Šibenik, Kroatien: 12 Tipps, was du 2026 sehen und erleben kannst

TL;DRŠibenik in Mitteldalmatien punktet mit 12 Tipps für Sehenswürdigkeiten, darunter zwei UNESCO-Welterbestätten – die gotische Kathedrale des Heiligen Jakobus und die maritime Festung St. Nikolaus – sowie vier historische Festungen, der Stadtstrand Banj und Ausflüge in den Nationalpark Krka (20 bis 30 Minuten Fahrzeit, Eintritt je nach Saison 7 bis 40 Euro) und zu den Kornaten (Tagestour mit dem Boot für 35 bis 40 Euro). Am schönsten reist du in der Nebensaison im Mai, Juni oder September – da ist es angenehm warm und die Preise sind niedriger. Für die Altstadt reichen ein bis zwei Tage, mit den Ausflügen ins Umland kannst du aber locker eine ganze Woche füllen. Die Stadt liegt nur rund 5 Kilometer von der Autobahn A1 entfernt und eine Stunde von den Flughäfen Split und Zadar – ein idealer Ausgangspunkt, um die Umgebung zu erkunden.

Wenn du in Kroatien einen Ort suchst, der sich sein authentisches Gesicht bewahrt hat und nicht unter dem riesigen Touristenansturm seiner berühmteren Nachbarn leidet, dann wirst du Šibenik in Kroatien garantiert lieben. Dieses malerische Städtchen liegt in Mitteldalmatien direkt an der Mündung des Flusses Krka und bietet eine absolut perfekte Mischung aus Geschichte, engen Steingassen und entspannter Atmosphäre. Im Gegensatz zu Split oder Dubrovnik, die von Griechen und Römern gegründet wurden, ist Šibenik die älteste rein kroatische Stadt an der Adriaküste.

Bei einem Spaziergang durch das historische Zentrum spürst du ein ruhigeres und echteres dalmatinisches Lebensgefühl. Hier findest du gleich zwei einzigartige UNESCO-Welterbestätten, über der Stadt thronen mittelalterliche Festungen mit atemberaubenden Ausblicken und kleine Cafés an den Plätzen laden zu einem langen morgendlichen Kaffee ein. Kurz gesagt, das ideale Reiseziel für alle, die die Schönheit des Balkans ohne unnötigen Stress und ständiges Durchdrängen durch Menschenmassen entdecken wollen.

Abgesehen vom historischen Kern selbst ist die Stadt ein absolut strategischer Stützpunkt für die Erkundung der Umgebung. Sie liegt nämlich nur einen Katzensprung vom Eingang des wunderschönen Nationalparks Krka entfernt und vom örtlichen Hafen legen Boote zum faszinierenden Inselarchipel Kornati ab. Egal ob du dir romantische Abende in der Altstadt oder einen aktiven Naturulaub wünschst – Šibenik bietet dir von allem ein bisschen.

Zusammenfassung

  • Älteste kroatische Stadt: Von den Kroaten selbst gegründet, erstmals 1066 erwähnt.
  • Zwei UNESCO-Stätten: Die Kathedrale St. Jakob und die imposante Seefestung St. Nikolaus.
  • Vier historische Festungen: Sie bieten die schönsten Panoramablicke auf Meer und Inseln.
  • Ideale Basis für Ausflüge: Bester Ausgangspunkt für einen Besuch des NP Krka und NP Kornati.
  • Weniger Touristen: Authentischere und ruhigere Atmosphäre als im nahen Split oder Zadar.
  • Gute Erreichbarkeit: Schnelle Abfahrt von der Autobahn A1, die Flughäfen in Split und Zadar sind jeweils rund eine Stunde entfernt.

Wann nach Šibenik reisen

Für das beste Erlebnis empfehle ich, den Besuch in die Randmonate der Hauptsaison zu legen, also auf Mai, Juni oder September. In dieser Zeit ist es bereits angenehm warm für lange Spaziergänge und das erste Baden, aber du entgehst sicher der größten Sommerhitze. Die Stadt lebt in diesen Monaten in einem ungemein angenehmen Tempo, alle Restaurants haben geöffnet und die Übernachtungspreise sind deutlich freundlicher als mitten im Sommer. Ein riesiger Vorteil der Frühlings- und Herbstmonate ist auch der Eintritt in den nahen Nationalpark Krka, der in dieser Zeit auf sehr angenehme zwanzig Euro sinkt – im Sommer sind es vierzig.

Wenn du dich für Juli oder August entscheidest, sei darauf vorbereitet, dass die Sonne die engen Steingassen der Altstadt ordentlich aufheizen kann. In diesen Monaten ist es absolut ideal, die Sehenswürdigkeiten gleich früh am Morgen zu erkunden, solange die Luft noch von morgendlicher Frische erfüllt ist, und den Nachmittag lieber an einem der Strände oder am Hotelpool zu verbringen. Außerdem musst du damit rechnen, dass du an den beliebten Wasserfällen in den Nationalparks deutlich mehr Menschen triffst und für Bootsausflüge eine Reservierung mit mehreren Tagen Vorlauf nötig ist.

Die Wintermonate und der frühe Frühling von November bis März haben ihren ganz eigenen Charme in Form absoluter Ruhe und sehr günstiger Eintritte in die Naturreservate. Ein Ticket zu den Krka-Wasserfällen kostet im Winter zum Beispiel nur symbolische sieben Euro. Die meisten kleineren Betriebe und Touristenattraktionen können allerdings eingeschränkte Öffnungszeiten haben oder sogar ganz geschlossen sein. Der Vorteil bleibt jedoch, dass die wunderschönen historischen Festungen und die berühmte Kathedrale ganzjährig zugänglich sind – die hoch gelegenen Festungen Barone und St. Johannes kannst du außerhalb der Saison sogar völlig kostenlos besichtigen.

Wo in Šibenik übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unsere Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und bucht man dann am besten über GetYourGuide.

Bei der Wahl der Unterkunft kommt es stark darauf an, welchen Urlaub du eigentlich planst und ob du ein Auto zur Verfügung hast. Wenn du die romantische Atmosphäre aufsaugen und alle großartigen Sehenswürdigkeiten in Reichweite haben willst, suche nach Apartments und kleinen Hotels direkt im historischen Zentrum. Du musst aber damit rechnen, dass der Stadtkern ausschließlich aus einer Fußgängerzone besteht, durchzogen von steilen Gassen und hunderten Stufen. Das Auto musst du also auf einem kostenpflichtigen Parkplatz am Rand der Uferpromenade oder in den Tiefgaragen unter den Festungen abstellen und dein Gepäck ein Stück zu Fuß tragen.

Eine Garantie für ein luxuriöses Erlebnis mitten im Herzen der Altstadt ist das wunderschöne Heritage Hotel Life Palace, das in einem behutsam restaurierten Adelspalast residiert und die alte Geschichte perfekt mit modernem Komfort verbindet. Für Design- und Meerblick-Liebhaber ist das stilvolle Armerun Heritage Hotel eine tolle Wahl, von wo aus es nur ein paar Schritte zur Kathedrale und zur abendlichen Uferpromenade sind. Wenn du eher private Unterkünfte bevorzugst, findest du auf den Buchungsportalen Dutzende schöner Steinapartments mit zauberhafter, authentischer Atmosphäre, in denen du dich wie ein echter Einheimischer fühlst.

Für Familien mit Kindern oder alle, die Sightseeing mit Faulenzen am Strand verbinden wollen, ist die Gegend um das Solaris Beach Resort die ideale Wahl, das etwa sechs Kilometer vom historischen Zentrum entfernt liegt. Hier findest du schön gepflegte Strände mit flachem Einstieg ins Meer, einen riesigen Aquapark und ungemein bequemes Parken direkt an deiner Unterkunft. Eine tolle und sehr komfortable Basis in diesem Komplex bietet zum Beispiel das Amadria Park Hotel Ivan, das mit riesigen Pools und perfektem Angebot für die ganze Familie glänzt. Ins Zentrum von Šibenik kommst du von hier aus bequem mit dem Auto oder dem regelmäßigen Bus in nur zehn Minuten.

12 Tipps, was man in Šibenik in Kroatien sehen und erleben kann

Schauen wir uns gemeinsam das Beste an, was diese dalmatinische Stadt und ihre nähere Umgebung zu bieten haben. Das historische Zentrum erkundest du in ein bis zwei Tagen, aber dank der tollen Ausflüge verbringst du hier problemlos auch eine ganze Woche.

1. Kathedrale St. Jakob (UNESCO)

Dieses monumentale Bauwerk ist ein absolutes Juwel der Spätgotik und Renaissance und trägt zu Recht den Titel UNESCO-Welterbe. Ihr Bau begann 1431, dauerte mehr als hundert Jahre und sie ist ein weltweites Unikat, weil sie ausschließlich aus Stein errichtet wurde. Du findest hier absolut kein Holz, keinen Mörtel und keine Ziegel. Die genialen Architekten Juraj Dalmatinac und nach ihm Nikola Firentinac fügten die einzelnen riesigen Blöcke mit einer speziellen Nut-und-Feder-Technik ineinander. Allein die steinerne Kuppel ragt in eine beachtliche Höhe von zweiunddreißig Metern und bildet das unverwechselbare Wahrzeichen der ganzen Stadt.

Der Stein für den Bau wurde von den dalmatinischen Inseln Brač, Korčula, Rab und Krk herangeschafft. Das berühmteste Detail der Kathedrale ist zweifellos der einzigartige Fries aus einundsiebzig steinernen Köpfen, der die Außenseite der Apsiden schmückt. Es handelt sich um absolut realistische Porträts gewöhnlicher Einwohner von Šibenik aus dem fünfzehnten Jahrhundert, deren vielfältige Mienen und Stimmungen du bis heute fasziniert studieren kannst. Beachtenswert sind auch das wunderschöne Löwenportal mit den Figuren von Adam und Eva sowie das kunstvolle innere Baptisterium.

💡 Tipp: Der Eintritt in die Kathedrale liegt bei etwa fünf bis sieben Euro und vergiss nicht passende Kleidung mit bedeckten Schultern und Knien. Da die Kathedrale weiterhin als normale Kirche dient und hier Messen abgehalten werden, sind Besichtigungen für Touristen während der Gottesdienste nicht möglich. In der Sommersaison ist meist täglich von etwa halb neun Uhr morgens bis acht Uhr abends geöffnet.

2. Festung St. Michael

Die Festung St. Michael, kroatisch Tvrđava sv. Mihovila, ist die älteste der vier Festungen von Šibenik und thront stolz direkt über dem historischen Zentrum. Der Weg zum Haupttor an der Adresse Zagrađe 21 führt durch verwinkelte Gassen und über viele Steinstufen, aber der etwas anstrengendere Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall. Sobald du auf ihren mächtigen Mauern stehst, eröffnet sich dir ein unbeschreiblich schöner Blick auf die roten Dächer der Altstadt, die berühmte Kathedrale und den weiten Inselarchipel, der in der Adria verstreut liegt.

Heute erwacht dieser beeindruckende historische Ort vor allem durch Kultur und Musik zum Leben. Innerhalb der alten Mauern entstand nämlich vor Kurzem eine einzigartige Sommerbühne unter freiem Himmel, auf der während der Touristensaison fantastische Konzerte und Theateraufführungen stattfinden. Live-Musik zu lauschen, während hinter der Bühne langsam die Sonne im Meer versinkt, ist ein unvergessliches Erlebnis.

💡 Tipp: Der separate Eintritt in die Festung St. Michael kostet Erwachsene in der Hauptsaison 11,50 Euro. Wenn du aber mehrere historische Objekte erkunden willst, lohnt sich ein Kombiticket für fünfzehn Euro, das für die drei Landfestungen sieben Tage lang gilt. Die Tickets können ausschließlich in Euro bezahlt werden, geöffnet ist meist täglich von neun Uhr morgens bis acht Uhr abends.

3. Festung Barone und Festung St. Johannes

Diese beiden Festungen wurden 1646 als schnelle und verzweifelte Verteidigung gegen die heranrückenden osmanischen Angriffe errichtet und liegen noch etwas höher über der Stadt. Die Festung Barone in der Straße Put Vuka Mandušića 28 wurde vor Kurzem wunderschön renoviert und lockt Besucher mit moderner Augmented Reality. Mithilfe spezieller Tablets, die du am Eingang ausleihst, kannst du direkt in die Geschichte eintauchen und mit eigenen Augen verfolgen, wie die dramatische Belagerung der Stadt vor Hunderten von Jahren ablief.

Gleich ein Stück weiter und noch etwas höher steht die Festung St. Johannes, kroatisch sv. Ivana, die überhaupt der höchstgelegene Verteidigungspunkt von ganz Šibenik ist. Sie bietet eine wieder etwas andere Perspektive und vollkommene Ruhe, denn hierher verirren sich längst nicht so viele Touristen wie zu den Hauptfestungen näher am Zentrum. Auch sie wurde umfassend renoviert und lädt zu schönen Spaziergängen auf den Mauern mit Blick ins weite Hinterland ein.

💡 Tipp: Während in der Hauptsaison von Frühling bis Herbst der Standardeintritt fällig ist, ist der Zutritt zu den Festungen Barone und St. Johannes außerhalb der Saison in den Wintermonaten völlig kostenlos. In der Festung Barone gibt es zudem ganzjährig ein sehr nettes Bistro, in dem du einen Kaffee mit einem der besten Ausblicke auf die ganze Stadt genießen kannst.

4. Festung St. Nikolaus (UNESCO)

Im Gegensatz zu den drei vorherigen Festungen, die fest auf den Hügeln über der Stadt stehen, ist die Festung St. Nikolaus ein imposantes Seebauwerk aus dem sechzehnten Jahrhundert. Sie liegt auf einer kleinen Insel direkt am Eingang zum St.-Antonius-Kanal und ihre Besatzung hatte die Aufgabe, Šibenik vor Angriffen vom Meer zu schützen. Ihre einzigartige venezianische Verteidigungsarchitektur und ihre enorme historische Bedeutung brachten ihr 2017 die Aufnahme in die prestigeträchtige UNESCO-Welterbeliste ein.

Die Festung hat eine sehr charakteristische und für ihre Zeit innovative dreieckige Form. Sie wurde aus massiven Ziegeln und Stein nach einem durchdachten Entwurf berühmter venezianischer Militärarchitekten errichtet. Du gelangst zu ihr entweder mit einem organisierten Bootsausflug direkt vom Hafen von Šibenik oder zu Fuß über einen langen Aussichtsweg, der entlang der Kanalküste führt und genau gegenüber den Mauern endet.

💡 Tipp: Die Innenräume der Festung sind nur während der Hauptsaison für die Öffentlichkeit zugänglich und Tickets für die offizielle Bootsbesichtigung solltest du in den Sommermonaten wirklich besser im Voraus reservieren. Wenn du dich entscheidest, zu Fuß vom Festland über den ausgebauten Weg zur Festung zu gehen, sei darauf vorbereitet, dass du dieses wunderschöne Bauwerk nur von außen betrachtest.

5. Sich in der Altstadt verlieren

Das historische Zentrum von Šibenik ist wie geschaffen für ziellose Streifzüge und das Entdecken versteckter Winkel. Da die ganze Stadt an einem ziemlich steilen Hang gebaut ist, findest du hier keine klassischen breiten Straßen, sondern eher ein endloses Netz steiler Treppen und enger Steingassen. Genau hier saugst du die echte, etwas raue, aber umso romantischere dalmatinische Atmosphäre am besten auf, wo über den Köpfen die Wäsche zum Trocknen hängt, die Einheimischen über die Gasse hinweg plaudern und aus offenen Fenstern der Duft des frischen Mittagessens strömt.

Bei deinem Spaziergang kommst du sicher am Fürstenpalast an der Uferpromenade vorbei, in dem heute das interessante Stadtmuseum voller historischer Artefakte untergebracht ist. Halt auch an der eleganten Stadtloggia aus dem sechzehnten Jahrhundert an, die der berühmte Baumeister Firentinac entworfen hat. Schau dir den malerischen Platz der Republik an, wirf einen Blick in die Kirchen der heiligen Barbara und des heiligen Johannes mit ihrer Renaissance-Uhr oder entdecke den stillen historischen Vier-Brunnen-Platz, der einst als wichtigster Trinkwasserspeicher der ganzen Stadt diente.

💡 Tipp: Die Erkundung der Altstadt ist wegen der allgegenwärtigen Stufen recht anstrengend, deshalb vergiss nicht, wirklich bequeme Schuhe mit fester Sohle anzuziehen. Das Steinpflaster in den Gassen ist von Jahrhunderten des Gehens glattgeschliffen und kann besonders nach morgendlichem Regen oder in Sandalen sehr rutschig und tückisch sein.

6. Aussichtsweg entlang des St.-Antonius-Kanals

Wenn du dich vom Stadttrubel erholen und ein wenig unberührte Natur genießen willst, mach einen Spaziergang entlang der engen Meerenge, durch die jedes Schiff fahren muss, das in den Hafen von Šibenik will. Entlang des kristallklaren St.-Antonius-Kanals verläuft ein rund viereinhalb Kilometer langer ausgebauter Weg, der absolut ideal für eine entspannte Wanderung oder einen Morgenlauf mit dem intensiven Duft von Pinien und Meersalz ist.

Unterwegs triffst du auf mehrere informative Lehrtafeln, kleine Kieselbuchten, die sich ideal zum Erfrischen der Füße eignen, und alte verlassene Militärbunker, die tief in den Fels gehauen sind. Die größte Belohnung sind aber die wunderschönen Panoramablicke auf die gesamte Meeresbucht und vor allem auf die majestätische Festung St. Nikolaus, auf die dieser beliebte Weg im Grunde zusteuert.

💡 Tipp: Der Weg beginnt in der ruhigen Bucht Paninkovac, die du mit dem Auto vom Stadtzentrum in knapp zehn Minuten erreichst und wo du bequem parken kannst. In den Sommermonaten empfehle ich sehr, früh morgens oder im Gegenteil am späten Nachmittag aufzubrechen, denn auf einem großen Teil der Strecke gibt es keinen Schatten vor der brennenden dalmatinischen Sonne.

7. Strand Banj mit Blick auf die Stadt

Šibenik ist auf den ersten Blick zwar kein typisches Strandziel, bietet aber dennoch einen absolut tollen Badeplatz direkt in der Stadt. Der Stadtstrand Banj liegt nur einen kurzen, bequemen Spaziergang vom historischen Zentrum entfernt und ist mit seinem unglaublichen Ausblick absolut ikonisch. Während du auf den feinen weißen Kieseln liegst oder im klaren Meer badest, breitet sich vor dir wie auf dem Präsentierteller die ganze Altstadt aus, samt der berühmten steinernen Kathedrale St. Jakob.

Der Strand hat ein gut gepflegtes Ufer mit angenehm flachem Einstieg ins Wasser, was vor allem Familien mit Kindern und Nichtschwimmer zu schätzen wissen. Du findest hier alle nötigen sanitären Einrichtungen samt Duschen, Umkleidekabinen und einer sehr beliebten Strandbar, wo du ein kühles Getränk trinken und abends den wunderschönen Sonnenuntergang beobachten kannst.

💡 Tipp: Während der Sommerhauptsaison ist der Strand Banj logischerweise recht voll mit Einheimischen und Touristen. Wenn du ruhigeres Baden und mehr Privatsphäre suchst, lohnt es sich, mit dem Auto ein Stück aus der Stadt zu fahren, zu kleineren Felsbuchten, oder die regelmäßigen Bootsverbindungen zu den nahen ruhigen Inseln Zlarin, Krapanj und Prvić zu nutzen.

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8. Ausflug in den Nationalpark Krka

In Šibenik zu sein und den Nationalpark Krka nicht zu besuchen, wäre wirklich eine riesige Reisesünde. Die Stadt ist die überhaupt beste und nächstgelegene Basis für diesen Ausflug – zu den Eingangstoren des Parks brauchst du mit dem Auto eine knappe halbe Stunde. Der bekannteste und meistbesuchte Ort sind zweifellos die breiten kaskadenförmigen Wasserfälle Skradinski buk, um die herum ein zauberhaftes System aus Holzstegen und Brücken direkt über dem kristallklaren, fischreichen Wasser verläuft.

In den Park gelangst du am einfachsten über die Haupteingänge im malerischen Städtchen Skradin oder vom riesigen Parkplatz Lozovac. Wenn du den Eingang über Skradin wählst, ist im Ticketpreis auch eine schöne Bootsfahrt direkt durch die tiefe Flussschlucht enthalten – bis zu den Wasserfällen selbst. Von April bis Oktober kannst du von den Wasserfällen aus zudem weitere kostenpflichtige Bootsausflüge unternehmen, zum Beispiel zur überaus fotogenen Insel Visovac mit ihrem Franziskanerkloster.

💡 Tipp: Der Eintritt ändert sich im Laufe des Jahres sehr deutlich. In den Sommermonaten zahlen Erwachsene 40 Euro, aber wenn du erst nach 15 Uhr im Park ankommst, bekommst du einen Rabatt und das Ticket kostet 30 Euro. In den Randmonaten im Frühling und Herbst kostet der Ganztageseintritt 20 Euro und im Winter nur symbolische 7 Euro.

9. Bootsausflug zu den Kornati-Inseln

Ein weiteres Naturjuwel, das du von Šibenik aus buchstäblich in Reichweite hast, ist der unglaubliche Nationalpark Kornati. Dieses faszinierende Meereslabyrinth besteht aus rund hundertfünfzig Kalksteininseln und -inselchen, die fast völlig ohne Vegetation sind und auf der blauen Wasseroberfläche fast außerirdisch, mondhaft wirken. Der Park ist nur über das Meer zugänglich und es werden keine individuellen Eintrittskarten verkauft – die gesamte Eintrittsgebühr ist nämlich immer direkt an ein konkretes Wasserfahrzeug gebunden.

Der einfachste und bequemste Weg, diese raue Schönheit mit eigenen Augen zu sehen, ist, einen ganztägigen organisierten Bootsausflug direkt an der Promenade von Šibenik zu buchen. Diese Ausflüge dauern meist etwa neun Stunden, beginnen früh am Morgen und die Boote kehren erst am späten Nachmittag in den Hafen zurück. Während der langen Fahrt erwarten dich großartige Ausblicke auf die Klippen und Badestopps in einsamen Buchten mit perfekt türkisfarbenem Wasser.

💡 Tipp: Der Preis für einen Ganztagesausflug liegt üblicherweise zwischen 35 und 40 Euro pro Person und schließt meist schon die obligatorische Eintrittsgebühr in den Nationalpark, die Dienste eines örtlichen Guides sowie ein direkt an Bord serviertes Mittagessen mit ein. Die Ausflüge lassen sich auch über die beliebte Plattform GetYourGuide sehr einfach finden und reservieren.

10. Besuch des malerischen Primošten

Rund achtundzwanzig Kilometer südlich von Šibenik liegt über eine bequeme Küstenstraße erreichbar eines der fotogensten Städtchen ganz Dalmatiens, das wunderschöne Primošten. Ursprünglich handelte es sich um eine kleine, vom Festland getrennte Steininsel, die erst viel später künstlich durch einen schmalen Damm verbunden wurde. Heute steigen seine alten Gassen voller blühender Blumen und Steinhäuser bis zu einer kleinen Kirche auf dem Gipfel des Hügels hinauf, von wo aus sich ein absolut traumhafter Blick aufs weite Meer bietet.

Diese sonnenverwöhnte Gegend ist zudem weit und breit für ihren ausgezeichneten Weinbau bekannt. Ein Stück außerhalb der Stadt findest du die berühmten Steinterrassen Bucavac, wo auf unglaublich kargem Boden die lokale Rebsorte des kräftigen Rotweins Babić angebaut wird. Diese einzigartigen, von Mäuerchen umrahmten Weinberge stehen sogar auf der Vorschlagsliste der UNESCO und ein riesiges Foto von ihnen hängt direkt im UN-Hauptquartier in New York als Symbol menschlicher Beharrlichkeit und harter Arbeit.

💡 Tipp: Den Besuch von Primošten empfehle ich sehr, ihn auf den späten Nachmittag zu legen, wenn die Hitze in den Gassen nicht mehr so stark ist. Schlendere über die gepflegte Promenade, die das ganze Halbinselstädtchen umsäumt, gönn dir ein Glas des ausgezeichneten lokalen Weins Babić und warte auf einen der schönsten Sonnenuntergänge in ganz Kroatien.

11. Strände und Spaß im Solaris Resort

Wenn du dich für eine Weile vom Besichtigen historischer Sehenswürdigkeiten erholen und sorglosen Sommerspaß suchst, fahr ein Stück aus der Stadt in den riesigen Freizeitkomplex Solaris Beach Resort. Du findest hier kilometerlange, wunderschön gepflegte Strände, von klassischen Kieselstränden bis zu solchen mit feinem importiertem Sand, die einen perfekten flachen Einstieg ins Meer haben, sodass sie absolut ideal und sicher auch für die allerkleinsten Kinder sind.

Das Resort bietet allerdings nicht nur Baden im Meer, sondern auch einen riesigen Aquapark voller Adrenalin-Rutschen, Lazy Rivers und Wasserattraktionen, der die ganze Familie problemlos einen ganzen Tag lang beschäftigt. Außerdem gibt es hier zahlreiche moderne Sportanlagen, einen Minigolfplatz, ein thematisches dalmatinisches Dörfchen, das das traditionelle Leben anschaulich präsentiert, und jede Menge Strandbars mit ungemein bequemen Liegen und Sonnenschirmen.

💡 Tipp: Auch wenn du gerade nicht direkt in diesem riesigen Resort übernachtest, kannst du problemlos für einen Tagesausflug herkommen, denn das Areal ist frei für die Öffentlichkeit zugänglich. Du musst aber natürlich mit einer nicht geringen Parkgebühr an den Stränden und einem separaten Eintritt in den Aquapark selbst rechnen.

12. Verkostung der dalmatinischen Küche

Mitten im Herzen Dalmatiens zu sein und die lokale Küche nicht zu probieren, wäre ein riesiger Fehler. Die ganze hiesige Gastronomie dreht sich vor allem um sehr hochwertiges Olivenöl, frische lokale Zutaten und duftende Kräuter. Für Liebhaber fleischloser Kost ist das lokale Angebot in den Restaurants absolut famos – auf dich warten ausgezeichnete frische Pasta in hunderten Variationen, herrlich cremige Gemüse- und Pilzrisottos oder tolle erfrischende dalmatinische Salate mit lokalem Schafskäse und Oliven.

Ein absoluter und überaus gesunder Klassiker, den du entweder als Beilage oder als leichtes Mittagessen probieren musst, ist die traditionelle „Blitva s krumpirom“, also weich gekochter Mangold mit reichlich Knoblauch und einer großzügigen Portion Olivenöl. Wenn dich lokale Fleischspezialitäten interessieren, sind frischer Fisch, Muscheln oder Tintenfisch „pod pekom“ ein typisches Gericht der ganzen Region – das ist ein sehr langsames, schonendes Schmoren unter einer gusseisernen Glocke, die mit glühender Asche bedeckt wird.

💡 Tipp: Zu einem guten und reichhaltigen Essen gehört natürlich auch ein gutes Getränk. Probier auf jeden Fall den bereits erwähnten kräftigen Rotwein Babić aus den steinigen Weinbergen rund um Primošten, der dank seines vollen Geschmacks hervorragend zu einem abendlichen Beisammensein bei einem Käsebrettchen und einer Schale knusprigen Gebäcks passt.

Wohin weiter von Šibenik

Sobald du die Stadt und ihre nähere Umgebung erkundet hast, bietet Dalmatien noch viele weitere wunderschöne Orte, die einen Tagesausflug oder einen weiteren Stopp auf deinem Roadtrip wert sind. Wenn du Wasserfälle entdecken willst, lies unbedingt unseren ausführlichen Artikel darüber, wie du den Nationalpark Krka besuchst.

In Richtung Süden über die Küstenmagistrale erreichst du in weniger als einer Stunde ein weiteres historisches Juwel, das Inselstädtchen Trogir mit seiner wunderschönen Architektur. Wenn dich größere, lebendige Städte voller antiker Denkmäler reizen, darfst du auf keinen Fall Split mit seinem berühmten Diokletianpalast auslassen – oder mach dich im Gegenteil auf den Weg in den Norden, um das nahe Zadar mit der weltweit einzigartigen Meeresorgel zu erkunden. Für allgemeine Reisetipps durchs Land hilft dir unser Ratgeber, wohin für einen Urlaub in Kroatien, und falls du die Übernachtung noch nicht geklärt hast, schau dir die Tipps zur Unterkunft in Kroatien an.

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Häufig gestellte Fragen

Wie kommt man am besten nach Šibenik?

Wenn Sie mit dem Auto anreisen, dauert die Fahrt von Prag normalerweise elf bis dreizehn Stunden und die Stadt hat den riesigen Vorteil, dass sie nur etwa fünf Kilometer von der Ausfahrt der kroatischen Hauptautobahn A1 entfernt liegt. Wenn Sie lieber fliegen, sind die Flughäfen in Split und Zadar jeweils etwa eine Autostunde entfernt. Von beiden Städten fahren relativ häufig direkte Buslinien ohne Umsteigen, bei denen der Preis zwischen sechs und zehn Euro pro Fahrt liegt.

Wo kann man in der Stadt parken?

Das historische Zentrum von Šibenik besteht aus steilen Gässchen und Hunderten von Stufen, weshalb es komplett für den Autoverkehr gesperrt ist und man es zu Fuß erkunden muss. Parken muss man auf kostenpflichtigen Parkplätzen und in Tiefgaragen, die sich entlang der Hauptpromenade oder unterhalb der Stadtfestungen befinden. Von dort aus ist es nur ein kurzer Fußweg ins Herz der Altstadt, allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass in der Hochsaison die Kapazitäten schnell ausgelastet sein können.

Wie viele Tage brauche ich für Šibenik?

Für das historische Zentrum selbst, die Besichtigung der Kathedrale und den Besuch einer oder zweier Festungen mit Aussicht reichen ein bis zwei Tage in sehr gemütlichem Tempo völlig aus. Wenn ihr Šibenik aber als großartige Ausgangsbasis für den Besuch der umliegenden Nationalparks Krka und Kornati nutzen und auch noch ein paar Tage zum Baden an den Stränden einplanen möchtet, empfehle ich, für die gesamte Region drei bis fünf Tage einzuplanen.

Ist die Stadt für kleine Kinder und Kinderwagen geeignet?

Ein Spaziergang entlang der breiten Uferpromenade und den ebenen Plätzen im unteren Teil der Stadt ist mit dem Kinderwagen absolut problemlos. Sobald man sich jedoch tiefer in die Altstadt und zu den Festungen begibt, sollte man sich auf hunderte von Steinstufen und steile Gässchen einstellen, wo der Kinderwagen zu einer enormen Belastung wird. Für Familien mit Kindern ist daher für einen längeren Aufenthalt das nahe gelegene, ebene Solaris Resort mit Sandstränden deutlich praktischer.

Wie weit ist es zum Nationalpark Krka?

Šibenik ist die nächstgelegene größere Stadt am Eingang zum Nationalpark, was sie zu einem absolut strategischen Ausgangspunkt für Ausflüge macht. Mit dem Auto erreicht ihr den Haupteingang im Städtchen Skradin oder den riesigen Parkplatz in Lozovac in angenehmen zwanzig bis dreißig Minuten Fahrt über eine gut ausgeschilderte und gepflegte Straße.

Wo kann man sich in der Stadt abkühlen?

Direkt in bequemer Gehweite vom historischen Zentrum befindet sich der beliebte städtische Kieselstrand Banj, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Silhouette der gesamten Stadt samt Kuppel der Kathedrale hat. Wer mehr Strandvergnügen, Wasserattraktionen und Sand sucht, findet kilometerlange gepflegte Strände im Solaris-Komplex, der etwa sechs Kilometer außerhalb der Stadt liegt und wo man bequem parken kann.

Lohnt es sich, ein Kombiticket für die Festungen zu kaufen?

Wenn Sie zu den echten Geschichtsliebhabern und Aussichts-Fans gehören und planen, mindestens zwei der drei Landfestungen zu besuchen, lohnt sich das Kombiticket auf jeden Fall finanziell. Für fünfzehn Euro erhalten Sie Zugang zur atemberaubenden Festung St. Michael, zur modernen Barone sowie zur höchstgelegenen St. John, wobei das Ticket großzügige sieben Tage gültig ist, sodass Sie nicht alle Sehenswürdigkeiten an einem Nachmittag abklappern müssen.

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Étretat, Frankreich: 11 Tipps für die Kreidefelsen 2026

TL;DRÉtretat an der normannischen Küste ist berühmt für seine Kreidefelsen und die Felsbögen Porte d’Aval, Manneporte sowie die 70 Meter hohe Felsnadel L’Aiguille – dazu findest du in diesem Beitrag 11 konkrete Tipps. Die beste Reisezeit ist April, Mai oder Ende September bis Anfang Oktober, wenn weniger Touristen unterwegs sind und das Wetter angenehmer ist, alternativ Mai bis September für stabileres Klima. Für die Stadt, die Wanderung auf die Klippen und die Les Jardins d’Étretat reicht ein vollgepackter Tag, besser sind aber anderthalb Tage mit Übernachtung. Am einfachsten kommst du mit dem Auto oder der Buslinie 13 aus Le Havre nach Étretat (rund 50 Minuten Fahrzeit). Die Unterkunft kostet in der Hochsaison 120 bis 250 Euro pro Nacht für zwei Personen.

Étretat an der Küste der Normandie ist kein typisches Strandziel, an dem du dich auf einer Liege bräunen lässt. Hier findest du eine Landschaft aus ungezähmten Elementen und rauer Schönheit, die einst die größten impressionistischen Maler verzauberte. Wenn du in Étretat in Frankreich nach Ausblicken suchst, die dir buchstäblich den Atem rauben, wird dich dieses kleine französische Städtchen vollkommen in seinen Bann ziehen.

Die Luft riecht hier nach Salz, gärendem Apfelcidre und frisch gebackenen Crêpes, während Möwen hoch über den tückischen Felsen kreisen. Obwohl das Städtchen selbst recht klein ist, birgt es eine Atmosphäre des alten Frankreichs, die der moderne Trubel noch nicht ganz überrollt hat. Ob du nun zu einer Wanderung über die Gipfel der Kreidemassive aufbrichst oder einfach mit einem heißen Kaffee in der Hand am Kieselstrand entlangspazierst – Étretat brennt sich als einer der fotogensten Orte ganz Europas in dein Gedächtnis ein.

Sei aber darauf vorbereitet, dass die hiesige Natur strenge Regeln diktiert, denn hier dreht sich alles um Ebbe und Flut. An einem einzigen Tag kannst du wärmende Sonne, dichten Nebel und starken Wind erleben, der dich dazu zwingt, die Jacke bis zum Hals zuzuziehen. In diesem Reiseführer schauen wir uns gemeinsam an, wie du deinen Besuch dieses normannischen Juwels bis ins kleinste Detail planst, um das absolute Maximum herauszuholen.

Zusammenfassung

  • Hauptattraktion: Beeindruckende Kreidefelsen und Felsbögen, die Meer und Wind über Tausende von Jahren geformt haben.
  • Anreise: Am besten mit dem Auto, alternativ kannst du den direkten Bus aus der nahegelegenen Stadt Le Havre nehmen.
  • Beste Reisezeit: Ideal sind Frühling oder Frühherbst, wenn du den größten Sommermassen entgehst und angenehmere Temperaturen erlebst.
  • Sicherheit: Auf den Klippengipfeln gibt es keine Geländer, also komm dem Rand niemals zu nahe und beachte die Warnschilder.
  • Ebbe und Flut: Bevor du zum Strand unter die Felsen hinabsteigst, prüfe stets die Niedrigwasserzeiten, damit dich das Wasser nicht abschneidet.
  • Was probieren: Normannischer Camembert, Galettes aus Buchweizenmehl und ehrlicher Apfelcidre.

Wann nach Étretat reisen – das Wetter im Blick

Die Normandie ist weltweit für ihr absolut unberechenbares Wetter bekannt, das sich an einem einzigen Nachmittag mehrmals ändern kann. Wenn du die größte Chance auf sonnige Tage haben willst, komm zwischen Mai und September, wenn sich die Temperaturen auf sehr angenehmen Werten bewegen. Die Sommermonate bringen zwar das stabilste Wetter, aber auch riesige Touristenmassen und überfüllte Parkplätze mit sich. Die Normandie ist eben nicht die Riviera – hierher kommt man eher für etwas raue Romantik und atemberaubende Naturkulissen.

Als absolut idealer Kompromiss bieten sich daher April, Mai oder der Übergang von September zu Oktober an. In dieser Zeit wirst du zwar wahrscheinlich eine gute Regenjacke brauchen, doch auf den Felsen genießt du viel mehr Ruhe und eine intimere Atmosphäre. Der dramatische bewölkte Himmel verleiht den weißen Felsen zudem einen großartigen Kontrast, den wohl alle Fotografen lieben, und die Herbstsonne färbt die Kreide in wunderschöne goldene Töne. Morgens weckt dich hier das Schreien der Möwen, und abends kannst du in aller Ruhe am Strand spazieren, ohne dich durch Massen von Wochenendausflüglern aus dem nahen Paris schlängeln zu müssen.

Auch die Wintermonate haben ihren ganz eigenen melancholischen Zauber, du musst dich nur auf starken Wind und eine Kälte einstellen, die bis ins Mark dringt. Egal, für welchen Termin du dich entscheidest – packe immer mehrere Kleidungsschichten ein. Selbst während eines heißen Julis kann dich auf den Klippengipfeln ein kalter Ozeanstoß überraschen, der dich nach einem Pullover greifen lässt. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Jahr 2026, in dem die gesamte Normandie den hundertsten Todestag von Claude Monet und den zweiundachtzigsten Jahrestag der Landung feiert – das lockt zuverlässig riesige Mengen internationaler Besucher in die Region.

Wo in Étretat übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu kaufen.

Obwohl Étretat ein recht kleines Dorf ist, bietet es überraschend viele Übernachtungsmöglichkeiten für unterschiedliche Budgets. Hier findest du alles von luxuriösen historischen Villen mit Meerblick bis zu gemütlichen Familienpensionen, die in engen gepflasterten Gassen versteckt liegen. Angesichts der enormen Beliebtheit des Ortes empfehle ich dir aber dringend, die Unterkunft ruhig ein halbes Jahr im Voraus zu reservieren. Wenn du deine Reise für die Sommerferien oder die großen Kulturfeierlichkeiten 2026 planst, suche besser noch früher nach freien Zimmern, idealerweise fast ein Jahr im Voraus. Eine Unterkunft direkt im Zentrum erspart dir zudem viele Nerven bei der täglichen Parkplatzsuche, die in Étretat ein berüchtigter und ermüdender Albtraum ist.

Die Preise pro Nacht für zwei Personen liegen in der Hauptsaison etwa zwischen 120 und 250 Euro, wobei Hotels mit direktem Blick auf das Meer naturgemäß die teuersten sind. Eine großartige und zuverlässige Wahl für die Suche ist klassischerweise Booking, wo du leicht auch kleinere Apartments mit eigener Küche findest. Das ist enorm praktisch, wenn du dir teurere Restaurantessen sparen möchtest oder dir einfach gern dein eigenes Frühstück aus fantastischen lokalen Zutaten vom Markt zubereitest.

Wenn du konkrete Tipps suchst und dir etwas Besonderes gönnen möchtest: Domaine Saint Clair (Le Donjon) ist ein wunderschönes Boutique-Hotel auf dem Hügel, das fantastische Ausblicke und eine unvergessliche romantische Atmosphäre eines alten Schlosses bietet. Direkt an der Strandpromenade findest du das sehr komfortable Hotel Le Rayon Vert, von dem aus du morgens faul die Wellen direkt vom Bett aus beobachten kannst. Für Liebhaber des klassischeren Stils gibt es das sehr beliebte Dormy House, das direkt am Rand der Klippe liegt und mit einem schönen, grünen Garten glänzt. Sollte Étretat hoffnungslos ausgebucht sein, schau dich nach einer Unterkunft im nahen Städtchen Fécamp oder in der größeren Hafenstadt Le Havre um.

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11 Tipps – Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Étretat

Schauen wir uns gemeinsam die schönsten Aussichten und Erlebnisse an, die dir dieses normannische Städtchen bieten kann. Ich verrate dir, wie du den größten Massen entgehst, wo du die besten Winkel zum Fotografieren der berühmten Felsen findest und worauf du dich beim Aufenthalt rund um den unberechenbaren Ozean einstellen solltest.

