Wer an Spanien denkt, stellt sich oft ausgedörrte Landschaften, unerträgliche Hitze und überfüllte Strände voller Sangria-Touristen vor – doch die Nordküste wird euch vollkommen überraschen. Das grüne Spanien, la España Verde, ist eine völlig andere Welt, die eher an Irland erinnert, nur mit deutlich besserem Essen und dramatischeren Bergen am Horizont. Genau im Herzen dieser Region, in der Provinz Kantabrien, liegt die elegante Hafenstadt Santander Spanien – ein Ort, an dem aristokratische Geschichte auf eine lockere Surfkultur trifft, wo ihr morgens moderne Kunst bewundern und nachmittags über Klippen oberhalb des aufgewühlten Ozeans wandern könnt.
Die Stadt erstreckt sich rund um eine der schönsten Buchten der Welt, und ihre Atmosphäre ist unglaublich frisch. Obwohl das Zentrum im Jahr 1941 von einem verheerenden Feuer verwüstet wurde, schaffte es Santander, aus der Asche aufzusteigen. Heute bietet es einen faszinierenden Mix aus historischen Palästen und supermoderner Architektur. Ihr findet hier breite Strände mit feinem Sand, hervorragende Gastronomie mit lokalen Zutaten und eine perfekte Ausgangsposition, um den gesamten grünen Norden zu erkunden. Ich habe für euch einen ausführlichen Reiseführer zusammengestellt, der euch hilft, die perfekte Reise in diesen etwas übersehenen, aber umso zauberhafteren Teil der iberischen Halbinsel zu planen.

Zusammenfassung
- Die Highlights: Halbinsel und Palast Magdalena, das supermoderne Centro Botín, die traumhaften Sandstrände von El Sardinero und die restaurierte Kathedrale.
- Beste Reisezeit: Das zuverlässigste und trockenste Wetter erwartet euch von Juni bis September, wenn die Temperaturen angenehme 24 °C erreichen.
- Anreise: Aus Deutschland erreicht ihr die Stadt bequem per Flug ab Frankfurt, München oder Düsseldorf mit Umstieg über Madrid oder direkt via Bilbao. Für die Erkundung der Umgebung und abgelegener Strände ist ein Mietwagen jedoch ein absolutes Muss.
- Ausflüge: Unbedingt empfehlenswert sind der Naturpark Cabárceno, das mittelalterliche Städtchen Santillana del Mar und das modernistische Comillas.
- Gastronomie: Nordspanien ist ein Paradies für Feinschmecker, in dem die Pintxos-Kultur regiert und das leicht prickelnde lokale Wein Txakoli getrunken wird.
- Ideale Aufenthaltsdauer: Für die Stadt selbst reichen zwei volle Tage, aber mit Ausflügen durch Kantabrien und in die nahen Berge solltet ihr fünf bis sieben Tage einplanen.
Wann nach Santander reisen
Anders als im südlichen Andalusien, wo extreme Hitzewellen im Sommer wirklich nur hartgesottenen Reisenden empfohlen werden, hat der Norden Spaniens einen ganz anderen und deutlich angenehmeren Rhythmus. Das Klima wird stark vom Atlantik beeinflusst, was bedeutet, dass die Luft feuchter, kühler und niederschlagsreicher ist. Genau dieser Regen macht ganz Kantabrien so atemberaubend grün und voller saftiger Wiesen – das Wetter in Santander, Spanien, ist also ein echtes Alleinstellungsmerkmal der Region.
Das einzige verlässliche Zeitfenster mit relativ trockenem und sonnigem Wetter dauert ungefähr von Mitte Juni bis Ende September. Selbst an den heißesten Augusttagen liegen die Temperaturen bei sehr angenehmen 22 bis 26 °C – perfekte Bedingungen für eine Kombination aus Sehenswürdigkeiten und Strandurlaub. Das Wasser im Kantabrischen Meer erreicht zwar nie die Temperaturen des Mittelmeers, lässt sich aber im Spätsommer sehr erfrischend genießen.
