst.

Die Umgebung des Leuchtturms ist wie geschaffen für lange Streifzüge über Strände und Felsen, bei denen du die unglaubliche Kraft der atlantischen Natur spürst. Es ist ein idealer Halbtagesausflug für die Tage, an denen du ein Auto zur Verfügung hast und dem Trubel der Stadt entfliehen willst.

10. Die Vogelinsel Runde für Papageientaucher

Wenn du Wildtiere liebst und deine Reise für den Sommer planst, darfst du auf keinen Fall einen Besuch der Insel Runde verpassen, die etwas südlich der Stadt liegt. Dieses unscheinbare Stück Land verwandelt sich nämlich jedes Jahr in eine der südlichsten und bedeutendsten Vogelkolonien Norwegens.

Von April bis August brüten hier auf den steilen Klippen Hunderttausende Meeresvögel, darunter die überaus niedlichen Papageientaucher, die mit ihren bunten Schnäbeln Fotografen aus aller Welt anlocken. Die beste Zeit zum Beobachten ist am frühen Abend, wenn sie von der Jagd auf dem Meer in ihre Nester zurückkehren.

Nach Runde kannst du auf eigene Faust über ein Brückensystem fahren und eine Wanderung entlang der Klippenkante unternehmen, oder du nutzt organisierte Bootsausflüge, die dich direkt unter die Vogelfelsen bringen – das bietet eine völlig andere und atemberaubende Perspektive.

11. Kajaks und Bootsausflüge zwischen den Inseln

Eine von Wasser umgebene Stadt lädt geradezu dazu ein, sie vom Deck eines Bootes oder vom Sitz eines Seekajaks aus zu erkunden. Lokale Anbieter bieten eine Fülle von Ausflügen, die dir Ålesund aus einem völlig neuen Blickwinkel zeigen – egal, ob du ruhiges Paddeln oder Adrenalin bevorzugst.

Sehr beliebt sind geführte Kajaktouren direkt durch die Stadtkanäle, bei denen du dicht an den Jugendstilhäusern vorbeigleitest und die Stadt von der Wasseroberfläche aus erlebst. Diese Ausflüge sind auch für absolute Anfänger sicher und finden oft sogar in den Abendstunden statt.

Wenn du etwas mehr Nervenkitzel suchst, brich mit schnellen RIB-Booten aufs offene Meer auf, wo du über die atlantischen Wellen hüpfst, verlassene Inseln erkundest und mit etwas Glück sogar auf neugierige Robben oder fischende Seeadler triffst.

Wo du essen und neue Energie tanken kannst

Nach einem ganzen Tag voller Klippen-Erkundungen und Treppensteigen wirst du garantiert Hunger bekommen. Ålesund ist zwar keine riesige Metropole, doch seine kulinarische Szene wird dich mit ihrer Vielfalt und dem Fokus auf lokale Zutaten angenehm überraschen.

Die meisten der besten Lokale konzentrieren sich rund um den Haupthafen, sodass du für gutes Essen nirgendwo umständlich hinfahren musst und auch beim Abendessen die Atmosphäre der Stadt genießen kannst.

12. Streetfood, Cafés und vegetarisches Essen

Bei deinen Spaziergängen entlang des Kanals Brosundet stößt du auf jede Menge gemütlicher Cafés und moderner Bistros, die hervorragenden Kaffee und frisches Gebäck anbieten – ideal für gemütliche nordische Morgenstunden. Norwegen ist natürlich für seine Fischspezialitäten bekannt, die die Einheimischen lieben, sodass du in vielen Restaurants Menüs siehst, die auf dem täglichen Fang aus dem Ozean basieren.

Aber auch wir Vegetarier kommen hier auf unsere Kosten, denn zahlreiche moderne Lokale bieten tolle fleischlose Alternativen – sei es eine herzhafte Gemüsesuppe, die bei nasskaltem Wetter wärmt, oder einfallsreiche Streetfood-Gerichte, inspiriert von der Weltküche. Viele lokale Cafés haben außerdem leckere vegane Sandwiches und Desserts im Angebot.

💡 Tipp: Für ein schnelles und preislich erschwinglicheres Mittagessen empfehle ich, einen der lokalen Foodtrucks oder kleineren Bistros in Hafennähe zu besuchen, wo du zu vernünftigen norwegischen Preisen tolles Essen bekommst, ohne lange auf einen Tisch in einem Luxusrestaurant warten zu müssen.

Wohin weiter von Ålesund

Wenn du die engen Gassen erkundet und die Ausblicke vom Berg Aksla genossen hast, ist dein Norwegen-Abenteuer noch lange nicht zu Ende. Vom strategisch günstigen Hafen aus kannst du in viele Richtungen aufbrechen und weitere atemberaubende Naturschönheiten entdecken. Hier sind Tipps für Orte, die du in deine Reiseroute aufnehmen solltest:

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage reichen für Ålesund?

Für die Besichtigung des historischen Zentrums selbst und die Besteigung des Aussichtspunkts Aksla reicht ein ganzer Tag vollkommen aus. Falls ihr jedoch auch einen Ausflug zur Vogelinsel Runde plant, das Aquarium besuchen oder eine Bootstour in die Fjorde unternehmen möchtet, solltet ihr für die gesamte Region lieber 2 bis 3 Tage einplanen.

Wie viele Stufen führen zum Aussichtspunkt Aksla?

Vom Stadtpark Byparken führen zur Aussicht genau 418 Stufen hinauf, die jeder mit durchschnittlicher Fitness bewältigen kann. Wenn du aber keine Lust aufs Treppensteigen hast, kannst du den Gipfel des Hügels auch ganz bequem mit dem Auto über die hintere Zufahrtsstraße erreichen.

Ist Ålesund ein gutes Tor zum Geirangerfjord?

Ja, die Stadt fungiert als Hauptausgangspunkt und strategischer Ausgangspunkt zur Entdeckung des Geirangerfjords sowie des benachbarten Hjørundfjords. Vom Hafen aus legen zahlreiche Ausflugsboote ab und mit dem Auto erreicht ihr die Fjorde innerhalb weniger Stunden über traumhafte Küstenstraßen.

Wann ist die beste Reisezeit?

Die idealste Zeit ist eindeutig der Sommer, konkret die Monate von Mai bis August, wenn es lange Tageslicht und angenehmere Temperaturen gibt. Die Sommermonate sind zudem absolut notwendig, falls ihr vorhabt, Papageientaucher zu beobachten oder häufige Bootsausflüge plant.

Wo kann man Papageitaucher bei Ålesund sehen?

Diese beliebten Vögel nisten in großer Zahl auf der nahegelegenen Insel Runde, wohin Ausflüge organisiert werden. Vergesst aber nicht, dass sich die Papageitaucher nur während der Brutsaison an den Klippen aufhalten, die ungefähr von April bis Mitte August dauert, wobei die besten Chancen zur Beobachtung am Abend sind.

Wie kommt man nach Ålesund?

Do města se nejlépe dopravíte letecky přes letiště Vigra

Entschuldigung – hier ist die korrekte Übersetzung:

In die Stadt gelangen Sie am besten mit dem Flugzeug über den Flughafen Vigra, der Verbindungen nach Oslo und in den Rest Europas bietet. Sie können aber auch mit den legendären Hurtigruten-Schiffen anreisen oder mit dem Auto über die malerischen Straßen von Bergen und Oslo herfahren, wobei Sie unterwegs die örtlichen Fähren nutzen.

Wo kann man in Ålesund vegetarisch essen?

Die größte Auswahl an großartigen Restaurants und gemütlichen Cafés findet ihr direkt im Zentrum rund um den Brosundet-Kanal, wo moderne Lokale regelmäßig auch leckere fleischlose Gerichte und Gemüsesuppen anbieten. Auch wenn Fisch und Meeresfrüchte in Norwegen sehr beliebt sind, müssen Vegetarier hier definitiv nicht hungern.

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Nuraghen und das geheimnisvolle Inland Sardiniens: 10 Dinge, die du wissen solltest

TL;DRIm Landesinneren Sardiniens findest du über 7.000 bronzezeitliche Nuraghentürme, deren bedeutendster der UNESCO-Komplex Su Nuraxi di Barumini ist, etwa eine Autostunde von Cagliari entfernt. Zu den zehn wichtigsten Tipps zählen außerdem das geheimnisvolle Höhlendorf Tiscali im Supramonte-Gebirge, das mit über 200 politischen Wandbildern bemalte Dorf Orgosolo, Mamoiada mit seinen unheimlichen Mamuthones-Masken sowie die höchste Erhebung der Insel, die Punta La Marmora (1.834 m) im Gennargentu-Gebirge. Die beste Reisezeit ist Frühling oder Herbst mit 20–25 °C, idealerweise während des Festivals Autunno in Barbagia von September bis Dezember. Ohne Auto kommst du ins Landesinnere praktisch nicht, ein Mietwagen kostet außerhalb der Saison 30–45 Euro pro Tag, und pro Tag solltest du nicht mehr als 150–200 Kilometer einplanen.

Die meisten Menschen fliegen mit einer einzigen Vorstellung auf diese italienische Insel: sich auf eine Liege an einem Strand mit weißem Sand fallen lassen und ins unendlich türkisfarbene Meer starren. Und ich kann es ihnen nicht verübeln, denn die hiesige Küste soll absolut konkurrenzlos sein und kann es locker mit exotischen Reisezielen aufnehmen. Doch kaum jemand ahnt, dass sich nur wenige Dutzend Kilometer von den glänzenden Yachten und Luxusresorts entfernt eine völlig andere, raue und unglaublich faszinierende Welt verbirgt. Das Inland Sardiniens ist nämlich ein Ort, an dem die Zeit stehen geblieben ist und an dem geheimnisvolle Steintürme namens Nuraghen sowie Spuren einer Zivilisation auf dich warten, über die in den Geschichtsbüchern kaum gesprochen wird.

Komm mit mir hinter die Postkartenfassade und entdecke das echte, authentische Gesicht der Insel. Wir sprechen über beeindruckende Bauwerke aus der Bronzezeit, über Dörfer mit bemalten Häusern und über Berge, in denen bis heute alte Hirtentraditionen herrschen. Die lokale Kultur unterscheidet sich so sehr von der des italienischen Festlands, dass du dich zeitweise wie auf einem ganz anderen Kontinent fühlen wirst. In diesem Reiseführer findest du 10 Tipps, was du im Inland Sardiniens sehen und unternehmen kannst – inklusive praktischer Reisetipps.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Geheimnisvolle Nuraghen: Die Insel ist mit über 7.000 Steintürmen aus der Bronzezeit übersät, wobei der bekannteste Komplex Su Nuraxi di Barumini zum UNESCO-Welterbe zählt.
  • Nuraghenkultur: Es handelt sich um eine geheimnisvolle Kultur ohne überlieferte Schrift, von der riesige Steinstatuen geblieben sind – die sogenannten Steinriesen von Mont’e Prama.
  • Die raue Barbagia: Das Herz des authentischen Sardiniens findest du in der Provinz Nuoro, wo sich Dörfer wie Orgosolo mit politischen Wandmalereien oder Mamoiada mit gruseligen Karnevalsmasken verbergen.
  • Aktivurlaub: Das Inland ist ein Paradies für Wanderer – du kannst zum Höhlendorf Tiscali aufbrechen oder das höchste Gebirge der Insel, den Gennargentu, erkunden.
  • Wann reisen: Für die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten und Bergdörfern sind Frühling oder Herbst ideal, besonders wegen des Herbstfestivals Autunno in Barbagia.
  • Anreise: Ohne Mietwagen kommst du in die abgelegeneren Regionen praktisch nicht – stell dich auf kurvige Bergstraßen und langsamere Fahrten ein.

Wann du ins Inland Sardiniens reisen und wie du es entdecken solltest

Wenn du planst, Bergdörfer und archäologische Stätten zu erkunden, streiche den Sommer gleich von deiner Liste. Im Juli und August klettern die Temperaturen regelmäßig auf 35 °C, und in dieser Hitze über die aufgeheizten Steine der Sehenswürdigkeiten zu laufen, ist wohl das Letzte, was du im Urlaub erleben möchtest. Die beste Reisezeit für das Inland ist eindeutig der Frühling oder der Herbst, wenn sich die Temperaturen bei angenehmen 20 bis 25 Grad halten und die Natur entweder herrlich blüht oder in herbstliche Farbtöne getaucht ist.

Ein absolutes Highlight für Kulturliebhaber ist die Zeit von September bis Dezember, wenn in den Bergdörfern das traditionelle Festival Autunno in Barbagia stattfindet. An diesen Wochenenden öffnen die Einheimischen ihre Häuser und Höfe, zeigen alte Handwerkskünste und bieten die besten lokalen Käse und Weine an – ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Du musst allerdings bedenken, dass du irgendwie in die Berge kommen musst, und ohne Mietwagen ist das praktisch unmöglich. Der öffentliche Verkehr funktioniert zwar zwischen größeren Städten, aber zu den abgelegeneren Sehenswürdigkeiten und in die Bergpässe fahren keine Busse.

Sei bei der Planung deiner Route besonders vorsichtig mit Entfernungsschätzungen, denn auf der Insel gibt es keine klassischen Autobahnen und in die Berge führen nur schmale und sehr kurvige Sträßchen. Es kann dir leicht passieren, dass du für eine 60 Kilometer lange Strecke anderthalb Stunden brauchst – plane also für einen Tag nicht mehr als 150 bis 200 Kilometer Fahrt ein. Die Miete eines kleinen, wendigen Autos kostet dich außerhalb der Hochsaison etwa 30 bis 45 Euro pro Tag, aber Reisende warnen oft vor aggressiven Praktiken einiger Billiganbieter. Bestehe daher immer darauf, den Wagen vor der Übernahme gründlich zu fotografieren.

Wo du im Inland Sardiniens übernachten kannst

Die Unterkunftssuche in den Bergregionen ist eine ganz andere Disziplin als die Reservierung eines Strandhotels, denn hier triffst du vor allem auf traditionelle Familienunterkünfte. Ein absoluter Klassiker ist das sogenannte Agriturismo – funktionierende Bauernhöfe und ländliche Anwesen, in denen man dir oft nicht nur ein schönes Zimmer, sondern auch ein fantastisches hausgemachtes Abendessen aus eigenen Zutaten anbietet. Direkt im Herzen der Provinz Nuoro oder rund um das Städtchen Oliena zu wohnen, ist dabei eine sichere Wahl, denn von hier aus hast du die wichtigsten archäologischen Stätten sowie Bergtrekkings direkt vor der Haustür.

Im Inland Sardiniens zahlst du im Gegensatz zur Küste nicht für den Meerblick, sondern für Ruhe, Authentizität und Berglandschaft. Du findest hier die berühmten Kunsthotels ebenso wie familiäre Agriturismi, in denen man dir serviert, was gleich hinterm Haus angebaut wurde. Die meisten der schönsten Adressen verstecken sich rund um Oliena und Nuoro, von wo aus du bequem zu den Nuraghen und in die Barbagia aufbrechen kannst. Wähle nach deinem Urlaubsstil:

✨ Für ein einzigartiges Kunsterlebnis: Su Gologone Experience Hotel (Oliena) — das berühmte Kunsthotel am Fuße der Supramonte-Berge, voller sardischer Handwerkskunst; authentisches Sardinien wie aus dem Bilderbuch.

🏡 Für ein authentisches Agriturismo: Agriturismo Guthiddai (Oliena) — ein Familiengut zwischen Weinbergen und Olivenhainen nahe der Quelle Su Gologone, wo du isst, was hier selbst angebaut wird.

⛰️ Für Ruhe im Wald unter dem Supramonte: Hotel Monte Maccione (Oliena) — ein kleines Berghotel versteckt im Wald oberhalb von Oliena, ein Paradies für Wanderer und Ausgangspunkt für Trekkings über den Supramonte.

🏙️ Für eine praktische Basis in der Stadt: Euro Hotel (Nuoro) — komfortable Unterkunft direkt in Nuoro, ideal für Ausflüge zu den Nuraghen und in die Bergdörfer der Barbagia.

💡 Ein kleiner Tipp zum Schluss: Die meisten Hotels kannst du über Booking.com mit kostenloser Stornierung buchen, sodass du deinen Lieblingsplatz gleich reservieren und dich später in Ruhe entscheiden kannst. Warte aber nicht zu lange – die begehrtesten Adressen am Meer sind für Juli und August oft schon ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht, und die Preise klettern in der Hauptsaison um zig Prozent nach oben.

Nuraghen und geheimnisvolle Sehenswürdigkeiten

Bevor wir uns auf die einzelnen Orte stürzen, sollten wir erst einmal klären, worum es überhaupt geht, denn die Nuraghenkultur ist ein absolutes weltweites Unikat. Nuraghen sind megalithische, kegelförmige Türme, die auf der Insel in der Bronzezeit etwa zwischen 1800 und 500 vor unserer Zeitrechnung errichtet wurden. Die Erbauer verwendeten keinerlei Mörtel, sondern schichteten nur präzise riesige Felsbrocken aufeinander. Und obwohl diese Zivilisation kein einziges schriftliches Zeugnis hinterlassen hat, blieben über 7.000 dieser beeindruckenden Bauwerke erhalten.

1. Su Nuraxi di Barumini

Dieser riesige Komplex ist der unangefochtene König aller Nuraghen und hat sich als einziger auf der Insel den Eintrag in die UNESCO-Welterbeliste verdient. Er liegt etwa eine Stunde Fahrt nördlich von Cagliari und gilt als das am besten erhaltene Beispiel dafür, wie die gesamte Nuraghengesellschaft funktionierte. Der zentrale Turm maß ursprünglich stattliche 18 Meter, und um ihn herum wuchs nach und nach ein ganzes befestigtes Dorf mit Dutzenden runder Steinhütten.

Stell es dir wie ein gewaltiges antikes Labyrinth aus mächtigen Felsbrocken vor, durch das du frei wandeln und den Einfallsreichtum der einstigen Erbauer bewundern kannst. Die Besichtigung des Komplexes ist nur mit Führung möglich, was aber ein großer Vorteil ist, denn so erfährst du viele faszinierende Details über das tägliche Leben dieser geheimnisvollen Kultur. Wenn du hierher willst, empfehle ich dir, die aktuellen Öffnungszeiten auf der offiziellen Website der Stiftung Barumini zu prüfen, wo du auch die Eintrittspreise für die laufende Saison findest.

💡 Tipp: Eintrittskarten, Bootsausflüge und organisierte Touren sind in der Saison schnell ausgebucht – es lohnt sich, sie vorab online auf GetYourGuide zu kaufen.

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2. Die Steinriesen von Mont’e Prama

Während die Nuraghen wenigstens einem Teil der Touristen bekannt sind, hat die Mehrheit der Menschen von der Existenz der riesigen Sandsteinstatuen keine Ahnung. Die Giganti di Mont’e Prama gehören zu den ältesten monumentalen Skulpturen im gesamten Mittelmeerraum, und viele Historiker vergleichen sie mit einem italienischen Pendant zur chinesischen Terrakotta-Armee. Diese über zwei Meter hohen Figuren von Kriegern, Bogenschützen und Boxern mit faszinierenden konzentrischen Augen wurden in den 1970er Jahren durch puren Zufall auf einem Feld entdeckt.

Ein Rätsel bleibt, warum diese riesigen Statuen in der Antike absichtlich in Tausende kleiner Stücke zerschlagen wurden, die Archäologen über Jahrzehnte mühsam wieder zusammensetzen mussten. Die größte Ausstellung dieser Statuen kannst du im kleinen Städtchen Cabras im Museum Civico Giovanni Marongiu bestaunen, aber einige sehr gut erhaltene Exemplare findest du auch im Nationalen Archäologischen Museum in der Hauptstadt Cagliari.

3. Nuraghe Santu Antine und Losa

Wenn dich die Steintürme faszinieren, solltest du unbedingt auch diese beiden beeindruckenden Komplexe im Nordwesten der Insel in deine Route aufnehmen. Der Nuraghe Santu Antine unweit des Städtchens Torralba hat sich bei den Einheimischen den Spitznamen Sa Domo de su Re verdient, was übersetzt „Haus des Königs“ bedeutet – und wenn du davor stehst, verstehst du sofort, warum. Sein mächtiger Zentralturm und das unglaublich ausgeklügelte System innerer Gänge und Treppen wirken eher wie eine mittelalterliche Burg als ein Bauwerk aus der Bronzezeit.

Nur ein Stück weiter beim Dorf Abbasanta befindet sich dann der majestätische Nuraghe Losa, der durch seinen massiven dreieckigen Grundriss besticht. Reisende loben, dass es hier im Gegensatz zum berühmteren Barumini deutlich weniger Touristen gibt, sodass du die geheimnisvolle Atmosphäre der kühlen Steingänge oft ganz für dich allein genießen kannst. Bei beiden Sehenswürdigkeiten wird ein kleiner Eintritt fällig, und die Besichtigung schaffst du in etwa einer Stunde.

4. Das Nuraghendorf Tiscali

Das hier ist ein Leckerbissen für alle, die gerne ein bisschen Geschichte mit einer ordentlichen Bergwanderung in wilder Natur verbinden. Tiscali ist ein einzigartiges prähistorisches Dorf, das weder auf einem Hügel noch in einem Tal liegt, sondern buchstäblich im Inneren einer riesigen Höhle versteckt ist, deren Decke in ferner Vergangenheit einstürzte. Es liegt im rauen Kalksteingebirge Supramonte, und dorthin führt ein recht anspruchsvoller Trek, der dich mindestens zwei Stunden steilen Aufstieg kostet.

Die Überreste der runden Hütten sind durch die Zeit und einstige Grabräuber zwar ziemlich zerstört, aber die Lage ist absolut atemberaubend. Die Menschen lebten angeblich jahrhundertelang in dieser isolierten Naturfestung und versteckten sich hier erfolgreich sogar vor den Überfällen der mächtigen Römer. Der Weg ist nichts für absolute Anfänger – nimm dir daher festes Schuhwerk und ausreichend Wasser mit, denn unterwegs triffst du auf keinerlei Infrastruktur.

5. Gräber der Riesen und Domus de Janas

Die nuraghische und vornuraghische Kultur hinterließ nicht nur Verteidigungstürme, sondern auch unglaublich mystische Begräbnisstätten, denen die Einheimischen sehr poetische Namen gaben. Die Tombe dei giganti, also die Gräber der Riesen, sind monumentale Steingräber mit einer riesigen Frontstele, von denen die Dorfbewohner lange glaubten, dass darin echte Riesen bestattet worden sein müssten. In Wirklichkeit handelte es sich um Massengräber der damaligen Elite, und die schönsten findest du rund um das Städtchen Arzachena verstreut.

Noch älter und wunderlicher sind die sogenannten Domus de Janas, was auf Sardisch „Häuser der Feen“ bedeutet. Es handelt sich um prähistorische Felsengräber, sorgfältig in Sandstein oder Kalkstein gehauen, die oft an kleine Zimmerchen mit eingemeißelten Türen und rituellen Symbolen erinnern. Über die ganze Insel verteilt gibt es Tausende von ihnen, sodass du bei deinen Streifzügen durchs Inland garantiert auf welche stößt – und es wäre eine Sünde, sie nicht wenigstens kurz zu erkunden.

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Barbagia: das Herz des authentischen Sardiniens

Wenn sich eine Region als die wahre Seele der ganzen Insel bezeichnen lässt, dann ist es eindeutig die Provinz Nuoro und ihre historische Region Barbagia. Dieses abgelegene Berggebiet war über Jahrhunderte völlig isoliert und bewahrte sich dadurch seinen eigenen rauen Dialekt, seine Hirtenbräuche und eine tief verwurzelte Unabhängigkeit. Sogar die alten Römer konnten dieses Gebiet nie vollständig beherrschen und nannten es das „Land der Barbaren“ – woher übrigens auch der heutige Name stammt.

6. Orgosolo und die Wandmalereien

Wenn du nach Orgosolo kommst, schlägt dir sofort eine sehr spezielle, fast leicht rebellische Atmosphäre entgegen, die im Mittelmeerraum ihresgleichen sucht. Dieses Bergdorf ist berühmt für seine Murales – riesige Wandmalereien, die hier seit Ende der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts die Mauern der meisten Häuser bedecken. Dabei handelt es sich nicht um gewöhnliche Streetart, sondern um einen visuellen Aufschrei der Einheimischen, die so ihre Haltung zu Politik, Armut und sozialer Ungerechtigkeit ausdrücken.

Du findest hier über 200 Bilder, die alles kritisieren – von den Kriegen in der Welt bis hin zur Enteignung von Weideland –, und ein Spaziergang durch die Gassen ist wie der Besuch einer kostenlosen Freiluftgalerie. Orgosolo hatte in der Vergangenheit einen sehr düsteren Ruf, verbunden mit Blutrache und Banditen, doch heute ist es ein freundlicher Ort, an dem du bedenkenlos einen ausgezeichneten Kaffee genießen und die unglaublich starke lokale Energie aufsaugen kannst.

7. Mamoiada und die Mamuthones-Masken

Nur wenige Kilometer weiter liegt das unscheinbare Dorf Mamoiada, das eine der seltsamsten und geheimnisvollsten Traditionen in ganz Europa verbirgt. Das wichtigste Symbol des Dorfes sind die furchteinflößenden Mamuthones-Masken, die die Männer des Dorfes während des traditionellen Winterkarnevals tragen. Stell dir Gestalten vor, gekleidet in schwere dunkle Schaffelle, mit einer ausdruckslosen schwarzen Holzmaske vor dem Gesicht und einem riesigen Bündel schwerer Viehglocken auf dem Rücken, die bei jedem Schritt ohrenbetäubend rasseln.

Dieses heidnische Ritual symbolisiert angeblich den Sieg der Hirten über die bösen Geister, und seine Wurzeln reichen vielleicht bis in die ferne Nuraghenzeit zurück. Verpasse auf keinen Fall den Besuch des großartigen Museums Museo delle Maschere Mediterranee, wo du diese gruseligen Verkleidungen aus nächster Nähe betrachten und verstehen kannst, wie tief die magischen Rituale in den Herzen der Einheimischen verankert sind.

8. Oliena und die Quelle Su Gologone

Am Fuße der steilen Kalksteinberge des Supramonte liegt das weiße Dörfchen Oliena, das vor allem für den Anbau des fantastischen, schweren Rotweins der Sorte Cannonau berühmt ist. Ein Stück außerhalb der Stadt befindet sich zudem die Karstquelle Su Gologone, ein absolutes Naturphänomen und einer der schönsten Orte der Region. Eiskaltes und kristallklares Wasser sprudelt hier unter enormem Druck aus einer dunklen Felsspalte hervor und bildet einen wunderschön blaugrün gefärbten See.

Die Umgebung der Quelle ist wunderschön gepflegt, umgeben von üppigem Grün und uralten Bäumen, und damit ein absolut idealer Ort für einen ruhigen Nachmittagsspaziergang. Interessant ist, dass das Höhlensystem unter der Quelle so weitläufig ist, dass es bis heute selbst die erfahrensten Höhlentaucher nicht vollständig erkunden konnten. Tickets für die Besichtigung dieses magischen Ortes kannst du über das Tourismusportal der Region erwerben.

Berge und lebendige Traditionen

Wenn du dann genug von aufgeheizten Steinen und Dorfspaziergängen hast, empfehle ich dir, ordentliche Wanderschuhe anzuziehen und in die höchsten Lagen der Insel aufzubrechen. Das Inland Sardiniens bietet nämlich fantastische Bedingungen für Hochgebirgswanderungen, wo du statt Touristenmassen eher nur frei weidende Schafherden und halbwilde Pferde triffst. Die Natur ist hier wild und sieht an vielen Stellen noch genauso aus wie vor Tausenden von Jahren.

9. Das Gennargentu-Gebirge und Fonni

Der Nationalpark Golfo di Orosei e del Gennargentu bedeckt eine riesige Fläche des östlichen Inlands und verbirgt die allerhöchsten Gipfel. Der höchste Punkt der Insel ist der Berg Punta La Marmora, der sich auf 1.834 Meter erhebt und von dem aus du bei guter Sicht angeblich bis zur Küste blicken kannst, wo das blaue Meer mit dem Himmel verschmilzt. Der Trek zum Gipfel ist zwar lang, aber technisch recht anspruchslos, sodass ihn jeder durchschnittlich fitte Wanderer schafft.

Deine Basis für Ausflüge in die Berge kann das malerische Städtchen Fonni werden, die allerhöchstgelegene Gemeinde auf ganz Sardinien. Es liegt auf glatten tausend Metern Höhe, und während die Menschen am Meer in Badesachen baden, fällt hier im Winter ganz selbstverständlich Schnee – früher gab es hier sogar einen kleinen Skilift. Heute ist Fonni eher für seine bunten Murales und die Herstellung knuspriger lokaler Kekse bekannt.

10. Das Festival Autunno in Barbagia

Das ist wohl der beste Tipp für alle, die echte, ungeschminkte lokale Gastfreundschaft erleben möchten. Das Festival Autunno in Barbagia ist ein wanderndes Herbstfest, das jedes Wochenende von September bis Dezember stattfindet, jedes Mal in einem anderen der rund dreißig teilnehmenden Dörfer. An diesen Tagen gelten die sogenannten Cortes Apertas, also „offene Höfe“, bei denen dich die einheimischen Familien direkt in ihre Häuser und alten Steinhöfe lassen.

Du siehst hier Großmütter von Hand Nudeln ausrollen, Schnitzer hölzerne Masken anfertigen und probierst Produkte, die du in keinem gewöhnlichen Supermarkt bekommst. Du kostest Käse, den du in keinem normalen Laden kaufen kannst, hörst traditionellen mehrstimmigen Gesang und gehst mit dem Gefühl, einen Blick hinter den Vorhang geworfen zu haben, den ein gewöhnlicher Tourist niemals lüftet. Vergiss nicht, den genauen Festkalender für das laufende Jahr auf der offiziellen Website von Autunno in Barbagia zu prüfen.

Was du im Inland Sardiniens probieren solltest

Die sardische Küche aus den Bergen unterscheidet sich völlig von der, die man dir in den Küstenresorts serviert, und sie ist ein wahrer kulinarischer Schatz. Lass dir auf keinen Fall die Culurgiones entgehen – wunderschön von Hand geflochtene Teigtaschen, gefüllt mit zerdrückten Kartoffeln, kräftigem Pecorino-Käse und Blättern frischer Minze. Reisende sind sich einig, dass sie in Kombination mit einer einfachen Tomatensauce eine riesige Delikatesse sind, die ursprünglich aus den Regionen Barbagia und Ogliastra stammt.

Zu absolut jedem Gericht bekommst du hier außerdem Pane Carasau, ein extrem dünnes und knuspriges Hirtenbrot, das lange Monate frisch blieb, wenn die Männer mit ihren Herden in die Berge zogen. Die Einheimischen lieben es auch in Form des sogenannten Pane Frattau, bei dem die Fladen mit Sauce und Käse geschichtet werden – wenn du kein Fleisch isst, frag aber lieber nach, ob der Koch keine Fleischbrühe verwendet hat. Als süßen Abschluss musst du schließlich die Seadas probieren, sündhaft gute frittierte Teigtaschen, gefüllt mit frischem Käse und großzügig mit herbem Kastanienhonig übergossen.

Was lokale Spezialitäten für Fleischliebhaber angeht, schwören die Einheimischen im Inland am häufigsten auf das traditionelle Porceddu – ein langsam am Spieß gebratenes Spanferkel, gewürzt mit wilder Myrte, das stundenlang über offenem Feuer zubereitet wird. All das großartige Essen spülen die Einheimischen gerne mit einem vollmundigen Rotwein der Sorte Cannonau hinunter, der angeblich das Geheimnis der Langlebigkeit der hiesigen Bewohner ist, oder mit einem Gläschen des starken Kräuterlikörs Mirto.

Wohin als Nächstes

Häufig gestellte Fragen

Was sind Nuraghen?

Sind das megalithische kegelförmige Türme aus der Bronzezeit, errichtet aus riesigen Steinbrocken ohne Verwendung von Mörtel. Auf der ganzen Insel gibt es mehr als 7.000 davon und es handelte sich wahrscheinlich um Verteidigungs-, Wohn- oder religiöse Bauten der uralten Nuraghen-Zivilisation.

Welchen Nuraghen auf Sardinien sollte man besuchen?