1. Bewundere den berühmten Bogen Porte d’Aval

Blickst du vom Hauptstrand nach links, taucht vor dir die absolut bekannteste Felsformation auf, die wohl jede Reisepostkarte aus der Normandie ziert. Porte d’Aval ist ein massiver Kreidebogen, über den der berühmte französische Schriftsteller Guy de Maupassant einst treffend sagte, er erinnere an einen riesigen Elefanten, der seinen Rüssel in die Wellen taucht. Und wenn du ihn vom richtigen Winkel am Kieselstrand betrachtest, siehst du dieses faszinierende Tierabbild tatsächlich ganz deutlich.

Dieses Naturwunder entstand über lange Tausende von Jahren durch beständige Erosion, bei der raue Meereswellen und starker Wind die weicheren Teile der Kreidewand unablässig auswuschen. Zum Bogen gelangt man leider auch bei der größtmöglichen Ebbe nicht trockenen Fußes, daher betrachtest du ihn am besten vom Aussichtsweg, der über die Klippengipfel führt. Der Blick von oben bietet dir zudem einen wunderschönen visuellen Kontrast zwischen strahlend weißem Fels, frischgrünem Gras und smaragdgrünem Wasser des Ärmelkanals. Der Fels arbeitet hier jedoch ständig und bröckelt unerwartet, halte dich beim Fotografieren also immer in absolut sicherer Entfernung vom Abgrund.

💡 Tipp: Das beste Licht zum Fotografieren von Porte d’Aval bekommst du am späten Nachmittag und in den Abendstunden. Die untergehende Sonne färbt die weiße Kreide in warme orange und goldene Töne, was eine absolut magische Atmosphäre schafft, die schon vor Jahrhunderten die berühmten französischen Impressionisten liebten.

2. Entdecke die geheimnisvolle Nadel L’Aiguille

Gleich hinter dem Elefantenbogen Porte d’Aval ragt absolut dramatisch ein einsamer Felsturm aus dem Meer, der auf Französisch L’Aiguille heißt, was wörtlich übersetzt „die Nadel“ bedeutet. Dieser atemberaubende Kalkstein-Obelisk erhebt sich auf eine respektable Höhe von 70 Metern und wirkt, als bewache er den Eingang zu einem vergessenen Unterwasserreich. Seine enorme Größe wird dir am besten in dem Moment bewusst, wenn ein kleines Segelboot daran vorbeigleitet, das neben dem mächtigen Felsen wie ein bloßes Kinderspielzeug für die Badewanne aussieht.

Die Nadel ist in ganz Frankreich untrennbar mit der lokalen Popkultur verbunden, konkret mit der Figur des genialen Gentleman-Diebs Arsène Lupin. Im Roman „Die hohle Nadel“ des beliebten Schriftstellers Maurice Leblanc heißt es nämlich, dass sich im Inneren des Felsens eine geheime Höhle mit einem riesigen Schatz der alten französischen Könige verbirgt. Diese abenteuerliche Geschichte lockt bis heute Tausende treue Fans an, die von den Felsen mit Ferngläsern in der Hand nach dem vermeintlichen geheimen Eingang ins Innere des Felsens suchen.

💡 Tipp: Obwohl die Geschichte vom versteckten Schatz nur reine literarische Fiktion ist, findest du direkt im Stadtzentrum das schöne Museum Le Clos Lupin. Es befindet sich im ehemaligen historischen Haus des Autors selbst, die Besichtigung kostet dich knapp neun Euro und zieht dich perfekt in die Krimi-Atmosphäre des frühen zwanzigsten Jahrhunderts hinein.

3. Erklimme die Klippe und den Bogen Porte d’Amont

Wendest du deinen Blick vom Hauptkieselstrand nach rechts, siehst du eine etwas kleinere, aber nicht weniger schöne Klippe namens Porte d’Amont. Dieser Abschnitt ist für gewöhnliche Wanderer viel zugänglicher, und der Weg nach oben beginnt bequem direkt am Ende der Stadtpromenade. Von dort erwartet dich ein recht steiler, aber sehr gut angelegter Pfad und eine Reihe von Betonstufen, die dich bis auf den grasbewachsenen Gipfel führen. Als Belohnung für ein wenig Schweiß erhältst du den allerschönsten Blick auf das gesamte Städtchen aus der Vogelperspektive.

Auf dem Gipfel dieser Klippe steht stolz die kleine reizende Kapelle Notre-Dame de la Garde, die als Schutzpatronin aller örtlichen Seeleute und Fischer dient. Der ursprüngliche historische Bau wurde leider während des Zweiten Weltkriegs komplett zerstört, doch die Einheimischen bauten sie Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts mit großer Liebe und Sorgfalt wieder auf, damit sie weiterhin symbolisch über die gesamte Bucht wacht.

💡 Tipp: Ein Stück hinter der Kapelle befindet sich das sehr ungewöhnliche Denkmal für Nungesser und Coli. Die Form eines langen weißen Pfeils erinnert an zwei mutige Flieger, die 1927 in ihrem Flugzeug „Weißer Vogel“ als Erste den Atlantik überqueren wollten, aber genau über Étretat zum letzten Mal vor ihrem rätselhaften Verschwinden gesichtet wurden.

4. Entdecke das majestätische La Manneporte

Obwohl der Elefantenbogen Porte d’Aval unter Touristen souverän der bekannteste ist, ist er paradoxerweise gar nicht der größte, den du an dieser Küste findest. Wenn du mutig noch weiter nach Westen über die Felsen entlang der ausgetretenen Pfade läufst, stößt du auf La Manneporte. Es handelt sich um einen absolut gigantischen Kreidebogen, unter dem laut einer alten Seemannslegende mühelos sogar ein vollbeladenes großes Schiff hindurchsegeln könnte.

Dieses geologische Gebilde ist unglaublich riesig, roh und wirkt überaus majestätisch, weil es abseits des größten Touristentrubels rund um das Städtchen liegt. Von den Aussichtspunkten direkt darüber wird dir die enorme Kraft der Natur und die Kleinheit des Menschen voll bewusst, wenn du in völliger Stille beobachtest, wie sich der Ozean mit ohrenbetäubendem Getöse gegen die Steinpfeiler wirft. Das Wasser hat hier so tiefe Rillen in den Fels gewaschen, dass die gewaltige Struktur eher wie das Werk eines außerirdischen Architekten wirkt.

💡 Tipp: Gerade der riesige Bogen La Manneporte war eines der beliebtesten Motive des Malers Claude Monet. Er malte ihn etwa fünfzigmal unter verschiedenen Lichtverhältnissen, um auf der Leinwand die flüchtige Stimmung des Augenblicks und die sich ständig ändernden Reflexe der Meeresoberfläche perfekt einzufangen.

5. Spaziere entlang der Klippenkante

Die beste Art, die raue Schönheit der gesamten normannischen Küste wirklich aufzusaugen, ist eine ordentliche Wanderung auf dem Fernwanderweg mit der Kennzeichnung GR21. Diese berühmte Route verläuft entlang der gesamten Küste, und ihr Abschnitt rund um Étretat gehört zu den allerschönsten im ganzen Land. Du kannst dich auf beiden Seiten der Stadt aufmachen und entlang der Klippenkante so weit gehen, wie es dir deine Beine und dein Trinkwasservorrat erlauben.

Die frischgrünen, grasbewachsenen Hochflächen auf den Klippengipfeln kontrastieren scharf mit der strahlend weißen Kreide und dem tiefblauen Ozean, was atemberaubende Kulissen wie aus einer anderen Welt schafft. Die Strecke ist leicht hügelig und orientierungstechnisch unkompliziert, sodass sie jeder durchschnittlich fitte Wanderer ohne größere Probleme bewältigt. Du brauchst aber unbedingt festes, geschlossenes Schuhwerk, denn der Kreideboden ist nach Morgentau oder Regen extrem rutschig, und jeder falsche Schritt kann hier sehr gefährlich sein.

💡 Tipp: Die Felsen sind unglaublich tückisch und der Stein arbeitet hier ständig, deshalb klettere niemals über die Schutzabsperrungen und versuche nicht, attraktive Fotos am äußersten Rand des Abgrunds zu machen. Es gibt hier überhaupt keine Sicherungsgeländer, und plötzliche Erdrutsche sind leider keine Seltenheit.

6. Entspanne in den Gärten Les Jardins d’Étretat

Wenn dich der starke Wind auf den Felsen ermüdet, steuere unbedingt die absolut faszinierenden Gärten Les Jardins d’Étretat an, die geschickt am steilen Hang der Klippe Porte d’Amont platziert sind. Erwarte aber keinen klassischen romantischen französischen Park voller symmetrischer Rosenbeete. Dieser einzigartige Ort funktioniert eher als offene Galerie neofuturistischer Kunst, in der sich sorgfältig geschnittene Sträucher fließend mit modernen Skulpturen und den beruhigenden Klängen des Ozeans verbinden.

Der meistfotografierte und bekannteste Teil ist der sogenannte Garten der Emotionen, wo aus den grünen Buchsbaumsträuchern überraschend riesige Gummigesichter mit verschiedenen Ausdrücken hervorlugen, die die ständig wechselnden Stimmungen des Ozeans symbolisieren sollen. Die Gärten sind terrassenförmig angelegt, und von ihren obersten Ebenen bietet sich ein absolut konkurrenzloser, ruhiger Blick auf die gesamte Bucht und die gegenüberliegende Klippe mit der berühmten Nadel. Es ist ein absolut idealer Ort für einen Moment stiller Meditation oder eine wohlverdiente Erholung nach einem anstrengenden Aufstieg.

💡 Tipp: Kaufe die Tickets lieber rechtzeitig online im Voraus, denn die Kapazität der Gärten ist strikt begrenzt und es werden nicht mehr Menschen hineingelassen, als erlaubt ist. In den Sommermonaten bilden sich an der Kasse wirklich lange Schlangen, und der Eintritt kostet dich etwa 15 Euro.

7. Lausche dem Klang des Kieselstrands

Der Strand von Étretat zieht sich in einem weiten Bogen entlang des gesamten Städtchens, aber wenn du feinen weißen Sand wie irgendwo in der Karibik erwartest, wirst du wohl ziemlich überrascht sein. Der Strand besteht nämlich aus Millionen glatter grauer Kieselsteine, die die einheimischen Franzosen „galets“ nennen. Diese Steine sind hier aber nicht nur zur Zierde, sie haben nämlich eine absolut unersetzliche Schutzfunktion und bewahren die Stadt effektiv vor der zerstörerischen Kraft des starken Winterwellengangs.

Wenn die stärkere Flut kommt, heben die Wellen diese schweren Steine an, und bei ihrem langsamen Rückzug hallt durch die gesamte Bucht ein wunderschöner, beruhigender Klang der klappernden Kiesel, der sehr stark an den tiefen Atem des Ozeans erinnert. Aus diesem Grund ist das Gehen am Strand allerdings recht anstrengend für die Knöchel, und das Baden im kalten Ärmelkanal ist hier eher etwas für echte Hartgesottene, denn der Grund fällt zudem sehr schnell in die Tiefe ab und die Strömungen sind oft stark.

💡 Tipp: Vom Strand ist es unter Androhung einer sehr hohen Geldstrafe streng verboten, Kieselsteine als Reisesouvenir mit nach Hause zu nehmen. Sie bilden nämlich einen absolut natürlichen Wellenbrecher, und ihr ständiger Verlust würde langfristig die Sicherheit des gesamten historischen Städtchens ernsthaft gefährden.

8. Schlendere durch die Gassen des alten Städtchens

Obwohl die überwiegende Mehrheit der Menschen vor allem wegen der Naturwunder der Kreidefelsen hierherkommt, hat Étretat selbst seinen unbestreitbaren Charme, der deine gründliche Aufmerksamkeit verdient. Das historische Zentrum ist durchzogen von bezaubernden normannischen Häusern, die mit traditionellen Fachwerkfassaden aus dunklem Holz und typischen steilen Schieferdächern glänzen. Das ganze Städtchen riecht ständig verlockend nach salziger Luft, frisch gebackenen Crêpes und ausgeschenktem Cidre.

Das Herz des Städtchens ist die schöne alte Holzmarkthalle Les Halles, wo früher frischer Fisch und Gemüse verkauft wurden, während du heute in ihrem Schatten zahlreiche kleine Läden mit Souvenirs und lokalen Bauernprodukten findest. In den engen gepflasterten Gassen stößt du auch auf unzählige gemütliche Cafés, in denen du einen ausgezeichneten Kaffee mit einem knusprigen Croissant genießen und einfach in aller Ruhe das gemächliche Treiben des malerischen französischen Landlebens beobachten kannst. Dank des strengen Parkverbots im Zentrum herrscht hier zudem relative Ruhe vom Autolärm.

💡 Tipp: Wenn du historische Architektur liebst, achte auf das wunderschöne Anwesen Manoir de la Salamandre, das direkt an der Hauptmarkthalle steht. Es gehört zu den schönsten Beispielen mittelalterlicher Baukunst der gesamten Region, und seine reich geschnitzten Holzdetails sind absolut atemberaubend.

9. Folge den Spuren berühmter Maler – Étretat und Monet

Étretat spielte eine absolut entscheidende Rolle in der Entwicklung der weltweiten bildenden Kunst, denn genau hierher strömten Künstler in Massen, um die Magie des hiesigen Lichts auf der aufgewühlten Oberfläche einzufangen. Im 19. Jahrhundert, als endlich die direkte Eisenbahn aus Paris gebaut wurde, wurde das Städtchen sofort zum beliebten Zufluchtsort berühmter Maler wie Gustave Courbet, Eugène Boudin oder Claude Monet. Sie waren es, die hier die Tradition der Freilichtmalerei voll begründeten.

Besonders Claude Monet war von der wilden hiesigen Küste regelrecht besessen und schuf während seiner wiederholten Aufenthalte Dutzende atemberaubender Gemälde mit dem Motiv der Kreidefelsen und des aufgewühlten Meeres. Wenn du heute gemächlich entlang der Küstenpromenade spazierst, stößt du auf mehrere sehr praktische Informationstafeln, die die genauen Orte zeigen, an denen diese legendären Meister vor Jahrhunderten mit ihren hölzernen Malstaffeleien standen und Farben mischten.

💡 Tipp: Das Jahr 2026 ist für die gesamte Normandie absolut bahnbrechend, denn es werden genau hundert Jahre seit dem Tod von Claude Monet gefeiert. Erwarte Sonderausstellungen, thematische Spaziergänge und enormes Interesse von Impressionismus-Liebhabern aus aller Welt, reserviere also eventuelle Führungen sehr früh.

10. Behalte die Ebbe im Auge und erkunde die Höhlen

Der Ozean in der Normandie folgt einem strengen Rhythmus, und die Unterschiede zwischen Ebbe und Flut sind hier enorm, besonders während der sogenannten Frühjahrs- und Herbst-Springfluten. Wenn das Wasser nach einigen Stunden endlich zurückweicht, öffnet sich direkt unter der Klippe Porte d’Aval ein geheimer Weg über den feuchten Meeresboden, der dich vorsichtig in die faszinierende Naturhöhle Trou à l’Homme führt, was wörtlich übersetzt „Männerloch“ bedeutet.

Diesen ungewöhnlichen Namen erhielt sie nach einem einst gestrandeten Seemann aus Schweden, den ein wütender Sturm angeblich genau in diese Höhle warf, wo er als Einziger der gesamten Besatzung wie durch ein Wunder überlebte. Die dunkle Höhle auf die andere Seite der Klippe zu durchqueren ist ein riesiges Abenteuererlebnis, aber du musst die unerbittliche Zeit absolut genau im Auge behalten. Das Wasser kehrt in die Bucht unglaublich schnell, leise und unerwartet zurück, sodass es dir sehr leicht und unbemerkt den sicheren Rückweg zum Hauptstrand abschneidet.

💡 Tipp: Bevor du überhaupt von der Betonpromenade hinab zum Strand steigst, halte an der Informationstafel an und prüfe sorgfältig die genauen Gezeitenzeiten. Begib dich niemals in die Felsdurchgänge, wenn das Wasser zu steigen beginnt – die örtliche Feuerwehr rettet hier leider ziemlich regelmäßig unvorsichtige Touristen.

11. Koste das Beste der normannischen Gastronomie

Die Normandie ist eine reiche Region, die unwiderstehlich nach zerlassener Butter, fetter Sahne und reifen Äpfeln duftet, also vergiss eine strenge Diät hier am besten gleich mit einem Lächeln. Die lokale Gastronomie ist zwar sehr deftig, dafür aber absolut fantastisch und erfreut auch eingefleischte Vegetarier, denn sie basiert vor allem auf erstklassigen lokalen Käsesorten. Die normannischen Kühe weiden auf frischem, mit Meersalz gefülltem Gras, was der Milch einen einzigartigen Geschmack verleiht. Ich empfehle dir unbedingt, echten Camembert de Normandie aus Rohmilch, den ausgesprochen aromatischen Käse Pont-l’Évêque oder den zarten Käse Neufchâtel zu probieren, der eine niedliche Herzform hat.

Ein traditionelles schnelles Gericht, das du hier in den Bistros an jeder Ecke findest, sind die herzhaften Galettes aus Buchweizenmehl, die am häufigsten reichlich mit Käse, Ei und süßen karamellisierten Zwiebeln gefüllt werden. Bestell dir zum Abendessen nach einem windigen Tag auf den Felsen eine ehrliche Zwiebelsuppe oder gratinierte Kartoffeln mit Sahne, die dich perfekt aufwärmen. Pass aber gut auf das genaue Timing auf: Französische Restaurants haben strenge Regeln, und das Mittagessen wird strikt nur zwischen zwölf und vierzehn Uhr serviert. Wenn du um drei Uhr nachmittags in ein Lokal kommst, ist die Küche schon kompromisslos geschlossen.

💡 Tipp: Zu jedem Essen musst du dir unbedingt den traditionellen Apfelcidre bestellen, der sehr stilvoll in Keramikschalen statt in Gläser eingeschenkt wird. Du kannst zwischen der süßeren Variante (doux) und der trockeneren (brut) wählen. Wenn du etwas Stärkeres probieren möchtest, bestell dir Calvados, den berühmten Apfelbrand, der wunderbar als Verdauungsschnaps nach einem schweren Käsegericht funktioniert.

Anreise nach Étretat und Logistik

Angesichts der Abgelegenheit der gesamten Küste ist das praktischste Verkehrsmittel ein eigenes oder gemietetes Auto, mit dem du die absolute Freiheit hast, an jedem Aussichtspunkt anzuhalten. Wer von Deutschland aus mit dem eigenen Wagen anreist, fährt am besten über Belgien oder direkt durch Nordfrankreich – beachte dabei, dass auf vielen französischen Autobahnen Maut anfällt. Ein Problem entsteht allerdings in dem Moment, in dem du in Étretat selbst ankommst. Das Städtchen leidet unter einem enormen Mangel an Parkplätzen, und das Parken im Zentrum ist extrem teuer und kapazitätsmäßig unzureichend. Daher empfehle ich dir sehr, die großen Auffangparkplätze (zum Beispiel den Parkplatz Grand Val) zu nutzen, die sich bei der Einfahrt kurz vor dem Ort befinden und von denen du das Zentrum bequem zu Fuß in etwa fünfzehn Minuten erreichst.

Wenn du kein Auto zur Verfügung hast, ist der beste Ausgangspunkt die große Hafenstadt Le Havre, in die direkte und sehr komfortable Schnellzüge aus Paris fahren. Aus Deutschland erreichst du Paris bequem mit dem TGV (z. B. ab Frankfurt oder Stuttgart) oder per Flug nach Paris bzw. zum Flughafen Beauvais. Von Le Havre verkehrt dann die regionale Buslinie Nummer 13 des Netzes NOMAD, die dich in etwa fünfzig Minuten und für ein paar Euro direkt zum Rathaus von Étretat bringt. Die Busse fahren aber nicht allzu häufig, besonders am Wochenende, prüfe daher die gültigen Fahrpläne lieber immer rechtzeitig online, damit du nicht an der Haltestelle festsitzt.

Wohin weiter ab Étretat

Wenn du ein Auto zur Verfügung hast, wäre es eine riesige Schande, nicht weiter andere normannische Juwelen zu entdecken, denn die ganze Region bietet eine unglaubliche Menge historischer Sehenswürdigkeiten und beeindruckender Naturphänomene.

  • Landungsstrände in der Normandie – Fahre weiter nach Westen und erkunde die Orte, an denen 1944 Geschichte geschrieben wurde. Vom stillen amerikanischen Friedhof mit neuntausend weißen Kreuzen am Omaha Beach bis zu den zerbombten Klippen der Pointe du Hoc erwartet dich ein überaus eindringliches Erlebnis. 2026 finden hier zudem große Feierlichkeiten zum 82. Jahrestag des D-Day statt.
  • Mont-Saint-Michel – Die ikonische gotische Abtei, die auf einer Granitinsel thront und bei schneller Springflut vollständig vom Festland abgeschnitten wird. Sie liegt etwa zweieinhalb Stunden Fahrt von Étretat entfernt. Das Auto musst du auf dem Festland stehen lassen und mit einem kostenlosen Pendelbus zum Berg fahren.
  • Rouen und Giverny – Halte auf dem Rückweg Richtung Paris in der Stadt Rouen, wo Jeanne d’Arc verbrannt wurde, und anschließend in Giverny. Hier kannst du die berühmten Seerosengärten besichtigen, die Claude Monet anlegte (2026 findet hier ein Festival zum hundertsten Jahrestag seines Todes statt).
  • Honfleur – Mach einen Abstecher in einen der fotogensten Häfen ganz Frankreichs, wo sich in den örtlichen Gasthäusern die erste impressionistische Schule formierte und wo du eine alte Holzkirche bewundern kannst, die von Schiffszimmerern erbaut wurde.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Zeit brauche ich für einen Besuch in Étretat?

Die Besichtigung des Städtchens selbst, die Aufstiege zu den Kreidefelsen und den Besuch der modernen Gärten schaffen Sie an einem einzigen, sehr vollgepackten Tag. Wenn Sie aber die Wanderungen auf den Klippen ganz ohne Stress genießen und auf das schönste Abendlicht zum Fotografieren warten möchten, empfehle ich Ihnen, über Nacht zu bleiben und mindestens anderthalb Tage hier zu verbringen. Morgens erleben Sie außerdem die Stadt wunderbar ruhig, duftend nach frischem Gebäck und vor allem ohne die großen Reisebusse aus Paris, die hier schon gegen zehn Uhr vormittags anzuströmen beginnen.

Sind die Klippen sicher für Kinder?

Ja, aber sie erfordern ein enormes Maß an Vorsicht. Die breiteren Wege auf den Klippen sind relativ sicher, allerdings gibt es hier überhaupt keine Geländer oder Sicherheitszäune, die Sie von der tiefen Schlucht trennen würden. Kinder müssen Sie ständig unter strenger Aufsicht haben, idealerweise die ganze Zeit fest an der Hand halten, und auf keinen Fall dürfen Sie ihnen erlauben, nahe an den Rändern zu laufen, die unerwartet abbrechen und einen tödlichen Sturz verursachen können.

Kann man in Étretat im Meer baden?

Baden ist hier erlaubt, aber eher für sehr gute und abgehärtete Schwimmer geeignet. Das Wasser im Ärmelkanal ist selbst im heißen Sommer sehr erfrischend und kalt, und der Einstieg über riesige Kieselsteine ist für nackte Füße wirklich nicht besonders bequem. Der Grund fällt zudem ziemlich steil in die Tiefe ab, schon ein Stück vom Ufer entfernt, und die Meeresströmungen können hier unerwartet stark und tückisch sein, also gehen Sie niemals zu weit hinaus.

Kann man die Höhlen jederzeit besuchen?

Auf keinen Fall! Die Höhlen unter den Klippen sind sicher zugänglich ausschließlich zur Zeit der maximalen Ebbe. Richten Sie sich immer sehr sorgfältig nach den aktuellen Gezeiten-Tabellen, die am Eingang zur Promenade aushängen. Begeben Sie sich niemals in die Felsdurchgänge, wenn das Wasser bereits sichtbar zu steigen beginnt, denn es kommt extrem schnell zurück und könnte Sie leicht in der Höhle einschließen.

Haben Hunde Zugang zum Gebiet?

Hunde sind im Städtchen und auf den Wanderwegen oberhalb der Klippen normalerweise willkommen, sofern Sie sie brav an der Leine führen. Beachten Sie aber, dass Hunde am Hauptkieselstrand während der gesamten Sommersaison streng verboten sind, um andere Besucher nicht zu stören und die Sauberkeit zu gewährleisten. Zum Wasser kommen Sie mit ihnen nur an den abgelegeneren wilden Stränden außerhalb des Stadtzentrums.

Wie ist es mit der körperlichen Anstrengung bei den Aufstiegen?

Der Aufstieg zur Klippe Porte d’Amont zur Kapelle führt über angelegte Gehwege und feste Betontreppen, sodass ihn jeder durchschnittlich bewegliche Mensch schafft, auch wenn Sie dabei wahrscheinlich etwas ins Schwitzen kommen. Der Weg zur gegenüberliegenden Klippe Aval ist etwas steiler und die Oberfläche weniger befestigt, aber mit häufigeren Pausen zum Verschnaufen und Fotografieren bewältigen Sie ihn auch ohne professionelle sportliche Kondition problemlos.

Lässt sich Étretat mit dem Rollstuhl besuchen?

Die Promenade entlang des Strandes selbst, die Gassen mit Restaurants und das Stadtzentrum sind eben und auch für Rollstuhlfahrer oder Familien mit Kinderwagen leicht zugänglich. Leider sind die Wege zu den Gipfeln der Kreidefelsen selbst nicht barrierefrei, und wegen der steilen Treppen und des unebenen natürlichen Geländes kommen Sie mit einem Rollstuhl nicht hinauf. Aber auch von der Promenade aus sind die Ausblicke auf die Klippen absolut fantastisch.

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Weinreise durch Frankreich: Elsass, Burgund und Champagne (8 Tage)

TL;DRAchttägiger Weinroadtrip durch Frankreich verbindet drei Regionen auf einer rund 700 Kilometer langen Strecke: Elsass mit Straßburg, Colmar, Eguisheim und der Burg Haut-Koenigsbourg, Burgund mit Dijon, Beaune und der Route des Grands Crus sowie am Ende die Champagne mit Reims und Épernay. Die beste Reisezeit ist Mai, Juni und September, dann entgehst du sowohl den Menschenmassen als auch den französischen Sommerferien im August. Zu den Highlights zählen ein Abstieg in die Kreidekeller des Hauses Taittinger in Reims (40–90 Euro), ein Spaziergang die Avenue de Champagne in Épernay entlang sowie Verkostungen von elsässischem Riesling und burgundischen Weinen. Für die Einfahrt in größere Städte brauchst du die Crit’Air-Plakette, außerdem sind die Autobahnen mautpflichtig – rechne mit rund 9,50 Euro pro 100 Kilometer.

Wenn du guten Wein liebst und dir eine Reise wünschst, die dich durch die absolut schönsten Ecken Westeuropas führt, wird dich diese Weinreise durch Frankreich restlos begeistern. Stell dir steile Dächer vor, die in allen Farben leuchten, endlose grüne Weinberge im Sonnenlicht und tiefe Kreidekeller, in denen Millionen von Bläschen in völliger Stille reifen. Drei berühmte französische Regionen bilden die Achse, entlang der du tagelang reisen kannst – und ständig hast du das Gefühl, in einem perfekten Historienfilm gelandet zu sein. Während der Süden Frankreichs im Sommer oft drückend heiß und voller Touristen ist, bietet der östliche Weingürtel ein viel authentischeres Erlebnis.

Ich habe für dich eine komplette Rundreise zusammengestellt, die dich von der deutschen Grenze bis ins Herz der burgundischen Herzöge führt. Du erfährst, wo der beste Riesling entsteht, wie echter Dijon-Senf hergestellt wird und warum man für manche unterirdischen Gänge in Reims einen so stolzen Eintritt zahlt. Dieser Roadtrip ist auf acht Tage ausgelegt, aber wenn du gern langsamer reist und ausgedehnte Kaffeepausen am Nachmittag genießt, kannst du ihn problemlos auf zwei Wochen strecken.

Zusammenfassung

  • Gesamtlänge der Route: Rund 700 Kilometer (ohne Anfahrt aus Deutschland), ideal verteilt auf 8 bis 10 Tage.
  • Wann am besten losfahren: Die besten Monate sind Mai, Juni und September – dann entgehst du den großen Ferienmengen und das Wetter spielt mit.
  • Worauf du dich im Elsass freuen kannst: Märchenhafte Fachwerkhäuser, hervorragender trockener Riesling und das atemberaubende gotische Münster in Straßburg.
  • Highlight im Burgund: Die ikonischen Dächer des mittelalterlichen Hospizes in Beaune und die teuersten Weinberge der Welt entlang der Route des Grands Crus.
  • Erlebnis in der Champagne: Der Abstieg in die antiken Kreidestollen von Reims, wo bei konstanter Temperatur die berühmtesten Flaschen der Welt reifen.
  • Kulinarische Tipps für Vegetarier: Probiere die traditionelle dünne Pizza Tarte flambée in der Pilz- oder Käseversion, den berühmten Munster-Käse und die luftigen burgundischen Käsegebäcke Gougères.
  • Verkehrshinweis: Du brauchst die Umweltplakette Crit’Air für die Einfahrt in große Städte und solltest dich auf gebührenpflichtige Autobahnabschnitte einstellen.
  • Der wichtigste Tipp: Verkostungen in den berühmten Champagnerhäusern sind oft schon Wochen im Voraus ausgebucht – reserviere also alles online, bevor du losfährst.

Wann du zu dieser Reise aufbrechen solltest

Die Wahl des richtigen Termins ist für einen Frankreich-Roadtrip absolut entscheidend, denn jeder Monat bietet eine ganz andere Atmosphäre und verlangt eine andere Planung. Die ideale Zeit ist zweifellos der September und der frühe Oktober, wenn sich das Laub in den Weinbergen langsam golden färbt und in den Regionen die ersehnte Weinlese stattfindet. In der Champagne wird das genaue Erntedatum, der sogenannte Ban des vendanges, jedes Jahr je nach Reife der Trauben festgelegt. Hier kannst du dir sogar das wunderbare Programm „Vendangeur d’un jour“ gönnen: Ein einheimischer Winzer nimmt dich mit der Schere direkt in die Rebreihen mit, zeigt dir die schonende Handlese und du beendest den Tag mit einem üppigen Mittagessen samt Verkostung direkt im Weinberg.

Wenn du das Frühlingserwachen der Natur bevorzugst, brich im Mai oder Juni auf, wenn die Tage schon herrlich lang sind und alle Burgen und Sehenswürdigkeiten geöffnet haben. Besonders der burgundische Radweg Voie des Vignes ist in dieser Zeit ein wahrer Traum für eine Tour. Vom August rate ich dir dagegen dringend ab, denn dann haben die Franzosen ihre kollektiven Sommerferien und viele kleinere Familienweingüter schließen unerwartet. Auf den Autobahnen, vor allem auf der berüchtigten Route du Soleil, erlebst du zudem endlose Staus an den sogenannten schwarzen Tagen, die man in Frankreich chassé-croisé nennt.

Ein eigenes Kapitel ist die Adventszeit, die den nördlichen Teil der Route in ein perfektes Wintermärchen verwandelt. Das Elsass ist weltberühmt für seine Weihnachtsmärkte, wobei der riesige Markt in Straßburg über dreihundert Holzstände bietet und 2026 vom 27. November bis 27. Dezember stattfindet. Die kleineren, intimeren Märkte in Colmar beginnen schon am 23. November. Du musst allerdings damit rechnen, dass die Unterkunftspreise in dieser Zeit astronomisch steigen, die Kapazitäten schon ein halbes Jahr vorher weg sind und sich in den engen Gassen riesige Menschenmengen aus ganz Europa drängen. Wenn du dich für den Advent entscheidest, wappne dich mit Geduld und genieße den heißen Glühwein mit Sternanis ☺️.

Praktische Infos: Auto, Verkehr und Budget

Die Anfahrt nach Frankreich ist überraschend einfach, denn von München erreichst du Straßburg über die Autobahn in etwa drei Stunden, von Frankfurt sogar in gut zwei. Die französischen Autobahnen sind allerdings gebührenpflichtig, und zwar über Mautstationen, die péages genannt werden – plane also genügend Budget für die Fahrt ein. Rechne mit Richtkosten von rund 9,50 Euro pro hundert gefahrene Kilometer. Auf manchen neuen Abschnitten funktioniert bereits das schrankenlose System (Free-Flow), bei dem du die Maut innerhalb von zweiundsiebzig Stunden online begleichen musst – darauf solltest du gut achten.

Eine ganz wesentliche Sache für 2026 sind die französischen Umweltzonen namens ZFE, die ausnahmslos auch ausländische Fahrzeuge betreffen. Für die Einfahrt in Städte mit über 150.000 Einwohnern – dazu zählen Reims und Straßburg – brauchst du zwingend die Umweltplakette Crit’Air. Diese musst du mehrere Wochen im Voraus auf der offiziellen Regierungswebsite für rund fünf Euro bestellen, sonst riskierst du ein unangenehmes Bußgeld ab 68 Euro.

Was das Essensbudget angeht, kann Frankreich teuer sein, aber es gibt einen tollen Trick für Reisende. Nutze die Mittagsangebote namens menu du jour, die strikt zwischen zwölf und vierzehn Uhr serviert werden. Für 15 bis 25 Euro bekommst du ein anständiges Drei-Gänge-Menü. Wenn du das verpasst, bekommst du nachmittags in den meisten Restaurants nichts weiter als einen Kaffee und vielleicht ein trockenes Baguette, denn die Küche schließt schlichtweg und öffnet erst wieder zum Abendservice.

Der Reiseplan Tag für Tag

Dieser Plan führt dich chronologisch von der Ostgrenze südwärts ins Burgund und anschließend nach Norden ins Land der Bläschen. Jeder Tag hat sein klares Ziel, lässt dir aber genug Raum, dich in malerischen Gassen zu verlieren oder dir eine lange Kaffeepause zu gönnen.

Tag 1: Ankunft im Elsass und das zauberhafte Straßburg

Nach der Ankunft parkst du am besten gleich am Rand von Straßburg auf einem der Park-and-Ride-Plätze und fährst zu Fuß oder mit der Tram ins historische Zentrum. Das Auto wäre hier nur eine Last, zumal die Stadt von hervorragenden Radwegen durchzogen ist und zu den fahrradfreundlichsten in ganz Frankreich gehört. Das Herz der Stadt ist die Insel Grande Île, die von allen Seiten von der Ill umflossen wird und zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Orientierung ist hier kinderleicht, denn von überall siehst du den asymmetrischen Turm des gotischen Münsters Notre-Dame aufragen, das Victor Hugo treffend als ein gewaltiges und zugleich zartes Wunder bezeichnete.

Das Münster aus rosa Sandstein wirkt aus der Nähe wie unglaublich detailreich versteinerte Spitze und ist eine genauere Erkundung absolut wert. Ich empfehle dir, auf die astronomische Uhr zu warten, die sich im Inneren jeden Tag pünktlich um 12:30 Uhr in Bewegung setzt und ein faszinierendes Schauspiel mit defilierenden Aposteln und dem Tod bietet. Am Nachmittag schlenderst du dann gemütlich ins meistfotografierte Viertel namens Petite France. Einst war es das Viertel der Gerber und Müller, wo sich heute jahrhundertealte Fachwerkhäuser mit riesigen Dächern über die Wasserkanäle neigen.

Wenn dich der Hunger packt, kehre in eine der traditionellen elsässischen Tavernen namens winstub ein und lass es dir schmecken. Lass das traditionelle Fleischgericht choucroute garnie links liegen und bestelle lieber die vegetarische Version der dünnen Pizza Tarte flambée, auch flammekueche genannt. Statt Wurst bekommst du auf den extrem dünnen, knusprigen, mit Sahne bestrichenen Teig köstliche lokale Käse, Zwiebeln und frische Waldpilze – zum hiesigen Weißwein eine absolut perfekte Kombination.

💡 Tipp: Schlendere über die gedeckten Brücken Ponts Couverts und steig anschließend auf die Aussichtsterrasse des historischen Vauban-Staudamms. Von dort hast du den absolut besten Panoramablick über das gesamte historische Zentrum samt Münsterturm im Hintergrund – und das völlig kostenlos.

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Tag 2: Elsässer Weinstraße über Colmar, Eguisheim und Riquewihr

Lass am Morgen die Großstadt hinter dir und mach dich nach Süden auf den Weg über die älteste Weinstraße Frankreichs überhaupt, die stolze 170 Kilometer misst und bereits 1953 angelegt wurde. Deine erste Station ist das märchenhafte Colmar, dessen historisches Zentrum aus einem Labyrinth gepflasterter Gassen und pastellfarbener Häuser besteht, deren Farben früher den Beruf der Besitzer kennzeichneten. Der größte Magnet ist hier das Viertel Petite Venise, wo du ein kleines Boot mieten und dich auf dem schmalen Kanal des Flüsschens Lauch direkt unter den geranienbehangenen Fenstern hindurchtreiben lassen kannst. Versäume auch nicht das Maison Pfister von 1537, das mit seinen Erkern an ein Renaissanceschloss erinnert, oder das alte Zollhaus Koïfhus.

Nur wenige Kilometer von Colmar liegt das Dörfchen Eguisheim, das regelmäßig vordere Plätze bei Umfragen zum schönsten Ort ganz Frankreichs belegt. Sein einzigartiger Grundriss besteht aus drei konzentrischen Kreisen, die den zentralen Platz mit der Burg umschließen. Beim Spaziergang drehst du dich also ständig im Kreis, und hinter jeder Ecke erwartet dich eine neue, blumenüberflutete bunte Fassade. Genau hier empfehle ich dir, in einem der Familienkeller einzukehren und den lokalen, stolzen und stahlharten trockenen Riesling zu probieren, der hervorragend zu den regionalen Käsesorten passt.

Lass den Nachmittag in Riquewihr ausklingen, das großes Glück hatte und beide Weltkriege ohne den geringsten Schaden überstand – hier fühlst du dich wie in einem perfekten Mittelalterfilm. Auf kleiner Fläche findest du hier über vierzig historische Denkmäler, allen voran der alte Wehrturm Dolder aus dem dreizehnten Jahrhundert. In jedem zweiten Haus befindet sich zudem ein Verkostungskeller, sodass für Abendprogramm und das Probieren des duftenden Gewürztraminers bestens gesorgt ist.

💡 Tipp: Wenn du kräftige Aromen liebst, halte in den örtlichen Käsereien nach dem Kuhmilchkäse Munster Ausschau. Er hat zwar ein sehr durchdringendes Aroma, aber sein feiner, cremiger Geschmack mit Kümmel ist absolut unvergesslich.

Tag 3: Adlernest Haut-Koenigsbourg und Überfahrt ins Burgund

Der heutige Tag beginnt etwas dramatisch, denn du steuerst eine gewaltige Festung an, die von Weitem aussieht wie der uneinnehmbare Sitz eines düsteren Herrschers aus einem Fantasyroman. Die Burg Haut-Koenigsbourg thront auf einem felsigen Vorsprung in 757 Metern Höhe, und Kaiser Wilhelm II. ließ sie zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts aus den von schwedischen Truppen zerstörten Ruinen komplett wiederaufbauen. Du wanderst über Zugbrücken, durch massive Wehrbastionen, alte Waffenkammern und prunkvoll ausgestattete Gemächer mit schöner Holzvertäfelung und Kachelöfen.

Der Blick von der Großen Bastion verschlägt dir buchstäblich den Atem, denn an klaren Tagen siehst du von hier die gesamte Elsässer Tiefebene, die Vogesen, den deutschen Schwarzwald und manchmal sogar die Spitzen der fernen Schweizer Alpen. Der Eintritt für Erwachsene kostet 2026 16 Euro, und ich empfehle dir, gleich zur Öffnungszeit zu kommen. Die Parkplätze entlang der kurvigen Bergstraße füllen sich nämlich im Laufe des Vormittags sehr schnell, und später müsstest du wirklich weit entfernt parken. Nach der Besichtigung steigst du ins Auto und machst dich auf eine längere Fahrt nach Südwesten gefasst.

Dein Ziel ist die Region Burgund, wo sich die Landschaft langsam von engen, bewaldeten Tälern zu offenen, sanft gewellten und mit Weinbergen übersäten Ebenen wandelt. Am Abend erreichst du die Stadt Dijon, die dir in den folgenden Tagen als ausgezeichnete Basis dient. Such dir zum Abendessen ein traditionelles Bistro im Zentrum und probiere unbedingt die lokale Delikatesse Gougères. Das sind goldbraun gebackene Bällchen aus Brandteig, reichlich mit burgundischem Käse gefüllt, die zum Abendwein absolut perfekt passen und jeden Vegetarier erfreuen.

