Buckingham Palace: Tickets, Wachablösung & Tipps für 2026

Wenn man an London denkt, kommt den meisten sofort der Buckingham Palace in den Sinn – die Residenz des britischen Monarchen und eines der bekanntesten Gebäude der Welt. Wir kamen einst nach einem Jahr in Kanada nach London und erkundeten die ganze Stadt damals mit dem Fahrrad, während wir kräftig sparten. Bezahlte Führungen standen deshalb nicht auf dem Programm, doch der Palast hat den Zauber, dass einen seine Majestät schon beim Näherkommen ans Haupttor umfängt.

Bei der Vorbereitung auf unsere nächste Reise habe ich allerdings festgestellt, dass der Besuch des Palasts strenge Regeln hat. Wer sich nicht vorab informiert, kann vor Ort ziemlich enttäuscht werden. Die meisten Leute ahnen nämlich gar nicht, dass die berühmte Wachablösung vom Haupttor aus eigentlich furchtbar schlecht zu sehen ist, oder dass man nur im Sommer ins Innere gelangt. Um die gesamte Residenz ranken sich schlichtweg viele Mythen.

Deshalb habe ich für euch diesen ultimativen Guide zusammengestellt. Darin erfahrt ihr alles Wichtige – von den genauen Ticketpreisen und den besten Fotostellen bis hin zu faszinierenden Geschichten darüber, wie ein Eindringling ins Schlafzimmer der Königin gelangte. Zückt eure Notizen, wir gehen planen, damit ihr aus der königlichen Residenz das absolute Maximum herausholt.

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Ins Innere nur im Sommer: Die State Rooms sind für die Öffentlichkeit rund zehn Wochen im Jahr zugänglich, dieses Jahr vom 9. Juli bis 27. September.
  • Die Wachablösung findet nicht täglich statt: Die Zeremonie läuft montags, mittwochs und freitags um 11:00 Uhr sowie sonntags um 10:00 Uhr. Bei starkem Regen wird sie auch kurzfristig abgesagt.
  • Meidet das Gitter: Bei der Wachablösung seht ihr vom Haupttor aus vor allem die Hinterköpfe anderer Touristen. Bessere Sicht bieten die Stufen des Victoria Memorial oder die nahe gelegene Kaserne.
  • Achtet auf die Flagge: Weht über dem Dach die bunte königliche Standarte (Royal Standard), ist der König zu Hause. Seht ihr die britische Flagge (Union Jack), ist der Monarch unterwegs.
  • Kauft die Tickets im Voraus: Tickets vor Ort sind teurer und schnell vergriffen. Eine Online-Buchung ist absolut ein Muss.
  • Für Familien mit Kindern: Die langwierige Wachablösung langweilt Kinder oft, viel mehr begeistern sie die königlichen Kutschen in den Royal Mews.

Buckingham Palace Tickets und Öffnungszeiten 2026

Das ist die absolut entscheidende Info: Die Innenräume, die sogenannten State Rooms, sind für die Öffentlichkeit NUR im Sommer geöffnet, und zwar vom 9. Juli bis 27. September 2026. Den Rest des Jahres habt ihr schlicht Pech, denn der Palast läuft dann auf Hochtouren und der König residiert dort. Wer außerhalb dieser Sommer-Hauptsaison anreist, muss sich mit einem Foto durchs Gitter begnügen.

Ihr wollt die Räume sehen, in denen Staatsbesuche empfangen werden? Der Rundgang ist als eigenständige Route für etwa 2 bis 2,5 Stunden angelegt, und im Ticketpreis ist bereits ein hervorragender Audioguide enthalten. Vor Ort gekaufte Tickets sind immer etwas teurer und vor allem blitzschnell ausverkauft. Kauft sie daher lieber rechtzeitig online, damit ihr nicht mit leeren Händen dasteht.

KategorieVorverkaufVor OrtUngefähr in €
Erwachsene (25+)£33£37~38 / 43 €
Junge Erwachsene (18–24)£21,50~£23–25~25 €
Kind (5–17)£16,50~£18–20~19 €
Unter 5 Jahrenkostenlos0 € (Reservierung nötig)

Wenn ihr mit Kindern nach London reist, bietet die offizielle Website gelegentlich günstigere Familientickets an. Deren genaue Höhe und Bedingungen ändern sich allerdings gerne. Prüft das deshalb lieber direkt im Warenkorb auf der offiziellen Seite, bevor ihr bezahlt.

Der Palast bietet aber noch weitere Attraktionen, die separat bezahlt werden. Der Einzeleintritt in die königlichen Stallungen Royal Mews kostet Erwachsene £18. Ein Ticket für die The King’s Gallery kostet £22, und dieses Jahr läuft dort eine einzigartige Ausstellung über das Leben von Elizabeth II. Wer wirklich alles sehen und den ganzen Tag hier verbringen möchte, greift zum Kombiticket Royal Day Out für £65,70.

Fasziniert dich der berühmte Balkon, von dem aus die Königsfamilie regelmäßig winkt? Neuerdings kann man gegen Aufpreis eine Premium-Führung durch den East Wing buchen, dank der du sogar in den Centre Room direkt hinter dem Balkon gelangst. Das Ticket kostet ungefähr stolze £93, prüfe zur Sicherheit aber den aktuellen Betrag auf rct.uk. Als kleine Kuriosität sei erwähnt, dass Briten mit bestimmten Sozialleistungen Anspruch auf Tickets für ein symbolisches Pfund haben.

