Lanzarote, Spanien: 20 Tipps, was man sehen und erleben sollte

Stell dir eine Landschaft vor, die aussieht, als wärst du gerade auf dem Mars gelandet – und dabei bist du von Deutschland aus in weniger als vier Stunden mit dem Flieger dort. Lanzarote, Spanien, ist eine faszinierende Insel voller dramatischer Kontraste, wo tiefschwarzem Vulkanlava der tiefblaue Ozean und strahlend weiße Häuser gegenüberstehen. Obwohl die Kanarischen Inseln politisch zu Spanien gehören, wachsen sie geologisch aus dem afrikanischen Festlandsockel hervor – das verleiht ihnen ein unglaublich stabiles und angenehmes Klima das ganze Jahr über. Dank des lokalen Visionärs und Künstlers César Manrique gibt es hier keine hässlichen Hochhaushotels und keinen visuellen Smog; die Insel hat sich ihr authentisches, ästhetisch klares Gesicht bewahrt. Wer nach einem Reiseziel sucht, das weit mehr bietet als endloses Strandliegen, kann sich auf Vulkankrater, einzigartige Weinberge im Ascheboden und unterirdische Lavatunnel freuen. Hier sind die 20 besten Lanzarote Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, damit du deinen Urlaub bis ins kleinste Detail planen kannst.

Lanzarote Spanien – vulkanische Landschaft mit schwarzer Lava und blauem Ozean
Foto: Jerzy Strzelecki / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Zusammenfassung

  • Vulkanlandschaft: Der Nationalpark Timanfaya ist ein absolutes Muss – hier erlebst du geothermische Phänomene und eine Landschaft, die durch gewaltige Eruptionen im 18. Jahrhundert entstanden ist.
  • César-Manrique-Erbe: Die gesamte Insel ist gewissermaßen eine Galerie dieses Künstlers. Unbedingt besuchen: Jameos del Agua, den Aussichtspunkt Mirador del Río und den unglaublichen Kaktusgarten.
  • Einzigartiger Wein: Das Weinanbaugebiet La Geria beeindruckt durch seine Rebstöcke in tiefen Gruben aus Vulkanasche – den lokalen Vulkanwein Malvasia musst du probiert haben.
  • Baden und Surfen: Zum ruhigen Baden geht es zu den Papagayo-Stränden im Süden, während der wilde Strand Famara im Nordwesten das Mekka aller Surfer ist.
  • Wetter und Saison: Lanzarote ist ein Ganzjahresziel mit Temperaturen zwischen 20 und 28 °C – ideal als Flucht vor dem deutschen Winter oder der sommerlichen Hitze auf dem spanischen Festland.
  • Mobilität: Um alle versteckten Ecken zu erkunden, solltest du dir unbedingt ein Auto mieten. Die Straßen sind in ausgezeichnetem Zustand und der Verkehr abseits der großen Urlaubsorte minimal.
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Wann nach Lanzarote reisen

Die Kanarischen Inseln werden nicht umsonst als „Inseln des ewigen Frühlings“ bezeichnet – es gibt hier kaum eine echte Nebensaison. Während Deutschland im Januar und Februar in grauen Wolken und Frost versinkt, genießt du auf Lanzarote komfortable Temperaturen, die das ganze Jahr zwischen 20 und 28 °C bleiben. Die Wintermonate sind damit der absolute Höhepunkt der Saison für Besucher aus dem Norden – was sich natürlich auch in etwas höheren Unterkunftspreisen niederschlägt.

Wer in den Sommerferien reist, wird angenehm überrascht sein: Es ist hier deutlich angenehmer als auf dem spanischen Festland oder in Andalusien. Dank kühler Meeresströmungen und konstanter Passatwinde erlebt man selten extreme Hitze, die Luft zirkuliert ständig und am Meer weht es angenehm frisch. Der Ozean hält selbst in den kältesten Wintermonaten eine verträgliche Temperatur von 18 bis 22 °C – wer abgehärtet ist, kann also buchstäblich über Silvester schwimmen gehen.

Für Aktivurlauber, Radfahrer und Wanderer sind März, April, Oktober und November ideal. In diesen Monaten vermeidest du die größten Massen aus Winter- und Sommersaison, die Sonne scheint genau richtig und Flugpreise sind oft am günstigsten. Eine leichte Windjacke solltest du trotzdem einpacken – starker Wind kann die gefühlte Temperatur, besonders abends, spürbar senken.

Wo auf Lanzarote übernachten

💡 Unterkunfts-Tipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com – dort gibt es in der Regel die besten Stornobedingungen. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen.

Die Wahl der richtigen Unterkunft auf Lanzarote prägt den gesamten Charakter deines Urlaubs. Die meisten Besucher entscheiden sich für einen der drei großen Touristenorte an der Ost- und Südküste, die komplette touristische Infrastruktur und geschützte Strände bieten. Das südlichste Playa Blanca eignet sich ideal für Familien und Erholungssuchende, mit einer schönen langen Promenade und einfachem Zugang zu den berühmten Papagayo-Stränden. Puerto del Carmen ist lebhafter, voller Restaurants und Läden, während Costa Teguise eher sportlich orientierte Reisende und Familien mit älteren Kindern anzieht.

