TL;DREphesos ist die besterhaltene antike Stadt der Welt und lässt sich ideal vom nahen Selçuk oder vom Küstenort Kuşadası aus besuchen. Dieser Guide liefert 13 Tipps für die Besichtigung der Stadt und der Umgebung. Der Eintritt kostet 2025 40 € (inklusive Ephesus Experience Museum), die Terrassenhäuser mit hundert Mosaiken und Fresken werden separat mit 15 € berechnet. Alternativ lohnt sich der Museum Pass Aegean für 95 € mit 7 Tagen Gültigkeit. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Celsus-Bibliothek, das Große Theater für 25.000 Zuschauer, die Kuretenstraße und die antiken Latrinen. In der Umgebung locken der Artemis-Tempel, das Haus der Jungfrau Maria und das Weindorf Şirince. Am besten reist du außerhalb der Hauptsaison an (April bis Juni, September und Oktober) und erreichst das Tor um 8:00 Uhr morgens oder nach 15:30 Uhr, um den Kreuzfahrt-Massen zu entgehen. Auch einen ganzen Tag wert sind Pamukkale mit seinen weißen Kalksinterterrassen (Eintritt 30 €) oder die Akropolis von Pergamon.
Wenn von der Antike die Rede ist, denken die meisten an Griechenland oder Italien. Doch die am besten erhaltenen und lesbarsten Spuren der antiken Welt liegen an der Westküste der Türkei – und ihre Königin ist Ephesus in der Türkei. Hier liegt kein bloßer Steinhaufen, bei dem man sich vorstellen muss, wie es einst aussah. Stattdessen spazierst du über breite Marmorstraßen, zwischen Tempeln, Thermen und öffentlichen Latrinen – genau so, wie sie die Römer vor zweitausend Jahren benutzten.
Ephesus liegt nur einen Steinwurf vom Städtchen Selçuk entfernt, das die ideale Basis bildet. In Reichweite hast du von hier ein verschwundenes Weltwunder in Form des Artemis-Tempels, das Wallfahrtsziel Haus der Jungfrau Maria sowie ein Weindorf in den Hügeln. Und wenn du einen Tagesausflug dranhängst, erreichst du die weißen Terrassen von Pamukkale oder die steile Akropolis von Pergamon.
In diesem Guide findest du 13 Tipps für Ephesus und Umgebung – von der Celsus-Bibliothek und den Hanghäusern über die antiken Städte ringsum bis hin zu praktischen Ratschlägen, wann du am besten kommst, was der Eintritt kostet und wie du auf dem Gelände den Massen von den Kreuzfahrtschiffen entkommst.
Foto: Göksel KEŞEN / Pexels
Zusammenfassung
Warum hierher:Die besterhaltene antike Stadt der Welt – Marmorstraßen, Celsus-Bibliothek, Theater für 25.000 Zuschauer.
Eintritt 2026:40 € für Ephesus (neu inklusive Experience Museum), Hanghäuser 15 € extra. Erwäge den Museum Pass Aegean.
Wann kommen: Um 8:00 Uhr morgens am Tor oder nach 15:30 Uhr – so entgehst du den Massen von den Kreuzfahrtschiffen und der größten Hitze.
Basis:Selçuk (authentisch, günstig, per Zug und Bus) oder Kuşadası (Hafen, Strände, Resorts).
Was du in der Umgebung nicht verpassen solltest: Artemis-Tempel, Haus der Jungfrau Maria, Weindorf Şirince.
Tagesausflüge:Pamukkale (weiße Sinterterrassen), Pergamon (Akropolis über der Stadt).
Für unterwegs: festes Schuhwerk (Marmor ist rutschig!), Hut und literweise Wasser – Schatten gibt es hier kaum.
Die Ägäisküste ist im Frühling und Herbst am angenehmsten, also von April bis Juni sowie im September und Oktober. Dann blüht die Landschaft ringsum, die Temperaturen halten sich bei angenehmen 25 °C und die antiken Stätten lassen sich ohne Leidensdruck erkunden. Der Sommer zwischen Juli und September bedeutet 35 bis 40 °C und Marmor, der die Hitze speichert und abstrahlt. Wenn du im Sommer reisen musst, gehe ausschließlich früh morgens oder gegen Abend.
Der nächstgelegene Flughafen ist İzmir (ADB), von wo es etwa eine Stunde bis Selçuk ist. Von Deutschland aus fliegen Eurowings, Turkish Airlines und SunExpress direkt nach İzmir – von Berlin, München oder Frankfurt aus findest du regelmäßig günstige Verbindungen. Von İzmir fährt zudem der bequeme Vorortzug İZBAN, kombiniert mit der Linie nach Selçuk – eine günstige und sorgenfreie Variante. Wenn du Ephesus mit Pamukkale und weiteren antiken Städten zu einer Rundreise verbinden willst, ist es am bequemsten, ein Auto zu mieten; die Straßen in der Türkei sind in hervorragendem Zustand.
💡 Tipp: Wenn du nach İzmir fliegst und nur Ephesus ohne Autofahren sehen willst, übernachte direkt in Selçuk und fahre mit dem Minibus (dolmuş) in wenigen Minuten zur Ausgrabungsstätte. Bis zum Tor sind es nur etwa 3 km, aber in der sommerlichen Hitze ist ein Fußmarsch nicht zu empfehlen.
⚠️ Achtung beim elektronischen Mautsystem HGS: Türkische Autobahnen und Brücken sind gebührenpflichtig, und an den Mautstationen kann man weder bar noch mit Karte zahlen. Vergewissere dich beim Mieten, dass das Auto einen funktionierenden HGS-Chip hat – sonst droht ein Bußgeld. Die Maut wird üblicherweise bei der Fahrzeugrückgabe von der Kaution abgezogen.
Foto: Satirdan kahraman / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wo man in der Nähe von Ephesus übernachtet
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo die Stornobedingungen meist am besten sind. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Für einen Besuch von Ephesus bieten sich zwei Basen mit völlig unterschiedlichem Charakter an. Selçuk ist ein authentisches Städtchen im Landesinneren direkt neben der Ausgrabungsstätte – günstige Pensionen, Teehäuser, Ruhe und alles zu Fuß oder mit einem kurzen Minibus-Sprung erreichbar. Kuşadası ist dagegen ein lebhafter Badeort am Meer mit Hafen, Stränden und großen Resorts; ideal, wenn du zur Antike auch Strandtage dranhängen willst – rechne aber mit Menschenmengen und einem längeren Transfer nach Ephesus.
Konkrete Tipps für geprüfte Hotels in der Nähe von Ephesus (Buchung und Preise vergleichst du mit einem Klick über Stay22, das die besten Angebote bei Booking.com, Airbnb und weiteren Anbietern findet):
Ayasoluk Hotel – Boutiquehotel in Selçuk mit gefeiertem Dachterrassen-Restaurant unweit der Johannesbasilika; Atmosphäre und Top-Bewertungen.
Hotel Kalehan – traditionelles Hotel mit Garten und Pool unterhalb der Festung Ayasuluk; Ruhe und Charakter nur wenige Minuten von den Ausgrabungen entfernt.
Nilya Hotel – gemütliche Boutique-Pension in historischen Steinhäusern; ideal für Paare.
Hotel Bella – beliebtes Familienhotel an der Johannesbasilika mit türkischen Teppichen und Dachterrasse.
Charisma De Luxe Hotel – Fünf-Sterne-Hotel mit Meerblick und Pools; für alle, die zur Antike auch Strand dazupacken möchten.
💡 Tipp: Für Ruhe und Atmosphäre wähle Selçuk, für Strand und All-Inclusive Kuşadası. So oder so: Setze auf Bewertungen von 8,5+ und viele Rezensionen und buche frühzeitig – in der Saison sind gute Preis-Leistungs-Angebote oft Monate im Voraus ausgebucht.
13 Sehenswürdigkeiten in Ephesus und Umgebung
Ephesus selbst beschäftigt dich locker einen ganzen Vormittag, doch die Umgebung von Selçuk birgt so viel mehr, dass man hier auch ein paar Tage verbringen kann. Hier sind dreizehn Dinge, für die sich ein Zwischenstopp in der Region wirklich lohnt.
Foto: Benh LIEU SONG / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
1. Celsus-Bibliothek, Ikone der gesamten Antike
Die Ikone von Ephesus und der meistfotografierte Ort der gesamten Ägäisküste ist die Celsus-Bibliothek (Library of Celsus). Ihre zweistöckige, reich verzierte Marmorfassade mit Säulen und Statuen steht am Ende der Hauptstraße – und zwar genau so, dass sie einem den Atem raubt. Erbaut wurde sie im 2. Jahrhundert nach Christus und beherbergte rund 12.000 Schriftrollen. Komm früh am Morgen: Gegen zehn Uhr füllt sich der Platz davor bis zum Bersten, und ein Foto ohne Menschen bekommst du dann nicht mehr.
Foto: Furkan Akkurt / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
2. Das Große Theater für 25.000 Zuschauer
Gleich um die Ecke von der Bibliothek öffnet sich das in den Hang gebaute Große Theater (Great Theatre) mit einer unglaublichen Kapazität von 25.000 Zuschauern. Steig hinauf in die oberen Reihen: Von dort überblickst du die gesamte Arkadiane, jene Marmorstraße, die einst bis zum Hafen führte. Der Ort hat auch eine biblische Dimension – genau hier predigte laut Neuem Testament der Apostel Paulus und löste Aufruhr unter den Verehrern der Göttin Artemis aus.
Foto: Bernard Gagnon / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
3. Die Hanghäuser der reichen Oberschicht
Gegenüber dem Hadrianstempel verdeckt ein unscheinbares modernes Dach den Hang. Darunter verbergen sich die Hanghäuser (Terrace Houses) – die Villen der damaligen ephesischen Oberschicht, mit fließendem Wasser und Fußbodenheizung. Der Eintritt wird separat berechnet (15 €), doch diese paar Euro mehr lohnen sich. Du betrittst einen klimatisierten Raum, in dem Archäologen atemberaubende Bodenmosaike und Wandfresken zusammensetzen – und wohin die großen Reisegruppen nicht kommen, sodass du dich hier vom Lärm erholst.
💡 Tipp: Die Hanghäuser sind dank Schatten und Klimaanlage auch eine großartige Fluchtzone. Wenn draußen die Mittagssonne brennt, verziehe dich für eine halbe Stunde hierher zwischen die Mosaike und lass die schlimmste Hitze vorüberziehen.
Foto: Göksel KEŞEN / Pexels
4. Kuretenstraße, Hadrianstempel und antike Latrinen
Das Rückgrat der ganzen Stadt ist die mit Marmor gepflasterte Kuretenstraße (Curetes Street), gesäumt von Überresten von Geschäften, Brunnen und Statuen. Unterwegs passierst du den eleganten Hadrianstempel mit einem Relief der Medusa über dem Eingang und ganz in der Nähe eine der größten Kuriositäten – die öffentlichen Latrinen. Die Reihen nebeneinander angeordneter Marmorsitze zeigen, dass der Toilettengang im alten Rom ein gesellschaftliches Ereignis war, bei dem man plauderte und Geschäfte abschloss.
Foto: Taryn Elliott / Pexels
5. Ephesus Experience Museum
Der Eintritt nach Ephesus umfasst neuerdings verpflichtend auch das Ephesus Experience Museum, eine moderne Multimedia-Ausstellung unweit des Geländes. Großflächige Projektionen und Animationen lassen vor deinen Augen lebendig werden, wie die Stadt in ihrer Blütezeit aussah – mit Menschenmengen in den Straßen, Schiffen im Hafen und Tempeln in voller Pracht. Es ist ein angenehmer Kontrast zur steinernen Realität draußen, und besonders Kinder freuen sich, Ephesus plötzlich „wie lebendig“ zu sehen.
Foto: Roy Egloff / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
6. Artemis-Tempel, das verschwundene Weltwunder
Direkt in Selçuk, unweit der Ausgrabungen, findest du die Überreste des Artemis-Tempels (Temple of Artemis) – eines der sieben Weltwunder der Antike, ein Bauwerk größer als der Parthenon in Athen. Heute erwartet dich hier allerdings eher ein melancholischer Anblick: Vom riesigen Tempel ist nur eine einzige einsame Säule übrig, die aus einer sumpfigen Wiese ragt und auf deren Spitze oft Störche ihr Nest bauen. Trotzdem lohnt der Halt – der Eintritt ist kostenlos und es läuft einem ein Schauer über den Rücken, wenn man sich vorstellt, was hier einst stand.
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Auf einem bewaldeten Hügel über Ephesus (wohin dich ein Taxi bringt) liegt Meryem Ana Evi – das Haus der Jungfrau Maria, ein Steinbau, in dem der Überlieferung nach die Mutter Jesu ihre letzten Lebensjahre verbrachte. Es ist ein bedeutendes Wallfahrtsziel für Christen und Muslime, das schon drei Päpste besucht haben. Auch wenn du nicht gläubig bist: Die ruhige Waldumgebung, eine Wasserquelle und eine mit tausenden Wünschen von Besuchern aus aller Welt behängte Mauer haben einen starken Zauber.
Foto: Gülşah Tüfekçi / Pexels
8. Johannesbasilika und İsa-Bey-Moschee
Selçuk selbst birgt drei Sehenswürdigkeiten, die zusammen die Geschichte dreier Epochen erzählen. Auf dem Ayasuluk-Hügel stehen die Überreste der Johannesbasilika, wo der Überlieferung nach der Apostel Johannes begraben ist, und darüber eine byzantinische Festung. Am Fuß des Hügels erstreckt sich die prächtige İsa-Bey-Moschee aus dem 14. Jahrhundert mit ihrem ruhigen Innenhof. Es genügen ein paar hundert Meter, und du durchschreitest Antike, Christentum und Islam.
Foto: Duygu / Pexels
9. Şirince, das Weindorf in den Hügeln
Nur wenige Kilometer über Selçuk schmiegt sich in die grünen Hügel Şirince, ein malerisches Dorf mit Steinhäuschen und engen Gassen, das einst von griechischen Siedlern gegründet wurde. Es ist berühmt für seine Obstweine – probiere zum Beispiel Granatapfel-, Pfirsich- oder Maulbeerwein – sowie für die Stände mit lokalen Marmeladen, Olivenöl und Handarbeiten. Gönn dir hier ein spätes Mittagessen mit Blick ins Tal; es ist der perfekte ruhige Gegenpol zum trubeligen Ephesus.
💡 Tipp: Vegetarier kommen in Şirince und in den Tavernen von Selçuk voll auf ihre Kosten. Setze auf Meze (kalte Vorspeisen), Gözleme (gefüllte Teigfladen mit Käse oder Spinat), gegrilltes Gemüse und Salate mit Schafskäse. Die lokalen Obstweine sind ein tolles Souvenir.
Foto: Fidan Jafarova / Pexels
10. Priene, Milet und Didyma
Südlich von Ephesus liegt ein Trio weniger besuchter antiker Städte, aus denen sich eine großartige Tagesrundreise machen lässt. Priene bezaubert dich mit seinem perfekt erhaltenen Stadtplan an den Hängen eines Berges und dem fotogenen Athene-Tempel. Milet war ein mächtiger Hafen mit einem riesigen Theater. Und Didyma verbirgt den monumentalen Apollon-Tempel mit gigantischen Säulen, eines der größten antiken Heiligtümer überhaupt. Menschenmengen triffst du hier nur einen Bruchteil von dem in Ephesus an.
Foto: A.Savin / Wikimedia Commons, FAL
11. Pamukkale und Hierapolis
Etwa drei Stunden ins Landesinnere liegt eine weitere visuelle Ikone der Türkei – Pamukkale, das „Baumwollschloss“. Leuchtend weiße Sinterterrassen, gefüllt mit türkisfarbenem Thermalwasser, fallen kaskadenartig ins Tal ab, und darüber erstreckt sich die antike Kurstadt Hierapolis mit großem Theater und einer weitläufigen Nekropole. Der Eintritt kostet 30 €. ⚠️ Über die Terrassen geht man ausschließlich barfuß (der Untergrund ist stellenweise scharf und rutschig), und zum Schutz der weißen Farbe ist ein großer Teil der Terrassen absichtlich trocken – erwarte also keinen wasserüberfluteten Berg wie auf alten Fotos.
⚠️ Der berühmte Kleopatra-Pool in Hierapolis ist im Jahr 2026 wegen umfangreicher Instandhaltungsarbeiten zum Schwimmen geschlossen, und ein Wiedereröffnungsdatum steht noch nicht fest. Erkundige dich vor der Reise, um vor Ort nicht enttäuscht zu werden.
Foto: Mert Erim / Pexels
12. Pergamon, die Akropolis in den Wolken
Nördlich von İzmir erhebt sich über der modernen Stadt Bergama auf einem steilen Hügel Pergamon. Hinauf bringt dich eine Seilbahn, und die Aussichten über die Landschaft sind fantastisch. Größter Höhepunkt ist das Theater von Pergamon, das in einen so steilen Abhang gebaut ist, dass es Menschen mit Höhenangst aus den oberen Reihen den Atem verschlägt. Pergamon besaß die zweitgrößte Bibliothek der Antike nach Alexandria, und genau hier wurde das Pergament erfunden.
Foto: Serhat / Pexels
13. Kuşadası: Hafen, Strände und Taubeninsel
Wenn du zur Antike auch das Meer hinzufügen möchtest, ist Kuşadası die klare Wahl. Dieser lebhafte Badeort dient als wichtigster Kreuzfahrthafen der Region und bietet lange Strände (beliebt ist der Ladies Beach), eine Promenade voller Cafés und die fotogene Taubeninsel (Güvercinada) mit einer kleinen, über einen Damm mit dem Festland verbundenen Festung. Es ist eine bequeme Badebasis, von der aus du Ephesus und das südliche Trio antiker Städte in Kürze mit dem Auto erreichst.
Was man in der Umgebung von Ephesus probieren sollte
Die ägäische Küche ist für Vegetarier ein kleines Paradies – sie dreht sich um Olivenöl, frisches Gemüse, Kräuter und Käse. Lass dir nach einem anstrengenden Tag zwischen Marmor diese Klassiker nicht entgehen:
Meze – eine bunte Palette kalter Vorspeisen: Bohnenpaste, geschmortes Kohlgemüse, gefüllte Weinblätter (yaprak sarma), Joghurtdips. Das ideale fleischlose Abendessen zum Teilen.
Gözleme – ein dünner, gefüllter Teigfladen auf der Platte gebacken, meist mit Käse, Spinat oder Kartoffel. Der günstige und sättigende König des Street Food.
Çiğ köfte – einst mit Fleisch, heute gängig in der fleischlosen Variante aus Bulgur und Gewürzen, serviert im Salatblatt mit Zitrone.
Menemen – Rührei mit Tomaten, Paprika und Gewürzen, das klassische türkische Frühstück zum Brot.
Obstweine aus Şirince und dazu türkischer Kaffee oder Tee – ein süßer Abschluss.
Die lokale Gastronomie bietet auch gegrillten Fisch und Lamm; das sind regionale Spezialitäten für Nicht-Vegetarier, während Vegetarier mit Meze und Gemüsegerichten reichlich auskommen.
Praktische Tipps für deinen Besuch in Ephesus
Sei um 8:00 Uhr oder nach 15:30 Uhr am Tor. Zwischen zehn und drei überschwemmen tausende Passagiere von den in Kuşadası ankernden Kreuzfahrtschiffen Ephesus. Morgens steuerst du direkt die Celsus-Bibliothek an, nachmittags kehren die Massen zum Hafen zurück und die Sonne brennt nicht mehr so stark.
⚠️ Erwäge den Museum Pass. Wenn du mehr Sehenswürdigkeiten abklappern willst, gilt der Museum Pass Aegean (95 €) 7 Tage und deckt über 40 Orte ab, darunter Ephesus, Pergamon und Pamukkale. Außerdem überspringst du damit die Schlangen an den Kassen.
Festes Schuhwerk ist Pflicht. Die Marmorplatten sind nach Jahrtausenden des Gehens poliert und unglaublich rutschig, das Gelände ist uneben. Lass Sandalen und Absätze im Hotel.
Literweise Wasser und ein Hut. Schatten gibt es auf dem Gelände so gut wie gar nicht, und die Wasserstände drinnen sind überteuert. Nimm mindestens 1,5 Liter pro Person schon vom Eingang an mit.
Kein Dresscode. In Ephesus selbst kannst du ruhig in Shorts und T-Shirt loslegen. Für die İsa-Bey-Moschee und das Haus der Jungfrau Maria wähle aber Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt.
⚠️ Vorsicht vor falschen Reiseführern. Am Eingang werden sie dir angeboten; wenn du einen Guide willst, vereinbare den Preis im Voraus und prüfe den offiziellen Ausweis des Tourismusministeriums.
Wohin in der Westtürkei weiterreisen
Ephesus ist der Höhepunkt der ägäischen Antike, doch die Türkei bietet noch viel mehr. Für märchenhafte Felstürme und Heißluftballons fahre nach Kappadokien, für die Stadt auf zwei Kontinenten nach Istanbul und für Strände und eine Lagune nach Fethiye und Ölüdeniz. Unweit von Ephesus liegen zudem die weißen Terrassen von Pamukkale mit dem antiken Hierapolis; für Sonne und Resorts geht es nach Antalya.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet der Eintritt nach Ephesus im Jahr 2026?
Der Eintritt am Haupteingang kostet 40 € und beinhaltet jetzt verpflichtend auch das Ephesus Experience Museum. Die Terrassenhäuser werden separat für 15 € berechnet. Wenn ihr mehrere antike Stätten besuchen möchtet, lohnt sich der Museum Pass Aegean (95 €) für 7 Tage, der neben Ephesus auch Pergamon und Pamukkale abdeckt und euch außerdem das Anstehen in der Schlange erspart.
Wie vermeidet man in Ephesus die Menschenmassen?
Seid direkt zur Öffnung um 8:00 Uhr morgens am Tor und steuert gleich auf die Celsus-Bibliothek zu, oder kommt erst nach 15:30 Uhr. Zwischen zehn und drei Uhr werden Tausende von Passagieren der Kreuzfahrtschiffe, die im nahegelegenen Kuşadası anlegen, das Gelände überfluten, und ein Spaziergang zwischen ihnen ist deutlich weniger angenehm.
Lohnt sich der zusätzliche Eintritt zu den Terrassenhäusern?
Ja. Für 15 € extra kommst du in einen klimatisierten Bereich mit wunderschön erhaltenen Mosaiken und Fresken aus den Villen der reichen ephesischen Oberschicht. Außerdem kommen hierher keine großen Reisegruppen, sodass du dich von den Menschenmassen auf der Hauptstraße erholen kannst – und in der sommerlichen Hitze wirst du auch den Schatten und die Klimatisierung zu schätzen wissen.
Ist es besser, in Selçuk oder in Kuşadası zu wohnen?
Kommt darauf an, was ihr von der Reise erwartet. Selçuk ist ein authentisches, günstiges und ruhiges Städtchen direkt bei den Ausgrabungen, ideal für Geschichtsliebhaber. Kuşadası ist ein lebhafter Badeort am Meer mit Stränden und Resorts, geeignet, wenn ihr neben der Antike auch noch Baden wollt. Nach Ephesos sind es von beiden Orten mit dem Auto nur ein paar Minuten.
Wie viel Zeit sollte man für Ephesos einplanen?
Für das Gelände von Ephesus selbst solltet ihr 2 bis 3 Stunden einplanen, mit den Terrassenhäusern und dem Experience Museum auch gerne einen halben Tag. Wenn ihr auch Selçuk (Artemis-Tempel, Haus der Jungfrau Maria, İsa Bey Moschee) und das umliegende Dorf Şirince erkunden möchtet, plant für die Region zwei volle Tage ein.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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TL;DRDie Insel Hvar gilt mit 2718 Sonnenstunden im Jahr als die sonnigste Insel Europas. Wir haben 12 Ausflugstipps für dich zusammengestellt, darunter die belebte Stadt Hvar mit dem Stephansplatz und der Festung Fortica, die älteste kroatische Stadt Stari Grad mit ihren antiken, zum UNESCO-Welterbe zählenden Feldern, die Inselgruppe Pakleni otoci, der Strand Dubovica sowie die Lavendelfelder beim Dorf Velo Grablje. Die beste Reisezeit ist Mai, Juni, September und Oktober bei Temperaturen von 22 bis 26 °C, am schönsten blüht der Lavendel von Mitte bis Ende Juni. Von Split aus erreichst du die Insel mit dem Katamaran nach Hvar-Stadt in 50 bis 60 Minuten, oder mit der Autofähre nach Stari Grad in rund zwei Stunden.
Du planst einen Sommerurlaub in Dalmatien und überlegst, welche der vielen malerischen Inseln du dieses Jahr ansteuern sollst? Die Insel Hvar in Kroatien ist mit beachtlichen 2718 Sonnenstunden pro Jahr nicht nur die sonnigste Insel in ganz Europa, sondern auch ein Ort voller faszinierender Kontraste. ☺️ Auf der einen Seite blendet sie dich mit luxuriösen Yachten und pulsierendem Nachtleben, auf der anderen verzaubert sie dich mit stillen historischen Buchten und dem betörenden Duft violetter Lavendelfelder.
Diese langgestreckte Insel, die sich über knapp siebzig Kilometer erstreckt, bietet die perfekte Mischung für jeden Reisetyp. Du kannst durch gepflasterte Gassen alter Städte schlendern, einzigartige UNESCO-Welterbestätten bewundern oder einfach an Kieselstränden im Schatten duftender Pinien faulenzen. Wenn du ein Reiseziel suchst, das reiche Geschichte, wunderschöne Natur und erstklassige Gastronomie vereint, bist du hier genau richtig.
In diesem ausführlichen Guide schauen wir uns gemeinsam alle praktischen Informationen für 2026 an. Ich verrate dir, wie du am besten hierherkommst, in welchen Teilen der Insel du die beste Unterkunft findest, und vor allem präsentiere ich dir 12 konkrete Tipps, was du sehen und erleben solltest, damit du deinen Urlaub wirklich in vollen Zügen und ohne unnötigen Stress genießt. 😉
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben
Sonnigste Insel: Hvar bietet über 2700 Sonnenstunden pro Jahr – hier findest du lebhafte Zentren ebenso wie absolut ruhige Dörfchen.
Stadt Hvar: Das Hauptzentrum der Insel mit dem riesigen Stephansplatz, dem historischen Arsenal und der herrlichen Festung Fortica.
Pakleni otoci: Eine Inselgruppe direkt gegenüber der Hauptstadt, die du leicht per Wassertaxi erreichst und wo du die schönsten Strände findest.
Historisches Stari Grad: Die älteste Stadt ganz Kroatiens mit ruhigerer Atmosphäre und den antiken UNESCO-Feldern.
Blühender Lavendel: Die beste Zeit für einen Besuch der violetten Felder ist von Mitte bis Ende Juni, wenn auch das berühmte Festival stattfindet.
Hervorragender Wein: An den Südhängen der Insel verbergen sich steile Weinberge, auf denen die berühmte Sorte Plavac mali wächst.
Anreise von Split: Katamarane für Fußgänger fahren direkt in die Stadt Hvar (ca. eine Stunde), während Autofähren den Hafen Stari Grad ansteuern.
Die Anreise auf diese sonnenverwöhnte Insel ist überraschend einfach, aber es kommt vor allem darauf an, ob du mit dem Auto reist oder dich auf Fußwege verlässt. Reist du ohne Auto, sind die schnellsten und bequemsten Optionen die Personen-Katamarane, die direkt von Split ablegen und dich in knapp 50 bis 60 Minuten direkt ins lebhafte Zentrum der Stadt Hvar bringen. Diese Schnellboote werden von Reedereien wie Krilo (Kapetan Luka), TP Line oder der staatlichen Jadrolinija betrieben; in der Sommersaison fahren bis zu 17 täglich, und ein Ticket kostet dich je nach Linie und Monat etwa 6 bis 25 Euro. Wer aus Deutschland anreist, fliegt am besten mit Lufthansa, Eurowings oder Croatia Airlines nach Split und steigt dort auf den Katamaran um.
Wenn du jedoch mit dem eigenen Wagen in den Urlaub fährst, musst du die klassischen Autofähren nutzen. Das Haupttor für Autofahrer ist der Hafen in der Stadt Stari Grad, den die beliebte Linie 635 von Split aus ansteuert; die entspannte Überfahrt dauert rund zwei Stunden. Wer eher aus dem südlicheren Teil Kroatiens kommt (zum Beispiel von der Makarska-Riviera), kann die kürzere Fährvariante vom Hafen Drvenik ins Dörfchen Sućuraj an der Ostspitze der Insel wählen. Diese kurze Überfahrt dauert nur 30 Minuten, und 2026 zahlst du für einen Erwachsenen knapp 4 Euro, während die Mitnahme eines normalen PKW bis fünf Meter etwa 13,50 bis 19,70 Euro kostet.
Wann auf die Insel Hvar reisen – das Wetter
Die Wahl des richtigen Zeitpunkts ist für ein perfektes Erlebnis absolut entscheidend, denn die Insel verändert im Laufe des Jahres ihr Gesicht und ihre Atmosphäre deutlich. Wenn du dir ideales Badewetter wünschst, aber gleichzeitig den größten Touristenmassen aus dem Weg gehen willst, sind die besten Monate für einen Besuch Mai, Juni, September und Oktober. In diesen Monaten sind die Temperaturen sehr angenehm, meist zwischen 22 und 26 Grad, und das Meer ist bereits schön aufgewärmt. Die Gassen der historischen Städte bewahren in dieser Zeit ihre authentische, ruhige dalmatinische Atmosphäre, was du vor allem beim Erkunden der lokalen Sehenswürdigkeiten bei angenehmem Klima zu schätzen weißt. Für aktivere Reisende bieten sich auch die Randmonate April und Oktober an, wenn die Temperaturen um 16 bis 22 Grad liegen – das sind ideale Bedingungen zum Wandern und Radfahren.
Liebhaber richtig heißer Sommer und lebhaften Nachtlebens kommen dagegen in den Haupturlaubsmonaten Juli und August auf ihre Kosten, wenn das Thermometer regelmäßig auf 28 bis 33 Grad klettert und das Meer eher an ein Thermalbad erinnert. In dieser Hochsaison schläft die Insel wirklich nie: Hier finden die besten Strandpartys statt, und die Häfen sind voll luxuriöser Yachten aus aller Welt. Du musst aber damit rechnen, dass es an den Stränden und in den Restaurants deutlich voller ist und die Unterkunftspreise logischerweise ihr Jahreshoch erreichen.
Ist aber der berühmte Hvar-Lavendel und sein betörender Duft dein Hauptziel, plane deine Reise unbedingt genau auf die zweite Junihälfte. Zu dieser Zeit, kurz vor der großen Juli-Ernte, stehen die violetten Felder in voller Blüte und die ganze Landschaft sieht aus wie aus einem romantischen Film. Erste violette Knospen siehst du zwar schon im Mai, der wirklich fotogene Höhepunkt kommt jedoch erst mit Sommerbeginn, wenn auch die traditionellen Lavendelfeste stattfinden, die du auf jeden Fall in deinen Reiseplan aufnehmen solltest.
Wo auf der Insel Hvar übernachten
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und bucht man am besten über GetYourGuide.
Die Wahl des Standorts für deine Unterkunft bestimmt maßgeblich den Charakter deines gesamten Urlaubs, denn jedes Städtchen auf der Insel bietet einen ganz anderen Stil an Erlebnissen. Suchst du Luxus, Abendunterhaltung und stören dich höhere Preise nicht, ist die Stadt Hvar für dich die beste Wahl. Für Familien mit Kindern und Geschichtsliebhaber ist dagegen das ruhigere Stari Grad ideal, das mit der authentischen Atmosphäre seiner alten Gassen und dem sehr bequemen Zugang zu den Autofähren punktet. Wer sich völlige Romantik und Ruhe wünscht, sollte sich nach malerischen Apartments in den Orten Jelsa oder Vrboska umsehen, wo es schöne kleinere Strände und hervorragende Familienweingüter gibt. Wer der Zivilisation komplett entfliehen möchte, dem empfehle ich die abgelegeneren Dörfchen an der Südküste wie Ivan Dolac oder die absolut ruhige Ostspitze der Insel rund um das Städtchen Sućuraj.
Bei der Unterkunftssuche lohnt es sich, rechtzeitig zu buchen, denn die besten Kapazitäten sind schon im Frühjahr weg und im Sommer ist die Insel hoffnungslos ausgebucht. Für die Reservierung eignet sich gut das Portal Booking.com, wo du alles von preisgünstigen Privatapartments bis zu exklusiven Fünf-Sterne-Resorts findest. Hier sind ein paar konkrete Tipps für schöne Hotels, die dich mit ihrem Service ganz sicher nicht enttäuschen werden:
Amfora Hvar Grand Beach Resort: Ein absolut ikonischer und luxuriöser Hotelkomplex, der nur einen Steinwurf vom Zentrum der Stadt Hvar entfernt liegt. Er bietet einen riesigen kaskadenförmigen Pool und herrliche Ausblicke direkt aufs Meer und die umliegenden Inseln – eine der gefragtesten Adressen der Insel.
Heritage Hotel Dea Hvar: Wenn du Geschichte und Boutique-Unterkünfte liebst, wird dich dieses wunderschön renovierte Hotel direkt im Herzen der historischen Altstadt von Hvar mit seiner familiären Atmosphäre, dem persönlichen Service und den erstklassigen lokalen Frühstücken garantiert für sich gewinnen.
Heritage Villa Apolon: Für alle, die das ruhigere Stari Grad bevorzugen, ist diese elegante rosa Villa mit Blick auf die malerische Bucht die romantischste Wahl der ganzen Insel – noch dazu mit einem hervorragenden Hotelrestaurant.
12 Tipps, was du auf der Insel Hvar 2026 sehen und erleben kannst
Schauen wir uns nun gemeinsam die schönsten Orte und besten Aktivitäten an, die du dir während deines Inselurlaubs auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Ich habe für dich eine bunte Mischung aus historischen Sehenswürdigkeiten, Naturschönheiten und praktischen Ausflugstipps zusammengestellt.
1. Die Stadt Hvar und der riesige Stephansplatz
Das Herz der gesamten Insel ist zweifellos die gleichnamige Stadt Hvar, die dich sofort mit ihrer eleganten venezianischen Architektur und der pulsierenden, palmengesäumten Promenade verzaubert. Deine ersten Schritte sollten zum Stephansplatz (von Einheimischen Pjaca genannt) führen, der mit beachtlichen 4500 Quadratmetern der größte Platz in ganz Dalmatien ist. Noch vor einigen Jahrhunderten reichte hier das Meer heran, doch durch allmähliche Aufschüttung entstand ein wunderschön gepflasterter Raum (fertiggestellt 1780), auf dem sich heute Einheimische und Touristen begegnen.
Mitten auf diesem sonnigen Platz findest du einen schönen steinernen Brunnen aus dem Jahr 1529, der einst als Hauptwasserquelle der ganzen Stadt diente und bis heute ein beliebter Treffpunkt ist. Der Platz ist rundum von gemütlichen Cafés, kleinen Galerien und Souvenirläden gesäumt, aus denen der allgegenwärtige Lavendelduft strömt. Die beste Besuchszeit ist früh morgens oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne die historischen Gebäude in herrliche goldene Töne taucht und die Luft etwas abkühlt.
💡 Tipp: Setz dich in einen der vielen Gastgärten mit Blick auf den Hafen und gönn dir einen leckeren Eiskaffee. Es ist der beste Ausgangspunkt, um das rege Treiben der Boote zu beobachten, während du vor weiteren Ausflügen in aller Ruhe echtes Mittelmeer-Flair aufsaugst.
Foto: Marc Mueller / Pexels
2. Der Stephansdom und das historische Arsenal
Direkt an der Ostseite des Hauptplatzes erhebt sich stolz der herrliche Stephansdom, ein perfektes Beispiel für die Verschmelzung von Renaissance- und Barockarchitektur aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Sein eleganter quadratischer Glockenturm ist ein unübersehbarer Orientierungspunkt, der dich sicher ins Zentrum führt. Das Innere des Doms birgt wertvolle alte Gemälde und reich verzierte Altäre, die einen kurzen Rundgang absolut wert sind, wenn du dich für einen Moment vor der heißen Mittagssonne verstecken und etwas Ruhe genießen möchtest.
Am gegenüberliegenden Ende des Platzes, Richtung Hafen, erwartet dich das majestätische Gebäude des Arsenals, das einst als wichtige Werft zur Reparatur von Kriegsgaleeren und zur Lagerung von Schiffsausrüstung diente. Das Interessanteste verbirgt sich jedoch in der ersten Etage, wo bereits 1612 das älteste öffentliche Theater ganz Europas gegründet wurde, das zu seiner Zeit auf einzigartige Weise allen gesellschaftlichen Schichten ohne Unterschied zugänglich war.
Eine gute Nachricht für alle Geschichtsliebhaber: Nach umfangreichen, sorgfältigen Renovierungen wird die Institution unter dem Namen Hvar 1612 diese restaurierten Räume genau am 30. März 2026 feierlich für die Öffentlichkeit eröffnen. Wenn du also einen Besuch in der kommenden Saison planst, gehörst du zu den ersten Besuchern, die dieses einzigartige Denkmal in seiner vollen Pracht erleben.
3. Festung Fortica (Španjola) und der beste Ausblick
Wenn du den ikonischsten Ausblick haben möchtest, den du aus Werbebroschüren und Postkarten kennst, musst du den etwas anstrengenderen Spaziergang zur Festung Fortica machen, die die Einheimischen nur Španjola nennen. Der Weg beginnt in den engen Steingassen oberhalb des Hauptplatzes und steigt langsam durch einen duftenden Pinienwald voller Mittelmeerkräuter, Agaven und hochgewachsener Kakteen an. Der Aufstieg dauert etwa zwanzig bis dreißig Minuten, und obwohl er in der Sommerhitze manchmal etwas fordernd sein kann, entschädigt dich der unglaubliche Ausblick vom Gipfel sofort für jeden Schweißtropfen.
Von den mächtigen Steinmauern bietet sich dir ein atemberaubendes Panorama auf die ganze Stadt Hvar mit ihren typischen roten Dächern, dem geschäftigen Hafen und vor allem auf die nahe grüne Inselgruppe Pakleni otoci, die im tiefblauen Meer verstreut liegt. Die Festung selbst diente früher als wichtiger Verteidigungspunkt, und heute kannst du in ihrem Inneren eine kleine historische Ausstellung sowie ein altes Gefängnis besichtigen.
Der Eintritt zum Festungsareal liegt derzeit bei etwa 5,30 Euro, wobei Kinder unter sieben Jahren kostenlos hineinkommen und ältere Kinder nur die Hälfte zahlen. In der Sommersaison von Juni bis September ist täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, also komm unbedingt kurz vor Sonnenuntergang her, wenn das Licht zum Fotografieren am schönsten und die Lufttemperatur viel erträglicher ist.
4. Bootsausflug zu den Pakleni otoci
Wenn du vom Hafen der Stadt Hvar aufs offene Meer hinausschaust, siehst du eine ausgedehnte Kette grüner Inselchen namens Pakleni otoci (oft auch als Paklinski otoci übersetzt). Der Name dieser Inselgruppe hat überraschenderweise rein gar nichts mit der Hölle zu tun, sondern stammt vom alten lokalen Wort „paklina“ – dem dunklen Pinienharz, das traditionell zum wasserdichten Anstrich hölzerner Boote verwendet wurde. Heute ist dieser Ort ein Synonym für die schönsten und saubersten Strände der ganzen Region, zu denen Tausende Touristen aus aller Welt zum Baden kommen.
Auf diese Inselchen zu gelangen ist unglaublich einfach, denn von der Hauptpromenade in Hvar pendeln ständig kleine hölzerne Taxiboote in regelmäßigen Abständen von 20 bis 30 Minuten. Die Überfahrt selbst dauert etwa zehn bis fünfzehn Minuten, und für ein Rückfahrticket zu den näheren Inseln wie etwa Jerolim zahlst du rund 10 bis 15 Euro. Die weiter entfernte und sehr beliebte Insel Palmižana kostet dich dann 15 bis 25 Euro pro Person, wobei die Preise in der Hochsaison leicht variieren können.
💡 Tipp: Wenn du Ruhe und üppige Natur suchst, fahr zur Insel Sv. Klement in die Bucht Palmižana, wo dich ein herrlicher botanischer Garten, ausgezeichnete Strandrestaurants und seltener feiner Sand auf dem Meeresgrund erwarten. Vergiss aber nicht, genügend Bargeld in Euro mitzunehmen, denn auf den kleinen Booten und in manchen abgelegeneren Bars werden Kartenzahlungen oft nicht akzeptiert.