Eingelassen wird man immer in exakten Fünfzehn-Minuten-Slots, sodass man kein endloses Gedränge fürchten muss. Die wenigsten Leute triffst du, wenn du dir gleich den allerersten Einlass am Morgen sicherst.

ZeitraumÖffnungszeiten
9. 7. – 31. 8. 2026täglich 9:30–19:30
1. 9. – 27. 9. 2026kürzere Tage (genaue Zeiten des letzten Einlasses auf rct.uk)

💡 Mein Tipp: Tickets für die State Rooms kaufst du ausschließlich auf der offiziellen Website des Royal Collection Trust. Über das Portal GetYourGuide lassen sich dagegen prima verschiedene Rundfahrten und Kombinationen mit anderen Londoner Attraktionen buchen.

Wann nach London und zum Palast reisen

Wenn ihr die Innenräume sehen wollt, habt ihr eigentlich keine Wahl und müsst in den Sommermonaten anreisen. Die Königsfamilie fährt in dieser Zeit nach Schottland auf Schloss Balmoral, und der Palast öffnet sich für rund zehn Wochen der Öffentlichkeit. Das bedeutet allerdings, dass ihr euch mit den größten Touristenmassen herumschlagen müsst – ein gehöriges Maß an Geduld ist hier also wirklich angebracht.

Für die bloße Besichtigung von außen sind Frühling oder Herbst ideal. Die Londoner Parks ringsum sind wunderschön verfärbt und die Temperaturen laden zu langen Spaziergängen ein. Die Wachablösung findet ganzjährig statt, doch im Winter tragen die Soldaten graue Mäntel, die auf Fotos nicht so effektvoll wirken wie die traditionellen roten Sommeruniformen.

Zum Tor selbst empfehle ich, früh morgens oder eher spät am Nachmittag zu kommen. Am Vormittag strömen die Massen wegen der Wachablösung her und der Platz vor dem Palast platzt aus allen Nähten. Dagegen könnt ihr das Gebäude im Abendlicht in relativer Ruhe und mit viel schönerer Atmosphäre fotografieren.

Buckingham Palace Wachablösung: wo stehen, um nicht nur Rücken zu sehen

Die berühmte Wachablösung, das Changing of the Guard, ist in London ein absoluter Klassiker. Ein riesiger Vorteil ist, dass diese Parade völlig kostenlos ist und du kein Ticket dafür brauchst. Du musst einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Es gibt aber einen großen Haken, an dem sich viele Touristen die Zähne ausbeißen.

Die meisten Reiseführer vergessen nämlich, dir das Wichtigste zu sagen. Wenn du dich direkt ans vordere Gitter des Palasts stellst, siehst du wahrscheinlich nur die Rücken der Leute vor dir und das mächtige Tor. Die eigentliche Zeremonie spielt sich nämlich ziemlich weit hinter dem Zaun im Innenhof ab. Wer nicht mindestens 90 Minuten vorher hier ist, geht meist ziemlich enttäuscht wieder.

Wo ist also der beste Platz? Steuere direkt die Stufen des Denkmals Victoria Memorial an, das genau vor dem Palast steht. Es ist ein erhöhter Standort, sodass du prima über die Köpfe der Menge hinweg sowohl den Palast selbst als auch das Kommen und Gehen der Wachen sehen kannst. Die beste Sicht bietet die dem Palast zugewandte Seite des Denkmals, doch diese füllt sich am allerschnellsten – sei in den Sommermonaten daher schon gegen 10:15 Uhr dort.

Der Zeitplan hat sich 2026 zudem etwas verändert und die Wachablösung findet nicht mehr täglich statt. Montags, mittwochs und freitags beginnt alles um 11:00 Uhr, während sich sonntags der Ablauf der Zeremonie ändert und schon um 10:00 Uhr gestartet wird. Die gesamte Zeremonie dauert rund 45 Minuten. Überprüfe das konkrete Datum aber immer im offiziellen Kalender, denn die Pläne ändern sich gerne.

Das englische Wetter kann einem einen Strich durch die Rechnung machen, sodass die Zeremonie bei starkem Regen gnadenlos abgesagt wird. Die Entscheidung fällt manchmal buchstäblich in letzter Minute, ruhig auch erst um 10:45 Uhr. Deshalb lohnt es sich, einen Plan B in der Hinterhand zu haben, falls es gerade wie aus Eimern schüttet.

Wenn du riesige Menschenmengen nicht ausstehen kannst, gibt es viel cleverere Alternativen. Versuch es gegen 10:45 Uhr an der Kaserne Wellington Barracks am Birdcage Walk. Hier kannst du aus nächster Nähe und ohne Gedränge das Antreten und die Inspektion der neuen Wache beobachten, noch bevor sie überhaupt losmarschiert. Ein toller Anblick ist auch die breite Prachtstraße The Mall, durch die die Wachen mit Musik marschieren und du sie wie auf dem Präsentierteller vor dir hast.

