Girona, Spanien: 16 Tipps, was man sehen und erleben kann

Wer seinen Urlaub in Katalonien verbringt, kommt früher oder später auf die Idee, die berühmte Metropole Barcelona hinter sich zu lassen und die Region auf eigene Faust zu erkunden. Lass die Massen vor der Sagrada Família ziehen und tauche ein in eine Welt voller überraschender mittelalterlicher Kontraste. Girona, Spanien zieht dich sofort in seinen Bann und bietet eine völlig einzigartige Atmosphäre, die die Einheimischen mit großer Sorgfalt bewahren. Hinter jeder Ecke verbirgt sich hier ein echter Schatz, der deine Aufmerksamkeit mehr als verdient – und die Girona Spanien Sehenswürdigkeiten gehören zu den beeindruckendsten des ganzen Landes.

Es ist eine Stadt, die wirkt, als hätte die Zeit irgendwann im tiefen Mittelalter angehalten. Der historische Kern ist ein faszinierendes Labyrinth enger gepflasterter Gassen, steiler Steintreppen und versteckter malerischer Plätze. Die raue mittelalterliche Ästhetik zog sogar die Macher der Erfolgsserie Game of Thrones an – man wird sich hier fühlen wie in einem echten Filmset. Der Großteil der Drehorte sind übrigens ganz gewöhnliche öffentliche Straßen und Plätze, die vollkommen kostenlos zugänglich sind.

Ein riesiger Vorteil ist die hervorragende Verkehrsanbindung aus allen Richtungen. Der Schnellzug AVE aus Barcelona erreicht Girona in nur 38 Minuten, sodass sich ein Tagesausflug problemlos einplanen lässt. Auch von Deutschland aus ist die Stadt leicht erreichbar: Von München oder Frankfurt gibt es Direktflüge zum Flughafen Girona-Costa Brava, der nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich zwar an einem einzigen Nachmittag abklappern, doch ich empfehle ausdrücklich, länger zu bleiben und mindestens eine Nacht hier zu verbringen. Der Zauber der Altstadt entfaltet sich nämlich erst nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Reisebusse abgefahren sind und sich die Gassen angenehm leeren.

Girona Spanien – Blick auf die Altstadt
Foto: Fernando / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Anreise aus Deutschland: Direktflüge nach Girona-Costa Brava gibt es z. B. mit Ryanair ab Frankfurt, Berlin oder Düsseldorf – oder mit dem Schnellzug AVE aus Barcelona in unter 40 Minuten.
  • Top-Sehenswürdigkeiten: Kathedrale Mariä Himmelfahrt, das jüdische Viertel El Call und die ikonischen bunten Häuser direkt über dem Fluss Onyar.
  • Game of Thrones: Die Stadt diente als Drehort für die Freie Stadt Braavos und das Große Septem der Götter.
  • Beste Reisezeit: Angenehmes Wetter ohne extreme Hitze genießt du im Frühling oder Anfang Herbst.
  • Unterkunft: Ideal ist das historische Viertel Barri Vell oder das ruhigere Mercadal auf der anderen Flussseite.
  • Ausflüge in die Umgebung: Girona ist ein perfekter Ausgangspunkt für die Steilküste der Costa Brava und die surrealistischen Museen von Salvador Dalí.
  • Tickets: Für beliebte Attraktionen wie die Arabischen Bäder oder Museen empfiehlt sich eine Buchung im Voraus über GetYourGuide.

Wann nach Girona reisen

Der richtige Zeitpunkt ist für einen Besuch in Katalonien entscheidend. Die schönste Reisezeit ist eindeutig Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen besonders angenehm sind. Im April und Mai blüht alles wunderschön und die Stadt erwacht zu lokalen Festen. September und Oktober bieten herrlich sonnige Tage, die ideal für lange Spaziergänge auf den Stadtmauern und das Erkunden der engen Gassen ohne lästiges Schwitzen sind.

Der Sommer hingegen kann in dieser Region sehr anspruchsvoll und kräftezehrend sein. Katalonien kämpft in den letzten Jahren mit extremen Hitzewellen und historischer Trockenheit. In den Sommermonaten können sogar strenge Wasserverbrauchsbeschränkungen gelten, einschließlich Verboten des Befüllens von Pools oder Einschränkungen des Betriebs von Stranduschen an der nahe gelegenen Küste. Wer im Juli oder August anreist, muss sich auf Temperaturen weit über dreißig Grad und Touristenmassen einstellen.

Der Winter ist dagegen ausgesprochen mild und bietet einen ganz anderen Blick auf die Stadt. Die Temperaturen liegen meist zwischen zehn und fünfzehn Grad, was für Sightseeing immer noch sehr angenehm ist. Ein großer Vorteil der Wintermonate sind die halb leeren Gassen und deutlich günstigere Unterkunftspreise. Pack aber eine wärmere Jacke ein, denn die Abende können wegen der Feuchtigkeit vom Fluss recht kühl werden.

