TL;DRBesonders lohnenswert in Opava sind der Hláska-Turm am Oberen Markt, die gotische Konkathedrale Mariä Himmelfahrt mit ihrem 66 Meter hohen Turm, das älteste Museum Tschechiens – das Schlesische Landesmuseum mit 2,4 Millionen Exponaten –, der grüne Ring der Stadtparks, das Kaufhaus Breda aus der Zwischenkriegszeit und ein Bad im Stříbrné jezero. Fürs historische Zentrum reicht ein Tag, für die Schlösser in der Umgebung (Hradec nad Moravicí, Kravaře, Raduň) plan lieber ein verlängertes Wochenende ein. Die beste Reisezeit ist Frühling bis Frühherbst, das Arboretum Nový Dvůr blüht am schönsten von Mai bis Ende Juni. Von Berlin sind es mit dem Auto rund 550 Kilometer.
Opava in Tschechien, auf Deutsch Troppau, war einst stolze Hauptstadt von Österreichisch-Schlesien – voll noblen Palästen und Landesämtern. Doch dann kam das Ende des Zweiten Weltkriegs und mit ihm die Front, die die Stadt zu großen Teilen dem Erdboden gleichmachte. Konkret wurden rund 83 Prozent aller Bauten beschädigt. Heute ist es ein Ort, der seine verlorene Eleganz aus dem zusammensetzt, was überlebt hat.
Du findest hier faszinierende Backsteingotik, das älteste Museum des Landes und einen grünen Ring aus Parks rund um den historischen Kern. Kurz gesagt: die ideale und ruhige schlesische Metropole für alle, die den tschechischen Norden ganz ohne Touristenmassen entdecken möchten.
Wir gehen gemeinsam durch, was du in Opava (Troppau) sehen kannst, wo es den besten Kaffee gibt und welche noblen Schlösser in der Umgebung einen Besuch wert sind. Außerdem verrate ich dir, wo du übernachten kannst und wie du deinen Ausflug nach Schlesien am besten planst.
Foto: Fry72, Karel Frydrýšek, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Zusammenfassung: was du in Opava sehen solltest
Hláska am Oberring: der Renaissance-Rathausturm, der das gedankliche Zentrum der Stadt bildet und ein beliebter Orientierungspunkt ist.
Konkathedrale Mariä Himmelfahrt: das größte Bauwerk schlesischer Backsteingotik in Tschechien mit einem unübersehbar hohen Turm.
Schlesisches Landesmuseum: das überhaupt älteste Museum auf tschechischem Gebiet mit Millionen Exponaten aus Natur und Geschichte der Region.
Grüner Ring: die Stadtparks rund um das Zentrum auf dem Gelände der einstigen Stadtmauern – ideal für lange Spaziergänge.
Kaufhaus Breda: eine architektonische Besonderheit der Ersten Republik und das erste moderne Kaufhaus amerikanischen Typs in der Tschechoslowakei.
Schlösser in der Umgebung: Hradec nad Moravicí oder das Schlossmuseum Kravaře liegen nur einen Katzensprung von der Stadtgrenze entfernt und sind perfekte Ziele für einen Nachmittagsausflug.
Opava lässt sich ganzjährig besuchen, am meisten genießt du die Stadt aber vom Frühling bis zum frühen Herbst. Da der Park-Ring rund um die Stadt und das nahe Arboretum in Stěbořice die größten Anziehungspunkte sind, lohnt es sich anzureisen, wenn alles herrlich grün ist und blüht. Der Sommer ist zudem ideal zum Baden im Silbersee, wo sich Einheimische und Studierende der Schlesischen Universität an heißen Tagen gerne abkühlen.
Im Herbst wiederum schätzt du die Wärme der gemütlichen Cafés und die reichen Sammlungen des Schlesischen Landesmuseums. Wenn du den Ausflug für Dezember planst, freuen dich bestimmt die Troppauer Weihnachtsmärkte. Sie finden direkt am Oberring und am Unterring statt und haben eine sehr angenehme, intime Atmosphäre ohne den typischen Vorweihnachtstrubel. Für das historische Zentrum selbst reicht ein gut geplanter Tag, doch wenn du auch die Schlösser in der Umgebung sehen willst, reserviere dir für Schlesien gleich ein verlängertes Wochenende.
Wo in Opava übernachten
An Unterkünften herrscht in Opava kein Mangel – du findest hier alles von gemütlichen Pensionen bis zu sehr ordentlichen Hotels mit erstklassigem Service. Wenn du alle wichtigen Sehenswürdigkeiten direkt vor der Nase haben willst, suche dir eine Unterkunft im historischen Kern, von wo aus alles fußläufig erreichbar ist. Für einen ruhigeren Aufenthalt kannst du dich dagegen nach einer Bleibe in der Nähe der Stadtparks umsehen.
Schauen wir uns konkrete Tipps an, wo du dein Haupt betten kannst. Wir haben für dich einige bewährte Varianten ausgesucht – je nachdem, was du von deinem Aufenthalt erwartest:
Für Geschichtsliebhaber:Hotel IBERIA Opava liegt direkt im Zentrum und bietet ein sehr gutes Frühstück sowie eine bequeme Erreichbarkeit aller wichtigen Sehenswürdigkeiten und Cafés.
Ruhe und Wellness:KATERAIN hotel Opava liegt nur einen Steinwurf vom Fluss entfernt, und die Gäste loben hier besonders die modernen Zimmer und den Wellnessbereich – das weißt du nach einem langen Tag in der Stadt garantiert zu schätzen.
Der goldene Mittelweg:Hotel Opava ist ein bewährter Klassiker unweit der Stadtparks. Es bietet sehr komfortable Ausstattung und problemloses Parken für alle, die mit dem Auto anreisen.
Nur einen Schritt vom Marktplatz:Hotel Maxim Opava findest du in unmittelbarer Nähe des Troppauer Rathauses – zum besten Morgenkaffee sind es also wirklich nur ein paar Schritte.
Opava (Troppau): Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
Schauen wir uns nun im Detail an, was du in Opava sehen solltest und welche Orte du bei deinem Besuch auf keinen Fall verpassen darfst. Aus dem historischen Zentrum, das sich nach dem Krieg mühsam von enormen Schäden erholen musste, ist heute ein sehr angenehmer und gepflegter Ort zum Spazieren geworden.
1. Hláska und der Oberring
Foto: Vladimír Jadrný, CC BY 3.0, Wikimedia Commons
Bei deinem Stadtrundgang beginnst du wahrscheinlich am Oberring, den der sechzig Meter hohe Renaissance-Rathausturm namens Hláska zuverlässig dominiert. Er bildet das gedankliche Zentrum der Stadt und seine heutige vierseitige Gestalt entstand zwischen 1614 und 1618. Sein Aussehen wurde dann nach einem Umbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch leicht angepasst. Heute beherbergt das Gebäude das Troppauer Stadtamt sowie ein sehr gemütliches Café zum Auftanken.
Wenn du Opava in der Saison zwischen April und September besuchst, kannst du in der Regel samstags auf den Turm steigen und dir die roten Dächer der Stadt von oben anschauen. Auf dem Platz selbst zieht dann sicher die moderne metallene Kugel deine Aufmerksamkeit auf sich, die als Modell des Sonnensystems dient und um die du oft Gruppen von Studierenden siehst. Nur ein Stück weiter steht außerdem das historische Gebäude des Schlesischen Theaters mit reichem Kulturprogramm.
2. Konkathedrale Mariä Himmelfahrt
Foto: Palickap, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Liebhaber sakraler Architektur kommen bei dieser monumentalen dreischiffigen Kirche voll auf ihre Kosten – sie ist das größte Bauwerk schlesischer Backsteingotik in ganz Tschechien. Ihr Bau hängt eng mit dem Deutschen Orden zusammen und begann vermutlich sehr kurz nach 1204, wobei der Hauptteil überwiegend im 14. Jahrhundert entstand. Die mächtige Backsteinfassade wirkt imposant, und man erkennt sofort, dass dieser Bau von Anfang an als repräsentativer Dom der schlesischen Metropole gedacht war.
Der Südturm misst stattliche 66 Meter und ist damit zuverlässig der höchste Turm in ganz Schlesien. Seit 1996 dient der Bau offiziell als Konkathedrale der Diözese Ostrava-Opava, auch wenn ihn die Einheimischen meist schlicht „Kathedrale“ nennen. Ich empfehle dir auf jeden Fall, auch einen Blick ins Innere zu werfen, denn der Kontrast aus dunklerem Mauerwerk und dem durch die Fenster einfallenden Licht erzeugt eine sehr eindrucksvolle Atmosphäre.
3. Schlesisches Landesmuseum
Foto: Jan Polák, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Wusstest du, dass sich Opava mit dem überhaupt ältesten Museum auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik schmücken kann? Das Schlesische Landesmuseum wurde bereits 1814 gegründet und ist heute das größte Museum Schlesiens und die drittgrößte Einrichtung dieser Art im Land. Seine Sammlungen umfassen unglaubliche 2,4 Millionen Objekte aus Natur und Geschichte dieser besonderen Region – hier verbringst du also leicht einen ganzen Nachmittag.
Schon allein das Historische Ausstellungsgebäude, das zwischen 1893 und 1895 im repräsentativen Neorenaissance-Stil errichtet wurde, ist eine gründliche Besichtigung von außen und innen wert. Es ist der ideale Ort für den Fall, dass das Wetter während deines Ausflugs gerade nicht mitspielt und du dich sinnvoll vor dem Regen verstecken und dabei jede Menge Wissenswertes über die lokale Kultur erfahren willst.
4. Haus der Kunst und Wenzelskirche
Foto: Jan Polák, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Die Stadtgalerie hat für ihre Ausstellungen wirklich außergewöhnliche und schöne Räume in einem ehemaligen Dominikanerkloster gefunden. Teil des Areals ist die dreischiffige gotische Wenzelskirche, die bereits 1336 geweiht wurde. Das Kloster ließ Kaiser Joseph II. zwar Ende des 18. Jahrhunderts aufheben, und in den 1960er-Jahren drohte dem gesamten Areal tatsächlich der Abriss, doch glücklicherweise gelang es Historikern und Enthusiasten, es zu retten.
Seit 1974 funktioniert hier erfolgreich das Haus der Kunst, und in der Kirche selbst finden regelmäßig verschiedenste Ausstellungen und Konzerte klassischer Musik statt. Die Verbindung aus roher gotischer Architektur und moderner bildender Kunst funktioniert hier überraschend gut und erzeugt eine sehr besondere Stimmung, die du dir nicht entgehen lassen solltest.
5. Adalbertkirche und der Unterring
Foto: Lehotsky, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Vom Oberring gelangst du ganz fließend zum Unterring, wo dich sofort der monumentale Barockbau der ehemaligen Jesuitenkirche St. Adalbert in den Bann zieht. Das Gebäude entstand zwischen 1675 und 1681, und es heißt, dass sich seine Baumeister von der berühmten römischen Jesuitenkirche Il Gesù inspirieren ließen. Für Barockliebhaber ist es ein Pflichtstopp voller verzierter Details.
Direkt vor dem Kircheneingang steht eine Mariensäule aus Sandstein, die Graf Georg Stephan im selben Zeitraum errichten ließ. In der Literatur wird sie oft auch Pestsäule genannt; nach starken Beschädigungen wurde sie 1869 detailgetreu erneuert. Der gesamte Platz bildet heute einen angenehmen und ruhigen Ort zum Verweilen mit Blick auf die historischen Fassaden.
6. Heilig-Geist-Kirche und die Gruft der Troppauer Premysliden
Foto: Jan Polák, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Diese ursprünglich gotische und später barockisierte Kirche gehört zum ehemaligen Minoritenkloster, dessen Geschichte bis etwa ins Jahr 1238 zurückreicht. Auch wenn sie von außen vielleicht nicht so mächtig und auffällig wirkt wie die benachbarte Konkathedrale, birgt sie für die tschechische Geschichte ein gewaltiges historisches Geheimnis, von dem viele Touristen überhaupt nichts ahnen.
In der Krypta unter dem Presbyterium befindet sich nämlich die sehr seltene Familiengruft der Troppauer Premysliden. Angelegt hat sie der damalige Herzog Nikolaus, der hier 1365 selbst an der Seite weiterer bedeutender Mitglieder seines Geschlechts bestattet wurde. Es ist einer jener Orte, an denen dich wirklich uralte Geschichte voller Machtintrigen und schlesischem Stolz anweht.
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo übernachten in Opava
5 Unterkünfte — Wellnesshotels, Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Sobald du genug von Sehenswürdigkeiten und Kirchen hast, solltest du dich unbedingt im Grünen erholen. Den historischen Kern von Opava umgibt ein geschlossener Ring schöner Parks, der bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Die Anlagen wuchsen auf dem Gelände der abgerissenen Stadtmauern und der mühsam zugeschütteten Gräben empor – städtebaulich erinnert das an eine kleinere Version des Wiener Rings.
Dieser grüne Gürtel besteht aus mehreren aneinandergrenzenden Teilen; stellvertretend seien der bereits 1856 angelegte Dvořák-Park, der Smetana-Park, der Park der Freiheit oder der Janáček-Park mit seinem Denkmal genannt. Ein Spaziergang rund um das Zentrum im Schatten der hohen Bäume ist sehr erfrischend und bildet einen perfekten Kontrast zu den lebhafteren Straßen mit Verkehr.
8. Kaufhaus Breda
Foto: Jan Polák, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Das hier ist ein Leckerbissen für alle echten Fans moderner Architektur und Design. Das Kaufhaus Breda wurde zwischen 1927 und 1928 von der Firma Breda & Weinstein nach dem Entwurf des Architekten Leopold Bauer errichtet. Zu seiner Zeit war es das erste moderne Kaufhaus amerikanischen Typs in der Tschechoslowakei und hatte lange keine Konkurrenz im Land, weder in Größe noch in Luxus.
Das Gebäude verfiel ab 2012 leider zusehends und war für die Öffentlichkeit komplett geschlossen. Doch es zeichnen sich bessere Zeiten ab: Dieses markante Gebäude wurde 2021 von der Stadt Opava gekauft und befindet sich derzeit in schrittweiser Sanierung. Seit Herbst 2025 gibt es im Eingangsbereich einen kleinen Infopoint mit Café, sodass du einen Teil der Innenräume endlich mit eigenen Augen sehen kannst.
9. Der Silbersee
Foto: Fry72, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Wenn du im Hochsommer nach Opava reist und das Laufen durch die aufgeheizten Straßen hinter dir hast, kommt dir eine ordentliche Abkühlung sicher gelegen. Der Silbersee, den die einheimischen Patrioten nur „Sádrák“ nennen, ist ein beliebtes Naturbad im Randstadtteil Kateřinky. Ursprünglich wurde hier abgebaut, und das Wasser füllte die Fläche durch die Flutung des ehemaligen Gipssteinbruchs.
Heute nimmt die Wasserfläche rund 6,6 Hektar ein, und du findest hier angenehme Liegewiesen zum Sonnen. An den tiefsten Stellen ist das Wasser bis zu fünfzehn Meter tief, und neben dem Schwimmen kannst du hier angeln oder aufs Stand-up-Paddle gehen. Vom Zentrum aus erreichst du den See sehr bequem mit dem normalen öffentlichen Nahverkehr – ein perfekter sommerlicher Ausweg aus der Stadt.
💡 Tipp mit Kindern: Wenn du mit Kindern reist, verbinde das nachmittägliche Baden im Silbersee mit einem Vormittagsbesuch im Schlesischen Landesmuseum. Dort gibt es großartige naturkundliche Ausstellungen mit Tiermodellen, die kleine Reisende in der Regel zuverlässig für eine ganze Weile beschäftigen.
Wo in Opava essen
Das Erkunden der Stadt und die Parkspaziergänge machen dich sicher müde, also musst du Kalorien und Koffein auffüllen. Opava hat eine überraschend starke Café-Szene, für die Leute aus der ganzen Umgebung anreisen. Hervorragenden Spezialitätenkaffee und ehrliche hausgemachte Desserts findest du im KUPKAFE direkt am Oberring. Eine tolle und bewährte Wahl ist auch das Botaniqa Bistro & Café, wo es neben gutem Kaffee auch originelle saisonale Küche aus regionalen Zutaten gibt und ausgezeichnete Frühstücke oder Mittagessen serviert werden. Erwähnenswert ist außerdem das Café Libertas, eine weitere sichere Bank für Liebhaber von gutem Kaffee im Zentrum.
Wenn es um eine größere Mahlzeit geht, loben die Einheimischen besonders das Restaurant Taste of India, das auf seiner Karte eine riesige Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten voller großartiger Gewürze hat. In der Stadt triffst du auch auf ein kleineres rein vegetarisches Bistro – an fleischlosen, gemüsereichen Varianten herrscht hier also wirklich kein Mangel, und wir würden hier mit großer Freude zum Mittagessen einkehren.
Aus der traditionellen schlesischen Gastronomie wird in Reiseführern oft das sogenannte schlesische Himmelreich erwähnt. Es ist eine lokale Fleischspezialität aus geräuchertem Fleisch, das in einer süßen Soße aus Trockenfrüchten und Zimt serviert wird, üblicherweise zusammen mit schlesischen Kartoffelknödeln. Wir bevorzugen auf Reisen zwar eher die indische Küche oder einen guten Falafel im Bistro, aber wenn du die historischen Geschmäcker der Region genau so kennenlernen willst, wie sie unsere Vorfahren aßen, stößt du in traditionellen Restaurants ab und zu auf dieses Gericht.
Ausflüge ab Opava
Schlesien ist voller prächtiger Schlossanlagen und sorgfältig gepflegter Natur, daher lohnt es sich, auch über die Stadtgrenzen hinaus aufzubrechen. Hier sind die interessantesten Ausflüge in der Umgebung, die du locker an einem halben Tag schaffst.
Foto: Lestat (Jan Mehlich), CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Staatsschloss Hradec nad Moravicí: Es liegt etwa acht Kilometer von der Stadt entfernt und ist ein wunderschöner Komplex aus weißem klassizistischem und Empire-Schloss, ergänzt durch das prunkvolle neugotische Rote Schloss aus den Jahren 1872 bis 1895. Der ehemalige Sitz des Geschlechts der Lichnowsky beherbergte Namen wie Beethoven oder Liszt, und bis heute findet hier das Festival „Beethovens Hradec“ statt.
Arboretum Nový Dvůr: Es liegt in Stěbořice rund neun Kilometer von Opava entfernt und gehört zum Schlesischen Landesmuseum. Auf dreißig Hektar wachsen hier rund siebentausend Pflanzenarten, und das Areal ist vor allem für seine enorme Sammlung blühender Rhododendren und ein großes Tropenhaus berühmt.
Schloss Raduň: Nur acht Kilometer von der Stadt entfernt befindet sich dieses reizvolle klassizistische Schloss, errichtet zwischen 1816 und 1822. Es gehörte lange dem bedeutenden Geschlecht der Blücher, und du kannst hier durch einen schönen Park mit Orangerie und alten Teichen spazieren.
Schloss Kravaře: Knapp zehn Kilometer entfernt liegt dieses prunkvolle Barockschloss aus den Jahren 1721 bis 1728. Heute dient es als Schlossmuseum mit einer sehr ungewöhnlichen Ausstellung über den Alchemisten Sendivogius und ist von einem weitläufigen englischen Park umgeben. Verwechsle es bloß nicht mit einem Kurort – es handelt sich rein um ein historisches Baudenkmal.
Aussichtsturm Šibenice: Unweit von Stěbořice entstand 2019 ein sehr interessanter Aussichtsturm aus Beton, der mit seiner besonderen Form klar an die Grenzbefestigungen der Ersten Republik anknüpft und schöne Ausblicke in die schlesische Landschaft bietet.
Foto: Palickap, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
💡 GetYourGuide-Tipp: Ob du nun den Besuch von Burgen, Schlössern oder speziellen Stadtführungen planst – ich empfehle dir, immer nachzuschauen, ob sich die Tickets nicht im Voraus bequem von zu Hause aus sichern lassen. Zur Suche nach den verschiedensten Aktivitäten und lokalen Ausflügen funktioniert das Portal GetYourGuide sehr gut, wo du oft auch jene Erlebnisse findest, die herkömmliche gedruckte Reiseführer komplett übersehen.
Wohin als Nächstes
Wenn du gerne weitere Schönheiten und Besonderheiten Tschechiens entdeckst, haben wir für dich noch einige weitere Artikel voller Reiseinspiration aus verschiedenen Ecken des Landes vorbereitet.
Von Prag aus sind es mit dem Auto etwa 374 Kilometer und die Fahrt dauert ungefähr drei Stunden und fünfundvierzig Minuten, meistens über die Autobahn via Olmütz und Ostrava. Wenn ihr mit dem Zug fahrt, müsst ihr euch darauf einstellen, dass ihr wahrscheinlich in Ostrava umsteigen müsst, da es nur sehr wenige Direktverbindungen gibt. Die Zugfahrt dauert meistens etwa dreieinhalb bis vier Stunden und die Fernzüge enden ihre Fahrt am Bahnhof Opava východ.
Wie viele Tage sollte man für Opava einplanen?
Für das historische Zentrum selbst und die wichtigsten kirchlichen Sehenswürdigkeiten reicht ein ganztägiger Ausflug völlig aus. Wenn ihr den Besuch aber mit einem sommerlichen Bad im Silbersee, einer Besichtigung des Schlosses Hradec nad Moravicí oder einem Ausflug ins nahe gelegene blühende Arboretum verbinden möchtet, empfehle ich definitiv, für diese Region eher zwei bis drei Tage einzuplanen und hier ein ruhiges Wochenende zu verbringen.
Ist Opava für einen Fahrradausflug geeignet?
Ja, die Stadt und ihre unmittelbare Umgebung sind wie geschaffen fürs Radfahren. Da wir uns in einer relativ flachen Landschaft nahe der polnischen Grenze befinden, erwarten euch hier keine brutalen und erschöpfenden Höhenunterschiede. Mit dem Fahrrad erreicht ihr sowohl die nahegelegenen Schlösser als auch das Naturfreibad, und die gesamte Region ist durchzogen von einem Netz sehr gut ausgeschilderter und sicherer Radwege.
Was geschah in Opava am Ende des Krieges?
Die Stadt erlebte im Frühjahr 1945 einige der schwersten Kämpfe auf unserem Gebiet. Opava wurde zwar am 22. April 1945 befreit, aber die vorrückende Front hinterließ eine enorme Verwüstung. Rund dreiundachtzig Prozent aller Gebäude wurden zerstört oder schwer beschädigt, wodurch die damalige schlesische Metropole zu den am stärksten zerstörten Städten der Tschechoslowakei gehörte und ein großer Teil des historischen Zentrums langwierig und kostspielig wiederaufgebaut werden musste.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch im Arboretum Nový Dvůr?
Obwohl das weitläufige Arboretum zu jeder Jahreszeit seinen Charme hat, ist es in der Zeit von Mai bis Ende Juni unbestritten am schönsten. Gerade in dieser Zeit blüht nämlich ihre berühmte Rhododendron-Sammlung in voller Pracht – ein farbenfrohes Schauspiel, das man bei einem Besuch in Schlesien auf keinen Fall verpassen sollte.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRWir haben 31 konkrete Tipps für Edinburgh zusammengestellt – von der Sehenswürdigkeit Edinburgh Castle (Eintritt £21,50, also umgerechnet etwa 625 Kronen) über die historische Royal Mile und die St. Giles‘ Cathedral bis hin zu kostenlosen Aussichtspunkten wie Calton Hill oder Arthur’s Seat. Die beste Reisezeit ist Mai und September, wenn das Wetter angenehm ist und weniger Touristen unterwegs sind. Im August solltest du dagegen wegen des Fringe Festivals lieber vorsichtig sein, denn die Unterkunftspreise verdoppeln oder verdreifachen sich dann. Viele Attraktionen kosten nichts, etwa das National Museum of Scotland, Dean Village oder der Botanische Garten. Seit April 2025 brauchen Tschechen für die Einreise nach Großbritannien die elektronische Einreisegenehmigung ETA für £20 (rund 580 Kronen), und bezahlt wird praktisch überall nur mit Karte, auch in öffentlichen Verkehrsmitteln mit einer Tagesobergrenze von £5,70 (rund 165 Kronen).
Edinburgh in Schottland ist genau so, wie du es dir vielleicht in deinen kühnsten Träumen ausmalst. Dunkle gotische Türme ragen über kopfsteingepflasterten Gassen empor, von Weitem dringen die wehmütigen Klänge von Dudelsäcken zu dir herüber, und über allem wacht majestätisch ein Schloss auf dem Gipfel eines erloschenen Vulkans. Die Stadt besitzt einen unglaublichen Zauber, der dich sofort in den Bann zieht und nicht mehr loslässt.
Bei deinen Streifzügen durch die Stadt wirst du feststellen, dass sie aus zwei völlig unterschiedlichen Welten besteht. Auf der einen Seite verzaubern dich die verwinkelten mittelalterlichen Gassen der Altstadt voller Rätsel und Legenden, während sich ein paar Straßen weiter die georgianische Eleganz der Neustadt mit ihren breiten Boulevards vor dir auftut. Beide Stadtteile sind so einzigartig, dass sie zu Recht in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden.
Ich habe für dich 31 konkrete Orte und Erlebnisse zusammengestellt, von den berühmtesten bis hin zu versteckten Schätzen, an denen die meisten Touristen vorbeilaufen. Dazu gibt es Tipps, wo du übernachten solltest, wie du den Menschenmassen entkommst und was du über die neue Einreisegenehmigung wissen musst, ohne die du bald gar nicht mehr nach Großbritannien kommst.
Foto: Igor Passchier / Pexels
Zusammenfassung für Eilige
Neue Pflicht für Reisende aus der EU: Seit April 2025 brauchst du für die Einreise nach UK eine elektronische Genehmigung (ETA) für £20 (ca. 24 €), die du bequem über die offizielle App beantragst.
Tickets rechtzeitig sichern: Die Karten für Edinburgh Castle sind in der Saison schnell ausverkauft, also buche sie mehrere Wochen im Voraus online.
Achtung im August: Während der August-Festivals ist die Stadt komplett überfüllt und die Unterkunftspreise steigen auf das Doppelte bis Dreifache.
Vieles ist kostenlos: Das Nationalmuseum, der atemberaubende Ausblick vom Calton Hill oder ein Spaziergang durch das malerische Dean Village kosten dich keinen einzigen Pfund.
Zahle mit Karte: Die Stadt ist fast bargeldlos, sogar in Bussen hältst du einfach deine Karte ran, mit einer Tagesobergrenze von £5,70 (ca. 7 €).
Vergiss den Adapter nicht: In Schottland gibt es britische Steckdosen vom Typ G, also kommst du ohne Reiseadapter nicht aus.
Wann du nach Edinburgh in Schottland reisen solltest
Das schottische Wetter ist berüchtigt für seine Unberechenbarkeit, und die Einheimischen sagen gern, dass man hier locker vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag erlebt. Das milde ozeanische Klima bringt das ganze Jahr über häufige Schauer und starken Wind mit sich, deshalb lohnt es sich, immer eine gute wasserdichte Jacke dabeizuhaben und auf den Zwiebellook zu setzen. Denk beim Packen unbedingt an mehrere dünne Schichten, die du je nach Wetterlage an- und ausziehen kannst. Den Regenschirm lässt du lieber zu Hause – bei einer kräftigen Böe wäre er sofort kaputt. Investiere stattdessen in eine wirklich gute Regenjacke.
Der beste Kompromiss für einen entspannten Besuch sind die Monate Mai und September, wenn angenehme Temperaturen herrschen, die Tage lang genug sind und du den größten Touristenmassen entgehst. Im Sommer liegen die Temperaturen im Schnitt bei 17 bis 19 Grad, dabei dehnen sich die Tage auf unglaubliche 17 Stunden Tageslicht aus. Die Winter sind hier nicht extrem frostig, aber die hohe Luftfeuchtigkeit und die kurzen Tage machen sie zu einer Herausforderung für die hartgesottensten Reisenden.
Eine große Warnung gilt für den gesamten Monat August, wenn die Stadt das berühmte Fringe-Festival und das beliebte Military Tattoo beherbergt. In dieser Zeit platzen die Straßen aus allen Nähten, in Restaurants bekommst du ohne Reservierung keinen Platz und die Unterkunftspreise schießen in astronomische Höhen. Wenn du also nicht gezielt zu den Festivals reist, wähle für deine Reise lieber einen anderen Termin.
Foto: Emiliano LG / Pexels
Wo du in Edinburgh übernachten kannst
💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten vergleichst und buchst du dann am besten über GetYourGuide.
Edinburgh ist eine recht kompakte Stadt mit riesiger Nachfrage nach Unterkünften, deshalb lohnt sich eine frühzeitige Reservierung über Booking unter allen Umständen. Die meisten Hotels bieten kostenlose Stornierung an, also buche ruhig im Voraus und sag im Zweifel stressfrei wieder ab.
Wenn du absoluten Luxus suchst oder eine besondere Feier planst, empfehle ich das ikonische Fünf-Sterne-Hotel The Balmoral mit seinem prächtigen Uhrturm direkt über dem Bahnhof Waverley. Für verliebte Paare ist das Boutique-Hotel The Witchery by the Castle ein absoluter Traum – es versteckt sich direkt am Schlosstor und bietet gotische Suiten mit unvergleichlich romantischer Atmosphäre.
Den goldenen Mittelweg mit hervorragendem Preis-Lage-Verhältnis bietet das Motel One Edinburgh-Royal, von dem aus du wirklich nur ein paar Schritte zur Royal Mile hast. Eine tolle Wahl ist auch das designorientierte Vier-Sterne-Hotel Radisson Collection Royal Mile mit modernen Zimmern mitten im Geschehen, oder das kleinere Boutique-Hotel The Inn on the Mile, das durch den feinfühligen Umbau einer ehemaligen historischen Bank entstand.
Für junge Reisende und alle mit kleinerem Budget ist das Castle Rock Hostel eine absolute Legende – es punktet mit fantastischer Community-Atmosphäre und der Lage direkt unterhalb des Schlossfelsens. Eine interessante Alternative sind die modernen Kapsel-Pods im Hostel CoDE Pod The Court, das in einem faszinierenden ehemaligen Gefängnisgebäude residiert und überraschend viel Privatsphäre bietet.
Foto: Oleksiy Yeshtokyn,🌻🇺🇦🌻 / Pexels
31 Tipps, was man in Edinburgh sehen und erleben kann
Schauen wir uns gemeinsam die konkreten Orte an, die diese Stadt so außergewöhnlich machen. Ich habe für dich einen Mix aus berühmten Sehenswürdigkeiten und kleineren Geheimtipps zusammengestellt, damit du die besten Erlebnisse mit nach Hause nimmst und auch Ecken entdeckst, an die sich normale Touristen meist gar nicht verirren.
Foto: Oriel Frankie Ashcroft / Pexels
1. Edinburgh Castle: Das Wahrzeichen auf dem Vulkanfelsen
Die meistbesuchte kostenpflichtige Attraktion ganz Schottlands thront majestätisch auf einem schwarzen Vulkanfelsen und dominiert die gesamte Stadt. Der Eintritt für Erwachsene kostet online £21,50 (ca. 25 €), wobei du beim Onlinekauf sparst und dir vor allem deinen Platz sicherst, denn Tickets vor Ort bekommst du oft gar nicht mehr. Das Areal selbst ist wie eine kleine Festungsstadt angelegt, und du findest hier Gebäude aus verschiedenen Epochen, die zusammen ein faszinierendes Mosaik der schottischen Geschichte ergeben.
Für eine gründliche Besichtigung des weitläufigen Komplexes solltest du mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Neben den Mauern mit überwältigenden Ausblicken auf die Stadt findest du hier interessante Museen, königliche Gemächer und das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt, die kleine St. Margaret’s Chapel aus dem frühen 12. Jahrhundert.
