Zwei Wochen Camping in Uganda war ein absolut spektakuläres Erlebnis, das wir nie vergessen werden. Die häufigste Frage, die wir bekommen, handelt aber nicht von der Natur, den Tieren oder den Ugandaern. Ihr fragt uns, wie viel unser Camping-Uganda-Roadtrip gekostet hat. Hier findet ihr unser komplettes Itinerar und alle detaillierten Ausgaben.
Unsere Route
Diesmal haben wir die Planung etwas „verantwortungsvoller“ angegangen und uns zumindest festgelegt, wo wir jeden Tag ankommen und was wir dort ungefähr machen wollen. Unterwegs hat sich der Plan zwar mehrmals geändert (zum Beispiel weil Google nicht weiß, dass die meisten Straßen in Uganda keinen Asphalt haben – und eine Strecke daher nicht fünf, sondern mindestens elfeinhalb Stunden dauert), aber am Ende haben wir bis auf die Schimpansen alles geschafft, was geplant war.
Camping in Uganda – Unterkünfte im Überblick
Die Planung einer Uganda-Reise ist komplex und ein wirklich guter Reiseführer schwer zu finden. Wir ersparen euch die Suche: Der beste ist unserer Meinung nach Uganda von Andrew Roberts, den ihr online bestellen könnt. Wir empfehlen ihn uneingeschränkt.
Die meisten Nächte haben wir in Uganda gecampt, gelegentlich haben wir uns aber auch ein echtes Bett gegönnt. Hier findet ihr alle unsere Unterkünfte im Detail. In allen Unterkünften gab es warmes Wasser – auf WLAN solltet ihr euch jedoch nicht verlassen. Einige Orte haben es zwar beworben, aber tatsächlich funktioniert hat es nur im Via Via Guesthouse. Wer also Internet braucht, sollte sich eine ugandische SIM-Karte mit Datenpaket besorgen – alternativ empfiehlt sich eine Holafly eSIM für Afrika.
RoadTrip Uganda #1: Vy dva v Ugandě určitě umřete
Tag 1. + 2. Via Via Guesthouse
Ein malerisches Guesthouse in Entebbe, wo wir morgens um drei Uhr gelandet sind. Am Ende war es die beste Unterkunft, die wir in Uganda gefunden haben – deshalb sind wir für die letzte Nacht auch wieder dorthin zurückgekehrt.
Übernachtungskosten: $50 / Nacht für ein Einzelzimmer inkl. Frühstück Verpflegung: $5 – $7 pro Mittag-/Abendessen Buchung: Via Via
Tag 3. Ziwa Rhino Sanctuary
Direkt im Park, wo wir auf Nashörner-Trek gegangen sind, haben wir auch übernachtet. Wir schliefen stilvoll im Zelt, auf einem Campingplatz so groß wie ein Fußballfeld.
Campingkosten: $10 / Person (ohne Frühstück) Buchung: Ziwarhino.com
RoadTrip Uganda #2: Když se zelený ráj změní v peklo
Tag 4. + 5. Red Chilli Camp im Murchison Falls Nationalpark
Red Chilli ist ein wunderschönes Camp mitten im größten ugandischen Nationalpark – mit dem mit Abstand besten Personal in ganz Uganda! Es liegt drei Minuten von der Fähre über den Nil entfernt, wo morgens das Safari-Abenteuer beginnt. Ein idealer Ausgangspunkt. 🙂
Das Camp diente uns als Basis für eine halbtägige Safari (mit unserem eigenen Auto) und eine dreistündige Bootsfahrt auf dem Nil.
Campingkosten: $8 / Person Buchung: redchillihideaway.com
Tag 6. Das Hotel, das ihr unbedingt meiden solltet!
