Hawaiʻi Volcanoes National Park: hawaii usa Guide

KurzfassungDer Hawaiʻi Volcanoes National Park im Südosten von Big Island schützt zwei aktive Vulkane, Kīlauea und Mauna Loa, und bietet eine ganze Reihe spektakulärer Orte wie den Halemaʻumaʻu Crater, die Thurston Lava Tube, die Chain of Craters Road und die Petroglyphen von Puʻu Loa. Der Eintritt kostet 30 US-Dollar pro Auto für sieben Tage (oder ist mit dem jährlichen America the Beautiful Pass für 80 US-Dollar kostenlos), der Park ist das ganze Jahr über rund um die Uhr geöffnet. Plane mindestens einen ganzen Tag, besser zwei Tage ein. Die beste Reisezeit ist April bis Juni oder September bis November. Übernachten kannst du am nächsten am Park in Volcano Village oder in Hilo, das 45 Autominuten entfernt liegt. In diesem Artikel findest du 15 konkrete Tipps, was du im Park sehen und unternehmen kannst – einschließlich der nächtlichen Beobachtung des roten Kraterleuchtens.
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Du stehst am Rand eines riesigen Kraters, spürst die Wärme der Erde unter deinen Füßen und riechst den Schwefel in der Luft. Vor dir liegt eine Landschaft wie von einem anderen Planeten: schwarze Lava, rauchende Spalten und kein einziger Baum. Dann blickst du in den Halemaʻumaʻu Crater und begreifst, dass du direkt in den Schlund eines der aktivsten Vulkane der Welt schaust. 🌋

Genau so beginnt der erste Tag im Hawaiʻi Volcanoes National Park auf Big Island. Und ganz ehrlich: Kein Reiseführer und kein Instagram-Foto kann dich auf dieses Gefühl vorbereiten. Hier kannst du mit eigenen Augen sehen, wie neues Land entsteht. Die Erdkruste ist hier kein abstrakter Begriff aus dem Geografieunterricht. Du hast sie direkt unter den Füßen – heiß und lebendig.

Plane zwei volle Tage für den Park ein, und trotzdem wirst du nicht wieder gehen wollen. Der Hawaiʻi Volcanoes National Park ist nämlich weit mehr als „einen Vulkan anschauen und weiterfahren“. Dich erwarten Regenwald, Lavahöhlen, Wege durch erstarrte Lavafelder, uralte hawaiianische Petroglyphen und mit etwas Glück sogar glühende Lava. In diesem Artikel stelle ich dir 15 Tipps vor, was du im Hawaiʻi Volcanoes National Park sehen und unternehmen kannst. Außerdem erfährst du, wann du am besten hinfährst, wo du übernachten kannst, was der Besuch kostet und wie du den Park auch an nur einem Tag optimal erlebst.

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die nicht den ganzen Artikel lesen können

  • Der Hawaiʻi Volcanoes National Park liegt im Südosten von Big Island (Hawaiʻi) und ist die Heimat zweier aktiver Vulkane: Kīlauea und Mauna Loa.
  • Der Eintritt kostet 30 US-Dollar pro Auto und gilt sieben Tage. Mit dem America the Beautiful Pass für 80 US-Dollar pro Jahr ist der Eintritt in alle US-Nationalparks abgedeckt.
  • Der Park ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Nachts herrscht eine besonders magische Atmosphäre, denn du kannst das rote Leuchten des Kraters sehen.
  • Die beste Reisezeit ist April bis Juni oder September bis November. Dann sind weniger Menschen unterwegs und das Wetter ist angenehm.
  • Plane mindestens einen ganzen Tag, besser zwei Tage ein. Es gibt mehr zu sehen, als es auf den ersten Blick scheint.
  • Der Kīlauea Iki Trail ist wahrscheinlich die beste Wanderung im Park: Du gehst durch den Regenwald und steigst anschließend direkt in den Krater hinab.
  • Für die Chain of Craters Road solltest du mindestens zwei bis drei Stunden einplanen – Hin- und Rückfahrt plus Stopps.
  • Die Thurston Lava Tube ist ein kurzer, aber faszinierender Spaziergang durch eine Lavahöhle und auch für Familien geeignet.
  • Am günstigsten übernachtest du in Volcano Village direkt am Park oder in Hilo, 45 Autominuten entfernt.
  • Pack unbedingt eine Jacke und eine Regenjacke ein. Der Park liegt auf etwa 1.200 m Höhe und es regnet häufig.

Wann nach Hawaiʻi Volcanoes National Park und wie kommst du hin?

Bevor wir zu den eigentlichen Tipps kommen, klären wir ein paar praktische Fragen: Wann ist die beste Reisezeit, wie kommst du in den Park und was solltest du mitnehmen? Diese Informationen ersparen dir vor Ort viel Stress.

Die beste Reisezeit

Du kannst den Hawaiʻi Volcanoes National Park das ganze Jahr über besuchen, denn er schließt nie. Das Wetter unterscheidet sich jedoch deutlich vom Rest Hawaiis. Der Park liegt etwa 1.200 m über dem Meeresspiegel, deshalb liegen die Temperaturen bei 15–22 °C (ja, auf Hawaii kann dir tatsächlich kalt werden 😅). Außerdem ist es hier ziemlich feucht und regnet oft – besonders an den Hängen des Kīlauea, wo der Regenwald von der ständigen Feuchtigkeit lebt.