💡 Tipp: Kaufe deine Tickets mindestens zwei bis vier Wochen im Voraus, während der August-Festivals ruhig auch ein Vierteljahr früher, sonst kommst du gar nicht erst auf den Schlosshof.
Foto: Zekai Zhu / Pexels
2. Kronjuwelen und der Kanonenschuss
Bei der Besichtigung des Schlosses darfst du auf keinen Fall die legendäre One O’Clock Gun verpassen, eine Kanone, die jeden Tag außer sonntags pünktlich um 13 Uhr abgefeuert wird. Ursprünglich diente dieser Schuss als Zeitsignal für die im nahen Hafen von Leith ankernden Schiffe, heute ist er eine beliebte touristische Tradition.
Das Highlight sind zweifellos die schottischen Kronjuwelen, die zu den ältesten in ganz Europa gehören. Zusammen mit ihnen ist hier auch der berühmte Stone of Destiny ausgestellt, auf dem über Jahrhunderte hinweg die schottischen Könige gekrönt wurden.
Ich muss dich aber darauf hinweisen, dass der Crown Room 2026 umfassend renoviert wird. Prüfe vor deinem Besuch also die aktuelle Verfügbarkeit der Ausstellung, damit du vor Ort nicht enttäuscht bist, und schau dir in der Zwischenzeit unbedingt Mons Meg an, die riesige mittelalterliche Belagerungskanone aus dem 15. Jahrhundert.
Foto: Rino Adamo / Pexels
3. Royal Mile: Die Lebensader der Altstadt
Das Rückgrat des gesamten historischen Zentrums ist die berühmte Royal Mile, ein durchgehendes Band aneinandergereihter Straßen, die vom Schlosstor hinunter bis zum königlichen Palast führen. Beginne oben an der Esplanade und gehe nach und nach über die Abschnitte Lawnmarket, High Street und Canongate bergab. Jeder dieser Teile hat seine eigene Architektur und einen etwas anderen Charakter. Sie misst ungefähr eine schottische Meile, also rund 1,8 Kilometer, und ist von den schönsten historischen Steinhäusern gesäumt.
Achte beim Spaziergang unbedingt auf die sogenannten Closes und Wynds, schmale, oft dunkle und überdachte Gassen, die rechtwinklig von der Hauptachse abzweigen. Viele von ihnen verbergen wunderbare Überraschungen, etwa den malerischen und vor Touristen oft versteckten Dunbar’s Close Garden, in den du völlig kostenlos hineinkommst.
Die ganze Straße ist von Läden mit traditionellen Souvenirs, Tartan und Kaschmirschals gesäumt, aber auch von zahlreichen Straßenkünstlern und Dudelsackspielern. Es ist ein Ort, an dem ständig etwas los ist – und doch reicht es, in einen der Durchgänge abzubiegen, und du befindest dich in völliger Stille historischer Innenhöfe.
Foto: Mario Spencer / Pexels
4. St Giles‘ Cathedral: Gotische Schönheit mit Kronturm
Mitten im Herzen der Royal Mile stößt du auf die prächtige St Giles‘ Cathedral, die du sicher an ihrem charakteristischen Turm in Form einer königlichen Krone erkennst. Dieser gotische Bau ist das wichtigste religiöse Zentrum der Stadt und spielte während der stürmischen schottischen Reformation eine Schlüsselrolle.
Der grundlegende Eintritt in die Kathedrale ist völlig kostenlos, auch wenn es üblich ist, einen kleinen freiwilligen Beitrag zur Instandhaltung zu hinterlassen. Im Inneren beeindrucken dich wunderschöne Buntglasfenster, massive Steinpfeiler und eine unglaublich ruhige Atmosphäre, die in scharfem Kontrast zum Trubel auf der Straße draußen steht.
Wenn du Zeit hast, wirf unbedingt einen Blick in die wunderschön verzierte Thistle Chapel, die Heimat des schottischen Ritterordens vom Distel. Ihre Holzschnitzereien sind unglaublich detailliert und gehören zum Schönsten, was du in schottischen Kircheninterieurs überhaupt sehen kannst.
Foto: Oleksiy Yeshtokyn,🌻🇺🇦🌻 / Pexels
5. The Real Mary King’s Close: Die unterirdische Geisterstadt
Direkt unter den belebten Straßen der Altstadt verbirgt sich ein Komplex zugemauerter Gassen und Häuser aus dem 17. Jahrhundert, in dem einst nur die Ärmsten lebten. Während der Pestepidemien und des späteren Stadtumbaus wurden diese Räume einfach mit neuen Gebäuden überbaut, wodurch ein faszinierendes unterirdisches Labyrinth voller unglaublicher historischer Zeugnisse entstand.
Die Besichtigung von The Real Mary King’s Close findet ausschließlich mit kostümiertem Guide statt und kostet £35 (ca. 41 €). Während der einstündigen Tour erfährst du eiskalte Geschichten über das damals harte Leben, Krankheiten und Verbrechen, die sich in diesen dunklen Ecken tatsächlich abspielten.
💡 Tipp: Die Untergrund-Tour ist äußerst beliebt und die Gruppen haben begrenzte Kapazität, also reserviere dein Zeitfenster-Ticket frühzeitig. Die Atmosphäre unten ist wirklich beengt, deshalb ist das Erlebnis für Menschen mit Klaustrophobie nicht ideal.
Foto: Muhammed Zahid Bulut / Pexels
6. Palace of Holyroodhouse: Die königliche Residenz
Am unteren Ende der Royal Mile steht der prächtige Palace of Holyroodhouse, der bis heute als offizielle schottische Residenz des britischen Monarchen dient. Über Jahrhunderte war der Palast Schauplatz der bedeutendsten historischen Ereignisse, und noch heute spürst du hier die Präsenz der berühmten schottischen Königin Maria Stuart, die hier einen Teil ihres bewegten Lebens verbrachte. Der reguläre Eintritt kostet £22 (ca. 26 €), und im Preis inbegriffen ist der Rundgang durch die prunkvollen Staatsgemächer, in denen bis heute wichtige Zeremonien stattfinden.
Zum Areal gehören auch die romantischen Ruinen der Holyrood Abbey und die weitläufigen königlichen Gärten, die für sich genommen schon wunderschön sind. 2026 öffnen sich den Besuchern zudem die zuvor unzugänglichen privaten Gemächer der verstorbenen Königin Elisabeth II.
Du musst aber auf die Öffnungszeiten achten, denn der Palast ist nach wie vor in Betrieb, sodass die Monarchie ihn gelegentlich für die Öffentlichkeit schließt. Geschlossen ist garantiert vom 14. bis 18. Mai und vom 26. Juni bis 2. Juli 2026. Prüfe den Betrieb lieber noch am Tag vor deinem geplanten Besuch auf der offiziellen Seite der Royal Collection.
Foto: Richard Park / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
7. Arthur’s Seat und Salisbury Crags: Aufstieg auf den Vulkan
Direkt hinter dem königlichen Palast erhebt sich die wilde Natur des Holyrood Park, beherrscht von einem erloschenen Vulkan mit dem Gipfel namens Arthur’s Seat auf 251 Metern Höhe. Der Park umfasst eine Fläche von über 600 Acres, und du kommst dir hier eher wie in einem abgelegenen Teil der rauen schottischen Highlands vor als mitten im Herzen einer europäischen Metropole. Der Aufstieg selbst dauert etwa 30 bis 45 Minuten und ist die beste Art, die ganze Stadt aus der Vogelperspektive zu betrachten – völlig kostenlos.
Der Weg nach oben ist kein Spaziergang, das letzte Stück ist steinig und rutschig, also lass die Turnschuhe im Hotel und nimm solide Schuhe mit. Oben musst du mit starkem Wind rechnen, der hier praktisch ununterbrochen weht, aber der atemberaubende Blick auf das Schloss und die Förde Firth of Forth ist die kleine Mühe absolut wert.
Wenn du eine etwas leichtere, aber nicht weniger schöne Route suchst, spaziere entlang der dramatischen Klippen der Salisbury Crags, die sich direkt über der Stadt erheben. Besonders bei Sonnenauf- oder -untergang machst du hier dank des herrlich weichen Lichts absolut fantastische Fotos.
Foto: Daniel Kraft / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
8. Calton Hill: Die ikonischsten Ausblicke kostenlos
Wenn du keine Lust hast, auf den hohen Vulkan zu klettern, geh zum nahe gelegenen Calton Hill, den du vom Zentrum aus in knapp zehn Minuten bequem hinaufsteigst. Dieser niedrige Hügel am östlichen Rand der Neustadt ist ein absolutes Muss für jeden, der die ikonischsten Aufnahmen machen möchte. Die Einheimischen kommen außerdem gerne hierher, um das traditionelle Feuerfestival Beltane zu feiern, das hier Ende April immer den Himmel zum Leuchten bringt.
Du findest hier gleich mehrere interessante Bauwerke, von denen das auffälligste das unvollendete National Monument ist, das an den Parthenon in Athen erinnern sollte, aber wegen Geldmangels nur bei ein paar Säulen blieb. Heute wird es manchmal augenzwinkernd „Schande Edinburghs“ genannt, doch die Einheimischen haben es schließlich ins Herz geschlossen.
Der eigentliche Grund herzukommen ist aber das Dugald Stewart Monument mit seiner charakteristischen Kuppel, durch das man das berühmte Panorama der Altstadt mit dem Schloss im Hintergrund fotografiert. Der Zugang zum gesamten Hügel ist frei und es ist der ideale Ort für ein romantisches Picknick am Abend.
Foto: Clément Proust / Pexels
9. Scott Monument: Aufstieg über enge Treppen
An der Grenze zwischen Alt- und Neustadt kannst du den majestätischen gotischen Turm zu Ehren von Walter Scott (angeblich das größte literarische Denkmal der Welt) nicht übersehen. Den Eintritt von £8 bis £9 (ca. 9–11 €) bezahlst du ausschließlich persönlich vor Ort, Onlinereservierungen funktionieren hier nicht.
Stell dich darauf ein, dass dich ein Aufstieg über 287 sehr enge und gewundene Stufen erwartet, die sich nach oben hin immer weiter verengen. Belohnt wirst du jedoch mit großartigen Ausblicken von mehreren verschiedenen Galerien mitten in die belebte Princes Street und auf den gegenüberliegenden Schlossfelsen.
Dieses dunkle Steingebäude sieht durch die Verschmutzung aus Zeiten der Industriellen Revolution aus, als wäre es vom Feuer versengt worden, was ihm ein unglaublich dramatisches und leicht düsteres Aussehen verleiht, das perfekt zur Stadt passt.
Foto: Emiliano LG / Pexels
10. Princes Street Gardens: Die grüne Lunge des Zentrums
Direkt unterhalb des Schlosses, im Tal, das die beiden historischen Stadtteile trennt, erstrecken sich wunderschöne öffentliche Gärten, in die sich Einheimische wie Touristen vor dem Großstadttrubel zurückziehen. Der Zugang ist frei, und die gepflegten Rasenflächen laden geradezu zum Ausruhen mit einem Kaffee in der Hand ein.
Kaum ein Besucher ahnt, dass sich an dieser Stelle einst der stark verschmutzte See Nor Loch befand, in den sämtliche Abwässer der Altstadt geleitet wurden und in dem Hexenproben abgehalten wurden. Im 19. Jahrhundert wurde der See zum Glück trockengelegt und durch diese wunderschönen Parks voller Blumenbeete ersetzt.
In den Wintermonaten verwandeln sich die Gärten bis zur Unkenntlichkeit, denn hier finden die traditionellen Weihnachtsmärkte mit einer riesigen Eisbahn und einem Riesenrad statt. Im August stößt du hier dafür auf zahlreiche Straßenvorführungen im Rahmen der Sommerfestivals.
Foto: Richard Harris / Pexels
11. National Galleries of Scotland: Kunst ohne Eintritt
Schottland glänzt mit seinem Umgang mit Kultur: Der Zugang zu den Dauerausstellungen aller Nationalgalerien ist völlig kostenlos. Bezahlt wird gegebenenfalls nur für spezielle Sonderausstellungen, die du je nach Interesse an der Rezeption dazubuchen kannst.
Deine ersten Schritte sollten in die Scottish National Gallery auf dem künstlichen Damm The Mound führen, wo du klassische Meisterwerke von Künstlern wie Rembrandt, Turner oder Botticelli findest. Die Räume sind wunderschön lichtdurchflutet, und du findest hier auch eine umfangreiche Sammlung schottischer Landschaftsmaler, die dir die raue Schönheit der hiesigen Landschaft näherbringt.
Erwähnenswert ist auch die National Portrait Gallery in der Neustadt, die in einem beeindruckenden neugotischen Gebäude aus rotem Sandstein residiert und die schottische Geschichte anhand von Porträts ihrer bedeutendsten Persönlichkeiten erzählt. Sie ist eine tolle Rettung an Tagen, an denen dich draußen der typische ausdauernde Regen überrascht.
Foto: David C Murray / Pexels
12. Dean Village und Water of Leith: Ein Märchen am Fluss
Nur etwa zehn Gehminuten von der belebten Princes Street entfernt versteckt sich die ehemalige Müllersiedlung Dean Village, die aussieht, als wäre sie aus einer ganz anderen Zeit. Malerische Steinhäuschen ducken sich an den Ufern eines schmalen Flusses, und der ganze Ort hat eine unglaublich ruhige, fast dörfliche Atmosphäre.
Das meistfotografierte Gebäude ist hier der rote Sandsteinkomplex Well Court aus dem späten 19. Jahrhundert, der ursprünglich als Musterwohnung für die örtlichen Arbeiter diente. Versuche, schon früh am Morgen herzukommen, denn in den engen Gassen zwischen den Häusern wird es tagsüber wegen der Fotografen ziemlich eng.
Von hier aus kannst du auf den schönen Fußweg Water of Leith Walkway abbiegen, der dem Flusslauf folgt und dich im Schatten hoher Bäume bis zur nahe gelegenen Galerie für moderne Kunst oder ins Viertel Stockbridge führt. Es ist ein absolut idyllischer Spaziergang.
Foto: Micheile Henderson / Pexels
13. Stockbridge: Bohemische Atmosphäre und Märkte
Nördlich der eleganten Neustadt liegt das Viertel Stockbridge, das sich den Charakter eines eigenständigen, unabhängigen Dorfes bewahrt hat. Du findest hier die besten Cafés mit Spezialitätenkaffee, Antiquitätenläden, Plattenläden und jede Menge kleiner unabhängiger Weinhandlungen.
Ein absolutes Highlight ist der sonntägliche Stockbridge Market, der regelmäßig von 10 bis 16 Uhr stattfindet. Der kleine Platz füllt sich mit Ständen voller großartigem Street Food, Handwerksprodukten, frischem Gebäck und lokalen Käsesorten.
Mach Halt in der skandinavischen Bäckerei Söderberg – ihre Zimt- und Kardamomschnecken sind so gut, dass du dir gleich eine zweite für unterwegs kaufst. Dieses malerische Viertel bietet das ideale Refugium für alle, die faule Sonntagnachmittage lieben.
Foto: Duna Jbara / Pexels
14. Grassmarket: Geschichte unterhalb des Schlosses
Der geräumige Platz Grassmarket liegt in einer tiefen Senke direkt unter der Südwand des Schlosses und hat eine sehr düstere Vergangenheit hinter sich. Einst fanden hier öffentliche Hinrichtungen statt und Vieh wurde verkauft, heute ist es eine der lebendigsten Gegenden voller historischer Pubs und Restaurants.
Du findest hier Lokale mit Namen, die auf örtliche Legenden anspielen, etwa einen Pub, der nach Maggie Dickson benannt ist, einer Frau, die angeblich ihre eigene Hinrichtung überlebte. Es ist der ideale Ort für einen Abend draußen, wenn sich über dir der dramatisch beleuchtete Schlossfelsen erhebt.
Wenn dich der Appetit auf etwas Gesünderes überkommt, besuche in dieser Gegend das vegane Café Pumpkin Brown, wo es hervorragende frische Salate und ehrliche warme Gerichte aus rein pflanzlichen Zutaten gibt. Ein Stück weiter in der West Port solltest du dir auch die handgemachten Kuchen im gemütlichen Café Lovecrumbs nicht entgehen lassen.
Foto: Muhammed Zahid Bulut / Pexels
15. Victoria Street: Vorbild für die Winkelgasse
Vom Grassmarket steigt die Victoria Street in einem geschwungenen Bogen nach oben, die laut vielen Fans das Vorbild für die berühmte Winkelgasse aus den Harry-Potter-Büchern ist. Ihre untere Ebene bilden die wunderschön bunten Schaufenster kleiner Läden, während die obere Ebene eine steinerne Fußgängerterrasse bildet.
Du findest hier Buchläden, Scherzartikelgeschäfte und spezialisierte Boutiquen, die sich gerade auf Hexen-Souvenirs konzentrieren. Am schönsten ist die Straße von unten betrachtet, vom sogenannten West Bow aus, von wo du die richtige Neigung und Farbigkeit aller Fassaden einfängst.
Auch wenn J.K. Rowling nie offiziell bestätigt hat, dass gerade diese Straße ihre direkte Inspiration war, ist die visuelle Ähnlichkeit einfach unübersehbar, und beim Spaziergang hast du das Gefühl, du gehst gleich Schulsachen für Hogwarts einkaufen.
Foto: Ivan Dražić / Pexels
16. Greyfriars Kirkyard: Ein Friedhof voller Legenden
Dieser atmosphärische alte Friedhof unweit der Royal Mile hat einen unverwechselbaren Zauber, vor allem wenn der Nebel fällt. Der Zugang ist kostenlos und du spazierst hier zwischen uralten Grabsteinen, die an Zeiten erinnern, in denen die Stadt von Grabräubern heimgesucht wurde, die den örtlichen Anatomen Leichen lieferten.
Der berühmteste Bewohner des Friedhofs ist ein Skye Terrier namens Greyfriars Bobby, der laut Legende ganze vierzehn Jahre lang das Grab seines Herrchens bewachte. Seine kleine Statue findest du an der Ecke der George IV Bridge und Candlemaker Row, und die Einheimischen bitten dich, dem Hund nicht zur Glücksbringerei über die Nase zu reiben, weil das die wertvolle Bronzepatina beschädigt.
Der Friedhof hat eine besonders geheimnisvolle Atmosphäre und ist oft Schauplatz abendlicher Gruseltouren. Genau hierher kam die Schriftstellerin J.K. Rowling, um Inspiration zu schöpfen für ihre berühmtesten Werke.
Da wir gerade bei Harry Potter sind: Auf dem Greyfriars-Friedhof musst du die Grabsteine von Thomas Riddell und William McGonagall finden, deren Namen als offensichtliche Inspiration für die Figuren Lord Voldemort und Professorin McGonagall dienten. Vom Friedhof aus siehst du außerdem wunderbar auf die Privatschule George Heriot’s School, deren vier Häuser auffällig an die Aufteilung von Hogwarts erinnern.
Ein weiterer Kultort ist das Café The Elephant House an der George IV Bridge, wo die Autorin Stunden mit Schreiben verbrachte – mit Blick auf das Schloss. Leider brannte das Gebäude im August 2021 aus, und sowohl der Betrieb als auch das Datum der vollständigen Wiedereröffnung sind nach wie vor sehr unklar. Prüfe die Situation vorher also vorsichtshalber und nutze gegebenenfalls die kleinere Filiale direkt an der Victoria Street.
💡 Tipp: Du kannst dich einer der beliebten Potter-Trail-Touren zu Fuß anschließen, die nach dem Prinzip des freiwilligen Trinkgelds funktionieren und bei denen dich Guides in Zaubererumhängen zu allen Schlüsselorten führen.
Foto: Nachosan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
18. National Museum of Scotland: Von Dinosauriern bis zum Schaf
Dieses großartige Museum an der Chambers Street ist ein architektonisches Juwel mit einer wunderschönen verglasten Halle aus der viktorianischen Ära. Der Eintritt ist erneut völlig kostenlos, und im Inneren findest du eine unglaubliche Mischung aus Exponaten, von der schottischen Geschichte bis zu Naturwissenschaften und Technik.
Das größte Highlight für neugierige Besucher ist zweifellos das ausgestopfte Schaf Dolly, das 1996 zum allerersten geklonten Säugetier der Welt wurde und im nahe gelegenen Forschungsinstitut in Roslin geboren wurde. Das Museum ist riesig und bietet viele interaktive Elemente, deshalb ist es die ideale Rettung für verregnete Nachmittage.
Fahr unbedingt mit dem Aufzug ganz hinauf auf die Dachterrasse im siebten Stock, von wo aus dir ein fantastischer und ungestörter Blick auf die gesamte Altstadt mit dem Schloss geboten wird. Die Öffnungszeiten kannst du direkt auf der offiziellen Website des Museums prüfen.
Foto: Richard West / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
19. Royal Botanic Garden: Grünes Paradies in Inverleith
Wenn du dich eine Weile von den steinernen Straßen erholen möchtest, fahr nördlich des Zentrums in den königlichen botanischen Garten. Das gesamte weitläufige Außenareal von 70 Acres ist ohne Eintritt zugänglich, auch wenn du am Eingang Spendenkästen für einen kleinen freiwilligen Beitrag findest.
Der Garten gehört zu den ältesten der Welt und begeistert dich mit sorgfältig gepflegten Beeten, Steingärten und riesigen Rhododendren, die hier im Frühling wunderschön blühen. Bezahlt wird nur für den Zugang zu den historischen Gewächshäusern, die exotische Pflanzen und riesige Seerosen aus tropischen Regenwäldern beherbergen.
Den Spaziergang durch den Garten kannst du wunderbar mit einem Besuch des angrenzenden Viertels Stockbridge verbinden, oder dir hier einen Kaffee auf der Terrasse mit Blick auf das ferne Stadtpanorama gönnen. Du kommst aus dem belebten Zentrum und hörst plötzlich nur noch Vögel und Wind. Das ist das Edinburgh, über das die Reiseführer kaum schreiben.
Foto: Mark Owens / Wikimedia Commons, OGL v1.0
20. Edinburgh Zoo: Berühmte Pinguine auf dem Marsch
Der Zoo liegt an einem sanften Hang im Viertel Corstorphine, wohin du leicht mit einem normalen Stadtbus gelangst. Der Eintritt für Erwachsene kostet £29,50 (ca. 34 €), aber wenn du die Tickets online im Voraus kaufst, bekommst du einen kleinen Rabatt. Der Zoo konzentriert sich auf den Schutz bedrohter Arten und beteiligt sich an vielen internationalen Projekten, deshalb unterstützt dein Besuch eine gute Sache.
Das Highlight ist hier die riesige Kolonie von mehr als hundert Pinguinen, die den beliebten Penguin Rock bewohnen. Wenn das Wetter und die Laune der Vögel es zulassen, kannst du hier die berühmte Penguin Parade erleben, bei der die Pinguine einen kurzen Spaziergang auf einer abgesperrten Route mitten zwischen den Besuchern unternehmen.
Achtung, die berühmten Großen Pandas siehst du hier nicht mehr, Ende 2023 kehrten sie nach einem langen Aufenthalt nach China zurück. Trotzdem findest du hier hunderte weitere faszinierende Tiere, darunter Koalas und Schimpansen.
Foto: Valentine Kulikov / Pexels
21. Leith und The Royal Yacht Britannia: Maritime Geschichte
Das Hafenviertel Leith im Norden der Stadt hat sich vom rauen Arbeitermilieu in eine absolut erstklassige Gastronomie-Destination mit Michelin-Bistros verwandelt. Wenn du hierher kommst, empfehle ich dir den fantastischen rein veganen Gastropub Harmonium, wo es ausgezeichnete pflanzliche Mac & Cheese gibt und du sogar einen tollen vegetarischen Haggis probieren kannst, der dem fleischigen Original in nichts nachsteht.
In den örtlichen Docks beim Einkaufszentrum Ocean Terminal liegt die berühmte königliche Yacht Britannia vor Anker, die jahrzehntelang der Herrscherfamilie auf ihren Reisen rund um die Welt diente. Für einen Eintritt von £21 (ca. 25 €) kannst du frei über ihre Decks spazieren – mit einem Audioguide, der in vielen Sprachen verfügbar ist.
Du siehst hier die bescheidenen Schlafräume der Matrosen ebenso wie die prunkvollen Empfangssäle und kannst dir sogar einen Nachmittagstee direkt auf dem königlichen Deck gönnen. Aktuelle Informationen und Zeiten findest du auf der Website der königlichen Yacht. Angesichts der Kapazität ist hier keine strikte Zeitreservierung nötig.
Foto: Enric / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
22. Camera Obscura & World of Illusions: Spaß nicht nur für Kinder
Direkt neben dem Schlosstor residiert in einem historischen Turm eine absolut einzigartige Unterhaltungsattraktion, die Erwachsene wie Kinder zuverlässig begeistert. Es ist im Grunde die älteste eigens errichtete Attraktion der Stadt, die schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb ist. Der Eintritt kostet £21,95 (ca. 26 €), und dich erwarten insgesamt fünf Etagen voller optischer Illusionen, Lichttricks und unterhaltsamer Spiegellabyrinthe.
Der Höhepunkt der Tour ist die eigentliche viktorianische Camera Obscura ganz oben auf dem Dach, die mithilfe eines Systems aus Spiegeln und Linsen ein Live-Bild des Geschehens aus den umliegenden Straßen auf einen großen Tisch in einem dunklen Raum projiziert. Es ist ein unglaublich faszinierendes Stück alter Technik.
Von der Dachterrasse aus bietet sich dir außerdem einer der besten Ausblicke auf die Royal Mile und die ganze Stadt, was du besonders beim Fotografieren zu schätzen weißt. Die Attraktion ist sehr beliebt, also lohnt es sich wieder, die Tickets vorab online zu kaufen.
Foto: Andrew Patrick Photo / Pexels
23. Ein Erlebnis mit schottischem Whisky
In Schottland zu sein und Whisky zu ignorieren wäre eine Sünde, selbst wenn du kein eingefleischter Fan davon bist. Gleich am oberen Ende der Royal Mile findest du The Scotch Whisky Experience, wo man dich für £24 (ca. 28 €) im Rahmen des Basispakets Silver in einen kleinen Wagen in Fassform setzt und mit dir durch den gesamten Herstellungsprozess dieses goldenen Getränks fährt.
Teil der Tour sind natürlich auch eine Verkostung und der Besuch der größten privaten Whiskysammlung der Welt, die tausende Flaschen umfasst und in den beleuchteten Vitrinen wirklich beeindruckend aussieht. Wenn du eher eine moderne Interpretation suchst, geh ans andere Ende des Zentrums in das neue Erlebniszentrum Johnnie Walker Princes Street.
Die dortige Dachbar 1820 Rooftop Bar bietet neben fantastischen Cocktails auch einen unvergesslichen Blick auf das beleuchtete Schloss. Wenn du zum Whisky auch ein ordentliches Essen möchtest, mach dich auf den Weg ins nahe gelegene Restaurant David Bann mit seiner gerühmten pflanzlichen Küche, oder reserviere einen Tisch im legendären Henderson’s. Obwohl die Einheimischen traditionell fleischigen Haggis, Fish & Chips oder Lachs essen, ist die Stadt unglaublich freundlich gegenüber fleischloser Ernährung, und diese lokalen Spezialitäten findest du hier üblicherweise auch in rein pflanzlichen Varianten.
Foto: U.S. Army photo by Staff Sgt. Gabriel Bacewicz / Wikimedia Commons, Public domain
24. Edinburgh Fringe und Military Tattoo: die größte Festivalstadt der Welt
Wenn du Edinburgh in seiner wildesten Form erleben möchtest, komm im August. Jährlich findet hier das Edinburgh Festival Fringe statt, das größte Kunstfestival der Welt, das 2026 vom 7. bis 31. August läuft. Auf hunderten Bühnen in der ganzen Stadt finden rund fünfzehnhundert Vorstellungen statt, von Comedy über Theater bis Zirkus, und ein großer Teil der Straßenauftritte direkt auf der Royal Mile ist völlig kostenlos.
Parallel dazu findet auf der Schloss-Esplanade das festliche Royal Edinburgh Military Tattoo statt – eine mitreißende neunzigminütige Show von Dudelsackspielern und Militärkapellen mit dem beleuchteten Schloss im Hintergrund. Der Eintritt beginnt bei etwa £89 (ca. 104 €) und die Tickets sind oft schon mehrere Monate im Voraus ausverkauft, also kümmere dich rechtzeitig darum.
💡 Tipp: Der August ist magisch, aber rechne damit, dass die ganze Stadt überfüllt ist und die Unterkunftspreise auf das Doppelte bis Dreifache steigen. Wenn dich die Festivals nicht direkt locken und du Ruhe willst, plane deinen Besuch lieber im Mai oder September.
Foto: Kabelleger / David Gubler / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
25. South Queensferry und die Brücken über den Firth of Forth
Ein kleines Stück außerhalb der Stadt liegt das malerische Hafenstädtchen South Queensferry, über dem sich drei beeindruckende Brücken über die Förde Firth of Forth spannen. Die berühmteste ist die ziegelrote Auslegerkonstruktion Forth Bridge aus dem Jahr 1890, die seit 2015 zum UNESCO-Welterbe gehört – täglich überqueren sie rund zweihundert Züge, und sie zählt zu den meistfotografierten Bauwerken Schottlands.
Du kommst mit dem Zug vom Bahnhof Edinburgh Waverley in nur 25 Minuten hierher (steige an der Station Dalmeny aus) oder mit dem Bus. Vom Anleger aus starten zudem Bootsausflüge zur kleinen Insel Inchcolm mit ihrer gut erhaltenen Abtei.
💡 Tipp: Das stärkste Erlebnis ist, die Brücke mit dem Zug in Richtung der Region Fife zu überqueren und auf der anderen Seite in North Queensferry auszusteigen, von wo du den besten Blick auf die gesamte Konstruktion von unten hast.
Foto: Eusebius / Wikimedia Commons, CC BY 3.0
26. Auf den Spuren von Nessie: Tagesausflug in die Highlands und zum Loch Ness
Edinburgh ist die ideale Basis für einen Ausflug in die dramatischen schottischen Highlands. Von hier starten dutzende ganztägige Busausflüge, die etwa £55 bis £75 (ca. 64 bis 88 €) kosten und rund zwölf Stunden dauern. Die klassische Route führt durch das malerische Tal Glencoe zum legendären See Loch Ness, wo dich am Ufer die romantische Ruine von Urquhart Castle und natürlich die Aussicht auf die geheimnisvolle Nessie erwarten.
Harry-Potter-Fans sollten die Variante zum Viadukt Glenfinnan nicht verpassen, über das der Dampfzug Jacobite Steam Train, das Vorbild des berühmten Hogwarts-Expresses, fährt. Die Fahrkarte für den Zug selbst musst du aber separat und weit im Voraus reservieren, denn sie ist Monate vorher ausverkauft.
💡 Tipp: Auf eigene Faust an einem einzigen Tag in die Highlands zu fahren lohnt sich nicht, denn du würdest die ganze Zeit am Steuer sitzen. Verlässliche Anbieter sind Rabbie’s oder Highland Explorer.
Foto: Kostiantyn Klymovets / Pexels
27. Edinburgh Vaults: dunkler Untergrund und Gruseltouren
Unter den mächtigen Bögen der South Bridge verbirgt sich ein Netz dunkler Kammern aus dem späten 18. Jahrhundert, die Edinburgh Vaults. Einst waren sie Werkstätten und Lager, später Zuflucht der ärmsten Bewohner der Stadt, und heute gehören sie zu den gruseligsten Orten Edinburghs. Besuchen kannst du sie nur in Begleitung eines Guides auf einer geführten, oft abendlichen Tour.