5. Älteste Stadt Kroatiens: das beschauliche Stari Grad
Während die Stadt Hvar von permanentem Luxus und Partys lebt, ist Stari Grad an der Nordseite der Insel eine Oase absoluter Ruhe und tiefer Geschichte. Es handelt sich nämlich um die älteste besiedelte Stadt in ganz Kroatien, die bereits 384 v. Chr. von antiken Griechen von der Insel Paros unter dem Namen Pharos gegründet wurde. Heute ist es ein unglaublich fotogener Ort voller enger Steingassen, alter Glockentürme und schattiger Plätzchen, wo die Zeit vor Jahrhunderten stehengeblieben zu sein scheint und du dich von den Menschenmassen erholen kannst.
Beim Bummeln durch die Stadt stößt du sicher auf lokale Restaurants und traditionelle Konobas, die mit ihren berühmten Spezialitäten locken. Der kulinarische Stolz der Insel ist die sogenannte Gregada, ein historisches dalmatinisches Gericht aus Weißfisch, der langsam und sehr schonend in einem breiten Topf auf einer Schicht aus Kartoffelscheiben mit reichlich Zwiebeln, Knoblauch, hochwertigem Olivenöl und lokalem Weißwein gedünstet wird. Das Besondere an diesem Rezept: Das Gericht darf während des Kochens nicht mit dem Löffel umgerührt, sondern nur gelegentlich vorsichtig im Topf geschwenkt werden.
Wenn du jedoch leichte und fleischlose Kost bevorzugst, lass dir auf keinen Fall die fantastischen lokalen Käsesorten, frische Gemüsesalate mit dem besten Hvarer Olivenöl und die hervorragende dalmatinische Pizza entgehen. Ein echtes Gourmet-Erlebnis sind hausgemachte Nudeln mit frischen Trüffeln, die in den umliegenden Eichenwäldern gesammelt werden und zu einem Glas guten Weins absolut fabelhaft schmecken.
6. Die antike Ebene von Stari Grad (UNESCO-Welterbe)
Direkt vor den Toren der Stadt Stari Grad erstreckt sich in die Ferne eine riesige und sehr fruchtbare Ebene namens Stari Grad-Ebene (oder kurz Ager), die seit 2008 stolz auf der prestigeträchtigen Liste des UNESCO-Welterbes steht. Dieses weitläufige Stück Land ist eine echte Weltrarität, denn hier hat sich das ursprüngliche antike System der exakten geometrischen Aufteilung landwirtschaftlicher Parzellen erhalten, die sogenannte griechische Chora. Dieses ausgeklügelte System ist über mehr als 2400 Jahre nahezu unverändert geblieben, was es zu einer der am besten erhaltenen antiken Landschaften im gesamten Mittelmeerraum macht.
Die ganze Ebene ist von einem verschlungenen Netz alter Trockenmauern durchzogen, die sorgfältig ohne Mörtel aufgeschichtet wurden. Dazwischen erblickst du gelegentlich kleine runde Steinhäuschen namens Trim, in denen sich früher die Bauern vor einem plötzlichen Sommergewitter oder der Mittagshitze versteckten. Bis heute werden auf diesen historischen Feldern Weinreben und Olivenbäume auf genau dieselbe ökologische Weise wie in der Antike angebaut.
Der beste Weg, dieses weitläufige und ebene Denkmal zu erkunden, ist es, sich direkt in Stari Grad ein einfaches Fahrrad zu mieten und eine entspannte Runde zu drehen. Der Weg führt über gut befahrbare Feldwege mitten durch sonnige Weinberge und Feigenbäume, und die gesamte Tour ist eine ideale Erholungsaktivität für Familien mit Kindern oder für jene Tage, an denen du eine Pause vom Sonnenbaden am Strand einlegen möchtest.
Foto: Marc Mueller / Pexels
7. Vrboska – das malerische kleine Venedig
An der Nordküste der Insel findest du gut versteckt das kleinste Hvarer Städtchen Vrboska, das liebevoll „klein Venedig“ genannt wird. Diese schmeichelhafte Bezeichnung verdankt es einem schmalen, unerwartet tiefen Meereskanal, der sich tief ins Festland gräbt und die Stadt in zwei Teile teilt. Diese sind durch mehrere wunderschöne alte Steinbrücken verbunden, die dem ganzen Ort seinen unverwechselbaren Charme verleihen. Ein Spaziergang entlang dieses ruhigen Kanals, in dessen Wasser sich alte steinerne Fischerhäuser und elegante Segelschiffe spiegeln, gehört zu den romantischsten Erlebnissen der ganzen Insel.
Das Wahrzeichen des Städtchens ist die völlig einzigartige Marienkirche aus dem 16. Jahrhundert, die von außen eher wie eine uneinnehmbare Militärfestung aussieht als wie ein klassisches Gotteshaus. Sie wurde nämlich von den Einheimischen gründlich umgebaut und befestigt, um als sichere und feste Zuflucht vor den verheerenden Überfällen türkischer Piraten zu dienen, die in jener wilden Zeit die Adriaküste plünderten. Die Kirchenmauern sind dick, und statt Fenstern findest du hier Schießscharten.
Im Inneren dieses faszinierenden Bauwerks findest du eine überraschend reiche und interessante Sammlung von Renaissance-Kunst, die in starkem Kontrast zum rauen Äußeren steht. Vom mächtigen Flachdach der Kirche bietet sich zudem ein wirklich schöner Panoramablick auf die ganze Umgebung und das Meer. Wenn du guten Wein und lokale Gastronomie magst, schau unbedingt im berühmten örtlichen Weingut Vina Carić vorbei, wo du eine tolle Verkostung lokaler Sorten in absolut authentischem Ambiente vereinbaren kannst.
8. Das ruhige Jelsa und die Erholungspromenade
Nur einen Katzensprung vom malerischen Vrboska entfernt liegt das etwas größere, aber immer noch sehr gemütliche und familienfreundliche Städtchen Jelsa. Es ist der ideale Ort für alle Reisenden, die einen ruhigeren Urlaub ohne störenden Nachtlärm aus Diskotheken suchen, aber gleichzeitig allen Komfort zur Hand haben möchten. Hier findest du schöne kleinere Strände, gemütliche Cafés und hervorragende Restaurants direkt am Wasser. Jelsa ist von allen Seiten von dichten Pinienwäldern umgeben, sodass du auch an den absolut heißesten Sommertagen immer genügend angenehmen, duftenden Schatten findest.
Zwischen Jelsa und Vrboska führt zudem eine schöne und körperlich wenig anstrengende Promenade am Meer entlang, die etwa drei Kilometer lang ist. Sie ist asphaltiert und von hochgewachsenen Pinien beschattet, also perfekt für einen frühen Morgenlauf, eine Inlineskate-Runde oder einen gemächlichen Abendspaziergang. Unterwegs kannst du den herrlichen Blick auf die gegenüberliegende Insel Brač und das majestätische Biokovo-Gebirge auf dem nahen Festland genießen.
In Jelsa selbst solltest du dir dann unbedingt genug Zeit für die Verkostung des hervorragenden lokalen Eises auf dem gepflasterten Hauptplatz nehmen. Das Leben fließt hier in angenehm gemächlichem dalmatinischem Tempo, abends spielt oft Live-Musik und Kinder können in der Fußgängerzone gefahrlos herumtoben, ohne Angst vor vorbeifahrenden Autos. Kurzum eine perfekte Oase für entspannte Sommererholung.
9. Violettes Gold: das Lavendelfestival in Velo Grablje
Hvar ist weltweit als duftende Lavendelinsel bekannt und stellte in der Vergangenheit sogar unglaubliche 10 Prozent der weltweiten Lavendelölproduktion. Auch wenn die Fläche der violetten Felder heute nicht mehr so riesig ist wie zu Zeiten des größten Ruhms, lebt die Tradition des Anbaus dieses betörend duftenden Krauts in den letzten Jahren glücklicherweise wieder auf und zieht die Aufmerksamkeit der Touristen auf sich. Die beste Zeit, um die violetten Felder zu bewundern, beginnt Mitte Juni und erreicht ihren Höhepunkt an der Wende von Juni zu Juli, kurz bevor die große und mühsame Handernte beginnt.
Die Wiege des Hvarer Lavendels ist das malerische und teilweise verlassene Bergdörfchen Velo Grablje, das du versteckt in den Hügeln über dem Meer findest. Genau hier findet jedes Jahr Ende Juni das berühmte und gut besuchte Lavendelfestival statt. An diesem duftenden Wochenende lebt das Dorf völlig auf, Menschen von der ganzen Insel strömen herbei, und die engen Gassen füllen sich mit Ständen.
Hier werden traditionelle Handwerksmärkte, faszinierende Bildungsworkshops zur Verarbeitung lokaler Kräuter veranstaltet, und – das Beste – du kannst mit eigenen Augen den Prozess der traditionellen Destillation des kostbaren Lavendelöls in alten Kesseln beobachten. Vom Festival nimmst du garantiert die schönsten und duftendsten Souvenirs direkt von den lokalen Bauern mit, von ätherischen Ölen bis zum köstlichen Lavendelhonig, der absolut perfekt schmeckt.
Foto: Jörg Hamel / Pexels
10. Weinverkostung an den steilen Südhängen
Die Weinbautradition der Insel reicht unglaubliche 2000 Jahre zurück, und die lokale Produktion zu kosten ist für Besucher fast Pflicht. Hvar rühmt sich nämlich einzigartiger autochthoner Rebsorten, die du wirklich nirgendwo sonst auf der Welt findest. Dazu gehört etwa die sehr frische und leichte weiße Sorte Bogdanuša (was wörtlich „Gottesgeschenk“ bedeutet) oder die weniger bekannten, aber interessanten Sorten Prč und Darnekuša. Der König aller lokalen Weine ist aber zweifellos der schwerere und herrlich erdigere Rotwein der Sorte Plavac mali, der unter extremsten Bedingungen angebaut wird.
Die allerbesten Trauben dieser Premium-Sorte Plavac mali stammen von den unglaublich steilen Südhängen in den Gebieten Ivan Dolac und Sveta Nedjelja. Die Weinberge haben hier eine Neigung von bis zu 40 Grad, und die Reben wachsen unter dem magischen Einfluss der sogenannten dreifachen Sonne. Das bedeutet, dass die Pflanze die direkten Sonnenstrahlen vom Himmel, die vom Meeresspiegel reflektierte Wärme von unten und zusätzlich die von den aufgeheizten weißen Kalksteinfelsen abstrahlende Wärme einfängt.
Wegen dieses extremen und unzugänglichen Geländes muss hier die gesamte Herbsternte ausschließlich von Hand erfolgen, ohne jeglichen Einsatz schwerer Technik. Das Ergebnis dieser harten Arbeit ist ein absolut erstklassiger, eleganter Wein voller tiefer mineralischer Töne und mit hohem Alkoholgehalt. Diese lokale Kostbarkeit kannst du zum Beispiel im bekannten und sehr freundlichen Weingut Vina Tomić verkosten, das direkt im Städtchen Jelsa ansässig ist.
Foto: Ken Jacobsen / Pexels
11. Baden am atemberaubenden Strand Dubovica
Auch wenn die Insel Dutzende wunderschöner und versteckter Buchten bietet, wird der Strand Dubovica an der Südküste sehr oft als der schönste der ganzen Insel bezeichnet. Diese unglaublich malerische Kieselbucht ist gut vor starkem Wind geschützt, besticht durch unglaublich klares, fast kristallklar türkises Wasser, und die romantische Kulisse bildet zudem ein altes steinernes Adelshaus aus dem 17. Jahrhundert, das direkt am Wasser steht. In den Sommermonaten hat das Meer hier angenehme 25 Grad, eine ideale Temperatur zum langen Schwimmen und endlosen Schnorcheln rund um die Felsen.
Nach Dubovica zu gelangen erfordert allerdings etwas körperliche Anstrengung, denn der Strand liegt tief unterhalb der Hauptstraße, und ein ziemlich steiler Serpentinenpfad führt hinab. Das Auto musst du oben am Straßenrand parken, anschließend erwartet dich ein etwa zehnminütiger Abstieg zu Fuß über einen steinigen, staubigen Pfad – nimm daher lieber festes Schuhwerk statt einfacher Strand-Flipflops mit. Als Belohnung für diese kleine körperliche Leistung wartet aber Baden in einer Bucht, die wie aus dem Katalog der luxuriösesten Reiseveranstalter aussieht.
💡 Tipp: Wenn du mit sehr kleinen Kindern reist und dir dieser steile Abstieg nach Dubovica nicht ganz ideal erscheint, fahr lieber zum schönen und gut zugänglichen Kieselstrand Soline beim Städtchen Vrboska. Er liegt bequem zwischen schattigen Pinien, bietet einen flachen Einstieg ins Wasser, und die Kinder finden hier zudem einen beliebten aufblasbaren Aquapark direkt auf dem Wasser.
12. Nachtleben und Beachclubs auf Hvar
Die Stadt Hvar hat sich in den letzten Jahren einen festen und verdienten Ruf als Haupt-Partydestination ganz Kroatiens erarbeitet und zieht junge Leute, Influencer und Weltprominenz an. Das Zentrum des gesamten Nachtgeschehens war der legendäre Club Carpe Diem direkt an der Hauptpromenade und sein Schwester-Carpe Diem Beach Club, der etwas abseits auf der Insel Marinkovac (in der Bucht Stipanska) liegt. Auf diese musik- und unterhaltungsreiche Insel bringt dich direkt aus der Stadt ein schnelles Wassertaxi für etwa 10 Euro pro Fahrt. Der Spaß beginnt hier schon nachmittags mit Strandpartys und geht unter freiem Himmel bis in die frühen Morgenstunden weiter.
Für alle Liebhaber schöner Sonnenuntergänge ist ein Stopp in der berühmten Strandbar Hula Hula ein absolutes Muss, die auf der felsigen Küste nur wenige Gehminuten vom Zentrum der Stadt Hvar entfernt liegt. Jeden Abend legt hier ein DJ entspannte Sommerhits auf, und du kannst mit einem kühlen Drink in der Hand zusehen, wie die Sonne langsam und dramatisch im Meer versinkt.
ACHTUNG aber auf eine sehr wichtige Neuerung für 2026: In den letzten Jahren hat die Stadt Hvar deutlich strengere Vorschriften zum nächtlichen Lärm und zur Ruhestörung eingeführt, sodass Open-Air-Musik direkt im historischen Zentrum nun deutlich eingeschränkter ist als früher. Aus diesem Grund haben sich die größten und lautesten Nachtpartys überwiegend auf die erwähnten umliegenden Inseln verlagert, wo niemand gestört wird, und in der Stadt selbst ist es nach Mitternacht spürbar ruhiger.
Wohin von der Insel Hvar weiterreisen
Wenn du mehr Zeit im Urlaub hast und auch weitere Schönheiten Dalmatiens erkunden möchtest, ist die Insel Hvar ein absolut hervorragender Ausgangspunkt für weitere Reisen. Du kannst eine Fähre nehmen und die Nachbarinseln entdecken oder für weitere Abenteuer aufs Festland zurückkehren. Hier sind ein paar tolle Tipps, wohin es weitergehen kann:
Wenn dich das Festland und gewaltige römische Denkmäler reizen, erkunde das nahe Split mit seinem beeindruckenden Diokletianpalast.
Möchtest du den bekanntesten kroatischen Strand Zlatni rat sehen? Mach einen Bootsausflug zur Nachbarinsel Brač.
Wenn du noch über deine Route grübelst, schau dir unsere große Tipp-Übersicht an, wohin im Kroatien-Urlaub.
Reizt dich das Abenteuer auf den Wellen und die Freiheit? Lies unseren Artikel darüber, wie es ist, Kroatien per Boot zu entdecken.
Und falls du noch den richtigen Übernachtungsort anderswo am Meer suchst, wirf einen Blick auf unsere geprüften Tipps für Unterkünfte in Kroatien.
Foto: Oskars Lipatovs / Pexels
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Fährfahrt zur Insel Hvar?
Das hängt davon ab, von wo und mit welchem Schiff Sie fahren. Schnelle Personenkatamarane von Split in die Stadt Hvar schaffen die Strecke in 50 bis 60 Minuten und verkehren sehr häufig. Wenn Sie jedoch mit dem Auto auf der großen Fähre von Split zum Hafen Stari Grad reisen, rechnen Sie mit einer gemütlichen Überfahrt, die etwa zwei Stunden dauert und wunderschöne Ausblicke bietet.
Wann genau blüht auf Hvar der Lavendel?
Der Lavendel beginnt bereits im Mai erste violette Knospen anzusetzen, aber der Hauptblütenstand und die schönste Blütezeit erfolgt von Mitte bis Ende Juni. Im Juli beginnt dann die traditionelle Ernte, sodass die Felder im August bereits grün und gemäht sind, auch wenn der Duft noch immer über ihnen schwebt.
Ist die Insel für einen ruhigen Urlaub mit Kindern geeignet?
Auf jeden Fall! Obwohl die Hauptstadt für ihr lebhaftes Nachtleben bekannt ist, ist der Rest der Insel absolut ruhig und sicher. Die beste Umgebung für Familien mit Kindern bieten die Ferienorte Stari Grad, Jelsa oder Vrboska, wo Sie flach abfallende Strände, ausreichend Schatten durch Pinien und sichere Promenaden ohne starken Verkehr finden.
Wie viel kostet die Fahrt mit dem Wassertaxi zu den Pakleni otoci?
Die Preise variieren leicht je nach Bucht, die ihr ansteuert, und auch je nach Hochsaison im Sommer. Meistens zahlt ihr aber für ein Rückfahrticket zu den näheren Inselchen etwa 10 bis 15 Euro pro Person, während ihr für die weiter entfernten (z.B. Palmižana) mit ungefähr 15 bis 25 Euro rechnen solltet. Die Tickets kauft ihr direkt im Hafen.
Welche Strände gibt es auf der Insel, Sand- oder Kiesstrände?
Die überwiegende Mehrheit der Strände auf Hvar ist mit wunderschönen weißen Kieselsteinen bedeckt, die unglaublich klares Wasser garantieren, ideal zum Schnorcheln. Sand findet man eher selten, und zwar hauptsächlich auf dem Meeresgrund in einigen Buchten auf den Pakleni-Inseln (zum Beispiel in der beliebten Bucht Palmižana) oder in der Umgebung des Städtchens Jelsa.
Wo kann man in der Stadt Hvar parken?
Das historische Stadtzentrum ist eine weitläufige Fußgängerzone und die Einfahrt für Autos ist hier streng verboten. Die beste Möglichkeit ist es, die großen gebührenpflichtigen Parkplätze zu nutzen, die sich oberhalb des Busbahnhofs oder an der Hauptstraße in Richtung der Festung Fortica befinden, von wo aus ihr bequem in ein paar Minuten zu Fuß ins Zentrum hinunterlaufen könnt.
Was ist eigentlich diese berühmte lokale Gregada?
Gregada ist die älteste und traditionsreichste dalmatinische Art der Fischzubereitung, die genau von dieser Insel stammt und bereits seit Generationen zubereitet wird. Es handelt sich um Weißfisch, der langsam und sehr schonend in einem breiten Topf auf Kartoffelscheiben mit Zwiebeln, Knoblauch, hochwertigem Olivenöl und Weißwein ohne Umrühren geschmort wird.
Kann man auf der Insel überall mit Karte bezahlen?
In größeren Hotels, besseren Restaurants und Supermärkten in den Städten Hvar und Stari Grad können Sie problemlos mit Karte bezahlen. Haben Sie aber auf jeden Fall immer ausreichend Bargeld in Euro dabei, denn auf kleinen Wassertaxis, an Marktständen oder in abgelegenen Strandbars werden Karten meistens gar nicht akzeptiert.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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TL;DRUnser Mexiko-Guide liefert dir 20 konkrete Tipps für deine Reise – von der Pyramide Chichén Itzá und dem Baden in Cenoten über die karibischen Strände von Tulum, Cancún und der Insel Cozumel bis hin zu Mexiko-Stadt, dem kolonialen Oaxaca und der Halbinsel Baja California mit ihrer Walbeobachtung.
Am besten reist du in der Trockenzeit von November bis April. Günstige Preise findest du im Mai oder Oktober, die ideale Mischung aus beidem bietet der Februar.
Für einen Roadtrip durch Yucatán (Cancún, Valladolid, Chichén Itzá, Mérida, Tulum, Bacalar) reichen 10 bis 14 Tage. Der Eintritt in eine Cenote kostet etwa 250 Pesos (rund 300 Kč), eine Ballonfahrt über Teotihuacán schlägt mit rund 200 Dollar (etwa 4600 Kč) zu Buche.
Die sicherste Region ist Yucatán. Für Mexiko brauchst du als deutscher Staatsbürger kein Visum, bei einem Zwischenstopp in den USA aber ein gültiges ESTA.
Morgens kannst du dich durch dichten Dschungel zu tausende Jahre alten Maya-Pyramiden vorarbeiten, mittags in einer Karsthöhle mit kristallklarem Wasser abkühlen und abends beim Rauschen der karibischen Wellen einschlafen. Mexiko steckt voller scharfer Kontraste. Hier mischen sich präkolumbische Geschichte mit kolonialer Architektur, Pazifikstrände mit luxuriösen karibischen Resorts und eine kulinarische Szene voller Chili und frischem Koriander. Ein Urlaub in Mexiko ist deshalb so vielseitig wie kaum ein anderes Reiseziel.
In diesem Guide findest du alles Wesentliche für die Planung deiner Mexiko-Reise. Wir schauen uns konkrete Orte an, klären, wie du dich sicher im Land bewegst, wann die beste Reisezeit ist und wie du die häufigsten Fehler vermeidest. Wir gehen die einzelnen Regionen durch und stellen eine Liste mit zwanzig Orten zusammen, die einen Platz in deiner Reiseroute verdienen.
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Sicherheit in Mexiko: Touristische Regionen wie Yucatán oder Baja California Sur sind sehr sicher. Es reicht, ein paar Grundregeln zu beachten, nachts nicht zu fahren und Risikostaaten zu meiden.
Beste Reisezeit für Mexiko: Das beste Wetter herrscht von November bis April während der Trockenzeit. Wer sparen will, fährt im Mai oder Oktober. Achtung vor Sargassum (Meeresalgen) in der Karibik während der Sommermonate.
Einreise und ESTA: Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz brauchen kein Visum. Wenn du aber mit Zwischenstopp in den USA fliegst, musst du eine elektronische ESTA-Genehmigung haben – selbst beim reinen Transit.
Bezahlung und Währung: Bezahlt wird mit dem mexikanischen Peso (MXN), wobei 1 Euro etwa 19 Pesos entspricht. An Geldautomaten solltest du die ungünstige Währungsumrechnung (DCC) immer ablehnen und nur an offiziellen Banken abheben.
Reisen in Mexiko: Zwischen den Städten funktionieren die modernen ADO-Busse hervorragend. Für längere Strecken lohnen sich Inlandsflüge. Beim Mietwagen aufpassen auf die Pflichthaftpflicht (TPL).
Beste Orte: Lass dir die Pyramiden von Chichén Itzá, das Baden in den Cenoten auf Yucatán, die Hauptstadt Mexiko-Stadt und die koloniale Perle Oaxaca nicht entgehen.
Mexiko ist ein riesiges Land, dessen Fläche fast zwei Millionen Quadratkilometer erreicht. Es ist in 32 Bundesstaaten unterteilt, die sich kulturell, klimatisch und in Sachen Sicherheit deutlich stärker voneinander unterscheiden als einzelne europäische Länder. Während im Norden trockene Wüsten liegen, erstrecken sich im Süden dichte Regenwälder.
Die offizielle Währung ist der mexikanische Peso (MXN). Die Preise variieren stark je nach Region. Das touristische Cancún oder Tulum sind deutlich teurer als die kolonialen Städte im Landesinneren wie Mérida oder Guanajuato. Amtssprache ist Spanisch. In touristischen Resorts kommst du problemlos mit Englisch durch, aber im Hinterland sind ein paar grundlegende spanische Sätze fast Pflicht.
💡 Tipp: Mexiko hat mehrere Zeitzonen. Der Bundesstaat Quintana Roo (Cancún, Tulum) etwa stellt nicht auf Sommerzeit um, sodass sich die Zeitverschiebung zu Deutschland im Laufe des Jahres zwischen minus sieben und minus acht Stunden bewegt.
Ist Mexiko sicher?
Die Frage nach der Sicherheit beschäftigt vor der Reise wohl fast jeden. Die Realität für gewöhnliche Touristen ist viel entspannter, als es die Nachrichten im Fernsehen vermuten lassen. Das US-Außenministerium teilt das Land in mehrere Sicherheitszonen ein. Während man Bundesstaaten wie Sinaloa oder Michoacán besser meidet, gehört die Halbinsel Yucatán zu den sichersten Orten in ganz Nordamerika. Die Kriminalität ist hier mit der großer europäischer Städte vergleichbar.
Das größte Risiko für Touristen sind selten die Drogenkartelle, sondern eher kleine Diebstähle, überteuerte Taxis oder Betrug am Geldautomaten. Das Klonen von Karten kommt recht häufig vor – hebe deshalb Bargeld nur an Geldautomaten ab, die direkt in den Filialen großer Banken stehen (Santander, HSBC, BBVA).
Ein weiteres Thema ist der Transport. Steige in Mexiko-Stadt niemals direkt auf der Straße in ein Taxi, sondern nutze immer Apps wie Uber oder DiDi. In manchen Städten gibt es allerdings einen Kampf zwischen traditionellen Taxifahrern und Uber-Fahrern. Am Flughafen von Cancún oder in Tulum funktioniert Uber derzeit nicht, sodass du dich auf die offiziellen Flughafentransfers verlassen musst.
Wenn dich detaillierte Statistiken, Tipps für Solo-Reisende und eine Analyse der aktuellen Lage für 2025/2026 interessieren, lies unseren ausführlichen Artikel darüber, ob Mexiko sicher ist.
💡 Tipp: Wenn du dir einen Mietwagen nimmst, gilt eine absolut zentrale Regel: Fahre niemals nach Einbruch der Dunkelheit. Auf den Straßen fehlt die Beleuchtung, oft triffst du auf nicht markierte Bodenschwellen (topes), frei herumlaufende Tiere, und in abgelegeneren Gegenden steigt das Überfallrisiko.
Wann nach Mexiko reisen
Das richtige Timing zu planen ist der Schlüssel zu einem gelungenen Urlaub. Mexiko hat zwei Hauptsaisons. Die Trockenzeit dauert etwa von Mitte November bis April und ist die touristische Hochsaison. Das Wetter ist in dieser Zeit stabil mit angenehmen Temperaturen und kaum Niederschlag. Die Preise für Unterkünfte und Flüge bewegen sich allerdings auf ihrem Höchststand.
Die Regenzeit beginnt im Mai und dauert bis Oktober. Das bedeutet nicht Regen von morgens bis abends, sondern meist kräftige Nachmittagsschauer, nach denen es wieder aufklart. Nachteil dieser Zeit ist die hohe Luftfeuchtigkeit und gefühlte Temperaturen jenseits der 40 Grad. Von Juni bis November läuft zudem die Hurrikan-Saison mit dem größten Risiko im September und Oktober.
Ein besonderes Problem der Karibikküste ist Sargassum, eine unangenehme Meeresalge, die sich an den Stränden ansammelt. In den Wintermonaten sind die Strände meist sauber, aber von April bis August verschlechtert sich die Lage. Die Prognosen für 2026 warnen vor starken Ablagerungen, daher solltest du einen Plan B haben. Du kannst zu den Cenoten ausweichen oder auf die Inseln Isla Mujeres und Cozumel fahren, die durch ihre Lage vor den Algen geschützt sind.
Mehr zu Temperaturen, Niederschlägen und Tierbeobachtungen findest du in unserem Guide wann nach Mexiko reisen.
💡 Tipp: Wenn du das Beste von Mexiko ohne extreme Menschenmassen und zu vernünftigen Preisen erleben willst, ist der Februar die ideale Wahl. Das Wetter ist stabil, kaum Algen am Strand und die Sicht in den Cenoten ist die beste im ganzen Jahr.
Wie du nach Mexiko kommst und dich vor Ort fortbewegst
Die Flugverbindung von Europa nach Mexiko ist recht komfortabel, auch wenn es keinen Direktflug von kleineren Flughäfen gibt. Von Frankfurt, München oder Düsseldorf gibt es Direktflüge nach Cancún und Mexiko-Stadt, etwa mit Condor, Lufthansa oder Discover Airlines. Viele Reisende wählen alternativ Flüge mit einem Zwischenstopp in europäischen Metropolen (Paris, Amsterdam, Madrid) oder in den USA.
Wenn du über die USA fliegst, achte auf eine bürokratische Pflicht. Auch wenn du in den USA nur umsteigst und den Flughafen nicht verlässt, musst du vorab eine elektronische Reisegenehmigung ESTA beantragen. Sie kostet aktuell 21 USD und die Bearbeitung dauert ein paar Tage. Viele Touristen vergessen das, und die Airline lässt sie dann gar nicht erst ins Flugzeug.
Fortbewegung in Mexiko
Auf längeren Strecken lohnt sich definitiv das Fliegen. Inlandsflüge mit Airlines wie Volaris oder VivaAerobus kosten oft nur wenige Euro, wenn du rechtzeitig buchst. Reiseerfahrungen empfehlen, die Flüge direkt auf den Websites dieser Billigflieger zu buchen, da Vergleichsportale oft versteckte Gepäckgebühren nicht anzeigen.
Auf mittleren und kürzeren Strecken dominieren ganz klar die Busse. Die mexikanische Gesellschaft ADO betreibt moderne und sichere Fernbusse mit Toiletten und Steckdosen. Die Fahrt von Cancún nach Tulum oder von Mexiko-Stadt nach Oaxaca ist darin sehr bequem.
Einen Mietwagen empfehlen wir, um Yucatán oder Baja California zu erkunden. Bei der Online-Buchung solltest du aber gut auf die Versicherung achten. Die verlockenden Preise um die 10 Euro pro Tag sind nur ein Köder. In Mexiko ist eine Haftpflichtversicherung (TPL) direkt bei einer mexikanischen Versicherung Pflicht. Eine Kreditkartenversicherung hilft dir nicht weiter, und bei der Fahrzeugübernahme am Schalter kann sich der Preis durch diese Gebühr sogar verdreifachen.
💡 Tipp: Die Klimaanlage in den ADO-Bussen ist meist auf extrem niedrige Temperaturen eingestellt. Auch wenn draußen 30 Grad herrschen, pack dir für den Bus immer einen Pullover oder eine leichte Decke ein.
Regionen Mexikos: wohin reisen
Für den ersten Besuch die richtige Region auszuwählen ist oft die schwierigste Aufgabe der ganzen Planung. Stellen wir kurz die wichtigsten mexikanischen Regionen vor, damit du eine klarere Vorstellung von der Ausrichtung deiner Reiseroute bekommst.
Karibikküste (Quintana Roo)
Das ist das Mexiko aus den Reisekatalogen, mit schneeweißem Sand und türkisfarbenem Meer. Hier findest du das pulsierende Cancún, die direkt über dem Meer thronenden Maya-Ruinen in Tulum oder den beliebten Badeort Playa del Carmen. Dazu gehören auch die Inseln Cozumel, Isla Mujeres und das entspannte Holbox. Wenn du einen Strandurlaub mit hervorragender Infrastruktur suchst, bist du hier genau richtig.
Halbinsel Yucatán
Während die Karibik mit Stränden lockt, bietet der benachbarte Bundesstaat Yucatán faszinierende Maya-Geschichte. Hier findest du die Pyramide Chichén Itzá, die pastellfarbene Kolonialstadt Mérida und tausende mit Süßwasser gefüllte Cenoten. Es ist der sicherste Teil Mexikos, ideal für einen Roadtrip mit dem Mietwagen. Schau dir unseren Tipp für einen Urlaub auf Yucatán an.
Mexiko-Stadt und Zentralmexiko
Das Herz des ganzen Landes. Mexiko-Stadt (CDMX) ist eine riesige Metropole auf über 2200 Metern Höhe. Sie ist voller erstklassiger Museen, historischer Architektur und großartiger Restaurants. Kurz vor der Stadt stehen die monumentalen Pyramiden von Teotihuacán. In der Umgebung liegen auch wunderschöne Städte aus der Silberära wie Guanajuato oder San Miguel de Allende.
Pazifikküste
Die Westküste Mexikos lockt mit wilderem Ozean, der sich gut zum Surfen eignet. Der Ort Puerto Vallarta kombiniert schöne Strände mit einer authentischen Altstadt und einem regen Nachtleben. Das südlicher gelegene Puerto Escondido ist ein Zentrum für digitale Nomaden, die wegen der entspannten Atmosphäre und der riesigen Wellen hierherkommen.
Süden (Oaxaca und Chiapas)
Regionen für Reisende, die Authentizität suchen. Der Bundesstaat Oaxaca ist die gastronomische Hauptstadt Mexikos und die Wiege des Mezcal. Das benachbarte Chiapas ist voller dichter Dschungel, tiefer Schluchten und ursprünglicher Maya-Gemeinschaften, die bis heute ihre Traditionen und Sprachen bewahrt haben.
Baja California
Die lange Halbinsel im Nordwesten des Landes ist ein Paradies für Naturliebhaber. Sie bietet raue Wüstenlandschaften, Kakteenwälder und ein unglaubliches Meeresleben. In den Wintermonaten ziehen sich tausende Wale in die hiesigen Lagunen zurück, um dort ihre Jungen zur Welt zu bringen.
💡 Tipp:Erfahrene Reisende sind sich einig, dass der häufigste Fehler von Erstbesuchern darin besteht, in eine Reise zu viele Regionen hineinzuquetschen. Wähle ein oder zwei Gebiete und genieße sie in vollen Zügen.
Wo du in Mexiko übernachten kannst
Die Unterkunftsmöglichkeiten decken in Mexiko das gesamte Spektrum ab – von günstigen Hostels mit Stockbetten für ein paar Euro bis hin zu opulenten All-inclusive-Resorts.
Wenn du an die Riviera Maya (das Gebiet zwischen Cancún und Tulum) fährst, findest du hier die größte Konzentration riesiger Resorts. Die Karibikküste ist genau darauf ausgelegt, dass du anreist und dich um nichts weiter kümmern musst. In den Kolonialstädten auf Yucatán oder in Zentralmexiko stößt du dagegen auf zauberhafte Boutique-Hotels, die aus historischen Haciendas umgebaut wurden, oft mit einem kleinen Innenhof und Pool.
Hier ein paar konkrete Unterkunftstipps mit hervorragenden Bewertungen, sortiert nach Lage:
Cancún (Hotel Zone): Wenn du Luxus direkt am Strand suchst, schau dir das Hyatt Zilara Cancun an. Für ein super Preis-Leistungs-Verhältnis abseits des Trubels probiere das Renaissance Cancun Resort.
Tulum (Stadt): Eine Unterkunft direkt am Strand von Tulum ist extrem teuer. Deutlich angenehmere Preise bietet eine Unterkunft in der Stadt, etwa im Boutique-Hotel Boutique Hotel Cielito Lindo.
Mérida: Die Atmosphäre der Kolonialzeit erlebst du im Luz En Yucatan, das nur einen Katzensprung vom Hauptplatz entfernt liegt und einen schönen Pool hat.
Mexiko-Stadt (Roma Norte): Ein Viertel voller Grün und Cafés. Eine hervorragende Basis ist das Designhotel La Valise Mexico City.
💡 Tipp: Bei der Unterkunftssuche auf Booking.com solltest du in Mexiko immer genau prüfen, ob der angegebene Preis alle Steuern enthält. Zum Grundpreis kommen oft 16 % Mehrwertsteuer (IVA) und in manchen Bundesstaaten noch eine zusätzliche Touristensteuer von 3 bis 5 %.
20 schönste Orte und Erlebnisse in Mexiko
Wir haben für dich eine Liste mit zwanzig konkreten Orten und Aktivitäten quer durch das ganze Land zusammengestellt. Wir beginnen im Osten und arbeiten uns über das Zentrum bis zum Pazifik vor, damit du leicht die besten Orte für deine Reiseroute auswählen kannst.
Halbinsel Yucatán und Karibik
Dieser Teil des Landes verbindet Maya-Geschichte mit perfekten Stränden und ist ideal für den ersten Mexiko-Besuch.
1. Pyramide Chichén Itzá
Eines der sieben neuen Weltwunder und die berühmteste Maya-Stätte. Die imposante Kukulkán-Pyramide fasziniert mit ihrer astronomischen Präzision. Während der Tagundnachtgleiche im Frühjahr und Herbst werfen die Schatten den Eindruck einer kriechenden Schlange. Das Areal umfasst auch ein altes Ballspielfeld und eine heilige Cenote. 💡 Tipp: Die Tore des Areals öffnen um 8:00 Uhr. Wenn du Fotos ohne Menschenmassen und Souvenirhändler willst, sei schon um 7:30 Uhr am Eingang. Auf die Pyramide selbst darf seit Jahren nicht mehr geklettert werden. Lies unseren Guide für Chichén Itzá.
2. Baden in den Cenoten
Cenoten sind natürliche Karstdolinen, gefüllt mit Grundwasser, die die Maya als Eingang zur Unterwelt betrachteten. Auf Yucatán findest du tausende davon. Zu den fotogensten gehört die Cenote Suytún unweit von Valladolid, wo kurz nach Mittag ein Lichtstrahl durch eine kleine Öffnung in der Decke direkt auf den steinernen Steg fällt. Der Eintritt liegt bei etwa 250 Pesos (rund 13 €). 💡 Tipp: In ganz Mexiko gilt vor dem Betreten der Cenoten ein striktes Verbot für herkömmliche Sonnencremes, um das empfindliche Ökosystem nicht zu schädigen. Dusche dich vor dem Eintritt immer ab.
3. Die Stadt Cancún
Cancún dient den meisten Reisenden als Tor ins Land. Es teilt sich in zwei unterschiedliche Bereiche. Die Hotelzone (Zona Hotelera) ist ein 22 Kilometer langer Streifen mit Luxusresorts und Nachtclubs. Das Stadtzentrum (Downtown) ist dagegen der Ort, an dem die Einheimischen leben. Unterkunft und Essen sind im Zentrum 30 bis 40 Prozent günstiger.
4. Maya-Ruinen in Tulum
Tulum ist eine Maya-Stadt, die direkt auf einer Klippe über den türkisfarbenen Wassern der Karibik errichtet wurde. Der Kontrast aus grauen Steinen und blauem Ozean ist äußerst fotogen. Das Städtchen Tulum selbst hat sich in eine Boho-Chic-Destination voller Boutiquen und veganer Cafés verwandelt. Manche Reisende warnen jedoch, dass der Ort zeitweise unter Overtourism und extremen Preisen leidet.
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Mexiko übernachten kann
6 Unterkünfte — Hotels, Wellnesshotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Nur zwanzig Minuten mit der Fähre von Cancún entfernt liegt Isla Mujeres, die Insel der Frauen. Der Nordstrand (Playa Norte) gewinnt regelmäßig die Ranglisten der schönsten Strände Mexikos dank seines flachen, wellenfreien Wassers. Die Insel ist winzig und du erkundest sie am besten am Steuer eines gemieteten Golfcarts.
6. Sandwege auf Holbox
Für absolute Entspannung fahre auf die Insel Holbox ganz im Norden der Halbinsel. Hier gibt es keine Autos, die Straßen bestehen nur aus festgetretenem Sand und man bewegt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad fort. Von Mai bis September ziehen sich zudem Walhaie in die hiesigen Gewässer zurück.
7. Lagune der sieben Farben in Bacalar
Sie liegt im Süden des Bundesstaates Quintana Roo nahe der Grenze zu Belize. Bacalar ist kein Meer, sondern eine riesige Süßwasserlagune. Dank des weißen Kalkbodens und der unterschiedlichen Tiefen spielt das Wasser in allen Türkis- und Blautönen. Du kannst dir hier ein Kajak ausleihen oder auf ein Segelboot steigen.
8. Koloniale Perle Mérida
Die Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán besticht durch ihre koloniale Architektur und Sicherheit. Mérida bietet breite Boulevards, lebendige Plätze voller Straßenkünstler und eine ausgezeichnete yukatekische Küche. Jeden Sonntag wird das Zentrum für Autos gesperrt und die Straßen erwachen mit Tanz und Märkten.
9. Das bunte Valladolid
Kleiner und intimer als Mérida, aber dennoch voller Farben. Valladolid liegt strategisch günstig nahe Chichén Itzá und vielen schönen Cenoten. Schlendere durch die Calzada de los Frailes, gesäumt von bunten Hausfassaden und kleinen Boutiquen.
10. Ruinen im Dschungel von Cobá
Während dich in Chichén Itzá Menschenmassen und gepflegte Rasenflächen umgeben, sind die nahe gelegenen Ruinen von Cobá vom dichten Dschungel verschluckt. Das Areal ist weitläufig, und zwischen den einzelnen Pyramiden bewegen sich die Besucher meist mit geliehenen Fahrrädern.