Wir haben die Etappe nicht geschafft und mussten für eine Nacht im Hotel Glory Summit in der Stadt Hoima Halt machen. Zunächst findet man das Hotel gar nicht, weil die Adresse sowohl auf Booking als auch auf der eigenen Website falsch angegeben ist. Hat man es dann endlich gefunden, kann die Rezeptionistin weder die Zimmernummer nennen noch sagen, wo das Frühstück serviert wird – und hat absolut keine Ahnung, ob in der Küche noch jemand steht. Obendrauf wird noch ein 5-%-Aufschlag für Kartenzahlung fällig. 🙂
Übernachtungskosten: $35
Tag 7. Rwenzori Mountains – Rwenzori Trekkers Hostel
Bevor wir zum zweitägigen Trek in die Berge aufgebrochen sind, haben wir die Möglichkeit genutzt, direkt auf dem Gelände der Trekking-Gesellschaft zu übernachten. Ein einfaches Zimmer mit Bett und Moskitonetz – genau das Richtige für die Nacht vor dem Aufstieg.
Übernachtungskosten: $15 / Person inkl. Frühstück (Camping: $8)
Tag 8. Rwenzori Mountains – Kalalama Camp
Beim zweitägigen Trek übernachteten wir im Camp, das wir nach sieben Stunden und 1.800 Höhenmetern endlich erreicht hatten.
Trekkosten: $250 pro Person (inkl. Guide, Träger, Mahlzeiten, Snacks und Hütte) Buchung: rwenzoritrekking.com
Tag 9. Simba Safari Camp
Etwa anderthalb Stunden von den Rwenzori Mountains entfernt, rund 100 Meter vom Äquator und zehn Minuten vom Eingang zum Queen Elizabeth Nationalpark, liegt das Simba Safari Camp. Im Restaurant wird man wie ein König behandelt – zumindest wenn man vorher bestellt und mindestens ein Drei-Gänge-Menü möchte. 🙂
Campingkosten: $6 / Person Buchung: ugandalodges.com
Uganda RoadTrip #3: Jak si nás přišla osahat gorila
Tag 10. Queen Elizabeth Parkview Tourist Hotel
Nach einem langen Safari-Tag im Nationalpark haben wir auf der anderen Seite des Parks in diesem luxuriösen Resort mit Blick auf die elefantenbevölkerten Ebenen Halt gemacht. Wir waren die einzigen Gäste, man wollte uns anfangs übers Ohr hauen, aber am Ende hat sich alles zum Guten gewendet – und wir haben es sogar richtig genossen. 🙂
Campingkosten: $10 / Person Buchung: qeparkviewlodge.com
Tag 11. Rushaga Gorilla Camp
Wer im Bwindi Impenetrable National Park Gorillas beobachten möchte, muss in einer der umliegenden Lodges übernachten. Mit höheren Preisen ist zu rechnen – die Ugander wissen genau, dass man keine Wahl hat.
Campingkosten: $35 / Person (inkl. Frühstück und einem Hauptgericht) Buchung: rushaga.com
Tag 12. + 13. Paradise Eco Hub
Dieses Paradies haben wir gebraucht wie ein Stück Brot. Das Resort liegt auf einer kleinen Insel im Lake Bunyonyi und bietet alles, was man in Uganda braucht.
Für euer Geld bekommt ihr in Uganda einen in dieser Form sonst kaum erreichbaren Komfort (wir haben diesmal nicht gezeltet) – auch wenn in den Hütten kein Strom vorhanden ist (nur ein batteriebetriebenes Lämpchen), das Essen mehrere Stunden im Voraus bestellt werden muss (damit per Boot Zutaten geholt werden können) und das Internet nicht funktioniert, obwohl es auf der Website angepriesen wird.
Silas, der Resortmanager und allgegenwärtige Begleiter, kümmert sich von A bis Z um euch. Gönnt euch den halbtägigen Ausflug ($15/Person), bei dem er euch per Boot zu den Inseln, in eine lokale Schule und zu einem kurzen Aussichtspunkt-Wanderweg mitnimmt.
