Alaska Roadtrip: Die besten Routen für 7, 10, 14 und 21 Tage

Wenn du mit dem Gedanken spielst, einen Alaska Roadtrip zu unternehmen, muss ich dich gleich zu Beginn vor etwas warnen: Das ist absolut süchtig machend. Wildnis in ihrer reinsten Form – und nach der Heimkehr wirst du dich nach den endlosen Wäldern und Gletschern sehnen. ☺️ Lukáš und ich sind Alaska 2017 während unseres dreimonatigen Roadtrips abgefahren. Damals reisten wir vom kanadischen Calgary quer durch ganz Alaska bis nach San Francisco – in unserem geliebten Van, den wir liebevoll Chiquita nannten.

Wir haben damals über hundert Stopps gemacht, und weil wir lange unterwegs waren, hatten wir ein sehr striktes Budget. Unser Tageslimit lag bei 50 Dollar für uns beide, was bedeutete, dass wir jede Menge Nudeln mit Soße aßen, wild campten und jede kostenpflichtige Aktivität dreimal abwogen. 😅 Trotzdem war es ein absolut unglaubliches Erlebnis, an das wir bis heute mit riesiger Nostalgie zurückdenken. Wir waren in Anchorage, erkundeten Whittier und den Hatcher Pass, verbrachten drei wundervolle Tage in Homer, fuhren mit dem Boot an den Gletschern der Kenai Fjords entlang, bewunderten den Worthington Glacier und den Matanuska Glacier und kamen bis nach Valdez und Haines.

In diesem Artikel findest du einen detaillierten Alaska Routenplaner – genauer gesagt gleich vier Varianten für unterschiedlich lange Reisen. Ich habe Pläne für 7, 10, 14 und 21 Tage zusammengestellt, sodass für Familien mit Kindern, verliebte Paare, begeisterte Bergfexe und Fotografen etwas dabei ist. Ich verrate dir, wann die beste Reisezeit ist, worauf du bei der Planung achten solltest und wie viel das Ganze ungefähr kostet.

Tourist mit Rucksack auf dem Steg in Whittier mit Blick auf den Hafen
Tourist mit Rucksack auf dem Steg in Whittier mit Blick auf den Hafen

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Die Entfernungen sind riesig: Alaska verzeiht keine Planungsfehler. Minimiere die Tage, an denen du nur am Steuer sitzt, und erkunde lieber weniger Orte dafür richtig.
  • Wichtige Einschränkung in Denali: Bis 2027 ist die Straße im Denali-Nationalpark ab Meile 43 wegen eines massiven Erdrutschs (Pretty Rocks) gesperrt. Berücksichtige das bei deiner Tourenplanung.
  • Nordlichter: Die Jahre 2024 bis 2026 stehen im Zeichen des sogenannten Sonnenmaximums. Wenn du im Winter oder frühen Frühling fährst, hast du beste Chancen auf atemberaubende Polarlichter.
  • Frühzeitig buchen: Campingplätze, Hotels und zentrale Aktivitäten (etwa die Busse nach Denali oder die Gletscher-Bootstouren) sind oft schon ein halbes Jahr im Voraus ausverkauft. Buche rechtzeitig.
  • Sicherheit geht vor: Kauf dir schon am ersten Tag ein Bärenspray (bear spray). Im Flugzeug ist es verboten, du musst es also erst vor Ort besorgen.
  • Unterkünfte und Campingplätze: Wenn du mit dem Wohnmobil reist, empfehle ich die Campingplätze Riley Creek in Denali, Williwaw in Portage oder Russian River auf der Kenai-Halbinsel.
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Wann nach Alaska reisen und erste Orientierung

Schauen wir uns zuerst an, wann sich die Reise in den Norden eigentlich am meisten lohnt. Alaska hat sehr ausgeprägte Jahreszeiten – was du hier im Juli erlebst, unterscheidet sich völlig von dem, was dich im März erwartet.

Herbstliche Tundra in Alaska – das Ende der Touristensaison
Herbstliche Tundra in Alaska – das Ende der Touristensaison

Die Hauptsaison läuft von Mitte Juni bis Mitte August. In dieser Zeit ist es am wärmsten, die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 15 und 20 Grad, und die Tage sind unglaublich lang. Im Landesinneren rund um Fairbanks geht die Sonne praktisch gar nicht unter. Es ist die ideale Zeit zum Wandern, für die Bärenbeobachtung und für Gletscher-Bootstouren. Auf der anderen Seite musst du damit rechnen, dass hier die meisten Menschen unterwegs sind, die Preise auf dem Höchststand liegen und die Mücken wirklich nervig sein können.

Mai und September sind die sogenannten Nebensaisons (Shoulder Season) – und ehrlich gesagt mögen wir diese Monate besonders gern. Im Mai erwacht die Natur erst, die Berggipfel sind noch verschneit und auf den Straßen herrscht Ruhe. Im September wiederum färbt sich die Tundra in unglaubliche Gelb- und Rottöne, die Mücken sind verschwunden und nachts beginnt das Nordlicht am Himmel zu tanzen. Du musst allerdings die Öffnungszeiten im Blick behalten, denn viele Anbieter und Besucherzentren schließen Anfang September. Mehr dazu findest du in unserem eigenen Artikel wann man nach Alaska reisen sollte.

Wenn es dein Traum ist, den tanzenden grünen Himmel zu sehen, musst du im Winter fahren. Die Temperaturen fallen zwar tief unter den Gefrierpunkt (in Fairbanks oft bis -30 Grad), aber die Hundeschlittenfahrten und das Beobachten des Nachthimmels sind das absolut wert. Ausführlich haben wir das in unserem Guide Nordlichter in Alaska beschrieben.