💡 Tipp: Wenn du auf der Autobahn das Elsass verlässt, leg einen kurzen Stopp in einem der größeren Supermärkte ein und decke dich mit lokalen Weinen ein. Die Preise sind hier deutlich günstiger als in den Touristenläden an der Weinstraße.

Tag 4: Dijon, Senf und herzogliche Pracht

Dijon ist keine gewöhnliche Provinzstadt, sondern der einstige Sitz der mächtigen burgundischen Herzöge, die mit ihrem Reichtum im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert oft sogar die französischen Könige überstrahlten. Ihr Erbe ist hier im riesigen Palast der burgundischen Herzöge greifbar, der heute teils als Rathaus, teils als ausgezeichnetes Kunstmuseum voller historischer Schätze dient. Achte beim Spaziergang durch die gepflasterten Gassen aufmerksam auf den Boden und halte nach kleinen Messingplättchen mit dem Eulensymbol Ausschau, die zweiundzwanzig Schlüsselstationen bilden und dich zuverlässig durch das Beste des historischen Zentrums führen.

An der Nordwand der Kirche Notre-Dame findest du dann eine kleine steinerne Eulenfigur, die du zum Glück mit der linken Hand streicheln solltest. Deine Schritte sollten dich unbedingt in die Moutarderie Fallot führen, eine der letzten traditionellen Manufakturen für echten Dijon-Senf in der Region. Hier verwendet man noch alte Steinmühlen, und die Verkostung ungewöhnlicher Varianten mit Estragon, schwarzer Johannisbeere oder Nüssen verändert dein Bild davon, wie Senf eigentlich schmecken sollte, völlig.

Am Nachmittag fährst du mit dem Auto nach Süden und biegst auf die legendäre Route des Grands Crus ein, die zu Recht als die Champs-Élysées des Burgunds bezeichnet wird. Diese sechzig Kilometer lange Weinstraße führt dich von Dijon bis Santenay direkt an den wertvollsten und teuersten Weinbergen des Planeten vorbei, wo die Premiumsorten Pinot Noir und Chardonnay entstehen. Halte unbedingt am Renaissanceschloss Château du Clos de Vougeot, das bereits im zwölften Jahrhundert von Zisterziensermönchen gegründet wurde und bis heute von absolut perfekten Rebreihen umgeben ist.

💡 Tipp: Wenn du das Auto gegen ein Fahrrad tauschen möchtest, schlängelt sich durch die burgundischen Weinberge der wunderschöne, dreiundzwanzig Kilometer lange Radweg Voie des Vignes, auf dem du dem Verkehr entgehst und die Landschaft in viel langsamerem Tempo genießt.

Tag 5: Beaune und die Millionen-Auktion unter dem glasierten Dach

Das Herz des gesamten Weinburgunds ist zweifellos das malerische Städtchen Beaune, das viel intimer ist als Dijon und dessen Kultur völlig vom Wein durchdrungen ist. Kein Wunder, wenn kilometerweise reifende Fässer hier direkt unter deinen Füßen in den gepflasterten Straßen lagern. Der größte Magnet der Stadt ist das mittelalterliche Hospiz Hospices de Beaune, das dir sofort mit seinem unglaublichen Dach aus dem fünfzehnten Jahrhundert ins Auge sticht. Es ist mit komplexen geometrischen Mustern aus bunten glasierten Ziegeln bedeckt und beherbergt im Inneren einen atemberaubenden Krankensaal sowie das berühmte Polyptychon des Jüngsten Gerichts von Rogier van der Weyden.

Dieses historische Hospiz besitzt bis heute Spitzenweinberge, die ihm im Lauf der Jahrhunderte reiche Patienten vermacht haben, und veranstaltet jedes Jahr die berühmteste Wohltätigkeits-Weinauktion der Welt. 2026 fällt der Termin dieses großartigen Ereignisses auf den 15. November. Käufer aus aller Welt strömen hierher, um im Rahmen des Wochenendes Trois Glorieuses Fässer mit Jungwein für astronomische Summen zu ersteigern, und die ganze Stadt platzt in diesem Moment buchstäblich aus allen Nähten. Wenn du zu diesem Termin herkommst, musst du dich um die Unterkunft ruhig schon ein Jahr im Voraus kümmern.

Nimm dir am Nachmittag Zeit für eine ordentliche Verkostung in einem der vielen historischen Keller und tank mit gutem Essen neue Energie. Traditionelle Fleischgerichte wie boeuf bourguignon kannst du getrost auslassen, denn die burgundische Küche bietet jede Menge fantastische Käse, Nusssalate und Gemüsegerichte. Verlange in den lokalen Bistros nach der vegetarischen Version des Tagesmenüs – die Franzosen sind heute viel aufgeschlossener als früher und bereiten dir gern etwas ohne Fleisch zu ☺️.

💡 Tipp: Wenn du dich vom Fahren erholen möchtest, bietet das Burgund ein hervorragendes regionales Bahnnetz TER. Die Zugfahrt von Dijon direkt ins Zentrum von Beaune dauert nur zwanzig Minuten und das Ticket kostet angenehme acht Euro.

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Wo übernachten im Elsass, Burgund und der Champagne
1 Unterkunft — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

Tag 6: Frischer Chablis und die lange Fahrt nach Norden

Heute verabschiedest du dich von den schweren Rotweinen der burgundischen Hauptachse und fährst nach Norden durch eine Region, die zum Synonym für die knackigsten Weißweine Frankreichs geworden ist. Ein Halt im Dörfchen Chablis ist absolute Pflicht, wenn du die enorme Vielfalt des französischen Weinbaus verstehen willst. Der hiesige besondere Kalkboden, der buchstäblich voller Fossilien urzeitlicher Austern steckt, verleiht dem lokalen Chardonnay nämlich einen absolut unnachahmlichen mineralischen Geschmack. Das ganze Dorf ist von steilen, mit Weinbergen bedeckten Hängen umgeben und wirkt viel ruhiger als die belebten Touristenstraßen in Beaune.

Gönn dir ein leichtes Mittagessen in einem der lokalen Bistros und ein frisches, knuspriges Baguette mit regionalen Käsesorten, was zum hiesigen Wein absolut perfekt passt. Nach dem Essen erwartet dich eine etwa zweieinhalbstündige Fahrt quer durch das Land Richtung Region Champagne, wo das Finale deines Roadtrips entsteht. Die Landschaft verändert sich hier erneut, wird merklich flacher und der Himmel färbt sich oft in dramatische bleierne Töne, die der ganzen Gegend eine leicht geheimnisvolle und majestätische Atmosphäre verleihen.

Am frühen Abend erreichst du Reims, eine historische Stadt, die deine dritte und letzte Basis auf dieser Reise wird. Reims ist eine überraschend lebhafte und große Metropole, such dir deine Unterkunft also idealerweise in fußläufiger Nähe zum Zentrum, damit du abends nicht mühsam nach teuren Parkplätzen suchen musst. Geh auf einen der belebten Plätze, bestell ein Glas lokalen Schaumwein und stoße auf die erfolgreiche Ankunft in der königlichen Stadt der Bläschen an.

💡 Tipp: Rund um Chablis triffst du auf viele kleine Produzenten, die völlig kostenlose Verkostungen anbieten. Wenn du am Ende mindestens eine oder zwei Flaschen bei ihnen kaufst, ist das ein Akt der Höflichkeit und ein tolles Reisesouvenir in einem.

Tag 7: Reims, gotische Kathedrale und die Kreide-Unterwelt

Reims ist eine Stadt mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern, von denen sich das erste stolz in Form der majestätischen Kathedrale Notre-Dame gen Himmel reckt. Dieses gotische Meisterwerk ist UNESCO-Welterbe und wurde zum Krönungsort von dreiunddreißig französischen Königen, sodass aus jedem Stein ein gewaltiges Stück Geschichte atmet. Sieh dir die Kathedrale in Ruhe von außen und innen an und beachte unbedingt die fesselnden modernen Glasfenster, von denen einige der berühmte Maler Marc Chagall entworfen hat – so entstand ein wunderbarer Kontrast zur alten Architektur.

Das zweite, weitaus geheimnisvollere Gesicht der Stadt verbirgt sich Dutzende Meter unter dem Stadtpflaster und ist für Weinliebhaber noch reizvoller. Unter Reims ziehen sich hunderte Kilometer in reine weiße Kreide gehauene Gänge, die crayères genannt werden und schon aus der Zeit der antiken Römer stammen. Heute dienen sie als perfekte, natürlich klimatisierte Reifekeller für Millionen Flaschen Champagner, wobei die Temperatur hier ganzjährig konstant bei zehn bis zwölf Grad Celsius liegt und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist.

Steig im Rahmen einer Führung des berühmten Hauses Taittinger in den Untergrund hinab, dessen UNESCO-Keller zu den allerbeeindruckendsten der gesamten Region zählen. 2026 kostet dich die Eintrittskarte 40 bis 90 Euro, je nachdem, wie exklusiv die Jahrgänge und wie viele Proben du zum Abschluss verkosten möchtest. Alles musst du lange im Voraus über die offizielle Website reservieren, denn die Kapazitäten sind oft sehr schnell ausverkauft. Pack unbedingt einen warmen Pullover ein, denn im Untergrund wird dir nach einer Weile selbst im Hochsommer kalt.

💡 Tipp: Seine gewaltigen Keller hat hier auch das prestigeträchtige Haus Pommery, das die klassische Führung durch die historischen Gänge sehr gewagt mit Installationen moderner und oft sehr bizarrer Kunst kombiniert. So entsteht ein faszinierender Kontrast, den du nirgendwo sonst auf der Route siehst.

Tag 8: Épernay, die teuerste Straße der Welt und das Grab des Mönchs Pérignon

Während Reims eine Großstadt mit reicher Geschichte ist, ist das nahe gelegene Épernay die reinrassige Hauptstadt der Bläschen, die du mit dem Auto in knapp einer halben Stunde erreichst. Hier dreht sich alles um die berühmte Avenue de Champagne, von der Winston Churchill einst angeblich scherzhaft behauptete, sie sei die trinkbarste Straße des ganzen Planeten. Sie wird von opulenten Anwesen aus dem neunzehnten Jahrhundert gesäumt, und unter den Gehwegen ruhen in einem dunklen Labyrinth über zweihundert Millionen kostbare Flaschen der besten Marken 😅.

Genau hier sitzen die größten globalen Player, allen voran die Marke Moët & Chandon, deren unterirdisches System unglaubliche achtundzwanzig Kilometer misst. Die Verkostungen in diesen Häusern sind sehr poliert, professionell und teuer, die Preise bewegen sich hier von 48 bis 460 Euro für die exklusivsten Erlebnisse mit Führung. Wenn du etwas Lockereres und Witzigeres suchst, steig in den touristischen unterirdischen Zug im Haus Mercier, wo du bei der Führung auch ein gigantisches historisches Fass siehst, das das Äquivalent von zweihunderttausend Flaschen fasste.

Zum Abschluss des gesamten Roadtrips fahre ein paar Kilometer in die Hügel über der Stadt ins unscheinbare Dörfchen Hautvillers, das von einem Meer endloser Weinberge umgeben ist. Genau in der hiesigen Abtei wirkte der Mönch Dom Pérignon, dem die Legende ungerechterweise die Erfindung des Champagners und den berühmten Ausspruch zuschreibt, er trinke gerade Sterne. Sein Grab in der örtlichen Kirche ist heute ein Wallfahrtsort, und die kleinen Familienkeller in der Umgebung bieten fantastische Bläschen zum Bruchteil des Preises, den du unten im kommerziellen Zentrum zahlen würdest.

💡 Tipp: Wenn du die teuren kostenpflichtigen Führungen in den Gebäuden vermeiden möchtest, ist der Spaziergang über die Avenue de Champagne selbst völlig kostenlos. Du kannst die schmiedeeisernen Tore bewundern und die luxuriöse Atmosphäre einfach vom Gehweg aus aufsaugen.

Wo du entlang der Route übernachtest

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und bucht man dann am besten über GetYourGuide.

Da du dich in Frankreich ständig fortbewegst, ist es am besten, auf der Route drei strategische Hauptbasen zu wählen und von dort kürzere Tagesausflüge zu unternehmen. So vermeidest du das ständige Kofferpacken, sparst jede Menge Zeit und entgehst dem Stress. Reserviere die Unterkunft immer rechtzeitig über Booking, vor allem wenn du zur Zeit der Herbstweinlese oder der Vorweihnachtsmärkte reist, wenn die Kapazitäten an der Weinstraße in rasantem Tempo verschwinden und die Preise steil nach oben schießen. Häufig sind die schönsten Hotels schon ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht.

Für den ersten Teil der Reise such dir eine Unterkunft direkt in Straßburg oder im kleineren Colmar. Straßburg ist eine ausgezeichnete Wahl, wenn du das abendliche Treiben magst, eine große Auswahl an Restaurants haben willst und die prächtige Kathedrale sowie den TGV-Bahnhof gleich um die Ecke. Achte aber sehr auf das teure Parken im Zentrum und die Pflicht, dir eine Crit’Air-Umweltplakette zu besorgen. Das kleinere Colmar ist dagegen viel intimer, romantischer und bietet einen schnellen Ausstieg direkt auf die Elsässer Weinstraße. Seine Park-and-Ride-Plätze füllen sich in der Hauptsaison jedoch sehr schnell, such dir daher idealerweise ein Hotel mit eigenem Garagenstellplatz.

Im Burgund ist das historische Dijon die absolut ideale strategische Wahl. Es bietet eine breite Palette an Hotels für jedes Budget, und abends kannst du durch die wunderschön beleuchtete Altstadt voller toller Bistros und ausgezeichneter Bäckereien schlendern. Das romantische Städtchen Beaune liegt zwar näher an den berühmtesten Weinbergen der Route des Grands Crus, ist in der Saison aber oft hoffnungslos ausgebucht und deutlich teurer als Dijon. Zwischen beiden Städten fährt zudem ein günstiger und schneller TER-Zug, der dich in zwanzig Minuten von Dijon nach Beaune bringt und dessen Ticket rund acht Euro kostet – du verpasst also nichts Wichtiges und sparst dabei ☺️.

Am Ende der Reise schlägst du in der Region Champagne dein Lager in Reims auf, das dank seiner Größe die beste Infrastruktur und eine hervorragende Schnellzugverbindung nach Paris hat. Hier findest du schöne Hotels nur einen Katzensprung von der gotischen Kathedrale entfernt, und die größten Kreidekeller voller Champagner hast du buchstäblich direkt unter den Füßen. Ich empfehle dir unbedingt, eine Unterkunft direkt auf der luxuriösen Avenue de Champagne im nahen Épernay zu meiden, sofern du nicht für eine einzige Nacht Premium- und fast astronomische Summen zahlen willst. Reims ist für eine gewöhnliche Übernachtung viel praktischer, und nach Épernay fährst du einfach mit dem Auto auf einen Halbtagesausflug.

Wohin als Nächstes

Wenn dich diese östliche Rundreise begeistert hat und du mehr Details zu den einzelnen Regionen erfahren möchtest, haben wir ausführliche Reiseführer für dich vorbereitet. Erfahre, wie du die Stopps genau planst und wo du den besten Kaffee bekommst.

  • Erkunde alle Details und geheimen Winkel, die die märchenhafte Elsässer Weinstraße verbirgt.
  • Lies den umfangreichen Reiseführer zu den mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten und renommierten Restaurants, die das Burgund bietet.
  • Lass dich von detaillierten Tipps zu den besten Verkostungskellern inspirieren, die du nicht verpassen darfst, wenn du in die Champagne aufbrichst.
  • Sieh dir an, warum es sich lohnt, mehr Zeit mit dem Entdecken der bunten Kanäle und niedlichen Gassen in der Stadt Colmar zu verbringen.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich für die Reise nach Frankreich eine Umweltplakette?

Ja, für die Einfahrt in größere Städte entlang der Route wie Reims und Straßburg benötigen Sie die Umweltplakette Crit’Air, auch für tschechische Autos. Im Jahr 2026 gelten strenge Regeln, und die Plakette kostet etwas über fünf Euro. Sie müssen sie mehrere Wochen im Voraus online auf der offiziellen Regierungswebseite bestellen und sich per Post nach Hause schicken lassen. Ohne sie riskieren Sie ein Bußgeld von 68 Euro.

Sind die französischen Autobahnen sehr teuer?

Frankreich verwendet keine Autobahnvignetten, sondern es wird Maut an sogenannten Péages bezahlt. Rechnen Sie grob mit 9,50 Euro pro 100 gefahrene Kilometer. Auf einigen neuen Abschnitten funktionieren bereits Kameras (Free-Flow-System ohne Schranken), und die Maut muss innerhalb von 72 Stunden nachträglich über das Internet bezahlt werden.

Wann finden die berühmten Weihnachtsmärkte im Elsass statt?

Straßburg und Colmar veranstalten einige der schönsten Märkte Europas. Im Jahr 2026 finden die Straßburger Märkte mit über 300 Ständen vom 27. November bis 27. Dezember statt, die intimeren in Colmar beginnen bereits am 23. November. Stellen Sie sich aber auf riesige Menschenmassen und extrem teure Unterkünfte ein, die ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht sind.

Muss man Weinkeller-Besichtigungen im Voraus reservieren?

Bei den großen Champagnerhäusern in Reims und Épernay ist eine Reservierung im Voraus über das Internet absolut notwendig, die Kapazitäten sind oft schon Wochen im Voraus ausgebucht. Kleinere Familienbetriebe im Elsass empfangen Sie oft auch ohne Anmeldung, aber in der Hauptsaison und an Wochenenden ist Sicherheit immer besser.

Finde ich auf dieser Route gutes vegetarisches Essen?

Die französische Provinz ist sehr fleischlastig, aber Sie werden sicher nicht hungern. Im Elsass probieren Sie Pilz-Tarte flambée oder den aromatischen Käse Munster, in Burgund wiederum exzellente Käse-Gougères, frische Baguettes und Gemüsesalate. Fragen Sie in Restaurants immer nach einer fleischlosen Variante des Tagesmenüs.

Schaffe ich diesen Roadtrip auch mit kleinen Kindern?

Auf jeden Fall, aber ich empfehle, das Programm deutlich zu entschleunigen. Kinder werden wahrscheinlich nicht begeistert sein von ganztägigen Weinkeller-Touren, aber sie werden die märchenhaften bunten Häuser in Colmar lieben, eine Bootsfahrt und den Besuch der riesigen Burg Haut-Koenigsbourg.

Was kosten Verkostungen in den prestigeträchtigen Häusern in der Champagne?

Die Preise variieren sehr stark, je nachdem, was genau Sie trinken möchten. Eine Basisführung mit Verkostung einer Probe beginnt im Jahr 2026 bei etwa 40 Euro. Wenn Sie aber nach exklusiven und alten Jahrgängen bei den besten Häusern an der Avenue de Champagne verlangen, kann der Preis auch über 460 Euro steigen.

Lässt sich ein Teil der Reise auch ohne Auto mit dem Zug bewältigen?

Ja, besonders in Burgund ist der Zugverkehr hervorragend. Die Regionalzüge TER bringen Sie zuverlässig und schnell zwischen Dijon und Beaune für angenehme acht Euro, sodass Sie sich abendliche Weinverkostungen ohne Bedenken gönnen können und sich weder ums Fahren noch um kompliziertes Parken kümmern müssen.

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Bodø, Norwegen: Von hier fährt die Fähre auf die Lofoten 2026

TL;DRDie Fähre auf die Lofoten legt in Bodø ab und bringt dich ins Städtchen Moskenes im Süden der Lofoten. Betrieben wird die Linie von Torghatten Nord. Die Überfahrt über den Vestfjord dauert etwa 3 bis 3,5 Stunden. In der Sommersaison 2026 solltest du unbedingt einen Autoplatz vorab reservieren, sonst drohst du in der Stand-by-Warteschlange einen ganzen Tag zu verlieren. Ein Auto kostet rund 1.000 NOK, Fußgänger fahren auf vielen Linien dank staatlicher Förderung kostenlos mit. Plan ein, mindestens 45 bis 60 Minuten vor Abfahrt am Hafen zu sein. Der Flughafen Bodø liegt nur etwa 2 Kilometer vom Zentrum und Hafen entfernt.

Wenn du eine Reise nach Nordnorwegen planst, richten sich deine Blicke vermutlich auf die dramatischen Gipfel der berühmten Lofoten. Die Reise in dieses Paradies beginnt jedoch oft unscheinbarer – nämlich in Bodø, Norwegen, der Hafenstadt, die als wichtigster Verkehrsknotenpunkt und sinnbildliches Tor zu den Inseln dient.

Auf den ersten Blick wirkt Bodø vielleicht nicht wie ein typisches romantisches Reiseziel, aber lass dich nicht täuschen: Die Stadt verbirgt einen enormen Charme und faszinierende Naturphänomene. Hier findest du nämlich den stärksten Gezeitenstrudel der Welt, und über deinem Kopf ziehen majestätische Seeadler ihre Kreise.

In diesem Artikel schauen wir uns alle praktischen Infos zur Fähre Bodø–Moskenes an und zeigen dir, wie du die Stadt in deine Reiseroute einbauen kannst. Außerdem gebe ich dir genau 6 Tipps, was du in Bodø sehen und unternehmen kannst, damit die Stadt für dich nicht nur ein langweiliger Wartesaal aufs Schiff ist. ☺️

Zusammenfassung

  • Wichtigster Knotenpunkt: Bodø ist der beste Ausgangspunkt für die Reise auf die Lofoten, die Fähre zum Hafen Moskenes fährt von hier aus etwa 3 bis 3,5 Stunden.
  • Größte Attraktion: Nur eine halbe Stunde Fahrt von der Stadt entfernt findest du den Saltstraumen, den stärksten Gezeitenstrudel der Welt.
  • Kultur und Kunst: Im Jahr 2024 war Bodø Europäische Kulturhauptstadt, was sich in einer riesigen Menge an wunderschöner Streetart widerspiegelt.
  • Wann losfahren: Für die Mitternachtssonne und stabiles Wetter ist die Wende von Juni zu Juli ideal, für Polarlichter dagegen die Wintermonate.
  • Fährenreservierung: In der Sommersaison 2026 ist es absolut unerlässlich, die Fähre für das Auto im Voraus zu reservieren, sonst riskierst du ein ganztägiges Warten im Hafen.
  • Ausblicke: Wenn du vor der Abfahrt der Fähre Zeit hast, mach dich auf zum Berg Keiservarden, von wo aus du die gesamte Küste und die nahenden Fähren siehst.

Wann sollte man nach Bodø reisen

Die Wahl des richtigen Reisetermins für Nordnorwegen hängt vollständig davon ab, was du erleben möchtest. Die Stadt liegt knapp oberhalb des Polarkreises, was ihr ganz besondere Lichtverhältnisse beschert, die deine Reiseroute mehr beeinflussen als alles andere. Wenn dein Ziel das Wandern ist und du die berühmte Mitternachtssonne erleben möchtest, plane deine Reise für die Zeit von Anfang Juni bis Mitte Juli. In dieser Zeit geht die Sonne offiziell überhaupt nicht unter, und du kannst endlose Tage genießen – ein riesiger Vorteil für flexibles Reisen und Ausflüge selbst um Mitternacht.

Die Wintermonate locken dagegen mit einer völlig anderen Atmosphäre und vor allem mit den magischen Polarlichtern (Aurora Borealis). Von September bis April färbt sich der Himmel in klaren Nächten grün, aber du musst mit sehr kurzen Tagen rechnen. Im Dezember und Januar herrscht zudem die Polarnacht, in der sich die Sonne gar nicht zeigt und sich die Stadt in dunkelblaue Dämmerung hüllt. Obwohl Bodø dank des starken Einflusses des Golfstroms deutlich wärmer ist als andere Orte auf demselben Breitengrad und die Sommertemperaturen angenehme 15 Grad erreichen können, senkt der starke Wind vom Ozean die gefühlte Temperatur selbst im August drastisch.

Frühling und Herbst sind dann eine Zeit schneller Wetterwechsel und häufiger Regenschauer, die deine Pläne etwas durcheinanderbringen können. Während im Mai die Natur erst erwacht und auf den Berggipfeln noch viel Schnee liegt, bietet der September herrliche Herbstfarben und deutlich weniger Touristen. Das bedeutet leerere Fähren, mehr Ruhe auf den Straßen und viel freundlichere Preise für Mietwagen und Unterkünfte, die im Sommer aus allen Nähten platzen.

💡 Tipp: Egal zu welcher Jahreszeit du losziehst, pack immer eine gute wasserdichte Jacke und eine winddichte Schicht in den Rucksack. Das Wetter an der norwegischen Küste kann sich buchstäblich innerhalb weniger Minuten ändern, und auf grellen Sonnenschein kann ohne Vorwarnung ein heftiger horizontaler Platzregen folgen, bei dem dir ein Regenschirm absolut nichts nützt.

Wo man in Bodø übernachten kann

💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Da die Stadt für die allermeisten Touristen der wichtigste Transitknotenpunkt ist, ist das Unterkunftsangebot recht breit und vielfältig. In der Hauptsaison (von Juni bis August) sind die besten Kapazitäten allerdings unglaublich schnell weg, also schiebe die Buchung keinesfalls auf den letzten Moment. Strategisch am günstigsten ist es, Hotels in unmittelbarer Nähe des verglasten Terminals oder im Stadtzentrum (Sentrum) zu suchen, von wo aus du bequem zu Fuß zur Fähre, zum Flughafen und zu den wichtigsten Cafés gelangst.

Die Preise pro Nacht in einem Standard-Doppelzimmer liegen 2026 im Durchschnitt bei etwa 1.800 bis 3.000 NOK (also rund 155 bis 260 €), wobei sie in den Wintermonaten auf die Hälfte sinken können. Eine Buchung über die beliebten Portale mehrere Monate im Voraus kann dein angespanntes Budget deutlich schonen, besonders wenn du eine Unterkunft mit reichhaltigem norwegischem Frühstück suchst. Das weißt du nämlich bei den hiesigen Preisen wirklich zu schätzen.

Hier sind konkrete Hotels, die seit Langem zu den bestbewerteten gehören und an idealen Orten für die Weiterreise liegen:

  • Scandic Havet: Dieses ikonische Hotel ist das höchste Gebäude in ganz Nordnorwegen und bietet einen absolut fantastischen Blick auf den Ozean und die umliegenden Berge. Die Zimmer sind modern, geräumig, und aus dem obersten Stockwerk sieht man wunderbar auf die einfahrenden Fähren. Beim berühmten reichhaltigen Frühstück findest du auch viele großartige vegetarische und vegane Optionen, darunter frisches Gebäck, lokale Käsesorten und ausgezeichnete Haferbreie.
  • Radisson Blu Hotel Bodø: Eine großartige Wahl direkt am Hafen, was du besonders dann zu schätzen weißt, wenn du eine frühe Morgenfähre auf die Lofoten hast und dich nicht kompliziert mitsamt Gepäck irgendwohin bewegen willst. Das Hotel hat sehr bequeme Betten, ausgezeichneten Kaffee, und gleich um die Ecke findest du jede Menge interessanter Streetart.
  • Smarthotel Bodø: Wenn du eine preisgünstigere, aber trotzdem sehr saubere und moderne Variante suchst, ist dieses Hotel die ideale Wahl für dein Budget. Die Zimmer sind zwar kleiner und effizient im minimalistischen skandinavischen Stil eingerichtet, aber die Lage direkt im Herzen der Stadt macht es zu einer perfekten Basis, um die Umgebung vor dem nächsten Einschiffen zu erkunden.

6 Tipps, was man in Bodø sehen und unternehmen kann

Schauen wir uns an, wie du aus dem Besuch dieser windigen nordischen Stadt das Maximum herausholst. Egal ob du hier nur einen freien Nachmittag vor dem Einschiffen verbringst oder ganze zwei Tage zum Erkunden hast – Bodø wird dich mit seiner wilden Natur und seinem reichen Kulturleben überraschen.

Ich verrate dir, wie du die tückische Fährlogistik meisterst, wohin du für den besten Blick auf die Stadt aufbrechen solltest und wie du das beeindruckende Phänomen der Gezeitenstrudel sicher beobachten kannst.

1. Fähre Bodø–Moskenes: das A und O der Reise

Die meisten Reisenden kommen aus einem einzigen logischen Grund nach Bodø: um an Bord der riesigen Fähre Richtung Lofoten zu gehen. Diese zentrale Linie betreibt zuverlässig die Gesellschaft Torghatten Nord, und die Überfahrt über den breiten und oft aufgewühlten Vestfjorden bis ins Städtchen Moskenes dauert rund 3 bis 3,5 Stunden. Wenn du unter Seekrankheit leidest, empfehle ich dir, vorab Medikamente oder Ingwerbonbons mitzunehmen, denn das offene Meer kann hier unberechenbar sein und die Wellen erreichen mitunter respektable Höhen.

Für die Sommersaison gilt eine absolut zentrale Regel: die Notwendigkeit, einen Platz fürs Auto lange im Voraus zu reservieren. Tickets für Fahrzeuge kannst du online auf der Website des Betreibers kaufen (der Preis für einen Pkw liegt bei etwa 1.000 NOK / rund 85 €), und ohne sie riskierst du tatsächlich, dass du nicht ins Unterdeck passt und den ganzen Tag in der sogenannten Stand-by-Schlange ausharrst. Selbst mit gültiger Reservierung verlangt der Betreiber, dass du mindestens 45 bis 60 Minuten vor der Abfahrt im Hafen bist, sonst verfällt dein Platz an jemand anderen.

Wenn du nur mit dem Rucksack ohne Auto reist, ist die Situation viel freundlicher und günstiger. Fußgänger steigen reibungsloser ein, und die norwegische Regierung hat in den letzten Jahren auf ausgewählten Fähren für Fußpassagiere sogar die kostenlose Beförderung eingeführt. Bleib während der Überfahrt auf keinen Fall die ganze Zeit drinnen im Café, denn der Blick auf die näher rückenden gezackten Gipfel der Lofoten vom Außendeck ist ein Erlebnis, das du so schnell nicht vergisst und das garantiert den Speicher deines Handys füllt.

2. Saltstraumen: der stärkste Gezeitenstrudel der Welt

Nur etwa 33 Kilometer südöstlich vom Zentrum Bodøs liegt eine Meerenge, die eines der größten Naturwunder ganz Norwegens verbirgt. Der Saltstraumen ist offiziell die stärkste Gezeitenströmung des Planeten, bei der sich alle sechs Stunden unglaubliche 400 Millionen Kubikmeter Wasser durch eine nur 150 Meter breite Meerenge zwängen. Das Wasser erreicht hier Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h, und es entstehen gewaltige Wasserstrudel (Maelströme), die bis zu 10 Meter Durchmesser und mehrere Meter Tiefe haben können.

Damit du von diesem dramatischen Schauspiel das richtige Erlebnis hast, ist das Timing deines Besuchs absolut entscheidend. Die Stärke der Strudel hängt von der Mondphase und den Gezeiten ab, deshalb solltest du vor der Abfahrt aus der Stadt immer die sogenannten Gezeitentabellen (idealerweise auf dem norwegischen Portal BarentsWatch) für den jeweiligen Tag im Internet prüfen. Das größte Schauspiel findet genau dann statt, wenn die Strömung ihren absoluten Höhepunkt erreicht, was etwa viermal in 24 Stunden geschieht – und jedes Mal sammeln sich rund um die Meerenge Trauben von Fotografen.

Die Meerenge kannst du völlig kostenlos vom Ufer oder von der hohen Straßenbrücke aus bewundern, die sie elegant überspannt und einen fantastischen Blick aus der Vogelperspektive bietet. Wenn du kein Auto hast, fährt vom zentralen Terminal regelmäßig der lokale Bus Nummer 300 (die Fahrt dauert etwa 40 Minuten und das Ticket kostet rund 50 NOK / ca. 4,30 €). 💡 Tipp: Direkt am Parkplatz findest du ein kleines Besucherzentrum, wo du dich nach dem windigen Spektakel bei einem Tee aufwärmen und kleine Souvenirs kaufen kannst.

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3. Aufstieg auf den Berg Keiservarden

Wenn du in Bodø einen freien Nachmittag hast und dir das launische arktische Wetter wohlgesonnen ist, darfst du den Aufstieg auf den Berg Keiservarden auf keinen Fall verpassen. Dieser beliebte lokale Hügel mit einer Höhe von 366 Metern erhebt sich direkt über der Stadt und bietet absolut konkurrenzlose Panoramablicke auf die verstreuten Inseln, den endlosen Ozean und bei guter Sicht sogar auf die ferne Bergkette der Lofoten. Seinen Namen verdankt er übrigens dem deutschen Kaiser Wilhelm II., der den Gipfel 1889 begeistert besuchte.

Der Weg zum Gipfel ist technisch nicht besonders anspruchsvoll und auch für Gelegenheitswanderer in ordentlichen Turnschuhen machbar. Der gesamte Rundweg misst rund 4,5 Kilometer und der Aufstieg dauert etwas mehr als eine Stunde, wobei der Startpunkt der Route am gebührenpflichtigen Parkplatz Turisthytta liegt, etwa 3 Kilometer vom Zentrum entfernt. Der beliebteste und bequemste Weg führt über die sogenannten Sherpa-Treppen (Sherpatrappa), die nepalesische Sherpas aus mächtigen Steinblöcken errichtet haben, um einen bequemen Pfad zu schaffen, der die empfindliche Natur vor der Erosion durch Tausende Schuhe schützt.

Der Keiservarden ist unter den Einheimischen einer der beliebtesten Orte, um die Mitternachtssonne zu beobachten. In den Sommermonaten triffst du hier Dutzende Norweger, die eine Thermoskanne Kaffee im Rucksack mitbringen und das magische Licht genießen, das den Himmel noch lange nach Mitternacht in goldene Töne taucht. 💡 Tipp: Auf dem Gipfel selbst, an der Steinpyramide, weht es oft sehr stark, daher sind eine warme Mütze und eine gute Windjacke selbst im heißen Juli von Vorteil.

4. Kulturhauptstadt Europas und Street Art

Das Jahr 2024 war für Bodø absolut wegweisend, denn es wurde zur historisch ersten Stadt nördlich des Polarkreises, die den prestigeträchtigen Titel Kulturhauptstadt Europas erhielt. Dieses große Ereignis verwandelte den zuvor eher verschlafenen und industriellen Hafen in ein lebendiges Kunstzentrum voller moderner Galerien und öffentlicher Kunst, dessen starkes Vermächtnis man in den nordischen Straßen auch heute noch auf Schritt und Tritt spürt.

Das auffälligste Element dieser städtischen Verwandlung ist die allgegenwärtige und großartig umgesetzte Street Art. Vor allem dank des internationalen Festivals UpNorth zieren riesige Wandgemälde von Künstlern aus aller Welt die Fassaden langweiliger Platten- und Backsteinbauten, wobei du die meisten rund um die Straßen Sjøgata und Storgata findest. Im Informationszentrum am Hafen kannst du dir eine Karte holen und auf eine eigene Tour zu den interessantesten Werken gehen, die sich sehr oft auf die nordische Mythologie oder das raue Leben der Einheimischen beziehen.

Bei einem Spaziergang durch das moderne Zentrum stößt du auch auf die architektonisch interessante Domkirche (Bodø domkirke) und das eindrucksvolle Gebäude der Bibliothek und Konzerthalle Stormen. Die ursprüngliche Stadt wurde nämlich während des Zweiten Weltkriegs nahezu dem Erdboden gleichgemacht, weshalb die heutige Bebauung ein Beispiel interessanter Nachkriegsarchitektur ist. 💡 Tipp: Wenn dir vom Spaziergang die Füße wehtun, kehre ins beliebte Café Craig Alibone Pâtisserie ein, wo es hervorragenden Kaffee und fantastische Kuchen oder Käse-Sandwiches gibt.

5. Seeadler beobachten (Sea Eagle Safari)

Die nordnorwegische Küste, und besonders die zerklüftete Region rund um Bodø und den Saltstraumen, rühmt sich stolz der weltweit höchsten Konzentration an Seeadlern. Die Stadt hat sich sogar völlig zu Recht den Beinamen Hauptstadt der Seeadler verdient. Dieser majestätische Greifvogel mit einer enormen Flügelspannweite von bis zu unglaublichen 2,4 Metern ist das Symbol der Region, und ihn über den Fjorden kreisen zu sehen ist ein Erlebnis, bei dem dir garantiert eine Gänsehaut über den Rücken läuft.

Obwohl du die Adler mit etwas Glück auch zufällig bei Spaziergängen entlang der Küste erspähst, hast du die größte Chance auf eine wirklich nahe Begegnung bei einer organisierten Sea Eagle Safari. Diese Adrenalin-Ausflüge finden auf schnellen Motorbooten vom Typ RIB statt, und die erfahrenen lokalen Kapitäne wissen ganz genau, wo diese Vögel nisten und welche Gewohnheiten sie haben. Die Safari dauert oft rund zwei Stunden und wird häufig direkt mit einem Besuch des Saltstraumen-Strudels kombiniert. Vor der Fahrt bekommst du zudem spezielle isolierte Schwimmanzüge und eine Schutzbrille, sodass dir garantiert nicht kalt wird.

Während der Fahrt erzählen dir die Guides faszinierende Details aus dem Leben dieser beeindruckenden arktischen Raubvögel. Oft gelingt es, die Adler mit einem ins Wasser geworfenen kleinen Fisch nah ans Boot zu locken, und du hast so die einmalige Chance, den riesigen Vogel genau in dem Moment zu fotografieren, in dem er elegant seine Beute direkt von der Wasseroberfläche greift. Der Preis für einen solchen Ausflug liegt bei etwa 900 bis 1.200 NOK pro Person (rund 78 bis 105 €), aber die Investition in dieses authentische nordische Erlebnis lohnt sich auf jeden Fall.

6. Norwegisches Luftfahrtmuseum (Norsk Luftfartsmuseum)

Das Wetter im hohen Norden ist äußerst unberechenbar, und wenn dich in Bodø zufällig ein anhaltender Dauerregen erwischt, ist das Norwegische Luftfahrtmuseum ein absolut fantastischer Rettungsplan. Es ist ein riesiger, moderner Komplex etwa zwanzig Gehminuten vom Zentrum entfernt, dessen Gebäude aus der Vogelperspektive die überraschende Form eines gigantischen Propellers hat und einen unglaublich detaillierten Einblick in die reiche Geschichte des Fliegens unter anspruchsvollen nordischen Bedingungen bietet.

Das Museum ist clever in zwei große Hauptbereiche unterteilt, die der zivilen Luftfahrt und der Militärgeschichte gewidmet sind. Bodø hatte während des Kalten Krieges als wichtiger NATO-Stützpunkt enorme strategische Bedeutung, und genau von hier startete das berühmte amerikanische Spionageflugzeug U-2, bevor es 1960 dramatisch über der Sowjetunion abgeschossen wurde. Die Ausstellungen sind sehr interaktiv, voller echter restaurierter Flugzeuge und visuell hervorragend aufbereitet, sodass du hier leicht und gerne auch drei Stunden verbringst.

Der größte Hit für alle Besucher ist zweifellos die Möglichkeit, einen realistischen Flugsimulator auszuprobieren. Du setzt dich in ein detailliertes Cockpit, greifst den Steuerknüppel und versuchst, sicher auf einer virtuellen Landebahn umgeben von digitalen norwegischen Fjorden zu landen. Der Eintritt kostet rund 175 NOK (ca. 15 €), geöffnet ist meist von 10 bis 16 Uhr, und das Museum ist insgesamt ein unerwartetes technologisches Juwel, das du in einer kleinen Stadt am Polarkreis wahrscheinlich gar nicht gesucht hättest.

Wohin weiter ab Bodø

Wie bereits gesagt, ist Bodø für die allermeisten Reisenden ein Sprungbrett für die Weiterreise. Sobald du an Bord der Fähre gehst und das aufgewühlte Meer überquerst, öffnet sich dir eine Welt aus steilen Gipfeln, roten Fischerhütten und türkisfarbenen Stränden.

Wenn du deine Schiffstickets bereits gekauft hast und eine detaillierte Reiseroute planst, schau dir unbedingt unseren großen Lofoten-Guide an, in dem du eine ausführliche Karte sowie Tipps zu den schönsten Stränden und Wanderungen findest. Falls du noch zögerst, ob du die Fähre, das Flugzeug oder die Autofahrt über das Festland wählen sollst, lies den Artikel wie man auf die Lofoten kommt, in dem wir alle Transportmöglichkeiten, ihre Preise und den Zeitaufwand detailliert vergleichen.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Fährüberfahrt von Bodø zu den Lofoten?