Für die Besichtigung der Altstadt reicht ein gut gefüllter Tag. Wer aber die abendliche Atmosphäre wirklich aufsaugen möchte, sollte mindestens zwei Nächte einplanen. Die Stadt eignet sich außerdem als perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge in ganz Nordkatalonien – ans Meer oder in die Berge. So vergeht eine ganze Woche wie im Flug.

Wo in Girona übernachten

💡 Unterkunfts-Tipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo die Stornobedingungen oft am besten sind. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen.

Die Wahl des richtigen Stadtteils kann deinen Aufenthalt erheblich bereichern. Der zauberhafteste Ort zum Übernachten ist eindeutig das historische Viertel Barri Vell, wo alle Sehenswürdigkeiten buchstäblich um die Ecke liegen. Unterkünfte hier bieten eine unvergleichliche Atmosphäre alter Steinhäuser und romantischer Ausblicke. Bedenke aber, dass Autos in diesen Bereich oft nicht einfahren dürfen – mit schwerem Gepäck wirst du ein Stück über das Kopfsteinpflaster laufen müssen.

Wer etwas modernere Ausstattung und bessere Erreichbarkeit mit dem Auto bevorzugt, sollte sich das Viertel Mercadal auf der anderen Flussseite ansehen. Dieser Teil ist deutlich flacher, bietet viele tolle Cafés und ist in fünf Minuten zu Fuß über eine der Brücken mit der Altstadt verbunden. Ein idealer Kompromis zwischen Erreichbarkeit, Preis und der Nähe zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten.

Die Unterkunftspreise variieren stark nach Saison und Lage. Eine Buchung im Voraus über Booking.com empfiehlt sich besonders während der Frühjahrsfestivals oder der Sommerferien. Ein tolles Erlebnis bietet zum Beispiel das beliebte Hotel Històric direkt im Herzen der Altstadt, das Geschichte atmet. Im moderneren Teil lässt sich das elegante Nord 1901 mit schönem Innenpool empfehlen.

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Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Girona übernachten kann
3 Unterkünfte — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

Für Familien mit Kindern oder längere Aufenthalte bietet sich die Anmietung eines Apartments im Viertel Eixample an. Diese Gegend ist sehr ruhig, grün und voller lokaler Läden, wo man frische Lebensmittel zu normalen Preisen kaufen kann. Auch Parkplätze sind hier reichlich vorhanden – praktisch, wenn du dir ein Auto mietest und Ausflüge an die Costa Brava planst.

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16 Tipps, was man in Girona sehen und erleben kann

Lass uns gemeinsam die schönsten Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse entdecken, die diese katalanische Stadt zu bieten hat. Pack bequeme Schuhe ein, denn die Altstadt steckt voller Treppen und unebener Steinpflaster. Dafür wirst du mit Aussichten und einer Atmosphäre belohnt, die du so schnell nicht vergisst.

1. Kathedrale Mariä Himmelfahrt und die berühmte Freitreppe

Kathedrale von Girona mit der berühmten Freitreppe
Foto: Fandanguito / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Das Wahrzeichen der Stadt ist zweifellos die Kathedrale Mariä Himmelfahrt (Catedral de Girona), die majestätisch über der gesamten Altstadt thront. Dieses monumentale Bauwerk beeindruckt schon beim ersten Blick, denn der Aufstieg führt über eine unglaublich fotogene barocke Freitreppe mit neunzig Stufen. Genau dieser imposante Ort diente den Filmemachern als perfekte Kulisse für das Große Septem der Götter in der Erfolgsserie Game of Thrones. Das Erklimmen aller Stufen kostet zwar etwas Kraft, doch das Gefühl oben angekommen zu sein ist jeden Schritt wert.

Im Inneren der Kathedrale erwartet dich eine architektonische Überraschung, die man von außen kaum ahnt. Sie beherbergt das breiteste gotische Kirchenschiff der Welt – unglaubliche 23 Meter in der Breite. Damit ist es das zweitbreiteste Kirchenschiff überhaupt, gleich nach dem Petersdom in Rom. Das Gefühl des ungetrübten Raumes im Inneren ist überwältigend und zwingt einen zur stillen Bewunderung der unglaublichen Handwerkskunst der mittelalterlichen Baumeister.

Zum Komplex gehört auch ein wunderschöner romanischer Kreuzgang, der eine ruhige Zuflucht vom Trubel draußen bietet. Man kann hier unter den Gewölben spazieren und die detailliert gemeißelten Kapitelle der Säulen mit verschiedensten biblischen Szenen bewundern. Tickets können direkt vor Ort oder online gekauft werden, wobei im Eintrittspreis oft ein Audioguide enthalten ist, der die reiche Geschichte dieses magischen Ortes detailliert erklärt.

💡 Tipp: Wer die Treppe ohne Touristenmassen fotografieren möchte, sollte früh aufstehen und gegen acht Uhr morgens hier sein. Dann herrscht absolute Stille und die aufgehende Sonne beleuchtet die verzierte Fassade auf wunderschöne Weise.