Logistik und praktische Infos für die Reise

Bevor du dich auf die eigentliche Route stürzt, musst du die grundlegende Logistik klären. Eine Reise nach Alaska erfordert etwas mehr Planung als ein gewöhnlicher Urlaub in Europa.

Terminal des Ted-Stevens-Flughafens in Anchorage
Terminal des Ted-Stevens-Flughafens in Anchorage

Am häufigsten fliegt man nach Anchorage, dem wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Bundesstaates. Von Deutschland aus geht es meist über Seattle, Frankfurt oder Chicago. Wenn du direkt aus Europa in die USA fliegst, vergiss nicht, deine elektronische ESTA-Genehmigung zu beantragen. Beachte: Wenn du in Kanada ein Auto mietest und die Grenze überquerst (oder einen Zwischenstopp in Kanada hast), brauchst du zusätzlich eine kanadische eTA.

Was die Fortbewegung vor Ort angeht, hast du im Grunde zwei Möglichkeiten: ein klassisches Mietauto mit Übernachtung in Hotels und Motels, oder ein Wohnmobil (RV bzw. Campervan). Mit unserer Chiquita konnten wir vom Campen einfach nicht genug bekommen. Es gibt dir enorme Freiheit, du kannst selbst kochen (was das Budget deutlich schont) und mitten in herrlicher Natur schlafen. Besonders ans Herz gewachsen sind uns der Campingplatz Riley Creek direkt am Eingang zum Denali, der wunderschöne Williwaw Campground im Portage-Tal oder der Campingplatz am Russian River auf der Kenai-Halbinsel, wo du direkt vom Zelt aus Angler (und manchmal auch Bären) beim Lachsfang beobachten kannst.

Eine interessante Alternative zum endlosen Fahren ist die Nutzung der Fähren des Alaska Marine Highway System (AMHS). Das ist eine großartige Möglichkeit, an Orte zu gelangen, zu denen keine Straßen führen, und obendrein ein Erlebnis für sich. Alle Infos zu Transport und Mietwagen findest du in unserem Guide Anreise und Logistik für Alaska.

Anchorage
Das Zentrum von Anchorage lädt zum Spaziergang ein. Die Hauptstraße ist gepflegt und von niedlichen Läden gesäumt

7-Tage-Route: Schnelles Kennenlernen (Paare und Familien)

Diese siebentägige Route ist ideal für alle, die wenig Zeit haben, aber das Wichtigste sehen möchten. Wir konzentrieren uns auf die klassische Strecke von Anchorage in den Norden zum Denali-Nationalpark und anschließend nach Süden zu den Gletschern der Kenai-Halbinsel. Es ist ein ausgewogener Mix aus Bergen, Wildtieren und Ozean.

Diese Strecke begeistert vor allem Familien und Paare, weil sie keine extrem langen Fahrten erfordert und sich auf die wichtigsten, gut ausgebauten Straßen beschränkt. Innerhalb einer Woche siehst du den höchsten Berg Nordamerikas (sofern das Wetter mitspielt) und erlebst eine Bootsfahrt zwischen Eisschollen, von denen riesige Eisbrocken ins Meer stürzen.

TagRoutekm / ZeitHighlightsÜbernachtung
1Anchorage0 kmAnkunft, Vorräte einkaufen, AkklimatisierungAnchorage Marriott Downtown
2Anchorage → Talkeetna180 km / 2 hRundflug zum Denali, Nagley’s StoreTalkeetna Alaskan Lodge
3Talkeetna → Denali NP245 km / 2,5 hFahrt, Besucherzentrum, gemütlicher AbendHolland America Denali Lodge
4Denali NP → Anchorage380 km / 4 hDenali Bus Tour, Eklutna Lake auf dem RückwegThe Hotel Captain Cook
5Anchorage → Seward205 km / 2,5 hSeward Highway, Alaska SeaLife CenterSeward Windsong Lodge
6Seward0 kmBootstour Kenai Fjords (Aialik Bay), MeeresfaunaHarbor 360 Hotel Seward
7Seward → Anchorage205 km / 2,5 hRückfahrt zum Flughafen und Abflug

Tag 1: Ankunft in Anchorage und Vorbereitungen

Widme den ersten Tag ganz der Akklimatisierung und den Vorbereitungen. Nach dem Abholen des Autos oder Wohnmobils geht es direkt in den Supermarkt (Fred Meyer oder Walmart), um Vorräte für die nächsten Tage einzukaufen. Die Lebensmittelpreise in den Nationalparks sind nämlich astronomisch. Eine absolut entscheidende Aufgabe an diesem Tag ist der Kauf eines Bärensprays. Es kostet rund 45 Euro, und ich hoffe, dass du es nie benutzen musst – aber ohne es solltest du dich außerhalb der Städte gar nicht bewegen.

Blick auf Anchorage vom Flattop Mountain
Blick auf Anchorage vom Flattop Mountain

Wenn dir Zeit und Energie bleiben, spaziere über den Küstenweg Tony Knowles Coastal Trail, wo du gleich am ersten Tag frei grasenden Elchen begegnen kannst. Zum Abendessen geht es ins Zentrum – wir mögen das Moose’s Tooth Pub and Pizzeria, dort gibt es hervorragendes Bier und eine tolle Atmosphäre. Übernachten kannst du im Anchorage Marriott Downtown, das nach dem langen Flug bequeme Betten bietet.

