Ich erinnere mich noch genau daran, als wir mit Lukáš zum ersten Mal eine Tabelle mit den realen Alaska Urlaub Kosten aufgemacht haben. Wir hatten klare Vorstellungen von wilder Natur, majestätischen Gletschern und Bären, die Lachse aus dem Fluss fangen. Was uns aber wirklich den Atem verschlagen hat, waren die ersten Preisschätzungen. Alaska ist eben nicht einfach nur ein etwas teureres Amerika. Es ist im Grunde eine logistische Insel, auf die alles teuer herangeschafft werden muss – und die Tourismussaison dauert gerade mal hundert Tage im Jahr. Es lohnt sich aber nicht zu sparen: Alles, was wir ausgelassen haben, bereuen wir bis heute. Nach Alaska werden wir wohl kein zweites Mal fahren.
Da blieb uns nichts anderes übrig, als uns hinzusetzen und die ganze Tabelle ordentlich durchzurechnen – denn Alaska sprengt das Budget auf eine Art, auf die dich kein Urlaub in Europa vorbereitet. Hier findest du realistische Kostenaufstellungen für verschiedene Reisetypen, vom Roadtrip mit Mietwagen bis zur Kreuzfahrt, plus Tipps, wo du sparen kannst und wofür du ohne Zögern zahlen solltest.
Zusammenfassung
- Die Hauptsaison ist extrem kurz: Die beste Reisezeit ist von Ende Mai bis Anfang September, wenn Alaska angenehmes Wetter bietet und alles geöffnet ist.
- Grundbudget für zwei Personen: Rechne damit, dass ein zehntägiger Roadtrip zu zweit mit Mietwagen und Unterkunft der mittleren Kategorie rund 11.000 € kostet.
- Größter Posten: Mietwagen und Flüge: Ein normales SUV kostet im Sommer locker 150 bis 300 Dollar pro Tag. Günstige Flüge solltest du mit viel Vorlauf suchen – am besten schon im Winter.
- Campervan als Retter: Die Miete eines Wohnmobils liegt zwar bei über 200 Dollar pro Nacht, aber du sparst enorm bei Hotels und teuren Restaurants.
- Bärenbeobachtung ist ein Luxus: Der Ausflug nach Katmai zu den berühmten Brooks Falls kostet allein für Logistik und Flüge knapp 1.000 Dollar pro Person – aber es ist ein absolut spektakuläres Erlebnis.
- Reiseversicherung und Bärenspray nicht vergessen: Das amerikanische Gesundheitssystem kennt keine Gnade (glaub mir, das willst du nicht am eigenen Leib erfahren 😅), und das Bärenspray musst du vor Ort kaufen – im Flugzeug darfst du es nämlich nicht mitführen.

Wann nach Alaska reisen und wie man hinkommt
Die beste Reisezeit ist eindeutig der alaskanische Sommer, der im Grunde nur von Juni bis August dauert. Wir erleben dort regelmäßig Tage, an denen die Sonne kaum untergeht und du um Mitternacht verschneite Berggipfel bei Tageslicht fotografieren kannst. Wer ein bisschen sparen möchte, kann die Nebensaison im Mai oder September versuchen – dann fallen die Preise gerne um ein Drittel. Das hat aber einen großen Haken: Das Wetter ist zu dieser Zeit völlig unberechenbar, und Mitte September schließen viele Hotels, Restaurants und Tourenanbieter einfach für den Winter.
Von Deutschland nach Anchorage zu kommen ist keine Kleinigkeit. Einen Direktflug gibt es nicht, also erwarten dich ein oder eher zwei Umstiege, und die Gesamtreisezeit zieht sich auf 16 bis 22 Stunden. Das ist sozusagen ein kleiner Vorausflug, bevor du überhaupt anfängst, die Wildnis zu erkunden. Wir schwören auf gute Suchmaschinen. Günstige Flüge findest du am besten über Kiwi oder direkt bei Airlines wie Lufthansa, Eurowings oder Condor. Die Preise für Hin- und Rückflüge in der Economy-Klasse liegen typischerweise zwischen 1.500 und 2.500 Dollar. Wer ein Ticket unter 1.300 € ergattert, sollte nicht lange zögern.