2. Das jüdische Viertel El Call

Direkt unterhalb der Kathedrale erstreckt sich das jüdische Viertel El Call, das zu den besterhaltenen in ganz Europa zählt. Es ist ein unglaublich verschlungenes Labyrinth aus Steingassen, die sich wie ein mittelalterliches Irrgarten den Hang hinaufwinden. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde hier reicht bis ins zwölfte Jahrhundert zurück – lange Zeit war dies eines der wichtigsten Zentren der Kabbala und jüdischer Gelehrsamkeit auf der gesamten Iberischen Halbinsel.

Beim Durchwandern dieser Gassen spürt man Geschichte in jedem Stein. Die Häuser stehen hier dicht gedrängt beieinander und die Gassen sind stellenweise so eng, dass zwei Menschen kaum nebeneinander hindurchpassen. Achte auf die kleinen Details an den Fassaden, die alten Holztüren und die kleinen Fensterchen, hinter denen früher geschäftiges Gemeinschaftsleben pulsierte. Genau hier lohnt es sich, die Karte wegzustecken und sich einfach treiben zu lassen.

Die Atmosphäre ist besonders bezaubernd an Herbstabenden, wenn Nebel über der Altstadt liegt und nur alte Laternen die Gassen erhellen. Die Carrer de la Força solltest du auf keinen Fall auslassen – sie bildete die Hauptader des damaligen Viertels und ist heute gesäumt von interessanten Läden und kleinen Galerien. Hier begreift man am besten, welch enorme Bedeutung dieses Viertel für die Entwicklung der gesamten Stadt hatte.

3. Die bunten Häuser über dem Fluss Onyar

Bunte Häuser über dem Fluss Onyar in Girona, Spanien
Foto: kallerna / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Das ikonische Stadtpanorama wird von pastellfarbenen Häusern geprägt, die regelrecht über dem Flussbett des Onyar zu balancieren scheinen. Diese bunten Fassaden in Gelb, Ocker und Rot sind das unverwechselbare Markenzeichen der Stadt und finden sich auf sämtlichen Postkarten. Die Häuser stammen überwiegend aus dem Spätmittelalter und wurden ursprünglich direkt auf den Überresten alter Stadtmauern errichtet, die die Stadt von dieser Seite schützten.

Den schönsten Blick auf diese farbenfrohe Pracht bietet sich von einer der Brücken über den Fluss. Bei ruhiger Wasseroberfläche spiegeln sich die Häuser wunderschön und schaffen eine absolut perfekte Komposition für Fotos. Die Farbpalette der Fassaden ist übrigens keineswegs zufällig: Die Stadt legt genau fest, welche Farbtöne die Eigentümer bei Renovierungen verwenden dürfen, um das einheitliche und harmonische Erscheinungsbild des gesamten Flussufers zu erhalten.

Auch wenn die Häuser von außen sehr einheitlich wirken, verbergen sie innen ein Labyrinth aus Fluren und Anbauten. Eines der Häuser, die Casa Masó, ist sogar öffentlich zugänglich und bietet einen einzigartigen Einblick in bürgerliches Wohnen vom Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Besuch ermöglicht es, den Fluss und die Stadt aus einer völlig neuen Perspektive zu erleben – nämlich von den bezaubernden Holzbalkonen, die direkt über dem Wasser hängen.

4. Die Eiffelbrücke (Pont de les Peixateries Velles)

Unter den vielen Brücken, die beide Ufer des Onyar verbinden, sticht eine ganz besonders heraus. Die rote Eisenbrücke Pont de les Peixateries Velles wurde von Gustave Eiffel selbst entworfen – und das sogar einige Jahre bevor er in Paris seinen berühmten Turm baute. Ihre markante rote Konstruktion bildet einen reizvollen Kontrast zu den pastellfarbenen Häusern ringsum und bringt ein industrielles Element inmitten der mittelalterlichen Bebauung.

Die Brücke entstand im Jahr 1877 und ersetzte die ursprünglichen Holzstege, die von Frühjahrshochwässern immer wieder zerstört worden waren. Dank ihrer durchdachten Fachwerkstruktur ist die Brücke unglaublich leicht und zugleich sehr stabil – ein typisches Merkmal von Eiffels Ingenieurbüro. Ein Spaziergang über ihre Holzdielen bietet einen der besten Blicke auf die bunten Häuser entlang des Flusses und das Flussbett darunter.

Interessant ist, dass die Brücke ausschließlich für Fußgänger bestimmt ist und bis heute als eine der Hauptverbindungsadern zwischen der Altstadt und dem neueren Stadtteil dient. In der nachmittäglichen Stoßzeit herrscht hier lebhaftes Treiben, wenn Einheimische von der Arbeit nach Hause kommen und Touristen für perfekte Fotos innehalten. Schau auch abends vorbei – dann ist die Brücke wunderschön beleuchtet und die gesamte Stahlkonstruktion wirkt ungemein romantisch.