Tag 2: Fahrt nach Talkeetna und Rundflug

Fahre morgens über den Parks Highway Richtung Norden. Ziel ist das malerische Städtchen Talkeetna mit knapp tausend Einwohnern, das als Hauptbasis für Bergsteiger dient, die auf den Denali wollen. Der Ort hat eine wunderbare, leicht hipsterhafte und sehr entspannte Atmosphäre. Im Zentrum solltest du den historischen Laden Nagley’s General Store auf keinen Fall verpassen. Dort bekommst du nicht nur hervorragenden Kaffee, sondern triffst vielleicht auch die Bürgermeisterin der Stadt. Es handelt sich allerdings nicht um einen Menschen, sondern um eine Katze namens Aurora, die direkt von der Theke aus regiert. 😁

Historische Main Street in Talkeetna
Historische Main Street in Talkeetna

Das Highlight des Tages sollte ein Rundflug sein. Das Unternehmen Talkeetna Air Taxi bietet unglaubliche Flüge zum Denali-Massiv. Ja, das ist kein günstiges Vergnügen – ein einstündiger Flug kostet über 280 Euro – aber die Ausblicke auf die endlosen Gletscher und scharfen Berggipfel sind es absolut wert. Für ein spätes Mittag- oder Abendessen kehre im West Rib Pub & Grill ein, einem beliebten Treff der einheimischen Buschpiloten und Bergsteiger, wo sie das Ice Axe Ale zapfen. Die Nacht verbringst du in der schönen Talkeetna Alaskan Lodge, von der aus du bei gutem Wetter direkt auf den höchsten Berg blickst.

Tag 3: Fahrt zu den Toren des Denali-Nationalparks

Nach dem Frühstück (ich empfehle die riesigen Zimtschnecken im Talkeetna Roadhouse) erwartet dich eine etwa zweieinhalbstündige Fahrt in die Kommerzzone namens Glitter Gulch, die unmittelbar vor dem Eingang zum Denali-Nationalpark liegt. Schon die Fahrt selbst ist herrlich – auf der linken Seite öffnen sich Ausblicke auf die Alaska Range.

Denali Park Road mit dem ersten Schnee
Denali Park Road mit dem ersten Schnee

Den Nachmittag widmest du dem Besucherzentrum, wo du Karten und aktuelle Infos zu den Wildtierbewegungen bekommst. Wenn dir nach einem kürzeren Spaziergang ist, mach dich auf den Horseshoe Lake Trail. Es ist eine leichte, etwa 3,5 Kilometer lange Strecke, die sich auch ideal für Familien mit Kindern eignet und an deren Ende du einen aktiven Biberdamm beobachten kannst. An Unterkünften in dieser Gegend kann ich die weitläufige Holland America Denali Lodge empfehlen, die auch schöne Feuerstellen für gemütliche Abende bietet.

Tag 4: Denali Bus Tour und Rückkehr in den Süden

Heute heißt es früh aufstehen, denn das Haupterlebnis im Park steht an. Ich muss dich allerdings ehrlich vor der aktuellen Lage warnen. Wegen eines massiven Erdrutschs im Gebiet Pretty Rocks ist die Parkstraße ab Meile 43 komplett gesperrt – und das mindestens bis 2027. Früher fuhren die Busse bis zum Wonder Lake, heute enden sie etwa auf halber Strecke. Trotzdem lohnt es sich.

Ein Elch überquert die Straße am Denali Bus Depot
Ein Elch überquert die Straße am Denali Bus Depot

Du hast die Wahl zwischen dem grünen Transit Bus (der günstiger ist und eher als Transport für Wanderer dient) und der kommentierten Tundra Wilderness Tour. Beide Varianten enden an genau demselben Punkt – wenn du also sparen willst und auf einen Guide verzichten kannst, ist der grüne Bus die klare Wahl. Halte während der Fahrt die Augen offen, die Chance auf Grizzlybären, Elche und Karibu-Herden ist riesig. Nach der Rückkehr aus dem Park steigst du ins Auto und fährst zurück nach Süden nach Anchorage. Mach unterwegs einen kurzen Abstecher zum Gletschersee Eklutna Lake mit seiner herrlich türkisen Farbe. Übernachtet wird in Anchorage, zum Beispiel im ikonischen The Hotel Captain Cook.

Tag 5: Seward Highway und der Ozean

Morgens verlässt du Anchorage und fährst über eine der schönsten Straßen der Welt, den Seward Highway, auf die Kenai-Halbinsel. Die Straße folgt der Bucht Turnagain Arm, und die Ausblicke auf die direkt ins Meer abfallenden Berge sind atemberaubend. Halte am Aussichtspunkt Beluga Point – mit etwas Glück siehst du dort weiße Belugawale.

Seward Boat Harbor mit Bergen im Hintergrund
Seward Boat Harbor mit Bergen im Hintergrund

Am Nachmittag erreichst du das Hafenstädtchen Seward. Wenn du mit Kindern reist oder es gerade regnet, besuche unbedingt das Alaska SeaLife Center. Es ist eine großartige Auffangstation für Meerestiere, in der du Robben, Seelöwen und Papageientaucher aus nächster Nähe siehst. Zum Abendessen geht es ins Restaurant Apollo, wo sie frische Meeresfrüchte hervorragend zubereiten. Den Kopf zur Ruhe betten kannst du in der gemütlichen Seward Windsong Lodge, die etwas außerhalb der Stadt in einem ruhigen, bewaldeten Tal liegt.

Tag 6: Kenai Fjords und kalbende Gletscher

Den heutigen Tag verbringst du auf dem Wasser. Eine Bootstour in den Kenai-Fjords-Nationalpark ist absolutes Muss. Anbieter wie Major Marine Tours bieten Ganztagestouren in die Aialik Bay. Du siehst riesige Gletscher, von denen sich mit ohrenbetäubendem Getöse Eisbrocken ins Meer lösen.

Felsige Inseln im Kenai Fjords National Park im Nebel
Felsige Inseln im Kenai Fjords National Park im Nebel

Ich habe aber noch einen sehr praktischen Tipp aus eigener Erfahrung für dich. Als wir aus der ruhigen Resurrection Bay auf den offenen Ozean in die Aialik Bay hinausfuhren, warfen uns die Wellen so heftig hin und her, dass das halbe Boot grün im Gesicht war. Reisetabletten gegen Übelkeit sind hier absolut Pflicht, glaub mir. 😅 Und vergiss nicht, dich warm anzuziehen – an den Gletschern ist es selbst im Juli richtig kalt. Die letzte Nacht würde ich direkt am Hafen verbringen, etwa im Harbor 360 Hotel Seward.