Die besten Monate sind April bis Juni und September bis November. Dann sind weniger Touristen unterwegs, die Regenwahrscheinlichkeit ist geringer und die Temperaturen sind angenehmer. Der Sommer (Juli und August) sowie die Weihnachtsferien sind dagegen am vollsten. An beliebten Orten wie der Thurston Lava Tube oder am Jaggar-Museum-Overlook bilden sich dann Schlangen.

Eines gilt aber immer: Bleib auch bis zum Abend oder zur Nacht. Wenn der Kīlauea aktiv ist und im Krater Lava sichtbar ist, siehst du nach Einbruch der Dunkelheit ein rotes Leuchten, das sich an den Wolken und Kraterwänden spiegelt. Das Erlebnis ist absolut hypnotisch – und ein Grund, warum viele Menschen immer wieder hierherkommen.

So kommst du in den Park

Der Park liegt an der Südostküste von Big Island, etwa 45 Autominuten von Hilo und ungefähr zweieinhalb Stunden von Kailua-Kona an der Westküste entfernt. Wenn du nach Big Island fliegst, hast du zwei Flughäfen: Hilo (ITO) liegt näher, Kona (KOA) ist beliebter und wird häufiger angeflogen.

Ein Auto ist praktisch unverzichtbar. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es auf Big Island zwar (den Hele-On Bus), die Verbindungen sind für einen Parkbesuch aber selten und unpraktisch. Die Angebote verschiedener Mietwagenfirmen kannst du über RentalCars an einer Stelle vergleichen. Buche auf Hawaii möglichst frühzeitig, denn in der Hauptsaison werden Mietwagen knapp und die Preise steigen stark.

Wenn du vom US-Festland oder aus Europa anreist, kannst du günstige Flüge über Kiwi, unsere bevorzugte Plattform für die Flugsuche, finden. Von Deutschland aus gibt es keine Direktflüge nach Hawaii; typische Umsteigepunkte sind Los Angeles, San Francisco oder Seattle. Wenn dich Hawaii generell interessiert, schau dir auch unseren Guide für Maui mit vielen weiteren Tipps an.

Was solltest du mitnehmen?

Das ist wichtig, denn der Park überrascht viele Besucher. Du kommst in Shorts und Flip-Flops vom Strand in Kona und stehst plötzlich im Nebel bei 15 Grad. Ich empfehle:

  • Eine Jacke oder einen Pullover: Morgens und abends ist es wirklich kühl.
  • Eine Regenjacke: Es regnet häufig und oft völlig unerwartet.
  • Feste Schuhe: In Flip-Flops kommst du auf den Lavafeldern nicht weit. Für längere Wanderungen empfehlen sich gute Wanderschuhe.
  • Genug Wasser und Proviant: Im Park gibt es nur ein Restaurant und einen kleinen Laden.
  • Eine Taschen- oder Stirnlampe: für die abendliche Kraterbeobachtung und gegebenenfalls die Thurston Lava Tube, deren hinterer Teil unbeleuchtet ist.
  • Sonnencreme: Auch bei bedecktem Himmel ist die UV-Strahlung in dieser Höhe stark.

Wo übernachten und was kostet der Hawaiʻi Volcanoes National Park?

Schauen wir uns an, was dich der Parkbesuch kostet und wo du am besten übernachtest. Hawaii ist generell nicht besonders freundlich zum Geldbeutel, aber mit etwas Planung lässt sich der Aufenthalt vernünftig organisieren.

Eintrittspreise

Der Eintritt kostet 30 US-Dollar pro Pkw, alle Insassen sind dabei eingeschlossen, und das Ticket gilt sieben Tage. Fußgänger und Radfahrer zahlen 15 US-Dollar pro Person. Wenn du mehrere US-Nationalparks besuchen möchtest (was du unbedingt tun solltest – hier findest du unsere Liste der schönsten Orte in den USA), lohnt sich der America the Beautiful Annual Pass für 80 US-Dollar. Er rechnet sich bereits ab dem dritten Besuch eines beliebigen Nationalparks.

Wo übernachten?

Im Grunde hast du drei Möglichkeiten:

1. Volcano Village: ein winziger Ort nur fünf Minuten vom Parkeingang entfernt. Das ist unsere erste Wahl. Hier findest du Bed & Breakfasts, kleinere Hotels und viele Airbnb-Unterkünfte in niedlichen Holzhäuschen mitten im Regenwald. Die Atmosphäre ist zauberhaft: Morgens wachst du mit Vogelgezwitscher und Nebel auf, der zwischen den Bäumen hindurchzieht. Die Preise liegen bei etwa 120–250 US-Dollar pro Nacht.

2. Hilo: die größte Stadt an der Ostseite der Insel, 45 Minuten vom Park entfernt. Hier ist es günstiger und es gibt mehr Restaurants und Geschäfte. Hilo wirkt wie eine „echtere“ hawaiianische Stadt – weniger touristisch, regnerischer, aber mit einer großartigen Atmosphäre. Unterkünfte gibt es ab 80 US-Dollar pro Nacht im Motel bis zu mehr als 200 US-Dollar in besseren Hotels.

3. Kona und die Westküste: Wenn du im Westen in einem beliebten Strand- oder Resort-Hotel wohnst, brauchst du zwei bis zweieinhalb Stunden bis zum Park. Ein Tagesausflug ist möglich, aber dann verpasst du die abendliche Kraterbeobachtung – und das wäre schade.