Zentralmexiko und Geschichte
Diese Region ist das Herz der mexikanischen Kultur, wo du die besten Museen, riesige Pyramiden und aus dem Silberabbau entstandene Städte findest.
11. Das pulsierende Mexiko-Stadt
Mexiko-Stadt ist mit ihren mehr als zwanzig Millionen Einwohnern eine gigantische Metropole. Das historische Zentrum (Zócalo) beherbergt eine Kathedrale, die aus den Steinen zerstörter aztekischer Tempel errichtet wurde. Die Viertel Roma Norte und Condesa erinnern mit ihren Cafés an europäische Städte. Versäume nicht das Anthropologische Museum und das Blaue Haus der Malerin Frida Kahlo. 💡 Tipp: Tickets für das Frida-Kahlo-Museum gibt es ausschließlich online und sind oft schon einen Monat im Voraus ausverkauft. Reserviere sie rechtzeitig.
12. Stadt der Götter Teotihuacán
Knapp eine Stunde Fahrt von der Hauptstadt entfernt stößt du auf die Überreste einer der größten antiken Städte des amerikanischen Kontinents. Die Sonnenpyramide und die Mondpyramide säumen die sogenannte Straße der Toten. Ein beliebtes Erlebnis ist ein Heißluftballonflug über dem Areal bei Sonnenaufgang, der etwa 200 USD (rund 185 €) kostet.
13. Silberstadt Guanajuato
Eine Stadt, erbaut in einer engen Schlucht, deren Gassen ein Geflecht aus Treppen und bunten, an die Hänge geklebten Häuschen bilden. Guanajuato wurde durch den Silberabbau reich. Ein Großteil des Verkehrs läuft durch ein Netz unterirdischer Tunnel, sodass das historische Zentrum wunderbar ruhig ist.
Süden und Pazifikküste
Hier entdeckst du wilde Natur, riesige Pazifikwellen und die authentischsten gastronomischen Erlebnisse.
14. Kulturelles Herz Oaxaca
Die Stadt Oaxaca liegt im Süden in einem von Bergen umgebenen Tal. Sie ist das Zentrum mexikanischer Kunst und Gastronomie. Auf den lokalen Märkten kannst du unendlich viele Schokoladensorten probieren. In den umliegenden Dörfern werden mehr als neunzig Prozent des gesamten mexikanischen Mezcal hergestellt, eines Destillats aus dem Herzen der Agave.
15. Kaskaden von Hierve el Agua
Unweit von Oaxaca liegt dieses einzigartige Naturphänomen. Aus der Ferne sieht es aus wie ein riesiger, in der Zeit eingefrorener Wasserfall am Rand eines Abhangs. In Wirklichkeit handelt es sich um Mineralablagerungen, die von Quellen mit hohem Kalziumgehalt gebildet wurden. Auf dem Gipfel befinden sich natürliche Pools, die sich zum Baden eignen.
16. Sumidero-Canyon in Chiapas
Der Bundesstaat Chiapas bietet dramatische Natur, und der Sumidero-Canyon ist sein Juwel. Die Felswände ragen hier bis zu einem Kilometer hoch über den Wasserspiegel des Flusses Grijalva. Am besten betrachtest du den Canyon vom Deck kleiner Motorboote aus.
17. Romantisches Puerto Vallarta
An der Pazifikküste liegt eine Stadt, die Hollywood schon in den Sechzigerjahren berühmt gemacht hat. Puerto Vallarta hat ein schönes historisches Zentrum mit gepflasterten Gassen und eine lange Strandpromenade (Malecón) voller Skulpturen. Es ist eine freundliche Stadt mit einer großen Expat-Community.
18. Surfer-Hotspot Puerto Escondido
Wenn dich riesige Wellen und eine entspannte Backpacker-Atmosphäre reizen, fahre in den Bundesstaat Oaxaca nach Puerto Escondido. Der Strand Zicatela gehört zu den besten Surfspots der Welt, auch wenn die Wellen hier nur für Profis geeignet sind. Anfänger können in den ruhigeren Buchten in der Nähe üben.
19. Walbeobachtung in Baja California
Die Halbinsel Baja California ist wild und trocken. Die Hauptattraktion ist hier aber die winterliche Migration der Wale. Von Januar bis März ziehen sich riesige Grauwale in die Lagunen zurück. Sie sind so neugierig, dass sie oft bis dicht an kleine Boote heranschwimmen.
20. Tauchen vor der Insel Cozumel
Die Insel Cozumel liegt gegenüber von Playa del Carmen und wird vom zweitgrößten Korallenriff der Welt umgeben. Die Sicht unter Wasser liegt hier oft bei über dreißig Metern. Du findest hier Unterwasserwände, die in dunkle Tiefen abfallen, Schwärme bunter Fische und Meeresschildkröten.
Mexikanische Küche in Kürze
Die mexikanische Küche wurde in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Vergiss aber Fastfood-Ketten mit harten Maisschalen. Die authentische mexikanische Küche basiert auf Mais, Bohnen, Chilischoten, frischem Koriander und Limette.
Wenn du kein Fleisch isst, wird Mexiko für dich ein Paradies sein. An jeder Ecke gibt es großartige vegetarische Optionen. Probiere Quesadillas, gefüllt mit Oaxaca-Käse und Kürbisblüten (flor de calabaza) oder mit Huitlacoche-Pilzen, einer lokalen Delikatesse, die an Trüffel erinnert. Auf der Straße gönn dir Elote, gekochten oder gegrillten Mais, bestrichen mit Mayonnaise, bestreut mit Käse und Chili. Als Vorspeise enttäuscht frisch zerdrücktes Guacamole mit Mais-Nachos nie.
Bei den Fleischspezialitäten werden auf den Straßen oft Tacos al Pastor (vom vertikalen Grill geschnittenes Schweinefleisch) oder das im Süden beliebte Cochinita Pibil (langsam gegartes, zerzupftes Schweinefleisch in Zitrusmarinade) zubereitet. In Oaxaca wiederum regieren die komplexen Mole-Saucen, die Dutzende Zutaten enthalten, darunter Chili und manchmal sogar Schokolade.
💡 Tipp: Hervorragend und erfrischend an heißen Tagen sind die sogenannten Aguas Frescas, leichte Fruchtgetränke. Am häufigsten werden sie aus Hibiskus (Agua de Jamaica), Tamarinde oder aus Reis und Zimt (Horchata) gemacht.
Día de Muertos und Feiertage
Foto: Miguel González / Pexels
Die Mexikaner verstehen es zu feiern wie kaum jemand auf der Welt. Der visuell beeindruckendste Feiertag ist der Tag der Toten (Día de Muertos), der auf die ersten beiden Novembertage fällt. Der Tod wird hier nicht als endgültiges Ende verstanden, sondern als natürlicher Teil des Kreislaufs. Familien bauen zu Hause und auf den Friedhöfen reich verzierte Altäre, legen leuchtend orangefarbene Tagetes und Zuckerschädel darauf.
Am authentischsten wird dieser Feiertag im Landesinneren gefeiert, konkret in Oaxaca oder in den Städten des Bundesstaates Michoacán. Wenn du diese Zeit in Mexiko erleben willst, stell dich darauf ein, dass die Hotels in diesen Regionen oft schon ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht sind und die Preise steil ansteigen. Mehr über die Traditionen liest du in unserem Artikel über den Tag der Toten in Mexiko.
💡 Tipp: Während der Feierlichkeiten zum Tag der Toten finden auf den Straßen Umzüge statt, und die Menschen schminken sich traditionelle Masken namens Catrina ins Gesicht. Lokale Maskenbildner zaubern dir dieses Make-up gerne direkt auf dem Platz für ein paar hundert Pesos.
Wie du deine Reiseroute planst
Foto: Qingju Wen / Pexels
Laut Reisenden ist es ein grundlegender Fehler, beim ersten Besuch die Hauptstadt Mexiko-Stadt auszulassen. Gerade die Kombination aus Stadt und Stränden ergibt die besten Reiserouten.
Wenn du 10 bis 14 Tage Zeit hast, ist ein Roadtrip über die Halbinsel Yucatán die ideale Wahl. Du fliegst nach Cancún, mietest ein Auto und folgst der Route Valladolid, Chichén Itzá, Mérida, Tulum und Bacalar. In zwei Wochen schaffst du Maya-Ruinen, das Baden in Cenoten und karibische Strände, ohne tagelang unterwegs sein zu müssen.
Für eine zweiwöchige Reise mit stärkerem Fokus auf Kultur empfehlen Reisende, in Mexiko-Stadt zu beginnen (4 Tage für Sehenswürdigkeiten und Museen), mit dem Bus nach Puebla und anschließend nach Oaxaca zu fahren. Von Oaxaca kannst du dann einen Inlandsflug an die Küste nehmen – entweder nach Puerto Escondido zum Surfen oder zurück nach Yucatán zum weißen Sand.
Wenn du 3 Wochen oder länger unterwegs bist, kannst du es dir leisten, auch den abgelegeneren Bundesstaat Chiapas zu erkunden oder nach Baja California zu fliegen und Wüstenlandschaft mit Walbeobachtung zu kombinieren. Denk aber immer an die Regel, dass weniger mehr ist. Wähle dir zwei Basislager und unternimm von dort Tagesausflüge.
💡 Tipp: Plane bei den Übergängen immer einen Zeitpuffer ein. Die mexikanischen Busse fahren zwar pünktlich, aber der Stadtverkehr und Kontrollen auf den Straßen können die Fahrt unerwartet in die Länge ziehen.
Praktische Tipps zum Schluss
Foto: Jeffrey Eisen / Pexels
Damit deine Reise so reibungslos wie möglich verläuft, haben wir eine Zusammenfassung der wichtigsten praktischen Ratschläge vorbereitet, die dir Geld und Nerven sparen.
Leitungswasser: In ganz Mexiko ist das Leitungswasser weder für Touristen noch für Einheimische trinkbar. Trinke immer nur abgefülltes Wasser (agua purificada). Um Eiswürfel in Getränken in Restaurants musst du dir keine Sorgen machen, Bars verwenden fabrikmäßig hergestelltes Eis aus speziellen Filteranlagen.
Geldautomaten und DCC:Erfahrungen warnen vor der gefürchteten Touristenfalle DCC (Dynamic Currency Conversion). Der Automat fragt, ob du den Betrag umrechnen und in Euro abrechnen lassen willst. Lehne dieses Angebot immer ab und lass die Transaktion in mexikanischen Pesos ablaufen.
Trinkgeld: In Mexiko ist es üblich, Trinkgeld (propina) zu geben. In Restaurants werden 10 bis 15 % der Rechnung erwartet. Dem Zimmerservice im Hotel gibt man etwa 30 bis 50 Pesos pro Tag und dem Tankstellenpersonal rund 10 Pesos.
Versicherung und Gesundheit: Reise nicht ohne eine gute Reisekrankenversicherung nach Mexiko. Private Kliniken sind auf hohem Niveau, verlangen aber Preise wie in den USA.
Internet: Statt nach der Ankunft die Shops des Anbieters Telcel zu suchen, lohnt es sich, vorab eine eSIM-Karte auf dem Handy zu installieren (zum Beispiel über die App Holafly oder Yesim). Schalte das normale Roaming mit deiner deutschen SIM sofort aus, die Preise pro Megabyte sind in Mexiko astronomisch.
💡 Tipp: Trag immer kleinere Scheine bei dir (20, 50 und 100 Pesos). Straßenverkäufer und Fahrer kleinerer Busse können oft nicht auf einen 500-Peso-Schein herausgeben.
Wohin als Nächstes
Wenn Mexiko dich gepackt hat und du tiefer in die Planung eintauchen willst, haben wir eine Reihe detaillierter Artikel zu konkreten Orten und Situationen vorbereitet. Erfahre mehr darüber, wie du den perfekten Urlaub auf Yucatán planst, lies die Tipps für den Badeort Cancún oder lass dich vom Kulturguide für die Hauptstadt Mexiko-Stadt inspirieren. Wenn du noch überlegst, welchen Monat du für die Reise wählen sollst, schau in den Artikel wann nach Mexiko reisen.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet ein Urlaub in Mexiko?
Kommt auf den Reisestil an. Backpacker kommen mit einem Budget von 40 bis 60 EUR pro Tag aus. Mittelklasse mit Unterkunft in angenehmen Hotels und gelegentlicher Automiete liegt bei etwa 80 bis 120 EUR pro Tag pro Person, Luxusresorts kosten ein Vielfaches mehr.
Brauche ich ein Visum für Mexiko?
Nein, Bürger der Tschechischen Republik benötigen für touristische Reisen bis zu 180 Tagen kein Visum. Es ist jedoch absolut notwendig, einen Reisepass zu haben, der mindestens 6 Monate über die geplante Rückkehr hinaus gültig ist.
Was ist ESTA und warum brauche ich es für meinen Flug nach Mexiko?
ESTA ist eine elektronische Reisegenehmigung für die USA. Wenn Ihr Flug von Europa nach Mexiko auch nur einen kurzen Zwischenstopp in den Vereinigten Staaten beinhaltet, müssen Sie ESTA im Voraus genehmigt haben, sonst dürfen Sie nicht ins Flugzeug.
Welche Steckdosen werden in Mexiko verwendet?
Mexiko verwendet Steckdosen vom Typ A und B, also die gleichen flachen Stecker wie in den Vereinigten Staaten. Europäische Geräte passen nicht hinein, daher solltest du unbedingt einen Reiseadapter einpacken.
Ist es sicher, Streetfood zu essen?
Ja, Straßenessen gehört zu den besten gastronomischen Erlebnissen. Wählt Stände aus, bei denen sich Schlangen von Einheimischen bilden – das ist eine Garantie für schnellen Umsatz der Zutaten und Frische.
Kann man in Mexiko problemlos mit Karte zahlen?
In Supermärkten, Hotels, größeren Restaurants und an Tankstellen kannst du problemlos mit Karte bezahlen. Für Einkäufe auf Märkten, an Straßenständen, in kleinen Bussen (colectivos) und für die Bezahlung von Mautgebühren brauchst du jedoch immer Bargeld.
Kann ich in Mexiko mit einer Drohne fliegen?
Drohnenflüge sind für Ausländer (Nicht-Residenten) in Mexiko offiziell verboten. Deine Drohne wird dir am Flughafen wahrscheinlich nicht abgenommen, aber wenn du sie über Sehenswürdigkeiten oder in archäologischen Zonen benutzt, riskierst du ein hohes Bußgeld.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
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Buche deine Unterkunft clever
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DReasyJet erlaubt jedem Fluggast eine kleine Tasche unter dem Vordersitz mit den Maßen 45×36×20 cm und bis zu 15 kg gratis – großzügiger als Ryanair (40×30×20 cm). Das große Handgepäckstück (56×45×25 cm, 15 kg) kostet extra, online ab etwa 6 Pfund, und ist seit 2023 selbst in den teureren Sitzkategorien Up Front und Extra Legroom nicht mehr enthalten. Beim aufgegebenen Gepäck kannst du zwischen 15 und 23 kg wählen, mit Zubuchung in 3-kg-Schritten bis maximal 32 kg pro Stück; die Preise starten online bei rund 7 Pfund. Wer das große Gepäckstück nicht vorab bucht und erst am Gate bezahlt, zahlt etwa 48 Pfund – deshalb lohnt es sich, alles vorher online zu klären. Die Jahresmitgliedschaft easyJet Plus (rund 249 Pfund) mit kostenlosem großem Handgepäck bei jedem Flug rechnet sich ab etwa acht bis zehn Flügen im Jahr.
Beim Thema easyJet Gepäck hat die Airline unter den Billigfliegern einen riesigen Vorteil, wegen dem wir – Lukáš und ich – sie wirklich mögen: die kostenlose Tasche ist hier richtig groß. Während du dich bei Ryanair oder Wizz Air in kleinere Maße zwängen musst, lässt dich easyJet eine Tasche unter den Sitz stellen, in die sogar ein Wochenendgepäck für zwei passt. 😁
Das heißt aber nicht, dass man bei easyJet nicht draufzahlen kann. Im Gegenteil: Hier lauern ein paar Fallen, in die Leute unnötig tappen, vor allem rund um das große Handgepäck und die teureren Sitze. Du musst nur wissen, wie es geht – dann fliegst du nur mit dem, was kostenlos ist.
In diesem Ratgeber findest du alle Gepäckarten von easyJet für 2026, ihre Maße, Gewichte und Richtpreise, einen kompletten Überblick über die Gebühren sowie die easyJet-Plus-Mitgliedschaft. Die Preise bei easyJet sind dynamisch und meist in britischen Pfund, also nimm sie als grobe Orientierung und prüfe den aktuellen Betrag immer bei der Buchung. Zur Umrechnung: 1 £ entspricht ungefähr 1,15 €.
easyJet Gepäck auf einen Blick
Kleine Tasche kostenlos: großzügige 45×36×20 cm und bis zu 15 kg, passt unter den Sitz, hat jeder.
Großes Handgepäck (56×45×25 cm, 15 kg): nur gegen Aufpreis, oder mit easyJet Plus bzw. dem Tarif FLEXI.
Aufgabegepäck: 15 oder 23 kg, Zukauf in 3-kg-Schritten bis 32 kg pro Stück, online immer günstiger.
Falle: die teureren Sitze Up Front und Extra Legroom beinhalten kein großes Handgepäck.
Online vorab immer günstiger als am Gate, wo du für ungebuchtes Gepäck ein Vielfaches zahlst.
Kleine Tasche kostenlos: 45×36×20 und bis zu 15 kg
Das ist der Hauptgrund, warum ich easyJet beim leichten Packen liebe. Jeder Passagier darf unabhängig vom Tarif eine kleine Tasche kostenlos mitnehmen, mit den Maßen 45×36×20 cm und einem Gewicht von bis zu 15 kg, die unter den Vordersitz passen muss. Zum Vergleich: Ryanair erlaubt kostenlos nur 40×30×20 cm – easyJet ist hier also deutlich großzügiger.
In so eine Tasche passt bei cleverem Packen wirklich viel, locker auch für eine Woche allein. Falls du nicht sicher bist, wie du in diese Größe kommst und nur damit reist, schau dir unseren Ratgeber zum Packen ins Handgepäck an.
💡 Tipp: Auch wenn das Limit bei 15 kg liegt, musst du die Tasche selbst hochheben und unter den Sitz schieben – überlade sie also nicht. Ein weicher Rucksack oder eine Tasche passt besser in die Maßlehre als ein harter Koffer. Wir setzen seit Jahren auf den Handgepäck-Rucksäcke von Osprey.
Großes Handgepäck (56×45×25) und wer es hat
Wenn die kleine Tasche nicht reicht, kannst du auch ein großes Handgepäck mit den Maßen 56×45×25 cm und bis zu 15 kg mitnehmen, das oben in die Gepäckablage kommt. Das ist aber nicht automatisch kostenlos. Du bekommst es, wenn du es online dazubuchst (grob ab etwa 6 £, also rund 7 €), oder wenn du easyJet Plus, den Tarif FLEXI oder das Paket Standard Plus hast.
⚠️ Und jetzt die tückischste Falle bei easyJet: Die teureren Sitze Up Front und Extra Legroom beinhalten KEIN großes Handgepäck. Diesen Vorteil hat easyJet im Juni 2023 gestrichen – auch wenn du also für einen besseren Sitz draufzahlst, musst du die große Tasche trotzdem separat kaufen. Viele zahlen hier unnötig drauf.
Wenn du das große Handgepäck nicht dazubuchst und es ans Gate bringst, verstaut es easyJet gegen eine Gebühr von rund 48 £ (etwa 55 €) im Frachtraum. Es lohnt sich also immer, das online vorab zu regeln, wo es um ein Vielfaches günstiger ist.
Aufgabegepäck: 15, 23 bis 32 kg
Für den längeren Urlaub greifst du zum Aufgabegepäck im Frachtraum. easyJet bietet die 15-kg-Variante nur online zum günstigeren Preis sowie die üblichen 23 kg, wobei du das Gewicht in 3-kg-Schritten bis zu 32 kg pro Stück aufstocken kannst. Pro Person sind bis zu drei aufgegebene Gepäckstücke erlaubt, und die Summe ihrer Maße muss unter 275 cm bleiben.
Gepäck
Maße / Gewicht
Preis (Richtwert)
Kleine Tasche
45×36×20 cm 15 kg
kostenlos
Großes Handgepäck
56×45×25 cm 15 kg
ab ~6 £ online
Aufgabegepäck 15 kg
Maßsumme bis 275 cm
ab ~7 £ online
Aufgabegepäck 23 kg
Maßsumme bis 275 cm
~7–40+ £ online
Aufgabegepäck bis 32 kg
max. 32 kg / Stück
Zukauf in 3-kg-Schritten
Richtwerte für Maße und Preise des easyJet-Gepäcks für 2026. Die Preise sind dynamisch und meist in britischen Pfund – prüfe den aktuellen Wert bei der Buchung auf easyjet.com.
Es gilt dieselbe goldene Regel wie bei allen Billigfliegern: alles online vorab kaufen. Dasselbe Gepäckstück, das du erst am Schalter regelst, kostet dich deutlich mehr. Eine angenehme Ausnahme: Familien dürfen das Gewicht des aufgegebenen Gepäcks über mehrere Stücke einer Buchung teilen, solange kein Stück 32 kg überschreitet.
Großes Handgepäck oder Aufgabegepäck? So entscheidest du dich
Das hängt vor allem von der Reisedauer und der Anzahl der Reisenden ab. Zur Veranschaulichung geben wir dir drei typische Situationen.
Wochenende mit leichtem Gepäck: Hier gewinnt oft die kostenlose kleine Tasche. Dank der großzügigen 45×36×20 cm und 15 kg passt mehr als genug hinein, und du zahlst nichts. Das große Handgepäck brauchst du nur, wenn du wirklich mehr Platz benötigst.
Eine Woche am Meer (allein): Vergleiche den Preis des großen Handgepäcks mit dem 23-kg-Aufgabegepäck. Bei kürzerem Aufenthalt und günstigem Aufpreis gewinnt das Handgepäck – außerdem wartest du nicht am Gepäckband. Brauchst du mehr, greif zum Aufgabegepäck.
Zwei Personen oder Familie: Oft ist ein geteiltes Aufgabegepäck, in das ihr gemeinsam packt, plus die kostenlosen kleinen Taschen für jeden am günstigsten. Es lohnt sich, die Varianten im Warenkorb zu vergleichen, bevor du zahlst.
Alle easyJet-Gebühren (und wie du sie vermeidest)
easyJet verdient, ähnlich wie die anderen Billigflieger, vor allem an Dingen, die du nicht vorab geregelt hast. Hier ein Überblick über die häufigsten. Die Beträge sind Richtwerte in britischen Pfund und am Gate immer am höchsten.
Gebühr
Wie viel (Richtwert)
Wann sie anfällt
Kleine Tasche
kostenlos
immer
Großes Handgepäck online
ab ~6 £
Vorabbuchung
Gepäck am Gate
~48 £ / Stück
ungebuchtes Großgepäck am Gate
Aufgabegepäck am Flughafen
~40–55 £
nicht online vorab gebucht
Übergewicht
~12 £ / kg
Aufgabegepäck schwerer als bezahlt
Richtwerte für easyJet-Gebühren. Fast alle lassen sich durch Vorbereitung vermeiden.
Siehst du das Gemeinsame? Fast jede Gebühr entsteht erst am Flughafen oder am Gate. Wenn du Gepäck und Check-in online erledigst und die Maße einhältst, zahlst du so gut wie nichts extra.
easyJet Plus und Tarife: Wann es sich lohnt
Rund um Gepäck und Sitze hat easyJet mehrere Optionen, in denen man sich verlieren kann. Hier die schnelle Übersetzung.
easyJet Plus: Jahresmitgliedschaft (grob um die 249 £, also rund 285 €) mit kostenlosem großen Handgepäck auf jedem Flug, eigenem Check-in-Schalter, bevorzugtem Boarding, Fast Track und Sitzplatzwahl. Lohnt sich etwa ab acht bis zehn Flügen pro Jahr.
FLEXI: Tarif, der großes Handgepäck und 23-kg-Aufgabegepäck, bevorzugtes Boarding und kostenlose Flugänderungen umfasst.
Standard Plus: ein neueres Paket, das Sitzplatzwahl, 23-kg-Aufgabegepäck, kleines und großes Handgepäck sowie weitere Vorteile bündelt.
💡 Tipp: Wenn du nur ein paar Mal im Jahr mit easyJet fliegst, lohnen sich weder Mitgliedschaft noch teure Tarife. Buch online vorab genau das, was du brauchst – so sparst du am meisten.
Online-Check-in und Bordkarte
Bei easyJet solltest du online einchecken und die mobile Bordkarte in der App nutzen – das ist der einfachste und günstigste Weg. Der Online-Check-in öffnet üblicherweise etwa einen Monat vor Abflug und schließt einige Stunden davor, prüfe das genaue Zeitfenster bei deiner Buchung also rechtzeitig.
Hab die Bordkarte aufs Handy geladen und das Handy gut aufgeladen, damit du am Gate nichts mehr regeln musst. Wichtig ist vor allem ein lesbarer QR-Code.
Spezialgepäck: Kinder, Sport, Instrumente und Tiere
Reist du mit etwas Ungewöhnlichem? easyJet hat dafür eigene Regeln, und bei Kindern ist die Airline angenehm großzügig. Pro Kind darfst du kostenlos bis zu zwei Teile Kinderausstattung aufgeben, etwa Kinderwagen und Autositz, und den Kinderwagen kannst du sogar erst am Gate abgeben. Ein Baby auf dem Schoß hat zusätzlich Anspruch auf eine Wickeltasche bis 45×36×20 cm.
Sportausrüstung wie Ski, Fahrrad oder Golfschläger gehört nur in den Frachtraum, gegen einen Aufpreis von grob 45 £ (rund 52 €) online (am Flughafen mehr), bis 32 kg. Das Fahrrad muss in einer Verpackung verstaut sein.
Und wichtig für alle Tierfreunde: easyJet befördert keine Tiere, weder in der Kabine noch im Frachtraum. Die einzige Ausnahme sind zertifizierte Assistenzhunde, die vorab angemeldet werden müssen. Emotionale Begleittiere zählen nicht. Wenn du also mit Hund oder Katze reist, musst du eine andere Airline wählen.
Flüssigkeiten und was (nicht) ins Flugzeug darf
Die Flüssigkeitsregel hat sich easyJet nicht ausgedacht, sie gilt allgemein an der Sicherheitskontrolle. Flüssigkeiten, Gele und Sprays sind in Behältern bis 100 ml erlaubt, alle zusammen in einem durchsichtigen Beutel bis 1 Liter. Ausgenommen sind Medikamente und Babynahrung in der nötigen Menge.
Dank neuer Scanner erlauben 2026 etliche Flughäfen in Deutschland und Europa auch mehr, aber das gilt nicht überall und unterscheidet sich von Flughafen zu Flughafen. Rechne sicherheitshalber mit 100 ml und nimm mehr als Bonus. Ein super Trick, um das Limit zu umgehen: Steig auf feste und wasserfreie Kosmetik um, die nicht zu den Flüssigkeiten zählt. Mehr dazu schreiben wir im Ratgeber zum leichten Packen.
Steht das Ende des kostenpflichtigen Handgepäcks bevor? (EU 2026)
Vielleicht hast du gehört, dass Handgepäck bei allen Airlines kostenlos sein soll. Da ist etwas Wahres dran, aber auch ein Stück Missverständnis. Das Europäische Parlament hat zwar im Januar 2026 das Recht unterstützt, ein zusätzliches kleines Handgepäck kostenlos mit in die Kabine zu nehmen – nur ist das bislang kein gültiges Gesetz.
Der Vorschlag steckt in den Verhandlungen zwischen Parlament und Mitgliedstaaten fest, und Mitte 2026 droht, dass man sich nicht auf die Ausgestaltung einigt. Bis die Regel in Kraft tritt, gelten die aktuellen Regeln der Airlines, rechne bei easyJet also weiterhin mit dem, was wir in diesem Artikel beschreiben. Verfolge die Lage, aber verlass dich nicht darauf, dass du schon Anspruch auf die große Tasche gratis hast.
Welche Abmessungen hat das Handgepäck bei easyJet?
Jeder Reisende hat Anspruch auf eine kostenlose kleine Tasche mit den Maßen 45×36×20 cm und bis zu 15 kg Gewicht, die unter den Sitz passt. Das große Handgepäck für das Gepäckfach über dem Kopf hat die Maße 56×45×25 cm und 15 kg, dieses erhaltet ihr jedoch nur gegen Aufpreis oder mit easyJet Plus, dem FLEXI-Tarif oder dem Standard Plus-Paket.
Ist Handgepäck bei easyJet kostenlos?
Eine kleine Tasche 45×36×20 cm bis 15 kg ist für alle Passagiere kostenlos und passt unter den Sitz. Großes Handgepäck 56×45×25 cm ist nicht kostenlos, du musst es dazukaufen oder easyJet Plus bzw. einen entsprechenden Tarif haben.
Ist beim teureren Sitzplatz bei easyJet ein großes Handgepäckstück inbegriffen?
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Nein. Die Sitze Up Front und Extra Legroom beinhalten kein großes Handgepäck mehr, easyJet hat diesen Vorteil im Jahr 2023 abgeschafft. Selbst mit einem teureren Sitzplatz müsst ihr euch die große Tasche also separat dazubuchen oder easyJet Plus bzw. einen Tarif haben, der sie beinhaltet.
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Wie viel kostet ein aufgegebenes Gepäckstück bei easyJet?
Die Preise sind dynamisch und üblicherweise in Pfund. Aufgegebenes Gepäck beginnt online bei etwa 7 Pfund und steigt je nach Strecke und Saison auf 40 Pfund oder mehr, am Flughafen ist es deutlich teurer. Das Gewicht kann in 3-kg-Schritten bis zu 32 kg pro Stück hinzugekauft werden. Kauft immer vorab online.
Kann ich bei easyJet einen Hund oder eine Katze mit ins Flugzeug nehmen?
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Nein. easyJet befördert keine Tiere, weder in der Kabine noch im Frachtraum. Die einzige Ausnahme sind zertifizierte Assistenzhunde für Reisende mit Behinderungen, die im Voraus angemeldet und nachgewiesen werden müssen. Wenn ihr mit einem Hund oder einer Katze reist, müsst ihr eine andere Fluggesellschaft wählen.
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TL;DRDer Nordosten Sardiniens punktet mit 12 Tipps für die Costa Smeralda und Umgebung: das luxuriöse Porto Cervo mit seiner Superyacht-Marina, die Strände Spiaggia del Principe, Capriccioli und Liscia Ruja, dazu Cala Brandinchi, auch Klein-Tahiti genannt, sowie die drei Kilometer lange La Cinta bei San Teodoro. Im Norden lohnt sich Santa Teresa Gallura mit dem Strand Rena Bianca, die mondähnliche Felslandschaft von Capo Testa und der Bärenfelsen bei Palau, von wo aus Fähren in 15–20 Minuten zum Archipel La Maddalena übersetzen. Der beste Monat zum Baden ist September, in der Hauptsaison im Juli und August klettern die Temperaturen auf rund 35 °C und die Preise steigen um 40 bis 100 Prozent. Ohne Auto lässt sich die Region kaum erkunden, der Flughafen liegt in Olbia.
Du suchst verzweifelt nach Exotik mit schneeweißem Sand und türkisfarbenem Wasser wie irgendwo in der Karibik, aber allein die Vorstellung eines zwölfstündigen Flugs schreckt dich zuverlässig ab? Genau deshalb ist der Norden Sardiniens ein solches Phänomen. Angeblich handelt es sich um einen der schönsten Winkel ganz Europas, und nach den Fotos und Erzählungen begeisterter Reisender zu urteilen, sieht es hier absolut unglaublich aus. Kristallklares Meer umspült beeindruckende Granitfelsen, und über allem liegt der Duft der wilden mediterranen Macchia.
In diesem Reiseführer findest du 12 Tipps, was man sehen und erleben kann – in der Region rund um die Costa Smeralda und ihrem weiteren Umland. Wir konzentrieren uns auf die fotogensten Orte, ich verrate dir, wo du dich strategisch klug einquartierst und wann die beste Reisezeit ist. Wir spazieren durch die bekanntesten Strände, malerischen Städtchen und wilden Klippen, die man einfach nicht auslassen sollte. Du wirst sehen: Der Norden der Insel bietet weit mehr als nur Luxusjachten und teure Boutiquen.
Der Norden der Insel wird zwar oft mit astronomischen Preisen und der internationalen High Society in Verbindung gebracht, aber lass dich davon nicht abschrecken. Wenn du weißt, wohin du genau steuern musst und was du dagegen meiden solltest, kannst du hier einen absoluten Traumurlaub erleben, ohne dafür eine Niere verkaufen zu müssen. Stell dich darauf ein, dass dich dieses Reiseziel mit seiner Vielfalt verzaubern wird – denn jede Bucht hier sieht ein bisschen aus wie aus dem Katalog für das perfekte Leben.
Strand auf Sardinien
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Die Costa Smeralda ist ein Symbol des Luxus: Sie wurde in den sechziger Jahren erbaut und ist heute ein Zentrum des internationalen Jetsets – doch ihre Strände wie der Spiaggia del Principe sind für alle zugänglich.
San Teodoro bietet Karibik in Europa: Die Strände Cala Brandinchi und La Cinta bestechen mit unglaublich feinem Sand und türkisfarbenem Wasser.
Achtung bei sommerlichen Strandreservierungen: Für die bekanntesten Strände (darunter Cala Brandinchi) musst du in der Saison vorab über eine App einen Platz reservieren und eine Gebühr zahlen.
Der wilde Norden verbirgt Schätze: Die Gegend rund um Santa Teresa Gallura und Capo Testa bietet eine Mondlandschaft voller bizarrer Granitfelsen und traumhafter Sonnenuntergänge.
Der Rosa Strand ist tabu: Der berühmte Spiaggia Rosa im Archipel La Maddalena ist streng geschützt und darf nur aus der Ferne vom Boot aus betrachtet werden – unter Androhung einer hohen Geldstrafe.
Ein Auto ist ein absolutes Muss: Ohne Mietwagen lässt sich der Norden praktisch nicht sinnvoll bereisen, der öffentliche Verkehr ist sehr eingeschränkt.
Wann nach Nordsardinien reisen und wie man sich hier fortbewegt
Bevor du die Koffer packst, solltest du dir klarmachen, was du eigentlich vom Urlaub erwartest, denn das Wetter auf Sardinien verändert sich im Laufe des Jahres unglaublich. Wenn du vor allem im warmen Meer baden möchtest, ist der September die beste Wahl – die größten Sommermassen sind dann schon abgeebbt, aber das Wasser ist nach dem ganzen Sommer noch herrlich warm. Juli und August sind dagegen die absolute Hochsaison, was nicht nur Temperaturen um die 35 Grad bedeutet, sondern vor allem riesige Menschenmengen und extrem überzogene Preise für absolut alles.
April und Mai locken mit blühender Natur und idealen Bedingungen zum Wandern, allerdings hat das Meer dann nur etwa 15 bis 19 Grad. Diese Temperatur ist höchstens für eingefleischte Abhärtungsfans geeignet, der gewöhnliche Sterbliche steigt nur sehr ungern ins Wasser. Der Oktober dagegen ist oft noch sehr angenehm, das Meer hält ordentliche 21 Grad, und du hast viele Buchten fast für dich allein – auch wenn du schon mit gelegentlichem Regen und dem stärkeren Wind namens Mistral rechnen musst.
Das wichtigste Eingangstor zur gesamten Region ist der internationale Flughafen Olbia, zu dem man von Deutschland aus relativ leicht einen Direktflug findet – etwa mit Eurowings oder Lufthansa ab München, Frankfurt oder Berlin, in der Saison auch ab vielen weiteren Flughäfen. Eine weitere Möglichkeit ist die Fähre vom italienischen Festland in die Häfen Olbia oder Golfo Aranci, was ideal ist, wenn du mit dem eigenen Auto reist. Wie auch immer du ankommst: Ohne Auto kommst du hier nicht aus, denn Busse existieren zwar, aber ihre Fahrpläne sind eher als grobe Orientierung zu verstehen – und zu den schönsten Stränden bringen sie dich ohnehin nicht.
Beim Mieten eines Autos solltest du enorm aufpassen, welches Unternehmen du wählst. In Foren warnen Reisende eindringlich vor der Firma Goldcar wegen ihrer sehr aggressiven Methoden, teure Versicherungen aufzudrängen. Greif lieber auf bewährte lokale Anbieter zurück oder fotografiere vorab alles sorgfältig, um Ärger bei der Rückgabe zu vermeiden. Das Fahren auf Sardinien erfordert etwas Geduld, die Straßen sind oft kurvig und die Durchschnittsgeschwindigkeit klettert selten über 40 Kilometer pro Stunde – selbst kurze Strecken kosten also viel Zeit.
Eine absolut entscheidende Sache, auf die du beim Fahren achten musst, sind die sogenannten ZTL-Zonen, also Zonen mit eingeschränktem Verkehr. Sie finden sich in den Zentren vieler Städte, darunter Olbia, und die Einfahrt wird per Kamera überwacht. Das Bußgeld erreicht dich automatisch auch zu Hause und beginnt bei rund 87 Euro. Sobald du ein Schild mit der Aufschrift „Varco Attivo“ siehst, fahre dort auf keinen Fall hinein, sondern lass das Auto lieber auf einem kostenpflichtigen Parkplatz ein paar Straßen weiter stehen.
Wo man im Norden Sardiniens übernachtet
Die Suche nach der idealen Unterkunft in diesem Teil der Insel kann eine echte Nuss sein, denn die Costa Smeralda gilt als mit Abstand teuerste Region ganz Sardiniens. In den Sommermonaten schnellen die Hotelpreise hier um vierzig bis hundert Prozent gegenüber dem Rest des Jahres in die Höhe, und etwas Bezahlbares direkt rund um Porto Cervo zu finden, ist eine Aufgabe für Zauberkünstler. Die Luxusresorts sehen zwar absolut fantastisch aus, aber für ein normales Budget ergeben eher die Randtermine außerhalb der Hauptsaison Sinn.
Wenn du ein deutlich vernünftigeres Preis-Leistungs-Verhältnis suchst, konzentriere dich auf das Städtchen San Teodoro oder die Gegend rund um Santa Teresa Gallura. San Teodoro ist eine großartige Basis für Familien und Paare, von hier aus sind es nur ein paar Minuten zu den berühmtesten Stränden, und abends erwacht das Städtchen zu angenehmem Treiben mit Märkten und offenen Cafés. Santa Teresa Gallura ganz im Norden ist wiederum ideal für alle, die dramatische Klippen vor der Tür haben wollen und vielleicht sogar einen Tagesausflug per Fähre zum benachbarten Korsika erwägen.
Der Nordosten ist der teuerste Winkel der Insel, deshalb gilt hier doppelt: Eine clever gewählte Unterkunft spart Geld und Nerven. Je näher an Porto Cervo, desto höher die Preise – ein Stück weiter in Golfo Aranci oder San Teodoro findest du jedoch vergleichbares Meer zu einem angenehmeren Preis. Wähle danach, was du vom Urlaub erwartest:
✨ Für Luxus und Jetset-Atmosphäre:Hotel Cala di Volpe(Porto Cervo) – die legendäre Adresse der Costa Smeralda mit eigener Lagune; die Preise sind entsprechend, aber das Erlebnis ist unvergesslich.
💑 Für Paare und Meerblick:Gabbiano Azzurro Hotel & Suites(Golfo Aranci) – elegantes Hotel direkt über dem Meer mit Pool; tolles Preis-Luxus-Verhältnis nur einen Katzensprung von der Costa Smeralda entfernt.
👨👩👧 Für Familien mit eigenem Strand:Cala Cuncheddi(Olbia) – eigener Sandstrand und Nähe zum Flughafen Olbia; idealer Start- und Endpunkt für den Familienurlaub im Norden.
💰 Für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis:Due Lune Resort Golf & SPA(San Teodoro) – in San Teodoro am berühmten Strand La Cinta; vergleichbares Meer zu einem Bruchteil der Preise von Porto Cervo.
💡 Ein kleiner Tipp zum Schluss: Die meisten Hotels buchst du über Booking.com mit kostenloser Stornierung, sodass du dir deinen Lieblingsplatz gleich reservieren und später in Ruhe entscheiden kannst. Warte nur nicht zu lange – die begehrtesten Adressen am Meer sind für Juli und August oft schon ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht, und die Preise klettern in der Hauptsaison um zig Prozent nach oben.