Wer ein ruhigeres, authentischeres Erlebnis abseits des Massentourismus sucht, dem empfehle ich, eine Unterkunft im Landesinneren in Betracht zu ziehen. Dörfer wie Haría, Yaiza oder Teguise bieten wunderschöne traditionelle weiße Häuser und sogenannte „Fincas“, die oft private Pools und herrliche Gärten verbergen. Für Surfer und freiheitsliebende Geister ist das Dorf Caleta de Famara an der raueren Nordwestküste die klare Wahl – hier herrscht entspannte Atmosphäre und die Straßen sind manchmal von Sand verweht.

Am bequemsten buchst du deine Unterkunft über Booking.com, wo du alles von günstigen Apartments bis hin zu luxuriösen Fünf-Sterne-Resorts findest. Wer echten Luxus direkt am Strand sucht, sollte sich das wunderschöne Princesa Yaiza Suite Hotel Resort in Playa Blanca ansehen – ein Haus mit erstklassigem Service. Eine goldene Mitte mit schönem Design und ausgezeichneter Lage bietet das beliebte Hotel Lava Beach in Puerto del Carmen, von dem aus alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Insel gut erreichbar sind.

20 Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Lanzarote

Die Insel bietet eine faszinierende Mischung aus rauer Vulkannatur, einzigartiger Architektur und wunderschöner Küste. Hier sind 20 Orte und Aktivitäten, die bei einer Reise nach Lanzarote, Spanien, keinesfalls fehlen sollten – für alle, die die Insel wirklich in ihrer ganzen Tiefe kennenlernen möchten.

1. Nationalpark Timanfaya und die Feuerberge

Nationalpark Timanfaya – Feuerberge auf Lanzarote mit schwarzen Lavafeldern
Foto: Jerzy Strzelecki / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Das absolute Herzstück der Insel ist der Nationalpark Timanfaya, ein weitläufiges Gebiet, das durch katastrophale Vulkanausbrüche zwischen 1730 und 1736 geformt wurde. Die Landschaft wirkt so außerirdisch, dass hier angeblich Fahrzeuge für Mond- und Marsmissionen getestet wurden. Am Besucherzentrum Islote de Hilario erwarten dich beeindruckende geothermische Vorführungen, bei denen Wasser in Bohrungen im Boden gegossen wird und sofort als mächtiger Dampfstrahl herausschießt.

Den Park selbst kannst du nicht mit dem eigenen Auto durchfahren – du musst in einen Spezialbus umsteigen, der dich auf der sogenannten Ruta de los Volcanes mitnimmt. Diese rund vierzigminütige Fahrt durch enge Wege zwischen Lavafeldern und Kratern, begleitet von dramatischer Musik und Kommentaren, ist absolut atemberaubend. Direkt am Besucherzentrum befindet sich außerdem das einzigartige Restaurant El Diablo, das César Manrique entworfen hat und in dem Speisen ausschließlich auf einem riesigen Grill über der Erdwärme des Vulkans zubereitet werden.

💡 Tipp: In der Hochsaison können die Warteschlangen am Eingang des Nationalparks extrem lang sein – bis zu einer Stunde Wartezeit ist möglich. Fahre direkt zur Öffnungszeit gegen neun Uhr morgens oder alternativ erst am späten Nachmittag, wenn die Reisegruppen zurück in die Hotels gefahren sind.

2. Jameos del Agua

Jameos del Agua – unterirdische Lavahöhle mit türkisfarbenem Pool von César Manrique
Foto: H. Zell / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Eines der Hauptwerke des genialen César Manrique zeigt, wie man rohe Natur und moderne Architektur zur absoluten Perfektion miteinander verbinden kann. Jameos del Agua ist Teil eines riesigen unterirdischen Lavatunnels, der vor Tausenden von Jahren durch den Ausbruch des Vulkans Monte Corona entstand. Manrique verwandelte einen eingestürzten Abschnitt des Tunnels in einen einzigartigen Kultur- und Gesellschaftsraum, der eine Ästhetik aus einem James-Bond-Film der Siebzigerjahre verströmt.

Im Inneren der dunklen Höhle findest du eine unterirdische Lagune mit kristallklarem Wasser, in der seltene blinde weiße Krebse der Art Munidopsis polymorpha leben – sie kommen weltweit nur an diesem einen Ort vor. Von dort steigt man über geschwungene Treppen in ein gleißend weißes Außenatrium hinauf, das von einem türkisfarbenen Pool inmitten üppiger Tropikvegetation dominiert wird – schwimmen ist allerdings verboten.