Wenn ihr nur Zeit für einen habt, wählt auf jeden Fall den großartigen Komplex Su Nuraxi di Barumini, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Sehr beliebt und imposant sind auch Nuraghe Santu Antine und Nuraghe Losa im Nordwesten der Insel.

Was ist Su Nuraxi di Barumini?

Hier geht es um die bekannteste und am besten erhaltene archäologische Stätte der Nuraghenkultur auf der Insel. Sie besteht aus einem zentralen, mächtigen Steinturm, der von einer ausgedehnten Befestigungsanlage und den Überresten eines antiken Runddorfes umgeben ist, wobei die Besichtigung nur mit Führung möglich ist.

Wer sind die Steinriesen von Mont’e Prama?

Dabei handelt es sich um einzigartige antike Sandsteinskulpturen von Kriegern, Bogenschützen und Boxern, die über zwei Meter groß sind. Diese faszinierenden Plastiken aus der Zeit der Nuraghenkultur könnt ihr im Museum in dem Städtchen Cabras oder im Nationalen Archäologischen Museum in Cagliari bewundern.

Was kann man in Barbagia sehen?

„`htmlnLasst euch auf keinen Fall das Bergdorf Orgosolo voller politischer Wandmalereien, das geheimnisvolle Mamoiada mit den traditionellen Mamuthones-Masken und das wunderschöne Dörfchen Oliena entgehen. Sehenswert sind auch die magische Karstquelle Su Gologone oder das Hochgebirgsstädtchen Fonni.n„`

Warum gibt es in Orgosolo Wandmalereien auf den Häusern?

„`htmlnu003cpu003eDie sogenannten Murales begannen in Orgosolo Ende der 1960er Jahre als eine Form des politischen und sozialen Protests zu entstehen. Die Einheimischen drücken durch die riesigen Wandmalereien bis heute ihren Unmut über Armut, Enteignung von Land oder über weltweite Konflikte aus.u003c/pu003en„`

Wo kann man sich im Landesinneren Sardiniens eine Unterkunft suchen?

Das mit Abstand beste Erlebnis ist die Wahl eines sogenannten Agriturismo, also ländliche Anwesen und funktionierende Bauernhöfe, wo man sich um euch wie um die eigene Familie kümmert. Eine ideale strategische Lage für Ausflüge bieten Unterkünfte in der Umgebung der Städte Nuoro oder Oliena, mitten im Herzen der Provinz Barbagia.

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Harry Potter Studio London: Tickets, Preise & 14 Tipps für 2026

TL;DRDas Warner Bros. Studio Tour London liegt in Leavesden bei Watford, mit dem Zug von Euston nach Watford Junction in knapp zwanzig Minuten erreichbar, plus kostenlosem Shuttlebus. Hier wurde über zehn Jahre lang die Harry-Potter-Saga gedreht. Das Ticket kostet für Erwachsene ab 56 Pfund, für Kinder ab 47 Pfund und ist ausschließlich online für einen festen Zeitslot erhältlich – buch am besten schon zwei Monate im Voraus. Der Rundgang dauert dreieinhalb bis vier Stunden. Wir haben 14 Tipps für die wichtigsten Ausstellungsstücke zusammengestellt, etwa die Große Halle, die Winkelgasse, Gleis 9¾ oder das Modell von Hogwarts, und verraten dir die besten Monate für saisonale Events wie Hogwarts in the Snow oder Dark Arts.

Wenn du nach England reist und zu den Fans der Zaubererwelt gehörst, ist ein Besuch der Filmstudios ein Stück außerhalb der Stadt absolute Pflicht. Die Warner Bros. Studio Tour London ist kein klassischer Freizeitpark mit Achterbahnen, sondern eine absolut faszinierende Tour durch die echten Filmkulissen, in denen die ganze Saga über zehn Jahre lang gedreht wurde. Hier in London, England, entdeckst du eine unglaubliche Menge an Details, die du im Fernsehen niemals bemerken würdest – und du verstehst, wie viel Kleinarbeit hinter jeder einzelnen Einstellung steckte.

Die Vorbereitung auf diesen Ausflug solltest du aber auf keinen Fall unterschätzen, denn die Tickets verschwinden blitzschnell und die Anreise erfordert ein wenig Planung. Die Studios liegen nämlich in Leavesden bei Watford, also rund 32 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums, und die normalen Londoner öffentlichen Verkehrsmittel fahren dort nicht hin. Deshalb bekommst du hier einen kompletten Guide, wie du das Maximum aus deinem Besuch herausholst und dich weder von Menschenmassen noch von Preisen überraschen lässt.

Gleichzeitig muss ich dich ehrlich warnen, dass dieser Spaß nicht gerade die günstigste Angelegenheit ist, und wenn du mit der ganzen Familie kommst, bekommt das Budget das ordentlich zu spüren. Besonders in den Souvenirläden schießen die Preise in astronomische Höhen, daher lohnt es sich, vorab ein klares Limit festzulegen, wie viel du ausgeben möchtest. Auf der anderen Seite ist die Atmosphäre, wenn sich vor dir zum ersten Mal die Türen zur Großen Halle öffnen, jeden Cent wert – und selbst Erwachsene ringen hier oft vor Rührung nach Luft. ☺️

Zusammenfassung

Falls du es gerade eilig hast und nur die wichtigsten Punkte brauchst, habe ich für dich eine schnelle Übersicht zusammengestellt. Hier ist alles Wesentliche kurz und knapp.

  • Tickets musst du lange im Voraus kaufen: Vor Ort werden überhaupt keine Tickets verkauft, alles läuft über feste Einlasszeiten und die Termine sind oft schon ein bis zwei Monate vorher ausverkauft.
  • Die offizielle Website ist am günstigsten: Ein Ticket für Erwachsene beginnt bei 56 Pfund, Kinder zahlen 47 Pfund, und im Preis ist sogar der kostenlose Shuttlebus vom Bahnhof inbegriffen.
  • Plane genug Zeit ein: Die Tour selbst dauert im Schnitt dreieinhalb bis vier Stunden, aber mit der Anfahrt vom Zentrum rechne lieber mit einem Tagesausflug.
  • Mit dem Zug ist die Anreise am einfachsten: Vom Bahnhof Euston bist du in knapp zwanzig Minuten in Watford Junction, und von dort bringt dich ein stylischer Themenbus kostenlos direkt zum Eingang.
  • Vergiss die Reisegenehmigung nicht: Seit 2026 ist die elektronische UK-ETA-Registrierung für 16 Pfund auch für deutsche Staatsbürger verpflichtend.
  • Probier die lokale Spezialität: Das kultige Butterbier bekommst du für etwa 7,45 Pfund, und die Flaschenversion ist sogar für Veganer geeignet.

Tickets fürs Harry-Potter-Studio, Preise und Anreise

Der größte Fehler, den du bei der Planung machen kannst, ist darauf zu hoffen, dass du die Tickets erst vor Ort oder ein paar Tage vorher bekommst. Die Kapazität der Studios ist streng begrenzt und die Tickets werden für eine genau festgelegte Uhrzeit verkauft (sogenannter Timed Entry), damit drinnen keine untragbaren Menschenmengen entstehen. Wochenenden, Schulferien und besondere Winteraktionen sind oft schon zwei Monate im Voraus ausverkauft. Die einzige Sicherheit ist der Kauf über die offizielle Website wbstudiotour.co.uk, wo du dir in Ruhe einen freien Slot aussuchst.

Preislich solltest du dich darauf einstellen, dass ein Erwachsenenticket bei 56 Pfund beginnt (rund 66 €), in nachgefragteren Zeiten kann es aber auf bis zu 58,50 Pfund steigen. Für ein Kind von fünf bis fünfzehn Jahren zahlst du 47 Pfund (etwa 55 €), und die Kleinsten bis vier Jahre haben freien Eintritt – trotzdem musst du auch für sie im System ein Ticket mit Nullwert „kaufen“, damit sie hineingelassen werden. Zur Orientierung: Eine vierköpfige Familie zahlt für den Grundeintritt etwa 206 Pfund (rund 243 €), und da reden wir noch nicht über Essen und Anreise. Drinnen bist du dann allerdings nicht mehr zeitlich limitiert und kannst bis zum Schließen bleiben.

Was die Anreise angeht, ist die günstigste und schnellste Variante der Zug der britischen National Rail, der vom Bahnhof London Euston abfährt und nach Watford Junction fährt. Die Fahrt dauert nur etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten, und ein Off-Peak-Rückfahrticket kostet 13,80 Pfund (etwa 16 €), das du leicht über The Trainline findest. Direkt vor dem Bahnhof in Watford steigst du dann in den offiziellen Shuttlebus, der dich nach Vorlage des Tickets in fünfzehn Minuten völlig kostenlos direkt zum Eingang bringt. Für bequemere Reisende gibt es auch Varianten mit einem Direktbus aus dem Zentrum, die kommen allerdings deutlich teurer.

Noch eine Sache, die du nicht vergessen darfst: Seit 2026 brauchst du für die Einreise nach Großbritannien die elektronische Reisegenehmigung UK ETA. Sie funktioniert ähnlich wie die amerikanische ESTA und du beantragst sie einfach über die Mobile-App oder die offizielle Regierungswebsite für eine Gebühr von 16 Pfund (etwa 19 €), wobei sie zwei Jahre lang für mehrfache Einreisen gültig ist. Der Antrag wird meist innerhalb weniger Minuten genehmigt, aber beantrage sie lieber mindestens drei Tage vor dem Abflug, damit du auf der sicheren Seite bist.

💡 Tipp: Hast du Angst vor dem Organisieren der Züge und macht es dir nichts aus, für Komfort etwas draufzuzahlen? Dann kannst du Pakete nutzen, die den Direktbus aus dem Zentrum und das Ticket in einem beinhalten. Diese organisierten Transfers lassen sich einfach über GetYourGuide buchen, rechne nur damit, dass der Preis bei etwa 94 Pfund (rund 111 €) beginnt und du an eine feste Rückfahrtszeit gebunden bist.

Saisonale Events und die beste Reisezeit

Die Studios verändern sich im Laufe des Jahres ständig, und ein Besuch im Sommer sieht völlig anders aus als im Dezember. Teil des Grundtickets sind nämlich spezielle saisonale Ausstellungen, die regelmäßig wechseln und der Ausstellung neue Requisiten oder Lichteffekte hinzufügen. Wenn du deine Reise für 2026 planst: Gleich zu Jahresbeginn von Januar bis April läuft Magical Mischief, das sich auf Filmtricks und die Streiche der Weasley-Zwillinge konzentriert – hier siehst du zum Beispiel fliegende Briefe direkt in der Großen Halle.

Das Highlight für 2026 ist allerdings die große Feier zum 25. Jubiläum der Premiere von „Der Stein der Weisen“, die von Mai bis Anfang September läuft. Während dieses Sommer-Events holt das Studio die seltensten Originalrequisiten aus dem ersten Film aus den Lagern, darunter den originalen Schnatz, und die Besucher erleben eine spezielle Häuser-Zeremonie. Im Herbst findet dann traditionell von Mitte September bis November das beliebte Event Dark Arts statt, bei dem die Räume in Dunkelheit getaucht werden, unter der Decke über hundert geschnitzte Kürbisse schweben und du in den Gassen maskierten Todessern begegnest.

Die allermagischste Atmosphäre hat das Studio aber am Jahresende, wenn Hogwarts in the Snow stattfindet. Von Mitte November bis Mitte Januar verwandelt sich das gesamte Areal in ein Wintergewand. Das riesige Schlossmodell versinkt im Kunstschnee und in der Großen Halle wird für den legendären Weihnachtsball gedeckt. Gerade diese Wintertermine sind extrem begehrt und ausverkauft, sobald sie in den Verkauf gehen.

Wenn du die Ausstellung in Ruhe und ohne unnötiges Gedränge genießen möchtest, empfehle ich dir, nach Tickets unter der Woche zu jagen und möglichst frühe Morgentermine zu nehmen. Je früher du die Studios betrittst, desto leerer sind die Gänge vor dir, denn die Menschenmassen sammeln sich erst mit fortschreitenden Stunden an. Und außerdem treibt dich drinnen niemand zum Ausgang – die Frühaufsteher haben also einen klaren Vorteil: leere Gänge plus den ganzen Tag vor sich.

Butterbier und wo du essen kannst

Die Hälfte der Tour führt dich unweigerlich auf den Außenhof, wo genau der richtige Zeitpunkt kommt, um Energie zu tanken und einen absoluten Kultklassiker zu probieren. Im hiesigen Backlot Café oder in der angrenzenden Butterbeer Bar wird das berühmte Butterbier ausgeschenkt, das natürlich völlig alkoholfrei ist und nach einer sehr süßen Kombination aus Karamell und Cremesoda schmeckt. Für einen Becher zahlst du etwa 7,45 Pfund (rund 9 €) und nach dem Trinken kannst du den Plastikbecher in speziellen Spülbecken auswaschen und als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Neben der klassischen gezapften Version mit reichlich Schaum gibt es hier auch das erfrischende Frozen Butterbeer als Slush oder ein hervorragendes Butter-Eis. Für Menschen mit Ernährungseinschränkungen ist wichtig zu wissen, dass der traditionelle gezapfte Schaum Milcheiweiß enthält, im Souvenirladen aber die Butterbeer-Light-Variante in der Glasflasche verkauft wird, die voll vegan ist. Das Getränk ist an sich ziemlich sättigend, daher empfehle ich, es eher nach dem Essen als davor zu trinken.

Was ein richtiges Mittagessen angeht, ist das Angebot in den Studios recht standardmäßige Attraktions-Klassik zu etwas höheren Preisen. Im erwähnten Backlot Café wirst du aber auch als Vegetarier problemlos fündig, denn hier gibt es einen ausgezeichneten veganen Kichererbsen-Burger, jede Menge frische Salate und natürlich endlose Portionen Pommes. Der Rest des Menüs besteht aus klassischen warmen britischen Gerichten oder vorbereiteten Sandwiches aus der Haupteingangshalle, der sogenannten Food Hall. Die beste Strategie ist, gegen halb zwölf zu Mittag zu essen, um dem größten Ansturm hungriger Familien zu entgehen. 😅

Die 14 besten Sets, die du im Studio sehen musst

Das ist der Moment, auf den du dich die ganze Zeit freust. Allein die Liste dessen, was du im Studio sehen wirst, würde für ein kleines Buch reichen, denn es gibt dort eine unglaubliche Menge an Details. Ich habe für dich das absolut Beste ausgewählt, was dir beim Durchgehen der Studios auf keinen Fall entgehen sollte.

Egal ob du ein eingefleischter Fan bist, der jeden Spruch auswendig kennt, oder eher als Begleitung mitkommst – diese Kulissen lassen dich einfach nicht kalt. Schauen wir uns die größten Highlights schön der Reihe nach an.

1. Die Große Halle (The Great Hall)

Die Tour beginnt mit einem kurzen Einführungsvideo im Kinosaal, nach dem sich die Leinwand hebt und du direkt vor den riesigen Eingangstüren stehst. Wenn du die Große Halle betrittst, hast du das Gefühl, mitten im Film zu stehen, denn du gehst über den originalen Boden aus echtem Yorkshire-Stein, den die Filmemacher gewählt haben, damit er dem Getrampel von Hunderten Kinderdarstellern standhält.

An den Seiten siehst du lange, für ein Festmahl gedeckte Tische, um die herum detailgetreue Kostüme von Schülern und Professoren aller vier Häuser ausgestellt sind. Auch wenn die Filmemacher die zauberhafte leuchtende Decke digital ergänzten, wird dich die Majestät des gesamten Raums einfach umhauen.

2. Gemeinschaftsräume und Dumbledores Büro

Sobald du die Große Halle verlässt, öffnet sich vor dir eine gigantische Halle voller miteinander verbundener Sets, in denen am häufigsten gedreht wurde. Der Gemeinschaftsraum von Gryffindor wirkt unglaublich gemütlich dank der satt-roten Tapeten und bequemen Sessel, auch wenn die Requisiteure zugeben, dass sie die Betten im angrenzenden Jungenschlafsaal in den späteren Teilen kürzen mussten, weil die Darsteller einfach aus ihnen herausgewachsen waren.

Direkt daneben beeindruckt dich das majestätische Büro von Schulleiter Dumbledore, randvoll mit Hunderten handgemalter Porträts schlafender Schulleiter, einem präzise gearbeiteten Denkarium und einem riesigen Phönix-Skelett, das unter der Decke versteckt ist.

3. Professor Snapes Zaubertränke-Klassenzimmer und Hagrids Hütte

Hier erst würdigst du die großartige handwerkliche Arbeit der Kunstabteilung, die sich mit keinen halbherzigen Lösungen zufriedengab. Im dunklen Zaubertränke-Klassenzimmer ragen entlang der Wände Regale mit über fünfhundert Fläschchen empor, von denen jedes ein handgeschriebenes Etikett trägt und merkwürdige Zutaten verbirgt – von Plastiktieren bis zu gebackenen Tierknochen vom örtlichen Metzger.

Ein Stück weiter erwartet dich die gemütliche Hütte von Hagrid, bei der die Guides gerne den Trick der erzwungenen Perspektive erklären. Die Filmemacher bauten nämlich zwei unterschiedlich große Versionen der Möbel, damit der Darsteller in der einen wie ein echter Riese aussah und in der anderen normale Menschen umgekehrt wie Zwerge wirkten.

4. Der Fuchsbau der Weasleys

Dieses großartige Set ist eindeutig die beliebteste Station für Familien mit Kindern, denn von allen Kulissen wirkt es am lebendigsten. Die krumme Küche der Weasleys ist voller interaktiver Elemente, die du selbst ausprobieren kannst, indem du einfach die Hand über spezielle Sensoren bewegst.

So setzt du selbst das zauberhafte Bügeleisen übers Brett in Bewegung, bringst eine Pfanne dazu, sich selbst mit der Bürste zu schrubben, oder startest die Stricknadeln, die einen weiteren der berühmten Weihnachtspullover stricken. Der gesamte Raum ist so gestaltet, dass von ihm sympathisches Familienchaos und die herzliche Atmosphäre der rothaarigen Familie ausgeht.

5. Animatronik und magische Kreaturen

Heutige Filme verlassen sich oft rein auf Computertricks, aber hier siehst du mit eigenen Augen, wie viele Monster physisch in der Abteilung Creature Effects entstanden. Der größte Star ist der wunderschöne Hippogreif Seidenschnabel, dessen Federn die Macher von Hand eine nach der anderen klebten und der sich dir bei richtiger Positionierung sogar elegant verbeugt.

Während gleich daneben die riesige Spinne Aragog lauert, die für Arachnophobiker wohl ein etwas heftiges Erlebnis sein dürfte, und zu ihren Füßen der mechanische Hauself Dobby kauert. An ihm kannst du die komplexen Kabel betrachten, die es ihm ermöglichten, mit den Augen zu blinzeln und die Ohren genau nach Anweisung des Regisseurs zu bewegen.

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6. Besenflug (Broomstick Experience)

Wenn du etwas Action suchst, wird dich dieser interaktive Teil sicher nicht enttäuschen, auch wenn sich hier oft längere Schlangen bilden. Du ziehst einen originalen Quidditch-Umhang an und setzt dich vor einer riesigen grünen Leinwand auf einen Besen, während dir Instruktoren raten, wie du dich neigen sollst, damit das Ergebnis auf dem Bildschirm realistisch aussieht.

Riesige Ventilatoren blasen um dich herum, sodass es auf dem Monitor tatsächlich so aussieht, als würdest du über die Themse und die Dächer Londons fliegen. Das Erlebnis selbst und die Demonstration des Tricks sind völlig kostenlos, aber wenn du ein ausgedrucktes Foto oder ein Video auf einem USB-Stick mitnehmen möchtest, stell dich auf einen ziemlich saftigen Aufpreis in Höhe von mehreren zehn Pfund ein.

7. Backlot Stage

Diese Ausstellung ist relativ neu (sie wurde 2025 zum Jubiläum des Feuerkelchs eröffnet) und ehrlich gesagt übersieht sie so mancher, was ein riesiger Jammer wäre. Dieser riesige überdachte Saal enthüllt die tiefsten Geheimnisse der visuellen Effekte und zeigt, wie die anspruchsvollsten Action-Sequenzen der gesamten Serie gedreht wurden.

Und durch Live-Vorführungen und großflächige Projektionen verstehst du, wie die gruseligen Unterwasserszenen bei den Aufgaben im See entstanden oder wie die Stuntmen den Flammen des wütenden ungarischen Hornschwanzdrachen auswichen. Es ist ein absolut faszinierender Blick hinter die Kulissen des modernen Kinos.

8. Der Außen-Backlot

In der Mitte der Tour kommst du an die frische Luft in eine Außen-Ruhezone, die mit den größten Requisiten übersät ist. Die meisten Fotos entstehen hier vor der perfekt langweiligen Fassade des Hauses der Dursleys im Ligusterweg Nummer 4, in das du sogar hineinschauen und das mit Hunderten umherfliegenden Briefen überschwemmte Wohnzimmer betrachten kannst.

Direkt daneben parkt der ikonische lila Fahrende Ritter, den die Macher aus drei alten Londoner Doppeldeckern zusammensetzten. Außerdem kannst du hier über die wunderschöne hölzerne Hogwarts-Brücke gehen, die die Filmemacher ursprünglich nur für den dritten Teil bauten, die aber letztlich dauerhaft in der Serie blieb.

9. Die Winkelgasse (Diagon Alley)

Die Rückkehr nach drinnen wirft dich direkt in die Winkelgasse, und ehrlich gesagt widersteht hier wohl nicht einmal jemand, der behauptet, überhaupt kein Fan zu sein. Du gehst über die gepflasterte Gasse zwischen den wunderbar ausgearbeiteten Schaufenstern der originalen Geschäfte, in denen sich regelmäßig die Beleuchtung ändert, um den Wechsel von Tag und Nacht zu simulieren.

Am meisten fesselt dich Ollivanders verstaubter Zauberstabladen, die majestätische weiße Fassade der Gringotts-Bank oder der bunte dreistöckige Scherzartikelladen der Weasleys, aus dessen Schaufenster dich ständig ein riesiges mechanisches Kaninchen anstarrt, das seinen Hut hebt.

10. Die Nokturngasse und das Zaubereiministerium

Gleich um die Ecke von der fröhlichen Einkaufsmeile wird die Atmosphäre merklich dichter und du wechselst an viel düsterere Orte. Die rätselhafte Nokturngasse mit dem gruseligen Antiquitätengeschäft Borgin und Burkes wirkt dank der gedämpften grünen Beleuchtung wirklich unheimlich.

Es folgt das monumentale Set des Zaubereiministeriums mit glänzenden grünen Wänden, die auf den ersten Blick wie luxuriöse Kacheln aussehen, in Wirklichkeit aber meisterhaft bemalte Spanplatten sind. Den gesamten Raum dominiert außerdem eine riesige und eiskalte Statue aus dunklem Marmor mit der Aufschrift „Magie ist Macht“.

11. Die Zaubererbank Gringotts

Dieser Bereich aus dem Jahr 2019 stellt die bisher größte und prächtigste Erweiterung der Studios dar und wird dich mit seinem Maßstab absolut umhauen. Du betrittst eine beeindruckende Marmorhalle mit Kristallleuchtern, entlang derer hinter den Pulten unglaublich detailgetreue Figuren von Kobold-Kassierern sitzen.

Danach gehst du tief in den Untergrund zum Verlies der Familie Lestrange, in dem sich unglaubliche achtunddreißigtausend Stücke des goldenen Schatzes anhäufen, darunter der seltene Becher von Helga Hufflepuff. Der gesamte Bereich gipfelt in einer atemberaubenden Simulation der zerstörten Bank, aus der sich mit ohrenbetäubendem Brüllen ein riesiger animatronischer Drache emporkämpft.

12. Gleis 9¾ und der Hogwarts-Express

Für viele Fans ist dieser Teil der emotionalste Moment, denn genau hier begann das ganze Abenteuer immer. In einer Halle voller künstlichen Dampfs steht die echte historische Lokomotive GWR Olton Hall, die im ikonischen roten Lack glänzt und eine unfassbare Majestät ausstrahlt.

Während der Hauptsaison kannst du sogar direkt in die schmalen Gänge des Waggons einsteigen, in die einzelnen Abteile hineinschauen, dich mit dem in der Wand des Bahnsteigs versinkenden Gepäckwagen fotografieren oder den Käfig mit der Eule Hedwig betrachten, der zwischen alten Koffern abgestellt ist.

13. Das riesige Hogwarts-Modell im Maßstab 1:24

Wenn du dich dem Ende näherst, halte die Taschentücher bereit, denn das Finale spielt absolut genial mit den Gefühlen. In einem riesigen, abgedunkelten Saal erscheint vor dir das detaillierte Modell des Schlosses Hogwarts, das über fünfzehn Meter breit ist und an dem sechsundachtzig Künstler arbeiteten.

Alle vier Minuten wechselt hier ein wunderbarer Zyklus von Tag und Nacht, bei dem nach und nach mehr als zweieinhalbtausend winzige Fenster aufleuchten, untermalt von der rührenden Orchestermusik von John Williams. Die Filmemacher nutzten es für alle epischen Luftaufnahmen des gesamten Areals.

14. Die Halle der Zauberstäbe

Der absolute Schlusspunkt der Tour vor dem Eingang zum Hauptsouvenirladen ist viel intimer, aber umso schöner. Du gehst durch einen langen Gang, der von mehr als siebzehntausend Zauberstabschachteln gesäumt ist, die vom Boden bis zur Decke reichen.

Auf jeder einzelnen Schachtel steht handgeschrieben der Name eines Mitglieds des Filmteams, von den Hauptdarstellern über die Stuntmen bis hin zu Tischlern und Beleuchtern. Es ist eine unglaublich bewegende Hommage an all die einfachen Menschen hinter der Kamera, ohne deren enormen Einsatz diese zauberhafte Welt niemals entstanden wäre.

Wo du übernachten kannst

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die meisten Leute machen daraus einen Halbtagesausflug, und ehrlich gesagt ergibt das am meisten Sinn. Ein Hotel im Londoner Zentrum in der Nähe des Bahnhofs Euston ist die bequemste Variante, besonders wenn du dich morgens nicht unnötig mit komplizierten Umstiegen auf der Strecke stressen willst. Wenn du aber weißt, dass du den allerersten Einlass um neun Uhr gebucht hast oder mit kleinen, schnell ermüdenden Kindern reist, ergibt es enorm viel Sinn, mindestens eine Nacht direkt in Watford zu übernachten.

Hier sind drei konkrete Unterkunftstipps in verschiedenen Preisklassen, die du einfach zum Beispiel über das beliebte Booking buchen kannst:

  • Premier Inn London Watford: Zuverlässige und saubere Mittelklasse mit einem Preis ab etwa 80 Pfund pro Nacht, ideale Wahl für Familien, die ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis ohne unnötigen Luxus suchen.
  • Hilton London Watford: Komfortables und modernes Hotel der gehobenen Mittelklasse, das praktisch nur einen Katzensprung vom Bahnhof Watford Junction entfernt liegt, sodass du morgens in Ruhe direkt zum Shuttlebus gehst.
  • The Grove: Fantastisches luxuriöses Fünf-Sterne-Resort inmitten der ländlichen Natur mit Golfplatz und Spa, das du in dem Moment zu schätzen weißt, in dem du den Ausflug mit Premium-Erholung verbinden möchtest.

Wohin als Nächstes von London aus

Wenn du die Studios erfolgreich hinter dir hast und überlegst, womit du deine Reise nach Großbritannien noch bereichern könntest, hast du wirklich unzählige Möglichkeiten. Die britische Metropole selbst kann dich locker eine ganze Woche beschäftigen, und du wirst trotzdem nicht genug bekommen.

Häufig gestellte Fragen

Vor der Reise kommen dir sicher jede Menge praktische Fragen in den Sinn. Deshalb habe ich hier die Antworten auf die allerhäufigsten zusammengestellt, die dir bei der Planung zweifellos helfen werden.

Kann man das Ticket vor Ort am Eingang kaufen?

Nein, das ist die absolut wichtigste Regel für den gesamten Besuch. Tickets werden nicht an der Tageskasse vor Ort verkauft und müssen vorab online für eine bestimmte Uhrzeit gekauft werden. Leute, die einfach so vorbeikommen, werden leider vom Sicherheitspersonal gar nicht erst reingelassen, was oft in riesiger Enttäuschung und einem verdorbenen Ausflug endet.

Wie weit im Voraus muss ich die Tickets reservieren?

Idealerweise ein bis zwei Monate im Voraus. Die Nachfrage ist ganzjährig extrem hoch und Wochenenden oder spezielle Weihnachts- und Sommerferienterminen verschwinden erschreckend schnell aus dem Buchungssystem. Wenn ihr den Kauf auf den letzten Drücker verschiebt, bleiben euch in der Regel nur die unattraktivsten Abendzeiten übrig, in denen ihr nicht mehr so viel Zeit für die Besichtigung habt.

Wie lange dauert die Besichtigung der Ateliers?

Durchschnittlich verbringt ein Besucher etwa dreieinhalb bis vier Stunden drinnen. Die Besichtigung ist als selbstständiger Rundgang konzipiert, sodass dich niemand irgendwohin hetzen wird und echte Fans hier problemlos fünf bis sechs Stunden am Stück verbringen, um die Requisiten im Detail zu studieren.

Ist das Fotografieren und Filmen in den Ateliers erlaubt?

Kameras und Handys solltet ihr auf jeden Fall mitnehmen, fotografieren ist praktisch überall erlaubt, außer im einleitenden Kinosaal. Nur an dunkleren Stellen bittet euch das Personal gelegentlich, den Blitz lieber auszulassen, damit ihr die Magie des gesamten Raumes und die anderen Besucher nicht stört.

Brauche ich für die Reise ein spezielles Visum?

Klassisches Visum braucht ihr als Deutsche nicht, aber ab 2026 ist die elektronische Reisegenehmigung namens UK ETA vollständig verpflichtend. Ihr beantragt sie einfach online, sie kostet 20 Pfund und ihr müsst sie genehmigt haben, bevor ihr überhaupt ins Flugzeug Richtung Großbritannien steigt.

Darf man drinnen sein eigenes Essen und Trinken mitbringen?

Snacks können Sie mitbringen, aber der Verzehr eigener Speisen ist nur in den ausgewiesenen Außenbereichen oder im Bereich der Haupteingangshalle gestattet. Zwischen den Filmkulissen selbst sind aus verständlichen Gründen jegliche Speisen und Getränke strikt verboten, um eine Beschädigung der wertvollen Originale zu vermeiden.

Ist die gesamte Ausstellung für Rollstuhlfahrer geeignet?

Die Ateliers sind von Anfang an so konzipiert, dass sie vollständig barrierefrei und maximal zugänglich für alle Besucher sind. Die überwiegende Mehrheit der Sets hat ebene Böden oder befahrbare Rampen. Nur in einige alte Fahrzeuge wie den Fahrenden Ritter-Bus oder den Zug kommt man mit einem Rollstuhl natürlich physisch nicht hinein.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Buche deine Unterkunft clever

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Norwegen: 50 Tipps, was man sehen muss — die schönsten Orte und Fjorde 2026

TL;DRNorwegen lockt mit fünfzig zentralen Tipps zu Fjorden, Wanderungen, Städten, dem Norden und der Arktis, Traumstraßen, Wasserfällen und kulturellen Highlights. Zu den schönsten Orten zählen der Geirangerfjord, der Nærøyfjord und der 204 Kilometer lange Sognefjord, dazu die legendären Wanderungen zum Preikestolen (8 km, 4 Stunden) und zur anspruchsvollen Trolltunga (28 km, 10–12 Stunden). Nicht fehlen dürfen die Inselgruppe Lofoten, das Nordkap und Tromsø als Tor zur Arktis. Für Fjorde und Wanderungen eignet sich der Sommer von Juni bis August am besten, Polarlichter zeigen sich dagegen von September bis März, mit Höhepunkt zwischen November und Februar. In den Süden wie in den Norden kommst du entweder mit dem Flugzeug oder mit dem Auto über die Fähre ab Hirtshals. Für die klassische Fjord-Rundreise reichen 7 Tage, für die komplette Route von Süd nach Nord solltest du 14 Tage oder mehr einplanen. Norwegen gehört zu den teuersten Ländern Europas – gespart wird am besten beim Einkauf in Supermärkten wie Kiwi oder Rema 1000.