Tag 7: Rückkehr und Abflug

Am letzten Tag steht nur noch die Rückfahrt über den Seward Highway zum internationalen Flughafen in Anchorage an. Plane genug Zeit für die Autorückgabe und den Check-in ein.

10-Tage-Route: Das Beste aus beiden Welten

Dieser zehntägige Plan ist wohl der beste Kompromiss, wenn du sowohl die festländische Wildnis als auch die Küstenschönheiten Alaskas sehen willst, ohne dich völlig zu verausgaben. Wir ergänzen ihn um die Erkundung des Landesinneren und um meinen persönlichen Liebling – das Städtchen Homer am äußersten Ende der Kenai-Halbinsel.

Bunte Häuschen und Läden auf dem Homer Spit
Bunte Häuschen und Läden auf dem Homer Spit

Es ist die ideale Wahl für aktive Paare und Familien mit älteren Kindern, denen eine gelegentliche längere Autofahrt nichts ausmacht. In zehn Tagen schaffst du es, die echte Alaska-Atmosphäre aufzusaugen, den besten Heilbutt deines Lebens zu kosten und zu einem zurückweichenden Gletscher zu wandern.

TagRoutekm / ZeitHighlightsÜbernachtung
1-3Anchorage → Denali380 kmFlightseeing, Talkeetna, Ankunft in DenaliDenali Bluffs Hotel
4Denali NP0 kmBustour durch den Park, WildtierbeobachtungDenali Bluffs Hotel
5Denali → Anchorage380 km / 4 hLange Fahrt nach Süden, historisches Dorf HopeThe Hotel Captain Cook
6Anchorage → Seward205 km / 2,5 hSeward Hwy, Wanderung Exit GlacierSeward Windsong Lodge
7Seward → Homer270 km / 3 hKenai-Fjords-Bootstour, abendliche Fahrt nach HomerLand’s End Resort
8Homer0 kmHomer Spit, Salty Dawg Saloon, StrandBest Western Bidarka Inn
9Homer0 kmHeilbuttangeln oder Wanderung Kachemak Bay State ParkBest Western Bidarka Inn
10Homer → Anchorage350 km / 4,5 hRückfahrt zum Flughafen und Abflug

Tage 1–4: Nördliche Runde zum Denali

Die ersten vier Tage decken sich mit dem Beginn der siebentägigen Route. Nach der Ankunft in Anchorage und dem Einkauf der Vorräte fährst du über das Örtchen Talkeetna bis zu den Toren des Denali-Nationalparks. Du genießt einen Rundflug, trinkst ein Bier mit den Einheimischen und fährst mit dem grünen Bus ins Innere des Parks. Für die Übernachtung in der Gegend von Glitter Gulch probier zum Beispiel das Denali Bluffs Hotel, das am Hang liegt und schöne Talblicke bietet.

Tag 5: Lange Fahrt nach Süden und der Zauber des Dorfes Hope

Am fünften Tag steht ziemlich viel Fahrerei an, denn du musst vom Landesinneren zurück nach Süden zum Ozean. Sobald du Anchorage durchquert hast und auf den Seward Highway abbiegst, empfehle ich einen Abstecher in das historische Goldgräberdorf Hope. Hier leben kaum 160 ständige Einwohner, und die Zeit scheint buchstäblich stehen geblieben zu sein. Es liegt am Ufer der Turnagain-Arm-Bucht und ist ein unglaublich fotogener Ort. Wer Adrenalin liebt, kann auf dem nahen Fluss Six Mile Creek Wildwasser-Rafting machen. Abends gehst du in Anchorage vor Anker, oder du fährst, wenn du noch Kraft hast, schon ein Stück näher Richtung Seward.

Tag 6: Seward und dem Gletscher Auge in Auge

Morgens erreichst du Seward. Bevor du in die Stadt fährst, bieg zum Exit Glacier ab. Es ist einer der zugänglichsten Gletscher Alaskas, den du bei einem bequemen Spaziergang vom Parkplatz aus erreichst. Unterwegs siehst du Schilder mit Jahreszahlen, die zeigen, bis wohin der Gletscher im jeweiligen Jahr reichte. Ein ziemlich trauriger Anblick, denn der Gletscher zieht sich in alarmierendem Tempo zurück – 13 bis 15 Meter pro Jahr.

Wenn du körperlich fit bist, mach dich auf den Harding Icefield Trail. Es ist eine ganztägige, sehr anspruchsvolle Tour (fast 1000 Höhenmeter), die dich über den Gletscher hinauf bis zu einem riesigen Eisfeld führt. Es ist eine echte Schinderei, aber die Ausblicke da oben sind unvergesslich. Die strapazierten Muskeln kannst du danach im Komfort der Seward Windsong Lodge regenerieren.

Tag 7: Bootstour und Fahrt ans Ende der Welt

Am Vormittag machst du eine Bootstour zu Walen und Gletschern im Kenai-Fjords-Nationalpark (und vergiss die Reisetabletten nicht!). Nach der Rückkehr in den Hafen steigst du ins Auto und fährst über den Sterling Highway zum südwestlichen Zipfel der Kenai-Halbinsel. Dein Ziel ist das Städtchen Homer. Die Fahrt dauert etwa drei Stunden und führt durch herrliche Natur mit Blick auf die Vulkane auf der anderen Seite der Bucht Cook Inlet. Übernachten kannst du direkt an der Spitze der Landzunge im ikonischen Land’s End Resort.