Die Überfahrt mit der massiven Fähre vom Hafen in Bodø zum Städtchen Moskenes im Süden der Lofoten dauert etwa 3 bis 3,5 Stunden. Es hängt jedoch stark von den aktuellen Wetterbedingungen auf offener See und der Stärke der Meeresströmungen im Vestfjorden ab, die die Fahrt unangenehm erschweren und etwas verlängern können. Daher empfiehlt es sich, Medikamente gegen Seekrankheit dabei zu haben.

Muss ich die Fähre im Voraus reservieren?

Wenn Sie mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil reisen, ist eine Reservierung in den Sommermonaten absolut notwendig. Tickets bei der Gesellschaft Torghatten Nord sind im Online-Buchungssystem oft schon Wochen im Voraus ausverkauft, und ohne Reservierung riskieren Sie langes, ganztägiges Warten auf einen zufällig freien Platz in der Stand-by-Warteschlange im Hafen.

Wie weit ist der Flughafen vom Hafen in Bodø entfernt?

Der Flughafen in Bodø (BOO) ist insofern einzigartig, als er nur etwa 2 Kilometer vom Stadtzentrum und dem Hauptfährhafen entfernt liegt. Man kann bequem in 20 bis 30 Minuten zu Fuß dorthin laufen, oder bei schwerem Gepäck den lokalen Bus nutzen oder eine kurze Taxifahrt nehmen, die buchstäblich nur ein paar Minuten dauert.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch des Maelstroms Saltstraumen?

Die größte visuelle Kraft entfaltet dieser gigantische Strudel in dem Moment, wenn Ebbe und Flut wechseln, was etwa viermal täglich geschieht. Um die genaue Uhrzeit herauszufinden, ist es unerlässlich, die sogenannten Gezeitentabellen (tide tables) auf norwegischen Websites für den konkreten Tag Ihres Besuchs zu prüfen, damit Sie nicht nur eine ruhige Wasseroberfläche sehen.

Ist die Fähre zu den Lofoten für Fußgänger wirklich kostenlos?

In Norwegen gilt derzeit ein großzügiges System zur Förderung umweltfreundlichen Reisens, dank dessen Fußgänger auf vielen Fährverbindungen kostenlos mitfahren können, einschließlich der Linie nach Moskenes. Das System und die staatlichen Zuschüsse können sich jedoch ändern, daher ist es immer sehr ratsam, die aktuell gültigen Regelungen kurz vor der Abreise auf den offiziellen Seiten des Betreibers zu überprüfen.

Wo kann ich in Bodø mein Auto sicher für längere Zeit parken?

Wenn Sie sich entscheiden, Ihren Mietwagen auf dem Festland zu lassen, finden Sie am Hafen und in der Nähe des Flughafens offizielle Zonen für Langzeitparken. Diese sind problemlos über mobile Apps bezahlbar und werden regelmäßig überwacht, sodass es eine absolut sichere und bequeme Lösung für mehrtägige Ausflüge auf die Inseln ohne unnötigen Stress ist.

Was können wir in Bodø Gutes probieren?

In der Stadt finden Sie viele ausgezeichnete Bäckereien und gemütliche moderne Cafés mit herzlicher Atmosphäre. Ich empfehle Ihnen, in einem davon in Hafennähe einzukehren und sich einen erstklassigen norwegischen Kaffee und eine frisch gebackene, fluffige Zimtschnecke (kanelbolle) zu gönnen. Wenn Sie größeren Hunger haben, finden Sie im Zentrum tolle Bistros, die ehrliche vegetarische Pizza oder cremige Gemüsesuppen mit Sauerteigbrot anbieten.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

Finde die besten Erlebnisse

Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!

Lofoten im Winter: Polarlichter, Schnee und die besten Tipps für 2026

TL;DRDie besten Bedingungen für Polarlichter und viel Schnee auf den Lofoten bieten Februar und März, wenn die Tage schon länger sind. Dezember und Anfang Januar dagegen bringen die magische Polarnacht ganz ohne Sonne. Die ikonischsten Aufnahmen der roten Fischerhütten machst du in den Dörfern Hamnøy und Reine, am besten von der Brücke bei Hamnøy oder rund um die Eliassen Rorbuer. Polarlichter erspähst du am besten an den nordausgerichteten Stränden Haukland, Uttakleiv oder Skagsanden, Wale wiederum eher weiter nördlich bei Skjervøy nahe Tromsø. Plan für den Besuch 7 bis 10 Tage ein. Die Übernachtung in einem traditionellen Rorbu kostet 2000 bis 3500 NOK pro Nacht, und Winterreifen mit Spikes sind ein Muss.

Wenn du über eine Winterreise hinter den Polarkreis nachdenkst, muss ich dich vorab vor einer wichtigen Sache warnen: Die verschneiten Lofoten in Norwegen werden dich vollkommen in ihren Bann ziehen und du wirst gar nicht mehr abreisen wollen. ☺️ Die Kombination aus steilen weißen Gipfeln, dem tiefblauen Ozean und den roten Fischerhütten bildet eine atemberaubende Kulisse, die wie aus einer völlig anderen Welt wirkt.

Obwohl die meisten Touristen im Sommer hierherkommen, bieten gerade die frostigen Monate die zauberhafteste arktische Atmosphäre – ganz ohne endlose Menschenmassen und Staus auf den Straßen. Knirschender Schnee unter den Füßen, das dramatische Licht der tiefstehenden Sonne und ein heißer Tee nach der Rückkehr von einem eisigen Ausflug haben einfach einen ganz besonderen Reiz. Es ist die ideale Flucht in ein echtes nordisches Märchen.

In diesem Guide zeige ich dir die besten Tipps, was man auf den Lofoten im Winter sehen und erleben kann, damit du deine Reise möglichst sicher und warm genießt. Wir sprechen über die Tücken des Fahrens auf vereisten Straßen, die Jagd nach den magischen Polarlichtern und darüber, wie du dich richtig auf das unberechenbare arktische Wetter einstellst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Wintersaison im Norden: Die besten Bedingungen für reichlich Schnee und Polarlichter findest du von Februar bis März, wenn die Tage schon angenehm länger werden.
  • Der Zauber der Polarnacht: Im Dezember und Anfang Januar geht die Sonne gar nicht über den Horizont, was eine besondere blaue Dämmerung erzeugt, die wunderbar zum Fotografieren ist.
  • Sicherheit auf den Straßen: Spike-Winterreifen sind absolute Pflicht, denn die Straßen sind sehr oft von unsichtbarem Glatteis bedeckt.
  • Das Schichtprinzip bei der Kleidung: Ohne hochwertige Merinowolle, eine wasserdichte Jacke und feste Schuh-Spikes kommst du im hohen Norden definitiv nicht aus.
  • Ikonische Ausblicke: Das Fotografieren der traditionellen roten Fischerhütten in den verschneiten Dörfern Hamnøy und Reine ist ein absolutes Muss für jeden Besucher.
  • Walbeobachtung: Zu Walen und Orcas fährt man in den Wintermonaten am häufigsten ein Stück weiter nördlich in die berühmte Region Skjervøy.

Wann sollte man im Winter auf die Lofoten reisen

Die Planung eines Winterurlaubs hinter dem Polarkreis erfordert ein wenig strategisches Denken, vor allem wegen des verfügbaren Tageslichts und der Launen der Natur. Das Winterwetter auf den Lofoten ist dank des warmen Golfstroms überraschend milder als im Landesinneren, sodass die Temperaturen oft nur knapp um den Gefrierpunkt liegen. Der starke Wind vom Ozean drückt die gefühlten Temperaturen jedoch deutlich nach unten – das musst du beim Packen unbedingt berücksichtigen.

Wenn du im Dezember oder Anfang Januar anreist, erlebst du die Polarnacht, in der die Sonne überhaupt nicht über den Horizont steigt und die Landschaft sich für ein paar Stunden am Tag in ein magisches blaues Zwielicht taucht. Dieses Phänomen ist optisch wunderschön und bietet eine einzigartige Atmosphäre, für lange Ganztagestouren in den Bergen ist es aber natürlich weniger geeignet. In dieser Zeit genießt du vor allem die Stille, die Beobachtung des Nachthimmels und die gemütliche Stimmung in beheizten Hütten.

Für einen aktiveren Urlaub empfehle ich dir persönlich, die Reise eher auf den Februar oder März zu legen – das sind meiner Meinung nach die idealen Monate für einen Winterbesuch. Die Tage werden schnell länger, die Schneedecke ist um diese Zeit am üppigsten und du hast nach wie vor riesige Chancen auf abendliche Himmelsschauspiele. Die arktischen Bedingungen ändern sich hier buchstäblich von Minute zu Minute, sodass es ganz normal ist, an einem einzigen Nachmittag strahlenden Sonnenschein, einen heftigen Schneesturm und Nebel zu erleben. Dein bester Freund wird die norwegische App yr.no, nach der du deine Ausflüge wirklich stundenweise planen musst, denn Langzeitprognosen funktionieren im Norden einfach nicht.

Mehr Details zu den einzelnen Monaten und den Lichtverhältnissen findest du in unserem Artikel darüber, wann man auf die Lofoten fahren sollte. Für eine richtige Erkundung der winterlichen Inseln solltest du mindestens sieben bis zehn Tage einplanen, um genug Zeitpuffer für schlechtes Wetter zu haben. Flexibilität und die Bereitschaft, das Programm der aktuellen Lage anzupassen, sind beim Winterreisen das A und O – das erspart dir jede Menge Enttäuschung.

Was man für den arktischen Winter anziehen und einpacken sollte

Die Grundlage zum Überleben und für ganztägigen Komfort ist das richtige Schichtprinzip bei der Kleidung, denn der ständige Wechsel vom warmen Auto in den eisigen Wind auf den Aussichtspunkten fordert den Körper ordentlich heraus. Als erste Schicht wählst du hochwertige Merinowolle, die zuverlässig wärmt, auch wenn du beim Gehen ein wenig ins Schwitzen kommst. Darüber kommt eine dickere Fleece- oder Wolljacke als Isolierschicht und obendrauf eine gute wasserdichte Jacke mit robuster Membran gegen den scharfen Wind vom Ozean.

Vergiss nicht warme Winterstiefel mit fester Sohle, in die dicke Wollsocken bequem hineinpassen, ohne zu drücken. Eine wesentliche und oft vergessene Ausrüstung sind gute Schuh-Spikes (Grödel), denn die vereisten Gehwege in den Dörfern und die festgetretenen Pfade zu den Aussichtspunkten sind glatt wie die spiegelglatteste Eisbahn. Pack dir auch zwei Paar Handschuhe ein, davon ein dünneres Paar, mit dem du bei klirrendem Frost bequem deine Kamera oder dein Touchscreen-Handy bedienen kannst.

Wo man auf den Lofoten übernachten kann

💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Für das authentischste Norwegen-Erlebnis empfehle ich dir eindeutig die Anmietung einer traditionellen Fischerhütte, die in der Landessprache Rorbu heißt. Diese satt roten oder ockergelben Häuschen stehen auf Pfählen direkt über dem Meeresspiegel und bieten fantastische Ausblicke auf die umliegenden verschneiten Gipfel. Im Winter sind sie natürlich voll gedämmt, mit moderner Heizung ausgestattet und haben oft sogar eine eigene kleine Küche, was du sehr zu schätzen wissen wirst, denn viele Restaurants haben außerhalb der Sommersaison nur eingeschränkte Öffnungszeiten.

Einer der absolut schönsten Orte zum Übernachten ist Eliassen Rorbuer im ikonischen Dörfchen Hamnøy, das zu den meistfotografierten Orten des gesamten Nordens gehört. Aus den Fenstern dieser Hütten blickst du direkt auf den majestätischen Berg Festvågtind und kannst die Polarlichter oft bequem direkt aus der warmen Stube mit einem Glas Wein in der Hand beobachten. Die Preise für klassische Fischerhütten liegen in dieser Region orientierungshalber zwischen 2000 und 3500 NOK pro Nacht (etwa 175 bis 305 €), es lohnt sich also definitiv, in der Gruppe zu reisen und die Kosten clever aufzuteilen. In den Wintermonaten ist hier unter Fotografen riesiger Andrang, also überlasse die Buchung über Booking wirklich nicht der letzten Minute.

Eine weitere tolle Wahl ist der historische Komplex Reine Rorbuer, der sich im benachbarten Städtchen Reine mit seiner atemberaubenden Kulisse aus scharfen Granitgipfeln befindet, die aus dem eisigen Meer ragen. Für Liebhaber von modernerem skandinavischem Design in Verbindung mit Tradition empfehle ich dann die großartige Hattvika Lodge in der Region Ballstad, die etwas luxuriösere Ausstattung bietet. Wenn du beim Essen sparen möchtest, ist die ideale Strategie, dich in Supermärkten wie Rema 1000 oder Extra mit Vorräten einzudecken und dir abends in der warmen Hütte deftige Nudeln oder lokalen Käse mit Brot zuzubereiten.

7 Tipps, was man auf den Lofoten im Winter sehen und erleben kann

Die winterlichen Lofoten bieten eine riesige Auswahl an unvergesslichen Erlebnissen – vom sanften Adrenalin auf Schneemobilen bis zur ruhigen Besinnung an gefrorenen Stränden. Schauen wir uns die 7 besten Winteraktivitäten an, die in deinem Reiseplan für einen perfekten Urlaub auf keinen Fall fehlen sollten. Zu jedem Punkt habe ich für dich auch ein paar praktische Ratschläge, wie du alles in völliger Sicherheit und ohne unnötigen Stress genießt.

1. Die Jagd nach den magischen Polarlichtern

Das tanzende grüne Polarlicht mit eigenen Augen zu sehen, ist für die meisten Reisenden der wichtigste Grund für einen Winterbesuch im nördlichen Skandinavien. Die Lofoten liegen direkt unter dem Polarlichtoval, sodass die statistische Chance auf eine Sichtung von Ende September bis Anfang April wirklich riesig ist. Du brauchst dafür nur drei grundlegende Dinge: ausreichend Dunkelheit, einen klaren Himmel ohne Wolken und starke Sonnenaktivität.

Die besten Orte für nächtliche Fotos sind nach Norden ausgerichtete Strände wie der berühmte Haukland, Uttakleiv oder Skagsanden, wo dir keine hohen Bergmassive die Sicht versperren. Pack dich in deine wärmsten Decken, koch dir heißen Tee in eine Thermoskanne und wappne dich mit einer großen Portion Geduld, denn die Natur lässt sich Zeit und das Warten in der Kälte kann Stunden dauern. Du kannst lange am Strand stehen und gar nichts sehen, und dann explodiert plötzlich der ganze Himmel unerwartet in Farben – was dir augenblicklich die ganze Kälte entschädigt.

💡 Tipp: Zur Beobachtung der Bewölkung und der Wahrscheinlichkeit des Phänomens empfehle ich, die norwegische App yr.no sowie spezielle Aurora-Radare aufs Handy zu laden. Wenn du mehr Sicherheit haben und mehr über das Fotografieren erfahren möchtest, lies unbedingt in unserem Artikel, wie man die Polarlichter auf den Lofoten jagt.

2. Beobachtung von Orcas und Buckelwalen (Skjervøy)

Die Wintermonate bringen riesige Heringsschwärme in die tiefen norwegischen Fjorde, denen regelmäßig Hunderte majestätischer Wale auf Nahrungssuche folgen. Direkt im Süden der Lofoten siehst du Wale eher selten, aber viele Reisende verbinden diese Tour mit einem Ausflug ein Stück weiter nördlich, wohin sich die Fische in den letzten Jahren verlagert haben. Gerade die Region Skjervøy in der Nähe der Stadt Tromsø ist weltberühmt für die winterliche Beobachtung der intelligenten Schwertwale und gewaltigen Buckelwale, zu denen Enthusiasten aus aller Welt anreisen.

Eine Walsafari findet üblicherweise entweder an Bord größerer und stabilerer Schiffe statt oder von schnellen, adrenalingeladenen RIB-Booten, von denen aus du die Tiere buchstäblich zum Greifen nah hast. Die Anbieter stellen dir immer dicke, isolierte und wasserdichte Overalls zur Verfügung, denn der Wind auf offenem Meer ist im Winter wirklich eisig und dringt bis auf die Knochen. Aus der Nähe die Wasserfontäne eines Buckelwals zu sehen, seinen mächtigen Atemstoß zu hören und die riesige Schwanzflosse in den dunklen Wassern verschwinden zu sehen, ist ein absolut atemberaubendes Erlebnis.

💡 Tipp: Diese beliebten Ausflüge sind in der Wintersaison meist sehr schnell ausgebucht, also buche sie mehrere Monate im Voraus. Rechne mit einem Preis von etwa 1500 bis 2500 NOK (ungefähr 130 bis 215 €) pro Person – das ist zwar nicht wenig, aber die Investition in dieses einzigartige Naturschauspiel lohnt sich hundertprozentig.

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3. Fotografieren der verschneiten Dörfer Hamnøy und Reine

Wenn du jemals ein eindrucksvolles Foto von den winterlichen Lofoten gesehen hast, war es zu neunzig Prozent eine Aufnahme der gelben und roten Hütten vor der Kulisse rauer, schneebedeckter Berge. Die Dörfer Hamnøy und Reine sind ein wahres Paradies für alle Fotografen und sehen im Winter unter einer dicken Schneehaube absolut märchenhaft aus. Der ikonischste Blick auf Hamnøy eröffnet sich direkt von der kleinen Straßenbrücke, wo du selbst bei größtem Frost Dutzende begeisterter Reisender mit Stativen triffst, die auf das perfekte Licht warten.

Im nahe gelegenen Reine empfehle ich dir, am Dorfrand zu parken und die engen verschneiten Gassen zu Fuß zu erkunden, denn aus jedem neuen Winkel sieht die Bucht völlig anders aus und bietet neue Kompositionen. Die Lichtverhältnisse sind hier im Winter den ganzen Tag wunderbar weich, da die Sonne nur sehr tief über dem Horizont steht und keine unangenehmen scharfen Schatten wirft. Wenn du völlig durchgefroren bist, kehre unbedingt im gemütlichen lokalen Café Bringen Kaffebar auf einen tollen Kaffee und eine frisch gebackene Zimtschnecke ein – das wärmt dich nach dem Spaziergang herrlich auf.

💡 Tipp: Akkus von Kameras und Handys entladen sich in der arktischen Kälte unglaublich schnell. Trage Ersatzakkus und Powerbanks in der Brusttasche nah am Körper, damit sie warm bleiben und sich nicht entladen, bevor du überhaupt die schönsten Szenerien einfangen kannst.

4. Winter-Roadtrip und sicheres Autofahren

Ein Mietwagen ist für die gründliche Erkundung des Archipels eine absolute Notwendigkeit, aber das Winterfahren in Norwegen erfordert maximalen Respekt vor der Natur und ein großes Maß an Vorsicht. Die Hauptverkehrsader E10 wird zwar regelmäßig vom Schneepflug geräumt, ist aber sehr oft von festgefahrenem Schnee oder gefährlichem Glatteis bedeckt, das auf den ersten Blick gar nicht zu sehen ist. Die Autovermietungen liefern die Fahrzeuge glücklicherweise automatisch mit speziellen Spike-Winterreifen (norwegisch piggdekk), die auf dem Eis fantastischen Grip bieten und dir ein Gefühl von Sicherheit geben.

Trotz der erstklassigen Winterbereifung musst du deutlich langsamer fahren und große Abstände zu anderen Fahrzeugen halten, denn der Bremsweg ist erbarmungslos und Tiere können jederzeit auf die Fahrbahn laufen. Das Wetter kann sich innerhalb von zehn Minuten von klarem Himmel zu völligem Whiteout ändern, in dem du das Auto vor dir nicht einmal auf fünf Meter siehst und die Straße mit der Landschaft verschmilzt. Ein einfaches kleineres Auto kostet dich etwa 7000 bis 11000 NOK pro Woche (rund 610 bis 960 €), daher lohnt es sich, die Angebote der Vermietungen rechtzeitig zu vergleichen.

💡 Tipp: Lass den Tank nie ganz leer werden und tanke lieber regelmäßig nach, wann immer du eine geöffnete Tankstelle triffst. Bei einer unerwarteten Straßensperrung wegen Lawinengefahr brauchst du genug Kraftstoff zum Heizen während eines stundenlangen Wartens im Stau – im Winter ist das gar nicht so ungewöhnlich.

5. Fahrt mit dem Hundeschlitten

Kaum eine Outdoor-Aktivität verbindet dich so stark und natürlich mit der arktischen Winternatur wie der traditionelle Hundeschlitten. Die meisten großen Farmen mit Alaskan Huskys befinden sich zwar eher im nördlicheren Tromsø oder in Schweden, aber auch auf den Lofoten und in der benachbarten Region Vesterålen findest du kleinere und sehr freundliche lokale Anbieter. Die Hunde sind extrem gesellig, lieben menschliche Aufmerksamkeit und das Laufen durch die verschneite Landschaft ist für sie nachweislich die größte Freude des Lebens.

Während des Ausflugs kannst du dir meist aussuchen, ob du dich nur bequem im Schlitten in warme Decken eingehüllt fahren lässt oder gleich selbst das Gespann lenken möchtest. Ein erfahrener Guide erklärt dir vor der Fahrt ausführlich, wie du das Gewicht in den Kurven verlagerst und wie du beim Bergabfahren beide Bremsen richtig benutzt. Es ist körperlich ziemlich anstrengend und du musst den Hunden manchmal durch Anschieben helfen, aber das Gefühl, wenn der Schlitten leise über den Schnee gleitet, ist jeden Tropfen Schweiß wert und kostet üblicherweise 1800 bis 2000 NOK (etwa 155 bis 175 €) pro Person.

💡 Tipp: Hundeschlittenfahrten sind überraschenderweise auch für Tage ideal, an denen es bewölkt ist und leicht schneit. Das Erlebnis der schnellen Fahrt durch verschneite Wälder und Ebenen wird dadurch nämlich überhaupt nicht getrübt, im Gegenteil – es verleiht der ganzen nordischen Atmosphäre noch mehr Dramatik und du kommst dir wie ein echter Polarforscher vor.

6. Adrenalin auf dem Schneemobil

Für Liebhaber von etwas mehr Geschwindigkeit und starken Motoren ist eine Schneemobil-Tour ein absolutes Muss, das dir zuverlässig das Blut in den Adern zum Kochen bringt. Auf den Lofoten selbst ist das freie Fahren abseits markierter Routen zum Schutz der empfindlichen Natur streng verboten, aber organisierte geführte Touren bringen dich an die schönsten erlaubten Orte. Oft geht es hoch in die Berge und zu zugefrorenen Seen, zu denen du im tiefen Pulverschnee zu Fuß niemals gelangen würdest.

Zum Fahren eines Schneemobils brauchst du nur einen gültigen Pkw-Führerschein und vor der eigentlichen Fahrt durchläufst du eine kurze Sicherheitseinweisung, die wirklich jeder schafft. Der Guide bringt dir bei, Gas zu geben, die Lenkerheizung einzuschalten, und erklärt dir, wie du reagierst, wenn du im tiefen Schnee stecken bleibst. Die Ausblicke von den verschneiten Bergsätteln auf die endlose weiße Wildnis tief unter dir sind einfach phänomenal und gleichen den lauten Motorenlärm perfekt aus.

💡 Tipp: Die Schneemobil-Kleidung, die dir an der Basis geliehen wird, ist meist sehr voluminös, und der schwere Helm schützt dich zwar vor dem eisigen Wind, lässt aber am Hals oft Wind durch. Vergiss daher nicht, darunter eine gute Skimaske (Sturmhaube) zu tragen, denn der frostige Wind kriecht bei höheren Geschwindigkeiten wirklich überall hin und du würdest leicht auskühlen.

7. Besuch von Fischereimuseen und Stockfisch-Trocknung (Skrei)

Von Februar bis April findet im Norden Norwegens ein alljährliches Ereignis statt, das die lokale Kultur und den Lebensunterhalt über Jahrhunderte geprägt hat. An die Küste kommen nämlich riesige Schwärme arktischen Kabeljaus, den die Einheimischen Skrei nennen, um hier in den wärmeren Gewässern des Golfstroms zu laichen. Die ganzen Inseln erwachen sofort im Fischereitrubel zum Leben, Boote fahren aufs aufgewühlte Meer hinaus und überall tauchen riesige Holzgestelle voller verarbeiteter Fänge auf, die zum Symbol der Region geworden sind.

Diese traditionelle Art der Fischkonservierung, ausschließlich mithilfe des eisigen arktischen Windes und Salz, ist ein absolut einzigartiges Schauspiel, auf das du buchstäblich in jedem Dorf triffst. Wenn dich die Seefahrtsgeschichte und Architektur interessieren, besuche unbedingt das Lofoten-Museum in Kabelvåg oder das fantastische Norwegische Fischerdorfmuseum direkt im Städtchen Å im äußersten Süden des Archipels. Nach der Besichtigung empfehle ich dann, in ein lokales Café auf eine heiße vegetarische Suppe mit knusprigem Brot einzukehren, denn ein geöffnetes Restaurant zu finden ist im Winter eine echte Herausforderung.

💡 Tipp: Die Holzgestelle mit den Fischen riechst du dank des Windes oft schon aus der Ferne, und sie bilden das unverzichtbare visuelle Kolorit der Winter- und Frühlingsmonate. Es ist zwar ein sehr spezifischer und intensiver Geruch, an den du dich erst gewöhnen musst, aber er gehört zum lokalen Leben genauso untrennbar wie die dramatischen Fjorde und die Polarlichter.

Wohin von den Lofoten aus weiter

Die norwegischen Lofoten sind oft nur eine von vielen Etappen bei einer ausgedehnteren Erkundung des rauen nördlichen Skandinaviens. Wenn du mehr Zeit und einen Mietwagen zur Verfügung hast, empfehle ich dir, zum benachbarten Archipel Vesterålen zu fahren, der spürbar ruhiger und bisher weniger vom Massentourismus betroffen ist. Es bietet wunderschöne Sandstrände, tiefe Fjorde und ist ein toller Ausgangspunkt für die ganzjährige Walbeobachtung.

Viele Reisende verbinden diese arktische Reise auch gerne mit einem mehrtägigen Besuch der größten Stadt des Nordens, Tromsø, die wegen ihrer lebendigen Kultur das „Paris des Nordens“ genannt wird. Die Fahrt mit dem Auto dorthin dauert etwa acht Stunden durch eine atemberaubende Winterlandschaft, an der du dich nicht sattsehen wirst. Wenn du dir ein noch besseres Bild von der ganzen Region machen möchtest, lies unbedingt unseren ausführlichen großen Lofoten-Guide voller weiterer praktischer Informationen. Sicher wird dich auch der Artikel darüber interessieren, wie man auf die Lofoten kommt, in dem wir Fähren, Brücken und Flüge im Detail behandeln.

Häufig gestellte Fragen

Ist es sicher, im Winter auf den Lofoten Auto zu fahren?

Ja, aber es erfordert große Vorsicht, vorausschauendes Fahren und enormen Respekt vor dem wechselhaften Wetter. Alle Mietwagen sind automatisch mit speziellen Spikereifen (piggdekk) ausgestattet, die auf festgefahrenem Schnee und Glatteis hervorragenden Grip bieten. Entscheidend ist eine vorausschauende Fahrweise ohne abruptes Bremsen, das Einhalten großer Abstände und die ständige Beobachtung der Wettervorhersage und des aktuellen Straßenzustands.

Wie viele Stunden Tageslicht kann ich erwarten?

Im Dezember und Anfang Januar herrscht im Norden die Polarnacht, in der es nur wenige Stunden am Tag in Form eines magischen blauen Dämmerscheins hell wird. Ab Ende Januar und im Laufe des Februars werden die Tage extrem schnell länger, und im März stehen Ihnen bereits etwa zehn bis zwölf Stunden wunderschönes Tageslicht für ganztägige Ausflüge und Fotografie zur Verfügung.

Werde ich im Winter auf den Lofoten Wale sehen?

Direkt an der Küste der Lofoten selbst ist die Chance auf Walbeobachtungen im Winter leider eher gering. Die Wale folgen nämlich den Heringsschwärmen, die sich in den letzten Jahren weiter nördlich in die Region Skjervøy bei der Stadt Tromsø verlagert haben. Wenn Sie absolute Sicherheit haben und ein unvergessliches Wal-Safari erleben möchten, lohnt sich auf jeden Fall ein mehrtägiger Ausflug genau dorthin.

Welche Temperaturen herrschen in den Wintermonaten?

Dank des warmen und stabilisierenden Golfstroms sind die Lofoten bei weitem nicht so frostig wie das schwedische oder finnische Binnenland. Die durchschnittlichen Wintertemperaturen bewegen sich hier üblicherweise zwischen minus 2 °C und plus 2 °C. Aufgrund des starken und eisigen Ozeanwinds ist die gefühlte Temperatur jedoch deutlich niedriger, sodass Sie sich lieber auch auf minus 10 °C vorbereiten und Ihre Kleidung clever in Schichten tragen sollten.

Kann ich überall mit Karte zahlen oder brauche ich Bargeld?

Norwegen ist mittlerweile praktisch eine bargeldlose Gesellschaft und Kartenzahlung wird absolut überall akzeptiert, sogar an den entlegensten Orten und in kleinen Dörfern. Von Parkautomaten an Stränden über den Lebensmitteleinkauf im Supermarkt Rema 1000 bis hin zu kostenpflichtigen öffentlichen Toiletten. Bargeld in norwegischen Kronen (NOK) müssen Sie überhaupt nicht mitführen.

Sind die Wanderwege im Winter normal zugänglich?

Die meisten berühmten und steilen Bergtouren, wie der beliebte Reinebringen, sind im Winter extrem gefährlich wegen Lawinen und stark vereistem Gelände. Aufstiege in höhere Lagen empfehle ich nur mit zertifiziertem Bergführer und entsprechender Lawinenausrüstung, ansonsten halten Sie sich lieber an die wunderschönen und sicheren Spaziergänge entlang zugefrorener Strände und flacher Täler.

Wie weit im Voraus muss ich eine Unterkunft reservieren?

Auch wenn der arktische Winter etwas ruhiger ist als der überfüllte Sommer, sind die schönsten Fischerhütten (rorbu) mit Meerblick oft schon ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht. Besonders die Termine im Februar und März sind bei Fotografen und Nordlichtjägern aus aller Welt sehr beliebt, also warten Sie mit der Reservierung auf Portalen wie Booking keinesfalls bis zur letzten Minute und sichern Sie sich Ihre Unterkunft rechtzeitig.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Westfjorde Island: 12 Tipps, was man sehen und erleben kann

TL;DRFür die Westfjorde haben wir 12 wichtige Tipps zusammengestellt. Highlights sind die Vogelfelsen von Látrabjarg mit rund 50.000 Papageientaucher-Paaren, der Wasserfall Dynjandi mit sieben Kaskaden und 100 Metern Fallhöhe, der 10 Kilometer lange rote Strand Rauðasandur und das Thermalbecken Hellulaug mit 38 °C warmem Wasser. Am besten besuchst du die Region im Sommer, von Mitte Juni bis Mitte August, wenn die Bergstraßen befahrbar sind. Plan dafür mindestens 3, idealerweise 4 bis 5 Tage ein. Von Reykjavík aus dauert die Fahrt mit dem Auto etwa 6 Stunden, alternativ nimmst du die Fähre Baldur von Stykkishólmur nach Brjánslækur, die 2,5 Stunden braucht. Empfehlenswert ist ein 4×4-Auto für 12.000 bis 35.000 ISK pro Tag sowie eine Unterkunft in Ísafjörður oder Patreksfjörður, wo Hotelzimmer ab etwa 109 USD pro Nacht kosten.

Die Westfjorde auf Island haben wir am 11. bis 13. Tag unseres großen Island-Roadtrips durchquert, und bis heute erinnere ich mich daran als an ein geradezu spektakuläres Abenteuer mit einer ordentlichen Portion Adrenalin (spektakulär eben, wenn auch ein bisschen nervenaufreibend). Ich gebe es gleich offen zu: Auf den Schotterpisten in den Bergen wären wir hier beinahe in einem Schneesturm stecken geblieben, doch am Ende ging alles gut aus – und eigentlich haben wir es sogar genossen. 😅 Die Landschaft ist hier unglaublich rau und ungezähmt, sodass praktisch jeder Kilometer nach einem Stopp ruft und man das Gefühl hat, ununterbrochen fotografieren zu müssen.

Während sich auf der berühmten Ringstraße ganze Touristenmassen drängen, verirren sich hierher in den Nordwesten nur knapp 10 % aller Besucher. Es ist eine riesige, zerklüftete Halbinsel, die auf der Karte aussieht wie eine Hand, die sich nach Grönland ausstreckt – und genau hier findet man die echte, ungezähmte Wikinger-Landschaft, die man einfach lieben muss.

Wenn dich die schönsten Orte in den Westfjorden Islands reizen, bist du hier genau richtig. In diesem Artikel findest du 12 Tipps, was man in den Westfjorden sehen und erleben kann. Ich verrate dir, wo du dich strategisch klug einquartierst, wie es um die Befahrbarkeit der Straßen steht, und zeige dir die schönsten Orte, für die sich die mühsame Anreise definitiv lohnt.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Ideale Reisezeit: Ganz ehrlich empfehle ich ausschließlich den Sommer (von Mitte Juni bis Mitte August), denn im Winter sind viele Bergpässe unbefahrbar und gesperrt.
  • Sonnenfinsternis 2026: Achtung – im August 2026 findet genau über dieser Region eine totale Sonnenfinsternis statt, weshalb die Übernachtungspreise schon jetzt extrem hoch sind und es hier richtig voll wird.
  • Zeitaufwand: Für die Region brauchst du mindestens 3 Tage, ideal sind aber eher 4 bis 5 Tage (von Reykjavík fährst du mindestens 6 Stunden hierher).
  • Größte Highlights: Auf jeden Fall der märchenhafte Wasserfall Dynjandi, die Vogelfelsen Látrabjarg voller zutraulicher Papageitaucher und die heißen Thermalquellen, die entlang der Küste verstreut liegen.
  • Auto: Obwohl die Hauptstraßen 60 und 61 größtenteils asphaltiert sind, empfehlen wir wegen der häufigen Schotterabschnitte und der Bergpassagen eindeutig ein Fahrzeug mit Allradantrieb (4×4).

Wann sollte man fahren und wie kommt man hin

Die Westfjorde liegen wirklich weit abseits der großen Touristenrouten, und die Anreise erfordert ziemlich viel Zeit und Planung. Du kannst dich für das endlose Umrunden der tiefen Fjorde auf eigene Faust entscheiden oder den Weg per Fähre abkürzen – aber sei darauf gefasst, dass die Logistik in diesem Teil Islands nach etwas anderen Regeln funktioniert als im zivilisierten Süden der Insel.

Aus eigener Erfahrung können wir sagen: Für diese Region reicht definitiv kein freier Nachmittag, du musst deinem üblichen Reiseplan mindestens zwei bis vier zusätzliche Tage einplanen.

Mit dem Auto über Berge und Fjorde

Von Reykjavík dauert die Fahrt zu den ersten Fjorden etwa drei bis vier Stunden, doch zu den größten Highlights bist du locker auch sieben Stunden am Stück unterwegs. Du fährst auf der Straße Nummer 1 nach Norden und biegst dann auf die Straße Nummer 60 ab, die dich durch atemberaubende, aber sehr tiefe Fjorde führt. Was auf der Karte wie fünf Kilometer Luftlinie aussieht, bedeutet in Wirklichkeit eine Stunde konzentriertes Lenken entlang der Klippenkanten, denn die Straßen folgen jeder Windung der Küste.

Für die Hauptstrecken reicht theoretisch auch ein normaler Wagen mit Zweiradantrieb, doch wegen der unzähligen kaputten Schotterabschnitte und der steilen Anstiege über die Bergpässe empfehlen Lukáš und ich nachdrücklich, sich ein Auto mit 4×4-Antrieb zu gönnen. Im Sommer kostet das etwa 12.000 bis 35.000 ISK pro Tag, also rund 80 bis 240 €.

Das Fahren erfordert hier eine enorme Portion Aufmerksamkeit und ständige Konzentration. Das Tempolimit liegt auf Asphalt bei 90 km/h und auf Schotter bei 80 km/h, aber fahr lieber deutlich langsamer, denn die meisten Unfälle passieren genau dann, wenn Fahrer mit voller Geschwindigkeit vom festen Asphalt auf den Schotter rasen und ins Schleudern geraten.

Häufig begegnest du hier auch dem Schild „Blindhæð“, das eine blinde Kuppe kennzeichnet, hinter die du einfach nicht sehen kannst – du musst dich also strikt rechts halten und vom Gas gehen. Ebenso wirst du auf jede Menge einspurige Brücken treffen, wo die einfache Regel gilt: Wer zuerst an der Brücke ist, fährt zuerst.

Entscheidend ist auch die Versicherung deines Autos. Bezahl hier unbedingt den Aufpreis für die sogenannte Gravel-Protection-Versicherung, denn aufgewirbelte Steinchen von entgegenkommenden Autos zerschlagen dir hier ganz leicht die Windschutzscheibe – und ohne Versicherung würde dich selbst ein kleiner Steinschlag mehrere Hundert Euro kosten.

Neue Gebühren und Steuern auf Islands Straßen

Seit dem 1. Januar 2026 gilt auf Island eine völlig neue Kilometersteuer, die für Pkw und SUV bis 3,5 Tonnen gilt und 6,95 ISK pro gefahrenem Kilometer beträgt – umgerechnet also etwa 5 Cent pro Kilometer. Die Autovermietungen berechnen dir diesen Betrag entweder als Tagespauschale in Höhe von rund 1.390 bis 1.550 ISK oder ziehen ihn am Ende deiner Reise genau nach Tachostand ab – kalkuliere das also bei der Planung deiner Reise in die Westfjorde unbedingt ein.

Als kleine Entschädigung hat der Staat allerdings die ursprüngliche Kraftstoffsteuer abgeschafft, wodurch ein Liter Benzin angenehm um rund 80 ISK günstiger wurde. In der Sommersaison 2026 zahlst du so pro Liter etwa 305 ISK, also rund 2,10 €. Zwar kannst du auf Island praktisch überall kontaktlos mit Karte oder Handy zahlen, aber merk dir eine entscheidende Sache: Für Zahlungen an Selbstbedienungstankstellen und in Park-Apps musst du zwingend den PIN-Code deiner physischen Karte kennen.

Die Baldur-Fähre als praktische Abkürzung

Wenn du dir Hunderte Kilometer hinterm Steuer sparen und dabei traumhafte Ausblicke auf den Ozean sowie Tausende winziger Inselchen genießen willst, kannst du die Baldur-Fähre nutzen. Sie legt in der Stadt Stykkishólmur auf der Halbinsel Snæfellsnes ab, durchquert die Bucht Breiðafjörður und endet im Hafen Brjánslækur im Süden der Westfjorde. Die Überfahrt dauert etwa zweieinhalb Stunden und kostet 2026 für einen Erwachsenen 7.700 ISK (rund 53 €) – genau denselben Betrag zahlst du auch für einen gewöhnlichen Pkw bis fünf Meter Länge, während Kinder unter zwölf Jahren völlig kostenlos mitfahren.

In der Sommersaison von Anfang Juni bis Ende August fährt die Fähre zweimal täglich, und dein Auto reist mit dir mit. Reserviere die Tickets aber unbedingt mit großem Vorlauf auf der offiziellen Seite von Seatours, denn im Winter sinkt die Frequenz auf eine Verbindung täglich (außer samstags) und die Plätze sind schnell weg.

Warum man im Winter nicht herfahren sollte und was dich im Sommer erwartet

Lukáš und ich haben die Westfjorde an der Wende von September zu Oktober besucht und schon damals einen ordentlichen Schneesturm erlebt, der uns ganz schön erschreckt hat – uns klapperten vor lauter Sorge die Zähne, ob wir überhaupt heil runterkommen würden. Bedenke, dass die meisten Bergstraßen hier von Oktober bis Mai gar nicht gepflegt werden, die Straßen zu den Hauptsehenswürdigkeiten unter metertiefem Schnee liegen und die touristische Infrastruktur samt vieler Unterkünfte praktisch schließt. Plane deinen Besuch also wirklich nur für die Sommermonate.

Im Sommer genießt du dagegen die faszinierende Mitternachtssonne, wenn etwa Ende Juni das Tageslicht unglaubliche 21 Stunden anhält und die Sonne praktisch nicht untergeht. So kannst du die leeren Fjorde problemlos um zwei Uhr morgens erkunden, ohne ein einziges Auto zu treffen.