Norwegen ist zwar ein Land, das deinen Geldbeutel nicht gerade schont, aber eines ist sicher: Jeder Euro, den du für dieses Naturwunder ausgibst, lohnt sich. Tiefe Fjorde, eingeschnitten zwischen senkrechte Felswände, Berge, die direkt ins Meer stürzen, und eine raue nordische Natur, die dich völlig in ihren Bann zieht – das ist Norwegen. Mach dich darauf gefasst, dass du hier alle paar Kilometer mit offenem Mund das Auto anhältst, denn diese Ausblicke sind einfach unglaublich.

Ob du davon träumst, auf der berühmten Kanzel mit Blick in den Abgrund zu stehen, oder ob dich das magische Nordlicht reizt, das über verschneiten Gipfeln tanzt – Norwegen hat für jeden etwas Großartiges und Unverbrauchtes. Reisen durch dieses weitläufige Land erfordert etwas Planung, vor allem wegen der Distanzen und des wechselhaften Wetters, doch das Ergebnis ist diese Vorbereitung allemal wert.

Dich erwartet eine ordentliche Portion Inspiration. Wir gehen nicht nur die bekanntesten Highlights durch, sondern auch versteckte Perlen, ikonische Wanderungen und malerische Städtchen, aus denen du dir deine Reiseroute ganz nach deinen Vorstellungen zusammenstellst. Auch praktische Tipps zum Budget kommen nicht zu kurz, denn ein paar Euro zu sparen ist bei den norwegischen Preisen immer hilfreich.

Zusammenfassung

  • Fjorde sind das A und O: Geirangerfjord und Nærøyfjord dürfen in keiner Sommerroute fehlen, sie sind absolute Naturunikate.
  • Wanderungen für jeden: Den Preikestolen schaffst du in einem halben Tag, während die Trolltunga eine ganztägige Schinderei und eine gute Kondition erfordert.
  • Teuer, aber es lohnt sich: Stell dich auf hohe Preise für Essen und Alkohol ein, am meisten sparst du mit Einkäufen in den Supermärkten Kiwi oder Rema 1000.
  • Das Wetter ist unberechenbar: Der Zwiebellook ist selbst mitten im Juli entscheidend, denn die Sonne kann sich innerhalb von fünf Minuten in einen kalten Regenguss verwandeln.
  • Reisen mit dem Auto ist ideal: Ein Mietwagen gibt dir die Freiheit, an Aussichtspunkten anzuhalten, rechne nur mit Mautgebühren und zahlreichen Fähren.
  • Der Norden lockt im Winter wie im Sommer: Nach Nordlicht suchst du von September bis März, während du das Mitternachtssonne im Norden Ende Juni bis Anfang Juli erlebst.

Wann nach Norwegen reisen – das Wetter in Norwegen

Wenn dich grüne Fjorde, Wanderungen und Bootstouren reizen, ist die beste Reisezeit eindeutig der norwegische Sommer von Juni bis August. In dieser Zeit sind alle Bergpässe geöffnet, darunter die berühmte Trollstigen, und im Norden kannst du die faszinierende Mitternachtssonne erleben. Rechne aber damit, dass es die Hauptsaison ist, sodass die Übernachtungspreise in die Höhe schnellen und du an bekannten Orten die meisten Touristen triffst.

Für Liebhaber von Winterspaß und Nordlichtjäger lohnt es sich dagegen, von Ende September bis März zu reisen, wenn die Nächte länger werden und der Himmel das schönste Lichtspektakel bietet. Randmonate wie Mai oder September sind ein toller Kompromiss, um den größten Menschenmassen zu entgehen – im Frühling siehst du außerdem die wunderbar blühenden Obstgärten rund um den Hardangerfjord.

Wo in Norwegen übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Touren und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die Suche nach einer Unterkunft in Norwegen kann eine echte Herausforderung sein, denn die Kapazitäten verschwinden in der Sommersaison unglaublich schnell und die Preise klettern in astronomische Höhen. Eine sehr beliebte und günstigere Variante sind Campingplätze, wo du eine kleine Holzhütte mieten kannst, die hytte genannt wird und meist zwischen 18 und 45 € pro Nacht kostet. Für Bergliebhaber lohnt es sich, Mitglied im norwegischen Wanderverein (DNT) zu werden, wodurch du Zugang und Rabatte für ein Netz von Berghütten im ganzen Land erhältst.

Wenn du den Komfort von Hotels und Apartments bevorzugst, reserviere deine Unterkunft unbedingt mehrere Monate im Voraus über Booking, besonders wenn du in die Fjordregion oder in den Norden fährst. In den großen Städten musst du mit Beträgen zwischen 135 und 225 € für ein Doppelzimmer rechnen, während du an der Küste für romantische Fischerhütten namens rorbu locker noch mehr zahlst.

Hier sind ein paar konkrete Tipps, wo du dein Haupt betten kannst, damit du deinen Urlaub wirklich genießt:

  • Oslo: Das schöne und moderne Clarion Hotel The Hub liegt direkt im Zentrum unweit des Bahnhofs und bietet ein fantastisches Frühstück sowie eine Dachbar.
  • Bergen: Eine tolle Lage unweit des historischen Zentrums hat das Thon Hotel Orion, von wo aus es nur wenige Schritte zu den alten Hansehäusern sind.
  • Lofoten: Für ein absolut authentisches Erlebnis probiere die berühmten roten Hütten Eliassen Rorbuer im Örtchen Hamnøy, von wo aus du die schönsten Ausblicke hast.
  • Tromsø: Eine ausgezeichnete Basis für die Nordlichtjagd ist das Radisson Blu Hotel, das am Hafen liegt, von wo aus die meisten organisierten Touren starten.
  • Region Geiranger: Wenn du dir etwas Luxus mit Fjordblick gönnen möchtest, steuere das ikonische Hotel Union Geiranger an, das auch ein wunderschönes Spa hat.

Die norwegischen Fjorde

Die norwegischen Fjorde sind der Hauptgrund, warum die meisten Menschen hierherkommen, und das ist kein Wunder. Diese tiefen Meeresarme, eingeschnitten zwischen tausend Meter hohe senkrechte Wände, gehören zu den dramatischsten Landschaften der Welt. Norwegen hat über tausend davon, wir haben für dich die allerschönsten ausgewählt, die du auf keinen Fall verpassen solltest.

1. Geirangerfjord

Der Geirangerfjord ist einer dieser Orte, die man einfach mit eigenen Augen gesehen haben muss, und der Eintrag auf der UNESCO-Liste beschreibt ihn nicht einmal zur Hälfte. Der Fjord schneidet sich tief ins Land, und von seinen steilen Wänden stürzen gewaltige Wassermassen, unter denen der berühmte Wasserfall Die Sieben Schwestern und der ihm gegenüberliegende Freier hervorstechen. Den besten Blick auf diese ganze Pracht hast du vom Aussichtspunkt Dalsnibba, der auf 1.500 Metern liegt und über die mautpflichtige Straße Nibbevegen erreichbar ist.

Wenn du hinunter zum Wasser fährst, vergiss nicht, an den berühmten Serpentinen Ørnesvingen, der sogenannten Adlerstraße, anzuhalten, wo die bekanntesten Fotos entstehen. Im Sommer ist es hier zwar wirklich sehr voll, sodass es sich lohnt, früh morgens aufzubrechen, bevor die Massen von den riesigen Kreuzfahrtschiffen kommen, doch dieser Ausblick ist es eindeutig wert. 💡 Tipp: Mehr Details und praktische Ratschläge findest du in unserem Artikel über den Geirangerfjord.

2. Nærøyfjord

Wenn du etwas noch Dramatischeres suchst, wird dich der Nærøyfjord begeistern: Er trägt den Titel des schmalsten Fjords Europas. An manchen Stellen ist er nur 250 Meter breit, und die umliegenden Berge ragen so hoch über ihm auf, dass du dir im Boot völlig winzig vorkommst. Auch er steht zu Recht auf der UNESCO-Liste und bietet ein unvergessliches Schauspiel aus verschneiten Gipfeln und wilden Wasserfällen.

In Gudvangen, das ganz am Ende des Fjords liegt, kannst du das faszinierende Wikingerdorf Njardarheimr besuchen, wo du viel Wissenswertes über die Geschichte und das Leben der alten Nordmänner erfährst. Am besten erkundest du den Fjord, indem du die Fähre nach Flåm nimmst, was übrigens ein sehr beliebter Teil des Pakets Norway in a Nutshell ist. 💡 Tipp: Weitere Inspiration zur Erkundung dieser Region findest du in unserem Guide zu den norwegischen Fjorden.

3. Sognefjord

Dieser Riese wird respektvoll König der Fjorde genannt, und das ist kein Wunder, denn es ist der längste und tiefste Fjord in ganz Norwegen, der sich unglaubliche 204 Kilometer ins Landesinnere erstreckt. Seine Tiefe erreicht bis zu 1.308 Meter, und er dient als Hauptader, von der sich weitere kleinere, aber umso malerischere Arme abzweigen, wie eben der Nærøyfjord oder der Aurlandsfjord. Die Ufer säumen malerische Dörfchen voller bunter Holzhäuser, alte Obstgärten und historische Sehenswürdigkeiten.

Die Region rund um den Sognefjord ist eine absolut ideale Basis, um alte Stabkirchen, Gletscherzungen des Jostedalsbreen-Nationalparks zu entdecken oder mit der berühmten Flåmbahn zu fahren. Die meisten Touristen kommen im Sommer hierher, wenn die Tage lang sind und die Natur rund ums Wasser in sattem Grün erstrahlt. 💡 Tipp: Plane auf jeden Fall einen Stopp im Örtchen Lærdal ein, das für sein erhaltenes historisches Zentrum mit traditioneller Holzarchitektur bekannt ist.

4. Aurlandsfjord und der Aussichtspunkt Stegastein

Der Aurlandsfjord ist einer der malerischsten Arme des Sognefjords, und seine ruhige, von majestätischen Bergen umgebene Wasserfläche wirkt wie ein perfektes Postkartenmotiv. Das größte Highlight dieser Region ist zweifellos das architektonische Juwel der Aussichtsplattform Stegastein. Diese elegante Holzkonstruktion ragt 30 Meter ins Leere hinaus, 650 Meter über dem Fjord, und endet nur mit durchsichtigem Glas, was für ein echtes Adrenalin-Erlebnis und unvergessliche Ausblicke sorgt.

Zum Aussichtspunkt gelangst du über eine schmale, kurvige Straße aus dem Örtchen Aurland, die fließend in die berühmte Bergstrecke Aurlandsvegen übergeht, auch bekannt als Schneestraße. Wie der Name schon verrät, türmen sich hier selbst mitten im Sommer oft hohe Schneewände entlang der Straße, was einen surrealen Kontrast zu den blühenden Tälern unten am Wasser bildet. 💡 Tipp: Wenn du mit einem größeren Wohnmobil unterwegs bist, sei auf dem Weg zum Aussichtspunkt sehr vorsichtig, die Straße ist wirklich sehr schmal und das Ausweichen entgegenkommender Fahrzeuge erfordert Geduld.

5. Hardangerfjord

Der Hardangerfjord ist der zweitlängste Fjord des Landes und wird oft liebevoll der Obstgarten Norwegens genannt, weil sein milderes Klima dem Anbau von Äpfeln, Pflaumen und Kirschen zugutekommt. Wenn du dich Ende April bis Anfang Mai hierher aufmachst, wirst du Zeuge eines unglaublichen Schauspiels, bei dem Millionen Obstbäume in weißen und rosa Farben vor der Kulisse verschneiter Berggipfel erblühen. Die hiesigen Bauern stellen aus Äpfeln hervorragende Säfte und traditionellen Cider her, den du unbedingt probieren musst.

Neben den Obstgärten bietet diese Region auch wunderschöne Wanderwege, darunter etwa die Panoramawanderung Dronningstien oder Touren zum Gletscher Folgefonna, der sich majestätisch über dem Fjord erhebt. Auch tosende Wasserfälle fehlen nicht, wobei der bekannteste, der Vøringsfossen, leicht zugänglich ist und einen Blick auf die enorme Kraft des stürzenden Wassers bietet. 💡 Tipp: An vielen Höfen entlang der Straße findest du kleine Selbstbedienungsstände mit Obst, wo du dir einen Korb Kirschen nimmst und das Geld einfach in eine Kasse wirfst.

6. Lysefjord

Wenn du raue und schroffe Natur magst, wird dich der Lysefjord völlig begeistern, denn über seiner Wasserfläche erheben sich die bekanntesten Felsformationen ganz Norwegens, allen voran die Kanzel (Preikestolen) und der Felsbrocken Kjeragbolten. Schon allein die Bootsfahrt von Stavanger oder vom Örtchen Forsand ist ein riesiges Erlebnis, denn von unten hast du das Gefühl, dass diese steilen Granitwände jeden Moment auf dich herabstürzen müssten. Der Fjord ist 42 Kilometer lang und sein Wasser hat oft eine dunkelblaue bis smaragdgrüne Farbe.

Neben den berühmten Aufstiegen findest du hier auch eine große Rarität: eine Holztreppe im Dörfchen Flørli mit unglaublichen 4.444 Stufen, die entlang einer alten Wasserleitung emporsteigen. Der Aufstieg ist eine ordentliche Schinderei für die Oberschenkel, aber der Blick auf den Fjord aus der Vogelperspektive entschädigt dich reichlich für die Mühe. 💡 Tipp: Bootstickets für die Fjordtouren solltest du in den Sommermonaten lieber im Voraus reservieren, sie sind oft sehr schnell ausverkauft.

7. Hjørundfjord

Während Touristenmassen nach Geiranger strömen, bewahrt sich der nahegelegene Hjørundfjord noch immer eine wunderbare Atmosphäre der Ruhe und Abgeschiedenheit, obwohl seine Szenerie den berühmteren in nichts nachsteht. Er ist tief in die sogenannten Sunnmøre-Alpen unweit der Stadt Ålesund eingeschnitten und wird von dramatischen, scharf geschnittenen Berggipfeln umgeben, von denen der Gipfel Slogen der bekannteste ist. Das Wasser ist hier kristallklar und entlang der Ufer liegen nur ein paar verschlafene Dörfchen, die man oft nur mit dem Boot erreicht.

Diese Region ist ein absolutes Paradies für Liebhaber des Hochgebirgswanderns, die anspruchsvollere Routen ohne Menschenschlangen mit Fotoapparaten suchen, und im Winter kommen hierher Skitourengeher aus ganz Europa. Wenn du dich von belebten Straßen erholen und echte norwegische Wildnis erleben möchtest, bist du hier genau richtig. 💡 Tipp: Mach einen Halt im historischen Hotel Union Øye, das wie aus einem Märchen aussieht und dich in die Atmosphäre des späten 19. Jahrhunderts versetzt.

8. Die Fjorde Geiranger und Nærøyfjord als Weltkulturerbe

Vielleicht fragst du dich, warum ausgerechnet diese beiden Fjorde auf der UNESCO-Liste stehen, wo es in Norwegen doch über tausend davon gibt. Die Antwort liegt in ihrer unberührten Natur, ihrer geologischen Einzigartigkeit und der Tatsache, dass sie die klassische Szenerie der westnorwegischen Fjorde in reinster Form repräsentieren. Sie sind durch keine schwere Infrastruktur und keine großen Brücken gestört, was sie zu lebendigen Museen der Eiszeit macht, in der sich diese gewaltigen Täler formten.

Bei der Reiseplanung musst du keine Angst haben, dass dir durch die Wahl eines der beiden etwas entgeht, denn beide bieten absolut phänomenale Erlebnisse und atemberaubende Ausblicke. Während der Geirangerfjord mit der Menge an Wasserfällen besticht, die von steilen Felsen stürzen, fasziniert der Nærøyfjord mit seiner unglaublichen Enge und seiner düsteren, fast mystischen Atmosphäre. 💡 Tipp: Wenn du Zeit hast, versuche unbedingt, beide zu befahren. Sie sind etwa einen halben Tag Autofahrt über wunderschöne Bergstraßen voneinander entfernt.

Ikonische Aufstiege und Wanderungen

Norwegen ist ein Wanderparadies und manche der hiesigen Ausblicke sind zu echten Social-Media-Ikonen geworden. Von gemütlichen Halbtagestouren bis zu anspruchsvollen Ganztagesschindereien – hier sind die berühmtesten Felsen und Grate, für die es sich lohnt, die Wanderschuhe zu schnüren. Bei jedem findest du auch den ungefähren Schwierigkeitsgrad, damit du weißt, worauf du dich einlässt.

9. Preikestolen (Die Kanzel)

Der Aufstieg auf die Kanzel ist ein absoluter Klassiker, den sich niemand entgehen lassen sollte, der zumindest eine Grundkondition hat. Dieser riesige flache Felsen erhebt sich beeindruckende 604 Meter senkrecht über der Wasserfläche des Lysefjords und bietet einen atemberaubenden Ausblick. Die Route ist etwa 8 Kilometer hin und zurück lang, du überwindest etwa 500 Höhenmeter und in gemütlichem Tempo dauert die Tour rund 4 Stunden. Der Weg ist sehr gut ausgebaut, stellenweise gehst du zwar über Steintreppen, aber es erwartet dich kein Klettern.

Da es sich um die meistbesuchte Wanderung des Landes handelt, stell dich darauf ein, dass du hier im Sommer definitiv nicht allein bist, und wenn du etwas Ruhe für Fotos ohne Menschenmassen genießen willst, musst du wirklich früh morgens oder erst spät nachmittags aufbrechen. Der Parkplatz unterhalb der Wanderung ist kostenpflichtig und füllt sich in der Hauptsaison ziemlich schnell, eine frühe Ankunft erspart dir also eine Menge Nerven. 💡 Tipp: Willst du genau wissen, wie du dich auf die Wanderung vorbereitest und wo du parkst? Wirf einen Blick in unsere ausführliche Anleitung Preikestolen – Aufstieg Schritt für Schritt.

10. Trolltunga

Während die Kanzel ein angenehmer Halbtagesspaziergang ist, ist die Tour zur berühmten Trollzunge eine ordentliche Ganztagesschinderei, die deine Ausdauer auf die Probe stellt und eine ausgezeichnete körperliche Vorbereitung erfordert. Die Route misst zermürbende 28 Kilometer, dauert 10 bis 12 Stunden Gehen und du überwindest dabei etwa 800 Höhenmeter in rauem Berggelände. Belohnt wirst du aber mit einem Foto auf einem dünnen Felsvorsprung, der 700 Meter über der spiegelnden Wasserfläche des Sees Ringedalsvatnet unweit der Stadt Odda ins Leere ragt.

Wenn du dir den schlimmsten Anfangsanstieg über Asphalt sparen willst, kannst du den örtlichen Shuttle nutzen, der dich zum höher gelegenen Parkplatz Mågelitopp bringt, wodurch du die Route um ein paar Kilometer verkürzt. Die Wanderung ist nur in den Sommermonaten sicher zugänglich, und auch dann kann es oben unerwartet zuziehen, sodass gute Kleidung sowie ausreichend Essen und Wasser absolute Pflicht sind. 💡 Tipp: Unterschätze die Vorbereitung nicht und schau dir alle praktischen Tipps in unserem Artikel Trolltunga – Aufstieg auf die Trollzunge an.

11. Kjeragbolten

Eine weitere riesige Herausforderung über dem Lysefjord lockt vor allem Adrenalinliebhaber, denn sich auf einen Felsbrocken zu stellen, der fest zwischen zwei senkrechte Felsen in 984 Metern Höhe über dem Abgrund eingeklemmt ist, erfordert wirklich starke Nerven. Die Wanderung selbst beginnt beim Restaurant Øygardstøl oberhalb des Örtchens Lysebotn und ist etwa 12 Kilometer hin und zurück lang, was rund 6 bis 7 Stunden in Anspruch nimmt. Der Weg ist ziemlich anspruchsvoll, überwindet drei steile Anstiege über glatte Granitplatten, wo du dich an gespannten Stahlketten festhalten musst.

Wenn du endlich beim Felsbrocken ankommst, bildet sich hier oft eine Schlange fürs Foto, sodass du eine Weile wartest, bis du an der Reihe bist, um den Schritt ins Ungewisse zu wagen. Wenn es regnet oder der Felsen feucht ist, wird der Aufstieg auf den Stein selbst dringend abgeraten, denn das kleinste Ausrutschen hätte fatale Folgen. 💡 Tipp: Die Autofahrt zum Ausgangspunkt über die Straße Lysevegen ist ein Erlebnis für sich, dich erwarten 27 scharfe Serpentinen, die hinunter zum Fjord fallen.

12. Besseggen

Dieser legendäre Grat ist ein absoluter Klassiker des norwegischen Wanderns und jedes Jahr überqueren ihn Zehntausende begeisterte Wanderer, die den faszinierenden Kontrast zweier unterschiedlich gefärbter Seen sehen wollen. Auf der einen Seite erstreckt sich unter dir der dunkelblaue See Bessvatnet, während auf der anderen Seite die smaragdtürkise Wasserfläche des riesigen Sees Gjende leuchtet. Die Route liegt im Nationalpark Jotunheimen, misst etwa 14 Kilometer und dauert 6 bis 8 Stunden ziemlich anspruchsvolles Gehen mit etwa 550 Höhenmetern.

Die meisten wählen die Taktik, morgens das Boot von Gjendesheim nach Memurubu zu nehmen und dann über den Grat zu Fuß zum Auto zurückzukehren, was auch wegen des besseren Ausblicks beim schwierigsten Anstieg strategisch klug ist. Im steilsten Abschnitt musst du dich gelegentlich mit den Händen festhalten, aber wenn du nicht unter schwerem Schwindel leidest, schaffst du die Wanderung ohne größere Probleme. 💡 Tipp: Tickets für das Morgenboot über den See Gjende kaufst du in der Saison online mehrere Tage im Voraus, vor Ort sind sie oft schon ausverkauft.

13. Galdhøpiggen

Möchtest du damit prahlen, dass du auf dem Dach ganz Skandinaviens gestanden hast? Der höchste Berg Norwegens misst 2.469 Meter, und gemessen daran, was für ein Gigant er ist, ist seine Besteigung überraschend zugänglich, auch für gewöhnliche Wanderer. Die beliebteste Route beginnt bei der Berghütte Juvasshytta, die auf über 1.800 Metern liegt, sodass der Höhenunterschied nicht mehr so drastisch ist. Das hat aber einen großen Haken – die Route führt über den Gletscher Styggebreen voller versteckter Spalten.

Aus diesem Grund ist die Gletscherüberquerung nur mit Guide erlaubt, an den du aus Sicherheitsgründen mit einem gemeinsamen Seil angebunden bist, sodass du die Tour im Voraus reserviert haben musst. Auf dem Gipfel selbst findest du eine kleine Hütte mit Verpflegung, und an einem klaren Tag siehst du das unendliche Meer aus Berggipfeln des Nationalparks Jotunheimen. 💡 Tipp: Wenn du den kostenpflichtigen Guide und den Gletscher umgehen willst, kannst du die längere und anspruchsvollere Route von der Hütte Spiterstulen nehmen, die zwar kostenlos, aber deutlich steiler ist.

14. Romsdalseggen und Rampestreken

Wenn du Gratwanderungen liebst und keine Höhenangst hast, bietet dir der Romsdalseggen einige der dramatischsten Ausblicke in ganz Norwegen, bei denen du den berühmten Berg Trollveggen, die höchste senkrechte Wand Europas, direkt vor Augen hast. Die Ganztageswanderung misst etwas mehr als 10 Kilometer, ist aber sehr anspruchsvoll, exponiert und erfordert Trittsicherheit, denn in manchen Abschnitten gehst du wirklich auf einem schmalen Grat zwischen zwei Abgründen. Die Logistik ist einfach, aus dem Örtchen Åndalsnes bringt dich ein Bus zum Start und du kehrst dann zu Fuß wieder hinunter.

Beim Abstieg kommst du auf jeden Fall an der berühmten Aussichtsplattform Rampestreken vorbei, die wie ein Stahlsteg in die Luft ragt und einen ikonischen Blick auf die Stadt und den sich windenden Fluss im Tal bietet. Zu dieser Plattform gelangst du auch über einen kürzeren, sehr steilen Aufstieg direkt aus der Stadt, was rund zwei Stunden dauert und auch von denen geschafft wird, die sich die ganze Gratwanderung nicht zutrauen. 💡 Tipp: Stell dich darauf ein, dass der Abstieg vom Aussichtspunkt hinunter nach Åndalsnes über endlose Steintreppen führt und den Knien ordentlich zusetzt.

15. Gaustatoppen

Dieser Berg in der Region Telemark ist ein absolutes Phänomen, denn obwohl er 1.883 Meter misst, überblickst du von seinem Gipfel bei perfekt klarem Wetter angeblich bis zu einem Sechstel der gesamten Fläche Norwegens. Der Aufstieg vom Parkplatz bei Stavsro ist nicht extrem lang, er dauert etwa zwei bis drei Stunden hinauf über steiniges Gelände, also ein toller Familienausflug. Oben erwartet dich eine Berghütte, wo du dir als Belohnung Kaffee und warme Waffeln kaufen kannst.

Wenn du gerade keine Lust hast, auf eigenen Beinen zu gehen, verbirgt der Berg ein großes Geheimnis aus den Zeiten des Kalten Krieges in Form der einzigartigen Standseilbahn Gaustabanen, die durch einen direkt ins Felsmassiv gehauenen Tunnel führt. Das ursprüngliche Militärprojekt bringt dich heute bequem fast bis zum Gipfel, und die Fahrt mit den alten Wagen durch das Innere des Berges ist ein Erlebnis, das nicht nur Kinder zu schätzen wissen. 💡 Tipp: Auf dem Gipfel weht oft ein sehr starker Wind, sodass du oben ohne warme Jacke und Mütze nicht lange durchhältst, auch wenn unten die Sommersonne scheint.

Städte, die du sehen musst

Norwegen lockt zwar vor allem mit Natur, doch seine Städte sind keineswegs nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu den Fjorden. Vom kosmopolitischen Oslo über das regnerische Bergen bis zum Jugendstil-Ålesund und dem arktischen Tromsø – jede hat ihren eigenen Charakter und ist mindestens einen Tag Aufenthalt wert.

16. Oslo

Norwegens Hauptstadt hat in den letzten Jahren eine unglaubliche Wandlung durchgemacht und ist von einer etwas langweiligen Metropole zu einem pulsierenden Zentrum für moderne Architektur, großartige Kunst und Spitzengastronomie geworden. Geh unbedingt über das schräge Marmordach des ikonischen Operngebäudes spazieren, von wo aus du einen schönen Blick über die ganze Bucht hast, und schau dir gleich nebenan das neue, architektonisch sehr gewagte Museum für den Maler Edvard Munch an. Bei schönem Wetter ist ein Spaziergang durch den weitläufigen Vigeland-Park absolute Pflicht, wo dich über 200 faszinierende Skulpturen erwarten, die den Kreislauf des menschlichen Lebens darstellen.

Für Liebhaber von Geschichte und Entdeckern ist die Halbinsel Bygdøy reserviert, die du bequem mit dem Boot vom Zentrum aus erreichst und wo du das berühmte Museum des Polarschiffs Fram oder das Kon-Tiki-Museum von Thor Heyerdahl findest. Am Abend ziehst du dann ins Hipster-Viertel Grünerløkka, das voller gemütlicher Cafés, kleiner Boutiquen und großartiger vegetarischer Bistros ist, wo es fantastischen Hummus und Falafel gibt. 💡 Tipp: Wenn du mehrere Museen schaffen willst, erwäge den Kauf des Oslo Pass, der dir kostenlose Eintritte sichert und gleichzeitig als ÖPNV-Ticket dient. Ausführlichere Tipps findest du im Guide Oslo: was man sehen muss.

17. Bergen

Bergen wird das Tor zu den Fjorden genannt und gehört zu den allerschönsten norwegischen Städten, auch wenn es einen Fluch mit sich trägt: Hier regnet es im Durchschnitt mehr als 200 Tage im Jahr. Das Wahrzeichen des Zentrums ist das berühmte Hafenviertel Bryggen, das auf der UNESCO-Liste steht und wo sich krumme Holzhäuser alter Hansekaufleute drängen, in denen sich heute Handwerksstuben und Galerien verbergen. Gleich daneben findest du den berühmten Fischmarkt, wo Händler frische Garnelen, Austern und andere lokale Spezialitäten anbieten, auch wenn die Preise hier ziemlich hoch getrieben sind.

Wenn sich das Wetter für einen Moment beruhigt und die Sonne hervorkommt, steig unbedingt in die Standseilbahn Fløibanen, die dich in wenigen Minuten auf den Hügel Fløyen bringt, von wo aus du die ganze Stadt und die umliegenden Inseln vor Augen hast. Vom Hügel führen viele schöne Wanderwege in die umliegenden Wälder, und wenn du mehr Zeit hast, kannst du auch auf den höheren Berg Ulriken aufbrechen, zu dem eine klassische Seilbahn fährt. 💡 Tipp: Lass dich nicht vom schlechten Wetter abschrecken, kauf dir gute Regenmäntel und tauch in die Gassen ein. Mehr Tipps findest du im Artikel Bergen: was man sehen muss.

18. Stavanger

Stavanger dient für die meisten Touristen als Hauptausgangspunkt für den Aufstieg auf die Kanzel, aber die Stadt selbst verbirgt ein unglaublich malerisches historisches Zentrum, das einfach nur schnell zu durchqueren ein großer Fehler wäre. Das Viertel Gamle Stavanger glänzt mit einer Sammlung von 174 wunderschön renovierten Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die strahlend weiß gestrichen sind und deren Bewohner die Fenster sorgfältig mit Blumen und kleinen Laternen schmücken. Das absolute Gegenteil zu diesem ruhigen Teil ist die Straße Øvre Holmegate, bekannt als Fargegata, wo alle Häuser dagegen in wilden Neonfarben bemalt sind und die besten Cafés der ganzen Stadt beherbergen.

Da Stavanger die Hauptstadt der norwegischen Ölindustrie ist, ist das moderne Norwegische Erdölmuseum ein großes Highlight, das auf spielerische und interaktive Weise erklärt, wie aus Norwegen eines der reichsten Länder der Welt wurde. Ein Stück außerhalb der Stadt stößt du dann auf überraschend lange Sandstrände in der Region Jæren, die zwar nicht zum Baden geeignet sind, aber für romantische Spaziergänge in den Dünen wie geschaffen sind. 💡 Tipp: In der Fargegata geh unbedingt in eines der Cafés und gönn dir einen Kaffee und eine traditionelle norwegische Zimtschnecke (skillingsboller).

19. Trondheim

Die drittgrößte norwegische Stadt ist das historische Herz des Landes und ihr absolutes Wahrzeichen ist die majestätische gotische Nidaros-Kathedrale, die das größte mittelalterliche Bauwerk in ganz Skandinavien ist. Sie wurde über dem Grab von König Olav dem Heiligen errichtet und dient bis heute als wichtiges Pilgerziel sowie als Ort, an dem die norwegischen Herrscher gekrönt werden. Gleich in der Nähe spannt sich die alte Holzbrücke Gamle Bybro mit geschnitzten roten Portalen, die die Einheimischen romantisch das Tor des Glücks nennen.

Beim Spaziergang stößt du auf das wunderschöne Viertel Bakklandet entlang des Flusses Nidelva, wo auf alten Holzpfählen über dem Wasser eine Reihe bunter Lagerhäuser steht, aus denen heute stilvolle Restaurants und Lädchen geworden sind. Eine technische Rarität, die du sonst nirgendwo auf der Welt siehst, ist der örtliche Fahrradlift Trampe, der müde Radfahrer den steilen Hügel direkt zur Festung Kristiansten hinaufschiebt. 💡 Tipp: Wenn du mehr über die Geschichte der Popmusik erfahren möchtest, besuche das riesige moderne Museum Rockheim, das dich durch die norwegische Musikszene von den 50er-Jahren bis heute führt.