Vor der Reise darfst du die Bürokratie nicht vergessen. Als deutsche Staatsbürger benötigt ihr die elektronische ESTA-Registrierung, die 21 Dollar kostet und zwei Jahre gültig ist. Die erledigt ihr online in wenigen Minuten. Und noch ein sehr praktischer Tipp fürs digitale Reisen: Damit ihr gleich nach der Landung Daten für Navigation und Unterkunftssuche habt, empfehle ich eine eSIM von Holafly, die ihr noch zu Hause aufs Handy laden könnt.
Wo übernachten in Alaska und was es kostet
Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich im Browser zum ersten Mal die Hotelpreise in Anchorage für Juli geöffnet habe. Ich hätte am liebsten den Laptop zugeklappt und mich hingelegt. Ein Zimmer, das im Winter 120 Dollar kostet, wird in der Saison locker für 400 Dollar verkauft.

Der Preisschock wartet wahrscheinlich gleich bei der Suche nach der ersten Übernachtung. Ein Zimmer, das im Winter hundertzwanzig Dollar kostet, wird im Juli spielend für 350 bis 500 Dollar pro Nacht verkauft. Und das sind wohlgemerkt normale Hotels, kein außergewöhnlicher Luxus. In Reiseforen kursieren Geschichten, dass ein einfaches Motel teurer war als ein Luxusresort in der Karibik 😅.
In Anchorage hast du die größte Auswahl. Wenn du dir etwas gönnen möchtest, kannst du das ikonische Hotel Captain Cook mit Meeresblick wählen, wo Nächte ab 450 Dollar beginnen. Mittelklasse-Optionen wie das Hilton Anchorage oder das Westmark Anchorage kosten 200 bis 300 Dollar. Wer nach einem langen Flug etwas Günstigeres in Flughafennähe sucht, schaut sich das Coast International Inn am Lake Hood an – dort kommt man für rund 150 Dollar unter.
Die Umgebung des Denali-Nationalparks ist preislich ähnlich angespannt, besonders in der sogenannten Glitter Gulch direkt am Parkeingang. Das beliebte McKinley Chalet Resort bietet schöne Blockhütten, aber man sollte 250 bis 400 Dollar pro Nacht einplanen. Wer ein kleineres Budget hat, muss weiter weg vom Park suchen oder sich mit einfachen Motels wie dem Denali Park Hotel für rund 150 bis 220 Dollar begnügen. Die günstigste Option bleibt natürlich Camping für 30 bis 50 Dollar – wenn man einen freien Platz ergattert. Ich empfehle außerdem kleinere Plattformen wie Hipcamp, wo Einheimische ihre privaten Stellplätze für Zelte oder Vans anbieten, oft mit unglaublichem Ausblick und zu einem Bruchteil des üblichen Campingpreises.
Alaska Urlaub Kosten: 15 Dinge, für die du am meisten ausgibst (und wie du sparst)
Hier ist das, was uns gerettet hätte, wenn wir es vor der Buchung gewusst hätten.
1. Drei Musterbudgets – damit du weißt, woran du bist
Damit du eine realistische Vorstellung bekommst, haben wir drei Beispielbudgets für die Saison 2026 zusammengestellt. Das erste Szenario ist ein zehntägiger Roadtrip für zwei Personen mit Stopps in Anchorage, Denali und auf der Kenai-Halbinsel. Mit Unterkunft in der Mittelklasse, Mietwagen und einigen Ausflügen rechne mit etwa 11.000 Dollar, also rund 10.200 €.