Costa Smeralda und Porto Cervo
Schauen wir uns gemeinsam das Herz des Luxus an: die legendäre Smaragdküste, die Costa Smeralda. Bis Anfang der sechziger Jahre war dies nur ein vergessenes, wildes Stück Land voller Weiden, bis Prinz Karim Aga Khan es entdeckte und beschloss, daraus ein exklusives Urlaubsziel für seine wohlhabenden Freunde zu erschaffen. Die Architekten leisteten damals unglaubliche Arbeit, denn alle Bauten mussten die lokalen Traditionen, Farben und Formen streng respektieren, um die umliegende Landschaft nicht zu stören.
Dank dieser strengen Regeln findest du hier heute keine hässlichen Betonhotels, sondern eher niedrige pastellfarbene Villen und Residenzen, die perfekt mit dem allgegenwärtigen Granit und dem mediterranen Grün verschmelzen. Es ist eine Gegend, in die man fährt, um Perfektion zu bewundern, die Atmosphäre des sorglosen Reichtums in sich aufzunehmen und natürlich an Stränden zu entspannen, die der ganzen Küste mit ihrer Farbe ihren smaragdenen Namen gaben.
1. Porto Cervo und seine berühmte Marina
Das Städtchen Porto Cervo ist das absolute Zentrum der Costa Smeralda und angeblich einer der teuersten Ferienorte der Welt. Es entstand praktisch auf der grünen Wiese, eben dank Aga Khan, und seine Architektur erinnert an ein märchenhaftes sardisches Dörfchen, voller verwinkelter Gassen, Laubengänge und Terrakottadächer. Mittendrin findest du den kleinen Platz Piazzetta, gesäumt von Boutiquen der luxuriösesten Weltmarken, wohin der gewöhnliche Sterbliche eher nur zum Schauen durchs Schaufenster kommt.
Luxuriöse Superyacht vor der Küste der Costa Smeralda
Bei einem Besuch darfst du die örtliche Marina auf keinen Fall verpassen, wo in der Sommersaison die größten und teuersten Superyachten des Planeten ankern. Ein Spaziergang rund um den Hafen ist an sich schon ein großes Erlebnis, besonders am frühen Abend, wenn alles erleuchtet wird und die Atmosphäre einen leicht snobistischen, aber dennoch unbestreitbar magischen Hauch bekommt. Halte unbedingt auch bei der kleinen Kirche Stella Maris an, die über dem Hafen thront und einen wunderbaren Blick auf die gesamte Bucht voller schneeweißer Schiffe bietet.
2. Spiaggia del Principe – der Lieblingsstrand des Prinzen
Dieser Strand erhielt seinen Namen nach Prinz Aga Khan, für den dies angeblich der absolut geliebteste Ort an der ganzen Küste war. Wenn du dich ihm über den steinigen, nach Wacholder duftenden Pfad näherst, verstehst du sofort, warum – denn der Anblick der weit geöffneten Bucht mit weißem Sand und unglaublichen Blautönen verschlägt dir schlicht den Atem. Der Strand wird durch einen kleinen felsigen Vorsprung in zwei Teile geteilt und ist größtenteils vor unangenehmem Wind geschützt.
Strand Spiaggia del Principe an der Costa Smeralda
Hier in der Hauptsaison zu parken, kann etwas zum Kampf werden, daher raten Reisende, möglichst früh am Morgen anzukommen, idealerweise schon gegen acht Uhr. Der Parkplatz selbst ist kostenpflichtig, und von dort erwartet dich ein etwa zehnminütiger Spaziergang den Hügel hinab. Auch wenn die Costa Smeralda ein Symbol der Exklusivität ist, ist der Zugang zu diesem herrlichen Strand völlig kostenlos und für alle offen – du kannst das echte Millionärsgefühl also auch mit einem gewöhnlichen Handtuch und der eigenen Brotzeit genießen.
3. Der ikonische Strand Capriccioli
Capriccioli ist eigentlich ein Komplex aus mehreren kleineren Stränden, die durch riesige, von Wind und Wasser glattgeschliffene Granitfelsen voneinander getrennt sind. Diese Steine haben oft eine fast rosa Färbung und bilden mit dem türkisfarbenen Wasser einen absolut ikonischen visuellen Kontrast, den du auf den meisten Postkarten dieser Gegend siehst. Das Wasser ist hier außerdem sehr flach und ruhig, was diesen Ort zu einem riesigen Anziehungspunkt für Familien mit kleineren Kindern macht.
Strand Capriccioli mit Granitfelsen
Die Gegend ist von dichtem Bewuchs aus alten Olivenbäumen und Pinien umgeben, die an heißen Sommertagen den ersehnten Schatten spenden. Auch hier gilt die Regel der frühen Anreise, denn die Parkkapazitäten sind erheblich begrenzt, und nach zehn Uhr vormittags hast du in der Regel keine Chance mehr, auch nur einen freien Platz zu finden. Am Strand kannst du Liegen und Sonnenschirme mieten, aber die Preise sind angesichts der Lage ziemlich astronomisch.
4. Liscia Ruja mit rosafarbenem Sand
Wenn du kleine und enge Buchten nicht magst, wird dich Liscia Ruja bestimmt begeistern, denn es handelt sich um den längsten Strand der gesamten Smaragdküste. Er zieht sich über eine Länge von mehr als einem halben Kilometer, und sein Sand hat an vielen Stellen einen zart rosa Schimmer, was in Kombination mit dem kristallklaren Wasser ein großartiges Schauspiel ergibt. Der Platz ist hier so großzügig, dass du dir sogar im August ein Stückchen nur für dich finden kannst.
Türkisfarbenes Meer und Strand an der Costa Smeralda
Der Zugang zum Strand führt über eine staubige, unbefestigte Straße, für deren Befahren oft eine Gebühr in Form von Tagesparkgeld erhoben wird. Liscia Ruja ist dafür bekannt, dass die Leute hier nicht nur zum Baden herkommen, sondern auch zum Sehen und Gesehenwerden – oft triffst du hier auf verschiedene Beach Clubs mit Musik und Cocktails. Es ist genau der Ort, an dem du dir mit einem Drink in der Hand vorkommst, als würdest du in irgendeinem sommerlichen italienischen Film mitspielen.
Die schönsten Strände des Nordostens und San Teodoro
Bewegen wir uns ein Stück südlicher von Olbia, stoßen wir auf die Gegend rund um das Städtchen San Teodoro, die der Costa Smeralda gekonnt Konkurrenz macht. Genau hier befinden sich die Strände, für die Sardinien so gerne als europäische Karibik bezeichnet wird. Die hiesige Küste ist typisch für lange Streifen feinsten weißen Sandes und Wasser, das so unglaublich klar ist, dass du dutzende Meter weit sehen kannst.
Der große Vorteil von San Teodoro ist, dass es deutlich günstigere Preise für Unterkunft und Essen bietet als die noble Umgebung von Porto Cervo. Du musst dich aber darauf einstellen, dass die örtliche Verwaltung versucht, die fragilen Ökosysteme vor Touristenströmen zu schützen, und deshalb strenge tägliche Besucherlimits einführt. Vorausplanung ist hier absolut entscheidend, denn ohne Smartphone und rechtzeitige Reservierung kommst du im Sommer überhaupt nicht auf die schönsten Sandflecken.
5. Cala Brandinchi alias das sardische Klein-Tahiti
Diesen Strand musst du einfach gesehen haben, Reisende sind sich einig, dass er einer der absoluten Höhepunkte ganz Sardiniens ist. Die Einheimischen nennen ihn ganz zu Recht Klein-Tahiti, denn sein blendend weißer Sand und das unglaublich flache, leuchtend türkisfarbene Wasser erinnern wirklich an die exotischen Inseln im Pazifik. Das Wasser fällt hier so sanft ab, dass es dir selbst fünfzig Meter vom Ufer entfernt kaum bis zu den Knien reicht – ein absoluter Traum für Nichtschwimmer und Familien mit Kindern.
Strand Cala Brandinchi, genannt Klein-Tahiti
Da Cala Brandinchi extrem beliebt ist, gelten hier strenge Regeln und ein tägliches Besucherlimit. Vom 1. Juni bis 30. September musst du dir hier vorab den Zugang reservieren – über die offizielle App von San Teodoro – und eine kleine Ökogebühr zahlen (die genauen Beträge für die aktuelle Saison überprüfst du am besten immer auf der offiziellen Website). Ohne Reservierung lässt man dich an der Schranke auf der Zufahrtsstraße schlicht nicht durch, und du musst unverrichteter Dinge weiterfahren und dein Glück woanders suchen.
6. La Cinta und seine Lagune mit Flamingos
Gleich am Rand von San Teodoro liegt der Strand La Cinta, der mit einer unglaublichen Länge von über drei Kilometern besticht. Es ist ein endloser Streifen aus weißem, pudrigem Sand, an dem man Stunden allein mit langen Spaziergängen am Meer entlang und dem Sammeln kleiner Muscheln verbringen kann. Anders als in den geschlossenen Buchten weht hier oft ein angenehmer Wind, was den Strand zu einem Paradies für Liebhaber von Windsurfing und Kiteboarding macht, die aus ganz Europa herkommen.
Drei Kilometer langer Strand La Cinta in San Teodoro
Das Interessanteste befindet sich aber gleich hinter den Sanddünen des Strandes, wo sich die weitläufige, flache Lagune Stagno di San Teodoro erstreckt. Mit etwas Glück kannst du hier Schwärme wilder rosa Flamingos beobachten, wie sie lässig im flachen Wasser umherstolzieren und nach Nahrung suchen. Diese eleganten Vögel in freier Natur mit dem türkisfarbenen Meer im Hintergrund zu sehen, ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.
7. Golfo Aranci für einen ruhigeren Urlaub
Die Halbinsel Golfo Aranci, die nördlich von Olbia ins Meer ragt, ist ein etwas übersehenes Kleinod, das eine viel ruhigere Atmosphäre als seine berühmteren Nachbarn bietet. Aus dem ursprünglich kleinen Fischerdorf wurde ein sympathischer Ferienort, in dem vor allem italienische Familien gerne Apartments mieten. Der größte Anziehungspunkt der Gegend sind die malerischen Buchten wie Cala Moresca oder Spiaggia Bianca, die vor starken Winden geschützt sind und in denen das Wasser oft spiegelglatt ist.
Ruhiger Strand in Golfo Aranci mit Blick auf die Insel Tavolara
Von fast überall in Golfo Aranci hast du einen absolut faszinierenden Blick auf die majestätische Insel Tavolara. Dieser riesige Kalksteinmassiv erhebt sich direkt aus dem Meer in eine Höhe von über fünfhundert Metern und erinnert an eine Art schlafenden Drachenberg. Der lokalen Legende nach handelt es sich sogar um das kleinste Königreich der Welt, über das die Familie Bertoleoni herrscht – und du kannst dort einen sehr angenehmen Tagesausflug mit dem Boot unternehmen.
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5 Unterkünfte — Hotels, Resorts und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Das Hafenstädtchen Palau dient als wichtigstes Sprungbrett für die Erkundung des Nationalparks des Archipels La Maddalena. Vom Hafen pendeln ständig Fähren, die dich in etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten auf die Hauptinsel bringen – ideal für eine Tageserkundung mit dem Auto. Wenn du aber die abgelegensten und schönsten Inselchen sehen möchtest, reserviere dir unbedingt einen ganztägigen Bootsausflug, von denen im Hafen Dutzende angeboten werden.
Ausflug von Palau als Tor zu La Maddalena
Während der Fahrt machen dich die Guides auf den legendären Spiaggia Rosa, den Rosa Strand auf dem Inselchen Budelli, aufmerksam. Der Sand erhielt seine einzigartige Farbe durch zerriebene Schalen mikroskopisch kleiner Meereslebewesen, leider kannst du ihn heute aber nur vom Deck des Boots aus fotografieren. Seit 1998 gilt hier nämlich ein striktes Betretungsverbot, du darfst nicht einmal im Umkreis von 70 Metern baden, und falls dir in den Sinn kommen sollte, ein wenig vom rosa Sand als Andenken mitzunehmen, droht dir eine astronomische Geldstrafe von bis zu 3.500 Euro.
Santa Teresa Gallura, Capo Testa und der wilde Norden
Der äußerste Norden der Insel zeigt Sardinien in einem etwas anderen, deutlich raueren und wilderen Licht. Die Küste wird hier ununterbrochen vom Nordwestwind Mistral gepeitscht, der über die Jahrtausende die bizarrsten Felsformationen geformt hat, die du dir nur vorstellen kannst. Vergiss die gepflegten Rasenflächen der Costa Smeralda – hier herrscht ungezähmte Natur, endlose Ausblicke auf das aufgewühlte Meer und dramatische Klippen.
Diese Gegend ist strategisch absolut genial, wenn es dich reizt, einen Italien-Besuch mit etwas französischem Charme zu verbinden. Vom Hafen in Santa Teresa Gallura legen nämlich jeden Tag Fähren zum benachbarten Korsika ab, konkret in die wunderschöne Stadt Bonifacio, die ganz am Rand der weißen Kalksteinklippen hängt. Die Überfahrt dauert knapp fünfzig Minuten und ist einer der beliebtesten Tagesausflüge von ganz Sardinien.
9. Santa Teresa Gallura und der Strand Rena Bianca
Das Städtchen Santa Teresa Gallura hat eine wunderbare, fast schon bohemehafte Atmosphäre, und sein Mittelpunkt ist ein lebhafter Platz voller Cafés, an dem sich abends die Einheimischen treffen. Direkt unterhalb der Stadt liegt der Stadtstrand Rena Bianca, der mit der Auszeichnung der Blauen Flagge für die extreme Sauberkeit des Wassers prunkt. Der strahlend weiße Sand kontrastiert hier mit dem tiefblauen Meer, und bei guter Sicht sollst du von hier sogar bis zu den weißen Klippen des erwähnten Korsika blicken können.
Strand Rena Bianca in Santa Teresa Gallura
Über dem Strand erhebt sich stolz der alte aragonesische Wachturm Torre di Longonsardo aus dem sechzehnten Jahrhundert. Der Aufstieg zu ihm lohnt sich vor allem am frühen Abend, denn von den Klippen rundherum eröffnen sich die schönsten Ausblicke auf die ganze Bucht, und du blickst von hier tief in die Straße von Bonifacio. Es ist ein beliebter Ort für Fotografen und Romantiker, die herkommen, um die Schiffe zu beobachten, die zwischen den beiden Inseln hindurchziehen.
10. Mondlandschaft am Capo Testa
Nur ein paar Kilometer von Santa Teresa entfernt liegt die Halbinsel Capo Testa, die vielen Reisenden buchstäblich den Atem verschlägt. Die Natur hat hier aus riesigen Granitfelsen einen Ort gemeißelt, der aussieht wie die Oberfläche eines fremden Planeten. Die Felsen haben hier glatte, abgerundete Formen und erinnern oft an verschiedene Tiere oder menschliche Gesichter – du musst nur etwas Fantasie walten lassen, während du über die schmalen Pfade zwischen ihnen wanderst.
Santa Teresa Gallura, Capo Testa und der wilde Norden
Am äußersten Ende der Halbinsel steht ein einsamer weißer Leuchtturm, der dem ganzen Ort einen fast melancholischen Charakter verleiht. Wer die Gegend gut kennt, empfiehlt, etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang herzukommen und sich einen bequemen Platz auf einem der erwärmten Steine zu suchen. Zu beobachten, wie die untergehende Sonne die ganze Mondlandschaft in feurig-orange Töne taucht, gehört zu den allerstärksten Erlebnissen, die du von hier mitnehmen kannst.
11. Olbia und die Basilika San Simplicio
Die meisten Touristen nehmen Olbia nur als notwendiges Übel, wo sie aus dem Flugzeug steigen und so schnell wie möglich zur Autovermietung hetzen, um ans Meer zu fahren. Das ist aber ein riesiger Jammer, denn diese Hafenstadt hat durchaus etwas zu bieten. Die Hauptader ist die lebhafte Einkaufsstraße Corso Umberto, gesäumt von historischen Häusern und kleinen Boutiquen, die sich abends in eine große Fußgängerzone voller Restaurants und Straßenkünstler verwandelt.
Romanische Basilika San Simplicio in Olbia
Das größte historische Kleinod der Stadt ist zweifellos die romanische Basilika San Simplicio, die aus dem elften Jahrhundert stammt und vollständig aus grob behauenen Blöcken des lokalen grauen Granits errichtet ist. Es ist das älteste und wichtigste kirchliche Bauwerk der gesamten Region Gallura, und ihr schlichtes, aber majestätisches Inneres bietet wunderbare Ruhe und Flucht vor der Sommerhitze. Unter der Basilika wurde zudem kürzlich eine ausgedehnte antike Nekropole entdeckt, die einen kurzen Besuch wert ist.
12. Der Bärenfelsen bei Palau alias Roccia dell’Orso
Der letzte Tipp führt uns ein Stück zurück in die Umgebung des Hafens von Palau, wo sich eines der bekanntesten Naturmonumente der ganzen Insel befindet. Die Roccia dell’Orso, übersetzt Bärenfelsen, ist eine riesige, von Erosion ausgehöhlte Granitformation, die aus dem richtigen Winkel betrachtet absolut perfekt an einen riesigen Bären erinnert, der aufs Meer hinausblickt. Dieser Felsen war sogar schon den antiken griechischen Seefahrern bekannt, denen er als wichtiger Orientierungspunkt bei der Fahrt diente.
Granitlandschaft bei Capo d’Orso mit Blick auf das Archipel La Maddalena
Zum Felsen führt ein gepflegter, kostenpflichtiger Weg, der sich den Hügel hinaufwindet, und der Aufstieg selbst dauert etwa fünfzehn Minuten. Die Belohnung für etwas Schweiß ist nicht nur die Begegnung mit dem steinernen Bären selbst, sondern vor allem ein absolut fantastischer Panoramablick auf das ganze Archipel La Maddalena, Korsika und die türkisfarbene Bucht tief unter dir. Der Wind weht hier fast ununterbrochen stark, also vergiss nicht, auch im heißen Sommer eine leichte Jacke einzupacken.
Was man im Norden Sardiniens probieren sollte
Die Gastronomie auf Sardinien ist ein Kapitel für sich, und es wäre ein riesiger Fehler, sich nur mit internationaler Küche im Hotel zu verpflegen. Die Grundlage des sardischen Tisches ist das traditionelle Hirtenbrot Pane Carasau, das sind extrem dünne und knusprige Fladen, die wegen ihrer Dünne manchmal „Notenpapier“ genannt werden. Diese Fladen findest du in praktisch jedem Restaurant auf dem Tisch, noch bevor du überhaupt bestellt hast.
Wenn du genau wie wir fleischlose Gerichte bevorzugst, musst du das absolute sardische Wunder namens Culurgiones aufspüren. Es sind handgeflochtene Teigtaschen, die mit ihrer Form an eine Weizenähre erinnern, und mit einer absolut genialen Mischung aus Kartoffeln, frischer Minze und Pecorino-Käse gefüllt sind. Als Dessert lass dir dann die Seadas nicht entgehen – große, goldgelb frittierte Ravioli, gefüllt mit jungem Käse, die warm mit einer großzügigen Portion bittersüßem Erdbeerbaum-Honig übergossen werden.
Zum guten Essen gehört hier untrennbar der Wein, und im Norden der Insel regiert eindeutig der Weißwein Vermentino di Gallura. Es ist übrigens der einzige Wein Sardiniens, der mit der höchsten italienischen Zertifizierung DOCG prunkt, und sein mineralischer, leicht salziger Geschmack passt perfekt zum hiesigen Klima. Auf den Speisekarten stößt du auch ganz normal auf typische lokale Spezialitäten wie Spanferkel (Porceddu) oder getrockneten Fischrogen (Bottarga) – Leckereien, auf die die Einheimischen ungemein stolz sind und die sie schon seit Hunderten von Jahren zubereiten.
Wohin als Nächstes
Wenn dich Sardinien gepackt hat und du seine Schönheiten noch tiefer erkunden oder einen Ausflug auf die Nachbarinseln erwägst, schau dir unbedingt die weiteren Artikel an. Sie helfen dir bei der Planung der gesamten Route, gehen detailliert auf die besten Strände ein oder bereiten dich darauf vor, wie es ein Stückchen weiter auf französischem Boden zugeht.
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Häufig gestellte Fragen
Was kann man an der Costa Smeralda sehen?
Die Basis ist das luxuriöse Städtchen Porto Cervo mit seinem berühmten Yachthafen voller Superyachten und Markenboutiquen. Von den Stränden solltet ihr unbedingt Spiaggia del Principe besuchen, das felsige Capriccioli oder den langen Sandstrand Liscia Ruja mit rosafarbenem Sand. Die Architektur der gesamten Küste im Stil sardischer Dörfer ist für sich schon eine große Attraktion.
Ist die Costa Smeralda teuer?
Ja, die Costa Smeralda ist mit Abstand die teuerste Region auf ganz Sardinien. In den Monaten Juli und August steigen hier die Preise für Unterkunft und Dienstleistungen üblicherweise um 40 bis 100 % im Vergleich zum Rest der Insel. Wenn euer Budget knapper ist, empfiehlt es sich, in umliegenden Gegenden wie San Teodoro zu übernachten oder außerhalb der Hauptsaison im Sommer anzureisen.
Welche sind die schönsten Strände im Nordosten Sardiniens?
Neben den Stränden direkt an der Costa Smeralda sind die Strände in der Umgebung von San Teodoro absolut spitze, insbesondere Cala Brandinchi und La Cinta mit der angrenzenden Lagune. Sehr beliebt ist auch der Stadtstrand Rena Bianca in Santa Teresa Gallura oder die traumhafte flache Bucht Cala Moresca in der Nähe von Golfo Aranci.
Was ist Klein-Tahiti auf Sardinien?
Ihren Spitznamen Klein-Tahiti trägt der Strand Cala Brandinchi in der Nähe des Städtchens San Teodoro. Er erhielt ihn dank seines blendend weißen Sands, der Pinien und des unglaublich seichten türkisfarbenen Wassers, das wirklich an die polynesischen Inseln erinnert. In der Hochsaison ist hier eine Voranmeldung über eine spezielle App erforderlich.
Lohnt sich Santa Teresa Gallura?
Auf jeden Fall ja. Es ist ein strategisch gelegenes Städtchen im äußersten Norden der Insel mit dem wunderschönen Strand Rena Bianca und einem lebendigen Zentrum. Außerdem ist es ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die atemberaubende Mondlandschaft auf der Halbinsel Capo Testa, und von hier legen täglich auch die Moby-Fähren zum nahegelegenen französischen Korsika ab.
Wie kommt man von der Costa Smeralda zum La-Maddalena-Archipel?
Die beste und schnellste Möglichkeit ist es, mit dem Auto in das Hafenstädtchen Palau zu fahren (von Porto Cervo aus sind es ungefähr eine halbe Stunde Fahrt). Von Palau aus pendeln ständig regelmäßige Fähren zur Hauptinsel La Maddalena, die Fahrt dauert nur etwa 15 bis 20 Minuten. Alternativ könnt ihr euch in Palau eine ganztägige Bootsrundfahrt zu den schönsten Buchten des Nationalparks reservieren.
Wo übernachten im Nordosten Sardiniens?
Wenn Sie kein Budget im Blick haben und Luxus suchen, ist die Umgebung von Porto Cervo die klare Wahl. Für ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis mit hervorragender Erreichbarkeit der Strände ist San Teodoro ideal, das zudem großartig für Familien ist. Wenn Sie den wilden Norden oder die Inseln erkunden möchten, suchen Sie sich eine Unterkunft in der Nähe von Santa Teresa Gallura oder Palau. Ein riesiger Vorteil ist es, eine Unterkunft in der Nähe der offiziellen Informationszentren zu haben, wo man Sie über die aktuellen Limits an den Stränden berät.
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Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRZu den besten Tipps für Helsinki gehören die Festung Suomenlinna, der Helsinki-Dom mit dem Senatsplatz, die in den Felsen gehauene Temppeliaukio-Kirche, die Markthalle Kauppatori und die Design-Sauna Löyly direkt am Meer. Für Helsinki reichen dir 2 bis 3 Tage, idealerweise ergänzt durch einen Ausflug ins malerische Porvoo oder eine Fährfahrt nach Tallinn (die Überfahrt dauert rund 2 Stunden). Die beste Reisezeit ist Mai bis September, wenn du rund um die Sommersonnenwende die weißen Nächte erleben kannst. Vom Flughafen ins Zentrum fährt der Zug in etwa 30 Minuten, und in der Stadt selbst kommst du bequem zu Fuß oder mit der Straßenbahnlinie 2 voran. Helsinki zählt außerdem zu den vegetarisch- und veganfreundlichsten Städten Europas.
Helsinki wird gerne ein bisschen übersehen. Viele Reisende nehmen die Stadt nur als Zwischenstopp auf dem Weg nach Lappland oder als Tor zur Fähre nach Tallinn wahr – und das ist wirklich schade. Denn Helsinki in Finnland gehört zu den angenehmsten europäischen Zielen für ein verlängertes Wochenende, wo sich skandinavische Gelassenheit mit russischem Flair, weltbekanntem Design, Saunen am Meer und Dutzenden von Inseln in Fährentfernung verbinden. ☺️
In diesem Guide findest du 15 Tipps, was du in Helsinki sehen und erleben kannst – von der Seefestung Suomenlinna über die in den Fels gehauene Kirche und die Designsaunen bis hin zu Ausflügen nach Porvoo oder mit der Fähre nach Tallinn. Ich verrate dir, wann die beste Reisezeit ist, wie du dich günstig in der Stadt bewegst und wo du übernachten kannst.
Die gute Nachricht: Helsinki ist kompakt und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Viele der besten Dinge sind sogar kostenlos und die Stadt ist berühmt für ihre Vegetarier-Freundlichkeit. Wenn es dich von Helsinki aus weiter nach Norden zieht, schau auch in meinen Guide Was man in Rovaniemi sehen kann und in den großen Artikel Was man in Lappland sehen kann.
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Was du nicht verpassen solltest: die Seefestung Suomenlinna, den Dom von Helsinki und den Senatsplatz, die Felsenkirche Temppeliaukio, den Markt Kauppatori und eine Sauna am Meer.
Wann: am besten von Mai bis September, rund um die Sonnenwende genießt du die weißen Nächte. Der Winter ist kalt, aber zauberhaft – dank Weihnachtsmärkten und Saunen.
Verkehr: Vom Flughafen ins Zentrum fährt der Zug in ~30 Minuten. In der Stadt reicht die Straßenbahnlinie 2, die fast alle Sehenswürdigkeiten abklappert, plus die Fähre nach Suomenlinna (alles mit dem normalen HSL-Ticket).
Wie viele Tage: für Helsinki reichen 2 bis 3 Tage völlig aus, idealerweise mit einem Ausflug nach Porvoo oder mit der Fähre nach Tallinn.
Tipp für Vegetarier: Helsinki ist eine der veggie-freundlichsten Städte Europas, du findest hier großartige vegane Bistros und Markthallen.
Die beste Reisezeit für Helsinki ist von Mai bis September. Der Sommer ist warm (im Juli um die 18 bis 20 °C), die Terrassen sind voller Leben, die Inseln locken und die Sonne geht kaum unter. Rund um die Sommersonnenwende erlebst du die weißen Nächte, in denen es nachts so hell ist wie in der Dämmerung – für Spaziergänge und Saunen am Meer einfach magisch. Übrigens, wer sich für das Wetter in Finnland und Helsinki interessiert: Plane für den Sommer leichte Kleidung, aber immer eine Regenjacke ein, das Wetter kann schnell umschlagen.
Wenn du keine Menschenmassen magst, sind Mai und September der ideale Zeitpunkt, mit erträglichem Wetter, weniger Touristen und im September sogar Herbstfarben. Achte nur auf das finnische Fest Juhannus (Mittsommer), an dem sich die Stadt leert und vieles geschlossen hat. Der Winter (Dezember bis Februar) ist kalt und dunkel, hat aber seinen ganz eigenen Reiz: beleuchtete Straßen, Adventsmärkte auf dem Senatsplatz und Saunen, aus denen du direkt ins eisige Meer springst.
Wie du nach Helsinki kommst und dich in der Stadt bewegst
Von Deutschland aus gibt es zahlreiche Direktflüge nach Helsinki, etwa mit Finnair, Lufthansa oder Eurowings von Frankfurt, München, Berlin und Düsseldorf. Die Flugzeit beträgt rund zwei bis drei Stunden. Vom Flughafen Helsinki-Vantaa ins Zentrum fährt die Vorortbahn (Linien I und P) direkt zum Hauptbahnhof, die Fahrt dauert etwa 30 Minuten und das Ticket für die Zone ABC kostet 4,80 €. Einfacher geht’s wirklich nicht.
Foto: Lauri Silvennoinen / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
In der Stadt geht es sich bequem zu Fuß, denn das Zentrum ist kompakt. Ein toller Trick ist die Straßenbahnlinie 2, die an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbeifährt und für den Preis eines normalen Tickets (3,30 €) als günstige Sightseeing-Tour dient. Das gleiche HSL-Ticket gilt auch für die Fähre nach Suomenlinna, einen teuren Hop-on-Hop-off-Bus brauchst du also nicht. 💡 Tipp: Die Helsinki Card lohnt sich nur an einem intensiven „Museumstag“ mit mehreren kostenpflichtigen Eintritten. Vieles vom Besten ist hier nämlich gratis, für einen normalen Besuch kommst du also gut ohne aus. Aktuelle Preise auf der Website des Verkehrsbetriebs HSL.
Wo du in Helsinki übernachten kannst
Am besten wohnst du im Zentrum rund um den Dom und den Bahnhof oder in den Vierteln Kamppi und Punavuori, von wo aus du es nicht weit zum Shopping, zum Design District und zum Nachtleben hast. Böhmisch und günstiger ist das Viertel Kallio. Ich habe ein paar konkrete, gut bewertete Tipps quer durch alle Kategorien ausgewählt, damit du nach Budget wählen kannst.
Ein hervorragendes Preis-Lage-Verhältnis bietet das gemütliche Hotel Finn direkt im Zentrum bei Kamppi, ähnlich praktisch ist das stylische Aparthotel Bob W Kamppi mit Küchenzeile (ideal für einen längeren Aufenthalt) oder das zuverlässige Scandic Helsinki Hub. Wer ein Boutique-Erlebnis sucht, wird das Design-Hotel Hotel St. George, das elegante Lilla Roberts im Design District oder das atmosphärische Hotel Katajanokka in einem ehemaligen Gefängnis bei der Uspenski-Kathedrale lieben.
Festung und Kathedralen: die Helsinki-Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen darfst
Beginnen wir mit dem Ikonischsten, was Helsinki zu bieten hat. Die Seefestung auf den Inseln, der schneeweiße Dom und die in den Fels gehauene Kirche sind die Dinge, derentwegen die Leute hierherkommen. Hier sind vier, die du auf keinen Fall auslassen solltest.
1. Suomenlinna, die Seefestung auf den Inseln
Foto: Michal Pise, Michal.Pise / Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Suomenlinna ist eine weitläufige Festung aus dem 18. Jahrhundert, die sich über sechs miteinander verbundene Inseln in der Bucht vor Helsinki erstreckt und seit 1991 zum UNESCO-Welterbe zählt. Du findest hier Festungsmauern, Tunnel, alte Kanonen, Museen und Cafés – und immer noch leben hier über achthundert Menschen. Es ist die Nummer eins unter den Ausflügen ab Helsinki.
Die Einheimischen kommen zum Picknicken her, also mach es ihnen nach: kauf dir einen Snack in der Markthalle und nimm ihn mit. Auf die Insel kommst du nur per Boot, die HSL-Fähre fährt vom Kauppatori ab und die Überfahrt dauert mit dem normalen Ticket (3,30 €) etwa 15 Minuten. Kauf das Ticket vorab, an Bord wird keins verkauft. Mehr auf der offiziellen Website von Suomenlinna.
2. Der Dom von Helsinki und der Senatsplatz
Foto: Alvesgaspar / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Der Dom von Helsinki mit seinen grünen Kuppeln über der monumentalen Freitreppe ist das meistfotografierte Gebäude Finnlands. Er steht am Senatsplatz, einem einheitlichen klassizistischen Ensemble, das derselbe Architekt zusammen mit der Universität und dem Regierungspalast entworfen hat. Der Blick von den Stufen hinunter auf den Platz ist das beste Helsinki-Foto schlechthin.
Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos und das Innere ist herrlich schlicht. 💡 Tipp: Jeden Tag um 17:49 Uhr startet auf dem Platz eine Klanginstallation, die den ganzen Raum erklingen lässt – eine schöne Kleinigkeit, auf die die meisten Touristen gar nicht stoßen.
Nur einen Steinwurf vom Hafen entfernt thront auf einem Hügel in Katajanokka die Uspenski-Kathedrale, die größte orthodoxe Kirche Westeuropas. Der ziegelrote Bau mit goldenen Zwiebeltürmen ist der komplette Gegensatz zum weißen Dom und zusammen zeigen sie wunderbar die finnische Geschichte im Spannungsfeld zwischen Schweden und Russland.
Der Eintritt ist kostenlos, das Innere reich verziert und vom Hügel hast du einen schönen Blick auf den Hafen und das Zentrum. Verbinde den Besuch mit einem Spaziergang durch das Viertel Katajanokka, das schon für sich genommen malerisch ist.
4. Temppeliaukio, die in den Fels gehauene Kirche
Foto: Suicasmo / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Das hier ist ein absolutes Unikat. Temppeliaukio ist eine lutherische Kirche aus dem Jahr 1969, die direkt in den Granitfels gehauen und von einer Kupferkuppel überdacht ist. Die nackten Felswände, das Licht, das durch einen Kranz von Fenstern unter der Kuppel strömt, und die hervorragende Akustik machen sie zu einem der außergewöhnlichsten Orte der Stadt.
Der Eintritt kostet nur ein paar Euro und oft finden hier Konzerte statt, die einen Besuch lohnen. Die Öffnungszeiten ändern sich je nach Gottesdiensten und Veranstaltungen, also prüfe sie ein paar Tage vorher. Die Kirche liegt im Viertel Töölö, zu Fuß vom Zentrum etwa 15 Minuten.
Markt, Design und das moderne Helsinki
Helsinki ist eine Weltmacht im Design und die moderne Stadtkultur lebt hier in vollen Zügen. Vom Hafenmarkt über die beeindruckende Bibliothek bis zur Sauna am Meer – hier sind vier Tipps, mit denen du das heutige Finnland kosten kannst.
5. Kauppatori und die Alte Markthalle
Foto: Marit Henriksson / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kauppatori, der Marktplatz am Hafen, ist der Puls der Stadt. Zwischen den Ständen mit Essen, Souvenirs und Saisonprodukten flitzen die Möwen umher und gleich nebenan steht die überdachte Alte Markthalle von 1889, voller Delikatessen. Von hier legen auch die Fähren nach Suomenlinna ab.
💡 Tipp: In der Halle ist die Qualität meist höher als an den Außenständen, die oft teurer sind. Gönn dir hier einen Kaffee mit der Zimtschnecke korvapuusti oder deck dich mit Vorräten für ein Picknick auf der Festung ein.
6. Esplanadi und finnisches Design
Foto: Ввласенко / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Der elegante grüne Boulevard Esplanadi ist die Flaniermeile der Einheimischen, gesäumt von Cafés und finnischen Marken wie Marimekko oder Iittala. Im Sommer wird auf der Espa-Bühne gespielt und am Ende residiert das ikonische Café Kappeli. Von hier ist es nur ein Katzensprung in den Design District.
Dieses ausgewiesene Viertel rund um Punavuori versammelt rund zweihundert Adressen: Designläden, Ateliers, Galerien und Boutiquen, dazu das Designmuseum. Wenn dich skandinavische Möbel, Mode oder Schmuck begeistern, verlierst du hier das Zeitgefühl. Eine Karte des Design District bekommst du kostenlos online.
7. Oodi, die schönste Bibliothek, die du je gesehen hast
Foto: ArildV / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Lass dich vom Wort Bibliothek nicht täuschen. Oodi ist ein architektonisches Juwel aus Holz und Glas aus dem Jahr 2018, das gegenüber dem Parlament steht und als Wohnzimmer der ganzen Stadt funktioniert. Du findest hier 3D-Drucker, Nähmaschinen, Spielzimmer und ein Café.
Am schönsten ist die dritte Etage „Book Heaven“ mit ihrer welligen Decke und der Terrasse mit Blick aufs Parlament. Der Eintritt ist völlig kostenlos und es ist die perfekte Zuflucht, wenn es draußen regnet oder friert. Details auf der Website der Bibliothek Oodi.
8. Löyly und Allas Sea Pool: Sauna am Meer
Die Sauna ist für die Finnen heilig und in Helsinki genießt du sie stilvoll. Löyly ist ein architektonisch ausgezeichneter hölzerner Sauna-Komplex an der Ostsee, wo du dich nach dem Aufheizen mit einem Sprung direkt ins Meer abkühlst – im Winter auch ins Eisloch. Es ist die bekannteste Designsauna der Stadt, reserviere aber unbedingt vorab, denn sie ist oft ausgebucht.
Wenn es bei Löyly keinen Platz mehr gibt, setz auf den Allas Sea Pool direkt am Kauppatori, ein schwimmendes Bad mit beheiztem und mit Meerwasserbecken sowie Saunen mit Blick auf den Hafen. Der Eintritt liegt bei etwa 16 bis 22 €. Mehr auf der Website von Löyly.
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Wo man in Helsinki übernachten kann
6 Unterkünfte — Hotels, Wellnesshotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Helsinki lernt man am besten langsam kennen, bei einem Spaziergang durch Parks und Viertel und einem Stopp in einem der hervorragenden Museen. Hier sind vier Tipps, mit denen du die Stadt auch von ihrer ruhigeren und kreativen Seite kennenlernst.
9. Kunstmuseen: Ateneum, Kiasma und Amos Rex
Foto: Finnish National Gallery / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Helsinki hat ein großartiges Museumstrio für jede Stimmung. Das Ateneum zeigt das goldene Zeitalter der finnischen Malerei und Klassiker (dazu van Gogh oder Munch), das Kiasma ist das Nationalmuseum für zeitgenössische Kunst und das unterirdische Amos Rex mit seinen welligen Oberlichtern auf dem Platz ist berühmt für seine instagrammtauglichen Ausstellungen.
Der Eintritt liegt bei etwa 20 bis 23 € pro Museum, aber es lohnt sich, auf die kostenlosen Tage zu achten (das Kiasma hat am ersten Freitag im Monat freien Eintritt). Wenn du der Museumstyp bist, überlege dir die jährliche Museokortti, die die meisten finnischen Museen abdeckt.
10. Das Sibelius-Monument und der Töölö-Park
Foto: Vacatio / Wikimedia Commons, CC0
Das Sibelius-Monument ist die bekannteste Skulptur Finnlands, eine Stahlplastik aus sechshundert hohlen Röhren, die an eine Orgel erinnern, gewidmet dem Komponisten Jean Sibelius. Sie steht in einem schönen Park im Viertel Töölö an der Bucht, sodass sich der Besuch wunderbar mit einem Spaziergang am Wasser verbinden lässt.
Es ist draußen und kostenlos, rund um die Uhr. 💡 Tipp: Vormittags steuern hier die Reisebusse her, für Ruhe und bessere Fotos komm also früh morgens oder gegen Abend.
11. Kallio, das böhmische Viertel der Einheimischen
Foto: Óðinn / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5 ca
Wenn du das authentische Helsinki ohne Touristen sehen willst, mach dich auf ins Viertel Kallio östlich des Zentrums. Das ehemalige Arbeiterviertel ist heute böhmisch, voller Studenten, Künstler, unabhängiger Cafés, Veggie-Bistros, Secondhandläden und günstigerer Bars. Hierher kommen die Einheimischen.
Das Wahrzeichen ist die Kallio-Kirche und in der Nähe liegt die Markthalle Hakaniemi. Es ist das ideale Viertel für einen gemütlichen Vormittag bei einem Kaffee und um echtes Stadtleben aufzusaugen. Übrigens, für Familien mit Kindern ist ganz in der Nähe auch der traditionelle Vergnügungspark Linnanmäki mit kostenlosem Eintritt.
12. Seurasaari, das Freilichtmuseum auf der Insel
Foto: Ralf Roletschek / Wikimedia Commons, FAL
Zwanzig Minuten vom Zentrum liegt die Insel Seurasaari, über einen Steg mit dem Festland verbunden, und darauf ein Freilichtmuseum mit traditionellen finnischen Holzhöfen, Kirchlein und Mühlen, die aus dem ganzen Land hierhergebracht wurden. Es ist ein angenehmer Ausflug ins finnische Land und in die Natur, wo dir zahme Eichhörnchen um die Beine flitzen.
Die Insel selbst ist kostenlos zugänglich und perfekt für ein Picknick und einen Spaziergang, die Häuser mit Führung sind aber nur im Sommer geöffnet (etwa Mitte Mai bis Mitte September). Du kommst mit dem Bus Nummer 24 vom Zentrum hierher.
