TL;DREin Jahr in Kanada lässt sich in fünf Schritten organisieren: Zuerst meldest du dich für den Pool zum Working Holiday Visum an (Voraussetzung: 18–35 Jahre, tschechische Staatsbürgerschaft und 2500 CAD, also umgerechnet rund 43.000 Kronen). Wirst du ausgewählt, hast du 20 Tage Zeit, den Antrag zu stellen und 250 CAD zu bezahlen. Dann brauchst du eine Reiseversicherung für das ganze Jahr, musst dein Ziel und den Flug festlegen (die Autoren empfehlen Calgary statt des überfüllten Vancouver, weil es nahe an den Rocky Mountains mit Banff und Lake Louise liegt) und solltest dich schon vor der Abreise über Facebook-Gruppen, Kijiji oder Airbnb um Job und Unterkunft kümmern. Den Flug von New York nach Prag haben sie über StudentUniverse für 250 CAD bekommen, anderswo lag der Preis bei mindestens 400 CAD.
Du willst ein Jahr nach Kanada – genau wie wir? Wir erklären dir, wie du ein Kanada Working Holiday Visum bekommst und alles Schritt für Schritt planst.
1) Visum – Anmeldung im Pool (der Lostrommel)
Working Holiday Visum
Das kanadische Visumssystem bietet viele Möglichkeiten, nach Kanada zu kommen – der einfachste Weg ist jedoch das Working Holiday Visum. Damit erhältst du eine einjährige Arbeitserlaubnis, mit der du überall in Kanada arbeiten und das Land beliebig oft ein- und ausreisen kannst. Für Reisende ist das nahezu ideal.
Das Working Holiday Visum ist eine Unterkategorie des übergeordneten Programms International Experience Canada – daher siehst du bei der Antragstellung überall die Abkürzung IEC.
Voraussetzungen für das Working Holiday Visum
Die Voraussetzungen für das Working Holiday Visum sind klar geregelt. Du musst zwischen 18 und 35 Jahre alt sein, deutscher Staatsangehöriger mit Hauptwohnsitz in Deutschland sein und nachweislich über mindestens 2.500 CAD (ca. 1.700 €) verfügen. Bei der Einreise nach Kanada musst du ein Rückflugticket vorweisen können (oder nachweisen, dass du neben den 2.500 CAD noch genug Geld für ein Rückflugticket hast), einen für die gesamte Aufenthaltsdauer gültigen Reisepass sowie eine Reisekrankenversicherung, die ebenfalls die gesamte Reisedauer abdeckt.
Der Pool
Das System funktioniert so: Du meldest dich in einem sogenannten „Pool“ an – einer elektronischen Lostrommel, aus der kanadische Behörden das ganze Jahr über zufällig Bewerbungen ziehen. Mit etwas Glück erhältst du dein Visum schon in der nächsten Woche, im ungünstigsten Fall kann das Warten auch ein halbes Jahr dauern. Die Visagebühr zahlst du erst, nachdem du ausgewählt wurdest – die Anmeldung im Pool ist also kostenlos.
Wie meldet man sich im Pool an?
Zunächst füllst du HIER einen Fragebogen aus, der nur wenige Minuten dauert. Am Ende zeigt er dir, für welche Visumsarten du in Frage kommst. Falls du Anspruch auf mehrere Kategorien hast, wähle Working Holiday und klicke auf „Continue“. Dadurch wird dein persönlicher Code generiert – notiere ihn gut, du wirst ihn gleich brauchen.
Jetzt musst du ein persönliches Konto auf dem Server der kanadischen Regierung anlegen, über das du deinen Antrag verwaltest. Klicke HIER, wähle unten „Continue to GC Key“ und im nächsten Fenster „Sign Up“. Erstelle dein Profil nach den einfachen Anweisungen und melde dich danach an. Du siehst dann folgendes:
Klicke auf „International Experience Canada (IEC)“ und gib auf Aufforderung den persönlichen Code ein, den du dir zuvor notiert hast (aus dem Fragebogen). Fülle alles aus, was von dir verlangt wird – Personal Details, Contact Details, Application Details und Work and Education Details. Im Grunde ist es nur ein weiterer, sehr detaillierter Fragebogen.
Nachdem du alle Daten eingegeben hast, schickst du deine Bewerbung in den Pool ab. Jetzt heißt es: abwarten. 😃
2) Visumantrag nach Erhalt der Einladung
Sobald du zufällig ausgewählt wirst, erhältst du eine Einladung (zur Ausfüllung des Antrags auf Arbeitserlaubnis), die du innerhalb von 10 Tagen annehmen musst. Die Information kommt per E-Mail – es schadet aber nicht, ab und zu auch dein MyCIC-Konto zu überprüfen. Nach Annahme der Einladung hast du 20 Tage Zeit, alle Angaben zu machen, die erforderlichen Dokumente hochzuladen und die Visagebühr zu bezahlen.
Du benötigst:
Lebenslauf auf Englisch (oder Französisch)
Führungszeugnis (mit beglaubigter Übersetzung ins Englische)
Scan eines Passfotos
ausgefüllte Formulare, die im Antrag erscheinen
250 CAD online mit Kreditkarte bezahlen.
Danach wartest du, ob dein Antrag angenommen wird. Falls ja, erhältst du das sogenannte Letter of Introduction – und ab nach Kanada!
3) Reiseversicherung wählen
Am Flughafen musst du neben Reisepass, Letter of Introduction und dem Nachweis ausreichender finanzieller Mittel auch eine Reiseversicherung vorweisen. Ohne diese wirst du schlicht nicht ins Land gelassen. Wir empfehlen ausdrücklich, eine Versicherung für die gesamte geplante Aufenthaltsdauer abzuschließen (für die meisten ist das ein ganzes Jahr) – hast du zum Beispiel nur eine fünfmonatige Versicherung, kann dein Arbeitsvisum entsprechend verkürzt werden.
Wir sind wie immer mit AXA gefahren. Wir wollen keinen großen Vergleich anstellen – AXA passt für uns einfach am besten, vor allem mit 50 % Rabatt. 🙂
Mit Ostkanada haben wir aus beruflicher Sicht wenig Erfahrung, die Westseite können wir aber uneingeschränkt empfehlen. Wenn dein Ziel nicht Vancouver ist (was es auch nicht sein sollte – die Stadt ist überlaufen und ziemlich überteuert), dann ist Calgary die ideale Wahl. Es ist eine weitläufige, ruhige Stadt mit einem beeindruckenden Hochhausviertel und vielen Jobmöglichkeiten. Es gibt dort eine lebhafte deutschsprachige Community, die dir am Anfang wirklich weiterhilft.
Gleichzeitig liegt Calgary in der Nähe von Banff und Lake Louise – zwei Bergdörfern in den Rocky Mountains, wo es besonders in der Sommer- und Wintersaison jede Menge Arbeit gibt.
Wo Flüge kaufen
Am besten haben wir uns mit Kiwi.com bewährt. Das Portal kombiniert Flüge besonders clever – aus Deutschland gibt es Direktverbindungen nach Calgary oder Vancouver z. B. mit Lufthansa oder Condor, oft mit Zwischenstopp in Frankfurt oder München.
Falls du Student bist, lohnt sich auch ein Blick auf StudentUniverse. Die Preise dort sind teils unschlagbar günstig – wir haben selbst einmal Flüge darüber gebucht (New York–Europa für ca. 250 CAD, während überall anders mindestens 400 CAD aufgerufen wurden). Die Buchung lief problemlos, wir haben es aber bisher nur einmal ausprobiert und können es daher nicht uneingeschränkt empfehlen.
5) Job und Unterkunft schon vor der Abreise suchen
Job
Fang auf Facebook an. Schreib in deutschsprachige Gruppen am gewünschten Ort und frag nach Arbeit – wir haben 2 von 3 Jobs über Facebook gefunden, und einen davon noch bevor wir überhaupt angefangen haben zu packen. Suche am besten nach Stellen, bei denen auch eine Unterkunft gestellt wird – das ist häufig bei Berghotels oder abgelegenen Standorten der Fall. Beispielgruppen für den Raum Calgary:
Wenn du dort nicht fündig wirst, fang an, Bewerbungen zu verschicken. Passe deinen Lebenslauf für jede Stelle individuell an – was nicht passt, lass weg; was relevant ist, arbeite detailliert aus. In Kanada ist der Wettbewerb groß!
Falls du vor der Abreise keinen Job findest – kein Grund zur Panik. Drucke dir in Kanada einen Stapel Lebensläufe aus und geh auf Jobsuche in der Stadt. Einfach reingehen und vorstellen – so läuft das in Kanada nun mal.
Obsternte in Kanada?
Wer auf Neuseeland oder in Australien schon mal auf einer Farm gearbeitet hat, fragt sich vielleicht, ob es in Kanada ähnliche Möglichkeiten gibt. Ja, die gibt es! Auch in Kanada kann man Saisonarbeit als Erntehelfer finden. Mehr Infos dazu findest du in diesem Artikel (auf Tschechisch).
Unterkunft
Schreib die deutschsprachigen Gruppen auf Facebook an. Das ist der einfachste Weg, um zumindest für die ersten paar Nächte ein Dach über dem Kopf zu finden.
Wenn du niemanden kennst, der dich aufnehmen kann, empfehlen wir AirBnB. Es ist günstiger als Hotels und meist findest du ein Zimmer direkt im Stadtzentrum. Für die erste Orientierungsphase ist das ideal.
Hast du noch Fragen oder ist etwas unklar? Schreib uns gerne in die Kommentare unter dem Artikel. 🙂 Es lebe Kanada!
Tipps und Tricks für Reisen nach Kanada
Was einpacken
Schau dir unsere Packliste für Reisen an – sie hilft dir bei der Vorbereitung. Finde den richtigen Reiserucksack, entdecke praktische Reise-Gadgets und vergiss nichts Wichtiges zu Hause.
Eine Reiseversicherung ist absolut unverzichtbar. Für kürzere Reisen setzen wir auf AXA (50 % Rabatt), für längere Reisen auf den britischen Anbieter True Traveller. Schau dir den Vergleich aller Anbieter an und wähle den, der am besten zu dir passt.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRDer Wechsel von den polnischen Tatra in die Slowakei ist logistisch kein Zuckerschlecken: Zwischen Zakopane und dem slowakischen Poprad verkehren nur drei Verbindungen des tschechischen Anbieters Leo Express, und das mit Minibussen für gerade mal 7 Personen. Die Autoren des Beitrags blieben auf der Strecke von Bukowina Tatrzańska hängen, wo die eigentlich zwanzigminütige Fahrt ab Zakopane wegen Verspätung ganze zwei Stunden dauerte. Auf den Ersatzbus warteten sie dann noch mal rund 40 Minuten länger als geplant. Durch die Verzögerung verfielen ihnen die Tickets für die Seilbahn auf den Lomnitzer Spitze, und selbst als sie endlich in der Slowakischen Tatra ankamen, fehlte nach diesem Martyrium die Kraft, die Berge zu genießen. Die Reise führte außerdem durch Krakau, Zakopane und Bratislava, wo sie sich für die Strapazen mit Palatschinken im Lokal Lacinka und einem Besuch der Wohnungsgalerie Flat Gallery entschädigten.