Eine weitere absolut großartige Möglichkeit ist die Wachablösung auf der Horse Guards Parade. Sie ist zwar eine etwas kürzere Zeremonie von etwa 30 Minuten, aber hier gibt es nur ein Minimum an Touristen. Es reicht völlig, wenn du zehn Minuten vor Beginn eintriffst, und du hast trotzdem einen luxuriösen Platz in der ersten Reihe. So entgehst du dem schlimmsten Wahnsinn, der am Hauptpalast herrscht.

Das ist übrigens ein genialer Tipp für Familien mit Kindern. Für die Kleinen ist das Gedränge in der Menge am Haupttor des Buckingham Palace reine Frustration, weil sie durch die Erwachsenen einfach gar nichts sehen. An den Horse Guards oder Wellington Barracks nehmen sie dagegen ein tolles Erlebnis mit und du sparst dir die Nerven.

Wo in der Nähe des Buckingham Palace übernachten

In Gehweite der Residenz des britischen Monarchen zu wohnen bedeutet, dass ihr euch in den prestigeträchtigsten Vierteln Londons befindet, etwa Westminster oder St James’s. Die Preise sind hier logischerweise höher, dafür spart ihr aber viel Zeit beim Pendeln mit der U-Bahn und habt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten praktisch um die Ecke.

Wer echten Luxus mit Geschichte sucht, reserviert eine Übernachtung im The Goring. Dieses ikonische Hotel liegt nur wenige Schritte vom Palast entfernt und trägt sogar ein königliches Siegel – schon die Königinmutter mochte es, und Prinzessin Kate verbrachte hier die Nacht vor ihrer Hochzeit. Eine weitere fantastische Wahl für Anspruchsvolle ist das The Rubens at the Palace, das direkt gegenüber den königlichen Stallungen steht und Zimmer mit atemberaubendem Blick auf die Palastmauern bietet.

Für Liebhaber moderner Eleganz kombiniert mit Klassik empfehle ich das Sofitel London St James oder das nahe gelegene Conrad London St James. Beide Hotels bieten erstklassigen Service und liegen in angenehmer Gehweite zur The Mall und den umliegenden Parks. Ein tolles Boutique-Erlebnis bietet dann das versteckte St. James’s Hotel and Club, das mit einem fantastischen Restaurant und einer unglaublich ruhigen Atmosphäre punktet.

Wenn ihr ein begrenzteres Budget habt, aber trotzdem strategisch günstig wohnen möchtet, schaut euch das Premier Inn London Victoria an. Dieses Hotel bietet saubere und moderne Zimmer zu einem vernünftigen Preis, liegt direkt am Bahnhof Victoria, und zum Palast lauft ihr bequem in knapp zehn Minuten. Hotels empfehle ich immer weit im Voraus über Booking zu reservieren, denn die Kapazitäten im Londoner Zentrum verschwinden im Blitztempo.

10 Tipps, was am Buckingham Palace zu sehen und zu tun ist

1. Wachablösung ohne Enttäuschung und Menschenmassen

Die Wachablösung (Changing of the Guard) ist wohl das meistgesuchte Ereignis in ganz London. Alle wollen die Soldaten in ihren roten Röcken mit den riesigen Bärenfellmützen sehen. Die Realität ist aber, dass die meisten Besucher, die sich direkt ans Haupttor des Palasts stellen, enttäuscht wieder gehen. Von diesem Platz aus siehst du nämlich vor allem die Hinterköpfe anderer Leute, ein Stück Eisentor, und die eigentliche Zeremonie spielt sich zu weit weg im Innenhof ab.

Erfahrene Reisende raten deshalb, einen strategischeren Platz zu wählen. Der beste sind die Stufen des Victoria Memorial direkt gegenüber dem Palast. Hier stehst du erhöht über der Menge und hast einen schönen Überblick über das Kommen der Wachen und das Geschehen hinter dem Zaun. Du musst aber etwa um 10:15 Uhr eintreffen, um dir einen guten Platz zu sichern. Sobald die Zeremonie beginnt, kommst du aus der Menge nicht mehr heraus.

💡 Tipp: Wenn du Gedränge nicht ausstehen kannst, lass den Palast links liegen und geh zu den nahe gelegenen Wellington Barracks am Birdcage Walk. Gegen 10:45 Uhr siehst du hier das Antreten und die Inspektion der neuen Wache schön aus der Nähe und mit deutlich weniger Touristen. Eine noch bessere Alternative ist die Zeremonie auf der Horse Guards Parade, die nur dreißig Minuten dauert, wo nicht so ein Andrang herrscht und du die Soldaten buchstäblich in Griffweite hast.

Bedenkt außerdem, dass die Wachablösung am Palast nicht täglich stattfindet. Der aktuelle Zeitplan für dieses Jahr sieht Montag, Mittwoch und Freitag um 11:00 Uhr sowie Sonntag um 10:00 Uhr vor. Alles kann sich zudem ändern, und bei starkem Regen wird die Veranstaltung gnadenlos abgesagt, ruhig erst um 10:45 Uhr. Prüft vor der Reise deshalb immer den aktuellen Kalender auf der offiziellen Website der Household Division.

2. Woran man erkennt, dass der König zu Hause ist

Das ist so ein super praktisches Detail, mit dem ihr eure Mitreisenden beeindrucken könnt. Viele Leute glauben, dass ihnen der König aus dem Fenster winkt, sobald sie am Palast ankommen. In Wirklichkeit erkennt ihr, ob der Monarch physisch im Gebäude anwesend ist, mit einem einzigen Blick auf das Dach.