Das zweite Szenario ist für eine vierköpfige Familie auf 14 Tage ausgelegt. Hier wird die Logistik teurer, und mit allen Parks und dem Premium-Flug zu den Bären steigt der Gesamtbetrag auf rund 22.000 Dollar, also knapp 20.500 €. Die dritte Variante kombiniert eine Woche Kreuzfahrt mit einer anschließenden Woche im Mietwagen. Dieser sogenannte Cruisetour kommt für zwei Personen auf etwa 12.700 Dollar, sprich rund 11.800 €.
2. Mietwagen buchen ist ein Überlebenskampf
Die Sicherung des Transportmittels ist das A und O der gesamten Reise – und es auf den letzten Drücker zu lassen ist finanzieller Selbstmord. Ein normales SUV bei großen Anbietern wie Hertz oder Enterprise kostet im Juli und August locker 150 bis 300 Dollar pro Tag. Mit Lukáš haben wir gute Erfahrungen mit Plattformen wie RentalCars oder Booking.com gemacht, über die wir weltweit die besten Angebote im Voraus vergleichen.
Glaub mir: Sobald die Saison in Alaska beginnt, sind die Mietwagen am Flughafen schlicht weg. Ich habe Geschichten von Leuten gelesen, bei denen der Preis für einen zehntägigen Mietwagen über Nacht von 1.300 auf unglaubliche 2.500 Dollar gestiegen ist, nur weil sie mit der Buchung gezögert haben. Wenn du also deinen Termin weißt, buche das Auto ruhig schon im Januar.
3. Versteckte Fallen bei Mietwagen und Schotterstraßen
Wenn du den Wagen gebucht hast, lies das Kleingedruckte im Vertrag aufmerksam durch. Große internationale Mietwagenunternehmen verbieten strikt die Fahrt auf unbefestigten Schotterstraßen, den sogenannten Gravel Roads. Das bedeutet, dass du laut Vertrag beispielsweise nicht auf der berühmten McCarthy Road zum Kennicott-Gletscher oder auf dem abgelegenen Dalton Highway Richtung Polarkreis fahren darfst.

Wenn du diese ikonischen Routen planst, musst du auf lokale Anbieter zurückgreifen, wie etwa Go North Adventures. Die leihen dir zwar gerne ein ordentlich bereiftes Fahrzeug mit zwei Reserverädern für die echte Wildnis, aber du zahlst dafür dreißig bis fünfzig Prozent mehr. Außerdem aufgepasst: Rückgabegebühren (Drop-off Fee) können enorm sein. Das Auto in Anchorage nehmen und in Fairbanks zurückgeben kann locker weitere 500 Dollar on top bedeuten.
4. Campervan als ultimative Budget-Rettung
Hast du das Gefühl, dass die Hotel- und Mietwagenpreise völlig jenseits von Gut und Böse sind? Dann ist es Zeit, über die Miete eines Wohnmobils nachzudenken. Du kombinierst damit Transport- und Übernachtungskosten in einem und löst gleichzeitig das riesige Problem mit dem teuren Essen – denn du hast deine eigene Küche dabei. Mit dem Haus auf Rädern durch diese gewaltige Natur zu reisen ergibt hier einfach unglaublich viel Sinn.

Die Miete über Anbieter wie Great Alaskan Holidays liegt zwischen 200 und 400 Dollar pro Nacht. Auch wenn das viel klingt – im Vergleich zu dreihundert Dollar für ein durchschnittliches Hotel plus zweihundert Dollar für einen Mietwagen bist du täglich im Plus. Außerdem wachst du mitten in wunderschönen Wäldern oder mit Blick auf Bergmassive auf, was sich mit einem Motelzimmer an einer belebten Straße schlicht nicht vergleichen lässt ☺️.
