Roadtrip durch die französischen Alpen: Annecy, Chamonix und Seen (7 Tage)

TL;DRDieser siebentägige Roadtrip führt vom kulinarischen Lyon über Grenoble, den Lac du Bourget und den Lac d’Annecy bis ins bergige Chamonix am Fuß des Mont Blanc und endet beim Dörfchen Yvoire am Genfersee. Die gesamte Strecke ist 450 bis 550 Kilometer lang, am besten reist du im Juni oder September, wenn das Wetter stabil ist und weniger Touristen unterwegs sind. Zu den Highlights zählen der türkisfarbene See von Annecy, der Gletscher Mer de Glace und die Seilbahnfahrt zur Aiguille du Midi auf 3842 Meter Höhe für 81 bis 83 Euro. Für die Einfahrt in die Zentren von Lyon oder Grenoble brauchst du die Umweltplakette Crit’Air, sonst drohen 68 bis 375 Euro Bußgeld. Achte 2026 außerdem auf die Schließung der Aussichtsterrasse ab dem 25. Mai sowie auf die Tour de France in der dritten Juliwoche.

Frankreich – das sind nicht nur endlose Felder voller duftendem Lavendel, ein gemächlicher Schluck Pastis im Schatten der Platanen oder romantische Spaziergänge unter dem Pariser Eiffelturm. Sobald du dich nach Osten Richtung italienische und schweizerische Grenze aufmachst, öffnet sich dir eine völlig andere Welt, beherrscht von Granit, Eis, dünner Luft und Adrenalin. Die französischen Alpen und ihr Vorland bilden eine ganz eigene Region, die dich sofort mit ihrer rauen, kompromisslosen Schönheit gefangen nimmt. Du stehst hier an der Schwelle zu den höchsten Bergen Westeuropas, wo du morgens durch Renaissancegassen schlenderst, mittags in einem glasklaren See badest und nachmittags den schmelzenden Gletschern zusiehst.

Dieser Reiseplan führt dich von der gastronomischen Metropole über türkisfarbene Seen bis hin zu atemberaubenden Alpengipfeln. Die Franzosen begegnen den Bergen mit gewaltigem Respekt, aber zugleich mit ingenieurtechnischer Frechheit, dank der sie Seilbahnen sogar dorthin gebaut haben, wo du eigentlich nur Adler erwarten würdest. Egal ob du dir Hochgebirgswanderungen wünschst, das Radfahren liebst oder einfach nur den legendären Mont Blanc mit eigenen Augen sehen willst – diese Route serviert dir das Beste der gesamten Region. Mach dich bereit auf eine Reise, die dir zwar nichts geschenkt gibt, aber deren Erinnerungen für immer bleiben.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Streckenlänge und Zeit: Die gesamte Rundreise misst rund 450 bis 550 Kilometer und idealerweise solltest du dir volle 7 Tage Zeit nehmen, damit du nirgendwo hetzen musst.
  • Wann losfahren: Die besten Bedingungen für den Roadtrip herrschen im Juni und im September, wenn du den Sommerextremen entgehst und die Straßen noch nicht von Touristenmassen blockiert sind.
  • Die größten Highlights: Das gastronomische Lyon, der türkisfarbene See von Annecy, die schroffen Massive rund um Grenoble und der ikonische Ausblick von der Aiguille du Midi.
  • Anreise: Am einfachsten fliegst du nach Lyon oder ins schweizerische Genf, mietest dort ein Auto und fährst los – wobei du mit Maut auf den Autobahnen rechnen musst.
  • Umweltzonen: Für die Durchfahrt durch größere Städte wie Lyon oder Grenoble brauchst du zwingend die Crit’Air-Umweltplakette, sonst riskierst du ein saftiges Bußgeld.
  • Achtung im Jahr 2026: Im Juli lähmt die berühmte Tour de France die Region und an der Wende von Mai zu Juni wird zudem die Hauptaussichtsterrasse der Aiguille du Midi geschlossen.

Wann du diese Reise antreten solltest

Die Wahl des richtigen Termins ist in den französischen Alpen absolut entscheidend, denn die Berge verzeihen keine Planungsfehler und das Wetter kann hier sehr unberechenbar sein. Wenn du einen Roadtrip mit Sightseeing und leichtem Wandern planst, meide die Wintermonate, in denen die Gebirgspässe unter Schnee begraben sind und sich die Region in eine einzige riesige Skifabrik verwandelt. Die Zeit von Dezember bis April überlässt du am besten den eingefleischten Skifahrern, die in die endlosen Skigebiete der Trois Vallées oder auf den Gletscher von Tignes ziehen – und konzentrierst dich lieber auf den späten Frühling oder den frühen Herbst.

Das ideale Zeitfenster für diese Route ist der Monat Juni oder anschließend der September, wenn das Wetter ziemlich stabil ist und die Tage lang genug sind. Im Juni sind die Täler bereits wunderbar grün, auch wenn auf den Hochgebirgssätteln noch Schnee liegen kann. Der September wiederum bietet herrlich klares Licht zum Fotografieren und du entgehst den großen französischen Ferien, die den ganzen Juli und August andauern. Im Sommer strömen nämlich riesige Mengen einheimischer Touristen in die Berge, die Übernachtungspreise schießen steil in die Höhe und an den Seen sowie an den Seilbahnen bilden sich endlose Schlangen.

Das Jahr 2026 bringt eine gewaltige Komplikation mit sich, und zwar das Radrennen Tour de France, das ein extrem anspruchsvolles Alpenfinale haben wird. Wenn du kein leidenschaftlicher Radsportfan bist, solltest du dir die dritte Juliwoche unbedingt als Zeit notieren, in der du nicht mit dem Auto in die Alpen fahren solltest. Die Fahrer werden sich mit den mythischen Anstiegen zum Plateau de Solaison abmühen, das am 19. Juli gefahren wird, und gleich zweimal die legendären 21 Serpentinen zur Alpe d’Huez erklimmen, und zwar am 24. und 25. Juli. Während dieser Etappen überquert das Peloton zudem den gefürchteten Galibier-Pass. An diesen Tagen sind die Straßen komplett unpassierbar, die Hotels hoffnungslos ausgebucht und die ganze Region wird von einem elektrisierenden, für den normalen Reisenden aber sehr einschränkenden Wahnsinn erfasst.

Praktische Infos: Auto, Anreise und Budget

Diesen Winkel Frankreichs zu erkunden erfordert ein wenig logistische Vorbereitung, denn die örtlichen Regeln unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von denen, die wir gewohnt sind. Wenn du nicht mit dem eigenen Auto aus Deutschland anreist (was ab München rund 6 bis 7 Stunden reine Fahrzeit bedeutet), ist die vernünftigste Variante, nach Lyon oder nach Genf zu fliegen und direkt am Flughafen einen Mietwagen abzuholen. Von Deutschland aus bedienen etwa Lufthansa, Eurowings oder easyJet beide Flughäfen. Frankreich verwendet keine klassische Vignette, sondern ein System von Mautstationen, die péages genannt werden. Rechne damit, dass du für je 100 Kilometer Autobahnfahrt rund 9,50 Euro zahlst, was das Gesamtbudget der Reise merklich erhöhen kann. Auf einigen neuen Abschnitten geht man zudem zum Free-Flow-System ohne physische Schranken über, bei dem du die Maut online anhand deines Kennzeichens begleichen musst.

Eine ganz wesentliche Sache, die Touristen oft vergessen, sind die französischen Umweltzonen, bekannt unter der Abkürzung ZFE. Der Verfassungsrat hat 2026 ihre Gültigkeit bestätigt, also musst du, wenn du ins erweiterte Zentrum von Lyon oder Grenoble fahren willst, die Crit’Air-Umweltplakette an der Windschutzscheibe kleben haben. Dieser Aufkleber kostet nur 5,11 Euro, aber du musst ihn rechtzeitig online bestellen, denn vor Ort kannst du ihn nirgends kaufen. An Werktagen dürfen nur Autos der Kategorie Crit’Air 1 oder 2 in die Städte einfahren, während ältere Diesel Pech haben und ein Bußgeld zwischen 68 und 375 Euro riskieren.

Was das ungefähre Budget für 2026 betrifft, gehört Frankreich definitiv nicht zu den günstigen Reisezielen. Ein Mittagsmenü in einem normalen Restaurant bewegt sich zwischen 15 und 25 Euro, während dich ein Abendessen mindestens 20 bis 35 Euro pro Person kostet. Ein großer Posten werden die Bergattraktionen sein, denn allein die Hin- und Rückfahrt mit der Seilbahn zur Aiguille du Midi kostet 81 bis 83 Euro je nach Saison. Eine Unterkunft mit vernünftigem Standard bekommst du um die 100 Euro pro Nacht, aber in Tourismuszentren wie Annecy oder Chamonix solltest du eher mit Beträgen ab 130 Euro aufwärts rechnen, besonders wenn du nicht mehrere Monate im Voraus buchst.

Reiseplan Tag für Tag

Dieser siebentägige Roadtrip ist so konzipiert, dass du einen allmählichen Übergang von der Stadtkultur bis zur rauen alpinen Wildnis erlebst. Du reist gleichmäßig, ohne unnötig lange Fahrten, und jeder Tag bietet dir eine völlig andere Kulisse.

Tag 1: Lyon → Grenoble

Deine Reise beginnt in Lyon, das zu Recht als der wahre Bauch und die gastronomische Hauptstadt Frankreichs gilt. Die Stadt am Zusammenfluss von Rhône und Saône hat eine erdige Atmosphäre, die du in Paris einfach nicht findest. Den Vormittag widmest du der Erkundung der Altstadt Vieux Lyon, die von sogenannten traboules durchzogen ist. Diese geheimen Renaissance-Durchgänge und Korridore führen direkt durch die Innenhöfe und dienten einst den Seidenwebern, um Stoffe sicher zu transportieren. Du musst nur an einer unscheinbaren Klinke ziehen und stehst plötzlich in einem zauberhaften Innenhof mit Wendeltreppe, von dem die Leute auf der belebten Straße keine Ahnung haben.

Gegen Mittag darfst du den Besuch einer traditionellen Lyoner Taverne, eines sogenannten bouchon, nicht verpassen, wo das Mittagessen strikt nur zwischen 12:00 und 14:00 Uhr serviert wird. Ein Mittagsmenü kostet dich rund 15 bis 25 Euro. Obwohl die lokale Küche für ihre deftigen Gerichte berühmt ist, findet sich hier immer eine Alternative für fleischlose Ernährung. Halte Ausschau nach den hervorragenden Käsespezialitäten oder besuche die Markthalle Les Halles de Lyon Paul Bocuse, wo du die besten französischen Käse probieren und sie mit einem Glas Côtes-du-Rhône hinunterspülen kannst.

Am Nachmittag holst du das Auto ab und machst dich auf die rund anderthalbstündige Fahrt nach Südosten. Dein Ziel ist Grenoble, die stolze Hauptstadt der Alpen, die in einem flachen Tal liegt und von allen Seiten von steilen Felswänden umringt ist. Das örtliche Tourismusbüro rühmt sich damit, dass du direkt von der Stadt aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Zugang zu über 800 Kilometern Wanderwegen hast.

💡 Tipp: Ins Zentrum von Lyon dürfen nur Autos mit der Crit’Air-Plakette 1 oder 2 einfahren. Die beste Strategie ist, das Auto auf einem Park-and-Ride-Parkplatz (P+R) am Stadtrand zu lassen und mit der hervorragenden Metro ins Zentrum zu fahren.

Tag 2: Grenoble → Aix-les-Bains

Am zweiten Morgen brichst du auf, um das Vercors-Massiv zu entdecken, das gleich vor den Toren von Grenoble liegt und wie eine uneinnehmbare Naturfestung wirkt. Dieses riesige Kalksteinplateau ist voller tiefer Schluchten und diente während des Zweiten Weltkriegs als sicheres Refugium für die französische Résistance. Wenn du Ausblicke liebst, steuere die ikonische Mont Aiguille an, einen einsamen, senkrechten Felsturm, der aussieht, als hätte ihn jemand mit einem gigantischen Messer vom Rest des Gebirges abgetrennt.

Eine Alternative für Adrenalinjunkies ist ein Ausflug zum See Lac de Monteynard, über den einzigartige tibetische Hängebrücken gespannt sind, die passerelles genannt werden. Diese Stahlbrücken schwanken dutzende Meter über dem türkisfarbenen Wasserspiegel und sie zu überqueren erfordert eine ordentliche Portion Mut, denn der Blick nach unten verschlägt dir buchstäblich den Atem. Zum Mittagessen kehrst du in einem der Bergdörfer ein, wo man dir gern einen herzhaften Kartoffelpuffer mit lokalem Käse zubereitet.

Am Nachmittag steht die Fahrt nach Norden zum See Lac du Bourget an, der den Titel des größten natürlichen Gletschersees Frankreichs trägt. Die Strecke dauert rund anderthalb Stunden und führt dich ins Kurstädtchen Aix-les-Bains. Die heilenden Thermalquellen kannten schon die alten Römer, und die Stadt hat sich bis heute die noble Atmosphäre aus der Zeit der Belle Époque bewahrt.

💡 Tipp: Für die Übernachtung in Aix-les-Bains wähle ein Hotel mit Seeblick, zum Beispiel das Golden Tulip Aix les Bains, das auch ein tolles Wellnessangebot zur Erholung nach langen Bergtouren bietet.

Tag 3: Aix-les-Bains → Annecy

Am Morgen verabschiedest du dich von Aix-les-Bains und machst dich auf die kurze, fünfundvierzigminütige Fahrt nach Annecy. Sobald du in der Stadt ankommst, verstehst du sofort, warum man sie weltweit das Venedig der Alpen nennt. Durch das historische Zentrum fließt nämlich ein verzweigtes Netz von Wasserkanälen, gespeist vom glasklaren Wasser des angrenzenden Sees. Mitten im Hauptkanal kannst du den Palais de l’Île nicht übersehen, ein ikonisches Steingebäude in Form eines Schiffsbugs, das im Laufe der Jahrhunderte als Münzprägeanstalt, Gericht und Stadtgefängnis diente.

Der Hauptmagnet der Region ist aber der See Lac d’Annecy selbst, der sich rühmt, einer der saubersten Seen ganz Europas zu sein. Das Wasser hat eine unglaublich satte türkise Farbe und lädt in den warmen Monaten geradezu zum Baden ein. Wenn du aktive Erholung bevorzugst, leih dir ein Fahrrad und mach dich auf den beliebten Radweg Voie Verte. Diese rund vierzig Kilometer lange Strecke verläuft direkt am Ufer entlang, ist vollständig vom Autoverkehr getrennt und schaffst du an einem entspannten Nachmittag. Erfahrene Wanderer können dann den anspruchsvollen Aufstieg auf das Kalksteinmassiv La Tournette in Angriff nehmen, von wo du bis zum Mont Blanc blickst.

Zum Abendessen kehrst du unbedingt in einem der Restaurants in den verwinkelten Gassen der Altstadt ein. Obwohl Savoyen für seine Wurstwaren bekannt ist, stößt du hier leicht auf ein hervorragendes Käsefondue oder eine vegetarische Version der Tartiflette – das sind überbackene Kartoffeln mit Zwiebeln und einer riesigen Portion des lokalen Reblochon-Käses.

💡 Tipp: Unterkünfte in Annecy sind in der Saison schnell ausgebucht. Halte Ausschau nach kleineren Boutique-Hotels in Seenähe – sehr gute Bewertungen hat zum Beispiel das traumhafte Les Tresoms Lake and Spa Resort.

Tag 4: Annecy → Chamonix

Am vierten Tag lässt du die ruhigen Gewässer der Seen hinter dir und steuerst das echte Hochgebirge an. Die Fahrt von Annecy nach Chamonix dauert auf der Autobahn etwas mehr als eine Stunde, und mit jedem gefahrenen Kilometer wird die Kulisse dramatischer. Chamonix-Mont-Blanc ist nicht nur ein gewöhnlicher Bergort, es ist ein pulsierendes Basislager des europäischen Alpinismus, über dem sich wie eine riesige weiße Mauer das Massiv des Mont Blanc selbst erhebt.

Nach dem Einchecken steuerst du den örtlichen Bahnhof an und steigst in die historische Zahnradbahn Tramway de Montenvers, die schon seit 1908 in Betrieb ist. Sie bringt dich durch Kiefernwälder hinauf auf 1913 Meter Höhe zum Gletscher Mer de Glace. Stell dich darauf ein, dass der Anblick faszinierend, aber zugleich ziemlich traurig ist. Der Gletscher zieht sich aufgrund des Klimawandels in erschreckendem Tempo zurück, was die Infotafeln an den Felsen belegen, die den Eisstand in vergangenen Jahrzehnten markieren. Direkt zum Eis bringt dich heute eine ganz neue Gondel aus dem Jahr 2024, die die ursprüngliche Seilbahn ersetzt hat.

Am Abend machst du dich auf in die belebten Straßen von Chamonix, wo sich japanische Touristen mit gebräunten, mit Karabinern behängten Bergsteigern mischen. Die Stadt hat eine viel rauere und sportlichere Atmosphäre als die geschliffenen österreichischen Bergorte. Zum Abendessen kannst du dir etwa eine deftige italienische Pizza gönnen, denn die Grenze liegt gleich hinterm Berg und die örtlichen Pizzerien bieten tolle fleischlose Varianten, gebacken im Holzofen.

💡 Tipp: Für ein authentisches Bergerlebnis übernachtest du in einer traditionellen Holzhütte oder einem Hotel im Alpenstil. Eine tolle Wahl ist das Heliopic Hotel & Spa, das strategisch direkt an der Talstation der Seilbahn zur Aiguille du Midi liegt.

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Tag 5: Chamonix und Aiguille du Midi

An diesem Tag erwartet dich der absolute Höhepunkt des gesamten Roadtrips, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn du in Chamonix nur für eine einzige Attraktion Zeit hast, muss es die Seilbahn zur Aiguille du Midi sein. Diese zerklüftete Felsnadel ragt bis auf 3842 Meter Höhe und die Fahrt nach oben ist ein intensives körperliches wie psychisches Erlebnis. Der obere Abschnitt der Seilbahn überwindet einen gewaltigen Höhenunterschied ohne eine einzige Stützsäule, sodass die Leute in der Kabine meist für eine Sekunde verstummen, wenn diese über dem kilometertiefen Abgrund schaukelt.

Oben bekommst du eine ordentliche Ohrfeige in Form der dünnen Luft, denn hier gibt es 40 Prozent weniger Sauerstoff als auf Meereshöhe. Jeder Schritt die Treppe hinauf tut weh, aber der Blick auf den Mont Blanc und die umliegenden Gletscher ist absolut konkurrenzlos. Vergiss nicht, den „Schritt ins Leere“ (Le Pas dans le Vide) auszuprobieren, eine verglaste Kabine, die in der Luft hängt und die du nur in speziellen Filzpantoffeln betreten darfst, um den Boden nicht zu zerkratzen. Das Seilbahnticket kostet 81 Euro in der Frühlingssaison und 83 Euro im Sommer, wobei die Reservierung einer genauen Uhrzeit absolut Pflicht ist.

⚠️ Achtung im Jahr 2026: Wenn du deine Reise an der Wende von Frühling zu Sommer planst, sei wachsam. Ab dem 25. Mai 2026 wird für 4 bis 5 Wochen die Hauptaussichtsterrasse komplett geschlossen, wegen einer nötigen Sanierung. Die Seilbahn fährt zwar und ein Teil des Komplexes ist zugänglich, doch der ikonischste Ausblick vom Gipfel bleibt den Touristen verwehrt.

💡 Tipp: Nach der Rückkehr ins Tal bist du wahrscheinlich von der Höhe erschöpft. Gönn dir einen erholsamen Nachmittag in der örtlichen Therme QC Terme.

Tag 6: Mont-Blanc-Tal und Alpendörfer

Nach dem gestrigen Höhenextrem gönnst du dir heute einen etwas ruhigeren Tag im Mont-Blanc-Tal. Diese Region ist die Heimat des legendären Treks Tour du Mont Blanc, der 170 Kilometer misst, über 10.000 Höhenmeter überwindet und das gesamte Massiv über drei Länder hinweg umrundet. Du kannst dir davon nur ein kleines Tagesstück herausschneiden, zum Beispiel den wunderschönen Abschnitt oberhalb des Dorfes Les Houches, von wo sich fotogene Ausblicke auf den kriechenden Bossons-Gletscher öffnen.

Falls du jemals den ganzen Trek mit Übernachtungen in Berghütten gehen möchtest, sei dir bewusst, dass die Logistik heute extrem anspruchsvoll ist. Die Kapazitäten sind streng begrenzt und die Reservierungen öffnen bereits am 15. Oktober ein Jahr im Voraus. Wer nicht gleich in den ersten Tagen bucht, hat für die Sommersaison in der Regel Pech. Eine Nacht in einem sogenannten Refuge kostet dich dann rund 80 bis 90 Euro, und zwar inklusive einer reichhaltigen Halbpension, die nach einem ganztägigen Marsch eine Notwendigkeit ist.

Du aber kannst nach der Vormittagstour in Ruhe zu deinem Auto zurückkehren und die malerischen umliegenden Dörfer wie Argentière oder Vallorcine erkunden. Diese Ortschaften haben sich einen viel authentischeren und ruhigeren Charakter bewahrt als das Zentrum des überfüllten Chamonix selbst. Zum Mittagessen kehrst du in eine versteckte Berggaststätte ein, wo man dir mit einem Lächeln eine ehrliche Zwiebelsuppe oder eine reichhaltige Gemüsequiche serviert.

💡 Tipp: Die letzte Nacht in den Bergen verbringst du entweder am selben Ort in Chamonix oder du ziehst ein Stück weiter ins ruhigere Les Houches, etwa ins Hotel RockyPop Chamonix.

Tag 7: Chamonix → Yvoire und Genfersee

Am letzten Tag deines Roadtrips erwartet dich der Abstieg vom Hochgebirge zurück in die Zivilisation. Am Morgen brichst du aus Chamonix in Richtung Nordwesten auf und nach rund anderthalb Stunden Fahrt erreichst du die Ufer des riesigen Genfersees. Die hiesige Landschaft ist wieder ganz anders, viel sanfter, sonnendurchflutet und übersät mit fruchtbaren Weinbergen, die sich bis zum Wasserspiegel hinabneigen.

Dein Hauptstopp wird Yvoire sein, ein mittelalterliches Steindorf, das es regelmäßig in die Ranglisten der schönsten Dörfer ganz Frankreichs schafft. Diese siebenhundert Jahre alte Siedlung ist voller verwinkelter Gassen, historischer Häuser und einer Blütenflut, die in den Sommermonaten wohl jede Fensterbank schmückt. Das Auto musst du auf einem Parkplatz vor den Stadtmauern lassen, denn das gesamte historische Zentrum ist ausschließlich für Fußgänger reserviert.

Spaziere durch den Hafen, besuche den wunderschönen Garten der fünf Sinne (Jardin des Cinq Sens) und setz dich zum Abschluss in ein Café mit Blick auf den See. Am anderen Ufer liegt bereits die Schweiz, und du kannst in Ruhe alle Erlebnisse der vergangenen Woche Revue passieren lassen. Von hier ist es nur ein Katzensprung zum Flughafen Genf, wo du den Mietwagen zurückgibst und nach Hause aufbrichst.

💡 Tipp: Wenn dir bis zum Abflug noch ein paar Stunden bleiben, halte im nahen Évian. Diese Stadt ist weltweit für ihr Mineralwasser berühmt, und du kannst hier die Quelle gratis direkt aus einem öffentlichen Brunnen zapfen.

Wo du entlang der Route übernachtest

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Während dieses Roadtrips wechselst du gleich mehrere verschiedene Orte, und deshalb ist es entscheidend, die Unterkunft rechtzeitig im Voraus zu buchen. Französische Hotels haben oft kleinere Zimmer, legen aber Wert auf perfekte Sauberkeit und hervorragende Frühstücke mit frischem Gebäck. Plane ein Budget von rund 100 bis 130 Euro pro Nacht für zwei Personen ein, wobei die Preise in den Tourismuszentren in der Hauptsaison noch steigen. Hier ist eine Übersicht der idealen Basisstationen für deine Reise:

Lyon und Umgebung Suche nach einer Unterkunft im Viertel Presqu’île, also auf der Halbinsel, oder direkt in der historischen Altstadt Vieux Lyon. Du hast es nah zu den Hauptsehenswürdigkeiten und zu den besten Restaurants. Pass aber sehr auf beim Parken auf, denn ins Zentrum dürfen nur Autos mit der Umweltplakette. Sicherer ist es, das Auto am Stadtrand auf einem P+R-Parkplatz zu lassen.

Grenoble als Tor zu den Bergen Wähle ein Hotel direkt im Zentrum unweit des belebten Platzes Place Grenette. Grenoble funktioniert als perfekte Stadtbasis, von der aus du leicht Tagesausflüge ins raue Vercors-Massiv oder ins Chartreuse-Gebirge unternehmen und abends in die Zivilisation voller toller Cafés zurückkehren kannst.

See Annecy Eine Unterkunft direkt am türkisfarbenen See oder im historischen Zentrum voller Kanäle ist zwar teurer, aber definitiv ihr Geld wert. Wenn du sparen und den größten Massen entgehen willst, halte Ausschau nach kleineren Dörfern am Ostufer des Sees, wie zum Beispiel dem malerischen Talloires.

Chamonix und das Mont-Blanc-Tal Wenn du mitten im Geschehen sein und die Bergsteigeratmosphäre aufsaugen willst, schlaf direkt in der Stadt in der Nähe der Talstation der Seilbahn zur Aiguille du Midi. Für ruhigere Nächte zu viel freundlicheren Preisen wähle lieber das benachbarte Dorf Les Houches oder Argentière. Diese Orte sind mit dem Zentrum von Chamonix selbst durch einen kostenlosen Zug bestens verbunden.

Wohin als Nächstes

Wenn dich die französische Region verzaubert hat und du deine Reise verlängern willst oder einfach weitere Inspiration aus diesem Gebiet suchst, schau dir unbedingt diese ausführlicheren Reiseführer an:

  • Willst du mehr über das Venedig der Alpen erfahren? Lies den Artikel Annecy.
  • Planst du, länger in den Bergen zu bleiben und weitere Gipfel zu erklimmen? Erkunde die Details im Reiseführer Chamonix und Mont Blanc.
  • Locken dich Gastronomie und verwinkelte Gassen? Lass dich von den Tipps für Lyon inspirieren.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Umweltplakette für die Einfahrt in die französischen Alpen?

In den Bergorten benötigen Sie keine. Wenn Sie jedoch durch die Innenstädte größerer Städte wie Lyon oder Grenoble fahren möchten, ist die Crit’Air-Umweltplakette absolut Pflicht. Bei Nichtvorhandensein droht ein Bußgeld zwischen 68 und 375 Euro. Bestellen Sie sie rechtzeitig online, denn vor Ort können Sie sie nirgendwo physisch kaufen.

Was kostet die Seilbahnfahrt auf die Aiguille du Midi?

Im Jahr 2026 zahlen Sie für ein Hin- und Rückfahrtticket für Erwachsene 81 Euro in der Frühjahrssaison, wobei der Preis ab Juni auf 83 Euro steigt. Beachten Sie, dass Sie in der Saison unbedingt eine bestimmte Abfahrtszeit auf der offiziellen Website oder über einen Vermittler reservieren müssen, da die Seilbahnen hoffnungslos ausgebucht sind.

Kann man in Frankreich Autobahngebühren mit Karte bezahlen?

Ja, an allen französischen Mautstellen, den sogenannten Péages, können Sie bequem mit einer normalen Bankkarte bezahlen. Auf einigen neuen Abschnitten fehlen jedoch die klassischen Schranken vollständig. In diesem Fall müssen Sie die Maut innerhalb von 72 Stunden nach der Durchfahrt anhand Ihres Kennzeichens online bezahlen, sonst erhalten Sie garantiert ein unangenehmes Bußgeld nach Hause geschickt.

Wann ist die beste Zeit, um Berghütten auf der Tour du Mont Blanc zu reservieren?

Wenn Sie diese berühmte mehrtägige Wanderung mit Übernachtungen in offiziellen Berghütten absolvieren möchten, müssen Sie unglaublich schnell sein. Das Reservierungssystem für die Sommersaison öffnet bereits am 15. Oktober des Vorjahres, und die beliebtesten Plätze auf der Route sind buchstäblich innerhalb weniger Tage ausgebucht.

Was bedeutet die Einschränkung auf der Aiguille du Midi im Jahr 2026?

Ab dem 25. Mai 2026 wird die oberste Aussichtsterrasse für 4 bis 5 Wochen komplett geschlossen wegen umfangreicher geplanter Renovierungsarbeiten. Die Seilbahn selbst bleibt in Betrieb und Sie können die unteren Bereiche des gesamten Komplexes besichtigen, aber der ikonischste Aussichtspunkt wird für alle Touristen vorübergehend gesperrt sein.

Wann sollte man die Alpen wegen der Tour de France 2026 meiden?

Das Radrennen erreicht die Alpenregion in der dritten Juliwoche. Absolut kritische Tage sind der 19., 24. und 25. Juli, wenn das Peloton mythische Anstiege wie den Galibier oder Alpe d’Huez bewältigt. Zu dieser Zeit werden die Straßen komplett gesperrt sein, Hotels ausgebucht und die gesamte Region logistisch lahmgelegt.

Kann ich in Lyon gut essen, auch wenn ich kein Fleisch esse?

Obwohl die traditionellen Lyoner Bouchons für schwere fleischhaltige Gerichte und Innereien berühmt sind, werden Sie hier definitiv nicht hungern müssen. In jedem besseren Restaurant bereitet man Ihnen heute gerne ein ausgezeichnetes fleischloses Menü zu. Außerdem rettet Sie immer die riesige Auswahl an erstklassigen lokalen Käsesorten, cremigen Gemüsesuppen und frischen Nudeln.

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Collioure in Frankreich & Côte Vermeille: 11 Tipps für 2026

TL;DRCollioure und die Côte Vermeille im Süden Frankreichs, nahe der spanischen Grenze, stecken voller katalanischem Flair. Wir haben 11 Tipps für dich zusammengestellt: den Hafen mit der Kirche Notre-Dame-des-Anges, das Château Royal de Collioure (Eintritt rund 7 Euro), den Fauvismus-Pfad auf den Spuren von Matisse und Derain, das Viertel Mouré, die traditionelle Sardellenverarbeitung, die Kieselstrände Boramar und Port d’Avall, Ausflüge nach Perpignan und Banyuls-sur-Mer, den Küstenweg Sentier du Littoral sowie die Mühle Moulin de la Cortina. Für Collioure selbst reicht ein Tag, für die ganze Region samt Umgebung solltest du 4 bis 5 Tage einplanen. Am besten reist du von Mitte April bis Ende Juni oder im September und Oktober – dann liegen die Temperaturen bei 20 bis 28 °C. Im Juli und August dagegen drohen 35 bis 40 °C und die Parkplatzsuche wird zur echten Herausforderung.

Wenn die Rede vom Süden Frankreichs ist, denken die meisten Reisenden sofort an die Lavendelfelder der Provence oder die mondänen Strände der Côte d’Azur. Wer aber einen Ort sucht, an dem sich die dramatischen Gipfel der Pyrenäen direkt in die Wellen des Mittelmeers stürzen, muss ein gutes Stück weiterfahren. Bis zur spanischen Grenze erstreckt sich die faszinierende Côte Vermeille, übersetzt die „Zinnoberküste“. In diesem Guide stellen wir dir 11 Tipps vor, was du in Collioure in Frankreich und an der Côte Vermeille sehen und erleben kannst – und zeigen dir, warum die berühmtesten europäischen Maler diese rauere Region so geliebt haben.

Freu dich auf enge, kopfsteingepflasterte Gassen, bunte Hausfassaden und mächtige mittelalterliche Burgen, die direkt über dem Strand thronen. An jeder Ecke umweht dich die unverwechselbare katalanische Atmosphäre, die sich völlig vom Rest Frankreichs unterscheidet. Ich verrate dir außerdem, in welchen Monaten du am besten herkommst, damit du nicht bei lebendigem Leib gegrillt wirst, und wie du die Logistik clever löst – denn der Sommerverkehr kann hier ganz schön nerven. Entdecke dieses Juwel des französischen Südens, das sich bis heute sein authentisches Gesicht bewahrt hat.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Parken ist ein Albtraum: Im Juli und August kommst du mit dem Auto praktisch nicht nach Collioure rein – am besten nutzt du die lokalen Züge aus den Nachbarorten.
  • Paradies für Kunstliebhaber: Das Städtchen ist die Wiege des Fauvismus, direkt in den Gassen kannst du einem Pfad mit Reproduktionen der Gemälde von Henri Matisse folgen.
  • Katalanischer Stolz: Die allgegenwärtigen gelb-roten Flaggen und zweisprachigen Schilder erinnern dich ständig daran, dass Perpignan und Umgebung historisch zum Königreich Mallorca gehörten.
  • Raue Natur: Vergiss die endlosen Sandstrände des Languedoc, hier erwarten dich Kiesbuchten und steile Klippen, ideal zum Wandern.
  • Geschichte zum Greifen nah: Die Königsburg Château Royal steht direkt im Wasser und bietet den besten Panoramablick über die gesamte Küste.

Wann du nach Collioure und an die Côte Vermeille reisen solltest

Bei der Planung einer Reise in den äußersten Süden Frankreichs ist es absolut entscheidend, das lokale Klima nicht zu unterschätzen, denn die gesamte Region Okzitanien ist für ihre Temperaturextreme bekannt. Die Sommermonate sind oft erbarmungslos heiß, im Juli und August klettern die Temperaturen regelmäßig auf 35 bis 40 °C. Sich in der Mittagshitze draußen aufzuhalten wird unter diesen Bedingungen zur körperlichen Tortur, und das Bummeln über die aufgeheizten Festungsmauern ohne ein Fleckchen Schatten grenzt an Selbstkasteiung. In dieser Zeit besteht in der ganzen Region zudem ein reales Waldbrandrisiko, was den Zugang zu manchen Wanderwegen einschränken kann.

Wenn du die Möglichkeit hast, plane deinen Besuch lieber für die Frühlings- oder Herbstmonate, in denen Südfrankreich einfach bezaubernd ist. Von Mitte April bis Ende Juni ist es hier herrlich, die wilde Natur auf den Klippen blüht und die Temperaturen halten sich bei sehr angenehmen 20 bis 28 °C. Genauso fantastisch sind September und Oktober, wenn der größte Touristenansturm bereits abgeebbt ist, das Meer nach dem Sommer noch wunderbar warm ist und an den steilen Hängen über der Küste die traditionelle Weinlese läuft. Die langen Herbsttage laden geradezu zu ganztägigen Ausflügen und zur Erkundung historischer Sehenswürdigkeiten ohne Menschenmassen ein.

Die Hauptsaison im Sommer bringt zudem ein riesiges logistisches Problem mit sich: den Straßenverkehr. Nach Collioure führt im Grunde nur eine einzige Hauptstraße, die in den Ferien schon kilometerlang vor der Einfahrt in die Stadt verstopft ist. Wenn du trotzdem während der französischen Schulferien herkommen musst, wappne dich mit Geduld und rechne damit, dass du ohne wirklich frühes Aufstehen am Morgen gar nicht erst auf die überfüllten Park-and-Ride-Plätze kommst. Erwäge daher lieber alternative Verkehrsmittel.

Wo du in Collioure und Umgebung übernachtest

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die Suche nach dem idealen Standort hängt vor allem von deinem Budget und deinem Verkehrsmittel ab, denn die Côte Vermeille bietet gleich mehrere völlig unterschiedliche Arten von Urlaubsorten. Direkt im historischen Zentrum von Collioure zu wohnen ist ungemein romantisch, aber stell dich auf Premium-Preise und das völlige Fehlen von Parkplätzen ein. Eine Unterkunft im Herzen des Städtchens suchen eher Paare, denen es nichts ausmacht, mit dem Zug anzureisen und die ruhigen Abendgassen zu genießen, nachdem die Tagesausflügler aus der Umgebung abgereist sind.

Wenn du mit dem Auto reist und etwas Praktischeres suchst, ist der benachbarte Ort Argelès-sur-Mer eine hervorragende Alternative, oder das etwas südlicher gelegene Port-Vendres. Argelès bietet eine große Auswahl an günstigeren Apartments, weitläufige Campingplätze und vor allem lange Strände. Von beiden Orten gelangst du dann völlig stressfrei mit dem lokalen TER-Zug in wenigen Minuten nach Collioure und löst damit ganz elegant sämtliche Probleme mit den sommerlichen Staus und überfüllten Parkplätzen. Der Bahnhof von Collioure liegt zudem nur einen Katzensprung vom historischen Zentrum entfernt.

Von den konkreten Hotels lohnt sich ein Blick auf das stilvolle Hôtel Madeloc im erweiterten Zentrum von Collioure, das einen beheizten Pool und einen so wertvollen privaten Parkplatz für seine Gäste bietet. Schöne Ausblicke auf die Bucht bietet das Hotel Les Mouettes, das auf dramatischen Klippen kurz außerhalb der Stadt Richtung Port-Vendres thront. Alle Reservierungen empfehle ich dringend mit großem Vorlauf über das beliebte Portal Booking.com zu erledigen, denn die besten Kapazitäten für die Sommersaison sind schon im Frühjahr weg und auf Last-Minute-Angebote kann man sich hier wirklich nicht verlassen.

lukas a lucka
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man in Collioure und an der Côte Vermeille übernachten kann
3 Unterkünfte — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

11 Tipps, was du in Collioure und an der Côte Vermeille sehen und erleben kannst

Schauen wir uns nun im Detail das Spannendste an, was dieser raue und zugleich ungemein fotogene Winkel Frankreichs zu bieten hat. Du entdeckst hier einen perfekten Mix aus historischen Sehenswürdigkeiten, künstlerischem Erbe und herrlicher Natur, die zu langen Spaziergängen über steile Klippen und zur Erkundung versteckter Strände einlädt.

1. Der Hafen und der ikonische Glockenturm der Kirche

Das bekannteste Postkartenmotiv der gesamten Region ist zweifellos die Kirche Notre-Dame-des-Anges, deren Turm buchstäblich direkt aus den Meereswellen emporwächst. Dieses ungewöhnliche Bauwerk diente ursprünglich als Leuchtturm und Wachturm des hiesigen Hafens, bevor im 17. Jahrhundert das eigentliche Kirchenschiff angebaut wurde. Es ist ein absolutes architektonisches Unikat, das im scharfen Kontrast zu den modernen Betonresorts steht, die du weiter nördlich an der Küste des Languedoc findest.

Rund um den Hafen schaukeln die traditionellen, bunten katalanischen Boote, die sogenannten barques catalanes, die das unverwechselbare Flair des Ortes vervollständigen. Das Wasser in der Bucht ist unglaublich klar und durchsichtig, sodass du vom Ufer aus oft bis zum steinigen Grund sehen kannst. Ein Spaziergang über die alte Steinmole Richtung Chapelle Saint-Vincent bietet dir den besten Blick zurück auf die Stadt und die umliegenden terrassierten, mit Weinbergen übersäten Hügel.

💡 Tipp: Geh früh am Morgen zum Hafen, kurz nach Sonnenaufgang, wenn die lokalen Cafés erwachen. Das goldene Licht, das sich auf der Wasseroberfläche spiegelt, und die rosa Fassaden der Kirche erzeugen eine Atmosphäre, die einem buchstäblich den Atem raubt – und außerdem entgehst du den großen Touristenmassen mit ihren Kameras.

2. Die Königsburg Château Royal de Collioure

Direkt im Herzen der Bucht, nur ein paar Schritte vom Hauptstrand entfernt, erstreckt sich die massive mittelalterliche Festung Château Royal. Dieser beeindruckende Komplex war einst Sommerresidenz der mächtigen Könige von Mallorca, zu einer Zeit, als das gesamte Gebiet unter spanischem Einfluss stand und die Stadt eine wichtige strategische Rolle spielte. Ein Rundgang durch das weitläufige Areal führt dich in ein Gewirr aus Innenhöfen, dunklen unterirdischen Gängen und hohen Festungsmauern.

Der Eintritt liegt bei sympathischen rund 7 Euro (Stand 2026) und innerhalb der Mauern kannst du in aller Ruhe einen ganzen Nachmittag verbringen. Der größte Anziehungspunkt sind zweifellos die Panoramablicke von den höchsten Wachtürmen, von denen aus du das ganze Städtchen und das endlose blaue Meer wie auf dem Präsentierteller hast. Die Burg hat leider auch eine dunklere Geschichte, denn während des spanischen Bürgerkriegs im 20. Jahrhundert diente sie als Gefängnis für Flüchtlinge.

💡 Tipp: Im Inneren der Burg findest du nicht viel klassische zeitgenössische Ausstattung, die Innenräume sind eher militärisch nüchtern. Konzentriere dich daher vor allem auf die Architektur selbst und beobachte, wie die verschiedenen Bauphasen vom 13. Jahrhundert bis zu den genialen Eingriffen des berühmten Militäringenieurs Vauban ineinandergreifen.

3. Auf den Spuren von Matisse, Derain und dem Fauvismus

Im Jahr 1905 kamen zwei damals noch ziemlich unbekannte Maler in das verschlafene Fischerdorf Collioure: Henri Matisse und André Derain. Das unglaubliche Licht und die satten Farben hier verzauberten sie völlig und brachten sie dazu, mit wilden, unrealistischen Pinselstrichen zu experimentieren. Aus diesem Sommeraufenthalt entstand eine völlig neue Kunstrichtung namens Fauvismus, die die damaligen Kritiker schockierte und die Geschichte der modernen Kunst für immer veränderte.

Das örtliche Tourismusbüro hat ein absolut geniales Projekt namens Chemin du Fauvisme geschaffen, das immer wieder an dieses künstlerische Erbe erinnert. Es handelt sich um eine markierte Route direkt durch die engen Gassen der Stadt, an deren genauen Standorten Metallrahmen mit Reproduktionen der damaligen Werke aufgestellt sind. So kannst du mit eigenen Augen den realen Blick auf den Hafen mit dem vergleichen, wie ihn die berühmten Künstler vor über einem Jahrhundert auf die Leinwand gebracht haben.