20. Ålesund

Ålesund ist für norwegische Verhältnisse absolut einzigartig, denn nach dem verheerenden Brand von 1904 wurde die ganze Stadt von Grund auf neu im eleganten Jugendstil voller Türmchen, Bögen und verzierter Fassaden wiederaufgebaut. Sie liegt über mehrere Inseln verteilt direkt an der Meeresküste und bildet das Eingangstor zum schönen Hjørundfjord. Wenn du den besten Blick auf die märchenhaften Dächer der Stadt bekommen möchtest, musst du genau 418 Stufen auf den Hügel Aksla zum Aussichtspunkt Fjellstua erklimmen.

Der Aufstieg bringt dir zwar etwas das Blut in Wallung, aber der Blick auf die vom blauen Ozean umgebene Stadt mit den verschneiten Gipfeln der Sunnmøre-Alpen im Hintergrund ist einfach unbezahlbar. Familien mit Kindern steuern dann oft das große Meeresaquarium Atlanterhavsparken an, das direkt in die Küstenfelsen eingelassen ist und zu den besten in Nordeuropa gehört. 💡 Tipp: Im Stadtzentrum findest du viele ausgezeichnete Bäckereien, in denen du nach dem morgendlichen Aufstieg zum Aussichtspunkt eine süße Belohnung in Form einer Vanilleschnecke holen kannst.

21. Tromsø

Tromsø bezeichnet sich stolz als Tor zur Arktis und ist mit Abstand die lebendigste und interessanteste Stadt im hohen Norden, in die im Winter Menschen aus der ganzen Welt zur Nordlichtjagd strömen. Ein markantes Wahrzeichen ist die schon von Weitem sichtbare Eismeerkathedrale mit ihrer dreieckigen Form, die an Eisschollen erinnert und in die arktische Nacht leuchtet. Ich empfehle unbedingt, mit der Seilbahn Fjellheisen auf den Hügel Storsteinen zu fahren, von wo aus du die ganze Stadt umgeben von dunklen Fjorden siehst.

In den Wintermonaten laufen von hier aus zahlreiche Boote zu beliebten Walsafaris aus, und die Abende kannst du beim Trinken von lokalem Bier in der nördlichsten Brauerei der Welt, Mack, verbringen. Die Stadt hat dank der Universität eine sehr junge und energiegeladene Atmosphäre, sodass du hier trotz des bitterkalten Winters auf viele gemütliche Kneipen und Cafés voller Leben stößt. 💡 Tipp: Eine detaillierte Anleitung, wie du ein Winterabenteuer planst und wo genau du die grünen Lichter am Himmel suchst, findest du in unserem Artikel Tromsø – das Tor zum Nordlicht.

22. Røros

Wenn du etwas ganz anderes als die klassischen Fjorde suchst, fahre ins Landesinnere an die Grenze zu Schweden, wo das alte Bergbaustädtchen Røros liegt, das so fantastisch erhalten ist, dass die UNESCO es ohne Zögern auf ihre Welterbeliste gesetzt hat. Es besteht aus dunkelbraunen Holzhäusern mit grasbewachsenen Dächern, über denen sich eine massive Steinkirche erhebt, und überall siehst du alte Schlackehalden aus den Zeiten des massiven Kupferabbaus. Die Atmosphäre ist hier absolut einzigartig und du wirst dich fühlen, als wärst du mit der Zeitmaschine dreihundert Jahre zurückgereist.

Die Stadt ist vor allem im Winter berühmt, wenn große Weihnachtsmärkte voller Handwerksprodukte stattfinden und durch die verschneiten Gassen von Pferden gezogene Schlitten mit Glöckchen fahren. Wegen ihrer Lage hoch in den Bergen ist es hier ordentlich kalt, und Temperaturen, die im Januar auf minus dreißig Grad sinken, sind keine Seltenheit. 💡 Tipp: Besuche unbedingt das Bergbaumuseum Smelthytta, wo es absolut perfekte verkleinerte Modelle gibt, die zeigen, unter wie brutalen Bedingungen die Bergleute hier einst gearbeitet haben.

23. Kristiansand

Die südnorwegische Stadt Kristiansand ist für viele Touristen der allererste Ort, den sie in Norwegen erblicken, denn hier kommen riesige Fähren aus dem dänischen Hafen Hirtshals an, und die Stadt dient als Hauptausgangspunkt für Roadtrips entlang der Westküste. Sie hat eine schöne Altstadt namens Posebyen, wo regelmäßige Blocks weißer Holzhäuser erhalten sind und eine sehr entspannte, fast sommerliche Strandstimmung herrscht. Norwegische Familien kommen im Sommer hierher zum Urlaub, denn die hiesigen Strände gehören zu den besten und sonnigsten des Landes.

Der mit Abstand größte Magnet der ganzen Region ist aber das riesige Areal Dyreparken, das genial einen weitläufigen Zoo voller nordischer und exotischer Tiere mit einem großen Freizeitpark mit Piratendorf kombiniert. Wenn du mit Kindern reist, stell dich darauf ein, dass du hier problemlos zwei ganze Tage verbringst. 💡 Tipp: Der Hafen ist voller netter Cafés, also wenn du mit der Morgenfähre ankommst, gönn dir hier in Ruhe ein Frühstück, bevor du die Kilometer Richtung Stavanger frisst.

Der Norden und die Arktis

Je weiter nach Norden du kommst, desto wilder, leerer und zauberhafter wird Norwegen. Hier hinter dem Polarkreis erwarten dich die spitzen Gipfel der Lofoten, Wale, die Mitternachtssonne im Sommer und das tanzende Nordlicht im Winter. Rechne mit großen Distanzen, aber auch damit, dass du genau hierher zurückkehren möchtest.

24. Lofoten

Dieser Archipel hinter dem Polarkreis ist wahrscheinlich der fotografisch dankbarste Winkel Europas, und seine spitzen, schneebedeckten Gipfel, die senkrecht aus dem Ozean aufragen, verschlagen dir garantiert den Atem. Du findest hier berühmte Fischerdörfchen wie Reine, Henningsvær oder Nusfjord, wo sich über dem türkisen Wasser rote Hütten drängen und im Wind Tausende Kabeljaus trocknen. Rechne aber damit, dass die Schönheit der Lofoten längst kein Geheimnis mehr ist und in der Sommersaison auf den Straßen und Parkplätzen wirklich großer Andrang herrscht.

Zu den größten Highlights gehören der kurze, aber extrem steile Treppenaufstieg zum Aussichtspunkt Reinebringen und die wunderschönen Strände mit weißem Sand wie Haukland oder Kvalvika, wo du dich eher wie in der Karibik fühlst, bis du die Wassertemperatur ausprobierst. 💡 Tipp: Damit wir das hier nicht unnötig in die Länge ziehen, haben wir für dich ein riesiges eigenes Handbuch Was man auf den Lofoten sehen muss (großer Guide) vorbereitet, in dem du absolut alles findest.

25. Vesterålen

Gleich nördlich der Lofoten liegt der Archipel Vesterålen, der zwar etwas im Schatten seines berühmteren Nachbarn steht, aber eine viel ruhigere Atmosphäre, sanftere Hügel und absolut fantastische Bedingungen zur Beobachtung wilder Tiere bietet. Das mit Abstand größte Highlight ist das Örtchen Andenes an der Nordspitze, von wo aus das ganze Jahr über Boote zur Walsafari auslaufen und die Chance, riesige Pottwale zu sehen, hier riesig ist. Im Vergleich zu den Lofoten triffst du hier nur einen Bruchteil der Touristen und die Straßen sind viel leerer.

Wenn du die beliebten Vögel mit den bunten Schnäbeln sehen möchtest, fahr ins Dörfchen Bleik, von wo aus Bootstouren zur kleinen Insel Bleiksøya organisiert werden, wo im Sommer Zehntausende niedliche Papageientaucher nisten. Der hiesige lange Sandstrand Bleikstranda ist außerdem ein perfekter Ort, um abends der untergehenden Mitternachtssonne zuzusehen. 💡 Tipp: Von Andenes auf Vesterålen fährt im Sommer eine direkte Fähre nach Gryllefjord auf der Insel Senja, eine ideale Verbindung, um die Reise nach Norden fortzusetzen.

26. Senja

Norwegens zweitgrößte Insel trägt den Titel Norwegen im Miniaturformat und wird oft als die Lofoten ohne Menschenmassen bezeichnet, denn hier erheben sich ebenso dramatische Berggipfel, die ins Meer stürzen, aber du triffst auf viel weniger Wohnmobile. Die meisten der schönsten Ausblicke liegen entlang der nationalen Touristenroute an der Westküste, wo du die moderne hölzerne Aussichtsplattform Tungeneset mit Blick auf die zackigen Felsen Okshornan, die Teufelszähne genannt werden, nicht verpassen darfst.

Der bekannteste und meistfotografierte Ort der Insel ist der imposante Berg Segla, dessen senkrechte Wand über 600 Meter direkt ins Meer stürzt, und der Aufstieg auf den benachbarten Hügel Hesten garantiert dir den besten Blick auf sein Massiv. Die Natur ist hier wild und rau, was die Insel zu einem absoluten Paradies für Wanderer macht, die echte arktische Ruhe suchen. 💡 Tipp: Beim Durchqueren der Insel vergiss nicht, am Aussichtspunkt Bergsbotn anzuhalten, der hoch über dem Tal hängt und einen großartigen Rundblick auf die umliegenden Fjorde bietet.

27. Nordkapp (Nordkap)

Jeder, der nach Norwegen fährt, träumt irgendwie unbewusst davon, bis ans Ende Europas zum symbolischen Globus auf dem steilen Felsen des Nordkaps zu gelangen, der sich 307 Meter über dem wilden Barentssee erhebt. Es liegt auf der Insel Magerøya, die du bequem durch einen tiefen Unterseetunnel erreichst, und im Sommer strömen die Menschenmassen vor allem deshalb hierher, um um Mitternacht die Sonne zu beobachten, die nur den Horizont berührt und gleich wieder zu steigen beginnt. Auf der riesigen Hochebene rund um den Felsen grasen üblicherweise Herden von Rentieren, die den hiesigen Sámi gehören.

Ein kleiner geografischer Haken besteht darin, dass das Nordkapp in Wirklichkeit nicht der allernördlichste Punkt ist, das ist das benachbarte, niedriger gelegene Kap Knivskjellodden, zu dem du dich aber auf eine etwa neun Kilometer lange Wanderung begeben musst. Der Eintritt ins Besucherzentrum am Nordkapp ist relativ teuer, aber das Parken und der eigentliche Zugang zum Felsen sollten laut norwegischem Recht frei sein. 💡 Tipp: Das Wetter auf dem Felsen ist extrem wechselhaft und oft fällt hier so dichter Nebel, dass du keine fünf Meter weit siehst, sodass es sich lohnt, zumindest einen kleinen Zeitpuffer einzuplanen.

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28. Svalbard (Spitzbergen)

Wenn dir das festländische Norwegen nicht reicht und du die echte hohe Arktis erleben möchtest, musst du in Oslo oder Tromsø ins Flugzeug steigen und dich auf den abgelegenen Archipel Spitzbergen aufmachen, wo mehr Eisbären als Menschen leben. Das Hauptzentrum ist das kleine Städtchen Longyearbyen, von dem aus im Winter lange Expeditionen mit Schneemobilen oder Hundeschlitten über endlose Gletscher und zugefrorene Fjorde aufbrechen. Die Natur ist hier unglaublich rau, Bäume wachsen hier nicht und im Winter herrscht die absolute Dunkelheit der Polarnacht.

Aus Sicherheitsgründen darfst du ohne Gewehr und spezielles Training die Grenzen des Städtchens nicht verlassen, sodass du dich für alle Touren in die Wildnis auf erfahrene örtliche Guides verlassen musst. Obwohl eine Reise hierher finanziell sehr anspruchsvoll ist, ist die Begegnung von Angesicht zu Angesicht mit der arktischen Einöde, mit Walrossen oder blauen Gletscherhöhlen ein Erlebnis aus einer ganz anderen Dimension. 💡 Tipp: Longyearbyen liegt so hoch im Norden, dass die Sonne von Mitte April bis Ende August überhaupt nicht untergeht und 24 Stunden am Tag scheint.

29. Alta

Die Stadt Alta liegt in einem tiefen Fjord im Norden des Landes und zieht Touristen vor allem wegen ihrer riesigen Felder mit Felsritzungen aus der Steinzeit an, die über 6.000 Jahre alt sind und zu Recht auf der UNESCO-Liste stehen. In den Sommermonaten kannst du die Außenwege ablaufen, an denen du Tausende rötlich gefärbte Bilder von Jägern, Rentieren, Bären und Lachsen siehst, was einen unglaublichen Einblick gibt, wie die Menschen hier einst überlebten.

Alta ist zugleich als Nordlichtstadt berühmt, denn hier herrschen ausgezeichnete stabile klimatische Bedingungen mit minimaler Bewölkung, sodass die Chance, das grüne Schauspiel zu beobachten, wirklich riesig ist. Außerdem wird ein Stück außerhalb der Stadt jeden Winter aus riesigen Eisblöcken das fantastische Hotel Sorrisniva gebaut, wo du dir einen Drink aus Eisgläsern gönnen oder sogar eine richtig frostige Nacht auf Rentierfellen verbringen kannst. 💡 Tipp: Übersieh auf keinen Fall die beeindruckende Nordlichtkathedrale direkt im Stadtzentrum, deren Titanfassade das arktische Licht in alle Richtungen reflektiert.

30. Saltstraumen

Ein Stück von der Stadt Bodø entfernt spielt sich ein unglaubliches Schauspiel ab, denn genau hier findest du den weltweit allerstärksten Meeresstrudel, der entsteht, wenn sich Hunderte Millionen Kubikmeter Wasser durch eine schmale Meerenge vom Ozean in den Fjord und wieder zurück drängen. Während der Flut und Ebbe, was üblicherweise viermal täglich geschieht, erreicht das Wasser eine Geschwindigkeit von bis zu 40 Kilometern pro Stunde und an der Oberfläche bilden sich riesige Strudel mit einem Durchmesser von bis zu zehn Metern. Den besten Blick auf diese ganze tosende Masse hast du direkt von der Autobahnbrücke, die sich hoch über die Meerenge spannt.

Die Region ist ein absolutes Paradies für Angler, denn die starken Strömungen bringen riesige Mengen an Nahrung hierher und Fänge von riesigen Kabeljaus oder Heilbutten sind hier keine Seltenheit. Du kannst dir hier auch eine Adrenalin-Tour auf einem schnellen Schlauchboot gönnen, das dich direkt an den Rand der größten Strudel bringt. 💡 Tipp: Überprüfe vor dem Besuch immer die genauen Zeiten von Flut und Ebbe im Internet, denn außerhalb dieser Zeiten ist das Wasser in der Meerenge völlig ruhig und du siehst nichts Interessantes.

Traumstraßen und Panoramazüge

In Norwegen ist der Weg selbst das Ziel. Die dortigen Ingenieure haben es geschafft, Straßen und Bahnstrecken durch die unzugänglichsten Orte zu ziehen, sodass die Überfahrten selbst zu den größten Erlebnissen gehören. Hier sind die schönsten Panoramastraßen, Serpentinen und Züge, die in jeder Reiseroute einen Platz verdienen.

31. Atlantikstraße (Atlanterhavsveien)

Diese acht Kilometer lange Straße wird oft als die schönste Straße der Welt bezeichnet und ihre Einzigartigkeit liegt darin, dass sie über kleine Inselchen und Riffe mithilfe von acht eleganten Brücken springt. Der mit Abstand meistfotografierte Ort ist die riesige Bogenbrücke Storseisundet, die aus einem bestimmten Winkel aussieht, als würde sie direkt in der Luft enden und die Autos ins Meer fallen. Die Route gehört zu den prestigeträchtigen nationalen Touristenstraßen und bietet mehrere schöne Rastplätze mit Aussichtswegen entlang der Küstenfelsen.

Das Fahrerlebnis unterscheidet sich diametral je nach Wetter: An einem ruhigen Sommertag kannst du die Ausblicke auf die Wasserfläche genießen und nach Walen Ausschau halten, während sich bei Herbststürmen riesige Wellen aus dem aufgewühlten Ozean über die Straße wälzen. Den ganzen Abschnitt fährst du in wenigen Minuten, aber du wirst dich am Ende garantiert umdrehen und ihn mindestens noch einmal fahren. 💡 Tipp: Halte auf einer der Inseln beim Café in Eldhusøya an, von wo aus ein sehr schöner moderner Weg um die ganze Insel mit tollen Ausblicken auf die Brücken führt.

32. Trollstigen (Trollleiter)

Die berühmte Trollstigen ist ein Ingenieurswunder aus den Dreißigerjahren, und ihre 11 extrem scharfen und steilen Serpentinen zu befahren, die sich in die senkrechte Felswand fressen, ist Pflicht für jeden ordentlichen Roadtrip. Beim Anstieg passierst du den tosenden Wasserfall Stigfossen, der über 300 Meter tief ins Tal stürzt, und in den schärfsten Kurven wirst du hoffen, dass nicht im Gegenverkehr ein riesiger Reisebus auftaucht. Wenn du endlich oben angekommen bist, erwartet dich ein modernes Besucherzentrum.

Vom Zentrum führen Betonwege zu stählernen Aussichtsplattformen, die hoch über dem Tal hängen und einen unglaublichen Blick darauf bieten, wie sich die Autos unten wie kleine Ameisen schlängeln. Die Straße ist wegen des Schnees etwa von Mitte Mai bis Oktober geöffnet, aber in letzter Zeit gibt es hier Probleme mit Steinschlag, sodass du vor der Fahrt überprüfen musst, ob sie befahrbar ist. 💡 Tipp: Wenn du ein langes Wohnmobil fährst, sei sehr vorsichtig, das Ausweichen in den Kurven erfordert Erfahrung und maximale Präzision.

33. Flåmbahn (Flåmsbana)

Auch wenn du mit dem Auto nach Norwegen kommst, mach eine Ausnahme und kauf dir ein Ticket für diesen historischen Zug, der auf nur zwanzig Kilometern 860 Höhenmeter überwindet, was ihn zu einer der steilsten Normalspurstrecken der Welt macht. Der Zug startet in der Hochgebirgsstation Myrdal und sinkt langsam durch ein tiefes grünes Tal voller Wasserfälle und steiler Abhänge hinunter zum Fjord ins Örtchen Flåm. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und durchs Fenster verfolgst du Landschaften, zu denen du sonst überhaupt keinen Zugang hast.

Das Highlight der Fahrt ist der kurze Halt am riesigen Wasserfall Kjosfossen, wo der Zug stoppt, du auf die Plattform hinaustreten und der norwegischen Mythologie in Form der tanzenden Fee Huldra lauschen kannst, die Wanderer lockt. Tickets verschwinden in der Sommersaison in rasendem Tempo, denn die Strecke ist der Hauptstar der Ganztagestour Norway in a Nutshell. 💡 Tipp: Bei der Fahrt hinunter von Myrdal nach Flåm setz dich möglichst auf die rechte Seite des Wagens, von wo aus der Blick ins tiefe Tal viel besser ist.

34. Bergensbanen (Oslo–Bergen)

Die Zugfahrt zwischen der Hauptstadt und Bergen dauert etwa sieben Stunden und zählt zu den allerschönsten Bahnstrecken der Welt, denn sie durchquert die wilde Hochebene Hardangervidda. Es ist die höchstgelegene Gebirgsbahn Nordeuropas, deren höchster Punkt sich in der Station Finse auf 1.222 Metern über dem Meer befindet. Selbst mitten im Sommer siehst du hier hinter dem Fenster oft Schnee und zugefrorene Seen, was einen wunderbaren Kontrast zu den blühenden Tälern am Anfang der Fahrt bildet.

Wenn du gerne Rad fährst, plane unbedingt einen Ausflug auf der berühmten Route Rallarvegen ein, die direkt entlang der Bahnstrecke führt und absolut phänomenale Ausblicke auf Gletscher und Berge bietet. Die Räder kannst du einfach an einer Station ausleihen und an einer anderen zurückgeben, wobei der Großteil der Route bergab Richtung Fjord führt, sodass es auch Gelegenheitssportler schaffen. 💡 Tipp: Zugtickets kaufst du online bei der Gesellschaft Vy mit großem Vorlauf, vor Ort sind die günstigeren Tarife längst ausverkauft.

35. Hurtigruten

Diese legendäre Küstenfahrt entstand ursprünglich zur Zustellung von Post in abgelegene Gemeinden, aber heute ist sie eine der ikonischsten Möglichkeiten, die norwegische Küste in ihrer ganzen rauen Schönheit kennenzulernen. Die Reise von Bergen bis in den fernen Norden nach Kirkenes dauert ganze sieben Tage in eine Richtung und das Schiff hält dabei in 34 verschiedenen Häfen. Unterwegs fährst du durch den schmalen Trollfjord, passierst die majestätischen Gipfel der Lofoten und schaust dir auch den berühmten Felsen Nordkapp an.

Du musst aber nicht gleich ein Ticket für die ganze einwöchige Fahrt kaufen, die Schiffe funktionieren auch als klassische Fähren, sodass du etwa nur eine Nacht zwischen zwei interessanten Häfen mitfahren kannst. Es ist zwar ein finanziell anspruchsvolleres Erlebnis, aber der Blick auf die verschneiten Berge direkt vom Deck eines beheizten Schiffes ist einfach unbezahlbar. 💡 Tipp: Ausführlichere Informationen zu dieser berühmten Fahrt findest du in unserem Artikel über die norwegischen Fjorde.

36. Sognefjellet und Gamle Strynefjellsvegen

Fahrbegeisterte kommen in Norwegen vor allem auf den Bergpässen auf ihre Kosten, wobei der allerhöchste in ganz Nordeuropa die Aussichtsstraße Sognefjellet ist, die bis auf 1.434 Meter Höhe klettert. Die Straße führt dich durch die raue Landschaft des Nationalparks Jotunheimen, wo du an riesigen Gletscherfeldern, zugefrorenen türkisen Seen und mächtigen Steinmännchen vorbeikommst. Am höchsten Punkt mach unbedingt einen Halt, denn der Ausblick auf die umliegenden Zweitausender ist absolut überwältigend.

Eine weitere wunderschöne erhaltene Straße ist die historische Route Gamle Strynefjellsvegen, die tiefe Fjorde mit alten Gletschern verbindet und an vielen Stellen noch ihren ursprünglichen Schotterbelag aus dem neunzehnten Jahrhundert hat. Entlang der Straße findest du alte Steinpfosten und Brücken, durch die du dich fühlst, als wärst du in die Zeit der ersten Entdecker zurückgekehrt. 💡 Tipp: Diese Hochgebirgsstraßen werden wegen der Schneemassen meist erst Ende Mai bis Anfang Juni geöffnet, überprüfe also vor einer Frühlingsfahrt immer ihre Befahrbarkeit.

37. Norway in a Nutshell

Wenn du kein Auto hast oder die Zeit drängt, serviert dir diese genial ausgeklügelte Rundtour die größten Naturhighlights Westnorwegens an einem einzigen, wenn auch sehr vollen Tag. Es handelt sich im Grunde um eine durchdachte Kombination von Tickets, die die Panoramafahrt mit dem Zug Bergensbanen, den steilen Abstieg mit der Flåmbahn und die wunderschöne Fahrt durch den schmalen Nærøyfjord nach Gudvangen verbindet. Von dort bringt dich dann ein Bus über die Adrenalin-Serpentinen Stalheimskleiva zurück zum Zug, mit dem du zur Basis zurückkehrst.

Das ganze Paket kannst du sowohl von Oslo als auch von Bergen absolvieren, und obwohl es nach einer sehr touristischen Angelegenheit klingt, funktioniert es organisatorisch absolut perfekt und stressfrei. Der Vorteil ist, dass du nicht umständlich die Fahrpläne der einzelnen Anbieter abstimmen musst, alles geht nahtlos ineinander über und du genießt nur mit dem Fotoapparat in der Hand. 💡 Tipp: Tickets kannst du als ein Paket online kaufen oder dir selbst aus den einzelnen Abschnitten zusammenstellen, was dich manchmal etwas günstiger kommt.

Wasserfälle, Gletscher und Natur

Wohin du in Norwegen auch blickst, dort stürzt Wasser oder schiebt sich Eis. Schmelzende Gletscher und hohe Niederschläge haben Hunderte Wasserfälle und riesige Eisfelder entstehen lassen, zu denen es sich zu fahren lohnt. Wir haben die mächtigsten Wasserfälle und die zugänglichsten Gletscher ausgewählt, bei denen dir die Kinnlade herunterfällt.

38. Vøringsfossen

In Norwegen siehst du so viele Wasserfälle, dass du sie bald nicht mehr zählst, aber der Vøringsfossen im Tal Måbødalen unweit des Hardangerfjords gehört zu den allermächtigsten und berühmtesten im ganzen Land. Das Wasser stürzt hier mit gewaltigem Getöse in eine tiefe Schlucht in einer Gesamthöhe von 182 Metern, und ringsum bildet sich ständig eine dichte Gischt, in der an sonnigen Tagen wunderschöne Regenbögen leuchten. Ein Stück von der Kante des Wasserfalls steht das alte historische Hotel Fossli, wo angeblich einst sogar der berühmte Edvard Grieg Musik komponierte.

Vor Kurzem wurde hier eine architektonisch beeindruckende Aussichtsbrücke eröffnet, die sich direkt über die tiefe Schlucht spannt und absolut fantastische Perspektiven für Fotos bietet. Der Spaziergang über die Brücke ist völlig sicher, aber der Blick hinunter in die tosende Tiefe lässt schwächeren Naturen garantiert die Knie zittern. 💡 Tipp: Zum Wasserfall gelangst du sehr leicht direkt von der Hauptstraße Nr. 7, also ist es ein idealer kurzer Halt während einer längeren Überfahrt.

39. Låtefossen

Ein Stück vom Örtchen Odda findest du ein echtes Naturunikat, denn der Låtefossen ist nicht nur einer, sondern gleich zwei riesige Wasserströme, die nebeneinander stürzen und sich knapp über der Straße zu einem tosenden Fluss vereinen. Das Wasser fließt hier mit solcher Kraft, dass die alte Steinbrücke mit sechs Bögen, über die Autos fahren, ständig in dichten Nebel gehüllt ist und du so durch eine kostenlose Waschanlage fährst. Es ist einer der meistfotografierten Orte der Region und die romantische Szenerie lockt Touristen schon seit dem neunzehnten Jahrhundert.

Die beste Besuchszeit ist der Frühsommer, wenn in den Bergen riesige Schneemengen schmelzen und der Wasserfall seine maximale Kraft erreicht, sodass du sein Getöse schon aus großer Entfernung hörst. Direkt an der Brücke gibt es einen kleinen Parkplatz und einen Souvenirkiosk, aber in der Hauptsaison ist es hier ein riesiges Problem, einen freien Stellplatz zum Anhalten zu finden. 💡 Tipp: Halte ein trockenes Tuch für das Kameraobjektiv bereit, denn die Gischt fliegt überall herum und die Linse trocken zu halten ist hier eine fast übermenschliche Aufgabe.

40. Jostedalsbreen

Dieser riesige Eisgigant ist der größte Festlandgletscher in ganz Europa und seine massiven Zungen schieben sich langsam in die tiefen Täler nördlich des Sognefjords. Der mit Abstand meistbesuchte Arm ist der Briksdalsbreen, zu dem du über einen bequemen Spaziergang um einen türkisen kleinen See gelangst, auch wenn der Gletscher selbst wegen der Erwärmung leider jedes Jahr ziemlich schnell zurückweicht. Du kannst dich auch in kleinen offenen Wägelchen hinaufbringen lassen, die die Einheimischen Trollautos nennen.

Wenn du ein echtes Abenteuer erleben möchtest, mach dich zum Arm Nigardsbreen auf, wo du dir eine Tour mit einem professionellen Guide gönnen und mit Steigeisen und Eispickel in der Hand direkt über das blaue, von tiefen Spalten durchzogene Eis gehen kannst. Es ist ein sicheres, aber körperlich anspruchsvolleres Erlebnis, das dir die enorme Kraft der Natur aus einer völlig anderen Perspektive zeigt. 💡 Tipp: Begib dich niemals auf eigene Faust oder ohne die nötige Ausrüstung auf den Gletscher, versteckte Spalten unter einer dünnen Schneeschicht sind extrem gefährlich.

41. Folgefonna

Über den Obstgärten des Hardangerfjords erhebt sich majestätisch der Gletscher Folgefonna, der vor allem begeisterte Skifahrer und Snowboarder anlockt, denn das hiesige Sommerskigebiet bietet die besten Bedingungen zum Fahren auf Schnee mitten im Sommer. Die Straße bringt dich hoch in die Berge direkt an den Gletscherrand, wo du den unglaublichen Ausblick auf den blauen Fjord tief unter dir genießen kannst, während du bis zu den Knien im Schnee stehst.

Neben dem Skifahren werden hier auch beliebte Gletscherwanderungen in Seilschaften veranstaltet, bei denen du fantastische bläuliche Eishöhlen und tiefe Spalten erkundest. Auch wenn du dich nur für einen kurzen Spaziergang um den Parkplatz entscheidest, nimm warme Kleidung mit, denn der vom Gletscher wehende Wind ist selbst an den wärmsten Augusttagen eiskalt. 💡 Tipp: Der Weg zum Sommerskigebiet führt über eine sehr schmale und kurvige Straße aus dem Örtchen Jondal, also nimm dir fürs Fahren genug Zeit und starke Nerven mit.

42. Lovatnet und Loen Skylift

Der See Lovatnet, versteckt unweit des Örtchens Loen, hat eine so unglaublich satte smaragdtürkise Farbe, dass du auf Fotos der übertriebenen Verwendung von Filtern verdächtigt wirst, doch die Farbe verdankt er feinem Sand aus den schmelzenden Gletschern. Das Tal ist zwar wunderschön, trägt aber auch eine dunkle Geschichte von zwei riesigen Erdrutschen mit sich, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts eine tödliche Tsunami-Welle auslösten und die örtlichen Dörfchen wegfegten. Heute kannst du hier ein Boot oder Kajak ausleihen und die absolute Ruhe auf dem Wasser genießen.

Wenn du das ganze Tal aus der Vogelperspektive sehen möchtest, steig in die supermoderne Seilbahn Loen Skylift, die dich in unglaublichen fünf Minuten von der Fjordhöhe direkt auf den Gipfel des Berges Hoven in 1.011 Meter Höhe bringt. Vom Gipfel führen weitere Wanderwege und für Adrenalinliebhaber gibt es einen tollen Klettersteig, der auch eine Überquerung einer langen Hängebrücke beinhaltet. 💡 Tipp: Oben bei der Seilbahnstation gibt es ein tolles Panoramarestaurant, wo du dir hervorragenden Kaffee und warme Waffeln mit Blick auf die Gletscher gönnen kannst.

43. Nationalpark Jotunheimen

Der Name Jotunheimen bedeutet übersetzt Heimat der Riesen, und diese riesige Bergwildnis ist ohne Übertreibung der schönste und rauste Nationalpark in ganz Südnorwegen. Du findest hier mehr als zweihundert Gipfel über zweitausend Meter Höhe, zwischen denen sich wilde Gletscherflüsse und tiefe türkise Seen schlängeln. Genau hier liegt der legendäre Grat Besseggen und der höchste Berg Galdhøpiggen, über die wir oben im Abschnitt der ikonischen Wanderungen gesprochen haben.

Der Park ist ein absolutes Paradies für leidenschaftliche Wanderer, die mit dem Rucksack auf dem Rücken von einer roten Hütte zur nächsten ziehen und die völlige Isolation von der Zivilisation genießen wollen. Das Wetter kann sich hier aber von einer Minute auf die andere ändern, sodass du selbst für einen kurzen Spaziergang immer eine wasserdichte Schicht und eine warme Mütze im Rucksack bereit haben musst. 💡 Tipp: Ein toller Ausgangspunkt zur Erkundung des Parks ist das Dörfchen Lom, wo du neben einer schönen Stabkirche auch eine hervorragende traditionelle Bäckerei findest.

44. Dovrefjell

Während Jotunheimen mit scharfen Gipfeln fasziniert, ist der benachbarte Nationalpark Dovrefjell eine Landschaft aus endlosen kahlen Ebenen und sanften Hügeln, die die Heimat eines absoluten Tierunikats ist: der riesigen Moschusochsen. Diese zotteligen Riesen aus der Eiszeit streifen hier frei durch die Tundra, und zu einer organisierten Wandersafari mit Guide aufzubrechen, um sie aus sicherer Entfernung zu sehen, gehört zu den Top-Erlebnissen ganz Norwegens. Den Tieren solltest du dich auf eigene Faust nicht näher als 200 Meter nähern, sie können nämlich unerwartet schnell angreifen.