5. Die Arabischen Bäder (Banys Àrabs)

Gleich hinter der Kathedrale stößt man auf den faszinierenden Komplex der sogenannten Arabischen Bäder. Lass dich vom Namen nicht täuschen – sie stammen tatsächlich aus dem zwölften Jahrhundert und wurden im romanischen Stil von christlichen Stadtbewohnern erbaut. Ihre Architektur ließ sich lediglich stark von nordafrikanischen und maurischen Traditionen inspirieren, was ihr ein völlig exotisches und einzigartiges Aussehen verleiht.

Der schönste Teil des gesamten Bades ist eindeutig der zentrale Umkleideraum, das sogenannte Apodyterium. In der Mitte dieses Raumes befindet sich ein wunderschönes achteckiges Becken, umgeben von verzierten Säulen, über dem sich eine sternförmige Kuppel wölbt. Durch diese sternförmige Öffnung dringt Sonnenlicht ins Innere und schafft ein magisches Spiel aus Schatten und Reflexionen auf der Wasseroberfläche und den Steinwänden.

Der gesamte Komplex ist recht klein, aber unglaublich gut erhalten und bis ins Detail ausgearbeitet. Man kann die einzelnen Räume mit unterschiedlichen Temperaturen durchlaufen – vom Kaltwasserbad über das Lauwarmbad bis zum heißen Dampfbad, ganz nach damaliger Tradition. Auch diesen Ort haben übrigens Filmemacher für sich entdeckt, sodass Geschichts- und Kinoliebhaber hier voll auf ihre Kosten kommen. Der Eintrittspreis ist sehr moderat und ein Besuch dauert etwa eine halbe Stunde.

6. Die Stadtmauer Passeig de la Muralla

Wer die besten Panoramablicke auf die gesamte Stadt erleben möchte, kommt an den Stadtmauern nicht vorbei. Der Passeig de la Muralla ist eine wunderschöne Promenade, die direkt auf dem Kamm der uralten Befestigungsanlage verläuft und weite Teile der Altstadt umschließt. Diese Mauern entstanden schrittweise von der Römerzeit bis ins Mittelalter und gehören heute zu den beliebtesten Attraktionen der Stadt.

Der Spaziergang auf den Mauern ist etwa drei Kilometer lang und bietet unzählige atemberaubende Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. Auf einer Seite hat man die Dächer der Altstadt und die Türme der Kathedrale wie auf einer Landkarte vor sich, auf der anderen Seite öffnet sich der Blick auf grüne Hügel und in der Ferne die Gipfel der Pyrenäen. Unterwegs trifft man auf mehrere Wehrtürme, von denen aus sich die besten Vogelperspektivfotos machen lassen.

Der Zugang zur Stadtmauer ist vollkommen kostenlos und man kann von mehreren Stellen in der Altstadt aufsteigen. Die beste Zeit für diesen Spaziergang ist der späte Nachmittag, wenn die Sonne langsam untergeht und die Stadt in goldene Töne taucht. In den Sommermonaten sollte man die Mittagshitze meiden, da man auf den Mauern kaum Schatten findet und die Steine enorme Wärme abstrahlen.

💡 Tipp: Beginne den Rundgang bei den Arabischen Bädern und geh in Richtung Süden zur Universität. Diese Richtung ist deutlich angenehmer, da man die steilsten Treppen gleich zu Beginn vermeidet und die gesamte Route eher sanft abfallend ist.

7. Kloster Sant Pere de Galligants

Kloster Sant Pere de Galligants in Girona
Foto: Karsten Ratzke / Wikimedia Commons, CC0

Ganz in der Nähe der Stadtmauer und der Arabischen Bäder verbirgt sich das wunderschöne Benediktinerkloster Sant Pere de Galligants. Dieses Bauwerk gilt als eines der bedeutendsten Beispiele katalanischer Romanik, und sein mächtiger Glockenturm mit achteckigem Grundriss ist ein unübersehbarer Orientierungspunkt. Das Kloster wurde bereits im zehnten Jahrhundert gegründet und seine schlichte Schönheit aus Stein versetzt einen sofort tausend Jahre zurück in der Zeit.

Auch dieser Ort gehört fest auf die Game-of-Thrones-Landkarte von Girona. Das wunderschöne Innere des Klosters spielte die Rolle der Zitadelle in Alter Town, wohin Samwell Tarly zum Studium als Maesterhilfe reiste. Sobald man das Innere betritt und die gewaltigen Steinsäulen und die perfekte Symmetrie des Raumes sieht, erkennt man die berühmten Serienszenen sofort wieder. Heute beherbergt das Kloster ein archäologisches Museum, das einen Besuch absolut lohnt.