💡 Tipp: Schau auch im kleinen Museum für moderne Kunst (Musée d’Art Moderne de Collioure) am Stadtrand vorbei. Auch wenn du hier nicht die Originale der allergrößten Meister findest, bietet die Galerie eine tolle Sammlung zeitgenössischer Künstler, die sich von der magischen Atmosphäre hier nachweislich inspirieren ließen.

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4. Katalanische Atmosphäre im Viertel Mouré

Das historische Viertel Mouré ist ein faszinierendes Gewirr aus den engsten und steilsten Gassen, die du dir nur vorstellen kannst. Die Häuser sind in kräftigen Pastellfarben gestrichen und von jedem alten Balkon ergießen sich Kaskaden leuchtend rosa und violetter Bougainvilleen. Genau hier spürst du am besten, dass du dich im französischen Katalonien befindest, das Spanien viel näher steht als Paris.

Überall hängen rot-gelbe katalanische Flaggen, die Straßennamen sind konsequent zweisprachig und aus den offenen Fenstern kleiner Bistros klingt häufig Spanisch. Die Einheimischen sind unglaublich stolz auf ihre historischen Wurzeln, was sich im entspannten Alltag und im Angebot der kleinen Läden widerspiegelt. Beim Bummeln stößt du garantiert auf viele hervorragende Tapas-Bars, in denen du leckere vegetarische Patatas Bravas mit pikanter Sauce, gegrillte Aubergine oder ein Brett mit lokalen Käsesorten bekommst.

💡 Tipp: Verliere dich in diesen verwinkelten Gassen ganz ohne festes Ziel und ohne Karte in der Hand. In vielen versteckten Winkeln triffst du auf kleine Künstlerateliers und Werkstätten, in denen talentierte Schmuckdesigner und Maler direkt vor den Augen zufälliger Passanten arbeiten.

5. Die jahrhundertealte Tradition der Sardellenverarbeitung

Beim Bummeln durch die Stadt stößt du früher oder später auf die allgegenwärtigen Hinweise auf den lokalen kulinarischen Schatz: die Anchovis, also Sardellen. Collioure ist weltberühmt für seine traditionelle Art des Einsalzens und Filetierens, die hier seit dem tiefen Mittelalter von Generation zu Generation weitergegeben wird. Früher war der kleine Hafen voller Fischerboote, heute widmen sich dieser anspruchsvollen Verarbeitung nur noch zwei letzte Familienbetriebe.

Die örtlichen Familien Desclaux und Roque halten diese uralte Tradition am Leben und ihre Betriebe haben in Frankreich sogar den offiziellen Status eines lebendigen Kulturerbes. Die Verarbeitung erfolgt strikt von Hand und erfordert enorme Geduld, denn die Fischchen reifen viele Monate in Eichenfässern mit Salz. Für die Einheimischen ist das ein wesentlicher Teil ihrer historischen Identität und ihres Stolzes auf die maritime Vergangenheit.

💡 Tipp: Wenn dich die handwerkliche Seite interessiert, bietet die Firma Maison Roque kurze Führungen durch ihre historischen Werkstätten an. Du kannst direkt hinter die Kulissen schauen und verstehen, wie viel akribische Handarbeit und Zeit hinter jedem kleinen Glas dieses lokalen Produkts stecken.

6. Strände und versteckte Buchten an der Küste

Während der Großteil der Küste des Languedoc, etwa der Urlaubsort La Grande-Motte, endlose flache Sandstrände bietet, unterscheidet sich die Côte Vermeille deutlich davon. Hier findest du vor allem kleinere, malerische Buchten mit feinem Kies, umgeben von zerklüfteten Felsen. Direkt im Zentrum von Collioure liegen die Stadtstrände Boramar und Plage Saint-Vincent, die zwar einen tollen Blick auf die Burg bieten, im Sommer aber leider hoffnungslos überfüllt sind.

Wenn du eine etwas ruhigere und authentischere Umgebung suchst, mach dich auf zum südlichen Stadtrand zum Strand Plage de Port d’Avall. Das Wasser ist hier dank des steinigen Untergrunds kristallklar, was die ganze Gegend zu einem fantastischen Ort zum Schnorcheln macht. Vergiss aber auf keinen Fall, gute Badeschuhe einzupacken, denn das Gehen über die aufgeheizten und scharfkantigen Kiesel ist für empfindliche Füße kein gerade angenehmes Erlebnis.

💡 Tipp: Über das örtliche Tourismusbüro oder Online-Plattformen wie GetYourGuide lässt sich leicht der Verleih eines Meereskajaks oder Stand-up-Paddleboards organisieren. Es ist die unschlagbar beste Art, einsame Buchten und Höhlen zu erkunden, zu denen du vom Ufer aus zu Fuß gar nicht kommst.

7. Perpignan als Hauptstadt der Region

Wenn du schon Zeit an diesem äußersten Ende Frankreichs verbringst, wäre es ein riesiger Fehler, Perpignan auszulassen, das nur etwa eine halbe Stunde mit dem Auto oder Zug nördlich liegt. Diese pulsierende Stadt war im Mittelalter das kontinentale Zentrum des Königreichs Mallorca und wird bis heute vom beeindruckenden Palast der Könige von Mallorca (Palais des Rois de Majorque) beherrscht, umgeben von massiven Ziegelmauern und wunderschönen Gärten.

Perpignan ist unglaublich lebendig, bunt und multikulturell. Mittelpunkt der Altstadt ist das rote Backsteintor Le Castillet, in dem heute ein interessantes Museum katalanischer Traditionen untergebracht ist. Der berühmte exzentrische Maler Salvador Dalí erklärte den hiesigen Bahnhof einst allen Ernstes zum „Zentrum des Universums“, woran heute mehrere surrealistische Kunstinstallationen direkt in der Empfangshalle augenzwinkernd erinnern.

💡 Tipp: Für ein spätes Mittagessen oder einen Drink am Abend mach dich auf in die verwinkelten Gassen rund um den belebten Place de la République. Hier findest du jede Menge toller Tapas-Bars, die fantastische vegetarische Köstlichkeiten servieren – von knusprigen Kroketten über frittierte Padrón-Paprika bis hin zu vorzüglichen lokalen Oliven.

8. Banyuls-sur-Mer und die Weinberge, die ins Meer stürzen

Ein Stück südlich von Collioure, direkt Richtung spanischer Grenze, entdeckst du das beschauliche Städtchen Banyuls-sur-Mer. Die dramatische Landschaft hier wird von unglaublich steilen, terrassierten Weinbergen geprägt, die sich von den hohen Bergen bis zu den Klippen über dem Meer ziehen. Die Reben wachsen hier auf hartem Schieferboden und werden ständig vom heftigen, trockenen Nordwind gepeitscht, den die Einheimischen Tramontana nennen.

Dieser sehr raue Terroir bringt den berühmten süßen, aufgespriteten Wein Banyuls hervor, der nach einem ganz ähnlichen Verfahren wie der bekanntere portugiesische Portwein hergestellt wird. Der Besuch eines der historischen Weingüter ist ein absolutes Muss, die Flaschen reifen hier nämlich oft in großen Glasballons, die direkt der scharfen Sommersonne ausgesetzt sind. Der Preis für eine gute Flasche liegt in den lokalen Läden zwischen 15 und 25 Euro und ist ein tolles Souvenir.

💡 Tipp: Schlendere über die gepflegte Küstenpromenade und besuche das moderne Aquarium Biodiversarium. Es dient zugleich als wichtige meeresbiologische Forschungsstation und zeigt wunderbar das ungemein reiche Unterwasserleben dieser felsigen Küste.

9. Wandern auf dem Sentier du Littoral

Für Liebhaber von Bewegung und Natur ist der größte Anziehungspunkt der ganzen Region der atemberaubende Küstenwanderweg Sentier du Littoral. Diese Fernwanderroute verbindet den Ort Argelès-sur-Mer mit dem Grenzdorf Cerbère, wobei sie ständig die Klippen hinauf und hinab wellt, durch verlassene romantische Buchten führt und Ausblicke auf das endlose Meer bietet, die du garantiert nie vergisst.

Die Route ist definitiv nicht für einen nachmittäglichen Spaziergang in Flip-Flops geeignet, du brauchst wirklich festes Wanderschuhwerk und einen großen Vorrat an Trinkwasser, denn die Sonne brennt hier erbarmungslos auf die Felsen und Schatten gibt es kaum. Die ganze über dreißig Kilometer lange Strecke an einem Tag zu bewältigen ist eine ziemlich extreme sportliche Leistung, deshalb wählen die meisten Reisenden nur kürzere, etwa zweistündige Abschnitte – zum Beispiel das malerische Stück von Collioure ins benachbarte Port-Vendres.

💡 Tipp: Die absolut ideale Strategie ist, morgens zu Fuß von Collioure über die Klippen Richtung Süden loszugehen, in Ruhe in das gewählte Küstenstädtchen zu gelangen und nachmittags bequem mit dem lokalen TER-Zug zurückzufahren, dessen Strecke clever der gesamten Küste folgt.

10. Maritime Geschichte in Port-Vendres

Während Collioure sein romantisches und leicht herausgeputztes Künstlerleben führt, ist das benachbarte Port-Vendres eine völlig andere Welt. Es ist ein arbeitender Tiefwasserhafen mit raueren, typisch salzigen Atmosphäre, in den bis heute riesige Frachtschiffe und Flotten kleiner Fischerboote einlaufen. Der Tourismus spielt hier nur die zweite Geige, was diesem Ort einen sehr seltenen, authentischen Charakter verleiht.

Das historische Wahrzeichen des Städtchens ist der hohe Marmorobelisk auf dem Hauptplatz, der zu Ehren von König Ludwig XVI. errichtet wurde. Beim Spaziergang entlang der Industriedocks stößt du auf alte Schiffslagerhäuser, und wenn dich Militärgeschichte interessiert, kannst du zur nahen Festung Fort Béar wandern. Sie thront hoch über dem Hafen, bietet einen tollen Rundblick und dient bis heute teilweise französischen militärischen Zwecken.

💡 Tipp: Port-Vendres dient sehr oft als Hauptausgangspunkt für längere Ausflüge aufs offene Meer. Von hier lassen sich leicht ganztägige Katamaranfahrten entlang der nahen spanischen Costa Brava arrangieren, eine absolut tolle Alternative für Tage, an denen du keine Lust mehr aufs Wandern hast.

11. Sonnenuntergang an der Mühle Moulin de la Cortina

Knapp über der Stadt Collioure, inmitten alter und duftender Olivenhaine, steht die herrlich restaurierte steinerne Windmühle Moulin de la Cortina. Dieses fotogene Bauwerk stammt schon aus dem Mittelalter und bis vor Kurzem wurde darin noch vorzügliches Olivenöl gemahlen. Der Steinturm selbst ist zwar klein, aber das absolut Wichtigste, weswegen du hierherkommen musst, ist seine strategische Lage auf dem Hügel.

Von der Umgebung der Mühle eröffnet sich nämlich der absolut beste Panoramablick auf die ganze Stadt unter dir, die massive Burg Château Royal, den ikonischen Kirchturm und das endlose Blau des Mittelmeers. Der Aufstieg vom historischen Zentrum nach oben dauert etwa zwanzig Minuten über einen leicht ansteigenden Feldweg und ist für jeden durchschnittlich fitten Wanderer problemlos zu schaffen.

💡 Tipp: Plane deinen Weg zur Mühle erst für den späten Nachmittag oder frühen Abend. Von hier aus den langsamen Sonnenuntergang zu beobachten, wenn die alten Festungsmauern golden aufleuchten und der Himmel rosa wird, ist garantiert die schönste Art, dich von dieser magischen Region endgültig zu verabschieden.

Wohin von Collioure aus weiter

Wenn du in Südfrankreich mehr Zeit hast, bietet die riesige Region Okzitanien eine unerschöpfliche Fülle faszinierender Orte zum Erkunden. Von der Küste aus kannst du tiefer ins Landesinnere zur düsteren Katharergeschichte aufbrechen oder pulsierende Universitätsstädte voller jugendlicher Energie entdecken.

  • Carcassonne: Nur knapp zwei Autostunden von der Küste entfernt stößt du auf die größte erhaltene mittelalterliche Festung Europas. Ein Spaziergang über die mächtigen Mauern mit zweiundfünfzig Türmen versetzt dich sofort in die Zeit der Ritterturniere. Der Eintritt in die innere Burg kostet rund 19 Euro, doch die Gassen der Altstadt selbst durchquerst du kostenlos. Ich empfehle, den Besuch zwischen 11 und 16 Uhr zu meiden, wenn die Festung aus allen Nähten platzt.
  • Montpellier: Wenn du elegante Architektur, breite Boulevards und eine fantastische Café-Kultur suchst, fahr weiter nördlich entlang der Küste. Diese dynamische Stadt verbindet die historischen Gassen rund um den Place de la Comédie hervorragend mit dem modernen Städtebau des neoklassizistischen Viertels Antigone und wird dir garantiert Spaß machen.

Häufig gestellte Fragen

Dá se v Collioure dobře zaparkovat?

V hlavní letní sezóně (červenec a srpen) je parkování naprostá noční můra. Kapacity jsou extrémně omezené a město bývá ucpané auty. Ideální je nechat vůz v okolních obcích a dojet do centra lokálním vlakem, nebo využít velká záchytná parkoviště na okraji města, odkud v pravidelných intervalech jezdí kyvadlové autobusy.

Kolik dní potřebuji na návštěvu Côte Vermeille?

Na samotnou prohlídku městečka Collioure vám bude stačit jeden intenzivní den plný chození. Pokud ale chcete projít pobřežní stezky, navštívit okolní vinice v Banyuls a v klidu prozkoumat nedaleký Perpignan, doporučuji vyčlenit si na tuto krásnou oblast minimálně 4 až 5 dní.

Je to vhodná destinace pro rodiny s dětmi?

Ano i ne. Pro starší děti, které rády lezou po starých hradech a nevadí jim kamínkové pláže, je to skvělé dobrodružství. S kočárkem to ale bude velký boj, protože historická čtvrť Mouré je plná schodů a strmých, úzkých uliček, kde se místy stěží vyhnete protijdoucím.

Jak se sem nejlépe dostanu z České republiky?

Nejpohodlnější leteckou branou je letiště v Toulouse nebo v Montpellier, kam se z Prahy nebo Vídně dostanete s jedním přestupem, případně využijte přímé lety s nízkonákladovkami do okolí. Z letiště je pak ideální půjčit si auto pro průzkum vnitrozemí, nebo nasednout na rychlovlak TGV do Perpignanu a odtud pokračovat lokálním vlakem TER přímo do Collioure.

Jsou místní pláže písečné?

Ne, pobřeží Côte Vermeille je charakteristické svým drsným skalnatým profilem. Většina zátok a pláží v Collioure je pokryta hrubšími oblázky a kamínky, což na druhou stranu zaručuje krásně čistou vodu. Písečné pláže najdete až severněji, počínaje letoviskem Argelès-sur-Mer.

Je pobyt v tomto regionu drahý?

Collioure je považováno za prémiovou destinaci, takže ceny ubytování a služeb přímo v historickém centru jsou o dost vyšší než v okolních pracujících městech jako Port-Vendres. Stále je to ale znatelně levnější a celkově uvolněnější lokalita než luxusní letoviska na slavném Azurovém pobřeží.

Mluví se tu španělsky?

Úředním jazykem je samozřejmě francouzština, ale katalánské dědictví je tu extrémně silné. Místní obyvatelé rozumí španělsky velmi dobře díky bezprostřední blízkosti hranic, takže s angličtinou a případnými základy španělštiny tu v restauracích a obchodech naprosto bez problémů přežijete.

Je túra po pobřežní stezce náročná?

Pěší trasa Sentier du Littoral není technicky nijak složitá, ale vede neustále nahoru a dolů po útesech, což dá nohám docela zabrat. Největším nepřítelem je tu letní slunce a nulový stín, takže na túru vyrážejte výhradně brzy ráno nebo si ji naplánujte raději mimo hlavní letní sezónu.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Reykjavík, Island: 15 Tipps, was man sehen und erleben sollte

TL;DRReykjavík lässt sich gut an einem Tag und einer Nacht erleben, ideal direkt nach der Landung oder als Abschluss deiner Islandreise. Unter den 15 Tipps findest du die Kirche Hallgrímskirkja mit Aussichtsturm für 1.500 ISK, die Konzerthalle Harpa mit freiem Eintritt, die Skulptur Sun Voyager, die bunte Straße Skólavörðustígur, den See Tjörnin und das Viertel Grandi mit der Schokoladenmanufaktur Omnom. Zur Erholung eignen sich die städtischen Schwimmbäder (sundlaug) für rund 1.430 ISK, die luxuriösere Sky Lagoon oder eine Wanderung zum heißen Fluss Reykjadalur (45 Minuten bergauf ab Parkplatz). Vom Flughafen Keflavík, etwa 45 Fahrminuten entfernt, kommst du mit dem Flybus für 3.999 ISK ins Zentrum. Am besten besuchst du die Stadt außerhalb der Sommerhochsaison, wenn Unterkünfte günstiger sind und weniger Touristen unterwegs sind.

In Reykjavík auf Island kamen Lukáš und ich erst am allerletzten Tag unserer zweiwöchigen Herbstreise rund um die Insel an. Wir waren bis auf die Knochen durchgefroren, die Haare standen uns nach dem Baden in den Thermalquellen in alle Richtungen ab, und nach zwei Wochen, in denen wir in den Küchen unserer Pensionen und Apartments Nudeln gekocht hatten, sehnten wir uns verzweifelt nach etwas Zivilisation.

Vor unserer eigentlichen Ankunft in der Stadt machten wir an diesem frostigen Morgen noch eine 45-minütige Wanderung zum heißen Fluss Reykjadalur, wo wir uns beim Umziehen draußen im Wind vor Kälte schüttelten. Umso mehr genossen wir danach die Wärme des ersten gemütlichen Cafés im Zentrum.

Der isländische Kaffee ist zwar höllisch teuer, aber nach Tagen voller Kälte, Wind und endlosen Mengen einheimischer Lakritze kam er uns vor wie göttlicher Nektar.

Viele Reisende lassen diese Stadt auf ihrer Tour komplett aus, was meiner Meinung nach ziemlich schade ist. Wenn du gerade deine Route planst und nach Tipps suchst, was man in Reykjavík sehen kann, bist du hier genau richtig.

Die Stadt ist zwar winzig und für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reicht dir locker ein einziger Tag, aber sie hat eine unglaubliche Atmosphäre. In diesem Artikel findest du meine liebsten Tipps, was man in Islands Hauptstadt sehen und erleben kann – und ich verrate dir auch unsere erprobten Orte, wo man sich aufwärmen und gut fleischlos essen kann.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Reykjavík braucht keine Woche: Es ist eine kompakte Stadt, für deren Erkundung dir ein Tag und eine Nacht völlig ausreichen. Du kannst sie gleich nach der Ankunft besuchen oder als süßen Abschluss am Ende aufheben.
  • Ein Auto brauchst du in der Stadt nicht: Vom Flughafen ins Zentrum kommst du bequem mit dem Flybus, und die Stadt selbst erkundest du locker zu Fuß.
  • Thermalbäder sind ein Muss: Spar dir die überteuerte Blaue Lagune und geh wie die Einheimischen in die klassischen städtischen Schwimmbäder (sundlaug), wo der Eintritt nur einen Bruchteil kostet.
  • Achtung beim nackten Duschen: In isländischen Schwimmbädern gelten strenge Regeln – vor dem Betreten des Wassers musst du dich unbedingt komplett nackt und mit Seife duschen.
  • Essen ist extrem teuer: Wenn du sparen willst, sind der Supermarkt Bónus und die hervorragenden einheimischen Bäckereien deine besten Freunde.

Wann reisen und wie kommt man hin

Das Wetter auf Island macht schlicht, was es will, und das Wetter in Reykjavík auf Island ist da keine Ausnahme. Wir haben das Land Ende September, Anfang Oktober besucht, und ich muss sagen, es war schon ziemlich winterlich – dafür hatten wir aber riesiges Glück mit den Polarlichtern.

Am wärmsten ist es hier natürlich im Sommer, wenn du auch die Mitternachtssonne erlebst, aber dann musst du dich auf die größten Touristenmassen und absolut astronomische Übernachtungspreise einstellen. Im August 2026 erwartet Island zudem eine seltene totale Sonnenfinsternis, die direkt von Reykjavík aus zu sehen sein wird und knapp eine Minute dauert.

Wenn du also eine Reise für diesen Zeitraum planst, wappne dich mit viel Geduld, denn Unterkünfte im Totalitätsstreifen verschwinden blitzschnell und die Preise für alles sind in absurde Höhen geschossen. Günstige Flüge suchen wir immer über Vergleichsportale – von Frankfurt oder München kommst du in der Sommersaison mit einem Direktflug in etwa vier Stunden hierher.

Außerhalb der Saison musst du dich auf einen klassischen Umstieg in Kopenhagen oder London einstellen. Achte nur beim Lesen älterer Reiseführer auf, denn der beliebte Billigflieger PLAY Airlines ist inzwischen pleite und du fliegst höchstwahrscheinlich mit Icelandair oder Eurowings/Lufthansa.

Am internationalen Flughafen Keflavík weht dir gleich nach dem Aussteigen aus dem Flugzeug dieser typische, salzige und frostige isländische Wind entgegen. Der Flughafen selbst liegt auf der Halbinsel Reykjanes, rund 45 Minuten Fahrt von der Hauptstadt entfernt. Wenn du also direkt ins Zentrum willst und nicht sofort einen großen Roadtrip startest, empfehle ich dir auf jeden Fall den bequemen Bus Flybus.

Der bringt dich für rund 3.999 ISK (etwa 28 €) direkt zum zentralen Busbahnhof BSÍ. Wenn du bis vor dein Hotel gebracht werden möchtest, kannst du für die Variante Flybus+ etwas draufzahlen, die 5.199 ISK kostet.

Für Reisen zu zweit oder allein ist das definitiv die günstigste und sinnvollste Variante, denn ein Auto in der Stadt wäre nur eine teure Last.

Wenn du aber weißt, dass du in Reykjavík nur ein paar Stunden bleibst und gleich weiter über die Insel fährst, lohnt es sich, direkt in der Ankunftshalle einen Wagen zu mieten. Lukáš und ich machen seit Langem hervorragende Erfahrungen mit gängigen Mietwagen-Portalen, die wir fast überall auf der Welt nutzen.

Beim Thema Mietwagen ist Island allerdings ein bisschen wie der Wilde Westen, und an der Versicherung solltest du hier auf keinen Fall sparen. Zahl unbedingt für den Schutz gegen Steinschlag (Gravel Protection), denn Steinchen, die von entgegenkommenden Autos hochfliegen, zertrümmern hier am laufenden Band die Windschutzscheiben.

Wenn du in den Süden willst, überlege dir auch den Schutz gegen Vulkanasche und Sand (SAAP), denn der starke Wind kann ein Auto buchstäblich bis aufs Blech sandstrahlen. Und merk dir eine goldene isländische Regel, die dir niemand versichert: Halte die Autotür beim Öffnen immer fest mit beiden Händen, denn der einheimische Sturm reißt sie unvorsichtigen Touristen blitzschnell aus den Angeln.

Seit 2026 hat Island außerdem eine neue Kilometersteuer in Höhe von 6,95 ISK pro gefahrenem Kilometer eingeführt, die dir die Mietwagenfirma wahrscheinlich bei der Rückgabe des Wagens von deiner Karte abbucht – kalkuliere diese zusätzliche Ausgabe also lieber von vornherein in dein Reisebudget ein.

Wo übernachten + was kostet das

Island ist offiziell eines der teuersten Länder der ganzen Welt, und Reykjavík selbst weicht von dieser unbarmherzigen Regel leider nicht ab. Wenn du mitten im Geschehen wohnen und die echte nordische Stadtatmosphäre aufsaugen möchtest, such nach Hotels im Gebiet 101.

Das ist das absolute Stadtzentrum, das sich zwischen der majestätischen Kirche Hallgrímskirkja und der verglasten Konzerthalle Harpa erstreckt – von hier kommst du problemlos überall zu Fuß hin. Eine Nacht kostet hier allerdings ganz normal um die 125 € und mehr.

Deutlich günstiger sind Unterkünfte in unmittelbarer Nähe der Kirche selbst, wo man Zimmer durchaus auch vierzig Prozent billiger findet, oder im weiteren Umkreis des Hafens und im Viertel Grandi.

💡 Konkrete Unterkunftstipps (Preise und Verfügbarkeit prüfst du über Booking.com, buche rechtzeitig – in der Saison und rund um die Finsternis 2026 ist Monate im Voraus alles weg):

Wenn du ein begrenztes Budget hast, empfehle ich dir aus eigener Erfahrung wärmstens, dir eine Unterkunft mit zumindest einer kleinen Küchenzeile zu suchen. Wir haben wirklich viel Geld gespart, indem wir Grundzutaten und Frühstück im einheimischen Supermarkt Bónus gekauft haben, den du schon von Weitem am leuchtend gelben Logo mit dem riesigen rosa Schweinchen erkennst.

Eine gute Alternative sind auch die Ketten Krónan oder Nettó. Ein Abendessen in einem normalen Restaurant überschreitet für zwei Personen nämlich locker die 100-€-Grenze. Wenn du mit dem Mietwagen in die Stadt kommst, pass riesig bei den komplizierten Parkzonen auf.

Im engsten Zentrum (Zone P1) zahlst du rund 630 ISK (etwa 4,40 €) für eine einzige Stunde, weshalb wir immer eher in der Zone P3 nach einem Platz suchen, die viel sympathischer ist und nur 230 ISK für die ersten zwei Stunden kostet. Parken bezahlst du hier außerdem ausschließlich über praktische Handy-Apps wie Parka oder EasyPark – vergiss also das Kramen nach Kleingeld in deinen Taschen.

Booking.com ist unsere absolute Lieblings-Suchmaschine für Unterkünfte, und oft fischen wir dort sogar gemütliche Apartments mit kostenlosem Parken etwas außerhalb des Zentrums heraus, was Gold wert ist. Und noch ein kleiner Spartipp.

Kauf niemals Wasser in Flaschen – aus dem Hahn fließt eines der saubersten Wässer der Welt, lass nur immer das eiskalte laufen, denn das heiße Wasser wird geothermisch erhitzt und riecht ziemlich stark nach Schwefel 😅.

Zentrum und Ikonen: 6 Reykjavik-Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen darfst

Wenn von Islands Hauptstadt die Rede ist, stellen sich viele Leute fälschlicherweise ein kleines, vereistes und graues Dörfchen irgendwo am Ende der Welt vor. Das echte Reykjavík überrascht dich aber sofort mit seinen unglaublich satten Farben, der fantastischen nordischen Architektur und der allgegenwärtigen kreativen Kunst.

Die Häuser sind hier zwar oft mit Wellblech verkleidet, um sich gegen den salzigen Wind zu schützen, aber sie leuchten in allen Schattierungen von Senfgelb bis Knalltürkis. Schauen wir uns die absoluten Highlights an, die du dir bei einem Spaziergang durch die Stadt auf keinen Fall entgehen lassen darfst.

1. Hallgrímskirkja: Kirche oder Beton-Raumschiff?

Das ist zweifellos das bekannteste Wahrzeichen der ganzen Stadt, und ich garantiere dir, dass du es garantiert nicht verfehlst, denn es thront majestätisch auf einem Hügel und ist aus fast jeder Gasse zu sehen.

Als ich dieses Gebäude zum ersten Mal mit eigenen Augen sah, erinnerte es mich eher an ein riesiges Beton-Raumschiff kurz vor dem Start als an eine klassische christliche Kirche. Ihre beeindruckende Form wurde aber in Wirklichkeit sorgfältig so entworfen, dass sie an die regelmäßigen Basaltsäulen erinnert, die für Islands vulkanische Natur so typisch sind und die du in voller Pracht zum Beispiel am berühmten Wasserfall Svartifoss siehst.

Der Eintritt ins Erdgeschoss der Kirche ist völlig kostenlos, und drinnen verzaubert dich garantiert der Anblick der riesigen Orgel mit über fünftausend silbernen Pfeifen. Lass dir aber auf keinen Fall die Möglichkeit entgehen, ein Ticket für den Aussichtsturm zu kaufen.

Du fährst sehr bequem mit einem kleinen Aufzug nach oben, und für 1.500 ISK pro Erwachsenem (etwa 10,50 €), 1.000 ISK für Studierende und 200 ISK für Kinder erwartet dich ein absolut perfektes Erlebnis.

Genau von diesem Aussichtsumgang aus siehst du die schönsten Blicke auf die bunten Dächer der kleinen nordischen Häuschen, während in der Ferne der kalte Ozean und die schneebedeckten Gipfel des Bergs Esja glitzern.

Eine Reservierung im Voraus ist hier glücklicherweise weder möglich noch nötig – du kommst einfach zum Schalter, zahlst und fährst gleich hoch. Es ist hier oben allerdings ziemlich unangenehm windig, also vergiss nicht, eine Mütze aufzusetzen und deine Jacke ordentlich zuzumachen.

2. Laugavegur und die Regenbogenstraße Skólavörðustígur

Wenn du wie wir das ziellose Bummeln durch die Stadt, das Schaufensterbummeln und das Herumsitzen in Cafés liebst, wird die Hauptstraße Laugavegur für dich das absolute Paradies sein – ein Traum für alle, die in Reykjavík gerne shoppen gehen.

Sie ist die Lebensader der gesamten Altstadt von Reykjavík, wo du an einem Ort alles findest – von Boutiquen mit traditionellen und unverschämt teuren Wollpullovern (lopapeysa) über hochwertige Outdoor-Läden bis zu den charmantesten kleinen Cafés, die nach frisch geröstetem Kaffee duften.

Von dieser Straße gehst du beim Spaziergang fließend in die Straße Skólavörðustígur über, die heute aber wohl alle Touristen wie Einheimischen nur unter dem Spitznamen Rainbow Street kennen.

Diese ganze lange Straße, die einen sanften Hügel hinauf direkt zur Hauptkirche Hallgrímskirkja führt, ist in den bunten Farben des Regenbogens bemalt – als klares Zeichen für Vielfalt und die lokale Pride-Community. Es ist wohl der absolut meistfotografierte Ort im ganzen Land, sodass du dich hier manchmal etwas zwischen Leuten mit gezückten Handys durchschlängeln musst, aber die fröhliche und positive Atmosphäre ist es einfach wert.

Unter der Woche ist es hier ziemlich ruhig, aber wenn du an einem Freitag- oder Samstagabend hier landest, verwandelt sich die Straße bis zur Unkenntlichkeit. Diese wilde Wochenend-Bartour nennt man hier rúntur.

Weil Alkohol auf Island extrem hoch besteuert ist, trinken die Einheimischen erst zu Hause beim sogenannten fyrirpartý vor und stürzen sich erst gegen Mitternacht ins Stadtgetümmel.

Wenn du mitmachen willst, ohne dich völlig zu ruinieren, lade dir unbedingt eine App mit einer Übersicht über die lokalen Happy Hours herunter, dank der du dir zwischen vier und acht Uhr abends ein Bier für erträglichere 1.000 bis 1.200 ISK statt der üblichen 1.750 ISK gönnen kannst.

3. Harpa: Ein gläsernes Wunder direkt am Ozean

Wenn du von der Kirche durch die engen Gassen hinunter zum Hafen läufst, sticht dir sofort das blendende Gebäude des Konzert- und Konferenzhauses Harpa ins Auge.

Es ist ein absolut überwältigendes architektonisches Werk, dessen einzigartige Fassade aus tausenden Glasblöcken besteht, die an Bienenwaben erinnern. Diese Blöcke entwarf der berühmte dänisch-isländische Künstler Ólafur Elíasson so raffiniert, dass sie ständig das wechselnde Licht des nordischen Himmels und die dunklen Farben des angrenzenden Meeres reflektieren.

Das Beste an diesem ganzen Erlebnis ist die Tatsache, dass du das riesige Foyer völlig kostenlos betreten kannst. Der Innenraum der Halle ist unglaublich großzügig, lichtdurchflutet und bietet absolut perfekte Winkel für Fotos für die sozialen Netzwerke. Das Spiel von Licht und Schatten ändert sich hier fast jede Minute, je nachdem, wie draußen gerade die Wolken ziehen.

Gleichzeitig ist es ein absolut idealer und strategischer Unterschlupf, falls dich bei der Erkundung der Stadt ein unerwarteter heftiger Wolkenbruch oder Schneesturm überrascht – was dir auf Island locker dreimal an einem einzigen Nachmittag passieren kann 😅.

Sich hier auf eine Bank zu setzen, durch diese seltsamen Glasblasen auf die tosenden Wellen zu schauen und sich dabei langsam die durchgefrorenen Hände aufzuwärmen, gehört zu meinen liebsten Island-Erinnerungen.

4. Sólfar bzw. Sun Voyager für das perfekte Foto

Nur ein kleines Stück zu Fuß von der gläsernen Harpa entfernt stößt du auf der schönen, gepflegten Uferpromenade auf eine Stahlskulptur, die auf den ersten flüchtigen Blick wie das gebleichte Skelett eines alten Wikingerschiffs aussieht.

In Wirklichkeit heißt dieses berühmte Kunstwerk Sólfar bzw. Sun Voyager, und der Künstler stellt damit ein imaginäres Traumschiff dar – eine magische Ode an die Sonne und das Versprechen unentdeckter Gebiete.

An einem warmen Sommertag herrscht hier meist ziemlicher Touristenandrang, aber wenn du etwas früher aufstehst oder umgekehrt zu der Zeit kommst, wenn die Sonne langsam zum Horizont sinkt, wirst du mit einem unglaublich romantischen Anblick belohnt.

Die Metallskulptur glänzt in diesem schrägen Licht wunderschön, und in der Ferne, direkt hinter der Bucht, ragen dramatisch die schneebedeckten Gipfel des erwähnten Bergs Esja empor.

Es ist genau der richtige und ikonische Ort für so ein typisch stimmungsvolles Foto, das dann alle Reisenden so gerne in ihre Netzwerke posten, als Beweis, dass sie wirklich auf Island waren. Außerdem kannst du hier nach dem Fotografieren ausgiebig an der sauberen Uferpromenade entlangspazieren und die frostige, nach Ozean duftende Luft tief einatmen.

5. Das ruhige Zentrum am See Tjörnin

Direkt im Herzen der Altstadt selbst stößt du auf einen überraschend weitläufigen und sehr ruhigen See, der den Namen Tjörnin trägt. Er ist zum großen Teil romantisch von alten bunten Häuschen umgeben, und an einem Ende steht ein interessantes modernes Betongebäude des Rathauses, das aussieht, als würde es teilweise direkt auf der Wasseroberfläche schwimmen.

Die Wasseroberfläche dieses Sees ist immer voller eleganter Schwäne, Enten und Wildgänse, die hier von Einheimischen und Kindern gerne vom Ufer aus gefüttert werden. Ein langsamer Spaziergang ums Wasser hat eine unglaublich entspannende Atmosphäre und reißt dich völlig aus dem Gefühl heraus, dass du dich eigentlich mitten in der Hauptstadt und nur ein paar Schritte von belebten Straßen entfernt befindest.

Wenn du in den richtigen Wintermonaten herkommst und es draußen ordentlich friert, bedeckt sehr oft eine dicke und feste Eisschicht den See, und dieser ganze schöne Ort verwandelt sich über Nacht in eine riesige, fröhliche öffentliche Eisbahn für die einheimischen Familien.

6. Das Viertel Grandi und der alte Hafen

Wenn du sehen willst, wie aus einer Industriezone der angesagteste Hipster-Ort der Stadt wird, musst du dich ins Viertel Grandi in der Nähe des alten Hafens begeben.

Ursprünglich war das ein Gebiet voller stinkender Fischhandlungen und alter Werften, aber heute sitzen in den alten Hangars die besten modernen Cafés, stilvolle Museen, und die Wände der Gebäude zieren riesige, bunte Wandbilder.

Eine der großen Attraktionen dieses Viertels ist die Ausstellung Whales of Iceland, wo du für einen Eintritt von etwa 4.300 ISK riesige Walmodelle in Lebensgröße bewundern kannst.

Es ist ein faszinierender Anblick, besonders wenn du unter einem riesigen Modell eines Blauwals stehst und dir bewusst wird, wie winzig wir gegenüber diesen Geschöpfen eigentlich sind.

Und wenn du Süßes genauso liebst wie ich, darfst du im Gebiet Grandi den Besuch der kleinen Manufaktur-Schokoladerie Omnom Chocolate nicht auslassen.

Ihre Schokoladen mit den verrücktesten Geschmacksrichtungen, verpackt in wunderschönen Designerschachteln, sind das absolut perfekte und leckere Reisesouvenir. Außerdem kannst du hier direkt in die Produktion schauen und die Schokolade natürlich auch probieren.

Entspannung und Bäder: 4 Tipps, wie du dich perfekt aufwärmst

Das Baden in heißem Thermalwasser ist für die Isländer kein gewöhnliches Wochenend-Hobby, es ist eher eine Religion, eine tägliche gesellschaftliche Notwendigkeit und vor allem eine Art, die langen, dunklen und frostigen nordischen Winter überhaupt zu überstehen.

Rund um die Stadt wetteifern luxuriöse Bäder und ganz gewöhnliche kommunale Schwimmzentren ständig um Aufmerksamkeit. Egal, wo du am Ende in das heiße Wasser eintauchst, ein Aufenthalt in Reykjavík garantiert dir, dass du aus dem Becken mit einem Gefühl der absoluten körperlichen und seelischen Wiedergeburt steigst.

7. Städtische Schwimmbäder (sundlaug): Authentisches Erlebnis für wenig Geld

Wenn du tausende Euro in deinem knappen Budget sparen und etwas wirklich und hundertprozentig Authentisches erleben willst, überspring all die berühmten und überteuerten Lagunen und marschiere mit dem Handtuch in ein ganz gewöhnliches öffentliches Schwimmbad.

Fast jedes isländische Viertel hat sein eigenes sundlaug, und der Eintritt dafür kostet meist um die 1.430 ISK (etwa 10 €).

Das allergrößte und beliebteste heißt Laugardalslaug, wo du ein klassisches großes Schwimmbecken findest und vor allem mehrere kleinere runde Becken, die sogenannten Hot Pots, mit einer Wassertemperatur von 38 bis stattlichen 44 °C.

Genau hier, im heißen Wasser, spielt sich das echte und ungeschönte isländische Gesellschaftsleben ab. Die Leute kommen früh morgens oder nach der Arbeit her, um den neuesten Klatsch durchzukauen, über die Politik zu schimpfen und natürlich endlos das Wetter zu diskutieren.

Draußen in fast kochendem Wasser zu sitzen, während dir große Schneeflocken auf den nassen Kopf fallen und ein scharfer Wind weht, ist unglaublich entspannend und süchtig machend.

⚠️ Wichtige Warnung zur lokalen Hygiene: Mitteleuropäer machen hier aus Unwissenheit einen absolut fatalen Fehler. Bevor du dir in der Umkleide überhaupt die Badesachen anziehst, musst du dich in den Gemeinschaftsduschen komplett nackt und mit Seife waschen.

Überall an den Wänden hängen anschauliche Plakate, die zeigen, dass du vor allem Achselhöhlen, Leiste und Füße waschen musst. Das Wasser in den Becken wird hier durch ständigen Durchfluss gereinigt und enthält nur ein absolutes Minimum an Chlor, weshalb die persönliche Hygiene hier eine absolut heilige Angelegenheit ist.

Wenn du diese wichtige Regel brichst und versuchst, dich schon in Badesachen zu duschen, werden dich die Einheimischen sehr scharf und öffentlich zurechtweisen. Also bitte leg die Scham ab – dein Körper interessiert in diesen Duschen niemanden auch nur im Geringsten!

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8. Sky Lagoon: Ein luxuriöses und intimes Ritual am Ozean

Wenn du dir doch etwas Außergewöhnliches, Hochwertiges und Fotogenes für die sozialen Netzwerke gönnen willst, wird dich das Bad Sky Lagoon garantiert begeistern.

Diese architektonisch wunderschöne Lagune liegt nur etwa 15 Minuten Fahrt vom Stadtzentrum entfernt und bietet eine dramatische „Infinity“-Kante, über die das glasklare heiße Wasser optisch direkt mit dem wilden und kalten Atlantik verschmilzt.

Im Vergleich zur massentauglicheren und berühmteren Blauen Lagune wirkt dieser Ort etwas intimer und natürlicher – dank der schwarzen Basaltklippen und der alten traditionellen Grassodenhäuser, die das gesamte Areal behutsam umgeben. Wenn du hierherkommst, empfehle ich dir unbedingt, gleich für das Paket mit dem Skjól-Ritual draufzuzahlen.

Dabei durchläufst du sieben Schritte, bei denen du dich in einer verglasten Sauna mit epischem Meerblick richtig aufheizt, dich anschließend in eisigem Nebel abkühlst und dir zum Schluss den Körper mit einem duftenden Salzpeeling abreibst.

Die Eintrittspreise sind hier in letzter Zeit zwar deutlich gestiegen, die Pakete beginnen bei etwa 12.000 bis 14.000 ISK (also rund 84 bis 98 €), aber es ist ein großartiges und luxuriöses Erlebnis, ideal für den Abschluss deiner Reise. Kauf die Tickets aber immer mit ausreichend Vorlauf online, denn vor Ort hast du höchstwahrscheinlich keine Chance mehr und wirst nicht hereingelassen.

💡 Tipp: Tickets und geführte Touren (Reykjavík und Umgebung) lohnt es sich, vorab online bei GetYourGuide zu buchen, in der Saison sind sie schnell ausgebucht.

