Island Ostfjorde: 12 Tipps, was du sehen und erleben kannst

TL;DRDie Ostfjorde Islands bieten 12 wichtige Tipps, vom Basaltcanyon Stuðlagil mit türkisfarbenem Wasser über den Wasserfall Hengifoss (128 Meter, der drittgrößte der Insel) bis zum Künstlerstädtchen Seyðisfjörður mit seiner Regenbogenstraße und der blauen Kirche, das du von Egilsstaðir aus in etwa 30 Minuten erreichst. Als Basis für Ausflüge eignet sich am besten die Stadt Egilsstaðir mit Supermärkten und Tankstellen – eine Nacht in der Pension kostet dort 2.900 bis 4.200 Kronen für zwei Personen. Für die Region solltest du mindestens zwei bis drei Tage einplanen, die beste Reisezeit ist Juni bis August wegen der befahrbaren Straßen und der Papageientaucher in Borgarfjörður eystri, während sich wilde Rentiere von Herbst bis Frühling entlang der Straße zwischen Egilsstaðir und Höfn beobachten lassen. Zum Entspannen empfehlen wir die Thermalquellen von Laugarfell oder die schwimmenden Vök Baths bei Egilsstaðir für 1.300 Kronen.

Wenn du den dramatischen, atemberaubenden, aber touristisch völlig überlaufenen Süden der Insel hinter dir lässt und das Lenkrad auf der Ringstraße Richtung Nordosten drehst, atmet die Landschaft plötzlich tief durch. Der Verkehr wird dünner, die Menschenmassen an den Wasserfällen verschwinden, und du findest dich in einer Welt wieder, in der endlose Buchten, steile Berge und absolute Ruhe herrschen. Willkommen an einem Ort, den viele Reisende einfach blind durchfahren – die Island Ostfjorde dagegen haben wir vom ersten Augenblick an ins Herz geschlossen.

Lukáš und ich haben die Ostfjorde am sechsten und siebten Tag unseres herbstlichen Roadtrips Ende September und Anfang Oktober erkundet, und bis heute schwärmen wir von dieser einsamen Schönheit. Während wir im Süden bei den Sehenswürdigkeiten manchmal Reisebussen ausweichen mussten, hatten wir hier viele Orte ganz für uns allein. Mich hat fasziniert, wie sich der Asphalt endlos entlang der tiefen Buchten schlängelt und jede neue Kurve einen noch schöneren Ausblick offenbart als die vorige.

In diesem Artikel findest du 12 Tipps, was du in den Ostfjorden sehen und erleben kannst. Wir werfen einen Blick auf wunderschöne Basaltschluchten, ich zeige dir das bezauberndste Künstlerstädtchen und verrate dir, wo du auf zahme Papageientaucher oder wilde Rentiere triffst. Außerdem gibt’s praktische Infos dazu, wo du strategisch übernachtest, wie die Preise gerade aussehen und warum du genau aufpassen solltest, welche Flussseite du für deinen Ausflug wählst. Los geht’s! ☺️

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Basis für Ausflüge: Der beste strategische Ausgangspunkt zum Erkunden des Ostens ist die Stadt Egilsstaðir, wo du Supermärkte findest und sich die Hauptstraßen kreuzen.
  • Schönstes Städtchen: Seyðisfjörður darfst du auf keinen Fall verpassen – von Egilsstaðir erreichst du es über einen Bergpass in etwa 30 Minuten. Hier findest du die berühmte Regenbogenstraße und die kleine blaue Kirche.
  • Naturwunder: Die Basaltschlucht Stuðlagil mit ihrem türkisfarbenen Wasser ist ein riesiger Anziehungspunkt – pass nur auf, dass du auf der Ostseite parkst, von wo du direkt hinunter zum Fluss steigen kannst.
  • Tiere: Wilde Rentiere leben nur in dieser Region, und in der Sommersaison (bis Mitte August) findest du in Borgarfjörður eystri eine riesige Kolonie zahmer Papageientaucher.
  • Baden: Das beste Thermalerlebnis sind für uns die luxuriösen Becken von Laugarfell, alternativ kannst du die modernen schwimmenden Vök Baths direkt bei Egilsstaðir ausprobieren.

Wann hinfahren und wie man hinkommt

Die wichtigste Zufahrtsader ist die berühmte Ringstraße, auf Englisch Ring Road genannt. In den Osten gelangst du entweder über eine lange Fahrt von der Südküste durch atemberaubende schwarze Strände und Gletscherlagunen oder umgekehrt vom Norden her, vom Mývatn-See, wobei beide Wege schon für sich genommen ein unglaubliches Erlebnis sind. Du musst allerdings einplanen, dass das Umfahren der einzelnen Buchten viel Zeit kostet – Fjorde lassen sich nun mal nicht abkürzen.

Die ideale Reisezeit ist natürlich der isländische Sommer, also Juni bis August, wenn alle Straßen problemlos befahrbar sind, die Tage endlos lang und du die beliebten Papageientaucher beobachten kannst. Wir sind die Ostküste Anfang Oktober gefahren, was den riesigen Vorteil von kaum Touristen und wunderschönen Herbstfarben hatte – dafür haben wir die Vögel verpasst, die im August aufs Meer hinausziehen.

Wenn du im Winter reisen willst, vergiss nicht, vor jeder Fahrt die offizielle Website der isländischen Straßen zu checken, denn die Bergpässe (etwa die Straße 93 nach Seyðisfjörður) sind wegen Schnee oft gesperrt.

Ab 2026 gilt auf Island zudem eine neue Kilometersteuer für PKW in Höhe von 6,95 ISK (etwa 0,05 €) pro gefahrenem Kilometer. Diese rechnet dir der Mietwagenverleih wahrscheinlich bei der Rückgabe ab, dafür ist der Benzinpreis an den Zapfsäulen aber spürbar gesunken.

Eine besondere Warnung gilt für August 2026, wenn vom Osten und anderen Teilen der Insel eine totale Sonnenfinsternis zu sehen sein wird. Es wird ein touristischer Ansturm erwartet – wenn du also genau in diesem Zeitraum reisen willst, reserviere alles im Voraus, ruhig anderthalb Jahre vorher.

Wo übernachten und was es kostet

Das logistische und praktische Zentrum des gesamten Ostens ist ohne Zweifel das Städtchen Egilsstaðir. Es gewinnt zwar keinen Schönheitswettbewerb für die schönste Architektur, aber du bekommst hier alles, was du zum Überleben in der rauen Natur brauchst. Genau von dieser Stadt aus sind wir zu all unseren Ausflügen aufgebrochen, haben in den großen Supermärkten Bónus und Nettó unsere Vorräte aufgefüllt und getankt – denn weiter draußen an der Küste steigen die Preise für alles steil nach oben.

Lukáš und ich haben auf unserer Islandreise überhaupt nicht gezeltet, weil wir unseren Komfort und die abendliche Wärme lieben. Wir haben immer in Pensionen, Hostels oder kleinen Apartments geschlafen, die eine gemeinsame oder eigene Küche hatten. Das ist nämlich die allerbeste Methode, um auf Island ein Vermögen beim Essen zu sparen.

Jeden Abend haben wir uns in der Unterkunft warme Abendessen gekocht, Snacks für den nächsten Tag vorbereitet und heißen Tee in die Thermoskanne gefüllt, ohne den wir die windigen Tage wohl nicht überlebt hätten. Eine Nacht in einer schönen Pension in Egilsstaðir kostet dich für zwei Personen etwa 17.000 bis 25.000 ISK (rund 115 bis 170 €) – wenn du deinen Aufenthalt aber rechtzeitig im Voraus buchst, lassen sich auch günstigere Zimmer finden.

💡 Konkrete Tipps für Unterkünfte (Preise und Verfügbarkeit checkst du über Booking.com, buche frühzeitig – in der Saison und rund um die Sonnenfinsternis 2026 sind sie schon Monate vorher weg):

Neben Egilsstaðir kannst du auch direkt in einem der romantischen Fjorde übernachten. Wunderschöne kleine Hotels findest du im Dorf Seyðisfjörður, wo die Preise ab 21.000 ISK (ca. 140 €) aufwärts liegen, und wenn du im Sommer vor allem zum Beobachten der Papageientaucher kommst, empfehle ich dir, eine Nacht in der Siedlung Bakkagerði in der Region Borgarfjörður eystri zu verbringen. Pass nur auf, dass die Übernachtungskapazitäten in diesen kleinen Dörfern stark begrenzt sind und in der Hauptsaison wirklich blitzschnell vergriffen sind.

Die schönsten Städtchen und Dörfer im Osten

Den ersten Teil unserer Tipps widmen wir den Orten, an denen Menschen leben. Die Ostfjorde sind übersät mit kleinen Fischersiedlungen, die sich unter steilen Berghängen ducken und zu denen oft nur eine einzige kurvige Straße führt. Die meisten von ihnen haben nur ein paar Hundert Einwohner, einen bescheidenen Hafen und eine völlig unverwechselbare Atmosphäre, die du anderswo auf der Insel so schnell nicht erlebst.

1. Seyðisfjörður und seine berühmte Regenbogenstraße

Als wir uns am sechsten Tag unserer Reise relativ früh am Nachmittag in Egilsstaðir einquartiert hatten, stellten wir fest, dass wir noch jede Menge Zeit übrig hatten – also setzten wir uns zurück ins Auto und machten uns über die Berge nach Seyðisfjörður auf.

Es sind etwa 30 Minuten Fahrt über die Straße 93, und schon der Weg selbst ist ein Erlebnis, denn du steigst über den Bergpass Fjarðarheiði auf über 600 Meter über dem Meer auf und fällst dann steil in die Bucht hinab. Übrigens raste genau auf dieser Straße Ben Stiller im Film „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ auf einem Longboard talwärts.

Seyðisfjörður ist Heimat von knapp 700 Einwohnern, wirkt aber wie das kulturelle Zentrum des gesamten Ostens. Hier findest du die berühmte Regenbogenstraße (Rainbow Street), die dich direkt zur wunderschönen blauen Kirche Bláa kirkjan führt.

Das Städtchen ist voller kleiner Galerien, gemütlicher Cafés und bohemienhafter Atmosphäre. Außerdem legt hier die große Fähre Norröna aus dem dänischen Hirtshals an – wenn das Schiff also gerade angedockt hat, verdreifacht sich die Zahl der Menschen in den Straßen für ein paar Stunden. Nimm dir auf jeden Fall Zeit für einen Kaffee und schlendere einfach zwischen den alten Holzhäuschen umher.

2. Reyðarfjörður und die Wanderung auf den Berg Grænafell

Wenn du etwas aktivere Erholung magst, fahr ins Städtchen Reyðarfjörður, das am Ufer des längsten Fjords der gesamten Ostküste liegt. Die Stadt selbst ist vor allem für ihre industrielle Geschichte und das Aluminiumwerk bekannt, wir sind aber wegen der Natur hierher gekommen und haben eine einfache Wanderung auf den Berg Grænafell unternommen, der sich direkt über dem Zentrum erhebt.

Diese Wanderung hat uns in gemütlichem Tempo etwa zwei Stunden gekostet, und die Belohnung war ein atemberaubender Ausblick auf den ganzen langgezogenen Fjord und die umliegenden Gipfel. Der Pfad führt anfangs ziemlich steil bergauf und windet sich durch ein kleines Wäldchen (was auf Island übrigens eine enorme Seltenheit ist), bevor du auf offenere Hochebenen gelangst. Es ist ein idealer Stopp, um die Beine zu vertreten, wenn du das Sitzen im Auto satt hast.

3. Neskaupstaður und eine kleine Enttäuschung in der Höhle

Unser nächstes Ziel im Osten war das östlichste Städtchen Neskaupstaður, zu dem du dich durch einen langen Tunnel vorarbeiten musst. Der Weg dorthin ist absolut hinreißend, entlang der Straße grasen Schafe und die Berge fallen direkt in den eisigen Ozean. Die Stadt selbst hat einen hübschen kleinen Hafen und insgesamt eine sehr verschlafene, friedliche Stimmung.

Wir wollten hier allerdings die sogenannte Oster-Höhle Páskahellir erkunden, die sich an der Küste etwas außerhalb der Stadt befindet. Und hier muss ich ganz ehrlich sein: Für uns war das eine kleine Enttäuschung 😅. Wir hatten etwas viel Epischeres erwartet, in Wirklichkeit war es nur ein nicht besonders großes Loch im Felsen, zu dem ein ziemlich matschiger und rutschiger Weg führte.

Wenn du einen wirklich vollen Reiseplan hast und die Zeit drängt, kannst du diesen Ort meiner Meinung nach mit gutem Gewissen überspringen und deine Energie lieber den anderen Schönheiten dieser rauen Region widmen.

4. Djúpivogur und die Granit-Eier im Hafen

Wenn du auf der Ringstraße vom Süden nach oben fährst, ist dein erster größerer Stopp im Osten wahrscheinlich das Dorf Djúpivogur. Dieses kleine Städtchen ist stolz auf sein Cittaslow-Zertifikat, was bedeutet, dass hier alles langsam, in guter Qualität und mit Rücksicht auf Traditionen und Umwelt gemacht wird. Das spürt man hier wirklich: Niemand hat es eilig, und überall herrscht perfekte Gelassenheit.

Die Hauptattraktion, wegen der Touristen meist hierher abbiegen, ist das Kunstwerk Eggin í Gleðivík, das sich entlang der Küste in der Nähe des Hafens erstreckt. Es handelt sich um 34 überdimensionale Granit-Eier, wobei jedes von ihnen eine in dieser Region brütende Vogelart repräsentiert. Es ist ein toller Ort für einen kurzen Spaziergang, und ein Stückchen weiter kannst du einen hervorragenden heißen Kaffee trinken und den Fischerbooten zuschauen, die auf den Wellen schaukeln.

💡 Tipp: Eintrittskarten und organisierte Ausflüge (auf Island und in der Umgebung) lohnt es sich, vorab online über GetYourGuide zu buchen, in der Saison sind sie schnell ausverkauft.

Naturwunder, Wasserfälle und atemberaubende Schluchten

Der Osten dreht sich natürlich nicht nur um Städte – im Gegenteil, er verbirgt einige der schönsten Naturszenerien, die wir auf der Insel gesehen haben. Im Vergleich zum berühmten Goldenen Kreis oder der Südküste herrscht hier eine viel rauere, einsamere Atmosphäre, die diesen Orten ihre wahre Einzigartigkeit verleiht. Egal ob du türkisfarbene Flüsse oder donnernde Wasserfälle suchst – die Ostfjorde werden dich mit ihren Wundern garantiert nicht enttäuschen.

5. Die Basaltschlucht Stuðlagil

Das ist ohne Übertreibung einer der fotogensten Orte der ganzen Insel, der zufällig erst relativ vor Kurzem entdeckt wurde. Jahrzehntelang lag diese massive Basaltschlucht unter einem reißenden Gletscherfluss verborgen, doch als 2009 das nahegelegene Wasserkraftwerk fertiggestellt wurde, sank der Wasserspiegel und legte eine unglaubliche Mauer aus geometrisch präzisen, sechseckigen Basaltsäulen frei, zwischen denen heute leuchtend türkisfarbenes Wasser fließt.

Beim Besuch musst du genau aufpassen, welche Flussseite du für deinen Ausflug wählst. Die Westseite bietet zwar schnellen Zugang und neu gebaute Treppen zur Aussichtsplattform, wo es auch Toiletten und einen kleinen Food Truck gibt, aber zum Fluss hinunter kommst du von hier nicht.

Wir empfehlen immer, auf der Ostseite zu parken – von dort musst du zwar etwa 40 Minuten zu Fuß über einen steinigen Weg gehen, aber nur von hier kannst du direkt ins Innere der Schlucht hinabsteigen und das eiskalte Wasser berühren. In beiden Fällen zahlst du 1.000 ISK fürs Parken (etwa 7 €), was sich bequem über die beliebte App Parka erledigen lässt.

6. Der imposante Wasserfall Hengifoss

Während der Süden Islands mit den Wasserfällen Skógafoss und Seljalandsfoss prahlt, hat der Osten seinen eigenen Stolz – den Wasserfall Hengifoss. Mit einer Höhe von 128 Metern ist er der dritthöchste Wasserfall der Insel, aber was ihn wirklich einzigartig macht, ist nicht nur die Höhe, sondern vor allem die Wand, über die das Wasser stürzt. Der schwarze Basalt ist hier nämlich von leuchtend roten Tonschichten durchzogen, was in Verbindung mit dem tosenden Wasser geradezu magisch aussieht.

Wir sind am siebten Tag unseres Roadtrips hierher aufgebrochen, und der Weg vom Parkplatz nach oben hat uns in zügigerem Tempo bergauf etwa eine halbe Stunde gekostet, obwohl die meisten Reiseführer eine Zeit von 45 bis 90 Minuten für eine Strecke angeben.

Es hängt stark von deiner Kondition ab und davon, wie sehr du dich verweilst, denn etwa auf halber Strecke kommst du noch an einem kleineren, aber umso interessanteren Wasserfall Litlanesfoss vorbei, der wunderschön in perfekte Basaltsäulen eingefasst ist. Nimm auf jeden Fall festes Schuhwerk mit, denn der Pfad ist nach Regen ziemlich rutschig.

lukas a lucka
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Wo übernachten in den Ostfjorden Islands
5 Unterkünfte — Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten

7. Der See Lagarfljót und das isländische Ungeheuer

Wenn du dich in Egilsstaðir einquartierst, wird dir mit Sicherheit der riesige, trübe See auffallen, der sich entlang der ganzen Stadt zieht. Er heißt Lagarfljót-See und hat für die Isländer eine ähnliche Bedeutung wie der schottische Loch Ness. Die Einheimischen werden dir nämlich mit todernster Miene die Legende vom riesigen Seewurm namens Lagarfljótsormurinn erzählen, dessen erste Sichtung schon aus dem Jahr 1345 belegt ist.

Ob du das Ungeheuer wirklich zu Gesicht bekommst, kann ich dir zwar nicht garantieren, aber die Fahrt entlang der Seeufer ist trotzdem sehr angenehm. Außerdem findest du an seinem Ostufer den Wald Hallormsstaður, was für isländische Verhältnisse eine riesige Rarität ist, denn die Insel ist sonst wegen der einstigen Abholzung fast völlig kahl. Die Bäume duften herrlich, und es ist ein toller Ort für eine kurze Pause oder einen Snack aus dem eigenen Vorrat.

8. Der majestätische Berg Snæfell

Während unserer Streifzüge im Osten bewunderten wir ständig einen riesigen, allein stehenden Berg, der aus der Ferne über die ganze Landschaft wachte. Der Berg Snæfell, was übersetzt passenderweise „Schneeberg“ bedeutet, ist mit einer Höhe von 1.833 Metern der höchste Berg Islands außerhalb der Gletscher, auch wenn sein Gipfel praktisch das ganze Jahr über mit einer weißen Decke bedeckt ist.

Wir hatten nicht vor, ihn direkt zu besteigen (dazu brauchst du wirklich gute Erfahrung, hervorragende Ausrüstung und idealerweise die Sommermonate), aber schon allein der Anblick aus dem Auto oder von den umliegenden Ebenen ist wahrhaft faszinierend. Der Berg sieht aus wie ein riesiger Wächter des östlichen Hochlands, und beim Sonnenuntergang, wenn sich sein verschneiter Gipfel rosa färbt, weißt du gar nicht, wohin du das Kameraobjektiv zuerst richten sollst.

Tiere und heiße Quellen: Was du hier sonst noch erleben kannst

Neben der unbelebten Natur bietet der Osten auch großartige Begegnungen mit der Tierwelt und einige der besten Thermalbecken des Landes. Weil hier weniger Touristen unterwegs sind, sind die Tiere gelassener und die Thermalbäder nicht so hoffnungslos überfüllt wie die berühmte Blaue Lagune nahe dem Flughafen.

9. Borgarfjörður eystri und die zahmen Papageientaucher

Wenn du Island zwischen Ende April und Mitte August bereist, darfst du auf keinen Fall das kleine Dorf Borgarfjörður eystri verpassen. Genau hier, im Hafen Hafnarhólmi, findest du wahrscheinlich den absolut besten und am leichtesten zugänglichen Ort, um die niedlichen Papageientaucher zu beobachten – auf der ganzen Insel. Etwa 10.000 Paare brüten hier, und die Einheimischen haben für Besucher Holzplattformen gebaut, von denen aus du diese kleinen Geschöpfe buchstäblich aus einem Meter Entfernung beobachten kannst.

Wir sind zwar am siebten Tag unseres Ausflugs zur Erkundung hierher gefahren (die Fahrt von Egilsstaðir hat uns etwa eine Stunde gekostet), aber weil es schon Anfang Oktober war, war von den Papageientauchern keine Spur. Die Vögel waren für den Winter aufs offene Meer hinausgezogen, und im Dorf war absolut nichts los – es herrschte völlige Stille und Leere.

Außerhalb der Vogelsaison empfehle ich diesen Abstecher also nur wirklich großen Liebhabern abgelegener Straßen, dagegen ist er im Juni und Juli ein absolutes Muss.

10. Wilde Rentiere am Straßenrand

Vielleicht überrascht es dich, aber der Osten Islands ist die einzige Region der ganzen Insel, in der du in freier Wildbahn wilde Rentiere erspähen kannst. Sie wurden im 18. Jahrhundert aus Norwegen für landwirtschaftliche Zwecke eingeführt, doch dieser Versuch lief nicht ganz nach Plan – die Tiere verwilderten, und heute streifen mehrere Tausend von ihnen frei umher.

Die größte Chance auf eine Begegnung mit ihnen hast du entlang der Ringstraße auf dem Abschnitt zwischen den Städten Egilsstaðir und Höfn, und das vor allem von Herbst bis Frühling, wenn sie wegen des Schnees von den Bergen näher an die Küste hinabsteigen und manchmal sogar Salz direkt von den Straßen lecken.

Wir haben eine Rentierherde genau aus dem Autofenster erblickt, und das war ein wunderbares Erlebnis – gleichzeitig ist es aber auch ein Grund zu größter Vorsicht. Besonders in der Dämmerung solltest du beim Fahren die Augen offen halten, denn einen Zusammenstoß mit einem Rentier willst du mit dem Mietwagenverleih wirklich nicht ausdiskutieren müssen.

11. Die luxuriösen Thermalbecken Laugarfell

Nach langen Spaziergängen im eiskalten isländischen Wind gibt es nichts Besseres, als sich in heißes Wasser zu legen. Am siebten Tag machten wir uns deshalb auf zu den Thermalquellen Laugarfell, die sich auf einer Hochebene östlich des Berges Snæfell befinden. Es ist etwas weiter weg von der Zivilisation, und die Straße dorthin kann manchmal holprig sein, aber es ist jede gefahrene Minute wert.

Hier findest du zwei wunderschöne Außenbecken, die aus natürlichen Steinen gebaut sind und in denen das Wasser die ideale Temperatur für langes Plantschen hat. Während dir die Nase einfriert, wärmt sich der Körper im heißen Wasser auf, und du kannst einfach nur den Blick auf die endlose Tundra ringsum genießen. Es war wirklich ein luxuriöses Bad, an das wir bis heute mit Liebe zurückdenken, denn wir waren damals dort fast ganz allein.

12. Die schwimmenden Becken der Vök Baths

Wenn dir die Fahrt irgendwohin in die Wildnis zu viel ist und du eine modernere Bade-Infrastruktur bevorzugst, fahr zu den Vök Baths, die buchstäblich fünf Minuten Fahrt von Egilsstaðir entfernt am See Urriðavatn liegen. Dieser Ort ist architektonisch beeindruckend, denn die Thermalbecken schwimmen direkt auf der Oberfläche des Sees. Das Wasser, das übrigens so rein ist, dass man es trinken kann, bewegt sich in den Becken zwischen 37 und 41 Grad Celsius.

Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet 7.690 ISK (etwa 52 €), und vergiss vor allem während der Sommersaison nicht, die Tickets rechtzeitig im Voraus über die offizielle Website zu reservieren, denn die Kapazität ist aus verständlichen Gründen begrenzt. Wir selbst waren zwar nicht dort, weil wir dem wilderen Laugarfell den Vorzug gaben, aber von vielen Leuten haben wir über diese schwimmenden Bäder großes Lob gehört.

Wo man essen kann

Wie ich schon erwähnt habe, haben Lukáš und ich während des gesamten Islandaufenthalts praktisch immer in den Küchen unserer Unterkünfte gekocht. Island ist enorm teuer, und tägliche Restaurantbesuche hätten unser Budget zuverlässig ruiniert. Weil wir beide Vegetarier sind, bestand unsere Ernährung hauptsächlich aus Nudeln, Gemüse und den großartigen lokalen Skyr-Joghurts, die wir bei Bónus eingekauft haben. Trotzdem braucht man manchmal Abwechslung und die Wärme eines geheizten Cafés.

Bei unserem Besuch in Seyðisfjörður gingen wir in ein tolles Kunstzentrum, zu dem das Skaftfell Bistro gehört. Dort herrscht eine herrliche Atmosphäre, und sie machen eine hervorragende vegetarische Pizza, die uns nach einem ganzen Tag draußen unglaublich gemundet hat.

Ein weiterer wunderbarer Ort, den wir in der Nähe von Egilsstaðir entdeckt haben, ist Móðir Jörð. Es handelt sich um eine Bio-Farm und ein Café in einem, das ein starkes vegetarisches Angebot aus eigenen Zutaten bietet – wir haben hier eine fantastische cremige Suppe probiert.

Erwähnen muss ich auch den kleinen Food Truck auf der Westseite der Schlucht Stuðlagil, wo du zwar kein vollwertiges Mittagessen bekommst, aber ihre vegetarische Suppe und der heiße Kaffee zum Mitnehmen wärmen dich nach dem Spaziergang ungemein auf.

Wenn du gehobene Gastronomie suchst und es dir nichts ausmacht, dass es keine vegetarische Empfehlung ist, schwärmen viele Reisende vom Lokal Norð Austur in Seyðisfjörður. Es ist ein hoch ausgezeichnetes Restaurant, das sich auf frisches Sushi aus lokalem Fisch und Meeresfrüchten spezialisiert hat. Sie öffnen nur über die Sommersaison, und eine Reservierung ist hier definitiv unerlässlich, denn die Tische sind oft schon lange im Voraus restlos ausgebucht. Wir haben es mit Rücksicht auf unseren Speiseplan natürlich ausgelassen, aber die Referenzen sind phänomenal.

Wohin als Nächstes

Wenn dich unser Führer durch die Ostfjorde Lust auf weiteres Erkunden dieser zauberhaften Insel gemacht hat, schau dir unbedingt auch unsere weiteren Artikel an. Darin haben wir all unsere Erfahrungen, Routen und Tipps zusammengetragen, wie du das Maximum aus deiner Reise herausholst:

  • Kompletter Island-Reiseführer: eine Zusammenfassung von allem, was du vor der Reise wissen musst, vom Mietwagen über das Wetter bis zum Packen.
  • Die Westfjorde Islands: Wenn du die Ruhe des Ostens liebst, werden dich die Westfjorde, wohin noch weniger Touristen fahren, völlig umhauen.
  • Die besten heißen Quellen auf Island: unsere Auswahl von 16 luxuriösen und geheimen Naturbecken, in denen du dich nach Touren am besten aufwärmst.
  • Wie man Polarlichter erwischt: praktische Tipps, wie und wann du die Aurora nicht nur auf Island, sondern auch in anderen nordischen Ländern beobachtest.

Zum Schluss wiederhole ich nur unsere liebsten praktischen Empfehlungen. Lukáš und ich haben seit Langem gute Erfahrungen mit Booking.com gemacht, das wir für die Reservierung all unserer Unterkünfte weltweit nutzen. Für den Mietwagen auf Island verwenden wir gewöhnlich einen Vergleichsdienst, bei dem du dir übersichtlich Modelle mit Allradantrieb (4×4) herausfiltern kannst. Und günstige Flüge ab Frankfurt oder München suchen wir traditionell über die gängigen Flugportale, die verschiedene Verbindungen clever kombinieren.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage brauche ich, um die Ostfjorde zu erkunden?

Plane auf jeden Fall mindestens zwei bis drei Tage ein. Oft versuchen Leute, diese Region an einem Tag im Rahmen einer Rundfahrt auf der Route 1 zu durchqueren, aber das bedeutet, dass du keine Zeit für Abstecher in die einzelnen Buchten hast und nichts von dieser wunderschönen, einsamen Atmosphäre aufsaugen kannst.

Welche Seite des Flusses soll ich bei einem Besuch der Stuðlagil-Schlucht wählen?

Die Westseite ist schnell und leicht zugänglich, es gibt dort eine Aussichtsplattform und neue Treppen, aber man gelangt von dort nicht zum Wasser. Die Ostseite erfordert eine 4 bis 8 Kilometer lange Wanderung (je nachdem, wo ihr parkt), aber nur von dort könnt ihr hinabsteigen direkt hinunter zwischen die Basaltsäulen zum Fluss. Auf beiden Seiten wird eine Parkgebühr von ca. 8 EUR über die Parka-App fällig.

Wann und wo kann ich in Island Papageientaucher und wilde Rentiere sehen?

Papageientaucher kannst du in Borgarfjörður eystri von Ende April bis Mitte August beobachten, wobei die beste Zeit Juni und Juli ist, idealerweise früh am Morgen oder spät am Nachmittag. Wilde Rentiere leben nur im Osten entlang der Route 1 und am häufigsten triffst du sie von Oktober bis April an, wenn sie von den Bergen zu den Straßen hinabsteigen.

Wie groß ist der Zeitunterschied in Island?

Island verwendet keine Sommerzeit und richtet sich das ganze Jahr über nach der Greenwich Mean Time (GMT). Für uns aus Tschechien bedeutet das, dass es in Island im Winter 1 Stunde weniger ist als bei uns, und im Sommer (wenn wir auf Sommerzeit umstellen) sind es dort sogar 2 Stunden weniger.

Warum ist Island eigentlich so ein reiches Land?

Die Wirtschaft Islands steht primär auf drei starken Säulen: dem reichen Fischfang in den umliegenden Meeren, dem enormen Tourismus-Boom der letzten zehn Jahre und der Nutzung günstiger geothermischer und hydroelektrischer Energie. Dank der Energie aus der Natur können sie zudem importiertes Aluminium kostengünstig verarbeiten.

Wann ist die beste Zeit für einen Flug nach Island?

Es kommt darauf an, was Sie sehen möchten. Der Sommer ist ideal für Papageientaucher, lange Tage und Wanderungen im Landesinneren. Der Herbst (September und Oktober) bringt wunderschöne Farben und weniger Menschenmassen, der Winter ist perfekt für Nordlichter und Eishöhlen, auch wenn die Tage extrem kurz sind und Straßen oft wegen Schnee gesperrt sind.

Ist es schwierig, mit dem Auto in das Städtchen Seyðisfjörður zu gelangen?

Von Egilsstaðir aus erreicht ihr das Städtchen über die Straße 93 und den Bergpass Fjarðarheiði, was etwa 30 bis 45 Minuten dauert. Im Sommer ist es eine wunderschöne und sichere Strecke, aber im Winter ist dieser Abschnitt oft gesperrt, da die vielen engen Serpentinen wegen Schneeverwehungen und starkem Wind unpassierbar werden – daher solltet ihr vor der Fahrt immer den aktuellen Straßenzustand prüfen. —

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Krk, Kroatien: 12 Tipps, was du 2026 sehen und erleben kannst

TL;DRDie Insel Krk in Kroatien vereint Geschichte, wilde Strände und bequeme Anreise über die 1430 Meter lange Brücke vom Festland, die seit 2020 für alle Fahrzeuge mautfrei ist. Zu den 12 wichtigsten Tipps zählt die historische Stadt Krk mit der drittgrößten Stadtmauer Kroatiens und der Frankopanen-Burg, der Badeort Baška mit dem fast zwei Kilometer langen Kiesstrand Vela plaža mit sandigem Meeresboden, das Weinstädtchen Vrbnik, bekannt für den Weißwein Žlahtina und die schmalste Gasse der Welt, Klančić (43 cm), sowie die Insel Košljun mit ihrem Franziskanerkloster, die du mit dem Boot von Punat aus erreichst. Die beste Reisezeit zum Baden ist Juni bis August (Wassertemperatur 23–27 °C), während Mai, September und Oktober ruhiger sind und günstigere Übernachtungspreise bieten.

Wenn du über einen Urlaub an der Adria nachdenkst, ist dir Krk in Kroatien wahrscheinlich schon in den Sinn gekommen – es ist eine der am leichtesten erreichbaren kroatischen Inseln, die seit jeher völlig zu Recht den Beinamen „Goldene Insel“ trägt. Krk bietet eine einzigartige Kombination aus tiefer Geschichte, wunderschönen wilden Stränden und einer perfekten Infrastruktur, dank der du unglaublich einfach hierher kommst.

Ein großer Vorteil ist die massive Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet – damit entfällt das lästige Warten auf die Fähre und die zusätzlichen Gebühren. Nur zur Orientierung: Seit 2020 ist diese imposante Brücke komplett mautfrei, was Krk auch zum idealen Ziel für spontanere Roadtrips macht.

In diesem Reiseführer zeige ich dir 12 konkrete Tipps, was du sehen und erleben kannst, damit du die Insel in vollen Zügen genießt. Wir tauchen in die alten Gassen der Hauptstadt ein, erkunden das berühmte Weindorf auf der Klippe, und ich verrate dir, wo du die schönsten Strände findest und wo du dich strategisch günstig einquartierst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Erreichbarkeit: Auf die Insel führt eine 1430 Meter lange Brücke vom Festland, die seit 2020 für alle Fahrzeuge komplett kostenlos ist.
  • Geschichte: Die Hauptstadt Krk besitzt die drittgrößten Stadtmauern Kroatiens und eine beeindruckende Frankopan-Burg.
  • Baden: Im Süden findest du den Ferienort Baška mit dem berühmten, fast zwei Kilometer langen Kieselstrand mit sandigem Grund.
  • Wein und Romantik: Vrbnik ist ein malerisches Hügelstädtchen auf einer Klippe, in dem der einzigartige Weißwein Žlahtina entsteht.
  • Kuriositäten: Du kannst versuchen, dich durch die Gasse Klančić zu zwängen, die nur 43 Zentimeter breit ist.
  • Ausflüge: Vom Städtchen Punat gelangst du bequem mit einem Taxiboot auf das kleine grüne Inselchen Košljun mit Franziskanerkloster.
  • Fähren: Vom Hafen Valbiska setzt du leicht mit der Fähre auf die Nachbarinseln Cres oder Rab über.

Wann auf die Insel Krk reisen – das Wetter in Krk, Kroatien

Die Insel Krk gehört zu den sonnigsten Orten in ganz Europa – jährlich zählt man hier stolze 2500 Sonnenstunden. Wenn du echte Wärme und das Baden liebst, läuft die Hauptsaison von Juni bis August, wenn die Lufttemperaturen stabil zwischen 25 und 30 Grad liegen und sich das Meer auf herrliche 23 bis 27 Grad aufwärmt.

Du musst allerdings damit rechnen, dass Juli und August den absoluten Höhepunkt der Saison bedeuten – was verständlicherweise volle Strände, vollere Restaurants und deutlich höhere Übernachtungspreise mit sich bringt. Deshalb empfehle ich dir wärmstens, die Randmonate wie Mai, Juni oder September in Betracht zu ziehen, wenn das Wetter zum Baden immer noch sehr angenehm ist, die engen Gassen der historischen Städte und die abgelegeneren Buchten aber viel ruhiger sind. Die Frühlingsmonate bringen zudem eine herrlich aufgeblühte Natur, die du besonders bei Ausflügen ins grüne Inland zu schätzen weißt.

Wenn es dir vor allem ums Erkunden von Sehenswürdigkeiten, Radfahren und das Probieren der lokalen Gastronomie geht, bietet der Oktober die absolut günstigsten Übernachtungspreise und immer noch akzeptable Temperaturen für aktive Bewegung an der frischen Luft. Die Herbstmonate sind auch absolut ideal für lange Wanderungen durch die faszinierende Mondlandschaft im Süden der Insel, wo du dich in der sommerlichen Gluthitze in der prallen Sonne unnötig quälen würdest. Außerhalb der Hauptsommermonate schätzt du kurzum, dass du dich nicht durch Touristenmassen drängen musst und so die authentische Inselatmosphäre viel besser genießt.

Wo auf der Insel Krk übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unsere Unterkunft suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und bucht man am besten über GetYourGuide.

Die Wahl des idealen Standorts hängt vor allem davon ab, welche Art von Urlaub du bevorzugst, denn jeder Teil der Insel hat eine etwas andere, ganz eigene Atmosphäre. Die Stadt Krk selbst ist ein absolut perfekter Kompromiss, wenn du historische Sehenswürdigkeiten und ausgezeichnete Restaurants in Reichweite haben und gleichzeitig sehr leicht an die gepflegten Strände der Umgebung gelangen möchtest.

Direkt im Stadtzentrum kann ich dir das schöne Boutique Hotel Marina empfehlen, das direkt am Meer liegt und perfekten Service sowie wunderschöne Ausblicke direkt auf den Hafen mit den ankernden Booten bietet. Wenn du mit der Familie reist und dein Hauptziel eher entspanntes Baden in flachen Gewässern ist, solltest du unbedingt den Ferienort Baška im äußersten Süden der Insel in Betracht ziehen.

Baška ist für seinen ikonischen langen Strand berühmt, und du findest hier zum Beispiel das hervorragend ausgestattete Corinthia Baška Sunny Hotel, das großzügige Pools bietet und nur ein paar Schritte vom Meer entfernt liegt. Für Liebhaber absoluter Ruhe, atemberaubender Ausblicke und Romantik ist das historische Vrbnik an der rauen Ostküste die konkurrenzlose Wahl.

Hier kannst du im luxuriösen Hotel Vinotel Gospoja übernachten, das modernes Design sehr elegant mit der langen Weintradition verbindet und einige der allerbesten Ausblicke aufs Festland bietet. Eine weitere beliebte und sehr ruhige Gegend für Familien sind die kleineren Ferienorte Malinska und Njivice im Nordwesten, von wo aus du es nah zur Festlandbrücke und zum Inselflughafen hast. Die hiesigen Promenaden sind angenehm von hohen Pinien beschattet, was du besonders an heißen Sommertagen sehr zu schätzen weißt.

12 Tipps, was du auf der Insel Krk in Kroatien sehen und erleben kannst

Die Insel ist zwar recht kompakt, bietet aber eine riesige Menge an Erlebnissen – vom Entdecken mittelalterlicher Festungen über das Baden in wilden Buchten bis hin zum Verkosten hervorragender lokaler Speisen. Hier sind zwölf konkrete Orte, die du nicht auslassen solltest.

1. Die Stadt Krk und ihre historischen Stadtmauern

Die Hauptstadt der Insel gehört zweifellos zu den ältesten Siedlungen an der gesamten Adria, deren faszinierende Geschichte mehr als zweitausend Jahre in die tiefe Vergangenheit zurückreicht. Schon auf den ersten Blick verzaubern dich garantiert ihre majestätischen Stadtmauern, die übrigens nach Ston und Dubrovnik die drittgrößte Befestigung in ganz Kroatien darstellen.

Ein Spaziergang durch die Altstadt ist wie eine echte Zeitreise, denn die engen Steingassen sind von uralten Häusern, kleinen Familiencafés und lokalen Lädchen voller traditioneller Handwerksprodukte gesäumt. Die Atmosphäre ist hier absolut unverwechselbar und einnehmend, besonders am frühen Abend, wenn das warme Licht der untergehenden Sonne die alten Steine in herrliche goldene Töne färbt. Versuche, kurz auf dem Hauptplatz Vela placa anzuhalten, der seit Jahrhunderten als Herzstück des Geschehens dient und wo du in Ruhe das pulsierende Inselleben beobachten kannst.

💡 Tipp: In die Altstadt gelangst du am besten durch die alten Stadttore, die das historische Zentrum bis heute fest bewachen. Nimm dir unbedingt genug Zeit, um dich einfach ziellos im Labyrinth der Gassen zu verlieren, denn genau so stößt du auf die interessantesten kleinen Galerien und romantischen versteckten Plätzchen.

2. Die Frankopan-Burg und der Platz Kamplin

Direkt am Meer, auf dem malerischen und ruhigen Platz Kamplin, erhebt sich stolz die imposante Frankopan-Burg, die das berühmte Adelsgeschlecht vom zwölften bis ins fünfzehnte Jahrhundert nach und nach errichtete. Du erkennst sie auf den ersten Blick an den charakteristischen Türmen, wobei der älteste erhaltene viereckige Turm bereits aus dem Jahr 1191 stammt, während der mächtige runde Turm etwas später, etwa um 1476, angebaut wurde.

Wenn du zum ersten Mal den weitläufigen Steininnenhof betrittst, spürst du sofort die Erhabenheit dieses historischen Ortes, der die Stadt in der Vergangenheit tapfer vor Piratenangriffen vom Meer schützte. Im sechzehnten Jahrhundert bauten zudem die Venezianer das gesamte Gebäude um, was der Burg ihre heutige einzigartige Form verlieh. Heute ist der gesamte Burgkomplex für die Öffentlichkeit zugänglich, und nach dem Aufstieg auf die alten Mauern bieten sich absolut fantastische Panoramablicke auf das gesamte historische Zentrum und das endlose weite Meer.

💡 Tipp: Den Besuch dieser mittelalterlichen Burg empfehle ich dir am frühen Vormittag oder umgekehrt am späten Nachmittag einzuplanen, um der größten Sommerhitze zu entgehen und die besten Lichtverhältnisse für Fotos der Sehenswürdigkeiten zu nutzen. Der Eintritt bewegt sich in sehr akzeptablen Höhen (rund 5 €), und der atemberaubende Ausblick vom höchsten Turm ist es definitiv wert.

3. Die Kathedrale Mariä Himmelfahrt

Gleich neben der mittelalterlichen Burg findest du ein weiteres unübersehbares architektonisches Juwel: die beeindruckende Kathedrale Mariä Himmelfahrt. Dieser wunderschöne romanische Bau aus dem zwölften Jahrhundert birgt eine unglaublich reiche Geschichte, denn er wurde ursprünglich auf den alten Fundamenten antiker römischer Bäder und anschließend auf den Ruinen einer frühchristlichen Basilika aus dem fünften Jahrhundert errichtet.

Im Inneren der Kathedrale überrascht dich auf den ersten Blick die sehr prachtvolle Ausstattung und die heilig-ruhige Atmosphäre, die in scharfem Kontrast zum geschäftigen Treiben auf dem sonnendurchfluteten Platz draußen steht. Besondere Aufmerksamkeit verdienen hier zweifellos die detailliert gearbeiteten Säulenkapitelle und die wunderschön verzierten Altäre, die das unglaubliche Geschick der damaligen Steinmetzmeister perfekt widerspiegeln.

💡 Tipp: Bei der Besichtigung der Hauptkathedrale solltest du auf keinen Fall vergessen, auch in die angrenzende Kirche St. Quirinus zu blicken, die geschickt mit der Kathedrale verbunden ist. Diese besondere Kirche zeichnet sich durch ihre absolut untypische zweistöckige romanische Architektur aus, was in dieser gesamten Adriaregion eine wahre historische Seltenheit ist, die du keinesfalls unbeachtet lassen solltest.

4. Baška und der berühmte Kieselstrand Vela plaža

Wenn du dich in den heißen Süden der Insel begibst, erreichst du den beliebten Ferienort Baška, der stolzer Heimatort eines der allerberühmtesten und schönsten Strände Kroatiens ist. Der ikonische Vela plaža ist ein stattlicher, 1,8 bis 2 Kilometer langer Kieselstrand, der sich dank seiner absoluten Sauberkeit langfristig mit der prestigeträchtigen Umweltauszeichnung Blaue Flagge schmücken kann.

Was diesen Strand aber so besonders und besonders bei Familien mit kleineren Kindern so überaus beliebt macht, ist der unerwartet weiche sandige Grund und der sehr sanfte, sichere Einstieg ins Wasser. Das Meer schimmert hier zudem in herrlichen Türkistönen, und die dramatische Kulisse der gesamten tiefen Bucht bilden steile, von der Sonne ausgedörrte Hügel, die fast majestätisch wirken und einen perfekten fotogenen Kontrast zur azurblauen Wasseroberfläche bilden.

💡 Tipp: Da der Vela plaža in ganz Europa wirklich extrem beliebt ist, ist er in den Hauptsommermonaten recht früh bis auf den letzten Platz gefüllt. Wenn du im Urlaub eher mehr Ruhe suchst, empfehle ich dir wärmstens, sehr früh am Morgen an den Strand zu gehen oder lieber über die markierten Küstenwege zu kleineren und deutlich abgelegeneren romantischen Buchten in der näheren Umgebung zu wandern.

5. Das Geheimnis der Tafel von Baška in Jurandvor

Nur ein kleines Stück vor dem geschäftigen Baška liegt das auf den ersten Blick unscheinbare Dörfchen Jurandvor, das jedoch einen der allergrößten und wertvollsten historischen Schätze der gesamten kroatischen Nation birgt. Genau an diesem ruhigen Ort, in der kleinen und bescheidenen Kirche St. Lucia, wurde in der Vergangenheit die berühmte sogenannte Tafel von Baška (Bašćanska ploča) entdeckt, die laut Historikern aus der Zeit um das Jahr 1100 stammt.