Wer im Frühling oder Herbst reist, muss damit rechnen, dass sich der Himmel jederzeit zuziehen und kräftige Schauer bringen kann. Der Rest des Jahres steht im Norden ganz im Zeichen von Regen und starkem Wind. Für Liebhaber dramatischer Szenerien, stürmischer Meere und leerer Surfstrände hat das herbstliche Kantabrien aber seinen ganz eigenen, leicht melancholischen Charme.
Wo übernachten in Santander
💡 Unterkunfts-Tipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es in der Regel die besten Stornierungsbedingungen gibt. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen.
Bei der Wahl der Unterkunft in Santander kommt es vor allem darauf an, welche Art Urlaub ihr plant. Die Stadt teilt sich im Wesentlichen in zwei Hauptbereiche auf. Der erste ist die Altstadt und das Hafenviertel (Puertochico), ideal für alle, die nah an Sehenswürdigkeiten, moderner Kunst und unzähligen Abend-Tapas-Bars sein wollen.
Die zweite und für die Sommermonate vielleicht attraktivere Option ist das Viertel El Sardinero, das sich entlang der gleichnamigen berühmten Strände erstreckt. Hier weht der Geist vergangener Zeiten, als der spanische Adel hierher kam, und die elegantesten Hotels mit Meerblick sind hier beheimatet. Von El Sardinero gelangt ihr mit einem angenehmen Spaziergang entlang der Küste oder per Stadtbus in wenigen Minuten ins Zentrum.
- Luxus mit Aussicht: Wer echte Eleganz genießen möchte, sollte sich das Eurostars Hotel Real anschauen, das auf einem Hügel mit fantastischem Blick auf die Bucht thront und zu den ikonischsten Gebäuden der Stadt gehört.
- Die goldene Mitte am Strand: Ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das Gran Hotel Victoria, das nur wenige Schritte von den Stränden El Sardinero entfernt liegt und sehr komfortable Zimmer mit Balkonen bietet.
- Mitten im Geschehen: Stadtliebhaber empfehle ich das Vincci Puertochico, ein Designhotel direkt am Hafen, von dem aus es nur ein kurzer Fußweg zu den besten Restaurants und dem Museum Centro Botín ist.
Ich empfehle, die Unterkunft rechtzeitig über Booking.com zu buchen, besonders wenn ihr eine Reise im Juli oder August plant, wenn Spanier aus dem Landesinneren nach Kantabrien strömen, um der Sommerhitze zu entfliehen. Die Übernachtungspreise im Doppelzimmer in einem guten Hotel liegen in der Hauptsaison üblicherweise zwischen 100 und 160 € pro Nacht, außerhalb der Saison können sie um ein Drittel sinken.
16 Tipps – Was sehen und erleben in Santander, Spanien
Lasst uns gemeinsam das Beste entdecken, was diese kantabrische Perle zu bieten hat. Von Spaziergängen durch königliche Gärten bis hin zum Verkosten lokaler Käse auf dem lebhaften Markt. Die Stadt ist überraschend weitläufig, also scheut euch nicht, gelegentlich die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen oder ein Fahrrad zu mieten.
1. Palacio de la Magdalena: Die königliche Sommerresidenz
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschlossen die Stadtoberen, eine Sommerresidenz für die spanische Königsfamilie zu bauen, um den Tourismus anzukurbeln. So entstand der majestätische Palacio de la Magdalena, der 1912 fertiggestellt wurde und zum Lieblingsrückzugsort von König Alfons XIII. und seiner Frau Viktoria Eugenie von Battenberg avancierte. Die Architektur des Gebäudes ist eine faszinierende Mischung aus englischen, französischen und traditionellen kantabrischen Elementen.
Der Palast kann natürlich auch von innen besichtigt werden, allerdings solltet ihr auf die Öffnungszeiten achten, da das Gebäude heute teilweise als Kongresszentrum und Sitz einer Sommeruniversität genutzt wird. Die geführten Besichtigungen kosten lediglich 3 € und führen euch durch prächtige Empfangssäle, den königlichen Speisesaal und private Gemächer, von denen sich atemberaubende Blicke direkt auf den Ozean und die umliegenden Klippen bieten.