9. Die berühmte Blue Lagoon und etwas Ehrlichkeit zur Vulkanaktivität

Die Blaue Lagune ist schon seit langen Jahren wahrscheinlich das allerbekannteste Bild Islands von den Titelseiten aller Magazine. Ihr milchig-blaues, undurchsichtiges Wasser mit einer Temperatur von 37–40 °C, eingebettet in ein raues schwarzes Lavafeld, sieht absolut unglaublich aus. Den Kieselschlamm vom Grund kannst du dir dort sogar direkt als Gesichtsmaske auftragen.

Das Basis-Ticket namens Comfort kostet dich aktuell rund 11.990 ISK und die Premium-Version sogar 14.990 ISK.

Wir haben diesen Ort früher natürlich auch begeistert ausprobiert, aber heute würde ich diesen konkreten Ausflug aus zwei Gründen ziemlich gut überdenken.

Der erste Grund ist die Tatsache, dass die Lagune im Gebiet Svartsengi liegt, das derzeit vulkanisch extrem aktiv ist. Seit Ende 2023 gab es hier eine Serie dramatischer Vulkanausbrüche, und das Bad musste schon mehrmals hastig und chaotisch evakuiert werden.

Die Komplexe haben zwar einen erstklassigen Sicherheitsplan und überwachen jede Bodenerschütterung, aber realistisch riskierst du, dass dir deine teure Reservierung in letzter Minute storniert wird.

Wenn du dich aber doch herwagst und gerade keine Eruptionen drohen, habe ich für dich einen rein pragmatischen und rettenden Tipp für Frauen. Das wunderschöne Kieselwasser glättet dir zwar herrlich die Haut, aber innerhalb von zehn Minuten ruiniert es dir komplett die Haare, aus denen für mehrere Tage hartes, störrisches Stroh wird.

Massiere dir deshalb vor dem Betreten des Wassers eine riesige dicke Schicht Spülung hinein, die in den Duschen kostenlos zur Verfügung steht, und steck dir die Haare fest nach oben. Mehr über den aktuellen Betrieb und mögliche Evakuierungen findest du immer auf der offiziellen Website der Blue Lagoon.

10. Der Leuchtturm Grótta und das unscheinbare Becken Kvika Footbath

An der äußersten Spitze der windigen Halbinsel Seltjarnarnes, nur ein Stück Fahrt oder ein längerer Spaziergang vom Zentrum Reykjavíks entfernt, steht der wunderschöne einsame Leuchtturm namens Grótta.

Es ist ein fantastischer und wilder Ort voller ungezähmten Vogellebens, zu dem man über eine schmale Sandbank nur bei Ebbe gelangt. Da auf dieser Landzunge fast keine starke Lichtverschmutzung aus der belebten Stadt herrscht, ist es absolut einer der besten Orte für die Beobachtung der Polarlichter in der Umgebung.

Wenn du auf dem Küstenweg in Richtung dieses Leuchtturms gehst, halt die Augen offen und such nach einem unscheinbaren Kunstwerk mit dem Namen Kvika. Es ist im Grunde ein kleines steinernes Becken in Form einer Halbkugel, direkt in den Fels gehauen, in das aus einem Rohr ständig herrlich heißes geothermisches Wasser fließt.

Der Zugang zu diesem Werk ist für jeden völlig kostenlos. Du kannst dich einfach auf den kalten Stein setzen, deine Wanderschuhe ausziehen und die müden, durchgefrorenen Füße ins heiße Wasser tauchen, mit perfektem Blick auf den tosenden Ozean und die fernen Berge.

Es ist ein kleines, unscheinbares, aber ungemein romantisches und intensives Erlebnis, von dem gewöhnliche Touristen mit riesigen Kameras meist überhaupt keine Ahnung haben und an dem sie achtlos vorbeigehen.

Natur und Sehenswürdigkeiten in der Umgebung: 7 Tipps für Ausflüge außerhalb der Stadt

Während Reykjavík selbst eine fantastische moderne Kultur und hervorragende Cafés bietet, liegt das wahre, ungeschönte Herz des Landes natürlich in der wilden Natur kurz hinter der Stadt. Und dafür musst du gar keine hunderte Kilometer weit nach Osten fahren. Einige der schönsten und dramatischsten Erlebnisse warten gleich hinter den imaginären Toren dieser nordischen Metropole auf dich.

11. Perlan: Faszinierende Natur sicher unter der Glaskuppel

Wenn du auf den bewaldeten Hügel Öskjuhlíð blickst, sticht dort ein seltsames futuristisches Gebäude hervor, das genau wie eine riesige verglaste Perle aussieht, die auf sechs massiven Zylindern thront.

Diese Zylinder dienten übrigens ursprünglich als riesige Heißwasserspeicher für die ganze Stadt, aber heute funktioniert dieser fantastische Komplex als hochmodernes interaktives Museum der isländischen Natur mit dem Namen Perlan.

Das größte Highlight für Besucher ist hier eine vollkommen echte und eisig kalte Höhle. Aus über 350 Tonnen echtem Schnee und Eis, das aus den Bergen herbeigeschafft wurde, haben sie im Inneren des Gebäudes einen 100 Meter langen Tunnel geschaffen, in dem die Temperatur dauerhaft unter dem Gefrierpunkt bleibt – so kannst du sogar mitten im Sommer einen Gletscher anfassen.

Das Ticket für den gesamten Komplex kostet 6.890 ISK (etwa 48 €), wenn du es vorausschauend online im Voraus kaufst. Vor Ort am Schalter zahlst du dann etwas mehr, das Ticket kostet dann 7.290 ISK.

Neben der Eishöhle gibt es hier auch ein wunderschönes, fesselndes Planetarium mit der Show Áróra, die das Polarlicht projiziert, und auf dem Dach des Gebäudes befindet sich eine fantastische runde Aussichtsplattform mit 360°-Blick in die weite Umgebung.

Wenn du mit kleinen Kindern reist, darfst du diesen Ort einfach nicht auslassen, aber er unterhält auch erwachsene Reisende toll und lehrreich – besonders in dem Moment, wenn es draußen ausgesprochen ungemütlich ist und man nicht in den Bergen wandern kann.

12. Wanderung zum heißen Fluss Reykjadalur

An dieses konkrete Erlebnis von unserer letzten Herbstreise erinnern Lukáš und ich uns wohl am lebhaftesten von allem, denn es war ein riesiges Extrem. Der Ort liegt etwa 40 Minuten Autofahrt von Reykjavík entfernt, unweit des Städtchens Hveragerði.

Erwarte hier oben auf dem Hügel keine ordentlichen Betonbecken oder eine Rezeption mit Handtüchern. Es handelt sich um einen absolut wilden Fluss versteckt inmitten kahler Hügel, der sich durch die starke geothermische Aktivität im Untergrund auf natürliche Weise erwärmt und weithin ins Tal dampft.

Zu diesem Fluss musst du vom zentralen Parkplatz aus etwa 45 Minuten bergauf laufen, sodass du dich am kalten Morgen schön aufwärmst. Oben am Wasser findest du dann keine bequemen beheizten Umkleiden, es gibt nur einfache Holzpaneele, hinter denen erbarmungslos der eisige Wind weht.

Das Umziehen in die Badesachen bei dieser Kälte und diesem Wind war eine echte Mutprobe – uns klapperten die Zähne so, dass es bis ins Tal zu hören gewesen sein muss. Aber sobald wir in das herrlich heiße Wasser mit Blick auf unberührte Natur glitten und uns an die warmen Steine lehnten, war alles Leid auf einen Schlag vergessen.

Ich empfehle, wirklich sehr früh morgens herzukommen, ruhig gleich bei Sonnenaufgang, bevor die organisierten Touren ankommen und Dutzende anderer durchgefrorener Reisender den Fluss auf seiner ganzen Länge belegen. Es ist eine ungemein authentische und hundertprozentig natürliche Alternative zu den teuren kommerziellen Bädern.

13. Der legendäre Golden Circle

Die Hauptstadt funktioniert als absolut großartige und praktische Basis für einen Tagesausflug auf den sogenannten Golden Circle. Diese legendäre und von allen gepriesene Route umfasst drei zentrale Naturdenkmäler, die du ganz ohne Stress bequem mit dem Auto an einem einzigen Tag abfahren kannst.

Als Erstes besuchst du den historischen Nationalpark Þingvellir, wo sich direkt vor deinen Augen sichtbar die mächtige eurasische und die nordamerikanische tektonische Platte voneinander wegbewegen.

Dann fährst du ins geothermische Gebiet und siehst den regelmäßig sprudelnden Geysir Strokkur, der absolut zuverlässig alle paar Minuten brodelndes kochendes Wasser dutzende Meter hoch in die Luft schießt, und schließlich starrst du mit offenem Mund auf den majestätischen und ohrenbetäubenden Wasserfall Gullfoss, dessen Kraft einem den Atem raubt.

Wenn du dem Ganzen noch eine Portion Adrenalin hinzufügen möchtest, kannst du von der Stadt aus auch Touren in die riesige Magmakammer des erloschenen Vulkans Þríhnúkagígur buchen.

Der Golden Circle ist zwar konkurrenzlos die meistbesuchte Route auf ganz Island, sodass du hier nie ganz allein sein wirst, aber die Orte sind so episch und monumental, dass es trotz Touristenmassen und voller Parkplätze einfach immer noch lohnt.

14. Die Halbinsel Reykjanes: Ein ungezähmtes geologisches Labor

Vielleicht denkst du, dass du gleich ans entgegengesetzte Ende der Insel zu den Gletschern rennen musst, um die echte, raueste Natur zu sehen, aber das stimmt nicht.

Es reicht völlig, vom Zentrum aus ein Stück zurück auf die Halbinsel Reykjanes zu fahren, wo auch der erwähnte internationale Flughafen liegt. Die Erde knackt, atmet und brodelt hier buchstäblich, und du findest hier gleich mehrere ungewöhnliche Stopps, die aussehen wie von einem anderen Planeten.

Du kannst hier einen kurzen Spaziergang über die kleine symbolische Brücke zwischen den Kontinenten (Bridge Between Continents) machen, die sich stählern direkt über einen tiefen tektonischen Riss spannt – so gehst du in ein paar Sekunden von Europa nach Amerika.

Fahr unbedingt auch zu den lärmenden Schlammvulkanen Gunnuhver, die nach dem zornigen einheimischen Geist Gudrun benannt sind und aus denen mit bedrohlichem Brausen so dichte Wolken heißen Dampfs mit starkem Schwefelgeruch hervorquellen, dass du manchmal keinen Meter weit siehst.

Und mach auf dem Rückweg auch im malerischen Gebiet Krýsuvík (Seltún) halt, wo dich Holzstege durch einen Ort führen, an dem die Erde in unglaublichen Schattierungen von Gelb, Dunkelrot und Grün gefärbt ist.

15. Magische Polarlichter, die direkt aus der Stadt tanzen

Die meisten Leute denken unter dem Einfluss schöner Fotos, dass man für den Anblick der Polarlichter stundenlang weit in die absolute, menschenleere Wildnis fahren muss.

Das stimmt aber nicht ganz – auch über dem hell erleuchteten Reykjavík kannst du dieses grüne Himmelsschauspiel mit etwas großem Glück mühelos erblicken. Wir haben es während unserer Reise als grünes Band direkt über der Stadtbebauung tanzen sehen – aus dem Fenster unserer gemieteten Unterkunft!

Der Schlüssel zum Erfolg innerhalb der Stadt ist, der allerstärksten öffentlichen Beleuchtung und den Neonlichtern der Bars auszuweichen. Wie ich schon beim Tipp zu den natürlichen Bädern und der Entspannung erwähnt habe, ist es absolut ideal, mit dem Auto oder zu Fuß zum verlassenen Leuchtturm Grótta aufzubrechen oder einfach in einen dunkleren Stadtpark mit Blick auf den Himmel zu gehen.

Prüf aber vor jeder nächtlichen Jagd immer die detaillierte Vorhersage zur Himmelsklarheit und Sonnenaktivität auf der hervorragenden Website des isländischen Wetterdienstes Vedur.is. Denn wenn es über der Stadt mit dichten Wolken bedeckt ist, kann die Sonnenaktivität so hoch sein, wie du willst, du siehst dort oben dann schlicht und einfach überhaupt nichts.

16. Eine ehrliche Einschätzung der Vulkanlage für 2026

Die bereits erwähnte Halbinsel Reykjanes ist in den letzten beiden Jahren zu einer der geologisch aktivsten Regionen der ganzen Welt geworden, was die Schlagzeilen füllt.

Seit 2021 gab es hier eine Serie dramatischer Eruptionen, wobei das malerische Städtchen Grindavík von den Behörden komplett evakuiert werden musste und leider zu einer traurigen Geisterstadt mit aufgerissenen Straßen wurde.

Das ganze Gebiet rund um den Berg Svartsengi, unter dem sich im Frühjahr 2026 eine riesige Menge von 26 Millionen Kubikmetern Magma angesammelt hat, ist Schauplatz gewaltiger Naturveränderungen.

Bedeutet das aber, dass du Angst vor deiner Islandreise 2026 haben und die Flugtickets lieber stornieren solltest? Überhaupt nicht! Diese konkreten Spalteneruptionen sind nämlich sogenannte effusive Eruptionen, das heißt, die Lava fließt nur relativ ruhig aus den Spalten heraus, und es drohen keine riesigen massiven Explosionen und Aschewolken, die den gesamten Flugverkehr über Europa lahmlegen würden, wie vor Jahren beim Eyjafjallajökull.

Reykjavík selbst und der internationale Flughafen Keflavík sind durch diese Lavaströme in keiner Weise gefährdet und sind völlig sicher. Es gilt aber eine absolut eiserne Regel.

Prüf immer, aber wirklich immer vor jedem morgendlichen Ausflug in die Natur die Website Safetravel.is, wo die isländischen Rettungskräfte alle aktuellen Warnungen und plötzlichen Straßensperrungen rund um die Vulkane veröffentlichen. Respektiere sie ausnahmslos und geh nicht dorthin, wo du nicht hindarfst.

Wo man in Reykjavík essen kann (nicht nur für Vegetarier)

Was gutes Essen und insgesamt das raue Wetter in Reykjavík angeht, kann dich beides hier ziemlich auf die Probe stellen. Die traditionelle Inselgastronomie drehte sich in der Vergangenheit immer eher darum, was die raue und unfruchtbare Natur und der Ozean den Einheimischen überhaupt zu erbeuten erlaubten, um den langen Winter zu überleben.

Die Preise in den heutigen modernen Restaurants sind außerdem so wahnsinnig hoch, dass dir beim Blick auf die Speisekarte und die anschließende Rechnung mühelos eiskalt wird und sich die verdrehten Augen kaum wieder zurückdrehen wollen.

Lukáš und ich essen außerdem überhaupt kein Fleisch, was in einem nordischen Land voller Fisch und allgegenwärtigem Lamm wirklich nach einem großen, unlösbaren Problem klingt, aber Reykjavík hat ein überraschend großartiges, modernes und ungemein reichhaltiges Angebot an fleischlosen Gerichten!

Wenn wir tagsüber beim Abklappern der Sehenswürdigkeiten ein schnelles, wirklich gutes und vor allem ausgewogenes Essen brauchten, steuerten wir sehr oft das beliebte Bistro Gló an. Du findest hier absolut großartige und frische Gemüse-Bowls voller Hülsenfrüchte, große gerollte Wraps voller Geschmack und vor allem ehrliche, gesunde Suppen, die nach einem ganzen Tag draußen in der Kälte mehr als alles andere guttun.

Sehr gern mochten wir auch das sympathische Lokal Loving Hut, das du direkt an der belebten Hauptstraße Laugavegur unter der Nummer 164 findest. Sie haben dort ein komplett veganes asiatisches Menü, und wir gönnten uns dort mit großem Appetit ihre hervorragende heiße Pilz-Pho und kräftige asiatische Nudeln – und das noch zu relativ freundlichen Preisen, die unseren Geldbeutel nicht ruinierten.

Wenn du aber etwas Luxuriöseres und Festlicheres für den Abend suchst, probier unbedingt das ausgezeichnete Restaurant Vegan World Peace, wo ihre pan-asiatischen Gerichte so genial und mit solchen Soßen gemacht sind, dass klassisches Fleisch dort meiner Meinung nach selbst dem eingefleischtesten und sturen Fleischesser nicht fehlen würde.

Für Liebhaber süßen Gebäcks und gutem Filterkaffee, was genau unser Stil ist, gibt es hier die perfekte Manufaktur-Bäckerei Brauð & Co, deren bunte Fassade ganz mit fröhlichem Graffiti bemalt ist.

Sie backen dort konkurrenzlos die besten und duftendsten riesigen Zimtschnecken (lokal snúður genannt), die dank der Butter direkt auf der Zunge zergehen. Ein absoluter eleganter Klassiker mit fantastischem Espresso und Torten ist dann auch die etwas weiter gelegene Bäckerei Sandholt, die hier ununterbrochen schon seit 1920 in Betrieb ist.

Und natürlich kann ich der Vollständigkeit halber auch die lokalen kuriosen Fleischphänomene nicht unerwähnt lassen, obwohl wir sie natürlich selbst nicht im Geringsten probiert und einen großen Bogen darum gemacht haben.

Wenn du deinen Mut im Geiste der alten Wikinger testen möchtest, bieten die Einheimischen in den Restaurants den sogenannten hákarl an, ein fermentiertes (oder eher leicht verdorbenes) Stück Hai, aus dem es angeblich so furchtbar stark nach Ammoniak riecht, dass dir sofort die Tränen in die Augen schießen.

Heruntergespült wird das dann mit dem starken lokalen Alkohol Brennivín, der hier sehr treffend den Spitznamen Schwarzer Tod trägt.

Und für gewöhnlichere Esser findest du hier etwa beim Hafen einen unscheinbaren Stand mit dem Namen Bæjarins Beztu Pylsur, wo sich angeblich von morgens bis abends ellenlange Schlangen von Einheimischen und Touristen für einen klassischen isländischen Hotdog bilden.

Er wird angeblich aus einer seltsamen Mischung von Lamm-, Schweine- und Rindfleisch hergestellt und ist mit einem Preis von etwa 820 ISK eines der allerbilligsten warmen Gerichte in der ganzen teuren Stadt.

Wenn du Fleisch isst, ist es angeblich für alle Reisenden eine absolute kulinarische Pflicht, die du laut den Einheimischen als „eina með öllu“ (einen mit allem) bestellst, mit knusprigen und rohen Zwiebeln, süßem Senf und Remoulade. Wir gingen lieber noch eine hervorragende Zimtschnecke und einen Kaffee essen und waren absolut zufrieden ☺️.

Wohin als Nächstes

Wenn dich Reykjavík mit seinen Farben und der nordischen Ruhe angefixt hat, ist es Zeit, auch den wilden Rest dieses atemberaubenden Landes zu entdecken. Wirf einen Blick auf unseren wirklich großen und umfassenden Island-Reiseführer, in dem wir sorgfältig alle nötigen praktischen Infos zur Reiseplanung zusammengefasst haben.

Für diejenigen unter euch, die eine längere Reise vor sich haben und selbst fahren wollen, haben wir unseren persönlichen Island-Roadtrip detailliert aufgeschrieben, nach dem du dir eine absolut fehlerfreie Route Schritt für Schritt planst.

Interessieren dich eher konkrete Naturstopps und du weißt bei der Menge nicht, was du auswählen sollst? Lies unsere persönliche Auswahl der schönsten Orte Islands.

Und wenn du wie wir das lange Baden in heißen Thermalquellen und Becken grenzenlos liebst, übersieh bei der Planung auf keinen Fall den Artikel über die 16 besten heißen Quellen auf Island, damit du ganz genau weißt, wo du unterwegs deine müden Knochen mit Freude ablegen kannst.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich Reykjavík überhaupt für einen Besuch, oder soll ich vom Flughafen direkt in die Natur fahren?

Meiner Meinung nach lohnt es sich auf jeden Fall, mindestens einen ganzen Tag und Abend dafür einzuplanen. Es ist eine überraschend ruhige, sehr farbenfrohe Stadt mit toller Atmosphäre, fantastischer nordischer Architektur und ausgezeichneten Cafés. Sie ist absolut ideal als entspannter Start direkt nach der Ankunft und dem Abholen des Gepäcks oder umgekehrt als sehr angenehmer und gemütlicher Abschluss der Reise mit etwas wohlverdienten Luxus nach zwei langen Wochen Schlafen im Auto im Winter. Mehr Tage würde ich ihr aber aus einem vollgepackten Reiseplan nicht opfern.

Wie komme ich am besten und günstigsten vom Flughafen ins Stadtzentrum?

Die meisten Leute, die sich nicht um Parkplätze kümmern wollen, fahren mit dem bequemen Flybus, die Fahrt vom Flughafen dauert etwa 45 Minuten über eine gute Straße und das Ticket für Erwachsene kostet circa 3 999 ISK (etwa 25 €). Wenn Sie direkt vor Ihr Hotel gebracht werden möchten, können Sie die Variante Flybus+ für ungefähr 5 199 ISK (etwa 33 €) dazubuchen.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Kroatien: Die 24 besten Reiseziele für Ihren Urlaub

TL;DRKroatien bietet 32 Tipps für den Urlaub in Istrien, an der Kvarner Riviera und in Dalmatien – von Pula mit seinem römischen Amphitheater und dem romantischen Rovinj über die Inseln Krk, Rab, Hvar und Brač bis hin zu Dubrovnik und den Plitvicer Seen. Am besten reist du im Juni, eine gute Alternative ist der September mit warmem Meer und weniger Touristen. Der Eintritt zu den Plitvicer Seen kostet in der Hauptsaison 40 Euro, außerhalb der Saison 23 Euro und im Winter 10 Euro. Nach Istrien fährst du von Berlin aus 6–8 Stunden mit dem Auto. Plan am besten 7 Tage für eine Region ein oder 10–14 Tage, wenn du die ganze Küste erleben willst.

Es ist kein Wunder, dass Kroatien das wichtigste Sommerurlaubsziel für Tschechen ist. Kroatien ist voller wunderschöner Strände, Inseln, aber auch mittelalterlicher Städte und vielfältiger Natur. Hier finden Sie historische Städte mit einer angenehmen, entspannten Atmosphäre, Orte mit den besten Partys in Europa, aber auch Touristenfallen, die Sie meiden sollten. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wohin man in Kroatien in den Urlaub fahren kann und was man in Kroatien sehen sollte.

Kroatien ist ein Paradies für junge Paare, Singles, aber auch Familien mit Kindern, im Frühling ist es ideal für Radfahrer und im Frühherbst für Liebhaber von Kultur und Sehenswürdigkeiten.

Wohin in den Urlaub nach Kroatien

Wenn Sie nicht wissen, wohin Sie in Kroatien reisen sollen, geben wir Ihnen 24 Tipps, wohin Sie in Kroatien in den Urlaub fahren können + eine Liste von Städten, Stränden und anderen interessanten Orten, die man in Kroatien besuchen sollte.

Kroatien Reisezielkarte

Istrien

Istrien gehört zu den beliebtesten Teilen Kroatiens für tschechische Touristen, weil Sie sehr schnell und bequem mit dem Auto oder Zug dorthin gelangen. Außerdem finden Sie im Süden Istriens die Perle Kroatiens – den Naturpark Kamenjak. Wenn Sie einen entspannten und ruhigen Urlaub suchen, ist Istrien die richtige Wahl.

Istrien ist eine große Halbinsel im nördlichen Teil Kroatiens, die große Resorts mit Animationsprogrammen für Kinder sowie kleine romantische Apartments für Paare bietet.

Wo übernachten: All-Inclusive-Hotel mit Pool Hotel Zorna Plava Laguna oder in den Luxury Apartments Magali 2 oder Apartments Oliva.

Die schönsten Strände in Istrien

Die schönsten Strände der Region sind die Kiesstrände von Lanterna (Apartment and Rooms Hacienda Stelio) oder der Ferienorte Rabac (Hotel Mimosa – Maslinica Hotels & Resorts) oder Medulin (Apartmani Marin).

Pula – Strände und wunderschöne Architektur

Wenn Sie Kultur und Architektur suchen, fahren Sie in die Stadt Pula mit ihrem römischen Amphitheater. Pula ist eine Hafenstadt in Südkroatien, bekannt für ihr antikes Amphitheater, das zu den am besten erhaltenen der Welt gehört. Die Stadt hat auch eine schöne Altstadt mit engen Gassen und historischen Gebäuden, wie dem Franziskanerkloster und der Festung Belvedere. Darüber hinaus ist Pula ein beliebtes Touristenziel wegen seiner Strände, der lokalen Kultur und der hochwertigen Gastronomie.

🏠 Wo in Pula übernachten: Absolut außergewöhnlich sind die Apartments Twins Idola Apartments oder Apartments Hedona. Man sollte aber frühzeitig buchen, sie sind oft ausgebucht. Eine luxuriöse Option ist das Penthouse Leonarda with private parking, wenn Sie etwas Günstiges suchen, schauen Sie sich die Apartments Franko 1586 an.

Nach Rovinj zum Tauchen

Rovinj ist angeblich eine der romantischsten Städte Kroatiens. Sie hat eine wunderschöne Altstadt, wo die Häuser eng beieinander stehen und direkt aus dem Meer aufsteigen. Besuchen Sie unbedingt die dortige Kirche der Heiligen Euphemia. Rovinj ist ein idealer Ort zum Tauchen, da Sie im Wasser viele Wracks finden werden.

🏠 Wo in Rovinj übernachten: Schön sind die Apartments Apartmani Gržinić, wenn Sie aber etwas wirklich Luxuriöses suchen, schauen Sie sich das Adriatic Hotel by Maistra Collection an. Für diejenigen, die einen günstigen Urlaub möchten, gibt es aber auch eine tolle Option, nämlich die Apartments Ita.

Nach Poreč in den Nordwesten Kroatiens

Poreč ist eine Stadt im Nordwesten Kroatiens, die für ihr historisches Zentrum bekannt ist, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Sie ist bekannt für ihre antike Kirche des Heiligen Nikolaus, die zu den ältesten und am besten erhaltenen in Europa gehört, sowie für ihr berühmtes Amphitheater. Darüber hinaus bietet Poreč ausgezeichnete touristische Dienstleistungen, wunderschöne Strände, vielfältige Sport- und Freizeitmöglichkeiten und ein lebhaftes Nachtleben. Poreč ist ideal für Familien mit Kindern, aber auch für Paare.

🏠 Wo in Poreč übernachten: Luxuriös ist die Unterkunft im Resort Hotel Zorna Plava Laguna, für eine günstigere Variante können Sie zum Beispiel das Apartment Danica 358 wählen.

Wohin für einen Ausflug in Istrien?

Einen Besuch wert ist auch die Stadt Umag, die ein beeindruckendes mittelalterliches Zentrum hat. Wenn Sie etwas Adrenalin suchen, fahren Sie nach Motovun, einer wunderschönen Bergstadt, die ein Mekka für Paragliding ist. In Istrien befindet sich auch die kleine Stadt Hum, die kleinste Stadt der Welt. Wer Architektur und Spaziergänge mag, sollte unbedingt hierher kommen!

Von Istrien aus können Sie auch einen Tagesausflug nach Venedig machen, die Fahrt dauert 2,5 Stunden.

Kvarner Riviera: Wohin in Kroatien in den Urlaub

Die Kvarner Riviera ist eine Tourismusregion im Nordwesten Kroatiens, die an der Küste der Kvarner Bucht liegt. Sie ist bekannt für ihre wunderschönen Strände, die von Pinienhainen umgeben sind und einen herrlichen Blick auf die Adria bieten.

Die Kvarner Riviera bietet auch eine breite Palette an touristischen Aktivitäten, wie Segeln, Tauchen, Wandern und Radfahren. Es ist auch ein Ort mit reicher Geschichte und Kultur, wo Sie viele Sehenswürdigkeiten finden, wie antike Amphitheater, alte Stadtfestungen und Kirchen. Diese Attraktionen in Kombination mit der freundlichen Atmosphäre und der Gastfreundschaft der Einheimischen machen die Kvarner Riviera zu einem beliebten Touristenziel.

Insel Krk

Krk ist die größte kroatische Insel, die wegen ihrer Schönheit seit der Antike die goldene Insel (insula aurea) genannt wird. Sie hat ein mildes mediterranes Klima, ein azurblaues Adriatisches Meer und ein reiches historisches und kulturelles Erbe.

Nach Krk gelangen Sie einfach mit dem Flugzeug oder Auto, und wenn Sie möchten, können Sie von hier aus bequem mit der Fähre oder dem Boot einen Ausflug zur Nachbarinsel Rab machen.

Wenn Sie mit Kindern reisen, besuchen Sie unbedingt das Aquarium Adriatic in Baška, das sich direkt im Stadtzentrum befindet. Wenn Sie mittelalterliche Städtchen mögen, fahren Sie nach Vrbnik. Zu weiteren beliebten Attraktionen gehören die Höhle Biserujka und die Abtei St. Lucia, die im Zentrum der Gemeinde Jurandvor liegt. Feigenliebhaber können sich Ende August auf die Feigentage freuen, die auf Krk gefeiert werden.

Opatija – die luxuriösesten Ferienorte

Opatija ist eine Stadt in Kroatien, die an der nordöstlichen Adriaküste liegt. Sie ist bekannt als einer der ältesten und luxuriösesten Ferienorte des Landes und wurde berühmt als Ort mit exzellenten Wellness-Dienstleistungen und wunderschönen Stränden.

Opatija hat auch eine reiche Geschichte und Kultur, die sich in ihren prächtigen Villen und Parkanlagen widerspiegelt, die sich entlang der 12 km langen Promenade Lungomare erstreckt. Darüber hinaus bietet Opatija eine breite Palette an Aktivitäten wie Golf, Tennis, Yachting und Wandern, sowie eine ausgezeichnete Küche und ein lebhaftes Nachtleben. Diese Attraktionen machen Opatija zu einem begehrten Touristenziel für Familien, Paare und Einzelpersonen.

🏠 Wo in Opatija übernachten: Eine großartige Unterkunft ist das Apartment Ranch, wenn Sie etwas wirklich Luxuriöses suchen, schauen Sie sich das Ikador Luxury Boutique Hotel & Spa an.

Crikvenica – für einen ruhigen Urlaub

Wenn Sie einen ruhigeren Urlaub suchen, gehört Crikvenica zu den weniger touristischen Orten. Sie hat aber immer noch wunderschöne Strände, eine reiche Geschichte und Kultur, die sich in lokalen Sehenswürdigkeiten wie alten Stadtfestungen, Kirchen und Museen zeigt.

🏠 Wo in Crikvenica übernachten: Relax Derossi oder Hotel Miramare.

Insel Cres – Oase der Ruhe

Die Insel Cres ist eine der beiden größten Inseln der Adria, gehört aber dennoch zu den weniger besuchten. Der Nordosten der Insel ist wegen stürmischer Winde unwirtlich und karg, während im Süden der Insel wunderschöne Wiesen und Weiden und im Nordwesten schöne Wälder liegen. Der schönste Ort der Insel Cres ist der Vraner See – der größte kroatische See überhaupt. Besuchen Sie Städte wie Cres, Martinšćica, Porozina, Osor und Punta Križa, oder Siedlungen wie Lubenice, Melin und Grabar.

🏠 Wo auf der Insel Cres übernachten: Villa Lavanda oder Apartments and rooms Roberto B.

Insel Rab

Meine Lieblingsinsel in Kroatien ist Rab, und das vor allem wegen ihrer gleichnamigen alten Stadt, deren Silhouette man leicht an den vier Türmen erkennt.

Die Insel Rab selbst ist vor allem für ihr Klima bekannt, das Wetter ist hier das ganze Jahr über angenehm. Die Insel wird daher auch Sonneninsel genannt, paradoxerweise regnete es bei unserem Besuch mitten im Sommer, aber das war wohl die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Einen Besuch wert sind hier auf jeden Fall der Waldpark Komrčar und das Naturschutzgebiet Dundo. Die schönsten Strände der Insel finden Sie in der Nähe der zweitgrößten Stadt von Rab – Lopar. Einer der beliebtesten Strände von Lopar ist der 1,5 km lange Rajska plaža. Auf Rab gibt es nur Sandstrände.

Wohin für einen Ausflug an der Kvarner Riviera:

Rijeka ist der geschäftigste kroatische Hafen, sie ist ein Knotenpunkt für Land- und Seewege. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Ausflug nach Rijeka zu machen, Sie können hier auch das Naturkundemuseum besuchen, wo Sie mehr über Ozeanographie und die geologische Geschichte der Adria erfahren oder den Botanischen Garten genießen können.

Wohin in Kroatien ans Meer: Dalmatien

Dalmatien ist die Bezeichnung für ein historisches Land an der Ostküste der Adria, das heute zwischen Kroatien (der größte Teil des Gebiets) und Montenegro aufgeteilt ist. Lesen Sie den Artikel über die 10 schönsten Orte in Dalmatien.

Wohin in den Norden Kroatiens: Für Meer und Natur nach Norddalmatien

Wenn Sie hauptsächlich ans Meer fahren, werden Sie sich wahrscheinlich für Norddalmatien entscheiden, das für sein kristallklares, zum Schnorcheln geeignetes Wasser bekannt ist.

Die Ferienorte in Norddalmatien sind zudem eher ruhiger und kleiner, was Familien mit Kindern und Paare begrüßen werden. Norddalmatien ist auch einer der besten Ausgangspunkte für die Nationalparks Nördlicher Velebit und Plitvicer Seen.

Wer hat nicht schon einmal Fotos vom Krka-Nationalpark gesehen, gerade Norddalmatien zieht vor allem Naturliebhaber an. Teil Norddalmatiens sind der Krka-Nationalpark und Kornati. Sie können hierher einen Tagesausflug machen, zum Beispiel von Šibenik aus.

Achtung, mitten in der Touristensaison kann es etwas überfüllt sein, wenn Sie also Orte mit vielen Touristen meiden möchten, sollten Sie entweder außerhalb der Saison oder gleich zur Öffnung hierher kommen.

Zadar

Zadar ist die größte Stadt in Norddalmatien. Zadar ist weniger touristisch als zum Beispiel Makarska. Es ist ein perfekter Ausgangspunkt, um die umliegenden Inseln zu erkunden, zum Klettern, Rafting, aber auch zum Wandern.

🏠 Wo in Zadar übernachten: Luxuriöse Unterkunft ist die Shell Luxury Residences with Pool and Whirlpool, preisgünstiger sind aber die Magic View Apartments. Wenn Sie eine günstige Unterkunft suchen, finden Sie auch diese, zum Beispiel die Apts and rooms Jagoda-parking.

Šibenik

Als wir Kroatien mit dem Fahrrad durchquerten, war es die dalmatinische Stadt Šibenik, in die ich mich verliebt habe. Ich denke, es ist eine unterschätzte, sehr kulturell reiche Stadt, in der Sie eine Reihe moderner Lokale finden, für die sich nicht einmal Prag schämen müsste. Ein Beispiel dafür ist das Hostel Scala, wo phänomenal gekocht wird und Sie auch mit gutem Kaffee überrascht werden.

🏠 Wo in Šibenik übernachten: Am günstigsten ist das Hostel Scala in Šibenik, eine goldene Mitte wäre das Guest House Bakica in Trogir, die Apartments Silver Beauty in Rogoznica, wenn Sie etwas wirklich Luxuriöses möchten, schauen Sie sich das Bifora Heritage Hotel und das Dubrovnik President Valamar Collection Hotel an.

Vodice

Vodice ist eine nette Stadt voller Nachtleben und bezaubernder Strände. Dieser kleinere Ferienort liegt 11 km von Šibenik entfernt. Er ist besonders für junge Partygänger geeignet.

🏠 Wo übernachten: In Vodice gibt es eine Reihe von Apartments, die für junge Leute geeignet sind, zum Beispiel das Apartment Zorica.

Primošten

Primošten ist ein beliebter Ort zwischen Šibenik und Split. Das historische Zentrum der kleinen Stadt finden Sie auf einer kleinen Insel. Primošten hat, wie die meisten kroatischen Städte, eine wunderschöne Architektur, aber Sie finden hier auch Strände mit kristallklarem Wasser.

🏠 Wo in Primošten übernachten: Apartments Villa Šibenik oder Olive gardens.

Mitteldalmatien

Die Region Mitteldalmatien beginnt mit dem Küstenort Rogoznica, der nordwestlich der historischen Stadt Trogir liegt und sich bis zum Hafen Ploče erstreckt.

Zu Mitteldalmatien gehört auch die Makarska Riviera, die eines der beliebtesten Touristenziele ist und mehrere Kilometer lange Kies- und Sandstrände bietet, die von Pinienwäldern gesäumt sind.

Zur Region Mitteldalmatien gehören auch die Inseln Hvar, Brač, Šolta, Čiovo, Drvenik Veli und Vis.

Omiš Riviera – Sandstrände

Omiš wurde einst übersehen, jetzt ist es anders. Hier finden Sie Sand- und Kiesstrände, und es ist einer der idealen Orte für Familien mit kleinen Kindern.

🏠 Wo in Omiš übernachten: Villa Marina oder das luxuriösere Hotel Saint Hildegard.

Split

Die Hafenstadt Split gilt als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Dalmatiens und ist auch die zweitgrößte Stadt Kroatiens. Sie hat ein wunderschönes historisches Zentrum, wo Sie den extrem beliebten Diokletianpalast finden. Split ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Fährverbindungen zu größeren Inseln in der Umgebung – Hvar, Brač, Korčula.

🏠 Wo in Split übernachten: Luxuriöse Unterkunft ist das Oblivion Luxury Rooms oder Four Elements, eine goldene Mitte ist das Apartmani Lucante, für eine günstigere Variante versuchen Sie die Pension Alba.

Trogir

Eine typische historische Kleinstadt in Dalmatien mit einem charmanten historischen Zentrum, wo es eine Reihe von Boutiquen und Geschäften mit lokalem Schmuck gibt. Die Dominante der Stadt ist die dortige Kathedrale des Heiligen Laurentius mit einem Turm, auf den man gegen eine kleine Gebühr steigen kann.

🏠 Wo in Trogir übernachten: Guest House Bakica.

Makarska Riviera – die schönsten Strände Kroatiens

Die schönsten Strände finden Sie wahrscheinlich an der Makarska Riviera, aber Sie müssen damit rechnen, dass es hier ziemlich belebt ist. Machen Sie einen Ausflug zum Biokovo-Gebirgsmassiv, das Sie auch mit dem Auto erreichen können. Sehr beliebt ist auch der Skywalk Biokovo – ein gläserner Aussichtspunkt.

🏠 Wo man in Makarska übernachten kann: Beginnen wir mit der Luxusvariante, angeblich übertrifft kaum etwas das Hotel Tamaris, aber auch das City Beach Makarska hat eine ausgezeichnete Lage. Ein guter Mittelweg sind die Apartments & Rooms Alagić. Für eine günstige Unterkunft wählen Sie zum Beispiel die Apartments Josip.

Insel Hvar

Wir dürfen die wohl meistbesuchte Insel Kroatiens nicht unerwähnt lassen. Kein Wunder, sie hat eine wunderschöne Natur mit Lavendelfeldern und Weinbergen, wo wilde Kräuter in der Luft duften.

🏠 Wo man auf Hvar übernachten kann: Nur wenige werden es sich leisten können, aber Sie sollten sich dieses absolut luxuriöse Hotel Hotel Moeesy, Blue & Green Oasis ansehen. Immer noch teurer, aber auch wunderschön ist das B&B Buzolic oder die günstigeren Fontana Resort oder Apartments Ana.

Insel Brač

Mit den schönen Stränden an der Makarska Riviera konkurriert auch einer im Ferienort Bol, der von einigen als der schönste bezeichnet wird. Er heißt Zlatni Rat und ist zumindest der bekannteste.

🏠 Wo man auf der Insel Brač übernachten kann: Eine teurere Option ist das Bluesun Hotel Borak, aber Sie finden hier auch günstige Unterkünfte, zum Beispiel die Apartments Obala.

Süddalmatien

In Süddalmatien finden Sie wirklich alles. Wenn Sie Natur- und Game of Thrones-Fans sind, ist Süddalmatien der richtige Ort für Sie. Süddalmatien lässt sich als Land großer Gegensätze charakterisieren, als eine Region, die in mehrere völlig unterschiedliche Orte zerfällt, die vielleicht nicht viel gemeinsam haben. Jeder Teil ist völlig anders, und deshalb wird ein Urlaub in Süddalmatien extrem vielfältig sein.

Plitvicer Seen

Die Plitvicer Seen sind der bekannteste Nationalpark in der Gespanschaft Lika-Senj in Kroatien und auch die meistbesuchte Touristenattraktion, daher lohnt es sich, gleich zur Öffnung zu kommen. Wenn Ihnen das gelingt, werden Sie sie maximal genießen.

Die Plitvicer Seen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und liegen am Oberlauf des Flusses Korana zwischen den Kalksteinmassiven Velika und Mala Kapela sowie Pleševica, zwischen den Städten Karlovac und Zadar, nahe der Grenze zu Bosnien und Herzegowina.

Hier finden Sie 16 Karstseen, die terrassenförmig angeordnet und durch Wasserläufe verbunden sind. Das Baden in den Seen ist seit 2006 verboten, und man darf sich nur auf Stegen und ausgewiesenen Wegen bewegen. Der Eintrittspreis steigt fast jedes Jahr, aber während der Coronakrise sank er von 945 CZK auf 700 CZK pro Erwachsenen in der Hauptsaison. Die aktuellen Eintrittspreise finden Sie auf der offiziellen Website.

Dubrovnik

In Dubrovnik wurde die berühmte HBO-Serie Game of Thrones gedreht, und seitdem hat sich die Besucherzahl dieser wunderschönen mittelalterlichen Stadt vervielfacht. Wir empfehlen daher, außerhalb der Saison zu reisen oder einen Stadtrundgang für den frühen Morgen zu planen, so wie wir es getan haben. Dubrovnik steht seit 1979 auf der UNESCO-Liste, und das ist kein Wunder.