Konkrete Tipps für Volcano Village und die Umgebung: Am nächsten am Krater übernachtest du direkt im Park im historischen Volcano House. Die Zimmer mit Blick auf die Kīlauea-Caldera sind oft Monate im Voraus ausgebucht. Im Ort ist die Kilauea Lodge mit ihrem berühmten Restaurant eine hervorragende Wahl. Auch die romantischen, im Regenwald versteckten Bungalows der Volcano Village Lodge sind empfehlenswert.

In Hilo liegt das Grand Naniloa Hotel direkt an der Hilo Bay besonders günstig. Gleich nebenan liegt mit dem Hilo Hawaiian Hotel ein günstiger Klassiker mit Meerblick.

Was kosten zwei Tage im Park für zwei Personen?

Ein grober Kostenplan für zwei Tage und zwei Personen:

  • Eintritt: 30 US-Dollar (ein Auto, sieben Tage gültig)
  • Unterkunft (zwei Nächte in Volcano Village): 250–500 US-Dollar
  • Mietwagen (zwei Tage): 80–150 US-Dollar
  • Benzin: 20–30 US-Dollar
  • Essen (zwei Tage): 80–120 US-Dollar
  • Gesamt: etwa 460–830 US-Dollar für zwei Personen

15 Tipps für den Hawaiʻi Volcanoes National Park

Jetzt kommen wir zum Wichtigsten: Was kannst du im Park eigentlich sehen und unternehmen? Ich habe 15 Tipps zusammengestellt – von den „Pflichtstopps“, die du nicht verpassen solltest, bis zu weniger bekannten Orten, an die sich die meisten Touristen nicht verirren. Die Reihenfolge entspricht ungefähr der Route, auf der ich den Park erkunden würde: Wir beginnen am Kīlauea und arbeiten uns weiter vor.

1. Kīlauea Visitor Center: Starte hier

Egal, ob du eine Stunde oder zwei Tage im Park hast: Dein erster Stopp sollte immer das Visitor Center direkt am Haupteingang sein. Die Ranger haben aktuelle Informationen darüber, welche Wege geöffnet sind, wo möglicherweise vulkanische Aktivität herrscht und wie die Bedingungen auf den Straßen aussehen.

Im Inneren findest du ein kleines, aber ausgezeichnetes Museum mit interaktiven Ausstellungen zur Geologie, hawaiianischen Mythologie und Geschichte der Ausbrüche. Alle 15 Minuten läuft ein kurzer Dokumentarfilm über den Park. Ich empfehle dir, ihn anzusehen – er liefert einen großartigen Kontext für alles, was du anschließend sehen wirst.

Die Ranger sind unglaublich freundlich und hilfsbereit. Frag sie ruhig alles, was dich interessiert – von den besten Wanderwegen bis zur Frage, ob und wo du Lava sehen kannst. Hier erhältst du die aktuellsten Informationen, die kein Internetauftritt und kein Reiseführer bieten kann.

2. Steam Vents und Steaming Bluff: Die Erde atmet

Nur wenige Autominuten vom Visitor Center entfernt erreichst du die Steam Vents – Stellen, an denen heißer Dampf aus Rissen im Boden aufsteigt. Du parkst direkt an der Straße, steigst aus und stehst inmitten von Dampf, als wärst du in einem übernatürlichen Dampfbad. Das Gefühl ist unwirklich. Du wirst dir bewusst, wie dünn die Gesteinsschicht zwischen dir und dem glühenden Inneren der Erde ist.

Von hier führt ein kurzer Pfad zum Steaming Bluff, von dem du einen herrlichen Blick auf die Kīlauea-Caldera hast. Bei den richtigen Bedingungen – kühle Morgenluft oder nach einem Regenschauer – steigt hier so viel Dampf auf, dass du dich wie in einem türkischen Hamam mitten in einem Lavafeld fühlst. 😅

Der Stopp dauert nur 15 bis 20 Minuten, bleibt aber unvergesslich. Und er ist kostenlos und ohne besondere Ausrüstung möglich.

3. Halemaʻumaʻu Crater: Das Herz des Kīlauea

Das ist der Stopp schlechthin – der Hauptgrund, warum die meisten Menschen hierherkommen. Der Halemaʻumaʻu Crater ist ein riesiger Krater innerhalb eines noch größeren Kraters, der Kīlauea-Caldera. In den vergangenen Jahren ereigneten sich hier die dramatischsten Ausbrüche.

In der hawaiianischen Mythologie ist Halemaʻumaʻu die Heimat von Pele, der Göttin des Feuers, der Lava und der Vulkane. Für die hawaiianische Kultur ist dies ein heiliger Ort, und diesen Respekt spürst du. Du wirst Menschen sehen, die Blumen oder Früchte als Opfergaben am Kraterrand niederlegen.

Die besten Ausblicke bieten mehrere Aussichtspunkte entlang des Crater Rim Trail. Tagsüber siehst du den riesigen Krater mit seinem rauchenden Boden und Wänden in Ocker-, Grau- und Schwarztönen. Der Moment, für den sich das Bleiben lohnt, kommt aber nachts: Das rote Leuchten der Lava spiegelt sich in den Wolken über dem Krater. Es ist hypnotisch und etwas Vergleichbares wirst du kaum irgendwo sonst auf der Welt erleben.