2. Spaziergang auf der Halbinsel Magdalena
Der Palast selbst liegt auf der weitläufigen Halbinsel Península de la Magdalena, die heute als riesiger öffentlicher Park dient. Es ist wohl der beliebteste Ort der Einheimischen für Wochenendspaziergänge und Picknicks. Die gesamte Halbinsel lässt sich auf einem befestigten Weg umrunden, der etwa drei Kilometer lang ist und Ausblicke in alle Richtungen auf die Bucht bietet.
Unterwegs stoßt ihr auf einige Sehenswürdigkeiten, darunter einen kleinen Meerespark unter freiem Himmel, von dem aus man Pinguine und Seehunde von den Klippen aus beobachten kann, sowie eine Ausstellung mit Repliken historischer Schiffe. 💡 Tipp: Die schönsten Ausblicke auf die Klippen und die brechenden Wellen erlebt ihr auf der Nordseite der Halbinsel früh morgens, wenn euch dort kaum jemand außer ein paar Joggern begegnet.
3. Strände El Sardinero: Sand und Belle Époque
Wenn ihr euch satt gesehen habt an königlicher Geschichte, macht euch ein Stück weiter nördlich ins Viertel El Sardinero auf, das für seine prächtigen Strände bekannt ist. Sie teilen sich in Primera Playa (Erster Strand) und Segunda Playa (Zweiter Strand), verbunden durch eine lange und sehr elegante Promenade. Der feine goldene Sand und das klare Wasser der Bucht locken im Sommer Tausende von Besuchern an.
Direkt oberhalb der Strände erhebt sich das ikonische Gebäude des Gran Casino del Sardinero aus dem Jahr 1916, das dem Ort den Hauch vergangener Belle-Époque-Eleganz verleiht. Auch wenn ihr nicht Roulette spielen wollt, lohnt sich ein Blick auf die majestätische Fassade. Wer einen aktiveren Urlaub bevorzugt: Die Strände in Santander sind ein renommiertes Surferparadies, und in der Umgebung findet ihr Dutzende von Schulen, wo ihr Brett und Neoprenanzug ausleihen könnt.
4. Centro Botín: Architektur, die zu schweben scheint
Während El Sardinero von Geschichte durchdrungen ist, bekam das Hafengebiet kürzlich eine Frischzellenkur in Form supermoderner Architektur. Das Centro Botín, entworfen vom berühmten italienischen Architekten Renzo Piano, wurde 2017 eröffnet und wurde sofort zum neuen Wahrzeichen der Stadt. Das aus zwei abgerundeten Blöcken bestehende Gebäude, verkleidet mit Keramikscheiben, wirkt, als würde es direkt über dem Wasser der Bucht schweben.
Im Inneren dieses Kulturzentrums finden wechselnde Ausstellungen moderner Kunst und verschiedene Kulturveranstaltungen statt. Auch wenn euch moderne Kunst nicht besonders interessiert, empfehle ich unbedingt, mit dem Aufzug auf die Dachterrasse zu fahren, die kostenlos zugänglich ist. Von dort bietet sich einer der besten Panoramablicke auf die gesamte Stadt, das Meer und die fernen Berge im Landesinneren.
5. Kathedrale Mariä Himmelfahrt
Die Kathedrale von Santander ist ein architektonisches Unikat, denn sie besteht eigentlich aus zwei übereinander gebauten Kirchen. Der untere Teil, die Krypta El Cristo aus dem 12. Jahrhundert, ist dunkel, mystisch, und unter dem verglasten Boden lassen sich noch heute Überreste der ursprünglichen römischen Besiedlung bewundern. Der obere, deutlich geräumigere Teil wurde etwas später im gotischen Stil angebaut.