5. Nationalparkpässe und America the Beautiful
Auch wenn du das Gefühl hast, in Alaska für alles Blut zu zahlen – der Eintritt in die schöne Natur lässt sich ziemlich elegant und günstig lösen. Wenn du mehrere Bundesparks wie Denali oder Kenai Fjords besuchen möchtest, besorge dir sofort die Karte America the Beautiful. Dieser Jahrespass kostet 80 Dollar und deckt die Einfahrt des gesamten Fahrzeugs in die meisten Nationalparks der gesamten USA ab.
Die Investition amortisiert sich unglaublich schnell – typischerweise schon nach wenigen Reisetagen. Aber Vorsicht: Dieser Pass gilt nicht für die alaskanischen State Parks wie etwa den beliebten Chugach. Dort zahlst du pro Tag eine separate Gebühr, in der Regel 5 bis 25 Dollar pro Fahrzeug.
6. Bären in Katmai – der Ausflug, der dich ruiniert
Braune Bären zu beobachten, wie sie bei den Brooks Falls springende Lachse direkt aus dem Maul fangen, ist der Traum wohl aller Alaska-Reisenden. Leider ist es ein Erlebnis, bei dem du beim Bezahlen mit den Zähnen knirschen wirst. Der Nationalpark Katmai ist nicht per Straße erreichbar – du musst dorthin fliegen.

Die Logistik ist wie ein Puzzle: Ein Hin- und Rückflug von Anchorage nach King Salmon kostet rund 500 Dollar, und von dort bringt dich ein Wasserflugzeug für weitere 450 Dollar ins Camp. Du gibst also allein für den Transport 1.000 Dollar pro Person aus, bevor du auch nur einen einzigen Bären gesehen hast. Wer direkt vor Ort in einer Hütte übernachten möchte, zahlt über 1.200 Dollar pro Nacht. Viele lösen das über organisierte Tagesausflüge, die zwar auch ihren Preis haben, aber eine Menge Umsteigerei ersparen. Du kannst solche Touren bequem über GetYourGuide buchen.
7. Bootsausflüge zu Gletschern und Walen
Die alaskanische Küste erkundest du am besten vom Wasser aus – und diese Ausflüge sind jeden ausgegebenen Cent wert. Türkisblaue Gletscher, die mit gewaltigem Getöse ins Meer kalben, sind ein Anblick, der dir den Atem verschlägt. Einer der beliebtesten Ausflüge ist die Fahrt zum Aialik-Gletscher im Kenai-Fjords-Nationalpark vom Hafen Seward aus.
Diese ganztägigen Bootstouren kosten 200 bis 280 Dollar pro Person. Wer Tiere liebt und Buckelwale sehen möchte, fährt zur Walbeobachtung in der Gegend von Juneau. Kleinere Boote für wenige Gäste bieten ein intimeres Erlebnis und kosten rund 180 bis 360 Dollar. Im Sommer sind die Plätze wirklich schnell weg – wir haben es fast unterschätzt, da waren nur noch zwei Plätze frei. Also frühzeitig buchen, am besten gleichzeitig mit den Flügen. Auch hier empfehle ich einen Blick auf GetYourGuide.
8. Busse im Denali und Rundflüge
Der Denali-Nationalpark hat eine große Besonderheit: Du darfst mit dem eigenen Auto nicht weit über den Eingang hinausfahren. Du musst die offiziellen grünen Busse nutzen. Ein einfaches Transit-Bus-Ticket kostet rund 30 Dollar, aber deutlich besser sind die kommentierten Tundra Wilderness Tours für 150 bis 200 Dollar, bei denen dir der erfahrene Fahrer Karibus, Elche und mit etwas Glück auch einen Grizzly zeigt.
Für alle, die keine Höhenangst haben und bereit sind, für ein absolut atemberaubendes Erlebnis mehr auszugeben, gibt es Rundflüge vom Städtchen Talkeetna aus. Kleine Flugzeuge mit Skiern bringen dich bis zum Fuß des höchsten Berges Nordamerikas und landen sogar direkt auf dem verschneiten Gletscher. Dieser Spaß kostet 400 bis 700 Dollar, aber die Landung auf einem Gletscher in 4.000 Meter Höhe ist genau das Erlebnis, wegen dem man noch zwanzig Minuten danach nicht aufhören kann zu lächeln. Wir bereuen bis heute, dass wir das nicht gemacht haben.