Neben dem eigentlichen Kirchengebäude sollte man unbedingt den angrenzenden Kreuzgang besichtigen. Er ist zwar kleiner als jener der Kathedrale, besticht aber durch unglaublich detaillierte bildhauerische Verzierungen auf den Säulenkapitellen mit verschiedensten Fabelwesen und Pflanzenmotiven. Der gesamte Ort wirkt ungemein ruhig und meditativ – weit weg vom größten Touristentrubel in den Hauptstraßen.

8. Basilika Sant Feliu

Basilika Sant Feliu in Girona, Spanien
Foto: Kritzolina / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Bevor die heutige riesige Kathedrale errichtet wurde, erfüllte die Basilika Sant Feliu die Rolle der Hauptkirche der Stadt. Ihr schlanker Glockenturm mit dem abgeflachten Spitzturm ist unübersehbar und bildet gemeinsam mit der Kathedrale die charakteristische Silhouette der Stadt, die von den meisten Aussichtspunkten zu sehen ist. Die Basilika wurde außerhalb der Mauern des ursprünglichen römischen Stadtgebietes genau dort erbaut, wo der Legende nach die ersten christlichen Stadtpatrone ihr Martyrium erlitten.

Beim Betreten des Innenraums überrascht eine interessante Mischung verschiedener Baustile. Während der Grundriss rein romanisch ist, sind die Gewölbe gotisch und die Hauptfassade barock – ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, wie die Kirche im Laufe der Jahrhunderte schrittweise erweitert und umgebaut wurde. Diese historische Mischung verleiht dem Kirchenraum einen ganz ungewöhnlichen und faszinierenden Charakter, den man gerne erkundet.

Der größte Schatz der Basilika ist eine Sammlung von acht frühchristlichen Sarkophagen aus dem dritten und vierten Jahrhundert. Diese wertvollen Marmorsärge wurden bei Bauarbeiten entdeckt und sind heute direkt in die Wände des Presbyteriums eingelassen. Sie sind mit wunderschönen und sehr detaillierten biblischen Szenen verziert und stellen eine absolute Seltenheit in ganz Spanien dar, die Historiker aus aller Welt bewundern.

9. Der Platz Plaça de la Independència

Plaça de la Independència in Girona mit Arkaden
Foto: Enfo / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wer den Fluss Onyar in den neueren Stadtteil überquert, dessen Schritte führen unweigerlich zur Plaça de la Independència. Dieser große neoklassizistische Platz ist von regelmäßigen Arkaden umgeben und bildet das eigentliche gesellschaftliche Herz der Stadt. Er entstand im neunzehnten Jahrhundert auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters und ist heute zu Ehren der Verteidiger der Stadt während der Napoleonischen Kriege benannt.

Unter den Arkaden findet man unzählige ausgezeichnete Restaurants, Tapas-Bars und traditionelle Cafés. Es ist der perfekte Ort, um sich an einem Außentisch niederzulassen, ein Glas guten Wein zu bestellen und das bunte Treiben zu beobachten. Die Atmosphäre erwacht vor allem am späten Nachmittag, wenn sich der Platz mit Familien, Straßenmusikanten und Freunden füllt, die sich zum gemeinsamen Abendessen treffen.

Wer Hunger bekommt, sollte unbedingt die typischen lokalen Spezialitäten probieren. Als vegetarische Variante empfehlen sich die köstlichen Patatas Bravas (gebratene Kartoffeln mit würziger Soße) oder Pimientos de Padrón (gebratene grüne Paprikaschoten mit Salz). Wer im frühen Frühling hier ist, sollte die saisonalen Calçots nicht verpassen – süße Frühlingszwiebeln vom Feuer, die mit der wunderbaren Nusssauce Romesco serviert werden.

10. Die Löwin von Girona (El Cul de la Lleona)

Jede richtige Altstadt hat ihre Legende, und Girona ist da keine Ausnahme. In der Carrer de Calderers stößt man auf eine kleine Steinsäule mit einer Löwinnenfigur, mit der ein ganz besonderes und leicht augenzwinkerndes Ritual verbunden ist. Die Skulptur stammt aus dem zwölften Jahrhundert und einer alten Legende zufolge muss jeder Besucher den Hintern der Löwin küssen, wenn er die Stadt eines Tages wiedersehen möchte.

Diese Tradition ist bei Touristen unglaublich beliebt. Um das Küssen zu erleichtern, hat die Stadt sogar kleine Metallstufen an der Figur angebracht, auf die man bequem steigen kann. Das Original befindet sich heute aus Sicherheits- und Erhaltungsgründen im Kunstmuseum – auf der Straße küsst man also eine sehr detailgetreue Kopie. Trotzdem ist es ein unterhaltsamer Stopp beim Stadtbummel.

Rund um die Löwinnenfigur bilden sich oft Grüppchen lachender Touristen, die sich gegenseitig bei diesem unkonventionellen Akt fotografieren. Der Ort selbst ist ein sehr malerisches Eckchen, das nur einen Katzensprung von der Basilika Sant Feliu entfernt liegt. Und selbst wenn man an derlei Bräuche keinen Glauben schenkt – es ist eine nette Tradition, die zum Besuch dieser Stadt einfach dazugehört.