Pack dir aber unbedingt eine Schlafmaske in den Koffer, sonst schläfst du in den taghell durchfluteten Zimmern einfach nicht ein. Und wenn du dich nach Polarlichtern sehnst, musst du erst ganz am Ende August oder im September anreisen, wenn es nachts wieder richtig dunkel ist und sich die Chance auf dieses Himmelsschauspiel öffnet.

Wo übernachten + was kostet das

Das Übernachtungsangebot ist in diesem einsamen Teil Islands sehr begrenzt, und angesichts der riesigen Entfernungen musst du dir gut überlegen, wo du nach einem langen Tag dein Haupt bettest. Auf unserer Reise haben wir gar nicht gecampt, weil wir abends nach dem ganztägigen Frieren draußen Wärme und eine eigene Küche haben wollten. Wir haben deshalb ausschließlich in gemütlichen Pensionen, Hostels und Apartments entlang unserer Route geschlafen.

Wenn du im Campervan reist oder zelten möchtest, lohnt sich die beliebte Camping Card 2026 sehr. Sie kostet rund 26.000 ISK (etwa 180 €) und gilt für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder in Dutzenden von Campingplätzen auf der ganzen Insel. Vergiss aber nicht, dass auf Island neuerdings überall eine Übernachtungssteuer hinzukommt, die 400 ISK pro Nacht auf dem Campingplatz und 800 ISK für ein klassisches Hotelzimmer beträgt.

💡 Konkrete Unterkunftstipps (Preise und Verfügbarkeit prüfst du über Booking.com, buche rechtzeitig – in der Saison und rund um die Sonnenfinsternis 2026 sind sie schon Monate im Voraus weg):

Ein gewöhnliches Hotelzimmer in der Sommerhauptsaison kostet im Schnitt rund 250 USD (etwa 35.000 ISK / 230 €) pro Nacht, während du die einfachsten Gästehäuser ab etwa 110 € (17.000 ISK) bekommst. Die größte Auswahl und auch die besten Supermärkte findest du in der größten Ortschaft Ísafjörður. Für die bequeme Erkundung des südlichen Teils ist dagegen Patreksfjörður absolut ideal, wo sich zum Beispiel unser beliebtes Fosshótel Westfjords mit Preisen ab 109 USD pro Nacht befindet. Alternativ kannst du dich auch in kleineren Dörfern wie Þingeyri und Reykhólar nach einer Unterkunft umsehen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn du eine Reise für August 2026 planst, denn am Mittwoch, dem 12. August, zieht direkt über die Westfjorde eine totale Sonnenfinsternis – ein astronomisches Ereignis, das Island seit 1954 nicht mehr erlebt hat. Wegen dieses spektakulären Schauspiels sind die meisten Unterkünfte im Totalitätsstreifen längst hoffnungslos ausgebucht, und gewöhnliche Pensionen in Ísafjörður verlangen pro Nacht völlig absurde Summen, die bis auf 700 USD klettern. Wenn du also noch keine Reservierung hast und nicht im Auto schlafen willst, meide den August dieses Jahr lieber mit großem Bogen und überlass den Platz den Astronomen.

Süd- und Westteil: 4 atemberaubende Orte und was man hier erleben kann

Sobald du von der asphaltierten Hauptstraße auf den sehr groben Schotter abbiegst, landest du in einer Welt, in der nur der rauschende Ozean, steile schwarze Felsen und eine unglaubliche Stille herrschen. Die Südspitze der Halbinsel verbirgt die allerschönsten Naturextreme – von millionenstarken Vogelkolonien bis zu riesigen Wasserfällen, die dir schlicht den Atem rauben und an denen du länger verweilst, als du ursprünglich geplant hattest.

1. Látrabjarg und die zutraulichen Papageitaucher

Látrabjarg ist einer der westlichsten Punkte ganz Europas und zugleich der größte Vogelfelsen des Kontinents. Er erstreckt sich über eine unglaubliche Länge von vierzehn Kilometern und fällt aus einer überwältigenden Höhe von bis zu 440 Metern direkt in den dunklen Ozean. Es ist ein Ort wie aus einer anderen Welt, zu dem eine ziemlich kaputte Schotterstraße führt, auf der du den 4×4-Antrieb definitiv zu schätzen weißt – auch wenn du es im Sommer mit Vorsicht ebenfalls mit einem normalen Auto schaffen würdest.

Der Zugang zu den Felsen ist für alle Besucher völlig kostenlos, aber sei bitte extrem vorsichtig an den Kanten, die oft stark unterspült sind und unerwartet ins Meer abbrechen können. Mit der Kamera am Auge heldenhaft auf der Kante zu stehen ist hier buchstäblich ein One-Way-Ticket in die eisigen Wellen, weshalb die strenge Regel gilt: Wir nähern uns dem Rand ausschließlich kriechend auf dem Bauch.

Von Mai bis Mitte August verwandeln sich diese gewaltigen Felsen in eine riesige, lärmende und auch ziemlich speziell riechende Vogel-Großstadt, die von wunderschön zutraulichen Papageitauchern beherrscht wird – etwa fünfzigtausend Paare brüten hier. Anders als im Süden Islands haben die hiesigen Papageitaucher keine natürlichen Landfeinde, weshalb sie unglaublich vertrauensvoll sind. Du kannst sie bequem aus nur zwei Metern Entfernung fotografieren, ohne dass sie sich erschrecken.

Der absolute Höhepunkt der Brutsaison liegt zwischen Ende Juni und Anfang August, wenn der Himmel hier buchstäblich voller Vögel ist. Um die aktuelle Sicherheit auf den Anfahrtswegen und Warnungen vor starkem Wind zu prüfen, empfehle ich dir, immer die offizielle Website Safetravel.is zu checken.

2. Der rote Strand Rauðasandur

Während den Rest Islands die bekannten tiefschwarzen Vulkanstrände allen voran die südliche Reynisfjara berühmt gemacht haben, spielt die weitläufige Bucht Rauðasandur – übersetzt „Rote Sande“ – in allen herrlichen Tönen von Rot, Gold und leuchtendem Orange. Dieser unglaubliche Strand erstreckt sich über eine respektable Länge von zehn Kilometern, und der feine Sand verändert sich ständig, je nachdem, wie gerade die Nachmittagssonne scheint und in welcher Phase sich die Gezeiten befinden. Aus jedem Blickwinkel sieht dieser Ort also jedes Mal ein bisschen anders aus.

Die Abfahrt zum Strand selbst ist ein ziemlich solides Adrenalin-Erlebnis, denn man fährt eine sehr steile und kurvenreiche Schotterstraße voller Serpentinen ohne jegliche Leitplanken hinab, was einen kühlen Kopf und eine sichere Hand am Steuer verlangt. Sobald du aber heil unten ankommst, ist die riesige Belohnung die absolute Abgeschiedenheit von der Außenwelt, denn hier gibt es überhaupt keine Touristenmassen. Und mit ein bisschen Glück kannst du mit dem Fernglas zahlreiche Robbenkolonien beobachten, wie sie sich zufrieden auf dem goldenen Sand räkeln und nach der Jagd ausruhen.

3. Thermalbecken entlang der Küste

Islands Thermalquellen und natürliche Hot Pots sind ein Kapitel für sich, und den zwölften Tag unseres Roadtrips begannen wir geradezu märchenhaft, als wir zur Kaskade der Thermalbecken Pollurin in der Nähe des Dorfes Tálknafjörður aufbrachen. Es ist ein wunderschöner, versteckter Ort mit vier kleinen Becken, in denen die Temperatur des heißen Wassers zwischen sehr angenehmen 36 und 45 Grad Celsius liegt. Das Beste an diesen Hot Pots ist, dass sie einen perfekten Blick direkt auf den Fjord bieten und es bei ihnen sogar eine einfache Umkleidekabine im Freien gibt – was man in der rauen Inselkälte mehr schätzt als Gold.

Neben Pollurin verbergen die Westfjorde aber noch eine ganze Reihe weiterer heißer Becken, in die du meist völlig kostenlos oder gegen einen kleinen Beitrag in eine Holzkasse springen kannst. Eine großartige Entdeckung ist zum Beispiel das nahegelegene Becken Reykjafjarðarlaug im Arnarfjörður, wo du dich mitten in der unberührten Natur wärmen kannst.

Wenn dich beim Ausziehen ein bisschen Punk und eisiger Wind nicht schrecken, mach unbedingt auch einen Abstecher zum Hot Pot Hörgshlíðarlaug im Mjóifjörður, wo das türkisfarbene Wasser rund 40 Grad hat. Die Quelle selbst liegt auf dem Grundstück eines örtlichen Bauern, weshalb es eine nette Höflichkeit ist, kurz zu fragen, ob du baden darfst – aber meistens haben sie damit absolut kein Problem.

4. Dynjandi, der märchenhafte Kaskadenwasserfall

Das ist das echte, unbestrittene Juwel der gesamten Westregion, und manche erfahrenen Reisenden behaupten sogar, es sei der schönste Wasserfall ganz Islands, der selbst die berühmtesten im Süden in die Tasche steckt. Dynjandi, den du auf Karten oft auch unter der älteren Bezeichnung Fjallfoss findest, beeindruckt seine Besucher nicht mit einer riesigen Wassermenge, sondern mit seiner absolut faszinierenden Form. Er erinnert nämlich an einen gewaltigen Brautschleier, der oben dreißig Meter breit ist, sich dann über die steile Felswand in insgesamt sieben Kaskaden bis auf hundert Meter Höhe ausbreitet und sich unten auf das Doppelte – sechzig Meter – verbreitert.

Lukáš und ich haben hier gut anderthalb Stunden verbracht, weil wir uns an dieser Naturschönheit einfach nicht sattsehen konnten. Die Anreise verschlingt zwar einiges an Zeit – von Reykjavík fährst du etwa fünf bis sechs Stunden hierher –, aber der Parkplatz selbst ist völlig kostenlos, und nach oben entlang der Felswand führt ein gepflegter, etwa fünfzehnminütiger Pfad, entlang dessen du mehrere weitere kleinere Wasserfälle bewunderst und sich dir zudem ein atemberaubender Blick hinab auf die Bucht Arnarfjörður bietet.

Denk aber immer daran, dass die Bergstraße zum Wasserfall im Winter komplett gesperrt und nicht gepflegt wird, sodass du diese Wasserschönheit nur in dem kurzen Zeitfenster von Juni bis Ende September bequem bewundern kannst.

💡 Tipp: Eintrittskarten und organisierte Touren (auf Island und Umgebung) lohnt es sich, vorab online über GetYourGuide zu buchen – in der Saison sind sie schnell ausgebucht.

Nordteil und Ísafjörður: 5 Tipps für den rauen Norden

Während den Süden der Region sicher die langen Strände und die in die Wellen stürzenden Vogelfelsen definieren, bildet der nördliche Teil ein sehr unübersichtliches Labyrinth aus tiefen, unglaublich steilen Fjorden, die sich wie eine scharfe Axt ins Festland schneiden. Hier befindet sich die größte Stadt der weiten Umgebung, von der alle wichtigen Schiffe ablegen, und sie ist zugleich das Eingangstor zum allerwildesten Naturreservat, das du heute in Europa real erleben kannst.

5. Ísafjörður und seine alten Holzhäuser

Die Ortschaft Ísafjörður bewohnen zwar nur etwas mehr als zweieinhalbtausend ständige Einwohner, aber im Maßstab der menschenleeren Westfjorde ist sie eine echte Metropole mit allem Drum und Dran. Die Stadt liegt märchenhaft auf einer schmalen Sandzunge mitten im eisigen Fjord Skutulsfjörður, und über ihr türmen sich dramatische, dunkle Steilberge auf, von denen während der langen Winter ständig unerwartete große Lawinen drohen – was dem Ort einen ziemlich dramatischen Anstrich verleiht.

Wir haben uns hier nach einem anstrengenden Tag voller endloser Überlandfahrten zwei Nächte einquartiert, und der abendliche Spaziergang zwischen den wunderschön erhaltenen alten Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert im ruhigen historischen Viertel Neðstikaupstaður hatte einen riesigen, geradezu romantischen Zauber.

Wenn dich die lokale Geschichte und das schwere, gefährliche Leben der einstigen Fischer näher interessieren, lass dir auf keinen Fall den Besuch des fesselnden Westfjords Heritage Museum entgehen, das wunderschön in einem dieser herrlichen Gebäude direkt am Wasser untergebracht ist. Und falls du um die Osterzeit herkommst, erlebst du das große Musikfestival Aldrei fór ég suður, mit dem buchstäblich der ganze Norden Islands lebt.

Aus praktischer Sicht ist diese Stadt auch der allerletzte Ort, an dem du noch zuverlässig große Lebensmittelvorräte in den bekannten Supermärkten Bónus oder Krónan einkaufen kannst, bevor du in der völligen Wildnis verschwindest.

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6. Die gefährliche, aber wunderschöne Bergstraße 60

Die Westfjorde fordern dich hinterm Steuer wirklich kompromisslos heraus, denn viele Strecken überwinden hier einfach hohe und ungeschützte Bergpässe mit sehr unbeständigem, schnell wechselndem Wetter. Bei unserer früheren Fahrt Richtung Norden erwischte uns in höheren Lagen ein so starker und aggressiver Schneesturm, dass wir beinahe stecken geblieben wären und uns vor Angst die Zähne klapperten, ob wir überhaupt nach unten kommen würden – und das, obwohl wir einen wirklich robusten, sicheren Geländewagen mit hochwertiger Bereifung gemietet hatten.

Heute haben eine Reihe der allergefährlichsten Bergübergänge auf der Hauptstraße 60 brandneue moderne Tunnel ersetzt, die den gesamten Weg deutlich verkürzt und glücklicherweise auch sicherer gemacht haben. Trotzdem musst du ständig auf der Hut sein und weit nach vorn schauen. Der isländische Sturm ist nämlich so tückisch, dass er dir bei unvorsichtigem Öffnen leicht die Autotür direkt aus den Angeln reißt – was übrigens keine Standardversicherung deckt –, weshalb du sie immer fest mit beiden Händen halten musst.

7. Die Insel Vigur mit Windmühle und Vogelpost

Wenn du dich kurz nach ein bisschen echter Inselromantik sehnst und vom Fahren eine Pause brauchst, mach dich vom Haupthafen in Ísafjörður auf eine etwa dreißigminütige schaukelnde Bootsfahrt zur winzigen Insel Vigur. Es ist ein unglaublich fotogener und ruhiger Ort, an dem im warmen Sommer unfassbare 100.000 Papageitaucher brüten – der Himmel ist hier buchstäblich voller kleiner Flügel, und du weißt gar nicht, wohin du zuerst mit der Kamera zielen sollst.

Die Insel ist auf ganz Island auch sehr berühmt dafür, dass auf ihr stolz die einzige erhaltene historische Windmühle der gesamten Insel steht. Außerdem findest du hier sogar die kleinste, reizende Poststelle Europas, von der du als schöne Erinnerung eine Postkarte nach Hause schicken kannst. Diese Ausflüge mit einem netten Guide dauern in der Regel etwa entspannte drei Stunden und sind eine absolut großartige Abwechslung zum ganztägigen Sitzen im Auto.

8. Hornstrandir, echte arktische Wildnis

Wenn wir über die Westfjorde allgemein als eine Wildnis voller Einsamkeit sprechen, dann ist die weitläufige Halbinsel Hornstrandir ganz im Norden, knapp unter dem Polarkreis, gleich Wildnis hoch zwei. In dieses Gebiet führen nämlich überhaupt keine Straßen, und die letzten ständigen Bewohner haben dieses raue, unwirtliche Land bereits in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts endgültig verlassen, weil das Leben hier schlicht zu hart war.

Heute ist es ein streng geschütztes Gebiet und ein echtes Paradies für erfahrene Trekker und Liebhaber von Polarfüchsen, die hier ihre natürliche Scheu völlig verloren haben, da sie niemand jagt. Aus Neugier kommen sie problemlos bis dicht an dein Zelt, um zu schauen, was du da kochst.

Um überhaupt herzukommen, musst du spezielle Schiffsverbindungen von Anbietern wie Borea oder Sjóferðir aus Ísafjörður nutzen, wobei dich ein Rückfahrticket rund 150 bis 250 Euro kostet. Die Saison für einen Besuch dauert allerdings nur in einem sehr kurzen Zeitfenster von Ende Juni bis Anfang September, und du musst hundertprozentig ausgerüstet sein, denn aus ruhigem Wetter kann sich hier ein brutaler Sturm locker in zwanzig Minuten entwickeln.

9. Das Seeungeheuer-Museum in Bíldudalur

In der sehr kleinen und ungemein abgelegenen Hafenstadt Bíldudalur stößt du beim Durchfahren auf einen wirklich kuriosen Halt, der auf Isländisch Skrímslasetur heißt, was sich mit Seeungeheuer-Museum übersetzen lässt. Die riesige Bucht Arnarfjörður war nämlich seit jeher berüchtigt für das häufige Auftauchen völlig sonderbarer Wesen und Geschöpfe, weshalb sich die örtlichen Fischer und Bewohner über Generationen lange Gruselgeschichten erzählten, um sich irgendwie die endlosen dunklen Abende zu vertreiben.

Aus meiner Sicht ist es zwar ein bisschen bizarr, aber im Endeffekt eine ungemein unterhaltsame Ausstellung, die voller moderner Multimedia-Elemente, Geschichten lebendig gewordener Seeleute und interaktiver Ungeheuer-Modelle steckt. Sie veranschaulicht absolut perfekt, wie die grausame winterliche Isolation und die Angst ums Überleben einst die überaus blühende isländische Fantasie geformt haben.

Geheimtipps und weitere Highlights: 3 Orte, die du nicht auslassen solltest

Neben den großen und berühmten Sehenswürdigkeiten verbergen die Westfjorde jede Menge sehr kleine, unscheinbare Orte, die vielleicht nicht gleich von den Titelseiten dicker Reiseführer hervorlugen, aber deiner Reise definitiv den richtigen persönlichen Touch verleihen, von dem du dann zu Hause bei einem Glas Wein begeistert deinen Freunden erzählst.

10. Das Dörfchen Þingeyri und das legendäre Café Simbahöllin

Als wir an einem trüben Nachmittag am winzigen Küstendorf Þingeyri vorbeifuhren, stießen wir ganz zufällig auf das absolut zauberhafte Café Simbahöllin, das wunderschön in einem renovierten alten Holzhaus untergebracht ist, wo unter den Füßen bei jedem Schritt die massiven Dielen freundlich knarren. Der Ort hat eine wunderbare, geradezu herzlich-heimelige Atmosphäre, die durch ungemein nettes Personal und den intensiven Duft frisch gebackener Leckereien direkt am Eingang abgerundet wird.

Das Café ist in der gesamten Region berühmt für seine hervorragenden, fluffigen belgischen Waffeln mit dicker hausgemachter Marmelade und einem Berg Schlagsahne, aber wenn du durchgefroren ankommst, wärmst du dich auch reichlich an den köstlichen heißen hausgemachten Suppen. Es ist genau der Typ reizendes Lokal, in dem du dich mit einer heißen Tasse in den Händen mit Freude nach langen Stunden konzentrierten Lenkens ausruhst und die nötige Energie sowie Zucker für die nächste verrückte Erkundung der Halbinsel tankst.

11. Polarlichter von einer einsamen Hütte aus beobachten

Als wir damals am Abend des 11. Tages endlich in einer der sehr abgelegenen Holzhütten ankamen, hofften wir nur noch auf heißen Tee und ein bisschen stille Ruhe nach der anstrengenden Fahrt. Doch die Natur hatte vor dem Fenster ein weitaus großartigeres und unerwartetes Schauspiel für uns vorbereitet. Der Himmel hellte sich plötzlich auf, die Wolken rissen auf, und wir beobachteten direkt von der gefrorenen Terrasse unserer kleinen Unterkunft fasziniert das wunderschöne grüne Polarlicht, das fließend tanzte und sich über den verschneiten Gipfeln der nahen Berge wellte.

Die Westfjorde sind für die Jagd nach dem Polarlicht, der Aurora Borealis, ein absolut idealer Ort, denn hier gibt es fast keine Lichtverschmutzung von großen Städten und Ortschaften, sodass die Sterne hier mit unglaublicher Intensität leuchten.

Wenn du schon ganz am Ende August oder besser im September herkommst, hast du eine riesige Chance, dieses magische Naturphänomen mit eigenen Augen zu sehen. Ich empfehle dir wärmstens, jeden Abend detailliert die aktuelle Vorhersage der Bewölkung und Sonnenaktivität auf der offiziellen Website des Icelandic Met Office zu prüfen, damit du genau weißt, wann es sich lohnt, draußen zu frieren, und wann du lieber in Ruhe schlafen gehst.

12. Baden mit rauem Ozeanblick in Hellulaug

Wo wir gerade bei den Thermalquellen sind, darf ich auf keinen Fall das Naturbecken Hellulaug vergessen, das sich direkt an der rauen Südküste in der Nähe des Fährhafens Brjánslækur verbirgt und in das du dich auf den ersten Blick verliebst. Anders als die modernen, sterilen Betonbäder bei Reykjavík handelt es sich hier um ein rein natürlich wirkendes, unscheinbares Steinbecken, das sich großartig in den Fels einfügt.

Das heiße geothermale Wasser hat hier luxuriöse 38 Grad, und du kannst dich genussvoll bis zum Hals hineinlegen mit direktem, von absolut nichts gestörtem Blick auf die tosenden Wellen des eiskalten Atlantischen Ozeans – ein Kontrast, der dich einfach umhaut.

Das Baden selbst ist hier kostenlos, alternativ kannst du einen kleinen freiwilligen Beitrag für die dezente Pflege des Beckens hinwerfen. Du musst dich nur psychisch darauf einstellen, dass es hier überhaupt keine Infrastruktur oder Überdachung gibt und du dich in die nassen Badesachen schön draußen direkt im sehr eisigen isländischen Wind zwängen musst – das ist das wahre Erlebnis für abgehärtete Reisende. 😉

Wo man in den Westfjorden essen kann (nicht nur für Vegetarier)

Lukáš und ich sind Vegetarier, und ich sage ehrlich, dass das auf Island, das buchstäblich voller gefangener Meeresfische und traditionellem Lammfleisch ist, manchmal eine ziemlich große und komplizierte Herausforderung ist – besonders in einer so abgelegenen Region, in der die Versorgung am Gefrierpunkt liegt. Die meisten Mahlzeiten haben wir uns deshalb lieber und günstiger aus eigenen Vorräten in den Küchen unserer Apartments gekocht. Wenn wir aber tagsüber rausgegangen sind und uns etwas gönnen wollten, fanden wir im Zentrum von Ísafjörður gleich mehrere absolut großartige Lokale mit hervorragendem Essen.

Unsere liebsten vegetarischen Entdeckungen

Sehr gern und mit Vergnügen erinnern wir uns an das gemütliche Lokal Húsið, ein entspanntes, lässiges Café, schön kombiniert mit einer Bar und einem klassischen Restaurant, das vor fleischlosen Gerichten keine Scheu hat. Lukáš und ich haben uns dort nach einem anstrengenden Tag hingesetzt und mit riesiger Erleichterung eine vorzügliche fleischlose Pizza mit einer ordentlichen Portion Pasta gegessen. Wenn du guten Kaffee magst und eher nach leichteren, modernen Gerichten und Törtchen suchst, empfehlen wir dir sehr gern, direkt ins stilvolle Hipster-Lokal Heimabyggð zu gehen, das ein tolles Interieur hat und sich auch in einem angesagten Großstadtviertel nicht verstecken müsste.

Wenn du etwas mehr Geschichte und einen ruhigen Ort für ein deftiges Mittagessen mit Suppe oder ein süßes Stück Kuchen am Nachmittag suchst, vergiss auf keinen Fall, die Tür des Restaurants Edinborg zu öffnen, das in einem dieser schönen großen historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert untergebracht ist. Und für die allerbesten knusprigen morgendlichen Stücke frischen Gebäcks zum Frühstück geh gleich in die alte, nach Holz duftende Bäckerei Gamla Bakaríið, wo es das beste Süßgebäck der weiten Umgebung gibt.

Für ein normales Hauptgericht zahlst du in diesen ordentlichen Restaurants orientierungshalber Beträge zwischen 2.500 und 4.500 ISK, was umgerechnet etwa vernünftigen 17 bis 31 € entspricht.

Die legendäre lokale Fischtradition

Wenn du im Gegensatz zu uns kein Vegetarier bist und es einfach liebst, lokale traditionelle Gerichte zu entdecken und zu probieren, darfst du in den Gassen von Ísafjörður auf keinen Fall das absolut legendäre Familienrestaurant Tjöruhúsið verpassen. Das Lokal liegt clever in einem der ältesten Holzgebäude direkt neben dem Museum, mit langen geteilten Tischen ohne klassische Speisekarte, und gilt unter Reisenden wie Einheimischen als der allerberühmteste Ort der gesamten Insel.

Die Leute kommen von weit her wegen nichts anderem als wegen garantiert frischem Fisch und dem ungemein berühmten Plokkfiskur, einem isländischen Fischeintopf mit Kartoffeln, den die Köche in der Küche immer genau und nur danach zubereiten, was ihnen die örtlichen Fischer am selben Tag morgens an Fang in den Hafen gebracht haben.

Wohin sonst noch auf Island

Wenn du eine umfassendere Erkundung der gesamten Eisinsel planst, schau dir unbedingt auch unsere weiteren ausführlichen Artikel voller konkreter Tipps und persönlicher Erfahrungen aus Island an, in die wir das Beste zusammengetragen haben:

Häufig gestellte Fragen

1. Wie viele Tage brauche ich realistisch für die Westfjorde?

Für eine grundlegende, aber sehr gehetzt Erkundung dieser riesigen Region benötigt ihr ein absolutes Minimum von drei vollen Tagen, aber ich garantiere euch, dass ihr dann nur von morgens bis abends im Auto sitzt und euch beeilt, um überhaupt herumzukommen. Die ideale Zeit, die Lukáš und ich empfehlen, sind 4 bis 5 Tage reine Zeit, damit ihr in Ruhe und stressfrei die hohen Klippen von Látrabjarg erkunden, in einem Café auf Waffeln anhalten, Wasserfälle entdecken und ein viel langsameres Tempo auf den unbefestigten, kurvigen Straßen genießen könnt.

2. Ist es wirklich notwendig, ein teureres Auto mit Allradantrieb zu mieten?

In den Sommermonaten von Juni bis August könnt ihr zwar die wichtigsten asphaltierten Hauptstraßen mit einer ordentlichen Portion Glück theoretisch auch mit vorsichtigem Fahren eines normalen Autos mit nur Zweiradantrieb befahren, aber angesichts der enormen Menge an kaputten, groben Schotterabschnitten und steilen Anstiegen empfehlen wir einen Allradantrieb absolut nachdrücklich. Eure Reise wird viel sicherer und entspannter sein, und außerdem müsst ihr keine Angst vor einer Reifenpanne bei jedem Stein haben, wobei in den Herbstmonaten ein Auto mit Allradantrieb eine ausdrückliche und unbestreitbare Notwendigkeit ist und ihr ohne eines manchmal gar nicht reingelassen werdet.

3. Wie komme ich am besten und schnellsten zu den Westfjorden?

Ihr habt im Grunde zwei völlig unterschiedliche Möglichkeiten. Entweder ihr wappnet euch mit Geduld und fahrt mit dem Auto über Land von Reykjavík auf der Straße Nummer eins und dann auf der sehr kurvigen Straße sechzig, was euch auch ohne größere Stopps und Fotoshootings realistisch sechs bis sieben Stunden reine Fahrzeit kostet, oder ihr nutzt clever die große Fähre Baldur, die vom Städtchen Stykkishólmur auf der Halbinsel Snæfellsnes ablegt und euch in etwa gemütlichen zweieinhalb Stunden samt Auto problemlos direkt in den Süden der Westfjords bringt.

4. Wann genau und wo sehe ich mit Sicherheit die niedlichen Papageientaucher?

Die größte Wahrscheinlichkeit für eine nahe Beobachtung von Papageientauchern habt ihr an den großartigen steilen Klippen von Látrabjarg. Diese wunderschönen Vögel beginnen bereits im Mai langsam hierher zu fliegen und bleiben etwa bis Mitte August, wobei der absolute Höhepunkt der Brutsaison, wenn hier wirklich über fünfzigtausend Paare sind und sie euch beim vorsichtigen Kriechen ganz ruhig bis auf zwei Meter an sie herankommen lassen, im Zeitfenster von Ende Juni bis Anfang August stattfindet.

5. Lohnt sich der große Umweg zum Wasserfall Dynjandi die verlorene Zeit?

Eindeutig und mit gutem Gewissen sage ich: ja! Dieser majestätische und hundert Meter hohe Wasserfall, der atemberaubend aus sieben Felskaskaden gebildet wird, gehört absolut verdient zu den allerschönsten und interessantesten auf der ganzen Insel, weil er nicht wie klassisch fallendes Wasser aussieht, sondern eher wie ein riesiger Brautschleier. Der Parkplatz direkt unterhalb des Wasserfalls ist außerdem immer noch kostenlos und zum Fuß selbst mit atemberaubenden Ausblicken auf den Fjord Arnarfjörður kommt ihr mit einem angenehmen Spaziergang in fünfzehn Minuten, denkt nur daran, dass im Winter die Zufahrtsstraße geschlossen und komplett mit Schnee zugeweht ist.

6. Können die abgelegenen Westfjorde auch im Winter besucht werden?

Das Reisen und Entdecken in dieser sehr rauen Gegend während des frostigen Winters (was bereits von Oktober bis Ende Mai gerechnet wird) ist extrem eingeschränkt und riskant, weil die große Mehrheit der wichtigen Bergpässe mit Metern von dichtem Schnee bedeckt ist und die Straßenarbeiter sie oft überhaupt nicht befahrbar halten. Die größten Hauptattraktionen der Region wie der erwähnte Wasserfall Dynjandi oder die entfernten Vogelklippen Látrabjarg sind normalerweise völlig unzugänglich und von der Welt abgeschnitten, also wenn ihr keine Polarforscher seid, plant euren Besuch hier wirklich nur für die Sommermonate von Juni bis Anfang September.

7. Essen wir in den Westfjords gut, auch wenn wir fleischlos essen wollen?

Auf jeden Fall ja, auch wenn es auf den ersten Blick eine raue Fischerregion ist, die auf Fängen aus dem Meer und Fleisch von Schafen basiert, werdet ihr nicht hungern. In der größten Stadt namens Ísafjörður findet ihr überraschenderweise gleich mehrere großartige und moderne Lokale mit gutem Kaffee, wir hatten sehr ausgezeichnete und persönliche Erfahrungen mit den stilvollen Restaurants Húsið oder Heimabyggð, wo sie sich vor leckeren vegetarischen Nudeln oder Pizza überhaupt nicht scheuen, und wenn ihr auf ein Apartment stoßt, wo es eine praktische Küchenzeile gibt, lohnt es sich, bei Bónus anzuhalten, Vorräte einzukaufen und abends einfach selbst etwas zu kochen.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Roadtrip durch die französischen Alpen: Annecy, Chamonix und Seen (7 Tage)

TL;DRDieser siebentägige Roadtrip führt vom kulinarischen Lyon über Grenoble, den Lac du Bourget und den Lac d’Annecy bis ins bergige Chamonix am Fuß des Mont Blanc und endet beim Dörfchen Yvoire am Genfersee. Die gesamte Strecke ist 450 bis 550 Kilometer lang, am besten reist du im Juni oder September, wenn das Wetter stabil ist und weniger Touristen unterwegs sind. Zu den Highlights zählen der türkisfarbene See von Annecy, der Gletscher Mer de Glace und die Seilbahnfahrt zur Aiguille du Midi auf 3842 Meter Höhe für 81 bis 83 Euro. Für die Einfahrt in die Zentren von Lyon oder Grenoble brauchst du die Umweltplakette Crit’Air, sonst drohen 68 bis 375 Euro Bußgeld. Achte 2026 außerdem auf die Schließung der Aussichtsterrasse ab dem 25. Mai sowie auf die Tour de France in der dritten Juliwoche.

Frankreich – das sind nicht nur endlose Felder voller duftendem Lavendel, ein gemächlicher Schluck Pastis im Schatten der Platanen oder romantische Spaziergänge unter dem Pariser Eiffelturm. Sobald du dich nach Osten Richtung italienische und schweizerische Grenze aufmachst, öffnet sich dir eine völlig andere Welt, beherrscht von Granit, Eis, dünner Luft und Adrenalin. Die französischen Alpen und ihr Vorland bilden eine ganz eigene Region, die dich sofort mit ihrer rauen, kompromisslosen Schönheit gefangen nimmt. Du stehst hier an der Schwelle zu den höchsten Bergen Westeuropas, wo du morgens durch Renaissancegassen schlenderst, mittags in einem glasklaren See badest und nachmittags den schmelzenden Gletschern zusiehst.

Dieser Reiseplan führt dich von der gastronomischen Metropole über türkisfarbene Seen bis hin zu atemberaubenden Alpengipfeln. Die Franzosen begegnen den Bergen mit gewaltigem Respekt, aber zugleich mit ingenieurtechnischer Frechheit, dank der sie Seilbahnen sogar dorthin gebaut haben, wo du eigentlich nur Adler erwarten würdest. Egal ob du dir Hochgebirgswanderungen wünschst, das Radfahren liebst oder einfach nur den legendären Mont Blanc mit eigenen Augen sehen willst – diese Route serviert dir das Beste der gesamten Region. Mach dich bereit auf eine Reise, die dir zwar nichts geschenkt gibt, aber deren Erinnerungen für immer bleiben.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Streckenlänge und Zeit: Die gesamte Rundreise misst rund 450 bis 550 Kilometer und idealerweise solltest du dir volle 7 Tage Zeit nehmen, damit du nirgendwo hetzen musst.
  • Wann losfahren: Die besten Bedingungen für den Roadtrip herrschen im Juni und im September, wenn du den Sommerextremen entgehst und die Straßen noch nicht von Touristenmassen blockiert sind.
  • Die größten Highlights: Das gastronomische Lyon, der türkisfarbene See von Annecy, die schroffen Massive rund um Grenoble und der ikonische Ausblick von der Aiguille du Midi.
  • Anreise: Am einfachsten fliegst du nach Lyon oder ins schweizerische Genf, mietest dort ein Auto und fährst los – wobei du mit Maut auf den Autobahnen rechnen musst.
  • Umweltzonen: Für die Durchfahrt durch größere Städte wie Lyon oder Grenoble brauchst du zwingend die Crit’Air-Umweltplakette, sonst riskierst du ein saftiges Bußgeld.
  • Achtung im Jahr 2026: Im Juli lähmt die berühmte Tour de France die Region und an der Wende von Mai zu Juni wird zudem die Hauptaussichtsterrasse der Aiguille du Midi geschlossen.

Wann du diese Reise antreten solltest

Die Wahl des richtigen Termins ist in den französischen Alpen absolut entscheidend, denn die Berge verzeihen keine Planungsfehler und das Wetter kann hier sehr unberechenbar sein. Wenn du einen Roadtrip mit Sightseeing und leichtem Wandern planst, meide die Wintermonate, in denen die Gebirgspässe unter Schnee begraben sind und sich die Region in eine einzige riesige Skifabrik verwandelt. Die Zeit von Dezember bis April überlässt du am besten den eingefleischten Skifahrern, die in die endlosen Skigebiete der Trois Vallées oder auf den Gletscher von Tignes ziehen – und konzentrierst dich lieber auf den späten Frühling oder den frühen Herbst.

Das ideale Zeitfenster für diese Route ist der Monat Juni oder anschließend der September, wenn das Wetter ziemlich stabil ist und die Tage lang genug sind. Im Juni sind die Täler bereits wunderbar grün, auch wenn auf den Hochgebirgssätteln noch Schnee liegen kann. Der September wiederum bietet herrlich klares Licht zum Fotografieren und du entgehst den großen französischen Ferien, die den ganzen Juli und August andauern. Im Sommer strömen nämlich riesige Mengen einheimischer Touristen in die Berge, die Übernachtungspreise schießen steil in die Höhe und an den Seen sowie an den Seilbahnen bilden sich endlose Schlangen.

Das Jahr 2026 bringt eine gewaltige Komplikation mit sich, und zwar das Radrennen Tour de France, das ein extrem anspruchsvolles Alpenfinale haben wird. Wenn du kein leidenschaftlicher Radsportfan bist, solltest du dir die dritte Juliwoche unbedingt als Zeit notieren, in der du nicht mit dem Auto in die Alpen fahren solltest. Die Fahrer werden sich mit den mythischen Anstiegen zum Plateau de Solaison abmühen, das am 19. Juli gefahren wird, und gleich zweimal die legendären 21 Serpentinen zur Alpe d’Huez erklimmen, und zwar am 24. und 25. Juli. Während dieser Etappen überquert das Peloton zudem den gefürchteten Galibier-Pass. An diesen Tagen sind die Straßen komplett unpassierbar, die Hotels hoffnungslos ausgebucht und die ganze Region wird von einem elektrisierenden, für den normalen Reisenden aber sehr einschränkenden Wahnsinn erfasst.

Praktische Infos: Auto, Anreise und Budget

Diesen Winkel Frankreichs zu erkunden erfordert ein wenig logistische Vorbereitung, denn die örtlichen Regeln unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von denen, die wir gewohnt sind. Wenn du nicht mit dem eigenen Auto aus Deutschland anreist (was ab München rund 6 bis 7 Stunden reine Fahrzeit bedeutet), ist die vernünftigste Variante, nach Lyon oder nach Genf zu fliegen und direkt am Flughafen einen Mietwagen abzuholen. Von Deutschland aus bedienen etwa Lufthansa, Eurowings oder easyJet beide Flughäfen. Frankreich verwendet keine klassische Vignette, sondern ein System von Mautstationen, die péages genannt werden. Rechne damit, dass du für je 100 Kilometer Autobahnfahrt rund 9,50 Euro zahlst, was das Gesamtbudget der Reise merklich erhöhen kann. Auf einigen neuen Abschnitten geht man zudem zum Free-Flow-System ohne physische Schranken über, bei dem du die Maut online anhand deines Kennzeichens begleichen musst.

Eine ganz wesentliche Sache, die Touristen oft vergessen, sind die französischen Umweltzonen, bekannt unter der Abkürzung ZFE. Der Verfassungsrat hat 2026 ihre Gültigkeit bestätigt, also musst du, wenn du ins erweiterte Zentrum von Lyon oder Grenoble fahren willst, die Crit’Air-Umweltplakette an der Windschutzscheibe kleben haben. Dieser Aufkleber kostet nur 5,11 Euro, aber du musst ihn rechtzeitig online bestellen, denn vor Ort kannst du ihn nirgends kaufen. An Werktagen dürfen nur Autos der Kategorie Crit’Air 1 oder 2 in die Städte einfahren, während ältere Diesel Pech haben und ein Bußgeld zwischen 68 und 375 Euro riskieren.

Was das ungefähre Budget für 2026 betrifft, gehört Frankreich definitiv nicht zu den günstigen Reisezielen. Ein Mittagsmenü in einem normalen Restaurant bewegt sich zwischen 15 und 25 Euro, während dich ein Abendessen mindestens 20 bis 35 Euro pro Person kostet. Ein großer Posten werden die Bergattraktionen sein, denn allein die Hin- und Rückfahrt mit der Seilbahn zur Aiguille du Midi kostet 81 bis 83 Euro je nach Saison. Eine Unterkunft mit vernünftigem Standard bekommst du um die 100 Euro pro Nacht, aber in Tourismuszentren wie Annecy oder Chamonix solltest du eher mit Beträgen ab 130 Euro aufwärts rechnen, besonders wenn du nicht mehrere Monate im Voraus buchst.

Reiseplan Tag für Tag

Dieser siebentägige Roadtrip ist so konzipiert, dass du einen allmählichen Übergang von der Stadtkultur bis zur rauen alpinen Wildnis erlebst. Du reist gleichmäßig, ohne unnötig lange Fahrten, und jeder Tag bietet dir eine völlig andere Kulisse.

Tag 1: Lyon → Grenoble

Deine Reise beginnt in Lyon, das zu Recht als der wahre Bauch und die gastronomische Hauptstadt Frankreichs gilt. Die Stadt am Zusammenfluss von Rhône und Saône hat eine erdige Atmosphäre, die du in Paris einfach nicht findest. Den Vormittag widmest du der Erkundung der Altstadt Vieux Lyon, die von sogenannten traboules durchzogen ist. Diese geheimen Renaissance-Durchgänge und Korridore führen direkt durch die Innenhöfe und dienten einst den Seidenwebern, um Stoffe sicher zu transportieren. Du musst nur an einer unscheinbaren Klinke ziehen und stehst plötzlich in einem zauberhaften Innenhof mit Wendeltreppe, von dem die Leute auf der belebten Straße keine Ahnung haben.