9. AMHS-Fähren als langsame Alternative zur Kreuzfahrt
Kreuzfahrten sind herrlich bequem, aber wenn das Budget knapp ist und du viel Zeit hast, gibt es das staatliche Fährennetz Alaska Marine Highway System. Es ist eine riesige Wasserautobahn, die die Küstengemeinden verbindet. Die Überfahrt von Washington State oder Kanada nach Alaska dauert mehrere Tage.

Das Grundticket pro Person liegt bei überschaubaren 220 bis 320 Dollar, was im Vergleich zu einer kommerziellen Kreuzfahrt für 2.000 Dollar ein enormer Unterschied ist. Es hat aber seine Regeln: Das Auto kostet extra, und wer eine Kabine möchte, zahlt nochmals deutlich mehr. Echte Abenteurer lösen das so, dass sie ihren Schlafsack direkt auf Deck unter dem beheizten Solarium ausrollen oder ein kleines Zelt aufstellen. Das ist zwar spartanisch, aber unglaublich authentisch.
10. Reiseversicherung ist absolut Pflicht
Wenn es etwas gibt, bei dem du keinen einzigen Euro sparen solltest, dann ist es die Reiseversicherung für die USA. Das amerikanische Gesundheitssystem ist für Europäer unbegreiflich – und vor allem unglaublich teuer. Eine Behandlung wegen eines umgeknickten Knöchels kann dich zehntausende Dollar kosten, und wenn du per Hubschrauber aus der Wildnis evakuiert werden musst, fliegen die Rechnungen in Richtung hunderttausend Dollar.
Ohne gute Versicherung riskierst du schlicht den persönlichen Ruin. Wir haben für unsere Reisen klare Regeln: Für kürzere Trips wählen wir AXA, für längere Reisen oder Aufenthalte schwören wir auf geprüfte Versicherungen wie True Traveller oder SafetyWing. Der Deckungsumfang sollte dabei auf den höchstmöglichen Limits eingestellt sein.
11. Versteckte Steuern und Trinkgeldkultur
Die amerikanische Trinkgeldkultur holt dich in Alaska an jeder Ecke ein. Aus Europa sind wir das nicht so gewohnt, aber das Personal lebt hier schlicht von den Tips. In Restaurants wird automatisch erwartet, dass du 18 bis 22 Prozent auf die Rechnung drauflegst. Das gilt für alle: Taxifahrer bekommen zehn Prozent, Gepäckträger zwei Dollar pro Koffer, und auch Guides auf dem Schiff oder beim Trekking solltest du 10 bis 20 Dollar pro Tag für ihre Dienste lassen.
Obwohl Alaska keine flächendeckende staatliche Verkaufssteuer hat, kommst du nicht ungeschoren davon. Einzelne Städte haben ihre eigenen lokalen Steuern. In Anchorage zahlst du zwar keine Steuer auf Lebensmittel, aber dafür schlagen sie kräftig bei Unterkunft und Mietwagen auf. In Städten wie Seward oder Homer kommen an der Kasse im Schnitt weitere sieben Prozent auf jeden Einkauf dazu.
12. Unerwartete Ausgabe: Bärenspray
Gleich am ersten Tag erwartet dich ein unangenehmes logistisches und finanzielles Problem. Ohne Bärenspray geht man in Alaskas Wälder schlicht nicht hinein – es ist deine wichtigste Absicherung bei einem unerwarteten Begegnung. Das Problem: Die amerikanische Luftfahrtbehörde verbietet strikt das Mitführen von Bärenspray im Flugzeug, auch nicht im aufgegebenen Gepäck.