Der Eintritt für diese Touren beginnt bei etwa £17 (ca. 20 €), und die Tour selbst, oft nur bei Kerzenschein, dauert rund 75 bis 120 Minuten. Edinburgh wird nicht umsonst die Welthauptstadt der Geister genannt.
💡 Tipp: Die Abendtermine füllen sich schnell, also reserviere sie im Voraus. Wenn du mit kleineren Kindern reist oder eher empfindlich bist, wähle lieber die historische Tagesvariante der Tour.
Foto: M J Richardson / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
28. Portobello Beach: Edinburghs Meeresküste
Kaum jemand erwartet, dass die schottische Metropole einen eigenen Strand hat, und dabei liegt nur ein paar Kilometer vom Zentrum entfernt der viktorianische Küstenvorort Portobello mit breitem Sandstrand und einem Kilometer langer Promenade. Die Einheimischen kommen hierher zum morgendlichen Schwimmen, für einen Kaffee, ein Eis und Wochenendspaziergänge, sodass du Edinburgh ein wenig von seiner heimischen Seite erlebst.
Von der Princes Street fährst du in knapp zwanzig Minuten mit dem Bus hierher (Linien 12, 21 oder 26, die alle fünfzehn Minuten fahren), und der Zugang zum Strand ist natürlich kostenlos. Auf der Promenade stößt du außerdem auf die historischen Portobello Turkish Baths.
💡 Tipp: Am schönsten ist es hier an einem klaren Nachmittag, wenn sich die einheimischen Familien auf der Promenade einfinden – ein angenehmer Kontrast zur herausgeputzten touristischen Altstadt.
Foto: Lewis Clarke / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
29. Cramond und Cramond Island: Gezeiteninsel für Abenteurer
Wenn du Orte magst, die die meisten Touristen nicht kennen, mach dich auf den Weg ins ruhige Küstendörfchen Cramond im Nordwesten der Stadt. Hier erwarten dich weiße Häuschen, eine Flussmündung und vor allem Cramond Island, eine kleine Insel, zu der man bei Ebbe zu Fuß über einen betonierten Damm hinüberlaufen kann, der von Panzersperren aus dem Zweiten Weltkrieg gesäumt ist.
Hier gilt aber eine entscheidende Regel: sicher hinüber kommst du nur etwa zwei Stunden vor der Ebbe und zwei Stunden danach, denn das Wasser steigt anschließend schneller, als du erwarten würdest. Vom Zentrum aus kommst du in etwa einer halben Stunde mit dem Bus hierher, und der Zugang ist kostenlos.
💡 Tipp: Die aktuellen sicheren Überquerungszeiten hängen auf einer Tafel direkt am Anfang des Damms aus. Unterschätze sie niemals, jedes Jahr müssen hier leichtsinnige Ausflügler gerettet werden, die auf der Insel festsitzen.
Foto: PAUL FARMER / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
30. Holyrood Park und der geheime Dr Neil’s Garden
Gleich hinter dem Palace of Holyroodhouse erstreckt sich der weitläufige Holyrood Park, ein Stück echter Wildnis mitten im Herzen der Stadt mit Klippen, kleinen Seen und dem Gipfel Arthur’s Seat. In seinem südöstlichen Zipfel verbirgt sich aber ein Schatz, an dem die meisten Besucher vorbeilaufen – Dr Neil’s Garden, ein geheimer Garten am See Duddingston Loch, in den der Eintritt frei ist und der täglich von 10 Uhr bis zur Dämmerung geöffnet hat.
Gleich daneben liegt Duddingston Village, eine der ältesten Siedlungen Edinburghs, mit einem der ältesten Pubs Schottlands. Auf dem Weg durch den Park stößt du auch auf den kleinen See St Margaret’s Loch mit Schwänen und der romantischen Ruine der St Anthony’s Chapel.
💡 Tipp: Verbinde diese Orte zu einem ruhigen halbtägigen Spaziergang. Es ist genau die Art von Edinburgh-Idylle, die andere Touristen völlig übersehen.
Foto: Jim Barton / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
31. Edinburgh’s Christmas und Hogmanay: Wintermärchen unterm Schloss
Wenn du einen Besuch im Winter erwägst, dann wisse, dass Edinburgh zu den besten Adressen in ganz Europa gehört. Die traditionellen Weihnachtsmärkte in den East Princes Street Gardens starten etwa ab Mitte November, und der Eintritt dazu ist kostenlos (bezahlt werden nur einzelne Attraktionen wie Karussells, die Eisbahn und das Aussichts-Riesenrad direkt unterhalb des Schlosses).
Der absolute Höhepunkt ist aber Hogmanay, die weltberühmte schottische Silvesterfeier. Sie beginnt mit einem Fackelzug am 29. Dezember und gipfelt in einem grandiosen Feuerwerk um Mitternacht am 31. Dezember, das den Himmel direkt über dem Schloss zum Leuchten bringt. Für die große Street Party und das Konzert kauft man Tickets im Voraus.
💡 Tipp: Für das Neujahrsfeuerwerk selbst musst du kein teures Ticket kaufen. Einige der besten Ausblicke gibt es nämlich völlig kostenlos vom Gipfel des Calton Hill.
Foto: Gül Işık / Pexels
Wo du in Edinburgh essen kannst
Die örtliche Gastronomieszene dreht sich längst nicht mehr nur um frittierten Fisch mit Pommes und den traditionellen Schaf-Haggis. Die Stadt hat sich in den letzten Jahren in ein echtes Paradies für Feinschmecker verwandelt, und du findest hier alles von entspannten Cafés bis zu erstklassigen veganen Bistros. Wenn du gut essen willst, hast du wirklich die Qual der Wahl.
Da gute Lokale enorm gefragt sind, empfehle ich dir, Tische zum Abendessen mindestens einige Tage im Voraus zu reservieren. Das gilt besonders an Wochenenden und in den Sommermonaten, wenn die besten Tische blitzschnell vergeben sind und unangemeldete Gäste schlicht abgewiesen werden. Leitungswasser wird in Restaurants ganz selbstverständlich und kostenlos serviert, du musst nur freundlich danach fragen.
Toller Kaffee und schnelle Frühstücke
Foto: Georgie Devlin / Pexels
Bei den morgendlichen Streifzügen lohnt es sich definitiv, frisches Gebäck und ausgezeichneten Kaffee anzusteuern. Die skandinavische Bäckerei Söderberg im Viertel Stockbridge kriegt dich mit ihren sündhaft guten Kardamomschnecken, die der absolut ideale Start in einen ungemütlichen Tag sind. Ein Stück vom Grassmarket entfernt findest du wiederum das großartige vegane Café Pumpkin Brown, wo man üppige Frühstücksbowls aus rein pflanzlichen Zutaten zaubert. Für die Rettung am Nachmittag nach anstrengendem Laufen ist dann das nahe gelegene Café Lovecrumbs eine sichere Bank, das eine der besten Auswahlen an handgemachten Kuchen weit und breit bietet.
Ehrliche Mittagessen und luxuriöse Abendessen
Foto: Sarah Arasco / Pexels
Wenn du tagsüber ins Hafenviertel Leith aufbrichst, darfst du den gerühmten Gastropub Harmonium nicht verpassen. Ihre deftigen veganen Varianten britischer Klassiker sind legendär und geben dir die Energie für die weitere Besichtigung der Stadt. Der Abend im Zentrum steht dann im Zeichen vielfältiger Geschmäcker. Ein großartiges Erlebnis erwartet dich im Restaurant David Bann, das die pflanzliche Gastronomie auf die höchste Ebene hebt, und das auch noch in einem wunderschönen, sanft beleuchteten Ambiente. Ein Klassiker für Liebhaber hochwertiger fleischloser Küche bleibt das traditionelle Lokal Henderson’s, das seit langen Jahrzehnten zu den Grundpfeilern der örtlichen Kulinarikszene gehört.
Wohin von Edinburgh aus weiter
Wenn du mehr als zwei Tage für deinen Besuch hast, mach dich unbedingt auf, die Schönheiten außerhalb der Stadt zu entdecken. Zu den einfachsten Halbtagesausflügen gehört der Besuch von South Queensferry, von wo aus du die ikonische rote Eisenbahnbrücke Forth Bridge bestaunst, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Dieses gewaltige Ingenieurwerk fasziniert Reisende seit über hundert Jahren, und das Städtchen selbst, voller bunter Häuser an der Küste, hat einen enormen Charme.
Sehr beliebt ist auch die nahe gelegene wunderschön verzierte Rosslyn Chapel, die der Roman „Sakrileg“ (The Da Vinci Code) berühmt machte, oder das majestätische Stirling Castle mit reicher Geschichte und atemberaubenden Ausblicken in die Landschaft. Wenn dich die raue Natur der Highlands lockt, dann wisse, dass wir empfehlen, Tickets fürs Schloss und den ganztägigen Ausflug zum Loch Ness vorab über GetYourGuide zu kaufen; kleinere Gruseltouren und Tickets für den Aussichts-Stadtbus bekommst du problemlos auch direkt vor Ort bei den lokalen Anbietern.
Vor der Reise gehen dir sicher jede Menge praktischer Fragen durch den Kopf. Schottland hat seine Besonderheiten, und nach dem Brexit haben sich für Reisende aus der EU ein paar Dinge geändert. Deshalb habe ich Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt, die dir helfen, unnötige Überraschungen zu vermeiden und deine Reise völlig entspannt zu planen.
Was ist die UK ETA und brauche ich sie für Schottland?
Ja, ab April 2025 benötigen alle tschechischen Staatsbürger für die Einreise nach Großbritannien eine elektronische Reisegenehmigung ETA. Diese kostet £20 (ca. 24 €) und kann über die offizielle mobile App oder die Regierungswebsite gov.uk beantragt werden. Sie ist zwei Jahre gültig und der Antrag sollte einige Tage vor dem Abflug gestellt werden.
Wie funktioniert der öffentliche Nahverkehr und das Bezahlen in den Bussen?
MHD wird von Verkehrsbetrieben wie Lothian Buses betrieben und das System ist super einfach. Beim Einsteigen einfach mit der Zahlungskarte kontaktlos bezahlen (TapTapCap-System) und den Rest erledigt das System für dich, wobei niemals mehr als die Tagesobergrenze von £5,70 (ca. 7 EUR) abgebucht wird, egal wie oft du fährst. Zum Flughafen verkehren außerdem die praktischen Expresslinien Airlink oder die bequeme moderne Straßenbahn.
Brauche ich für Schottland einen Steckdosenadapter?
Auf jeden Fall ja. In Großbritannien werden Steckdosen vom Typ G verwendet mit drei massiven rechteckigen Stiften und einer Spannung von 230 V. Tschechische flache oder runde Stecker passen ohne speziellen Reiseadapter nicht hinein, daher kauft ihn am besten schon zu Hause, denn am Flughafen sind Adapter meist ziemlich überteuert.
Ist das Leitungswasser in Edinburgh trinkbar?
Ja, das schottische Leitungswasser ist absolut sicher zu trinken und gilt zudem als eines der leckersten in ganz Europa. Nimm ruhig eine wiederverwendbare Flasche mit und fülle sie tagsüber an den Trinkbrunnen in der ganzen Stadt auf.
Wie ist das mit dem Bezahlen und Bargeld?
Die Stadt ist nahezu bargeldlos und mit Karte kannst du buchstäblich überall bezahlen – von Bussen über Cafés bis hin zu Eintritten für Sehenswürdigkeiten. Schottische Banken drucken zwar eigene Pfund-Banknoten, aber die gelten überall gleich, sodass du dir über den Geldwechsel keine Gedanken machen musst.
Funktioniert mein Roaming in Schottland kostenlos?
Da das Vereinigte Königreich außerhalb der Europäischen Union liegt, ist Roaming hier nicht mehr automatisch kostenlos und hängt ganz von eurem tschechischen Anbieter ab. Einige Anbieter bieten es zwar noch an, aber die mit Abstand beste und günstigste Variante ist eine elektronische eSIM-Karte für Europa.
Brauche ich für Schottland eine spezielle Reiseversicherung?
Auf jeden Fall solltest du eine abschließen. Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) garantiert hier zwar nach dem Brexit Zugang zu notwendiger Notfallversorgung, deckt aber weder eine eventuelle Rückführung, Reiserücktritt noch Behandlungen in privaten Einrichtungen ab, was richtig teuer werden kann.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRDie Auvergne im französischen Massif Central ist die ruhige Alternative zur überfüllten Provence und Côte d’Azur, mit 13 Tipps für Vulkankrater, Seen und historische Städte. Zu den wichtigsten Stationen zählen Clermont-Ferrand mit seiner schwarzen Kathedrale, der Gipfel Puy de Dôme (1.465 m), den du mit der Panoramabahn erreichst, die Region Chaîne des Puys mit über 80 erloschenen Vulkanen im UNESCO-Welterbe sowie die Kapelle Saint-Michel d’Aiguilhe in Le Puy-en-Velay. Die beste Reisezeit ist Mai bis Ende September, am schönsten im Juli und August, wenn es hier fünf bis zehn Grad kühler ist als in der Provence. Die Region ist bekannt für ihre Käsestraße mit fünf geschützten Käsesorten und für den Kurort Vichy. Ohne Auto kommst du hier praktisch nicht weiter.
Wenn man an Sommerurlaub in Frankreich denkt, kommen den meisten von euch sicher die Provence oder die überfüllten Strände der Côte d’Azur in den Sinn. Wer aber das echte Frankreich ohne Menschenmassen sucht, dem empfehle ich, ins absolute Herz des Landes zu reisen – in die Auvergne in Frankreich.
Hier erstreckt sich das weitläufige Massif Central und sein grünes vulkanisches Herz, die atemberaubende Region Auvergne. Diese stille Landschaft erloschener Vulkane verzaubert euch garantiert mit ihrer rauen Schönheit und unberührten Natur.
In den folgenden Zeilen findet ihr 13 Tipps für Orte, die ihr hier einfach besuchen müsst. So werdet ihr schnell verstehen, warum diese ruhige Region das perfekte Gegenmittel gegen Overtourism ist.
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Wo anfangen: Der ideale Ausgangspunkt für die Erkundung der Region ist die Stadt Clermont-Ferrand mit ihrer einzigartigen schwarzen Kathedrale.
Vulkankette: Die Chaîne des Puys bietet über 80 schlafende Vulkane, die zum UNESCO-Welterbe zählen.
Beste Aussicht: Auf den Gipfel des berühmtesten Vulkans, des Puy de Dôme, bringt euch bequem und schnell eine Panoramabahn.
Für Familien mit Kindern: Der Erlebnis- und Wissenschaftspark Vulcania führt euch interaktiv durch die Geheimnisse des Erdinneren.
Architektonisches Wunder: In Le Puy-en-Velay findet ihr eine beeindruckende Kapelle, die auf der Spitze eines steilen Felsschlots thront.
Mondäne Bäder: Die Stadt Vichy begeistert Liebhaber luxuriöser Belle-Époque-Architektur und heißer Mineralquellen.
Gastronomie: Die Region ist berühmt für ihre Käsestraße, auf der ihr gleich fünf berühmte Käsesorten mit geschützter Ursprungsbezeichnung probieren könnt.
Wann man in die Auvergne reist und welches Wetter euch erwartet
Foto: U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 2nd Class E / Wikimedia Commons, Public domain
Die Auvergne ist in erster Linie ein Sommer- und Reiseziel, das man am besten von Mai bis Ende September besucht. In diesen Monaten ist die Landschaft unglaublich saftig grün und das Wetter lädt geradezu zu langen Wanderungen über die Bergkämme ein. Während im Süden Frankreichs im August der Verkehr kollabiert und die Temperaturen oft unangenehme vierzig Grad erreichen, atmet ihr in den Vulkanbergen frische und deutlich kühlere Luft. Rechnet damit, dass es in den Sommermonaten hier rund fünf bis zehn Grad kühler ist als in der Provence – das werdet ihr bei jedem Anstieg zu schätzen wissen.
Juli und August sind daher die absolut ideale Wahl für all jene unter euch, die extreme Sommerhitze schlecht vertragen und ihren Urlaub lieber aktiv verbringen. Die Temperaturen liegen in tieferen Lagen tagsüber bei angenehmen fünfundzwanzig Grad, auf den Vulkangipfeln ist es allerdings deutlich windiger und das Wetter kann sehr schnell umschlagen. Wer im Winter aufbrechen möchte, hat es etwas schwerer. Die Wintersaison von Ende Dezember bis März kann hübsches lokales Skifahren im Skigebiet Super-Besse bieten, aber die Schneeverhältnisse sind hier wegen der Höhenlage unter zweitausend Metern ziemlich unberechenbar. Es handelt sich eben nicht um Savoyen voller Gletscher, also bleiben bei einem milden Winter viele touristische Dienste und Berghütten komplett geschlossen.
Vergesst bei der Reiseplanung auch nicht, dass ihr in dieser ländlichen Region ohne Auto praktisch nicht auskommt, denn außerhalb der großen Städte ist der öffentliche Nahverkehr sehr dünn. Ein riesiger Vorteil ist die Autobahn A75, die das Massif Central von Norden nach Süden durchquert und größtenteils völlig kostenlos ist – in Frankreich eine enorme und sehr angenehme Ausnahme. Achtet aber unbedingt auf das Free-Flow-System auf den normalen Mautabschnitten, wo es keine klassischen Schranken gibt und ihr die Maut online innerhalb von zweiundsiebzig Stunden anhand eures Kennzeichens bezahlen müsst, um unangenehme und saftige Bußgelder zu vermeiden.
Wo man in der Auvergne übernachtet
Foto: Paul Vidal de La Blache (1845-1918) / Wikimedia Commons, Public domain
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unsere Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Bei der Reiseplanung müsst ihr euch bewusst machen, dass die Auvergne eine wirklich weitläufige ländliche Region ist und eine strategische Wahl der Unterkunft euch stundenlanges sinnloses Fahren erspart. Wegen der schlechteren Erreichbarkeit kleinerer Dörfer empfehle ich, Orte zu wählen, von denen aus ihr leicht zu den Hauptautobahnen und größeren Straßen gelangt. Bucht eure Unterkunft lieber rechtzeitig über Plattformen wie Booking, denn die Kapazitäten verschwinden in der Sommersaison schnell und das Angebot in abgelegeneren Gegenden ist sehr begrenzt.
Der logischste Ausgangspunkt ist die Universitätsstadt Clermont-Ferrand, die direkt am Fuß der Vulkane liegt. Mit dem TGV erreicht ihr sie von Paris aus in knapp dreieinhalb Stunden – und von Deutschland aus reist ihr am besten zunächst per Flug oder Zug nach Lyon oder Paris und mietet dann ein Auto. Hier findet ihr eine tolle Infrastruktur, viele Restaurants und eine hervorragende Anbindung an das Straßennetz. Direkt im Zentrum könnt ihr zum Beispiel im beliebten Hôtel Littéraire Alexandre Vialatte übernachten, das einen herrlichen Blick auf die Stadt und die vulkanischen Hügel im Hintergrund bietet.
Wer sich nach mehr Ruhe und Natur sehnt, findet im Kurstädtchen Le Mont-Dore eine großartige Basis für Bergwanderungen. Es wirkt ein bisschen wie aus einem anderen Jahrhundert und liegt in einem tiefen Tal, nur einen Katzensprung vom höchsten Berg des gesamten Massivs entfernt – so könnt ihr praktisch direkt vor der Hoteltür zu Wanderungen aufbrechen. Schaut euch zum Beispiel das traditionsreiche Hôtel du Puy Ferrand an, wo ihr die Bergatmosphäre in vollen Zügen genießt und euch abends nach der Wanderung am Kamin aufwärmt.
Für Liebhaber von Geschichte und mondäner Bäderkultur bietet sich eine Übernachtung in der wunderschönen Stadt Vichy im Norden der Region an. Das dortige Mercure Vichy Thermalia bietet euch allen Komfort der Moderne inmitten historischer Kolonnaden – die absolut ideale Wahl für einen ruhigeren, erholsameren Teil eures Urlaubs nach anstrengenden Wanderungen über erloschene Krater.
13 Tipps: Auvergnes schönste Orte und was man erleben kann
Foto: Vida Nova / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Schauen wir uns gemeinsam das Beste an, was dieser faszinierende Winkel Frankreichs euch bieten kann. Schnürt euch bequeme Schuhe, denn die meisten der schönsten Orte erfordern zumindest ein wenig körperliche Anstrengung – aber ich verspreche euch, dass die atemberaubenden Ausblicke auf die grünen Krater es wirklich wert sind.
1. Clermont-Ferrand und die dunkle Kathedrale
Foto: Romainbehar / Wikimedia Commons, CC0
Eure erste Begegnung mit der Region wird wahrscheinlich ihre Hauptstadt Clermont-Ferrand sein, deren Silhouette euch schon von Weitem ins Auge fällt. Über der Stadt erheben sich nämlich die zwei Türme der Kathedrale Notre-Dame-de-l’Assomption, die komplett aus schwarzem Vulkanstein, der sogenannten Pierre de Volvic, erbaut ist. Auf den ersten Blick wirkt dieser Bau etwas düster und beinahe gotisch-schaurig, doch im Inneren verbergen sich unglaublich detailreiche und bunte Glasfenster.
Die Stadt selbst hat eine sehr lebendige Universitätsatmosphäre und ist weltweit als Heimat der Marke Michelin bekannt, weshalb ihr hier unzählige hervorragende Bistros und Cafés findet. Als Kontrast zur schwarzen Kathedrale solltet ihr euch unbedingt die romanische Basilika Notre-Dame-du-Port ansehen, die als wichtige Station auf dem berühmten Pilgerweg nach Santiago de Compostela zum UNESCO-Welterbe zählt.
Wenn ihr mit dem Auto ins Zentrum fahrt, achtet aber unbedingt auf die Umweltzonen, denn die Regeln werden hier sehr kompromisslos überwacht. Die Umweltplakette Crit’Air ist auch für alle Autos aus Deutschland Pflicht, und nach einer jüngsten Gerichtsentscheidung drohen für die Einfahrt ohne sie Bußgelder von 68 bis 375 Euro. Die Plakette müsst ihr rechtzeitig von zu Hause aus online für rund fünf Euro bestellen, vor Ort bekommt ihr sie nicht mehr.
💡 Tipp: Verpasst nicht das moderne Museum L’Aventure Michelin, wo ihr nicht nur alles über die Geschichte der berühmten Reifen erfahrt, sondern auch über die Entstehung des legendären Gastronomieführers voller Sterne.
Foto: Another one of my pictures:
This photograph was taken by / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
2. Puy de Dôme und die Panoramabahn
Der höchste und eindeutig berühmteste Punkt der gesamten Vulkankette ist der majestätische Gipfel des Puy de Dôme. Mit einer Höhe von 1.465 Metern dominiert er den gesamten Horizont, und bei gutem Sommerwetter seht ihr von hier aus zig Kilometer weit in alle Richtungen. Wenn ihr ehrliche Aufstiege mögt, könnt ihr zu Fuß über den alten Römerweg Chemin des Muletiers nach oben gehen, der euch während des gesamten steilen Anstiegs schöne Ausblicke garantiert.
Für all jene unter euch, die ihre Knie schonen wollen oder mit kleineren Kindern reisen, gibt es etwa von Ende Februar bis Mitte November eine großartige Alternative in Form der Zahnradbahn Panoramique des Dômes. Dieser elektrische Zug bringt euch bequem in fünfzehn Minuten auf den Gipfel, und die Fahrt selbst ist ein riesiges Erlebnis, denn die Strecke windet sich spiralförmig um den Berg und gibt euch nach und nach den Blick auf die Krater frei.
In der Sommersaison zahlt ihr für eine Hin- und Rückfahrkarte rund 18,60 Euro pro Erwachsenem und etwa 11,70 Euro pro Kind. Oben auf dem Gipfel erwarten euch neben atemberaubenden Ausblicken auch die überraschenden Ruinen eines antiken römischen Tempels des Gottes Merkur sowie das faszinierende Schauspiel der Gleitschirmflieger, die diesen Ort als ihre legendäre Startrampe für Flüge über die Vulkane nutzen.
💡 Tipp: Die Zahnradbahn ist in den Sommermonaten sehr stark frequentiert und es bilden sich lange Schlangen, kauft eure Tickets daher lieber vorab online für eine konkrete Abfahrtszeit.
3. Chaîne des Puys und die 80 schlafenden Riesen
Foto: Another one of my pictures:
This photograph was taken by / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Gleich hinter den Grenzen der Stadt Clermont-Ferrand beginnt ein echtes geologisches Wunder, das in Europa seinesgleichen sucht und an Illustrationen aus den Romanen von Jules Verne erinnert. Die Chaîne des Puys ist ein atemberaubendes, rund dreißig Kilometer langes Band, das aus über achtzig perfekt erhaltenen Vulkankegeln, Domen und tiefen Kratern besteht. Diese gewaltige Hochebene wurde 2018 als allererstes und bis heute einziges rein geologisches Denkmal Frankreichs in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Ihr müsst keinerlei Angst haben, alle Vulkane hier sind längst erloschen und der letzte Vulkanausbruch fand vor rund achttausend Jahren statt. Heute könnt ihr also völlig sicher durch die dicht bewaldete Landschaft spazieren, die von einem weichen grünen Teppich aus Gras überzogen ist, wo ihr auf den Straßen wahrscheinlich mehr grasende Kühe als entgegenkommende Autos antrefft.
Die schönste Art, dieses Gebiet zu erkunden, ist, feste Schuhe anzuziehen und zu langen Wanderungen aufzubrechen. Markierte Wege führen euch direkt durch die alten Krater, die sogenannten Maare, die bei Sonnenuntergang eine unglaublich romantische und tiefe Atmosphäre voller Ruhe annehmen – eine Ruhe, die im heutigen Europa immer seltener wird.
💡 Tipp: Wenn ihr etwas wirklich Unvergessliches erleben wollt, versucht eine Heißluftballonfahrt zu buchen, denn der Blick auf zig grüne Krater aus der Vogelperspektive verschlägt euch absolut den Atem.
4. Vulcania, der Erlebnispark nicht nur für Kinder
Foto: Camulogene77 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wenn ihr mit der Familie reist oder euch einfach Geologie und Naturgewalten faszinieren, dann lasst euch auf keinen Fall den Park Vulcania entgehen. Er liegt nur einen kleinen Katzensprung von Clermont-Ferrand entfernt und ist kein gewöhnlicher Erlebnispark mit klassischen Achterbahnen und Zuckerwatte. Es handelt sich vielmehr um ein einzigartiges interaktives Wissenschaftszentrum, das zum großen Teil clever tief in das harte Vulkangestein eingelassen ist – allein schon die Architektur des Gebäudes nötigt großen Respekt ab.
Während des Besuchs versteht ihr sehr leicht, wie genau die gewaltigen Kräfte tief unter der Erdkruste funktionieren. Dank fantastischer 3D-Projektionen, dynamischer Kinos und sehr realistischer Erdbebensimulatoren erlebt ihr hautnah, wie es ist, direkt bei der Geburt eines Vulkans dabei zu sein. Die meisten Attraktionen sind clever konzipiert und unterhalten auch erwachsene Besucher hervorragend.
Die Eintrittspreise liegen für die aktuelle Saison bei rund 32,50 Euro für Erwachsene und 27 Euro für ein Kinderticket. Der Park ist ziemlich weitläufig, plant für eine gründliche Erkundung also unbedingt einen ganzen Tag ein, denn es gibt hier wirklich eine riesige Menge an Attraktionen und Lehrpfaden.
💡 Tipp: Von Clermont-Ferrand fahren spezielle Pendelbusse zum Park, sodass ihr auch dann sehr leicht hierherkommt, wenn ihr gerade keine Lust aufs Autofahren habt oder mit dem Zug in die Region anreist.
5. Le Mont-Dore und der raue Gipfel Puy de Sancy
Foto: GerritR / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Während die nördlicheren Gebiete an ordentliche, abgerundete grüne Hügel erinnern, verändert sich die Landschaft ein Stück weiter südlich bis zur Unkenntlichkeit und nimmt einen viel raueren Charakter an. Das Massiv Monts Dore ist geologisch älter, stärker erodiert und erinnert mit seinem dramatischeren Erscheinungsbild und den steilen Abhängen eher an die Alpen. Genau hier liegt der berühmte Gipfel Puy de Sancy, der mit beachtlichen 1.885 Metern der höchste Punkt des gesamten zentralfranzösischen Massivs ist.
Basislager für dieses wilde Gebiet ist das zauberhafte Kurstädtchen Le Mont-Dore, das in den Sommermonaten zum perfekten Paradies für alle begeisterten Wanderer wird. Den Aufstieg auf den Gipfel des Puy de Sancy schafft ihr entweder ehrlich zu Fuß durch das malerische Val de Courre, oder ihr nehmt deutliche Abkürzung mit der Seilbahn und müsst danach nur noch die letzten paar Hundert Holzstufen über angelegte Pfade gehen.
Der Blick vom Sancy ist herrlich rau, felsig, und bei guter Sicht reicht er bis zu den verschneiten Gipfeln der französischen Alpen. Nach dem anstrengenden Abstieg empfehle ich, in eine der lokalen Gaststätten einzukehren und sich mit einer riesigen Portion der sogenannten Truffade zu belohnen – das sind köstliche überbackene Kartoffeln mit einer enormen Menge lokalen Käses.
💡 Tipp: Das Wetter auf dem Gipfel wechselt unglaublich schnell und unberechenbar, also auch wenn unten im Tal die warme Sonne scheint, könnt ihr oben im dichten Nebel frieren – packt deshalb immer eine gute winddichte Jacke ein.
6. Le Puy-en-Velay und die Kapelle auf der Felsnadel
Foto: Adrien BENOIT à la GUILLAUME / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wenn es in Zentralfrankreich einen Ort gibt, bei dem euch buchstäblich vor Staunen der Mund offen stehen bleibt, dann ist es die faszinierende Stadt Le Puy-en-Velay. Die dortige Topografie widerspricht völlig dem gesunden Menschenverstand, denn aus dem flachen Tal ragen hier plötzlich steile Vulkanschlote, sogenannte Dykes, gen Himmel. Es sind eigentlich nur erstarrte Lavakerne alter Vulkane, deren weichere Außenschichten die fortschreitende Erosion längst weggetragen hat – und auf ihre Spitzen haben die Menschen beeindruckende Steinmonumente gebaut.
Das absolut beeindruckendste davon ist die romanische Kapelle Saint-Michel d’Aiguilhe, die bereits aus dem zehnten Jahrhundert stammt. Dieser unglaubliche Bau balanciert auf der Spitze eines 82 Meter hohen Felsschlots und sieht aus der Ferne aus, als wäre er aus einer völlig anderen Welt dort gelandet. Um zu ihr zu gelangen und ihre wunderschöne, von cordobesischen Mosaikmustern beeinflusste Architektur bewundern zu können, müsst ihr ehrliche 268 direkt in den nackten Fels gehauene Stufen erklimmen.
Der Blick aus der Vogelperspektive auf die ganze Stadt und die umliegende Vulkanlandschaft ist absolut fantastisch, und ihr versteht schnell, warum dieser Ort so oft auf Postkarten erscheint. Es wirkt hier buchstäblich wie eine ausgeklügelte Filmkulisse.
💡 Tipp: Die Treppen nach oben sind ziemlich eng und steil, brecht in den heißen Sommermonaten deshalb gleich morgens auf, sobald das Denkmal öffnet, um der unangenehmen Hitze der auf den aufgeheizten Fels brennenden Sonne zu entgehen.
7. Die Kathedrale Notre-Dame und der berühmte Pilgerweg
Foto: Phyrexian / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Die Stadt Le Puy-en-Velay ist nicht nur wegen der unglaublichen Kapelle auf der Felsnadel bekannt, sondern hat auch eine enorme gesamteuropäische und spirituelle Bedeutung, die tief in die Geschichte reicht. Die dortige wunderschöne, zum UNESCO-Welterbe zählende Kathedrale Notre-Dame ist der historische Ausgangspunkt einer der wichtigsten Pilgerrouten nach Santiago de Compostela. Es handelt sich um die berühmte Route Via Podiensis, auch bekannt als der Fernweg GR65, von dem aus die Pilger zu einem beachtlichen, 736 Kilometer langen Marsch in Richtung Pyrenäen aufbrechen.
