Ich habe es viele Male erlebt – auf Sri Lanka und in Uganda –, wie Touristen Geld, Süßigkeiten und Kugelschreiber an „arme“ Kinder verteilen. „Ich nehme ein paar Tüten Bonbons und ungefähr 30 Kugelschreiber mit“, schwärmt Hana in einer deutschen Reise-Facebook-Gruppe. Andere, die ebenfalls in Entwicklungsländer reisen, stimmen begeistert zu und teilen, was sie den Kindern dort mitbringen. Ihnen ist nicht bewusst, dass diese gut gemeinte Geste oft das Schlechteste ist, was sie für die Kinder tun können.
Bring Kindern nicht das Betteln bei
Wenn du mit einer organisierten Reisegruppe unterwegs bist, weisen dich Reiseleiter häufig darauf hin, genau das zu unterlassen. In einigen Unterkünften in Uganda sind wir sogar auf Schilder gestoßen, die Touristen ausdrücklich baten, den Kindern nichts zu geben: „Wir bitten alle Touristen, im Dorf keine Süßigkeiten, Kugelschreiber, Geld oder andere Dinge an Kinder zu verteilen. Diese großartigen Kinder lernen sehr schnell – und wir wollen nicht, dass sie zu Bettlern werden.“
Kinder strecken die Hände aus – und versuchen sogar, ins Auto zu klettern
Die Wahrheit ist: An den meisten touristischen Orten ist der Schaden bereits angerichtet. Kaum taucht ein Auto mit westlichen Touristen auf, laufen Kinder herbei – zuerst winken sie noch, dann strecken sie die Hände aus und deuten an, dass sie Geld wollen. Fährt das Auto langsam, rennen sie mit, drücken ihre Gesichter ans Fenster und versuchen manchmal sogar, einzusteigen.

Vielleicht haben sie wenig – aber Süßigkeiten helfen ihnen nicht
Manche werden einwenden, dass diese Kinder doch nichts besitzen und ein paar Süßigkeiten sicher nicht schaden können. Doch Süßigkeiten haben Kindern noch nie etwas Gutes gebracht – und Armut lösen sie schon gar nicht. Genauso wie wir unseren eigenen Kindern beibringen, dass es nichts umsonst gibt, sollten wir fremden Kindern nicht vermitteln, dass ein Tourist aus Europa auftaucht und Geld verteilt. Das führt dazu, dass wir in diesen Ländern als wandelnde Geldautomaten wahrgenommen werden. Wundern wir uns dann wirklich, dass man uns in Entwicklungsländern zu übervorteilen versucht, wenn man Kindern von klein auf genau das beibringt?
Wie du wirklich helfen kannst
Wenn du es wirklich ernst meinst mit der Hilfe, gibt es viele Wege, Kinder in Not sinnvoll zu unterstützen. Allein dadurch, dass du vor Ort Geld ausgibst, stärkst du die lokale Gemeinschaft. Kauf eine Kokosnuss oder ein Souvenir direkt bei den Eltern. Wer mehr tun möchte, kann ein Kind oder eine ganze Gemeinschaft über eine seriöse Hilfsorganisation – etwa Plan International, SOS-Kinderdörfer oder UNICEF – langfristig unterstützen. Lass die Süßigkeiten zu Hause und teile diese Botschaft weiter.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
