11 Tipps für einen erfolgreichen Content-Marketing-Plan

Viele Einsteiger verwechseln einen Content-Marketing-Plan mit einem Redaktionsplan für Social Media. Während ein Redaktionsplan im Grunde ein einfacher Kalender ist, in dem geplante Social-Media-Beiträge eingetragen werden, ist ein Content-Marketing-Plan ein umfassender Jahreskalender, in dem du die Content-Erstellung für alle Unternehmenskommunikationskanäle planst – online wie offline.

Was alles Teil eines vollständigen Content-Marketing-Plans ist

  • Themen, die du in den einzelnen Monaten behandeln wirst.
  • Produkte, auf die du dich in den einzelnen Wochen und Monaten konzentrieren wirst.
  • Redaktionsplan für Blogbeiträge.
  • PR – Pressemitteilungen und PR-Aktivitäten.
  • PPC-Kampagnen nach einzelnen Monaten.
  • E-Mail-Marketing – thematische Kampagnen.
  • Social Media – Themen für einzelne Monate und Wochen.
  • Affiliate-Marketing – Kampagnen für die einzelnen Monate.
  • Gastbeiträge – Beiträge auf anderen Websites.
  • Influencer-Kampagnen.
  • Bezahlte Marketingkampagnen.
  • Events passend zum Schwerpunkt deines Unternehmens.
Mann erstellt einen Content-Marketing-Plan

Warum ein Content-Marketing-Plan so wichtig ist

Ein Content-Marketing-Plan baut auf der Content-Strategie auf und stellt sicher, dass alle deine Kommunikationskanäle in den jeweiligen Zeiträumen dieselben Themen bewerben (unter einem Zeitraum verstehen wir einen Monat oder eine Woche – je nach den Bedürfnissen der Marke).

Dank des Content-Plans weißt du genau, welche Themen du bearbeiten wirst – und es kann nicht passieren, dass du plötzlich nicht weißt, was du deinem Texter oder deiner Texterin als nächstes aufgeben sollst.

Ein Content-Marketing-Plan sorgt dafür, dass du Themen bearbeitest, die für den jeweiligen Zeitraum relevant sind und auf einer Keyword-Analyse basieren. So kann es nicht vorkommen, dass du Inhalte veröffentlichst, nach denen niemand sucht und die niemanden interessieren.

Der Plan ist außerdem entscheidend für eine gleichmäßige Verteilung der Kampagnen über das gesamte Jahr – damit dir nicht passiert, dass du in einem Monat drei Kaufaktionen und sechs Influencer-Kampagnen hast, während im nächsten Monat gar nichts läuft.

TIPP 💡: Wie du Schritt für Schritt einen Artikel schreibst, der Traffic bringt und Umsatz generiert – inklusive Muster-Briefing für Texter – kannst du auf unserem Patreon nachlesen.

Wie erstellt man einen Content-Marketing-Plan?

Ich persönlich nutze seit Jahren eine Vorlage in Google Sheets, die ich geteilt habe. So habe ich sie überall und jederzeit im Zugriff – und selbst wenn mehrere Personen gleichzeitig daran arbeiten, ist sie immer aktuell. Eine Vorlage für den Content-Plan lässt sich leicht selbst erstellen und dauert 1–2 Stunden. Alternativ kannst du unsere Vorlage zum Preis eines Kaffees kaufen. Ein Content-Plan ist im Grunde eine Content-Strategie, die in einen Kalender übertragen wurde.

1) Bereite dich vor

Bevor wir mit dem Ausfüllen der Vorlage beginnen, notieren wir uns:

  • Die wichtigsten Produkte zur Bewerbung (meistverkauft und mit der höchsten Marge).
  • Die Saisonalität der Produkte (Poolreinigungstabletten verkaufen sich im Winter wahrscheinlich kaum).
  • Ereignisse, die uns in diesem Jahr erwarten – Weihnachten und Ostern sind klar; wenn du Bartpflegeprodukte herstellst, ist wohl auch der Movember wichtig; vielleicht nimmst du an Messen teil oder veranstaltest eigene Events.
  • Die wichtigsten Themen für deine Marke – damit meinen wir nicht nur trendige Themen wie Nachhaltigkeit, sondern zum Beispiel auch: Du weißt, dass dein Kundendienst häufig Fragen zur Installation bestimmter Produkte bekommt – und du brauchst mehr Content dazu, um die Anfragen zu reduzieren.

💡 Wie du Themen für deine Inhalte richtig vorbereitest, haben wir bereits ausführlich im Artikel über Content Marketing behandelt.

2) Produkte zur Bewerbung

Sobald die Vorbereitung abgeschlossen ist, trägst du monatsweise ein, welche Produkte du in den jeweiligen Monaten bewerben möchtest. Orientiere dich dabei an der Saisonalität und ergänze deine meistverkauften und attraktivsten Produkte. Vorrang haben Produkte mit der höchsten Marge.

Monatsthema und Wochenthemen

Auf Basis der Produkte, die du in den einzelnen Monaten bewerben wirst, sowie der Saisonalität, trägst du die Themen für jeden Monat und jede Woche ein.