Jeden Morgen versammeln sich nach der frühen Messe auf der riesigen Treppe vor der Kathedrale Dutzende Menschen mit Rucksäcken und den typischen Jakobsmuscheln, um ihre ersten Schritte nach Westen zu machen. Dank ihnen hat die ganze Stadt eine ständig pulsierende, internationale und unglaublich freundliche Atmosphäre. Allein dieses morgendliche Treiben von einem Café aus zu beobachten, ist ein großes Erlebnis.
Unweit der Kathedrale steht dann auf einem weiteren Vulkangebilde die riesige rosafarbene Marienstatue, die eine große Besonderheit in sich birgt. Diese monumentale Statue wurde nämlich aus 213 russischen Kanonen gegossen, die die französische Armee während des grausamen Krimkriegs bei der Belagerung von Sewastopol erbeutet hatte.
💡 Tipp: Die große lokale Spezialität ist die sogenannte grüne Linse aus Le Puy, die sich einer geschützten Ursprungsbezeichnung rühmt und in den Restaurants als hervorragende, herzhafte Suppe voller Geschmack serviert wird, die euch nach einem langen Tag perfekt sättigt.
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo übernachten in der Auvergne
4 Unterkünfte — Wellnesshotels, Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Am nördlichen Rand der Region liegt eine Stadt, die eine völlig andere Atmosphäre hat als der Rest des rauen vulkanischen Landes voller Kühe und grüner Weiden. Die Stadt Vichy ist die perfekte Essenz der französischen Eleganz des neunzehnten Jahrhunderts, also der berühmten Ära namens Belle Époque. Hier könnt ihr für einen Moment die staubigen Wanderschuhe vergessen und Promenaden voller verzierter Gusseisenelemente, gläserner Markisen und prachtvoller historischer Gebäude genießen.
Vichy war jahrzehntelang ein Synonym für luxuriöse Kuraufenthalte und kehrt heute wieder voll zu dieser reichen Tradition zurück. Ihr findet hier herrliche überdachte Kolonnaden, historische Kasinos und das Gebäude einer prachtvollen Oper, all das umgeben von sorgfältig gepflegten Parks, die den ruhigen Fluss Allier säumen. Es ist ein idealer Ort, um neue Kräfte zu schöpfen.
Für deutsche Reisende hat dieser Ort zudem einen interessanten Bezug. Vichy wurde nämlich 2021 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen, und zwar im Rahmen der exklusiven Gruppe von nur elf berühmten europäischen Kurstädten. Dieses prestigeträchtige Siegel teilt Vichy unter anderem mit den deutschen Bädern Baden-Baden und Bad Ems – Parallelen in der Architektur zu suchen, wird euch bei euren Spaziergängen sicher Spaß machen.
💡 Tipp: Probiert unbedingt die berühmten Vichy-Pastillen, das sind erfrischende weiße Bonbons, die aus den Salzen der örtlichen heilenden Mineralquellen hergestellt werden und die ihr an jeder Ecke in hübschen Retro-Blechdosen kaufen könnt.
9. Die Käsestraße der Auvergne und ihre fünf Könige
Foto: Rundvald / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wenn ihr gutes Essen liebt, werdet ihr in der Auvergne im absoluten siebten Himmel sein, aber ihr müsst euch auf eine wesentliche Änderung einstellen. Vergesst für einen Moment den Wein, denn in dieser Bergregion regiert schlicht und einfach der Käse. Die hiesigen Kühe weiden nämlich auf den Vulkanhängen voller wilder Kräuter, was der lokalen Milch einen spezifischen und unglaublich reichen Geschmack verleiht. Die Region rühmt sich zu Recht gleich fünf Käsesorten mit prestigeträchtiger geschützter Ursprungsbezeichnung, die zusammen das perfekte Käsebrett ergeben.
Der berühmteste davon ist der Hartkäse Cantal, dessen Wurzeln angeblich bis in die Zeit der alten Gallier zurückreichen, sowie der cremige Saint-Nectaire, der nach Pilzen und feuchter Erde duftet. Echte Feinschmecker schätzen dann den Käse Salers, der äußerst strenge Regeln hat und ausschließlich von Mitte April bis Mitte November aus der Milch von Kühen hergestellt werden darf, die draußen weiden. Für Liebhaber kräftigerer Aromen gibt es dann den würzigen Blauschimmelkäse Bleu d’Auvergne oder den etwas milderen zylinderförmigen Fourme d’Ambert.
Die beste Art, all diese Köstlichkeiten kennenzulernen, ist, mit dem Auto die offizielle Käsestraße entlangzufahren, die euch zu Dutzenden kleiner Bauernhöfe und Käsereien führt, wo ihr direkt bei den lokalen Herstellern und Enthusiasten probieren könnt, die euch gerne den ganzen Reifeprozess erklären.
💡 Tipp: Achtet beim Kauf von Saint-Nectaire-Käse auf das ovale grüne Zeichen auf der Rinde, das garantiert, dass es sich um den sogenannten Bauernkäse handelt, der in traditioneller Handarbeit direkt auf dem Hof hergestellt wird.
Foto: Matěj Baťha / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5
10. Der geheimnisvolle Vulkansee Lac Pavin
Die stürmische Vulkantätigkeit hat in der Region nicht nur schöne und grüne Hügel hinterlassen, sondern auch riesige Mengen Wasser in Form vieler einzigartiger Bergseen geschaffen. Der visuell interessanteste und mit Abstand geheimnisvollste von ihnen ist eindeutig der Lac Pavin. Es handelt sich um ein perfektes kreisrundes Maar, was in der geologischen Terminologie einen alten, durch eine gewaltige Explosion entstandenen Vulkankrater bedeutet, der im Laufe der Zeit durch Regen- und Grundwasser geflutet wurde.
Der See ist von allen Seiten von dichten und dunklen Wäldern umgeben, und sein Wasser hat eine ungewöhnlich dunkelblaue, fast tintenartige Farbe, wobei der Grund selbst in einer beachtlichen Tiefe von neunzig Metern liegt. Kein Wunder, dass dieser Ort auf den ersten Blick etwas unheimlich wirkt und sich um ihn eine ganze Reihe lokaler gruseliger Sagen und Legenden über Dämonen rankt.
Baden ist hier aus verständlichen Gründen streng verboten, aber ihr könnt den ganzen See auf einem sehr angenehmen und einfachen Waldweg umrunden. Der gesamte Spaziergang dauert rund eine Stunde, und von mehreren Aussichtspunkten habt ihr einen herrlichen Blick auf die perfekt runde Wasseroberfläche, die die umliegenden Bäume spiegelt.
💡 Tipp: Wenn ihr Lust auf etwas aktivere Erholung habt und keine Angst vor dem tiefen Wasser unter euch habt, könnt ihr euch am Ufer ein kleines Boot ausleihen und die geheimnisvollen Wasser des Sees aus seiner stillen Mitte heraus aus nächster Nähe erkunden.
Foto: Thalia Gylonno / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
11. Baden mit Aussicht am Lac Chambon
Wenn ihr nach einer anstrengenden Bergwanderung eher klassische Sommererfrischung und Entspannung in der Sonne sucht, fahrt nur ein paar Täler weiter zum wunderschönen Lac Chambon. Im Gegensatz zum tiefen, dunklen und sehr kalten Pavin ist dieser See ziemlich flach, sodass sich sein Wasser in den Sommermonaten sehr schnell und angenehm erwärmt. Es ist eine absolut ideale und sichere Station für Familien mit kleineren Kindern oder für all jene unter euch, die einfach nur in sauberer Natur schwimmen wollen.
Rund um den See findet ihr gleich zwei wunderschön angelegte Strände mit der gesamten nötigen Infrastruktur. Direkt aus dem Wasser eröffnet sich euch zudem ein atemberaubender Blick auf die umliegenden steilen Vulkanmassive, was dem gewöhnlichen Baden eine völlig neue und leicht abenteuerliche Dimension verleiht. Die Strände sind von weitläufigen Wiesen gesäumt, die geradezu zu einem nachmittäglichen Picknick mit frischem französischem Baguette und lokalem Käse einladen.
Rund um den See funktioniert eine absolut großartige touristische Infrastruktur, sodass ihr hier leicht Tretboote, beliebte Paddleboards ausleihen oder mit dem Rad auf angelegten Radwegen losfahren könnt, die die Ufer entlangführen und viele schattige Rastplätze nach einem guten Mittagessen bieten.
💡 Tipp: Wenn ihr am Wasser bis zum Abend bleibt, wartet unbedingt auf den Sonnenuntergang, wenn sich die Seeoberfläche orange färbt und die umliegenden Vulkangipfel eine absolut magische dunkle Silhouette bilden.
Foto: Père Igor / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
12. Die mittelalterliche Burg Murol und ihre Ritterturniere
Wenn euch mehr als die Wasserfreuden die reiche Geschichte anzieht, macht von der Seengegend einen kurzen Abstecher zur wunderschönen Burg Murol. Diese majestätische Festung aus dem zwölften Jahrhundert thront auf einem steilen Basaltvorsprung und dominiert schon von Weitem die gesamte umliegende Landschaft. Es ist aber keine gewöhnliche und leere Ruine, durch die ihr in ein paar Minuten durchlauft und dann weiterfahrt.
Der örtliche Geschichtsverein veranstaltet hier nämlich in der Sommersaison tolle Vorführungen in historischen Kostümen und prachtvolle Rekonstruktionen des mittelalterlichen Lebens. Erfahrene Darsteller führen euch Ritterturniere zu Pferd, Vorführungen der traditionellen Falknerei und alte Handwerke in der Praxis vor. Es ist eine absolut fantastische Station, besonders wenn ihr Kinder im Auto habt, die das tägliche Wandern in den Bergen schon ein wenig langweilt und die ein actionreicheres Programm brauchen.
Von den Mauern habt ihr zudem einen perfekten Blick tief ins Tal und auf den nahen Lac Chambon. Der Eintritt zur Burg mit Ganztagesprogramm kostet 2026 für Erwachsene rund zwölf Euro, was für eine solche Portion ehrlicher mittelalterlicher Unterhaltung ein sehr fairer Preis ist.
💡 Tipp: Das Programm der Vorführungen ändert sich je nach Wochentag, deshalb checkt vorab die offizielle Website der Burg, damit euch die besten Ritterkämpfe nicht entgehen.
Foto: Myrabella / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
13. Wildwasser in den Gorges de l’Allier
Für eine ordentliche Portion Adrenalin und ungezähmte Natur fahrt in den Süden der Region zum tiefen Canyon der Gorges de l’Allier. Der schnelle Fluss Allier hat hier im Laufe der Jahrtausende beeindruckende und steile Schluchten in das harte Vulkangestein gegraben. Heute ist es einer der allerbesten Orte in ganz Frankreich für begeisterte Liebhaber von Rafting und Kanufahren, an dem sich im Sommer Wassersportler aus ganz Europa einfinden.
In den umliegenden Dörfern gibt es viele bewährte Verleihe, wo man euch bereitwillig die Grundlagen erklärt und euch mit Helm, Schwimmweste und Paddeln ausstattet. Ihr könnt aus mehreren unterschiedlich anspruchsvollen Flussabschnitten wählen. Von den ruhigeren, die auch für völlige Anfänger und Familien mit Kindern geeignet sind, bis hin zu wilden Stromschnellen, die eure Wassersportfähigkeiten und Muskeln zuverlässig auf die Probe stellen. Der Fluss bildet hier tiefe Becken, die von unberührten Wäldern gesäumt sind, wo ihr mit etwas Glück seltene Vogelarten erspäht.
Wenn ihr gerade keine Lust auf das kalte Wasser habt, gibt es auch eine viel trockenere Art, dieses Naturjuwel zu bewundern. Durch den Canyon fährt ein spezieller Touristenzug, der langsam unglaublich steile Abhänge bewältigt und durch dunkle Tunnel an Stellen fährt, an die ihr mit dem Auto absolut keine Chance habt zu gelangen.
💡 Tipp: Rafting-Ausflüge oder Tickets für den Aussichtszug sind in der Hauptsaison im Sommer sehr schnell ausverkauft. Reserviert euren Platz unbedingt online mehrere Tage im Voraus oder nutzt zur Suche nach Aktivitäten Portale wie GetYourGuide.
Wohin von der Auvergne aus weiter
Foto: Victor Charreton (1864-1936) / Wikimedia Commons, Public domain
Wenn ihr alle erloschenen Vulkane erkundet habt, könnt ihr nahtlos an weitere großartige Orte anknüpfen, die sich in relativer Nähe befinden. Wenn euch der Trubel einer Großstadt und Spitzengastronomie reizt, steigt einfach ins Auto und nach rund zwei Stunden Fahrt in Richtung Osten erreicht ihr die Stadt Lyon. Dieses pulsierende Herz Frankreichs bietet eine völlig andere, viel städtischere Atmosphäre voller Renaissance-Paläste und geheimnisvoller versteckter Durchgänge, der sogenannten Traboules.
Richtung Süden eröffnet sich euch dann das heiße Tor in die sonnige und duftende Provence. Sobald ihr von den Bergen in niedrigere Lagen herabfahrt, beginnen sich die Architektur, der Duft in der Luft und die Temperatur selbst dramatisch zu verändern. Ihr könnt das nahe Rhône-Tal mit seinen berühmten Weinbergen erkunden oder noch weiter zum beeindruckenden Aquädukt Pont du Gard fahren. Frankreich ist ein unglaublich vielfältiges Land, und die stillen Vulkangipfel sind nur eines seiner vielen bezaubernden Mosaiksteinchen.
Häufig gestellte Fragen
Muss man mit dem Auto nach Auvergne reisen?
Ja, ein eigenes oder gemietetes Auto ist für diese Region absolut notwendig, wenn ihr die Natur wirklich entdecken möchtet. Der öffentliche Verkehr funktioniert zwar recht gut zwischen den großen Städten wie Clermont-Ferrand und Paris dank der Hochgeschwindigkeitszüge TGV, aber in die Bergdörfer, zu den Vulkanseen oder zu den Ausgangspunkten der Wanderwege fahren Busse nur sehr selten oder sogar gar nicht. Ohne Auto würdet ihr die schönsten und abgelegensten Orte verpassen.
Wird in der Region Englisch gesprochen?
Englisch ist hier definitiv nicht selbstverständlich, besonders auf kleinen Käsereien und bei älteren Bewohnern auf dem Land. Es lohnt sich immer, das Gespräch mit einem höflichen französischen Gruß „Bonjour“ zu beginnen und erst danach mit einem Lächeln nach einer Fremdsprache zu fragen. Diese kleine Geste des Respekts öffnet dir viele Türen und Herzen der Einheimischen, auch wenn ihr euch am Ende über ein Stück Käse eher mit Händen und Füßen verständigen werdet.
Wie viel kostet die Maut auf den Autobahnen?
Ein riesiger Vorteil ist, dass die Autobahn A75, die das Massif Central von Norden nach Süden durchquert, komplett mautfrei ist, was in Frankreich eine absolute und sehr angenehme Seltenheit darstellt. Wenn ihr aber von Paris oder Lyon über die klassischen mautpflichtigen Abschnitte anreist, müsst ihr mit Gebühren von etwa neun Euro fünfzig pro hundert Kilometer Fahrt rechnen. Achtet auch unbedingt auf neue Abschnitte ohne Mautstationen, bei denen ihr die Gebühr innerhalb von drei Tagen online anhand eures Kennzeichens bezahlen müsst.
Ist das Wandern auf Vulkanen anstrengend?
Die meisten Krater in der Region Chaîne des Puys bieten sehr angenehme und gut markierte Wanderwege, die auch von Gelegenheitswanderern oder Familien mit älteren Kindern problemlos bewältigt werden können, da die Hügel hier eher sanfte Formen aufweisen. Wenn ihr euch jedoch für das rauere Massiv rund um den höchsten Gipfel Puy de Sancy entscheidet, solltet ihr euch auf ordentliche Höhenunterschiede wie im Hochgebirge und steiniges Gelände einstellen, das wirklich feste knöchelhohe Schuhe und eine gute Kondition erfordert.
Wann haben die lokalen Restaurants geöffnet?
Auvergne ist typisches französisches Land, wo die traditionellen und unveränderlichen Mittags- und Abendessenszeiten strikt eingehalten werden. Warmes Essen wird nur zwischen zwölf und vierzehn Uhr serviert, wobei der Abendservice meist erst Punkt sieben Uhr abends beginnt. Wenn ihr um Viertel vor drei im Restaurant ankommt, ist die Küche schon kompromisslos geschlossen und ihr bekommt höchstens einen Kaffee oder ein abgepacktes Baguette an der nächstgelegenen Tankstelle.
Sind die Vulkane in der Auvergne noch aktiv?
Sie brauchen keine Angst zu haben, alle Vulkane in der Region gelten seit langem als erloschen und sind absolut sicher zu begehen. Die letzte vulkanische Aktivität fand hier vor etwa achttausend Jahren statt. Heute sind diese faszinierenden Krater mit dichtem grünem Gras und Bäumen bedeckt. An ihren Hängen grasen fröhlich riesige Kuhherden, aus deren Milch anschließend die besten französischen Käsesorten hergestellt werden.
Was muss ich von der lokalen Gastronomie probieren?
Die Region ist weltweit berühmt für ihre ausgezeichneten Käsesorten mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Lasst euch auf keinen Fall den traditionsreichen Hartkäse Cantal oder den cremigen Saint-Nectaire entgehen, die ihr problemlos in absolut jedem Städtchen kaufen könnt. Eine tolle lokale Spezialität für Vegetarier sind auch die grünen Linsen aus Le Puy, die in den örtlichen Bistros zu sehr deftigen und reichhaltigen Suppen zubereitet werden, oder die köstlichen überbackenen Kartoffeln mit Käse namens Truffade.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRBodrum, das oft als türkisches Saint-Tropez bezeichnet wird, verbindet Geschichte, Jachthafen-Flair und Ägäisstrände. Zu den wichtigsten Tipps zählen die Burg des Heiligen Petrus mit dem Museum für Unterwasserarchäologie, ein antikes Theater für 13.000 Zuschauer und die Marina Yalıkavak. Dazu kommen die Strände Bitez, Gümbet und Camel Beach sowie das Fischerdorf Gümüşlük mit dem versunkenen antiken Myndos. Einen Tagesausflug wert ist die Fähre zur griechischen Insel Kos – die Überfahrt dauert etwa zwanzig Minuten. Die beste Reisezeit ist Juni bis September, im August ist das Meer am wärmsten, während September das beste Verhältnis von Preis, Wetter und Ruhe bietet. Der nächste Flughafen ist Bodrum-Milas (BJV), rund 40 Minuten vom Zentrum entfernt. Bodrum gehört zu den teureren Reisezielen der Türkei.
Während Familien an die All-inclusive-Riviera rund um Antalya strömen, hat die Ägäisküste ihren eigenen Star – Bodrum in der Türkei, das zu Recht das türkische Saint-Tropez genannt wird. Es ist schick, bohème und ein bisschen teurer: Hier ankern luxuriöse Jachten, und es treffen sich die Istanbuler Schickeria und der internationale Jetset.
Die Stadt verzaubert dich auf den ersten Blick mit einer Kaskade strahlend weißer Häuser mit flachen Dächern, die sich zum Meer hinabziehen, über das eine mächtige Kreuzritterburg wacht. Doch Bodrum ist nicht nur eine Stadt – es ist eine ganze Halbinsel voller Buchten, von der wilden Partymeile in Gümbet bis zu den supermodernen Marinas im Norden.
In diesem Guide findest du 12 Tipps für Bodrum und Umgebung – von der Burg St. Peter und dem antiken Theater über die stilvollsten Marinas und Strände bis hin zu Bootstouren und einem Abstecher auf die griechische Insel Kos. Wir verraten dir außerdem, wann du kommen solltest, wie du hinkommst und wo du übernachtest.
Foto: Muzin Kahraman / Pexels
Zusammenfassung
Warum hierher: Das türkische Saint-Tropez – weiße Stadt, Jachten, schicke Atmosphäre und ägäische Buchten.
Beste Reisezeit:Juni–September (die Ägäisküste ist meist etwas kühler und windiger als Antalya).
Anreise: Per Flug nach Bodrum-Milas (BJV); Direktflüge aus Deutschland gibt es saisonal, oft fliegt man über Istanbul.
Nicht verpassen: Die Burg St. Peter, das antike Theater, die Marina Yalıkavak, den Sonnenuntergang bei den Windmühlen.
Strände: Bitez, Gümbet, Camel Beach; die schönsten Buchten entdeckst du vom Boot aus.
Ausflug: Mit der Fähre auf die griechische Insel Kos (nur ein paar Dutzend Minuten).
Geld ⚠️: Bodrum ist teurer als der Rest des Landes; zahle mit Karte in Lira (TRY) und nutze eine eSIM statt Roaming.
Die Ägäisküste ist zwischen Juni und September am angenehmsten. Bodrum ist meist ein, zwei Grad kühler und windiger als die Bucht von Antalya – was du im Sommer zu schätzen weißt, denn eine angenehme Brise weht und die Hitze lässt sich besser ertragen. Das Wasser ist im August am wärmsten, das beste Verhältnis aus Wetter, Preisen und Ruhe bietet aber der September, wenn die Menschenmassen abnehmen.
Der nächstgelegene Flughafen ist Bodrum-Milas (BJV), etwa 40 Minuten vom Zentrum entfernt. ⚠️ Direktflüge aus Deutschland gibt es vor allem saisonal (z. B. mit Eurowings, SunExpress oder Corendon ab Berlin, München, Frankfurt oder Düsseldorf) – häufig lohnt sich auch ein Linienflug mit Turkish Airlines oder Pegasus mit Umstieg in Istanbul, alternativ die Anreise über Dalaman. Auf der Halbinsel reist man günstig mit den Minibussen dolmuş.
💡 Tipp: Bodrum lässt sich seinen exklusiven Ruf bezahlen – die Preise in Restaurants und Bars sind spürbar höher als im Rest der Türkei. Plane das bei deinem Budget mit ein.
Foto: R. Yasin Asil / Pexels
Wo man in Bodrum übernachtet – Hotels in der Türkei
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Bodrum erstreckt sich über eine ganze Halbinsel, und es kommt sehr darauf an, in welche Bucht du steuerst. Das Zentrum von Bodrum lebt von Geschichte und Nachtleben, das benachbarte Gümbet ist die Domäne des günstigeren Partytourismus. Der Norden der Halbinsel ist eine ganz andere Welt: Yalıkavak mit seiner supermodernen Marina und Oligarchen-Jachten und Türkbükü als Rückzugsort türkischer Promis. Für Ruhe und schöne Strände wähle Bitez oder Gümüşlük.
Konkrete Tipps für geprüfte Unterkünfte in Bodrum und Umgebung (Preise und Verfügbarkeit vergleichst du mit einem Klick über Stay22, das die besten Angebote von Booking.com, Airbnb und anderen findet):
Lujo Hotel – designorientiertes All-inclusive-Boutiquehotel mit eigener Beach-Szene.
Doria Hotel Yalikavak – Hotel an der luxuriösen Marina Yalıkavak, ideal für Liebhaber von Stil und Jachten.
Kaya Palazzo Resort Bodrum – Familienresort mit Strand und Pools, nur einen Katzensprung vom Zentrum entfernt.
4Reasons Hotel – beliebtes Boutiquehotel mit gefeiertem Restaurant und ruhiger Atmosphäre.
💡 Tipp: Fürs Nachtleben wohnst du am besten im Zentrum oder in Gümbet, für Ruhe und Stil im Norden (Yalıkavak, Türkbükü) oder in Bitez. Setze auf Bewertungen ab 8,5 mit vielen Rezensionen und buche in der Hauptsaison rechtzeitig im Voraus.
12 Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse in Bodrum und Umgebung
Bodrum ist eine elegante Basis, von der aus sich fächerförmig Buchten, Antike und Bootstouren erstrecken. Hier sind zwölf Dinge, für die sich der Weg hierher wirklich lohnt.
Foto: Serhio Magpie / Wikimedia Commons, CC BY 4.0
1. Burg St. Peter und Museum für Unterwasserarchäologie
Das Wahrzeichen der Stadt ist die mächtige Burg St. Peter (Bodrum Kalesi) aus dem 15. Jahrhundert, die von den Johannitern erbaut wurde. Innerhalb der Mauern befindet sich eines der besten Museen für Unterwasserarchäologie im Mittelmeerraum, mit Funden aus antiken Wracks, Glas und Schmuck. Von den Türmen aus hast du einen herrlichen Blick auf beide Stadtbuchten und die Marina.
Foto: Cengiz Z / Pexels
2. Das antike Theater
Oberhalb der Stadt erstreckt sich am Hang ein gut erhaltenes antikes Theater aus hellenistischer Zeit mit einer Kapazität von rund 13.000 Zuschauern. Noch heute finden hier Konzerte und Festivals statt, und der Blick auf die weiße Stadt und das Meer von den oberen Rängen gehört zu den schönsten in Bodrum. Der Eintritt ist symbolisch, und Menschenmassen wirst du hier kaum antreffen.
3. Das Mausoleum von Halikarnassos
Bodrum steht auf dem Boden des antiken Halikarnassos – und genau hier stand eines der sieben Weltwunder der Antike: das gewaltige Grabmal des Königs Maussolos, nach dem wir bis heute „Mausoleum“ sagen. Heute sind davon nur noch Fundamente und ein paar Säulen übrig, doch der Infobereich hilft dir, dir die einstige Pracht vorzustellen. Für Geschichtsfans ein Pflichtstopp.
Foto: Muzin Kahraman / Pexels
4. Die weiße Stadt und die Windmühlen bei Sonnenuntergang
Verliere dich in den engen Gassen der weißen Stadt mit ihren blauen Fensterläden, Bougainvilleen und Boutiquen. Auf dem Bergrücken zwischen Bodrum und Gümbet stehen alte steinerne Windmühlen, zu denen du am besten zum Sonnenuntergang hinauffährst – das Panorama beider Buchten, getaucht in oranges Licht, ist unvergesslich.
Foto: Buğrahan Haksever / Pexels
5. Die Marina Yalıkavak
Im Norden der Halbinsel liegt Yalıkavak mit seiner supermodernen Marina, wo Milliardärs-Jachten ankern und es Designer-Boutiquen sowie elegante Restaurants gibt. Auch wenn du hier für einen Drink tief in die Tasche greifst, lohnt sich ein Spaziergang über die Mole zwischen den Luxusbooten und die abendliche Atmosphäre. Es ist das ultimative „Jetset“-Erlebnis der ganzen Türkei.
Das benachbarte Türkbükü gilt als beliebter Rückzugsort türkischer Promis und der Schickeria. Statt klassischer Strände findest du hier hölzerne Stege mit Liegen, die direkt über dem Wasser hinausragen, und stilvolle Beachclubs. Es ist teuer, aber wenn du sehen willst, wo die Istanbuler Elite entspannt, bist du hier richtig.
Foto: Vano111ru / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
7. Gümbet und das Nachtleben – Party in Bodrum
Gleich hinter dem Hügel vom Zentrum liegt Gümbet – das Epizentrum der Bodrumer Partyszene, voller Bars, Clubs und junger Touristen. In Bodrum selbst findest du einige der größten Open-Air-Clubs Europas. ⚠️ Achtung beim Geldbeutel: Alkohol ist in der Türkei stark besteuert, und Drinks in den Clubs kosten mehr als in Deutschland.
Foto: Nokoko Art / Pexels
8. Die Strände der Halbinsel: Bitez, Gümbet, Camel Beach
Bodrum selbst hat keine großen Sandstrände, doch die Umgebung der Halbinsel bietet reichlich davon. Bitez ist die ruhigere Wahl für Familien mit flachem Wasser und Windsurfen, Gümbet ist lebhafter und Camel Beach bei Ortakent lockt mit einem Foto neben einem Kamel und kristallklarem Wasser. Liegen und Sonnenschirme sind meist kostenpflichtig.
Foto: Koray / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
9. Gümüşlük und die versunkene Stadt
Das Fischerdorf Gümüşlük an der Westspitze der Halbinsel steht auf den Ruinen des antiken Myndos, und ein Teil der Stadt liegt heute unter Wasser – im flachen, klaren Wasser siehst du Reste antiker Mauern. Vom Strand aus kannst du zur kleinen Haseninsel (Tavşan Adası) hinüberwaten. Das Dorf ist berühmt für seine Ruhe, die Fischtavernen und romantische Sonnenuntergänge.
Foto: Fotoğraf Rotaları / Pexels
10. Die Blaue Reise entlang der Buchten
Die Ägäisküste erkundet man am besten vom Deck einer traditionellen hölzernen Jacht – der Gulet. Vom Hafen in Bodrum starten Tagestouren ebenso wie mehrtägige Blaue Reisen (Mavi Yolculuk), die in kristallklaren Buchten des Golfs von Gökova ankern, die mit dem Auto unerreichbar sind. Die Crew kocht das Mittagessen, und du badest und genießt nur die Aussicht.
Foto: Wolfgang Weiser / Pexels
11. Ausflug auf die griechische Insel Kos
Vom Hafen in Bodrum fährt mehrmals täglich eine Fähre auf die griechische Insel Kos, und die Überfahrt dauert nur etwa zwanzig Minuten. Es ist die ideale Möglichkeit, deinem Türkei-Urlaub einen Tag in Griechenland hinzuzufügen – die antike Asklepieion erkunden, ein Fahrrad leihen und abends zurückkehren. ⚠️ Vergiss deinen Reisepass nicht, du überquerst die EU-Außengrenze.
Foto: Murat Halıcı / Pexels
12. Antike in der Umgebung: Ephesos und Pamukkale
Wenn du das Beste der ägäischen Antike sehen möchtest, kannst du von Bodrum aus (längere) Ausflüge zur besterhaltenen antiken Stadt der Welt, Ephesos, sowie zu den blendend weißen Terrassen von Pamukkale machen. Beides ist ein Tagesausflug, gehört aber zu den absoluten Höhepunkten der Türkei.
Was du in Bodrum probieren solltest
Die ägäische Küche ist ein Paradies für Vegetarier – sie dreht sich um Olivenöl, Kräuter, frisches Gemüse und Käse. Nach einem Tag am Meer solltest du Folgendes probieren:
Meze – kalte Vorspeisen: Auberginenpüree, Joghurtsaucen, gefüllte Weinblätter yaprak sarma, der pikante Salat ezme. Ein ideales fleischloses Abendessen zum Teilen.
Gözleme – dünne, auf der Platte gebackene Teigfladen, gefüllt mit Käse oder Spinat.
Ägäische Salate und gegrilltes Gemüse – mit Schafskäse, Zitrone und Kräutern.
Dondurma – das gezogene türkische Eis und die süße Baklava zum türkischen Tee.
Die Tavernen von Bodrum sind berühmt für frischen Fisch und Meeresfrüchte; das sind die regionalen Spezialitäten für Nicht-Vegetarier, während Vegetarier mit Meze und Gemüsegerichten bestens auskommen.
Praktische Tipps für Bodrum
Geld ⚠️: Bodrum ist teurer als der Rest der Türkei. Zahle mit Karte in Lira (TRY) und lehne die Umrechnung (DCC) ab; Bargeld hebst du am besten vor Ort am Geldautomaten ab.
eSIM ⚠️: Die Türkei ist nicht in der EU – besorge dir eine Daten-eSIM am besten schon vor der Abreise.
Verkehr: Auf der Halbinsel fahren günstige Minibusse dolmuş; für entferntere Buchten und antike Stätten lohnt sich ein Mietwagen.