Weht am Hauptmast die bunte königliche Standarte (Royal Standard) mit Löwen und irischer Harfe, bedeutet das, dass Charles III. gerade zu Hause ist. Diese Flagge wird übrigens niemals auf halbmast gesetzt, nicht einmal beim Tod des Monarchen, denn der Thron ist niemals leer.

Reist der König auf ein anderes Anwesen oder ins Ausland, weht über dem Palast die klassische britische Flagge, also der bekannte Union Jack. Interessant ist, dass dieser Brauch mit der britischen Nationalflagge erst 1997 eingeführt wurde. Früher galt, dass der Mast einfach leer blieb, wenn der Monarch nicht zu Hause war.

3. Besuch der State Rooms (Staatsgemächer)

Wie schon erwähnt, öffnen sich die Innenräume des Palasts nur für einen kurzen Sommerzeitraum. Dieses Jahr fällt das auf den Zeitraum vom 9. Juli bis 27. September. Ihr durchschreitet neunzehn atemberaubende Säle, die für offizielle Staatsbesuche und Zeremonien dienen. Ihr seht den berühmten Thronsaal (Throne Room) mit dramatischem Bogen, den riesigen Ballsaal (Ballroom) sowie die Gemäldegalerie mit Werken von Rembrandt oder Rubens.

Der Eintritt für Erwachsene kostet im Vorverkauf 33 Pfund (ca. 38 €), junge Leute bis 24 Jahre zahlen 21,50 Pfund und Kinder 16,50 Pfund. Tickets vor Ort sind einige Pfund teurer, aber vor allem meist hoffnungslos ausverkauft. Der Rundgang selbst läuft ohne Live-Guide, im Preis erhaltet ihr aber einen tollen Audioguide, und er dauert etwa zwei bis zweieinhalb Stunden.

💡 Buchungstipp: Viele Leute kaufen Tickets über Vermittler, was bei verschiedenen Kombi-Führungen Sinn ergibt. Wenn ihr aber nur ein Basisticket wollt, schaut zuerst auf die offizielle Website des Royal Collection Trust. Für weitere Aktivitäten in London könnt ihr dann die Suchmaschine GetYourGuide nutzen, wo ihr super Tipps für Rundfahrten oder Ausflüge aufs Land findet. Das Fotografieren in den Sälen ist übrigens meist streng eingeschränkt oder ganz verboten, rechnet also damit, dass ihr die Eindrücke vor allem im Gedächtnis speichert.

4. East Wing und der berühmte Balkon, den die ganze Welt kennt

Der Ostflügel (East Wing) mit jenem berühmten Balkon war eigentlich kein Teil des ursprünglichen Baus. Er wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts auf Wunsch von Königin Victoria angebaut, weil der Palast für ihre wachsende Familie schlichtweg zu klein war. Den Balkon entwarf Prinz Albert selbst, und Königin Victoria winkte von dort erstmals 1851 bei der Eröffnung der Weltausstellung den Menschenmassen zu.

Seitdem wurde er zum Symbol der britischen Monarchie. Genau hier spielte sich der historische Moment am 8. Mai 1945 ab, als König George VI., Königin Elizabeth und die damals jungen Prinzessinnen vor die jubelnde Menge traten, um das Kriegsende in Europa zu feiern. An jenem Tag erschienen sie gleich achtmal auf dem Balkon, einmal sogar an der Seite von Premierminister Winston Churchill.

Heute dient der Balkon vor allem bei königlichen Hochzeiten, Jubiläen und den Geburtstagsfeiern im Juni. Seit 2024 finden zudem spezielle Führungen durch den Ostflügel statt, die auch einen Besuch des sogenannten Centre Room einschließen. Genau aus diesem Raum betritt man den Balkon selbst, sodass ihr mit denselben Augen auf die The Mall blicken könnt wie die Mitglieder der Königsfamilie. Diese Führungen sind allerdings teurer und sehr schnell vergriffen.

5. The Royal Mews und die überwältigende goldene Kutsche

Wenn ihr mit Kindern reist, wird sie die Wachablösung selbst wahrscheinlich nach ein paar Minuten langweilen. Ein viel besseres Erlebnis für sie sind die königlichen Stallungen namens The Royal Mews. Es handelt sich um funktionierende Stallungen, in denen die Pferde versorgt und all die prächtigen historischen Kutschen aufbewahrt werden, die wir bei festlichen Anlässen im Fernsehen sehen.

Der absolute Höhepunkt des Rundgangs ist der Gold State Coach, eine riesige goldene Kutsche, über 260 Jahre alt. Sie wird bei jeder Krönung schon seit den Zeiten von George IV. verwendet, und sie live zu sehen ist wirklich der Hammer. In echt ist sie überraschend riesig und die detaillierten Verzierungen sind atemberaubend. Kinder finden hier zudem interaktive Ecken mit einem Holzpony und Ausmalbildern.

Der Eintritt in die Stallungen kostet für Erwachsene 18 Pfund (rund 21 €) und sie haben von März bis November geöffnet. Familien können die aktuellen Preispakete direkt auf der offiziellen Website prüfen. Beachtet nur eine ehrliche Warnung: Es handelt sich um funktionierende Stallungen, sodass die Pferde zum Zeitpunkt eures Besuchs möglicherweise nicht da sind, wenn sie gerade andere Pflichten haben.