Dieses massive Steindenkmal stellt eines der absolut ältesten schriftlichen Denkmäler in altkirchenslawischer Glagolitik dar und hat für alle Einheimischen eine absolut enorme kulturelle und symbolische Bedeutung. Obwohl das wertvolle Original der Tafel aus Sicherheitsgründen in die Akademie der Wissenschaften in der Hauptstadt Zagreb gebracht wurde, kannst du in der altehrwürdigen Kirche St. Lucia eine absolut exakte und perfekte Kopie aus der Nähe betrachten und die geheimnisvolle Atmosphäre dieses magischen Ortes aufsaugen.

💡 Tipp: Bei der Besichtigung der alten Kirche solltest du dir unbedingt von den Führern die packende Geschichte erzählen lassen, wie diese schwere Steintafel völlig zufällig direkt im ursprünglichen Kirchenboden entdeckt wurde. Rund um das Gebäude befinden sich zudem teilweise freigelegte Überreste einer alten Benediktinerabtei, die du in Ruhe und ohne Eile durchstreifen kannst.

6. Vrbnik: Das Städtchen auf der Klippe und der Wein Žlahtina

An der rauen Ostküste der Insel übersiehst du garantiert nicht das absolut atemberaubende Hügelstädtchen Vrbnik, das sich dramatisch auf einer steilen Kalksteinklippe rund fünfzig Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Dieser romantische historische Ort mit über neunhundertjähriger reicher Tradition war in der Vergangenheit ein überaus bedeutendes Zentrum des Frankopan-Adels und auch eine Wiege des alten glagolitischen Schrifttums.

Heute ist Vrbnik jedoch vor allem dank seiner lokalen Gastronomie weltweit bekannt, denn ausschließlich auf dem hiesigen Feld von Vrbnik mit einer Fläche von rund 211 Hektar entsteht der einzigartige autochthone Weißwein namens Žlahtina. Das Ergebnis der sorgfältigen Arbeit der einheimischen Winzer ist ein sehr trockener, unglaublich frischer und köstlicher Wein, der mit seinem feinen Geschmack absolut perfekt zur traditionellen adriatischen Küche und zu warmen Sommerabenden passt.

💡 Tipp: In den lokalen Tavernen empfehle ich dir unbedingt, die berühmte Spezialität namens šurlice zu probieren – das sind hervorragende, handgemachte Inselnudeln. Wenn du fleischlose Gerichte bevorzugst, sind die šurlice mit frischen, duftenden Tomaten, lokalen Pilzen und geriebenem Inselschafkäse absolut hervorragend, großzügig mit hausgemachtem Olivenöl beträufelt. Die lokalen Restaurants bereiten zwar oft auch Fleischspezialitäten wie das berühmte Krk-Lamm oder verschiedene Fische aus dem Kvarner zu, aber die vegetarischen Nudelvarianten mit einem gekühlten Glas Žlahtina sind ein echtes Gourmeterlebnis.

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7. Klančić: Durch die engste Gasse der Welt

Bei deinen romantischen Streifzügen durch die schattigen Steingassen des altehrwürdigen Vrbnik stößt du garantiert auf eine sehr untypische und für viele recht amüsante Touristenattraktion. Hier befindet sich nämlich die unscheinbare Gasse namens Klančić, die sich in Reiseführern sehr oft und zu Recht mit dem inoffiziellen Titel der engsten Gasse der Welt schmückt.

An ihrer absolut engsten Stelle zwischen den alten Steinhäusern misst sie nur unglaubliche dreiundvierzig Zentimeter in der Breite, sodass das erfolgreiche Durchqueren etwas körperliche Geschicklichkeit und bei Erwachsenen manchmal auch einen ordentlich eingezogenen Bauch erfordert. Kein Wunder also, dass es ein überaus beliebter Ort für lustige Urlaubsfotos ist und viele neugierige Besucher hier mit einem Lächeln ausprobieren, ob sie sich überhaupt ohne Steckenbleiben auf die andere Seite zwängen können.

💡 Tipp: Diese niedliche Gasse ist recht gut im unübersichtlichen Labyrinth der Altstadt versteckt, sodass du in den verwinkelten Gassen möglicherweise eine Weile brauchst, bis du sie entdeckst. Scheue dich daher nicht, die Einheimischen zu fragen – sie sind an Touristen gewöhnt und zeigen dir gern mit einem Lächeln die richtige Richtung, vielleicht garniert mit einer lustigen Geschichte über steckengebliebene Reisende.

8. Punat und die Bootsfahrt zum Inselchen Košljun

Im geschützten Südwesten der Insel erstreckt sich das beschauliche Städtchen Punat, das unter Seglern vor allem dank seiner weitläufigen Bucht Puntarska draga und einer der allergrößten und bestausgestatteten Yachtmarinas der gesamten Adriaregion gut bekannt ist. Das wahre und absolut einzigartige Juwel dieser geschlossenen Bucht ist aber das kleine grüne Inselchen Košljun, das eine Fläche von nur sechs Hektar hat und malerisch direkt inmitten der ruhigen Wasseroberfläche liegt.

Dieses gesamte kreisrunde Inselchen funktioniert als streng geschütztes Naturreservat mit mehr als fünfhundert seltenen Pflanzenarten, und seine unübersehbare Dominante ist das historische Franziskanerkloster, das bereits aus dem Jahr 1447 stammt. Die hiesigen Mönche leben hier bis heute in Ruhe und verwalten sorgfältig faszinierende Museen, in denen du umfangreiche ethnografische Sammlungen sowie eine wertvolle historische Kopie des berühmten Ptolemäus-Atlas betrachten kannst.

💡 Tipp: Auf das Inselchen Košljun gelangst du wirklich sehr leicht, denn von der Hafenpromenade in Punat fahren regelmäßig kleine Ausflugs-Taxiboote ab. Die Fahrt selbst über die ruhige Buchtoberfläche dauert nur etwa acht bis zehn Minuten, und ein Hin- und Rückfahrtticket kostet dich rund sympathische fünf bis zehn Euro pro Person.

9. Malinska und Njivice für einen entspannten Urlaub

Wenn du in deinem Urlaub eine etwas ruhigere, ausgesprochen erholsame Atmosphäre suchst, ist die Nordwestküste mit den beliebten Familienferienorten Malinska und Njivice die absolut ideale Wahl für dich. Diese angenehmen Ferienstädtchen haben wunderschöne und lange gepflasterte Promenaden, die sich am Meer entlangziehen und förmlich zu langen Abendspaziergängen bei Sonnenuntergang und zum endlosen Verweilen in den gemütlichen lokalen Cafés einladen.

In Malinska selbst findest du hervorragend gepflegte und saubere Strände wie Rova oder Rupa, die sich völlig zu Recht mit der prestigeträchtigen Auszeichnung Blaue Flagge für die ausgezeichnete Wasserqualität schmücken. Sehr beliebt bei Touristen und Radfahrern ist auch der sogenannte Paradiesweg, ein wunderschöner, reich von Pinien beschatteter sechs Kilometer langer Küstenweg, der Malinska fließend mit dem benachbarten beschaulichen Njivice verbindet.

💡 Tipp: Diese beliebten Ferienorte liegen strategisch sehr nah am internationalen Flughafen Rijeka, der – wie du vielleicht schon weißt – übrigens nicht auf dem Festland, sondern überraschend direkt auf der Insel Krk beim altehrwürdigen Städtchen Omišalj liegt, das sich auf einer fünfundachtzig Meter hohen Klippe erhebt. Von der Flughafenhalle gelangst du so in nur wenigen Minuten Fahrt ans Meer und zu deiner Unterkunft, was nach einem Flug absolut unbezahlbar ist.

10. Die Höhle Biserujka und unterirdische Karstschönheit

Die sonnendurchflutete Insel bietet nicht nur perfektes Baden und altehrwürdige Sehenswürdigkeiten, sondern auch sehr interessante, dunkle unterirdische Räume für Abenteuersucher. Ein Stück beim malerischen Dörfchen Rudine, das zur Gemeinde Dobrinj gehört und direkt über der Bucht Soline liegt, verbirgt sich die faszinierende Tropfsteinhöhle Biserujka, über die die ersten erhaltenen schriftlichen Erwähnungen bereits aus dem Jahr 1834 stammen.

Diese geheimnisvolle Höhle ist insgesamt rund hundertzehn Meter lang und besteht aus insgesamt sieben kleineren unterirdischen Sälen, die unglaublich reich mit Tropfsteinen, atemberaubenden Stalaktiten und mächtigen Stalagmiten geschmückt sind. Dieser gesamte verzweigte unterirdische Raum ist heute sehr schön und einfühlsam beleuchtet, und durch ihn führt ein sicherer, ausgebauter Weg, sodass die Besichtigung wirklich sehr bequem und auch für Familien mit kleineren Kindern völlig unkompliziert ist.

💡 Tipp: Unter der Erde hält sich ganzjährig eine konstante und recht erfrischende Temperatur von etwa fünfzehn Grad, was die Höhle zu einem absolut perfekten natürlichen Rückzugsort vor der brennenden Sommerhitze macht. Vergiss aber nicht, dir zur Sicherheit zumindest einen leichten Pullover in den Rucksack zu packen, damit du nach dem abrupten Wechsel von der dreißig Grad heißen Außenwelt in die feuchte Höhlenumgebung nicht unnötig erkältest und dir den Rest des Urlaubs verdirbst.

11. Wilde Strände und Buchten rund um den Ferienort Stara Baška

Für all jene unter euch, die im Urlaub absichtlich keine geschäftigen und überfüllten Stadtstrände suchen, gibt es das malerische Dörfchen Stara Baška an der raueren Südwestküste. Dieser einsamere Ort ist das sprichwörtliche und begehrte Tor zu den wilden, völlig naturbelassenen Buchten, die sich bis heute ihren natürlichen, ursprünglichen Charakter bewahrt haben.

Als einer der allerschönsten und fotogensten Strände der gesamten Insel wird unter Einheimischen und Reisenden sehr oft der atemberaubende Strand Oprna bezeichnet. Zu diesem führt allerdings keine bequeme Asphaltstraße, sondern ein recht steiler und staubiger Pfad, der sich direkt von der Hauptstraße hinunter zu den Klippen schlängelt. Die Belohnung für den etwas anstrengenderen, verschwitzten Abstieg ist dir jedoch absolut kristallklares Wasser und wunderschöne, durch nichts gestörte Panoramablicke auf die gegenüberliegenden Nachbarinseln.

💡 Tipp: An diesen abgelegenen wilden Stränden findest du in der Regel absolut keinen natürlichen Schatten, du stößt hier weder auf Liegestuhlverleihe noch auf irgendwelche Stände mit gekühlten Erfrischungen. Pack dir daher unbedingt genug Trinkwasser für den ganzen Tag, einen eigenen Sonnenschirm und vor allem festes Wasserschuhwerk in den Rucksack, denn der Einstieg ins Meer über die scharfen Steine und Felsen kann barfuß recht unangenehm sein.

12. Radfahren und die Insel auf zwei Rädern entdecken

Die Insel Krk ist ein absolutes und ungeschminktes Paradies für Liebhaber des Aktivurlaubs, denn über sie ziehen sich fließend rund dreihundert Kilometer sehr gut markierte und gepflegte Radwege. Diese vielfältigen Routen führen dich sicher durch jahrhundertealte schattige Olivenhaine, dichte duftende Wälder und die absolut karge, faszinierende Mondlandschaft, die an die Oberfläche eines anderen Planeten erinnert.

Das Highlight für anspruchsvollere und erfahrenere Radfahrer ist die lokale Vorzeigeroute mit einer Länge von rund vierzig Kilometern. Sie beginnt üblicherweise im Süden in Baška, steigt kompromisslos über die erwähnte ausgedörrte Mondhochebene an, führt malerisch an den fruchtbaren grünen Weinbergen mit der berühmten Sorte Žlahtina vorbei und endet großartig im historischen Vrbnik. Du musst bei ihr aber mit einem Gesamthöhenunterschied von rund eintausend Metern rechnen, sodass ihre Bewältigung wirklich eine ordentliche körperliche Kondition oder zumindest ein ausreichend geladenes, gutes E-Bike erfordert.

💡 Tipp: Im Frühling findet auf der Insel regelmäßig eine sehr beliebte Massenveranstaltung namens Krk Bike Story statt, die das sportliche Radfahren absolut genial mit dem entspannten Kennenlernen der lokalen Inselgastronomie verbindet. Wenn du ohne eigenes Rad auf die Insel kommst, musst du nicht verzweifeln – du leihst dir sehr leicht in jedem größeren Ferienort eines aus, denn die modernen lokalen Verleihe sind für Touristen wirklich hervorragend und überdurchschnittlich gut ausgestattet.

Wohin weiter von der Insel Krk

Dank seiner strategischen Lage ist Krk ein absolut idealer Ausgangspunkt, um die weitere Umgebung zu erkunden. Da die Brücke aufs Festland komplett kostenlos ist, kannst du leicht Ausflüge ins nahe geschäftige Rijeka planen oder die gesamte wunderschöne Kvarner-Region gründlich erkunden, über die wir in unserem Artikel über die Reise durch die Julischen Alpen nach Zadar geschrieben haben.

Wenn es dich reizt, weitere Inseln zu entdecken und echtes Kroatien per Boot zu erleben, begib dich in den geschäftigen Hafen Valbiska an der Westküste von Krk. Von hier legen regelmäßig zuverlässige Fähren der nationalen Gesellschaft Jadrolinija gleich zu zwei interessanten Nachbarinseln ab.

Die Überfahrt zur großen Insel Cres in den Hafen Merag dauert rund fünfundzwanzig Minuten, und für einen Pkw zahlst du orientierungshalber 29,50 Euro. Wenn du dich zur beliebten Sandinsel Rab in den Hafen Lopar aufmachst, dauert die Fahrt etwa achtzig Minuten und der Preis für ein Auto liegt bei rund 45,70 Euro, wobei die Preise in der Nebensaison meist etwa zwanzig Prozent niedriger sind. Überprüfe aber immer vorab sorgfältig die aktuellen Fahrpläne auf der offiziellen Website. Wenn du noch nach Inspiration für die gesamte Reise suchst, wirf einen Blick in unseren allgemeinen Artikel wohin in den Urlaub in Kroatien oder gehe ausführlich unsere Tipps zur Unterkunft in Kroatien durch.

Häufig gestellte Fragen

Muss man für die Brücke zur Insel Krk bezahlen?

Nein, die Durchfahrt über die majestätische Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet, ist seit dem 15. Juni 2020 für absolut alle Fahrzeuge vollkommen kostenlos. Früher wurde hier zwar eine recht hohe Maut erhoben, aber diese wurde von der kroatischen Regierung dauerhaft abgeschafft, was heute die Anreise auf die Insel für alle Reisenden erheblich erleichtert und vor allem günstiger macht.

Ist Krk die größte kroatische Insel?

Jahrelang wurde dies zwar in allen Reiseführern souverän behauptet, aber neuere und viel präzisere Messungen haben schließlich gezeigt, dass die Insel Krk mit ihrer Gesamtfläche nahezu identisch mit der benachbarten Insel Cres ist (beide haben etwa 405 Quadratkilometer). Ganz sicher ist Krk aber die absolut bevölkerungsreichste und dank der Brücke auch die am besten erreichbare kroatische Insel.

Wo befindet sich der Flughafen Rijeka?

Obwohl dieser internationale Flughafen den Namen der großen Hafenstadt Rijeka auf dem Festland trägt, befindet er sich tatsächlich überraschenderweise direkt auf der Insel Krk. Sie finden ihn etwa sieben Kilometer vom malerischen historischen Städtchen Omišalj entfernt. Während der Sommersaison werden hier hauptsächlich Linienflüge verschiedener europäischer Billigfluggesellschaften abgefertigt.

Gibt es auf der Insel Sandstrände?

Die kroatische Insel Krk ist überwiegend eine typische Insel mit Kies- und Steinstränden oder verbirgt romantische felsige Buchten. Der berühmte lange Vela plaža im Ferienort Baška ist zwar am Ufer mit Kieseln bedeckt, hat aber unter der Wasseroberfläche einen sehr angenehmen und weichen Sandboden, was während des sommerlichen Badespaßes besonders von Familien mit kleineren Kindern sehr geschätzt wird.

Wie viel kostet die Fähre zu den umliegenden Inseln?

Vom Inselhafen Valbiska gelangen Sie bequem mit der Fähre der Gesellschaft Jadrolinija auf die Insel Cres (zum Hafen Merag) für etwa 29,50 Euro pro PKW. Die Fahrt zur sandigen Insel Rab (zum Hafen Lopar) kostet Sie dann ungefähr 45,70 Euro pro Auto. Diese Preise sind Richtwerte für die Hauptsommersaison, außerhalb dieser sind die Tickets in der Regel günstiger.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Für eingefleischte Liebhaber von wirklich heißem Sommer und ganztägigem Baden im Meer sind die Monate Juli und August absolut ideal. Wenn Sie im Urlaub aber eher aktive Erholung, Radfahren, Wanderungen bevorzugen und sich über weniger Touristen in den Straßen freuen, empfehle ich Ihnen wärmstens, lieber im Mai, im Juni oder während des sonnigen Septembers zu reisen.

Welches lokale Gericht muss ich probieren?

Während Ihres Besuchs dürfen Sie auf keinen Fall die Verkostung des hervorragenden lokalen Weißweins Žlahtina verpassen, der ausschließlich in der Umgebung von Vrbnik angebaut wird. Dazu sollten Sie im Restaurant unbedingt die ausgezeichneten traditionellen Inselnudeln namens šurlice probieren. Diese schmecken absolut fantastisch zum Beispiel mit lokalem geriebenem Schafskäse, frischen Tomaten oder mit Frühlingsargel.

Kann man auf der Insel Ausflüge über GetYourGuide reservieren?

Ja, viele großartige Inselaktivitäten und beliebte Bootsausflüge von Krk aus können Sie problemlos und mit großem Vorlauf online reservieren. Sehr oft finden Sie die interessantesten und günstigsten Angebote gerade auf bewährten Plattformen wie GetYourGuide, was Ihnen letztendlich viel wertvolle Zeit bei der Suche vor Ort erspart.

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Istrien, Kroatien: 15 Tipps, was man 2026 sehen und erleben kann

TL;DRIstrien, größte Halbinsel Kroatiens und wegen ihrer Landschaft „kroatisches Toskana“ genannt, wartet mit 15 Ausflugstipps auf – von venezianischer Architektur in Rovinj mit der Kirche der heiligen Euphemia bis zur antiken Arena in Pula und der byzantinischen Euphrasius-Basilika in Poreč. Im Landesinneren lohnen sich die hügeligen Städtchen Motovun, Grožnjan und Hum, bekannt für Trüffel und Kunst. Im Süden erwartet dich die wilde Küste des Naturparks Kamenjak mit 23 Stränden sowie der Nationalpark Brijuni. Am besten plant man 5 bis 7 Tage für die Erkundung ein. Die beste Reisezeit für Kultur und Kulinarik ist Frühling und Herbst (die Trüffelsaison erreicht im Oktober ihren Höhepunkt), im Sommer locken Temperaturen von 27 bis 30 Grad zum Baden. Mit dem Auto fährst du über Österreich und Slowenien auf der Y-förmigen Autobahn A9.

Wenn du über einen Sommerurlaub am Meer oder einen Frühlings-Roadtrip auf der Suche nach großartigem Essen nachdenkst, ist Istrien in Kroatien eine sichere Wahl. Die größte Halbinsel Kroatiens, gelegen zwischen dem Golf von Triest und der Kvarner-Bucht, bietet eine absolut einzigartige Mischung der Kulturen, die dich sofort verzaubern wird. An der Küste findest du historische Städte mit venezianischer Architektur, während dich im Landesinneren eine hügelige Landschaft voller Weinberge, Olivenhaine und mittelalterlicher Städtchen auf Bergkuppen erwartet.

Gerade wegen dieses Hinterlands wird Istrien oft als kroatische Toskana bezeichnet – und dieser Spitzname ist absolut verdient. Die hiesige Atmosphäre ist stark von der italienischen Kultur geprägt, was du nicht nur an der hervorragenden Gastronomie erkennst, sondern auch an der offiziellen Zweisprachigkeit der Küstenstädte. Ortsnamen siehst du auf den Schildern ganz normal auf Kroatisch und Italienisch – wundere dich also nicht, wenn dich die Beschilderung nach Rovigno statt Rovinj leitet.

In diesem Artikel findest du 15 Tipps, was man in Istrien sehen und erleben kann, damit du deinen Urlaub in vollen Zügen genießt. Ich verrate dir, welche Städte du unbedingt besuchen musst, wo du die besten Trüffel probierst und welche Naturschätze eine Erkundung wert sind. Auch praktische Infos zu Anreise, Unterkunftswahl und Tipps für die schönsten Strände kommen nicht zu kurz.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Schönste Stadt: Rovinj ist die absolute Perle der Halbinsel – die Altstadt mit ihren engen Gassen und der dominanten Kirche der Heiligen Euphemia darfst du auf keinen Fall verpassen.
  • Geschichte und Antike: Für römische Denkmäler fährst du nach Pula, wo dich eine riesige antike Arena erwartet; Liebhaber byzantischer Kunst kommen in der Euphrasius-Basilika in Poreč auf ihre Kosten.
  • Zauber des Hinterlands: Besuche die Hügelstädtchen Motovun, Grožnjan und Hum, die wunderschöne Ausblicke, Ruhe und eine künstlerische Atmosphäre bieten.
  • Gourmet-Paradies: Istrien ist weltberühmt für seine Trüffel und das exzellente Olivenöl – probiere unbedingt die lokale Pasta Fuži und den Wein Malvazija.
  • Naturwunder: Im Süden der Halbinsel erkundest du die wilde Küste des Naturparks Kap Kamenjak; auch eine Bootstour zum Nationalpark Brijuni lohnt sich.
  • Anreise: Die Fahrt mit dem Auto von Deutschland ist bequem – ein Großteil der Strecke führt über Österreich und Slowenien, auf Istrien selbst nutzt du die Y-förmige Autobahn (Ipsilon).
  • Beste Reisezeit: Für Sightseeing und Gastronomie eignen sich Frühling und Herbst am besten, fürs Baden natürlich die Sommerferien – dann musst du allerdings mit Touristenmassen rechnen.

Wann sollte man nach Istrien reisen

Die Wahl des idealen Termins hängt vor allem davon ab, was du von deinem Urlaub erwartest. Wenn dein Hauptziel das Baden im Meer und das Sonnenbaden ist, fahre im Juli oder August. Die Lufttemperaturen liegen in dieser Zeit gewöhnlich bei rund 27 bis 30 Grad, das Meer ist herrlich aufgewärmt – allerdings musst du dich darauf einstellen, dass Strände und historische Städte voller Touristen sind.

Für einen aktiven Urlaub voller Ausflüge sind Mai, Juni oder September die beste Wahl. Die Temperaturen sind sehr angenehm, meist zwischen 19 und 24 Grad, was ideal für Spaziergänge zu den Sehenswürdigkeiten und für Radtouren ist. Im Juni und September kann man meist problemlos baden, du entgehst aber dem größten Sommeransturm und die Unterkunftspreise sind etwas günstiger.

Wenn dich vor allem die lokale Gastronomie lockt, erwäge einen Besuch im Herbst, im Oktober. Genau dann erreicht nämlich die Hauptsaison der seltensten weißen Trüffel ihren Höhepunkt und an vielen Orten im Landesinneren finden die verschiedensten kulinarischen Festivals statt. Außerdem färbt sich die herbstliche Natur in wunderschöne warme Töne, was der kroatischen Toskana eine unglaublich romantische Atmosphäre verleiht.

Wo man in Istrien übernachten kann

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Istrien bietet eine riesige Auswahl an Möglichkeiten, sodass wirklich jeder Reisetyp das Passende findet. Wenn du Romantik suchst und es dir nichts ausmacht, für eine exklusive Lage etwas mehr zu zahlen, übernachte direkt in Rovinj oder in der unmittelbaren Umgebung. Familien mit Kindern steuern dagegen oft die Gegend um Poreč oder die Resorts von Zelena laguna an, wo perfekte Infrastruktur, Strände mit flachem Einstieg ins Meer und jede Menge Animationsprogramme für die Kleinen zur Verfügung stehen.

Für alle, die das Baden mit der Erkundung antiker Geschichte und wilder Natur verbinden möchten, ist Pula oder das südlicher gelegene Medulin eine ausgezeichnete Basis, ebenso Premantura. Von dort hast du es nur ein Stück zum wunderschönen Kap Kamenjak. Liebhaber von Ruhe, Wein und gutem Essen sollten dagegen eine Unterkunft im Landesinneren in Betracht ziehen, wo du wunderschöne Steinvillen mit Pool und authentische Agrotourismus-Höfe inmitten von Olivenhainen findest.

Hier ein paar konkrete Unterkunftstipps, die du ganz einfach zum Beispiel über Booking reservieren kannst:

  • Hotel Lone in Rovinj ist ein Design-Fünf-Sterne-Hotel direkt neben dem Waldpark Zlatni rt. Es bietet erstklassiges Wellness und herrliche Pools, was es zur idealen Wahl für einen luxuriösen Pärchenurlaub macht.
  • Boutique Hotel Kaštel findest du direkt auf der Bergkuppe im historischen Motovun. Wenn du die authentische Atmosphäre des Hinterlands erleben, die Ausblicke ins Tal der Mirna genießen und Trüffel kosten willst, wirst du hier begeistert sein.
  • Maistra Select Amarin Resort ein Stück außerhalb von Rovinj ist absolut fantastisch für Familien mit Kindern. Du findest hier geräumige Apartments, mehrere Pools und einen Kieselstrand, außerdem fährt von hier ein regelmäßiges Wassertaxi ins Zentrum von Rovinj.

15 Tipps, was man in Istrien sehen und erleben kann

Schauen wir uns gemeinsam an, was diese vielfältige Halbinsel an Bestem zu bieten hat. Egal, ob du Streifzüge durch enge Gassen liebst, die schönsten Strände suchst oder dich auf unvergessliche kulinarische Erlebnisse freust – die folgenden Orte sollten auf deinem Reiseplan nicht fehlen.

1. Rovinj und die Kirche der Heiligen Euphemia

Rovinj ist zweifellos die fotogenste und romantischste Stadt ganz Istriens. Ihre Altstadt erstreckt sich auf einer Halbinsel, die ursprünglich eine Insel war und erst im 18. Jahrhundert mit dem Festland verbunden wurde. Die Häuser wachsen hier buchstäblich direkt aus dem Meer und die engen gepflasterten Gassen versetzen dich sofort in eine andere Zeit, sodass du dich eher wie in einem kleinen Venedig als in Kroatien fühlst.

Das größte Wahrzeichen der Stadt ist die barocke Kirche der Heiligen Euphemia, die auf der höchsten Bergkuppe steht. Dieses Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert birgt einen Sarkophag mit den Überresten der Stadtpatronin, der der Legende nach um das Jahr 800 über das Meer angeschwommen sein soll. Der Eintritt in die Kirche selbst ist kostenlos, aber für rund 4 Euro kannst du auf den 60 Meter hohen Glockenturm steigen, der eine getreue Kopie des Markusturms in Venedig ist, und von dort den atemberaubenden Ausblick auf den vorgelagerten Archipel genießen.

Auf dem Weg zur Kirche solltest du unbedingt durch die berühmte Grisia-Gasse gehen, die voller kleiner Galerien, Ateliers und Keramikläden ist. An jedem zweiten Sonntag im August verwandelt sich diese Gasse in eine riesige Freiluftausstellung, zu der Künstler aus der ganzen Umgebung anreisen. Vergiss auch nicht, dir den Balbi-Bogen aus dem 17. Jahrhundert anzusehen und die Atmosphäre im malerischen Fischerhafen voller traditioneller Boote namens Batana aufzusaugen.

💡 Tipp: In die Altstadt ist die Einfahrt mit dem Auto verboten, parke also auf einem der Parkplätze am Rand des Zentrums. In der Sommersaison empfehle ich, wirklich früh am Morgen zu kommen, um Staus zu vermeiden und einen freien Parkplatz zu finden.

2. Waldpark Zlatni rt (Punta Corrente)

Nur etwa 15 Gehminuten südlich vom Zentrum Rovinjs erstreckt sich der wunderschöne Waldpark Zlatni rt, auch bekannt als Punta Corrente. Dieser geschützte Naturpark mit einer Fläche von 52 Hektar wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts angelegt und bietet die perfekte Flucht vor der Sommerhitze. Du findest hier dichte Pinien- und Zypressenbestände, aber auch exotische Bäume wie Zedern oder Ginkgo biloba.

Den Park säumen wunderschöne Buchten mit Kiesel- und Felsstränden, von denen die bekanntesten die Buchten Lone und Škaraba sind. Das Wasser ist hier unglaublich klar und türkis, was den Park zum idealen Ort für ganztägiges Baden und Schnorcheln macht. Dank der hohen Bäume findest du hier immer leicht einen Schattenplatz, sodass du sogar ohne Sonnenschirm auskommst.

Neben dem Baden ist Zlatni rt ein Paradies für aktive Erholung. Der ganze Park ist von breiten Schotterwegen durchzogen, die sich perfekt zum Radfahren, Joggen oder für lange Spaziergänge mit dem Kinderwagen eignen. Wenn du Adrenalin magst, findest du hier auch einen ehemaligen Steinbruch, der heute als beliebter Ort fürs Freiklettern mit Routen verschiedener Schwierigkeitsgrade direkt über dem Meer dient.

💡 Tipp: Leihe dir in Rovinj ein Fahrrad und fahre die gesamte Küste des Parks bis zum Kap ab – das ist eine großartige Möglichkeit, kleinere und einsamere Buchten zu entdecken, in denen du beim Baden mehr Privatsphäre hast.

3. Poreč und die Euphrasius-Basilika

Die Stadt Poreč hat bis heute ihren ursprünglichen römischen Stadtplan bewahrt, sodass du hier wie einst die alten Römer entlang der Hauptstraßen Decumanus und Cardo spazierst. Am Ende der Altstadt kannst du dann die Überreste des antiken Forums Marafor bewundern sowie die Ruinen des Neptun- und Mars-Tempels. Weltbekannt ist Poreč aber vor allem dank eines absolut außergewöhnlichen Denkmals.

Das ist die frühbyzantinische Euphrasius-Basilika aus dem 6. Jahrhundert, die 1997 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Dieser Komplex wurde von Bischof Euphrasius erbaut und sein größter Schatz sind die atemberaubenden goldenen Mosaike in der Hauptapsis. Diese Mosaike zeigen die Jungfrau Maria mit Engeln und den Bischof selbst, der ihr ein Modell der Kirche überreicht, und gehören zu den wertvollsten Beispielen byzantinischer Kunst in Europa.

Der Eintritt in den gesamten Komplex kostet etwa 10 Euro (für Studenten gibt es meist eine Ermäßigung) und im Preis ist nicht nur die Besichtigung der Basilika selbst inbegriffen, sondern auch des angrenzenden Bischofspalasts, des Museums und der Aufstieg auf den Glockenturm. Von seiner Spitze hast du einen herrlichen Blick auf die roten Dächer der Altstadt und das blaue Meer. In der Sommersaison ist bis in die Abendstunden geöffnet, aber denke daran, dass der Komplex sonntags und an Feiertagen für Touristen geschlossen ist.

💡 Tipp: In Poreč und Umgebung findest du auch eine riesige Anzahl beliebter Urlaubsresorts wie Lanterna oder Zelena laguna, die mit schönen Stränden glänzen, die für ihre Sauberkeit und Servicequalität mit der Blauen Flagge ausgezeichnet wurden.

4. Pula und seine imposante Arena

Pula ist überhaupt die größte Stadt der ganzen Halbinsel Istrien und ihre Atmosphäre unterscheidet sich deutlich von den reizenden Gassen Rovinjs. Diese Stadt atmet tiefe antike Geschichte und ihr absolutes Wahrzeichen ist das beeindruckende römische Amphitheater, schlicht Arena genannt. Dieses Bauwerk aus dem 1. Jahrhundert nach Christus gehört zu den sechs größten erhaltenen römischen Arenen der Welt und ist unglaublich gut erhalten.

Der Eintritt ins Amphitheater liegt bei rund 10 Euro und du kannst nicht nur die Fläche besichtigen, wo einst Gladiatoren kämpften, sondern auch die weitläufigen unterirdischen Räume. Heute erwacht die Arena durch Kultur zum Leben und es finden hier großartige Sommerkonzerte und das berühmte Filmfestival statt. Die Öffnungszeiten variieren je nach Monat, aber im Juli und August kannst du von 8 Uhr morgens bis spät in die Nacht um 23 Uhr herkommen.

Neben der Arena bietet Pula auch weitere bedeutende antike Denkmäler. Beim Spaziergang durchs Zentrum kommst du sicher am eleganten Augustustempel am Hauptplatz, am reich verzierten Sergierbogen oder am altehrwürdigen Herkulestor vorbei. Die Stadt wirkt lebendig und etwas industrieller, aber für Geschichtsliebhaber ist ein Besuch absolute Pflicht.

💡 Tipp: Wenn dich diese antike Stadt fasziniert hat und du mehr Details erfahren möchtest, lies unseren separaten Artikel, der sich ausschließlich damit beschäftigt, was man in Pula sehen kann.

5. Motovun und die Trüffelwälder

Wenn du dich von der Küste ins Landesinnere begibst, verwandelt sich die Landschaft dramatisch in grüne Hügel und Weinberge. Auf einem der höchsten Hügel, der steil über dem Tal der Mirna aufragt, liegt das wunderschöne befestigte Städtchen Motovun. Rund um die ganze Stadt verlaufen gut erhaltene Steinmauern, auf denen du gegen eine kleine Gebühr entlanggehen und die Panoramablicke in alle Himmelsrichtungen genießen kannst.

Bekannt ist Motovun aber vor allem für etwas, das sich tief in den Wäldern darunter verbirgt. Der dichte Motovun-Wald ist nämlich eines der besten Trüffelvorkommen der Welt. Dieses feuchte Biotop bildet das sogenannte Trüffeldreieck zwischen den Städten Pazin, Buje und Buzet, zu dem jedes Jahr Gourmets aus ganz Europa anreisen. In den lokalen Restaurants kannst du also frische Trüffel in vielen Variationen genießen – zu Preisen, die etwas freundlicher sind als in Italien oder Frankreich.

Das Städtchen lebt auch von der Kultur, lange Jahre fand hier das renommierte Motovun Film Festival statt. Wichtig ist allerdings der Hinweis, dass dieses Festival seit 2023 in die Region Gorski kotar umgezogen ist und seinen Namen geändert hat – wenn du also primär wegen der Filme nach Motovun fahren würdest, prüfe lieber vorab die aktuellen Informationen und den Veranstaltungsort. Doch auch ohne Festival hat dieser Ort einen unglaublichen Zauber.

💡 Tipp: Mit dem Auto kommst du nicht bis ins historische Zentrum. Du musst auf dem Parkplatz unterhalb des Hügels parken und entweder den ziemlich steilen Hügel zu Fuß hinaufgehen oder den lokalen Pendelbus nutzen.

6. Grožnjan, die Stadt der Künstler

Unweit von Motovun befindet sich ein weiteres bezauberndes Hügelstädtchen namens Grožnjan. Während Motovun nach Trüffeln duftet, duftet Grožnjan nach Farben und Leinwänden und atmet eine unglaubliche künstlerische Energie. Diese Stadt war Mitte des 20. Jahrhunderts fast verlassen, aber in den 60er Jahren entdeckte sie eine Gruppe von Künstlern, die begannen, die alten zerfallenen Häuser zu renovieren und in ihre Ateliers zu verwandeln.

Heute wird Grožnjan zu Recht „Stadt der Künstler“ genannt und in seinen engen Steingassen findest du Dutzende kleiner Galerien, Handwerksläden und unabhängiger Boutiquen. Du kannst hier stundenlang einfach umherstreifen, den Meistern direkt über die Schulter schauen und wirklich originelle und hochwertige Souvenirs kaufen – von handgefertigtem Schmuck bis zu wunderschöner Keramik.

Im Sommer erwacht die Stadt auch durch Musik-Workshops und Festivals zum Leben. Aus den offenen Fenstern der alten Häuser dringt der Klang von Klavier, Geige und Jazzbands in die Gassen, was eine absolut magische Kulisse schafft. In einem kleinen Café mit Blick auf die umliegenden Weinberge zu sitzen und dabei Livemusik zu lauschen – das ist ein Erlebnis, das man einfach nicht vergisst.

💡 Tipp: Grožnjan ist sehr klein, für seine Besichtigung reichen dir zwei Stunden völlig aus, sodass es sich ideal anbietet, den Besuch mit einem Ausflug ins nahe Motovun oder Buzet im Rahmen eines einzigen Nachmittags zu verbinden.

7. Hum und Buzet: Die kleinste Stadt der Welt und die Hauptstadt der Trüffel

Wenn du Kuriositäten liebst, darfst du auf deinem Roadtrip Hum nicht verpassen. Dieser malerische Ort trägt den Titel der kleinsten Stadt der Welt, denn hier leben nur rund 20 ständige Einwohner. Trotz seiner winzigen Größe findest du hier alles, was eine richtige Stadt haben muss – eine Stadtmauer, ein Tor, eine kleine Kirche und sogar eine traditionelle Schenke namens Konoba, in der du lokale Spezialitäten probieren kannst.

Hum ist auch stark mit der Glagoliza verbunden, der alten slawischen Schrift. Zu ihm führt die berühmte Glagolitische Allee, ein 7 Kilometer langer Pfad, der im Dorf Roč beginnt und entlang dessen elf große Steindenkmäler aufgestellt sind, die genau dieser Schrift gewidmet sind. In Hum selbst solltest du unbedingt die lokale Spezialität namens Biska probieren, einen traditionellen Kräuterlikör aus Mistel, der nach einem uralten Rezept zubereitet wird.

Etwa 14 Kilometer von Hum entfernt liegt das deutlich größere Buzet, das sich stolz als „Stadt der Trüffel“ bezeichnet. Wenn du im September herkommst, kannst du das großartige Festival Subotina erleben, dessen Höhepunkt die Zubereitung eines riesigen Omeletts aus Tausenden von Eiern und einer ordentlichen Portion frischer Trüffel direkt auf dem Hauptplatz ist. Das ist eine tolle Gelegenheit, diese teure Delikatesse in entspannter und festlicher Atmosphäre zu kosten.

💡 Tipp: In der Umgebung von Buzet findest du zahlreiche Familienbetriebe und Unternehmen, die Trüffeljagden organisieren. Du kannst dich also mit speziell ausgebildeten Hunden in den Wald begeben und den faszinierenden Prozess der Suche nach diesen unterirdischen Pilzen hautnah erleben.

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8. Istrische Gastronomie: Trüffel, Olivenöl und Wein

Istrien ist ein absolutes Paradies für alle Liebhaber von gutem Essen und Trinken. Wie du bereits weißt, sind Trüffel der lokale Schatz. Die teuersten weißen Trüffel (Tuber magnatum) haben von September bis Januar Saison mit Höhepunkt im Oktober, während die weniger aromatischen schwarzen Trüffel von Mai bis September wachsen. Am häufigsten werden sie hier über traditionelle handgemachte Pasta gehobelt, die Fuži oder Pljukanci genannt wird – in Kombination mit Ei oder Pilzen ein absolut perfektes vegetarisches Gericht.

Eine weitere große Attraktion ist das lokale Olivenöl. Istrien wurde vom weltweiten Olivenöl-Führer Flos Olei wiederholt zur besten Olivenanbauregion der Welt gekürt und ließ damit selbst die berühmten Regionen in Italien oder Spanien hinter sich. Es gibt hier Dutzende weltweit ausgezeichneter Produzenten und ich empfehle auf jeden Fall, bei einem der Familien-Olivenbauern für eine Verkostung haltzumachen, wo du erfährst, welch enormer Unterschied zwischen frischem Premiumöl und dem aus dem Supermarkt besteht.

Zu gutem Essen in Istrien gehört untrennbar auch der hervorragende lokale Wein. Die bekannteste weiße Rebsorte ist die Malvazija Istarska, die trocken, angenehm zitrusartig und mineralisch ist – ideal für heiße Sommertage. Unter den Rotweinen dominiert der kräftige und vollmundige Teran. Erwähnenswert ist auch die deftige Gemüsesuppe Maneštra oder traditionelle Gerichte aus dem Fleisch des lokalen langhörnigen Rindes namens Boškarin, aus Fisch und dem luftgetrockneten Schinken Pršut, die du wohl auf der Speisekarte jeder Konoba siehst.

💡 Tipp: Wenn du hochwertigen Wein direkt von der Quelle kaufen möchtest, besuche bekannte Weingüter wie Kozlović in Momjan oder Kabola, wo der Wein in in der Erde vergrabenen Amphoren reift, was der Besichtigung und Verkostung eine sehr außergewöhnliche Dimension verleiht.

9. Nationalpark Brijuni

Der Archipel Brijuni, gelegen unweit der Küste bei der Stadt Fažana, ist ein faszinierender Ort mit einer sehr ungewöhnlichen Geschichte. Er besteht aus insgesamt 14 Inseln, von denen die größte, Veliki Brijun, der Öffentlichkeit zugänglich ist. Diese Insel diente jahrzehntelang als Sommerresidenz des jugoslawischen Präsidenten Tito, der hier Staatsmänner und Prominente aus aller Welt empfing, woran die örtlichen Ausstellungen bis heute erinnern.

Auf der Insel findest du eine wirklich unerwartete Mischung an Attraktionen. Es erstreckt sich hier ein weitläufiger Safaripark, der durch Tiergeschenke ausländischer Delegationen entstand – so triffst du hier etwa Elefanten, Zebras oder Lamas, die frei in der kroatischen Natur grasen. Außerdem kannst du hier die Überreste einer luxuriösen römischen Villa aus dem 1. Jahrhundert bewundern, eine byzantinische Befestigung und sogar einen hervorragend gepflegten Golfplatz.

Nach Brijuni gelangst du nur per organisierter Bootsfahrt vom Hafen in Fažana. Das Basispaket mit Hin- und Rückfahrt per Boot, einer rund einstündigen Fahrt mit dem Touristenzug über die Insel, Besuch der Safari und der lokalen Museen kostet in der Saison rund 35 Euro. Dieser ganze Ausflug dauert etwa 4 Stunden und bietet wieder einen ganz anderen Blick auf die kroatische Geschichte.

💡 Tipp: Die Kapazität der Boote von Fažana ist in den Sommermonaten oft ausverkauft, deshalb reserviere Tickets und Abfahrtszeit rechtzeitig online direkt auf der offiziellen Website des Nationalparks. Verschiedene Ausflugsfahrten lassen sich auch bequem über Portale wie GetYourGuide buchen.

10. Lim-Bucht (Lim-Fjord)

Obwohl sie oft Lim-Fjord genannt wird, handelt es sich geologisch um ein überflutetes Flusstal beziehungsweise einen Canyon. Diese rund 10 Kilometer lange und sehr schmale Bucht schneidet tief ins Festland zwischen den Städten Rovinj und Vrsar. Ihre steilen Ufer sind dicht bewaldet und das ganze Gebiet wirkt unglaublich ruhig und fast nordisch, was scharf mit der belebten Küste kontrastiert.

Das Wasser in der Bucht hat eine besondere Zusammensetzung, weil sich hier salziges Meerwasser mit Süßwasserquellen vermischt, was ideale Bedingungen für die Zucht von Austern und Miesmuscheln schafft. Diese Zuchtanlagen siehst du direkt auf der Oberfläche und am Ufer findest du mehrere berühmte Fischrestaurants, zu denen Gourmets für die frischesten Meeresfrüchte anreisen. Die Bucht verbirgt auch eine bekannte Piratenhöhle, die zur Erkundung lockt.

Den schönsten Blick auf die Lim-Bucht hast du vom Deck eines Bootes. Von den Häfen in Rovinj oder Vrsar legen täglich zahlreiche Ausflugsboote ab, die dich auf eine rund vierstündige Fahrt durch den ganzen Canyon mit mehreren Badestopps mitnehmen. Wenn du mit dem Auto reist, kannst du an mehreren angelegten Aussichtspunkten entlang der Straße halten, von wo aus du die besten Panoramafotos machst.

💡 Tipp: Das gesamte Gebiet der Lim-Bucht ist ein streng geschütztes Naturreservat, sodass freies Baden außerhalb der ausgewiesenen Stellen verboten ist und ebenso die Einfahrt von Motorbooten und Jetskis untersagt ist, was eine herrliche Ruhe garantiert.

11. Naturpark Kap Kamenjak

Ganz im Süden der Halbinsel Istrien, unweit des Dörfchens Premantura, befindet sich eines der schönsten Naturwunder Kroatiens – das Kap Kamenjak. Dieser geschützte Naturpark mit einer Fläche von rund 14 Quadratkilometern bietet über 30 Kilometer atemberaubende, wilde und zerklüftete Küste. Du findest hier insgesamt 23 Strände und Buchten, in denen sich Kieselsteine mit dramatischen Felsklippen und türkisem Wasser abwechseln.

Kamenjak ist ein absolutes Paradies für Liebhaber aktiver Erholung und Adrenalin. Auf ihre Kosten kommen hier Schnorchel-Fans, denn das Wasser ist kristallklar, ebenso wie diejenigen, die das Springen von Felsen ins tiefe Wasser lieben. Der Park ist von einem dichten Netz an Schotterwegen durchzogen, sodass er der absolut ideale Ort für einen ganztägigen Ausflug mit dem Mountainbike mit vielen Badestopps ist. Hier wachsen auch über 600 Pflanzenarten und mit etwas Glück triffst du sogar auf die geschützte Mönchsrobbe.