Zum Komplex gehört auch ein phänomenales unterirdisches Auditorium mit hervorragender Akustik, in dem regelmäßig Konzerte und Kulturveranstaltungen stattfinden. Am schönsten ist der Besuch am Nachmittag, wenn die Sonnenstrahlen durch die Öffnungen der Höhle fallen und ein wunderschönes Lichtspiel auf der Oberfläche des unterirdischen Sees erzeugen.

3. Die Höhle Cueva de los Verdes

Cueva de los Verdes – Lavatunnel auf Lanzarote mit farbigen Gesteinsformationen
Foto: Luis Miguel Bugallo Sánchez (Lmbuga) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Nur einen Steinwurf von Jameos del Agua entfernt kannst du in einen weiteren Abschnitt desselben gewaltigen Lavatunnels eintreten, der zu den längsten weltweit zählt. Die Cueva de los Verdes führt dich auf einem rund einen Kilometer langen, faszinierenden Spaziergang durch das Untergeschoss der Insel, wo die Wände in unglaublichen Schattierungen von Ocker, Rot und Schwarz leuchten. Diese Farben entstehen nicht durch künstliche Beleuchtung, sondern durch die natürliche Oxidation von Eisen und anderen Mineralien in der erstarrten Lava.

Die Führung findet nur in kleinen Gruppen mit Guide statt und dauert knapp eine Stunde. Dabei erfährst du viel über Vulkanologie und die Geschichte der Insel. In der Vergangenheit diente die Höhle der Bevölkerung als sicheres Versteck vor Überfällen afrikanischer Piraten, die die Insel regelmäßig heimsuchten.

Am Ende der Führung wartet eine große visuelle Überraschung, die die Guides strikt unter Verschluss halten. So viel sei verraten: Diese optische Täuschung ist so perfekt, dass sie deine Sinne vollständig in die Irre führt – und zu einem der stärksten Erlebnisse des gesamten Besuchs im Untergrund wird.

4. Das Weinanbaugebiet La Geria

Wer glaubt, dass Wein grüne Hänge und fruchtbaren Boden braucht, wird durch La Geria ein für alle Mal eines Besseren belehrt. Dieses geschützte Landschaftsgebiet wirkt eher wie eine Kunstinstallation in einer Mondlandschaft als wie landwirtschaftliche Nutzfläche. Tausende kleiner Trichter sind in die tiefe schwarze Vulkanasche gegraben, und in jedem von ihnen kauert ein einziger grüner Rebstock.

Jede Pflanze wird zusätzlich von einer halbkreisförmigen Steinmauer aus Lavagestein, dem sogenannten Zoco, geschützt, die sie vor den vernichtenden Saharawinden abschirmt. Das Wunder dieses Anbaus liegt in der Vulkanasche, die nachts Feuchtigkeit aus der Meeresluft aufnimmt und sie tagsüber langsam an die Wurzeln abgibt – sodass die Reben ohne jegliche Bewässerung überleben.

Bei einer Fahrt durch diese Region solltest du unbedingt an einer der lokalen Bodegas (Weingüter) anhalten und eine Verkostung machen. Der lokale Vulkanwein, insbesondere die weiße Sorte Malvasia Volcánica, hat ein absolut unverwechselbares mineralisches und leicht salziges Profil, das hervorragend zur kanarischen Küche passt.

5. Der atemberaubende Mirador del Río

Ganz im Norden der Insel, hoch oben auf den Klippen des Risco de Famara, verbirgt sich ein weiteres Meisterwerk von César Manrique. Der Mirador del Río ist eine Aussichtsplattform, die so perfekt in den umgebenden Fels integriert ist, dass man sie aus der Ferne kaum erkennen kann. Manrique bewies hier einmal mehr seine Genialität und schuf einen Raum, der die Natur nicht stört, sondern ihr volle Geltung lässt.

Aus fast 400 Metern Höhe bietet sich dir der schönste Ausblick der gesamten Insel. Direkt zu deinen Füßen erstreckt sich die schmale Meerenge namens El Río (der Fluss), und dahinter liegt die kleine, unberührte Insel La Graciosa, umgeben von türkisfarbenem Ozean. Bei guter Sicht siehst du auch die weiteren kleinen unbewohnten Inselchen des Chinijo-Archipels.

💡 Tipp: Im Inneren der Aussichtsplattform befindet sich ein wunderschönes Panorama-Café mit riesigen abgerundeten Fenstern. Bestell dir einen Kaffee, setz dich hin und genieße in aller Stille das unglaubliche Farbenspiel, wenn der blaue Himmel mit dem Ozean und dem Ockerton der umliegenden Inseln verschmilzt.

6. Der Kaktusgarten Jardín de Cactus

Jardín de Cactus – Kaktusgarten von César Manrique auf Lanzarote
Foto: Luis Miguel Bugallo Sánchez (Lmbuga) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Das letzte große Werk von César Manrique auf der Insel ist eine vollendete Hommage an die Widerstandskraft der Natur. Der Jardín de Cactus entstand auf dem Gelände eines ehemaligen, hässlichen Steinbruchs für Vulkanasche im Ort Guatiza. Heute beherbergt dieses tiefe Amphitheater über 4.500 Kakteenarten aus aller Welt, die eine absolut faszinierende botanische Schau bilden.