11. Parc de la Devesa

Parc de la Devesa – größter Stadtpark in Katalonien
Foto: Enric / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wer eine Pause von den aufgeheizten Steingassen braucht, sollte den riesigen Park Devesa aufsuchen. Diese grüne Oase mit vierzig Hektar Fläche ist der größte Stadtpark ganz Kataloniens und bietet eine perfekte Flucht in die Natur. Der Park ist berühmt für seine majestätischen Platanen – über zweitausendfünfhundert an der Zahl, einige davon erreichen die beeindruckende Höhe von sechzig Metern.

Diese riesigen Bäume wurden bereits im neunzehnten Jahrhundert gepflanzt und bilden heute ein wunderschönes grünes Blätterdach, das selbst an den heißesten Sommertagen angenehmen Schatten spendet. Die Einheimischen kommen hierher zum Joggen, Picknicken oder einfach zum Ausruhen auf den Bänken mit einem guten Buch. Der Park ist von breiten Sandwegen durchzogen, die ideal für ausgedehnte romantische Spaziergänge unter den Bäumen sind.

Außerdem finden hier jede Woche große Freiluftmärkte statt. Wer dienstags oder samstagsmorgens vorbeischaut, erlebt ein unglaubliches Treiben, denn Bauern aus der gesamten Umgebung kommen zum Verkauf von frischem Obst, Gemüse, Käse und lokalen Handwerksprodukten. Eine tolle Gelegenheit, authentische Zutaten einzukaufen und die echte katalanische Atmosphäre unter Einheimischen zu erleben.

12. Kunstmuseum (Museu d’Art de Girona)

Kunst- und Geschichtsliebhaber sollten das hiesige Kunstmuseum auf keinen Fall auslassen. Es residiert in den prachtvollen Räumen des ehemaligen Bischofspalastes direkt neben der Kathedrale, was allein schon ein grandioses Erlebnis verspricht. Der Palast mit seinem majestätischen Innenhof und seinen schönen Sälen bietet eine absolut perfekte Kulisse für eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der ganzen Region.

Die Sammlung des Museums führt dich durch die Kunst von der vorromanischen Periode bis zum frühen zwanzigsten Jahrhundert. Das größte Juwel sind zweifellos die umfangreichen Sammlungen romanischer und gotischer Kunst, zu denen wunderschöne Holzaltäre, feine Skulpturen und alte liturgische Gegenstände gehören. Viele dieser Artefakte wurden aus verlassenen Klöstern und Kirchen in den umliegenden Pyrenäentälern gerettet, was ihnen einen enormen historischen Wert verleiht.

Neben den Exponaten selbst beeindrucken auch die erhaltenen Interieurs des Palastes. Während des Rundgangs besucht man eine alte Apotheke aus dem achtzehnten Jahrhundert, ein uraltes Palastgefängnis oder den prunkvollen Thronsaal, in dem die Bischöfe wichtige Besucher empfingen. Die Ausstellung ist sehr gut beschriftet und logisch aufgebaut, sodass man auch ohne tiefe Kunstkenntnisse eine kurzweilige und lehrreiche Stunde hier verbringt.

13. Pujada de Sant Domènec

Pujada de Sant Domènec – romantische Treppe in Girona
Foto: Aktron / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Beim Erkunden der Altstadt stößt man früher oder später auf die Treppe Pujada de Sant Domènec. Diese Kaskade aus Steinstufen gilt als einer der romantischsten Orte der Stadt und taucht regelmäßig auf den Titelseiten von Reiseführern auf. Die Treppe ist von alten Steinhäusern gesäumt und oben angekommen erwartet einen eine wunderschöne Barockkirche Sant Martí mit reich verziertem Portal.

Was diesen Ort so besonders macht, ist ein kleiner Bogen, der die Treppe überspannt und zwei gegenüberliegende Häuser miteinander verbindet. Direkt auf der Treppe unter diesem Bogen befindet sich die Terrasse des Kultcafés Le Bistrot, das zu den beliebtesten Lokalen der Stadt gehört. Sich hierhin auf einen Kaffee oder ein Abendglas Wein zu setzen und das Treiben auf der Treppe zu beobachten, ist ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Die gesamte Treppe ist auch bei Filmemachern und Fotografen sehr beliebt. Sie spielte zum Beispiel eine Rolle im Erfolgsfilm Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders und natürlich auch in Game of Thrones. Beim Blumenfestival im Mai (Temps de Flors) verwandelt sich die Treppe zudem in eine riesige Blumeninstallation in allen Farben, die Tausende von Bewunderern aus aller Welt anzieht.

14. Museum der jüdischen Geschichte (Museu d’Història dels Jueus)

Für ein tieferes Verständnis der Bedeutung der jüdischen Gemeinschaft in dieser Region ist der Besuch dieses Museums ein absolutes Muss. Das Museum befindet sich mitten im jüdischen Viertel El Call an dem Ort, wo einst die letzte mittelalterliche Synagoge stand, bevor die Juden Ende des fünfzehnten Jahrhunderts aus Spanien vertrieben wurden. Schon die Lage des Museums verleiht allen Exponaten eine enorme Authentizität und Tiefe.