Alkohol: Stark besteuert und in Clubs teuer – kalkuliere das ein.
Reisepass für Kos: Für die Fähre nach Griechenland brauchst du einen gültigen Reisepass, der Personalausweis genügt nicht für alle.
Warum wird Bodrum das türkische Saint-Tropez genannt?
Bodrum ist der schickste und bohemienste Ferienort der Türkei – hier ankern Luxusyachten, die Istanbuler High Society und der internationale Jetset kommen hierher, und im Norden der Halbinsel (Yalıkavak, Türkbükü) findet man hochmoderne Marinas und Promi-Refugien. Zusammen mit der Kaskade weißer Häuser und der eleganten Atmosphäre hat sich der Ort den Spitznamen „türkisches Saint-Tropez“ verdient.
Hat Bodrum schöne Strände?
Das Stadtzentrum selbst hat keine großen Sandstrände, aber die Umgebung der Halbinsel bietet davon reichlich – Bitez (ruhig, flacher Einstieg), Gümbet (lebhafter) oder Camel Beach mit kristallklarem Wasser. Die schönsten Buchten, die mit dem Auto nicht erreichbar sind, entdeckt man vom Deck eines Schiffes aus bei einem Ganztagesausflug oder einer Blauen Reise.
Wie komme ich von Bodrum auf die griechische Insel Kos?
Vom Hafen in Bodrum legt mehrmals täglich eine Schnellfähre zur Insel Kos ab, die Überfahrt dauert etwa 20 Minuten. Es ist ein beliebter Tagesausflug nach Griechenland. Vergesst nicht euren Reisepass, ihr überquert die EU-Grenze, und kauft die Tickets in der Saison am besten im Voraus.
Wann ist die beste Zeit für eine Reise nach Bodrum?
Bestens zwischen Juni und September. Bodrum ist meist ein bis zwei Grad kühler und windiger als Antalya, sodass sich die sommerliche Hitze angenehmer aushalten lässt. Das wärmste Meer gibt’s im August, die beste Kombination aus Wetter, niedrigeren Preisen und Ruhe bietet jedoch der September.
Ist Bodrum teuer?
Ja, Bodrum gehört zu den teuersten türkischen Reisezielen – die Preise in Restaurants, Bars und Marinas sind deutlich höher als im Rest des Landes und Alkohol ist stark besteuert. Unterkunft und Essen bekommst du auch günstiger in Gümbet oder den umliegenden Dörfern, für die Jet-Set-Atmosphäre zahlst du aber einen Aufpreis.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRDie beste Reisezeit für die Türkei hängt stark von der Region ab. Für die Riviera (Antalya, Side, Bodrum, Fethiye) eignet sich Juni bis September, ideal sind September und die erste Oktoberhälfte mit 25–27 °C Wassertemperatur und weniger Trubel und günstigeren Preisen. Istanbul und antike Stätten wie Ephesus und Pamukkale erlebst du am besten im April/Mai oder September/Oktober bei 15–25 °C, im Sommer werden es hier nämlich bis zu 40 °C. Für Ballonfahrten über Kappadokien ist das Wetter von April bis Juni sowie im September und Oktober am stabilsten – plan mindestens drei Nächte als Reserve ein. Das wärmste Meer bietet der August (28–29 °C), dafür aber mit den höchsten Preisen und vollsten Stränden. Am günstigsten reist du zwischen November und März, allerdings liegen die Küstenorte dann im Winterschlaf. Achte auch auf die Feiertage Ramazan Bayramı und Kurban Bayramı, die 2026 die Flugpreise nach oben treiben und Straßen wie Hotels füllen.
Die Türkei ist ein riesiger Subkontinent – flächenmäßig steckt sie locker Frankreich und Großbritannien zusammen in die Tasche. Genau deshalb gibt es auf die Frage nach der besten Reisezeit für die Türkei keine einzige richtige Antwort. Während man im Süden im Oktober noch im Meer badet, fliegen in den Bergen im Osten schon die ersten Schneeflocken.
Der ideale Zeitpunkt hängt davon ab, wohin du reist und was du vom Urlaub erwartest. Für das Faulenzen am All-inclusive-Pool an der Riviera eignet sich ein anderer Monat als für einen Ballonflug über Kappadokien – und für Streifzüge durch antike Ruinen ohne Menschenmassen und Hitzschlag ist es wieder ein ganz anderer.
In diesem Guide zerlegen wir die Türkei in Regionen, gehen das Wetter Monat für Monat durch, verraten dir die beste Reisezeit je nach Urlaubstyp und weisen auf Ramadan und Feiertage hin, die deine Pläne und auch die Preise durcheinanderwirbeln können.
Foto: UMUT 🆁🅰🆆 / Pexels
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Für den Strand:Juni–September, das Highlight sind September und die erste Oktoberhälfte (Meer 25–27 °C, weniger Menschenmassen, niedrigere Preise).
Istanbul und Antike:April–Mai und September–Oktober (15–25 °C); im Sommer ist das Landesinnere die Hölle.
Kappadokien und Ballons:April–Juni und September–Oktober (stabilster Wind = größte Startchance).
Wärmstes Meer:August (28–29 °C), aber auch die größte Hitze, die meisten Leute und die höchsten Preise.
Am günstigsten: November–März (die Resorts schlafen allerdings) und Vorsaison im Mai.
Achtung ⚠️: Ramadan und die Bayram-Feiertage (Frühjahr 2026) – verstopfte Autobahnen, ausgebuchte Hotels, teurere Flüge.
Osten und Grenze zu Syrien/Irak: ⚠️ Reisewarnung; die touristischen Gebiete sind davon nicht betroffen.
Das türkische Klima richtet sich stark nach der Geografie, deshalb musst du zuerst wissen, wohin es dich zieht.
Foto: Ahmet Kurt / Pexels
Mittelmeer- und Ägäisriviera (Antalya, Side, Bodrum, Fethiye)
Der Klassiker, wohin die meisten Urlauber fliegen. Die Badesaison startet im Mai und endet im Oktober. Wer an die Schulferien gebunden ist, sollte sich auf die Juli- und Augusthitze einstellen – die Lufttemperaturen klettern regelmäßig auf 35–40 °C und das Meer erinnert im August mit 28–29 °C an ein Thermalbad.
Der heilige Gral des Strandurlaubs sind hier September und die erste Oktoberhälfte: Das Meer ist nach dem Sommer herrlich aufgewärmt (25–27 °C), die Familienscharen sind verschwunden und die Last-Minute-Preise fallen. Der Mai ist dagegen tückisch – die Luft ist schon sommerlich, doch das Mittelmeer hat erst frische 20–22 °C. Die Ägäisküste (Bodrum, Marmaris) ist meist ein, zwei Grad kühler und windiger als die Bucht rund um Antalya.
Istanbul und die Marmararegion
Die Metropole am Bosporus ist perfekt für einen City-Break im Frühling oder Herbst. April, Mai, September und Oktober bieten 15–25 °C und die Stadt lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Der Sommer in Istanbul ist dagegen heiß, schwer und extrem schwül, im Winter regnet es, ein klammer Wind weht vom Meer her und manchmal schneit es sogar.
Foto: Martin Cígler / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Kappadokien
Das anatolische Hochland hat ein raues Kontinentalklima: trockene, heiße Sommer und eisige, oft verschneite Winter (auf Fotos sieht das allerdings magisch aus). Die Ballons über Göreme starten das ganze Jahr über, ihr Aufstieg hängt aber einzig und allein von der Windstärke ab – bei schlechten Bedingungen werden die Flüge kompromisslos abgesagt. Das stabilste Wetter und die höchste Startchance hast du von April bis Juni sowie im September und Oktober. Mehr dazu im Guide über Kappadokien.
Osten und Südosten
Für die Reise zum antiken Göbekli Tepe, zum Berg Nemrut oder zum Vansee gilt nur eine Regel: meide den Sommer (regelmäßig über 40 °C), ideal sind Frühling und Herbst. ⚠️ Vor einer Reise in den Südosten (Provinzen Diyarbakır, Mardin, Van, Şırnak) solltest du aber immer die Reisehinweise des Auswärtigen Amts prüfen – wegen der Konflikte jenseits der Grenze in Syrien und im Irak gilt hier die höchste Warnstufe. Die touristischen Schwerpunkte (Istanbul, Küste, Kappadokien) liegen vollkommen außerhalb des Risikobereichs.
Strand- und All-inclusive-Urlaub: Setze auf Juni bis September, idealerweise September (warmes Meer, weniger Leute). Details zur Resortwahl im Artikel All-inclusive in der Türkei.
City-Break Istanbul:April–Mai oder September–Oktober, wenn sich die Stadt ohne Hitzschlag und ohne Frost durchwandern lässt.
Ballons über Kappadokien:April–Juni und September–Oktober – die höchste Chance, dass der Wind den Start erlaubt. Plane immer mindestens drei Übernachtungen als Puffer ein.
Antike (Ephesus, Pamukkale):Frühling und Herbst – im Sommer glüht das Landesinnere bei unerträglichen 40 °C und die weißen Terrassen von Pamukkale sowie der Marmor von Ephesus strahlen wie ein Backofen.
Trekking und Lykischer Weg: Nur Frühling oder Herbst – im Sommer brutzelt dich die Sonne auf den Klippen und du hast nie genug Wasser dabei.
Ramadan und Feiertage 2026
Der islamische Mondkalender kann deine Pläne durcheinanderbringen. Der Fastenmonat Ramadan fällt 2026 etwa auf den Übergang von Winter zu Frühling (das genaue Datum hängt von der Mondsichtung ab). In den touristischen Ferienorten und in Istanbul bekommst du davon kaum etwas mit, auf dem Land und im Osten findest du tagsüber jedoch kaum etwas zu essen, und vor fastenden Einheimischen auf der Straße Wasser zu trinken gilt als unhöflich. Nach Sonnenuntergang erwachen die Straßen dafür zum festlichen Iftar.
⚠️ Wirklich aufpassen solltest du bei den Feiertagen Ramazan Bayramı (Ende des Fastens) und Kurban Bayramı (Opferfest). Dann setzt sich die ganze Türkei in Bewegung – Flüge verschwinden, die Autobahnen verstopfen und die Küstenhotels melden ausgebucht. Reise an diesen Tagen möglichst nicht, oder buche Monate im Voraus.
Wann die Türkei am günstigsten ist
Die niedrigsten Flug- und Hotelpreise findest du außerhalb der Saison, also von November bis März – an der Küste schlafen dann aber die meisten Resorts und zum Baden taugt es nicht. Den besten Kompromiss aus Preis und Wetter bieten die Vorsaison im Mai und vor allem die Nachsaison von Mitte September bis Oktober, wenn das Meer noch warm ist, die Massen verschwunden sind und die Last-Minute-Angebote purzeln. Inlandsflüge sowie Hotels in Kappadokien und Istanbul solltest du 2–4 Wochen im Voraus suchen.
💡 Tipp: Einen kompletten Überblick über Regionen, Ferienorte und praktische Infos findest du im Hauptguide Urlaub in der Türkei.
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, dort sind die Stornobedingungen meist am besten. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Wann ist die beste Zeit für einen Strandurlaub in der Türkei?
Der beste Zeitraum ist Juni bis September, wobei der absolute Höhepunkt September und die erste Oktoberhälfte ist – das Meer hat nach dem Sommer angenehme 25–27 °C, die Hitze lässt nach, die Familienmassen sind verschwunden und die Last-Minute-Preise fallen. Der August hat zwar das wärmste Meer (28–29 °C), aber auch die größte Hitze, Menschenmassen und die höchsten Preise. Der Mai ist zum Baden noch grenzwertig (Meer 20–22 °C).
Wann fliegen die Ballons in Kappadokien?
Ballons über Göreme starten das ganze Jahr über, ihr Abheben hängt jedoch von der Windstärke ab und bei schlechtem Wetter werden die Flüge abgesagt. Die größte Chance auf einen Start habt ihr von April bis Juni und im September und Oktober, wenn das Wetter am stabilsten ist. Plant in Kappadokien immer mindestens drei Nächte als Reserve ein, falls es am ersten Morgen nicht klappt.
Wann nach Istanbul reisen?
Für Istanbul sind ideal das Frühjahr (April–Mai) oder der Herbst (September–Oktober) mit Temperaturen von 15–25 °C, wenn sich die Stadt bequem zu Fuß erkunden lässt. Der Sommer ist heiß und extrem feucht, der Winter regnerisch und windig. Meidet auch die Bayram-Feiertage, wenn die Stadt und der Verkehr überlastet sind.
Ist es im Sommer in der Türkei zu heiß?
Na der Küste ist es im Juli und August heiß (35–40 °C), aber erträglich dank des Meeres und klimatisierter Resorts. Hingegen ist im Landesinneren und bei den antiken Stätten (Ephesus, Pamukkale, Kappadokien) die Sommerhitze erschöpfend – diese Gebiete solltest du dir lieber für Frühling oder Herbst aufheben.
Lohnt es sich, außerhalb der Saison in die Türkei zu reisen?
Ja, wenn ihr nicht hauptsächlich zum Baden fahrt. Von November bis März sind die Flug- und Hotelpreise am niedrigsten und Istanbul, Kappadokien und die antiken Stätten lassen sich wunderbar besuchen (zieht euch nur wärmer an). An der Küste haben allerdings die meisten Resorts im Winter geschlossen.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRLauterbrunnen ist ein Alpental in der Schweiz mit 72 Wasserfällen. Der höchste frei fallende ist der 297 Meter hohe Staubbachfall, insgesamt am höchsten ist der 417 Meter hohe Mürrenbachfall, dazu kommen die im Fels versteckten Gletscherwasserfälle Trümmelbachfälle. Die beste Reisezeit ist Mai und Juni, wenn die Schneeschmelze die Wasserfälle auf voller Kraft bringt. Juli und August sind dagegen Hochsaison mit vollem Bahnbetrieb, aber auch großen Besucherströmen. Unter den 12 Tipps empfiehlt der Beitrag die autofreien Dörfer Wengen und Mürren, den Aussichtspunkt Schilthorn mit dem Drehrestaurant Piz Gloria, den Klettersteig nach Gimmelwald und die acht Kilometer lange Wanderung nach Stechelberg. Der Zutritt zu den Dörfern ist kostenlos, doch vom 13. April bis 10. Juli 2026 fährt die Bahn nach Grütschalp nicht, und nach Mürren kommst du dann nur über Stechelberg.
Die Schweiz birgt viele Schätze, aber ein einziges Tal hat sogar J. R. R. Tolkien zur Erschaffung des sagenhaften Bruchtal inspiriert. Lauterbrunnen in der Schweiz ist genau so magisch, wie du es aus Der Herr der Ringe in Erinnerung hast – und vielleicht sogar noch ein Stück mehr. Rundherum ragen steile Felswände auf und aus unglaublichen Höhen stürzen Dutzende Wasserfälle in die Tiefe.
Auf Fotos sieht es fast wie eine märchenhafte Illusion aus, aber glaub mir: Dieses Alpendorf ist absolut real. Ich habe für dich einen kompletten Reiseführer zusammengestellt, damit du weißt, was du hier auf keinen Fall verpassen darfst und wie du den größten Menschenmassen entgehst. Wir zeigen dir alles von den ikonischen Wasserfällen bis zu den adrenalingeladenen Aussichtspunkten.
Dieses Jahr wird in der Region außerdem eine neue Rekord-Seilbahn fertiggestellt, gleichzeitig musst du aber mit einer wichtigen Streckensperrung rechnen. Werfen wir einen Blick auf zwölf Orte und Erlebnisse, die du im Tal der 72 Wasserfälle nicht verpassen solltest.
Die höchsten Wasserfälle: Beeindruckend sind der frei fallende Staubbachfall und die im Inneren des Felsens verborgenen Gletscher-Trümmelbachfälle.
Streckensperrung 2026: Die Seilbahn von Lauterbrunnen nach Grütschalp fährt vom 13. April bis 10. Juli 2026 nicht. Nach Mürren musst du über Stechelberg.
Neue Seilbahn: Im April 2026 wird das Projekt der steilsten Kabinenseilbahn der Welt fertiggestellt, die dich bis aufs Schilthorn bringt.
Wo übernachten: Die Kapazitäten im Tal sind sehr begrenzt, buche deine Unterkunft Monate im Voraus. Eine tolle Wahl ist das Hotel Staubbach mit Blick auf den Wasserfall.
Keine Eintrittsgebühren: Trotz Medienberichten über eine geplante Eintrittsgebühr fällt für den Besuch des Dorfes keine Gebühr an.
Autofreie Zonen: In die Dörfer Wengen und Mürren kommst du nicht mit dem Auto, du musst es im Parkhaus am Bahnhof stehen lassen.
Foto: Adrian Limani / Pexels
Wann du nach Lauterbrunnen in der Schweiz reisen solltest
Am kraftvollsten sind die Wasserfälle im Frühling, wenn in den Bergen der Schnee schmilzt – und das ist gleichzeitig die schönste Zeit für einen Besuch. Mai und Juni sind absolut ideale Monate, wenn du das herabstürzende Wasser in seiner majestätischsten Form erleben willst. Die Galerie hinter dem Hauptwasserfall öffnet außerdem, sobald das Wintereis geschmolzen ist, und die Kulisse ist schlichtweg atemberaubend. Gleichzeitig zeigen sich auf den Almwiesen die ersten Blumen, sodass es hier aussieht wie auf einem gemalten Bild.
Wenn du im Juli oder August anreist, kannst du sicher sein, dass die gesamte Infrastruktur und alle Seilbahnen in Betrieb sind. Sei aber darauf vorbereitet, dass das Tal mit einem riesigen Touristenansturm zu kämpfen hat. In der Sommersaison empfehle ich dir, sehr früh am Morgen aufzustehen, um die schönsten Orte in Ruhe zu genießen. Nachmittags bilden sich an den Seilbahnen oft lange Warteschlangen.
September und Oktober bringen herrliche Herbstfarben und deutlich weniger Menschen ins Tal. Du musst aber vorher die Fahrpläne prüfen, denn einige Seilbahnen werden im Herbst gewartet. Der Abschnitt Stechelberg–Mürren hat zum Beispiel in der zweiten Oktoberhälfte eine Sperrung geplant.
Im Winter verwandelt sich das Tal in ein verschneites Märchen und wird zu einer perfekten Basis für die umliegenden Skigebiete. Rechne jedoch damit, dass der Trümmelbach-Wasserfall im Winter komplett geschlossen ist. Der Hauptwasserfall Staubbach friert oft zu einem riesigen Eisvorhang ein, was zwar wunderschön ist, aber du kommst dann nicht so nah heran. Dafür kannst du hier perfekt Ski fahren und Winterwanderungen auf präparierten Wegen unternehmen.
Foto: Gotta Be Worth It / Pexels
Wo du in Lauterbrunnen übernachten kannst
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dagegen über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Die Bettenkapazität im Tal ist erschreckend gering und die Nachfrage aus aller Welt riesig. Eine Unterkunft musst du hier mit großem Vorlauf organisieren, idealerweise gleich, sobald du die Flüge gebucht oder die Anreise mit dem Auto geplant hast. Sei außerdem darauf gefasst, dass die Schweizer Preise gnadenlos sind – aber mit Blick auf die Alpengipfel aufzuwachen, ist es absolut wert.
Direkt am Bahnhof findest du das Hotel Silberhorn, ein toller und praktischer Klassiker. Es bietet eine schöne Terrasse und ist oft die erste Wahl für Paare, die alles in greifbarer Nähe haben wollen. Wenn du etwas Romantischeres suchst, schau dir unbedingt das Hotel Staubbach an, das fantastische Bewertungen hat und Zimmer mit direktem Blick auf den ikonischen Wasserfall bietet.
Im Zentrum des Dorfes steht das beliebte Hotel Schützen, das mit einem gemütlichen Restaurant mit Kamin und guten Preisen lockt. Wenn du mit kleinerem Budget reist, ist das Valley Hostel eine absolute Legende unter Rucksacktouristen – mit unglaublich sauberen Zimmern, von denen einige direkt auf die Wasserfälle blicken.
Für Naturliebhaber und Camper gibt es den Camping Jungfrau, für den es online nur begeisterte Bewertungen hagelt – und nach den Fotos wundert man sich kein bisschen. Du kannst auch einen Blick auf ihre Website werfen. Geboten werden nicht nur Zeltplätze, sondern auch gemütliche Bungalows. Wenn du lieber hoch über dem Tal in einer autofreien Zone schlafen möchtest, reserviere ein Zimmer im Hotel Edelweiss Superior im Dorf Mürren, wo dich absolute Ruhe und Stille erwarten.
Foto: Gonzalo Acuña / Pexels
Wo du in Lauterbrunnen essen kannst
Die Schweizer Küche ist zwar etwas deftig, aber nach einem ganzen Tag in den Bergen hast du dir die Käse-Schlemmerei zu hundert Prozent verdient. In Lauterbrunnen und den umliegenden Dörfern findest du jede Menge tolle Lokale, von gemütlichen Berghütten bis zu moderneren Cafés.
Foto: Melike B / Pexels
Käsefondue und Rösti an jeder Ecke
Wenn du die Klassiker genießen willst, empfehle ich dir, dich in eines der traditionellen Restaurants in Mürren oder Wengen zu setzen. Hervorragende traditionelle Rösti – goldbraun gebratene Kartoffelpuffer mit überbackenem Käse – gibt es zum Beispiel im Restaurant des Hotels Schützen direkt in Lauterbrunnen. Die meisten Lokale öffnen hier mittags und dann erst wieder zum Abendessen, achte also lieber auf die Uhrzeit.
Ein weiterer todsicherer Tipp für ein tolles Mittagessen mit unglaublicher Aussicht ist das Drehrestaurant Piz Gloria auf dem Schilthorn. Und wenn dich tagsüber die Lust auf etwas Kleines überkommt, gönn dir eine heiße Schokolade oder ein hausgemachtes Dessert. Die Schweizer sind Meister im Backen von Süßgebäck, da machst du definitiv nichts falsch.
Foto: Gotta Be Worth It / Pexels
12 Tipps, was man in Lauterbrunnen sehen und unternehmen kann
Werfen wir einen Blick auf das Beste, was diese Alpenregion zu bieten hat. Ich verrate dir, wie du Zeit sparst, wo du die schönsten Ausblicke findest und worauf du dieses Jahr besonders achten solltest.
Foto: Gotta Be Worth It / Pexels
1. Staubbachfall
Das ist das absolute Wahrzeichen des ganzen Dorfes und womöglich der meistfotografierte Wasserfall der Schweiz. Der Staubbachfall misst stolze 297 Meter und trägt den Titel des höchsten frei fallenden Wasserfalls des Landes. Das Wasser stürzt aus einer senkrechten Felswand herab und zerschellt so heftig an den Felsen, dass in der Luft ständig ein feiner Sprühnebel hängt. Vom Bahnhof aus sind es nur ein paar Minuten bequemen Fußmarsch.
Eine Besonderheit ist, dass du direkt hinter das herabstürzende Wasser gelangen kannst. Vom Fuß des Felsens führt ein schmaler Pfad durch einen Tunnel und über Treppen bis zu einer speziellen Aussichtsgalerie. Nimm unbedingt einen Regenponcho oder eine wasserdichte Jacke mit, denn hier bleibst du garantiert nicht trocken.
Dieses Erlebnis ist komplett kostenlos, du zahlst nur einen freiwilligen Beitrag zur Instandhaltung des Weges. Du musst aber in der Hauptsaison hierherkommen, denn die Galerie ist nur von Mai bis Oktober geöffnet. Der Wasserfall hat über Jahrhunderte viele Künstler und Schriftsteller inspiriert, sogar der berühmte Goethe schrieb ein Gedicht über ihn. Das beste Licht zum Fotografieren herrscht hier vormittags, wenn die Sonne die ganze Felswand schön ausleuchtet. In den Wintermonaten wird der Zugang aus Sicherheitsgründen wegen herabfallender Eisstücke gesperrt.
Foto: JoachimKohlerBremen / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
2. Trümmelbachfälle
Wenn dich der Staubbachfall von außen beeindruckt hat, dann holen dich die Trümmelbachfälle von innen völlig ab. Es handelt sich um ein System aus zehn Gletscherwasserfällen, die tief im Inneren des Berges verborgen sind. Diese Wasserfälle entwässern die mächtigen Gletscher der Riesen Eiger, Mönch und Jungfrau, und durch sie fließen unglaubliche zwanzigtausend Liter Wasser pro Sekunde.
Um zu ihnen zu gelangen, musst du nicht über Felsen klettern. Ein spezieller Tunnellift bringt dich ins Innere des Berges, von wo aus du dann über sicher gesicherte Stege und Gänge weitergehst. Es ist ein ohrenbetäubendes, dunkles und absolut faszinierendes Naturphänomen, das in Europa seinesgleichen sucht. Das von den Höhlenwänden zurückgeworfene Tosen des Wassers ist so laut, dass du dein eigenes Wort nicht hörst.
Für den Eintritt wird gezahlt, und die offizielle Website gibt einen Eintrittspreis von 18 CHF für Erwachsene (rund 19 €) und 8 CHF für Kinder an. Gerade wegen des Sprühnebels ist es drinnen ziemlich kühl und feucht, zieh dich also auch im Hochsommer warm an. Bedenke, dass Kinder unter vier Jahren und Hunde aus Sicherheitsgründen keinen Zutritt haben. Die Wasserfälle sind von April bis Anfang November zugänglich, im Winter wird der gesamte Komplex geschlossen.
Foto: Gotta Be Worth It / Pexels
3. Tal der 72 Wasserfälle und Wanderung nach Stechelberg
Die ganze Region nennt sich stolz Tal der 72 Wasserfälle, und am besten erlebst du es zu Fuß. Vom Bahnhof führt ein wunderschöner und absolut leichter Weg über den ebenen Talboden bis ins Nachbardorf Stechelberg. Die gesamte Strecke misst knapp acht Kilometer und der Höhenunterschied ist minimal, sodass du dich sogar mit Kinderwagen auf den Weg machen kannst.
Während des etwa zweistündigen Spaziergangs passierst du einen Wasserfall nach dem anderen. Der Weg führt dich vorbei an verschneiten Gipfeln, grünen Weiden und traditionellen Holzhütten. Unterwegs stößt du auf mehrere Rastplätze und Bänke, an denen du einen Snack essen kannst. Auf der rechten Seite siehst du Felswände aufragen, die bis zu vierhundert Meter hoch sind.
Etwa auf halber Strecke kannst du einen Abstecher zu den Höhlenwasserfällen Trümmelbach machen, und mit etwas Glück siehst du auch Kühe mit den traditionellen Glocken, die untrennbar zu den Alpen gehören. Sobald du dein Ziel in Stechelberg erreicht hast, musst du nicht denselben Weg zurücklaufen. Von hier fährt regelmäßig der gelbe PostBus, der dich bequem zurück ins Zentrum von Lauterbrunnen bringt.
Foto: Stephan Leuzinger / Pexels
4. Wengen und der Aussichtspunkt Männlichen
Direkt über dem Tal liegt auf einer sonnigen Terrasse das malerische Dörfchen Wengen. Eine wichtige Information: Der gesamte Ort ist komplett autofrei. Von Lauterbrunnen kommst du hierher nur mit der Zahnradbahn Wengernalpbahn, deren Fahrt etwa vierzehn Minuten dauert und wunderbare Ausblicke in den Abgrund unter dir bietet.
Wengen ist das echte Postkarten-Schweizerdorf (Holzfassaden, Geranien in den Fenstern), aber der größte Magnet ist die Seilbahn auf den Gipfel Männlichen. Einige ihrer Kabinen haben sogar einen offenen Aussichtsbalkon auf dem Dach, was ein Erlebnis für sich ist. Oben erwartet dich ein weites Alpenpanorama und klare Bergluft.
Von der Bergstation aus solltest du unbedingt den sogenannten Royal Walk machen. Es handelt sich um einen leichten, dreißigminütigen Aufstieg zum eigentlichen Gipfel, wo eine Aussichtsplattform in Form einer Krone gebaut wurde. Von ihr aus hast du das ikonische Bergtrio Eiger, Mönch und Jungfrau wunderbar vor dir liegen.
Foto: Ilia Bronskiy / Pexels
5. Mürren und alpine Ausblicke
Auf der gegenüberliegenden Talseite liegt auf 1.638 Metern Höhe ein weiteres autofreies Dorf, das berühmte Mürren. Es fungiert als natürlicher Balkon über dem tiefen Tal, und die Ausblicke von hier sind vielleicht sogar dramatischer als von Wengen. Normalerweise fährt hierher die Seilbahn von Lauterbrunnen nach Grütschalp und anschließend eine Schmalspurbahn.
💡 Tipp: Dieses Jahr musst du allerdings bei der Anreise sehr aufpassen. Vom 13. April bis 10. Juli 2026 findet eine riesige Sperrung statt, und die Seilbahn nach Grütschalp ist wegen kompletten Umbaus komplett außer Betrieb. In diesem Zeitraum erreichst du Mürren ausschließlich über die Ersatzroute von der Talstation Stechelberg.
Mürren selbst ist wunderbar fotogen. Du findest hier klassische, mit Geranien geschmückte Schweizer Chalets und jede Menge tolle Restaurants. Die Unterkunft gehört hier zwar zu den teureren, aber hoch über den Wolken mit Blick auf das Jungfrau-Massiv aufzuwachen, ist einfach unbezahlbar. Wenn du einen Ort zum Mittagessen suchst, machen die lokalen Lokale hervorragendes alpines Käsefondue oder traditionelle Rösti.
Wenn du von Mürren zu Fuß bergab gehst, stößt du auf das Dörfchen Gimmelwald. Hier ist die Zeit angeblich schon vor vielen Jahrzehnten stehen geblieben. Es leben hier rund hundert ständige Einwohner, und du findest weder große Hotels noch klassische Supermärkte. Der ganze Ort hat sich eine unglaublich authentische bäuerliche Atmosphäre bewahrt.
Das Interessanteste in Gimmelwald sind die sogenannten Honesty Shops, also Lädchen, die auf absolutem Vertrauen basieren. Die örtlichen Bauern haben hier draußen Kühlschränke aufgestellt, in denen sie hausgemachten Alpkäse, frische Eier oder Marmeladen anbieten. Niemand passt auf – du nimmst dir einfach die Ware und wirfst das Geld in eine bereitgestellte Holzkasse.
Es ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass irgendwo auf der Welt Anstand noch funktioniert. Halte zum Beispiel am Selbstbedienungskühlschrank bei Esther’s Guesthouse und kauf dir ein Stück Käse als Snack. Außerdem weißt du, dass jeder Franken direkt an die Einheimischen geht – und die brauchen es wirklich.
Foto: BKP / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
7. Schilthorn und Piz Gloria
Das ist der absolute Höhepunkt jedes Ausflugs in diese Region. Der Gipfel des Schilthorns ragt fast dreitausend Meter in die Höhe und wurde durch den legendären James-Bond-Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ berühmt. Bis heute gibt es hier das Drehrestaurant Piz Gloria, das sich innerhalb von fünfundvierzig Minuten einmal um die eigene Achse dreht, sodass du über zweihundert Berggipfel siehst.
Das Jahr 2026 ist für diesen Berg ein Jahr riesiger Veränderungen. Im April dieses Jahres wird nämlich der letzte Abschnitt des neuen Schilthornbahn-Projekts feierlich fertiggestellt, dessen Gesamtbau 130 Millionen Franken kostet. Der Abschnitt zwischen Stechelberg und Mürren trägt sogar den Titel der steilsten Kabinenseilbahn der Welt mit einer Steigung von über 159 Prozent.
Der Preis für eine Hin- und Rückfahrt ab Stechelberg liegt laut offizieller Preisliste bei rund 115 CHF (etwa 120 €). Im Preis enthalten ist aber nicht nur die Fahrt selbst, sondern auch der Eintritt ins interaktive James-Bond-Museum und der Zugang zum adrenalingeladenen Thrill Walk (an der senkrechten Felswand der Zwischenstation Birg aufgehängt). Der ganze Ausflug ist von der ersten bis zur letzten Minute vollgepackt mit großartigen Erlebnissen.