6. The King’s Gallery und künstlerische Schätze

Direkt neben dem Palast findet ihr die The King’s Gallery, früher unter dem Namen der Königin bekannt. Diese Galerie beherbergt regelmäßig wechselnde Ausstellungen von Kunstwerken aus der riesigen königlichen Sammlung (Royal Collection). Es ist ein idealer Ort für Kunstliebhaber, die außerhalb der Sommersaison nach London reisen, wenn die Haupt-State-Rooms geschlossen sind.

Dieses Jahr bietet eine faszinierende Ausstellung über Leben und Stil von Elizabeth II. Ihr seht hier Hunderte Objekte, von denen viele erstmals überhaupt der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das Ticket für Erwachsene kostet 22 Pfund, junge Leute zahlen 14 Pfund und Kinder 11 Pfund.

Der Vorteil der Galerie ist, dass ihr einen Multimedia-Guide im Preis habt und die Räume nicht so riesig sind, sodass der Besuch euch nicht völlig erschöpft. Wenn ihr die State Rooms, die Stallungen und die Galerie an einem Tag besuchen wollt, lohnt es sich, das Kombiticket Royal Day Out zu kaufen, das knapp 66 Pfund kostet und euch viel Geld spart.

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7. Der königliche Garten und vegetarische Köstlichkeiten im Garden Café

Der Garten des Buckingham Palace hat unglaubliche 39 Acre (rund 16 Hektar) und ist damit der größte private Garten in ganz London. Er ist buchstäblich eine Oase mitten in der Stadt, wo ihr über tausend Bäume, einen riesigen See und sogar einen Tennisplatz findet. Am See lebte früher sogar eine Kolonie rosa Flamingos, bis der gesamte Schwarm 1996 leider von einem Fuchs getötet wurde.

Interessant ist, dass auf einer kleinen Insel mitten im See vier Bienenstöcke stehen. Die einheimischen italienischen Bienen produzieren jährlich rund 160 Gläser goldenen Honig, der direkt in die königliche Küche wandert. Während des Sommers, wenn die State Rooms geöffnet sind, durchquert ihr am Ende des Rundgangs genau einen Teil dieses Gartens.

Auf der Terrasse am Ausgang gibt es zudem das saisonale Garden Café, wo ihr euch mit Blick auf den Rasen ausruhen könnt. Ich empfehle euch wärmstens, ihren fantastischen „Plant Power“-Salat mit Quinoa und Linsen oder die mediterrane Gemüse-Quiche zu probieren. Es gibt hier auch tollen Kaffee, und für Süßschnäbel machen sie ein hervorragendes pflanzliches Vanilleeis. Kurzum ein idealer Abschluss der königlichen Besichtigung.

8. Die Geschichte des Eindringlings im Schlafzimmer (Fakt vs. Legende)

Um den Palast ranken sich viele unglaubliche Geschichten, aber die vom 9. Juli 1982 klingt wie ein Filmdrehbuch. Ein gewisser Michael Fagan kletterte damals über die vier Meter hohe Mauer, kraxelte ein Fallrohr hinauf und gelangte bis direkt ins Schlafzimmer der schlafenden Königin Elizabeth II. Der Bewegungsmelder löste zwar Alarm aus, aber die Polizei hielt ihn für defekt und stellte ihn leiser.

Jahrelang kursierte die Legende, dass sich Fagan auf die Bettkante der Königin setzte und sie sich lange unterhielten, bis Hilfe eintraf. Fagan selbst widerlegte diesen Mythos aber in späteren Interviews. In Wirklichkeit wartete die Königin auf nichts, sondern verließ schnell barfuß das Zimmer und rief die Sicherheit.

Am bizarrsten an allem ist, dass es nicht Fagans erster Einbruch war. Schon einen Monat zuvor war er in den Palast eingedrungen, hatte Käse und Kekse gegessen, etwas Wein getrunken und war unbemerkt wieder gegangen. Die damaligen Gesetze klassifizierten einen Einbruch in den Palast nicht als Straftat, sodass er lediglich wegen des Diebstahls jenes Weins angeklagt wurde. Der gesamte Vorfall führte jedenfalls zu einer riesigen Reform der königlichen Sicherheit.

9. Der Palast im Zweiten Weltkrieg

Die Geschichte dieses Gebäudes ist nicht nur mit pompösen Festen verbunden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Palast Opfer der deutschen Bombardierung und gleich neunmal von Bomben getroffen. Der schlimmste Angriff kam im September 1940, als eine Bombe die Palastkapelle komplett zerstörte, während sich König George VI. und seine Frau ganz in der Nähe in der Residenz aufhielten.

Das Königspaar weigerte sich damals, London zu verlassen, obwohl ihre Töchter im sichereren Windsor untergebracht waren. Königin Elizabeth (die spätere Königinmutter) sprach nach der Zerstörung der Kapelle ihren heute schon legendären Satz aus: „Ich bin froh, dass wir bombardiert wurden. Endlich habe ich das Gefühl, den Menschen aus dem East End direkt in die Augen sehen zu können.“

Genau diese Entscheidung, in der zerstörten Stadt zu bleiben und das Kriegsschicksal mit den gewöhnlichen Londonern zu teilen, stärkte die Popularität der Monarchie enorm. Der Ort, an dem die zerstörte Kapelle stand, wurde nach dem Krieg umgebaut, und heute befindet sich dort genau die Queen’s Gallery, also die heutige The King’s Gallery.