„Von der polnischen Tatra in die Slowakei zu kommen, ist alles andere als einfach. Es gibt kaum Verbindungen – auch wenn Politiker ständig davon reden, dass sich etwas ändern muss, bleibt es bislang bei leeren Versprechen.“ Diese Worte unserer slowakischen Freundin Dagmar hätten wir viel ernster nehmen sollen. Vielleicht wären wir dann nicht in der polnischen Tatra festgesessen – ohne jede Hoffnung, rechtzeitig in die Slowakei zu kommen.
Unser erstes Ziel: Krakau
Wer online arbeitet, sollte nicht auf Zug-WLAN zählen
Aber fangen wir von vorne an. Unsere Reise begann irgendwo in Tschechien, von wo aus wir nach Krakau aufgebrochen sind. Wir hatten spontan beschlossen, diesmal ausschließlich mit Zügen und Bussen zu reisen – in der Hoffnung, unterwegs arbeiten zu können.
Klingt gut, war es aber nicht wirklich. Wenn deine Arbeit wie meine zu 95 % schnelles Internet erfordert, kannst du das direkt vergessen. Nach einer Woche ohne vernünftige Verbindung saß ich den kompletten folgenden Urlaub jeden Tag von acht Uhr morgens bis Mitternacht am Laptop und holte alles nach.
Übrigens: Wer im Ausland auf zuverlässiges mobiles Internet angewiesen ist, dem empfehlen wir eine eSIM von Holafly oder Yesim – damit ist man auf Zugfahrten durch Polen nicht auf das schwache Bord-WLAN angewiesen.
Ist Krakau das Schweizer Städtchen Polens?
Krakau ist eine wunderschöne Stadt – und ich bin ohnehin ein großer Polen-Fan. Uns beide hat es wieder einmal sofort in den Bann gezogen. Wir schlenderten durch die Straßen wie zwei Alices im Wunderland. Krakau erinnerte uns an eine Schweizer Altstadt: blitzsauber, ordentlich, und an jeder Ecke ein Café oder Restaurant, bei dem man nicht wusste, welches man zuerst ausprobieren soll.
Ich hatte ein nostalgisches Gefühl – manche Cafés und Lokale hätten genauso gut in New York oder Toronto stehen können. Das Hipster-Paradies wurde am Ende noch von der Galerie für moderne Kunst MOCAK gekrönt.
Statt zur Kasse sind wir beim Psychologen gelandet
Aber auch alle, die historische Städte lieben, kommen voll auf ihre Kosten. Einen Spaziergang auf dem Wawel-Hügel mit dem Königsschloss und der Kathedrale des heiligen Stanislaus und Wenzel sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.
Hipster-Lokale sind in Krakau an jeder Ecke zu finden
Unbedingt besuchen solltet ihr auch die Marienkirche mit ihrer atemberaubenden blau bemalten Decke – ein Erlebnis, das sogar den berühmten 13 Meter hohen Altar von Veit Stoß aus dem Jahr 1489 in den Schatten stellt. Eintritt wird zwar verlangt, aber er ist so günstig, dass man nicht lange zögern muss.
Die Decke der Marienkirche in Krakau
Zum Tropfenden Kessel – auf ein Butterbier!
Aufgepasst, damit ihr nicht aus Versehen in eine Psychologische Beratungsstelle geht statt zur Kasse – genau das ist uns passiert. Wir standen in einer Warteschlange und merkten erst, dass wir falsch waren, als man uns an Tische setzen wollte. Und falls ihr Harry-Potter-Fans seid: Unbedingt zum „Tropfenden Kessel“ (Dziurawy Kocioł) auf ein Butterbier!
Der Blick auf den Wawel wird nie langweilig
Polnisch für Deutschsprachige – so klappt die Verständigung
Polen ist ein slawisches Land, und als Deutschsprachige stößt man sprachlich zunächst auf eine echte Hürde. Polnisch ist nicht mit dem Deutschen verwandt – doch keine Panik: In touristischen Städten wie Krakau und Zakopane kommt man mit Englisch sehr gut durch, und viele jüngere Polen sprechen sogar ein wenig Deutsch. Ein paar Brocken Polnisch wie „Dziękuję“ (Danke) oder „Przepraszam“ (Entschuldigung) kommen immer gut an und bringen ein Lächeln ins Gesicht der Einheimischen.
Ausblick aus der charmanten Villa in Zakopane
Wenn das Leben Zeichen gibt, sollte man sie ernst nehmen
Dass die Logistik dieser Reise nicht reibungslos verlaufen würde, deutete nicht nur Dagmars Warnung an. Schon von Anfang an lief alles schief. Wir kamen gegen halb drei in Krakau an und wollten schnell ein Uber zum Hostel nehmen, um noch etwas von der Stadt bei Tageslicht zu sehen. Das Uber sollte nach fünf Minuten da sein – wir warteten zwanzig. In der App sah es aus, als hätten wir uns in Luft aufgelöst. Am Ende stornierten wir und stiegen in ein überteuerte Taxi, obwohl wir zu Fuß schneller gewesen wären.
Die Tatra haben wir nicht gesehen, aber wir haben uns in der Villa gut erholt.
Der Spitzname für unsere Polenreise: Verspätung
Nach einem wunderschönen Tag in Krakau wären wir am Bahnhof fast zu Schneemännern erfroren – der Bus nach Zakopane hatte natürlich Verspätung. Wir wunderten uns noch. Bald hörten wir damit auf.
Typische Architektur in Zakopane
Zakopane ist ein traumhaftes Städtchen in der polnischen Tatra und voller Instagram-würdiger Holzvillen. Auch wir wohnten in einer solchen – mit angeblichem Bergblick. Den Bergblick haben wir nie gesehen. Ich kann euch die Spannung gleich nehmen: Die Berge haben wir während unseres gesamten Aufenthalts in Polen kein einziges Mal zu Gesicht bekommen. Trotzdem war es schön – wir genossen die Villa, die Cafés und den Schneesturm. Und am nächsten Morgen freuten wir uns auf die Weiterfahrt in die Slowakei.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der polnischen Tatra in die Slowakei? Alles andere als einfach
Um nach Poprad in der Slowakei zu gelangen, mussten wir zunächst nach Bukowina Tatrzańska fahren – das war von Zakopane aus etwa 20 Minuten mit dem Bus. Wir hatten eine Stunde Puffer für den Umstieg eingeplant. Mehr wollten wir dem polnischen Winter lieber nicht zumuten. Doch das war ein Fehler: Der Bus brauchte statt 20 Minuten satte zwei Stunden, und wir standen im Dunkeln mitten in einem Skiort – ohne Unterkunft und ohne jede Aussicht, noch an diesem Tag in die Slowakei zu kommen.
Es scheint fast, als würden sich Polen und die Slowakei nicht besonders mögen. Von der polnischen Tatra aus gibt es nämlich täglich nur drei Verbindungen in die Slowakei – betrieben von einem tschechischen Anbieter. Dabei handelt es sich um Minibusse (eher große Vans) mit gerade mal sieben Sitzplätzen. Kein Wunder also, dass alles ausgebucht war.
Zu unserem Glück hatte das Hotel in Poprad, in dem wir eigentlich schlafen sollten, unsere Buchung nicht – obwohl sie auf Booking.com bestätigt war – und war außerdem ausgebucht. Das ersparte uns wenigstens die Stornierung. Dafür lag das einzige verfügbare Hotel in Bukowina mehr als einen Kilometer von der Bushaltestelle entfernt. Durch den Wald. Auf Glatteis. Wir rutschten ein Stück auf dem Hintern dorthin, schliefen und hofften auf einen besseren Tag.
Warten auf Godot
Der kam schließlich – aber erst mit einer Verbindung um halb zwei Uhr nachmittags. Das hieß: Wir würden zwar noch nach Bratislava kommen, aber unsere Tickets für die Seilbahn auf den Lomnitzer Spitze – auf die wir uns so gefreut hatten – wären verfallen. Die einzige Hürde zwischen uns und der Slowakei schienen noch fünf Kilometer zur Abfahrtshaltestelle des Minibusses zu sein. Nach einem zügigen Stundenfußmarsch kamen wir an und warteten.
Fünf Minuten. Zehn. Fünfzehn. Wir hatten uns schon mit dem Käseverkäufer angefreundet, Augen und Nasen liefen uns, aber vom Bus keine Spur. Nach vierzig Minuten versank ich in einem Schmerz vor Kälte, den ich sonst nur bei minus 30 Grad in Kanada kannte.
Wir riefen beim Busunternehmen an, ob der Bus schon weg sei. „Wahrscheinlich nicht“, lautete die Antwort. „Wir sehen das GPS nicht – bitte rufen Sie bei der polnischen Hotline an.“ Nach einer Stunde lud uns ein Minibus mit sieben Plätzen als zwei Eiszapfen ein.
Die Kälte hatten wir für das ganze Jahr aufgebraucht. Als sich in Poprad die slowakische Tatra vor uns auftat, hatten wir – trotz unserer Leidenschaft fürs Wandern in der Hohen Tatra – absolut kein Interesse mehr daran. Wir flüchteten ins nächste Café, probierten jeden Tee durch und warteten auf unseren Zug.
Bratislava – die kleine große Stadt der Palatschinken
Bratislava entschädigte uns für alles. Wir wohnten in einer wunderbaren Hipster-Wohnung direkt im Zentrum zu einem fairen Preis und frühstückten im charmanten Retro-Lokal Žufaňa Bistro. Bratislava gehört für mich zu den liebsten Kurztrip-Zielen überhaupt.
Im „Lacinka“, einem Lokal, das sich seit Jahrzehnten kein bisschen verändert hat, auf einen Stapel gefüllter Palatschinken zu gehen, in Buchhandlungs-Cafés zu sitzen, die schon Hipster waren, bevor Hipster in Wien oder Berlin angekommen waren – das gehört für mich einfach dazu, wenn ich diese slowakische „kleine Großstadt“ besuche.
Ich konnte nicht widerstehen und brachte mir aus Bratislava zwei Bücher mit. Ich lese eigentlich kaum noch Papier, aber wenn Cafés in Buchhandlungen sitzen, ist Widerstand zwecklos
Lust auf etwas Besonderes? Die Flat Gallery wartet auf euch
Als Abwechslung besuchten wir die Burg Bratislava und das Denkmal Slavín. Und noch ein letzter Tipp zum Abschluss: Im Stadtzentrum versteckt sich die Flat Gallery – Bratislavas erste Wohnungsgalerie.
