Lasst uns gedanklich an die Küste Kampaniens reisen – in eine Stadt, die zu den beliebtesten Reisezielen in Italien gehört. Die Rede ist vom bezaubernden Städtchen Amalfi, das der gleichnamigen Küste ihren Namen gibt und Besucher mit Ausblicken auf steile Klippen, pastellfarbene Häuser und türkisblaues Meer begeistert. Amalfi Italien – das klingt nach Traumurlaub! In den folgenden Zeilen verrate ich euch, was ihr in Amalfi sehen und unternehmen könnt.

Wann Amalfi besuchen
Amalfi hat ein mediterranes Klima – das bedeutet heiße, trockene Sommer und sehr milde Winter. Die ideale Reisezeit für Amalfi ist von April bis Oktober.
Mai und September gelten als goldene Monate: Die Temperaturen sind angenehm und es sind deutlich weniger Touristen unterwegs. Meidet hingegen Juli und August, wenn die Stadt völlig überlaufen ist und die Unterkunftspreise in die Höhe schießen.
Wie man nach Amalfi kommt
Es gibt mehrere Möglichkeiten, nach Amalfi zu gelangen. Wenn ihr nach Italien fliegt, ist der nächste Flughafen zur Amalfiküste in Neapel. Von dort könnt ihr mit dem Bus oder Mietwagen weiter nach Amalfi fahren. Von München oder Berlin gibt es günstige Direktflüge nach Neapel, zum Beispiel mit Eurowings oder Lufthansa (TIPP: Am Flughafen gibt es zahlreiche Mietwagenanbieter, wir haben die Firma C-rent genutzt).
Von Neapel führt die Autobahn A3 Richtung Salerno, wo ihr dann auf die malerische Küstenstraße abbiegt, die direkt nach Amalfi führt. Die Strecke ist zwar kurvenreich und voller Serpentinen (Reisetabletten nicht vergessen 😄), aber die Ausblicke sind es absolut wert. Bedenkt allerdings, dass es besonders in der Hauptsaison nahezu unmöglich ist, in Amalfi einen Parkplatz zu finden.
Alternativ könnt ihr die Busse der Gesellschaft SITA nutzen, die regelmäßig von Neapel, Salerno oder Sorrent nach Amalfi fahren. Eine weitere Option ist die Fähre, die in der Saison von mehreren Küstenstädten ablegt (zum Beispiel von Neapel, Salerno, Sorrent, Positano oder von den Inseln Capri und Ischia).

Wo in Amalfi übernachten
Amalfi ist ziemlich klein, daher hier ein paar Unterkunftstipps:
- Hotel La Ninfa (der goldene Mittelweg),
- L’Antico Borgo Dei Limoni (die günstigere Alternative),
- Villa Santa Maria (die Luxusvariante).

18 Tipps, was man in Amalfi sehen und unternehmen kann
Wenn ich euch jetzt Lust auf einen Besuch in Amalfi gemacht habe, dann habe ich hier 18 Tipps, was man in Amalfi sehen und unternehmen kann.
Berg Monte Cerreto
Monte Cerreto ist der höchste Gipfel der Amalfiküste, und der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall. Auf dem Weg zum Monte Cerreto erwarten euch atemberaubende Panoramablicke auf die gesamte Küste.
Am besten brecht ihr früh morgens auf, wenn die Luft noch frisch ist und die Wege nicht von Touristen überlaufen sind. Vergesst nicht, ausreichend Wasser und bequeme Wanderschuhe einzupacken – der Weg ist stellenweise anspruchsvoll.

Duomo di Amalfi
Eines der beeindruckendsten Bauwerke in Amalfi ist der Duomo di Amalfi, der euch mit seiner Monumentalität sofort in den Bann zieht. Im Inneren findet ihr eine wunderbare Kunstsammlung und eine unterirdische Krypta, in der angeblich die Reliquien des Apostels Andreas ruhen.

Kreuzgang Chiostro del Paradiso
Der Chiostro del Paradiso ist Teil des Kathedralenkomplexes von Amalfi und diente einst als Friedhof für den örtlichen Adel. Es ist ein ruhiger Ort mit wunderschönen Säulen und Bögen, die die Verbindung zwischen arabischer und europäischer Kultur widerspiegeln.
Fontana del Popolo
Die Fontana del Popolo befindet sich auf dem Hauptplatz. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist dank ihrer barocken Architektur und detailreichen Skulpturen eines der meistfotografierten Motive in Amalfi.
Piazza del Duomo
Das Herz des märchenhaften Amalfi ist die Piazza del Duomo. Hier findet ihr gemütliche Cafés, Restaurants, kleine Geschäfte und – mit etwas Glück – talentierte Straßenkünstler. Überragt wird der Platz natürlich von der beeindruckenden Kathedrale Sant’Andrea.

Promenade Lungomare dei Cavalieri
Einen herrlichen Spaziergang am Meer könnt ihr entlang der Promenade Lungomare dei Cavalieri unternehmen – mit Blick auf das türkisfarbene Wasser und den kleinen Hafen. Besonders empfehlenswert ist ein Bummel am Abend, wenn ihr von hier aus einen wunderbaren Sonnenuntergang genießen könnt.
Historische Mühlen im Valle dei Mulini und Papiermuseum
Im Tal Valle dei Mulini könnt ihr uralte Mühlen entdecken, die einst die Stadt versorgten. Besonders sehenswert ist das Museum der Handpapiermacherei, das die traditionellen Techniken der Papierherstellung vorstellt – ein Handwerk, auf das Amalfi im Mittelalter besonders stolz war.