Foto: Alec Doualetas / Pexels
8. Allmendhubel und der Flower Park
Wenn du mit Kindern reist, darfst du den Berg Allmendhubel nicht auslassen. Von Mürren fährt hierher eine altehrwürdige Standseilbahn, die dich auf knapp zweitausend Meter Höhe bringt. Die Fahrt dauert nur ein paar Minuten und die Hin- und Rückfahrt kostet akzeptable vierzehn Franken (den Preis überprüfst du am besten vor Ort, außerhalb der Saison kann er sich ändern).
Oben erwartet dich der Flower Park, ein Kinderspielplatz, der aussieht, als hätte ihn die Natur selbst entworfen. Kinder können hier durch riesige Holzblumen klettern, schaukeln und rutschen, während du dich auf die Terrasse des Panoramarestaurants setzen und deinen Kaffee mit unglaublichem Blick auf das Eiger-Massiv genießen kannst.
Vom Spielplatz aus beginnen außerdem schöne Themenwege wie der Flower Trail. Auf ihnen erfährst du jede Menge Wissenswertes über die lokale Alpenflora und siehst Blumen, die nur in diesen extremen Höhen wachsen. Es ist ein idealer Ort für einen entspannten Nachmittag, wenn du genug von anstrengenden Aufstiegen hast.
Foto: Igor Meghega / Pexels
9. Klettersteig von Mürren nach Gimmelwald
Foto: Marek Piwnicki / Pexels
Für Adrenalinjunkies gibt es hier einen gesicherten Klettersteig (Via Ferrata), der definitiv nichts für Menschen mit Höhenangst ist. Der Klettersteig beginnt in Mürren und führt untypischerweise bergab nach Gimmelwald. Die gesamte Strecke misst über zwei Kilometer, und die ganze Zeit hast du unter den Füßen einen tiefen, dreihundert Meter tiefen Abgrund.
Das größte Highlight der ganzen Strecke ist die sogenannte Nepalbrücke. Es handelt sich um eine achtzig Meter lange Seilbrücke, die leicht schwankt und unter der absolute Leere klafft. Sie zu überqueren erfordert wirklich starke Nerven, aber die Fotos von diesem Ort sind absolut konkurrenzlos.
Der Zugang ist kostenlos (es wird nur ein freiwilliger Beitrag zur Instandhaltung der Seile gezahlt), aber die Pflichtausrüstung wie Klettergurt, Klettersteigset und Helm musst du dabeihaben. Du hast keine eigene? In Mürren verleiht sie problemlos jedes Sportgeschäft. Das Personal in den Verleihstationen erklärt dir bereitwillig alle Sicherheitsregeln.
10. BASE-Jumping
Lauterbrunnen ist weltweit bekannt als Mekka des BASE-Jumpings, also jenes Extremsports, bei dem Menschen mit dem Fallschirm von festen Punkten springen. Jährlich finden hier fünfzehn- bis zwanzigtausend Sprünge von den umliegenden senkrechten Klippen statt. Es ist ein faszinierendes Schauspiel, aber wir müssen ihm mit großem Respekt begegnen, denn dieser Sport ist extrem gefährlich.
Versuche niemals, Absprungstellen an den Klippenkanten zu suchen, das ist ein enormes Risiko. Der beste und völlig sichere Ort zum Beobachten ist direkt vom Talweg in Richtung Stechelberg. Etwa zwanzig Minuten Fußmarsch vom Dorf entfernt brauchst du nur über deinen Kopf zu blicken und siehst fast sicher bunte Fallschirme zu Boden schweben.
Direkt im Dorfzentrum gibt es das Airtime Café, ein legendäres Lokal, das eng mit der Community der Flieger und Gleitschirmpiloten verbunden ist. Hier gibt es absolut köstliche Zimtschnecken und großartigen Kaffee – ein idealer Halt, bevor du dich auf die nächste Tour machst. Außerdem finden hier oft begeisterte Gespräche von Fliegern aus aller Welt statt.
Foto: Khye Loh / Pexels
11. Kirchlein mit Friedhof
Jedes Bergstädtchen hat seine fotogene Kirche, aber die hiesige spielt in einer ganz anderen Liga. Das gotische Kirchlein stammt aus dem vierzehnten Jahrhundert, und von seinem gepflegten Friedhof aus hat man einen herrlichen Ausblick. Du siehst von hier nicht nur das Dorf selbst, sondern vor allem den Staubbachfall und die massiven Felswände im Hintergrund.
Wenn du den besten Winkel für das perfekte Foto für die sozialen Netzwerke suchst, geh die Hauptstraße entlang zum Chalet Pironnet. Ein kleines Stück davon entfernt findest du einen schmalen Pfad bei zwei Steinkugeln. Genau von diesem Ort bekommst du in einem Bild links den Kirchturm und rechts den herabstürzenden Wasserfall.
Es ist ein beliebter Ort bei Fotografen, besonders am Abend, wenn die Sonne den Sprühnebel beleuchtet. Bedenke nur, dass der Friedhof noch aktiv ist und Ruhe hier zum Ort gehört. Setz dich einfach still auf eine Bank und genieße die magische Bergatmosphäre.
Foto: Melike B / Pexels
12. Talmuseum Lauterbrunnen
Foto: Chensiyuan, crop of photo: User:LudwigSebastianMicheler / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wenn dich in den Alpen schlechtes Wetter überrascht, ist es gut, einen Plan unter Dach in der Hinterhand zu haben. Das Talmuseum ist in einer ehemaligen Mühle aus dem sechzehnten Jahrhundert verborgen und zeigt das harte Leben der Einheimischen in der Vergangenheit. Es ist eine kleine, aber sehr fesselnde Ausstellung, die dich in die Zeit vor dem Massentourismus versetzt.
Du findest hier historische Ski, alte Bergsteigerausrüstung und Beispiele für traditionelles Klöppeln. In den oberen Stockwerken erfährst du Wissenswertes über die Geschichte des Bergbaus in der Region und über die ersten Pioniere des Alpinismus, die mit primitiver Ausrüstung die umliegenden Dreitausender bezwangen. Es sind Geschichten von unglaublichem Mut und Ausdauer der damaligen Bergbewohner.
Der Eintritt kostet sechs Franken, aber wenn du eine Gästekarte von deiner Unterkunft hast, ist der Eintritt oft komplett kostenlos. Die Öffnungszeiten überprüfst du lieber vorher: meist nur nachmittags von Juni bis Oktober, und montags und mittwochs ist normalerweise geschlossen. Nichts ist schlimmer als ein verregneter Tag und ein geschlossenes Museum 😅
Wohin von Lauterbrunnen aus weiter
Von Lauterbrunnen aus lässt sich wunderbar zu einem Tagesausflug aufbrechen. Die umliegenden Täler sind eins schöner als das andere. Wenn du dich nicht mit Zugverbindungen herumschlagen willst, sparen dir organisierte Touren jede Menge Planung. Es gibt zahlreiche Angebote, die sich einfach online buchen lassen, zum Beispiel über GetYourGuide, von wo aus du auch zu den Gletschern aufbrechen kannst.
Wenn du die Umgebung auf eigene Faust erkunden möchtest, fahr unbedingt ins benachbarte Tal und lies den ArtikelGrindelwald: was man sehen und unternehmen kann. Die hiesige Atmosphäre ist etwas lebhafter, und die Seilbahnen bringen dich zu unglaublichen Aussichtspunkten.
Wenn du zum ersten Mal in die Region reist, schwirren dir bestimmt jede Menge praktische Fragen zu Anreise oder Eintritt durch den Kopf. Hier sind die Antworten auf die häufigsten Fragen, die dir bei der Planung helfen.
Wie viel kostet der Eintritt zu den Trümmelbachfällen?
Der Eintritt in den Gletscherwasserfallkomplex kostet laut aktuellen Angaben für Erwachsene 18 CHF und für Kinder von sechs bis fünfzehn Jahren 8 CHF. Kinder unter vier Jahren haben aus Sicherheitsgründen keinen Zutritt. In den Wintermonaten ist die gesamte Anlage geschlossen. Die Tickets können direkt am Eingang zum Areal gekauft werden. Ich empfehle, Bargeld bereitzuhalten, da einige kleinere Stände und Kassen im Tal immer noch lieber Münzen und Scheine als Zahlungskarten akzeptieren.
Kann man mit dem Auto nach Lauterbrunnen fahren?
Ja, ins Dorf selbst kommt man mit dem Auto über eine gute Straße von Interlaken aus. Weiter in Richtung Wengen und Mürren gilt allerdings ein strenger Autoverbot. Dein Wagen muss im riesigen Parkhaus am Bahnhof abgestellt werden, wo das Tagesparken etwa 18 CHF kostet. Die Fahrt über die Bergstraßen ist aber ein echtes Erlebnis und das Parkhaus ist perfekt direkt mit dem Bahnhof verbunden. Vergiss nicht, vorher zu prüfen, ob dein Hotel vergünstigtes Parken oder einen Gepäcktransfer anbietet.
Hat Lauterbrunnen Tolkiens Bruchtal inspiriert?
Auf jeden Fall ja. Der junge J. R. R. Tolkien durchquerte dieses Tal im Jahr 1911 während seiner Wanderung. Seine späteren Zeichnungen des sagenhaften Bruchtal (Rivendell) kopieren auffallend die hiesigen steilen Wände und Wasserfälle. Der Autor selbst bestätigte diese Inspiration in seinen Briefen. Bei einem Spaziergang entlang der massiven Felswände und herabstürzenden Wasserfälle wird euch sofort klar, warum ihn diese epische Szenerie so sehr faszinierte. Unter den Einheimischen heißt es sogar, dass der Name Rivendell selbst frei auf dieses tiefe, beidseitig begrenzte Tal verweist.
Muss man in Lauterbrunnen Eintritt für das Dorf bezahlen?
Stimmt nicht. Im Jahr 2024 gab es zwar Berichte in den Weltmedien, dass das Dorf eine Eintrittsgebühr von fünf bis zehn Franken erwägt, aber der Vorschlag scheiterte an den Schweizer Gesetzen. Eine Kantonalstraße gebührenpflichtig zu machen, ist rechtlich nicht möglich, daher zahlt man nur die übliche Kurtaxe in der Unterkunft. Die übliche Kurtaxe wird direkt an der Rezeption in Ihrem Hotel oder auf dem Campingplatz entrichtet, und oft erhalten Sie dafür im Gegenzug eine sogenannte Gästekarte. Diese verschafft Ihnen verschiedene Vorteile und kleinere Ermäßigungen auf einige Seilbahnen oder lokale Museen im Tal.
Wie viele Wasserfälle gibt es eigentlich in diesem Tal?
Offizielle Unterlagen sprechen von 72 Wasserfällen, die von den umliegenden Wänden herabstürzen. Der bekannteste ist zweifellos der Staubbachfall, aber der höchste ist tatsächlich der Mürrenbachfall mit einer Höhe von 417 Metern, den man von der Seilbahn nach Mürren aus sehen kann. Wenn man jedoch Ende Sommer oder im Herbst kommt, sieht man deutlich weniger davon. Die Gesamtzahl und die Gewalt des herabstürzenden Wassers hängen nämlich stark davon ab, wie viel Wasser gerade von den Gletschern abfließt und wie schnell der Schnee oben in den Bergen schmilzt.
Wann sind die Wasserfälle am stärksten?
Die größte Wassermenge führen die Wasserfälle im Mai und Juni, wenn in den umliegenden Bergen riesige Schneemengen schmelzen. Im Winter hingegen frieren viele Wasserfälle zu oder führen nur einen Bruchteil ihres Frühlingswasservolumens, und einige von ihnen trocknen sogar vollständig aus. Während heißer Frühlings- und Sommertage kühlt zudem die Gischt der größten Wasserfälle angenehm das gesamte Tal. Es ist eine absolut perfekte natürliche Erfrischung, die man nach einer langen Reise oder einer anstrengenden Wanderung hundertprozentig zu schätzen weiß.
Lohnt sich ein Ausflug mit der Seilbahn aufs Schilthorn?
Auf jeden Fall, besonders weil 2026 die komplett neue und steilste Seilbahn der Welt fertiggestellt wird. Ein Rückfahrticket von Stechelberg kostet 115 CHF und im Preis inbegriffen sind nicht nur fantastische Aussichten, sondern auch der Eintritt zum adrenalingeladenen Thrill Walk an der Mittelstation. Oben angekommen könnt ihr dann ein ikonisches Mittagessen oder einen Kaffee im berühmten Drehrestaurant Piz Gloria mit Blick auf die gesamten Alpen genießen. Dieser gesamte Ausflug nimmt in gemütlichem Tempo mindestens einen halben Tag in Anspruch, also startet am besten gleich früh morgens vom Tal aus.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRDie schönsten Strände von Lagos lassen sich in acht Top-Tipps zusammenfassen: Praia Dona Ana mit dem berühmtesten Blick auf goldene Klippen, Praia do Camilo mit zweihundert Holzstufen und einem Felsentunnel, die romantisch abgelegene Praia do Pinhão, die vom Zentrum aus in fünf Minuten erreichbare Praia da Batata, die fotogene Praia dos Estudantes mit ihrer steinernen römischen Brücke, der vier Kilometer lange Meia Praia, ideal für Familien und mit guten Parkmöglichkeiten, die Surfer-Bucht Praia do Porto de Mós sowie die familienfreundliche Praia da Luz, sechs Kilometer von Lagos entfernt. Die beste Reisezeit zum Baden ist Juni bis September, im Frühling oder frühen Herbst geht es dafür ruhiger zu. Die Liegenmiete am Dona Ana kostet rund 15 Euro pro Tag.
Lagos ist für Lukáš und mich eine echte Herzensangelegenheit und so etwas wie unser zweites Zuhause, in das wir seit 2020 jedes Jahr zurückkehren. Wir lieben die örtlichen Cafés, die hoch über dem Ozean aufragenden Klippen und vor allem diese unglaublichen Strände in Lagos, die aussehen, als hätte sie jemand gemalt.
Egal, ob du eine ruhige Bucht zum morgendlichen Schwimmen suchst, ideale Wellen für Surfanfänger oder kilometerlange goldene Sandstrände für den Familienurlaub – der Süden Portugals wird dich garantiert nicht enttäuschen. Das Wasser im Atlantik ist zwar oft erfrischend kühl, aber diese Kulissen sind es definitiv wert.
Jeder Strand hat dabei seine ganz eigene Stimmung, deshalb gehen wir sie einen nach dem anderen durch – von zauberhaften Buchten unter den Klippen bis hin zu kilometerlangem goldenem Sand. Und keine Sorge, wir verraten dir auch, wo du stressfrei parken kannst und welchen Strand du im Sommer lieber meiden solltest.
Zusammenfassung
Am besten zum Fotografieren: Praia do Camilo mit der ikonischen Holztreppe und Praia dos Estudantes mit der römischen Brücke.
Für Familien mit Kindern: Meia Praia dank des riesigen Platzangebots und Praia da Luz mit hervorragender Infrastruktur.
Einfachstes Parken: Meia Praia hat von allen Stränden in Lagos die mit Abstand meisten Parkplätze.
Surfen: Praia do Porto de Mós bietet konstante Wellen für absolute Anfänger.
Barrierefrei ohne Treppen: Praia da Batata und Meia Praia erreichst du bequem ebenerdig.
Ruhe und Privatsphäre: Praia do Pinhão ist eine winzige Bucht ohne kommerziellen Trubel.
Wann es sich lohnt, an die Strände von Lagos zu fahren
Wenn dein Hauptziel Baden und Sonnen ist, dann ist die beste Reisezeit von Juni bis September, wenn der Ozean die angenehmsten Temperaturen erreicht. Die Algarve hat über dreihundert Sonnentage im Jahr, der Sommer ist also wirklich heiß, trocken und garantiert dir schönes Wetter während des gesamten Urlaubs.
Du musst aber damit rechnen, dass im Juli und August absolute Hochsaison herrscht. Die kleinsten Buchten sind schon früh am Morgen voll, und einen Parkplatz in der Nähe der Klippen zu finden, wird zu einer echten Geduldsprobe, für die du starke Nerven brauchst.
Wir persönlich fahren am liebsten im Frühling oder Frühherbst, wenn das Wasser nach dem Sommer noch warm ist, sich die Strände aber schon angenehm leeren. Zum Surfen oder für lange Spaziergänge entlang der Klippen ist sogar der Winter ideal – nur fürs Baden selbst braucht man dann verständlicherweise einen Neoprenanzug.
Foto: Mike Finn from Worcester, United Kingdom / Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Wo in Lagos in Strandnähe übernachten
💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten vergleichst und buchst du am besten über GetYourGuide.
Die Wahl der Unterkunft hängt stark davon ab, ob du den Ozean direkt vor dem Fenster haben möchtest oder lieber eine ruhigere Umgebung mit Pool ein Stück abseits der Menschenmassen bevorzugst. Die Buchung über Booking solltest du frühzeitig erledigen, denn die besten Hotels mit Meerblick sind oft schon im Frühling ausgebucht.
Wenn du dir den ikonischen Blick auf die goldenen Felsen wünschst, wirf einen Blick auf das Carvi Beach Hotel, das direkt über dem berühmten Strand Dona Ana liegt. Hier kannst du den Dachpool genießen, und zur schönsten Bucht sind es buchstäblich nur wenige Schritte – fürs morgendliche Baden absolut unbezahlbar.
Für Familien mit Kindern ist das Fünf-Sterne-Hotel Iberostar Selection Lagos ganz in der Nähe des langen Sandstrands Meia Praia eine fantastische Wahl. Es gibt gleich vier Pools, ein tolles Wellness-Angebot und einen Kinderclub, sodass sich wirklich alle Familienmitglieder im Urlaub erholen können.
Wenn du die Ruhe auf den Klippen bevorzugst, schau dir das luxuriöse Cascade Wellness Resort an, das hoch über dem Strand Porto de Mós liegt. Und für Designliebhaber muss ich unbedingt das wunderschöne Casa Mãe nahe dem Zentrum erwähnen, wo übrigens absolut phänomenale vegetarische Gerichte gekocht werden.
Die 8 schönsten Strände in Lagos und Umgebung
Schauen wir uns gemeinsam die konkreten Tipps an, wo du in Lagos und der näheren Umgebung baden kannst. Ich zeige dir, welche Buchten am besten für ein romantisches Date geeignet sind und wohin du dagegen mit Kindern fahren solltest, damit du das Spielzeug nicht über Hunderte von Stufen schleppen musst.
1. Praia Dona Ana
Das hier ist der absolute Klassiker und womöglich der meistfotografierte Strand der ganzen Algarve, den du keine zwei Kilometer südlich des historischen Zentrums findest. Die Bucht ist von hohen goldenen Klippen geschützt, das Wasser ist glasklar und unglaublich ruhig – pack also unbedingt deine Schnorchelbrille ein.
Wichtig zu wissen: In den Jahren 2015 und 2016 wurde der Strand massiv erweitert, wodurch er heute die größte Bucht an diesem Küstenabschnitt mit beachtlicher Sandtiefe ist. Hinunter führen etwa 93 Stufen, aufgeteilt auf zwei Treppen – das solltest du im Voraus bedenken, wenn du mit Kinderwagen reist oder schlecht zu Fuß bist.
Hier findest du den kompletten Strandservice, von Rettungsschwimmern bis zum Liegenverleih für rund 15 Euro pro Tag, und wenn dich am Mittag der Hunger packt, kannst du im beliebten lokalen Restaurant Marisol einkehren.
💡 Tipp: Der Parkplatz oben auf den Klippen hat nur rund siebzig Plätze und füllt sich im Sommer blitzschnell, deshalb empfehle ich, gleich nach dem Frühstück zu kommen oder das touristische Bähnchen zu nutzen, das vom Stadtzentrum abfährt.
2. Praia do Camilo
Ein Stück weiter entlang der Küste, etwa zehn Gehminuten von Dona Ana entfernt, verbirgt sich diese absolute Perle, zu der du über zweihundert Holzstufen hinabsteigen musst. Die Treppe selbst, die sich in die Klippe schneidet, ist unfassbar fotogen, und ich verspreche dir: Schon der erste Blick von oben raubt dir garantiert den Atem.
Unten erwarten dich eigentlich zwei kleinere Buchten, die durch einen von Hand gegrabenen Tunnel im Fels verbunden sind, mit einem wunderschönen Felsbogen und einer ruhigen Flachwasserzone mit türkisem Wasser. Bei Ebbe kannst du bequem auch in den zweiten Teil hinüberlaufen, der zum Schwimmen meist etwas ruhiger ist.
Es ist absolut der ideale Ort für Paare und Romantiker, aber weil der Strand wirklich winzig ist, bleibt in den Sommermonaten schon bald kein Platz mehr, um auch nur ein Handtuch auszubreiten.
💡 Tipp: Komm am besten in den frühen Morgenstunden hierher. Oben am kleinen Parkplatz gibt es ein angenehmes Restaurant, wo du dich nach dem anstrengenden Aufstieg mit einem guten Getränk belohnen kannst.
Foto: Marcos Túlio / Pexels
3. Praia do Pinhão
Wenn du den großen Menschenmassen entfliehen möchtest, ist diese unscheinbare Bucht, eingezwängt zwischen den Stränden Dona Ana und Estudantes, genau das Richtige für dich. Der Sandstreifen ist hier nur knapp vierzig Meter breit und wird von fünfzehn bis zwanzig Meter hohen Klippen umgeben, die ein herrliches Gefühl von Privatsphäre schaffen.
Die Kapazität des Strandes liegt bei kaum fünfzig Personen, deshalb herrscht hier eine viel ruhigere Atmosphäre als an den benachbarten, kommerzielleren Orten. Das Wasser hat eine wunderschöne grünliche Farbe und du genießt göttliche Ruhe.
Du musst dich darauf einstellen, dass es hier weder Rettungsschwimmer noch Toiletten oder Strandbars gibt, du musst also Trinkwasser und Snacks komplett selbst im Rucksack mitbringen.
💡 Tipp: Der Abstieg zum Ozean führt über ältere Steinstufen, also ist Vorsicht durchaus angebracht – aber diese Ruhe ohne kommerziellen Trubel ist die kleine Mühe definitiv wert.
Foto: Petra Nesti / Pexels
4. Praia da Batata
Das ist mit Abstand der am besten erreichbare Strand vom historischen Zentrum von Lagos aus. Er liegt direkt unterhalb der alten Festung Forte da Ponta da Bandeira, und du erreichst ihn zu Fuß in knapp fünf Minuten – komplett eben. Wenn du keine Lust auf weite Wege oder Treppensteigen hast, ist das deine klare und sehr bequeme Wahl.
Es handelt sich um eine sehr gemütliche, geschützte Bucht mit weichem goldenem Sand, wo der Ozean überraschend ruhig und sicher zum täglichen Baden ist. Ein großer Reiz sind außerdem die natürlichen Öffnungen und Bögen in den Felsen, durch die man gefahrlos direkt in die benachbarten kleineren Buchten klettern kann.
Für Familien mit Kindern ist es absolut der ideale Ort mit flachem Einstieg ins Wasser, außerdem hast du buchstäblich nur wenige Schritte zu allen Geschäften und Cafés der Stadt.
💡 Tipp: In der Sommersaison patrouillieren hier Rettungsschwimmer und du kannst Kajaks ausleihen, mit denen du die wunderschönen Klippen Richtung Süden erkunden kannst.
Direkt neben dem Strand Batata stößt du auf diese winzige Bucht, die in der Länge kaum dreißig Meter misst, aber eines der bekanntesten Fotomotive der ganzen Stadt birgt. Ihr Wahrzeichen ist die atemberaubende Steinbrücke, die zwei Klippen verbindet – eigentlich ein Überbleibsel der alten Festung Pinhão, die beim großen Erdbeben von 1755 zerstört wurde.
Die Bucht ist perfekt vor stärkerem Wind geschützt, das Wasser ist glasklar und absolut ruhig, und zum Strand gelangst du außerdem durch sehr fotogene, direkt in den Fels gehauene Tunnel.
Wie bei Camilo gilt: Dieser schmale Sandstreifen füllt sich sehr schnell, und zwar überwiegend mit Menschen, die hierhergekommen sind, um den perfekten Schnappschuss mit der Brücke zu ergattern.
💡 Tipp: Es gibt hier weder Rettungsschwimmer noch Liegenverleih, deshalb empfehle ich, den Besuch mit dem Baden am benachbarten Strand Batata zu verbinden und nur kurz herüberzuhüpfen, um die Felsen zu erkunden.
Foto: Efrem Efre / Pexels
6. Meia Praia
Wenn dich die kleinen geschützten Buchten und Felsen schon ermüden, ist Meia Praia genau das Gegenteil: Es handelt sich nämlich um den längsten Strand von Lagos mit beachtlichen vier Kilometern breitem goldenem Sand. Er liegt auf der anderen Seite des Flusses hinter dem Yachthafen, und du erreichst ihn leicht mit dem Auto, zu Fuß über die Brücke, mit dem Boot oder mit dem touristischen Bähnchen, das vom Zentrum etwa fünf Minuten braucht.
Der Strand ist herrlich offen, du findest im Wasser keine Felsen, und dank des Schutzes durch die Landzunge Ponta da Piedade ist das Meer hier überraschend ruhig. Gleichzeitig ist es dank der konstanten Brise der beliebteste Ort für Windsurfing und Kitesurfing in der ganzen weiten Umgebung.
Aus praktischer Sicht findest du hier das mit Abstand einfachste Parken von allen Stränden der Stadt, jede Menge Platz auch in der Hochsaison und tolle Strandbars wie etwa die beliebte Bahia Beach Bar.
💡 Tipp: Das ist die beste Wahl für Familien, die viel Platz brauchen, barrierefreien Zugang und vollen Service inklusive Rettungsschwimmern, die die Hauptabschnitte im Blick haben.
Foto: Lena Khrupina / Pexels
7. Praia do Porto de Mós
Diesen langen Strand findest du südwestlich des historischen Zentrums, und im Gegensatz zu den Stadtbuchten ist er schon deutlich offener zum wilden Atlantik. Genau deshalb rollen hier ordentliche Wellen heran, und der Strand gilt als der konstanteste Surfspot in der Umgebung von Lagos, der absolut ideal für komplette Anfänger auf dem Brett ist.
Der Strand ist riesig und von beiden Seiten von hohen Klippen begrenzt, sodass du, wenn du zwanzig Minuten Richtung Süden über den Sand läufst, selbst mitten im heißen Sommer absolute Ruhe findest.
Die Infrastruktur eignet sich hier hervorragend für einen ganzen Tag: Direkt am Eingang findest du einen großen Parkplatz, ausgezeichnete Restaurants, und im Sommer wachen erfahrene Rettungsschwimmer über die Sicherheit.
💡 Tipp: Wenn du einen aktiven Urlaub magst, kannst du von hier aus einen wunderschönen einstündigen Spaziergang über die Klippen bis ins Nachbardorf Luz unternehmen – die Ausblicke auf den Ozean unterwegs sind einfach grandios.
Foto: Carel Voorhorst / Pexels
8. Praia da Luz
Etwa sechs Kilometer westlich von Lagos liegt das malerische Städtchen Luz, das mit einem riesigen Bogen schneeweißen Sandes glänzt, eingerahmt zwischen der dunklen Klippe Rocha Negra und einer alten Festung. Sehr oft wird es als der beste Familienstrand der ganzen Algarve bezeichnet, und dieser Einschätzung können wir nur von Herzen zustimmen.
Dank der perfekt geschützten Lage ist das Wasser hier unglaublich ruhig und sauber, und der Einstieg in den Ozean ist sehr flach, sodass du dir überhaupt keine Sorgen um die Sicherheit selbst der kleinsten Kinder machen musst.
Rund um den Strand verläuft eine schöne Promenade, gesäumt von Palmen, Cafés und Geschäften, wo du wunderbar zu Mittag essen oder ein Eis genießen kannst – wir haben hier übrigens auch ausgezeichnete vegetarische Lokale zum Abendessen entdeckt.
💡 Tipp: Du findest hier die komplette Strandausstattung inklusive Liegen-, Sonnenschirm- und Duschverleih, außerdem ist das Parken hier deutlich stressfreier als im eigentlichen Zentrum von Lagos.
Wie du dich zwischen den Stränden in Lagos bewegst
Wenn du direkt in der Stadt wohnst, kannst du viele Orte wie Batata oder Dona Ana bequem zu Fuß erreichen. Vom Zentrum fährt außerdem ein praktisches touristisches Bähnchen, das dich in wenigen Minuten zum Strand Meia Praia oder zu den weiter entfernten Klippen bringt.
Früher war der Küstenpfad, der vom Strand Batata Richtung Süden führte, sehr beliebt, aber ich muss dich eindringlich warnen, dass die durchgehende Route entlang der Klippenkante wegen Erdrutschen nicht mehr sicher ist, halte dich also ausschließlich an die offiziellen Holzstege.
Ein Auto ist vor allem für Ausflüge nach Porto de Mós oder ins nahe gelegene Städtchen Luz praktisch. Verpasse auf keinen Fall die berühmten Felsformationen und Grotten am Kap Ponta da Piedade, über die wir einen eigenen Artikel geschrieben haben – das dortige Naturschauspiel füllt locker einen ganzen Tag. Bootstouren zwischen den Felsen lassen sich bequem vorab über GetYourGuide buchen, was dir in den Sommermonaten das Anstehen in langen Schlangen erspart.
Wohin von Lagos aus weiter
Wenn du die weitere Umgebung erkunden möchtest, wirf unbedingt einen Blick in unseren ausführlichen Artikel Lagos, Portugal: 18 Tipps, wo du jede Menge weiterer Inspirationen für Ausflüge und tolle Cafés findest, darunter unsere liebsten veganen Lokale wie das großartige Estúdio Vegetariano.
Sehenswert sind definitiv auch die berühmten Sandsteintürme, über die wir im Spezialführer Ponta da Piedade schreiben. Wenn du einen Mietwagen hast, mach dich auf, um weitere schönste Strände der Algarve zu entdecken, oder unternimm einen Tagesausflug in das malerische Städtchen Carvoeiro.
Willst du noch mehr Strände sehen? Ein Stück weiter liegt Praia da Falésia, ausgezeichnet als bester Strand der Welt. Und Unterkunftstipps findest du in unserer Übersicht der besten Hotels an der Algarve.
Häufig gestellte Fragen
Zum Abschluss haben wir für dich die Antworten auf die Fragen zusammengefasst, die wir zu den Stränden von Lagos am häufigsten bekommen.
Welcher Strand in Lagos ist der allerbeste?
Das hängt sehr davon ab, was Sie vom Baden im Urlaub erwarten. Wenn es Ihnen um Schönheit und atemberaubende Fotos geht, fahren Sie zu den Stränden Dona Ana oder Camilo. Für Familien und Liebhaber von viel Platz ist Meia Praia die klare Wahl, während Surfer die regelmäßigen Wellen am Porto de Mós am meisten schätzen werden.
Wohin mit kleinen Kindern ans Meer?
Die beste Wahl ist der breite Strand Meia Praia, wo es einen sehr sanften Einstieg ins Wasser und ausreichend sicheren Platz zum Spielen gibt. Großartig ist auch Praia da Luz, die eine geschützte Bucht mit flachem und ruhigem Wasser bildet. Hingegen solltet ihr Strände wie Camilo lieber meiden, zu denen viele steile Treppen führen.
Wo parkt man in Lagos am besten?
Souverän am einfachsten ist die Situation am langen Strand Meia Praia, wo man auch in der Hochsaison entlang der Straße parken kann. Auch Praia do Porto de Mós verfügt über einen sehr guten und geräumigen Parkplatz. Bei kleinen Buchten wie Dona Ana ist das Parken im Sommer nahezu unmöglich und man muss wirklich früh am Morgen kommen.