Die Flat Gallery – Bratislavas erste Wohnungsgalerie
Dieses Konzept kennt man vor allem aus Berlin: Eine Galerie in einer Privatwohnung, zu der man klingeln muss, um eingelassen zu werden. Der Kunsthistoriker Andrej Jaroš öffnet die Tür und führt euch durch die aktuelle Ausstellung. Was gerade gezeigt wird, erfahrt ihr auf ihrer Facebook-Seite.
Wollt ihr wissen, was uns diese Reise gekostet hat? Schreibt uns und wir bereiten einen Artikel dazu vor!
Gefallen euch unsere Fotos? Lest, wie wir sie bearbeiten >>>
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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TL;DRDer einfachste Weg, um in der Reisegruppe Kosten zu teilen, ist eine App wie Spendee: Alle legen eine gemeinsame Kasse an und tragen dort ein, wer was bezahlt hat. Die App erfasst Ausgaben in verschiedenen Währungen und rechnet sie automatisch zum aktuellen Kurs um, außerdem bekommst du übersichtliche Statistiken dazu, wofür auf der Reise am meisten ausgegeben wurde, etwa Benzin, Flüge, Essen oder Unterkunft. Sie läuft sowohl auf dem iPhone als auch unter Android, ist auch auf Deutsch verfügbar, und mit dem Code SpendeeOdLoudacku gibt’s den Plus-Account 3 Monate lang gratis.
Reisen in einer größeren Gruppe kann die Kosten erheblich senken. Wenn ihr zu mehr als zweit unterwegs seid, solltet ihr euch im Voraus auf eine Methode einigen, wie ihr die Reisefinanzen aufteilt. In diesem Artikel zeigen wir euch eine App, die wir nutzen, um Ausgaben zu verfolgen und die Kosten einfach unter den Gruppenmitgliedern aufzuteilen.
Was zum Aufteilen der Kosten verwenden
Ihr fahrt zu viert auf einen Roadtrip und möchtet die Kosten gerecht aufteilen. Am einfachsten wäre es, wenn eine Person alles bezahlt – das klappt aber nicht immer, und oft hat auch niemand Lust darauf. Die schlechteste Variante ist, wenn jeder mal etwas bezahlt und alle versuchen, sich alles zu merken. Die Etwas-Schlaueren schreiben es auf, aber die allereinfachste Variante ist eine App, die genau dafür gemacht ist.
Statistiken verfolgen – was auf der Reise am teuersten ist
Wir verwenden Spendee, denn damit könnt ihr nicht nur nachverfolgen, wer was bezahlt hat, sondern habt auch Statistiken darüber, was auf eurer Reise am teuersten war. Dank dessen haben wir in unseren Artikeln genaue Angaben darüber, wie viel uns Benzin, Flüge, Essen oder Unterkünfte gekostet haben.
Ausgabenübersicht
Ausgabenübersicht
Ausgabe eingeben
Wie funktioniert es?
In der App erstellt ihr ein neues Wallet und ladet eure Reisegruppenmitglieder ein. Dann kann jeder eintragen, wer was ausgegeben hat. Bei der Eingabe wählt ihr immer die passende Kategorie aus. In Spendee sind die Kategorien bereits vordefiniert, ihr könnt aber auch eigene hinzufügen.
Unsere Ausgabenübersicht in der Webversion von Spendee
Das Tolle an dieser App ist, dass ihr Ausgaben auch in verschiedenen Währungen eintragen könnt – sie werden automatisch zum aktuellen Wechselkurs in eure Standardwährung umgerechnet (die Standardwährung könnt ihr natürlich ändern, z. B. auf Euro). Die App ist in vielen Sprachen verfügbar, darunter auch Deutsch und Englisch.
Wenn ihr die App ausprobieren möchtet, könnt ihr euch einen Plus-Account für 3 Monate KOSTENLOS sichern – mit dem Code: SpendeeOdLoudacku
Für iPhone herunterladen
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Tipps und Tricks für deinen Urlaub
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TL;DRWir haben 5 konkrete Tipps für die besten Presets für Lightroom zusammengestellt: Albion Dark Lightroom Presets (48 Presets für 12 Dollar von Presetrain), Vsco Cam 50 Lightroom Presets (50 Presets für 15 Dollar), das kostenlose Winter Wonderland Preset von Contrastly, das Wedding Pack mit 18 professionellen Presets für 5 Dollar und die 50 Filmic Lifestyle Lightroom Presets für 15 Dollar mit filmischen Bearbeitungen. Ein Preset ist eine gespeicherte Bearbeitung in Lightroom, die du mit einem Klick auf ein Foto anwendest und so einen einheitlichen Look für deinen ganzen Instagram-Feed oder Blog erzielst. Diese Presets eignen sich sowohl für Landschafts- und Drohnenaufnahmen als auch für Porträts und Hochzeitsfotos.
Viele von euch fragen mich, wie ich meine Fotos bearbeite. Wie die meisten Fotografen und Blogger nutze ich Lightroom, wo ich sowohl eigene als auch gekaufte Lightroom Presets gespeichert habe. Die Verwendung von Presets hilft euch, euren Instagram-Feed ganz einfach aufeinander abzustimmen und eurem Blog ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben. Heute zeige ich euch die besten Lightroom Presets, die ich in den letzten Jahren entdeckt und ausprobiert habe.
Eigene Presets könnt ihr mithilfe von YouTube-Tutorials, eigenen Ideen oder durch das Anpassen gekaufter Presets erstellen. Das ist besonders gut für Einsteiger geeignet oder für alle, die einen neuen visuellen Look suchen und sich inspirieren lassen möchten.
Presets können verschiedene thematische Ausrichtungen haben – von Vintage über Schwarz-Weiß bis hin zu Filmeffekten oder speziellen Stilen für Porträts und Landschaften. Lightroom-Nutzer können entweder fertige Ready-to-use-Presets verwenden oder eigene erstellen, die ihrem individuellen Stil und ihren Vorstellungen entsprechen. So können Fotografen das Aussehen ihrer Bilder schnell und unkompliziert anpassen und einen konsistenten Look für eine ganze Fotoserie erzielen.
Tipps für die besten Lightroom Presets
Unten findet ihr 5 Empfehlungen für die besten günstigen Lightroom Presets, die ihr heute kaufen könnt. Weitere Tipps gibt es in diesem Artikel.
Albion Dark Lightroom Presets
Ein sehr beliebtes Set mit 48 Instagram-Presets vom Autor Presetrain für 12 $ bietet eine breite Palette an visuell stimmigen Filtern. Mein persönlicher Favorit ist Albion Lucid (siehe Foto unten), der eure Aufnahmen in beliebte helle, bläuliche Töne verwandelt und Weiß besonders zum Leuchten bringt. Diesen Preset seht ihr häufig auf populären Instagram-Profilen.
Albion Lucid
Albion Mystery
Vsco Cam 50 Lightroom Presets
Die 50 Presets, die von der beliebten VSCO CAM App inspiriert wurden und 15 $ kosten, habe ich besonders für Porträts ins Herz geschlossen. Den warm-braunen Look, den ich so lange selbst versucht hatte zu erstellen, fand ich endlich in dieser Kollektion. Meine neuesten Fotos sind mit einem angepassten Preset aus dieser Serie bearbeitet.
Diese winterlich gestimmten Presets von Contrastly sind kostenlos und damit perfekt zum Ausprobieren – auch wenn ich sie persönlich bisher nicht so häufig verwendet habe. Wer auf der Suche nach ungewöhnlichen Bearbeitungsstilen ist, dem empfehle ich, sie einfach auszuprobieren. Schließlich kosten sie nichts!
Wedding Pack 18 Professional Lightroom Presets
Wer meine Reisefotos verfolgt, wird wissen: Die meisten meiner Bearbeitungen basieren auf einem angepassten Preset aus diesem „Hochzeits“-Paket, das nur 5 $ kostet. Die sanften und zarten Töne dieses Pakets eignen sich definitiv nicht nur für Hochzeitsfotos. 🙂 Außerdem passten die Presets für mich so gut zu meinen Aufnahmen, dass ich kaum etwas nachbessern musste.
50 Filmic Lifestyle Lightroom Presets
Das teuerste Preset-Paket in dieser Liste bietet cinematische Bearbeitungen. Es kostet 15 $ und eignet sich besonders für Fotos, die wenig Kontrast haben. Ich habe es an Drohnenaufnahmen ausprobiert, die wirkten, als wären sie in Dunst gehüllt – und der Effekt war beeindruckend.
Bonus: Online-Kurs zur Fotobearbeitung in Lightroom
Wollt ihr eure Fotos so bearbeiten wie ein professioneller Fotograf? Lernt, eines der besten Fotobearbeitungsprogramme von Grund auf zu beherrschen, und schaut euch den Online-Kurs zur Fotobearbeitung in Adobe Lightroom von A bis Z an.
Was der Kurs beinhaltet:
12 Lektionen – 2,5 Stunden Inhalt
Du möchtest Fotos bearbeiten, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst
Du träumst davon, von der Fotografie zu leben
Du möchtest deine Fotos auf der Festplatte und in Lightroom besser organisieren
Du willst lokale Bearbeitungen erlernen
Du weißt nicht, wie du Fotos effizient sortierst und verwaltest
Du möchtest die wichtigsten Funktionen und Einstellungen in Lightroom kennenlernen
Du willst eigene Presets erstellen
Du möchtest Fotos mit deinem Smartphone synchronisieren
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TL;DRSüßigkeiten, Kugelschreiber oder Geld an Kinder in Entwicklungsländern wie Uganda oder Sri Lanka zu verteilen, schadet ihnen langfristig – auch wenn es gut gemeint ist. Die Kinder lernen dadurch zu betteln und sehen Weiße nur noch als „wandelnde Dollarscheine“, was später dazu führt, dass sie versuchen, Touristen Geld abzuknöpfen. In ugandischen Hostels weisen deshalb Schilder Touristen direkt darauf hin, den Kindern nichts zu schenken, denn sie lernen schnell und niemand will Bettler aus ihnen machen. Sinnvoller hilfst du, wenn du dein Geld direkt in der Gemeinde ausgibst, Souvenirs oder Kokosnüsse bei den Eltern kaufst oder über Hilfsorganisationenein bestimmtes Kind oder eine Gemeinde sponsorst.
Ich habe es viele Male erlebt – auf Sri Lanka und in Uganda –, wie Touristen Geld, Süßigkeiten und Kugelschreiber an „arme“ Kinder verteilen. „Ich nehme ein paar Tüten Bonbons und ungefähr 30 Kugelschreiber mit“, schwärmt Hana in einer deutschen Reise-Facebook-Gruppe. Andere, die ebenfalls in Entwicklungsländer reisen, stimmen begeistert zu und teilen, was sie den Kindern dort mitbringen. Ihnen ist nicht bewusst, dass diese gut gemeinte Geste oft das Schlechteste ist, was sie für die Kinder tun können.