10. Faszinierende Zahlen und die große Renovierung

Beim Lesen verschiedener Reiseführer stoßt ihr oft auf die veraltete Angabe, dass der Palast rund 660 Zimmer hat. Die offiziellen Zahlen sind aber viel beeindruckender. Der Buckingham Palace verbirgt insgesamt 775 Räume, davon 19 repräsentative Säle, 52 königliche Schlafzimmer und unglaubliche 78 Badezimmer. Dazu kommen 1.514 Türen und 760 Fenster, die alle sechs Wochen geputzt werden müssen.

Damit diese riesige Maschinerie weiter funktioniert, läuft aktuell ein enormes zehnjähriges Programm namens Reservicing. Es begann 2017 und sein Ende ist genau für 2027 geplant. Ziel ist der komplette Austausch veralteter Elektroinstallationen, Rohrleitungen, Aufzüge und Kessel, von denen viele noch aus den Fünfzigerjahren stammen.

Dieses Riesenprojekt verschlingt astronomische 369 Millionen Pfund, was in Großbritannien ziemlich leidenschaftliche Debatten auslöste. Für euch als Besucher bedeutet das nur eines: Manche Teile des Palasts können während eurer Reise hinter Gerüsten verborgen sein. Lasst euch davon aber keinesfalls abschrecken – trotz der laufenden Arbeiten bewahrt das Gebäude seine unübersehbare Majestät.

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Woran man erkennt, dass der König zu Hause ist

Über dem Palast weht immer eine Flagge, und genau die verrät dir, ob der Monarch drinnen ist. Immer wenn du am Mast die bunte königliche Standarte (Royal Standard mit Löwen und Harfe) siehst, bedeutet das, dass der amtierende König gerade zu Hause ist. Es ist eine alte Regel, die früher bedeutete, dass der Mast leer blieb, wenn der Monarch unterwegs war.

Das änderte sich aber 1997 nach dem Tod von Prinzessin Diana. Seitdem gilt, dass über dem Palast die britische Nationalflagge weht, also der berühmte Union Jack, wenn der König nicht anwesend ist. Die königliche Standarte wird zudem niemals auf halbmast gesetzt, denn der Thron ist aus historischer Sicht niemals leer.

Es ist zwar nur eine visuelle Kleinigkeit, aber in London sorgt sie immer zuverlässig für Vergnügen. Besonders Kinder lieben dieses Detail und erforschen schon von Weitem begeistert, welcher Stoff im Wind flattert. So kannst du mit ihnen leicht echte Kenner der Hofetikette spielen.

Wie man zum Buckingham Palace gelangt

Zum Palast gelangst du ganz einfach, und am besten kommst du mit der ganz normalen U-Bahn. Steig an der Station Green Park aus, von wo dich ein etwa achtminütiger und sehr angenehmer Spaziergang direkt durchs Grüne erwartet. Als weitere logische Möglichkeiten bieten sich die nahe Station Victoria oder die Haltestelle St James’s Park an. Die Verbindung suchst du lieber vorab über die offizielle Website von Transport for London heraus.

Den Besuch des Palasts empfehle ich als breiteren Fußrundgang anzulegen, denn du verbindest ihn wunderbar mit der Umgebung. An einem gemütlichen Vormittag lässt sich die legendäre rote Prachtstraße The Mall und beide angrenzenden Parks ablaufen. Es besteht kein Grund zur Eile, außerdem triffst du unterwegs jede Menge freche Eichhörnchen und Wasservögel.

💡 Ich habe auch einen Geheimtipp für ein Foto für dich. Die allerschönste Aussicht auf den Palast bietet sich angeblich nicht von vorne durch das Gitter, sondern vom Teich im St James’s Park. Über die Wasseroberfläche siehst du das Victoria Memorial exakt zwischen den Bäumen eingerahmt, und Touristenmassen verderben dir das Foto nicht.

Wenn du Tickets für die State Rooms hast, achte auf die Größe deines Gepäcks. Alle Rucksäcke oder Taschen größer als das Format A4 musst du gleich am Eingang in der Garderobe abgeben. Diese steht glücklicherweise völlig kostenlos zur Verfügung, du musst also keine weiteren unangenehmen Gebühren fürchten.

Geschichten, die der Palast verbirgt

Der Mann, der neben der Königin aufwachte

Im Jahr 1982 ereignete sich einer der bizarrsten Sicherheitsskandale der britischen Geschichte. Ein gewisser Michael Fagan kletterte über die Palastmauer und drang trotz der Wachen unbemerkt bis ins persönliche Schlafzimmer von Königin Elizabeth II. vor. Das klingt wie eine Szene aus einer verrückten Komödie, aber die Sicherheit der Residenz versagte damals schlichtweg komplett.

Jahrelang kursierte dann unter den Leuten die populäre Legende, dass die Monarchin einen kühlen Kopf bewahrte und sich lange am Bettrand mit dem Eindringling unterhielt. Fagan selbst gab aber 2012 in einem Interview zu, dass die Realität viel prosaischer war.