Gegen Mittag darfst du den Besuch einer traditionellen Lyoner Taverne, eines sogenannten bouchon, nicht verpassen, wo das Mittagessen strikt nur zwischen 12:00 und 14:00 Uhr serviert wird. Ein Mittagsmenü kostet dich rund 15 bis 25 Euro. Obwohl die lokale Küche für ihre deftigen Gerichte berühmt ist, findet sich hier immer eine Alternative für fleischlose Ernährung. Halte Ausschau nach den hervorragenden Käsespezialitäten oder besuche die Markthalle Les Halles de Lyon Paul Bocuse, wo du die besten französischen Käse probieren und sie mit einem Glas Côtes-du-Rhône hinunterspülen kannst.

Am Nachmittag holst du das Auto ab und machst dich auf die rund anderthalbstündige Fahrt nach Südosten. Dein Ziel ist Grenoble, die stolze Hauptstadt der Alpen, die in einem flachen Tal liegt und von allen Seiten von steilen Felswänden umringt ist. Das örtliche Tourismusbüro rühmt sich damit, dass du direkt von der Stadt aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Zugang zu über 800 Kilometern Wanderwegen hast.

💡 Tipp: Ins Zentrum von Lyon dürfen nur Autos mit der Crit’Air-Plakette 1 oder 2 einfahren. Die beste Strategie ist, das Auto auf einem Park-and-Ride-Parkplatz (P+R) am Stadtrand zu lassen und mit der hervorragenden Metro ins Zentrum zu fahren.

Tag 2: Grenoble → Aix-les-Bains

Am zweiten Morgen brichst du auf, um das Vercors-Massiv zu entdecken, das gleich vor den Toren von Grenoble liegt und wie eine uneinnehmbare Naturfestung wirkt. Dieses riesige Kalksteinplateau ist voller tiefer Schluchten und diente während des Zweiten Weltkriegs als sicheres Refugium für die französische Résistance. Wenn du Ausblicke liebst, steuere die ikonische Mont Aiguille an, einen einsamen, senkrechten Felsturm, der aussieht, als hätte ihn jemand mit einem gigantischen Messer vom Rest des Gebirges abgetrennt.

Eine Alternative für Adrenalinjunkies ist ein Ausflug zum See Lac de Monteynard, über den einzigartige tibetische Hängebrücken gespannt sind, die passerelles genannt werden. Diese Stahlbrücken schwanken dutzende Meter über dem türkisfarbenen Wasserspiegel und sie zu überqueren erfordert eine ordentliche Portion Mut, denn der Blick nach unten verschlägt dir buchstäblich den Atem. Zum Mittagessen kehrst du in einem der Bergdörfer ein, wo man dir gern einen herzhaften Kartoffelpuffer mit lokalem Käse zubereitet.

Am Nachmittag steht die Fahrt nach Norden zum See Lac du Bourget an, der den Titel des größten natürlichen Gletschersees Frankreichs trägt. Die Strecke dauert rund anderthalb Stunden und führt dich ins Kurstädtchen Aix-les-Bains. Die heilenden Thermalquellen kannten schon die alten Römer, und die Stadt hat sich bis heute die noble Atmosphäre aus der Zeit der Belle Époque bewahrt.

💡 Tipp: Für die Übernachtung in Aix-les-Bains wähle ein Hotel mit Seeblick, zum Beispiel das Golden Tulip Aix les Bains, das auch ein tolles Wellnessangebot zur Erholung nach langen Bergtouren bietet.

Tag 3: Aix-les-Bains → Annecy

Am Morgen verabschiedest du dich von Aix-les-Bains und machst dich auf die kurze, fünfundvierzigminütige Fahrt nach Annecy. Sobald du in der Stadt ankommst, verstehst du sofort, warum man sie weltweit das Venedig der Alpen nennt. Durch das historische Zentrum fließt nämlich ein verzweigtes Netz von Wasserkanälen, gespeist vom glasklaren Wasser des angrenzenden Sees. Mitten im Hauptkanal kannst du den Palais de l’Île nicht übersehen, ein ikonisches Steingebäude in Form eines Schiffsbugs, das im Laufe der Jahrhunderte als Münzprägeanstalt, Gericht und Stadtgefängnis diente.

Der Hauptmagnet der Region ist aber der See Lac d’Annecy selbst, der sich rühmt, einer der saubersten Seen ganz Europas zu sein. Das Wasser hat eine unglaublich satte türkise Farbe und lädt in den warmen Monaten geradezu zum Baden ein. Wenn du aktive Erholung bevorzugst, leih dir ein Fahrrad und mach dich auf den beliebten Radweg Voie Verte. Diese rund vierzig Kilometer lange Strecke verläuft direkt am Ufer entlang, ist vollständig vom Autoverkehr getrennt und schaffst du an einem entspannten Nachmittag. Erfahrene Wanderer können dann den anspruchsvollen Aufstieg auf das Kalksteinmassiv La Tournette in Angriff nehmen, von wo du bis zum Mont Blanc blickst.

Zum Abendessen kehrst du unbedingt in einem der Restaurants in den verwinkelten Gassen der Altstadt ein. Obwohl Savoyen für seine Wurstwaren bekannt ist, stößt du hier leicht auf ein hervorragendes Käsefondue oder eine vegetarische Version der Tartiflette – das sind überbackene Kartoffeln mit Zwiebeln und einer riesigen Portion des lokalen Reblochon-Käses.

💡 Tipp: Unterkünfte in Annecy sind in der Saison schnell ausgebucht. Halte Ausschau nach kleineren Boutique-Hotels in Seenähe – sehr gute Bewertungen hat zum Beispiel das traumhafte Les Tresoms Lake and Spa Resort.

Tag 4: Annecy → Chamonix

Am vierten Tag lässt du die ruhigen Gewässer der Seen hinter dir und steuerst das echte Hochgebirge an. Die Fahrt von Annecy nach Chamonix dauert auf der Autobahn etwas mehr als eine Stunde, und mit jedem gefahrenen Kilometer wird die Kulisse dramatischer. Chamonix-Mont-Blanc ist nicht nur ein gewöhnlicher Bergort, es ist ein pulsierendes Basislager des europäischen Alpinismus, über dem sich wie eine riesige weiße Mauer das Massiv des Mont Blanc selbst erhebt.

Nach dem Einchecken steuerst du den örtlichen Bahnhof an und steigst in die historische Zahnradbahn Tramway de Montenvers, die schon seit 1908 in Betrieb ist. Sie bringt dich durch Kiefernwälder hinauf auf 1913 Meter Höhe zum Gletscher Mer de Glace. Stell dich darauf ein, dass der Anblick faszinierend, aber zugleich ziemlich traurig ist. Der Gletscher zieht sich aufgrund des Klimawandels in erschreckendem Tempo zurück, was die Infotafeln an den Felsen belegen, die den Eisstand in vergangenen Jahrzehnten markieren. Direkt zum Eis bringt dich heute eine ganz neue Gondel aus dem Jahr 2024, die die ursprüngliche Seilbahn ersetzt hat.

Am Abend machst du dich auf in die belebten Straßen von Chamonix, wo sich japanische Touristen mit gebräunten, mit Karabinern behängten Bergsteigern mischen. Die Stadt hat eine viel rauere und sportlichere Atmosphäre als die geschliffenen österreichischen Bergorte. Zum Abendessen kannst du dir etwa eine deftige italienische Pizza gönnen, denn die Grenze liegt gleich hinterm Berg und die örtlichen Pizzerien bieten tolle fleischlose Varianten, gebacken im Holzofen.

💡 Tipp: Für ein authentisches Bergerlebnis übernachtest du in einer traditionellen Holzhütte oder einem Hotel im Alpenstil. Eine tolle Wahl ist das Heliopic Hotel & Spa, das strategisch direkt an der Talstation der Seilbahn zur Aiguille du Midi liegt.

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Tag 5: Chamonix und Aiguille du Midi

An diesem Tag erwartet dich der absolute Höhepunkt des gesamten Roadtrips, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn du in Chamonix nur für eine einzige Attraktion Zeit hast, muss es die Seilbahn zur Aiguille du Midi sein. Diese zerklüftete Felsnadel ragt bis auf 3842 Meter Höhe und die Fahrt nach oben ist ein intensives körperliches wie psychisches Erlebnis. Der obere Abschnitt der Seilbahn überwindet einen gewaltigen Höhenunterschied ohne eine einzige Stützsäule, sodass die Leute in der Kabine meist für eine Sekunde verstummen, wenn diese über dem kilometertiefen Abgrund schaukelt.

Oben bekommst du eine ordentliche Ohrfeige in Form der dünnen Luft, denn hier gibt es 40 Prozent weniger Sauerstoff als auf Meereshöhe. Jeder Schritt die Treppe hinauf tut weh, aber der Blick auf den Mont Blanc und die umliegenden Gletscher ist absolut konkurrenzlos. Vergiss nicht, den „Schritt ins Leere“ (Le Pas dans le Vide) auszuprobieren, eine verglaste Kabine, die in der Luft hängt und die du nur in speziellen Filzpantoffeln betreten darfst, um den Boden nicht zu zerkratzen. Das Seilbahnticket kostet 81 Euro in der Frühlingssaison und 83 Euro im Sommer, wobei die Reservierung einer genauen Uhrzeit absolut Pflicht ist.

⚠️ Achtung im Jahr 2026: Wenn du deine Reise an der Wende von Frühling zu Sommer planst, sei wachsam. Ab dem 25. Mai 2026 wird für 4 bis 5 Wochen die Hauptaussichtsterrasse komplett geschlossen, wegen einer nötigen Sanierung. Die Seilbahn fährt zwar und ein Teil des Komplexes ist zugänglich, doch der ikonischste Ausblick vom Gipfel bleibt den Touristen verwehrt.

💡 Tipp: Nach der Rückkehr ins Tal bist du wahrscheinlich von der Höhe erschöpft. Gönn dir einen erholsamen Nachmittag in der örtlichen Therme QC Terme.

Tag 6: Mont-Blanc-Tal und Alpendörfer

Nach dem gestrigen Höhenextrem gönnst du dir heute einen etwas ruhigeren Tag im Mont-Blanc-Tal. Diese Region ist die Heimat des legendären Treks Tour du Mont Blanc, der 170 Kilometer misst, über 10.000 Höhenmeter überwindet und das gesamte Massiv über drei Länder hinweg umrundet. Du kannst dir davon nur ein kleines Tagesstück herausschneiden, zum Beispiel den wunderschönen Abschnitt oberhalb des Dorfes Les Houches, von wo sich fotogene Ausblicke auf den kriechenden Bossons-Gletscher öffnen.

Falls du jemals den ganzen Trek mit Übernachtungen in Berghütten gehen möchtest, sei dir bewusst, dass die Logistik heute extrem anspruchsvoll ist. Die Kapazitäten sind streng begrenzt und die Reservierungen öffnen bereits am 15. Oktober ein Jahr im Voraus. Wer nicht gleich in den ersten Tagen bucht, hat für die Sommersaison in der Regel Pech. Eine Nacht in einem sogenannten Refuge kostet dich dann rund 80 bis 90 Euro, und zwar inklusive einer reichhaltigen Halbpension, die nach einem ganztägigen Marsch eine Notwendigkeit ist.

Du aber kannst nach der Vormittagstour in Ruhe zu deinem Auto zurückkehren und die malerischen umliegenden Dörfer wie Argentière oder Vallorcine erkunden. Diese Ortschaften haben sich einen viel authentischeren und ruhigeren Charakter bewahrt als das Zentrum des überfüllten Chamonix selbst. Zum Mittagessen kehrst du in eine versteckte Berggaststätte ein, wo man dir mit einem Lächeln eine ehrliche Zwiebelsuppe oder eine reichhaltige Gemüsequiche serviert.

💡 Tipp: Die letzte Nacht in den Bergen verbringst du entweder am selben Ort in Chamonix oder du ziehst ein Stück weiter ins ruhigere Les Houches, etwa ins Hotel RockyPop Chamonix.

Tag 7: Chamonix → Yvoire und Genfersee

Am letzten Tag deines Roadtrips erwartet dich der Abstieg vom Hochgebirge zurück in die Zivilisation. Am Morgen brichst du aus Chamonix in Richtung Nordwesten auf und nach rund anderthalb Stunden Fahrt erreichst du die Ufer des riesigen Genfersees. Die hiesige Landschaft ist wieder ganz anders, viel sanfter, sonnendurchflutet und übersät mit fruchtbaren Weinbergen, die sich bis zum Wasserspiegel hinabneigen.

Dein Hauptstopp wird Yvoire sein, ein mittelalterliches Steindorf, das es regelmäßig in die Ranglisten der schönsten Dörfer ganz Frankreichs schafft. Diese siebenhundert Jahre alte Siedlung ist voller verwinkelter Gassen, historischer Häuser und einer Blütenflut, die in den Sommermonaten wohl jede Fensterbank schmückt. Das Auto musst du auf einem Parkplatz vor den Stadtmauern lassen, denn das gesamte historische Zentrum ist ausschließlich für Fußgänger reserviert.

Spaziere durch den Hafen, besuche den wunderschönen Garten der fünf Sinne (Jardin des Cinq Sens) und setz dich zum Abschluss in ein Café mit Blick auf den See. Am anderen Ufer liegt bereits die Schweiz, und du kannst in Ruhe alle Erlebnisse der vergangenen Woche Revue passieren lassen. Von hier ist es nur ein Katzensprung zum Flughafen Genf, wo du den Mietwagen zurückgibst und nach Hause aufbrichst.

💡 Tipp: Wenn dir bis zum Abflug noch ein paar Stunden bleiben, halte im nahen Évian. Diese Stadt ist weltweit für ihr Mineralwasser berühmt, und du kannst hier die Quelle gratis direkt aus einem öffentlichen Brunnen zapfen.

Wo du entlang der Route übernachtest

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Während dieses Roadtrips wechselst du gleich mehrere verschiedene Orte, und deshalb ist es entscheidend, die Unterkunft rechtzeitig im Voraus zu buchen. Französische Hotels haben oft kleinere Zimmer, legen aber Wert auf perfekte Sauberkeit und hervorragende Frühstücke mit frischem Gebäck. Plane ein Budget von rund 100 bis 130 Euro pro Nacht für zwei Personen ein, wobei die Preise in den Tourismuszentren in der Hauptsaison noch steigen. Hier ist eine Übersicht der idealen Basisstationen für deine Reise:

Lyon und Umgebung Suche nach einer Unterkunft im Viertel Presqu’île, also auf der Halbinsel, oder direkt in der historischen Altstadt Vieux Lyon. Du hast es nah zu den Hauptsehenswürdigkeiten und zu den besten Restaurants. Pass aber sehr auf beim Parken auf, denn ins Zentrum dürfen nur Autos mit der Umweltplakette. Sicherer ist es, das Auto am Stadtrand auf einem P+R-Parkplatz zu lassen.

Grenoble als Tor zu den Bergen Wähle ein Hotel direkt im Zentrum unweit des belebten Platzes Place Grenette. Grenoble funktioniert als perfekte Stadtbasis, von der aus du leicht Tagesausflüge ins raue Vercors-Massiv oder ins Chartreuse-Gebirge unternehmen und abends in die Zivilisation voller toller Cafés zurückkehren kannst.

See Annecy Eine Unterkunft direkt am türkisfarbenen See oder im historischen Zentrum voller Kanäle ist zwar teurer, aber definitiv ihr Geld wert. Wenn du sparen und den größten Massen entgehen willst, halte Ausschau nach kleineren Dörfern am Ostufer des Sees, wie zum Beispiel dem malerischen Talloires.

Chamonix und das Mont-Blanc-Tal Wenn du mitten im Geschehen sein und die Bergsteigeratmosphäre aufsaugen willst, schlaf direkt in der Stadt in der Nähe der Talstation der Seilbahn zur Aiguille du Midi. Für ruhigere Nächte zu viel freundlicheren Preisen wähle lieber das benachbarte Dorf Les Houches oder Argentière. Diese Orte sind mit dem Zentrum von Chamonix selbst durch einen kostenlosen Zug bestens verbunden.

Wohin als Nächstes

Wenn dich die französische Region verzaubert hat und du deine Reise verlängern willst oder einfach weitere Inspiration aus diesem Gebiet suchst, schau dir unbedingt diese ausführlicheren Reiseführer an:

  • Willst du mehr über das Venedig der Alpen erfahren? Lies den Artikel Annecy.
  • Planst du, länger in den Bergen zu bleiben und weitere Gipfel zu erklimmen? Erkunde die Details im Reiseführer Chamonix und Mont Blanc.
  • Locken dich Gastronomie und verwinkelte Gassen? Lass dich von den Tipps für Lyon inspirieren.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Umweltplakette für die Einfahrt in die französischen Alpen?

In den Bergorten benötigen Sie keine. Wenn Sie jedoch durch die Innenstädte größerer Städte wie Lyon oder Grenoble fahren möchten, ist die Crit’Air-Umweltplakette absolut Pflicht. Bei Nichtvorhandensein droht ein Bußgeld zwischen 68 und 375 Euro. Bestellen Sie sie rechtzeitig online, denn vor Ort können Sie sie nirgendwo physisch kaufen.

Was kostet die Seilbahnfahrt auf die Aiguille du Midi?

Im Jahr 2026 zahlen Sie für ein Hin- und Rückfahrtticket für Erwachsene 81 Euro in der Frühjahrssaison, wobei der Preis ab Juni auf 83 Euro steigt. Beachten Sie, dass Sie in der Saison unbedingt eine bestimmte Abfahrtszeit auf der offiziellen Website oder über einen Vermittler reservieren müssen, da die Seilbahnen hoffnungslos ausgebucht sind.

Kann man in Frankreich Autobahngebühren mit Karte bezahlen?

Ja, an allen französischen Mautstellen, den sogenannten Péages, können Sie bequem mit einer normalen Bankkarte bezahlen. Auf einigen neuen Abschnitten fehlen jedoch die klassischen Schranken vollständig. In diesem Fall müssen Sie die Maut innerhalb von 72 Stunden nach der Durchfahrt anhand Ihres Kennzeichens online bezahlen, sonst erhalten Sie garantiert ein unangenehmes Bußgeld nach Hause geschickt.

Wann ist die beste Zeit, um Berghütten auf der Tour du Mont Blanc zu reservieren?

Wenn Sie diese berühmte mehrtägige Wanderung mit Übernachtungen in offiziellen Berghütten absolvieren möchten, müssen Sie unglaublich schnell sein. Das Reservierungssystem für die Sommersaison öffnet bereits am 15. Oktober des Vorjahres, und die beliebtesten Plätze auf der Route sind buchstäblich innerhalb weniger Tage ausgebucht.

Was bedeutet die Einschränkung auf der Aiguille du Midi im Jahr 2026?

Ab dem 25. Mai 2026 wird die oberste Aussichtsterrasse für 4 bis 5 Wochen komplett geschlossen wegen umfangreicher geplanter Renovierungsarbeiten. Die Seilbahn selbst bleibt in Betrieb und Sie können die unteren Bereiche des gesamten Komplexes besichtigen, aber der ikonischste Aussichtspunkt wird für alle Touristen vorübergehend gesperrt sein.

Wann sollte man die Alpen wegen der Tour de France 2026 meiden?

Das Radrennen erreicht die Alpenregion in der dritten Juliwoche. Absolut kritische Tage sind der 19., 24. und 25. Juli, wenn das Peloton mythische Anstiege wie den Galibier oder Alpe d’Huez bewältigt. Zu dieser Zeit werden die Straßen komplett gesperrt sein, Hotels ausgebucht und die gesamte Region logistisch lahmgelegt.

Kann ich in Lyon gut essen, auch wenn ich kein Fleisch esse?

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Collioure in Frankreich & Côte Vermeille: 11 Tipps für 2026

TL;DRCollioure und die Côte Vermeille im Süden Frankreichs, nahe der spanischen Grenze, stecken voller katalanischem Flair. Wir haben 11 Tipps für dich zusammengestellt: den Hafen mit der Kirche Notre-Dame-des-Anges, das Château Royal de Collioure (Eintritt rund 7 Euro), den Fauvismus-Pfad auf den Spuren von Matisse und Derain, das Viertel Mouré, die traditionelle Sardellenverarbeitung, die Kieselstrände Boramar und Port d’Avall, Ausflüge nach Perpignan und Banyuls-sur-Mer, den Küstenweg Sentier du Littoral sowie die Mühle Moulin de la Cortina. Für Collioure selbst reicht ein Tag, für die ganze Region samt Umgebung solltest du 4 bis 5 Tage einplanen. Am besten reist du von Mitte April bis Ende Juni oder im September und Oktober – dann liegen die Temperaturen bei 20 bis 28 °C. Im Juli und August dagegen drohen 35 bis 40 °C und die Parkplatzsuche wird zur echten Herausforderung.

Wenn die Rede vom Süden Frankreichs ist, denken die meisten Reisenden sofort an die Lavendelfelder der Provence oder die mondänen Strände der Côte d’Azur. Wer aber einen Ort sucht, an dem sich die dramatischen Gipfel der Pyrenäen direkt in die Wellen des Mittelmeers stürzen, muss ein gutes Stück weiterfahren. Bis zur spanischen Grenze erstreckt sich die faszinierende Côte Vermeille, übersetzt die „Zinnoberküste“. In diesem Guide stellen wir dir 11 Tipps vor, was du in Collioure in Frankreich und an der Côte Vermeille sehen und erleben kannst – und zeigen dir, warum die berühmtesten europäischen Maler diese rauere Region so geliebt haben.

Freu dich auf enge, kopfsteingepflasterte Gassen, bunte Hausfassaden und mächtige mittelalterliche Burgen, die direkt über dem Strand thronen. An jeder Ecke umweht dich die unverwechselbare katalanische Atmosphäre, die sich völlig vom Rest Frankreichs unterscheidet. Ich verrate dir außerdem, in welchen Monaten du am besten herkommst, damit du nicht bei lebendigem Leib gegrillt wirst, und wie du die Logistik clever löst – denn der Sommerverkehr kann hier ganz schön nerven. Entdecke dieses Juwel des französischen Südens, das sich bis heute sein authentisches Gesicht bewahrt hat.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Parken ist ein Albtraum: Im Juli und August kommst du mit dem Auto praktisch nicht nach Collioure rein – am besten nutzt du die lokalen Züge aus den Nachbarorten.
  • Paradies für Kunstliebhaber: Das Städtchen ist die Wiege des Fauvismus, direkt in den Gassen kannst du einem Pfad mit Reproduktionen der Gemälde von Henri Matisse folgen.
  • Katalanischer Stolz: Die allgegenwärtigen gelb-roten Flaggen und zweisprachigen Schilder erinnern dich ständig daran, dass Perpignan und Umgebung historisch zum Königreich Mallorca gehörten.
  • Raue Natur: Vergiss die endlosen Sandstrände des Languedoc, hier erwarten dich Kiesbuchten und steile Klippen, ideal zum Wandern.
  • Geschichte zum Greifen nah: Die Königsburg Château Royal steht direkt im Wasser und bietet den besten Panoramablick über die gesamte Küste.

Wann du nach Collioure und an die Côte Vermeille reisen solltest

Bei der Planung einer Reise in den äußersten Süden Frankreichs ist es absolut entscheidend, das lokale Klima nicht zu unterschätzen, denn die gesamte Region Okzitanien ist für ihre Temperaturextreme bekannt. Die Sommermonate sind oft erbarmungslos heiß, im Juli und August klettern die Temperaturen regelmäßig auf 35 bis 40 °C. Sich in der Mittagshitze draußen aufzuhalten wird unter diesen Bedingungen zur körperlichen Tortur, und das Bummeln über die aufgeheizten Festungsmauern ohne ein Fleckchen Schatten grenzt an Selbstkasteiung. In dieser Zeit besteht in der ganzen Region zudem ein reales Waldbrandrisiko, was den Zugang zu manchen Wanderwegen einschränken kann.

Wenn du die Möglichkeit hast, plane deinen Besuch lieber für die Frühlings- oder Herbstmonate, in denen Südfrankreich einfach bezaubernd ist. Von Mitte April bis Ende Juni ist es hier herrlich, die wilde Natur auf den Klippen blüht und die Temperaturen halten sich bei sehr angenehmen 20 bis 28 °C. Genauso fantastisch sind September und Oktober, wenn der größte Touristenansturm bereits abgeebbt ist, das Meer nach dem Sommer noch wunderbar warm ist und an den steilen Hängen über der Küste die traditionelle Weinlese läuft. Die langen Herbsttage laden geradezu zu ganztägigen Ausflügen und zur Erkundung historischer Sehenswürdigkeiten ohne Menschenmassen ein.

Die Hauptsaison im Sommer bringt zudem ein riesiges logistisches Problem mit sich: den Straßenverkehr. Nach Collioure führt im Grunde nur eine einzige Hauptstraße, die in den Ferien schon kilometerlang vor der Einfahrt in die Stadt verstopft ist. Wenn du trotzdem während der französischen Schulferien herkommen musst, wappne dich mit Geduld und rechne damit, dass du ohne wirklich frühes Aufstehen am Morgen gar nicht erst auf die überfüllten Park-and-Ride-Plätze kommst. Erwäge daher lieber alternative Verkehrsmittel.

Wo du in Collioure und Umgebung übernachtest

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die Suche nach dem idealen Standort hängt vor allem von deinem Budget und deinem Verkehrsmittel ab, denn die Côte Vermeille bietet gleich mehrere völlig unterschiedliche Arten von Urlaubsorten. Direkt im historischen Zentrum von Collioure zu wohnen ist ungemein romantisch, aber stell dich auf Premium-Preise und das völlige Fehlen von Parkplätzen ein. Eine Unterkunft im Herzen des Städtchens suchen eher Paare, denen es nichts ausmacht, mit dem Zug anzureisen und die ruhigen Abendgassen zu genießen, nachdem die Tagesausflügler aus der Umgebung abgereist sind.

Wenn du mit dem Auto reist und etwas Praktischeres suchst, ist der benachbarte Ort Argelès-sur-Mer eine hervorragende Alternative, oder das etwas südlicher gelegene Port-Vendres. Argelès bietet eine große Auswahl an günstigeren Apartments, weitläufige Campingplätze und vor allem lange Strände. Von beiden Orten gelangst du dann völlig stressfrei mit dem lokalen TER-Zug in wenigen Minuten nach Collioure und löst damit ganz elegant sämtliche Probleme mit den sommerlichen Staus und überfüllten Parkplätzen. Der Bahnhof von Collioure liegt zudem nur einen Katzensprung vom historischen Zentrum entfernt.

Von den konkreten Hotels lohnt sich ein Blick auf das stilvolle Hôtel Madeloc im erweiterten Zentrum von Collioure, das einen beheizten Pool und einen so wertvollen privaten Parkplatz für seine Gäste bietet. Schöne Ausblicke auf die Bucht bietet das Hotel Les Mouettes, das auf dramatischen Klippen kurz außerhalb der Stadt Richtung Port-Vendres thront. Alle Reservierungen empfehle ich dringend mit großem Vorlauf über das beliebte Portal Booking.com zu erledigen, denn die besten Kapazitäten für die Sommersaison sind schon im Frühjahr weg und auf Last-Minute-Angebote kann man sich hier wirklich nicht verlassen.

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Wo man in Collioure und an der Côte Vermeille übernachten kann
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11 Tipps, was du in Collioure und an der Côte Vermeille sehen und erleben kannst

Schauen wir uns nun im Detail das Spannendste an, was dieser raue und zugleich ungemein fotogene Winkel Frankreichs zu bieten hat. Du entdeckst hier einen perfekten Mix aus historischen Sehenswürdigkeiten, künstlerischem Erbe und herrlicher Natur, die zu langen Spaziergängen über steile Klippen und zur Erkundung versteckter Strände einlädt.

1. Der Hafen und der ikonische Glockenturm der Kirche

Das bekannteste Postkartenmotiv der gesamten Region ist zweifellos die Kirche Notre-Dame-des-Anges, deren Turm buchstäblich direkt aus den Meereswellen emporwächst. Dieses ungewöhnliche Bauwerk diente ursprünglich als Leuchtturm und Wachturm des hiesigen Hafens, bevor im 17. Jahrhundert das eigentliche Kirchenschiff angebaut wurde. Es ist ein absolutes architektonisches Unikat, das im scharfen Kontrast zu den modernen Betonresorts steht, die du weiter nördlich an der Küste des Languedoc findest.

Rund um den Hafen schaukeln die traditionellen, bunten katalanischen Boote, die sogenannten barques catalanes, die das unverwechselbare Flair des Ortes vervollständigen. Das Wasser in der Bucht ist unglaublich klar und durchsichtig, sodass du vom Ufer aus oft bis zum steinigen Grund sehen kannst. Ein Spaziergang über die alte Steinmole Richtung Chapelle Saint-Vincent bietet dir den besten Blick zurück auf die Stadt und die umliegenden terrassierten, mit Weinbergen übersäten Hügel.

💡 Tipp: Geh früh am Morgen zum Hafen, kurz nach Sonnenaufgang, wenn die lokalen Cafés erwachen. Das goldene Licht, das sich auf der Wasseroberfläche spiegelt, und die rosa Fassaden der Kirche erzeugen eine Atmosphäre, die einem buchstäblich den Atem raubt – und außerdem entgehst du den großen Touristenmassen mit ihren Kameras.

2. Die Königsburg Château Royal de Collioure

Direkt im Herzen der Bucht, nur ein paar Schritte vom Hauptstrand entfernt, erstreckt sich die massive mittelalterliche Festung Château Royal. Dieser beeindruckende Komplex war einst Sommerresidenz der mächtigen Könige von Mallorca, zu einer Zeit, als das gesamte Gebiet unter spanischem Einfluss stand und die Stadt eine wichtige strategische Rolle spielte. Ein Rundgang durch das weitläufige Areal führt dich in ein Gewirr aus Innenhöfen, dunklen unterirdischen Gängen und hohen Festungsmauern.

Der Eintritt liegt bei sympathischen rund 7 Euro (Stand 2026) und innerhalb der Mauern kannst du in aller Ruhe einen ganzen Nachmittag verbringen. Der größte Anziehungspunkt sind zweifellos die Panoramablicke von den höchsten Wachtürmen, von denen aus du das ganze Städtchen und das endlose blaue Meer wie auf dem Präsentierteller hast. Die Burg hat leider auch eine dunklere Geschichte, denn während des spanischen Bürgerkriegs im 20. Jahrhundert diente sie als Gefängnis für Flüchtlinge.

💡 Tipp: Im Inneren der Burg findest du nicht viel klassische zeitgenössische Ausstattung, die Innenräume sind eher militärisch nüchtern. Konzentriere dich daher vor allem auf die Architektur selbst und beobachte, wie die verschiedenen Bauphasen vom 13. Jahrhundert bis zu den genialen Eingriffen des berühmten Militäringenieurs Vauban ineinandergreifen.

3. Auf den Spuren von Matisse, Derain und dem Fauvismus

Im Jahr 1905 kamen zwei damals noch ziemlich unbekannte Maler in das verschlafene Fischerdorf Collioure: Henri Matisse und André Derain. Das unglaubliche Licht und die satten Farben hier verzauberten sie völlig und brachten sie dazu, mit wilden, unrealistischen Pinselstrichen zu experimentieren. Aus diesem Sommeraufenthalt entstand eine völlig neue Kunstrichtung namens Fauvismus, die die damaligen Kritiker schockierte und die Geschichte der modernen Kunst für immer veränderte.

Das örtliche Tourismusbüro hat ein absolut geniales Projekt namens Chemin du Fauvisme geschaffen, das immer wieder an dieses künstlerische Erbe erinnert. Es handelt sich um eine markierte Route direkt durch die engen Gassen der Stadt, an deren genauen Standorten Metallrahmen mit Reproduktionen der damaligen Werke aufgestellt sind. So kannst du mit eigenen Augen den realen Blick auf den Hafen mit dem vergleichen, wie ihn die berühmten Künstler vor über einem Jahrhundert auf die Leinwand gebracht haben.

💡 Tipp: Schau auch im kleinen Museum für moderne Kunst (Musée d’Art Moderne de Collioure) am Stadtrand vorbei. Auch wenn du hier nicht die Originale der allergrößten Meister findest, bietet die Galerie eine tolle Sammlung zeitgenössischer Künstler, die sich von der magischen Atmosphäre hier nachweislich inspirieren ließen.

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4. Katalanische Atmosphäre im Viertel Mouré

Das historische Viertel Mouré ist ein faszinierendes Gewirr aus den engsten und steilsten Gassen, die du dir nur vorstellen kannst. Die Häuser sind in kräftigen Pastellfarben gestrichen und von jedem alten Balkon ergießen sich Kaskaden leuchtend rosa und violetter Bougainvilleen. Genau hier spürst du am besten, dass du dich im französischen Katalonien befindest, das Spanien viel näher steht als Paris.

Überall hängen rot-gelbe katalanische Flaggen, die Straßennamen sind konsequent zweisprachig und aus den offenen Fenstern kleiner Bistros klingt häufig Spanisch. Die Einheimischen sind unglaublich stolz auf ihre historischen Wurzeln, was sich im entspannten Alltag und im Angebot der kleinen Läden widerspiegelt. Beim Bummeln stößt du garantiert auf viele hervorragende Tapas-Bars, in denen du leckere vegetarische Patatas Bravas mit pikanter Sauce, gegrillte Aubergine oder ein Brett mit lokalen Käsesorten bekommst.

💡 Tipp: Verliere dich in diesen verwinkelten Gassen ganz ohne festes Ziel und ohne Karte in der Hand. In vielen versteckten Winkeln triffst du auf kleine Künstlerateliers und Werkstätten, in denen talentierte Schmuckdesigner und Maler direkt vor den Augen zufälliger Passanten arbeiten.

5. Die jahrhundertealte Tradition der Sardellenverarbeitung

Beim Bummeln durch die Stadt stößt du früher oder später auf die allgegenwärtigen Hinweise auf den lokalen kulinarischen Schatz: die Anchovis, also Sardellen. Collioure ist weltberühmt für seine traditionelle Art des Einsalzens und Filetierens, die hier seit dem tiefen Mittelalter von Generation zu Generation weitergegeben wird. Früher war der kleine Hafen voller Fischerboote, heute widmen sich dieser anspruchsvollen Verarbeitung nur noch zwei letzte Familienbetriebe.

Die örtlichen Familien Desclaux und Roque halten diese uralte Tradition am Leben und ihre Betriebe haben in Frankreich sogar den offiziellen Status eines lebendigen Kulturerbes. Die Verarbeitung erfolgt strikt von Hand und erfordert enorme Geduld, denn die Fischchen reifen viele Monate in Eichenfässern mit Salz. Für die Einheimischen ist das ein wesentlicher Teil ihrer historischen Identität und ihres Stolzes auf die maritime Vergangenheit.

💡 Tipp: Wenn dich die handwerkliche Seite interessiert, bietet die Firma Maison Roque kurze Führungen durch ihre historischen Werkstätten an. Du kannst direkt hinter die Kulissen schauen und verstehen, wie viel akribische Handarbeit und Zeit hinter jedem kleinen Glas dieses lokalen Produkts stecken.

6. Strände und versteckte Buchten an der Küste

Während der Großteil der Küste des Languedoc, etwa der Urlaubsort La Grande-Motte, endlose flache Sandstrände bietet, unterscheidet sich die Côte Vermeille deutlich davon. Hier findest du vor allem kleinere, malerische Buchten mit feinem Kies, umgeben von zerklüfteten Felsen. Direkt im Zentrum von Collioure liegen die Stadtstrände Boramar und Plage Saint-Vincent, die zwar einen tollen Blick auf die Burg bieten, im Sommer aber leider hoffnungslos überfüllt sind.

Wenn du eine etwas ruhigere und authentischere Umgebung suchst, mach dich auf zum südlichen Stadtrand zum Strand Plage de Port d’Avall. Das Wasser ist hier dank des steinigen Untergrunds kristallklar, was die ganze Gegend zu einem fantastischen Ort zum Schnorcheln macht. Vergiss aber auf keinen Fall, gute Badeschuhe einzupacken, denn das Gehen über die aufgeheizten und scharfkantigen Kiesel ist für empfindliche Füße kein gerade angenehmes Erlebnis.

💡 Tipp: Über das örtliche Tourismusbüro oder Online-Plattformen wie GetYourGuide lässt sich leicht der Verleih eines Meereskajaks oder Stand-up-Paddleboards organisieren. Es ist die unschlagbar beste Art, einsame Buchten und Höhlen zu erkunden, zu denen du vom Ufer aus zu Fuß gar nicht kommst.

7. Perpignan als Hauptstadt der Region

Wenn du schon Zeit an diesem äußersten Ende Frankreichs verbringst, wäre es ein riesiger Fehler, Perpignan auszulassen, das nur etwa eine halbe Stunde mit dem Auto oder Zug nördlich liegt. Diese pulsierende Stadt war im Mittelalter das kontinentale Zentrum des Königreichs Mallorca und wird bis heute vom beeindruckenden Palast der Könige von Mallorca (Palais des Rois de Majorque) beherrscht, umgeben von massiven Ziegelmauern und wunderschönen Gärten.

Perpignan ist unglaublich lebendig, bunt und multikulturell. Mittelpunkt der Altstadt ist das rote Backsteintor Le Castillet, in dem heute ein interessantes Museum katalanischer Traditionen untergebracht ist. Der berühmte exzentrische Maler Salvador Dalí erklärte den hiesigen Bahnhof einst allen Ernstes zum „Zentrum des Universums“, woran heute mehrere surrealistische Kunstinstallationen direkt in der Empfangshalle augenzwinkernd erinnern.

💡 Tipp: Für ein spätes Mittagessen oder einen Drink am Abend mach dich auf in die verwinkelten Gassen rund um den belebten Place de la République. Hier findest du jede Menge toller Tapas-Bars, die fantastische vegetarische Köstlichkeiten servieren – von knusprigen Kroketten über frittierte Padrón-Paprika bis hin zu vorzüglichen lokalen Oliven.

8. Banyuls-sur-Mer und die Weinberge, die ins Meer stürzen

Ein Stück südlich von Collioure, direkt Richtung spanischer Grenze, entdeckst du das beschauliche Städtchen Banyuls-sur-Mer. Die dramatische Landschaft hier wird von unglaublich steilen, terrassierten Weinbergen geprägt, die sich von den hohen Bergen bis zu den Klippen über dem Meer ziehen. Die Reben wachsen hier auf hartem Schieferboden und werden ständig vom heftigen, trockenen Nordwind gepeitscht, den die Einheimischen Tramontana nennen.

Dieser sehr raue Terroir bringt den berühmten süßen, aufgespriteten Wein Banyuls hervor, der nach einem ganz ähnlichen Verfahren wie der bekanntere portugiesische Portwein hergestellt wird. Der Besuch eines der historischen Weingüter ist ein absolutes Muss, die Flaschen reifen hier nämlich oft in großen Glasballons, die direkt der scharfen Sommersonne ausgesetzt sind. Der Preis für eine gute Flasche liegt in den lokalen Läden zwischen 15 und 25 Euro und ist ein tolles Souvenir.

💡 Tipp: Schlendere über die gepflegte Küstenpromenade und besuche das moderne Aquarium Biodiversarium. Es dient zugleich als wichtige meeresbiologische Forschungsstation und zeigt wunderbar das ungemein reiche Unterwasserleben dieser felsigen Küste.

9. Wandern auf dem Sentier du Littoral

Für Liebhaber von Bewegung und Natur ist der größte Anziehungspunkt der ganzen Region der atemberaubende Küstenwanderweg Sentier du Littoral. Diese Fernwanderroute verbindet den Ort Argelès-sur-Mer mit dem Grenzdorf Cerbère, wobei sie ständig die Klippen hinauf und hinab wellt, durch verlassene romantische Buchten führt und Ausblicke auf das endlose Meer bietet, die du garantiert nie vergisst.

Die Route ist definitiv nicht für einen nachmittäglichen Spaziergang in Flip-Flops geeignet, du brauchst wirklich festes Wanderschuhwerk und einen großen Vorrat an Trinkwasser, denn die Sonne brennt hier erbarmungslos auf die Felsen und Schatten gibt es kaum. Die ganze über dreißig Kilometer lange Strecke an einem Tag zu bewältigen ist eine ziemlich extreme sportliche Leistung, deshalb wählen die meisten Reisenden nur kürzere, etwa zweistündige Abschnitte – zum Beispiel das malerische Stück von Collioure ins benachbarte Port-Vendres.

💡 Tipp: Die absolut ideale Strategie ist, morgens zu Fuß von Collioure über die Klippen Richtung Süden loszugehen, in Ruhe in das gewählte Küstenstädtchen zu gelangen und nachmittags bequem mit dem lokalen TER-Zug zurückzufahren, dessen Strecke clever der gesamten Küste folgt.