Du kannst es also weder aus Deutschland mitbringen noch aus einem anderen Bundesstaat. Du musst es für rund 50 bis 60 Dollar gleich nach der Landung in Supermärkten wie REI oder Walmart kaufen – und vor dem Heimflug musst du es wegwerfen oder jemandem auf dem Flughafenparkplatz schenken. Das ist zwar ärgerlich weggeworfenes Geld, aber daran führt kein Weg vorbei.
13. Wann Flüge kaufen und warum Last-Minute nicht funktioniert
Wir werden oft gefragt, ob es sich lohnt, auf Last-Minute-Angebote bei Flügen zu warten. Die Antwort für Alaska lautet klar: Nein. Die Saison ist so kurz und die Flugkapazität so begrenzt, dass die Preise mit näher rückendem Sommer steil ansteigen und nie wieder fallen.

Der beste Zeitpunkt für den Kauf von Sommerflügen liegt zwischen Januar und März – dann lassen sich wirklich attraktive Angebote bei Airlines wie Lufthansa, Condor oder Delta ergattern. Wenn du den Kauf auf Mai verschiebst, kann das Ticket auf 2.600 € oder mehr steigen. Und das bringt dann deine Budgettabelle ordentlich durcheinander.
14. Kleidung und Ausrüstung von zu Hause
Einmal hat uns Mitte Juli im Fjord ein Wind und horizontaler Regen erwischt, der so stark war, dass ich mich fragte, warum Regenschirme überhaupt existieren. Alaska macht das mit dir locker dreimal am Tag. Die lokalen Ausrüstungsläden sind natürlich teuer, also muss alles Wichtige schon im Koffer aus Europa stecken.
Das Schlüsselprinzip ist das Zwiebelprinzip: Lagen übereinander. Du brauchst gute Thermounterwäsche, eine wärmende Mittelschicht, gerne eine leichte Daunenjacke, und obendrauf eine wasserdichte Gore-Tex-Jacke und -Hose. An die Füße gehören eingelaufene, stabile Wanderschuhe, mit denen du auch in schlammigem Gelände kilometerlang laufen kannst. Den Regenschirm kannst du zu Hause lassen – bei dem dortigen Wind ist er nur im Weg.
15. Selbst kochen wie die Einheimischen
Restaurants sind hier, wie bereits erwähnt, höllisch teuer. Wie damit umgehen, wenn man kein Rockstar-Budget hat? Wir haben es auf unsere Art gelöst: Zutaten im Fred Meyer oder Safeway einkaufen und selbst kochen. Wir haben festgestellt, dass man 50 bis 100 Dollar täglich für zwei Personen sparen kann, wenn man die Vorstellung aufgibt, zu jeder Mahlzeit ins Restaurant gehen zu müssen.
Wer sich morgens ein eigenes Frühstück auf dem Campingkocher zubereitet und tagsüber mit einem belegten Sandwich an einem Aussichtspunkt ins Tal schaut, spart spielend 50 bis 100 Dollar täglich für zwei Personen. Dazu empfehle ich eine große Thermoskanne mit heißem Tee oder Kaffee, die auf windigen Wanderungen garantiert wieder auf die Beine hilft ☺️.
Essen und Trinken: Wo du satt wirst, ohne pleite zu gehen
Die Restaurantrechnungen in Alaska spiegeln genau die logistische Schwierigkeit des gesamten Bundesstaates wider. Viele kommen mit der romantischen Vorstellung, von früh bis spät billigen Lachs und riesige Krabben direkt vom Fischer zu essen. Ein Irrtum. Das meiste der besten Fänge wird direkt auf den Booten eingefroren und in die lukrativen Märkte im Rest der USA oder nach Asien verschifft.
Ein einfaches Mittagessen – Burger mit Pommes und Getränk – kostet im Durchschnittslokal 20 bis 35 Dollar pro Person. Für ein besseres Abendessen zahlst du zwischen 40 und 65 Dollar, und wer ein luxuriöses Fine-Dining-Restaurant mit Aussicht ansteuert, rechnet mit 120 bis 200 Dollar pro Abend.