Die Ausstellung führt durch den Alltag, die Traditionen und die Kultur der hiesigen jüdischen Gemeinde. Zu sehen ist hier eine einzigartige Sammlung mittelalterlicher hebräischer Grabsteine, die auf dem nahegelegenen Hügel Montjuïc (Judenberg) entdeckt wurden. Das Museum beleuchtet einfühlsam die Bedeutung der Kabbala, die Rolle jüdischer Ärzte und Gelehrter, aber auch die schwere Zeit der Inquisition und den abschließenden Exodus von der Iberischen Halbinsel.

Der Rundgang schließt auch den Zugang zum wunderschönen Innenhof ein, wo sich früher das rituelle Bad, die Mikwe, befand. Ein Audioguide ist in mehreren Sprachen – darunter auch Deutsch – erhältlich und wirklich ausgezeichnet, weshalb ich ihn am Eingang unbedingt empfehle. Er hilft dir, die historischen Fakten mit den konkreten Orten zu verknüpfen, durch die du vorher in den engen Gassen des Viertels gegangen bist.

15. Das Tal Sant Daniel (Vall de Sant Daniel)

Grünes Tal Sant Daniel in der Nähe von Girona
Foto: Enric / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wer mehr Zeit in der Stadt hat und eine Pause vom Kopfsteinpflaster braucht, sollte sich gleich hinter den Stadtmauern in das grüne Tal Sant Daniel aufmachen. Dieses malerische Tal beginnt nur wenige hundert Meter hinter dem Kloster Sant Pere de Galligants und ist eine absolute Ruheoase, die Touristen meist völlig übersehen. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen, die hierher zu Wochenendspaziergängen mit dem Hund oder zum Joggen kommen.

Durch das Tal fließt das kleine Flüsschen Galligants, an dem entlang sich angenehme schattige Wege zwischen Bäumen und kleinen Feldern schlängeln. Hauptziel des Spaziergangs ist meist das gleichnamige Kloster Sant Daniel, das hier seit dem elften Jahrhundert ununterbrochen in Betrieb ist und in dem noch heute eine Gemeinschaft von Nonnen lebt. Das Kloster selbst birgt einen wunderschönen romanisch-gotischen Kreuzgang, der zu bestimmten Zeiten besichtigt werden kann.

Die Route durch das Tal ist sehr einfach und flach, sodass sie problemlos auch Familien mit kleineren Kindern bewältigen können. Man kann sich hier ein Picknick einpacken und einen ruhigen Nachmittag in der Natur verbringen – mit dem Gefühl, meilenweit von der Zivilisation entfernt zu sein, obwohl das Stadtzentrum buchstäblich um die Ecke liegt. Auf dem Rückweg lässt sich ein etwas höher gelegener Weg nehmen, der hübsche Ausblicke auf die umliegenden Hügel bietet.

16. Platz Plaça del Vi und das Rathaus

Den Stadtrundgang beenden wir auf einem der bedeutendsten historischen Plätze, der Plaça del Vi (Weinplatz). Dieser intime und sehr elegante Platz, umgeben von alten Palästen, diente jahrhundertelang als Hauptmarkt und Handelszentrum für Wein, woher auch sein Name stammt. Heute findet man hier ein schönes Laubengang mit einigen gemütlichen Cafés und Läden.

Das bedeutendste Gebäude am Platz ist das gotische Rathaus (Ajuntament), neben dem ein schönes Stadttheater steht. Achte auf die interessanten Details an den Fassaden der umliegenden Häuser – von geschmiedeten Eisenbalkonen bis hin zu alten Wappen, die in Stein gemeißelt sind. Genau hier finden oft die verschiedensten Stadtfeste statt, hier werden Menschentürme (Castells) gebaut und während der Feiertage herrscht eine unglaublich lebendige und fröhliche Atmosphäre.

Vom Platz aus zweigen mehrere wichtige Einkaufsstraßen ab, in denen man sowohl bekannte Marken als auch kleine lokale Boutiquen findet. Es ist ein toller Ausgangspunkt für den Kauf von Souvenirs – von traditioneller Keramik bis hin zu ausgezeichnetem lokalem Käse und Wein. Gönn dir hier am Ende des Tages einen köstlichen Kaffee, beobachte die Passanten und lass alle Eindrücke dieser wunderschönen mittelalterlichen Stadt in dir nachklingen.

Wo es von Girona aus noch hingehen kann

Girona ist ein absolut idealer Ausgangspunkt zum Erkunden weiterer Teile Kataloniens und ganz Spaniens. Wer ein Auto zur Verfügung hat, dem empfehle ich unbedingt einen Ausflug an die atemberaubende Küste der Costa Brava, die nur gut eine halbe Stunde östlich liegt. Hier trifft man auf Pinienalleen, die sich zum Meer hinabneigen, und versteckte Buchten mit türkisblauem Wasser. Zu den schönsten Abschnitten zählen die Umgebung des Städtchens Begur oder das weiß getünchte Fischerdorf Cadaqués.