Das Hauptsymbol des ganzen Parks ist der imposante Berg Snøhetta, an dessen Fuß vor Kurzem die architektonisch fantastische Aussichtskabine des Norwegischen Wildtierzentrums errichtet wurde. Von ihr aus kannst du in der Wärme am Kamin mit dem Fernglas Herden wilder Rentiere und Polarfüchse beobachten, die über die riesigen Hochebenen streifen. 💡 Tipp: Durch den Park Dovrefjell führt auch die landschaftlich reizvolle Bahnstrecke von Oslo nach Trondheim, sodass du die Schönheit der Wildnis auch direkt aus dem bequemen Wagen siehst.

Kultur, Stabkirchen und Juwelen abseits der Massen

Norwegen ist nicht nur Natur. Tausend Jahre Geschichte haben hier geheimnisvolle Stabkirchen, Bergbaustädtchen und sternförmige Festungen hinterlassen, an denen die meisten Touristen vorbeiziehen. Wenn du den Massen entkommen und einen Blick in die Seele des Landes werfen möchtest, steuere genau hierher.

45. Hölzerne Stabkirchen (stavkirke)

Diese dunklen, nach Holz und Teer duftenden Bauten sind wahrscheinlich das bekannteste und älteste architektonische Erbe ganz Norwegens, das auf den ersten Blick eher an Wikingerschiffe mit Drachenköpfen als an klassische christliche Gotteshäuser erinnert. Die meisten von ihnen wurden im Mittelalter vor mehr als achthundert Jahren errichtet und haben dank der cleveren Konstruktion aus vertikalen Pfählen und der regelmäßigen Teeranstriche bis heute überlebt. Die allerälteste und wertvollste ist das Kirchlein in Urnes, das auf der UNESCO-Liste steht und unauffällig am Sognefjord versteckt liegt.

Wenn du die besterhaltene von ihnen sehen möchtest, fahr zur Kirche Borgund, deren kaskadenartige, mit Drachen verzierte Schindeldächer absolut magisch und märchenhaft aussehen. Erwähnenswert ist auch die größte Kirche in Heddal, die wegen ihrer imposanten Ausmaße oft die hölzerne Kathedrale genannt wird. 💡 Tipp: Der Eintritt in die Innenräume der Kirchen ist ziemlich hoch, aber auch der Anblick dieser wunderschönen Zimmermannsarbeit von außen ist einen kleinen Abstecher von der Hauptroute wert.

46. Telemarkkanal

Wenn man Norwegen sagt, stellt sich jeder Meeresfjorde vor, aber dieser historische Binnenkanal aus dem 19. Jahrhundert, der die Stadt Skien mit dem im Landesinneren gelegenen Dalen verbindet, ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie die hiesigen Ingenieure mit dem rauen Gelände umzugehen wussten. Der Weg ist über 100 Kilometer lang und die Schiffe müssen darauf 72 Höhenmeter mithilfe eines fantastischen Systems aus achtzehn alten Steinschleusen überwinden. Bis heute werden hier alle Schleusen ehrlich von Hand bedient, genau wie vor hundertfünfzig Jahren.

In der Sommersaison fahren hier schöne historische Raddampfer, von denen aus du die grüne Landschaft der Region Telemark betrachten und die geschickte Arbeit der Schleusenbedienung beobachten kannst. Entlang des gesamten Kanals führt auch ein ausgezeichneter Radweg, sodass du einen Teil der Strecke mit dem Rad fahren und dich bequem mit dem Boot zurückbringen lassen kannst. 💡 Tipp: Am Ende des Kanals im Örtchen Dalen schau dir unbedingt das gleichnamige historische Hotel an, das im großartigen Drachenstil erbaut ist, es ist ein echtes Juwel.

47. Lillehammer

Die Olympischen Winterspiele 1994 machten aus diesem kleinen Städtchen am See Mjøsa eine Weltlegende, und die sportliche Atmosphäre ist hier bis heute auf Schritt und Tritt stark zu spüren, besonders wenn du dich unter die riesigen Skisprungschanzen Lysgårdsbakkene stellst. Du kannst mit der Bahn ganz nach oben auf den Turm fahren und versuchen, dir das Grauen vorzustellen, das die Skiflieger kurz vor dem Absprung empfinden. Die Stadt hat eine schöne Fußgängerzone mit bunten Holzhäusern, wo du viele ausgezeichnete Cafés findest.

Gleich unweit des Zentrums liegt das weitläufige Freilichtmuseum Maihaugen, das eines der größten des Landes ist und perfekt zeigt, wie sich das Leben der Norweger vom rauen Mittelalter bis zur Gegenwart veränderte. Familien mit Kindern steuern dann regelmäßig den nahegelegenen Märchenpark Hunderfossen an, den eine gigantische Statue eines norwegischen Trolls dominiert. 💡 Tipp: Im Winter wird Lillehammer zu einem absoluten Paradies für Langläufer, in den umliegenden Hügeln findest du Hunderte Kilometer perfekt präparierter Loipen.

48. Fredrikstad

Wenn du sehen möchtest, wie sich skandinavische Städte früher verteidigten, fahr ein Stück südlich von Oslo nach Fredrikstad, das mit der allerbesterhaltenen Festungsaltstadt in ganz Nordeuropa glänzt. Das Viertel Gamlebyen liegt geschützt hinter riesigen Erdwällen in Form eines perfekten Sterns und ist von einem tiefen Wassergraben umgeben. Im Inneren findest du malerische gepflasterte Gassen, gesäumt von historischen Backstein- und Holzhäusern, in denen bis heute Menschen wohnen und kleine Kunstgalerien ihren Sitz haben.

In die Altstadt gelangst du am besten mit einer kleinen kostenlosen Fähre direkt vom modernen Zentrum über den Fluss Glomma, was den ganzen Ausflug zu einem sehr angenehmen und ruhigen Erlebnis ohne Autos macht. Auf den Wällen kannst du dir alte Kanonen ansehen und dich im Sommer in den Außenbereich einer der örtlichen Kneipen setzen. 💡 Tipp: Jeden Samstag finden auf dem Platz in der Altstadt traditionelle Märkte statt, wo du lokale Käse, Backwaren und schöne handgefertigte Produkte von örtlichen Künstlern kaufst.

49. Nordlicht und Mitternachtssonne

Über diese beiden Phänomene haben wir schon etwas gesprochen, aber sie verdienen eine eigene Erwähnung, denn genau diese Lichterscheinungen machen aus Norwegen ein Land, das du sowohl mitten im Sommer als auch im tiefsten Winter sehen möchtest. Die Mitternachtssonne erlebst du in den nördlichen Regionen oberhalb des Polarkreises etwa von Ende Mai bis Mitte Juli, wenn die Sonne einfach nicht untergeht und du um Mitternacht ohne Weiteres zu einer langen Bergwanderung bei vollem Tageslicht aufbrechen kannst. Es ist ein riesiger Energieaufwand, also vergiss nicht, dir eine Schlafmaske ins Hotel mitzunehmen.

Die Nordlichtjagd, also nach der Aurora borealis, erfordert dagegen Dunkelheit, einen klaren Himmel und eine Portion Glück, wobei du die besten Chancen auf das grüne Schauspiel von September bis März im äußersten Norden hast, idealerweise rund um Tromsø oder Alta. Der Höhepunkt der Saison sind die kalten Monate von November bis Februar, wenn die Nächte am längsten dauern. 💡 Tipp: Lade dir aufs Handy eine zuverlässige App zur Nordlichtvorhersage herunter (z. B. My Aurora Forecast), die dich rechtzeitig darauf hinweist, dass sich am Himmel etwas zu tun beginnt.

50. Norwegische Strände

Wenn man Strand mit schneeweißem Sand und türkisem Wasser sagt, stellen sich die meisten die Karibik vor, aber Norwegen hat Hunderte davon, und die allerschönsten findest du paradoxerweise hoch hinter dem Polarkreis auf dem Archipel der Lofoten. Strände wie Haukland, Uttakleiv oder das Surferparadies in Unstad sehen absolut idyllisch aus, bis du den großen Zeh ins Wasser steckst und feststellst, dass es selbst im August kaum zwölf Grad hat. Baden ist hier wirklich nur für die abgehärtetsten Naturen.

Im Süden des Landes, ein Stück von der Stadt Stavanger, stößt du dann auf überraschend lange Sanddünen in der Region Jæren, wohin am Wochenende ganze norwegische Familien mit Kindern zur Erholung fahren. An den Stränden Sola oder Borestranden erlebst du zwar keine tropische Hitze, aber zum Drachensteigen, für romantische Abendspaziergänge und zum Wellenbeobachten haben sie in Europa keine Konkurrenz. 💡 Tipp: Pack dir einen dicken Wollpullover ein, an den norwegischen Stränden weht oft ein starker und sehr kalter Wind vom Ozean.

Praktische Informationen: wann reisen, Anreise und Kosten

Norwegen ist zwar geografisch riesig, aber zur leichteren Orientierung kannst du es in drei Hauptregionen einteilen, die sich diametral voneinander unterscheiden. Der Südwesten ist die Heimat der ikonischsten tiefen Fjorde rund um Bergen und Stavanger, der Osten und Süden mit dem Zentrum in Oslo bietet eher sanftere Berge und Kultur, und der Norden mit der Arktis (von Trondheim über die Lofoten bis zum Nordkapp) ist wild, einsam und ideal für die Nordlichtjagd.

Wie du nach und durch Norwegen reist

Der bequemste und schnellste Weg aus Deutschland ist es, eine Flugverbindung von München, Frankfurt oder Berlin direkt nach Oslo oder Bergen zu nutzen, von wo aus du leicht in Anschlussverbindungen einsteigst oder dir gleich am Flughafen einen Mietwagen abholst. Fluggesellschaften wie Lufthansa, Eurowings oder SAS bieten regelmäßige Direktflüge an. Wenn du einen größeren Roadtrip mit dem eigenen Wagen planst und dir lange Fahrten nichts ausmachen, ist es ideal, durch Dänemark zu fahren und im Hafen Hirtshals das Auto auf die Fähre zu verladen, die dich direkt nach Kristiansand oder Stavanger bringt.

Zum echten Erkunden der Fjorde und abgelegenen Nationalparks ist ein Mietwagen eindeutig die beste Wahl, denn er gibt dir die absolute Freiheit, an jedem Wasserfall oder Aussichtspunkt anzuhalten. Beim Fahren rechne mit der Zahlung von Maut (bompenger), die hier vollautomatisch über Mautstationen per Kennzeichenerkennung (AutoPASS) abgewickelt wird, sodass du vom Verleih ein Auto mit Chip bekommst und die Rechnung erst am Ende bezahlst. Das Reisen wird außerdem durch Hunderte kleiner Fähren bereichert, die über die Fjorde pendeln und im Grunde als fließende Fortsetzung der Straße funktionieren.

Was ein Urlaub kostet und wie man spart

Ganz ehrlich: Norwegen gehört zu den allerteuersten Ländern Europas, und wenn du hierher reist, musst du dich darauf einstellen, dass dein Geldbeutel einen ordentlichen Schock erlebt, besonders beim Besuch von Restaurants und Kneipen. Rechne grob damit, dass du für ein Hauptgericht in einem durchschnittlichen Restaurant rund 22 bis 31 € zahlst, ein Bier dich locker 9 bis 12 € kostet und ein schneller Hotdog an der Tankstelle etwa 5 € kostet. Alkohol ist hier generell sehr stark besteuert, und Spirituosen oder Wein kaufst du nur in den spezialisierten staatlichen Läden Vinmonopolet, in Supermärkten findest du nur leichtes Bier bis 4,7 % Alkohol, und das auch nur bis acht Uhr abends.

Der mit Abstand beste Weg, das Budget im Zaum zu halten, ist es, Lebensmittel in günstigeren Ketten wie Kiwi, Rema 1000 oder Coop Extra zu kaufen und sich auf Campingplätzen oder in ausgestatteten Apartments selbst zu kochen. Zur Orientierung: Das Tagesbudget eines sehr sparsamen Reisenden mit eigenem Zelt und Kocher liegt bei etwa 70 bis 105 €, der goldene Mittelweg mit Übernachtung in Hütten kommt auf 135 bis 225 €, und wenn du komfortable Hotels und Abendessen willst, halte 310 € und mehr bereit. (Anm.: Die Preise sind Richtwerte für das Jahr 2026, der Kurs der norwegischen Krone liegt bei etwa 0,088 € pro 1 NOK.)

💡 Eine lokale Spezialität, die du unbedingt zum Frühstück probieren solltest, ist der süßliche braune Käse brunost, den sich die Norweger auf warme Waffeln streichen. Gerichte wie Lachs, Kabeljau (skrei) oder das kontroverse Walfleisch findest du zwar in jedem besseren Küstenrestaurant als lokale Spezialität auf der Karte, aber auch als Vegetarier isst du hier dank des großartigen Käses und süßen Gebäcks hervorragend.

Übersichtstabelle der bekanntesten Wanderungen

Zur schnellen Orientierung haben wir für dich eine Tabelle der gefragtesten Wanderungen vorbereitet, damit du gleich weißt, worauf du dich mit dem Rucksack auf dem Rücken einlässt:

WanderungLänge (hin und zurück)ZeitHöhenunterschiedSchwierigkeit
Preikestolen~8 km~4 h~500 mmittel
Trolltunga~28 km10–12 h~800 msehr anspruchsvoll
Kjeragbolten~12 km6–7 h~570 manspruchsvoll (Ketten)
Besseggen~14 km6–8 h~550 manspruchsvoll
Reinebringen (Lofoten)~3 km1,5–2 h~450 m (Treppen)mittelschwer

Inspiration für die Reiseroute je nach Urlaubsdauer

Wenn du nicht weißt, wie du deine Tage in diesem weitläufigen Land genau planst, hier ist ein kurzer Entwurf dessen, was sich schaffen lässt:

  • 7 Tage (Das Beste der Fjorde): Bergen → Wasserfälle in Hardanger → Flåm und Nærøyfjord → der majestätische Sognefjord → Geiranger mit Aussichtspunkten.
  • 10 Tage (Fjorde und berühmte Wanderungen): Stavanger (Aufstieg zum Preikestolen) → Odda (Trolltunga) → Bergen → Flåm → Geiranger → Ålesund und Atlantikstraße.
  • 14 und mehr Tage (Klassiker Süd-Nord): Oslo → Region Telemark → Stavanger → Fjorde des Westens → Trondheim → Flugverbindung zu den Lofoten oder nach Tromsø.

Wohin von Norwegen aus weiter

Wenn dich die nordische Natur am Herzen gepackt hat und du weitere atemberaubende Winkel dieses riesigen Landes erkunden möchtest, haben wir für dich ausführlichere Guides zu weiteren großartigen Orten vorbereitet. Diese Artikel gehen mehr in die Tiefe und helfen dir bei der detaillierten Planung:

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet ein Urlaub in Norwegen und ist es wirklich so teuer?

Ja, Norwegen gehört ohne Zweifel zu den teuersten Ländern Europas. Der größte Teil des Budgets geht für Unterkunft und Essen in Restaurants drauf, also wenn ihr wirklich sparen wollt, übernachtet auf Campingplätzen und kauft eure Lebensmittel in günstigen Supermärkten wie Kiwi oder Rema 1000 ein.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Norwegen?

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Für Wanderungen in den Bergen und Fjordfahrten ist die Sommerzeit von Juni bis August absolut ideal, wenn es warm ist und die Mitternachtssonne scheint. Wenn dich hingegen die Magie der Polarlichter lockt, musst du zwischen September und März in den Norden fahren.
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Wie kommt man von Tschechien nach Norwegen?

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Der schnellste Weg sind die Direktflüge von Prag nach Oslo, Bergen oder Stavanger. Für einen Roadtrip mit dem eigenen Auto ist die beste Variante die Fahrt durch Deutschland und anschließend die Fähre vom dänischen Hafen Hirtshals.
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Wie viele Tage braucht man für Norwegen?

Plane für die Erkundung der wichtigsten Fjorde im Südwesten mindestens 7 Tage ein, ideal sind aber zehn. Wenn du das Land von Süden nach Norden durchqueren oder die abgelegenen Lofoten hinzufügen möchtest, rechne mit mindestens vierzehn Tagen bis drei Wochen.

Wo und wann kann man am besten Polarlichter und die Mitternachtssonne sehen?

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Das Nordlicht sieht man am besten im Norden (Tromsø, Lofoten, Alta) in der Zeit von September bis März, wobei die absolute Hochsaison von November bis Februar ist. Die Mitternachtssonne scheint oberhalb des Polarkreises etwa von Ende Mai bis Mitte Juli.
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Welche Währung wird in Norwegen verwendet und kann ich mich auf Englisch verständigen?

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Im Land wird mit der norwegischen Krone (NOK) bezahlt, aber Bargeld braucht ihr praktisch überhaupt nicht, denn überall könnt ihr problemlos mit Karte oder Apple Pay zahlen. Mit Englisch kommt ihr hier absolut überall zurecht, die Einheimischen beherrschen es auf exzellentem Niveau.
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Welche Wanderung ist die beste und anspruchsvollste: Preikestolen, Trolltunga oder Kjerag?

Preikestolen ist am besten zugänglich und ihr schafft ihn in gemütlichen 4 Stunden. Kjeragbolten ist anspruchsvoller und voller Adrenalin dank des Kletterns an Ketten zum Felsbrocken über dem Abgrund, während Trolltunga eine extrem anspruchsvolle Ganztagestour mit einer Länge von 28 Kilometern ist.

Brauche ich in Norwegen ein Auto?

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Für die Entdeckung abgelegener Fjorde und Wanderwege ist ein Auto absolut unverzichtbar, da es dir die ersehnte Freiheit gibt. Wenn du dich aber nur zwischen Städten bewegen möchtest, bist du mit einer Kombination aus Zügen, Fähren und Paketen wie Norway in a Nutshell bestens bedient.
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Wie kommt man am besten auf die Lofoten?

Die schnellste Variante ist ein Flug vom Festland zum Flughafen Bodø oder Evenes und anschließende Weiterreise mit dem Auto oder der Fähre. Für Genießer bietet sich auch eine lange malerische Fahrt mit dem eigenen Auto über die berühmte Straße E10 an.

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New York günstig: 25 kostenlose Tipps & Sparideen für 2026

TL;DRNew York lässt sich erstaunlich günstig erleben, wenn du die richtigen Tricks bei Transport, Essen und Unterkunft kennst. Zu den kostenlosen Highlights zählen die Staten Island Ferry mit Blick auf die Freiheitsstatue, ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge, der Park High Line, der Central Park, das Grand Central Terminal, die New York Public Library, die Station Oculus, das 9/11 Memorial und der Times Square. Vom Flughafen JFK kommst du am günstigsten mit einer Kombination aus AirTrain und U-Bahn für 11,75 USD nach Manhattan. In der Stadt selbst lohnt sich das OMNY-System: Nach 12 Fahrten (35 USD) pro Woche fährst du kostenlos weiter. Pizza oder ein Bagel kosten dich 2 bis 5 USD, günstigere Unterkünfte findest du in Long Island City, Astoria und Greenpoint. Am besten schlägst du im Januar oder Februar zu, wenn Flüge und Hotels am billigsten sind.
Lockt dich die Stadt, die niemals schläft, doch beim Blick auf die Flug- und Hotelpreise drehen sich dir die Augäpfel? New York günstig zu erleben ist keineswegs unmöglich – du musst nur wissen, wohin du gehst und welche Touristenfallen du meiden solltest. Die meisten Leute glauben, dass sich der Flug über den Atlantik ohne prall gefüllte Brieftasche nicht lohnt. Zum Glück ist das ein großer Irrtum. Allein die Straßen Manhattans funktionieren wie das beste Freilichtmuseum, und viele ikonische Orte siehst du, ohne auch nur einen einzigen Dollar auszugeben. Dieser Artikel ist ein praktisches Handbuch für alle, die die gelben Taxis und Wolkenkratzer bisher nur aus Filmen kennen, nun aber ihren ersten oder zweiten echten Besuch planen. Vergiss überteuerte Sightseeing-Bootstouren und unsinnige Eintrittsgebühren für Attraktionen, die es nicht wert sind. Wir zeigen dir konkrete Preise, genaue Stadtviertel und praktische Details, damit deine Brieftasche nicht schon am ersten Tag am Times Square ausblutet. Die Grundlage für den Erfolg sind strategische Verkehrsplanung, die clevere Wahl einer Unterkunft außerhalb der teuersten Zonen und das Wissen um lokale Tricks. Du erfährst, wie das kontaktlose Bezahlen in der U-Bahn funktioniert, wo du ein günstiges und ehrliches Stück Pizza bekommst und warum du auf veraltete Tipps zum Museumseintritt aufpassen solltest. Schnür dir bequeme Schuhe, denn das beste und günstigste Verkehrsmittel in dieser Stadt sind deine eigenen Füße.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben

  • Vom Flughafen JFK kommst du am günstigsten mit der Kombination aus AirTrain und klassischer U-Bahn, das kostet rund 11,75 USD.
  • Beim Bewegen durch die Stadt nutzt du deine eigene Bankkarte und das System OMNY – nach zwölf Fahrten in einer Woche (Montag bis Sonntag) fährst du anschließend gratis.
  • Den besten Blick auf die Freiheitsstatue bietet die Staten Island Ferry, die rund um die Uhr fährt und keinen Cent kostet.
  • Ignoriere alte Reiseführer: Der sogenannte freiwillige Eintritt ins Metropolitan Museum und ins Naturkundemuseum gilt ausschließlich für lokale Einwohner.
  • Einen ausgezeichneten Bagel oder ein riesiges Stück New Yorker Pizza bekommst du für 3 bis 5 USD – einfach in kleineren Bäckereien einkehren.
  • Für günstigere Unterkünfte suchst du in Vierteln wie Long Island City oder Astoria in Queens, von wo du in zehn Minuten mit der U-Bahn in Manhattan bist.
  • Die günstigsten Flüge und Hotels findest du im Januar und Februar, wenn die Stadt zudem Rabattwochen für Broadway-Vorstellungen anbietet.

Die besten Sehenswürdigkeiten kostenlos

New York bietet eine riesige Auswahl an Orten, für die du gar nichts bezahlen musst. Die bekanntesten Wahrzeichen, die die typische Silhouette der Stadt prägen, genießt du am besten von öffentlich zugänglichen Parks, Promenaden und Straßen aus. Du musst nur wissen, wohin genau du gehst und zu welcher Tageszeit du den größten Menschenmassen entkommst.

Staten Island Ferry

Die orangefarbenen Fähren, die die Südspitze Manhattans mit dem Stadtteil Staten Island verbinden, sind die beste kostenlose Attraktion der Stadt. Die Fahrt dauert etwa fünfundzwanzig Minuten und bietet einen fantastischen Blick auf die Freiheitsstatue und das Panorama der Wolkenkratzer. Steig am Whitehall-Terminal ein, schnapp dir einen Platz auf der rechten Seite des Schiffs und genieß die Kulisse. Bei der Ankunft auf Staten Island musst du aus Sicherheitsgründen aussteigen, durch das Terminal gehen und für die Rückfahrt durch neue Türen wieder einsteigen.

Central Park und High Line

Der Central Park ist die grüne Lunge der Stadt, und du kannst hier problemlos einen ganzen Tag verbringen. Spazier am Teich The Lake entlang, besuche das John-Lennon-Denkmal Strawberry Fields oder mach ein Picknick auf der Sheep Meadow. Wenn du modernere Architektur suchst, zieht es dich in die Viertel Chelsea und Hell’s Kitchen auf der Westseite Manhattans. Hier findest du die High Line, einen einzigartigen Hochpark auf einer ehemaligen Güterbahntrasse. Ich empfehle, an der Gansevoort Street im Meatpacking District einzusteigen und Richtung Norden zu gehen.

Brooklyn Bridge und Brooklyn Heights Promenade

Die Überquerung der Brooklyn Bridge zu Fuß gehört zu den absoluten Grunderlebnissen. Der hölzerne Steg verläuft oberhalb der Fahrspuren und bietet wunderschöne Ausblicke durch das Geflecht der Stahlseile. Geh am besten früh morgens hin, wenn dir auf der Brücke nur Jogger und Pendler begegnen. Sobald du in Brooklyn ankommst, geh hinunter zum Fluss ins Viertel DUMBO und weiter zur Brooklyn Heights Promenade. Von dieser erhöhten Terrasse aus siehst du das gesamte Panorama von Lower Manhattan wie auf dem Präsentierteller.

Little Island und Grand Central Terminal

Im Hudson River Park nahe dem Viertel West Village ist die faszinierende künstliche Insel Little Island entstanden, die auf weißen Betonpfeilern steht, die an Tulpen erinnern. Der Eintritt ist kostenlos und es gibt großartige Ecken zum Entspannen. Von der modernen Architektur tauchst du anschließend in die Geschichte ein – im Bahnhof Grand Central Terminal. Bewundere die Sternendecke in der Haupthalle, den majestätischen Vanderbilt Hall und probier das akustische Wunder der Whispering Gallery aus, wo du in eine Ecke flüstern kannst und die Person in der gegenüberliegenden Ecke dich glasklar hört.

New York Public Library und Oculus

Das Gebäude der New York Public Library am Bryant Park bewachen zwei berühmte Marmorlöwen, Patience und Fortitude. Im Inneren findest du den überwältigenden Lesesaal Rose Main Reading Room mit Holzvertäfelung und bemalter Decke, den du dir kostenlos ansehen kannst. In Lower Manhattan nahe der Fulton Street beeindruckt dann die Station Oculus mit ihrer weißen Pracht. Der Architekt Santiago Calatrava entwarf den Bau als Taube, die aus Kinderhänden aufsteigt, und ihr rippenartiges Inneres ist die perfekte Kulisse für Fotos.

9/11 Memorial und Times Square

Beim Besuch des World Trade Center solltest du zwischen Museum und Memorial unterscheiden. Während das unterirdische Museum kostenpflichtig ist, ist der oberirdische Platz 9/11 Memorial mit den zwei riesigen quadratischen Becken an den Stellen der ursprünglichen Türme gratis zugänglich. Von dort fährst du mit der U-Bahn weiter ins Neonmeer am Times Square. Dieser Ort lebt zu jeder Tages- und Nachtzeit, und auch wenn du hier wahrscheinlich nichts kaufst, hat das Beobachten der riesigen Werbebildschirme und Straßenkünstler von den berühmten roten Stufen aus eine unverwechselbare Atmosphäre.

Museen günstig oder kostenlos

Über die New Yorker Museen kursieren im Internet jede Menge ungenaue Informationen. Große Institutionen wie das Metropolitan Museum of Art (Met) und das American Museum of Natural History (AMNH) boten früher ein Pay-what-you-wish-System für alle Besucher an. Diese Regel hat sich jedoch geändert und gilt nun nur noch für Einwohner der Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut. Normale Touristen müssen den vollen Eintritt zahlen, der im Metropolitan Museum 30 USD und im Naturkundemuseum 28 USD beträgt. Ähnlich verhält es sich mit dem beliebten kostenlosen Freitagseintritt ins Museum of Modern Art (MoMA Free Friday), der ab 17:00 Uhr ebenfalls nur für Anwohner mit Ausweis gilt. Zum Glück gibt es viele großartige Orte, zu denen du ohne Bezahlung kommst. Die New York Public Library selbst stellt häufig wertvolle historische Dokumente aus, darunter eine originale Gutenberg-Bibel und schöne Sammlungen dekorativer Kunst. Wenn dich zeitgenössisches Schaffen interessiert, trag dir die Galerie MoMA PS1 im Stadtteil Queens in die Karte ein, die ab 2026 dauerhaft kostenlosen Eintritt für alle Besucher plant. Für Liebhaber moderner Kunst ist ein Spaziergang durch die privaten Galerien in Chelsea die beste Wahl, konkret in den Straßen rund um die West 20s. Der Eintritt in diese Räume kostet nichts, und besonders am Freitagabend finden hier öffentlich zugängliche Vernissagen statt. Eine ähnliche alternative Szene voller unabhängiger Kunst bietet das Viertel Bushwick in Brooklyn, das zudem mit fantastischer Street Art glänzt. Geschichtsbegeisterte freuen sich über einen Besuch der Federal Hall an der Wall Street, wo einst George Washington vereidigt wurde. Das Gebäude dient als nationales Denkmal und der Eintritt ist frei. An der Südspitze Manhattans im Battery Park hat das National Museum of the American Indian seinen Sitz, das zur Smithsonian Institution gehört und freien Eintritt zu all seinen Ausstellungen über die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents bietet.

Kostenlose Erlebnisse und Events (vor allem im Sommer)

Die Sommermonate verwandeln New York in eine riesige Bühne, auf der ständig etwas passiert. Das berühmteste Festival SummerStage läuft von Juni bis August in der ganzen Stadt, wobei die Hauptbühne direkt im Central Park liegt. Die meisten Konzerte verschiedenster Musikrichtungen bieten freien Eintritt – du musst nur das Programm auf der offiziellen Website summerstage.org verfolgen und rechtzeitig kommen. Ein weiteres großes Sommer-Event ist Shakespeare in the Park im Delacorte Theater. Kostenlose Tickets bekommst du entweder durch morgendliches Anstehen direkt im Park oder bequemer über die digitale Lotterie in der App TodayTix am Tag vor der Vorstellung. Die Freitagabende im Sommer gehören den Filmen unter freiem Himmel. Im Bryant Park werden Hunderte Decken ausgebreitet und die Leute schauen klassische Filme auf einer großen Leinwand. Komm direkt nach Mittag, um dir einen guten Platz auf dem Rasen zu sichern, denn die Kapazität füllt sich schnell. Wenn du Anfang Juli in der Stadt bist, lass dir das spektakuläre Feuerwerk von Macy’s am Unabhängigkeitstag, dem 4. Juli, nicht entgehen. Die besten Ausblicke auf diese Lichtshow findest du vom Ufer des East River oder von den Brooklyner Parks aus. An Wochenenden empfehle ich, vom Battery Park aus mit der Fähre nach Governors Island zu fahren. Diese autofreie Insel bietet großartige Erholung und tolle Ausblicke. Wenn du an Wochenenden und Feiertagen die morgendlichen Fähren erwischst, fährst du gratis, am Nachmittag kostet das Ticket symbolische 4 USD. Den Samstagnachmittag kannst du dann auf dem beliebten Food-Festival Smorgasburg im Prospect Park oder beim South Street Seaport verbringen. Der Eintritt aufs Gelände ist frei, du suchst dir nur das Essen nach deinem Geschmack aus. Auf den Straßen finden außerdem regelmäßig diverse Community-Festivals statt, deren Übersicht du leicht über die Suche unter dem Stichwort „NYC Free Events“ findest.
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Wie du bei Essen und Verkehr sparst

Das Essen ist ein wesentlicher Posten in jedem Reisebudget. Ein Phänomen der Stadt ist die sogenannte Dollar-Pizza, auch wenn die Preise mittlerweile leicht gestiegen sind. Für ein hervorragendes und sättigendes New Yorker Stück Pizza zahlst du zwischen drei und fünf Dollar. Steuere legendäre Lokale wie Joe’s Pizza in West Village oder die Filialen von 2 Bros Pizza rund um Midtown an, wo du frische und knusprige Pizza direkt aus dem Ofen bekommst. Eine großartige Alternative für ein schnelles Mittagessen sind die Straßenwagen der Halal Guys, allen voran der berühmteste an der Ecke 53rd Street und 6th Avenue. Für weniger als 10 USD bekommst du hier eine riesige Portion – ich empfehle das tolle vegetarische Combo mit Falafel, Reis und Gemüse. Für Fans der asiatischen Küche gibt es die Kette Xi’an Famous Foods mit Filialen in Manhattan und im Stadtteil Flushing. Ihre handgezogenen Nudelsuppen sättigen dich für einen halben Tag und passen bequem in das Limit von 15 USD. Das Frühstück löst du wie ein echter New Yorker mit dem Kauf eines frischen Bagels. Geh in Bäckereien wie Ess-a-Bagel, Murray’s Bagels oder Tompkins Square Bagels, wo ein einzelnes Gebäckstück um die zwei bis vier Dollar kostet. Das Trinken kostet dich nichts, denn das Leitungswasser ist in der Stadt hochwertig und du bekommst es in Restaurants automatisch und gratis. Die klassischen lokalen Hot Dogs und Fleisch-Sandwiches siehst du zwar an vielen Ecken, doch die Stadt bietet so viele fleischlose Varianten, dass sie dir nicht fehlen werden. Das Verkehrssystem der Stadt hat die revolutionäre Bezahlmethode OMNY eingeführt. Du hältst einfach deine eigene Bankkarte oder dein Handy an die Drehkreuze in U-Bahn und Bussen. Das System zählt deine Fahrten innerhalb einer Woche von Montag bis Sonntag automatisch. Sobald du 35 USD ausgegeben hast, was zwölf Fahrten entspricht, fährst du den Rest der Woche kostenlos. Die Fahrt vom Flughafen JFK nach Manhattan kommt dich am günstigsten mit der Kombination aus dem Flughafenzug AirTrain und der klassischen U-Bahn für 11,75 USD – eine enorme Ersparnis gegenüber dem Taxi, das normalerweise zwischen 60 und 80 Dollar kostet. Vergiss aber nicht, dass Manhattan eine ziemlich schmale Insel ist und du viele Viertel am besten ganz einfach zu Fuß erkundest.