Beim Spaziergang durch die Stadt sollten Sie auch die Hauptstraße Stradun nicht verpassen, auf der Sie alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sehen werden, wie den Sponza-Palast und die Kirche des Heiligen Blasius, des Schutzpatrons von Dubrovnik.

Wenn Sie Dubrovnik nicht mit dem Fahrrad besuchen wie wir, sollten Sie einen Spaziergang auf den Stadtmauern nicht auslassen und einen Ausflug zur Insel Lokrum machen. Wenn Sie genug vom Spazierengehen haben, gehen Sie zum Banje-Strand, der als einer der schönsten in Kroatien gilt.

Insel Korčula

Die Insel Marco Polos – Korčula ist eine weitere wunderschöne Insel in Kroatien. Sie ist winzig, nur etwa dreißig Kilometer lang, bietet aber dennoch großartige Möglichkeiten für Familien mit Kindern, Paare und Sportler. Es gibt Weingüter, wunderschöne Küsten und schöne Sehenswürdigkeiten – und sie ist angeblich der Geburtsort von Marco Polo.

🏠 Wo man übernachten kann: Eine luxuriösere Option ist Korcula Holiday.

Wo gibt es in Kroatien Sandstrände?

Einer der größten Mythen ist, dass es in Kroatien keine Sandstrände gibt. Obwohl Kies- und Felsstrände überwiegen, finden Sie dennoch eine Reihe von Sandstränden in Kroatien.

  • Insel Dugi Otok: Sandstrand Sakarun bei der Ortschaft Soline
  • Insel Pag: Sandstrand Čista plaža, Planjka, weitere dann in der Bucht Modra laguna im Ferienort Vlašiči und im Ferienort Povljana, einen kleineren Sandstrand finden Sie auch in der westlichen Bucht des Dorfes Potočnica
  • Insel Pašman: Sandstrand Plažine im Ferienort Tkon
  • Insel Rab: Auf Rab gibt es nur Sandstrände, der beliebteste ist der Sandstrand Rajska plaža im Ferienort Lopar
  • Insel Brač: Sandstrand Lovrečina in der Nähe des Ferienortes Insel Hvar: Sandstrände im Ferienort Jelsa auf der Insel Hvar
  • Insel Korčula: Sandstrand Tatinja, Bilin und Pržina im Ferienort Lumbarda
  • Halbinsel Pelješac: Sandstrand Trstenica im Ferienort Orebić
  • Omis Riviera: Sandstrände im Ferienort Omiš-Duće
  • Sandstrand Iza Banja im Ferienort Sveti Filip i Jakov an der Zadar Riviera
  • Sandstrand Ninska laguna im Ferienort Nin
lukas a lucka
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Wohin in Kroatien mit Kindern in den Urlaub

Kroatien ist ein ideales Reiseziel für einen Urlaub mit kleinen Kindern. Mit kleineren Kindern werden Sie wahrscheinlich nach Istrien fahren, da Sie dort relativ schnell ankommen. Auch die Inseln (Krk, Brač, Korčula, Pag) sind großartig, wo Sie mehr Ruhe haben werden. Wenn Ihre Kinder lange Fahrten gut vertragen, fahren Sie nach Makarska, wo die schönsten Strände sind. Meistens geht es mehr um die Wahl eines guten Hotels oder Apartments, als darum, wohin genau Sie fahren.

Die ruhigsten Orte in Kroatien

Man könnte sagen, dass Kroatien das beliebteste Urlaubsziel der Tschechen ist, und wer möchte schon seine Freizeit mit seinen Mitbürgern verbringen, oder? 😄 Wenn Sie in Kroatien ruhige Orte abseits der Massen suchen, fahren Sie zur Insel Lastovo. Diese weniger bekannte Insel in der Adria ist ein Naturparadies mit unberührter Landschaft, Buchten und minimalem Tourismus.

Dank der begrenzten Infrastruktur genießen Sie hier echte Erholung – keine großen Hotels oder belebten Strände, nur kristallklares Meer, Pinienwälder und Stille, die nur vom Rauschen der Wellen unterbrochen wird.

Die schönsten Orte in Kroatien für den Urlaub

Kroatien bietet unzählige wunderschöne Orte für den Urlaub, egal ob Sie historische Städte, schöne Strände oder Naturparks suchen.

Zu den schönsten Reisezielen gehört definitiv Dubrovnik, dessen Altstadt mit ihren Mauern zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Liebhaber einer ruhigeren Atmosphäre werden die Insel Hvar mit ihren Lavendelfeldern und romantischen Buchten schätzen. Der Nationalpark Plitvicer Seen begeistert wiederum mit seinen klaren Seen und Wasserfällen, während die Makarska Riviera mit langen Kiesstränden und Blick auf das Biokovo-Gebirge lockt.

Wohin am nächsten nach Kroatien

Haben Sie kleine Kinder und möchten nicht ewig weit ans Meer fahren? Wenn Sie das nächstgelegene kroatische Reiseziel von Tschechien aus suchen, ist der nördliche Teil des Landes die ideale Wahl.

Ein beliebtes Ziel ist Istrien, das Sie mit dem Auto in etwa 6–8 Stunden erreichen. Poreč, Rovinj oder Pula bieten schöne Strände, historische Sehenswürdigkeiten und ausgezeichnete Gastronomie. Eine weitere Möglichkeit ist die Kvarner Bucht mit Ferienorten wie Opatija, Crikvenica oder der Insel Krk, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist.

Unterkunft Kroatien – wo man in Kroatien übernachten kann

Booking.com

Wohin in Kroatien mit Kindern mit dem Auto?

Istrien, die Insel Krk oder Cres sind ausgezeichnet. Für einen ruhigeren Urlaub würde ich Mali Lošinj wählen.

Welche sind die besten Orte für einen Urlaub in Kroatien?

Wenn Sie ruhige Orte mögen, fahren Sie nach Cres oder Mali Lošinj. Liebhaber guten Essens werden wahrscheinlich die Gegend um Šibenik oder Istrien wählen. Für Geschichte müssen Sie dann nach Dubrovnik fahren.

Wohin in Kroatien ans Meer?

Wunderschön ist es auf Krk, in Istrien, auf Cres, Mali Lošinj, aber auch zum Beispiel auf Rab, wenn Sie Sandstrände bevorzugen.

Wohin in Kroatien mit dem Auto?

Am nächsten ist es nach Istrien, Krk oder Cres, aber Sie können auch bequem in den Süden Kroatiens nach Dubrovnik fahren.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Nationalpark Krka in Kroatien: 10 Tipps + Wasserfälle, Eintritt & Infos 2026

TL;DRNationalpark Krka in Dalmatien besticht mit sieben Wasserfällen auf einer Fläche von 109 km². Die größte Attraktion ist die 800 Meter lange Kaskade Skradinski buk mit 17 Stufen und einem Höhenunterschied von fast 46 Metern – hier gilt seit 2021 ein Badeverbot. Abkühlung findest du nur noch am Wasserfall Roški slap. In den Park kommst du entweder über Lozovac, wo es einen Parkplatz für Autofahrer gibt, oder romantischer über das Städtchen Skradin mit dem Ausflugsboot. Der Eintritt liegt 2025/2026 zwischen 7 Euro im Winter und 20 Euro im Frühling und Herbst, im Sommer werden bis zu 40 Euro fällig – nach 15 Uhr gibt’s dann 25 Prozent Rabatt. Unter den 10 Tipps findest du auch die Insel Visovac mit ihrem Kloster aus dem 15. Jahrhundert, den Wasserfall Manojlovac mit knapp 60 Metern Höhenunterschied sowie das historische Šibenik, das etwa 20 Autominuten vom Park entfernt liegt.

Du planst eine Reise nach Kroatien und suchst einen Ausflug, bei dem dir die Kinnlade herunterfällt? Der Nationalpark Krka in Kroatien ist ein absolutes Naturjuwel Mitteldalmatiens, das auf keiner Reiseroute fehlen sollte. Kaskadenförmige Travertin-Wasserfälle, smaragdgrünes Wasser und tiefe Karstschluchten bilden eine Kulisse, die wie aus einem Abenteuerbuch wirkt.

Anders als die viel weitläufigeren Plitvicer Seen ist dieser Park etwas kompakter, doch auf seiner Fläche von hundertneun Quadratkilometern verbergen sich unglaubliche sieben Wasserfälle und faszinierende historische Sehenswürdigkeiten. Hier kannst du mit dem Ausflugsboot zu einem malerischen Inselkloster fahren, uralte Wassermühlen erkunden und über Holzstege spazieren, die dich direkt über die tosenden Wassermassen führen.

In diesem ausführlichen Guide findest du alles, was du vor deinem Besuch wissen musst – von den aktuellen Eintrittspreisen und Öffnungszeiten bis zu den schönsten Wanderwegen. Ich verrate dir außerdem, durch welchen Eingang du den Park am besten betrittst und wo du gefahrlos baden darfst, denn die Baderegeln wurden in den letzten Jahren deutlich verschärft.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Hauptattraktion: Die bekannteste Kaskade ist der Skradinski buk, der über siebzehn Travertinstufen stürzt – aber auch der atemberaubende Roški slap ist sehenswert.
  • Badeverbot: Seit Januar 2021 gilt am Hauptwasserfall Skradinski buk ein striktes Badeverbot zum Schutz der Natur – abkühlen darfst du dich nur an den ausgewiesenen Stellen am Wasserfall Roški slap.
  • Zwei Haupteingänge: Autofahrer wählen meist den Eingang Lozovac mit großem Parkplatz, während romantischere Seelen den Eingang über das Städtchen Skradin bevorzugen, von wo ein Ausflugsboot zu den Wasserfällen bringt.
  • Eintritt 2025/2026: In der Sommerhochsaison zahlen Erwachsene 40 Euro, in den Frühlings- und Herbstmonaten sinkt der Preis auf 20 Euro und im Winter kommst du für nur 7 Euro in den Park.
  • Sommerrabatt: Wenn du im Sommer erst nach 15 Uhr kommst, bekommst du einen angenehmen Rabatt von 25 Prozent auf das Ticket.
  • Unterkunft buchen: Ein strategischer Ausgangspunkt ist die historische Stadt Šibenik oder direkt das zauberhafte Städtchen Skradin, wo du deine Unterkunft bequem über Booking sicherst.

Wann lohnt sich ein Besuch im Nationalpark Krka in Kroatien

Die Wahl der richtigen Jahreszeit beeinflusst dein gesamtes Erlebnis in diesem Wasserreich ganz entscheidend. Der beste Kompromiss ist der späte Frühling oder der September, wenn es bereits angenehm warm ist, der Fluss eine ordentliche Wassermenge führt und deutlich weniger Touristen unterwegs sind als in den Ferien. Die Frühlingsmonate bieten zudem wunderbar satte Farben der erwachenden Natur – ideal zum Fotografieren.

Wenn du die Wasserfälle in ihrer absolut größten Kraft erleben möchtest, komm im April oder Mai hierher. Die Schneeschmelze in den umliegenden Bergen und ergiebige Regenfälle bringen den Fluss auf seinen höchsten Pegel, sodass die Wasserfälle förmlich donnern und das Flussbett bis zum Rand gefüllt ist. Rechne aber damit, dass das Wasser in dieser Zeit noch sehr kalt ist und das Frühlingswetter gelegentlich etwas unberechenbar sein kann.

In den Sommermonaten von Juli bis August musst du dich auf wirklich große Touristenmassen und die höchsten Eintrittspreise von 40 Euro pro Erwachsenem einstellen. Wenn du trotzdem im Sommer kommst, empfehle ich dir, gleich um acht Uhr morgens zur Parköffnung da zu sein. Eine weitere clevere Variante ist der vergünstigte Nachmittagstarif nach 15 Uhr, wenn die Sonne nicht mehr so brennt und sich die Tagestouristen aus Split und Zadar langsam verziehen.

Auch ein Winterbesuch von November bis März hat seinen unbestreitbaren, sehr ruhigen Reiz, denn das Ticket kostet nur 7 Euro und du hast den Park fast für dich allein. Du musst dich allerdings damit abfinden, dass in dieser Nebensaison weder Ausflugsboote noch Shuttlebusse fahren. Die Öffnungszeiten sind im Winter meist bis 16 Uhr verkürzt, sodass du mit dem eigenen Auto zu den Wasserfällen fahren und deine Zeit gut einteilen musst.

Wo übernachten im Nationalpark Krka und Umgebung

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unsere Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Wenn du den Park wirklich gründlich erkunden und es nirgends eilig haben möchtest, ist eine Übernachtung in unmittelbarer Nähe ideal. Die praktischste Wahl ist das malerische Städtchen Skradin, das direkt am Flussufer liegt und eine tolle Gastronomie, enge historische Gassen und einen hübschen Jachthafen bietet. Von hier legen außerdem die Ausflugsboote direkt zum Hauptwasserfall ab, sodass du morgens keine Minute verlierst.

Direkt in Skradin kannst du im beliebten Hotel Skradinski Buk übernachten, das sehr komfortable Zimmer bietet und nur wenige Schritte vom Hauptanleger entfernt liegt. Dieses Hotel ist ein hervorragender Ausgangspunkt für einen frühmorgendlichen Besuch, mit dem du die mit Bussen anreisenden Massen aus den größeren Badeorten mühelos überholst.

Eine weitere fantastische und sehr strategische Basis ist die nahegelegene historische Stadt Šibenik, die etwa zwanzig Autominuten vom Park entfernt liegt. Hier empfehle ich dir das wunderschöne Heritage Hotel Life Palace, das sich direkt im historischen Herzen der Stadt versteckt und dich mit der unglaublichen Atmosphäre des alten Dalmatiens umweht. Bis zur prächtigen Kathedrale des Heiligen Jakob, die zum UNESCO-Welterbe zählt, ist es nur ein Katzensprung.

Wenn du eine etwas modernere Unterkunft mit luxuriösem Touch und eigenem Parkplatz suchst, schau dir in Šibenik das großartige Boutique Hotel King an. Nach einem ganzen Tag auf den Holzstegen des Nationalparks gönnst du dir hier die perfekte Erholung. Sämtliche Unterkünfte in dieser Region kannst du ganz einfach und sicher über Booking reservieren, wo du auch viele gemütliche private Apartments für Familien findest.

10 Tipps, was du im Nationalpark Krka sehen und erleben solltest

Schauen wir uns gemeinsam die schönsten Orte an, die du bei deinem Besuch auf keinen Fall verpassen solltest. Der Nationalpark Krka bietet weit mehr als nur einen berühmten Wasserfall, deshalb lohnt es sich, für die Erkundung ruhig einen ganzen Tag einzuplanen und auch die weniger bekannten Winkel zu entdecken.

1. Skradinski buk und der Spaziergang über die Holzstege

Der größte Magnet des ganzen Parks ist zweifellos der atemberaubende Skradinski buk, der mit seinen achthundert Metern die längste Travertinkaskade Europas ist. Das Wasser überwindet hier auf knapp sechsundvierzig Metern Höhe über siebzehn Kaskadenstufen den Höhenunterschied. Die Breite des Wasserfalls schwankt zwischen zwei- und vierhundert Metern, und der gewaltige Wasserdurchfluss erzeugt ein ohrenbetäubendes und faszinierendes Naturschauspiel.

Um den gesamten Wasserfall führt ein etwa zwei Kilometer langer Rundweg über ein System aus Holzstegen und Brücken, die dich direkt über das brodelnde Wasser und die kleinen smaragdgrünen Becken bringen. Unterwegs triffst du auf zahlreiche Panoramaaussichten, alte steinerne Wassermühlen und interessante ethnografische Ausstellungen. Diese uralten Gebäude zeigen bis heute das traditionelle Leben der Einheimischen und das alte Handwerk vergangener Jahrhunderte.

💡 Tipp: Denk daran, dass am Skradinski buk seit dem 1. Januar 2021 ein striktes Badeverbot gilt, das die Parkverwaltung zum Schutz des äußerst empfindlichen Travertinuntergrunds eingeführt hat. Früher planschten die Leute hier ganz selbstverständlich unter der Hauptkaskade, doch heute kannst du das kristallklare Wasser nur noch fotografieren – die Badesachen lässt du für diesen Teil des Ausflugs also ruhig im Rucksack.

2. Wasserfall Roški slap und die berühmten Wasserhalsbänder

Wenn du weiter flussaufwärts gehst, stößt du auf den sechsten Wasserfall in der Reihe – den atemberaubenden Roški slap. Dieser Wasserfall ist etwa sechshundertfünfzig Meter lang, erreicht eine Höhe von fünfundzwanzig Metern, und sein interessantester Teil sind die sogenannten Wasserhalsbänder (auf Kroatisch ogrlice). Es handelt sich um ein faszinierendes Netz kleiner Kaskaden, Becken und Stromschnellen, die von oben betrachtet tatsächlich an verstreute Perlen erinnern.

Im Vergleich zum Hauptwasserfall weiter südlich herrscht hier deutlich mehr Ruhe, und du findest hier auch wunderschön restaurierte Wassermühlen. Diese dienten früher zum Mahlen von Getreide für die ganze Umgebung und sind bis heute voll funktionsfähig. Zu diesem bezaubernden Ort gelangst du entweder mit dem Auto von der Nordseite des Parks oder mit einem organisierten Bootsausflug, der vom Visovac-See ablegt.

💡 Tipp: Der Roški slap ist derzeit der einzige Ort im Park, an dem das Baden noch offiziell erlaubt ist – und zwar in genau ausgewiesenen Bereichen von Juni bis Ende September. Das Baden erfolgt zwar auf eigene Gefahr, aber wenn du dich im heißen Sommer im erfrischenden Flusswasser abkühlen möchtest, ist das schlichtweg die beste Möglichkeit.

3. Das Inselchen Visovac und das Franziskanerkloster

Mitten im breiten Flussbett, das man Visovac-See nennt, liegt das kleine romantische Inselchen Visovac. Auf diesem winzigen Stück Land erhebt sich ein altehrwürdiges Franziskanerkloster aus dem fünfzehnten Jahrhundert, umgeben von hohen Zypressen und einem wunderschönen, stillen Garten. Ursprünglich ließen sich hier im vierzehnten Jahrhundert die Augustiner nieder, doch seit 1445 gehört dieser Ort den Franziskanern.

Die Klosterbibliothek birgt äußerst seltene historische Schätze, für die Historiker aus aller Welt anreisen. Am meisten sticht eine der drei erhaltenen Ausgaben von Äsops Fabeln aus dem Jahr 1487 heraus – ein absolutes Weltunikat. Auf die Insel gelangst du ausschließlich mit dem Ausflugsboot, wobei diese Fahrt in der Hauptsaison von April bis Oktober im Preis des sogenannten Vollpreis-Tickets für den Nationalpark enthalten ist.

💡 Tipp: Den Bootsausflug nach Visovac musst du am Anleger ein Stück oberhalb des Skradinski buk planen und reservieren, denn die Bootskapazität ist verständlicherweise begrenzt. Die Besichtigung der Insel selbst dauert etwa eine halbe Stunde, was dir bequem für den Besuch der Kirche, des kleinen Museums mit historischen Artefakten und einen kurzen Spaziergang durch die gepflegten Gärten reicht.

4. Manojlovac slap für Höhenliebhaber

Während die meisten Touristen ihre Besichtigung am Wasserfall Roški slap beenden, wagen sich die Neugierigeren noch tiefer in den Norden zum Wasserfall Manojlovac. Mit einer Gesamthöhe von fast sechzig Metern handelt es sich um den absolut höchsten Wasserfall am Fluss Krka, der ein außergewöhnlich dramatisches und wildes Schauspiel bietet. Die Karstschlucht ist hier tief und unglaublich steil.

Am leichtesten erreichst du den Wasserfall mit dem Auto, denn er liegt unweit der archäologischen Fundstätte Burnum, und eine schmale Straße führt zu ihm. Vom kleinen Parkplatz erwartet dich nur ein sehr kurzer und einfacher Spaziergang zur Aussichtsplattform am Rand der Schlucht. Von dort bietet sich dir ein spektakulärer Blick auf die gewaltige Wassermasse, die sich mit großem Getöse in den tiefen Abgrund stürzt.

💡 Tipp: Wenn du in der heißen Sommerzeit hierherkommst, droht dir eine kleine Enttäuschung, denn der Wasserdurchfluss wird im Sommer reguliert – wegen des nahegelegenen Wasserkraftwerks. Das schönste Schauspiel bietet dieser Gigant garantiert im Frühling, wenn das Flussbett voller Schmelzwasser ist und der Wasserfall seine wahre Kraft zeigt.

5. Zwei Haupteingänge: Lozovac und Skradin

Bei der Ausflugsplanung musst du dich im Voraus entscheiden, durch welchen der beiden Haupteingänge du in den Nationalpark gelangst. Der Eingang Lozovac ist absolut ideal für Autofahrer, denn er bietet einen riesigen kostenlosen Parkplatz auf der Hochebene über dem Fluss. Von dort bringt dich in der Sommersaison ein kostenloser Shuttlebus sicher direkt zum Beginn des Rundwegs, während du im Winter mit dem eigenen Auto hinunterfährst.

Die zweite und weitaus romantischere Möglichkeit ist der Eingang über das Städtchen Skradin, wo du dein Auto auf einem kostenpflichtigen Stadtparkplatz abstellst. Zu den Wasserfällen selbst fährst du dann mit dem offiziellen Ausflugsboot des Parks, das von Anfang April bis Ende Oktober im Eintrittspreis enthalten ist. Diese etwa fünfundzwanzigminütige Fahrt durch die grüne Schlucht ist ein wunderbares Erlebnis für sich und stimmt dich perfekt auf den Rest des Tages ein.

💡 Tipp: Wenn du eventuelle Wartezeiten auf das Boot vermeiden möchtest, kannst du von Skradin auch zu Fuß oder mit einem geliehenen Fahrrad zu den Wasserfällen aufbrechen. Hier verläuft ein sehr angenehmer und flacher Schotterweg von etwa dreieinhalb Kilometern Länge. Er säumt den Fluss selbst und bietet viele schöne Ausblicke, bei denen du dich nicht mit Menschenmassen drängeln musst.

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6. Das orthodoxe Kloster Krka und das antike Burnum

Der Nationalpark Krka steht nicht nur für atemberaubende Natur, sondern auch für eine wunderbare Verschmelzung verschiedener Kulturen und Religionen. Während die Insel Visovac das historische Zentrum der Katholiken ist, befindet sich tiefer in der nördlichen Flussschlucht, etwa dreieinhalb Kilometer vom Städtchen Kistanje entfernt, das serbisch-orthodoxe Kloster Krka. Dieses Kloster ist unglaublich fotogen, und direkt darunter kannst du sogar antike römische Katakomben erkunden.

Ein Stück weiter werden Geschichtsliebhaber garantiert über die Überreste des römischen Militärlagers Burnum jubeln, das hier erfahrene Legionäre im ersten Jahrhundert nach Christus errichteten. Vom ursprünglich mächtigen Militärbau haben sich bis heute imposante Steinbögen und Reste eines großen Amphitheaters erhalten, die einsam inmitten der ausgedörrten Karstlandschaft stehen und sehr mystisch wirken.

💡 Tipp: Diese nördlichen Sehenswürdigkeiten besucht nur ein winziger Bruchteil der gewöhnlichen Touristen, sodass du hier selbst mitten im Sommer absolute Ruhe und Stille genießt. Für die Erkundung dieses Parkteils brauchst du allerdings unbedingt ein eigenes Auto, denn die Entfernungen zwischen den einzelnen Stationen sind hier schon recht groß und in der Hitze zu Fuß einfach nicht zu schaffen.

7. Bilušića buk und die ruhigen Wassermühlen

Der allererste Wasserfall am Oberlauf des Flusses Krka ist der Bilušića buk, der sich etwa neun Kilometer flussabwärts von der historischen Stadt Knin befindet. Das Wasser stürzt hier durch ein von Kalksteinfelsen eingeschlossenes Bett über zwei Hauptstufen mit einem Gesamthöhenunterschied von zweiundzwanzig Metern. Das Tosen des fallenden Wassers hörst du schon aus ziemlicher Entfernung, sobald du aus dem Auto steigst.

Dieser Wasserfall ist außergewöhnlich, weil ihn die menschliche Hand nur minimal berührt hat, sodass er sehr wild und ursprünglich wirkt. In seiner unmittelbaren Umgebung findest du einige alte, aber noch immer sorgfältig gepflegte Wassermühlen und kleine Felder. Die Einheimischen bauen hier bis heute Feldfrüchte an und wirtschaften auf genau dieselbe Weise wie vor Hunderten von Jahren.

💡 Tipp: Wenn du im Urlaub einen Ort suchst, an dem du dich vom Ferientrubel an der heißen Küste erholst, ist der Besuch des Bilušića buk ein Volltreffer. Die meisten organisierten Bustouren aus Split fahren nämlich gar nicht hierher, sodass du die Natur oft selbst in der Sommerhochsaison für dich allein hast.

8. Bootsfahrt durch die Schlucht des Flusses Krka

Der Blick auf die Karstschlucht von der Wasseroberfläche selbst ist etwas, das du dir auf deinem Ausflug auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Die Parkverwaltung betreibt mehrere offizielle Bootslinien, die die interessantesten Punkte geschickt miteinander verbinden. Diese Boote dienen von Frühling bis Herbst als äußerst angenehme Alternative zum Wandern und ersparen dir viele Schritte in der Sommerhitze.

Die Grundfahrt von Skradin zum Hauptwasserfall ist immer im Sommerticket enthalten. Wenn du aber das sogenannte Vollpreis-Ticket kaufst, kannst du auch längere Bootsausflüge nutzen, die zur Insel Visovac, zum Wasserfall Roški slap oder sogar zur Höhle Oziđana pećina führen. Die Bootsfahrt ist sehr langsam, leise und bietet perfekte Ausblicke auf die steilen Kalksteinwände, die den Fluss von beiden Seiten einschließen.

💡 Tipp: Über die konkreten Abfahrtszeiten der Ausflugsboote informierst du dich am besten gleich beim Parkeingang, denn die Fahrpläne ändern sich sehr oft je nach Saison und Wasserstand. Auf allen Booten gilt außerdem die strikte Regel, dass Hunde einen Maulkorb tragen müssen. Wenn du also mit deinem vierbeinigen Begleiter reist, vergiss nicht, ihn in den Rucksack zu packen.

9. Wo essen und vegetarische Verpflegungsmöglichkeiten

Das ganztägige Laufen über die Holzstege des Nationalparks erschöpft dich garantiert, aber Hunger leiden musst du hier zum Glück nicht. Direkt im Areal rund um den Hauptwasserfall Skradinski buk und auch am Erholungswasserfall Roški slap findest du mehrere angenehme Stände und Außenrestaurants. Hier kaufst du dir mühelos gekühlte Getränke, Eiskaffee oder ein einfaches, aber leckeres Mittagessen.

Auch wenn die dalmatinische Küche vor allem für die Zubereitung von frischem Fisch und lokalen Fleischwürsten bekannt ist, kommen Vegetarier hier ohne die geringsten Probleme auf ihre Kosten. In den umliegenden gemütlichen Konobas bereitet man dir sehr gern eine köstliche Pizza, herzhafte Nudelsalate, gegrilltes mediterranes Gemüse oder Käsesandwiches zu. Ein tolles kulinarisches Erlebnis sind auch die traditionellen überbackenen Štrukli, gefüllt mit frischem Käse.

💡 Tipp: Essen, das direkt im Nationalpark verkauft wird, ist logischerweise etwas teurer, deshalb ist es eine tolle Idee, dir ein eigenes Picknick vorzubereiten. An vielen Stellen entlang des Flusses findest du Bänke und Holztische im Schatten hoher Bäume, wo du in Ruhe deinen mitgebrachten Snack essen und Energie für den weiteren Weg tanken kannst.

10. Praktische Tipps zum Besuch: Tickets, Rabatte und Ausrüstung

Die Eintrittspreise des Parks unterscheiden sich dramatisch je nachdem, in welchem Monat du dich für deinen Besuch entscheidest. Während in der Sommerhochsaison von Juni bis September Erwachsene 40 Euro zahlen, fällt der Preis im Frühling und Herbst auf angenehme 20 Euro. Kinder von sieben bis achtzehn Jahren und Studenten zahlen immer den Kindertarif (im Sommer 20 Euro), während die ganz Kleinen unter sieben Jahren völlig kostenlos eintreten.

Wenn du in den Sommermonaten sparen und gleichzeitig clever der schlimmsten Hitze entgehen möchtest, nutze den vergünstigten Eintritt nach 15 Uhr, wenn das Erwachsenenticket günstigere 30 Euro und das Kinderticket nur 11 Euro kostet. Kaufe deine Tickets in der Saison unbedingt im Voraus online auf der offiziellen Seite `shop.np-krka.hr`, um lange Schlangen an den Kassen zu vermeiden. Die ökologische Kapazität des Parks ist nämlich streng begrenzt.

💡 Tipp: Unterschätze auf keinen Fall die Wahl des richtigen Schuhwerks, denn die Holzstege sind oft sehr rutschig und nass von der allgegenwärtigen Gischt. Die einfachen Strandflipflops tauschst du lieber gegen festes und bequemes Wanderschuhwerk. Pack dir außerdem eine Kopfbedeckung und eine große Flasche Trinkwasser in den Rucksack, denn Schatten gibt es auf den Aussichtswegen rund um die Wasserfälle wirklich nur wenig.

Wohin weiter vom Nationalpark Krka

Vom Nationalpark aus kannst du zu vielen weiteren wunderbaren Orten aufbrechen, die Mitteldalmatien zu bieten hat. Ein absolutes Muss ist das nahegelegene Šibenik, dessen historisches Zentrum mit der zum UNESCO-Welterbe zählenden Kathedrale des Heiligen Jakob dich mit seinen engen Steingassen und majestätischen Festungen vollständig verzaubert.

Wenn dich eher das Großstadttreiben lockt, fahr südwärts in die altehrwürdige Stadt Split, wo du dich in den atemberaubenden Ruinen des Diokletianpalastes verlieren kannst. Unterwegs solltest du unbedingt auch im magischen Inselstädtchen Trogir halten, das für seine wunderschöne Promenade und seine romanisch-gotische Architektur berühmt ist.

Nordwärts erstreckt sich dagegen das beliebte Zadar, eine Stadt, die für ihre einzigartige Meeresorgel und atemberaubende Sonnenuntergänge bekannt ist, die angeblich sogar Alfred Hitchcock selbst bewunderte. Wenn du einen größeren Roadtrip planst und überlegst, wohin in den Urlaub in Kroatien, kannst du den Besuch von Krka auch mit einem Ausflug zu den berühmten Plitvicer Seen verbinden, um beide Naturjuwelen mit eigenen Augen zu vergleichen.

Häufig gestellte Fragen

Kann man im Nationalpark Krka schwimmen?

Beim Hauptwasserfall und bekanntesten Wasserfall Skradinski buk gilt seit 2021 ein striktes Badeverbot zum Schutz der Travertinbarrieren. Wenn Sie sich erfrischen möchten, können Sie ausschließlich an den ausgewiesenen Stellen beim Wasserfall Roški slap oder in den Bereichen Stinice und Pisak schwimmen, und zwar von Juni bis Ende September.

Wie viel kostet der Eintritt in den Jahren 2025 und 2026?

Die Preise richten sich nach der Touristensaison. In den verkehrsreichsten Monaten von Juni bis September zahlen Erwachsene 40 Euro, Kinder und Studenten 20 Euro. In den Frühlings- und Herbstmonaten kostet eine Erwachsenenkarte 20 Euro und im Winter, wenn der Park nur eingeschränkt ohne Schiffsverkehr zugänglich ist, zahlen Sie lediglich 7 Euro.

Wie lange dauert die Besichtigung des Parks?

Das hängt davon ab, wie viel Sie sehen möchten. Der Fußweg rund um den Hauptwasserfall Skradinski buk nimmt etwa zwei bis vier Stunden in Anspruch. Wenn Sie noch einen Bootsausflug zur Insel Visovac hinzufügen, verlängert sich der Besuch auf fünf bis sechs Stunden, und die Erkundung des gesamten Parks einschließlich des Wasserfalls Roški slap ist ein ganztägiger Ausflug.

Welcher Eingang zum Park ist besser zu wählen?

Für Autofahrer, die kostenlos parken und schnell zur Hauptroute gelangen möchten, ist der Eingang Lozovac am besten, von wo aus ein Pendelbus nach unten fährt. Der Eingang von Skradin ist ideal für diejenigen, die Romantik mögen, denn vom Städtchen bringt Sie ein kostenloses Ausflugsboot zu den Wasserfällen, was an sich schon ein tolles Erlebnis ist.

Wie kommt man von Split oder Zadar zum NP Krka?

Von beiden Städten fahren regelmäßige Buslinien in das Städtchen Skradin. Von Split dauert die Fahrt etwa eine Stunde und in der Saison verkehren bis zu sechzehn Verbindungen täglich, von Zadar ist es zeitlich sehr ähnlich mit zwölf Verbindungen täglich. Die Fahrt mit dem eigenen Auto über die Autobahn ist schnell und sehr gut ausgeschildert.

Muss ich Tickets im Voraus kaufen?

In der Hauptsommersaison empfehle ich Ihnen auf jeden Fall den Online-Kauf von Tickets im Voraus, da die Kapazität des Parks aus ökologischen Gründen begrenzt ist und sich an den Kassen lange Schlangen bilden können. Außerhalb der Saison können Sie die Tickets problemlos direkt vor Ort an den Parkeingängen kaufen.

Ist der Park für Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer geeignet?

Der Nationalpark ist nicht vollständig barrierefrei. Vom oberen Eingang Lozovac gelangen Sie zwar relativ einfach zu den oberen Aussichtspunkten, aber die Hauptrundstrecke führt über Holzstege, die viele Stufen und Unebenheiten aufweisen, was die Fortbewegung mit Kinderwagen oder Rollstuhl erheblich erschwert.

Was bedeutet der ermäßigte Eintritt nach 15 Uhr?

Die Parkverwaltung bietet in den Monaten von Juni bis September einen speziellen Sommerrabatt an. Wenn Sie ein Ticket kaufen und erst nach fünfzehn Uhr in das Gelände eintreten, zahlen Sie für einen Erwachsenen statt vierzig Euro nur dreißig Euro. Kinder und Studenten zahlen zu dieser Zeit nur 11 Euro.

Fahren die Boote im Park das ganze Jahr über?

Nein, der Schiffsverkehr im Nationalpark funktioniert ausschließlich in der Touristensaison, also vom ersten April bis Ende Oktober. In den Wintermonaten fahren keine Boote, sodass Sie die Insel Visovac nicht erreichen können und für den Zugang zum Park Ihr eigenes Auto über den Eingang Lozovac nutzen müssen.

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Bretagne, Frankreich: 15 Tipps, was man 2026 sehen und erleben sollte

TL;DRDie Bretagne bietet 15 Top-Tipps für 2026 – vom Piratenstädtchen Saint-Malo und dem mittelalterlichen Dinan über die rosafarbenen Felsen von Ploumanac’h und die wilde Pointe du Raz bis zu den prähistorischen Menhiren in Carnac und dem Golfe du Morbihan mit der Insel Île aux Moines. Für den Roadtrip durch die Region plan 7 bis 10 Tage ein, am besten teilst du den Aufenthalt zwischen dem Norden (Dinan, Saint-Malo) und dem Süden (Vannes) auf. Die beste Reisezeit ist Juni und September – dann sind weniger Touristen unterwegs, und die Temperaturen liegen selbst im Sommer selten über 25 °C. Außerhalb der Saison kostet die Unterkunft 90 bis 110 Euro pro Nacht, im Sommer 140 bis 180 Euro. Seit 2025 gilt bei den Menhiren von Carnac ein strengerer UNESCO-Schutz, im Sommer kommst du zwischen die Steine nur noch mit einem zahlungspflichtigen Guide.

Vergiss für einen Moment die Lavendelfelder, die trägen Nachmittage mit einem Glas Roséwein und das endlose Zirpen der Zikaden. Hier in der Bretagne in Frankreich befindest du dich im Nordwesten, am äußersten Rand des europäischen Kontinents, wo das Festland einen ewigen und aussichtslosen Kampf mit dem stürmischen Atlantik führt. Die Bretagne ist definitiv nicht das geschliffene, romantische Frankreich, das du aus den Katalogen der Reiseveranstalter kennst.

Es ist ein raues Land aus Granit, Salz, scharfem Wind und einem ungeheuer stolzen keltischen Erbe. Die Einheimischen fühlen sich oft zuerst als Bretonen und erst danach als Franzosen, was sie dir auch sehr schnell zu verstehen geben. Sie haben ihre eigene Sprache, ihre eigene schwarz-weiße Flagge namens Gwenn-ha-du, die du wirklich überall wehen siehst, und eine völlig andere Vorstellung davon, wie ein gutes Leben auszusehen hat.

Reisende kommen hierher wegen der rohen und dramatischen Natur, die einem den Atem raubt. Sie kommen wegen der Klippen, an denen riesige Ozeanwellen mit solcher Wucht brechen, dass der Boden unter den Füßen buchstäblich bebt. Es ziehen sie die geheimnisvollen Steinmenhire an, die auf diesen Ebenen schon lange standen, bevor überhaupt die ägyptischen Pyramiden entstanden.

Wenn du einen Roadtrip planst, rechne für eine ordentliche Rundreise idealerweise mit sieben bis zehn Tagen. Die Bretagne schenkt dir zwar nichts und macht dir manchmal mit ihren Wetterlaunen das Leben schwer, aber dafür belohnt sie dich mit Erlebnissen, die sich tief in dich einbrennen und dich nie wieder loslassen.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Beste Standorte: Für die Nordküste wähle das historische Dinan oder Saint-Malo, für die Erkundung des Südens quartiere dich strategisch in der Stadt Vannes ein.
  • Verkehr und Fortbewegung: Ein Auto ist absolut notwendig, denn die schönsten Orte liegen an schmalen Sträßchen bei den Klippen, wohin der öffentliche Verkehr praktisch nicht fährt.
  • Ebbe und Flut: Im nördlichen Teil der Region gibt es einen der größten Tidenhübe Europas, das Wasser steigt und fällt um mehr als 10 Meter.
  • Bretonische Gastronomie: Vergiss Baguettes, hier regieren gesalzene Butter, herzhafte Buchweizen-Galettes und der allgegenwärtige Apfel-Cidre.
  • Wetter und Kleidung: Eine wasserdichte Jacke gehört auch im August zur Grundausstattung, der Atlantikwind würde aus einem normalen Regenschirm einen unbrauchbaren Haufen Drahtgestänge machen.
  • Vorab reservieren: Besonders Unterkünfte und Fährtickets zu den Inseln solltest du mit großem Vorlauf buchen, die Kapazitäten sind im Sommer sehr begrenzt.
  • Neue UNESCO-Regeln: Die berühmten Menhire in Carnac stehen seit 2025 unter strengerem Schutz und in der Sommersaison darfst du nur mit einem kostenpflichtigen Guide zu ihnen.

Wann in die Bretagne reisen und wie man das lokale Klima übersteht

Ein beliebter Witz der Einheimischen besagt, dass es in der Bretagne gleich mehrmals am Tag schön ist. Das Wetter ist hier extrem wechselhaft und der starke Atlantikwind mit Regen kann dich auch mitten an einem Augustnachmittag peitschen. Den Regenschirm kannst du daher gleich aus dem Koffer nehmen und zu Hause lassen, denn der Atlantiksturm würde ihn dir innerhalb einer Minute in einen völlig unbrauchbaren Haufen Drahtgestänge verwandeln. Stattdessen brauchst du eine gute wasserdichte Jacke, die hier ciré genannt wird. Am besten besorgst du dir die in dem traditionellen leuchtenden Gelb, um dich perfekt unter die Einheimischen zu mischen und ihre maritime Tradition zu würdigen.

Andererseits ist genau diese wilde Ungezähmtheit ein riesiger Vorteil der ganzen Region. Während der Süden Frankreichs im Juli und August bei vierzig Grad brutzelt und unter dem unerträglichen Touristenansturm erstickt, bietet die Bretagne angenehm atembare Luft und erfrischende Kühle. Die Temperaturen übersteigen im Sommer selten fünfundzwanzig Grad, was absolut ideale Bedingungen für ganztägige Ausflüge auf den Küstenpfaden oder zum Erkunden der Steinstädtchen schafft. Pack aber unbedingt Kleidung ein, die du leicht im Zwiebelprinzip kombinieren kannst, denn die Morgennebel am Ozean kriechen einem wirklich tief unter die Haut.

Wenn du den größten Menschenmassen entgehen willst, die hier scharenweise in den Ferien einfallen, ist der ideale Kompromiss für einen Besuch der Juni oder September. Der Ozean ist zu dieser Zeit ruhiger und die Natur wunderbar gefärbt. Außerhalb der Hauptsommermonate solltest du jedoch damit rechnen, dass viele kleinere Familienbetriebe, ländliche Crêperien und einige historische Attraktionen ihre Öffnungszeiten verkürzen oder ihre Tore ganz schließen. Die Wintermonate sind dann nur den größten Abenteurern vorbehalten. Sie lieben die Einsamkeit, ihnen machen die endlosen Stürme nichts aus und sie wollen am eigenen Leib das allerroheste Gesicht der keltischen Küste ohne jede Beschönigung erleben.

Wo in der Bretagne übernachten und was es kostet

💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Angesichts der enormen Fläche der Region ergibt es überhaupt keinen Sinn, die ganze Zeit an einem Ort zu bleiben, denn du würdest lange Stunden mit unnötigem Hin- und Herfahren verbringen. Ideal ist es, den Aufenthalt auf zwei strategische Standorte aufzuteilen, das empfehlen auch erfahrene Reisende. Für die Erkundung der nördlichen Smaragdküste und der rosa Klippen wähle eine Unterkunft in der Umgebung von Dinan oder Saint-Malo. Beide Orte erreichst du übrigens auch mit dem superschnellen TGV von Paris aus, sodass du auch ohne langes Fahren hierherkommen kannst. Für die Erkundung des südlichen keltischen Teils mit den Menhiren eignet sich dagegen hervorragend die Gegend um die Stadt Vannes oder den Golf von Morbihan, von wo aus es nur ein Katzensprung zu den schönsten Inseln ist.