Die Königin wartete ihm zufolge auf nichts, sondern lief schnell barfuß aus dem Zimmer, um auf dem Flur Hilfe zu rufen. Dieser dreiste Morgenbesuch bedeutete jedenfalls, dass die Sicherheitsmaßnahmen des Palasts von Grund auf umgekrempelt und verschärft werden mussten.

Der Balkon, den die ganze Welt kennt

Als der Palast 1847 unter Königin Victoria radikal umgebaut wurde, kam Prinz Albert auf die Idee, dass das Gebäude einen zentralen Balkon haben sollte. Ursprünglich gab es hier nämlich nur einen offenen Innenhof, der sich gerade durch den Anbau des neuen Ostflügels schloss. Genau von diesem Balkon winkt die Königsfamilie heute bei allen wichtigen Ereignissen, von Hochzeiten bis zur Juni-Parade Trooping the Colour.

Einen der stärksten Momente erlebten die Briten hier am Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 während des sogenannten VE Day. Die Königsfamilie erschien damals gleich achtmal am Tag vor der jubelnden Menge. Bei einem dieser historischen Auftritte gesellte sich sogar Premierminister Winston Churchill zu ihnen.

Für einen normalen Sterblichen ist der Balkon selbst logischerweise unzugänglich. Wenn du dir aber im Sommer die teuerste Premium-Führung durch die Innenräume leistest, lugst du zumindest in den sogenannten Centre Room, der sich genau dahinter befindet.

Der Palast in Kriegszeiten

Der Buckingham Palace bekam es während der nächtlichen Bombardierung Londons wirklich hart ab und kassierte insgesamt neun Volltreffer. Eine der zerstörerischen Bomben machte sogar die Palastkapelle dem Erdboden gleich.

König George VI. und Königin Elizabeth weigerten sich damals, in Sicherheit zu fliehen, und blieben trotz enormem persönlichen Risiko in der Hauptstadt. So wollten sie den einfachen Menschen zeigen, dass sie im schlimmsten Leid mit ihnen im selben Boot saßen.

Die Königin sprach damals einen berühmten und sehr starken Satz aus, der in die britischen Geschichtsbücher einging. Sie erklärte nämlich, dass sie über die Bombardierung eigentlich froh sei, weil sie nun endlich dem zerstörten East End direkt in die Augen sehen könne.

Der geheime Garten hinter dem Palast

Direkt hinter dem riesigen Gebäude versteckt sich der größte private Garten Londons, der sich über beachtliche 39 Acre erstreckt. Ihr findet darin nicht nur einen riesigen gepflegten Rasen für die berühmten Gartenpartys, sondern sogar einen großen privaten See mit zwei Inseln.

Lange Jahre zierte diese grüne Oase mitten in der Metropole ein Schwarm rosa Flamingos, die dem Ort ordentlich Exotik verliehen. Im Jahr 1996 kämpfte sich hier aber leider ein hungriger Fuchs durch und tötete alle Vögel bis auf den letzten.

Heute ist es auf dem Inselchen mitten im See etwas sicherer, und hier haben die Bienen das Sagen. Die königlichen Gärtner kümmern sich hier gewissenhaft um vier Bienenstöcke, aus denen sie jährlich rund 160 Gläser exklusiven hauseigenen Honig schleudern.

Wo man am Palast essen kann

Wenn du Tickets für das Innere hast, findest du auf der Terrasse mit Seeblick das sommerliche Garden Café. Für uns ist absolut entscheidend, dass es tolles vegetarisches Essen anbietet, sodass wir keinen Hunger leiden müssen. Sie legen Wert auf pflanzliche Köstlichkeiten, vom Salat mit Quinoa und Linsen über mediterrane Quiche bis hin zu Vanilleeis ohne Palmfett. Wenn du dagegen mit jemandem reist, der auf einen klassischen Nachmittagstee mit Fleisch- oder Fischsandwiches steht, finden sich diese im Angebot natürlich auch.

Wer den Palast nur von der Straße bewundert, hat rundherum endlose Parkflächen wie geschaffen für ein Mittagessen im Gras. Es reicht, Essen zum Mitnehmen zu kaufen und sich einen ruhigen Platz im benachbarten St James’s Park zu suchen. Wenn du lieber im Warmen sitzt, steuere das angrenzende Viertel Victoria an. Dort findest du jede Menge nette Cafés und Restaurants, in denen du deine Beine nach langem Gehen regenerierst.

Praktische Tipps, die euch Enttäuschung ersparen

  • Den König siehst du nicht. Der Palast dient primär als Arbeitsplatz und Amtssitz, nicht als Ort für ein Treffen mit dem Monarchen. Wer mit der Hoffnung auf ein königliches Selfie ans Gitter kommt, wird schlichtweg enttäuscht sein.
  • Die State Rooms öffnen nur im Sommer. Ins Innere schaust du nur in einem begrenzten Zeitraum, konkret vom 9. Juli bis 27. September 2026. Den Rest des Jahres kannst du den Palast nur von außen durchs Gitter bewundern.
  • Der Balkon ist unzugänglich. Den Ort, von dem aus die Familie den Massen zuwinkt, fotografierst du nicht aus der Nähe. Den berühmten Raum dahinter erhaschst du nur, wenn du für die Premium-Führung durch den East Wing draufzahlst.
  • Die Wachablösung ist nicht täglich. 2026 findet sie nur montags, mittwochs, freitags und sonntags statt, prüfe den Zeitplan daher lieber auf der offiziellen Website. Bei stärkerem Regen wird die Zeremonie nämlich gnadenlos abgesagt.
  • Das Fotografieren im Inneren der State Rooms ist meist eingeschränkt. Die Regeln ändern sich mit der Zeit ziemlich, frag daher lieber immer das Personal nach den aktuellen Vorgaben. Vergiss aber gleich die Verwendung von Blitz oder Stativ.
  • Es läuft eine Renovierung. Der Palast durchläuft eine riesige zehnjährige Sanierung namens Reservicing, die erst 2027 enden soll. Rechne damit, dass ein Teil der Räume verdeckt sein kann und nicht ganz fotogen ist.
  • Komm früh. Sich einen guten Platz bei der Wachablösung zu erkämpfen bedeutet, mindestens 45 bis 90 Minuten vorher einzutreffen. Wenn du auf die beste Aussicht von den Stufen des Victoria Memorial scharf bist, musst du noch früher kommen.