Günstige Aussichten und Tricks fürs Budgetreisen

Touristikfirmen verkaufen oft Sightseeing-Bootstouren rund um die Freiheitsstatue für Preise zwischen 40 und 60 USD. Meide sie und steig stattdessen in die kostenlose Staten Island Ferry, die dir ein nahezu identisches Erlebnis ohne einen ausgegebenen Dollar bietet. Statt teure Tickets für die offiziellen Aussichtsplattformen der Wolkenkratzer zu kaufen, probier die Rooftop-Bars aus. Lokale wie 230 Fifth in Midtown mit perfektem Blick auf das Empire State Building oder die ELLE Rooftop lassen dich die Stadt zum Preis eines einzigen Drinks bestaunen. Fantastische und kostenlose Ausblicke auf die Stadt bekommst du auf den Fußwegen. Der Blick von der Brooklyn Bridge bei Sonnenuntergang übertrifft viele kostenpflichtige Attraktionen. Der erhöhte Park High Line bietet tolle Durchblicke nach Westen, wenn die Sonne hinter dem Hudson River untergeht. Wenn du mit der U-Bahn ins Brooklyner Viertel Williamsburg fährst und dich am Flussufer im Domino Park aufstellst, siehst du das gesamte östliche Panorama Manhattans inklusive der Brücken. Viele Reisende kaufen automatisch Touristenpässe wie den CityPASS oder den New York Pass. Diese Karten lohnen sich jedoch nur, wenn du planst, innerhalb von zwei Tagen drei oder mehr teure Attraktionen zu besuchen. Für ein gemächlicheres Tempo mit Fokus auf das Aufsaugen der Atmosphäre in den Straßen sind sie eher rausgeschmissenes Geld. Ein interessantes Detail: Viele ganz normale Hotels verfügen über eine öffentlich zugängliche Rooftop-Bar, in die du auch als Nicht-Hotelgast auf einen Kaffee gehen und den Ausblick genießen kannst.

Tipps und Erfahrungen von Reisenden

  • Einen großen Teil der unvergesslichen Atmosphäre der Stadt saugst du ohne einen einzigen ausgegebenen Dollar auf – du musst dir nur am Tag zuvor deine Route durch die einzelnen Viertel gut planen.
  • Keine kommerzielle Reederei schlägt das Preis-Leistungs-Verhältnis der kostenlosen orangefarbenen Fähre nach Staten Island.
  • Lass dich nicht von alten Reiseführern täuschen – das freiwillige Eintrittssystem im Metropolitan Museum of Art ist für Touristen endgültig vorbei.
  • Wenn dir kühleres Wetter nichts ausmacht, plan deine Reise im Januar oder Februar, wenn die Preise für Flüge und Unterkünfte aufs Jahresminimum fallen.
  • Installier dir Apps wie Time Out New York aufs Handy, die täglich die Karte mit kostenlosen Events, Konzerten und Märkten in der Umgebung aktualisieren.
Eine aktuelle Liste kostenloser Events findest du auf der Website Time Out New York. 💡 Tipp: Lad dir vor der Reise die Offline-Karten von Google Maps herunter und markiere dir alle U-Bahn-Stationen mit Aufzügen. Die örtliche U-Bahn ist alt, und das Umherirren mit dem Koffer über Treppen raubt dir gleich nach der Ankunft die Energie.

Wo du günstig übernachtest

Direkt in Manhattan zu übernachten frisst einen riesigen Teil des Budgets, deshalb steuern clevere Reisende über den Fluss. Das Viertel Long Island City in Queens ist der heilige Gral der günstigen Unterkunft. Es liegt nur ein bis zwei U-Bahn-Stationen vom zentralen Manhattan entfernt, die Fahrt dauert zehn Minuten und die Hotels kosten hier einen Bruchteil der Manhattan-Preise. Eine weitere großartige Wahl ist das Brooklyner Greenpoint. Diese Gegend bietet eine lebendige Community-Szene voller Cafés und Bäckereien und ist deutlich günstiger als das benachbarte, touristisch überlaufene Williamsburg. Das multikulturelle Astoria in Queens lockt mit ruhigeren Wohnstraßen und fantastischen Familienrestaurants aus aller Welt. Wenn du allein reist und das günstigste mögliche Bett suchst, schau dich nach bewährten Hostels um. Ein Paradebeispiel ist das HI New York Hostel an der 103rd Street auf der West Side von Manhattan, das saubere Mehrbettzimmer, einen großen Gemeinschaftsgarten und eine tolle U-Bahn-Anbindung bietet.

Am günstigsten schläfst du außerhalb Manhattans. Schau dir Long Island City oder das Brooklyner Greenpoint an oder vergleiche alle Unterkünfte in New York.

Wohin als Nächstes

Häufig gestellte Fragen

Was kann man in New York kostenlos unternehmen?

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Sie können über die Brooklyn Bridge spazieren, den High Line Park besuchen, den Lesesaal in der New York Public Library besichtigen, die Architektur der Oculus-Station bewundern oder das Treiben am Times Square genießen. Kostenlos sind auch Freiluftdenkmäler wie das 9/11 Memorial oder eine Fahrt mit der Fähre nach Staten Island.
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Ist der Eintritt in New Yorker Museen kostenlos?

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Die meisten großen Museen wie das Met oder das Naturkundemuseum haben den freiwilligen Eintritt für Touristen abgeschafft und verlangen den vollen Preis. Kostenlos könnt ihr aber die privaten Galerien in Chelsea, das Museum MoMA PS1 in Queens oder die Federal Hall an der Wall Street besuchen.
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Wie man beim Essen in New York spart?

Die günstigste Verpflegung bieten die Straßenwagen, wo ihr sättigende vegetarische Portionen für unter zehn Dollar bekommt. Das legendäre New Yorker Pizzastück kauft ihr in kleinen Läden für drei bis fünf Dollar und das Frühstück löst ihr ganz spielend mit einem frischen Bagel aus der örtlichen Bäckerei.

Wie man günstig durch New York reisen kann?

Die beste Wahl ist es, das kontaktlose OMNY-System in der U-Bahn und den Bussen zu nutzen. Einfach mit der eigenen Zahlungskarte piepen und nach zwölf Fahrten innerhalb einer Woche, was fünfunddreißig Dollar entspricht, fährst du bis zum Ende der Woche ohne weitere Gebühr. Vom Flughafen JFK nimmst du dann am besten die Kombination aus AirTrain und U-Bahn.

Ist die Staten Island Ferry wirklich kostenlos?

Ja, diese orangefarbene Fähre funktioniert wie ein ganz normales öffentliches Verkehrsmittel und erfordert kein Ticket. Sie fährt vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und bietet den besten kostenlosen Blick auf die Freiheitsstatue und das Panorama von Lower Manhattan.

Wann ist New York am günstigsten?

Die größten Chancen auf günstige Flüge und preiswerte Hotels habt ihr in den Wintermonaten, konkret im Januar und Februar. Die Stadt bietet zu dieser Zeit zudem verschiedene Rabattaktionen für Broadway-Shows oder Menüs in teureren Restaurants an.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Die besten Aquaparks für Familien mit Kindern: 12 Tipps für 2026

TL;DRBester Aquapark für Familien mit Kindern ist 2026 laut einer Liste mit zwölf Tipps der österreichische Sonnentherme Lutzmannsburg mit seiner Baby-Lagune bei 34 bis 36 °C und 10 bis 50 cm Wassertiefe – ideal auch für die Kleinsten. Weitere empfehlenswerte Ziele sind Tatralandia, AquaCity Poprad und Gino Paradise Bešeňová in der Slowakei, der tschechische Aqualand Moravia, Aquapalace Praha und Centrum Babylon Liberec, das ungarische Aquaworld Budapest und Zalakaros, das polnische Suntago, das deutsche Tropical Islands sowie die slowenischen Terme Čatež. In den meisten Anlagen ist der Eintritt für Kinder kostenlos oder nur symbolisch – zum Beispiel im AquaCity 1 Euro bis 120 cm Körpergröße. Viele haben zudem ein direkt angeschlossenes Hotel. Am besten besuchst du sie werktags außerhalb der Feiertage, dann sind die Preise niedriger und die Warteschlangen kürzer.

Den perfekten Badeurlaub für die ganze Familie zu finden, kann manchmal eine echte Herausforderung sein, denn nicht jede Wasserwelt ist automatisch für die ganz Kleinen geeignet. Wenn du ein Kleinkind zu Hause hast, interessieren dich vermutlich keine adrenalingeladenen Trichterrutschen, sondern eher flache und warme Kinderbecken, in denen dein Schatz sicher mit den Füßen den Boden erreicht.

In diesem Artikel konzentrieren wir uns deshalb nicht auf die steilsten Rutschen, sondern auf die besten Aquaparks für Familien mit Kindern, in denen sich auch um Babys hervorragend gekümmert wird. Die hochwertigsten Anlagen bieten nämlich spezielle Babywelten mit Wassertemperaturen von 34 bis 36 °C, Ruhezonen zum Stillen oder sogar professionelle Kinderbetreuung mit Animateuren.

Ein riesiger Bonus für Eltern ist ein eigenes Hotel direkt in der Anlage. Stell dir die Bequemlichkeit vor: Du gehst im Bademantel vom Zimmer direkt zum Becken und legst dein müdes Kind nach dem Baden gleich ins Bett, ohne umständlich Taschen packen und mit dem Auto fahren zu müssen. Ich habe für dich eine Rangliste mit zwölf Orten zusammengestellt, geordnet ungefähr von den babyfreundlichsten Anlagen bis hin zu Paradiesen für größere Wildfänge.

Zusammenfassung: die besten Familien-Aquaparks im Überblick

  • Sonnentherme Lutzmannsburg (Österreich): Der absolute König für Babys und Kleinkinder mit riesiger Babylagune.
  • Tatralandia (Slowakei): Ganzjähriges Allround-Erlebnis mit Piratenbecken und karibischem Flair.
  • AquaCity Poprad (Slowakei): Salzwasser, eine Schatzinsel im Innenbereich und Kinder bis 120 cm für nur einen Euro.
  • Gino Paradise Bešeňová (Slowakei): Tolle Thermen mit einer prächtigen Wasserburg für Kinder.
  • Aqualand Moravia (Tschechien): Die größte Wasserwelt Tschechiens mit Thermalquellen und Kinderzone.
  • Aquapalace Prag (Tschechien): Der riesige Schatzpalast, der Kinder den ganzen Tag beschäftigt.
  • Centrum Babylon Liberec (Tschechien): Innenanlage im Jules-Verne-Stil, wo Kinder bis 100 cm freien Eintritt haben.
  • Aquaworld Budapest (Ungarn): Ein Juwel unter der Glaskuppel mit nachweislich kostenloser Kinderbetreuung.
  • Zalakaros (Ungarn): Ein Ziel mit 23 Rutschen unweit des Balatons für etwas größere Kinder.
  • Suntago (Polen): Der größte überdachte Park Europas mit tropischem Klima und riesiger Familienzone.
  • Tropical Islands (Deutschland): Ein künstlicher Regenwald südlich von Berlin, wo du mit Kindern direkt im Zelt am Strand übernachten kannst.
  • Terme Čatež (Slowenien): Die größte Wasserwelt Mitteleuropas mit Pirateninsel, ideal auch als Zwischenstopp auf dem Weg ans Meer.

Wann lohnt sich ein Aquapark-Besuch mit Kindern

Die Grundregel für einen entspannten Besuch der Wasserwelten ist denkbar einfach: Wochenenden und Feiertage meiden. Wenn du die Möglichkeit hast, plane deinen Ausflug an einem Werktag am Vormittag, wenn die Kinder ihre Lieblingsattraktionen ohne langes Warten in der Schlange genießen können.

Viele Anlagen bieten zudem günstigere Eintrittspreise unter der Woche oder spezielle Familienrabatte. Wenn du in der Hauptsaison im Sommer oder während der Ferien fährst, wappne dich mit Geduld und kaufe deine Tickets immer rechtzeitig online, um Zeit an den Kassen zu sparen.

Wo mit Kindern übernachten

Wenn du mit kleinen Kindern reist, ist die strategische Lage der Unterkunft das A und O. Den größten Komfort bieten dir Hotels, die mit dem Aquapark über einen überdachten Gang verbunden sind – dann brauchst du für den Weg nur Badekleidung und Bademantel.

Wenn du nach Österreich fährst, schau dir unbedingt das Hotel Sonnenpark 4*S an, das speziell für Familien mit Babys konzipiert ist und eine exklusive Verbindung zur Therme bietet. In der Slowakei ist wiederum das Holiday Village Tatralandia sehr beliebt, wo du in gemütlichen Bungalows direkt neben den Becken wohnst.

Für einen Wochenendaufenthalt in Ungarn wählen Reisende oft das Aquaworld Resort Budapest 4*, wo kleinere Kinder kostenlos übernachten und du wirklich nur ein paar Schritte bis zum Wasser hast. Eine Buchung über Booking solltest du rechtzeitig vornehmen, denn diese Familienzimmer sind in der Saison sehr schnell ausgebucht.

12 Tipps für den Aquapark-Ausflug mit Kindern

Schauen wir uns gemeinsam konkrete Tipps an, wohin du mit der Familie ins Wasservergnügen aufbrechen kannst. Wir beginnen mit den babyfreundlichsten Anlagen und gehen nach und nach zu Orten über, die eher größere Schulkinder mit Lust auf Adrenalin begeistern.

1. Sonnentherme Lutzmannsburg (Österreich)

Diese Anlage im österreichischen Burgenland gilt offiziell als die Nummer eins für Babys und Kleinkinder – und laut begeisterten Elternbewertungen verdient sie diesen Titel absolut. Das Herzstück ist die riesige Babylagune mit einer Tiefe von 10 bis 50 Zentimetern, wo das Wasser angenehme 34 bis 36 °C hat, sodass die Kleinen auch nach längerem Planschen nicht auskühlen.

Neben dem sicheren Sandstrand Baby Beach findest du hier auch eine spezielle Kindersauna sowie Still- und Wickelecken. Absolut unbezahlbar ist die voll ausgestattete Babyküche mit Mikrowellen und Fläschchenwärmern, ebenso wie die kostenlose Leihmöglichkeit für Kinderwagen direkt vor Ort.

Ältere Geschwister toben sich auf der XXL Monster Ride aus, mit 270 Metern Länge die längste überdachte Rutsche Österreichs. Von München aus erreichst du die Therme in rund vier Stunden, und übernachten kannst du im absolut großartigen familienfreundlichen Hotel Sonnenpark 4*S, das direkt mit der Therme verbunden ist.

💡 Tipp: Wenn du kannst, fahre an einem Freitag her – dann bietet die Anlage oft die Aktion Family Day mit zehn Prozent Rabatt auf den Eintritt.

2. Tatralandia (Slowakei)

Tatralandia im slowakischen Liptovský Mikuláš gehört zu den beliebtesten Familienzielen und bietet Spaß, ganz egal, wie das Wetter draußen gerade ist. Unter dem durchsichtigen Dach der Halle Tropical Paradise herrschen ganzjährig über 30 °C, was die perfekte Illusion eines Karibikurlaubs schafft.

Für Familien ist die Zone Kids Island mit einem prächtigen Piratenbecken absolut zentral, und um die Allerkleinsten kümmert sich die ruhige Baby Silent Zone. Hier kannst du Kinder bis drei Jahre in Ruhe füttern oder wickeln, und am Wochenende sorgen zusätzlich tolle Animateure mit Maskottchen für Unterhaltung.

In der Sommersaison wächst die gesamte Anlage auf 14 Becken und unglaubliche 30 Rutschen an, doch auch im Winter stehen 10 Becken mit angenehm warmem Wasser bis zu 36 °C zur Verfügung. Das ideale Quartier für die ganze Familie bietet das Holiday Village Tatralandia, von dem aus du die Becken mit einem kurzen Spaziergang erreichst.

💡 Tipp: Kinder bis sechs Jahre haben oft freien Eintritt, was das Familienbudget spürbar entlastet.

3. AquaCity Poprad (Slowakei)

Diese Anlage am Fuße der Tatra ist dank ihrer Becken mit geothermalem Salzwasser ein absolutes Unikat. Die größte Attraktion für Familien ist die ganzjährig geöffnete Indoor-Treasure-Island mit Salzwasser von 34 °C, wo du neben einem Piratenwrack sogar ein Aquarium und lebende Leguane findest.

Eltern schätzen besonders, dass die Anlage Kinderbetten und Babywannen kostenlos verleiht, was deutlich Platz im Kofferraum spart. In den Sommermonaten öffnet zudem die Außenzone FUN KIDS, wo professionelle Animateure mit dem beliebten Maskottchen für gute Laune sorgen.

Direkt in der Anlage kannst du aus drei schönen Hotels wählen – Mountain View, Seasons und Riverside –, von denen du direkt in die Badesachen schlüpfst. Der Tageseintritt für Erwachsene liegt bei rund 28 bis 36 Euro, doch Kinder bis 120 Zentimeter zahlen nur symbolische einen Euro.

💡 Tipp: Achte auf die geplante Renovierung der ganzjährigen Rutschen, die von April bis Ende Mai 2026 stattfinden soll, und prüfe vor der Anreise lieber die aktuellen Infos auf der Website.

4. Gino Paradise Bešeňová (Slowakei)

Bešeňová in der Region Liptov ist für ihre wohltuenden Thermalquellen bekannt, bietet aber zugleich eine perfekte Basis für den Familienurlaub. Kinder werden vom Innenbecken mit einer großen Wasserburg, Minirutschen und lustigen Wasserkanonen absolut begeistert sein.

In den warmen Monaten öffnet ein Außen-Kinderbecken mit einem Wasservulkan, während sich Erwachsene im Thermalwasser mit bis zu 39 °C entspannen können. Geübtere Schwimmer und Teenager probieren bestimmt den neuen 30 Meter hohen Turm, von dem sechs Rutschen hinabführen – die längste Attraktion ihrer Art in der Slowakei.

Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt (maximal zwei pro Erwachsenem), was Bešeňová zu einer sehr geldbeutelfreundlichen Wahl macht. Wenn du maximalen Komfort suchst, ziehe unbedingt das verbundene Hotel Akvamarin 4* in Betracht, wo du das Wasservergnügen quasi direkt vor der Nase hast.

5. Aqualand Moravia (Tschechien)

Der größte tschechische Aquapark in Pasohlávky, unweit von Brünn, ist eine tolle Wahl, wenn du mit Kindern nicht weit über die Grenze fahren möchtest. Er bietet nicht nur prächtige Kinderzonen mit sanfteren Rutschen, sondern auch die beliebten Außen-Thermalbecken Romulus und Remus, die ganzjährig auf 38 °C beheizt sind.

Während die Kinder im Wasser toben, können sich die Eltern in der weitläufigen Saunawelt verdiente Entspannung gönnen. Insgesamt stehen hier 16 Becken und 24 Rutschen bereit, darunter die längste Tschechiens mit beachtlichen 242 Metern.

Die Unterkunft löst du elegant im Hotel Aqualand Inn, das direkt an der Anlage liegt und bei dem der Beckeneintritt oft im Aufenthaltspreis enthalten ist. Kinder bis sechs Jahre besuchen den Park gratis, doch vor einer Reise im Sommer 2026 prüfst du lieber die neue Preisliste auf der offiziellen Website.

💡 Tipp: Wenn du die Tickets einige Tage im Voraus online kaufst, bekommst du einen deutlich günstigeren Preis als an der Kasse.

6. Aquapalace Prag (Tschechien)

Dieser riesige Komplex in Čestlice trägt den Titel des größten überdachten Aquaparks Tschechiens und ist für Familien eine sichere Bank. Sein Herzstück ist der weitläufige Schatzpalast mit einem Piratenschiff, künstlichem Wellengang und einer Reihe flacher Becken für die jüngsten Besucher.

Größere Kinder und Erwachsene verlieben sich in die einen Viertelkilometer lange Rutsche Wilder Fluss oder die Fahrt mit Virtual Reality an der Attraktion Magic Tube. Der Eintritt ist hier zwar etwas höher und funktioniert dynamisch, doch die Anlage veranstaltet regelmäßig die beliebte Aktion „Kind für eine Krone“, mit der du deutlich sparen kannst.

Abends musst du nirgendwo mehr hinfahren, denn direkt an die Anlage grenzt das luxuriöse Aquapalace Hotel Prague 4*. Nach einem Tag voll Schwimmen und Saunieren fällst du hier ins Bett, bevor du gute Nacht sagen kannst.

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Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Wasserparks mit Kindern übernachten kann
6 Unterkünfte — Resorts, Wellnesshotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
⭐ TOP WAHL ⭐ Luxury
Hotel Sonnenpark
Vier-Sterne-Superior-Hotel speziell für Familien mit Babys konzipiert, bietet exklusive Anbindung an die Sonnentherme Lutzmannsburg. Ideale Basis für einen Familienurlaub mit den Kleinsten.
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Holiday Village Tatralandia
Gemütliche Bungalows direkt neben den Pools von Tatralandia. Ideale Basis für die ganze Familie mit einem kurzen Spaziergang zu den Wasserattraktionen.
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🏨 Hotel
Aquaworld Resort Budapest
Vier-Sterne-Resort, wo kleinere Kinder kostenlos übernachten und es wirklich nur ein paar Schritte zum Wasser sind. Verbunden mit dem Wasserpark Aquaworld.
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🏨 Hotel
Hotel Akvamarin
Vier-Sterne-Hotel direkt verbunden mit Gino Paradise Bešeňová, bietet maximalen Komfort für Familien mit Wasserspaß buchstäblich vor der Tür.
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🏨 Hotel
Aquapalace Hotel Prague
Luxuriöses Vier-Sterne-Hotel direkt neben dem Aquapalace Praha. Nach einem ganzen Tag voller Schwimmen und Saunieren fallen Sie ins Bett nur wenige Schritte von den Pools entfernt.
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🏨 Hotel
Wellness Hotel Babylon
Vier-Sterne-Hotel verbunden mit dem Centrum Babylon Liberec, wo Sie vom reichhaltigen Frühstück bis zur abendlichen Entspannung umsorgt werden.
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7. Centrum Babylon Liberec (Tschechien)

Wenn du einen Ort in Nordböhmen suchst, an dem du dich auch an einem verregneten Wochenende vergnügst, ist das Babylon in Liberec ein echter Klassiker. Die gesamte Innenanlage ist wunderschön im Stil der Romane von Jules Verne gestaltet und wirkt eher wie eine geheimnisvolle Unterwasserstadt als ein gewöhnliches Schwimmbad.

Du findest hier vier verschiedene Rutschen, darunter die beliebte Spacebowl, geheimnisvolle Höhlen und sogar Meeresaquarien direkt an den Becken. Ein riesiger Vorteil für Familien ist die Regel, dass alle Kinder bis 100 Zentimeter komplett freien Eintritt haben.

Der Komplex bietet nicht nur Wasser, sondern auch einen Vergnügungspark, Bowling oder ein 4D-Kino, sodass du hier locker drei Tage verbringst. Die ideale Basis ist das verbundene Wellness Hotel Babylon 4*, wo man sich vom reichhaltigen Frühstück bis zur Abendentspannung um dich kümmert.

8. Aquaworld Budapest (Ungarn)

Diese beeindruckende Anlage verbirgt sich unter einer riesigen Glaskuppel und gehört zu den besten Familienzielen in Mitteleuropa. Die jüngsten Besucher haben hier ein sicheres, eigenes Kinderbecken mit einer Tiefe bis 90 Zentimeter, in dem sich das Wasser ganzjährig auf angenehmen 29 bis 31 °C hält.

Ein entscheidender Trumpf des Aquaworld ist der Kinderclub Bongo, der als einer von wenigen eine Kinderbetreuung durch qualifiziertes Personal völlig kostenlos anbietet. Während du eine der elf Rutschen ausprobierst, vergnügen sich die Kinder bei der Kinderdisco mit dem Gorilla-Maskottchen.

Wenn du für mehrere Tage anreist, empfehle ich das schöne Aquaworld Resort Budapest 4*, wo Kinder bis 14 Jahre oft kostenlos übernachten. Von Wien aus erreichst du es bequem in unter drei Stunden, was für ein verlängertes Wochenende eine absolut ideale Entfernung ist.

💡 Tipp: Im Sommer öffnet auch der Außenbereich Aqua Spray Park, doch im Winter solltest du damit rechnen, dass sich der Großteil des Spaßes drinnen unter der Kuppel abspielt.

9. Zalakaros (Ungarn)

Das Kurstädtchen Zalakaros, nur ein Stück vom beliebten Balaton entfernt, bietet die perfekte Balance zwischen Thermalentspannung und Kinderspaß. Neben einer Indoor-Kinderwasserwelt und einer dreibahnigen Familienrutsche findest du hier auch einen großartigen Adrenalin-Park, der vor allem Teenager begeistert.

Insgesamt kannst du hier auf 23 verschiedenen Rutschen hinabsausen, zu den beliebtesten zählen das überdachte Schwarze Loch oder die 81 Meter lange Anakonda. Der Eintritt ist zudem recht günstig: Erwachsene zahlen umgerechnet rund 16 Euro und kleinere Kinder noch weniger.

Familien loben die Unterkünfte in den nahen Hotels wie dem MenDan Magic Spa oder dem Park Inn by Radisson, wo hervorragend gekocht wird und oft auch geräumige Familienappartements zur Verfügung stehen.

10. Suntago / Park of Poland (Polen)

Etwa fünfzig Kilometer von Warschau entfernt ist der größte überdachte Wasserpark Europas entstanden, der dich sofort in exotische Gefilde versetzt. In der riesigen Zone Jamango, die vorrangig für Familien gedacht ist, fühlst du dich dank tropischem Klima und einer Lufttemperatur von 32 °C wie auf Bali.

Auf der gesamten überdachten Fläche, die fast siebzigtausend Quadratmetern entspricht, entdeckst du mehr als drei Dutzend Rutschen, verteilt auf sechs Etagen. Eltern schätzen besonders, dass die Entspannungs- und Saunazonen strikt getrennt und nur für erwachsene Besucher zugänglich sind – dort herrscht also garantiert völlige Ruhe.

Die Tickets kaufst du am besten vorab online, denn die Preise sind dynamisch und vor Ort meist spürbar teurer. Für einen mehrtägigen Aufenthalt wurde das Dorf Suntago Village errichtet, wo du in modernen Häuschen wohnst und mit einem kostenlosen Shuttlebus zu den Becken pendelst.

11. Tropical Islands (Deutschland)

Unweit von Berlin verbirgt sich in einem riesigen ehemaligen Luftschiffhangar ein echter Regenwald. Du findest hier einen Sandstrand mit lebenden Palmen und eine warme Lagune, mit denen du einen Strandurlaub absolut bei jedem Wetter genießt.

Für Kinder steht die weitläufige Welt Tropino Kids und der Wasserspielplatz Jungle Splash bereit, während größere Mutige den riesigen 27 Meter hohen Rutschenturm bezwingen. Die Luft in der Halle hat stabile 26 °C, sodass du dich die ganze Zeit nur in Badesachen und leichtem T-Shirt bewegen kannst.

Das größte Erlebnis ist aber zweifellos die Übernachtung vor Ort, denn neben klassischen Zimmern kannst du in Zelten direkt am Sandstrand in der Halle übernachten. Kinder bis drei Jahre haben zudem völlig freien Eintritt, was diesen Ort zu einem prächtigen Ziel für ein verlängertes Wochenende macht.

12. Terme Čatež (Slowenien)

Wenn du eine Reise ans Meer nach Kroatien planst und eine Pause einlegen möchtest, ist diese größte Wasserwelt Sloweniens ein absolut idealer Zwischenstopp. Die Kinder erkunden hier mit leuchtenden Augen die große Pirateninsel, genießen den künstlichen Wellengang oder lassen sich auf dem ruhigen Wildwasserkanal treiben.

Die Anlage ist 365 Tage im Jahr geöffnet und bietet sowohl eine weitläufige Sommer-Riviera als auch eine verglaste Winterhalle, in der das Wasser prächtige 26 bis 36 °C hat. Während der Nachwuchs die Dreifachrutsche testet, kannst du dich im nur für Erwachsene reservierten Saunapark erholen.

Direkt in der Anlage findest du gleich mehrere Übernachtungsmöglichkeiten, von den Vier-Sterne-Hotels Toplice und Terme bis hin zum beliebten Feriendorf Terme Village.

💡 Tipp: Wenn du ohnehin auf Istrien am Meer bist, loben Familien mit Kindern auch die dortigen Anlagen Istralandia und Aquacolors Poreč.

Wohin nach dem Aquapark

Hat dich unsere Auswahl angesprochen, aber du möchtest auch weitere Möglichkeiten näher an der Heimat erkunden? Schöne Orte mit Rutschen und warmem Wasser gibt es zum Glück in der Umgebung jede Menge.

Schau dir unbedingt unseren ausführlichen Artikel über die besten Aquaparks in Tschechien an, wo du viele regionale Tipps findest. Wenn du es eher Richtung Osten hast, lies über die Aquaparks in der Slowakei, und Bewohnern nördlicher Regionen dient hervorragend der Ratgeber zu den polnischen Aquaparks nahe der Grenze.

Praktische Tipps

Bevor du Badesachen und Handtücher packst, habe ich noch ein paar bewährte Ratschläge für dich, die dir viele Nerven sparen. Bei größeren Attraktionen und Rutschen solltest du immer vorab die Größen- und Altersgrenzen prüfen, denn große Rutschen sind oft erst ab 100 oder 140 Zentimetern erlaubt – und du willst die Kinderenttäuschung nicht erst auf der Treppe erleben.

Lass die Babyausstattung nicht auf den letzten Moment und bring lieber eigene Schwimmwindeln und Schwimmflügel mit, denn in den Shops der Anlagen sind sie meist unnötig teuer. Wenn du zudem zu den dynamischen Online-Preisen greifst und die Tickets im Voraus kaufst, sparst du nicht nur Geld fürs Eis, sondern umgehst auch elegant die morgendlichen Schlangen an den Kassen.

Suchst du weitere Tipps für Wasserspaß? Wirf einen Blick auf unsere große Übersicht der besten Aquaparks und Thermen in Europa, wo du Ikonen aus verschiedenen Ländern sowie eine Auswahl nach deinen Wünschen findest.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Bereich ist am besten für Babys und Kleinkinder geeignet?

Laut Elternbewertungen liegt die Sonnentherme Lutzmannsburg in Österreich eindeutig vorne. Dort gibt es eine flache Baby-Lagune mit bis zu 36 °C warmem Wasser, spezielle Baby-Küchen mit Mikrowelle und gleich nebenan das großartige Baby-Hotel Sonnenpark.

Welche haben ein eigenes Hotel direkt an den Pools?

S ubytováním v županu počítejte v rakouském Sonnentherme, slovenské Tatralandii, AquaCity a Bešeňové. U nás tuto výhodu nabízí Aqualand Moravia, Aquapalace a Babylon, v zahraničí pak Aquaworld, Suntago, Tropical Islands a Terme Čatež.