Im Jahr 2026 musst du dich darauf einstellen, dass die Unterkunftspreise in Frankreich wieder leicht gestiegen sind. Für ein ordentliches Doppelzimmer in einer kleineren Pension oder einem Drei-Sterne-Hotel zahlst du außerhalb der Saison rund 90 bis 110 Euro pro Nacht. Im Juli und August springen diese Beträge leicht auf 140 bis 180 Euro, besonders wenn du direkt am Meer oder in den historischen Zentren der befestigten Städte wohnen möchtest. Suche deine Unterkunft daher immer mit ausreichendem Vorlauf, um dir die schönsten zauberhaften Familienhotels und traditionellen Steinhäuser mit blauen Fensterläden zu sichern.

Wenn du im Norden ein wirklich authentisches Erlebnis suchst, empfehle ich dir, das mittelalterliche Dinan statt des belebten Badeortes Saint-Malo zu wählen. Dinan bietet eine viel ruhigere Abendatmosphäre, wunderschöne Ausblicke in das grüne Tal der Rance und die Hotels sind hier merklich günstiger als direkt an der Küste, die ein Magnet für Tagesausflügler ist. Im Süden solltest du dann kleinere Dörfer in Gehweite vom Golf von Morbihan in Betracht ziehen. Morgens hörst du dort nur das Schreien der Möwen, das Rauschen der Kiefern und die Glocken der nahen ländlichen Kirchlein – ein wahrer Balsam für die Seele nach Tagen auf den windigen Klippen.

15 Tipps, was man in der Bretagne sehen und erleben sollte

Schauen wir uns gemeinsam einen kompletten Überblick über die schönsten Orte an, die auf deinem Reiseplan auf keinen Fall fehlen sollten. Von befestigten Piratenhäfen über geologische Anomalien bis hin zu mystischen Orten voller prähistorischer Steine. Vergiss nicht, dass es besser ist, Schiffstouren oder den Eintritt zu manchen Schlössern in der Sommersaison im Voraus zu organisieren, wobei sich die verschiedensten Ausflüge sehr leicht über das Portal GetYourGuide buchen lassen.

1. Saint-Malo und der Spaziergang auf den Stadtmauern

Saint-Malo ist eine absolute Ikone der Nordküste und das symbolische Eingangstor zur ganzen Bretagne. Dieser ehemalige Sitz gefürchteter Korsaren – also staatlich gebilligter Piraten, die feindliche englische Schiffe überfielen – ist von massiven Steinmauern umgeben. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt leider fast dem Erdboden gleichgemacht, doch die Einheimischen bauten sie Stein für Stein atemberaubend wieder auf. Der Spaziergang auf den Mauern, Les Remparts genannt, ist absolute Pflicht – von dort siehst du die engen Gassen voller Crêperien sowie den endlosen Ozean und die Inselfestungen wie auf einem Präsentierteller.

Die Bucht zwischen der Bretagne und der Normandie, wo übrigens auch das berühmte Kloster Mont-Saint-Michel liegt – rund fünfzig Minuten Fahrt entfernt – hat einen der größten Tidenhübe ganz Europas. Das Wasser steigt und fällt hier regelmäßig um unglaubliche zehn Meter. Bei Ebbe kannst du trockenen Fußes bis zur Insel Grand Bé gehen, wo der berühmte französische Schriftsteller Chateaubriand begraben ist.

💡 Tipp: Behalte die Uhr und die offiziellen Gezeitentafeln im Auge, die an jedem Strandzugang hängen. Sobald das Wasser zurückkommt, rückt es angeblich mit der Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes vor. Schon viele unaufmerksame Touristen mussten von der Küstenwache schmachvoll von der Insel gerettet werden, also achte gut auf die Zeit.

2. Eine Kostprobe der echten bretonischen Küche

Bevor du weiter an die Küste aufbrichst, musst du unbedingt die lokale Gastronomie verstehen, denn sie ist allen Bretonen absolut heilig. Der Grundbaustein ist hier gesalzene Butter, die wirklich in alles kommt und ohne die die hiesige Küche wohl gar nicht existieren würde. Du musst unbedingt die traditionelle Galette probieren, eine dunkle, erdige und leicht knusprige herzhafte Buchweizenpfannkuchen. Ein absoluter Klassiker ist die sogenannte complète mit Käse, Ei und eventuell Schinken. In den lokalen Crêperien stößt du aber auf Dutzende verschiedener Varianten, wobei auch die rein mit Käse, Pilzen oder frischem Blattspinat gefüllten ausgezeichnet sind.

Den süßen Abschluss bildet dann die klassische Weizen-Crêpe, die du dir mit hausgemachtem Salzkaramell namens caramel au beurre salé gönnen solltest. Wenn du wirklich gehaltvolle Desserts magst, halte in der Bäckerei nach kouign-amann Ausschau. Das ist ein höllisch guter Kuchen aus Schichten von Teig, Butter und Zucker, nach dem du mindestens zehn Kilometer laufen musst. Probieren kannst du auch far breton, ein gehaltvolles Dessert ähnlich einem Flan, oft gefüllt mit getrockneten Pflaumen.

💡 Tipp: Zu Galettes trinkt man nie Wein oder Bier, sondern ausschließlich vergorenen Apfelmost namens Cidre, sei es in der trockenen (brut) oder süßen (doux) Variante. Getrunken wird er aus traditionellen breiten Keramikschalen, den bolées. Wenn du außerdem ein Plakat für ein Fest-Noz siehst, geh hin und erlebe einen Abend voller keltischer Musik, Tänze im Kreis und literweise Cidre.

3. Dinan und seine mittelalterlichen Gassen

Wenn du das reine Mittelalter suchst und dich vom starken Ozeanwind erholen willst, fahr ein Stück ins Landesinnere ins bezaubernde Städtchen Dinan. Diese Stadt erlitt im Krieg glücklicherweise nicht solch enorme Schäden wie die Küstenhäfen, sodass du hier perfekt authentische Fachwerkhäuser und verwinkelte Steingassen findest, die dich schlagartig mehrere Jahrhunderte zurückversetzen. Das gesamte historische Zentrum thront hoch auf einem Hügel über der Rance und bietet wunderbare Ausblicke in das grüne bewaldete Tal.

Der bekannteste und meistfotografierte Punkt ist die steile Rue du Jerzual, die vom Zentrum hinunter zum kleinen und beschaulichen Hafen am Fluss abfällt. Sie ist gesäumt von Ateliers lokaler Künstler, kleinen Cafés und Läden mit Kunsthandwerk, sodass du hier sicher viel länger verweilst, als du ursprünglich geplant hattest. Der Spaziergang hinunter ist ungeheuer romantisch, aber stell dich darauf ein, dass dir der steile Weg wieder hinauf ordentlich zu schaffen macht.

💡 Tipp: Mach dich früh am Morgen zum Fluss auf, wenn über dem Wasser noch leichter Nebel schwebt und die engen Gassen völlig leer sind. Die Atmosphäre ist in diesem Moment absolut magisch. Dinan funktioniert außerdem als hervorragender, ruhigerer strategischer Standort für die Erkundung der gesamten Nordküste, von dem aus du sternförmige Ausflüge in die Umgebung unternehmen kannst.

4. Dinard und die Atmosphäre der Belle Époque

Gleich gegenüber dem rauen und steinernen Saint-Malo, direkt über der Mündung der Rance, liegt das deutlich elegantere und nobler Dinard. An der Wende vom neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert bauten sich hier reiche Briten und einflussreiche Pariser prächtige Villen, hoch oben auf den Klippen gelegen. Du spürst hier sehr stark die Atmosphäre der guten alten Zeiten der Belle Époque, als man im langen gestreiften Badeanzug ans Meer fuhr und die Damen mit Spitzenschirmen flanierten, um sorgsam ihre helle Haut zu schützen.

Spaziere über die wunderschöne Küstenpromenade Promenade au Clair de Lune, die überraschend mit Palmen und üppiger mediterraner Vegetation bepflanzt ist. Das ist übrigens an der windgepeitschten Nordküste Frankreichs wirklich eine große Seltenheit. Die Architektur der lokalen Villen ist unglaublich vielfältig und manchmal geradezu verrückt. Du findest hier alles, von falschen gotischen Burgen mit Türmchen bis zu kuriosen orientalischen Palästen, die sich exzentrische Millionäre auf der Suche nach Aufmerksamkeit hierher bauen ließen.

💡 Tipp: In den Sommermonaten finden in der Stadt beliebte abendliche Führungen statt, bei denen die schönsten historischen Villen dramatisch beleuchtet werden. Es ist ein schöner Kontrast zur wilden Natur, die du überall sonst siehst, und es zeigt ein ganz anderes Gesicht dieser sonst sehr rauen keltischen Region.

5. Cancale und der berühmte Austernmarkt

Dieses kleine Hafenstädtchen ist ein absolutes kulinarisches Phänomen, das du nicht verpassen darfst, selbst wenn du Meeresfrüchte nicht besonders magst. Die hiesige flache Bucht produziert nämlich unglaubliche 15.000 Tonnen Austern pro Jahr, und für diesen gastronomischen Schatz reisen Feinschmecker aus ganz Europa an. Das beste und authentischste Erlebnis findest du aber nicht in einem überteuerten Restaurant mit weißen Tischdecken. Steuere stattdessen direkt die Uferpromenade an, zum lebhaften Freiluftmarkt Marché aux Huîtres.

Die Atmosphäre ist hier herrlich entspannt, laut und völlig zwanglos. Die Verkäufer an den Ständen bieten frisch gefangene Austern buchstäblich für ein paar Euro an, öffnen sie dir geschickt vor Ort und geben nur eine schlichte Zitronenhälfte dazu. Einheimische wie Touristen setzen sich dann direkt auf die Steinmauer mit Blick aufs Meer und beginnen zu schlemmen. Die leeren Schalen werfen sie einfach über die Schulter hinunter an den Strand, wo schon Millionen weiterer weißer Muscheln aus den Vorjahren liegen.

💡 Tipp: Bei guter Sicht siehst du von der Uferpromenade in Cancale in der Ferne auch die berühmte Silhouette des Klosters Mont-Saint-Michel. Ein Stück hinter dem Ort liegt zudem das wilde Kap Pointe du Grouin, wo angeblich der Wind schlafen geht. Mach dort nach dem Essen einen Spaziergang zu den Ausblicken auf das aufgewühlte Meer und die Vogelschutzgebiete auf der Insel Landes.

6. Cap Fréhel und die wilden Heideflächen

Wenn du der Nordküste weiter nach Westen folgst, stößt du auf das dramatische Kap Cap Fréhel, das dir buchstäblich den Atem raubt. Die hiesigen atemberaubenden Klippen aus rosa Sandstein fallen 70 Meter senkrecht hinab, direkt in den aufgewühlten Ozean, wo sich riesige Atlantikwellen an ihnen brechen. Es ist nachweislich einer der windigsten Orte ganz Frankreichs, also vergiss nicht, deine Kapuze fest zu binden und gut auf deine Mütze aufzupassen, sonst ist sie in einer einzigen Sekunde unwiederbringlich weg.

Um den hohen Leuchtturm erstrecken sich endlose Heideflächen, die ein streng geschütztes Naturreservat und Heimat vieler seltener Seevogelarten sind. Wenn du am Ende des Sommers hierherkommst, erblüht die ganze Ebene in leuchtenden Violett- und satten Gelbtönen. Im scharfen Kontrast zum dunkelblauen Ozean schafft das eine absolut perfekte Szenerie, die wirklich aussieht wie aus einem romantischen Gemälde.

💡 Tipp: Der Parkplatz direkt am Leuchtturm ist in der Hauptsaison sehr schnell voll und kostenpflichtig. Viel besser ist es, das Auto ein Stück weiter abzustellen und zum Kap zu Fuß auf dem angelegten Küstenpfad zu gehen. Das Erlebnis des sich nähernden Leuchtturms, der langsam aus Nebel und Heide auftaucht, ist viel intensiver, und du machst tolle Fotos ohne die Menschenmengen anderer Touristen.

7. Fort la Latte hoch über dem Ozean

Etwa anderthalb Stunden gemütlichen Fußmarsch über den malerischen Küstenpfad vom Kap Cap Fréhel entfernt stößt du auf die faszinierende mittelalterliche Burg Fort la Latte. Du kannst natürlich auch in ein paar Minuten mit dem Auto näher heranfahren, wenn dich die Zeit drängt, aber dieser Spaziergang mit ununterbrochenen Ausblicken auf die zerklüfteten Klippen lohnt sich wirklich. Die im vierzehnten Jahrhundert erbaute Festung sieht genau so aus, wie du dir eine uneinnehmbare Burg vorstellst, am äußersten Rand eines Abgrunds, an dem sich rau riesige Wellen brechen.

Hier wurden gleich mehrere Historienfilme gedreht, und das ist auch kein Wunder, denn die Kulissen sind hier absolut makellos. Die Burg hat eine noch immer funktionierende Zugbrücke, massive Steintürme und einen geräumigen Innenhof, der ständig vom Ozeanwind gepeitscht wird. Der Blick vom Hauptturm auf den aufgewühlten Ozean und die umliegende Smaragdküste ist absolut unbezahlbar, auch wenn der Aufstieg über die engen, ausgetretenen Wendeltreppen etwas körperliche Fitness erfordert.

💡 Tipp: Im August finden auf der Burg regelmäßig prachtvolle mittelalterliche Feste mit echten Ritterturnieren und zeitgenössischer Musik statt. Wenn du gerade mit Kindern reist, ist das ein riesiges Erlebnis, an das sie sich noch lange erinnern werden. Die ganze Burg erwacht in diesem Moment genau so zum Leben, wie sie tatsächlich vor Hunderten von Jahren funktionierte.

8. Ploumanac’h und die Côte de Granit Rose

Die Nordküste birgt eine unglaubliche geologische Anomalie, die du nur an drei weiteren Orten der Welt findest. Die übrigen sind das nahe Korsika und das deutlich entferntere China. Die Côte de Granit Rose, also die Küste des rosa Granits, ist ein einzigartiger Streifen rund um die Orte Perros-Guirec und Ploumanac’h. Die hiesigen Ufer und Untiefen sind übersät mit massiven Felsblöcken in rosafarbener Tönung, die wirken, als hätte sie ein zorniger prähistorischer Riese hierher geschleudert.

Das Dorf Ploumanac’h selbst gewinnt regelmäßig und völlig zu Recht die Umfragen zum schönsten Dorf ganz Frankreichs. Wenn du am Vorabend hierherkommst und die untergehende Sonne sich voll in die Granitsteine legt, färben sie sich in unglaubliche Kupfer-, Orange- und satte Rosatöne. Der unermüdliche Atlantikwind und das Wasser haben die Steine über Millionen von Jahren in die bizarrsten Formen modelliert, in denen du mit etwas Fantasie verschiedenste Figuren und Tiere finden kannst. Die Einheimischen zeigen dir mit Freude den Felsblock, der an Napoleons berühmten Hut erinnert, eine unheilvolle Hexe oder eine riesige Schildkröte, die aus dem Meer kriecht.

💡 Tipp: In der unmittelbaren Umgebung des Leuchtturms Mean Ruz ist die Konzentration der rosa Steine am größten und die Szenerie hier am eindrucksvollsten. Stell dich aber darauf ein, dass du dir in den Sommermonaten die besten Fotoplätze mit Scharen weiterer begeisterter Reisender teilen wirst, also empfehle ich, wirklich früh am Morgen oder umgekehrt kurz vor Sonnenuntergang aufzubrechen, wenn es hier die allergrößte Magie hat.

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9. Sentier des Douaniers (Zöllnerpfad)

Der absolut beste Weg, um die Atmosphäre der rosa Küste in der Tiefe einzusaugen und überfüllten Parkplätzen zu entgehen, ist eine Wanderung. Der Sentier des Douaniers, auch bekannt als der Fernwanderweg GR 34, wurde ursprünglich für wachsame Zöllner angelegt, die hier nachts auf den Klippen patrouillierten und sorgsam nach gefährlichen Warenschmugglern Ausschau hielten. Heute schlängelt sich dieser ikonische Pfad direkt zwischen riesigen Granitfelsen am Meer entlang und bietet die besten, von nichts gestörten Ausblicke auf den endlosen Ozean, an dem man sich vom Festland aus einfach nicht sattsehen kann.

Der schönste Abschnitt zwischen den Städten Perros-Guirec und Ploumanac’h ist rund neun Kilometer lang und für wirklich jeden machbar. Du brauchst dafür überhaupt keine spezielle Wanderausrüstung, es genügen bequeme Schuhe, denn der Weg verläuft mehr oder weniger eben. Die Strecke ist sehr gut und übersichtlich markiert und zwingt dich buchstäblich jeden Moment zum Stehenbleiben, um mit offenem Mund die nächste bizarre Felsformation zu bewundern, die dramatisch aus dem aufgewühlten Wasser ragt.

💡 Tipp: Mach dich idealerweise sehr früh am Morgen mit Sonnenaufgang oder umgekehrt am späten Nachmittag auf den Weg. Mittags ist es in den Sommermonaten hier nämlich überraschend heiß, und da du dich die ganze Zeit auf einer offenen Klippe befindest, hast du keinen Schutz vor der scharfen Sonne. Der tückische Ozeanwind kann dich zudem unangenehm täuschen, sodass du dir ohne eine gute Sonnencreme sehr leicht einen Sonnenbrand holst.

10. Pointe du Raz am Ende der Welt

Das Wort Finistère stammt vom ursprünglichen lateinischen Ausdruck Finis Terrae, was wörtlich übersetzt das völlige Ende der Erde bedeutet. Es ist der westlichste Zipfel Frankreichs, der allerwildeste und keltischste Teil der ganzen Bretagne, der dich schnell daran erinnert, wie klein wir gegenüber Mutter Natur sind. Wenn du das intensive Gefühl der völligen Bedeutungslosigkeit des Menschen gegenüber der enormen Kraft der Natur erleben willst, fahr genau zur Pointe du Raz. Dieses felsige Kap schneidet sich tief in den Atlantik, und riesige Wellen prallen hier mit so überwältigender Brutalität auf die Klippen, dass dir der Atem stockt und die Gischt Dutzende Meter hoch in die Luft spritzt.

Das gesamte Gebiet war in der Vergangenheit Opfer eines enormen Touristenansturms und unangenehmen Overtourismus, doch die Franzosen haben hier glücklicherweise einen sehr radikalen Schnitt gemacht. Sie rissen alle hässlichen kommerziellen Gebäude direkt am Kap ab, verlegten die großen Parkplätze und das Besucherzentrum weiter ins Landesinnere und ließen klugerweise die Natur sich diesen magischen Ort zurückholen. Heute ist es eine streng geschützte und wunderschöne Zone, in der du in der Ferne nur den einsamen Leuchtturm La Vieille siehst, der absolut tapfer allen tobenden Elementen auf einem kleinen Stück verlassener Felsen trotzt.

💡 Tipp: Vom zentralen Parkplatz zum Kap selbst sind es etwa zwanzig Minuten sehr angenehmen Fußmarsches. Wenn ein starker Wind weht, halte dich unbedingt fern von den Rändern der Klippen, denn die Böen sind hier extrem stark, völlig unerwartet und vor allem sehr unberechenbar.

11. Quimper und seine schiefe Kathedrale

Wenn dich der endlose und beharrliche Wind auf den Klippen endlich ermüdet, zieh dich ins angenehme und deutlich ruhigere Landesinnere in die Stadt Quimper zurück. Diese historische Hauptstadt der traditionellen Region Cornouaille ist voller romantischer enger Gassen, blühender Blumenbrücken über den ruhigen Fluss Odet und wunderschöner traditioneller bretonischer Häuser, die sich über dich neigen. Die ganze Stadt wird eindeutig von der prächtigen gotischen Kathedrale Saint-Corentin dominiert, die in sich eine riesige und faszinierende architektonische Besonderheit verbirgt. Ihr Hauptschiff ist nämlich deutlich und auf den ersten Blick sichtbar gekrümmt. Einer alten Legende nach machten dies die mittelalterlichen Architekten ganz absichtlich, damit die Form des riesigen Gebäudes an das geneigte Haupt Christi am Kreuz erinnert, auch wenn die realistischere und weitaus pragmatischere Erklärung eher von der Notwendigkeit spricht, den Bau an den instabilen sumpfigen Untergrund anzupassen.

Neben der einzigartigen Architektur ist Quimper in ganz Frankreich auch für seine traditionelle Fayence berühmt. Es handelt sich um wunderschöne und sehr detailreiche handbemalte Keramik mit typischen blauen und gelben Mustern, die du dir hier als wirklich perfektes und authentisches Souvenir nach Hause holen kannst. Diese Handwerkswerkstätten funktionieren hier sehr erfolgreich schon seit dem siebzehnten Jahrhundert, und einige von ihnen bieten noch immer interessante Führungen direkt in die Produktion an, wo du geschickte Maler bei der Arbeit siehst.

💡 Tipp: In der unmittelbaren Umgebung der riesigen Kathedrale findest du jede Menge ausgezeichneter Lokale und gemütlicher Cafés. Setz dich draußen in den Garten, bestell dir eine Schale trockenen Cidre, gönn dir eine vorzügliche Käse-Galette und beobachte einfach in Ruhe das gemütliche Treiben dieses wichtigen bretonischen Zentrums, das sein eigenes, langsames Tempo lebt.

12. Concarneau und die befestigte Ville Close

An der deutlich sonnigeren Südküste des rauen Departements Finistère darfst du auf keinen Fall die malerische Hafenstadt Concarneau verpassen. Ihr Hauptmagnet und größter Touristenanziehungspunkt ist die sogenannte Ville Close, also die geschlossene Stadt. Es handelt sich um ein uraltes befestigtes historisches Zentrum, das auf seiner eigenen kleinen Insel direkt mitten in einem großen und bis heute sehr belebten Fischerhafen liegt. In diese atemberaubende Steinstadt trittst du sehr dramatisch über eine lange Brücke ein, die über einen tiefen Wassergraben führt und dich schlagartig Hunderte von Jahren in die Vergangenheit versetzt.

Innerhalb dieser alten Mauern erwartet dich ein wahres Labyrinth enger, gepflasterter Gassen mit unverwechselbarer Atmosphäre. Es ist zwar wahr, dass es hier in der Hauptsommersaison schon recht touristisch zugeht und du jede Menge klassischer Souvenirläden und ikonischer gestreifter Matrosenshirts findest. Dennoch hat ein abendlicher Spaziergang auf den massiven Mauern mit Blick auf Hunderte vertäuter Fischerboote noch immer einen enormen Zauber und erinnert dich klar daran, dass Concarneau bis heute vor allem von frischen Meeresfrüchten lebt.

💡 Tipp: Komm gegen Mittag direkt zum großen Fischmarkt im Hafen, wo sich ein wunderbares Schauspiel abspielt. Auch wenn du im Urlaub gerade nicht vorhast zu kochen, ist es absolut faszinierend zu beobachten, wie die Fischerboote ihre frischen Fänge ausladen und wie anschließend der ungeheuer laute und schnelle Auktionsverkauf an die lokalen Gastronomen abläuft.

13. Vannes als Tor zur südlichen Bretagne

Die Südküste der Bretagne, das sogenannte Departement Morbihan, ist merklich milder und freundlicher als der raue und ewig windige Norden. Der Ozean ist hier deutlich ruhiger, die Sonne scheint viel häufiger und die ganze Landschaft ist voller flacher Buchten, die zur langsamen Erholung einladen. Ein absolut hervorragender und strategischer Standort für die Erkundung dieser ruhigeren Gegend ist die schöne Stadt Vannes. Ihr mittelalterliches Zentrum mit bunten Fachwerkhäusern, die sich leicht in die engen gepflasterten Gassen neigen, gehört zu den allerbesterhaltenen und reizvollsten in der ganzen weiten Umgebung.

Neben dem historischen Kern findest du hier auch wunderschöne, perfekt gepflegte französische Gärten, die sich entlang der mächtigen alten Stadtmauern erstrecken. Daran schließt sich eine sehr gemütliche Promenade an, die den modernen Jachthafen säumt, voller schneeweißer Boote, die sich auf der ruhigen Wasseroberfläche wiegen. Vannes verbindet absolut perfekt die Eleganz einer größeren historischen Stadt mit der entspannten Atmosphäre eines sommerlichen Ferienorts, an dem man es schlicht mit nichts eilig hat.

💡 Tipp: Vergiss nicht, während deiner Streifzüge durch die Stadt am schönen Platz Place Henri IV haltzumachen. Genau dieser ist nämlich von den allerschönsten Fachwerkhäusern gesäumt, und du machst hier die ikonischsten Fotos. Besonders zauberhaft ist es hier bei Sonnenuntergang, wenn das alte Holz einen herrlich warmen, fast honigfarbenen Schimmer annimmt.

14. Bootsfahrt durch den Golfe du Morbihan

Der Name Morbihan selbst bedeutet im alten Bretonisch kleines Meer, was den Charakter dieses Ortes perfekt trifft. In Wirklichkeit handelt es sich um eine riesige und größtenteils vom Festland umschlossene Bucht, die mit Dutzenden bewaldeter Inseln und kleiner Inselchen übersät ist. Einer alten lokalen Legende nach sind es genau 365, also für jeden Tag des Jahres eine, real sind aber nur etwa dreißig ganzjährig bewohnt. Der Rest gehört der ungezähmten Natur und den Seevögeln, die hier eine perfekte Zuflucht vor dem wilden Ozean finden.

Der absolut beste Weg, diese faszinierende Bucht in der Tiefe kennenzulernen, ist, in Vannes oder im nahen kleineren Hafen Port-Blanc auf ein Ausflugsschiff zu springen und eine langsame Rundfahrt zu machen. Das häufigste und beliebteste Ziel ist die Île aux Moines, eine wunderschöne Insel voller duftender Kiefern, Feigen und kleiner weißer Häuschen. Auf der Insel gibt es fast keine Autos, also leih dir gleich nach dem Anlegen im Hafen ein Fahrrad und genieße die völlige Ruhe, die vom intensiven Duft nach Meersalz und Harz erfüllt ist.

💡 Tipp: Wenn du mehr Zeit hast und eine echte, wilde Ozeaninsel außerhalb der Bucht sehen willst, kauf dir ein Ticket für die Fähre vom nahen Hafen Quiberon nach Belle-Île. Diese sogenannte schöne Insel wechselt absolut perfekt dramatische und steile Klippen mit malerischen, pastellfarbenen Buchten ab, in denen sich kleine Segelboote vor dem Wind verstecken.

15. Carnac und das Rätsel der prähistorischen Menhire

Das allergrößte und fesselndste Mysterium der ganzen Bretagne liegt im Süden beim unscheinbaren Städtchen Carnac. Du findest hier unglaubliche mehr als 3.000 aufgerichtete Steine, sogenannte Menhire, die sorgfältig in langen Reihen aufgestellt sind, die sich kilometerweit in die offene Landschaft ziehen. Sie sind absolut überwältigend, nachweislich über 6.000 Jahre alt, und keiner der Historiker oder Archäologen der Welt weiß bis heute mit Sicherheit, warum sie hier eigentlich stehen und wie die Menschen sie damals mit ihrer primitiven Technik überhaupt hierherbekommen haben.

War es ein riesiges astronomisches Observatorium, ein heiliger Ort für die Verehrung der Toten oder vielleicht ein gigantischer Kalender für die Bauern? Eine schmunzelnde lokale Legende behauptet wiederum, es handle sich um eine versteinerte römische Legion, die der heilige Cornelius in Stein verwandelte, als er vor ihr an die Küste floh. Wie die Wahrheit auch immer aussieht, der Ort hat eine unfassbare und sehr geheimnisvolle Energie, die dich beim ersten Anblick dieser endlosen Reihen riesiger, schweigender Felsblöcke völlig in den Bann zieht.

💡 Tipp: Pass riesig auf die neuen Regeln auf. Seit 2025 ist Carnac stolz in die UNESCO-Liste eingetragen, und wegen des extremen Touristendrucks gilt hier ein sehr strenges Schutzregime für das Denkmal. Von April bis September ist der freie Zutritt direkt zwischen die Steine verboten, und du kommst NUR im Rahmen einer kostenpflichtigen Führung mit einem offiziellen Guide zu ihnen. Von hinter dem niedrigen Zaun siehst du sie zwar gratis und bequem, aber wenn du danach verlangst, direkt zwischen ihnen zu wandeln und sie zu berühren, musst du rechtzeitig eine Tour bezahlen. In den Wintermonaten ist das Regime merklich lockerer.

Wohin weiter von der Bretagne aus

Wenn du für deinen Frankreich-Roadtrip mehr als zehn Tage eingeplant hast, überschreite unbedingt die Grenzen der Region nach Osten. Die Bretagne geht nämlich sehr fließend in die nicht minder faszinierende Normandie über, die eine etwas andere Geschichte, aber genauso gutes Essen und eine wunderschöne Küste bietet.

  • Auf keinen Fall verpassen darfst du den Mont-Saint-Michel. Dieses berühmte Inselkloster liegt genau an der Grenze beider Regionen und ist ein absolutes architektonisches Wunder, das sich bei jeder Flut vom Festland abschneidet.
  • Fahr weiter entlang der Küste der Normandie und besuche die riesigen Kreidefelsen in Étretat, die schon der berühmte Claude Monet höchstpersönlich malte.
  • Halte an den historischen Landungsstränden der Normandie wie dem bekannten Omaha Beach, wo dich die bedrückende, aber sehr wichtige neuere Geschichte unseres Planeten anweht.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Autofahrt von Tschechien in die Bretagne?

Die Fahrt von Prag nach Rennes, dem sozusagen Eingangstor zur Region, dauert reine Fahrzeit etwa 13 bis 14 Stunden, dabei legt man über 1300 Kilometer zurück. Die meisten Reisenden teilen diese lange Strecke clever auf zwei Tage auf und übernachten irgendwo in Deutschland oder Ostfrankreich. Das ist viel sicherer und stellt sicher, dass man nicht völlig erschöpft an der Küste ankommt, sondern voller Energie direkt den Urlaub genießen kann.

Gibt es in der Bretagne Autobahngebühren?

Hier habe ich eine absolut großartige Nachricht für euch, die euer Portemonnaie sehr freuen wird. Im Gegensatz zum Rest Frankreichs, wo die Autobahnen ziemlich teuer mit Mautstellen gebührenpflichtig sind, sind die Schnellstraßen und Autobahnen in der Bretagne selbst für Pkw völlig kostenlos. Das ist eine historische Besonderheit, die sich die Region vor Jahrhunderten erfolgreich erkämpft hat, und bei einem längeren Roadtrip spart euch das zuverlässig eine Menge Geld für weitere Crêpes.

Komme ich in der Bretagne mit Englisch zurecht?

In den wichtigsten Touristenzentren, größeren Hotels und bei bekannten Sehenswürdigkeiten kommt man mit Englisch ohne größere Probleme zurecht. Sobald man aber in kleinere Dörfer, versteckte ländliche Crêperien oder auf Märkte fährt, verschwindet Englisch sehr schnell. Die stolzen Einheimischen schätzen es aber enorm, wenn man wenigstens grundlegende französische Grußformeln wie bonjour und merci lernt. Sofort tauen sie auf und verhalten sich gleich deutlich herzlicher und zuvorkommender.

Ist das Meer in der Bretagne zum Baden geeignet?

Die Bretagne wird auf der einen Seite vom Atlantischen Ozean und auf der anderen vom Ärmelkanal umspült, daher ist das Wasser hier wirklich sehr kalt und wild. Selbst im heißen August erreicht die Wassertemperatur selten mehr als erfrischende 18 bis 19 Grad. Baden ist daher eher etwas für echte Hartgesottene und Liebhaber eiskalten Wassers, die meisten Menschen kommen hierher eher wegen der dramatischen Aussichten, langen Spaziergängen auf den Klippen und dem Aufenthalt in gesunder frischer Luft.

Wie ist es in der Bretagne mit Hunden?

Franzosen lieben Hunde generell und die Bretagne ist da keine Ausnahme, eher im Gegenteil. In viele Restaurants und kleinere Hotels lässt man euch mit dem vierbeinigen Partner ohne Diskussion und mit einem Lächeln rein. Passt aber gut an den Stränden auf, denn während der Hauptsaison im Sommer gilt an den meisten bewachten Stadtstränden ein streng es Hundeverbot, ihr müsst also mit dem Fellfreund wildere und abgelegenere Küstenabschnitte aufsuchen.

Was tun, wenn es den ganzen Tag regnet?

Wenn euch ein richtig ausdauernder atlantischer Regenguss erwischt, zieht euch von den windigen Klippen ins Landesinnere zurück. Ihr könnt das riesige Meeresaquarium in Saint-Malo besuchen, das malerische überdachte historische Zentrum der Stadt Vannes erkunden, euch in die monumentale gotische Kathedrale in Quimper flüchten oder einfach zwei Stunden im Trockenen und Warmen bei einer köstlichen Käse-Galette und einer großen Schale Apfelcidre verbringen, was zur lokalen Kultur genauso gehört wie die Sehenswürdigkeiten.

Gibt es in der Bretagne Möglichkeiten für Vegetarier?

Obwohl die traditionelle lokale Küche stark auf Käse, Eiern und gesalzener Butter basiert, werden Vegetarier hier überhaupt kein Problem haben. In jeder Crêperie macht man euch ohne die geringsten Schwierigkeiten eine herzhafte Galette gefüllt nur mit geschmolzenem Käse, Pilzen, frischem Spinat oder karamellisierten Zwiebeln. Restaurants in größeren Städten und Häfen bieten heutzutage außerdem ganz selbstverständlich auch moderne und sehr leckere fleischlose Hauptgerichte an.

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7-Tage-Reiseroute auf den Lofoten: Tag für Tag 2026

TL;DRDie ideale 7-Tage-Route auf den Lofoten führt vom nördlichen Standquartier in Henningsvær (Tag 1–3) zur südlichen Basis rund um Reine und Hamnøy (Tag 4–7), insgesamt kommen dabei 400–500 Kilometer zusammen. Zum Programm gehören das Wikingermuseum Borg, eine Katamaranfahrt zum Trollfjord, die Strände Haukland und Bunes Beach sowie das Dorf Å am Ende der E10. Die beste Reisezeit ist Mitte Juni bis August, dann sorgen Mitternachtssonne und stabileres Wetter für Temperaturen von 12–15 °C. Ausgangspunkt ist der Flughafen Evenes (EVE), von dort mietest du dir am besten ein Auto, denn zwischen den Inseln gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel.

Sicher bist auch du schon in den sozialen Medien über diese atemberaubenden Fotos von roten Holzhäuschen gestolpert, die sich unter steilen Granitgipfeln zusammenkauern, während ringsherum der tiefblaue Ozean schimmert. Der norwegische Archipel jenseits des Polarkreises gehört auf den Lofoten in Norwegen schlichtweg zu den fotogensten Orten unseres Planeten – daran zweifelt wohl niemand. Wenn du überlegst, hier deinen Urlaub zu verbringen, erwartet dich ein absolut spektakuläres Erlebnis voller wilder Natur und dramatischer Kulissen.

Die Lofoten verzeihen keine Eile, und sie an einem verlängerten Wochenende durchhetzen zu wollen, wäre wirklich schade. Das Wetter schlägt hier unglaublich schnell um, und vier Tage reichen schlichtweg nicht, denn es droht, dass es dir die ganze Zeit verregnet. Ein zweiwöchiger Aufenthalt wiederum kann den Geldbeutel ordentlich strapazieren, denn Norwegen zählt zu den teuersten Reisezielen Europas.

Nach gründlicher Recherche hunderter Reisetagebücher und echter Erfahrungsberichte kristallisieren sich genau sieben Tage als absoluter Idealfall heraus. Ein Zeitfenster von einer Woche gibt dir genug Flexibilität für den Fall schlechten Wetters, lässt dich entschleunigen und die echte nordische Atmosphäre aufsaugen. Außerdem schaffst du es, die Inseln schön von Norden nach Süden und wieder zurück zu durchqueren, ohne ganze Tage nur im Auto eingesperrt zu verbringen.

Logistisch ergibt es am meisten Sinn, den Aufenthalt auf zwei strategische Stützpunkte aufzuteilen, um lange Fahrten zu minimieren. Stell dich darauf ein, dass Entfernungen hier nicht in Kilometern, sondern in Stunden auf kurvigen Straßen gemessen werden. Lass uns also gemeinsam einen detaillierten Reiseplan anschauen, der dich durch die schönsten Winkel führt – vom belebteren Norden bis zum magischen Süden.

Zusammenfassung

  • Gesamtlänge der Strecke: Innerhalb einer Woche legst du rund 400 bis 500 Kilometer zurück, je nach den konkreten Abstechern.
  • Ideale Reisezeit: Von Mitte Juni bis August genießt du das Phänomen der Mitternachtssonne und das relativ stabilste Wetter.
  • Basisflughafen: Der häufigste Ankunftspunkt ist der Flughafen Evenes (EVE) bei Narvik, von wo aus du direkt einen Mietwagen nimmst.
  • Aufteilung der Basen: Ein strategischer Kompromiss ist es, 3 Nächte im Norden zu verbringen (Henningsvær) und 4 Nächte im Süden (Reine oder Hamnøy).
  • Die wichtigsten Erlebnisse: Dich erwarten eine stille Fahrt in den Trollfjord, ein Besuch des Wikingermuseums, weiße Strände wie in der Karibik und pittoreske Fischerdörfchen.
  • Verkehr und Maut: Die Straße E10 ist die Hauptschlagader, die meisten Abschnitte sind gebührenfrei, aber zur Sicherheit solltest du eine AutoPass-Box im Auto haben.
  • Der wichtigste Tipp: Versuche nicht, zu viele Orte in einen Tag zu pressen, das Wetter auf den Lofoten diktiert das Tempo und die App yr.no wird dein bester Freund sein.

Wann du diese Reise antreten solltest

Die Wahl des richtigen Termins ist beim Reisen jenseits des Polarkreises absolut entscheidend, denn jede Jahreszeit bietet hier ein völlig anderes Erlebnis. Wenn du einen klassischen Roadtrip mit Wandern und langen Tagen erleben möchtest, brich in den Sommermonaten auf, also von Mitte Juni bis Ende August. In dieser Zeit liegen die Durchschnittstemperaturen bei etwa 12 bis 15 °C, was für nordische Verhältnisse eigentlich ziemlich angenehm warm ist ☺️. Ein Zeitfenster von sieben Tagen ist dabei der absolute Idealfall, denn die Lofoten verzeihen schlichtweg keine Eile. Wenn die klassische nordische Front anrückt und drei Tage am Stück Wind und Regen die Inseln peitschen, siehst du bei einem kürzeren Ausflug schlichtweg gar nichts, während dir ein einwöchiger Aufenthalt eine große Chance gibt, die norwegische Natur am Ende doch noch zu überlisten.

Das Hauptzugpferd des norwegischen Sommers ist zweifellos das Phänomen der Mitternachtssonne, das etwa von Ende Mai bis Mitte Juli andauert. Die Sonne geht in dieser Zeit überhaupt nicht unter dem Horizont unter, sie schwingt abends nur tief über die Meeresoberfläche und erzeugt ein magisches goldenes Licht. Dadurch hast du unendlich viel Zeit zum Erkunden und kannst die beliebtesten Aussichtspunkte ruhig um Mitternacht ansteuern, wenn du dort ganz allein bist und so den größten Menschenmassen entgehst.

Du musst aber damit rechnen, dass der Sommer zugleich die Hauptsaison ist, was höhere Preise und die Notwendigkeit bedeutet, die Unterkunft viele Monate im Voraus zu buchen. Der August ist schon etwas ruhiger, die Tage werden kürzer, aber das Meer ist nach dem Sommer am stärksten aufgewärmt – auch wenn es zum Baden für die meisten Sterblichen immer noch nicht reicht. Anfang September färbt sich die Natur bereits in herbstliche Töne, und die Chance auf Polarlichter steigt langsam, während sich die schmalen Straßen angenehm leeren und du viel mehr Ruhe genießen kannst.

Egal in welchem Monat du aufbrichst, stell dich darauf ein, dass das Wetter auf den Lofoten unglaublich launisch ist und sich ruhig dreimal an einem einzigen Nachmittag ändern kann. Innerhalb weniger Stunden wechseln sich klarer Himmel, dichter Nebel, heftiger Regen und starker Wind ab. Dein wichtigster Begleiter wird so die norwegische Wetter-App yr.no, die du mehrmals täglich checken wirst, um dein Programm flexibel danach anzupassen, wo gerade die Sonne scheint.

Praktische Infos: Auto, Verkehr und Budget

Für das freie Erkunden der Inseln ist ein eigenes oder gemietetes Auto absolute Pflicht, denn der öffentliche Verkehr ist hier sehr dünn. Die meisten Reisenden wählen die Ankunft am Festlandflughafen Harstad/Narvik (Kürzel EVE, oft auch nur als Evenes bezeichnet), der die besten Verbindungen und eine größere Auswahl an Autovermietungen bietet. Direkt nach der Ankunft holst du am Flughafen deinen reservierten Wagen ab und kannst dich auf die etwa zweieinhalbstündige Fahrt Richtung der ersten Inseln machen. Tipp: Direktflüge aus Deutschland gibt es nicht, am bequemsten fliegst du mit Lufthansa oder SAS von München, Frankfurt oder Düsseldorf über Oslo nach Evenes.

Die Hauptverkehrsader des gesamten Archipels ist die landschaftlich reizvolle Straße mit der Bezeichnung E10, die sich vom Festland bis ganz in den Süden ins Dörfchen Å windet. Obwohl es sich um die wichtigste Trasse handelt, stell dich darauf ein, dass es oft nur eine schmale zweispurige Straße ist, auf der sich im Sommer zudem eine riesige Menge langsamer Wohnmobile bewegt. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind in Norwegen streng, die Bußgelder astronomisch und Überholen ist an vielen Stellen praktisch unmöglich – wappne deine Nerven also mit Geduld.