Übernachtungskosten: $60 / Nacht / Luxury Nest Buchung: paradiseecohub.com

Tag 14. Mburo Safari Lodge
Für die letzte Nacht in Uganda haben wir uns etwas gegönnt. Wir haben alle übrigen Schillinge zusammengekratzt und für $220 eine luxuriöse Hütte mit Mittag-, Abend- und Frühstück gebucht. Der Koch war mit Abstand der beste der ganzen Reise – und wir wurden behandelt wie VIPs. Vor dem Essen bekamen wir ein warmes feuchtes Handtuch (!) zum Händewaschen, womit ein stundenlanger Gourmet-Genuss begann. Stündlich deshalb, weil es wirklich ewig gedauert hat. 😀
Übernachtungskosten: $250 / Hütte Buchung: mburosafarilodge.com
Tag 15. Via Via Guesthouse
Wir endeten dort, wo wir begonnen haben. 🙂 Wir kamen nur noch für ein paar Stunden und ein Abendessen vorbei – und dann ab nach Hause.
Was hat Uganda also insgesamt gekostet?
Pro Person hat uns Uganda rund 2.200 € gekostet. Darin enthalten sind Flüge (ca. 440 €), Medikamente und Impfungen (die wir alle nachholen mussten – rund 200 € pro Person) sowie der Gorilla-Trek (ca. 400 € pro Person).
Wir sind von Wien aus geflogen, wohin wir einen Tag früher gereist sind – daher ist auch ein Tag und eine Nacht in Wien in der Rechnung enthalten. Quasi ein kleiner Vorausflug. 🙂
Unterwegs haben wir nicht besonders gespart. Wo es möglich war, haben wir gecampt – auf das Kochen haben wir aber nach dem ersten Tag verzichtet (es wird zu früh dunkel und die malariagefährlichen Mücken kommen ab 17 Uhr raus). Wir haben daher meistens abends, morgens und mittags im Restaurant gegessen.
Wir haben uns gekauft, was uns gerade eingefallen ist – aber wirklich verschwendet haben wir auch nicht. Ein typisches Essen im Hotel oder Camp kostet $5–$7, und auf der Straße bekommt man Chapati für kleines Geld, aber das jeden Tag zu essen hält man auf Dauer kaum durch. 🙂
Aufschlüsselung der Kosten:
Eintrittsgebühren treffen euch auf Schritt und Tritt
Allein die Eintrittsgebühren für Nationalparks, den Gorilla-Trek und den zweitägigen Bergtrack haben uns fast 1.600 € gekostet. Die Ugander verlangen von Ausländern ein Vielfaches dessen, was Einheimische zahlen. Das ist kein Betrug – das sind tatsächlich die offiziellen Preise. So ist es keine Seltenheit, dass ihr für einen 24-Stunden-Aufenthalt im Nationalpark (nicht eine Minute mehr – beim Ausfahren kontrolliert ein Soldat mit Kalaschnikow) $45 pro Person und $30 für das Auto bezahlt. Addiert die Unterkunft dazu, multipliziert mit der Anzahl der Tage – und man gerät schnell ins Grübeln.
Uganda für die Hälfte des Preises
Wir haben unsere Kosten mit dem verglichen, was ein deutsches Reisebüro für eine ähnliche Tour aufruft. Wir haben eines gefunden, das eine sehr ähnliche Rundreise anbietet – allerdings mit vier Nächten weniger. Das Ergebnis: Wir waren für die Hälfte des Preises in Uganda unterwegs und haben dabei deutlich mehr gesehen (z. B. den zweitägigen Trek in die Mondberge). Und die vier zusätzlichen Nächte waren es allemal wert. 😇
| Loudavým Krokem | Reisebüro | |
| Auto (= Reisefreiheit) | JA | NEIN |
| Anzahl der Nächte | 14 | 10 |
| Gorillas im Preis enthalten | JA | NEIN (+ ca. 400 € / Person) |
| Medikamente und Malariaprophylaxe enthalten | JA | NEIN (+ ca. 200 € / Person) |
| Gesamtkosten | ca. 2.200 € | ca. 3.600 € (+ ca. 600 €) |
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
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Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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