Wanderweg Sentiero degli Dei (Götterpfad)
Dieser berühmte Wanderweg bietet atemberaubende Ausblicke auf die Amalfiküste. Der Weg ist ideal für alle Naturliebhaber und Wanderbegeisterten. Die Panoramen sind so spektakulär, dass der Pfad zu Recht den Namen „Götterpfad“ trägt.

Strand Marina Grande
Marina Grande ist der Hauptstrand in Amalfi und ein beliebter Badeort. Auch wenn er oft voller Touristen ist, bietet er beim Baden im kristallklaren Meer einen wunderschönen Blick auf die Stadt.

Bootsfahrt entlang der Küste
Eine der besten Möglichkeiten, die gesamte Amalfiküste zu erleben, ist eine Bootsfahrt. Vom Wasser aus könnt ihr versteckte Buchten, Grotten und kleine Strände entdecken, die vom Land aus nicht erreichbar sind. Einen Bootsausflug könnt ihr bequem über das Reiseportal GetYourGuide buchen.
Ausflüge in die Umgebung
Amalfi ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Wenn ihr schon dort seid, besucht unbedingt auch die anderen Orte der Amalfiküste:
Sorrento
Sorrent gilt als Tor zur Amalfiküste. Die Stadt ist bekannt für ihr historisches Zentrum und die herrlichen Ausblicke auf den Golf von Neapel. Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung, einschließlich Capri oder Pompeji. Vergesst nicht, hier den lokalen Limoncello zu probieren – einer der besten in ganz Italien.
TIPP: 11 Tipps, was man in Sorrent sehen kann
Positano
Positano ist berühmt für seine malerischen, pastellfarbenen Häuser, die sich über dem Meer den Hang hinaufziehen. Das Städtchen besticht durch enge Gassen voller Boutiquen, Restaurants und Cafés. Die Ausblicke von den oberen Stadtteilen auf das Tyrrhenische Meer sind wirklich zauberhaft.
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Capri
Von Amalfi aus fahren regelmäßig Fähren zur Insel Capri. Zu den Hauptattraktionen gehört die Blaue Grotte (Grotta Azzurra), die nur per Boot erreichbar ist. Die Insel bietet außerdem wunderschöne Gärten, luxuriöse Geschäfte und atemberaubende Naturkulissen.
Lest auch: 20 Tipps, was man auf Capri unternehmen kann.
Ravello
Ravello ist ein ruhiges Städtchen mit prachtvollen Villen und Gärten. Die Villa Rufolo und die Villa Cimbrone sind die beiden Hauptanziehungspunkte, wo ihr wunderschöne Gärten und beeindruckende Architektur bewundern könnt. Ravello ist zudem für seine Musikfestivals und kulturellen Veranstaltungen bekannt.
Vietri sul Mare
Wenn euch Keramik und traditionelles Handwerk interessieren, dann besucht Vietri sul Mare. Das Städtchen ist für seine traditionelle Keramik und die zahlreichen Keramikwerkstätten bekannt.
Atrani
Wenn euch das Gedränge in Amalfi zu viel wird, empfehle ich einen Abstecher nach Atrani. Bekannt für seine engen Gassen, die ruhige Atmosphäre und die wunderschöne Kirche San Salvatore de‘ Birecto. Es ist einer der wenigen Orte an der Amalfiküste, an dem ihr das authentische, beschauliche italienische Leben spüren könnt.
Praiano
Praiano ist die ruhigere Alternative zu Positano oder Amalfi – ideal für alle, die einen kleineren Ort mit grandiosen Ausblicken suchen. Hier findet ihr schöne Strände und einige kleine Kirchen.
Salerno
Salerno ist eine größere Stadt mit einer wunderschönen Uferpromenade und einem sehenswerten historischen Zentrum. Besuchen könnt ihr hier die Kathedrale von Salerno oder die Medizinschule von Salerno, die zu den ältesten in Europa gehörte.

Amalfi: Interessante Fakten
Zum Abschluss habe ich noch einige spannende Fakten über Amalfi für euch zusammengestellt:
- Amalfi war im 9. und 10. Jahrhundert eine mächtige Seerepublik, die großen Einfluss auf den gesamten Mittelmeerhandel hatte.
- Die Stadt Amalfi gilt bei den Italienern als eine der schönsten des Landes.
- Zu den lokalen Spezialitäten gehören Meeresfrüchte, hausgemachte Pasta und traditionelle Gerichte wie Scialatielli ai frutti di mare. Vergesst nicht, ein Dessert zu probieren, zum Beispiel Delizie al Limone – ein luftig-leichtes Zitronentörtchen.
- Die Stadt Amalfi war einst viel größer. Im 14. Jahrhundert rutschte ein großer Teil ins Meer ab.
Häufig gestellte Fragen
Wie kommt man nach Amalfi?
Am besten fliegt ihr nach Neapel und fahrt von dort mit dem Bus, Mietwagen oder per Fähre weiter. Direkte Züge nach Amalfi gibt es nicht.
Ist Amalfi teuer?
Die Preise in Amalfi sind generell höher, besonders in der touristischen Hauptsaison.
Wie lange sollte man in Amalfi bleiben?
Ich empfehle mindestens 3 Tage, um die Stadt und ihre Umgebung richtig genießen zu können. Ein Tagesausflug nach Amalfi ist aber ebenfalls lohnenswert.
Gibt es in Amalfi Strände?
Ja, Amalfi hat mehrere schöne, aber kleinere Strände, zum Beispiel Marina Grande. Im Sommer sind sie allerdings oft überfüllt. Per Boot lassen sich jedoch auch versteckte und abgelegene Buchten entdecken.
Ist Amalfi für Familien mit Kindern geeignet?
Auf jeden Fall! Amalfi bietet zahlreiche Aktivitäten für Familien, darunter Spaziergänge, Museen und Bootsausflüge.
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