10. Maritime Geschichte in Port-Vendres

Während Collioure sein romantisches und leicht herausgeputztes Künstlerleben führt, ist das benachbarte Port-Vendres eine völlig andere Welt. Es ist ein arbeitender Tiefwasserhafen mit raueren, typisch salzigen Atmosphäre, in den bis heute riesige Frachtschiffe und Flotten kleiner Fischerboote einlaufen. Der Tourismus spielt hier nur die zweite Geige, was diesem Ort einen sehr seltenen, authentischen Charakter verleiht.

Das historische Wahrzeichen des Städtchens ist der hohe Marmorobelisk auf dem Hauptplatz, der zu Ehren von König Ludwig XVI. errichtet wurde. Beim Spaziergang entlang der Industriedocks stößt du auf alte Schiffslagerhäuser, und wenn dich Militärgeschichte interessiert, kannst du zur nahen Festung Fort Béar wandern. Sie thront hoch über dem Hafen, bietet einen tollen Rundblick und dient bis heute teilweise französischen militärischen Zwecken.

💡 Tipp: Port-Vendres dient sehr oft als Hauptausgangspunkt für längere Ausflüge aufs offene Meer. Von hier lassen sich leicht ganztägige Katamaranfahrten entlang der nahen spanischen Costa Brava arrangieren, eine absolut tolle Alternative für Tage, an denen du keine Lust mehr aufs Wandern hast.

11. Sonnenuntergang an der Mühle Moulin de la Cortina

Knapp über der Stadt Collioure, inmitten alter und duftender Olivenhaine, steht die herrlich restaurierte steinerne Windmühle Moulin de la Cortina. Dieses fotogene Bauwerk stammt schon aus dem Mittelalter und bis vor Kurzem wurde darin noch vorzügliches Olivenöl gemahlen. Der Steinturm selbst ist zwar klein, aber das absolut Wichtigste, weswegen du hierherkommen musst, ist seine strategische Lage auf dem Hügel.

Von der Umgebung der Mühle eröffnet sich nämlich der absolut beste Panoramablick auf die ganze Stadt unter dir, die massive Burg Château Royal, den ikonischen Kirchturm und das endlose Blau des Mittelmeers. Der Aufstieg vom historischen Zentrum nach oben dauert etwa zwanzig Minuten über einen leicht ansteigenden Feldweg und ist für jeden durchschnittlich fitten Wanderer problemlos zu schaffen.

💡 Tipp: Plane deinen Weg zur Mühle erst für den späten Nachmittag oder frühen Abend. Von hier aus den langsamen Sonnenuntergang zu beobachten, wenn die alten Festungsmauern golden aufleuchten und der Himmel rosa wird, ist garantiert die schönste Art, dich von dieser magischen Region endgültig zu verabschieden.

Wohin von Collioure aus weiter

Wenn du in Südfrankreich mehr Zeit hast, bietet die riesige Region Okzitanien eine unerschöpfliche Fülle faszinierender Orte zum Erkunden. Von der Küste aus kannst du tiefer ins Landesinnere zur düsteren Katharergeschichte aufbrechen oder pulsierende Universitätsstädte voller jugendlicher Energie entdecken.

  • Carcassonne: Nur knapp zwei Autostunden von der Küste entfernt stößt du auf die größte erhaltene mittelalterliche Festung Europas. Ein Spaziergang über die mächtigen Mauern mit zweiundfünfzig Türmen versetzt dich sofort in die Zeit der Ritterturniere. Der Eintritt in die innere Burg kostet rund 19 Euro, doch die Gassen der Altstadt selbst durchquerst du kostenlos. Ich empfehle, den Besuch zwischen 11 und 16 Uhr zu meiden, wenn die Festung aus allen Nähten platzt.
  • Montpellier: Wenn du elegante Architektur, breite Boulevards und eine fantastische Café-Kultur suchst, fahr weiter nördlich entlang der Küste. Diese dynamische Stadt verbindet die historischen Gassen rund um den Place de la Comédie hervorragend mit dem modernen Städtebau des neoklassizistischen Viertels Antigone und wird dir garantiert Spaß machen.

Häufig gestellte Fragen

Dá se v Collioure dobře zaparkovat?

V hlavní letní sezóně (červenec a srpen) je parkování naprostá noční můra. Kapacity jsou extrémně omezené a město bývá ucpané auty. Ideální je nechat vůz v okolních obcích a dojet do centra lokálním vlakem, nebo využít velká záchytná parkoviště na okraji města, odkud v pravidelných intervalech jezdí kyvadlové autobusy.

Kolik dní potřebuji na návštěvu Côte Vermeille?

Na samotnou prohlídku městečka Collioure vám bude stačit jeden intenzivní den plný chození. Pokud ale chcete projít pobřežní stezky, navštívit okolní vinice v Banyuls a v klidu prozkoumat nedaleký Perpignan, doporučuji vyčlenit si na tuto krásnou oblast minimálně 4 až 5 dní.

Je to vhodná destinace pro rodiny s dětmi?

Ano i ne. Pro starší děti, které rády lezou po starých hradech a nevadí jim kamínkové pláže, je to skvělé dobrodružství. S kočárkem to ale bude velký boj, protože historická čtvrť Mouré je plná schodů a strmých, úzkých uliček, kde se místy stěží vyhnete protijdoucím.

Jak se sem nejlépe dostanu z České republiky?

Nejpohodlnější leteckou branou je letiště v Toulouse nebo v Montpellier, kam se z Prahy nebo Vídně dostanete s jedním přestupem, případně využijte přímé lety s nízkonákladovkami do okolí. Z letiště je pak ideální půjčit si auto pro průzkum vnitrozemí, nebo nasednout na rychlovlak TGV do Perpignanu a odtud pokračovat lokálním vlakem TER přímo do Collioure.

Jsou místní pláže písečné?

Ne, pobřeží Côte Vermeille je charakteristické svým drsným skalnatým profilem. Většina zátok a pláží v Collioure je pokryta hrubšími oblázky a kamínky, což na druhou stranu zaručuje krásně čistou vodu. Písečné pláže najdete až severněji, počínaje letoviskem Argelès-sur-Mer.

Je pobyt v tomto regionu drahý?

Collioure je považováno za prémiovou destinaci, takže ceny ubytování a služeb přímo v historickém centru jsou o dost vyšší než v okolních pracujících městech jako Port-Vendres. Stále je to ale znatelně levnější a celkově uvolněnější lokalita než luxusní letoviska na slavném Azurovém pobřeží.

Mluví se tu španělsky?

Úředním jazykem je samozřejmě francouzština, ale katalánské dědictví je tu extrémně silné. Místní obyvatelé rozumí španělsky velmi dobře díky bezprostřední blízkosti hranic, takže s angličtinou a případnými základy španělštiny tu v restauracích a obchodech naprosto bez problémů přežijete.

Je túra po pobřežní stezce náročná?

Pěší trasa Sentier du Littoral není technicky nijak složitá, ale vede neustále nahoru a dolů po útesech, což dá nohám docela zabrat. Největším nepřítelem je tu letní slunce a nulový stín, takže na túru vyrážejte výhradně brzy ráno nebo si ji naplánujte raději mimo hlavní letní sezónu.

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Reykjavík, Island: 15 Tipps, was man sehen und erleben sollte

TL;DRReykjavík lässt sich gut an einem Tag und einer Nacht erleben, ideal direkt nach der Landung oder als Abschluss deiner Islandreise. Unter den 15 Tipps findest du die Kirche Hallgrímskirkja mit Aussichtsturm für 1.500 ISK, die Konzerthalle Harpa mit freiem Eintritt, die Skulptur Sun Voyager, die bunte Straße Skólavörðustígur, den See Tjörnin und das Viertel Grandi mit der Schokoladenmanufaktur Omnom. Zur Erholung eignen sich die städtischen Schwimmbäder (sundlaug) für rund 1.430 ISK, die luxuriösere Sky Lagoon oder eine Wanderung zum heißen Fluss Reykjadalur (45 Minuten bergauf ab Parkplatz). Vom Flughafen Keflavík, etwa 45 Fahrminuten entfernt, kommst du mit dem Flybus für 3.999 ISK ins Zentrum. Am besten besuchst du die Stadt außerhalb der Sommerhochsaison, wenn Unterkünfte günstiger sind und weniger Touristen unterwegs sind.

In Reykjavík auf Island kamen Lukáš und ich erst am allerletzten Tag unserer zweiwöchigen Herbstreise rund um die Insel an. Wir waren bis auf die Knochen durchgefroren, die Haare standen uns nach dem Baden in den Thermalquellen in alle Richtungen ab, und nach zwei Wochen, in denen wir in den Küchen unserer Pensionen und Apartments Nudeln gekocht hatten, sehnten wir uns verzweifelt nach etwas Zivilisation.

Vor unserer eigentlichen Ankunft in der Stadt machten wir an diesem frostigen Morgen noch eine 45-minütige Wanderung zum heißen Fluss Reykjadalur, wo wir uns beim Umziehen draußen im Wind vor Kälte schüttelten. Umso mehr genossen wir danach die Wärme des ersten gemütlichen Cafés im Zentrum.

Der isländische Kaffee ist zwar höllisch teuer, aber nach Tagen voller Kälte, Wind und endlosen Mengen einheimischer Lakritze kam er uns vor wie göttlicher Nektar.

Viele Reisende lassen diese Stadt auf ihrer Tour komplett aus, was meiner Meinung nach ziemlich schade ist. Wenn du gerade deine Route planst und nach Tipps suchst, was man in Reykjavík sehen kann, bist du hier genau richtig.

Die Stadt ist zwar winzig und für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reicht dir locker ein einziger Tag, aber sie hat eine unglaubliche Atmosphäre. In diesem Artikel findest du meine liebsten Tipps, was man in Islands Hauptstadt sehen und erleben kann – und ich verrate dir auch unsere erprobten Orte, wo man sich aufwärmen und gut fleischlos essen kann.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Reykjavík braucht keine Woche: Es ist eine kompakte Stadt, für deren Erkundung dir ein Tag und eine Nacht völlig ausreichen. Du kannst sie gleich nach der Ankunft besuchen oder als süßen Abschluss am Ende aufheben.
  • Ein Auto brauchst du in der Stadt nicht: Vom Flughafen ins Zentrum kommst du bequem mit dem Flybus, und die Stadt selbst erkundest du locker zu Fuß.
  • Thermalbäder sind ein Muss: Spar dir die überteuerte Blaue Lagune und geh wie die Einheimischen in die klassischen städtischen Schwimmbäder (sundlaug), wo der Eintritt nur einen Bruchteil kostet.
  • Achtung beim nackten Duschen: In isländischen Schwimmbädern gelten strenge Regeln – vor dem Betreten des Wassers musst du dich unbedingt komplett nackt und mit Seife duschen.
  • Essen ist extrem teuer: Wenn du sparen willst, sind der Supermarkt Bónus und die hervorragenden einheimischen Bäckereien deine besten Freunde.

Wann reisen und wie kommt man hin

Das Wetter auf Island macht schlicht, was es will, und das Wetter in Reykjavík auf Island ist da keine Ausnahme. Wir haben das Land Ende September, Anfang Oktober besucht, und ich muss sagen, es war schon ziemlich winterlich – dafür hatten wir aber riesiges Glück mit den Polarlichtern.

Am wärmsten ist es hier natürlich im Sommer, wenn du auch die Mitternachtssonne erlebst, aber dann musst du dich auf die größten Touristenmassen und absolut astronomische Übernachtungspreise einstellen. Im August 2026 erwartet Island zudem eine seltene totale Sonnenfinsternis, die direkt von Reykjavík aus zu sehen sein wird und knapp eine Minute dauert.

Wenn du also eine Reise für diesen Zeitraum planst, wappne dich mit viel Geduld, denn Unterkünfte im Totalitätsstreifen verschwinden blitzschnell und die Preise für alles sind in absurde Höhen geschossen. Günstige Flüge suchen wir immer über Vergleichsportale – von Frankfurt oder München kommst du in der Sommersaison mit einem Direktflug in etwa vier Stunden hierher.

Außerhalb der Saison musst du dich auf einen klassischen Umstieg in Kopenhagen oder London einstellen. Achte nur beim Lesen älterer Reiseführer auf, denn der beliebte Billigflieger PLAY Airlines ist inzwischen pleite und du fliegst höchstwahrscheinlich mit Icelandair oder Eurowings/Lufthansa.

Am internationalen Flughafen Keflavík weht dir gleich nach dem Aussteigen aus dem Flugzeug dieser typische, salzige und frostige isländische Wind entgegen. Der Flughafen selbst liegt auf der Halbinsel Reykjanes, rund 45 Minuten Fahrt von der Hauptstadt entfernt. Wenn du also direkt ins Zentrum willst und nicht sofort einen großen Roadtrip startest, empfehle ich dir auf jeden Fall den bequemen Bus Flybus.

Der bringt dich für rund 3.999 ISK (etwa 28 €) direkt zum zentralen Busbahnhof BSÍ. Wenn du bis vor dein Hotel gebracht werden möchtest, kannst du für die Variante Flybus+ etwas draufzahlen, die 5.199 ISK kostet.

Für Reisen zu zweit oder allein ist das definitiv die günstigste und sinnvollste Variante, denn ein Auto in der Stadt wäre nur eine teure Last.

Wenn du aber weißt, dass du in Reykjavík nur ein paar Stunden bleibst und gleich weiter über die Insel fährst, lohnt es sich, direkt in der Ankunftshalle einen Wagen zu mieten. Lukáš und ich machen seit Langem hervorragende Erfahrungen mit gängigen Mietwagen-Portalen, die wir fast überall auf der Welt nutzen.

Beim Thema Mietwagen ist Island allerdings ein bisschen wie der Wilde Westen, und an der Versicherung solltest du hier auf keinen Fall sparen. Zahl unbedingt für den Schutz gegen Steinschlag (Gravel Protection), denn Steinchen, die von entgegenkommenden Autos hochfliegen, zertrümmern hier am laufenden Band die Windschutzscheiben.

Wenn du in den Süden willst, überlege dir auch den Schutz gegen Vulkanasche und Sand (SAAP), denn der starke Wind kann ein Auto buchstäblich bis aufs Blech sandstrahlen. Und merk dir eine goldene isländische Regel, die dir niemand versichert: Halte die Autotür beim Öffnen immer fest mit beiden Händen, denn der einheimische Sturm reißt sie unvorsichtigen Touristen blitzschnell aus den Angeln.

Seit 2026 hat Island außerdem eine neue Kilometersteuer in Höhe von 6,95 ISK pro gefahrenem Kilometer eingeführt, die dir die Mietwagenfirma wahrscheinlich bei der Rückgabe des Wagens von deiner Karte abbucht – kalkuliere diese zusätzliche Ausgabe also lieber von vornherein in dein Reisebudget ein.

Wo übernachten + was kostet das

Island ist offiziell eines der teuersten Länder der ganzen Welt, und Reykjavík selbst weicht von dieser unbarmherzigen Regel leider nicht ab. Wenn du mitten im Geschehen wohnen und die echte nordische Stadtatmosphäre aufsaugen möchtest, such nach Hotels im Gebiet 101.

Das ist das absolute Stadtzentrum, das sich zwischen der majestätischen Kirche Hallgrímskirkja und der verglasten Konzerthalle Harpa erstreckt – von hier kommst du problemlos überall zu Fuß hin. Eine Nacht kostet hier allerdings ganz normal um die 125 € und mehr.

Deutlich günstiger sind Unterkünfte in unmittelbarer Nähe der Kirche selbst, wo man Zimmer durchaus auch vierzig Prozent billiger findet, oder im weiteren Umkreis des Hafens und im Viertel Grandi.

💡 Konkrete Unterkunftstipps (Preise und Verfügbarkeit prüfst du über Booking.com, buche rechtzeitig – in der Saison und rund um die Finsternis 2026 ist Monate im Voraus alles weg):

Wenn du ein begrenztes Budget hast, empfehle ich dir aus eigener Erfahrung wärmstens, dir eine Unterkunft mit zumindest einer kleinen Küchenzeile zu suchen. Wir haben wirklich viel Geld gespart, indem wir Grundzutaten und Frühstück im einheimischen Supermarkt Bónus gekauft haben, den du schon von Weitem am leuchtend gelben Logo mit dem riesigen rosa Schweinchen erkennst.

Eine gute Alternative sind auch die Ketten Krónan oder Nettó. Ein Abendessen in einem normalen Restaurant überschreitet für zwei Personen nämlich locker die 100-€-Grenze. Wenn du mit dem Mietwagen in die Stadt kommst, pass riesig bei den komplizierten Parkzonen auf.

Im engsten Zentrum (Zone P1) zahlst du rund 630 ISK (etwa 4,40 €) für eine einzige Stunde, weshalb wir immer eher in der Zone P3 nach einem Platz suchen, die viel sympathischer ist und nur 230 ISK für die ersten zwei Stunden kostet. Parken bezahlst du hier außerdem ausschließlich über praktische Handy-Apps wie Parka oder EasyPark – vergiss also das Kramen nach Kleingeld in deinen Taschen.

Booking.com ist unsere absolute Lieblings-Suchmaschine für Unterkünfte, und oft fischen wir dort sogar gemütliche Apartments mit kostenlosem Parken etwas außerhalb des Zentrums heraus, was Gold wert ist. Und noch ein kleiner Spartipp.

Kauf niemals Wasser in Flaschen – aus dem Hahn fließt eines der saubersten Wässer der Welt, lass nur immer das eiskalte laufen, denn das heiße Wasser wird geothermisch erhitzt und riecht ziemlich stark nach Schwefel 😅.

Zentrum und Ikonen: 6 Reykjavik-Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen darfst

Wenn von Islands Hauptstadt die Rede ist, stellen sich viele Leute fälschlicherweise ein kleines, vereistes und graues Dörfchen irgendwo am Ende der Welt vor. Das echte Reykjavík überrascht dich aber sofort mit seinen unglaublich satten Farben, der fantastischen nordischen Architektur und der allgegenwärtigen kreativen Kunst.

Die Häuser sind hier zwar oft mit Wellblech verkleidet, um sich gegen den salzigen Wind zu schützen, aber sie leuchten in allen Schattierungen von Senfgelb bis Knalltürkis. Schauen wir uns die absoluten Highlights an, die du dir bei einem Spaziergang durch die Stadt auf keinen Fall entgehen lassen darfst.

1. Hallgrímskirkja: Kirche oder Beton-Raumschiff?

Das ist zweifellos das bekannteste Wahrzeichen der ganzen Stadt, und ich garantiere dir, dass du es garantiert nicht verfehlst, denn es thront majestätisch auf einem Hügel und ist aus fast jeder Gasse zu sehen.

Als ich dieses Gebäude zum ersten Mal mit eigenen Augen sah, erinnerte es mich eher an ein riesiges Beton-Raumschiff kurz vor dem Start als an eine klassische christliche Kirche. Ihre beeindruckende Form wurde aber in Wirklichkeit sorgfältig so entworfen, dass sie an die regelmäßigen Basaltsäulen erinnert, die für Islands vulkanische Natur so typisch sind und die du in voller Pracht zum Beispiel am berühmten Wasserfall Svartifoss siehst.

Der Eintritt ins Erdgeschoss der Kirche ist völlig kostenlos, und drinnen verzaubert dich garantiert der Anblick der riesigen Orgel mit über fünftausend silbernen Pfeifen. Lass dir aber auf keinen Fall die Möglichkeit entgehen, ein Ticket für den Aussichtsturm zu kaufen.

Du fährst sehr bequem mit einem kleinen Aufzug nach oben, und für 1.500 ISK pro Erwachsenem (etwa 10,50 €), 1.000 ISK für Studierende und 200 ISK für Kinder erwartet dich ein absolut perfektes Erlebnis.

Genau von diesem Aussichtsumgang aus siehst du die schönsten Blicke auf die bunten Dächer der kleinen nordischen Häuschen, während in der Ferne der kalte Ozean und die schneebedeckten Gipfel des Bergs Esja glitzern.

Eine Reservierung im Voraus ist hier glücklicherweise weder möglich noch nötig – du kommst einfach zum Schalter, zahlst und fährst gleich hoch. Es ist hier oben allerdings ziemlich unangenehm windig, also vergiss nicht, eine Mütze aufzusetzen und deine Jacke ordentlich zuzumachen.

2. Laugavegur und die Regenbogenstraße Skólavörðustígur

Wenn du wie wir das ziellose Bummeln durch die Stadt, das Schaufensterbummeln und das Herumsitzen in Cafés liebst, wird die Hauptstraße Laugavegur für dich das absolute Paradies sein – ein Traum für alle, die in Reykjavík gerne shoppen gehen.

Sie ist die Lebensader der gesamten Altstadt von Reykjavík, wo du an einem Ort alles findest – von Boutiquen mit traditionellen und unverschämt teuren Wollpullovern (lopapeysa) über hochwertige Outdoor-Läden bis zu den charmantesten kleinen Cafés, die nach frisch geröstetem Kaffee duften.

Von dieser Straße gehst du beim Spaziergang fließend in die Straße Skólavörðustígur über, die heute aber wohl alle Touristen wie Einheimischen nur unter dem Spitznamen Rainbow Street kennen.

Diese ganze lange Straße, die einen sanften Hügel hinauf direkt zur Hauptkirche Hallgrímskirkja führt, ist in den bunten Farben des Regenbogens bemalt – als klares Zeichen für Vielfalt und die lokale Pride-Community. Es ist wohl der absolut meistfotografierte Ort im ganzen Land, sodass du dich hier manchmal etwas zwischen Leuten mit gezückten Handys durchschlängeln musst, aber die fröhliche und positive Atmosphäre ist es einfach wert.

Unter der Woche ist es hier ziemlich ruhig, aber wenn du an einem Freitag- oder Samstagabend hier landest, verwandelt sich die Straße bis zur Unkenntlichkeit. Diese wilde Wochenend-Bartour nennt man hier rúntur.

Weil Alkohol auf Island extrem hoch besteuert ist, trinken die Einheimischen erst zu Hause beim sogenannten fyrirpartý vor und stürzen sich erst gegen Mitternacht ins Stadtgetümmel.

Wenn du mitmachen willst, ohne dich völlig zu ruinieren, lade dir unbedingt eine App mit einer Übersicht über die lokalen Happy Hours herunter, dank der du dir zwischen vier und acht Uhr abends ein Bier für erträglichere 1.000 bis 1.200 ISK statt der üblichen 1.750 ISK gönnen kannst.

3. Harpa: Ein gläsernes Wunder direkt am Ozean

Wenn du von der Kirche durch die engen Gassen hinunter zum Hafen läufst, sticht dir sofort das blendende Gebäude des Konzert- und Konferenzhauses Harpa ins Auge.

Es ist ein absolut überwältigendes architektonisches Werk, dessen einzigartige Fassade aus tausenden Glasblöcken besteht, die an Bienenwaben erinnern. Diese Blöcke entwarf der berühmte dänisch-isländische Künstler Ólafur Elíasson so raffiniert, dass sie ständig das wechselnde Licht des nordischen Himmels und die dunklen Farben des angrenzenden Meeres reflektieren.

Das Beste an diesem ganzen Erlebnis ist die Tatsache, dass du das riesige Foyer völlig kostenlos betreten kannst. Der Innenraum der Halle ist unglaublich großzügig, lichtdurchflutet und bietet absolut perfekte Winkel für Fotos für die sozialen Netzwerke. Das Spiel von Licht und Schatten ändert sich hier fast jede Minute, je nachdem, wie draußen gerade die Wolken ziehen.

Gleichzeitig ist es ein absolut idealer und strategischer Unterschlupf, falls dich bei der Erkundung der Stadt ein unerwarteter heftiger Wolkenbruch oder Schneesturm überrascht – was dir auf Island locker dreimal an einem einzigen Nachmittag passieren kann 😅.

Sich hier auf eine Bank zu setzen, durch diese seltsamen Glasblasen auf die tosenden Wellen zu schauen und sich dabei langsam die durchgefrorenen Hände aufzuwärmen, gehört zu meinen liebsten Island-Erinnerungen.

4. Sólfar bzw. Sun Voyager für das perfekte Foto

Nur ein kleines Stück zu Fuß von der gläsernen Harpa entfernt stößt du auf der schönen, gepflegten Uferpromenade auf eine Stahlskulptur, die auf den ersten flüchtigen Blick wie das gebleichte Skelett eines alten Wikingerschiffs aussieht.

In Wirklichkeit heißt dieses berühmte Kunstwerk Sólfar bzw. Sun Voyager, und der Künstler stellt damit ein imaginäres Traumschiff dar – eine magische Ode an die Sonne und das Versprechen unentdeckter Gebiete.

An einem warmen Sommertag herrscht hier meist ziemlicher Touristenandrang, aber wenn du etwas früher aufstehst oder umgekehrt zu der Zeit kommst, wenn die Sonne langsam zum Horizont sinkt, wirst du mit einem unglaublich romantischen Anblick belohnt.

Die Metallskulptur glänzt in diesem schrägen Licht wunderschön, und in der Ferne, direkt hinter der Bucht, ragen dramatisch die schneebedeckten Gipfel des erwähnten Bergs Esja empor.

Es ist genau der richtige und ikonische Ort für so ein typisch stimmungsvolles Foto, das dann alle Reisenden so gerne in ihre Netzwerke posten, als Beweis, dass sie wirklich auf Island waren. Außerdem kannst du hier nach dem Fotografieren ausgiebig an der sauberen Uferpromenade entlangspazieren und die frostige, nach Ozean duftende Luft tief einatmen.

5. Das ruhige Zentrum am See Tjörnin

Direkt im Herzen der Altstadt selbst stößt du auf einen überraschend weitläufigen und sehr ruhigen See, der den Namen Tjörnin trägt. Er ist zum großen Teil romantisch von alten bunten Häuschen umgeben, und an einem Ende steht ein interessantes modernes Betongebäude des Rathauses, das aussieht, als würde es teilweise direkt auf der Wasseroberfläche schwimmen.

Die Wasseroberfläche dieses Sees ist immer voller eleganter Schwäne, Enten und Wildgänse, die hier von Einheimischen und Kindern gerne vom Ufer aus gefüttert werden. Ein langsamer Spaziergang ums Wasser hat eine unglaublich entspannende Atmosphäre und reißt dich völlig aus dem Gefühl heraus, dass du dich eigentlich mitten in der Hauptstadt und nur ein paar Schritte von belebten Straßen entfernt befindest.

Wenn du in den richtigen Wintermonaten herkommst und es draußen ordentlich friert, bedeckt sehr oft eine dicke und feste Eisschicht den See, und dieser ganze schöne Ort verwandelt sich über Nacht in eine riesige, fröhliche öffentliche Eisbahn für die einheimischen Familien.

6. Das Viertel Grandi und der alte Hafen

Wenn du sehen willst, wie aus einer Industriezone der angesagteste Hipster-Ort der Stadt wird, musst du dich ins Viertel Grandi in der Nähe des alten Hafens begeben.

Ursprünglich war das ein Gebiet voller stinkender Fischhandlungen und alter Werften, aber heute sitzen in den alten Hangars die besten modernen Cafés, stilvolle Museen, und die Wände der Gebäude zieren riesige, bunte Wandbilder.

Eine der großen Attraktionen dieses Viertels ist die Ausstellung Whales of Iceland, wo du für einen Eintritt von etwa 4.300 ISK riesige Walmodelle in Lebensgröße bewundern kannst.

Es ist ein faszinierender Anblick, besonders wenn du unter einem riesigen Modell eines Blauwals stehst und dir bewusst wird, wie winzig wir gegenüber diesen Geschöpfen eigentlich sind.

Und wenn du Süßes genauso liebst wie ich, darfst du im Gebiet Grandi den Besuch der kleinen Manufaktur-Schokoladerie Omnom Chocolate nicht auslassen.

Ihre Schokoladen mit den verrücktesten Geschmacksrichtungen, verpackt in wunderschönen Designerschachteln, sind das absolut perfekte und leckere Reisesouvenir. Außerdem kannst du hier direkt in die Produktion schauen und die Schokolade natürlich auch probieren.

Entspannung und Bäder: 4 Tipps, wie du dich perfekt aufwärmst

Das Baden in heißem Thermalwasser ist für die Isländer kein gewöhnliches Wochenend-Hobby, es ist eher eine Religion, eine tägliche gesellschaftliche Notwendigkeit und vor allem eine Art, die langen, dunklen und frostigen nordischen Winter überhaupt zu überstehen.

Rund um die Stadt wetteifern luxuriöse Bäder und ganz gewöhnliche kommunale Schwimmzentren ständig um Aufmerksamkeit. Egal, wo du am Ende in das heiße Wasser eintauchst, ein Aufenthalt in Reykjavík garantiert dir, dass du aus dem Becken mit einem Gefühl der absoluten körperlichen und seelischen Wiedergeburt steigst.

7. Städtische Schwimmbäder (sundlaug): Authentisches Erlebnis für wenig Geld

Wenn du tausende Euro in deinem knappen Budget sparen und etwas wirklich und hundertprozentig Authentisches erleben willst, überspring all die berühmten und überteuerten Lagunen und marschiere mit dem Handtuch in ein ganz gewöhnliches öffentliches Schwimmbad.

Fast jedes isländische Viertel hat sein eigenes sundlaug, und der Eintritt dafür kostet meist um die 1.430 ISK (etwa 10 €).

Das allergrößte und beliebteste heißt Laugardalslaug, wo du ein klassisches großes Schwimmbecken findest und vor allem mehrere kleinere runde Becken, die sogenannten Hot Pots, mit einer Wassertemperatur von 38 bis stattlichen 44 °C.

Genau hier, im heißen Wasser, spielt sich das echte und ungeschönte isländische Gesellschaftsleben ab. Die Leute kommen früh morgens oder nach der Arbeit her, um den neuesten Klatsch durchzukauen, über die Politik zu schimpfen und natürlich endlos das Wetter zu diskutieren.

Draußen in fast kochendem Wasser zu sitzen, während dir große Schneeflocken auf den nassen Kopf fallen und ein scharfer Wind weht, ist unglaublich entspannend und süchtig machend.

⚠️ Wichtige Warnung zur lokalen Hygiene: Mitteleuropäer machen hier aus Unwissenheit einen absolut fatalen Fehler. Bevor du dir in der Umkleide überhaupt die Badesachen anziehst, musst du dich in den Gemeinschaftsduschen komplett nackt und mit Seife waschen.

Überall an den Wänden hängen anschauliche Plakate, die zeigen, dass du vor allem Achselhöhlen, Leiste und Füße waschen musst. Das Wasser in den Becken wird hier durch ständigen Durchfluss gereinigt und enthält nur ein absolutes Minimum an Chlor, weshalb die persönliche Hygiene hier eine absolut heilige Angelegenheit ist.

Wenn du diese wichtige Regel brichst und versuchst, dich schon in Badesachen zu duschen, werden dich die Einheimischen sehr scharf und öffentlich zurechtweisen. Also bitte leg die Scham ab – dein Körper interessiert in diesen Duschen niemanden auch nur im Geringsten!

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8. Sky Lagoon: Ein luxuriöses und intimes Ritual am Ozean

Wenn du dir doch etwas Außergewöhnliches, Hochwertiges und Fotogenes für die sozialen Netzwerke gönnen willst, wird dich das Bad Sky Lagoon garantiert begeistern.

Diese architektonisch wunderschöne Lagune liegt nur etwa 15 Minuten Fahrt vom Stadtzentrum entfernt und bietet eine dramatische „Infinity“-Kante, über die das glasklare heiße Wasser optisch direkt mit dem wilden und kalten Atlantik verschmilzt.

Im Vergleich zur massentauglicheren und berühmteren Blauen Lagune wirkt dieser Ort etwas intimer und natürlicher – dank der schwarzen Basaltklippen und der alten traditionellen Grassodenhäuser, die das gesamte Areal behutsam umgeben. Wenn du hierherkommst, empfehle ich dir unbedingt, gleich für das Paket mit dem Skjól-Ritual draufzuzahlen.

Dabei durchläufst du sieben Schritte, bei denen du dich in einer verglasten Sauna mit epischem Meerblick richtig aufheizt, dich anschließend in eisigem Nebel abkühlst und dir zum Schluss den Körper mit einem duftenden Salzpeeling abreibst.

Die Eintrittspreise sind hier in letzter Zeit zwar deutlich gestiegen, die Pakete beginnen bei etwa 12.000 bis 14.000 ISK (also rund 84 bis 98 €), aber es ist ein großartiges und luxuriöses Erlebnis, ideal für den Abschluss deiner Reise. Kauf die Tickets aber immer mit ausreichend Vorlauf online, denn vor Ort hast du höchstwahrscheinlich keine Chance mehr und wirst nicht hereingelassen.

💡 Tipp: Tickets und geführte Touren (Reykjavík und Umgebung) lohnt es sich, vorab online bei GetYourGuide zu buchen, in der Saison sind sie schnell ausgebucht.

9. Die berühmte Blue Lagoon und etwas Ehrlichkeit zur Vulkanaktivität

Die Blaue Lagune ist schon seit langen Jahren wahrscheinlich das allerbekannteste Bild Islands von den Titelseiten aller Magazine. Ihr milchig-blaues, undurchsichtiges Wasser mit einer Temperatur von 37–40 °C, eingebettet in ein raues schwarzes Lavafeld, sieht absolut unglaublich aus. Den Kieselschlamm vom Grund kannst du dir dort sogar direkt als Gesichtsmaske auftragen.

Das Basis-Ticket namens Comfort kostet dich aktuell rund 11.990 ISK und die Premium-Version sogar 14.990 ISK.

Wir haben diesen Ort früher natürlich auch begeistert ausprobiert, aber heute würde ich diesen konkreten Ausflug aus zwei Gründen ziemlich gut überdenken.

Der erste Grund ist die Tatsache, dass die Lagune im Gebiet Svartsengi liegt, das derzeit vulkanisch extrem aktiv ist. Seit Ende 2023 gab es hier eine Serie dramatischer Vulkanausbrüche, und das Bad musste schon mehrmals hastig und chaotisch evakuiert werden.

Die Komplexe haben zwar einen erstklassigen Sicherheitsplan und überwachen jede Bodenerschütterung, aber realistisch riskierst du, dass dir deine teure Reservierung in letzter Minute storniert wird.

Wenn du dich aber doch herwagst und gerade keine Eruptionen drohen, habe ich für dich einen rein pragmatischen und rettenden Tipp für Frauen. Das wunderschöne Kieselwasser glättet dir zwar herrlich die Haut, aber innerhalb von zehn Minuten ruiniert es dir komplett die Haare, aus denen für mehrere Tage hartes, störrisches Stroh wird.

Massiere dir deshalb vor dem Betreten des Wassers eine riesige dicke Schicht Spülung hinein, die in den Duschen kostenlos zur Verfügung steht, und steck dir die Haare fest nach oben. Mehr über den aktuellen Betrieb und mögliche Evakuierungen findest du immer auf der offiziellen Website der Blue Lagoon.

10. Der Leuchtturm Grótta und das unscheinbare Becken Kvika Footbath

An der äußersten Spitze der windigen Halbinsel Seltjarnarnes, nur ein Stück Fahrt oder ein längerer Spaziergang vom Zentrum Reykjavíks entfernt, steht der wunderschöne einsame Leuchtturm namens Grótta.

Es ist ein fantastischer und wilder Ort voller ungezähmten Vogellebens, zu dem man über eine schmale Sandbank nur bei Ebbe gelangt. Da auf dieser Landzunge fast keine starke Lichtverschmutzung aus der belebten Stadt herrscht, ist es absolut einer der besten Orte für die Beobachtung der Polarlichter in der Umgebung.

Wenn du auf dem Küstenweg in Richtung dieses Leuchtturms gehst, halt die Augen offen und such nach einem unscheinbaren Kunstwerk mit dem Namen Kvika. Es ist im Grunde ein kleines steinernes Becken in Form einer Halbkugel, direkt in den Fels gehauen, in das aus einem Rohr ständig herrlich heißes geothermisches Wasser fließt.

Der Zugang zu diesem Werk ist für jeden völlig kostenlos. Du kannst dich einfach auf den kalten Stein setzen, deine Wanderschuhe ausziehen und die müden, durchgefrorenen Füße ins heiße Wasser tauchen, mit perfektem Blick auf den tosenden Ozean und die fernen Berge.

Es ist ein kleines, unscheinbares, aber ungemein romantisches und intensives Erlebnis, von dem gewöhnliche Touristen mit riesigen Kameras meist überhaupt keine Ahnung haben und an dem sie achtlos vorbeigehen.

Natur und Sehenswürdigkeiten in der Umgebung: 7 Tipps für Ausflüge außerhalb der Stadt

Während Reykjavík selbst eine fantastische moderne Kultur und hervorragende Cafés bietet, liegt das wahre, ungeschönte Herz des Landes natürlich in der wilden Natur kurz hinter der Stadt. Und dafür musst du gar keine hunderte Kilometer weit nach Osten fahren. Einige der schönsten und dramatischsten Erlebnisse warten gleich hinter den imaginären Toren dieser nordischen Metropole auf dich.

11. Perlan: Faszinierende Natur sicher unter der Glaskuppel

Wenn du auf den bewaldeten Hügel Öskjuhlíð blickst, sticht dort ein seltsames futuristisches Gebäude hervor, das genau wie eine riesige verglaste Perle aussieht, die auf sechs massiven Zylindern thront.

Diese Zylinder dienten übrigens ursprünglich als riesige Heißwasserspeicher für die ganze Stadt, aber heute funktioniert dieser fantastische Komplex als hochmodernes interaktives Museum der isländischen Natur mit dem Namen Perlan.

Das größte Highlight für Besucher ist hier eine vollkommen echte und eisig kalte Höhle. Aus über 350 Tonnen echtem Schnee und Eis, das aus den Bergen herbeigeschafft wurde, haben sie im Inneren des Gebäudes einen 100 Meter langen Tunnel geschaffen, in dem die Temperatur dauerhaft unter dem Gefrierpunkt bleibt – so kannst du sogar mitten im Sommer einen Gletscher anfassen.

Das Ticket für den gesamten Komplex kostet 6.890 ISK (etwa 48 €), wenn du es vorausschauend online im Voraus kaufst. Vor Ort am Schalter zahlst du dann etwas mehr, das Ticket kostet dann 7.290 ISK.

Neben der Eishöhle gibt es hier auch ein wunderschönes, fesselndes Planetarium mit der Show Áróra, die das Polarlicht projiziert, und auf dem Dach des Gebäudes befindet sich eine fantastische runde Aussichtsplattform mit 360°-Blick in die weite Umgebung.

Wenn du mit kleinen Kindern reist, darfst du diesen Ort einfach nicht auslassen, aber er unterhält auch erwachsene Reisende toll und lehrreich – besonders in dem Moment, wenn es draußen ausgesprochen ungemütlich ist und man nicht in den Bergen wandern kann.

12. Wanderung zum heißen Fluss Reykjadalur

An dieses konkrete Erlebnis von unserer letzten Herbstreise erinnern Lukáš und ich uns wohl am lebhaftesten von allem, denn es war ein riesiges Extrem. Der Ort liegt etwa 40 Minuten Autofahrt von Reykjavík entfernt, unweit des Städtchens Hveragerði.

Erwarte hier oben auf dem Hügel keine ordentlichen Betonbecken oder eine Rezeption mit Handtüchern. Es handelt sich um einen absolut wilden Fluss versteckt inmitten kahler Hügel, der sich durch die starke geothermische Aktivität im Untergrund auf natürliche Weise erwärmt und weithin ins Tal dampft.

Zu diesem Fluss musst du vom zentralen Parkplatz aus etwa 45 Minuten bergauf laufen, sodass du dich am kalten Morgen schön aufwärmst. Oben am Wasser findest du dann keine bequemen beheizten Umkleiden, es gibt nur einfache Holzpaneele, hinter denen erbarmungslos der eisige Wind weht.

Das Umziehen in die Badesachen bei dieser Kälte und diesem Wind war eine echte Mutprobe – uns klapperten die Zähne so, dass es bis ins Tal zu hören gewesen sein muss. Aber sobald wir in das herrlich heiße Wasser mit Blick auf unberührte Natur glitten und uns an die warmen Steine lehnten, war alles Leid auf einen Schlag vergessen.

Ich empfehle, wirklich sehr früh morgens herzukommen, ruhig gleich bei Sonnenaufgang, bevor die organisierten Touren ankommen und Dutzende anderer durchgefrorener Reisender den Fluss auf seiner ganzen Länge belegen. Es ist eine ungemein authentische und hundertprozentig natürliche Alternative zu den teuren kommerziellen Bädern.