Der Eintritt in den Park ist gebührenpflichtig, aber man zahlt nur für die Einfahrt mit dem Kraftfahrzeug. In der Sommersaison rechne mit einer Gebühr von rund 10 bis 15 Euro pro Auto und Tag. Wenn du dich entscheidest, den Park zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden, ist der Eintritt komplett kostenlos. Vergiss auf keinen Fall, die ikonische Safari Bar zu besuchen, die direkt im dichten Schilf gebaut ist und fantastische Erfrischungen in ungewöhnlicher Umgebung bietet.

💡 Tipp: Im Sommer bilden sich an den Mautstellen lange Schlangen, deshalb kaufe das Ticket für die Einfahrt vorab online, so sparst du dir viel Zeit und Nerven beim Warten in der Sonne. Mehr Details zum Besuch findest du in unserem Artikel über den NP Kamenjak.

12. Baredine-Höhle (Jama Baredine)

Wenn du dich von der brennenden kroatischen Sonne erholen möchtest, begib dich in die Unterwelt der Karsthöhle Baredine. Dieses geomorphologische Unikat befindet sich unweit des Dorfes Nova Vas, nur wenige Kilometer von Poreč entfernt. Während der rund 40-minütigen Führung mit Guide steigst du über sichere Treppen bis in 60 Meter Tiefe hinab, wo dich angenehme 14 Grad Celsius erwarten.

Die Besichtigungsroute führt dich durch fünf reich verzierte Säle voller Tropfsteine aller Formen und Größen. Du siehst hier wunderschöne Stalaktiten, Stalagmiten und mächtige Tropfsteinsäulen, von denen einige mit ihren Formen an eine Statue der Jungfrau Maria oder den Schiefen Turm von Pisa erinnern. Die Höhle ist wunderschön beleuchtet und die Guides geben Erklärungen in mehreren Sprachen, sodass du jede Menge Interessantes über die Entstehung dieses unterirdischen Labyrinths erfährst.

Ganz unten in der Höhle, an einem kleinen unterirdischen See, erwartet dich die größte Überraschung. Hier lebt die seltene endemische Amphibie Grottenolm, die wegen ihrer rosafarbenen Haut oft „Menschenfisch“ genannt wird. Der Eintritt in die Höhle, die von April bis Oktober geöffnet ist, liegt bei 12 Euro für Erwachsene, Studenten zahlen 10 Euro und Kinder von 5 bis 15 Jahren haben für 8,50 Euro Eintritt.

💡 Tipp: Rund um die Höhle selbst wurde ein angenehmes Areal mit einem kleinen Traktormuseum gebaut, einem Restaurant und Sitzgelegenheiten im Freien, sodass du hier ohne Weiteres einen ganzen entspannten Nachmittag auch mit kleinen Kindern verbringen kannst.

13. Die Küstenstädte Umag und Novigrad

An der nordwestlichen Küste Istriens liegen die Städte Umag und Novigrad, die oft als erste Station vieler Urlauber dienen, da sie am nächsten zur slowenischen Grenze liegen. Umag ist ein modernes Ferienort, vor allem dank des Sports bekannt – jedes Jahr findet hier nämlich das renommierte Tennisturnier ATP Croatia Open statt. Die Stadt glänzt mit großen Marinas voller Luxusyachten und hervorragender Infrastruktur für einen aktiven Urlaub.

Novigrad ist dagegen etwas ruhiger und hat sich den Zauber eines kleinen Fischerstädtchens bewahrt. Sein historisches Zentrum liegt auf einer kleinen Halbinsel und ist bis heute teilweise von erhaltenen mittelalterlichen Mauern umgeben, an denen entlang du romantisch spazieren kannst. Die Stadt ist berühmt für ihre erstklassige Gastronomie und du findest hier einige der besten Fischrestaurants ganz Istriens.

Beide Städte verbindet eine schöne Küstenpromenade, die sich ideal für abendliche Spaziergänge oder morgendliches Joggen eignet. Die Strände in dieser nördlichen Gegend sind überwiegend Betonplattformen oder angelegte Kieselbuchten mit flachem Einstieg, was vor allem Familien mit kleineren Kindern schätzen, die sicheres Baden ohne große Wellen suchen.

💡 Tipp: Wenn dich die Gegend rund um Nordistrien interessiert und du überlegst, hier zu übernachten, schau in unseren ausführlichen Reiseführer, in dem wir zusammenfassen, was du alles in Umag unternehmen kannst.

14. Opatija und die Promenade Lungomare

Auch wenn Opatija genau an der Grenze zwischen Istrien und der Kvarner-Region liegt, sollte es auf deiner Reiseliste auf keinen Fall fehlen. Diese Stadt wird nicht umsonst „Wien am Meer“ genannt, denn sie verzaubert dich sofort mit ihrer noblen Atmosphäre und den wunderschönen Habsburger Villen. Opatija ist nämlich überhaupt der älteste Touristenort Kroatiens, wo schon im 19. Jahrhundert die österreichisch-ungarische Oberschicht zur Erholung kam.

Das Symbol der Anfänge des lokalen Tourismus ist die wunderschöne Villa Angiolina aus dem Jahr 1844, umgeben von einem weitläufigen botanischen Park voller exotischer Pflanzen aus aller Welt. Heute befindet sich in dieser Villa das interessante Kroatische Tourismusmuseum, das die Entwicklung des Reisens an der Adriaküste nachzeichnet. Die ganze Stadt wirkt sehr elegant, gepflegt und luxuriös, voller Cafés und erstklassiger Hotels.

Die größte Attraktion Opatijas ist aber die berühmte Promenade namens Lungomare. Dieser gepflasterte Fußweg zieht sich direkt am Meer entlang über eine unglaubliche Länge von 12 Kilometern und verbindet das Fischerdörfchen Volosko, Opatija selbst und das nahe Lovran. Ein Spaziergang im Schatten hundertjähriger Eichen und Lorbeerbäume mit ständigem Blick auf die Meeresoberfläche und die majestätischen Klippen ist ein absolut atemberaubendes Erlebnis.

💡 Tipp: Auf der Promenade Lungomare stößt du auf viele schöne Ecken, aber fotografiere unbedingt die Statue „Das Mädchen mit der Möwe“, die auf einem Felsen direkt in den Wellen steht und zum bekanntesten Symbol ganz Opatijas geworden ist.

15. Die schönsten Strände Istriens

Istrien ist zwar kein typisches Reiseziel mit langen Sandstränden, aber das bedeutet nicht, dass du hier keine wunderschönen Badeplätze findest. Die Küste besteht überwiegend aus romantischen Kieselbuchten, malerischen Felsen und gelegentlich auch Betonplattformen, was unglaublich sauberes und kristallklares Wasser garantiert. Ein riesiger Vorteil ist auch, dass viele Strände von duftenden Pinienhainen gesäumt sind, die den so dringend benötigten natürlichen Schatten bieten.

Wo findest du also die wirklich besten Strände? Absolute Spitze sind die versteckten Felsbuchten im Naturpark Kap Kamenjak, wo du dich wie auf einer einsamen Insel fühlst. Wenn du besser ausgestattete Strände magst, fahre ins Ferienort Rabac an der Ostküste, das mit strahlend weißen Kieselsteinen und gleich mehreren Blauen Flaggen für die Wasserqualität glänzt. Schönes Baden unter Bäumen bieten auch die Buchten Lone und Mulini direkt im Waldpark Zlatni rt in Rovinj.

Für Familien mit Kindern ist das Ferienort Medulin das absolute Ideal. Der hiesige Strand Bijeca ist nämlich sandig und unglaublich flach, sodass die Kinder hier sicher waten und meterweit vom Ufer im warmen Wasser spielen können. Sehr beliebte und hervorragend ausgestattete Strände mit flachem Einstieg und vielen Wasserattraktionen findest du auch in der Umgebung von Poreč, zum Beispiel an den Stränden Borik oder Brulo.

💡 Tipp: Auch wenn die Kieselstrände wunderschön sind, können sie ohne Badeschuhe ziemlich unangenehm zum Gehen sein. Packe sie also unbedingt in den Koffer, ebenso wie eine Taucherbrille, denn die istrischen Felsen eignen sich hervorragend zum Schnorcheln.

Wohin weiter von Istrien aus

Wenn du mehr Zeit für die Erkundung Kroatiens hast und nicht nur an einem Ort bleiben willst, ist Istrien ein hervorragendes Sprungbrett für weitere Entdeckungen. Du kannst weiter in den Süden fahren und weitere Schönheiten der Küste oder der Inseln erkunden. Um Inspiration zu sammeln, empfehle ich, unsere weiteren ausführlichen Reiseführer durchzugehen, die dir bei der Planung helfen.

  • Wenn du noch über das konkrete Reiseziel im Zweifel bist, lies unseren Artikel wohin in den Urlaub in Kroatien, in dem wir die Vorzüge der einzelnen Regionen erläutern.
  • Interessiert dich, wie es mit der Übernachtung funktioniert? Wir haben für dich jede Menge Tipps zur Unterkunft in Kroatien, von Campingplätzen bis zu Luxushotels.
  • Und wenn du das Meer aus einer ganz anderen Perspektive erleben möchtest, haben wir für dich einen Reiseführer verfasst, wie du Kroatien per Boot auch ohne vorherige Kapitänserfahrung genießen kannst.

Häufig gestellte Fragen

Wie kommt man am besten von Tschechien nach Istrien?

Die Anreise mit dem Auto ist sehr bequem und schnell. Die meiste Strecke führt durch Österreich und Slowenien, wo Sie an die Autobahnvignetten denken sollten. An der kroatischen Grenze überqueren Sie die Grenzübergänge Plovanija oder Kaštel und gelangen auf das sogenannte istrische „Y“, die Autobahn A9, die bis hinunter nach Pula führt. Mit dem Flugzeug erreichen Sie den saisonalen Flughafen in Pula oder alternativ den Flughafen im italienischen Triest.

Werden in Istrien Autobahngebühren erhoben?

Kroatien hat keine Autobahnvignetten, die Gebühren werden in Form von Maut an Mautstellen bezahlt. Eine Besonderheit der istrischen Autobahnen A9 und A8 ist, dass ein großer Teil der Strecken mautfrei ist. Bezahlt wird nur für die Durchfahrt durch den Učka-Tunnel und für den Abschnitt Kanfanar–Rogovići, wobei die Durchfahrt der gesamten A8-Strecke für einen PKW knapp 5 Euro kostet.

Gibt es in Istrien Sandstrände?

Istrien ist vor allem für seine Kiesel- und Felsstrände bekannt, sowie für Betonplateaus, die kristallklares Wasser garantieren. Es gibt jedoch Ausnahmen, der bekannteste ist der Sandstrand Bijeca in Medulin, der dank seines flachen Einstiegs ins Wasser bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt ist.

Wie viele Tage brauche ich für die Besichtigung Istriens?

Für einen entspannten Urlaub, bei dem Sie die schönsten Städte wie Rovinj und Poreč besuchen, das Hinterland mit Motovun erkunden und einen Tag in der Natur am Kap Kamenjak verbringen können, empfehle ich 5 bis 7 Tage einzuplanen. Da die Entfernungen auf der Halbinsel im Bereich von einigen Dutzend Kilometern liegen, können Sie einen Standort wählen und von dort aus Tagesausflüge unternehmen.

Wo kann ich in Istrien die besten Trüffel probieren?

Das Trüffelherz Istriens ist das Tal des Flusses Mirna und der Motovuner Wald, der sich im Dreieck zwischen den Städten Pazin, Buje und Buzet befindet. Wenn Sie im Herbst hierher kommen, besuchen Sie unbedingt die Stadt Buzet oder das Dorf Livade, wo sich das berühmte Restaurant und Geschäft Zigante befindet und wo im Herbst bekannte Trüffelfestivals und Verkostungen stattfinden.

Ist Istrien für Radfahren geeignet?

Auf jeden Fall! Istrien ist von einem hervorragenden Netz an Radwegen durchzogen, sowohl entlang der Küste als auch im Landesinneren. Die bekannteste und beliebteste Route ist die sogenannte Parenzana, ein wunderbarer Radweg, der auf der Trasse einer stillgelegten Schmalspurbahn angelegt wurde, die von Triest bis nach Poreč führt und über 120 Kilometer lang ist.

Was ist Boškarin, der oft auf der Speisekarte steht?

Beim Lesen der Speisekarten in istrischen Restaurants stoßen Sie häufig auf das Wort Boškarin. Es handelt sich um eine traditionelle Rasse istrischer Langhorn-Rinder, die früher für die Feldarbeit genutzt wurde und heute als lokale gastronomische Spezialität gilt.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Paris: Die 40 besten Reiseziele für Ihren Urlaub

TL;DRUnser kompletter Reiseführer für Paris 2026 versammelt 38 konkrete Tipps, was du dir ansehen solltest: vom Eiffelturm über den Louvre bis zur wiedereröffneten Notre-Dame, dem Marais-Viertel und der Sacré-Cœur auf dem Montmartre. Die beste Reisezeit ist Mai, September und Oktober, während du den August wegen geschlossener Bistros und Hitze besser meidest. Für den Louvre reichen drei Stunden, wenn du am Eingang Porte des Lions startest, der Eintritt in Notre-Dame ist kostenlos, und das Centre Pompidou bleibt bis 2030 geschlossen. Für einen dreitägigen Familienausflug solltest du mit einem Budget von 25.000 bis 35.000 Kronen rechnen, ein Studentenwochenende zu zweit schaffst du auch mit 10.000 Kronen. Der Guide enthält außerdem Reiserouten für 2 bis 5 Tage sowie Warnungen vor Touristenfallen wie dem Goldring-Trick oder gefälschten Eintrittskarten für den Eiffelturm.

Millionen Paare reisen jährlich für verlängerte Wochenenden nach Paris. Paris ist eines der beliebtesten Reiseziele. Und obwohl es seit Jahren als die romantischste Stadt der Welt gilt, findet hier wirklich jeder etwas für sich. Studenten, Familien mit Kindern, aber auch Senioren werden ihren Besuch in Paris genießen. Schauen wir uns an, was es in Paris zu sehen gibt, wo man am besten übernachtet und wie man Warteschlangen für Tickets umgeht.

Wann man nach Paris reisen sollte: Wetter in Paris

Das Wetter in Paris unterscheidet sich nicht wesentlich von unserem Wetter hier, die Sommer sind hier warm, nur die Winter sind etwas milder als bei uns. Im Allgemeinen regnet es hier nicht sehr oft. Die wärmsten Monate sind Juli und August, der kälteste Monat ist Januar. Sie können daher im Frühling, Sommer oder Herbst nach Paris reisen.

Monat Temperatur
Januar6 °C
Februar8 °C
März12 °C
April15 °C
Mai20 °C
Juni23 °C
Juli25 °C
August25 °C
September21 °C
Oktober16 °C
November10 °C
Dezember7 °C

Wie man nach Paris kommt

Paris ist von der Tschechischen Republik aus relativ gut erreichbar und für die Reise können Sie aus mehreren Optionen wählen.

Mit dem Auto nach Paris

Wir empfehlen nicht, mit dem Auto nach Paris zu reisen, da Sie wie in großen Städten mit Parkplätzen und einem ziemlich dichten Verkehr zu kämpfen haben werden. Es ist viel bequemer, nach Paris zu fliegen.

Mit dem Auto von Prag

Wenn Sie mit dem Auto von Prag aus starten, haben Sie die Wahl zwischen drei schnellsten Routen, die sich aber sehr ähneln und auf bestimmten Abschnitten zusammenlaufen. In allen Fällen fahren Sie zuerst nach Nürnberg.

  1. Von Nürnberg aus fahren Sie weiter geradeaus nach Heilbronn, Saarbrücken und dann erwarten Sie Reims und Paris. Dies ist die schnellste Route, sie dauert 9 Stunden und 27 Minuten.
  2. Von Nürnberg wieder nach Heilbronn und Mannheim, aber in Saarbrücken biegen Sie nach Luxemburg ab und schließen sich in Reims wieder der Route an. Diese Route ist die längste, sie dauert 10 Stunden und 28 Minuten.
  3. Die dritte Möglichkeit ist, von Nürnberg in Richtung Würzburg, Mainz zu fahren und sich dann wieder Saarbrücken anzuschließen. Diese Fahrt dauert 9 Stunden und 57 Minuten.

Mit dem Auto von Brünn

Wenn Sie von Brünn aus fahren, haben Sie die gleichen Möglichkeiten, Sie fahren wieder zuerst nach Nürnberg, und wählen dann je nach aktueller Situation eine der drei Routen. Am bequemsten und schnellsten ist es, von Brünn aus über die Autobahn nach Prag zu fahren und von dort weiter nach Deutschland.

Mit dem Bus nach Paris

Wenn Sie keine Möglichkeit haben (oder einfach nicht wollen), mit dem Auto zu fahren, bieten die Unternehmen RegioJet und Flixbus direkte Busverbindungen nach Paris an. Ein Einzelticket kostet durchschnittlich 1.000 CZK, kann aber auch weniger kosten. Die Busse fahren meistens über Nacht und die Fahrt dauert durchschnittlich etwa 14 Stunden. Beide Unternehmen fahren etwa 2x pro Woche.

Mit dem Zug nach Paris

Es ist zwar möglich, mit dem Zug nach Paris zu gelangen, aber dies ist wahrscheinlich die am wenigsten vorteilhafte Option. Ein Einzelticket kostet etwa 2.000 CZK, die Fahrt dauert etwa 16 Stunden, und Sie müssen außerdem mehrmals umsteigen, meistens in Deutschland. Es gibt keine direkten Zugverbindungen nach Paris.

Mit dem Flugzeug nach Paris

Im Gegenteil, am vorteilhaftesten ist es, mit dem Flugzeug nach Paris zu fliegen. Paris hat gleich drei Flughäfen, die Sie mit einem Direktflug von Prag aus erreichen können. Zum Flughafen Paris-Charles de Gaulle fliegen Air France, Vueling und ČSA. Lesen Sie, wie Sie günstige Flüge finden.

Flüge von Transavia gehen zum Flughafen Paris-Orly und wenn Sie Billigfluglinien bevorzugen, fliegt Ryanair zum Flughafen Paris-Beauvais. Die günstigsten Flüge erhalten Sie ab 1.800 CZK, aber normalerweise liegen sie eher zwischen 3.000 und 5.000 CZK.

Wo man in Paris strategisch übernachten kann

Wir empfehlen, direkt im Zentrum zu übernachten, damit Sie so viel wie möglich zu Fuß erkunden können. Wenn Sie ein ausgezeichnetes Frühstück mögen, empfehlen wir ein günstigeres Hotel mit kleineren Zimmern der Kette ibis Paris Bastille Faubourg St Antoine. Ganz in der Nähe des Zentrums befindet sich auch das Mary’s Hotel République. Ein Stück vom Louvre entfernt finden Sie das ausgezeichnete Hotel Maison Armance – Esprit de France.

Paris ÖPNV: Wie man sich in Paris fortbewegt

In Paris bewegt man sich am besten mit der Metro, aber natürlich gibt es auch Busse oder Taxis.

Fahrkarten für den ÖPNV und wo man sie kaufen kann

ÖPNV-Fahrkarten in Paris sind nach Zeitabschnitten und Zonen unterteilt, daher ist es gut, sich vorher klar zu machen, wie oft und wohin Sie in Paris reisen möchten und dementsprechend die Fahrkartenvariante zu wählen. Sie erhalten sie dann z.B. in Tabakläden oder an Automaten an Haltestellen oder Metrostationen.

In allen Fällen kann auch mit Karte bezahlt werden. Sie können auch Rabattkarten erwerben, deren Preis alle ÖPNV-Verbindungen sowie weitere Rabatte und vorteilhafte Angebote beinhaltet. Die vorteilhafteste Touristenkarte ist der Paris City Pass.

Metro

Die gebräuchlichste und schnellste Transportmöglichkeit in Paris ist die Metro. Mit der Metro kommen Sie überall in der Stadt hin und sie hat auch Haltestellen in der Nähe aller wichtigen Sehenswürdigkeiten. Die Pariser Metro hat insgesamt 16 Linien, aber alles ist sehr übersichtlich und einfach.

Straßenbahn

Wenn Sie nur eine kurze Strecke um das Zentrum herum zurücklegen möchten, können Sie auch die Straßenbahnen nutzen. Sie haben nur 10 Linien, die als T1 – T10 bezeichnet werden. Derzeit fahren sie jedoch nicht außerhalb des eigentlichen Zentrums und außerdem ist es eine relativ teure Transportmöglichkeit.

Fahrrad

Ein sehr häufiges Verkehrsmittel in Paris ist das Fahrrad, und es wäre schade, diese Möglichkeit nicht zu nutzen. Fast die ganze Stadt ist flach und entlang der Seine gibt es außerdem einen interessanten Radweg. Mit dem Fahrrad erreichen Sie auch alle Sehenswürdigkeiten und Fahrradverleihstationen finden Sie fast überall in der Stadt. Sie leihen sich ein Fahrrad über einen Automaten aus und bezahlen mit Karte. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen jedoch sehr nah beieinander, sodass sie auch zu Fuß sehr gut erreichbar sind.

Paris auf eigene Faust: Historische Sehenswürdigkeiten

Paris bietet viele historische Sehenswürdigkeiten, deren Besuch Sie nicht aufschieben sollten. Schauen wir uns an, was es in Paris zu sehen gibt.

1) Eiffelturm

Das berühmteste Symbol von Paris, der Eiffelturm, wurde 1889 erbaut und war bis 1930 das höchste Bauwerk der Welt. Er ist 324 Meter hoch und wurde anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Französischen Revolution erbaut. Ursprünglich sollte er nur vorübergehend stehen, wurde aber schließlich bis heute beibehalten.

Der Turm hat insgesamt drei Aussichtsplattformen, in einer Höhe von 57 Metern, 115 Metern und 276 Metern. N Nach oben führen Treppen, eine Seilbahn und vom zweiten zum dritten Stock auch ein Aufzug. Im ersten Stock befinden sich ein Restaurant, ein Café, ein Kino mit Filmen über die Geschichte des Bauwerks und ein Glasboden.

Tickets für den Turm können Sie entweder online im Voraus oder vor Ort kaufen und die Preise variieren je nachdem, welche Etage Sie besteigen möchten und ob Sie Treppen oder den Aufzug benutzen.

Wo man Tickets für den Eiffelturm kaufen kann?

Wir kaufen Tickets für Attraktionen am liebsten über GetYourGuide, weil immer alles reibungslos funktioniert, man muss nirgendwo für Tickets anstehen und der Preis ist immer derselbe wie beim Kauf an den offiziellen Stellen.

2) Kathedrale Notre-Dame

Ein weiteres Symbol von Paris ist die gotische Kathedrale Notre-Dame, deren Bau vom 12. bis zum 14. Jahrhundert dauerte. Bevor der Eiffelturm gebaut wurde, war diese Kathedrale das höchste Bauwerk Frankreichs, ihre Türme reichen bis zu einer Höhe von 69 Metern.

Im Jahr 2019 wurde das Bauwerk von Flammen erfasst, der Brand konnte 12 Stunden lang nicht gelöscht werden. Aus diesem Grund ist das Denkmal heute zwar für Touristen geschlossen, aber es lohnt sich, sie zumindest von außen zu besichtigen.

3) Sainte Chapelle

Ein weiterer Ort auf der Liste der Sehenswürdigkeiten in Paris ist die Sainte Chapelle. Die Heilige Kapelle wurde in nur sieben Jahren erbaut und ist bekannt für ihre wunderschönen Glasfenster. Jedes der fünfzehn Fenster ist 15 Meter hoch und zeigt insgesamt 1113 biblische Szenen. Wenn Sie diese Schönheit mit eigenen Augen bewundern möchten, müssen Sie im Voraus einen Platz reservieren.

4) Basilika Sacré-Cœur

Eines der weiteren Symbole von Paris und auch ein Ort, an dem sich immer viele Touristen und Einheimische treffen, ist die Basilika Sacré-Cœur. „Basilika des Heiligen Herzens Jesu“, deren Grundriss die Form eines Kreuzes hat, ist vor allem durch ihre rein weiße Fassade interessant. Dank ihrer Farbe, Türmchen und Kuppeln wird sie manchmal „Küsschen“ genannt. Die Basilika ist ein wichtiger Wallfahrtsort und ringsum erstreckt sich ein Park, ideal für Momente der Entspannung oder ein Picknick im Gras.

5) Triumphbogen

Der berühmte Pariser Triumphbogen ist einer der bekanntesten der Welt. Und das, obwohl jede zweite Stadt in Europa einen hat. :))) Genau an diesem Ort endet jedes Jahr das Radrennen Tour de France. Napoleon Bonaparte ließ ihn im 19. Jahrhundert errichten, um seinen Sieg in der Schlacht bei Austerlitz zu feiern. Der Bogen ist hauptsächlich mit Geschichten aus Kriegen und der römischen Mythologie verziert. Gegen eine Gebühr können Sie die Aussicht von seinem Dach genießen.

6) Basilika Saint Denis

Die Basilika wurde im Jahr 1140 erbaut und ist die erste Kirche der Welt, die im rein gotischen Stil errichtet wurde. Früher diente sie als Grabstätte der französischen Könige, und so wird diese Kirche oft als französische Nekropole bezeichnet. Hier befinden sich die Überreste aller Herrscher, die Frankreich vom 10. bis zum 18. Jahrhundert regierten.

7) Die Sainte-Geneviève-Bibliothek

Die Bibliothek der Heiligen Genoveva ist eine Staats- und Universitätsbibliothek, die zwischen 1843 und 1850 erbaut wurde. Der Architekt des Bauwerks war Henri Labrouste, einer der ersten, der Eisen als Baumaterial verwendete.

Das Besondere daran ist, dass er die Eisenkonstruktion nicht von einer Mauer verdecken ließ, sondern sie offen ließ, wodurch sie Teil der Dekoration wurde. Die Bibliothek ist auch durch ihr Interieur äußerst interessant. Ihre Sammlung umfasst rund zwei Millionen Dokumente.

8) Palais Bourbon

Der Palast ist der Sitz der französischen Nationalversammlung. Ursprünglich wurde er für die Tochter Ludwigs XIV. erbaut, aber Ende des 18. Jahrhunderts als Nationalbesitz beschlagnahmt. Der Palast ist interessant durch seine korinthischen Säulen und die Dekoration im antiken Stil, die zur Zeit Napoleons Bonaparte hinzugefügt wurde.

9) Königspalast Palais Royal

Ein bedeutendes historisches Denkmal von Paris ist der Palais Royal, auch Königspalast genannt. Der ursprüngliche Palast stammte aus dem Jahr 1622, heute ist jedoch nur noch der südöstliche Flügel erhalten. Das Gebäude wurde 1643 zum Königspalast, als Anna von Österreich mit ihrem Sohn Ludwig XIV. hierher zog. P Der Palast brannte in der Vergangenheit mehrmals ab und wurde anschließend rekonstruiert. Heute sind hier der Staats- und Verfassungsrat, das französische Gericht und das Nationaltheater untergebracht.

10) Invalidendom

Diesen besonderen Namen erhielt das prächtige Gebäude aufgrund seiner Funktion im 17. Jahrhundert, als König Ludwig XIV. es als Heim für Kriegsveteranen errichten ließ. In der Mitte des Bauwerks befindet sich eine Kirche mit einer dominanten Kuppel, die dem gesamten Bauwerk Majestät verleiht.

Heute befinden sich hier ein Krankenhaus, ein Seniorenheim und ein Museum für Militärwesen und die französische Armee. Hier finden Sie auch das Grab von Napoleon Bonaparte und anderen bedeutenden Persönlichkeiten.

11) Conciergerie

Conciergerie bedeutet Burggrafschaft, ursprünglich diente dieser Palast dem Verwalter des Königspalastes. Während der Französischen Revolution wurde das Gebäude als Gefängnis mit einer Kapazität von 1200 Gefangenen genutzt.

Hier wurden zum Beispiel Prinzessin Marie Antoinette oder Maximilien Robespierre inhaftiert. Seit 1914 ist die Conciergerie als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich.

12) Pariser Katakomben

Die Pariser Katakomben stammen aus der Zeit der alten Römer, die sie hier ursprünglich als Steinbrüche anlegten. Erst 1786 wurden diese Steinbrüche zu einem Ort der Bestattung, seitdem haben sich hier etwa 6 Millionen Skelette angesammelt.

Die Katakomben bestehen aus 190 km langen Gängen und befinden sich 20 m unter der Erde. Für die Öffentlichkeit ist nur ein Bruchteil dieser Gänge zugänglich, deren Wände in diesem Bereich mit Schädeln ausgelegt sind. Kinder unter 18 Jahren haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen 14 Euro. Geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag und obwohl dieser Spaziergang durch die Gänge wahrscheinlich einen leicht morbiden Charakter haben wird, ist er einen Besuch wert.

13) Basilika der Heiligen Klothilde

Die neugotische Kirche wurde im 19. Jahrhundert erbaut und ist der Heiligen Klothilde und der Heiligen Valerie geweiht. Der Altar stammt aus dem Jahr 2007. Zwei Seitenstürme reichen bis zu einer Höhe von 69 Metern. Die Kirche wird Sie vor allem mit ihrer Ausstattung beeindrucken – mit Glasfenstern, Gemälden und Skulpturen.

Wenn Ihnen das Gebäude etwas bekannt vorkommt, dann liegt es daran, dass es als Vorlage für die Herz-Jesu-Kirche in China diente, die nur wenige Jahre später erbaut wurde.

Sehenswürdigkeiten in Paris: Die besten Pariser Museen

In Paris finden Sie die bekanntesten Museen. Wenn Sie Kunst lieben, werden Sie sicherlich den Louvre und das „kleine grüne Bild“ in Form der Mona Lisa (böse Zungen nennen es grün, weil es immer noch nicht und wahrscheinlich noch lange nicht gereinigt wurde) von Leonardo da Vinci besuchen wollen. In Paris gibt es aber auch eine große Anzahl von Museen für moderne Kunst.

14) Louvre

Eines der bekanntesten Museen der Welt mit einer Gesamtsammlung von 554.000 Exponaten hat seinen Sitz im Palastkomplex Palais du Louvre. Es ist ratsam, sich vor dem Besuch zu entscheiden, was Sie im Louvre sehen möchten.

Es ist das meistbesuchte und flächenmäßig größte Museum der Welt. Gelegentliche Ausstellungen fanden hier seit 1628 statt, ein offizielles öffentliches Museum wurde hier jedoch erst 1793 eröffnet.

Von der gesamten Sammlung sind hier etwa 35.000 Exponate ausgestellt, die in mehrere Bereiche unterteilt sind, von ägyptischer Kunst über orientalische Keramik bis zur Moderne. Die größten Attraktionen sind Gemälde wie die Mona Lisa oder die Felsgrottenmadonna von Leonardo da Vinci, aber auch andere Werke weltberühmter Künstler.

Wo man Tickets kaufen kann, um lange Warteschlangen zu vermeiden

Wenn Sie genügend Zeit für die Museumsbesichtigung haben möchten, planen Sie dafür mindestens einen ganzen Tag ein. Selbst dann werden Sie nicht alles schaffen. Kaufen Sie Tickets im Voraus über GetYourGuide oder über tickets-paris, sonst stehen Sie wirklich lange Schlange.

15) Musée d’Orsay

Wenn es ein Museum gibt, das ich empfehlen würde, dann ist es das Musée d’Orsay, das sich in den Räumlichkeiten eines ehemaligen Bahnhofs befindet. Es konzentriert sich auf Impressionisten. Zu den bekanntesten Gemälden in der Sammlung gehören zweifellos Werke von Vincent van Gogh, Edgar Degas, Paul Gauguin, Paul Cézanne oder Claude Monet. Der Vorteil dieses Museums ist, dass es nicht so riesig ist wie der Louvre.

16) Musée Rodin

Das Museum, das dem Leben und Werk des bekannten Künstlers Auguste Rodin gewidmet ist, wurde 1919 gegründet. Hier sind über 6.000 Skulpturen, 8.000 Gemälde, 8.000 Fotografien und 7.000 weitere Kunstobjekte untergebracht.

Hier sind die bekanntesten Skulpturen des Künstlers ausgestellt, wie z.B. Der Denker, Adam und Eva oder Der Mann mit der gebrochenen Nase, aber auch Gegenstände aus seiner persönlichen Sammlung als Kunstsammler. Die Ausstellung widmet sich auch dem Werk von Rodins Schülerin Camille Claudel.

Wo man Tickets kaufen kann

Wie überall sonst haben wir die Dienste von GetYourGuide genutzt.

17) Das Musée de la Magie

Dieses unglaublich interessante Museum sollten Sie sich nicht entgehen lassen, denn hier erfahren Sie viel Wissenswertes über die Geschichte der Magie und des Illusionismus. Es ist in mehrere Teile unterteilt, der erste Teil konzentriert sich auf die Geschichte und bedeutende Persönlichkeiten der Magie, hier können Sie auch eine Zaubershow genießen. Danach geht es weiter in Räume mit magischen Spiegeln und optischen Illusionen. Schließlich schauen Sie sich den kleinen Laden an und können hier gerne einen Kurs in der Zauberschule buchen.

18) Musée national des Arts asiatiques – Guimet – Guimet-Museum

Das Museum wurde 1889 vom Lyoner Fabrikanten Émile Guimet für seine großartige Sammlung ägyptischer, asiatischer und antiker Kunst gegründet. Achtung, der ägyptische Teil der Sammlung wurde schließlich in den Louvre verlegt, sodass Sie hier himalayische, afghanische, pakistanische, aber auch indische und japanische, chinesische und koreanische und viele weitere Sammlungen finden.

18) Centre Pompidou

Das Centre Pompidou ist eines der bedeutendsten Museen für moderne Kunst weltweit und Sie finden es in einem Gebäude, das selbst ein Kunstwerk ist.

Das Musée national d’art moderne befindet sich im Centre Pompidou, einem farbenfrohen Avantgarde-Gebäude, das bereits für sich eine Attraktion ist. Die Ausstellung des Museums ist der Kunst gewidmet 20. und dem 21. Jahrhundert und befindet sich im 4. und 5. Stock des Gebäudes.

Jede Etage ist einer der beiden Perioden (moderne und zeitgenössische Kunst) gewidmet. Das Museum besitzt über 70.000 Werke; die Sammlung umfasst Gemälde, Skulpturen, Plastiken, Videokunst, Design sowie Architektur und Filmkunst. Damit ist es die größte Sammlung moderner Kunst weltweit.

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17) Palais de Tokyo

Das Palais de Tokyo ist eines der bedeutendsten Museen für zeitgenössische Kunst in Paris und hat keine Dauerausstellungen, schauen Sie also immer nach, was gerade ausgestellt wird. Es wurde bereits 1937 als Ausstellungspavillon für die Weltausstellung unter dem Namen Palais des Musées d’art moderne eröffnet.

18) Fondation Louis Vuitton

Die Fondation Louis Vuitton gehört zu den neueren Museen und befindet sich in einem wunderschönen modernen Gebäude, das vom Architekten Frank Gehry entworfen wurde (und allein schon wegen dieses erstaunlichen Gebäudes einen Besuch wert ist). Dort finden Sie bekannte Gemälde von Alex Katz oder Andy Warhol.

Die besten Parks und Gärten in Paris

Wenn Sie genug von Sehenswürdigkeiten und Museen haben, können Sie die lokalen Parks und Gärten erkunden. Die Luxemburger Gärten gehören immer noch zu meinen Lieblingsgärten weltweit. Schauen wir uns also an, wo Sie überall einen romantischen Spaziergang in der Natur unternehmen können.

19) Luxemburger Garten

Mitten in Paris finden Sie einen wunderschönen Palast aus dem 17. Jahrhundert, der heute der Sitz des französischen Senats ist. Um den Palast herum erstreckt sich ein großer Garten mit Blumenbeeten, Statuen, Wasserbecken und dem berühmten Medici-Brunnen. Er ist zu einem beliebten Ort der Erholung für Einheimische und Touristen geworden. Er ist für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich.

20) Jardin des Tuileries

Der Tuileriengarten ist ein öffentlicher Park im französischen Stil, früher der Schlossgarten des heute abgerissenen Schlosses Tuileries. Dieser Kunstgarten gehört zu den historischen Denkmälern, und hier können Sie vor allem Kunstwerke bewundern.

Neben den Skulpturen bekannter Künstler im Garten selbst gibt es hier zwei Galerien. Die erste befindet sich in der ehemaligen Orangerie (Musée de l’Orangerie) und widmet sich hauptsächlich den Werken von Impressionisten und Post-Impressionisten (Matisse, Monet, Cézanne, Picasso und anderen). Die zweite Galerie (Galerie nationale du Jeu de Paume) befindet sich in der ehemaligen Ballsporthalle. Ihre Sammlung umfasst Werke moderner Kunst.

21) The Parc des Buttes-Chaumont

Es ist der drittgrößte Park von Paris, der im größten der Steinbrüche des lokalen Steinbruchs angelegt wurde. Der Park wurde von Napoleon III. angelegt und ist vor allem für seine Pflanzen und Vögel bekannt. Hier wachsen viele seltene Baumarten, z.B. eine Platane, die 1862 gepflanzt wurde. Mit etwas Glück können Sie auf dem See unter anderem auch einen Eisvogel beobachten. Im Park gibt es auch ein Restaurant, eine dreißig Meter hohe Klippe und eine Höhle.

22) The Parc Monceau

Der wunderschöne englische Park in Paris wurde im 18. Jahrhundert angelegt, und die meisten Gebäude aus dieser Zeit sind noch heute im Park erhalten. Hier finden Sie auch eine Rotunde als Überrest der Stadtmauern. Es stehen hier aber auch Statuen bekannter Persönlichkeiten, wie zum Beispiel französischer Schriftsteller und Komponisten.

23) The Parc des Princes

Der Prinzenpark ist eigentlich ein Fußballstadion, das mit vier Sternen ausgezeichnet ist. Es hat eine Kapazität von 48.712 Sitzplätzen und ist das Heimstadion des Vereins Paris Saint-Germain FC. Das Stadion hatte auch schon mehrmals die Ehre, Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft auszurichten.

Geschäfte und Märkte

Manche Touristen zieht das Pariser Shopping mehr an als Parks und Sehenswürdigkeiten. Es gibt hier viele Einkaufszentren und Straßen, die alle Shopping-Süchtigen anlocken.

24) Avenue des Champs-Élysées

„Die Champs-Élysées“ sind die bekannteste und teuerste Straße in Paris, dabei war dieser Ort im 17. Jahrhundert von Sümpfen bedeckt. Die Straße wurde 1670 gegründet und ist heute eines der Hauptzentren der Stadt. Sie endet am Arc de Triomphe .

Hier finden Sie Geschäfte luxuriöser Weltmarken, Kinos, Restaurants und Cafés, aber auch den Élysée-Palast – den Sitz des Präsidenten. Zur Feier des Sturms auf die Bastille findet auf der Straße jährlich am 14. 6. eine Militärparade der französischen Armee statt. Hier finden auch Demonstrationen und Feiern statt.

25) Le Marais

Dieses historische Viertel am rechten Seine-Ufer ist voller Boutiquen, Kunstgalerien, Hipster-Cafés und Designerläden. Obwohl es ursprünglich ein historisches jüdisches Viertel ist, ist es heute voller Galerien und Gay-Bars. In diesem Viertel finden Sie auch das bereits erwähnte Centre Pompidou, eine Galerie für moderne Kunst. Sie können hier auch das Musée Victor Hugo (Victor-Hugo-Museum) besuchen.

26) Galerie Lafayette

Ein Paradies für alle Shopping-Liebhaber ist diese historische Galerie, die bereits während des Kaiserreichs Napoleons III. entstand. Sechs Etagen bieten Ihnen insgesamt 63 Geschäfte, wobei jede Etage zusätzlich nach den Waren unterteilt ist, die die Geschäfte hier anbieten.

Sie können für sich selbst und für Kinder einkaufen, aber auch Abendgarderobe oder Parfüm, sogar für Ihr Haustier, finden Sie hier. Und wenn Sie nicht gerade von teuren Luxusmarken angezogen werden, befindet sich im Untergeschoss der Galerie ein Flohmarkt.

27) Avenue des Ternes

Die Straße ist knapp einen Kilometer lang und voller Geschäfte, Cafés und Restaurants.

27) The Avenue des Gobelins

Die Avenue des Gobelins ist eine der historisch bedeutsamen Straßen in Paris, die ihren Charme bis heute bewahrt hat. Sie ist nach der berühmten Gobelin-Manufaktur benannt, die sich am Ende dieser Straße befindet. Ein Gobelin ist eine Art Stickerei, die zum Symbol französischer Kunst und Handwerkskunst geworden ist.

Wenn Sie Kunst- und Geschichtsliebhaber sind, sollten Sie einen Besuch des Musée de la Tapisserie nicht verpassen, das sich in der Nähe der Avenue des Gobelins befindet. Dieses Museum wird Ihnen die Geschichte der Gobelin-Herstellung näherbringen.

Wissen Sie, was der Unterschied zwischen einem Gobelin und einer Tapisserie ist? Jeder Gobelin ist eine Tapisserie, aber nicht jede Tapisserie ist ein Gobelin. Ein Gobelin ist eine Tapisserie, die in den königlichen Pariser Manufakturen Les Gobelins gewebt wurde, die 1664 unter der Schirmherrschaft von König Ludwig XIV. entstanden sind. Nur Werke, die in diesen Manufakturen entstanden sind, dürfen als „„Gobelins““ bezeichnet werden.

28) Rue de Rivoli

Die Rue de Rivoli ist eine der bekanntesten und belebtesten Straßen in Paris. Diese elegante Straße erstreckt sich entlang des rechten Seine-Ufers und bietet nicht nur schöne Ausblicke, sondern auch eine reiche Geschichte und viele interessante Orte zum Erkunden. Auf dieser Straße finden Sie unter anderem viele bedeutende Bauwerke, z.B. den Tour Saint-Jacques, den Louvre oder das Haus, in dem Leo Tolstoi lebte.

Unterhaltung und Nachtleben in Paris

Wer hätte nicht vom Moulin Rouge gehört, dem bekanntesten Kabarett in Paris? Am bekanntesten wurde es durch den gleichnamigen Film aus dem Jahr 2001 mit Nicole Kidman. In Paris gibt es aber natürlich noch viel mehr. Sie können in die Oper oder zum Ballett gehen oder klassisch in eine Bar.

29) Opéra Garnier

Das Opernhaus wurde 1875 gegründet, und hier können Sie vor allem Oper und Ballett genießen. Hier spielt auch die Geschichte des Phantoms der Oper. Dieser Mythos entstand hauptsächlich aus der Angst vor den geheimnisvollen unterirdischen Labyrinthen unter dem Gebäude und auch vor den mysteriösen Geräuschen, die während der ersten Aufführungen genau von diesen Orten ausgingen.

30) Lido de Paris

Das bekannte große Kabarett wurde 2022 geschlossen, doch stattdessen wird hier bald ein anderes Theater eröffnet. Im ursprünglichen Kabarett konnten Sie Auftritte von Tänzerinnen in Federn und Pailletten genießen, fortan werden hier nur noch Theateraufführungen in den Originalsprachen stattfinden. Das Lido de Paris wird sich in einen Broadway-Stil verwandeln.

31) The Crazy Horse

Wenn Sie dennoch Kabaretts bevorzugen und dessen Atmosphäre genießen möchten, ist The Crazy Horse eine solche Option. Vor oder nach der Vorstellung können Sie hier auch essen, und wenn Sie die Show genießen möchten, ist es notwendig, einen Platz auf der offiziellen Website zu reservieren.

32) Moulin Rouge

Das bekannteste Kabarett in Paris befindet sich am Fuße des Montmartre und wurde 1889 gegründet. Das Etablissement war ursprünglich eine Tanzhalle, danach wurden hier Operetten aufgeführt und es diente sogar eine Zeit lang als Kino.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts können Gäste hier Aufführungen genießen, während derer es die Möglichkeit gibt, direkt zu Abend zu essen. Seit 1964 befand sich auf der Bühne ein Aquarium, in dem nackte Tänzerinnen ihre Darbietungen zeigten. Das Etablissement wurde vor allem durch den amerikanischen Film Moulin Rouge bekannt.

Moderne Viertel in Paris – wo Sie Einheimische finden

Wenn Sie Paris so erleben möchten, wie es die Einheimischen wahrnehmen, begeben Sie sich in eines der modernen Viertel von Paris. Das bekannteste ist sicherlich La Défense, wo sich auch der riesige Bogen Grande Arche befindet.

33) La Défense

Es liegt am westlichen Stadtrand von Paris und ist eines der größten Geschäfts- und Finanzzentren Europas. Es ist bekannt für seine Wolkenkratzer, modernen Gebäude und den riesigen Bogen Grande Arche.

34) Canal Saint-Martin

Das Viertel Canal Saint-Martin ist bei jungen Parisern sehr beliebt. Es bietet moderne Cafés, Restaurants und Geschäfte entlang des malerischen Canal Saint-Martin.

35) Saint-Germain-des-Prés

Dieses Viertel ist bekannt für seine Modeboutiquen, Luxusgeschäfte und Kunstgalerien. Es liegt am linken Seine-Ufer und gilt als intellektuelles und künstlerisches Zentrum der Stadt.

36) Bercy Village

Bercy Village ist ein ehemaliges Lagerhausviertel, das in ein modernes Einkaufs- und Unterhaltungszentrum umgewandelt wurde. Hier finden Sie Geschäfte, Restaurants und Kinos.