Das Gebäude hatte es in seiner Geschichte wahrlich nicht leicht. 1893 wurde es durch eine massive Explosion eines Schiffes im Hafen schwer beschädigt, und 1941 wurde es fast völlig durch den großen Brand zerstört, der die gesamte Stadt erfasste. Die heutige Gestalt ist daher größtenteils das Ergebnis einer sorgfältigen Rekonstruktion aus der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, und dennoch bewahrt das Innere mit seinen mächtigen Pfeilern und dem ruhigen Kreuzgang eine sehr starke spirituelle Atmosphäre.
6. Paseo de Pereda und die Bucht

Wohin ihr auch geht, eure Schritte werden früher oder später die Paseo de Pereda kreuzen. Diese breite Strandpromenade, gesäumt von historischen Häusern mit verglasten Balkonen (den sogenannten Galerías), gehört zu den schönsten Dingen, die ihr in der Stadt sehen werdet. Diese Häuser haben wie durch ein Wunder den verheerenden Brand von 1941 überlebt und zeigen, wie Santander in seinen Glanzzeiten aussah.
Die Promenade führt euch vorbei an den schönen Jardines de Pereda bis zum Hafen. Unterwegs könnt ihr auf einer Bank sitzen, die Fähren beobachten, die nach England ablegen, oder in einem der vielen Straßencafés einen Kaffee trinken. Es ist der ideale Ort für einen entspannten Nachmittag, wenn ihr nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen wollt, sondern einfach die maritime Atmosphäre in euch aufsaugen möchtet.
7. Mercado de la Esperanza: Ein Paradies für Feinschmecker

Kein Besuch einer spanischen Stadt wäre komplett ohne einen Gang über den lokalen Markt, und in Santander ist das umso schöner, weil der Mercado de la Esperanza in einem wunderschönen modernistischen Eisen-und-Glas-Bau aus dem Jahr 1904 untergebracht ist. Es ist ein vollkommen authentischer Ort voller Lärm, Farben und Düfte, wohin die Einheimischen jeden Morgen kommen, um frische Zutaten einzukaufen.
Das Erdgeschoss ist legendär für seine Stände mit Meeresfrüchten und Fisch, der noch am selben Tag im Kantabrischen Meer gefangen wurde. Das Obergeschoss ist hingegen Käse, Obst, Gemüse und Backwaren gewidmet. Als Vegetarier findet ihr hier eine unglaubliche Auswahl an lokalen Käsesorten – achtet unbedingt auf den leicht geräucherten Schafskäse Idiazábal aus dem benachbarten Baskenland oder die cremigen kantabrischen Käse –, dazu frische Oliven, Nüsse und hervorragendes Brot aus dem Handwerk.
8. Puertochico und die Pintxos-Kultur

Das alte Fischerviertel Puertochico hat sich im Laufe der Zeit in das gastronomische Herz der Stadt verwandelt. Die engen Gässchen sind buchstäblich vollgepackt mit kleinen Bars und Tavernen, in denen man abends auf sogenannte Pintxos einkehrt. Das Prinzip ist einfach: Ihr setzt euch nicht für drei Stunden an einen Tisch, sondern zieht von Lokal zu Lokal, genehmigt euch in jedem ein Glas Wein und ein oder zwei kleine Häppchen von der Theke.
Anders als die südspanischen Tapas sind Pintxos oft kunstvolle kulinarische Miniaturen auf einem Stück Baguette, mit einem Zahnstocher zusammengehalten. 💡 Tipp: Für Vegetarier gibt es hier jede Menge tolle Möglichkeiten – von der klassischen spanischen Kartoffelomelett (Tortilla de Patatas) über gebratene Pimientos de Padrón mit Salz bis hin zu wilden Pilzen mit Knoblauch oder gegrilltem Ziegenkäse mit Marmelade. Dazu bestellt unbedingt ein Glas erfrischendes Txakoli, den leicht prickelnden lokalen Weißwein, der aus großer Höhe eingeschenkt wird.