Wo haben sie Kinderbetreuung?

Kostenlose verifizierte Kinderbetreuung durch qualifiziertes Personal bietet die Aquaworld Budapest in ihrem Bongo-Club an. Einen ähnlichen Service findet ihr auch im österreichischen Hotel Sonnenpark, in anderen gängigen Anlagen ist eine standardmäßig dokumentierte Betreuung normalerweise nicht verfügbar.

Wohin mit den Kleinsten in Tschechien?

Die beste Ausstattung findest du im Aqualand Moravia mit seinen Thermalzonen und im Aquapalace in Čestlice, wo es einen riesigen Schatzpalast gibt. Eine tolle Wahl ist auch das Babylon in Liberec, denn dort haben Knirpse unter einem Meter freien Eintritt.

Zahlen Kinder Eintritt?

Sehr oft haben die kleinsten Kinder freien Eintritt. In Tatralandia, Bešeňová und Aqualand zahlen Kinder bis sechs Jahre nichts, im AquaCity Poprad kosten Kinder bis 120 cm nur einen Euro Eintritt und im Tropical Islands kommen Kinder bis drei Jahre kostenlos rein.

Welcher ist ganzjährig geöffnet und funktioniert auch im Winter?

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Die meisten großen Anlagen haben überdachte Bereiche, die an 365 Tagen im Jahr geöffnet sind. Im Winter wärmen Sie sich in Tatralandia, AquaCity, Bešeňová, Aqualand, Aquapalace, Babylon, Aquaworld, Suntago, Tropical Islands, Terme Čatež und Sonnentherme auf.
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Wie viel kostet der Familieneintritt?

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Die Preise variieren stark je nach Standort und Saison. Zur Orientierung: Sie beginnen bei 22 Euro für eine Familie an einem Wochentag in der Budapester Aquaworld, Erwachsene zahlen in der Slowakei und Österreich etwa 26 bis 40 Euro. Tschechische Anlagen nutzen oft dynamische Preise, die auch über 28 Euro pro Person steigen können.
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Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Buche deine Unterkunft clever

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Ist Mexiko sicher? Die Sicherheit nach Regionen 2026 realistisch betrachtet

TL;DRMexiko ist 2026 in den touristischen Regionen sicher – Yucatán und Campeche zählen zu den sichersten Gegenden des amerikanischen Kontinents, mit gerade einmal 23 Morden pro zwei Millionen Einwohner in den ersten neun Monaten des Jahres 2025. Das US-Außenministerium stuft ganz Mexiko in Stufe 2 ein, genau wie Frankreich oder Spanien. Gefährlich sind nur bestimmte Bundesstaaten wie Sinaloa, Guerrero oder Colima (101 Morde pro 100.000 Einwohner), wohin Touristen ohnehin kaum reisen. In Reisezielen wie Cancún, Tulum, Playa del Carmen oder Mexiko-Stadt drohen eher Betrügereien mit Taxis und Geldautomaten als Gewalt – die Wahrscheinlichkeit, als Tourist einem Mord zum Opfer zu fallen, liegt weit unter eins zu einer Million. Trink nur Wasser aus der Flasche, nutz Uber oder die ADO-Busse und heb Geld ausschließlich bei offiziellen Bankfilialen ab.

Kennst du das Gefühl, wenn du absolut perfekte Flugtickets entdeckst, dir schon die schneeweißen Strände, Maya-Pyramiden und endlose Mengen Guacamole vorstellst – und dann hält dich ein einziger nagender Gedanke auf? Du fragst dich: Ist Mexiko sicher? Und sobald du diese Frage laut vor Familie oder Freunden aussprichst, erntest du meist entsetzte Blicke und Warnungen vor Drogenkartellen, die alle nur aus der Serie Narcos kennen.

Die Wahrheit ist jedoch: Das Medienbild und die alltägliche Realität der Touristenziele klaffen meilenweit auseinander. Mexiko ist ein riesiges Land, etwa fünfeinhalbmal so groß wie Deutschland, und das ganze Land über einen Kamm zu scheren ist genauso unsinnig wie zu behaupten, man könne wegen Unruhen irgendwo in Osteuropa nicht sicher in Portugal Urlaub machen.

In diesem Ratgeber findest du einen realistischen, mit Zahlen belegten Blick auf die Mexiko Sicherheit im Jahr 2026. Wir schauen uns an, welche Bundesstaaten du lieber weiträumig meiden solltest, warum die Touristenzonen wie ein Augapfel gehütet werden, auf welche echten Betrugsmaschen du achten musst und wie du dieses unglaublich vielfältige Land völlig entspannt genießen kannst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Touristische Gebiete sind sicher: Bundesstaaten wie Yucatán oder Campeche gehören zu den sichersten Orten des gesamten amerikanischen Kontinents. Morde und kartellbezogene Gewalt finden in bestimmten Regionen statt, in die Touristen normalerweise gar nicht reisen.
  • Kartelle haben es nicht auf Touristen abgesehen: Ausländische Besucher bedeuten für Mexiko enorme Einnahmen. Gewalt gegen Touristen zieht die Aufmerksamkeit von Armee und Polizei auf sich – und das ist das Letzte, was das organisierte Verbrechen für sein Geschäft brauchen kann.
  • Das größte Risiko sind Betrugsmaschen, keine Entführungen: Viel eher als mit Gewalt wirst du mit überteuerten Taxis, Tricks beim Wechselgeld oder einem Geldautomaten konfrontiert, der dir einen ungünstigen Kurs berechnet (das sogenannte DCC).
  • Wasser und Essen: Leitungswasser wird in Mexiko nie und nirgends getrunken. Kauf immer abgefülltes Wasser. Eiswürfel in Getränken sind in guten Restaurants sicher, weil sie in Fabriken aus gefiltertem Wasser hergestellt werden (zu erkennen am Loch in der Mitte).
  • Transport: Vermeide Trampen und das Heranwinken von Taxis auf der Straße. Vom Flughafen nimm immer ein offizielles, vorab bezahltes Taxi, in Städten nutze Uber (wo es funktioniert) oder die zuverlässigen und komfortablen Busse der Firma ADO.

Kurze Antwort: Ist das touristische Mexiko sicher?

Wenn du zu beliebten Zielen wie der Halbinsel Yucatán, in die Hauptstadt oder nach Oaxaca reist und deinen gesunden Menschenverstand einschaltest, lautet die Antwort eindeutig: ja. Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass du als gewöhnlicher Tourist Opfer eines schweren Verbrechens wirst, absolut minimal.

Nimm einfach die nackten Zahlen. Nach Mexiko reisen jährlich Dutzende Millionen Touristen, ein riesiger Teil davon sind US-Amerikaner. Im Jahr 2021 etwa starben von fast fünf Millionen amerikanischen Besuchern genau vier Personen infolge eines Mordes. Die Wahrscheinlichkeit liegt damit weit unter eins zu einer Million. Erfahrene Cancún-Besucher betonen oft den gewaltigen Unterschied zwischen dem Medienbild und der Realität der Touristenzone. Ein Reisender, der achtzehnmal in Cancún war, bemerkte in einem Forum treffend, er habe sich bei einem kürzlichen nächtlichen Spaziergang durch London viel unsicherer gefühlt als irgendwo an der Riviera Maya, denn die Hotelzone sei bei normaler Vorsicht völlig in Ordnung Quelle.

Erfahrene Reisende sind sich einig, dass die Frage, ob Mexiko gefährlich für Touristen ist, vor allem diejenigen betrifft, die Dinge tun, die sie nicht tun sollten. Wenn du nicht um drei Uhr morgens in dunklen Gassen nach Drogen suchst, dich nicht in Konflikte in zwielichtigen Bars verstrickst und nicht mit dem teuersten iPhone in der Hand durch Randviertel schlenderst, bist du in völliger Sicherheit. Eine Reisende, die seit fünfundzwanzig Jahren jährlich nach Cancún fährt und dort ihre Kinder großgezogen hat, gibt einen einfachen Rat: Halte dich an die Touristenzonen, geh dorthin, wo Menschenmengen sind, und behalte deine Umgebung im Blick – genau wie du es in Barcelona oder Paris tun würdest Quelle.

Was die offiziellen Reisehinweise sagen

Wenn du einen wirklich detaillierten und nüchternen Blick auf die Sicherheit haben möchtest, ist das US-Außenministerium (State Department) die beste Quelle. Es verfügt über die ausführlichsten Daten und bewertet Mexiko nicht als Ganzes, sondern Bundesstaat für Bundesstaat. Das deutsche Auswärtige Amt (auswaertiges-amt.de – Link öffnet sich in einem neuen Fenster) liefert ebenfalls eine gute allgemeine Zusammenfassung, aber die amerikanische Einteilung in vier Stufen ist für die Reiseplanung absolut unbezahlbar.

Die US-Regierung stuft im Frühjahr 2026 ganz Mexiko als Land der Stufe 2 ein (erhöhte Vorsicht) – das ist übrigens genau dieselbe Stufe, die auch Frankreich, Italien oder Spanien haben. Schauen wir uns aber die einzelnen Bundesstaaten an.

Warnstufe (US State Dept)Was es bedeutetMexikanische Bundesstaaten in dieser Kategorie
Level 1Normale Vorsicht (am sichersten)Yucatán, Campeche
Level 2Erhöhte Vorsicht (touristischer Standard)Quintana Roo (Cancún, Tulum), Mexiko-Stadt, Oaxaca, Baja California Sur (Los Cabos)
Level 3Reise überdenken (höheres Risiko)Jalisco, Chiapas, Chihuahua, Guanajuato, Sonora, Baja California
Level 4Nicht reisen (hohe Gefahr)Sinaloa, Guerrero, Michoacán, Colima, Tamaulipas, Zacatecas

💡 Tipp: Bevor du losfährst, registriere dich immer in der Krisenvorsorgeliste „ELEFAND“ des Auswärtigen Amtes. Das dauert zwei Minuten, und im Fall eines Problems (von einem Hurrikan bis zu Verkehrsausfällen) schickt dir das Konsulat eine Nachricht mit Anweisungen.

Wo es gefährlich ist – und wo überhaupt nicht

Beim Blick auf Karte und Statistik erkennst du schnell eine entscheidende Sache: Die Orte, an denen Kartellkriege toben, und die Orte, an die man in den Urlaub fährt, überschneiden sich praktisch nicht. Das sind zwei völlig verschiedene Welten.

Die Bundesstaaten der Stufe 4, wie Sinaloa oder Colima, leiden unter extremer Gewalt. Colima zum Beispiel hat die erschreckende Statistik von rund 101 Opfern pro 100.000 Einwohner. Aber das sind Industrie- oder Agrargebiete und Transitknotenpunkte, in die dich als Touristin absolut nichts zieht. Dort findest du keine Maya-Ruinen, keine Strandresorts und keine berühmten kleinen Cafés.

Am anderen Ende des Spektrums liegt der Bundesstaat Yucatán (wo du Städte wie Valladolid oder Mérida findest). Dieser Staat ist statistisch sicherer als die meisten großen europäischen oder amerikanischen Städte. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 wurden hier nur 23 Morde auf über zwei Millionen Einwohner registriert. Die örtliche Polizei ist außergewöhnlich effizient, gut bezahlt, und der Bundesstaat wacht eifersüchtig über seinen Ruf als ruhige Oase.

Die Touristenzonen realistisch: Cancún, Riviera Maya, Tulum

Schauen wir uns die Orte an, zu denen du wahrscheinlich aufbrichst, wenn du zum ersten Mal nach Mexiko fliegst. Der Bundesstaat Quintana Roo, zu dem diese Ziele gehören, liegt aus Sicht der US-Regierung auf Stufe 2. Was bedeutet das in der Praxis?

Cancún teilt sich in zwei Bereiche. Die sogenannte Hotel Zone (Zona Hotelera) ist ein fünfundzwanzig Kilometer langer Streifen aus Luxusresorts, Stränden und Restaurants, der von beiden Seiten bewacht wird. Es ist im Grunde eine sichere Blase, in der du dich auch nach Einbruch der Dunkelheit unbesorgt bewegen kannst. Downtown (Centro) ist eine normale mexikanische Stadt, in die man für günstigeres Essen und Märkte fährt. Tagsüber ist alles völlig in Ordnung, nachts halte dich an die beleuchteten Hauptstraßen und fahr mit Uber zum Hotel zurück.

Die Riviera Maya und Playa del Carmen bieten eine entspanntere Atmosphäre. Die Fußgängerzone Quinta Avenida in Playa ist voller Touristen, die Polizei patrouilliert ständig, und das Einzige, was dich hier wahrscheinlich bedroht, sind aufdringliche Sombrero-Verkäufer und Tequila-Anbieter.

Tulum hat in den letzten Jahren eine enorme Verwandlung vom verschlafenen Hippie-Städtchen zur luxuriösen Party-Destination durchgemacht. Mit dem rasanten Wachstum kamen auch Probleme, und die Stadt erlebte einen kleinen Tourismus-Einbruch. Wenn du dich aber in modernen, bewachten Vierteln wie Aldea Zama oder La Veleta unterbringst, fühlst du dich sehr wohl. Zur Strandzone (Zona Hotelera) gelangst du per Fahrrad oder Taxi – vermeide nur den nächtlichen Heimweg zu Fuß über die unbeleuchtete Straße.

Die echten Risiken, auf die du triffst

Das hier ist der wichtigste Teil. Vergiss die Entführungen aus den Filmen. Deinem Geldbeutel und deiner Gesundheit drohen viel banalere Dinge – auf die man sich aber sehr leicht vorbereiten kann.

Karten- und Geldautomatenbetrug

Mexiko ist weitgehend eine Bargeldwirtschaft, aber Karten kannst du in besseren Restaurants, Supermärkten und Hotels nutzen. Die größte Falle für Touristen sind die Geldautomaten. Heb niemals, wirklich niemals, Geld an einsamen Geldautomaten auf der Straße oder in abgelegenen Kiosken ab. Skimming-Banden (die Kartenleser installieren) gehen raffiniert vor und haben nach Schätzungen bereits über 1,2 Milliarden Dollar gestohlen.

Heb Geld immer nur in offiziellen Filialen großer Banken (Santander, HSBC, BBVA, Banorte) ab, idealerweise während der Öffnungszeiten. Diese Geldautomaten sind bewacht und sicher. Rechne mit einer Abhebegebühr, die die mexikanische Bank berechnet (z. B. Santander rund 36 MXN, HSBC etwa 81 MXN).

💡 Tipp: Wenn dir der Geldautomat am Ende der Abhebung eine Währungsumrechnung anbietet (Dynamic Currency Conversion – DCC), drücke IMMER „Decline“ oder „Rechazar“. Wenn du zustimmst, berechnet dir der Automat einen versteckten Aufschlag von 8 bis 9 %. Das Geld bekommst du so oder so, aber den Kurs berechnet deine deutsche Bank – was deutlich günstiger ist.

Achte auch auf den klassischen Trick mit Falschgeld auf Märkten. Der Verkäufer nimmt deinen echten 500-Peso-Schein, dreht sich um, tauscht ihn unauffällig gegen eine Fälschung und gibt ihn dir mit der Behauptung zurück, er sei falsch, und verlangt einen anderen. Es hilft, passend zu zahlen, kleinere Scheine zu verwenden (Zwanziger und Fünfziger sind Gold wert) und beim Übergeben des Geldes den Wert des Scheins laut zu nennen Quelle.

Flughafentaxi und Express-Entführung

Der Transport vom Flughafen (besonders in Cancún und Mexiko-Stadt) ist der Ort, an dem Touristen am häufigsten Geld verlieren. Der häufigste Flughafenbetrug besteht darin, dass das Taxameter einen Betrag anzeigt, der Fahrer am Ende aber behauptet, das seien US-Dollar, keine Pesos. Einem Unglücklichen wurden so für eine kurze Fahrt zwischen den Terminals über 3.000 Dollar statt der üblichen paar Cent berechnet. Die Lösung ist simpel: Fahr niemals mit einem inoffiziellen Taxi Quelle.

Bestell den Transfer vorab über das Hotel oder kauf am Flughafenschalter ein Ticket für ein offizielles Flughafentaxi. Das kostet rund 800 bis 1200 Pesos (ca. 40–60 €), aber du hast die Gewissheit. Eine noch bessere Variante für Fahrten zwischen Städten sind die modernen, klimatisierten ADO-Busse.

In Städten winke niemals ein Taxi auf der Straße heran. So vermeidest du die sogenannte „secuestro exprés“ (Express-Entführung), bei der dich ein falscher Taxifahrer zu einem Geldautomaten fährt und dich zwingt, das Tageslimit abzuheben. Nutze Uber, Didi oder lass dir aus dem Restaurant ein Funktaxi rufen. Gelegentlich kannst du beim Autofahren auch auf ein erfundenes Bußgeld korrupter Polizisten treffen. Reisende beschreiben Situationen, in denen die Polizei mit der Beschlagnahmung des Fahrzeugs droht und eine „Lösung“ vor Ort für 100 Dollar in bar anbietet. Denk daran: Echte Polizei verlangt niemals die Zahlung eines Bußgeldes in bar direkt auf der Straße ohne jeglichen Beleg Quelle.

Gepanschter Alkohol

Das ist ein Thema, über das nicht viel gesprochen wird, das aber wichtig ist. In der Vergangenheit (um 2017) veröffentlichte die mexikanische Regierung einen Bericht, dem zufolge bis zu 36 % des Alkohols auf dem Markt illegalen Ursprungs sein können, oft mit Methanol gestreckt. Das betrifft vor allem günstige All-inclusive-Resorts, Nachtclubs und Angebote wie „drei Cocktails zum Preis von einem“.

Das klingt furchteinflößend, aber die Vorbeugung ist einfach. Trink Bier, das vor dir geöffnet wird, kauf Wein oder trink Drinks nur in besseren, geprüften Lokalen, wo du siehst, aus welcher Flasche der Barkeeper eingießt. Meide unbedingt die bodenlosen Becher mit Margarita für fünfzig Pesos am Strand.

Wasser, Essen und Mücken

Montezumas Rache (Reisedurchfall) ist in Mexiko recht verbreitet, lässt sich aber vermeiden. Leitungswasser ist nirgends trinkbar. Trink immer „agua purificada“ (abgefülltes Wasser) und benutze es auch zum Zähneputzen.

Beim Eis in Getränken musst du nicht in Panik geraten. Alle seriösen Restaurants und Cafés verwenden sicheres Fabrik-Eis aus gefiltertem Wasser. Du erkennst es leicht: Es hat die Form eines kleinen Zylinders mit einem Loch in der Mitte.

Und das Essen? Hier erwartet dich das reinste Paradies. Gemüse-Fajitas, mit Käse und Pilzen gefüllte Quesadillas, frische Guacamole, in die du knusprige Nachos tunkst, oder Street-Food-Elote (Mais mit Mayonnaise, Käse und Chili). Wähl immer Stände und Restaurants, in denen viele Einheimische essen – das ist die beste Garantie für Frische.

Was Mücken und das Risiko des Zika-Virus oder Dengue-Fiebers betrifft, schütze dich in Küsten- und Tropengebieten mit einem guten Mückenschutz (kauf ihn erst vor Ort in Apotheken wie der Farmacia del Ahorro, die deutschen funktionieren oft nicht). Wenn du aber nach Mexiko-Stadt (CDMX) reist, das auf über 2200 Metern Höhe liegt, musst du dich nicht um Mücken kümmern. In dieser Höhe leben sie nicht.

Sicherheit für alleinreisende Frauen

Mexiko ist überraschend ein hervorragendes Ziel für Frauen, die auf eigene Faust reisen – vorausgesetzt, sie wählen den richtigen Ort. Traditionell am sichersten und freundlichsten für Alleinreisende sind die Städte Mérida und Oaxaca. Beide Städte haben eine fantastische Kultur, wunderschöne Architektur und eine sehr freundliche Atmosphäre, in der du dich auch abends unbesorgt durchs Zentrum bewegen kannst.

Wenn es dich in das riesige Mexiko-Stadt zieht, liegt das Geheimnis des Erfolgs in der Wahl des Viertels. Alleinreisende Frauen sind sich oft einig, dass das historische Zentrum (Centro Histórico) nach Einbruch der Dunkelheit etwas wild und ungemütlich sein kann. Viertel wie La Condesa oder Roma Norte hingegen sind voller Grün, schöner Cafés und Menschen, die ihre Hunde ausführen, und wirken unglaublich sicher. Eine Reisende rät, sich in CDMX ausschließlich auf Uber zu verlassen, die rosa Straßentaxis zu ignorieren und sich abends nach den Drinks immer zur Unterkunft fahren zu lassen, selbst wenn es nur ein paar Blocks sind Quelle.

In Tulum solltest du als Alleinreisende die günstigen Unterkünfte am Stadtrand meiden und lieber das bereits erwähnte Aldea Zama oder La Veleta wählen, wo es eine gute Community aus digitalen Nomaden und Expats gibt.

Aktuelle Lage 2026: Straßenblockaden nach Kartell-Einsatz und Fußball-WM

Vor der Reise ist es immer gut, die aktuelle Lage zu kennen. Im Februar 2026 ereignete sich in Mexiko ein recht großes Ereignis: Sicherheitskräfte gingen in den Bergen gegen einen der meistgesuchten Bosse (El Mencho) vor. Das löste eine sofortige Reaktion in Form sogenannter „narcobloqueos“ aus (Straßenblockaden mit brennenden Autos) in rund zwanzig Bundesstaaten. Klingt wie eine Meldung aus einem Kriegsgebiet, oder?

Aber hier kehren wir zur Realität der Touristen zurück. Während dieser Blockaden, die kurzzeitig auch Verbindungsstraßen in Quintana Roo betrafen, waren Touristen nicht das direkte Ziel. Hotels und Strände liefen ganz normal weiter. Es kam zu keinerlei Verletzungen von Touristen. Das größte praktische Risiko bestand darin, dass man auf dem Weg zum Flughafen im Stau steckenbleiben konnte. Lokale Medien überwachten die Lage, und es zeigte sich, dass es reicht, einen flexiblen Reiseplan zu haben und am Tag der Unruhen einfach mit einem Buch am Pool zu bleiben Quelle. Die Situation beruhigte sich sehr schnell wieder.

Außerdem bereitet sich Mexiko derzeit intensiv auf die Mitausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2026 vor. Die Regierung steckt enorme Summen in Sicherheit, Infrastruktur und den Einsatz der Nationalgarde in den Schlüsselstädten (vor allem in CDMX, Monterrey und Guadalajara), um das Land im besten Licht zu präsentieren. Für den gewöhnlichen Touristen bedeutet das, dass die Polizeipräsenz auf den Straßen dieses Jahr höher ist und sein wird als je zuvor.

Das praktische Minimum, bevor du losfährst

Damit deine Reise völlig reibungslos verläuft, haben wir für dich eine Liste praktischer Dinge zusammengestellt, die du vor dem Abflug oder direkt nach der Ankunft erledigen musst.

Versicherung und Notfallkontakte

Fahr niemals ohne eine gute Reiseversicherung nach Mexiko, die auch einen eventuellen Rücktransport in die Heimat abdeckt. Die medizinische Versorgung in privaten mexikanischen Krankenhäusern ist auf erstklassigem amerikanischen Niveau – aber sie berechnet auch amerikanische Preise.

Speichere dir die Nummer der Notfall-Hotline des Auswärtigen Amtes in deinem Handy: +49 30 5000 3000. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist und ein Problem auf der Straße hast, gibt es in Mexiko einen großartigen Dienst namens Green Angels (Ángeles Verdes) unter der Nummer 078. Das sind staatliche Mechaniker, die kostenlos die gebührenpflichtigen Autobahnen abfahren und dir bei einer Panne oder leerem Tank helfen.

💡 Tipp: Wenn du dir ein Auto mietest, stößt du auf eine Besonderheit der mexikanischen Versicherung. Das Gesetz verlangt eine mexikanische Haftpflichtversicherung (TPL – Third Party Liability). Deine Kreditkartenversicherung deckt sie nicht ab. Oft stößt du auf Angebote von Mietwagenfirmen für 5 Dollar pro Tag, aber am Schalter zwingen sie dich, 20 bis 30 Dollar pro Tag eben für diese Pflichtversicherung nachzuzahlen. Kalkuliere das im Voraus in deinem Budget ein.

Geld und Budget

  • Der Grundkurs liegt bei etwa 0,05 € pro 1 mexikanischen Peso (bzw. ca. 18 MXN pro 1 USD). Wie viel Geld wirst du brauchen?
  • Backpacker: 40–60 USD pro Tag (ca. 35–55 €) – Street Food, Colectivo, Hostels.
  • Goldene Mitte: 80–120 USD pro Tag (ca. 75–110 €) – schönes Airbnb, Abendessen im Restaurant, ADO-Busse.
  • Luxuriöserer Urlaub: ab 200 USD pro Tag (ab 185 €) – Resorts, Inlandsflüge, Mietwagen.

In Restaurants gibt man Trinkgeld (propina) in Höhe von 10 bis 15 %. Dem Zimmermädchen lässt du 25–50 Pesos pro Tag auf dem Bett liegen und dem Tankwart etwa 10 Pesos fürs Scheibenwischen und Volltanken.

Transport und Internet

Für längere Strecken nutze die ADO-Busse (das Ticket von Playa del Carmen nach Cancún kostet rund 10 Dollar). Für kürzere Fahrten probier die lokalen Sammeltransporter namens „colectivo“: einfach einsteigen, und wenn du aussteigen willst, rufst du „¡Baja!“ (Bacha).

Achte auf aktuelle Änderungen in Mexiko-Stadt. Seit März 2026 gilt am Flughafen von CDMX ein striktes Verbot, Passagiere mit Apps wie Uber abzuholen. Der Bereich wird von der Nationalgarde bewacht, du musst also vom Flughafen ein offizielles Taxi nehmen und Uber erst für Fahrten innerhalb der Stadt nutzen. In Tulum funktioniert Uber wegen der starken Taxifahrer-Gewerkschaft gar nicht.

Damit du ständig Zugriff auf Karten hast und Uber rufen kannst, besorg dir Internet direkt nach der Ankunft. Kauf entweder eine physische Telcel-SIM-Karte in einem beliebigen Oxxo-Kiosk (die haben die beste Abdeckung) oder installiere dir schon von zu Hause aus eine eSIM. Anbieter wie Holafly oder Yesim bieten praktische Mexiko-Pakete an, die du schon vor dem Abflug einrichten kannst.

Mexiko ist ein wunderschönes, buntes und unglaublich herzliches Land. Sobald du dort die ersten paar Tage verbracht hast, merkst du, dass die Einheimischen unfassbar nett und hilfsbereit sind. Es reicht, ein paar Grundregeln zu befolgen, sich nicht auf unnötige Betrugsmaschen hereinzufallen – und dein Urlaub wird genau so, wie du ihn dir beim Kauf der Flugtickets erträumt hast.

Wohin als Nächstes

Wenn Mexiko dich lockt und du anfangen möchtest, einen konkreten Reiseplan zu schmieden, haben wir für dich detaillierte Reiseführer zu den schönsten Orten verfasst. Lies unsere weiteren Artikel:

Was man in Mexiko sehen muss: kompletter Reiseführer und die 20 schönsten Orte

Häufig gestellte Fragen

Ist es in Mexiko sicher, abends rauszugehen?

V turistischen Zonen, wie der Zona Hotelera in Cancún, der Fußgängerzone in Playa del Carmen oder den sicheren Vierteln in CDMX (Condesa, Roma), ist ein abendlicher Spaziergang absolut unproblematisch. Halte dich aber immer an gut beleuchtete Straßen, wo viele Leute unterwegs sind, und wenn du später in der Nacht von einer Bar ins Hotel zurückkehrst, ruf dir lieber einen Uber oder ein offizielles Taxi.

Kann ich in Mexiko Leitungswasser trinken?

Ne, Leitungswasser ist in Mexiko nicht trinkbar, auch nicht für die Einheimischen. Verwende immer Flaschenwasser (agua purificada), auch zum Zähneputzen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Funktioniert Uber in Mexiko?

Ja, Uber funktioniert super in den meisten großen Städten wie Mexico City oder Mérida und ist die sicherste Art der Fortbewegung. Pass aber auf, dass es in Cancún und am Flughafen in CDMX aufgrund von Konflikten mit Taxifahrern Probleme mit Uber gibt und in Tulum funktioniert es überhaupt nicht.

Muss ich Spanisch können, um mich dort verständigen zu können?

In den wichtigsten Touristenorten auf Yucatán kommst du mit Englisch problemlos zurecht, aber außerhalb davon sprechen nur wenige Mexikaner fließend Englisch (etwa 4 %). Es reicht jedoch, ein paar grundlegende Phrasen zu lernen, ein Lächeln aufzusetzen, den Google Übersetzer offline herunterzuladen, und du wirst dich immer mit den Einheimischen verständigen können.

Sind Nachtbusse in Mexiko sicher?

Busse der ersten Klasse von Unternehmen wie ADO sind sehr sicher, komfortabel und fahren auf mautpflichtigen Autobahnen. Trotzdem wird generell empfohlen, längere Fahrten eher bei Tageslicht zu planen, vor allem in weniger touristischen Bundesstaaten wegen des Risikos von Hindernissen auf den Straßen.

Welche Impfungen brauche ich vor einer Reise nach Mexiko?

Keine Impfung ist verpflichtend, aber es wird dringend empfohlen, eine gültige Impfung gegen Hepatitis A und Typhus zu haben, da beide Krankheiten durch kontaminiertes Wasser und Lebensmittel übertragen werden. Selbstverständlich sollte auch eine gültige Tetanus-Impfung vorhanden sein.

Was soll ich tun, wenn mich korrupte Polizei anhält?

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Bleib ruhig, lächle und tu so, als würdest du kein Wort Spanisch und nur sehr wenig Englisch verstehen. Zahle niemals vor Ort ein Bußgeld in bar ohne Quittung, bestehe darauf, dass sie dir einen offiziellen Strafzettel (multa) ausstellen, den du auf der Wache bezahlst – das schreckt sie meistens schnell ab.
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Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Oaxaca, Mexiko: 15 Tipps – Gastronomie, Mezcal und der koloniale Süden

TL;DROaxaca ist das kulinarische und kulturelle Herz Südmexikos: Hier probierst du Tlayudas, gleich sieben Mole-Saucen und den rauchigen Mezcal – die Region produziert neunzig Prozent der gesamten mexikanischen Produktion. Die beste Reisezeit ist Oktober bis April, ideal ist der Zeitraum um den Día de Muertos Ende Oktober/Anfang November – dann solltest du deine Unterkunft aber schon ein Jahr im Voraus buchen. Unter den fünfzehn Tipps findest du die zapotekische Ruinenstätte Monte Albán, die versteinerten Wasserfälle von Hierve el Agua sowie Handwerksdörfer wie Teotitlán del Valle. Plan für den Besuch vier bis fünf Tage ein. Nach Oaxaca kommst du mit dem Bus von Mexiko-Stadt in 6–7 Stunden, an die Küste nach Puerto Escondido neuerdings sogar schon in 2,5 Stunden.

Eine Stadt, in der es an jeder Ecke nach gerösteten Maisfladen duftet, aus den bunten Häusern Gitarrenklänge dringen und sich abends Einheimische wie Reisende über einem kleinen Glas rauchigen Agavendestillats treffen. Diese wunderschöne Kolonialstadt im Süden Mexikos ist das kulturelle und kulinarische Herz des ganzen Landes – und sobald du einmal hier bist, wirst du wahrscheinlich gar nicht mehr weg wollen.