Was die Mautgebühren angeht, sind die Lofoten selbst überwiegend ohne Mautstationen, aber wenn du vom Festland anreist oder einige neuere Tunnel nutzt, kommst du um die ein oder andere Gebühr nicht herum. Die Vermietungen statten die Autos meist mit einer automatischen AutoPass-Box aus, die die Maut erfasst und sie dir anschließend von der Karte abbucht. Fähren auf kürzeren Strecken funktionieren ähnlich, das System scannt automatisch dein Kennzeichen und du musst dich um nichts kümmern.

Das Parken an beliebten touristischen Zielen ist in den letzten Jahren zu einem recht teuren Spaß geworden, deshalb solltest du dir unbedingt die App EasyPark herunterladen, die in ganz Skandinavien funktioniert. In beliebten Dörfern wie Reine zahlst du für eine Stunde Parken ruhig 35 bis 50 NOK (rund 3 bis 4,50 €). Zum groben Budget für 2026 muss man hinzufügen, dass Norwegen einfach teuer ist – rechne etwa mit einem Kurs von 1 NOK = 0,09 € und kalkuliere für einen normalen Supermarkteinkauf rund das Doppelte dessen ein, was du zu Hause zahlst.

Wo wir schon beim Einkaufen sind: Deine Rettung werden Ketten wie Rema 1000, Kiwi oder Coop Extra sein, wo du Grundzutaten zu relativ erträglichen Preisen bekommst. Restaurants sind hier extrem teuer, ein Hauptgericht kostet üblicherweise 300 bis 500 NOK (etwa 27 bis 45 €). Wenn du dein Budget im Auge behalten möchtest, empfehle ich, eine Unterkunft mit eigener Küche zu buchen, wo du Frühstück und Abendessen zubereiten kannst und tagsüber mit eingepackten Picknicks auskommst.

Reiseroute Tag für Tag

Diese Reiseroute ist so konzipiert, dass du den Stress des ständigen Packens minimierst und trotzdem das Beste siehst. Wir starten im Nordosten und arbeiten uns nach und nach in den wilden Süden vor, wobei in der Wochenmitte ein Stützpunktwechsel auf dich wartet. Bewusst fährst du nirgends länger als zwei Stunden am Stück, damit du genug Zeit für spontane Stopps und das Genießen der Landschaft hast.

Tag 1: Ankunft in Evenes und Fahrt zum nördlichen Stützpunkt

Der erste Tag steht ganz im Zeichen von Logistik, langen Fahrten und dem Aufsaugen der ersten Eindrücke der arktischen Landschaft. Sobald du nach einem eventuellen Zwischenstopp in Oslo auf dem Flughafen Harstad/Narvik (kurz Evenes) landest, holst du deinen reservierten Wagen bei der Vermietung ab und brichst auf der Straße E10 Richtung Südwesten auf. Dich erwartet eine etwa 160 Kilometer lange Auftaktstrecke, die dich entlang tiefer Fjorde führt, wobei sich vor dir immer dramatischere Berge auftun und du eine klare Vorstellung davon bekommst, was dich in den kommenden Tagen erwartet.

Nach etwa anderthalb Stunden Fahrt empfehle ich, einen praktischen Stopp im Städtchen Sortland einzulegen, das als natürlicher kommerzieller Knotenpunkt der gesamten Region dient. Du findest hier einen großen Coop-Extra-Supermarkt, wo der absolut ideale Zeitpunkt ist, die ersten Lebensmittelvorräte für den Abend und den nächsten Morgen einzukaufen – sei es frisches Brot, Käse oder Haferbrei. Ein kurzer Spaziergang entlang der Uferpromenade hilft dir, nach dem langen Flug die Beine zu vertreten, tief die frische Luft einzuatmen und neue Energie für den letzten Streckenabschnitt zu tanken.

Dein heutiges Ziel ist das Fischerdorf Henningsvær, das oft als Venedig des Nordens bezeichnet wird und als dein erster strategischer Stützpunkt dient. Sobald du dich in einem traditionellen hölzernen Rorbu-Häuschen eingerichtet hast, mach dich auf einen abendlichen Spaziergang durch die engen Gassen und vergiss nicht, einen Blick auf den ikonischen Fußballplatz zu werfen, der atemberaubend direkt in eine felsige Insel gemeißelt ist.

💡 Tipp: Wenn du nach der langen Fahrt nicht kochen möchtest, geh zum Abendessen ins hippe Zentrum Trevarefabrikken, eine ehemalige Fischölfabrik. Sie haben hier eine fantastische Atmosphäre und eine tolle vegetarische Pizza, die du mit einem unvergesslichen Blick direkt auf den offenen Ozean genießen kannst.

Tag 2: Rückkehr zu den Wikingern und die weißen Strände von Gimsøy

Nach einer ruhigen ersten Nacht und einem ausgiebigen Frühstück erwartet dich eine Reise in die faszinierende norwegische Geschichte, für die du etwa fünfundvierzig Kilometer Richtung Westen fährst. Steuere das Dörfchen Borg an, wo sich das berühmte Lofotr Viking Museum befindet, wobei dich die einstündige Fahrt selbst durch wunderschöne grüne Täler führt, die in scharfem Kontrast zu den dunklen Bergen im Hintergrund stehen – du wirst also bestimmt mehrmals zum Fotografieren anhalten.

Das Hauptzugpferd des Museums ist das gewaltige rekonstruierte Wikinger-Langhaus, das genau am Ort der ursprünglichen archäologischen Ausgrabungen errichtet wurde und Punkt halb elf vormittags öffnet. Drinnen umweht dich die dunkle Atmosphäre vergangener Zeiten, überall riecht es nach Rauch vom offenen Feuer und Guides in historischen Kostümen bringen dir das raue Leben der damaligen Häuptlinge anschaulich näher. In den Sommermonaten weiden hier frei Schafe und Schweine und du kannst sogar auf dem nahegelegenen See in einer Replik eines echten Wikingerschiffs fahren.

Nach dem Mittagessen, das du in Form eines Picknicks im ruhigen Museumsgarten ausbreiten kannst, richte die Navigation auf die dreißig Kilometer entfernte Insel Gimsøy aus. Sie ist geomorphologisch völlig anders als der Rest der Lofoten, nämlich überwiegend flach und von wilden Winden umweht. Steuere die Farm Hov Gård an, wo auf den schneeweißen Sandstränden robuste isländische Pferde frei umherspazieren, was eine absolut magische und fotogene Kulisse schafft.

💡 Tipp: Mach einen Stopp auf einen Nachmittagskaffee im Restaurant Låven, das direkt an die Pferdefarm grenzt. Von ihrer gemütlichen Terrasse hast du einen schönen Blick auf den Strand von Hov und das aufgewühlte Meer, während du dich langsam mit einem heißen Getränk aufwärmst.

Tag 3: Stille Fahrt in den Trollfjord und die Umgebung von Svolvær

Am dritten Tag ist es Zeit, aufs Meer hinauszufahren und eines der größten Naturwunder der gesamten Region zu erleben, das du nach einer kurzen halbstündigen Fahrt erreichst. Fahre morgens ins fünfundzwanzig Kilometer entfernte Svolvær, die Hauptstadt der Lofoten, wo du bequem am Hafenterminal mit der App EasyPark parkst. Bereite dich auf das Einschiffen vor – Tickets für die beliebte Bootsfahrt empfehle ich rechtzeitig über GetYourGuide zu reservieren, damit du deinen Platz sicher hast.

Die beste Art, den schmalen Trollfjord zu erkunden, ist die Nutzung des Hybrid-Elektro-Katamarans Brim Explorer, der riesige Fenster und ein beheiztes Café im Inneren bietet. Dieses einzigartige Boot fährt auf offener See mit normalem Antrieb, doch sobald es sich dem Fjord nähert, schaltet es auf leise Batterien um und du gleitest in völliger Stille in die Schlucht. Die steilen Felswände erheben sich hier Hunderte Meter senkrecht aus dem Wasser und mit etwas Glück kreisen majestätische Seeadler über dir.

Nach der Rückkehr von der halbtägigen Fahrt kannst du in Ruhe das Zentrum von Svolvær durchstreifen, das jede Menge Cafés, kleinere Galerien oder etwa die eisige Magic-Ice-Bar bietet. Wenn du die Meeresfauna magst, fahre noch fünfzehn Kilometer nach Süden ins nahegelegene Dörfchen Kabelvåg, wo sich das beliebte Lofoten-Aquarium befindet. Hier erfährst du viel über das fragile Ökosystem des Nordmeers und kannst auch die populäre Otterfütterung erwischen, die um zwei Uhr nachmittags oder um halb sechs abends stattfindet.

💡 Tipp: Nutze den Abend in Henningsvær zum gemütlichen Kofferpacken, denn morgen wartet die große Fahrt in den Süden auf dich. Außerdem empfehle ich, sämtliche Vorräte aus dem Kühlschrank aufzubrauchen, damit du dich morgens nicht aufhalten musst und früh losfahren kannst.

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Tag 4: Der große Umzug in den Süden über den Strand von Haukland

Heute erwartet dich der längste Reisetag, denn du legst ganze 165 Kilometer zurück, aber wir teilen die Strecke klug in mehrere schöne Stopps auf, sodass es dir gar nicht so vorkommt. Verabschiede dich nach dem Frühstück von Henningsvær und brich auf der Straße E10 Richtung Westen auf. Nach etwa fünfzig Kilometern und einer Stunde Fahrt erreichst du die Stadt Leknes, die zwar nicht gerade vor Schönheit strotzt, aber ein wichtiges Verwaltungszentrum mit großen Coop-Extra-Supermärkten ist, wo der absolut ideale Zeitpunkt ist, die Lebensmittelvorräte für die nächsten vier Tage aufzustocken.

Nur zehn Kilometer hinter Leknes befindet sich einer der absoluten Höhepunkte des gesamten Archipels: der berühmte Strand Hauklandstranda. Der weiße Sand und das unglaublich türkisfarbene Wasser geben dir für einen Moment das Gefühl, irgendwo in der Karibik gelandet zu sein – bis du die eisige Wassertemperatur testest 😅. Begib dich unbedingt auf den wunderschönen flachen Spaziergang entlang der Küste, der Haukland mit dem benachbarten Strand Uttakleiv verbindet und etwa eineinhalb Kilometer fantastischer Ausblicke auf den offenen Ozean bietet.

Am Nachmittag fährst du eine weitere Stunde nach Süden über die Insel Flakstadøya, wo du kurz am Strand Skagsanden anhalten kannst, einem sehr beliebten Ort bei Surfern und Fotografen. Die Straße beginnt sich hier dramatisch zu winden, die Berge werden immer steiler und du kommst nach und nach in die ikonische Region rund um Reine und Hamnøy, wo dein zweiter Stützpunkt für den Rest des Aufenthalts auf dich wartet.

💡 Tipp: Zur Unterkunft in dieser Region empfehle ich von Herzen die ikonischen roten Häuschen Eliassen Rorbuer in Hamnøy oder die benachbarten Sakrisøy Rorbuer. Sie sind zwar teurer, aber der atemberaubende Blick aus dem Fenster direkt auf den majestätischen Berg Festvågtind ist das Geld schlichtweg wert.

Tag 5: Das ikonische Reine und das Ende der Welt im Dörfchen Å

Verordne dir nach dem gestrigen großen Umzug ein etwas gemächlicheres Tempo und brich auf, um das absolut meistfotografierte Städtchen ganz Norwegens zu erkunden. Ein Spaziergang durch Reine ist schon für sich genommen ein großes Erlebnis, denn hier siehst du die ikonischsten Kulissen, die du hundertprozentig von Postkarten kennst. Parke auf dem Hauptparkplatz am Ortsrand, wo du 35 NOK (rund 3 €) pro Stunde einplanen solltest, und begib dich zu Fuß zwischen die traditionellen Fischerhütten, die sich malerisch auf der ruhigen Fjordoberfläche spiegeln.

Wenn du dich an den Ausblicken von Reine ausreichend sattgesehen hast, fahre mit dem Auto etwa zehn Kilometer weiter zum eigentlichen Ende der Straße E10, wo das malerische Dörfchen mit dem kürzesten Namen der Welt liegt, das schlicht Å heißt. Die Straße endet hier einfach und dahinter erstreckt sich nur noch der wilde Ozean. Das Dörfchen ist für seine traditionellen Kabeljau-Trockengestelle berühmt, die man Stockfisch nennt, und das lokale Museum, das diesem Phänomen gewidmet ist, bringt dir die raue Geschichte der Lofoten-Fischer hervorragend näher.

Die Rückfahrt kannst du angenehm mit einem Stopp am abgelegeneren Strand Storsandnes verlängern, der nur fünfzehn Fahrminuten von Hamnøy entfernt liegt und zudem kostenloses Parken bietet. Er ist meist deutlich ruhiger als das beliebte Haukland und ist ein absolut idealer Ort, an dem du einfach auf den Kieseln sitzen, dem Rauschen der Wellen lauschen und die wechselhaften arktischen Wolken über dir beobachten kannst.

💡 Tipp: Im Ort Å darfst du auf keinen Fall die berühmte Bäckerei Bakeri Å verpassen, die ihr Gebäck auf traditionelle Weise im ursprünglichen Ofen aus dem 19. Jahrhundert zubereitet. Ihre frischen Zimtschnecken sind weit und breit berühmt und gehören zum Nachmittagskaffee schlichtweg unverzichtbar dazu.

Tag 6: Der abgeschnittene Strand Bunes und die arktische Karibik

Lass das Auto am vorletzten Tag verdient auf dem Parkplatz ruhen und begib dich auf einen fantastischen Ausflug, der Bootsfahrt und Wandern perfekt kombiniert. Fahre morgens zum Hafen in Reine, von wo Punkt neun Uhr morgens die lokale Fähre Richtung der abgelegenen Siedlung Vindstad ausläuft. Es handelt sich um eine Art Wasser-Bus, der in erster Linie den Einheimischen dient, deshalb solltest du dir die Tickets in der Sommersaison unbedingt vorab reservieren, denn hier ist es meist ziemlich voll.

Die fünfundzwanzigminütige Fahrt über den Reinefjorden ist selbst schon ein wunderschönes Erlebnis, aber das Eigentliche erwartet dich erst nach dem Aussteigen am Ziel. Vom Steg in Vindstad führt ein etwa zwei Kilometer langer und leicht welliger Pfad mit einem Höhenunterschied von nur achtzig Metern, der dich sicher auf die andere Seite der Insel bringt. Dort tut sich vor dir aus dem Nichts der riesige Sandstrand Bunes Beach auf, der von drei Seiten fest von massiven Granitwänden umschlossen ist.

Der Maßstab dieses Ortes ist absolut überwältigend und menschliche Gestalten sehen hier aus der Ferne wie winzige Ameisen aus. Breite auf dem feinen Sand eine Picknickdecke aus, sauge die Energie der umliegenden Gipfel auf und genieße das Gefühl völliger Abgeschiedenheit von der Zivilisation. Nach der Rückfahrt mit der Fähre nach Reine kannst du dir einen gemütlichen Spaziergang am frühen Abend entlang der umliegenden gelben Häuschen auf der kleinen Insel Sakrisøy gönnen.

💡 Tipp: Halte am berühmten gelben Häuschen Anita’s Sjømat auf der Insel Sakrisøy. Die lokale Spezialität sind hier die berühmten Fischburger, wegen denen Touristen aus aller Welt herkommen, und wenn du pflanzliche Kost bevorzugst, findest du hier auch tollen Käse und lokale Delikatessen, die du mit Genuss draußen auf der Bank essen kannst.

Tag 7: Versteckte Juwelen von Fredvang, die Glasbläser in Vikten und Abreise

Deine Lofoten-Woche neigt sich langsam dem Ende zu, aber vor der langen Fahrt zum Flughafen erwarten uns noch letzte schöne Orte, die zu verpassen schade wäre. Verabschiede dich morgens endgültig von deinem gemütlichen Rorbu in Reine und brich Richtung Norden auf. Gleich hinter dem Dörfchen Flakstad biege zur Siedlung Fredvang ab, zu der sehr fotogene und elegant geschwungene Brücken führen, die wirken, als würden sie magisch über dem türkisfarbenen Wasser schweben des tiefen Fjords.

Hinter den Brücken fahre etwa zwei Kilometer bis ans Ende der Straße, wo der schöne und von Touristen oft übersehene Strand Yttersand liegt. Spaziere über den weißen Sand und genieße die letzten Atemzüge frischer arktischer Luft. Kehre dann auf die Hauptstrecke zurück und mach einen etwa vierzigminütigen Abstecher in die Siedlung Vikten, wo du auf die berühmte Glasbläserwerkstatt Glasshytta stößt. Sie ist architektonisch ungemein interessant direkt in die raue Küste eingebettet und du kannst hier die Glasbläsermeister direkt bei ihrer anspruchsvollen Arbeit beobachten.

Dann erwartet dich leider nur noch das Unvermeidliche, und das ist die etwa 260 Kilometer lange Fahrt zurück aufs Festland zum Flughafen Evenes. Diese lange Strecke teilst du dir am besten in mehrere kürzere Abschnitte mit maximal zweistündigen Intervallen auf, damit du am Steuer nicht unnötig ermüdest. Die letzten atemberaubenden Anblicke der verschneiten Berggipfel leisten dir bis zum Flughafenterminal stille Gesellschaft.

💡 Tipp: Wenn du auf dem Rückweg genug Zeit hast, kannst du einen Besuch der Ziegenfarm Aalan Gård in Bøstad versuchen. Sie bietet fantastischen hausgemachten Käse und eine freundliche Atmosphäre, vergiss nur nicht, vorab ihre aktuellen Öffnungszeiten zu überprüfen.

Wo du entlang der Route übernachtest

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu kaufen.

Wie schon ganz am Anfang gesagt, ist das tägliche Kofferpacken auf den Lofoten absolut unnötiger Stress, und die Strategie des Basislagers ist der Schlüssel zu einem entspannten Urlaub. Die Aufteilung des Aufenthalts auf zwei strategische Stützpunkte erweist sich als der bestmögliche Kompromiss, um das Maximum der Inseln zu sehen, ohne das beklemmende Gefühl, den ganzen Urlaub nur im Auto eingesperrt zu verbringen. Die Unterkunft in traditionellen Fischerhütten, die man Rorbu nennt, ist schlichtweg ein Muss und gehört zu einem Norwegen-Besuch unverzichtbar dazu.

Für die erste Wochenhälfte im Norden empfehle ich, eine Unterkunft in der Umgebung des romantischen Henningsvær oder des praktischeren Svolvær zu suchen. Henningsvær bietet eine fantastische Atmosphäre, jede Menge hervorragender Cafés und das Gefühl, wirklich direkt am Meer zu wohnen. Svolvær wiederum ist hinsichtlich Einkäufen oder Abfahrten zu Bootstouren viel besser ausgestattet. Beide Orte bieten dir eine tolle Ausgangsposition, um die Wikingergeschichte zu entdecken und die nördlicheren Strände zu erkunden.

Für die zweite Wochenhälfte im Süden ist die Region rund um Reine, Hamnøy oder Sakrisøy die klare Wahl, wo all diese berühmten Fotos von den Titelseiten der Reiseberichte entstehen. Du musst aber damit rechnen, dass die Preise für Unterkünfte hier in der Sommersaison in astronomische Höhen klettern, oft auch bis zu 300 € pro Nacht, und kostenlose Parkplätze blitzschnell verschwinden. Für diesen Preis bekommst du aber einen magischen Blick auf die spitzen Berge direkt aus deinem Bett, was ein Erlebnis fürs ganze Leben ist.

Wenn du aus irgendeinem Grund die ganze Woche nur an einem Ort verbringen und überhaupt nicht umziehen möchtest, ist die Umgebung der Stadt Leknes oder das authentische Fischerdorf Ballstad der ideale Standort. Diese Orte liegen genau in der Mitte des Archipels, sodass du es zum rauen Norden und zum fotogenen Süden etwa gleich weit hast und dir jede Menge Nerven sparst. Vielleicht entgeht dir der ikonischste Blick direkt aus dem Fenster, aber du gewinnst maximale Ruhe, die Nähe zu großen Supermärkten und einen fantastischen logistischen Vorteil. Eine schöne und preislich erschwinglichere Wahl in der Mitte der Lofoten ist zum Beispiel der Komplex Kræmmervika Havn in Ballstad, der eine wunderbar raue und ursprüngliche Atmosphäre bewahrt, oder die luxuriösere Hattvika Lodge.

Wohin als Nächstes

Wenn dich dieser Plan angefixt hat und du noch mehr Details über das nordische Paradies erfahren möchtest, habe ich für dich weitere nützliche Materialien vorbereitet, die dir die Planung erleichtern.

Häufig gestellte Fragen

Fallen auf den Straßen der Lofoten Mautgebühren an?

Die Inselgruppe selbst ist größtenteils von Mautgebühren befreit, die Straße E10 ist auf den Inseln meist kostenlos. Wenn Sie jedoch vom Festland über den Flughafen Evenes anreisen oder die neuen Unterseetunnel nutzen, kommen Sie um Gebühren nicht herum. Autovermietungen statten ihre Fahrzeuge standardmäßig mit einer AutoPass-Box aus, die alles automatisch erfasst, und der Betrag wird Ihnen am Ende der Mietzeit einfach von der Kreditkarte abgebucht.

Brauche ich in Norwegen Bargeld dabei?

Auf keinen Fall, Norwegen ist eine der bargeldlosesten Gesellschaften der Welt. Mit Karte zahlen Sie absolut überall, von Parkautomaten über den Brötchenkauf im Supermarkt bis hin zu den abgelegensten Cafés am Ende der Welt. Physische norwegische Kronen werden Sie während der gesamten Reise wahrscheinlich gar nicht zu Gesicht bekommen, also müssen Sie sich mit dem Geldwechsel in Wechselstuben überhaupt nicht herumschlagen.

Wie ist das mit Mücken und lästigen Insekten?

Im Gegensatz zum norwegischen Binnenland oder Finnland, wo Mücken im Sommer buchstäblich ein Albtraum sein können, haben Sie auf den Lofoten dank des starken Seewinds meist Ruhe. Insekten halten sich hier eher in den Sümpfen im Landesinneren auf, aber an der Küste und in den Dörfchen werden sie Sie nicht belästigen. Trotzdem sollten Sie ein zuverlässiges Mückenspray sicherheitshalber im Koffer haben, falls es mal nicht windig sein sollte.

Kann man im Meer baden?

Das hängt davon ab, wie abgehärtet Sie sind 😅. Im Sommer liegt die Temperatur des Europäischen Nordmeers bei etwa 10 bis 13 °C, was für den durchschnittlichen Mitteleuropäer eher für eine schnelle Abkühlung und ein Foto taugt als zum Schwimmen. Das türkisfarbene Wasser an Stränden wie Haukland lockt zwar, aber die meisten Menschen belassen es beim Knöcheltief-Waten, während sich nur die Mutigsten ins vollständige Eintauchen wagen.

Was sollte ich unbedingt zum Anziehen einpacken?

Der Schlüssel zum Erfolg auf den Lofoten ist das Zwiebelprinzip bei der Kleidung, denn innerhalb weniger Stunden erleben Sie alle Jahreszeiten. Das wichtigste Kleidungsstück ist eine hochwertige wasserdichte und windfeste Jacke, dazu kommen Merino-Shirts, ein warmer Pullover und bequeme Trekkinghosen. Vergessen Sie auf keinen Fall feste und wasserdichte Schuhe, denn das Gelände ist hier oft durchnässt und matschig.

Haben Lebensmittelgeschäfte jeden Tag geöffnet?

In Norwegen gelten ziemlich strenge Regeln für den Sonntagsverkauf. Die meisten großen Supermärkte wie Rema 1000 oder Kiwi haben sonntags geschlossen, daher sollten Sie Ihre Wochenendvorräte immer schon am Samstagnachmittag einkaufen. Eine Ausnahme bilden nur einige kleinere Spätis vom Typ Joker, die begrenzte Sonntagsöffnungszeiten haben können, aber das Sortiment ist dort meist schwächer und die Preise deutlich höher.

Werde ich im Sommer Polarlichter sehen?

Leider nein. Von Ende Mai bis Mitte Juli herrscht auf den Lofoten das Phänomen der Mitternachtssonne, sodass es draußen 24 Stunden am Tag hell ist. Auch im August ist der Himmel noch nicht dunkel genug, um Polarlichter beobachten zu können. Wenn Ihr Hauptziel Polarlichter sind, müssen Sie die Reise für die Zeit von Ende September bis März planen, wenn die Nächte hier lang und dunkel sind.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Saint-Malo, Frankreich: 12 Tipps, was man 2026 sehen und erleben kann

TL;DRSaint-Malo in der Bretagne wartet mit 12 Haupttipps auf, darunter ein Spaziergang auf den fast zwei Kilometer langen Stadtmauern Intra-Muros, ein Ausflug zur Insel Grand Bé mit dem Grab von Chateaubriand, die Festung Fort National und die beeindruckenden Gezeiten, die hier einen Unterschied von bis zu 12 Metern erreichen. Lohnende Ausflüge führen außerdem nach Dinard (10 Minuten mit dem Boot), ins mittelalterliche Dinan, in den Hafen von Cancale mit 15.000 Tonnen Austern pro Jahr und zum Kap Pointe du Grouin. Für die Stadt selbst reicht ein Tag, fürs Umland plan lieber drei Tage ein. Am besten reist du im Juni oder September, wenn weniger Touristen da sind. Die Fahrt aus Paris mit dem TGV dauert knapp drei Stunden, und ein gutes Zimmer kostet in der Saison 2026 zwischen 120 und 180 Euro pro Nacht.

Wenn von Frankreich die Rede ist, denken die meisten sofort an Lavendelfelder in der Provence, träge Nachmittage mit einem Glas Roséwein oder das romantische Paris. Doch Saint-Malo in Frankreich ist eine völlig andere Welt. Du befindest dich im rauen Nordwesten, am äußersten Rand des Kontinents, wo das Festland einen ewigen Kampf mit dem Atlantik führt. Die Bretagne ist nicht glattgebügelt – sie ist ein Land aus Granit, Salz, scharfem Wind und unglaublich stolzem keltischem Erbe.

Die Einheimischen fühlen sich oft zuerst als Bretonen und erst danach als Franzosen. Sie haben ihre eigene Sprache, die allgegenwärtige schwarz-weiße Flagge Gwenn-ha-du und einen etwas anderen Blick darauf, wie das Leben aussehen sollte. Nach Saint-Malo fährt man nicht, um auf der Liege zu bräunen, sondern wegen der rauen Natur, der atemberaubenden Klippen und der unglaublichen Geschichte furchtloser Korsaren.

In diesem Artikel schauen wir uns gemeinsam 12 Tipps an, was man in Saint-Malo sehen und erleben kann, damit du aus diesem faszinierenden Winkel Frankreichs das Maximum herausholst. Ich verrate dir, wie du den Menschenmassen entgehst, wo du die beste Unterkunft findest und wie die extremen Gezeiten hier funktionieren, die so manchen unvorbereiteten Reisenden überraschen. Halte deine Regenjacke bereit – wir werden sie brauchen.

Zusammenfassung

  • Das Herzstück ist die Stadtmauer von Intra-Muros: Die historische Altstadt ist von mächtigen Mauern umgeben, auf denen man rundherum spazieren kann.
  • Achtung vor den Gezeiten: Die Bucht von Saint-Malo hat einen der größten Tidenhübe Europas, das Wasser steigt extrem schnell.
  • Stadt der Korsaren: Du wirst feststellen, dass die örtlichen Helden keine gewöhnlichen Piraten waren, sondern vom Staat bezahlte Korsaren, die fremde Schiffe überfielen.
  • Das Wetter ist unberechenbar: Selbst im August kann dich ein heftiger Atlantiksturm überraschen, gute Funktionskleidung im Zwiebellook ist absolut notwendig.
  • Paradies für Vegetarier und Meeresliebhaber: Grundlage der lokalen Küche sind herzhafte Buchweizen-Galettes, literweise trockener Cidre und für Mutige die berühmten Austern aus dem nahen Cancale.
  • Ideale Ausflüge in die Umgebung: Lass dir das mittelalterliche Dinan, das elegante Dinard oder das wilde Kap Pointe du Grouin nicht entgehen.

Wann nach Saint-Malo reisen und wie man hinkommt

Die Bretagne schenkt dir nie etwas ganz umsonst, und ihre größte Hürde ist meist genau das Wetter. Ein bretonischer Spruch besagt augenzwinkernd, dass es in der Bretagne mehrmals am Tag schön ist. Das Wetter wechselt hier extrem schnell, sodass am sonnigen Himmel urplötzlich schwere Wolken auftauchen können und dich starker Wind mit Regen selbst mitten im August peitscht. Einen gewöhnlichen Regenschirm lässt du am besten gleich zu Hause, denn der Atlantiksturm würde ihn in einer Minute in ein unbrauchbares Häufchen verbogener Drähte verwandeln. Viel bessere Dienste leistet dir eine gute Regenjacke, die hier „ciré“ genannt wird. Wenn du dir die traditionelle gelbe Variante zulegst, passt du perfekt zu den Einheimischen und bildest auf den Fotos einen schönen Kontrast zum grauen Granit.

Trotz der Wetterlaunen ist ein Sommerbesuch ein großer Vorteil. Während sich der Süden Frankreichs im Juli und August bei vierzig Grad backt und unter dem Touristenansturm erstickt, bietet die Bretagne atembare Luft und erfrischende Kühle. Im Sommer finden hier außerdem oft die sogenannten Fest-Noz statt – traditionelle nächtliche Feste voller lebendiger keltischer Musik, Tänze im Kreis und reichlich Cidre. Der ideale Kompromiss für eine Reise ohne die größten Menschenmassen sind Juni oder September, wenn das Meer zwar noch kalt, die Tage aber noch angenehm lang sind.

Die Anreise nach Saint-Malo ist relativ unkompliziert. Aus Deutschland fliegst du am besten mit Eurowings oder Lufthansa nach Paris oder Rennes und steigst dann auf die Bahn um. Die schnellste Variante ist der Hochgeschwindigkeitszug TGV, mit dem du von Paris in knapp drei Stunden hier bist. Das ist eine fantastische Zeit für alle, die nur die Stadt selbst und ihre nähere Umgebung erkunden wollen. Wenn du aber auch die wilden Klippen, entlegeneren Leuchttürme und malerischen Küstenörtchen entdecken willst, brauchst du unbedingt ein eigenes oder gemietetes Auto. Der öffentliche Verkehr außerhalb der großen Städte funktioniert in der Bretagne eher sporadisch, und an die schönsten abgelegenen Orte kommst du mit dem Bus schlichtweg nicht.

Wo man in Saint-Malo übernachtet

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich, über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Bei der Wahl deines strategischen Stützpunktes hast du grundsätzlich zwei Hauptoptionen, die sich in Atmosphäre und Preis erheblich unterscheiden. Das größte Erlebnis ist natürlich eine Unterkunft direkt in Intra-Muros, also innerhalb der alten Festungsstadt. Du schläfst in engen steinernen Gassen, holst dir morgens im Bademantel frisches Gebäck aus der nächsten Bäckerei und kannst abends im Schein der Straßenlaternen über die leeren Mauern spazieren. Der Preis für diese Romantik sind allerdings höhere Kosten und ein riesiges Parkplatzproblem, denn ins historische Zentrum kommst du mit dem Auto nur sehr schwer und Parkplätze gibt es hier praktisch nicht.

Die zweite und für Autofahrer oft praktischere Variante ist das Viertel entlang des Strandes Sillon oder das ruhigere Saint-Servan. Die dortigen Hotels bieten herrliche Ausblicke direkt auf den offenen Ozean und verfügen oft über eigene Parkmöglichkeiten oder zumindest einfacheres Parken auf der Straße. Ins historische Zentrum ist es von hier nur ein angenehmer zwanzigminütiger Spaziergang entlang der befestigten Uferpromenade. Erwäge auch die Möglichkeit, im nahen mittelalterlichen Dinan zu übernachten, das als hervorragende und etwas ruhigere Basis zum Erkunden der ganzen Region dient. Für 2026 solltest du damit rechnen, dass ein gutes Doppelzimmer in der Saison etwa 120 bis 180 Euro pro Nacht kostet.

Bei der Unterkunft empfehle ich dir dringend, nicht zu zögern und alles über Booking.com mehrere Monate im Voraus zu reservieren. Von den konkreten Hotels ist das luxuriöse Hôtel Le Nouveau Monde erwähnenswert, das direkt am Strand liegt und unvergessliche Meerblicke sowie ein tolles Hotel-Spa zum Aufwärmen nach windigen Spaziergängen bietet. Wenn du etwas direkt im Herzen der Mauern suchst, bietet das Hôtel de la Cité eine zauberhafte Atmosphäre, von dem aus du es zu den historischen Sehenswürdigkeiten buchstäblich nur ein paar Schritte hast. Für Reisende mit knapperem Budget ist das Ibis Styles Saint Malo Port eine ausgezeichnete Wahl, das ein Stück vom Hafen entfernt liegt und ein super Preis-Leistungs-Verhältnis inklusive reichhaltigem Frühstück bietet.

12 Tipps, was man in Saint-Malo sehen und erleben kann

Saint-Malo ist eine stolze Stadt, die sich seit Jahrhunderten ausschließlich dem Meer und seinem ungezähmten Rhythmus verschreibt. Ich habe für dich zwölf konkrete Orte und Erlebnisse vorbereitet, die du bei deinem Besuch auf keinen Fall verpassen solltest.

1. Spaziergang auf den majestätischen Mauern der Altstadt Intra-Muros

Die steinernen Stadtmauern, die das historische Zentrum umschließen, sind eine absolute Ikone der Stadt und der erste Ort, zu dem deine Schritte führen sollten. Der gesamte Rundweg misst knapp zwei Kilometer und bietet die allerbesten Panoramablicke auf die Stadt und die Bucht. Auf der einen Seite blickst du in das Gewirr enger gepflasterter Gassen voller gemütlicher Crêperien, während sich auf der anderen Seite der endlose Horizont des Atlantiks mit verstreuten Inselchen und Festungen vor dir öffnet. Beim Spaziergang fällt dir bestimmt die allgegenwärtige schwarz-weiße bretonische Flagge Gwenn-ha-du auf, die an jeder Ecke stolz weht und an die starke keltische Identität der Einheimischen erinnert.

Auf die Mauern gelangst du über mehrere unscheinbare Steintreppen, wobei du den beliebtesten Aufgang am Haupttor Porte Saint-Vincent findest. Genau hier beginnt die wahre Atmosphäre des alten Hafens. Ich empfehle, den Spaziergang auf den späten Nachmittag oder frühen Abend zu legen, wenn die sinkende Sonne die kargen Granitsteine in warme Töne taucht und der Seewind meist etwas von seiner Aggressivität verliert. Unterwegs triffst du auf viele kleine Nischen, Wachttürme und bronzene Kanonen, die noch heute aufs offene Meer zielen.

💡 Tipp: Wenn du die besten Fotos ohne Hunderte weiterer Touristen machen willst, geh früh morgens auf die Mauern. Die meisten Ausflügler frühstücken dann noch und du hast die gesamte steinerne Promenade und die Blicke aufs erwachende Meer fast für dich allein.

2. Cité Corsaire und die faszinierende Piratengeschichte

Saint-Malo war nicht irgendein französischer Hafen, sondern der gefürchtete Sitz der Korsaren. Anders als gewöhnliche Piraten waren die Korsaren vom Staat legitimierte Seefahrer, die vom französischen König eine offizielle Erlaubnis hatten, feindliche Handelsschiffe (vor allem die englischen) zu überfallen und reiche Beute mitzunehmen. Der bekannteste von ihnen war Robert Surcouf, dessen große Bronzestatue heute stolz mit dem Finger direkt in Richtung England zeigt und an die Zeit erinnert, in der die örtlichen Seefahrer vor niemandem zurückschreckten. Die ganze Stadt atmet bis heute diese rebellische Atmosphäre, und das korsarische Erbe findest du in den Namen der Straßen und Restaurants wieder.

Beim Schlendern durch die verwinkelten Gassen der Cité Corsaire ist es schwer zu glauben, dass die Stadt im Zweiten Weltkrieg fast dem Erdboden gleichgemacht wurde. Im August 1944 zerstörten sie heftige amerikanische Bombardierungen und die folgenden Brände, wobei von der ursprünglichen Bebauung nur etwa zwanzig Prozent übrig blieben. Die Franzosen bewiesen jedoch unglaublichen Willen und bauten die Stadt buchstäblich Stein für Stein nach den ursprünglichen historischen Plänen wieder auf, sodass sie heute absolut authentisch wirkt.

💡 Tipp: Halt bei der Kathedrale Saint-Vincent im Herzen der Altstadt. Ihre wunderschönen Buntglasfenster sind zwar moderne Nachkriegsarbeit, verleihen dem dunklen steinernen Innenraum aber eine unglaublich mystische und farbenfrohe Atmosphäre.

3. Das Phänomen der gewaltigen Gezeiten

Die Bucht zwischen der Bretagne und der Normandie birgt ein faszinierendes Naturschauspiel, wegen dem Menschen aus aller Welt hierherkommen. Der Tidenhub gehört hier zu den größten Europas, wobei der Wasserstand um unglaubliche 12 Meter steigen und fallen kann. Bei Ebbe zieht sich das Meer kilometerweit zurück und gibt riesige Sandflächen frei, voller verschiedener Muscheln, kleiner Krebse und Reste alter verrosteter Wracks, die hier vor vielen Jahren strandeten. Dieses Schauspiel ist zwar atemberaubend, birgt aber zugleich eine enorme und oft unterschätzte Gefahr.

Das Wasser kehrt nämlich mit gewaltiger Kraft und Geschwindigkeit zur Küste zurück. Die örtlichen Warnschilder weisen gerne darauf hin, dass das Meer mit der Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes vorrückt. Jedes Jahr muss die Küstenwache Dutzende unvorsichtiger Touristen retten, die sich zu weit hinauswagten und es nicht mehr rechtzeitig zurück aufs Festland schafften. Die dramatischsten Erscheinungen (die sogenannten grandes marées) treten regelmäßig zur Tagundnachtgleiche im Frühling und Herbst auf, wenn die Wellen direkt an den Schutzwellenbrechern zerschellen und bis auf die Straße spritzen.

💡 Tipp: Prüfe immer vorab die Gezeitentabellen (horaires des marées), die an jedem Strand ausgehängt sind oder in Reise-Apps zu finden sind. Wenn du einen längeren Spaziergang über den freigelegten Meeresboden planst, behalte das Festland ständig im Blick und achte sorgfältig auf die Zeit.

4. Die Insel Grand Bé und das Grab eines berühmten Schriftstellers

Wenn sich das Meer bei Ebbe zurückzieht, öffnet sich dir ein trockener und leicht rutschiger Weg zum kleinen felsigen Inselchen Grand Bé. Dieses unscheinbare Stück Fels birgt das Grab von François-René de Chateaubriand, dem berühmten französischen Schriftsteller und stolzen Sohn der Stadt Saint-Malo. Er selbst wünschte sich in seinem Testament, gerade hier begraben zu werden, um für immer das Rauschen der wilden Atlantikwellen hören zu können, die er zu Lebzeiten so sehr liebte. Der Weg zur Insel führt über einen gepflasterten Pfad, der nur wenige Stunden am Tag sichtbar ist und eine magische Brücke zwischen Stadt und Ozean bildet.

Interessant ist, dass das Grab selbst auf ausdrücklichen Wunsch des Schriftstellers sehr schlicht ist, ohne jeglichen Namen oder pompöse Inschrift. Das klingt zwar etwas düster, aber vom Gipfel der Insel bietet sich dir ein herrlicher Blick auf die gesamte Festungsstadt aus einer völlig anderen Perspektive. Besonders schön ist es hier kurz vor Sonnenuntergang, wenn sich der Himmel violett färbt.

💡 Tipp: Bevor du nach Grand Bé aufbrichst, schau auf die Informationstafeln, wann genau der sichere Zugang endet. Wenn du dich zu lange auf der Insel aufhältst und das Wasser den Weg überflutet, bleibst du dort für weitere sechs Stunden gefangen und kommst sicher nicht um eine saftige Geldstrafe für die Rettungsaktion herum.

5. Die uneinnehmbare Festung Fort National

Ein weiteres Inseljuwel, das nur bei Ebbe aus dem Meer auftaucht, ist das majestätische Fort National. Diese uneinnehmbare Festung ließ 1689 der berühmte Militärarchitekt Vauban errichten, auf direkten Befehl König Ludwigs XIV. Ihre Hauptaufgabe war es, den Hafen vor den ständigen englischen Angriffen zu schützen – und man muss sagen, dass sie dieses strategische Ziel über Jahrhunderte absolut zuverlässig erfüllte. Die Silhouette der Festung ragt über dem umliegenden Sand wie ein riesiges Steinschiff empor und vervollständigt das typische Stadtpanorama.

Heute ist diese imposante Festung für die Öffentlichkeit zugänglich, wenn auch nur zu genau festgelegten Zeiten, die sich ausschließlich nach der Laune des Meeres richten. Ein Erwachsenenticket kostet etwa 8 Euro, und dafür bekommst du die Möglichkeit, die alten Mauern, dunklen Munitionslager zu erkunden und die Ausblicke auf die Stadt durch die Läufe alter Kanonen zu genießen. Auf dem höchsten Turm weht die französische Flagge, die dem Ort den richtigen historischen Hauch verleiht und als guter Orientierungspunkt dient.

💡 Tipp: Wenn du keinen Eintritt zahlen möchtest oder die offiziellen Öffnungszeiten gerade nicht erreichst, ist ein Spaziergang um die Festungsmauern selbst über den freigelegten Meeresboden völlig kostenlos und bietet großartige Winkel zum Fotografieren der Granitblöcke.