9. Plaza Porticada und unterirdische Ruinen

Die Plaza Porticada, offiziell als Plaza de Velarde bekannt, entstand erst in den 1950er Jahren als direkte Reaktion auf den verheerenden Stadtbrand. Sie wurde im neoklassizistischen Stil entworfen, um als neues repräsentatives Zentrum Santanders zu dienen. Der Platz ist von Kolonnaden umgeben und bietet Platz für verschiedene Märkte, Konzerte und Kulturfestivals.
Der eigentliche Schatz verbirgt sich jedoch unter dem Pflaster des Platzes. Bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1998 stießen Arbeiter auf eine umfangreiche archäologische Fundstätte. Heute könnt ihr das Centro Arqueológico de la Muralla Medieval besuchen, wo ihr an Überresten der ursprünglichen mittelalterlichen Stadtmauern und alten gepflasterten Straßen entlanggeht – ein eindrucksvoller Einblick darin, wie die Stadt vor Jahrhunderten aussah. Der Eintritt ist symbolisch und die Besichtigung dauert etwa eine halbe Stunde.
10. Maritimes Museum Kantabrien
Nordspanien ist tief mit dem Ozean verbunden, und nirgends versteht man das besser als im Museo Marítimo del Cantábrico. Das Museum liegt in der Nähe des Strandes Los Peligros und bietet eine sehr umfangreiche und spannende Ausstellung über die Beziehung zwischen Mensch und Meer. Von der Geschichte des Walfangs bis hin zu Modellen alter Schiffe und Navigationsinstrumenten ist alles vertreten.
Die größte Attraktion für Besucher sind die riesigen Walskelette, die von der Decke hängen, und die großen Aquarien im Untergeschoss, die das vielfältige Meeresleben im nahen Kantabrischen Meer zeigen. Es ist ein ausgezeichneter Halt, besonders wenn euch ein typischer kantabrischer Regentag trifft und ihr für ein paar Stunden ein Dach über dem Kopf braucht. Der Eintritt kostet rund 8 €.
11. Funicular del Río de la Pila

Santander ist auf mehreren steilen Hügeln gebaut, und das ständige Auf- und Abgehen kann ziemlich anstrengend werden. Die Stadt hat das elegant gelöst und an vielen Stellen öffentliche Rolltreppen installiert. Noch interessanter ist aber die Standseilbahn in der Straße Río de la Pila, die von Einheimischen als reguläres Verkehrsmittel genutzt wird und für Touristen eine tolle Attraktion darstellt.
Die Fahrt in dieser verglasten Seilbahn ist völlig kostenlos und bringt euch zur Aussichtsplattform Mirador del Río de la Pila. Von der oberen Station aus eröffnet sich ein wunderschöner Blick auf die Dächer der Altstadt und die ruhige Bucht. Ich empfehle, kurz vor Sonnenuntergang herzukommen, wenn Stadt und Ozean in wunderschönes Goldlicht getaucht sind.
12. Cabo Mayor und sein Leuchtturm

Wer wilde Natur und von Wellen gepeitschte Klippen liebt, sollte unbedingt einen Spaziergang zum Leuchtturm Faro de Cabo Mayor machen. Ihr findet ihn am nördlichen Stadtrand, etwa eine halbe Stunde zu Fuß von den Stränden El Sardinero entfernt. Dieser dreißig Meter hohe Leuchtturm bewacht den Eingang zur Bucht seit 1839 und ist von rauer, grüner Landschaft umgeben, die ein wenig an die Klippen Irlands erinnert.
Im Sockel des Leuchtturms befindet sich heute eine interessante Kunstgalerie (Centro de Arte Faro de Cabo Mayor), die Werke mit Meeresinspirationzeigt. Am schönsten ist es hier aber, sich einfach ins Gras über den Klippen zu setzen, dem Rauschen der Wellen zu lauschen und den Möwen zuzuschauen, die über dem stürmischen Wasser kreisen. Auf den Klippen kann es sehr stark winden, also vergisst nicht, eine Windjacke einzupacken.