Die besten Ausflüge ab Helsinki
Helsinki ist eine großartige Basis und gleich hinter der Stadt warten ein paar Ausflüge, die einen eigenen Tag wert sind. Egal, ob du eine malerische Altstadt, finnische Wildnis oder ein ganz anderes Land suchst – hier sind drei Tipps.
13. Porvoo, die malerische Altstadt am Fluss
Foto: Christian David / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Porvoo ist die zweitälteste Stadt Finnlands und der schönste Tagesausflug ab Helsinki. Die malerische Altstadt mit Kopfsteinpflaster und den berühmten rostroten Holzspeichern am Fluss sieht aus wie auf einer Postkarte. Du findest hier Cafés, Handwerkswerkstätten und lokale Schokolade und Lakritze.
Von Helsinki fahren direkte Busse von Kamppi etwa alle halbe Stunde her, die Fahrt dauert rund 40 bis 50 Minuten und im Sommer kann man auch mit dem szenischen Boot über den Fluss fahren. Plane vor Ort vier bis sechs Stunden ein.
14. Nationalpark Nuuksio, finnische Wildnis zum Greifen nah
Foto: Stephan van Helden / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Du denkst, die finnische Wildnis sei weit weg? Irrtum. Der Nationalpark Nuuksio liegt nur etwa 35 km von Helsinki entfernt und bietet typische finnische Taiga, Seen, Blaubeeren und mit etwas Glück sogar ein fliegendes Eichhörnchen. Es ist eine großartige Möglichkeit, die finnische Natur zu kosten, ohne nach Lappland fahren zu müssen.
Der Eintritt ist kostenlos und du kommst auch mit den Öffentlichen her (mit dem Zug nach Espoo und dann mit dem Bus). Die Routen sind unterschiedlich lang und am Eingang steht das Naturzentrum Haltia. Nimm Wasser und Verpflegung mit, denn im Park gibt es keinen Kiosk. Karten auf der Website der finnischen Nationalparks.
15. Tallinn mit der Fähre, das Mittelalter um die Ecke
Foto: Hendrik Mändla / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Das ist mein liebster Bonus. Von Helsinki aus kannst du in zwei Stunden mit der Fähre ins estnische Tallinn fahren und einen Tag in einer der schönsten mittelalterlichen Städte Europas verbringen. Die Altstadt von Tallinn steht auf der UNESCO-Liste, ist völlig anders als Helsinki und obendrein günstiger.
Die Fähren fahren häufig (rund zehn Verbindungen täglich) und als Fußpassagier zahlst du für die Rückfahrt je nach Tag und Uhrzeit etwa 25 bis 80 €. Als Tagesausflug schaffst du es realistisch, achte nur auf die Uhrzeit der letzten Fähre zurück.
Was du in Helsinki essen solltest (auch als Vegetarier)
Helsinki ist eine der vegetarisch- und veganfreundlichsten Städte, die du in Europa findest, wenn du also wie wir kein Fleisch isst, fühlst du dich hier wie zu Hause. Lokale Spezialität ist zwar Lachs (etwa die cremige Lachssuppe) und im Norden Rentierfleisch, aber das erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.
Von den Veggie-Lokalen probiere das voll vegetarische Yes Yes Yes, die beliebten Falafel und Bowls der Kette Fafa’s, die hervorragenden Burger im Bun2Bun oder das libanesische Levant mit Hummus und Mezze. Großartige Veggie-Stände findest du auch in den Markthallen. Und vergiss die finnischen Süßigkeiten nicht: die Zimtschnecke korvapuusti, das Mandel-Himbeer-Törtchen runebergin torttu oder (auf eigene Gefahr) die Salzlakritze salmiakki. ☺️
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Häufig gestellte Fragen zu Helsinki
Wie viele Tage reichen für Helsinki?
Für Helsinki selbst reichen 2 bis 3 Tage vollkommen aus. In dieser Zeit schafft ihr die Hauptsehenswürdigkeiten (Suomenlinna, Dom, Felsenkirche, Markthalle, Sauna) und habt noch Zeit für einen Ausflug, idealerweise nach Porvoo oder mit der Fähre nach Tallinn.
Wann ist die beste Zeit, um Helsinki zu besuchen?
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Am besten sind Mai bis September, wenn es warm ist, die Tage lang sind und alles geöffnet hat. Rund um die Sommersonnenwende kannst du die weißen Nächte genießen. Mai und September sind der sweet Spot ohne Menschenmassen. Der Winter ist kalt und dunkel, lockt aber mit Weihnachtsmärkten und Saunen am Meer.
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Wie komme ich vom Flughafen ins Zentrum von Helsinki?
Am einfachsten ist der Nahverkehrszug (Linien I und P), der vom Flughafen Helsinki-Vantaa direkt zum Hauptbahnhof fährt, in etwa 30 Minuten. Das Ticket für die Zone ABC kostet 4,80 € und gilt 90 Minuten.
Wie bewegt man sich günstig durch Helsinki?
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Das Zentrum ist kompakt und lässt sich zu Fuß erkunden. Für längere Strecken nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel HSL, ein einzelnes Ticket (3,30 €) gilt auch für die Fähre nach Suomenlinna. Die Straßenbahn Nummer 2 fährt zudem an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbei und dient als günstige Stadtrundfahrt.
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Lohnt sich die Helsinki Card?
Helsinki Card lohnt sich vor allem bei einem intensiven Museumstag mit mehreren kostenpflichtigen Eintritten und viel ÖPNV-Nutzung. Da jedoch viele der besten Dinge in Helsinki kostenlos sind (Dom, Uspenski-Kathedrale, Oodi, Esplanadi, Insel Seurasaari), lohnt es sich bei einem normalen Besuch oft nicht.
Kann man von Helsinki einen Ausflug nach Tallinn machen?
Ja, und es ist beliebt. Die Fähre ins estnische Tallinn dauert etwa 2 Stunden und fährt häufig, sodass man bequem einen Tagesausflug in die dortige mittelalterliche Altstadt unternehmen kann. Ein Rückfahrticket für Fußgänger kostet etwa 25 bis 80 €.
Sind Helsinki geeignet für Vegetarier?
Absolut. Helsinki gehört zu den vegetarier- und veganerfreundlichsten Städten Europas. Du findest hier komplett vegetarische Restaurants (Yes Yes Yes), vegane Burger, Falafel-Ketten und tolle Veggie-Stände in den Markthallen.
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TL;DRDer Diamond Circle im Norden Islands ist eine rund 250 Kilometer lange Route, für die du am besten zwei volle Tage einplanst. Sie verbindet den Wasserfall Goðafoss, den Vulkansee Mývatn mit den Schlammfeldern von Hverir und dem Lavafeld Dimmuborgir, Europas mächtigsten Wasserfall Dettifoss, die Schlucht Ásbyrgi und die Walbeobachtungsstadt Húsavík. Als Basis eignet sich Akureyri am besten, von dort erreichst du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten problemlos an einem Tag. Die beste Reisezeit ist Ende Mai bis September, im Herbst stehen die Chancen zudem gut, Nordlichter zu sehen. 2026 solltest du eine neue Kilometersteuer für Mietwagen einplanen, außerdem bleiben die Mývatn Nature Baths geschlossen, da sie zur Earth Lagoon umgebaut werden.
Als Lukáš und ich am achten Tag unseres großen Roadtrips Ende September in den Norden von Island kamen, war das eine unglaubliche Erleichterung. Der Golden Circle im Süden ist zwar wunderschön, aber ehrlich gesagt bilden sich dort an den bekanntesten Orten manchmal regelrechte Schlangen fürs Foto und man hat das Gefühl, eher in einer Fußgängerzone als in der Wildnis zu stehen.
Sobald du aber die gedachte Grenze überschreitest und dich aufmachst, Nordisland zu erkunden, beginnt die Landschaft viel langsamer zu atmen, die Straßen leeren sich wie durch ein Wunder und die Natur zeigt dir endlich ihr rohes, ungezähmtes Gesicht.
Der Norden der Insel verbirgt ein gigantisches vulkanisches Labor, die mächtigsten Wasserfälle Europas und malerische Buchten, in denen eine beruhigende Stille herrscht. In diesem Artikel findest du 12 Tipps, was du sehen und erleben kannst auf der Route, die unter dem englischen Namen Diamond Circle (Diamantenkreis) bekannt geworden ist – und du erfährst, warum du diese Region in Island auf keinen Fall verpassen solltest.
Ich verrate dir, wie du deinen Reiseplan zusammenstellst, wo du clever übernachtest und wie viel dich der ganze Spaß kostet – inklusive aller Änderungen und Neuerungen für das Jahr 2026.
Luftaufnahme des Wasserfalls Goðafoss auf Island
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Der Norden der Insel ist viel ruhiger als der Süden, und für die Fahrt entlang des Diamond Circle (rund 250 Kilometer) brauchst du idealerweise zwei volle Tage.
Die beste Basis für Ausflüge ist das Städtchen Akureyri, von dem aus du bequem zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten gelangst und tolle Cafés sowie die günstigsten Supermärkte findest.
2026 musst du auf die neue Kilometersteuer bei Mietwagen achten und auf die komplette Renovierung der berühmten Thermalbäder am See Mývatn.
Zum mächtigsten Wasserfall Dettifoss führt von Westen eine schöne Asphaltstraße (Straße 862), für die ein normales Auto völlig ausreicht, während die Ostseite eine wilde Schotterpiste ist, die eher für Geländewagen geeignet ist.
Lukáš und ich haben gar nicht gezeltet, weil es im Herbst schon ziemlich kalt wird, sondern haben gemütliche Pensionen und Apartments mit Gemeinschaftsküche genutzt, in denen wir uns unsere eigenen vegetarischen Gerichte gekocht haben.
Die Planung einer Reise in den Norden der Insel erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit als ein gewöhnlicher Ausflug an die Südküste, denn das Wetter kann hier viel tückischer sein und die Entfernungen sind beträchtlich. Von Reykjavík nach Akureyri sind es auf der Hauptstraße Ring Road rund 380 Kilometer, was du im Sommer in etwa fünf Stunden reiner Fahrzeit schaffst – auch wenn du in der Realität wegen der Fotos alle zwanzig Minuten anhalten wirst.
Wer sich vom Steuer erholen will, kann auch die lokalen Buslinien Strætó nutzen, aber die Fahrt dauert damit gut acht bis zehn Stunden. Das Ticket kostet recht happige 13 200 ISK (etwa 90 €), sodass es sich zu zweit finanziell überhaupt nicht lohnt.
Lukáš und ich haben seit Langem gute Erfahrungen mit DiscoverCars gemacht, über das wir uns weltweit unsere Autos mieten – und auf Island gilt das doppelt.
Wenn du im Sommer herkommst und vorhast, dich an die asphaltierten Hauptstrecken inklusive der Straße zur Westseite des Dettifoss zu halten, kommst du problemlos mit einem normalen Auto mit Zweiradantrieb aus. Wir sind den Norden allerdings Anfang Oktober gefahren, als bereits Nachtfrost und Schnee drohten – deshalb hatten wir einen Allradwagen gemietet und eine Versicherung gegen Steinschlag (Gravel Protection), die auf Island absolut notwendig ist, denn selbst auf der Ringstraße triffst du manchmal auf Schotterabschnitte und die Reparatur der Windschutzscheibe kostet ein Vermögen.
Außerdem hat die isländische Regierung 2026 die klassische Treibstoffsteuer abgeschafft – das Benzin wurde dadurch zwar auf rund 305 ISK pro Liter (etwa 2,10 €) billiger, aber neu fällt eine Kilometersteuer an, die für normale Pkw bis dreieinhalb Tonnen 6,95 ISK pro gefahrenem Kilometer (rund 0,05 €) beträgt.
Manche Vermieter rechnen das am Ende laut Tacho ab, andere lösen es über eine Pauschale von rund 1 390 bis 1 550 ISK pro Tag, also kalkuliere das auf jeden Fall in dein Reisebudget ein.
Die schönste Reisezeit ist von Ende Mai bis September, wenn du den großen Schneestürmen entgehst und die langen Sommertage voller Mitternachtssonne genießt – wobei du dafür unbedingt eine blickdichte Schlafmaske in den Koffer packen solltest, sonst schläfst du kaum.
Wir haben den Herbsttermin vor allem wegen der Polarlichter geliebt, denn der Norden bietet viel mehr klare, wolkenfreie Nächte als der regnerische Süden. Auch wenn das Sonnenmaximum letztes Jahr stattfand, ist die Sonnenaktivität 2026 noch immer extrem stark und weit über dem Durchschnitt. Du musst nur die App des Icelandic Met Office verfolgen und nach einem KP-Wert von 2 oder höher Ausschau halten.
Ich empfehle außerdem dringend, die Website Safetravel.is stets griffbereit zu haben, auf der du aktuelle Warnungen vor starkem Wind oder eventuelle Straßensperrungen findest – das hat uns übrigens vor einem ordentlichen Schlamassel bewahrt. Und nicht zuletzt: Vergewissere dich vor der Reise, dass du die physische PIN deiner Bankkarte kennst, denn an vielen Selbstbedienungstankstellen rettet dich das Bezahlen per Handy leider nicht.
Wo übernachten und wie viel kostet Nordisland
Übernachtungen auf Island können den Geldbeutel ordentlich strapazieren, aber wenn du weißt, wo du suchen und wie du deine Reise organisieren musst, muss das nicht in den finanziellen Ruin führen. Ein mittleres Budget für ein Paar für eine Woche bewegt sich bei rund 3 600 bis 3 800 € inklusive Flügen und Auto, wobei der größte Posten gleich nach der Anreise das Dach über dem Kopf ist. Wir haben unsere Reise so geplant, dass wir unter festem Dach im Warmen geschlafen haben, denn die Herbstnächte können wirklich eisig werden und Zelten reizte uns nicht besonders.
Wir haben bewusst kleinere familiäre Pensionen, Hostels oder Apartments mit Zugang zu einer Gemeinschaftsküche ausgewählt, was aus unserer Sicht die beste Wahl zum Geldsparen war. Booking.com ist unsere liebste Suchmaschine für Unterkünfte, und wir haben immer versucht, Orte zu finden, an denen wir pro Nacht für zwei Personen rund 20 000 bis 25 000 ISK (etwa 135 bis 170 €) bezahlen.
Der ideale strategische Ausgangspunkt zur Erkundung des Nordens ist definitiv Akureyri, wo du die meisten Möglichkeiten und Geschäfte zum Auffüllen der Vorräte findest. Wenn du dir direkt in der Stadt etwas Luxus gönnen willst, schau dir die Hotels Kea oder Berjaya an, in denen die Preise pro Nacht ab 88 Dollar aufwärts liegen. Für Rucksackreisende ist das lebhafte Hostel Akureyri Backpackers eine super Wahl, wo du leicht andere Reisende triffst und Inspiration für Ausflüge sammelst.
Alternativ kannst du auch eine Unterkunft direkt in der Gegend rund um den See Mývatn versuchen, wo es etwas teurer ist, dafür aber atemberaubende Ausblicke direkt vor der Tür hast. Fantastisch sind etwa das Hotel Laxá oder der beliebte Farmstay Vogafjós, von dem sich übrigens zauberhafte morgendliche Ausblicke auf die über dem See aufgehende Sonne eröffnen – du musst nur lange im Voraus reservieren.
Wenn du dagegen eine morgendliche Walbeobachtung planst, ergibt es enorm viel Sinn, die Nacht gleich in Húsavík zu verbringen, wo das sehr beliebte Fosshotel oder das gemütliche familiäre Cape Hotel liegen, von denen aus es nur ein paar Minuten angenehmer Fußweg zum Hafen ist.
💡 Konkrete Übernachtungstipps (Preise und Verfügbarkeit prüfst du über Booking, reserviere rechtzeitig – in der Saison und rund um die Sonnenfinsternis 2026 sind die Zimmer Monate im Voraus weg):
Akureyri und Umgebung: 3 Tipps, was du in der Metropole des Nordens sehen solltest
Wenn du nach mehreren Tagen in der Wildnis zum Fjord Eyjafjörður hinabfährst und vor dir die Lichter von Akureyri (gesprochen a-ku-rej-ri) auftauchen, hast du das Gefühl, in einer gigantischen Großstadt angekommen zu sein – obwohl hier nicht einmal dreißigtausend Menschen leben. Das Städtchen ist bezaubernd, die roten Ampeln haben hier die Form kleiner Herzchen und du findest eine hervorragende Infrastruktur zum Auftanken neuer Energie, sodass es zweifellos die Hauptstadt des gesamten Nordens ist.
1. Das Zentrum von Akureyri und der wunderbare botanische Garten
Das Zentrum selbst durchläufst du in etwa zwanzig Minuten, aber es lohnt sich definitiv, an der ikonischen Kirche Akureyrarkirkja Halt zu machen, zu der eine schier endlose Treppe führt und von der sich ein schöner Blick über die Stadt eröffnet.
Das Zentrum von Akureyri und der wunderbare botanische Garten
Steuere danach den örtlichen botanischen Garten (Lystigarðurinn) an, was fünfzig Kilometer südlich des Polarkreises wie ein völliger Unsinn klingt, aber dank eines speziellen Mikroklimas wachsen hier tatsächlich Tausende Pflanzenarten aus aller Welt. Der Eintritt in das gesamte Areal ist komplett kostenlos und im Sommer ist es eine perfekte Oase der Ruhe – wir haben ihn allerdings eher im Herbst bewundert, als die Bäume in allen erdenklichen Farben leuchteten und das fallende Laub eine ungemein romantische Atmosphäre schuf.
Bevor du weiter nach Osten fährst, mach hier unbedingt einen großen Einkauf im örtlichen Supermarkt Bónus, den du zuverlässig am riesigen gelben Logo mit dem schielenden rosa Schweinchen erkennst. Sie haben hier die mit Abstand besten Preise der ganzen Insel, und wir haben uns hier einen Berg Zutaten für unser abendliches Kochen gekauft, um nicht Hunderte Euro in Restaurants entlang der Strecke ausgeben zu müssen, wo die Auswahl für uns Vegetarier manchmal doch etwas eingeschränkt ist.
Ich empfehle außerdem, den Tank vollzumachen, denn die Tankstellen in der Wildnis weiter auf der Route sind meist teurer und manchmal zicken dort die Bezahlterminals. Kauf aber niemals abgefülltes Wasser – das isländische Leitungswasser ist hervorragend, voller Mineralien und überall kostenlos verfügbar.
2. Baden im Waldthermalbad Forest Lagoon
Wenn du eine ruhige Alternative zur überteuerten Blue Lagoon im Süden suchst, die zudem wegen der unberechenbaren vulkanischen Aktivität oft geschlossen oder evakuiert ist, dann ist die Forest Lagoon (Skógarböð) ein Stück außerhalb von Akureyri meiner Meinung nach aktuell das absolut beste Baderlebnis der Insel. Dieses neue Premium-Thermalbad ist clever in einen stillen Birkenhain mit Blick direkt auf den tiefen Fjord eingebettet und bietet ein unglaubliches Erlebnis ohne riesige Menschenmassen kreischender Touristen.
Baden im Waldthermalbad Forest Lagoon
Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet rund 5 990 ISK (etwa 41 €) und das Wasser aus natürlichen Thermalquellen hat perfekte 38 bis 40 Grad, was nach einem ganzen Tag des Frierens draußen einfach eine Wonne ist. Pass nur gewaltig auf die unerbittliche isländische Schwimmbad-Etikette auf, von der viele Ausländer keine Ahnung haben.
Vor dem Betreten des Wassers musst du dich komplett nackt und mit Seife duschen, und die Badekleidung ziehst du erst sauber gewaschen an, denn das hiesige Wasser wird viel weniger gechlort und Sauberkeit ist hier heilig. Wenn du versuchst, in Badekleidung in die Dusche zu schlüpfen, erntest du sehr scharfe Blicke und der örtliche Bademeister schickt dich höchstwahrscheinlich sehr schnell zurück in die Umkleide. Ich empfehle, die Tickets für die Forest Lagoonrechtzeitig im Voraus zu reservieren, oft ist es hier ausgebucht.
3. Märchenhafter Sonnenuntergang am Goðafoss
Rund fünfunddreißig Minuten zügige Autofahrt Richtung Osten von Akureyri auf der Hauptstraße Nummer 1 triffst du auf einen der schönsten Wasserfälle der gesamten Route, der die Form eines perfekten breiten Hufeisens hat und als sinnbildliches Eingangstor zum Diamond Circle fungiert. Der Goðafoss, der Wasserfall der Götter, stürzt zwar nur zwölf Meter in die Tiefe, aber die riesige Masse türkisfarbenen Gletscherwassers aus dem Fluss Skjálfandafljót, die sich an den scharfen Basaltfelsen bricht, bietet ein absolut hypnotisches Schauspiel.
Westfjorde auf Island mit Schafen auf grüner Wiese
Mit ihm ist ein Schlüsselmoment der isländischen Geschichte aus dem Jahr 1000 verbunden, als der einflussreiche hiesige Gesetzessprecher Þorgeir Ljósvetningagoði nach langem Nachdenken beschloss, dass Island offiziell das Christentum annehmen würde, um einen drohenden blutigen Bürgerkrieg zu verhindern. Als Zeichen dieses radikalen Schritts warf er seine geschnitzten Holzfiguren der alten nordischen Götter direkt in die schäumenden Fluten – und genau daher stammt der erhabene Name des Wasserfalls.
Wir kamen am Ende unseres neunten Tages genau in dem Moment an, als die Sonne hinter dem Horizont versank und sich der ganze Himmel in unwirkliche Schattierungen von kräftigem Violett und Orange färbte. Es war zwar schon furchtbar kalt und ich musste eine Wollmütze und Winterhandschuhe tragen, aber dort nur mit einer Handvoll anderer Mutiger zu stehen und diesem donnernden Naturelement zu lauschen, zählt zweifellos zu den schönsten romantischen Erlebnissen ganz Islands.
Der Stopp dauert etwa eine Stunde, das Parken kostet rund 750 bis 1 000 ISK und vom Auto bist du an beiden Aussichtspunkten an den gegenüberliegenden Ufern in nur wenigen Minuten bequemen Fußwegs.
4. Skifahren und städtische Schwimmbäder zum Aufwärmen
Falls du zufällig in den Wintermonaten reist und aktive Erholung liebst, verbirgt Akureyri ein riesiges Geheimnis: das fantastische Skigebiet Hlíðarfjall, das direkt über der Stadt liegt. Es ist das konkurrenzlos beste Skigebiet der ganzen Insel mit perfekt präparierten Pisten und einem Blick auf den Ozean, der dir bei der Abfahrt den Atem raubt.
Skifahren und städtische Schwimmbäder zum Aufwärmen
Egal, ob du vom Skifahren oder von einem ganztägigen Trek zurückkehrst – lass auf keinen Fall den Besuch des klassischen Stadtbads in Akureyri aus, in das vor allem die Einheimischen nach der Arbeit zum Entspannen gehen. Für nur 1 200 ISK (etwa 8 €) bekommst du Zugang zu mehreren Außen-Hot-Pots mit verschiedenen Temperaturen, großen Schwimmbahnen und Dampfsaunen – eine herrlich günstige und absolut authentische Alternative zu den teuren Touristenbädern.
Genau in diesen heißen Becken spielt sich auf Island das gesamte gesellschaftliche Leben ab und du besprichst hier mit den Einheimischen wirklich alles – von der Politik bis zum Wetter.
💡 Tipp: Eintrittskarten und organisierte Ausflüge (auf Island und in der Umgebung) lohnt es sich vorab online bei GetYourGuide zu buchen, in der Saison füllen sie sich schnell.
Die Wunder des Sees Mývatn: 5 Orte wie von einem anderen Planeten
Sobald du dich mit dem Auto dem See Mývatn näherst, beginnt sich die umliegende Landschaft in eine seltsame Gestalt zu verwandeln, die wie von einem völlig anderen Planeten voller erstarrter Lava und dampfender Krater wirkt. Das ganze Gebiet ist nämlich das geologische und vulkanische Herz des Nordens. Rechne aber mit einer kleinen und ungemein lästigen Unannehmlichkeit, denn der Name Mývatn bedeutet übersetzt „Mückensee“.
Pseudokrater des Sees Mývatn in der Winterlandschaft Nordislands
In den Sommermonaten, besonders bei völliger Windstille, schwärmen an seinen flachen Ufern buchstäblich schwarze Wolken winziger Insekten. Diese Biester stechen dich zum Glück zwar überhaupt nicht, aber sie krabbeln dir unerbittlich und beharrlich in Augen, Nase und Ohren. Wenn du also im Juli oder August reist, pack unbedingt ein schützendes Kopfnetz in den Rucksack, das erspart dir viele Nerven. Wir hatten im Herbst zum Glück kein Problem mehr mit den Mücken und konnten in aller Ruhe all diese bizarren Naturphänomene genießen.
5. Hverir und der blubbernde Schlamm auf dem Mars
Dieses faszinierende geothermale Feld riechst du zuverlässig viel früher, als du es über den Hügel überhaupt zu Gesicht bekommst, denn der intensive Schwefelwasserstoff-Geruch nach faulen Eiern haut dir sofort beim Öffnen der Autotür auf dem Parkplatz in die Nase. Hverir, auch Námafjall genannt, ist eine ständig dampfende und aggressiv zischende Ebene voller blubbernder Schlammvulkane, rauchender Fumarolen und unwirklich gefärbter Erdkruste, die in allen Schattierungen von Gelb, Orange und Grau spielt.
See Mývatn mit rostigen Pseudokratern und schneebedecktem Berg
Lukáš und ich sind hier etwa anderthalb Stunden umhergewandert, und ich habe die ganze Zeit fasziniert wiederholt, dass ich mir genau so einen einsamen Spaziergang über den Mars vorstelle, denn die umliegenden Hügel haben überhaupt keine Vegetation. Es gibt hier aber eine absolut grundlegende Regel, die du unbedingt einhalten musst: ausschließlich auf den markierten Holzstegen und abgegrenzten Wegen zu bleiben.
Die Erdkruste ist hier tückisch und unsichtbar dünn, der allgegenwärtige graue Schlamm darunter hat eine Temperatur von über hundert Grad, und der kleinste Schritt daneben könnte für dich wirklich sehr ernste Verbrennungen bedeuten, also sei äußerst vorsichtig.
6. Dimmuborgir, die Dunklen Burgen
Nur ein kurzes Stück Fahrt vom See selbst triffst du auf ein weitläufiges Feld riesiger schwarzer Lavasäulen und geheimnisvoller Höhlen, die sich wie die Ruinen einer uralten gotischen Stadt zum Himmel erheben. Diese Formationen entstanden vor Tausenden Jahren in dem Moment, als sich ein ausgedehnter Lavasee nach einer Eruption schnell abkühlte und seine obere Kruste mit gewaltigem Getöse zusammenbrach.
verschneite Lavaformationen Dimmuborgir am See Mývatn auf Island
Durch das Labyrinth versteinerter schwarzer Lava führen heute bequeme markierte Wege, die du je nach Länge und Schwierigkeit auswählen kannst, wobei dieses gewaltige Areal komplett kostenlos zugänglich ist.
Fans der Serie Game of Thrones erkennen diesen Ort wahrscheinlich sofort, denn hier wurden im Winter die berühmten Szenen des eisigen Lagers der Wildlinge jenseits der Mauer gedreht. Die Gesamtatmosphäre ist hier herrlich mystisch, und alte lokale Legenden besagen außerdem, dass genau in diesen dunklen Türmen und Tunneln die gefürchteten isländischen Weihnachtskobolde namens Jólasveinar wohnen.
Diese kriechen angeblich jedes Jahr im Dezember aus ihren Höhlen und treiben den Menschen in den Dörfern allerlei boshafte Streiche – vom Wurststehlen bis zum Türenknallen.
7. Die romantische Höhle Grjótagjá
Beim Vorbeifahren am See mach einen kleinen Abstecher zu einer unscheinbaren Erdspalte, in die du sehr vorsichtig über rutschige Felsbrocken hinabsteigen musst, um dich in der kleinen, intimen Lavahöhle Grjótagjá voller glasklaren türkisfarbenen Wassers wiederzufinden. Grjótagjá diente den Einheimischen früher als geheimer und ungemein beliebter Ort zum Baden in wilder Natur.
Die romantische Höhle Grjótagjá
Nach einer Reihe wilder Vulkanausbrüche des nahen Vulkans Krafla in den siebziger und achtziger Jahren erhitzten sich die unterirdischen Quellen allerdings so stark, dass man es heute darin nicht aushält und jegliches Baden unter Androhung einer Geldstrafe streng verboten ist.
Dieser Ort erlangte abermals durch Game of Thrones enorme weltweite Berühmtheit, denn genau hier brach Jon Snow seinen Schwur der Nachtwache mit der Wildling-Frau Ygritte – und so wechseln sich hier heute leider die Touristenscharen für ein schnelles Instagram-Foto ab. Halte hier aber unbedingt für zehn Minuten an, klettere vorsichtig hinab, sauge diese feuchte, heiße Atmosphäre ein und versuche, ganz leicht die spiegelglatte Wasseroberfläche zu berühren – dann merkst du selbst, dass das Wasser wirklich eine Temperatur hat, in der du dir bequem deinen Nachmittagstee kochen könntest.
8. Earth Lagoon: Die große Neuerung für 2026
Nach einem langen, ermüdenden Tag in Vulkanstaub, Wind und ständigem Schwefelgeruch bekommst du sicher Lust, in heißes Thermalwasser einzutauchen und deine überanstrengten Muskeln zu entspannen – aber am Mývatn musst du aktuell besonders auf den Baukalender achten. Das ursprüngliche und bei Reisenden sehr beliebte blaue Thermalbad Mývatn Nature Baths (isländisch Jarðböðin) hat am 1. Januar 2026 komplett geschlossen wegen umfangreicher Abriss- und Umbauarbeiten, sodass es in der ersten Jahreshälfte leider komplett außer Betrieb ist.
Earth Lagoon
Laut offiziellen Informationen soll dieser ikonische Komplex hoffentlich im Frühjahr oder zu Sommerbeginn unter dem neuen Namen Earth Lagoon wiedereröffnen – mit einem riesigen neuen Gebäude, einem um fünfunddreißig Prozent größeren Becken und Kapazität für fast sechshundert Personen. Der Basiseintritt, das sogenannte Earth Essential, soll bei 7 900 ISK (rund 54 €) beginnen, während die Premium-Variante Signature 9 900 ISK kostet.
Wenn du in der Zeit herkommst, in der noch die Bauarbeiten laufen und das Areal geschlossen ist, verzweifle überhaupt nicht und fahr entweder zurück zur luxuriösen Forest Lagoon bei Akureyri oder weiter nach Norden zum herrlichen Meeresthermalbad GeoSea in Húsavík.
9. Die Pseudokrater Skútustaðagígar
Am Südufer des Sees Mývatn darfst du auf keinen Fall die wundersamen grünen Hügel verpassen, die wie perfekte Miniaturen riesiger Vulkane aussehen und direkt im Wasser sowie an Land verstreut sind. Es handelt sich um die sogenannten Pseudokrater Skútustaðagígar und ist eines der vielen kostenlosen geologischen Wunder dieser fantastischen Gegend. Das Überraschende an ihnen ist, dass aus ihnen niemals in der Geschichte auch nur ein Tropfen Lava sprudelte.
Vulkankrater Víti bei Krafla auf Island aus der VogelperspektiveDie Pseudokrater Skútustaðagígar
Sie entstanden nämlich so, dass sich ein glühender Strom fließender Lava über sumpfiges, wassergefülltes Gelände ergoss, das Wasser sich unter der undurchlässigen Kruste sofort in eine riesige Menge Dampf verwandelte und die darauffolgenden massiven Explosionen die Erde in die Form perfekter Krater schleuderten.
Heute sind diese Hügel mit weichem Gras bewachsen, um sie herum führen schöne Aussichtspfade und sie sind außerdem ein fantastischer Ort zur Beobachtung Dutzender Arten seltener nordischer Vögel, die am See Mývatn regelmäßig nisten.
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Dettifoss, Ásbyrgi und Húsavík: 6 Erlebnisse voller wilder Natur
Wenn du dich vom vulkanischen Höllenschlund auf der Route weiter Richtung des verlassenen Nordostens aufmachst, betrittst du das Königreich des ungebändigten Wassers und gewaltiger Felsklippen, über das der reißende, eisgraue Fluss Jökulsá á Fjöllum herrscht. Genau an diesem mächtigen Fluss liegen die schönsten Wasserfälle, und sein Lauf mündet bis ins eisige Grönlandmeer, aus dem jedes Frühjahr riesige Wale auf der Suche nach Nahrung in die geschützten Buchten kommen.
Hafen von Húsavík mit dem Restaurant Gamli Baukur und BootenTourist sitzt auf einem Felsen am Wasserfall Dettifoss auf Island
10. Dettifoss und seine zermalmende Kraft
Stell dich darauf ein, dass dies ein wirklich unfassbares Getöse ist, auf das dich kein Foto vorbereiten kann. Der Dettifoss ist offiziell der mächtigste Wasserfall ganz Europas und seine rohe Kraft ist erschreckend und absolut faszinierend zugleich.
Frau am Dettifoss umgeben von Nebel und Basaltfelsen
Er misst über vierundvierzig Meter in der Höhe, beachtliche hundert Meter in der Breite, und jede einzelne Sekunde fließen durch ihn durchschnittlich unglaubliche 193 Kubikmeter graues Wasser, gesättigt mit grobem Gletschersand – sodass du, wenn du nahe der Kante auf dem Aussichtspunkt stehst, physisch spürst, wie unter deinen Füßen buchstäblich die ganze Erde vibriert. Regisseur Ridley Scott wusste sehr genau, was er tat, als er sich genau diesen rohen Ort für die dramatische Anfangsszene seines düsteren Sci-Fi-Films Prometheus aussuchte.
Zum Wasserfall führen von Süden zwei Wege, und die Wahl des richtigen ist ein ewiges Dilemma aller Reisenden. Lukáš und ich wählten den westlichen über die Straße 862, weil sie wunderbar neu asphaltiert, bequem befahrbar für absolut jedes normale Auto ist und dich auf eine riesige Aussichtsplattform führt.
Auf das gegenüberliegende Ostufer über die Straße 864 sind wir bewusst nicht gefahren, da es eine raue, staubige Schotterpiste ist, die ausschließlich im Sommer von Juni bis September geöffnet und eher für hohe Geländewagen geeignet ist. Sie rüttelt dir bei der Fahrt zwar zuverlässig die Seele aus dem Leib und überzieht das Auto mit einer dicken Staubschicht, belohnt dich aber dafür, indem sie dich bis an den rutschigen Rand des Abgrunds ohne jegliches Schutzgeländer lässt – ein Erlebnis nur für die Mutigsten.
11. Der kleinere, aber wunderschöne Selfoss
Nur ein wirklich kleines Stück gegen die starke Strömung desselben reißenden Flusses liegt vom Dettifoss ein weiterer wunderbarer und ungemein fotogener Wasserfall namens Selfoss, zu dem ein sehr gut markierter steiniger Pfad führt und den du zu Fuß vom Parkplatz in etwa fünfzehn Minuten bequemen Gehens erreichst. Er ist zwar bei Weitem nicht so hoch und brutal stark wie sein berühmterer Nachbar, aber das Wasser stürzt hier elegant über eine ungemein breite Kaskade aus vielen kleinen Basaltsäulen, was eine fantastische Wasserwand wie aus einem Märchen bildet.
Der kleinere, aber wunderschöne Selfoss
Wir mussten diesen vielversprechenden Spaziergang zum Selfoss leider schweren Herzens auslassen, denn uns erwischte schon am Hauptaussichtspunkt des Dettifoss das überhaupt schauderhafteste isländische Wetter – es wehte ein horizontaler Orkan vermischt mit Eisregen und wir froren nach nur zwanzig Minuten vergeblichen Kampfes mit den Elementen bis auf die Knochen durch.
Wenn du aber auch nur etwas erträglichere Bedingungen hast und dir keine sofortige Unterkühlung droht, mach dich unbedingt auf den Weg, denn die überwältigende Mehrheit der bequemen Leute gibt sich nur mit dem Hauptwasserfall zufrieden, sodass du am Selfoss viel mehr ersehnte Ruhe für perfekte Fotos hast.
12. Das verborgene Juwel Aldeyjarfoss
Wenn du ein Mietauto mit Allradantrieb hast und keine Angst hast, von den asphaltierten Hauptstrecken abzubiegen, mach dich auf die Suche nach einem der erstaunlichsten verborgenen Juwelen des gesamten Nordens, dem Wasserfall Aldeyjarfoss. Du erreichst ihn über die raue Schotterstraße F26, was bedeutet, dass du hier mit einem normalen Mietwagen unter Androhung einer riesigen Geldstrafe nicht hineinfahren darfst, und die Fahrt erfordert etwas mehr Zeit und Mut.
Das verborgene Juwel Aldeyjarfoss
Die Belohnung für diese holprige Fahrt ist aber der Anblick eines massiven Stroms weißen Gletscherwassers, der sich dramatisch hinab in ein tiefes Becken stürzt, das von absolut perfekten sechseckigen Basaltsäulen umgeben ist. Diese dunklen geometrischen Formationen sehen aus, als hätte sie jemand von Hand gemeißelt und wie Orgelpfeifen zusammengesetzt, und sie bilden einen absolut überwältigenden Kontrast zum tobenden, schäumenden Wasser – wenn du also das richtige Auto hast, markiere diesen Ort unbedingt auf der Karte.
13. Der magische Canyon Ásbyrgi
Wenn sich die Straße hinter den Wasserfällen langsam um die Nordküste windet und in den weitläufigen Nationalpark Vatnajökull absinkt, öffnet sich plötzlich vor dir ein riesiger grüner Canyon in Form eines perfekten Hufeisens, der den klangvollen Namen Ásbyrgi trägt. Die Wände aus senkrechtem grauem Basalt stürzen hier aus unglaublicher hundert Meter Höhe herab und schützen sehr untypisch im Inneren einen stillen Birkenhain, was auf dem ewig windumtosten und kahlen Island eine absolute visuelle Seltenheit ist.
Der magische Canyon Ásbyrgi
Rationale Geologen werden dir zwar überzeugend erzählen, dass diese Formation durch gewaltige katastrophale Fluten aus einem geschmolzenen Gletscher vor Tausenden Jahren ausgehöhlt wurde, aber die Anhänger der alten nordischen Mythologie, denen ich mich an solchen Orten immer gern anschließe, glauben an eine viel romantischere Version. Demnach ist Ásbyrgi nämlich der riesige Hufabdruck des sagenhaften achtbeinigen Pferdes Sleipnir, auf dem einst der höchste Gott Odin höchstpersönlich durch die Himmel ritt.
Halt hier an, mach einen leichten Trek über den Boden des Canyons zum kleinen türkisfarbenen See Botnstjörn oder erklimme den mittleren Felsen Eyjan und genieße diese kathedralenartige Stille, die hier wie ein perfekter Balsam für die Seele wirkt.
14. Das Städtchen Húsavík und die Wal-Safari
Húsavík ist ein wunderschönes Hafenstädtchen mit typischen bunten nordischen Häuschen, einer schönen schneeweißen Holzkirche aus dem Jahr 1907 und schneebedeckten Berggipfeln, die ihm eine monumentale Kulisse verleihen. Vor allem aber wurde es als unbestreitbare Wal-Hauptstadt ganz Europas berühmt, denn in der weitläufigen Bucht Skjálfandi herrschen ideale Bedingungen mit einer riesigen Menge an Meeresplankton.
Hafen von Húsavík mit Fischerbooten und schneebedeckten Bergen
Die Erfolgsquote bei der Beobachtung dieser riesigen Säugetiere liegt hier zwischen beachtlichen 97 und 99 Prozent. Wenn du schon mal da bist, kannst du dir vor der Fahrt auch das hervorragende Walmuseum mit riesigen Skeletten ansehen, wo der Eintritt 1 600 ISK kostet.
Lukáš und ich haben das berühmte Whale Watching diesmal zwar ausgelassen, weil wir Wale schon früher auf anderen Reisen bewundert haben und lieber mit Kaffee in der Hand durch die verlassenen Hafengassen schlenderten – aber wenn das dein Lebenstraum ist, mach dich unbedingt mit der Gesellschaft North Sailing oder Gentle Giants auf. Die Ausflüge auf traditionellen Eichensegelschiffen dauern rund drei Stunden und kosten für einen Erwachsenen etwa 12 990 ISK (rund 88 €, Kinder zahlen 6 990 ISK).