13. Der legendäre Golden Circle

Die Hauptstadt funktioniert als absolut großartige und praktische Basis für einen Tagesausflug auf den sogenannten Golden Circle. Diese legendäre und von allen gepriesene Route umfasst drei zentrale Naturdenkmäler, die du ganz ohne Stress bequem mit dem Auto an einem einzigen Tag abfahren kannst.

Als Erstes besuchst du den historischen Nationalpark Þingvellir, wo sich direkt vor deinen Augen sichtbar die mächtige eurasische und die nordamerikanische tektonische Platte voneinander wegbewegen.

Dann fährst du ins geothermische Gebiet und siehst den regelmäßig sprudelnden Geysir Strokkur, der absolut zuverlässig alle paar Minuten brodelndes kochendes Wasser dutzende Meter hoch in die Luft schießt, und schließlich starrst du mit offenem Mund auf den majestätischen und ohrenbetäubenden Wasserfall Gullfoss, dessen Kraft einem den Atem raubt.

Wenn du dem Ganzen noch eine Portion Adrenalin hinzufügen möchtest, kannst du von der Stadt aus auch Touren in die riesige Magmakammer des erloschenen Vulkans Þríhnúkagígur buchen.

Der Golden Circle ist zwar konkurrenzlos die meistbesuchte Route auf ganz Island, sodass du hier nie ganz allein sein wirst, aber die Orte sind so episch und monumental, dass es trotz Touristenmassen und voller Parkplätze einfach immer noch lohnt.

14. Die Halbinsel Reykjanes: Ein ungezähmtes geologisches Labor

Vielleicht denkst du, dass du gleich ans entgegengesetzte Ende der Insel zu den Gletschern rennen musst, um die echte, raueste Natur zu sehen, aber das stimmt nicht.

Es reicht völlig, vom Zentrum aus ein Stück zurück auf die Halbinsel Reykjanes zu fahren, wo auch der erwähnte internationale Flughafen liegt. Die Erde knackt, atmet und brodelt hier buchstäblich, und du findest hier gleich mehrere ungewöhnliche Stopps, die aussehen wie von einem anderen Planeten.

Du kannst hier einen kurzen Spaziergang über die kleine symbolische Brücke zwischen den Kontinenten (Bridge Between Continents) machen, die sich stählern direkt über einen tiefen tektonischen Riss spannt – so gehst du in ein paar Sekunden von Europa nach Amerika.

Fahr unbedingt auch zu den lärmenden Schlammvulkanen Gunnuhver, die nach dem zornigen einheimischen Geist Gudrun benannt sind und aus denen mit bedrohlichem Brausen so dichte Wolken heißen Dampfs mit starkem Schwefelgeruch hervorquellen, dass du manchmal keinen Meter weit siehst.

Und mach auf dem Rückweg auch im malerischen Gebiet Krýsuvík (Seltún) halt, wo dich Holzstege durch einen Ort führen, an dem die Erde in unglaublichen Schattierungen von Gelb, Dunkelrot und Grün gefärbt ist.

15. Magische Polarlichter, die direkt aus der Stadt tanzen

Die meisten Leute denken unter dem Einfluss schöner Fotos, dass man für den Anblick der Polarlichter stundenlang weit in die absolute, menschenleere Wildnis fahren muss.

Das stimmt aber nicht ganz – auch über dem hell erleuchteten Reykjavík kannst du dieses grüne Himmelsschauspiel mit etwas großem Glück mühelos erblicken. Wir haben es während unserer Reise als grünes Band direkt über der Stadtbebauung tanzen sehen – aus dem Fenster unserer gemieteten Unterkunft!

Der Schlüssel zum Erfolg innerhalb der Stadt ist, der allerstärksten öffentlichen Beleuchtung und den Neonlichtern der Bars auszuweichen. Wie ich schon beim Tipp zu den natürlichen Bädern und der Entspannung erwähnt habe, ist es absolut ideal, mit dem Auto oder zu Fuß zum verlassenen Leuchtturm Grótta aufzubrechen oder einfach in einen dunkleren Stadtpark mit Blick auf den Himmel zu gehen.

Prüf aber vor jeder nächtlichen Jagd immer die detaillierte Vorhersage zur Himmelsklarheit und Sonnenaktivität auf der hervorragenden Website des isländischen Wetterdienstes Vedur.is. Denn wenn es über der Stadt mit dichten Wolken bedeckt ist, kann die Sonnenaktivität so hoch sein, wie du willst, du siehst dort oben dann schlicht und einfach überhaupt nichts.

16. Eine ehrliche Einschätzung der Vulkanlage für 2026

Die bereits erwähnte Halbinsel Reykjanes ist in den letzten beiden Jahren zu einer der geologisch aktivsten Regionen der ganzen Welt geworden, was die Schlagzeilen füllt.

Seit 2021 gab es hier eine Serie dramatischer Eruptionen, wobei das malerische Städtchen Grindavík von den Behörden komplett evakuiert werden musste und leider zu einer traurigen Geisterstadt mit aufgerissenen Straßen wurde.

Das ganze Gebiet rund um den Berg Svartsengi, unter dem sich im Frühjahr 2026 eine riesige Menge von 26 Millionen Kubikmetern Magma angesammelt hat, ist Schauplatz gewaltiger Naturveränderungen.

Bedeutet das aber, dass du Angst vor deiner Islandreise 2026 haben und die Flugtickets lieber stornieren solltest? Überhaupt nicht! Diese konkreten Spalteneruptionen sind nämlich sogenannte effusive Eruptionen, das heißt, die Lava fließt nur relativ ruhig aus den Spalten heraus, und es drohen keine riesigen massiven Explosionen und Aschewolken, die den gesamten Flugverkehr über Europa lahmlegen würden, wie vor Jahren beim Eyjafjallajökull.

Reykjavík selbst und der internationale Flughafen Keflavík sind durch diese Lavaströme in keiner Weise gefährdet und sind völlig sicher. Es gilt aber eine absolut eiserne Regel.

Prüf immer, aber wirklich immer vor jedem morgendlichen Ausflug in die Natur die Website Safetravel.is, wo die isländischen Rettungskräfte alle aktuellen Warnungen und plötzlichen Straßensperrungen rund um die Vulkane veröffentlichen. Respektiere sie ausnahmslos und geh nicht dorthin, wo du nicht hindarfst.

Wo man in Reykjavík essen kann (nicht nur für Vegetarier)

Was gutes Essen und insgesamt das raue Wetter in Reykjavík angeht, kann dich beides hier ziemlich auf die Probe stellen. Die traditionelle Inselgastronomie drehte sich in der Vergangenheit immer eher darum, was die raue und unfruchtbare Natur und der Ozean den Einheimischen überhaupt zu erbeuten erlaubten, um den langen Winter zu überleben.

Die Preise in den heutigen modernen Restaurants sind außerdem so wahnsinnig hoch, dass dir beim Blick auf die Speisekarte und die anschließende Rechnung mühelos eiskalt wird und sich die verdrehten Augen kaum wieder zurückdrehen wollen.

Lukáš und ich essen außerdem überhaupt kein Fleisch, was in einem nordischen Land voller Fisch und allgegenwärtigem Lamm wirklich nach einem großen, unlösbaren Problem klingt, aber Reykjavík hat ein überraschend großartiges, modernes und ungemein reichhaltiges Angebot an fleischlosen Gerichten!

Wenn wir tagsüber beim Abklappern der Sehenswürdigkeiten ein schnelles, wirklich gutes und vor allem ausgewogenes Essen brauchten, steuerten wir sehr oft das beliebte Bistro Gló an. Du findest hier absolut großartige und frische Gemüse-Bowls voller Hülsenfrüchte, große gerollte Wraps voller Geschmack und vor allem ehrliche, gesunde Suppen, die nach einem ganzen Tag draußen in der Kälte mehr als alles andere guttun.

Sehr gern mochten wir auch das sympathische Lokal Loving Hut, das du direkt an der belebten Hauptstraße Laugavegur unter der Nummer 164 findest. Sie haben dort ein komplett veganes asiatisches Menü, und wir gönnten uns dort mit großem Appetit ihre hervorragende heiße Pilz-Pho und kräftige asiatische Nudeln – und das noch zu relativ freundlichen Preisen, die unseren Geldbeutel nicht ruinierten.

Wenn du aber etwas Luxuriöseres und Festlicheres für den Abend suchst, probier unbedingt das ausgezeichnete Restaurant Vegan World Peace, wo ihre pan-asiatischen Gerichte so genial und mit solchen Soßen gemacht sind, dass klassisches Fleisch dort meiner Meinung nach selbst dem eingefleischtesten und sturen Fleischesser nicht fehlen würde.

Für Liebhaber süßen Gebäcks und gutem Filterkaffee, was genau unser Stil ist, gibt es hier die perfekte Manufaktur-Bäckerei Brauð & Co, deren bunte Fassade ganz mit fröhlichem Graffiti bemalt ist.

Sie backen dort konkurrenzlos die besten und duftendsten riesigen Zimtschnecken (lokal snúður genannt), die dank der Butter direkt auf der Zunge zergehen. Ein absoluter eleganter Klassiker mit fantastischem Espresso und Torten ist dann auch die etwas weiter gelegene Bäckerei Sandholt, die hier ununterbrochen schon seit 1920 in Betrieb ist.

Und natürlich kann ich der Vollständigkeit halber auch die lokalen kuriosen Fleischphänomene nicht unerwähnt lassen, obwohl wir sie natürlich selbst nicht im Geringsten probiert und einen großen Bogen darum gemacht haben.

Wenn du deinen Mut im Geiste der alten Wikinger testen möchtest, bieten die Einheimischen in den Restaurants den sogenannten hákarl an, ein fermentiertes (oder eher leicht verdorbenes) Stück Hai, aus dem es angeblich so furchtbar stark nach Ammoniak riecht, dass dir sofort die Tränen in die Augen schießen.

Heruntergespült wird das dann mit dem starken lokalen Alkohol Brennivín, der hier sehr treffend den Spitznamen Schwarzer Tod trägt.

Und für gewöhnlichere Esser findest du hier etwa beim Hafen einen unscheinbaren Stand mit dem Namen Bæjarins Beztu Pylsur, wo sich angeblich von morgens bis abends ellenlange Schlangen von Einheimischen und Touristen für einen klassischen isländischen Hotdog bilden.

Er wird angeblich aus einer seltsamen Mischung von Lamm-, Schweine- und Rindfleisch hergestellt und ist mit einem Preis von etwa 820 ISK eines der allerbilligsten warmen Gerichte in der ganzen teuren Stadt.

Wenn du Fleisch isst, ist es angeblich für alle Reisenden eine absolute kulinarische Pflicht, die du laut den Einheimischen als „eina með öllu“ (einen mit allem) bestellst, mit knusprigen und rohen Zwiebeln, süßem Senf und Remoulade. Wir gingen lieber noch eine hervorragende Zimtschnecke und einen Kaffee essen und waren absolut zufrieden ☺️.

Wohin als Nächstes

Wenn dich Reykjavík mit seinen Farben und der nordischen Ruhe angefixt hat, ist es Zeit, auch den wilden Rest dieses atemberaubenden Landes zu entdecken. Wirf einen Blick auf unseren wirklich großen und umfassenden Island-Reiseführer, in dem wir sorgfältig alle nötigen praktischen Infos zur Reiseplanung zusammengefasst haben.

Für diejenigen unter euch, die eine längere Reise vor sich haben und selbst fahren wollen, haben wir unseren persönlichen Island-Roadtrip detailliert aufgeschrieben, nach dem du dir eine absolut fehlerfreie Route Schritt für Schritt planst.

Interessieren dich eher konkrete Naturstopps und du weißt bei der Menge nicht, was du auswählen sollst? Lies unsere persönliche Auswahl der schönsten Orte Islands.

Und wenn du wie wir das lange Baden in heißen Thermalquellen und Becken grenzenlos liebst, übersieh bei der Planung auf keinen Fall den Artikel über die 16 besten heißen Quellen auf Island, damit du ganz genau weißt, wo du unterwegs deine müden Knochen mit Freude ablegen kannst.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich Reykjavík überhaupt für einen Besuch, oder soll ich vom Flughafen direkt in die Natur fahren?

Meiner Meinung nach lohnt es sich auf jeden Fall, mindestens einen ganzen Tag und Abend dafür einzuplanen. Es ist eine überraschend ruhige, sehr farbenfrohe Stadt mit toller Atmosphäre, fantastischer nordischer Architektur und ausgezeichneten Cafés. Sie ist absolut ideal als entspannter Start direkt nach der Ankunft und dem Abholen des Gepäcks oder umgekehrt als sehr angenehmer und gemütlicher Abschluss der Reise mit etwas wohlverdienten Luxus nach zwei langen Wochen Schlafen im Auto im Winter. Mehr Tage würde ich ihr aber aus einem vollgepackten Reiseplan nicht opfern.

Wie komme ich am besten und günstigsten vom Flughafen ins Stadtzentrum?

Die meisten Leute, die sich nicht um Parkplätze kümmern wollen, fahren mit dem bequemen Flybus, die Fahrt vom Flughafen dauert etwa 45 Minuten über eine gute Straße und das Ticket für Erwachsene kostet circa 3 999 ISK (etwa 25 €). Wenn Sie direkt vor Ihr Hotel gebracht werden möchten, können Sie die Variante Flybus+ für ungefähr 5 199 ISK (etwa 33 €) dazubuchen.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Kroatien: Die 24 besten Reiseziele für Ihren Urlaub

TL;DRKroatien bietet 32 Tipps für den Urlaub in Istrien, an der Kvarner Riviera und in Dalmatien – von Pula mit seinem römischen Amphitheater und dem romantischen Rovinj über die Inseln Krk, Rab, Hvar und Brač bis hin zu Dubrovnik und den Plitvicer Seen. Am besten reist du im Juni, eine gute Alternative ist der September mit warmem Meer und weniger Touristen. Der Eintritt zu den Plitvicer Seen kostet in der Hauptsaison 40 Euro, außerhalb der Saison 23 Euro und im Winter 10 Euro. Nach Istrien fährst du von Berlin aus 6–8 Stunden mit dem Auto. Plan am besten 7 Tage für eine Region ein oder 10–14 Tage, wenn du die ganze Küste erleben willst.

Es ist kein Wunder, dass Kroatien das wichtigste Sommerurlaubsziel für Tschechen ist. Kroatien ist voller wunderschöner Strände, Inseln, aber auch mittelalterlicher Städte und vielfältiger Natur. Hier finden Sie historische Städte mit einer angenehmen, entspannten Atmosphäre, Orte mit den besten Partys in Europa, aber auch Touristenfallen, die Sie meiden sollten. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wohin man in Kroatien in den Urlaub fahren kann und was man in Kroatien sehen sollte.

Kroatien ist ein Paradies für junge Paare, Singles, aber auch Familien mit Kindern, im Frühling ist es ideal für Radfahrer und im Frühherbst für Liebhaber von Kultur und Sehenswürdigkeiten.

Wohin in den Urlaub nach Kroatien

Wenn Sie nicht wissen, wohin Sie in Kroatien reisen sollen, geben wir Ihnen 24 Tipps, wohin Sie in Kroatien in den Urlaub fahren können + eine Liste von Städten, Stränden und anderen interessanten Orten, die man in Kroatien besuchen sollte.

Kroatien Reisezielkarte

Istrien

Istrien gehört zu den beliebtesten Teilen Kroatiens für tschechische Touristen, weil Sie sehr schnell und bequem mit dem Auto oder Zug dorthin gelangen. Außerdem finden Sie im Süden Istriens die Perle Kroatiens – den Naturpark Kamenjak. Wenn Sie einen entspannten und ruhigen Urlaub suchen, ist Istrien die richtige Wahl.

Istrien ist eine große Halbinsel im nördlichen Teil Kroatiens, die große Resorts mit Animationsprogrammen für Kinder sowie kleine romantische Apartments für Paare bietet.

Wo übernachten: All-Inclusive-Hotel mit Pool Hotel Zorna Plava Laguna oder in den Luxury Apartments Magali 2 oder Apartments Oliva.

Die schönsten Strände in Istrien

Die schönsten Strände der Region sind die Kiesstrände von Lanterna (Apartment and Rooms Hacienda Stelio) oder der Ferienorte Rabac (Hotel Mimosa – Maslinica Hotels & Resorts) oder Medulin (Apartmani Marin).

Pula – Strände und wunderschöne Architektur

Wenn Sie Kultur und Architektur suchen, fahren Sie in die Stadt Pula mit ihrem römischen Amphitheater. Pula ist eine Hafenstadt in Südkroatien, bekannt für ihr antikes Amphitheater, das zu den am besten erhaltenen der Welt gehört. Die Stadt hat auch eine schöne Altstadt mit engen Gassen und historischen Gebäuden, wie dem Franziskanerkloster und der Festung Belvedere. Darüber hinaus ist Pula ein beliebtes Touristenziel wegen seiner Strände, der lokalen Kultur und der hochwertigen Gastronomie.

🏠 Wo in Pula übernachten: Absolut außergewöhnlich sind die Apartments Twins Idola Apartments oder Apartments Hedona. Man sollte aber frühzeitig buchen, sie sind oft ausgebucht. Eine luxuriöse Option ist das Penthouse Leonarda with private parking, wenn Sie etwas Günstiges suchen, schauen Sie sich die Apartments Franko 1586 an.

Nach Rovinj zum Tauchen

Rovinj ist angeblich eine der romantischsten Städte Kroatiens. Sie hat eine wunderschöne Altstadt, wo die Häuser eng beieinander stehen und direkt aus dem Meer aufsteigen. Besuchen Sie unbedingt die dortige Kirche der Heiligen Euphemia. Rovinj ist ein idealer Ort zum Tauchen, da Sie im Wasser viele Wracks finden werden.

🏠 Wo in Rovinj übernachten: Schön sind die Apartments Apartmani Gržinić, wenn Sie aber etwas wirklich Luxuriöses suchen, schauen Sie sich das Adriatic Hotel by Maistra Collection an. Für diejenigen, die einen günstigen Urlaub möchten, gibt es aber auch eine tolle Option, nämlich die Apartments Ita.

Nach Poreč in den Nordwesten Kroatiens

Poreč ist eine Stadt im Nordwesten Kroatiens, die für ihr historisches Zentrum bekannt ist, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Sie ist bekannt für ihre antike Kirche des Heiligen Nikolaus, die zu den ältesten und am besten erhaltenen in Europa gehört, sowie für ihr berühmtes Amphitheater. Darüber hinaus bietet Poreč ausgezeichnete touristische Dienstleistungen, wunderschöne Strände, vielfältige Sport- und Freizeitmöglichkeiten und ein lebhaftes Nachtleben. Poreč ist ideal für Familien mit Kindern, aber auch für Paare.

🏠 Wo in Poreč übernachten: Luxuriös ist die Unterkunft im Resort Hotel Zorna Plava Laguna, für eine günstigere Variante können Sie zum Beispiel das Apartment Danica 358 wählen.

Wohin für einen Ausflug in Istrien?

Einen Besuch wert ist auch die Stadt Umag, die ein beeindruckendes mittelalterliches Zentrum hat. Wenn Sie etwas Adrenalin suchen, fahren Sie nach Motovun, einer wunderschönen Bergstadt, die ein Mekka für Paragliding ist. In Istrien befindet sich auch die kleine Stadt Hum, die kleinste Stadt der Welt. Wer Architektur und Spaziergänge mag, sollte unbedingt hierher kommen!

Von Istrien aus können Sie auch einen Tagesausflug nach Venedig machen, die Fahrt dauert 2,5 Stunden.

Kvarner Riviera: Wohin in Kroatien in den Urlaub

Die Kvarner Riviera ist eine Tourismusregion im Nordwesten Kroatiens, die an der Küste der Kvarner Bucht liegt. Sie ist bekannt für ihre wunderschönen Strände, die von Pinienhainen umgeben sind und einen herrlichen Blick auf die Adria bieten.

Die Kvarner Riviera bietet auch eine breite Palette an touristischen Aktivitäten, wie Segeln, Tauchen, Wandern und Radfahren. Es ist auch ein Ort mit reicher Geschichte und Kultur, wo Sie viele Sehenswürdigkeiten finden, wie antike Amphitheater, alte Stadtfestungen und Kirchen. Diese Attraktionen in Kombination mit der freundlichen Atmosphäre und der Gastfreundschaft der Einheimischen machen die Kvarner Riviera zu einem beliebten Touristenziel.

Insel Krk

Krk ist die größte kroatische Insel, die wegen ihrer Schönheit seit der Antike die goldene Insel (insula aurea) genannt wird. Sie hat ein mildes mediterranes Klima, ein azurblaues Adriatisches Meer und ein reiches historisches und kulturelles Erbe.

Nach Krk gelangen Sie einfach mit dem Flugzeug oder Auto, und wenn Sie möchten, können Sie von hier aus bequem mit der Fähre oder dem Boot einen Ausflug zur Nachbarinsel Rab machen.

Wenn Sie mit Kindern reisen, besuchen Sie unbedingt das Aquarium Adriatic in Baška, das sich direkt im Stadtzentrum befindet. Wenn Sie mittelalterliche Städtchen mögen, fahren Sie nach Vrbnik. Zu weiteren beliebten Attraktionen gehören die Höhle Biserujka und die Abtei St. Lucia, die im Zentrum der Gemeinde Jurandvor liegt. Feigenliebhaber können sich Ende August auf die Feigentage freuen, die auf Krk gefeiert werden.

Opatija – die luxuriösesten Ferienorte

Opatija ist eine Stadt in Kroatien, die an der nordöstlichen Adriaküste liegt. Sie ist bekannt als einer der ältesten und luxuriösesten Ferienorte des Landes und wurde berühmt als Ort mit exzellenten Wellness-Dienstleistungen und wunderschönen Stränden.

Opatija hat auch eine reiche Geschichte und Kultur, die sich in ihren prächtigen Villen und Parkanlagen widerspiegelt, die sich entlang der 12 km langen Promenade Lungomare erstreckt. Darüber hinaus bietet Opatija eine breite Palette an Aktivitäten wie Golf, Tennis, Yachting und Wandern, sowie eine ausgezeichnete Küche und ein lebhaftes Nachtleben. Diese Attraktionen machen Opatija zu einem begehrten Touristenziel für Familien, Paare und Einzelpersonen.

🏠 Wo in Opatija übernachten: Eine großartige Unterkunft ist das Apartment Ranch, wenn Sie etwas wirklich Luxuriöses suchen, schauen Sie sich das Ikador Luxury Boutique Hotel & Spa an.

Crikvenica – für einen ruhigen Urlaub

Wenn Sie einen ruhigeren Urlaub suchen, gehört Crikvenica zu den weniger touristischen Orten. Sie hat aber immer noch wunderschöne Strände, eine reiche Geschichte und Kultur, die sich in lokalen Sehenswürdigkeiten wie alten Stadtfestungen, Kirchen und Museen zeigt.

🏠 Wo in Crikvenica übernachten: Relax Derossi oder Hotel Miramare.

Insel Cres – Oase der Ruhe

Die Insel Cres ist eine der beiden größten Inseln der Adria, gehört aber dennoch zu den weniger besuchten. Der Nordosten der Insel ist wegen stürmischer Winde unwirtlich und karg, während im Süden der Insel wunderschöne Wiesen und Weiden und im Nordwesten schöne Wälder liegen. Der schönste Ort der Insel Cres ist der Vraner See – der größte kroatische See überhaupt. Besuchen Sie Städte wie Cres, Martinšćica, Porozina, Osor und Punta Križa, oder Siedlungen wie Lubenice, Melin und Grabar.

🏠 Wo auf der Insel Cres übernachten: Villa Lavanda oder Apartments and rooms Roberto B.

Insel Rab

Meine Lieblingsinsel in Kroatien ist Rab, und das vor allem wegen ihrer gleichnamigen alten Stadt, deren Silhouette man leicht an den vier Türmen erkennt.

Die Insel Rab selbst ist vor allem für ihr Klima bekannt, das Wetter ist hier das ganze Jahr über angenehm. Die Insel wird daher auch Sonneninsel genannt, paradoxerweise regnete es bei unserem Besuch mitten im Sommer, aber das war wohl die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Einen Besuch wert sind hier auf jeden Fall der Waldpark Komrčar und das Naturschutzgebiet Dundo. Die schönsten Strände der Insel finden Sie in der Nähe der zweitgrößten Stadt von Rab – Lopar. Einer der beliebtesten Strände von Lopar ist der 1,5 km lange Rajska plaža. Auf Rab gibt es nur Sandstrände.

Wohin für einen Ausflug an der Kvarner Riviera:

Rijeka ist der geschäftigste kroatische Hafen, sie ist ein Knotenpunkt für Land- und Seewege. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Ausflug nach Rijeka zu machen, Sie können hier auch das Naturkundemuseum besuchen, wo Sie mehr über Ozeanographie und die geologische Geschichte der Adria erfahren oder den Botanischen Garten genießen können.

Wohin in Kroatien ans Meer: Dalmatien

Dalmatien ist die Bezeichnung für ein historisches Land an der Ostküste der Adria, das heute zwischen Kroatien (der größte Teil des Gebiets) und Montenegro aufgeteilt ist. Lesen Sie den Artikel über die 10 schönsten Orte in Dalmatien.

Wohin in den Norden Kroatiens: Für Meer und Natur nach Norddalmatien

Wenn Sie hauptsächlich ans Meer fahren, werden Sie sich wahrscheinlich für Norddalmatien entscheiden, das für sein kristallklares, zum Schnorcheln geeignetes Wasser bekannt ist.

Die Ferienorte in Norddalmatien sind zudem eher ruhiger und kleiner, was Familien mit Kindern und Paare begrüßen werden. Norddalmatien ist auch einer der besten Ausgangspunkte für die Nationalparks Nördlicher Velebit und Plitvicer Seen.

Wer hat nicht schon einmal Fotos vom Krka-Nationalpark gesehen, gerade Norddalmatien zieht vor allem Naturliebhaber an. Teil Norddalmatiens sind der Krka-Nationalpark und Kornati. Sie können hierher einen Tagesausflug machen, zum Beispiel von Šibenik aus.

Achtung, mitten in der Touristensaison kann es etwas überfüllt sein, wenn Sie also Orte mit vielen Touristen meiden möchten, sollten Sie entweder außerhalb der Saison oder gleich zur Öffnung hierher kommen.

Zadar

Zadar ist die größte Stadt in Norddalmatien. Zadar ist weniger touristisch als zum Beispiel Makarska. Es ist ein perfekter Ausgangspunkt, um die umliegenden Inseln zu erkunden, zum Klettern, Rafting, aber auch zum Wandern.

🏠 Wo in Zadar übernachten: Luxuriöse Unterkunft ist die Shell Luxury Residences with Pool and Whirlpool, preisgünstiger sind aber die Magic View Apartments. Wenn Sie eine günstige Unterkunft suchen, finden Sie auch diese, zum Beispiel die Apts and rooms Jagoda-parking.

Šibenik

Als wir Kroatien mit dem Fahrrad durchquerten, war es die dalmatinische Stadt Šibenik, in die ich mich verliebt habe. Ich denke, es ist eine unterschätzte, sehr kulturell reiche Stadt, in der Sie eine Reihe moderner Lokale finden, für die sich nicht einmal Prag schämen müsste. Ein Beispiel dafür ist das Hostel Scala, wo phänomenal gekocht wird und Sie auch mit gutem Kaffee überrascht werden.

🏠 Wo in Šibenik übernachten: Am günstigsten ist das Hostel Scala in Šibenik, eine goldene Mitte wäre das Guest House Bakica in Trogir, die Apartments Silver Beauty in Rogoznica, wenn Sie etwas wirklich Luxuriöses möchten, schauen Sie sich das Bifora Heritage Hotel und das Dubrovnik President Valamar Collection Hotel an.

Vodice

Vodice ist eine nette Stadt voller Nachtleben und bezaubernder Strände. Dieser kleinere Ferienort liegt 11 km von Šibenik entfernt. Er ist besonders für junge Partygänger geeignet.

🏠 Wo übernachten: In Vodice gibt es eine Reihe von Apartments, die für junge Leute geeignet sind, zum Beispiel das Apartment Zorica.

Primošten

Primošten ist ein beliebter Ort zwischen Šibenik und Split. Das historische Zentrum der kleinen Stadt finden Sie auf einer kleinen Insel. Primošten hat, wie die meisten kroatischen Städte, eine wunderschöne Architektur, aber Sie finden hier auch Strände mit kristallklarem Wasser.

🏠 Wo in Primošten übernachten: Apartments Villa Šibenik oder Olive gardens.

Mitteldalmatien

Die Region Mitteldalmatien beginnt mit dem Küstenort Rogoznica, der nordwestlich der historischen Stadt Trogir liegt und sich bis zum Hafen Ploče erstreckt.

Zu Mitteldalmatien gehört auch die Makarska Riviera, die eines der beliebtesten Touristenziele ist und mehrere Kilometer lange Kies- und Sandstrände bietet, die von Pinienwäldern gesäumt sind.

Zur Region Mitteldalmatien gehören auch die Inseln Hvar, Brač, Šolta, Čiovo, Drvenik Veli und Vis.

Omiš Riviera – Sandstrände

Omiš wurde einst übersehen, jetzt ist es anders. Hier finden Sie Sand- und Kiesstrände, und es ist einer der idealen Orte für Familien mit kleinen Kindern.

🏠 Wo in Omiš übernachten: Villa Marina oder das luxuriösere Hotel Saint Hildegard.

Split

Die Hafenstadt Split gilt als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Dalmatiens und ist auch die zweitgrößte Stadt Kroatiens. Sie hat ein wunderschönes historisches Zentrum, wo Sie den extrem beliebten Diokletianpalast finden. Split ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Fährverbindungen zu größeren Inseln in der Umgebung – Hvar, Brač, Korčula.

🏠 Wo in Split übernachten: Luxuriöse Unterkunft ist das Oblivion Luxury Rooms oder Four Elements, eine goldene Mitte ist das Apartmani Lucante, für eine günstigere Variante versuchen Sie die Pension Alba.

Trogir

Eine typische historische Kleinstadt in Dalmatien mit einem charmanten historischen Zentrum, wo es eine Reihe von Boutiquen und Geschäften mit lokalem Schmuck gibt. Die Dominante der Stadt ist die dortige Kathedrale des Heiligen Laurentius mit einem Turm, auf den man gegen eine kleine Gebühr steigen kann.

🏠 Wo in Trogir übernachten: Guest House Bakica.

Makarska Riviera – die schönsten Strände Kroatiens

Die schönsten Strände finden Sie wahrscheinlich an der Makarska Riviera, aber Sie müssen damit rechnen, dass es hier ziemlich belebt ist. Machen Sie einen Ausflug zum Biokovo-Gebirgsmassiv, das Sie auch mit dem Auto erreichen können. Sehr beliebt ist auch der Skywalk Biokovo – ein gläserner Aussichtspunkt.

🏠 Wo man in Makarska übernachten kann: Beginnen wir mit der Luxusvariante, angeblich übertrifft kaum etwas das Hotel Tamaris, aber auch das City Beach Makarska hat eine ausgezeichnete Lage. Ein guter Mittelweg sind die Apartments & Rooms Alagić. Für eine günstige Unterkunft wählen Sie zum Beispiel die Apartments Josip.

Insel Hvar

Wir dürfen die wohl meistbesuchte Insel Kroatiens nicht unerwähnt lassen. Kein Wunder, sie hat eine wunderschöne Natur mit Lavendelfeldern und Weinbergen, wo wilde Kräuter in der Luft duften.

🏠 Wo man auf Hvar übernachten kann: Nur wenige werden es sich leisten können, aber Sie sollten sich dieses absolut luxuriöse Hotel Hotel Moeesy, Blue & Green Oasis ansehen. Immer noch teurer, aber auch wunderschön ist das B&B Buzolic oder die günstigeren Fontana Resort oder Apartments Ana.

Insel Brač

Mit den schönen Stränden an der Makarska Riviera konkurriert auch einer im Ferienort Bol, der von einigen als der schönste bezeichnet wird. Er heißt Zlatni Rat und ist zumindest der bekannteste.

🏠 Wo man auf der Insel Brač übernachten kann: Eine teurere Option ist das Bluesun Hotel Borak, aber Sie finden hier auch günstige Unterkünfte, zum Beispiel die Apartments Obala.

Süddalmatien

In Süddalmatien finden Sie wirklich alles. Wenn Sie Natur- und Game of Thrones-Fans sind, ist Süddalmatien der richtige Ort für Sie. Süddalmatien lässt sich als Land großer Gegensätze charakterisieren, als eine Region, die in mehrere völlig unterschiedliche Orte zerfällt, die vielleicht nicht viel gemeinsam haben. Jeder Teil ist völlig anders, und deshalb wird ein Urlaub in Süddalmatien extrem vielfältig sein.

Plitvicer Seen

Die Plitvicer Seen sind der bekannteste Nationalpark in der Gespanschaft Lika-Senj in Kroatien und auch die meistbesuchte Touristenattraktion, daher lohnt es sich, gleich zur Öffnung zu kommen. Wenn Ihnen das gelingt, werden Sie sie maximal genießen.

Die Plitvicer Seen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und liegen am Oberlauf des Flusses Korana zwischen den Kalksteinmassiven Velika und Mala Kapela sowie Pleševica, zwischen den Städten Karlovac und Zadar, nahe der Grenze zu Bosnien und Herzegowina.

Hier finden Sie 16 Karstseen, die terrassenförmig angeordnet und durch Wasserläufe verbunden sind. Das Baden in den Seen ist seit 2006 verboten, und man darf sich nur auf Stegen und ausgewiesenen Wegen bewegen. Der Eintrittspreis steigt fast jedes Jahr, aber während der Coronakrise sank er von 945 CZK auf 700 CZK pro Erwachsenen in der Hauptsaison. Die aktuellen Eintrittspreise finden Sie auf der offiziellen Website.

Dubrovnik

In Dubrovnik wurde die berühmte HBO-Serie Game of Thrones gedreht, und seitdem hat sich die Besucherzahl dieser wunderschönen mittelalterlichen Stadt vervielfacht. Wir empfehlen daher, außerhalb der Saison zu reisen oder einen Stadtrundgang für den frühen Morgen zu planen, so wie wir es getan haben. Dubrovnik steht seit 1979 auf der UNESCO-Liste, und das ist kein Wunder.

Beim Spaziergang durch die Stadt sollten Sie auch die Hauptstraße Stradun nicht verpassen, auf der Sie alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sehen werden, wie den Sponza-Palast und die Kirche des Heiligen Blasius, des Schutzpatrons von Dubrovnik.

Wenn Sie Dubrovnik nicht mit dem Fahrrad besuchen wie wir, sollten Sie einen Spaziergang auf den Stadtmauern nicht auslassen und einen Ausflug zur Insel Lokrum machen. Wenn Sie genug vom Spazierengehen haben, gehen Sie zum Banje-Strand, der als einer der schönsten in Kroatien gilt.

Insel Korčula

Die Insel Marco Polos – Korčula ist eine weitere wunderschöne Insel in Kroatien. Sie ist winzig, nur etwa dreißig Kilometer lang, bietet aber dennoch großartige Möglichkeiten für Familien mit Kindern, Paare und Sportler. Es gibt Weingüter, wunderschöne Küsten und schöne Sehenswürdigkeiten – und sie ist angeblich der Geburtsort von Marco Polo.

🏠 Wo man übernachten kann: Eine luxuriösere Option ist Korcula Holiday.

Wo gibt es in Kroatien Sandstrände?

Einer der größten Mythen ist, dass es in Kroatien keine Sandstrände gibt. Obwohl Kies- und Felsstrände überwiegen, finden Sie dennoch eine Reihe von Sandstränden in Kroatien.

  • Insel Dugi Otok: Sandstrand Sakarun bei der Ortschaft Soline
  • Insel Pag: Sandstrand Čista plaža, Planjka, weitere dann in der Bucht Modra laguna im Ferienort Vlašiči und im Ferienort Povljana, einen kleineren Sandstrand finden Sie auch in der westlichen Bucht des Dorfes Potočnica
  • Insel Pašman: Sandstrand Plažine im Ferienort Tkon
  • Insel Rab: Auf Rab gibt es nur Sandstrände, der beliebteste ist der Sandstrand Rajska plaža im Ferienort Lopar
  • Insel Brač: Sandstrand Lovrečina in der Nähe des Ferienortes Insel Hvar: Sandstrände im Ferienort Jelsa auf der Insel Hvar
  • Insel Korčula: Sandstrand Tatinja, Bilin und Pržina im Ferienort Lumbarda
  • Halbinsel Pelješac: Sandstrand Trstenica im Ferienort Orebić
  • Omis Riviera: Sandstrände im Ferienort Omiš-Duće
  • Sandstrand Iza Banja im Ferienort Sveti Filip i Jakov an der Zadar Riviera
  • Sandstrand Ninska laguna im Ferienort Nin
lukas a lucka
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6 Unterkünfte — Wellnesshotels, Hotels und weitere Unterkunftsmöglichkeiten

Wohin in Kroatien mit Kindern in den Urlaub

Kroatien ist ein ideales Reiseziel für einen Urlaub mit kleinen Kindern. Mit kleineren Kindern werden Sie wahrscheinlich nach Istrien fahren, da Sie dort relativ schnell ankommen. Auch die Inseln (Krk, Brač, Korčula, Pag) sind großartig, wo Sie mehr Ruhe haben werden. Wenn Ihre Kinder lange Fahrten gut vertragen, fahren Sie nach Makarska, wo die schönsten Strände sind. Meistens geht es mehr um die Wahl eines guten Hotels oder Apartments, als darum, wohin genau Sie fahren.

Die ruhigsten Orte in Kroatien

Man könnte sagen, dass Kroatien das beliebteste Urlaubsziel der Tschechen ist, und wer möchte schon seine Freizeit mit seinen Mitbürgern verbringen, oder? 😄 Wenn Sie in Kroatien ruhige Orte abseits der Massen suchen, fahren Sie zur Insel Lastovo. Diese weniger bekannte Insel in der Adria ist ein Naturparadies mit unberührter Landschaft, Buchten und minimalem Tourismus.

Dank der begrenzten Infrastruktur genießen Sie hier echte Erholung – keine großen Hotels oder belebten Strände, nur kristallklares Meer, Pinienwälder und Stille, die nur vom Rauschen der Wellen unterbrochen wird.

Die schönsten Orte in Kroatien für den Urlaub

Kroatien bietet unzählige wunderschöne Orte für den Urlaub, egal ob Sie historische Städte, schöne Strände oder Naturparks suchen.

Zu den schönsten Reisezielen gehört definitiv Dubrovnik, dessen Altstadt mit ihren Mauern zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Liebhaber einer ruhigeren Atmosphäre werden die Insel Hvar mit ihren Lavendelfeldern und romantischen Buchten schätzen. Der Nationalpark Plitvicer Seen begeistert wiederum mit seinen klaren Seen und Wasserfällen, während die Makarska Riviera mit langen Kiesstränden und Blick auf das Biokovo-Gebirge lockt.

Wohin am nächsten nach Kroatien

Haben Sie kleine Kinder und möchten nicht ewig weit ans Meer fahren? Wenn Sie das nächstgelegene kroatische Reiseziel von Tschechien aus suchen, ist der nördliche Teil des Landes die ideale Wahl.

Ein beliebtes Ziel ist Istrien, das Sie mit dem Auto in etwa 6–8 Stunden erreichen. Poreč, Rovinj oder Pula bieten schöne Strände, historische Sehenswürdigkeiten und ausgezeichnete Gastronomie. Eine weitere Möglichkeit ist die Kvarner Bucht mit Ferienorten wie Opatija, Crikvenica oder der Insel Krk, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist.

Unterkunft Kroatien – wo man in Kroatien übernachten kann

Booking.com

Wohin in Kroatien mit Kindern mit dem Auto?

Istrien, die Insel Krk oder Cres sind ausgezeichnet. Für einen ruhigeren Urlaub würde ich Mali Lošinj wählen.

Welche sind die besten Orte für einen Urlaub in Kroatien?

Wenn Sie ruhige Orte mögen, fahren Sie nach Cres oder Mali Lošinj. Liebhaber guten Essens werden wahrscheinlich die Gegend um Šibenik oder Istrien wählen. Für Geschichte müssen Sie dann nach Dubrovnik fahren.

Wohin in Kroatien ans Meer?

Wunderschön ist es auf Krk, in Istrien, auf Cres, Mali Lošinj, aber auch zum Beispiel auf Rab, wenn Sie Sandstrände bevorzugen.

Wohin in Kroatien mit dem Auto?

Am nächsten ist es nach Istrien, Krk oder Cres, aber Sie können auch bequem in den Süden Kroatiens nach Dubrovnik fahren.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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