Paris und Kinder: Was man mit Kindern in Paris unternehmen kann

Wenn Sie mit kleineren Kindern nach Paris reisen, möchten Sie wahrscheinlich einen ganztägigen Marsch durch den Louvre vermeiden und versuchen, ihnen eine lustige Aktivität auszudenken, auf die sie sich freuen können.

Glücklicherweise gibt es in Paris Disneyland, und sowohl Kinder als auch Erwachsene werden das bereits erwähnte Magische Museum genießen. Vergessen Sie nicht, Tickets für Sehenswürdigkeiten und Attraktionen im Voraus zu kaufen, damit Sie mit den Kindern nicht in Warteschlangen stehen müssen. Dafür können Sie, genau wie wir, das Portal GetYourGuide nutzen.

37) Disneyland Paris

Kinder lieben Disneyland; das Pariser Disneyland wurde bereits 1992 feierlich eröffnet und wird jährlich von rund 10 Millionen Besuchern besucht. Sie finden es 35 Kilometer von Paris entfernt und erreichen es in etwa 35 Minuten vom Pariser Hauptbahnhof aus.

38) Parc des Buttes-Chaumont

Der Parc des Buttes-Chaumont ist praktisch ein großer Spielplatz, auf dem Sie dem Trubel der Großstadt entfliehen können.

39) Les Catacombes


Die ursprünglichen Pariser Katakomben wurden im 17. und 18. Jahrhundert erbaut. Sie dienten dazu, die unterirdischen Steinbrüche zu verstärken und die Straßen zu festigen, um deren Einsturz zu verhindern.

Doch dann, als es in der Stadt keine Begräbnisstätten mehr gab, wurden die Gebeine von sechs Millionen Parisern hierher gebracht. Diese geheimnisvollen Tunnel befinden sich bis zu 20 Meter unter der Erde und faszinieren sowohl Einheimische als auch Touristen, insbesondere die jüngeren.

Paris zu zweit: Romantische Aktivitäten in Paris

Wenn Sie etwas besonders Romantisches unternehmen möchten, können Sie eine Bootsfahrt auf der Seine mit Abendessen machen.

Paris und Umgebung: Wohin für einen Tagesausflug

Wenn Sie eine Woche in Paris verbringen, machen Sie auch einen Tagesausflug außerhalb von Paris. Sie können eines der Schlösser an der Loire besuchen oder nach Versailles fahren.

40) Château de Versailles

Das Schloss ist definitiv einen Besuch wert, vor allem seine atemberaubenden Gärten, da sich im Inneren oft eine riesige Menge Touristen befindet (wirklich riesig). Wenn Sie jedoch außerhalb des Wochenendes und frühzeitig aufbrechen, können Sie auch die wunderschönen Innenräume genießen, die dann mehr oder weniger leer sind, aber dennoch prächtige Räume darstellen. Denen von Ihnen, die im Sommer und spät in Versailles ankommen, empfehle ich, das Innere auszulassen und sich auf die Gärten zu konzentrieren.

Was man in Paris unbedingt besuchen sollte

Paris ist voller wunderschöner Orte, aber einige Sehenswürdigkeiten und Viertel sollten Sie auf keinen Fall verpassen. Wenn Sie eine Reise in die französische Metropole planen, finden Sie hier eine Liste dessen, was Sie unbedingt besuchen sollten:

1. Eiffelturm

Das bekannteste Symbol von Paris. Sie können ihn zu Fuß oder mit dem Aufzug besteigen oder ihn vom Champ de Mars aus genießen. Der schönste Anblick ist abends, wenn jede Stunde eine Lichtshow beginnt.

2. Louvre

Das größte Museum der Welt, wo Sie die berühmte Mona Lisa, aber auch ägyptische Mumien oder die Statue der Venus von Milo finden. Wenn Sie keine Zeit für eine komplette Besichtigung haben, gehen Sie zumindest um die Glaspyramide herum.

3. Kathedrale Notre-Dame

Auch wenn sie nach dem Brand noch immer restauriert wird, ist sie immer noch sehenswert. Sie befindet sich auf der Île de la Cité, wo Sie einen Spaziergang entlang der Seine genießen können.

4. Montmartre und die Basilika Sacré-Cœur

Ein Künstlerviertel voller Geschichte. Vom Hügel, auf dem sich die Basilika befindet, hat man einen der schönsten Ausblicke auf Paris. Spazieren Sie über den Place du Tertre, wo lokale Künstler malen.

5. Champs-Élysées und Arc de Triomphe

Die bekannteste Pariser Straße voller Luxusgeschäfte und Restaurants. Am Ende des Boulevards steht der Arc de Triomphe, von dem aus man einen wunderschönen Panoramablick hat.

6. Quartier Latin und Pantheon

Ein historisches Viertel mit Universitäten, Cafés und engen Gassen. Das Pantheon ist ein wunderschönes Gebäude, in dem berühmte Franzosen wie Voltaire oder Marie Curie begraben sind.

7. Musée d’Orsay

Ein perfektes Museum für Liebhaber des Impressionismus, wo Sie Werke von Monet, Van Gogh oder Degas finden. Zudem ist es weniger überfüllt als der Louvre.

8. Seine und Bootsfahrt

Ein unvergessliches Erlebnis, besonders bei Sonnenuntergang. Eine Bootsfahrt zeigt Ihnen viele Pariser Sehenswürdigkeiten aus einer anderen Perspektive.

9. Le Marais

Ein trendiges Viertel mit wunderschöner Architektur, Boutiquen und großartigen Restaurants. Hier finden Sie auch den berühmten Place des Vosges.

10. Katakomben von Paris

Die unterirdischen Tunnel voller menschlicher Überreste sind ein faszinierender, aber etwas unheimlicher Ort. Wenn Sie Geschichte mögen, ist es definitiv einen Besuch wert.

Was man in Paris an einem Tag sehen kann

Wenn Sie nur einen Tag für Paris haben, wird es zwar anspruchsvoller, aber Sie können trotzdem das Wichtigste sehen. Wir empfehlen, früh am Morgen zu beginnen und sich auf viel Laufen einzustellen!

Morgenprogramm

Eiffelturm – Ideal ist es, hier zu beginnen, bevor sich Warteschlangen bilden. Wenn Sie den Aufstieg nicht schaffen, genießen Sie die Aussicht vom Champ de Mars.
Champs-Élysées und Arc de Triomphe – Ein Spaziergang auf der berühmtesten Pariser Allee. Sie können den Bogen besteigen und die Stadt von oben betrachten.

Mittagsprogramm

Louvre – Wenn Sie keine Zeit für das ganze Museum haben, reicht es, es von außen zu betrachten und ein Foto an der Pyramide zu machen.
Notre-Dame und Île de la Cité – Ein kurzer Halt an der berühmten Kathedrale und ein romantischer Spaziergang entlang der Seine.

Nachmittagsprogramm

Quartier Latin und Pantheon – Eine großartige Gegend für Mittagessen und einen Spaziergang durch die malerischen Gassen.
Montmartre und die Basilika Sacré-Cœur – Beenden Sie Ihren Tag mit einem wunderschönen Blick auf Paris und schlendern Sie durch das Künstlerviertel.

Abendprogramm (falls Sie Zeit haben)

Bootsfahrt auf der Seine – Eine ideale Möglichkeit, den Tag ausklingen zu lassen und das beleuchtete Paris vom Boot aus zu sehen.
Moulin Rouge (von außen) – Wenn Sie die nächtliche Atmosphäre von Paris reizt, schauen Sie sich das berühmte Kabarett zumindest von außen an.

Was man in Paris in 2 Tagen sehen kann

Wenn Sie nur 2 Tage für Paris haben, müssen Sie sorgfältig auswählen, können aber dennoch das Bekannteste sehen. Wir empfehlen auf jeden Fall zu besuchen:

Tag 1: Ikonische Sehenswürdigkeiten und Stadtzentrum

Eiffelturm – Am besten ist es, gleich morgens hinzugehen, bevor sich Schlangen bilden. Falls Sie den Aufstieg nicht schaffen, genießen Sie die Aussicht vom Champ de Mars.
Seine und Pont Alexandre III – Ein schöner Spaziergang entlang des Flusses.
Invalidendom und Napoleons Grab – Einer der weniger touristischen, aber interessanten Stopps.
Champs-Élysées und Arc de Triomphe – Spazieren Sie über die berühmteste Pariser Allee.
Louvre – Wenn Sie nicht stundenlang drinnen verbringen möchten, bewundern Sie ihn von außen und vergessen Sie nicht ein Foto mit der Pyramide.
Quartier Latin – Genießen Sie abends ein Abendessen in diesem lebhaften Viertel voller Cafés und Bistros.

Tag 2: Geschichte und Romantik

Notre-Dame und Île de la Cité – Die Kathedrale wird noch immer restauriert, aber die Atmosphäre der Insel ist es wert.
Sainte-Chapelle – Wunderschöne gotische Glasfenster.
Montmartre und Basilika Sacré-Cœur – Romantisches Viertel mit Bohème-Atmosphäre.
Moulin Rouge und Pigalle – Sehen Sie sich das berühmte Kabarett zumindest von außen an.
Seine bei Sonnenuntergang – Wenn Sie Zeit haben, empfehle ich eine Bootsfahrt.

Was man in Paris in 3 Tagen sehen kann

Wenn Sie nur 3 Tage in Paris haben, folgen Sie dem obigen Reiseplan + wir haben weitere Empfehlungen für Sie, was Sie in Paris auf keinen Fall verpassen sollten:

Tag 3: Weniger touristisches Paris und Entspannung

Musée d’Orsay – Für Liebhaber des Impressionismus, kleiner als der Louvre, aber voller wunderschöner Werke.
Le Marais – Trendiges Viertel mit schönen Gassen, Boutiquen und Cafés.
Place des Vosges – Wunderschöner Platz mit Park, ideal für eine kurze Pause.
Katakomben von Paris – Faszinierendes unterirdisches Labyrinth mit Knochen (Reservierung im Voraus empfohlen).
Bois de Boulogne oder Jardin du Luxembourg – Schöne Parks, wo Sie vor der Abreise eine ruhigere Atmosphäre genießen können.

Wenn Sie abends noch Kraft und Zeit haben, beenden Sie Ihren Aufenthalt mit einem Drink auf einer Dachterrasse eines Pariser Cafés mit Blick auf die Stadt.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie lange in Paris bleiben?

Wenn Sie Kunst lieben, sollten Sie mindestens 5 Tage in Paris einplanen. Denjenigen unter Ihnen, die nicht so viel Kunst mögen, reicht ein verlängertes Wochenende.

Welche Museen sind die besten in Paris?

Louvre, Centre Pompidou und d’Orsay gehören zu den beliebtesten, aber es hängt immer von Ihrer Präferenz ab.

Wo übernachten in Paris?

Übernachten Sie idealerweise im Zentrum, zum Beispiel im ibis Paris Bastille Faubourg St Antoine, Mary’s Hotel République oder Maison Armance – Esprit de France.

Wo essen in Paris?

Wenn Sie ein Gourmet-Erlebnis suchen, besuchen Sie eines der Restaurants mit Michelin-Stern. Sie benötigen jedoch eine Reservierung. Dazu gehören Accents Table Bourse, Pantagruel oder Auberge Nicolas Flamel.

Fährt ein direkter Zug von Prag nach Paris?

Leider gibt es derzeit keine direkte Zugverbindung von Prag nach Paris.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Insel Pag, Kroatien: 12 Tipps + Zrće und Strände 2026

TL;DRDie Insel Pag in Kroatien vereint wilde Natur, Partytourismus und Geschichte: Die fünftgrößte Insel des Landes mit der längsten Küstenlinie punktet mit dem legendären Zrće-Strand bei Novalja samt den Clubs Papaya, Aquarius und Kalypso (der Club NOA wurde im Februar 2026 geschlossen), der historischen Stadt Pag mit ihrer UNESCO-geschützten Pager Spitze sowie versteckten Stränden wie Ručica, Beritnica, Sveti Duh oder Caska. Die Hauptsaison läuft von Juni bis September, für Ruhe und warmes Meer eignet sich am besten Ende Mai/Anfang Juni oder der September. Auf die Insel kommst du kostenlos über die Pag-Brücke oder mit der 15-minütigen Fähre Prizna–Žigljen für 17 bis 25 Euro pro Auto. Im Beitrag findest du 12 konkrete Tipps – von der Mondlandschaft und den Salinen über den Pager Käse und Lammfleisch bis zum Aufstieg auf den Gipfel Sveti Vid (350 m).

Wenn du dich vom Festland aus dieser kroatischen Insel näherst, fühlst du dich vielleicht wie bei der Landung auf einem fremden Planeten. Die kahle, scharf geschnittene weiße Landschaft ohne ein einziges Pflänzchen wirkt unglaublich mystisch. Die Insel Pag in Kroatien ist die fünftgrößte Insel des Landes und besitzt die mit Abstand längste Küste, die Hunderte traumhafter Buchten und Strände verbirgt.

Diese Insel steckt voller Extreme und Kontraste, die dich begeistern werden. Auf der einen Seite liegt der legendäre Partystrand Zrće mit seinen Musikclubs, auf der anderen findest du stille historische Gassen und jahrhundertealte Traditionen der Käseherstellung. So kannst du in einem einzigen Urlaub wilde Partys und die völlige Flucht aus der Zivilisation in die wilde Natur erleben.

Ich habe einen ausführlichen Reiseführer für dich vorbereitet, in dem wir uns auf das Wichtigste konzentrieren. Du erfährst, wo du die schönsten versteckten Strände findest, wo es den besten Schafskäse gibt und wie du überhaupt auf die Insel kommst. Schauen wir uns alles an, was du vor deiner Reise wissen musst.

Zusammenfassung

  • Mondlandschaft: Die Ostseite der Insel ist wegen des starken Bora-Windes völlig kahl und erinnert an die Oberfläche des Mondes.
  • Kroatisches Ibiza: Der Strand Zrće bei der Stadt Novalja ist das Zentrum des europäischen Party-Tourismus mit Open-Air-Clubs.
  • Kulturerbe: Die Stadt Pag bietet eine ruhige Atmosphäre, historische Gassen und die berühmte Paška-Spitze, die zum UNESCO-Erbe zählt.
  • Weltberühmter Käse: Paški sir ist ein harter Schafskäse, der seinen einzigartigen Geschmack den Kräutern und dem Salz des Meerwindes verdankt.
  • Anreise zur Insel: In den Süden gelangst du bequem über die kostenlose Pag-Brücke, in den Norden fährt die schnelle Fähre Prizna–Žigljen.
  • Versteckte Strände: Neben belebten Badeorten verbirgt die Insel wilde Buchten wie Beritnica oder Ručica, die zu den schönsten Kroatiens gehören.

Wann auf die Insel Pag reisen

Die Wahl des richtigen Zeitpunkts ist für einen Besuch auf Pag absolut entscheidend und hängt vor allem davon ab, was du dir von deinem Urlaub erwartest. Die Hauptsaison beginnt im Juni und endet im September, wenn die ganze Insel voll aufblüht und zu einem der lebhaftesten Orte ganz Kroatiens wird. Wenn dich laute Musik und riesige Festivals locken, komm im Juli oder August, wenn der Strand Zrće auf Hochtouren läuft und das Thermometer locker tropische fünfunddreißig Grad im Schatten anzeigt.

Für einen ruhigeren Urlaub und das Erkunden der wilden Natur ist die Zeit Ende Mai bis Anfang Juni oder der ganze sonnige September absolut ideal. Im September ist das Meer nach dem langen Sommer noch herrlich aufgewärmt, aber die Touristenmassen sind längst verschwunden und an den Kiesstränden hast du jede Menge der ersehnten Privatsphäre. Im Herbst finden auf der Insel zudem verschiedene lokale Gastronomiefeste statt und die beliebte Olivenernte beginnt – das hat einen riesigen Charme und lässt dich einen Blick in den Alltag der Einheimischen werfen.

Bei der Planung deines Aufenthalts musst du unbedingt mit einem einzigartigen lokalen Phänomen rechnen, das den Rhythmus der ganzen Insel grundlegend beeinflusst. Die Insel wird regelmäßig von der Bora gepeitscht – einem extrem starken, kalten Wind, der vom monumentalen Festlandgebirge Velebit direkt auf die Meeresoberfläche herabfällt. In den Wintermonaten kann dieser Wind in Böen Geschwindigkeiten von über zweihundert Kilometern pro Stunde erreichen, weshalb die Pag-Brücke aus Sicherheitsgründen manchmal vorübergehend gesperrt wird – dann kommst du nur noch mit der Fähre auf die Insel.

Wo auf der Insel Pag übernachten

💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unsere Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und bucht man am besten über GetYourGuide.

Die Entscheidung für die richtige Unterkunft prägt deinen gesamten Urlaub, denn die Insel ist gedanklich in zwei völlig unterschiedliche und eigenständige Teile geteilt. Der nördliche Teil rund um die quirlige Stadt Novalja zieht vor allem junge Leute, Party-Enthusiasten und Liebhaber des endlosen Nachtlebens an. Der südliche Teil rund um die historische Stadt Pag ist dagegen sehr ruhig und stellt die absolut ideale Wahl für Familien mit kleineren Kindern oder verliebte Paare dar, die ungestörte Romantik am Meer suchen.

Wenn du mitten im Geschehen wohnen und es nur einen Katzensprung zum berühmten Strand Zrće haben möchtest, ist das moderne Liberty Plaza direkt in Novalja eine hervorragende Wahl. Dieser stilvolle Komplex bietet herrliche Blicke aufs offene Meer, perfekte Erreichbarkeit ins Zentrum mit Restaurants und sehr geschmackvoll eingerichtete Zimmer. Die meisten Unterkünfte in dieser Gegend kannst du bequem über Booking reservieren – ich empfehle dir aber dringend, das mehrere Monate im Voraus zu tun, denn in den Sommermonaten ist Novalja hoffnungslos lange ausgebucht.

Für alle, die eher die historische Atmosphäre bevorzugen und sich nach ruhigen Abenden sehnen, ist die Hauptstadt Pag selbst die deutlich bessere Wahl. Einen herrlichen, ungestörten Aufenthalt verspricht das familiengeführte Boutique Hotel Intermezzo, das nur einen kleinen Schritt vom alten Renaissance-Zentrum entfernt liegt und einen sehr persönlichen, herzlichen Umgang mit allen Gästen bietet. Wenn du noch ein Stück weiter vom Zentrum in Richtung der stillen Buchten fährst, stößt du auf das sehr beliebte Hotel Belveder, wo du fantastische Ruhe und einen Privatstrand nur für Hotelgäste genießt.

12 Tipps, was man auf der Insel Pag sehen und erleben kann

Die Insel bietet eine unerschöpfliche Fülle an Erlebnissen für jeden Reisetyp. Ich habe für dich eine Liste mit zwölf Orten zusammengestellt, die dir Pag in seiner ganzen Vielfalt zeigen.

1. Die faszinierende Mondlandschaft

Vom Festland aus bietet sich dir ein Anblick, den du garantiert nirgendwo sonst in ganz Kroatien siehst und der dich beim ersten Mal vielleicht etwas verblüfft. Die nach dem Velebit-Gebirge ausgerichtete Ostseite der Insel ist völlig kahl und steinig, sodass sie bei untergehender Sonne wirklich bis ins Detail an die unwirtliche Mondoberfläche erinnert. Verantwortlich für dieses einzigartige Naturphänomen ist genau der gefürchtete Bora-Wind, der vom Velebit-Kanal riesige Mengen salzigen Meeresnebels heranträgt und die Küste mit unglaublicher Kraft peitscht.

Diese aggressive salzige Gischt verbrennt buchstäblich fast die gesamte normale Vegetation auf dieser Seite der Insel und hinterlässt nur kahle weiße Felsen. Hier überleben wirklich nur die widerstandsfähigsten und zähesten Pflanzen, zu denen vor allem aromatischer Salbei, gelb blühende Strohblume oder wilder Inselfenchel gehören. Diese unscheinbaren Kräuter verleihen der ganzen Insel einen herrlichen, sehr spezifischen würzigen Duft, den du schon in den ersten Sekunden nach dem Aussteigen aus dem Auto sicher riechst.

Ich empfehle dir auf jeden Fall, dir Zeit für eine gemütliche Fahrt entlang der Ostküste zu nehmen und an einem der vielen Aussichtspunkte entlang der kurvigen Straße zu halten. Der Kontrast zwischen dem strahlend weißen Gestein und dem tiefblauen Adriameer ist ein wahres Paradies für alle begeisterten Fotografen. Die Einheimischen haben diese raue, unwirtliche Landschaft im Laufe der Jahrhunderte zudem mit Hunderten Kilometern Trockensteinmauern durchzogen, die einst geschickt zur Abgrenzung der kargen Weiden für die allgegenwärtigen Schafe dienten.

💡 Tipp: Die besten Fotos der Mondlandschaft gelingen früh am Morgen oder im Gegenteil am Vorabend, wenn die tiefstehende Sonne herrliche lange Schatten auf den Steinen erzeugt. Tagsüber wird das Licht von den weißen Felsen nämlich sehr scharf reflektiert und die Fotos sind oft überbelichtet.

2. Der Strand Zrće und die Stadt Novalja

Die Stadt Novalja ist zweifellos der lebhafteste und lauteste Ort der ganzen Insel, und der angrenzende Strand Zrće ist der Hauptgrund, warum hier jeden Sommer Hunderttausende junge Leute aus ganz Europa hinströmen. Diesem langen Kiesstrand wird zu Recht der Spitzname kroatisches Ibiza verliehen, denn er beherbergt die besten Open-Air-Clubs, in denen das Leben rund um die Uhr pulsiert und elektronische Musik buchstäblich aus allen Richtungen tönt.

Wenn du 2026 herkommen willst, musst du mit einer absolut wesentlichen Veränderung der lokalen Clubszene rechnen, die viele Fans überrascht hat. Der berühmte NOA Beach Club wurde im Februar 2026 dauerhaft geschlossen und komplett abgebaut, obwohl er noch vor relativ kurzer Zeit zu den zehn besten Clubs der Welt gehörte. Du musst aber überhaupt keine Angst haben, eine tolle Party zu verpassen, denn legendäre Läden wie Papaya, Aquarius oder Kalypso funktionieren weiterhin und wurden kürzlich umfassend modernisiert – außerdem eröffnen neu die modernen Clubs Symbol und Lift.

Während des ganzen langen Sommers wechseln sich am Strand riesige Musikfestivals ab, die sich vor allem auf hochwertige Techno- und EDM-Musik konzentrieren. Zu den bekanntesten und meistbesuchten gehören die Festivals Sonus, DropZone oder das beliebte Lunar, zu denen begeisterte Fans aus aller Welt anreisen. Wenn dich die genauen Termine dieser Sommerfestivals interessieren, verfolge unbedingt regelmäßig die offizielle Seite zrce.com, wo du immer die aktuellsten Infos zu den Terminen findest und gleich sicher Tickets kaufen kannst.

💡 Tipp: Zu den Clubs auf Zrće fahren vom Zentrum Novaljas sehr zuverlässige und regelmäßige Nachtbusse, sodass du dein Auto bedenkenlos an der Unterkunft parken und den durchtanzten Abend in vollen Zügen genießen kannst.

3. Die historische Stadt Pag

Als absoluter und sehr willkommener Gegensatz zum endlos quirligen Novalja wirkt die Hauptstadt der ganzen Insel. Die Stadt Pag ist eine wahre Oase der Ruhe und tiefen Geschichte, in der nur etwas mehr als zweitausend ständige Einwohner leben, die es nirgendwohin eilig haben. Ihre heutige Gestalt stammt aus der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts, und die ganze Stadt wurde geschickt nach einem strengen Renaissance-Plan errichtet, sodass du dich in ihren logisch angelegten Gassen garantiert nicht verirrst.

Bei einem gemütlichen Spaziergang durch das historische Zentrum stößt du auf schöne, gut erhaltene Steinhäuser, gemütliche kleine Cafés und Reste mächtiger alter Mauern, die die Stadt einst schützten. Das Herz der ganzen Stadt ist der geräumige Hauptplatz mit der wunderschönen Kirche Mariä Himmelfahrt, wo sich an jedem Sommerabend ganz selbstverständlich einheimische Familien und neugierige Touristen treffen. Die ganze Stadt strahlt eine sehr langsame und angenehm entspannte Atmosphäre aus, die dich sofort dazu bringt, das Tempo zu drosseln und die südländische Ruhe aufzusaugen.

Vergiss nicht, auch über die schön gepflegte Küstenpromenade zu schlendern, die einen atemberaubenden Blick auf die ganze Bucht und die umliegenden kahlen Hügel bietet. Ein Abendspaziergang entlang des sanft beleuchteten Hafens gehört zu den allerromantischsten Erlebnissen, die du von einem Inselurlaub mit nach Hause nehmen kannst. Im Sommer finden hier zudem sehr häufig kleinere Kulturveranstaltungen, Musikauftritte und beliebte Märkte mit traditionellen lokalen Produkten statt.

💡 Tipp: Die Stadt Pag ist ein absolut hervorragender Ausgangspunkt für deine täglichen Ausflüge, denn sie liegt nur einen Katzensprung von der Hauptbrücke entfernt, die die Insel mit dem nahen Festland verbindet.

4. Die berühmte Paška-Spitze (UNESCO)

Diese vielseitige Insel dreht sich keineswegs nur um wilde Natur und sonnige Strände, sondern ist zu Recht auch auf ein weltweit einzigartiges Handwerk stolz. Die Paška-Spitze ist so außergewöhnlich, dass sie 2009 stolz in die Liste des immateriellen UNESCO-Erbes aufgenommen wurde – an der Seite der berühmten Spitzen von der Insel Hvar und der nordkroatischen Stadt Lepoglava. Es handelt sich um eine unglaublich komplexe Nadelspitze, deren reiche Tradition bis ins sechzehnte Jahrhundert zu den sorgfältigen örtlichen Benediktinerinnen zurückreicht.

Die Herstellung eines einzigen kleineren Stücks dieser feinen Spitze nimmt selbst die geschickteste Klöpplerin mehrere lange Monate täglicher Fleißarbeit in Anspruch. Das komplexe Muster wird dabei nie auf Papier vorgezeichnet, sondern die einheimischen Frauen erschaffen es rein aus dem Kopf und geben diese seltene Fähigkeit seit Hunderten von Jahren von Generation zu Generation weiter. Jedes fertiggestellte Stück ist somit ein absolutes und völlig unwiederholbares Original, das ein Stück Inselgeschichte in sich trägt.

Wenn du am Vorabend durch die Altstadt von Pag schlenderst, siehst du sicher ältere einheimische Frauen, die auf Stühlen vor ihren Häusern sitzen und überaus geduldig weitere komplexe Muster sticken. Echte Paška-Spitze kannst du direkt bei ihnen kaufen, was zweifellos das beste und authentischste Souvenir von deiner Sommerreise ist. Du kannst auch eine kleine spezialisierte Spitzengalerie direkt im Stadtzentrum besuchen, wo du mit eigenen Augen die allerkomplexesten historischen Muster vergangener Jahrhunderte sehen kannst.

💡 Tipp: Sei sehr vorsichtig bei verdächtig billigen Nachahmungen in gewöhnlichen Souvenirläden. Echte handgemachte Spitze ist zwar teurer, aber du kaufst dir ein echtes Kunstwerk von unschätzbarem Wert nach Hause.

5. Die uralten Salzfelder und das Salzmuseum

Die traditionelle Produktion von hochwertigem Meersalz hat die komplexe Geschichte und den gesamten Wohlstand dieser Insel über lange Jahrhunderte hinweg geprägt, und ihr Einfluss ist hier auf Schritt und Tritt spürbar. Die Solana Pag erstreckt sich über eine beachtliche Fläche von fast zwei Millionen Quadratmetern und ist die mit Abstand größte funktionierende Salzgewinnungsanlage in ganz Kroatien. Historische schriftliche Quellen über die hiesige organisierte Salzgewinnung stammen sogar schon aus dem zehnten Jahrhundert, was ihre enorme Bedeutung belegt.

Die Gewinnung dieses wertvollen Rohstoffs ist hier ganz eng mit dem unglaublich sauberen Meer, der hohen Anzahl an Sonnentagen im Jahr und dem ständigen, austrocknenden Wind verbunden. Seit 2019 trägt das Pager Salz das prestigeträchtige geschützte geografische Herkunftszeichen der Europäischen Union, was seine hervorragende kulinarische Qualität und einzigartige Zusammensetzung voller gesunder Mineralien eindeutig bestätigt. Bis heute wird ein großer Teil der Gesamtproduktion durch traditionelles natürliches Verdunsten in kaskadenartigen, flachen Becken gewonnen.

Direkt am Rand der Stadt Pag findest du alte steinerne Salzlager, die sogenannten Magazine, die heute ein geschütztes und sehr einzigartiges technisches Denkmal sind. In einem dieser riesigen historischen Lager befindet sich heute das moderne Salzmuseum, wo du auf anschauliche Weise alles über die Geschichte der Salzgewinnung, die komplexen Verfahren und die zentrale Bedeutung für die Einheimischen erfährst. Ganz in der Nähe kannst du in einem kleinen Laden das beste grobkörnige Salz für deine Küche kaufen.

💡 Tipp: Die Salzfelder sind am allerbesten vom Panorama-Aussichtspunkt oberhalb der Stadt Pag auf dem Weg Richtung des nahen Zadar zu sehen. Von oben sehen sie aus wie ein riesiges Wasserschachbrett, das auf der ruhigen Oberfläche der Bucht liegt.

6. Der Paška-Käse als König der Inselgastronomie

Wenn es eine einzige Sache gibt, die du auf der Insel einfach probieren musst, dann ist es eindeutig der phänomenale lokale Schafskäse. Paški sir ist der absolut berühmteste kroatische Käse und hat im Laufe seiner Existenz unzählige Goldmedaillen bei den prestigeträchtigsten kulinarischen Wettbewerben der Welt gewonnen. Genau wie das berühmte lokale Salz trägt auch dieser außergewöhnliche Käse seit 2019 das geschützte Ursprungszeichen der Europäischen Union.

Hinter seinem absolut phänomenalen und sehr ausgeprägten Geschmack steckt erneut die raue Inselnatur und der unerbittliche Bora-Wind, der alles mit Salz bedeckt. Die Pager Schafe weiden nämlich auf kahlen, steinigen Weiden, die mit salzigem Nebel und aromatischen Kräutern, vor allem wildem Salbei, bedeckt sind. Diese einzigartige, nährstoffreiche Nahrung schlägt sich ganz natürlich in der außergewöhnlichen Qualität und im Geschmack der Milch nieder, aus der anschließend der harte Käse hergestellt wird, der mindestens sechzig Tage in dunklen Kellern reift.

Der beste Ort für eine ordentliche Verkostung sind die kleinen Familienkäsereien, die du vor allem in der hügeligen Umgebung des Dorfes Kolan findest. Bei einer traditionellen Degustation wird dir zum geschnittenen Käse frisches knuspriges Brot, hausgemachtes Olivenöl und ausgezeichneter lokaler Wein angeboten, was zusammen eine absolut perfekte Harmonie der Geschmäcker bildet. Ich empfehle dir wärmstens, zumindest ein kleines abgeschnittenes Stück dieses gastronomischen Schatzes mit nach Hause zu nehmen, auch wenn er zweifellos zu den teureren Delikatessen gehört.

💡 Tipp: Denk daran, dass der Käse umso härter, würziger und logischerweise auch teurer wird, je länger er reift. Jüngerer Käse ist dagegen viel milder und passt hervorragend zu leichteren sommerlichen Weißweinen von den lokalen Weinbergen.

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7. Das traditionelle Pager Lamm

Mit der ausgedehnten Zucht frei weidender Schafe hängt eng auch eine weitere große Spezialität der Inselküche zusammen, die von Liebhabern traditioneller Fleischgerichte häufig gesucht wird. Die Paška janjetina, also das lokale Lamm, hat sogar einen geschützten Status und gehört seit Langem zu den allergefragtesten kulinarischen Delikatessen des ganzen Landes. Ihr großes Geheimnis liegt im exakt gleichen natürlichen Prinzip wie beim berühmten Schafskäse.

Junge Lämmer bis zu einem Alter von fünfundvierzig Tagen trinken nämlich ausschließlich die nahrhafte Milch von Schafen, die lokale Kräuter abweiden, die vom Velebit-Wind stark gesalzen sind. Dank dieser spezifischen Umgebung hat das Fleisch eine unglaublich zarte Struktur, und die Köche behaupten, es brauche überhaupt keine komplizierten Gewürze oder langes Marinieren. Die berühmten lokalen Restaurants bereiten es meist sehr einfach zu – nur mit etwas grobem Meersalz und einem Tropfen hochwertigem Olivenöl.

Die traditionellste Art der Inselzubereitung ist das sehr langsame Garen am ganzen Stück am Spieß oder unter einer schweren Eisenglocke namens Peka, in die Kartoffeln gegeben werden. Diese lokale Spezialität ist vor allem in den Frühlingsmonaten sehr gefragt, wenn das Fleisch angeblich am allerzartesten ist. Für Vegetarier und Liebhaber fleischloser Kost bietet die Insel jedoch jede Menge anderer toller und sättigender Gerichte, von köstlicher Pizza und hausgemachter Pasta bis hin zu frischem saisonalem Ofengemüse, bestreut mit lokalem Schafskäse.

💡 Tipp: Wenn in deiner Gruppe jemand die authentischste Version dieses Gerichts probieren möchte, such die traditionellen Konobas auf – kleine Familienrestaurants, die im Inselinneren weit weg von den touristischen Zentren versteckt liegen.

8. Der wunderschöne Strand Ručica bei Metajna

Die ganze Insel verbirgt jede Menge wunderschöner Buchten, aber der Kiesstrand Ručica wird von den Einheimischen selbst sehr oft als der allerschönste und fotogenste bezeichnet. Er liegt unweit des malerischen Dörfchens Metajna und bietet eine absolut perfekte Flucht aus der lauten Zivilisation. Zum Strand gelangst du mit dem Auto durch eine sehr interessante und völlig öde Landschaft, parken kannst du auf einem ausgewiesenen Platz nur wenige Dutzend Meter vom Meer entfernt.

Ručica besteht aus einer sehr angenehmen Mischung aus gröberem Sand und kleinen hellen Kieseln, die scharf mit den umliegenden kahlen und ausgedörrten Hügeln kontrastieren. Du findest hier überhaupt keinen natürlichen Schatten und keine hohen Bäume, deshalb musst du unbedingt deinen eigenen stabilen Sonnenschirm, ausreichend Sonnencreme und jede Menge Trinkwasser mitbringen. Das glasklare Wasser hat hier eine wundervolle türkise Farbe und ist dank der guten Sicht absolut ideal für langes Schnorcheln entlang der Felsen.

In den letzten Jahren hat dieser Strand zwar enorm an Popularität gewonnen und in der Hochsaison sind hier deutlich mehr Leute als früher, aber er bewahrt sich nach wie vor seinen rauen, wilden Charme. Das Fotografieren in dieser einsamen Bucht erinnert sehr oft an luxuriöse Aufnahmen aus teuren Reisekatalogen, denn die umliegende steinige Szenerie ist absolut atemberaubend. Vergiss nicht, bequeme Wasserschuhe mitzunehmen, denn die Kiesel am Grund können stellenweise ziemlich scharf sein.

💡 Tipp: Am Strand gibt es im heißen Sommer manchmal einen kleinen provisorischen Stand mit Grundverpflegung, aber außerhalb der Hauptsaison musst du sämtliche Essens- und Getränkevorräte sicherheitshalber selbst von der Unterkunft mitbringen.

9. Der versteckte, wilde Strand Beritnica

Gleich hinter dem nächsten Hügel vom beliebten Strand Ručica verbirgt sich noch ein viel größeres und deutlich schwerer zugängliches Naturjuwel. Der wunderschöne Strand Beritnica ist völlig von der Außenwelt abgeschnitten und gehört souverän zu den allerfotogensten Orten in ganz Kroatien. Seine größte und unverwechselbare Dominante sind drei mächtige Felsmassive, die majestätisch direkt aus dem flachen Meer ragen, nur wenige Meter vom kiesigen Ufer entfernt.

Zu diesem atemberaubenden Strand gelangst du auf keinen Fall mit dem Auto, was letztlich sein allergrößter Vorteil und eine Garantie für Ruhe ist. Du musst nämlich eine etwa dreißigminütige Wanderung direkt vom Strand Ručica über scharfe Steinhügel absolvieren oder im nahen Dorf ein kleines Boot mit Kapitän mieten. Der Fußweg führt über den sehr treffend benannten Pfad „Life on Mars“, der in der Sommerhitze recht anspruchsvoll sein kann, deshalb mach dich lieber früh am Morgen oder erst am späten Nachmittag auf den Weg.

Belohnt wirst du für die körperliche Anstrengung mit absoluter, ungestörter Ruhe, einem leeren Kiesstrand und kristallklarem Wasser ohne Wellen. Diese abgelegene Bucht ist der absolut perfekte Ort für alle Reisenden, die überfüllte Badeorte aufrichtig nicht ausstehen können und gezielt unberührte wilde Natur suchen. Auch hier gilt natürlich die strenge Regel, dass du die gesamte Ausrüstung und Wasservorräte auf dem Rücken mitbringen musst, denn weit und breit ist überhaupt nichts gebaut.

💡 Tipp: Wenn du gern Sportklettern magst, erhebt sich direkt über dem Strand die sehr populäre und vielbesuchte Felswand Stogaj, die von oben absolut phänomenale Ausblicke auf die ganze Bucht und die umliegenden öden Inseln bietet.

10. Der Familienstrand Sveti Duh

Während die absolute Mehrheit der Strände auf dieser Insel eher kiesig oder ausgesprochen steinig mit steilerem Abhang ist, bietet der Strand Sveti Duh eine sehr angenehme und sichere Abwechslung. Dieser außergewöhnlich lange Strand besitzt einen sand-kiesigen Grund und einen sehr flachen Einstieg ins Meer, was ihn zum absoluten Paradies für alle Familien mit kleinen Kindern und Nichtschwimmer macht. Du findest ihn versteckt im nördlichen Teil der riesigen und geschützten Pager Bucht.

Dadurch, dass das Wasser hier auch mehrere Dutzend Meter vom Ufer entfernt wirklich sehr flach ist, erwärmt sich das Meer von der Sonne viel schneller und intensiver als irgendwo sonst auf der Insel. Kleinere Kinder können hier absolut sicher im warmen Wasser spielen und endlos Burgen aus feinem Kies und Sand bauen, während du in aller Ruhe auf der Decke entspannen und ein Buch lesen kannst. Direkt am Strand befindet sich auch ein beliebter Campingplatz, sodass hier saubere sanitäre Grundeinrichtungen und die Möglichkeit einer schnellen Verpflegung im Schatten zur Verfügung stehen.

Der Strand ist wirklich überdurchschnittlich geräumig, sodass du hier auch in der vollsten August-Saison meist problemlos einen ruhigen Platz für dein großes Handtuch und den Sonnenschirm findest. Direkt vom Ufer öffnet sich dir zudem ein herrlicher, ungestörter Blick auf das gesamte Festlandgebirge Velebit, das sich in der Ferne majestätisch hoch über der Meeresoberfläche erhebt. Im Gegensatz zur absolut wilden Beritnica ist dies schlicht ein sehr zivilisierter, sicherer und leicht erreichbarer Ort für einen entspannten Nachmittag.

💡 Tipp: Ein kleinerer Randbereich dieses weitläufigen Strandes ist traditionell und seit Langem den Anhängern des FKK vorbehalten. Das ist immer klar und gut sichtbar mit Schildern gekennzeichnet, sodass du überhaupt keine Angst haben musst, versehentlich in den falschen Abschnitt zu geraten.

11. Der historische Strand Caska bei Novalja

Nur etwa drei sehr kurze Kilometer vom ständig quirligen Zentrum der Stadt Novalja entfernt liegt ein sehr interessanter und geräumiger Kiesstrand namens Caska. Diese tiefe Bucht bietet einen absolut hervorragenden Kompromiss zwischen der ersehnten Ruhe und der einfachen Erreichbarkeit von Annehmlichkeiten, denn du findest hier mehrere angenehme Strandbars zur Erfrischung, aber gleichzeitig fehlt die dröhnende elektronische Musik, die für den benachbarten Strand Zrće typisch ist. Ein riesiger und nicht zu vernachlässigender Vorteil ist auch der große befestigte Parkplatz, der für Besucher meist völlig kostenlos ist.

Neben dem fantastischen Baden im sauberen Wasser ist genau dieser Ort auch aus seiner reichen historischen Perspektive überaus faszinierend. Direkt unter der ruhigen Meeresoberfläche verbergen sich hier nämlich bis heute die Überreste der großen antiken Stadt Cissa, die der Legende nach bei einem mächtigen verheerenden Erdbeben im vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung auf den Grund versank. Wenn du eine gute Taucherbrille mitnimmst und langsam ein Stück vom Ufer wegschwimmst, kannst du am Grund mit etwas Glück die Umrisse alter Mauern und Amphoren erkennen.

Den ganzen Strand säumen zudem von beiden Seiten alte, halb verfallene Steintürme und romantische Ruinen, die dem ganzen Ort einen sehr magischen und altertümlichen Hauch verleihen. Der Grund fällt hier recht steil und schnell in die Tiefe ab, sodass es ein absolut idealer Ort für erfahrenere Schwimmer ist, die das endlose Waten im flachen Wasser wie am Strand Sveti Duh nicht mögen. In der unmittelbaren Umgebung der Bucht führen auch einige sehr schöne, leichte Wanderwege mit einem fantastischen Blick aufs offene Meer.

💡 Tipp: Der Strand ist geografisch so geschickt ausgerichtet, dass vom Festland nur ein absolutes Minimum an Wind weht, sodass die Meeresoberfläche hier fast immer wunderbar ruhig und glatt wie ein Spiegel ist, was du beim Schwimmen zu schätzen weißt.

12. Der Aufstieg auf den Berg Sveti Vid

Wenn dich nach ein paar Tagen das ständige Herumliegen am Meer langweilt und du ein Stück Sportgeist in dir trägst und gern aktiv Urlaub machst, bietet die Insel auch überraschend tolle Wandermöglichkeiten. Der allerhöchste Punkt der ganzen langgezogenen Insel ist der steinige Gipfel Sveti Vid, der sich in eine beachtliche Höhe von fast dreihundertfünfzig Metern über dem Meeresspiegel erhebt. An seinem windigen Gipfel selbst findest du nur eine kleine verlassene Steinkapelle, die schon im vierzehnten Jahrhundert errichtet wurde.

Der Weg zu diesem Gipfel führt direkt durch die bereits erwähnte faszinierende Mondlandschaft und bietet ein wirklich fantastisches und unvergessliches sportliches Erlebnis. Vom Gipfel bietet sich dir anschließend der absolut beste Panoramablick auf die ganze gegliederte Pager Bucht, die historische Stadt Pag, die riesigen Salzfelder und das monumentale Festlandgebirge Velebit, das sich in der Ferne erstreckt. Bei wirklich klarem Wetter und guter Sicht kannst du bis zu den schönen Nachbarinseln Rab, Lošinj und der kleinen Silba blicken.

Zum Gipfel selbst führen zwei gut markierte Wanderwege, aus denen du je nach deiner Kondition wählen kannst. Einer ist etwas steiler und schneller und beginnt unweit des Dorfes Šimuni, der andere ist dagegen sanfter, länger und beginnt unweit der bekannten Käserstadt Kolan. In den heißen Sommermonaten ist es absolut notwendig, sich früh am Morgen mit Sonnenaufgang auf diese anspruchsvolle Wanderung zu machen, denn auf der Strecke gibt es überhaupt keinen Schatten und die Sonne wird sehr stark von den weißen Steinen reflektiert. Zieh unbedingt festes Wanderschuhwerk an, denn lose Steine können unangenehm rutschen.

💡 Tipp: Vergiss auf keinen Fall, überdurchschnittlich viel Flüssigkeit und Sonnencreme in deinen Rucksack zu packen. Auf diesem ganzen kahlen Hügel gibt es nämlich keine natürliche Quelle und nicht die geringste Möglichkeit, unterwegs Trinkwasser nachzukaufen.

Wohin weiter von der Insel Pag

Wenn du mehr Zeit für deinen Urlaub hast, ist Pag ein hervorragender Ausgangspunkt, um weitere Teile der kroatischen Küste zu entdecken. Vom südlichen Teil der Insel fährst du über die Brücke direkt nach Norddalmatien. Ich empfehle dir wärmstens, das nahe historische Zadar zu besuchen, das für seine Meeresorgel und den fantastischen Sonnenuntergang berühmt ist.

Überlegst du, ob du nicht einen etwas anderen Reisestil wählen sollst? Lies unseren Artikel darüber, wie es ist, Kroatien per Boot zu erleben, was dir ermöglicht, die versteckten Buchten ohne Touristenmassen zu entdecken. Falls du dir bei deinem endgültigen Reiseziel noch unsicher bist, findest du jede Menge Inspiration in unserem großen Ratgeber, wohin in den Urlaub in Kroatien. Und für Tipps zu den besten Übernachtungsorten schau in unsere Übersicht der bewährten Unterkünfte in Kroatien.

Häufig gestellte Fragen

Wie kommt man am besten auf die Insel Pag?