Bring Kindern nicht das Betteln bei
Wenn du mit einer organisierten Reisegruppe unterwegs bist, weisen dich Reiseleiter häufig darauf hin, genau das zu unterlassen. In einigen Unterkünften in Uganda sind wir sogar auf Schilder gestoßen, die Touristen ausdrücklich baten, den Kindern nichts zu geben: „Wir bitten alle Touristen, im Dorf keine Süßigkeiten, Kugelschreiber, Geld oder andere Dinge an Kinder zu verteilen. Diese großartigen Kinder lernen sehr schnell – und wir wollen nicht, dass sie zu Bettlern werden.“
Kinder strecken die Hände aus – und versuchen sogar, ins Auto zu klettern
Die Wahrheit ist: An den meisten touristischen Orten ist der Schaden bereits angerichtet. Kaum taucht ein Auto mit westlichen Touristen auf, laufen Kinder herbei – zuerst winken sie noch, dann strecken sie die Hände aus und deuten an, dass sie Geld wollen. Fährt das Auto langsam, rennen sie mit, drücken ihre Gesichter ans Fenster und versuchen manchmal sogar, einzusteigen.
Vielleicht haben sie wenig – aber Süßigkeiten helfen ihnen nicht
Manche werden einwenden, dass diese Kinder doch nichts besitzen und ein paar Süßigkeiten sicher nicht schaden können. Doch Süßigkeiten haben Kindern noch nie etwas Gutes gebracht – und Armut lösen sie schon gar nicht. Genauso wie wir unseren eigenen Kindern beibringen, dass es nichts umsonst gibt, sollten wir fremden Kindern nicht vermitteln, dass ein Tourist aus Europa auftaucht und Geld verteilt. Das führt dazu, dass wir in diesen Ländern als wandelnde Geldautomaten wahrgenommen werden. Wundern wir uns dann wirklich, dass man uns in Entwicklungsländern zu übervorteilen versucht, wenn man Kindern von klein auf genau das beibringt?
Wie du wirklich helfen kannst
Wenn du es wirklich ernst meinst mit der Hilfe, gibt es viele Wege, Kinder in Not sinnvoll zu unterstützen. Allein dadurch, dass du vor Ort Geld ausgibst, stärkst du die lokale Gemeinschaft. Kauf eine Kokosnuss oder ein Souvenir direkt bei den Eltern. Wer mehr tun möchte, kann ein Kind oder eine ganze Gemeinschaft über eine seriöse Hilfsorganisation – etwa Plan International, SOS-Kinderdörfer oder UNICEF – langfristig unterstützen. Lass die Süßigkeiten zu Hause und teile diese Botschaft weiter.
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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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TL;DR12-tägiger Roadtrip durch Europa mit dem Auto von Berlin über Neuschwanstein, Zürich, Montpellier, San Sebastián und Salamanca kostete pro Person 10 830 Kronen, gereist wurde zu dritt (einer vom Team fuhr nur einen Teil der Strecke mit). Von den Gesamtkosten gingen 16 096 Kronen ans Auto (Sprit und Mautgebühren), 10 062 Kronen an Unterkünfte und 11 833 Kronen ans Essen. Die Route war über 2 450 km lang und führte auch über Bordeaux, Lyon, Genf und Straßburg. Wärt ihr die ganze Zeit zu viert unterwegs gewesen und hättet selbst gekocht, hätte der Preis auf etwa 10 000 bis 11 000 Kronen pro Person sinken können.
Unsere Freunde hielten uns für verrückt, als wir kurz vor Weihnachten verkündeten, dass wir Silvester nach Spanien mit dem Auto fahren. „Weißt du, dass es Flugzeuge gibt? Das ist reiner Masochismus!“ Wir haben nicht lange darüber nachgedacht, die Unterkunft suchten wir erst am 19. Dezember – und erst da wurde uns klar, dass Salamanca, unser Ziel, 2.500 km entfernt liegt. So begann unser Roadtrip Europa – 12 Tage, die wir nie vergessen werden.
Kommt mit auf unseren 12-tägigen Roadtrip durch Europa.
Die Fahrt war alles andere als einfach. Trotzdem betrachten wir diesen Roadtrip als einen der besten, den wir je unternommen haben. Und auch als den günstigsten.
Roadtrip Europa planen: Zu viert reisen spart Geld, kann aber schnell zum Horror werden
Zu viert zu reisen – davor hatten wir etwas Angst. Viele Leute hatten uns Geschichten erzählt, wie sie sich schon am ersten Tag auf Reisen gestritten hatten, und wir hatten solche Reisen in größerer Gruppe fast vier Jahre lang gemieden. Irgendwie sahen wir diesen Silvestertrip aber als kurzen Ausflug an und merkten gar nicht, dass er uns 12 Tage beschäftigen würde.
Unser Nicht-Planen bewahrte uns vor der Vorstellung, dass wir 12 Tage lang 24 Stunden täglich zusammen leiden würden, wenn wir nicht harmonieren.
Unser Team von links: Ivča, Lucka, Gábi, Lukáš
Streit auf Leben und Tod drohte zum Glück nicht einmal ansatzweise, denn das Einzige, was litt, waren unsere Bauchmuskeln vom vielen Lachen.
Mit dem Auto nach Spanien
Als unsere Freunde aufhörten, sich darüber zu wundern, dass wir mit dem Auto fahren, kam oft der Satz: „Glückspilze! Ab in die Wärme!“ Doch das ist ein großer Mythos! In Salamanca ist es im Winter genauso kalt wie in Deutschland.
Auf unserer Reise entschieden wir uns für einen kleinen Umweg zum Schloss Neuschwanstein.
Von der spanischen Universitätsstadt Salamanca, wo wir Silvester feiern wollten, trennten uns mindestens 22 Stunden Fahrt nach Süden. Wir beschlossen, unsere Fahrt mit zwei Übernachtungsstopps aufzuteilen, und am Ende kam spontan noch ein dritter dazu.
Der Schneesturm, der uns schon seit der Abfahrt begleitete, hielt uns nicht von unserem ersten Abstecher auf dem Weg nach Zürich ab. Wir wollten unsere Fahrt mit dem berühmten Schloss Neuschwanstein aufpeppen, das angeblich als Vorlage für das Disney-Schloss diente. Von München aus ist es nur etwa 120 km entfernt und verlängerte unsere Fahrt nach Zürich nur um eine Stunde.
Roadtrip durch Europa: Neuschwanstein ist auch im Winter voller Touristen
Selbst im Winter bei schrecklichem Wetter marschieren Touristenmassen zum Schloss, sodass wir keine Angst haben mussten, dass wir auf dem Rückweg in der Dunkelheit nur von stockfinsteren Wäldern umgeben wären, aus denen uns Gespenster aus unseren schlimmsten Albträumen erschrecken könnten.
Nächtliche Romantik nach dem Schneesturm
Unterkunft in Zürich: Wo wir geschlafen haben und was es kostete
Nach 776 km kamen wir um halb zehn in Zürich an und waren froh, dass unsere Unterkunft Self-Check-in hatte und wir mit niemandem reden oder etwas ausfüllen mussten.
Es war eine Woche voller Wein und Lachen. Wir fuhren gemeinsam ein Stück durch Europa und lachten so viel, dass uns der Bauch wehtat.
Wir hätten gerne länger in Zürich bleiben wollen
Zürich ist eine der Städte, in denen wir gerne länger geblieben wären. An das Wetter, das die Schweizer Stadt für uns bereithielt, erinnerten wir uns später nur noch wehmütig. Ursprünglich hatten wir den Stopp in der Schweiz vor allem deshalb geplant, weil man in Zürich alle Apple-Geräte um einige Hundert Euro günstiger bekommt – und wir wollten uns neue Laptops kaufen.
Aber von allen Städten, die wir besuchten, gefiel es Lukáš und mir hier am besten. Am Ende blieben wir nicht nur zum Frühstück, sondern auch zum Mittagessen und fuhren erst gegen zwei Uhr nachmittags weiter.
In die Schweiz für günstige Apple-Produkte und schöne ArchitekturRomantische Unterkunft in Montpellier für wenig Geld
Unterkunft in Frankreich: Die romantischste Unterkunft in Südfrankreich für wenig Geld
Die nächsten 725 km schafften wir in acht Stunden und kamen aus der Schweiz nach Südfrankreich. Die Straßen waren nicht mehr so sauber, aber dafür lag Salz in der Luft, an den Straßenrändern standen Palmen und wir bezogen ein romantisches Gartenhäuschen über Airbnb, das nur rund 57 € für 4 Personen kostete.
Montpellier ist eine Stadt in Südfrankreich in der Region Okzitanien, Hauptstadt des Départements Hérault.
Mit dem Süden kam auch die Wärme. Nur aus Prinzip trugen wir noch Mützen auf dem Kopf, in Wirklichkeit saßen wir aber auf einer Café-Terrasse und genossen 16 Grad.
San Sebastián: Ein ungeplanter Stopp
Eigentlich wollten wir so schnell wie möglich nach Salamanca weiterfahren, ein weiterer Stopp war nicht geplant. Aber die Mädels schlugen mit Gedanken an Tapas und Wein einen Halt in San Sebastián vor.
Montpellier ist eine der wenigen bedeutenderen französischen Städte, die erst im Mittelalter gegründet wurden, erstmals erwähnt um 968
Bis zu diesem Tag wussten wir eigentlich nicht einmal, was Tapas genau sind. Praktisch handelt es sich um Häppchen aus allem Möglichen. Am besten schmeckte uns ein Mini-Burger und dann Ziegenkäse mit karamellisierten Zwiebeln auf Baguette. Tapas gab es in praktisch jeder Bar und nirgends waren sie gleich.
Den spanischen Namen San Sebastián erhielt die Stadt nach dem Kloster des heiligen Sebastian, das vermutlich an der Stelle der heutigen Stadt stand.
In San Sebastián erlebten wir am Tag vor Silvester ein riesiges Feuerwerk, und in den Straßen war es voller als am Brandenburger Tor. Wir drängten uns in Bars, wo wir zusammen mit anderen Spaniern eingequetscht standen.
Wir hofften ein wenig, dass das nur jetzt so sei, aber man sagte uns, dass die Spanier einfach ständig auf der Straße sind. Die Unterkunft buchten wir in letzter Minute (am selben Nachmittag) und wählten Pension Txingurri für ca. 87 €.
Der letzte Tag des Jahres an der Atlantikküste
Europa Roadtrip Routen: Salamanca
Am Morgen entdeckten wir eine Perle in Spanien: Sakona Coffee Roasters. Gábi, die in Salamanca lebt, klagte, dass man dort nur schwer ein gutes Café findet. Sie riet uns, uns vorher ein paar Kaffee zu gönnen, weil wir so bald keinen guten mehr bekommen würden. Wir taten, wie sie befahl, und waren froh. Sie hatte recht.