6. Sandstrände und das ikonische Meeresschwimmbad

Obwohl Saint-Malo gewiss kein typisches Strandziel für Sonnenanbeter ist, haben die örtlichen Sandabschnitte ihren unverwechselbaren und etwas rauen Charme. Am bekanntesten ist der riesige Plage du Sillon, der sich über fast drei Kilometer erstreckt und von faszinierenden Holzpfählen namens brise-lames gesäumt wird. Diese massiven Eichenstämme sind tief in den Sand gerammt und schützen die Uferpromenade seit Jahrzehnten vor der zerstörerischen Kraft der Winterwellen, die hier enormen Schaden anrichten können.

Direkt unter den Stadtmauern findest du dann den deutlich kleineren und geschützteren Plage de Bon-Secours. Seine größte Attraktion ist das einzigartige Meeresschwimmbad (piscine d’eau de mer), das hier bereits in den 1930er Jahren errichtet wurde. Wenn die Ebbe einsetzt und sich das Meer in die Ferne zurückzieht, bleibt im steinernen Becken Wasser zurück, das sich in der Sommersonne angenehm erwärmt. Das ermöglicht sicheres Baden auch zu Zeiten, in denen der eigentliche Ozean Hunderte Meter entfernt ist.

💡 Tipp: Das Meerwasser in der Bretagne ist wirklich sehr erfrischend und übersteigt selbst mitten im Sommer selten 18 Grad Celsius. Wenn du kein trainierter Eisschwimmer bist, pack dir zum Baden einen dünnen Neoprenanzug ein – du wirst damit am Strand sicher nicht der Einzige sein.

7. Flucht vor dem Regen ins Grand Aquarium

Wenn dich das unberechenbare bretonische Wetter doch verrät und anhaltender Regen einsetzt (was hier ziemlich oft passiert), ist das örtliche Grand Aquarium die ideale Zuflucht für die ganze Familie. Es gehört zu den allerbesten und modernsten in Frankreich und bietet ein faszinierendes Eintauchen in die Tiefen der Weltmeere. Du kannst dich auf Dutzende riesiger Becken voller bunter tropischer Fische, kleinerer Haie, Meeresschildkröten und kurioser Geschöpfe aus den kalten Atlantikgewässern freuen, die die bretonische Küste umgeben.

Das absolut größte Erlebnis ist der sogenannte Anneau des Mers. Es handelt sich um ein riesiges Rundbecken mit 360-Grad-Rundumblick, in dem du dich mitten in der Wasserwelt wiederfindest und über deinem Kopf majestätisch große Haie und elegante Rochen vorbeiziehen. Das Aquarium liegt ein Stück außerhalb der Stadt, sodass du am besten mit dem Auto oder der örtlichen Buslinie hinkommst. Tickets kannst du bequem online kaufen oder günstige Pakete über GetYourGuide suchen.

💡 Tipp: An regnerischen Sommertagen hat etwa die Hälfte der Touristen in der ganzen Region dieselbe Fluchtidee. Ich empfehle dringend, die Tickets vorab für ein konkretes Zeitfenster zu kaufen, damit du nicht in langen Schlangen an den Kassen stehen musst, die sich auch mal auf eine Stunde ausdehnen können.

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8. Kurzer Bootsausflug ins elegante Dinard

Direkt gegenüber von Saint-Malo, über die breite Mündung des Flusses Rance, liegt der malerische Badeort Dinard. Während Saint-Malo rau, steinern und piratisch ist, ist Dinard die absolute Verkörperung der Eleganz der Belle Époque. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert errichteten sich hier wohlhabende Briten und einflussreiche Pariser ihre prächtigen Ferienvillen direkt auf den steilen Klippen über dem Meer. Der Ort hat sich bis heute die herrliche Atmosphäre der guten alten Zeiten bewahrt, die die ikonischen blau-weiß gestreiften Strandzelte und eleganten Promenaden hervorragend ergänzen.

Der schönste Weg nach Dinard führt nicht über die langwierige Straße, sondern direkt über das Wasser. Vom Hafen in Saint-Malo legt regelmäßig ein kleiner Wasserbus (Bus de Mer) ab, der dich in nur zehn Minuten auf die andere Seite der Bucht bringt. Während dieser kurzen Fahrt genießt du außerdem fantastische Panoramablicke auf beide Städte und ersparst dir das lästige Umfahren der ganzen Bucht mit dem Auto in den sommerlichen Staus.

💡 Tipp: Nimm dir in Dinard unbedingt Zeit für einen Spaziergang auf dem berühmten Küstenweg Promenade au Clair de Lune. Er schlängelt sich direkt unter den felsigen Klippen entlang und bietet dir luxuriöse Ausblicke auf die opulenten historischen Villen und das glitzernde Meer.

9. Das Rance-Tal und das mittelalterliche Juwel Dinan

Wenn du dich nach einem kleinen Szenenwechsel sehnst und den windigen Ozean für eine Weile verlassen willst, mach dich ein Stück ins Landesinnere auf. Das Städtchen Dinan ist wahrscheinlich der schönste und am besten erhaltene mittelalterliche Ort in der ganzen Bretagne. Anders als die Küstenstädte erlitt es im Krieg keine so katastrophalen Schäden, sodass sich hier die ursprünglichen Fachwerkhäuser, mächtigen Steinmauern und engen verwinkelten Gassen in voller Schönheit erhalten haben, die tiefe Geschichte atmen.

Der berühmteste Ort der Stadt ist zweifellos die steile Straße Rue du Jerzual, die jäh vom historischen Zentrum bis hinunter zum Fluss Rance abfällt. Diese Straße wird von traditionellen Handwerksstätten, Kunstgalerien und kleinen Cafés gesäumt, die in märchenhaften Häusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert untergebracht sind. Ein Spaziergang durch diese Straße ist wie eine echte Zeitreise in die Tage der wohlhabenden bretonischen Händler – pass nur auf bequemes Schuhwerk auf, die Pflastersteine sind hier sehr tückisch.

💡 Tipp: Lass dir ein entspanntes Mittagessen oder einen Nachmittagskaffee direkt unten im Hafen Port de Dinan nicht entgehen. Während die Oberstadt voller steiler Hügel ist, bietet der Hafen eine flache Promenade entlang des ruhigen Flusses mit schönen Ausblicken auf das alte steinerne Viadukt.

10. Cancale und die berühmten Austern (nicht nur für Mutige)

Liebhaber von Meeresfrüchten strömen begeistert in den nahen Hafen Cancale, der zu Recht den Titel der Hauptstadt der Austern verdient hat. Dieses kleine und auf den ersten Blick unscheinbare Städtchen produziert unglaubliche 15.000 Tonnen davon pro Jahr, und ihre Zucht hat hier eine tiefe jahrhundertealte Tradition. Die örtliche Produktion ließ angeblich schon König Ludwig XIV. in großen Mengen nach Paris liefern, der auf ihre Qualität schwor.

Das authentischste Erlebnis hast du nicht in einem luxuriösen klimatisierten Restaurant, sondern direkt auf dem lebendigen Markt an der Uferpromenade (Marché aux Huîtres). Die Leute kaufen sich hier ganz selbstverständlich Plastikteller mit frisch gefangenen Austern für ein paar Euro, die Verkäufer öffnen sie ihnen blitzschnell vor Ort und geben ein Stück Zitrone dazu. Die Genießer sitzen dann auf der Steinmauer, blicken aufs Meer und werfen die leeren Schalen einfach über die Schulter hinunter an den Strand, wo bereits Millionen weiterer alter Schalen liegen. Es ist brutal einfach und absolut faszinierend zuzusehen, selbst wenn du nicht selbst kostest.

💡 Tipp: Selbst wenn du aus irgendeinem Grund keine Meeresfrüchte isst, lohnt sich ein Spaziergang an der Uferpromenade in Cancale auf jeden Fall. Bei guter Sicht zeigt sich dir in der Ferne über die Bucht die magische und unverwechselbare Silhouette der berühmten Abtei Mont-Saint-Michel.

11. Bretonische Gastronomie für Vegetarier: Galettes und Cidre

Vergiss für einen Moment die klassischen knusprigen französischen Baguettes – die Bretagne funktioniert auf ganz anderen gastronomischen Frequenzen. Der Grundstein der lokalen Küche ist die hervorragende gesalzene Butter und das dunkle Buchweizenmehl. Daraus werden die berühmten herzhaften Crêpes namens Galettes gemacht, die von Natur aus dunkel, schön knusprig sind und einen leicht erdigen Geschmack haben. Sie sind eine absolut tolle Wahl für Vegetarier, denn du kannst sie dir mit hervorragenden lokalen Käsesorten, frischem Spinat, Ei oder etwa Ziegenkäse mit Nüssen und Honig füllen lassen. (Die Einheimischen lieben zwar die klassische „complète“ mit Schinken, doch fleischlose Varianten gibt es in jeder Crêperie in Hülle und Fülle.)

Zur Galette trinkt man ausschließlich den lokalen Cidre, also den leicht alkoholischen vergorenen Apfelmost, der in den Varianten brut (trocken) oder doux (süßer) serviert wird. Du bekommst ihn nie in ein klassisches Glas, er wird aus traditionellen Keramikschalen namens bolées getrunken, was dem ganzen Erlebnis den richtigen rustikalen Hauch verleiht. Zum Abschluss des Essens darf eine süße Weizen-Crêpe mit dichtem hausgemachtem Salzkaramell (caramel au beurre salé) oder das gehaltvolle Dessert Far Breton mit getrockneten Pflaumen nicht fehlen.

💡 Tipp: Wenn du eine Schwäche für Süßes hast und keine Angst vor Kalorien, such in der Bäckerei nach dem traditionellen Kuchen Kouign-amann. Das ist eine teuflisch gute Angelegenheit aus Schichten von Teig, einem Berg Butter und karamellisiertem Zucker. Man isst ihn warm – und er wird dich absolut entwaffnen.

12. Das wilde Kap Pointe du Grouin

Nur ein Stück hinter dem Städtchen Cancale liegt ein Ort, an dem der Wind schlafen geht und an dem du die Kraft der Natur in vollen Zügen begreifst. Das Kap Pointe du Grouin ist ein atemberaubender felsiger Vorsprung, der sich außergewöhnlich scharf in die Meereswellen schneidet. Die hiesige Natur ist absolut ungezähmt, duftet nach Salz, blühender Heide und Jod. Von den Klippen bietet sich ein fantastischer Rundumblick auf die gesamte weitläufige Bucht von Mont-Saint-Michel und auf die nahe unbewohnte Insel Landes, die als sehr bedeutendes und geschütztes Vogelreservat dient.

Gut markierte Wanderwege führen dich direkt entlang der Klippenkanten, wo du stundenlang staunend den aufgewühlten Ozean und die kreisenden Kormorane beobachten kannst. Der Wind ist hier oft so stark, dass du dich buchstäblich gegen ihn lehnen kannst, und das Gefühl absoluter Freiheit ist in jedem Atemzug spürbar. Es ist genau dieser wilde Winkel der Bretagne, wegen dem die Menschen den weiten Weg aus aller Welt auf sich nehmen.

💡 Tipp: Nimm dir für die Klippen festes geschlossenes Schuhwerk und eine zuverlässige Windjacke mit, auch wenn es dir am geparkten Auto windstill vorkommt. Das Wetter am äußersten Rand des Kaps ist nämlich immer einige Grad rauer und unberechenbarer als im Landesinneren.

Wohin weiter von Saint-Malo

Wenn dich die bretonische Atmosphäre begeistert hat, hast du jede Menge Möglichkeiten, wie es weitergeht. Die ganze Bretagne ist durchzogen von wilden Klippen, Leuchttürmen und geheimnisvollen Menhiren, die darauf warten, entdeckt zu werden. Beginne mit der Erkundung der nördlichen Küste des rosa Granits oder mach dich nach Süden zu den mystischen Steinen von Carnac auf.

Auf keinen Fall solltest du auch die Reise nach Osten auslassen, wo einer der meistbesuchten Orte ganz Frankreichs liegt. Der majestätische Mont-Saint-Michel ist von Saint-Malo knapp eine Autostunde entfernt, und der Anblick dieser befestigten Abtei auf einer Insel, umgeben von Treibsand, wird dir absolut den Atem rauben.

Häufig gestellte Fragen

Kolik dní potřebuji na návštěvu Saint-Malo?

Pro samotné historické město a procházku po hradbách vám s přehledem postačí jeden celý den. Pokud ale chcete prozkoumat i okolní místa jako Dinard, Dinan, vyrazit na mys Pointe du Grouin a užít si jedinečnou atmosféru bez spěchu, vyhraďte si alespoň tři plné dny. Saint-Malo totiž funguje jako naprosto skvělá strategická základna pro severní pobřeží.

Kde je nejlepší parkovat?

Parkování v centru (Intra-Muros) je velmi drahé a místa jsou chronicky obsazená. Nejlepší volbou je obří záchytné parkoviště Paul Féval (v roce 2026 stojí celodenní stání kolem 15 eur). Z parkoviště jezdí pravidelně zdarma kyvadlový autobus přímo k historickým hradbám, takže si ušetříte spoustu stresu v úzkých jednosměrných uličkách.

Kdy je nejlepší doba na pozorování obřích přílivů?

K těm vůbec největším a nejdramatičtějším přílivům (takzvaným grandes marées) dochází pravidelně během jarní a podzimní rovnodennosti, tedy koncem března a koncem září. Voda v těchto dnech stoupá extrémně vysoko a často se s ohlušujícím rachotem přelévá přímo přes ochranné vlnolamy na nábřeží.

Je Saint-Malo drahá destinace?

Saint-Malo patří v rámci Bretaně k těm o něco dražším lokalitám, zejména pokud jde o ubytování v hlavní letní sezóně. Za oběd v podobě kvalitní galette zaplatíte kolem 12 až 15 eur, což je velmi přijatelné, ale večeře v luxusnější restauraci uvnitř hradeb s výhledem na moře může vaši peněženku provětrat podstatně více.

Co dělat ve městě, když prší?

Kromě návštěvy obřího Grand Aquarium se můžete schovat v některé z mnoha útulných palačinkáren a popíjet teplý čaj nebo tradiční cidre. Za návštěvu stojí také zajímavé muzeum v hlavní hradní věži (Musée d’Histoire de la Ville), kde se dozvíte vše podstatné o slavné korzárské minulosti a námořních objevech regionu.

Jak se bezpečně dostat na ostrov Grand Bé?

Přístupová kamenná cesta na ostrov se otevírá zhruba hodinu a půl před maximálním odlivem a zavírá se zhruba hodinu a půl po něm. Přesný časový rozpis najdete vždy vyvěšený na tabuli přímo u vstupu na pláž Bon-Secours. Nikdy se nesnažte přecházet, pokud už mořská voda začala zalévat dlážděnou stezku.

Dá se v Saint-Malo vykoupat v moři?

Koupat se tu dá na několika hezkých písečných plážích, ale teplota Atlantiku je poměrně nekompromisní. Voda zřídkakdy překročí hranici 18 až 19 stupňů, a to i v tom nejteplejším srpnu. Pokud preferujete klidnější a o něco teplejší vodu, vyzkoušejte mořský bazén na pláži Bon-Secours, kde se voda na slunci ohřeje mnohem rychleji.

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Roadtrip Korsika: Inselrundfahrt in 7–10 Tagen 2026

TL;DRRoadtrip durch Korsika für 7–10 Tage im Jahr 2026 führt gegen den Uhrzeigersinn von Bastia über Cap Corse, Calvi, den Golf von Porto mit dem Naturreservat Scandola, die Felsformationen der Calanche de Piana, Ajaccio, das Bergstädtchen Corte mit der Schlucht Restonica, die Nadeln von Bavella, Bonifacio bis zu den Strände Palombaggia und Santa Giulia bei Porto-Vecchio. Die Route ist insgesamt 600 bis 700 Kilometer lang, ideal sind 8 Tage reine Reisezeit, die sich locker auf 10 Tage ausdehnen lassen. Die beste Reisezeit ist Mai, Juni und September, den August solltest du wegen der Massen und hohen Preise eher meiden. Ein Auto ist auf der Insel unverzichtbar, und das Budget für eine Woche zu zweit inklusive Unterkunft in Pensionen liegt bei 1500 bis 2000 Euro.

Wenn du von der Fähre steigst und zum ersten Mal tief durchatmest, spürst du es sofort. In der Luft mischen sich wilder Thymian, Rosmarin, Myrte und sonnenverbrannte Erde. Die Korsen nennen dieses charakteristische Buschwerk „Maquis“. Napoleon Bonaparte soll einmal gesagt haben, dass er seine Heimatinsel mit verbundenen Augen allein an diesem einzigartigen Duft erkennen würde – kein Wunder, dass Korsika in Frankreich als ganz besonderes Stück Land gilt.

Korsika trägt seinen Beinamen „Insel der Schönheit“ vollkommen zu Recht. Erwarte hier aber keine geschniegelte französische Riviera mit gepflegten Promenaden und teuren Boutiquen. Diese Insel ist rau, stolz und verzeiht keine Fahrfehler. Im Grunde ist sie ein riesiges Gebirge, das jemand achtlos mitten ins Mittelmeer geworfen hat.

Wenn du für 2026 ein Ziel für einen abenteuerlichen Roadtrip suchst, bist du genau richtig. Morgens kannst du hier an Stahlketten über Felsen klettern und nachmittags den Schweiß in einer türkisfarbenen Lagune abwaschen. Ich habe für dich eine detaillierte Acht-Tage-Route vorbereitet, die dich zuverlässig durch das Beste führt, was Korsika zu bieten hat.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben

  • Gesamtstrecke: Rund 600 bis 700 Kilometer. Die Insel wirkt klein, doch auf den kurvigen Bergstraßen vergehen die Kilometer sehr langsam und die Durchschnittsgeschwindigkeit ist niedrig.
  • Empfohlene Dauer: Genau 8 reine Tage für die Rundfahrt selbst, mit der Option auf 10 Tage für ein gemächlicheres Tempo und längere Erholung an den Stränden.
  • Beste Reisezeit: Die schönsten Monate sind Mai, Juni und September. Den August solltest du wegen der extremen Menschenmassen und unverhältnismäßig hohen Preise unbedingt meiden.
  • Verkehrsmittel: Ein Auto ist absolute Pflicht. Ohne bist du auf der Insel praktisch verloren und kommst nicht an die schönsten versteckten Buchten.
  • Worauf du dich freuen kannst: Rote Granitfelsen, die ins Meer abfallen, schneeweiße Strände wie in der Karibik, hohe Berggipfel und historische genuesische Zitadellen.
  • Wichtigster Tipp: Buche die Fähre vom Festland am besten ein halbes Jahr im Voraus, denn die Kapazitäten für die Hauptsaison sind unglaublich schnell vergriffen.

Wann du diese Reise antreten solltest

Die Wahl des richtigen Termins ist für den Erfolg deines Korsika-Roadtrips entscheidend und kann darüber bestimmen, ob du die Insel ins Herz schließt oder völlig erschöpft abreist. Die idealen Monate sind Mai, Juni und September, wenn das Wetter herrlich sonnig ist und das Meer im Herbst noch lange angenehm warm vom Sommer bleibt. Auf den Straßen lässt es sich in dieser Zeit frei atmen, leere Buchten hast du fast für dich allein und die Übernachtungspreise bleiben im vernünftigen Rahmen. So kannst du in aller Ruhe deinen Morgenkaffee in leeren historischen Gassen genießen, ohne den Stress, keinen Parkplatz am Strand zu finden.

Den August solltest du dagegen weiträumig umfahren, denn das ist der Monat, in dem Franzosen und Italiener landesweit Ferien haben und die Insel regelrecht stürmen. Im Vergleich zum Juli sind hier plötzlich doppelt bis dreimal so viele Touristen unterwegs, was die Infrastruktur der Insel enorm belastet. Die schmalen Bergstraßen verwandeln sich im August regelmäßig in endlose Parkplätze, und Fahrer verlieren die Nerven in Staus, die selbst an abgelegenen Orten hoch in den Bergen entstehen.

Die schönsten schneeweißen Strände im Südosten sind im Sommer hoffnungslos ausgebucht, und die Preise für Fähren und Unterkünfte steigen in absurde Höhen. Sogar auf Campingplätzen kann es ein riesiges Problem sein, einen freien Platz für ein einfaches kleines Zelt zu finden. Wenn du keine andere Wahl hast, als in den Sommerferien zu fahren, wappne dich mit viel Geduld und starte deine Ausflüge immer früh am Morgen, am besten gleich bei Sonnenaufgang, um den größten Menschenmassen zu entgehen.

Überlege dir auch eine Reise ganz Anfang Oktober, wenn das herbstliche Korsika einen wunderbar ruhigen Zauber hat, die Farben der Natur sich zu wandeln beginnen und der Trubel verstummt. Welchen Termin du auch wählst – kaufe die Fährtickets mit großem Vorlauf, denn die Kapazitäten für die beliebtesten Zeiten sind blitzschnell weg und vor Ort kommst du womöglich gar nicht mehr aufs Schiff.

Praktische Infos: Auto, Anreise und Budget

Zwar kannst du die Insel auch mit dem Flugzeug über einen der vier Flughäfen erreichen, doch die meisten Reisenden wählen zu Recht die Fähre. Die schnellste Verbindung bietet die Route vom französischen Nizza nach Bastia, die rund sechs bis sieben Stunden reine Überfahrt dauert. Ab Toulon rechne mit acht bis zehn Stunden, und ab Marseille ist es traditionell die längste Strecke, bei der du zwölf bis vierzehn Stunden auf dem Schiff verbringst – da lohnt sich definitiv ein Aufpreis für eine Nachtkabine.

Wer von Deutschland aus anreist, fährt meist über Frankreich oder Italien ans Mittelmeer. Willst du deutlich sparen, lohnt sich die Abfahrt vom italienischen Festland, denn die italienischen Häfen sind durchweg am günstigsten und die Überfahrt von Livorno dauert nur rund vier Stunden. Ein einzelner Passagier zahlt für ein Ticket zwischen 40 und 100 Euro, doch sobald du ein Auto hinzunimmst und zu zweit reist, kostet das Rückfahrticket irgendwo zwischen 250 und 1000 Euro. Es kommt vor allem darauf an, wie früh du buchst und in welcher Saison genau du fährst.

Auf der Insel selbst ist ein Auto eindeutig überlebenswichtig, und ohne bist du auf Korsika komplett aufgeschmissen. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es zwar theoretisch, doch sich darauf zu verlassen bedeutet, den Urlaub mit Warten an Haltestellen zu verbringen, an denen der Bus vielleicht kommt – oder eben nicht. Das Auto gibt dir absolute Freiheit, leere Buchten zu entdecken und abgelegene Bergpässe genau in deinem eigenen Tempo zu erkunden.

Die Straßen sind hier sehr oft direkt in den steilen Fels gehauen. Korsikas Straßen sind schmal, unglaublich kurvig und voller Tiere, also stell dich darauf ein, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit selten über vierzig Stundenkilometer steigt. Das Budget für einen einwöchigen Roadtrip zu zweit mit eigenem Auto und Übernachtungen in Pensionen liegt bei rund 1500 bis 2000 Euro – je nachdem, wie sehr du dir in den lokalen Tavernen etwas gönnst.

Reiseroute Tag für Tag

Dieser detaillierte Plan ist clever so angelegt, dass du die ganze Insel gegen den Uhrzeigersinn umrundest. So fährst du immer auf der äußeren Straßenseite, von der aus du die ganze Zeit die besten und fotogensten Ausblicke aufs Meer hast.

Tag 1: Bastia und das Cap Corse im Norden

Dein abenteuerlicher Roadtrip beginnt mit dem Anlanden im quirligen Hafen von Bastia im Nordosten der Insel, der als wichtigstes Eingangstor für die Fähren dient. Diese Stadt ist herrlich authentisch, auf den ersten Blick etwas rau, und die schmalen Gassen des alten Hafens duften wunderbar nach Fisch und reifendem Käse. Nimm dir auf jeden Fall Zeit für einen Morgenkaffee am Hafen und sauge die echte lokale Atmosphäre in dich auf, bevor du dich zum ersten Mal ins Auto setzt und nach Norden aufbrichst.

Hauptziel des Tages ist das Cap Corse, eine dreißig Kilometer lange Halbinsel, die wie ein erhobener Finger Richtung Genua zeigt. Es ist im Grunde ganz Korsika im Miniaturformat, wo dich eine schmale Küstenstraße an alten genuesischen Wachtürmen, kleinen Fischerdörfern und steilen Abhängen vorbeiführt, die gefährlich in die Wellen abfallen. Die Ausblicke sind hier absolut atemberaubend, besonders auf der Westseite der Halbinsel, und zwingen dich, an jedem zweiten Kilometer anzuhalten.

Am Nachmittag empfehle ich dir, in die malerische Region Patrimonio zu fahren, die für ihre grünen Weinberge berühmt ist und die mit Abstand besten Weinverkostungen der Insel bietet. Zum Abendessen kehre in eine lokale Taverne ein und bestelle dir eine köstliche vegetarische Pizza aus Kastanienmehl mit frischem lokalem Schafskäse Brocciu. Die Einheimischen lieben zwar ihre deftigen Wurstwaren, doch fleischlose und leichte Varianten aus frischem Gemüse findest du hier überraschend viele.

💡 Tipp: Übernachte die erste Nacht im Hafenstädtchen Saint-Florent unweit von Patrimonio. Du findest es leicht auf Booking.com und es bietet dir eine strategisch ideale Basis für die weitere Fahrt Richtung Westen.

Tag 2: Calvi und die Küste der Balagne

Gleich nach dem Frühstück brichst du von Saint-Florent Richtung Westen auf, durch die ausgedörrte Wüste Agriates, die einen faszinierenden Kontrast zu den grünen Weinbergen bildet. Die kurvige Straße führt dich zum charmanten Hafenstädtchen L’Île-Rousse, das seinen ungewöhnlichen Namen den sattroten Granitinselchen verdankt, die direkt vor der Küste verstreut liegen. Mach hier Halt für einen Vormittagskaffee, schlendere über die Promenade und sauge die wunderbar entspannte Morgenstimmung auf, die in scharfem Kontrast zur wilden Natur der Umgebung steht.

Hauptziel des heutigen Tages ist die bezaubernde Stadt Calvi im Nordwesten, die selbstbewusst von einer riesigen historischen Zitadelle dominiert wird. Diese Festung thront auf einem felsigen Vorsprung direkt über dem Meeresspiegel, und hinter ihren Mauern verbirgt sich ein verschachteltes Labyrinth gepflasterter Gassen mit malerischen Cafés, in denen man einen ganzen Nachmittag verbringen kann. Für Liebhaber rauer Bergwanderungen gut zu wissen: Unweit von hier startet im Dorf Calenzana der nördliche – und zugleich brutalste – Abschnitt des berühmten Fernwanderwegs GR20.

Die Gegend rund um Calvi heißt Balagne und bietet herrliche Sandstrände mit sehr sanftem Einstieg ins Meer, die sich ideal zum Entspannen am Nachmittag eignen. Probiere zum späten Mittagessen die traditionelle korsische Suppe, die aus einer riesigen Menge frischem Gemüse, lokalen Bohnen und duftenden Kräutern direkt aus dem Maquis gekocht wird. Sie sättigt dich zuverlässig für den restlichen Nachmittag voller Baden und dem Erkunden verwinkelter Altstadtgassen.

💡 Tipp: Calvi ist ein absolut idealer Ort für eine ruhige Übernachtung. Buche über Booking ein Zimmer im Hotel Le Magnifique oder in einer der kleineren romantischen Pensionen direkt unterhalb der alten Zitadelle.

Tag 3: Golf von Porto und das Naturreservat Scandola

Am dritten Tag erwartet dich eine faszinierende Fahrt entlang der Westküste Richtung Süden, wo die Insel ihr dramatischstes Gesicht zeigt. Dieser Teil Korsikas dreht sich ganz um wilde Natur, wo hohe Berge in den bizarrsten vulkanischen Formen auf das Meer treffen. Dein Hauptziel ist der herrliche Golf von Porto und die angrenzende geschützte Bucht Girolata, wo du für einen Moment die Existenz jeglicher Zivildrumherum vergisst.

Ein Stück nördlich von Porto liegt das streng geschützte Naturreservat Scandola, das völlig zu Recht unter dem Schutz der UNESCO steht. Es ist einer der wenigen Orte in Frankreich, an den du absolut nicht mit dem Auto kommst und den du aus Naturschutzgründen auch nicht zu Fuß betreten darfst. Die einzige Möglichkeit, diese einzigartige Vulkanlandschaft voller dunkler Höhlen, roter Klippen und nistender Fischadler zu sehen, ist eine Ausflugsfahrt mit dem Boot vom Hafen in Porto oder Calvi.

Die Regeln sind hier extrem streng, und vom Deck des Ausflugsboots gilt absolutes Anlandeverbot, um die lokale Fauna nicht zu stören. Das fragile Ökosystem ist durch den Bootsverkehr so überlastet, dass die Parkverwaltung sehr harte Maßnahmen einführt und um 2027 herum strenge Quoten für einfahrende Boote in vollem Umfang in Kraft treten sollen. Den Ausflug empfehle ich daher mit großem Vorlauf zu planen und die Tickets über GetYourGuide so früh wie möglich vor der Abreise zu kaufen.

💡 Tipp: Übernachte in dieser Nacht direkt im kleinen Städtchen Porto. Morgens sind es nur ein paar Dutzend Schritte zum Hafen, und abends genießt du einen unvergesslichen Sonnenuntergang über dem Golf.

Tag 4: Calanche de Piana und die Fahrt nach Ajaccio

Brich früh am Morgen auf die Panoramastraße D81 auf, die Porto und das malerische Bergdorf Piana verbindet. Du fährst durch die überwältigende Region Calanques de Piana, wo durch Erosion ausgehöhlte Granitformationen hunderte Meter tief direkt ins aufgewühlte Meer abfallen. Vergiss die weißen Kalkfelsen, die du vielleicht vom Festland bei Marseille kennst – hier ist der Stein geradezu blutrot und erzeugt ein absolut magisches Schauspiel, besonders im Morgenlicht.

Die Straße ist an diesen dramatischen Stellen direkt in den Fels gehauen, und das Fahren darauf verlangt wirklich starke Nerven. Sie ist so unglaublich schmal, dass die Fahrer auf Millimeter manövrieren müssen, wenn sich hier in einer Kurve zwei Busse begegnen – und dir vor Spannung der Atem stockt. Halte an einem der kleinen Rastplätze und mach einen kurzen Spaziergang zur Küste, denn in der späten Nachmittagssonne glühen die Felsen sattrot und deine Fotos brauchen von hier keinen Filter.

Am Nachmittag erwartet dich dann eine reibungslose Fahrt in die Inselhauptstadt Ajaccio, wo der berühmte Feldherr Napoleon Bonaparte geboren wurde und du seine historischen Spuren an jeder Ecke findest. Die Straßen sind voller belebter Cafés und Kaiserstatuen, es gibt einen internationalen Flughafen und die Gesamtatmosphäre ist deutlich städtischer und französischer als im Rest der Insel.

�t Tipp: Suche dir in Ajaccio zum Abendessen ein gemütliches Restaurant im historischen Zentrum und probiere lokale Pasta mit reichhaltiger Käsesauce und frischen Kräutern, gepflückt direkt im wilden Maquis.

Tag 5: Das Bergstädtchen Corte und die Restonica-Schlucht

Am fünften Tag verlässt du endgültig die Küste und machst dich auf, das raue und stille Landesinnere zu erkunden, wo die wahre Seele der Insel liegt. Das Herz Korsikas bietet Reisenden eine völlig andere Welt, in der absolute Ruhe herrscht, dazu die tiefen Kastanienwälder der Region Castagniccia und scharfe Granitgipfel, die sich majestätisch in den Himmel erheben. Dein Hauptziel ist die historische Stadt Corte, die zu Recht als geistiges Zentrum ganz Korsikas gilt – im achtzehnten Jahrhundert residierte hier unter Pasquale Paoli die erste unabhängige korsische Regierung.

Corte ist von allen Seiten von hohen Bergen umgeben, und bis heute funktioniert hier die einzige Universität der Insel, was der altehrwürdigen Stadt eine sehr angenehme und lebendige Studentenatmosphäre verleiht. Von der Stadt aus erreichst du über eine schmale Straße leicht die berühmte Restonica-Schlucht, die zu den schönsten Naturjuwelen des Landesinneren zählt. Die Straße entlang des eiskalten Bergflusses ist wirklich außergewöhnlich schmal und endet auf einem Auffangparkplatz hoch in den Bergen, wo ich rate, so früh wie möglich am Morgen einzutreffen.

Von dort kannst du auf eine herrliche, aber körperlich recht anspruchsvolle Wanderung zu den glasklaren Bergseen Melo und Capitello aufbrechen. Stell dich aber im Voraus darauf ein, dass das Wasser darin selbst im Hochsommer eisig erfrischend ist und sich darin nur die wirklich Abgehärtetsten zu baden wagen. Abends hast du dir nach der anstrengenden Wanderung eine ordentliche Belohnung verdient – vergiss also nicht, zum Abendessen das ausgezeichnete korsische Bier Pietra zu bestellen, das ungewöhnlicherweise aus lokalen Esskastanien gebraut wird.

💡 Tipp: Übernachten in den Bergen hat seinen ganz eigenen Zauber. Suche dir über Booking eine kleine Steinpension direkt in Corte und genieße die kühlere Bergluft.

Tag 6: Die Bavella-Nadeln und die Abfahrt in den Süden

Heute erwartet dich eine lange, aber optisch überwältigende Fahrt quer durch das majestätische Landesinnere Richtung ersehntem Süden der Insel. Du fährst an den ikonischen Aiguilles de Bavella vorbei, den sogenannten Bavella-Nadeln, und sie verschlagen dir den Atem. Es sind scharfe, zerklüftete Granittürme, die hoch über den grünen Kiefernwäldern aufragen und ein absolut unvergessliches korsisches Panorama schaffen.

Diese Bergregion ist ein absolutes Paradies für Kletterer und begeisterte Canyoning-Fans, die aus ganz Europa hierherkommen. Genau hier wird dir voll bewusst, dass Korsika in Wahrheit nur ein riesiger Berg ist, der ins Meer gesetzt wurde. Vergiss nicht, festes Wanderschuhwerk einzupacken, denn selbst kurze Spaziergänge von der Straße verlangen Trittsicherheit – in Badelatschen kämst du hier über die scharfen Steine wirklich nicht weit.

Aus den kühlen Bergen fährst du dann über lange Serpentinen zurück zur Küste bis ganz in den Süden der Insel in die Stadt Bonifacio, wo dir die heiße Mittelmeerluft entgegenweht. Der Kontrast zwischen den kalten Bergen und der sonnendurchwärmten Küste ist absolut faszinierend und zeigt wunderbar die enorme Vielfalt der Insel. Bestelle dir zum Abendessen in Bonifacio in einem der romantischen Restaurants direkt am belebten Hafen eine köstliche Aubergine, überbacken mit Tomaten und feinem Schafskäse.

💡 Tipp: Die Fahrt von Corte über Bavella nach Bonifacio nimmt fast den ganzen Tag in Anspruch. Brich daher wirklich früh am Morgen auf, damit du genug Zeit zum Fotografieren und für sichere Stopps an den Aussichtspunkten hast.

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Tag 7: Bonifacio – die Stadt auf den Klippen

Wenn du auf Korsika nur einen einzigen Ort besuchen könntest, muss es ganz sicher Bonifacio sein, denn er haut dich glatt um. Diese altehrwürdige Stadt widersetzt sich buchstäblich den Gesetzen der Schwerkraft, denn ihr Altstadtteil und die mächtige Zitadelle balancieren auf der äußersten Kante leuchtend weißer Kalkfelsen. Diese Klippen fallen senkrecht in das aufgewühlte Meer tief darunter ab, und die historischen Häuser sehen aus, als könnten sie jeden Moment in die Wellen rutschen.

Geh unbedingt zur berühmten Aragonesischen Treppe – genau 187 Stufen, die direkt in die steile Felswand unterhalb der Zitadelle gehauen sind. Einer alten Legende nach meißelten sie aragonesische Soldaten während einer einzigen dunklen Nacht bei der Belagerung im Jahr 1420, auch wenn realistisch eher franziskanische Mönche dahinterstecken, die nach einer Trinkwasserquelle suchten. Wie dem auch sei: Der Abstieg hinab zum Meeresspiegel und der anschließende steile Aufstieg zurück in der brennenden Sonne ist ein sportliches Erlebnis, das deine Beine so schnell nicht vergessen.

Von Bonifacio aus öffnet sich auch das gedankliche Tor zum Archipel Lavezzi, zu dem ich dir unbedingt einen Nachmittagsausflug per Boot empfehle. Es ist ein herrliches Naturreservat aus riesigen Granitblöcken, verstreut im kristallklaren Wasser, wo du kein einziges Stück Schatten und keinen Imbissstand findest. Nimm dir riesige Vorräte an Trinkwasser, einen Schnorchel und wirklich guten Sonnenschutz mit, sonst verbrennst du dir innerhalb der ersten Stunde die Haut.

💡 Tipp: Die Ausflugsboote nach Lavezzi fahren in regelmäßigen Abständen direkt vom Hafen in Bonifacio ab. Tickets kannst du gleich vor Ort an den Ständen kaufen, doch in der Saison empfehle ich, früh am Morgen zu kommen.

Tag 8: Die Karibik des Mittelmeers und die Strände von Porto-Vecchio

Den letzten Tag deines Roadtrips widmest du voll und ganz der Südostküste unterhalb der Stadt Porto-Vecchio, wegen der die Insel auch das „europäische Polynesien“ genannt wird. Der Sand ist hier weiß und fein wie Mehl und das Meer spielt in allen erdenklichen Blau- und Azurtönen, sodass du dich zeitweise eher wie in der Karibik als in Frankreich fühlst. Stell dich aber darauf ein, dass du in der Saison bei Weitem nicht der Einzige bist, der von dieser Schönheit weiß.

Halte auf jeden Fall am berühmtesten Strand der ganzen Insel namens Palombaggia, der von den Kronen mächtiger Schirmpinien gesäumt wird, die gnädigen Schatten spenden. Aus dem flachen Wasser ragen hier und da herrliche rote Porphyrfelsen, was den perfekten fotogenen Kitsch ergibt. Komm aber gleich früh am Morgen hierher, denn die schmale Zufahrtsstraße verstopft unglaublich schnell und das Parken wird nach neun Uhr zu einer echten Schlacht.

Eine weitere hervorragende Wahl zum Baden ist die Bucht Santa Giulia, die eine perfekte hufeisenförmige Naturlagune bildet. Das Wasser ist hier so ruhig und unglaublich lange flach, dass du das Gefühl hast, in einem riesigen beheizten Pool zu stehen – ideal, um sich ein Paddleboard zu leihen. Am Nachmittag erwartet dich dann nur noch eine zügige Fahrt über die östliche Hauptstraße zurück nach Bastia zur Abendfähre, mit der du dich von dieser magischen Insel verabschiedest.

💡 Tipp: Ein Stück weiter südlich versteckt sich vor den Touristenmassen die herrliche Bucht Rondinara. Ihre Form erinnert an eine Muschel, und weil sie zwischen zwei bewaldeten Halbinseln eingeschlossen ist, ist sie wunderbar vor Wind geschützt. 2019 wurde sie sogar in die TOP 10 der besten Strände der Welt gewählt.

Wo du entlang der Route übernachten kannst

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Bei der Planung der Unterkunft auf Korsika ist es absolut entscheidend, nicht den ganzen Urlaub an nur einem Ort zu verbringen und in entlegenere Inselecken pendeln zu müssen. Ich empfehle dir, die Unterkunft jeweils nach zwei Nächten zu wechseln, um die langen und sehr ermüdenden Fahrten über die kurvigen Bergstraßen effektiv zu minimieren, wo die Durchschnittsgeschwindigkeit oft unter vierzig Stundenkilometer fällt. Ideal ist es, Küstenstädtchen clever mit dem kühleren Landesinneren zu kombinieren – so siehst du beide herrlichen Gesichter der Insel in voller Schönheit.

Im Norden der Insel sind Bastia oder das nahe Saint-Florent eine ausgezeichnete und strategische Basis, von der aus du leicht das Cap Corse erkundest. In Saint-Florent findest du schöne kleinere Hotels, wie zum Beispiel das Hotel La Roya, das perfekte Ruhe und eine gute Erreichbarkeit von Stränden und Bergen bietet. Für die Erkundung der Region Balagne wähle dann eindeutig die Stadt Calvi und übernachte in Gehweite zur Zitadelle, damit du abendliche Spaziergänge genießen kannst, ohne mühsam einen freien Parkplatz suchen zu müssen.

An der Westküste empfehle ich, sich direkt im Golf von Porto fest niederzulassen, von wo aus du leicht früh am Morgen mit dem Boot ins Reservat Scandola aufbrechen kannst. Zum Beispiel bietet das Hotel Capo d’Orto fantastische Ausblicke direkt auf die roten Granitfelsen und das weite Meer. In den Bergen suche dann eine Unterkunft in Corte, wo es viele kleine Familienpensionen mit authentischer korsischer Atmosphäre und ausgezeichneten lokalen Frühstücken gibt, die dich zuverlässig mit Energie für lange Bergwanderungen aufladen.

Der äußerste Süden verlangt mindestens zwei ruhige Nächte in Bonifacio oder Porto-Vecchio, damit du genug Zeit für die schneeweißen Strände und die dramatischen Kalkfelsen hast. In Bonifacio probiere das beliebte Hotel des Etrangers, von dem aus du sehr leicht zu Fuß zum historischen Zentrum und zur Aragonesischen Treppe gelangst. Vergiss nicht, die Unterkunft für 2026 mit großem Vorlauf zu reservieren, idealerweise schon im Winter, denn die besten Plätze sind schon im frühen Frühjahr unwiderruflich weg und Last-Minute-Preise sind sehr unangenehm.