Homer, Alaska

Tage 8–9: Entspannung in Homer

In Homer haben Lukáš und ich ganze drei Tage verbracht und uns total in den Ort verliebt. Die Hauptattraktion ist der Homer Spit, ein über sieben Kilometer langer, schmaler Kiesstreifen, der ins Meer hinausragt. Er ist voller bunter Häuschen, kleiner Cafés und Angelgeschäfte. Den Salty Dawg Saloon darfst du auf keinen Fall verpassen. Es ist eine ursprüngliche Blockhütte aus dem Jahr 1897, und innen sind alle Wände und die Decke mit Tausenden signierten Dollarscheinen bedeckt. Wir tranken dort ein Bier und ließen natürlich auch einen unserer beschrifteten Geldscheine zurück. ☺️

Homer ist die Welthauptstadt des Heilbuttangelns. Wenn du gern angelst, buch dir einen ganztägigen Bootsausflug (das kostet etwa 370 bis 460 Euro pro Person). Ist Angeln nichts für dich, nimm das Wassertaxi und lass dich über die Bucht in den Kachemak Bay State Park bringen. Dort kannst du eine schöne, leichte Wanderung zum Grewingk Glacier Lake machen. Für ein tolles Frühstück mit riesigen Zimtschnecken geh in die Two Sisters Bakery am Bishop’s Beach. Als ruhigere Basis in der Stadt empfehle ich das Best Western Bidarka Inn.

Tag 10: Zurück in die Realität

Am letzten Tag erwartet dich eine lange, etwa viereinhalbstündige Fahrt von Homer zurück zum internationalen Flughafen in Anchorage.

lukas a lucka
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Alaska Rundreise in 2 Wochen: Tiefes Landesinneres

Die vierzehntägige Route ist die klassische und wohl beliebteste Strecke für alle, die zum ersten Mal nach Alaska fliegen und genug Zeit haben wollen. Eine Alaska Rundreise in 2 Wochen ergänzt die Kenai-Halbinsel und Denali um das raue Landesinnere, die Stadt Fairbanks und den Besuch des Matanuska Glacier, über den du sogar mit Steigeisen wandern kannst.

Nordlichter über den Chena Hot Springs bei Fairbanks
Nordlichter über den Chena Hot Springs bei Fairbanks

Dieser Plan ist perfekt für Fotografen und Liebhaber unberührter Natur. Die Strecken sind hier noch länger, du fährst über den ikonischen Glenn Highway und saugst die Atmosphäre von Orten auf, an denen Menschen unter extremen Bedingungen leben.

TagRoutekm / ZeitHighlightsÜbernachtung
1-5Süden (Anchorage, Seward, Homer)Kenai Fjords, Homer Spit, Exit GlacierLand’s End Resort
6-7Talkeetna und DenaliFahrt nach Norden, Flightseeing, Denali BusGrande Denali Lodge
8Denali → Fairbanks200 km / 2,5 hFahrt durchs Landesinnere, abends FairbanksPike’s Waterfront Lodge
9-10Fairbanks0 kmMuseum of the North, Riverboat, NordlichterSophie Station Suites
11Fairbanks → Chena Hot Springs90 km / 1,5 hBaden in den heißen Quellen, ErholungChena Hot Springs Resort
12Chena → Matanuska Glacier480 km / 6 hLange Fahrt über den Richardson Hwy, GletscherwanderungSheep Mountain Lodge
13Matanuska → Anchorage160 km / 2 hAusblicke am Glenn Highway, Ankunft in der StadtHotel Alyeska
14Anchorage0 kmSouvenirs kaufen, Abflug

Tage 1–7: Südküste und Denali-Nationalpark

Die erste Woche dieser Route verbindet das Beste aus Süd- und Zentral-Alaska. Du beginnst mit der Erkundung von Seward und Homer und weidest deine Augen an den Ausblicken auf Ozean und Gletscher. Anschließend fährst du über Talkeetna in den Denali-Nationalpark. Hier gilt alles, was ich in den vorherigen Plänen beschrieben habe. In Denali empfehle ich die schöne Grande Denali Lodge, die hoch auf einem Hügel thront und ein hervorragendes Restaurant hat.

Tag 8: Fahrt ins Goldene Herz Alaskas

Von Denali fährst du weiter über den Parks Highway nach Norden nach Fairbanks. Die Stadt hat zwar nur rund 31.000 Einwohner, aber für einen riesigen Teil des Landesinneren ist sie das absolute Zentrum der Zivilisation. Sie liegt nur 315 Kilometer südlich des Polarkreises. Unterwegs siehst du, wie sich die Landschaft verändert, die Bäume werden kleiner und die Wälder lichter. Abends gönn dir ein hervorragendes Steak im stilvollen Pump House Restaurant, das im Geiste des Goldrauschs eingerichtet ist. Übernachten kannst du direkt am Fluss in der beliebten Pike’s Waterfront Lodge.

Tage 9–10: Fairbanks und Nordlichter

Fairbanks ist eine Stadt der Extreme. Im Sommer geht hier die Sonne nicht unter, und im Winter friert es Stein und Bein. Lass dir das Museum of the North auf dem Campus der örtlichen Universität nicht entgehen (Eintritt 22 Dollar, etwa 20 Euro). Es hat eine großartige Ausstellung über die Ureinwohner und sogar einen mumifizierten Bison aus der Eiszeit. Am Nachmittag kannst du eine Fahrt mit dem Schaufelraddampfer Riverboat Discovery auf dem Chena River unternehmen, bei der auch ein Stopp bei einer Schlittenhundezucht inbegriffen ist.