Tolles Café in San Sebastián, einziges Manko: keine Milchalternative
Die Silvesterparty beginnt erst gegen zwei Uhr morgens
Nach insgesamt 2.450 gefahrenen Kilometern erreichten wir Salamanca am Silvesterabend gegen sechs Uhr, gerade als es dunkel wurde. In Spanien wird Silvester im Familienkreis gefeiert, die Feierlichkeiten erinnern eher an unseren Heiligabend – und so beginnt die richtige Party hier erst irgendwann gegen zwei Uhr morgens.
In die Universitätsstadt Salamanca kommen auch viele Erasmus-Studenten
Um Trauben kämpfen und sie dann essen
Wir hatten keine Eile, bereiteten uns ein Abendessen aus selbstgemachten Tapas zu und schafften es gerade rechtzeitig vor Mitternacht, alles aufzuessen, um dann mit einem Kilo Weintrauben auf den Platz zu gehen. Die Weintrauben sind ein Thema für sich, denn sie vor Silvester zu besorgen bedeutete, sich mit einem Dutzend Spaniern darum zu streiten.
Die mächtige Kathedrale in Salamanca
Um 9 Uhr morgens trifft man keine Menschenseele
Um Mitternacht muss man nämlich mit jedem Glockenschlag eine Traube essen. Und so standen wir bereit auf dem Platz und warteten auf die Glockenschläge – aber die Spanier waren so laut, dass wir sie nicht hörten und am Ende fünf Trauben auf einmal kauten.
Silvesterfeier auf der Plaza Mayor – wir waren die Einzigen mit Wunderkerzen, die anderen essen lieber Trauben
Als wir uns wieder gefangen hatten, begannen wir Salamanca und seine Umgebung zu erkunden. Salamanca ist eine Universitätsstadt und zieht daher viele Studenten an, darunter auch unsere Freundin Gábi. Auf den ersten Blick fällt die mächtige Kathedrale auf, die das Zentrum dominiert. Dieses ist sehr geschlossen und kompakt – man kann sich leicht ins Mittelalter zurückversetzen und sich vorstellen, wie es hier damals war. Besonders wenn man gegen neun Uhr morgens loszieht. In der Stadt trifft man keine Menschenseele.
Unser Neujahrs-Team, Lukáš hat schon zu viel getrunken und hält die Zwei verkehrt herum
Spanien lebt in seinem eigenen Rhythmus
Wir beginnen zu verstehen, dass Spanien in seinem eigenen Rhythmus lebt, und dieser Rhythmus beginnt erst irgendwann gegen elf Uhr vormittags. Abends dagegen findet man keine einzige Ecke ohne Menschen. „Hier geht man erst so gegen 22 Uhr raus, Konzerte fangen um Mitternacht an. Alles ist verschoben. Als ich mich gegen acht Uhr treffen wollte, hielten sie mich für verrückt.“ Gábi erklärt uns, wie es hier läuft, aber auf uns überträgt sich das in der kurzen Zeit nicht – und so haben wir manchmal das Gefühl, dass sie froh sein wird, wenn wir abfahren und sie nicht mehr um 7:30 Uhr morgens wecken.
Mogarazz, wo einen die Großmütter von den Häusern anschauen
Wie datet man in Salamanca?
Wenn ihr die Spanier hier etwas fragen wollt, versucht mal den Satz: Wie datet man in Spanien? Um unsere Erkenntnisse zusammenzufassen: „Alle haben alles mit allen, und manchmal kann sich daraus etwas ergeben. Meistens aber nicht.“ Also sind so etwas wie „Friends with Benefits“ hier offenbar ganz normal. Das klassische deutsche Dating funktioniert hier nicht.
Zamora und Katzen
Dörfer, wo euch Tote beobachten und man zum Kaffee in die Metzgerei geht
Der erste Ausflug außerhalb der Stadt führte uns in die Sierra de Francia. Das 70 km entfernte Gebirge ist nicht nur für seine zauberhafte Natur bekannt, die man im Winter allerdings nicht so recht genießen kann, sondern vor allem für seine Dörfchen, die einen einige Jahrhunderte zurückversetzen. Am meisten beeindruckten uns La Alberca und Mogarraz, wo an jedem Haus Porträts der Menschen hängen, die einst darin lebten.
Es kam uns zeitweise ziemlich gruselig vor, wenn wir uns vorstellten, dass an unseren Häusern die Gesichter unserer Vorfahren hängen und uns anstarren würden. Wohnen möchten wir hier nicht. La Alberca war dagegen ein wunderschönes, verschlafenes Städtchen, wo selbst um elf Uhr noch alles geschlossen war. Für einen Kaffee mussten wir in die Metzgerei.
Das Dorf, in dem wir Kaffee in der Metzgerei tranken
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Europa übernachten kann
6 Unterkünfte — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Spanien ist günstiger als Deutschland – außer Madrid und Barcelona
Den letzten Ausflug planten wir in die Stadt Zamora, die am Fluss Duero liegt und sich angeblich auf halbem Weg zwischen Madrid und dem Atlantik befindet, etwa 45 km von der portugiesischen Grenze entfernt. Sie ist Hauptstadt der Provinz Zamora, einer der neun Provinzen der autonomen Gemeinschaft Kastilien und León. Wir fuhren vor allem wegen der vielen romanischen Baudenkmäler dorthin.
Zamora ist eine wunderschöne historische Stadt in der Nähe von Salamanca
Wenn man Wein statt Wasser trinkt
Am Freitag war es dann Zeit für die Rückfahrt. Wir waren erschöpft. Neben den täglichen Ausflügen hatten wir auch täglich viel Wein getrunken und so viel gegessen, als hätten wir für Monate vorgesorgt. Spanien ist nämlich außerhalb von Madrid und Barcelona günstig. Günstiger als Deutschland. Ein Drei-Gänge-Menü bekommt man für zehn Euro – und dazu gibt es ein Glas oder sogar eine Flasche Wein gratis.
Auf dem Rückweg waren wir nur noch zu dritt
Es war für uns eine regelrechte Gourmet-Woche. Wenn wir nicht im Restaurant waren, kochte Foodbloggerin Ivča, und wir begannen uns zu schämen, dass wir in letzter Zeit beim Kochen etwas nachgelassen hatten.
Günstig durch Europa reisen: Fehler, Fehler und noch mehr Fehler
Auf dem Rückweg hatten wir wieder Stopps geplant. Wir fuhren nur noch zu dritt zurück – Gábi blieb in Spanien, was natürlich unsere Finanzen etwas verzerrt und es letztlich teurer macht, als wenn man zu viert fährt.
Nach 685 km kamen wir in Bordeaux an, wo wir statt in Bars ins Fitnessstudio gingen, um das Überessen und den Alkoholkonsum etwas auszugleichen. Das Hotel mit Fitnessstudio kostete uns schöne 60 € für drei Personen. Wir hatten keine Sportkleidung dabei und liefen deshalb barfuß. Das war ein Fehler – am nächsten Tag konnten wir kaum noch laufen.
Sieht toll aus, war aber leider nicht so gut
Manchmal reist man vom Pool in den Ozean, manchmal vom Regen in die Traufe
Und so humpelten wir morgens eher durch die Stadt, genossen den trüben Januartag in Frankreich und suchten ein Café, das wir vorher auf Instagram entdeckt hatten. Am Ende landeten wir im Contrast. Obwohl das Essen auf dem Foto wunderschön aussah, geschah kein Wunder. Etwas enttäuscht begannen wir unsere Stadtbesichtigung. Bordeaux machte es aber wieder gut. Von den französischen Städten, die wir unterwegs besuchten, gehörte es zum Besten.
Lyon enttäuschte, also fuhren wir weiter
Welche französische Stadt hat uns enttäuscht?
Lyon war das Gegenteil. 556 km weiter liegt die historische Stadt im mittleren Osten Frankreichs, wo auch wir nach sechs Stunden Fahrt ankamen. Zusammen mit seinen Vororten und Satellitenstädten bildet es nach Paris die zweitgrößte Agglomeration Frankreichs mit 1.757.180 Einwohnern und liegt in Europa etwa auf Platz 20 bis 25.
Die Enttäuschung kam mit der verrauchten Unterkunft, in der wir uns nicht trauten, die Schuhe auszuziehen – am Ende landeten wir bei einer Flasche Wein. Wir versuchten uns damit zu trösten, dass sie uns nur rund 48 € gekostet hatte und dass wir am nächsten Tag sofort weiterfahren würden.
In Genf spürten wir die Müdigkeit deutlich. Wir überlegten, ob wir nicht einfach direkt nach Hause fahren sollten
Zum Glück reicht es, einfach weiterzufahren
Die Stadt empfing uns morgens mit ungemütlichem Wetter, und nach der Besichtigung der Kathedrale und eines Teils der Altstadt beschlossen wir, dass wir genug hatten. Wir entschieden uns, unseren Roadtrip mit einem Besuch in Genf aufzuwerten, das nur 149 km von Lyon entfernt liegt.
Wo die Crêpes angeblich ausgezeichnet sein sollten – waren sie aber nicht
Aber dann hilft auch das nicht mehr
Wir kamen gerade rechtzeitig zum Mittagessen an, aber der Sonntag brachte geschlossene Geschäfte und einige Restaurants mit sich. So gaben wir unverhältnismäßig viel Geld für nicht besonders gute Crêpes aus und die Stimmung sank und sank, bis wir überlegten, ob wir Straßburg überspringen und direkt nach Hause fahren sollten. Wir hatten Angst vor der Unterkunft, die genauso günstig war wie die in Lyon.
Straßburg überraschte uns. Wir erwarteten nichts und es gefiel uns besser als Lyon und Genf
Die schönste französische Stadt sieht deutsch aus
Und auf den Fotos sah sie ähnlich aus. Am Ende waren wir froh, dass wir nicht abgebrochen hatten. Die Unterkunft kostete ca. 47 € für drei Personen und war luxuriös. Wir öffneten noch eine Flasche, um das Ende unserer Reise zu feiern. Wir überwanden die Müdigkeit, die sich mit den Tagen, dem Wein und den Kilometern vertieft hatte, und schlossen unsere Reise mit der Besichtigung einer Stadt ab, die am linken Rheinufer liegt und eher an Deutschland als an Frankreich erinnert.
„Die schönste französische Stadt auf unserer Reise sieht aus wie eine deutsche.“ stellte Lukáš fest. Das ist nicht verwunderlich – in der Vergangenheit gehörte sie abwechselnd zu beiden Staaten.
Einziger Nachteil war, dass wir dort nicht viel Zeit hatten
Und was hat der ganze Roadtrip Europa gekostet?