Es gibt zwei Hauptoptionen, die sehr unterschiedlich sind. In den Süden der Insel gelangt man über die Pag-Brücke aus Beton völlig kostenlos und ohne jegliche Warteschlangen, was ideal ist, wenn man von Zadar kommt. Wenn man hingegen direkt in den Norden zum lebhaften Novalja möchte, ist es viel schneller, die regelmäßige Fähre der Gesellschaft Jadrolinija auf der kurzen Strecke Prizna–Žigljen zu nutzen.

Was kostet die Fähre zur Insel und wie oft fährt sie?

Die Fähren auf der Linie 335 verkehren in der Sommersaison sehr häufig, durchaus auch zwanzigmal täglich, und fahren fast rund um die Uhr, wobei die Überfahrt selbst nur fünfzehn Minuten dauert. Der Preis für einen normalen PKW mit Fahrer liegt in den Jahren 2025 und 2026 bei etwa 17 bis 25 Euro, ein erwachsener Fußgänger zahlt ungefähr 2 bis 4 Euro. Das gekaufte Ticket gilt für den jeweiligen Tag zu jeder beliebigen Abfahrtszeit.

Ist die Insel für Familien mit Kindern geeignet?

Auf jeden Fall, und zwar sogar sehr. Wenn man den nördlichen Party-Bereich rund um den Strand Zrće meidet, bietet die Insel eine wunderbare und ungestörte Ruhe für die ganze Familie. Für Familien ist die Umgebung der historischen Stadt Pag oder des Dörfchens Šimuni absolut ideal, wo man lange und sehr ruhige Strände mit sicherem und sanftem Zugang zum Wasser findet.

Wo kann man auf der Insel am besten einkaufen?

Die größten Supermärkte und klassischen Lebensmittelgeschäfte findet man am Rand der größeren Städte Novalja und Pag. Für absolut frisches Gemüse, Obst und fantastische lokale Käsesorten empfehle ich jedoch den Besuch der frühen Morgenmärkte direkt im Zentrum der Stadt Pag, wo man sehr günstig frische Zutaten direkt von den Händen der örtlichen Bauern kaufen kann.

Ist der beliebte Club NOA am Strand Zrće noch in Betrieb?

Nein, diesen berühmten Club kann man leider nicht mehr besuchen. Der Club NOA wurde im Februar 2026 dauerhaft geschlossen und anschließend komplett abgebaut. Das Partyleben am Strand Zrće geht aber selbstverständlich in vollem Gange weiter in anderen äußerst beliebten Locations wie der modernisierten Papaya, Kalypso oder dem wiedereröffneten Aquarius.

Kann man auf der Insel ohne Auto reisen?

Die Fortbewegung ohne eigenes Auto ist hier leider ziemlich kompliziert und schränkt einen erheblich ein. Zwischen den wichtigsten größeren Städten fahren zwar gelegentlich lokale Busse, aber zu den schönsten abgelegenen Stränden und Aussichtspunkten kommt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln einfach nicht hin. Wenn man mit der Fähre ohne Auto anreist, kann man sich vor Ort zumindest einen stärkeren Roller mieten.

Was ist der Bora-Wind und warum ist er wichtig?

Die Bora ist ein extrem starker und sehr kalter Fallwind, der vom Festlandgebirge Velebit in Richtung Meer strömt. Dieser aggressive Wind verursacht die typische kahle Mondlandschaft im östlichen Teil der Insel, indem er salzigen Meeresnebel auf das Festland sprüht. Gleichzeitig verleiht er paradoxerweise dem einzigartigen und unverwechselbaren Geschmack des örtlichen Schafskäses seine Entstehung.

Kann man auf der Insel Leitungswasser trinken?

Ja, das Wasser aus der normalen Wasserleitung ist in ganz Kroatien völlig sicher trinkbar und sehr schmackhaft. Auf der Insel Pag wird Süßwasser zuverlässig direkt vom Festland über die Hauptbrücke herangeführt, sodass es eine ausgezeichnete Qualität hat und man somit definitiv nicht unnötig Geld für in Plastikflaschen abgefülltes Wasser ausgeben muss.

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Was kostet eine Reise zu den Lofoten? Budget und Spartipps für 2026

TL;DREin Trip zu den Lofoten 2026 kann je nach Reisestil ganz unterschiedlich teuer werden. Ein Rückflug nach Bodø oder Narvik kostet 6.000–9.000 Kč, die Fähre von Bodø nach Moskenes mit Auto für zwei Personen schlägt mit rund 2.600 Kč zu Buche. Eine Nacht im traditionellen Fischerhaus Rorbu kostet 4.300–8.600 Kč, Camping mit eigenem Zelt dagegen nur 650–860 Kč pro Nacht. Kochst du selbst mit Einkäufen bei Kiwi oder Rema 1000, kommst du auf 320–430 Kč pro Person und Tag, ein Mietwagen für eine Woche kostet 15.000–21.500 Kč. Norwegen ist fast komplett bargeldlos unterwegs, überall reicht die Karte völlig aus.

Wenn du davon träumst, einmal hinter den Polarkreis zu reisen, taucht schnell eine entscheidende Frage auf: Wie sehr belastet so ein Trip eigentlich das Portemonnaie? Die Lofoten in Norwegen haben den Ruf, zu einer der teuersten Regionen der Welt zu gehören – und das ganz zu Recht.

Lass dich davon trotzdem nicht abschrecken, denn diese nordische Schönheit ist jeden Cent wert und muss mit etwas Planung keinen finanziellen Ruin bedeuten. Wie hoch dein Reisebudget am Ende ausfällt, hängt vor allem davon ab, welchen Standard du bei Unterkunft und Verpflegung wählst.

Wer in den ikonischen roten Fischerhütten übernachtet und abends im Restaurant isst, gibt schnell mehrere Tausend Euro aus. Mit dem eigenen Zelt und Einkäufen im Supermarkt bleibst du dagegen bei sehr vernünftigen Summen. Schauen wir uns also genau an, was ein Urlaub auf den Lofoten 2026 kostet – und wo du clever sparen kannst.

Zusammenfassung

  • Flüge und Fähren: Hin- und Rückflüge von Prag nach Bodø oder Narvik bekommst du 2026 für etwa 240 bis 360 €. Die Fähre für ein Auto und zwei Personen von Bodø nach Moskenes kostet ungefähr 1 200 NOK (ca. 105 €).
  • Unterkunft auf den Inseln: Eine Nacht in einem traditionellen Fischerhaus (Rorbu) kostet ab 2 000 bis 4 000 NOK (175 bis 350 €). Deutlich günstiger ist Camping, wo du für einen Stellplatz für Auto und Zelt 300 bis 400 NOK (26 bis 35 €) pro Nacht zahlst.
  • Preise für Essen und Kochen: Wenn du selbst kochst und in den Supermärkten Kiwi oder Rema 1000 einkaufst, kannst du dein tägliches Essensbudget auf 150 bis 200 NOK (13 bis 17 €) pro Person drücken.
  • Mietwagen und Verkehr: Die Wochenmiete für einen kleineren Wagen kostet in der Hauptsaison 7 000 bis 10 000 NOK (610 bis 875 €). Rechne außerdem mit hohen Spritpreisen, die bei etwa 23 NOK pro Liter (2 €) liegen.
  • Bezahlung und Bargeld: Norwegen ist eine nahezu vollständig bargeldlose Gesellschaft und du brauchst überhaupt kein Bargeld. Überall kannst du mit der klassischen Zahlungskarte bezahlen.

7 Dinge, die du wissen musst

Schauen wir uns die wichtigsten Posten deiner Reise etwas genauer an.

1. Flüge und Fähre mit Auto

Die Anreise in den hohen Norden Norwegens ist der erste große Posten in deinem Budget. Am gängigsten ist der Flug in die Stadt Bodø oder zum Flughafen Evenes in der Nähe von Narvik. Von Deutschland aus kommst du meist mit einem Umstieg in Oslo dorthin, und die Preise für Hin- und Rückflüge klettern in der Sommerhauptsaison auf rund 400 €. Wenn du lieber mit dem eigenen oder gemieteten Auto vom Festland anreist, kommst du um eine Überfahrt nicht herum.

Die meistgenutzte Fähre fährt von Bodø zum Hafen Moskenes ganz im Süden der Lofoten. Die Überfahrt dauert etwa drei bis vier Stunden und bietet dir absolut atemberaubende Ausblicke auf die näher rückende Bergkette der Lofoten. Für einen normalen Pkw und zwei Passagiere zahlst du umgerechnet rund 105 € pro Strecke. Wer ohne Auto nur zu Fuß unterwegs ist, fährt deutlich günstiger und oft sogar gratis – ein riesiger Vorteil für Rucksacktouristen. Die Überfahrt selbst ist ein Erlebnis, denn der Ozean kann hier seine Kraft zeigen. Für empfindliche Mägen lohnt es sich, Reisetabletten gegen Seekrankheit einzupacken.

💡 Tipp: In den Sommermonaten sind die Fähren oft hoffnungslos ausgebucht. Reserviere deinen Stellplatz fürs Auto rechtzeitig über die offiziellen norwegischen Buchungssysteme, damit du nicht stundenlang auf der sogenannten Standby-Liste im Hafen festhängst. So ersparst du dir gleich zu Beginn des Urlaubs jede Menge unnötigen Stress.

2. Unterkunft: Ikonische Rorbu vs. Camping

Den größten Unterschied spürt dein Geldbeutel bei der Wahl der Unterkunft. Wohl jeder Lofoten-Besucher träumt davon, mindestens eine Nacht in einer traditionellen roten Fischerhütte namens Rorbu zu verbringen. Diese Hütten stehen auf Holzpfählen direkt über dem Wasser, dienten früher den Fischern während des saisonalen Fangs und bieten heute eine unvergleichlich romantische Atmosphäre. Rechne aber damit, dass es sich um ein Premium-Erlebnis handelt, für das du zwischen 2.000 und 4.000 NOK pro Nacht zahlst. Ein großer Vorteil der Rorbu ist die voll ausgestattete Küche, die dir anschließend enorme Summen beim Essen im Restaurant spart.

Wenn du nach einer günstigeren Alternative suchst: Die Lofoten sind ein wahres Paradies fürs Camping. Norwegische Campingplätze sind sauber, hervorragend ausgestattet und liegen oft mitten in atemberaubender Natur, häufig direkt an schneeweißen Stränden. Für einen Stellplatz mit Pkw und kleinem Zelt zahlst du sehr vernünftige 300 bis 400 NOK pro Nacht. Ein Kompromiss zwischen Zelt und teurer Rorbu sind lokale Hostels oder kleine Pensionen, wo ein Bett im Mehrbettzimmer rund 800 NOK kostet.

Wer absolute Freiheit bevorzugt: Norwegen erlaubt das sogenannte Jedermannsrecht (Allemannsretten). Dein Zelt darfst du also fast überall kostenlos aufschlagen, solange du einen Mindestabstand von 150 Metern zur nächsten Behausung einhältst und nicht auf bewirtschaftetem Land campst. Achte aber immer darauf, keinen Müll zu hinterlassen.

💡 Tipp: Die meisten norwegischen Campingplätze verfügen über voll ausgestattete Gemeinschaftsküchen und warme Duschen. Für die Dusche zahlst du aber oft extra mit Münzen oder speziellen Wertmarken. Erkundige dich daher an der Rezeption immer nach den aktuellen Regeln und halte Kleingeld oder eine aufgeladene Karte bereit.

3. Verkehr: Mietwagen, Maut und Parken

Die Lofoten erkundest du am besten mit dem Auto, denn der öffentliche Nahverkehr ist hier recht dünn und bringt dich nicht zu abgelegenen Orten oder versteckten Stränden. Ein Mietwagen für eine Woche in der Sommersaison kostet 2026 rund 7.000 bis 10.000 NOK. Wenn du ein Auto mietest, achte sorgfältig darauf, es mit voll getanktem Tank zurückzugeben. Andernfalls berechnen die Vermieter saftige Servicegebühren, die viel mehr schmerzen als das überteuerte norwegische Benzin selbst.

Auf den gesamten Lofoten wird Maut erhoben, aber du musst keine komplizierte Bürokratie fürchten. Die meisten Mietwagen haben eine eingebaute elektronische AutoPass-Box, die die Gebühren beim Durchfahren der Mautstationen vollautomatisch erfasst. Den Endbetrag für die Durchfahrten bucht dir die Vermietung nach deiner Heimkehr einfach von der Kreditkarte ab.

Neben der Maut solltest du dich auch auf kostenpflichtiges Parken an den meisten Sehenswürdigkeiten einstellen. Viele Ausgangspunkte beliebter Wanderungen haben ihre Parkplätze gebührenpflichtig gemacht, damit die kleinen Gemeinden den täglichen Touristenansturm bewältigen können. An manchen Orten triffst du zudem auf eine sogenannte Beach Fee – eine kleine lokale Gebühr für die Pflege der Naturgebiete rund um beliebte Strände.

💡 Tipp: Für schnelles Parken lade dir gleich nach der Ankunft die App EasyPark herunter. Sie funktioniert zuverlässig in ganz Norwegen und erspart dir viel Ärger an Parkautomaten, die ausländische Karten manchmal nicht akzeptieren.

4. Essen: Kochen in der Rorbu und Supermärkte

Die Lebensmittelpreise auf den Inseln entsprechen im Wesentlichen denen auf dem norwegischen Festland. In der Praxis heißt das, dass die Preise deutlich höher liegen als in Deutschland – oft fühlt es sich an, als müsstest du das Doppelte einplanen. Essen im Restaurant kann daher schnell teuer werden. Ein einfaches Hauptgericht kostet dich 2026 rund 200 bis 400 NOK, also locker 35 € pro Portion.

Die größte Ersparnis bietet daher eine voll ausgestattete Küche in deiner Rorbu oder auf dem Campingplatz. Wenn du die Zutaten selbst kaufst, lassen sich die täglichen Essenskosten für eine Person auf sehr akzeptable 112 bis 195 NOK drücken. Steuere direkt die grünen Kiwi-Supermärkte oder die blauen Rema-1000-Läden an, die als günstigste Ketten des Landes gelten. In diesen Geschäften lohnt es sich, nach Eigenmarken wie der beliebten Prima bei Rema zu suchen.

Zum norwegischen Frühstück gehören traditionell Kaviarpaste aus der Tube oder Kartoffelfladen namens Lompe, die man auch süß essen kann. Eine lokale Spezialität ist der arktische Kabeljau Skrei oder die berühmten Fischburger im Lokal Anita’s Sjømat auf der Insel Sakrisøy. Wer einen exzellenten Kaffee und eine tolle Hipster-Atmosphäre genießen möchte, sollte ins Trevarefabrikken in Henningsvær fahren; für ein gutes Abendessen bietet sich das klassische Restaurant Krambua im malerischen Reine an.

💡 Tipp: Vergiss nicht, im Laden den traditionellen norwegischen Braunkäse Brunost in den Korb zu legen. Er hat einen besonderen, leicht süßlich-karamelligen Geschmack und gehört zu einem echten nordischen Frühstück auf frischem Brot einfach dazu. Kinder lieben ihn meistens!

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5. Aktivitäten und Museumseintritte

Das größte Highlight der Lofoten ist natürlich ihre raue Natur, die glücklicherweise für alle Reisenden völlig kostenlos ist. Für die schönsten Ausblicke von Berggipfeln, Spaziergänge entlang schneeweißer Strände und das Bummeln durch malerische Fischerdörfer zahlst du keinen einzigen Cent. Die Mitternachtssonne im Sommer oder die faszinierenden Polarlichter in den Wintermonaten zu beobachten, kostet dich überhaupt nichts – du musst nur den richtigen Ort ohne Lichtverschmutzung finden.

Wenn du dein Programm aber mit kostenpflichtigen Erlebnissen aufpeppen möchtest, musst du tiefer in die Tasche greifen. Sehr beliebt ist der Besuch des Wikingermuseums Lofotr, wo dich der Eintritt rund 250 NOK kostet und dich vollkommen in die nordische Geschichte eintauchen lässt. Für verschiedene organisierte Bootstouren, etwa die Fahrt in den atemberaubenden Trollfjord oder die abendliche Polarlichter-Beobachtung mit einem lokalen Guide, zahlst du typischerweise zwischen 900 und 1.500 NOK pro Person. Solche Ausflüge lassen sich ganz einfach über die Plattform GetYourGuide finden und buchen.

💡 Tipp: Plane nicht zu viele organisierte Aktivitäten an einem Tag. Das Wetter wechselt auf den Inseln oft schnell, und vielleicht merkst du, dass das größte Erlebnis darin besteht, einfach auf der Holzterrasse zu sitzen, einen heißen Tee zu trinken und in Ruhe das tosende Meer zu beobachten.

6. Wetter und wie du für den Norden packst

Das Packen für die Lofoten ist eine kleine logistische Prüfung. Das Wetter macht hier nämlich, was es will, und an einem einzigen Nachmittag wechseln sich oft Sonne, Sturm und horizontaler Regen ab. Selbst wenn du Mitte Juli aufbrichst, liegt die durchschnittliche Tagestemperatur häufig nur zwischen 12 und 15 Grad Celsius. Die App yr.no wird zu deinem besten Freund, den du mehrmals täglich checkst – ohne sie solltest du dich lieber gar nicht auf längere Touren begeben.

Das Geheimnis fürs Überleben im Norden heißt Zwiebellook. Vergiss dicke, unförmige Winterjacken, in denen du beim Bergaufstieg sofort schmilzt. Du brauchst ein System, das du im Gehen fließend an- und ausziehen kannst. Die Basis ist hochwertige Merinowolle, die hervorragend wärmt, auch wenn du mal schwitzt oder nass wirst. Darüber kommt ein leichtes Fleece und obendrauf eine wasserdichte, winddichte Hardshell-Schicht. Ende Juli und im August kann lästiges Insektenvolk auftreten, also pack unbedingt ein gutes Mückenmittel mit DEET ein, das dich vor Mücken und Kriebelmücken schützt.

💡 Tipp: Während der Polartage solltest du den Schlaf keinesfalls unterschätzen. Die Sonne scheint auch um Mitternacht, und dein Körper kann dadurch durcheinandergeraten. Pack dir eine Schlafmaske oder spezielle Rollos mit Saugnäpfen ein. Viele Unterkünfte haben zwar Verdunkelungsvorhänge, aber sie lassen überraschend viel Licht durch.

7. Geld, Gesundheit und Sicherheit

Norwegen funktioniert als nahezu vollständig bargeldlose Gesellschaft. Das bedeutet, dass du wirklich überall mit einer normalen Karte zahlst – sogar für den Kaffee in der kleinsten Bäckerei am Ende der Welt im Dorf Å oder fürs Parken mitten in der Natur. Norwegische Kronen in bar musst du vor der Reise gar nicht wechseln. Vielleicht stößt du auf den Hinweis „Vipps“, das lokale Pendant zur QR-Code-Zahlung, aber als Tourist kommst du mit dem klassischen Terminal bestens aus. Trinkgeld lässt man in Norwegen üblicherweise nicht, das Personal wird sehr ordentlich bezahlt.

Auch wenn Norwegen nicht in der Europäischen Union ist, gehört es zum Europäischen Wirtschaftsraum. Deine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) gilt hier daher und deckt notwendige Behandlungen zu denselben Bedingungen ab wie für Einheimische. Das heißt allerdings, dass du dieselbe norwegische Selbstbeteiligung (Egenandel) zahlst, die bei rund 200 bis 400 NOK für eine normale Arztbehandlung liegt. Das einzige vollwertige Krankenhaus auf den Inseln findest du im Städtchen Gravdal, Apotheken mit begrenzten Öffnungszeiten in größeren Zentren wie Svolvær oder Leknes. Pack auf jeden Fall deine eigene Reiseapotheke mit Fiebermitteln, Antihistaminika und Mitteln gegen Reiseübelkeit ein.

💡 Tipp: Die EHIC deckt weder den Rücktransport in die Heimat noch aufwendige Bergrettungsaktionen oder zahnärztliche Behandlungen ab. Eine gute private Reiseversicherung mit hohen Deckungssummen ist für einen Aufenthalt in der rauen norwegischen Natur daher absolut unverzichtbar. Speicher dir für den Notfall die Nummer 116 117 für den landesweiten norwegischen Bereitschaftsdienst.

Praktische Zusammenfassung und Richtpreise

Damit du dein Budget besser planen kannst, haben wir eine Übersicht der Durchschnittspreise zusammengestellt, denen du auf den Lofoten 2026 wahrscheinlich begegnen wirst. Betrachte alle Preise als Richtwerte, denn sie ändern sich je nach Saison.

  • Hin- und Rückflug ab Prag: 240 – 360 €
  • Fähre (Auto + 2 Personen): 1 200 NOK (ca. 105 €)
  • Nacht auf dem Campingplatz (Zelt und Auto): 300 – 400 NOK (ca. 26 – 35 €)
  • Nacht im Rorbu für zwei: 2 000 – 4 000 NOK (ca. 175 – 350 €)
  • Wochenmiete für ein Auto: 7 000 – 10 000 NOK (ca. 610 – 875 €)
  • Liter Sprit: 23 NOK (ca. 2 €)
  • Hauptgericht im Restaurant: 200 – 400 NOK (ca. 17 – 35 €)
  • Kaffee im Café: 50 – 70 NOK (ca. 4 – 6 €)
  • Brotlaib im Supermarkt: 40 NOK (ca. 3,50 €)
  • Eintritt ins Wikingermuseum: 250 NOK (ca. 22 €)

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und bucht man am besten über GetYourGuide.

Wie geht es weiter

Wenn dich die Planung der Reise in den Norden begeistert hat und du noch tiefer in die Vorbereitungen eintauchen möchtest, lies unbedingt unsere weiteren Artikel. Schau dir den großen Lofoten-Reiseführer an, in dem du die schönsten Ausflüge und Wanderungen entdeckst. Für ausführliche Infos zu Unterkünften öffne den Artikel darüber, wo man auf den Lofoten übernachtet, und auch die praktische Anleitung, wie man zu den Lofoten kommt, wird dir sicher nützlich sein.

Häufig gestellte Fragen

Sind die Lofoten wirklich so teuer, wie man sagt?

Ja, Norwegen gehört generell zu den teuersten Reisezielen in Europa. Den größten Teil des Budgets verschlingen Dienstleistungen, Restaurants und Übernachtungen in traditionellen Hütten. Wenn Sie aber im Zelt schlafen und sich selbst mit Einkäufen aus dem Supermarkt versorgen, lassen sich die Kosten auf ein sehr vernünftiges Niveau senken, das mit einem Urlaub in Westeuropa vergleichbar ist.

Brauche ich in Norwegen Bargeld?

Überhaupt nicht. Norwegen ist Vorreiter beim bargeldlosen Bezahlen und Papiergeld sieht man dort kaum noch. Mit einer normalen Bankkarte können Sie absolut alles bezahlen, vom Parkschein in den Bergen über öffentliche Toiletten bis hin zum Fährticket. Den Geldwechsel in der Wechselstube können Sie getrost überspringen.

Was kostet eine Übernachtung in einem traditionellen Rorbu?

Die ikonischen roten Hütten auf Stelzen über dem Wasser sind eine große Attraktion, was sich in ihrem Preis widerspiegelt. Für eine Nacht in der Hauptsaison im Sommer zahlen Sie durchschnittlich zwischen 180 und 360 EUR. Der Preis variiert je nach Lage und Luxusniveau, einige moderne Rorbuer bieten sogar eine eigene Sauna.

Wo kann man auf den Lofoten am günstigsten Lebensmittel einkaufen?

Die besten Lebensmittelpreise finden Sie in den Ketten Kiwi und Rema 1000. Diese Geschäfte sind über die gesamte Inselgruppe verteilt und bieten eine große Auswahl an Eigenmarken, die deutlich günstiger sind als Premiumprodukte. Es lohnt sich, nach der Marke Prima Ausschau zu halten. Meiden Sie dagegen kleine Spätis und überteuerte Shops an Tankstellen.

Wie funktioniert die Mautbezahlung beim Mietwagen?

Um die Maut brauchen Sie sich überhaupt nicht zu kümmern. Autos von norwegischen Vermietern sind mit einer kleinen AutoPass-Box ausgestattet, die die Durchfahrt durch Mautstationen automatisch registriert. Die Vermietung rechnet nach Rückgabe des Fahrzeugs alle Gebühren zusammen und zieht sie von Ihrer Kreditkarte ab.

Welche Kleidung sollte man für einen Sommerurlaub im Norden mitnehmen?

Auch im Juli können Sie auf den Inseln von starkem Wind und Regen mit Temperaturen um die 10 Grad überrascht werden. Die Grundlage ist das Zwiebelprinzip. Packen Sie hochwertige Thermounterwäsche aus Merinowolle, einen warmen Fleecepullover sowie eine zuverlässige wasserdichte Jacke und Hose ein. Dicke Winterjacken lassen Sie zu Hause, setzen Sie lieber auf mehrere dünne Schichten und packen Sie auch Mückenschutz ein.

Gilt in Norwegen die tschechische Versichertenkarte?

Ja, dank der Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gilt Ihre blaue EHIC-Karte auch in Norwegen. Sie garantiert Ihnen eine Behandlung zu denselben Bedingungen wie Norweger, was aber bedeutet, dass Sie die norwegische Selbstbeteiligung (egenandel) zahlen müssen. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, auch eine gute Reiseversicherung zu haben.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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66 beste Tipps: Sehenswürdigkeiten in Budapest (+ Karte für dein Handy)

TL;DRBudapest, die ungarische Metropole an der Donau, verzaubert mit majestätischer Architektur und einer entspannten Atmosphäre. Für beide Donauufer und einen Thermalbad-Besuch solltest du dir idealerweise drei bis vier Tage einplanen. Verpass auf keinen Fall das Parlamentsgebäude, die Fischerbastei, das Burgviertel, das Széchenyi- oder Gellért-Thermalbad sowie die typischen Ruin Bars im jüdischen Viertel. Eine Karte fürs Handy und Tipps, wie du den Menschenmassen entkommst, helfen dir zusätzlich. Am schönsten ist es hier im Frühling und im Herbst. In diesem Guide findest du 66 beste Tipps, was du sehen musst, wo du übernachten kannst und wie der Nahverkehr funktioniert.

Wenn du am Donauufer stehst und zusiehst, wie die untergehende Sonne das Parlamentsgebäude golden färbt, verstehst du sofort, warum man Budapest in Ungarn die Perle Mitteleuropas nennt. Lukáš und ich haben in der ungarischen Hauptstadt mehr als eine Woche verbracht und ich muss ehrlich sagen, sie hat uns komplett in ihren Bann gezogen. ☺️

Wir sind mindestens hundert Kilometer gelaufen, haben mehr Cafés ausprobiert, als überhaupt gesund ist, und den Zauber alter Ruin Bars sowie versteckter Vintage-Läden entdeckt. Die Stadt bietet einen unglaublichen Mix aus majestätischer Architektur und einer leicht frechen, lockeren Atmosphäre, die dich einfach am Herzen packt.

In diesem Artikel findest du unsere 66 besten Tipps, was du in Budapest sehen und erleben kannst, damit du die Stadt in vollen Zügen genießt. Ich verrate dir, wo du am besten strategisch übernachtest, wie der Nahverkehr funktioniert und in welche Thermalbäder du gehen solltest, um den unnötigen Touristenmassen zu entkommen. 😉

Zusammenfassung

  • Ideale Aufenthaltsdauer: Beide Donauufer und ein Thermalbad-Besuch kosten dich idealerweise drei bis vier Tage, aber auch an einem verlängerten Wochenende schaffst du das Wichtigste.
  • Transfer vom Flughafen: Am schnellsten kommst du mit dem Bus 100E oder der App Bolt ins Zentrum – meide unbedingt die klassischen Taxis auf der Straße.
  • Landeswährung: Bezahlt wird mit dem ungarischen Forint (HUF), lass Euro also lieber zu Hause und meide die Euronet-Geldautomaten mit ihrem miserablen Wechselkurs.
  • Badekultur: Ein Besuch der Thermen ist absolute Pflicht, am bekanntesten ist das Széchenyi-Bad, aber wir schwören auf die ruhigere Atmosphäre im Rudas-Bad.
  • Geschlossene Sehenswürdigkeiten: Das ikonische Gellért-Bad ist wegen Renovierung geschlossen, mindestens bis 2028.
  • Neuerung bei Unterkünften 2026: Im noblen VI. Bezirk gilt jetzt ein striktes Verbot für Kurzzeitvermietungen (Airbnb), such dort also ausschließlich klassische Hotels.
  • Karte fürs Handy: Am Ende des Artikels findest du eine Karte mit allen Points of Interest, die du dir direkt aufs Handy laden kannst.

Wann du nach Budapest reisen solltest

Budapest hat ein ausgeprägt kontinentales Klima, was in der Praxis brütend heiße Sommer und ziemlich klamme Winter bedeutet. Die beste Reisezeit ist definitiv der Frühling (April bis Juni) oder der Herbst (September und Oktober), wenn sich die Temperaturen um angenehme zwanzig Grad halten. Die Stadt lebt in dieser Zeit draußen, die Terrassen der Cafés sind voll und die Menschenmengen an den Sehenswürdigkeiten sind noch erträglich. Wir kommen am liebsten im Herbst her, weil die herbstliche Sonne das gesamte Ufer in traumhaft goldene Töne taucht.

Im Sommer verwandeln sich die Straßen in einen glühenden Backofen und die Temperaturen klettern regelmäßig über dreißig Grad. Wenn du im Juli oder August herkommst, musst du dein Programm etwas anpassen und die anstrengendsten Wanderungen auf die Budaer Hügel gleich für den frühen Morgen einplanen. Im August ist die Stadt außerdem Gastgeber des riesigen Musikfestivals Sziget, was bedeutet, dass die Straßen aus allen Nähten platzen und die Übernachtungspreise steil nach oben schießen. Ein ähnliches Preischaos erlebst du auch Ende Juli während des Formel-1-Rennens.

Aber auch der Winter hat seinen unverwechselbaren Zauber. Zwar hält sich der Schnee hier selten und der Himmel ist oft bedeckt, doch das allgegenwärtige heiße Thermalwasser macht alles wett. Im Außenbecken des Széchenyi-Bads zu sitzen, während es ringsum friert, ist ein unbezahlbares Erlebnis. Im Dezember erwacht die Stadt zudem in einer wunderschönen festlichen Atmosphäre und die Weihnachtsmärkte in Budapest landen regelmäßig auf den vordersten Plätzen ganz Europas. ☺️

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⭐ TOP-WAHL 🏨 Hostel
Flow Hostel
Ein ziemlich designorientiertes und nettes Hostel, nicht weit von der Markthalle entfernt und zu einem super Preis. Ideal für Reisende, die eine günstige Unterkunft im Zentrum von Budapest suchen.
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Ein atemberaubendes Luxushotel mit außergewöhnlicher Atmosphäre. Gehört zu den besten Hotels in Budapest, aber der Preis ist ziemlich hoch.
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Ein Apartmenthotel, das den goldenen Mittelweg zwischen Preis und Komfort bietet. Ideal für längere Aufenthalte in Budapest.
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Wo du in Budapest übernachten kannst

Die Wahl des richtigen Viertels beeinflusst dein Wochenend-Erlebnis ganz entscheidend. Ich empfehle dir, direkt im Zentrum auf der Pester Seite zu übernachten, denn Budapest kannst du fast komplett zu Fuß erkunden und sparst dir so eine Menge Zeit. Die häufigste Wahl ist der V. Bezirk (Belváros), der voller schöner Boulevards ist und von dem aus du es sowohl zum Parlament als auch zum Fluss nicht weit hast. Wenn du eher eine günstigere und alternativere Bleibe suchst, steuere den VII. Bezirk (das jüdische Viertel) an, wo zwar nachts mehr los ist, du dafür aber nur ein paar Schritte von den besten Ruin Bars entfernt bist.

Seit Anfang 2026 gilt allerdings eine riesige Warnung. Im noblen VI. Bezirk (Terézváros) gilt jetzt ein absolutes Verbot von Airbnb und Kurzzeitvermietungen. Die Bewohner haben das per Referendum beschlossen, wenn du also auf eine verdächtig günstige Privatwohnung in der Umgebung der Staatsoper stößt, lass die Finger davon, denn den Vermietern drohen enorme Bußgelder. In diesem Gebiet musst du dich rein auf klassische Hotels oder lizenzierte Pensionen verlassen. Buchungen erledigen wir traditionell über Booking.com, wo sich echte Perlen zu vernünftigen Preisen finden lassen.

Wenn du eine günstige Unterkunft suchst, probier das Flow Hostel, in dem wir selbst gewohnt haben, als wir jeden Euro umdrehen mussten. Es ist ein ziemlich designiges und nettes Hostel, nur einen kurzen Weg von der Markthalle entfernt, und dazu noch super günstig. Wer eine luxuriösere Unterkunft sucht, wird das Aria Hotel Budapest zu schätzen wissen, wo wir letztes Jahr gewohnt haben und das großartige Frühstücke und wunderschöne Zimmer bietet. Eine sehr angenehme goldene Mitte stellt das Eurostars Danube Budapest dar, das an einem strategischen Ort liegt und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. 😅

⭐ Das Beste vom Besten: Ikonen, die du nicht verpassen darfst

1. Das Budapester Parlament (Országház)

Mit seinen 691 Räumen gehört das Budapester Parlament zu den drei größten Regierungsgebäuden der Welt und für mich ist es wohl auch das allerimposanteste. Als der Architekt Imre Steindl diese neogotische Pracht am Donauufer entwarf, wollte er bescheiden den ungarischen Geist einfangen. Das Ergebnis ist ein Bau, bei dem dir die Kinnlade herunterfällt.

Die schönsten Außenaufnahmen machst du früh am Morgen vom gegenüberliegenden Budaer Ufer, wenn die Ostsonne die Fassade in weiches Licht taucht. Willst du auch einen Blick nach drinnen werfen, musst du eine geführte Tour buchen, denn ein Einzeleintritt ist nicht möglich. Die Tickets solltest du online mehrere Wochen im Voraus kaufen, vor Ort sind sie hoffnungslos ausverkauft.

Die Eintrittspreise sind ab 2026 wieder leicht gestiegen. Ein erwachsener EU-Bürger zahlt 7.000 HUF (rund 18 €), während Touristen von außerhalb der EU das Doppelte zahlen. Drinnen siehst du das prunkvolle Haupttreppenhaus aus Gold und Marmor sowie den streng bewachten Kuppelsaal, in dem die Heilige Krone von König Stephan aufbewahrt wird. ☺️

2. St.-Stephans-Basilika

Die größte Kirche der ganzen Stadt verbirgt in ihrem Inneren die allerheiligste ungarische Reliquie. In einer kleinen Kapelle hinter dem Hauptaltar liegt die mumifizierte Heilige Rechte des ersten ungarischen Königs. Wirfst du eine Münze in den speziellen Automaten, leuchtet die Vitrine auf und du kannst dir dieses historische Artefakt im Detail ansehen.

Der Bau selbst ist ein architektonisches Juwel und seine Kuppel reicht genau 96 Meter in die Höhe. Diese Zahl verweist auf das Jahr 896, in dem die ungarischen Stämme das hiesige Becken besiedelten. Interessant ist, dass das Parlamentsgebäude genau dieselbe Höhe hat, was das absolute Gleichgewicht zwischen religiöser und weltlicher Macht im Staat symbolisieren soll.

Der Eintritt in das Kirchenschiff ist heute nicht mehr kostenlos, rechne mit etwa 2.000 HUF (rund 5 €) für den Basiseintritt. Wenn du nicht unter Höhenangst leidest, zahl unbedingt den Aufpreis für das Ticket zur Aussichtsterrasse in der Kuppel. Dort führen zwar über dreihundert Stufen hinauf, aber zum Glück gibt es auch einen Aufzug – und der 360-Grad-Blick über die Stadt ist es wirklich wert.

3. Die märchenhafte Fischerbastei (Halászbástya)

Dieser Ort ist der absolute Traum jedes Fotografen und wirkt, als sei er einem Disney-Märchen entsprungen. Romantische Steinbögen und sieben weiße Türme bieten den schönsten Blick auf den Fluss und das Parlament im Hintergrund. Kein Wunder, dass hier Touristen aus aller Welt zusammenströmen, um das perfekte Selfie zu machen.

Sei aber gewarnt, denn selbst außerhalb der Hauptsaison drängen sich hier unglaublich viele Menschen. Komm deshalb lieber gleich früh am Morgen her, idealerweise gegen acht Uhr. Nicht nur entgehst du so den Massen, sondern der Zugang zu den oberen, kostenpflichtigen Aussichtstürmen ist vor neun Uhr morgens komplett gratis.

Tagsüber wird für den Zugang zu den obersten Rundgängen ein Eintritt fällig, ein Erwachsenenticket kostet dich 1.700 HUF (rund 4 €). Die Kassen akzeptieren ausschließlich Karten, mit Bargeld kommst du hier also nicht weiter. Die unteren Terrassen und die breite Promenade bleiben zum Glück den ganzen Tag über frei zugänglich, ganz ohne Gebühr. 😉

4. Der Burgpalast-Komplex (Budavári Palota)

Ähnlich wie die Prager Burg bildet auch die Budaer Burg einen riesigen Komplex aus Palästen und mittelalterlichen Gassen. Der ursprüngliche Sitz der ungarischen Könige wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals zerstört und wieder aufgebaut, sodass die heutige Gestalt ein faszinierender Mix aus Barock und Nachkriegs-Rekonstruktion ist.

Ein Spaziergang über die weitläufigen Innenhöfe und Burgterrassen ist völlig kostenlos und du kannst dich hier ruhig zwei Stunden treiben lassen. Halte am wunderschönen Matthiasbrunnen, den man manchmal den Budapester Trevi-Brunnen nennt. Er zeigt König Matthias Corvinus auf der Jagd und die Details der Skulpturen sind einfach fantastisch.

Wenn du Kunst liebst, kannst du auch in die Innenräume der Burg eintauchen. Hier residiert die Ungarische Nationalgalerie, die eine riesige Gemäldesammlung bietet, sowie das Historische Museum Budapest. Von den Burgmauern hast du dann die gesamte Pester Seite der Stadt wie auf dem Präsentierteller.

5. Die Kettenbrücke Széchenyi lánchíd

Die erste feste Brücke über die Donau verband 1849 die Städte Buda und Pest und wurde zum absoluten Symbol des modernen Budapest. Ihr Design entwarfen britische Ingenieure und an beiden Enden bewachen sie riesige steinerne Löwenskulpturen, um die sich zahlreiche lokale Legenden ranken.

Obwohl man sie gemeinhin Kettenbrücke nennt, handelt es sich technisch gesehen um eine Hängebrücke. Zur Zeit ihrer feierlichen Eröffnung zählte sie zu den größten Ingenieurwundern der Welt. Kürzlich wurde sie umfassend und sehr kostspielig renoviert, sodass sie heute wie neu erstrahlt.

Ein Spaziergang über die Brücke ist natürlich völlig kostenlos und bietet großartige Fotoperspektiven. Am zauberhaftesten ist es hier kurz nach Sonnenuntergang, wenn die historischen Laternen angehen und sich die Brücke in ein leuchtendes Band zwischen beiden Ufern verwandelt. ☺️

Sehenswürdigkeiten in Pest

6. Der Boulevard Andrássy út

Diese zweieinhalb Kilometer lange Straße wird oft mit den Pariser Champs-Élysées verglichen. Sie verbindet das lebhafte Zentrum mit dem Stadtpark und steht als Ganzes auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Gesäumt wird sie von wunderschönen Neorenaissance-Palästen, luxuriösen Boutiquen und gemütlichen Cafés mit Außenterrassen.

Direkt unter der Oberfläche dieses Boulevards fährt die historische gelbe Metrolinie M1. Es ist die älteste U-Bahn Kontinentaleuropas, die schon 1896 in Betrieb ging. Die Stationen sehen genau aus wie am Ende des 19. Jahrhunderts, und die Fahrt in den kleinen Holzwaggons ist ein Erlebnis für sich.

7. Der monumentale Heldenplatz (Hősök tere)

Die Andrássy út führt dich direkt auf einen riesigen Platz, der zur Feier des tausendsten Jahrestages der Ankunft der Ungarn errichtet wurde. Der Raum ist wirklich gigantisch und wird von einer hohen Säule mit der Statue des Erzengels Gabriel beherrscht.

Um die Säule herum stehen in einer halbkreisförmigen Kolonnade Bronzestatuen der bedeutendsten Könige und Nationalhelden. Der Ort ist dank seiner perfekten Symmetrie sehr fotogen. Zu beiden Seiten des Platzes findest du die prächtigen Gebäude des Museums der Bildenden Künste und der Kunsthalle.

8. Das erschütternde Haus des Terrors (Terror Háza)

Wenn du die komplizierte Geschichte des 20. Jahrhunderts verstehen willst, darfst du dieses Museum einfach nicht auslassen. Das Gebäude in der Andrássy út 60 diente der faschistischen Polizei und später der kommunistischen Staatssicherheit. Die Ausstellung ist visuell wie emotional enorm eindringlich und lässt niemanden kalt.

Tickets kann man nicht online kaufen, rechne also damit, dass du die Eintrittskarte für 4.000 HUF (rund 10 €) erst vor Ort erwirbst. Oft bilden sich hier Schlangen, daher empfehle ich dir, gleich morgens zur Öffnungszeit zu kommen. Nimm dir unbedingt einen Audioguide, ohne ihn würde dir der wichtige historische Kontext fehlen.

9. Die Große Synagoge in der Dohány utca

Das jüdische Viertel verbirgt ein architektonisches Juwel, das die größte Synagoge Europas und die zweitgrößte der Welt ist. Sie wurde im beeindruckenden maurisch-byzantinischen Stil erbaut, sodass ihre Türme mit den zwiebelförmigen Kuppeln ein wenig an eine märchenhafte Moschee erinnern.

Teil des gesamten Komplexes ist auch ein Museum und ein sehr bewegendes Holocaust-Mahnmal in Form einer metallenen Trauerweide. Auf jedem kleinen Blatt dieses Baumes ist der Name eines Opfers eingraviert. Kauf die Eintrittskarten lieber vorab online, so vermeidest du unnötiges Warten an den Kassen.

10. Die traditionelle Große Markthalle (Nagyvásárcsarnok)

Für alle Feinschmecker ist diese riesige Halle aus dem Ende des 19. Jahrhunderts ein absolutes Muss. Das Erdgeschoss ist ein Paradies aus frischen Zutaten, Würsten und duftenden Gewürzen. Wir kommen immer her, um Vorräte an hochwertigem gemahlenem Paprika in diesen schönen Blechdosen zu kaufen.

Im ersten Stock findest du dann Stände mit Schnellimbiss und Souvenirs. Wir gönnen uns hier immer einen traditionellen Lángos mit einer ordentlichen Portion Käse und Schmand. Pass nur auf: Die Markthalle ist sonntags traditionell geschlossen und samstags schließen die Tore schon am frühen Nachmittag. 😅

11. Die touristische Váci utca

Das ist wohl die bekannteste Einkaufsstraße der ganzen Stadt. Die Straße ist voller Läden weltweiter Marken und Souvenirgeschäfte. Für einen Spaziergang und um das Treiben aufzusaugen ist sie ganz nett, aber mehr würde ich sie eigentlich nicht empfehlen.

Es ist nämlich eine klassische Touristenfalle. Setz dich hier auf keinen Fall in die Restaurants an der Hauptstraße, denn das Essen ist eher mittelmäßig und die Preise dafür extrem überzogen. Lokale, vor denen Werber stehen und dich hineinlocken wollen, ignorierst du am besten gleich mit einem Lächeln.

12. Der Vörösmarty tér

Am äußersten Ende der Váci utca stößt du auf diesen eleganten Platz, der das Herz der Fußgängerzone bildet. Im Dezember finden gerade hier die schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt statt, wo es nach Zimt und gerösteten Kastanien duftet.

Der Platz ist vor allem durch die berühmte historische Konditorei Gerbeaud bekannt. Es ist ein Lokal mit riesiger Tradition, in dem du dir ein luxuriöses Dessert in nobler Umgebung gönnen kannst, aber halte dafür ein recht großzügiges Budget bereit.

13. Die Ungarische Staatsoper

Wenn du entlang der Andrássy út spazierst, wirst du diese Neorenaissance-Pracht garantiert nicht übersehen. Das Operngebäude hält jedem Vergleich mit der berühmten Wiener Oper stand und sein Innenraum ist schlichtweg überwältigend.

Du musst nicht unbedingt teure Tickets für eine Abendvorstellung kaufen. Tagsüber finden hier regelmäßige geführte Touren statt, bei denen man dich durch die schönsten Säle führt und dir den goldverzierten Zuschauerraum zeigt. ☺️

14. Das Mahnmal Schuhe am Donauufer

Nur wenige Gehminuten vom Parlament entfernt stößt du auf eines der eindringlichsten Mahnmale Europas. Sechzig Paar eiserne Schuhe liegen scheinbar achtlos am Rand der Ufermauer. Sie erinnern an die Opfer des faschistischen Regimes am Ende des Zweiten Weltkriegs.

Menschen wurden hierher getrieben, gezwungen, sich die Schuhe auszuziehen, und anschließend so erschossen, dass ihre Körper direkt in den eiskalten Fluss fielen. Der Ort ist rund um die Uhr frei zugänglich, und die Menschen hinterlassen hier oft brennende Kerzen oder kleine Steine aus Respekt vor den Opfern.