Welcher Strand ist am schönsten zum Fotografieren?
Die ikonischsten Aufnahmen machst du eindeutig am Praia do Camilo mit seiner atemberaubenden Holztreppe und dem Felsbogen. Sehr beliebt ist auch der Praia dos Estudantes, wo sich eine alte Steinbrücke befindet, die zwei Klippen verbindet, und natürlich die berühmte breite Bucht Dona Ana.
Gibt es an den Stränden der Algarve Rettungsschwimmer?
Ja, an allen Hauptstränden wie Batata, Dona Ana, Meia Praia, Porto de Mós und Luz sind von etwa Juni bis Ende September professionelle Rettungsschwimmer im Einsatz. An den kleineren und abgelegeneren Stränden wie Pinhão oder Estudantes gibt es normalerweise keine Rettungsschwimmer, also seid im Wasser besonders vorsichtig.
Soll ich lieber den Strand Camilo oder Dona Ana wählen?
Ich empfehle auf jeden Fall beide zu sehen, sie sind nur angenehme zehn Gehminuten voneinander entfernt. Dona Ana ist größer, berühmter und hat einen viel leichteren Zugang. Camilo ist hingegen kleiner, viel intimer und zauberafter durch die Verbindung zweier Buchten mit einem Tunnel, aber man muss über zweihundert Stufen hinabsteigen.
Kann man zwischen den Stränden in Lagos zu Fuß laufen?
Ja, vom historischen Zentrum aus erreicht ihr den Strand Batata bequem zu Fuß auf ebener Strecke in etwa fünf Minuten. Zum berühmten Dona Ana sind es zu Fuß circa eine knappe halbe Stunde angenehmer Spaziergang. Zu den Stränden auf der anderen Seite wie Meia Praia kommt ihr über die Brücke, aber zu Porto de Mós oder nach Luz nehmt ihr besser das Auto. EXCERPT: Entdeckt mit uns die schönsten Strände in Lagos! Wir verraten euch, wo ihr die berühmte Steinbrücke findet, wohin ihr mit Kindern ohne Treppensteigen könnt und wo ihr parken könnt.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRDie größten Aquaparks Europas unterscheiden sich stark in ihrer Größenordnung: Das polnische Suntago gilt nachweislich als größter überdachter Wasserpark (67.000 m², Kapazität 15.000 Personen), die deutsche Therme Erding punktet mit der größten Rutschenwelt Europas (28 Rutschen, über 2.800 m), und der Siam Park auf Teneriffa wurde von TripAdvisor wiederholt zum besten Aquapark der Welt gekürt. Zu den weiteren riesigen Anlagen zählen Tropical Islands (die größte tropische Halle Europas), das kroatische Aquacolors Poreč, das ungarische Hungarospa Hajdúszoboszló, Aquaworld Budapest, Napfényfürdő Aquapolis Szeged mit einer 272 Meter langen Rutsche, die österreichische Therme Loipersdorf sowie das ungarische Bad Bükfürdő mit 14 Hektar Fläche. Der Eintritt liegt bei etwa 340 bis 985 Kč. Überdachte Anlagen eignen sich ganzjährig für einen Besuch, Freibäder am besten von Ende Mai bis Mitte September.
Liebst du dieses Gefühl, wenn du mitten im eisigen Winter in heißes Thermalwasser eintauchst – oder im Gegenteil im heißen Sommer mit voller Geschwindigkeit eine adrenalingeladene Wasserrutsche hinuntersaust? Wenn du gerade auf der Suche nach Inspiration bist und die größten Wasserparks in Europa entdecken möchtest, muss ich dich gleich zu Beginn ein wenig warnen: Mit dem Finger auf den einen absolut größten Park zu zeigen, ist eigentlich ziemlich unmöglich.
Es kommt nämlich ganz entscheidend darauf an, welchen Maßstab du für einen solchen Vergleich wählst. Während manch ein Park mit der größten Fläche in Quadratmetern beeindruckt, glänzt ein anderer mit einer Rekordzahl an Wasserrutschen, und wieder ein anderer lockt mit der größten überdachten Fläche unter einem Dach. Hinzu kommt, dass es sich bei diesen Wasserwelten oft um eigene Angaben des Betreibers handelt, sodass man die vollmundigen Superlative mit einer gewissen Vorsicht genießen sollte.
Deshalb habe ich für dich eine detaillierte Liste mit zehn riesigen Wasserwelten zusammengestellt, bei denen wir genau auseinandernehmen, worin sie konkret herausragen und welche realen Zahlen dahinterstecken. Du erfährst, wo der laut Reisenden bestbewertete Park der Welt zu finden ist, und bekommst jede Menge praktische Tipps, wohin es für den besten Wasserspaß gehen sollte.
Zusammenfassung: die größten Wasserparks in Europa auf einen Blick
Suntago (Polen) – nachweislich der größte Indoor-Wasserpark Europas mit einer Kapazität von bis zu 15.000 Besuchern.
Therme Erding (Deutschland) – vom Betreiber als größter Thermenkomplex der Welt mit der größten Rutschenwelt Europas angegeben.
Siam Park (Spanien) – mehrfach zum besten Wasserpark der Welt gewählt, mit thailändischem Thema auf der Insel Teneriffa.
Tropical Islands (Deutschland) – die absolut größte Tropenhalle Europas, versteckt in einer ehemaligen Luftschiffhalle.
Aquacolors Poreč (Kroatien) – flächenmäßig der größte Wasserpark in ganz Kroatien mit riesigem Wellenbecken.
Hungarospa Hajdúszoboszló (Ungarn) – ein gigantischer Komplex, der als größter Ungarns gilt, mit über einer Million Besuchern jährlich.
Aquaworld Budapest (Ungarn) – der größte Indoor-Wasserpark Mitteleuropas mit ikonischer Glaskuppel.
Napfényfürdő Aquapolis Szeged (Ungarn) – glänzt mit der 272 Meter langen Rutsche Kék Anaconda.
Therme Loipersdorf (Österreich) – die größte Therme Österreichs und ein äußerst beliebtes Wochenendziel.
Bükfürdő (Ungarn) – ein riesiger Thermalkomplex mit 14 Hektar Fläche und mehr als dreißig Becken.
Wenn du einen Besuch in den riesigen Indoor-Anlagen wie dem deutschen Tropical Islands oder dem polnischen Suntago planst, kannst du bedenkenlos jederzeit im Jahr losfahren. In diesen gewaltigen Hallen herrscht ganzjährig eine herrliche tropische Luft- und Wassertemperatur, sodass sie die ideale Flucht vor dem nasskalten Herbst oder dem eisigen Winter darstellen, wenn du dich für einen Moment wie im exotischen Urlaub fühlen möchtest.
Bei den Outdoor-Giganten, die primär auf die Sommersaison ausgelegt sind, sieht die Sache natürlich anders aus – hier musst du deine Reise auf die warmen Monate legen. Das kroatische Aquacolors oder die Außenbereiche der ungarischen Komplexe öffnen ihre Tore meist von Ende Mai bis Mitte September, wobei sie den größten Besucheransturm während der Sommerferien erleben, wenn Familien aus ganz Europa anreisen.
Bei der Planung eines Ausflugs in diese riesigen Komplexe empfehle ich dir auf jeden Fall, einen Besuch an Wochentagen in Betracht zu ziehen. So vermeidest du nicht nur die größten Menschenmengen an den beliebten Attraktionen, sondern sparst oft auch deutlich, denn die meisten modernen Anlagen nutzen heute dynamische Ticketpreise, die an Wochenenden und Feiertagen merklich teurer sind.
Wo übernachten in der Nähe der größten Wasserparks
Die allerbesten und größten Wasserwelten sind oft so weitläufig, dass du sie an einem einzigen Tag schlichtweg nicht komplett durchlaufen kannst – daher lohnt es sich, eine Übernachtung direkt vor Ort in Betracht zu ziehen. Die meisten dieser gigantischen Komplexe bieten eigene Themenhotels oder angrenzende Bungalow-Siedlungen an, dank denen du im Bademantel direkt vom Becken auf dein Zimmer gehen kannst – besonders mit Kindern ein unbezahlbarer Vorteil.
Wenn es dich ins bayerische Erding zieht, kannst du im wunderschönen Hotel Victory übernachten, das einem luxuriösen Ozeandampfer nachempfunden ist und einen direkten Blick auf die künstlichen Wellen bietet. In Polen nutzen die Besucher wiederum gerne die modernen Bungalows Suntago Village, von wo dich ein kostenloser Pendelbus bequem und schnell zum Wasserpark selbst bringt.
Bei den ungarischen Thermalparks ist die Situation noch einfacher, denn die dortige Bäderkultur ist geradezu auf die Verbindung von Hotels mit den Becken ausgelegt. Ein schönes Beispiel ist das Hunguest Hotel Szeged, wo der Eintritt in die Erlebniswelt Aquapolis direkt im Aufenthaltspreis inbegriffen ist – das kannst du ganz einfach über das klassische Booking.com überprüfen und reservieren.
10 Tipps für die größten Wasserparks in Europa
Schauen wir uns nun gemeinsam zehn konkrete Wasserwelten an, die aufgrund ihrer beeindruckenden Größe deine Aufmerksamkeit verdienen. Bei jeder von ihnen erkläre ich dir ausführlich, worin sie genau den Rekord halten, welche Attraktionen dich dort erwarten und wie viel Geld du ungefähr für ein Ganztagesticket für einen Erwachsenen einplanen solltest.
1. Suntago Park of Poland (Polen)
Unweit von Warschau entstand vor einigen Jahren ein absolut faszinierender Komplex, der nachweislich der größte Indoor-Wasserpark in Europa ist. Unter einem riesigen Dach verbirgt sich eine Fläche von rund 67.000 Quadratmetern, in die unglaubliche 15.000 Besucher pro Tag passen, und wo die Wasser- und Lufttemperatur ganzjährig bei angenehmen 32 Grad Celsius liegt.
Das Hauptattraktion ist die hiesige Zone Jamango, wo du mehr als 30 verschiedene Wasserrutschen auf sechs Etagen findest, deren Gesamtlänge über 3,2 Kilometer beträgt. Neben den Adrenalin-Rutschen kannst du dich auf eine riesige Wellenanlage, einen Strömungskanal und eine wunderschöne Entspannungszone freuen, die von Hunderten lebenden Palmen umgeben ist, die direkt aus Florida, Costa Rica und Malaysia importiert wurden.
Von Berlin aus erreichst du den Park mit dem Auto in etwa fünf bis sechs Stunden, da der Komplex knapp 50 Kilometer südwestlich von Warschau liegt. Ein Ganztagesticket für die Basiszone kostet dich ungefähr 130 bis 170 polnische Złoty (rund 30 bis 40 Euro), je nachdem, ob du an einem Wochentag oder am Wochenende anreist.
💡 Tipp: Angesichts der enormen Fläche und der Vielzahl an Attraktionen empfehle ich, die Tickets rechtzeitig online zu kaufen. So sicherst du dir den Einlass auch an den verkehrsreichsten Tagen und vermeidest Warteschlangen an den Kassen.
2. Therme Erding (Deutschland)
Dieser bayerische Gigant unweit von München wird vom Betreiber selbst stolz als größter Thermenkomplex der Welt angegeben, und auch wenn es sich um eine eigene Behauptung handelt, wirst du beim Anblick der 185.000 Quadratmeter Fläche keinen Zweifel daran haben. Die Anlage bietet unglaubliche 40 Becken und 35 Saunen und lockt damit jährlich fast zwei Millionen begeisterte Besucher an.
Für Adrenalin-Liebhaber gibt es hier das Galaxy Erding – das mit Sicherheit größte Rutschenparadies Europas mit 28 verschiedenen Rutschen von insgesamt über 2.800 Metern Länge. Du findest hier sogar eine Attraktion namens Magic Eye, die 360 Meter misst und oft als längste Reifenrutsche der Welt bezeichnet wird – ein absolutes Muss für jeden Besucher.
Die Anreise mit dem Auto ist sehr bequem: Von München aus bist du in etwa einer halben Stunde dort, und auch aus dem Großraum bist du angenehm schnell da. Für ein Ganztagesticket für Erwachsene zahlst du ungefähr 54 Euro an Wochentagen und 59 Euro am Wochenende, und du kannst direkt auf dem Gelände im stilvollen Hotel Victory übernachten.
💡 Tipp: Dieser Komplex dreht sich keineswegs nur um Wasserrutschen. Wenn du also Ruhe suchst, vergiss nicht, die hiesige riesige Saunawelt zu besuchen, die allerdings nur textilfrei zugänglich ist.
3. Siam Park (Spanien, Teneriffa)
Wenn du die absolut beliebteste Wasserwelt suchst, musst du auf die Kanarischen Inseln reisen, denn der Siam Park wird immer wieder als bester Wasserpark der Welt laut TripAdvisor gewählt. Die gesamte weitläufige Anlage mit einer Größe von 18,5 Hektar ist wunderschön im thailändischen Stil gestaltet und bietet 24 absolute Spitzenattraktionen, umgeben von üppiger exotischer Vegetation.
Die größte Ikone des Parks ist der atemberaubende Tower of Power – eine Rutsche mit freiem Fall aus 28 Metern Höhe, die dich in einer durchsichtigen Röhre direkt durch ein riesiges Aquarium voller lebender Haie und Rochen zieht. Außerdem gibt es hier den Wave Palace mit angeblich den höchsten künstlichen Wellen der Welt, die bis zu 3,3 Meter erreichen, sowie den Strömungskanal Mai Thai River, der als längster seiner Art gilt.
Aufgrund der Lage auf der Insel Teneriffa kommst du natürlich nur mit dem Flugzeug hin, was einen Besuch mit einem längeren Urlaub verbindet. Direktflüge gibt es von vielen deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München oder Düsseldorf. Der Eintritt für einen Erwachsenen liegt bei etwa 45 Euro pro Tag, und es ist wichtig zu erwähnen, dass die Anlage kein eigenes Hotel hat – die Unterkunft musst du daher im nahen Badeort Costa Adeje suchen.
💡 Tipp: Teneriffa bietet ganzjährig stabiles und warmes Wetter, sodass du sogar mitten in unserem strengen Winter dorthin fahren und ohne die Massen an Sommertouristen herrliches Baden im Freien genießen kannst.
4. Tropical Islands (Deutschland)
Südlich von Berlin liegt ein Ort, der buchstäblich ein architektonisches Wunder ist, denn es handelt sich um die größte Tropenhalle Europas. Dieser riesige Komplex entstand in einer ehemaligen Halle für die Produktion von Luftschiffen, die mit einer unglaublichen Länge von 360 Metern und einer Höhe von 107 Metern glänzt – das macht sie zu einer der größten freitragenden Hallen des gesamten Planeten.
Die Kapazität des gesamten Raums beträgt rund 8.200 Personen pro Tag, und jährlich kommen etwa 1,2 Millionen Besucher hierher, um die konstante Temperatur von 26 Grad Celsius zu genießen. Im Inneren findest du neben Sandstränden und einem riesigen Regenwald auch einen 27 Meter hohen Rutschenturm, der als höchster in ganz Deutschland gilt.
Die Anlage befindet sich rund 50 Kilometer südlich von Berlin und bietet absolut einzigartige Übernachtungsmöglichkeiten in Form von 2.500 Betten – du kannst sogar in Zelten schlafen, die direkt auf dem Sand im Inneren der Halle verteilt sind. Das Online-Basisticket für einen Erwachsenen beginnt bei ungefähr 34,90 Euro, aber die Preise ändern sich je nach Auslastung deutlich.
💡 Tipp: Wenn du dich entscheidest, in den Zelten direkt in der Tropenhalle zu übernachten, nimm einen leichten Sommerschlafanzug mit, denn auch nachts herrscht hier eine recht hohe Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
5. Aquacolors Poreč (Kroatien)
Auf der Reise in den Sommerurlaub nach Istrien solltest du diese tolle Sommeranlage auf keinen Fall verpassen, die flächenmäßig der größte Wasserpark in ganz Kroatien ist. Sie erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 100.000 Quadratmetern und kann an heißen Sommertagen bequem bis zu 5.000 vergnügte Besucher aufnehmen.
Die Anlage ist in vier große Themenzonen unterteilt und bietet 13 großartige Wasserrutschen, unter denen der riesige Adrenalin-Trichter Magicone mit einem fast zwanzig Meter hohen Startturm herausragt. Zur Entspannung dienen das 2.700 Quadratmeter große Wellenbecken oder der einen halben Kilometer lange Strömungskanal, von dem die Betreiber behaupten, er sei der längste in Südeuropa.
Von München aus erreichst du den Park mit dem Auto in etwa sieben bis acht Stunden zügiger Fahrt, da er nur zwei Kilometer südlich des beliebten Badeorts Poreč liegt. Der Online-Eintritt für einen Erwachsenen kostet 27,40 Euro, Kinder zahlen 22,40 Euro, und die ganz Kleinen mit einer Körpergröße unter 90 Zentimetern haben freien Eintritt.
💡 Tipp: Diese Anlage ist eine rein saisonale Outdoor-Angelegenheit, daher prüfe vor der Anreise stets die aktuellen Öffnungszeiten, die in der Regel von Ende Mai bis Mitte September gelten.
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo man bei den größten Aquaparks Europas übernachten kann
6 Unterkünfte — Resorts, Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Der östliche Teil Ungarns verbirgt einen wahren Schatz für alle Bade-Liebhaber, den der Betreiber selbst stolz als größten Badekomplex Europas präsentiert. Ob diese Behauptung nun zutrifft oder nicht – Tatsache ist, dass es sich um einen gigantischen Raum handelt, der sich über unglaubliche 30 Hektar erstreckt und jährlich über eine Million begeisterte Erholungssuchende anzieht.
Die gesamte Anlage besteht aus mehreren großen Bereichen, wobei der überdachte Aqua-Palace 15.000 Quadratmeter einnimmt und 20 unterschiedliche Becken beherbergt. Der sommerliche Outdoor-Strand fügt weitere 13 bis 15 große Becken hinzu, und der riesige Rutschenpark kann mit fünfzehn Adrenalin-Rutschen verschiedenster Formen und Größen aufwarten.
Die Anreise mit dem Auto dauert von München aus etwa acht bis neun Stunden, was diesen Ort zu einem tollen Ziel für ein verlängertes Wochenende macht. Ein Ganztagesticket für den überdachten Bereich Aqua-Palace kostet dich rund 6.400 bis 7.400 ungarische Forint (ungefähr 16 bis 19 Euro), und übernachten kannst du sehr bequem direkt im Partnerhotel Hunguest Hotel Aqua-Sol.
💡 Tipp: Die Anlage ist so weitläufig, dass es sich lohnt, den Besuch auf mindestens zwei Tage zu planen, damit du sowohl die Indoor-Erlebnisbecken als auch den riesigen Outdoor-Bereich mit den Rutschen ausprobieren kannst.
7. Aquaworld Budapest (Ungarn)
Direkt am Rand der ungarischen Hauptstadt findest du eine weitere großartige Anlage, die sich mit dem Titel größter Indoor-Wasserpark Mitteleuropas schmückt. Ihre absolute Dominante und ihr architektonisches Symbol ist die riesige Glaskuppel mit einem Durchmesser von 72 Metern, unter der sich der Hauptbereich mit einer Kapazität für 1.800 Schwimmer und Wasserspaß-Liebhaber befindet.
Die Fläche unter diesem beeindruckenden verglasten Dach misst 4.200 Quadratmeter und beherbergt stattliche 15 Becken, wobei du im gesamten Resort insgesamt fast zwanzig findest. Für tollen Spaß sorgen hier 11 fantastische Wasserrutschen, die zusammen über einen Kilometer schnelle Fahrt bieten und garantiert die ganze Familie für sehr lange beschäftigen.
Von München aus erreichst du den Park über bequeme Autobahnen in etwa sieben Stunden, was ihn zu einem idealen Ziel für einen Wochenendausflug macht – aus dem südosteuropäischen Raum sogar noch schneller. Ein Ticket für Erwachsene kostet ungefähr 8.500 Forint an Wochentagen und 11.500 Forint am Wochenende, wobei der Komplex direkt mit dem hervorragenden Vier-Sterne-Hotel Aquaworld Resort mit mehr als dreihundert Zimmern verbunden ist.
💡 Tipp: Wenn du direkt im Hotel Aquaworld Resort übernachtest, kannst du schon früh morgens oder im Gegenteil spät abends ins Becken gehen, wenn die meisten Tagesgäste längst weg sind.
8. Napfényfürdő Aquapolis Szeged (Ungarn)
Südungarn verbirgt einen ganzjährigen Wasserpark in Verbindung mit heilenden Thermen, der Besucher aus ganz Europa mit einer riesigen Spezialität anlockt. Diese ist die Flaggschiff-Rutsche namens Kék Anaconda, die stattliche 272 Meter misst, von einem dreißig Meter hohen Turm startet und oft als längste ganzjährig überdachte Rutsche Europas angegeben wird.
Insgesamt bietet diese Erlebnisanlage mit einer Wasserfläche von 4.400 Quadratmetern 13 verschiedene Wasserrutschen, von denen neun geschickt unter dem Dach versteckt sind und vier sich im Außenbereich befinden. Wenn du Adrenalin magst, musst du unbedingt auch die hiesige zweitlängste Rutsche ausprobieren, die 223 Meter misst und sogar eine spezielle steile Kamikaze-Sektion für die Mutigsten enthält.
Die Anreise mit dem Auto von München aus dauert etwa neun Stunden, da die Stadt Szeged ganz an der Grenze zu Serbien liegt – aus dem Süden und Osten ist sie deutlich besser erreichbar. Für den Ganztageseintritt zahlst du ungefähr 5.700 Forint von Montag bis Donnerstag und 9.500 Forint von Freitag bis Sonntag (rund 14 bis 24 Euro), und wenn du im Hunguest Hotel Szeged übernachtest, ist der Eintritt in die Becken bereits im Preis enthalten.
💡 Tipp: Für den Aufstieg auf den höchsten dreißig Meter hohen Rutschenturm kannst du bequem den Aufzug nutzen, sodass du keine Angst haben musst, nach einigen Abfahrten völlig erschöpft zu sein.
9. Therme Loipersdorf (Österreich)
Im Bundesland Steiermark befindet sich ein Komplex, der seit Langem als größte Therme Österreichs bekannt ist und gelegentlich in den Materialien vorsichtig auch als eine der größten Europas erwähnt wird. Für viele Reisende stellt sie einen absoluten Klassiker und ein äußerst beliebtes Wochenendziel voller heißem Heilwasser dar.
Die gesamte Anlage bietet unglaubliche 35 Becken und 20 Saunen, wobei die Badefläche im Freien massive 23.000 Quadratmeter einnimmt. Du findest hier Thermalwasser mit einer Temperatur von 36 Grad aus vier eigenen Quellen, aber auch einen tollen Fun Park mit Wasserrutschen von insgesamt 529 Metern Länge und die luxuriöse Entspannungszone Schaffelbad, die ausschließlich Erwachsenen vorbehalten ist.
Dank der hervorragenden Erreichbarkeit bist du von München aus mit dem Auto in etwa vier Stunden dort, aus dem Süden Österreichs sogar in deutlich kürzerer Zeit. In der Umgebung der Anlage gibt es eine riesige Anzahl verschiedenster Unterkünfte, wobei zu den beliebtesten die Thermenhotels Stoiser oder Panoramahof direkt vor Ort zählen, dank denen du wirklich innerhalb weniger Minuten ins Wasser kommst.
💡 Tipp: Wenn du ohne Kinder reist und absolute Ruhe suchst, zahle auf jeden Fall den Aufpreis für den Eintritt in die Zone Schaffelbad, die riesig und luxuriös ist und für Personen unter sechzehn Jahren gesperrt ist.
10. Bükfürdő (Ungarn)
Der letzte Gigant auf unserer Liste ist die zweitgrößte Therme Ungarns, die sich sehr nahe der österreichischen Grenze befindet und oft zu den allergrößten Thermalanlagen in ganz Europa gezählt wird. Es handelt sich zwar primär um einen Heilkomplex, aber dank des tollen Rutschenparks kommt hier die ganze Familie auf ihren Wasserspaß.
Die Fläche dieses Ortes ist absolut atemberaubend: Die Anlage nimmt 14 Hektar ein, und du findest hier sagenhafte 32 bis 34 Becken mit einer Wasserfläche von über 5.000 Quadratmetern. Jährlich kommen fast 900.000 Besucher hierher, die neben vier Thermalbohrungen eine moderne Saunawelt mit zehn Saunen und einen Rutschenpark mit 7 schnellen Rutschen genießen können.
Von München aus ist es ein angenehmer Katzensprung – aus dem Osten Österreichs erreichst du den Park sogar in unter zwei Stunden. Der Eintritt für einen Erwachsenen liegt zwischen 6.550 Forint an Wochentagen und 7.650 Forint in der Saisonspitze (ungefähr 16 bis 19 Euro), und zum Übernachten bietet sich direkt das hervorragende Danubius Health Spa Resort Bük oder das nahe gelegene Greenfield Golf & Spa an.
💡 Tipp: Das hiesige Thermalwasser hat eine sehr spezifische Zusammensetzung und eine dunklere Farbe, daher nimm zum Baden in den Heilbecken lieber nicht deine allerbeste helle Badebekleidung mit, damit sie sich nicht verfärbt.
Wohin nach den riesigen Wasserparks
Wenn dir der Wasserspaß gefällt und du auch ein paar interessante Alternativen ausprobieren möchtest, die du quasi um die Ecke hast, musst du nicht zwingend über den halben Kontinent reisen. Ich habe für dich jede Menge weiterer Artikel vorbereitet, in denen ich die unterhaltsamsten Wasserwelten in unserer näheren Umgebung detailliert beschreibe.
Du kannst zum Beispiel die besten Wasserparks in Tschechien erkunden, wo du erfährst, was der dortige Gigant Aqualand Moravia alles bietet. Ein riesiger Hit der letzten Jahre sind auch die sehr modernen und preiswerten polnischen Wasserparks nahe der Grenze, und wenn du vor allem heißes Wasser und Entspannung suchst, wirf unbedingt einen Blick auf die schönsten Thermen in der Slowakei.
Praktische Tipps
Bevor du loslegst, deine Badesachen zu packen, möchte ich dir noch ein paar praktische Beobachtungen zusammenfassen, die dir bei der Planung deines Wasserurlaubs sicher helfen. Das Wort „größter“ musst du nämlich stets im richtigen Kontext lesen, denn während Suntago der größte Indoor-Park ist und Erding über die europäischen Rutschen herrscht, ist der Siam Park wiederum absolut der bestbewertete und Aquacolors dominiert die kroatische Küste.
Bei den entferntesten Zielen lohnt es sich eindeutig, die gesamte Reise mit einem längeren Sommerurlaub zu verbinden, also besuche Aquacolors während eines Aufenthalts in Istrien, und für den Siam Park musst du einfach gleich einen Flugurlaub auf die Kanarischen Inseln einplanen. Vergiss auch nicht, dass sich die Thermalgiganten von den reinen Adrenalin-Wasserparks unterscheiden. Wenn du also vor allem extreme Wasserrutschen und Geschwindigkeit suchst, steuere lieber Suntago oder das ungarische Szeged an als das entspannte österreichische Loipersdorf.
Suchst du weitere Tipps für Wasserspaß? Wirf einen Blick auf unseren großen Wegweiser zu den besten Wasserparks und Thermen in Europa, wo du Ikonen aus verschiedenen Ländern und eine Auswahl ganz nach deinen Wünschen findest.
Häufig gestellte Fragen
Welcher ist der größte Aquapark in Europa?
Welche Bezeichnung zutrifft, hängt davon ab, welchen Maßstab man wählt, denn der größte überdachte Wasserpark ist das polnische Suntago mit einer Fläche von rund 67.000 Quadratmetern unter einem Dach. Den Rekord für die größte Tropenhalle hält das deutsche Tropical Islands, und wenn es um Qualität geht, ist der Siam Park auf der Insel Teneriffa die am besten bewertete Anlage.
Ist die Therme Erding wirklich die größte der Welt?
Der Betreiber selbst präsentiert die Anlage tatsächlich als größte Therme der Welt, wobei man dies als deren eigene Behauptung und nicht als offiziellen unabhängigen Rekord betrachten muss. Absolut sicher ist jedoch, dass sie 40 Becken bietet und die größte Rutschenwelt Europas mit 28 Rutschen und einer Gesamtlänge von über 2.800 Metern beherbergt.
Was ist der Siam Park und wo befindet er sich?
Siam Park ist ein fantastischer Wasserpark auf der spanischen Insel Teneriffa mit wunderschöner Thailand-Thematik, der von TripAdvisor-Reisenden wiederholt zum besten Wasserpark der Welt gewählt wurde. Hier findet ihr einen fast einen Kilometer langen Lazy River und den berühmten freien Fall Tower of Power aus 28 Metern Höhe, wobei ihr aus Tschechien nur per Flugzeug hierher kommt.
Welcher ist der größte Aquapark in Tschechien und der Slowakei?
In Tschechien hält das beliebte Aqualand Moravia den Spitzenplatz, das mit einer Wasserfläche von über 3.000 Quadratmetern, 16 Becken und 24 Rutschen aufwartet. Bei unseren östlichen Nachbarn in der Slowakei ist wiederum Tatralandia der unangefochtene Spitzenreiter – das größte Wasserspaß-Areal Mitteleuropas mit ganzen 30 Rutschen.
Wie viele Rutschen hat der größte Aquapark?
Wenn es um die Anzahl geht, bietet das polnische Suntago über 30 Rutschen mit einer Gesamtlänge von mehr als 3,2 Kilometern, der deutsche Komplex Rulantica hat 31 und die Therme Erding Galaxy genau 28. Was die Länge einer einzelnen Fahrt betrifft, führt das riesige Magic Eye in Erding mit 360 Metern und die überdachte Rutsche Kék Anaconda in Szeged mit 272 Metern.
Welche sind die größten in Ungarn?
In Ungarn finden Sie gleich mehrere gigantische Anlagen, zu den größten gehören Hungarospa Hajdúszoboszló mit einer Fläche von etwa 30 Hektar und die Thermalbäder Bük mit 14 Hektar und mehr als 30 Becken. Außerdem dürfen Sie das Aquaworld Budapest nicht verpassen, das größte überdachte Aquapark in Mitteleuropa, und den fantastischen Komplex Napfényfürdő in Szeged.
Haben die größten Aquaparks ein eigenes Hotel?
Die meisten dieser riesigen Anlagen bieten eigene Unterkünfte an, Sie finden diese beispielsweise bei der Therme Erding (Hotel Victory), bei Tropical Islands oder bei der absoluten Mehrheit der ungarischen Komplexe. Eine große Ausnahme ist jedoch der berühmte Siam Park auf der Insel Teneriffa, der kein eigenes Hotel direkt in der Anlage hat und Sie die Unterkunft in den umliegenden Ferienorten organisieren müssen.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRTickets für die Freiheitsstatue gibt es 2026 nur über den einzigen autorisierten Anbieter Statue City Cruises. Das Basisticket Reserve kostet rund 25,50 USD (etwa 600 Kč) und beinhaltet die Fähre, Liberty Island sowie das Museum auf Ellis Island. Der Zugang zur Krone kostet nur ein paar Cent mehr, allerdings werden täglich nur rund 500 Tickets verkauft – meist schon 3 bis 4 Monate vorher ausverkauft. Der Aufstieg führt über 162 Stufen. Die Fähren starten entweder im Battery Park auf Manhattan oder im Liberty State Park in New Jersey. Für den Besuch beider Inseln solltest du 4 bis 5 Stunden einplanen. Kostenlos siehst du die Statue vom Deck der Staten Island Ferry aus, die in etwa 500 Metern Entfernung an ihr vorbeifährt, ohne dabei anzulegen.