Wir waren zu viert und dann zu dritt – hätten wir die gesamte Strecke in voller Besetzung zurückgelegt, hätten wir die Ausgaben sicher gesenkt. Ein weiterer Vorteil war, dass wir in Salamanca bei einer Freundin übernachteten. Auf der anderen Seite gaben wir an diesen Tagen Geld für Mittag- und Abendessen aus, weil uns Gábi in den paar Tagen die besten Restaurants und Bars zeigen wollte, von denen sie uns so viel erzählt hatte. Wir zahlten alles gemeinsam, notierten es in der App Spendee und teilten es am Ende auf.
Für drei Personen kamen wir auf ca. 425 € pro Person (nach Abzug des Anteils der 4. Person, die 2/3 der Reise dabei war). Wie ihr sehen könnt, ging ein großer Anteil fürs Essen drauf.
Auto (Diesel, Mautgebühren): ca. 630 €
Unterkunft: ca. 395 €
Essen: ca. 465 €
Wie haben wir die Unterkunft ausgewählt?
Wir versuchten, möglichst günstige Unterkünfte zu finden, da wir wussten, dass sie für uns meist nur zum Übernachten sein würden. Idealerweise suchten wir etwas mit Küchenzeile, um uns Abendessen und eventuell auch Frühstück zuzubereiten. Wir buchten über booking.com und Airbnb.com. Die Kosten lagen zwischen 12 und 24 € pro Person pro Nacht – am teuersten war es in der Schweiz.
Dank Foodbloggerin Ivča hatten wir eine Gourmet-Woche
Wie viel könnt ihr im Vergleich zu uns sparen?
Wenn ihr die ganze Zeit selbst kocht, spart ihr mindestens 250–280 €. Das ist ungefähr der Betrag, den ihr zu viert in Salamanca für die Unterkunft an den Tagen ausgeben würdet, an denen wir bei unserer Freundin kostenlos übernachteten. Ich würde also sagen, dass ein Gesamtpreis von rund 400–430 € pro Person auch im Low-Budget-Modus realistisch ist. 🙂 Wenn ihr aber zu viert die ganze Strecke fahrt, könntet ihr vielleicht sogar knapp unter 400 € kommen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Dokumente brauche ich für einen Roadtrip durch Europa?
Reisepass oder Personalausweis, Führerschein und gegebenenfalls einen internationalen Führerschein.
Wie plane ich die Route?
Wir empfehlen, die wichtigsten Stationen im Voraus zu planen, aber genug Freiraum für spontane Stopps zu lassen.
Wie viel Geld sollte man für einen Roadtrip einplanen?
Die Kosten hängen von den Reisezielen, dem Reisestil und der Saison ab. Rechnet mit Ausgaben für Kraftstoff, Unterkunft, Essen und Mautgebühren.
Tipps und Tricks für einen Roadtrip durch Europa
Was einpacken
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Reiseversicherung ist ein absolutes Muss. Für kürzere Reisen wählen wir AXA (50 % Rabatt) und für längere Reisen die britische Versicherung True Traveller. Schaut euch unseren Vergleich aller Versicherungen an und wählt die, die am besten zu euch passt.
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TL;DRIns Restaurant und die Pension Thir in der historischen Altstadt von Tábor kommen Gäste sogar aus New York, Toronto und Tokio – wegen biodynamischer, ungeschwefelter Weine und moderner tschechischer Küche aus regionalen Zutaten, die Besitzer Jan Čulík kocht. Das Haus gehörte einst der Familie des Tábor-Historikers Karel Thir und bietet auch geräumige Apartments mit Blick auf die Altstadt. Die Weinkarte ist weltweit zusammengestellt, mit italienischen und rumänischen Etiketten, doch die Hauptattraktion sind Honzas eigene biodynamische Weine ohne Chemie. Neben dem Thir betreibt Čulík am Žižkov-Platz auch die Kneipe VÝČEP mit Bier aus der lokalen Mini-Brauerei Obora und regionalen Köstlichkeiten von der Fleischerei Liška und dem Hof Bláhův dvůr.
Sie reisen dafür aus New York, Toronto und sogar Tokio an. Kein Wunder: Jan Čulík hat in Tábor, Tschechien, einen ganz besonderen Ort geschaffen, an dem Poesie aus erstklassigen Weinen besteht und Köche nicht nur für den Gaumen, sondern auch für das Auge zaubern. All das tut er mit einer tiefen Liebe zu seiner Heimatstadt. Im Restaurant wird ausschließlich mit lokalen Zutaten gekocht, die Weine sucht er persönlich auf der ganzen Welt aus. Ein wahres Paradies für alle Weinliebhaber und Freunde moderner böhmischer Küche. Schon gespannt, von welchem Ort die Rede ist? Vielleicht ahnt ihr es bereits: Es geht um das Thir. Und genau dorthin sind wir dieses Wochenende mit Amazing Places aufgebrochen.
In die Architektur von Tábor haben wir uns sofort verliebt. Wir mussten immer wieder stehen bleiben – und auf meiner Kamera entstand bald eine Sammlung romantischer Eingangstüren.
An einem eiskalten, aber sonnigen Tag parkten wir mitten im Herzen der Hussitenstadt Tábor. In der frostigen Luft lag der Duft von Zimt und Tannenzweigen, Weihnachtsmusik zog durch die Gassen, und wir bestaunten das reizvolle Stadtzentrum. Vom Žižkaplatz aus machten wir uns auf den Weg zu jenem Haus, in dem einst die Familie eines angesehenen Táboer Historikers lebte.
Das Penzion Thir liegt mitten im historischen Stadtzentrum von Tábor
Die Atmosphäre der Hussitenstadt steckt in jedem Winkel
Kaum treten wir ein, empfängt uns die Atmosphäre eines ehrwürdigen Gebäudes, in dem heute Restaurant und Penzion Thir untergebracht sind. Der Name ist kein Zufall: Jener Historiker hieß Karel Thir. „Seine Familie hat das Haus hier rund dreihundert Jahre lang besessen“, erklärt Honza Čulík, Mitinhaber und Manager des Thir. Es stellt sich heraus, dass Honza und Karel Thir noch etwas verbindet: Ein Vorfahre Honzas besaß im 16. Jahrhundert gleich nebenan eine Brauerei.
Die Zimmer sind geräumig und in einem schlichten, stilvollen Design eingerichtetEinige Zimmer bieten einen Blick auf das historische Stadtzentrum
Kaum haben wir unsere Sachen in der geräumigen Pension-Suite abgelegt und einen Blick auf die Dächer der mittelalterlichen Stadt Tábor geworfen, zieht es uns auch schon wieder hinunter – zum Aufwärmen mit einer heißen Suppe.
Vegetarische Poesie auf dem Teller
Von der Karottencremesuppe mit Ingwer schwärmt Lukáš noch tagelang – genauso wie von dem zarten Fleischgericht, das danach folgte. Es ist eher ein Kunstwerk auf dem Teller, wunderbare Musik für alle Sinne. Als wir Honza davon erzählen, lacht er nur: „Wartet erst mal auf morgen.“
Es sieht aus wie Kraut. Es ist Kraut. Aber außergewöhnliches.Griebenschmalz und Schafskäse-Aufstrich. Welcher ist welcher?
Zauberhafte Weine, nach denen selbst mehrere Flaschen keinen Kopfschmerz bereiten
Und er hat recht. Wir staunen das ganze Wochenende, schwärmen von allem, was man uns hier serviert – vom Frühstück bis zum Abendessen. Wir essen Gerichte, die wir sonst kaum auf dem Teller haben, und fragen uns, wie dieses göttlich zubereitete Kraut bisher vor der Welt verborgen bleiben konnte. Wer glaubt, wir übertreiben – fährt einfach selbst hin und überzeugt sich. Nur zur Warnung: Ihr werdet noch lange daran denken. Bei unserem Wochenende wird böhmisch gekocht, aber mit der Kreativität der größten Küchenmeister.
Jede Stadt bräuchte ihren eigenen Honza Čulík.
In Tábor findet gerade ein Weihnachtsmarkt statt – der Táboer Weihnachtsmarkt ist erfrischend anders: kein kitschiges Standardsortiment, sondern lokale Produkte mit Humor und Tradition. Die Táboer haben eindeutig Sinn für Komik, was uns ein „Altböhmischer Hamburger“ (eine Art Palatschinke mit Würstchen) und Baumschmuck in Baggerform bewiesen – den wir natürlich sofort kaufen mussten.
Auf dem Weihnachtsmarkt saugten wir die festliche Stimmung auf
Draußen halten wir es jedoch nicht allzu lange aus – die Kälte kriecht uns unter die Haut. Also marschieren wir in den Gotischen Saal des Hussitenmuseums, wo eine Weinverkostung auf uns wartet.
Ambiente der Weinbar und des Restaurants ThirAmbiente der Weinbar und des Restaurants Thir
Das Weinangebot ist breit gefächert – von italienischen bis zu rumänischen Weinen. Den größten Teil unserer Zeit verbringen wir aber bei Honza und seinen biodynamischen Weinen. Wie er schätzen auch wir authentische Weine, die durch ihren ursprünglichen Geschmack glänzen – ohne Chemie, ohne künstliche Aufbesserung. Besonders ans Herz gewachsen sind uns die schwefelfreien Naturweine. Denn diese Weine sind wirklich zauberhaft: Kein Kopfschmerz, selbst nach mehreren Flaschen.
Im Thir darf es ruhig ein Glas mehr sein – Kopfschmerzen bleiben aus.
„Je länger ich internationale Beziehungen studierte, desto mehr merkte ich, wie wichtig lokale Beziehungen sind.“
Auf dem Rückweg ins Penzion überlegen wir, wer dieser Honza eigentlich ist, woher er kommt und wie es ihm gelungen ist, so ein besonderes Haus aufzubauen. Nach der Verkostung und dem Abendessen treffen wir ihn in der Weinbar und befragen ihn ausgiebig.