Wichtig: Die vulkanische Aktivität verändert sich ständig. Der Kīlauea hatte 2018 einen großen Ausbruch und war von 2020 bis 2023 erneut aktiv. Die Situation kann sich jederzeit ändern. Informiere dich immer auf der Website des NPS oder direkt bei den Rangern über den aktuellen Stand.

4. Kīlauea Iki Trail: Die beste Wanderung im Park

Wenn du nur Zeit für eine Wanderung hast, sollte es der Kīlauea Iki Trail sein. Er gilt als schönster Weg nicht nur in diesem Park, sondern vielleicht auf ganz Hawaii. Die etwa 6,4 km lange Rundstrecke dauert zwei bis drei Stunden.

Die Route beginnt im Regenwald: riesige Farne, blühende ʻŌhiʻa-Bäume und Vogelgesang. Alles ist so grün und üppig, dass du dich wie in Jurassic Park fühlst. Dann endet der Wald plötzlich, du steigst einen steilen Weg hinab und stehst auf dem Kraterboden. Eine flache, schwarze Fläche aus erstarrter Lava, aus der hier und da Dampf aufsteigt. Der Kontrast ist unglaublich: Aus einem von Leben erfüllten Regenwald gelangst du direkt in eine Mondlandschaft.

Der Weg führt direkt über den Kraterboden, der beim Ausbruch von 1959 entstand. An einigen Stellen ist die Lava unter der Oberfläche noch warm. Ja, du kannst die Wärme tatsächlich durch die Schuhsohlen spüren.

Tipp: Starte morgens, idealerweise gegen 8 Uhr, wenn weniger Menschen unterwegs sind und die Luft frisch ist. Der Weg ist mittelschwer; du brauchst gute Schuhe und ausreichend Wasser. Auf der Lava gibt es keinen Schatten.

5. Thurston Lava Tube (Nāhuku): Spaziergang im Inneren des Vulkans

Die Thurston Lava Tube gehört aus gutem Grund zu den beliebtesten Attraktionen des Parks. Es handelt sich um eine Lavahöhle, also einen Tunnel, der entstand, als die Oberfläche eines Lavastroms erstarrte, während die Lava im Inneren weiterfloss und schließlich ablief. So blieb ein Hohlraum zurück.

Der gesamte Spaziergang dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Zunächst gehst du durch ein Stück wunderschönen Regenwalds – dicht, grün und feucht, eine völlig andere Welt als die Lavafelder wenige Minuten entfernt. Danach betrittst du die Höhle. Der Hauptteil des Tunnels ist beleuchtet und hat einen befestigten Weg, daher eignet er sich auch für Familien mit Kindern und Kinderwagen.

Für Abenteuerlustige: Hinter dem beleuchteten Abschnitt setzt sich der Tunnel unbeleuchtet fort. Mit einer Taschenlampe kannst du weitergehen. Dieser Teil ist länger, dunkler und deutlich stimmungsvoller. Eine Stirnlampe ist sehr empfehlenswert!

Die Thurston Lava Tube ist oft sehr gut besucht. Wenn du Menschenmengen vermeiden möchtest, komm früh am Morgen oder am späten Nachmittag.

6. Devastation Trail: Spaziergang durch die Apokalypse

Wenn du sehen möchtest, was ein Vulkan mit einer Landschaft anrichten kann, ist der Devastation Trail genau richtig. Der einfache, ebene und befestigte Weg ist etwa 1,6 km lang (hin und zurück) und führt durch ein Gebiet, das beim Ausbruch des Kīlauea Iki im Jahr 1959 verwüstet wurde.

Stell dir einen Wald vor, der innerhalb weniger Stunden unter Vulkanasche und Bomben begraben wurde. Tote, weiße Baumstämme ragen wie Skelette aus dem Boden. Dazwischen bahnt sich langsam neues Leben seinen Weg. Genau darin liegt die Schönheit: kleine Farne und ʻŌhiʻa-Lehua-Sträucher mit roten Blüten. Es ist eine stille Geschichte darüber, dass die Natur am Ende immer gewinnt.

Der Weg ist barrierefrei und wirklich für jeden machbar. Er eignet sich perfekt als kurzer Stopp zwischen längeren Wanderungen.

7. Chain of Craters Road: Durch Lavafelder zum Ozean

Die Chain of Craters Road ist eine 31 km lange Straße, die vom Rand der Kīlauea-Caldera bis zur Pazifikküste hinabführt. Es ist eine der dramatischsten Straßen, auf denen wir je unterwegs waren. Du startest im Regenwald, fährst an einem Krater nach dem anderen vorbei und siehst, wie sich die Landschaft allmählich in endlose Lavafelder verwandelt: schwarz, wellig und unwirklich.

Ohne Stopps dauert die Fahrt in eine Richtung etwa 45 Minuten. Plane aber ein, dass du alle paar Minuten anhalten möchtest. Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte, kurze Wege und Stellen, an denen du aussteigen und die Lavafelder aus der Nähe erkunden kannst.

Am Ende der Straße erreichst du den Hōlei Sea Arch, einen mächtigen Felsbogen, den die Wellen in die Lavaklippe gemeißelt haben. Es ist ein schöner Ort für ein Picknick und eine Pause vor der Rückfahrt.

Wichtig: Die Straße endet dort; du musst umdrehen und auf derselben Strecke zurückfahren. Der gesamte Ausflug inklusive Stopps dauert mindestens zwei bis drei Stunden. Nimm ausreichend Wasser und Proviant mit, unterwegs gibt es keine Infrastruktur.