Eine Reise nach New York in den USA kommt einfach nicht ohne eine ganz bestimmte Dame mit Fackel aus. Wenn du zum ersten Mal vom Deck der Fähre dieses ikonische grüne Profil erspähst, bleibt dir glatt die Luft weg. Die Freiheitsstatue ist ein Symbol, das genauso untrennbar zur Stadt gehört wie die gelben Taxis oder die hohen Wolkenkratzer. Aus der Ferne wirkt sie majestätisch, und an ihrem Anblick wird man wohl niemals müde.
Doch genau diese enorme Beliebtheit bringt eine praktische Herausforderung mit sich. Wenn du nicht nur traurig aus der Ferne schauen willst, musst du dich rechtzeitig um die Tickets kümmern. Das Durcheinander aus verschiedenen Anbietern, Dutzenden Webseiten und Ticketarten kann so manchen Reisenden zur Verzweiflung bringen. Ich weiß selbst nur zu gut, wie leicht man sich in der Flut von Touristenfallen und leeren Versprechen verliert.
Deshalb habe ich diese ausführliche Anleitung geschrieben. Ich zeige dir den sicheren Weg zum Ticketkauf und erkläre, warum du das nahe gelegene Ellis Island auf keinen Fall auslassen solltest. Außerdem bekommst du praktische Tipps, wie du das Maximum aus deinem Besuch herausholst – ganz ohne unnötigen Nervenkrieg und Stress. Die gesparte Energie kannst du dann ins eigentliche Erlebnis stecken.
Liberty Island mit der Freiheitsstatue (Foto: Don Ramey Logan, Wikimedia Commons, CC BY 4.0)
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben
Der einzige offizielle und autorisierte Anbieter ist die Firma Statue City Cruises.
Das Basis-Ticket „Reserve“ kostet rund 25,50 USD (etwa 24 €) und beinhaltet die Fähre sowie den Eintritt zu beiden Inseln.
Der Zugang zur Krone kostet nur ein paar Cent mehr, ist aber meist drei bis vier Monate im Voraus ausverkauft.
Das historische Ellis Island mit dem Einwanderungsmuseum ist im Fährticket inklusive – du zahlst keinen Cent extra.
Am Battery Park solltest du dich vor betrügerischen Verkäufern überteuerter Tickets für gefälschte Touren hüten.
Die Staten Island Ferry ist eine kostenlose Alternative für den Blick vom Schiff, hält aber nicht auf der Insel.
Tickets für die Freiheitsstatue kaufen (und worauf du achten musst)
Wenn du deinen New-York-Trip in den USA planst und „Freiheitsstatue Tickets“ in die Suchmaschine eingibst, springen dir jede Menge Seiten entgegen. Die meisten davon verkaufen Tickets mit unnötigem Aufschlag weiter. Der einzige autorisierte Anbieter heißt Statue City Cruises. Ihre Boote legen an zwei festen Stellen ab: entweder am Battery Park in Manhattan oder am Liberty State Park im benachbarten New Jersey.
Du kannst zwischen drei Basis-Ticketarten wählen, je nachdem, was du alles sehen möchtest. Die Preise unterscheiden sich nur minimal, die Verfügbarkeit dagegen dramatisch.
Ticketart
Preis
Beinhaltet
Wann buchen
Reserve Ticket
~25,50 USD
Fähre, Liberty Island, Ellis-Island-Museum
Ein paar Tage vorher reichen
Pedestal (Sockel)
~25,80 USD
Alles oben + Zugang zum Steinsockel
Wochen im Voraus
Crown (Krone)
~25,80 USD
Alles oben + Aufstieg in die Krone
3 bis 4 Monate im Voraus
Der gesamte Kaufprozess läuft ganz einfach online ab. Nach der Bezahlung kommen die Tickets direkt per E-Mail. Du speicherst sie einfach auf deinem Handy und zeigst am Fähreingang den QR-Code vor. So entfällt das lästige Ausdrucken oder Anstehen an weiteren Kassen.
Direkt am Eingang des Battery Park tummeln sich leider Dutzende Schlepper in gefälschten Uniformen. Diese Leute wollen dir die angeblich beste Tour zur Freiheitsstatue zu absurd hohen Preisen aufschwatzen. Oft landest du am Ende auf einem Boot, das nur aus großer Entfernung an der Insel vorbeifährt. Tu dir den Gefallen und kaufe deine Tickets ausschließlich über die offizielle Website oder einen geprüften Anbieter.
Wenn du den Kauf auf Deutsch bevorzugst oder alle Attraktionstickets übersichtlich in einer App haben möchtest, empfehle ich GetYourGuide.
Fähre bei Liberty Island (Foto: Carol M. Highsmith, Library of Congress)
Freiheitsstatue: Was dich auf Liberty Island erwartet
Die kupferne Schönheit zieht seit 1886 die Blicke der Besucher auf sich. Frankreich schenkte sie den Vereinigten Staaten damals als großartige Geste der Freundschaft. Den visuellen Entwurf schuf der begabte Bildhauer Frédéric Auguste Bartholdi. Für die komplexe innere Metallkonstruktion war kein Geringerer als der berühmte Gustave Eiffel verantwortlich. Das Monument stellt die römische Göttin Libertas dar, die in den Händen eine Fackel und eine Tafel mit dem Datum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung hält.
Die Fährfahrt dauert etwa fünfzehn Minuten, und schon die Überfahrt selbst ist ein tolles Erlebnis. Der Wind zerzaust dir die Haare, hinter dir entfernt sich der Betondschungel und vor dir wächst die grüne Silhouette des Monuments. An Bord gibt es ein offenes und ein überdachtes Deck. So musst du auch schlechteres Wetter nicht fürchten – auch wenn es auf dem Wasser meist deutlich kräftiger weht als in den Straßen der Stadt.
Sobald du auf Liberty Island an Land gehst, weht dir die Geschichte entgegen. Rund um die Statue verläuft eine breite Promenade. Von hier machst du die besten Fotos des Denkmals und genießt zugleich einen herrlichen Blick auf die verglasten Wolkenkratzer von Lower Manhattan. Ein Spaziergang einmal rundherum dauert etwa eine halbe Stunde und bietet dir jede Menge spannende Perspektiven.
Im Basis-Fährticket ist auch der Eintritt zu einem modernen Museum enthalten, das gleich hinter der Statue liegt. Drinnen findest du die originale ursprüngliche Fackel, die wegen Beschädigung einst ausgetauscht werden musste. Auch detaillierte Zeichnungen und Modelle aus der Zeit des aufwendigen Baus fehlen nicht.
💡 Tipp: Hol dir auf der Insel unbedingt den Audioguide, der im Ticketpreis enthalten ist. Er bietet eine wunderbar aufbereitete Erzählung voller Details. Auf der Insel gibt es auch ein kleines Café, allerdings sind die Preise für Snacks recht happig. Es lohnt sich, eine eigene Wasserflasche und einen kleinen Snack im Rucksack mitzunehmen.
Vor deinem Besuch lohnt es sich, die aktuellen Öffnungszeiten auf der offiziellen Website der Nationalparks zu prüfen: nps.gov/stli.
Die Freiheitsstatue aus der Nähe
Krone und Sockel: Lohnt sich der Aufstieg?
Hier kommt das größte Dilemma beim Kauf der Tickets für die Freiheitsstatue. Das Basis-Ticket bringt dich zwar auf die Insel, aber nicht ins Innere des Denkmals. Wenn du einen Blick ins Innere werfen willst, musst du dein Ticket aufwerten. Der Zugang zum Steinsockel, dem sogenannten Pedestal, kostet nur lächerliche 0,30 USD extra. Nach oben bringt dich bequem ein Aufzug, oder du nimmst die 215 Stufen zu Fuß.
Der Aufstieg in die Krone (Crown) ist eine ganz andere Liga. Das Ticket kostet ebenfalls nur 30 Cent mehr als der Basispreis, aber täglich gelangen nur etwa 500 Stück in den Verkauf. Das ist eine klassische Situation, in der sich Zögern nicht auszahlt. Die Enttäuschung, wenn du feststellst, dass der Sommer ausverkauft ist, ist riesig. Wer nicht drei Monate im Voraus bucht, hat schlicht keine Chance.
Der Sommer 2026 wird einen noch extremeren Touristenansturm bringen. Die USA erwarten die Fußball-Weltmeisterschaft und gleichzeitig die Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen des Staates. Wegen dieser Ereignisse werden die Krone-Tickets noch schneller verschwinden als sonst. Wenn du eine Reise für diesen Zeitraum planst, behalte den Verkaufsstart wie ein Falke im Auge.
Der Weg in die Krone stellt deine körperliche Fitness zuverlässig auf die Probe. Nach oben führen 162 enge Wendeltreppenstufen in einem sehr beengten Raum ohne Klimaanlage. Kinder müssen mindestens 107 Zentimeter groß sein, sonst lassen die Wachen sie aus Sicherheitsgründen nicht hinauf. Außerdem muss der Name auf dem Ticket hundertprozentig mit deinem Reisedokument übereinstimmen.
Ellis Island: Das Tor nach Amerika
Wenn du schon das Fährticket in der Hand hältst, wäre es ein riesiger Fehler, den zweiten Halt zu verpassen. Ellis Island diente zwischen 1892 und 1954 als wichtigstes Einwanderungstor für die gesamten Vereinigten Staaten. Unglaubliche 12 Millionen Einwanderer aus allen Ecken der Welt durchliefen diese Insel. Die Menschen kamen oft nur mit einem abgewetzten Koffer, aber mit einer riesigen Hoffnung auf einen Neuanfang.
Heute befindet sich im historischen Hauptgebäude das faszinierende National Museum of Immigration. Das Museum besteht seit 1990 und zeichnet detailliert die Schicksale der neu angekommenen Europäer und anderer Nationalitäten nach. Durch die riesige Registrierungshalle zu gehen, in der einst über Menschenschicksale entschieden wurde, hinterlässt einen starken Eindruck. Die Ausstellungen gehören zum Basisrundgang und erfordern keine zusätzliche Gebühr.
Die Räume des Museums sind riesig und voller interaktiver Elemente. Du kannst dir authentische Tonaufnahmen mit Erinnerungen von Menschen anhören, die durch dieses Tor gegangen sind. Ihre Geschichten von den langen Reisen über den Ozean ziehen dich in den Bann. Im Erdgeschoss solltest du dir den Raum mit den Bergen von Gepäck nicht entgehen lassen. Sie veranschaulichen großartig, mit wie wenig die Menschen ein neues Leben begannen.
Die ärztlichen Untersuchungen liefen damals blitzschnell und kompromisslos ab. Ein mit Kreide auf den Mantel gemaltes Symbol bedeutete den Verdacht auf eine Krankheit und oft die Abschiebung zurück nach Europa. Diese harten historischen Tatsachen verleihen dem ganzen Ort eine besondere Ernsthaftigkeit. Besucher mit amerikanischen Wurzeln verbringen hier sogar Stunden damit, in einer umfangreichen Computerdatenbank nach den Namen ihrer Vorfahren zu suchen.
⚠️ Hinweis für Reisende: In den Jahren 2025 und 2026 läuft auf der Insel eine umfangreiche Renovierung der historischen Gebäude. Einige Teile des Museums können daher vorübergehend für die Öffentlichkeit geschlossen sein. Prüfe vor deiner Reise unbedingt die verfügbaren Ausstellungen auf der offiziellen Website.
Hauptgebäude auf Ellis Island (Foto: David Brossard, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0)
Wie du zur Freiheitsstatue kommst (und die kostenlose Alternative)
Der häufigste Ausgangspunkt für Touristen ist der Battery Park in Manhattan. Du kommst sehr leicht mit der U-Bahn hierher, am besten steigst du an der Station Bowling Green oder South Ferry aus. Von dort siehst du schon die langen Warteschlangen für die Sicherheitskontrolle. Diese funktioniert sehr ähnlich wie am Flughafen, plane also etwas Zeitpuffer ein und verzichte auf große Rucksäcke.
Die zweite Möglichkeit ist die Abfahrt vom Liberty State Park auf der Seite von New Jersey. Dort sind in der Regel deutlich weniger Menschen, was deine Wartezeit auf das Boot verkürzt. Gleichzeitig bietet der Park sehr schöne Ausblicke auf die Skyline von Manhattan von der gegenüberliegenden Seite. Der Nachteil bleibt die etwas umständlichere Anreise aus dem Zentrum von New York.
Wenn dich kein zwingender Wunsch antreibt, die Insel direkt zu betreten, und du eher sparen möchtest, gibt es eine interessante kostenlose Variante. Die Staten Island Ferry fährt rund um die Uhr gratis und verbindet die Südspitze von Manhattan mit Staten Island. Dieses massive orangefarbene Boot fährt in etwa einem halben Kilometer Entfernung an der Freiheitsstatue vorbei.
Diese Fahrt erfreut Reisende mit knappem Budget oder jene, denen es reicht, die Statue aus der Ferne zu sehen. Auf der Insel setzt dich das Boot zwar nicht ab, aber vom Deck aus machst du ordentliche Fotos. Offizielle Informationen zu Fahrplänen und Regeln findest du auf der Website siferry.com.
💡 Tipp: Stell dich auf dem Weg nach Staten Island auf die rechte Seite des Bootes. So bekommst du den bestmöglichen Blick auf die Statue und die umliegenden Inseln.
Tipps und Erfahrungen von Besuchern
Zum Besuch der Freiheitsstatue gibt es in Bewertungen und Reiseforen ein paar Ratschläge, die sich immer wieder wiederholen. Es lohnt sich, sie zu kennen – sie sparen dir Zeit und Nerven.
Nimm die allererste Morgenfähre. Die Warteschlangen für die Sicherheitskontrolle wachsen im Laufe des Vormittags rasant an, und wer früh kommt, hat die Inseln fast für sich allein.
Die Krone solltest du drei bis vier Monate im Voraus buchen, für den Sockel reichen ein paar Wochen und für das Basis-Ticket genügen sogar ein paar Tage vorher. Wer zögert, kommt nicht in die Krone.
Der Aufstieg in die Krone ist nicht für jeden. Reisende warnen, dass die 162 engen Stufen im beengten Raum ohne Klimaanlage ganz schön zusetzen – Menschen mit Klaustrophobie oder Höhenangst wird eher davon abgeraten.
Plane für beide Inseln einen halben Tag ein. Viele Besucher bereuen es, Ellis Island in Eile abgehakt zu haben – gerade das dortige Einwanderungsmuseum wird in Bewertungen oft als unerwartet starkes Erlebnis gelobt.
Ausführliche praktische Tipps zum Besuch samt Fotos findest du zum Beispiel auf der Website My Wanderlusty Life.
Wo du in der Nähe des Battery Park übernachten kannst
Für die Morgenfahrt empfehle ich eine Unterkunft so nah wie möglich am Hafen. Die Gegend rund um Lower Manhattan und das Financial District bietet eine perfekte Anbindung an die Fähren. Du stehst morgens auf, trinkst einen schnellen Kaffee in einem der vielen lokalen Cafés und wartest schon zehn Minuten später entspannt auf deine Tickets. Abends kannst du außerdem durch die leereren Straßen rund um die Wall Street schlendern und in einem der tollen vegetarischen Restaurants der Umgebung einkehren.
Wie viel kosten die Tickets für die Freiheitsstatue?
Der Basis-Reserve-Ticket kostet ungefähr 25,50 USD (ca. 24 EUR) für Erwachsene und beinhaltet die Fähre, den Eintritt zu Liberty Island sowie das Museum auf Ellis Island. Der Zugang zum Sockel (Pedestal) oder zur Krone (Crown) kostet nur etwa 0,30 USD extra, muss aber im Voraus gebucht werden, besonders die Krone, die Monate im Voraus ausverkauft ist.
Wie kommt man zur Freiheitsstatue?
Trajekte zur Freiheitsstatue fahren vom Battery Park in Lower Manhattan oder vom Liberty State Park in New Jersey ab. Der einzige autorisierte Anbieter ist Statue City Cruises – kauft eure Tickets ausschließlich dort oder über GetYourGuide. Rund um den Battery Park treiben sich Betrüger herum, die „Trips zur Freiheitsstatue“ anbieten, euch aber in Wirklichkeit nicht auf die Insel bringen.
Kann man zur Krone der Freiheitsstatue hinaufsteigen?
Ja, aber es ist eine Herausforderung. Zur Krone führen 162 enge Wendeltreppen und täglich werden nur etwa 500 Tickets verkauft, die in der Regel 3 bis 4 Monate im Voraus ausverkauft sind. Im Sommer 2026 (Fußball-WM, 250. Jubiläum der USA) sind die Tickets noch rarer. Die Mindestgröße für Kinder beträgt etwa 107 cm und der Name auf dem Ticket muss mit dem Ausweisdokument übereinstimmen.
Ist der Eintritt zur Freiheitsstatue kostenlos?
Der Zugang zu Liberty Island ist nicht kostenlos, ihr braucht ein Ticket für die Fähre von Statue City Cruises. Wenn euch aber der Blick auf die Statue vom Wasser aus reicht, fährt die Staten Island Ferry kostenlos 24 Stunden am Tag und kommt bis auf etwa 500 Meter an die Statue heran. Auf der Insel setzt sie euch allerdings nicht ab.
Was ist Ellis Island?
„`html
Ellis Island war zwischen 1892 und 1954 der wichtigste Einwanderungspunkt der USA. Rund 12 Millionen Einwanderer passierten diese Stelle, die aus der ganzen Welt auf der Suche nach einem besseren Leben hierher kamen. Heute befindet sich hier das National Museum of Immigration, das 1990 eröffnet wurde. Achtung: In den Jahren 2025–2026 finden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt, daher solltet ihr euch vor eurem Besuch informieren, welche Teile des Museums geöffnet sind.
„`
Wie lange dauert der Besuch der Freiheitsstatue und Ellis Island?
Rechnet mit einem ganzen Vormittag oder Nachmittag, idealerweise solltet ihr 4 bis 5 Stunden einplanen. Die Fährfahrt dauert etwa 15 Minuten zu jeder Insel, die Besichtigung von Liberty Island mit Museum ungefähr eine Stunde und Ellis Island weitere 1 bis 2 Stunden, je nach Interesse an den Ausstellungen. Rechnet zusätzlich Wartezeit für die Fähre ein, besonders während der Hauptsaison.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
TL;DRDer ideale Reisemonat für Lappland hängt davon ab, was du erleben möchtest: Dezember bietet Weihnachtsstimmung und das Santa Claus Village, dafür aber die höchsten Preise und nur 3–4 Stunden Dämmerlicht am Tag. Januar punktet mit dem besten Preis-Erlebnis-Verhältnis, Temperaturen zwischen −10 und −25 °C und garantiertem Schnee. Am ausgewogensten sind Februar und März dank zunehmendem Tageslicht, einer Schneedecke von über 70 cm und guten Chancen auf Polarlichter. Der Sommer (Juni–Juli) bringt Mitternachtssonne und günstiges Reisen ohne Menschenmassen, dafür aber keine Aurora und dazu Mücken. Der September wiederum lockt mit bunter Tundra, Ruhe und den ersten Polarlichtern der Saison.
Auf die Frage „Wann nach Lappland reisen?“ gibt es keine eindeutige Antwort. Es hängt vor allem davon ab, was du nach Hause mitnehmen möchtest. Polarlichter und den Weihnachtsmann? Echten arktischen Winter? Oder grüne Hügel und eine Sonne, die um Mitternacht nicht untergeht? Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Zauber und ihre Nachteile – und entsprechend unterscheiden sich auch die Preise und die Zahl der Touristen. Wer das Wetter in Lappland richtig einplant, holt aus seiner Reise das Beste heraus. ☺️
In diesem Guide gehen wir das Wetter in Lappland Monat für Monat durch – von Temperaturen und Schnee über die Tageslänge und die Chance auf Polarlichter bis hin zu Preisen und Andrang. Ich verrate dir, welcher Monat sich am besten für Polarlichter, Skifahren und die Mitternachtssonne eignet und was du in welcher Jahreszeit anziehen solltest.
Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Für Weihnachtsstimmung und den Weihnachtsmann: Dezember, aber rechne mit den höchsten Preisen und den kürzesten Tagen.
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Januar – nach dem Weihnachtsansturm fallen die Preise und Schnee ist garantiert.
Der beste Kompromiss überhaupt: Februar und März, wenn es schon genug Licht gibt, der Himmel klarer ist, am meisten Schnee liegt und die Chance auf Polarlichter gut ist.
Für die Mitternachtssonne und Wanderungen: Juni und Juli, günstig und ohne Menschenmassen, aber ohne Schnee und ohne Polarlichter (und mit Mücken).
Für die Herbstfarben der „Ruska“ und erste Polarlichter: September, ruhig, keine Mücken und zurückkehrende Aurora.
Bevor wir uns die einzelnen Monate ansehen, solltest du wissen, dass Lappland zwei völlig unterschiedliche Gesichter hat. Die meisten Menschen kommen wegen des Winters: Schnee, Polarlichter, Huskys, Rentiere und die Weihnachtsstimmung im Santa Claus Village. Die Wintersaison dauert grob von Dezember bis April – und genau dafür ist Lappland berühmt geworden.
Der Sommer ist eine ganz andere Geschichte. Die Landschaft wird grün, die Sonne geht um Mitternacht nicht unter und statt Schnee geht man wandern oder fährt Kanu. Es ist deutlich günstiger und es gibt keine Menschenmassen – nur Polarlichter siehst du wegen des Dauerlichts nicht. Schauen wir uns jetzt die einzelnen Monate an.
Lappland Monat für Monat
Die Temperaturen beziehen sich auf Rovaniemi am Polarkreis, im hohen Norden (Saariselkä, Inari) ist es kälter und dunkler. Hier ist, was du in den einzelnen Jahreszeiten erwarten kannst.
Dezember: Weihnachtsmärchen und Polarnacht
Der Dezember ist die weihnachtlichste und zugleich teuerste Zeit. Die Temperaturen liegen etwa zwischen 0 und −15 °C, ausnahmsweise sinken sie tiefer. Um die Wintersonnenwende beginnt die Polarnacht, in der die Sonne in Rovaniemi praktisch nicht aufgeht und du nur drei bis vier Stunden bläuliche Dämmerung hast.
Das Santa Claus Village erstrahlt in vollem Glanz, ist aber rappelvoll und die Unterkunftspreise schießen in die Höhe, vor allem rund um Weihnachten. Anfang Dezember liegt zudem oft noch nicht genug Schnee. 💡 Tipp: Wenn du Weihnachtsstimmung ohne verrückte Preise willst, überlege dir den Anfang Dezember statt der Feiertage.
Januar: am kältesten, aber bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Der Januar ist zusammen mit dem Februar der kälteste Monat, üblich sind −10 bis −25 °C, ausnahmsweise auch unter −30 °C. Er ist außerdem sehr dunkel, hat aber einen großen Vorteil: Nach dem Weihnachtsansturm fallen die Preise und Schnee ist absolut sicher. Wenn du den echten arktischen Winter mit allem Drum und Dran erleben und dabei sparen willst, ist der Januar ideal.
Der trockene arktische Frost lässt sich übrigens besser ertragen, als du erwarten würdest – das überrascht viele Reisende angenehm. Man muss sich nur richtig anziehen, dazu kommen wir noch.
Februar und März: der beste Kompromiss
Das ist meiner Meinung nach die beste Zeit für einen Lappland Urlaub. Im Februar und vor allem im März wird es schnell heller, der Himmel ist klarer (und damit die Chance auf Polarlichter besser), es liegt am meisten Schnee (im März locker über 70 cm) und der Frost ist milder als im Januar.
Der März bringt außerdem lange Sonnentage und es beginnt das beliebte Frühlingsskifahren in Skigebieten wie Levi oder Ylläs. So hast du die ideale Kombination: Wintererlebnisse, genug Tageslicht für Ausflüge und gute Chancen auf Polarlichter. Für die meisten ist das die ausgewogenste Wahl.
April: Frühlingssonne und Ende der Wintersaison
Im April liegt noch genug Schnee, aber es ist deutlich wärmer und sonniger. Es ist eine super Zeit zum Frühlingsskifahren und für Schneemobiltouren unter angenehmeren Bedingungen. Gleichzeitig endet aber die Saison der Polarlichter und der Glasiglus (die meist nur bis Ende April geöffnet sind), wenn du also hauptsächlich wegen der Aurora kommst, solltest du nicht zu lange zögern.
Sommer (Juni bis August): Mitternachtssonne und Wanderungen
Der Sommer in Lappland ist eine ganz andere Welt. Die Temperaturen sind mild (oft um die 15 bis 20 °C) und ihren Höhepunkt erreicht die Mitternachtssonne, wenn die Sonne gar nicht untergeht und es nie ganz dunkel wird. Du kannst auf Wanderung gehen oder selbst um Mitternacht bei vollem Tageslicht eine Kanutour machen.
Es ist deutlich günstiger, weniger Touristen und eine grüne Landschaft statt Schnee. Zwei Nachteile: Polarlichter siehst du wegen des Dauerlichts nicht und vor allem im Juni und Juli wüten hier die Mücken, vergiss also das Mückenspray nicht.
Herbst und „Ruska“ (September bis Oktober): Farben und die Rückkehr der Polarlichter
Mein heimlicher Favorit ist der September und die sogenannte Ruska – ein kurzes Zeitfenster, in dem sich Wälder und Tundra feurig orange und rot färben. Die Mücken sind weg, die Temperaturen sind frisch und am dunkler werdenden Himmel kehren die ersten Polarlichter zurück. Für Fotografen und Wanderfreunde ist das eine der schönsten Jahreszeiten überhaupt.
Es ist die ideale Zeit, wenn du Wandern mit der Chance auf Aurora verbinden und sowohl den Menschenmassen als auch den hohen Preisen der Winterhochsaison entgehen willst. Rechne nur damit, dass das Wetter schon wechselhaft sein kann.
Lukáš und Lucie empfehlen
Wo in Lappland übernachten
4 Unterkünfte — Resorts, Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
Polarnacht und Mitternachtssonne: zwei lappländische Extreme
Da Lappland jenseits des Polarkreises liegt, erlebst du hier zwei Phänomene, die du sonst nirgends siehst. Beide lohnen sich einzuplanen, wenn sie dich reizen.
Die Polarnacht, finnisch kaamos, beginnt um die Wintersonnenwende. In Rovaniemi geht die Sonne in dieser Zeit kaum auf und du hast nur ein paar Stunden bläuliche Dämmerung, im Norden Lapplands bleibt die Sonne sogar mehrere Wochen am Stück unter dem Horizont. Es ist aber keine völlige Dunkelheit, eher ein zauberhaftes blaues und violettes Licht, das Fotografen lieben.
Das Gegenteil ist die Mitternachtssonne, wenn die Sonne etwa von Anfang Juni bis Anfang Juli überhaupt nicht untergeht. Die weißen Nächte sind ein surreales Erlebnis, aber Achtung: Wer bei Licht schlecht schläft, sollte eine gute Schlafmaske einpacken, denn auch um zwei Uhr nachts ist es draußen taghell.
Was du je nach Jahreszeit anziehen solltest
Egal ob du im Winter oder im Sommer fährst – auf die Kleidung kommt es in Lappland an. Im Winter geht es um Wärme, im Sommer vor allem um Schutz vor Mücken und wechselhaftem Wetter.
Für den Winter gilt das Zwiebelprinzip: hochwertige Thermounterwäsche, Fleece oder Wolle und eine wasserdichte, isolierte Außenschicht. Vergiss eine warme Mütze über den Ohren, Fäustlinge und feste Winterstiefel mit dicken Socken nicht. Gute Nachricht: Für Safaris (Huskys, Rentiere, Schneemobile) bekommst du den warmen Arktis-Overall und die Stiefel meist vor Ort geliehen, du musst also nicht die komplette Polarausrüstung in den Koffer stopfen.
Für den Sommer nimm Schichten mit, eine leichte Regenjacke, feste Wanderschuhe und vor allem Mückenspray, denn die Mücken können dir im Juni und Juli ganz schön zusetzen.
Wo man in Lappland übernachtet
Egal in welcher Jahreszeit du reist – die attraktivsten Unterkünfte sind Monate im Voraus ausgebucht, zögere mit der Buchung also nicht. In Rovaniemi ist das Santa’s Hotel Santa Claus eine zuverlässige Wahl, für das besondere Erlebnis geht es ins erlebnisorientierte Arctic SnowHotel & Glass Igloos mit Eisbar oder ins legendäre Kakslauttanen Arctic Resort bei Saariselkä mit Glasiglus. Mehr Tipps zu konkreten Hotels findest du in meinem Guide was man in Rovaniemi sehen sollte.
Wohin weiter: Tipps für weitere Reisen in den Norden
Wenn dich Lappland reizt, hier sind ein paar Tipps zum Weiterlesen:
Häufig gestellte Fragen: Wann nach Lappland reisen
Wann ist die beste Zeit, um nach Lappland zu reisen?
Kommt darauf an, was ihr erleben möchtet. Für Weihnachtsstimmung fahrt im Dezember (am teuersten und am dunkelsten), für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Januar und für den besten Kompromiss aus Licht, Schnee und Chancen auf Polarlichter im Februar und März. Der Sommer lockt mit Mitternachtssonne und Trekkingtouren, der September mit Herbstfarben und ersten Polarlichtern.
Welcher Monat ist der beste für Polarlichter in Lappland?
Polarlichter kann man von Ende August bis Anfang April sehen. Statistisch am aktivsten sind sie um die Tagundnachtgleiche herum, also im September und März, wenn es auch häufiger klar ist. Der Schlüssel ist jedoch ein dunkler und klarer Himmel, nicht ein bestimmter Monat.
Wie ist der Winter in Lappland und wie kalt ist es dort?
Die Wintersaison dauert etwa von Dezember bis April. In Rovaniemi liegen die Temperaturen üblicherweise zwischen −10 und −25 °C, im Januar und Februar ausnahmsweise auch unter −30 °C. Der trockene arktische Frost lässt sich jedoch besser ertragen als ein feuchter Winter – man muss sich nur im Zwiebellook anziehen.
Ist es in Lappland im Dezember den ganzen Tag dunkel?
Beinahe. Um die Wintersonnenwende herum beginnt die Polarnacht (Kaamos), wenn in Rovaniemi die Sonne praktisch nicht aufgeht und man nur 3 bis 4 Stunden bläuliches Dämmerlicht hat. Im Norden Lapplands bleibt die Sonne sogar mehrere Wochen unter dem Horizont. Es ist nicht völlige Dunkelheit, eher ein zauberhaftes blaues Licht.
Wann gibt es in Lappland die Mitternachtssonne?
Mitternachtssonne, bei der die Sonne überhaupt nicht untergeht, erlebt ihr in Rovaniemi etwa von Anfang Juni bis Anfang Juli. Im Norden Lapplands dauert sie noch länger. Das ist die ideale Zeit für Trekkingtouren und Kanufahrten, rechnet nur mit Mücken und nehmt eine Schlafmaske mit.
Lohnt sich eine Reise nach Lappland im Sommer?
Wenn Sie nicht primär wegen des Schnees und der Polarlichter anreisen, auf jeden Fall. Der Sommer bietet Mitternachtssonne, Trekkingtouren, Kanu und grüne Landschaft, ist deutlich günstiger und ohne Menschenmassen. Nachteile sind die Mücken im Juni und Juli und die Tatsache, dass Sie wegen des Lichts keine Polarlichter sehen werden.
Wird es in Lappland sicher Schnee geben?
Sicherer Schnee ist ungefähr von Januar bis April, wenn die Schneedecke am höchsten ist (im März sogar über 70 cm). Anfang Dezember muss nicht unbedingt genug Schnee liegen, wenn ihr also ein garantiert weißes Lappland erleben möchtet, fahrt besser im Januar bis März.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!