Beispiel: Juli

  • Produkt des Monats: Cashewnüsse
  • Thema des Monats: Cashew und Sommerrezepte

Wochenthemen

  1. Cashews lagern, Wissenswertes über Cashews, Cashew-Sorten
  2. Cashewbutter und Cashewmilch
  3. Süße Cashew-Rezepte (Smoothie Bowls, Chia mit Cashew, Cashew-Eis)
  4. Herzhafte Cashew-Rezepte (Sommersalat-Dressing, Cashew-Käse)
Mugcake

3) Blogbeiträge vorbereiten

Hier orientieren wir uns an der Keyword-Analyse vom SEO-Spezialisten, der euch idealerweise auch passende Themen für den Einstieg liefert. Wir nehmen Beiträge nach zwei Kriterien in den Plan auf:

  • Sie sind relevant für das Monatsthema und beinhalten das Produkt des Monats.
  • Sie haben hohes SEO-Potenzial.

Wenn du aus SEO-Sicht für die Saison bereit sein willst, empfiehlt es sich, thematische Artikel 2–4 Wochen vor den anderen Kanälen zu veröffentlichen – damit gibst du dem Artikel Zeit, in der organischen Suche zu ranken. Warum?

Wenn du planst, im Dezember auf allen Kanälen über Weihnachtsbrot-Backen zu sprechen und das Rezept am 15. Dezember veröffentlichst, wird der Artikel längst nicht ranken, bevor Weihnachten vorbei ist.

Texte beauftragen wir einen Monat im Voraus, damit wir sicher sein können, dass alles rechtzeitig fertig ist. Den Blog-Plan solltest du auf einem separaten Tab führen und dort festhalten, welchen Status die einzelnen Blogbeiträge haben, wann sie beauftragt wurden und wann sie zur Veröffentlichung geplant sind.

Arbeit am Computer, Erstellung eines Content-Marketing-Plans

4) Events

Hier tragen wir alle Ereignisse ein, die im jeweiligen Monat stattfinden. Das können Valentinstag, Weihnachten, Ostern, Shopping-Events (z. B. Cyber Monday), Rabattaktionen (Black Friday), kostenlose BMI-Messungen, Jubiläen, die mit deiner Marke verbunden sind, Firmenevents (Messen, Konferenzen) usw. So behältst du den Überblick über das gesamte Jahr und kannst sicherstellen, dass diese Ereignisse rechtzeitig im Redaktionsplan, den PR-Aktivitäten und im E-Mail-Marketing berücksichtigt werden.

5) E-Mail-Marketing

In die E-Mail-Marketing-Spalte trägst du E-Mail-Kampagnen ein, die mit Events oder anderen Marketingaktionen zusammenhängen (Shopping-Events, Black Friday, Valentinstag usw.). Hier können auch Automationen erfasst werden, die nur in bestimmten Zeiträumen ausgelöst werden (z. B. Weihnachtsrezepte, Pool-Pflege im Sommer, Herbstfilme, Musik mit Weihnachtsstimmung usw.).

6) PR-Aktivitäten

PR-Aktivitäten werden relativ weit im Voraus geplant und müssen in allen Outputs berücksichtigt werden, da weitere Marketingaktivitäten darauf aufbauen können. Deshalb ist es so wichtig, sie im Marketing-Plan festzuhalten.

7) PPC-Kampagnen

Dieser Teil ist vor allem für größere Unternehmen relevant, die PPC-Werbung auch unabhängig von laufenden Shop-Aktionen einsetzen. Wenn du noch keine größeren thematischen PPC-Kampagnen planst, kannst du diesen Abschnitt getrost überspringen.

8) Affiliate-Marketing

Die meisten größeren Online-Shops haben heute ein Affiliate-Programm, aber nur wenige nutzen es wirklich intensiv. Dabei kann dir Affiliate-Marketing durchaus interessante Umsätze bringen – und du kannst gezielte Kampagnen speziell für deine Affiliate-Partner planen.

9) Influencer

Der vorletzte Abschnitt im Marketing-Plan sind die geplanten Influencer-Kampagnen. Auch wenn du das Influencer-Marketing sicherlich auch anderswo detailliert im Blick hast, ist es extrem wichtig, dass sich deine Kampagnen nicht mit anderen größeren Aktionen überschneiden.

Wenn zum Beispiel gerade der Geburtstag deines Online-Shops gefeiert wird und du pauschal 15 % Rabatt auf alles gibst, sollte ein Influencer im selben Zeitraum keine Kampagne mit demselben Rabatt fahren. Warum? Das kann die Ergebnisse beider Kampagnen verzerren. Du kannst den Influencer aber einbinden, indem er deine Geburtstagskampagne bewirbt.

10) Gastbeiträge

Gastbeiträge sind in der Regel Blogbeiträge, die du auf befreundeten oder Partnerwebsites veröffentlichst. Diesen Abschnitt werden vor allem größere Unternehmen oder solche mit einem umfangreicheren Content-Marketing nutzen.

11) Sonstige Marketingkampagnen

Hier werden alle übrigen Marketingkampagnen erfasst, die keiner der oben genannten Kategorien zuzuordnen sind.

Content-Marketing-Plan Vorlage zum Download

Klingt alles sinnvoll, aber du weißt nicht, wie du deinen Content-Marketing-Plan aufbauen sollst? Kauf dir den Plan, den wir selbst seit Jahren nutzen und laufend weiterentwickeln. Zum Preis eines Kaffees bekommst du eine Vorlage, die du nur noch ausfüllen musst.

💡 Wenn du Unterstützung bei der Erstellung deines Content-Marketing-Plans brauchst, melde dich gerne bei uns unter info@lkmedia.cz. Die Preisliste findest du hier.

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