Wer lieber Bier trinkt, sollte nach dem Abendessen im VÝČEP vorbeischauen
Honza hat internationale Beziehungen studiert, doch wie er selbst sagt: „Je länger ich internationale Beziehungen studierte, desto mehr merkte ich, wie wichtig lokale Beziehungen sind.“ Nach dem Studium wusste er nicht so recht, was er machen sollte, und flog deshalb nach Kanada, wo er Bäume pflanzte und putzte. „Bei so einer Arbeit hatte ich viel Zeit, über den Sinn des Lebens nachzudenken – und mir wurde immer klarer, dass ich in meine Heimatstadt zurückwill, um sie mitzugestalten und weiterzuentwickeln.“ Wenn er von Tábor erzählt, leuchten seine Augen auf. „Kanada ist ein tolles Land, aber geh hier mal durch Tábor. Solche Städte findest du dort nirgends.“
Wir werden Tábor definitiv noch einmal besuchen – nicht nur wegen der schönen Türen und des Weins 🙂
Das Thir ist nicht sein letztes Projekt: Vor einigen Monaten eröffnete er am Žižkaplatz die Bierstube VÝČEP, wo er Bier aus der lokalen Familienbrauerei Obora ausschenkt. Wer Bier dem Wein vorzieht, sollte unbedingt vorbeischauen. Dazu gibt es etwas zu essen aus der lokalen Metzgerei Liška oder vom Milchhof Bláhův dvůr. Und vielleicht erklingt dabei Musik aus dem Film „Gemütliche Nester“ – denn in dieses wunderbare Lokal kommen regelmäßig Musiker aus der Stadt, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
In Tábor waren wir sicher nicht zum letzten Mal. Schon jetzt freue ich mich darauf, im Frühling wieder durch die Stadt zu schlendern, die Holečkovy-Gärten zu besuchen, die Ctiborův-Mühle mit ihrem Kulturzentrum Cesta zu erkunden und den lokalen Gemeinschaftsgarten anzuschauen. Und natürlich nehmen wir uns von Chris wieder einen fantastischen Käse oder Ricotta-Gnocchi mit nach Hause. Zum Abend dann – Poesie aus Essen und Wein im Thir.
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TL;DREinen Redaktionsplan für Social Media legst du am besten als Tabelle an: mit Veröffentlichungsdatum, Inhalt (Text und Foto), genutztem Kanal und Planungsstatus – ideal geteilt in Google Sheets für das ganze Team. Grundlage dafür ist die Jahres-Content-Strategie, aus der ein Redaktionsplan entwickelt wird. Geplant werden kann für einen Monat oder auch nur eine Woche, wichtig ist aber Regelmäßigkeit – zum Beispiel immer sonntags. Eine fertige Vorlage für den Redaktionsplan bekommst du für 59 Kč, sie kommt sofort nach der Zahlung per E-Mail. Die eigene Erstellung einer solchen Tabelle würde 1–2 Stunden dauern. Für die professionelle Verwaltung empfehlen sich Tools wie Buffer, Hootsuite oder Later. Tweetdeck für Twitter und Meta Creative Studio für Facebook und Instagram gibt es kostenlos.
Arbeitest du als Social-Media-Manager oder versuchst, mit deinem Business auf Social Media durchzustarten? Dann solltest du unbedingt einen Redaktionsplan für Social Media nutzen – denn regelmäßige Beiträge sind das A und O. Lad dir jetzt unsere Vorlage herunter!
So gelingt professionelles Social-Media-Management
Egal ob du Beiträge für Social Media nur für deinen eigenen Blog oder für ein großes Unternehmen erstellst – ein Redaktionsplan ist für jeden sinnvoll, der seine Online-Aktivitäten professionalisieren möchte. Lies auch unsere Tipps zur Content-Erstellung für Social Media.
Ein Redaktionsplan ermöglicht es dir, langfristiger zu denken, deinen Content gezielt zu optimieren und im Nachhinein einzelne Kampagnen besser auszuwerten. Bloggern hilft er bei der Disziplin, und kleinen Unternehmen gibt er eine klare Richtung in der Kommunikation.
Mustervorlage des Redaktionsplans, den wir sowohl für Kundenprojekte als auch für unsere eigenen Kanäle nutzen.
Was gehört in einen Redaktionsplan für Social Media?
Der Redaktionsplan basiert auf einer Content-Strategie, die üblicherweise für ein ganzes Jahr erstellt wird. Diese Strategie wird dann für die einzelnen Distributionskanäle in einen konkreten Contentplan heruntergebrochen.
Daraus ergibt sich schließlich der Redaktionsplan. Ich empfehle persönlich, den monatlichen Redaktionsplan und den Jahresüberblick in einer einzigen Tabelle zusammenzuführen – ganz pragmatisch, damit du nicht ständig zwischen verschiedenen Tabellen und Marketingdokumenten hin- und herwechseln musst.
In einem minimalistischen Redaktionsplan sollte zumindest das Datum stehen, an dem der Beitrag veröffentlicht wird, der geplante Inhalt (Text + Bild) sowie der Kanal, auf dem er erscheinen soll.
Praktisch ist außerdem eine Spalte, die anzeigt, ob der Beitrag bereits geplant wurde – und für Manager empfiehlt sich zusätzlich ein Feld zur Freigabe von Inhalten.
Ich trage persönlich keine genaue Uhrzeit mehr in den Redaktionsplan ein, weil ich Tools verwende, die mir automatisch den optimalen Zeitpunkt empfehlen. Wer noch keine solchen Tools nutzt, sollte die Uhrzeit aber trotzdem notieren – das erleichtert später die Auswertung.
Wie weit im Voraus solltest du planen?
Das hängt vom Projekt ab – manche planen einen Monat im Voraus, andere nur eine Woche. Wichtig ist, dass du regelmäßig planst. Entscheidest du dich für wöchentliche Planung, sollte der Plan ausnahmslos jeden Sonntag fertig sein. Gerade für Freelancer ist Disziplin entscheidend – und genau dabei kann dir dieses einfache System helfen.
Den monatlichen Contentplan am besten in einer gemeinsamen Tabelle vorbereiten
Tabelle übersichtlich und praktisch gestalten
Viele Marketing-Profis färben Sonntage oder Montage farblich ein, um die Übersicht in der Tabelle zu verbessern. Ich persönlich markiere die Sonntage. Nimm dir die Zeit, die Tabelle sorgfältig vorzubereiten – du wirst sie jahrelang nutzen. Vergiss also nicht, Dropdown-Elemente einzufügen und alles passend zum jeweiligen Zelleninhalt zu formatieren.
Kontinuierlich arbeiten, gebündelt planen
In das Textfeld trägst du den Beitragstext so ein, wie er auf dem jeweiligen Social-Media-Kanal erscheinen soll. Wenn es sich um einen Beitrag mit Bild oder Video handelt, kommt der Link zum Video/Bild – oder der Dateiname, falls noch nicht online – in die zweite Spalte.
Die Spalte „Freigegeben“ ist für alle gedacht, die ihre Social-Media-Inhalte von Vorgesetzten abnehmen lassen. Die beste Möglichkeit, die Tabelle mit dem Team zu teilen, ist die Arbeit in Google Sheets.
Die besten Tools für Social-Media-Planung im Jahr 2023
Als Profi oder wenn du deine Arbeit effizienter gestalten möchtest, wirst du um Social-Media-Planungstools kaum herumkommen. Warum?
Du kannst von einem einzigen Ort aus Beiträge für alle Social-Media-Kanäle planen, behältst alles übersichtlich im Kalender im Blick – und die meisten Tools bieten integrierte Analyse-Funktionen, mit denen du einzelne Aktivitäten gezielt auswerten kannst.
Und das sogar Monate rückwirkend. Unten findest du einige der beliebtesten Tools – die meisten bieten eine kostenlose Testphase von 7 bis 30 Tagen an. Ich empfehle, mehrere auszuprobieren, bevor du dich für ein kostenpflichtiges Abo entscheidest.
Buffer,
Hootsuite,
Loomly,
Zoho Social,
Sprout Social,
Later,
SocialBee,
Sendible,
Semrush,
Tweetdeck,
ContentCal – Adobe Express,
Planoly.
Den vollständigen Artikel über die besten Planungstools findest du hier.
Kauf unsere Vorlage und spare wertvolle Zeit
Das Erstellen einer eigenen Vorlage dauert je nach deinen Kenntnissen in Google Docs oder Excel 1–2 Stunden. Wenn du lieber sofort loslegen möchtest, haben wir eine fertige Vorlage für Excel und Google Docs für dich vorbereitet.
Der Plan ist so gestaltet, dass du ihn ohne große Anpassungen sofort einsetzen kannst. ☺️
Wie viel kostet die Vorlage für einen Social-Media-Redaktionsplan?
Die Vorlage kostet 2,50 EUR, also weniger als ein Kaffee in Prag.
Erhalte ich den Redaktionsplan sofort nach der Zahlung?
Ja, er wird dir per E-Mail zugeschickt.
Gibt es ein KOSTENLOSES Tool für Social-Media-Planung?
Tweetdeck für die Planung auf Twitter ist KOSTENLOS und für die Planung auf FB und IG könnt ihr das Meta Creative Studio direkt von Facebook nutzen.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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Du hast einen eigenen Blog, viele Fans auf Facebook, einen erfolgreichen Instagram-Account oder zahlreiche Follower auf Twitter? Dann ist Affiliate Marketing genau das Richtige für dich – eine Methode, mit der du durch die Bewerbung von Produkten und Dienstleistungen Geld verdienen kannst. In den folgenden 5 Schritten zeige ich dir, wie du mit Affiliate Marketing starten kannst.
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TL;DRZwei Wochen Camping in Uganda haben die Autoren pro Person etwa 55.000 Kronen gekostet, inklusive Flug, Medikamenten und Gorilla-Permit. Eine vergleichbare Rundreise mit Reiseveranstalter (4 Nächte kürzer) hätte rund 90.000 Kronen gekostet. Campingplätze gab es zum Beispiel bei der Ziwa Rhino Sanctuary für 10 Dollar pro Person, im Red Chilli Hideaway im Murchison-Falls-Nationalpark für 8 Dollar pro Person oder im Simba Safari Camp für 6 Dollar pro Person. Die luxuriöseste Nacht verbrachten sie in einer Hütte der Mburo Safari Lodge für 250 Dollar. Allein die Eintritte in die Nationalparks sowie die Treks in die Rwenzori Mountains und zu den Gorillas im Bwindi Impenetrable National Park schlugen mit fast 40.000 Kronen zu Buche. Ein Parkeintritt für 24 Stunden kostet 45 Dollar pro Person plus 30 Dollar fürs Auto. Als beste Unterkunft empfehlen die Autoren das Via Via Guesthouse in Entebbe für 50 Dollar pro Nacht mit Frühstück. Vom Hotel Glory Summit in Hoima solltest du dagegen besser die Finger lassen – 35 Dollar pro Nacht sind hier zu viel.
Zwei Wochen Camping in Uganda war ein absolut spektakuläres Erlebnis, das wir nie vergessen werden. Die häufigste Frage, die wir bekommen, handelt aber nicht von der Natur, den Tieren oder den Ugandaern. Ihr fragt uns, wie viel unser Camping-Uganda-Roadtrip gekostet hat. Hier findet ihr unser komplettes Itinerar und alle detaillierten Ausgaben.
Unsere Route
Diesmal haben wir die Planung etwas „verantwortungsvoller“ angegangen und uns zumindest festgelegt, wo wir jeden Tag ankommen und was wir dort ungefähr machen wollen. Unterwegs hat sich der Plan zwar mehrmals geändert (zum Beispiel weil Google nicht weiß, dass die meisten Straßen in Uganda keinen Asphalt haben – und eine Strecke daher nicht fünf, sondern mindestens elfeinhalb Stunden dauert), aber am Ende haben wir bis auf die Schimpansen alles geschafft, was geplant war.