8. Puʻu Loa Petroglyphs: 23.000 in Lava gemeißelte Geschichten

Diesen Tipp würde ich als „verborgenen Schatz des Parks“ bezeichnen. Viele Menschen wissen nichts von den Petroglyphen oder lassen sie aus, weil sie etwas abseits der Hauptrouten liegen. Das ist schade, denn Puʻu Loa ist eine der größten Petroglyphen-Fundstätten ganz Hawaiis: Hier gibt es mehr als 23.000 Darstellungen, die von den frühen Hawaiianern in Lavagestein gemeißelt wurden.

Der Weg zu den Petroglyphen zweigt von der Chain of Craters Road ab und ist etwa 2,4 km lang (hin und zurück). Er führt über ein offenes Lavafeld – ohne Schatten und mit viel Sonne, deshalb sind Hut und Wasser unverzichtbar. Das Gelände ist jedoch relativ eben.

Vor Ort führen Holzstege über Hunderte Darstellungen: Kreise, menschliche Figuren, Kanus und Tiere. Viele davon sind piko, also Vertiefungen, in denen die Nabelschnur von Neugeborenen als Symbol ihrer Verbindung zu diesem Land aufbewahrt wurde. Es ist ein zutiefst spiritueller Ort, und die dort herrschende Ruhe ist außergewöhnlich.

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9. Crater Rim Trail: Spaziergang am Rand der Caldera

Der Crater Rim Trail ist ein Netz von Wegen entlang des Randes der Kīlauea-Caldera. Du musst nicht die gesamte Runde gehen, die mehr als 17 km lang ist, sondern kannst dir einfach die Abschnitte aussuchen, die dich interessieren.

Die beliebtesten Abschnitte führen vom Visitor Center zu den Steam Vents und weiter zum Kīlauea Overlook. Die einzelnen Teilstücke sind meist einfach und befestigt und eignen sich daher auch für weniger geübte Wanderer.

Achtung: Ein Teil der Strecke auf der Südwestseite rund um Halemaʻumaʻu ist wegen vulkanischer Gase (SO₂) häufig geschlossen. Informiere dich immer bei den Rangern, welche Abschnitte aktuell begehbar sind. Wenn du Atemprobleme oder Asthma hast, nimm die Warnungen ernst – vulkanische Gase sind nicht harmlos.

10. Mauna Loa: Der größte Vulkan der Erde (für Mutige)

Der Kīlauea stiehlt zwar die Aufmerksamkeit, aber Mauna Loa ist der eigentliche Star. Er ist der größte aktive Vulkan der Welt. Vom Meeresboden bis zum Gipfel misst er mehr als 9.000 m und gehört damit zu den gewaltigsten Bergen unseres Planeten. Die meisten Besucher nehmen den Mauna Loa nicht als „Vulkan“ wahr, weil er so weitläufig ist und sanft ansteigt. Gerade das macht ihn faszinierend.

Wenn du ein erfahrener Trekker bist, kannst du dich auf den Mauna Loa Trail wagen. Der Aufstieg zum Gipfel ist jedoch extrem anspruchsvoll: mehr als 60 km hin und zurück, zwei bis vier Tage und eine Höhe von über 4.000 m. Du brauchst eine Genehmigung und eine ernsthafte Vorbereitung. Höhenkrankheit ist ein reales Risiko.

Allen anderen empfehle ich zumindest die Fahrt zum Mauna Loa Lookout. Eine Abzweigung von der Hauptstraße (Mauna Loa Road) führt etwa 22 km bergauf. Von dort hast du einen Blick auf beide Vulkane. Die Straße ist schmal und kurvenreich, aber mit einem normalen Auto befahrbar.

11. Nachts das Kraterleuchten beobachten: Das magischste Erlebnis

Wenn du im Park nur eine Sache unternehmen würdest, komm nachts. Wirklich. Ich wiederhole diesen Tipp, weil es das eindrucksvollste Erlebnis des Parks ist. Viele wissen jedoch nichts davon oder lassen es aus, weil sie denken, der Park sei nachts geschlossen. Das stimmt nicht – er ist rund um die Uhr geöffnet!

Nach Sonnenuntergang gehst du zum Kīlauea Overlook oder zu den Aussichtspunkten am Halemaʻumaʻu. Wenn der Vulkan aktiv ist, siehst du das rote Leuchten der Lava, das sich an den Wolken und Kraterwänden spiegelt. Es ist hypnotisch: Du sitzt in der Stille, umgeben von Dunkelheit, und vor dir leuchtet das Innere der Erde.

Tipp: Nimm warme Kleidung mit, denn nachts sinken die Temperaturen auf 8–12 °C. Auch warmer Tee in einer Thermoskanne sowie eine Decke oder Isomatte zum Sitzen sind sinnvoll. Manche Besucher bleiben hier stundenlang sitzen. 😁

12. Nāpau Trail: Wildnis im Backcountry

Wenn du den Menschenmengen entkommen und einen wilderen Teil des Parks erleben möchtest, ist der Nāpau Trail eine ausgezeichnete Wahl. Der Weg ist etwa 11 km lang (hin und zurück) beziehungsweise 22,5 km als Trek mit Rückkehr über eine andere Route. Er führt über Lavafelder, durch Regenwald und an den Kratern Puʻu Huluhulu und Makaopuhi vorbei.