15. Der grüne Stadtpark (Városliget)

Gleich hinter dem Heldenplatz erstreckt sich eine riesige grüne Fläche, wo die Einheimischen ihre faulen Sonntage verbringen. Der Park ist voller alter Bäume, breiter Wege und kleiner Seen, auf denen man im Sommer Boot fährt und die sich im Winter in eine riesige Eisbahn verwandeln.

Genau hier findest du das berühmte Széchenyi-Bad, aber auch jede Menge Stände mit Baumstriezel und kleinen Snacks. Wenn du dich von der lebhaften Stadt erholen möchtest, ist das die beste Wahl auf der Pester Seite.

16. Die märchenhafte Burg Vajdahunyad

Direkt im Stadtpark steht ein Gebäude, das wie eine Kulisse aus einem Historienfilm aussieht. Ursprünglich wurde es aus Holz und Karton für die großen Millenniumsfeiern errichtet, um einen Querschnitt durch alle Baustile des damaligen Ungarn zu zeigen.

Den Menschen gefiel dieser romantische Bau aber so gut, dass sie ihn später aus festen Ziegeln und Stein nachbauen ließen. Ein Spaziergang über den Burghof und entlang des Wassergrabens ist völlig kostenlos und bietet schöne Ecken für Fotos.

17. Der historische Zoo und Botanische Garten

Gleich in der Nachbarschaft des Parks stößt du auf einen der ältesten Zoos Europas. Er wurde bereits 1866 eröffnet und viele Pavillons haben bis heute ihre wunderschöne Jugendstil-Architektur bewahrt, es geht hier also nicht nur um Tiere, sondern auch um Geschichte.

Wenn du mit Kindern reist, plane ruhig einen halben Tag für den Besuch ein. Der Familieneintritt bewegt sich je nach Tickettyp zwischen 6.800 HUF und 14.000 HUF (rund 17–35 €), prüf die aktuellen Preise also lieber immer auf der Website.

18. Die nostalgische Kindereisenbahn (Gyermekvasút)

Das ist ein absolutes Unikat, das sich in den Budaer Hügeln versteckt. Es handelt sich um eine elf Kilometer lange Bahnstrecke, die ausschließlich von schulpflichtigen Kindern betrieben wird. Unter der sorgfältigen Aufsicht Erwachsener verkaufen sie hier Tickets, rufen die Stationen aus und kümmern sich um die Weichen.

Die Fahrt in historischen Waggons durch die Wälder ist ein unglaublich charmantes Erlebnis, nicht nur für Familien mit Kindern. Den Ausflug kannst du leicht mit einer Fahrt in der nahen Sessellift-Bahn (Libegő) verbinden und dir so einen schönen Tag abseits des lebhaften Zentrums gestalten.

19. Das futuristische House of Music

Bei deinen Streifzügen durch den Stadtpark wirst du diesen neuen, architektonisch absolut beeindruckenden Bau garantiert nicht verpassen. Sein goldenes Dach erinnert an einen riesigen Pilz mit breitem Hut oder an schwingende Schallwellen und verschmilzt perfekt mit den umliegenden Bäumen.

Drinnen finden Ausstellungen und Konzerte statt, aber das Gebäude ist auch nur von außen eine genaue Betrachtung wert. Es gehört zu den modernsten Bauten der Stadt und zeigt, wie großartig Budapest Geschichte und Gegenwart verbinden kann.

20. Der unscheinbare Kálvin tér und seine Umgebung

Dieser Platz fungiert als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, ist aber zugleich das Eingangstor zu den sehr angenehmen Gässchen des neunten Bezirks. Ein Stück weiter beginnt die Ráday utca, die geradezu übersät ist mit hervorragenden Restaurants und Cafés, in die vor allem Einheimische gehen.

Du findest hier auch interessante Kirchen und moderne Glasbauten, die einen scharfen Kontrast zur alten Bebauung bilden. Wenn du den überteuerten Touristenzonen entkommen willst, ist das ein großartiger Ausgangspunkt für die abendliche Jagd nach einem guten Abendessen. 😉

Sehenswürdigkeiten in Buda

21. Die Matthiaskirche (Mátyás-templom)

Gleich neben der Fischerbastei steht ein gotisches Juwel, das man nicht übersehen kann. Sein Dach ist mit bunten Keramikziegeln aus der berühmten Zsolnay-Manufaktur bedeckt, die das wunderschöne, typische Rautenmuster bilden, das weithin erstrahlt.

Historisch diente sie als Krönungsort der ungarischen Könige und ihr Innenraum ist unglaublich reich bemalt. Der Eintritt in die Kirche wird separat berechnet und kostet dich etwa 2.500 HUF (rund 6 €), aber die bunten Buntglasfenster und Fresken im Inneren sind diese Gebühr definitiv wert.

22. Die historische Standseilbahn Sikló

Wenn du unten an der Kettenbrücke stehst und keine Lust hast, den Berg hochzulaufen, kannst du dieses schöne technische Denkmal nutzen. Die hölzernen Kabinen bringen dich in knapp zwei Minuten hinauf zum Innenhof der Budaer Burg und bieten unterwegs einen netten Blick auf den Fluss.

Die Fahrt ist zwar romantisch, aber recht teuer. Ein Rückfahrticket für Erwachsene kostet 5.500 HUF (rund 14 €) und rechne damit, dass die Bahn an jedem ungeraden Montag wegen der regelmäßigen Wartung außer Betrieb ist. Wir laufen meistens zu Fuß, aber für das Erlebnis ist es schon nett. ☺️

23. Das erschütternde Felsenkrankenhaus (Sziklakórház)

Das ist eines der besten versteckten Juwelen der Stadt. Direkt unter dem Burgberg befindet sich ein verwinkeltes System natürlicher Höhlen, das während des Zweiten Weltkriegs zu einem geheimen unterirdischen Militärkrankenhaus und später zu einem Atombunker umgebaut wurde.

Die Tour durch die engen, in den Fels gehauenen Gänge dauert etwa eine Stunde und ist ein sehr eindringliches Erlebnis. Dutzende von Wachsfiguren und die originale medizinische Ausstattung veranschaulichen eindrucksvoll, unter welch verzweifelten Bedingungen hier einst Leben gerettet wurden.

24. Die Festung Citadella

Auf dem Gipfel des Gellértbergs thront eine massive Steinfestung. Errichtet wurde sie hier von den Habsburgern im 19. Jahrhundert, und zwar nicht, um die Stadt zu schützen, sondern eher, um ihre aufsässigen Bewohner einzuschüchtern.

Die Festung selbst durchläuft in den letzten Jahren eine sehr umfassende Renovierung, sodass manche ihrer Teile vorübergehend abgesperrt sein können. Die Ausblicke von den angrenzenden Parkwegen werden dadurch zum Glück nicht sonderlich getrübt.

25. Die majestätische Freiheitsstatue (Szabadság-szobor)

Diese vierzehn Meter hohe Bronzefrau, die einen Palmzweig über den Kopf hält, siehst du schon von Weitem. Sie wurde 1947 als Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs errichtet und dient bis heute als einer der wichtigsten Orientierungspunkte am Horizont.

Wenn du dich über die Waldpfade zu ihr hinaufkämpfst, verstehst du, warum so viele Menschen herkommen. Sie steht nämlich am allerbesten Aussichtspunkt, von dem aus du die ganze ungarische Metropole buchstäblich wie auf dem Präsentierteller hast.

26. Der Gellértberg

Dieser bewaldete Hügel ist so etwas wie der Budapester Hausberg. Vom Fuß bei der Elisabethbrücke erwartet dich ein etwa dreißigminütiger Aufstieg über Steinstufen und geschwungene Wege, die von Rastbänken gesäumt sind.

Der Aufstieg mag etwas ermüdend erscheinen, aber der 360-Grad-Blick auf den Donaubogen, alle Brücken und das Parlament entschädigt dich für jede Mühe reichlich. Der Zugang zum gesamten Park und zu den Aussichtsterrassen ist zudem völlig kostenlos.

27. Der Nullkilometerstein am Clark Ádám tér

Wenn du vom Burgberg hinunter auf den Platz vor der Kettenbrücke gehst, achte auf das große Steinmonument in Form der Ziffer Null. Von diesem Punkt aus werden offiziell alle Straßenentfernungen in ganz Ungarn gemessen.

Es ist so ein kleines, unscheinbares Detail, an dem sich Touristen gerne fotografieren. Der Platz selbst fungiert als hervorragender Verkehrsknotenpunkt, von dem Busse hinauf zur Burg fahren, falls du keine Lust hast, für die Standseilbahn zu zahlen.

28. Die Königstreppe

Wenn du das Geld für die Standseilbahn sparen und zugleich dem Gedränge im überfüllten Bus entgehen willst, mach dich zu Fuß nach oben auf. Gleich neben der Station der Standseilbahn beginnt die breite Königstreppe, die dich durch wunderschön angelegte Schlossgärten führt.

Der Weg nach oben dauert nur etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Die Gärten sind voller Skulpturen, Brunnen und versteckter Aussichtspunkte, von denen du viel originellere Fotos machst als aus einer vollgestopften Seilbahnkabine. 😅

29. Die Biedermeier-Konditorei Ruszwurm

Wenn dir vom vielen Bergwandern die Füße wehtun, gönn dir eine süße Pause. Diese älteste noch existierende Konditorei der Stadt liegt nur wenige Schritte von der Matthiaskirche entfernt und ihr Holzinterieur sieht genauso aus wie vor hundertfünfzig Jahren.

Auch wenn wir nicht die größten Naschkatzen sind, gehört ihre berühmte Dobostorte mit Karamellglasur angeblich zu den besten des Landes. Es ist hier zwar ziemlich voll, aber ein Sitzplatz in dieser historischen Atmosphäre ist das Warten definitiv wert.

30. Die geheimnisvolle Felsenkirche

Direkt in den Fels des Gellértbergs ist ein einzigartiger sakraler Raum gehauen, der vom Paulinerorden verwaltet wird. Es handelt sich um eine echte Kirche, verborgen in natürlichen Höhlen, die eine unglaublich ruhige und leicht mystische Atmosphäre hat.

Während der kommunistischen Ära wurde der Eingang zur Höhle sogar zubetoniert und der Orden grausam verfolgt. Heute ist der Ort wieder für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet einen stillen Zufluchtsort vor der sommerlichen Hitze und dem Trubel der Großstadt.

Donau, Brücken und die schönsten Ausblicke

31. Abendliche Donau-Bootsfahrt

Das ist einfach ein absolutes Muss und meiner Meinung nach das schönste Erlebnis in ganz Budapest. Lukáš und ich lieben Bootsfahrten, denn das beleuchtete Parlament und die Budaer Burg von der dunklen Wasseroberfläche aus zu sehen, ist absolut magisch.

Am Ufer legen zahlreiche Anbieter an und ein einfaches Abendticket bekommst du für etwa 15 €. Du kannst aber auch einen Aufpreis für eine Fahrt mit unbegrenztem Prosecco-Genuss oder Live-Musik zahlen. Reserviere die Tickets unbedingt ein paar Tage im Voraus, in der Saison sind sie schnell weg. 😉

32. Die grüne Margareteninsel (Margit-sziget)

Mitten im breiten Fluss liegt ein riesiger, zweieinhalb Kilometer langer Park, in den Autos strengstens verboten sind. Es ist eine perfekte Oase der Ruhe, in die die Einheimischen am Wochenende zum Joggen, Picknicken oder einfach zum Herumliegen im Gras kommen.

Du kannst dir hier ein Tretmobil oder einen E-Roller ausleihen und die ganze Insel kreuz und quer durchfahren. Du findest hier mittelalterliche Ruinen, einen schönen japanischen Garten und sogar einen kleinen Zoo, sodass du hier problemlos einen ganzen Nachmittag verbringen kannst.

33. Der singende Springbrunnen

An der Südspitze der Margareteninsel stößt du auf die größte Attraktion, die für alle Besucher völlig kostenlos ist. Ein riesiger Springbrunnen sprudelt hier regelmäßig Wasser im Rhythmus klassischer und moderner Musik und ergänzt das Ganze am Abend um eine wunderschöne Lichtshow.

Die Menschen setzen sich auf die Bänke oder gleich ins Gras und genießen dieses Wasserkonzert. In den warmen Sommermonaten ist es ein ungemein erfrischender Halt, der Erwachsene wie kleine Kinder gleichermaßen begeistert.

34. Der historische Wasserturm

Wenn du die Margareteninsel etwas tiefer erkundest, stößt du auf diesen schönen Jugendstilbau aus dem Jahr 1911. Der Wasserturm dient heute als Aussichtsturm und ist sogar in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen.

Wenn du dich nach oben kämpfst, erwartet dich ein schöner Blick über die Baumkronen und den umliegenden Fluss. Im Erdgeschoss des Turms finden häufig verschiedene Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen statt.

35. Die grüne Freiheitsbrücke (Szabadság híd)

Diese elegante Stahlbrücke verbindet die Markthalle auf der Pester Seite direkt mit dem Fuß des Gellértbergs. Ihre dunkelgrüne Konstruktion ist ungemein fotogen und wir wohnten in unserem geliebten Flow Hostel nur wenige Gehminuten von ihr entfernt.

Auf den Spitzen der Brückenpfeiler sitzen die mythologischen Turul-Vögel, die über den Fluss wachen. An Sommerwochenenden wird die Brücke manchmal für Autos gesperrt und verwandelt sich in eine große Fußgängerpromenade voller Straßenmusikanten.

36. Die weiße Elisabethbrücke (Erzsébet híd)

Die modernere und rein weiße Hängebrücke trägt den Namen der beliebten Kaiserin Sisi. Ihre ursprüngliche historische Version wurde leider im Krieg zerstört und der heutige, etwas strengere Bau entstand in den sechziger Jahren.

Auch wenn sie vielleicht nicht diesen altehrwürdigen Zauber wie die Kettenbrücke besitzt, bietet sie eine großartige und sehr schnelle Verbindung zwischen der lebhaften Váci utca und dem Budaer Ufer.

37. Die geknickte Margaretenbrücke (Margit híd)

Diese Brücke ist architektonisch dadurch interessant, dass sie nicht gerade ist, sondern sich in der Mitte des Flusses in einem stumpfen Winkel knickt. Genau an diesem Knick führt eine Abzweigung direkt auf die grüne Margareteninsel, was sie zu einer sehr frequentierten Route macht.

Von ihren Gehwegen hat man zudem einen der besten Ausblicke auf das Parlamentsgebäude selbst, das du von hier aus wie auf dem Präsentierteller hast. Es ist zwar oft ziemlich windig, aber die Fotos von hier gelingen fantastisch. ☺️

38. Die Donaupromenade

Der gesamte Uferabschnitt auf der Pester Seite, der sich etwa von der Kettenbrücke bis zur Elisabethbrücke zieht, ist in eine breite Fußgängerzone verwandelt. Gesäumt wird sie von luxuriösen Hotels und Baumkronen, unter denen man lange Stunden verbringen kann.

Es ist der ideale Ort für einen ruhigen Abendspaziergang, wenn am gegenüberliegenden Ufer der ganze Burgkomplex erleuchtet wird. Die Restaurantterrassen platzen aus allen Nähten, aber schon das bloße Sitzen auf der Ufermauer hat seinen enormen Reiz.

39. Das Parlament von der Wasseroberfläche

Ich habe es zwar schon erwähnt, aber dieser Anblick wird einfach nie langweilig. Während du das Parlament von der Straße aus eher seitlich siehst, zeigt es sich dir von der Wasseroberfläche in seiner ganzen neunhundert Meter langen Breite.

Wenn du nicht für ein touristisches Ausflugsboot zahlen willst, kannst du die normalen Fährlinien des Nahverkehrs (D11/D12) nutzen. Für den Preis eines klassischen Nahverkehrstickets bekommst du dieselben luxuriösen Ausblicke wie von einer privaten Jacht. 😅

40. Der Blick von der Kuppel der Basilika

Wenn du die Donau und die Brücken aus der Vogelperspektive sehen willst, mach dich auf zur Aussichtsterrasse der St.-Stephans-Basilika. Von hier oben, aus fünfundsechzig Metern Höhe, verstehst du, wie genau der Fluss die Stadt teilt.

Der Weg nach oben kostet dich zwar etwa 3.200 HUF (rund 8 €), aber der weite Rundblick von der Margareteninsel bis zum Gellértberg ist unbezahlbar, besonders wenn du einen klaren und sonnigen Tag erwischst.

Thermalbäder

Die Budapester Thermalbäder sind ein Kapitel für sich, und ohne sie wäre ein Besuch der Stadt nicht komplett. Ausführlichere Informationen findest du auch in unserem Artikel über die Thermalbäder in Ungarn.

41. Das ikonische Széchenyi-Bad

Dieser gelb-weiße Neobarock-Palast im Stadtpark ist das absolute Flaggschiff aller Budapester Thermen. Drinnen und draußen verbergen sich achtzehn Becken mit bis zu 40 °C warmem Wasser, in denen einheimische Herren seelenruhig Schach spielen.

Die Eintrittspreise steigen jedes Jahr, und für ein Wochenendticket mit Schließfach zahlst du schon rund 14.800 HUF (rund 37 €). Ich empfehle dir dringend, die Tickets vorab online zu kaufen und gleich um sieben Uhr morgens da zu sein, denn nach dem Mittag verwandelt sich das Areal in ein riesiges Touristengedränge.

42. Das türkische Rudas-Bad

Unsere Lieblingstherme liegt direkt unter dem Gellértberg und stammt schon aus dem 16. Jahrhundert. Ihr Herzstück ist ein dunkles, intimes Hamam mit einem achteckigen Becken unter einer Steinkuppel, in das nur schmale Lichtstrahlen dringen.

Der größte Anziehungspunkt ist aber der moderne Wellness-Anbau, wo du einen Dachwhirlpool mit Panoramablick auf die Donau findest. Pass nur auf die Wochentage auf, denn der alte Teil des Bades ist entweder nur Männern oder nur Frauen vorbehalten, und der gemischte Betrieb funktioniert zuverlässig erst am Wochenende.

43. Das ruhigere Lukács-Bad

Während das Széchenyi-Bad die Instagram-Feeds füllt, kommen hierher in den zweiten Bezirk vor allem die Budapester selbst zum Entspannen. Der Komplex ist ein bisschen wie ein Labyrinth und wirkt nicht so aufpoliert, hat aber eine unverwechselbare und sehr authentische Atmosphäre.

Touristenmassen verirren sich selten hierher, und obendrein freut es deinen Geldbeutel. Der Eintrittspreis liegt bei sympathischeren 7.000 HUF (rund 17 €) und das Wasser aus den örtlichen Quellen ist berühmt für seine hervorragende Heilwirkung bei Rückenschmerzen. ☺️

44. Das versteckte Veli-Bej-Bad

Wenn du absoluten Zen und Ruhe suchst, musst du dieses kleine historische Bad finden, das clever im Inneren eines modernen Krankenhauskomplexes versteckt ist. Es wurde während der osmanischen Ära erbaut und kürzlich wunderschön renoviert.

Dank seiner Lage und begrenzten Kapazität bleibt es vor dem großen Touristenstrom perfekt verborgen. Es ist an jedem Wochentag voll gemischt, du kannst also bedenkenlos zu zweit herkommen und eine stille Entspannung ohne Lärm und Menschenmassen genießen.

45. Warnung: Das Gellért-Bad ist geschlossen!

Wenn du dich auf die wunderschönen Jugendstil-Mosaike und das verglaste Dach des berühmten Gellért-Bads gefreut hast, muss ich dich enttäuschen. Diese ikonische Therme wurde im Oktober 2025 komplett geschlossen und durchläuft eine gigantische Generalrenovierung.

Die Bauarbeiten sind auf mehrere Jahre angesetzt und eine Wiedereröffnung wird frühestens 2028 erwartet. Plane es also gar nicht erst in deine Route ein, du würdest nur auf verschlossene Türen und Baugerüste stoßen.

46. Das Palatinus-Bad für Familien

Seit August 2025 gilt eine strenge Regierungsverordnung, die Kindern unter 14 Jahren den Zugang zu Heil- und Thermalbecken verbietet. Grund sind die zu hohe Temperatur und die Mineralbelastung, sodass man dich mit Kindern ins Széchenyi oder Rudas schlicht nicht hineinlässt.

Nimm deine Familie stattdessen hierher, in das riesige Areal auf der Margareteninsel. Es funktioniert eher wie ein klassischer Aquapark mit Außenbecken, Rutschen und Wellenbad, wo sich die Kinder austoben können und niemand sie beim Planschen einschränkt. 😉

47. Das Bierbad (Beer Spa)

Das ist so ein unkonventioneller Abstecher, den du direkt in den Arealen des Széchenyi- oder Lukács-Bads findest. Du mietest dir einen Holzbottich, gefüllt mit heißem Thermalwasser, in das dir das Personal Hopfen, Malz und Bierhefe einrührt.

Das Beste daran ist, dass du dir direkt aus dem Zapfhahn an der Seite des Bottichs die ganze Zeit unbegrenzt helles Lagerbier zapfen kannst. Für fünfundvierzig Minuten Entspannung zahlst du zwar rund 69 €, aber nach einem ganzen Tag Herumlaufen in der Stadt tut das richtig gut.

Erlebnisse und Abend

48. Die legendäre Ruin Bar Szimpla Kert

Diesen Ort im jüdischen Viertel musst du einfach gesehen haben, selbst wenn du gar keinen Alkohol trinkst. Es ist ein riesiges, psychedelisches Labyrinth, errichtet in einer verlassenen Ofenfabrik, in dem von der Decke Pflanzen, alte Fernseher und Discokugeln hängen.

Jeder Raum hat seine eigene Bar, und sitzen kannst du ruhig in einer alten Badewanne oder im Wrack eines alten Trabant. Wir schauen gerne sonntagvormittags vorbei, wenn sich der ganze chaotische Raum in einen fantastischen Bauernmarkt mit lokalen Käsesorten und Marmeladen verwandelt.

49. Street Food Karaván

Gleich neben der Szimpla findest du den bekanntesten Budapester Street-Food-Hof. Er ist voller Hipster-Stände und Foodtrucks, wo du alles bekommst, von mexikanischen Tacos über vegane Burger bis hin zu echter italienischer Pizza.

Am beliebtesten ist hier aber der sogenannte Langos Burger, ein traditioneller Paprika-Lángos, gefüllt mit Schafskäse und Rucola. Die Preise sind hier wegen der lukrativen Lage etwas höher, aber die entspannte Abendatmosphäre unter den Glühbirnen ist es wert. 😅

50. Das elegante Restaurant Mazel Tov

Das ist eigentlich so eine viel sauberere und luxuriösere Version einer Ruin Bar. Du findest hier freigelegte Ziegelwände, ein verglastes Dach und Hunderte romantischer Lichterketten, unter denen eine fantastische mediterran-israelische Fusion serviert wird.

Wir gönnen uns hier immer den hervorragenden Hummus mit frischem Pita-Brot und muss sagen, das Ambiente ist absolut ideal für ein Abend-Date. Vergiss nur nicht, dass du in der touristischen Hauptsaison ohne vorherige Tischreservierung schlicht keinen Platz bekommst.

51. Das goldene New York Café

Dieses Ende des 19. Jahrhunderts eröffnete Café gewinnt regelmäßig Titel als schönstes Café der Welt. Es ist ein Neorenaissance-Wahnsinn voller Marmorsäulen, Fresken und riesiger venezianischer Kronleuchter, bei dem dir die Augen übergehen.

Man geht vor allem zum Staunen und Fotografieren hinein, denn die Preise für einen Kaffee und ein gewöhnliches Dessert klettern hier locker über zwanzig Euro pro Person. Die Schlange vor dem Eingang ist oft lang, aber das Gefühl, in einem Schlosssaal zu sitzen, musst du wohl einmal im Leben ausprobieren.

52. Spezialitätenkaffee im Café Kontakt

Wenn du wirklich guten Kaffee liebst und dich opulente Kronleuchter kaltlassen, steuere die modernen Hipster-Lokale an. Mehr davon findest du in unserer Liste der besten Cafés in Budapest. Unser persönlicher Favorit ist das minimalistische Café Kontakt, wo der Kaffee wirklich mit Liebe gemacht wird.

Sie spezialisieren sich auf Spezialitätenbohnen und ihr Flat White gehört zu den besten, die wir je getrunken haben. Die Baristas hier wissen genau, was sie tun, und die Atmosphäre ist wunderbar ruhig und ungezwungen. ☺️

53. Wochenend-Brunch bei Szimply

Budapest kann Brunch vielleicht noch einen Tick besser als Prag, und dieser Ort ist der klare Beweis dafür. Versteckt in einem kleinen Innenhof unweit des Zentrums, bietet er absolut himmlische und visuell perfekte Frühstückskreationen.

Ihre Avocado-Toasts, fluffigen Pfannkuchen und saisonalen Schalen voller frischem Obst sind einfach ein Gedicht. Der Raum ist winzig, du wartest also vielleicht eine Weile auf einen Tisch, aber ich garantiere dir, dieses morgendliche Warten zahlt sich reichlich aus.

54. Vintage-Shopping im Szputnyik Shop

Wenn uns die Sehenswürdigkeiten langweilen, durchstöbern wir schrecklich gern die lokalen Secondhand-Läden, denn die Budapester sind einfach perfekt. Am meisten begeistern uns die Läden des Szputnyik Shop, die mehrere Filialen in der Stadt haben und einen fantastischen Mix aus Retro und modernem Design bieten.

Du findest hier top erhaltene Jeansjacken, alte Lederrucksäcke und verrückte Hemden aus den Neunzigern. Die Kleidung ist hier schön sortiert, duftend und sauber, sodass selbst ein eingefleischter Secondhand-Muffel hier locker eine Stunde verbringt.

55. Die wilde SPArty bei Nacht

Wenn du zum Feiern nach Budapest kommst, ist das das bizarrste Cluberlebnis Europas. Jede Samstagnacht verwandeln sich die Außenbecken des Széchenyi-Bads in eine riesige Tanzfläche, wo elektronische Musik läuft und Laser blitzen.

Im heißen Thermalwasser zu tanzen, während über dir eine Schaumkanone sprüht, ist der Wahnsinn. Die Tickets beginnen bei 65 € und bezahlt wird drinnen mit einem speziellen Armband. Ich warne dich nur: Wenn du nach einem anstrengenden Tag ruhige Entspannung suchst, findest du sie hier definitiv nicht. 😅

56. Konzerte im Akvárium Klub

Direkt im Zentrum am Erzsébet tér, teils unter Straßenniveau und einem flachen Becken versteckt, liegt dieser großartige Musikclub. Er ist ein Zentrum des modernen Nachtlebens, in das man zu Live-Konzerten und DJ-Sets geht.

Der Club bietet erstklassigen Sound, tolle Beleuchtung und eine riesige Außenterrasse, wo man im Sommer bis zum Morgengrauen Bier trinkt und quatscht. Es ist eine etwas geschliffenere Alternative zu den schmuddeligen Ruin Bars, aber die Energie hier ist absolut fantastisch.

Budapest kostenlos, mit Kindern und romantisch

57. Rettung vor dem Regen im Aquaworld

Wenn das Wetter am Wochenende nicht mitspielt und du Kinder dabeihast, ist das deine sichere Bank. Einer der größten überdachten Wasserparks Mitteleuropas liegt ein Stück außerhalb der Stadt und verbirgt unter einer riesigen Glaskuppel siebzehn Becken und elf Rutschen.

Die Kinder können sich hier im künstlichen Wellenbad austoben, während du dich in den warmen Thermal-Whirlpools erholst. Der Familieneintritt ist nicht gerade der günstigste, aber für die ganztägige Ruhe vor gelangweilten Kindern ist es das einfach wert.

58. Picknick auf der Margareteninsel

Es gibt nichts Besseres, als in der Markthalle frisches Gebäck und Käse zu kaufen und hierher in den Schatten der alten Bäume aufzubrechen. Die Insel ist riesig, sodass du immer ein ruhiges Fleckchen Rasen nur für dich findest, weit weg vom Autolärm und den klingelnden Straßenbahnen.

Wir gönnen uns hier manchmal einen faulen Nachmittag mit einem Buch. Die Parks sind wunderschön gepflegt und sauber, und wenn dir das Herumliegen zu langweilig wird, kannst du dir die nahegelegenen Ruinen eines alten Klosters ansehen. ☺️

59. Ein Spaziergang auf den Spuren der Street Art

Das jüdische Viertel ist nicht nur eine Ansammlung von Kneipen, es ist eine riesige Galerie unter freiem Himmel. Wenn du genau hinschaust, entdeckst du an den fensterlosen Wänden der Mietshäuser gigantische Wandmalereien, die die sonst grauen Straßen zum Leben erwecken.

Diese riesigen Murals reagieren oft auf die ungarische Geschichte oder moderne Kultur, und die besten Stücke in den Straßen Kazinczy oder Dob aufzuspüren, ist ein großartiger Zeitvertreib für einen ganzen Nachmittag, der dich nicht einen einzigen Forint kostet.

60. Free Walking Tours durchs Zentrum

Wenn du über die Stadt mehr erfahren willst als nur, wo es das günstigste Bier gibt, schließ dich diesen Touren an. Einheimische Guides führen dich durch die interessantesten Ecken der Stadt und erzählen dir großartige Geschichten, die du in keinem gedruckten Reiseführer findest.

Die klassischen Touren starten meist am Vörösmarty tér und funktionieren nach dem Prinzip des freiwilligen Trinkgelds. Am Ende gibst du dem Guide einfach so viel in den Hut, wie dir das zweistündige Erlebnis wert ist.

61. Sonnenuntergang vom Gellértberg

Ich habe zwar schon darüber geschrieben, aber dieser Moment ist einfach der Höhepunkt der Romantik. Wenn du kurz vor Sonnenuntergang zur Freiheitsstatue hinaufsteigst, erlebst du die sogenannte goldene Stunde in voller Pracht.

Die Stadt unter dir beginnt sich langsam zu erleuchten, der Fluss nimmt einen tiefblauen Ton an und das Parlament am Horizont beginnt wie eine goldene Schmuckschatulle zu strahlen. Ich empfehle dir, eine Decke und ein Gläschen von etwas Gutem mitzunehmen. 😉

62. Nachtfotografie an der Kettenbrücke

Sobald völlige Dunkelheit einbricht, verwandelt sich das Zentrum Budapests in ein Paradies für Fotografen. Die kürzlich renovierte Kettenbrücke ist absolut perfekt beleuchtet und ihre Spiegelung auf der Donauoberfläche wirkt auf Fotos unglaublich gut.

Spazier über die Pester Promenade in Richtung Parlament, die Straßen sind sicher, wunderschön beleuchtet und voller flanierender Paare. Die Atmosphäre der nächtlichen Metropole ist hier viel ruhiger und entspannter als tagsüber.

63. Der Zoo für kleine Entdecker

Wenn du den Kindern Tiere versprichst, kannst du gar nichts falsch machen. Der Zoo im Stadtpark hat eine wunderschöne Jugendstil-Architektur der Elefantenhäuser und Pavillons, sodass auch Erwachsene hier etwas zu bestaunen haben.

Neben den klassischen Tieren findest du hier auch großartige interaktive Spielplätze und jede Menge Grün. Ein Familienticket kostet dich etwa 14.000 HUF (rund 35 €), aber du verbringst hier problemlos einen ganzen Nachmittag, ohne dass ein Kind auch nur einmal gähnt.

64. Romantik in den nächtlichen Gassen von Buda

Während in Pest nachts die Bässe aus den Clubs dröhnen, wird das historische Burgviertel am anderen Ufer nach neun Uhr abends völlig still. Die von altertümlichen Laternen beleuchteten Kopfsteinpflastergassen leeren sich, und du hast das Gefühl, die Zeit sei hundert Jahre zurückgesprungen. Ein Spaziergang um die beleuchtete Matthiaskirche und die Burgmauern ist absolut zauberhaft, und du triffst hier fast keine Touristenmassen.

Es ist der ideale Ort für verliebte Paare, die eine Flucht vor dem lauten Pest suchen. Von den Mauern aus siehst du zudem die wunderschön beleuchtete Kettenbrücke und den ganzen östlichen Teil der Stadt, ein Ausblick, an dem du dich einfach nie sattsiehst. ☺️

65. Der grüne Park Kopaszi gát für Familien

Wenn du mit Kindern reist und einen ruhigen Ort zum Erholen suchst, mach dich in den Süden der Stadt auf zu diesem rekultivierten Donaudamm. Kopaszi gát ist eine wunderschön angelegte grüne Halbinsel voller Kinderspielplätze, glatter Wege für Laufräder und gemütlicher Cafés.

Der Eintritt in den Park ist völlig kostenlos, und im Sommer kannst du dir hier direkt am Wasser eine Decke ausbreiten und ein Familienpicknick machen. Es ist ein riesiger Kontrast zum lebhaften Zentrum, und die Kinder haben hier viel sicheren Platz zum Herumtoben.

66. Der Philosophengarten und kostenlose Ausblicke

Wenn du den Gellértberg erkundest, verpass auf keinen Fall diesen schönen und oft übersehenen Ort. Der Philosophengarten verbirgt Bronzestatuen der größten Denker der Welt und es herrscht hier absolute Ruhe, weil sich kaum ein Tourist hierher verirrt.

Gleich neben dem Garten findest du eine Aussichtsterrasse, von der du einen der besten kostenlosen Ausblicke auf die Budaer Burg hast. Du kannst hier stundenlang auf einer Bank sitzen, die Schiffe auf der Donau beobachten und gibst dabei nicht einen einzigen Forint aus. 😉

Reiseplan: Was du in 1, 2 und 3 Tagen schaffst

Wenn du überlegst, wie du diese riesige Menge an Sehenswürdigkeiten logisch zusammenstellst, haben wir für dich einen kurzen Überblick über das Wichtigste vorbereitet. Budapest ist groß, der Schlüssel zum Erfolg ist also, nicht unnötig von einem Ufer zum anderen zu wechseln.

  • 1 Tag in Budapest: Beginne früh am Morgen auf der Budaer Burg und der Fischerbastei, um den Massen zu entgehen. Gegen Mittag gehst du über die Kettenbrücke zum Parlament und zur St.-Stephans-Basilika. Am Nachmittag gönnst du dir einen Lángos in der Großen Markthalle und den Abend schließt du mit einer Donau-Bootsfahrt ab.
  • 2 Tage in Budapest: Widme den ersten Tag ganz Pest, geh die Andrássy út, das Haus des Terrors und den Heldenplatz ab. Am zweiten Tag erkundest du das hügelige Buda, steigst auf den Gellértberg und gehst abends im Rudas-Bad oder in der Ruin Bar Szimpla Kert entspannen.
  • 3 Tage in Budapest: Drossle das Tempo. Nimm dir Streifzüge durch das jüdische Viertel ins Programm, ein Picknick und eine Radtour auf der Margareteninsel und reserviere dir mindestens einen halben Tag für echte Entspannung im Széchenyi- oder Lukács-Bad.

Ausflugsziele rund um Budapest

Wenn du in der ungarischen Metropole mehrere Tage verbringst und auch etwas anderes als nur die Großstadt sehen willst, bietet die Umgebung absolut großartige Ausflüge. Das beliebteste Ziel ist das barocke Städtchen Szentendre, das nur vierzig Minuten Fahrt mit der Vorortbahn HÉV nördlich des Zentrums liegt. Sobald du dort aussteigst, weht dir eine unglaublich entspannte Künstleratmosphäre entgegen. Du findest hier enge Kopfsteinpflastergassen, pastellfarbene Häuschen und viele kleine Galerien. Wir haben die dortige Uferpromenade lieben gelernt, wo man wunderbar mit einem Kaffee sitzen und die Boote beobachten kann.

Eine weitere fantastische Option ist das sogenannte Donauknie, wo der Fluss die Berge durchbricht und eine dramatische Biegung bildet. Steuere die historische Stadt Visegrád an, wo sich über dem Fluss eine mächtige mittelalterliche Zitadelle erhebt. Der Aufstieg zu ihr gibt dir zwar ein bisschen zu tun, aber die Panoramablicke auf den gewundenen Lauf der Donau sind die Mühe definitiv wert. Ein Stück weiter liegt dann Esztergom mit einer riesigen klassizistischen Basilika, die die überhaupt größte Kirche in ganz Ungarn ist.

Und wenn dir Wasser und echtes Sommerfeeling fehlen, steig in den Zug und fahr zum Plattensee (Balaton). Die Fahrt an die Südküste ins Ferienörtchen Siófok dauert nur etwas mehr als anderthalb Stunden. Das ungarische Meer bietet großartige Strände, seichtes, aufgewärmtes Baden und hervorragenden lokalen Wein. Wenn du eher weitere heiße Quellen erkundest, wirf unbedingt einen Blick in unseren ausführlichen Artikel über die Thermalbäder in Ungarn. Fans winterlicher Romantik freut sicher unser Guide zu den Weihnachtsmärkten in Budapest und für Koffeinliebhaber haben wir die besten Cafés in Budapest zusammengestellt. ☺️

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage braucht man für Budapest?

Für eine entspannte Erkundung der Stadt empfehlen wir drei bis vier Tage. An einem verlängerten Wochenende könnt ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf beiden Seiten der Donau besichtigen, in Thermalbädern baden und lokale Spezialitäten probieren. Wenn ihr nur zwei Tage habt, müsst ihr das Programm ziemlich straffen.

Wo sollte man in Budapest übernachten?

Die strategisch beste Wahl ist der V. Bezirk im Zentrum von Pest, von wo aus ihr die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen könnt. Großartig ist auch der VII. Bezirk in der Nähe der Ruinenbars, aber rechnet mit mehr nächtlichem Lärm. Vorsicht im noblen VI. Bezirk, wo ab 2026 ein absolutes Airbnb-Verbot gilt.

Wann sollte man nach Budapest reisen?

Ideales Wetter erwartet euch im Frühling im Mai und im Herbst im September, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Stadt nicht so überfüllt ist. Im Sommer kann es extrem heiß werden mit über dreißig Grad. Aber auch der Winter hat seinen Charme, vor allem dank der berühmten Weihnachtsmärkte und heißen Thermalbäder.

Ist Budapest teuer?

Trotz der jüngsten Preiserhöhungen ist die ungarische Hauptstadt immer noch deutlich günstiger als Wien und etwas günstiger als München. Sparen könnt ihr vor allem bei Unterkunft und Essen in lokalen Restaurants. Der größte Posten im Budget ist meist der Eintritt in die historischen Thermalbäder und ins Parlament.

Wie kommt man vom Flughafen ins Zentrum von Budapest?

Die beste und günstigste Option ist der direkte Flughafenbus 100E, der euch in vierzig Minuten direkt zum Deák Ferenc tér bringt. Das Ticket kostet 2.500 HUF und ihr könnt es mit Karte direkt beim Fahrer kaufen. Eine zweite sichere Möglichkeit ist, sich ein Auto über die Bolt-App zu bestellen.

Womit bezahlt man in Budapest?

Die offizielle Währung ist der ungarische Forint (HUF) und ihr solltet lieber nicht mit Euro bezahlen, da Restaurants sehr ungünstige Wechselkurse verwenden. Fast überall kann man mit Karte zahlen, daher braucht ihr nur wenig Bargeld. Beim Geldabheben am Automaten meidet immer die teuren Euronet-Geldautomaten.

Was sind die besten Thermalbäder in Budapest?

Die bekanntesten und größten sind die gelb-weißen Széchenyi-Bäder mit Außenbecken, aber sie sind oft sehr überfüllt. Wir persönlich empfehlen die türkischen Rudas-Bäder, die auf dem Dach einen Panorama-Whirlpool mit Blick auf die Donau haben. Beachtet, dass die ikonischen Gellért-Bäder derzeit geschlossen sind.

Was kann man in Budapest bei Regen machen?

Flüchtet in Museen oder ins heiße Wasser. Eine großartige Wahl ist das erschütternde Terrorhaus-Museum oder eine Führung durch die atemberaubenden Innenräume des Budapester Parlaments. Mit Kindern könnt ihr auch in den riesigen überdachten Wasserpark Aquaworld fahren, der etwas außerhalb der Stadt liegt.

Ist Budapest sicher?

Budapest gehört zu den sehr sicheren europäischen Städten und Gewaltkriminalität ist hier minimal. Das Einzige, worauf ihr wirklich achten müsst, sind Taschendiebe in der überfüllten Metro und Betrug in zwielichtigen Nachtbars. Steigt auch niemals in nicht gekennzeichnete Taxis auf der Straße ein.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

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Buche deine Unterkunft clever

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Kroatien mit dem Auto: Route, Maut, Karte & Fähren 2026

TL;DRCesta do Chorvatska autem v roce 2026 vede nejčastěji přes Rakousko a Slovinsko (Berlín–Zagreb asi 950 km) nebo přes Slovensko a Maďarsko, přičemž hraniční kontroly díky Schengenu od roku 2023 odpadly. Moment – zde je německý překlad: Die Autofahrt nach Kroatien führt 2026 meist über Österreich und Slowenien (Prag–Zagreb 750 km, rund 7 Stunden) oder über die Slowakei und Ungarn (Brünn–Zagreb 600 km, rund 6 Stunden) – Grenzkontrollen fallen dank Schengen seit 2023 weg. Unterwegs brauchst du Vignetten: die österreichische 10-Tages-Vignette für 12,80 Euro, die slowenische Wochenvignette für 16 Euro und die ungarische 10-Tages-Vignette für umgerechnet etwa 440 Kronen. In Kroatien gilt weiterhin das klassische Mautsystem mit Schranken (im Schnitt 7,5 Euro pro 100 km, die Strecke Zagreb–Split kostet rund 26 Euro) – das schrankenlose System Crolibertas startet erst im März 2027. Auf die Inseln bringt dich mit dem Auto die Fähre von Jadrolinija (etwa Split–Supetar auf Brač für 6,50 Euro pro Person), und Richtung Süden nach Dubrovnik ersetzt die kostenlose Pelješac-Brücke inzwischen den Umweg über den bosnischen Korridor Neum.

Eine Reise mit dem eigenen Auto ans Adriatische Meer bedeutet grenzenlose Freiheit, denn du bist nicht an Flugpläne gebunden und kannst getrost den halben Hausstand in den Kofferraum packen. Wer nach Kroatien mit dem Auto fahren und den Sommerurlaub planen möchte, den erwartet eine überraschend entspannte Fahrt, die dank der jüngsten europäischen Änderungen noch flüssiger geworden ist. Die richtige Vorbereitung ist allerdings das A und O, denn unnötige Bußgelder, endlose Staus oder Chaos an den Mautstationen können den Urlaubsstart gehörig verderben. Ich habe für dich einen kompletten Guide vorbereitet, in dem du einen detaillierten Routenvergleich, aktuelle Infos zu Vignetten und praktische Tipps für die Orientierung in den Häfen findest. Koch dir einen guten Kaffee und lass uns gemeinsam deinen perfekten Sommer-Roadtrip planen.

Zusammenfassung

  • Wegfall der Grenzkontrollen: Seit 2023 gehört Kroatien zum Schengen-Raum, an den Grenzen zu Slowenien und Ungarn musst du also nicht mehr in langen Schlangen warten.
  • Transit-Vignetten: Auf dem Weg durch Österreich zahlst du für die 10-Tages-Vignette 12,80 Euro, die slowenische Wochenvignette kostet 16 Euro und die ungarische 10-Tages-Vignette rund 18 Euro.
  • Kroatische Maut 2026: Es gibt weiterhin die klassischen Mautstationen mit Schranken, wo du für einen Pkw im Schnitt 7,5 Euro pro 100 Kilometer bezahlst.
  • Fähren und Katamarane: Wenn du mit dem Auto auf die Inseln möchtest, musst du das Fährticket der Reederei Jadrolinija in der Sommersaison lange im Voraus reservieren, denn die Kapazitäten sind schnell ausverkauft.
  • Pelješac-Brücke: Auf dem Weg ganz in den Süden nach Dubrovnik musst du nicht mehr durch den bosnischen Korridor Neum fahren, sondern nutzt die neue kostenlose Brücke.
  • Parken in den Städten: Die historischen Altstädte großer Städte sind für Autos gesperrt oder extrem teuer – in Dubrovnik zahlst du für eine Stunde durchaus auch mal über 10 Euro.

10 Dinge, die du wissen musst

1. Zwei Hauptrouten von Deutschland aus

💡 Tipp: Die Wahl der richtigen Route hängt vor allem davon ab, aus welcher Region du startest und in welches Ziel du genau möchtest.

Die meistgenutzte und schnellste Route für die meisten Reisenden führt über Österreich und Slowenien – die ideale Wahl, wenn du aus dem Süden Deutschlands startest. Von München fährst du Richtung Salzburg, dann über Villach und den Karawankentunnel nach Slowenien, weiter über Ljubljana bis Zagreb, von wo dich die Autobahn A1 direkt ans Meer bringt. Die Strecke von München nach Zagreb misst rund 550 Kilometer und dauert etwa fünfeinhalb Stunden reine Fahrzeit, ans Meer nach Split fährst du gut acht Stunden. Wenn dein Ziel die nördliche Istrien-Halbinsel oder die Kvarner-Bucht ist, biegst du schon in Slowenien Richtung Ljubljana ab und gelangst durch den Učka-Tunnel direkt auf die malerische Halbinsel.