Wenn du ab Ende August unterwegs bist, hast du beste Chancen, die Nordlichter zu sehen. Aufgrund des Sonnenmaximums in den Jahren 2024–2026 ist die Sonnenaktivität auf ihrem Höhepunkt. Fahr nachts aus der Stadt hinaus, etwa zum Aussichtspunkt Murphy Dome, um der Lichtverschmutzung zu entkommen, und warte auf das Schauspiel. Als Basis für die nächsten Tage probier die geräumigen Sophie Station Suites.

Fairbanks Angel Rocks
Die Landschaft rund um die Angel’s Rocks unweit von Fairbanks erinnerte uns an die Mittelgebirge zu Hause

Tag 11: Chena Hot Springs

Zeit, ein bisschen auszuspannen. Etwa 90 Kilometer östlich von Fairbanks liegt das Resort Chena Hot Springs. Dort gibt es einen thermalen Außenpool mit 41 Grad warmem Wasser. Im heißen Wasser zu baden, während es draußen kalt ist, ist ein perfektes Erlebnis. Ich muss aber ehrlich sein – das Resort selbst hat seine besten Jahre hinter sich, und die Umkleiden und Sanitäranlagen ernten von Touristen manchmal berechtigte Kritik. Nimm auf jeden Fall eigene Badeschuhe mit. Trotzdem lohnt sich die Entspannung. Übernachten kannst du direkt vor Ort im Chena Hot Springs Resort.

Tag 12: Lange Fahrt nach Süden und Matanuska Glacier

Heute steht viel Fahrerei über den Richardson und anschließend den Glenn Highway zurück nach Süden an. Dein Ziel ist der Matanuska Glacier. Anders als die Gletscher, die wir vom Boot aus gesehen haben, kannst du über diesen hier wandern! Der Gletscher ist über 40 Kilometer lang und nur mit einem lizenzierten Guide zugänglich (zum Beispiel beim Anbieter NOVA Alaska Guides). Für etwa 160 Euro bekommst du Helm und Steigeisen und machst dich auf eine dreistündige Tour direkt zwischen die blauen Spalten und Eistürme. Das ist etwas völlig anderes, als einen Gletscher aus der Ferne zu betrachten. Eine Unterkunft findest du ganz in der Nähe des Gletschers, etwa in der zauberhaften Sheep Mountain Lodge, von deren Terrasse aus du mit dem Fernglas Wildschafe beobachten kannst.

Tage 13–14: Zurück in die Zivilisation

Am vorletzten Tag fährst du über den herrlichen Glenn Highway, der sich durch die Berge schlängelt, zurück nach Anchorage. Hier kannst du die letzten Souvenirs kaufen, einen guten Kaffee genießen und dich auf den Abflug vorbereiten. Wenn du dich vor der Heimreise noch etwas verwöhnen willst, reservier eine Nacht im Hotel Alyeska im nahen Girdwood – dort gibt es ein tolles Spa und eine Bergbahn.

Alaska Rundreise in 3 Wochen: Komplette Erkundung Alaskas

Das ist die Route für echte Abenteurer, die Alaska mit allem Drum und Dran erleben wollen. Eine Alaska Rundreise in 3 Wochen ermöglicht es dir, Orte anzufahren, an die die überwiegende Mehrheit der Touristen nie gelangt. Wir ergänzen die Fahrt über den Polarkreis auf dem legendären Dalton Highway und den riesigen, wilden Wrangell-St.-Elias-Nationalpark.

Matanuska Glacier vom Aussichtspunkt am Glenn Highway
Matanuska Glacier vom Aussichtspunkt am Glenn Highway

Diesen Plan empfehle ich nicht für Familien mit kleinen Kindern, denn dich erwarten stundenlange Durchschüttelungen auf rauen Schotterpisten. Aber für Wanderer, Liebhaber der Abgeschiedenheit und alle, die ein echtes „Into the Wild“-Erlebnis suchen, ist das ein absolutes Highlight.

TagRoutekm / ZeitHighlightsÜbernachtung
1-9Süden und DenaliAnchorage, Homer, Seward, Talkeetna, DenaliDenali Bluffs Hotel
10-12FairbanksUmgebung von Fairbanks, Museen, ErholungPike’s Waterfront Lodge
13Fairbanks → Polarkreis315 km / 5 hDalton Highway (Haul Road), Arctic Circle SignColdfoot Camp
14Coldfoot → Fairbanks410 km / 6 hRückkehr aus der Arktis, Dorf WisemanSophie Station Suites
15Fairbanks → McCarthy500 km / 7 hAnspruchsvolle Fahrt nach Wrangell-St. Elias, McCarthy RoadMa Johnson’s Hotel
16Wrangell-St. Elias (Kennecott)0 kmBesichtigung der Kupfermine Kennecott, Bonanza Mine TrailKennecott Glacier Lodge
17McCarthy → Valdez280 km / 5 hFahrt zum Ozean, Worthington GlacierBest Western Valdez Harbor Inn
18Valdez0 kmGeschichte der Exxon Valdez, Mineral Creek TrailTotem Hotel and Suites
19-21Valdez → Anchorage480 km / 6 hRückfahrt, Matanuska Glacier, AbflugAnchorage Marriott Downtown

Tage 1–12: Das klassische Alaska

Die ersten zwölf Tage verbringst du mit der gründlichen Erkundung des Südens (Kenai-Halbinsel) und der Hauptader über Denali bis nach Fairbanks. All diese Orte kennst du bereits aus den vorherigen Routen, aber mit 21 Tagen musst du nirgendwo hetzen.