Die Chance, majestätische Buckelwale, Zwergwale oder verspielt springende Delfine zu sehen, ist hier in den Sommermonaten praktisch hundertprozentig. Wer nach Adrenalin lechzt, kann die superschnellen Schlauchboote RIB wählen, die viel näher an die Wale und Papageientaucher herankommen, dafür zahlst du aber bis zu 21 990 ISK drauf. Im Juni und Juli ist hier manchmal sogar der Blauwal selbst zu sehen, was ein Erlebnis fürs ganze Leben ist.
15. Das beheizte Meeresthermalbad GeoSea
Wenn dir gerade nach der Rückkehr vom eiskalten Boot voller eisigem Ozeanwind die Zähne klappern, oder du einfach den schönsten Ort zur Entspannung nach einem Tag voller anstrengender Wanderungen über die Klippen suchst, liegt gleich über dem Hafen in Húsavík das architektonisch perfekte geothermale Thermalbad GeoSea. Diese dunkelgrauen Becken mit ihrem fantastischen Infinity-Rand sind direkt mit heißem geothermalem Meerwasser gefüllt, das reich an Mineralien ist – was auf der Insel ein absolutes Naturunikat ist, und das salzige Wasser trägt den müden Körper herrlich.
Das beheizte Meeresthermalbad GeoSea
Aus dem heißen Becken, das konstante und ideale achtunddreißig Grad hat, blickst du direkt auf die schneebedeckten nordischen Berge am anderen Ufer des dunklen Fjords, knapp unterhalb des Polarkreises. Mit etwas Glück kannst du sogar aus der Ferne die aufspritzenden Fontänen ausatmender Wale beobachten – direkt aus dem heißen Wasser mit einem beschlagenen Bier oder Drink in der Hand.
Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet sehr angenehme 7 490 ISK (etwa 51 €) und genauere Informationen zu den Öffnungszeiten prüfst du lieber immer direkt auf der offiziellen Website von GeoSea, die sich noch vor der Anreise zu checken lohnt.
💡 Tipp: Eintrittskarten und organisierte Ausflüge (auf Island und in der Umgebung) lohnt es sich vorab online bei GetYourGuide zu buchen, in der Saison füllen sie sich schnell.
Wo du im Norden Islands essen kannst
Die meisten Leute werden dich vor der Reise mit der Behauptung erschrecken, dass du im Norden außerhalb von Reykjavík rein gar nichts Zivilisiertes zu essen mehr findest und über einer Dose Bohnen verhungerst – aber die Wahrheit ist, dass besonders die Stadt Akureyri eine kulinarische Szene auf unerwartet hohem Niveau hat.
Ich konzentriere mich in unseren persönlichen Tipps bewusst nicht auf die größten obskuren lokalen Fleischspezialitäten wie den berüchtigten fermentierten Hai oder gekochte Schafsköpfe, denn Lukáš und ich sind Vegetarier und ehrlich gesagt wird uns bei der Vorstellung solcher Gerichte nicht besonders wohl – also haben wir immer mit Freude nach Lokalen mit ehrlichem Gemüse- oder fleischlosem Angebot gesucht.
Am allerliebsten mochten wir hier das hervorragende moderne Lokal Café Berlin in Akureyri, wohin wir dir einen wirklich üppigen späten Brunch mit perfektem Spezialitätenkaffee, tollem frischem Avocado-Toast und vielen Eiern empfehlen, für den du hier recht erträgliche 2 500 bis 3 500 ISK lässt.
Wenn du abends nach einem Tag voller Frieren Lust auf etwas Wärmeres und Traditionelleres hast, kehr im wunderschönen historischen Gebäude des Restaurants Bautinn aus dem Jahr 1902 ein, wo sie überraschend akzeptable Preise haben und wir hier eine absolut perfekte vegetarische Cremesuppe mit frischem Brot gegessen haben. Wenn du eher ein schnelles und günstigeres Mittagessen in lebhafterer Atmosphäre suchst, ist auch das Restaurant im Hostel Akureyri Backpackers oder das nahe moderne Bistro Taste eine super Wahl.
Sei dagegen besonders vorsichtig mit dem überall gepriesenen und luxuriösen Lokal Rub23, das dir bestimmt jeder gedruckte Reiseführer empfiehlt. Es konzentriert sich nämlich fast ausschließlich auf lokalen Fisch und teure Meeresfrüchte, sodass dir hier ein vollwertiges fleischloses Gericht in der Küche nur nach wirklich großem und langwierigem Überreden zubereitet würde.
Für eingefleischte Fleischesser, die deutlich sparen wollen, gibt es aber einen legendären Rettungsanker, und das sind die allgegenwärtigen Tankstellen N1, an denen der klassische isländische Hot Dog (Pylsa) mit knusprigen Zwiebeln und Senf für volkstümliche 820 ISK serviert wird, was viele Reisende eine ganze Woche am Leben hält.
Sobald du von Akureyri weiter in die Wildnis fährst, schrumpfen deine Möglichkeiten natürlich stark. Im Hafenort Húsavík findest du zwar zum Glück ein sehr feines japanisches Bistro namens Hlöðufell mit gutem heißem Ramen und ehrlichen Tofu-Varianten (Hauptgerichte kosten hier rund 2 800 bis 4 000 ISK), aber wir haben die ganze Verpflegung rein pragmatisch gelöst.
Fast jeden einzelnen Abend nach der Rückkehr von den Ausflügen haben wir uns unsere eigenen üppigen Käse-Nudeln und schnelle Gemüsegerichte in den Gemeinschaftsküchen unserer Unterkünfte gekocht, was uns nicht nur viel Geld gespart hat, sondern auch viele Sorgen bei der Suche nach einem geöffneten Restaurant mitten in der undurchdringlichen Dunkelheit der nordisländischen Landschaft.
Vergleich: Diamond Circle vs. Golden Circle
Viele verwirrte Reisende schreiben uns oft mit der Frage, ob sie auf ihrer ersten Reise lieber Zeit für den berühmten und gut erreichbaren Golden Circle nahe Reykjavík opfern oder sich auf die viel längere, teurere und anspruchsvollere Reise zum Diamond Circle machen sollen. Die ehrliche Antwort lautet: Wenn du nach Island nur für ein verlängertes Wochenende fliegst, bleib definitiv im Süden. Den Golden Circle schaffst du von der Hauptstadt aus locker an einem einzigen Tag, und du siehst die größten Geysire und den historischen Nationalpark Þingvellir – auch wenn du dich hier leider unweigerlich durch riesige Menschenmassen mit großen Kameras drängen musst und die Parkplätze aus allen Nähten platzen.
Wenn du aber für diese zauberhafte Insel mindestens sieben volle Tage hast, ist der Norden ein unvergleichlich authentischeres und intensiveres Erlebnis. Während der Süden allzu leicht zugänglich und voller Reisebusse direkt vom Flughafen ist, muss man sich den Norden ein wenig verdienen – durch langes ganztägiges Fahren über menschenleere Ebenen. Belohnt wirst du dafür aber mit viel wilderen Wasserfällen, allen voran dem Dettifoss, aktiven gefährlichen Schlammvulkanen am Mývatn, einer absolut realen und garantierten Chance, Buckelwale zu sehen und diesem herrlichen, freien Gefühl, mitten in der wunderschönen Wildnis ohne Empfang wirklich nur du und die ungebändigte nordische Natur zu sein.
Wohin als Nächstes
Wenn dich der Diamond Circle im Norden Islands genauso in seinen Bann gezogen hat wie uns, oder du gerade erst abends den ganzen Reiseplan deiner Traumreise über die Insel aus Feuer und Eis zusammenstellst, schau dir unbedingt auch unsere anderen Artikel an. Wir haben darin einen Berg praktischer Tipps aus unserem eigenen dreiwöchigen Roadtrip im Van und im Auto geteilt:
Unser kompletter Island Roadtrip hilft dir, einen durchdachten Reiseplan Tag für Tag ohne unnötiges Hin- und Herfahren zusammenzustellen.
Wenn du nicht weißt, womit du außerhalb der Sommersaison rechnen musst, habe ich einen sehr ausführlichen Artikel zum Thema Wie ist Island im Oktober und was kostet es geschrieben.
Liebhaber heißen Wassers und Thermalquellen sollten auf keinen Fall unsere große und sorgfältig zusammengestellte Liste verpassen, in der du die 16 besten heißen Quellen auf Island findest.
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Häufig gestellte Fragen
1. Was ist der Diamond Circle und wie viel Zeit brauche ich dafür?
Es handelt sich um eine atemberaubende Touristenroute im äußersten Norden Islands mit einer Länge von etwa 250 Kilometern, die die Hauptsehenswürdigkeiten wie den Wasserfall Goðafoss, den unruhigen Vulkansee Mývatn, den gewaltigen tosenden Wasserfall Dettifoss, die sagenhafte Schlucht Ásbyrgi und das bezaubernde Walfangstädtchen Húsavík zu einem logischen Ganzen verbindet. Man könnte zwar die gesamte Strecke an einem extrem anstrengenden Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang durchrasen, aber ideal ist es, für die gesamte Rundfahrt zwei bis drei Tage einzuplanen, um entspannt und stressfrei zu reisen.
2. Zu welcher Seite des Wasserfalls Dettifoss sollte man am besten fahren?
Wenn Sie von der Autovermietung einen klassischen normalen Pkw haben, fahren Sie ohne zu zögern auf die Westseite über die neu asphaltierte Straße 862, die Sie zu einem schönen, sicheren Aussichtspunkt führt und die Stoßdämpfer schont. Die Ostseite, erreichbar über die Straße 864, ist wirklich eine raue, staubige und tückische Schotterstraße, die eher für hohe Autos mit Allradantrieb geeignet ist, zudem ist sie in den Wintermonaten wegen Schnee unpassierbar und ausschließlich nur in der Hauptsommersaison geöffnet.
3. Wo kann man am Mývatn im Jahr 2026 baden?
Die berühmten und sehr beliebten blauen Bäder Mývatn Nature Baths (Jarðböðin) wurden leider am ersten Januar 2026 komplett geschlossen wegen umfangreicher Umbauarbeiten und werden erst im Frühling oder eher im Sommer in voller Pracht unter dem neuen erhabenen Namen Earth Lagoon wiedereröffnet. Bis es soweit ist, müsst ihr für eure Entspannung auf großartige und nahe gelegene Alternativen ausweichen, nämlich die versteckten Waldbäder Forest Lagoon bei Akureyri (Eintritt 5 990 ISK) oder die exklusiven Meeresthermen GeoSea, die auf Klippen in Húsavík errichtet wurden (7 490 ISK).
Wie viel kostet ein Walbeobachtungsausflug in Húsavík und wie hoch ist die Chance, welche zu sehen?
Die weitläufige Bucht bei Húsavík gehört zu den absolut besten Orten in ganz Europa, sodass die Chance, hier Wale aus nächster Nähe zu sehen, während der langen Sommersaison zwischen fantastischen 97 und 99 Prozent liegt. Die klassische, ruhige Fahrt mit der bekannten lokalen Gesellschaft North Sailing dauert etwa drei Stunden, oft wird dabei heiße Schokolade zum Aufwärmen serviert und kostet pro Erwachsenem 12.990 ISK. Für ein schnelleres Boot zahlt man sogar über 21.000 ISK.
5. Was sind die berühmten Kriebelmücken am Mývatn und wie kann man sich schützen?
Der isländische Name des Sees bedeutet wörtlich übersetzt „Mückensee“ und im Sommer, besonders wenn auf der Insel absolute Windstille herrscht, bilden sich an seinen Ufern buchstäblich schwarze Wolken kleiner Insekten. Der Vorteil ist zwar, dass diese winzigen Plagegeister glücklicherweise überhaupt nicht stechen und keine Krankheiten übertragen, aber sie fliegen einem unglaublich nervig in großen Mengen in die Augen und Ohren, sodass ihr unbedingt ein leichtes Moskitonetz für den Kopf einpacken solltet – das erspart euch eine Menge Flüche.
6. Ist die Stadt Akureyri wirklich ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung des Nordens?
Absolut die beste, die Sie sich überhaupt wünschen können. Mit knapp dreißigtausend Einwohnern ist es das größte pulsierende Zentrum des gesamten Nordens, Sie finden hier jede Menge Geschäfte mit den günstigsten Lebensmitteln (der legendäre Bónus), viele gute Restaurants mit vegetarischen Optionen, die ausgezeichneten Thermalbäder Forest Lagoon und zum ersten Wasserfall Goðafoss, der das Eingangstor zum Diamantkreis ist, fahren Sie bequem in fünfunddreißig Minuten über Asphalt.
Sollte ich für meine erste Reise eher den Diamond Circle oder den Golden Circle wählen?
Dieses riesige Dilemma hängt ganz von euren zeitlichen Möglichkeiten und eurem Naturell ab. Der Golden Circle im Süden liegt näher am Flughafen in Keflavík, ihr schafft ihn bequem an einem Tag, aber stellt euch auf ziemlich große Menschenmassen und ständig volle Parkplätze ein. Der Diamond Circle ist dagegen viel wilder, menschenleerer und bietet eine absolut einzigartige Kombination aus rauer Vulkanaktivität und Walen, aber die Anreise dorthin kostet euch einfach ein paar Tage längere Fahrt extra. ***
Wo man die besten Flugtickets findet
Mit Lukáš nutzen wir für all unsere Reisen und suchen günstige Flugtickets auf Kiwi, es ist unser absolut beliebtestes Portal für die Planung komplizierterer Flüge durch Europa.
Auto mieten in Island
Ohne ein zuverlässiges Auto kommt man im Norden der Insel definitiv nicht aus, besonders wenn man außerhalb der Hauptsaison im Sommer unterwegs ist, wenn Schnee und Glatteis drohen. Lukáš und ich haben seit langem gute Erfahrungen mit DiscoverCars gemacht, das wir überall auf der Welt nutzen und das euch hilft, das beste Angebot bei verschiedenen Autovermietungen zu finden.
Unterkunft reservieren
Booking.com ist unsere liebste Suchmaschine für Hotels und Unterkünfte, wo wir für das teure Island fast immer lieber kleinere Gästehäuser und Apartments mit Gemeinschaftsküche auswählen, in denen wir uns abends selbst etwas kochen können.
Vergesst nicht die gute Versicherung
Ärztliche Versorgung auf der Insel sowie jeglicher Hubschraubertransport aus der Wildnis ist eine extrem teure Angelegenheit, daher reisen wir in diese Gegenden niemals ohne eine gute Versicherung. Für kürzere Reisen wählen wir AXA (mit 50 % Rabatt) und für längere Weltreisen schwören wir auf die bewährte Versicherung True Traveller. —
Nezapomeňte na dobré pojištění
Lékařská péče na ostrově i jakýkoliv převoz vrtulníkem z pustiny je extrémně drahá záležitost, proto do těchto končin nikdy nevyjíždíme bez kvalitní pojistky. Na kratší cesty volíme AXA (s 50 % slevou) a na delší cesty po světě nedáme dopustit na ověřenou pojišťovnu True Traveller. —
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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TL;DRDie Halbinsel Snæfellsnes im Nordwesten Islands zeigt dir auf einem einzigen Ausflug das ganze Land im Kleinformat. Dazu gehören der Berg Kirkjufell mit dem Wasserfall Kirkjufellsfoss, das romantische Dorf Arnarstapi mit dem Küstenweg nach Hellnar, die schwarze Kirche Búðakirkja, der Strand Djúpalónssandur mit seinen Hebesteinen und der Gletschervulkan Snæfellsjökull, den Jules Verne berühmt gemacht hat. Die Halbinsel liegt rund 140 Kilometer (zwei bis zweieinhalb Stunden Fahrt) nördlich von Reykjavík an der Straße Nummer 54. Die gesamte Rundtour ist etwa 500 Kilometer lang und dauert 10 bis 12 Stunden, deshalb solltest du mindestens eine Nacht in Grundarfjörður oder Stykkishólmur einplanen. Am besten fährst du im Uhrzeigersinn, damit du am Nachmittag bei weicherem Licht beim Kirkjufell ankommst. Die Robbenkolonie am Strand Ytri Tunga lässt sich vor allem von Juni bis August beobachten.
Den vorletzten, vierzehnten Tag unseres herbstlichen Roadtrips haben wir einer Region gewidmet, die liebevoll Island im Kleinen genannt wird. Übersetzt heißt das: Wenn du keine Zeit hast, die ganze Insel auf der berühmten Ring Road zu umrunden, serviert dir die Halbinsel Snæfellsnes auf Island auf kleinstem Raum die Essenz von allem, was dieses Land so magisch macht.
Du findest hier dramatische Klippen, die ins schäumende Meer abfallen, goldene wie kohlrabenschwarze Strände, aufragende Vulkankrater und natürlich einen majestätischen Gletscher, der in der Ferne unter den Böen des nordischen Windes glitzert. Als wir mit Lukáš Ende September/Anfang Oktober 2018 hier ankamen, waren wir von den vorherigen Tagen schon ziemlich müde, doch die wilde und raue Landschaft hat uns sofort wieder mit Energie aufgeladen.
Auch wenn wir uns vor allem auf den berühmten Berg Kirkjufell gefreut haben, gebe ich gleich zu, dass er uns vielleicht ein kleines bisschen enttäuscht hat – denn rund um ihn drängten sich Horden von Touristen mit riesigen Stativen, und der perfekte Postkartenblick funktioniert wirklich nur aus einem einzigen bestimmten Winkel. Das alles hat uns aber das herrlich romantische Dörfchen Arnarstapi wettgemacht, wo wir Hand in Hand entlang der Klippenkante spaziert sind, während sich riesige Wellen an den Basaltfelsen brachen und in der Ferne verschneite Berggipfel aufragten.
Es ist wohl einer der schönsten Orte, die wir auf unserer Reise gesehen haben. In diesem Artikel findest du Tipps, was du auf der Halbinsel Snæfellsnes sehen und erleben kannst, ich verrate dir, wo du am besten übernachtest, ohne ein Vermögen auszugeben, und gebe dir noch ein paar Empfehlungen für Vegetarier – denn gutes fleischloses Essen außerhalb der großen Städte zu finden, kann manchmal eine kleine Herausforderung sein. ☺️
Berg Kirkjufell mit dem Wasserfall Kirkjufellsfoss auf Island
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Erreichbarkeit vom Flughafen: Die Halbinsel liegt etwa zwei bis zweieinhalb Stunden Autofahrt nördlich von Reykjavík, du erreichst sie also problemlos über die gut ausgebaute asphaltierte Straße Nummer 54.
Wie viel Zeit du brauchst: Ideal ist es, einen ganzen Tag für die Umrundung der gesamten Halbinsel einzuplanen oder zumindest einmal hier zu übernachten, damit du abends nicht in die Stadt zurückhetzen musst.
Die Hauptattraktionen: Der meistfotografierte Berg Islands Kirkjufell, die geheimnisvolle schwarze Kirche Búðakirkja, der Strand Djúpalónssandur mit den Hebesteinen und der romantische Küstenwanderweg zwischen Arnarstapi und Hellnar.
Nationalpark: An der westlichsten Spitze liegt der vom Gletscher bedeckte Stratovulkan Snæfellsjökull, den Jules Verne in seinem Buch „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ berühmt gemacht hat.
Verkehr und Neuigkeiten: Seit 2026 gilt auf Island eine neue Kilometersteuer, dafür ist der Kraftstoff gleichzeitig günstiger geworden. Die meisten Sehenswürdigkeiten auf der Route erfordern kein Allradfahrzeug, sofern du nicht im tiefsten Winter hierherkommst.
Unterkunft: Ich empfehle, eine Unterkunft mit eigener Küche in der Umgebung der Städtchen Grundarfjörður oder Stykkishólmur zu suchen. Wir haben etwas weiter südlich in Akranes geschlafen und sind von dort zum Ausflug aufgebrochen.
Die Reiseplanung nach Island beginnt immer mit der Logistik, und für die Halbinsel Snæfellsnes gilt das doppelt – denn auch wenn sie relativ nah an der Hauptstadt liegt, kann das Wetter hier völlig unberechenbar sein. Wir hatten Ende September/Anfang Oktober riesiges Glück mit relativ sonnigen Tagen, an denen sich die Farben des herbstlichen Grases wunderbar mit dem dunklen vulkanischen Gestein ergänzten – aber der Winter machte sich mit seinem eisigen Wind schon deutlich bemerkbar.
Wenn du im Sommer herkommst, genießt du lange Tage und kannst Robben beobachten, musst aber mit dem größten Touristenandrang rechnen. In den Wintermonaten verwandelt sich die Halbinsel in ein stilles Königreich aus Schnee und Eis, was seinen unbestreitbaren Zauber hat – aber du brauchst dann unbedingt ein Allradfahrzeug mit Winterreifen, denn die Straßen sind zwar in der Regel geräumt, aber starker Wind und Glatteis können selbst eine kurze Fahrt in ein Abenteuer für Adrenalinjunkies verwandeln.
Auf dem Weg von Reykjavík fährst du auf der Ringstraße Nummer 1 Richtung Norden, durchquerst den mautpflichtigen Unterwassertunnel Hvalfjarðargöng und biegst anschließend auf die Straße Nummer 54 ab, die die gesamte Halbinsel mehr oder weniger umrundet. Die Fahrt bis zum ersten Halt beträgt rund 140 Kilometer, was etwa zwei bis zweieinhalb Stunden reine Fahrtzeit bedeutet. Der gesamte Rundkurs misst dann etwa 500 Kilometer, und mit Fotostopps und Spaziergängen solltest du ruhig 10 bis 12 Stunden einplanen.
Wenn ich dir einen rein logistischen Tipp geben darf: Mach die Runde im Uhrzeigersinn, also zuerst die Südküste und dann die Nordküste. Dadurch kommst du nämlich erst am Nachmittag zum ikonischen Berg Kirkjufell, wenn das Licht viel weicher ist und die Fotos deutlich besser aussehen.
Seit 2026 gilt auf Island zudem eine neue Kilometersteuer für Pkw in Höhe von 6,95 ISK (etwa 0,05 €) pro gefahrenem Kilometer. Mietwagenfirmen lösen das meist entweder über eine Tagespauschale oder rechnen die Gebühr erst bei der Rückgabe des Autos auf Basis des tatsächlichen Kilometerstands ab.
Du musst dich davor aber nicht fürchten, denn die isländische Regierung hat im Zuge dieser Gebühr die Verbrauchsteuer auf Kraftstoff abgeschafft, sodass Benzin an den Tankstellen deutlich günstiger geworden ist und dein Budget insgesamt nur minimal belastet wird. Bevor du irgendwohin aufbrichst, prüfe bitte immer den aktuellen Zustand der Straßen auf der offiziellen Website Umferdin.is, denn die isländische Natur macht absolut, was sie will, und Pläne können sich hier von Minute zu Minute ändern.
Wo übernachten und was es kostet
Als wir vor Jahren überlegten, wo wir unser Haupt betten, wussten wir sicher, dass Campingplätze und Zelten nicht das Richtige für uns sind. Nach einem ganzen Tag Wandern im isländischen Wind freut man sich nämlich am allermeisten auf eine heiße Dusche und ein geheiztes Zimmer, also haben wir die ganze Zeit ausschließlich in Pensionen, Hostels oder kleinen Apartments geschlafen.
Der große Vorteil solcher Unterkünfte ist der Zugang zu einer Gemeinschafts- oder Privatküche. Für uns als Vegetarier war das buchstäblich eine Rettung, denn wir konnten uns abends in Ruhe Nudeln kochen und mussten keine astronomischen Summen in Restaurants bezahlen, wo das fleischlose Angebot damals erst zaghaft begann.
Unser Zimmer für die vorletzte Nacht haben wir im Städtchen Akranes reserviert, das etwas weiter südlich liegt – was sich als ziemlich strategischer Punkt mit vernünftigen Preisen erwies, von dem aus wir es nicht weit zur Halbinsel hatten und am nächsten Tag bequem direkt zum Flughafen weiterfahren konnten.
Wenn du direkt im Geschehen auf der Halbinsel Snæfellsnes wohnen möchtest, plane ein etwas größeres Budget ein, denn das Angebot an Unterkünften ist hier begrenzt und in der Saison schnell ausgebucht. Eine sehr beliebte Basis ist das nördliche Städtchen Grundarfjörður, von dem aus du nur wenige Minuten zum Berg Kirkjufell fährst.
Du findest hier nette Hostels, in denen dich eine Nacht etwa 50 Euro pro Person kostet, oder klassische Doppelzimmer, zum Beispiel im großartigen Kast Guesthouse, wo sich die Preise um die 140 Euro bewegen. Für alle, die etwas mehr Komfort und ein gutes Café gleich um die Ecke suchen, ist der malerische Hafen Stykkishólmur die perfekte Wahl, wo du etwa im stilvollen Fosshotel unterkommst.
Auf der gegenüberliegenden Seite, am Nationalpark und Gletscher, findest du dann die allerzauberhaftesten, aber auch teuersten Lagen. In den Siedlungen Hellnar oder Arnarstapi, wo ein luxuriöseres Zimmer im Fosshotel Hellnar locker über 180 Euro pro Nacht kostet, wachst du mit einem perfekten Blick auf den Ozean auf.
Das absolute Highlight ist dann das berühmte Hótel Búðir direkt an der schwarzen Kirche, was ein Erlebnis für sich ist – aber rechne damit, dass die Preise hier wirklich in die Höhe schießen. Wenn du dagegen Wege suchst, etwas zu sparen, und es dir nichts ausmacht, ein Stück weiterzufahren, schau dir Unterkünfte in den Städtchen Hellissandur oder Ólafsvík an der westlichsten Spitze der Insel an, wo die Pensionen deutlich günstiger sind und du trotzdem direkt am Nationalpark bleibst.
💡 Konkrete Unterkunftstipps (Preise und Verfügbarkeit prüfst du über Booking.com, reserviere rechtzeitig – in der Saison und rund um die Sonnenfinsternis 2026 ist alles Monate im Voraus vergeben):
Nordküste: Vom magischen Hafen bis zum berühmten Berg
Der nördliche Teil der Halbinsel empfing uns mit einer zerklüfteten Küste und einer Reihe kleiner Fischerdörfer, die wirken, als wäre in ihnen die Zeit stehengeblieben. Es ist genau der Teil, zu dem Menschen aufbrechen, wenn sie Inspiration suchen, was es auf der Halbinsel Snæfellsnes zu sehen gibt – denn genau hier liegen die meistfotografierten ikonischen Ausblicke. Die Straße entlang der Küste schlängelt sich wunderschön, alle paar Augenblicke öffnet sich vor dir der Blick auf den tiefblauen Ozean, und am Horizont zeichnen sich langsam die verschneiten Gipfel der hiesigen Riesen ab.
1. Das Städtchen Stykkishólmur und die Insel Flatey
Unsere Tagesfahrt haben wir symbolisch in der größten Stadt der Halbinsel gestartet, dem malerischen Stykkishólmur. Auch wenn du das Wort „größte“ auf Island mit riesiger Vorsicht genießen musst, denn in Wirklichkeit handelt es sich um ein ruhiges Dorf voller wunderschöner, kräftig bunter Holzhäuschen, die fantastisch mit dem stahlgrauen nordischen Himmel kontrastieren.
Das Städtchen Stykkishólmur und die Insel Flatey
Es ist ein absolut perfekter Ort für einen Morgenkaffee oder den Einkauf von frischem Gebäck für unterwegs. Direkt neben dem Hafen erhebt sich das kleine Basaltinselchen Súgandisey, das du einfach zu Fuß über einen kurzen Damm erreichst. Wenn du bis zum auffällig roten Leuchtturm auf seinem Gipfel hinaufsteigst, öffnet sich dir ein unglaublicher Blick auf die riesige Bucht Breiðafjörður voller Tausender kleiner verstreuter Inselchen.
Genau von diesem lebhaften Hafen legt regelmäßig die bekannte Fähre Baldur ab, die die Halbinsel mit den weiter entfernten Westfjorden verbindet, konkret mit dem Hafen Brjánslækur. Unterwegs hält die Fähre an der zauberhaften und abgelegenen Insel Flatey, zu der in den Sommermonaten viele Ornithologen und Vogelbeobachtungs-Enthusiasten strömen.
Ein Einzelticket inklusive eines normalen Pkw kostet dich etwa 7.396 ISK (rund 50 €), und wenn du in der Sommerhauptsaison von Anfang Juni bis Ende August herkommst, fährt die Fähre in der Regel zweimal täglich. Für uns war das damals nicht aktuell, weil wir auf dem Festland weiterfuhren, aber wenn du eine längere Erkundung des Westens des Landes planst, ist das eine tolle logistische Abkürzung, die dir lange Stunden am Steuer erspart.
2. Das verborgene Lavafeld Berserkjahraun
Auf der Fahrt zwischen Stykkishólmur und dem bekannten Grundarfjörður wartet ein Halt auf dich, den die meisten Reiseführer ziemlich zu Unrecht übergehen. Das riesige Lavafeld Berserkjahraun entstand vor viertausend Jahren, als plötzlich drei nahe gelegene Vulkankrater ausbrachen. Anders als an vielen anderen Orten der Insel kommen hierher keine Menschenmassen, sodass du die dramatische Atmosphäre der verdrehten Lavabrocken, die dicht mit leuchtend grünem und unglaublich weichem Moos bewachsen sind, oft ganz für dich allein genießt.
Das verborgene Lavafeld Berserkjahraun
Durch das Feld führt eine alte Schotterstraße, die für die meisten normalen Autos befahrbar ist, sofern nicht gerade die schlimmsten Winterbedingungen herrschen. Halte an einem der dafür vorgesehenen Plätze, geh ein Stück auf den markierten Wegen, und denk daran, dass isländisches Moos furchtbar langsam wächst – tritt also auf keinen Fall darauf. Den ganzen Ort begleitet zudem eine dunkle und blutige Legende aus alten Sagas über zwei schwedische Berserker, nach denen das Lavafeld schließlich seinen zungenbrecherischen Namen bekam.
3. Kirkjufell und Kirkjufellsfoss: Eine Ikone mit kleinem Haken
Wenn man Island sagt, fällt vielen Menschen sofort ein Berg in Form eines perfekten, gen Himmel zeigenden Pfeils ein, vor dem ein kleinerer Wasserfall tost. Das ist genau der Berg Kirkjufell (übrigens 463 Meter hoch), der in den letzten Jahren durch die Serie Game of Thrones noch berühmter wurde, in der er als der Berg in Form einer Pfeilspitze auftrat.
Wasserfall Kirkjufellsfoss und Berg Kirkjufell auf Island
Ich würde dir aber die Wahrheit verschweigen, wenn ich nicht zugeben würde, dass uns dieser absolut ikonische Halt etwas enttäuscht hat und wir wohl überzogene Erwartungen hatten. Der Zauber jenes perfekten Postkartenmotivs liegt nämlich in einer sehr cleveren Komposition und der Kunst der Fotografen.
Der Wasserfall Kirkjufellsfoss selbst ist in Wirklichkeit recht klein, und um Berg und Wasser in ein einziges grandioses Bild zu bekommen, musst du dich genau an einer bestimmten Stelle rechts der Kaskaden in Richtung Berg positionieren, wo sich natürlich Scharen weiterer begeisterter Fotografen drängen. Trotzdem ist es ein Ort, den du einfach gesehen haben musst.
Der Parkplatz liegt direkt an der Straße, und seit Kurzem wird hier eine Gebühr von 1.000 ISK (etwa 7 €) pro Auto und Tag erhoben, die du am einfachsten über die beliebte App Parka.app bezahlst. Geh auf jeden Fall auch hinunter direkt unter den Wasserfall, wo sich der Berg bei schönem windstillem Wetter wunderschön in einer kleinen Lagune spiegelt.
💡 Tipp: Tickets und organisierte Ausflüge (auf Island und Umgebung) kaufst du am besten vorab online über GetYourGuide, in der Saison sind sie schnell ausgebucht.
4. Der goldene Strand Ytri Tunga und die Robben vor Ort
Dieser Ort ist ein kleines isländisches Paradoxon, denn auf einer Insel, die ansonsten für ihre schwarzen Vulkanstrände berühmt ist, taucht plötzlich ein Küstenabschnitt mit feinem goldenem Sand auf. Der Strand Ytri Tunga liegt auf der südlicheren Seite, aber logistisch lohnt sich der Abstecher hierher, vor allem wenn du wilde Tiere und Naturfotografie liebst. Die hiesige flache Küste voller aus dem Wasser ragender Steine hat sich nämlich eine recht große Kolonie niedlicher Seehunde als Ruheplatz ausgesucht.
Der goldene Strand Ytri Tunga und die Robben vor Ort
Die größte Chance, sie zu sehen, wie sie sich faul auf den Felsen räkeln und ihren Speck in der Sonne wärmen, hast du vor allem in den Sommermonaten, etwa von Juni bis August. Wir hatten damals im Herbst kein großes Glück mit ihnen, der Ozean war schon zu wild und kalt, aber auch allein der Spaziergang am Strand mit dem Blick auf die Berge im Rücken war den kleinen Umweg wert.
Denk nur daran, dass Robben scheue Wildtiere sind, halte also auch zu deiner eigenen Sicherheit einen respektvollen Abstand von mindestens fünfzig Metern und achte darauf, sie nicht unnötig durch lautes Rufen oder Drohnen aufzuschrecken.
Nationalpark und die westlichste Spitze voller Lava
Wenn die Straße die Nordseite verlässt und sich zum eigentlichen Ende der Halbinsel hin krümmt, wird die Landschaft um dich herum aus dem Nichts dramatisch rauer. Du befindest dich im Schutzgebiet des Nationalparks Snæfellsjökull, wo sich saftiges Grün mit endlosen Lavafeldern abwechselt und über allem aufmerksam ein uralter Vulkan wacht, dessen weiße Spitze man an klaren Tagen sogar über die ganze Bucht hinweg vom fernen Reykjavík aus sehen kann.
5. Der Vulkan Snæfellsjökull und die Reise zum Mittelpunkt der Erde
Dieser riesige verschneite Berg ist der absolute Mittelpunkt des gesamten Nationalparks. In Wirklichkeit handelt es sich um einen unglaubliche 700.000 Jahre alten Stratovulkan, der sich majestätisch auf eine Höhe von 1.446 Metern über dem Meer erhebt und dessen Gipfel dauerhaft eine Gletscherschicht bedeckt. Vielleicht kommt dir sein Name aus dem Literaturunterricht bekannt vor, denn es war kein Geringerer als der berühmte französische Schriftsteller Jules Verne, der diesen Vulkankrater in seinem Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ als Eingangstor zur geheimnisvollen Unterwelt wählte.
Gletscher und Vulkan Snæfellsjökull auf der Halbinsel SnæfellsnesGletscherlagune Hoffellsjökull mit treibenden Eisschollen auf Island
Auch wenn wir furchtbar gerne sagen würden, dass wir tapfer bis ganz nach oben gekraxelt sind, muss ich dir versichern, dass der Gletscher für den normalen Touristen eher eine faszinierende Kulisse zum Fotografieren aus der Ferne ist. Der eigentliche Aufstieg zum Gipfel ist eine ganztägige, sehr anstrengende Tour, die in der Regel schon unten in Arnarstapi beginnt. Aus Sicherheitsgründen erfordert sie die Begleitung eines erfahrenen lokalen Guides und spezielle Ausrüstung wie Steigeisen, Klettergurte und Eispickel, denn unterwegs musst du zwischen tiefen und tückischen Gletscherspalten manövrieren.
Wir haben uns deshalb mit der Bewunderung vom Fuß des Berges begnügt, wo die schwarze Lava in einem unglaublichen visuellen Kontrast auf den weißen Schnee trifft. Außerdem bestätigen auch die Guides die traurige Tatsache, dass der Gletscher selbst durch die Erderwärmung ziemlich schnell schrumpft.
6. Die Treppe in den Vulkankrater Saxhóll
Wenn du trotzdem das berauschende Gefühl genießen willst, auf dem Gipfel eines echten Vulkans zu stehen (und dich dabei nicht zu Tode schwitzen möchtest), mach einen kurzen Abstecher zum Krater Saxhóll. Dieser etwa hundert Meter hohe erloschene Vulkan ist heute sehr leicht zugänglich dank einer schmalen, gewundenen Metalltreppe, die die örtliche Parkverwaltung relativ kürzlich gebaut hat, um den extrem fragilen Vulkanboden vor völliger Zertrampelung und Erosion zu schützen.
Die Treppe in den Vulkankrater Saxhóll
Der Aufstieg dauert nur etwa zehn Minuten leichtes Ansteigen, sodass ihn problemlos auch kleinere Kinder schaffen, und oben öffnet sich dir ein atemberaubendes 360-Grad-Panorama. Auf der einen Seite breitet sich tief unter dir ein dunkles, zerklüftetes Lavafeld aus, das an eine Mondlandschaft erinnert, und auf der anderen die endlose silberne Fläche des Atlantiks. Der Wind kann hier so unglaublich stark wehen, dass du zeitweise das Gefühl hast, er würde dich direkt in den Ozean blasen – vergiss also nicht, deine Mütze ordentlich festzuzurren.
7. Der Abstieg in die völlige Dunkelheit der Höhle Vatnshellir
Wenn wir schon von der Reise zum Mittelpunkt der Erde sprechen – etwas sehr Ähnliches kannst du auch in echt ausprobieren. Der rund 8.000 Jahre alte Lavatunnel Vatnshellir ist eines der zugänglichsten unterirdischen Systeme ganz Islands. Anders als in den gewöhnlichen Kalksteinhöhlen bei uns, wo du Stalaktiten bewunderst, siehst du hier überwältigende Wände aus erstarrter Basaltlava, leuchtende Mineralfarben und unglaubliche Naturgebilde, die der wälzende Strom geschmolzenen Gesteins hinterlassen hat.
Der Abstieg in die völlige Dunkelheit der Höhle Vatnshellir
Die Höhle darf man ausschließlich in Begleitung eines professionellen Guides betreten. Vor dem Eintritt bekommst du einen schicken Helm mit Stirnlampe und steigst über eine steile Wendeltreppe Dutzende Meter in die absolute und greifbare Dunkelheit hinab. Es ist ein absolut großartiges Erlebnis, besonders wenn der Guide mitten in der Höhle alle Besucher bittet, für einen Moment die Stirnlampen auszuschalten und in die vollkommene Stille der Unterwelt hineinzuhören.
Das Ticket für Erwachsene kostet aktuell 5.400 ISK (etwa 37 €), Jugendliche von 12 bis 17 Jahren zahlen 2.400 ISK, und kleinere Kinder haben freien Eintritt. In der Sommersaison finden die Führungen, die du vorab über die offizielle Website des Betreibers buchen kannst, regelmäßig zu jeder vollen Stunde etwa von zehn Uhr morgens bis sechs Uhr abends statt.
Südküste: Dramatische Klippen und die geheimnisvolle schwarze Kirche
Während der Norden den ruhigen Fischerhäfen und melancholischen Bergen gehörte, stemmt sich die Südseite mit voller Wucht gegen den wütenden Ozean. Wenn du überlegst, ob es überhaupt Sinn macht, beide Seiten in den Reiseplan aufzunehmen, dann verspreche ich dir ehrlich: Genau der Süden birgt das absolut Beste, was ein Besuch der Halbinsel Snæfellsnes den Reisenden bietet. Hier spazierst du über einen schwarzen Strand voller verrosteter Schiffswracks und verbringst den Abend an Orten, wo die alten isländischen Sagas wieder lebendig werden.
Der Strand Djúpalónssandur klingt zwar wie der perfekte Zungenbrecher, ist aber einer der ikonischsten und rauesten Orte der Insel. Der Weg zur aufgewühlten Küste führt durch zerklüftete Lavagebilde und seltsam verdrehte Felswände. Der Strand selbst besteht nicht aus feinem Sand, sondern aus glatten schwarzen Kieselsteinen, und seine Hauptattraktion gleich am Eingang sind die vier legendären Hebesteine. An ihnen maßen einst die ortsansässigen Fischer ihre rohe Kraft, um dem Kapitän zu beweisen, dass sie der harten Arbeit auf dem Fischerboot würdig waren.
Schwarzer Kieselstrand DjúpalónssandurDie Hebesteine am Strand Djúpalónssandur
Die Steine haben ihre Namen und ihr genaues Gewicht. Es sind Fullsterkur, also Volle Kraft (154 kg), Hálfsterkur als Halbe Kraft (100 kg), der Schwächling Hálfdrættingur (54 kg) und schließlich die kleine Null namens Amlóði (23 kg). Um damals überhaupt einen schlecht bezahlten Platz an Bord zu bekommen, musstest du mindestens den fünfzig Kilo schweren Schwächling etwa auf Hüfthöhe heben. Probier es ruhig aus, aber ehrlich – wir hatten mit Lukáš schon Mühe, selbst den leichtesten vom Boden zu lösen, geschweige denn ihn bis zu den Knien zu manövrieren. 😅
Am Strand sind außerdem nachlässig verstreute verrostete Eisenwracks, die von dem britischen Fischerboot Epine GY 7 übrig blieben, das hier während eines furchtbaren Sturms im Jahr 1948 strandete. Das Wrack dient als Denkmal für die Opfer, deshalb ist es strengstens verboten, irgendetwas davon mitzunehmen.