Für diese Route brauchst du eine Genehmigung der Ranger. Sie ist kostenlos, du musst dich aber im Visitor Center registrieren. Der Weg ist mittelschwer bis anspruchsvoll. Das Gelände ist uneben, teilweise schlecht markiert und das Wetter kann schnell umschlagen.

Die Belohnung? Ruhe, Einsamkeit und das Gefühl, wirklich am Ende der Welt angekommen zu sein. Wanderer berichten, dass sie hier an einem ganzen Tag kaum drei Menschen getroffen haben.

13. Bird Park (Kīpukapuaulu): Eine Lebensoase mitten in der Lava

Kīpukapuaulu, umgangssprachlich Bird Park genannt, ist ein Ort, den man in einem Vulkanpark zunächst nicht erwarten würde. Es handelt sich um eine kīpuka, eine Insel aus altem Wald, die von Lavaströmen umschlossen wurde und überlebte. Stell dir schwarze Lava rundherum vor – und mitten darin einen üppigen, grünen Wald voller Vögel.

Der Rundweg ist etwa 2 km lang und gehört zu den angenehmsten Spaziergängen im Park. Riesige ʻŌhiʻa-Bäume, mannshohe Farne und seltene hawaiianische Vögel begleiten dich: ʻApapane, ʻAmakihi und mit viel Glück vielleicht sogar der bedrohte ʻElepaio.

Dieser Ort ist ein wunderschöner Gegenpol zu den Lavafeldern. Er erinnert dich daran, dass Vulkane nicht nur Zerstörung, sondern auch die Grundlage neuen Lebens bedeuten.

14. Hōlei Sea Arch: Wo Lava auf den Ozean trifft

Am Ende der Chain of Craters Road, wo die Straße an hohen Lavaklippen endet, findest du den Hōlei Sea Arch. Der beeindruckende Felsbogen wurde vom Ozean aus erstarrter Lava herausgearbeitet. Die Wellen schlagen mit großer Kraft gegen die Küste, und der ganze Ort wirkt wie ein Schauspiel der Naturgewalten.

Nach der Fahrt über die Chain of Craters Road ist dies ein wunderbarer Ort für eine Pause. Auf Bänken kannst du sitzen und einfach den Wellen zuschauen. Mit etwas Glück siehst du auch Meeresschildkröten oder Fregattvögel.

Sicherheitshinweis: Die Klippen sind instabil und die Wellen unberechenbar. Bleib auf den markierten Wegen und halte dich vom Rand fern. Leider kommt es hier immer wieder zu Stürzen von den Klippen.

15. Sulphur Banks (Haʻakulamanu): Gelbe Erde aus Schwefel

Der letzte Tipp ist ein kurzer, aber optisch außergewöhnlicher Stopp. Bei den Sulphur Banks treten vulkanische Gase – vor allem Schwefeldioxid und Schwefelwasserstoff – an die Oberfläche und hinterlassen leuchtend gelbe und orangefarbene Schwefelkristalle auf den umliegenden Steinen.

Der Weg ist kurz, etwa 800 m lang, eben und beginnt direkt am Visitor Center. Du kannst ihn daher problemlos an den Anfang oder das Ende deines Besuchs legen. Die Luft riecht – oder besser gesagt stinkt 😅 – nach Schwefelwasserstoff, nach diesem bekannten Geruch fauler Eier. Angenehm ist das nicht, aber die Farben und Formen der Schwefelablagerungen sind faszinierend.

Tipp: Menschen mit Atemwegsproblemen sollten vorsichtig sein. Die Gaskonzentration verändert sich je nach Wind und vulkanischer Aktivität.

💡 Tipp: Wenn du nachts nicht auf unbekannten Straßen fahren möchtest, schau dir organisierte Vulkantouren auf GetYourGuide an. Bei einer Abendtour zur Beobachtung des Leuchtens führt dich ein lokaler Guide und kümmert sich auch um den Transport. Vergleichbare Ausflüge kannst du vor Ort in Hilo oder Kona buchen; online sicherst du dir in der Hauptsaison jedoch zuverlässiger einen Platz.

Essen und Trinken im Park und in der Umgebung

Mit dem Essen ist es im Hawaiʻi Volcanoes National Park nicht ganz einfach. Bereite dich deshalb vorher darauf vor. Im Park hast du im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, und keine davon ist ein großes kulinarisches Erlebnis.

Im Park

Volcano House ist ein historisches Hotel direkt am Rand der Kīlauea-Caldera. Ja, wirklich direkt dort: Der Speisesaal blickt in den Krater, was ziemlich verrückt ist. Im Restaurant The Rim gibt es den ganzen Tag über Frühstück, Mittag- und Abendessen. Das Essen ist solide, wenn auch zu Resortpreisen (15–35 US-Dollar pro Hauptgericht). Aber dieser Ausblick!

Die zweite Möglichkeit ist ein kleiner Imbissladen beim Visitor Center mit Sandwiches, Getränken und Snacks. Zum Überleben reicht es, für ein kulinarisches Erlebnis eher nicht.