Tag 13: Dalton Highway und Fahrt über den Polarkreis

Das ist ein Tag für die Harten. Von Fairbanks fährst du nach Norden über den ikonischen Dalton Highway, der den Spitznamen „Haul Road“ trägt. Es ist in erster Linie eine staubige Versorgungsstraße für die Ölpipelines im Norden, auf der riesige Lastwagen unterwegs sind, die Staub- und Steinwolken vor sich herschieben. Ziel ist es, mindestens bis zum Schild zu fahren, das den Polarkreis (Arctic Circle) bei Meile 115 markiert. Das Erlebnis ist hart, aber hinter dem Polarkreis zu stehen, ist einfach unbezahlbar. Wenn du den Mut und ein Auto hast, das auf Schotterpisten darf (die meisten gängigen Mietwagenfirmen verbieten das, du brauchst einen speziellen 4×4-Mietwagen), übernachte im rustikalen Trucker-Camp Coldfoot Camp.

Tag 14: Der frostigste Ort und Rückkehr

Fahr morgens ins historische Dorf Wiseman, ein Stück hinter Coldfoot. Genau hier wurde 1971 die absolut niedrigste Temperatur in den gesamten USA gemessen: unglaubliche -62 °C! Danach erwartet dich die lange, staubige Rückfahrt in die Zivilisation nach Fairbanks. Gönn dir abends eine heiße Dusche, du wirst sie brauchen. Übernachten kannst du in den bequemen Sophie Station Suites.

Tag 15: Auf in den größten Nationalpark der USA

Heute fährst du in den Wrangell-St.-Elias-Nationalpark. Es ist der größte Nationalpark der USA – in ihn würden sechs Yellowstones passen. Vom Örtchen Chitina führt die 96 Kilometer lange, unbefestigte und wellblechartige McCarthy Road. Sie wurde auf den Überresten einer alten Eisenbahnstrecke gebaut, und bis heute ragen gelegentlich alte Nägel aus ihr heraus. Die Straße endet an einem Fluss, den du über eine Fußgängerbrücke überqueren musst, und von dort bringt dich ein Shuttle in die Siedlung McCarthy, wo etwa 28 ständige Einwohner leben. Es ist der echte Wilde Westen. Übernachten kannst du im historischen Ma Johnson’s Hotel, das wie ein Museum aussieht.

Tag 16: Die Geisterstadt Kennecott

Von McCarthy fährst du ein Stück weiter zur verlassenen Kupfermine Kennecott. Diese riesigen, rot gestrichenen Holzgebäude, die am Berghang neben einem Gletscher kleben, wirken völlig surreal. Für körperlich fitte Wanderer gibt es hier eine extreme Herausforderung – den Bonanza Mine Trail. Es sind 15 Kilometer hin und zurück mit über 1000 Höhenmetern, aber er führt dich direkt zu den Ruinen der alten Mine hoch in den Bergen. Wenn dein Budget es zulässt, gönn dir einen Flightseeing-Flug über das Bagley Icefield – das ist etwas Unglaubliches. Eine Übernachtung bietet die schöne Kennecott Glacier Lodge.

Valdez
Valdez

Tage 17–18: Valdez und Worthington Glacier

Von McCarthy kehrst du auf die asphaltierte Straße zurück und fährst nach Süden zum Ozean in den Hafen von Valdez. Unterwegs durchquerst du den Thompson Pass und hältst am Worthington Glacier. Wir haben selbst dort angehalten – es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man direkt von der Straße aus praktisch bis an die Gletscherfront laufen kann.

In Valdez solltest du unbedingt das örtliche Museum besuchen. Es hat eine eindrückliche Ausstellung über die Katastrophe des Tankers Exxon Valdez von 1989, als Millionen Gallonen Öl ins Meer austraten und die ökologischen Folgen bis heute sichtbar sind. Wenn du einen schönen Ausflug machen willst, mach dich auf den Mineral Creek Trail zur verlassenen Mühle. In Valdez empfehle ich das Best Western Valdez Harbor Inn mit Blick auf den von Fischerbooten gesäumten Hafen.

Tage 19–21: Rückfahrt über Richardson und Glenn Highway

Die letzten Tage widmest du der Rückfahrt nach Anchorage. Halte am Matanuska Glacier, mach einen Spaziergang über das Eis, kauf die letzten Vorräte Lachs-Jerky (Trockenfleisch) und fahr voller Eindrücke, die du erst zu Hause verarbeiten wirst, zum Flughafen.

Was kostet das alles? (Roadtrip Alaska Kosten)

Alaska ist teuer, damit musst du dich abfinden. Bei den Roadtrip Alaska Kosten muss man realistisch sein: Unser Punk-Budget von 50 Dollar pro Tag für zwei aus dem Jahr 2017 ist heute praktisch unrealistisch, es sei denn, du willst nur trockenen Reis essen und per Anhalter fahren. Hier eine grobe Schätzung pro Person (ohne Flüge aus Europa):

Bärensicherer Behälter – Pflichtausrüstung für Alaska
Bärensicherer Behälter – Pflichtausrüstung für Alaska
  • 7 Tage (sparsam, Camping, selbst kochen): ca. 750 – 1.100 EUR
  • 7 Tage (Hotels, Restaurants, Denali-Flug): ca. 1.850 – 2.750 EUR
  • 14 Tage (goldener Mittelweg, Auto + Motels): ca. 3.200 – 4.150 EUR
  • 21 Tage (tiefe Erkundung mit Offroad-Mietwagen): ca. 5.500+ EUR

Der größte Posten ist immer die Miete des Autos oder Wohnmobils (in der Hauptsaison oft über 180 EUR pro Tag) und die Unterkunft. Ein ordentliches Standard-Motel kostet im Sommer zwischen 140 und 280 Euro pro Nacht. Auch die Ausflüge sind teuer – eine Bootstour in Kenai etwa 185 EUR, ein Denali-Flug über 280 EUR. Eine detaillierte Preisaufschlüsselung und Spartipps findest du in unserem Artikel wie viel ein Alaska-Urlaub kostet.