Die alternative Route über Österreich und Ungarn ergibt großen Sinn für Reisende aus Ost- und Norddeutschland, denen sie viel Zeit und Geld spart. Von Berlin oder Dresden fährst du über Wien und Budapest und erreichst über die Autobahn M7 den Grenzübergang Letenye, wo du nahtlos an das kroatische Autobahnnetz anschließt. Der Vorteil dieser Route sind nicht nur weniger Höhenmeter und ein Minimum an Tunneln, sondern auch niedrigere Mautkosten, da du nur eine ungarische Transit-Vignette kaufst. Von Berlin nach Zagreb bist du je nach Start etwa neun bis zehn Stunden unterwegs, sodass du dir schon bald deinen ersten Urlaubskaffee in der kroatischen Metropole gönnen kannst.

Vergiss bei der Planung nicht die regelmäßigen Pausen, denn Müdigkeit am Steuer ist auf diesen langen Etappen wirklich tückisch und der Sekundenschlaf kommt heimtückisch schnell. Entlang der österreichischen und ungarischen Autobahnen findest du bestens ausgestattete Rastplätze mit sauberen Toiletten, wo du dich sicher die Beine vertreten und dir ein leichtes Gemüse-Sandwich oder einen frischen Salat gönnen kannst, um Kräfte für die nächsten Hunderte Kilometer zu tanken.

2. Schengen und das Ende der Grenzkontrollen

💡 Tipp: Kontrolliere vor der Abfahrt die Gültigkeit aller Ausweisdokumente, denn stichprobenartige Kontrollen in den Grenzregionen finden nach wie vor statt.

Der Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum am 1. Januar 2023 ist für alle Autofahrer eine absolut fantastische Nachricht, die Stunden an Zeit und jede Menge Nerven spart. Die gefürchteten Grenzübergänge Macelj oder Letenye, an denen früher in der Sommerhitze endlose stundenlange Staus standen, passierst du heute reibungslos ohne die geringste Verzögerung. Du musst nicht mehr die Scheiben herunterkurbeln, den unter dem Sitz verschwundenen Pass suchen und ihn den Zöllnern reichen – du fährst einfach an den verlassenen Häuschen vorbei und setzt mit Autobahntempo deine Reise in den Urlaub fort.

Auch wenn die ständigen Grenzkontrollen abgeschafft sind, bedeutet das keineswegs, dass du ganz ohne Dokumente losfahren kannst. Jeder Reisende, auch kleine Kinder, muss einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mitführen, denn die örtliche Polizei kann überall im Landesinneren oder an den Autobahnabfahrten stichprobenartige Kontrollen durchführen. Als Fahrer brauchst du natürlich einen gültigen Führerschein, den Fahrzeugschein und die ausgedruckte Grüne Versicherungskarte als internationalen Versicherungsnachweis.

Wenn du während des Urlaubs Ausflüge außerhalb der Europäischen Union planst, etwa ins benachbarte Bosnien-Herzegowina oder ins wilde Montenegro, wirst du den klassischen Grenzkontrollen nicht entkommen. An diesen Übergängen bilden sich in den Sommermonaten immer noch recht lange Schlangen, daher plane solche Ausflüge am besten für die frühen Morgenstunden, wenn der Verkehr etwas ruhiger ist und die Sonne noch nicht so brennt ☺️.

3. Transit-Vignetten und wo man sie kauft

💡 Tipp: Besorge dir alle Vignetten bequem von zu Hause über die offiziellen staatlichen Online-Shops, um überteuerte Aufschläge an den Tankstellen nahe der Grenze zu vermeiden.

Auf dem Weg durch Österreich brauchst du eine gültige Vignette, die du rein elektronisch auf der offiziellen Website der Gesellschaft ASFINAG erwerben kannst. Die 10-Tages-Variante kostet dich 2026 12,80 Euro, und ein großer Vorteil ist, dass die unsinnige 18-tägige Verbraucher-Schutzfrist endgültig weggefallen ist – die Vignette gilt also sofort nach der Bezahlung. Neben der klassischen Vignette solltest du aber prüfen, ob auf deiner konkreten Route einer der mautpflichtigen Alpentunnel liegt, für die eine gesonderte Streckenmaut direkt vor Ort fällig wird.

Slowenien nutzt das moderne System elektronischer Vignetten (e-vinjeta), die du am sichersten auf dem offiziellen Portal DARS kaufst. Für die meisten normalen Pkw brauchst du die Kategorie 2A, wobei die Wochenvignette 16 Euro und die Monatsvignette 32 Euro kostet (die Jahresvignette 117,50 Euro). Wenn du für die klassischen vierzehn Tage ans Meer fährst, musst du leider zwei Wochenvignetten oder gleich eine Monatsvignette kaufen, was die Durchfahrt durch Slowenien gegenüber Österreich etwas verteuert.

Wenn du die Route über Ungarn wählst, kaufst du eine elektronische Vignette (e-matrica), die ausschließlich über das Portal nemzetiutdij.hu verkauft wird. Die 10-Tages-Vignette für einen Pkw kostet 6900 Forint, umgerechnet rund 18 Euro. Das System ist sehr intuitiv – du musst nur das Kennzeichen deines Fahrzeugs eingeben und das richtige Zulassungsland auswählen, die Bestätigung kommt umgehend per E-Mail.

4. Kroatische Maut und das Schrankensystem

💡 Tipp: Halte für eine schnellere Durchfahrt Euro-Kleingeld oder eine Kreditkarte bereit, oder erwäge bei häufigeren Fahrten die Anschaffung einer elektronischen ENC-Box.

Kroatien nutzt bislang kein System klassischer zeitbasierter Vignetten, sondern du zahlst über Mautstationen für die tatsächlich gefahrenen Kilometer. Falls du von einem revolutionären schrankenlosen System liest, lass dich nicht verwirren: In der Sommersaison 2026 funktionieren weiterhin die klassischen Schranken, du ziehst bei der Auffahrt einen Papierzettel aus dem Automaten und zahlst bei der Abfahrt beim Personal oder am Automaten. Das neue schrankenlose System Crolibertas mit Kameras, für das sich Ausländer vorab registrieren müssen, soll erst im März 2027 voll starten – dieses Jahr musst du dich also noch auf das traditionelle Anhalten einstellen.

Der Mautpreis für einen normalen Pkw (Kategorie I) liegt im Schnitt bei etwa 7,5 Euro pro 100 Kilometer, aber vergiss nicht, dass in der Hauptsaison (in der Regel von Juni bis September) ein Aufschlag von rund zehn Prozent gilt. Wenn du die gesamte Strecke von der slowenischen Grenze über Zagreb bis hinunter ins sonnige Split über die Autobahn A1 fährst, rechne mit rund 26 Euro Maut für eine Strecke. Bezahlen kannst du bar in Euro, aber viel bequemer und schneller ist eine normale kontaktlose Kreditkarte, die du nur ans Terminal halten musst.

Wenn du regelmäßig nach Kroatien fährst oder im Urlaub viel zwischen den Küstenstädten unterwegs sein willst, lohnt sich die Anschaffung einer ENC-Box. Diese praktische Bordeinheit erlaubt dir die Durchfahrt durch reservierte Mautspuren ohne Anhalten und gewährt zusätzlich einen Rabatt von rund 21 Prozent auf alle Gebühren. Basis-Pakete mit vorausbezahltem Guthaben kosten ab etwa 60 Euro und sind an ausgewählten Verkaufsstellen der Gesellschaft HAC erhältlich.

5. Fähren und Katamarane zu den Inseln

💡 Tipp: Kaufe das Fährticket für den Pkw in der Hauptsaison rechtzeitig online, sonst kann es passieren, dass du gar nicht mehr auf die Fähre passt und einen halben Tag mit Warten verbringst.

Die Fahrten zu den zauberhaften kroatischen Inseln übernimmt überwiegend die staatliche Reederei Jadrolinija, die ein umfangreiches und zuverlässiges Liniennetz entlang der gesamten Küste betreibt. Es ist sehr wichtig, zwischen der klassischen Fähre, die Autos und Menschen transportiert, und dem schnellen Katamaran zu unterscheiden, der ausschließlich für Fußpassagiere gedacht ist. Wenn du mit dem eigenen Auto auf eine Insel musst, filtere bei der Verbindungssuche auf der Website oder in der App ausschließlich die großen Fährschiffe, sonst kaufst du ein Ticket für das falsche Boot.

Die beliebtesten Strecken, etwa die Überfahrt von Split zum Hafen Supetar auf der Insel Brač, dauern rund fünfzig Minuten und verkehren im Sommer recht häufig. Ein Ticket für einen Erwachsenen kostet etwa 6,50 Euro, für den Transport des Pkw zahlst du aber deutlich mehr – oft liegt der Betrag je nach Fahrzeuggröße bei mehreren Dutzend Euro. Lange Strecken, etwa zur wunderschönen Insel Hvar (die Überfahrt zum Hafen Stari Grad dauert über zwei Stunden) oder zum entlegenen Vis, sind natürlich sowohl finanziell als auch zeitlich weit anspruchsvoller.

In den Sommermonaten ist es absolut notwendig, mindestens eine Stunde vor Abfahrt am Hafen zu sein, selbst wenn du die Autotickets sorgfältig im Voraus gekauft hast. Die Autos reihen sich nämlich in spezielle Spuren je nach Ziel ein, und die Verladung braucht Zeit und eine sorgfältige Organisation durch das Hafenpersonal. Außerhalb der Hauptsaison ist die Lage deutlich entspannter und die Tickets bekommst du meist problemlos vor Ort am Häuschen an der Mole.

6. Besonderheiten beim Fahren und Verkehrsregeln

💡 Tipp: Halte die zulässige Höchstgeschwindigkeit ein, denn die kroatische Polizei ist sehr kompromisslos und Bußgelder werden direkt vor Ort und mit null Toleranz für Ausreden eingetrieben.

Das Fahren in Kroatien unterscheidet sich glücklicherweise nicht groß vom Fahren in Deutschland, aber einige Details können dich überraschen und es lohnt sich, darauf vorbereitet zu sein. Die Tempolimits liegen bei klassischen 50 km/h innerorts, 90 km/h außerorts, 110 km/h auf Schnellstraßen und 130 km/h auf Autobahnen. Die Küstenstraßen, besonders die berühmte und fotogene Adria-Magistrale, sind voller unübersichtlicher Kurven und steiler Abhänge – es lohnt sich also keineswegs zu hetzen, genieße lieber den Blick auf das türkisblaue Meer.

Die Alkoholgrenze am Steuer liegt in Kroatien bei 0,5 Promille, allerdings mit einer großen Ausnahme, von der kaum ein Tourist weiß. Für Fahrer unter 24 Jahren und alle Berufskraftfahrer gilt absolute Null – wenn du in diese Altersgruppe fällst, musst du dir das abendliche Glas Wein also verkneifen. Zur Pflichtausrüstung gehören Warndreieck, Warnwesten für alle aussteigenden Passagiere und ein Verbandskasten, außerdem werden Ersatzglühbirnen empfohlen, falls dein Auto keine modernen LED-Scheinwerfer hat.

Wenn dich eine Polizeistreife wegen zu schnellen Fahrens anhält, sei darauf gefasst, dass die Bußgelder wirklich sehr hoch sind und von siebzig Euro für ein kleines Vergehen bis zu unglaublichen zweitausend Euro für schwere Verstöße reichen können. Das Fahren mit Licht am Tag ist nur im Winter Pflicht, genauer vom letzten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag im März, aber aus reinen Sicherheitsgründen empfehle ich dir, ganzjährig mit Licht zu fahren.

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7. Wann man am besten losfährt

💡 Tipp: Vermeide die Anreise am Samstag, denn dann wechseln die Belegungen in den Apartments und das gesamte Autobahnnetz erlebt den absolut größten Ansturm der ganzen Woche.

Auch wenn der Wegfall der Schengen-Grenzen die Durchfahrt durch Europa deutlich beschleunigt und die stundenlangen Warteschlangen an den Übergängen abgeschafft hat, spielt der Abfahrtstermin nach wie vor eine absolut entscheidende Rolle dafür, wie entspannt deine Reise verläuft. Der größte Feind jedes nach Süden fahrenden Fahrers sind die Samstagvormittage im Juli und August, wenn die überwältigende Mehrheit der Touristen aus ganz Europa zur Unterkunft anreist oder umgekehrt den Urlaub beendet. An diesem Tag bilden sich riesige Staus vor den Mautstationen bei Zagreb (besonders an der Mautstelle Lučko) und alle Zufahrtsstraßen zu den großen Ferienorten rund um Split oder Makarska sind hoffnungslos verstopft.

Wenn du die Möglichkeit hast, deinen Urlaub flexibel zu planen, fahre an Werktagen los, idealerweise von Dienstag bis Donnerstag, oder verschiebe die Abfahrt auf Sonntagnachmittag oder Montag. Eine großartige Strategie, die viele erfahrene Reisende wählen, ist auch die Nachtfahrt, die gleich mehrere deutliche Vorteile mit sich bringt. Der Verkehr auf den Autobahnen ist minimal, die Außentemperaturen sind viel angenehmer und du sparst zusätzlich Sprit, weil du die Klimaanlage nicht auf voller Leistung laufen lassen musst – während die Kinder auf der Rückbank bequem den Großteil der Fahrt verschlafen.

Bei der Nachtfahrt musst du allerdings höchsten Wert auf Erholung und Sicherheit legen, denn Dunkelheit und monotone Autobahnen lullen einen schnell ein. Wenn du mit deinem Partner reist, wechselt euch regelmäßig am Steuer ab und haltet beim ersten Anflug fallender Augenlider am nächsten Rastplatz für einen Kaffee. Sehr hilfreich ist es, die Verkehrslage über verschiedene Apps zu verfolgen, etwa die offizielle App des kroatischen Automobilclubs HAK, die dich rechtzeitig auf nächtliche Tunnelsperrungen wegen Wartungsarbeiten hinweist und dir sogar aktuelle Bilder von den Autobahnkameras zeigt.

8. Parken in den Städten und Apps

💡 Tipp: Fahre gar nicht erst in die historischen Zentren, sondern nutze lieber die Abstellparkplätze am Stadtrand – so sparst du dir viel Stress in den engen Gassen und Geld für überteuerte Zonen.

Das Parken in kroatischen Städten kann im heißen Sommer buchstäblich zum Albtraum werden, und die Preise können unwissende Touristen ordentlich überraschen. Am schlimmsten ist die Lage im Süden in Dubrovnik, das zu den teuersten und meistfrequentierten Orten des ganzen Landes gehört. Parken in unmittelbarer Nähe der Altstadt kann dich durchaus über 10 Euro pro Stunde kosten, und seit 2025 gibt es hier zusätzlich eine Zone mit eingeschränktem Verkehr, in die du mit einem normalen Auto gar nicht einfahren darfst. Viel vernünftiger ist es, das Auto auf einem weiter entfernten Parkplatz abzustellen (wo die Preise auf erträglichere 3 Euro pro Stunde fallen) und die fünfzehn Minuten ins Zentrum zu Fuß zu gehen – oder gar nicht erst vom Hotel loszufahren und den zuverlässigen Stadtbus zu nutzen.

In Split ist die Lage etwas besser, aber das Zentrum rund um den Diokletianpalast ist ständig überfüllt mit Autos und Touristen. Die rote Zone nahe dem Hafen kostet über einen Euro pro Stunde, während die blaue Zone weiter vom Meer entfernt deutlich günstiger ist. Für die problemlose Bezahlung lade dir unbedingt die lokale App Parking M-Split aufs Handy – damit musst du gar kein Kleingeld in den Taschen suchen und kannst das Parken bequem aus der Ferne verlängern, direkt vom Strand oder vom Restauranttisch aus 😅.

Wenn du einen Ausflug nach Zadar planst, habe ich eine tolle Nachricht für dich, die dir viel Zeit bei der Parkplatzsuche spart. Ganz in der Nähe der historischen Halbinsel findest du einen großen kostenlosen Parkplatz an der Straße Marka Marulića, von dem es ins Herz des Zentrums nur ein angenehmer Fünf-Minuten-Spaziergang ist. Sollte er zufällig voll sein, gehören die gebührenpflichtigen Parkplätze in Zadar im Vergleich zum Süden zu den günstigsten – für eine Stunde zahlst du nur ein paar Cent, du musst also keine Angst haben, dass dich ein Tagesausflug ruiniert.

9. Bosnischer Korridor und Pelješac-Brücke

💡 Tipp: Die Fahrt über die neue Brücke ist nicht nur flüssiger, sondern bietet dir absolut atemberaubende Ausblicke auf das türkisblaue Meer und die umliegenden Inseln, die du dir nicht entgehen lassen darfst.

Wenn deine Reise ganz in den Süden nach Süddalmatien führt, musstest du bis vor kurzem noch einen rund neun Kilometer langen Abschnitt durch das Gebiet von Bosnien-Herzegowina in der kleinen Stadt Neum durchfahren. Das bedeutete früher doppelte Grenzkontrollen, ermüdendes Warten in Schlangen und das formelle Verlassen des Schengen-Raums, was die Reise nach Dubrovnik erheblich komplizierte und um lange Stunden verlängerte.

Seit Sommer 2022 hat dieses langjährige Problem allerdings die imposante Pelješac-Brücke sehr elegant gelöst, die das kroatische Festland direkt mit der malerischen Halbinsel Pelješac verbindet. Dank dieses fantastischen modernen Bauwerks umfährst du ganz Bosnien bequem ausschließlich auf kroatischem Gebiet, ohne anhalten und irgendjemandem den Pass zeigen zu müssen. Die Fahrt über die Brücke ist außerdem für alle Fahrzeuge völlig kostenlos, du musst also keine versteckte Maut befürchten – ein sehr angenehmer Bonus.

Solltest du dich aus irgendeinem Grund trotzdem für die alte Route über die Stadt Neum entscheiden, denk daran, dass du für diese paar Kilometer die Europäische Union verlässt. Du musst gültige Reisedokumente vorlegen und solltest sehr auf das Daten-Roaming achten, denn die Internetgebühren in Bosnien sind buchstäblich astronomisch und dein Handy schaltet sehr schnell auf das lokale Netz um, sobald du dich der Grenze näherst 😉.

10. Orientierung in den Regionen und wohin es eigentlich geht

💡 Tipp: Für den ersten Besuch Kroatiens empfehle ich Istrien, das von Deutschland aus am nächsten liegt und wunderschöne historische Städtchen im italienischen Stil bietet.

Die kroatische Küste ist riesig und teilt sich in mehrere Grundregionen, von denen jede ihre völlig einzigartige Atmosphäre und ihren spezifischen Landschaftscharakter hat. Im Nordwesten liegt die Halbinsel Istrien, die du von Deutschland aus über Ljubljana am schnellsten erreichst. Hier findest du romantische Städte wie Rovinj, Pula mit dem antiken Amphitheater oder das malerische Motovun im Landesinneren. In den versteckten Gassen dieser Städtchen entdeckst du großartige Familien-Konobas, wo man dir fantastische hausgemachte Pasta mit Trüffeln oder cremiges Pilzrisotto zubereitet. Gleich nebenan liegt die Kvarner-Bucht mit bekannten Ferienorten wie Opatija und den Inseln Krk, Cres oder Pag.

Richtung Süden erstreckt sich das sehr lange Gebiet Dalmatiens, das sich in drei Teile gliedert. In Norddalmatien begeistern dich Zadar oder die wunderschönen Nationalparks Krka und Kornati. Mitteldalmatien ist vor allem bekannt durch die Makarska-Riviera und das historische Split, von wo die überwältigende Mehrheit der Fähren zu den beliebten Inseln Brač und Hvar ablegt. Die Strände sind hier überwiegend aus Kies, wunderschön gepflegt und von duftenden Pinienhainen gesäumt.

Ganz im Süden liegt schließlich Süddalmatien, das vom majestätischen Dubrovnik und der Halbinsel Pelješac dominiert wird, die für ihre erstklassigen Weinberge berühmt ist. Die Anreise dorthin ist zwar zeitlich am anspruchsvollsten (rechne mit mindestens dreizehn Stunden reiner Fahrzeit), aber belohnt wirst du mit wunderschöner, wilder Natur, deutlich weniger überfüllten Stränden und absolut kristallklarem Wasser, das zum ganztägigen Schnorcheln einlädt.

Praktische Zusammenfassung und Richtpreise

Für eine bessere Vorstellung von deinem Reisebudget füge ich eine Übersicht der wichtigsten Gebühren bei, mit denen du 2026 rechnen musst.

  • Österreichische Vignette (10 Tage): 12,80 Euro
  • Slowenische Vignette (7 Tage): 16 Euro
  • Ungarische Vignette (10 Tage): ca. 18 Euro (6900 HUF)
  • Kroatische Maut (Pkw): durchschnittlich 7,5 Euro / 100 km
  • Maut Zagreb – Split (eine Strecke): ca. 26 Euro in der Sommersaison
  • Fähre Split – Brač (pro Person): 6,50 Euro
  • Rabatt mit ENC-Box: ca. 21 bis 22 Prozent

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo die Stornobedingungen meist am besten sind. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Wie geht es weiter

Wenn dich weitere praktische Informationen interessieren oder du Inspiration für deine Reise suchst, haben wir auf dem Blog mehrere weitere nützliche Guides für dich vorbereitet. Falls du dir nicht sicher bist, welchen Ort du für den diesjährigen Urlaub wählen sollst, wirf einen Blick auf den Artikel Urlaub in Kroatien – wohin. Liebhaber von Aussichten und Gebirgspässen werden die außergewöhnliche Reiseroute über die Julischen Alpen nach Zadar zu schätzen wissen. Wenn dich das Abenteuer auf den Wellen reizt, lies, wie Kroatien vom Boot aus aussieht, und vergiss auch nicht, unsere erprobten Tipps für die beste Unterkunft in Kroatien anzuschauen.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich für Kroatien einen internationalen Führerschein?

Nein, einen internationalen Führerschein benötigt ihr für Kroatien wirklich nicht. Da Kroatien ein vollwertiges Mitgliedsland der Europäischen Union ist, reicht euer gültiger tschechischer Führerschein in Form der standardmäßigen Plastikkarte vollkommen aus – sowohl zum Fahren als auch für eventuelle Polizeikontrollen.

Wo kann ich eine ENC-Mautbox kaufen?

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Die Bordeinheit ENC können Sie ganz einfach direkt in Kroatien an ausgewählten Verkaufsstellen der Hrvatske autoceste (HAC) erwerben, die sich meist in unmittelbarer Nähe der großen Mautstellen befinden. Die Basis-Starterpakete mit vorgeladenem Guthaben kosten etwa ab 60 Euro und lohnen sich bei häufigeren Fahrten.
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Hat sich die Maut im Jahr 2026 geändert?

Im Sommer 2026 zahlt man auf den kroatischen Autobahnen noch auf die klassische Art über die traditionellen Mautstellen mit Schranken, wo man ein Ticket zieht und bei der Ausfahrt bezahlt. Das neue kamerabasierte System ohne Schranken (genannt Crolibertas) hat sich verzögert und soll erst im März 2027 in Betrieb gehen.

Wie bezahlt man die Maut auf der Halbinsel Istrien?

Das Autobahnnetz auf Istrien, bei den Einheimischen als Istrisches Ypsilon bekannt, wird von der privaten Gesellschaft Bina Istra verwaltet, die ihre eigene Gebührentabelle hat, die sich vom Rest des Landes unterscheidet. Auf diesen Abschnitten zahlt man klassisch an Mautstellen, wobei das System problemlos Bargeld und gängige kontaktlose Zahlungskarten akzeptiert.

Kann ich ein Auto auf dem Katamaran mitnehmen?

Nein, Katamarane sind schnelle Schiffe, die ausschließlich für die Beförderung von Fußgängern bestimmt sind, und Fahrzeuge haben in keinem Fall Zugang zu ihnen. Wenn Sie Ihr Auto auf die Insel bringen müssen, müssen Sie beim Ticketkauf bei der Gesellschaft Jadrolinija sorgfältig filtern und eine klassische große Fähre auswählen.

Lohnt sich die Fahrt abseits der mautpflichtigen Autobahnen?

Wenn man die mautpflichtigen Abschnitte über die alte Straße D1 umfährt, spart man zwar Geld bei der ziemlich teuren Maut, aber die Fahrt verlängert sich dadurch erheblich um mehrere Stunden. In der Hauptsaison im Sommer bleibt man auf diesen Landstraßen zudem oft hinter langsamen Wohnwagenkolonnen stecken und muss ständig durch Dutzende von Dörfern mit strengen Geschwindigkeitsbegrenzungen fahren.

Was tun, wenn ich einen Strafzettel fürs Parken bekomme?

Wenn Sie einen Strafzettel unter dem Scheibenwischer finden, empfehle ich Ihnen, diesen so schnell wie möglich zu bezahlen, idealerweise direkt in der nächsten Filiale der örtlichen Post oder per Banküberweisung gemäß den beigefügten Anweisungen. Die kroatischen Behörden sind sehr effizient darin, Bußgelder auch im Nachhinein über europäische Systeme einzutreiben, und die möglichen Aufschläge durch Vollstreckungsgebühren können drastisch ausfallen.

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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Šibenik, Kroatien: 12 Tipps, was du 2026 sehen und erleben kannst

TL;DRŠibenik in Mitteldalmatien punktet mit 12 Tipps für Sehenswürdigkeiten, darunter zwei UNESCO-Welterbestätten – die gotische Kathedrale des Heiligen Jakobus und die maritime Festung St. Nikolaus – sowie vier historische Festungen, der Stadtstrand Banj und Ausflüge in den Nationalpark Krka (20 bis 30 Minuten Fahrzeit, Eintritt je nach Saison 7 bis 40 Euro) und zu den Kornaten (Tagestour mit dem Boot für 35 bis 40 Euro). Am schönsten reist du in der Nebensaison im Mai, Juni oder September – da ist es angenehm warm und die Preise sind niedriger. Für die Altstadt reichen ein bis zwei Tage, mit den Ausflügen ins Umland kannst du aber locker eine ganze Woche füllen. Die Stadt liegt nur rund 5 Kilometer von der Autobahn A1 entfernt und eine Stunde von den Flughäfen Split und Zadar – ein idealer Ausgangspunkt, um die Umgebung zu erkunden.

Wenn du in Kroatien einen Ort suchst, der sich sein authentisches Gesicht bewahrt hat und nicht unter dem riesigen Touristenansturm seiner berühmteren Nachbarn leidet, dann wirst du Šibenik in Kroatien garantiert lieben. Dieses malerische Städtchen liegt in Mitteldalmatien direkt an der Mündung des Flusses Krka und bietet eine absolut perfekte Mischung aus Geschichte, engen Steingassen und entspannter Atmosphäre. Im Gegensatz zu Split oder Dubrovnik, die von Griechen und Römern gegründet wurden, ist Šibenik die älteste rein kroatische Stadt an der Adriaküste.

Bei einem Spaziergang durch das historische Zentrum spürst du ein ruhigeres und echteres dalmatinisches Lebensgefühl. Hier findest du gleich zwei einzigartige UNESCO-Welterbestätten, über der Stadt thronen mittelalterliche Festungen mit atemberaubenden Ausblicken und kleine Cafés an den Plätzen laden zu einem langen morgendlichen Kaffee ein. Kurz gesagt, das ideale Reiseziel für alle, die die Schönheit des Balkans ohne unnötigen Stress und ständiges Durchdrängen durch Menschenmassen entdecken wollen.

Abgesehen vom historischen Kern selbst ist die Stadt ein absolut strategischer Stützpunkt für die Erkundung der Umgebung. Sie liegt nämlich nur einen Katzensprung vom Eingang des wunderschönen Nationalparks Krka entfernt und vom örtlichen Hafen legen Boote zum faszinierenden Inselarchipel Kornati ab. Egal ob du dir romantische Abende in der Altstadt oder einen aktiven Naturulaub wünschst – Šibenik bietet dir von allem ein bisschen.

Zusammenfassung

  • Älteste kroatische Stadt: Von den Kroaten selbst gegründet, erstmals 1066 erwähnt.
  • Zwei UNESCO-Stätten: Die Kathedrale St. Jakob und die imposante Seefestung St. Nikolaus.
  • Vier historische Festungen: Sie bieten die schönsten Panoramablicke auf Meer und Inseln.
  • Ideale Basis für Ausflüge: Bester Ausgangspunkt für einen Besuch des NP Krka und NP Kornati.
  • Weniger Touristen: Authentischere und ruhigere Atmosphäre als im nahen Split oder Zadar.
  • Gute Erreichbarkeit: Schnelle Abfahrt von der Autobahn A1, die Flughäfen in Split und Zadar sind jeweils rund eine Stunde entfernt.

Wann nach Šibenik reisen

Für das beste Erlebnis empfehle ich, den Besuch in die Randmonate der Hauptsaison zu legen, also auf Mai, Juni oder September. In dieser Zeit ist es bereits angenehm warm für lange Spaziergänge und das erste Baden, aber du entgehst sicher der größten Sommerhitze. Die Stadt lebt in diesen Monaten in einem ungemein angenehmen Tempo, alle Restaurants haben geöffnet und die Übernachtungspreise sind deutlich freundlicher als mitten im Sommer. Ein riesiger Vorteil der Frühlings- und Herbstmonate ist auch der Eintritt in den nahen Nationalpark Krka, der in dieser Zeit auf sehr angenehme zwanzig Euro sinkt – im Sommer sind es vierzig.

Wenn du dich für Juli oder August entscheidest, sei darauf vorbereitet, dass die Sonne die engen Steingassen der Altstadt ordentlich aufheizen kann. In diesen Monaten ist es absolut ideal, die Sehenswürdigkeiten gleich früh am Morgen zu erkunden, solange die Luft noch von morgendlicher Frische erfüllt ist, und den Nachmittag lieber an einem der Strände oder am Hotelpool zu verbringen. Außerdem musst du damit rechnen, dass du an den beliebten Wasserfällen in den Nationalparks deutlich mehr Menschen triffst und für Bootsausflüge eine Reservierung mit mehreren Tagen Vorlauf nötig ist.

Die Wintermonate und der frühe Frühling von November bis März haben ihren ganz eigenen Charme in Form absoluter Ruhe und sehr günstiger Eintritte in die Naturreservate. Ein Ticket zu den Krka-Wasserfällen kostet im Winter zum Beispiel nur symbolische sieben Euro. Die meisten kleineren Betriebe und Touristenattraktionen können allerdings eingeschränkte Öffnungszeiten haben oder sogar ganz geschlossen sein. Der Vorteil bleibt jedoch, dass die wunderschönen historischen Festungen und die berühmte Kathedrale ganzjährig zugänglich sind – die hoch gelegenen Festungen Barone und St. Johannes kannst du außerhalb der Saison sogar völlig kostenlos besichtigen.

Wo in Šibenik übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unsere Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und bucht man dann am besten über GetYourGuide.

Bei der Wahl der Unterkunft kommt es stark darauf an, welchen Urlaub du eigentlich planst und ob du ein Auto zur Verfügung hast. Wenn du die romantische Atmosphäre aufsaugen und alle großartigen Sehenswürdigkeiten in Reichweite haben willst, suche nach Apartments und kleinen Hotels direkt im historischen Zentrum. Du musst aber damit rechnen, dass der Stadtkern ausschließlich aus einer Fußgängerzone besteht, durchzogen von steilen Gassen und hunderten Stufen. Das Auto musst du also auf einem kostenpflichtigen Parkplatz am Rand der Uferpromenade oder in den Tiefgaragen unter den Festungen abstellen und dein Gepäck ein Stück zu Fuß tragen.

Eine Garantie für ein luxuriöses Erlebnis mitten im Herzen der Altstadt ist das wunderschöne Heritage Hotel Life Palace, das in einem behutsam restaurierten Adelspalast residiert und die alte Geschichte perfekt mit modernem Komfort verbindet. Für Design- und Meerblick-Liebhaber ist das stilvolle Armerun Heritage Hotel eine tolle Wahl, von wo aus es nur ein paar Schritte zur Kathedrale und zur abendlichen Uferpromenade sind. Wenn du eher private Unterkünfte bevorzugst, findest du auf den Buchungsportalen Dutzende schöner Steinapartments mit zauberhafter, authentischer Atmosphäre, in denen du dich wie ein echter Einheimischer fühlst.

Für Familien mit Kindern oder alle, die Sightseeing mit Faulenzen am Strand verbinden wollen, ist die Gegend um das Solaris Beach Resort die ideale Wahl, das etwa sechs Kilometer vom historischen Zentrum entfernt liegt. Hier findest du schön gepflegte Strände mit flachem Einstieg ins Meer, einen riesigen Aquapark und ungemein bequemes Parken direkt an deiner Unterkunft. Eine tolle und sehr komfortable Basis in diesem Komplex bietet zum Beispiel das Amadria Park Hotel Ivan, das mit riesigen Pools und perfektem Angebot für die ganze Familie glänzt. Ins Zentrum von Šibenik kommst du von hier aus bequem mit dem Auto oder dem regelmäßigen Bus in nur zehn Minuten.

12 Tipps, was man in Šibenik in Kroatien sehen und erleben kann

Schauen wir uns gemeinsam das Beste an, was diese dalmatinische Stadt und ihre nähere Umgebung zu bieten haben. Das historische Zentrum erkundest du in ein bis zwei Tagen, aber dank der tollen Ausflüge verbringst du hier problemlos auch eine ganze Woche.

1. Kathedrale St. Jakob (UNESCO)

Dieses monumentale Bauwerk ist ein absolutes Juwel der Spätgotik und Renaissance und trägt zu Recht den Titel UNESCO-Welterbe. Ihr Bau begann 1431, dauerte mehr als hundert Jahre und sie ist ein weltweites Unikat, weil sie ausschließlich aus Stein errichtet wurde. Du findest hier absolut kein Holz, keinen Mörtel und keine Ziegel. Die genialen Architekten Juraj Dalmatinac und nach ihm Nikola Firentinac fügten die einzelnen riesigen Blöcke mit einer speziellen Nut-und-Feder-Technik ineinander. Allein die steinerne Kuppel ragt in eine beachtliche Höhe von zweiunddreißig Metern und bildet das unverwechselbare Wahrzeichen der ganzen Stadt.

Der Stein für den Bau wurde von den dalmatinischen Inseln Brač, Korčula, Rab und Krk herangeschafft. Das berühmteste Detail der Kathedrale ist zweifellos der einzigartige Fries aus einundsiebzig steinernen Köpfen, der die Außenseite der Apsiden schmückt. Es handelt sich um absolut realistische Porträts gewöhnlicher Einwohner von Šibenik aus dem fünfzehnten Jahrhundert, deren vielfältige Mienen und Stimmungen du bis heute fasziniert studieren kannst. Beachtenswert sind auch das wunderschöne Löwenportal mit den Figuren von Adam und Eva sowie das kunstvolle innere Baptisterium.

💡 Tipp: Der Eintritt in die Kathedrale liegt bei etwa fünf bis sieben Euro und vergiss nicht passende Kleidung mit bedeckten Schultern und Knien. Da die Kathedrale weiterhin als normale Kirche dient und hier Messen abgehalten werden, sind Besichtigungen für Touristen während der Gottesdienste nicht möglich. In der Sommersaison ist meist täglich von etwa halb neun Uhr morgens bis acht Uhr abends geöffnet.

2. Festung St. Michael

Die Festung St. Michael, kroatisch Tvrđava sv. Mihovila, ist die älteste der vier Festungen von Šibenik und thront stolz direkt über dem historischen Zentrum. Der Weg zum Haupttor an der Adresse Zagrađe 21 führt durch verwinkelte Gassen und über viele Steinstufen, aber der etwas anstrengendere Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall. Sobald du auf ihren mächtigen Mauern stehst, eröffnet sich dir ein unbeschreiblich schöner Blick auf die roten Dächer der Altstadt, die berühmte Kathedrale und den weiten Inselarchipel, der in der Adria verstreut liegt.

Heute erwacht dieser beeindruckende historische Ort vor allem durch Kultur und Musik zum Leben. Innerhalb der alten Mauern entstand nämlich vor Kurzem eine einzigartige Sommerbühne unter freiem Himmel, auf der während der Touristensaison fantastische Konzerte und Theateraufführungen stattfinden. Live-Musik zu lauschen, während hinter der Bühne langsam die Sonne im Meer versinkt, ist ein unvergessliches Erlebnis.

💡 Tipp: Der separate Eintritt in die Festung St. Michael kostet Erwachsene in der Hauptsaison 11,50 Euro. Wenn du aber mehrere historische Objekte erkunden willst, lohnt sich ein Kombiticket für fünfzehn Euro, das für die drei Landfestungen sieben Tage lang gilt. Die Tickets können ausschließlich in Euro bezahlt werden, geöffnet ist meist täglich von neun Uhr morgens bis acht Uhr abends.

3. Festung Barone und Festung St. Johannes

Diese beiden Festungen wurden 1646 als schnelle und verzweifelte Verteidigung gegen die heranrückenden osmanischen Angriffe errichtet und liegen noch etwas höher über der Stadt. Die Festung Barone in der Straße Put Vuka Mandušića 28 wurde vor Kurzem wunderschön renoviert und lockt Besucher mit moderner Augmented Reality. Mithilfe spezieller Tablets, die du am Eingang ausleihst, kannst du direkt in die Geschichte eintauchen und mit eigenen Augen verfolgen, wie die dramatische Belagerung der Stadt vor Hunderten von Jahren ablief.

Gleich ein Stück weiter und noch etwas höher steht die Festung St. Johannes, kroatisch sv. Ivana, die überhaupt der höchstgelegene Verteidigungspunkt von ganz Šibenik ist. Sie bietet eine wieder etwas andere Perspektive und vollkommene Ruhe, denn hierher verirren sich längst nicht so viele Touristen wie zu den Hauptfestungen näher am Zentrum. Auch sie wurde umfassend renoviert und lädt zu schönen Spaziergängen auf den Mauern mit Blick ins weite Hinterland ein.

💡 Tipp: Während in der Hauptsaison von Frühling bis Herbst der Standardeintritt fällig ist, ist der Zutritt zu den Festungen Barone und St. Johannes außerhalb der Saison in den Wintermonaten völlig kostenlos. In der Festung Barone gibt es zudem ganzjährig ein sehr nettes Bistro, in dem du einen Kaffee mit einem der besten Ausblicke auf die ganze Stadt genießen kannst.

4. Festung St. Nikolaus (UNESCO)

Im Gegensatz zu den drei vorherigen Festungen, die fest auf den Hügeln über der Stadt stehen, ist die Festung St. Nikolaus ein imposantes Seebauwerk aus dem sechzehnten Jahrhundert. Sie liegt auf einer kleinen Insel direkt am Eingang zum St.-Antonius-Kanal und ihre Besatzung hatte die Aufgabe, Šibenik vor Angriffen vom Meer zu schützen. Ihre einzigartige venezianische Verteidigungsarchitektur und ihre enorme historische Bedeutung brachten ihr 2017 die Aufnahme in die prestigeträchtige UNESCO-Welterbeliste ein.

Die Festung hat eine sehr charakteristische und für ihre Zeit innovative dreieckige Form. Sie wurde aus massiven Ziegeln und Stein nach einem durchdachten Entwurf berühmter venezianischer Militärarchitekten errichtet. Du gelangst zu ihr entweder mit einem organisierten Bootsausflug direkt vom Hafen von Šibenik oder zu Fuß über einen langen Aussichtsweg, der entlang der Kanalküste führt und genau gegenüber den Mauern endet.

💡 Tipp: Die Innenräume der Festung sind nur während der Hauptsaison für die Öffentlichkeit zugänglich und Tickets für die offizielle Bootsbesichtigung solltest du in den Sommermonaten wirklich besser im Voraus reservieren. Wenn du dich entscheidest, zu Fuß vom Festland über den ausgebauten Weg zur Festung zu gehen, sei darauf vorbereitet, dass du dieses wunderschöne Bauwerk nur von außen betrachtest.

5. Sich in der Altstadt verlieren

Das historische Zentrum von Šibenik ist wie geschaffen für ziellose Streifzüge und das Entdecken versteckter Winkel. Da die ganze Stadt an einem ziemlich steilen Hang gebaut ist, findest du hier keine klassischen breiten Straßen, sondern eher ein endloses Netz steiler Treppen und enger Steingassen. Genau hier saugst du die echte, etwas raue, aber umso romantischere dalmatinische Atmosphäre am besten auf, wo über den Köpfen die Wäsche zum Trocknen hängt, die Einheimischen über die Gasse hinweg plaudern und aus offenen Fenstern der Duft des frischen Mittagessens strömt.

Bei deinem Spaziergang kommst du sicher am Fürstenpalast an der Uferpromenade vorbei, in dem heute das interessante Stadtmuseum voller historischer Artefakte untergebracht ist. Halt auch an der eleganten Stadtloggia aus dem sechzehnten Jahrhundert an, die der berühmte Baumeister Firentinac entworfen hat. Schau dir den malerischen Platz der Republik an, wirf einen Blick in die Kirchen der heiligen Barbara und des heiligen Johannes mit ihrer Renaissance-Uhr oder entdecke den stillen historischen Vier-Brunnen-Platz, der einst als wichtigster Trinkwasserspeicher der ganzen Stadt diente.

💡 Tipp: Die Erkundung der Altstadt ist wegen der allgegenwärtigen Stufen recht anstrengend, deshalb vergiss nicht, wirklich bequeme Schuhe mit fester Sohle anzuziehen. Das Steinpflaster in den Gassen ist von Jahrhunderten des Gehens glattgeschliffen und kann besonders nach morgendlichem Regen oder in Sandalen sehr rutschig und tückisch sein.

6. Aussichtsweg entlang des St.-Antonius-Kanals

Wenn du dich vom Stadttrubel erholen und ein wenig unberührte Natur genießen willst, mach einen Spaziergang entlang der engen Meerenge, durch die jedes Schiff fahren muss, das in den Hafen von Šibenik will. Entlang des kristallklaren St.-Antonius-Kanals verläuft ein rund viereinhalb Kilometer langer ausgebauter Weg, der absolut ideal für eine entspannte Wanderung oder einen Morgenlauf mit dem intensiven Duft von Pinien und Meersalz ist.

Unterwegs triffst du auf mehrere informative Lehrtafeln, kleine Kieselbuchten, die sich ideal zum Erfrischen der Füße eignen, und alte verlassene Militärbunker, die tief in den Fels gehauen sind. Die größte Belohnung sind aber die wunderschönen Panoramablicke auf die gesamte Meeresbucht und vor allem auf die majestätische Festung St. Nikolaus, auf die dieser beliebte Weg im Grunde zusteuert.

💡 Tipp: Der Weg beginnt in der ruhigen Bucht Paninkovac, die du mit dem Auto vom Stadtzentrum in knapp zehn Minuten erreichst und wo du bequem parken kannst. In den Sommermonaten empfehle ich sehr, früh morgens oder im Gegenteil am späten Nachmittag aufzubrechen, denn auf einem großen Teil der Strecke gibt es keinen Schatten vor der brennenden dalmatinischen Sonne.

7. Strand Banj mit Blick auf die Stadt

Šibenik ist auf den ersten Blick zwar kein typisches Strandziel, bietet aber dennoch einen absolut tollen Badeplatz direkt in der Stadt. Der Stadtstrand Banj liegt nur einen kurzen, bequemen Spaziergang vom historischen Zentrum entfernt und ist mit seinem unglaublichen Ausblick absolut ikonisch. Während du auf den feinen weißen Kieseln liegst oder im klaren Meer badest, breitet sich vor dir wie auf dem Präsentierteller die ganze Altstadt aus, samt der berühmten steinernen Kathedrale St. Jakob.

Der Strand hat ein gut gepflegtes Ufer mit angenehm flachem Einstieg ins Wasser, was vor allem Familien mit Kindern und Nichtschwimmer zu schätzen wissen. Du findest hier alle nötigen sanitären Einrichtungen samt Duschen, Umkleidekabinen und einer sehr beliebten Strandbar, wo du ein kühles Getränk trinken und abends den wunderschönen Sonnenuntergang beobachten kannst.

💡 Tipp: Während der Sommerhauptsaison ist der Strand Banj logischerweise recht voll mit Einheimischen und Touristen. Wenn du ruhigeres Baden und mehr Privatsphäre suchst, lohnt es sich, mit dem Auto ein Stück aus der Stadt zu fahren, zu kleineren Felsbuchten, oder die regelmäßigen Bootsverbindungen zu den nahen ruhigen Inseln Zlarin, Krapanj und Prvić zu nutzen.

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8. Ausflug in den Nationalpark Krka

In Šibenik zu sein und den Nationalpark Krka nicht zu besuchen, wäre wirklich eine riesige Reisesünde. Die Stadt ist die überhaupt beste und nächstgelegene Basis für diesen Ausflug – zu den Eingangstoren des Parks brauchst du mit dem Auto eine knappe halbe Stunde. Der bekannteste und meistbesuchte Ort sind zweifellos die breiten kaskadenförmigen Wasserfälle Skradinski buk, um die herum ein zauberhaftes System aus Holzstegen und Brücken direkt über dem kristallklaren, fischreichen Wasser verläuft.

In den Park gelangst du am einfachsten über die Haupteingänge im malerischen Städtchen Skradin oder vom riesigen Parkplatz Lozovac. Wenn du den Eingang über Skradin wählst, ist im Ticketpreis auch eine schöne Bootsfahrt direkt durch die tiefe Flussschlucht enthalten – bis zu den Wasserfällen selbst. Von April bis Oktober kannst du von den Wasserfällen aus zudem weitere kostenpflichtige Bootsausflüge unternehmen, zum Beispiel zur überaus fotogenen Insel Visovac mit ihrem Franziskanerkloster.

💡 Tipp: Der Eintritt ändert sich im Laufe des Jahres sehr deutlich. In den Sommermonaten zahlen Erwachsene 40 Euro, aber wenn du erst nach 15 Uhr im Park ankommst, bekommst du einen Rabatt und das Ticket kostet 30 Euro. In den Randmonaten im Frühling und Herbst kostet der Ganztageseintritt 20 Euro und im Winter nur symbolische 7 Euro.