Sei beim Gehen entlang des Wassers extrem vorsichtig – die hiesigen heimtückischen Wellen, die auf Englisch sneaker waves genannt werden, sind unberechenbar, also dreh dem Meer niemals, wirklich niemals den Rücken zu. Die Warnungen kannst du auch auf der offiziellen Sicherheitswebsite Safetravel.is verfolgen.
9. Lóndrangar oder die grandiose Felsenburg
Wenn du vom Strand weiter auf der Straße fährst, tauchen am Horizont unvermittelt zwei riesige Basalttürme auf, die frech direkt über dem tosenden Ozean aus der Klippe ragen. Die Türme Lóndrangar erreichen eine stattliche Höhe von 75 und 61 Metern und erinnern aus der Ferne tatsächlich optisch an die Ruinen einer riesigen, zerfallenden gotischen Burg. Sie sind eigentlich die einzigen Überreste eines uralten Vulkankraters, dessen weichere Teile über Jahrtausende von der unermüdlichen Brandung und der Witterung abgeschliffen wurden, bis nur noch dieser extrem harte Lavakern übrig blieb.
Lóndrangar oder die grandiose Felsenburg
Das Auto kannst du auf dem nahen Schotterparkplatz abstellen und dich auf einen bequemen Pfad begeben, der dich bis zu den sicheren Aussichtsplattformen auf den Klippen führt. Von ihnen hast du einen absolut fantastischen Blick nicht nur auf die Basalttürme selbst, sondern auch auf Tausende brütender Seevögel, die elegant in den starken Luftströmungen hoch über den schäumenden azurblauen Wellen schweben.
10. Die Dörfchen Arnarstapi und Hellnar: Unsere Herzensangelegenheit
Wie ich schon gleich am Anfang angedeutet habe, hat dieser konkrete Teil der Insel unser Herz wohl von allen gesehenen Orten am allermeisten erobert. Das Dörfchen Arnarstapi selbst, das im Grunde nur aus ein paar verstreuten Häuschen besteht, ist ausgesprochen zauberhaft, aber das wahre Naturjuwel verbirgt sich unten an der Küste.
Mächtiger Felsbogen Gatklettur bei Arnarstapi auf IslandDramatische Küstenfelsen bei Arnarstapi auf der Halbinsel Snæfellsnes
Direkt über den tiefen Klippen beginnt hier nämlich ein etwa zweieinhalb Kilometer langer Wanderweg, der dich direkt an der Kante des Ozeans entlang bis ins benachbarte, vielleicht noch kleinere und abgelegenere Dörfchen Hellnar führt. Es ist ein völlig anspruchsloser Spaziergang fast in der Ebene, sodass du ihn absolut entspannt auch mit Kindern schaffst, und in eine Richtung dauert er etwa eine Dreiviertelstunde reine Gehzeit.
Während des gemächlichen Gehens passierst du fantastische, durch Meereserosion entstandene Lavabögen und tiefe Höhlen, in die sich mit ohrenbetäubendem Getöse unablässig das Wasser ergießt. Das bekannteste Felsentor auf der Strecke ist Gatklettur, durch das du bei günstigem Wetter und Licht fantastische Aufnahmen machst, auf denen sich im Hintergrund der weiße Gletscher abzeichnet.
In Arnarstapi empfängt dich übrigens gleich am Anfang des Wanderwegs eine unerwartet riesige Steinstatue der mythologischen Gestalt namens Bárður Snæfellsás. Den alten isländischen Sagas zufolge handelt es sich um ein Wesen, halb Mensch, halb furchterregender Riese, das vom Gipfel des Gletschers aus die ganze Halbinsel dauerhaft vor bösen Geistern schützt.
11. Búðakirkja: Die legendäre schwarze Kirche in der Einöde
Wohl kein ordentlicher isländischer Reiseplan wäre je vollständig, fehlte in ihm die berühmte Holzkirche Búðakirkja. Ihre große Besonderheit liegt nicht in der Architektur oder Größe, sondern darin, wie unglaublich scharf und kontrastreich sie gegenüber ihrer wilden Umgebung wirkt. Der kleine, mit kräftigem Teer schwarz gestrichene Bau mit auffälligen weißen Fensterrahmen steht einsam inmitten eines riesigen Lavafelds, das dicht mit goldenem Gras bewachsen ist. Auf der einen Seite bildet das Meer die Kulisse, auf der anderen der verschneite Vulkan.
Schwarze Kirche Búðakirkja im LavafeldBúðakirkja
Das heutige Gebäude stammt zwar erst von Ende der achtziger Jahre, als es neu errichtet wurde, aber die Geschichte dieses geweihten Ortes reicht tief ins neunzehnte Jahrhundert zurück. Von außen kannst du die Kirche problemlos jederzeit fotografieren, aber nach innen kommst du unter normalen Umständen leider nicht, denn sie dient ausschließlich für private kirchliche Zeremonien.
Sie ist sogar einer der beliebtesten und begehrtesten Orte ganz Islands, an dem sich Brautpaare aus aller Welt mit großem Tamtam das Jawort geben – denn die Hochzeitsfotos mit dem Gletscher im Hintergrund müssen einfach atemberaubend sein.
Wo du auf Snæfellsnes gut essen kannst
Ich muss ganz offen zugeben, dass die traditionelle isländische Küche historisch stark auf frischem Fisch, einheimischem Lammfleisch und Milchprodukten basiert, was für uns als lebenslange Vegetarier bedeutet, dass das Speisenangebot in abgelegenen Regionen außerhalb der Hauptstadt manchmal ziemlich begrenzt war.
Während unserer Reise haben wir mit Lukáš deshalb vor allem auf ehrliches Selberkochen aus im bekannten Supermarkt Bónus gekauften Zutaten gesetzt, aber trotzdem findest du hier ein paar tolle Orte, an denen du dich nach einem ganzen Tag des Frierens in Windböen hervorragend aufwärmen kannst.
Direkt im Städtchen Stykkishólmur können wir definitiv einen Halt im ausgezeichneten Restaurant Narfeyrarstofa empfehlen. Wir hatten dort nämlich einen absolut fantastischen und ehrlichen vegetarischen Burger, den sie von Grund auf aus eigenen Zutaten zubereiten, dazu hervorragenden heißen Kaffee, der nach dem morgendlichen Frost unglaublich gutgetan hat. Das Lokal ist sehr gemütlich, hübsch eingerichtet, und das Personal ist überaus freundlich.
Eine weitere beliebte Wahl, besonders wenn du dich gerade in der Nähe des populären Bergs Kirkjufell aufhältst, ist das Restaurant Bjargarsteinn Mathús am Wasser im Hafen von Grundarfjörður. Es ist ein sehr bekanntes und renommiertes Lokal, das zwar auf lokale Fisch- und Fleischspezialitäten setzt, die sich die normalen Touristen gönnen, aber glücklicherweise denken die Köche immer auch an Plant-based-Gäste. Sie zaubern dir dort einen hervorragenden, sättigenden und wunderschön angerichteten fleischlosen Gang, der qualitativ überhaupt nicht hinter dem Rest der Speisekarte zurücksteht.
Falls dich dann mitten beim Fotografieren der Klippen im Süden eine akute kleine Krise packt, steuere direkt das sehr einfache Bistro Arnarstapi Center an, wo du dich außergewöhnlich schnell mit einer ziemlich ehrlichen fleischlosen Suppe aufwärmen und dazu ein ordentliches Stück frisches lokales Brot mit Butter essen kannst.
Praktische Tipps zum Schluss und woran du sparen kannst
Reisen auf Island gehört nicht gerade zu den günstigsten Hobbys, aber wenn du weißt, wie es geht, lässt sich das Budget ziemlich clever optimieren. Hier sind ein paar praktische Ratschläge, die sich für uns mit Lukáš auf Reisen durch den rauen Norden und überall sonst immer bewährt haben:
Wie du das unberechenbare Wetter im Blick behältst
Grundregel Nummer eins auf Island ist, dass sich das Wetter hier buchstäblich im Minutentakt ändern kann. Dass morgens beim Frühstück die Sonne scheint, bedeutet absolut nicht, dass du nicht gleich hinter dem ersten Hügel auf einen heftigen Schneesturm triffst. Die offizielle App und Website Nummer eins ist für dich der Isländische Wetterdienst (Vedur.is), wo du nicht nur eine zuverlässige Niederschlags- und Windvorhersage findest, sondern abends auch eine tolle Bewölkungskarte, die für die erfolgreiche Jagd nach den Polarlichtern unverzichtbar ist.
⚠️ Sonnenfinsternis im August 2026
Wenn du deine Traumreise nach Island im August 2026 planst, solltest du lieber schnell aufmerksam werden. Genau am 12. August erlebt Island nämlich eine totale Sonnenfinsternis, und was wichtig ist: Der ideale Totalitätsstreifen durchquert genau unsere geliebte Halbinsel Snæfellsnes und Reykjavík.
Auf der Halbinsel wird deshalb ein riesiges Festival vorbereitet, und laut offiziellen Informationen zum Event schießen schon jetzt die Preise pro Bett in ungeahnte astronomische Höhen, wobei Pensionen locker 700 Dollar für eine gewöhnliche Nacht verlangen. Wenn du keine Reservierung ein Jahr im Voraus hast, stell dich darauf ein, dass Logistik und Preise im August extrem sein werden.
Wo du Flüge findest
Günstige Flüge nach Island findest du am besten über gängige Vergleichsportale wie Skyscanner oder Google Flights, wo du dir auch kompliziertere Umstiege schön zusammenstellen kannst. Mittlerweile gibt es aber auch sehr ordentliche Direktflüge ab Deutschland – zum Beispiel mit Icelandair oder PLAY ab Frankfurt, München und Berlin – sodass du dir den Stress mit den Koffern beim Umsteigen ersparst.
Mietwagen und die tückischen Benzinzahlungen
Wir nutzen üblicherweise bewährte Vergleichsportale für Mietwagen. Vergiss bei der Buchung eines Autos auf Island NIEMALS, in Ruhe die Versicherung gegen Steinschlagschäden (bekannt als Gravel Protection) dazuzubuchen. Sehr oft fährst du nämlich vom schönen glatten Asphalt auf eine staubige Schotterstraße, und herumfliegende Steinchen von schnell entgegenkommenden Autos sind eine ganz normale Sache, die dir ohne Versicherung ein großes Loch ins Budget reißt.
Island ist zwar ein völlig bargeldloses Land, in dem du selbst auf den Toiletten mit dem Handy per Karte zahlst, aber sei sehr vorsichtig bei den Selbstbedienungstankstellen (N1) und an älteren Parkautomaten. Dort fehlt nämlich oft ein Lesegerät für Apple/Google Pay, und alte Säulen verlangen nach dem Einstecken einer physischen Plastikkarte kompromisslos die Eingabe der PIN – also frisch ihn vor dem Abflug lieber in deinem Gedächtnis auf.
Buchung einer Unterkunft mit Küche
Booking.com ist seit Jahren unsere beliebteste Suchmaschine für Hotels und Privatunterkünfte. Persönlich empfehle ich immer, die Suchergebnisse sorgfältig nach Ausstattung zu filtern und gezielt nur Zimmer mit Zugang zu einer Gemeinschafts- oder Privatküche auszuwählen. Die vielen gesparten Euro für überteuerte isländische Abendessen kannst du dann lieber ohne Reue in Fährtickets oder Höhleneintritte investieren.
Vergiss nicht auf eine gute Versicherung
Für die üblichen kürzeren Reisen innerhalb Europas wählen wir eine zuverlässige Reiseversicherung, und für die längeren oder komplizierteren Reisen um die halbe Welt setzen wir zu hundert Prozent auf Anbieter mit wirklich gutem Schutz auch für anspruchsvollere Treks. Für Island lohnt sich außerdem eine eSIM von Holafly, damit du auch in den abgelegensten Ecken der Halbinsel mobil online bleibst.
Wohin als Nächstes auf Island
Wenn du mehr Zeit auf der Insel hast und dich interessiert, was du noch in deinen Reiseplan aufnehmen kannst, schau auch in unsere älteren Artikel vom Roadtrip. Vielleicht findest du in ihnen genau die Inspiration, die deiner Reise das i-Tüpfelchen verleiht. 😉
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Häufig gestellte Fragen
Lässt sich die Halbinsel Snæfellsnes an einem einzigen Tag von Reykjavík aus schaffen?
Ja, das schaffen Sie auf jeden Fall, aber stellen Sie sich im Voraus auf einen ziemlich anstrengenden Tag ein, den Sie überwiegend hinter dem Steuer verbringen werden. Die Hin- und Rückfahrt sowie die gesamte große Rundfahrt um die Halbinsel bedeuten etwa 500 gefahrene Kilometer, was Ihnen zusammen mit den langsamen Fahrten, kurzen Spaziergängen und dem Fotografieren 10 bis 12 Stunden in Anspruch nehmen wird. Damit Sie den Ausflug wirklich genießen können, die Atmosphäre aufsaugen und nicht unnötig zur Unterkunft hetzen müssen, lohnt es sich eindeutig, dort mindestens eine Nacht zu übernachten.
2. Ist die Halbinsel besser und schöner als der berühmte Golden Circle?
Diese zwei Gebiete lassen sich schwer vergleichen, da jedes ein etwas anderes Erlebnis bietet. Die Halbinsel Snæfellsnes bietet eine wesentlich größere Vielfalt an einem Ort, vom Vulkangletscher über gefährliche schwarze Strände bis hin zu Robbenkolonien. Der Golden Circle liegt logistisch viel näher an der Hauptstadt, ist zugänglicher und dort findet man den berühmten spuckenden Geysir. Snæfellsnes ist jedoch ein deutlich ruhigeres Reiseziel, wo man selbst in der Hochsaison weitaus weniger Touristenmassen erlebt. Wenn ihr Zeit habt, solltet ihr auf keinen Fall eines der beiden auslassen.
3. Ist der so oft fotografierte Berg Kirkjufell nicht ein bisschen überbewertet?
Es hängt sehr von deinen persönlichen Erwartungen und Einstellungen ab. Der erwähnte Wasserfall vor dem ikonischen Berg ist in Wirklichkeit ziemlich klein und der Hauptzauber des ganzen Ortes liegt wirklich nur in einer einzigen sehr spezifischen fotografischen Komposition. Der Ort ist in der Sommersaison zudem stark von Menschen überlaufen. Es lohnt sich definitiv, ihn mit eigenen Augen zu sehen, aber erwarte keine gewaltige und ohrenbetäubende Wassermasse wie bei anderen isländischen Giganten, wie zum Beispiel dem Gullfoss im Süden.
Wie viel kostet der Eintritt in die Lavahöhle Vatnshellir genau und kann ich alleine reingehen?
Nein, das Betreten der tiefen Höhle auf eigene Faust ist aus Sicherheits- und Naturschutzgründen streng verboten und nur mit einem zertifizierten Führer und einem geliehenen Helm mit Stirnlampe möglich. Ein Erwachsenenticket kostet Sie derzeit 5.400 ISK (etwa 38 EUR). Jugendliche von 12 bis 17 Jahren zahlen einen deutlich ermäßigten Betrag von 2.400 ISK und die kleinsten Kinder bis 11 Jahre haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt.
Ist es möglich, den Gletscher Snæfellsjökull ohne Führer zu besteigen?
Auf keinen Fall, jeder Versuch, den steilen Gipfel des Vulkans zu besteigen, der dauerhaft von einem tückischen Gletscher bedeckt ist, ist äußerst gefährlich aufgrund Dutzender tiefer Spalten im Eis, die oft von einer dünnen Schneeschicht verborgen werden. Es handelt sich um eine technisch anspruchsvolle Ganztagsexpedition, für die ihr unbedingt nicht nur einen sehr erfahrenen lokalen Führer benötigt, der das Gelände kennt, sondern auch schwere Spezialausrüstung in Form von Steigeisen, festen Klettergurten und langen Eispickeln.
6. Welche Städtchen eignen sich am besten als Basis für Unterkunft und Ausflüge?
Die Auswahl hängt sehr davon ab, woher genau ihr anreist und welches Budget ihr habt. Eine absolut großartige Infrastruktur sowie Restaurants bietet das größere nördliche Städtchen Stykkishólmur. Wenn ihr direkt am berühmten Berg wohnen möchtet, sucht nach Hostels in Grundarfjörður. Für Romantiker, die nicht unter Geldmangel leiden und direkt auf den Klippen mit luxuriösem Meerblick aufwachen möchten, sind die fantastischen Siedlungen Arnarstapi, Hellnar oder die unmittelbare Umgebung der ikonischen Kirche in Búðir perfekt. Für günstigere Varianten sucht nach Unterkünften in Hellissandur.
Lässt sich die Halbinsel auch während des harten isländischen Winters sicher mit dem Auto bereisen?
Ja, das geht auf jeden Fall. Die Hauptringstraße Nummer 54 auf der Halbinsel ist komplett asphaltiert und wird auch im Winter von Schneepflügen geräumt, allerdings sind ständiger Nachschub an frischem Schnee, rutschiges Eis und extrem starker Seitenwind hier von November bis März buchstäblich an der Tagesordnung. In diesen Wintermonaten braucht ihr daher unbedingt ein zuverlässiges Auto mit Allradantrieb (4×4), qualitative Winterreifen (idealerweise mit Spikes) und vor allem eine gehörige Portion Respekt vor der launischen nordischen Natur. Überprüft regelmäßig die Straßenverhältnisse auf Umferdin.is.
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TL;DRMexiko-Reise 2026: Drei bewährte Routen stehen zur Wahl. Ein zehntägiger Rundtrip durch Yucatán (Cancún, Tulum, Valladolid, Chichén Itzá, Mérida, Uxmal), eine vierzehntägige Mischung aus Kultur und Kulinarik zwischen Mexiko-Stadt, Puebla, Oaxaca und der Pazifikküste (Mazunte, Puerto Escondido) sowie eine große dreiwöchige Tour, die Zentralmexiko mit der Karibikküste verbindet – inklusive Isla Mujeres, Holbox und der Bacalar-Lagune. Yucatán gilt als die sicherste Region. Für die Fortbewegung sorgen ADO-Busse (25–40 US-Dollar) sowie günstige Inlandsflüge von Volaris oder Viva Aerobus. Als Faustregel gilt: Für zehn Tage reicht eine Region, für vierzehn Tage plan maximal zwei mit einem Inlandsflug dazwischen ein. Der Eintritt in die Cenoten kostet etwa 250–350 Pesos. Die beste Reisezeit für Mexiko-Stadt ist März, April oder Ende Oktober wegen des Dia de los Muertos.
Kennst du dieses Gefühl, wenn du auf die Landkarte deines Traumziels schaust und plötzlich leichte Panik bekommst, weil du einfach nicht weißt, wo du anfangen sollst? Mexiko ist genau so ein Fall. Dieses Land ist riesig, erstreckt sich über fast zwei Millionen Quadratkilometer und bietet eine so unglaubliche Vielfalt, dass du hier ein ganzes Jahr verbringen könntest und immer noch etwas Neues entdecken würdest. Von Maya-Pyramiden, die im dichten Dschungel verborgen liegen, über pulsierende Metropolen bis hin zu Pazifikstränden, wie geschaffen für Surfer.
Und genau deshalb ist eine gute Mexiko-Reiseroute die absolute Grundlage für einen gelungenen Urlaub. Ohne sie passiert es schnell, dass du die halbe Reise im Bus verbringst oder dich quer durchs Land von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzt. Wir haben für dich einen Guide zusammengestellt, der dir hilft, die richtige Richtung zu finden.
In diesem Artikel findest du drei komplette und detaillierte Routen. Egal, ob du eine schnelle zehntägige Kostprobe von Yucatán planst, überlegst, wie du Mexiko in 2 Wochen mit Fokus auf Kultur und Essen gestalten kannst, oder gleich drei Wochen Zeit für eine große Rundreise hast – glaub mir, du wirst fündig. Ich verrate dir, wie du dich fortbewegst, worauf du achten solltest und was dich das Ganze ungefähr kostet.
Foto: Pexels
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Die Ein-Region-Regel: Mexiko ist riesig. Für zehn Tage suchst du dir einen Bundesstaat aus (zum Beispiel Yucatán), Mexiko in 14 Tagen schafft maximal zwei Regionen mit einem Inlandsflug.
Sicherheit ist nicht schwarz-weiß: Yucatán ist statistisch der zweitsicherste Ort Nordamerikas. In Großstädten gilt die übliche Vorsicht, Fahrten mit Auto oder Bus plane ausschließlich bei Tageslicht.
Die Fortbewegung ist einfach: Die Firma ADO bietet luxuriöse und zuverlässige Busse, Inlandsflüge mit Volaris oder Viva Aerobus bekommst du für wenige Euro.
Tulum und die Preise (2025/2026): Tulum erlebt eine enorme Krise und unglaubliche Preissteigerungen. Beach Clubs verlangen häufig einen Mindestverzehr von 50 USD (rund 46 €), nur damit du dich auf eine Liege setzen darfst. Eine Alternative für ruhigere Strände ist die Insel Holbox oder die Pazifikküste.
Geld und Geldautomaten: Zahle idealerweise mit Karte, wo es geht, aber Bargeld (mexikanische Pesos) ist ein Muss für Märkte und kleinere Eintritte. Hebe am Santander-Automaten ab, der die niedrigste Gebühr hat (rund 36 MXN / 1,80 €).
Vergiss ESTA nicht: Auch wenn du nur über die USA fliegst und den Flughafen nicht verlässt, brauchst du eine ESTA-Genehmigung. Sie kostet 21 USD (ca. 20 €) und ohne sie lässt man dich gar nicht erst ins Flugzeug.
Eine Reise nach Mexiko zu planen ist ein bisschen so, als würdest du eine Reise quer durch Europa planen. Jeder der 32 mexikanischen Bundesstaaten hat eine völlig andere Atmosphäre, eine andere Kultur, ein etwas anderes Essen und vor allem ein anderes Klima. Während du auf Yucatán im Januar in Badekleidung herumläufst und an den Pyramiden ins Schwitzen kommst, brauchst du in der Hauptstadt Mexiko-Stadt (die auf über 2.200 Metern Höhe liegt) abends unbedingt einen warmen Pullover.
Der größte Fehler, den Reisende machen, ist der Versuch, in vierzehn Tage die Strände von Cancún, die Maya-Ruinen, die Hauptstadt und die Pazifikküste hineinzuquetschen. Das Ergebnis ist dann nur Stress und Erschöpfung. Such dir lieber eine oder zwei Regionen aus und genieße sie richtig in die Tiefe.
Der Verkehr zwischen den Städten ist zum Glück sehr komfortabel. Auf längeren Strecken funktionieren Billigfluglinien wie Volaris oder Viva Aerobus hervorragend. Wenn du dich innerhalb eines Bundesstaates bewegst, sind die Busse der Firma ADO ein unschätzbarer Helfer. Sie sind sauber, klimatisiert, sicher und die Tickets kosten meist zwischen 25 und 40 USD. Auf kürzeren Strecken nutzen die Einheimischen sogenannte Colectivos (geteilte Kleinbusse), was ein tolles und günstiges Erlebnis ist – nur rechne dort nicht mit viel Beinfreiheit.
💡 Tipp: Wenn du an die Karibikküste fährst (Cancún, Playa del Carmen, Tulum), informiere dich vorher unbedingt über die Situation rund um die Sargassum-Algen. In den Jahren 2025 und 2026 werden recht massive Anschwemmungen erwartet, die das Baden verderben können. Eine tolle algenfreie Alternative ist die Insel Isla Mujeres oder die Pazifikküste. Den aktuellen Zustand der Strände kannst du über verschiedene Webcams oder spezialisierte Facebook-Gruppen verfolgen.
Reiseroute für 10 Tage: das klassische Yucatán
Foto: Loudavým krokem
Diese Route ist das absolute Ideal für den ersten Mexiko-Besuch. Die Halbinsel Yucatán ist unglaublich vielfältig, die Infrastruktur ist auf Touristen ausgelegt und von allen mexikanischen Bundesstaaten ist Yucatán der allersicherste. In zehn Tagen schaffst du Karibikstrände, geheimnisvolle unterirdische Höhlen (Cenoten) und Kolonialstädte.
Deine Reise beginnt wahrscheinlich am Flughafen von Cancún. Meide direkt am Flughafen die überteuerten Taxis, die für die Fahrt in die Hotelzone bis zu 1.200 Pesos verlangen. Viel besser nutzt du die offiziellen ADO-Busse ins Zentrum oder rufst dir ein Uber, das dich etwa ein Drittel kostet (offiziell darf Uber wegen des Drucks der Taxifahrer nicht auf den Flughafen, aber Reisende empfehlen, ein Stück hinter das Terminal zu gehen und dort einzusteigen). Übrigens ist eine Unterkunft im Zentrum von Cancún (El Centro) um 30 bis 40 % günstiger als in der bekannten Hotel Zone, und du findest dort die authentischsten Essensstände.
Von Cancún geht es direkt weiter nach Süden nach Tulum. Tulum war früher ein verschlafenes Hippie-Dorf, heute ist es ein sehr teures und luxuriöses Urlaubsort. Trotzdem lohnt sich ein Besuch. Vergiss nicht, früh morgens zur archäologischen Stätte direkt auf der Klippe über dem Meer aufzubrechen. Zum Mittagessen gönnst du dir in der Stadt perfekte vegetarische Tacos mit Pilzen und Käse oder frische Guacamole – die lokale Küche ist erstaunlich reich an fleischlosen Varianten. Zum Abkühlen geht es dann in die berühmten unterirdischen Höhlen, die sogenannten Cenoten. Einen Besuch wert sind die Gran Cenote oder die atemberaubende Dos Ojos (der Eintritt liegt bei rund 350 MXN / 17 €).
Valladolid und die Maya-Wunder
Von der teuren Küste geht es ins Landesinnere, in das bezaubernde Kolonialstädtchen Valladolid. Bunte Gassen, eine ruhige Atmosphäre und der Duft frischer Tortillas nehmen dich sofort gefangen. Valladolid ist der strategische Ausgangspunkt für den Besuch von Chichén Itzá. Dieses moderne Weltwunder öffnet bereits um 8:00 Uhr morgens, und glaub mir, du willst zu den Ersten am Tor gehören. So entgehst du nicht nur den riesigen Menschenmassen aus den Reisebussen, sondern auch der vernichtenden Mittagssonne.
Am Nachmittag kannst du dann einen Ausflug zur Cenote Suytún (Eintritt 250 MXN / 12 €) machen, die für ihren magischen Lichtstrahl berühmt ist, der am besten kurz nach Mittag auf die Steinplattform in der Mitte der Höhle fällt. Denk aber daran, dass es in den Cenoten streng verboten ist, normale Sonnencreme und Mückenschutz zu verwenden, um das empfindliche Grundwasser nicht zu verschmutzen.
Mérida und das authentische Yucatán
Der nächste Halt ist Mérida, die Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán. Es ist ein kulturelles Zentrum voller Museen, Musik und Tanz auf den Plätzen. Von hier aus machst du einen Ausflug zu den Ruinen von Uxmal, die laut vielen Reisenden weitaus schöner und magischer sind als das überlaufene Chichén Itzá.
Ein großartiges Erlebnis erwartet dich im Dörfchen Homún. Die lokale Gemeinschaft verwaltet hier Dutzende von Cenoten und für rund 250 Pesos fährt man dich auf speziellen Wagen über alte Gleise, gezogen von Pferden oder einem Motorrad, zwischen ihnen herum. Es ist ein unglaublicher Spaß und das Grundwasser ist hier kristallklar.
Valladolid ist die ideale Basis für Chichén Itzá und die umliegenden Cenoten und im Vergleich zur Küste bekommst du hier fürs gleiche Geld deutlich mehr – ein Kolonialhaus mit Pool statt eines anonymen Resorts. Es lohnt sich, ein paar Minuten vom Hauptplatz entfernt zu wohnen, damit du das Nachtleben und den Morgenkaffee in Reichweite hast.
💑 Für Paare und Ruhe:Zentik Project Boutique Hotel & Spa ist eine Adults-only-Oase mit Pool in einer künstlichen Salzhöhle und farbenfrohen Art-déco-Zimmern – Reisende lieben es gerade wegen der Privatsphäre und Ruhe (ab ~115 € pro Nacht).
👨👩👧 Für Familien:Hotel Posada San Juan befindet sich in einem Haus aus dem 19. Jahrhundert, hat zwei Pools und einen großen Garten voller Bäume, nur einen Steinwurf vom Zentrum entfernt, sodass die Kinder ihre Energie loswerden können (ab ~165 € pro Nacht).
💰 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis:Le Muuch Hotel Boutique bietet stilvolle Designerzimmer, zwei Pools und ein Frühstück, das die Gäste loben, nur wenige Minuten vom Platz entfernt (ab ~120 € pro Nacht).
✨ Für Geschichtsliebhaber:Hotel Real Hispano liegt im Gebäude eines ehemaligen Klosters mit Pool im Innenhof, und du wohnst nur einen halben Block vom Hauptplatz entfernt (ab ~105 € pro Nacht).
Buchungstipp: Wähle bei all diesen Hotels den Tarif mit kostenloser Stornierung – Pläne ändern sich und du willst nicht für etwas zahlen, wo du am Ende gar nicht ankommst. Und lass es nicht auf den letzten Drücker: Die bestbewerteten Adressen sind in der Hauptsaison oft schon mehrere Monate im Voraus ausgebucht und die Preise springen dann um Dutzende Prozent nach oben.
💡 Tipp: Achte bei der Budgetplanung für Yucatán darauf, dass Abhebungen an Geldautomaten teuer sein können. Reisende empfehlen, nach Automaten der Santander-Bank zu suchen, die nur etwa 36 MXN (1,80 €) Gebühr verlangen, während zum Beispiel HSBC locker 81 MXN nimmt.
Reiseroute für 14 Tage: Mexiko-Stadt und Oaxaca
Foto: Pexels
Dieser Mexiko-Reiseplan ist wie geschaffen für alle, die Kultur und faszinierende Geschichte lieben und das beste Essen kosten möchten, das der nordamerikanische Kontinent zu bieten hat. Wenn du kannst, plane diese Reise auf die Tage rund um Ende Oktober und Anfang November. So erlebst du die Feierlichkeiten zum Tag der Toten (Día de Muertos), ein absolut atemberaubendes kulturelles Erlebnis voller Farben, Kerzen und Blumen.
Die Hauptstadt wird dich wahrscheinlich völlig überwältigen. Es ist eine pulsierende, moderne und grüne Metropole mit großartiger Gastronomie. Übernachten würde ich dir in den bohemischen Vierteln Roma Norte oder Condesa empfehlen, die voller schöner Cafés und Parks sind. Denk nur daran, dass die Stadt auf 2.240 Metern über dem Meeresspiegel liegt, sodass dir die ersten Tage selbst beim Treppensteigen die Puste ausgehen kann – trink also unbedingt viel Wasser.
In CDMX darfst du das Anthropologische Museum nicht auslassen und natürlich das ikonische Blaue Haus (Casa Azul), in dem die berühmte Malerin Frida Kahlo lebte. Die Tickets musst du allerdings auf der offiziellen Website des Museums mit großem Vorlauf kaufen, ruhig auch einen Monat vorher, denn vor Ort werden sie überhaupt nicht verkauft.
Ein großartiges Erlebnis ist der Ausflug zu den Pyramiden in Teotihuacán. Wenn du etwas Außergewöhnliches möchtest, empfehlen Reisende wärmstens eine Heißluftballonfahrt über den Ruinen bei Sonnenaufgang. Das ist zwar eine teurere Angelegenheit (rund 200 USD / 185 €), aber die Ausblicke sind unvergesslich.
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo in Mexiko übernachten
6 Unterkünfte — Hotels, Wellnesshotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Das kulinarische Oaxaca und versteinerte Wasserfälle
Über die schöne Kolonialstadt Puebla (die mit bunten Kacheln übersät ist) gelangst du nach Oaxaca. Diese Stadt ist das gastronomische Herz Mexikos. Probiere auf den Märkten unbedingt die lokale Spezialität namens Tlayuda (eine riesige knusprige Tortilla, die problemlos in einer hervorragenden vegetarischen Version mit Oaxaca-Käse, Bohnen und Avocado zubereitet werden kann).
Oaxaca ist auch die Heimat des Mezcal, des berühmten rauchigen Agavenschnaps. Die Einheimischen haben eine schöne Regel zum Trinken: „Besos, no tragos“ (Küsse, keine Schlucke). Mezcal wird eben geschlürft und genossen. Von der Stadt aus solltest du unbedingt einen Ausflug nach Monte Albán machen, einer uralten Stadt auf den Berggipfeln, und nach Hierve el Agua. Dabei handelt es sich um faszinierende Kalksteinformationen, die wie versteinerte Wasserfälle aussehen, und oben befinden sich natürliche Becken mit fantastischem Blick ins Tal.
Erholung an der Pazifikküste
Nach dem vollgepackten Sightseeing kommt eine Auszeit am Pazifik gerade recht. Von Oaxaca aus erreichst du die Küste entweder über eine lange Fahrt durch die Berge oder über einen schnelleren Inlandsflug. Dörfer wie Mazunte oder Zipolite haben eine unglaublich entspannte, leicht alternative Atmosphäre. Wenn dich Surfen reizt, liegt ein Stück weiter das berühmte Puerto Escondido. Am Hauptstrand Zicatela sind die Wellen allerdings riesig und nur für absolute Profis geeignet – zum Baden nutzt du lieber die kleineren Buchten.
Oaxaca lässt sich zu Fuß erkunden, daher lohnt es sich, so nah wie möglich am Zócalo-Platz zu wohnen – so brichst du morgens ohne ein einziges Taxi zum Markt und abends auf eine Dachterrasse zum Mezcal auf. Das Zentrum ist voller Kolonialhäuser, die zu wunderschönen Boutiquen umgebaut wurden.
💑 Für Paare:Casa Antonieta ist eine Neun-Zimmer-Boutique in einem Gebäude von 1529, nur wenige Schritte vom Zócalo, mit Dachterrasse und Wein bei Sonnenuntergang – Romantik pur (rund ~270 € pro Nacht).
👨👩👧 Für Ruhe und Familien:Hotel Casa Conzatti hat einen grünen Patio-Garten, ein eigenes Restaurant und ist ruhig, dabei sind alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar (ab ~90 € pro Nacht).
💰 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis:Hotel Trébol ist ein gemütliches Drei-Sterne-Hotel zwei Minuten vom Zócalo mit kolonialem Patio und inkludiertem Frühstück, das die Gäste loben (ab ~60 € pro Nacht).
✨ Für das besondere Erlebnis:Quinta Real Oaxaca befindet sich in einem ehemaligen Katharinenkloster von 1576 im Herzen des Zentrums und ist eine Ikone der Stadt mit blühenden Kreuzgängen und Pool (ab ~240 € pro Nacht).
Buchungstipp: Wähle bei all diesen Hotels den Tarif mit kostenloser Stornierung – Pläne ändern sich und du willst nicht für etwas zahlen, wo du am Ende gar nicht ankommst. Und lass es nicht auf den letzten Drücker: Die bestbewerteten Adressen sind in der Hauptsaison oft schon mehrere Monate im Voraus ausgebucht und die Preise springen dann um Dutzende Prozent nach oben.
💡 Tipp: Die Viertel Roma und Condesa in Mexiko-Stadt kämpfen in den letzten Jahren mit einer enormen Gentrifizierung wegen des Zustroms digitaler Nomaden, was die Mieten für die Einheimischen unverhältnismäßig in die Höhe treibt. Versuche als Besucher, dich respektvoll zu verhalten, gib dein Geld in lokalen Familienbetrieben aus und versuche, zumindest ein bisschen Spanisch zu sprechen. Die Einheimischen schätzen das sehr.
Reiseroute für 21 Tage: die große Rundreise
Foto: Pexels
Du hast ganze drei Wochen zur Verfügung? Das ist absolute Klasse. In dem Fall kannst du die Kultur Zentralmexikos mit den Stränden und der Maya-Geschichte von Yucatán verbinden. Das ist die beste Art, wirklich das Maximum aus Mexiko herauszuholen, ohne dich jeden Tag irgendwohin hetzen zu müssen.
Tag
Wo / Route
Übernachtung
Highlight
1.-4.
Mexiko-Stadt und Umgebung
Mexiko-Stadt
Geschichte, Museen, Ballonfahrt über Teotihuacán
5.
Fahrt nach Puebla
Puebla
Architektur, Besuch der größten Pyramide in Cholula
Diese große Rundreise beginnt ähnlich wie die vorherige Route in Mexiko-Stadt und Oaxaca, wo du die echte, ursprüngliche mexikanische Kultur aufsaugst. Etwa zur Hälfte des Aufenthalts (um den zehnten Tag herum) erwartet dich dann ein Inlandsflug auf die Halbinsel Yucatán. Die Flüge bekommt man sehr günstig und sie sparen dir Tage zermürbender Busreise über den halben Kontinent.
Statt des bekannten und teuren Tulum empfehle ich dir aber, vom Flughafen direkt zur Fähre zu fahren und auf die Inselchen Isla Mujeres oder Holbox überzusetzen. Es sind sandige Paradiese, auf denen man nicht mit dem Auto fährt (nur mit Golfcarts oder Fahrrädern) und wo perfekte Entspannung herrscht. Wenn du in den Sommermonaten (von Mai bis September) hierherkommst, hast du außerdem die Chance, einen rücksichtsvollen Ausflug zur Beobachtung der riesigen Walhaie zu machen.
Der magische Süden: Laguna Bacalar
Nach der Runde über Valladolid und Mérida (wie in der zehntägigen Route beschrieben) solltest du dir am Ende des Aufenthalts Zeit für eine Fahrt ganz in den Süden, bis zur Grenze zu Belize, nehmen. Dort befindet sich nämlich die Laguna Bacalar, die auch Lagune der sieben Farben genannt wird. Es ist ein riesiger Süßwassersee mit dem unglaublichsten türkisfarbenen Wasser, das du dir vorstellen kannst.
Die Gegend von Bacalar ist viel ruhiger als die nördliche Riviera, die Preise sind hier freundlicher und du findest schöne Unterkünfte direkt mit Steg ins Wasser. Ein Erlebnis, das auszulassen eine Sünde wäre, ist das Mieten eines Segelboots bei Sonnenuntergang. Im Gegensatz zu Motorbooten ist ein Segelboot schonend zur Natur und der Anblick der sich verändernden Wasserfarben ist von hier aus magisch.
💡 Tipp: Beachte bei langen Busfahrten (zum Beispiel von Mérida nach Bacalar) eine wichtige Regel, die alle erfahrenen Reisenden befolgen: Reise ausschließlich tagsüber. Nachtbusse können auf manchen Streckenabschnitten in Mexiko riskant sein, deshalb stehst du lieber etwas früher auf und nimmst die Morgenverbindung.
Wie du die Reiseroute anpassen kannst
Foto: Chris Luengas / Pexels
Mexiko ist so vielfältig, dass es sich jeder ganz nach seinem Stil anpassen kann. Die oben genannten Routen lassen sich sehr leicht danach umgestalten, was dir am meisten Spaß macht.
Wenn du eine begeisterte Liebhaberin von Natur und Tieren bist, solltest du unbedingt einen Roadtrip über die Halbinsel Baja California im Nordwesten des Landes in Betracht ziehen. Diese Gegend erinnert an eine Wüstenlandschaft mit riesigen Kakteen, die steil ins tiefblaue Meer abfällt. Miete dir in Los Cabos ein Auto und fahr nach Norden über La Paz und Loreto. Wenn du in den Wintermonaten (von Januar bis März) hierherkommst, erlebst du etwas Unglaubliches: In die Buchten Magdalena Bay und San Ignacio kommen nämlich die riesigen Grauwale, um ihre Jungen zur Welt zu bringen, und sie nähern sich den Booten so nah, dass du sie manchmal sogar von Auge zu Auge betrachten kannst.
Wenn du dagegen nach sportlicher Betätigung und entspannter Atmosphäre suchst, lass die Karibik aus und flieg direkt an die Pazifikküste in den Bundesstaat Nayarit. Das Städtchen Sayulita ist für seine Surfer-Community berühmt, und im Gegensatz zu Puerto Escondido sind die hiesigen Wellen auch für absolute Anfänger ideal.
💡 Tipp: Für Familien mit kleineren Kindern ist Yucatán mit Abstand die beste Wahl. Es gibt hier kein Problem mit der Höhenlage wie in CDMX, die Straßen sind perfekt gepflegt und gerade, sodass das Mieten eines Autos hier völlig stressfrei ist. Außerdem sind die Entfernungen zwischen den Ruinen und dem Naturbaden in den Cenoten nicht allzu groß.