Der Garten ist in Terrassen unterteilt, die durch gewundene Wege aus schwarzem Lavagestein verbunden sind – das schafft einen perfekten Kontrast zu den vielen Grüntönen der Kakteen. Hier findest du Vertreter aus Amerika, Madagaskar und den Kanarischen Inseln selbst, von kleinen blühenden Kugeln bis hin zu riesigen säulenförmigen Kakteen, die mehrere Meter in die Höhe ragen.

Die gesamte Anlage wird von einer wunderschön restaurierten traditionellen Windmühle gekrönt, von der aus man einen herrlichen Überblick über den gesamten Garten hat. Wer am Vormittag kommt, vermeidet die größte Hitze und kann den Spaziergang zwischen diesen stacheligen Riesen in viel angenehmerer Atmosphäre genießen.

7. Das Haus von César Manrique in Tahíche

Fundación César Manrique in Tahíche – Haus des Künstlers in einer Lavablase auf Lanzarote
Foto: MiguelAlanCS / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Um die Seele Lanzarotes wirklich zu begreifen, muss man den Mann verstehen, der sie mitgeprägt hat. Die Fundación César Manrique hat ihren Sitz in dem Haus, das der Künstler direkt auf einem Lavafeld aus den Eruptionen des 18. Jahrhunderts erbaut hat. Schon die Einfahrt zum Haus, aus dem Bäume in die Luft ragen, deutet darauf hin, dass dies kein gewöhnliches Museum werden wird.

Das Obergeschoss ist von traditioneller kanarischer Architektur inspiriert, doch das eigentliche Wunder verbirgt sich im Untergeschoss. Manrique entdeckte fünf natürliche Vulkanblasen, verband sie durch in die Lava gehauene enge Gänge miteinander und verwandelte sie in atemberaubende Wohnräume. Jede Blase hat ihre eigene Farbe und Stimmung, und durch Öffnungen im Deckengewölbe fällt natürliches Tageslicht herein.

Inmitten des Komplexes gibt es einen türkisfarbenen Pool, eine Tanzfläche und sogar einen riesigen Feigenbaum, der direkt aus dem Boden eines der Lavazimmer wächst. Der Besuch dieser Stiftung erfüllt einen mit tiefer Bewunderung für die Vision eines einzigen Menschen, der dafür gesorgt hat, dass die Insel vom Schicksal massiver Betonbebauung verschont geblieben ist.

8. Die Papagayo-Strände im Süden der Insel

Playas de Papagayo – goldene Strände mit türkisblauem Wasser im Süden von Lanzarote
Foto: Marc Ryckaert / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wer den perfekten Ort zum Baden und Sonnenbaden sucht, wird von den Buchten ganz im Süden der Insel nahe dem Ferienort Playa Blanca garantiert nicht enttäuscht. Das Gebiet, bekannt als Playas de Papagayo, umfasst eine Reihe wunderschöner Strände mit goldenem Sand, die vor starkem Wind und den wilden Atlantikwellen geschützt sind.

Das Wasser ist unglaublich klar und hat eine wunderschöne smaragdgrüne Farbe – ideal zum Schnorcheln und Schwimmen. Der bekannteste Strand hat die Form eines perfekten Hufeisens mit einem kleinen Restaurant auf der Klippe, aber wer ein Stück weiter über die Felsen geht, findet ruhigere Buchten wie Playa Mujeres oder Playa del Pozo.

💡 Tipp: Zu den Stränden gelangt man entweder zu Fuß vom Ferienort Playa Blanca (etwas längerer Weg) oder mit dem Auto über eine Schotterpiste durch das Naturschutzgebiet Los Ajaches. Die Einfahrt mit dem Auto kostet eine symbolische Gebühr von etwa drei Euro, erspart einem aber viel Kraft in der prallen Sonne.

9. Der wilde Surfstrand Famara

Während der Süden der Insel ruhige Buchten bietet, zeigt die Nordwestküste den Atlantik in seiner vollen, ungezähmten Kraft. Der Playa de Famara ist ein fast sechs Kilometer langer Streifen aus dunklem Sand, über dem die mehrere hundert Meter hohen Klippen des Risco de Famara dramatisch aufragen. Dieser Ort hat eine unglaublich raue und zugleich magnetische Atmosphäre.

Dank konstantem Wind und starken Strömungen eignet sich dieser Strand nicht für normales Baden, ist aber ein absolutes Paradies für Surfer und Kitesurfer aus aller Welt. Im benachbarten Dörfchen Caleta de Famara findest du Dutzende Surfschulen, Verleihstationen und entspannte Bistros, in denen sich Einheimische und internationale Gäste treffen.