Wohin weiter vom Buckingham Palace

Sobald ihr den Palast fotografiert und den angrenzenden Park durchquert habt, liegt euch London zu Füßen. Ein Stück weiter beginnt das Gebiet von Westminster voller weiterer historischer Highlights. Wenn ihr weitere Inspiration sucht, lest unseren ausführlichen Artikel darüber, was man in London sehen und tun kann.

Ein Stück vom Parlament entfernt steht die Westminster Abbey – Ort der Krönungen und königlichen Gräber, wohin man auch kostenlos zum Evensong gelangt.

Mögt ihr Geschichte und Kunst? Dann lasst euch das British Museum nicht entgehen – der Eintritt ist kostenlos, und in unserem Guide findet ihr, was man in ein paar Stunden nicht verpassen sollte.

Und gleich neben der Festung steht die berühmte Tower Bridge – in unserem Guide findet ihr, wann sich die Brücke hebt und ob sich die kostenpflichtige Ausstellung mit dem Glasboden lohnt.

Und wenn ihr London von oben sehen wollt, schaut in unseren Guide zum Riesenrad London Eye – wir verraten euch, ob es sich lohnt oder ob der kostenlose Sky Garden die bessere Wahl ist.

Liebhaber der düstereren Geschichte begeistert sicher die Festung am Ufer der Themse, über die wir im Guide zum Tower of London schreiben. Für Familien mit Kindern ist dann ein Ausflug in die Welt der Magie absolute Pflicht, schaut euch unsere Tipps für das Harry Potter Studio London an. Und wenn ihr ein Auto zur Verfügung habt oder längere Ausflüge außerhalb der Hauptstadt plant, begeistert euch sicher das mystische Stonehenge oder weiter im Norden das wunderschöne Edinburgh.

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Häufig gestellte Fragen

Kann man das ganze Jahr über ins Innere des Buckingham Palace gehen?

Ne, die Innenräume bzw. State Rooms sind für die Öffentlichkeit nur in den Sommermonaten geöffnet, ungefähr von Juli bis Ende September. Den Rest des Jahres nutzt die königliche Familie den Palast aktiv zum Arbeiten und Wohnen.

Wie viel kostet der Eintritt zum Palast?

Im Jahr 2026 kostet das Basisticket für die State Rooms für Erwachsene 33 Pfund im Online-Vorverkauf. Tickets vor Ort sind etwas teurer und sehr oft im Voraus ausverkauft. Kinder und Studenten erhalten Ermäßigungen.

Wann findet der Wachwechsel statt und was kostet er?

Die Wachablösungszeremonie ist völlig kostenlos und Sie benötigen dafür keine Eintrittskarte. Sie findet allerdings nicht jeden Tag statt, im Jahr 2026 läuft sie montags, mittwochs und freitags um 11:00 Uhr sowie sonntags um 10:00 Uhr.

Wohnt der König im Palast?

Ja, es ist der offizielle Londoner Sitz des britischen Monarchen. Ob der König gerade physisch im Gebäude anwesend ist, erkennt man an der königlichen Standarte (Royal Standard), die in diesem Fall auf dem Dach weht.

Wo ist der beste Platz, um die Wachablösung zu fotografieren?

Stehen Sie auf keinen Fall direkt am Palastgitter, Sie werden nur die Rücken der anderen sehen. Die beste Aussicht bietet die erhöhte Treppe des Victoria Memorial, wo Sie aber etwa dreiviertel Stunden im Voraus ankommen müssen.

Ist das Fotografieren im Palast erlaubt?

Fotografieren ist innerhalb der Staatsgemächer traditionell streng verboten, auch wenn sich die Regeln gelegentlich leicht ändern. Überprüft zur Sicherheit immer die aktuellen Bedingungen am Eingang. Draußen im Garten dürft ihr ohne Einschränkungen fotografieren.

Wie komme ich am besten zum Palast?

Am einfachsten geht’s mit der U-Bahn. Du kannst an der Station Green Park aussteigen, von wo aus du quer durch den Park in acht Minuten hinkommst. Weitere tolle Möglichkeiten sind die Stationen Victoria oder St James’s Park, beide liegen ganz in der Nähe. EXCERPT: Du planst einen Besuch am Buckingham Palace? Erfahre, welche Tickets du kaufen solltest, wann du am besten losziehst und von welchem Platz aus du die berühmte Wachablösung am besten siehst.

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