Oaxaca (gesprochen „Oachaka“) in Mexiko ist der Ort, an dem sich gleich sechzehn lebendige indigene Kulturen mischen, wo du das schönste Kunsthandwerk findest und wo die beste mexikanische Küche geboren wurde. Wenn du auf der Suche nach dem authentischen Mexiko mit seinen reichen Traditionen, bunten Festen und einer faszinierenden Geschichte bist, dann bist du hier genau richtig. In diesem Reiseführer findest du alle wichtigen Tipps, was du in Oaxaca sehen und unternehmen kannst, wohin du Ausflüge in die Umgebung machst, wo du übernachtest und was du unbedingt probieren musst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Beste Reisezeit: Von Oktober bis April, während der Trockenzeit. Der absolute Höhepunkt ist der Übergang von Oktober zu November rund um das Fest Día de Muertos – allerdings musst du die Unterkunft schon ein Jahr im Voraus organisieren.
  • Anreise: Nach Oaxaca kommst du mit komfortablen ADO-Bussen aus Mexiko-Stadt (etwa 6–7 Stunden) oder per Flugzeug. Eine neue Autobahn hat zudem die Fahrt zum Ozean nach Puerto Escondido auf nur noch 2,5 Stunden verkürzt.
  • Was du nicht verpassen darfst: Die zapotekischen Ruinen von Monte Albán, die versteinerten Wasserfälle von Hierve el Agua und die Weberdörfer in der Umgebung.
  • Gastronomie: Oaxaca ist ein kulinarisches Paradies. Probiere die berühmte Tlayuda, die sieben Sorten der Mole-Sauce und natürlich den lokalen Mezcal. Seit 2024 findest du hier sogar Restaurants mit Michelin-Stern.
  • Budget: Die Preise sind hier etwas niedriger als auf der Halbinsel Yucatán, aber mit der wachsenden Beliebtheit der Stadt steigen auch die Kosten. Als grober Richtwert: etwa 0,05 € pro 1 mexikanischen Peso (MXN).

Wann nach Oaxaca reisen

Die beste Reisezeit für Oaxaca ist eindeutig die Trockenzeit, die von Ende Oktober etwa bis April dauert. Die Temperaturen liegen tagsüber bei sehr angenehmen 25 bis 28 Grad, abends und morgens wird es kühler – ein leichter Pullover im Rucksack schadet also nie. Oaxaca liegt auf über 1.500 Metern Höhe; die Sonne wärmt tagsüber zwar schön, aber die Luft ist frisch und dich erwartet nicht diese drückende tropische Schwüle wie an der Küste. So sieht das typische Wetter in Oaxaca aus.

Wenn dich Mexiko von seiner buntesten und spirituellsten Seite reizt, versuche, deine Reise auf das berühmte Fest Día de Muertos (Tag der Toten) zu legen. Laut einer erfahrenen Reisenden lohnt es sich, ein paar Tage früher anzureisen, idealerweise schon um den 27. Oktober herum. Der offizielle Termin ist zwar vom 31. Oktober bis 2. November, aber die Vorbereitungen, das Schmücken der Altäre und die Straßenumzüge (comparsas) beginnen schon vorher. Der Friedhof Xoxocotlán ist absolut unvergesslich, voller Kerzen und oranger Cempasúchil-Blüten – stell dich aber auf riesige Verkehrsstaus ein. Unterkünfte und Ausflüge für dieses Fest sollte man angeblich schon im Januar buchen, denn die Preise verdreifachen sich und alles ist hoffnungslos ausverkauft. Ein weiteres riesiges Fest ist die Guelaguetza im Juli, eine Feier der indigenen Kulturen voller Tanz und Trachten, bei der die Stadt ebenfalls aus allen Nähten platzt.

💡 Tipp: Wenn du den größten Menschenmassen und überhöhten Preisen aus dem Weg gehen willst, reise im Februar oder März. Das Wetter ist herrlich und die Stadt lebt in ihrem ruhigen, entspannten Tempo. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie es mit dem Wetter im ganzen Land aussieht, schau dir unseren Artikel an, wann du nach Mexiko reisen solltest.

Wo in Oaxaca übernachten

Oaxaca ist eine recht kompakte Stadt und die allermeiste Zeit wirst du im historischen Zentrum verbringen, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Am besten suchst du dir eine Unterkunft genau hier, damit du überall zu Fuß hinkommst, durch die bunten Gassen schlendern und abends sicher vom Abendessen oder aus der Mezcalería zurückkehren kannst.

Das historische Zentrum (Centro Histórico) ist in mehrere kleinere Viertel unterteilt. Die Gegend rund um die Kirche Santo Domingo und die Straße Calle Macedonio Alcalá ist der schönste, aber zugleich teuerste Teil der Stadt. Hier findest du wunderschöne Boutique-Hotels in Kolonialhäusern, stilvolle Cafés und die besten Restaurants. Wenn du den goldenen Mittelweg suchst, sieh dich nach einer Unterkunft im Viertel Barrio de Jalatlaco um. Es ist ein zauberhaftes, ruhigeres Viertel voller Street Art, gepflasterter Gassen und kleiner familiengeführter Cafés, das sich seine völlig einzigartige Atmosphäre bewahrt hat und nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt liegt. Eine weitere großartige und preiswertere Option ist das Barrio de Xochimilco, das älteste Viertel der Stadt mit uralten Aquädukten und lokalen Märkten.

Preislich reicht das Angebot in Oaxaca von sehr günstigen Hostels für Rucksacktouristen (rund 12 bis 20 € pro Nacht) über schöne Mittelklassehotels (60 bis 120 € pro Doppelzimmer) bis hin zu luxuriösen historischen Villen.

💡 Tipp: Da Oaxaca in höherer Lage liegt und die Temperaturen in den Wintermonaten nachts gut und gerne auf 8 Grad fallen, achte bei der Wahl der Unterkunft darauf, dass das Zimmer eine Heizmöglichkeit hat – oder bitte zumindest um zusätzliche Decken. Die meisten traditionellen Häuser haben nämlich dicke Steinmauern und Fliesenböden, was im Sommer ein Segen ist, im Winter aber ganz schön kalt ☺️.

Oaxaca lässt sich gut zu Fuß erkunden, daher lohnt es sich, möglichst nah am Zócalo-Platz zu wohnen – so spazierst du morgens auf den Markt und abends ohne ein einziges Taxi auf die Dachterrasse zum Mezcal. Das Zentrum ist voller Kolonialhäuser, die zu wunderschönen Boutiquen umgebaut wurden.

💑 Für Paare: Casa Antonieta ist ein Neun-Zimmer-Boutiquehotel in einem Gebäude aus dem Jahr 1529, nur wenige Schritte vom Zócalo entfernt, mit Dachterrasse und Wein bei Sonnenuntergang – Romantik pur (rund 270 € pro Nacht).

👨‍👩‍👧 Für Ruhe und Familien: Hotel Casa Conzatti hat einen grünen Patio-Garten, ein eigenes Restaurant und ist ruhig gelegen, dabei aber zu Fuß zu allen Sehenswürdigkeiten (ab ca. 90 € pro Nacht).

💰 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Hotel Trébol ist ein gemütliches Drei-Sterne-Hotel zwei Minuten vom Zócalo entfernt, mit kolonialem Patio und im Preis inbegriffenem Frühstück, das die Gäste loben (ab ca. 60 € pro Nacht).

Für das besondere Erlebnis: Quinta Real Oaxaca residiert in einem ehemaligen Kloster der heiligen Katharina aus dem Jahr 1576 im Herzen des Zentrums und ist eine Ikone der Stadt mit blühenden Kreuzgängen und einem Pool (ab ca. 240 € pro Nacht).

Tipp zur Buchung: Wähle bei all diesen Hotels einen Tarif mit kostenloser Stornierung – Pläne ändern sich und du willst nicht für etwas zahlen, wo du am Ende gar nicht ankommst. Und schiebe es nicht auf den letzten Drücker: Die bestbewerteten Adressen sind in der Hauptsaison oft schon mehrere Monate im Voraus ausgebucht und die Preise springen dann um zig Prozent nach oben.

Sehenswürdigkeiten in Oaxaca, Mexiko: 14 Tipps

Schauen wir uns gemeinsam die besten Tipps an, was du in Oaxaca und seiner näheren Umgebung sehen kannst. Diese Stadt ist wie ein lebendiges Museum voller Farben, Düfte und uralter Geschichte. Von faszinierenden archäologischen Stätten über rauchige Märkte bis hin zu Handwerksdörfern, in denen die Zeit vor Hunderten von Jahren stehen geblieben ist. Plane für Oaxaca idealerweise vier bis fünf Tage ein, damit du die echte Atmosphäre aufsaugen kannst, ohne dich hetzen zu müssen.

1. Der Zócalo-Platz

Jede richtige mexikanische Stadt hat ihren Hauptplatz, den Zócalo, und der in Oaxaca gehört zu den lebendigsten im ganzen Land. Er ist von schattigen Bäumen umgeben, unter denen ständig Einheimische sitzen, Neuigkeiten austauschen und Straßenmusikern lauschen. Auf der einen Seite des Platzes steht die majestätische Kathedrale Catedral de Nuestra Señora de la Asunción und auf der anderen findest du den Regierungspalast.

Rund um den ganzen Platz ziehen sich Arkaden mit Dutzenden Cafés und Restaurants. Auch wenn die Preise etwas höher sind und eher auf Touristen abzielen, ist es ein Erlebnis, das einfach zu einem Besuch der Stadt dazugehört: sich mit einer Tasse heißer lokaler Schokolade hierhin zu setzen, den Verkäufern bunter Luftballons zuzusehen und der Marimba-Musik zu lauschen.

2. Templo de Santo Domingo de Guzmán

Wenn der Zócalo das gesellschaftliche Herz der Stadt ist, dann ist die Kirche Santo Domingo ihre Seele. Dieser Dominikanertempel ist ein absolutes architektonisches Juwel. Von außen beeindruckt dich die mächtige Steinfassade, aber die eigentliche Überraschung wartet drinnen. Das Innere ist unglaublich reich mit Gold, Stuck und kunstvollen Ornamenten verziert. Für die Ausschmückung soll eine unglaubliche Menge Blattgold verwendet worden sein.

Vor der Kirche erstreckt sich ein weiter Platz voller Agaven, auf dem oft Hochzeiten, traditionelle Tänze stattfinden oder einfach Studenten der nahen Universität entspannen. Direkt neben der Kirche befindet sich das Kulturzentrum Museo de las Culturas de Oaxaca, das einen Besuch auf jeden Fall wert ist, wenn dich die Geschichte der zapotekischen und mixtekischen Kulturen interessiert.

3. Der Botanische Garten (Jardín Etnobotánico)

Direkt auf dem Gelände des ehemaligen Klosters an der Kirche Santo Domingo findest du einen der interessantesten botanischen Gärten der Welt. Der Garten wurde in den 1990er-Jahren mit Unterstützung lokaler Künstler (darunter der berühmte Maler Francisco Toledo) angelegt, und du findest hier ausschließlich Pflanzen, die aus dem Bundesstaat Oaxaca stammen.

Du spazierst zwischen riesigen Kakteen, die aussehen wie Skulpturen, seltenen Agavenarten und wunderschön blühenden Bäumen. Es gibt aber einen Haken: In den Garten kommt man nicht einfach auf eigene Faust hinein, man muss mit einem Guide gehen. Führungen auf Englisch gibt es meist nur ein paar Mal pro Woche und die Tickets (rund 100 MXN / 5 €) werden vor Ort gekauft. Ich empfehle daher, früher zu kommen und sich in die Schlange zu stellen, denn die Kapazität ist sehr begrenzt.

4. Die Märkte Mercado 20 de Noviembre und Benito Juárez

Märkte sind das pulsierende Herz der mexikanischen Kultur. In Oaxaca gibt es zwei große, sie liegen direkt nebeneinander und jeder ist ein bisschen anders. Der Mercado Benito Juárez eignet sich hervorragend zum Einkaufen von frischem Obst, Gemüse, Käse, Gewürzen und traditioneller Kleidung. Genau hier siehst du Säcke voller getrockneter Heuschrecken (chapulines), die die Einheimischen knabbern wie bei uns Erdnüsse.

Der Mercado 20 de Noviembre ist dagegen eine riesige Garküche. Laut einigen Reisenden ist das größte Erlebnis der sogenannte Pasillo de Humo (Verrauchte Gasse). Es ist chaotisch, laut und buchstäblich voller Rauch von Dutzenden Grills. Die Einheimischen wählen hier rohes Fleisch aus, das die Verkäufer direkt auf glühender Kohle für sie grillen. Es wird empfohlen, sonntags gegen vier Uhr nachmittags zu kommen, wenn die größten Massen weg sind. Wir Vegetarier probieren hier zwar kein Fleisch, aber die Atmosphäre ist fantastisch und gegrillte Frühlingszwiebeln, Paprika und frische Avocado mit einer heißen Maistortilla lassen sich immer arrangieren.

5. Die Fußgängerzone Calle Macedonio Alcalá

Diese gepflasterte Straße ist die Hauptader des historischen Zentrums und verbindet die Kirche Santo Domingo mit dem Zócalo. Es ist eine Fußgängerzone, sodass du hier in aller Ruhe deinen Spaziergang zwischen wunderschönen bunten Kolonialhäusern genießen kannst, von denen Kletterblumen herabhängen.

Die Straße ist voller Boutiquen mit Kunsthandwerk, Galerien, Textilgeschäfte und natürlich Cafés. Abends erwacht sie unglaublich zum Leben: Straßenverkäufer tauchen auf, Kunsthandwerker bieten ihren Schmuck direkt auf Decken am Boden an und oft triffst du auf einen Umzug mit Musik und riesigen Papierpuppen (mojigangas).

6. Die Ruinen von Monte Albán

Das ist ein absolutes Muss. Die zapotekischen Ruinen von Monte Albán liegen auf einem künstlich eingeebneten Berggipfel nur ein Stück von der Stadt entfernt, und Besucher beschreiben sie als faszinierenden Ort mit riesigem Areal zum Erkunden. Es war einst eine der bedeutendsten Städte Mittelamerikas, und die Ausblicke ins Tal sind von hier oben schlichtweg atemberaubend.

Der Eintritt kostet rund 95 MXN (etwa 5 €), und aus der Stadt kommst du entweder mit dem Touristenbus (er fährt ein Stück vom Zócalo ab) hierher oder du nimmst dir ein Taxi oder ein Colectivo. Eine wichtige Warnung von Reisenden: Oben gibt es praktisch keinen Schatten. Nimm wirklich genug Wasser, eine Kopfbedeckung und creme dich mit Sonnenschutz ein – die Sonne kann hier unerbittlich sein. Ich empfehle, gleich zur Öffnung um 8:00 Uhr morgens zu kommen. Weitere aktuelle Infos findest du auf der offiziellen Website des Instituts INAH.

7. Die versteinerten Wasserfälle Hierve el Agua

Etwa anderthalb Stunden Fahrt von Oaxaca entfernt liegt eines der schönsten Naturphänomene Mexikos. Hierve el Agua sieht von Weitem aus wie ein riesiger Wasserfall, der vom Felsen stürzt, doch in Wirklichkeit handelt es sich um Mineralquellen, die über Jahrtausende wunderschöne tropfsteinartige Kaskaden geformt haben. Ganz oben gibt es natürliche Mineralbecken mit türkisfarbenem Wasser, in denen du direkt am Rand der Klippe mit Blick auf die Berge baden kannst.

Der Eintritt bewegt sich zwischen rund 50 und 100 MXN (etwa 2,50 bis 5 €). Zu den Becken und unter den Wasserfall führt ein mittelschwerer Aufstieg über mehr als hundert Stufen, daher lohnt es sich, festes Schuhwerk mitzunehmen – in Sandalen macht es wirklich keinen Spaß. Du kannst im Rahmen einer organisierten Tour hierherkommen oder dir ein Auto mieten und auf eigene Faust losziehen.

8. Mezcal-Verkostung im Zentrum von Oaxaca (Mezcalerías)

Oaxaca produziert unglaubliche 90 % des gesamten mexikanischen Mezcals. Während Tequila nur aus blauer Agave im Bundesstaat Jalisco hergestellt werden darf, wird Mezcal aus mehr als 30 Agavenarten gebrannt und hat einen typischen, leicht rauchigen Geschmack, weil die Herzen der Agave (piñas) vor der Fermentation in Erdgruben auf glühender Kohle gegart werden. Die Einheimischen sagen: „Para todo mal, mezcal, y para todo bien, también“ (Für alles Schlechte Mezcal und für alles Gute auch).

Im Zentrum der Stadt findest du Dutzende sogenannter Mezcalerías. Das sind gemütliche, oft etwas dunklere Bars mit riesiger Auswahl an Flaschen von kleinen lokalen Produzenten. Das Personal erklärt dir gerne die Unterschiede zwischen den Sorten (Espadín ist die gängigste, Tobalá oder Tepeztate sind seltener und teurer). Mezcal trinkt man nicht in einem Zug, sondern nippt langsam daran (die Einheimischen sagen „besos, no tragos“ – Küsse, nicht Schlucke) und isst dazu Orangenscheiben, bestreut mit Sal de gusano (Salz mit gemahlenen Würmern und Chili).

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9. Ausflug zu den Brennereien in Santiago Matatlán

Wenn dich Mezcal wirklich interessiert, fahr direkt zur Quelle. Das Dorf Santiago Matatlán liegt knapp eine Stunde von der Stadt entfernt und nennt sich stolz die Welthauptstadt des Mezcals. Unterwegs siehst du endlose Felder blaugrüner Agaven, und im Dorf selbst sowie in seiner Umgebung findest du Dutzende traditioneller Brennereien, die palenques genannt werden.

Erfahrungen von Reisenden bestätigen, dass eine organisierte Tour mit Guide (die Preise bewegen sich zwischen 55 und 90 USD, also etwa 50 bis 85 €) die beste Wahl ist. Sie bringen dich zu kleinen Familienbetrieben, zeigen dir den gesamten Prozess vom Schneiden der Agave über das Garen in der Erde bis hin zur Destillation in kupfernen oder tönernen Gefäßen. Die Verkostungen finden oft auf Terrassen mit Blick auf die Felder statt und dazu wird traditionelles Essen aus Oaxaca serviert.

10. Der breiteste Baum der Welt: Árbol del Tule

Im Dörfchen Santa María del Tule, ein Stück außerhalb der Stadt, wächst eine Montezuma-Sumpfzypresse (ein Verwandter der Zypressen), die den breitesten Stamm der Welt hat. Der Stammumfang beträgt unglaubliche 42 Meter, und das Alter des Baumes wird auf über 2.000 Jahre geschätzt. Er ist so riesig, dass es auf den ersten Blick scheint, es handele sich um mehrere zusammengewachsene Bäume, aber DNA-Tests haben bestätigt, dass es wirklich nur ein einziger Baum ist. Hier zahlt man einen symbolischen Eintritt von rund 20 MXN (etwa 1 €) und für die paar Minuten Zwischenstopp lohnt es sich auf jeden Fall.

11. Das Weberdorf Teotitlán del Valle

Oaxaca ist berühmt für seine Handwerksdörfer, wobei sich jedes Dorf auf etwas anderes spezialisiert. Teotitlán del Valle, etwa 30 Minuten östlich der Stadt, ist die Heimat der besten Weber. Hier entstehen wunderschöne Wollteppiche und Wandbehänge, die tapetes genannt werden.

Wie Besucher berichten, nehmen sich die Einheimischen nach dem Eintreten in die Familienwerkstätten fast immer deiner an und zeigen dir mit großem Stolz den gesamten Prozess. Du siehst das Waschen und Kardieren der Wolle, das Färben in Kesseln über dem Feuer mit Naturfarbstoffen (wie Rot aus der Cochenille-Laus, Gelb aus der Ringelblume oder Blau aus Indigo) und schließlich das eigentliche Weben komplizierter zapotekischer Muster an riesigen Holzwebstühlen. Wenn du an einem Montagvormittag herkommst, erlebst du auch den traditionellen, herzlichen Markt.

12. Schwarze Keramik in San Bartolo Coyotepec

Ein weiterer faszinierender Halt auf der Handwerksroute ist San Bartolo Coyotepec. Dieses Dorf ist weltweit bekannt für seine einzigartige schwarze Keramik (barro negro). Die Technik entdeckte im 20. Jahrhundert eine lokale Töpferin, die herausfand, dass der Ton eine wunderschöne, glänzend schwarze Farbe annimmt, wenn man ihn vor dem Brennen mit einem Quarzstein glättet und bei niedrigerer Temperatur in einem geschlossenen Ofen ohne Sauerstoffzufuhr brennt. Du kannst hier viele Werkstätten besuchen, Vorführungen am Töpferrad sehen und natürlich die eine oder andere zerbrechliche Vase oder Schale als Souvenir mitnehmen.

13. Die Holzfiguren Alebrijes in San Martín Tilcajete

Erinnerst du dich an die zauberhaften, leuchtend bunten tierischen Begleiter aus dem Animationsfilm Coco? Die nennt man alebrijes und sie stammen genau von hier. Die Dörfer San Martín Tilcajete und Arrazola sind voller Familienwerkstätten, in denen aus weichem Kopalholz fantastische Wesen geschnitzt werden – Mischungen aus Drachen, Hunden, Adlern und anderen Tieren. Anschließend werden die Figuren von Hand mit unglaublich winzigen, farbenfrohen Punkten und Mustern bemalt. Das ist eine Heidenarbeit, und die größten und detailliertesten Stücke werden sogar für Tausende von Dollar verkauft, aber einen kleinen bunten Hund bekommst du hier schon für ein paar Euro.

14. Die Feierlichkeiten zum Día de Muertos (wenn du Glück hast)

Wenn es dir gelingt, eine Unterkunft zu ergattern, und du am Übergang von Oktober zu November ankommst, erwartet dich etwas absolut Außergewöhnliches. Der Día de Muertos in Oaxaca ist ein Erlebnis fürs Leben. Die Straßen sind mit Sand-Wandteppichen übersät, aus den Häusern duftet das süße Brot pan de muerto und abends ziehen Umzüge (comparsas) voller Menschen mit bemalten Gesichtern im Stil der eleganten Skelettdame Catrina durch die Stadt, begleitet von Blaskapellen. Das Ganze ist überhaupt nicht traurig, im Gegenteil – es ist eine freudige Feier des Lebens und ein Gedenken an jene, die nicht mehr hier sind.

💡 Tipp: Um die Ruinen von Monte Albán und all die wunderschönen Handwerksdörfer und Brennereien in der Umgebung zu entdecken, lohnt es sich, entweder ein Auto zu mieten (die Straßen sind hier relativ in Ordnung) oder einen Fahrer/Guide für einen ganzen Tag zu organisieren. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nämlich nicht direkt in Oaxaca, sondern im Umkreis von einer Stunde Fahrt, und sich nur auf die öffentlichen Colectivos (Sammeltaxis) zu verlassen, kostet dich jede Menge kostbarer Zeit.

Was du probieren musst: Mexikos kulinarisches Paradies

Oaxaca gilt unter Mexikanern als kulinarische Hauptstadt des Landes, und 2024 bestätigte das offiziell auch der berühmte Guide Michelin, der hier Restaurants wie Los Danzantes oder Levadura de Olla Sterne verlieh. Seitdem herrscht hier ein riesiger Boom, und in die besten Lokale musst du wochenlang im Voraus reservieren. Die gesamte mexikanische Küche wurde als erste der Welt ins UNESCO-Welterbe aufgenommen, und Oaxaca ist ihr strahlendstes Juwel.

Die absolute Grundlage der lokalen Küche ist Mole. Es ist eine unglaublich komplexe, dicke Sauce, deren Zubereitung mehrere Tage dauern kann und die gut und gerne über dreißig Zutaten enthält. In Oaxaca gibt es sieben Grundsorten von Mole, wobei die berühmteste das dunkle Mole negro ist, dem unter anderem auch Schokolade und ein Berg Gewürze beigegeben werden. Der Geschmack ist tief, leicht süß, pikant und rauchig zugleich.

Eine weitere Ikone, von der Reisende nicht genug bekommen, ist die Tlayuda. Sie wird oft als mexikanische Pizza bezeichnet. Es ist eine riesige, dünne und knusprige Maistortilla, die mit Bohnenpaste (frijoles) bestrichen und großzügig mit dem lokalen Zupfkäse quesillo (der ein bisschen wie salzigerer Mozzarella schmeckt) bestreut wird. Dann wird sie über Kohle gegrillt und zur Hälfte zusammengeklappt. Die Einheimischen lassen sich oft gegrilltes Fleisch dazugeben, aber in der einfachen Käse-Bohnen-Variante, ergänzt durch frische Tomate und Avocado, ist sie eine perfekte vegetarische Köstlichkeit.

Auf den Märkten und Straßen stößt du sicher auch auf Fleischspezialitäten wie das langsam geschmorte barbacoa oder gebratenes Schweinefleisch carnitas, für die die Leute hier alles geben würden. Zum Trinken nimm dir ein erfrischendes agua fresca (zum Beispiel aus Hibiskus – jamaica – oder aus Reis mit Zimt – horchata).

💡 Tipp: Wenn du Mais liebst, lass dir elote (gekochter Maiskolben auf einem Stäbchen, bestrichen mit Mayonnaise, Käse und Chili) oder seine Becher-Variante esquites nicht entgehen, die gleich nach Einbruch der Dunkelheit an wohl jeder Ecke verkauft werden. Für uns Vegetarier ist das mexikanische Street Food manchmal etwas knifflig wegen des Schmalzes, aber Mais, Käse-Quesadillas oder Tacos, gefüllt mit Pilzen oder Bohnen und einer Scheibe Kaktus (nopal), enttäuschen dich nie.

Praktische Reisetipps

Schauen wir uns ein paar praktische Dinge an, damit dich nach der Ankunft nichts überrascht. Mexiko ist ein wunderbares Land, hat aber seine Eigenheiten, auf die man sich gut vorbereiten sollte. Übrigens: Oaxaca liegt in der Central Time Zone, also meist sieben bis acht Stunden hinter Deutschland.

Anreise und Straßen. Von Deutschland aus gibt es keine Direktflüge nach Oaxaca – in der Regel fliegst du mit Lufthansa, KLM oder Iberia über ein Drehkreuz nach Mexiko-Stadt. Von dort gibt es Inlandsflüge nach Oaxaca, aber genauso entspannt kommst du mit den komfortablen Fernbussen der Gesellschaften ADO oder Primera Plus hin. Die Fahrt von der Hauptstadt dauert etwa 6 bis 7 Stunden und das Ticket kostet rund 25 bis 40 USD (etwa 23 bis 37 €). Wenn du nach der Erkundung des Kolonialzentrums zum Ozean weiterziehen möchtest, habe ich eine tolle Nachricht: Vor Kurzem wurde eine neue Autobahn Richtung Puerto Escondido eröffnet, die die verrückte siebenstündige Serpentinenfahrt auf entspannte 2,5 Stunden verkürzt hat. Wenn du einen Mietwagen fährst, gilt hier die goldene Regel: Vermeide nächtliches Fahren. Die Straßen sind oft schlecht beleuchtet, häufig streunen Tiere darauf herum und aus Sicherheitsgründen ist es ohnehin nicht ganz vernünftig.

Geld und Bezahlen. Auch wenn viele bessere Restaurants und Hotels Karten akzeptieren, ist Bargeld in Oaxaca nach wie vor König. Auf den Märkten, für Street Food, kleinere Eintritte und Sammeltaxis (colectivos) zahlst du nur mit mexikanischen Pesos. Beim Abheben am Geldautomaten pass enorm auf das sogenannte DCC (Dynamic Currency Conversion) auf – der Automat bietet dir einen „garantierten“ Umrechnungskurs in Euro an, der aber extrem ungünstig ist (du verlierst gut 8–9 %). Lehne dieses Angebot immer ab und lass den Betrag in der lokalen Währung abrechnen. Was das Trinkgeld betrifft, lässt man in Restaurants üblicherweise 10 bis 15 %. Achte nur darauf, ob es dir nicht schon als Posten „servicio“ oder „propina“ auf die Rechnung gesetzt wurde.

Sicherheit – ist Oaxaca in Mexiko gefährlich? Der Bundesstaat Oaxaca und seine Hauptstadt gehören innerhalb Mexikos zu den sehr sicheren Gegenden, besonders für Touristen. Im historischen Zentrum und den angrenzenden Vierteln kannst du dich auch abends völlig entspannt bewegen. Es reicht, den klassischen gesunden Menschenverstand walten zu lassen – keinen teuren Schmuck unnötig zur Schau stellen, nicht das gesamte Bargeld in einer Tasche tragen und nachts an den Stadträndern lieber ein offizielles Taxi nehmen.

💡 Tipp: Wenn dich Verdauungsbeschwerden namens „Montezumas Rache“ plagen, merke dir beim Street Food die Regel: „Boil it, cook it, peel it, or forget it“ (Koch es, brate es, schäle es – oder lass es). Leitungswasser trinkt man in Mexiko nicht, kauf dir immer abgefülltes, und auch zum Zähneputzen nimmst du besser Wasser aus der Flasche. Für mobiles Internet vor Ort empfehlen wir eine eSIM von Holafly – so bist du gleich nach der Landung online.

Wohin von Oaxaca aus weiter?

Wenn du mehr Zeit für Mexiko hast (was ich hoffe, denn es ist riesig!), ist Oaxaca ein großartiges Sprungbrett für weitere Abenteuer.

Schau dir auf jeden Fall unseren großen Reiseführer an, was du in Mexiko sehen kannst, dort findest du jede Menge Inspiration für das ganze Land. Wenn dich die Feierlichkeiten zum Tag der Toten reizen, wirf einen Blick in unseren Artikel über Día de Muertos in Mexiko. Für Feinschmecker haben wir einen ausführlichen Artikel über die mexikanische Küche verfasst, in dem du mehr darüber erfährst, welche Gerichte du nicht verpassen darfst. Und wenn du nach Oaxaca Lust auf eine weitere Portion indigene Kultur und wilde Natur hast, mach dich auf nach Süden und erkunde mit uns den Bundesstaat Chiapas.

Ausflüge nach Monte Albán, Hierve el Agua sowie Mezcal-Verkostungen buchst du bei GetYourGuide.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage brauche ich für Oaxaca?

Ideal sind 4 bis 5 Tage für Oaxaca einzuplanen. Zwei Tage verbringst du damit, durch das historische Zentrum zu schlendern, über Märkte zu bummeln und großartiges Essen zu probieren, weitere zwei bis drei Tage nutzt du für Ausflüge in die Umgebung zu den Ruinen von Monte Albán, Hierve el Agua und in die Handwerksdörfer.

Ist Oaxaca sicher für Touristen?

Ja, Oaxaca gehört zu den sichersten und freundlichsten Bundesstaaten in Mexiko. Im historischen Zentrum und in den touristischen Gegenden brauchst du keine Angst zu haben, es gilt hier nur die übliche Vorsicht vor Taschendieben auf Märkten und in Menschenmengen.

Brauche ich für einen Besuch in Oaxaca ein Auto?

Definitiv keine Notwendigkeit. Die Stadt lässt sich zu Fuß erkunden, und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung (Monte Albán, Tule) fahren entweder Busse, Colectivos, oder du kannst einen organisierten Ausflug buchen. Ein Mietwagen lohnt sich, wenn du abgelegene Mezcal-Destillerien oder Kunsthandwerksdörfer in deinem eigenen Tempo erkunden möchtest.

Kann man in Oaxaca Leitungswasser trinken?

Auf keinen Fall. Leitungswasser in Mexiko ist nicht trinkbar. Kaufe immer Flaschenwasser oder bringe eine Flasche mit eigenem Filter mit. In besseren Restaurants wird das Wasser für Getränke und Eis gefiltert, also brauchst du dir keine Sorgen zu machen, aber auf der Straße solltest du aufpassen.

Ist es teuer, in Oaxaca zu essen?

Es kommt darauf an, wohin du gehst. Auf lokalen Märkten und an Ständen isst du für ein paar Euro, eine klassische Tlayuda kostet dich etwa 80 bis 150 MXN (4–7 EUR). In renommierten Michelin-Restaurants zahlst du aber natürlich drauf und die Preise nähern sich denen in Europa.

Wann findet das Fest Día de Muertos statt?

Der offizielle Feiertag fällt auf den 1. und 2. November, aber das Hauptgeschehen, das Schmücken der Altäre und die Straßenumzüge in Oaxaca beginnen bereits einige Tage früher, etwa ab dem 27. oder 28. Oktober. Die Unterkunft für diesen Zeitraum muss man mit enormem Vorlauf organisieren.

Wie komme ich von Oaxaca zum Meer?

Dank der neu eröffneten Autobahn ist die Reise zur Pazifikküste viel einfacher geworden. In das Surfer-Städtchen Puerto Escondido kommst du jetzt mit dem Auto oder Bus in nur 2,5 Stunden, verglichen mit den früheren 7 Stunden Serpentinen durch die Berge. Man kann auch mit einem kleinen Regionalflugzeug hinfliegen, was ein Erlebnis für sich ist.

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Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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