Auch wenn du kein Surfbrett besteigen willst, ist ein Spaziergang am Strand von Famara beim Sonnenuntergang ein unvergessliches Erlebnis. Bei Ebbe entsteht auf dem breiten nassen Sandstreifen ein perfekter Spiegel, in dem sich die majestätischen Klippen spiegeln – ein Traum für jeden Fotografen.

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10. Die historische Stadt Teguise und der Sonntagsmarkt

Historische Stadt Teguise auf Lanzarote mit gepflasterten Gassen und Kolonialarchitektur
Foto: Marc Ryckaert (MJJR) / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Villa de Teguise war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Hauptstadt der gesamten Insel und hat sich bis heute ihren wunderschönen Kolonialcharakter mit gepflasterten Gassen und historischen Palästen bewahrt. Es ist wohl das malerischste und bestgepflegte Städtchen im Landesinneren, in dem man für kurze Zeit in längst vergangene Jahrhunderte eintaucht.

Den größten Trubel erlebt man hier jeden Sonntagvormittag, wenn sich die gesamte Stadt in einen riesigen Markt verwandelt. Der Mercadillo de Teguise lockt Tausende von Besuchern an und bietet buchstäblich alles: lokale Käsesorten, Lederwaren, Aloe vera, traditionelle Keramik und handgefertigte Souvenirs.

Wer keine großen Menschenmassen mag, sollte Teguise lieber an einem Wochentagnachmittag besuchen. Die Gassen sind dann fast leer, man kann die Kirche Nuestra Señora de Guadalupe in Ruhe besichtigen und sich in eines der gemütlichen Cafés auf dem Platz setzen, wo die Zeit im typisch kanarischen Tempo fließt.

11. Das grüne Lagünchen Charco de los Clicos

Das Dorf El Golfo an der Westküste beherbergt eine der bizarrsten Naturerscheinungen ganz Spaniens. Direkt am Strand mit schwarzem Vulkansand, eingerahmt von einer steilen Felswand aus erodiertem Vulkangestein, liegt ein Lagünchen in einem unglaublich satten, giftigen Grün.

Diese Farbe des Charco de los Clicos (auch Lago Verde genannt) entsteht durch eine hohe Konzentration mikroskopischer Algen und Schwefelverbindungen im Wasser. Der See ist durch unterirdische Spalten mit dem Ozean verbunden, sodass das Wasser ständig zirkuliert und nicht verdunstet. Der Kontrast aus schwarzem Strand, grünem Wasser, rotem Fels und blauem Ozean wirkt geradezu unwirklich fotogen.

Ein kurzer und sicherer Aussichtspfad führt vom Parkplatz vor dem Dorf direkt zum See. Der Zugang zum Wasser selbst ist aus Naturschutzgründen verboten, aber die Aussichtsplattform bietet einen absolut perfekten Blick auf die gesamte farbenfrohe Szenerie.

12. Die siedende Küste Los Hervideros

Nur wenige Kilometer südlich des grünen Sees trifft man auf einen Ort, an dem der Ozean einen ständigen und lauten Kampf gegen das Festland führt. Los Hervideros (auf Deutsch „siedende Wasser“) ist ein Komplex aus Klippen und Unterwasserhöhlen aus schwarzer Lava, in die die Atlantikwellen mit gewaltiger Kraft hineinbrechen.

Wenn die Wellen kräftig genug sind, wird das Wasser unter enormem Druck durch enge Lavaschlitze gepresst und schießt als dichter weißer Schaum hoch in die Luft. In diesem Moment sieht es tatsächlich so aus, als würde der gesamte Ozean kochen und brodeln. Es gibt gut angelegte Steinpfade und kleine Balkone, von denen aus man dieses wilde Naturschauspiel sicher beobachten kann.

💡 Tipp: Das Erlebnis bei Los Hervideros ist am intensivsten bei Hochwasser und windigem Wetter. Bei ruhiger See verliert der Ort einen Großteil seiner Dramatik – es lohnt sich also, die Wellenvorhersage zu checken, bevor man aufbricht.

13. Die Salzgärten Salinas de Janubio

Wenn du die Westküste noch ein Stück weiter südlich folgst, taucht vor dir ein riesiges Schachbrettmuster in den verschiedensten Rosé-, Weiß- und Brauntönen auf. Die Salinas de Janubio sind die größten aktiven Salzgärten der Kanarischen Inseln, die Ende des 19. Jahrhunderts entstanden sind und noch heute auf traditionelle Weise hochwertiges Meersalz produzieren.

Meerwasser wird mithilfe alter Windmühlen hereingepumpt und verdunstet dann langsam in flachen Becken unter der heißen kanarischen Sonne. Die unterschiedliche Färbung der einzelnen Becken entsteht durch halophile Mikroorganismen und Algen, die ihre Farbe je nach steigendem Salzgehalt im Wasser ändern.