Wohin als Nächstes

Wenn dich das Reisen durch die französischen Regionen gepackt hat, lass dir auf keinen Fall weitere schöne Orte entgehen. Lies unseren ausführlichen Roadtrip Südfrankreich, in dem du jede Menge Inspiration für den Festlandteil dieses wunderbaren Landes findest.

Für detailliertere Informationen über die Insel selbst schau dir unbedingt den ausführlichen Artikel Korsika an. Wenn dich auf den Fotos die weißen Klippen faszinieren, lass dir auch unseren spezialisierten Artikel direkt zur Stadt Bonifacio nicht entgehen.

Und für die allergrößten Bergfexe und Abenteurer haben wir einen eigenen Guide zum legendären Gebirgsübergang. Erfahre alles Wesentliche im Artikel GR20, der dich perfekt auf die wohl schwierigste Wanderung in ganz Europa vorbereitet.

Häufig gestellte Fragen

Potřebuji na Korsiku nutně půjčené auto?

Ano, auto je naprostou a neoddiskutovatelnou nezbytností pro poznávání ostrova. Veřejná doprava je velmi omezená, nespolehlivá a nedostane vás k těm nejkrásnějším plážím ani do horských vesniček. Bez auta uvidíte jen nepatrný zlomek toho, co ostrov nabízí, a strávíte spoustu času zbytečným čekáním na zastávkách v horku.

Kolik stojí trajekt na Korsiku pro dvě osoby s autem?

Ceny se na rok 2026 velmi dynamicky liší podle sezóny a předstihu rezervace. Zpáteční lístek z Francie nebo Itálie pro dvě dospělé osoby s osobním autem vás vyjde zhruba na 250 až 1000 eur. Nejlevněji historicky vycházejí plavby z italského přístavu Livorno, zatímco z Marseille zaplatíte za 14hodinovou plavbu mnohem více.

Kdy je absolutně nejlepší doba pro návštěvu ostrova?

Nejlepší měsíce pro pohodový roadtrip jsou květen, červen a září. Počasí je velmi příjemné, silnice jsou volnější a moře na podzim zůstává krásně teplé z léta. Srpnu se kvůli obrovským davům francouzských a italských turistů, kdy se počet lidí na ostrově ztrojnásobí, a extrémním cenám doporučuji vyhnout velkým obloukem.

Je řízení na Korsice opravdu nebezpečné?

Řízení vyžaduje velkou opatrnost a velmi pevné nervy. Horské silnice jsou extrémně úzké, klikaté a často vytesané přímo do útesů nad propastí bez pořádných svodidel. Pokud ale pojedete pomalu, budete před nepřehlednými zatáčkami preventivně troubit a nenecháte se vyvést z míry místními řidiči, zvládnete to bez problémů.

Jaké místní jídlo by měli vyzkoušet vegetariáni?

Korsika je naprostým rájem sýrů a jedlých kaštanů. Určitě vyzkoušejte lokální ovčí sýr brocciu, tradiční hutnou zeleninovou polévku, bezmasé těstoviny a pizzu z kaštanové mouky. V horách si rozhodně nenechte ujít vynikající kaštanové pivo Pietra nebo zapečený lilek, který po celodenní túře chutná naprosto dokonale.

Je na ostrově povolené divoké kempování?

Ne, stavění stanu kdekoli ve volné přírodě je na celém ostrově přísně a nekompromisně zakázáno a hodně se to hlídá. Platí to i pro proslulý horský trek GR20, kde musíte nocovat výhradně v bezprostřední blízkosti oficiálních horských chat zvaných refuges, a to navíc s povinnou předchozí rezervací, která je dnes nutností.

Jak dlouho trvá objet celý ostrov autem?

Ačkoliv ostrov měří na délku jen necelých dvě stě kilometrů, na kompletní okruh potřebujete minimálně sedm až deset dní. Kvůli velmi náročnému terénu a klikatým silnicím ubíhají kilometry velmi pomalu, průměrná rychlost je nízká a navíc budete chtít neustále zastavovat na úzkých odpočívadlech kvůli dechberoucím výhledům.

Kde najdu ty úplně nejkrásnější pláže?

Nejkrásnější bělostné pláže připomínající Karibik najdete na jihovýchodě kolem města Porto-Vecchio. K těm absolutně nejznámějším a nejfotografovanějším patří pláže Palombaggia lemovaná piniemi, mělká laguna Santa Giulia plná paddleboardistů a perfektně chráněná zátoka Rondinara, která má tvar dokonalé lastury.

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Pula, Kroatien: 14 Tipps für Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

TL;DRPula im Süden Istriens punktet mit vierzehn Top-Tipps für Sightseeing und Aktivitäten. Ganz oben steht die Arena von Pula – das sechstgrößte erhaltene römische Amphitheater der Welt, der Eintritt liegt bei rund zehn Euro. Dazu kommen der Augustustempel und der Sergier-Bogen sowie die Strände der Halbinsel Verudela und der wilde Naturpark Kap Kamenjak. Für die Hauptsehenswürdigkeiten der Altstadt reicht ein Tag zu Fuß völlig aus. Plan aber lieber vier bis sieben Tage ein, denn Ausflüge zu den Brijuni-Inseln, nach Rovinj oder ins istrische Hinterland zur Trüffelsuche lohnen sich. Die beste Reisezeit ist Mai, Juni und September – dann ist es warm und weniger touristisch. Nach Pula kommst du entweder mit dem Auto oder per Direktflug zum örtlichen Flughafen.

Wenn du einen Sommerurlaub am Meer planst und dir bei der Vorstellung überfüllter Badeorte in Süddalmatien schon das Grauen kommt, wird Pula im äußersten Süden der Halbinsel Istrien in Kroatien für dich wie eine Offenbarung sein. Diese charismatische Hafenstadt verbindet auf perfekte Weise atemberaubende römische Bauwerke mit einer entspannten Atmosphäre, die durch ihre historischen Verbindungen der Stimmung des benachbarten Italiens sehr nahekommt. Hier findest du nicht nur traumhafte Strände und wilde Natur im Umland, sondern auch eine hervorragende istrische Küche, die selbst die anspruchsvollsten Feinschmecker begeistert.

Während sich in der Hochsaison in Dubrovnik oder Split die Touristenmassen regelrecht durch die Gassen schieben, bewahrt sich Pula nach wie vor sein authentisches Gesicht, zu dem auch eine funktionierende Werft und ein ruhigeres Lebenstempo gehören. Die Stadt ist die ideale Basis für Familien mit Kindern, für Liebhaber antiker Geschichte und für Paare, die das Baden im türkisfarbenen Meer mit Sightseeing kombinieren möchten. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten erkundest du außerdem bequem zu Fuß an einem einzigen Tag, sodass dir reichlich Zeit für Ausflüge ins Hinterland oder auf die nahen Inseln bleibt.

Ein großer Vorteil von Pula ist die gute Erreichbarkeit aus Deutschland – egal, ob du dich für die eigene Anreise mit dem Auto über Österreich und Slowenien entscheidest oder einen der Direktflüge zum örtlichen Flughafen nutzt. Lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, was es in Pula und Umgebung alles zu sehen gibt, wo du strategisch günstig übernachtest und welche Ausflüge du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest.

Zusammenfassung

  • Historisches Herz Istriens: Pula rühmt sich des sechstgrößten römischen Amphitheaters der Welt und einer ganzen Reihe weiterer antiker Denkmäler, die du bequem zu Fuß erreichst.
  • Ruhigere Alternative: Anders als in Süddalmatien herrscht hier eine italienischere, entspanntere Atmosphäre und die Stadt ist nicht ganz so extrem von Touristen überlaufen.
  • Strände für jeden: Auf der Halbinsel Verudela findest du wunderschöne Kiesstrände mit flachem Einstieg ins Wasser – ideal für Familien mit Kindern.
  • Gut erreichbar: Mit dem Auto von München bist du in rund 7 bis 8 Stunden da, alternativ nutzt du den Flughafen, der nur ein Stück außerhalb der Stadt liegt.
  • Ausflüge in die Natur: Unweit von Pula liegen der Nationalpark Brijuni mit einer einzigartigen Safari und der wilde Naturpark Cape Kamenjak mit den schönsten Badebuchten.
  • Paradies für Vegetarier: Die istrische Küche bietet fantastische fleischlose Spezialitäten, allen voran die hausgemachte Pasta Fuži mit frischen Trüffeln und erstklassiges Olivenöl.
  • Beste Reisezeit: Für Sightseeing und Ausflüge eignen sich die Monate Mai, Juni und September am besten, wenn es angenehm warm ist und du dem größten Andrang entgehst.

Wann nach Pula reisen

Wenn du Sightseeing mit Baden im Meer verbinden möchtest, sind die idealen Reisemonate Juni und September. In dieser Zeit ist die Adria bereits angenehm aufgewärmt, die Lufttemperaturen erreichen aber keine extremen Werte. So badest du beim Stadtbummel nicht im eigenen Schweiß und entgehst den größten Menschenmassen, die traditionell während der Sommerferien nach Kroatien strömen. Die Anreise aus Deutschland ist zudem sehr bequem: Mit dem Auto schaffst du die Strecke von München über Österreich und Slowenien in etwa 7 bis 8 Stunden, wobei du unterwegs für die slowenische Vignette und die kroatische Maut zahlst. Eine weitere beliebte Variante sind Direktflüge zum Flughafen Pula, von wo du mit dem Flughafenbus für nur sechs Euro und in 20 Minuten ins Zentrum gelangst.

Die Hochsaison fällt auf Juli und August, wenn Pula richtig zum Leben erwacht und zum Kulturzentrum ganz Istriens wird. Es finden riesige Sommerkonzerte in der Arena statt und ab Mitte Juli auch das berühmte Pula Film Festival, das überhaupt das älteste Filmfestival Kroatiens ist. Wenn du das pulsierende Nachtleben liebst und es dir nichts ausmacht, für Dienstleistungen etwas mehr zu zahlen, ist das genau die richtige Wahl für dich. Rechne allerdings damit, dass die Unterkunftspreise in diesen Monaten steil nach oben schnellen und es an den Kiesstränden ziemlich eng wird. Für reine Entdeckungstouren ohne Badeambitionen sind die Monate April und Oktober absolut fantastisch, denn dann hast du die antiken Denkmäler oft ganz für dich allein und die Temperaturen sind ideal für lange Wanderungen.

Wo in Pula übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Bei der Wahl der Unterkunft in Pula solltest du dir gleich zu Beginn im Klaren sein, ob du mitten im Geschehen zwischen den Sehenswürdigkeiten wohnen oder lieber in Strandnähe sein möchtest. Wenn du vor allem für ein verlängertes Wochenende voller Geschichte und Kultur anreist, suche dir eine Unterkunft direkt in der Altstadt. Eine gute Wahl ist zum Beispiel das Hotel Amfiteatar, das nur wenige Schritte von der berühmten Arena entfernt liegt und eine perfekte Basis zum Entdecken der Stadt bietet. Du musst allerdings damit rechnen, dass Parken im historischen Zentrum in der Saison eine echte Herausforderung ist. Die meisten Zonen sind gebührenpflichtig und die Plätze schnell weg, erkundige dich also lieber vorab nach den Möglichkeiten bei deinem Hotel oder lass das Auto auf den Parkplätzen am Stadtrand stehen.

Für einen typischen Sommerurlaub am Meer ist die gefragteste Lage die Halbinsel Verudela, die nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt liegt. Hier findest du schöne Strände, Pinienhaine und weitläufige Resorts wie das sehr beliebte Park Plaza Histria Pula. Dieses Hotel bietet traumhafte Meerblicke und tollen Service für Familien mit Kindern, denen ein ruhigeres Tempo und die Nähe zur Natur zusagt. Eine weitere großartige Strandalternative ist der ruhigere Ort Pješčana uvala, wo du zum Beispiel im luxuriösen Boutique Hotel Valsabbion übernachten kannst. Wenn du häufige Ausflüge in den Nationalpark Brijuni planst, ergibt es großen Sinn, im malerischen Fischerdorf Fažana zu wohnen, von wo die Ausflugsboote ablegen. Unterkünfte in diesen Lagen reservierst du leicht über Booking, in den Sommermonaten solltest du das aber keinesfalls auf den letzten Drücker lassen.

14 Tipps für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Pula

1. Arena von Pula (Amphitheater)

Das ist ohne jede Diskussion die größte Attraktion der ganzen Stadt und ein Bauwerk, das du dir einfach nicht entgehen lassen darfst. Die Arena von Pula ist das sechstgrößte erhaltene römische Amphitheater der Welt, kann sich aber als einziges damit rühmen, dass bis heute alle vier seitlichen Türme und der komplette äußere Ring erhalten sind. Sie wurde im ersten Jahrhundert nach Christus unter Kaiser Vespasian errichtet und fasste in ihren Glanzzeiten unglaubliche 23.000 Zuschauer, die hierherkamen, um blutige Gladiatorenkämpfe zu verfolgen.

Heute ist die Arena Schauplatz weitaus friedlicherer Veranstaltungen und verwandelt sich im Sommer in die schönste Konzerthalle unter freiem Himmel. 2025 treten hier zum Beispiel die Legenden Tom Jones oder Bryan Adams auf, und im Juli findet regelmäßig das renommierte Pula Film Festival statt. Der reguläre Eintritt für Erwachsene kostet zehn Euro, Kinder und Studierende zahlen die Hälfte. Lass auf keinen Fall die weitläufigen unterirdischen Räume aus, wo dich eine faszinierende Dauerausstellung über den antiken Olivenanbau und die Weinherstellung in Istrien erwartet. Du siehst hier alte Pressen und riesige Keramikamphoren, in denen die kostbaren Flüssigkeiten über das gesamte Mittelmeer transportiert wurden.

💡 Tipp: Während der Hauptsaison ist die Arena von acht Uhr morgens bis zehn Uhr abends geöffnet, deshalb empfehle ich, den Besuch auf den späten Nachmittag zu legen. So entgehst du der größten Hitze und genießt die magische Atmosphäre der untergehenden Sonne, die die antiken Steine golden färbt.

2. Augustustempel und Forum

Beim Bummel durch das historische Zentrum führen dich deine Schritte früher oder später zum Forum, dem Hauptplatz, der seit der Antike das Herz der Stadt bildet. Genau hier standen einst drei bedeutende Tempel, von denen sich nur der Augustustempel bis heute in voller Schönheit erhalten hat. Dieses atemberaubende Bauwerk stammt aus der Zeit um Christi Geburt, war ursprünglich der Göttin Roma und Kaiser Augustus geweiht und beeindruckt mit seinen schlanken korinthischen Säulen. Sie verleihen ihm eine unglaubliche Eleganz und Monumentalität. Auch wenn der Tempel im Zweiten Weltkrieg durch einen unglücklichen Bombentreffer schwer beschädigt wurde, gelang es italienischen Archäologen, ihn meisterhaft in seine ursprüngliche Gestalt zu rekonstruieren.

Gleich neben dem Tempel steht das Rathaus von Pula, die sogenannte Komunalna palača, die geschickt direkt auf den Fundamenten eines weiteren antiken Tempels errichtet wurde, der der Göttin Diana geweiht war. Den gesamten Platz säumen heute gemütliche Cafés und Restaurants, wo du dich hinsetzen, einen ausgezeichneten Kaffee bestellen und einfach diese unverwechselbare historische Atmosphäre in dich aufsaugen kannst. Es ist der ideale Ausgangspunkt für die weitere Erkundung der Altstadtgassen.

💡 Tipp: Im Inneren des Augustustempels befindet sich heute eine kleine, aber sehr interessante Sammlung antiker Statuen und kleiner Artefakte, zu der du gegen einen symbolischen Eintritt gelangst. Wenn dich Geschichte tiefer interessiert, schau unbedingt auch hinein – die Besichtigung dauert nur wenige Minuten.

3. Triumphbogen der Sergier (Goldenes Tor)

Am Ende der belebten Fußgängerzone voller Geschäfte, die den Namen Sergijevaca trägt, taucht plötzlich vor dir der prächtige Triumphbogen der Sergier auf, oft auch Goldenes Tor genannt. Dieses spätHellenistische Kleinod ließ die einflussreiche Familie der Sergier um das Jahr 27 vor Christus auf eigene Kosten errichten. Damit wollten sie das Andenken an drei ihrer bedeutenden Mitglieder ehren, die hohe Beamtenämter bekleideten. Der Bogen grenzte ursprünglich auf einer Seite an die mächtige Stadtmauer, die allerdings im 19. Jahrhundert zugunsten der Stadterweiterung abgerissen wurde. Heute steht er daher als stolzer Solitär mitten auf dem malerischen Platz Portarata.

Interessant ist, dass sich der reiche Schmuck mit Motiven geflügelter Siegesgöttinnen und detailliert ausgearbeiteten Waffen nur auf der Westseite des Bogens befindet, die direkt zur Stadt hin ausgerichtet war. Die Ostseite, die ursprünglich hinter der Mauer verborgen war, blieb völlig unbearbeitet. Heute ist rund um den Bogen ständig etwas los, er ist ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen und oft triffst du hier auf talentierte Straßenmusiker, die dem ganzen Platz eine tolle Stimmung verleihen.

💡 Tipp: Direkt gegenüber dem Bogen findest du das berühmte Café Uliks, vor dem gemütlich eine Bronzestatue des Schriftstellers James Joyce sitzt. Er lebte nämlich Anfang des 20. Jahrhunderts eine Zeit lang in Pula und unterrichtete hier Marineoffiziere in Englisch – so kannst du mit ihm ein stilvolles Erinnerungsfoto machen.

4. Herkulestor und Doppeltor

Wenn du dich vom Goldenen Tor aus an den Resten der alten Stadtmauer entlang bewegst, stößt du bald auf das Herkulestor, das überhaupt das älteste erhaltene römische Bauwerk in ganz Pula ist. Es stammt aus der Mitte des ersten Jahrhunderts vor Christus und seinen Namen verdankt es einem unscheinbaren Relief des sagenhaften Helden Herkules mit Keule, das du oben am Steinbogen genau betrachten kannst. Aus historischer Sicht ist dieser Ort enorm wertvoll, denn an der Wand findest du eine eingemeißelte Inschrift mit der überhaupt ersten belegten Erwähnung der Stadtgründung, damals Colonia Pietas Iulia Pola genannt.

Ein Stück weiter befindet sich das majestätische Doppeltor, auch Porta Gemina genannt, das etwa im zweiten Jahrhundert nach Christus errichtet wurde. Wie der Name schon verrät, bilden es zwei symmetrische Bögen, und früher diente es als einer der Haupteingänge zum riesigen antiken Theater, das einst auf dem Hügel darüber stand. Heute ist es das am besten erhaltene der ursprünglich zehn Stadttore und genau hier gehst du hindurch, wenn du das Archäologische Museum erkundest oder zur Festung Kaštel hinaufsteigst.

💡 Tipp: Wenn du gern fotografierst und die besten Aufnahmen willst, empfehle ich dir, diese Tore in den Morgenstunden zu durchqueren. Dann sind noch nicht so viele Touristen unterwegs und die Sonne fällt aus einem sehr fotogenen Winkel auf die alten Steine, der alle historischen Details hervorhebt.

5. Festung Kaštel und Archäologisches Museum Istriens

Direkt über der Altstadt thront die imposante venezianische Sternfestung Kaštel, die du beim Bummel durchs Zentrum einfach nicht übersehen kannst. Sie wurde im 17. Jahrhundert nach dem genialen Entwurf des französischen Militäringenieurs Antoine de Ville genau an der Stelle errichtet, wo früher das antike Kapitol stand. Der Aufstieg kostet dich in der Sommerhitze zwar etwas Schweiß, aber belohnt wirst du mit den absolut besten Panoramablicken über ganz Pula. Du siehst von hier den pulsierenden Hafen mit der funktionierenden Werft und hast auch das Dach des nahen Amphitheaters wie auf dem Präsentierteller vor dir.

Im Inneren der Festung residiert heute das Historische und Maritime Museum Istriens, doch für Liebhaber der ältesten Geschichte ist das Archäologische Museum Istriens weitaus interessanter. Du findest es ein Stück weiter unten am Fuß des Hügels gleich neben dem Doppeltor, und an es schließt ein weitläufiges Freilicht-Lapidarium an. Das Museum birgt faszinierende Sammlungen von der Urgeschichte über die berühmte Römerzeit bis ins frühe Mittelalter. Vergiss aber nicht, die aktuellen Öffnungszeiten und den Eintritt auf der offiziellen Website zu prüfen, denn die gesamte Institution durchlief in den letzten Jahren eine umfangreiche und aufwendige Renovierung.

💡 Tipp: Selbst wenn du dich gegen die kostenpflichtigen Innenausstellungen beider Museen entscheidest, ist der Spaziergang über die äußeren Mauern der Festung Kaštel völlig kostenlos. Diesen atemberaubenden Blick auf die orangefarbenen Dächer der Stadt und das blaue Meer darfst du dir schlicht nicht entgehen lassen.

6. Zerostrasse (unterirdische Tunnel)

Wenn dir an einem heißen Sommertag das Ausharren in der Sonne schwerfällt, habe ich einen perfekten Tipp zum Abkühlen für dich, der zugleich ein ordentliches Stück düsterer Geschichte birgt. Direkt unter dem Hügel, auf dem die Festung Kaštel steht, befindet sich die Zerostrasse, ein verzweigtes System unterirdischer Tunnel, das während des Ersten Weltkriegs angelegt wurde. Ursprünglich dienten diese Betongänge als sichere Luftschutzbunker und riesige Munitionslager der österreichisch-ungarischen Armee. Theoretisch sollen sie bis zu 50.000 Menschen Platz geboten haben, was fast der gesamten damaligen Einwohnerzahl von Pula entsprach.

Heute ist ein Teil dieser geheimnisvollen Gänge der Öffentlichkeit zugänglich, und es herrscht eine konstante, angenehm frische Temperatur um die 14 Grad Celsius, nimm also ruhig einen leichten Pullover für die Besichtigung mit. Der Eintritt für Erwachsene beträgt rund sieben Euro, Kinder, Studierende und Senioren zahlen nur drei Euro. Achte unbedingt darauf, dass hier sehr oft nur Bargeld angenommen wird, sei also vorbereitet, damit du nicht erst einen Geldautomaten suchen musst. Die Gänge werden gelegentlich auch für verschiedene Kunstausstellungen und gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt.

💡 Tipp: Im Untergrund befindet sich auch ein sehr moderner Aufzug, mit dem du dich gegen Gebühr bequem direkt hinauf in den Hof der Festung Kaštel fahren lassen kannst. Diese Abkürzung weißt du garantiert zu schätzen, wenn deine Beine nach einem ganzen Tag des Sightseeings müde sind und du keine Lust mehr auf den Anstieg hast.

7. Mosaik Die Bestrafung der Dirke

Das ist einer der größten verborgenen Schätze von Pula, von dem viele gewöhnliche Touristen gar nichts wissen, denn dorthin führen keine pompösen Schilder oder großen Plakate. Mitten in ganz normaler Wohnbebauung, fast versteckt zwischen Wohnhäusern unweit der Kapelle der Heiligen Maria Formosa, befindet sich ein unglaublich gut erhaltenes römisches Bodenmosaik aus dem zweiten bis dritten Jahrhundert nach Christus. Es zeigt die äußerst dramatische mythologische Szene der Bestrafung der Dirke, die von den Brüdern Amphion und Zethos gnadenlos an einen wütenden Stier gebunden wird.

Interessant ist, dass das gesamte Mosaik erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch reinen Zufall entdeckt wurde, als Arbeiter die Trümmer von Gebäuden nach den verheerenden alliierten Bombenangriffen beseitigten. Es befindet sich etwa zwei Meter unter dem heutigen Bodenniveau und ein einfaches verglastes Vordach schützt es vor Witterung. Der große Vorteil ist, dass der Zugang völlig kostenlos und das Denkmal den ganzen Tag über zugänglich ist. So kannst du es in aller Ruhe betrachten, ganz ohne Warteschlangen, teure Tickets und Gedränge, wie du sie aus großen Museen kennst.

💡 Tipp: Auf dem Weg zum Mosaik fühlst du dich vielleicht etwas verwirrt, denn die Karte führt dich über einen gewöhnlichen Parkplatz und zwischen alte Plattenbauten. Lass dich vom ersten Eindruck aber nicht abschrecken – dieser einzigartige Ort ist die kurze Suche wirklich wert und atmet echte Antike.

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8. Strände auf der Halbinsel Verudela

Sobald du dich an der antiken Geschichte satt gesehen hast, bekommst du garantiert riesige Lust, ins Meer zu springen – und dafür ist die stadtnahe Halbinsel Verudela das absolut ideale Ziel. Auf einem relativ kleinen Stück zerklüfteter Küste findest du eine ganze Reihe unterschiedlicher Strände, die geschmackvoll von schattigen Pinien umgeben sind. Der absolute Hit, den du auf jeder zweiten Postkarte aus Pula siehst, ist die kleine Bucht Hawaii Beach. Wie der Name schon verrät, hat das Wasser hier eine herrlich türkise Farbe, der Einstieg ins Meer ist flach und mit kleinen Kieseln bedeckt, während die umliegenden weißen Felsen zu mutigen Sprüngen direkt in die Wellen einladen.

Eine weitere tolle Wahl, besonders wenn du mit kleineren Kindern reist, ist der Strand Ambrela, der sich zudem mit der renommierten internationalen Auszeichnung der Blauen Flagge für erstklassige Wasserqualität und perfekten Service rühmt. Es ist ein klassischer Kiesstrand mit allem Komfort: Hier findest du praktische Duschen, Liegen zum Mieten, einen aufmerksamen Rettungsschwimmer und mehrere angenehme Strandbars zur Erfrischung. Vom Zentrum Pulas erreichst du Verudela ganz einfach mit den Stadtbussen Nummer 2a oder 3a, die Fahrt dauert nur etwas über zehn Minuten.

💡 Tipp: Auch wenn diese Strände ohne Übertreibung wunderschön sind, sind sie im Juli und August aufgrund ihrer guten Erreichbarkeit ziemlich überfüllt. Ich empfehle dir deshalb, gleich am frühen Morgen loszuziehen, um dir einen guten Platz im natürlichen Schatten unter den Bäumen zu sichern.

9. Pješčana uvala

Lass dich vom kroatischen Namen, der wörtlich übersetzt Sandbucht bedeutet, nicht in die Irre führen. Auch wenn du hier keinen ganz feinen Sand wie irgendwo in der Karibik findest, besteht Pješčana uvala aus sehr kleinen Kieseln, die zu den Füßen viel sanfter sind als die scharfen Kalksteinfelsen an vielen anderen Orten Istriens. Dieses recht moderne Wohn- und Touristenviertel liegt unweit von Verudela und bietet eine viel ruhigere, intimere Atmosphäre als die riesigen Hotelresorts in der Umgebung.

Der Strand selbst fällt sehr sanft ins Meer ab, sodass es wiederum ein absolut toller und sicherer Ort für Familien mit kleinen Nichtschwimmern ist. Entlang der Küste zieht sich außerdem eine angenehme schattige Promenade, an der du auf jede Menge hervorragender Cafés, Restaurants und kleiner Souvenirläden triffst. Der örtliche Yachthafen verleiht der ganzen Bucht einen leicht luxuriösen Hauch, und es gibt auch viele Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung, vom Beachvolleyball bis zum beliebten Paddleboard-Verleih. Vom Stadtzentrum kommst du sehr leicht mit den Stadtlinien Nummer 27 und 28 hierher, falls du gerade kein eigenes Auto zur Verfügung hast.

💡 Tipp: Wenn du im Urlaub gern ausschläfst und erst gegen Mittag am Strand ankommst, packe lieber ein eigenes Strandzelt oder einen Sonnenschirm ein. Natürlichen Schatten unter Bäumen gibt es hier nämlich etwas weniger als auf der benachbarten Halbinsel Verudela, und die Sonne kann tückisch sein.

10. Naturpark Cape Kamenjak

Das ist ohne Übertreibung einer der schönsten Orte in ganz Istrien und ein Ausflug, den du dir einfach einplanen musst. Cape Kamenjak ist ein weitläufiger geschützter Naturpark an der äußersten Südspitze der Halbinsel, nur rund zehn bis fünfzehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt hinter dem Dörfchen Premantura. Erwarte hier aber keine luxuriösen einbetonierten Promenaden oder Fünf-Sterne-Hotels: Kamenjak bietet vor allem absolut wilde Natur, den betörenden Duft von Kräutern und kilometerlange Felsküste mit versteckten Kiesbuchten. Es ist ein wahres Paradies für Liebhaber des Schnorchelns im glasklaren Wasser, des Seekajakfahrens oder der Adrenalinsprünge von hohen Klippen direkt in die Wellen.

Die schönsten Badebuchten, die eine Erkundung wirklich wert sind, heißen Mala Kolombarica, Debeljak oder Pinižule. Eintritt wird hier nur für die Einfahrt mit Kraftfahrzeugen verlangt, sodass Wanderer und Radfahrer immer kostenlosen Zutritt zum gesamten Park haben. In der Hauptsaison von Mitte Juni bis Mitte September kostet die Einfahrt mit dem PKW rund zwanzig Euro, außerhalb der Saison zahlst du nur zehn. Für den Park gilt zudem ein strenges tägliches Limit für die Anzahl der Autos, kauf das Ticket also lieber rechtzeitig online, dann bekommst du auch einen kleinen Rabatt von zehn Prozent und sparst dir die Nerven beim Warten an der Schranke.

💡 Tipp: Am äußersten Ende der Halbinsel versteckt sich die legendäre Safari Bar, die aussieht, als hätte Robinson Crusoe sie höchstpersönlich aus Schilf und Treibholz gebaut. Es ist ein absolut einzigartiger Ort für einen erfrischenden Drink nach einem ganzen Tag am Wasser. Mehr Details findest du in unserem eigenen Reiseführer zum NP Kamenjak.

11. Ausflug auf die Brijuni-Inseln

Der Nationalpark Brijuni, das sind vierzehn überaus malerische Inseln nordwestlich von Pula mit einer unglaublich reichen und etwas kuriosen Geschichte. Zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawiens diente die Hauptinsel Veliki Brijun als streng bewachte und exklusive Sommerresidenz von Präsident Josip Broz Tito, der hier mit Vorliebe die einflussreichsten Staatsmänner der Welt sowie berühmte Hollywoodstars bewirtete. Heute ist die gesamte Insel zum Glück voll für die Öffentlichkeit zugänglich, und du gelangst sehr leicht mit der offiziellen Fähre vom nahen Hafenstädtchen Fažana hierher, die bequeme Überfahrt dauert nur zwanzig Minuten.

Im Grundeintritt, der in der Sommersaison rund dreißig bis fünfunddreißig Euro kostet, ist eine kommentierte Fahrt mit der Bimmelbahn über die Insel in Begleitung eines Guides enthalten. Während der etwa vierstündigen Tour besuchst du unter anderem den einzigartigen Safari-Park, in dem bis heute Nachkommen exotischer Tiere leben, die Tito von bedeutenden Staatsmännern aus aller Welt geschenkt bekam. Du siehst hier mit eigenen Augen die Elefantenkuh Lanka, grasende Zebras, Lamas, heilige Kühe oder Strauße. Die Insel ist zudem voller uralter antiker Ausgrabungen und alter Olivenbäume, die ganze Jahrhunderte überdauert haben.

💡 Tipp: Autos mit Verbrennungsmotor haben strikt Einfahrverbot auf die Insel, aber du kannst dir hier bequem ein klassisches Fahrrad oder ein elektrisches Golfcart leihen. So fährst du die schönsten abgelegenen Buchten ganz allein in deinem eigenen Tempo und ohne Touristenmassen ab.

12. Das romantische Rovinj und der Limfjord

Wenn du in Pula ein Auto gemietet hast oder mit dem eigenen Wagen anreist, mach einen wunderbaren Tagesausflug rund vierzig Kilometer nördlich ins Städtchen Rovinj. Die Fahrt dauert nur etwas über eine halbe Stunde, und belohnt wirst du garantiert mit der fotogensten Stadt ganz Istriens. Mit seinen engen gepflasterten Gassen und den bunten Häusern, die sich direkt aus dem Meer erheben, verleugnet Rovinj auf keinen Fall den sehr starken Einfluss der venezianischen Architektur. Das Wahrzeichen der ganzen Stadt ist die wunderschöne Kirche der Heiligen Euphemia auf dem Gipfel des Hügels, von dem sich ein herrlicher Blick auf die vorgelagerten Inseln und Segelboote öffnet.

Auf dem Weg von Rovinj solltest du unbedingt am Limfjord haltmachen, den die Einheimischen Limski kanal nennen. Diese neun Kilometer lange Meeresbucht, die sich tief ins Festland schneidet, ist eigentlich eine überflutete Karstschlucht, umgeben von steilen grünen Hängen. Die Gewässer der Bucht eignen sich ideal für die Zucht von Miesmuscheln und Austern, die hier in den lokalen Konobas ganz frisch an Meeresfrüchteliebhaber serviert werden. Die Bucht selbst kannst du dir entweder von mehreren Aussichtspunkten direkt an der Straße ansehen oder dir eine Fahrt vom Deck eines Ausflugsboots gönnen. Lies mehr in unserem Artikel über Rovinj.

💡 Tipp: Parken in Rovinj ist in der Hauptsaison ein wahrer Albtraum und die Preise klettern in astronomische Höhen. Ich empfehle dir deshalb, die großen Parkplätze am äußersten Stadtrand zu nutzen und lieber zu Fuß ins Zentrum zu gehen – so sparst du dir jede Menge Nerven und Geld.

13. Vodnjan und seine geheimnisvollen Mumien

Nur etwa zehn Kilometer nördlich von Pula liegt das stille und unscheinbare Städtchen Vodnjan, das eines der bizarrsten und interessantesten Geheimnisse in ganz Kroatien verbirgt. Schon aus großer Entfernung fällt dir der höchste Kirchturm ganz Istriens auf, der zur zentralen Kirche des Heiligen Blasius gehört. Der Zugang zum Hauptschiff der Kirche ist völlig kostenlos, doch die eigentliche Attraktion verbirgt sich im hinteren Teil, für den ein kleiner Eintritt fällig wird. Hier befindet sich nämlich eine überwältigende Sammlung von über dreihundert christlichen Reliquien und vor allem sechs natürlich mumifizierte Heiligenleichname.

Ein absolutes Rätsel für die Wissenschaft bleibt bis heute, dass diese Körper, darunter die sehr berühmte Mumie der Heiligen Nikolosa Burša, nie einbalsamiert wurden und sich dennoch in unglaublich gutem Zustand erhalten haben – niemand weiß genau, wie das überhaupt möglich ist. Neben diesem leicht mystischen Schauspiel ist Vodnjan aber auch weltweit bekannt als bedeutendes Zentrum der Produktion des absolut hochwertigsten Olivenöls. Halte hier deshalb unbedingt in einer der örtlichen Familienölmühlen für eine ehrliche Verkostung an, denn istrische Öle gewinnen regelmäßig renommierte Weltwettbewerbe.

💡 Tipp: Von Pula kommst du sehr leicht auch mit einem gewöhnlichen Vorortbus nach Vodnjan, die Fahrt dauert wirklich nur einen kurzen Moment und ist der ideale Ausflug für einen bewölkten Nachmittag, an dem dir gerade nicht nach Strand zumute ist.

14. Das Hinterland Istriens auf Trüffelsuche

Während die Küste den ganzen Sommer über vom typischen Strandtrubel lebt, ist das Hinterland Istriens eine völlig andere Welt voller grüner Hügel, malerischer Weinberge und mittelalterlicher Städtchen, die man sehr oft und zu Recht das kroatische Toskana nennt. Etwa eine Autostunde von Pula entfernt liegt auf einem steilen Hügel das befestigte Städtchen Motovun, das eng von tiefen Eichenwäldern im Tal des Flusses Mirna umgeben ist. Und genau diese feuchten Wälder gehören zu den reichsten Fundstätten seltener Trüffel der ganzen Welt, sowohl der exklusiven weißen als auch der ganzjährig verfügbaren schwarzen.

Die istrische Gastronomie ist für uns Vegetarier das absolute Gelobte Land, und genau hier kommst du hundertprozentig auf deine Kosten. Du musst unbedingt die traditionelle hausgemachte Pasta Fuži oder die Kartoffel-Gnocchi Njoki kosten, großzügig mit frischen Trüffeln bestreut. Es ist ein kulinarisches Erlebnis, das du so schnell nicht vergisst – besonders wenn du es mit einem hervorragenden lokalen Weißwein der Rebsorte Malvazija herunterspülst. Unweit von Motovun liegt das weitere zauberhafte Städtchen Grožnjan, weithin bekannt als Stadt der Künstler, dessen enge Gassen geradezu vollgestopft mit kleinen Galerien und Ateliers sind. Istrische Fleischspezialitäten wie der luftgetrocknete istarski pršut oder das Fleisch der lokalen Boškarin-Rinder sind hier zwar ebenfalls sehr berühmt, aber wir kamen die ganze Zeit reichlich mit dieser genialen Trüffelpracht aus.

💡 Tipp: Wenn dich die geheimnisvolle Welt der Trüffel fasziniert, kannst du in der Umgebung von Motovun eine Erlebnis-Trüffeljagd buchen, bei der du dich mit einem professionellen Sucher und seinen speziell ausgebildeten Hunden tief in den Wald begibst.

Wohin von Pula aus weiter

Pula ist ein absolut hervorragendes Sprungbrett, um ganz Nordkroatien zu entdecken. Wenn dir die italienische Atmosphäre der Halbinsel Istrien gefallen hat, lies unbedingt unseren ausführlichen Istrien-Reiseführer, in dem du weitere Inspiration für deine Ausflüge findest. Einen Besuch wert ist zweifellos auch das ganz im Norden gelegene Städtchen Umag, das für seine renommierten Tennisturniere und die schöne Küste mit glasklarem Wasser bekannt ist. Wenn du ein Auto zur Verfügung hast und gern ins benachbarte Dalmatien fahren möchtest, führt dich die Reise nach Süden in weitere wunderschöne historische Städte. Rund vier Fahrstunden trennen dich von der Hafenstadt Zadar, wo du die einzigartige Meeresorgel hören kannst, und ein Stück weiter liegt das majestätische Split mit dem atemberaubenden Diokletianpalast. Für den Gesamtüberblick und die Planung einer längeren Reise hilft dir unser kompletter Kroatien-Reiseführer.

Häufig gestellte Fragen

Kolik dní potřebuji na návštěvu Puly?

Na samotné historické centrum Puly a pohodlnou prohlídku hlavních antických památek vám bohatě postačí jeden až dva dny. Pokud si ale chcete odpočinout na plážích poloostrova Verudela, vyrazit na divoký Kamenjak a udělat si výlet na ostrovy Brijuni nebo do vnitrozemí za lanýži, ideální délka pobytu je čtyři až sedm dní. Díky tomu město využijete jako skvělou základnu pro prozkoumání celé jižní Istrie.

Je těžké v Pule zaparkovat?

V hlavní letní sezóně je parkování v historickém centru Puly skutečný oříšek a vyžaduje notnou dávku trpělivosti. Většina parkovacích zón je placených a místa mizí opravdu rychlostí blesku. Doporučuji proto zaparkovat na větších odstavných parkovištích dále od centra a dojít k památkám pěšky, nebo si vybrat ubytování, které nabízí zaručené parkovací místo přímo v ceně pokoje.

Kde najdu v Pule dobré vegetariánské jídlo?

Istrie je pro vegetariány nesmírně přívětivá a rozhodně tu nebudete o hladu. Kromě všudypřítomných lanýžových těstovin můžete vyrazit například do podniku Vegan House přímo u arény, což byla historicky první čistě veganská restaurace na celé Istrii. Skvělé bezmasé alternativy nabízí i oblíbená restaurace Bookeria ve starém městě nebo podnik Extraveganza, kam si můžete zajít na perfektní snídani.

Je Pula vhodná pro rodiny s dětmi?

Rozhodně ano. Zatímco historické centrum nabízí poučnou a zajímavou podívanou na antické památky, resorty na poloostrově Verudela mají krásné oblázkové pláže s velmi pozvolným vstupem do vody, kde si děti bezpečně vyhrají. Navíc výlet za exotickými zvířátky na safari na nedalekých ostrovech Brijuni je pro menší děti naprosto ideálním zpestřením letní dovolené.

Platí se v Pule eurem?

Ano, od prvního ledna roku 2023 Chorvatsko plně přešlo na jednotnou evropskou měnu euro, které tak definitivně nahradilo dřívější chorvatské kuny. Ve většině restaurací, obchodů i za lístky na památky zaplatíte naprosto bez problémů běžnou platební kartou. Pro menší nákupy na trhu nebo vstupenky do podzemních tunelů Zerostrasse ale mějte po ruce i menší hotovost.

Dá se koupat přímo v centru Puly?

Přímo v historickém centru a přilehlém přístavu se koupat opravdu nedá, jelikož tu probíhá běžný lodní provoz a nachází se zde i velká funkční loděnice. Za nejbližším koupáním v čistém moři musíte vyrazit buď městským autobusem, nebo autem kousek za město. Nejlepší volbou jsou pláže na poloostrově Verudela nebo oblíbené letovisko Pješčana uvala.

Musím si lístky na památky kupovat předem?

Lístky do majestátní Pulské arény nebo na ostatní historické památky si stačí bez větších problémů koupit až přímo na místě, jelikož fronty tu ani v sezóně nebývají nijak tragické. Pokud ale plánujete vjezd autem do přírodního parku Kamenjak, určitě si kupte lístek online s předstihem. Vyhnete se zdlouhavému čekání u závor a zajistíte si, že vás dovnitř vůbec pustí kvůli přísným denním limitům.

Potřebuji na cestu do Puly pas?

Ne, občanům České republiky stačí pro cestu do Chorvatska pouze platný občanský průkaz. Chorvatsko je navíc od začátku roku 2023 plnohodnotnou součástí schengenského prostoru, takže definitivně odpadly i otravné pasové kontroly na slovinsko-chorvatských hranicích, což cestu autem na letní dovolenou výrazně urychluje a zpříjemňuje.

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