Wenn du in Anchorage bist, haben wir ein paar konkrete Tipps. Für Familien und Pizzaliebhaber ist das Moose’s Tooth Pub & Pizzeria eine absolute Institution. Es ist eine unabhängige Pizzeria mit einem der höchsten Umsätze in den USA, mit eigenem ausgezeichnetem Bier – nur solltest du damit rechnen, locker eineinhalb Stunden auf einen Tisch zu warten. Du zahlst dort moderate 20 bis 40 Dollar. Für ein perfektes Frühstück oder einen Brunch geh ins Snow City Cafe direkt im Zentrum – wir empfehlen die Eier Benedikt mit alaskanischem Krebs. Auch wenn der Krebs seinen Preis hat, ist dieses Frühstückserlebnis jeden Cent wert.
Für Ausblick-Liebhaber und Luxus-Fans bietet sich das Crow’s Nest direkt im zwanzigsten Stock des Hotel Captain Cook an. Die Weinkarte ist unglaublich und der Heilbutt perfekt – aber bereite dich darauf vor, dort ein paar hundert Dollar zu lassen. Wer sparen muss, findet im lokalen Bistro Wraps Sandwich Cafe eine der wenigen Alternativen abseits nerviger Fastfood-Ketten, wo du für unter fünfzehn Dollar ordentlich satt wirst. Wir haben uns in Anchorage außerdem kleine Bäckereien zu Herzen genommen, wo man für ein paar Dollar einen tollen Muffin und Kaffee bekommt – der ideale Start in einen langen Reisetag.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kolik celkově stojí cesta na Aljašku?
Desetidenní roadtrip pro dvě osoby se středním komfortem vyjde zhruba na 250 tisíc korun. Čtrnáctidenní luxusnější pobyt s prémiovými výlety pro čtyřčlennou rodinu pak atakuje hranici 500 tisíc korun. Do značné míry to ovlivní cena letenek a typ ubytování.
Kdy je nejlepší jet na Aljašku?
Hlavní a vlastně jediná stabilní sezóna trvá zhruba 100 dní od konce května do začátku září. Během léta můžete očekávat nejlepší počasí, otevřené silnice i všechny turistické atrakce a restaurace.
Jak je draho na Aljašce v porovnání se zbytkem USA?
Aljaška je výrazně dražší než většina amerických států. Všechno zboží a suroviny se sem musí dovážet tisíce kilometrů. Jídlo, ubytování i služby bývají v létě o 30 až 50 % dražší než v kontinentálních Spojených státech.
Jak dlouho se letí z Evropy na Aljašku?
Z Prahy nebo Vídně počítejte s minimálně jedním, častěji však se dvěma přestupy. Celková doba na cestě včetně čekání na letištích trvá od 16 do 22 hodin v závislosti na zvoleném spojení přes USA nebo Kanadu.
Můžu si na Aljašce pronajmout obytný vůz?
Ano, campervany a RV (recreational vehicles) jsou extrémně populární, protože řeší problém s drahým ubytováním i jídlem najednou. Pronájem v sezóně vyjde na zhruba 200 až 400 dolarů za den podle velikosti vozu.
Vyplatí se plavba výletní lodí?
Pro mnoho lidí ano. Kombinuje totiž ubytování, dopravu k odlehlým ledovcům i jídlo do jedné jasně dané ceny. Pokud ulovíte dobrou akci na balkonovou kajutu, může to vyjít dokonce levněji než klasický roadtrip po pevnině.
Musím si dávat pozor na medvědy?
Určitě ano. Sprej na medvědy je naprostá nutnost, ať už jdete na dlouhý trek do hor nebo jen na kratší procházku poblíž města. Nesmíte ho ale převážet v letadle, takže si ho musíte koupit až na místě po příletu.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
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Buche deine Unterkunft clever
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
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