Was du beim Packen nicht vergessen darfst

Das Wetter in Alaska ist unberechenbar. Selbst im Juli kannst du in einen frostigen Morgen wachen und am Nachmittag im kurzärmeligen T-Shirt herumlaufen. Der Schlüssel ist das Zwiebelprinzip.

  • Hochwertige wasserdichte Jacke (Gore-Tex) und Hose: Alaska kann sehr regnerisch sein, vor allem an der Küste.
  • Merinowolle: Shirts, Unterwäsche und Socken aus Merino halten dich warm, selbst wenn du schwitzt, und riechen außerdem nicht.
  • Feste, eingelaufene Wanderschuhe: Das Gelände ist oft matschig und steinig.
  • Fernglas: Absolut unverzichtbar, um Bären, Wale und Berge aus sicherer Entfernung zu beobachten.
  • Mückenschutz und Kopfnetz: Die Mücken Alaskas sind legendär, besonders im Landesinneren im Juni und Juli. Marken mit hohem DEET-Gehalt sind ein Muss.
  • Bärenspray (Bear Spray) kaufst du erst vor Ort im Supermarkt oder Outdoor-Geschäft!

Wohin als Nächstes: Reisen durch Nordamerika

Wenn du einen längeren Roadtrip planst oder dich weitere nordische Reiseziele reizen, schau dir unbedingt unsere Artikel aus Kanada an. Von Alaska aus kannst du wunderbar über den Yukon bis nach British Columbia und Alberta fahren:

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FAQ — Häufig gestellte Fragen zum Alaska Roadtrip

Ich habe die häufigsten Fragen gesammelt, die mir von Leserinnen und Lesern erreichen, die einen Roadtrip nach Alaska planen. Wenn dir etwas fehlt, schreib mir einfach.

Wie viele Tage brauche ich für einen richtigen Roadtrip durch Alaska?

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Das Minimum sind 7 Tage für einen „schnellen Vorgeschmack“ (Anchorage → Denali → Seward). Ideal sind 10–14 Tage, damit ihr auch Hatcher Pass, Homer und eine Bootstour in den Kenai Fjords ohne Stress schafft. Wenn ihr 21 Tage für die Reise habt, könnt ihr Valdez, Wrangell-St Elias und das Innere Alaskas hinzufügen. Mehr als 3 Wochen würden bereits wiederholte Fahrten auf denselben Strecken bedeuten.
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Wann ist die beste Zeit für eine Reise nach Alaska?

Hauptsaison ist von Mitte Juni bis Mitte August — die wärmsten Tage, langes Licht, alles geöffnet, aber auch die meisten Leute und Mücken. Mai und September sind Nebensaison mit wunderschöner Natur und weniger Menschenmassen. Wenn ihr Polarlichter sehen wollt, müsst ihr im Winter (Dezember bis März) losziehen, wenn die Temperaturen auf -30 °C fallen.

Brauche ich ESTA oder eTA?

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Für die Einreise in die USA benötigt ihr ESTA (ca. 21 USD, online zu beantragen). Falls ihr einen Zwischenstopp in Kanada habt oder die kanadische Grenze mit dem Auto überquert (z.B. auf dem Weg vom Yukon), braucht ihr zusätzlich die kanadische eTA (7 CAD). Beide solltet ihr mindestens 72 Stunden vor Abflug beantragen.
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Kann ich den Denali-Nationalpark mit dem Auto erreichen?

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Nur für eine begrenzte Strecke. Bis 2027 ist die Straße im Denali NP nach Meile 43 wegen eines massiven Erdrutsches gesperrt (Pretty Rocks Landslide). Tiefer in den Park kommt man nur mit den Bussen von Parks Canada (Tundra Wilderness Tour oder Transit Bus), die 4–6 Monate im Voraus gebucht werden müssen.
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Wie viel wird der gesamte Roadtrip kosten?

Es kommt auf den Reisestil an. 7 Tage sparsam mit Camping und Selbstverpflegung kosten 800–1.200 USD pro Person (ohne Flüge). 14 Tage goldener Mittelweg mit Motels und Mietwagen 3.500–4.500 USD. 21 Tage intensive Erkundung 6.000+ USD. Die größten Kosten: Mietwagen/Wohnmobil (über 200 USD/Tag) und Unterkunft (150–300 USD/Nacht).

Wie verhält man sich bei einer Begegnung mit einem Bären?

Kaufen Sie gleich nach der Ankunft im Supermarkt ein Bärenspray (bear spray) — im Flugzeug ist es nicht erlaubt. In der Natur sollten Sie Lärm machen, in Gruppen wandern und alle Lebensmittel und duftenden Gegenstände in bear-resistant Behältern oder hoch oben im Baum aufbewahren. Bei einer Begegnung niemals weglaufen — weichen Sie langsam zurück und sprechen Sie mit ruhiger Stimme.

Ist ein eigenes Auto oder ein Wohnmobil besser?

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Ein Wohnmobil (RV/Campervan) bietet enorme Freiheit — man kann mitten in der Natur schlafen, kochen und bei Hotels sparen. Allerdings ist es teurer in der Miete (300+ USD/Tag) und verbraucht viel Benzin. Eigenes Auto + Motels ist flexibler in Stadtzentren, aber man verliert den Zauber des „Schlafens unter den Sternen“. Für eine 7-tägige Reise empfehlen wir ein Auto, für 14+ Tage ein Wohnmobil.
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Wird es unterwegs Handyempfang geben?

Ne, zum größten Teil der Reise nicht. Anchorage, Seward, Homer und Fairbanks haben Empfang und sogar 4G/5G. Außerhalb der größeren Städte — Denali Highway, das Landesinnere, der Großteil der Kenai-Halbinsel außerhalb der Ortschaften — rechnet mit null Empfang. Ladet euch Offline-Karten herunter (Maps.me, Google Maps offline) und eine ungefähre Route im Voraus.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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