Praktische Tipps für die Reise
Egal, welche Route du wählst, es gibt ein paar praktische Dinge, die man vorher wissen sollte, damit du vor Ort nicht überrascht wirst.
Mietwagen und Gebühren: Wenn du dich entscheidest, auf Yucatán oder in Baja California ein Auto zu mieten, sei darauf gefasst, dass die guten Autobahnen und Schnellstraßen (sogenannte Cuota) mautpflichtig sind. Die Maut wird in bar an den Mautstellen bezahlt und liegt zwischen 25 und 150 MXN pro Abschnitt. Prüfe auch gründlich, ob du eine Haftpflichtversicherung (TPL) zum Auto hast, die in Mexiko Pflicht ist und von Online-Vergleichsportalen oft verschwiegen wird, sodass du sie dann am Schalter nachzahlst.
Die Visa-Falle namens ESTA: Aus Europa fliegt man oft mit Zwischenstopp in den USA nach Mexiko. Auch wenn du den US-Flughafen überhaupt nicht verlässt und nur Transit hast, verlangen die amerikanischen Behörden kompromisslos eine gültige elektronische ESTA-Autorisierung. Sie kostet 21 USD und beantragst du sie lieber mit ausreichend Vorlauf auf der offiziellen Website der US-Regierung, damit du nicht schon am Flughafen in Europa hängenbleibst.
Sicherheit unterwegs: Die Sicherheitslage in Mexiko gelangt häufig in die Nachrichten (zum Beispiel verschiedene Straßenblockaden nach der Festnahme von Kartellmitgliedern). Touristen sind aber in der überwiegenden Mehrheit der Fälle nicht das Ziel. Ein Problem kann eher sein, dass du irgendwo wegen einer gestrichenen Verbindung festsitzt. Verfolge deshalb die lokalen englischsprachigen Nachrichten, begib dich nicht in abgelegene Gebiete abseits der Touristenrouten und lass keine Wertsachen im Auto.
💡 Tipp: Wenn du Flüge nach Mexiko-Stadt aussuchst, pass genau auf, zu welchem Flughafen du fliegst. Der ältere und bekanntere ist der Flughafen Benito Juárez (MEX), der nahe am Zentrum liegt. Der neuere Flughafen Felipe Ángeles (NLU) ist riesig, liegt aber furchtbar weit von der Stadt entfernt und die Fahrt von dort ins Zentrum kann dich locker auch zwei Stunden im wahnsinnigen Stau kosten.
Wohin als Nächstes
Wenn dich die Reiseplanung begeistert hat und du noch tiefer in die Vorbereitungen eintauchen möchtest, haben wir für dich eine Menge weiterer detaillierter Guides geschrieben. Lies unbedingt unseren großen Pfeiler-Artikel was man in Mexiko sehen sollte, in dem du alle Schönheiten dieses Landes ausführlich beschrieben findest.
Interessiert dich, wann die beste Reisezeit ist, um Regen und Menschenmassen zu entgehen? Schau dir den Artikel wann man nach Mexiko reisen sollte an. Für Liebhaber des unterirdischen Badens haben wir eine detaillierte Übersicht im Beitrag die schönsten Cenoten auf Yucatán, und wenn du das kulinarische Paradies erkunden willst, darfst du unseren Guide für Oaxaca nicht verpassen.
Ausflüge und Tickets für die gesamte Route buchst du auf GetYourGuide.
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Häufig gestellte Fragen
Ist es besser, in Mexiko mit dem Bus zu reisen oder ein Auto zu mieten?
Na Yucatán und in Baja California ist ein Mietwagen eine großartige und sichere Wahl, die dir enorme Freiheit gibt. Für längere Fahrten durch das ganze Land oder in die Berge von Oaxaca lohnen sich aber viel mehr die komfortablen und luxuriösen Busse der Gesellschaft ADO.
Wie viel kostet normales Essen in Mexiko?
Záleží, kde jíš. V pouličních stáncích (takzvaných taquerías) seženeš vynikající tacos už za 15 až 30 MXN (cca 20-40 Kč) za kus. V klasické restauraci mimo turistické zóny počítej s cenou kolem 150 až 300 MXN za hlavní chod.
Wie ist das eigentlich mit den Sargassum-Algen an der Karibikküste?
Sargassum ist leider ein großes Problem, das die Region Riviera Maya (Cancún, Playa del Carmen, Tulum) besonders in den warmen Monaten plagt. Für die Jahre 2025/2026 werden ziemlich starke Anspülungen erwartet, daher ist es besser, die Webcams zu verfolgen oder Inseln wie Isla Mujeres zu wählen, die geschützt sind.
Brauche ich ein Visum für Mexiko?
Bürger der Tschechischen Republik sowie der Slowakei benötigen für touristische Reisen nach Mexiko kein Visum, sofern ihr Aufenthalt 180 Tage nicht überschreitet. Vergiss aber nicht, dass du bei einem Flug mit Zwischenstopp in den USA eine amerikanische ESTA-Genehmigung benötigst.
Ist es sicher, in Mexiko Leitungswasser zu trinken?
Ne, Leitungswasser ist in Mexiko nicht trinkbar und könnte dir ernsthafte Magenprobleme bereiten. Kaufe immer Flaschenwasser, auch zum Zähneputzen. Zum Glück wird das Eis in guten Restaurants und Bars aus gefiltertem Wasser hergestellt, sodass die Drinks sicher sind.
Wann ist die beste Reisezeit für Mexico City?
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Die Hauptstadt kann man das ganze Jahr über besuchen, aber am schönsten ist sie im Frühling (März und April), wenn die violetten Jacaranda-Bäume blühen. Großartig ist auch Ende Oktober und Anfang November dank der magischen Feierlichkeiten zum Tag der Toten.
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Kann man in Mexiko vegetarisch essen?
Absolut kein Problem. Die mexikanische Küche ist voller großartiger fleischloser Zutaten. Überall findest du Quesadillas gefüllt mit Käse und Zucchiniblüten, sättigende Bohnen, perfektes Guacamole oder vegetarische Taco-Varianten mit Pilzen oder Kaktus Nopales.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
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Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRPuerto Vallarta liegt an der Pazifikküste im mexikanischen Bundesstaat Jalisco und ist perfekt für einen Strandurlaub ohne lästigen Sargassum-Tang. Die beste Reisezeit ist Dezember bis März, wenn es rund 27 °C warm ist und du im Januar und Februar sogar Buckelwale beobachten kannst. Zu den 15 wichtigsten Tipps zählen die Uferpromenade Malecón, das Viertel Zona Romántica mit dem Strand Los Muertos, die Kirche Parroquia de Nuestra Señora de Guadalupe, die Insel Isla Cuale, die Inselgruppe Islas Marietas und die Felsformationen Los Arcos de Mismaloya. Etwa eine Busstunde nördlich liegen das Surferstädtchen Sayulita und das ruhigere San Pancho, wo eine Surfstunde rund 1000 MXN kostet. Bezahlt wird in mexikanischen Pesos (Kurs etwa 1,2 CZK für 1 MXN), ein Standardzimmer im Zentrum kostet 1500–2500 CZK pro Nacht, und die Touristenzonen gelten als sicher.
Kennst du das Gefühl, wenn du nach dem perfekten Strandziel suchst, aber keine Lust auf überfüllte karibische Resorts hast, in denen außerdem ab und zu die berüchtigten Algenteppiche an Land gespült werden? Wenn dich das authentische Mexiko, atemberaubende Sonnenuntergänge und eine wilde Natur locken, dann wird dich Puerto Vallarta in Mexiko garantiert begeistern. Diese Stadt an der Pazifikküste verbindet auf einzigartige Weise traditionellen mexikanischen Charme, modernen Komfort und einen dichten Dschungel, der direkt ins Meer abfällt.
Während die Karibik an der Ostküste Mexikos mit dem Sargassum kämpft, ist das Wasser an der Pazifikküste glasklar – wenn auch ein wenig kühler und dunkler. Und das Beste daran? In der Bucht von Banderas kannst du wunderbar sicher baden, was am wilden Pazifik wahrlich keine Selbstverständlichkeit ist. In diesem Guide findest du 15 Tipps, was du in Puerto Vallarta und im nahen Surfer-Mekka Sayulita sehen und erleben kannst, damit du aus Mexiko die schönsten Erinnerungen mitnimmst. Ich verrate dir, wo du übernachtest, wie es um die Sicherheit steht und wie viele Pesos du einplanen solltest.
Foto: Wikimedia Commons
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Pazifik ohne Algen: Anders als die Karibik (Cancún, Tulum) leidet Puerto Vallarta nicht unter der Sargassum-Plage. Das Wasser ist hier das ganze Jahr über sauber.
Beste Reisezeit: Von Dezember bis März. Es ist trocken, die Temperaturen liegen bei rund 27 °C und – das Highlight – du kannst vom Boot aus riesige Buckelwale beobachten.
Zona Romántica: Das historische Herz der Stadt mit gepflasterten Gassen, tollen Cafés und einer unglaublichen Atmosphäre. 2026 wird sie offiziell zum ersten „Friendly District“ Mexikos – mit Investitionen von 10 Millionen Pesos in den öffentlichen Raum.
Sayulita und San Pancho: Wenn du eher eine bohemienhafte Atmosphäre und Wellen zum Surfen suchst, fahr ein Stück weiter nach Norden in den Bundesstaat Nayarit.
Preise und Währung: Bezahlt wird in mexikanischen Pesos (MXN). Der Kurs liegt bei etwa 20 MXN pro 1 €. Hab immer Bargeld dabei – viele kleinere Läden nehmen keine Karten.
Wenn du das Beste erleben willst, was Puerto Vallarta zu bieten hat, ist die Planung entscheidend. Das Klima teilt sich hier in zwei Hauptsaisons – die Trockenzeit und die Regenzeit – und beide haben ihren Reiz. Generell gilt aber: Die meisten Reisenden kommen genau dann hierher, wenn bei uns in Europa der tiefste Winter herrscht.
Die beste Reisezeit ist laut Reisenden Dezember bis März: Dich erwarten trockenes Wetter, Temperaturen um die 27 °C und der Höhepunkt der Buckelwal-Saison (Januar und Februar). Der Februar ist der ideale Kompromiss aus schönem Wetter, Walen und akzeptablen Preisen ohne den Ansturm zu Weihnachten und Ostern, während der November ein toller Tipp für Schnäppchenjäger ist Quelle.
Reist du im Sommer (von Juni bis Oktober), musst du dich auf die Regenzeit einstellen. Das heißt aber nicht, dass es von morgens bis abends schüttet. Die Vormittage sind meist herrlich sonnig, und die heftigen tropischen Schauer kommen erst am späten Nachmittag. Der Vorteil: Der Dschungel rund um die Stadt ist in dieser Zeit unglaublich saftig und grün, und die Hotelpreise fallen steil nach unten. Für detailliertere Infos schau dir unseren Artikel an, wann man nach Mexiko reisen sollte.
💡 Tipp: Wenn du im Januar oder Februar Bootstouren planst, pack auch einen leichten Hoodie oder Pulli ein. Die Morgenbrise auf dem Ozean kann selbst in Mexiko ziemlich frisch sein!
Wo du übernachten kannst: Vom historischen Zentrum bis zu den Surferdörfern
Puerto Vallarta und die angrenzende Küste bieten Unterkünfte für jedes Budget – egal ob du ein günstiges Hostel, ein romantisches Boutique-Hotel oder ein riesiges Resort suchst, in dem man sich von morgens bis abends um dich kümmert. Die Stadt gliedert sich in mehrere unterschiedliche Viertel, also überleg dir gut, welche Atmosphäre am besten zu dir passt.
Wenn du das Treiben der Stadt liebst, gern in Cafés sitzt und alles fußläufig erreichen möchtest, quartiere dich in der Zona Romántica (Altstadt) ein. Sie ist der lebendigste und beliebteste Teil der Stadt. Für Familien mit Kindern oder alle, die einen ruhigeren Resort-Urlaub suchen, sind Marina Vallarta oder die Gegend rund um Nuevo Vallarta (das bereits im Nachbarstaat Nayarit liegt) ideal. Und wenn du in erster Linie zum Surfen und für den Boho-Vibe kommst, fährst du am besten gleich in die Örtchen Sayulita oder San Pancho.
In Puerto Vallarta entscheidet das Viertel: Die bohemienhafte Zona Romántica am Strand Los Muertos ist das Herz des Geschehens, während die Resorts an der Südspitze Ruhe und tolle Ausblicke bieten. Zum Glück ist alles über die Uferpromenade Malecón verbunden.
💑 Für Paare:Casa Maria Hotel Boutique & Gallery ist ein Adults-only-Boutique im Herzen der Zona Romántica, nur zwei Gehminuten vom Strand Los Muertos entfernt, mit eigener Galerie und Pool (ab ~92 € pro Nacht).
👨👩👧 Für Familien:Hyatt Ziva Puerto Vallarta ist ein All-inclusive-Resort direkt am Strand mit sechs Pools, Kinderclub und Familienprogramm (ab ~320 € pro Nacht für zwei, all-in).
💰 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis:Hotel Boutique Rivera del Rio ist ein zauberhaftes Boutique mit individuell eingerichteten Zimmern, Pool und Whirlpool, 15 Gehminuten vom Strand – mit durchweg tollen Bewertungen (ab ~112 € pro Nacht).
✨ Für das besondere Erlebnis:Hotel Mousai Puerto Vallarta ist ein AAA Five Diamond Adults-only-Resort über der Bucht mit Infinity-Pools auf dem Dach und Butlerservice (ab ~460 € pro Nacht).
Buchungstipp: Wähle bei all diesen Hotels einen Tarif mit kostenloser Stornierung – Pläne ändern sich, und du willst nicht für etwas zahlen, wo du am Ende gar nicht ankommst. Und lass es nicht auf den letzten Drücker ankommen: Die bestbewerteten Adressen sind in der Hauptsaison oft schon Monate im Voraus ausgebucht, und die Preise schnellen dann um zweistellige Prozentsätze in die Höhe.
Hier ein paar konkrete Tipps für hervorragend bewertete Hotels, die sowohl Reisende als auch wir seit Langem loben:
Günstigere Unterkunft in der Altstadt:Hotel Posada De Roger ist ein echter Klassiker in der Zona Romántica. Es hat einen herrlichen, pflanzenüberwucherten Innenhof, traditionelle mexikanische Architektur, einen kleinen Dachpool und Preise, die deinen Geldbeutel nicht ruinieren (oft unter 60 € pro Nacht).
Goldene Mitte für Paare:Casa Maria Hotel Boutique ist ein schönes Designhotel ausschließlich für Erwachsene. Es liegt nur ein Stück vom Strand Los Muertos entfernt, hat einen tollen Pool und in den Bewertungen werden Sauberkeit und hilfsbereites Personal in den höchsten Tönen gelobt.
Luxus mit Meerblick:Almar Resort ist ein erstklassiges Beachfront-Hotel, bekannt für seinen fantastischen Beach Club und den Infinity-Pool. Auch wenn es primär auf die LGBTQ+-Klientel ausgerichtet ist, sind hier alle willkommen, die Premium-Service und gute Unterhaltung suchen.
Ruhiger Familienurlaub:Marriott Puerto Vallarta Resort & Spa in der Gegend von Marina Vallarta bietet riesige Pools, einen privaten Strand und absolute Ruhe abseits des Trubels im Zentrum.
Stilvoll in Sayulita: Wenn du dich für das Surferdorf entscheidest, schau dir das Hotel Ysuri Sayulita an. Es liegt direkt am Strand, hat einen wunderschönen Garten und ein Design, das die bohemienhafte Atmosphäre des Ortes perfekt einfängt.
💡 Tipp: Generell bekommst du ein Standard-Doppelzimmer in einem guten Hotel im Zentrum für etwa 60 bis 100 € pro Nacht (ca. 1.250–2.000 MXN). Während der Feiertage (Weihnachten, Neujahr, Ostern) schießen die Preise allerdings steil in die Höhe, und du solltest deine Unterkunft mehrere Monate im Voraus buchen.
Was du in Puerto Vallarta und Umgebung sehen und erleben kannst
Puerto Vallarta bedeutet nicht nur, mit einer Margarita in der Hand am Strand zu liegen – obwohl du auch das hier natürlich von morgens bis abends tun kannst. Die Stadt und die umliegende Bucht von Banderas bergen so viele Aktivitäten, dass dir hier garantiert nicht langweilig wird. Von Spaziergängen durch das historische Zentrum über das Beobachten von Walen bis hin zum Entdecken versteckter Wasserfälle im Dschungel.
1. Abendspaziergang über die Uferpromenade Malecón
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Die fast zwei Kilometer lange Fußgängerpromenade namens Malecón ist das pulsierende Herz der ganzen Stadt. Sie zieht sich entlang der Küste und bietet die schönsten Ausblicke auf den Ozean. Tagsüber ist sie ein netter Ort für einen Spaziergang, aber ihren wahren Zauber entfaltet der Malecón erst kurz vor Sonnenuntergang, wenn sich hier Einheimische und Touristen treffen, Straßenkünstler ihr Equipment auspacken und Dutzende Essensstände öffnen.
Der Spaziergang über den Malecón gehört laut Reisenden zu den sichersten in der ganzen Stadt – dank des regen Treibens, der guten Beleuchtung und der allgegenwärtigen Polizeistreifen. Abends ist hier bis spät in die Nacht etwas los, aber wenn du zu einer Unterkunft außerhalb der Haupttouristenzone zurückkehrst, empfiehlt es sich, nachts lieber ein registriertes Taxi oder Uber zu rufen Quelle. Achte beim Spaziergang unbedingt auf die berühmten Bronzeskulpturen, die die Promenade säumen. Die meistfotografierte ist wohl der „Junge auf dem Seepferdchen“ (El Niño sobre el Caballo de Mar), der zum inoffiziellen Wahrzeichen der Stadt geworden ist.
2. Verlier dich in den Gassen der Zona Romántica
Foto: Wikimedia Commons
Wenn du die echte, authentische Atmosphäre suchst, musst du in die Zona Romántica – auch Viejo Vallarta (Altstadt) genannt. Reisende beschreiben die Zona Romántica als das Herz von Puerto Vallarta mit gepflasterten Gassen, kleinen Cafés und tollen Restaurants, von denen aus man fast überall zu Fuß hingelangt. Außerdem ist diese Gegend sehr sauber, ruhig und sicher Quelle. Die bunten, von Bougainvillea überwucherten Häuserfassaden werden dich auf Schritt und Tritt zum Fotografieren verleiten.
Dieses Viertel ist außerdem für seine enorme Offenheit bekannt. Puerto Vallarta gilt als die bedeutendste LGBTQ+-Destination ganz Mexikos, und die Gay-Szene konzentriert sich vor allem rund um die Straße Lázaro Cárdenas, wo du über dreißig verschiedene Lokale findest. Für 2026 plant die Stadt zudem einen offiziellen „Friendly District“ mit Regenbogen-Markierungen, neuen Fußgängerzonen und Kunst im öffentlichen Raum, in den über 10 Millionen Pesos investiert wurden Quelle. Die Atmosphäre ist hier für absolut alle Reisenden unglaublich freundlich und entspannt.
3. Schwimm am Playa de los Muertos
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Direkt am Rand der Zona Romántica findest du den berühmtesten Strand der Stadt: Playa de los Muertos (Strand der Toten). Lass dich vom leicht morbiden Namen nicht abschrecken – die Legende besagt, dass hier einst eine Schlacht gegen Piraten stattfand, aber heute herrschen hier nur gute Laune, Sonnenschirme und kühles Bier. Es ist zwar der lebhafteste Strand weit und breit, aber genau darin liegt sein Reiz.
Das Wahrzeichen des Strandes ist der moderne Los Muertos Pier, dessen Form an ein riesiges Schiffssegel erinnert. Nachts ist der Pier wunderschön beleuchtet, und tagsüber legen von hier Wassertaxis (sogenannte Pangas) zu Stränden ab, die man über Land nicht erreicht. Die Miete von zwei Liegen mit Sonnenschirm kostet hier etwa 300 bis 500 MXN (ca. 15–25 €) pro Tag, aber oft reicht es, wenn du in der angrenzenden Strandbar Essen und Getränke in einem bestimmten Wert bestellst.
4. Fotografiere die ikonische Kirche Parroquia de Nuestra Señora de Guadalupe
Foto: Wikimedia Commons
Selbst wenn du gerade keine Sehenswürdigkeiten abklapperst – an dieser Kirche kommst du einfach nicht vorbei. Die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von Guadalupe ist ein architektonisches Juwel und der wichtigste Orientierungspunkt des historischen Zentrums. Ihr Turm wird von einer wunderschönen, durchbrochenen Krone gekrönt, die angeblich von Engeln getragen wird.
Am schönsten ist die Kirche von außen, besonders wenn du durch die schmalen Gassen schlenderst, die zu ihr hinaufführen, und der Turm plötzlich zwischen den bunten Häuschen auftaucht. Der Eintritt ist natürlich kostenlos, und wenn du Anfang Dezember herkommst, erlebst du die großen Feierlichkeiten zum Fest der Jungfrau von Guadalupe, bei denen sich die Straßen mit Prozessionen, Musik und Tanz füllen.
5. Such Schatten auf der Isla Cuale
Foto: Wikimedia Commons
Mitten in der Stadt, wo der Fluss Cuale in den Ozean mündet, liegt die kleine grüne Insel Isla Cuale. Es ist, als würdest du eine völlig andere Welt betreten. Während am Malecón die Sonne brennt und das Treiben tobt, findest du hier ausgewachsene Bäume, Schatten, Hängebrücken aus Seilen und jede Menge umherflatternde Vögel. Und wenn du Glück (oder Pech, je nach Sichtweise) hast, triffst du hier sogar auf frei lebende Leguane, die sich auf den Ästen sonnen.
Die Insel ist von Fußwegen durchzogen, und hier befindet sich ein riesiger Markt mit Kunsthandwerk, Keramik, Silber und Textilien. Es ist wohl der beste Ort der Stadt, um Souvenirs zu kaufen. Vergiss nur nicht, dass Feilschen hier sozusagen erwartet wird – besonders wenn du mehrere Dinge an einem Stand kaufst.
💡 Tipp: Halt auf der Insel für einen Kaffee oder eine frische Kokosnuss an. Es gibt hier sehr nette kleine Cafés, in denen man wunderbar sitzen und das Treiben rundum beobachten kann.
6. Erklimm den Aussichtspunkt Mirador de la Cruz
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Wenn du Puerto Vallarta wie auf dem Präsentierteller liegen sehen willst und dir ein bisschen Schwitzen nichts ausmacht, mach dich auf zum Aussichtspunkt Mirador de la Cruz (Aussichtspunkt am Kreuz). Er liegt auf einem Hügel direkt über dem Stadtzentrum und bietet einen absolut spektakulären 360-Grad-Blick auf die gesamte Bucht von Banderas, die roten Dächer der Altstadt und die Berge im Hintergrund.
Der Weg nach oben führt durch die Gasse Abasolo, und am Ende erwartet dich ein steiler Anstieg mit einer ordentlichen Portion Treppen. Der Eintritt ist kostenlos, aber ich empfehle, früh am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang loszugehen – in der Mittagshitze und Feuchtigkeit würde dir der Aufstieg wohl wenig Spaß machen. Oben gibt es zudem weder Schatten noch einen Getränkestand, also vergiss deine eigene Wasserflasche nicht!
7. Erlebe das großartige Whale Watching
Foto: Timon Cornelis / Pexels
Das ist das Erlebnis, für das es sich wirklich lohnt, im Winter nach Puerto Vallarta zu reisen. Jedes Jahr von Mitte Dezember bis Ende März ziehen Tausende riesiger Buckelwale in die warmen und geschützten Gewässer der Bucht von Banderas, um sich zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen. Aus nächster Nähe zu sehen, wie eine zwanzig Meter lange Kreatur aus dem Wasser springt und mit einem gewaltigen Platschen wieder eintaucht, ist etwas, das du dein Leben lang nicht vergessen wirst.
In der Stadt gibt es viele Agenturen, die solche Touren anbieten. Du kannst zwischen großen, stabilen Katamaranen (ideal für Familien und alle, die unter Seekrankheit leiden) und kleinen, schnellen Booten (Zodiacs) wählen, die viel näher an die Wale herankommen. Eine halbtägige Tour kostet üblicherweise zwischen 1.200 und 1.800 MXN (ca. 60–90 €). Wähl unbedingt eine Firma, die einen Meeresbiologen an Bord hat und sich an strenge Regeln zum Schutz der Tiere hält – einen guten Ruf hat zum Beispiel Vallarta Adventures.
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8. Entdecke den geheimen Strand der Islas Marietas
Foto: Mikhail Nilov / Pexels
Die Inselgruppe Islas Marietas ist ein geschützter Nationalpark, der ein Stück vor der Küste liegt. Es ist eine Ansammlung vulkanischer Inseln, berühmt geworden vor allem durch den atemberaubenden Versteckten Strand (Playa del Amor), der sich buchstäblich im Inneren eines riesigen Kraters befindet. Die Bootstouren zur Inselgruppe verlaufen in den relativ ruhigen Gewässern der Bucht, also auch für empfindlichere Mägen geeignet, und unterwegs hast du gute Chancen, Delfine zu sehen.
Bewertungen aus 2025 loben zwar die Crew und die Verpflegung an Bord, aber ein Teil der Touristen weist darauf hin, dass das Wasser hier im Januar ziemlich kalt sein kann und das Schnorcheln selbst manchmal hinter den Erwartungen zurückbleibt – wegen der schlechteren Sicht Quelle. Wichtig zu wissen: Aus Naturschutzgründen wird nur eine sehr begrenzte Anzahl Menschen pro Tag auf den Versteckten Strand gelassen (du musst für eine spezielle Genehmigung extra zahlen), und die Inseln sind montags und dienstags per Regierungsanordnung komplett für die Öffentlichkeit geschlossen. Der Preis einer Basistour zu den Inseln liegt bei etwa 1.500 MXN (75 €), mit Zugang zum Versteckten Strand musst du mit über 3.000 MXN rechnen.
9. Schnorchle bei Los Arcos de Mismaloya
Foto: Wikimedia Commons
Etwas südlich der Stadt ragen riesige Granitformationen aus dem Meer, die an Bögen erinnern – das sind Los Arcos. Es ist ein geschützter Meerespark und wohl der beste erreichbare Ort zum Schnorcheln und Tauchen in unmittelbarer Nähe von Puerto Vallarta. Das Wasser ist hier meist klar, und die Riffe sind voller bunter Fische, Mantas, und ab und zu triffst du sogar eine Meeresschildkröte.
Am besten gelangst du zu den Bögen, indem du dir am Strand Mismaloya oder am Playa de los Muertos ein kleines Boot (Panga) organisierst. Eine ein- bis zweistündige Tour kostet dich etwa 800 bis 1.200 MXN (ca. 40–60 €) für das ganze Boot. Wenn du aktiver bist, kannst du dir ein Paddleboard oder Kajak leihen und vom Ufer aus auf eigene Faust zu den Riffen paddeln.
10. Kühl dich im Botanischen Garten ab (Vallarta Botanical Gardens)
Foto: Guilherme Lacerda / Pexels
Wenn du von Salzwasser und Sand erst mal genug hast, fahr in die Berge außerhalb der Stadt. Etwa 45 Minuten Fahrt Richtung Süden liegt der wunderschöne Vallarta Botanical Gardens. Es ist kein langweiliger Garten mit akkurat geschnittenen Hecken, sondern eher ein Stück wilder Dschungel, das jemand geschickt mit Pfaden durchzogen hat.
Hier findest du riesige Sammlungen von Orchideen, Vanillepflanzen, Kakteen und Bromelien. Der Ort liegt etwas höher, daher ist die Luft hier spürbar angenehmer und kühler als unten in der Stadt. Der Eintritt kostet 300 MXN (ca. 15 €), und ein großer Anziehungspunkt ist auch das hiesige Restaurant mit einem fantastischen Blick ins Tal, in das ganze Schwärme bunter Vögel einfliegen. Vom Zentrum bringt dich der lokale Bus Richtung „El Tuito“ hierher, der an der Kreuzung der Straßen Venustiano Carranza und Aguacate abfährt.
11. Mach einen Tagesausflug ins abgelegene Yelapa
Foto: Jeffrey Eisen / Pexels
Yelapa ist ein kleines, verschlafenes Fischerdorf, tief im Dschungel am südlichen Rand der Bucht von Banderas versteckt. Sein Zauber liegt darin, dass keine Straße hierherführt. Du kommst nur per Boot (Wassertaxi) vom erwähnten Pier am Playa de los Muertos oder vom Hafen Boca de Tomatlán hierher.
Im Dorf findest du keine Autos, nur schmale Sandwege, auf denen Esel und Pferde laufen. Vom Strand aus gelangst du auf einem schönen, etwa 30-minütigen Spaziergang durch den Urwald zum Wasserfall Yelapa Waterfall, unter dem man baden kann. Probier am Strand unbedingt den berühmten „Yelapa Pie“: Die einheimischen Frauen (die sogenannten Pie Ladies) gehen hier mit riesigen Behältern auf dem Kopf herum und verkaufen frischen Kuchen – der mit Banane oder Kokos ist eine absolute Sensation! Das Rückfahrticket für das Boot kostet etwa 400 MXN (ca. 20 €).
12. Tauch in die Welt des Luxus in Marina Vallarta ein
Foto: Jeffrey Eisen / Pexels
Wenn du dich vom traditionellen mexikanischen Chaos erholen willst, fahr in den Norden der Stadt ins Viertel Marina Vallarta. Es ist ein moderner Hafen voller luxuriöser Yachten, gepflegter Golfplätze und Residenzen.
Rund um den gesamten Hafen verläuft eine schöne Kolonnade, gesäumt von edlen Boutiquen, Cafés und Restaurants. Wenn du zwischen Oktober und Mai hier bist, komm unbedingt am Donnerstagabend her – dann findet der beliebte „Art & Market“ statt, ein riesiger Markt mit Kunst, Schmuck und großartigem Streetfood. Hier ist es deutlich ruhiger und „amerikanischer“ als im historischen Zentrum, aber für einen gemütlichen Vorabend ist es ein idealer Ort.
Sayulita und Nayarit: Paradies für Surfer und Bohemiens
Während Puerto Vallarta eine vollwertige Stadt ist, bietet der Bundesstaat Nayarit gleich hinter dem Hügel eine völlig andere Welt. Wenn du Surfen, Yoga und Traumfänger liebst und dir eine etwas hipsterhafte Atmosphäre nichts ausmacht, mach dich auf in den Norden.
Nach den Erfahrungen vieler Reisender ist Sayulita zum kompletten Abschalten und Entschleunigen gemacht, während Puerto Vallarta als Stadt mit Shopping und lebhaftem Nachtleben funktioniert. Zum Surfen ist Sayulita laut Bewertungen eindeutig besser, weil das Meer in der Bucht von Puerto Vallarta oft zu ruhig ist. Reisende warnen in Foren aber zugleich, dass Sayulita längst nicht mehr das unentdeckte Dörfchen ist und in der Saison ziemlich überfüllt sein kann Quelle.
13. Sayulita: Farben, Wellen und Papel Picado
Foto: Archie McNicol / Pexels
Sayulita ist ohne Zweifel das bekannteste Surferdorf der Umgebung. Seine Straßen sind buchstäblich von bunten mexikanischen Wimpeln (Papel Picado) überdacht, die im Wind wehen und die beste Kulisse für Fotos schaffen. Du findest hier Dutzende Surfschulen, die dich für etwa 1.000 MXN (50 €) zu einer zweistündigen Anfängerstunde mitnehmen.
Der Strand in Sayulita ist wunderschön, aber meist Kopf an Kopf gefüllt. Wenn du Ruhe zum Lesen suchst, ist es dir hier vielleicht ein bisschen zu laut. Das Örtchen ist außerdem voller schöner Boutiquen mit handgemachter Kleidung und Keramik. Von Puerto Vallarta kommst du bequem mit dem Bus in etwa einer Stunde her (das Ticket kostet rund 60 MXN).
14. San Pancho (San Francisco): Die ruhigere Schwester
Foto: John Henry / Pexels
Wenn du nach Sayulita kommst und merkst, dass es dir schon zu sehr nach Massentourismus ist, verzweifle nicht. Du musst nur ein paar Kilometer weiter nach Norden ins Örtchen San Francisco fahren, das hier niemand anders als San Pancho nennt.
San Pancho ist das, was Sayulita vor zehn Jahren war. Hier herrscht unvergleichlich mehr Ruhe, der Strand ist breiter und leerer (Achtung: Wellen und Strömungen sind hier ziemlich stark und für Surf-Anfänger nicht wirklich geeignet) und die Gemeinschaft ist großartig. Du findest hier das tolle Gemeindezentrum Entreamigos und viele Lokale, die auf Nachhaltigkeit achten. Ein idealer Ort für ein abendliches Beisammensein am Ozean.
15. Entdecke die versteckten Strände von Nayarit
Foto: Vladimir Miranda / Pexels
Wenn du einen Mietwagen hast oder vor längeren Spaziergängen durch den Dschungel nicht zurückschreckst, birgt die Küste rund um Sayulita und San Pancho mehrere wunderschöne, fast menschenleere Strände. Einer davon ist zum Beispiel Playa Carricitos, zu dem von Sayulita aus ein etwa 45-minütiger Spaziergang durch den Wald führt.
Du findest hier weder Bierstände noch Toiletten – nur goldenen Sand, Palmen und den wilden Ozean. Es ist genau der Typ Ort, an den du dir eine Picknickdecke, deinen eigenen Proviant und ein Buch einpackst und den ganzen Tag von niemandem gestört wirst.
💡 Tipp: Wenn du mit dem Mietwagen nach Sayulita oder San Pancho fährst, stell dich darauf ein, dass das Parken in den engen Gassen ein Albtraum ist. Nutze lieber die kostenpflichtigen Auffang-Parkplätze am Rand der Örtchen (ca. 100–150 MXN pro Tag).
Was du probieren musst (und es ohne Fleisch überlebst)
Die mexikanische Küche ist phänomenal und steht sogar auf der UNESCO-Liste. Wenn du wie wir kein Fleisch isst, musst du außerdem keine Angst haben, in Mexiko zu verhungern – ganz im Gegenteil! Die Basis der mexikanischen Ernährung sind Mais, Bohnen und Käse, also gibt es hier eine Menge vegetarischer Möglichkeiten. Die hiesigen Straßenstände und auch die berühmten Restaurants bieten großartige Geschmäcker. Die Einheimischen löffeln hier zwar zum Frühstück gern Chilaquiles mit Hühnchen oder genießen tagsüber Fisch-Ceviche und Garnelen, aber wir haben für dich andere Favoriten.
Du musst unbedingt die klassischen Straßen-Tacos probieren, die du an jeder Ecke findest. Such nach Ständen, die Tacos mit Pilzen, Bohnen, gegrilltem Kaktus (Nopales) oder Käse haben. Eine absolute Delikatesse ist dann *Huitlacoche*, der Maisbeulenbrand (oft als mexikanische Trüffel bezeichnet) mit einem herrlich erdigen Geschmack.
Noch etwas, das du nicht verpassen darfst, ist *Elote* – gekochter oder gegrillter Maiskolben auf einem Stäbchen, den dir der Verkäufer großzügig mit Mayonnaise bestreicht, mit salzigem Cotija-Käse bestreut, mit Limette beträufelt und mit Chili übersät. Klingt seltsam, ist aber unglaublich suchterzeugend! Und zum Trinken? Vergiss für einen Moment das Bier und gönn dir ein frisches *Agua Fresca*, eine leichte Fruchtlimonade – am besten aus Tamarinde oder Hibiskus (Jamaica).
Praktische Tipps für die Reise
Damit dich vor Ort nichts überrascht, haben wir ein paar praktische Punkte zusammengestellt. Mexiko kann manchmal etwas speziell sein, und es ist gut zu wissen, worauf man achten sollte.
Anreise und Uber: Direkt am Flughafen von Puerto Vallarta darf Uber offiziell keine Passagiere aufnehmen (wegen der Taxi-Lobby). Wenn du sparen willst, überquer einfach mit deinem Koffer die Fußgängerbrücke über die Autobahn direkt am Flughafen und ruf dort dein Uber. Normale Fahrten in der Stadt funktionieren damit dann völlig problemlos und sicher.
Geld und Geldautomaten: Die Währung ist der mexikanische Peso (MXN), der Kurs liegt bei etwa 20 MXN pro 1 €. Hab unbedingt immer Bargeld dabei – kleine Stände, Busse und Märkte nehmen keine Karten. Pass beim Abheben am Geldautomaten enorm auf das sogenannte DCC (Dynamic Currency Conversion) auf – der Automat bietet dir einen „garantierten Kurs“ in Euro an, was immer extrem ungünstig ist (du verlierst locker 8–9 %). Lehn dieses Angebot immer ab (Decline Conversion) und lass den Betrag in Pesos abbuchen!
Ist Puerto Vallarta sicher? Während einige mexikanische Bundesstaaten (wie das benachbarte Sinaloa) von der US-Regierung die höchste Reisewarnstufe Level 4 erhalten haben, liegt Puerto Vallarta im Bundesstaat Jalisco, und die Stadt selbst sowie die Touristenzonen gelten als sehr sicher. Natürlich gilt der gesunde Menschenverstand – lass deine Sachen am Strand nicht unbeaufsichtigt und schlender nachts nicht durch verlassene, dunkle Gassen. Über die Kriminalität und Sicherheit haben wir ausführlicher im Artikel Ist Mexiko sicher? geschrieben.
Wohin als Nächstes
Wenn du überlegst, wohin es in Mexiko als Nächstes gehen soll, oder noch unschlüssig bist, ob die Pazifikküste das Richtige für dich ist, schau dir auch unsere weiteren Artikel an, in denen wir jede Menge praktischer Guides zusammengestellt haben:
Willst du den perfekten Überblick über das ganze Land? Lies unseren großen Pfeiler-Artikel Was man in Mexiko sehen muss.
Wenn dich noch wildere Surfer-Abenteuer im Süden locken, erkunde Puerto Escondido.
Und wenn du dich nach endlosen Straßen, Wüste und Kakteen sehnst, denk unbedingt über einen Roadtrip über die Halbinsel Baja California nach.
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Häufig gestellte Fragen
Ist Puerto Vallarta oder Cancún besser?
Kommt darauf an, was du suchst. Cancún bietet türkisfarbenes Karibisches Meer und weißen Sand (aber mit dem Risiko von Sargassum-Algen), riesige All-Inclusive-Resorts und amerikanischen Stil. Puerto Vallarta hat eine authentischere mexikanische Atmosphäre, Berge, die ins Meer fallen, dunkleren Sand und ganzjährig klares Wasser.
Brauche ich ein Visum für Puerto Vallarta?
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Wenn du mit einem tschechischen Reisepass als Tourist unterwegs bist, brauchst du kein Visum. Bei der Ankunft erhältst du einen Stempel mit einer Aufenthaltsgenehmigung von bis zu 180 Tagen, der Reisepass muss mindestens 6 Monate über das geplante Rückreisedatum hinaus gültig sein.
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Ist es sicher, Leitungswasser zu trinken?
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Nein, in ganz Mexiko wird empfohlen, kein Leitungswasser zu trinken, auch nicht in guten Hotels. Trinke immer nur Wasser aus Flaschen. Zum Zähneputzen ist Leitungswasser meistens in Ordnung, aber zur Sicherheit kannst du auch Flaschenwasser verwenden.
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Wie viel kostet das Essen in Restaurants und auf der Straße?
Straßenessen (Tacos, Quesadillas) ist sehr günstig, ein Taco kostet dich etwa 20 bis 30 MXN (ca. 1–1,50 EUR). In einem normalen Restaurant im Zentrum zahlst du für ein Hauptgericht um die 250–400 MXN (12–19 EUR), je nach Niveau des Lokals.
Wie komme ich vom Flughafen ins Zentrum?
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Am einfachsten ist es, ein offizielles Flughafentaxi zu nehmen, das feste Preise nach Zonen hat (ca. 300–400 MXN ins Zentrum). Wenn du das günstigere Uber nutzen möchtest, musst du mit deinem Rucksack die Fußgängerbrücke über die Autobahn vor dem Flughafen überqueren.
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Kann man in Puerto Vallarta surfen?
Direkt in der Banderas-Bucht bei der Stadt sind die Wellen meist zu klein und ruhig, das Meer eignet sich hier eher zum Schwimmen oder für Paddleboard. Für richtiges Surfen musst du etwa eine Stunde nördlich in die Städtchen Sayulita oder San Pancho fahren.
Funktionieren europäische Stecker in Mexiko?
Ne, in Mexiko werden amerikanische Steckdosen (Typ A und B) mit einer Spannung von 110 V verwendet. Vergiss auf keinen Fall, einen Reiseadapter von zu Hause mitzunehmen, ohne ihn kannst du dein Handy nicht aufladen.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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