Volcano Village

Volcano Village liegt fünf Minuten vom Park entfernt und hat eine überraschend gute Gastronomieszene:

  • Kīlauea Lodge & Restaurant: ein gemütliches Restaurant mit internationaler Küche, lokalen Fischgerichten und Steaks. Die Hauptgerichte kosten etwa 20–40 US-Dollar. Es gibt einen Kamin, ein Interieur aus Holz und die Atmosphäre einer Berghütte.
  • Thai Thai Bistro & Bar: ausgezeichnetes thailändisches Essen zu vernünftigen Preisen. Nach einem langen Tag auf den Lavafeldern ist eine Schüssel Tom Kha Gai genau das Richtige.
  • Volcano Farmers Market: jeden Sonntag von 6 bis 10 Uhr morgens. Lokales Obst, Gebäck und Kaffee – perfekt zum Frühstück.
  • Café Ono: ein kleines Café mit ausgezeichnetem Cappuccino und hausgemachten Kuchen.

Hilo

Wenn du in Hilo übernachtest, hast du deutlich mehr Auswahl. Lokale Klassiker sind:

  • Hilo Bay Café: wahrscheinlich das beste Restaurant der Stadt, mit lokalen Zutaten und ausgezeichnetem Fisch.
  • Suisan Fish Market: Poke Bowls direkt am Fischmarkt – frischer geht es kaum.
  • Ken’s House of Pancakes: ein legendäres Lokal, das rund um die Uhr geöffnet ist und klassische amerikanische Frühstücke serviert.
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Hawaiʻi Volcanoes National Park: Karte und Orientierung

Der Park ist überraschend groß: Er umfasst mehr als 1.300 km² und reicht von der Küste bis zum 4.169 m hohen Gipfel des Mauna Loa. Keine Sorge – die meisten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich entlang zweier Hauptstraßen:

1. Crater Rim Drive: die Ringstraße um die Kīlauea-Caldera. Ein Teil ist wegen vulkanischer Gase gelegentlich geschlossen. Hier findest du das Visitor Center, die Steam Vents, den Halemaʻumaʻu Crater, die Thurston Lava Tube, Kīlauea Iki und den Devastation Trail.

2. Chain of Craters Road: Sie führt vom Crater Rim Drive hinunter zur Küste. Entlang dieser Straße liegen Krater, Lavafelder, Petroglyphen und der Hōlei Sea Arch.

Lade dir die Parkkarte vorab auf der offiziellen NPS-Website (nps.gov/havo) herunter oder hole sie kostenlos im Visitor Center ab. Offlinekarten auf dem Smartphone (Google Maps oder Maps.me) funktionieren im Park nur eingeschränkt, denn an den meisten Stellen ist der Empfang schwach oder gar nicht vorhanden. Wenn du Hawaii insgesamt bereist und mobile Daten brauchst, schau dir unseren Holafly-eSIM-Test an.

Praktische Tipps zum Schluss

Sicherheit

Vulkanische Gase sind ein reales Risiko. Der Park überwacht die Luftqualität und schließt Bereiche mit gefährlich hoher SO₂-Konzentration. Menschen mit Asthma, Herzproblemen und Schwangere sollten besonders vorsichtig sein. Wenn du starken Schwefelgeruch wahrnimmst und zu husten beginnst, begib dich sofort an einen Ort mit sauberer Luft.

Verlasse auf Lavafeldern niemals die markierten Wege. Erstarrte Lava kann dünn und brüchig sein; darunter können sich Hohlräume und heiße Stellen befinden. Und vergiss nicht: Lava ist extrem scharfkantig, ein Sturz darauf führt zu schmerzhaften Verletzungen.

So packst du

Hawaii lässt sich hervorragend nur mit Handgepäck bereisen. Schau dir dazu unsere Anleitung an, wie du dein Handgepäck packst. Für den Park solltest du aber zusätzlich eine warme Kleidungsschicht einpacken.

Reiseversicherung

Reise auf keinen Fall ohne Versicherung in die USA: Medizinische Behandlung kann dort astronomische Summen kosten. Für kürzere Reisen wählen wir eine Versicherung über SafetyWing, die zu einem vernünftigen Preis einen guten Schutz bietet.

Mietwagen

Auf Big Island brauchst du ein Auto. Punkt. Vergleiche die Preise über RentalCars und buche so früh wie möglich. In der Hauptsaison verdoppeln sich die Preise und die Fahrzeuge sind ausgebucht.

10 interessante Fakten über den Hawaiʻi Volcanoes National Park

Für alle Fans von „Fun Facts“ kommen hier zehn Fakten, die dir helfen werden, diesen Park noch mehr zu schätzen:

1. Der Park wurde am 1. August 1916 gegründet und war einer der ersten Nationalparks Hawaiis. Ursprünglich hieß er Hawaii National Park und umfasste auch Haleakalā auf Maui, das 1961 eigenständig wurde. 2. Der Kīlauea ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Von 1983 bis 2018 spuckte er fast ununterbrochen Lava – einer der längsten dokumentierten Ausbrüche der Geschichte. 3. Mauna Loa ist gemessen am Volumen der größte Vulkan der Erde; sein Volumen wird auf 75.000 km³ geschätzt. Würde man ihn von seiner Basis am Meeresboden messen, wäre er höher als der Mount Everest. 4. Der Park gehört zu den wenigen Orten der Welt, an denen du alle fünf Klimazonen erleben kannst – von der tropischen Küste bis zum subarktischen Gipfel des Mauna Loa. 5. Am Petroglyphenfundort Puʻu Loa gibt es mehr als 23.000 Darstellungen, eine der reichsten Fundstätten im gesamten Pazifikraum. 6. Die Thurston Lava Tube ist etwa 500 Jahre alt und sieht trotzdem so aus, als wäre die Lava erst gestern abgeflossen. 7. Beim Ausbruch des Kīlauea im Jahr 2018 wurden außerhalb des Parks in Leilani Estates mehr als 700 Häuser zerstört. Die Lavaströme vergrößerten die Küste um fast 3,5 km² neues Land. 8. Der Park gehört seit 1987 zum UNESCO-Welterbe und ist außerdem ein internationales Biosphärenreservat. 9. Die Nēnē, Hawaiis offizielle Staatsgans, lebt im Park. Sie war fast ausgestorben – in den 1950er-Jahren gab es nur noch 30 Tiere. Dank Schutzprogrammen ist die Population auf mehr als 3.000 Tiere angewachsen. 10. Die Göttin Pele ist in der hawaiianischen Kultur bis heute lebendig. Besucher, die Lavasteine aus dem Park mitnehmen, schicken sie angeblich oft zurück, weil sie ihnen Unglück bringen. Jedes Jahr erhält der Park Dutzende Pakete mit Steinen. 😅