9. Bootsausflug zu den Kornati-Inseln

Ein weiteres Naturjuwel, das du von Šibenik aus buchstäblich in Reichweite hast, ist der unglaubliche Nationalpark Kornati. Dieses faszinierende Meereslabyrinth besteht aus rund hundertfünfzig Kalksteininseln und -inselchen, die fast völlig ohne Vegetation sind und auf der blauen Wasseroberfläche fast außerirdisch, mondhaft wirken. Der Park ist nur über das Meer zugänglich und es werden keine individuellen Eintrittskarten verkauft – die gesamte Eintrittsgebühr ist nämlich immer direkt an ein konkretes Wasserfahrzeug gebunden.

Der einfachste und bequemste Weg, diese raue Schönheit mit eigenen Augen zu sehen, ist, einen ganztägigen organisierten Bootsausflug direkt an der Promenade von Šibenik zu buchen. Diese Ausflüge dauern meist etwa neun Stunden, beginnen früh am Morgen und die Boote kehren erst am späten Nachmittag in den Hafen zurück. Während der langen Fahrt erwarten dich großartige Ausblicke auf die Klippen und Badestopps in einsamen Buchten mit perfekt türkisfarbenem Wasser.

💡 Tipp: Der Preis für einen Ganztagesausflug liegt üblicherweise zwischen 35 und 40 Euro pro Person und schließt meist schon die obligatorische Eintrittsgebühr in den Nationalpark, die Dienste eines örtlichen Guides sowie ein direkt an Bord serviertes Mittagessen mit ein. Die Ausflüge lassen sich auch über die beliebte Plattform GetYourGuide sehr einfach finden und reservieren.

10. Besuch des malerischen Primošten

Rund achtundzwanzig Kilometer südlich von Šibenik liegt über eine bequeme Küstenstraße erreichbar eines der fotogensten Städtchen ganz Dalmatiens, das wunderschöne Primošten. Ursprünglich handelte es sich um eine kleine, vom Festland getrennte Steininsel, die erst viel später künstlich durch einen schmalen Damm verbunden wurde. Heute steigen seine alten Gassen voller blühender Blumen und Steinhäuser bis zu einer kleinen Kirche auf dem Gipfel des Hügels hinauf, von wo aus sich ein absolut traumhafter Blick aufs weite Meer bietet.

Diese sonnenverwöhnte Gegend ist zudem weit und breit für ihren ausgezeichneten Weinbau bekannt. Ein Stück außerhalb der Stadt findest du die berühmten Steinterrassen Bucavac, wo auf unglaublich kargem Boden die lokale Rebsorte des kräftigen Rotweins Babić angebaut wird. Diese einzigartigen, von Mäuerchen umrahmten Weinberge stehen sogar auf der Vorschlagsliste der UNESCO und ein riesiges Foto von ihnen hängt direkt im UN-Hauptquartier in New York als Symbol menschlicher Beharrlichkeit und harter Arbeit.

💡 Tipp: Den Besuch von Primošten empfehle ich sehr, ihn auf den späten Nachmittag zu legen, wenn die Hitze in den Gassen nicht mehr so stark ist. Schlendere über die gepflegte Promenade, die das ganze Halbinselstädtchen umsäumt, gönn dir ein Glas des ausgezeichneten lokalen Weins Babić und warte auf einen der schönsten Sonnenuntergänge in ganz Kroatien.

11. Strände und Spaß im Solaris Resort

Wenn du dich für eine Weile vom Besichtigen historischer Sehenswürdigkeiten erholen und sorglosen Sommerspaß suchst, fahr ein Stück aus der Stadt in den riesigen Freizeitkomplex Solaris Beach Resort. Du findest hier kilometerlange, wunderschön gepflegte Strände, von klassischen Kieselstränden bis zu solchen mit feinem importiertem Sand, die einen perfekten flachen Einstieg ins Meer haben, sodass sie absolut ideal und sicher auch für die allerkleinsten Kinder sind.

Das Resort bietet allerdings nicht nur Baden im Meer, sondern auch einen riesigen Aquapark voller Adrenalin-Rutschen, Lazy Rivers und Wasserattraktionen, der die ganze Familie problemlos einen ganzen Tag lang beschäftigt. Außerdem gibt es hier zahlreiche moderne Sportanlagen, einen Minigolfplatz, ein thematisches dalmatinisches Dörfchen, das das traditionelle Leben anschaulich präsentiert, und jede Menge Strandbars mit ungemein bequemen Liegen und Sonnenschirmen.

💡 Tipp: Auch wenn du gerade nicht direkt in diesem riesigen Resort übernachtest, kannst du problemlos für einen Tagesausflug herkommen, denn das Areal ist frei für die Öffentlichkeit zugänglich. Du musst aber natürlich mit einer nicht geringen Parkgebühr an den Stränden und einem separaten Eintritt in den Aquapark selbst rechnen.

12. Verkostung der dalmatinischen Küche

Mitten im Herzen Dalmatiens zu sein und die lokale Küche nicht zu probieren, wäre ein riesiger Fehler. Die ganze hiesige Gastronomie dreht sich vor allem um sehr hochwertiges Olivenöl, frische lokale Zutaten und duftende Kräuter. Für Liebhaber fleischloser Kost ist das lokale Angebot in den Restaurants absolut famos – auf dich warten ausgezeichnete frische Pasta in hunderten Variationen, herrlich cremige Gemüse- und Pilzrisottos oder tolle erfrischende dalmatinische Salate mit lokalem Schafskäse und Oliven.

Ein absoluter und überaus gesunder Klassiker, den du entweder als Beilage oder als leichtes Mittagessen probieren musst, ist die traditionelle „Blitva s krumpirom“, also weich gekochter Mangold mit reichlich Knoblauch und einer großzügigen Portion Olivenöl. Wenn dich lokale Fleischspezialitäten interessieren, sind frischer Fisch, Muscheln oder Tintenfisch „pod pekom“ ein typisches Gericht der ganzen Region – das ist ein sehr langsames, schonendes Schmoren unter einer gusseisernen Glocke, die mit glühender Asche bedeckt wird.

💡 Tipp: Zu einem guten und reichhaltigen Essen gehört natürlich auch ein gutes Getränk. Probier auf jeden Fall den bereits erwähnten kräftigen Rotwein Babić aus den steinigen Weinbergen rund um Primošten, der dank seines vollen Geschmacks hervorragend zu einem abendlichen Beisammensein bei einem Käsebrettchen und einer Schale knusprigen Gebäcks passt.

Wohin weiter von Šibenik

Sobald du die Stadt und ihre nähere Umgebung erkundet hast, bietet Dalmatien noch viele weitere wunderschöne Orte, die einen Tagesausflug oder einen weiteren Stopp auf deinem Roadtrip wert sind. Wenn du Wasserfälle entdecken willst, lies unbedingt unseren ausführlichen Artikel darüber, wie du den Nationalpark Krka besuchst.

In Richtung Süden über die Küstenmagistrale erreichst du in weniger als einer Stunde ein weiteres historisches Juwel, das Inselstädtchen Trogir mit seiner wunderschönen Architektur. Wenn dich größere, lebendige Städte voller antiker Denkmäler reizen, darfst du auf keinen Fall Split mit seinem berühmten Diokletianpalast auslassen – oder mach dich im Gegenteil auf den Weg in den Norden, um das nahe Zadar mit der weltweit einzigartigen Meeresorgel zu erkunden. Für allgemeine Reisetipps durchs Land hilft dir unser Ratgeber, wohin für einen Urlaub in Kroatien, und falls du die Übernachtung noch nicht geklärt hast, schau dir die Tipps zur Unterkunft in Kroatien an.

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Häufig gestellte Fragen

Wie kommt man am besten nach Šibenik?

Wenn Sie mit dem Auto anreisen, dauert die Fahrt von Prag normalerweise elf bis dreizehn Stunden und die Stadt hat den riesigen Vorteil, dass sie nur etwa fünf Kilometer von der Ausfahrt der kroatischen Hauptautobahn A1 entfernt liegt. Wenn Sie lieber fliegen, sind die Flughäfen in Split und Zadar jeweils etwa eine Autostunde entfernt. Von beiden Städten fahren relativ häufig direkte Buslinien ohne Umsteigen, bei denen der Preis zwischen sechs und zehn Euro pro Fahrt liegt.

Wo kann man in der Stadt parken?

Das historische Zentrum von Šibenik besteht aus steilen Gässchen und Hunderten von Stufen, weshalb es komplett für den Autoverkehr gesperrt ist und man es zu Fuß erkunden muss. Parken muss man auf kostenpflichtigen Parkplätzen und in Tiefgaragen, die sich entlang der Hauptpromenade oder unterhalb der Stadtfestungen befinden. Von dort aus ist es nur ein kurzer Fußweg ins Herz der Altstadt, allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass in der Hochsaison die Kapazitäten schnell ausgelastet sein können.

Wie viele Tage brauche ich für Šibenik?

Für das historische Zentrum selbst, die Besichtigung der Kathedrale und den Besuch einer oder zweier Festungen mit Aussicht reichen ein bis zwei Tage in sehr gemütlichem Tempo völlig aus. Wenn ihr Šibenik aber als großartige Ausgangsbasis für den Besuch der umliegenden Nationalparks Krka und Kornati nutzen und auch noch ein paar Tage zum Baden an den Stränden einplanen möchtet, empfehle ich, für die gesamte Region drei bis fünf Tage einzuplanen.

Ist die Stadt für kleine Kinder und Kinderwagen geeignet?

Ein Spaziergang entlang der breiten Uferpromenade und den ebenen Plätzen im unteren Teil der Stadt ist mit dem Kinderwagen absolut problemlos. Sobald man sich jedoch tiefer in die Altstadt und zu den Festungen begibt, sollte man sich auf hunderte von Steinstufen und steile Gässchen einstellen, wo der Kinderwagen zu einer enormen Belastung wird. Für Familien mit Kindern ist daher für einen längeren Aufenthalt das nahe gelegene, ebene Solaris Resort mit Sandstränden deutlich praktischer.

Wie weit ist es zum Nationalpark Krka?

Šibenik ist die nächstgelegene größere Stadt am Eingang zum Nationalpark, was sie zu einem absolut strategischen Ausgangspunkt für Ausflüge macht. Mit dem Auto erreicht ihr den Haupteingang im Städtchen Skradin oder den riesigen Parkplatz in Lozovac in angenehmen zwanzig bis dreißig Minuten Fahrt über eine gut ausgeschilderte und gepflegte Straße.

Wo kann man sich in der Stadt abkühlen?

Direkt in bequemer Gehweite vom historischen Zentrum befindet sich der beliebte städtische Kieselstrand Banj, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Silhouette der gesamten Stadt samt Kuppel der Kathedrale hat. Wer mehr Strandvergnügen, Wasserattraktionen und Sand sucht, findet kilometerlange gepflegte Strände im Solaris-Komplex, der etwa sechs Kilometer außerhalb der Stadt liegt und wo man bequem parken kann.

Lohnt es sich, ein Kombiticket für die Festungen zu kaufen?

Wenn Sie zu den echten Geschichtsliebhabern und Aussichts-Fans gehören und planen, mindestens zwei der drei Landfestungen zu besuchen, lohnt sich das Kombiticket auf jeden Fall finanziell. Für fünfzehn Euro erhalten Sie Zugang zur atemberaubenden Festung St. Michael, zur modernen Barone sowie zur höchstgelegenen St. John, wobei das Ticket großzügige sieben Tage gültig ist, sodass Sie nicht alle Sehenswürdigkeiten an einem Nachmittag abklappern müssen.

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Étretat, Frankreich: 11 Tipps für die Kreidefelsen 2026

TL;DRÉtretat an der normannischen Küste ist berühmt für seine Kreidefelsen und die Felsbögen Porte d’Aval, Manneporte sowie die 70 Meter hohe Felsnadel L’Aiguille – dazu findest du in diesem Beitrag 11 konkrete Tipps. Die beste Reisezeit ist April, Mai oder Ende September bis Anfang Oktober, wenn weniger Touristen unterwegs sind und das Wetter angenehmer ist, alternativ Mai bis September für stabileres Klima. Für die Stadt, die Wanderung auf die Klippen und die Les Jardins d’Étretat reicht ein vollgepackter Tag, besser sind aber anderthalb Tage mit Übernachtung. Am einfachsten kommst du mit dem Auto oder der Buslinie 13 aus Le Havre nach Étretat (rund 50 Minuten Fahrzeit). Die Unterkunft kostet in der Hochsaison 120 bis 250 Euro pro Nacht für zwei Personen.

Étretat an der Küste der Normandie ist kein typisches Strandziel, an dem du dich auf einer Liege bräunen lässt. Hier findest du eine Landschaft aus ungezähmten Elementen und rauer Schönheit, die einst die größten impressionistischen Maler verzauberte. Wenn du in Étretat in Frankreich nach Ausblicken suchst, die dir buchstäblich den Atem rauben, wird dich dieses kleine französische Städtchen vollkommen in seinen Bann ziehen.

Die Luft riecht hier nach Salz, gärendem Apfelcidre und frisch gebackenen Crêpes, während Möwen hoch über den tückischen Felsen kreisen. Obwohl das Städtchen selbst recht klein ist, birgt es eine Atmosphäre des alten Frankreichs, die der moderne Trubel noch nicht ganz überrollt hat. Ob du nun zu einer Wanderung über die Gipfel der Kreidemassive aufbrichst oder einfach mit einem heißen Kaffee in der Hand am Kieselstrand entlangspazierst – Étretat brennt sich als einer der fotogensten Orte ganz Europas in dein Gedächtnis ein.

Sei aber darauf vorbereitet, dass die hiesige Natur strenge Regeln diktiert, denn hier dreht sich alles um Ebbe und Flut. An einem einzigen Tag kannst du wärmende Sonne, dichten Nebel und starken Wind erleben, der dich dazu zwingt, die Jacke bis zum Hals zuzuziehen. In diesem Reiseführer schauen wir uns gemeinsam an, wie du deinen Besuch dieses normannischen Juwels bis ins kleinste Detail planst, um das absolute Maximum herauszuholen.

Zusammenfassung

  • Hauptattraktion: Beeindruckende Kreidefelsen und Felsbögen, die Meer und Wind über Tausende von Jahren geformt haben.
  • Anreise: Am besten mit dem Auto, alternativ kannst du den direkten Bus aus der nahegelegenen Stadt Le Havre nehmen.
  • Beste Reisezeit: Ideal sind Frühling oder Frühherbst, wenn du den größten Sommermassen entgehst und angenehmere Temperaturen erlebst.
  • Sicherheit: Auf den Klippengipfeln gibt es keine Geländer, also komm dem Rand niemals zu nahe und beachte die Warnschilder.
  • Ebbe und Flut: Bevor du zum Strand unter die Felsen hinabsteigst, prüfe stets die Niedrigwasserzeiten, damit dich das Wasser nicht abschneidet.
  • Was probieren: Normannischer Camembert, Galettes aus Buchweizenmehl und ehrlicher Apfelcidre.

Wann nach Étretat reisen – das Wetter im Blick

Die Normandie ist weltweit für ihr absolut unberechenbares Wetter bekannt, das sich an einem einzigen Nachmittag mehrmals ändern kann. Wenn du die größte Chance auf sonnige Tage haben willst, komm zwischen Mai und September, wenn sich die Temperaturen auf sehr angenehmen Werten bewegen. Die Sommermonate bringen zwar das stabilste Wetter, aber auch riesige Touristenmassen und überfüllte Parkplätze mit sich. Die Normandie ist eben nicht die Riviera – hierher kommt man eher für etwas raue Romantik und atemberaubende Naturkulissen.

Als absolut idealer Kompromiss bieten sich daher April, Mai oder der Übergang von September zu Oktober an. In dieser Zeit wirst du zwar wahrscheinlich eine gute Regenjacke brauchen, doch auf den Felsen genießt du viel mehr Ruhe und eine intimere Atmosphäre. Der dramatische bewölkte Himmel verleiht den weißen Felsen zudem einen großartigen Kontrast, den wohl alle Fotografen lieben, und die Herbstsonne färbt die Kreide in wunderschöne goldene Töne. Morgens weckt dich hier das Schreien der Möwen, und abends kannst du in aller Ruhe am Strand spazieren, ohne dich durch Massen von Wochenendausflüglern aus dem nahen Paris schlängeln zu müssen.

Auch die Wintermonate haben ihren ganz eigenen melancholischen Zauber, du musst dich nur auf starken Wind und eine Kälte einstellen, die bis ins Mark dringt. Egal, für welchen Termin du dich entscheidest – packe immer mehrere Kleidungsschichten ein. Selbst während eines heißen Julis kann dich auf den Klippengipfeln ein kalter Ozeanstoß überraschen, der dich nach einem Pullover greifen lässt. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Jahr 2026, in dem die gesamte Normandie den hundertsten Todestag von Claude Monet und den zweiundachtzigsten Jahrestag der Landung feiert – das lockt zuverlässig riesige Mengen internationaler Besucher in die Region.

Wo in Étretat übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu kaufen.

Obwohl Étretat ein recht kleines Dorf ist, bietet es überraschend viele Übernachtungsmöglichkeiten für unterschiedliche Budgets. Hier findest du alles von luxuriösen historischen Villen mit Meerblick bis zu gemütlichen Familienpensionen, die in engen gepflasterten Gassen versteckt liegen. Angesichts der enormen Beliebtheit des Ortes empfehle ich dir aber dringend, die Unterkunft ruhig ein halbes Jahr im Voraus zu reservieren. Wenn du deine Reise für die Sommerferien oder die großen Kulturfeierlichkeiten 2026 planst, suche besser noch früher nach freien Zimmern, idealerweise fast ein Jahr im Voraus. Eine Unterkunft direkt im Zentrum erspart dir zudem viele Nerven bei der täglichen Parkplatzsuche, die in Étretat ein berüchtigter und ermüdender Albtraum ist.

Die Preise pro Nacht für zwei Personen liegen in der Hauptsaison etwa zwischen 120 und 250 Euro, wobei Hotels mit direktem Blick auf das Meer naturgemäß die teuersten sind. Eine großartige und zuverlässige Wahl für die Suche ist klassischerweise Booking, wo du leicht auch kleinere Apartments mit eigener Küche findest. Das ist enorm praktisch, wenn du dir teurere Restaurantessen sparen möchtest oder dir einfach gern dein eigenes Frühstück aus fantastischen lokalen Zutaten vom Markt zubereitest.

Wenn du konkrete Tipps suchst und dir etwas Besonderes gönnen möchtest: Domaine Saint Clair (Le Donjon) ist ein wunderschönes Boutique-Hotel auf dem Hügel, das fantastische Ausblicke und eine unvergessliche romantische Atmosphäre eines alten Schlosses bietet. Direkt an der Strandpromenade findest du das sehr komfortable Hotel Le Rayon Vert, von dem aus du morgens faul die Wellen direkt vom Bett aus beobachten kannst. Für Liebhaber des klassischeren Stils gibt es das sehr beliebte Dormy House, das direkt am Rand der Klippe liegt und mit einem schönen, grünen Garten glänzt. Sollte Étretat hoffnungslos ausgebucht sein, schau dich nach einer Unterkunft im nahen Städtchen Fécamp oder in der größeren Hafenstadt Le Havre um.

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11 Tipps – Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Étretat

Schauen wir uns gemeinsam die schönsten Aussichten und Erlebnisse an, die dir dieses normannische Städtchen bieten kann. Ich verrate dir, wie du den größten Massen entgehst, wo du die besten Winkel zum Fotografieren der berühmten Felsen findest und worauf du dich beim Aufenthalt rund um den unberechenbaren Ozean einstellen solltest.

1. Bewundere den berühmten Bogen Porte d’Aval

Blickst du vom Hauptstrand nach links, taucht vor dir die absolut bekannteste Felsformation auf, die wohl jede Reisepostkarte aus der Normandie ziert. Porte d’Aval ist ein massiver Kreidebogen, über den der berühmte französische Schriftsteller Guy de Maupassant einst treffend sagte, er erinnere an einen riesigen Elefanten, der seinen Rüssel in die Wellen taucht. Und wenn du ihn vom richtigen Winkel am Kieselstrand betrachtest, siehst du dieses faszinierende Tierabbild tatsächlich ganz deutlich.

Dieses Naturwunder entstand über lange Tausende von Jahren durch beständige Erosion, bei der raue Meereswellen und starker Wind die weicheren Teile der Kreidewand unablässig auswuschen. Zum Bogen gelangt man leider auch bei der größtmöglichen Ebbe nicht trockenen Fußes, daher betrachtest du ihn am besten vom Aussichtsweg, der über die Klippengipfel führt. Der Blick von oben bietet dir zudem einen wunderschönen visuellen Kontrast zwischen strahlend weißem Fels, frischgrünem Gras und smaragdgrünem Wasser des Ärmelkanals. Der Fels arbeitet hier jedoch ständig und bröckelt unerwartet, halte dich beim Fotografieren also immer in absolut sicherer Entfernung vom Abgrund.

💡 Tipp: Das beste Licht zum Fotografieren von Porte d’Aval bekommst du am späten Nachmittag und in den Abendstunden. Die untergehende Sonne färbt die weiße Kreide in warme orange und goldene Töne, was eine absolut magische Atmosphäre schafft, die schon vor Jahrhunderten die berühmten französischen Impressionisten liebten.

2. Entdecke die geheimnisvolle Nadel L’Aiguille

Gleich hinter dem Elefantenbogen Porte d’Aval ragt absolut dramatisch ein einsamer Felsturm aus dem Meer, der auf Französisch L’Aiguille heißt, was wörtlich übersetzt „die Nadel“ bedeutet. Dieser atemberaubende Kalkstein-Obelisk erhebt sich auf eine respektable Höhe von 70 Metern und wirkt, als bewache er den Eingang zu einem vergessenen Unterwasserreich. Seine enorme Größe wird dir am besten in dem Moment bewusst, wenn ein kleines Segelboot daran vorbeigleitet, das neben dem mächtigen Felsen wie ein bloßes Kinderspielzeug für die Badewanne aussieht.

Die Nadel ist in ganz Frankreich untrennbar mit der lokalen Popkultur verbunden, konkret mit der Figur des genialen Gentleman-Diebs Arsène Lupin. Im Roman „Die hohle Nadel“ des beliebten Schriftstellers Maurice Leblanc heißt es nämlich, dass sich im Inneren des Felsens eine geheime Höhle mit einem riesigen Schatz der alten französischen Könige verbirgt. Diese abenteuerliche Geschichte lockt bis heute Tausende treue Fans an, die von den Felsen mit Ferngläsern in der Hand nach dem vermeintlichen geheimen Eingang ins Innere des Felsens suchen.

💡 Tipp: Obwohl die Geschichte vom versteckten Schatz nur reine literarische Fiktion ist, findest du direkt im Stadtzentrum das schöne Museum Le Clos Lupin. Es befindet sich im ehemaligen historischen Haus des Autors selbst, die Besichtigung kostet dich knapp neun Euro und zieht dich perfekt in die Krimi-Atmosphäre des frühen zwanzigsten Jahrhunderts hinein.

3. Erklimme die Klippe und den Bogen Porte d’Amont

Wendest du deinen Blick vom Hauptkieselstrand nach rechts, siehst du eine etwas kleinere, aber nicht weniger schöne Klippe namens Porte d’Amont. Dieser Abschnitt ist für gewöhnliche Wanderer viel zugänglicher, und der Weg nach oben beginnt bequem direkt am Ende der Stadtpromenade. Von dort erwartet dich ein recht steiler, aber sehr gut angelegter Pfad und eine Reihe von Betonstufen, die dich bis auf den grasbewachsenen Gipfel führen. Als Belohnung für ein wenig Schweiß erhältst du den allerschönsten Blick auf das gesamte Städtchen aus der Vogelperspektive.

Auf dem Gipfel dieser Klippe steht stolz die kleine reizende Kapelle Notre-Dame de la Garde, die als Schutzpatronin aller örtlichen Seeleute und Fischer dient. Der ursprüngliche historische Bau wurde leider während des Zweiten Weltkriegs komplett zerstört, doch die Einheimischen bauten sie Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts mit großer Liebe und Sorgfalt wieder auf, damit sie weiterhin symbolisch über die gesamte Bucht wacht.

💡 Tipp: Ein Stück hinter der Kapelle befindet sich das sehr ungewöhnliche Denkmal für Nungesser und Coli. Die Form eines langen weißen Pfeils erinnert an zwei mutige Flieger, die 1927 in ihrem Flugzeug „Weißer Vogel“ als Erste den Atlantik überqueren wollten, aber genau über Étretat zum letzten Mal vor ihrem rätselhaften Verschwinden gesichtet wurden.

4. Entdecke das majestätische La Manneporte

Obwohl der Elefantenbogen Porte d’Aval unter Touristen souverän der bekannteste ist, ist er paradoxerweise gar nicht der größte, den du an dieser Küste findest. Wenn du mutig noch weiter nach Westen über die Felsen entlang der ausgetretenen Pfade läufst, stößt du auf La Manneporte. Es handelt sich um einen absolut gigantischen Kreidebogen, unter dem laut einer alten Seemannslegende mühelos sogar ein vollbeladenes großes Schiff hindurchsegeln könnte.

Dieses geologische Gebilde ist unglaublich riesig, roh und wirkt überaus majestätisch, weil es abseits des größten Touristentrubels rund um das Städtchen liegt. Von den Aussichtspunkten direkt darüber wird dir die enorme Kraft der Natur und die Kleinheit des Menschen voll bewusst, wenn du in völliger Stille beobachtest, wie sich der Ozean mit ohrenbetäubendem Getöse gegen die Steinpfeiler wirft. Das Wasser hat hier so tiefe Rillen in den Fels gewaschen, dass die gewaltige Struktur eher wie das Werk eines außerirdischen Architekten wirkt.

💡 Tipp: Gerade der riesige Bogen La Manneporte war eines der beliebtesten Motive des Malers Claude Monet. Er malte ihn etwa fünfzigmal unter verschiedenen Lichtverhältnissen, um auf der Leinwand die flüchtige Stimmung des Augenblicks und die sich ständig ändernden Reflexe der Meeresoberfläche perfekt einzufangen.

5. Spaziere entlang der Klippenkante

Die beste Art, die raue Schönheit der gesamten normannischen Küste wirklich aufzusaugen, ist eine ordentliche Wanderung auf dem Fernwanderweg mit der Kennzeichnung GR21. Diese berühmte Route verläuft entlang der gesamten Küste, und ihr Abschnitt rund um Étretat gehört zu den allerschönsten im ganzen Land. Du kannst dich auf beiden Seiten der Stadt aufmachen und entlang der Klippenkante so weit gehen, wie es dir deine Beine und dein Trinkwasservorrat erlauben.

Die frischgrünen, grasbewachsenen Hochflächen auf den Klippengipfeln kontrastieren scharf mit der strahlend weißen Kreide und dem tiefblauen Ozean, was atemberaubende Kulissen wie aus einer anderen Welt schafft. Die Strecke ist leicht hügelig und orientierungstechnisch unkompliziert, sodass sie jeder durchschnittlich fitte Wanderer ohne größere Probleme bewältigt. Du brauchst aber unbedingt festes, geschlossenes Schuhwerk, denn der Kreideboden ist nach Morgentau oder Regen extrem rutschig, und jeder falsche Schritt kann hier sehr gefährlich sein.

💡 Tipp: Die Felsen sind unglaublich tückisch und der Stein arbeitet hier ständig, deshalb klettere niemals über die Schutzabsperrungen und versuche nicht, attraktive Fotos am äußersten Rand des Abgrunds zu machen. Es gibt hier überhaupt keine Sicherungsgeländer, und plötzliche Erdrutsche sind leider keine Seltenheit.

6. Entspanne in den Gärten Les Jardins d’Étretat

Wenn dich der starke Wind auf den Felsen ermüdet, steuere unbedingt die absolut faszinierenden Gärten Les Jardins d’Étretat an, die geschickt am steilen Hang der Klippe Porte d’Amont platziert sind. Erwarte aber keinen klassischen romantischen französischen Park voller symmetrischer Rosenbeete. Dieser einzigartige Ort funktioniert eher als offene Galerie neofuturistischer Kunst, in der sich sorgfältig geschnittene Sträucher fließend mit modernen Skulpturen und den beruhigenden Klängen des Ozeans verbinden.

Der meistfotografierte und bekannteste Teil ist der sogenannte Garten der Emotionen, wo aus den grünen Buchsbaumsträuchern überraschend riesige Gummigesichter mit verschiedenen Ausdrücken hervorlugen, die die ständig wechselnden Stimmungen des Ozeans symbolisieren sollen. Die Gärten sind terrassenförmig angelegt, und von ihren obersten Ebenen bietet sich ein absolut konkurrenzloser, ruhiger Blick auf die gesamte Bucht und die gegenüberliegende Klippe mit der berühmten Nadel. Es ist ein absolut idealer Ort für einen Moment stiller Meditation oder eine wohlverdiente Erholung nach einem anstrengenden Aufstieg.

💡 Tipp: Kaufe die Tickets lieber rechtzeitig online im Voraus, denn die Kapazität der Gärten ist strikt begrenzt und es werden nicht mehr Menschen hineingelassen, als erlaubt ist. In den Sommermonaten bilden sich an der Kasse wirklich lange Schlangen, und der Eintritt kostet dich etwa 15 Euro.

7. Lausche dem Klang des Kieselstrands

Der Strand von Étretat zieht sich in einem weiten Bogen entlang des gesamten Städtchens, aber wenn du feinen weißen Sand wie irgendwo in der Karibik erwartest, wirst du wohl ziemlich überrascht sein. Der Strand besteht nämlich aus Millionen glatter grauer Kieselsteine, die die einheimischen Franzosen „galets“ nennen. Diese Steine sind hier aber nicht nur zur Zierde, sie haben nämlich eine absolut unersetzliche Schutzfunktion und bewahren die Stadt effektiv vor der zerstörerischen Kraft des starken Winterwellengangs.

Wenn die stärkere Flut kommt, heben die Wellen diese schweren Steine an, und bei ihrem langsamen Rückzug hallt durch die gesamte Bucht ein wunderschöner, beruhigender Klang der klappernden Kiesel, der sehr stark an den tiefen Atem des Ozeans erinnert. Aus diesem Grund ist das Gehen am Strand allerdings recht anstrengend für die Knöchel, und das Baden im kalten Ärmelkanal ist hier eher etwas für echte Hartgesottene, denn der Grund fällt zudem sehr schnell in die Tiefe ab und die Strömungen sind oft stark.

💡 Tipp: Vom Strand ist es unter Androhung einer sehr hohen Geldstrafe streng verboten, Kieselsteine als Reisesouvenir mit nach Hause zu nehmen. Sie bilden nämlich einen absolut natürlichen Wellenbrecher, und ihr ständiger Verlust würde langfristig die Sicherheit des gesamten historischen Städtchens ernsthaft gefährden.

8. Schlendere durch die Gassen des alten Städtchens

Obwohl die überwiegende Mehrheit der Menschen vor allem wegen der Naturwunder der Kreidefelsen hierherkommt, hat Étretat selbst seinen unbestreitbaren Charme, der deine gründliche Aufmerksamkeit verdient. Das historische Zentrum ist durchzogen von bezaubernden normannischen Häusern, die mit traditionellen Fachwerkfassaden aus dunklem Holz und typischen steilen Schieferdächern glänzen. Das ganze Städtchen riecht ständig verlockend nach salziger Luft, frisch gebackenen Crêpes und ausgeschenktem Cidre.

Das Herz des Städtchens ist die schöne alte Holzmarkthalle Les Halles, wo früher frischer Fisch und Gemüse verkauft wurden, während du heute in ihrem Schatten zahlreiche kleine Läden mit Souvenirs und lokalen Bauernprodukten findest. In den engen gepflasterten Gassen stößt du auch auf unzählige gemütliche Cafés, in denen du einen ausgezeichneten Kaffee mit einem knusprigen Croissant genießen und einfach in aller Ruhe das gemächliche Treiben des malerischen französischen Landlebens beobachten kannst. Dank des strengen Parkverbots im Zentrum herrscht hier zudem relative Ruhe vom Autolärm.

💡 Tipp: Wenn du historische Architektur liebst, achte auf das wunderschöne Anwesen Manoir de la Salamandre, das direkt an der Hauptmarkthalle steht. Es gehört zu den schönsten Beispielen mittelalterlicher Baukunst der gesamten Region, und seine reich geschnitzten Holzdetails sind absolut atemberaubend.

9. Folge den Spuren berühmter Maler – Étretat und Monet

Étretat spielte eine absolut entscheidende Rolle in der Entwicklung der weltweiten bildenden Kunst, denn genau hierher strömten Künstler in Massen, um die Magie des hiesigen Lichts auf der aufgewühlten Oberfläche einzufangen. Im 19. Jahrhundert, als endlich die direkte Eisenbahn aus Paris gebaut wurde, wurde das Städtchen sofort zum beliebten Zufluchtsort berühmter Maler wie Gustave Courbet, Eugène Boudin oder Claude Monet. Sie waren es, die hier die Tradition der Freilichtmalerei voll begründeten.

Besonders Claude Monet war von der wilden hiesigen Küste regelrecht besessen und schuf während seiner wiederholten Aufenthalte Dutzende atemberaubender Gemälde mit dem Motiv der Kreidefelsen und des aufgewühlten Meeres. Wenn du heute gemächlich entlang der Küstenpromenade spazierst, stößt du auf mehrere sehr praktische Informationstafeln, die die genauen Orte zeigen, an denen diese legendären Meister vor Jahrhunderten mit ihren hölzernen Malstaffeleien standen und Farben mischten.

💡 Tipp: Das Jahr 2026 ist für die gesamte Normandie absolut bahnbrechend, denn es werden genau hundert Jahre seit dem Tod von Claude Monet gefeiert. Erwarte Sonderausstellungen, thematische Spaziergänge und enormes Interesse von Impressionismus-Liebhabern aus aller Welt, reserviere also eventuelle Führungen sehr früh.

10. Behalte die Ebbe im Auge und erkunde die Höhlen

Der Ozean in der Normandie folgt einem strengen Rhythmus, und die Unterschiede zwischen Ebbe und Flut sind hier enorm, besonders während der sogenannten Frühjahrs- und Herbst-Springfluten. Wenn das Wasser nach einigen Stunden endlich zurückweicht, öffnet sich direkt unter der Klippe Porte d’Aval ein geheimer Weg über den feuchten Meeresboden, der dich vorsichtig in die faszinierende Naturhöhle Trou à l’Homme führt, was wörtlich übersetzt „Männerloch“ bedeutet.

Diesen ungewöhnlichen Namen erhielt sie nach einem einst gestrandeten Seemann aus Schweden, den ein wütender Sturm angeblich genau in diese Höhle warf, wo er als Einziger der gesamten Besatzung wie durch ein Wunder überlebte. Die dunkle Höhle auf die andere Seite der Klippe zu durchqueren ist ein riesiges Abenteuererlebnis, aber du musst die unerbittliche Zeit absolut genau im Auge behalten. Das Wasser kehrt in die Bucht unglaublich schnell, leise und unerwartet zurück, sodass es dir sehr leicht und unbemerkt den sicheren Rückweg zum Hauptstrand abschneidet.

💡 Tipp: Bevor du überhaupt von der Betonpromenade hinab zum Strand steigst, halte an der Informationstafel an und prüfe sorgfältig die genauen Gezeitenzeiten. Begib dich niemals in die Felsdurchgänge, wenn das Wasser zu steigen beginnt – die örtliche Feuerwehr rettet hier leider ziemlich regelmäßig unvorsichtige Touristen.

11. Koste das Beste der normannischen Gastronomie

Die Normandie ist eine reiche Region, die unwiderstehlich nach zerlassener Butter, fetter Sahne und reifen Äpfeln duftet, also vergiss eine strenge Diät hier am besten gleich mit einem Lächeln. Die lokale Gastronomie ist zwar sehr deftig, dafür aber absolut fantastisch und erfreut auch eingefleischte Vegetarier, denn sie basiert vor allem auf erstklassigen lokalen Käsesorten. Die normannischen Kühe weiden auf frischem, mit Meersalz gefülltem Gras, was der Milch einen einzigartigen Geschmack verleiht. Ich empfehle dir unbedingt, echten Camembert de Normandie aus Rohmilch, den ausgesprochen aromatischen Käse Pont-l’Évêque oder den zarten Käse Neufchâtel zu probieren, der eine niedliche Herzform hat.

Ein traditionelles schnelles Gericht, das du hier in den Bistros an jeder Ecke findest, sind die herzhaften Galettes aus Buchweizenmehl, die am häufigsten reichlich mit Käse, Ei und süßen karamellisierten Zwiebeln gefüllt werden. Bestell dir zum Abendessen nach einem windigen Tag auf den Felsen eine ehrliche Zwiebelsuppe oder gratinierte Kartoffeln mit Sahne, die dich perfekt aufwärmen. Pass aber gut auf das genaue Timing auf: Französische Restaurants haben strenge Regeln, und das Mittagessen wird strikt nur zwischen zwölf und vierzehn Uhr serviert. Wenn du um drei Uhr nachmittags in ein Lokal kommst, ist die Küche schon kompromisslos geschlossen.

💡 Tipp: Zu jedem Essen musst du dir unbedingt den traditionellen Apfelcidre bestellen, der sehr stilvoll in Keramikschalen statt in Gläser eingeschenkt wird. Du kannst zwischen der süßeren Variante (doux) und der trockeneren (brut) wählen. Wenn du etwas Stärkeres probieren möchtest, bestell dir Calvados, den berühmten Apfelbrand, der wunderbar als Verdauungsschnaps nach einem schweren Käsegericht funktioniert.

Anreise nach Étretat und Logistik

Angesichts der Abgelegenheit der gesamten Küste ist das praktischste Verkehrsmittel ein eigenes oder gemietetes Auto, mit dem du die absolute Freiheit hast, an jedem Aussichtspunkt anzuhalten. Wer von Deutschland aus mit dem eigenen Wagen anreist, fährt am besten über Belgien oder direkt durch Nordfrankreich – beachte dabei, dass auf vielen französischen Autobahnen Maut anfällt. Ein Problem entsteht allerdings in dem Moment, in dem du in Étretat selbst ankommst. Das Städtchen leidet unter einem enormen Mangel an Parkplätzen, und das Parken im Zentrum ist extrem teuer und kapazitätsmäßig unzureichend. Daher empfehle ich dir sehr, die großen Auffangparkplätze (zum Beispiel den Parkplatz Grand Val) zu nutzen, die sich bei der Einfahrt kurz vor dem Ort befinden und von denen du das Zentrum bequem zu Fuß in etwa fünfzehn Minuten erreichst.

Wenn du kein Auto zur Verfügung hast, ist der beste Ausgangspunkt die große Hafenstadt Le Havre, in die direkte und sehr komfortable Schnellzüge aus Paris fahren. Aus Deutschland erreichst du Paris bequem mit dem TGV (z. B. ab Frankfurt oder Stuttgart) oder per Flug nach Paris bzw. zum Flughafen Beauvais. Von Le Havre verkehrt dann die regionale Buslinie Nummer 13 des Netzes NOMAD, die dich in etwa fünfzig Minuten und für ein paar Euro direkt zum Rathaus von Étretat bringt. Die Busse fahren aber nicht allzu häufig, besonders am Wochenende, prüfe daher die gültigen Fahrpläne lieber immer rechtzeitig online, damit du nicht an der Haltestelle festsitzt.

Wohin weiter ab Étretat

Wenn du ein Auto zur Verfügung hast, wäre es eine riesige Schande, nicht weiter andere normannische Juwelen zu entdecken, denn die ganze Region bietet eine unglaubliche Menge historischer Sehenswürdigkeiten und beeindruckender Naturphänomene.

  • Landungsstrände in der Normandie – Fahre weiter nach Westen und erkunde die Orte, an denen 1944 Geschichte geschrieben wurde. Vom stillen amerikanischen Friedhof mit neuntausend weißen Kreuzen am Omaha Beach bis zu den zerbombten Klippen der Pointe du Hoc erwartet dich ein überaus eindringliches Erlebnis. 2026 finden hier zudem große Feierlichkeiten zum 82. Jahrestag des D-Day statt.
  • Mont-Saint-Michel – Die ikonische gotische Abtei, die auf einer Granitinsel thront und bei schneller Springflut vollständig vom Festland abgeschnitten wird. Sie liegt etwa zweieinhalb Stunden Fahrt von Étretat entfernt. Das Auto musst du auf dem Festland stehen lassen und mit einem kostenlosen Pendelbus zum Berg fahren.
  • Rouen und Giverny – Halte auf dem Rückweg Richtung Paris in der Stadt Rouen, wo Jeanne d’Arc verbrannt wurde, und anschließend in Giverny. Hier kannst du die berühmten Seerosengärten besichtigen, die Claude Monet anlegte (2026 findet hier ein Festival zum hundertsten Jahrestag seines Todes statt).
  • Honfleur – Mach einen Abstecher in einen der fotogensten Häfen ganz Frankreichs, wo sich in den örtlichen Gasthäusern die erste impressionistische Schule formierte und wo du eine alte Holzkirche bewundern kannst, die von Schiffszimmerern erbaut wurde.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Zeit brauche ich für einen Besuch in Étretat?

Die Besichtigung des Städtchens selbst, die Aufstiege zu den Kreidefelsen und den Besuch der modernen Gärten schaffen Sie an einem einzigen, sehr vollgepackten Tag. Wenn Sie aber die Wanderungen auf den Klippen ganz ohne Stress genießen und auf das schönste Abendlicht zum Fotografieren warten möchten, empfehle ich Ihnen, über Nacht zu bleiben und mindestens anderthalb Tage hier zu verbringen. Morgens erleben Sie außerdem die Stadt wunderbar ruhig, duftend nach frischem Gebäck und vor allem ohne die großen Reisebusse aus Paris, die hier schon gegen zehn Uhr vormittags anzuströmen beginnen.

Sind die Klippen sicher für Kinder?

Ja, aber sie erfordern ein enormes Maß an Vorsicht. Die breiteren Wege auf den Klippen sind relativ sicher, allerdings gibt es hier überhaupt keine Geländer oder Sicherheitszäune, die Sie von der tiefen Schlucht trennen würden. Kinder müssen Sie ständig unter strenger Aufsicht haben, idealerweise die ganze Zeit fest an der Hand halten, und auf keinen Fall dürfen Sie ihnen erlauben, nahe an den Rändern zu laufen, die unerwartet abbrechen und einen tödlichen Sturz verursachen können.

Kann man in Étretat im Meer baden?

Baden ist hier erlaubt, aber eher für sehr gute und abgehärtete Schwimmer geeignet. Das Wasser im Ärmelkanal ist selbst im heißen Sommer sehr erfrischend und kalt, und der Einstieg über riesige Kieselsteine ist für nackte Füße wirklich nicht besonders bequem. Der Grund fällt zudem ziemlich steil in die Tiefe ab, schon ein Stück vom Ufer entfernt, und die Meeresströmungen können hier unerwartet stark und tückisch sein, also gehen Sie niemals zu weit hinaus.

Kann man die Höhlen jederzeit besuchen?

Auf keinen Fall! Die Höhlen unter den Klippen sind sicher zugänglich ausschließlich zur Zeit der maximalen Ebbe. Richten Sie sich immer sehr sorgfältig nach den aktuellen Gezeiten-Tabellen, die am Eingang zur Promenade aushängen. Begeben Sie sich niemals in die Felsdurchgänge, wenn das Wasser bereits sichtbar zu steigen beginnt, denn es kommt extrem schnell zurück und könnte Sie leicht in der Höhle einschließen.

Haben Hunde Zugang zum Gebiet?

Hunde sind im Städtchen und auf den Wanderwegen oberhalb der Klippen normalerweise willkommen, sofern Sie sie brav an der Leine führen. Beachten Sie aber, dass Hunde am Hauptkieselstrand während der gesamten Sommersaison streng verboten sind, um andere Besucher nicht zu stören und die Sauberkeit zu gewährleisten. Zum Wasser kommen Sie mit ihnen nur an den abgelegeneren wilden Stränden außerhalb des Stadtzentrums.

Wie ist es mit der körperlichen Anstrengung bei den Aufstiegen?

Der Aufstieg zur Klippe Porte d’Amont zur Kapelle führt über angelegte Gehwege und feste Betontreppen, sodass ihn jeder durchschnittlich bewegliche Mensch schafft, auch wenn Sie dabei wahrscheinlich etwas ins Schwitzen kommen. Der Weg zur gegenüberliegenden Klippe Aval ist etwas steiler und die Oberfläche weniger befestigt, aber mit häufigeren Pausen zum Verschnaufen und Fotografieren bewältigen Sie ihn auch ohne professionelle sportliche Kondition problemlos.

Lässt sich Étretat mit dem Rollstuhl besuchen?

Die Promenade entlang des Strandes selbst, die Gassen mit Restaurants und das Stadtzentrum sind eben und auch für Rollstuhlfahrer oder Familien mit Kinderwagen leicht zugänglich. Leider sind die Wege zu den Gipfeln der Kreidefelsen selbst nicht barrierefrei, und wegen der steilen Treppen und des unebenen natürlichen Geländes kommen Sie mit einem Rollstuhl nicht hinauf. Aber auch von der Promenade aus sind die Ausblicke auf die Klippen absolut fantastisch.

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