Man kann eine kommentierte Führung buchen, bei der man alles über die Gewinnung dieses „weißen Goldes“ erfährt, oder im kleinen Hofladen hervorragendes Flockensalz namens Flor de Sal kaufen – ein absolut fantastisches und praktisches Mitbringsel für die heimische Küche.

14. Die autofreie Insel La Graciosa

La Graciosa – autofreie Insel nördlich von Lanzarote mit unberührten Stränden
Foto: H. Zell / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wenn dir Lanzarote zu voll wird, gibt es eine Flucht an einen Ort, an dem die Zeit vor einigen Jahrzehnten stehen geblieben zu sein scheint. La Graciosa ist eine kleine bewohnte Insel nördlich von Lanzarote, auf der es keinerlei asphaltierte Straßen gibt und der Betrieb normaler Kraftfahrzeuge strikt verboten ist.

Man erreicht sie mit der regulären Fähre vom Hafen Órzola im Norden von Lanzarote – die Überfahrt durch die Meerenge dauert etwa 25 Minuten. Direkt nach dem Anlegen im malerischen Dörfchen Caleta de Sebo empfehle ich, sich ein Mountainbike zu leihen, denn das ist bei weitem der beste Weg, die Insel zu erkunden.

Auf Sandpisten kann man bis zu den wunderschönen einsamen Stränden wie dem Playa de las Conchas im Nordwesten der Insel radeln. Nur eines sollte man beachten: Das Schwimmen kann hier wegen starker Strömungen gefährlich sein. Das Gefühl absoluter Abgeschiedenheit und die Verbindung mit der rauen Natur machen den Ausflug aber trotzdem mehr als lohnenswert.

15. Das Tal der tausend Palmen in Haría

Der Norden Lanzarotes überrascht mit einem Grün, das in scharfem Kontrast zum ausgedörrten vulkanischen Süden steht. Das gilt besonders für das Städtchen Haría, das in einem Tal liegt, das als Valle de las Mil Palmeras (Tal der tausend Palmen) bekannt ist. Diesem poetischen Namen liegt eine alte Tradition zugrunde: Bei der Geburt eines Mädchens wurde im Tal eine Palme gepflanzt, bei einem Jungen sogar zwei.

Haría selbst ist ein wunderschönes, ruhiges und gepflegtes Städtchen mit traditioneller Architektur, das sich César Manrique für seine letzten Lebensjahre als Heimat auserwählt hatte. Hier kann man sein zweites Haus besuchen (Casa Museo César Manrique), das im Gegensatz zur Stiftung in Tahíche exakt so erhalten ist, wie der Künstler es vor seinem tragischen Unfall verlassen hat.

Jeden Samstagvormittag findet auf dem kleinen schattigen Marktplatz in Haría ein sehr schöner Handwerkermarkt statt, der viel persönlicher und authentischer ist als der Massenmarkt in Teguise. Es ist ein wunderbarer Ort, um handgefertigten Schmuck oder lokalen Palmsirup zu kaufen.

16. Kamelreiten am Echadero de los Camellos

Auch wenn es wie eine klassische Touristenfalle klingen mag, gehört ein Ritt auf Kamelen am Rand des Nationalparks Timanfaya zu den ikonischsten Erlebnissen der Insel – besonders wenn man mit Kindern reist. Kamele (genauer gesagt Dromedare) wurden auf den Kanarischen Inseln über Jahrhunderte als unverzichtbare Nutztiere eingesetzt und dienen heute zu einem einzigartigen Ausflug durch die Vulkanlandschaft.

Die Station Echadero de los Camellos liegt direkt an der Straße zum Timanfaya. Die Tiere sind mit speziellen Doppelsitzen ausgestattet, und der Ritt dauert etwa zwanzig Minuten, während man im Schaukelschritt auf einen kleineren Vulkankamm geführt wird, von dem aus man einen schönen Ausblick auf die schwarzen Lavafelder hat.

Tierschützer können beruhigt sein: Für die Kamele wird sehr gut und streng gesorgt, es gibt festgelegte Arbeitszeiten und die Tiere dürfen keine übermäßige Last tragen. Das Erlebnis ist nicht besonders lang, aber der Anblick einer Karawane, die durch die Mondlandschaft zieht, erzeugt die perfekte Illusion einer Reise durch die afrikanische Sahara.

17. Casa Museo del Campesino

Im Zentrum der Insel, nahe dem geografischen Mittelpunkt Lanzarotes, steht ein weiteres bedeutendes Monument, das der lokalen Bevölkerung gewidmet ist. Das Casa Museo del Campesino (Bauernmuseum) ist eine Hommage an die unermüdliche Arbeitsamkeit und Ausdauer der kanarischen Landwirte, die über Jahrhunderte in der absolut unwirtlichen Vulkanerde Feldfrüchte angebaut haben.