Wie geht es weiter?

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Häufig gestellte Fragen zum Hawaiʻi Volcanoes National Park

Lohnt sich ein Besuch im Hawaiʻi Volcanoes National Park?

Auf jeden Fall. Es ist einer der einzigartigsten Orte der Welt. Wo sonst kannst du über erstarrte Lava laufen, in einen aktiven Krater blicken und durch eine Lavaröhre gehen? Selbst wenn du kein Geologie-Fan bist, wird dich die Landschaft fesseln. Es ist ein absolutes Highlight von Big Island und einer der besten Nationalparks in den USA.

Welche Vulkane gibt es im Hawaiʻi Volcanoes National Park?

Der Park beherbergt zwei aktive Vulkane: Kīlauea und Mauna Loa. Kīlauea ist kleiner, aber viel aktiver und zugänglicher. Mauna Loa ist volumenmäßig der größte Vulkan der Erde, aber der Aufstieg zu seinem Gipfel ist extrem anspruchsvoll und erfordert spezielle Vorbereitung. Die meisten Besucher konzentrieren sich auf Kīlauea und seine Umgebung.

Kann man Lava im Hawaiʻi Volcanoes National Park sehen?

Das hängt davon ab, wann du kommst. Kīlauea ist einer der aktivsten Vulkane der Welt, aber Eruptionen finden nicht ununterbrochen statt. Wenn der Vulkan aktiv ist, kannst du das rote Glühen aus dem Krater Halemaʻumaʻu sehen (am besten nach Einbruch der Dunkelheit) oder sogar Lavaströme. Wenn er ruht, siehst du einen rauchenden Krater, Steam Vents und riesige erstarrte Lavafelder, was an sich schon faszinierend ist. Den aktuellen Status findest du auf der Website des NPS oder auf den Seiten des Hawaiian Volcano Observatory (USGS).

Was kostet der Eintritt in den Hawaiʻi Volcanoes National Park?

Der Eintritt beträgt $30 pro Pkw (ca. 28 €), gültig für 7 Tage. Fußgänger und Radfahrer zahlen $15 pro Person (ca. 14 €). Motorräder $25 (ca. 23 €). Der beste Deal ist der America the Beautiful Annual Pass für $80 (ca. 75 €), gültig für ein Jahr in allen Nationalparks der USA.

Wie viel Zeit brauche ich für einen Besuch im Park?

Das Minimum ist ein halber Tag (4–5 Stunden), du schaffst das Visitor Center, Steam Vents, den Aussichtspunkt Halemaʻumaʻu, Thurston Lava Tube und einen kurzen Spaziergang. Ideal ist 1 ganzer Tag (du schaffst auch den Kīlauea Iki Trail und die Chain of Craters Road). Für einen entspannten Besuch mit allen Tipps aus diesem Artikel rechne mit 2 Tagen. Und wenn du auch Mauna Loa oder Backcountry-Trails möchtest, gerne 3+.

Ist der Park sicher für Familien mit Kindern?

Ja, ein Großteil des Parks ist auch für Familien zugänglich. Thurston Lava Tube, Steam Vents, Devastation Trail und die Aussichtspunkte auf Halemaʻumaʻu sind einfach und sicher. Den Kīlauea Iki Trail schaffen ältere Kinder (8+). Wichtig ist, auf Warnungen bezüglich vulkanischer Gase zu achten – kleine Kinder und Menschen mit Atemproblemen sind empfindlicher.

Wo kann man in der Nähe des Hawaiʻi Volcanoes National Park übernachten?

Die beste Wahl ist Volcano Village, ein Dorf direkt am Parkeingang mit B&Bs, Airbnbs und kleinen Hotels. Eine preisgünstigere Alternative ist Hilo (45 Min. mit dem Auto). Im Park selbst kannst du im Volcano House übernachten (Hotel am Kraterrand, teurer, aber einzigartiges Erlebnis) oder auf dem Campingplatz Kūlanaokuaiki oder Nāmakanipaio (Zelte, einfache Hütten). Die Campingplätze funktionieren nach dem Prinzip „first come, first served“, also komm früh an. Der Hawaiʻi Volcanoes National Park ist ein Ort, der deinen Blick darauf verändert, wie unser Planet funktioniert. Egal ob du für ein paar Stunden oder mehrere Tage kommst, du fährst mit dem Gefühl weg, etwas wirklich Außergewöhnliches gesehen zu haben. Und vielleicht sagst du dir: „Das muss ich nochmal erleben.“ 🌋

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