Kunstliebhaber sollten auf keinen Fall den Ausflug in das nahegelegene Figueres verpassen, wo sich das faszinierende Museum von Salvador Dalí befindet. Es ist ein völlig bizarres und traumhaftes Gebäude voller optischer Täuschungen, das das surrealistischen Genie selbst entworfen hat. Wer hingegen die Berge locken, sollte zu den gezackten Gipfeln des Montserrat aufbrechen, wo sich ein berühmtes Kloster mit der Schwarzen Madonna verbirgt und die Ausblicke über das Land schlicht atemberaubend sind.

Natürlich bietet sich auch die direkte Zugverbindung mit dem Schnellzug nach Barcelona an, das bei einem Besuch dieser Region unbedingt auf dem Plan stehen sollte. Wer für antike Geschichte schwärmt, fährt mit dem Zug südwärts nach Tarragona, wo ein wunderschönes römisches Amphitheater direkt am Meer wartet. Und wer eine längere Spanienreise plant, findet in unserem Reiserouten-Guide durch Andalusien jede Menge Inspiration – oder erkundet Madrid und das wunderbare Valencia. Schau dir außerdem unseren Überblick über typisch spanische Gerichte an, damit du in den Restaurants genau weißt, was du bestellen möchtest.

Häufig gestellte Fragen

Lässt sich Girona als Tagesausflug von Barcelona aus bewältigen?

Ja, absolut problemlos. Dank der Hochgeschwindigkeitszüge AVE erreicht man Girona vom Zentrum Barcelonas aus in nur 38 Minuten. Die Altstadt ist recht kompakt, sodass man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale, die Stadtmauer, das jüdische Viertel und die bunten Häuser am Fluss bequem an einem Nachmittag erkunden kann.

Welche Sehenswürdigkeiten dienten als Drehorte für Game of Thrones?

Die Stadt diente in der sechsten Staffel als Kulisse für mehrere wichtige Schauplätze. Am bekanntesten ist die barocke Treppe an der Kathedrale (die Große Septe von Baelor), die Arabischen Bäder und das Kloster Sant Pere de Galligants, die die Freie Stadt Braavos darstellten. All diese Orte findet man nah beieinander in der Altstadt.

Ist Girona teuer?

Im Vergleich zum nahen Barcelona sind die Preise hier deutlich günstiger, sowohl bei Unterkünften als auch in Restaurants. Museumseintrittspreise bewegen sich meist um fünf bis sieben Euro, und der Spaziergang auf der Stadtmauer ist völlig kostenlos. Ausgezeichnete Tapas und Wein auf der Plaça de la Independència bekommt man zu sehr vernünftigen Preisen.

Wo parkt man am besten, wenn man mit dem Auto anreist?

Die Einfahrt in die Altstadt Barri Vell ist für Nichtanwohner verboten oder stark eingeschränkt. Am besten lässt man das Auto auf dem großen kostenlosen Park-and-Ride-Parkplatz beim Park Devesa (Parc de la Devesa) stehen, von wo aus man in etwa zehn Minuten zu Fuß ins Zentrum gelangt. Alternativ kann man die kostenpflichtigen Tiefgaragen im Viertel Mercadal nutzen.

Was empfehlt ihr Vegetariern zum Probieren?

Auf keinen Fall sollte man das klassische Pa amb tomàquet (rustikales Brot mit Tomaten und Olivenöl), die hervorragenden Patatas bravas oder Pimientos de Padrón verpassen. Eine typische Spezialität ist zwar Suquet de peix (allerdings meist mit Fleisch oder Fisch), aber als süßen Abschluss gönnt man sich besser die fantastische Crema Catalana, die lokale Variante der Crème brûlée.

Wie viele Tage sollte man für das gesamte nördliche Katalonien einplanen?

Wenn man nicht nur die Stadt sehen, sondern auch die wilde Küste der Costa Brava erkunden, das Dalí-Museum besuchen und einen Ausflug in die Berge machen möchte, sind drei bis vier Tage ideal. Ein Mietwagen spart bei so einem Trip viel Zeit, da die öffentlichen Verkehrsmittel zwischen den kleineren Küstenorten oft recht umständlich sind.

Ist die Stadt für Familien mit kleinen Kindern geeignet?

Ja, allerdings sollte man bedenken, dass die Altstadt voller steiler Treppen und unebener Pflastersteine ist, sodass die Fortbewegung mit Kinderwagen etwas mühsam sein kann. Für Kinder ist aber der Spaziergang auf der Stadtmauer mit den Ausblicken oder der riesige Park Devesa, wo sie viel Platz zum sicheren Herumtoben haben, ein echtes Highlight.

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