Der von César Manrique gestaltete Komplex besteht aus wunderschön stilisierten traditionellen weißen Gebäuden und wird von einer fünfzehn Meter hohen weißen Skulptur namens Fecundidad (Fruchtbarkeit) dominiert, die aus alten Schiffswassertanks zusammengesetzt ist. In den einzelnen kleinen Häusern finden sich Handwerksstuben, in denen lokale Künstler Weben, Töpfern oder Korbflechten vorführen.

💡 Tipp: Zum Museum gehört ein bekanntes unterirdisches Restaurant in einer Lavahöhle. Die Tapas und Gerichte aus lokalen Zutaten sind ausgezeichnet – ideal als authentische Mittagspause während einer Erkundungstour durchs Landesinnere.

18. Die Hauptstadt Arrecife und das Castillo de San José

Auch wenn Arrecife nicht so malerisch ist wie das altehrwürdige Teguise, lohnt sich als aktuelle Hauptstadt der Insel ein kurzer Abstecher hierher. Man findet eine schöne Uferpromenade, lebhafte Einkaufsstraßen und den kleinen Binnenhafen Charco de San Ginés, der mit seinen vertäuten blauen Fischerbooten manchmal als „Venedig des Atlantiks“ bezeichnet wird.

Einen Besuch wert ist auf jeden Fall das historische Fort Castillo de San José aus dem 18. Jahrhundert, das ursprünglich zum Schutz vor Piraten errichtet wurde. In den Siebzigerjahren wurde es von César Manrique in das Museum für internationale zeitgenössische Kunst (MIAC) umgewandelt.

Beim Spaziergang auf den Wällen genießt man den Blick auf den Industriehafen, im Inneren des Forts gibt es moderne Skulpturen und Gemälde zu entdecken. Auch hier fehlt nicht ein fantastisches Restaurant mit einer riesigen Glasfront direkt über dem Ozean, das sehr moderne Küche in stilvollem Ambiente serviert.

19. Spaziergang entlang der Küste in Playa Blanca

An der südlichsten Spitze der Insel liegt der beliebte Ferienort Playa Blanca, ideal für entspannte Abendpromenaden. Das Herzstück ist eine über sieben Kilometer lange befestigte Küstenpromenade, die den Ozean vom Leuchtturm Pechiguera im Westen bis zum Yachthafen Marina Rubicón im Osten begleitet.

Während dieser Promenade hat man stets die Nachbarinsel Fuerteventura im Blick sowie die kleinen Inselchen Isla de Lobos. Besonders beim Sonnenuntergang, wenn sich der Himmel orange färbt und die Lichter der gegenüberliegenden Küste aufleuchten, ist die Atmosphäre absolut magisch.

Unbedingt im modernen Yachthafen Marina Rubicón halt machen, der an ein luxuriöses Dorf voller Boutiquen und Cafés erinnert. Zweimal pro Woche finden hier Märkte statt, und herrliche Segelboote und Katamarane liegen vor Anker, die sich gerade für eine Atlantiküberquerung bereit machen. Ein perfekter Ort für einen Kaffee und etwas entspanntes Menschenbeobachten.

20. Traditionelle kanarische Küche – auch vegetarisch ein Genuss

Die kanarische Küche ist zwar für ihre Meeresfrüchte und langsam gegarten Fleischgerichte bekannt, aber auch ohne Fleisch erlebt man hier fantastische kulinarische Highlights. Das Grundelement jeder Mahlzeit, das man in buchstäblich jedem Restaurant findet, sind die sogenannten Papas arrugadas – kleine kanarische Kartoffeln, in der Schale in stark gesalzenem Wasser gekocht, bis sich eine Salzkruste auf ihrer Oberfläche bildet.

Diese Kartoffeln werden untrennbar mit zwei Arten von Mojo-Soßen serviert. Die rote Soße (Mojo rojo) ist würzig-scharf und enthält Chilischoten und Knoblauch, während die grüne Soße (Mojo verde) aus frischem Koriander, Petersilie und Olivenöl zubereitet wird. Zusammen ergeben sie eine unwiderstehlich leckere Kombination, von der man kaum genug bekommt.

Als weitere vegetarische Köstlichkeiten solltest du unbedingt gegrillten Käse mit Palmenhonig (Queso asado con miel de palma) probieren, dazu gebratene grüne Paprikaschoten Pimientos de Padrón mit grobem Salz oder die traditionelle Kichererbsensuppe Potaje de Garbanzos. Und wenn du auf der Speisekarte gegrilltes Gemüse direkt vom Vulkan siehst, nicht eine Sekunde zögern.

Wohin nach Lanzarote reisen

Wer von der spanischen Kultur begeistert ist und über eine weitere Reise nachdenkt, findet auf der Iberischen Halbinsel unendliche Möglichkeiten. Die Kanarischen Inseln liegen zwar geografisch in Afrika, aber wer die echte kontinentale spanische Leidenschaft kennenlernen möchte, dem empfehle ich den Süden Spaniens. Schau dir unseren Reiseführer zu Sevilla an, einer Stadt voller Flamenco und beeindruckender maurischer Architektur, oder entdecke, was das wunderschöne Granada mit dem ikonischen Alhambra-Palast zu bieten hat.