Camping in Uganda – Unterkünfte im Überblick
Die Planung einer Uganda-Reise ist komplex und ein wirklich guter Reiseführer schwer zu finden. Wir ersparen euch die Suche: Der beste ist unserer Meinung nach Uganda von Andrew Roberts, den ihr online bestellen könnt. Wir empfehlen ihn uneingeschränkt.
Die meisten Nächte haben wir in Uganda gecampt, gelegentlich haben wir uns aber auch ein echtes Bett gegönnt. Hier findet ihr alle unsere Unterkünfte im Detail. In allen Unterkünften gab es warmes Wasser – auf WLAN solltet ihr euch jedoch nicht verlassen. Einige Orte haben es zwar beworben, aber tatsächlich funktioniert hat es nur im Via Via Guesthouse. Wer also Internet braucht, sollte sich eine ugandische SIM-Karte mit Datenpaket besorgen – alternativ empfiehlt sich eine Holafly eSIM für Afrika.
Ein malerisches Guesthouse in Entebbe, wo wir morgens um drei Uhr gelandet sind. Am Ende war es die beste Unterkunft, die wir in Uganda gefunden haben – deshalb sind wir für die letzte Nacht auch wieder dorthin zurückgekehrt.
Übernachtungskosten: $50 / Nacht für ein Einzelzimmer inkl. Frühstück
Verpflegung: $5 – $7 pro Mittag-/Abendessen
Buchung: Via ViaDas Guesthouse Via Via ist eine sichere Oase – ein Paradies hinter Stacheldrahtzaun.
Tag 3. Ziwa Rhino Sanctuary
Direkt im Park, wo wir auf Nashörner-Trek gegangen sind, haben wir auch übernachtet. Wir schliefen stilvoll im Zelt, auf einem Campingplatz so groß wie ein Fußballfeld.
Campingkosten: $10 / Person (ohne Frühstück)
Buchung: Ziwarhino.comWie verrückt es ist, mit dem Zelt nach Uganda zu fahren, wurde uns klar, als wir im ersten Camp völlig alleine waren.
Tag 4. + 5. Red Chilli Camp im Murchison Falls Nationalpark
Red Chilli ist ein wunderschönes Camp mitten im größten ugandischen Nationalpark – mit dem mit Abstand besten Personal in ganz Uganda! Es liegt drei Minuten von der Fähre über den Nil entfernt, wo morgens das Safari-Abenteuer beginnt. Ein idealer Ausgangspunkt. 🙂
Das Camp diente uns als Basis für eine halbtägige Safari (mit unserem eigenen Auto) und eine dreistündige Bootsfahrt auf dem Nil.
Campingkosten: $8 / Person
Buchung: redchillihideaway.comRestaurant im Camp mit dem besten Personal in Uganda
Tag 6. Das Hotel, das ihr unbedingt meiden solltet!
Wir haben die Etappe nicht geschafft und mussten für eine Nacht im Hotel Glory Summit in der Stadt Hoima Halt machen. Zunächst findet man das Hotel gar nicht, weil die Adresse sowohl auf Booking als auch auf der eigenen Website falsch angegeben ist. Hat man es dann endlich gefunden, kann die Rezeptionistin weder die Zimmernummer nennen noch sagen, wo das Frühstück serviert wird – und hat absolut keine Ahnung, ob in der Küche noch jemand steht. Obendrauf wird noch ein 5-%-Aufschlag für Kartenzahlung fällig. 🙂
Übernachtungskosten: $35
Glory Summit Hotel
Tag 7. Rwenzori Mountains – Rwenzori Trekkers Hostel
Bevor wir zum zweitägigen Trek in die Berge aufgebrochen sind, haben wir die Möglichkeit genutzt, direkt auf dem Gelände der Trekking-Gesellschaft zu übernachten. Ein einfaches Zimmer mit Bett und Moskitonetz – genau das Richtige für die Nacht vor dem Aufstieg.
Übernachtungskosten: $15 / Person inkl. Frühstück (Camping: $8)
Bett im Hostel in den Rwenzori Mountains
Tag 8. Rwenzori Mountains – Kalalama Camp
Beim zweitägigen Trek übernachteten wir im Camp, das wir nach sieben Stunden und 1.800 Höhenmetern endlich erreicht hatten.
Trekkosten: $250 pro Person (inkl. Guide, Träger, Mahlzeiten, Snacks und Hütte)
Buchung: rwenzoritrekking.comAls uns der Guide gezeigt hat, wo wir schlafen würden, verschwand er sofort
Tag 9. Simba Safari Camp
Etwa anderthalb Stunden von den Rwenzori Mountains entfernt, rund 100 Meter vom Äquator und zehn Minuten vom Eingang zum Queen Elizabeth Nationalpark, liegt das Simba Safari Camp. Im Restaurant wird man wie ein König behandelt – zumindest wenn man vorher bestellt und mindestens ein Drei-Gänge-Menü möchte. 🙂
Nach einem langen Safari-Tag im Nationalpark haben wir auf der anderen Seite des Parks in diesem luxuriösen Resort mit Blick auf die elefantenbevölkerten Ebenen Halt gemacht. Wir waren die einzigen Gäste, man wollte uns anfangs übers Ohr hauen, aber am Ende hat sich alles zum Guten gewendet – und wir haben es sogar richtig genossen. 🙂
Campingkosten: $10 / Person
Buchung: qeparkviewlodge.com
Im Garten dieses Hotels haben wir gecampt – morgens sahen wir direkt unter uns eine Elefantenfamilie.
Tag 11. Rushaga Gorilla Camp
Wer im Bwindi Impenetrable National Park Gorillas beobachten möchte, muss in einer der umliegenden Lodges übernachten. Mit höheren Preisen ist zu rechnen – die Ugander wissen genau, dass man keine Wahl hat.
Campingkosten: $35 / Person (inkl. Frühstück und einem Hauptgericht)
Buchung: rushaga.com
Tag 12. + 13. Paradise Eco Hub
Dieses Paradies haben wir gebraucht wie ein Stück Brot. Das Resort liegt auf einer kleinen Insel im Lake Bunyonyi und bietet alles, was man in Uganda braucht.
Für euer Geld bekommt ihr in Uganda einen in dieser Form sonst kaum erreichbaren Komfort (wir haben diesmal nicht gezeltet) – auch wenn in den Hütten kein Strom vorhanden ist (nur ein batteriebetriebenes Lämpchen), das Essen mehrere Stunden im Voraus bestellt werden muss (damit per Boot Zutaten geholt werden können) und das Internet nicht funktioniert, obwohl es auf der Website angepriesen wird.
Silas, der Resortmanager und allgegenwärtige Begleiter, kümmert sich von A bis Z um euch. Gönnt euch den halbtägigen Ausflug ($15/Person), bei dem er euch per Boot zu den Inseln, in eine lokale Schule und zu einem kurzen Aussichtspunkt-Wanderweg mitnimmt.
Für die letzte Nacht in Uganda haben wir uns etwas gegönnt. Wir haben alle übrigen Schillinge zusammengekratzt und für $220 eine luxuriöse Hütte mit Mittag-, Abend- und Frühstück gebucht. Der Koch war mit Abstand der beste der ganzen Reise – und wir wurden behandelt wie VIPs. Vor dem Essen bekamen wir ein warmes feuchtes Handtuch (!) zum Händewaschen, womit ein stundenlanger Gourmet-Genuss begann. Stündlich deshalb, weil es wirklich ewig gedauert hat. 😀
Wir endeten dort, wo wir begonnen haben. 🙂 Wir kamen nur noch für ein paar Stunden und ein Abendessen vorbei – und dann ab nach Hause.
Was hat Uganda also insgesamt gekostet?
Pro Person hat uns Uganda rund 2.200 € gekostet. Darin enthalten sind Flüge (ca. 440 €), Medikamente und Impfungen (die wir alle nachholen mussten – rund 200 € pro Person) sowie der Gorilla-Trek (ca. 400 € pro Person).
Wir sind von Wien aus geflogen, wohin wir einen Tag früher gereist sind – daher ist auch ein Tag und eine Nacht in Wien in der Rechnung enthalten. Quasi ein kleiner Vorausflug. 🙂
Unterwegs haben wir nicht besonders gespart. Wo es möglich war, haben wir gecampt – auf das Kochen haben wir aber nach dem ersten Tag verzichtet (es wird zu früh dunkel und die malariagefährlichen Mücken kommen ab 17 Uhr raus). Wir haben daher meistens abends, morgens und mittags im Restaurant gegessen.
Wir haben uns gekauft, was uns gerade eingefallen ist – aber wirklich verschwendet haben wir auch nicht. Ein typisches Essen im Hotel oder Camp kostet $5–$7, und auf der Straße bekommt man Chapati für kleines Geld, aber das jeden Tag zu essen hält man auf Dauer kaum durch. 🙂
Aufschlüsselung der Kosten:
Eintrittsgebühren treffen euch auf Schritt und Tritt
Allein die Eintrittsgebühren für Nationalparks, den Gorilla-Trek und den zweitägigen Bergtrack haben uns fast 1.600 € gekostet. Die Ugander verlangen von Ausländern ein Vielfaches dessen, was Einheimische zahlen. Das ist kein Betrug – das sind tatsächlich die offiziellen Preise. So ist es keine Seltenheit, dass ihr für einen 24-Stunden-Aufenthalt im Nationalpark (nicht eine Minute mehr – beim Ausfahren kontrolliert ein Soldat mit Kalaschnikow) $45 pro Person und $30 für das Auto bezahlt. Addiert die Unterkunft dazu, multipliziert mit der Anzahl der Tage – und man gerät schnell ins Grübeln.
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Uganda übernachten kann
6 Unterkünfte — Hotels, Campingplätze und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Wir haben unsere Kosten mit dem verglichen, was ein deutsches Reisebüro für eine ähnliche Tour aufruft. Wir haben eines gefunden, das eine sehr ähnliche Rundreise anbietet – allerdings mit vier Nächten weniger. Das Ergebnis: Wir waren für die Hälfte des Preises in Uganda unterwegs und haben dabei deutlich mehr gesehen (z. B. den zweitägigen Trek in die Mondberge). Und die vier zusätzlichen Nächte waren es allemal wert. 😇
Loudavým Krokem
Reisebüro
Auto (= Reisefreiheit)
JA
NEIN
Anzahl der Nächte
14
10
Gorillas im Preis enthalten
JA
NEIN (+ ca. 400 € / Person)
Medikamente und Malariaprophylaxe enthalten
JA
NEIN (+ ca. 200 € / Person)
Gesamtkosten
ca. 2.200 €
ca. 3.600 € (+ ca. 600 €)
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo übernachten in Uganda?
6 Unterkünfte — Campingplätze, Hotels und weitere Optionen
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