Wer von Geschichte und islamischem Einfluss fasziniert ist, darf 15 Tipps für Córdoba mit der berühmten Mezquita nicht verpassen. Für ein umfassenderes Erlebnis des sonnigen Südens kann man einen ganzen Roadtrip planen – dabei hilft unser Itinerar für die 20 schönsten Orte Andalusiens.

Interessieren dich eher kosmopolitische Großstädte und moderne Architektur? Dann lies unsere Tipps zu Barcelona mit Gaudís Meisterwerken, entdecke die majestätische Hauptstadt Madrid oder reise für hervorragendes Essen und zeitgenössische Kunst in das baskische Bilbao. Und wenn dich das Lesen über Lanzarote hungrig gemacht hat, lies nach, welche typischen spanischen Gerichte du auf deinen nächsten Reisen unbedingt probieren solltest.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich auf Lanzarote einen Mietwagen?

Obwohl zwischen den großen Städten und Ferienorten zuverlässige Busse (sogenannte Guaguas) verkehren, empfehle ich dir einen Mietwagen nachdrücklich. Nur mit dem Auto kommst du bequem zu den abgelegeneren Stränden, zu morgendlichen Besuchen der Nationalparks ohne Menschenmassen und in die kleinen Dörfer im Landesinneren. Die Straßen sind hier in ausgezeichnetem Zustand und der Verkehr ist abseits der Hauptverkehrswege sehr ruhig.

Ist es auf der Insel wirklich so windig?

Ja, die Kanarischen Inseln sind ständigen Passatwinden ausgesetzt. Auf Lanzarote spürst du das besonders an der Nord- und Westküste (wie am Strand Famara). Der Wind ist aber oft sehr erfrischend, besonders in den Sommermonaten. Wenn du einen geschützten Ort für ruhiges Baden suchst, wähle die Ferienorte im Süden der Insel, wie Playa Blanca.

Kann man auf der Insel das Leitungswasser trinken?

Das Leitungswasser ist auf der gesamten Insel gesundheitlich unbedenklich, aber die meisten Einheimischen und Touristen trinken es nicht. Das liegt daran, dass die Insel keine natürlichen Süßwasserquellen hat und das Wasser durch Entsalzung von Meerwasser gewonnen wird. Es hat daher einen sehr eigentümlichen, manchmal leicht chemischen Beigeschmack. Ich empfehle, große Kanister mit abgefülltem Wasser in den Supermärkten zu kaufen.

Wie viele Tage soll ich für Lanzarote einplanen?

Für eine entspannte Erkundung der wichtigsten Punkte der Insel und ausreichend Zeit zum Ausruhen ist eine Woche (7 Tage) die ideale Zeit. Wenn du auch einen Fährenausflug zur Nachbarinsel Fuerteventura oder zur Insel La Graciosa schaffen möchtest, lohnt es sich, noch weitere zwei bis drei Tage hinzuzufügen.

Ist Lanzarote für digitale Nomaden geeignet?

Auch wenn das Hauptzentrum für Nomaden auf den Kanaren Las Palmas auf Gran Canaria ist, wird Lanzarote zu einem immer beliebteren Zufluchtsort für die Arbeit aus der Ferne. Du findest hier eine ausgezeichnete Internetverbindung und eine ruhigere Umgebung. Spanien hat zudem kürzlich spezielle Nomadenvisa eingeführt. Die beste Basis für die Arbeit mit einer Gemeinschaft Gleichgesinnter ist das Städtchen Famara oder die Umgebung von Teguise.

Wie ist das auf der Insel mit den Stränden, sind sie nur schwarz?

Auf keinen Fall! Obwohl Lanzarote vulkanischen Ursprungs ist, findest du hier wunderschöne Strände mit hellem, goldenem Sand. Die schönsten befinden sich im Süden im Gebiet Papagayo oder rund um den Ferienort Playa Blanca. Schwarze vulkanische Strände findest du eher an der Westküste (z. B. bei El Golfo) und sie haben ihren unbestreitbaren dramatischen Zauber.

Lohnt es sich, für die Eintritte zu zahlen, sind sie nicht teuer?

Dadurch, dass die meisten künstlerischen und natürlichen Sehenswürdigkeiten (Jameos del Agua, Mirador del Río, Cueva de los Verdes, Timanfaya) von einer einzigen Organisation, CACT Lanzarote, verwaltet werden, kannst du vergünstigte Kombi-Tickets (sogenannte Bonos) kaufen. Diese ermöglichen dir den Eintritt in 3, 4 oder 6 Zentren zu einem deutlich niedrigeren Preis, als wenn du jeden Eintritt einzeln zahlen würdest. Das für diese einzigartigen Orte ausgegebene Geld lohnt sich auf jeden Fall.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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